Raiffeisenverband Südtirol MITTEILUNGEN
Raiffeisen präsentiert eigenen Pensionsfonds
Zusatzvorsorge wichtig – Zusammenarbeit mit PensPlan–„Offener“ Fonds
Mehr als zwei Jahrehaben Experten im Raiffeisenverband, in der Raiffeisen-Landesbank und im Raiffeisen Versicherungsdienst ander Entwicklung des offenen Raiffeisen Pensionsfonds gearbeitet Nun bietet Raiffeisen eine regional verankerte Pensionsvorsorge an, die eigene Gestaltungsmöglichkeiten bietet und dadurchden
Ansprüchen und Bedürfnissen der Kunden und Mitglieder gerecht wird.
In Zukunft wirdder privaten
Altersvorsorge einen weitaus größeren Stellenwert beigemessen als das heuteder
Fall ist“ , sagte Verbandsobmann Heiner Nicolussi- Leckin seinen
Eröffnungsworten. All zu viele
Menschen wissen nochnicht, wie hochihre Rentenansprüche ausfallen werden. Mit der Informationsveranstaltung möchte die Raiffeisenorganisation einen
Diskussionsbeitragindieser Hinsicht leisten, meinte Nicolussi-
Leck. „Es freut mich, dass durch die Initiative von Raiffeisen nun neben PensPlan Plurifonds und Laborfonds ein weiterer höchstwertiger regionaler Pensionsfonds in Südtirol verfügbar ist“ , meinte Gottfried Tappeiner,Präsident der Centrum PensPlan. Nachdem Sergio Corbello,Präsident der gesamtstaatlichen Vereinigung der Zusatzvorsorge (Assoprevidenza) aus Rom, die
Auswirkungen der Rentenreformerläutert hatte, unterstrichen die Teilnehmer ander Podiumsdiskussion, u.a.die
Landtagsabgeordneten Martha
Stocker und Georg Pardeller, die
Bedeutung und Wichtigkeit ei-
ner Zusatzvorsorge. „Durchdie
Garantieleistungen der Region
und das Projekt PensPlan wird diese Absicherungsmöglichkeit für die Bürgerinnen und Bür-

Präsentation des neuen Raiffeisen Pensionsfonds:Verbandsobmann Heiner Nicolussi-Leck,Sergio Corbello (Präsident Assoprevidenza, Rom),L.-Abg. Georg Pardeller,Michael Grüner (Präsident Raiffeisen Landesbank),L.-Abg. MarthaStocker,Gottfried Tappeiner (Präsident PensPlan),Enzo Morando (Verwaltungsrat PensPlan Invest),Verbandsdirektor Konrad Palla, Gianfranco Cerea (Präsident PensPlan Invest)
ger Südtirols geöffnet“ , sagte
MarthaStocker,Regionalassesso-
rin für die Regionale Zusatzvor-
sorge.
Neuer Fonds
Der Raiffeisen Pensionsfonds ist ein offener Pensionsfonds mit
vordefinierter Beitragsleistung, der aus einem gemeinsamen
Projekt zwischen PensPlan und der Raiffeisen Geldorganisation hervorgegangen ist Der Fonds nennt sich„offen“, da er alle Ka-
tegorien von Beschäftigten, sämtliche Personen mit oder ohne Arbeits- und Betriebseinkommen sowie zu Lasten lebende Familienangehörige anspricht
Zusätzliche Absicherung
Ein offener Pensionsfonds ist eine mittel- bis langfristige Sparform, die durchdie Beitragszahlung der Mitglieder gespeist
wird. Bei Erreichen bestimmter
Mindestvoraussetzungen sichert der Pensionsfonds zur staatlichen Rentedie Auszahlung einer Zusatzrente. Der Fonds funktioniert nachdem Prinzip
der „vordefinierten“ Beitragszah-
lung. Jedes Mitglied kann dabei die Höhe der Beiträge zu seinen
Lasten selbst bestimmen. Dies gilt allerdings nur für den individuellen Beitritt Dem Fonds kann manindividuell oder kollektiv beitreten. Beim kollektiven Beitritt wirddie Höhe der
Beitragszahlungen durchden
Kollektivvertrag bzw.das Betriebsabkommen festgelegt Variable
Beitragszahlung
Die Höhe der Einzahlungen anden Raiffeisen Pensionsfonds wird beim individuellen Beitritt
vom Mitglied zum Zeitpunkt des
Beitritts bestimmt und kann nachträglich abgeändert werden. Dabei sind die steuerlichen
Absetzbeträge ein wichtiges Bestimmungskriterium.
Anders verhält es sich beim
Beitritt aufkollektiver Basis
Hier wirddie Höhe der Beitragskomponenten (Arbeitnehmeranteil,Arbeitgeberanteil,Abfertigungsanteil) durchden
Kollektivvertragoder das Be-
triebsabkommen bestimmt Die
Berechnung erfolgt als Prozentsatz aufdas Bruttoeinkommen, also aufdas Einkommen, das auch zur Berechnung des Abfertigungsguthabens Berücksichtigung findet.„Der Raiffeisen Pensionsfonds wird von Südtirolernfür Südtiroler verwaltet Denn das Fondsvermögen verwalten unserekompetenten Mitarbeiter der Raiffeisen Landesbank in Zusammenarbeit mit ausgesuchten internationalen
Experten.“, sagte Michael Grüner,Präsident der Raiffeisen Landesbank Südtirol.
Steuerliche Vorteile
Der Staat fördert die freiwillige Altersvorsorge durcherhebliche steuerliche Erleichterungen
sowohl in der Beitragsphase als auchinder Leistungsphase.
Die Einzahlungen können
beim individuellen Beitritt im
Ausmaß von 12 Prozent des Gesamteinkommens,bis zu einem
Höchstbetrag von 5164 Euro von der Steuergrundlage abgezogen werden.
50 Jahre Milchhof Meran– Völlig neues Logistikzentrumerrichtet
Der Milchhof Meran beging im vergangenen Monat sein 50jähriges Bestandsjubiläum. Gegründet wurde der Milchhof zwar
schon 1954. Um auchdie Erweiterungsbauten offiziell in Betrieb zu nehmen, wurde die Jubiläumsfeier aber aufdieses Jahr verlegt.
Gleichmehrmals hing
das Überleben des Milchhofes am seidenen Faden, doch wir sind eigenständig geblieben“, sagte Obmann Georg Egger Dank der Opferbereitschaft der
Mitglieder und verantwortlichen
Genossenschafter konnte sich der Milchhof eine wichtige Posi-
tion aufdem Lebensmittelmarkt
erobern. „Unser Hauptziel, das Einkommen der 440 Mitglieder
zu sichern, stand immer im Vor-
dergrund“, meinte Egger.
Anlagen technisch
aufgerüstet
Der Milchhof Meranist mit
modernster Produktionstechnik
ausgestattet. Geschäftsführer
Michael Wolf betontedie Investi-
tions- und Innovationsfreudig-
keit des Milchhofes Inden vergangenen Jahren hat der
Milchhof am Sitz in Untermais rund 17 Mio. Euroinvestiert
Das neue Logistikzentrum, das
im Rahmen der Feier von Pater
Eugen Matterberger gesegnet wurde, kosteteinsgesamt 5,7
Mio. Euro. Dort befindet sich u a.ein Kommissionierlager mit
Verladerampen, ein Kühllager
und ein Hochregallager –ein
Wunderding der Technik, das den Transport, die Aufnahme und die Einlagerung der Palet-
ten in die 1.730 Stellplätze vollständig automatisch abwickelt
Eine hochmoderne Amoniak-
Glykol-Kühlanlage sorgt bei einer Temperatur von +4° Celsius für die Güteder Produkte.
Meran setzt auf
„Bionessere“
„Natürlich wirken sichdie Investitionen aufden Milchpreis aus, trotzdem hoffen wir, dass wir die
Auszahlungspreise andie Mitglieder bei über 900 Lirehalten können“, sagte Wolf. Gelingen soll dies auchdurchneue Produktni-
Südtiroler Land
schen. So brachteder Milchhof
im Frühjahr in Zusammenarbeit
mit Gesundheitspapst Henri Chenot mit der Linie Bionessereein
europaweit neues Produkt auf
den italienischen Markt.„Wir er-
warten uns davon ein starkes Ver-
kaufspotential“, sagte Wolf. Der
probiotische Drink soll die Zellal-
terung bremsen und das Körper-
gewicht regulieren. Der Milchhof
ist weltweit der einzige Anbieter,
der ein diätetisches Produkt die-
ser Art zur Gewichtsabnahme
herstellt Entsprechend startet
Meran 2006 seine erstenationale
Werbekampagne.
84 Prozent der Milch fließen ins Joghurt
Mit Blick aufdas Geschäftsjahr
rechnet Geschäftsführer Wolf

Geschäftsführer Michael Wolf erklärt die neue Linie:LRHans Berger,Raiffeisen Verbandsobmann Heiner Nicolussi-Leck,Direktor Konrad Palla
mit einer
Milchverar-
b ei tu ng smenge von
rund 23
Mio. Litern
und einem
Gesamtum-
satz von 36
Mio. Euro.
16 Mio. Li-
ter liefern die 440 Mitglieder, der
Rest wird von ande-
ren Südtiro-
ler Milch-

Der Milchhof Meranist mit modernster Produktionstechnik ausgestattet
höfen zu-gekauft.84 Prozent
der Milch werden zu Joghurt
und probiotischen Produkten
verarbeitet, der Rest als Fri-
schmilch und Frischsahne ver-
kauft Abgesetzt werden die Pro-
dukte vorwiegend im
Einzugsgebiet des Milchhofes und im norditalienischen Raum.
Der Anteil amitalienischen Joghurtmarkt liegt mit 148 Mio.
Stück bei sechs Prozent Heute zählt der Milchhof Meran rund
100 Festangestellte und über 20 freie Mitarbeiter.
Landesrat Hans Berger lobte die Innovationsfreudigkeit und die Spezialisierung des Milchhofes und hob das neue Nischenprodukt „Bionessere“ her-
vor Berger pochte aber aufeine noch stärkere Zusammenarbeit und Produktabstimmung zwischen den Südtiroler Milchhöfen. „Die Zukunft unserer
Milchwirtschaft muss auf Gemeinsamkeiten und nicht auf
Kontroversen aufgebaut werden“, forderteder Landesrat. Dabei geltees vermehrt, eine gemeinsame Vermarktung unter der Formel „Südtirol“ zu verstärken. Glückwünsche zum runden Jubiläum und zur erfolgreichen
Innovation überbrachten u.a.
Merans Bürgermeister Günther
Januth und Verbandsobmann
Heiner Nicolussi-Leckim Namen der gesamten Raiffeisenorganisation.
Neuer Service:Telefonieren im Internet
Vorreiterrolle von Raiffeisen OnLine – Gratis für ROL-Kunden
Als erster Südtiroler Provider
bietet Raiffeisen OnLine einen
umfassenden Service rund ums
Telefonieren im Internet an.
„Wir freuen uns, diesen inno-
vativen Dienst in Südtirol jetzt
anbieten zu können", sagt Ge-
schäftsführer Peter Nagler Der
Kunde benötigt dazu lediglich einen Computer, ein Modem, ei-
ne Soundkarte, ein Headset und
die Software. Ab sofort können
Kunden von ROL ihre Telefon-
gespräche nicht mehr wie bisher
über das Festnetz, sondern über
Internet-Leitungen abwickeln.
„Das Telefonieren wirddadurch wesentlichpreiswerter “ , sagt Nagler Die Übertragungsqualität
ist aufgrund modernster Technologien identischmit der von herkömmlichen
Leitungen. Der
Dienst steht allen
ROL-Kunden zur
Verfügung. Unabhängig wo sichdie
beiden
Gespräch-
spartner gerade befinden, entstehen keine Kosten für das
Telefonat. Jedes In-
ternettelefon mit

Peter Nagler,Geschäftsführer ROL, testet den neuen Servicegleich selbst
SIP-Standardist nutzbar. Alter-
nativ kann aucheine Telefon-
softwareeingesetzt werden. Dabei sind ein Mikrophon und
Lautsprecher nötig. Über die
aktive Internet-Verbindung kann parallel im Internet gearbeitet werden. Mit dem neuen Produktangebot übernimmt ROL die Vorreiterrolle in Italien.




