Issuu on Google+

raiffeisen

16. 7. 2010    nr.13    s�dtiroler landwirt 16. Juli 2010    nr.13/53.Jg.     s�dtiroler landwirt

Sonderdruck, Suppl . S.I.A.P. 50%

Raiffeisen Mitteilungen des Raiffeisenverbandes Südtirol Genossenschaft

Am Tag der offenen Tür ließen es sich Tramins Bürger nicht nehmen, die neue Kellerei aus der Nähe zu betrachten.

Moderne Architektur in Tramin Nach zweijähriger Bauzeit hat die Kellereigenossenschaft Tramin Mitte Juni ihr neues Betriebsgebäude eröffnet. Der Neubau bildet ein markantes Wahrzeichen am Eingang des Weindorfes. Zwei neue Flügelbauten, ausgebreiteten Armen gleich, heißen die Besucher der Kellerei willkommen. Eine rebenartige Struktur umhüllt die riesigen Fensterflächen des markanten Gebäudes. Der Südtrakt beherbergt den Verwaltungs-, Lager- und Verarbeitungsbereich, der Nordtrakt den Verkaufsbereich samt Vinothek und Verkostungssaal mit Panoramablick auf das gesamte Weinbaugebiet der Kellerei und auf den Kalterer See. Neu errichtet wurden ein Gär- und Barriquekeller sowie neue Lagerräume. Die Abfüllhalle wurde ebenso rundum erneuert, sodass die gesamte Produktionskette von der Rebe bis zum Wein optimal abgewickelt werden kann. „Wir konnten die Kubatur der Kellerei um 19.000 Kubikmeter vergrößern,

ohne zusätzlichen Kulturgrund zu verbauen“, sagte Obmann Leo Tiefenthaler bei der Eröffnung, zu der neben den Mitgliedern zahlreiche Ehrenmitglieder gekommen waren.

Botschafter des Weines Tramins Bürgermeister Werner Dissertori sprach von einer wichtigen Botschafterfunktion der international renommierten Kellerei. Landeshauptmann Luis Durnwalder bezeichnete den Neubau des Vinschgauer Architekten Werner Tscholl als Markenzeichen und die Kellerei als wichtigen Bezugspunkt für die Südtiroler Weinstraße. Raiffeisenverbandsobmann Heiner Nicolussi-Leck erinnerte an die

genossenschaftliche Organisationsform, deren wirtschaftlicher Erfolg auf ethischen Grundlagen, auf Solidarität und Gegenseitigkeit beruhe. Die Kellerei Tramin, die 1898 gegründet wurde, hat 280 Mitglieder, die auf 230 Hektar Rebfläche arbeiten. Mit Kellermeister Willi Stürz und Verkaufsleiter Wolfgang Klotz erzeugt sie jährlich rund 1,5 Mio. Flaschen Wein, darunter den Gewürztraminer „Nussbaumer“ und die Cuvées „Stoan“ und „Loam“. Am Tag der offenen Tür und in der „Nacht der Keller“ nutzten hunderte Interessierte die Gelegenheit, im Rahmen einer Führung und Weinverkostung die neue Kellerei zu besichtigen. Der Neubau wurde von Dekan Alois Müller gesegnet.

55


raiffeisen

s�dtiroler landwirt    nr.13    16. 7. 2010

Raiffeisenkasse Unterland ist nun operativ Der neue Verwaltungsrat der neu gegründeten Raiffeisenkasse Unterland mit Sitz in Leifers steht. Er besteht aus zehn Personen. Neuer Obmann ist Robert Zampieri.

»Wir wollen die beste und sympathischste Bank werden.«

Auf der außerordentlichen Vollversammlung in Leifers wählten am 24. Juni die Mitglieder der neu gegründeten Raiffeisenkasse Unterland ihren Verwaltungs- und Aufsichtsrat für die kommenden drei Jahre. Die neue Raiffeisenkasse, die aus der Fusion zwischen den Raiffeisenkassen Leifers und BranzollAuer hervorgegangen war, ist bereits seit dem 7. Juni operativ. Ihr Einzugsgebiet umfasst die Gemeinden und Fraktionen Leifers, St. Jakob, Branzoll, Auer, Montan und Pfatten. „Wir entschuldigen uns bei all unseren Mitgliedern und Kunden, die infolge der Umstellung Unannehmlichkeiten in Kauf nehmen müssen“, meinte Josef Weger, ehemaliger Obmann der Raiffeisenkasse Leifers, der die Vollversammlung leitete. Auf der Tagesordnung stand die Neuwahl des Aufsichts- und des Verwaltungsrates, der sich paritätisch aus je fünf Vertretern aus dem Einzugsgebiet

der ehemaligen Raiffeisenkassen zusammensetzt. Der Aufsichtsrat wurde von der Vollversammlung einstimmig per Akklamation gewählt. In den Verwaltungsrat gewählt wurden (im Bild von lk): Renzo Dallapiazza, Walter Anhof, Paolo Tezzele, Josef Weger, Robert Zampieri, Franziska Pedrotti, Andreas Schroffenegger (Geschäftsführer), Georg Rizzolli, Klaus Weissenegger, Norbert Foppa, Josef Lona. Die Aufsichtsräte sind Andreas Messner, Claudio Pasetto (Präsident) und Roland Lahner. „Wir wollen die beste und sympathischste Bank werden“, meinte Robert Zampieri in seiner Präsentation, der noch am Wahlabend vom Verwaltungsrat erwartungsgemäß zum neuen Obmann gewählt worden ist. Josef Weger ist sein Stellvertreter. Die neue Raiffeisenkasse mit einem Bilanzvolumen von ca. 330 Mio. Euro belegt damit südtirolweit Platz 10.

Der frisch gebackene Verwaltungs- und Aufsichtsrat der Raiffeisenkasse Unterland knapp nach der Wahl

raiffeisenkasse prad am stilfser joch

Neuer Hauptsitz in Prad eröffnet Mit einem Tag der offenen Tür hat die Raiffeisenkasse Prad vergangenen Mai nach zweijähriger Bauzeit ihren neuen Hauptsitz feierlich eröffnet. Direktor Werner Platzer, Robert Nicolussi (Revisionsdirektor, Raiffeisenverband), Aufsichtsratspräsident Luis Alonso Lillo, Obmann Karl Heinz Kuntner vor dem neuen Bankgebäude

56

Das Klimahaus A befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Nationalparkhaus „aquaprad“, ist von Licht durchflutet und bietet eine angenehme Arbeitsatmosphäre. „Wir haben ein Haus errichtet, in dem sich Mitarbeiter, Mitglieder und Kunden wohl fühlen sollen“, sagte Obmann Karl Heinz Kuntner. Die neue Bank, die von Pfarrer Georg Johann Martin gesegnet wurde, soll zu einem Treffpunkt in Prad werden, wünscht sie Obmann Kuntner. Sie verfügt über eine große Schalterhalle und einem weiten Vorplatz „Die

Raumgestaltung bietet die Voraussetzungen, unsere Kompetenz im Privat-Banking, im Firmenkundengeschäft, in der Wohnbauberatung und im Versicherungsgeschäft entsprechend zu präsentieren“, meinte Direktor Werner Platzer bei der Eröffnungsfeier, zu der viele Interessierte gekommen waren. Das bisherige Bankgebäude soll zum neuen Rathaus umgebaut werden. Die Raiffeisenkasse Prad wurde 1902 gegründet und zählt heute 42 Mitarbeiter und 1.900 Mitglieder.


raiffeisen

16. 7. 2010    nr.13    s�dtiroler landwirt

Ehrengäste, Führungskräfte und langjährige Mitarbeiter der ­Vinschger Obst- und Gemüseproduzenten bei der Feier in Latsch

20 Jahre Verbandsarbeit Der Verband der Vinschger Obst- und Gemüseproduzenten (Vi.P) feiert zwei Jahrzehnte seines Bestehens. Mit einer Bilanzgeschichte.

Die Vinschgauer Obst- und Gemüsebauern haben vor 20 Jahren den Entschluss gefasst, einen eigenen Verband zu gründen, der die Interessen des Tales wahrnimmt und auf die Bedürfnisse und Notwendigkeiten der einzelnen Mitgliedsgenossenschaften eingeht. Eine im Nachhinein kluge Entscheidung. In den zwei Jahrzehnten hat sich der Venband (Vi.P) nämlich zu einem schlagfertigen Unternehmen entwickelt.

Vorreiterrolle „Es waren die richtigen Personen am rechten Ort, getragen von der Idee, gemeinsam am Markt aufzutreten“, sagte Obmann Karl Dietl zur Eröffnung der 20-Jahr-Feier in Latsch.

Die Vi.P konnte in den letzten Jahren verstärkt ihrer Vorreiterrolle in der Obstwirtschaft gerecht werden. Dies betonten auch Landeshauptmann Luis Durnwalder und Landesrat Hans Berger in ihren Worten. „Ein wegweisendes Konzept“, meinte Geschäftsführer Josef Wielander. Wegweisend war zum Beispiel die Einführung der gemeinsamen zentralen Vermarktung aller Mitglieder, wie die EU es vorschreibt. Gemeinsam mit den IT-Fachleuten im Raiffeisenverband konnte das Vi.P-3 Konzept erfolgreich implementiert werden. Heiner Nicolussi-Leck lobte die Innovationskraft des Verbandes, der zu einem integrativen Bestandteil des Raiffeisenverbundes gehört. 1997 konnte der neue Verbandssitz in Latsch eröffnet werden. Der Verband besteht heute

aus sieben Mitgliedsgenossenschaften und insgesamt knapp 1800 Familienbetrieben. Das sind die Obstgenossenschaft Texel in Naturns, Juval in Kastelbell, Mivor in Latsch, Geos in Schlanders, Alpe in Laas, Oveg in Eyrs und die Meg in Martell, die sich auf Kern- und Steinobstproduktion konzentriert. Für ihre Arbeit geehrt wurden Gründungsobmann Josef Telfser, Karl Weiss sowie die Mitarbeiter Sepp Zöschg und Bernhard Innerhofer.

Produktionsboom Wurden im Jahr 1991 noch 112.000 Tonnen Obst und Gemüse geerntet, so stieg dieser Wert bis ins Jahr 2009 auf knapp 370.000 Tonnen.

Ehrennadel in Silber Josef Parth, Obmann der Raiffeisenkasse Tirol, verabschiedet sich

Nach 27 Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit in der Raiffeisenkasse verabschiedete sich Obmann Josef Parth kürzlich in den Ruhestand. „Im Krisenjahr 1983, als die Raiffeisenkasse in ihrer Existenz bedroht war, hat Josef Parth mit einer persönlichen Bürgschaftserklärung über einen nicht irrelevanten Geldbeitrag zur erfolgreichen Sanierung der Kasse beigetragen“,

sagte Andreas Mair am Tinkhof, Leiter der Hauptabteilung Bankwirtschaft, der dem Geehrten die Raiffeisen-Ehrennadel in Silber überreichte. Geschäftsführer Rudi Schweigkofler ließ die Obmannschaft Parths in einer Bildschau Revue passieren. Am Ende überreichte er eine Urkunde als Erinnerung und einen Reisegutschein.

Altobmann Josef Parth, der neue Obmann Josef Pircher, Geschäftsführer Rudi Schweigkofler

57


raiffeisen

personal

„Für den Erfolg ausschlaggebend“ „Für den Erfolg eines Unternehmens sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von grundlegender Bedeutung“, sagte Heiner Nicolussi-Leck, Obmann des Raiffeisenverbandes bei der Mitarbeitertagung im Raiffeisenhaus. Der Obmann und Generaldirektor Paul Gasser bedankten sich bei allen für die geleistete Arbeit. „Die Geschichte ist von allen Mitarbeitern mit geschrieben worden“, meinte Gasser, der auf die 50-JahrFeier des Verbandes im heurigen Jahr hinwies. Im Berichtsjahr ist die durchschnittliche Mitarbeiterzahl – unter Berücksichtigung der Umrechnung von Teilzeit- und saisonaler Beschäftigung in Vollzeitarbeit – von 223,2 Personen auf 236,9 angestiegen. Zu Jahresende standen 256 Personen unter Vertrag. 23 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiteten mit Teilzeitverträgen. Mit 13 Ferialjobs und sechs Praktika hat der Verband auch in diesem Jahr Studierenden die Möglichkeit geboten, erste Kontakte mit der Arbeitswelt zu knüpfen.

s�dtiroler landwirt    nr.13    16. 7. 2010

Personal gesund entwickeln Der Bildungstag 2010 des Raiffeisenverbandes stand heuer im Zeichen der Personalentwicklung und des Bildungsangebotes im Gesundheitswesen.

Die Teilnehmer des Bildungstages erhielten praktischen Anschauungsunterricht in Sachen Bewegung.

Im Jahr 2009 organisierte die Abteilung Bildungswesen des Raiffeisenverbandes 281 Veranstaltungen. Die Teilnehmerzahl erreichte mit 4926 eine Rekordhöhe. „Ein stolzes Ergebnis, das für die breite Akzeptanz unseres Bildungsangebotes spricht“, meinte der Leiter der Abteilung Georg Terleth. Die Angebote im normativen und im Bankfachbereich beliefen sich auf jeweils 87 Veranstaltungen, während im Zielgruppen- und themenübergreifenden Bereich 79 Bildungsveranstaltungen und im Persönlichkeits-/Führungsbereich 28 stattfanden. Das Thema Personalentwicklung stellt eine wichtige Säule im Unternehmen Raiffeisen dar. Ziel der neuen strategischen Ausrichtung in der Personalentwicklung ist die Einführung operativer Standards. Als Gastreferent war Christian Spöck, Leiter von Personal Services & Entwicklung der Raiffeisen Landesbank Tirol AG eingeladen, der mit seinen Infor-

mationen zu den Projekten zur Personal- und Organisationsentwicklung interessante Impulse lieferte. Im Bereich Gesundheit am Arbeitsplatz unterstrich die Augentrainerin und Fachkraft für Arbeitssicherheit Barbara Brugger, dass präventive Maßnahmen im Gesundheitsbereich ein entscheidendes Werkzeug für das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit am Arbeitsplatz sind. Zum Thema Weiterbildung im Gesundheitswesen präsentierte Marcus Gamper die spezifischen Angebote mit relativen Teilnehmerzahlen der vergangenen fünf Jahre und betonte dabei, dass dem Thema Gesundheit im Bildungsprogramm weiterhin eine besondere Bedeutung zukommt. Mit dem Rückblick auf das letzte und der Vorschau auf das kommende Jahr lieferten Leander Bechtold und Marcus Gamper Informationen zu den wichtigsten Projekten der Abteilung Bildungswesen und einen Einblick in die Neuheiten des Bildungsangebotes 2011.

Seminarangebote 2005–2009 mit Teilnehmerzahl und Schunlungstagen

Impressum: Herausgeber: Südtiroler Bauernbundgenossenschaft, Druck: Athesiadruck – Ermächtigung vom Landesgericht Bozen, 13.4.1984, Nr.13/84

58

Presserechtlich verantwortlich: Guido Steinegger, Redaktion: Stefan Nicolini, Thomas Hanni (Raiffeisenverband Südtirol, 0471 945453, rvs-presse@raiffeisen.it)


Nr._13_-_16.07.2010