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Sonderdruck aus „Der Landwirt“ Nr. 19 vom 23. Oktober 2009 Suppl. S.I.A.P. 50%

Raiffeisenverband Südtirol M 52. Jahrgang

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Bozen, 23. Oktober 2009

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Aktionärsvereinbarung in Berlin

Assimoco Gesellschafter-Nebenvertrag in einem festlichen Rahmen unterzeichnet In der vergangenen Woche wurde in Berlin eine wichtige Aktionärsvereinbarung unterzeichnet. Raiffeisen Südtirol sieht sich dabei als Brückenbauer.

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ergangene Woche trafen sich am Sitz der Zentralbank der deutschen Raiffeisenbanken und Volksbanken in Berlin (DZ-Bank), die Hauptaktionäre der genossenschaftlichen Versicherungsgesellschaft Assimoco, um vor dem Hintergrund neuer strategischer Weichenstellungen den vor fünf Jahren in Brixen unterzeichneten Vertrag zu erneuern. Die Vertragspartner sind der deutsche Genossenschaftsversicherer R+V Wiesbaden als drittgrößte Versicherungsgruppe der Raiffeisenund Volksbanken Deutschlands, der Raiffeisenverband Südtirol zusammen mit 31 Raiffeisenkassen und dem Raiffeisen Versicherungsdienst, sowie der nationale Dachverband Confederazione Cooperative Italiane mit Sitz in Rom.

An einem Strang „Mit der Unterzeichnung dieser Aktionärsvereinbarung entwickeln wir unsere Zusammenarbeit kontinuierlich weiter“, meinte Friedrich Caspers, Vorstandsvorsitzender von R+V in seinem Statement. „R+V, das mit 51 Prozent den Mehrheitseigentümer stellt, wird

Die Hautaktionäre der Versicherungsgesellschaft Assimoco in Berlin nach der Unterzeichnung des GesellschafterNebenvertrages: Heiner Nicolussi Leck (Obmann des Raiffeisenverbandes Südtirol), Luigi Marino (Präs. der Confederazione Cooperative Italiane), Friedrich Caspers (Vorstandsvors. der genossenschaftlichen Versicherungsgruppe R+V), Hans-Christian Marschler (Vorstand R+V).  Foto: Nicole Fortin

künftig noch stärker Assimoco begleiten und beim Ausbau der Marktanteile in Italien tatkräftig unterstützen. Dies kann nur gelingen, wenn R+V, Confcooperative und der Raiffeisenverband wie in der Vergangenheit an einem Strang ziehen“, meinte Caspers. Aufgrund der überaus positiven Erfahrungen der letzten Jahre, zeigte sich Luigi Marino, Präsident der Confcooperative überzeugt, dass es der Gesellschaft auch in Zukunft gelingen werde, Versicherungsprodukte anzubieten, die auf die Erfordernisse und Vorstellungen der genossenschaftlichen Welt zugeschnitten sind.

Uwe Fröhlich, Präsident des Bundesverbandes der deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken, sprach während des Abendessens zu den anwesenden Aktionären.

Brücke zwischen Nord und Süd Heiner Nicolussi-Leck, Obmann des Raiffeisenverbandes, unterstrich die Bedeutung des Versicherungsgeschäftes für die Raiffeisenkassen in Südtirol. Innerhalb kürzester Zeit konnte Raiffeisen 10 Prozent des Marktanteils in Südtirol erobern. Diese Entwicklung wurde durch die enge Kooperation mit Assimoco ermöglicht, innerhalb welcher ein wichtiger Gestaltungsspielraum für die lokalen Erfordernisse geschaffen werden konnte. „Raiffeisen nimmt als kleiner Regionalverband im Konzert mit den großen Zentralinstituten, eine wertvolle Vermittlerrolle ein, zur Förderung des Dialogs und des gegenseitigen Verständnisses über die Grenzen hinweg. Diese Rolle will Raiffeisen auch in Zukunft wahrnehmen,“ sagte Heiner Nicolussi-Leck. Raiffeisen Südtirol hält derzeit bei den operativen Versicherungsgesellschaften Assimoco-Sach und

Assimoco-Leben durchschnittlich 25 Prozent.

Neustrukturierung Ein wesentlicher Teil des unterzeichneten Vertrages betrifft die Neustrukturierung der AssimocoGruppe. Nicht zuletzt aufgrund aufsichtsrechtlicher Bestimmungen fusionieren Finassimoco und Assimoco. Dies führt zu einer schlankeren Unternehmensstruktur, reduziert die Verwaltungskosten und erfordert neue Weichenstellungen für die zukünftige Gouvernance. Bei dem anschließenden Abendessen wies Uwe Fröhlich, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken, darauf hin, dass die Genossenschaftsbanken in Deutschland auf die Finanz- und Wirtschaftskrise sehr gut reagiert haben. „Unter diesem Aspekt erhält die Zusammenarbeit der Genossenschaftsverbände grezüberschreitend eine neue Bedeutung,“ meinte Fröhlich.   Südtiroler Landwirt

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Raiffeisen

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Neues Fernheizwerk am Ritten eröffnet Bioenergie-Fernheizwerk in Klobenstein – Biomasse als Heizstoff Anfang Oktober wurde in der Handwerkerzone in Klobenstein das neue Bioenergie-Fernheizwerk offiziell seiner Bestimmung übergeben. Damit leistet nun auch die Gemeinde Ritten einen konstruktiven Beitrag zum Schutz der Umwelt.

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ereits seit über 20 Jahren hatten sich die Meinungsträger mit der Idee auseinander gesetzt. Ohne Erfolg. „Dann ist aber alles sehr schnell gegangen“, meint ein sichtlich zufriedener Siegfried Wolfsgruber, Obmann der Genossenschaft, die das BioenergieFernheizwerk betreibt. Nach knapp einem Jahr Bauzeit konnten die Arbeiten zum Bau des Fernheizwerkes in der Handwerkerzone von Klobenstein abgeschlossen werden. Im Winter 2008 begann man mit dem Probebetrieb, seit Februar mit dem Echtbetrieb. Der Biomassekessel hat eine maximale Leistung von 5,2 MW

und versorgt derzeit 280 Mitglieder mit Fernwärme. Das neue Fernheizwerk benötigt jährlich um die 30.000 Schütt­ raummeter Hackschnitzel, wodurch jährlich 2,2 Mio. Liter Heizöl eingespart werden. Ein Teil der benötigten Hackschnitzel kommt aus den umliegenden Wäldern. Der Rest muss zugekauft werden.

Warmwasser und Strom Bei der Eröffnungsfeier lobte Umwelt-Landesrat Michl Laimer die elf Gründungsmitglieder, die diesen Schritt gewagt hatten. Auch Landeshauptmann Luis Durnwalder meinte: „Neben der Sonnenenergie und Wasserkraft ist Bio-

Neue Finanzberater nach europäischen Standards

Nach knapp einem Jahr Bauzeit konnten die Arbeiten zum Bau des Bioenergie-Fernheizwerkes in Klobenstein abgeschlossen werden.

masse die sinnvollste Art, Strom zu erzeugen.“ Mit der Biomasse wird im Heizwerk sowohl Warmwasser als auch mittels eines sogenannten ORCProzessors Strom erzeugt. Die Fernwärme wird über 18 Kilometer lange Leitungen an die Endverbraucher geliefert. Der größte Abnehmer ist derzeit die Gemein-

deverwaltung. Mit der umweltfreundlichen Energie werden die Gemeindestuben, das Altersheim, Kindergarten und die Schulen beheizt.

Ausbaufähig

Das Einzugsgebiet erstreckt sich von Oberbozen über Wolfsgruben nach Klobenstein. Für eine kWh zahlt jeder Haushalt 10 Eurocent. „Die Energiekosten liegen im Durchschnitt bei 30 Prozent unter jenen von Erdöl oder Erdgas“, sagte Wolfsgruber. Das Verteilernetz ist auf 400 Anschlüsse angelegt. Für den Bau eines zweiten HeizkesOffizielle Eröffnungsfeier einmal anders: Landeshauptmann Luis Durnwalder, Landesrat sels haben die Betreiber Michl Laimer, Bürgermeister Ferdinand Rot- bereits Vorkehrungen getensteiner vor der Schüttaktion. troffen.  

Gruppenfoto bei der Überreichung der Diplome: elf neue qualifizierte Kundenberater in den Raiffeisenkassen Südtirols Im Rahmen einer kleinen Feier wurden kürzlich im Raiffeisenverband insgesamt elf Kundenberatern die Diplome zum „European Financial Advisor“ überreicht. Die European Financial Planning Association ( FPA) ist die größte europäische Dachorganisation für Financial Planning in Europa und definiert die internationalen Standards für die Ausbildung des Privatkundenbetreuers bzw. Finanzberaters. Sie hat für diesen Berufsstand allgemeine Standards in der Weiterbildung entwickelt und prüft diese. Nur ausgewählte Weiterbildungsinstitute, welche die hohen Qualitätsstandards der FPA erfüllen, werden mit ihren Weiterbildungsprogrammen akkreditiert. Die Abteilung Bildungswesen im Raiffeisenverband hat in Zusammenarbeit mit der Universität „Bocconi“ in Mailand diesen Master-

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Lehrgang für Kundenberater und -betreuerinnen aus den Raiffeisenkassen Südtirols organisiert. Der Lehrgang umfasste insgesamt 20 Tage, war auf zehn Module aufgebaut und wurde kürzlich abgeschlossen. Generaldirektor Paul Gasser lobte die Teilnehmer und wünschte sich noch mehr qualifizierte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in den Raiffeisenkassen Südtirols. Die erfolgreichen Teilnehmer sind: Helmuth Cazzanelli (Rk Leifers), Claudio Daprà (Rk Eisacktal), Marco Oliver De Nardin (Rk Wolkenstein), Christian Dissertori (Rk Überetsch), Christoph Feichter (Rk WelsbergGsies-Taisten), Thomas Grossmann (Rk Bozen), Augusto Kaneider (Rk Tauferer-Ahrntal), Reinhard Ploner (Rk Kastelruth), Arnold Valentini (Rk Gadertal), Matthias Werth (Alpenbank).

Kellereigenossenschaft Kaltern erhält ISO 9011 Zertifizierung Die Kellerei Kaltern hat kürzlich von der österreichischen Zertifizierungsfirma Quality Austria das Zertifikat ISO 9011 „International Food Standard“ erhalten. „Eine erfolgreiche Zertifizierung ist für jedes Unternehmen ein konsequenter und wichtiger Schritt“, erklärte Geschäftsführer Konrad Scheiber. „Mit 95,31 von 100 möglichen Punkten hat Kellermeister Andreas Prast und Paolo Ianes, die Kellerei Kaltern bei dieser verantwortlich für Qualitätsmanagement Qualifizierung hervorragend und für die IFS-Zertifizierung abgeschlossen“, freute sich Armin Dissertori, Obmann Produktrealisierung sowie Messung, der Kellereigenossenschaft Kaltern. Analyse und Verbesserung. Knapp Die vier Basissysteme der ISO eine Million Unternehmen und Or9001-Norm sind Verantwortung und ganisationen sind mittlerweile weltLeitung, Management der Mittel, weit nach ISO 9001 zertifiziert.


R ai f f ei sen

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Raiffeisen-Ehrennadel für Manfred Schweitzer 40 Jahre Geschäftsführer der OG Zwölfmalgreien – Vollversammlung mit Ehrung Geschäftsführer Manfred Schweitzer wurde Anfang Oktober bei der Vollversammlung der Obstgenossenschaft Zwölfmalgreien in Bozen für seine Verdienste im Genossenschaftswesen mit der Raiffeisen Ehrennadel in Silber ausgezeichnet. Im Zeichen der Kontinuität.

war Schweitzer Geschäftsführer der Obstgenossenschaft Lana­ frucht. „Für Manfred Schweitzer standen immer das gute Gedeihen des Betriebes und das Wohlergehen der Mitglieder im Vordergrund“, sagte Herbert von Leon, Obmannstellvertreter des Raiffeisenverbandes, der die Ehrung am Bozner Boden vornahm. Urban von Kleanfred Schweitzer ist belsberg, Obmann der Genossenseit vierzig Jahren schaft, bezeichnete GeschäftsfühGeschäftsführer der rer Schweitzer als Mann mit unternehmerischer Weitsicht. Obstgenossenschaft Zwölfmalgreien. Ein singuläres Durch seine Geschäftstüchtigkeit Arbeitsverhältnis. Seit dem18. Auund sein umsichtiges Handeln hat gust 1969 übt er diese Tätigkeit die Genossenschaft eine beachtohne Unterbrechung und mit liche Entwicklung genommen. persönlichem Engagement aus. Heute befindet sie sich durch die Bereits zuvor, von 1962 bis 1969, Neuaufnahme von Mitgliedern und den Bau zusätzlicher Lagerzellen auf Expansionskurs. Belief sich die Produktionsmenge 1969 noch auf 800 Waggons Tafelobst, kommt die Obstgenossenschaft heute auf über 3500 Waggons Tafelware und verfügt derzeit über eine gesamte Lagerkapazität von 3000 WagDie Obstgenossenschaft-Zwölfmagreien gons. Die Genossenschaft zählt in Bozen Süd aktuell 115 Mitglieder, die eine

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Geschlossener Hof: Neue Broschüre vorgestellt 13.334 geschlossene Höfe gibt es in Südtirol, das ist mehr als die Hälfte aller 26.285 landwirtschaftlichen Betriebe im Land. Acht von zehn geschlossenen Höfen sind im Alleinbesitz, zwölf Prozent gehören Frauen. Landesrat Hans Berger zeigte sich bei der Präsentation im Landhaus darüber scho- Präsentation der neuen Broschüre im Landckiert, dass ein Viertel der haus: Co-Autor Werner Hintner, Landesrat Hans Berger, UPAD-Leiter Gaetano Gambara, geschlossenen Höfe von Autor Edoardo Mori, Robert Nicolussi (ReviBesitzern im Alter von über sionsdirektor im Raiffeisenverband). 60 Jahren bewirtschaftet werden. Jährlich werden Die Broschüre wurde auf Initiative an die 50 Höfe neu geschlossen, der italienischen Volkshochschule rund 20 aufgelöst. „Der GeschlosUPAD und der Landesabteilung für sene Hof – Geschichtliche EntwickLandwirtschaft herausgegeben. Aulung und geltende Bestimmungen“ tor ist Edoardo Mori, Co-Autor Werist der Titel einer neuen Broschüre, ner Hintner, Direktor des Amtes für die neben der geschichtlichen Entbäuerliches Eigentum und Sekretär wicklung über die spezifische Geder Landeshöfekommission. Die von setzgebung (u. a. Neubildung, VerRaiffeisen gesponserte Broschüre kauf, Vorkaufsrecht, Erbschaftsfolge, umfasst 72 Seiten und ist in deutÜbernahmepreis, Miteigentumsanscher und italienischer Sprache in teile) die entsprechenden Gesetden Raiffeisenkassen erhältlich. zesanhänge beinhaltet.

Herbert von Leon, Obmannstellvertreter des Raiffeisenverbandes (r.) überreichte Geschäftsführer Manfred Schweitzer die Urkunde.

Fläche von 770 Hektar bewirtschaften. Bei der Vollversammlung wurde auch Verwaltungsleiterin Edith

Prast für ihre 35-jährige Mitarbeit im Betrieb ausgezeichnet und von der Genossenschaft mit einem Geschenk geehrt.  

Mittelständische Energieversorger als Garanten für Wettbewerb Die Mitglieder des Europäischen Verbands Mittelständischer Energieunternehmen (EVME) sind in Brixen Mitte Oktober zu ihrer ersten Vollversammlung zusammengekommen. Der 2008 gegründete Verband sieht sich als Ergänzung zu etablierten Im Bild: Fitz Schweiger (Präs. des EVME), Roland Interessenvertretun- Tropper (Geschäftsführer), Rudi Rienzner (Vizepräs.), EU-Abg. Herbert Dorfmann, Georg Wunderer (Obmann gen und verfolgt des REV) das Ziel, den mittelständischen Energieunternehmen in das im Juli 2009 verabschiedete Brüssel Gehör zu verschaffen. Die EU-Binnenmarktpaket. „Die vielen Verbandsführung wurde auf der mittelständischen EnergieunternehVollversammlung bestätigt: Präsimen Europas tragen wesentlich zum dent des EVME bleibt Fitz Schweiger Wettbewerb und Verbraucherschutz aus Deutschland. Die Vizepräsidenbei. Um diese Vielfalt zu erhalten, ten sind Paul Kiendler aus Österist es wesentlich, administrative reich und Rudi Rienzner, Direktor Vorgaben aus den Richtlinien mit des Raiffeisen Energieverbands Augenmaß umzusetzen. Eine ausSüdtirol (REV). „Eine mittelstandsufernde Bürokratie übersteigt oft freundliche Regulierung muss klare die personellen und finanziellen Rahmenbedingungen vorgeben, die Möglichkeiten dieser Unternehmen“, alle Spielräume wahrnimmt, um die sagte REV-Direktor Rienzner. Der Substanzerhaltung und die LeisEU–Abgeordnete Herbert Dorfmann tungs- und Wettbewerbsfähigkeit unterstrich in einer Aussprache die der kleinen und mittelgroßen EnerBedeutung der kleinen und mittelgieunternehmen in Europa langfrisständischen Energieunternehmer tig zu gewährleisten“, erklärte EVMEfür die Förderung nachhaltiger EnerPräsident Schweiger in Hinblick auf gieformen. Südtiroler Landwirt

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Raiffeisen

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Zum Gedenken an Josef Gamper Krautsamer Ein Leben im Zeichen des Genossenschaftswesens Josef Gamper Krautsamer, unter anderem Obmann des Raiffeisenverbandes, ist am 10. September im Alter von 86 Jahren verstorben. Von der genossenschaftlichen Idee zutiefst überzeugt und Träger der RaiffeisenEhrennadel in Gold, hat er sich für das Genossenschaftswesen unseres Landes große Verdienste erworben.

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r wurde 1922 in Marling geboren. Mit einer bleibenden Invalidität kehrte er aus dem Krieg zurück. Im Genossenschaftswesen, wo er in vielen Organisationen und Verbänden Verantwortung trug, fand er eine „zweite Heimat“. Seine genossenschaftliche Laufbahn begann Josef Gamper in den ersten fünfziger Jahren als Vorstand der Obstgenossenschaft Cofrum in Marling, wo er erst zum Obmannstellvertreter und 1957 zum Obmann aufrückte und deren Entwicklung er drei Jahrzehnte

prägte. Seit 1955 war er in der Kellereigenossenschaft Marling im Vorstand tätig und übernahm nach zwei Amtsperioden für 19 Jahre die Obmannmannschaft. In der Raiffeisenkasse seiner Heimatgemeinde war er von 1966 bis 1998 Präsident des Aufsichtsrates. 1960 wurde er in den Verwaltungsrat des Verbandes der Südtiroler Obstgenossenschaften (VOG) gewählt, wo er bis 1988 als Obmannstellvertreter tätig war. Der VOG-Products in Leifers stand Gamper von 1967 bis 1988 als Obmannstellvertreter und von 1989 bis 1992 als Obmann vor. In der Raiffeisen Landesbank war Gamper seit deren Gründung 1973 Mitglied des Verwaltungsrates und viele Jahre Obmannstellvertreter. Bereits seit 1960 war er im Vorstand des Raiffeisenverbandes, wo er von 1970 bis 1982 als dessen Obmannstellvertreter wirkte und dem er von 1985 bis 1991 als Obmann vorstand. Die verantwortungsvolle Rolle der Raiffeisenorganisation als Wirtschafts-

R a i f f e i s e n Weiterb i ldu n gsku rse Termin Kursangebot

Ort

26.10 Lustarbeit statt Frustarbeit für alle Führungskräfte, Hotel Eberle, BZ insbesondere aus dem Marktbereich 26.– Das Unternehmer–Jahresgespräch für Geschäfts- Hotel Eberle,BZ 27.10. führer, Filialleiter, Firmenkundenbetreuer und – berater 27.10. Zeitmanagement im Vertrieb für Führungskräfte im Hotel Eberle, BZ Vertrieb und Kundenbetreuer 27.10. Vermögensberatung – Betreuung Privatkunden Hotel Eberle, BZ für Führungskräfte Marktbereich und Berater Privatkunden 27.10.– Ausbildung Sicherheitsbeauftragte, A–Modul für Bildungshaus 05.11. Leiter der Dienststelle für die Arbeitssicherheit, Lichtenburg/Nals Beauftragte der Dienststelle für die Arbeitssicherheit und Sicherheitssprecher (4 Tage) 28.10. Impulstag für Mitarbeiter im Servicebereich Hotel Eberle, BZ 28.10. Workshop Personalentwicklung für Geschäftsführer, Hotel Eberle, BZ Vizedirektoren und Ausbildungsverantwortliche 29.10. Impulstag für Mitarbeiter im Innenbereich Hotel Eberle, BZ 4.11. Kreditrisikomanagement für Geschäftsführer und Hotel Eberle, BZ Vizedirektoren 5.11. Workshop Rechtsgrundlagen – Privacy, Daten- Hotel Eberle, BZ schutz, Bankgeheimnis für Mitarbeiter, welche das 4–tägige Seminar „Allgemeine Rechtsgrundlagen“ besucht haben 5.– Steuerseminar – Basis für Kundenberater,-betreu- Ansitz Kandlburg/ 6.11. er und Sachbearbeiter im Innenbereich Mühlbach

Josef Gamper Krautsamer ist am 10. September im Alter von 86 Jahren verstorben.

unternehmen mit sozialen und gesellschaftlichen Aufgaben behielt Josef Gamper Krautsamer immer im Vordergrund. Nach außen vertrat Gamper die Belange der Raiffeisenorganisation

unter anderem im Vorstand der „Confcooperative“, in der „Federcasse“ und in der „Iccrea“ in Rom. Darüber hinaus war Gamper Aufsichtsrat der „Finassimoco“ und Mitglied der Landesgenossenschaftskommission. Josef Gamper war neben seinen vielfältigen Aufgaben im Genossenschaftswesen u.a. von 1969 bis 1980 Bürgermeister der Gemeinde Marling, von 1975 bis 1980 Präsident des Gemeindeverbandes sowie Präsident und Mitbegründer der Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt. Josef Gamper Krautsamer, Träger der Raiffeisen-Ehrennadel in Gold, hat sich im Genossenschaftswesen unseres Landes große Verdienste erworben. Die Südtiroler Raiffeisenorganisation wird dem Verstorbenen ein ehrendes Andenken bewahren.  

Anstoß zur VSS – Fußballmeisterschaft Begonnen hat sie bereits vor zwei Wochen. Gestern Abend erfolgte der offizielle Anstoß. Beim U11-Spiel zwischen Eppan und Kaltern gaben VSS-Obmann Günther Andergassen und Heiner NicolussiLeck, der Obmann des Raiffeisenverbandes, den offiziellen Anstoß Anstoß mit Michael Walcher (VSS-Referent), zur heurigen VSS-Raiff- Heiner Nicolussi-Leck (Obmann RVS), Andreas Mair am Tinkhof (Lt. Hauptabt. für Bankwirtschaft), eisen-FußballmeisterVSS-Obmann Günther Andergassen und U11schaft. Über 500 Mann- Spieler aus Eppan und Kaltern. schaften mit rund 10.000 Spielern jagen pensieren.“ Mehr als 500 Mannin knapp 4500 Spielen landauf schaften, das bedeutet rund 10.000 landab dem Ball nach. Spieler. Die Hinrunde geht bis zum Bis Anfang Juni werden landesweit 22. November. Die Rückrundenrund 4500 Spiele ausgetragen. Termine stehen noch nicht fest. „Wir haben auch heuer wieder Gespielt wird voraussichtlich von deutlich mehr als 500 gemeldete Mitte März bis Ende Mai. Neu im Mannschaften“, freut sich Referent Programm ist die U17-Meisterschaft. Michael Walcher. „Derzeit sind es Jedes der knapp 4500 Spiele ist mit noch etwas weniger als im Vorjahr. einem Schiedsrichter besetzt. Derzeit Durch die üblichen Nachmeldunsind es 168 im Alter zwischen 13 gen in den Altersklassen U8 und und 65 Jahren. Zu den UnparteiiU10 müssten wir das aber komschen gehören auch vier Frauen.

Raiffeisenverband Südtirol–Mitteilungen–Impressum

Redaktion und Gestaltung: Dienststelle für Presse und Öffentlichkeitsarbeit im Raiffeisenverband, Tel. 0471 945453, Fax 0471 970228, E-Mail: rvs-presse@raiffeisen.it Verantwortlicher Leiter: Dr. Stefan Nicolini; Redaktion: Mag. Thomas Hanni; Fotos: Archiv Internetadresse: www.raiffeisen.it/raiffeisenverband

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An einem Strang Brücke zwischen Nord und Süd Assimoco-Leben durchschnittlich 25 Prozent. Sonderdruck aus „Der Landwirt“ Nr. 19 vom 23. Oktob...

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