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Sonderdruck aus „Der Landwirt“ Nr. 17 vom 25. September 2009 Suppl. S.I.A.P. 50%

Raiffeisenverband Südtirol M 52. Jahrgang

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Bozen, 25. September 2009

N Nr. 17

60 Jahre Milchhof in Bruneck

Jubiläumsfeier bei der Senni – Rückblick und Ausblick – Hohe Investitionen Nach dem Krieg gegründet, feierte am vergangenen Wochenende der Milchhof Senni in Bruneck sein 60-jähriges Gründungsjubiläum. Seit 1997 ist er Teil des Milchverarbeitungskonsortiums Milkon. Eine Erfolgsgeschichte.

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as genaue Gründungsdatum ist der 20. April 1949. Am Anfang hatten sich nur 28 Bauern zu diesem Schritt entschließen können. Am Anfang wurden täglich 2000 Liter Frischmilch an die Sennerei angeliefert. Im Dezember 1953 wurde der erste Milchverarbeitungsbetrieb im Zentrum von Bruneck in Betrieb genommen, anschließend mehrere Milchgeschäfte eröffnet. Gab eine Kuh im Jahresdurchschnitt 1975 470 Liter Milch, so waren es zehn Jahre später 2350 und heuer mehr als 7000 Liter. Durch das ständige Ansteigen der Milchanlieferung errichtete die Genossenschaft 1969 einen größeren Verarbeitungsbetrieb. Von da an konnte die Sennerei ihren Kunden ein vielseitiges Sortiment an Molkereiprodukten anbieten, die seitdem unter der Marke Senni vertrieben wurden. Senni-Obmann Joachim Reinalter

nahm in seiner Rede die Gelegenheit wahr, sich bei allen Mitgliedern und Mitarbeitern, sowie bei den Zulieferern und Vertragspartnern für die geleistete Arbeit zu bedanken. Er wies u. a. auf die außergewöhnliche Aufbauarbeit hin, die Langzeit-Obmann Haymo von Grebmer geleistet hatte.

Wichtiger Schritt 1997 gründete der Milchhof Bruneck zusam- Der Milchhof Senni in Bruneck feierte am vergangenen Wochenende sein 60-jähriges men mit der Mila und Bestehen. Viele Mitglieder, Kunden und Interessierte nutzten die Gelegenheit, um den der Sennerei Burgeis die Betrieb von innen zu besichtigen. Milkon Südtirol, eine Südtirol zuerst Genossenschaft zweiten Grades, pieri, Geschäftsführer der Milkon, die heute mehr als 60 Prozent der Landesrat Hans Berger brach überzeugt. gesamten in Südtirol produzierten eine Lanze für das GenossenModerner Betrieb Milch verarbeitet und vermarktet. schaftssystem in Südtirol, das für „Im Rückblick betrachtet eine den Bauern bislang eine solide Im Werk in Bruneck werden gute Entscheidung“, meinte ReinLebensgrundlage geschaffen habe. jährlich 95 Mio. Liter Milch zu alter. Landeshauptmann Luis „Wir werden uns sicherlich nicht verschiedenen Produkten wie Durnwalder lobte die Männer der an den Protestkundgebungen der Schnittkäse, Hartkäse und Masersten Stunde und meinte, man Bauern in Europa beteiligen, denn carpone verarbeitet. Zusätzlich müsse trotz der schwierigen Wirtwir haben keinen Grund dazu“, werden frische Sahne und Frischschaftslage den Blick immer nach meinte er. Auch Heiner Nicolussikäse hergestellt, ebenso die bevorne richten. Auch Milkon-ObLeck, Obmann des Raiffeisenverkannten Käsesorten wie Stilfser mann Alfons Alber meinte, man bandes, betonte in seinen Grußg.U., Dolomitenkönig, Pustertaler solle keine Angst vor der Zukunft worten die Bedeutung der Bergkäse, Marienberger, Ortler haben. genossenschaftlichen Strukturen oder Lagreinkäse. Tausende von Interessierte nutzen den Tag der in unserem Land, die einen weoffenen Tür, um den Betrieb zu sentlichen Anteil an der gedeihlichen Entwicklung der Landwirtbesichtigen und Milchspezialitäten schaft beigetragen haben. „Die zu verkosten. Außerdem wurden Senni ist die tragende Säule der Spiele und Unterhaltungen für Milkon“, zeigte sich Robert ZamGroß und Klein angeboten.  

M i lch hof Sen n i i n Z ah l en

Heiner Nicolussi-Leck, Obmann RVS: „Genossenschaft Garant für nach­ ­haltiges Wachstum“

Senni-Obmann Joachim Reinalter: „Pioniere haben weitsichtig gehandelt“

Landeshauptmann Luis Durnwalder: „Die gute Arbeit fortsetzen“

Mitglieder Mitarbeiter Anlieferungsmenge im Jahr Anlieferungsmenge tgl. Verarbeitung zu Mascarpone Verarbeitung zu Schnittkäse Investitionsvolumen der letzten 5 Jahre

1297 100 95 Mio. Liter 300.000 Liter 4200 Tonnen 4000 Tonnen 8 Mio. Euro

Südtiroler Landwirt

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Raiffeisen

Nr. 17 - 25. September 2009

Dialog zwischen Wirtschaft und Banken Informationsveranstaltung in Bozen – Sparkasse, Raiffeisen und Volksbank Auf Initiative des SVP-Wirtschaftsausschusses fand gestern in Bozen eine Informationstagung statt, zu der Funktionäre und Mitarbeiter aus den Wirtschaftsverbänden sowie Experten und Spitzenvertreter der drei regionalen Banken (Sparkasse, Raiffeisen, Volksbank) geladen waren.

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irtschaftlich schwierige Zeiten erfordern eine stärkere Kommunikation“, meinte Richard Maria Seebacher, Vizegeneraldirektor der Sparkasse und Moderator der Veranstaltung. Aufgrund der Wirtschaftsentwicklung der letzten Monate, wird die Frage nach der Rolle und Verantwortung regionaler Banken zur Förderung der Wirtschaft immer wichtiger.

Die Spitzenvertreter aller drei Regionalbanken Südtirols haben an der Informationstagung für die Funktionäre und Mitarbeiter des Wirtschaftsringes Südtirol teilgenommen.

einerseits müssen gemeinsam Sanierungsmöglichkeiten für die angeschlagene Wirtschaft gefunden werden, andererseits müssen Finanzierungen so gestaltet sein, dass auch das Überleben der regionalen Banken gewährleistet ist“, betonte er.

Zusammenarbeit

Soziale Verantwortung

Gerhard Brandstätter, Vorsitzender der SVP-Wirtschaft hat die Konkurrenzfähigkeit und Flexibilität unserer Klein- und Mittelbetriebe, die das Rückgrat unserer Wirtschaft darstellen, sowie die Zuverlässigkeit der heimischen Regionalbanken, die diese Krise sicherlich nicht mitverschuldet haben, hervorgehoben. „Wirtschaft und Banken müssen in der Krise enger zusammenrücken –

Paul Gasser, Generaldirektor des Raiffeisenverbandes, bestätigte in seinen Ausführungen, dass es nun darum gehe, nachhaltiges Wirtschaften zu fördern. „Nachhaltigkeit aber ist ohne ethische Grundsätze nicht möglich“, meinte er. Gasser widersprach auch der landläufigen Meinung, Kredite würden weniger vergeben, die er auch anhand konkreter Statistiken zu widerlegen vermochte. „Voraussetzung für ein

echtes Vertrauensverhältnis ist der Aufbau einer langfristigen Beziehung zwischen Bank und Unternehmen“, sagte Gasser. Während Benno Harich, Leiter Abteilung Kredite der Südtiroler Sparkasse, in seinem Referat die Bewertung der Kunden nach Basel II thematisierte, ging Hans Schmiedhofer, Vizedirektor und Geschäftsbereichsleiter Kommerz der Raiffeisen Landesbank, auf die individuell abgestimmten Finanzierungsarten und –formen ein. Heinz Baumgartner, Abteilungsdirektor Kredite der Südtiroler Volksbank, sprach über die Inkassosysteme, Alois Zelger, Leiter der Rechtsabteilung im Raiffeisenverband, über das Zinsgefüge und Moritz Moroder, u. a. Leiter der Abteilung Vertrieb der

Südtiroler Sparkassse, über die Provision auf Saldenspitze.

Lebensgrundlage Johannes Schneebacher, Generaldirektor der Südtiroler Volksbank, appellierte an die anwesenden Verbandsfunktionäre und Mitarbeiter die eigenen Mitglieder dahin gehend zu motivieren, die Beratung in der Bank stärker zu nutzen als dies bisher der Fall war. „Trotz unterschiedlicher Interessen ist es unser gemeinsames Ziel, Lebensgrundlage für die Menschen in unserem Lande zu schaffen und Partikularinteressen hintan zu stellen“. Schneebacher bekundete im Namen aller Regionalbanken die Bereitschaft zur Fortführung des Dialogs, was von den Teilnehmern begrüßt wurde. 

ICI: Umstufung ist jetzt möglich Endgültiges Urteil des Kassationsgerichtshofes – Katasterkategorie entscheidend Wie bereits in der letzten Ausgabe beschrieben, vertritt der Oberste Gerichtshof nunmehr in seinem Urteil der letzten Instanz die Auffassung, dass ein Gebäude nur dann von der ICI befreit ist, wenn es im Gebäudekataster als „landwirtschaftlich“ in den Katasterkategorien A/6 (Wohngebäude) bzw. D/10 (Betriebsgebäude) eingetragen ist. Eine Umstufung ist nun möglich. Die höchstrichterlichen Urteile stellten nunmehr fest, dass nur jene Genossenschaftsimmobilien, die im Gebäudekataster in der Kategorie der landwirtschaftlichen Betriebsgebäude (D/10)

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eingetragen sind, nicht der ICI unterliegen. Während einige Betriebsgebäude der landwirtschaftlichen Genossenschaften aufgrund von in den letzten Jahren durchgeführten Umbauarbeiten bereits in der Katasterkategorie D/10 eingetragen und damit in Folge der neuen Auslegung seither von der ICI befreit sind, ergibt sich für jene Genossenschaften, deren Betriebsgebäude sich noch in den Katasterkategorien D/1, D/7 oder D/8 befinden, zwecks Befreiung von der ICI, die Notwendigkeit einer Ein- bzw. Umstufung in die Katasterkategorie D/10.

Um der wahrscheinlich großen Anzahl der Anträge Stand halten zu können und Verspätungen und Aufwand für die Steuerpflichtigen zu vermeiden, haben sich die zuständigen Landesämter für eine vereinfachte Prozedur mit der alleinigen Änderung der Kategorie ohne Neuberechnung des Katasterertrages entschieden und in kürzester Zeit einen Vordruck für den Antrag vorbereitet. Bei Bestehen aller Voraussetzungen, können landwirtschaftliche Genossenschaften die Umstufung der Betriebsgebäude (Kategorie D) in die Katasterkategorie D/10 beantragen. Damit kann die Umstufung nunmehr anhand eines einfachen

Antrags vorgenommen werden. Der Vordruck ist an das gebietsmäßig zuständige Katasteramt zu richten; es ist u. a. die effektive Nutzung anzugeben, wie z.B. Einlagerung von Obst/Gemüse, Sortierung, Verpackung und Vermarktung der landwirtschaftlichen Produkte, Verarbeitung der angelieferten landwirtschaftlichen Produkte (Wein, Milch). Die Abteilung Steuerrecht des Raiffeisenverbandes hat diesbezüglich bereits in einem Rundschreiben an die betreffenden Mitgliedsgenossenschaften eine Anleitung angegeben. Laut Auskunft des Katasteramtes sind dem Antrag keine Anlagen beizulegen. 


R ai f f ei s en

Nr. 17 - 25. September 2009

Für eine gedeihliche Zukunft unserer Kinder Neues Mitglied des Raiffeisenverbandes – Sozialgenossenschaft Tagesmütter Die Sozialgenossenschaft für Tagesmütter in Bozen kann von Anfang an auf ein großes Interesse und auf eine große Nachfrage bauen. Immer mehr Familien greifen auf die Dienstleistungen der Sozialgenossenschaft zurück.

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ie Genossenschaft bemüht sich Kindern eine qualitativ hochwertige Betreuungsmöglichkeit anzubieten und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf von Südtirols Familien zu unterstützen“, meint Judith Vonmetz, die sich am Sitz der Genossenschaft in der Piavestrasse in Bozen als Verwaltungsleiterin engagiert.

Nachfrage steigt Zurzeit hat die Genossenschaft über 200 Mitglieder, davon 174 Tagesmütter. Der Rest der Mitglieder sind hauptamtliche Mitarbeiterinnen wie Koordinatorinnen und Pädagoginnen.

Die Zahl der Betreuungsstunden ist von 181.051 im Jahr 2007 auf insgesamt 203.380 Betreuungsstunden in Jahr 2008 angewachsen. Auch die Betreuungsstunden in den neun Kindertagesstätten, die aufs Land verteilt arbeiten, wurden im ersten Halbjahr 2009 um zwölf Prozent gesteigert. Die Haupttätigkeiten der Sozialgenossenschaft sind u.a.: • Kinderbetreuung durch Tagesmütter im eigenen Heim und Organisation des Tagesmutterdienstes auf Landesebene • Ausbildung von zukünftigen Tagesmüttern/ -vätern • Führung von Kleinkindertagesstätten • Führung von betrieblichen Tagesstätten • Organisation von Weiterbildungsangeboten für alle hauptund ehrenamtlichen MitarbeiterInnen.

Tagesmutterdienst Die Außenstellen des Tagesmutterdienstes befinden sich in

m e i n e m ei n u ng Strukturreformen sind notwendig! Generell ist die Lage in der Milchwirtschaft europaweit derzeit von vielen Unsicherheiten geprägt: Dazu tragen die auslaufenden Milchkontingentierungen nach 2013 bei, die schwankenden Marktpreise, die Wirtschaftskrise und deren Folgen. Wir als Verantwortliche einer Genossenschaft haben die Aufgabe für unsere Mitgliedsbauern Perspektiven aufzuzeigen, die nachvollziehbar und glaubwürdig sind. Die Südtiroler Milchwirtschaft – und mit ihr unser Unternehmen – hat eine sehr gute Perspektive, allerdings sind meiner Meinung nach einige Hausaufgaben zu machen. Und die können wir nur gemeinsam tun. Wir können nicht einfach unsere Südtirol-Fahnen schwenken. Das ist zu wenig. Ich weiß nicht wie lange es sich Südtirols große Sennereien noch erlauben können,

auf dem Markt getrennt aufzutreten. Täglich geben sich mehrere Verkäufer mit Produkten aus Südtirol bei demselben Einkäufer die Klinke in die Hand. Es geht uns im Verhältnis zu den anderen Produktionsstätten trotz Wirtschaftskrise noch relativ gut. Deshalb bewahrheitet sich leider immer wieder: Eine Reform kann nur aus der Krise heraus kommen. In der Obstwirtschaft sehen wir, wie die Akteure nun nach Synergien suchen, in der Milchwirtschaft sehen wir das leider noch nicht. Brauchen wir wirklich eine echte Krise, um zu verstehen, daß notwendige Strukturreformen umzusetzen sind? Können wir auch in guten Zeiten so weitsichtig sein, ohne daß uns der eigene Kirchturm im Weg steht? Robert Zampieri, Geschäftsführer der Milkon

Engagierte Frauen in der Sozialgenossenschaft Tagesmütter: Geschäftsführerin Petra Bisaglia, Verwaltungsleiterin Judith Vonmetz, Präsidentin Eleonora Hackl Hemma

Schlanders, Meran, Lana, Eppan, Leifers, Neumarkt, Brixen, Sterzing, Klausen, Mals und Bruneck. Im Hauptsitz in Bozen und in den anderen Außenstellen halten Koordinatorinnen regelmäßig Sprechstunden und sind dabei Anlaufstelle für alle Eltern die eine Tagesmutter/vater suchen, und für Frauen und Männer, die sich für den Beruf als Tagesmutter/vater interessieren.

Kindertagesstätten Kindertagesstätten gibt es derzeit in Naturns, Lana, Kaltern, Eppan – Pillhof, Eppan – St. Mi-

chael, Latsch, Schlanders, Pfatten und die Betriebskindertagesstätte in Branzoll/Leifers. Die dort arbeitenden Tagesmütter haben eine Ausbildung absolviert, die über 460 Unterrichtsstunden umfasst und auch zwei Praktikas beinhaltet. „Wir sind gerade dabei ein Projekt „Prävention für Kinder bis 3 Jahren“ zu konzipieren– Es geht dabei Kinder mit schwachem, sozialem Hintergrund zu betreuen und dabei unsere Tagesmütter/ Kitas-MitarbeiterInnen zu unterstützen“, sagt Präsidentin Eleonora Hackl Hemma. Das Projekt soll im Frühjahr gestartet werden. 

Sponsorvertrag zwischen VHS und Raiffeisenverband erneuert Die Südtiroler Raiffeisenkassen unterstützen den Verband der Volkshochschulen Südtirols seit sechs Jahren als Hauptsponsor. Kürzlich wurde dieser Vertrag für ein weiteres Jahr verlängert. Heiner Nicolussi-Leck, Obmann des Raiffeisenverbandes, lobte die Arbeit der Volkshochschule als wertvollen Beitrag für die berufliche WeiterbilHeiner Nicolussi-Leck und Oswald Rogger dung und Persönlichkeitsentwicklung der Menschen in Gründung einer neuen Ortsstelle in Südtirol. „Ich möchte mich für Bruneck und der Aufnahme des Kuldie weitere Unterstützung von seiten turvereins Brixen hat der VHS seine der Raiffeisenorganisation ausdrückTätigkeit territorial erheblich ausgelich bedanken“, sagte Oswald dehnt und kommt so auf eine Rogger, Präsident des Verbandes. Die Volkshochschulen konnten im Gesamtzahl von über 1000 Veranstaltungen mit ca. 16.000 WeiterbilJahr 2008 über 770 Veranstaltungen bei 11.600 Stunden mit knapp 11.500 dungsstunden und knapp 15.000 Teilnehmern. Teilnehmern durchführen. Mit der

Südtiroler Landwirt

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Raiffeisen

Nr. 17 - 25. September 2009

Europäer rücken ein Stück näher zusammen GeschäftsführerInnen-Tagung der Raiffeisenkassen Südtirols – Neuerungen Die Bankenwelt steht nicht erst durch die Wirtschaftskrise vor großen Herausforderungen. Eine Reihe von neuen Bestimmungen werden über die Bankenaufsichtsbehörde, die Banca d’Italia und die Europäische Union eingeführt. So gelten u. a. ab November auch für den gemeinsamen europäischen Zahlungsraum neue Regeln. Ein Kernthema auf der letzten Geschäftsführertagung der Raiffeisenkassen.

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achdem Generaldirektor Paul Gasser die anwesenden Direktoren und Führungskräfte aus den Raiffeisenkassen Südtirols zu der Tagung im Raiffeisenhaus begrüßt hatte, ging er kurz auf die derzeitige Wirtschaftslage ein, die sich auch auf die heimische Bankenwelt niederschlägt. „Mit einem Anhalten der Niedrigzinsphase muss gerechnet werden“, meinte Gasser.

Neben Themen rund um die Bestimmungen der Aufsichtsbehörde standen die neuen Regeln für den gemeinsamen europäischen Zahlungsraum im Mittelpunkt. Die Zahlungsverkehrsrichtlinie „PSD“ (Payments Services Directive) gilt als erste Europäische vollharmonisierende Richtlinie und zielt auf mehr Transparenz und Wettbewerb. Sie schafft den Rahmen für den gemeinsamen Europäischen Zahlungsverkehrsraum SEPA. Eine der wesentlichen Änderungen, die sich dadurch ergeben werden, betrifft die Ausführungsfristen, deren Einhaltung den lokalen Banken jedoch keine Probleme bereitet, da sie dies bereits tun. Ein Umdenken wird die PSD allerdings von jenen Kunden verlangen, welche die Möglichkeit der Rückdatierung eines Überweisungsauftrages immer wieder gerne in Anspruch genommen haben, denn diese Möglichkeit wird es nicht mehr geben.  

R a i f f e i s e n Weiterb i ldu n gskurse Termin 28.– 29.09 29.09. 29.09.

30.09.– 1.10. 1.10. 1.10. 1.– 02.10. 2.10. 5.–6.10. 6.–8.10. 6.–7.10.

6.10.

Kursangebot Argumentieren – Konfrontieren – Überzeugen für alle Frauen, die ihre rhetorischen Fähigkeiten und Strategien verbessern und vertiefen wollen Tagung „Umsetzung der Geldwäschevorschriften“ für Direktoren, Abteilungsleiter und Filialleiter Praxisorientierte Fotografie – 1. Teil Presse – und Marketingverantwortliche und Mitarbeiter, die mit Medien und der Öffentlichkeitsarbeit betraut sind Terminologia bancaria für Mitarbeiter im Kundenkontakt, Interessierte Steuerrechtliche Fragen in der Kundenberatung für Kundenberater und –betreuer Kreditrisikomanagement (KRM) für Verwaltungsräte, Aufsichtsräte Kraft und Schwung für die Arbeit II für alle Interessierten, die das Basisseminar besucht haben Workshop für Verantwortliche des internen Kontrollsystems in der Raiffeisenkasse Top – Seminar für Betreuer von vermög. Privatkunden für Betreuer vermög. Privatkunden Kreditgeschäft III für Kreditsachbearbeiter, die die Seminare „Kreditgeschäft I und II“ besucht haben Eigenmotivation stärken, geniessen und entfalten für erfahrene Mitarbeiter, die sich mit eigener Motivation auseinandersetzen wollen Tagung „Umsetzung der Geldwäschevorschriften“ für Direktoren, Abteilungsleiter und Filialleiter Verkaufstraining für Führungskräfte

Ort Hotel Eberle/ St.Magdalena, Bozen Raiffeisenkasse Laas, Sitzungssaal im Raiffeisensaal, Raiffeisenverband Hotel Eberle/ St.Magdalena Raiffeisenhaus/ Bozen Hotel Eberle/ St.Magdalena Bildungshaus Schloss Goldrain/Latsch Hotel Eberle/ St.Magdalena Hotel Eberle/ St.Magdalena Bildungshaus Schloss Goldrain/Latsch Hotel Eberle/ St.Magdalena

Bildungshaus Kloster Neustift, Vahrn 8.–9.10. Hotel Eberle/ St.Magdalena 8.–9.10. Konflikte managen für Führungskräfte Hotel Eberle/ St.Magdalena 8.10. Tagung „Umsetzung der Geldwäschevorschriften“ Pavillon, Raiffeisenverband für Direktoren, Abteilungsleiter und Filialleiter

Ulrich Euthum und Ivo Martinolli, Experten der Raiffeisen Landesbank, erklärten die neuen Regeln für den gemeinsamen europäischen Zahlungsraum.

Mountainbike-Weltmeister im Raiffeisenhaus geehrt Im Raiffeisenhaus Bozen wurden vergangene Woche die Mountainbike-Weltmeister Eva Lechner und Gerhard Kerschbaumer geehrt. Die Eppanerin sicherte sich bei der Mountainbike-WM im australischen Canberra neben dem 9. Platz im Im Bild Italiens Cheftrainer Hubert Pallhuber, DoppelEliterennen der Weltmeister Gerhard Kerschbaumer, Staffel-WeltmeisFrauen die Gold- terin Eva Lechner, WM-Teilnehmer Johannes Schweigmedaille in der gl, Renato Riedmüller (ital. Radsportverband) Staffel im Team mit Gerhard Kerschbaumer. Der Mit den beiden Weltmeistern freuVerdingser entschied zudem das ten sich nicht nur der Landesverband Einzelrennen der Junioren für sich mit Präsident Antonio Lazzarotto an und wurde zum zweifachen Goldder Spitze und dem Mountainbikemedaillengewinner. Antonio LazChef Rudi Dantone, sondern ganz zarotto, Präsident des Südtiroler besonders auch Italiens Teamchef Radsportverbandes, und sein StellHubert Pallhuber, U-23-Fahrer Jovertreter Rudi Dantone zeichneten hannes Schweiggl und Renato Rieddie Sportler aus. Kerschbaumer gilt müller, seit diesem Jahr im Vorstand als Aufsteiger der Saison. „Heuer des italienischen Radsportverbandes lief wirklich alles nach Plan“, freute und dort zuständig für die Mounsich der 18-Jährige bei der Ehrung. tainbiker.

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Redaktion und Gestaltung: Dienststelle für Presse und Öffentlichkeitsarbeit im Raiffeisenverband, Tel. 0471 945453, Fax 0471 970228, E-Mail: rvs-presse@raiffeisen.it Verantwortlicher Leiter: Dr. Stefan Nicolini; Redaktion: Mag. Thomas Hanni; Fotos: Archiv Internetadresse: www.raiffeisen.it/raiffeisenverband

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