Obststatistik des Raiffeisenverbandes der Ernte 2005 vorgestellt – Stabile Lage
Nach der Rekordernte 2004 war eine Steigerung der Erträge
und Erlöse unrealistisch. Deshalb können Südtirols Obstbau-
ern mit der nun veröffentlichten
Raiffeisen-Statistik der Ernte 2005 durchaus zufrieden sein.
Dem Raiffeisenverband gehörten zum Zeit-
punkt der Ernte 2005 alle 36 in Südtirol täti-
gen Obst- und Gemüsebaugenossenschaften an. Für die Erfassung der Obststatistik wurden 29
berücksichtigt Durch die Fusion der Burggräfler Obstgenossenschaft BOGAL mit der Obstgenossenschaft Algund ist gegenüber dem Vorjahr eine Genossenschaft weggefallen.
13 Prozent in der EU
Diese 29 Genossenschaften haben 91,2 Prozent (Vorjahr 91,3
Prozent) der gesamten Kernobstproduktion Südtirols gelagert, verarbeitet und vermarktet Von der Ernte 2005 betrug der
Anteil der Apfelproduktion Südtirols 13,0 Prozent an jener der 15 EU-Länder (Vorjahr 14,1 Pro-
zent), jener der angeschlossenen
Obstgenossenschaften 11,9 Pro-
zent (Vorjahr 12,8 Prozent). An der Apfel- und Birnenproduktion waren die angeschlossenen
Obstgenossenschaften nur mit
8,9 Prozent beteiligt (Vorjahr
10,6 Prozent).
Preis unverändert
In den alten EU-Ländern sind 2005 um rund zwei Prozent mehr an Äpfeln erzeugt worden als im
Vorjahr, in der erweiterten EU je-
doch um drei Prozent weniger
Der durchwegs aufnahmefähige
Markt für konventionell angebau-
tes Obst hat schwächer als im Vor-
jahr begonnen, erholte sich aber
ab Februar 2006 Der durch-
schnittliche Verkaufspreis für
konventionelles Obst ist mit
51,35 Cent/kg gegenüber dem
Vorjahr beinahe unverändert ge-
blieben, während für Bio-Äpfel
die Preise im zweistelligen Be-
reich gestiegen sind (76,71
Cent/kg gegenüber 64,46
Cent/kg). Diesem Trend konn-
ten die in Südtirol genossen-
schaftlich organisierten Bio-Äpfel
Produzenten mit der um 9,3 Prozent höheren Ernte nachkom-
men, während im konventionellen Bereich ein Rückgang von 5,7
Prozent zu verzeichnen war
Minus fünf Prozent
Im Jahr 2005 ist den Obstgenossenschaften mit 842 296 Tonnen eine hohe Erntemenge angeliefert worden, die aber um
5,3 Prozent geringer war als die
Im Jahr 2005 wurden den Südtiroler Obstgenossenschaften 842
296 t Obst angeliefert, um 5,3 Prozent weniger als bei der Rekordernte des Vorjahres
Rekordernte des Vorjahres Die
Tafelobstanlieferung erreichte
782.869 t. bei einem Rückgang
von 4,3 Prozent gegenüber dem
Vorjahr
Zwischen konventionell und biologisch erzeugtem Obst war jedoch ein deutlicher Unter-
schied in der Produktionsent-
wicklung festzustellen. Von der
Gesamtanlieferung entfielen
91,1 Prozentauf Äpfel und Birnen, 0,7 Prozent auf Steinobst,
Blumenkohl, Salate und diverses
Obst und Gemüse, 1,1 Prozent
auf industriell verwertbares
Schälobst, 0,03 Prozent auf Wil-
liams Birnen für die Branntweinherstellung und 7,1 Prozent
(Vorjahr 6,8 Prozent) auf Fallobst für die Apfelsaftkonzentratherstellung.
Der Anteil des Fallobstes war geringfügig höher als im Vor-
jahr Der höchste Anteil ist im
Bezirk Bozen mit 11Prozent, der geringste im Bezirk Vinschgau
mit 4,5 Prozent erreicht worden.
Von der Hauptsorte Golden De-
licious haben die Obstgenossen-
schaften 338.385 t übernommen. Rund 2/3 davon stammten
aus Berg- und Hügellagen. Die
Sorte Gala hat mit 14,2 Prozent
den zweiten Rang vor Stark Delicous mit 11,8 Prozent und Braeburn mit 7,2 Prozent eingenommen. Die Sommersorten Summerred, Elstar und die Birnen waren nur mehr mit 0,4 Prozent vertreten.
Auszahlung gesunken
An die 7273 Mitglieder und an die Lieferanten auf Ehre sind für die Ernte 2005 (inkl. Beitrag für integrierte Produktionsweise) insgesamt 266,83 Mill. Euro ausbezahlt worden, d.s 31,68
Cent/kg angeliefertes Obst Der
Gesamtauszahlungspreis lag somit um 0,24 Cent/kg, d.s. 0,7
Prozent unter dem Vorjahreswert Ohne Berücksichtigung der genannten Beiträge lag der reine Obstauszahlungspreis bei 30,80 Cent/kg und somit um 0,29 Cent/kg unter jenem des
Vorjahres Der durchschnittliche
Auszahlungspreis für Tafelobst lag mit 32,69 Cent/kg um 0,57
Cent/kg darunter (1,7Prozent).
Der Auszahlungspreis für das der industriellen Verwertung zugeführte Obst ist deutlich gestiegen und erzielte 9,70 Cent/kg gegenüber 6,43 Cent/kg im Vorjahr. !
Gezielte Züchtung sichert langfristigen Erfolg
Viehzuchttagung in Dietenheim – Neueste Ergebnisse und Entwicklungen
Die Qualitätsmilchgewinnung und die Produktion von hochwertigen Milchprodukten sind und bleiben für die Südtiroler
Landwirtschaft im Berggebiet
eine tragende Säule. Diese Erkenntnis ging auch aus der Fachtagung hervor, die Ende März in der Fachschule für Land- und Hauswirtschaft in Dietenheim stattgefunden hat.
Im Mittelpunkt der Tagung, die vom Südtiroler Bauernbund Bezirk Pustertal veran-
staltet wurde, standen die Perspektiven und Chancen für eine erfolgreiche Milchproduktion in Südtirol.
Sinnvoll züchten
„Züchten heißt in Generationen denken“, meinte Alfred Haiger,
Professor an der Univer-
sität für Bodenkultur in
Wien, der seit Jahrzehnten die Zuchtentwicklung
verfolgt und erforscht
hat Er plädierte dafür, Umweltaspekte und die
soziale Komponente nicht außer Acht zu las-
sen und warnte davor, Hochlei-
stungskühe zu züchten, wodurch
Bauern zwar einen kurzfristigen
Gewinn erzielten, aber damit
auch einer zunehmenden Profit-
maximierung das Wort reden.
Bei Turbokühen würde – wie
plausible Studien beweisen – die
Zusammensetzung des Fettge-
haltes, in erster Linie ungesäuer-
ter Fettsäuren, negativ verändert
Realistische Chancen
Annemarie Kaser, Direktorin des Südtiroler Sennereiverban-
des, erläuterte die Perspektiven
der Südtiroler Milchwirtschaft
aus der Sicht der Milchverarbei-
ter und Milchvermarkter Sie
zeichnete ein durchwegs positi-
ves Bild, trotz schwieriger Rah-
Bäuerinnen und Bauern bei der Viehwirtschaftstagung in Dietenheim.
Georg Kronpichler, Moderator, Alfred Haiger, Professor an der Universität für Bodenkultur in Wien, Annemarie Kaser, Dir Sennereiverband, Zuchtexperte Hugo Valentin.
menbedingungen, in denen sich
Südtirols Milchhöfe bewegen
müssen. Jedes vierte Joghurt, das
in Italien im Umlauf ist, stammt
aus Südtiroler Produktion. Mit
der neuen Dachmarke sei ein
weiterer Marketingeffekt zu erkennen, meinte Kaser „Ziel
muss es sein, Südtiroler Qualität
als Kriterium für die Kaufentscheidung beim Kunden heraus
zu arbeiten.“
Sichere Zukunft
Zuchtexperte Hugo Valentin warnte vor falschen Prognosen,
wie jene aus den 60er Jahren, in denen man das Ende der Berglandwirtschaft prophezeite.
Gleichzeitig meinte er, der ökologischen Sichtweise werde sehr wohl Rechnung getragen, wenn man den durchschnittlichen Ertrag von 5300 Liter
Milch pro Kuh und Jahr in Südtirol betrachte. Bei der Züchtung gehe es nun darum, eine
rechte Zuchtpolitik zu verfolgen, um langlebige und gesunde Kühe zu bekommen und die Züchtung für die kommenden Generationen zu sichern. !
Vinschauer Marillen gemeinsam vermarkten
Neues Vermarktungskonzept der Vi.P. – Optimierung durch Zentralisierung
Vor Ostern fand in Latsch eine Informationsveranstaltung für Marillenanbauer des Vinschgaus statt. Ziel des Verbandes der
Vinschgauer Obstproduzenten ist es, eine gemeinsame Vermarktung auf die Beine zu stellen.
„Wir hoffen, dass
so viele Bauern wie möglich mitmachen und sich dieser Initiative anschließen“, sagt Josef Wielander,
Direktor der Vinschgauer Obstproduzenten (VI P.). Nach
demselben Muster
wie beim Obstanbau
soll nun die Lage-
rung, Verarbeitung
und Vermarktung der Marille als spezi-
zentral koordiniert und vorange-
trieben werden.
„Unser Ziel ist es eine bessere
Wertschöpfung, aber auch eine
bessere Werstschätzung der Maril-
le zu erreichen“, sagt Wielander
In den 80er Jahren ist die Marille
als hoch sensible und arbeitsinten-
Gerhard Eberhöfer, Verkaufsleiter von Bio-Vinschgau: „Die Bauern sollen animiert werden, die Marille wieder verstärkt anzubauen“.
fisch Vinschgauer Besonde
rheit
sive Frucht immer mehr
von Apfelsorten und Wein-
reben verdrängt worden.
Wurden im Jahr 1970 noch
173 Wgg Marillen geerntet,
so waren es in den 90er
Jahren nur mehr 10 Wgg.
(100 Tonnen). Seit 2002
steigt die Gesamternte. Im
vergangenen Jahr waren es
knapp 30 Wgg. 60 Prozent
werden in landwirtschaftli-
chen Genossenschaften
verarbeitet und vermarktet,
an Wiederverkäufer
angeboten. Diese
Bauern werden nun
ermuntert, sich der
Initiative der VI P, die von den Ob-
männern und Ge-
schäftsführern der
Obstgenossenschaf-
ten des Vinschgau
getragen wird, anzu-
schließen und ihre
Ware der Obstge-
nossenschaft in ih-
rer Nähe zu liefern.
Zaghafte Annäherung an das neue Marketingprojekt
Einheitlicher Preis
Gab es in Vergangenheit ver-
schiedene Preise für dieselbe Ma-
rille, so soll es durch eine zentra-
le Vermarktung einen Einheitspreis geben. „Das bringt allen
Vorteile“, sagt Gerhard Eberhö-
uern ab Hof vertrieben oder
40 Prozent werden von freien Ba
fer, Verkaufsleiter von Bio-Vinsch-
gau Er wird die Vermarktung der Marillenproduktion übernehmen. „Die Bauern sollen animiert werden, die Marille wieder verstärkt anzubauen“, meint Eberhöfer Insgesamt geht um drei verschiedene Kategorien: der Tafelware, der Marmelade und der Industrieware. !
Modernes Marketing im Bankengeschäft
4. Raiffeisen Marketingforum in Meran – Abschied von Otto Normalverbraucher
Welche Chancen haben Fi-
nanzunternehmen im Kontext globaler Herausforderungen? Auf welche Kunden müssen sich Banken in Zukunft einstellen? Fragen, die beim 4. Raiffeisen Marketingforum diskutiert wurden.
Nachdem Verbandsdi-
rektor Konrad Palla im Kurhaus alle Anwe-
senden begrüßt hatte,
sprach der bekannte österreichi-
sche Marktforscher Werner Beutelmeyer über den großen Strukturwandel, der die westeuropäischen Ge-
sellschaften erfasst hat.
Der Paradigmenwechsel ganzer Kundensegmente bringe es
mit sich, dass Marke-
tingstrategen heute ab-
raten, das Lebensalter
als Definition von Ziel-
gruppen heranzuziehen. Man müsse sich
vom Otto Normalver-
braucher verabschieden, da sich das Frei-
in den letzten Jahrzehnten radi-
kal verändert habe. „Der Kunde
ist kritischer, selbstbewusster
und offener geworden“, sagte
Beutelmeyer
Führen und entscheiden
Andreas Kronabitleitner, Ver-
triebsleiter der Raiffeisenban-
kengruppe Niederösterreich,
präsentierte Beispiele für einen
nachhaltigen Vertriebserfolg im
Privatkundengeschäft In Nie-
derösterreich konnte durch den
Aufbau eines neuen Marketing-
konzeptes eine markante Er-
Univ.-Prof Erich Kirchler: „Menschen sind nicht in der Lage, komplexe Informationen bestmöglichst zu erarbeiten.“
zeitverhalten der Menschen, das
Verhältnis der Kunden zum Geld
tragssteigerung erzielt
werden. „Die Berater
gehen auf ihre Kun-
den zu und bieten in-
dividuelle auf den
Kunden zugeschnitte-
ne Produkte und Lö-
sungen an.“ Für den
Erfolg ausschlaggebend sei, auch ein Ver-
kaufstool auf EDV-Ba-
sis, das für den
Bankberater einfach
zu handhaben sei.
Univ.-Prof. Erich
Kirchler vom Institut für Wirt-
schaftspsychologie der Univer-
Kunst im Winecenter Kaltern
Über 100 Gäste konnte
Obmann Armin Dissertori zur Vernissage im Winecenter der Kellerei Kaltern begrüßen. Die Nordtiroler
Kunsthistorikerin Bettina
Schlorhaufer stellte dem Publikum das neue Kunstwerk im Winecenter vor: Mens in
mensa (lat.: Der Geist im Tisch), so der Name des neuen Möbelstückes, steht im
Eingangsbereich des Winecen-
ter und vermittelt dem Besu-
Künstler Josef Rainer, Armin Dissertori, Obmann der Kellereigenossenschaft Kaltern, Kunstschmied Christian Greif
Kunst im Weincenter: Der Geist im Tisch von Bettina Schlorhaufer
cher kurz und leicht die we-
sentlichen Grundpfeiler der
Kellerei Kaltern und seiner
Produkte. Das Konzept dieses
Präsentationstisches erarbeite-
te der Künstler Josef Rainer
gemeinsam mit der Architek-
tengruppe feld72, welche be-
reits für den Bau des Winecen-
ter verantwortlich zeichnete.
Die Realisierung des Kunstob-
jektes erfolgte in Zusammen-
arbeit mit dem Kalterer Kunst-
schmied Christian Greif.
Aufmerksame Teilnehmer beim 4. Raiffeisen Marketingforum im Kurhaus in Meran.
sität Wien, ging in seinem Refe-
rat auf die Rolle der Psychologie bei finanziellen Entscheidungen ein. „Menschen sind nicht in der Lage, komplexe Informationen
bestmöglichst zu verarbeiten“,
sagte Kirchler „Wir verstehen
weder exponentielles Wachstum, noch bedingte Wahrscheinlich-
keit, da wir kognitive Geizhälse
sind.“ Deshalb lassen sich Konsu-
menten von hervorstechenden
Merkmalen täuschen und fragen nicht mehr nach.
Motivieren und wachsen
Vorstandssprecher Günter Vogt
präsentierte am Nachmittag das
Erfolgsmodell der Volksbank
D e t mold.
Marktforscher Werner Beutelmeyer:
„Der Kunde ist kritischer, selbstbewusster und offener geworden.“
„Eine moderne Bank muss bei seinen Kunden Erlebniswelten schaffen und neue Wege der Kundenansprache beschreiten, um konsistentes Wachstum zu erzielen, “ sagte Vogt Werner Seeber, Geschäftsführer und
Sportdirektor des FC Südtirol, er-
läuterte in seinem Abschlussreferat die Bedeutung des Teamgeistes für den sportlichen Erfolg. !
Inflationsrate lag im Jahr 2006 in Südtirol bei 2,2 Prozent
Die durchschnittliche jährli-
che Inflationsrate der privaten
Haushalte von Arbeitern und
Angestellten lag im Jahr 2006
auf Staatsebene bei 2,0 Pro-
zent, auf lokaler Ebene bei 2,2
Prozent. Der Index der Ver-
braucherpreise für Haushalte
von Arbeitern und Angestell-
ten betrug 2,1 Prozent in Italien und 2,3 Prozent in Bozen.
Wenn man die Entwicklung
der letzten Jahre verfolgt, so zeigt sich, dass nach einem
längeren Zeitraum (Sommer 2003 - Sommer 2005) nun die
Inflation in der Gemeinde Bo-
zen höhe
r ist als auf gesamt-
staatlicher Ebene. Ab August
2005 lag der lokale Index für
genau ein Jahr über dem ge-
samtstaatlichen Wert In den
Monaten September und Ok-
tober bewegte sich der Index der Gemeinde Bozen um 0,2
Prozentpunkte unter jenem
von Italien. Im Jahresdurchschnitt 2006 belief sich der
Verbraucherpreisindex ohne
Tabakwaren auf 127,8 in Italien und 132,2 in der Gemeinde
Bozen. Das bedeutet, dass sich die Preise in elf Jahren auf ge-
samtstaatlicher Ebene um 27,8
Prozent und auf lokaler Ebene um 32,2 Prozent erhöhten. Alkoholische Getränke und Ta-
bakwaren verzeichneten eine
Preissteigerung von 5,3 Pro-
zent, das Kapitel „Wohnung, Wasser, Energie und Brennstoffe“ von 5,2 Prozent.
Bis Mitte Juni können Landwirte in der Raiffeisenkasse die Hagelversicherung abschließen und sich damit rechtzeitig gegen etwaige Ernteschäden und Er-
tragsausfälle finanziell absichern.
In den vergangenen Jahren ist Südtirol von weiträumigen Hagelschlägen relativ verschont geblieben. Auf einen angemessenen Versicherungsschutz zu verzichten, wäre aber blauäugig. Sofern die Obstanlagen nicht durch ein Hagelnetz geschützt sind, bildet die
Hagelversicherung die einzige
sichere Alternative.
Prämienberechnung
Die Hagelprämie errechnet sich aus der Obstmenge, die der
Bauer versichert und einem vom Landwirtschaftsministeri-
um jährlich festgelegten Preis
pro Doppelzentner für die einzelne Apfel- bzw Traubensorte.
Diese Versicherungshöchstwer-
te sind u.a. beim Hagelschutz-
konsortium einsehbar. Der Tarif
der Hagelversicherung richtet
sich nach der Schwere der Ha-
gelschäden der letzten Jahre.
„Hier sind die Prämiensätze der
Versicherungsgesellschaften in
den vergangenen Jahren nach
und nach gesunken“, erklärt
Helmuth Rimbl, Berater der
Versicherungsgesellschaft „Ver-
einigte Hagel“ und langjähriger
Direktor des Hagelschutzkon-
sortiums Die „Vereinigte Ha-
gel“ ist seit einigen Jahren Part-
ner des Raiffeisen Versich-
erungsdienstes im Bereich der
Hagelversicherung.
30 Prozent Selbstbehalt
Für die heurige Hagelkampa-
gne ist neu, dass die Versicherungsverträge eine Vergütung erst ab einem Mindestschaden von 30
Prozent vorsehen dürfen. Die Ver-
sicherungsgesellschaften entsprechen damit einer EU-Richtlinie.
„Der anfängliche Selbstbehalt von
30 Prozent -Punkten sinkt aber
auf das übliche Maß, so dass bei-
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Im Vorjahr zahlten die Versicherungen knapp 11 Mio. Euro für verhageltes
Obst aus
spielsweise bei einem geschätzten
Kosten für die Bauern zu erhöhen. Um in den Genuß der vom Staat als auch vom Land gewährten finanziellen Beihilfen zu kommen, sind die Bauern seit dem Vorjahr verpflichtet, ihre gesamten Ertragswiesen zu versichern. ! Redaktion und Gestaltung: Dienststelle für Presse und Öffentlichkeitsarbeit im Raiffeisenverband, Tel. 0471
Schaden von etwa 37 Prozent der entsprechende Abzug nur noch
10 Prozent -Punkte beträgt“ , er-
klärt Rimbl. Als Gegenleistung zum höheren Selbstbehalt ist die
Schätztabelle laut Rimbl wesent-
lich verbessert worden, ohne die
A
uf den Spuren der eigenen Vergangenheit
Wer sind meine Vor-
fahren? Wer waren die
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res Hofes? Wie archi-
viert man alte Fotos, um
sie für die Nachwelt zu
erhalten? In einem
fünftägigen Seminar,
das vom Verband der
Volkshochschulen und
vom Südtiroler Landes-
Historisches Seminar mit den Referenten Christine Roilo, Gustav Pfeifer und Alessandro Campaner, Martha Verdorfer, Marlene Huber
archiv organisiert wurde, konnten die Teilnehmer
wertvolle Anregungen und
Tipps zu einer fruchtbaren
und zielführenden
Beschäfti-
gung mit der eigenen Vergangenheit und Familiengeschich-
te mitnehmen. Geschichte
bzw Lebensgeschichte konkre-
tisiert sich z B in Gebäuden,
Gebrauchsgegenständen, Namen und Erzählungen, vor allem aber in Schrift- und in Bildquellen: Nach einigen Leseübungen der Kurrentschrift des 19. Jahrhunderts ist den Teilnehmern ermöglicht worden, Familienforschung in den im Südtiroler Landesar-
chiv aufbewahrten Tauf-, Trauungs- und Sterbebüchern zu betreiben und Haus- und Hofgeschichten in den Verfachbüchern bzw Katastern zu recherchieren.