Wandern 2017

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Wandern

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Genusswandern

im Schwarzwald Mit Kontaktdaten f체r Kartenmaterial. Zus채tzlich ausf체hrliche Beschreibungen der Wanderrouten mit Fotos, Landkarten und GPS -daten zum downloaden 체ber die jeweils abgebildeten Qr-Codes.

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dVV Wanderwege


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Schwarzwald-regioguide

Titelstory auf Seite 10-11

Impressum: Wandern Magazin von Schwarzwald regioguide Waldstr. 18, 77736 Zell am Harmersbach Tel.: 07835-5404-0 info@schwarzwald-regioguide.de www.schwarzwald-regioguide.de Bildquellen: © OpenStreetMap/Open databse License; Icons-Land.com; genannte Tourismusbüros, John Großpietsch; Titelbild: Touristinfo Zell a.H. Haftungsausschluss für Tourentipps: Für Änderungen im Wegeverlauf oder der Wegemarkierungen sowie für Änderungen bei den genannten Auskunftsstellen, die nach der Begehung bzw. nach drucklegung dieser Ausgabe erfolgt sind, können wir keine Haftung übernehmen. Wir empfehlen generell die von uns genannten Auskunftsstellen zu kontaktieren, um die von diesen umfangreich bereitgestellten und aktuellen Informationen zu nutzen. die Benutzung der Tourentipps geschieht stets auf eigenes risiko. Wir übernehmen keine Haftung für etwaige Unfälle oder Schäden.

AUSFLUGSTIPPS IM SCHWArZWALd

Schwarzwaldhochstraße / Am Stadtwald 4, 77815 Sand bei Bühl/Baden Tel.: 07226-1300 mail@mehliskopf.de

Steinwasen 1, 79254 Oberried Tel.: 07602-94468-0 info@steinwasen-park.de


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Schwa�wälder Wanderwelten - zu Fuß ins Glück Wiiwegli bei Auggen ©Hans-Georg Sievers / Schwarzwald Tourismus GmbH

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er Schwarzwald zählt zu den größten und beliebtesten Wanderregionen deutschlands. Mehr als 23.000 Kilometer Wanderwege durchziehen die 11.100 Quadratkilometer große Ferienregion zwischen Karlsruhe und Pforzheim im norden, Basel und Waldshut-Tiengen im Süden.

oder lukullische Highlights am Weg, Genussstationen, Himmelsliegen, Obststationen oder „Schnapsbrünnle“ für erholsame Pausen. Wanderwege mit Qualitätssiegel Für Wanderer, die tief in die naturlandschaft eintauchen und länger unterwegs sein wollen, empfiehlt sich einer der 22 Fernwanderwege, die als Längs- oder Querwege den Schwarzwald durchziehen. Viele sind dank der Anbindung an den ÖPnV auch in einzelnen Tagesetappen oder in Kurzurlauben zu erwandern. Und wer „leichter Strecke machen“ will, kann das Gepäck häufig auch von den Gastgebern zum nächsten domizil transportieren lassen.

Von den Weinbergen an den Westhängen und am Kaiserstuhl bis zu den hügeligen Hochflächen der Baar im Osten haben die Mitglieder des Schwarzwaldvereins viele abwechslungsreiche routen ausgeschildert. dank der einheitlichen Kennzeichnung findet jeder seinen Weg – vom dicht bewaldeten norden bis zu den sonnigen Bergen im Süden, von grasbewachsenen Gipfeln bis in die wasserreichen Schluchten. Tourentipps aus der Schwarzwald-App rund 1300 Wandertouren präsentiert die die Ferienregion Schwarzwald gilt wegen ih- Schwarzwald-App für Smartphones auf rer guten Küche, Weine, Biere und Wasser als einer interaktiven Landkarte. die einge„schönste Genießer-ecke deutschlands“. Be- schaltete GPS-Funktion navigiert Wandesonders intensiv entdeckt man die Genuss- rer sicher ihrem Ziel entgegen. die Tourvielfalt auf den „Kulinarischen Weinwande- enverläufe werden in hochauflösenden Karrungen“ im Frühjahr und Herbst: An mehre- ten mit dem gesamten amtlichen Wegenetz ren Stationen bieten dabei Winzer ihre Weine und topografischen Inhalten dargestellt. Als und regionalen Spezialitäten meist direkt in rundumservice für alle Gäste im Schwarzden rebbergen an. wald zeigt die App auch Unterkünfte, Gastronomiebetriebe und Ausflugsziele an. die Genussvoll wandern: „Schwarzwälder Ge- Schwarzwald-App ist kostenlos im Appnießerpfade“ Store und Google-Play-Store erhältlich. doch auch anderenorts versprechen „Schwarzwälder Genießerpfade“ besondere Eigene Touren zusammenstellen Genusserlebnisse. Aktuell sind 32 meist sechs Alle Wege und Touren lassen sich auch bebis 18 Kilometer lange zertifizierte „Premium- quem am PC planen: Auf dem „Tourenportal“ wege“ zusätzlich mit dem regionalen Güte- der Schwarzwald Tourismus GmbH finden siegel ausgezeichnet. es signalisiert kulturelle Wanderer rund 2000 ausgearbeitete routen. Sie lassen sich nach Urlaubsregion, Länge, dauer und Schwierigkeitsgrad filtern.

Schwarzwald Tourismus GmbH Tel.: 0761- 896460 mail@schwarzwald-tourismus.info www.schwarzwald-tourismus.info

Auf der Grundlage des Wanderwegenetzes lassen sich auch eigene Touren zwischen beliebigen Orten in der Ferienregion zusammenstellen, ausdrucken und GPS-daten herunterladen. die Planungshilfe gibt es unter www.touren-schwarzwald.info Weitere Infos gibt es bei Schwarzwald Tourismus unter Tel. 0761-8964693, www.wandern-schwarzwald.info

02 Wandern am Feldberg © Qu-int / Schwarzwald Tourismus GmbH


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Premiumwandern in seiner genussvollsten Form: die „Schwa�wälder Genießerpfade”

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eutschlands schönste „Genießer-ecke” wird der Schwarzwald oft genannt. nicht nur des Weins oder der Küche wegen, auch wegen ihrer außerordentlichen landschaftlichen Vielfalt schätzen Wanderer und naturliebhaber die Ferienregion im Südwesten hoch ein. Aber nicht nur die zahlreichen Genüsse sind stetige Begleiter von Wanderbegeisterten, denn seit einigen Jahren setzen die Schwarzwälder Wanderorte auch ganz stark auf ein sehr wichtiges Thema – Qualität. die „Schwarzwälder Genießerpfade“ waren geboren - abwechslungsreiche Wege, überwiegend naturbelassen, eindeutig beschildert und vom deutschen Wanderinstitut als „Premiumweg“ zertifiziert. Um Premiumweg werden zu können, muss der Weg durch ein Stahlbad an Anforderungen und Qualitätskriterien gehen. nach einer detaillierten Analyse

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Vesperhütte bei Baiersbronn © Baiersbronn Touristik

ruhepause auf dem Wiesensteig © U. Klumpp KTG Bad Peterstal

steht dann fest, ob der Weg geeignet ist, das Qualitätsgütesiegel zu führen. dabei entscheidet nicht nur die Wegbeschaffenheit und Wegeführung über Wohl und Wehe, sondern auch wie attraktiv die Landschaftsformen sind oder was entlang des Weges erlebt werden kann. Beste Voraussetzungen für Premiumwandern im Schwarzwald also, zählt dieser doch zu den abwechlungsreichsten Wanderrevieren in deutschland.

fältigen Landschaft paart sich unterwegs mit besonderen Genuss-Highlights. das können „Schnapsbrünnle“ oder Obststationen sein, Panoramabänke oder Himmelsliegen ebenso wie kulturelle oder kulinarische Höhepunkte.

die Schwarzwälder Genießerpfade sind zwischen sechs und 18 Kilometer lang, überfordern also auch weniger geübte Wanderer nicht. Sie sprechen besonders „Genusswanderer“ an, die gerne auch mal „über den Wegrand“ hinaus schauen und es sich auch mal gut gehen lassen wollen. das Besondere an den Genießerpfaden: neben der Landschaft rücken Kulturerlebnisse, Schwarzwälder Küche, Weine, Brände, Biere oder Wasser in den Fokus. einige Wege greifen auch „schwarzwaldtypische Genüsse“ wie Schwarzwälder Schinken oder die Kuckucksuhr auf. die Freude an der natur und am Ausschreiten in einer viel-

eine Broschüre mit 32 ausgezeichneten „Schwarzwälder Genießerpfaden“ und weiteren Wandertipps gibt es kostenlos bei der Schwarzwald Tourismus GmbH unter Tel. 0761-89646-93 oder unter www.geniesserpfade-schwarzwald.info.

Mit dem Label „Schwarzwälder Genießerpfad“ werden im Laufe von 2017 noch weitere „Premiumwege“ im Schwarzwald ausgezeichnet und beschildert werden.

Schwarzwald Tourismus GmbH Tel.: 0761- 896460 mail@schwarzwald-tourismus.info www.schwarzwald-tourismus.info

03 Weinreben in Sasbachwalden © TI Sasbachwalden


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Premiumwege im Hochschwa�wald

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ür Wanderer, die neben einer beeindruckenden Landschaft auch andere Genussfreuden lieben, ist der Hochschwarzwald genau das richtige. Besonders die sieben Premiumwege kombinieren wunderschöne naturlandschaften mit idealen einkehrmöglichkeiten im Hochschwarzwald. Auf 1000 Höhenmetern erstreckt sich der Hochschwarzwälder Hirtenpfad auf einer Länge von acht Kilometern um das raitenbucher Hochtal bei Lenzkirch. Urige Schwarzwaldhöfe und Bauerngärten schmiegen sich an die Hänge und die erzählungen ehemaliger Hirtenbuben hinterlassen unterwegs ihre Spuren. der rund 11 Kilometer lange Schluchseer Jägersteig verbindet das Thema Jagd mit einem besonderen Landschaftserlebnis und herrlichen Ausblicken auf den größten Schwarzwaldsee. Auf dem Menzenschwander Geißenpfad kann man auf 10 km die Ziegen im Geißental hautnah erleben. der Turmsteig führt die Wanderer zwischen Todtnau, Bernau und Todtmoos auf zwei etappen und über 26 km zu fantastischen Aussichtspunkten. der Rappenfelsensteig bietet ein erstaunliches naturerlebnis auf 11 Kilometern. neben seinen steilen Hängen, bietet dieser urtümliche Pfad auch atemberaubende Ausblicke über die Wiesen des Hochschwarzwaldes. der Feldbergsteig bietet auf 12 km

03 © Hochschwarzwald Tourismus GmbH

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© Hochschwarzwald Tourismus GmbH

© Hochschwarzwald Tourismus GmbH

herrliche Ausblicke und idyllische, schmale Pfade inmitten von geschützter natur. ein beeindruckendes naturerlebnis gibt es auf dem 12 km langen Wasserfallsteig zu bestaunen. der Todtnauer Wasserfall ist mit seinen 97 Metern der höchste naturwasserfall in Baden-Württemberg.

Hochschwarzwald zu einem einzigartigen erlebnis. Insgesamt verfügt die Wanderregion über ein ausgeschildertes Wegenetz von knapp 1000 Kilometern.

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er Hochschwarzwald bietet erfahrenen Wanderern viel Abwechslung und einsteigern den perfekten Start. Zahlreiche routen mit unterschiedlichen Streckenlängen und Schwierigkeitsstufen stehen zur Auswahl und machen das Wandern im

Hochschwarzwald Tourismus GmbH Tel.: 07652-12060 info@hochschwarzwald.de www.hochschwarzwald.de/ geniesserpfade


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Über die höchsten Schwa�waldgipfel: der W�tweg Westweg: Titisee-neustadt Wandern bei Waldau © erich Spiegelhalter / TI Titisee

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ochmoore und Seen, dichte nadelwälder, sattgrüne Wiesen, breite Tallandschaften: Auf dem rund 290 Kilometer langen Westweg von Pforzheim im norden bis nach Basel im Süden zeigt sich der Schwarzwald in all seinen naturfacetten. der „Top Trail“ führt über die schönsten Höhen von deutschlands höchstem Mittelgebirge. Grandiose Fernblicke bis in die Alpen und über die rheinebene sind fast garantiert. In restaurants und Vesperhütten genießen Wanderer regionale Gerichte, badische Weine und Schwarzwälder Biere. Gastgeber füllen Lunchpakete für unterwegs. 1900 wurde der„Westweg“ vom Schwarzwaldverein als erster Fernwanderweg deutschlands eingerichtet, 2006 wurde er den Bedürfnissen moderner Wanderer angepasst und vom deutschen Wanderverband als „Qualitätsweg Wanderbares deutschland“ ausgezeichnet und in der Zwischenzeit schon mehrfach rezertifiziert. Mit zwölf Westweg-Portalen entlang der Strecke ist der Weg über die schönsten Schwarzwaldgipfel noch attraktiver geworden. An markanten Stellen des Weges weisen die Portale mit Bild-Text-Tafeln zu den Sehenswürdigkeiten der näheren Umgebung hin.

Schwarzwald Tourismus GmbH Tel.: 0761- 896460 mail@schwarzwald-tourismus.info www.schwarzwald-tourismus.info

Westwegwanderer können bequem ohne Gepäck unterwegs sein. Im Angebot sind z.B. das zweiwöchige Angebot „Wandern ohne Gepäck“ ab 1.079,- € pro Person im doppelzimmer. es gibt auch eine siebentägige Wanderpauschale auf der nördlichen route von Pforzheim nach Hausach ab 499,- € pro Person im doppelzimmer oder auf der südlichen Zu den Westweg-Portalen gehören das „Gold- route von Hausach nach Basel ab 664,- € pro tor“ am Kupferhammer in Pforzheim, das Person im doppelzimmer. Sonnentor in dobel, das Murgtaltor in Forbach, das Mummelsee-Tor in Seebach, die ein kostenloser Tour-Guide mit etappenbeHeilklimapforte in Freudenstadt-Kniebis, das schreibungen und Gastgeberadressen kann Kinzigtal-Tor in Hausach, das Tor an der Wil- angefordert werden bei Schwarzwald Tourishelmshöhe in Schonach, das „Tor zum Höch- mus GmbH, Heinrich-von-Stephan-Str. 8b, sten“ auf dem Feldberg, das Wiedener eck-Tor 79100 Freiburg, Tel. +49 761-89646-93, in Wieden, das Tor zum Wehratal in Todtmoos, www.westweg.info das Portal „dreiländereck“ in Lörrach und das Portal in Schapbach/Peterstal. Auf einer Bodenkarte ist der Verlauf des gesamten Westweges abgebildet. die Portale sind 3 Meter hoch, 1,50 Meter tief und 3,20 Meter breit. Ihre Oberflächen sind mit landschaftstypischen Materialien veredelt: Tanne, Lärche, Granit, Kiesel, Gneis oder Mauerbruch.

Seit 2012 gibt es „Westweg-Stempelkarten“, mit den Fotos aller zwölf Westweg-Portale. Jedes Portal hat einen spezifischen Stempel. Wer neun Stempel gesammelt hat, darf sich in der Tourist-Info des Portalortes oder bei Schwarzwald Tourismus ein Geschenk abholen. Freiersberger Tor am Westweg © Christoph eberle / Schwarzwald Tourismus

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�efe Schluchten, lichte Höhen: der „Schluchtensteig”

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ie Schluchten im südlichen Schwarzwald geben einblicke in die jüngste erdgeschichte.

Wasser rauscht, gurgelt um Felsen, versickert im Boden, gestaltet eine urwüchsige Landschaft: Wutachflühen, Schleifenbachschlucht, Wutachschlucht, Haslachklamm, Windbergschlucht, Hohwehraschlucht, Wehraschlucht, dazwischen Aussichtsberge und sonnige Kuppen – der 119 Kilometer lange „Schluchtensteig Schwarzwald“ zählt zu den Favoriten der Wanderer. Vom Start weg erfüllte der 2008 eröffnete Fernwanderweg des Schwarzwaldes die strengen Kriterien des Gütesiegels „Qualitätsweg Wanderbares deutschland“. er führt in weitem Bogen durch den naturpark Südschwarzwald. einstieg ist in Stühlingen am Unterlauf der Wutach. Flussaufwärts führt der Weg zunächst nach norden durch die tief eingeschnittenen Wutachflühen bis Blumberg und folgt dann dem Flusslauf durch die Wutachschlucht westwärts bis Lenzkirch. dort verlässt der Schluchtensteig die Wutach, führt südwärts zum Schluchsee und weiter durch die Windbergschlucht nach St. Blasien, über dachsberg und Ibach nach Todtmoos und endet in Wehr am Ausgang des Wehratales. Schmale Pfade, steile Steige und stille Forstwege machen den Schluchtensteig aus. Abschnitte über Stock und Stein wechseln mit gut zu gehenden Fuhrwegen. Insbesondere im Tal der Wutach und in der Wehraschlucht führen schmale Steige durch steile Bergflanken – gutes Schuhwerk, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind wichtig. Mit der nötigen Vorsicht ist der Schluchtensteig mit seinen Wasserfällen, Wildwassern, Urwäldern, Burgen, Kletterfelsen und Aussichtstürmen auch ein idealer Wanderweg

Schwarzwald Tourismus GmbH Tel.: 0761- 896460 mail@schwarzwald-tourismus.info www.schwarzwald-tourismus.info

01 Hochwehraschlucht bei Todtmoos © Schluchtensteig Schwarzwald

mit Kindern. er eignet sich bestens, um sommerlicher Hitze zu entfliehen. In den Schluchten ist es angenehm kühl, hin und wieder bieten sich mit klarem Wasser gefüllte Gumpen zum Baden oder Abkühlen an. Auf den sonnigen Hochflächen weht meist ein erfrischender Wind. Viele seltene und geschützte Tier- und Pflanzenarten haben in den Schluchten des südlichen Schwarzwaldes ihren Lebensraum: vom Apollofalter bis zum Wespenbussard, von den seltenen Aspisvipern bis zu Bibern, Luchsen, Gämsen und Hirschen. Botanische Kleinode wie Felsennelke, Orchidee, Türkenbund oder Silberblatt blühen am Wegesrand. Lupine, Königskerze und Akelei sprenkeln die Wälder mit bunten Farbtupfern. der Schluchtensteig lässt sich gut in fünf oder sechs etappen erwandern. Beste Wanderzeit ist von Mai bis november. Jede etappe ist von Mai bis Oktober auch an Wochenenden mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Wer’s bequem mag, bucht die Pauschale „Wandern ohne Gepäck“ mit sechs Übernachtungen und Gepäcktransfer ab 434,- € pro Person im doppelzimmer. Sieben Übernachtungen gibt es ab 505,- €. Mehr Infos unter Tel. +49 7634-5695626. die 32-seitige Wanderbroschüre „Schluchtensteig“ im Westentaschenformat und noch viel mehr Tipps für Wanderurlaube bei Schwarzwald Tourismus GmbH, Heinrichvon-Stephan-Str. 8b, 79100 Freiburg, Telefon +49 761-8964693 und www.wandern-schwarzwald.info

02 Blick vom Bildsteinfelsen © Schluchtensteig Schwarzwald

03 Wandern in der Wutachschlucht © Patrick Kunkel / Schwarzwald Tourismus


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Ferienwelt Südschwa�wald

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uftende Wälder, saftige Weiden, wildromantische Schluchten und idyllische Flusslandschaften – kann natur denn abwechslungsreicher sein? Auf einer Höhe von etwa 300 bis 1.400 Metern über dem Meeresspiegel finden ruhesuchende und Bewegungsfreudige in historischen Städten oder der vielfältigen natur durch gelebte Schwarzwälder Lebensart alles, was das Herz begehrt. Der Hochrhein die Hochrhein-region ist bekannt für ihr mildes Klima und ihre ausgezeichneten radwege am Wasser. dennoch kann man hier natürlich auch wandern. In Bad Säckingen schlendert man durch die Altstadt und über die längste überdachte Holzbrücke europas in die Schweiz. Weiter am Hochrhein entlang gelangt man nach Laufenburg. Wer das idyllische Habsburgerstädtchen zu Fuß entdecken möchte, spürt auf naturführungen dem Salm oder Biber nach. Murg bietet mit dem Murgtal ein absolutes Highlight in Sachen naturerlebnisse. das Murgtal ist wildromantisch und genauso wenig berührt wie das Albtal bei Albbruck. dort entsteht im Sommer 2017 der neue Premiumwanderweg „Albsteig Schwarzwald“, welcher schon jetzt neugierige anzieht. In Waldshut-Tiengen, der Kreisstadt, kann man hervorragend am rhein spazieren oder ab dort zu den Schwarzwaldhöhen aufsteigen.

02 Aussicht Ibach auf Schwarzwaldhöhen © Klaus Hansen / Ferienwelt Südschwarzwald

01 Bad Säckingen © Klaus Hansen / Ferienwelt Südschwarzwald

Die Schwarzwaldhöhen Vom rheintal hinauf auf die Schwarzwaldhöhen kann man dem Flüsschen Wehra folgen. Tief ins Schwarzwaldgebirge eingeschnitten fließt die Wehra von Todtmoos nach Wehr. Spektakulär sind die Bergpfade oberhalb der Schlucht, welche ein Teil des bekannten „Schluchtensteigs“ darstellt. ein wunderbarer Tageswanderweg ist der „Lebküchlerweg“ in Todtmoos. Genauso beliebt ist der bekannte „Hochtalsteig“ in Bernau im Schwarzwald. die Hotzenwaldgemeinden rickenbach, Görwihl und Herrischried sind durch zahlreiche Wanderwege verbunden, so dass eine rundwanderung ein wahres erlebnis darstellt. der neu erschlossene Premiumweg „Ibacher Panoramaweg”

bietet neben dem Höchenschwander „Schinkenweg“ das schönste Alpenpanorama der Schweizer Alpenkette. Gelebtes Brauchtum Tradition und Brauchtum werden im Schwarzwald gelebt. der Klausenhof in Herrischried wirkt als hätten ihn die letzten Bewohner gerade erst verlassen. Auch der resenhof in Bernau und das Heimethuus in Todtmoos sind zwei geschichtsträchtige Bauwerke wie man sie im Südschwarzwald noch an vielen Stellen findet. Zahlreiche Veranstaltungen, wie die dachsberger Kohlenmeilertage oder das nöggenschwieler rosenfest bieten den Wanderern das ideale rahmenprogramm.

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03 Laufenburg © Klaus Hansen / Ferienwelt Südschwarzwald

Sonnenuntergang © Klaus Hansen / Ferienwelt Südschwarzwald

FerienWelt Südschwarzwald c/oTourist Information Höchenschwand Tel.: 07672-48180 info@ferienwelt-suedschwarzwald.de www.ferienwelt-suedschwarzwald.de Ferienregion „Im Tal der Murg” Tel.: 07225-982160


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Premiumweg Bernauer Hochtal Steig © Klaus Hansen / Tourist Information Bernau

Premiumweg Lebküchlerweg © Klaus Hansen / Tourist-Information Todtmoos

Schwarzwälder Schinken © Klaus Hansen / Ferienwelt Südschwarzwald

Hochtal Bernau

Lebküchlerweg

Der Schinkenweg

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eite erleben, Stille spüren im größten und schönsten Hochtal im Schwarzwald.

das 8 km lange und nach Süden hin offene Hochtal liegt auf 900 m, umgeben von Bergen, Wäldern, Wiesen und Weiden. Hausberg ist das 1.415 m hohe Herzogenhorn. Wandern auf drei ebenen: auf 900, 1.200 und über 1.400 Meter Höhe. einer der beliebtesten Premiumwege im Schwarzwald ist der Bernauer Hochtal Steig. Breitgefächert ist das Angebot für naturliebhaber, Wellnessfans, Feinschmecker und Wintersportler. Schneeskulpturen-Festival, Hans-Thoma-Fest, naturparkmarkt, Inklusiv-Gästekarte. www.bernau-schwarzwald.de

06 Ausblick Bernauer Hochtal © Birgit-Cathrin duval / Tourist Information Bernau

07 Bernauer Hochtal im Biosphärengebiet Schwarzwald © Tourist Information Bernau

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as Schönste, was die „Lebküchler” rund um ihren Ort zu bieten haben, vereint in einem Schwarzwald-Genießerpfad. Auf der zwölf Kilometer langen Wanderung mit 540 Höhenmetern ist man rund viereinhalb Stunden unterwegs – ohne einkehr. diese aber sollte spätestens im restaurant rössle mit seinem herrlichen Blick erfolgen. Start zu dieser Tour ist am idyllisch gelegenen Freibad, von wo aus der Weg durch die rabenschlucht hindurch und hinauf richtung Hochkopf führt. eine tolle Aussicht genießt man von der rudolf-Jordan-Hütte. Von dort geht es vorbei an den Himmelsliegen und rein in die rütteschlucht zum Wasserfall in Hintertodtmoos.

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Schwarzwälder Tradition erfahren und erleben: herzhaft und bekömmlich

Kulinarisches Highlight und symbolhaftes Markenzeichen des Schwarzwaldes ist der „Schwarzwälder Schinken“. erkunden Sie das Geheimnis der traditionellen Herstellung der urwüchsigen Spezialität. der 12 km lange Themenwanderweg rund um den „Schwarzwälder Schinken“ verbindet Tradition, Brauchtum und Kultur. Im Verlauf des Wanderweges erfahren Sie wie sich das bäuerliche Leben mit dem wirtschaftlich-technischen Fortschritt und der einbindung in den europäischen Agrarmarkt verändert hat. dabei hat man es geschafft neue Wege zu gehen ohne alte Traditionen zu vergessen. Und das mundet man bis heute. deshalb darf der Wegverzehr der Schwarzwälder delikatesse selbstverständlich nicht fehlen. eine herrliche Aussicht auf das Panorama der Schweizerischen Alpenkette ist hier inklusive, da das „dorf am Himmel“ Höchenschwand wohl die schönste Aussicht auf die nachbarregion bietet.

der Lebküchlerweg ist mehr als nur ein Genießerpfad. er steht für die Geschichte der örtlichen Wallfahrt. Mit der über der Gemeinde thronenden, 1268 errichteten Kirche „Unserer Lieben Frau zu Todtmoos“ kamen die ersten Wallfahrer und das dörfliche Leben nahm seinen Anfang. dieser schönen Kuppelkirche sollte man unbedingt einen Besuch abstatten. Weil der Lebkuchen eine Spezialität www.hoechenschwand.de des Ortes war, den die Pilger gerne als Wegzehrung mitnahmen, nennt man die Todtmooser Bürger im Volksmund bis heute liebevoll „Lebküchler“. www.todtmoos.net

09 rütte-Pavillion © Tourist-Information Todtmoos

11 Aussicht auf dem Schinkenweg © Klaus Hansen / Ferienwelt Südschwarzwald


Hahn-und-Henne-Runde Zell am Harmersbach Das sympathische Hühnerpaar der Zeller Keramik Manufaktur begleitet Wanderer auf dem Schwarzwälder Genießerpfad durch eine Bilderbuch-Landschaft.

Tourist-Information Zell a.H. Alte Kanzlei, 77736 Zell a.H. Tel.: 07835-63 69 47 tourist-info@zell.de www.zell.de

Hahn-und-Henne-runde Wer kennt sie nicht, die leuchtend grün-gelben Tassen, Teller oder eierbecher mit Schwarzwald-Hahn und -Henne? das sympathische Hühnerpaar begleitet Wanderer mit liebevoll gestalteten Bänken und rastplätzen auf dem 14 km langen Premiumweg. Schwarzwälder Kulturlandschaft vom Feinsten genießen: Über Jahrhunderte haben die Bauern hier ein beschauliches Mosaik aus Feldern, Äckern, Weiden und Obstbaumwiesen geschaffen, mittendrin liegen ihre stattlichen Höfe, rundherum erheben sich die waldigen Bergkuppen des Harmersbachtals. Abwechslungsreich führt der Schwarzwälder Genießerpfad durch die Landschaft, mal durch moosige, mal durch lichte Tannenwälder, entlang der Waldränder und über Wiesenwege.


Zeller Städtle Heimelige Gässchen und lauschige Winkel, Straßencafés und Geschäfte – im Altstadtkern des Zeller Städtles lässt es sich gemütlich bummeln und genießen. Sehenswert ist vor allem die Hauptstraße mit einem Ensemble aus Fachwerk und Jugendstil-Fassaden und der Kanzleiplatz mit dem über 700 Jahre alten Storchenturm. Der Zeller Bachsteig – ein abenteuerlicher Erlebnispfad für die ganze Familie führt an Land und im Bach durch die Stadt und endet am Heimatmuseum Fürstenberger Hof, einem stolzen Zeugen Schwarzwälder Bauernlebens. Mit der Zeller Keramik Manufaktur, der Villa Haiss – Museum für zeitgenössische Kunst - und der Wallfahrtskirche „Maria zu den Ketten“ trifft Tradition auf Moderne.


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ÜBernACHTUnGSTIPPS ZUr HAHn-Und-HennerUnde

Familie Bitsch Zeller Str. 11, 77736 Zell-Unterentersbach Tel.: 07835 - 429 info@pflug-zell.de | www.pflug-zell.de ruhetag: Montag

Familie Lehmann Blumenstr. 19, 77736 Zell a.H. Tel.: 07835 - 784-0 info@klosterbraeustuben.de www.klosterbraeustuben.de

Hahn und Henne aus der Zeller Keramik Manufaktur

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as sympathische Hühnerpaar „Hahn und Henne’”, das seit neuestem Genußwanderer auf der gleichnamigen rundtour im idyllischen Harmersbachtal begleitet, stammt aus der traditionsreichen Zeller Keramik Manufaktur. Von dort machen die tierischen Botschafter nun schon seit über 100 Jahren das Schwarzwälder Städtchen Zell am Harmersbach populär. Wer sich dafür interessiert wie das schwarze Federvieh mit elegantem Pinselstrich auf Teller, Tassen, Butterdosen und Co. kommt, besucht die offene Produktion mit Werksverkauf und Keramik-Museum am Ortseingang von Zell am Harmersbach. Man kann dort an einer Werksführung teilnehmen und hinter die Kulissen der Keramikproduktion schauen oder sogar selbst Hand anlegen, um eine ganz eigene, persönliche Tasse zu gestalten. Übrigens: Hahn und Henne sind zwar tatsächlich das berühmteste, aber bei weitem nicht das einzige dekor der Zeller Keramik. Im großen Werksverkauf findet man alle dekore der Zeller Keramik liebevoll arrangiert und saisonal dekoriert.

01 Weltberühmtes Hahn&Henne dekor ©Zeller Keramik Manufaktur

Zeller Keramik Manufaktur Tel.: 07835-7860 info@zeller-keramik.de www.zeller-keramik.de

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D� G�tliche Ki�igtal Wanderparadi� im He�en d� Schwa�wald�

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räumt man vom Schwarzwald, träumt man vom Kinzigtal. denn hier findet man den Schwarzwälder Bollenhut, historische Schwarzwaldhöfe, Kuckucksuhren, mächtige Bäume, saftige Wiesen und ursprüngliche natur sowie die Schwarzwälder Kirschtorte und deftiges essen. Hier, im Herzen des Kinzigtals, bilden die sechs Gemeinden Fischerbach, Haslach, Hausach, Hofstetten, Mühlenbach und Steinach ein Urlaubsidyll für Groß und Klein und eine Bilderbuchlandschaft für erlebnisreiche Wanderungen.

der Genießerpfaden“; die schönsten Aussichten bieten die zwei Tourenvorschläge Waldsee-Tour und Teufelskanzel-rundweg, die auf den Aussichtsturm auf dem Urenkopf führen; für Familien empfehlen sich in der Wanderbroschüre der Abenteuerpfad Hausach und der Wald- und erlebnispfad „Bächlewald“ in Haslach; viele kleinere und mittlere Wanderungen von 7 bis 15 Kilometer in Fischerbach, Hofstetten, Mühlenbach und Steinach runden das Wanderangebot in der WandertippsBroschüre ab.

17 Wandertipps in einer Broschüre „Willkommen im Wanderparadies Gastliches Kinzigtal“ heißt die kostenlose Wanderbroschüre, die in allen Tourist Informationen des Gastlichen Kinzigtales ausliegt. In der Wanderauswahl findet der Wanderer die schönsten Wandervorschläge im Gastlichen Kinzigtal: der „Hausacher Bergsteig“ ist ein Premiumwanderweg und gehört zu den „Schwarzwäl-

das Wanderhighlight im September ist die alljährlich stattfindende „Hansjakob Wanderwoche“, die auf den Spuren Hansjakobs Land und Leute näher bringt. durch die region des Gastlichen Kinzigtals führen bedeutende Fernwege wie der Westweg, der Kinzigtäler Jakobusweg und der Große Hansjakob-rundweg.

01 Blick ins Kinzigtal ©Martin Weinbrenner

Tourist Information Gastliches Kinzigtal Tel.: 07832-706-170 info@gastliches-kinzigtal.de www.gastliches-kinzigtal.de

Hausacher Bergsteig

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er Hausacher Bergsteig ist ein Premiumwanderweg und gehört zu den „Schwarzwälder Genießerpfaden“. Auf 13 km sind 761 Höhenmeter zu überwinden. Geübte Wanderer benötigen für den Weg ca. 3,5 Stunden. der Weg ist sehr anspruchsvoll, gilt es doch 3 steile Auf- und Abstiege zu bewältigen. dafür wird man aber mit phantastischen Ausblicken in die umgebende Schwarzwaldlandschaft belohnt. Je höher der Anstieg, desto weiter der Blick.

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Besonderheiten am Weg sind das Wahrzeichen der Stadt, die Burg „Husen“, der Hausacher Bergsteig – oberhalb Mattenseppenhof 2,8 km lange Abenteuerpfad, der Kinder zur ©Tourist-Information Hausach Bewegung in freier natur animieren soll, die malerisch gelegene „Hauserbacher“ Kapelle der Hausacher Bergsteig läuft auf einem sowie die „Kreuzbergkapelle“. Teilstück auf dem bekanntesten aller Schwarzwälder Fernwanderwege, dem „Westweg“, streift den „Kinzigtäler Jakobusweg“ sowie den „Großen Hansjakobweg“. die Streckenführung verläuft auf der sog. „trockenen Seite“, d.h. es gibt keine Gasthäuser am Weg, sondern nur Landschaft und ruhe. damit jedoch niemand verdurstet, sind am „reutebauernhof“ und „Oberen Hof“ naturkühlschränke eingerichtet und mit selbstgemachten Schwarzwälder Produkten ausgestattet. Fröhliche Höhenpflöcke mit markigen Sprüchen motivieren die Wanderer.

02 Hausacher Bergsteig – Blick zum Brandenkopf ©Tourist-Information Hausach

der Weg ist auf Sicht ausgeschildert und als rundweg angelegt. Start- und endpunkt der Tour ist die Wassertretstelle am ende des Kreuzbergwegs.

Tourist-Information Hausach Tel.: 07831-7975 tourist-info@hausach.de www.hausach.de


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Genießerpfad Waldpfad Groppertal

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01 Waldpfad Groppertal ©Wirtschaft und Tourismus Villingen-Schwenningen GmbH

Wirtschaft und Tourismus Villingen-Schwenningen GmbH Tel.: 07720-82-1051 wifoeg@villingen-schwenningen.de www.wt-vs.de

Wildgehege Salvest ©Wirtschaft und Tourismus Villingen-Schwenningen GmbH

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uf naturnahen Pfaden gelangt der Wanderer durch abwechslungsreiche Waldpassagen ins Groppertal, in dem sich der donauzufluss Brigach, an typischen Schwarzwaldhöfen vorbei, durch eine grüne Talaue schlängelt. die rundwanderung beginnt am nordwestlichen Stadtrand von Villingen, auf dem Wanderparkplatz Tannenhöhe. neben dem 12 m hohen Felsen »Uhustein« mit Aussichtsplattform im Villinger Germanswald, gehört das Wildgehege Salvest mit Spiel- und rastplatz zu den Highlights des Genießerpfades. Zu ruhepausen laden einkehrmöglichkeiten wie das Gasthaus Breitbrunnen oder der Gasthof Forelle ein. Vorbei am ehemaligen Kirnacher Bahnhof gelangt der Wanderer zurück zum Ausgangspunkt. Highlights: Wildgehege Salvest einkehrmöglichkeiten: Gasthof Forelle, Gasthaus Breitbrunnen

„Gernsbacher Runde Naturgenuss pur”

01 Wanderer auf dem dachsfelsen ©Touristinfo Gernsbach

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Touristinfo Gernsbach Tel.: 07224-644-44 touristinfo@gernsbach.de www.gernsbacher-runde.de

ächtige douglasien und Mammutbäume werden Sie sehen, spüren und fühlen können, wenn sie auf dem rund 42 Kilometer langen Premiumweg rund um Gernsbach unterwegs sind. doch zu sehen gibt es noch viel mehr. Auf der Gernsbacher runde erleben Sie Schwarzwaldkulisse pur: die einzigartigen Heuhütten- und Wiesentäler, rauschendes Wasser und badische Gastlichkeit. Atemberaubende Aussichten von imposanten Felsenlandschaften im nördlichsten Weinanbaugebiet der Ortenau gehören ebenso dazu wie die verzaubernden Geschichten rund um Schloss eberstein. Je nach persönlichem Leistungsvermögen kann die runde in zwei oder drei Tagen gelaufen werden. Immer wieder gelangt man an einen Ort, wo ein Gasthaus zur rast einlädt oder aber per Bus oder S-Bahn die rückkehr nach Gernsbach möglich ist. Gönnen Sie sich, ihren Füßen, dem Gaumen und der Seele eine Prise Genusszeit.


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Zwei b�ondere Wandertipps im Wol�al:

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as Wolftal mit seinen beiden Orten Bad rippoldsau-Schapbach und Oberwolfach liegt in der nationalparkregion Schwarzwald. Mitten in der noch fast unberührten natur finden Sie attraktive Ziele die auf ausgeschilderten Wegen und naturbelassenen Pfaden erwandert werden können. Unser erster Wandertipp „Klösterle-Schleife“ führt zum Burgbachwasserfall, einem der höchsten freifallenden, natürlichen Wasserfälle. die Fakten dieses neuen Premiumwanderweges sind schnell aufgezählt: 8 km lang, Aufstieg 330 m, Abstieg 350 m, Start und Ziel ist der Wanderparkplatz „Vor Burgbach“. Auf den Wegweisern steht der name „KlösterleSchleife“.

01 Burgbachwasserfall ©Wolftal-Tourismus

02 Oberwolfach Kirche ©Jakob Wolber

Kirche und Walke. In beiden Ortsteilen gibt es gute einkehrmöglichkeiten, um Hunger und durst zu stillen. Startpunkt ist beim Gasthof Linde in Oberwolfach, Sie folgen der Ausschilderung mit einem schwarzen Auge.

der zweite schöne Wandertipp ist das neu angelegte „Guck a mol Wegle“ in Oberwolfach. „Guck a mol“ ist badisch und eine Aufforderung zum Schauen. Getreu nach diesem Motto wurde der Weg auf naturbelassenen, schmalen Pfaden mit zahlreichen tollen Ausblicken angelegt. die 12 km lange rundtour verbindet die beiden Oberwolfacher Ortsteile

Wolftal-Tourismus Tel.: 07839-8383-1 info@wolftal.de www.wolftal.de

Wander- und Damp�ugerlebn� mit der Sauschwä�lebahn

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in besonderes naturerlebnis ist die Wanderung über den SauschwänzleWeg. der Premiumweg und Schwarzwälder Genießerpfad führt über Felder und Wiesen mit einzigartigem Panoramablick auf die Schweizer Alpen und die urwüchsige naturlandschaft der Wutachflühen. darüber hinaus erfahren Sie auf interaktive Weise Wissenswertes über den Schwarzwälder Schinken.

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die perfekte Kombination aus Bewegung und erlebnis bietet der Sauschwänzle-Weg mit der Sauschwänzlebahn. nach der Wanderung genießen Sie ab dem Haltepunkt LausheimBlumegg die historische dampfzugfahrt zurück zum Bahnhof Blumberg-Zollhaus.

02 © Jörg Sauter

© Stadt Blumberg

Touristinfo Blumberg Tel.: 07702-51200 touristinfo@stadt-blumberg.de www.stadt-blumberg.de www.sauschwaenzlebahn.de


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Schwarzwald-regioguide

Premiumwandern im Achertal

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enießerpfad Karlsruher Grat und Mummelsee-Hornisgrindepfad

das Mühlendorf Ottenhöfen im Schwarzwald und das Mummelseedorf Seebach liegen unterhalb der Hornisgrinde im nationalpark Schwarzwald. Zwei Premiumwanderwege gibt es zu entdecken. der Genießerpfad Karlsruher Grat ist sehr vielseitig und macht die Wanderung auf überwiegend naturbelassenen Pfaden zu einem besonderen erlebnis. der Wanderer genießt das rauschende Wasser und die Schluchtenromantik in den sagenhaften edelfrauengrab-Wasserfällen und stellt sich den alpinen Herausforderungen beim Klettern über den Karlsruher Grat, dabei wird er immer wieder mit herrlichen Panoramablicken belohnt. der Mummelsee-Hornisgrindepfad vereint auf einer abwechslungsreichen und teils anspruchsvollen Strecke zahlreiche Höhepunkte. neben grandiosen Schwarzwald-Aussichten, dem Grindenpfad und dem Bohlenweg durch das Hochmoor bildet insbesondere der sagenumwobene Mummelsee eine herausragende Attraktion. nicht minder sehenswert sind der Hornisgrinde-Aussichtsturm, der Bismarckturm und der dreifürstenstein. natürlich gibt es an beiden Wegen zur erholung und Stärkung einkehr und rastmöglichkeiten.

01 Karlsruher Grat ©elmar Gaiser

Tourist-Info Ottenhöfen Tel.: 07842-80444 tourist-info@ottenhoefen.de www.ottenhoefen.de

Tourist-Info Seebach Tel.: 07842-948320 tourist-info@seebach.de www.seebach.de

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Schwa�walddorf Knieb� Wanderparadi� an der Schwa�waldhochstraße

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irekt an der Schwarzwaldhochstraße unweit des nationalparks liegt das beschauliche dörfchen Kniebis, auf einer Hochebene nur 10 km von Freudenstadt entfernt. Seit seiner Gründung im Jahre 1267 ist der Ort für seine Gastlichkeit bekannt. So werden auch heute die Gäste herzlich willkommen geheißen im Besucherzentrum Schwarzwaldhochstraße Freudenstadt-Kniebis.

das Besucherzentrum bietet auch geführte Wanderungen mit erfahrenen Schwarzwaldguides an, sodass Jedermann am rande des nationalparks den Wald, die Wiesen und das Moor hautnah erleben kann. Ob bei einer Kräutertour oder einem Ausflug „in die Heidelbeeren“: die gesammelten Kräuter und Früchte werden verarbeitet und im Anschluss genüsslich verzehrt.

der Kniebis lockt im Sommer wie im Winter viele Besucher an. Während die Langläufer im Skistadion auf hervorragend präparierten Loipen ihre runden ziehen, können Familien und Kinder am „Lammlift“ erste alpine erfahrungen sammeln. Im Sommer treffen sich Mountainbiker und e-Biker, denn dank eines gut organisierten Tankstellennetzes kommen letztere jetzt noch sicherer auf die gut 950 m Höhe.

eine Abkühlung bietet im Sommer das höchstgelegene Waldschwimmbad des Schwarzwaldes mit Spaß für Groß und Klein.

das Wandervergnügen startet genau am Besucherzentrum. Herrliche Luft, super schöne Ausblicke und endlos wirkende Wälder laden Wanderer aller Altersgruppen ein. Von hier beginnen auch ein Großteil der unzähligen, liebevoll angelegten und gepflegten, sehr gut ausgeschilderten Wege und Pfade.

enießerpfad Kniebiser Heimatpfad der Kniebiser Heimatpfad führt auf einer Länge von ungefähr 10 km durch Wald, Heide-Moor, Wiese und besiedeltes Gebiet rund um das dorf. Start und Ziel ist am Besucherzentrum Kniebis. Bei klarem Wetter hat man wunderschöne Ausblicke über die Schwarzwaldhochstraße und die Täler am ellbachseeblick.

neben dem Kniebiser Heimatpfad, der 2008 den dritten Platz unter deutschlands schönsten Wanderwegen belegte und seit 2011 als Premium-Wanderweg zertifiziert wurde, ist der Klostersteig seit 2015 der zweite Premium-Wanderweg. Auf Grund seiner Länge von 5,2 km ist er als Premium Spazierwanderweg eingestuft, aber davon darf man sich nicht täuschen lassen. der Klostersteig fordert mit seinen vielen Auf- uns Abstiegen etwas Kondition und Trittsicherheit bietet dafür aber wunderbare naturerlebnisse. erwandert man den Klostersteig mit einigen Aufund Abstiegen so ist der Heimatpfad eher gemächlich bei gut 10 km mit wenigen Höhenmetern auf naturbelassenem Untergrund. Auch dieser Wanderweg wird allen Altersstufen gerecht, denn es locken Pflanzen- und Jägerpfad sowie das räuberwegle. Wem dies noch nicht genügt, der kann den neu angelegten Wildpfad auf einer Länge von 5,7 km erkunden und bestaunen. Hier ist genaues Hinsehen gefragt und man wird belohnt mit Kleinigkeiten am rande, die den reiz ausmachen - ein Kleinod der ruhe zum entschleunigen.

Selbstverständlich wird auf dem Kniebis auch kulinarisch so einiges geboten. Für beste Verpflegung und angenehme Urlaubstage sorgen die Kniebiser Gastronomen, die von der klassischen Schwarzwaldküche bis hin zu internationalen Spezialitäten alles bieten.

01 Klostergarten

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Auf den Informationstafeln entlang des Weges erfährt man Wissenswertes aus den Bereichen Geschichte, Biologie, Ökologie und Waldbewirtschaftung uvm. Und jedes Jahr gibt es weitere Stationen wie z.B. ein Bienenhotel. das “räuberwegle”, ebenfalls ein Teilstück des Heimatpfades, erfreut sich bei Groß und Klein größter Beliebtheit. Auch das freigelegte Stück des Alten Gleisweges begeistert. der Pfad führt durch beide Teile des Ortes, den württembergischen und den badischen Kniebis. In der dorfmitte findet man das Kloster mit seinem Kräutergarten. ein Teilstück verläuft auf dem alten Grenzweg. dort ist auch die Abendwieshütte mit Grillplatz. da der Pfad bewusst in ursprünglicher Art belassen wurde ist es empfehlenswert, festes Schuhwerk zu tragen. Trotzdem ist er leicht zu durchwandern, da er keine großen Höhenunterschiede aufweist. 2008 wurde der Heimatpfad bei der Wahl “deutschlands Schönster Wanderweg“ in der Kategorie Touren mit dem 3. Platz ausgezeichnet.

02 Abendwieshütte mit Grillplatz

Besucherzentrum Schwarzwaldhochstraße Freudenstadt-Kniebis Tel.: 07442-7570 info@kniebis.de www.kniebis.de


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Schwarzwald-regioguide

Permanente Wanderwege d� DVV der Schliffkopfweg im Herbst ein Teil des Westweges. Ausführliche Beschreibung des Westweges auf Seite 6 © Michael Sauer / Schwarzwald Tourismus GmbH

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Unterwegs in einer Landschaft mit außerordentlicher Vielfalt, durch Weinberge, idyllische Täler und über Schwarzwaldhöhen mit grandiosen Ausblicken.

rlebnis, Panorama und Natur pur versprechen die Wanderfreunde Freiburg-Kappel auf einer 11 Kilometer langen rundwanderung am Schauinsland. Start und Ziel ist die Talstation der Schauinslandbahn in Horben, deutschlands längste Kabinen-Umlauf-Seilbahn. Sie überwindet 746 Höhenmeter auf den 1284 Meter hohen Hausberg von Freiburg. dort bieten sich dem Wanderer herrliche Aussichten über Freiburg im Breisgau sowie das dreisamtal und je nach Wetterlage zu den Vogesen, zur Hornisgrinde, den nahe gelegenen Feldberg und bis in die Schweizer Alpen. Besondere Highlights unterwegs sind das Museums-Bergwerk auf dem Schauinsland, wo man hautnah 800 Jahre Bergbaugeschichte im größten Silberbergwerk Süddeutschlands erleben kann sowie der 1593 erbaute Schniederlihof auf der Südseite des Schauinsland. Bis 1966 noch bewohnt, zeigt er heute als Museum das karge und mühsame Leben in einem Bergbauernhof. Wer alternativ als Start und Ziel das Hotel die Halde in Oberried-Hofsgrund wählt, der kann neben dem 11 Kilometer langen, prämierten Weg auch eine kürzere runde mit 7 Kilometer in richtung Storen und Münstertal wählen.

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Tälerpfad Reichenbach-Ohlsbach Ansprechende Höhenzüge mit idyllischen Seitentälern, Weinbergen, Wiesen und Auen prägen das Landschaftsbild des vorderen Kinzigtales. eingebettet darin, wo sich das Tal zur rheinebene hin öffnet, liegen an der Badischen Weinstraße zwischen der Ortenaumetropole Offenburg und dem historischen Städtchen Gengenbach die Orte reichenbach und Ohlsbach. Hier pflegen die Wanderfreunde reichenbach-Gengenbach den 2 Tälerpfad reichenbach-Ohlsbach. Start und Ziel ist der Landgasthof rössle in Gengenbach-reichenbach. die 11 Kilometer lange rundtour führt bis in das idyllisch gelegene Hinterohlsbach zur Maria Hilf Kapelle. Wer nur die 6 Kilometer lange runde erwandern möchte, kürzt direkt nach Ohlsbach ab, wo gepflegte Fachwerkhäuser mit geraniengeschmückten Gesimsen und Balkonen, zahlreiche alte bepflanzte Brunnen und Tröge und üppig blühende Vorgärten das Bild der Landschaft ergänzen. Hier lädt das Tagescafé eckenfels zur gemütlichen einkehr ein. ruhig und in der Mitte des Ortes gelegen ist es gleichzeitig ein alternativer Start und Ziel Punkt.


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chömberger Heidelbeerweg der Sonne ein Stück näher, in einem windgeschützten Hochtal zwischen der Goldstadt Pforzheim und der Hesse-Stadt Calw, liegt Schömberg als eingangstor in den naturpark Schwarzwald Mitte/nord, nur knapp eine Autostunde von Karlsruhe entfernt. Hier, inmitten ausgedehnter Wälder mit ursprünglichen Bächen und Flüssen und einer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt, unterhält der VSV Schömberg e.V. den Schömberger Heidelbeerweg mit 11 und 13 Kilometer Länge. die rundwanderung beginnt im Heilklimatischen Kurort Schömberg beim Sporthaus Blaich und führt zunächst in das eulen- 01 bachtal. Vom (Mühlen-) Weg unterhalb des Skihanges geht es dann rechts über die eu- Schauinslandbahn Gondel ©Schauinslandbahn lenbachbrücke hinauf nach Schwarzenberg und auf leicht begehbaren Wegen auf und ab hinüber nach Oberlengenhardt und zurück nach Schömberg. In den lichtdurchfluteten Wäldern leuchten immer wieder blau-violett die aromatischen Heidelbeeren. Also wundere dich nicht, wenn nach der rundwanderung Mund und Finger blau sind, denn der Genuss färbt ab! die Strecke ist übrigens auch nordic Walking geeignet und ganzjährig begehbar.

ZUr TeILneHMer- Und KILOMeTerWerTUnG FÜr dAS InTernATIOnALe VOLKSSPOrTABZeICHen.

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ochfirst Panoramaweg der Hochfirst Panoramaweg von den 02 Wanderfreunden Titisee-neustadt bietet den typischen Hochschwarzwald. eine Maria Hilf Kapelle ©John Großpietsch 5 Kilometer lange rundtour führt über eine familien- und seniorenfreundliche Strecke durch das naherholungsgebiet von neustadt. die 15 Kilometer lange rundstrecke überwindet ca. 350 Höhenmeter und bietet herrliche Aussichten auf den Feldberg und den Titisee, der zu deutschlands beliebtesten Ausflugszielen zählt. Start und Ziel ist das Hotel Jägerhaus. Wer die große runde erwandert, hat im Berggasthaus Hochfirst eine gemütliche einkehrmöglichkeit. Vom benachbarten, 25 Meter hohen Aussichtsturm hat man einen wunderschönen Überblick über den Hochschwarzwald. Bei guten Wetterbedingungen 03 sieht man sogar bis zu den Alpen. der Wan- Heidelbeerweg ©Touristik & Kur Schömberg derweg ist zwar ganzjährig begehbar, allerdings nicht bei Schneelage. Unser besonderer Tipp: Zum Abschluss noch ein wenig flanieren auf der bekannten Seestraße mit Blick über den herrlichen Schwarzwald-See gehört hier ebenso zum Pflichtprogramm wie eine Bootsfahrt im Schatten der waldigen Berge.

04 Blick vom Hochfirst © erich Spiegelhalter

das Taschenbuch „Wandern in deutschland 2017” ist im Buchhandel zum Preis von 5 euro erhältlich. ISBn 978-395843-389-2, HeeL-Verlag

dVV-Geschäftstelle Fabrikstr. 8 84503 Altötting Tel.: 08671-9631-0 geschaeftsstelle@dvv-wandern.de www.dvv-wandern.de


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ausgezeichnet

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bei Sasbachwalden

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