Issuu on Google+

Sonderdruck aus „Der Landwirt“ Nr. 13 vom 17. Juli 2009 Suppl. S.I.A.P. 50%

Raiffeisenverband Südtirol M 52. Jahrgang

I

T

T

E

I

L

U

N

G

Bozen, 17. Juli 2009

E

N Nr. 13

Mit Sterzinger Joghurt auf Erfolgskurs Milchhof Sterzing feiert 125-Jahr-Jubiläum – Spezialisierter Joghurtbetrieb Der Milchhof Sterzing feierte am Samstag sein 125. Gründungsjubiläum. Von der 1884 gegründeten Dampfmolkerei-Genossenschaft hat sich der Milchhof zu einem modernen Joghurthersteller spezialisiert und zeigt sich als solides Unternehmen.

Z

um Jubiläumsfest konnte Obmann Franz Hochrainer neben Mitgliedern, Kunden und Mitarbeitern viele Ehrengäste aus Politik und Wirtschaft willkommen heißen. Geschäftsführer Günther Seidner skizzierte die Geschichte des Milchhofes. Bereits seit den 70erJahren wurde mit dem „Sterzinger Joghurt“ eine starke Marke aufgebaut. Heute beliefert der Milchhof den Markt mit 100 diversen Sorten und Verpackungen. Täglich werden über 1 Mio. 125-Gramm-Becher Joghurt produziert. 2008 wurden 37 Mio. kg Joghurt hergestellt und damit 86 Prozent des Jahresumsatzes erzielt. Italienweit hält der Milchhof 7 Prozent Marktanteil und liegt in der Produktion an 4. Stelle. „Nicht umsonst gilt Sterzing als Hauptstadt des Joghurts“ unterstrich Obmann Hochrainer.

Der Milchhof Sterzing in der Jaufenpass-Straße, im Vordergrund das Festzelt für die Jubiläumsfeier

Erweiterung und Modernisierung der Anlagen investiert. Derzeit wird das vollautomatische Hochregallager erweitert. „Daneben setzen wir auf die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter“, sagte Seidner. Heute zeige sich der Milchhof, der als einziger Betrieb das Sterzinger Stadtwappen als Firmenlogo trägt, als solides Unternehmen. Mit 62 Mio. Euro lag der Umsatz 2008 doppelt so hoch als im Jahr 2000. „Trotz schwieriger Marktlage konnten wir die Umsätze bisher halten“, erläuterte 30 Mio. Euro investiert Geschäftsführer Seidner. In den letzten Jahren hat der Während der Milchhof vor zehn Milchhof 30 Mio. Euro in die Jahren noch 41 Prozent Tankmilch aufwies, verarbeitet er heute die Milch fast vollständig zu Eigenprodukten und kauft teilweise weitere Südtiroler Milch zu. „Nur so können wir langfristig gute Auszahlungen garantieLuis Durnwalder und Hans Berger feierten mit Kunden ren“, sagte Seidner. Seit 2000 führt der und Mitarbeitern 125 Jahre Milchhof Sterzing.

bandsobmann Heiner Nicolussi-Leck bezeichnete den Milchhof als wichtigen wirtschaftlichen Faktor in Südtirol, dessen Erfolg der Verdienst aller Mitarbeiter sei.

Hochrainer geehrt Franz Hochrainer ist seit 30 Jahren Obmann des Milchhofes Sterzing.

Bei der Feier wurde Franz Hochrainer für seine 30-jährige Obmannschaft mit einer Urkunde ausgezeichnet. Hochrainer wurde 1961 in den Aufsichtsrat gewählt und ist seit 1979 Obmann des Milchhofes. Landeshauptmann Luis Durnwalder bezeichnete Hochrainer in seiner Laudatio „als Mann aus der Praxis, auf den gehört wird“. Bei der Jubiläumsfeier präsentierte der Milchhof neue Joghurtsorten, darunter ein probiotisches Joghurt. Zudem wurden im Rahmen der Feier die 11. Sterzinger Joghurt-Tage eröffnet, die noch bis zum 2. August andauern. Die Erfolgsgeschichte des Milchhofes kann in einer Jubiläumsbroschüre nachgelesen werden.  

Geschäftsführer Günther Seidner: „86% des Umsatzes mit Joghurt erzielt“.

Milchhof erfolgreich eine Biopalette. 2008 wurden 3,4 Mio. Liter Biomilch verarbeitet, rund 8 Prozent der gesamten Milchmenge. Landesrat Hans Berger bezeichnete die Arbeit des Milchhofes als Meisterleistung, verwies auf die guten Auszahlungspreise und wünschte sich, den Anteil der Tankmilch in Südtirol weiter zu verringern. Sterzings Bürgermeister Fritz Karl Messner unterstrich die Bedeutung des Milchhofes für den Bezirk und hob die Synergieeffekte für Handel, Landwirtschaft und Tourismus hervor. Raiffeisenver-

Südtiroler Landwirt

1


R ai f f eisen

Nr. 13 - 17. Juli 2009

Martelltal – Das Tal der Beeren

10 Jahre Südtiroler Erdbeerfest in Martell – Großer Besucherandrang – Gute Bilanz Am letzten Wochenende im Juni wird in Martell seit bereits zehn Jahren das Erdbeerfest gefeiert. Das Martelltal hat sich in kürzester Zeit als Anbaugebiet für Erdbeeren etabliert. Tausende von Besuchern strömten zum Festplatz im Freizeitpark Trattla.

M

it der Südtiroler Erdbeerkönigin und einem „Tag des offenen Feldes“ beim Erdbeerversuchsfeld der Laimburg, einer Riesen-Erdbeertorte, der Präsentation Südtiroler Markenprodukte und dem „Kulinarium

Martell“, bei dem Delikatessen aus Erdbeeren zubereitet prämiert werden, stellte das Martelltal seine Früchte in den Mittelpunkt des Geschehens. „Das Südtiroler Erdbeerfest hat sich in den letzten Jahren für Martell zur wohl wichtigsten Veranstaltung im Jahreslauf entwickelt“, meinte Peter Gamper, Bürgermeister und gleichzeitig Geschäftsführer der Marteller Erzeugergenossenschaft (MEG). Dabei ist es gerade einmal zehn Jahre her, dass einige junge Marteller die Idee hatten, rund um die bereits damals relativ bekannten Erdbeeren ein Fest zu veranstalten. Senator Manfred Pinzger und Landesrat Richard Theiner halfen der Erdbeerkönigin b e i m To r te n a n schnitt.

Gute Qualität Mit seinen Anbauflächen von 900 m bis 1800 m Meereshöhe ist das Martelltal das Die Erdbeerkönigin nimmt den Anstich der Riesen- bedeutendste Anbauerdbeertorte vor; die Ehrengäste können es kaum gebiet schmackhafter Bergerdbeeren in Euerwarten.

Walter Rizzi (Obmann der Raiffeisenkasse Latsch), Erdbeerkönigin Laura Fleischmann mit Töchterchen Nina, MEG-Geschäftsführer Peter Gamper

ropa, in welchem aufgrund der Höhenlage eine überdurchschnittliche Qualität geerntet werden kann. Die ausgesprochen hohe Qualität ist in erster Linie dem

milden und trockenen Klima, den warmen Tagen und kühlen Nächten zu verdanken. Die Erntezeit beginnt Anfang Juni und endet Anfang September.  

Eckdaten der Marteller Erzeugergenossenschaft (MEG) Mitglieder Anbaufläche Produktion von Gemüse und Beeren Umsatz 2008

65 80 ha 1.200 t 3,5 Mio. Euro

Moderne Dienstleistungen für Unternehmen Raiffeisenverbandstag des Raiffeisenverbandes Tirol in Innsbruck Der Raiffeisenverband Tirol lädt jedes Jahr zum Verbandstag nach Innsbruck. Trotz schwieriger Wirtschaftslage konnte die Geschäftsführung Mitte Juni eine für die Genossenschaften Tirol respektable Bilanz für das vergangene Jahr präsenteren. In den Ursulinensälen am Marktplatz konnte Peter Hechenberger als Obmann des Raiffeisenverbandes Tirol neben zahlreichen Ehrengästen auch Landeshauptmann Günther Platter begrüßen. In seinem Bericht konnte er wiederum auf umfangreiche Aktivitäten im Genossenschaftsbereich in Tirol hinweisen. Direktor Arnulf Perkounigg verwies auf respektable Ergebnisse der Mitgliedsbetriebe des Raiffeisenverbandes Tirol. „Trotz des äußerst schwierigen wirtschaftli-

2 Südtiroler Landwirt

chen Umfeldes konnten in allen Bereichen zufriedenstellende Ergebnisse erzielt werden“, meinte er. In seinem Kurzreferat forderte Landeshauptmann Günther Platter zu mehr Initiativen in der Vermarktung heimischer Produkte im Tourismus auf – das können wir auch allein! Sein besonderer Dank galt aber der RaiffeisenOrganisation in Tirol, die einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor in Tirol darstellt. Paul Gasser, Generaldirektor des Raiffeisenverbandes Südtirol, betonte in seinen Grußworten, die wichtige Rolle von Genossenschaften in Krisenzeiten. „Die Genossenschaften bieten der Wirtschaftskrise die Stirn, sie sind eine brauchbare Antwort darauf.“ Gasser skizzierte die Bilanzergebnisse der landwirtschaftlichen Genossenschaften Südtirols und lobte die gute Zu-

Ehrengäste beim Raiffeisen-Verbandstag in Innsbruck: Josef Hechenberger (Kammerpräsident LWK Tirol), Meinhard Mayr (Obm.-Stv. RVT), Peter Hechenberger (Obm. RVT), Hans Chaloupka (ÖRV), Hannes Schmid (Vorstandssprecher RLB Tirol AG), zweite Reihe: Arnulf Perkounigg (Dir. RVT), Paul Gasser (Gen.Dir. RV Südtirol)

sammenarbeit über die Landesgrenzen hinweg, der er sich als

Nachfolger von Konrad Palla auch weiterhin verpflichtet fühlt.  


R ai f f eisen

Nr. 13 - 17. Juli 2009

Lang gehegter Wunsch geht in Erfüllung Neuer Sitz der Bezugsgenossenschaft Leifers-Branzoll eröffnet Ende Juni wurde der neue Sitz der Landwirtschaftlichen Bezugsgenossenschaft Leifers-Branzoll (BLB) in Leifers offiziell seiner Bestimmung übergeben. Damit konnte ein Ziel endlich erreicht werden.

S

tition. Die Genossenschaft stehe gerade auch in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten für Verlässlichkeit und Sicherheit. Für den Erfolg entscheidend sei auch die Identifikation der Mitglieder mit der Genossenschaft, unterstrich Nicolussi-Leck.

Fusioniert und eit Jahresbeginn beziehen gewachsen die Mitglieder und Kunden der BLB ihre BedarfsDie BLB ging 2004 aus der Fugüter am neuen Sitz in der sion der Bezugsgenossenschaften Filzistraße in Leifers. Das Genosvon Leifers und Branzoll hervor. In den letzten Jahren konnte die senschaftsgebäude steht auf einem BLB den Umsatz kräftig steigern 4000 m2 großen Grundstück und grenzt an die Obstgenossenschaft (2008 auf 1,8 Mio. Euro) und das Kaiser Alexander. „Mit dem NeuWarenangebot ständig erweitern. bau auf eigenem Grund haben Heute bietet die Genossenschaft 310 Mitgliedern und vielen Kunwir uns einen Traum erfüllt“, sagte Obmann Klaus Perathoner. Er den landwirtschaftliche Bedarfskonnte zur Einweihungsfeier negüter vom Pflanzenschutzmittel, Säulen- und Gerüstmaterial über ben Mitgliedern und Kunden Vertreter der Gemeinden Leifers, Branzoll und Pfatten, der Raiffeisenkassen Leifers und Branzoll-Auer sowie des Raiffeisenverbandes begrüßen. Ve r b a n d s o b mann Heiner Nicolussi-Leck sprach Verbandsobmann Heiner BLB-Obmann Klaus Pevon einer zukunfts- Nicolussi-Leck: „BLB ist rathoner: „Warenpalette zukunftsorientiert unter- nicht nur für Landwirte“ orientierten Inves- wegs.“

Neuer BLB-Sitz neben der Obstgenossenschaft Kaiser Alexander in Leifers

Hagelnetze bis hin zu Gartenartikeln. Der neu aufgenommene Detailhandel macht das Warensortiment nicht nur für Landwirte interessant, sondern auch für Groß- und Kleingärtner, Heimwerker und andere Berufssparten, sagte Obmann Perathoner. „Neben dem Verkauf legen wir besonderen Wert auf Service und Beratung“.

Raumnot gelöst Die Erweiterung der Geschäftstätigkeit führte in der bisherigen räumlich begrenzten Geschäftsstelle zur akuten Raumnot, die erst mit dem Neubau gelöst wurde. Das neue Genossenschaftsgebäu-

de hat eine überbaute Fläche von 800 m2, eine Kubatur von 4600 m3 und ein Pflanzenschutzmittellager von 120 m2, ist gut erreichbar und bietet genügend Park- und Verladefläche. In der neuen Halle sind auch der Detailhandel und die Büros integriert. Das Tätigkeitsgebiet der BLB erstreckt sich vorwiegend auf Leifers, Branzoll, Pfatten, Auer und Bozen. Die Bezugsgenossenschaft hat vier Mitarbeiter, Geschäftsführer ist Fausto Sgarbossa. Der neue Genossenschaftssitz wurde von Jakob Willeit, Pfarrer von Leifers, gesegnet und die Feier von der „Böhmischen“ der Musikkapelle Leifers umrahmt.  

50 Jahre Konsumverein in Laas Rundes Jubiläum – Neue Räumlichkeiten – Gute Verkaufsstrategie Er ist der erste und bis dato einzige Konsumverein im Vinschgau, der als Genossenschaft geführt wird. Im Juni feierten die Mitglieder und Kunden das 50-jährige Bestehen. Der Konsumverein zählt 315 Mitglieder. Trotz der stärker werdenden Konkurrenz durch große Handelsketten konnte sich das Geschäft in Laas halten. Anlässlich der Feier wurden die Geschäftsräume in der Vinschgau-Straße modernisiert. Mitglieder des Konsumvereins genießen bestimmte Vorteile: Sie bekommen übers Jahr verteilt besonders günstige Angebote. Am Ende werden diese auch am Gewinn der Genossenschaft beteiligt, der meist in Form eines

3 Südtiroler Landwirt

Warengutscheins ausbezahlt wird. „Der Prozentsatz schwankt zwischen 0,5 und 6 Prozent“, erläuterte Annamaria Tinzl, seit 1993 Obfrau und Geschäftsführerin in Personalunion des Konsumvereins in Laas. Bei der kleinen Feier konnte sie u. a. mehrere Gründungsmitglieder und Ehrengäste begrüßen. Andreas Tappeiner, Bürgermeister von Laas, lobte die Verbundenheit des Konsumvereines Laas mit den heimischen Produzenten. Der Konsumverein setze auf regionale und biologische Produkte, was die richtige Philosophie sei, meinte er. Der Bezirkspräsident des Handels- und Dienstleistungsverbandes Südtirol, Kurt Ziernhöld, hob die Bedeutung des Einzelhandels im

Annamaria Tinzl, seit Das Geschäftslokal des Konsumvereins in Laas 1993 Obfrau und Ge- wurde zum Teil neu gestaltet. schäftsführerin

ländlichen Raum hervor. In dieser Form sei er fast nur noch in Südtirol anzutreffen. Heiner NicolussLeck, Obmann des Raiffeisenverbandes, verwies auf die Bedeutung von Genossenschaften, die nicht auf Gewinnmaximierung ausge-

richtet sei, sondern auf die Bedürfnisse der Mitglieder. Dieser Gründergedanke sei nach wie vor aktuell. „Gerade in so schwierigen Zeiten, wie wir sie derzeit erleben, müssen alle wieder verstärkt zusammenstehen“, betonte er. 


R ai f f eisen

Nr. 13 - 17. Juli 2009

Lehrlinge beenden neue Banklehre

Abschlussfeier bei der Landesberufsschule – Hohes Niveau – Guter Start Knapp ein Dutzend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Banken Südtirols konnten die Ausbildung zur Bankkauffrau, zum Bankkaufmann Anfang Juni abschließen. Eine positive Zwischenbilanz für alle Beteiligten.

G

enau 22 Lehrlinge wurden in der Landesberufsschule für Handel und Grafik „J. Gutenberg“ in Bozen in den letzten beiden Jahren für insgesamt zehn Schulwochen unterrichtet. Die Grundlage dieser neu geschaffenen Ausbildung bildet das neue Lehrlingsgesetz, das auch eine Lehre für Bankangestellte nach deutschem und österreichischem Vorbild vorsieht.

Duales Prinzip Das duale Ausbildungsprinzip besteht aus einer innerbetrieblichen und einer formal schulischen Ausbildung. In der Berufsschule lernen die Lehrlinge u. a. die Grundbegriffe der Verwaltung und des Arbeitsrechts, die Bestimmungen zur Arbeitssicherheit, Schlüsselkompetenzen in Arbeitsorganisation und Kommunikation, alle wichtigen finanztechnischen Instrumente sowie Bankdienstleistungen kennen. Begleitet werden die Lehrlinge von einem Tutor. Dieser ist der Ansprechpartner in der Bank. Am Ende der Lehrzeit erstellt der Lehrling eine Facharbeit, in der er eine für seine betriebliche Praxis relevante Fragestellung bearbeitet. „Kommunikation – der Schlüssel zum er-

Kathrin Lanthaler nimmt die Glückwünsche entgegen – im Bild v. l. Georg Terleth (Lt.-Abt. Bildungswesen), Christian Tanner (Lt.-Abt. Arbeitsrecht), David Anton Kofler (Dir. Raika Passeier), Kathrin Lanthaler, Alfons Steiner (Dir. Landesberufsschule), Paul Gasser (Gen.-Dir. Raiffeisenverband).

folgreichen Verkauf“, so lautete das Thema der Facharbeit für Kathrin Lanthaler, Mitarbeiterin der Raiffeisenkasse Passeier. Bei der Lehrabschlussprüfung erhielt sie 9,1 von 10 Punkten. Damit ist sie die erste Bankkauffrau einer Raiffeisenkasse.

Basisausbildung

Die ersten Bankkauffrauen und Bankkaufmänner haben ihre Lehrzeit in der Landesberufsschule für Handel und Grafik „J. Gutenberg“ in Bozen abgeschlossen.

Im Rückblick hat sie die Ausbildung positiv erlebt: „Die Lehrzeit als Basisausbildung zur Bankkauffrau ist meiner Meinung nach sinnvoll, da sie die Erfahrungen, die man im Arbeitsalltag sammelt, sehr gut ergänzt. So können Vor-

fälle und Problematiken, die uns im Beruf begegnen, während der Kurse diskutiert und gelöst werden“, so Lanthaler, die ob ihrer Leistung auch von ihrem Arbeitgeber David Anton Kofler, Geschäftsführer der Raiffeisenkasse Passeier, und dem Raiffeisenverband dafür beglückwünscht wurde. Alfons Steiner, Direktor der Landesberufsschule, lobte bei der kleinen Abschlussfeier den engagierten Einsatz und das hohe Niveau der Absolventinnen und Absolventen und wünschte allen einen erfolgreichen Einstieg ins Berufsleben. 

Vorbeugen ist besser als heilen Vollversammlung des wechselseitigen Krankenbeistandsvereins Gesundheit gilt als das größte Gut schlechthin. Die Chancen auf eine schnelle Genesung sind zwar in den letzten Jahrzehnten sprunghaft gestiegen, aber nach wie vor ist die Prophylaxe das Um und Auf. Darauf setzt der wechselseitige Krankenbeistandsverein (WKV) der Raiffeisen-Geldorganisation. Im Jahr 2008 zählte der WKV 2337 Mitglieder. Durch das Leistungspaket zusätzlich versichert

sind 180 steuerlich zu Lasten lebende Partner und 2034 Kinder insgesamt also insgesamt 4551 Personen. Dazu kommen 56 Mitarbeiter im Ruhestand und 22 Eheu n d L e b e n s p a r t n e r. I m abgelaufenen Jahr konnten insgesamt 3258 Schadensakten mit 5399 Einzelfällen bearbeitet werden, wobei eine Schadensliquidierung im Ausmaß von 971.161,71 Euro vorgenommen wurde. Den gesamten Aufwänden von 1.204.960 Euro (im Jahr 2007

waren es 1.164.640 Euro) stehen im Jahr 2008 Erträge im Ausmaß von 1.535.392 Euro (2007: 1.465.120 Euro) gegenüber mit einem Rechnungsüberschuss von 330.433 Euro. Durch die zusätzlich kollektivvertraglich vereinbarten Beiträge, die ab dem Jahr 2006 für die Mitarbeiter sowie für die Arbeitgeber eingeführt wurden, und die Zuweisung der verjährten Kassaüberschüsse der Raiffeisenkassen ab dem Jahr 2007, konnte eine finanzielle Ausgewogenheit

erreicht werden. „Das Leistungspaket blieb nahezu unverändert“, sagte der Vorsitzende Werner Pedoth. In seinem Referat „Die Kraft positiver Gedanken!“ versuchte der Psychologe Elmar Teutsch den Zuhörern praktische Tipps für den Umgang mit negativen Gedanken mit auf den Weg zu geben. Jeder Mensch habe selbst die Wahl kraft seiner Gedanken das Wasserglas des täglichen Lebens halb leer oder halb voll zu sehen, meinte er.  

Raiffeisenverband Südtirol–Mitteilungen–Impressum

Redaktion und Gestaltung: Dienststelle für Presse und Öffentlichkeitsarbeit im Raiffeisenverband, Tel. 0471 945453, Fax 0471 970228, E-Mail: rvs-presse@raiffeisen.it Verantwortlicher Leiter: Dr. Stefan Nicolini; Redaktion: Mag. Thomas Hanni; Fotos: Archiv Internetadresse: www.raiffeisen.it/raiffeisenverband

4 Südtiroler Landwirt


Nr._13_-_17.07.2009_01