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Gott spricht. Heute. 4000 Jahre Kulturgeschichte

in einer Bibelausstellung


Vorwort Kein Buch der Menschheitsgeschichte wurde und wird so sehr verfolgt und so sehr geliebt wie die Bibel. Die Bibel ist in über 3.000 Sprachen erhältlich, ist das meistgedruckte und meistverkaufte Buch der Welt, bildet die Grundlage für Menschenwürde und Menschenrechte und beantwortet die Frage nach dem Sinn des Lebens. Gerade in Zeiten des zunehmenden Säkularismus braucht unsere Gesellschaft ein stärkeres Vertrauen in die Bibel. Die Überlieferungsgeschichte der Bibel ist einzigartig. Kein Buch des Altertums ist so vielfältig und gut bezeugt – wie die Bibel – und kein Buch hat die Kulturgeschichte unseres Abendlandes so geprägt – wie das Buch der Bücher.

Manche sagen, der Kulturkampf sei vorbei und der Säkularismus habe gewonnen. Andere sind der Meinung, uns bleibe ein Fenster von zehn bis zwanzig Jahren, in denen wir noch für geistliche Erneuerung und Wandel arbeiten können. Rev. Dr. Art Lindsley, C. S. Lewis Institute

Diese Bibelausstellung präsentiert Entstehung, Überlieferung, Verbreitung und Übersetzung der Heiligen Schrift, sowie die abenteuerliche Fundgeschichte der Schriftrollen vom Toten Meer - mit ausgewählten Exponaten im Original

oder als Replikat. 1992, zum ersten Jahr der Bibel, zeigte Alexander Schick erstmalig seine Sammlung auf der Insel Sylt. Der Zuspruch war so groß, dass seitdem die Ausstellung durch das deutschsprachige Europa wandert. Die Ausstellung fühlt sich einer biblisch-historischen Theologie verbunden und will zum Buch der Bücher fachkundige aber auch glaubensstärkende Informationen weitergeben.

Nun soll das Ausstellungskonzept aktualisiert werden, wofür wir um Ihre Hilfe bitten. Unterstützen Sie die Ausstellung der Bibel – das Buch, das Europa schuf.

Es danken Ihnen, Alexander Schick, Qumran- & Bibelausstellung Sylt Dr. Heinrich Derksen, Bibelseminar Bonn und Forum evangelischer Freikirchen Heinrich Wiens MA, Christlicher Schulverein Lippe


Zahlen, Daten, Fakten Die Qumran & Bibelausstellung ist eine der größten ihrer Art in Europa. Entstanden ist sie im Jahr 1992. Der Qumran- und Bibelfachmann Alexander Schick trug eine faszinierende Sammlung zur Geschichte der Bibel in den letzten 30 Jahren zusammen. Es entstand eine Ausstellung, die in fesselnder aber allgemeinverständlicher Weise die Überlieferung der Bibel dokumentiert. Diese Ausstellung lockte in ganz Europa bisher schon über 500.000 begeisterte Besucher an. Doch die Ausstellung ist mehr! Sie ist ein wanderndes Bibelmuseum zur abenteuerlichen Geschichte der Heiligen Schrift. Im Mittelpunkt steht das Buch der Bücher. Die Bibel umfasst 66 Bücher, verfasst von 40 Autoren, die sich zumeist nicht mal kannten, in mehr als einem Jahrtausend. Sie

stellt die Glaubensgrundlage für mehr als zwei Milliarden Christen dar und ist bereits jetzt von 79% der Weltbevölkerung in den eigenen Sprachen zu lesen. Neben einer in Europa einmalige Dokumentation über die berühmten Schriftrollen vom Toten Meer (es sind sogar Originalfragmente der Qumranrollen neben dem Fak-

simile der Jesajarolle und weiterer Schriftrollen zu sehen) zeigt diese Bibelausstellung aber auch archäologische Funde als Repliken, so unter anderem die König-David-Inschrift und die Inschrift aus dem Hiskiatunnel in Jerusalem. Zudem präsentiert die Ausstellung die bedeutendsten Bibelhandschriften der Welt, wie das Evangeliar Heinrich des Löwen oder die Wenzelsbibel. Die Gutenbergbibel wird gleich in mehreren Exemplaren als Faksimile gezeigt. Dazu kommen wertvolle Drucke, wie Teile der vorlutherischen deutschen Bibeldrucke, sowie seltene Originale aus der Reformationszeit (Erasmus-Testament 1519, erste kombinierte Lutherbibel 1524, Ausgabe letzter Hand von Luther 1545, sowie die Konkurrenzbibeln der Altgläubigen). Auch die bei den Täufern so beliebte Froschauerbibel (Zürcher Bibel) wird im Original gezeigt. Aber auch berühmte Fehldrucke wie die Ehebrecherbibel von 1736 oder eine Haarknotenbibel von 1762 (solche Miniaturbibeln versteckten französische Protestantinnen im Haarknoten, um nicht von der katholischen Kirche verhaftet zu werden).

Alexander Schick arbeitet seit rund 20 Jahren mit den Nachfahren der Tischendorffamile zusammen und hat eine außergewöhnliche Sammlung zu dem berühmten Bibelforscher Konstantin von Tischendorf (1815 - 1874) zusammengetragen. Tischendorf hatte 1844 und 1859 in Katharinenkloster (Sinai) die älteste griechische Bibelhandschrift der Welt entdeckt. Dieser sogenannte Codex Sinaiticus wird als Faksimile gezeigt, ebenso wie das weltweit nur noch in ganz wenigen Exemplaren erhaltene Faksimile des Codex Sinaiticus, das 1862 für Zar Alexander II. geschaffen wurde. Zu sehen sind zudem Originaldokumente aus dem Tischendorfnachlass.


Inhaltliche Aufbereitung 1. Einführung „Die Bibel“ Die erste Abteilung bildet eine Einführung in die Bibel als Bibliothek und weist auf ihre herausragende Bedeutung für die westliche Gesellschaft hin.

2. Die Geschichte der Schrift In der zweiten Abteilung wird die Entwicklung der Schrift dargestellt. Keilschrifttafeln, Papyrusrollen, ein ägyptischer Schreibkasten und Schreibtafeln aus der Zeit Jesu (Pinax) sind ebenso zu sehen, wie ein 1:1 Abguss des berühmten Steins von Rosetta. 3. Die Überlieferung des Alten Testaments Das Alte Testament wird in Abteilung drei vorgestellt. Die 39 Bücher des Alten Testaments behandeln die Zeit von ca. 1400 - 400 v. Chr. Das lateinische Wort „testamentum“ bedeutet „Bund“ und bezieht sich auf die Bündnisse, die Gott mit seinem Volk Israel geschlossen hat. Neben dem Codex Leningradensis ist der Papyrus Nash zu bestaunen, aber auch eine Vielzahl von Funden aus der Archäologie. Siegelabdrücke von König Ahas und Hiskia, sowie der Taylorprisma, in dem Sanherib König Hiskia von Juda erwähnt.

4. Die Funde von Qumran & die berühmten Schriftrollen vom Toten Meer Der Sensationsfund vom Toten Meer wird in der vierten Abteilung vorgestellt. 1947 entdeckte ein Beduine am Nordwestufer des Toten Meeres in der Nähe von Qumran eine Höhle mit antiken Schriftrollen. Damit löste er die größte archäologische Sensation des 20. Jahrhunderts aus. Faksimile aller wichtigen Schriftrollen, ein Modell von Qumran, Kopien der Tonkrüge und einzigartige Originalfragmente.

5. Die Überlieferung des Neuen Testaments – Tischendorf und der Codex Sinaiticus In der fünften Abteilung geht es um das Neue Testament und um den bekannten Bibelforscher Konstantin Tischendorf. Gezeigt werden Kopien der ältesten Handschriften des Neuen Testaments, wie die älteste Abschrift der Petrusbriefe (P66) und das älteste Fragment zum Neuen Testament überhaupt, der sogenannte P52.

6. Prachtbibeln aus der Zeit des Mittelalters Wunderschöne Bibeln gibt es in der sechsten Abteilung zu bestaunen. Die „Künstler in der Kutte“ haben in den Schreibstuben der Klöster wahre Kunstwerke geschaffen und der Welt einmalige Handschriften hinterlassen. Die traumhaften Faksimiles lassen etwas von der „Heiligen Pracht“ dieser Epoche erahnen.

7. Die Erfindung des Buchdrucks durch Gutenberg & die Bibelübersetzung von Martin Luther Die siebte Abteilung stellt zwei Persönlichkeiten vor: Johannes Gutenberg, der fast drei Jahre mit dem Druck der Gutenbergbibel beschäftigt war. Und Martin Luther – mit ihm begann eine neue Epoche in der Geschichte der Bibel. Durch ihn wurde das allgemeine Interesse der Bibel geweckt. Wer hat schon mal eine Gutenbergbibel gesehen? In dieser Ausstellung werden gleich vier Ausgabe gezeigt, die Gutenbergbibel aus Berlin, Spanien, Paris und Göttingen in wertvollsten Faksimiles. Und Martin Luthers Wirken wird mit allen bedeutenden Drucken illustriert. Ob das Septembertestament oder das Dezembertestament von 1522 oder die ersten Vollbibel von 1534, alle wichtigen Drucke sind ausgestellt – entweder als Faksimile oder im Original. Durch die Canstein Bibelanstalt und die Erfindung des „stehenden Satzes“ wurde die Bibel zur Massenware und kam in alle Häuser. Einige Exemplare von Cansteinbibeln werden gezeigt.

8. Die Übersetzung und Verbreitung der Bibel Die Übersetzung und Verbreitung der Bibel wird in der achten Abteilung dargestellt. Es gibt immer noch über 4.300 Sprachen ohne Bibelübersetzung. Bei der Anfertigung der Bibelübersetzung für die Eskimos klagte der Missionar: „Es kommt mir vor, als müsste ich die 9. Symphonie von Beethoven auf einem Kamm blasen“. Rund 100 Bibeln in den verschiedensten Sprachen sind ausgestellt.

9. Rund um die Bibel – Kuriositäten und Weltsensationen In der neunten Abteilung werden einige Sensationen gezeigt. So die Bibel aus dem Guinness Buch der Weltrekorde - per Hand wurde diese Bibel in weniger als 60 Minuten von Jugendlichen abgeschrieben. Zu sehen ist aber auch die ganze Bibel auf einem Dia, kochbare russische Minievangelien, Miniaturbibeln der Hugenotten, die Nanobibel und vieles mehr!

10. Die Bibel im Judentum Thema in der zehnten Abteilung ist die Jüdische Bibel. Diese ist unser Altes Testament. Die Thora – wörtlich Lehre – umfasst die fünf Bücher Moses. Neben einer Thorarolle ist ein Thormantel und Schreibgeräte aus einer Jerusalemer Thoraschreibstube ausgestellt. Darüber hinaus kann man auch Gebetsriemen, Gebetsmantel, Sederteller zum Passahfest oder auch Shofarhörner bestaunen. Ein Modell des herodianischen Tempels und ein Modell der Stiftshütte (2,5 x 4,5 m) sind mehr als ein Blickfang für jeden Besucher.


Konzept der Ausstellung

Kostenplan

Unser gemeinsames Anliegen ist es, dass Menschen durch den Besuch der Ausstellung zu einer Begegnung mit dem lebendigen Wort Gottes finden und Christen sach- und fachkundige Informationen über das Buch der Bücher bekommen, um auf die Fragen von kritischen Zeitgenossen („die Bibel ist doch nur von Menschen geschrieben“) kompetent antworten zu können.

Die gesamte Ausstellung bedarf einer Überarbeitung, damit sie mobil und modular verwendet werden kann und den modernen aktuellen Anforderungen an ein Messesystem entsprechen kann. Ebenso ist es uns daran gelegen, diese Ausstellung zeitgemäss zu präsentieren, das heißt Vitrinen, Themenaufsteller, Monitore, Transportkisten und vieles mehr – insgesamt etwa

Museumspädagogische Stationen – Für Kinder und Jugendliche, wie auch für Erwachsene bietet die Ausstellung Möglichkeiten zur Interaktion – da wären beispielsweise Miniaturbibeln, die sich gern einer Zerreißprobe erfreuen. An einer nachgebauten Gutenbergpresse, darf man sich versuchen eine eigene Bibelseite zu drucken oder eigenes Papier zu schöpfen und seinen Namen in Hieroglyphen auf Papyrus zu schreiben. Oft fehlen Gemeinden zur Durchführung einer Bibelausstellung die nötigen Kapazitäten. Wir wollen zusammen mit dem Bibelseminar Bonn (BSB) hier Abhilfe schaffen. Die Studierenden des BSB können im Rahmen eines Praktikums in Ihrer Gemeinde zu der Ausstellung kommen und beispielsweise als Museumsführer durch die Dokumentationsshow die Gäste führen.

Das Wort Gottes soll in modernster Weise erfahrbar gemacht werden. So gibt es einen mehrsprachigen Audioguide – über die kostenfreie izi.TRAVEL-App für alle handelsüblichen Smartphones. Es sind bereits knapp 40 Stationen der Ausstellung vorhanden – in den Sprachen: Deutsch, Englisch, Russisch, Französisch, Dänisch und Arabisch. Hören Sie doch mal rein!

50.000 Euro.

Die Gesamtsumme setzt sich wie folgt zusammen: Konzepterarbeitung, Textredaktion, grafische Umsetzung: 13.900 € Themenaufsteller und Vitrinen für 10 Stationen: 23.700 € Museumspädagogische Einheiten: 2.000 € Transportkoffer: 4.000 € Erarbeitung von multimedialen Werbeprodukten und Begleitprogrammen: 6.400 €


Stimmen aus Gemeinden, Besuchern, Presse „Wusste gar nicht, dass die Bibel so spannend sein kann!“ Konfirmand nach einer Führung

„Ein großes Dankeschön gilt den vielen Helfern. Mit Sachverstand, religiöser Überzeugung und ansprechendem Material konnten die Schüler/innen eine unvergessliche faszinierende Zeitreise von der Keilschrift bis zur Computerbibel machen.“

„Wir freuen, uns darüber, dass eines der ältesten Bücher der Welt, die Bibel, die Massen angezogen hat.“ Titel einer großen Lübecker Zeitung

Die Kooperationspartner der Bibelausstellung Alexander Schick ist Wissenschaftspublizist und Israelstudienreiseleiter. Zu seinem Expertengebiet gehören neben der Geschichte der Bibel in Schrift und Druck auch die Entdeckung der Schriftrollen vom Toten Meer, sowie die Funde aus dem Katharinenkloster. Schick ist Begründer dieser Bibelausstellung und Gastdozent für biblische Archäologie am Martin Bucer Seminar und am Bibelseminar Bonn. International bekannt wurde er durch seine Bestseller „Faszination Qumran“ und „Das wahre Sakrileg“. Auch die bekannte Elberfelder Bibel mit Erklärungen und das Lexikon zur Bibel hat Schick mit herausgebracht. www.bibelausstellung.de

Lehrer nach dem Klassenausflug in die Bibelausstellung

Das Bibelseminar Bonn ist eine berufsbildende Institution für Gemeinde und Mission. Es sieht seine Aufgaben darin, Theologie, Gemeinde und Mission eng zu verknüpfen – in der Lehre wie in der Praxis. Über 400 Studierende sind derzeit in den akademischen Programmen eingeschrieben. In über zehn Projekten werden jedes Jahr hunderte von Mitarbeitern in den Bereichen Bibelforschung, Pädagogik, Seelsorge, Glaubensgeschichte, Mädchen- und Frauenarbeit, Jugendarbeit und Leiterschaft geschult und weitergebildet.

„Ich habe mich über Qumran bekehrt. Ich bin Ingenieur aus der ehemaligen DDR – mir hatte man beigebracht, dass Glaube und Wissenschaft unvereinbar sein. Doch die Darstellung über die Qumranfunde und ihre Bedeutung für die Bibelforschung haben mir gezeigt, dass ein denkender und ein glaubender Mensch kein Gegensatz ist.“

www.bsb-online.de

Besucher nach einer Führung

„Besonders haben wir uns über die vielen Schulklassen und Konfirmandengruppen gefreut, die sich mit großem Interesse die Ausstellung angesehen haben. Ein besonderer Dank gilt auch den vielen ehrenamtlichen Mitarbeitern der verschiedenen Gemeinden, die zum Teil Urlaub genommen haben, um die Führungen durchzuführen oder die Ausstellung auf- oder jetzt abzubauen.“ Pastor einer Gemeinde nach der Zeit der Bibelausstellung

„Viele Menschen haben das Vorurteil, die Bibel sei nur ausgedacht oder die Wissenschaft habe die Bibel widerlegt. Ich möchte dagegen zeigen, wie Texte damals entstanden und überliefert wurden. Ich frage also nach den Ursprüngen.“ Uwe Beer, Werkstatt für Replikate und Faksimiles der Ausstellung

Der Christliche Schulverein Lippe unterhält sieben evangelische Schulen und drei Kindertagesstätten in freier Trägerschaft. „Leben lernen – Gott vertrauen“ fasst als Motto die Ziele aller Erziehungs- und Bildungsarbeit zusammen. Die Schüler werden im Sinne der Bibel und in Übereinstimmung mit den Vorgaben der Verfassung des Landes NRW (Art 7 Abs. 1) unterrichtet: „Ehrfurcht vor Gott, Achtung vor der Würde des Menschen und Bereitschaft zum sozialen Handeln zu wecken, ist vornehmstes Ziel der Erziehung.“ Die August-Hermann-Francke-Schulen wurden vor etwa 30 Jahren gegründet und werden aktuell von mehr als 2.800 Schülern besucht. www.csv-lippe.de


Sie kĂśnnen dabei sein UnterstĂźtzen Sie finanziell die Aktualisierung der Bibelausstellung. Weitere Informationen zum Projekt erhalten Sie bei Heinrich Wiens h.wiens@bibelausstellung.de +49 5231-921693

Profile for Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte

Konzept der Bibelausstellung  

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