

Raiffeisen Mitteilungen
des Raiffeisenverbandes Südtirol Genossenschaft

Neben der Süßkirsche wird in Südtirol immer mehr die Johannisbeere angebaut. Ein Nebenerwerb, der gute Erlöse bringt.
Beeren und Steinobst aus Südtirol
Über 200 Südtiroler Bauern haben sich in den letzten Jahren ein zweites Standbein geschaffen. Sie bauen Beeren- und Steinobst an. Eine nicht einfache Aufgabe.
Süßkirschen, Heidelbeeren, Erd- und Himbeeren, Marillen und in kleineren Mengen Johannisbeeren werden in Südtirol auf insgesamt 300 Hektar angebaut. Und es werden immer mehr. Das ist eines der Ergebnisse der 23. Fachtagung für Stein- und Beerenobst, die im Raiffeisensaal in Terlan Mitte März von der Abteilung 22 der Südtiroler Landesverwaltung organisiert wurde. Die Arbeit im Feld erfordert viel Einsatz und Wissen, auch Handarbeit. Um eine gute Ernte zu erzielen, braucht es auch das nötige Fachwissen. Vor allem die Dosierung der künstlichen Bewässerung ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für den sichtbaren Erfolg. Doch dies ist nicht so einfach, bestätigte Martin Thalheimer von der Versuchsanstalt
Laimburg in seinen Ausführungen. „Bei zu viel Feuchtigkeit steigt unter anderem die Gefahr des Ausbruchs von Krankheiten“, meinte der Experte. Bei Wassermangel hingegen verlieren die Beeren an Gewicht und Größe. Deshalb sei eine kontinuierliche Kontrolle der Anbauflächen von Seiten des Bauern unabdingbar.
Mehr veredeln ist die Lösung
Während Klaus Marschall von der Versuchsanstalt Laimburg in seinem Referat die Rutenkrankheit bei den Himbeeren unter die Lupe nahm, sprach Gerhard Eberhöfer, Verkaufsleiter von Bio-Vinschgau, über die Besonderheiten und Schwierigkeiten der Vermarktung der
Vinschgauer Marille. „Die großen Schwankungen der Erntemengen der letzten Jahre unseren Kunden klar zu machen, das ist sehr schwierig. Im vergangenen Jahr haben wir die vierfache Menge geerntet als im Jahr zuvor“, meinte Eberhöfer. Dieser Umstand erfordert gezielte Marketingmaßnahmen bereits im Vorfeld. So gibt der Verband der Vinschgauer Obstproduzenten (VI.P) zwei Monate vor Beginn der Marillenernte die Prognose zur Erntemenge bekannt, die allen interessierten Kunden als wichtige Information dient. Einer hohen Überproduktion, wie jenen im vergangenen Jahr, sei nur durch Veredelung zu begegnen, ist Eberhöfer überzeugt. Konkret heißt das: mehr Edelbrände und Schokolade mit Beerenfüllungen.
Wenn Mami und Papi arbeiten müssen
Als Verein gibt es ihn seit 2001. Als Raiffeisen-Genossenschaft seit vergangenem Herbst. Die Sozialgenossenschaft Kinderfreunde mit Sitz in Bruneck übernimmt familiäre Erziehungsaufgaben. Ein erfolgreiches Modell.
Die Nachfrage an Kinderbetreuung steigt von Jahr zu Jahr. Immer mehr Eltern suchen nach geeigneten Strukturen, in denen ihre Kinder außerfamiliär betreut werden. Zwei Jahre nach dem Beginn der Tätigkeit konnte in Bruneck die erste Kindertagesstätte eröffnet werden. Inzwischen betreut die Genossenschaften drei Einrichtungen dieser Art: zwei in Bruneck und eine in Terlan. Die Initiatoren haben aufgrund ihres großen Zuspruchs von Seiten berufstäti-
ger Eltern ihr Tätigkeitsgebiet auf ganz Südtirol ausgeweitet. Viele Angebote sind bereits frühzeitig ausgebucht.
Betreuung auch am Nachmittag
„Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erfordert von uns Flexibilität im Angebot“, sagt Geschäftsführerin Sonja Huber, die sich seit ihrem Studium an der Bildungswissenschaft-

Die Sozialgenossenschaft Kinderfreunde in Bruneck ist in kürzester Zeit zu einer unentbehrlichen Einrichtung geworden. 150 Mitarbeiterinnen begleiten die Kinder in ihrer Freizeit.
lichen Fakultät in Brixen mit dieser Thematik auseinandersetzt. Die Kinderfreunde bieten auch Nachmittagbetreuung an. Hier kommen pädagogisch qualifizierte Fachkräfte zum Einsatz. „Die Betreuerinnen nehmen vorher an einer internen Schulung teil, in der sie auf das Projekt vorbereitet werden“, bestätigt Eva Dezulian Zambelli, seit vergangenem Jahr Präsidentin der Sozialgenossenschaft. So bietet die Genossenschaft neben der Tagesstätte für Kleinkinder für Kinder von 9 Monaten bis 3 Jahre auch die Nachmittagsbetreuung für Grund- und Mittelschüler/innen sowie Sommerbetreuungen während der Schulferien an.
Förderung neu geregelt
Die Genossenschaft besteht aus 9 Mitgliedern, die sich aus den Mitarbeitern und Eltern zusammensetzen. Sie bietet 30 Mitarbeiterinnen eine feste Anstellung, weitere 150 Mitarbeiterinnen arbeiten Teilzeit. Ob die Sommerbetreuung wie bisher ausgeboten werden kann, ist noch offen. Gefördert werden soll laut neuer Regelung des Landesregierung nur mehr jene Kinderbetreuung bei der pro Tag mindestens 10 Kinder teilnehmen. „Bisher konnten Eltern von Tag zu Tag entscheiden, ob sie unseren Dienst in Anspruch nehmen wollen. Nicht jede Familie kann sich 50 Euro in der Woche leisten“, meint Huber. An einer Lösung dieses Problems wird gearbeitet, wie die Kinderfreunde bestätigen
Fusion Leifers – Branzoll rückt näher
Raiffeisenkasse Leifers und Raiffeisenkasse Branzoll-Auer planen gemeinsame Zukunft
Seit dem Frühjahr 2009 laufen intensive Gespräche zwischen den beiden Verwaltungsräten der benachbarten Raiffeisenkassen, die von der Unternehmensberatung des Raiffeisenverbandes unterstützt werden. Nachdem beide Verwaltungsräte im Spätherbst beschlossen haben, die Fusion in die Wege zu leiten, wurde ein Fusionsprojekt erarbeitet und bei der Banca d’Italia zur Genehmigung eingereicht. Die Bankenaufsichtsbehörde hat das Fusionsvorhaben genauestens überprüft und für positiv befunden. Die beiden Raiffeisenkassen haben vor Kurzem die Genehmigung der Banca d’Italia für die Fusion erhalten, die nun von der Landesregierung abgesegnet werden muss. Die Mitglieder der beiden Raiffeisenkassen werden am 30. April in einer außerordentlichen Generalversammlung darüber entscheiden. Die Vorbereitungen für die juridische, technische und organisatorische Zusammenlegung laufen bereits auf Hochtouren. Die beiden Obmänner Josef Weger (Raiffeisenkasse Leifers) und Robert Zampieri (Raiffeisenkasse Branzoll-Auer) sehen der Fusion mit Zuversicht entgegen.
Ein Kalterer im Anno Neun
Kalterer Weinproduzenten präsentierten den Jahrgang 2009
Im passenden Ambiente konnten Weinliebhaber die jüngsten Tropfen aus Kaltern und Umgebung zu sich führen.

Die einhellige Meinung aller anwesenden Weinexperten und Weinliebhaber: der Neuner Jahrgang verspricht um einiges Mehr als jener des Vorjahres. Dies das Ergebnis der Weinverkostung, die bereits zum dritten Mal im Zentrum des Weindorfes Kaltern letzte Woche über die Bühne gegangen ist. Die Initiative wein.kaltern, die sich seit einem Jahrzehnt als Qualitätsoffensive für die Kalterer Weinwirtschaft versteht, lud zur Verkostung des Jahrganges 2009 der Kaltererseeweine ein. Alle 19 Kalterer Weinproduzenten ließen es sich nicht nehmen, die eigenen Weine den Besucherinnen und Besuchern zu präsentieren und Einblicke in die eigenen Vinifizierungsmethoden zu gewähren. „Die Weißweine sind sehr fruchtig und haben eine schöne Säure. Die Roten stecken noch voll im Reifungsprozess“, meinte etwa
Armin Dissertori, Obmann der Kellerei Kaltern. Die frühe Präsentation vor der Urlaubssaison, wird von den Kellermeistern als Gratwanderung gewertet. Doch bereits jetzt zeichnet sich ab: der Kaltererseewein 2009 kann die hohen Erwartungen erfüllen.
Die Charta ist da
An dem Abend wurde auch die Kalterersee-Charta präsentiert, die von einer Fachgruppe ausgearbeitet wurde. Dieses Dokument enthält Richtlinien, welche den Konsumenten ein Höchstmaß an Sicherheit in Sachen Weinqualität gewähren. Sighard Rainer, Obmann der Initiative zeigte sich erfreut, dass dieses langersehnte Projekt zustande gekommen ist und erhofft sich einen weiteren Qualitätssprung im Bereich Wein.
50 Jahre junge Terlaner
Besondere Weinverkostung in Venedig

Im Süden von Bozen liegt das Einzugsgebiet der Raiffeisenkassen Leifers und Branzoll.

Fachexperten prüften die Langlebigkeit des Terlaner Weißburgunders in der Stadt der Dogen.
kellerei terlan
Neuer Geschäftsführer
Bei einer Vertikalverkostung in Venedig wurden kürzlich im würdigen Rahmen Terlaner Weißburgunder verkostet. Den Weinexperten und Fachjournalisten wurden die Jahrgänge 1959, 1966, 1970, 1987 sowie der Vorberg Magnum 1999, Magnum Riserva 2002 und 2005 kredenzt. Von weißer Frucht bis zu leichten Honigtönen, mit frischer Säure am Gaumen, ausgeprägter Salzigkeit, Mineralität und unglaublich langem Abgang. Für diese Langlebigkeit ist Terlan bekannt. Gemeinsam mit der Terlaner Weinen packten auch der Sektproduzent Ca’ Del Bosco und bekannte österreichische Rieslingproduzenten wie Bründlmayer, Hirtzberger oder Knoll ihre besten Raritäten beachtlichen Alters aus.
Seit Mitte Jänner hat die Kellereigenossenschaft Terlan einen neuen Geschäftsführer. Der Jurist Klaus Andergassen aus Kaltern folgt auf Walter Eisendle, der in den letzten Jahren die Fusion mit der Kellerei Andrian und den Umbau der Kellerei voran getrieben hatte. „Ich möchte die Arbeit meines Vorgängers fortsetzen und die Kellerei als Vorzeigebetrieb weiter voranbringen“, sagt Andergassen. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften in Innsbruck sammelte Andergassen verschiedene berufliche Erfahrungen im Industrieund Bankensektor. Neben Obmann Georg Höller stehen Ihm ein Verwaltungs-, ein Verkaufsleiter und der Kellermeister zur Seite.

Klaus Andergassen, Geschäftsführer
MELINDA ist Mitglied der VOG products
Kurz vor Weihnachten fasste der Verwaltungsrat der VOG products den Beschluss die Trentiner Erzeugerorganisation Melinda als Mitglied aufzunehmen. Das ist ein historischer Schritt im regionalen Genossenschaftswesen, heißt es in der Presseaussendung. Zum ersten Mal werden im Bereich Industrieobst die Ressourcen gebündelt und provinzübergreifend das Angebot konzentriert. Die dadurch entstehenden Synergien ermöglichen es dem Leiferer Obstverarbeitungsbetrieb seine Position als Zulieferer der europäischen Lebensmittelindustrie zu festigen.
Raiffeisen-Jungbergbauernpreis wieder vergeben
Familie Premstaller aus dem Sarntal – Die glücklichen Gewinner
Seit 30 Jahren stiften die Südtiroler Raiffeisenkassen den Raiffeisen-Jungbergbauern-Preis. Vergeben wird der Preis von der Südtiroler Bauernjugend im Rahmen der jährlichen Mitgliederversammlung im März im Bozner Waltherhaus. Heuer ging der mit 8.000 Euro dotierte Preis an Paul und Sabrina Premstaller vom Unterstuefer im Sarntal, Fraktion Durnholz. Das Jungbauernpaar führt den geschlossenen Hof seit
Raiffeisen Weiterbildungskurse
2003 mit vorbildlichem Einsatz. Sabrina unterrichtet zudem in Teilzeit als Grundschullehrerin. Schritt für Schritt wurde der Hof modernisiert. Neben ihrer Arbeit engagieren sich Paul und Sabrina Premstaller besonders im Vereins- und Dorfleben. „Der Preis ist auch eine Anerkennung für alle Jungbergbauernfamilien im Land“, sagte Raiffeisenverbandsobmann Heiner Nicolussi-Leck, der den Preis überreichte.
Bilanzanalyse branchenspezifisch für Firmenkundenbetreuer und Mitarbeiter aus der Kreditabteilung
Insolvenzgefährdet–Krisenmanagement für Firmenkundenbetreuer und Mitarbeiter aus der Kreditabteilung
Workshop Wertpapiere für Kundenberater, Sachbearbeiter Wertpapiere
Projektmanagement für (angehende) Projektleiter/innen, Führungskräfte und Mitarbeiter/innen mit Projektverantwortung, die sich fundierte Grundkenntnisse modernen Projektmanagements aneignen möchten.
Workshop Wertpapiere für Kundenberater, Sachbearbeiter Wertpapiere
Kreditgeschäft II für Kreditsachbearbeiter, die das Seminar „Kreditgeschäft I - Rechtsgrundlagen“ besucht haben
Mit Pep an die Arbeit für alle, die Tipps und Tricks für Ihren Büroalltag kennenlernen möchten
Qualifizierung für Kundenberater, -betreuer für Kundenbetreuer, Kundenberater, Marktleiter
Erste Hilfe Kurs im Rahmen der Arbeitssicherheit für Erste Hilfe Beauftragte
Work Life Balance für erfahrene Mitarbeiter, die in Einklang mit sich selbst sein wollen und ihr Leben, ihre Beziehungen, ihre Gesundheit und ihr Arbeitsleben reflektieren und möglicherweise verbessern wollen.
Qualifizierung für Kundenberater, -betreuer für Kundenbetreuer, Kundenberater, Marktleiter
9.4.10
12.4.10
12.-13.4.10
13.4.10
13.-15.4.10
13.-14.4.10
13.-14.4.10
14.4.10
15.-16.4.10

Familie Paul und Sabrina Premstaller mit Manuela und Leoni, Verbandsobmann Heiner Nicolussi-Leck (l.) und Generaldirektor Paul Gasser.
Gutes Geschäftsjahr
Hotel Eberle/BZ
Hotel Eberle/BZ
WIFI-BZ, Südtirolerstr. 60
Hotel Eberle/BZ
Bildungshaus Schloss Goldrain/Latsch
Ansitz Kandlburg/ Mühlbach
Raiffeisenhaus, BZ/RIS Schulungsraum
Sitz Weisses Kreuz, BZ, Lorenz-Böhler-Str. 3
Hotel Eberle/BZ
15.-16.4.10
Raiffeisenhaus, BZ/RIS Schulungsraum Aktiv @ Raiffeisen für alle, die sich für gesundheitsbewusste Bewegung und Ernährung interessieren
16.-17.4.10
16.4.10
Bildungshaus Kloster Neustift/Vahrn Kreditrisikomanagement (KRM) für Verwaltungs- und Aufsichtsräte
Der Selbstwert – Ein Geschenk, das man nicht zufällig erhält für alle, die das Seminar „Die eigenen Potenziale entdecken und entfalten“ besucht haben und interessierte Mitarbeiter, die Lust auf Selbstentwicklung haben.
05.02.2010
Hotel Eberle/BZ
Hotel Eberle/BZ
Impressum: Herausgeber: Südtiroler Bauernbundgenossenschaft, Druck: Athesiadruck – Ermächtigung vom Landesgericht Bozen, 13.4.1984, Nr.13/84
Die bayerischen Volksbanken und Raiffeisenbanken sind mit ihrem Geschäftsjahr 2009 zufrieden, wie der Genossenschaftsverband Bayern in einer Pressemitteilung verkündet.
Die Bilanzsumme stieg um 4,7 Prozent auf 119,6 Milliarden Euro. Die Kundengelder legten um 2,8 Milliarden Euro auf 93,2 Milliarden Euro zu. Insgesamt nahmen die Ausleihungen um 4,3 Prozent auf 64,5 Milliarden Euro zu. Die Firmenkundenkredite wuchsen um 5,3 Prozent. Das ordentliche Betriebsergebnis beträgt 1,07 Prozent der DBS. Das entspricht 1,25 Milliarden Euro.
Der Genossenschaftsverband Bayern, der über 1200 Mitglieder aufweist, plant indes eine umfassende Kooperation mit dem Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverband. Sie umfasst alle Felder der Verbandsarbeit, von der Prüfung über die Beratung in rechtlichen, steuerlichen und betriebswirtschaftlichen Fragen bis hin zu Bildung und Interessenvertretung.
Presserechtlich verantwortlich: Guido Steinegger, Redaktion: Stefan Nicolini, Thomas Hanni (Raiffeisenverband Südtirol, 0471 945453, rvs-presse@raiffeisen.it)