Treue Kameraden 01/17

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Titelthema

Quo vadis Afghanistan?

Januar/Februar 2017

127. Jahrgang – Nr. 1


INHALT

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Leitartikel Richard Drexl: „Populismus oder ‚dem Volk aufs Maul schauen‘“

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Aus dem Präsidium Termine Neues aus dem Präsidium

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Dem Volk aufs Maul schauen!

„Die Menschen müssen in unserem freien und demokratischen Land sagen dürfen, was sie für richtig halten, ohne gleich des Extremismus geziehen zu werden“, meint der BSBPräsident, Oberst a.D. Richard Drexl, in seinem aktuellen Leitartikel. Abb.: © blende11.photo / Fotolia

Außenansicht Generalmajor Klaus Habersetzer: „Militärische Erfahrungen des Einsatzes in Afghanistan“

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Titelthema Dr. Rainald Steck: „Quo vadis Afghanistan?“

Nachrichten aus der Bundeswehr

9, 11 17

(Bad Reichenhall, Amberg, Mittenwald, Bischofswiesen, Oberviechtach) 18

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Allgemeines Jürgen Reichardt: „Norbert Kugel zum Gedächtnis“

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Baron Michael von Wittken: „Gedenkfeier des Bayerischen MaxJoseph-Ordens, der Bayerischen Tapferkeitsmedaille, des Militär-Sanitäts-Ordens und des Tages des Königlich Bayerischen Infanterie-Leib-Regimentes 2016“ 71 Engelbert Kainzinger: „Aus einem Kriegstagebuch“ Wolfskinder – Zeitzeugen gesucht! Werner Eckhardt: „Krieg 1944/45 aus der Froschperspektive eines 18-Jährigen“ Leserbriefe Volkstrauertag Kriegerdenkmäler (Velden/Mfr.)

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Titelfoto: Mazar-e Sharif/Afghanistan – Ein Transporthubschrauber CH-53 setzt im Rahmen einer Übung von Kampfrettern der Luftwaffe in der Nähe der Unglücksstelle Soldaten zum Sichern des Geländes ab (Oktober 2016). © Bundeswehr/Lars Koch

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treue Kameraden 1/2017

DAVID 21, das im vergangenen Jahr im BSB eingeführte elektronische Verwaltungssystem, hat bei den Vereinen und Kameradschaften noch immer nicht richtig Fuß gefasst. Dabei bietet es jede Menge Komfort. Dazu mehr und viele andere wichtige Informationen finden Sie unter „Aus dem Präsidium“.

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Aus bayerischen Standorten

Aus den Bezirken

Neues aus dem Präsidium

Quo vadis Afghanistan?

Wie geht es weiter mit Afghanistan? Dieser Frage geht Dr. Rainald Steck im Titelthema nach. Der Botschafter a.D. war von 2004 bis 2006 Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Afghanistan. – Ebenfalls in Afghanistan eingesetzt war Generalmajor Klaus Habersetzer, heute Chef des Stabes Multinationales Kommando Operative Führung in Ulm. Lesen Sie seine Außenansicht zu Afghanistan! – Das Foto entstand 2010 beim ISAF-Einsatz in Afghanistan. Es zeigt den deutschen Verbindungsoffizier in Kabul auf dem Weg zu afghanischen Behörden. ©Bundeswehr/Andrea Bienert

17 Atlantic Resolve Die Streitkräftebasis unterstützt seit Anfang Januar im Rahmen des sogenannten „Host Nation Support“ die Verlegung von über 4.000 US-Soldaten mit Gefechtsfahrzeugen, LKW, Anhängern und Containern auf dem Weg durch das Transitland Deutschland. Der amerikanische Großverband verlegt im Rahmen der US-Operation „Atlantic Resolve“ in mittelund osteuropäische Länder. Hierüber mehr und weitere aktuelle Informationen aus der Bundeswehr finden Sie unter Nachrichten aus der Bundeswehr. ©Bundeswehr/Alyssa Bier


Aus bayerischen Standorten

Über Schneemangel brauchten sich die Soldaten der Gebirgsjägerbrigade 23 nicht zu beklagen, als sie an der Übung „Edelweiß“ teilnahmen. Zusammen mit dem österreichischen Bundesheer übten sie in bis zu 2.800 Metern Höhe auf dem Übungsplatz Lizum/Walchen (Tirol) den Gebirgskampf. Eine große Verbesserung waren dabei die in der Gebirgstruppe neu eingeführten Schneetarnanzüge. Foto: Johannes Schwegler

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Kriegervereine vor dem Aus?

Um die Ursachen des Vereinssterbens (etwa fehlender Nachwuchs und hoher Altersdurchschnitt) sowie Maßnahmen zum Fortbestehen der Kameradschaften ging es bei einer Diskussion, zu der Vorsitzende der Krieger- und Soldatenkameradschaft (KSK) Hohenbrunn, Alexander Bujak, und der Kreisvorsitzende München, Klaus Käfer, nach Hohenbrunn eingeladen hatten. BSB-Präsident Richard Drexl konnte viele wertvolle Anregungen geben. Das Interesse Foto: Patrik Stäbler bei den Vereinen und der Presse war groß.

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Volkstrauertag

Die Gedenkveranstaltungen zum Volkstrauertag sind vielerorts ohne die Mitwirkung der BSB-Ortvereine- und Kameradschaften nicht denkbar. Eine Auswahl von den Veranstaltungen 2016 finden Sie auf den Seiten 78/79. Das nebenstehende Foto entstand bei der Gedenkfeier am Kriegerdenkmal in Gefrees. Foto: SK Gefrees

Editorial Sehr geehrte Kameradinnen und Kameraden, sehr geehrte Leserinnen und Leser! Foto: Kai Mörk

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Ihnen und uns allen wünsche ich ein gutes neues Jahr! Redaktion und Verlag freuen sich darauf, auch 2017 wieder sechs interessante Ausgaben unseres Magazins treue Kameraden zu produzieren! Allen, die uns in der Vergangenheit Beiträge und Fotos zur Verfügung stellten, und jenen, die Anzeigen in unserer Zeitschrift schalteten, sage ich an dieser Stelle wieder einmal herzlichen Dank! Ohne Ihre Unterstützung wäre treue Kameraden nicht denkbar! Lieutenant Colonel Norbert Kugel war einer dieser fleißigen Unterstützer. Mit dem von ihm gegründeten Verein Association Nationale le Saillant de St Mihiel (ANSM) hat er, wie BSB-Ehrenpräsident Generalmajor a.D. Jürgen Reichardt in seinem Nachruf (S. ???) schreibt, der deutsch-französischen Freundschaft und dem Gedächtnis deutscher Soldaten unschätzbare Dienste geleistet. Monsieur Kugel berichtete regelmäßig aus seinem Verband, wies auf interessante Veranstaltungen hin und hielt engen Kontakt zu uns, seinen deutschen Kameraden. An Heiligabend des vergangenen Jahres ist er gestorben. Das macht mich sehr betroffen. Ich bin stolz darauf, dass mich das von ihm geleitete Comité Directeur ANSM im vergangenen Jahr mit der „Médaille de Bronze Le Saillant de Saint Miehiel“ auszeichnete. Im ROTABENE-Verlag – dort wo unser Magazin gesetzt, gedruckt und verschickt wird – hat es einen Personalwechsel gegeben, der treue Kameraden direkt betrifft: Matthias Birklein ist nun mein erster Ansprechpartner. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit! Mit freundlichen Grüßen

Klaus D. Treude Oberstleutnant a.D.

IMPRESSUM „Treue Kameraden“ ist die offizielle Zeitschrift des Bayerischen Soldatenbundes 1874 e.V. Sie erscheint zweimonatlich und wird allen Vereinen im Rahmen der Mitgliedschaft geliefert. Die Zeitschrift kann auch im Abonnement bezogen werden. Inhaber u. Verleger: Bayerischer Soldatenbund 1874 e.V., Fürst-Wrede-Kaserne, Ingolstädter Str. 240/15, 80939 München, Tel.: (089)18999962, Fax (089) 18999963, Internet: kontakt@bsb-1874.de Bankverbindung: Stadtparkasse München, IBAN: DE41 7015 0000 0053 1299 20, BIC: SSKMDEMM Verantwortlicher Redakteur, einschließlich Anzeigen: Klaus D. Treude. Redaktionsanschrift: Bayerischer Soldatenbund 1874 e.V., Fürst-Wrede-Kaserne, Ingolstädter Str. 240/15, 80939 München, Tel. 08241/6242, Telefax 08241/4093710, E-Mail: Treue.Kameraden.Redaktion@gmx.de BSB-Sozialwerk: München – Spendenkonto: Hypo-Vereinsbank, IBAN: DE47 7002 0270 0090 1509 01, BIC: HYVEDEMMXXX Satz und Druck: Schneider-Druck GmbH, Erlbacher Str. 102, 91541 Rothenburg o. d.T., Telefon 09861/400-152, Fax 09861/400-154 Bezugspreis: 2,60 € + Versandkosten Nachdruck nur mit Genehmigung der Redaktion. Einsender von Manuskripten, Briefen u. a. erklären sich mit redaktioneller Bearbeitung einverstanden. Texte mit Autorenvermerk geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Alle Angaben ohne Gewähr. Keine Haftung für unverlangte Einsendungen. Titel Raute: Tim Reckmann/pixelio.de

Mit der „Médaille de Bronze Le Saillant de Saint Miehiel“ wurde Oberstleutnant a.D. Klaus D. Treude (r.), Verantwortlicher Redakteur treue Kameraden, im vergangenen Jahr ausgezeichnet. BSB-Präsident Oberst a.D. Richard Drexl (l.) übergab die AuszeichFoto: Jasmine Spielberger nung.

Redaktionsschluss für die Ausgabe 2/2017 (März/April) ist der 03. März 2017 treue Kameraden 1/2017

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Leitartikel

Populismus oder „dem Volk aufs Maul schauen“1

Die Innere Sicherheit ist zusammen mit einer sicherheitswahrenden Flüchtlingspolitik laut einer aktuellen N24-Emnid-Umfrage für 64 Prozent der Deutschen wahlentscheidend. Zudem nimmt die Verunsicherung der Bürger zu: der Anteil derer die sich fürchten, Opfer eines Verbrechens zu werden, hat sich innerhalb fünf Jahren auf über 60 Prozent verdoppelt. Diese Erkenntnisse finden zunehmend Gehör bei Medien und Parteistrategen, die die Wahlprogramme für die kommenden Landtags- und Bundestagswahlen vorbereiten. Ist Ministerpräsident Seehofer ein Populist, weil er sich in seiner Forderung nach einer Begrenzung der Einwanderung auf die Stimmung in der Bevölkerung beruft? Ist das Populismus, Befürchtungen und Sensibilitäten der Bevölkerung aufzunehmen und daraus Konsequenzen für Wahlprogramme zu ziehen? Die etablierten Parteien sind neuerdings gewarnt, seit die Alternative für Deutschland (AfD) ungeahnten Zulauf erhält mit der Thematisierung der Flüchtlingsproblematik und des Gefühls der Überfremdung in weiten Teilen der Bevölkerung. Wegen der unkontrollierten Zuwanderung besorgte Bürger an den Rand der Gesellschaft zu verbannen und zu Extremisten zu erklären, war lange Zeit geübte Methode, um inhaltliche Auseinandersetzungen zu vermeiden. Als „populistisch“ bezeichnete Bewegungen wurden vom Diskurs „echter Demokraten“ ausgeschlossen.

„Dort wo es keine sichtbaren Konflikte gibt, gibt es auch keine Freiheit.“ (Montesquieu)

Der Vorwurf des Populismus hat sich (in etablierten Kreisen) zu einer Lieblingsvokabel entwickelt, daher lohnt ein Blick auf grundlegende Zusammenhänge. „Die öffentliche Meinung hat großes Gewicht“ bedeutet die lateinische Sentenz vox populi vox dei2. Umgangssprachlich ist Populismus ein häufiger Vorwurf an Parteien und Politiker, denen Manipulation der Bevölkerung für eigene Zwecke mit unrealistischen Versprechungen vorgeworfen wird. Mit Populisten wollen wir nichts zu tun haben, die verfolgen Ideen, die heute nicht mehr gesellschaftsfähig sind scheint

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mancherorts zu gelten. Dieser Vorwurf trifft vermehrt rechts der Mitte angesiedelte Parteien und Gruppierungen. Linke Parteien werden mit diesem Vorwurf eher selten konfrontiert, als ob die Linken weniger im Sinn hätten, Wähler mit Versprechungen zu gewinnen. Was ist das aber für eine abgehobene Denke, Forderungen von Bürgern pauschal abzuqualifizieren und die inhaltliche Auseinandersetzung mit deren Positionen zu verweigern. Weite Kreise der Bevölkerung als Populisten abzutun ist arrogant und überheblich. Und höchst undemokratisch. Verdienen es Bürger mit abweichenden Forderungen nicht, gehört zu werden? Wer glaubt, ohne Volkes Stimme regieren zu können, sollte sich der untergegangenen DDR erinnern: „Wir sind das Volk“ war der Weckruf an die Regierenden, er kam zum Glück zu spät. Der Gedanke der Volkssouveränität verlangt nach der Einbeziehung insbesondere der Menschen, die sich nicht vertreten fühlten und deshalb nicht mehr zur Wahlurne gingen. Wer die in vielen westlichen Ländern abnehmende Wahlbeteiligung kritisiert, müsste doch um jede Stimme froh sein, die hinter einer Zunahme der Wahlbeteiligung steht. Abseitsstehenden das Gefühl zu geben, ihre Stimme wird gehört, ist Wiederaneignung von Demokratie im besten Sinne. Wenn Parteien am Rande des Spektrums gewählt werden, um gegen Positionen der Etablierten zu votieren, sollten diese sich fragen, wo sie Bürgerstimmen überhört haben. Unbequeme Forderungen als extremistisch abzutun, ist undemokratisch, verhärtet politische Fronten und untergräbt den politischen Diskurs. Gehörigen Anteil an der Schieflage der politischen Diskussionskultur in unserem Lande haben die Medien, sie verwenden den Begriff des Populismus in einer simplifizierenden Form als Synonym für Demagogie. Wer unbequeme Meinungen vertritt ist Populist und Populisten sind Demagogen. So einfach kann man es sich machen, wenn man unfähig oder unwillig ist, sich mit fundamentalen Themen unvoreingenommen auseinanderzusetzen. Dabei gehört politische Gegnerschaft zum Wesenskern von Demokratie. Ein Staatsverständnis, mit dem unterschiedliche politische Standpunkte ohne Auseinandersetzung in der Sache abqualifiziert werden, hat das Adjektiv ‚demokratisch‘ nicht verdient. Garant für echte Demokratie ist der politische Streit, ist die Akzeptanz der Meinung des Anderen, auch wenn man sie inhaltlich nicht teilen kann oder gar vehement ablehnt. 1

Zitat nach Martin Luther. Gemeint war damit, so zu reden, dass die Leute einen verstehen und das Wesentliche zu erfassen. 2 vox populi vox dei, lat, bedeutet in wörtlicher Übersetzung: ‚Volkes Stimme [ist] Gottes Stimme‘.


Leitartikel Wir leben in einer Zeit, in der die Volksparteien kaum mehr unterscheidbar sind und deren Wesenskerne verschmelzen. Sie müssen sich nicht wundern, wenn in der Folge Parteien an den Rändern entstehen, die in den Augen der Etablierten abwegige Forderungen aufgreifen und in Wahlprozente ummünzen. Die repräsentative Demokratie ist gut beraten, mit

„Demokratie ist die Notwendigkeit, sich gelegentlich den Ansichten anderer Leute zu beugen.“ (Winston Churchill)

Stimmungen in der Bevölkerung nicht überheblich umzugehen nach dem Motto, wir wissen es besser, die Belange der Bürger liegen bei uns in den einzig guten Händen. Sobald dieser Eindruck entsteht, sucht sich die aufgeklärte Gesellschaft andere Hände, in die sie ihr politisches Schicksal legt. Mit sozialen Wohltaten lässt sich der aufgeklärte Wähler heute nicht mehr ruhig stellen, und das ist gut so. Wer glaubt, systematisch am Volk vorbei regieren zu können, hat bald verloren. Sind die grundlegenden Mechanismen unserer freiheitlichdemokratischen Grundordnung noch mehr als Lippenbekenntnis? Ein abschreckendes Beispiel zeigt, was das Abqualifizieren von Meinungen in der Bevölkerung für negative Folgen haben kann. Die Herrschaftsform in unserem Land wird als Demokratie bezeichnet, was in wörtlicher griechischer Übersetzung „Herrschaft des Volkes“ bedeutet. Das weiß doch jeder, werden kundige Leser einwenden, dem ist hoffentlich auch nicht zu widersprechen. Die Frage nach charakteristischen Merkmalen einer demokratischen Herrschaftsordnung werden aber schon nur mehr Wenige beantworten können. Anscheinend gilt dies auch für Gymnasiallehrer, die offenkundig über erhebliche Demokratiedefizite verfügen. Zumindest an einer Schule. Aber der Reihe nach. Freiheit und Gleichheit der Bürger vor dem Gesetz sind maßgebliche Kennzeichen der deutschen Demokratie. Das Bundesverfassungsgericht zählt zu den grundlegenden Prinzipien der freiheitlich-demokratischen Grundordnung die Volkssouveränität, das Mehrparteienprinzip und die Chancengleichheit für alle politischen Parteien mit dem Recht der verfassungsmäßigen Ausübung einer Opposition. Anders ausgedrückt, der souveräne Bürger hat das Recht, aus verschiedenen Parteien seine Wahl zu treffen. Er kann diejenigen wählen, die nach seiner Überzeugung seine politischen Prioritäten am besten vertreten. Wählbar sind dabei Vertreter aller Parteien, die auf dem Boden des Grundgesetzes stehen und zu den jeweiligen Wahlen zugelassen werden. Es werden aber nur diejenigen Gruppierungen gewählt, die der Öffentlichkeit ihre Überzeugungen auch vermitteln können. Wer nicht bekannt ist und nicht öffentlich auftritt, kann die Wählerschaft nicht von seinen Prioritäten überzeugen. Die ungehinderte öffentliche Meinungsäußerung zählt mithin zu den elementaren Voraussetzungen eines demokratischen Willensbildungsprozesses. Hierzu gehört offenkundig auch die Möglichkeit für Parteien, sich zu versammeln und ihre Thesen nach innen und außen zu diskutieren und zu vermitteln (Versammlungsfreiheit).

Diese elementaren Zusammenhänge scheinen Lehrer an einem oberbayerischen Gymnasium nicht zu tangieren. Jeder dritte Angehörige des Lehrerkollegiums verlangte allen Ernstes, dass die Weihnachtsfeier der Schule nicht in einer Gaststätte durchgeführt werden dürfe, in der die Partei AfD eine Versammlung abgehalten hatte. Geht‘s noch, möchte man fragen? Lehrer, die unsere Kinder zu demokratischen Umgangsformen erziehen sollen, versuchen damit einer Partei den Stuhl vor die Tür zu stellen, die demokratisch legitimiert ist, nicht der Beobachtung durch den Verfassungsschutz unterliegt, geschweige denn verboten ist. Diese Partei mag Thesen vertreten, die manchem Lehrer nicht gefallen. Damit kann man sich auch gerne im Sozialkundeunterricht auseinandersetzen. Aber ihr das Recht auf Versammlungen abzusprechen, ist unterhalb der demokratischen Gürtellinie.

„Mein Herr, ich teile Ihre Meinung nicht, aber ich würde mein Leben dafür einsetzen, dass Sie sie äußern dürfen.“ (Voltaire)

Was sind das für Undemokraten die nicht begriffen haben, was uns von Diktaturen unterscheidet: das freie Wort als Voraussetzung für die freie Wahl des Bürgers, solange der Boden des Grundgesetzes nicht verlassen wird. Können Personen mit dieser Einstellung zur freien Meinungsäußerung Vorbilder für unsere Kinder sein? Sollten sie nicht vor ihrer weiteren Lehrtätigkeit eher einen Integrationskurs besuchen müssen, damit sie die grundlegenden Mechanismen einer freiheitlichen Demokratie verstehen lernen? Der französische Philosoph Voltaire hat Demokratieketzern bereits im 18. Jahrhundert eine passende Antwort gegeben. Er erkannte die Bedeutung der Meinungs- und Versammlungsfreiheit als unverzichtbare Grundlage jeder demokratischen Gesellschaft. Dem einen oder anderen Gymnasiallehrer scheint dieser Zusammenhang fremd zu sein. Wie soll aber unsere Demokratie gedeihen, wenn Lehrer grundlegende demokratische Prinzipien ignorieren und den Geist der Intoleranz Schulkindern vermitteln? Wenden wir uns also gegen dieses unverantwortliche Gerede vom Populismus: Die Menschen müssen in unserem freien und demokratischen Land sagen dürfen, was sie für richtig halten, ohne gleich des Extremismus geziehen zu werden. Schauen wir dem Bürger aufs Maul, damit wir wissen, was ihn umtreibt. Er ist der Souverän und niemand sonst. Die zahlreichen Besserwisser in Medien und Parteien sind es jedenfalls nicht. Auch nicht ignorante Gymnasiallehrer, die mit dieser Haltung die Demokratie untergraben. In Treue fest!

Richard Drexl Oberst a.D. treue Kameraden 1/2017

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Aus den Bezirken/Niederbayern KRV Kaikenried

Veteranen gratulieren ihrer Ehren-Fahnenmutter

Kaikenried – Irma Augustin (Bildmitte), Fahnenmutter des Krieger- und Reservistenvereins (KRV) Kaikenried, feierte im Kreise ihrer Großfamilie Ihren 90. Geburtstag. Auch eine Abordnung des Vereins mit dem Vorsitzenden Karl Hinkofer (2 .v. l.), dem Ehrenvorsitzenden Franz Steer (r.) und Fahnenjunker Albert Obermeier (l.) schloss sich den Gratulanten an. Irma Augustin gehört von der ersten Stunde an zum Verein. Als sich 1954 die Kriegsteilnehmer des Dorfes als Schicksalsgemeinschaft zusammenschlossen und den KRV gründeten, wählten sie Irma Augustin zur Fahnenmutter. Bei der Weihe der neuen Fahne zum silbernen Vereinsjubiläum nahm sie diese ehrenvolle Aufgabe erneut wahr und wirkte auch am 50. und 60. Vereinsjubiläum begeistert als stolze Ehrenfahnenmutter mit. Die rüstige Dame nimmt aktiv am Vereinsgeschehen teil, die langjährige Treue zum Verein ist bewundernswert und dürfte bayernweit sehr selten sein. Hierfür wurde sie bereits mit dem Verdienstorden in Gold mit Rubin und dem großen Verdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Text/Foto: Karl Hinkofer

KSV Kellberg

Vier junge Soldaten starben an Heiligabend 1941 Andacht am Gedenkstein in Buchsee Kellberg – An Heiligabend 1941, vor 75 Jahren, stürzte auf einer Waldlichtung nahe des Donaublicks ein deutsches Militärflugzeug ab. Vier junge Soldaten verloren damals ihr Leben. Mit Kellbergs Bürgermeister Alexander Sagberger und dem Geistlichem Rat i.R. Alois Anetseder an der Spitze machten sich kürzlich einige Kellberger von Buchsee aus in Richtung Absturzstelle auf, um des Ereignisses zu gedenken. Am 24. Dezember 1941 steckte Deutschland mitten im Krieg. Wegen der Verdunklungspflicht war die Christmette bereits um 16 Uhr. Die Gläubigen aus Kellberg und den umliegenden Dörfern strömten nach St. Blasius. Unter ihnen auch der fast zehnjährige Josef Kronawitter aus Kapfham. Er erinnert sich noch gut an diesen nebligen Tag, weil auf dem Weg zur Christmette das Gerücht aufkam, dass in einer Waldung unterhalb von Buchsee ein Flugzeug abgestürzt sei. „Es war eine unruhige Christmette“, erzählt Josef Kronawitter heute. Gleich danach habe er sich mit weiteren Kirchgängern zur angeblichen Unglücksstelle aufgemacht. Was die Gruppe dort sah, war erschütternd: Düster erhellt war alles durch brennende und umherliegende Flugzeugteile zwischen geborstenen Bäumen. „Ich sah auch einen toten Soldaten

da liegen“, so Josef Kronawitter – ein Anblick, den er bis heute nie vergaß. Als er einige Tage später mit seiner Mutter vom damaligen Bahnhof Kernmühle die Anhöhe hinauf nach Buchsee ging, sah er aus Kellberg kommend drei Pferdeschlitten, voll beladen mit verbeulten Aluteilen – die Überreste des abgestürzten Flugzeugs. Nachdem er über einen Artikel in der Passauer Neuen Presse, bei dem es um den Absturz eines Kriegsflugzeuges in Eging ging, auf die Nachforschungen des Luftfahrthistorikers Josef Eimannsberger aus München aufmerksam wurde, nahm er Kontakt zu diesem auf und erzählte seine Kindheitserinnerungen. Tatsächlich: Von dem Luftfahrthistoriker erhielt Josef Kronawitter umfassende Antworten auf seine vielen Fragen: „Bei einer Überführung des Flugzeugs am 24. Dezember 1941 von Eleusis bei Athen nach Dessau, war diese Maschine der 6. Staffel wegen des Nebels und durch eine unfreiwillige Bodenberührung bei Passau abgestürzt. Niemand hatte diesen Absturz überlebt.“ Was Josef Kronawitter noch erfuhr: „Es handelte sich um eine JU 88-A5, ein zweimotoriges, horizontal- und sturzflugfähiges Bombenflugzeug, mit der Kennung L1+HP, mit der Werk-Nr. 5611, die durch diesen Absturz zu 100 Pro-

zent zu Bruch gegangen war.“ Auch zur menschlichen Tragödie hinter dem Absturz wusste Josef Eimannsberger mehr: Bei der Besatzung, die ums Leben gekommen war, handelte es sich um den österreichischen Flugzeugführer Leutnant Hermann Hain, den Beobachter Unteroffizier Heinz Bäcker, den Bordschützen Obergefreiten Kurt Haberland und den Bordfunker Gefreiter Hans Lukas. All diese Informationen ließen Josef Kronawitter nicht mehr los, er suchte ein Gespräch mit dem Besitzer des Waldstückes, dem Landwirt Josef Böhmisch aus Buchsee. Beide waren sich einig, dass dieses schreckliche Ereignis nicht in Vergessenheit geraten dürfe. Ein Gedenkstein sollte an die Tragödie erinnern. Fündig wurden sie in Renfting bei Hauzenberg, wo Bauer Johann Ritzer den steinernen Findling bei Arbeiten zu Tage förderte und zur Verfügung stellte. Mit Hilfe der Gemeinde wurde vor sieben Jahren dann die Gedenktafel befestigt. Jetzt, 75 Jahre nach dem Unglück, war wieder so ein bewegender Moment. Geistlicher Rat i.R. Alois Anetseder hielt mit Gebet und Gesang eine kurze Andacht, Zeitzeuge Josef Kronawitter blendete auf das damalige Geschehen zurück, eine Abordnung der Feuerwehr Kellberg mit Kommandant Martreue Kameraden 1/2017

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Niederbayern

tin Rothammer stellte am Gedenkstein das Friedenslicht aus Bethlehem ab, der Krieger- und Soldatenverein (KSV) Kellberg um den Vorsitzenden Fritz Andorfer und Hauptmann Josef Reif, legte zusammen mit Bürgermeister Alexander Sagberger ein Gebinde nieder. Umrahmt wurde das Gedenken von den Musikern Leo Schauer, FranzJosef Kronawitter sowie Stefan Schiermeier

von der Kellberger Blaskapelle. Bei der Gedenkfeier mit dabei waren auch Dorfbewohner von Kellberg und Buchsee sowie Vorsitzender Max Meindl und Schriftführer Max Schwarz von der Soldaten- und Reservistenkameradschaft SRK Thyrnau. Der Bürgermeister dankte allen Anwesenden, dass sie die Erinnerung an den Flugzeugabsturz wach halten. Josef Krona-

witter und Josef Böhmisch formulierten ihre Bitte an die SRK: Wenn es ihnen beiden nicht mehr möglich sein sollte, dann solle die Kameradschaft sich um den Gedenkstein kümmern und die Erinnerung an den Flugzeugabsturz am Heiligen Abend 1941 hochhalten. Text/Foto: Franz Stangl

DSKB Kreuzberg

Ludwig Philipp zum Vorsitzenden gewählt Generationswechsel verpasst – Karl Schlauderer wurde Ehrenvorsitzender Kreuzberg/FRG – Eigentlich wäre ein Generationswechsel bei den Mitgliedern des Soldaten-und Kriegerbundes (DSKB) Kreuzberg angesagt gewesen, doch von den jungen Aktiven wollte sich letztlich niemand an vorderster Stelle in die Pflicht nehmen lassen, auch wenn jeder seine uneingeschränkte Bereitschaft zur Mitarbeit versprach. So hatte der Wahlausschuss „alle Hände voll zu tun“, Meinungen zu sammeln, die zeitaufwendige Diskussion um eine neue Vereinsführung zu bündeln und die Wahlen nach vielen Rednerbeiträgen

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Ludwig Philipp (Vorsitzender), Franz Bauer (Kommandant), Mirko Glöß (Schriftführer), Hubert Denk (Kassier), Siegfried Wilhelm und Richard Plank (Kassenprüfer).

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und unterschiedlichen Vorstellungen dann doch zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen. Eine gewünschte Satzungsänderung – Zusammensetzung des Vorstands – fand die entsprechende Mehrheit. Mit kräftigem Applaus und einstimmigen Votum wurde der neue Vorstand um Ludwig Philipp, der nach kurzer persönlicher Bedenkzeit zugesagt hatte – gewählt. Zum letzten Mal nach dreißig Jahren als Vorsitzender und vierzig Jahren im Vorstand begrüßte Karl Schlauderer Mitglieder und Ehrengäste. Sein Rechenschaftsbericht fiel in diesem Jahr sehr kurz aus: Schlauderer wollte danken, vor allem den Helfern und Mitarbeitern bei den unterschiedlichsten Vereinsaktivitäten, kirchlichen Festen und für die Teilnahme bei Veranstaltungen im Freyunger Bataillon und bei auswärtigen Vereinen, insbesondere auch beim Kameradschaftsbund im oberösterreichischen Schardenberg, dem Patenverein der Kreuz-

berger. Er sagte „Danke“ für die persönliche Mitarbeit von vielen und einzelnen über die Jahrzehnte, er erinnerte an ehemalige „Mitstreiter“ und „Wegbegleiter“,

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Für langjährige Vereinstreue wurden ausgezeichnet: Viktor Hörhammer (70); Franz Pauli, Hellmuth Stadler und Siegfried Wilhelm (45); Josef Manzenberger, Ludwig Fuchs, Herbert Philipp, Josef Hörhammer und Johann Krieger (40); Karl-Heinz Schlauderer (35); Franz Peter, Christian Dillinger und Norbert Binder (30); Andreas Sammer und Josef Florian (25); Klaus Pongratz (20); Markus Rehberger, Wolfgang Nußhart und Dr. Michael Makas (15); Josef Seidl (10).


Niederbayern an viele Kameraden, die in den zurückliegenden Jahrzehnten verstarben. Besondere Anerkennung vom Vorstand erhielten die Soldatin Tamara Seidl und Kassier Hubert Denk für ihren unermüdlichen Einsatz beim Kreuzberger Lindenfest. Reservistenführer Ludwig Fuchs berichtete vom monatlichen Reservistenstammtisch, vom „Schnupperlehrgang im Bogenschießen“, von Schießwettbewerben der Reservistenverbände und dem Einsatz der Reservisten im Gesamtverein. Mit Hubert Denk, dem Vereinskassier, waren die Anwesenden mehr als zufrieden, war das erwirtschaftete Gesamtergebnis ausgezeichnet und wirtschaftliche Grundlage des Vereins höchst solide, was die Kassenprüfer bestätigten und so zur Entlastung von Kassier und Vorstandschaft führte. Schließlich durfte Karl Schlauderer gemeinsam mit Fahnenmutter Rosemarie Kainz mehrere Mitglieder auszeichnen. Der neue Vositzende, Ludwig Philipp, der schon zu Beginn der achtziger Jahre Vorsitzender und zuvor einige Jahre Stellvertreter war, zeigte sich selbst am meisten über das „Wahlergebnis“ erstaunt, dankte seinem Vorgänger für seinen jahrzehntelangen persönlichen Einsatz für den Verein und seine Mitglieder und versprach einen beson-

Von links: Ehrenvorsitzender Karl Schlauderer, Schriftführer Mirko Glöß, Fahnenmutter Rosemarie Kainz, Kommandant Franz Bauer, DSKB-Vorsitzender Ludwig Philipp, Kassier Hubert Denk.

deren „Ehrenabend“ für den von der Versammlung einstimmig ernannten „Ehrenvorsitzenden“. „Karl Schlauderer war das ,Gesicht‘ des DSKB Kreuzberg“, so Philipp. Erleichtert nach den vorausgegangenen

Diskussionen, nach langem Bangen und Hoffen, freuten sich nun die anwesenden Mitglieder, mit neuer Vorstandschaft in die Zukunft schauen zu können. Text/Foto: Wolfgang Matzke

SKV Neureichenau

Fahnenmutter Helga Ascher feierte 70. Geburtstag Neureichenau – Bereits seit 27 Jahren übt Helga Ascher (Bildmitte) mit Leidenschaft und Würde das Ehrenamt einer Fahnenmutter beim Soldaten- und Kriegerverein (SKV) Neureichenau aus. Anfang Dezember feierte die rüstige Dame ihren 70. Geburtstag. Zahlreiche Gäste aus nah und fern – allen vorran eine Abordnung des SKV mit dem Vorsitzenden Franz Raab (r) und Reservistensprecher Manuel Schanzer (l) – kamen zum Gratulieren. Aber auch Rita Benkert mit ihren Fahnenmüttern aus dem Landkreis Freyung-Grafenau lies es sich nicht nehmen, Glückwünsche zu überbringen. Neben den kulinarischen Köstlichkeiten gabe es mehrere Darbietungen. Musikant Toni Schmid blickte u. a. mit seinen Gstanzln auf das bisherige Leben von Helga zurück. Aber auch Petrus mit seinen Engeln berichtete auf humorvolle Art, von der seinerzeitigen „Erschaffung“ von Helga. Text: Franz Raab Foto: Reinhold Eggerstorfer treue Kameraden 1/2017

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Niederbayern KSV Neustift-Blindham

Ehrenmitglieder ernannt Neustift – Mit Fackeln zogen die Ortsvereine und die Pfarrgemeinde Neustift am Vorabend des Volkstrauertages am Ehrenmal der Gefallenen und Vermissten vor der Pfarrkirche. Der 3. Bürgermeister der Marktgemeinde Ortenburg, Heinrich Stocker, und der 2. Hauptmann des Krieger- & Soldatenvereins (KSV) Neustift-Blindham, Wolfgang Seitz, legten dort Kränze nieder. Den anschließenden Gottesdienst leitete Pater Benedikt Schneider. Bei der anschließenden Jahreshauptversammlung im Wirtshaus zum Neustifter Berg dankte KSV-Vorsitzender Rudolf Kaiser jun. den Mitwirkenden an der Gedenkfeier, dabei auch dem Männerchor Neustift und allen Ortsvereinen für die rege Beteiligung. Ein Dankeschön galt auch den Vorstandsmitgliedern für die gute Zusammenarbeit, dem Kloster Neustift und Frau Ritzler für die alljährliche Pflege des Ehrenmals, den Sammlern, Schussmeistern, Vereinswirtin Renate Gibis sowie Fahnenmutter Elfriede Schneiderbanger für die aufopfernde Unterstützung. Nach dem Gedenken an die verstorbenen Mitglieder ließ Kaiser das Jahr 2015/16 nochmals Revue passieren. Der Vorstand konnte einstimmig entlastet werden, nachdem sie mit dem von Kassier Franz Strenz

Die Geehrten mit dem KSV-Vorsitzenden Rudi Kaiser (l) und Ehrengästen.

vorgetragenen Kassenstand zufrieden waren und die Kassenprüfer nichts zu beanstanden hatten. Schwerpunkt der Versammlung waren die Ehrungen (s. Info). Jakob Leidecker und Franz Steinlehner wurden als Dank und Anerkennung für ihre langjährige verdienstvolle Mitgliedschaft zu Ehrenmitgliedern ernannt. Text: Peter Reinhard Fotos: Klaus Brunner

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Für langjährige Vereinstreue wurde ausgezeichnet: Jakob Leidecker (55 Jahre); Werner Weber und Gottfried (50); Franz Dinglreiter und Johann Bichlmeier (40); Walter Steiger, Thomas Schießl, Alois Orthuber, Rudolf Kaiser jun., Christian Fuchshuber (25); Jürgen Willeuthner und Markus Helling (10). Ehrenmitglieder: Jakob Leidecker und Franz Steinlehner.

KRK Vilshofen

Für jahrzehntelange Arbeit für die Kriegsgräberfürsorge geehrt Krieger- und Reservistenkameradschaft erhielt Ehrenplakette in Gold Vilshofen – Seit über 30 Jahren an Allerheiligen schon ein gewohntes Bild an den Eingängen zum Friedhof in Vilshofen: Die Mitglieder der Kriegerund Reservistenkameradschaft (KRK) der Stadt sammeln für die Kriegsgräberfürsorge. Durch die Auflösung des Standortes Kirchham notwendig geworden, übernahmen die „Veteranen“ diese Aufgabe und stehen seither jedes Jahr mit den Sammelbüchsen am Friedhof. Auch heuer konnten wieder alle Friedhofseingänge besetzt und zusätzlich noch Sammler für den Friedhof in Sandbach abgestellt werden. Die Bevölkerung war schon darauf eingestellt und hielt Münzen oder Scheine griffbereit. Auch in diesem Jahr konnten sich Sammlungsleiter Hermann Diermeier und KRK-Vorsitzender Stephan Schwarzmeier über die rege Spendenbereitschaft freuen. Am Ende waren fast 2.300 Euro eingesammelt worden. Beim 150jährigen Gründungsfest wurde die jahrzehntelange Arbeit für den Volksbund mit der Ehrenplakette in Gold belohnt. Die Übergabe der Ehrung erfolgte durch Bezirksgeschäftsführer Walter Stierstorfer. Text: Stephanie Schwarzmeier Foto: Stephan Schwarzmeier

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Sie sammelten 2016 für die Arbeit der Kriegsgräberfürsorge: Der BSB-Ehrenbezirksvorsitzende Niederbayern und Sammlungsleiter Hermann Diermeier (hinten li) mit Kameradinnen und Kameraden der KRK Vilshofen.


Niederbayern SK Heining

Fahnenmutter für sechs Jahrzehnte Vereinstreue geehrt Heining – Mit einer Schweigeminute für die verstorbenen Kameraden Helmut Gruber sowie die Ehrenmitglieder Max Pell und Gerhard Salka begann am 20. November 2016 die Generalversammlung der Soldatenkameradschaft (SK) Heining im Gasthaus Auer. Daran anschließend berichtete SK-Vorsitzender Alois Krenn über das abgelaufene Vereinsjahr. Gemeinsam mit der der Fahnenmutter Anneliese Sandner zeichnete der stellvertretende Kreisvorsitzende Christian Farnhammer verdiente Mitglieder. Das Großkreuz des BSB am Bande bekam SK-Vorsitzender Alois Krenn, sein Stellvertreter, Manfred Baier, sowie das Ehrenmitglied Fritz Fellner. Weitere Ehrungen: s. Info. Bevor der gemütliche Teil des Abends mit deftigem Hirschragout und guten Getränken eingeläutet wurde, wählten die Kameraden noch den neuen Vereinsvorstand (Info) mit seinem neuen/alten Vorsitzenden Alois Krenn. Text: Markus Zechbauer/tK Fotos: Markus Zechbauer

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Der Vorstand der SK Heining: Alois Krenn (1. Vorsitzender); Manfred Baier (2. Vorsitzender und 1. Kommandant); Rainer Klaiber ((2. Kommandant); Joseph Winderl (Kassier); Josef Fischl (Schriftführer); Max Dickl und Herbert Kreupl (1. bzw. 2. Fahnenjunker ); Herbert Kreupl und Josef Bauhoffer (1. bzw. 2. Kassenrevisor).

Geehrte und Offizielle (v.l.) Walter Url, Franz Silbereisen, Anton Sandner, Manfred Baier, Josef Ress, der stellvertretende Kreisvorsitzende Christian Farnhammer, Fahnenmutter Anneliese Sandner, Joseph Winderl, Ute Salka, Richard Denk und Vorstand Alois Krenn.

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Für besondere Verdienste bzw. langjährige Vereinstreue wurden ausgezeichnet: Alois Krenn, Manfred Baier und Fritz Fellner (Großkreuz am Bande); Joseph Winderl und Max Dickl (Großes Verdienstkreuz in Gold); Walter Url (BSB-Ehrenkreuz II Klasse); Anton Sandner, Josef Ress, Werner Url und Richard Denk (vereinsinternes Ehrenkreuz in Gold). – Dr. Eva Kampmann (60 Jahre); Franz Silbereisen, Walter Feichtenschlager und Georg Bauer (25); Gerhard Salka (20).

Redaktionsschluss für treue Kameraden 2/2017 ist der 3. März 2017. Senden Sie Ihre Beiträge bitte an s.wolf-bsb-niederbayern @t-online.de Ein Teil des neuen SK-Vorstandes mit dem stellvertretenden Kreisvorsitzenden Christian Farnhammer und Fahnenmutter Anneliese Sandner. treue Kameraden 1/2017

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Niederbayern SKV Jägerwirth/Voglarn

Totengedenken am neuen Mahnmal Generalversammlung am Vorabend des Volkstrauertages – Vorstand bestätigt – Josef Schmid erhält hohe Auszeichnung Jägerwirth – SKV-Vorsitzender Josef Schmid konnte im Gasthaus „Jagdhütte“ Pater Dr. Hermann-Josef Zumsande und Pfarrer Christian Böck begrüßen, die gemeinsam den vorausgegangen Gottesdienst zelebrierten, daneben auch Fahnenmutter Elisabeth Varga, 3. Bürgermeister Michael Gruber, Siegfried Maier als stellvertretenden Kreisvorsitzenden des Bayerischen Soldatenbundes und Ehrenhauptmann Hans Witzlinger. „Für 2017 planen wir eine offizielle Einweihung des Kriegerdenkmals“, schickte Josef Schmid seinem Bericht voraus. Dass er an der Spitze eines sehr rührigen Vereins steht, wurde in seinem Rückblick auf das vergangene Jahr deutlich. An 20 Veranstaltungen haben 350 Vereinsmitglieder teilgenommen, darunter Fahnenweihen, Vergleichsschießen und kirchliche Feste. Der Verein habe zurzeit 76 Mitglieder: 64 Reservisten, fünf Veteranen, sechs Damen und ein Ehrenmitglied (Pater Dr. Zumsande). Mit dem Wunsch, dass sich alle Jägerwirther Vereinsvorstände idealerweise halbjährlich treffen sollten, um Veranstaltungstermine abzustimmen, schloss er seinen Bericht. Auch Kassier Franz Varga konnte Erfreuliches berichten. Einnahmen und Ausgaben halten sich Jahr für Jahr in etwa die Waage, durch den Erlös aus der Christbaumversteigerung am Stephanitag komme immer ein kleines Plus in der Vereinskasse zustande. Die Kassenprüfer Josef Hechberger und Werner Danninger bescheinigten ihm eine einwandfreie und transparente Kassenführung.

Der neue Vorstand mit Ehrengästen: (stehend v. l.) Hans Hehberger, Alfred Weinmar, Ralf Schmid, Erich Steinleitner, Alexander Schmid, Josef Hechberger, Josef Kronpaß, Franz Varga, Pfarrer Christian Böck, Sebastian Hödl, Josef Hödl; (sitzend v. l.): Siegfried Maier, Max Mühlschuster, Josef Schmid, Elisabeth Varga, Pater Zumsande und Michael Gruber. Die Neuwahlen bestätigten grundsätzlich die bisherigen Amtsinhaber. So bleibt Josef Schmid Vorsitzender. Am Ende der Versammlung erhielt er aus den Händen

von Siegfried Maier unter starkem Applaus das Große Verdienstkreuz in Gold des BSB. Text/Fotos: Dr. Josef Hechberger

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Der neue Vorstand des SKV Jägerwirth/Voglarn: Josef Schmid (1. Vorsitzender); Max Mühlschuster (2. Vorsitzender und 1. Hauptmann); Josef Hödl (3. Vorsitzender); Josef Kronpaß (Schriftführer); Franz Varga (Kassier); Sebastian Hödl (Sprecher der Reservisten-Kameradschaft); Erich Steinleitner, Hans Hehberger, Alfred Weinmar, Ralf Schmid und Alexander Schmid (Beisitzer); Werner Danninger und Josef Hechberger (Kassenprüfer).

Mitglied werden! treue Kameraden abonnieren! Förder- und Einzelmitgliedschaft, Abonnement München – Dem Bayerischen Soldatenbund 1874 e.V. (BSB) gehören automatisch die Mitglieder eines dem BSB angeschlossenen Ortsvereins/-kameradschaft an. Darüber hinaus gibt es die Einzel- und Fördermitgliedschaft, beide müssen separat beantragt werden. Im Jahresbeitrag für Einzelmitglieder (18 Euro) ist der Bezug der zweimonatlich erscheinenden Verbandszeitschrift treue Kameraden bereits enthalten. Auch bei den Fördermitgliedern ist die Lieferung der Verbandszeitschrift bereits im Jahresbeitrag von (mindestens) 49 Euro eingeschlossen. Fördermitglieder unterstützen den BSB mit ihrem „nach oben offenen“ höheren Jahresbeitrag in besonderer Weise. Sie erhalten eine Spendenquittung. Bleibt noch anzumerken, dass treue Kameraden auch im Einzelabonnement bezogen werden kann. Das Heft kommt zum Preis von 15 Euro/Jahr alle zwei Monate druckfrisch an die angegebene Adresse. Eine kombinierte Beitrittserklärung (Förderund Einzelmitglieder) und Abonnement-Bestellung finden Sie unter http://www.bsb-1874.bayern/Mitglied-werden/

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Niederbayern RuKK Pemfling

Über mangelnde Beteiligung an Veranstaltungen enttäuscht Jahreshauptversammlung der RuKK Pemfling Pemfling – Mehr Beteiligung an Veranstaltungen wünschte sich der Vorsitzende der Reservisten- und Kriegerkameradschaft (RuKK) Pemfling, Ludwig Pusl, zum Abschluss seines ausführlichen und detaillierten Jahresberichtes, den er während der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Moro vortrug. Die Versammlung fand im Anschluss an die Gedenkfeier zum Volkstrauertag 2016 statt.

Pusl hob noch einmal die Ehrung der RuKK Pemfling durch den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge mit der Silberplakette hervor, die der Verein für das überaus gute Sammelergebnis für die Kriegsgräberfürsorge 2015 erhielt. Auch 2016 wurde wieder ein sehr gutes Sammelergebnis in Höhe von über 2.400 Euro erzielt. Die Kameradschaft zählt derzeit 155 Mitglieder. Vier Neuzugänge konnten verzeichnet werden. Der Altersdurchschnitt von rund 55 Jahren müsse zu denken geben, so der Vorsitzende. Zahlreiche Mitglieder wurden für ihre langjährige Mitgliedschaft im Verband der Reservisten der Bundeswehr (VdRBw) geehrt. Beim Marsch der Verbundenheit zeigte sich die RuKK Pemfling als guter Die geehrten RuKK-Mitglieder Max Wagner, Josef Haberl und Ri- Gastgeber, letztendchard Decker mit ((v. l.) dem Vorsitzenden Ludwig Pusl, Ehrenkreis- lich auch ein positivorsitzenden Johann Raab, Bürgermeister Haberl und dem 2. Vor- ves Bild für die Gesitzenden Peter Baierle meinde. Deren Bür-

SKV Tittling

Konrad Baumeister wurde Ehrenmitglied des SKV Stilvoller Festakt zum Volkstrauertag Tittling – Nach einem stilvollen Festakt zum Volkstrauertag, an dem sich viele Bürger und Abordnungen von Ortsvereinen am Kriegerdenkmal auf dem Marktplatz beteiligten und der kirchlich von Dekan Rudolf Kallmeier und musikalisch von der Blaskapelle Dreiburgenland gestaltet wurde, traf sich der Soldaten- und Kriegerverein (SKV) im Gasthof zur Post zur Jahreshauptversammlung. Dabei wurde Konrad Baumeister wegen seiner großen Verdienste um den Verein zum Ehrenmitglied ernannt. Zu der gut besuchten Versammlung im Vereinslokal konnte SKV-Vorsitzender Josef Krenn neben Bürgermeister Helmut Willmerdinger mit seinen Stellvertretern und Gemeinderäten auch Oberleutnant Andreas Pietsch begrüßen, der sich gleich als Neumitglied aufnehmen ließ. In seinem Jahresrückblick ging Krenn u.a. auf das

BSB-Reservistenseminar ein, bei dem es Infos zum sogenannten Islamischen Staat und den Dschihadisten gab, sowie über die Kreisversammlung des BSB in Aicha, bei der die Zahl der Vorstandsmitglieder auf zehn festgelegt worden sei. Er bedauere, dass trotzdem heute kein Vertreter des Kreisverbandes gekommen sei. Ein sehr erfreuliches Großereignis sei das Gelöbnis des Panzergrenadierbataillons 112 aus Regen gewesen. Auch 2017 werde es wieder eine Gelöbnisfeier geben. Der Jahresausflug nach Schladming sei gut gelaufen und das Kriegerdenkmal sei gereinigt worden. Krenn kritisierte auch den Zustand der Bundeswehr, die sich nach einem Weißbuch auf dem tiefsten Stand seit 1990 befinde. Hier stelle sich auch die Frage, ob die Abschaffung der Wehrpflicht richtig gewesen sei und ob es gut sei, auch Ausländer in die Bundeswehr aufnehmen zu wollen.

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Für langjährige Mitgliedschaft beim Verband der Reservisten der Bundeswehr (VdRB) wurden geehrt: Josef Haberl (50 Jahre); Josef Breu, Alois Babl, Johannes Demuth, Georg Gruber, Franz Ederer, Walter Loders und Max Wagner (40); Richard Weiss (30); Hermann Dankerl und Thomas Gebert (25); Richard Decker, Barbara Schießl, Amelie Schießl, Helga Breu, Josef Höpfl und Johannes Pohmann (10).

germeister, Franz Haberl, dankte der RuKK für die würdige Gestaltung der Gedenkfeier zum Volkstrauertag und meinte kritisch: „Bedauerlicherweise lässt die Beteiligung der Mitbürger von Jahr zu Jahr immer mehr zu wünschen übrig. Es hat den Anschein, dass für die jungen Leute Frieden anscheinend eine Selbstverständlichkeit ist.“ Persönlich dankte er dem Ehepaar Ludwig und Herta Pusl dafür, dass sie sich stets um die Pflege der Kriegerdenkmäler in Pemfling und Pitzling sorgen. Johann Raab, BSB-Ehrenkreisvorsitzender, schloss sich den Worten des Bürgermeisters an und würdigte besonders das außergewöhnliche Sammelergebnis der RuKK für die Kriegsgräberfürsorge. Text/Fotos: RuKK Pemfling

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Für langjährige Vereinszugehörigkeit wurden geehrt: Die Treuenadel für 25 Jahre Mitgliedschaft erhielten Georg Fichtl und Roland Farnhammer, für 40 Jahre Alois Klessinger und Josef Peinkofer. Bürgermeister Helmut Willmerdinger fand anerkennende Worte zur Organisation des Volkstrauertages. Durch die akribische Arbeit der beiden Vorstände und von Konrad Baumeister habe das Gedenken eine große Aufwertung erfahren. Er freue sich, dass sich am feierlichen Gelöbnis so viele Bürger beteiligt hätten. Anschließend übergab er zusammen mit den beiden Vorsitzenden die Ehrenurkunden. Nachdem die Mitgliederversammlung einstimmig für die Verleihung der Ehrenmitgliedschaft an Konrad Baumeister gestimmt hatte, wurden dessen Verdienste verkündet. In 48 Jahren Mitgliedschaft sei treue Kameraden 1/2017

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Niederbayern er u.a. 27 Jahre Schriftführer und 13 Jahre 2. SKV-Vorsitzender gewesen. Hinter den nackten Zahlen stecke sehr viel Arbeit stecken, meinte Krenn. Der Geehrte hatte seinen Grundwehrdienst schon 1965/66 bei der Bundeswehr geleistet, später habe er bei einer Wehrübung noch den Dienstgrad eines Stabsunteroffiziers der Reserve erhalten. Der Bürgermeister lobte bei der Verleihung die vielen Hand- und Spanndienste, die Baumeisteer geleistet habe. Bei ihm sei alles stets bis ins Detail vorbereitet gewesen, wenn es sein musste habe er regelrecht Pläne aufgestellt. „Du hast dir große Verdienste um diese Sache und den Verein erworben“, schloss Willmerdinger und übergab die Urkunde. Text/Fotos: Josef Heisl Bürgermeister Helmut Willmerdinger (steh. l.) übergab zusammen mit den Vorständen Josef Krenn (steh. 2. v. r.) und Hans Brunner (steh. r.) die Urkunden an Roland Farnhammer (steh. 2. v. l.) und sitz. v l. Georg Fichtl, Josef Peinkofer, Konrad Baumeister und Alois Klessinger.

KSV Kellberg

Fritz Andorfer bleibt Vorsitzender Kellberg – Alles beim Alten beim Krieger- und Soldatenverein (KSV) Kellberg: Nach einem gemeinsamen Gottesdienst für die verstorbenen Mitglieder mit Monsignore Josef Wagmann und nach einer würdigen Gedenkfeier am Kriegerdenkmal wurde bei der Jahreshauptversammlung des Vereins im Gasthof „Zum Grüß Gott“ die gesamte Vorstandschaft des KSV Kellberg eindrucksvoll in ihren bisherigen Ämtern bestätigt. Zahlreiche Mitglieder wurden geehrt. Reinhold Sterl erhielt für seine langjährige Tätigkeit als Schriftführer und Beisitzer ein Geschenk. In seinem Rückblick auf das vergangene Jahr des derzeit 114 Mitglieder starken erinnerte Vorsitzender Fritz Andorfer an die Teilnahme an weltlichen und kirchlichen Festen innerhalb und außerhalb der Ge-

meinde, insbesondere an die Erneuerung der Inschrift am Kriegerdenkmal, an die Kriegsgräbersammlung sowie an die Gedenkfeier anlässlich des Flugzeugabsturzes in Buchsee vor 75 Jahren. Hauptmann Josef Reif erinnerte an mehrere Reservistenstammtische, die Reservistenwanderung durchs Erlautal mit geselliger Einkehr bei Fahnenmutter Renate Ortner, den Besuch der Stoabruchweihnacht in Hauzenberg. Der Verein nahm am Bürgerschießen der König-Max-Schützen Kellberg, dem Reservistenstockturnier in Hacklberg, dem Bürgerturnier des ESV Kellberg und dem Kreisreservistenstockturnier in Seestetten teil. Kassier Herbert Krumböck wurde für „ein gesundes finanzielles Polster“ in der Vereinskasse gelobt.

Bürgermeister Alexander Sagberger dankte dem Verein für die Pflege des Kriegerdenkmals und dessen Umfeld, Pfarrer Alexander Aulinger betonte die Bedeutung der Sicherung des Friedens. Der KSV sei ein bedeutender Mahner für den Frieden. Vorstand Max Meindl von der SRK Thyrnau dankte als Vertreter der Kreisvorstandschaft für die gute Zusammenarbeit mit dem Kreisverband. Text/Foto: Franz Stangl

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Für langjährige Vereinstreue wurden geehrt: Alois Schmid (45 Jahre); Helmut Fuchs, Josef Grübl, Hermann Hitzinger, Georg Käser, Franz Lang und Walter Thaler (40); Jochen Reckling (35); Günter Oberneder (30); Ludwig Schinkinger und Holger Thaler (25); Geistl. Rat i.R. Herbert Oberneder (20); Franz Grinninger, Andreas Kerber, Renate Ortner und Herbert Schauer (15); Rudolf Resch (10); Martin Fenzl und Klaus Jell (5).

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Bürgermeister Alexander Sagberger (steh. v. r.) und Pfarrer Alexander Aulinger gratulierten dem neuen Vorstand und den Geehrten.

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Der neue KSV-Vorstand: Fritz Andorfer (Vorsitzender), Thomas Böhmisch (Stellvertretender Vorsitzender), Herbert Krumböck (Kassierer), Rudolf Haselböck (Schriftführer), Josef Reif (1. Hauptmann) und Josef Grübl (Stellvertreter Georg Böhmisch (Reservistensprecher), Matthias Bieringer, Ernst Bremm, Werner Kirchner, Alexander Reischl, Jürgen Schwarzbauer sowie Walter Schuhmann (Beisitzer), Ernst Schinagl und Franz Stockbauer (Kassenprüfer).


Oberpfalz SRK Berching

Die Kurve bekommen Auflösung der SRK schien unvermeidbar, Josef Kastner rettete als 1. Vorsitzender den Verein Berching – In letzter Minute wurde die Soldaten- und Reservistenkameradschaft (SRK) Berching 1834 e.V., vor dem Auflösen gerettet. Nach drei Versuchen erklärte sich Josef Kastner dazu bereit, den Vorsitz zu übernehmen. Für ihn konnte es doch nicht sein, dass man einen der ältesten Kriegervereine in Bayern und einen der ältesten Vereine in Berching so ohne weiteres aufgeben würde. Der langjährige Vorsitzende Alexander Jungbauer hatte vor zwei Jahren betont, dass er bei der Wahl im März 2016 auf keinen Fall mehr als Vorsitzender zur Verfügung stehen werde. Jungbauer blieb bei seinem Wort. Es konnte aber kein Vorsitzender gefunden werden. Daraufhin wurde im April eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen mit dem Ziel einen neuen Vorstand zu finden. Auch da wurde man wieder nicht fündig. In den vergangenen Monaten wurde viel diskutiert und es wurden auch Überlegungen angestellt, sich einem Nachbarverein

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Der neue Vorstand der SRK Berching: Josef Kastner (Vorsitzender); Alexander Jungbauer (2. Vorsitzender); Klaus Stadler (Schriftführer); Peter Dekrell (Kassier); Klaus Krenauer (Reservistenführer); Helmut Ziegler, Frank Panke und Markus Brandmüller (Beisitzer).

letzt war es schwierig, hierfür Kameraden zu finden. Am Volkstrauertag und an Fronleichnam wird die SRK wohl weiterhin mit einer Fahnenabordnung ebenso teilnehmen wie an der Friedenswallfahrt. Text: ugu Foto: Guttenberger

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Josef Kastner (r.) und Alexander Jungbauer führen den Verein weiter und haben eine Auflösung in letzter Minute verhindert. (Beilngries oder Holnstein) anzuschließen oder den Verein tatsächlich aufzulösen. Aber eine Auflösung ist gar nicht so einfach. Dennoch traf sich alle vier Wochen ein harter Kern zum Stammtisch, um über den Verein zu sprechen. Josef Kastner, der bereits 2003 zweiter Vorsitzender war, betonte, dass er auf gar keinem Fall für eine Auflösung sei, das wäre für ihn der allerletzte Schritt. Nun erklärte er sich bereit, den Vorsitz zu übernehmen. Alexander Jungbauer unterstützte ihn dabei und sagte zu, dass er Kastner als 2. Vorsitzender zur Seite stehen werde. Der neue Vorsitzende betonte, dass man künftig nicht mehr an den Umzügen verschiedener Vereine teilnehmen werde. Zu-

Die SRK hat 54 Mitglieder. Der Verein wurde 1834 als Krieger- und Veteranenverein Berching gegründet. In diesem Gründungsjahr kamen Veteranen der napoleonischen und der Freiheitskriege aus den damaligen Ämtern Beilngries, Kipfenberg, Eichstätt, Riedenburg, Hemau, Neumarkt und der Umgebung in Berching zusammen. Diese Veteranenfeste mit Gottesdienst und kameradschaftlichem Beisammensein fanden jedes Jahr bis 1866 in Berching statt. 1847 berichtete das Neumarkter Wochenblatt über ein solches Ereignis. „Donnerndes Geschütz und wirbelnde Trommeln“ schrieb der Berichterstatter, „begleitet vom klingenden Spiel der Bürgermusik, kündigten in Berchings Mauern schon am Vorabend den festlichen Tag an“. 1848 gab es 244 Mitglieder. 1975 wurde der Verein umgetauft auf Krieger- und Soldatenkameradschaft. Letzter Höhepunkt war die 175-Jahr-Feier im Mai 2009.

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Oberpfalz SuKK Cham

Weihnachtsfeier mit Tombola Cham – Die Soldaten- und Kriegerkameradschaft (SuKK) Cham und die Reichsburgschützen Siechen / Altenstadt feierten miteinander Weihnachten. Eine wunderschöne Krippe mit Beleuchtung und Figuren waren der Hauptgewinn bei der Weihnachtstombola. Die Weihnachtsfeier fand im Schützenheim der Reichsburgschützen statt. SuKK-Vorsitzender Peter Kausche konnte eine stattliche Anzahl von Mitgliedern, zahlreiche Ehrengäste sowie eine Abordnung des Patenvereins aus Lederdorn begrüßen. Die Jugend der Reichsburgschützen spielte Volksmusik zur Weihnachtzeit, Carolin Lankes trug weihnachtliche Geschichten vor. Zum Abschluss der Weihnachtfeier wurden die Preise der vom SuKKVereinsschießwart/Erster Schützenmeister der Reichsburgschützen, Heinz-Herbert Schild, vorbereiteten großen Weihnachtstombola vergeben. Schild bedankte sich bei allen Helfern, Spendern der Chamer Geschäftswelt und Gönnern. Den Hauptgewinn – eine wunderschöne Krippe mit Licht und Figuren – hatten Elisabeth und Reinhold Bauer gestiftet. Gewinner der wunderschönen Krippe Josef Nausch. Auch die Firma Glas Müller aus Roding bescherten die SuKK Cham und die Reichsburgschützen Siechen/Altenstadt mit einer großzügigen Weihnachtsspende. Text/Foto: Heinz-Herbert Schild

V. r.: SuKK-Vorsitzender Peter Kausche, Krippen-Gewinner Josef Nausch und Heinz-Herbert Schild (Vereinsschießwart, Erster Schützenmeister der Reichsburgschützen).

KSK Waldeck

Besinnliches im Advent Waldeck – Zur Adventsfeier der Kriegerund Soldatenkameradschaft (KSK) im Gasthaus Merkl, konnte der Vorsitzende, Karl Reger, auch Ehrengäste und eine Abordnung der Soldaten- und Reservistenkameradschaft Erbendorf begrüßen. Die musikalische Begleitung hatte Josef Kempf aus Haselbrunn bei Eschenbach übernommen. Mit besinnlichen Klängen auf der Gitarre und Mundartgedichten sorgte der Musikant für die angenehme Begleitung der adventlichen Feier. Zwischendurch stellte Karl Reger den Wunschzettel einer älteren Frau vor, der versehentlich beim Finanzamt landete und nicht nur dort für Verwirrungen sorgte. Kreisvorsitzender Thomas Semba betonte, dass er sich im Kreise der KSK Waldeck sehr wohl fühle und gerne in Kö-

Thomas Semba (l.) und Andreas Reger (2. KSK-Vorsitzender, Bildmitte) überreichen Karl Reger die Uhr der Waldecker Kameraden. glitz bei seinem väterlichen Freund Karl Reger sei. Er trug eine weihnachtliche Geschichte vor, die sich mit der Nutzung von E-Mail und neuen Medien befasste, am En-

de aber offenkundig wurde, dass ein persönliches Gespräch oft viel zielführender ist. Pfarrer Heribert Stretz verlas einen Brief, den Dietrich Bonhoeffer seinen Verwandten zu Weihnachten aus dem KZ schrieb. Darin klagte dieser nicht über seine Situation, sondern sprach allen Mut im Glauben zu. Der Pfarrer erinnerte an die Kameraden in den Krisengebieten, für die Weihnachten einen tieferen Sinn habe. Abschließend ergriff Semba noch einmal das Wort. Er stellte Regers Arbeit für die Kameradschaft und den Kreisverband heraus. Reger investiere viel Freizeit und setze sich in herausragender Art und Weise für die Kameradschaft ein. Als kleines Zeichen des Dankes überreichte er ihm namens der Waldecker Kameraden eine Uhr mit Gravur. Bei Punsch und Regina Regers leckeren Plätzchen klang der Abend aus. Text/Foto: Hans Lukas

KSRK Mantel

Ehrenmitglied und Kriegsteilnehmer wurde 95 Mantel – Das Ehrenmitglied der Krieger-, Soldaten- und Reservistenkameradschaft (KSRK) Mantel, Franz Stangl (Bildmitte), feierte bereits im September im Kreise seiner Angehörigen und einer Abordnung der Kameradschaft Mantel seinen 95. Geburtstag. Sein Hauptinteresse gilt nach wie vor dem Manteler Verein. Stellvertretend für alle KSRK-Mitglieder gratulierten KSRK-Vorsitzender Reinhold Deglmann (r.) und Fahnenträger Karl- Heinz Kuschidlo (l.) mit einem passenden Präsent. Text: Reinhold Deglmann, Foto: Franz Stangl jun.

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Oberpfalz Jura KV Parsberg

Barbara-Böllern im Jura-Kreisverband Parsberg Hemau/Hohenfels – Bereits zum sechsten Mal veranstalteten die Kanoniere und Böllerschützen des Jura-Kreisverbandes Parsberg zu Ehren der heiligen Barbara ein gemeinsames Böllerschießen, das sich immer größerer Beliebtheit erfreut. Diese Veranstaltung, die kürzlich bei den Kameraden in Hohenfels (Oberpfalz) durchgeführt wurde, hat die traditionelle Barbara-Feier der Artillerie als Vorbild und ist im Jura-Kreisverband mittlerweile selbst zur Tradition geworden. Beim Nachtschießen standen 19 Kameradschaften sowie die Handböller-Gruppe der Schützengesellschaft Ehrenfels aus Beratzhausen mit ihren Gerätschaften unter dem Kommando des Böllerbeauftragten Franz Zott. Zahlreiche Zuschauer applaudierten nach lautem Knall und Mündungsfeuer der verschiedenen Schussvarianten, wie dem Salut, einem gleichzeitig von allen abgegebenen Schuss, oder dem Doppelschlag, der langsamen und schnellen Reihe vor- und rückwärts, den über 50 Böllerschützen mit 35 Feuerstationen, bestehend aus Kanonen, Hand-, Schaft- und Standböllern (Sirius). Das Barbara-Schießen wird jedes Jahr am 4. Dezember, dem Ehrentag der heiligen

Die Kanone der SKK Oberweiling beim Feuerstoß.

Barbara, abwechselnd bei den 19 Ortskameradschaften des Jura-Kreisverbandes abgehalten, so Kreisvorsitzender Richard Preis, der allen teilnehmenden Böllerschützen sowie der SKK Hohenfels für die hervorragende Organisation dankte. Insbesondere dankte er Freiwilligen Feuerwehr für

die Absicherung und Beleuchtung sowie den Kameraden, die Glühwein und gegrillte Würstl anboten. Im Anschluss lud Georg Münchsmeier, Vorsitzender der SKK Hohenfels, alle Kanoniere zur Barbara-Feier mit Lagebesprechung in das Sportheim ein. Text/Foto: Alfons Kollmer

SRK Thanstein

Feldweihnachtsfeier Soldaten und Reservisten feierten mit Pateneinheit Thanstein – Seit vielen Jahren beendet die Soldaten- und Reservistenkameradschaft (SRK) Thanstein das „ReservistenJahr“ mit einer Feldweihnachtsfeier. Ein langer Fackelzug, darunter zahlreiche Kinder, Soldaten, Gemeindevertreter, Reservisten und Angehörige bewegte sich durch das weihnachtlich geschmückte Dorf auch diesmal wieder zur Dreifaltigkeitskapelle. An der Kapelle stimmte Pfarrer Wismeth die Familien und Gäste mit einer Geschichte auf die Vorweihnachtszeit ein. Musikalisch umrahmten die Thansteiner Bläsergruppe unter der Leitung von Armin Stibich und der Thansteiner Kirchenchor unter der Leitung von Evi Welsch die würdige Andacht. Ulrich Knoch dankte den Mitwirkenden und den etwa 80 Feldweihnachtsteilnehmern. Nach einer Tasse Glühwein machten sich alle auf den Weg ins Wintergarten-Café zur traditionellen Weihnachtsfeier, bei der es Weihnachtsgeschenke für die Kinder der Mitglieder gab. Bürgermeister Schauer hob das gute Verhältnis der Patenschaft mit der Gemeinde

Eine besinnliche Andacht feierte die SRK Thanstein mit ihren Gästen (v. l.) Bürgermeister Walter Schauer, Oberstleutnant Stefan Reiße und Hauptmann Matthias Voß. Eine Bläsergruppe und der Thansteiner Kirchenchor umrahmten musikalisch die Feier an der Dreifaltigkeitskapelle. treue Kameraden 1/2017

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Oberpfalz und der 3. Kompanie des Gebirgspanzerbataillons 8 hervor. „Es herrscht eine enge Verbundenheit der Bundeswehr mit den Bürgern in unserer Kommune“, so das Gemeindeoberhaupt. Seit 1973 bestehen mit Bundeswehreinheiten gut gepflegte Verbindungen. Zur Erinnerung überreichte er an dem Bataillonskommandeur aus Pfreimd ein Gemeindewappen auf Glas und bat ihn, sich in das Goldene Buch der Gemeinde einzutragen. Oberstleutnant Stefan Reiße bedankte sich für die Einladung und lobte die hervorragende Zusammenarbeit und den guten Kontakt zum Bürgermeister. Er sicherte auch weiterhin seine Unterstützung für diese harmonische Gemeinschaft im Rahmen des Machbaren zu. Gerne können auch ehemalige Soldatinnen und Soldaten, eine Reservedienstleistung im Panzerbataillon 104 oder in der Pateneinheit ableisten, so der Kommandeur. Bei einem multinationalen Vergleichswettkampf von Panzerbesatzungen aus sechs NatoStaaten gewann heuer ein Panzerzug der 3./GebPzBtl 8 die „Strong Europe Tank Challenge“. Als Mitgastgeber 2017 würde er sich freuen, wenn Gäste aus der Patengemeinde als Zuschauer mit nach Grafenwöhr kommen. Text/Fotos: Ludwig Dirscherl Bei seinem ersten Besuch schrieb sich Bataillonskommandeur Stefan Reiße ins Goldene Buch der Gemeinde Thanstein ein. V. l.: Bürgermeister Walter Schauer, Hauptmann Matthias Voß und Vorstand Ulrich Knoch

KV Hörmannsdorf

Alois Schmidt 25 Jahre SKK-Vorsitzender Hörmannsdorf – Bei der Jahreshauptversammlung der Soldaten- und Kriegerkameradschaft (SKK) Hörmannsdorf im Gasthaus Rödl standen neben den Rechenschaftsberichten auch Ehrungen auf der Tagesordnung. Die vorgesehene Nachwahl eines zweiten Vorsitzenden blieb ohne Ergebnis. Alois Schmidt wurde für 25 Jahre als erster Vorsitzender der SKK Hörmannsdorf vom Jura-Kreisvorsitzenden Richard Preis geehrt. Der Jahresversammlung voraus ging ein Gedenkgottesdienst für verstorbene Mitglieder in der Pfarrkirche St. Willibald. Anschließend begrüßte Vorsitzender Alois Schmidt neben den Kameraden mit Frauen u.a. Bürgermeister Josef Bauer, den JuraKreisvorsitzenden Richard Preis, Kreisgeschäftsführer Alfons Kollmer, Schützenmeister Gerhard Meyer, MMC-Vorsitzenden Hubert Öttl, sowie den Ehrenvorsitzenden der Freiwilligen Feuerwehr Johann Zitzelsberger. Beim Totengedenken wurde der Gefallenen und Vermissten beider Weltkriege, der Bundeswehr-Soldaten die bei Auslandseinsätzen ihr Leben verloren sowie aller verstorbenen Vereinsmitglieder gedacht. Namentlich erwähnte Schmidt dabei Johann Mühlbauer und mit Georg Hierl den letzten Kriegsteilnehmer der SKK. In seinem Bericht ging Schmidt auf Höhepunkte des Vereinsjahres ein: Mit einerFahnenabordnung beteiligte sich der Kriegerverein an der Einführung von Pfarrer Nagel, am Denkmal in Rudenshofen, beim Volkstrauertag in Hörmannsdorf, an Fronleichnam, am Festzug zum 125-Jährigen der Freiwilligen Feuerwehr Ronsolden und an der Wiedersegnung des Kriegerdenk-

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mals und der Kriegergedächtniskapelle in Hemau. Auf Kreisebene wurde das Barbara-Schießen, die Frühjahrstagung, das KKSchießen und die Herbstversammlung besucht. Im neuen Vereinsjahr, so Schmidt, soll vor allem die Erneuerung der Einfassung des Kriegerdenkmals vorangetrieben werden. Außerdem sei z.B. die Teilnahme am Barbara-Schießen, an der Frühjahrstagung, der Kriegerwallfahrt im Juni 2017 und am 50Jährigen des Schützenvereins geplant. Nach Fertigstellung der Broschüre für alle Kriegerdenkmäler sei auf Kreisebene das Gleiche mit den Vereinsfahnen angedacht. 2019 könne das 100-jährige Bestehen der SKK gefeiert werden, so Schmidt. Schmidts Wünsche für 2017: Mehr Beteiligung am Volkstrauertag, einen Christbaum vorm Kircheneingang und bald einen zweiten Vorsitzenden.

Den vorgetragenen Kassenbericht von Hubert Paulus bestätigte Albert Stigler als geprüft und einwandfrei. Mit Treuenadel ausgezeichnet Bei den Ehrungen für langjährige Mitglieder wurden Thomas Zwickl für 10 Jahre, Johann Braun für 25 Jahre sowie Wilhelm Wittl und Vereinswirt Johann Rödl für 40 Jahre mit Urkunde und Treuenadel ausgezeichnet. Bürgermeister Josef Bauer fand lobende Worte für das Engagement der SKK Hörmannsdorf und ganz besonders für den langjährigen Vorsitzenden Alois Schmidt, dem er seine Unterstützung bei der Restaurierung des Kriegerdenkmals zusicherte. Das Mahnen der Kriegervereine zum Frieden, der Volkstrauertag und die Kriegsgräbersammlung seien ihm wichtige Anliegen. Es habe einen besonderen Grund, so Richard Preis, dass die Kreisvorstandschaft zur Jahresversammlung nach Hörmannsdorf in Doppelbesetzung erscheine, denn

V.l.: Bürgermeister Josef Bauer, Kreisgeschäftsführer Alfons Kollmer, Gertraud Schmidt, SKK-Vorsitzender Alois Schmidt, Vereinswirt Johann Rödl und Jura-Kreisvorsitzender Richard Preis.


Oberpfalz SKK-Vorsitzender Alois Schmidt bekleide auch seit Jahren den Posten des Kreiskassiers. Besondere Auszeichnung für langjährige Verantwortung Für 25-jähriges Engagement als erster Ortsvorsitzender ehrte Richard Preis im Namen des Jura-Kreisverbandes Parsberg dann Alois Schmidt mit einer Urkunde auf der das Kriegerdenkmal Hörmannsdorf abgebildet ist, und bedankte sich mit einem Strauß Blumen auch bei seiner Frau Gertraud für die tatkräftige Unterstützung. Bereits 2014 wurde Alois Schmidt für seine langjährige ehrenamtliche Vorstandstätigkeit in mehreren Vereinen von Bürgermeister Josef Bauer mit der Ehrenamtsnadel der Stadt Parsberg ausgezeichnet. Nach einem Dankeschön an die Vorstandskollegen, an die Wirtsleute, Böllerschützen, Fahnenträger und fürs Kommen, dankte Schmidt auch all denen, die dem Verein das ganze Jahr mit Rat und Tat zur Seite stehen und schloss die Versammlung „In Treue fest“. Text/Foto: Alfons Kollmer

7er Kameradschaft

Dank für ein viertel Jahrhundert Vorstandsarbeit Weiden – Manfred Hofmann blickt in diesen Tagen auf ein halbes Jahrhundert Mitgliedschaft beim Bayerischen Soldatenbund 1874 e.V. (BSB) zurück, davon allein 35 Jahre beim 7er- und Kameradschaftsbundes Weiden. Seit 1992 – also ein viertel Jahrhundert – gehört er dem Vorstand des Vereins an, zunächst als 2. Vorsitzender und ab 1994 als 1. Vorsitzender. Als Dank und Anerkennung für seine Arbeit im Vorstand und als Zeichen seiner Stärke und Willenskraft überreichte ihm Peter Ertl kürzlich anlässlich der Jahreshauptversammlung im Namen der gesamten Kameradschaft den BSB-Löwen. Text: Peter Ertl, 7er Kameradschaft/Foto: Bernhard Czichon

KSV Zeitlarn

Erstmals Waldweihnacht gefeiert Zeitlarn – Urig, gemütlich und besinnlich, so kann am besten die erste Waldweihnacht des Krieger- und Soldatenvereins (KSV) Zeitlarn beschrieben werden, die Anfang Dezember stattfand. Alle Zeitlarner waren eingeladen, die Waldweihnacht an der Kapelle des KSV „Maria Königin des Friedens“ auf dem Bräuberg zu besuchen. Ab 14 Uhr wurde vorbereitet, um 17:30 Uhr kamen die ersten Gäste. Kulinarisch gab es neben Glühwein und Kinderpunsch auch ein Kesselgulasch, gerade recht bei den kühlen abendlichen Temperaturen. Zur weihnachtlichen Stimmung trugen auch Feuerkörbe und Kerzen sowie eine Krippe vor der Kapelle bei. Hans Fuchs und Erik Schlegel betrieben den Ausschank. Bei einer „weihnachtlichen Andacht“, die vom KSV-Vorsitzenden August Baier, Johann Mathes und Rodolf Meier gehalten und von der Feuerwehrkapelle begleitet wurde, konnten die zahlreichen Besucher kräftig mitsingen. Bereits jetzt freuen sich KSV und Gäste auf die nächste Waldweihnacht 2017. Text: Dr. Erik Schlegel/Fotos: Gerhard Mathes

Weihnachtlich dekoriert: Die KSV-Kapelle „Maria Königin des Friedens“

V. l.: Dr. Erik Schlegel und Ehrenmitglied Johann Fuchs sorgten für das leibliche Wohl der Besucher.

Viele Gäste genossen die weihnachtliche Stimmung. treue Kameraden 1/2017

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Oberfranken BV Oberfranken

Hermann Dietrich Streit zum Ehrenbezirksstandartenträger ernannt Eckersdorf – Mit einem lachenden und einem weinenden Auge ernannte der Vorsitzende des BSB-Bezirks Oberfranken, Oberst d. R. Dr. Klaus-Dieter Nitzsche (r), anlässlich der erweiterten Bezirksvorstandssitzung den Bezirksstandartenträger Hermann Dietrich Streit (l) zum Ehren-Bezirksstandartenträger. Zeitgleich mit dieser Ehrung ließ sich der Standartenträger nach vielen Jahren von der Aufgabe entbinden und gab die Standarte im feierlichen Rahmen an den Bezirk zurück. Dr. Nitzsche dankte Streit für die immer zuverlässige und würdevolle Präsentation der Bezirksstandarte im In- und Ausland. Die Standarte war über Jahre ein Aushängeschild im BSB und der Standartenträger wurde der Ehre gerecht. „Nur die Besten und Vertrauenswürdigsten bekommen in einer Armee diese Ehre. Standartenträger sind oft bekannt für ihre Standhaftigkeit und ihren Ehrgeiz“, so der Bezirksvorsitzende weiter. Dieses habe zu 100 Prozent auf Streit zugetroffen. Dafür war er bekannt und beliebt, weit über Oberfranken hinaus. In der Hoffnung, dass der Ehren-Bezirksstandartenträger weiterhin bei vielen Anlässen präsent sein wird, verabschiedete ihn Dr. Nitzsche mit den besten Wünschen, vor allem viel Gesundheit. Nun ist es an den Kreisvorsitzenden, einen Nachfolger für Streit Text/Foto: Robert Fischer zu benennen.

Presssackmarsch Den winterlichen Verhältnissen getrotzt! Herzogenreuth – Im Rahmen der militärischen Ausbildung führte der Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr e. V. (VdRBw) Kreisgruppe Oberfranken West mit der Reservistenkameradschaft (RK) Tiefenellern den traditionellen Jahresabschlussmarsch („Presssackmarsch“) als Nachtorientierungs-Marsch durch. Zielsetzung war, die individuelle Grundfertigkeiten und körperliche Leistungsfähigkeit bei eingeschränkter Sicht und winterlichen Verhältnissen zu trainieren. 140 Reservisten

aus 20 verschiedenen RK der Bezirksgruppen Ober-, Mittel- und Unterfranken sowie den Landesgruppen Bayern und RheinlandPfalz nahmen teil. Von Herzogenreuth aus starteten 26 Mannschaften mit durchschnittlich fünf bis sechs Reservisten auf eine zehn Kilometer lange Marschstrecke. Unterwegs mussten an sechs Stationen Aufgaben gelöst werden. Die RK Weißenohe entschied den Wettbewerb für sich. Alle Mannschaften erhielten vom Hauptgefreiten d.R. Richard Freitag, Feldkoch und Metzger, anstatt von Pokalen Hausmacher Brotzeiten. Text/Foto: Peter Vietze

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Die zehn bestplatzierten Mannschaften: 1. RK Weißenohe (583 Punkte), 2. RK Schederndorf II (553), 3. RK Ebrachgrund (548), 4. RK Hausen, 5. RK Kersbach II, 6. RSU Bayern, 7. RK Tiefenellern III, 8. RK Trunstadt, 9. RSU Rheinland / Pfalz, 10. RK Thuisbrunn.

Die drei besten Mannschaften (v. l.) RK Weißenohe, RK Schederndorf II, die RK Ebrachgrund sowie der Gesamtleitende Hauptmann d. R. Stephan Horn (r.).

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Oberfranken SK Nankendorf-Löhlitz

Bezirksvorsitzender beim Kameradschaftsabend Nankendorf – Zum Kameradschaftsabend trafen sich am Vorabend des Volkstrauertages die Mitglieder der Soldatenkameradschaft (SK) Nankendorf-Löhlitz und Ehrengäste im Pfarrheim. Zuvor hatte Pfarrer i.R. Alfred Baier in der Nankendorfer Kirche einen Gottesdienst zum Volkstrauertag zelebriert. Bei der anschließenden Gedenkfeier legten die Stadt Waischenfeld, der SK Nankendorf-Löhlitz sowie der VDK-Ortsverband Waischenfeld Kränze am Kriegerehrenmal nieder. Waischenfelds 3. Bürgermeister Kurt Neuner erinnerte an die Millionen Opfer der beiden Weltkriege, vor allem jene aus der eigenen Pfarrei. Nankendorfs Blaskapelle und Männergesangverein umrahmten die Gedenkfeier musikalisch. Fahnenabordnungen der Feuerwehren, Schützenvereine aus Nankendorf und Löhlitz, sowie die SK Nankendorf-Löhlitz gestalteten die Feier mit. Zum Kameradschaftsabend begrüßte SK-Vorsitzender Günther Graf mehrere Ehrengäste, allen voran Waischenfelds Bürgermeister Edmund Pirkelmann und den stellvertretenden Präsidenten des Bayerischen Soldatenbundes, Oberst d.R. Dr. Klaus-Dieter Nitzsche. Pirkelmann bedank-

V. l.: Michael Trautner (2. SK-Vorsitzender), Bürgermeister Edmund Pirkelmann, Tobias Wolf, Lothar Düngfelder, Eugen Zitzmann, Günther Graf (SK-Vorsitzender) und Dr. KlausDieter Nitzsche (BSB-Bezirksvorsitzender Oberfranken). te sich bei Graf für dessen Aktivitäten und bei der gesamten SK für die Mitgestaltung des Volkstrauertages. Dr. Nitzsche sprach über die aktuelle Lage im Nahen Osten und in Nordafrika. Nach den Ehrungen (Info) klang der Abend mit einem gemütlichen Beisammensein bei Bier und Bratwürsten aus. Text: Günther Graf/Foto: Kathrin Graf

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Für langjährige Verbandstreue bzw. besondere Verdienste wurden ausgezeichnet: Lothar Düngfelder (25 Jahre); Paul Lindner (10). – Eugen Zitzmann und Tobias Wolf (Ehrenkreuz in Silber).

SRK Goldkronach

KV Hof

Unermüdlicher Sammler geehrt

Ehrenkreisvorsitzender Peter Völkel feierte 75. Geburtstag

Goldkronach – Die Jahreshauptversammlung der Soldaten- und Reservistenkameradschaft (SRK) Goldkronach bildete genau den richtigen Rahmen, um erfolgreiche Sammler für die Arbeit der Kriegsgräberfürsorge zu ehren. Bezirksgeschäftsführer Robert Fischer (l) vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge nahm die Gelegenheit zum Anlass, um Manfred Will (Bildmitte) für seinen unermüdlichen Einsatz als Sammler für die Kriegsgräberfürsorge auszuzeichnen. Zusammen mit Bürgermeister Wieland Pietsch (r) konnte er ihm für zehnjährige ehrenamtliche und besonders erfolgreiche Sammeltätigkeit die silberne Verdienstspange übereichen. Text/Foto: Klaus Gottfried

Hof – Bei bester Gesundheit konnte Peter Völkel, Ehrenkreisvorsitzender des BSBKreisverbandes (KV) Hof, kürzlich seinen 75. Geburtstag feiern. Eine große Zahl von Ehrengästen aus der Stadt Hof, darunter auch der Vorstand der örtlichen Marinekameradschaft, gratulierte dem langjährigen Vorsitzenden an seinem Ehrentag. Der BSBKV pflegt seit über 30 Jahren eine Partnerschaft zu dieser Kameradschaft. Peter Völkel, ausgezeichnet mit dem Großen Verdienstkreuz mit Strahlenkranz, nahm auch die Glückwünsche des BSB-Bezirksvorsitzenden Dr. Klaus-Dieter Nitzsche entgegen, der besonders dessen rege Mitgliederwerbung unterstrich. So konnte der Jubilar dem Kreisvorsitzenden Jürgen Dietel aktuell wieder vier neue Mitglieder melden. Text: K.-D. Nitzsche, Foto: privat

Redaktionsschluss für treue Kameraden 2/2017 ist der 3. März 2017. Senden Sie Ihre Beiträge bitte an klaus-dieter.nitzsche@web.de treue Kameraden 1/2017

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Oberfranken KV Wunsiedel

Politische Bildungsreise nach Berlin Berlin – Auf Einladung von Dr. Silke Launert, die für die CSU den Wahlkreis Hof als Bundestagsabgeordnete vertritt, nahmen 22 Personen des BSB-Kreisverbands (KV) Wunsiedel an einer Informationsreise zum Deutschen Bundestag in Berlin teil. Die Vorsitzende der Soldatenkameradschaft (SK) Seußen, Christa Hartwich, hatte die Fahrt organisiert. Eine Mitarbeiterin des Bundespresseamtes betreute die Gruppe in Berlin. Auf dem Programm des ersten Besuchstages standen Besuche der Landesvertretung Bayerns und des Bundestages im Reichstagsgebäude. Hier wurde die Gruppe von Dr. Launert persönlich begrüßt. Die Abgeordnete beantwortete viele Fragen und stellte ihre Aufgaben im Bundes-

tag anschaulich dar. Es folgte der Besuch der Reichtagskuppel. Sie ist baulich und technisch ein Wunderwerk und bot aus der Kuppel heraus einen großartigen Blick über das erleuchtete Berlin. Beim Besuch des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend am nächsten Tag entbrannte eine rege Diskussion, wobei ein Mitarbeiter des Ministeriums die Fragen kompetent beantwortete. Nach so vielen Informationen genossen die Teilnehmer den Bummel über den Weihnachtsmarkt am Gendarmenplatz, Glühwein inklusive. Es folgte ein Informationsgespräch beim Bundesnachrichtendienst (BND) mit einer umfassenden Unterrichtung über die Arbeit des BND. Es erga-

ben sich interessante Gespräche. Vor der Rückkehr ins Hotel war dann noch Gelegenheit, am Potsdamer Platz und im SonyCenter die herrliche Weihnachts-Atmosphäre von Berlin zu bewundern. Die abschließende Stadtrundfahrt führte zu historischen und modernen Gebäuden in der Stadt. An der Gedenkstätte zum Mauerbau, wo noch Reste der Mauer zu sehen sind, bekam die Gruppe aus Wunsiedel eine Ahnung, wie schrecklich das Leben für die Menschen im geteilten Berlin war. Mit tollen und interessanten Eindrücken im Gepäck ging es wieder heim. Man war sich einig: „Berlin ist immer eine Reise wert“. Alle waren voll des Lobes über die hervorragende Organisation der Reise namentlich der Reiseleiterin Sabine Wiehmert. Text: Alfons Reithmeier Foto: privat

Dr. Silke Launert (MdB), Bildmitte/graue Jacke, hatte die Gruppe des KV Wunsiedel nach Berlin eingeladen.

KV Pegnitz

Besuch bei den österreichischen Kameraden Ried im Innkreis (Österreich) – Das Panzergrenadierbataillon 13 des Österreichischen Bundesheeres feierte sein 25-jähriges Jubiläum mit einem Tag der offenen Tür in der Zehner-Kaserne. Am 2. Internationalen „13er-Kameradschaft Grenadierschießen“ auf dem Polizeischießplatz Lachforst unter der Schirmherrschaft von Generalmajor Mag. Kurt Raffetseder nahmen auch fünf Kameraden des BSB-Kreisverbandes (KV) Pegnitz teil. Geschossen wurde stehend freihändig mit der Pistole Steyr RFP und dem Sturmgewehr ISSC MK22 Commando, brandneuen Waffen des österreichischen Bundesheeres. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen: Hauptfeldwebel Michael Hutzler und Obergefreiter Jörg Hoffmann erreichten das Schießabzeichen in Bronze. Text: Gerhard Freier/Foto: Jörg Hoffmann

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V. l.: Heinz Maier, Jürgen Hädinger, Jörg Hoffmann, Georg Knauer und Michael Hutzler.


Oberfranken SK Hochstahl

Willi Günther feierte 90. Geburtstag Hochstahl – Seinen 90. Geburtstag feierte Willi Günther (Mitte), letzter lebender Wehrmachtssoldat der Soldatenkameradschaft (SK) Hochstahl Ende September 2016. SK-Vorsitzender Gustl Schrüfer und sein Stellvertreter Felix Düngfelder überreichten im Auftrag der Kameraden einen Geschenkkorb und wünschten dem Jubilar noch viel Gesundheit. Zudem erhielt er Urkunde und goldene Ehrennadel seines Vereins für 30 Jahre Mitgliedschaft. Willi Günther wurde als 18-jähriger Abiturient eingezogen und schon bald nach Frankreich kommandiert. Dort wurde er auch gefangen genommen und war bis 1948 in Kriegsgefangenschaft. Text: Gustl Schrüfer, Foto: Matthias Stengelein

SK Isling

Besonders verbunden Isling – Für seine besondere Verbundenheit mit der Soldatenkameradschaft (SK) Isling erhielt Wilfried Cofahl (2. v. l.) neben einer von BSB-Präsident Richard Drexl unterzeichneten Urkunde auch das Verdienstkreuz 2. Klasse. Das Besondere: Wilfried Cofahl stammt aus Gammellund in Schleswig Holstein und leistete Wehrdienst bei der Marine. Der Kontakt zur Islinger Soldatenkameradschaft entstand durch freundschaftliche Bande. Sehr oft nimmt Cofahl die weite Reise vom Norden in das Frankenland auf sich, um an Veranstaltungen teilzunehmen und so die Kameradschaft zu Text/Foto: Herbert Mahr pflegen.

SKB Marktredwitz

Freude über würdigen Ort des Gedenkens Der neue Ehrenraum des Soldatenbundes befindet sich jetzt in der Friedhofshalle. Er erinnert an 600 Gefallene aus dem Zweiten Weltkrieg Marktredwitz – Die Freude war Albert Triebel, dem Vorsitzenden des Soldatenund Kameradschaftsbundes Marktredwitz, ins Gesicht geschrieben: Gerade hatten er und Oberbürgermeister Oliver Weigel den neuen Ehrenraum des Soldatenbundes vorgestellt. Er befindet sich nun in der Friedhofshalle. Das ehemalige Angehörigenzimmer wurde umgestaltet in einen kapellenähnlichen Raum, in dem die Erinnerung an die aus dem Raum Marktredwitz stammenden Gefallenen des Zweiten Weltkriegs hochgehalten wird.

Bis zum Jahr 2015 war der Ehrenraum im Turmzimmer des Historischen Rathauses untergebracht. Der Platz wurde allerdings mit der Umstrukturierung der Tourist-Info anderweitig gebraucht. Nun ist das Platzproblem endgültig gelöst. Zentrales Element des Ehrenraums in der Friedhofshalle ist das neue, hölzerne Pult für das Ehrenbuch der Gefallenen. Das massive, an die 600 Kilogramm schwere Granitpult aus dem Historischen Rathaus hatte sich für den neuen Standort als zu schwer erwiesen, wie Stefan Kolb, Leiter der Betriebs-

verwaltung der Stadt Marktredwitz, sagte. „Ich glaube, wir haben hier einen würdigen Ehrenraum gefunden“, sagte Triebel, der die Geschichte der Gedenkstätte kurz rekapitulierte: Sie begann in den 70er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Damals wurde der Wunsch geäußert, alle Soldaten der Stadt Marktredwitz, die im Zweiten Weltkrieg gefallen sind, in einem Ehrenbuch zusammenzufassen. „Es war eine Herkulesaufgabe, alle diese Gefallenen ausfindig zu machen“, erinnerte sich Triebel. Um sie zu bewältigen, wurde die Artreue Kameraden 1/2017

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Oberfranken beitsgemeinschaft „Aktion Ehren- und Mahnmal“ gegründet. Folgende Gruppen gehörten ihr an: der Soldaten- und Kameradschaftsbund 1905 Marktredwitz, der Verband der Kriegsbeschädigten und Sozialrentner (VdK), der Verband der Heimkehrer sowie die Stadt Marktredwitz unter Mithilfe des Einwohnermeldeamts. Von 1972 bis 1980 fand man in mühevoller Kleinarbeit die Adressen von rund 600 Soldaten aus dem Raum Marktredwitz, die im Zweiten Weltkrieg gefallen sind. Danach brauchte die Aktionsgemeinschaft einen Raum, um das Ehrenbuch aufbewahren zu können. Die Stadt stellte das Turmzimmer im Historischen Rathaus zur Verfügung – bis ins Jahr 2015, als der Raum anderweitig benötigt wurde. OB Weigel machte den Vorschlag, das Angehörigenzimmer neben der Trauerhalle zu nützen – womit er bei den Reservisten auf offene Ohren stieß. Hier habe man einen eigenen Schlüssel, mit dem man den Raum betreten könne, freute sich Triebel. Im Historischen Rathaus musste immer ein Stadtbediensteter dabei sein, da sonst die Alarmanlage losgegangen wäre. Der neue Ehrenraum verfügt nun über einen eigenen Eingang. Der Soldatenbund hat vor, den Raum zu bestimmten Anlässen wie Allerheiligen oder Allerseelen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. „Bei Beerdigungen von Kameradinnen und Ka-

Stellten den neuen Ehrenraum in der Friedhofshalle vor (v.r.): Albert Triebel, SKB-Vorsitzender, Oberbürgermeister Oliver Weigel, Erwin Anneser, Karl Fickentscher, Leiter der Friedhofsverwaltung, Stefan Kolb, Leiter der Betriebsverwaltung, und Gebhard Mühle vom Soldatenbund. meraden möchten wir die Verbindungstür während der Trauerfeier öffnen, um zugleich der Gefallenen still zu gedenken“, sagte Triebel. Oberbürgermeister Weigel schloss sich den Worten Triebels an: Dies sei ein würdi-

ger Ort für das Ehrenbuch, auch für die Fahnen. Nun könne der Raum öffentlich zugänglich gemacht werden, um das Gedenken weiter zu tragen. Text: Richard Ryba, Foto: ryb (Mit freundlicher Genehmigung der „Frankenpost”)

SK Seybothenreuth

Gedenken an die Schlacht von 1866 Seybothenreuth – Drei tote bayerische Soldaten forderte im Jahre 1866 die Schlacht bei Seybothenreuth. Dem Ereignis wurde Ende September des vergangenen Jahres mit einer Feierstunde am Ehrenmal am Goldhügel gedacht. Eigentlich war der Bruderschaftskrieg zu der Zeit schon längst entschieden, betonte Bürgermeister Reinhard Preißinger, der dazu aufforderte, die Gedenkveranstaltung zum Anlass zu nehmen, um Brücken zu schlagen. Im An-

schluss an die Gedenkfeier referierte Major d.R. Martin Götz im Feuerwehrhaus Seybothenreuth umfassend zu den Geschehnissen vor 150 Jahren. Die Gedenkveranstaltung wurde bei Federführung der Gemeinde Seybothenreuth unter Beteiligung der örtlichen Soldatenkameradschaft (SK) und mehrerer Soldaten- und Reservistenkameradschaften der Umgebung sowie unter Einbeziehung der Bevölkerung durchgeführt. Als Ehrengäste

konnten die Schirmherrin der Veranstaltung, die Regierungspräsidentin von Oberfranken, Heidrun Piwernetz, und der Vizepräsident des Bayerischen Soldatenbundes 1874 e.V. – zugleich BSB-Bezirksvorsitzender Oberfranken – Oberst d. R. Dr. KlausDieter Nitzsche, begrüßt werden. Quelle: Nordbayerischer Kurier/ SK Seybothenreuth (Mit freundlicher Genehmigung des Nordbayerischen Kuriers Bayreuth)

Neu im Internet: Unter der BSB-Internetadresse www.bsb-1874.de finden Sie allerlei nützliche Informationen zur Arbeit im Verein, etwa zum Sozialwerk, zu Versicherungen, zu Auszeichnungen oder für die Zusammenarbeit mit der Redaktion treue Kameraden. 42

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Mittelfranken BV Mittelfranken

Bedeutung der Öffentlichkeitsarbeit erkannt Bezirksverband Mittelfranken tagte Gerolfingen – Volles Haus hatte der BSBBezirksverband Mittelfranken mit seinem Vorsitzenden Hauptmann d.R. Wolfgang Niebling bei seiner Bezirksvertretersammlung im Gasthaus „Goldener Löwe“. Niebling nutzte die Gelegenheit, dem Weißenburger Kreisvorsitzenden Hans Bauernfeind zu seinem kurz zuvor begangenen 70. Geburtstag gratulieren. Er selbst durfte sich über ein verspätetes Geschenk zu seinem 65. Geburtstag im Mai 2016 freuen. Sein Stellvertreter, Oberstleutnant d.R. Frank Greif, der Bezirksgeschäftsführer Ralf Olmesdahl sowie der Kreisvorsitzende Neustadt/Aisch, Feldwebel d.R. Bernd Finkenberger, überreichten ihm einen großen fränkischen Spezialitätenkorb, worüber Vorsitzender Niebling sich sichtlich überrascht und gleichzeitig hocherfreut zeigte. Der Gerolfinger Bürgermeister Karl Fickel gab einen interessanten Überblick über seine auf der Südseite des Hesselbergs gelegene Gemeinde. Dabei betonte er vor allem die Anstrengungen der mit 1.000 Einwohnern recht kleinen Ortschaft, mit der Neueröffnung eines Museums und einer engagierten und attraktiven Baulandpolitik junge Menschen in den Ort zu bringen und damit einer sich verstärkenden Abwanderung in der Region zu begegnen. Mit dem Großkreuz mit Strahlenkranz, einer sehr hohen Auszeichnung des BSB, zeichnete Niebling seinen langjährigen Vorstandskameraden Norbert Saurborn aus, Bernd Finkenberger erhielt das Verdienstkreuz 1.Klasse. Nach diesen recht erfreulichen Anlässen ging Niebling auf die Auflösung des Kreisverbandes (KV) Steigerwald zum Jahresende und die Neugründung des KV Rothenburg ein. Die meisten Steigerwalder Ortkameradschaften blieben, so Niebling, beim Bezirk Mittelfranken. Nur zwei wechselten infolge der Auflösung ihres bisherigen Kreisverbands nach Unterfranken. Der Bezirksverband habe seit Beginn des Jahres 2016 um 13 Kameradschaften abgenommen, verfüge aber immer noch über die beachtliche Zahl von 14.000 Mitgliedern. Niebling ging auch auf die Probleme bei der Einführung der elektronischen Mitgliederverwaltung des Landesverbands ein (David 21). Probleme bereitet vor allem die Befüllung der Erfassungssoftware David 21 mit den Daten der Mitglieder und die Herausforderungen rund um den Datenschutz. Das Programm bedeute aber – einmal mit den notwendigen Mitgliederdaten versehen – eine ungemein große Erleichterung bei der Bestellung von Auszeichnun-

gen sowie eine enorme Verbesserung der Beitragsehrlichkeit (s. auch Beitrag auf S. 7). Dies hätte vor allem zur Folge, dass die bereits geplante Beitragserhöhung für die Verbandsmitglieder eigentlich unnötig wäre. Thema Kriegsgräberfürsorge: Über 95.000 Euro Spendengelder, so Niebling, sammelten die Kameraden des Bezirks bei der Straßensammlung 2015 des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Seit 1997 habe der BSB-Bezirk Mittelfranken insgesamt 2,2 Millionen Euro gesammelt. Niebling wies auf die beim Munamuseumstag in Marktbergel im Juni 2017 geplante Präsentation des Bezirks sowie die Teilnahme des BV am 12. und 13. Mai 2017 bei der GeoMesse in Georgensgmünd hin. Weitere Termine siehe Seite 6. Der als Gast geladene Kreisorganisationsleiter Mittelfranken/Ost des Verbands der Reservisten der deutschen Bundeswehr (VdRBw), Dietmar Eitel, erläuterte die gute Kooperation zwischen BSB und VdRBw. Gleichzeitig dankte er den Anwesenden für ihr Engagement in der Reservistenarbeit und bot sich als Ansprechpartner für alle Themen rund um das Reservistenwesen an. Erfreut zeigte sich Vorsitzender Niebling, dass sich Peter Brandl als neuer Pressebeauftragter sowie Frank Greif als Pressesprecher auf Bezirksebene meldeten. Greif ist gleichzeitig Berichterstatter über die Veranstaltungen des BSB-Bezirks Mittelfran-

ken. Kreisgeschäftsführer Ralf Olmesdahl gab einen umfangreichen Überblick über die von ihm gestaltete und betreute Internetseite des BSB unter www.bsb-1874.bayern und zeigte, welch große Erleichterungen dort für die Verbandsarbeit mit den verschiedenen Themenangeboten für die Nutzer verfügbar seien. Zudem wies Olmesdahl auf die seit der Einführung der neuen Internetseite im Februar dieses Jahres explosionsartig gestiegenen Nutzungszahlen im Vergleich zur Vorgängerseite hin. Bezirkskassier Peter Dittrich berichtete über den trotz vieler Neuanschaffungen für

Oberstleutnant d.R. Frank Greif (l) und Hauptmann d.R. Wolfgang Niebling mit seinem „verspätetem“ Geburtstagsgeschenk.

Der Kreisvorsitzende Neustadt a.d. Aisch, Feldwebel d.R. Bernd Finkenberger (Bildmitte) erhielt für seine hervorragenden Leistungen als Kreisvorsitzender und sein exzellentes Engagement im Reservistenwesen von Landesreservistenbeauftragtem Oberstleutnant d.R. Christian Emmerling (l) und Bezirksvorsitzendem Hauptmann d.R. Wolfgang Niebling (r) das BSB-Verdienstkreuz 1. Klasse. treue Kameraden 1/2017

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Mittelfranken

die Mitgliederwerbung über einen ordentlichen und zukunftsfähigen Kassenstand. Dittrich wird bei den Neuwahlen im kommenden Jahr aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr kandidieren und rief dazu auf, sich über einen Nachfolger Gedanken zu machen. Einen kurzweiligen Vortrag zum Kriegsgräbereinsatz in Lommel/Belgien im Oktober 2015 gab der BSB-Landesreservistenbeauftragte Oberstleutnant d.R. Christian Emmerling ab, der ebenso wie seine Kameraden Bezirksvorsitzender Wolfgang Niebling und der Weißenburger Kreisvorsitzende Hans Bauernfeind drei Wochen dort vor Ort waren und zahlreiche Erfahrungen aber auch Anekdoten zu berichten hatte. Text: Frank Greif Fotos: Bernd Finkenberger

Bezirksgeschäftsführer Ralf Olmesdahl präsentierte seine für den BSB gestaltete und betreute Internetseite.

KV Roth

Präsident zu Gast Ehrungen bei Jahreshauptversammlung Schwanstetten – BSB-Präsident Richard Drexl höchst persönlich nahm kürzlich an der Herbstversammlung des Kreisverbandes (KV) Roth teil. Kreisvorsitzender Wolfgang Niebling konnte darüber hinaus die Bundestagsabgeordnete Marlene Mortler und den 1. Bürgermeister der Marktgemeinde Schwanstetten, Robert Pfann, als Ehrengäste begrüßen. Drexl berichtete über die Arbeit des Bayerischen Soldatenbundes. Deutschland brauche eine Erinnerungskultur, mahnte er an. Der Volkstrauertag sei nur ein Beispiel da-

für. Man könnte auch mit mehr Selbstkritik zu einem besseren Europa kommen. So habe z. B. die Grenzöffnung für Flüchtlinge im letzten Jahr die betroffenen Nachbarstaaten völlig unvorbereitet getroffen. Auch das Debakel mit dem Sturmgewehr G 36 sprach er an. Die Waffe sei ausgezeichnet und bei den Soldaten sehr beliebt. Trotzdem werde das Gewehr ausgesondert. Pfann stellte seine Gemeinde vor und lobte die örtlichen Soldatenkameradschaften für ihre Einsätze nicht nur am Volkstrauertag, der zwar nur noch wenige Besu-

cher findet, aber an Aktualität nichts verloren habe. Mortler erinnerte daran, dass der Bundestag in diesem Jahr zwölf Einsätze der Bundeswehr verlängerte bzw. neue Einsätze beschloss. Die NATO werde weiterhin eine wichtige Rolle in Europa spielen, da die Entwicklungen an der Ostgrenze des Bündnisses nicht absehbar seien. Sie plädierte auch dafür, mehr Haushaltsmittel für die Bundeswehr zur Verfügung zu stellen. Dem stimmte Niebling zu, nur zehn Prozent des Bundeshaushaltes werde für die Verteidigung und mehr als 50 Prozent für Soziales ausgegeben. Text: Wolfgang Niebling Foto: Andreas Hahn

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Beim Tagesordnungspunkt Ehrungen wurden durch den Präsidenten folgende Personen geehrt: Norbert Saurborn erhielt das Großkreuz des BSB mit Strahlenkranz für jahrzehnte lange Tätigkeit als Bezirksgeschäftsführer, als stellvertretender Kreisvorsitzender, als Ortsvorsitzender und als Mitglied im Bundesschiedsgericht. Marlene Mortler erhielt das Großkreuz des BSB am Bande für jahrzehnte lange Unterstützung der BSB-Vereine der Kreisverbände Roth, Nürnberg und Hersbruck/Lauf sowie der Reservistentätigkeit im gesamten BSB.

V. l.: Wolfgang Niebling (mit dem Rücken zur Kamera) zeichnete im Beisein des BSB-Präsidenten Richard Drexl die Bundestagsabgeordnete Marlene Mortler (Mitte) mit dem Großkreuz am Bande des BSB aus.

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Für den Volksbund Dt. Kriegsgräberfürsorge e.V. ehrte der Bezirksgeschäftsführer Dirk Mewes folgende Personen mit der silbernen Verdienstspange: Ulrike Hübner, Helmut Rückert, Fritz Missenberger und Andreas Hahn.


Mittelfranken KV Roth

Ehrung für Landrat Herbert Eckstein Neues Ehrenmitglied beim BSB-Kreisverband Roth Roth – Da Landrat Herbert Eckstein der Einladung des Kreisverbandes (KV) Roth zur Herbstversammlung nicht folgen konnte, besuchte ihn eine Abordnung Kreisvorstandes im Landratsamt Roth. Im Auftrag des Präsidenten des BSB, Oberst a.D. Richard Drexl, konnte der Kreisvorsitzende Wolfgang Niebling dem Landrat das Großkreuz des BSB am weiß-blauen Band überreichen. Zudem ernannte er ihn zum Ehrenmitglied des Kreisverbandes. Niebling betonte die in über 30 Jahren gewachsene Verbindung zwischen dem Geehrten und dem KV Roth. Zunächst als Abgeordneter des Bayerischen Landtages und später als Landrat, habe er regelmäßig die Veranstaltungen auf Kreis- und Ortsebene besucht und die Vereine stets unterstützt. Text: Wolfgang Niebling Foto: privat

V. l.: Stellvertretender Kreisvorsitzender Philipp Seitner, Landrat Herbert Eckstein, Kreisvorsitzender Wolfgang Niebling, Ortvorsitzender Allersberg und Beisitzer Kreisverband Norbert Saurborn

KV Erlangen-Höchstadt

Ein Jahr mit Höhen und Tiefen Hannberg – Wichtige Ehrungen sowie ein dichtes Themengebinde absolvierten die zahlreich erschienenen Delegierten des BSB-Kreisverbandes (KV) Erlangen-Höchstadt unter ihrem Vorsitzenden Oberstleutnant d.R. Frank Greif bei seiner jüngsten Kreisversammlung im Gasthaus Baumüller. So erhielten der bisherige Kreiskassier Peter Dittrich und der noch bis Jahresende amtierende Vorsitzende der Krieger- und Soldatenkameradschaft Kriegenbrunn, Werner Eckenrath, hohe Auszeichnungen des BSB. Der Hannberger Kameradschaftsvorsitzende Ulrich Riss hieß neben dem Kreisvorsitzenden auch den Hessdorfer Bürgermeister Horst Rehder, den Bezirksgeschäftsfüher Mittelfranken des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., Oberstleutnant d.R. Dirk Mewes, den BSB-Landesreservistenbeauftragten, Oberstleutnant d.R. Christian Emmerling, den BSB-Bezirksvorsitzenden Mittelfranken, Hauptmann d.R. Wolfgang Niebling, und den Ehrenkreisvorsitzenden Peter Uebel als Ehrengäste willkommen. Bürgermeister Rehder dankte den Versammelten für ihre Arbeit und freute sich, dass nach acht Jahren wieder einmal eine Kreisversammlung des BSB in Hannberg stattfand.

Die Geehrten Werner Eckenrath (3. v. l.) und Peter Dittrich (r) zusammen mit dem Kreisvorsitzenden Frank Greif (3. v. r.) sowie dem BSB-Bezirksvorsitzendem Mittelfranken, Wolfgang Niebling (l), dem Bezirksgeschäftsführer Mittelfranken des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Dirk Mewes (2.v.r), dem Stellvertretenden Kreisvorsitzenden Hanno Dittrich (2. v. l.) sowie Kreisgeschäftsführer Ralf Olmesdahl (Bildmitte). Frank Greif ging nach einem Abriss über die Ergebnisse der Bezirksvertreterversammlung in Gerolfingen auf die Ereignisse des vergangenen Jahres ein, das nach seinen Worten „Höhen und Tiefen hatte“. So habe man im Juni leider den amtierenden Dechsendorfer Vorsitzenden Gerhard Huber, der auch einige Jahre Mitglied des Kreisvorstands gewesen ist, durch dessen völlig überraschenden Tod verloren. Erfreulich sei dagegen das Werbewesen des BSBKreisverbandes verlaufen, da dank des Kreisgeschäftsführers Ralf Olmesdahl viele Neuerungen an Material und Maßnahmen eingeführt worden seien. Diese habe man auch stolz beim Munamuseumstag in

Marktbergel einem riesigen Publikum mit dem neuen, schwerpunktmäßig mit Kameraden des Kreisverbandes Erlangen-Höchstadt besetzten Messestand des Bezirksverbandes Mittelfranken nahebringen können. Ein am Altstadtfest in Höchstadt geplanter Informationsstand wurde dagegen aufgrund der zu diesem Zeitpunkt zu heißen Witterung kurzfristig abgesagt. Greif wies auch auf die durch Olmesdahl seit Jahresbeginn unentgeltlich völlig neu gestaltete Internetseite des BSB unter www.bsb1874.de hin, die sich angesichts der sehr hohen Nutzungszahlen größter Beliebtheit erfreue. Greif bat auch um Unterstützung für die von ihm forcierte Initiative zur Eintreue Kameraden 1/2017

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Mittelfranken führung einer Verbandsuniform für die in den verschiedenen Organisationsgliederungen des BSB tätigen Funktionäre sowie der Kameradschaftsvorsitzenden ein. Insgesamt, so Greif, sei der Kreisverband Erlangen-Höchstadt sehr rege und präsent und brauche sich in keiner Weise zu verstecken. Dennoch mache ihm gegenwärtig die Situation in manchen Kameradschaften des Kreisverbandes hinsichtlich der Gewinnung von Mandatsnachfolgern Sorgen. Greif appellierte an die Anwesenden, Nachfolgeregelungen frühzeitig zu finden und junge Menschen im Verband an die Aufgaben heranzuführen „und diese sich auch einmal ausprobieren zu lassen und nicht alles immer selbst machen zu wollen“. Ausdrücklich lobte er als Lösung für Probleme bei der Personalfindung eines neuen Vorsitzenden zu Jahresbeginn das „Röttenbacher Modell“, wo sich nach der Amtszeit Richard Schleichers als Vorsitzender vier junge Männer gemeinschaftlich bereit erklärten die Kameradschaft als gleichberechtigte Vorsitzende weiterzuführen. Ansonsten zeigte er keinerlei Verständnis dafür, wenn sich in mitgliedsstarken Kameradschaften keine Freiwilligen finden, die die Geschicke des Vereins in einer perso-

nellen Krisensituation in die Hand nehmen wollen. „Die Umsetzung soldatischer Werte wie Pflichtgefühl, Verantwortungsbereitschaft und Vorbild für andere sein zu müssen, sieht hier wahrlich anders aus“, so Greif. Schließlich wies Greif auf für den KV wichtige Termine hin wie die Teilnahme des BSB-Bezirksverbandes Mittelfranken mit seinem Messestand an der GeoMesse in Georgensgmünd am 12./13.05.17, am Munamuseumstag in Marktbergel am 11.06.17 sowie einem Informationsstand des Kreisverbandes am Höchstadter Altstadtfest am 26. August 2017 (weitere Termine S. 6). Gemeinsam mit Niebling und Mewes ehrte Greif Werner Eckenrath und Peter Dittrich. Er sprach beiden Männern für ihr „großartiges Wirken und ihre vorbildliche Pflichterfüllung über die persönlichen Grenzen hinaus“ seine besondere Dankbarkeit und Anerkennung aus. Eckenrath wirkte 26 Jahre als Vorsitzender und Dittrich über zwölf Jahre als hervorragender Kassenwart, zudem übernahm er viele weitere Aufgaben im Kreisverband. Zudem waren beide als Sammler für den Volksbund Deutsche Kriegsgräbersfürsorge äu-

ßerst erfolgreich. Eckenrath erhielt das Große Verdienstkreuz in Gold des BSB, während Dittrich für seine Verdienste das Große Verdienstkreuz am Bande des BSB und von Seiten des Volksbundes dessen höchste Auszeichnung, die CostermanoMedaille des Volksbundlandesverbandes Bayern erhielt. Der Kreisverband zeichnete beide mit einer Ehrenurkunde für ihre Verdienste um den Kreisverband und den Erhalt der bayerischen Militärtradition aus. Im weiteren Verlauf gaben die anderen Vorstandsmitglieder ihre Berichte ab. Kreisgeschäftsführer Olmesdahl präsentierte die Internetseite des BSB und wies dabei auf die zahlreichen Arbeitserleichterungen für die Kameradschaften hin. In guter Verfassung zeigte sich auch die Kreisschützengruppe unter Jürgen Zebelein bei dessen Bericht, die monatlich einen regen und stets gut besuchten Schießbetrieb im Vereinsheim der Schützengesellschaft Bavaria Langensendelbach unterhält. Auch Glückwunschwart Rainer Brohm gab ebenso wie Sozialwerksreferent Peter Uebel einen beeindruckenden Bericht über seine Aktivitäten im Kreisverband ab und unterstrich damit die Wichtigkeit der gelebten Kameradschaft im Kreisverband. Text/Foto: KV ERH

KSK Cronheim

Nachdem der KSK-Vorstand entlastet werden konnte, schritt man zu Neuwahlen. Werner Glas wurde dabei wie sein Vertreter und der bereits seit 40 Jahren in seinem Amt als Kassierer tätige Jochen Glas

in seinem Amt bestätigt. Mehrere Vereinskameraden wurden durch den stellvertretenden Kreisvorsitzenden Peter Brandl für langjährige Vereinstreue ausgezeichnet.

Reibungslose Neuwahl Cronheim – In der Jahreshauptversammlung der Krieger- und Soldatenkameradschaft (KSK) Cronheim im Gasthaus Reinert konnten die Verantwortlichen auf ein aktives Vereinsjahr zurückblicken. In Vertretung des 1. Vorsitzenden Werner Glas hieß dessen Stellvertreter Ernst Fichtner die Teilnehmer willkommen. Nach dem Totengedenken ließ er das vergangene Vereinsjahr mit den verschiedensten Aktivitäten Revue passieren. Von Sonntagsfrühschoppen, über den Besuch der Kriegsgräberstätte in Eger, einer Nachtwanderung, bis hin zu einem Tagesausflug in die Pfalz mit Aufenthalt in Speyer, Bad Dürkheim und dem Hambacher Schloss. Sein besonderer Dank galt allen Spendern und Sammlern für die Unterstützung der Arbeit des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Fichtner dankte auch Ortssprecherin Beate Schlicker für die Gedenkworte zum Volkstrauertag anlässlich der Feier am Ehrenmal, dem Posaunenchor aus Stetten, der Freiwilligen Feuerwehr und allen Teilnehmern für ihre Mitwirkung an der Veranstaltung. Schlicker betonte die hohe Bedeutung und den Stellenwert der KSK im Leben der Dorfgemeinschaft.

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Der stellvertretenden KSK-Vorsitzende Ernst Fichtner (l) und Peter Brandl (r.) mit den geehrten Mitgliedern Ludwig Freytag, Günter Glas, Peter Christ, Werner Reinert und Euchar Glas.


Mittelfranken Nach einer kurzen Vorschau auf Veranstaltungstermine 2017 und das 100 jährige Gründungsfest 2019 schloss Ernst Fichtner mit dem Leitspruch „In Treue fest“ die Versammlung. Text: Brandl Foto: Göttler

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Für langjährige Treue zur KSK Cronheim wurden ausgezeichnet: Günter Hirschl (50 Jahre); Euchar, Günther und Werner Glas (40); Ludwig Freytag, Peter Christ, Helmut Hasselbacher und Werner Reinert (25).

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Der neue Vorstand der KSK Cronheim: Werner Glas (1. Vorsitzender); Ernst Fichtner (Stellvertretender Vorsitzender); Otto Rohrmann (Schriftführer); Jochen Glas (Kassier); Manfred Rupp und Gerhard Adolf (Beisitzer).

Der neue Vorstand (es fehlt der KSK-Vorsitzende). Rechts: Der Stellvertretende Kreisvorsitzende Peter Brandl.

KV Gunzenhausen

Freude über Ehrungen Trauer um Günter Hirschl Cronheim – Die Krieger- und Soldatenkameradschaft (KSK) Cronheim trauert um ihren Ehrenvorsitzenden Günter Hirschl, der am 22. Dezember 2016 verstarb. Die Kameraden werden ihm stets ein ehrendes Gedenken bewahren. Der Verstorbene trat 1966 – nach Ende seines Grundwehrdienstes – in die Kameradschaft ein. Bereits im März 1971 übernahm er die Funktion des Schriftführers und von 1976 bis 1998 das Amt des 1. Vorsitzenden. 2004 wurde er zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Ihm ist es zu verdanken, dass die KSK heute einen wichtigen Stellenwert in der Ortsgemeinschaft hat. Für seine Verdienste wurde Günther Hirschl durch den Bayerischen Soldatenbund 1874 e.V., den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge und die KSK Gräfensteinberg, der er über 44 Jahre lang angehörte, ausgezeichnet. Text: Brandl Foto: Glas

Freuten sich über die Auszeichnung mit Großen Verdienstkreuz am Bande: Manfred Kirchdörfer, Albert Reithmeier, Heribert Wagner und Peter Brandl – hier mit dem Bezirksvorsitzenden Wolfgang Niebling (l) und Kreisvorsitzenden Günther Raab (r). Nicht auf dem Foto: Manfred Reichenthaler. Die Ehrungen erfolgten anlässlich der Jahreshauptversammlung 2016 des Kreisverbandes (KV) Gunzenhausen in der Feuerwehrzentrale Dittenheim, zu der der Vorsitzende der örtlichen Soldaten- und Kriegerkameradschaft, Michael WalText: Peter Brandl/tK, Foto: Brandl ther, auch zahlreiche Ehrengäste begrüßen konnte. treue Kameraden 1/2017

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Mittelfranken KV Rothenburg

Tiefe Eindrücke Flossenbürg – Guten Zuspruch fand der Tagesausflug des Kreisverbandes (KV) Rothenburg in das ehemalige Konzentrationslager Flossenbürg. Fachkundige Mitarbeiter der Gedenkstätte führten die Gruppe durch die Anlage. Die Besucher konnten sich so einen Eindruck von den Wohnverhältnissen, den sanitären Einrichtungen, dem Tagesablauf und dem ständig vom Wachpersonal ausgeübten Terror machen. Die Wand, an der Widerstandskämpfer wie Admiral Wilhelm Canaris und Dietrich Bonhoeffer wenige Tage vor Kriegsende erschossen wurden und das vollständig erhaltene Krematorium hinterließen tiefe Eindrücke bei allen Fahrtteilnehmern. Eine weitere Reisestation war Falkenberg. Leider wurde es nichts mit der Besichtigung der Burg, die früher im Besitz des ehemaligen deutschen Botschafters in Moskau und Widerstandskämpfers Graf von der Schulenburg war. Stattdessen gab es noch eine Führung durch die örtliche Kommunbrauerei durch den dortigen Braumeister. Text/Foto: Ernst Lippert

Tief beeindruckt waren die Besucher aus Rothenburg vom Besuch im Konzentrationslager Flossenbürg. Das Foto zeigt die Teilnehmer vor der SS-Kommandantur.

SRK Kirchensittenbach

Alle Jahre wieder: Entenschießen der besonderen Art! Siegersdorf – Zu den jährlichen Aktivitäten der Soldaten- und Reservistenkameradschaft (SRK) Kirchensittenbach gehört das Entenschießen im benachbarten Siegersdorf. Auch 2016 waren die aktiven SRK-Schützen gleich beim ersten möglichen Termin dabei. SRKVorsitzender Wolfgang „Joe“ Köth (hinten 2. v. l.) hatte die Schützen vor dem Schießen perfekt instruiert und so konnten alle mit Repetierflinten, welche mit den neuen, aktuellen Visieren ausgestattet waren, ihre Wettkampfrunden bestreiten. Mit 15 gegenüber 13 Schützen im Vorjahr gelang auch eine bessere Ausbeute. Insgesamt neun der tiefgefrorenen Enten konnten mit in das Sittenbachtal genommen werden. Dort werden sie – wie bisher – bei Kamerad Löffler zubereitet und verspeist. Natürlich sind dort auch die Familienangehörigen dabei, denn bei der SRK Kirchensittenbach wird das „Miteinander“ groß geschrieben. Text/Foto: Roland Dietrich

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Mittelfranken KV Steigerwald

Der Kreisverband Steigerwald ist Geschichte Auflösung vollzogen – Ortsvereine fanden neue Heimat Scheinfeld – Mit Beginn des neuen Kalenderjahres ist er Geschichte – der BSBKreisverband (KV) Steigerwald. Trotz des eher traurigen Anlasses hatten sich auf Einladung des kommissarischen Kreisvorsitzenden Hans Nickel nochmals viele Vertreter der verbandsangehörigen Ortskameradschaften sowie einige Gäste im Gasthaus Zorbes eingefunden. Die Auflösung des Kreisverbandes war mit Beschluss vom 16. Januar 2016 notwendig geworden, nachdem sich nach dem plötzlichen Tod des Vorsitzenden Ronald Schöfisch im Jahr 2014 in zwei Mitgliederversammlungen kein neuer Kreisvorsitzender mehr gefunden hatte und Schöfischs Stellvertreter Hans Nickel den Kreisverband zusammen mit seinem Kassier und Schriftführer Fritz Dürr kommissarisch weiter geführt hatte. Nickel selbst hatte sich aber für eine weitere, dann reguläre Wahl zum Vorsitzenden nicht mehr bereit erklärt. Die bisherigen Mitgliedskameradschaften (Altmannshausen, Kirchrimbach, Markt Bibart, Markt Taschendorf, Oberrimbach, Obersteinbach, Scheinfeld, Schnodsenbach und Unterlaimbach mit aktuell insgesamt rund 320 neuen Mitgliedern) gehen zum größten Teil an den BSB-Kreisverband Neustadt a.d. Aisch mit ihrem Vorsitzenden Feldwebel d.R. Bernd Finkenberger über, lediglich die Ortskameradschaften Dreifranken, Geiselwind und Hellmitzheim mit insgesamt aktuell etwas über 100 Mitgliedern werden dem unterfränkischen Kreisverband Kitzingen beitreten bzw. sind in der Diskussion darüber. Finkenberger zeigte sich erfreut über den Zuwachs für seinen KV und versprach stets ein offenes Ohr für die neuen Mitglieder in seinem Kreisverband zu haben. Nickel dankte den Mitgliedern für ihre geleistete Arbeit im Kreisverband und zeigte sich erfreut, dass die meisten von ihnen

im KV Neustadt a.d. Aisch eine neue Heimat finden. Gleichzeitig lobte er dessen Vorsitzenden Bernd Finkenberger als kompetenten und engagierten Streiter für das Soldaten- und Reservistenwesen. Gemeinsam ehrten der Stellvertretende BSB-Bezirksvorsitzende und Vorsitzenden des Kreisverbandes Erlangen-Höchstadt, Oberstleutnant d.R. Frank Greif, und der Bezirksgeschäftsführer Mittelfranken des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. (VdK), Oberstleutnant d.R. Dirk Mewes, einige Angehörige des KV Steigerwald, die sich in hervorragender Weise als Sammler für die Straßensammlungen des Volksbundes verdient gemacht hatten. Im kommenden Jahr sollen weitere Sammler des dann aufgelösten Kreisverbandes Steigerwald in einer separaten Veranstaltung geehrt werden. Mewes dankte den Sammlern für ihre hervorragende Arbeit und drückte sein Bedauern über die Auflösung des Kreisverbandes und die insgesamt immer schwächer werdenden Sammelergebnisse aus. Das Sammlungsergebnis 2015 bezifferte Mewes bundesweit mit rund fünf Millionen Euro, davon alleine in Bayern 2,1 Millionen Euro. Er versicherte, dass die gesammelten Gelder zuverlässig bei den Gräbern und in der Jugendarbeit ankämen. Derzeit betreue der Volksbund 832 Friedhöfe im Ausland, für die Friedhöfe im Inland seien die jeweiligen Kommunen zuständig in deren Gemarkung die Grabanlagen liegen. Mewes berichtete auch über die inzwischen beseitigten Führungsprobleme seines Verbandes und beleuchtete die Wich-

Mit einem Händedruck dankte der Kreisvorsitzende Bernd Finkenberger dem stellvertretenden Kreisvorsitzenden Hans Nickel und übernahm dessen Aufgaben in den Kreisverband Neustadt/Aisch-Bad Windsheim. tigkeit der Kriegsgräberfürsorge in der Zukunft. Greif dankte den Mitgliedern ebenfalls für ihre geleistete Arbeit, zeigte sich aber betrübt über die Auflösung des Kreisverbandes Steigerwald. „Mit jeder Auflösung verschwindet nicht nur ein Stück Organisation unseres Verbandes, es verschwindet auch ein Stück Geschichte und ein großes Stück an persönlichen Bindungen und Schicksalen. Daher gilt es dieser Entwicklung entschlossen zu begegnen.“ Angesichts der Auflösung des Kreisverbandes aufgrund des Mangels an möglichen Nachfolgekandidaten für den Vorsitzenden rief Greif dazu auf, dass sich generell alle Vorsitzenden von Kameradschaften, Kreisoder Bezirksverbänden bis zum Landesverband in der Pflicht sehen sollten ihre Nachfolge frühzeitig zu regeln, um entsprechende Probleme und Führungskrisen zu vermeiden. Text: BSB MFr, Fotos: G. Bauer

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Für langjährige Sammlertätigkeit für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge wurden ausgezeichnet: Willi Haßler (Albert-Schweitzer-Plakette für 30jährige Sammlertätigkeit); Peter Mergenthaler, Erhard Hess und Fritz Dürr (Goldene Verdienstspange/20) sowie Heinrich Kortum (Bronzene Verdienstspange/5).

Der stellvertretende Bezirksvorsitzende Frank Greif und der Volksbund-Bezirksgeschäftsführer Mittelfranken Dirk Mewes, zeichneten Willi Haßler, Erhard Hess, Peter Mergenthaler, Heinrich Kortum und Friedrich Dürr (v. l.) für ihre Verdienste in der Friedensarbeit des Foto: G. Bauer Volksbundes aus. treue Kameraden 1/2017

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Mittelfranken SV Leinburg

SKV Rednitzhembach

Eine Ära ging zu Ende

Weihnachtsfeier mit Ehrungen und Tombola

Leinburg – Nach über 125 Jahren wurde der Soldatenverein (SV) Leinburg und Umgebung zum 31. Dezember 2016 aufgelöst. Organisatorische Gründe waren der Anlass. Der Verein kann auf eine lange Tradition zurückblicken. So wurde am 1. Januar 1890 im Gasthaus Gottschalk der bereits 70 Mitglieder zählende Verein gegründet. Vorsitzender war Georg Gottschalk aus Leinburg. 1914 konnte eine eigene Fahne eingeweiht und das Vereinsbild enthüllt werden. Obwohl am 16. April 1945 sämtliche Unterlagen vernichtet wurden, sind Fahne und Bild gerettet worden. Beide wurden ins Archiv der Gemeinde Leinburg gegeben. Nach einigen Anläufen lebte das Vereinsleben 1958 wieder voll auf, nachdem der Leinburger Leonhard Haas am 13. April die Wiedergründung der Soldaten- und Kriegerkameradschaft Leinburg und Umgebung vollzog. Der Verein erlebte einen blühenden Aufschwung, nahm an vielen örtlichen und auswärtigen Festlichkeiten teil. 1984 gründeten Hans Martin Loos und Andreas Böhm eine Reservistengruppe innerhalb des Soldatenvereins, die Böhm leitete. Es wurde mit Kleinkalibergewehren geschossen. Er starb 1998, der Verein hat ihm viel zu verdanken. Die Abteilung sollte nicht aufgeben werden und so übernahm Helga Dörre die Reservistengruppe, nachdem sie die Waffensachkunde abgelegt und einen Schießleiterlehrgang absolviert hatte. Das letzte KK-Schießen der Reservisten fand im Februar 2013 statt, da die Anlage vom Landratsamt nicht mehr abgenommen wurde. Von 1973 bis 1977 war Erwin Bauer zunächst 2. Vorsitzender und ab 1977 1. Vorsitzender des Vereins. Er verstarb im Jahr 2010. Sein Nachfolger war bis zuletzt Herbert Gehr. Text: Helga Dörre

Redaktionsschluss für treue Kameraden 2/2017 ist der 3. März 2017. Senden Sie Ihre Beiträge bitte an brandl50@gmx.de

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treue Kameraden 1/2017

Rednitzhembach – Im weihnachtlich liebevoll dekorierten großen Saal des Gemeindezentrums konnten die Mitglieder, Ehrengäste und Freunde des Soldaten- und Kameradschaftsverein (SKV) 1884 Rednitzhembach den übereichlichen Geschenketisch für die Glückstombola bewundern. Durch den Abend führte in Vertretung des Vorsitzenden Josef Naglmüller dessen Stellvertreter Frank Lindemann. Als Gäste begrüßte Lindemann neben den SKV-Mitgliedern auch die anwesenden Ehrenvorsitzenden sowie Ehrenmitglieder. Mehrere Ehrengäste, allen voran Hausherr und 1. Bürgermeister Kamerad Jürgen Spahl, gaben sich die Ehre. Die Hembacher Stubenmusik sorgte für die musikalische Untermalung der Feier sorgte. Eine wunderbar nachdenkliche Geschichte erzählte Gerhard Hertlein. Gemeinsam sangen die Gäste „Leise rieselt der Schnee“, schon hörte man die Glo-

cken des Weihnachtsmannes von draußen hereinschallen. Er begrüßte die Gäste und forderte die Kinder auf, zu ihm auf die Bühne zu kommen. Nachdem sie ihre weihnachtlichen Gedichte vorgetragen hatten, die mit Beifall belohnt wurden, dankte ihnen der Nikolaus mit einem Geschenk. Alsdann beschenkte der Nikolaus die fleißigen Helferinnen und Helfer, die sich ganzjährig um die Belange des Vereins kümmern, wie die Austräger der Vereinspost, die Frauen und Männer die sich um Vereinsheim, Veranstaltungen, Ehrenmalpflege und viele Veranstaltungen, die Organisatoren des Freitagsradelns, Wanderungen, Frühjahrskur, Ochsengrillen, Beerdigungen und sonstiger Vereinsveranstaltungen. Die meistbeteiligten Freitagsradler wurden für ihre Ausdauer belohnt. Text: Artur Müller Foto: Georg Winter

V. l.: Frank Lindemann (2. Vorsitzender), Pfarrer i.R. Wolfgang Roth, Artur Müller, Kurt Zwingel und Bürgermeister Jürgen Spahl.

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Für langjährige Verbandstreue wurden ausgezeichnet: Roland Hertlein, Artur Müller, Pfarrer i.R. Wolfgang Roth und Hansjörg Schmidt (40 Jahre); Günter Thrul, Werner Kraus, Norbert Kimmelzwinger, Paul Pfeiffer, Richard Herrmann, Anton Bimüller und Dieter Wollmann (25); Anni Sollmann, Inge Großkopf, Marina Großhans, Roland Bloß, Georg Rühl, Gertrud Sauer, Sebastian Müller, Agnes Schneider und Norbert Wießner (10).


Mittelfranken DSKB Speichern/Neunkirchen

Ehrungen zur Weihnachtszeit Neunkirchen – Über einen zur Weihnachtsfeier voll besetzten Saal im Schützenhaus freute sich DSKB-Vorsitzender Stefan Kratzer. In besinnlicher Atmosphäre, bei Weihnachtsliedern sowie der musikalischen Untermalung durch Tino Hermes lauschten die Gäste bei Kaffee und Kuchen den Weihnachtsgeschichten einiger Vortragender. Als Repräsentant der Gemeinde war der 3. Bürgermeister Andreas Beck anwesend, der die Arbeit des DSKB lobend unterstrich. Dieser Ansicht schloss sich auch der Vorsitzende des Kreisverbands Hersbruck / Lauf, Thomas Winter, an. Nach den Ehrungen durch den Vorsitzenden übernahm Vereinsschießwart Roland Bezold die weiteren Auszeichnungen für die angeschlossene Schützengruppe. Nach dem offiziellen Teil wartete die reichhaltige Tombola und da vor allem die Schinken auf die Gewinner. Das Verdienstabzeichen der Schützen in Gold wurde Ehrenschießwart Willi Niedenthal verliehen. Roland Bezold erhielt für seinen außergewöhnlichen Einsatz für das Schießwesen das Verdienstabzeichen der Schützen in Silber. Text/Foto: Kurt Meußel

Die geehrten Mitglieder mit Funktionären und Ehrengästen.

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Für langjährige Vereinstreue wurden ausgezeichnet: Waltraud Hellmann, Fritz Hellmann, Brigitte Singer, Rudolf Gründig und Anni Niedenthal (30 Jahre); Michael Kothe (25).

SKK Streudorf

Weihnachtsmann kam vorbei Streudorf – Günther Raab, 1.Vorsitzender der Soldaten- und Kriegerkameradschaft (SRK) Streudorf, konnte im vollbesetzten Gasthof Rummer Gäste und Kameraden mit ihren Angehörigen zur Weihnachtsfeier begrüßen. Der Posaunenchor Wald unter Leitung von Lisa Binder sorgte für den musikalischen Rahmen. Schriftführer Albert Reithmeier gestaltete die Feier mit Weihnachtsliedern, Prologen und Gedichten. Pfarrer Johannes Wagner verstand es, eine weihnachtliche Geschichte auf seine ganz spezielle, humorvolle Art und Weise vorzutragen. Da ja viele Kinder mit anwesend waren, kam das Christkind vorbei, um diese zu beschenken. Eine Tombola mit wertvollen, praktischen Gewinnen bildete den Abschluss dieser Feier. Text/Foto: Peter Brandl

Die Kinder freuten sich über die Geschenke, die der Weihnachtsmann mitgebracht hatte. treue Kameraden 1/2017

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Mittelfranken SKK Unterferrieden

Den 60. Vereinsgeburtstag zelebriert Unterferrieden – Bereits seit 60 Jahren besteht der Soldaten-, Krieger- und Kameradschaftsverein (SKK) Unterferrieden. Mit einem Schießwettbewerb, den Frank Birkmann für sich entschied, wurde im Dezember der runde Geburtstag ausgiebig zelebriert. Anschließend feierte man gemütlich in der Gaststätte „Wild“, erfuhr Interessantes über die Chronik des Vereins und ehrte langjährige Kameraden. Dabei erhielt der langjährige SKK-Vorsitzende Johann Hiltner das Verdienstkreuz 1. Klasse, seine Frau Helga für ihre tatkräftige Unterstützung einen schönen Blumenstrauß. Nach einer kurzen Gedenkminute für verstorbene Mitglieder trug Vereinsvorsitzender Jürgen Piechura die Chronik vor. Nach Beendigung des zweiten Weltkrieges regte sich bei den heimgekehrten Kameraden der Wunsch, zum Gedenken an die gefallenen und vermissten Kameraden einen Kriegerverein zu gründen. Bei der Gründungsversammlung im Dezember 1956 traten bereits 49 Kameraden des Ersten und Zweiten Weltkrieges dem „Kriegerverein Unterferrieden 1956“ bei, 1957 zählte

der Verein bereits 74 Mitglieder. Dank vieler Spenden der Mitglieder und der Bevölkerung konnte eine Salutkanone und eine Fahne gekauft werden, die 1959 geweiht wurde. Im Jahr 1972 wurde der Verein in „ Soldaten- und Kriegerverein 1956 Unterferrieden“ umbenannt. Grund war die steigende Anzahl der Bundeswehr-Reservisten als Mitglieder. Im gleichen Jahr erfolgte der Anschluss an den Landesverband des „Deutsche Soldaten- und Kameradschaftsbund in Bayern“. Seit Dezember 1996 ist der Verein dem „Bayrischen Soldatenbund 1874 e.V.“ im Kreisverband Roth angeschlossen. Bei halbrunden und runden Jubiläen waren zum Teil bis zu 40 Vereine und Verbände anwesend. Durch die kameradschaftliche Verbundenheit vieler nicht gedienter Bürger in Unterferrieden, die dem Verein beitraten, wurde dieser im Jahr 2001 in „Soldaten-, Krieger- und Kameradschaftsverein Unterferrieden gegr. 1956 e.V.“ umbenannt. Mit 107 Mitgliedern ist die Organisation gut aufgestellt. Auch jüngere Kameraden nehmen heute aktiv am Vereins-

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Für besondere Verdienste bzw. langjährige Vereinsmitgliedschaft wurden geehrt: Johann Hiltner (55 Jahre/Verdienstkreuz 1. Klasse); Rudolf Arndt, Herbert Juppe, Richard Kohlmann, Richard Wittmann (40); Manfred Hiltner, Norbert Kellermann, Erwin Wild, Konrad Meier (25).

leben teil, was sehr erfreulich ist. Der SKK Unterferrieden ist für die Durchführung des jährlichen Volkstrauertages und die Pflege des örtlichen Kriegerdenkmals verantwortlich und unterstützt die jährliche Haus- und Straßensammlung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Nach der Übergabe der Siegerpokale des Nachmittagsschießens durch den Reservistenvertreter Norbert Kellermann beendete Piechura den offiziellen Teil der Jubiläumsfeier und eröffnete mit einem vorweihnachtlichen Gedicht den gemütlichen Teil des Jubiläumstages. Text/Foto: Sabine Rösler/tK (Quelle: „Nürnberger Nachrichten“)

V. l.: SKK-Vorsitzender Jürgen Piechura, Richard Wittmann, Rudolf Arndt, Norbert Kellermann, Erwin Wild, Konrad Meier, Manfred Hiltner, Johann Hiltner, Richard Kohlmann, stellvertretender Kreisvorsitzender Philipp Seitner, 2. SKK-Vorsitzender Richard Liebel, Herbert Juppe, Helmut Röhrich.

Neu im Internet: Unter der BSB-Internetadresse www.bsb-1874.de finden Sie allerlei nützliche Informationen zur Arbeit im Verein, etwa zum Sozialwerk, zu Versicherungen, zu Auszeichnungen oder für die Zusammenarbeit mit der Redaktion treue Kameraden. 52

treue Kameraden 1/2017


Mittelfranken SRK Unterwurmbach

KSK Cronheim

Alfred Wilewka stolze 60 Jahre beim BSB

Werbung um Mitarbeit beim Vereinsjubiläum Cronheim – Sehr gut besucht war der erste Info-Frühschoppen der Krieger- und Soldatenkameradschaft (KSK) Cronheim in diesem Jahr. KSK-Vorsitzender Werner Glas (Foto, bei der Begrüßung) warb dabei um Mitarbeit im Festausschuss für das bevorstehende Vereinsjubiläum. Peter Brandl, Stellvertretender Kreisvorsitzender, zeigte sich freudig überrascht ob der großen Resonanz auf den Frühschoppen und überbrachte die Neujahrsgrüße des KreisvorText/Foto: Brandl stands.

Unterwurmbach – Langjährige Mitglieder im BSB und VdRBw wurden anlässlich der Weihnachtsfeier der Soldaten- und Reservistenkameradschaft (SRK) Unterwurmbach durch den Ortsvorsitzenden Heribert Wagner (l) und den Kreisvorsitzenden Günther Raab (r) geehrt (v.l.): Fritz Kreß (55 Jahre/BSB), Rolf Wagner (10/VdRBw), Eric Ortner (25/BSB), Ernst Weiß (55/BSB), Karl Sixtbauer (30/BSB), Wilhelm Ortner (55/BSB), Fritz Ortner (55/BSB), Alfred Wilewka (60/BSB) und Hans Mark (55/BSB). Die Verleihung der Auszeichnungen war der Höhepunkt der Feier bei Kaffee und Kuchen, Weihnachtsliedern und einem Weihnachtsgedicht, zu der auch die Ehefrauen, Partnerinnen und Freunde der Mitglieder eingeladen waren. Kreisvorsitzender Günther Raab trug vor, was ein 18-jähriger Wehrmachtssoldat Weihnachten 1945 im Gefangenenlager der Text: Brandl/tK, Foto: Brandl Sowjetarmee erlebt hatte.

KRV Weisendorf

Abschied von Markus Seeberger Weisendorf – Mit großer Trauer vermeldet der Krieger- und Reservistenverein (KRV) Weisendorf e.V. unter der Leitung von Josef Turowski den Tod seines langjährigen 1. Vorsitzenden Markus Seeberger, der am zweiten Weihnachtsfeiertag 2016 verstarb. Markus Seeberger wurde 1925 geboren und nahm am 2. Weltkrieg teil. 1950 trat er der - damals noch als Krieger- und Soldatenverein bezeichneten Kameradschaft - bei und engagierte sich von Anfang an sehr stark. Sein großes Engagement wurde mit dem Großen Verdienstkreuz in Gold des BSB gewürdigt. Von 1979 bis 1997 leitete er die Geschicke der Kameradschaft als 1. Vorsitzender und wirkte prägend auf deren Mitglieder. Mit Markus Seeberger verliert der KRV Weisendorf einen treuen, zuverlässigen und beliebten Kameraden. Er wird ihm ein ehrendes Gedenken bewahren. Mit den Weisendorfer Kameraden trauert auch der BSB-Kreisverband Erlangen-Höchstadt über den großen Verlust. „Kameraden wie Markus Seeberger“, so Kreisvorsitzender Oberstleutnant d.R. Frank Greif, „gelten dem Bayerischen Soldatenbund als hervorragende Vorbilder für kameradschaftliche und soldatische Pflichterfüllung! Möge er ruhen im Frieden Gottes!“ Text: Frank Greif, Foto: privat

KSK Wörnitz

Trauer um Karl Bergmann Wörnitz – Die Krieger- und Soldatenkameradschaft (KSK) Wörnitz trauert um ihren Vorsitzenden Karl Bergmann, der am 20. Oktober im Alter von 73 Jahren überraschend verstarb. Karl Bergmann leistete seinen Wehrdienst bei der Panzertruppe in Amberg ab. Er erzählte so gern und so viel von dieser Zeit, dass er bald „Panzer-Karl“ genannt wurde, was im selbst nicht unrecht war. Nach dem Ausscheiden aus dem Dienst trat er 1970 der KSK Wörnitz bei. Schon 1971 wurde er zum deren Vorsitzenden gewählt und bekleidete dieses Amt bis zu seinem Tode volle 35 Jahre. Auch im Kreisverband arbeitete Karl Bergmann engagiert mit und wurde für seine Verdienste mit dem BSBVerdienstkreuz 1. Klasse in Gold ausgezeichnet. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge verlieh ihm 2016 seine Goldene Verdienstspange. Karl Bergmann hinterlässt eine nicht zu schließende Lücke und wird in seiner Kameradschaft und im Kreisverband unvergessen bleiben. Text: Ernst Lippert, Foto: privat treue Kameraden 1/2017

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Unterfranken SK Saal an der Saale

Soldatenkameradschaften haben auch heute ihre Berechtigung Saal / S – Die Soldatenkameradschaften haben auch heute noch ihre Berechtigung, vor allem auch als Mahner, den Frieden zu erhalten. Das betonte der Kreisvorsitzende Rhön-Grabfeld, Günter Neundorf, bei einem Ehrenabend in der Festhalle. Dort feierte die örtliche Soldatenkameradschaft (SK) ihr 135-Jähriges Bestehen und die Neugründung nach dem Zweiten Weltkrieg vor 55 Jahren. Der Leitspruch, den der Kampfgenossenverein 1881 geprägt hatte „In Treue fest, für Gott, Heimat und Vaterland“ habe nichts an Bedeutung verloren. Das unterstrich auch Bürgermeister Norbert Bauer, selbst Mitglied der SK Saal. „Ich bin stolz, dass ich zu Euch dazu gehöre“, betonte das Ortsoberhaupt. Er stellte in seiner Ansprache fest, dass der Rechtsstaat heute beweise, dass man Lehren aus den beiden Weltkriegen gezogen habe. In Treue fest, das sei heute noch der Gruß der SK Saal an der Saale und das sei gut so. Wichtig sei es den Generationen vor Augen zu führen, wie grauenhaft Kriege sind, dass sie Millionen von Menschenleben fordern. Mahnmale seien die Erinnerung in den Ortschaften. Die SK Saal sei mit 110 Mitgliedern einer der größten Vereine der Marktgemeinde und gehöre zum gesellschaftlichen Leben dazu. Dank sagte der Bürgermeister für die zahlreichen Aktivitäten, aber auch für die Kameradschaftspflege. Auf die Zukunft der Soldatenkameradschaften eingehend meinte Norbert Bauer, dass diese sicher nicht einfach sei. In Saal

jedoch habe er keine Bange, dass der Verein weiter besteht und weiterhin auch soziales Engagement zeigt. Vorsitzender Alois Reichert hatte eingangs zahlreiche Gäste in der Festhalle begrüßt, darunter neben Bürgermeister und dem BSB-Kreisvorsitzenden auch Pfarrer Silvester. In seinem Rückblick ging er auf die Gründung des Bayerischen Soldatenbundes ein, der nach dem Deutsch-Französischem Krieg 1870/71 entstand. Die Aufgaben der ersten Soldaten- und Veteranenvereinigungen war neben der Kameradschaftspflege die Erinnerung an die Gefallenen und die Betreuung und Unterstützung von Kriegsgeschädigten. Man kümmerte sich auch um Kriegerwitwen und Hinterbliebene. 1881 gründete sich in Saal der „Kampfgenossenverein“. Schon drei Jahre später wurde eine Fahne angeschafft, die 1989 restauriert wurde. Im Protokollbuch ist nachzulesen, dass am ersten Weltkrieg 176 Saaler teilgenommen haben, 34 kehrten nicht mehr in die Heimat zurück. Für sie wurde 1920 die Kriegergedächtniskapelle am Findelberg errichtet. Zu diesem Zeitpunkt zählte die Kameradschaft 225 Mitglieder. Im Zweiten Weltkrieg beklagte die Gemeinde 80 Gefallene und der Verein wurde durch das damalige Regime verboten. Am 23. Juli 1961 wurde die SK durch 44 Veteranen beider Weltkriege wieder gegründet und nannte sich „Kriegerverein Saal“. Man hatte drei Böllergeschütze, die an die Patenkompanie des Panzergrenadierbataillons 3./352 Mellrichstadt ausgeliehen und 2006 wieder zurückgegeben wurden. Sie werden heute bei Festen, am Volkstrauertag und bei Beerdigungen von Vereinsmit-

gliedern genutzt. 1973 wurde der damals neu gegründete Schützenverein in die Kameradschaft integriert und so änderte sich der Vereinsname auf „Soldaten- und Schützenkameradschaft Saal an der Saale.“ Das blieb bis 1984 so. Dann formierte sich die Schützengruppe neu und trennte sich von der Kameradschaft. Grund war unter anderem die Kritik des Kreisverantwortlichen des Deutschen Soldaten- und Kameradschaftsbundes, der das Schießen in einer Soldatenkameradschaft nicht akzeptierte. Damit bekam die Kameradschaft ihren heutigen Namen „Soldatenkameradschaft Saal“. Der Verein ist sozial engagiert und restaurierte die Kriegerkapelle in den Jahren 1995 und 2003, außerdem das von der Gemeinde umgesetzte Altarhäuschen im Jahr 2010. Die Kameradschaft hat Höhen und Tiefen erlebt und ist heute ein wichtiger kultureller Bestandteil der Dorfgemeinschaft von Saal an der Saale. Text/Foto: Hanns Friedrich

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Für langjährige Mitgliedschaft bzw. besondere Verdienste wurden ausgezeichnet: Reinhold Umhöfer (50 Jahre / Verdienstkreuz in Gold); Gerold Haag, Waldemar Hermanovski, Gerhard Koch und Horst Ludwig (40). Rudi Schmitt (Großes Verdienstkreuz am Bande); Uwe Beyer und Heribert Bindrim (Verdienstkreuz I. Klasse); Walter Glückstein, Heinz Mauer, Norbert Bauer, Werner Rink, Heinz Schön, Volker Zinßler, Albin Neunhöfer und Hermann Schneider (Verdienstkreuz II. Klasse).

Zahlreiche Ehrungen gab es bei der SK Saal an der Saale am Ehrenabend in der Festhalle. Kreisvorsitzender Günter Neundorf und Vorsitzender Alois Reichert (beide links) nahmen die Ehrungen gemeinsam mit Bürgermeister Norbert Bauer (r) vor.

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treue Kameraden 1/2017


Unterfranken KSV Kürnach

Auszeichnung für Peter Ockfen Kürnach – Im Rahmen der vorweihnachtlichen Feier des Kameraden- und Soldatenvereins (KSV) Kürnach wurde dessen 1. Vorsitzender Peter Ockfen (Bildmitte) mit der Verdienstmedaille in Bronze der Österreichischen Albert-Schweitzer-Gesellschaft ausgezeichnet. Der Kürnacher Bürgermeister Thomas Eberth (r) und der BSB-Kreisvorsitzende vitéz Rainer Schmitt (l) überreichten die Medaille. Grund dieser seltenen Auszeichnung war die jahrelange Betreuung eines schwer erkrankten Kameraden des Kürnacher Vereins. Trotz beruflicher Mehrfachbelastung fand Kamerad Ockfen immer wieder Zeit, sich um den schwer erkrankten Kameraden bis zu dessen Tod zu kümmern. Text: v. Schmitt Rainer, Foto: Thomas Eberth

Redaktionsschluss für treue Kameraden 2/2017 ist der 3. März 2017. Senden Sie Ihre Beiträge bitte an franz.sennefelder@t-online.de SRK Zeil

Jahresabschlussfeier der Zeiler Reservisten Zeil – Das Gasthaus Göller war Ziel der Jahresabschluss- und Adventsfeier der Soldaten- und Reservistenkameradschaft (SRK) 1874. Vorsitzender Karl-Heinz Vogel konnte dabei nicht nur ein volles Haus, sondern auch gleichzeitig drei neue Kameraden begrüßen. Er ging kurz auf das Jahr 2016 ein und überließ dann Altbürgermeister Major d.R. Christoph Winkler das Pult für seine Ansprache. Winkler erinnerte die Anwesenden, gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit an das eigene Selbstverständnis und an das, für was Reservisten und Soldaten stehen. Vor 100 Jahren die Schlacht von Verdun, eine der menschenverachtendsten Schlachten überhaupt, vor 70 Jahren der Überfall der Japaner auf Pearl Harbour mit Kriegseintritt der Amerikaner, die Kapitulation vor 76 Jahren, der Kalte Krieg, waffenstarrendes Gegenüber. Dann die Grenzöffnung, Ende der Sowjetunion, eine große Euphorie überall, Abbau der Bundeswehr auf ein Minimum, Erweiterung der Nato und der Europäischen Union. Und dann, neue Kriegsformen, Bundeswehr im Kriegseinsatz, Krieg der Religionen und um Ressourcen. England will aus der EU austreten, träumt von vergangenen Zeiten, Krisen in der EU, Bankenkrise, Schuldenkrise, Glaubwürdigkeitskrise, die Flüchtlingskrise, die Türkei erpresst Europa und ist auf dem Weg in eine Diktatur. Winkler erinnerte an den Besuch der Reservisten 2016 im Dokumentationszentrum zum Nationalsozialismus in Nürnberg, wo der Weg in die Diktatur der Nazis dargestellt ist. Die

Parallelen zu den Geschehnissen in der Türkei sind augenfällig. Vieles macht den Menschen Angst, verunsichert und schürt den wachsenden Populismus, den Auf-stieg der AfD, den Wahlsieg eines Donald Trump. Winkler rief dazu auf nicht darauf hereinzufallen, sich von den Populisten keine Angst einjagen zu lassen und wieder an den alten Spruch zu denken: Wachsamkeit ist der Preis der Freiheit. „Europa ist nicht Chlorhähnchen und Staubsaugernorm, sondern bedeutet schon über 70 Jahre Frieden und Freiheit“, so Winkler, „und für diese Freiheit stehen wir mit unserem Eid und unserem Gelöbnis und diese gilt es weiter zu verteidigen“. Weihnachten ist auch die Zeit Danke zu sagen. So konnte Oberstleutnant d.R. Franz

Sennefelder als Bezirksvorsitzender und stellvertretender Präsident des Bayerischen Soldatenbundes (BSB) sieben Reservisten der Kameradschaft mit der Bezirksehrennadel in Silber für besondere Verdienste auszeichnen. Zum Abschluss überreichte Karl-Heinz Vogel noch ein kleines Geschenk, eine kleine Anstecknadel in Form des Eisernen Kreuzes. Diese Nadel soll deutlich machen, dass der Träger diente, der Bundeswehr verbunden ist, für Freiheit und Kameradschaft steht, stolz ist in einem freien und demokratischen Land zu leben und auf das was man geleistet hat und die heutigen Soldaten leisten. Er wünschte allen Kameraden dieses Bewusstsein und natürlich noch schöne Adventstage und ein frohes Weihnachtsfest. Text/Foto: Christoph Winkler

Die mit der Bezirksehrennadel ausgezeichneten Reservisten (v.l.) Wolfgang Weinmann, Hubert Kuhn, Franz Frank, Vorsitzender Karl- Heinz Vogel, stellvertretender BSB-Präsident Franz Sennefelder, Udo Schmidt, Ewald Göpfert, Michael Stretz. Es fehlt Günter Schädler. treue Kameraden 1/2017

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Oberbayern KV München/KSK Hohenbrunn

Kriegervereine vor dem Aus? München/Hohenbrunn – Nach ihrer über 100-jährigen Vereinsgeschichte löste sich kürzlich die 1908 gegründete Soldatenund Reservistenkameradschaft (SRK) Garching auf. Altersbedingt war der einst 300 Mann starke Verein in den letzten Jahren immer mehr zusammengeschrumpft, zuletzt zählte er noch 40 Mitglieder. In einer außerordentlichen Versammlung wurde nun die Auflösung beschlossen. Das Aussterben der einst aller Orten im Gemeindeleben verankerten Traditionsvereine ist dabei keine Seltenheit. Diesen Umstand nahm der Vorsitzende der Krieger- und Soldatenkameradschaft (KSK) Hohenbrunn, Alexander Bujak, zum Anlass die Hintergründe zu erforschen. Akribisch begann er nach den Krieger- und Veteranenvereinen im Landkreis München und deren Ansprechpartnern zu forschen. In Kooperation mit dem BSB-Kreisvorsitzenden München, Klaus Käfer, war schnell die Idee zu einer Zusammenkunft dieser Kameradschaften geboren. Gilt es doch, gemeinsam die Ursachen des Aussterbens zu ergründen und nach Lösungen für das Überleben zu suchen. Von den 34 im Landkreis betroffenen Ortsvereinen, folgten schließlich Vertreter von 19 Kameradschaften der Einladung. Auch Vertreter von Politik und Presse stellten sich der Problematik. Der starke Zuspruch zeigte, wie sehr dieses Thema den Verantwortlichen am Herzen liegt. Haben doch letztlich alle mit den gleichen Problemen zu kämpfen. Als fachkundigen Referenten zu diesem Thema gewannen die Veranstalter den Prä-

Von links: BSB-Kreisvorsitzender Klaus Käfer, BSB-Präsident Richard Drexl, Alexander Bujak (Vorsitzender Kameradschaft Hohenbrunn). sidenten des Bayerischen Soldatenbundes (BSB), Oberst a.D. Richard Drexl. In seinem Vortrag spannte dieser den Bogen von den humanitären Gründen, die einst zur Gründung des BSB führten, bis hin zu den offensichtlichen Ursachen des Mitgliederrückgangs und dem daraus resultierenden Niedergang. Er zeigte aber auch Möglichkeiten auf dem entgegen zu wirken. Mehr gesellschaftliche Akzeptanz könnte schon durch die Streichung des Zusatzes „Krieger“ im Vereinsnamen erreicht werden. Auch die Öffnung der Vereine für „Ungediente“ und Frauen, so Drexl, sei auf Dauer unerlässlich. Der Präsident wies auch auf die Vorteile der Zugehörigkeit zu einem

großen Dachverband, eben dem BSB, hin. Im Anschluss an den Vortrag entspann sich eine rege Diskussion, an der auch der Landtagsabgeordnete und Ehrenmitglied im BSB, Oberst d.R. Prof. Dr. Peter Paul Gantzer, rege teilnahm. Und auch in vielen interessanten Einzelgesprächen nach Ende des offiziellen Teils ging es immer noch um das gleiche Thema. Man war sich einig, dass eine derartige Veranstaltung längst überfällig war. Die Presse hatte sich bereits im Vorfeld des Themas angenommen und erörterte es nochmals ausführlich in der Berichterstattung. Text: K. Käfer Foto: Patrik Stäbler

VKV Laim

Wohnungssicherheit und Zivilcourage München – München zählt zwar zu den sichersten Großstädten Europas, dennoch zeigen die deutschlandweiten Zahlen der Kriminalstatistik, dass die Anzahl der Hausund Wohnungseinbrüche gestiegen sind. Das gibt Anlass zur Sorge, Kriminalisten schlagen schon länger Alarm und auch die Münchner Polizei weist mit zahlreichen Info- und Präventionsveranstaltungen auf dieses Thema hin. Dabei gilt es nicht allein, Verdächtiges, Auffälliges zu erkennen, sondern man sollte auch zum Telefon greifen und seine Beobachtungen an die Polizei melden. Die Kollegen von der Münchner Polizei stellten aussagekräftige Situationen nach und zeigten verschiedene Sicherungssysteme für Türen und Fenster, die die Sicherheit von Wohnungen erhöhen. Text: Clemens Tix/tK, Foto: privat

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Polizeihauptkommissar Peter Gloel von der Münchner Polizeiinspektion 41 und Gerhard Krämer, VKV-Vorsitzender.


Oberbayern VKV Laim

VSV Rott

Mahnung zum Frieden Rotter Veteranen gedenken der Kriegstoten – Hauptversammlung am Volkstrauertag gut besucht

Laim – Mit dem Ehrenkreuz des BSB in Bronze honorierte der Vorsitzende des Veteranen- und Kriegervereins (VKV) Laim 1890/2010 e.V. bei der Jahresabschlussfeier den besonderen Einsatz seines Vertreters Clemens Tix für den Verein. Nach einer schweren Operation kaum aus dem Krankenhaus entlassen, leitete dieser am gleichen Tag in Abwesenheit des Vorsitzenden die Mitgliederversammlung.

Rott – Nicht nur das Gedenken an die Gefallenen der Kriege steht beim Veteranen- und Soldatenverein Rott am Volkstrauertag im Mittelpunkt. Der Verein mit seinen 102 Mitgliedern hält an diesem Tag nach der gemeinsamen Messe und der Gedenkfeier am Kriegerdenkmal traditionell auch seine Hauptversammlung im Gasthaus Paulus ab. „Vermutlich zum letzten Mal an diesem Ort“, erklärte Vereinschef Otmar Schilcher den 56 Anwesenden, da der Saal der Gaststätte zukünftig wohl nicht mehr für größere Veranstaltungen wie der gemeinsam mit der Feuerwehr ausgerichtete traditionelle Faschingsball zur Verfügung steht. Man denkt über Alternativen nach. Zuvor war Schilcher auf die Aktivitäten des VSV im abgelaufenen Jahr eingegangen. „Leider haben die Menschen aus den Weltkriegen und Bürgerkriegen nichts ge-

lernt“, mahnte er, um gleichzeitig an die Politiker zu appellieren, alles dafür zu tun das Blutvergießen auf der Welt mit diplomatischen Mitteln zu beenden. Lob zollte Schilcher dem heimischen Reservistenverein. „Der ist sehr aktiv, darum beneiden uns viele andere“, erklärte der Vereinschef. Finanziell sieht es derzeit auch recht gut aus. Das letzte Jahr endete mit einem ausgeglichenen Ergebnis. Damit hat der Verein weiterhin 5.000 Euro auf der hohen Kante. Auf die Finanzen kam auch Dieter Scholle zu sprechen. Der stellvertretende Bezirksvorsitzende warb für das Sozialwerk des BSB und bat um Spenden. Zum Schluss ehrte Schilcher Hubert März mit einer Urkunde für 40 Jahre Vereinszugehörigkeit. Für den musikalischen Rahmen bei der Versammlung und beim Totengedenken sorgte die Musikkapelle Rott. Text/Foto: Roland Halmel

Text: Gerhard Krämer, Foto: Norbert Winkler

Redaktionsschluss für treue Kameraden 2/2017 ist der 3. März 2017. Senden Sie Ihre Beiträge bitte an dieter.scholle@online.de V. l.: Otmar Schilcher, Hubert März und Dieter Scholle.

RK Unterhaching

Mortui Viventes Obligant Unterhaching – „Mortui Viventes Obligant” – Die Toten verpflichten die Lebenden! Diesem Leitspruch des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. fühlte sich die Soldaten- und Reservistenkameradschaft (RK) Unterhaching auch 2016 verpflichtet. Der Vorsitzende Klaus Käfer (2. v. r.) und seine Mitstreiter in der Kameradschaft (v. l.) Gerhard Eiwen, Gisela Pfeifle und Konstanze Schlee und stellten sich deshalb an Allerheiligen wieder mit der Büchse vor den örtlichen Friedhof, um für den guten Zweck zu sammeln. Dank diesen Engagements konnte das letztjährige Ergebnis auf über 1.400 Euro gesteigert werden. Anlässlich der Weihnachtsfeier der Kameradschaft wurden nun die vier Sammler vom Reservistenbeauftragten des Volksbundes, Klaus Pakulla (r) Text: Klaus Käfer, Foto: Evi Rauschendorfer mit Urkunden geehrt. treue Kameraden 1/2017

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Oberbayern KRV Marzoll

Besuch im Salzburger Wehrgeschichtlichen Museum Salzburg – Auf Initiative ihres Vereinsmitglieds Fred Müller-Romminger machten sich 15 Mitglieder des Krieger- und Reservistenvereins (KRV) Marzoll in die benachbarte Schwarzenberg-Kaserne auf, um das dortige Salzburger Wehrgeschichtliche Museum (SWGM) zu besuchen. Das SWGM in Wals-Siezenheim zeigt in seiner Ausstellung Objekte aus zweitausend Jahren Wehrgeschichte. Neben Uniformen, Ausrüstungsgegenständen, Orden und Ehrenzeichen sind es vor allem Waffen und Munition aus den verschiedenen Bereichen von der Römerzeit bis zur Gegenwart. Im Blickpunkt steht die Salzburger Militärgeschichte. So war es für die Teilnehmer auch ein Stück Heimatkunde, war Marzoll doch auch dem Salzachkreis zugehörig, bis 1816 durch den Münchner Vertrag Salzburg und das Innviertel Österreich zugeschlagen wurde. Nach der Begrüßung durch den Geschäftsführenden Obmann Oberst Dr. Kurt Mitterer folgte eine Führung durch die Römerzeit bis zur Ersten Republik. Mit sehr viel Detailwissen führte Harald Gredler durch diese Zeitreise. Nicht ohne Stolz verwies er auf eine besondere Rarität der Aus-

stellung. Das Original des „Trachenberger Kriegsplans“. Ein Schlachtplan aus der Völkerschlacht bei Leipzig des österreichischen Generalstabschefs Josef Graf Radetzky. Im Erdgeschoss fanden sich die Teilnehmer, nunmehr unter Führung von Mag. Erwin Niedermann, beim Bundesheer in der Zweiten Republik und in der Besatzungszeit bis zu den Auslandseinsätzen sowie bei den Traditionsräumen früherer Salzburger Truppenkörper wieder. Hier konnten viele Kameraden Parallelen zu ihrem eigenen Wehrdienst in der Bundeswehr herstellen. Ein Besuch der Außenanlagen mit einer umfangreichen Sammlung an Panzern, Granatwerfern, Geschützen und Kraftfahrzeugen schloss den kurzweiligen Rundgang ab. Zur abschließenden Stärkung kehrte man noch in der Unteroffiziermesse ein und ließ die neu gewonnenen Erkenntnisse in geselliger Runde nochmals Revue passieren. Nähere Informationen zum Salzburger Wehrgeschichtlichen Museum gibt es unter www.wehrgeschichte-salzburg.at Text: Thomas Stegmann

Ein österreichischer Hochgebirgssoldat aus der Anfangszeit des Bundesheeres.

Peter Koch (l.), Vorsitzender des KRV Marzoll und seine Vereinsmitglieder an der Außenanlage.

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treue Kameraden 1/2017

Foto: Thomas Stegmann

Foto: Fred Müller-Romminger


Schwaben RK Kaufbeuren

Aktivitäten könnten besser angenommen werden Kaufbeuren – Die zahlreichen Aktivitäten der Reservistenkameradschaft (RK) Kaufbeuren werden nicht mehr so gut angenommen, stellte RK-Vorsitzender Armin Bader bei der Jahreshauptversammlung der Kameradschaft fest. Das könne an der Altersstruktur der Mitglieder liegen, aber auch durch die anstehende Neuwahl des 1. Vorsitzenden bedingt sein. Gleichwohl hoffe er auf weitere Aktivitäten im neuen Jahr. Humorvoll blickte Bader dann auf das Vereinsleben und Besonderheiten im zu Ende gehenden Jahr zurück, bevor er mehrere Mitglieder für ihre langjährige RK-Treue ehrte. Text: Peter Bergmann/tK, Foto: Peter Bergmann

BV Schwaben

Neuwahl eines Bezirksvorsitzenden Vereine/Kameradschaften melden Erreichbarkeit Im BSB-Bezirk Schwaben stehen Neuwahlen an. Der jetzige Bezirksvorsitzende, Oberstleutnant a.D. Christian Kluge, wird aus Altersgründen nicht mehr kandidieren. Dieter Scholle, Hauptmann a.D. und designierter Bezirksvorsitzender des BSB-Bezirks Oberbayern, ist bereit, den Bezirk Schwaben (mit) zu führen. Die Wahl soll in den nächsten Monaten stattfinden. Die Vorsitzenden aller BSB-Vereine im Bezirk Schwaben werden gebeten, ihre Erreichbarkeit bis zum 15.03.2017 telefonisch (089/1899 9962) oder per E-Mail an kontakt@bsb-1874.de mitzuteilen. Danach erfolgt die Einladung zur Wahlversammlung.

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V. l.: Erwin Peukert, Raimund Kleinert, Anton Schweiger, Richard Dempfle, Rudolf Blob, Claus Peter, Karl-Heinz Lingner, Armin Bader.

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Für langjährige Vereinstreue wurden geehrt: Karl-Heinz Lingner (35 Jahre); Rudolf Blob (30); Anton Schweiger, Richard Dempfle und Claus Peter (20); Erwin Peukert und Raimund Kleinert (15).

Redaktionsschluss für treue Kameraden 2/2017 ist der 3. März 2017. Senden Sie Ihre Beiträge bitte an mgthorwarth@web.de

Anlässlich der letzten Kreisvorsitzenden-Tagung wurde angeregt, treue Kameraden als Jahres-Sammelband im festen Einband mit Rückenprägung (77,35 Euro inkl. MwSt/Stück) bzw. ohne Rückenprägung (48 Euro inkl. MwSt/ Stück) anzubieten. Plus 3,60 € Versandkosten. Die Idee wollen wir gern aufgreifen. Verbindliche Bestellungen bei gleichzeitiger Überweisung des Kaufpreises an (Bankverbindung: IBAN: DE41 7015 0000 0053 1299 20, BIC: SSKMDEMM, Stadtparkasse München) werden bis zum 28. Februar 2017 an BSB-Landesgeschäftsstelle, Ingolstädter Str. 240, 80939 München, erbeten. treue Kameraden 1/2017

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Selbstständige Kameradschaften RK Wisserland

Ehrenamtliches Engagement lohnt sich! Verbandsgemeinde Wissen würdigte Axel Wienands Arbeit Wissen – Waren es zunächst jahrelang erfolgreiche Sportlerinnen und Sportler, die von der Verbandsgemeinde Wissen für erfolgreiche Leistungen geehrt wurden, werden heute auch engagierte Bürger und Bürgerinnen, die sich unentgeltlich und freiwillig auf unterschiedliche Weise für ihre Mitmenschen einsetzen oder sich kulturellmusikalisch bzw. ehrenamtlich und bürgerschaftlich betätigen, bedacht. Zu den Personen, die kürzlich von Bürgermeister Michael Wagener im Foyer des Wissener Kulturwerks (vormals Walzwerk) ausgezeichnet wurden, gehörte auch Oberstleutnant d. R. Axel Wienand, Vorsitzender der Reservistenkameradschaft (RK) Wisserland. Wagener lobte Wienands erfolgreiches Engagement und seine Schaffenskraft in der Reservistenarbeit der Bundeswehr seit nunmehr über 25 Jahren. Dabei hob er besonders seinen Einsatz (und den seiner RK!) auf dem Gebiet der Kriegsgräberfürsorge hervor. Die Pflege der Freusburger Kriegsgräberehrenstätte sei ein weit bekanntes

und von der Bevölkerung durchweg gelobtes Betätigungsfeld im ehrenamtlichen Bereich, kommentierte Wagener. Er sei froh, „die Reserve“ in der Verbandsgemeinde beheimatet zu wissen. Immer ansprechbar, um Aushilfen nie verlegen, sei auf sie stets Verlass gewesen, ergänzte der Bürgermeister. Zu Wienand selbst meinte er, der Vorsitzende sei das „Zugpferd“ im Vereinsleben der RK, was im ehrenamtlichen Engagement auf sämtlichen Ebenen in der Bevölkerung geläufig sei und dort entsprechende Akzeptanz erfahre. Einer seiner Mitarbeiter, so Wagener weiter, habe ihm mitgeteilt, welchen enormen Zeitaufwand der RK-Vorsitzende in die Planung und Organisation von Veranstaltungen investieren müsse, damit seine RK und letzten Endes er selbst überhaupt so erfolgreich sein könnte. In einem persönlichen Gespräch mit dem Bürgermeister konnte Wienand viele Fragen konkret beantworten und nutzte die Gelegenheit, den Bürgermeister über ge-

wisse Umstände und Denkwürdigkeiten aufzuklären. Mit einem allgemeinen Gedankenaustausch unter den Ausgezeichneten klang die Feier in geselliger Runde aus. Text: ks Foto: privat

Den Terminkalender prall gefüllt Zahlreiche Vorhaben zur Ausbildung militärischer Fertigkeiten, ein Truppenbesuch, zwei sicherheitspolitische Seminare, der Bootsführerscheinerwerb und ein Besuch der Kreispolizeibehörde Siegen-Wittgenstein geplant Kreis Altenkirchen – Viele Termine hat die Reservistenkameradschaft (RK) Wisserland und ihre Ortsverbände Altenkirchen – Hachenburg, Betzdorf – Gebhardshain, Brachbach/Kirchen/Mudersbach, Hamm/ Morsbach/Wissen und Daaden in diesem Jahr auf dem Programm. Dabei sollen auch weiterhin die turnusmäßigen, gut besuchten Abendversammlungen mit einer Ausbildungsreihe und sicherheitspolitischen Diskussionen über die aktuelle Tagespolitik aufgelockert werden. Unter dem Motto „Geh mal wieder hin zu RK-Abendversammlungen“ sollen unterschiedlichste Ausbildungsthemen die Ex-Soldaten motivieren und anspornen. Man sei hier auf dem richtigen Kurs, meinte der RK-Vorsitzende, Oberstleutnant d.R. Axel Wienand. Das abwechslungsreiche Programm soll die Mitglieder begeistern und in der Öffentlichkeit zur Mitgliedergewinnung dienen. Unter Wienands Vorsitz arbeiteten neulich fünf Kameraden die von ihm vorgegebenen Punkte in einer Marathonsitzung ab. Bestens unterstützt wurden sie dabei vom Vorsitzenden der SK Rheintal, Obergefreiter d.R. Gerd Kaminski, aus Linz am Rhein und Harald Voit als Beauftragter der

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treue Kameraden 1/2017

Wissener RK für Veranstaltungsplanungen. Schwerpunkt der diesjährigen Vorhaben wird der Bootsführerscheinerwerb sein, gekoppelt mit einem gemeinsamen Ausbildungsbiwak mit der Soldatenkameradschaft (SK) Rheintal und DLRG-Ortsgruppe Hamm (Sieg) an der Untermosel. Themen aus den Bereichen Leben im Felde, Selbstschutz mit Pionierausbildung aller Truppen, Fahren auf Gewässern, Sanitätsausbildung und ABC-Abwehr sowie Orientieren im Gelände werden dabei zusätzlich auf den Plan gerufen. Auf dem Gebiet der sicherheitspolitischen Arbeit der RK sind bereits zwei Seminare in Planung. Auch soll im kommenden Jahr ein Truppenbesuch stattfinden. Die Besichtigung der Kreispolizeibehörde SiegenWittgenstein mit Unterweisung in die Geschichte der Dienststelle und Sicherheitspolitik sowie Flüchtlingslage im dortigen Landkreis im Februar ist bereits unter Dach und Fach. Zusätzliche feste Termine im Jahresablauf der Wissener RK und ihrer Ortsverbände sind die Vereinsmeisterschaften „Schießen“, das dritte Sauschießen, das Jahresabschlussschießen, das Training für und die

Abnahme des Deutschen Sportabzeichens sowie die Teilnahme an der Gedenkfeier am Volkstrauertag in Wissen, wie auch die Arbeitseinsätze auf dem Soldatenfriedhof in Freusburg. Angeboten werden auch Märsche zum Erwerb des Leistungsabzeichens der Bundeswehr im Truppendienst. Kleiderschwimmen und die Möglichkeit, das Rettungsschwimmabzeichen zu erwerben, sind in den Jahresablauf ebenso integriert. Die Ausbildung an der Kettenmotorsäge als zusätzliche Maßnahme wird derzeit geprüft und kann somit noch nicht abschließend sichergestellt werden. Zu den freundschaftlichen Höhepunkten mit dem Wissener Schützenverein zählt die Teilnahme am „Großen Zapfenstreich“ beim Schützenfest. Das Wettkampfschießen um den „Wisserland-Pokal“ mit Privatwaffen zur Festigung freundschaftlicher Bande mit Schützenvereinen soll im kommenden Jahr beim Schützenverein Elkenroth wiederbelebt werden und nunmehr im Dreijahresrhythmus außerhalb einer dienstlichen Veranstaltung der Bundeswehr stattfinden. Angeboten werden außerdem zahlreiche Trainingseinheiten „Schießen mit Großkali-


Selbstständige Kameradschaften ber“ im militärischen Interesse liegend von der vereinseigenen Schießsportabteilung, der Reservistenschießsportgemeinschaft (RSG) Oberes Siegtal in der Deutschen Schießsport Union und im BSB. Ein gemeinsames Waffenreinigen soll den vereinsinternen Schießbetrieb zusätzlich voranbringen. Im Jahr 2017 stehen bei den heimischen Reservisten und ihrer Schießsportgemeinschaft turnusmäßig auch Neuwahlen an. Die Ehrenamtsposten seien erfreulicherweise nicht vakant und man könne zuversichtlich in die Zukunft blicken, sagte RK-Vorsitzender Axel Wienand. Veranstaltungen geselliger Art, wie etwa Freundschaftsbesuche und natürlich die Jahresabschlussfeier werden den prall gefüllten Terminkalender abrunden. Text: aw/Foto: Gerd Kaminski Axel Wienand zeigt auf die Jahresplanung der RK Wisserland, die er gemeinsam mit Kameraden im Rahmen einer Marathonsitzung entwickelte.

Erneute Ausbildung zum Erwerb von Bootsführerscheinen gestartet Wissen – Die Reservistenkameradschaft (RK) Wisserland wird – unterstützt von der DLRG-Ortsgruppe Hamm – auch 2017 wieder einen Lehrgang zum Bootsführer auf Binnen- und Seeschifffahrtsgewässern durchführen. Vierzehn Teilnehmer haben sich bereits angemeldet. Die erste Ausbildungseinheit fand bereits statt, dabei wies der RK-Vorsitzende und Lehrgangsleiter, Oberstleutnant d.R. Axel Wienand, in die Organisation des Vorhabens ein. Außer ihm selbst wird den Bootsführerscheinanwärtern Kevin Wirths von der DLRG-Ortsgruppe Hamm an der Sieg zur Verfügung stehen. Beide sind erfahrene Bootsführer, wobei Wirths zusätzlich als kompetenter Bootsführer im Wasserrettungsdienst der DLRG den Ausbildungsbetrieb mit fundiertem Fachwissen bereichern wird. An mehreren Wochenenden werden die Kursteilnehmer in Form von Blockseminaren in Theorie, Fahrpraxis und insbesondere Navigation geschult. Die Prüfung wird im September 2017 in KoblenzGüls abgelegt. Das dortige Revier an der Untermosel eignet sich vorzüglich für die praktische Ausbildung, die von Mitte Juli bis Ende August 2017 angesetzt ist. Die theoretische Ausbildung findet im RK-Vereinsheim in Wissen statt und startet mit dem ersten Blockseminar Anfang März. Text: aw/Foto: Gerd Kaminski

Am Ende des Vortrages von Axel Wienand (stehend) bleiben nur wenige gezielte Fragen offen.

Zu Weihnachten positive Bilanz gezogen Wissen – Ordentlich besucht war die traditionelle gemeinsame Weihnachtsfeier der Reservistenkameradschaft (RK) Wisserland und ihrer Reservistenortsverbände (ROV) in ihrem Vereinsheim in Wissen. Neben den Mitgliedern begrüßte RK-Vorsitzender Axel Wienand auch die Familienangehörigen sowie den Hämmscher DLRGler Klaus Hoffmann. Die DLRG unterstützt RK-Veranstaltungen in hervorragender Weise. Wienand ließ die Aktivitäten in diesem Jahr ganz kurz Revue passieren und bedankte sich nicht nur bei den Mitgliedern für ihr hohes persönliches Engagement in der Vereins- und Verbandsarbeit, sondern auch bei den Familienangehörigen für die vielschichtigen Entbehrungen. Die RK Wisserland konnte auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Erfolge auf den Gebieten der „Ausbildung militärischer Fertigkeiten, Diskussionen über die Tages- und Sicherheitspolitik sowie Sport- und Schießausbildung“ verbuchen. „Die gut besuchten Veranstaltungen sprechen für den richtigen Kurs, den wir in der Reserve eingeschlagen haben“, sagte Wienand. Dabei betonte der Vorsitzende, die Entscheidung Ende 2011, den VdRBw zu verlassen, sei die einzig sinnige und mithin richtige gewesen. Mit einem Herzenswunsch „Vivat, crescat, floreat – RK Wisserland 1992 e.V., semper paratus“ beendete Wienand seine Rede und leitete zum geselligen Teil der Weihnachtsfeier über. Angeregte Diskussionen über Sicherheitspolitik, Politik, Geschichte und Gesellschaft wurden bis in die späten Abendstunden geführt. Dabei kamen auch lustige wie auch spaßige Themen keineswegs zu kurz. Text: aw, Foto: Gerd Kaminski

Um die richtige vorweihnachtliche Stimmung ins Vereinsheim zu zaubern, legten sich die Gäste mächtig ins Zeug. Ob es nun beim Baumschmücken war, bei den leckeren Speisen und Getränken, Mitglieder, Angehörige und Gäste trugen ihren Teil zum Gelingen der Veranstaltung bei. treue Kameraden 1/2017

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Sportschützen BSB-Sportschützen (Landesverband)

Majestäten proklamiert Hartmut Sommerer, Tamara Reim und Carolin Schmitt zu Landes-Schützenkönig/-Schützenkönigin bzw. Jugendkönigin gekürt Speikern – Die Jahreshauptversammlung der Vereins-, Kreis- und Bezirksschießwarte fand am 6. November 2016 in Neunkirchen am Sand statt. Der Vorsitzende des gastgebenden Vereins (DSKB Speikern/Neunkirchen e.V. 1895), Stefan Kratzer, informierte über den Verein, der derzeit stolze 100 Mitglieder umfasst. Die Jugendarbeit bei den Sportschützen wird hier groß geschrieben und zeigt beachtliche Ergebnisse. Es folgte die Totenehrung. Wolfgang Niebling, Stellvertretender BSB-Präsident, überbrachte Grüße des Präsidenten, Oberst a.D. Richard Drexl. Niebling stammt aus Georgensgmünd. Klar, dass darüber gesprochen wurde, dass in dieser Stadt wenige Tage zuvor ein „Reichsbürger“ bei einer Razzia auf Polizisten schoss und vier Beamte verletzte, wovon einer starb. Er besaß (zunächst legal) 31 Lang- und Kurzwaffen. Durch diesen Vorfall gerieten die Sportschützen fälschlicherweise wieder einmal ins falsche Licht. Landtagsabgeordneter Norbert Dünkel lobte das verantwortungsvolle Handeln der über eine halbe Million gemeldeten Sportschützen in Bayern, deren Waffen registriert sind. Medienbekannt aber würden Missbrauch und illegale Waffennutzung. 95 Prozent der Beiträge befassen sich damit und werfen so ein schlechtes Bild auf die Sportschützen. Die BSB-Sportschützen wirken diesem Image kameradschaftlich und durch die Vermittlung und Einhaltung der sachgerechten Handhabung vorbildlich entgegen. Seitens der Lokalpolitik besuchten Norbert Reh, Landrat von Neunkrichen am Sand und des Landkreis Lauf an der Pegnitz, auch Bürgermeisterin Martina Baumann (Neunkirchen a. Sand) die Versammlung. Der launige Auftakt ihrer Ansprache, Grußworte seien die „Folterwerkzeuge der

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Landesschützenkönig 2016: Hartmut Sommerer (34 Teiler), 1. Ritter: Hans - Jürgen Sperling (47 Teiler), 2. Ritter: Alfred Linhardt (48 Teiler). - Landesschützenkönigin: Tamara Reim (45 Teiler), 1. Lisl: Sonja Böhling ( 84 Teiler), 2. Lisl: Maria Schmitt (95 Teiler). - Jugendkönig(in): Carolin Schmitt (10 Teiler), 1. Lisl: Celina Forkel (53 Teiler), 2. Ritter: Johannes Ritz aus Marktgraiz (54 Teiler).

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Landtagsabgeordneter Norbert Dünkel lobte das verantwortungsvolle Handeln der über eine halbe Million gemeldeten Sportschützen in Bayern, deren Waffen registriert sind.

Die Ehrengäste bei der Ehrung von Alois Lederer und Fritz Wolferder. modernen Gesellschaft“, brachten ihr sofort die Sympathie der Versammelten ein. Sie wies darauf hin, dass die Schützen des DSKB Speikern im ehemaligen Kindergartengebäude einen neuen Platz für ihren Schießstand gefunden haben. Der BSB-Kreisvorsitzende Thomas Winter, Landesschießwart Mario Burg und sein Stellvertreter Roland Bezold, proklamierten alsdann mit der Bürgermeisterin, dem Landrat und dem Landtagsabgeordneten die Landesschützenkönige (s. Ergebnisse). Die Treffsicherheit der Schützen ist beachtlich und wird von den Ergebnissen der Jugend noch überragt.

Die Schützenscheibe für „Meistbeteiligung“ erhielt der diesjährige Gastgeber der Jahreshauptversammlung und wurde mit einer Schützenscheibe prämiert. Für 34 Jahre Ehrenamtsdienst wurde der ehemalige Kreisvorsitzende Alois Lederer geehrt, Fritz Wolfelder wurde zum Ehrenlandesschießwart ernannt. Bezold berichtete über das Sportjahr 2015 mit 186 Teilnehmern am Fernrundenwettkampf, dem Landesschießen mit über 700 und dem Bundeschießen mit 3.641 Schützen aus 14 Verbänden; 532 Schützen gehörten dem BSB an. Er kündigte an, dass einzelne Klassenbezeichnungen geändert werden.


Sportschützen Der BSB-Versicherungsreferent, Stefan Schmid, wies erneut auf die Versicherungsangelegenheiten der jeweiligen Kameradschaften - wie z.B. Fahnenbewegungsmeldungen für das folgende Jahr - hin. Schatzmeisterin Christa Schreml stellte den Kassenbericht vor, der zur Zufriedenheit aller Mitglieder ausfiel. Der gesamte Vorstand konnte entlastet werden. Landeschießwart Mario Burg informierte über das Forum Waffenrecht und zollte allen Vereins-, Kreis- und Bezirksschießwarten großen Respekt. Er berichtete auch über einen nennenswerten Zuwachs an Mitgliedern für den BSB. Da die Aufgabenverteilung erweitert werden soll, wurden Referentenbereiche für Böller, Großkaliber, Bogen und Armbrust zur Besetzung genannt. Der Pressebereich wird von Sonja Dendorfer, der Luftgewehr- und Luftpistolenbereich von Heinrich Dendorfer übernommen. Burg unterstrich die Bedeutung des Ehrenamts. Um den Datenschutz im Bayerischen Soldatenbund weiterhin zu gewährleisten, wurden die Mitgliedermeldungen im vergangenen Jahr erstmalig per EDV erfasst. Ab 2018 werden nur noch Änderungen verarbeitet, um die Bearbeitungszeit so gering wie möglich zu halten. Burg betonte, dass bei Anträgen und Meldungen jeglicher Art eine Bearbeitungszeit von vier bis sechs Wochen einkalkuliert werden muss. Die Versammlung folgte seinem Antrag auf Vernetzung und den Beitritt zum Forum Waffenrecht einstimmig. Burg sprach auch über Neuerungen in der Waffensachkunde und Schießleiterlehrgänge. Eine Erneuerung der Sportordnung sei in Vorbereitung. Voraussichtlich kommen vier neue Disziplinen hinzu. Die Jahresversammlung findet am 28.01.2018 in Neuensee statt, das Landesschießen am 10/11.06.2017, Bundesschießen am 16/17.09.2017 und das Landesgroßkaliberschießen am 07.10.2017 statt. Weitere Termine werden auf der Internetseite des

Die Könige, Lisl und Ritter.

Ehrengäste und proklamierte Mitglieder.

Bayerischen Soldatenbundes bekannt gegeben. Zum Abschluss der Veranstaltung fand die Ausgabe der Urkunden und Nadeln des

Fernrundenwettkampf 2015/16 sowie des Landes- und Landesgroßkaliberschießens 2016 statt. Text: Sonja Dendorfer Fotos: Roland Bezold

BSB-Sportschützen

Saison 2016 abgeschlossen Traunfeld – Mit der Bundesmeisterschaft und dem Landesreservistenschießen beendeten die BSB-Schützen im Herbst ihre Schießsaison 2016. Am Bundeschießen (17./18. September) nahmen 14 Landesverbände mit insgesamt 3.621 Schützen/innen teil, die in zehn Waffenarten (Luftgewehr, Luftpistole, Kleinkaliber KK, engl. Match, Sportpistole KK, Sportpistole GK, freie Pistole, Pistole GKI, Dienstpistole GK I D und Revolver GK 2) und 13 Disziplinen um bestmögliche Ergebnisse wetteiferten. 532 Teilnehmer davon gehörten dem BSB an. Beim Landesreservistenschießen (9. Oktober) erzielten 168 Teilnehmer in elf Disziplinen beachtliche Ergebnisse (s. www.bsb1874sportschützen.de). Text: Sonja Dendorfer/Fotos: Roland Bezold

Standbesetzung mit Aufsicht beim Bundesschießen. treue Kameraden 1/2017

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Sportschützen SK Weingarts (Oberfranken)

Carolin Schmitt wurde Jugend-Landesschützenkönigin Weingarts – Die Soldatenkameradschaft (SK) Weingarts konnte bei der Weihnachtsfeier auf zahlreiche Erfolge der Schützengruppe im abgelaufenen Jahr zurückblicken. So standen neben der Ehrung der neuen Vereinsmeister und der Sieger auf Kreis- und Bezirksebene vor allem die Erfolge der Schützinnen und Schützen auf Landesebene im Mittelpunkt. Lydia Hammerandt und die Mannschaft der Alt-Veteranen errangen jeweils den ersten Platz, Maria Schmit und Karl Blank in ihren Klassen den 2. Platz. Für das herausragende Ergebnis aber

sorgte Carolin Schmitt, die mit einem 10Teiler neue Jugend-Landesschützenkönigin wurde. Neben Ehrungen durch den Landesverband und den SK-Vorsitzenden Reinhard Spörl sprach auch der 1. Bürgermeister der Gemeinde Kunreuth, Konrad Ochs, seine Anerkennung aus und überreichte der Jungschützin im Namen der Gemeinde einen Blumenstrauß und ein kleines Präsent. Nach der Siegerehrung klang die Weihnachtsfeier der Soldatenkameradschaft Weingarts mit der Verlosung der Tombola aus. Text: Siegfried Hofmann

Ein wahrhaft königlicher Schuss! Carolina Schmitts Siegerscheibe.

V. l.: SK-Vorsitzender Reinhard Spörl, SK-Schießwart Lorenz Grillmeier, Jugend-Landesschützenkönigin Carolin Schmitt und Bürgermeister Konrad Ochs bei der Weihnachtsfeier Foto: Michaela Spörl der SK.

V. l.: SK-Schießwart Lorenz Grillmeier, Jugend-Landesschützenkönigin Carolin Schmitt, Vater Markus Schmitt (bei der Landesversammlung der BSB-Sportschützen in Foto: Reinhard Spörl Neunkirchen am Sand)

SK Mistelfeld (Oberfranken)

Zum Jahresabschluss noch mal geschossen Mistelfeld – Zum Jahresabschlussschießen der Soldatenkameradschaft (SK) Mistelfeld trafen sich am vorletzten Tag des Jahres 29 Schützen. Sie konnten auf der Glücksscheibe und einen Tiefschuss insgesamt sieben Schüsse abgeben. Gewinnerin wurde Anja Hofmann, gefolgt von Hans Latocha und Hans Köhnlein auf der Glücksscheibe. Auf dem Tiefschuss konnte SK-Vorsitzender Jürgen Panzer mit einem 71 Teiler als Gewinner ausgerufen werden, gefolgt von Anja Hofmann und Hans Latocha. Im Anschluss an die Siegerehrung wurde das Königsessen des diesjährigen Königshauses mit Jungschützenkönig Robin Matthias, Damenkönigin Christina Walther und Schützenkönig Hans Latocha ausgiebig gefeiert. Text/Foto: Jürgen Panzer

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treue Kameraden 1/2017

V. l.: Schießwart Bernd Höppel, Hans Köhnlein, Anja Hofmann, Jürgen Panzer, Christian Köhnlein und Hans Latocha.


Sportschützen SK Mistelfeld (Oberfranken)

Beeindruckende Ergebnisse beim Landesschießen Mistelfeld – Lichtenfels 1. Bürgermeister Andreas Hügerich staunte nicht schlecht, als der Vorsitzende der Soldatenkameradschaft (SK) Mistelfeld, Jürgen Panzer, bei der Siegerehrung des Landesschießens von 100 Prozent Gewinn sprach. Alle 22 Teilnehmer des Vereins gewannen mindestens eine Einzel- bzw. Mannschaftswertung. Schießwart Bernd Höppel und Andreas Hügerich überreichten Urkunden und Nadeln. Der Bürgermeister - selbst Mitglied in der SK Mistelfeld - freute sich über die guten Ergebnisse und stellte den sportlichen Aspekt und die damit verbundene Werbung für den Schießsport. Panzer meinte stolz, er habe in seiner 22 jährigen Vorstandstätigkeit noch nie einen solchen Erfolg erleben dürfen. Text: Jürgen Panzer Foto: privat

Schießwart Bernd Höppel (l), Bürgermeister Andreas Hügerich (r) und SK-Vorsitzender Jürgen Panzer (3. v. r.) konnten alle Gewinner beglückwünschen. Es fehlen Hans Latocha und Lukas Höppel.

SuKK Cham (Oberpfalz)

Jahresabschluss der Schießgruppe Cham – Zum Jahresabschluss 2016 begrüßte der Vereinsschießwart der Soldatenund Kriegerkameradschaft (SuKK) Cham, Heinz-Herbert Schild, eine stattliche Zahl von Sportschützen und Ehrengäste begrüßen. Vor Beginn des Preisschießens gab es noch eine deftige, von Heinrich Mühlbauer gestiftete Brotzeit. Bei der folgenden Siegerehrung des BSB-Landesschießens gab es Urkunden und Abzeichen. Die SuKK-Mannschaft mit Heinz-Herbert Schild, Heinrich Mühlbauer und Alois Dietl belegte in den Disziplinen Luftgewehr sitzend, Luftgewehr Auflage und Kleinkaliber KK Auflage drei Mal den 2. Platz. Weitere Ergebnisse (bis zum 3. Platz): Luftgewehr Auflage Einzel: 2. Platz Heinrich Mühlbauer (309,3 Ringe), 3. Platz Alois Dietl (308,9). Kleinkaliber KK Auflage Einzel; 3.Platz Heinrich Mühlbauer (275 Ringe). Großkaliber Sportrevolver Einzel: 1. Platz Andreas Weindl (276 Ringe). Beim BSB-Fernrundenwettkampf 201516 belegte Alois Dietl in der Disziplin LG stehend Auflage Einzel den 2.Platz mit 1.772 Ringen und beim Bundesvergleichsschießen 2016 erzielte Andreas Weindl mit dem Großkaliber Sportrevolver den 2. Platz mit 263 Ringen. Das Preisschießen gewann Richard Müller (25,1 Teiler), 2. Franz Pillmeier (45,3 Teiler) und 3. Sabine Pillmeier (61,6 Teiler). Text: Heinz-Herbert Schild Foto: Xaver Daiminger

Vorn v. l.: Kreisschießwart Stefan Wanninger, Heinrich Mühlbauer, Elisabeth Müller, Alois Dietl, Vereinsschießwart Heinz-Herbert; hinten v. l.: Sabine Pillmeier, Richard Müller, Franz Pillmeier und SuKK-Vorsitzender Peter Kausche.

Redaktionsschluss für treue Kameraden 2/2017 ist der 3. März 2017. Senden Sie Ihre Beiträge bitte an Ihre Bezirks-Pressebeauftragten (siehe Seite 7). treue Kameraden 1/2017

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Sportschützen KV Lichtenfels (Oberfranken)

„Obermaincup“ wurde gut angenommen Weismain – Bereits zum zwölften Mal fand im Weismainer Schützenhaus das Kameradschaftsschießen „Obermaincup“ für die Soldatenkameradschaften im Kreis statt. Vor kurzem wurden ebenfalls im Weismainer Schützenhaus die Sieger mit Urkunden, Pokalen und der Glücksscheibe ausgezeichnet. Der Schießwart der Weismainer SK (Soldatenkameradschaft) Jörg Will freute sich ebenso wie der stellvertretende Kreisvorsitzende Günter Hagel über die zahlreichen Teilnehmer bei diesem Schießen. Insgesamt wurden in 21 Kategorien die besten Schützen ermittelt. Aus 10 Kameradschaften nahmen 127 Schützen teil. Dies stärkste Mannschaft stellte die SK Trieb (26 Teilnehmer) vor der SK Mistelfeld (24 Teilnehmer) und der SK Oberstdorf (23 Teilnehmer). Besonders erfreulich war es, dass sehr viel Nachwuchsschützen in diesem Jahr mitmachten. Hier war eine Steigerung von 20 Prozent zu verzeichnen. Günter Hagel bedankte sich bei den Weismainer Ausrichtern und betonte die Bedeutung derartiger Schießen. Nicht nur allein der Schießsport steht im Mittelpunkt, nein auch das kameradschaftliche Zusammenwirken der einzelnen SK im Kreisverband Lichtenfels des Bayerischen Soldatenbundes, hat einen hohen Stellenwert. Ersichtlich werde dies dadurch, dass weit über die Hälfte der Teilnehmer auch an der Siegerehrung dabei sei. Auch der 2. Bürgermeister der Stadt Weismain Hans Schott freute sich darüber, über 80 Gäste aus dem ganzen Landkreis begrüßen zu können. Dies sei eine gelebte Kameradschaft. Der stellvertretende Bezirksschießwart Toni Zirkelbach aus Neuensee informierte über technische Neuerungen im Schießsport. Er freute sich auch, dass beim „Obermaincup“ einmal mehr die Schießergebnisse im Jugendbereich sehr ansprechend waren. Er dankte für die Ausrichtung des Schießens und der Ehrung der gastgebenden SK Weismain. Er freute sich über die gute Zusammenarbeit im Schießsportbetrieb der Weismainer Soldaten mit der Schützengesellschaft Weismain, so dass derartige Schießen immer wieder möglich sind. Folgende Schießergebnisse waren zu verzeichnen. Das Schießen Schülerklasse I war bei den ersten drei Plätzen fest in der Hand der SK Obersdorf. Mit 206,5 Ringen gewann Cora Dorsch vor Emelie Hübner mit 204,5 Ringen und Melissa Morzik mit 202,4 Ringen. Bei den Schülern II wurde Annika Kellner von der SK Trieb mit 175,3 Ringen Erste vor Niklas Höppel mit 165,6 Ringen und Christopher Zech mit 160,6 Ringen beide von der SK Mistelfeld. In der

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Jugendklasse war Saskia Bargel von der SK Kösten mit 190,0 Ringen Erste vor Fabian Schlesinger mit 177,6 Ringen und Ilona Stindl mit 174, 4 Ringen beide von der SK Obersdorf. Den Sieg bei Luftpistole Jugend holte sich Lukas Höppel von der SK Mistelfeld mit 150,3 Ringen vor Fabian Schlesinger mit 144,9 Ringen von der SK Obersdorf. Auch in den Mannschaftswettbewerben war die SK Obersdorf erfolgreich. So gewann bei den Schülern die SK Obersdorf mit insgesamt 613,4 Ringen sicher vor der SK Trieb die es auf 574, 8 Ringe brachte. Auch die Jugendwertung ging nach Obersdorf mit 522,4 Ringen. Die Damenwertung gewann Verena Bischoff mit 186,0 Ringen von der SRK Neuensee, vor Katja Müller mit 182,8 Ringen und Doris Dorsch mit 174,3 Ringen beide von der SK Obersdorf. Bei den Damen-Senioren zielte Stephanie Hirt von der SK Obersdorf mit 205,2 Ringen am besten. Am Nähesten kamen ihr Brigitte Karl mit 201,4 Ringen und Marita Kubat mit 201,0 Ringen von der SK Trieb. Beim Wettbewerb Damen-Veteranen behielt Irene Köhler von der SK Mistelfeld mit 199,9 Ringen die Oberhand vor Christine Kraus von der SK Trieb mit 196,8 Ringen und Rosmarie Köhnlein von der SK Mistelfeld mit 196,4 Ringen. Den ersten Platz bei den Damen in der Mannschaft sicherte sich die SK Obersdorf mit 510,7 Ringen. Die Damen Senioren-Mannschaftswertung gewann die SK Trieb knapp mit 600,9 Ringen vor der SK Obersdorf mit 600,1 Ringen. Bei der Wertung Damen-Veteranen zielten die Damen der SK Mistelfeld mit insgesamt 592,2 Ringen am besten. Zweite wurde die Mannschaft der SK Kösten mit 579,9 Ringen. Bei den Schützen-Herren gewann Johannes Ritz mit 200,2 Ringen von der SK Marktgraitz vor Mario Kestel von der SRK Neuensee mit 191,2 Ringen und Norbert

Lutz von der SSK Schwabthal/Frauendorf mit 188,2 Ringen. Gewinner bei den Senioren war Reimund Bargel von der SK Kösten mit 203,4 Ringen vor Siegfried Kittelmann von der SK Trieb mit 202,9 Ringen und Robert Herbst von der SK Mistelfeld mit 202,4 Ringen. Bei den Männer-Veteranen ging mit 199,8 Ringen Christian von Block von der SK Kösten vor Heinz Voll 198,7 Ringe und Johann Barnickel 196,0 Ringe, beide von der SK Oberwallenstadt als Gewinner hervor. In der Herren-Wertung Luftpistole holte sich Matthias Heft mit 187,4 Ringen vor Thiemo Schlesinger 184,6 Ringe und Jens Müller 182,9 Ringe beisde SK Obersdorf den Sieg. Mannschaftsgewinner Schützen wurde die SK Marktgraitz mit 573,8 Ringen vor der SK Mistelfeld mit 546,8 Ringen und der SRK Neuensee mit 545,2 Ringen. Bei den Senioren Mannschaft gewann das Team der SK Trieb mit 602,5 Ringen vor der SK Kösten mit 596,6 Ringen und der SK Mistelfeld mit 594,2 Ringen. Die Wertung Veteranen Mannschaft gewann die SK Oberwallenstadt mit 588,2 Ringen vor der SK Obersdorf mit 584,6 Ringen und der SK Trieb mit 571,9 Ringen. Beim Titel um die Luftpistole-Mannschaft ging die SK Obersdorf mit 508,2 Ringen vor der SK Trieb mit 504,9 Ringen und der SK Mistelfeld mit 500,1 Ringen als Sieger hervor. Etwas Besonderes ist Frank Kubat voin der SK Trieb gelungen. Nachdem er bereits das Obermaincupschießen auf die Glücksscheibe in Kösten gewonnen hatte war er auch auf diese Scheibe in Weismain mit einem 40,5 Teiler vor Mario Bartsch von der SK Kösten mit einem 45,8 Teiler und Siegfried Kittelmann mit 56,1 Teiler von der SK Trieb der Sieger. Mit einem gemütlichen Beisammensein klang die Siegerehrung aus. Text/Foto: Roland Dietz

Weismains 2. Bürgermeister Hans Schott (l) Schießwart SK Weismain Jörg Will (r); sitzend v.l.: stellvertretender Bezirksschießwart Anton Zirkelbach, stellvertretender Kreisvorsitzender Günter Hagel, Glücksscheibengewinner Frank Kubat und Kreisvorsitzender Udo Rudel.


Sportschützen VSV Rohr (Unterfranken)

Ehrungen und Auszeichnungen Rohr – Ehrungen für langjährige Vereinstreue und Auszeichnungen für erfolgreiche Schützen standen auf der Tagesordnung des Ehrenabends des Veteranen- und Soldatenvereins (VSV) Rohr und Umgebung e.V. Anfang Dezember im Vereinslokal Bierlein Seitz. VSV-Vorsitzender Bernd Timm konnte 22 Kameradinnen und Kameraden begrüßen. Michael Abele würdigte die sportlichen Leistungen der Schützengruppe. Beim Landesschießen am 11. und 12.06.2016 in Traunfeld traten für den VSV Rohr drei Mannschaften in insgesamt drei Kurzwaffendisziplinen an. Alle Schützen des VSV Rohr qualifizierten sich damit für das Bundesschießen 2016. An den Fernrundenwettkämpfen des BSB 1874 hat die Schützengruppe des VSV Rohr in der Wettkampfsaison 2015/2016 mit jeweils einer Mannschaft in den Disziplinen Sportpistole GK1S und Sportrevolver GK2S teilgenommen. Die Vereinsmeisterschaft 2016 wurde am 24.11.2016 auf der Schießanlage der PFSG Schwabach ausgetragen, um den Vereinsmeister mit dem KK-Gewehr und der KK-Pistole zu ermitteln. Die Beteiligung war leider wie schon im Vorjahr relativ schwach. Von den 35 Schützen der Schützengruppe des VSV Rohr beteiligten sich nur elf an den Wettkämpfen. Das traditionelle Presssackschießen Ende November wurde bereits zum zweiten Mal als offener Wettkampf ausgetragen, an dem auch Schützen anderer Vereine teilnehmen konnten. Presssack-Königin mit dem KK-Gewehr wurde Daniela Burkart. Text/Foto: Erwin Lämmermann/tK

Obere Reihe (v.l.): Erwin Dürr, Karl Scheuber, Helmut Wendland und Dieter Bauer; vorn v.l.: Hermann Lauchs, Norbert Kießling, Fritz Gastner, Günter Gugel, Jürgen Baumeister und Bernd Timm

Mitglied werden!

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Für besondere Leistungen bzw. langjährige Vereinstreue wurden ausgezeichnet: Karl Scheuber, Fritz Gastner, Norbert Kießling und Hermann Lauchs (BSB-Verdienstkreuz 1. Klasse); Erwin Dürr, Günter Gugel und Helmut Wendland (BSB-Verdienstkreuz 2. Klasse). Dieter Bauer, Hans Beierlein, Edwin Bernecker, Roland Reidelshöfer, Harald Reidelshöfer, Günter Lauchs und Herbert Richter (25 Jahre); Michael Abele, Frank Zimmermann und Andreas Kießling (10).

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Ergebnisse Landesschießen Mannschaft: Schützenklasse KK-Sportpistole: 3. Platz (Bernd Timm, Jens Baumeister, Michael Abele/655 Ringe); Altersklasse Sportpistole GK1S: 1. Platz (Jens Baumeister, Jürgen Baumeister, Dr. Dietrich Schlüter/ mit 753); Altersklasse Sportrevolver GK2S: 1. Platz (Bernd Timm, Jürgen Baumeister, Michael Abele/709). Fernrundenwettkampf BSB Mannschaft: Sportrevolver: 2. Platz (VSV-Rohr 1 mit Bernd Timm, Jürgen Baumeister, Michael Abele/ 4.527 Ringe); Sportpistole: 1. Platz (VSV-Rohr 2 mit Jürgen Baumeister, Richard Herbinger und Dr. Dietrich Schlüter/4.560). Diese hervorragende Mannschaftsleistung spiegelte sich auch in der Einzelwertung wieder, in der die Plätze 1, 2 und 3 belegt werden konnten. Vereinsmeisterschaft KK-Gewehr – Vereinsmeisterin 2016: Alexandra Raum (116 Ringe); 2. Bernd Timm (114); 3. Harry Popp (112). – KK-Pistole – Vereinsmeister 2016: Jens Baumeister (128); 2. Walter Burkart (113); 3. Richard Herbinger (112).

treue Kameraden abonnieren! Förder- und Einzelmitgliedschaft, Abonnement München – Dem Bayerischen Soldatenbund 1874 e.V. (BSB) gehören automatisch die Mitglieder eines dem BSB angeschlossenen Ortsvereins/-kameradschaft an. Darüber hinaus gibt es die Einzel- und Fördermitgliedschaft, beide müssen separat beantragt werden. Im Jahresbeitrag für Einzelmitglieder (18 Euro) ist der Bezug der zweimonatlich erscheinenden Verbandszeitschrift treue Kameraden bereits enthalten. Auch bei den Fördermitgliedern ist die Lieferung der Verbandszeitschrift bereits im Jahresbeitrag von (mindestens) 49 Euro eingeschlossen. Fördermitglieder unterstützen den BSB mit ihrem „nach oben offenen“ höheren Jahresbeitrag in besonderer Weise. Sie erhalten eine Spendenquittung. Bleibt noch anzumerken, dass treue Kameraden auch im Einzelabonnement bezogen werden kann. Das Heft kommt zum Preis von 15 Euro/Jahr alle zwei Monate druckfrisch an die angegebene Adresse. Eine kombinierte Beitrittserklärung (Förder- und Einzelmitglieder) und Abonnement-Bestellung finden Sie unter http://www.bsb1874.bayern/Mitglied-werden/ treue Kameraden 1/2017

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Sportschützen SK Seußen (Oberfranken)

Weihnachtsfeier mit Ehrungen der Schützengruppe Seußen – Christa Hartwich, Vorsitzende der Soldatenkameradschaft (SK) Seußen, konnte zur Weihnachtsfeier zahlreiche Kameradinnen und Kameraden, Ehrenmitglieder sowie den BSB-Kreisvorsitzenden Siegfried Haas begrüßen. Nach einem guten Essen, besinnlichen und lustigen Weihnachtsgeschichten, gemeinsam gesungenen Weihnachtsliedern, musikalisch begleitet von Helmut Rieß, ehrte der 1. Schießwart Manfred Hartwich zahlreiche erfolgreiche Schützen. Zusammen mit dem Kreisvorsitzenden und dem 2. Schießwart Erwin Anneser übergab er eine Vielzahl von Preisgeldern und Auszeichnungen. Zwölf Damen und Herren beteiligten sich am Weihnachts- und Christbaumschießen der Kameradschaft. Die Weihnachts-Ehrenscheibe gewann Erwin Anneser mit einem 35,4 Teiler. Bei den Serien mussten derer fünf geschossen werden, die besten vier kamen in die Wertung. Bei den Damen gewann Ursula Seidel mit 1.170 Ringen, bei den Herren belegte Erwin Anneser Platz 1 mit 1.155 Ringen. Ihm folgten Manfred Hartwich mit 1.151 und Horst Glässel mit 1.147 Ringen. Für jeden Treffer auf den Christbaum wurde ein Los gezogen, die größte Nummer gewann die größte Gans. Alle weiteren Platzierten erhielten einen Preis in Form von Geflügel. Auch die von der SK Röthenbach anlässlich des 110-jährigen Jubiläums überreichte, wunderbar bemalte Jubiläumsscheibe wurde im Rahmen des Weihnachtschießens beschossen. Mit einem 63,9 Teiler gewann Ursula Seidel die Scheibe. Besonders geehrt wurden die diesjährigen BSB-Landessieger. Das Landesschießen fand im Juni am Stützpunkt Traunfeld statt. Die SK Seußen erzielte insgesamt neun erste, zweite und dritte Plätze im Einzel- und Mannschaftschießen. Weitere Ergebnisse: Info.

Die geehrten Landessieger. – Sitzend v. l.: Erwin Anneser, Ursula Seidel, Renate Horn und Christa Hartwich. – V. l.: Horst Glässel, Manfred Hartwich, Karlheinz Seidel, Heinrich Bernath, Reinhard Hahn mit dem Kreisvorsitzenden Siegfried Haas. Kreisvorsitzender Siegfried Haas betonte, dass er stolz auf seine Seußner ist und dass solche Ergebnisse nicht selbstverständlich sind. Nur Kameradschaft, Trainingsfleiß und Disziplin bringe die Erfolge. Er unterstrich, die SK Seußen sei in jeder Hinsicht ein Gewinn für den BSB-Kreisverband Wunsiedel. Manfred Hartwich bedankte sich bei seinen Schützen für die hervorragenden Leistungen im Jahr 2016 und bei seinen Stellvertreter Erwin Anneser für die Unterstützung. Er würdigte die gute Kameradschaft und Zusammenarbeit, ohne die solche Ergebnisse nicht möglich wären. Die 1. Vorsitzende der SK Seußen, Christa Hartwich, gratulierte allen Geehrten

recht herzlich, dankte den Schießwarten für die geleistete Arbeit und wünschte allen Schützen ein frohes Weihnachtsfest und „Gut Schuss!“ für 2017. Zum Auftakt des gemütlichen Teils gaben Karlheinz Seidel und Christa Hartwich einen Sketch von Toni Laurer zum Besten, der die Lachmuskeln der Gäste strapazierte. Die Aktiven der SK Seußen treffen sich jeden Mittwoch von 18 bis 20 Uhr auf dem vereinseigenen Schießstand im Gasthaus Krone, Haingasse 12, in Seußen zum Training. Alle Interessierten sind hierzu herzlich eingeladen. Nach der Winterpause ist ab 11. Januar wieder Schießbetrieb. Text/Fotos: Christa Hartwich

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BSB-Landesschießen Luftpistole Auflage: Vet.-Damen Mannschaft: 1. Platz Renate Horn, Ursula Seidel und Christa Hartwich (705,9 Ringe); Einzel Vet.-Damen: 1. Platz Renate Horn (270,6), 3. Platz Ursula Seidel (230,0). Luftgewehr Auflage: Damen Vet. Einzel: 1. Platz Ursula Seidel (300,69); Mannschaft: 1. Platz Sebastian Hammerschmidt, Ursula Seidel und Renate Horn (883,6). Luftgewehr: Mannschaft Vet.: 2. Platz Schützen Ursula Seidel, Christa Hartwich und Reinhard Hahn (852,1). Luftpistole Auflage: Veteranenklasse Mannschaft Herren: 2. Platz Heinrich Bernath, Karlheinz Seidel und Reinhard Hahn ( 811,2); Einzel Vet-Herren: 2. Platz Karlheinz Seidel (279,8).

V. l. Erwin Anneser, Manfred Hartwich, Gewinnerin der Jubiläumsscheibe Ursula Seidel, Kreisvorsitzender Siegfried Haas.

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LP frei: Herren Sen.: 2. Platz Erwin Anneser, Heinrich Bernath und Karlheinz Seidel (710,8). Sonstige Auszeichnungen: Ursula Seidel (Sportschützenabzeichen für Luftgewehr Gold); Renate Horn (Nadeln in Gold, Silber und Bronze für Luftgewehr, in Bronze für Luftpistole). – Karlheinz Seidel (Sportschützenabzeichen für Luftgewehr und Luftpistole in Gold); Reinhard Hahn (Sportschützenabzeichen Luftgewehr in Bronze); Heinrich Bernath (Sportschützenabzeichen Pistole in Silber). – Manfred Hartwich (Jahresanhänger Luftgewehr in Gold); Erwin Anneser (Jahresanhänger Luftgewehr in Silber). – Renate Horn und Manfred Hartwich (neue Schützenschnur BSB).


Sportschützen SRK Unterwurmbach (Mittelfranken)

Böllerschützen begrüßten das neue Jahr

Unterwurmbach – Deutlich vernehmbar begrüßten die Soldaten- und Reservistenkameradschaft (SRK) Unterwurmbach und die „Wormer Böllerschützen“ am Nachmittag des 1. Januar das neue Jahr. Böllerkommandant Thomas Schnotz (l.) von den „Wormer Böllerschützen“ hatte das Neujahrschießen mit seinem Team vorbereitet. Insgesamt wurden fünf verschiedene Schussformationen mit dem Sirius, der Kanone sowie Schaftböllern präsentiert. Im Anschluss konnten sich die Gäste mit Glühwein und Kinderpunsch an den Feuerstellen aufwärmen. Das Böllerschießen hat in Bayern eine lange Tradition, die bis in das 15. Jahrhundert zurückreicht. Das Brauchtum ist stets ein Zeichen besonderer Freude und soll ein wichtiges Ereignis betonen. Im fränkischen Raum kommt Böllerschießen bei Hochzeiten, Kirchweihen, sowie Schützenkönigsproklamationen oder bei Eröffnungen von weltlichen und kirchlichen Festen Text: Brandl, Foto: ab-pressenetz.de zum Tragen.

SBK Obernbreit (Unterfranken)

Vereinsinternes Kleinkaliber-Schießen Obernbreit – Bei der vereinsinternen Meisterschaft der Soldaten- und Bürgerkameradschaft (SBK) im KK-Schießen wurden als Sieger ermittelt: 1. Oskar Goeß (90 Ringe – gleichzeitig Gewinner des Wanderpokals); 2. Markus Thielsch (87); 3. 1. Bürgermeister Bernhard Brückner (85). Geschossen wurde bei der SG, die für die problem- und reibungslose Abwicklung des Schießens sorgte. Text: Reinhold Weber/Fotos: SBK Obernbreit

Die Schießsportgruppe der SBK Obernbreit mit den drei Erstplatzierten.

VKV Laim (Oberbayern)

Vom Pech verfolgt Laim – Vom Pech verfolgt wurden die Sportschützen des Veteranen- u. Kriegerverein (VKV) Laim 1890/2010 beim Luftgewehrvergleichsschießen der 12 Apostel-Schützen München Hadern: Sie landeten nicht unter den ersten drei besten Mannschaften, so der Kreisschießwart BSB und Vereinsvorsitzende der Hadener Sportschützen, Thomas Kreuzer. Der guten Stimmung indes tat das keinen Abbruch. Text: Gerhard Krämer, Foto: Josef Stöger

Links: Die VKV-Vereinsmitglieder Julia Obermeier (MdB) und Thomas Kreuzer. Rechts: Volles Haus bei den 12 Apostel-Schützen. treue Kameraden 1/2017

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Bayerischer Soldatenbund 1874 e.V.

Bayerischer Soldatenbund 1874 e.V., Fürst-Wrede-Kaserne, Ingolstädter Str. 240/15, 80939 München Postvertriebsstück, DPAG, Entgelt bezahlt

Internet: www.bsb-1874.de GENERALSEKRETARIAT: Post: Fürst-Wrede-Kaserne, Ingolstädter Str. 240/15, 80939 München Telefon (089) 18999962 Telefax (089) 18999963 E-Mail: kontakt@bsb-1874.de

Kriegerdenkmal in Velden (Mittelfranken)

Das erste Kriegerdenkmal zu Ehren der Gefallenen des Krieges 1870/71 am Marktplatz von Velden (Mittelfarnken) wurde 1910 auf Initiative von Joh. Georg Ertel errichtet. Ertel verstarb auf tragische Weise bei einem Zugunglück im Kriegsjahr 1915. 1958 musste das Denkmal der neuen Straßenführung weichen. Die schwarze Gedenkplatte wurde in das neuere Kriegerdenkmal (im Naturfels, am Ortseingang von Velden) integriert. Diese Gedenkstätte wurde 1921 für die Opfer des ersten Weltkrieges angelegt. Nach dem zweiten Weltkrieg restauriert und erweitert, konnte sie am 5. März 1957 wieder neu eingeweiht werden. Die jährlichen Gedenkfeiern zum Volkstrauertag finden seitdem hier statt. Durch den Bezirk Mittelfranken erhielt der Soldatenverein 1998 eine Auszeichnung für besondere denkmalpflegerische Leistungen. 2006 wurde das Ehrenmal in die Liste der Baudenkmäler im Landkreis Nürnberger Land aufgenommen. Fotos/Repro: Helmut Taubmann

Übrigens, treue Kameraden gibt es auch im Abonnement: 6 Ausgaben pro Jahr für insgesamt 15 Euro druckfrisch zu Ihnen nach Hause! Bestellungen bitte an Bayerischer Soldatenbund 1874 e.V., Landesgeschäftsstelle, Fürst-Wrede-Kaserne, Ingolstädter Str. 240/15, 80939 München. 80

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