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RELAX

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w w w . r e l a x - g u i d e . c o m

Wellness und Gesundheit für Körper und Geist

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Wellness mit Kindern Raus aus dem Burnout Ratgeber Kreuzfahrten Urlaub wie im Kino

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Die besten Spa-Hotels


E D I TO R I A L L i e b e L e s e r i n , l i e b e r L eser! Krise … Ein Wort, mit dem wir dieser Tage reichlich versorgt werden. Wir setzen noch eins drauf: Auch die Wellnessbranche steckt in einer Krise. Den Kern bilden dabei weniger Übernachtungsund Umsatzrückgänge als vielmehr der Mangel an Authentizität, an echten und wirklichen Erfahrungen, ein Wunsch, den immer weniger Wellnessanbieter befriedigen können. Plastikpalmen im Spa, Fertigessen im Restaurant – Symptome eines Mainstreams, der unsere Wurzeln vergisst und billig verkauft. Dabei ist es in einer Krise wichtiger denn je, zu sich zu finden, zur Ruhe zu kommen, Echtes von Unechtem zu unterscheiden und sich auf die Dinge zu besinnen, auf die es wirklich ankommt. Seit mehr als einem Jahrzehnt geben wir den RELAX Guide heraus, den einzigen kritischen Wellnesshotelführer. Mit diesem Know-how können wir kompetent bewerten, wo Sie echte Wellness erleben können. Wissen und Erfahrung aus den Recherchen für diese Bücher fließen auch in dieses Magazin ein. Nicht nur, dass wir die vorgestellten Hotels mit gutem Gewissen empfehlen können, wir wählen auch die Inserenten danach aus, ob wir hinter ihrem Angebot stehen können. Wir pflegen dieses Geschäftsmodell in dem Wissen, dass wir mehr Gewinn machen könnten, wenn wir „branchenüblich“ wirtschafteten. Doch mit Überzeugung bleiben wir unverbesserlich und standhaft. Jahr für Jahr wächst unser Bedürfnis, Ihnen den Wellnessbegriff breiter zu präsentieren. Hotels für einen gelungenen Urlaub sind und bleiben wichtig. Aber angesichts der Verwerfungen in unserer Gesellschaft achten wir neben der Pflege von Körper und Seele verstärkt auch auf die Pflege des Geistes. Wenn beinahe jede Nachricht den gesunden Menschenverstand hilflos zurücklässt, dann ist es Zeit, Probleme zu benennen. Jedes Medium sollte das tun, auch und gerade ein Wellnessmagazin. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen: Luxus, Trends und Treatments erwarten Sie, dazu Kritisches und Schnippisches – Wellness eben. Mag. Christian Werner

IM P R E S S UM Medieninhaber: Werner Medien GmbH Herausgeber: Mag. Christian Werner Verlagsleitung: Eva Maria Werner Redaktion: Karl Baumann, Bernhard Eysenberg, Georg Frank, Mag. Anna Neustein, Mag. Karl Riffert, Mag. Christiane Sartena Art Director: Dirk Aschoff Produktion: Karl Baumann Lektorat: scriptophil Litho: Repro Zwölf Anzeigenverkauf: Brigitta Grani, Melanie Schmidt Verlagsanschrift: Josefstädter Straße 75-77 1080 Wien, Austria Fon +43-(0)1-403 2565 Fax +43-(0)1-403 2565-66 Email: redaktion@relax-guide.com Internet: www.relax-guide.com Druck: Berger, Horn. Wiederverwendung des Inhalts (auch auszugsweise) nur mit schriftlicher Zustimmung gestattet. Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos keine Haftung. Das Magazin RELAX erscheint seit 1997 einmal jährlich. Hergestellt auf chlorfrei gebleichtem Papier. RELAX® und RELAX Guide® sind eingetragene Warenzeichen – Registered Trademark

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LEBEN

GESUNDHEIT

8 L ASS T EURE KINDER IN RUHE! Die „Förderung“ von Kleinkindern ist Unfug: Die Kleinen geraten unter Druck – zum Schaden ihrer Entwicklung.

42 DAS GEHEIMNIS GESUNDER RAUMLUFT Luftionen sind wichtig für die Gesundheit. Eine neuartige „Wandcreme“ erzeugt sie auf natürliche Weise.

14 DIE PATCHWORK-LÜGE Scheidungskinder neigen zu Depressionen und Drogenkonsum – die gesellschaftliche Heile-Welt-Blase ist geplatzt.

4 4 „WIR HABEN DIE DREIKL ASSEN-MEDIZIN“ Ein prominenter Primararzt packt aus: über die Macht der Konzerne und die Verirrungen im Gesundheitssystem.

18 ERFOLGREICHER MIT S TIL UND CHARME Ein neuer Erfolgsfaktor: das erotische Kapital. In dieses sollte investieren, wer beruflich schnell vorankommen will.

48 HEILEN MIT DÜFTEN Sie reinigen die Luft, heben die Stimmung und heilen sogar Krankheiten: ätherische Öle wirken – wenn sie echt sind!

22 WAHNSINN AUF UNSERE KOS TEN Überwachungswahn und Menschenverachtung: ein kleiner Auszug aus dem Sündenregister der EU-Bürokraten.

52 RAUS AUS DEM BURNOUT Privatkuren gegen das Burnout-Syndrom: Ein Kurhotel zeigt, wie man dem Teufelskreis der Krankheit entrinnt.

38 MAN WIRD DOCH NOCH FRAGEN DÜRFEN! Auf vielfachen Wunsch eine Fortsetzung: weitere 75 unserer dringlichsten Fragen an das moderne Leben.

54 FÜR IMMER GESÜNDER Wie man einen gesünderen Lebensstil einfach erlernt, das verraten Gesundheitshotels in Niederösterreich.

60 DIE WAHRHEIT ÜBER DAS TRAUMSCHIFF Eine Kreuzfahrt macht glücklich, vorausgesetzt, man bucht die richtige. Wie man die gröbsten Fehler vermeidet.

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BURNOUT VERHINDERN Mitten in Deutschland: Burnout-Prävention in herrlichem Ambiente. Gestresste Manager sind die Zielgruppe.

64 URL AUB WIE IM KINO Bigger than Life: Reisen auf den Spuren berühmter Filme und ihrer Stars – 15 Filmhotels zum Träumen.

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ZEIT FÜR DAS ICH „Ich-Zeit“ in Rheinland-Pfalz, das ist Wellness, Genuss und Entschleunigung inmitten schöner Landschaften.

WELLNESS

SERVICE

12 NEUE QUALITÄT AUS DER KÜCHE Ein Hotel im Burgenland zeigt, was heute Qualität bei den Küchenzutaten heißt – eigene Viehzucht inklusive.

34 BAUMANNS AUSLESE Wieder hat Herr Baumann fast ein ganzes Jahr gelesen und stellt aus dieser Arbeit seine Lieblinge vor.

16 LIEGEN IM ÜBERFLUSS Weltrekord: Ein Hotel in Bayern bietet mehr Ruheliegen als Betten. Dazu Wohngenuss vor gewaltigem Panorama.

36 SHOWROOM KOSMETIK Ligne St Barth, !QMS, Cellcosmet und Vagheggi: die neuesten Produkte aus der Welt der Beauty-Innovationen.

20 FERIEN BEI BALU & CO Die Kinder haben viel Spaß, die Eltern Urlaub von den Kids – mit ruhigem Gewissen: drei Hotels, in denen das geht.

68 DIE BES TEN ADRESSEN Die Macher des RELAX Guide listen die besten Häuser nach Kategorien: eine Auswahl von Lilien-Hotels.

28 SÜDTIROL-SPECIAL Berge, Wein und Palmen: zwei der schönsten Spa-Hotels in Südtirol, eines bei Meran, das andere im Herz der Dolomiten. 32 SCHÖNE L ANDPARTIE Das größte Spa des Bundeslandes bietet ein Fünfsternhotel im Hochsauerland. Dazu: stimmungsvolle Land-Romantik.

C ove r f o t o : © B lu e J e a n I m a ge s / C o r b is

G ew i n n en S i e ein e Woch e z u z weit ! Senden Sie uns die beiliegende Karte „RELAX & WIN“. Erreicht sie uns bis zum 20. Dezember 2012, dann sind auch Sie dabei. Es geht um eine Woche Wellnessurlaub für zwei Personen in einem mit Lilien ausgezeichneten Spa-Hotel.

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L ASS T EURE KINDER IN RUHE Schon ganz kleine Kinder sollen „geförder t“ werden, so lautet der neue Trend in der Er ziehung. Das ist blühender Unsinn: Die Kleinen geraten unter Druck, es kommt zu einem Vergleichswettbewerb – und zum Schaden an ihrer Entwicklung. Nicht alle Kinder können wirklich Freude in ihrem Alltag erleben. Denn immer mehr Eltern schicken ihre Sprösslinge in Kurse und Trainingseinheiten, die Ursache dafür liegt in einer unterschwelligen Angst um deren Zukunft. Die Angst wird von den Medien im Verbund mit allerlei Psycho-Experten geschürt und von der allgemeinen Entwicklung noch dynamisiert – die fatalen Auswirkungen von Globalisierung und entfesselten Finanzmärkten auf unsere Arbeitsplätze sind für alle zu spüren. Deshalb fragen wir uns: Werden unsere Kinder einmal einen Job bekommen? Werden sie noch den Sozialstaat vorfinden oder nur mehr einen Trümmerhaufen davon? Die Aussichten sind düster. Daher müssen Kinder, so denken Eltern nun immer häufiger, bestmöglich auf die Härten des Erwachsenenlebens vorbereitet werden. Auch und gerade auf unsere Leistungs- und Wettbewerbsgesellschaft, deren psychopathische Züge gerade jetzt augenfällig werden. Welche Mutter atmet nicht insgeheim auf, wenn ihr Kind besser ist als ein anderes – schöner singt, alle Obstsorten auf Englisch kennt, fehlerfrei ein Klavierstück beherrscht? Offensichtlich macht genau diese Leistung das Kind zu etwas, was es eigentlich ohnedies bereits ist, nämlich etwas ganz Besonderes. Und, sprechen wir es ruhig einmal aus: Das größte Stück von diesem ver8 | R EL AX Magazin 2012

meintlichen Glanz fällt damit auf die Eltern ab. Daher wird gefördert, was das Zeug hält. Zusätzlich wächst das Interesse vieler Eltern an wissenschaftlichen Studien enorm. Der Glaube an die stets neuesten Erkenntnisse der Wissenschaft verdrängt zunehmend die Intuition, die im Zusammenleben mit Kindern so bedeutsam ist. Der Blick auf das Kind, die Achtsamkeit von ehedem, wandert in die entgegengesetzte Richtung: weg vom Kind, hin zu Zahlen und Fakten, die freilich aus höchst unsicheren Quellen stammen und zudem medial aufgebauscht werden. Beinahe täglich lassen wir uns mit den ultimativen Theorien von Psychologen und Neurowissenschaftern abfüttern, die nahelegen, dass für eine optimale Entwicklung der Kinder schon so früh wie möglich etwas getan werden muss. Das führt zu seltsamen Auswüchsen, die zum Glück neuer-

dings auch Kritiker auf den Plan rufen. Und diese fordern: „Lasst eure Kinder in Ruhe!“ Ein Beispiel: Alexander soll in vier Monaten auf die Welt kommen. Er hat natürlich keine Ahnung davon, sondern schwebt behaglich im Fruchtwasser, schwelgt im Einssein mit seiner Mutter und kann bereits Geräusche unterscheiden. Doch plötzlich sind da stetig wiederkehrende Töne, die sich so ganz anders anhören. Was Alexander nicht weiß: Er wird gerade gefördert – mittels Musik-CD aus dem Supermarkt. Extra designt für ungeborene Genies, deren Gehirnentwicklung beschleunigt werden soll. Und wenn Alexander auf diese Weise ein Genie werden kann, dann haben die Eltern nichts dagegen. Der Hintergrund: Die US-Psychologin Frances Rauscher entdeckte 1993 im Zuge einer Studie den sogenannten Mozart-Effekt. Bei einem Experiment schnitten Studenten bei der Lösung eines Intelligenztests besser ab, wenn ihnen Musik von Mozart vorgespielt wurde. Mit der Ruhe im Mutterleib, die im Verlauf der gesamten Menschheitsgeschichte bislang sozusagen ein Grundrecht des Fötus blieb, war es fortan vorbei. Hatte man bisher Kleinkinder zum Spielen von Geige und Klavier gebracht, gab es von nun an Förder-CDs zur Stimulation in der vorgeburtlichen Phase. Und so manche Mutter griff beherzt ins Regal, schließlich muss man doch bereits diese neun Monate nützen, das wäre ja – Wahnsinn – verlorene Zeit! Der Haken bei der Sache: Der Mozart-Effekt konnte nie wiederholt werden. Sprich: Es gibt keinerlei Beweise, dass er wirklich existiert. Dennoch werben Onlineanbieter für eine solche CD: „Inzwischen ist wissenschaftlich erwiesen, dass Babys, die Klassik hören, intelligentere Menschen werden als Babys, denen man Rockmusik vorsetzt.“ Und wer bitte will kein intelligenteres Kind? Da sind doch die 14,90 Euro auf jeden Fall gut angelegt, da brauchen wir gar nicht weiter zu überlegen. Kaum geboren, geht es munter weiter: Stimulationsreize ohne Ende. Alexander wird überallhin mitgenommen, sei es in ein überfülltes Lokal oder auf eine Flugshow. Als Alexander krabbeln kann, folgt sogleich das erste Lernspielzeug. Klingende Bausteine, Seifenblasengerät mit einem speziellen Mundstück, das die Muskulatur für das Sprechen trainiert, ein FrüchteMemory mit passenden synthetischen Gerüchen, über deren weitreichende Folgen ➝

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LEBEN


für Geschmackssinn und Gesundheit man gar nicht nachdenken will. Jedenfalls: kein Spielen mehr, das ohne ein vorher festgelegtes Ziel, ohne Zweck auskommt. Alexander spielt mit diesen Sachen, ja. Der kleine Mann kennt es allerdings auch nicht anders. Und so macht er mit, klar. Aber dann kommt er in den Kindergarten. Endlich andere Kinder, mit denen man auf alle erdenkliche Arten kommunizieren kann – das ist wunderbar für Alexander. Er geht gerne in den Kindergarten. Die Kindergartenpädagogin macht sich dennoch Sorgen, was Mama schnell beunruhigt: Alexander sei oft unwillig, sträube sich gegen die Fördermaßnahmen, er werde dann laut oder verstecke sich. Man müsse ihn erst motivieren – wieder so ein Zauberwort der Erziehungstheorie! Warum das so ist, wusste der deutsche Pädagoge Wolfgang Bergmann. Der 2011 verstorbene Erziehungswissenschafter kritisierte in seinem Buch „Lasst eure Kinder in Ruhe!“ den Förderwahn im Kindergarten. Eindringlich warnte er vor den Konsequenzen: „Schon im Kindergarten entsteht ein unheimlicher Vergleichswettbewerb, die Kinder geraten enorm unter Druck.“ Sie werden aus ihrer Versunkenheit im spielenden Miteinander herausgerissen und müssen stattdessen die Fördermaßnahmen der Pädagoginnen über sich ergehen lassen – was Wunder, wenn sie protestieren? Dass man solcherart gezwungene Kinder dann erst „motivieren“ muss, liegt wohl auf der Hand. Und zeigt gleichzeitig, dass hier mit großem Aufwand präzise am Ziel vorbeigeschossen wird. Der wichtigste Prozess in der Entwicklung eines Kindes ist die „Weltbegreifung“, wie es Wolfgang Bergmann formuliert. Das Erobern der Umwelt, wie etwa das kindliche Aufgehen im Be-Greifen einer Blume: wie sie riecht, wie sie sich anfühlt, der Unterschied zwischen Blüte und Stängel. Die Farben, der Größenunterschied zwischen mir und der Blume und noch schier unendlich vieles mehr. Was lernt das Kind dabei nicht alles, und das ganz von selbst! Doch das ist offenbar nicht genug, hier muss man eingreifen – professionell, nach den modernsten Erkenntnissen, versteht sich. Und so werden die Kleinen im Kindergarten oft in dieser Weltbegreifung gestört, um gefördert zu werden. Zumeist mit Inhalten, die außerhalb der kindlichen Realität liegen, also völlig abstrakt sind. „Hände weg“, fordert Bergmann daher zu Recht,

„Hände weg von allem, was sich nicht organisch aus der jeweils aktuellen Erfahrungswelt der Kinder entfalten lässt.“ Was Alexander betrifft: Er kann mittlerweile alle wichtigen Tiere am Bauernhof auf Englisch aufsagen – nur berührt hat er noch nie eines. Dafür fehlt es seiner Mutter an Zeit – und dem Kindergarten an Organisationswillen! Neben dieser staatlich verordneten Förderung geht es für Alexander zu Hause weiter, sozusagen buchstäblich aus Leibeskräften: Klavier am Montag und am Donnerstag, dienstags und freitags Lerngruppe und Schwimmen, musikalische Früherziehung am Mittwoch. Alexanders Mutter ist zunehmend gestresst, sie muss Arbeit, Transfers und Freizeitgestaltung ihres Kindes unter einen Hut bringen. Aber all das auch bezahlen. Unterm Strich kommt da einiges zusammen. Mami bemüht sich, mit Alexander ins Gespräch zu kommen, während sie wieder einmal zum Schwimmkurs hetzen. Aber sie ist müde, kann nicht wirklich zuhören. Sie lächelt zwar pflichtbewusst, jedoch geistesabwesend. Alexander versteht das nicht, aber er weiß nicht, was er sagen soll. Liebevolle Zuwendung, und um nichts anderes geht es Kindern, bekommt er eigentlich nur, wenn er gut im Schwimmen und im Klavierspielen ist, und Mama freut sich sehr, wenn er hin und wieder der Beste ist. Als Alexander in die Schule kommt, wird alles noch anstrengender – nicht nur der Terminplan. Denn jetzt sind nicht gute Leistungen gefragt, nein. Jetzt muss er sehr gut sein. Schließlich soll aus dem Kind ja einmal etwas werden. Außerdem müssen sich die vielen Kurse ja auch bezahlt machen. Alexander muss auch hier Leistung erbringen. Und weil Kinder ihre Eltern nun einmal lieben, egal, was diese ihnen antun, möchte er all das Unmögliche auch zu Mamas Zufriedenheit absolvieren. Im Gymnasium geht es in diesem Modus

weiter, doch schon im zweiten Jahr meldet sich der Klassenvorstand bei den Eltern: Alexanders Leistungen hätten rapide abgenommen, er antworte nicht mehr, wenn er etwas gefragt würde. Jetzt fällt es auch Alexanders Mutter auf: Ihr Sohn hat sich verändert, ist still, häufig krank. Seit kurzem braucht es viel Überzeugungsarbeit, damit er seine Freizeitkurse weiter besucht. Auch in die Schule mag er nicht. Ja, selbst das Aufstehen in der Früh klappt nur mehr mit nervtötenden Diskussionen. Alexanders Mutter ist ratlos: Was hat mein Kind bloß? Die Antwort des behandelnden Arztes wiegt schwer: ein drohendes Burnout. So wie Alexander ergeht es vielen Schülern: Jedes dritte Kind über zehn Jahren leidet massiv unter Stress, allein in Österreich droht rund 60.000 Schülern ein Burnout, das im schlimmsten Fall zu Depressionen und Suizidgedanken führen kann. Zumeist aber halten die Kinder und Jugendliche dem Druck einfach nicht mehr stand. Sie flüchten dann in Aggression oder komplette Leistungsverweigerung. Begleitet wird dies bei Mädchen übrigens eher von Magersucht, bei Buben mehr von Suizidversuchen. Der Weg aus dieser Situation ist lang. Ein Arzt muss aufgesucht, eine Therapie begonnen werden. In Alexanders Fall führt diese wahrscheinlich in eine psychosomatische Klinik. An Tennis, Schwimmen oder Klavierspielen ist natürlich nicht mehr zu denken. Wir brechen hier ab. Natürlich ist Alexanders Fall erfunden. Doch er steht für viele Kinder, die unter dem Förderwahn unserer Leistungsgesellschaft zu leiden haben. Nicht nur die Entwicklung des Kindes auf geistiger und emotionaler Ebene kann dadurch beeinträchtigt werden, auch die Gesundheit steht längerfristig auf dem Spiel. Dabei könnte Förderung so einfach sein, ganz ohne gequälte Kinder und abgehetzte Eltern. Denn die Basis jedes selbstbewussten, leistungs- und beziehungsfähigen Menschen ist einfach – Liebe. Lieben Sie Ihr Kind! Verbringen Sie so viel Zeit wie möglich mit ihm, zeigen Sie ihm die Welt, beantworten Sie seine Fragen, seien Sie selbst neugierig. Vertrauen Sie auf Ihr Kind und auf seine Entwicklung. Und verlieren Sie nie den liebevollen Blick. Dann haben Sie das Wich■ tigste für seine Zukunft schon getan! Zum Weiterlesen: Wolfgang Bergmann: Lasst eure Kinder in Ruhe! Gegen den Förderwahn in der Erziehung. Kösel-Verlag, 14,99 Euro. R EL A X Magazin 2012 | 11


NE U E T R E N D S

NEUE QUALITÄT AUS DER KÜCHE Firlefanz und exotische Hochpreisprodukte mit langen Transpor twegen sind out. Eine anspruchsvolle Küche def inier t sich heute über die Qualität der Zutaten, Regionalität ist das Thema. Ein Luxushotel im BurgenBad land ist hier Vorreiter. Und zeigt, was das Tatzmannsdorf genau heißt – eigene Viehzucht inklusive. Ohne sie geht zurzeit gar nichts: Regionalität. Sie ist in Sachen Genuss das Wort der Stunde. Dass es aber so weit kam, ist Wegbereitern wie Karl J. Reiter zu verdanken. Den umtriebigen Gastgeber des Reiter’s Supreme in Bad Tatzmannsdorf – mit vier Lilien und zwanzig Punkten im RELAX Guide eines der allerbesten Wellnesshotels in Österreich – darf man daher getrost einen Regionalitäts-Visionär nennen. Denn 12 | R EL AX Magazin 2012

Reiter hat in seinen Hotels schon in Zeiten auf frische, saisonale Küchenzutaten aus der unmittelbaren Umgebung gesetzt, als man in anderen Häusern noch damit beschäftigt war, kanadischen Hummer 1980er-like mit Ananasscheiben aus der Dose zu dekorieren und neuseeländisches Lamm per Auftauen aus dem Flugtransport-Winterschlaf zu reißen. Für solche pseudo-internationalen Verrenkungen konnte Karl J. Reiter nie

Verständnis aufbringen. Trittbrettfahrern wie diversen Fastfood-Ketten oder auch Hotel-Mitbewerbern, die erst dann auf den Regionalitäts-Express aufspringen, wenn bewiesen ist, dass er in Richtung satter Zusatzgewinne fährt, hat er daher nur so viel zu sagen: „Für uns war das Thema Regionalität immer schon einer der wesentlichen Aspekte, wir haben die Sehnsucht der Gäste nach ursprünglichem Essen schon früh erkannt. Bei uns gab es nie eine Pizza Globale, von der wir uns jetzt, wo das Gegenteil Trend ist, verschämt distanzieren müssten.“ In der Küche des Luxushotels Reiter’s Supreme werden daher schon seit jeher fast ausschließlich Lebensmittel aus der Region verarbeitet. Karl J. Reiter: „Normalerweise kauft man alles über ein paar anonyme Großhändler ein. Mir ist es aber sympathischer, wenn wir unsere Zutaten von vielen kleinen Produzenten beziehen, die man persönlich kennt und denen man absolut vertrauen kann.“ Die beständig hohen Auszeichnungen von Restaurantführern – auch heuer gab es wieder zwei Hauben – bestätigen diese Linie. Und sie strafen all jene Lügen, die meinen, für eine anspruchsvolle Küche bräuchte es exotische Hochpreisprodukte mit langen Transportwegen. „Belugakaviar, Gänsestopfleber, Blattgold auf Desserts und anderer Fir-


F ot o s: Rei t er ‘s S up re me

lefanz … ich bin dieses ganzen Brimboriums wirklich überdrüssig“, sagt Reiter. Und zeigt, dass sich Luxus heute über Frische, Qualität und heimische Herkunft definiert. Um diesen Wert den Gästen noch mehr zu verdeutlichen, werden in der Morgenzeitung und auf den Speisekarten des Reiter’s Supreme die Lieferanten stets angeführt. Weil es schließlich nicht egal ist, woher unsere Lebensmittel kommen. Eine kulinarische Besonderheit im Reiter’s Supreme ist Fleisch vom pannonischen Mangalitzaschwein. Ja, könnte man sagen, mit wiederentdeckten alten Rassen schmücken sich derzeit viele Küchen. Doch welches Hotel kann mit einer eigenen Zucht aufwarten? Das Reiter’s Supreme schon: Schweine, Kälber, Rinder und Schafe – die Tiere wachsen auf hoteleigenen Höfen in Tirol, im Burgenland oder in der Steiermark auf. Unter streng

kontrollierten, allerbesten Bedingungen. „Das ist mir schon lange ein großes Anliegen“, sagt Reiter. „Man darf nicht nur Regionalität und Nachhaltigkeit predigen, man muss diese Werte auch vorleben.“ Soeben hat man übrigens eine ganz neue Spezialität kreiert: einen hauseigenen Mangalitza-Lardo! Weißer Speck, nach italienischer Art mit Meersalz in Basalt gereift – er macht vom ersten Blatt an süchtig. Ein solches Engagement ist, das können die vielgereisten Tester des unabhängigen RELAX Guide bestätigen, vor allem in Hotels dieser Größenordnung etwas ganz Besonderes. Genauso wie die vielen anderen Superlativen, die das Reiter’s Supreme ausmachen. Es liegt direkt am 27-Loch-Golfplatz (mit David-Leadbetter-Schule), verfügt über den größten privaten Lipizzanerreitstall der Welt und nicht weniger als 120 Hektar hoteleigener

Grünflächen – endlose Lauf- und Spazierwege inklusive. Weltweit ist der Redaktion kein einziges Hotel bekannt, das einen größeren ausschließlich den Hausgästen vorbehaltenen Wellnessbereich zu bieten hätte als das Reiter’s Supreme. Allein schon die Wasserflächen haben ein Mehrfaches von dem, was viele öffentliche Thermen ihren Tausendschaften von Gästen offerieren können! Alles ist modern und höchst angenehm gestaltet, dazu kommen ein großer FKK-Außenbereich, eine ausreichende Anzahl an Liegen und viele Möglichkeiten, immer sein ganz persönliches Ruhe- und Kraftplätzchen zu finden. Fazit: Es ist Wellness vom Feinsten. Das großartige Spa, die Ruhe, die weite Landschaft ringsum, die ungekünstelte Freundlichkeit der Mitarbeiter und nicht zuletzt die ausgezeichnete Küche. All das zeigt, was Verwurzelung ist, erdet uns mit regionaler Kraft. Und signalisiert: Wir müssen nicht immer versuchen, gleichzeitig woanders zu sein. Karl J. Reiter, der Hotelvirtuose aus Tirol, der durch seine Bodenhaftung beeindruckt, hat schon Recht: Regionalität ist ■ mehr als bloß eine Modeerscheinung. Das Reiter’s Burgenlandresort besteht aus dem Fünfsternhotel Reiter’s Supreme und dem auf Kinder und Babys spezialisierten Vierstern-superior-Hotel Reiter’s Avance, die Qualitätskriterien für die Küchenzutaten gelten in beiden Häusern. Mehr Info: Fon +43-(0)3353-8841-607, auf www.reitersburgenlandresort.at sowie auf www.relax-guide.com R EL A X Magazin 2012 | 13


LEBEN

DIE

P A T C H W O R KLÜGE

Scheidungskinder neigen st ärker zu Depressionen und Drogenkonsum als Jugendliche aus int akten Familien. Die gesellschaf tliche Heile-Welt-Blase ist geplatzt. Patchwork ist modern, cool und unkonventionell, das gaukeln uns die Medien in bunten Bildern Tag für Tag vor. Die Wahrheit ist eine andere: Scheidungskinder können so etwas wie psychisch tickende Zeitbomben sein: „Sie haben kein Gefühl für Bindungen, für Liebe und Solidarität. Sie sind Vagabundierende ohne feste Beziehungen, an keinem Ort verankert, sogar ohne Bezug zum eigenen Ich“, wie die deutsche Autorin Melanie Mühl resümiert. Dieser Befund lässt eine der größten gesellschaftlichen Blasen der Gegenwart platzen: Die vermeintlich heile Welt der Patchworkfamilie, wie sie uns etwa auch Hollywood-Stars regelmäßig im Vorabendfernsehen vorspielen, entpuppt sich allmählich als Scherbenhaufen. Fast jede zweite Ehe wird heute geschieden, über die Trennungsrate von nicht verheirateten Eltern kann man nur spekulieren. Jedenfalls kennt man längst mehr Patchworksprösslinge als Mitglieder einer klassischen, traditionellen Familie. Patchwork ist Alltag geworden. Wurden solche Verbände früher noch als „Zweitfamilie“ oder „Stieffamilie“ bezeichnet, gibt es seit den 1990er Jahren den Begriff „Patchwork“. Der Unterschied ist augenfällig: Die alten Bezeichnungen suggerieren noch ein Davor, eine ursprüngliche Familie. Der Begriff Patchwork meint dagegen schlicht „Flickwerk“, stammt ursprünglich aus der Textilverarbeitung und war zunächst eher abwertend gemeint – Schrott und Ausschuss sind Synonyme –, im Duden steht er 14 | R EL AX Magazin 2012

erst seit dem Jahr 2000. Heute hingegen haftet der Patchworkfamilie nichts Negatives mehr an. Das Flicken, das Zusammenbringen von unterschiedlichsten Menschen und Bedürfnissen wird längst sogar als etwas Lässiges und Positives gewertet. Das Früher, der geplatzte Traum von der großen Liebe, ist kein Thema mehr. Patchwork heißt: Kein Problem, zurück an den Start, einfach nochmals probieren. Tschüss! Die Bedeutungsverschiebung setzte ein, als dieses Familienmodell gesellschaftlicher Alltag wurde – und das ist noch nicht lange her. Nach dem Zweiten Weltkrieg, als eine Vielzahl von Männern, und damit auch Vätern, tot oder vermisst waren, hatten es die Frauen und Kinder wahrlich nicht leicht. Die Mütter, oft gar nicht oder nur schlecht ausgebildet, mussten die Familien versorgen, den „Vater-Part“ also auch übernehmen. Da kam ein neuer Mann, ob er nun eine neue Liebe war oder nicht, gerade recht. Schließlich war „Vater-Mutter-Kind“ ein Ideal, „Mutter-Kind-Stiefvater“ die zweite Wahl, aber besser als alleinerziehend – schon nur aus finanziellen Überlegungen. In der Nachkriegszeit waren Romantik und die große Liebe eher zweitrangig. Mit der 1968er-Revolution begann das soziale Gefüge zu wanken. Gesellschaftliche Rollenbilder wurden neu überdacht, auch die der Mutter und des Vaters. Die klassische Familie stand plötzlich im Verdacht, ihre Mitglieder kaputt zu machen und ziemlich ge-

fährlich für die emotionale Entwicklung der Kinder – und damit auch für deren zukünftige Spielräume bei der Selbstverwirklichung – zu sein, hatte sie doch eine Generation zuvor nur dumpfe Nazis hervorgebracht. Zur gleichen Zeit begann die Individualisierung der Gesellschaft: Jeder sollte fortan sein eigenes Glück finden dürfen. Und sollte man irgendwann ernüchtert feststellen müssen, dass man nicht mehr glücklich ist, dann schaut man sich eben ganz einfach woanders um. „Anything goes“, lautete das Motto. Die radikalste Ausformung dieser Ansicht war wohl in den Kommunen der 1960er und 70er Jahre zu finden. Die meisten Mitglieder der jungen Generation waren sich in einem Punkt einig: Alles Althergebrachte strikt ablehnen, und bloß nicht die alten Muster wiederholen! Waren Scheidung und das Gründen einer neuen Familie kurz zuvor noch das gewagte Ausprobieren eines radikal anderen Lebensentwurfes, so wurde dieses Familienmodell sukzessive vorherrschend. Und wonach die Mehrheit lebt, das kann doch nicht schlecht sein. Weil nicht sein kann, was nicht sein darf, wurde die Patchworkfamilie umgewertet: Niemand muss mehr in einer frustrierenden Beziehung sein Leben fristen, denn die neue Liebe wartet schon! Mach dich frei, es gibt mehrere passende Partner für dich, finde dein Glück! Und auch die Kinder, so hieß es, könnten davon nur profitieren. Klar, zuerst müssen sie durch den Schmerz hin-


F o t o : H e n r i Ro u s seau / © T he Bar nes F oundati on, Mer i on St ati on, Pennsy lv ani a/Corbi s

durch, denn sie werden ja vom geliebten Vater oder, weitaus seltener, von der geliebten Mutter verlassen. Dann aber, so wurde suggeriert, erleben sie, wie wunderbar bereichernd neue Geschwister, ein neuer Papi, eine zusätzliche Oma und ein dritter Opa wirken. Das Je-mehr-desto-besser machte Schule, und so gibt es heute Familienkonglomerate mit acht Omas und einer unüberschaubaren Anzahl von Cousins. Patchworkkinder müssen demnach flexibel sein – es bleibt ihnen nichts anderes übrig. Sie würden, so hieß es, früher selbstständig, und sie könnten Verantwortung übernehmen. Zumindest unterschwellig war der Tenor, dass Kinder mit einer Patchworkfamilie besser dran sind als mit einer traditionellen. Diese Fülle von neuartigen sozialen Verbindungen! All das, so zeigt sich rückblickend, war jedoch fatal. In ihrem Buch „Die PatchworkLüge“ entzaubert die FAZ-Journalistin Melanie Mühl dieses moderne Familienmodell. Sie stützt sich dabei auf eine Langzeitstudie der US-Psychologin Judith Wallerstein, die über 25 Jahre 131 Kinder aus Scheidungsfamilien begleitet hat. Deren Entwicklung verglich die Wissenschafterin mit Kindern, die aus einer ähnlichen Familie (kalifornischer Mittelstand) stammten, deren Eltern jedoch weiterhin verheiratet waren. Außerdem wählte sie nur solche Kinder aus, die zu Beginn der Studie psychisch robust waren. Nun, 25 Jahre später, zeigt sich, was der gesunde Hausverstand immer schon geahnt

hatte: Scheidungskinder werden signifikant häufiger depressiv, sie neigen stärker zu Drogenkonsum, zu Nikotin- und Alkoholmissbrauch, und sie begehen sogar häufiger Selbstmord als Kinder aus intakten Familien. Selbst im Erwachsenenalter leiden sie noch unter dem Verlustschmerz. Sie sehnen sich nach der echten Familie, landen dann allerdings nahezu doppelt so oft vor dem Scheidungsrichter wie die anderen. Es geht nicht um die Beschwörung eines heilen Familienbildes, das es ohnedies nie gegeben hat. Und es ist klar, dass auch Patchworkfamilien funktionieren können, dass auch in ihnen glückliche Kinder heranwachsen, die das Leben meistern werden. „Dennoch darf man nicht vergessen“, warnt Melanie Mühl, „dass Scheidungskinder das Gegenteil von Verbindlichkeit erleben. Die Familie, die Halt gab, Geborgenheit, Sicherheit, die existiert plötzlich nicht mehr, das ist ein Schock. Die Kinder sahen zu, wie das, was sich trennend zwischen ihre Eltern geschoben hat, letztlich den Sieg davontrug.“ Diese Kinder haben das Scheitern verinnerlicht. Sie wissen nicht, wie man Konflikte beilegt, sie wissen nicht, wie man die Familie gegen Angriffe von innen und außen verteidigt. Mühl: „Sie wissen nicht, wie Familie funktioniert, wie sich Zusammengehörigkeit anfühlt, was eine Schicksalsgemeinschaft ist, sie haben es ja nie gelernt. In ihrer Vorstellungswelt ist nichts von Dauer. Alles kann jederzeit auf den Kopf gestellt werden.“

Das Glück der Eltern ist nicht das Glück der Kinder. Eltern können neu anfangen, Kinder nicht. Sie lernen, dass es keine Beständigkeit gibt, dass alles ersetzbar ist – und daher keinen Wert hat. Scheidungskinder müssen über den Schmerz des Verlassenwerdens hinwegkommen, danach Mühsal und Hürden einer Fernbeziehung überwinden, was schon für Erwachsene kaum bewältigbar ist. Scheidungskinder müssen es schaffen, nicht in die Falle der Elternrolle zu tappen, also den verbliebenen Elternteil zu stützen, die Geschwister zu versorgen, Partnerersatz und Ratgeber sein zu wollen. Dazwischen sollten sie es aushalten, wenn die eigenen Eltern schlecht übereinander reden. Das muss gar nicht direkt passieren, schlimm genug sind schon Sticheleien wie „Wenn deine Mutter möchte, dass du reiten gehst, dann soll sie das auch selbst bezahlen.“ Hinzu kommt die Tatsache, dass Eltern zumeist eine besondere, ganz eigene Beziehung und Nähe zu ihren biologischen Kindern haben. Der Stiefmutter kommt man eben nicht immer so nahe wie die Stiefgeschwister, das muss man erst einmal verkraften! Und noch vieles andere durchleben, wenn man in ein Patchwork gesteckt wird. „Wir sitzen in einem gesellschaftlichen Experiment fest, das wir auf den Weg gebracht und über das wir die Kontrolle verloren haben“, schreibt Melanie Mühl. Die Zahl der Scheidungskinder wächst kontinuierlich, das Trauma von Trennung, Liebesentzug und die Notwendigkeit, zum Manager der eigenen Gefühle zu werden, weil man den Vater nur an jedem zweiten Wochenende sieht und Sehnsucht in diesem Zeitplan nicht vorgesehen ist, führen unweigerlich in die innere Emigration. Mühl: „Das Gehirn fährt die Gefühle automatisch herunter, so, als handle es sich um den Lautstärkeregler einer Stereoanlage.“ Es gehe nicht um Einzelschicksale, so Mühl, vielmehr jedoch um den zukünftigen Zusammenhalt der Gesellschaft. Denn die Opfer der Vergangenheit sind die Täter der Zukunft. „Was Kindern angetan wird, das werden sie der Gesellschaft antun“, sagte der US-Psychiater Karl A. Menninger. Irgendwann werden die Kinder erwachsen sein und dann die psychische Befindlichkeit einer ganzen Generati■ on prägen. Zum Weiterlesen: Melanie Mühl: Die Patchwork-Lüge. Eine Streitschrift. Hanser, 16,90 Euro R EL A X Magazin 2012 | 15


NE U E T R E N D S

LIEGEN IM ÜBERFLUSS Weltrekord: Ein Hotel in Bayern bietet im Spa mehr Ruheliegen als Betten in den Zimmern! Dazu ein höchst stilvolles Ambiente, absolute Ruhe vor gewaltigem Panorama und Wohngenuss ohne Grenzen. Zugegeben, so spannend klingt das nicht – aber oft reicht schlicht die völlige Absenz von Ärgernissen, um einen Wellnessurlaub perfekt zu machen. Dieser Zustand ist freilich alles andere als leicht zu finden: So ist man manchmal selbst in den besten Häusern dazu gezwungen, Ruheliegen mit Handtüchern zu reservieren. Ein Ärgernis, aber dennoch die einzige Möglichkeit, zu einer wohlverdienten Ruheliege zu kommen. Der kritische RELAX Guide prangert seit Jahren die oft geradezu schamlos kleine Anzahl an Liegen im Verhältnis zur Gästeschar an, heute eine der größten Schwächen der Wellnesshotellerie. Konsequenterweise druckt der RELAX Guide daher neben der Zahl der Betten auch die der Ruheliegen ab. Und stieß bei einem Hotel auf überraschende Zahlen: Das Kranzbach, ein Aus16 | R EL AX Magazin 2012

nahmehaus bei Garmisch-Partenkirchen, hält doch tatsächlich mehr Liegen als Betten bereit, gefühlte fünf pro Gast! Und das Kranzbach setzt gleich noch eins drauf: Der Wellnessbereich ist ausschließlich Hausgästen vorbehalten – speziell in Deutschland alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Das Credo dieses stilvollen Hotels – mit der Höchstnote von 20 Punkten und vier Lilien bewertet – ist somit klar: Man will seinen Gästen das ermöglichen, worauf es bei einem Wellnessurlaub eigentlich ankommt, was aber so oft missachtet wird: wahre Erholung. Ohne Einschränkung. Dafür garantiert schon einmal die konkurrenzlos geniale Lage: Das Kranzbach liegt inmitten eines Naturschutzgebiets auf einem sonnigen Hochplateau samt eigener Bergquelle – 15 km von Garmisch-Partenkirchen

GarmischPartenkirchen

entfernt, fern von jeglichen Störfaktoren der heutigen Zeit. Kein Shoppingtempel, keine Lokalmeile, kein niveauloses Vergnügungscenter lenkt den Gast hier ab. Keine Straße ist zu hören, kein Hochspannungsmast stört das Auge. Rundherum nur Bäume, Wiesen, Berge – der pure Luxus, diese Lage. Und man hat die außergewöhnliche Natur hier bestmöglich genützt: Das Spa des Kranzbach, ein moderner Anbau an das Stammhaus im „Arts & Craft“-Stil eines englischen Herrenhauses, wurde quasi in die Tannen hineingebaut. In den weiten Räumen im Obergeschoß hat man das Gefühl, buchstäblich über den Zweigen zu schweben. Wer den Blick dabei auf die überwältigende Bergwelt richtet – Zugspitze, Wetterstein, Karwendel bilden das atemberaubende Panorama –, erlebt, wie die steinernen Riesen durch


F ot o s: D as Kr anzb ac h

ihre absolute Unverrückbarkeit das Gefühl vermitteln, bei sich selbst anzukommen. Im Vorjahr wurde das ohnehin schon weitläufige Kranzbach-Spa noch einmal grandios erweitert: durch ein Ladys-Spa mit Dampfbad, Biosauna, finnischer Sauna, Plauderecke, Schminktisch und eigener Teestation. Und auch im neuen Teil: offene Kamine, Liegen und Ruheräume, wohin der Blick auch fällt. Dazu reichlich Kuscheldecken und Leselämpchen – an alles wurde gedacht. Wer will, dem bietet das Kranzbach Yoga als besonderen Schwerpunkt. Im Yogastudio mit Plattformen im Freien öffnet sich das Herz freilich nicht nur durch die Übungspositionen, sondern auch durch den freien Ausblick

auf die Weite der herrlichen Natur ringsum. Auch die Zimmer im modernen Gartenflügel bestechen durch ein ganz spezielles weites Raumgefühl – eine willkommene Nebenwirkung der klugen gestalterischen Schlichtheit: ruhige Farben, hochwertige Holzböden, Lesesessel zum Versinken, großartige Betten – übrigens das heurige GuterSchlaf-Highlight für die Tester des RELAX Guide – und viel Platz und Licht im Bad. Im historischen Trakt indes, der nach der ursprünglichen Besitzerin, einer exzentrischen Lady, „Mary Portman House“ genannt wird, sind die Zimmer gänzlich anders gestaltet: Riesige Hummeln flattern auf schräg-nostalgischen Tapeten, klassisches

englisches Karo auf dem Teppich wird mit extravaganten Chaiselongues in Knallfarben sowie Designerlampen kombiniert. Hier wurde lobenswert mutig renoviert und in einer herrlich würzigen Mischung aus Alt und Neu möbliert – besonders geeignet für urbane Querdenker mit Hang zur NeoBourgeoisie und Abneigungen gegen den grassierenden Hotelzimmereinheitsbrei. Ähnlich erfrischend skurril wie die Zimmer im Mary-Portman-House sind die endlosen Salons im Erdgeschoß gestaltet: Das Interieur kommt mit einer augenzwinkernden Prise Oversize daher – seien es die überdimensioniert gedrechselten Beine eines Tisches oder raumhohe Schreibtischlampen –, es macht mit seinen gewagten Farbkombinationen staunen und sorgt dafür, dass man sich hier ein klein wenig wie bei Alice im Wunderland fühlen wird. Bodenhaftung beweist die Küche des Kranzbach: Die hauseigene Küchenphilosophie besagt, dass man zum überwiegenden Teil regionale Produkte verwendet und nicht nur die edlen Teile eines Tieres verarbeitet, sondern möglichst alle – Stichwort „Nose to Tail“. Besonders am Herzen liegt Küchenchef Thomas Reichl, dass auch jene Gäste vorbehaltlos genießen können, die an Nahrungsmittelunverträglichkeiten leiden. Diese sieht der Koch, der auch Ernährungsberater ist, nämlich nicht als Hindernis, sondern als Herausforderung. Und ermöglicht somit allen Genuss ohne Einschränkung. Und das ■ macht das Kranzbach perfekt. Mehr Info: Fon +49-(0)8823-928000 und daskranzbach.de sowie relax-guide.com R EL A X Magazin 2012 | 17


LEBEN

ERFOLGREICHER MIT CHARME UND S TIL Ein neuer Faktor für den Er folg eines Menschen wurde vor kur zem def inier t: das „erotische Kaptial“. In dieses sollte investieren, wer beruf lich vor wär tskommen will. Barbara wurde befördert. Sie war ebenso lange in der Firma wie ihr Kollege Oliver. Im Büro fragen sich alle, was für diese Entscheidung den Ausschlag gegeben hat. Warum Barbara und nicht Oliver? Die Kollegen munkeln, können aber nur mutmaßen. Auffällig ist, dass sich Barbara vor kurzem verändert hat, und zwar just zu dem Zeitpunkt, als der Termin für das Gespräch mit dem Geschäftsführer feststand. Sie nahm ein wenig ab, wirkte durch das viele Joggen, von dem sie immer wieder erzählte, straffer und präsenter. Von zu knappen Jeans wechselte sie zu perfekt sitzenden Hosenanzügen, ihre neue Frisur verlieh ihr zusätzliche Ausstrahlung. Sie denken, dieser Zusammenhang sei banal? Sie meinen, dass betriebliche Entscheidungen nicht auf Äußerlichkeiten basieren dürften, weil es doch um die berufliche Kompetenz geht? Nach den Thesen der britischen Soziologin Catherine Hakim wurde der übergangene Oliver absolut fair behandelt. Barbara hat ihm lediglich eines voraus: Sie machte von einem der wertvollsten Güter des Menschen Gebrauch – dem erotischen Kapital! Damit ist aber nicht etwa ein wogendes Dekolleté oder der Einsatz eines Minirocks gemeint. In ihrem Buch „Erotisches Kapital. Das Geheimnis erfolgreicher Menschen“ beschreibt die Wissenschafterin das erotische Kapital als „Mischung aus Charme, Stil, Lebendigkeit und sozialer Attraktivität“, was auch die Fähigkeit, sich beliebt zu machen, weiters Humor und Vitalität miteinschließt. Nach Auswertung zahlreicher Studien steht für sie fest: Das erotische Kapital ist die vierte Säule für den Erfolg eines Menschen. Die ersten drei, nämlich ökonomisches Kapital (Geld), hu18 | R E L AX Magazin 2012

manes Kapital (Intelligenz, Bildung und Ausbildung) sowie soziales Kapital (Kontakte, Netzwerk) wurden bereits vor knapp 30 Jahren definiert – von Pierre Bourdieu, einem französischen Soziologen. Jeder, so Hakim, verfügt über mehr oder weniger erotisches Kapital. Es lässt sich, wie die anderen drei auch, steigern und vergrößern – etwa durch Körperpflege, stilvolle Kleidung oder häufige Friseurbesuche. Man muss nur das Beste aus sich herausholen. Um eines klarzustellen: Intelligenz, Bildung und Ausbildung sind die bei weitem besten Voraussetzungen auf dem Weg zu beruflichem Erfolg. Gut ausgebildete Menschen, die weiter denken können, werden wohl immer die besseren Jobs bekommen – zumindest in den meisten Organisationsstrukturen. Doch ebenfalls bedeutsam ist auch das erotische Kapital. Unternehmen haben das längst verstanden: Bei gleicher Qualifikation wird der attraktiver aussehende Kandidat für den Job engagiert. Personalchefs machen das erotische Kapital zur Prämisse, können sie doch davon ausgehen, dass attraktive Menschen besser verkaufen. Dafür braucht man in der Privatwirtschaft keine Wissenschaft, das ist eine Sache der Erfahrung. Dagegen scheute die Wissenschaft bislang offenbar den Blick auf die Realität. Nur so ist es zu erklären, dass sie der Wirkung des Äußeren bisher kaum Beachtung schenkte. Aus der Psychologie ist lediglich der HaloEffekt bekannt: Er beschreibt, dass attraktiven Menschen eine höhere Intelligenz, mehr Leistungsfähigkeit und eine bessere soziale Kompetenz zugeschrieben werden als unattraktiven. Allerdings nur vermeintlich. Weil die Verpackung sohin wichtiger

wird als der Inhalt, galt der Halo-Effekt als Wahrnehmungsfehler – ein Umstand, den es nun gründlich zu überdenken gilt. Erotisches Kapital bringt beide Geschlechter beruflich voran. Aber noch ziehen Männer wesentlich mehr Vorteile daraus: Sind sie groß gewachsen, gepflegt und charmant, dann befinden sie sich in höheren Positionen als ihre äußerlich unscheinbaren Konkurrenten. Und sie verdienen auch besser: je nach Branche bis zu 20 Prozent mehr, wie Catherine Hakim herausgefunden hat. Attraktive Männer sind aber nicht nur erfolgreicher als ihre weniger attraktiven Kollegen, sondern auch erfolgreicher als gutaussehende Frauen mit gleicher Qualifikation, wenn diese ihr erotisches Kapital nicht einsetzen – und das tun die wenigsten. Dabei könnten Frauen von ihrem erotischen Kapital sogar deutlich mehr profitieren als Männer. Warum? Laut Hakim liegt das am „Sexdefizit“ der Männer. Sie wollen stets mehr Sex als Frauen – und das in jedem Alter und quer durch alle Kulturen. Daher sind Männer auch bereit, sich für Sex anzustrengen. Machten sich mehr Frauen diesen Umstand zunutze, dann erhielten sie größere Macht. Frauen und Macht? Das sah die Männerwelt in der Vergangenheit nicht gern, deswegen wurde das erotische Kapital der Frauen seit Jahrhunderten im Zaum gehalten: vor allem durch Kleidungsvorschriften und züchtige Verhaltensregeln. Nur so konnten die Männer die Macht für sich sichern, ja es sogar so weit bringen, dass die Frauen ihr erotisches Kapital als etwas Schlechtes, Verwerfliches zu begreifen begannen. Paradebeispiele dafür sind heute die islamischen Staaten: von Kopf bis Fuß ver-


F o t o : © J u lia n Ru p p / Wes t e nd61/Corbi s

hüllte Frauen, strengste moralische Regeln im Zusammenleben der Geschlechter. In den westlichen Industriestaaten ist heute die Vorherrschaft der Männer erodiert, so aufgeweicht wie noch nie zuvor. Wieso aber klappt dann das mit dem erotischen Kapital bei den meisten Frauen noch immer nicht? Die Antwort ist ebenso kurz wie irritierend: Schuld ist der moderne (angelsächsische) Feminismus. Er schlägt nämlich seltsamerweise in dieselbe Kerbe wie das Patriarchat und verkennt die Macht, die Frauen durch ihr erotisches Kapital haben könnten. Der Grundgedanke des Feminismus ist die absolute Gleichheit zwischen Mann und Frau. Daher muss eine Frau dieselben Werkzeuge in die Hand nehmen wie ein Mann, um erfolgreich zu sein. Das Ergebnis sind die berühmten „Karrierefrauen“, die männlicher wirken als so mancher Mann. Die Feministinnen verkennen aber zwei Tatsachen: Erstens ist das erotische Kapital ein Werkzeug der Männer. Zweitens sind Männer und Frauen überhaupt nicht gleich gestrickt, wie ja beispielsweise auch das männliche „Sexdefizit“ zeigt. Seit der Veröffentlichung ihrer Arbeit muss sich Catherine Hakim, die im Übrigen als Expertin für Frauen in der Arbeitswelt gilt, gegen aufgebrachte Feministinnen wehren. Sie werfen ihr vor, alte Geschlechterrollen zu

zementieren – à la „Männer sind triebgesteuert, Frauen müssen gefallen“. Weitaus interessanter ist aber ein Ergebnis Hakims, das in der öffentlichen Debatte mehr oder weniger untergeht. Die Soziologin sieht ein „generelles Muster, dass die Privatwirtschaft mehr attraktive Menschen anzieht als der öffentliche Sektor“. Auf den Punkt gebracht: Die Hässlichen arbeiten beim Staat! Mag sein, dass die Aussage gewagt ist. Aber die These, so erfrischend politisch unkorrekt sie auch klingen mag, leuchtet auf den zweiten Blick ein. Denn wo keine Konkurrenz herrscht, wo der Job auf Lebenszeit erhalten bleibt, ohne dass man täglich um ihn kämpfen muss, dort läuft man Gefahr, sich gehen zu lassen. Da spielen dann auch Übergewicht, geschmacklose Farbkombinationen bei der Kleidung oder eine lockere Einstellung zur Körperpflege keine Rolle mehr. Nun mal ganz unter uns: Haben Sie noch nie mit einem Beamten, etwa am Finanzamt, Magistrat oder im Schulwesen, zu tun gehabt, dessen Kleidungsstil oder Auftreten wohlwollend als „eigentümlich“ bezeichnet werden konnte? Eben. Die Charaktere der ORFComedy-Serie MA 24/12 waren uns nicht fremd, sondern bestens vertraut, auch wenn sie vornehmlich am Wiener Verkehrsamt der späten 1980er Jahre ihre Anleihe nahmen. Jedenfalls kennt jeder mindestens einen Staatsbeamten, auf den Hakims These perfekt passt.

Brisant ist auch ein weiteres Studienergebnis von Catherine Hakim, die übrigens selbst einige Jahre Beamtin war: 85 Prozent der Teilnehmer, egal aus welcher sozialen Schicht oder welchem Kulturkreis sie auch stammen, stimmen darin überein, was attraktiv oder weniger attraktiv ist. Die Eckdaten in aller Kürze: symmetrische Gesichtszüge, ebenmäßiger Teint, harmonischer Körperbau. Das gilt für den Europäer ebenso wie den Asiaten, für die Lehrerin ebenso wie für die Punkerin. „Schönheit liegt im Auge des Betrachters“, heißt es – der Volksmund hat leider nicht immer Recht. Egal, was man von Catherine Hakims Thesen halten mag: Gänzlich von der Hand zu weisen ist die Wirkung einer gepflegten, charmanten und stilvoll gekleideten Person nicht. Umso schwerer verständlich ist die Tatsache, dass so wenige Menschen auf ihr Äußeres achten. Auch Hakim fragt sich: „Wir gehen zwölf Jahre lang in die Schule, kaufen Bücher und verbringen viel Zeit damit, sie zu lesen. Wieso kümmern wir uns nicht etwas mehr um unsere Frisur oder um die Schuhe?“ Mit Anstrengung und persönlichem Einsatz könne, so Hakim, das erotische Kapital vergrößert werden: „Jeder hat ■ etwas, was ihn attraktiv macht.“ Zum Weiterlesen: Catherine Hakim: Erotisches Kapital. Das Geheimnis erfolgreicher Menschen. Campus, 19,99 Euro R EL A X Magazin 2012 | 19


F o t o : L öwe & B ä r

K I N D E R HOT E L S

FERIEN BEI BALU & CO Drei wunderbare Hotels, in denen Kinder viel Fer ienspaß erleben und Eltern Serfaus ruhigen Gewissens ein wenig Urlaub von ihren Kindern machen können. Ziemlich sicher ist: Kinder sind anstrengend, energieraubend und zuweilen sogar nervtötend, vor allem aber sind sie der beständigste Quell des Glücks im Leben. Weil das so ist, möchten Eltern im Urlaub gerne ihren Kindern eine wunderbare Zeit schenken, gleichzeitig aber auch ein bisserl Zeit für sich selbst haben und für seltene Übungen wie unbeschwert schifahren, oder bei einer Massage sanft wegschnurren. Und dann war da noch die Sache mit den drei Buchstaben, die mit X aufhört und die Eltern noch von früher kennen, als der Nachwuchs noch nicht vor der Schlafzimmertür stand. Kinder wiederum wissen ganz genau, wie ätzend langweilige Dinge Erwachsene im Urlaub machen und was sie selbst möchten: mit anderen Kindern spielen, viele lustige Sachen machen, auf jeden Fall Bewegung, Action, Spaß und nicht stundenlang 20 | R E L AX Magazin 2012

ruhig am Restauranttisch sitzen müssen. Da trifft es sich gut, dass es österreichische Hotels gibt, die sowohl Eltern als auch Kinder glücklich machen können. Eine der besten Adressen dieser Spezies besteht aus zwei Häusern mit vielversprechenden Namen: die Kinderhotels Löwe und Bär in Serfaus. Vom Ehepaar Maria und Heijo Heymich geführt, warten sie mit jeweils sieben liebevollen Kinderbetreuerinnen auf, die sich von 8 bis 21 Uhr um die Kleinen kümmern. Auf insgesamt 2.000 m2 wartet ein Spielparadies für Knirpse mit Programmen in vier Altersgruppen. Da gibt es zum Beispiel eine Zauberschule wie bei Harry Potter. Oder den neuen Kinderpool im Löwen mit der tollen Wasserrutsche. Und schließlich ist da noch das große Theater, wo Kinder mit Feuereifer lustige Rollen üben können. „Das Stück wird dann bei einer

Obertauern Feld am See

Vorstellung voller Stolz den Eltern präsentiert“, sagt Maria Heymich. Und im Winter gibt es Kinderschikurse, die direkt vor dem Haus beginnen – die Schischule Serfaus hat übrigens 300 Schilehrer! Eine Woche mit „Super-Inklusiv-Pension“ in einer Suite (zwei Erwachsene, bis zu vier Kinder) wird ab 1.047 Euro pro Erwachsenen offeriert, Kinder zahlen 260 Euro. Die luxuriösesten Suiten sind nach dem gemütlichen Dschungelbuch-Bären Balu benannt. In Südkärnten hat sich der Brennseehof vor allem auf Sportliche spezialisiert: Er bietet täglich Kinderbetreuung von 9 bis 21 Uhr – und zu jeder Jahreszeit mindestens zehn Sportarten! „Bei uns werden die Kinder eben nicht einfach abgegeben und irgendwie beschäftigt“, sagt Gastgeberin Erika Palle. „Sie sollen richtig Spaß haben und sich vor allem viel bewegen.“ Da-


F ot o: S eek ar haus F o t o : B re n n s e e h o f F ot o: L öwe & Bär

bei spielt auch der schöne See direkt vor der Tür eine wichtige Rolle: Im Sommer stehen Schwimmen, Segeln (sogar schon für Siebenjährige) oder Surfen ganz hoch im Kurs, im Winter wird auf dem zugefrorenen See Schlittschuh gefahren. Im Brennseehof kümmert man sich aber nicht nur um die ganz Kleinen, sondern auch um Teenager. „Da ist dann nicht mehr die liebe Kindergartentante interessant, sondern der coole Surflehrer oder spannende Mountainbike-Touren, Tennis oder Beachvolleyball“, weiß Erika Palle. Für die Eltern gibt es derweil „See-Wellness“ – Freibecken direkt am Strand inklusive. Von dort kann man auch im Winter im bacherlwarmen Wasser auf den zugefrorenen, winterlichen See blicken. Eine Woche Halbpension in der besten Kategorie (Luxusapartment Himmelsstiege für vier bis sechs Personen) plus sechs Tage Schipass wird ab 719 Euro angeboten, die Kinderbetreuung ist kostenlos. Das dritte Haus, das Seekarhaus bei Obertauern, ist kein „echtes“ Kinderhotel, dafür aber ein heimeliges Schifahrerdomizil, das zudem mit einer ganztägigen Kinderbetreuung aufwarten kann. Die Lage dieses Vierstern-superior-Hotels könnte schöner – und praktischer – nicht sein, nämlich mitten im Schigebiet, auf 1.800 m Seehöhe, direkt am Lift. Naturgemäß steht hier der Schisport im Mittelpunkt – auch bei den Kleinen. „Kinderschikurse sind sehr beliebt“, wissen die beiden Seekarhaus-Chefinnen Heidi und Isabella Krings. „Viele Eltern wollen erstens alleine schifahren, und sie möchten zweitens auch, dass die Kinder das Schifahren bei einem Schilehrer lernen und nicht die elterlichen Fehler übernehmen.“ Das Kinderland des Hotels steht an sieben Tagen der Woche offen – und das schon für Kinder ab 18 Monaten! Anspruchsvolle Erwachsene lockt das Schihotel am Berg dagegen nicht nur mit einem Spa, welches sowohl einen Kinder- als auch einen Erwachsenenpool bietet, sondern auch mit dreißig ganz neuen, luxuriösen Suiten im Neubauttrakt, die zwischen 50 und 80 m2 groß sind. Der kritische RELAX Guide resümiert: „Gute Küche, fabelhafte Sonnenterrasse, Gratisgarage für alle.“ Eine Woche ist ab 1.450 Euro ■ für Erwachsene buchbar. Mehr Info: Löwe & Bär +43-(0)54766058, www.loewebaer.com; Brennseehof +43-(0)4246-2495, www.brennseehof.com; Seekarhaus +43-(0)6456-20010, auf www. seekarhaus.at und relax-guide.com

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LEBEN

WAHNSINN AUF UNSERE KOS TEN Überlebt die EU als Konstrukt? Inhaltlich ist sie längst gescheitert. Mit einem Mix aus Überwachungswahn, Menschenverachtung und Verordnungen zum Wohl von Großkonzernen hat sie selbst ehemals glühende Europa-Fans vergrault. Ein kleiner – und keinesfalls vollständiger – Auszug aus dem Sündenregister der bürokratischen „Pioniertaten“. Die LebensmittelNicht-Kennzeichnung Um im Supermarkt herauszufinden, was in einzelnen Produkten tatsächlich enthalten ist, braucht man eine Ausbildung zum Lebensmitteltechniker und eine Lupe. Gleichzeitig werden besonders Menschen aus bildungsärmeren Schichten immer übergewichtiger. Dank der EU wird das auch so bleiben. Im Sommer 2010 hatte das EU-Parlament nämlich die Chance, ein leicht verständliches Kennzeichnungssystem einzuführen, bei dem Salz-, Fett- und Zuckergehalt klar ausgewiesen werden – und zwar in den Ampelfarben Grün, Gelb und Rot. Viele der unverschämten Lügen der Lebensmittelbranche wären sofort aufgeflogen: „gesunde“ Kindernahrungsmittel, die in Wahrheit aus einem Gemisch von Zucker und billigstem Fett bestehen, „Light“-Produkte, die deutlich süßer sind als normale Ware, oder Salzorgien in Snacks, Suppen, Fertiggerichten. Was uns fair erscheint, sehen freilich die weltweit agierenden Konzerne nicht gern. Um die Ampel zu verhindern, haben die Hersteller nach eigenen Angaben eine Milliarde Euro für Lobbying ausgegeben. Das war 22 | R E L AX Magazin 2012

gut investiert: Das EU-Parlament stimmte gegen seine Bevölkerung und für die Großkonzerne. Anstatt der verständlichen Ampel wurde mehr oder weniger eine Modifizierung des bestehenden Angabendschungels beschlossen. In ihren Begründungen übernahmen einzelne Abgeordnete zum Teil wortwörtlich die Argumente der Industrie. Gentechnik-Exper imente am Menschen Dass es in Österreich – noch – keine Gentechnik in Lebensmitteln gibt, hat einen ganz einfachen Grund: Gentechnik ist derartig unbeliebt (das Volksbegehren 1997 unterschrieben 1,2 Millionen), dass die Supermärkte sich aktiv darum bemühen, ja keine derartigen Produkte in den Regalen zu haben – der Imageschaden wäre zu groß! Bürger in anderen EU-Ländern haben diesen Vorteil nicht: Sie müssen an der breitest angelegten Versuchskette teilnehmen, die es jemals gegeben hat: über die langfristige Auswirkung von gentechnisch veränderten Nahrungsmitteln auf den menschlichen Organismus. Der Ausgang dieses Experiments ist völlig ungewiss.

Fest steht bisher jedenfalls, dass fremde Gene in Lebensmitteln neue Giftstoffe und Allergien verursachen, dass der Anbau von Genpflanzen die biologische Vielfalt gefährdet und zu einem vermehrten Pestizideinsatz führt, was wiederum Böden und Grundwasser zerstört. Dominiert wird der Markt von zehn internationalen Konzernen, die rund 70 Prozent des weltweiten Saatgutes kontrollieren. Oft weiß man allerdings nicht einmal, dass man Gentech-Nahrung kauft. Denn bei der Kennzeichnungspflicht gibt es eine Reihe von Ausnahmen: So sind Fleisch, Eier und Milchprodukte von Tieren ausgenommen, die mit gentechnisch veränderten Pflanzen gefüttert worden sind. Auch entsprechende Enzyme, Aromen und Zusatzstoffe müssen nicht angegeben werden, da diese von der EU gar nicht als Lebensmittel eingestuft werden. Ein feiner Trick! Diejenigen, die die Gentech-Suppe auslöffeln, werden ignoriert. Bei einer Eurobarometer-Umfrage 2010 stimmten 61 Prozent der Europäer der Aussage zu, dass „gentechnisch veränderte Lebensmittel bei ihnen Unbehagen hervorrufen“. Wiederum 61 Prozent waren dafür, dass die Entwicklung derartiger Lebensmittel nicht länger gefördert werden sollte. Dennoch wird in der EU ein derartiges Frankenstein-Lebensmittel nach dem anderen zugelassen. Zuletzt wurde etwa der Anbau der unheimlichen BASF-Kartoffel Almflora genehmigt. Diese enthält ein Resistenzgen gegen ein Antibiotikum. Auch Klonf leisch ist möglich Wenn Sie denken, gentechnisch veränderte Lebensmittel wären unheimlich – es geht noch schlimmer: In der EU müssen Fleisch und Milch von Nachfahren geklonter Tiere nicht gekennzeichnet werden. Tiere, die in der EU geklont werden, dürfen zwar selbst nicht zu Lebensmitteln verarbeitet werden, doch können durchaus Produkte von Klontiernachfahren im Handel sein, die etwa mit Bullensperma aus den USA oder aus Lateinamerika gezeugt wurden. Man weiß es schlichtweg nicht. Pestizid-Schwindel Im Jänner 2009 gab sich das EU-Parlament sehr konsumentenfreundlich. Von den über 500 Pestiziden, die in Europa eingesetzt wurden, wurden ganze 22 verboten, weil sie sogar für EU-Verhältnisse zu giftig waren. Sie waren nachweislich krebserregend und beeinträchtigten Hormonproduktion


sowie die menschliche Fortpflanzung. Einzelne Abgeordnete meinten zwar, dass mehr als 100 weitere Pestizide genauso schädlich wären und auch auf die „schwarze Liste“ sollten, doch sie fanden kein Gehör. Seit September 2009 sind auch die Pestizidhöchstmengen EU-weit vereinheitlicht – und zwar eher nach oben als nach unten. Laut einer Studie von Greenpeace und Global 2000 sind fast 700 der geltenden Höchstmengen für Pestizide in Obst und Gemüse zu hoch. Selbst wenn sie eingehalten werden, drohen akute und chronische Gesundheitsschäden, insbesondere für Kinder. Doch der eigentliche Schwindel liegt im Detail. Zwar wurde von der EU die Höchstmenge von einzelnen Pestiziden festgeschrieben – allerdings nicht, wie viele verwendet werden können! Auf Pausenäpfeln für Schüler wies Global 2000 etwa gleich acht verschiedene Pestizide nach. Das Perfide an den Giftcocktails: Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass sich die Wirkung der einzelnen Gifte addieren und damit deutlich verstärken kann. Atomstrahlung im Sushi? Kein Problem! Wie die EU-Kommission auf die Atomkatastrophe in Fukushima in Japan reagiert hat, ist schier unglaublich: Per Eilverordnung wurden die Grenzwerte für radioaktive Strahlung bei Lebensmitteln drastisch erhöht. Die Maximalbelastungen mit Cäsium-134 und Cäsium-137 wurden für die meisten Lebensmittel auf mehr als das Doppelte erhöht. Für Milcherzeugnisse waren statt 370 Becquerel plötzlich 1.000 Becquerel zulässig. Durchgebranntes Glühlampenverbot Bräuchte es ein Beispiel, um den Irrsinn in Brüssel festzumachen, das Verbot der Glühbirne wäre eines der besten. Nicht nur, dass die mit dem Jahr 2012 vorgeschriebenen Energiesparlampen für den Umweltschutz überhaupt nichts bringen, sie sind noch dazu gesundheitsschädlich, und ihr Licht ist schlichtweg unzumutbar. Die Lampen sind sogar zu giftig für den regulären Müll und müssen aufwendig entsorgt werden. Die Gefahr der Energiesparlampen ist offensichtlich. Sie enthalten giftiges Quecksilber. Zerbrechen sie, wird dieses freigesetzt. Die Warnung der schwedischen Chemieschutzbehörde für den Fall des Falles liest sich dann auch mehr nach einem GAU im Wohnzimmer als nach einem harmlosen Malheur.

Demnach sollte man auf gar keinen Fall einen Staubsauger benutzen, um die Splitter aufzusaugen. Denn dadurch würden die giftigen Quecksilbertropfen nur noch feiner in der Luft verteilt werden. Falls die Lampe eingeschaltet war, als sie zu Bruch ging, empfiehlt die Behörde die Evakuierung. In dem Raum müssen umgehend alle Fenster geöffnet werden, und er darf für mindestens eine halbe Stunde nicht betreten werden. Die Empfehlungen zur Entsorgung sind auch nicht unbedingt vertrauenserweckend: Die Splitter sollen mit einem Stück Karton zusammengeschoben und mit Handschuhen in ein verschließbares Glas gelegt werden, das später entsorgt wird. Der Behälter muss dann mit einem Zettel versehen werden, auf dem steht: „Achtung, kann Quecksilberreste von Energiesparlampen enthalten.“ Los wird man das giftige Ungetüm schließlich bei einer Problemstoffsammelstelle. Aber selbst intakt ist die Energiesparlampe für die Befindlichkeit des Menschen eine Zumutung. Während sich die gute alte (und billige!) Glühlampe in ihrem Farbspektrum an dem des Sonnenlichts orientiert, was wir deshalb als natürlich, angenehm und schön empfinden, fehlen der Energiesparlampe bestimmte Farbbereiche – wie etwa Rot – völlig. Dadurch wirkt dieses Licht kalt, steril und ungemütlich. Es gilt als Stressauslöser, außerdem gibt es Hinweise darauf, dass es hormonelle Störungen, Schwindel und neurologische Probleme zur Folge hat. Verwendet man eine solche Lampe abends, dann schaltet die innere Uhr des Körpers auf Tag. Schon eine halbe Stunde reicht, um Probleme mit dem Einschlafen zu bekommen, da die Produktion des Schlafhormons Melatonin gehemmt wird. All das nähme man vielleicht in Kauf, wenn das Klima damit tatsächlich gerettet werden würde. Nur: Das passiert nicht, denn unterm Strich, also unter Einbeziehung von Herstellungs- und Entsorgungsaufwand, wird gar kein CO2 eingespart. Über wachung nach St asi-Manier Wenn im April 2012 in Österreich die Vorratsdatenspeicherung eingeführt wird, tritt eine Überwachungsmaßnahme in Kraft, von der die DDR-Stasi nur hätte träumen können. Das erste Mal wird die gesamte Bevölkerung unter Generalverdacht gestellt und flächendeckend bespitzelt. Nur zur eigenen Sicherheit, natürlich. Für zumindest sechs Monate werden alle personenbezogenen elektro-

nischen Kommunikationsdaten gespeichert. Und das Perfide daran: Man merkt es nicht. Stellen Sie sich einmal vor, ein Mann würde Sie jeden Tag ihres Lebens 24 Stunden lang begleiten. Er schreibt sich auf, wen Sie wann treffen, was Sie sprechen, was Ihre Interessen sind und Sie politisch denken. Wenn Sie Bücher über Depressionen lesen, notiert er sich das, wenn Sie sich über das Gerücht informieren wollen, dem zufolge Cannabis auch gesundheitliche Vorteile haben soll, findet er das auch spannend. Ja, selbst während eines heimlichen Besuchs im Sexshop weicht er nicht von Ihrer Seite – ganz im Gegenteil, da ist er besonders neugierig. Wenn Sie sich beschweren, dass er Ihre Privatsphäre verletzt, erwidert er gönnerhaft: „Keine Sorge, bei mir sind Ihre Informationen sicher. Wenn Sie nichts anstellen, wird nie jemand davon erfahren. Im Gegenteil: Ich beschütze Sie vor Terroristen und Kinderschändern. Sie haben doch nichts zu verbergen?“ Und wenn Sie sich umblicken, dann sehen Sie: Jeder von uns hat einen solchen unheimlichen Begleiter. So absurd diese Szene in der realen Welt erscheint – genau das erwartet uns. Doch da die Überwachung physisch nicht spürbar ist, vergisst man sie leicht. Dabei gibt es heute kaum etwas Intimeres als unser Verhalten im Internet oder am Handy. Wir kommunizieren beinahe ausschließlich via Mail, SMS und Mobiltelefon, wir erledigen die Bankgeschäfte im Netz, wir informieren uns über Krankheiten, wir lesen politische Seiten, wir schimpfen in irgendeinem Forum auf die Regierung, und wir frönen unseren kleinen Lastern und sexuellen Orientierungen. All diese Daten werden ab April den Behörden zur Verfügung stehen. DDRChef Erich Honecker wäre begeistert! Terror isten schon im zar testen Alter Mag ein Baby noch so unschuldig aussehen, wer weiß, ob sich hinter dem drolligen Windelpaket nicht doch ein hinterhältiger Terrorist oder ein Drahtzieher des organisierten Verbrechens verbirgt. Anstatt wie bisher bei den Eltern miteingetragen zu sein, brauchen die Kleinsten inzwischen jedenfalls einen eigenen Pass (der überdies schon bald zu erneuern ist) – natürlich mit Foto. Das Anfertigen dieses Bildes hat manche Eltern allerdings schon den letzten Nerv gekostet, denn es gelten strenge Auflagen. Lächeln darf das Kind auf gar keinen Fall! Die Richtlinien für Babyfotos: Sie müssen ➝ R EL A X Magazin 2012 | 23


DER NEUE RELAX GUIDE 2012

4 STERNE HABEN VIELE, ABER WER HAT 4 LILIEN?

„Wärmstens zu empfehlen“ Kurier „Einzigar tig“ Die Presse „Unerlässlich … für Exklusivansprüche“ Die Zeit „Wohltuend und erheiternd …“ FAZ

35 mm breit und 45 mm hoch sein. Der Kopf muss zwei Drittel des Bildes einnehmen und darf nicht höher als 36 mm sein. Das Foto muss das Baby in einer Frontalaufnahme mit neutralem Gesichtsausdruck zeigen – erklären Sie das mal Ihrem Kleinsten! Eine Darstellung mit geneigtem oder gedrehtem Kopf ist nicht gestattet. Augen, Nase und Mund dürfen in keiner Form verdeckt sein. Das Baby muss direkt in die Kamera blicken. Die Augen müssen geöffnet und gut sichtbar sein. Der Augenabstand (Abstand von der Mitte des linken Auges zur Mitte des rechten Auges) muss mindestens 8 mm betragen. Die Augenlinie muss waagrecht sein. Das Gesicht muss gleichmäßig ausgeleuchtet und in allen Bereichen scharf abgebildet, kontrastreich und klar sein. Schattenbildung im Gesicht und Reflexionen sind unzulässig, die Hauttöne müssen natürlich wiedergegeben werden. Der Hintergrund muss einfärbig und hell sein, außerdem ausreichend Kontrast zu Gesicht und Haaren zulassen. Seidenraster oder freigestellter Hintergrund? Nicht zulässig! Nebulöses Licht am Tag In Österreich wurde es wegen völliger Nutzlosigkeit abgeschafft, dank EU-Verordnung ist es wieder zurück: das verpflichtende Licht am Tag im Straßenverkehr. Eine Maßnahme mit fatalen Folgen. Denn auf helle Lichtreize reagiert unser Auge mit einer Phase der „Abblendung“, also mit einem funktionellen Defizit. Auge und Wahrnehmung wandern innerhalb des Blickfeldes automatisch dorthin, wo eine Lichtquelle erscheint. Das „Restbild“ verdunkelt sich faktisch, die Aufmerksamkeit für Nichtbeleuchtetes nimmt stark ab. Das Lichtermeer gefährdet also alles, was nicht beleuchtet ist: Fußgänger, Radfahrer, Kinder. Zudem steigen die Kosten und CO2-Emissionen: Man braucht mehr Sprit und öfters mal Lampen, was bei vielen Autos einen Werkstättenaufenthalt und mindestens 130 Euro nötig macht, was natürlich sowohl die Mineralölwirtschaft wie auch die Lampenindustrie ob beträchtlicher Zusatzumsätze frohlocken lässt.

eBook gratis!

Erhältlich im Buchhandel 24,90 Euro Herausgeber Christian Werner

Mit dem Lilien-Bewer tungssystem

Obszöne Fotos aus dem Scanner Noch ein Gedankenexperiment: Sie fragen einen Freund, ob er Sie ein Stück mit seinem Wagen mitnehmen kann, weil Sie zufällig den gleichen Weg haben. Ihr Freund sagt: „Sehr gerne, aber könntest du bitte vorher die Hose runterlassen, damit ich sehe, dass du keine Bombe versteckt hast?“ Würden Sie mitfahren oder sich fragen, ob er den Verstand verloren hat? Genau das wird in den europäischen Flughäfen passieren, wenn der Einsatz von Nacktscannern – pardon, „Sicherheitsscannern“, wie sie offiziell heißen – einmal EU-weit durchgesetzt worden ist. Die EU-Kommission gab bereits ein Regelwerk für unsere Durchleuchtung heraus. Das Personal etwa soll in einem anderen Raum sitzen, um „unangebrachtes Verhalten“ zu verhindern. Fingerabdrücke wie vom Mörder Wer einen neuen Reisepass braucht, der muss eine Prozedur über sich ergehen lassen, die bisher Räubern, Mördern und Drogendealern vorbehalten war: das Abgeben der Fingerabdrücke. Der offizielle Grund dafür ist natürlich einmal mehr unsere Sicherheit, so nebenbei hat man von allen Bürgern einen Fingerabdruck. Das ist praktisch, nur die Folgen – etwa die missbräuchliche Verwendung 26 | R EL A X Magazin 2012


– mag man sich nicht ausmalen. Und jubelte auch der zuständige EU-Kommissar über einen „Beitrag zur Terrorbekämpfung“, so war gleich sein nächster Satz beunruhigend: „Derzeit ist keine Rede davon, dass die Abdrücke à la ‚Big Brother‘ in einer zentralen europäischen Datenbank landen.“ Derzeit … Derzeit! IBAN der Schreckliche Bankgeschäfte sind lästig, Zahlscheine Ausfüllen ist richtig mühsam. Spätestens 2014 sollte man dafür aber wesentlich mehr Zeit einplanen. Nach dem Beschluss der EU-Kommission müssen wir dann auf internationale Kontonummern und Bankleitzahlen umstellen, selbst wenn wir nur fünf Euro an jemanden „ums Eck“ überweisen. Es gelten dann nur noch die Zahlenreihen IBAN und BIC – mit insgesamt 33 bis 42 Stellen! Vor allem Omi wird an der Überweisungsbox viel Freude haben! Aus für Speck vom Bauern Was die Bauern seit Jahrhunderten machen, hat die EU seit Jänner 2010 so gut wie verboten: das Schlachten von ein paar Schweinen zum Verkauf ab Hof. Erlaubt wäre es nur, wenn hohe bauliche Auflagen erfüllt würden – darunter etwa eigene Sanitärräume für den Tierarzt –, die bei Kosten von rund 100.000 Euro allerdings für diese Kleinstbetriebe nicht finanzierbar sind. Mehr als 1.000 kleine Schlachter haben inzwischen allein in Österreich aufgegeben. Grund ist das EU-Hygienegesetz. Zwar zerstört es regionale Strukturen, bringt Transportstress für die Tiere und böse Hormone ins Fleisch, zudem allerlei Belastungen für die Umwelt und begünstigt allein die Großindustrie; doch all das dient offiziell nur unserer Sicherheit. Aus EU-Sicht sind handgemachte Produkte nämlich unhygienisch, der Transport von Schlachttieren durch ganz Europa ist dagegen sogar förderungswürdig: Jungtiere aus Österreich, Mästen in Polen, Hormonspritzen aus Deutschland, von slowakischen Fahrern in ukrainischen LKW nach Albanien zum Schlachten gefahren, in Italien verwursten, in Tschechien verpacken, als „Steirisches Almfleisch“ verkaufen … und vielleicht sogar als großindustriell verschobenes „Gammelfleisch“ in Deutschland wieder auftauchen. Die Brüsseler Bürokraten setzen auf exzellent hygienisch verpackte Produkte der Großindustrie, Fleischqualität ist offensichtlich nicht ihr Thema. Irrsinn auf allen Ebenen Sogar Schildbürger würden staunen – noch ein paar kurze Beispiele aus der langen Liste der EU-Pionierleistungen: Bananen im europäischen Handel müssen mindestens 14 cm lang und 27 mm dick sein. Weitere Anforderungen: normale Färbung, kein Pilzbefall und glatte Schnittstelle an der Krone ohne Scharten oder Abrissspuren. Was da nicht reinpasst, muss entsorgt werden! Jedes deutsche Bundesland ist verpflichtet, ein Seilbahngesetz zu erlassen – auch Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Nur: Dort gibt es keine einzige Seilbahn. In einem Merkblatt fordert das EU-Parlament laut Daily Mail eine geschlechtsneutrale Sprache, Ausdrücke wie Frau oder Fräulein seien sexistisch und daher verboten. Auch etwa „firemen“ und „air hostess“ darf es nicht länger geben, aus „policeman“ oder „policewoman“ müssen geschlechtsneutrale „police officers“ werden, jeder Hinweis, ob es sich um einen Mann oder eine Frau handelt, ■ gehört restlos ausgelöscht … REL AX Magazin 2012 | 27


F o t o : H o t e l H o h e nw ar t

S ÜDT I RO L

MIT HERZ UND HIRN Berge, Wein und Palmen: Ein Familienbetr ieb bei Meran zeigt mit seinem neuen Spa, dass mediterran und alpin einander nicht ausschließen müssen. Im Gegenteil! Es sind die kleinen Dinge, die entscheiden: Ob wir etwas mögen oder nicht, hängt oft von minimalen Wahrnehmungen ab. Bei einem auf den ersten Blick kühlen Menschen kann das ein kaum sichtbarer warmer Zug um den Mund sein, der uns plötzlich Sympathie empfinden lässt. Und bei einem Gebäude können das sogar Herzen sein! Das beweist Claudio Palla, der im Südtiroler Hotel Hohenwart das neue VistaSpa gebaut hat. Ganz bewusst setzte er als Interieurdetail Herzen ein – das traditionelle Element der alpinen Tischlerkunst, seit Jahrhunderten die Zier hölzerner Betthäupter, Türen, Stühle. Kein Wunder, dass das Vista-Spa, das letztes Jahr auf 1.200 m2 Fläche eröffnet wurde, sofort die Herzen der vielen langjährigen Stammgäste des Familienhotels Hohenwart eroberte. Dass diese mitunter seit Jahrzehnten immer wieder kommen, liegt nur zu einem Teil an der traumhaften Lage des Vierstern28 | R E L AX Magazin 2012

superior-Betriebs, der nah bei Meran auf drei Häuser aufgeteilt zwischen Weinbergen, Rosengärten und Obsthainen gelegen ist. Keine Frage, die Aussicht auf Schloss Schenna, auf die Bergwelt, auf die üppige Vegetation ist schier überwältigend, dafür sorgen nicht zuletzt auch die riesigen Glasfronten. Der Außenpool mit satten 25 m Länge ist sowieso ein eigenes Argument, ganz zu schweigen von den großzügigen Raumverhältnissen im neuen Spa, das seine Gäste mit aus Eichenholz, Silberquarzit und Tiroler Loden stilvoll arrangierter Gemütlichkeit empfängt – und mit Solepool und 360-Grad-Panorama auf der Dachterrasse aufwarten kann. Es sind aber besonders auch die „Software“-Aspekte, die einen Aufenthalt hier so erfüllend machen: Mitarbeiter, die schon immer das bewiesen, was jetzt im Spa Stilelement ist – Herz –, die nicht nur stets ein freundliches Wort übrig haben, son-

dern auch jederzeit mit Tipps für kulturelle Ausflüge oder Wanderungen zur Stelle sind. Weitere Gründe, immer wieder ins Hotel Hohenwart zurückzukehren, sind die Beauty-Behandlungen, für deren Konzeption man sich der Stärken der Landschaft besonnen hat: die „Signature Treatments“ mit Wirkstoffen aus der Meraner Rose oder der hiesigen Weintraube. Oder die Küche, die fast vergessene Gemüsesorten sowie eine große Vielfalt an frischen Kräutern verwendet, die am benachbarten Oberhaslerhof wachsen. Hohenwart-Küchenchef Markus Marmsoler ist sich stets der Südtiroler Küchentradition bewusst, die gleichermaßen alpine wie mediterrane Elemente enthält, er weiß, welche Zutaten aus den beiden Kochkulturkreisen gut harmonieren. Und das Wichtigste: Er ■ kocht mit Herz. Mehr Info: Hotel Hohenwart +39-0473944400 und www.hohenwart.com


F o t o E xc e ls io r M o u nt ain Sty l e S pa Resor t

HIER RUFT DER BERG Ein Hotel in den Dolomiten bietet atemberaubende Mountainbike-Touren und Schif ahren ab der Haustüre. Die Berge sind allgegenwär tig – selbst in der Spa-Suite. 300 Sonnentage im Jahr und herrliche Berge, soweit das Auge reicht. Genauer gesagt, die Dolomiten – das Excelsior Mountain Style Spa Resort liegt mittendrin, am Ortsrand von St. Vigil. Architektonisch zeigt sich das familiengeführte Haus in behaglicher Größe (100 Betten) so konzipiert, dass man tatsächlich von überall Aussicht auf die so unverwechselbaren Felsformationen hat, was Hotelier Werner Call auch gern betont: „Egal, ob Sie gerade in einem der schicken Zimmer sind, im Restaurant, in einer der Spa-Suiten oder ob Sie am Pool liegen.“ Und die Lage des Vierstern-superior-Hauses erlaubt es sogar, im Winter direkt vom Schikeller zum Gondeleinstieg zu rutschen, weiter geht es dann zum bekannten Schiberg Kronplatz und zur Sellaronda nach Alta Badia. Traumhaft, dieses Panorama! Im Excelsior

Südtirol

ist man sich des Riesenglücks einer solchen Lage natürlich bewusst und spielt die Trumpfkarte auch aus, aber man greift nicht nach den Sternen, sondern richtet sich nach den Bergen: Excelsior-Chef Werner Call ist selbst leidenschaftlicher Mountainbiker, umso mehr freut es ihn, in seinem Haus immer wieder die Stars des Giro d’Italia als Übernachtungsgäste begrüßen zu dürfen, führt doch schließlich eine Etappe dieses legendären Radrennens von St. Vigil auf den Kronplatzgipfel. Persönlich begleitet Call seit 15 Jahren auch motivierte Nichtprofis unter seinen Gästen: durch die adrenalinstarken Mountainbike-Strecken der Dolomiten, durch das Unesco-Weltnaturerbe Naturpark Fanes-Sennes-Prags. So sportlich der Fokus des Excelsior Mountain Resorts auch ist, Trainingslageratmosphäre wird man hier nirgendwo fin-

den. „Sport soll nicht Mord, sondern Genuss sein“, meint Werner Call. Darum setzt man hier auch nicht auf nüchtern eingebettete Regeneration, sondern auf wohlige Entspannung und ein warmherzig gestyltes Ambiente. Und nicht zuletzt auf die Kraft von 44 gut gelaunten Mitarbeitern – für ein Haus dieser Größe eine stattliche, heute schon sehr selten gewordene Anzahl! Das Spa wird von Gattin Tamara Call geleitet, in Sachen Kosmetik und Massagen begibt man sich hier stets in erfahrene Hände. Über fünf Etagen erstreckt sich das Wellnessschlösschen mit vielen verschiedenartigen Saunen und Ruhemöglichkeiten; es ist nach einer Heldin des ladinischen Nationalepos, Dolasilla, benannt. Apropos Ladinisch: Hier in den Dolomiten wird diese uralte romanische Sprache noch gesprochen, mit 30.000 Muttersprachlern ist das Ladinische eine der kleinsten Sprachfamilien der Welt. Im Excelsior Mountain Resort sind jedenfalls alle stolz auf diese Eigenheit ihrer Region. Kein Wunder – die Lage in den Dolo■ miten ist schließlich Trumpf! Mehr Info: Fon +39-0474-501036 und www.myexcelsior.com R EL A X Magazin 2012 | 29


F o t o s : D e im a n n Ro m a n t ik- & We lln e s s h o t e l

L UX U S HOT E L S

SCHÖNE L ANDPARTIE Mit einem Spa der Spitzenklasse: Den größten Wellnessbereich des Bundeslandes bietet ein Fünfsternhotel im Hochsauerland. Der ehemalige Gutshof steht heute für stimmungsvolle Land-Romantik – Schwanenteich und Fachwerkhäuschen inklusive. Ferien auf dem Gutshof – davon träumten Generationen junger Mädchen nach Lektüre diverser Romane wie „Der Trotzkopf“. Das in dieser (und nicht nur in dieser) Literaturgattung dargestellte bürgerliche Leben auf dem Lande erschien vor allem jenen erstrebenswert, die mit weit weniger privatem Raum in beengten Verhältnissen in Städten lebten. Die halbwüchsigen Leserinnen fanden sich plötzlich zwischen Pferdestall, Himbeersträuchern und romantischen Mädchenschlafkammern im Dach des Nebentraktes wieder, träumten sich auf ausschweifenden Festen samt Dorfgemeinschaft in die Arme des Reitmeisters, sahen sich vor dem geis32 | R E L AX Magazin 2012

tigen Auge mit dem heiß geliebten Haushund ausgedehnte Streifzüge unternehmen. Der dänische Maler Vilhelm Hammershoi lieferte mit seinen Bildern etwa zeitgleich zur Entstehung der meisten dieser Romane, Ende des 18. Jahrhunderts, mögliche passende Interieurs für unsere Gedankenwelt. In diese romantischen Leseerfahrungen aus der Jugend kann man sich selbst im Jahr 2012 noch zurückkatapultieren: im Deimann Romantik- und Wellnesshotel, einem traditionsreichen Fünfsternhaus bei Schmallenberg im Hochsauerland, auf dem Grundstück eines ehemaligen Gutshofs. Die Mittelgebirgslage galt dank des so ge-

Schmallenberg

nannten gesunden Reizklimas schon sehr früh als ideale Adresse für Sommerfrische. 1883 bewies ein gewisser Albert Hilsmann, der ironischerweise von den Dorfbewohnern „der Schauerte“ genannt wurde, Weitblick: Er errichtete im neu errichteten Herrenhaus auf dem Gutshof das „Hotel zum Wilzenberg“ – und gilt dadurch heute als Pionier des Tourismus im Sauerland. Schon 1917 ging das Anwesen in den Besitz der Familie Deimann über, mittlerweile sind die dritte und vierte Generation am Werk. Über die Jahre hinweg wurde das Deimann-Gutshaus vergrößert und immer wieder modernisiert, ohne dabei den ursprüng-


lichen baulichen Charakter aus den Augen zu verlieren. Heute verfügt das Deimann über 74 Zimmer und Suiten – die meisten mit Balkon oder Terrasse – sowie elf Ferienwohnungen. Letztere liegen fast alle in entzückenden Fachwerkbauten im Park, und auch die ehemaligen Landwirtschaftsgebäude und ein umgebautes kleines Sägewerk werden als Wohnmöglichkeiten für die Gäste genutzt. Und wenn man schon so viel Fläche sein Eigen nennen darf, warum nicht auch noch einen 18-Loch-Golfplatz samt Clubhaus etablieren und den größten Wellnessbereich des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen als Draufgabe? Das Deimann hat’s! Die zahlreichen langjährigen Stammgäste lieben nicht nur die schiere Fläche hier, sondern vor allem die ganz eigene gediegene Atmosphäre des Deimann, die spürbar noch den Geist des vergangenen Gutshoflebens atmet, dabei aber nie betulich oder gar altbacken wirkt. Daran hat nicht nur die engagierte, herzlich agierende und stets präsente Familie Deimann Anteil, sondern auch die beeindruckende Anlage selbst: Im weitläufigen Park lässt es sich zwischen altehrwürdigen Bäu-

men wunderbar flanieren – die Fachwerkhäuser des Anwesens stets im Blick – Schwäne treiben elegant über das Wasser, Libellen schweben durch das Abendlicht. An lauen Sommerabenden sitzt man dann auf der großen Terrasse mit Blick auf Bäume, Teich und Wiese – eine ganz besondere Stimmung, die man nicht so schnell vergessen wird. Vor allem dann, wenn man einmal in den Genuss der Deimann-Küche gekommen ist. Auch die Weinkarte braucht kritische Vergleiche nicht zu scheuen: Sie listet auf zig Seiten sämtliche großen Namen, von prachtvollen Moseltropfen über die berühmten burgenländischen Rotweine bis hin zu renommierten Lagen aus Übersee – hier wird jeder Kenner fündig. Kompetente Beratung ist für die Familie Deimann selbstverständlich, schließlich hat man fünf Sterne vorzuweisen. Das Angebot in Sachen Wellness und Beauty wurde vom unabhängigen RELAX Guide mit drei Lilien und 17 Punkten ausgezeichnet. Kürzlich erweiterte man das Spa neuerlich. Die Tester waren vor allem vom Platzangebot begeistert, ist dem Wellness-

hotelführer doch der gästefeindliche Liegenmangel in vielen Hotels ein Dorn im Auge. So notierten sie, dass das Spa des Deimann vor allem mit ansprechend gestalteten und ausreichend großen Rückzugsmöglichkeiten punktet – „der anderswo nötige Kampf um Ruheliegen bleibt einem hier mit Sicherheit erspart“. Die Treatments in der Beautyabteilung wurden allesamt mit sehr gut bewertet – nichts anderes würde man hier erwarten. Für sportliche Gäste bietet der Deimann ausgedehnte Jogging-Pfade, geführte Wanderungen und umfangreiche Bewegungsprogramme, für Golfer ist eine Greenfee-Ermäßigung selbstverständlich. Wer hingegen die Landschaft des Hochsauerlands lieber ohne Wanderschuhe oder Golfschläger, dafür aber im Sitz des Wiesmann-Roadsters MF4 (acht Zylinder, 420 PS) erlebt – die aufmerksame Crew des Deimann arrangiert auch das. Das Gute an solchen Autos ist ja, dass man nach der Spritztour wieder ganz schnell an den Ort der Träume zurückkehren kann … ■ Mehr Info: Fon +49-(0)2975-810 sowie www.deimann.de und www.relax-guide.com R EL A X Magazin 2012 | 33


FELT

BAU M A N N S AU S LESE

NEHMEN SIE SICH ZEIT!

N ils Fr ahm

K a r l B a u m a n n s Lese- und H ör tipps für 2012 2011 hielt manche Überraschung bereit, die Nachrichten verbreiteten Angst und Schrecken. Wellness ist aber auch, den Nachrichtenstress hinter sich zu lassen. Hatten Sie sich vorgenommen, Ihr Wissen über „die Märkte“ aufzufrischen, die unser Leben so stark beeinflussen? Ich habe ein Kinderbuch ausgewählt, das so einfach ist, dass es sogar Erwachsene verstehen.

Wenn Sie das Gefühl haben, machtlos zu sein, empfehle ich Ihnen, sich auf das zu konzentrieren, was Sie beeinflussen können – zum Beispiel, wie gut es schmeckt, wenn Sie für Ihre Liebsten kochen. Wenn alles nichts hilft, hören Sie doch Musik, das ist immer gut. Auch da habe ich einen Tipp für Sie. ■ Ihr Karl Baumann

DER GROSSE PL AN Ha n n o B e c k u n d Juliane S c hwoc h Oje, ein Unwetter hat die Vorräte und die Behausungen der Waldbewohner zerstört. Wie sollen die Tiere nur über den Winter kommen? Da hat die schlaue Eule eine

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Idee: Warum arbeitet jeder für sich? Warum sollen die Tiere nicht wie die Menschen arbeitsteilig für Vorräte und neue Behausungen sorgen? Das würde die Effizienz erhöhen. Fortan werden Lebensmittel gegen Arbeit getauscht, also Waren gegen Dienstleistungen. Zur Vereinfachung dieser Geschäfte dient eine Waldwährung als Tauschmittel. Eine Häsin wird zur Anführerin, ein Waschbär wird Firmengründer, eine Eule Notenbankchefin und ein Wiesel zum profitgierigen Bösewicht. Am Ende, so viel darf verraten werden, wird alles irgendwie gut, schließlich handelt es sich um eine Fabel, auch um ein Kinderbuch. Aber auf dem Weg durch diese niedlich bebilderte Geschichte kann man viel lernen – über die Märkte und ihre Funktion, über Geld, Kredit und Betrug. So sollte, das ist am Ende eine Erkenntnis, Wirtschaft schon in der Schule gelehrt werden. Mit diesem Buch können das nun auch Erwachsene endlich nachholen. ■ 19,90 Euro, Frankfurter Allgemeine Buch, ISBN 978-3899812589

Seit Musik aufgezeichnet werden kann, arbeiten Produzenten an idealisierten Klängen. Musik sollte befreit werden von den Widrigkeiten realer Umgebungen, kein Husten sollte mehr stören, keine Tür einen leisen Ton überlagern. Aber haben Sie jemals einem Pianisten in der ersten Reihe sitzend gelauscht? Sind Ihnen all die Geräusche aufgefallen, die eigentlich gar nicht zur Musik gehören: das Knarzen der Pedale, die Finger auf den Tasten, das Ächzen des Parketts? Gehört das alles nicht eigentlich zur Musik dazu? Nils Frahm geht den umgekehrten Weg und lauscht bewusst den Geräuschen seines Klaviers, arbeitet sie heraus und macht die Arbeitsumgebung des Musikers so zu einem Teil seiner Musik. Dabei hat alles mit einem Zufall begonnen. Der Berliner Neoklassikkomponist und Pianist musste die Saiten seines Instruments mit Filzstücken dämpfen, um auch nachts üben zu können. „Dadurch entdeckte ich, wie schön mein Klavier gedämpft klingt.“ Er begann, Mikrofone dicht neben Saiten zu platzieren und sie so empfindlich einzustellen, dass sogar sein Atem hier und da zu hören ist. Manchmal fügt Frahm sanfte Synthesizerklänge hinzu. Er lockt den Zuhörer in eine nächtliche Welt ganz stiller Musik. Ihm zuzuhören ist geradezu voyeuristisch. Nach dem letzten Stück fügt sich die Stille perfekt an. Dann übernimmt der eigene Atem und setzt den Rhythmus der Geräusche fort ■ … 13,99 Euro, Audio CD, Erased Tapes (Indigo), ASIN B005GI2O7S oder im iTunes Store für 7,99 Euro


MODERNIS T CUISINE M o d e r n i s t C u i sine is t kein Ko c hb u c h , d e n n o c h werden S i e i n ke in e m Koc hbuc h m e hr ü b e r d a s Koc hen l e r ne n kö n n e n a ls auf di e s e n 2 .4 3 8 Se i t en. Was kann man in sechs Bänden über das Kochen sagen? Im ersten Band die Grundlagen: die Geschichte des Kochens, Mikrobiologie, Gesundheit und Physik. Im zweiten Band das traditionelle Kochen, moderne Öfen, Sous-vide-Garen und die Tech-

niken der modernistischen Küche. Der dritte Band vermittelt Wissen über die wichtigsten Zutaten: Fleisch, Fisch, Meeresfrüchte und pflanzliche Lebensmittel. Im vierten finden Sie heraus, wie Verdickungsmittel funktionieren, wie Gelees und Emulsionen entstehen oder Schäume. Dazu alles über Wein und Kaffee. Nachdem diese vier Bände die Vorarbeit geleistet haben, wendet sich der fünfte Band nun endlich den Rezepten zu. Er ähnelt am meisten einem traditionellen Kochbuch. Am Ende finden sich Referenztabellen und Glossare sowie Bezugsquellen für Geräte und Zutaten. Den Abschluss bildet der sechste Band, das Rezepthandbuch, gedruckt auf abwaschbarem und reißfestem Papier: 1.500 Rezepte aus allen Bänden übersichtlich zusammengefasst. Kochen, das will das Buch lehren, hat nichts mit Glück zu tun oder einem perfekten Zeitpunkt, den man im Gefühl haben muss. Kochen ist eine Wissenschaft. Mehr Wissen: mehr Erfolg. Wussten Sie, dass Backen im Grunde ein Trocknungsprozess ist oder dass das Garen nicht sofort aufhört, wenn Sie ein Lebensmittel mit Eiswasser abschrecken? Warum bräunen und schmecken frittierte Lebensmittel besser, wenn sie in älterem Öl ausgebacken werden? Die drei Autoren (Nathan Myhrvold, Chris Young, Maxime Bilet) haben mit unglaublicher Akribie vorhandenes Wissen über das Kochen zusammengetragen. Durch eigene Forschungen haben sie dieses Wissen selbst beträchtlich erweitert. Das alles klingt ein bisschen langweilig und scheint keine 399 Euro wert zu sein? Wenn Sie das denken, werfen Sie bitte ei-

nen Blick auf die Bilder! Um zu erklären, was in einem Weber-Grill geschieht, haben die Autoren ihn einfach aufgeschnitten und mit viel Aufwand und Hingabe Fototechniken entwickelt, die einen Blick ins Innere der Lebensmittel und der Geräte zulassen. Als fotografische Infografiken erklären sie die Prozesse des Kochens. Manche der über 3.000 Bilder sind wahre Kunstwerke. Dieses Werk ist teuer. Aber das PreisLeistungs-Verhältnis stimmt. David Chang (zwei Michelin-Sterne), Protagonist der „New American Cuisine“, nannte dieses Epos „das Kochbuch, das unter alle Koch■ bücher den Schlusspunkt setzt“. 399 Euro, gebundene Ausgabe, 6 Bände im Schuber, Taschen Verlag, ISBN 9783836532563

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SH OW RO O M KO S M ETIK

LIGNE S T BAR TH Ant if a lt e n c re me f ür die reif ere H aut : Ma ngobut t er Cre me Ric h Um diesen Forschungsstandort beneidet die gesamte riesige Kosmetikbranche die Premiummarke Ligne St Barth: Das Labor liegt inmitten eines kleinen Paradieses, auf der Karibikinsel St. Barthèlemy. Der im wahrsten Sinn des Wortes durchaus exzentrischen Lage ist es geschuldet, dass man sich auch heute noch in erster Linie der lokalen Pflegetraditionen besinnt. So fließt bei Ligne St Barth das Wissen der dortigen Arawak-Indianer in die Produktentwicklung mit ein, es verbindet sich mit modernsten Technologien zu höchstem Kosmetikstandard. Interessant ist übrigens, was Christoph Kolumbus in seinem Tagebuch über die Arawak-Indianer notierte: Sie seien von einer geradezu unfassbaren Freigiebigkeit mit dem, was sie haben. Zufall oder nicht, dass

die modernen Beautyprodukte von Ligne St Barth gewissermaßen ebenfalls nach dem Prinzip der Freigiebigkeit wirken: Da man auf herkömmliche Emulgatoren verzichtet, erreicht man eine ungewöhnliche Dichte an Wirkstoffen. Die Produkte, etwa die Ligne St Barth Mangobutter Creme Rich, sind also äußerst freigiebig zur Haut. Die rein pflanzlichen Inhaltsstoffe dieser Antifaltencreme sind unseren Hautlipiden sehr ähnlich, weshalb sie außergewöhnlich gut aufgenommen werden. Vor allem reifere Haut weiß die Wirkweise der Mangobutter Creme Rich für die Spannkraft zu

nutzen, ist sie doch generell trockener und empfänglicher für Inhaltsstoffe wie Avocadoöl oder Shea Butter. Auch als Nachtcreme und als Pflege für die besonders schützenswerte Augenpartie kann die Ligne St Barth Mangobutter Creme Rich ihre At■ tribute ausspielen. Mehr Info: www.lignestbarth.com

!QMS Ion S kin E qua lize r N ight Se r um & C re am Nachtstund’ hat Gold im Mund – das gilt für unsere Haut. Denn in den Nachtstunden macht die Haut dasselbe wie unser restlicher Organismus und auch unser Geist: Sie ordnet sich wieder, drückt quasi die Reset-Taste, nachdem sie den ganzen Tag damit beschäftigt war, ihren Hydrolipidfilm aufrechtzuerhalten und schädliche Einflüsse von außen abzuwehren. Klug von der Natur, dass die Zellteilung in der Nacht bis zu achtmal schneller erfolgt und die Haut um ein Vielfaches aufnahmebereiter für Wirkstoffe ist. Hier setzt das perfekt aufeinander abgestimmte Pflegeduo von !QMS an: mit Ion Skin Equalizer Night Serum & Cream. Es nützt den nächtlichen Regenerationprozess und schleust Wirkstoffe noch effektiver in die Haut ein: mit einer hochinnovativen Mikrostromtechnologie. Das Ion Skin Equalizer Night Serum erzeugt mit Zink- und 36 | R E L AX Magazin 2012

Kupfergluconat auf der Haut ein völlig unbedenkliches elektrisches Feld. Dadurch werden die straffenden Wirkstoffmoleküle der Ion Skin Equalizer Night Cream von !QMS linear ausgerichtet und können effektiver in die Haut eindringen. Beim Regenerieren geht unser größtes Organ übrigens richtiggehend nach Stundenplan vor, wie das „Journal of Investigative Dermatology“ herausfand: Um etwa 18 Uhr legt der Hautstoffwechsel schon einen Zahn zu: Die Durchblutung steigt, die Reparatur von Zellschäden wird intensiviert. Gegen 23 Uhr ist die Haut am stärksten durchblutet, gegen 4 Uhr früh können Wirkstoffe am besten eindringen. Spätestens dann sollten sich selbst Nachschwärmer schlafen gelegt haben – versorgt mit Ion Skin Equalizer Night Se■ rum & Cream! Mehr Info: www.beautymed.at, www.qmsmedicosmetics.com


CELLCOSMET Anti - Ag in g „ a u f Knopf dr uc k“ : CellLif t Se r um Beauty-Journalistinnen haben mitunter einen ganz schön schwierigen Job: Bei Presse-Präsentationen müssen sie vor den strengen Augen der Produktverantwortlichen alle möglichen Kosmetika ausprobieren und am besten sofort Feedback über die Wirkung geben. Da fragt man sich schon: Wie soll man das, wo doch viele Kosmetika ihre Wirkung erst nach einigen Stunden, manchmal überhaupt erst nach einigen Wochen der Anwendung entfalten? Wir wissen aus Erfahrung: Nur eine kleine Anzahl an Produkten eignet sich für eine seriöse Sofortbewertung: Handcremes, sofern es lediglich um die Einzieh-Eigenschaften geht und nicht um die Altersanzeichen minimierende Wirkung. Oder aber Produkte wie das CellLift Serum von Cellap Laboratoire mit nachweisbarer Sofortwirkung: ein flüssiges, goldfarbenes Serum aus der Zellu-

lartechnologie, das tatsächlich unmittelbar nach der Anwendung die Haut aufpolstert und sie prall erscheinen lässt. Anti-Aging auf Knopfdruck, quasi, eine sofortige Wirksamkeit, die man seriös beurteilen kann. Die Herren und Damen Produktbetreuer sind in diesem Fall gut beraten, den Testerinnen des CellLift Serums stanta pede einen Spiegel auszuhändigen. Denn deren Urteil wird die aufwendige Forschungsarbeit von Cellap Laboratoire bestätigen. Acht Jahre lang hat man in den Schweizer Labors an einer hochkomplexen Wirkstoffkombination getüftelt, die den Hautzellen die fehlenden Substanzen zurückgibt. Mit dabei sind aktiv stabilisierte, bio-integrale Zellen – ein Cellap-exklusives Forschungsergebnis – oder auch Kombucha, nicht umsonst „Pilz des langen Lebens“ genannt. ■ Mehr Info: www.cellap.ch

VAGHEGGI S a u e r s t o f f fü r d ie H aut : Fac ef enc e S er um Kulinarik – Kosmetik – Kresse. Eine schöne Alliteration, eine schöne Inspiration: Die Kresse ist derzeit nicht nur in aller Munde, sondern auch auf vieler Frauen Haut zu finden. Kein Spitzenrestaurant, das heute ohne eine der unzähligen Kressearten auskommt, ob die magentafarbige Scarlett Cress oder die großblättrigere Brunnenkresse. Letztere

ist es auch, die in der modernen Kosmetik immer öfter zum Einsatz kommt. Etwa für die neue Linie Facefence von Vagheggi, die mit dem Wissen der Phytokosmetik die Zeichen der Zeit bekämpft. Vagheggi arbeitet in der Produktentwicklung mit Forschern aus den verschiedensten Fachbereichen zusammen – aus der Psychologie genauso wie

aus der Bioenergetik, der Anthropologie oder der Traditionellen Chinesischen Medizin. Dieses interdisziplinäre Zusammenspiel von Experten hat Vagheggi unter anderem zur Brunnenkresse gebracht. Sie ist ein altes Naturheilmittel, das immer schon zur Teintklärung und als Entzündungshemmer eingesetzt wurde. Gemeinsam mit Hyaluronsäure sorgt Brunnenkresseextrakt heute etwa im Facefence Serum von Vagheggi für die Sauerstoffanreicherung der Zellen. Weitere natürliche Inhaltstoffe, die die Phytokosmetikmarke für ihre Facefence-Linie einsetzt, sind etwa die Maca-Wurzel zur Kollagenbildung in tieferen Hautschichten, schwarzer Pfeffer, der gegen vorzeitige Hautalterung wirkt, und der belebende rote Hämatit. Das Facefence Serum von Vagheggi ist in einer edlen goldfarbenen Pipettenflasche zu ■ 30 ml erhältlich. Mehr Info: www.vagheggi.com R EL A X Magazin 2012 | 37


LEBEN

MAN WIRD DOCH NOCH FRAGEN DÜRFEN! Auf vielf achen Wunsch: Weitere 75 unserer dr inglichsten Fragen an das moderne Leben. Auch sie verhelfen ganz ohne Antwor ten zu neuen Erkenntnissen. 1. Warum nennen wir den Fernseher Glotze, wenn es doch wir sind, die glotzen? Und: Warum will niemand einen Glotzer gern zum Freund haben, obwohl fast jeder einer ist? 2. Ist es frech vom lieben Gott, wenn man als Mensch die ersten 30 Lebensjahre dazu braucht, um im Kopf alles halbwegs zu ordnen, und, kaum dass man es dann mühsam geschafft hat, sofort der körperliche Verfall beginnt? 3. Warum können Medikamente chronische Krankheiten nicht heilen und muss man diese Medikamente daher lebenslang kaufen? 4. Ist man dumm, wenn man nicht verstehen kann, dass die zehn Gebote Gottes aus 227 Wörtern und die Unabhängigkeitserklärung der USA aus 300 Wörtern besteht, aber die EU-Verordnung über den Import von Karamellbonbons aus 25.911 Wörtern bestehen muss? 5. Wieso möchten so viele Buben, die vor kurzem noch Astronom oder Profifußballer werden wollten, neuerdings Event Manager werden? Und würden sie das auch noch wollen, wenn sie wüssten, dass die deutsche Übersetzung Veranstaltungskaufmann heißt? 38 | R E L AX Magazin 2012

6. Ist es Zeitgeist, wenn Universitätsabsolventen vor zehn Jahren Firmen gründen wollten, vor fünf Jahren Private Equity Manager werden wollten und heute froh sein müssen, wenn sie überhaupt noch irgendeinen Job bekommen? 7. Ist es nicht eigenartig, dass man gerade im sogenannten Informationszeitalter nie weiß, ob Bedrohungen (Schweinegrippe, Klimawandel, Reaktorunfälle etc.) hochgespielt oder totgeschwiegen werden? 8. SMS, Mails, Blogs und Co: Wie passt es zusammen, dass die Menschen heute so wild kommunizieren wie nie zuvor in der Zivilisationsgeschichte, gleichzeitig aber einsamer sind denn je? 9. Haben wir mit Schokoladesorten wie Schweineblut mit Kirsche und Thymian und Himbeer-Kokos-Forellen-Marshmallow von Zotter den Höhepunkt der Kreativschokoladen erreicht? Und wenn nicht, was kommt dann noch auf uns zu? 10. Was soll man von Politikern halten, die vor drei Jahren zwar private Banken gerettet haben, damit aber ganze Staaten an den Rand des Abgrunds gebracht haben? 11. Ist es fair, wenn Politiker, die immer das freie Spiel der Marktkräfte propagiert hat-

ten, nun völlig ratlos zusehen müssen, wie dieses freie Spiel unseren Wohlstand ruiniert? 12. Warum kann man die Welt verbessern, nicht aber das Fernsehprogramm? 13. Warum gibt es umso mehr Verkehr, je mehr Autos es gibt, aber umso weniger Kunst, je mehr Kunst es gibt? 14. Wissen Autofahrer eigentlich, dass sie, wenn sie tanken, drei Viertel des Rechnungsbetrags an Steuern bezahlen? Und warum zahlen Fluglinien niemals Treibstoffsteuern? 15. Wie viele Millionen Euro machen Supermärkte damit, dass die Kunden an der Wursttheke immer „Darf ’s ein bisschen mehr sein“ nehmen müssen? 16. Wo bleibt die gegenderte Form von Ungustl, Kinderschänder und Vergewaltiger? 17. Kann man später seine Eltern verklagen, wenn man in Deutschland, Österreich oder der Schweiz Anthony, Jason oder Justin getauft wird? 18. Viele Bürger arbeiten sehr hart. Wenn sie das tun, zahlen sie sehr viel Steuern an den Staat. Der Staat ist mit der Verwaltung des vielen Geldes überfordert. Unter anderem gibt er sehr viel Geld den Banken, um diesen zu helfen. Der Staat hat deshalb zu wenig Geld. Daher muss sich der Staat wieder Geld von den Banken leihen. Die Banken verlangen Zinsen. Die Zinsen sind sehr hoch, viel höher noch als die Kosten für Universitäten und Schulen. Der Staat braucht daher noch mehr Geld als vorher. Der hart arbeitende Bürger muss jetzt noch mehr Steuern zahlen. Warum lässt er all dies mit sich machen? 19. Warum hört man den Ausdruck „Schlampe“ (er wird landläufig verbunden mit „leicht zu haben“ und aufreizend künstlichem, billig gestyltem Erscheinungsbild) eigentlich nur aus einem Frauenmund, und warum hassen Frauen nichts mehr als Frauen, die sie für Schlampen halten? 20. Die sogenannte Kreta-Diät (Olivenöl, Schafskäse, Rotwein …) stützt sich auf internationale Studien, nach denen die Griechen besonders alt werden. Laut Statistik gibt es in Griechenland fast 10.000 Menschen, die über 100 Jahre alt sind, etwa 500 sind sogar älter als 110 Jahre. Vor kurzem ist jedoch bekannt geworden, dass es sich bei fast allen um bereits längst Verstorbene handelt, deren Verwandte den Tod verheimlicht haben, um weiterhin die Rente zu kassieren. Was bitte, soll man nun von der Kreta-Diät halten? ➝


21. Ist es nicht seltsam, dass wir zwar in der schwierigsten Zeitspanne nach dem Zweiten Weltkrieg leben, aber nirgendwo ein Politiker in Sicht ist, dem wir auch nur ansatzweise eine Lösung der Probleme zutrauen? 22. Warum spielt eigentlich Israel in der Fußball-Europameisterschaft? 23. Wo bleibt die Gleichstellung von Mann und Frau bei Kleinkindern, deren weibliche Vertreter Gefallen am Schminken und an schönen Kleidchen entwickeln, während die männlichen Gefährten verständnislos zusehen und lieber mit dem Bagger spielen? 24. Kann es sein, dass sich auch die Dunkelheit mit Lichtgeschwindigkeit ausbreitet? 25. Wieso ist „Abkürzung“ bloß so ein langes Wort? 26. Was genau meinte der österreichische Umweltminister, als er anlässlich der Kernschmelze im japanischen AKW Fukushima sagte, er arbeite auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse und könne daher mit Sicherheit sagen, dass die Atomwolke nicht in Richtung Europa ziehe? Und wusste er zu dem Zeitpunkt bereits, dass die Erde eine Kugel ist, auf der es von Japan so ungefähr ziemlich genau überallhin gleich weit wie nach Europa ist? 27. Bekommt man als Brandopfer Preisnachlass im Krematorium? 28. Woher kommt es, dass neuerdings die meisten Menschen (80 Prozent der Männer) ihr Arbeitsleben mit einer Frühpensionierung aus Erwerbsunfähigkeit (Invalidenrente) beenden wollen? Und was bedeutet das für unser ohnedies völlig überlastetes Pensionssystem? Und wieso schaut die Politik dieser seit Mitte der 1990er Jahre immer stärker werdenden Entwicklung völlig tatenlos zu? 29. Ist es Gleichberechtigung, wenn Frauen bereits mit 60 Jahren in Pension gehen und Männer erst mit 65? Und leben Frauen deshalb länger als Männer, und wo bleibt dann da die Gleichberechtigung? 30. Wenn Frauen und Männer angeblich „gleich“ sind, warum stehen sie dann nicht beim Schilauf (und bei anderen sportlichen Disziplinen) gemeinsam am Start? 31. Wieso werden Kinder eigentlich zur Selbstständigkeit erzogen, wenn sie später in Abhängigkeit leben müssen? 32. Wie kommt es, dass, seit es vor rund zehn Jahren Mode wurde, Qualitätssicherung zu betreiben, die Qualität von Gütern und Dienstleistungen stetig abnimmt? 33. Wofür braucht man das Frühstücksfernsehen eigentlich genau? 34. Ist der Ich-darf-gar-nicht-dran-denken-dass-das-ein-Tier-istFleischesser die Vorstufe zum Vegetarier? 35. Warum darf man in einem Fotomuseum nicht fotografieren? 36. Darf man sagen, dass Kopenhagen ein denkbar schlecht gewählter Standort für einen Klimagipfel der Uno war, weil sich in Skandinavien so viele Menschen freuen, wenn es wärmer wird? 37. Wieso heißt es immer, dass Biosprit klimaneutral ist, wenn damit die Abholzung der letzten Regenwälder verbunden ist? 38. Heißt es deshalb, dass Atomenergie billig ist, weil sie seit jeher vom Steuerzahler subventioniert wurde und der Steuerzahler auch die finanziellen Folgen eines Super-GAUs tragen muss? 39. Wie viele neue Bücher werden noch den Markt überschwemmen, die von psychotherapiebedürftigen Frauen Mitte dreißig handeln und von diesen auch verfasst wurden? 40. Was machen die Kosmetikkonzerne, wenn ihnen demnächst die originellen neuen Namen für Nagellack- und Lippenstiftfarben ausgehen? 41. Statistisch gesehen, sterben Männer früher als Frauen, das 40 | R EL A X Magazin 2012


wird mit riskanterem Verhalten und höherer Belastung im Beruf erklärt. Mönche leben extrem risikoarm und werden deutlich älter als Männer allgemein, aber warum sterben auch sie früher als Nonnen? 42. Bin Laden, der ehemalige CIA-Agent, wurde von der US-Regierung in Pakistan ermordet, was weder mit dem Völkerrecht noch mit den Prinzipien eines Rechtsstaates und schon gar nicht mit jenen des Christentums vereinbar ist. Was bedeutet es in diesem Zusammenhang, wenn die ansonsten eher freudlose Pastorentochter Angela Merkel öffentlich darüber frohlockte: „Ich freue mich, dass es gelungen ist, Bin Laden zu töten“? 43. Ist es Zufall, Frau Merkel, wenn Banken Milliarden zum Nulltarif nachgeschmissen bekommen und gleichzeitig die Buchstaben des Wortes „Bundeskanzlerin“ anders zusammengesetzt genau „Bankenzinsluder“ ergeben? 44.Ist der ukrainische Justizminister ein Ganove, wenn er mit einem MercedesDienstwagen herumfährt, der in Deutschland als gestohlen gemeldet wurde? 45. Was ist dran an der Befürchtung des Chefs der deutschen Finanzmarktaufsicht, dass die Steuerzahler „kommen und uns aufhängen“ könnten? 46. Welcher der Schuldigen an der europäischen Finanzkrise geht eigentlich ins Gefängnis? 47. Ist es zulässig, vom erfolgreichen Erklimmen der Karriereleiter zu sprechen, wenn man innerhalb von 44 Berufsjahren die Stadien Putzfrau, Raumpflegerin, Reinigungsfachfrau bis hin zur nunmehr offiziellen Bezeichnung „Putzfachkraft“ durchlaufen hat? 48. Nachdem China den USA so viel Geld wie niemand sonst geliehen hat: Darf man sagen, dass die Amerikaner die Griechen der Chinesen sind? 49. Ist der Begriff „katholischer Sektenbeauftragter“ nicht ein Widerspruch in sich? 50. Verteufelt der Papst die Kondome, weil er glaubt, es geht auch ohne? 51. Will man eigentlich Lehrer sein, wenn 30 Prozent der Schüler kein Deutsch können und der Rest aus dem Ausland kommt? 52. Kann man das noch Hilfe nennen, wenn das völlig bankrotte Griechenland 2011 um 3,2 Milliarden Euro U-Boote und Kriegsschiffe in Deutschland bestellen musste? 53. Ist es jemandem aufgefallen, dass die restlichen 16 Euro-Staaten (ohne Griechen-

land) 23-mal so viele Schulden haben wie Griechenland? 54. Wie soll man solche Geschäfte nennen, wenn eine Bank von der Europäischen Zentralbank Geld zu 0,5 Prozent Zinsen leiht, um Griechenland einen Kredit mit mehr als 20 Prozent Zinsen zu geben, und der Steuerzahler einspringen muss, wenn es Griechenland nicht schaffen kann, die Wucherzinsen zurückzuzahlen? 55. Wie konnte es passieren, dass die EU allein im Jahr 2008 2,4 Milliarden Euro nur für Eigenwerbung ausgegeben hat (das ist mehr, als Coca-Cola weltweit in rund 200 Ländern für Reklame aufwendet)? Und was wurde damit „verkauft?“ 56. Darf man als Arbeitsloser an einer AfterWork-Party teilnehmen? 57. Soll man sagen, es sei Anstand gewesen, wenn sich die Pleitebankiers der 1920er Jahre noch erschossen haben, und darf man dieses Verhalten auch für die Gegenwart fordern? Oder ist es doch eleganter, wenn sich die Pleiteverantwortlichen mit Bonuszahlungen und Aktienoptionen aus dem Staub machen und die Steuerzahler und kleinen Sparer mit ihren Lebensersparnissen die Zeche zahlen? 58. Ist es so etwas wie neue Ehrlichkeit und daher vielleicht sogar lobenswert, wenn Mikl-Leitner, die Bundesministerin für Inneres und Vize-Parteichefin der ÖVP, eine noch stärkere Besteuerung von Spitzenverdienern im Gaunerjargon („Her mit den Millionen, her mit dem Zaster“) fordert? Oder kommt es der Wahrheit näher, wenn man sagt, diese Dame ist eine nichtkonservative Proletin, für die man sich schämen muss? Und darf man das dann? 59. Ist es verrückt, wenn die verbale Political Correctness bereits so weit geht, dass in den USA ein 200-Kilo-Mann offiziell nicht mehr als dick, sondern als „horizontally challenged“ (wörtl. etwa: „waagrecht gefordert“) bezeichnet werden muss? Und soll man echte Trottel folgerichtig als „upsidely challenged“ („obenseitig gefordert“) einstufen? 60. Wird Istrien die neue Toskana? 61. Warum wischen sich, wie Zimmermädchen von Fünfsternhotels glaubhaft versichern, Araber die Schuhsohlen immer in den Vorhängen ab? 62. Wie lange wird es noch dauern, bis die Chinesen Europa übernehmen und wir – mit der Hand – kleine Krokodil-Labels an chinesische T-Shirts nähen müssen? 63. Wie viele Veganer können sich wohl mit

Roadkill (dem Verzehr von durch den Straßenverkehr getöteten Wildtieren) anfreunden? Oder fühlen sich Frutarier, die ja nur Früchte essen, die von selbst vom Baum gefallen sind, da eher angesprochen? 64. Warum flohen im Vorjahr so viele Libyer nach Italien, wo sie das vorfanden, was sie kurz zuvor erfolgreich bekämpft haben, nämlich einen korrupten und raffgierigen Machthaber, der noch dazu ihrem Ex-Diktator in engster Freundschaft verbunden war? 65. Wie kann man es erklären, dass zurzeit, also zehn Jahre nach Einführung des Euro, noch rund neun Milliarden Schilling in Umlauf sind – etwa drei Prozent der damals zirkulierenden Geldmenge? 66. Werden die Bodylotion-Fläschchen im Hotelbadezimmer in Zukunft größer, weil immer mehr Menschen übergewichtig sind und deshalb mehr Hautfläche einzucremen haben? 67. Sind mangelnde Lateinkenntnisse die Ursache dafür, dass sich so viele Minister am Geld ihrer Bürger vergreifen, weil sie das Wort ministrare – „dienen“ – fälschlich als „sich bedienen“ verstehen? Und sind sie deswegen unschuldig? Und sollte man daher eine Lateinprüfung für Politiker fordern? 68. Mit welcher Geschwindigkeit breitet sich die Slow-Food-Bewegung in Richtung breiter Gesellschaftsschichten aus? Und wann wird sie jemals dort ankommen? 69. Müssen Männer mit schönheitschirurgisch veränderten Gattinen diese beschriften, damit sie diese nicht mit anderen schönheitschirurgisch veränderten Frauen verwechseln? 70. Werden mit Einführung von einheitlichen Handyladegerätsteckern endlich auch die Staubsaugerbeutel gleich? 71. Warum klingen Berufsbezeichnungen umso interessanter, je schlechter bezahlt die Jobs sind, und ist „Sanitärraumbetreuungsfachkraft“ eine Ausnahme von dieser Regel? 72. Ist es realitätsfremd, wenn so viele junge Leute Chillen, Shoppen und Schuldenmachen als Lebensinhalt sehen? 73. Der Staat will immer stärker die Bürger kontrollieren – sollte es nicht genau umgekehrt sein? 74. Warum haben die Nationalbanken ihre Goldbestände zu einer Zeit aufgelöst, in der Gold nichts wert war? Und warum kaufen sie es jetzt zum Vielfachen des damaligen Verkaufspreises wieder zurück? 75. Warum gibt es in letzter Zeit so viele ■ Autos in Brauntönen? R EL A X Magazin 2012 | 41


GE S U N D HE I T

DAS GEHEIMNIS GESUNDER RAUMLUFT Neue wissenschaf tliche Erkennnisse belegen, wie wichtig Luf tionen für Gesundheit und Wohlbef inden sind. Man kann diese Luf tionen ganz einf ach erzeugen: mit einer völlig neuar tigen „Wandcreme“. Sie erhöht auf natürlichem Weg den Ionengehalt in der Raumluf t. Die Wirkung: ner venstärkend und leistungssteigernd.

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„Du brauchst frische Luft, mein Kind“, hörten wir wohl alle irgendwann einmal von unseren Großmüttern. Solche ach so weisen Ratschläge behagten uns damals gar nicht, rangiert doch schließlich frische Luft als Selbstzweck für ein Kind etwa auf derselben Stufe wie Stillsitzen in der Kirche oder ein Teller mit Innereien. Erst als Erwachsene erkennen wir, wie recht doch die Großmütter hatten – und wie fein eine Oma im Miniaturformat auf der Schulter als Souffleuse wäre, die uns immer wieder einflüsternd daran erinnert, dass wir frische Luft brauchen. Früher, als man noch als Großfamilie auf kleinstem Raum wohnte, da war man fast gezwungen, sich möglichst oft im Freien aufzuhalten, um genügend Platz zum Atmen zu haben. Je größer und behaglicher aber heute unsere Wohnungen werden, je zahlreicher die Überstunden im Büro, je öfter die Laufschuhe im Fitnesscenter statt im Wald zum Einsatz kommen, desto mehr Zeit verbringen wir in geschlossenen Räumen: Mehr als 90 Prozent unserer Lebenszeit sind es heute schon – eigentlich eine erschreckende Zahl. Noch schlimmer: Wir merken gar nicht, wie schlecht und belastet die Luft selbst in den eigenen vier Wänden ist: durch Schadstoffe aus Möbelchemikalien, Plastikoberflächen, Pflegemitteln für Raumtextilien und Elektrogeräten … Kopfschmerzen, unerklärliche Müdigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten sind nur einige der Auswirkungen auf die Gesundheit. Sie entstehen, weil Schadstoffe die Ionen in der Luft „fressen“, sie also vernichten. Aber gerade diese Luftionen sind es, die über ein gesundes Raumklima entscheiden: Wäh-

rend die Luft im Wald, in den Bergen oder am Meer einen sehr hohen Ionengehalt aufweist – darum atmen wir dort auch so gern bewusst und tief ein – ist die Konzentration von Luftionen in Innenräumen bedenklich niedrig: Oft sind es deutlich weniger als 50 pro Kubikzentimeter, in (klimatisierten) Büros nicht selten sogar null. Zum Vergleich: Nach einem Gewitter sind es mitunter 10.000 und mehr! Das wussten freilich unsere frischluftanmahnenden Großmütter gar nicht, dennoch lagen sie instinktiv richtig! Die Folgen für unseren Körper? Hohe Sättigungswerte der Luft mit Ionen sorgen für eine optimale Anreicherung des Blutes mit Sauerstoff, und dessen Gehalt wiederum ist nicht nur maßgeblich für Konzentrationskraft und Lebensfreude, sondern auch für die Funktion unserer Organe. Hier setzt ein völlig neuartiges Produkt an, das in Österreich entwickelt wurde: die Ionit Wandcreme. Sie erhöht die Ionenkonzentration der Luft in Innenräumen auf natürliche Weise, indem sie mittels mineralischer Inhaltsstoffe die Luftteilchen ionisiert. Was da viel zu schön klingt, um wahr zu sein, stimmt allerdings wirklich: Wissenschaftliche Untersuchungen von zahlreichen unabhängigen Forschungseinrichtungen bestätigen die Wirkung der Wandcreme, das Institut für Umwelthygiene der Medizinischen Universität Wien ließ vor kurzem sogar mit einer Doppelblindstudie aufhorchen. 20 Testpersonen im Alter von 20 bis 55 Jahren hielten sich in zwei Räumen auf – einer mit herkömmlichem Anstrich, der andere mit der Ionit Wandcreme – und mussten unter anderem verschiedene ko-

gnitive Aufgaben lösen. Im Ionit-Raum war die Luftionenkonzentration mehr als doppelt so hoch wie im anderen, und schon nach zwei Stunden zeigten sich hochsignifikante Unterschiede in Bezug auf die geistige Leistungsfähigkeit. Studienleiter war übrigens Hans-Peter Hutter, der bekannte Umweltmediziner, der sich seit Jahren mit Schadstoffen in Luft, Wasser und Boden beschäftigt. Hutters Fazit: „Eine höhere Konzentration an Luftionen wirkt vitalisierend, aktivierend und leistungssteigernd.“ Die Anwendung der Ionit Wandcreme würde selbst unsere Großmütter überzeugen: Denn sie ist tropffrei und leicht zu verarbeiten. Einmal aufgebracht, wirkt sie langfristig – eine weitere Beschichtung ist nicht nötig. Für kleinere Wandflächen empfiehlt sich ein Auftrag mittels kreisender Bewegungen mit einem eigenen Ionit-Handschuh, dabei wird die Oberfläche und somit die Wirkfähigkeit der Wandcreme erhöht. Und wer auf die Wirkung von Farbe auf den Organismus vertraut, schlägt mit den farbigen Versionen der Ionit Wandcreme gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Die Palette reicht von heiterem Zartgelb über warmes Rosé bis hin zu appetitlichem Pistazieneisgrün. Weil sich der Ionit-Hersteller der gesundheitsfördernden Wirkung seiner Wandcreme bewusst ist, erhält man diese nicht nur bei ausgewählten Raumausstattern, sondern auch in ebensolchen Apotheken. Gesunde Luft ist also Medizin. Nichts an■ deres sagten unsere Großmütter! Eine Auflistung aller Ionit-Partner in Ihrer Nähe sowie weitere Informationen finden Sie auf www.ionitcreme.com bis zu

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GE S U N D HE I T

„WIR HABEN DIE DREIKLASSEN-MEDIZIN“ Ein prominenter Pr imarar zt packt aus: Über viele Jahre arbeitete er im Gesundheitswesen, er gilt als exzellenter Kenner seiner Branche. Im Inter view spr icht er über die Macht der Pharmakonzerne, über das teuer gewordene Sterben, den missbräuchlichen Einsatz von Antibiotika und andere Ver irrungen in unserem Gesundheits system. Der Exper te möchte anonym bleiben – aus gutem Grund! Herr Professor, beginnen wir mit einer provokanten Frage: Sollen wir überhaupt zum Ar zt gehen? Das ist eine durchaus berechtigte Fragestellung. Es gibt eine Studie eines Schweizers namens Fischer, die zu folgenden Ergebnissen kommt. Dreißig Prozent der Patienten gehen zum Arzt, weil sie einfach beunruhigt sind: Die Schwester, der Bruder, der Vater haben irgendeine Krankheit, und sie wollen wissen, ob sie selber auch gefährdet sind. Weitere dreißig Prozent haben schlicht einen ruinösen Lebensstil: Sie sind übergewichtig, sie rauchen, sie trinken zu viel, bewegen sich nicht oder alles zusammen. Denen kann der Arzt in Wahrheit nicht helfen, denn sie ändern ihren Lebensstil nicht. Ein weiteres Drittel ist zwar akut krank, würde aber ohnehin von selber wieder gesund werden. Da geht es um die ganz normalen viralen Infekte, die sinnloserweise häufig mit Antibiotika behandelt werden. Es gibt das böse Wor t: Je dümmer der Arzt, umso breiter das Antibiotikum, das er verschreibt … Ja, genau. Jedenfalls liegen laut Fischer nur bei zehn Prozent der Arztbesucher wirklich gefährliche Erkrankungen vor, die schnell diagnostiziert und behandelt werden müssen. Das führt zu dem Umkehrschluss, dass es bei neunzig Prozent der Patienten völlig egal ist, was der Arzt tut, Hauptsache, er schadet ihnen nicht. Fischer hat wohl nicht ganz unrecht. Diese Angst um unsere 44 | R EL AX Magazin 2012

Gesundheit ist die Grundlage für das Flor ieren einer r iesigen Branche, die in Deutschland und in Österreich größtenteils über die Sozial versicherung f inanzier t wird. Um wie viel Geld geht es da? In Wahrheit ist die Sozialversicherung der größte Konzern Österreichs. Alles zusammengerechnet kommt man auf einen Jahresumsatz von 48 Milliarden Euro und rund 10.000 Beschäftigte, davon arbeitet die Hälfte in der Verwaltung. Rund vierzig Prozent des Geldes wird für Spitäler aufgewendet, dreißig Prozent für Arzthonorare, zwanzig Prozent für Arzneimittel, etwa 1,5 Milliarden Euro fließen in die Verwaltung. Aber doch nicht jeder rennt st ändig zum Ar zt … Richtig. Achtzig Prozent der Sozialversicherten brauchen nichts und zahlen ihre Beiträge, damit zwanzig Prozent alles bekommen, was sie brauchen. Das letzte halbe Jahr eines Menschen ist das teuerste. Üblicherweise kosten wir in dieser Phase unseres Lebens noch einmal so viel wie die ganzen Jahre davor. Der Sterbeprozess ist sehr, sehr teuer geworden. Aus ethischen Gründen kann man freilich schwer sagen: Sie haben einen metastasierenden Krebs und Sie werden ohnehin sterben, also kriegen Sie keine Behandlung mehr. Die Versicherung besteht eben lebenslang, wir bekommen immer alles, was notwendig ist zur Krankenbehandlung, ob es ein Herzschritt-

macher oder eine Organtransplantation ist. Unser Gesundheitssystem ist sehr dezentral organisier t. Welche Folgen hat das zum Beispiel in Hinblick auf die Pharma industr ie? In Österreich leben nur 8,4 Millionen Menschen, aber wir leisten uns ein Gesundheitssystem in Form eines fast unglaublichen Fleckerlteppichs. Es gibt nicht nur neun verschiedene Einkaufsorganisationen der Länder, sondern auch jene der privaten Krankenhäuser, der Ordensspitäler usw. Dem gegenüber stehen mächtige Pharmakonzerne, die nach dem Prinzip „Teile und herrsche!“ arbeiten. Deshalb gibt es selbst innerhalb dieses kleinen Landes unterschiedliche Medikamenten-Einkaufspreise zwischen Vorarlberg und Wien. Sogar die Kommunikation über Einkaufspreise unter den Bundesländern ist höchst mangelhaft. Können Sie uns beschreiben, wie die Preisbildung bei Medikamenten funktio nier t? Wenn ein Mittel von der Europäischen Arzneimittelagentur in London zugelassen wird, kommt als nächstes die Frage: Was soll es wo kosten? Innerhalb der Europäischen Union gibt es enorme Preisunterschiede bei Medikamenten. Die Pharmakonzerne haben in den einzelnen Ländern ihre Niederlassungen, die versuchen, einen möglichst hohen Preis durchzusetzen. Bei den Preisverhandlungen kommen dann immer zwei blödsinnige Ausreden: Erstens,


das Medikament kann nicht billiger angeboten werden, weil die Konzernmutter das verbietet. Zweitens: Was wollen Sie denn, das ist der EU-Durchschnittspreis. Beides sind keine Sachargumente. Wie funktionier t das in Österreich? Es beginnt damit, dass eine Pharmafirma ein Präparat dem Hauptverband der Sozialversicherungsträger verkauft. Abnehmer ist in diesem Fall die Heilmittelevaluierungskommission (HEK). Dort sitzen unter anderem Vertreter der Pharmaindustrie und der Apothekerkammer; der Hauptverband der Sozialversicherungsträger hat aber die Stimmenmehrheit. Ist das Präparat sehr teuer, dann werden Regeln erfunden, wann es verschrieben werden darf. Was für Regeln? Es gibt zwei Arten von Medikamenten: Jene, bei denen der Arzt alleine entscheidet, und solche, bei denen er auf jeden Fall die Sozialversicherung fragen muss, bevor er sie verschreibt. Die Sozialversicherung muss binnen einer halben Stunde antworten, sonst gilt das Präparat als bewilligt. Alle anderen Medikamente darf der Arzt grundsätzlich verschreiben, er muss aber mit stichprobenartigen Kontrollen rechnen, ob die Regeln für die Verschreibung eingehalten wurden. Das Problem ist nun: Es gibt keine Sanktionen! Wir wissen, dass etwa die Hälfte der Ärzte nicht regelkonform verschreibt, aber es passiert nichts. Das System ist auf Goodwill aufgebaut, es gibt sozusagen am Gartentor ein Schild „Achtung, gefährlicher Hund“, aber in Wirklichkeit ist da nicht einmal ein Dackel. Und deshalb wird die Är zteschaf t so von der Pharma industr ie umworben? Die Pharmaindustrie verfügt über gewaltige Marketingbudgets, und ihre Vertreter sind straff organisiert: Die oberste Schicht geht zu den Primarii, dann gibt es welche, die die Abteilungsleiter besuchen, und schließlich gibt es eine Crew, die zu den niedergelassenen Ärzten geht und dort versucht, ein Medikament populär zu machen. Läuf t das in ganz Europa nach demselben Muster ab? Nein. Die Pharmaindustrie teilt Europa in drei Regionen ein: England und Skandinavien gelten als „evidence belt“, also als „Nachgewiesenheitsregion“. Das heißt, wenn der Medikamentenhersteller mit guten wissenschaftlichen Studien aufwarten

kann, dann ist er im Geschäft. Deutschland, Österreich und die Schweiz gelten dagegen als der „eminence belt“, als Zone der Eminenzen: Man muss die Päpste eines Fachgebietes zu einer von der Pharmaindustrie gesponserten Consensus-Konferenz in einer sehr attraktiven Hauptstadt mit einem schönen Abend- und einem Damenprogramm einladen. Und wenn die Eminenzen in der Folge sagen, dieses Mittel ist gut, dann kann man verkaufen. Die unteren Ränge der Ärzteschaft werden zusätzlich zur Verkaufsförderung in billigere Regionen eingeladen wie Skiathos oder Las Palmas. Dann gibt es die dritte Zone, Ostund Südeuropa, sie gilt als „garlic belt“, also als Schmuddelregion. Dort muss man die Ärzteschaft schlicht mit als Kongressen verkauften schönen Einladungen in Luxushotels „abfüttern“. Die Grenze zwischen dem Eminenzen- und dem Bestechungsgebiet verläuft aber in Wahrheit mitten durch Wien. Der Medikamentenkonsum steigt seit Jahren. Warum dämmen Selbstbehalte diese Entwicklung nicht ein? Weil der Selbstbehalt niedrig ist und Großpackungen fördert. Man zahlt in der Apotheke fünf Euro zehn, egal, ob es sich um eine Klein- oder eine Großpackung handelt. Der Patient sagt daher schon beim Arzt verständlicherweise: Verschreiben Sie mir bitte die größere Packung. Beträchtliche Mengen an Medikamenten liegen so in den Haushalten in irgendwelchen Laden und Schuhschachteln und verderben. Die Arzneien werden dann irgendwann weggeworfen und gelangen schließlich wieder über die Flüsse in den Nahrungsmittelkreislauf sowie letztlich in den Organismus. Das ist fatal, und dabei entstehen für das Gesundheitssystem enorme Kosten. Wie kaufen die Krankenhäuser ihre Medikamente ein? In den Spitälern ist der Einkauf meistens nicht in den Händen der Ärzte, sondern der Verwaltung. Die Pharmafirmen geben dort aber durchaus großzügig Rabatte und Muster her. Im Gegenzug finden sich diese Medikamente dann als Behandlungsvorschlag auf den Spital-Entlassungspapieren. Die Patienten gehen damit zu ihrem Arzt und pochen darauf, dass er es ihnen weiter verschreibt und nicht ein billigeres Generikum. Bleiben wir beim Thema

Krankenhaus. Woran verdient ein Spit al? Die Spitäler arbeiten nach dem leistungsorientierten Krankenhaus-Finanzierungssystem, bei dem sie für diagnostische und therapeutische Leistungen Punkte beziehen. Ein Spital mit mehr Punkten kriegt auch mehr Geld. Ein Spital verdient also dann, wenn es zu möglichst teuren Diagnosen kommt und möglichst kurze Liegedauern hat. Früher war der Spitalstag das Maß aller Dinge. Damals hat man die Patienten möglichst lang im Krankenhaus liegen lassen, weil das ein Geschäft war. Ein guter Patient war einer, der relativ lang liegt und nichts braucht. Heute will man den Patienten schnell entlassen und Leistungen möglichst auslagern. Wie ist es möglich, dass ein Spit al Leistungen auslagern kann? Wenn Sie sich für eine Operation anmelden, wird von Ihnen eine Narkosefreigabe von einem Internisten, ein Lungenröntgen und ein präoperatives Laborergebnis verlangt, alles Dinge, die nicht das Spital zahlen muss. Nach der Operation werden die Patienten oft schon entlassen, obwohl die Narben noch nicht fest sind und die Nähte noch liegen. Bei alten Menschen wird dann meist von den Angehörigen versucht, möglichst schnell einen Rehabilitationsaufenthalt genehmigt zu bekommen, den die Sozialversicherung zahlt. Oder nehmen wir Behandlungsserien, die im Krankenhaus kontrolliert werden müssen, zum Beispiel sehr teure Rheuma-Infusionen. In solchen Fällen versucht das Spital die Sache auszulagern, indem man dem Patienten ein Privatrezept mit auf den Weg gibt. Der muss damit zur Sozialversicherung gehen, dann zur Apotheke und schließlich wieder ins Spital. Es ist eines der vielen Fouls, bei denen nur versucht wird, Kosten auszulagern. Dafür bekommt man im Spit al als Patient meistens gleich eine Infusion. Das stimmt. Spitalsärzte ordnen anfangs gerne Infusionen an, damit der Patient das Gefühl hat, es geschieht was. Die Frage ist, was denn da in die Venen gelangt: Ist es nur ein isotonisches Vitaminpräparat oder ein echtes Medikament? Ein Krankenhaus wird versuchen, Leistungen zu forcieren, die finanziell hoch bewertet werden. Für das Anlegen von Infusionen erhält ein niederge➝ R EL A X Magazin 2012 | 45


lassener Arzt übrigens eine Menge Geld, daher sind Infusionen auch in Arztpraxen sehr beliebt. Wenn Sie ein neues Hüf tgelenk bräuchten, würden Sie sich lieber in einem öf fentlichen oder einem pr ivaten Spit al behandeln lassen? Ich persönlich würde mir in einem Privatspital kein Hüftgelenk einsetzen lassen. Erstens, weil ich den ökonomischen Druck dort auf den Arzt fürchten würde. Und zweitens, weil ich auf eine eingespielte Mannschaft Wert lege. Ich sage es jetzt sehr polemisch: Es soll schon vorgekommen sein, dass Kinder deshalb durch Kaiserschnitt auf die Welt kamen, weil der natürliche Geburtstermin mit dem Opernbesuch des Arztes kollidiert wäre. Können Sie uns die Sache mit dem ökonomischen Druck erklären? Alles was im Körper verbleibt, von der Augenlinse bis zum künstlichen Gelenk, muss der Spitalserhalter bezahlen. Aus diesem Grund könnte es natürlich sein, dass die Geschäftsführung eines Krankenhauses zu einem billigeren Hüftgelenk oder Herzschrittmacher drängt, obwohl aus ärztlicher Sicht vielleicht ein teureres besser wäre. Das trifft vor allem auf kleine Privatkrankenhäuser zu. Ist die gefürchtete Zweiklassenmedizin schon Realit ät? Wir haben keine Zweiklassenmedizin. Wir haben eine Dreiklassenmedizin. Die unterste Gruppe sind die normalen Kassenpatienten, die mittlere Gruppe sind die, die als Privatpatienten zahlen, die dritten sind die, die jemanden kennen. Wenn man das Gefühl hat, man muss unter dem Tisch zahlen, damit man früher zu einer gesetzlich garantierten Leistung kommt, dann ist etwas faul. Warum sind Reformen etwa im Spit alsbereich so schwier ig? Krankenhäuser sind Landessache und haben einen historisch gewachsenen Standort. Es gibt welche, die in Postkutschendistanz existieren. Rund um Wien zum Beispiel Korneuburg, Stockerau, Gugging, Klosterneuburg, Baden, Mödling. Zu einer Spitalsreform braucht man die Länder. Die Landeshauptmänner aber fürchten den Gegenwind bei einer Schließung, nicht nur wegen der verlorenen Arbeitsplätze, sondern es geht auch um den Verlust von politischem Einfluss. Der lange Arm des Landeshauptmanns reicht ja in die Spitäler hinein, wo dann gilt: wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing. Und obwohl der Landeshauptmann das Sagen hat, trägt das jeweilige Bundesland keineswegs die gesamten Kosten für das Spital. Die Sozialversicherung zahlt zum Beispiel bis zu vierzig Prozent mit, hat aber absolut keinen Einfluss. Kommen wir zu den Ar ztpraxen. Häuf ig wird bemängelt, dass der Ar zt nicht genügend Zeit für den Patienten aufbr ingt. Warum honor ieren die Krankenkassen eigentlich nicht den Zeitf aktor? Das liegt an den Honorarkatalogen. Das sind über Generationen von der Ärztekammer und den Krankenkassen ausgehandelte Werke, die festlegen, was bezahlt wird: Die Spritze ins Gelenk, die Spritze unter die Haut, das EKG, das alles wird mit Punkten bewertet und schließlich entsprechend honoriert. Die Zeit an sich, die ein Arzt seinem Patienten widmet, wäre natürlich auch etwas wert, wird aber nicht bewertet. Warum? Weil es für eine Standesvertretung äußerst gefährlich wäre. Weil man sonst 46 | R EL A X Magazin 2012


irgendwann sagen könnte, wie viel eine Minute beim Arzt eigentlich kostet. Weiters könnte man dann aufgrund der Anzahl der Patientenbesuche und der täglichen vier oder fünf Stunden, die der Arzt in seiner Ordination verbringt, knallhart ausrechnen, dass der Arzt im Schnitt nur drei oder vier Minuten Zeit pro Patient aufwendet. Ist das wirklich so? Früher galt die Faustregel: Wenn ein Arzt 1.000 Krankenscheine pro Quartal sammeln konnte, war es eine gute Praxis. Die Spitzenverdiener schafften bis zu 2.000 Krankenscheine. Solche Scheinzahlen lassen sich natürlich nur erzielen, wenn man als Arzt mit der Zeit knapp umgeht. Der Arzt ist selbst oft unzufrieden, weil er nicht honoriert kriegt, wenn er sich für den Patienten Zeit nimmt und sich abstrudelt. Er vergisst aber, dass der Leistungskatalog ein historisch gewachsenes Produkt von Verhandlungen zwischen Ärztekammer und Sozialversicherung ist. Das Gefühl, wie am Fließband behandelt zu werden, treibt Patienten ja auch zu Heilprak ti kern und Alternativmedizinern, die sowohl Zeit haben als auch Hof fnung verbreiten, wo die Schulmedizin schon kapitulier t hat. Wie denken Sie über die Alternativmedizin? Wenn man heute auf die Methoden der Schulmedizin aus früheren Epochen blickt, kommt einem das entsetzlich vor. Im Barock zum Beispiel glaubte man fest, Krankheit sei ein Stoff, den man durch Aderlass, durch Erbrechen, durch Klistieren, durch Schwitzkuren aus dem Körper entfernen müsse. Die Schulmedizin hat damals Menschen reihenweise getötet. Samuel Hahnemann, der Erfinder der Homöopathie, stammt aus jener Zeit. Er war ein Mensch des Barock, der vor Mozart geboren wurde. Die Homöopathie war damals im Vergleich zur Schulmedizin eine menschliche Methode, weil sie dem Patienten die Chance gab, die ärztliche Behandlung zu überleben. Heute ist Alternativmedizin ein Bereich, den auch Ärzte betreiben, weil er nicht preisgeregelt ist und weil es die Leute wollen. Große Studien vernichten die Alternativmethoden, aber das, was die Alternativmedizin kann, ist, Zeit und Hoffnung zu geben. Der Alternativarzt nimmt sich richtig viel Zeit, die auch finanziell honoriert

wird, baut ein Vertrauensverhältnis auf und präsentiert sich als Helfer. Das mögen die Patienten, auch wenn er nicht wirklich helfen kann. Neben der alternativen Medizin erlebt auch die ästhetische Chirurgie einen Boom. Wie sehen Sie da die Entwicklung? An und für sich ist die plastische Chirurgie der klassische Zweiteingriff, zum Beispiel um nach einer Unfallverletzung durch einen Sekundärangriff etwas zu verbessern. Was wir heute sehen, ist die Geschäftemacherei mit der ästhetischen Chirurgie. Das hat sich zu einem echten Problem für die Sozialversicherungen entwickelt. Ich finde, wenn mir meine Nase nicht recht ist, wenn einer Frau ihre Brust zu klein ist oder ihr der Bauch nach drei Geburten nicht mehr gefällt, dann sollten solche Operationen nicht aus öffentlichen Mitteln bezahlt werden. Tatsächlich ist aber eine ganze Branche, die mit diesen Dingen blendend verdient, damit beschäftigt, der Sozialversicherung solche Kosten aufzuoktroyieren. Aber dafür ist die Solidargemeinschaft nicht da. Dazu kommt: Meistens haben die Patienten ja eher ein psychisches, ein Selbstwertproblem. Und so wie sie gerne ausschauen würden, werden sie auch nach vielen Schönheitsoperationen nie aussehen. Nehmen wir an, Sie wären Gesundheitsminister und hätten die Macht, echte Reformen durchzusetzen. Was würden Sie tun? Bei den Medikamenten würde ich die Rezeptgebühren nach dem Nutzen und nach der Packungsgröße in fünf Stufen prozentuell staffeln. Die höchste Gebühr wäre für Lifestyle-Präparate zu zahlen, bei lebensnotwendigen Medikamenten wäre es der niedrigste Satz. Bei den Spitälern sollte man die Macht der Länder brechen. Das würde zu einer Konsolidierung der Standorte und der Angebote führen. Es kann doch nicht sein, dass teure Großgeräte nur wenige Kilometer voneinander entfernt angeschafft werden, nur weil eine Landesgrenze dazwischen liegt. Und bei den Ärzten würde ich eine leistungsgerechte Honorierung entwickeln, die auch den Zeitfaktor berücksichtigt. Also weg von einer Liste technischer Leistungen wie bisher. Ist unser Gesundheitssystem überhaupt noch f inanzierbar?

Durchaus. Um das System auch in Zukunft zu finanzieren, gibt es drei Möglichkeiten. Erstens die Beitragserhöhung. Würde man die Beiträge nur um ein Zehntelprozent erhöhen, wäre sofort Geld in der Kasse, ohne dass es die Leute merkbar belasten würde. Der Nachteil: Sobald mehr Budget da ist, wollen alle mehr Geld. Die Ärztekammer, die Pharmakonzerne und so weiter. Da muss man also vorsichtig sein. Die zweite Möglichkeit sind Selbstbehalte. Selbstbehalte bedeuten die Entsolidarisierung nach unten. Die sozial Schwachen leiden darunter stärker als Gutverdiener. Für den Bezieher einer Mindestpension sind siebzig Euro viel Geld, für einen Manager ein Klacks. Die dritte Möglichkeit wäre die Erhöhung der Höchstbemessungsgrundlage, das heißt, die höheren Einkommen müssten mehr zahlen. Das ist die Entsolidarisierung nach oben, die zu Protesten der Besserverdienenden führt, die für die gleiche Leistung künftig mehr berappen müssten. Was sollte man also tun? Alles hat sein Für und sein Wider. Ich denke, man sollte alle drei Möglichkeiten in weiser Abstimmung zueinander gezielt verwenden. Bei bestimmten Leistungsarten wie etwa bei Medikamenten wären höhere Selbstbehalte sinnvoll. Bei anderen Leistungsformen wäre eine Erhöhung der Bemessungsgrundlage gerechtfertigt, und für manche Bereiche wäre eine Beitragserhöhung sinnvoll. Man kann zum Beispiel einer Bevölkerung, die immer älter wird, nicht sagen, ihr kriegt alle ein Pflegegeld, aber ihr müsst nicht mehr dafür bezahlen. Wäre die Bevölkerung dazu bereit? Meiner Meinung nach garantieren die Sozialversicherung und unser Gesundheitssystem mit all seinen Schwächen den Frieden im Land. Nicht das Bundesheer und nicht die Polizei. Wir wissen, was wir zu verlieren haben, wir wissen, dass wir im Alter und im Krankheitsfall sicher versorgt sind. Darum sind bei uns soziale Konflikte nie so scharf wie anderswo. Und wären die Player im Gesundheitssystem auch zu Einsparungen zu bewegen? Ja, schon, aber nur, wenn es die anderen betrifft. Das Lieblingsprinzip ist hier jenes des heiligen Florian, und das lautet: Ich bitte dich, heiliger Florian, verschon mein Haus, ■ zünd’ andere an. R EL A X Magazin 2012 | 47


GE S U N D HE I T

HEILEN MIT DUFTEN Sie reinigen die Raumluf t, heben die Stimmung und heilen sogar Krankheiten. Und sie r iechen gut: Äther ische Öle wirken – vorausgesetzt, sie sind auch wirklich echt. Lavendel von der französischen Mittelmeerküste, Orangen und Zitronen aus dem Herzen von Italien, Eukalyptus aus dem Norden Australiens oder Zimt, Kardamom, Anis und Nelken, wie sie in den Souks von Marrakesch feilgeboten werden. All diese herrlichen Düfte kann man sich heutzutage leicht und schnell ins Wohnzimmer holen: mit ätherischen Ölen. Und die können was! Vorausgesetzt, sie sind echt. Dann helfen sie uns zu entspannen, sie heben unsere Stimmung, regen uns an oder verhelfen uns zu gutem Schlaf. Energetiker sehen in den ätherischen Ölen die Persönlichkeit, die Energie und die Seele der Pflanzen. Und jede Pflanze und somit das daraus gewonnene ätherische Öl hat eine eigene Wirkung. Sei es für die Heilung und Linderung von körperlichen Beschwerden, die Veränderung der persönlichen Stimmung oder

die Reinigung der Luft von Bakterien. Ätherische Öle gelten als Signalstoffe und spielen in der Pflanzenwelt eine bedeutende Rolle. Beispielsweise benützen Pflanzen die speziellen Düfte, um Schädlinge fernzuhalten. So dienen sie als natürlicher Holzschutz – zum Beispiel ist Zedernholz gegen Schädlinge nahezu resistent. Uns Menschen hilft das ätherische Öl der Zeder nachgewiesenermaßen gegen Akne, Juckreiz, Nervosität sowie gegen die Frühjahrsmüdigkeit. Die Tradition der Verwendung ätherischer Öle zu Heilzwecken reicht mehr als 5.000 Jahre zurück. Bereits die Indianer Nordamerikas haben sich die Kraft der Pflanzen zunutze gemacht und zum Beispiel den Gelben Jasmin gegen Kopfschmerzen und auch gegen Fieber eingesetzt. „Nicht selten könnte man durch den gezielten Einsatz von äthe-

rischen Ölen auch den Antibiotikaverbrauch reduzieren“, weiß der Wiener Facharzt für Lungenheilkunde am Otto-Wagner-Spital, Dr. Wolfgang Steflitsch, der auch medizinischer Aromatherapeut ist – einer von gegenwärtig etwa zehn in Österreich. Getrieben durch die Defizite einer kalten Apparatemedizin sind heute immer mehr Menschen bereit, dem Trend der sanften Medizin zu folgen, getreu dem Motto „nicht immer gleich mit Kanonen auf Spatzen schießen“. Allein in Österreich werden jährlich circa 41 Millionen Euro mit Homöopathika umgesetzt, Tendenz stark steigend. Auch die Nachfrage nach ätherischen Ölen nimmt stetig zu. Weltweit werden mit insgesamt rund 120 verschiedenen Ölen über 600 Millionen Euro erwirtschaftet. Der Bedarf beläuft sich auf 50.000 bis 60.000 Tonnen pro Jahr, davon sind rund ein Drittel Zitrusöle. Tagtäglich kommen wir auch unbewusst mit ätherischen Ölen in Kontakt. Etwa beim Kochen, wenn wir frische Zwiebeln aufschneiden. Verursacht durch die ätherischen Öle, die an der Schnittstelle der Zwiebel freigesetzt werden, beginnen unsere Augen zu tränen. Dies hat man früher regelmäßig und erfolgreich genutzt, um Erkältungen zu heilen, heute ist dieses effektive Hausmittel nur mehr wenigen Leuten bekannt und wird vor allem Kindern in Form eines Brustwickels mit Zwiebeln verabreicht. Dabei werden einige gehackte Zwiebeln auf ein feucht-warmes Tuch gegeben und auf der Brust fixiert. Die ätherischen Öle werden über die Haut aufgenommen und helfen so beim Überwinden der Erkrankung. Ausprobieren lohnt sich: Bereits am nächsten Morgen können die Kleinen schon deutlich leichter durchatmen!

Abnehmen, Appetitzügler, Fastenkuren Wacholder Angst, Pessimismus und Nervosität Lavendel, Melisse, Orange, Weihrauch, Ylang Ylang, Zeder, Zitrone, Zypresse Antriebslosigkeit, Arbeitsscheu, Bergamotte, Eukalyptus, Kampfer, Kanuka, Lavendel, Melisse, Rose, Rosmarin, Schafgarbe, Desinteresse, mangelnde Lebensfreude Ylang Ylang, Zirbe, Zypresse Burnout Ingwer, Kardamom, Zitronengras, Orange, Rosmarin, Zitrone Darmkrankheiten Basilikum, Ingwer, Lavendel, Myrte, Nelke, Thymian, Wacholder, Zimt Depressive Verstimmung, Schock, Arnika, Bergamotte, Lavendel, Melisse, Rose, Ylang Ylang, Zirbelkiefer seelischer Schmerz, Eifersucht, Trauer Duft Frühling Citronella, Krauseminze, Zitronengras, Pfefferminze, Zitrone, Zitronenmelisse Duft Sommer Blutorange, Grapefruit, Lavendel, Limette, Lindenblüte, Rose Duft Herbst Kiefer, Latschenkiefer, Rosenholz, Rosmarin Duft Winter Fichtennadel, Geranium, Latschenkiefer, Mandarine, Nelke, Orange, Rosenholz, Sternanis, Zedernblätter, Zimt Einschlafstörungen Kamille, Majoran, Lavendel, Melisse, Orange, Rosenholz, Sandelholz, Scharfgarbe 48 | R E L AX Magazin 2012


Qualität und Reinheit sind die wichtigsten Grundlagen für die Wirksamkeit ätherischer Öle. Natürliche ätherische Öle haben eine tiefe Wirkung auf unsere physische und psychische Balance. Sie können oral eingenommen werden (dabei gelangen die Wirkstoffe über den Magen-Darm-Trakt oder über die Mundschleimhäute in den Blutkreislauf), über das Auftragen auf die Haut (durch die kleine Molekularstruktur gelangen sie in den Körper und beeinflussen auf diese Weise den gesamten Organismus) oder durch Luftzerstäubung (durch die Nase gelangen die Stoffe in das vegetative Nervensystem). Die gebräuchlichste Verwendung der Luftverstäubung sind Duftlampen. Ätherische Öle wie zum Beispiel Bergamotte, Lavendel, Melisse oder Weihrauch können olfaktorisch gegen Stress, Schlafstörungen oder Angstzustände wirken. Mit ihrer Fähigkeit, die Haut zu durchdringen, helfen unter anderem Minze, Kampfer, Eukalyptus und Rosmarin speziell bei Muskel- und Gelenksschmerzen, während etwa Rose, Thymian und Muskatellersalbei bei Kopfschmerzen heilsam wirken. Ätherische Öle werden auf drei Arten hergestellt: durch Wasserdampfdestillation, durch Kaltpressung oder Extraktion. Beim Destillieren treibt Wasserdampf das ätherische Öl aus der Pflanze. Mittels Kondensation über einem gekühlten Rohr wird das Öl anschließend vom Wasser getrennt. Bei der Kaltpressung wird das Öl aus der Schale gepresst, dieses Verfahren wird vor allem bei Zitrusölen angewendet. Extraktion hingegen kommt bei Blütenölen zum Einsatz. Dabei werden der Pflanze mit einem Lösungsmittel alle löslichen Aromastoffe entzogen, anschließend wird das Lösungsmittel abde-

stilliert, die Reste werden mit Alkohol extrahiert. Zurück bleibt das reine ätherische Öl. Doch Achtung: Nicht überall, wo „ätherisches Öl“ drauf steht, ist auch 100 Prozent Natur drin. Da der Begriff „ätherisch“ lediglich vom griechischen „aither“ („Element des Lebens“) abgeleitet wird und nur aussagt, dass es sich um eine flüchtige, nicht erfassbare Substanz handelt, kann der Begriff „ätherisches Öl“ nicht geschützt werden. Dies nutzt die Industrie weidlich aus und verwendet in der Werbung „ätherisches Öl“ auch für rein synthetische Produkte, die man unbedingt vermeiden sollte. Zur Unterscheidung werden ätherische Öle in drei Gruppen eingeteilt: 100 Prozent natürlich, naturident und synthetisch. Naturreine Öle werden zu 100 Prozent aus Pflanzen gewonnen, auf den Fläschchen sind sie mit „g&a“ gekennzeichnet – genuin (unverändert) und authentisch. Natürliche Öle können aber auch aus mehreren verschiedenen 100-prozentig natürlichen Komponenten zusammengesetzt werden, wobei sich im Produkt dann eben nicht ausschließlich die namensgebende Pflanze befindet. Eine Mischung natürlicher Öle mit synthetischen Zusätzen bezeichnet man als natürlich/naturident (N/NI), wobei naturident nichts anderes heißt, als dass sie künstlich hergestellt sind. Dank EU ist diese Art der Konsumententäuschung auch wie bei Aromen möglich – und völlig legal! Auf den Fläschchen findet man hier oft die Abkürzung EuAB (Europäisches Apothekerbuch), was aber über die absolute Natürlichkeit des Produkts nichts aussagt. Zu guter Letzt gibt es rein synthetische Öle, in denen – wie der Name schon verrät – absolut keine Natur steckt. Sie werden zur

Gänze chemisch hergestellt, trotzdem ist es erlaubt, sie als ätherische Öle zu kennzeichnen. Von ihnen darf man sich keinesfalls positive Wirkungen wie Heilung, Wohlbefinden oder Gesundheitsförderung erwarten. Selbst zum Beduften von Räumen sollte man sie nicht verwenden, da sie unsere natürliche Geruchsempfindung gleichsam „verstellen“ und bei Kindern die Entwicklung des Geruchssinns behindern können. Der Geruchssinn ist einer der sechs Sinne des Menschen und gleichbedeutend mit Hören und Sehen. Obwohl die Wirkungen von Gerüchen bisher nur in Ansätzen wissenschaftlich erforscht sind, sagen Ärzte wie Dr. Wolfgang Steflitsch, dass sie keinesfalls zu bestreiten sind. In der kalten Jahreszeit lassen sich durch Verwendung von ätherischen Ölen wie beispielsweise Eukalyptus, Latschenkiefer oder Fichte Halskratzen, virale Infekte und Entzündungen lindern. „In der Lungenheilkunde ist die Behandlung mit ätherischen Ölen sicher und zuverlässig, und zwar sowohl zur Vorbeugung als auch zur Therapie von bronchopulmonalen Krankheitsbildern“, resümiert Lungenfacharzt Steflitsch. Auch die Raumluft lässt sich mithilfe von ätherischen Ölen leicht reinigen. Gerade im Winter verbringen wir bis zu 80 Prozent unserer Zeit in geschlossenen Räumen, die wir zudem meist nur unzureichend lüften. Litsea oder Zeder reinigen mit ihren bakterien-, hefe-, schimmel- und milbentötenden Eigenschaften rasch die Raumluft. Und sie halten Allergieauslöser und Infektionsquellen fern. Zudem steigern sie unser Wohlbefinden und wirken sich positiv auf Gedächtnis, Motivation und ■ Stimmung aus. Wunderbar!

Erkältung, Infekte, Frieren Cajeput, Eukalyptus, Fichte, Kampfer, Latschenkiefer, Limette, Myrrhe, Myrte, Rosmarin, Sandelholz, Ysop, Zimt Erschöpfung, schwere Glieder Bergamotte, Fichte, Koriander, Mandarine, Rose, Thymian, Wacholder, Zeder, Zirbe Fieber Bergamotte, Eukalyptus, Ingwer, Kamille, Kampfer, Lavendel, Zitronengras, Orange, Rose, Zitrone Halsschmerzen Bergamotte, Cajeput, Niaouli, Sandelholz, Zitrone Immunsystemstärkung Minze, Rosmarin, Zitrone Kopfschmerzen Ingwer, Lavendel, Melisse, Minze, Muskatellersalbei, Rose, Thymian Kreuzschmerzen, Muskelschmerzen Cajeput, Eukalyptus, Fichte, Kampfer, Minze, Niaouli, Rosmarin, Wacholder, Zirbe Lernstress, Gedächtnisstärkung Nelke, Niaouli, Rosmarin Morgenmuffel Bergamotte, Lavendel, Melisse, Rose, Rosmarin, Ylang Ylang, Zirbe, Zitrone Ohrenschmerzen Cajeput, Lavendel, Niaouli Raucherentwöhnung Rosmarin, Sassafras, Schafgarbe, Zirbe Schlaflosigkeit Baldrian, Hopfen, Jasmin, Kampfer, Neroli, Orange, Rosenholz, Sandelholz, Thymian, Wacholder, Ylang Ylang R EL A X Magazin 2012 | 49


F o t o : © L ia m No r r is / c u lt u r a / C o r b is

GE S U N D HE I T

RAUS AUS DEM BURNOUT Weil die Versorgung Betrof fener über die Krankenkasse denkbar schlecht ist, gibt es neuerdings pr ivate Kuren gegen das Burnout-Syndrom. Ein Kurhotel in der Nähe von Wien hat hier die Nase vorn. Und zeigt, wie man dem Teufelskreis der Krankheit entr innt. „Die Depression bedroht die westlichen Demokratien“, schrieb der US-Ökonom Paul Krugmann vor kurzem. Während damit natürlich die Folgen von krisenhaften Entwicklungen auf der Ebene der Volkswirtschaft gemeint waren, ist uns die Depression vor allem als psychisches Phänomen bekannt. Aber auch dieses ist bedrohlich, ist es doch im Vormarsch. Fast scheint es sogar, als wäre die gesamte Industriezivilisation auf dem 52 | R E L AX Magazin 2012

Weg in die Psychiatrie: Bereits mehr als elf Prozent der Bevölkerung sind vom BurnoutSyndrom betroffen – Tendenz stark steigend. Weil die Versorgung Betroffener über die Krankenkasse so unsäglich schlecht ist, haben sich mittlerweile auch private Kuranbieter des Themas angenommen, das renommierte Kurhotel Pirawarth in der Nähe von Wien war übrigens einer der Ersten. „Burnout“, sagt Dr. Regina Hoch-

Bad Pirawarth

mair, Ärztin und Leiterin der BurnoutProgramme im Kurhotel Pirawarth, „verläuft in mehreren Phasen, also als Prozess mit steigender Intensität, der sich im fortgeschrittenen Stadium durch hochgradige emotionale Erschöpfung im Verbund mit körperlicher Schwäche und reduzierter Leistungsfähigkeit bemerkbar macht“. Je nach wissenschaftlicher Lesart werden bis zu zwölf Krankheitsstadien unterschieden, von denen die ersten drei wohl besonders gefährlich sind, weil die Symptome völlig harmlos erscheinen. Denn in ihnen erlebt man sich als kraftvoll und energiegeladen, viele Menschen arbeiten dann immer mehr, bis spät in die Nacht hinein, und sie sind stolz auf ihre Erfolge. Verleugnen sie dabei aber ihre eigenen körperlichen und seelischen Bedürfnisse, dann


S YMPTOME VON BURNOUT Sozialverhalten Gedankenverlorenheit, Kontaktvermeidung, Zuhörschwierigkeiten, Desinteresse, Verständnislosigkeit Mentale Leistungsfähigkeit Konzentrations- und Gedächtnisschwäche, Ungenauigkeit, Entscheidungsunfähigkeit Emotionale Reaktionen Angst und Nervosität, Schuldgefühle, Schuldzuweisung, reduzierte Selbstachtung, Gefühl von Unzulänglichkeit, Humorlosigkeit, Gleichgültigkeit Psychosomatik Schlafstörungen, sexuelle Probleme, Herzklopfen, Engegefühl in der Brust Körperliche Reaktionen Kopfschmerzen, häufige Erkältungen, Ekzeme, Allergien, Magen- und Verdauungsbeschwerden, Atembeschwerden, Muskelverspannungen

sind hochwirksame Programme, mit denen schon in kurzer Zeit viel erreicht werden kann. Sie umfassen die fachärztliche Abklärung von möglichen körperlichen Ursachen ebenso wie Entspannung, Training für den Körper sowie eine Art von mentalem „Reset“-Programm. Auch genussvolles Essen darf nicht zu kurz kommen – und das hat medizinischen Hintergrund! Dr. Hochmair: „Unter Stress geht die Fähigkeit zu genießen verloren, Essen wird, ebenso wie Alkohol oder Nikotin, nur noch zur Stressreduktion genützt. BurnoutBetroffene essen entweder viel zu viel oder fast gar nichts mehr, und sie vernachlässigen

die soziale Funktion der Mahlzeiten.“ Auch in diesem Bereich setzt die Pirafit-Kur an. Während die Kraftkur für jene maßgeschneidert ist, die einen besseren Umgang mit Stress erlernen wollen, und daher vorbeugenden Charakter hat, wendet sich die Auszeitkur an Menschen, die sich bereits in einem der insgesamt 12 Stadien befinden. Die Kuren wirken: Der Schlaf wird erholsamer, die Konzentration verbessert sich. Die subjektiv empfundene Belastung wird geringer – und die schon verloren geglaubte ■ Kraft kehrt zurück. Mehr Info: Fon +43-(0)2574-29160-0, www.burnout-hilfe.at und relax-guide.com

F ot o : i St oc kp hot o

kommt ihnen schrittweise auch die Fähigkeit, sich zu entspannen und zu erholen, abhanden. Das allmähliche Abgleiten in die nächsten Stadien folgt: Konflikte werden verdrängt, Probleme in immer stärkerem Ausmaß geleugnet, es kommt zu Frustration, Leistungsabbau und stetiger Verflachung des seelischen und sozialen Erlebens. Am Ende warten innere Leere, Depressionen – und die völlige Erschöpfung. In den meisten Fällen, so Dr. Hochmair weiter, gibt es einen Krankheitsauslöser im Berufsleben. Vorwiegend handelt es sich dabei um Menschen, die „brennen“ – und daher auch ausbrennen! – können. Solche, die sich mit überdurchschnittlich viel Idealismus, Ehrgeiz und Perfektionismus in die Arbeit stürzen. Strukturen, wie man sie häufig in „Corporate Jobs“, also in den Bürokratien multinationaler Konzerne findet, tun ein Übriges dazu: unklare Hierarchien, unfaire oder schlecht qualifizierte Vorgesetzte, eine Hire-and-FirePraxis und nicht zuletzt eine so extreme Arbeitsteilung, bei der man nicht selten gar nicht mehr weiß, wofür man einen Arbeitsschritt macht und welche Rolle er überhaupt für das Produkt oder im Unternehmen spielt, wodurch einem der Sinn der eigenen Arbeit unweigerlich aus den Augen geraten kann. Weil diese Verhältnisse kaum veränderbar sind – schon gar nicht kurzfristig –, müssen die zentralen Fragen im therapeutischen Ansatz lauten: Wie kann ich meine psychische Gesundheit und meine Arbeitsfähigkeit erhalten, wie kann ich erlernen, mich vom Stress nicht mehr stressen zu lassen? Dr. Regina Hochmair: „Es geht darum, bei den Betroffenen das psychische Selbstmanagement in Gang zu bringen, das ihnen ermöglicht, jene Kräfte zu entwickeln, die sie brauchen, um für die immer größeren Anforderungen der Berufswelt gerüstet zu sein.“ Charakteristisch für Burnout-Patienten ist, dass sie sich ihrer eigenen Situation kaum bis gar nicht bewusst sind und daher in einem Teufelskreis stecken. Diesem aus eigener Kraft zu entrinnen, ist schwierig bis unmöglich, professionelle Hilfe wird unumgänglich. Gefragt sind effiziente Therapiekonzepte, und zwar in einem möglichst frühen Stadium. Deswegen wurden im Kurhotel Pirawarth Kurzzeitprogramme entwickelt, die im Regelfall sieben Tage dauern und bei Bedarf verlängert werden können. Die Wichtigsten von ihnen heißen Pirafit-Kraftkur und Pirafit-Auszeitkur und

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FÜR IMMER GESÜNDER Wir wissen, dass er sogar über unsere Zukunf t entscheidet, aber wir tun nichts dafür: Die Rede ist von einem gesunden Lebensstil. Wie man ihn ganz einf ach erlernt, das verraten die Spezialisten der Gesundheitshotels in Niederösterreich. Gegen lang gepflegte Angewohnheiten anzukämpfen ist eines der schwierigsten Dinge überhaupt. Zu diesen Angewohnheiten des modernen Menschen gehört das Prokrastinieren, auch bekannt als „Aufschieberitis“. Ein Begriff der letzten Jahre, er bezeichnet mangelnde Selbstdisziplin, schlechte Planung und die erst späte Überwindung, sich dringend notwendigen Aufgaben zu widmen. Die Aufschieberitis betrifft viele Lebensbereiche: Seminararbeiten auf der Uni (die stets erst wenige Stunden vor Verstreichen der Abgabefrist fertig werden, auch wenn das Thema seit Monaten feststeht), den Kauf von Weihnachtsgeschenken (unfasslich die Massen in einem Spielzeugladen am Vormittag 54 | R EL AX Magazin 2012

des 24. Dezember, dabei ist doch der Heilige Abend immer am selben Datum) oder, und hier wird es wirklich heikel: unsere Gesundheit. Im Extremfall wird erst ein Herzinfarkt oder eine schwere Depression uns dazu bringen, etwas für uns zu tun. Genau hier setzen die niederösterreichischen Gesundheitshotels an: mit Konzepten zur Gesundheitsvorsorge, mit gesunden Angeboten. Dabei geht es aber nicht um Gesundenuntersuchung, sondern um viel mehr: um eine gezielte Änderung des Lebensstils. Die Experten in diesen Häusern sind sich aber auch bewusst, dass diese so ungemein schwierige Aufgabe eine ziemlich individuelle Angelegenheit ist. Schließlich hat jeder

Niederösterreich

einzelne andere schlechte Gewohnheiten, bei jedem haben sich andere Lebensstilfehler eingeschlichen. Es braucht also verschiedene Konzepte, verschiedenartige therapeutische und medizinische Ansätze. Im Gesundheitshotel Klosterberg etwa, einem beschaulich an einem Südhang gelegenen Familienbetrieb, der für seine Fastenprogramme bekannt ist, finden Stressgeplagte, die verlernt haben, Nein zu sagen, die mit den an sie gestellten Anforderungen nicht mehr zurechtkommen, zu einem ruhigeren Rhythmus. Das entgiftende Fasten ermöglicht dem überanstrengten und übersäuerten Organismus einen Neubeginn. Das Lebens-Resort Ottenschlag indes hat


sich auf Burnout-Prävention spezialisiert: Mit einem ausgewogen konzipierten Wechsel aus Bewegung und Entspannung sorgt man hier, im mystischen Waldviertel, für eine Neuordnung von Körper und Geist. Gesundheitspsychologische Beratung ist genauso Bestandteil wie Biofeedback, das einem stressbedingte biologische Vorgänge wie etwa eine veränderte Atmung buchstäblich vor Augen führt – am Computer nämlich. Man lernt dabei, sich bewusster wahrzunehmen und unter anderem zwischen Anspannung und Entspannung zu unterscheiden. In den sogenannten „Wiener Alpen“ des südlichen Niederösterreichs hingegen ist die Vermeidung von Gefäßerkrankungen und Durchblutungsstörungen Programm: so etwa im Viersternkurhotel Gesundheitsresort Königsberg in Bad Schönau, wo man erfolgreich auf die Heilkräfte der natürlichen Kohlensäure setzt. Ein höchst ungewöhnliches Haus ist das neue La Pura in Gars am Kamp. In das großzügig modernisierte „Dungl“ von ehedem haben nämlich nur Frauen Zutritt, demnach wird der Schwerpunkt nicht nur auf ganzheitliche Regeneration, sondern auch auf die medizinische Bekämpfung frauentypischer Probleme gelegt, etwa der Cellulite. Dem kritischen RELAX Guide gefiel jedenfalls das Konzept dieses „Woman’s Health Resorts“ genauso wie das sensibel und mit weiblichem Blick gestaltete Ambiente so sehr, dass er dem La Pura auf Anhieb drei Lilien verlieh. Im oberen Waldviertel, im Moorheilbad Harbach, geht man gegen eines der meistverbreiteten Leiden unserer Zeit vor: Schmerzen im Rücken. Wir sitzen zu viel, bewegen uns zu wenig – unter diesem Ungleichgewicht leidet unsere Wirbelsäule enorm. In Harbach nützt man die Heilkräfte des Waldviertler Moors für Packungen, unterstützt deren Wirkung mit Heilmassagen und komplettiert das Rückenfit-Wochenprogramm mit Wirbelsäulentraining und den so wichtigen Anleitungen für das richtige Trainieren zu Hause. Denn das ist ein ganz wichtiger Punkt, für das Moorheilbad Harbach genauso wie für alle anderen Gesundheitshotels in Niederösterreich: die nachhaltige Motivation. Denn die Änderung des Lebensstils muss im Alltag weitergehen. Wer jetzt – endlich – etwas für seine Gesundheit tun will, der findet auch in anderen Regionen des Bundeslandes zahlreiche Hotels mit Angeboten für einen kurzen oder auch längeren Gesundheitsurlaub. Egal, ob man Stressmanagement, Fitness, Fasten, Rückenprogramme oder einfach nur eine Auszeit sucht – in ■ Niederösterreich wird man immer fündig! Mehr Info: Fon +43-(0)2742-9000-9000 und gesundheit.niederoesterreich.at REL A X Magazin 2012 | 55


GE S U N D HE I T

BURNOUT VERHINDERN Mitten in Deutschland: In einem gräflichen Anwesen wurde ein ef fektives Programm zur Burnout-Prävention entwickelt. Es umf asst Diagnostik und Therapie nach neuesten Erkenntnissen. Und wird inmitten eines wunderbaren Ambientes geboten. Zielgruppe sind Manager, also „High Per former“, die mit viel Stress leben müssen. Eigentlich braucht es nicht Fälle wie den Chef des größten Medienkonzerns von Europa, der vor kurzem, im Alter von 53 Jahren, seinen Job „wegen Erschöpfung“ aufgeben musste, auch im persönlichen Umfeld kann man es bemerken: Die Zahl der Burnout-Fälle steigt dramatisch an. Informationsflut, die fatalen Auswirkungen von Globalisierung und entfesselten Finanzmärkten auf unsere Arbeitsplätze und die immer turbulentere Beschleunigung aller Lebensbereiche bleiben nicht ohne Folgen. Nach aktuellen Schätzungen sind bereits mehr als elf Prozent der Bevölkerung vom Burnout-Syndrom betroffen – zumeist ohne dass es ihnen bewusst ist. Es sind Zahlen, die alarmieren: Jeder dritte Deutsche steht am Rande eines Burnouts. 6,3 Milliarden Euro entstehen allein der deutschen Volkswirtschaft an Kosten durch 56 | R E L AX Magazin 2012

arbeitsbedingte psychische Belastungen. Jeder neunte Krankenstandstag wird durch eine psychische Erkrankung verursacht.Und rund zweieinhalb Jahresgehälter kostet es ein Unternehmen, wenn ein Topmanager an Burnout leidet. Kein Ende dieses Trends ist in Sicht, im Gegenteil: Internationale Studien zeigen, dass die Zahl der Burnout-Opfer auch weiterhin zunehmen wird. Umso wichtiger wird die Prävention, also das Verhindern des Syndroms. Erste Warnzeichen – Verspannungen, Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten und Lustlosigkeit – werden nur allzu oft verdrängt. Außerdem: Gerade in den frühen Stadien der Krankheit erscheinen die Symptome als völlig harmlos. Man erlebt sich nämlich als kraftvoll und energiegeladen.

Bad Driburg

Und ist bereit, seine eigenen körperlichen und seelischen Bedürfnisse zugunsten der Arbeit hintanzustellen. Ein Teufelskreis beginnt! Spätestens hier muss man ansetzen, will man nicht den totalen Zusammenbruch riskieren. Aus diesem Grund bietet das renommierte Medical-Wellness-Zentrum Gräflicher Park Hotel & Spa im westfälischen Bad Driburg neuerdings Präventionsprogramme an, die genau auf Menschen, die bereits die geschilderten Symptome erleben, zugeschnitten sind. Entwickelt wurden sie übrigens von Olaf P. Beck, einem ehemaligen Hotelmanager, der in jungen Jahren selbst in die Burnout-Falle geraten ist und heute Referent des Hauses ist. Geleitet werden die Präventionsprogramme vom Internisten und Naturheilkundler Dr. Henk C. Hietkamp sowie vom Psychothera-


F o t o s : Gr ä f lic h e r P a r k H o t el & S pa

peuten und Neurologen Dr. Michael Klein. Ziel der Mediziner ist es, die körperlichen und seelischen Kräfte nachhaltig aufzubauen. Zum Einsatz kommt eine Kombination der vier gegenwärtig effektivsten Therapieansätze. Elemente dieses in Deutschland völlig neuartigen Konzepts sind aktive und passive Entspannung, die Förderung von kreativen Energien, Wahrnehmungsschulung, therapeutische Einzel- und Gruppensitzungen sowie umfassende internistische Betreuung, zu der etwa auch EKG-Diagnostik, schlafmedizinische Untersuchungen und klassische Check-ups zählen. Laborgestützte Diagnostik liefert zudem wertvolle Hinweise auf den Status von Hormonen und Gehirnbotenstoffen, neben einer Analyse des Säure-BasenHaushalts wird auch die Möglichkeit einer Unterversorgung mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen genauestens unter die Lupe genommen. Zusammen mit den sanften naturheilkundlichen Therapien bilden die Untersuchungen im Gräflichen Park die bestmöglichen Programme, die als fünf- und vierzehntägige Pakete buchbar sind. „Zu uns kommen Manager, also High Performer, die mit viel Stress leben müssen“, sagt Dr. Hietkamp. „Es sind Menschen in hohen Positionen, die wollen zwar die medizinischen Leistungen einer psychosomatischen Klinik,

aber sie wollen nicht in eine Klinik gehen. Sie bevorzugen ein schönes Hotelumfeld, möglichst weit weg von allem.“ Die Kombination aus umfassender Diagnostik, seriöser Medizin und einem feinen Hotel mache, so Hietkamp weiter, eben den Unterschied. Im Kern ist das fünftägige Programm – es kostet als Komplettpaket ab 1.928 Euro – ein intensiver Check-up. Dabei finden die Ärzte heraus, wo die Ursache für Aussagen wie „ich schlafe schlecht“, „ich habe stark zugenommen“, „ich brauche abends immer mehr Alkohol“, „ich komme einfach nicht mehr klar“, „ich möchte wissen, was mit mir los ist“ liegen. Den Anfang machen Speichel- und Urinproben vorab per Post, und wenn man dann anreist, liegen die Laborergebnisse bereits vor. Doch der Gräfliche Park bietet noch viel mehr als medizinisch-therapeutische Kompetenz: ein einzigartiges Umfeld nämlich, in dem es sich trefflich regenerieren lässt, liegt doch das Hotel inmitten eines 60 Hektar großen englischen Landschaftsparks von außergewöhnlicher Schönheit. Als Gast ist man umgeben von exotischen Bäumen, herrlichen Blumenbeeten, Teichen und Themengärten, die von renommierten internationalen Gartenkünstlern gestaltet wurden.

Zu den weiteren Highlights des edlen Hauses zählen ein wunderbar stilvoll gestaltetes Spa mit einem 25 m langen, ganzjährig beheizten Außenpool, die jahrzehntelange Erfahrung in den Bereichen Kurmedizin und Naturheilkunde, kalziumund magnesiumhältige Heilquellen sowie ein eigener 18-Loch-Platz in Gehdistanz. Und nicht zuletzt eine Küche, die sich sowohl dem Gaumen als auch der Gesundheit des Gastes verpflichtet fühlt. Sie verwendet überwiegend saisonale Zutaten von Bauern der Umgebung sowie Wildfleisch aus der eigenen Jagd. Ausschließlich frische und naturbelassene Produkte tragen so auch dazu bei, sich wieder auf das Wesentliche und Ursprüngliche zu besinnen. Das 14-tägige Burnout-Präventionsprogramm ist, abhängig vom Zimmertyp, ab 8.090 Euro erhältlich (inkl. VP, Diagnostik und Therapien) – und wird wohl von vielen rückblickend als die beste Investition ihres Lebens bezeichnet werden. Wer sich vom Präventionskonzept des Gräflichen Parks angesprochen fühlt, der kann seine zukünftigen Ärzte und Therapeuten kennenlernen: vorab, im Rahmen eines Schnupperwochenendes zu einem – ■ äußerst kulanten – Preis. Mehr Info: Fon +49-(0)5253-9523-0 und www.graeflicher-park.de sowie relax-guide.com R EL A X Magazin 2012 | 57


F o t o : R h e in la n d - P f a lz -To u r is m u s Gm b H

GE S U N D HE I T

ZEIT FÜR DAS ICH In Rheinland-Pf alz rücken wir uns selbst wieder in den Mittelpunkt: Die Ich-Zeit in ausgewählten Hotels erlaubt Wellness, Genuss und Entschleunigung in wunderbarer Landschaf t. Hier kommen wir wieder zu uns. Denn wir sind es uns wer t. Das Wort Ich sollte eigentlich ein Subjekt anzeigen, den Menschen im Mittelpunkt, eine Person mit eigenen Ansprüchen. Seltsam aber, dass im heutigen Leben das Ich immer öfter zum Objekt fremder Anforderungen wird und somit vielmehr der ursprünglichen Wortbedeutung – „das Unterworfene“ – gerecht wird: „Ich sollte“, „ich muss noch“... Hinter solchen Sätzen verbirgt sich eine Entwicklung in die falsche Richtung. Ob von Chef, Schwiegermutter oder von Paketdienst-Abholzeiten – wir werden eingesetzt, eingeteilt, geschickt. Von uns wird gefordert, über uns bestimmt. Das Ich verblasst im Alltag, manchmal verschwindet es sogar gänzlich. 58 | R E L AX Magazin 2012

Die IchZeit will dieses für unsere Psyche so wichtige Wort wieder hervorholen, will ihm die Bedeutung geben, die es verdient. IchZeit, das ist eine ganzheitliche Wohlfühlphilosophie ausgewählter Hotels an den schönsten Plätzen des Bundeslandes Rheinland-Pfalz. Die Gastgeber haben nichts anderes im Sinn, als uns eine Auszeit zu schenken, in der wir den Blick für das Wesentliche wieder schärfen, unseren ureigenen Rhythmus neu entdecken können. Und zwar ohne dass jemand dem Ich dreinredet. Die IchZeit-Hotels, die im Übrigen strengen Qualitätskriterien unterliegen, setzen dafür auf verschiedene Faktoren: etwa auf eine ausgezeichnete Küche aus regionalen Natur-

RheinlandPfalz

produkten und auf lokale Weine – das Moselgebiet beispielsweise ist international ein Begriff bei Kennern. Massagen, die allesamt von erfahrenen Händen durchgeführt werden, und behutsame medizinische Checkups rücken das Ich unseres Körpers wieder in den Mittelpunkt. Ein ganz wichtiger Aspekt für die IchZeit-Gastgeber ist auch das Wohnen. Und man ist sich bewusst, dass Geschmäcker und gewohnte Lebensumstände durchaus verschieden sind. Darum ist das IchZeit-Portfolio stilistisch so breit gefächert und auf der Homepage so übersichtlich nach Kategorien präsentiert: Puristen, denen schon bei einem Bild im Zimmer oder einer Pflanze am Gang mulmig zumute wird, fin-


den in Rheinland-Pfalz ebenso das Ihre wie Romantikerinnen, die den Blick gern auf ausgesuchten Dekorationen ruhen lassen. Ob gemütliche Landgasthöfe, mondäne Kurhotels oder unkomplizierte Familienhotels – die Auswahl ist so groß, wie die verschiedenen Ichs es eben einfordern. Und egal für welchen Wohnstil man sich als Gast entscheidet, eines haben alle IchZeit-Betriebe in Rheinland-Pfalz gemeinsam: In jedem einzelnen hat man das Gefühl, hier ist alles im Einklang, alles ist stimmig, nichts fällt aus dem Rahmen – ein ganz wichtiger Faktor, wenn wir uns auf uns selbst besinnen sollen. Für diese IchZeit können wir zwischen zehn Regionen in Rheinland-Pfalz wählen, allesamt mit prachtvollen Landschaften. Lange Spaziergänge sind einer der vielen Wege zum Ich, und hier, ganz im Westen Deutschlands, findet man dafür unzählige Möglichkeiten. Kulturdenkmäler und kleine Naturwunder passierend, finden wir die eigene Geschwindigkeit wieder. Ruhig Blut!, ruft die Landschaft dem rastlosen Pulsschlag zu. Wir fühlen uns von irgendwem überholt, ach, es ist die Zeit aus dem Alltag, die da an uns vorbeizieht. Soll sie nur, wir kommen diesmal nicht mit. Die Zeit dreht sich um, ruft uns etwas zu. Was, das verstehen wir nicht, da scheint irgendeine Art Dopplereffekt einzutreten, eine Veränderung der Frequenz durch zunehmende Entfernung. Egal, heute keine theoretische Physik mehr, nur noch gelebte, später dann, im Spa: Die Haut wird warm, wenn wir ins warme Becken steigen, sie kribbelt, wenn wir sie abrubbeln, entspannt sich, wenn sie eingecremt wird. Welchen der drei Schwerpunkte wir auch auswählen, die IchZeit ist stets inklusive: „Entschleunigung“ steht für Hotels in naturnaher Ruhelage mit besonders viel Stille, diese Kategorie empfiehlt sich besonders für überforderte und übersättigte Menschen. „Wellness“ weist auf ein Füllhorn an Beauty-Behandlungen und auf ausgiebige Spa-Aufenthalte hin, der Genuss steht in allen Bereichen im Vordergrund. Und „Medical Wellness“ bezeichnet ein Angebot aus sanften therapeutischen Einsätzen und gelebter Ganzheitlichkeit; Prävention wird hier großgeschrieben. Woran man merkt, dass die IchZeit in Rheinland-Pfalz gewirkt hat? Vielleicht an einem anderen Sprachgebrauch. Wenn ■ das Wort Ich wieder ein selbstbestimmtes Ich meint. Informationen & Buchungen: +49-(0)1805-7574636 (0,14 €/min aus dem Festnetz, Mobilfunk max. 0,42 €/min), www.ichzeit.info

REL A X Magazin 2012 | 59


RATG E B E R

DIE WAHRHEIT ÜBER DAS

TRAUMSCHIFF

F ot o: S ead ream Yac ht Cl ub

Kreuzf ahr ten boomen. Und sie machen glücklich – wenn man die gröbsten Irr tümer vermeidet und das r ichtige Schif f bucht. Ein kleiner Ratgeber über die typischen Schwachpunkte von Schif f sreisen.

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Gibt es eine Urknalltheor ie der Kreuzf ahr t? Ja, gibt es. Am Anfang aller Kreuzfahrten standen leere Schiffe. Die großen Passagierdampfer, die vor allem Auswanderer von Deutschland nach Amerika brachten, lagen in den Wintermonaten still. Das brachte den Hamburger Reeder Albert Ballin auf die Idee, sie für reine Vergnügungsreisen einzusetzen. Dafür musste man die Schiffe natürlich mit Komfort ausstatten. Das erste Kreuzfahrtschiff der Welt, die Augusta Victoria, brach im Herbst 1891 mit betuchter Klientel zu einer zweimonatigen Vergnügungsreise in den Orient auf. Ballin sollte seine Reederei namens Hapag später zur zeitweise größten der Welt machen. Das Reisen auf See wurde bald zu einem Vergnügen der Reichen und Schönen, und Kreuzfahrten avancierten zum Inbegriff des luxuriösen, unerschwinglichen Reisens. In den 1990er Jahren änderte sich das vor allem durch amerikanische Reedereien, die um eine völlig andere, neue Kundschaft warben: Die Schiffe wuchsen ins Gigantische, und die Reisen wurden billig angeboten, das Publikum jünger, die Seereise verwandelte sich in ein Massenprodukt. Wie heißen die größten Schif fe der Welt? Den ersten Platz teilen sich die Oasis of the Seas und die Allure of the Seas, die je 5.400 Passagiere befördern können. Es folgen die Norwegian Epic (4.631 Passagiere) und dann auf dem dritten Platz drei gleichgroße Schiffe: die Freedom of the Seas, die Liberty of the Seas und die Independence of the Seas (je 3.600 Passagiere). Die berühmte Queen Mary II folgt mit 2.592 Passagieren erst auf dem vierten Platz. Kommt es auf die Größe an? Große Schiffe offerieren vergleichsweise billige Kreuzfahrttickets, bieten sehr professionelle, tolle Shows und bewegen sich sehr stabil durch die See. Das Publikum ist meist relativ jung, es sind viele Familien mit Kindern an Bord, und es wird viel Abwechslung geboten. Nachteile gibt es natürlich auch: Man bewegt sich immer in Menschenmassen. Egal ob beim Ein- oder Aussteigen, ob bei Landausflügen oder am Swimmingpool, Anstellen ist erste Urlauberpflicht. Gegessen wird fast immer in Schichten, zum Beispiel von 18 bis 20 Uhr. Länger bei einem Glas Wein hocken geht nicht, weil die nächsten ➝


Gäste schon hungrig auf den Platz warten. Trotzdem bieten die Riesenschiffe ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Dennoch gilt in der Kreuzfahrtbranche die Devise: Small is beautiful. Echte Luxusschiffe sind fast immer relativ klein. Unter den Großen zählt nur die Queen Mary II zu den luxuriösen Schiffen. Was hat ein Luxusschif f, was die billigen nicht haben? Größere Kabinen, besseren Service, besseres Essen, vor allem aber ein sehr entspanntes Urlaubserlebnis. Am Pool muss man keine Liegen mit Handtüchern belegen, und am Buffet muss man sich auch nicht drängeln. Wenn man vom Landausflug zurückkehrt, erwarten einen vor den Anlandungsbooten oder den Bussen nicht lange Menschenschlangen, sondern ein Glas Champagner und exquisiter Service. Anders als Diskonter-Schiffe, die auch an billigen Stellen anlegen (zum Beispiel in einem Industriehafen), ankern Luxusschiffe oft an schönen Plätzen und bringen ihre Passagiere mit kleinen Beibooten an Land. Billigschiffe stehen nicht immer, aber häufig weit weg von einer Landausflugsdestination, damit die Passagiere gezwungen sind, die Exkursionen zu buchen, weil ein selbstorganisiertes Taxi zu mühsam oder zu teuer wäre. Außerdem: Da man ortsunkundig ist und keine Ahnung über die tatsächlichen Entfernungen hat, sitzt einem bei privaten Landausflügen stets die Angst im Nacken, das Schiff zu versäumen. Sind Kreuzf ahr tpassagiere wirklich alle uralt? Auf Luxusschiffen kann man sich sicher mit 45 herrlich jung fühlen, weil die Passagiere meist jenseits der 60 sind. Auf den preiswerten Riesenschiffen schaut man mit 45 schon ziemlich alt aus, besonders dann, wenn die Teens um Mitternacht in die Borddisco drängen, während man selber nur mehr chillen oder im Bett abhängen möchte. Auf den Segelschiffen, die zum Anschauen – nicht in puncto Komfort – am schönsten von allen sind, findet man hingegen viel mittelalterliches, eher sportlich interessiertes Publikum, oft Menschen, die selbst segeln und einmal gerne auf einem richtigen großen Viermaster die Meere durchkreuzen wollen. Wie gut sind Landausf lüge? Wer anspruchsvolle Exkursionen erwartet, wird meist enttäuscht. Egal ob Billigdampfer oder Luxusschiff, die Agenturen an Land, welche die Ausflüge durchführen, sind meist dieselben. Ein wichtiger Treiber bei Ausflugsbuchungen ist die Befürchtung vieler Passagiere, bei einem Trip auf eigene Faust am Ende das Schiff zu verpassen. Letzteres kommt aber sehr selten vor. Wie groß ist ein kleines Schif f? Eine kleine Luxusyacht wie etwa die französische L’Austral verfügt über 132 Kabinen. Im Vergleich dazu die Oasis of the Sea über 2.706. Das macht dann beim Buffet doch einen gewissen Unterschied. Leider auch beim Preis, aber Luxuspassagiere finden prohibitiv hohe Preise meist gar nicht übel, weil sie so unter sich bleiben und sich nicht mit Otto Normalverdiener den Platz an der Bartheke oder im Beauty-Salon teilen müssen. Ein großer Vorteil kleiner Schiffe ist auch, dass sie oft winzige Häfen ansteuern können, an die die Kapitäne der Ozeanriesen nicht einmal denken dürfen. Die sind dann zumeist malerisch gelegen und wunderschön anzusehen, was man nicht unbedingt von jedem Industriehafen sagen kann. Welche Kabine sollte man buchen? Kommt drauf an: Wenn Sie leicht seekrank werden, unbedingt eine Kabine in der Mitte des Schiffes. Wenn es aber irgendwie leistbar ist, dann unbedingt eine Kabine mit Balkon. Das bedeutet 62 | R EL A X Magazin 2012


frische Luft! Ohne Balkon sind Sie dagegen die ganze Reise lang der Klimaanlage ausgeliefert, denn Bullaugen lassen sich bestenfalls nur im Film, aber in der Wirklichkeit niemals öffnen. Machen Kreuzf ahr ten glücklich? Mit Sicherheit nur, wenn man das richtige Produkt gebucht hat. Kinder werden sich auf kleinen Luxusschiffen langweilen, und Individualisten werden einen Schiffsurlaub auf engen Decks mit 3.000 Amerikanern als Strafexpedition empfinden. Auch Luxus ist übrigens kein Glücksgarant. Dazu dürfen wir eine kleine Geschichte servieren: Edward Francis Hutton, ein sehr erfolgreicher Börsenmakler an der Wallstreet, ließ sich 1931, also im Jahr der tiefsten amerikanischen Depression, die luxuriöseste Yacht der Welt erbauen. Man taufte sie später Seacloud. Huttons Frau Marjorie, selbst sehr vermögend, mietete während des Schiffbaus ein Lagerhaus in Brooklyn, um die edle Innenausstattung – Badewannen aus Carraramarmor und Armaturen aus massivem Gold – maßstabgerecht auszuwählen. Aber aller Luxus zwischen Monaco und Hawaii nützte nichts. Die Ehe der Huttons hielt trotz Luxusyacht nicht lange. Die Seacloud gehört heute übrigens einer Gruppe von Hamburger Kaufleuten und dient wie ihre Schwester, die Nachbau-Seacloud II, als Luxus-Kreuzfahrtschiff. Hat jedes Schif f genügend Rettungsboote? Die Titanic verfügte nur über zwanzig Retttungsboote (für die Passagiere der Ersten Klasse) statt der erforderlichen 63. Erst nach ihrem Untergang im Eismeer wurden weltweit geltende strenge Regeln eingeführt, die sicherstellen, dass jeder Passagier im Notfall seinen Platz findet. Am ersten Tag jeder Seereise muss übrigens auch jeder Kreuzfahrttourist eine kurze Rettungsübung mit Schwimmweste machen. Macht früh buchen Sinn? Nein. Die Reedereien neigen dazu, kurz bevor die Anker gelichtet werden, die verbliebenen Kabinen zu verschleudern. Die Traumpreise zum Traumschiff gibt es also erst kurz vor der Abfahrt. Sinn macht Frühbuchen nur bei kleinen Expeditionsschiffen auf speziellen Routen wie etwa durch die Antarktis, weil man eventuell keine Kabine mehr kriegt, wenn man zu lange wartet. Stimmt es, dass Kreuzf ahr ten boomen? Absolut. Das sieht man an den enormen Wachstumsraten. Seit 1980 wuchs die An-

zahl der Passagiere jährlich durchschnittlich um 7,4 Prozent. Schätzungen zufolge sind 2011 rund 19 Millionen Kreuzfahrtpassagiere unterwegs, die etwa 30 Milliarden Dollar für dieses Vergnügen ausgeben. Das Kreuzfahrtgeschäft wird von amerikanischen Reedereien dominiert, was nicht wundert, denn siebzig Prozent aller Kreuzfahrtpassagiere sind Nordamerikaner. Gibt es so etwas wie den REL AX Guide der Meere? Aber ja. Der Kreuzfahrtführer, dem man weltweit am meisten vertraut, wird seit 27 Jahren von dem ehemaligen Schiffsmusiker Douglas Ward herausgegeben und heißt „Berlitz Cruise Guide“. Er ist inzwischen so etwas wie die Bibel für informationssüchtige angehende Kreuzfahrer. Für die aktuelle, 720 Seiten dicke Ausgabe 2012 wurden 285 Schiffe getestet. Welche Kreuzf ahr tschif fe sind die besten der Welt? Laut Douglas Ward ist die MS Europa, ein Luxusliner der Hamburger Reederei HapagLloyd, das beste Kreuzfahrtschiff der Welt – und das seit zwölf Jahren in Serie! Auf den Plätzen 2 und 3 folgen die Seadream II und die Seabourn Quest. Inwieweit stimmt die Traumschif f-T V-Ser ie mit der Wirklichkeit überein? Ja eh ziemlich. Gut, die Sache mit den attraktiven Single-Männern, die sich regelmäßig und dann sogar unsterblich in allein fahrende (und äußerst wohlhabende) weibliche Passagiere verlieben, müssen wir dementieren. Auf klassischen Kreuzfahrten findet man fast nur Paare und einige allein reisende Damen. Manche Schiffe wie etwa die MS Europa beschäftigen sogar eigene „Gentlemen Hosts“, früher nannte man sie auch Eintänzer, die die Einsamkeit von Single-Damen zerstreuen sollen. Auch die irgendwie fast beschäftigungslos wirkende Crew des Traumschiffs, die einander in tiefer Freundschaft verbunden ist, weicht wohl geringfügig von der Realität ab. In Wirklichkeit sind die meisten Kreuzfahrtschiffe Orte, an denen schwer geschuftet wird und wo spottbillige Arbeitskräfte aus der Dritten Welt 18-Stundentage abdienen und das mindestens sechs Monate am Stück ohne einen einzigen freien Tag. Zudem ist die Welt der Traumschiffe in der Regel streng rassistisch organisiert: Die obersten Führungskräfte sind meist Weiße, während man bei den eigentlichen Matrosen kaum noch einen Europäer findet.

Wenn man noch nie eine Kreuzf ahr t gemacht hat, womit sollte man beginnen? Wählen Sie eine küstennahe Route ohne lange Anreise auf einem preiswerten Schiff mit einer Kabine mit Balkon, zum Beispiel von Venedig nach Dubrovnik und zurück. Ich fürchte, ich werde leicht seekrank. Was soll ich tun? Tabletten gegen Seekrankheit machen zwar müde, wirken aber sehr effektiv, so man sie rechtzeitig genommen hat, also ehe man im Dauerkotz-Modus angelangt ist. Meiden Sie im Übrigen Transatlantikrouten und berüchtigte Stellen wie das Kap Hoorn. Und wählen Sie eine Reisezeit, die eine möglichst glatte See verspricht. Zum Beispiel im Mittelmeer den Sommer. Am besten, Sie buchen eine Flusskreuzfahrt. Das ist auch schön, und kaum jemand leidet an Übelkeit, außer vielleicht am Nil. Will man dort dem Fluch des Pharao zuverlässig aus dem Weg gehen, hilft nur ein Fünfstern-plus-Schiff – fünf Sterne genügen in der Regel leider nicht – und eine hoch dosierte Medikation aus Coca Cola, schwarzem Tee und Soletti. Was sind denn eigentlich die schönsten Kreuzf ahr trouten? Das ist wohl Geschmackssache, aber diese fünf Routen sind einfach wunderschön: 1. Von Bergen nach Trondheim mit dem Postschiff entlang norwegischer Fjorde. 2. Von Vancouver nach Whittier entlang der Küste von Alaska (schneebedeckte Berge, Wasserfälle, Gletscher, Grizzlybären). 3. Die Antarktis, zumeist ab oder bis Ushuaia, Argentinien (unvergessliche Eiswelt). 4. Von Tahiti nach Bora Bora (die unglaubliche Schönheit Französisch-Polynesiens begeisterte Seefahrer schon immer). 5. Die Adria von Venedig nach Dubrovnik (schon die Ausfahrt vorbei am Markusplatz ist sensationell). Wie kann man möglichst viel Kreuzf ahr t für ganz wenig Geld bekommen? Last Minute in der Nebensaison buchen und das noch beim Diskonter oder direkt auf der Website der Reederei. Dann gibt es Angebote wie diese: eine 17-tägige Kreuzfahrt von Dubai nach Venedig inklusive Flüge um weniger als 1.600 Euro. Oder eine einwöchige Winter-Kreuzfahrt durchs Mittelmeer (natürlich Vollpension, aber mit eigener Anreise) ab 299 Euro. Selbstverständlich gibt es für so wenig Geld nur fensterlose ■ Innenkabinen. R EL A X Magazin 2012 | 63


LEBEN

Das Taj Lake Palace Hotel in Udaipur, Indien, spielt eine entscheidende Nebenrolle im Film „James Bond 007 – Octopussy“ mit Roger Moore und Maud Adams.

URL AUB WIE IM KINO Re i se n a u f d e n S puren berühm t er F il me und ihre r St ar s werden zum großen Tre n d . E in e k l eine Stippv isit e z u den sc höns t en F ilmhot e ls der We lt . Tokio, Park Hyatt Hotel, New York Bar, 52. Stock. Cocktail-schlürfende Touristen belagern den langgezogenen Bartisch mit dem atemberaubenden Blick auf den Tokioter Stadtteil Shinjuku und stellen dem Barkeeper immer wieder die gleiche seltsame Frage: Wo saß Scarlett Johansson? Seit „Lost in Translation“ ist die Nachtbar, ebenso wie das Hotel, das sich über 14 Stockwerke des Shinjuku Towers erstreckt, zu einer regelrechten touristischen Pilgerstätte geworden. Und das anfänglich wider Willen. Sopfia Coppola, die Tochter des berühmten Regisseurs Francis Ford Coppola, hatte in den 90er Jahren in Tokio gelebt und dort eine Modefirma namens Milkfed gegründet. Sie kannte das Park Hyatt und wollte 2002 dort die Schlüsselszenen für ihren geplanten Film „Lost in Tanslation“ drehen, eine Parabel über die Einsamkeit zwei64 | R E L AX Magazin 2012

er Menschen in einem Hotel („Ich plane einen Gefängnisausbruch. Erst raus aus der Bar, dann aus der Stadt, dann aus dem Land. Sind Sie dabei oder nicht?“ fragt Bill Murray im Film die junge Scarlett Johannson). Doch der Hoteldirektor, offenbar kein Filmfreund, lehnte wegen der möglichen Belästigung von Gästen während der Dreharbeiten schroff ab. Also machte Sofia Coppola, was andere Töchter auch machen: Sie rief Papa an. Dieser wiederum kannte einen der Hauptaktionäre von Hyatt, und der telefonierte einmal kurz mit dem General Manager des Tokioter Hyatt. Gesichert ist, dass der Mann daraufhin die Dreharbeiten eilfertig gestattete, wenn auch widerwillig. Die Filmproduktionsfirma wurde finanziell ziemlich zur Ader gelassen, durfte aber dennoch nur zwischen Mitternacht und fünf Uhr morgens im Hotel drehen. Der Hoteldirektor war

froh, als er die Crew wieder los war, und versprach sich von der Sache nicht das Geringste. Dann kam „Lost in Translation“ im Oktober 2003 in die Kinos, kein Blockbuster, aber ein Meisterwerk, wie Kritiker anmerkten – und schon bald ein Kultfilm. „Plötzlich brach eine Lawine von Buchungen los“, erinnert sich ein Park-Hyatt-Mitarbeiter. „Und die Bar ist zu einer echten Attraktion geworden.“ Überrascht von der enormen Wirkung wollte das Hotel daraufhin mit dem Film werben, doch diesmal waren es die Filmproduzenten, die dankend ablehnten. Hermann Hesse, der zeitlebens hoch auf dem Berg im Tessin über das Leben nachdachte, schrieb in seinem kleinen, wundersamen Buch „Die Kindheit des Zauberers“: „Wirklichkeit ist niemals genug, Zauber tut not.“ Den Zauber beschert uns vor allem das Kino, meist die große Illusionsmaschine


F ot o s d ie ser Dop pel se it e ( im Uh r zei ger si nn) : Taj Hot el U dai p ur / Taj H ot e ls Re s o r t s a n d P a la c e s – C o n co rd e F ilmve r le ih Gm b H – K in owe lt

Hollywood. So viele schöne Menschen wie auf der Leinwand sieht man morgens in der U-Bahn nie, so unverletzbar wie James Bond ist man nicht einmal beim Zwiebelschneiden in der Küche, und so freundlich wie der Hotel-Concierge bei Pretty Woman zeigt sich Hotelpersonal selten. Und dann die Stars! Welche Frau würde nicht einmal gerne mit George Clooney auf einen Nespresso gehen, welcher Mann würde nicht gerne Scarlett Johansson bei der Abendgestaltung behilflich sein. Und welches Kind würde nicht liebend gerne am Londoner Bahnhof Kingscross stehen, um dort am Bahnsteig 9 ¾ den Zug in Harry Potters Zauberschule Hogwarts zu nehmen? Die Magie des Kinos und auch des Fernsehens ist für den Tourismus eine Kraft, die ihm enorme Flügel verleiht. Seit zum Beispiel Rosemunde Pilchers Edelschnulzen-TV-Verfilmungen mit stets attraktiven, stets gut angezogenen Schauspielern, immer prächtigen Landhäusern, immer schönen Autos und immer noblen englischen Gärten das vornehmlich weibliche Publikum zum Träumen einladen, ist Cornwall – nach London – die am zweitbesten besuchte Region Englands. Die rund 100 Pilcher-TV-Filme haben bewirkt, dass jährlich etwa 300.000 deutsche und österreichische Touristen die schroffen Küsten Cornwalls besuchen, um dort ein wenig vom romantischen Pilcher-Flair zu erhaschen. Erstaunlich ist: Der Kinozauber kann sehr, sehr lange anhalten. Das weiß man auch in der Stadt Salzburg. Beträchtliche 41 Prozent der rund 640.000 Besucher des Jahres 2010 kamen allein aus den USA und Großbritannien. Dort wiederum kennt jedes Schulkind den 1962 in der Mozartstadt gedrehten Musical-Film „Sound of Music“, der die Geschichte der Familie Trapp sehr frei nacherzählt. Seither machten sich schon Legionen angelsächsischer Salzburg-Touristen auf „Sound of Music“-Location-Suche und halten „Edelweiß“ hartnäckig für die österreichische Bundeshymne. Selbst österreichische Filme können magische Wirkung zeigen. Das Hotel Weißes Rössl in St. Wolfgang zum Beispiel lebt seit Jahrzehnten prächtig von der Popularität, die ihm die Peter-Alexander-Verfilmung der Operette „Im weißen Rössl“ von Ralph Benatzky bescherte. Schloss Fuschl im Salzkammergut wiederum, heute eine Fünfsternherberge im Verbund der Starwood Luxury Collection, ist für viele immer noch schlicht Sissis Mär-

Nicht wie im Paris der 1920er üblich im Ritz, sondern im Le Bristol: Owen Wilson und Rachel McAdams in Woddy Allans „Midnight in Paris“.

chenschloss. Ernst Marischka, der Regisseur der Sissi-Filme, machte Fuschl 1955 zur Filmheimat der jungen Kaiserin Elisabeth. Der Filmzauber von damals zieht noch heute. „Sogar Chinesen kommen wegen der Sissi-Filme“, freut sich der langjährige Direktor Wolfgang Greiner. In der Realität war übrigens nicht alles so romantisch wie im Film. In der NS-Zeit riss sich der damalige Außenminister Joachim von Rippentropp das Schloss unter den Nagel und ließ den wahren Eigner im KZ Dachau ermorden. 1958 erwarb der Industrielle Adi Vogel das Schloss, machte daraus eine illustre Herberge für Berühmtheiten aus aller Welt – und ging später pleite. Heute findet man hier sogar ein kleines Sissi-Museum, eine Sissi-Suite, Sissi-Souvenirs, und heiraten wie Sissi kann man dort auch. Die Magie des Kinos funktioniert längst global. „Weltweit bekannt sind in Indien nur zwei Hotels“, meint zum Beispiel Chan-

der Ahua, Europa-Direktor von Le Passage to India, einer der größten indischen Incoming-Agenturen. „Das eine ist das Taj in Mumbai, das 2008 durch die Berichterstattung über das tragische Attentat weltweit zu einem Begriff wurde, und das zweite ist das sogenannte James-Bond-Hotel Taj Lake in Udaipur.“ Tatsächlich gilt der schöne 250 Jahre alte Palast mitten im Pichola-See, einst die Sommerresidenz des Herrschers von Udaipur, wegen Herrn Bond, der damals wie Roger Moore aussah, für Indienreisende im Luxussegment als absolutes Muss. Dies, obwohl das Bond-Epos „Octopussy“ schon vor Ewigkeiten in den Kinos lief, nämlich 1987. Doch Bond und zahllose Wiederholungen im Fernsehen hielten den Kinozauber des Hotelpalastes bis heute aufrecht. Einige Jahre zuvor wurde auch in Ägypten durch einen einzigen Film eine touristische Lawine ausgelöst. Mitte der 1970er Jahre ➝

Liam Neeson und Diane Kruger vor dem Brandenburger Tor in Berlin, gleich neben dem Adlon, das in „Unknown Identity“ eine wichtige Rolle spielt.

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Kultszene aus „Lost in Translation“ mit Scarlet Johansson und Bill Murray: in der Bar des Park Hyatt in Tokio, die Dank Sofia Coppola

verkehrten gerade einmal sechs komfortable Touristenschiffe auf dem Nil; vier davon gehörten dem Sheraton Hotel, zwei der Hilton-Kette. Dann kam im September 1978 „Tod auf dem Nil“ mit Peter Ustinov in der Hauptrolle als überschlauer Detektiv Hercule Poirot in die Kinos. Selten wurde auf der Leinwand vor so schönen Kulissen gemordet und die Bösen so elegant und clever zur Strecke gebracht. Die Folge war ein alsbald einsetzender Touristenboom, der bis heute anhält. Mittlerweile verkehren, beflügelt durch billige Flüge, über 300 Touristenkähne auf dem breiten Nil zwischen Luxor und Assuan – und ständig werden es mehr. Zwei der schönsten Hotels Ägyptens spielten im Film ebenfalls eine gewichtige Statistenrolle: zum einen das 1886 erbaute Winter Palace in Luxor, wo einst Lord Carnavon, der reiche britische Finanzier des Tutenchamun-Ausgräbers Howard Carter, zu residieren pflegte. Und zweitens das noch berühmtere Old Cataract Hotel in Assuan, das inzwischen untrennbar mit Agatha Christie verbunden ist. 1936 tippte die in puncto Auflage erfolgreichste Schriftstellerin des 20. Jahrhunderts auf der Terrasse des Old Cataract Hotels einen Roman mit dem Titel „Death on the Nile“ in ihre Schreibmaschine. „Tod auf dem Nil“ sollte Christies berühmtestes Buch unter mehr als hundert werden, und es hat auch das 1899 erbaute Luxushotel, das zu den schönstgelegenen Herbergen der Welt zählt, berühmt gemacht – wenn auch erst durch die Verfilmung. Das von Sofitel gemanagte Old Cataract, von dem aus man einen wunderbaren Blick auf den Nil und die Insel 66 | R E L AX Magazin 2012

Elephantine hat, wurde übrigens letzten Oktober nach einer dreijährigen Renovierung feierlich wiedereröffnet und ist jetzt schöner denn je. Die beiden größten Suiten wurden nach zwei berühmten Gästen benannt: Winston Churchill und Agatha Christie. Natürlich wird im Film viel geschwindelt. Den luxuriösen Whirlpool etwa, in dem Julia Roberts in „Pretty Woman“ mit Kopfhörern badet und Richard Gere betört, gibt es im Beverly Wilshire Hotel in Beverly Hills, wo die Szene angeblich spielt, gar nicht. Manchmal werden sogar mehrere echte Herbergen zu einem Filmhotel zusammengemixt. In der James-Bond-Erzählung „Casino Royal“ etwa steigt 007 in Venedig im Hotel Cipriani ab; die Treppe jedoch, die er benützt, ist die vom Wiener Hotel Imperial. Das Cipriani und insbesondere sein Swimmingpool (original olympische Dimensionen in Venedig!) ist freilich auch ohne Stiege ein schöner Ort zum Träumen und das nicht nur für James Bond. Das Luxushotel wurde vom Erfinder des Carpaccios und einstigen Barkeeper in Harrys Bar gegründet, einem gewissen Guiseppe Cipriani. 1956 – der einstige Barmann war inzwischen ziemlich vermögend geworden, neuerdings Kunstliebhaber und mit dem JetSet wohlvertraut – verwirklichte Cipriani seinen Lebenstraum: Er wollte das absolut schönste Hotel der Lagunenstadt bauen. Er schaffte es, indem er die drei Töchter des Second Earl of Iveagh, des immens vermögenden Oberhauptes der britischen BierDynastie Guinness, erfolgreich überredete, ein Luxushotel auf der Insel Guidecca gegenüber dem Markusplatz zu finanzieren.

Dort logieren heute Millionäre aus aller Welt. Filmstars wie Nicole Kidmann, George Clooney, Johnny Depp und Anthony Hopkins gelten als Stammgäste. Berühmt ist das Hotel für seinen Swimmingpool, den angeblich einzigen in Venedig. Warum er dreimal so groß wurde wie geplant? Das italienische Bauunternehmen, das ihn errichtete, „verwechselte“ angeblich „feet“ mit „meter“. Na ja, die Venezianer waren schon immer schlau. Aber kehren wir noch einmal zu James Bond zurück. Die Schlüsselszenen in Casino Royal, die berühmte Pokerpartie, spielen im Originalroman von Ian Flemming im Hotel Splendide in Montenegro. Ein Hotel dieses Namens existiert zwar dort wirklich, ist aber nicht so mondän, wie sich die Bond-Macher das vorstellten. Und so wurde das ehrwürdige Grandhotel Pupp in Karlsbad kurzerhand zum montenegrinischen Splendide. Im Pupp ist die Liste der berühmten Gäste so lang, dass man aus dem Staunen gar nicht herauskommt. Sie reicht von Komponisten wie Johann Sebastian Bach, Antonin Dvorak, Richard Wagner, Franz Liszt bis zu Kaisern und Königen wie Zar Peter dem Großem, Maria Theresia oder aus jüngerer Zeit König Juan Carlos oder auch seinem norwegischen Kollegen König Harald. Gut genug für James Bond somit. Filmhotels findet man natürlich auf der ganzen Welt. Das einst nobelste Hotel der DDR, das vom Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker persönlich in den 80er Jahren in Auftrag gegeben wurde, steht in Berlin und heißt heute Westin Grand. Genau hier erledigt Matt Damon in einem

F o t o s au f di eser D opp el sei t e: P ar k Hy a tt Ho t el To ky o – Con s t anti n F il mve r le ih – Ro b e r t M ille r / F o u r S e a s o n s H o t e ls a n d Re s o r t s

mittlerweile zum Magneten für Touristen wurde.


der Filme aus der Bourne-Trilogie („Die Bourne-Verschwörung“) seinen größten Widersacher. Übrigens genau zur richtigen Zeit, denn nur vier Jahre später, 2008, wurde das 700-Betten-Haus generalrenoviert. Dabei wäre das Herzstück des Hotels, die filmreife Freitreppe in die riesige Lobby, um ein Haar den Modernisierungsplänen zum Opfer gefallen – das nostalgische Interieur ist es dagegen tatsächlich. Das neue Ambiente trifft nun eine Art Durchschnittsgeschmack, wie er bestenfalls im amerikanischen mittleren Westen vorherrscht. Echt schade! In der Straße Unter den Linden, unweit vom Brandenburger Tor, im nahen Hotel Adlon hingegen liefern sich die Guten und die Bösen in dem Agententhriller „Unknown Identity“, der Anfang 2011 in die Kinos kam, eine wilde Schlacht, die mit einer Bombenexplosion endet, bei der das ganze Hotel in die Luft fliegt. Das echte Adlon steht selbstverständlich noch, da können wir – Special Effects sei Dank – beruhigen. Wer mehr auf Romantik steht, könnte zum Beispiel zum Ritz Carlton in London pilgern – genauer: vor die Picadilly Suite –, wo einige der besten Szenen der Liebeskomödie „Not-

ting Hill“ mit Hugh Grant und Julia Roberts gedreht wurden. Oder nach Paris ins Le Bristol, das in Woody Allens 41. Film „Midnight in Paris“ jene schöne Kulisse abgibt, die in den 1920er Jahren tatsächlich in einem anderen Pariser Hotel existierte: im Ritz, das heute Mohamed al-Fayed gehört und zwischenzeitlich deutlich an Terrain verloren hat. Im Le Bristol dagegen trifft man weiterhin auf FilmDas Beverly Wilshine Hotel aus dem Film „Pretty Woman“ stars und Promis. Die Liste reicht von Pablo Picasso bis Coco Chanel, von Marilyn Monroe bis Charlie Chaplin, von Ange- ben Jahres fand dann die erste öffentliche lina Jolie bis zu George Clooney. Und in der Filmvorführung der Geschichte statt, bei Stadt an der Seine findet man auch den Ort, der unter anderem die Ankunft eines Zuges wo die Kino-Magie ihren Anfang nahm. gezeigt wurde. Das Publikum im Hotel Im Sofitel Scribe zeigten die Gebrüder Scribe soll sich, so die Legende, aus Angst August und Louis Lumiére im März 1895 vor der Film-Lokomotive auf den Boden einem staunenden Expertenpublikum den geworfen haben. Der Zauber wirkte schon ■ ersten Film der Welt. Im Dezember dessel- damals.

BIGGER THAN LIFE 15 FILMHOTEL S ZUM TRÄUMEN Park Hyatt, Tokio „Lost in Translation“ mit Scarlett Johansson und Bill Murray Taj Lake Hotel, Udaipur „James Bond 007 – Octopussy“ mit Roger Moore und Maud Adams Schlosshotel Fuschl „Sissi“, „Sissi, die junge Kaiserin“, „Schicksalsjahre einer Kaiserin“ mit Romy Schneider und Karlheinz Böhm Le Bristol, Paris „Midnight in Paris“ mit Owen Wilson, Marion Cotillard und Rachel McAdams Old Cataract Hotel, Assuan „Tod auf dem Nil“ mit Peter Ustinov, Bette Davis, David Niven und Mia Farrow Grandhotel Pupp, Karlsbad „James Bond 007 – Casino Royal“ mit Daniel Craig und Eva Green Beverly Wilshire Hotel, Beverly Hills „Pretty Woman“ mit Julia Roberts und Richard Gere The Ritz, London „Notting Hill“ mit Julia Roberts und Hugh Grant The Westin Grand, Berlin „Die Bourne-Verschwörung“ mit Matt Damon und Joan Allen Sofitel Scribe, Paris Die erste Filmvorführung der Welt durch die Gebrüder Lumiére 1895 Hotel de la Reconquista, Oveida „Vicky Cristina Barcelona“ mit Scarlett Johansson, Rebecca Hall und Penélope Cruz Adlon Kempinski, Berlin „Unknown Identity“ mit Liam Neeson, Diane Kruger und Bruno Ganz Hotel del Coronado, San Diego „Manche mögen’s heiß“ mit Tony Curtis, Jack Lemmon und Marilyn Monroe Stoke Park Country Club, Stoke Poges „Bridget Jones“ mit Renée Zellweger, Hugh Grant / „007 – Goldfinger“ mit Sean Connery Carlton, Cannes „Über den Dächern von Nizza“ mit Grace Kelly, Cary Grant R EL A X Magazin 2012 | 67


I ND E X

GOU RM ET & W E L L N E S S DAS AHLBECK HOTEL & SPA **** S Boutiquehotel am feinsandigen Strand der Insel Usedom. Wellness à la carte, Sauna-, Schwimmbad- und Cardio-Fitnesslandschaft auf 1.200 m². • D 17419 Seebad Ahlbeck, MECKLENBURG-VORPOMMERN Fon +49-(0)38378-4994-800, www.das-ahlbeck.de

HOTEL GRAN BELVEDER & SPA RESORT Familiär geführtes Fünfsternhotel direkt am Meer in der Lübecker Bucht. Eine mediterrane Gestaltung gepaart mit indiviuellem Service zeichnet dieses Wellness- und Gourmethotel aus. Neben der einzigartigen Lage nur fünf Meter vom Strand entfernt erwartet Sie ein Shiseido Beauty-Spa, das Gourmetrestaurant Diva ausgezeichnet mit einem Stern des Michelín, das Panoramarestaurant Belveder und die Cava’s Bar mit Davidoff Smokers Lounge. Mit dem Bademantel geht es in die dreigeschoßige Wellness- und Wasserwelt der Ostsee-Therme mit Dachterrasse, Strandzugang und einem vielfältigen Sauna- und Erholungsbereich. 2008 eröffnet mit 85 Zimmern und Suiten. • D 23683 Scharbeutz / Timmendorfer Strand, SCHLESWIG-HOLSTEIN Fon +49-(0)4503-3526600, www.hotel-belveder.de

PANORAMA- UND BADHOTEL STERNHAGEN ***** S Kulinarische Erlebnisse unmittelbar an Nordsee und Weltnaturerbe Wattenmeer. Panoramarestaurants, mehrfach ausgezeichnet, u. a. zwei Michelin-Sterne. Naturfrische Produkte, vornehmlich von Biohöfen der Region. Wellness-Cuisine, hauseigene Confiserie. Nordseewasser-Wellnesslandschaft mit eigener Seewasserzuleitung. Nordsee-Spa: Original Thalasso-Therapie mit Physiotherapie, Kosmetikabteilung und Medical Wellness. Anwendungen mit reinem Meerwasser. Nordsee-Panorama. • D 27476 Cuxhaven-Duhnen, NIEDERSACHSEN Fon +49-(0)4721-434-0, www.badhotel-sternhagen.de

BOLLANT’S **** S Eine Familiengeschichte mit 100-jähriger Tradition: Die weitläufige Jugendstilanlage zwischen Wald und Fluss mit mediterranem Ambiente und eigenem Park bildet ein einzigartiges Refugium für Entspannung, Gesundheit und Genuss. Neu: das Bollant-Spa mit 20 m langem Outdoorpool! • D 55566 Bad Sobernheim, RHEINLAND-PFALZ Fon +49-(0)6751-9339-0, www.bollants.de

WALDHAUS OHLENBACH **** Gelegen an einem Südhang des Kahlen Asten in absoluter Einzellage mit wundervollem Ausblick – Ihr Hideaway im Hochsauerland. Kreative Küche, kleines, feines Spa, prima Treatments. • D 57392 Schmallenberg, NORDRHEIN-WESTFALEN Fon +49-(0)2975-8417, www.waldhaus-ohlenbach.de

HOTEL LAUTERBAD ****

S

Wir machen Lust aufs Leben: 1.800 m² Wellness-Resort mit Außenpool (16 x 5 m), fünf Saunen, drei große Relaxbereiche (50 Liegen), ein Technogym-Fitnesspark und Beautyfarm, Produkte von Thalgo und Comfort-Zone (10 Spa-Mitarbeiter) – 81 Betten. • D 72250 Freudenstadt-Lauterbad, BADEN-WÜRTTEMBERG Fon +49-(0)7441-86017-0, www.lauterbad-wellnesshotel.de

WALD & SCHLOSSHOTEL FRIEDRICHSRUHE ***** S 4.400 m² Spa, Fitnessraum, Gourmet-Restaurant, regionale Küche und Spa-Restaurant, 27-Loch Golfplatz mit Golfakademie, Tennisplatz.

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• D 74639 Zweiflingen, BADEN-WÜRTTEMBERG Fon +49-(0)7941-6087-600, www.schlosshotel-friedrichsruhe.de

BERLINS KRONE LAMM ****

Schwarzwaldpanorama, Gourmetrestaurant „Krone“, Spa 1.600 m², Kosmetik, Massage, Säure-Basenkur, Partner-Specials. Ab 2012: Float-Spa, Salzinhalation, Sportcoach. • D 75385 Bad Teinach-Zavelstein, BADEN-WÜRTTEMBERG Fon +49-(0)7053-9294-0, www.berlins-hotel.de

ALPENHOF MURNAU ***** S

Nur eine halbe Stunde südlich von München: Yavanna Wellness und Spa mit Kelo-Saunadorf im Freien, Spa-Behandlungen, Gourmetrestaurant „Reiterzimmer“ (1 Michelin Stern). • D 82418 Murnau, BAYERN Fon +49-(0)8841-4910, www.alpenhof-murnau.com

HOTEL HOLZAPFEL ****

Entspannen und Wohlfühlen mit den Behandlungen im Spa Alchemia Medica oder im heilenden Bad Füssinger Thermalwasser mit zwei hauseigenen Thermalwasserpools oder durch den Bademantelgang zur Therme 1. • D 94072 Bad Füssing, BAYERN Fon +49-(0)8531-9570, www.hotel-holzapfel.de

HOTEL ALPENHOF & SPA **** S

Zentral im Weltcup-Ort Flachau gelegen: Tradition trifft auf Innovation – mit dem Pilgram-Preis prämierter Design-Spa-Bereich auf 1.000 m² –, Kosmetikbehandlungen mit Payot, Anti-Aging. • A 5542 Flachau, SALZBURG Fon +43-(0)6457-2205, www.alpenhof.info

HOTEL SCHNEIDER **** S

Vom Schikeller direkt auf die Piste, schöner Spa-Bereich mit Hallenbad und Whirlpool, ausgezeichnete Küche. • A 5562 Obertauern, SALZBURG Fon +43-(0)6456-7314, www.schneider.at

HOTEL OBERFORSTHOF *****

Mitten in der Ski Amadé in Alpendorf, Sankt Johann. 4.000 m² Feng-ShuiGarten, Bioschwimmteich, Wellness- und Beautyanwendungen, asiatische Heilkünste. • A 5600 St. Johann, SALZBURG Fon +43-(0)6412-6171, www.oberforsthof.at

GOLF- & GENIESSERHOTEL SALZBURGERHOF ***** Fünf Sterne, drei Relax-Guide-Lilien, zwei Gault-Millau-Hauben. 36-Loch-Golfparcours, Indoorgolf, ganzjähriges Schifahren. • A 5700 Zell am See, SALZBURG Fon +43-(0)6542-765, www.salzburgerhof.at

DAS KRONTHALER **** S

Über den Dächern von Achenkirch, mit Blick über Tal und See, liegt das Kronthaler mitten im Naturpark Karwendel. Direkt an den Wanderwegen der Region und des Schigebietes Christlum ist das Life Style-Hotel ein idealer Ausgangspunkt für Anhänger eines besonderen Urlaubs. • A 6215 Achenkirch, TIROL Fon +43-(0)5246-6389, www.daskronthaler.com


HOTEL ALPENHOF **** S Natur, Sport und Spa: Im Sommer ein Bergparadies, im Winter nur eine Minute zum Gletscher! 1.600 m² Vitalis-Spa, Emotion-Spa, Fitness. Gesichts- und Körper-Treatments von Biosel, Kirchberger, Alpienne. • A 6293 Tux im Zillertal, TIROL Fon +43-(0)5287-8550, www.alpenhof.at

JUFFING HOTEL & SPA **** S Modernes Wellness- und Genießerhotel in ruhiger Naturlandschaft: Familienbetrieb mit 90 Betten, traumhaften Suiten, sehr guter Naturküche und modernem Spa mit Vinoble-Kosmetik. • A 6335 Thiersee, TIROL Fon +43-(0)5376-5585-0, www.juffing.at

VITAL-LANDHOTEL SCHERMER **** S Westendorf, das „Schönste Blumendorf Europas“ in den Kitzbühler Alpen. Familiär geführt und ruhig gelegen. Spa auf 1.000 m² und großer Wohlfühlgarten. • A 6363 Westendorf bei Kitzbühel, TIROL Fon +43-(0)5334-6268, www.schermer.at

HOTEL POST LERMOOS **** S Traumhaft gelegen mit Blick auf die Zugspitze: 2.000 m² großes Alpin-Spa! Ayurveda, Treatments à la carte, Twin-Massagen, Pflege mit Vinoble, !QMS, Alpienne. • A 6631 Lermoos, TIROL Fon +43-(0)5673-2281, www.post-lermoos.at

WELLNESSHOTEL ENGEL **** S Ein Spa-Resort für Menschen, die Wellness und Kulinarik in höchster Qualität sowie ein stilsicheres Wohnvergnügen in alpin-modernem Ambiente schätzen. • A 6673 Grän, TIROL Fon +43-(0)5675-6423, www.engel-tirol.com

HOTEL AM HOLAND *** Relax Guide 2012 Österreich: Gourmetwertung Platz 19. Am Südhang mit Ausblick auf das Tal und das Bergmassiv des hinteren Bregenzerwaldes. Panoramawellnessbereich, Sonnenterrasse und Restaurant nur für Hotelgäste. HP ab 68 Euro pro Person. • A 6883 Au, VORARLBERG Fon +43-(0)5515-2932, www.amholand.at

AVITA RESORT **** S Warme Farben, stilvolle Einrichtung und ein geschmackvolles Ambiente spiegeln sich im Avita Hotel wider. Hoteleigener Sauna- und Ruhebereich. Direkter Zugang zur öffentlichen, neuen Avita-Therme (2.000 m² Wasserfläche, Thermenkino, Licht-, Farb- und Sounddesign, Fitnesscenter, Naturbadeteich) und zum Sauna Garten Eden (16 Wohlfühlsaunen). Wellness in neuen Dimensionen. • A 7431 Bad Tatzmannsdorf, BURGENLAND Fon +43-(0)3353-8990-0, www.avita.at

FALKENSTEINER BALANCE RESORT ***** Moderne Architektur, 2.600 m² Acquapura-Spa, prämierte Kulinarik, Metabolic Balance, direkt am größten Golfplatz Österreichs. • A 7551 Stegersbach, BURGENLAND Fon +43-(0)3326-55155, www.falkensteiner.com

GLEICHENBERGER HOF – VILLA GLEICHENBERG **** Rundum verwöhnt und aufmerksam bedient im Gartenhotel der Familie Kaulfersch. Klein, fein und sehr privat mit nur 25 Zimmern direkt am Kurpark. Feine Entspannungsinsel nur für Hotelgäste, Sauna, Kneipp, Massagen, 32° C warmes Gartenbad – ganzjähriges Badeerlebnis im Freien. Keine Busse, keine Veranstaltungen. Markenlizenzbetrieb „Steirisches Vulkanland“. • A 8344 Bad Gleichenberg, STEIERMARK Fon +43-(0)3159-2424, www.gleichenbergerhof.at

WEIN- UND VITALHOTEL WEINHOF KAPPEL **** Weinhotel auf einem südsteirischen Weinberg, Beautybehandlungen mit Weinkosmetik, Meerwasser-Außenpool, Hallenbad, steirische Winzersauna, Haubenküche, eigenes Weingut. • A 8442 Kitzeck, STEIERMARK Fon +43-(0)3456-2347, www.wein-wellness-hotel.at

HOTEL IM PARK **** S Entspannung, Gesundheit, Genuss und Stil – private Thermen- und Saunalandschaft, kompetente Gesundheits- und Beauty-Angebote und eine ausgezeichnete Küche. • A 8490 Bad Radkersburg, STEIERMARK Fon +43-(0)3476-2571-0, www.hotel-im-park.at

ALMWELLNESS TONNERHÜTTE *** Auf 1.650 m Seehöhe mit direktem Einstieg in die „Via Natura“ – 130 km Rundwanderweg im Naturpark Grebenzen-Zirbitzkogel. Almwellnessanlage mit Brechlbad, Sauna, Holzschaffelbad, Naturbadeteich, Panoramasauna mit Ergoliege und Zirbenduft. Regionale Spezialitäten, Weinkeller. • A 8822 Mühlen, STEIERMARK Fon +43-(0)3586-30077, www.tonnerhuette.at

HOTEL BERGHOF **** Familiär geführte Gastlichkeit inmitten einer herrlichen Bergkulisse. Kulinarische saisonale Köstlichkeiten, Schnapskarte, Weinkarte, Berghof-Sauna und Spa auf 320 m². • A 8972 Ramsau am Dachstein, STEIERMARK Fon +43-(0)3687- 81848-0, www.hotel-berghof.at

AENEA DESIGNHOTEL ***** Individuelle Freiheit und einzigartiges Design. Das 15-Suiten-Haus am Wörthersee setzt ganz auf High Class: mit Design, das begeistert und mit Luxus, der allen Sinnen schmeichelt. • A 9081 Reifnitz-Maria Wörth, KÄRNTEN Fon +43-(0)4273-26220, www.aenea.at

RELAIS & CHÂTEAUX-HOTEL SCHLOSS SEEFELS ***** Genuss mit Seeblick: exquisite, internationale, regionale und mediterrane Gerichte in den drei ausgezeichneten Restaurants. Digestif mit Stil: edle Tropfen und hochprozentige Destillate in der legendären Schlossbar. • A 9212 Pörtschach, KÄRNTEN Fon +43-(0)4272-2377, www.seefels.com

THERMENHOTEL RONACHER *****

Inmitten des Nationalparks Nockberge hat sich das Ronacher einen der schönsten und sonnigsten Plätze ausgesucht. Hier erleben Sie höchste Qualität in der 4.500 m² Thermen- und Wohlfühloase mit 5 Thermalheilbädern, 4 Saunen und dem Relaxrefugium Toskana. Genießen Sie ein kaiserliches Langschläferfrühstück vom neuen Buffet „Feinkostladen“ bis 12 Uhr und die Zwei-HaubenGourmet-Halbpension. • A 9546 Bad Kleinkirchheim, KÄRNTEN Fon +43-(0)4240-282, www.ronacher.com

BE AU T Y & WE L L N E S S HOTEL BORNMÜHLE ****

Zauberhaft inmitten der Mecklenburgischen Seenplatte gelegen, verwöhnt das Wohlfühlhotel Bornmühle anspruchsvolle Gäste mit einem einzigartigen Wellness-, Sport- und Gesundheitsprogramm. Lernen Sie das exklusive Full-ServiceAngebot des familiär geführten Viersternhotels kennen: von einer 1.000 m² Spa-Landschaft mit effektiven Wellness- und Beautyleistungen über vielfältige Sport- und Fitnessmöglichkeiten mit professionellem Coaching bis hin zu

R EL A X Magazin 2012 | 69


umfassenden Trainingsprogramm zur Steigerung der körperlichen, geistigen und seelischen Lebensqualität. Höhentrainingszentrum, Salzwasserhallenbad, Kelo-Außensaunalandschaft, Bäder und Packungen, Produkte von Sothys und St Barth, 9-Loch-Golfanlage, Rad- und Wanderwege. • D 17094 Groß Nemerow, MECKLENBURG-VORPOMMERN Fon +49-(0)39605-600, www.bornmuehle.de

Am Rande der Voreifel: Die exklusive Schönheits- und Wellnessoase nur für Damen. • D 53894 Mechernich-Kommern, NORDRHEIN-WESTFALEN Fon +49-(0)2443-99100, www.landhaus-reyer.de

SCHÖNHEITSFARM HAUS WALDESRUH

YACHTHAFENRESIDENZ HOHE DÜNE ***** Perfekt gelegen auf einer Landzunge am Hafeneingang von Rostock-Warnemünde mit traumhaftem Blick auf die Ostsee. Spa mit mehr als 4.200 m², großes Schwimmbad, Massagen, Kosmetikanwendungen, Saunalandschaft, Private Spa. • D 18119 Rostock-Warnemünde, MECKLENBURG-VORPOMMERN Fon +49-(0)381-5040-0, www.hohe-duene.de

STEIGENBERGER STRANDHOTEL AND SPA ****

LANDHAUS REYER

S

Ein Stück Himmel auf Erden am feinen Ostseestrand. Im 1.400 m² großen Wellnesspavillon mit allen Sinnen entspannen. Kosmetikbehandlungen und Massagen mit Thalgoprodukten. • D 18374 Ostseeheilbad Zingst, MECKLENBURG-VORPOMMERN Fon +49-(0)38232-842-100, www.steigenberger.com/Zingst_Strandhotel

HOTEL GRAN BELVEDER & SPA RESORT Familiär geführtes Fünfsternhotel direkt am Meer in der Lübecker Bucht. Eine mediterrane Gestaltung gepaart mit indiviuellem Service zeichnet dieses Wellness- und Gourmethotel aus. Neben der einzigartigen Lage nur fünf Meter vom Strand entfernt erwartet Sie ein Shiseido Beauty-Spa, das Gourmetrestaurant Diva ausgezeichnet mit einem Stern des Michelín, das Panoramarestaurant Belveder und die Cava’s Bar mit Davidoff Smokers Lounge. Mit dem Bademantel geht es in die dreigeschoßige Wellness- und Wasserwelt der Ostsee-Therme mit Dachterrasse, Strandzugang und einem vielfältigen Sauna- und Erholungsbereich. 2008 eröffnet mit 85 Zimmern und Suiten. • D 23683 Scharbeutz / Timmendorfer Strand, SCHLESWIG-HOLSTEIN Fon +49-(0)4503-3526600, www.hotel-belveder.de

Familiär geführt im Odenwald bei Heidelberg, Erholung total nur für Frauen. Schwimmbad, Saunabereich, Liegewiese. Wochen- und 3-Tagesprogramme. • D 69412 Eberbach, BADEN-WÜRTTEMBERG Fon +49-(0)6271-9214-0, www.mechler-waldesruh.de

WALD & SCHLOSSHOTEL FRIEDRICHSRUHE ***** S 4.400 m² Spa, Fitnessraum, Gourmet-Restaurant, regionale Küche und Spa-Restaurant, 27-Loch Golfplatz mit Golfakademie, Tennisplatz. • D 74639 Zweiflingen, BADEN-WÜRTTEMBERG Fon +49-(0)7941-6087-600, www.schlosshotel-friedrichsruhe.de

HOTEL SALINENSEE In lärmfreier Alleinlage, direkt am wunderschön gelegenen Salinensee. Familiär geführt, 27 Zimmer, kleine moderne Wellnessanlage mit Saunen, Hallenbad, Massagen und Kosmetikanwendungen. Die Küche verwöhnt Sie mit regionalen Speisen. • D 78073 Bad Dürrheim, BADEN-WÜRTTEMBERG Fon +49-(0)7726-3705-0, www.hotel-salinensee.de

WELLNESS- UND FERIENHOTEL REPPERT **** Exklusives Hotel mit 74 Betten, Wellness auf 1.000 m² mit drei Pools. Bestnoten von Stiftung Warentest 2003, fünf Wellness-Stars. • D 79856 Hinterzarten / Hochschwarzwald, BADEN-WÜRTTEMBERG Fon +49-(0)7652-1208-0, www.reppert.de

ALPENHOF MURNAU ***** S HOTEL PABST ****

S

Ganz nah dran: zwischen Dünen, Strand und dem Kurzentrum der autofreien Insel Juist. Über 600 m² Spa und Wellness, Gourmetrestaurant, luxuriöse Zimmer und Suiten. • D 26571 Juist, NIEDERSACHSEN Fon +49-(0)4935-805-0, www.hotelpabst.de

PANORAMA- UND BADHOTEL STERNHAGEN ***** S Unmittelbar an Nordsee, Strand, Weltnaturerbe Wattenmeer und Weltschifffahrtsweg gelegen. Gesundheits- und Schönheitskräfte aus dem Meer: Nordseewasser-Wellnesslandschaft mit direkter Meerwasserzuleitung, MeerwasserThermalanlagen, römischen Thermarien – exklusiv für Hausgäste. Nordsee-Spa: Original Thalasso-Therapie mit Physiotherapie, Kosmetikabteilung und Medical Wellness. Zimmer und Suiten mit Whirlpool, Nordsee-Panoramablick. Gourmetund Vitalküche. • D 27476 Cuxhaven-Duhnen, NIEDERSACHSEN Fon +49-(0)4721-434-0, www.badhotel-sternhagen.de

SCHLOSS BAD ZWESTEN *** S Hotel Kavaliershaus in gepflegter Parkanlage am Ortsrand und Wandergebiet Kellerwald gelegen. Ein romantisches kleines Hotel, liebevoll arrangiertes Ambiente mit Stil, persönliche Betreuung, Wellness und Spa, Kosmetik von Décleor. • D 34596 Bad Zwesten, HESSEN Fon +49-(0)5626-92234-100, www.schloss-bad-zwesten.de

GUT VARENDORF Das Wellnessparadies nur für Damen, ausgezeichnet mit drei Lilien! • D 49597 Rieste, NIEDERSACHSEN Fon +49-(0)5464-9205-0, www.gut-varendorf.de

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Nur eine halbe Stunde südlich von München: Yavanna Wellness und Spa mit Kelo-Saunadorf im Freien, Spa-Behandlungen, Gourmetrestaurant „Reiterzimmer“ (1 Michelin Stern). • D 82418 Murnau, BAYERN Fon +49-(0)8841-4910, www.alpenhof-murnau.com

DAS KRANZBACH HOTEL & WELLNESS-REFUGIUM **** S Ruhe und Natur pur mit Blick auf die Zugspitze. Erholung im 3.500 m² großen Spa in der Natur. Großzügige Pool- und Saunalandschaft, separates Ladys-Spa, Massagen und Naturkosmetik. Yoga, Meditation, Qi Gong. Frische Küche, kreatives Design und romantische Atmosphäre. • D 82493 Klais-Kranzbach, BAYERN Fon +49-(0)8823-92800-0, www.daskranzbach.de

BIOHOTEL EGGENSBERGER **** Herrliche Panoramalage, frische Bioküche, Naturzimmer, Hallenbad und (Außen-)Saunen, Naturkosmetik von Kopf bis Fuß, Therapie für Rücken und Gelenke, Königs-Card für die Region. • D 87629 Füssen-Hopfen am See / Allgäu, BAYERN Fon +49-(0)8362-9103-0, www.eggensberger.de

DAS KÖNIG LUDWIG WELLNESS & SPA RESORT Am Fuße des Königsschlosses Neuschwanstein in absoluter Alleinlage. Spa-Bereich auf 3.000 m² integriert im hauseigenen See, sieben Saunen, In-und Outdoorpool mit 335 m², Beautybehandlungen, Massagen, Körper-Treatments und mehr. Bademantel-Restaurant am See. • D 87645 Schwangau / Allgäu, BAYERN Fon +49-(0)8362-8890, www.koenig-ludwig-hotel.de


WELLNESSHOTEL WANZENBÖCK **** Wer in ungezwungener Atmosphäre entspannen, genießen und seiner Gesundheit mit hochwertigen Angeboten Gutes tun möchte, ist bei uns im Kurhotel an bester Adresse. • A 2734 Puchberg am Schneeberg, NIEDERÖSTERREICH Fon +43-(0)2636-2310, www.schlank-schoen.at

HOTEL ALMESBERGER **** S Des Mühlviertels größtes Wellnessparadies auf 5.000 m² mit zwei großzügigen Spa-Bereichen, Fitnesscenter. Für Massagen und Kosmetik stehen Ihnen diplomierte Fachkräfte zur Verfügung. • A 4160 Aigen, OBERÖSTERREICH Fon +43-(0)7281-8713, www.almesberger.at

HOTEL MIRAVERDE **** Grünruhelage im Kurpark von Bad Hall. Die geräumigsten Suiten (bis 120 m²) in Oberösterreich. Hoteleigener Wellnessbereich. Beauty, Augenkuren, medizinische Check-ups und alle Treatments werden direkt im Hotel angeboten. • A 4540 Bad Hall, OBERÖSTERREICH Fon +43-(0)7258-799-6600, www.eurothermen.at

DAS PARADISO **** S Grünruhelage am Ortsrand von Bad Schallerbach, direkt mit der Eurotherme (Colorama, Relaxium, Aquapulco mit fünf Wasserrutschen) verbunden. Sehenswerte südländische Architektur. Die Relax-Oase mit 3.600 m² – exklusiv für Hotelgäste. • A 4701 Bad Schallerbach, OBERÖSTERREICH Fon +43-(0)7249-440-720, www.eurothermen.at

HOTEL ROYAL **** Zentrumslage in Bad Ischl – Salzkammergut. Tradition und Moderne gekonnt verbunden. Über eine beheizte Verbindungsbrücke direkt an SalzkammergutTherme und Relaxium angebunden. Royal-Oase exklusiv für Hotelgäste. • A 4820 Bad Ischl, OBERÖSTERREICH Fon +43-(0)6132-204-2600, www.eurothermen.at

LANDHOTEL MARIENSCHLÖSSL EICHINGERBAUER **** S Schön, dass Sie uns gefunden haben! In unserem familiär geführten Viersternsuperior-Hotel im Mond-See-Land finden Sie immer, wonach Sie suchen: Ob Urlaub in trauter Zweisamkeit, Wellness-Wochenende mit der besten Freundin, als Geschäftsreisender auf Zwischenstopp oder als Seminargast in gemütlicher Runde. 40 Suiten/Wohlfühlzimmer bieten ganzjährig den passenden Platz zum Bleiben – und bestimmt auch guten Grund zum Wiederkommen … • A 5310 Mondsee / St. Lorenz, OBERÖSTERREICH Fon +43-(0)6232-2658, www.eichingerbauer.at

GUT WEISSENHOF **** S Vier Sterne superior, drei Lilien: familiär geführtes Hotel, direkt am 27-LochGolfplatz. Reithalle mit Reitschule, Beauty und Spa, Innen- und Außenpool, Massagen, Fitness, Kinderbetreuung, Babysitter-Service. • A 5550 Radstadt, SALZBURG Fon +43-(0)6452-7001, www.weissenhof.at

GOLF- & GENIESSERHOTEL SALZBURGERHOF ***** Fünf Sterne, drei Relax-Guide-Lilien, zwei Gault-Millau-Hauben. 36-Loch-Golfparcours, Indoorgolf, ganzjähriges Schifahren. • A 5700 Zell am See, SALZBURG Fon +43-(0)6542-765, www.salzburgerhof.at

WELLNESSHOTEL DER KRALLERHOF **** S Am sonnigen Hochplateau: moderne Doppelzimmer, exklusive Farbsuiten und Powersleeping-Zimmer. Wellnessoase „Refugium“ auf 2.400 m2 mit Hallenbad, Whirlpool, Außenpools, Saunen und Dampfbäder, Ruhekristall im Obstgarten, Private Spa sowie Nitsch-Kunst-Ruheraum. Ausgezeichnete Küche. • A 5771 Leogang, SALZBURG Fon +43-(0)6583-8246, www.krallerhof.com

JUFFING HOTEL & SPA **** S Modernes Wellness- und Genießerhotel in ruhiger Naturlandschaft: Familienbetrieb mit 90 Betten, traumhaften Suiten, sehr guter Naturküche und modernem Spa mit Vinoble-Kosmetik. • A 6335 Thiersee, TIROL Fon +43-(0)5376-5585-0, www.juffing.at

HOTEL SCHLOSS LEBENBERG ***** Luxus, Spa und Wellness beeindruckend hoch über den Dächern Kitzbühels! Der längste Dach-Pool der Alpen erwartet Sie! • A 6370 Kitzbühel, TIROL Fon +43-(0)5356-6901-0, www.austria-trend.at/leb

ALMHOF TOPHOTEL **** Im Dreiländereck A, CH, I in Nauders am Reschenpass. Ab Sommer 2012 neues Panorama-Spa auf mehr als 2.500 m². Für Erholungssuchende und Familien top! • A 6543 Nauders, TIROL Fon +43-(0)5473-87313, www.meinalmhof.at

HOTEL POST LERMOOS **** S Traumhaft gelegen mit Blick auf die Zugspitze: 2.000 m² großes Alpin-Spa! Ayurveda, Treatments à la carte, Twin-Massagen, Pflege mit Vinoble, !QMS, Alpienne. • A 6631 Lermoos, TIROL Fon +43-(0)5673-2281, www.post-lermoos.at

NATURHOTEL CHESA VALISA **** Erholung auf höherer Ebene, ein “Fensterplatz” im Sommer und Winter. Vorarlberger Holzarchitektur besticht durch Klarheit. großzügiges Alpinspa, breite Palette an Massagen, Kosmetik und Ayurveda, Grüne Hauben Küche in Bioqualität, österreichischer Weinkeller. • A 6992 Hirschegg / Kleinwalsertal, VORARLBERG Fon +43-(0)5517-5414-0, www.naturhotel.at

THERMEN- & VITALHOTEL **** S Wohlfühlurlaub vom Feinsten: Entspannen im 4.000 m² großen Spa „Reich der Sinne“, Aktivprogramme, Kieser-Training Selektion, Naturkosmetik von Biodroga. Neu im Programm: ästhetische Medizin. • A 7431 Bad Tatzmannsdorf, BURGENLAND Fon +43-(0)3353-8200-7201, www.thermen-undvitalhotel.at

FALKENSTEINER BALANCE RESORT ***** Moderne Architektur, 2.600 m² Acquapura-Spa, prämierte Kulinarik, Metabolic Balance, direkt am größten Golfplatz Österreichs. • A 7551 Stegersbach, BURGENLAND Fon +43-(0)3326-55155, www.falkensteiner.com

QUELLENHOTEL & SPA, HEILTHERME BAD WALTERSDORF **** Die Quelle der Ruhe! Auf 25.000 m² erstreckt sich die großzügige Wellnesslandschaft der Heiltherme mit 7 Thermalbecken und einer Saunalandschaft mit 12 Saunen. Die neue, hoteleigene Therme bietet mit Naturbadeteich, Thermalpools, Saunen, Feminarium und Ruheoase wirklich Einzigartiges. • A 8271 Bad Waltersdorf, STEIERMARK Fon +43-(0)3333-500-0, www.heiltherme.at

DORFHOTEL FASCHING **** Familiär geführtes Wellness- und Wanderhotel in Peter Roseggers Waldheimat. 800 m² großer Spa-Bereich mit Panoramahallenbad, großzügigem Innen- und Außenliegebereich mit viel Platz zum Relaxen. Wohltuende Verwöhnangebote, geräumige Zimmer, kulinarische Köstlichkeiten. • A 8654 Fischbach, STEIERMARK Fon +43-(0)3170-262, www.dorfhotel-fasching.at

R EL A X Magazin 2012 | 71


LAKE’S – MY LAKE HOTEL & SPA Direkt am Wörthersee gelegen, mit eigenem Seezugang, Full-Service-Spa, enormes Angebot an Körper-, Kosmetik- und Massage-Behandlungen. • A 9210 Pörtschach am Wörthersee, KÄRNTEN Fon +43-(0)1-51580-1831, www.mylakehotel.com

SEEHOTEL EUROPA **** S Im großen Park direkt am Wörthersee. Ihre Wohlfühloase in allerbester Lage. Mit Golf, Beauty und Wellness vom Feinsten, mit Seesauna und Kosmetikprodukten von Maria Galland. Neu: unsere Lofts in der Top-Etage. • A 9220 Velden am Wörthersee, KÄRNTEN Fon +43-(0)4274-2770, www.wrann.at

BIOHOTEL DABERER VITAL & SPA **** S Ruhig und entspannend, individuell und persönlich, inmitten eines privaten Naturresorts. Schlicht-edler Naturstil, Natur-Spa, Aktivprogramm, biologische Grüne-Hauben-Küche, eigene Quelle. • A 9635 St. Daniel, KÄRNTEN Fon +43-(0)4718-590, www.biohotel-daberer.at

KOLLERS HOTEL **** S Gleich einer Perle liegt das Kollers direkt am Millstätter See. Spa, Saunahaus am See, ganzjährig beheizter See, Reviderm, „Dinner for Two”, Golf. • A 9871 Seeboden, KÄRNTEN Fon +43-(0)4762-81500, www.kollers.at

SPO R T & W EL L N E S S HOTEL BORNMÜHLE **** Zauberhaft inmitten der Mecklenburgischen Seenplatte gelegen, verwöhnt das Wohlfühlhotel Bornmühle anspruchsvolle Gäste mit einem einzigartigen Wellness-, Sport- und Gesundheitsprogramm. Lernen Sie das exklusive FullService-Angebot des familiär geführten Viersternhotels kennen: von einer 1.000 m² Spa-Landschaft mit effektiven Wellness- und Beautyleistungen über vielfältige Sport- und Fitnessmöglichkeiten mit professionellem Coaching bis hin zu umfassenden Trainingsprogramm zur Steigerung der körperlichen, geistigen und seelischen Lebensqualität. Höhentrainingszentrum, Salzwasserhallenbad, Kelo-Außensaunalandschaft, Bäder und Packungen, Produkte von Sothys und St Barth, 9-Loch-Golfanlage, Rad- und Wanderwege. • D 17094 Groß Nemerow, MECKLENBURG-VORPOMMERN Fon +49-(0)39605-600, www.bornmuehle.de

SEEHOTEL AM NEUKLOSTERSEE **** Privat geführtes Wohlfühlhotel am Ufer des Neuklostersees (nahe Wismar) mit hoteleigenem Sandstrand, Hallenbad und umfangreichem Sport- und Wellnessangebot. • D 23992 Nakenstorf, MECKLENBURG-VORPOMMERN Fon +49-(0)38422-4570, www.seehotel-neuklostersee.de

WALD & SCHLOSSHOTEL FRIEDRICHSRUHE ***** S 4.400 m² Spa, Fitnessraum, Gourmet-Restaurant, regionale Küche und Spa-Restaurant, 27-Loch Golfplatz mit Golfakademie, Tennisplatz. • D 74639 Zweiflingen, BADEN-WÜRTTEMBERG Fon +49-(0)7941-6087-600, www.schlosshotel-friedrichsruhe.de

WELLNESS- UND FERIENHOTEL REPPERT **** Exklusives Hotel mit 74 Betten, Wellness auf 1.000 m² mit drei Pools. Bestnoten von Stiftung Warentest 2003, fünf Wellness-Stars. • D 79856 Hinterzarten / Hochschwarzwald, BADEN-WÜRTTEMBERG Fon +49-(0)7652-1208-0, www.reppert.de

72 | R EL AX Magazin 2012

MOOSHOF **** S Familiengeführtes Hotel in traumhafter Lage mit einer Wellnesswelt auf 2.400 m². Im neuen Sonnenflügel erwarten Sie 26 mit allem Komfort ausgestattete Suiten. Fitness- und Gymnastikräume, Beauty, Massagen, Asia-Spa, Golf-Driving-Range, naturheilkundliche Praxis. • D 94249 Bodenmais, BAYERN Fon +49-(0)9924-7750, www.hotel-mooshof.de

LANDHOTEL MARIENSCHLÖSSL EICHINGERBAUER **** S Schön, dass Sie uns gefunden haben! In unserem familiär geführten Viersternsuperior-Hotel im Mond-See-Land finden Sie immer, wonach Sie suchen: Ob Urlaub in trauter Zweisamkeit, Wellness-Wochenende mit der besten Freundin, als Geschäftsreisender auf Zwischenstopp oder als Seminargast in gemütlicher Runde. 40 Suiten/Wohlfühlzimmer bieten ganzjährig den passenden Platz zum Bleiben – und bestimmt auch guten Grund zum Wiederkommen … • A 5310 Mondsee / St. Lorenz, OBERÖSTERREICH Fon +43-(0)6232-2658, www.eichingerbauer.at

WELLNESS & SPORTHOTEL ZUM STERN **** S „Und plötzlich dem Himmel so nah ...“ auf der schönen Sonnenterrasse des Thermentales Gastein und im Sternenreich – der neuen, feinen Wellnessanlage. Gemütliches Ambiente mit viel Liebe zum Detail, Beauty- und Massageabteilung und eine ausgezeichnete Küche. Ideal für Golf-, Wander- und Winterurlaub. • A 5630 Bad Hofgastein, SALZBURG Fon +43-(0)6432-8450, www.zumstern.com

HOTEL ALPENHOF **** S Natur, Sport und Spa: Im Sommer ein Bergparadies, im Winter nur eine Minute zum Gletscher! 1.600 m² Vitalis-Spa, Emotion-Spa, Fitness. Gesichtsund Körper-Treatments von Biosel, Kirchberger, Alpienne. • A 6293 Tux im Zillertal, TIROL Fon +43-(0)5287-8550, www.alpenhof.at

STANGLWIRT BIO-HOTEL ***** Im Biohotel Stanglwirt erlebt man nicht nur einen wunderbaren Stützpunkt Tiroler Lebensart, sondern auch eine wohlverdiente Flucht aus dem Alltag. 400 Jahre Gastlichkeit – daheim sein beim Stanglwirt! • A 6353 Going am Wilden Kaiser, TIROL Fon +43-(0)5358-2000, www.stanglwirt.com

ALMHOF TOPHOTEL **** Im Dreiländereck A, CH, I in Nauders am Reschenpass. Ab Sommer 2012 neues Panorama-Spa auf mehr als 2.500 m². Für Erholungssuchende und Familien top! • A 6543 Nauders, TIROL Fon +43-(0)5473-87313, www.meinalmhof.at

NATURHOTEL CHESA VALISA **** Erholung auf höherer Ebene, ein “Fensterplatz” im Sommer und Winter. Vorarlberger Holzarchitektur besticht durch Klarheit. großzügiges Alpinspa, breite Palette an Massagen, Kosmetik und Ayurveda, Grüne Hauben Küche in Bioqualität, österreichischer Weinkeller. • A 6992 Hirschegg/Kleinwalsertal, VORARLBERG Fon +43-(0)5517-5414-0, www.naturhotel.at

FALKENSTEINER BALANCE RESORT ***** Moderne Architektur, 2.600 m² Acquapura-Spa, prämierte Kulinarik, Metabolic Balance, direkt am größten Golfplatz Österreichs. • A 7551 Stegersbach, BURGENLAND Fon +43-(0)3326-55155, www.falkensteiner.com

QUELLENHOTEL & SPA, HEILTHERME BAD WALTERSDORF **** Die Quelle der Ruhe! Auf 25.000 m² erstreckt sich die großzügige Wellnesslandschaft der Heiltherme mit 7 Thermalbecken und einer Saunalandschaft mit 12 Saunen. Die neue, hoteleigene Therme bietet mit Naturbadeteich, Thermalpools, Saunen, Feminarium und Ruheoase wirklich Einzigartiges.


• A 8271 Bad Waltersdorf, STEIERMARK Fon +43-(0)3333-500-0, www.heiltherme.at

SEEHOTEL EUROPA **** S Im großen Park direkt am Wörthersee. Ihre Wohlfühloase in allerbester Lage. Mit Golf, Beauty und Wellness vom Feinsten, mit Seesauna und Kosmetikprodukten von Maria Galland. Neu: unsere Lofts in der Top-Etage. • A 9220 Velden am Wörthersee, KÄRNTEN Fon +43-(0)4274-2770, www.wrann.at

FAMILIEN-SPORT-HOTEL BRENNSEEHOF **** S Vom Land Kärnten als bestes Familien-Sport-Hotel ausgezeichnet. Siebenfacher Wasserspaß, achtfaches Saunavergnügen, Asia-Wellness, 60 Stunden Kinderbetreuung, Tennis-, Segel- und Surfschule, Bikeparadies. • A 9544 Feld am See, KÄRNTEN Fon +43-(0)4246-2495, www.brennseehof.com

SEEHOTEL ENZIAN **** Das kleine, romantische familiäre Hotel direkt am See. Ideal zu jeder Jahreszeit ist das See-Spa mit atemberaubendem Blick über das Wasser. Ein Naturjuwel für die ganze Familie. • A 9762 Weissensee, KÄRNTEN Fon +43-(0)4713-2221, www.cieslar.at

GUT WEISSENHOF **** S Vier Sterne superior, drei Lilien: familiär geführtes Hotel, direkt am 27-LochGolfplatz. Reithalle mit Reitschule, Beauty und Spa, Innen- und Außenpool, Massagen, Fitness, Kinderbetreuung, Babysitter-Service. • A 5550 Radstadt, SALZBURG Fon +43-(0)6452-7001, www.weissenhof.at

HOTEL OBERFORSTHOF ***** Mitten in der Ski Amadé in Alpendorf, Sankt Johann. 4.000 m² Feng-ShuiGarten, Bioschwimmteich, Wellness- und Beautyanwendungen, asiatische Heilkünste. • A 5600 St. Johann, SALZBURG Fon +43-(0)6412-6171, www.oberforsthof.at

KLAMMER’S KÄRNTEN **** Das Gasteinertal überrascht mit heilendem Thermalwasser, tollem Schigebiet, Golfplatz – Tagesgreenfee um nur 39 Euro – und traumhafter Bergwelt. Und Klammer’s Kärnten ist ein Hotel mit sehr guter Küche und vielen Orten des Glücks: Wellnessoase, Genusswerkstatt, Beauty-Abteilung … • A 5630 Bad Hofgastein, SALZBURG Fon +43-(0)6432-6711-0, www.hotel-kaernten.com

GOLF- & GENIESSERHOTEL SALZBURGERHOF *****

GOL F & W ELLN E S S GRANDHOTEL SEESCHLÖSSCHEN SPA & GOLF RESORT ***** S Direkt am Meer, 2.000 m² großer Spa-Bereich, Meerwasserzuleitung, 36-Loch-Golfanlage. • D 23669 Timmendorfer Strand, SCHLESWIG-HOLSTEIN Fon +49-(0)4503-6011, www.seeschloesschen.de

Fünf Sterne, drei Relax-Guide-Lilien, zwei Gault-Millau-Hauben. 36-Loch-Golfparcours, Indoorgolf, ganzjähriges Schifahren. • A 5700 Zell am See, SALZBURG Fon +43-(0)6542-765, www.salzburgerhof.at

TRAVEL CHARME FÜRSTENHAUS AM ACHENSEE **** S Einziges Hotel direkt am smaragdgrünen Achensee, Spa auf 3.000 m². Beauty und Anwendungen auf zwei Etagen in 16 modernen Behandlungsräumen. • A 6213 Pertisau, TIROL Fon +43-(0)5243-5442-0, www.travelcharme.com/fuerstenhaus

HOTEL DEIMANN ***** Romantik- und Spa-Hotel mitten im Hochsauerland, direkt an Wald und Wasser. 3.200 m² Freizeitbereich, Sauna- und Badelandschaft, medizinische Massage- und Badeabteilung, Ayurveda, Thalasso, Kosmetikanwendungen von Shiseido, Decléor, Terraké. • D 57392 Schmallenberg-Winkhausen, NORDRHEIN-WESTFALEN Fon +49-(0)2975-810, www.deimann.de

WALD & SCHLOSSHOTEL FRIEDRICHSRUHE ***** S 4.400 m² Spa, Fitnessraum, Gourmet-Restaurant, regionale Küche und Spa-Restaurant, 27-Loch Golfplatz mit Golfakademie, Tennisplatz. • D 74639 Zweiflingen, BADEN-WÜRTTEMBERG Fon +49-(0)7941-6087-600, www.schlosshotel-friedrichsruhe.de

HOTEL HOLZAPFEL **** Entspannen und Wohlfühlen mit den Behandlungen im Spa Alchemia Medica oder im heilenden Bad Füssinger Thermalwasser mit zwei hauseigenen Thermalwasserpools oder durch den Bademantelgang zur Therme 1. • D 94072 Bad Füssing, BAYERN Fon +49-(0)8531-9570, www.hotel-holzapfel.de

HOTEL FALKNER **** Urlaub mit Weitblick hoch über der Donau zw. Passau und Linz. Kleines Hotel mit Charme. 8 Golfplätze in der Umgebung, Golfschule, Wandern, Natur, Kultur, Erholung, Stille, Lesen, und vieles mehr. • A 4142 Hofkirchen, OBERÖSTERREICH Fon +43-(0)7285-223, www.landhotel-falkner.at

FALKENSTEINER BALANCE RESORT ***** Moderne Architektur, 2.600 m² Acquapura-Spa, prämierte Kulinarik, Metabolic Balance, direkt am größten Golfplatz Österreichs. • A 7551 Stegersbach, BURGENLAND Fon +43-(0)3326-55155, www.falkensteiner.com

HOTEL BERGHOF **** Familiär geführte Gastlichkeit inmitten einer herrlichen Bergkulisse. Kulinarische saisonale Köstlichkeiten, Schnapskarte, Weinkarte, BerghofSauna und Spa auf 320 m². • A 8972 Ramsau am Dachstein, STEIERMARK Fon +43-(0)3687- 81848-0, www.hotel-berghof.at

SEEHOTEL EUROPA **** S Im großen Park direkt am Wörthersee. Ihre Wohlfühloase in allerbester Lage. Mit Golf, Beauty und Wellness vom Feinsten, mit Seesauna und Kosmetikprodukten von Maria Galland. Neu: unsere Lofts in der Top-Etage. • A 9220 Velden am Wörthersee, KÄRNTEN Fon +43-(0)4274-2770, www.wrann.at

KOLLERS HOTEL **** S Gleich einer Perle liegt das Kollers direkt am Millstätter See. Spa, Saunahaus am See, ganzjährig beheizter See, Reviderm, „Dinner for Two”, Golf. • A 9871 Seeboden, KÄRNTEN Fon +43-(0)4762-81500, www.kollers.at

R EL A X Magazin 2012 | 73


KIND ER & WE L L N E S S

• D 94072 Bad Füssing, BAYERN Fon +49-(0)8531-9570, www.hotel-holzapfel.de

DAS PARADISO **** S Grünruhelage am Ortsrand von Bad Schallerbach, direkt mit der Eurotherme (Colorama, Relaxium, Aquapulco mit fünf Wasserrutschen) verbunden. Sehenswerte südländische Architektur. Die Relax-Oase mit 3.600 m² – exklusiv für Hotelgäste. • A 4701 Bad Schallerbach, OBERÖSTERREICH Fon +43-(0)7249-440-720, www.eurothermen.at

GUT WEISSENHOF **** S Vier Sterne superior, drei Lilien: familiär geführtes Hotel, direkt am 27-LochGolfplatz. Reithalle mit Reitschule, Beauty und Spa, Innen- und Außenpool, Massagen, Fitness, Kinderbetreuung, Babysitter-Service. • A 5550 Radstadt, SALZBURG Fon +43-(0)6452-7001, www.weissenhof.at

ALPINE SPA HOTEL HAUS HIRT **** Klein und fein im Herzen der Alpen: ein atemberaubend schön gelegenes Hotel in Bad Gastein. Heiße Thermalquelle, Massagen klassisch und asiatisch, Alpen-Thalasso und Fango, Aveda-Kosmetik, Ayurveda, Yoga und Packages für werdende Mütter! • A 5640 Bad Gastein, SALZBURG Fon +43-(0)6434-2797, www.haus-hirt.com

ALMHOF TOPHOTEL **** Im Dreiländereck A, CH, I in Nauders am Reschenpass. Ab Sommer 2012 neues Panorama-Spa auf mehr als 2.500 m². Für Erholungssuchende und Familien top! • A 6543 Nauders, TIROL Fon +43-(0)5473-87313, www.meinalmhof.at

ALMWELLNESS TONNERHÜTTE *** Auf 1.650 m Seehöhe mit direktem Einstieg in die „Via Natura“ – 130 km Rundwanderweg im Naturpark Grebenzen-Zirbitzkogel. Almwellnessanlage mit Brechlbad, Sauna, Holzschaffelbad, Naturbadeteich, Panoramasauna mit Ergoliege und Zirbenduft. Regionale Spezialitäten, Weinkeller. • A 8822 Mühlen, STEIERMARK Fon +43-(0)3586-30077, www.tonnerhuette.at

Vom Land Kärnten als bestes Familien-Sport-Hotel ausgezeichnet. Siebenfacher Wasserspaß, achtfaches Saunavergnügen, Asia-Wellness, 60 Stunden Kinderbetreuung, Tennis-, Segel- und Surfschule, Bikeparadies. • A 9544 Feld am See, KÄRNTEN Fon +43-(0)4246-2495, www.brennseehof.com

HEI L- & T H ER M A L Q U E L L E N

KUR- & THERMENHOTEL **** S Exklusiver Thermengenuss in der 4.000 m² Thermen-, Sauna- und Sinneswelt. Breites Therapieangebot, Bad Tatzmannsdorfer Heilmoor und Kohlensäure. • A 7431 Bad Tatzmannsdorf, BURGENLAND Fon +43-(0)3353-8940-7166, www.kur-undthermenhotel.at

QUELLENHOTEL & SPA, HEILTHERME BAD WALTERSDORF **** Die Quelle der Ruhe! Auf 25.000 m² erstreckt sich die großzügige Wellnesslandschaft der Heiltherme mit 7 Thermalbecken und einer Saunalandschaft mit 12 Saunen. Die neue, hoteleigene Therme bietet mit Naturbadeteich, Thermalpools, Saunen, Feminarium und Ruheoase wirklich Einzigartiges. • A 8271 Bad Waltersdorf, STEIERMARK Fon +43-(0)3333-500-0, www.heiltherme.at

THERMENHOTEL RONACHER ***** Inmitten des Nationalparks Nockberge hat sich das Ronacher einen der schönsten und sonnigsten Plätze ausgesucht. Hier erleben Sie höchste Qualität in der 4.500 m² Thermen- und Wohlfühloase mit 5 Thermalheilbädern, 4 Saunen und dem Relaxrefugium Toskana. Genießen Sie ein kaiserliches Langschläferfrühstück vom neuen Buffet „Feinkostladen“ bis 12 Uhr und die Zwei-HaubenGourmet-Halbpension. • A 9546 Bad Kleinkirchheim, KÄRNTEN Fon +43-(0)4240-282, www.ronacher.com

AUM-KURZENTRUM FÜR AYURVEDA Seit 1994 traditionelle, authentische Ayurvedakuren in Deutschland. Qualifiziertes, erfahrenes Team, idyllische Lage, meditative Atmosphäre, individuelle Betreuung. 14 Tage all inclusive ab 1.820 Euro. • D 74629 Pfedelbach, BADEN-WÜRTTEMBERG Fon +49-(0)7949-590, www.ayurvedakuren.com

NATURHOTEL CHESA VALISA **** S

Gesundheits- und Schönheitskräfte aus dem Meer: Nordseewasser-Wellnesslandschaft mit direkter Meerwasserzuleitung, Meerwasser-Thermalanlagen und römischen Thermarien – exklusiv für Hausgäste. Die vitalisierenden Meereskräfte bleiben erhalten und wirken positiv auf Gesundheit, Wohlbefinden und Fitness. Nordsee-Spa: Original Thalasso-Therapie mit Physiotherapie, Kosmetikabteilung und Medical Wellness. Zimmer und Suiten mit Whirlpool, Nordsee-Panoramablick. Gourmet- und Vitalküche. • D 27476 Cuxhaven-Duhnen, NIEDERSACHSEN Fon +49-(0)4721-434-0, www.badhotel-sternhagen.de

HOTEL HOLZAPFEL **** Entspannen und Wohlfühlen mit den Behandlungen im Spa Alchemia Medica oder im heilenden Bad Füssinger Thermalwasser mit zwei hauseigenen Thermalwasserpools oder durch den Bademantelgang zur Therme 1.

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Das Gasteinertal überrascht mit heilendem Thermalwasser, tollem Schigebiet, Golfplatz – Tagesgreenfee um nur 39 Euro – und traumhafter Bergwelt. Und Klammer’s Kärnten ist ein Hotel mit sehr guter Küche und vielen Orten des Glücks: Wellnessoase, Genusswerkstatt, Beauty-Abteilung … • A 5630 Bad Hofgastein, SALZBURG Fon +43-(0)6432-6711-0, www.hotel-kaernten.com

AY U RVE DA

FAMILIEN-SPORT-HOTEL BRENNSEEHOF **** S

PANORAMA- UND BADHOTEL STERNHAGEN *****

KLAMMER’S KÄRNTEN ****

Erholung auf höherer Ebene, ein “Fensterplatz” im Sommer und Winter. Vorarlberger Holzarchitektur besticht durch Klarheit. großzügiges Alpinspa, breite Palette an Massagen, Kosmetik und Ayurveda, Grüne Hauben Küche in BIOqualität, österreichischer Weinkeller. • A 6992 Hirschegg / Kleinwalsertal, VORARLBERG Fon +43-(0)5517-5414-0, www.naturhotel.at

G E S U N DHE IT S HO T E L S BIOHOTEL EGGENSBERGER **** Herrliche Panoramalage, frische Bioküche, Naturzimmer, Hallenbad und (Außen-)Saunen, Naturkosmetik von Kopf bis Fuß, Therapie für Rücken und Gelenke, Königs-Card für die Region.


• D 87629 Füssen-Hopfen am See / Allgäu, BAYERN Fon +49-(0)8362-9103-0, www.eggensberger.de

BAD CLEVERS GESUNDHEITSRESORT & SPA Wir setzen in Bad Clevers auf ganzheitliche Erholung. Genießen Sie die herrliche und wohltuende Atmosphäre unseres familiär geführten Hauses und erleben Sie entspannende Tage der Gesundheit und Wellness. • D 87730 Bad Grönenbach / Allgäu, BAYERN Fon +49-(0)8334-6090, www.badclevers.de

KURHOTEL PIRAWARTH Prävention und Therapie: Wir helfen Ihnen aus Stress und Burnout zurück in ein harmonisches Leben. Wohlfühlen in gehobenem Ambiente mit Relaxbereich, Lounge und Kaminzimmer. Breites komplementärmedizinisches Angebot, auch Ayurveda, Klangschalenmassage und mehr. • A 2222 Bad Pirawarth, NIEDERÖSTERREICH Fon +43-(0)2574-29160-0, www.kurhotel-pirawarth.at

GESUNDHEITSRESORT LEBENSQUELL **** S Im schönen Mühlviertel: Gesundheitshotel mit Wohlfühlambiente, medizinisches Kompetenzzentrum mit Radonheilbad und Ganzkörperkältekammer. • A 4283 Bad Zell, OBERÖSTERREICH Fon +43-(0)7263-7515, www.lebensquell-badzell.at

HOTEL MIRAVERDE **** Grünruhelage im Kurpark von Bad Hall. Die geräumigsten Suiten (bis 120 m²) in Oberösterreich. Hoteleigener Wellnessbereich. Beauty, Augenkuren, medizinische Check-ups und alle Treatments werden direkt im Hotel angeboten. • A 4540 Bad Hall, OBERÖSTERREICH Fon +43-(0)7258-799-6600, www.eurothermen.at

HOTEL ROYAL **** Zentrumslage in Bad Ischl – Salzkammergut. Tradition und Moderne gekonnt verbunden. Über eine beheizte Verbindungsbrücke direkt an SalzkammergutTherme und Relaxium angebunden. Royal-Oase exklusiv für Hotelgäste. • A 4820 Bad Ischl, OBERÖSTERREICH Fon +43-(0)6132-204-2600, www.eurothermen.at

QUELLENHOTEL & SPA, HEILTHERME BAD WALTERSDORF **** Die Quelle der Ruhe! Auf 25.000 m² erstreckt sich die großzügige Wellnesslandschaft der Heiltherme mit 7 Thermalbecken und einer Saunalandschaft mit 12 Saunen. Die neue, hoteleigene Therme bietet mit Naturbadeteich, Thermalpools, Saunen, Feminarium und Ruheoase wirklich Einzigartiges. • A 8271 Bad Waltersdorf, STEIERMARK Fon +43-(0)3333-500-0, www.heiltherme.at

KU R H ÄU S E R KURHOTEL PIRAWARTH Prävention und Therapie: Wir helfen Ihnen aus Stress und Burnout zurück in ein harmonisches Leben. Wohlfühlen in gehobenem Ambiente mit Relaxbereich, Lounge und Kaminzimmer. Breites komplementärmedizinisches Angebot, auch Ayurveda, Klangschalenmassage und mehr. • A 2222 Bad Pirawarth, NIEDERÖSTERREICH Fon +43-(0)2574-29160-0, www.kurhotel-pirawarth.at

KURHAUS DR. PETERSHOFER **** Familiengeführtes Kurhotel im Hausruckviertel, spezialisiert auf Venen, Rheuma, Kneipp und Ozon-Eigenbluttherapie. Kosmetiksalon, exquisite Küche, Parkanlage. Ihr individueller Rückzug für Kuren mit Stil und Erfolg! • A 4902 Wolfsegg, OBERÖSTERREICH Fon +43-(0)7676-7303, www.petershofer.at

KUR- & THERMENHOTEL **** S Exklusiver Thermengenuss in der 4.000 m² Thermen-, Sauna- und Sinneswelt. Breites Therapieangebot, Bad Tatzmannsdorfer Heilmoor und Kohlensäure. • A 7431 Bad Tatzmannsdorf, BURGENLAND Fon +43-(0)3353-8940-7166, www.kur-undthermenhotel.at

FA S T E N & E N T S CH L ACKE N

GESUNDHEITSHOTEL BAD REUTHE **** Familiengeführtes Hotel, spezialisiert auf Gesundheit und Wellness. Frisch gestochenes Naturmoor, kompetentes Gesundheitszentrum, Kosmetikstudio, vielseitiges Angebot. Neues Thermenbad mit drei Innenbädern und Gartenpool (32° C auch im Winter), modernste Sauna-Wellness-Welt, exquisite Küche, ganzjährig geöffnet. • A 6870 Reuthe / Bregenzerwald, VORARLBERG Fon +43-(0)5514-2265-0, www.badreuthe.at

KUR- & THERMENHOTEL **** S Exklusiver Thermengenuss in der 4.000 m² Thermen-, Sauna- und Sinneswelt. Breites Therapieangebot, Bad Tatzmannsdorfer Heilmoor und Kohlensäure. • A 7431 Bad Tatzmannsdorf, BURGENLAND Fon +43-(0)3353-8940-7166, www.kur-undthermenhotel.at

THERMEN- & VITALHOTEL **** S Wohlfühlurlaub vom Feinsten: Entspannen im 4.000 m² großen Spa „Reich der Sinne“, Aktivprogramme, Kieser-Training Selektion, Naturkosmetik von Biodroga. Neu im Programm: ästhetische Medizin. • A 7431 Bad Tatzmannsdorf, BURGENLAND Fon +43-(0)3353-8200-7201, www.thermen-undvitalhotel.at

BERLINS KRONE LAMM **** Schwarzwaldpanorama, Gourmetrestaurant „Krone“, Spa 1.600 m², Kosmetik, Massage, Säure-Basenkur, Partner-Specials. Ab 2012: Float-Spa, Salzinhalation, Sportcoach. • D 75385 Bad Teinach-Zavelstein, BADEN-WÜRTTEMBERG Fon +49-(0)7053-9294-0, www.berlins-hotel.de

FALKENSTEINER BALANCE RESORT ***** Moderne Architektur, 2.600 m² Acquapura-Spa, prämierte Kulinarik, Metabolic Balance, direkt am größten Golfplatz Österreichs. • A 7551 Stegersbach, BURGENLAND Fon +43-(0)3326-55155, www.falkensteiner.com

BIOHOTEL DABERER VITAL & SPA **** S Ruhig und entspannend, individuell und persönlich, inmitten eines privaten Naturresorts. Schlicht-edler Naturstil, Natur-Spa, Aktivprogramm, biologische Grüne-Hauben-Küche, eigene Quelle. • A 9635 St. Daniel, KÄRNTEN Fon +43-(0)4718-590, www.biohotel-daberer.at

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RELAX Magazin 2012