Issuu on Google+

T H E S T A R S A N D H Y P E S M A G A Z I N E rockstar.ch #

106

Mittelerde liegt in Graubünden Die grösste TolkienSammlung der Welt

Meitli am Mikrofon Haim und CHVRCHES sind die neuen Sternchen am Pop-Himmel

en:

Miau!

• Lars Ulrich über den Metallica-Kinofilm • Grunge-Legenden Pearl Jam und Nirvana • „GTA V“ FTW!

Aufspecken!

und RCKSTR macht Katzenmusik im KINSKI

Schlemmen mit Friska Viljor, Steaming Satellites und YOKKO RS106.indd 1

1

9

Grösste Schweizer Zeitschrift für Musik und Popkultur. 10. Jahrgang CHF 5.00 EUR 3.50 OKTOBER 2013

plus: .....................

Covergirl Megan ist eine Crazy Cat Lady

9/29/2013 11:00:17 PM

7

2

5

0


Du willst immer die neueste Musik dabei haben?

Du kannst

...

...

1.–

Samsung Galaxy S4 Mini Orange Young Universe 79.– / Mt.

...

...

...

...

...

...

...

...

Mit Orange Young bekommst du Spotify Premium gratis dazu.

...

... Jetzt zu Orange wechseln: 0800 078 078 | orange.ch/shop RS106.indd 2

Gilt bei Neuabschluss. SIM-Karte 40.−. Samsung Galaxy S4 Mini I9195 ohne Abo: 669.−. Ab 10 Jahren bis zum 27. Geburtstag. Danach wird Orange Young auf ein Orange Me Abo mit ähnlicher Monatsgebühr übertragen. Kostenlose Nutzung von Spotify Premium während der ersten 12 Monate. Danach 12.95 / Monat.

9/29/2013 11:00:19 PM

...


INHALT ........................ Hit That Shit

Hot Dates ....04 News, Gossip, Zeugs ....06 Deftones & Jägermeister...08 Iss was - Special: Steaming Satelites ....10 YOKKO ....11 Friska Viljor ....12

Grösste Musik- und Popkulturzeitschrift der Schweiz. Ausgabe #

........................ Thema

Greisinger Museum ....14 Europa Park: Horror Nights ....16 Ausflugtipps ....17/18

........................

....32

Rockstars ....20 ...22 ....24 ....25

........................ Style ....26 ....28 ....28 ...30

........................ Reviews Neue Alben Neue EPs Charts Die Harte Seite

....36 ....42 ....42 ....44

........................ Roots

Legends - Grunge-Special: Pearl Jam ....46 Nirvana ....48

........................ Arts Sven Regener

Movies Metallica: Trough The Never ....52 2 Guns ....54 Prisoners ...54 Kino-Reviews ....55

........................ Games

....56 ...58 ....59 ....59 ....60

........................ Hardware Karren

Endlich Herbst. Endlich wieder in der Stube rumhängen, ohne Angst zu haben, man verpasse draussen in der warmen Sonne was. Damit Sie beim Couch-Potatoing auch gut unterhalten werden, sagen wir Ihnen ab Seite 56, welche neuen Videospiele ihr Geld wert sind.

....62

........................ Ausgehen Gig-Previews Party-Previews Kalender Rückspiegel

....64 ....65 ....66 ....72

Lockvogel Member Impressum

....43 ....74 ....74

........................ ........................

Popmusik ist cool dank der drei Schwestern von Haim.

20

Das Schweizer Label PARK bastelt todschicke Taschen.

30

Reisst die Grenzen nieder: Casper und sein neues Album „Hinterland“.

36

Wir haben mit Lars Ulrich über den neuen Metallica-Kinofilm gesprochen.

52

Endlich Herbst. Dann ist Weihnachten nämlich schon recht bald. Und bis es soweit ist, sind Sie mit dem RCKSTR Magazine bestens unterhalten. Viel Spass mit der neuen Ausgabe! Selbst, wenn Sie sie nur als Untersetzer für den wackelnden Esstisch verwenden. Wobei: Sie besitzen einen Esstisch?! Sie Spiesser.

...50

........................

GTA V Puppeteer Kurz-Reviews Telefun FIFA 14 vs. PES 2014

Endlich Herbst. Endlich wieder in Clubs gehen, die nicht von Anfang an 40°C Innentemperatur haben. Zu welcher Musik Sie in den nächsten Monaten Ihren Hintern schwingen werden, steht in den Rockstars-, Review- und Ausgehen-Teilen dieser Ausgabe (Seiten 64-73).

05

Schimun Krausz, Chefredaktor

1 / 32

Cover:

Model: Megan Duffy meganduffy.com facebook.com/themeganduffy twitter.com/themeganduffy instagram.com/imateacuphuman Fotografin: Cherie Roberts iheartgirls.com facebook.com/iheartgirlsdotcom instagram.com/iheartgirlsdotcom croberts.net

The party isn’t over!

Das Greisinger Museum hat die grösste Mittelerde-Sammlung der Welt.

1

14 C-

9

NO PARTY

7

NO MUS I

Took The Look Trend Oktober Nachsitzen Shopping

Endlich Herbst. Endlich wieder ÖV-fahren, ohne danach als Schweissfleck auszusteigen. Spassige Ausflugsziele zeigen wir Ihnen im Thema-Block ab Seite 14 – multiple Nerdgasmen bescherte uns dabei das TolkienMuseum in Graubünden mit der grössten Mittelerde-Sammlung der Welt.

BÜSI – die neue Partyreihe des RCKSTR Magazine.

Der meistgehasste Moment einer jeder Party ist es, wenn DIE der Veranstalter den Stecker rauszieht und mit grellem GRÜNE Licht klarmacht, dass jetzt Schluss ist. Damit uns das grelle NOTE Licht noch möglichst lange erspart bleibt, führt RCKSTR ab sofort «Die Grüne Note» ein. Sie markiert Gegenstände und Lösungen, wie Sie den Höhepunkt noch lange hinauszögern können. Den Auftakt machen schicke Elektro-Karren. ET

Haim CHVRCHES Tyler Ward Frischfleisch

Endlich Herbst. Endlich wieder Pulli- und Jackenzeit. Und die der Jeans, wie Sie erfahren, wenn Sie zu unserer Style-Rubrik ab Seite 26 blättern. Dort stellen wir Ihnen auch ein Schweizer Label vor, das schicke Taschen herstellt, mit denen Sie Ihr Hab und Gut vorm feuchten Wetter schützen können.

NO PLA N

Covergirl: Megan

Hallo Leser

106

Oktober 2013

62

2

10 Gründe, warum „GTA V“ in jeden Haushalt gehört.

56

Die mal nicht schlaflos in Zürich-Ausgabe # 106 RCKSTR MAG.

RS106.indd 3

5

0

03

9/29/2013 11:00:19 PM


T O H

INTRO

d

ente

pres

S E T A D

6.11. Komplex 457 (Zürich)

Crystal Fighters

23.10. Volkshaus (Zürich)

Foals

Seit 2008 das Debüt „Antidotes“ erschienen ist, sind die Foals aus Oxford aus der britischen IndieSzene nicht mehr wegzudenken. Sie sind arty, wuchtig, innovativ und herrlich tanzbar – genau wie ihre Live-Shows, weswegen hingehen quasi Pflicht ist; denn nicht hingehen ist Blasphemie. Wer aber eine wirklich gute Entschuldigung (mindestens die Kremierung des heissgeliebten Büsis) vorweisen kann, der sei getröstet: Am 28. Oktober erscheint die DVD „Live At The Royal Albert Hall“, die es mit der DeluxeEdition des der aktuellen Platte „Holy Fire“ oder als Blu-ray mit drei Bonus-Tracks zu kaufen gibt. Wir verlosen (raf)

Für das im Sommer erschienene Album „Cave Rave“ haben die ultrahippen Crystal Fighters – allesamt englischespanisch verwurzelt – Ahnenforschung betrieben und beziehen ihre Musik unüberhörbar auf ihren baskischen Hintergrund – wie schon beim Erstling 2010. Im August haben sie in Spanien ein Konzert in einer Höhle veranstaltet, einen Cave Rave eben. Und den bringen sie Anfang November auch zu uns; zwar in eine etwas klassischere Location, was aber keineswegs heisst, dass wir nicht genauso gut zum von Synthies und baskischen Instrumenten gespickten Indie abtanzen können. (raf)

5.11. Hallenstadion (Zürich)

Thirty Seconds To Mars

Je dünner Frontmann Jared Leto wird, desto grösser wird seine Pomp-Kapelle Thirty Seconds To Mars – beim dritten Album „This Is War“ spielte das Trio, das auf der Bühne 3x2 Tickets für locker das Fünffache an Personal auffährt, noch im Volksalle Live-Shows! haus, nun steht bereits das Hallenstadion auf dem Tourplan. Und das wird beben, wenn die Los Angeleser ihren E-Mail mit Betreff für gewünschte Show nach wie vor im Emo verwurzelten Space-Rock der aktuellan win@rockstar.ch schicken: en Platte „Love Lust Faith + Dreams“ vom Stapel lassen und dabei eine ähnliche Intensität wie Muse erreichen. • Thirty Seconds To Mars: 30STR Zwar haben 30STM nicht die Szenen-Glaubwürdigkeit von • Queens Of The Stone Age: QOTSTR Matt Bellamys Truppe, doch ihre Live-Show steht der von • Crystal Fighters: FIGHTSTR Muse inzwischen in nichts mehr nach. (shy) • Foals: FOALSTR

6.11. St. Jakobshalle (Basel)

Queens Of The Stone Age Support: Band Of Skulls Nicht mal fünf Monate nach ihrem letzten Schweizer Auftritt kehren Josh Homme und seine Queens Of The Stone Age zurück in unsere Heimat. Wir haben die Jungs vermisst. (pat) „Like Clockwork“, die aktuelle Platte der Queens Of The Stone Age, könnte als moderne Hommage an die Schweiz gehalten werden, wobei die Band ihre aktuelle Tour sogar am Greenfield Festival begonnen hat. „Uhren aus der Schweiz sind sehr berühmt“, ist sich Gitarrist Troy Val Leeuwen, neben Josh Homme dienstältestes Bandmitglied, denn auch bewusst, „vielleicht handelt unser nächstes Album ja dann von Käse, Schokolade oder Armeemessern.“ „Wir spielen immer gerne in der Schweiz. Von hier konnten wir schon sehr viele schöne Erinnerungen mit nach Hause nehmen“, schwärmt Basser Michael Shuman. Dazu gehört definitiv nicht der Auftritt am allerersten Greenfield Festival 2005: „Es war beängstigend, wie schnell diese dunkeln Wolken damals aufgetaucht sind und fast die ganze Bühne weggefegt haben“, erinnert sich Michael. Obschon bei „Like Clockwork“ wieder Dave Grohl an den Drums sitzt wie beim 2002er Grosserfolg „Songs For The Deaf“, besteht kein Erfolgsdruck innerhalb der Band. „Joey Castillo hatte schon das halbe Album eingespielt, als wir uns von ihm trennen mussten, da war es für uns fast logisch, dass unser Freund Dave Grohl uns den Gefallen tun würde, den Job zu Ende zu bringen. So funktionieren die Queens Of The Stone Age, eine erweiterte Familie. Wir wissen selbst nie, was im Studio aus uns herauskommt“, erklärt Troy. Wir schon: Gute Musik, die's am 6. November bereits wieder in unseren Gefilden zu beklatschen gibt.

LOUD! 18.10. KINSKI (Zürich)

1

B

K z M m a m n u n M C t m n l s l D

1

1 9

R

7

S v B S 2 w p 5 O u

Das Credo dieser neuen, monatlichen Fete lautet: „Rock, Punk, Alternative and Metal only!“ Erwarten Sie also kein Indie-, Synthie- und Popzeugs, wenn Sie an die LOUD! im KINSKI gehen, sonst pusten Ihnen die verzerrten Klampfen in Sekundenschnelle die Neonfarbe aus dem Gesicht. An den Decks stehen die Mannskerle, die auch im RCKSTR-Block dafür sorgen, dass Mähnen geschwungen und Pogo getanzt wird und die Macher versprechen modernen, harten Gitarrensound, damit die LOUD! nicht im „Hey ho, let's go!“-Rockparty-Einheitsbrei untergeht. (shy)

0

04 RCKSTR MAG. RS106.indd 4

#

106 Die mal nicht schlaflos in Zürich-Ausgabe

9/29/2013 11:00:21 PM


INTRO

e

e

,

n e , u

e d

1.11. KINSKI (Zürich)

BÜSI

Katzenmusik im KINSKI – RCKSTR bringt den Spass zurück in den Club! (shy) Man sieht es dieser Publikation vielleicht nicht an, aber manchmal nehmen sogar wir uns ein bisschen zu ernst – vor allem, wenn wir hinter den Plattentellern stehen und dabei möglichst abgeklärt wirken wollen und Mucke spielen, die Sie noch nie gehört haben; wahrscheinlich, weil Sie jeweils nur unsere Bilder anschauen, statt die Texte zu lesen. Jedenfalls ist nun Schluss damit! Mit der neuen BÜSI-Party bringen wir den Spass zurück in den Club, das bedeutet: Farbenfrohe Deko, Konfettikanonen und tanzbare Popmusik, die auch mal einen Ausflug in die Charts macht. Also heitern Sie sich an der Bar an und gehen Sie nachher mit uns ab, wenn nach The Other Tribe ein Gaga-Song läuft, bevor wir mit Bastille weitermachen, aber die Ke$ha-CD schon griffbereit haben. Und falls Sie erst beim Eintrinken sind, liegt jeweils noch die brandneue RCKSTR-Ausgabe frisch aus der Druckerpresse zum Schmökern auf.

Kabellos. Hochkompakt. Mit Spitzenklang. NEU

Bose

®

SoundLink Mini Bluetooth Speaker ®

®

m

e

n

: 100

18.10. Gonzo (Zürich) 95

RCKSTR Vintage-Club 75

0

RS106.indd 5

1

9

®

Seit der Käfig ums Gonzo-DJ-Pult abmontiert wurde, spielen wir vermehrt gute Musik, da Sie uns nun wieder Bierflaschen an die Birne knallen können, wenn Ihnen was nicht passt. Also tanzen Sie vorbei, wenn wir nur das Wohlklingendste von dem, worüber 25 wir monatlich im RCKSTR Mag. schreiben, auf den Dancefloor prasseln lassen und kippen Sie einen Shot mit uns. Oder zwei. 5 Oder zwanzig. Je zwanzig. Was unseren Auflege-Künsten nicht unbedingt zugutekommt – wir packen schon mal Helme ein. (shy) Die mal nicht schlaflos in Zürich-Ausgabe # 106 RCKSTR MAG.

Better Sound. Von einem kabellosen Lautsprecher, der nicht grösser als Ihre Handfläche ist. Dank seines einzigartigen Designs liefert dieser hochkompakte Lautsprecher einen unvergleichlichen Spitzenklang für seine Grösse. Den Sie erleben müssen, um es zu glauben! Mit dem SoundLink Mini System wird Musik Ihr ständiger Begleiter.

05

7

Hören Sie den Unterschied, den Bose Technologie ausmacht.

2

Fragen Sie nach einer Vorführung bei einem autorisierten Bose Händler in Ihrer Nähe.

5

Händleradressen und weitere Informationen erhalten Sie telefonisch unter 061 975 77 30 oder im Internet unter www.bose.ch

0

9/29/2013 11:00:22 PM


HIT THAT

T

B u v U A ► is

SHIT

Welcome To Cougar Town

Erweitern Sie Ihr Beuteschema nach oben mit dem neuen AXE Mature.

'arry et les 'endérsôns

Scheisse, ist das clever!

Wann immer RCKSTRSalesmann Etzweiler sich eine Zeitung oder Zeitschrift griff und das Büro verliess, wussten wir, dass er gleich ordentlich einen in die Schüssel donnern und die Gemeinschaftstoilette zur Quarantänezone erklären wird. Seit wir Poo Pourri im Redaktionshaushalt führen, fällt zumindest der Teil mit der Quarantäne weg; denn wenn wir dieses geniale Wässerchen ins Klo tröpfeln, bildet sich ein kleiner Film, der den Duft von fortgeschrittener Verwesung im Wasser einschliesst und gleichzeitig unaufdringliche Frische versprüht. ► jetzt erhältlich ab CHF 10.— bei poopourri.com

06 RCKSTR MAG. RS106.indd 6

#

Ein Leser-Reporter hat dem RomandBoulevardblatt Le Matin die Existenz eines alte Militärausrüstung tragenden Einsiedlers in den Wäldern von Gruyères FR gemeldet. Internationale Medien nennen ihn Bigfoot. Und wir haben Verleger Meier nicht mehr gesehen, seit er sich kürzlich zu einem Wochenendausflug in die Westschweiz aufgemacht hat. Oh. OH!

Mag ja sein, dass Ihre Freundin ein heisser Feger ist. Aber haben Sie schon mal genau überlegt, woher sie hat, was sie eben hat? Wär's nicht mal ne Idee, die Mutter Ihrer Freundin etwas, äh, intensiver kennenzulernen? Dank des neuen AXE Mature wird Sie Ihre Schwiegermutter auf einen Schlag richtig gut riechen können. Und damit meinen wir: richtig, richtig gut. Warum? Weil Sie dank dem herben Duft mit BergamotteNote und der Aroma-Kombination aus Zedernholz, Patschuli und Moschus riechen wie ein Holz fällender Millionär, der gerade zwei Tiger erlegt und ein KobeSteak gegrillt hat – selbst, wenn Ihre Schultern schmaler sind als die Handgelenke eines Neugeborenen und statt eines Mannsbarts nur ein schmaler Flaumstreifen Ihr Gesicht ziert. ► AXE Mature jetzt erhältlich als Body-Spray, Shower- und Styling-Gel

Berechnend

A

Re sc Ga Th Ni Ri au

Dass Miley Cyrus sich von ThorBruder Liam Hemsworth getrennt hat, wissen Sie wohl schon. Nun gab sie dem Magazin Fashion gegenüber zu, dass die Trennung schon lange absehbar war.

H 1 sä Go 9 W

Doch das öffentliche Liebes-Aus kam erst kurz vor dem Release ihrer neuen Platte „Bangerz“, die ab sofort erhältlich ist. Trennung als Promo – clever! Und auch wir vom RCKSTR sind gerade drauf reingefallen, verdammt.

► 7

SI

2

„M Se

5

0

106 Die mal nicht schlaflos in Zürich-Ausgabe

9/29/2013 11:00:25 PM


Bei den Aufnahmen ihres neuen Hit-Albums „AM“ (Platz 2 in unseren Charts) mussten die Arctic Monkeys Drummer Matt Helders kurzzeitig mit Elvis-CostelloTrommler Pete Thomas ersetzen, weil Matt betrunken in eine Wand geboxt und sich dabei die Hand gebrochen hatte. Passiert uns ständig. Auch diese Ausgabe wurde zu 74% von Ersatzschreibern vom Blick am Abend getippt; darum die vielen Schreibfehler, sorry.

e

n

THE QUEST

FOR CHEST

PunchDrunk Love

n

.....................................................................

Twitter-Transparenz

Ben Goldwasser von MGMT findet, dass Facebook und Twitter heutzutage den Mysteriums-Charakter von Bands mindern. Um ihren beizubehalten, machen sie demfall Alben, die niemand kapiert. Schlau! ► Review von „MGMT“ in RCKSTR Mag. #105 unter issuu.com/rckstr/docs/rs105

INTRO

Name der Trägerin: Angela Merkel Alter: 59 Woher kommen die Brüste: Hamburg und DDR, Deutschland Konsistenz: Deutsche Wertarbeit! Supporting facts: Zwar triumphierte Angie Merkel am 22. September 2013 mit ihrer Wiederwahl als Deutsche Bundeskanzlerin, doch ihr denkwürdigster Auftritt bleibt derjenige 2008 in Oslo, als sie ihren Mädels ein wenig kulturelle Luft zukommen liess. Wenn doch nur alle Politikerinnen so wären!

................................

All Hail Hyrule Rechtzeitig zum kürzlich erfolgten Release der schampar hübschen HD-Version des zehnjährigen GameCube-Klassikers „The Legend Of Zelda: The Wind Waker“ für die Wii U, veröffentlicht Nintendo acht an Kirchenfenster erinnernde Riesenaufkleber (56,25 cm x 86,25 cm), die Sie auch wie ein Poster an die Wand pinnen können. Hätten echte Kirchenfenster solche Motive, 100 sässen wir jeden Sonntagmorgen im Gottesdienst. Garantiert. Betrunken. 95 Wahrscheinlich. ► 75 jetzt erhältlich für ca. CHF 37.– unter whatisblik.com

SIEGERTIGER SAGT: 25

„Meine Lieblingsmonate: Sextember und Cocktober.“ 5 0

Mehr Lieder von Eis und Feuer Nachdem schon The National und The Hold Steady in der Fantasy-HitSerie „Game Of Thrones” aufgetreten sind, bekommen nun Sigur Rós einen Gastauftritt in Staffel vier. Brace yourselves, lustige isländische Wörter are coming.

9

Die 10 Feier-Gebote

Der Professionelle US-Partymacher Andrew W.K. wird ein Buch veröffentlichen – der Titel: „The Party Bible“. Es mache da weiter, wo das Neue Testament aufgehört hat. Wann kommen Mileys „The Twerk Torah“, Robert Downey, Jr.s „The Awesomeness Quran“ und Slashs „The Top Hat Dharma“?

7

2

5

0

Die mal nicht schlaflos in Zürich-Ausgabe # 106 RCKSTR MAG.

RS106.indd 7

1

07

9/29/2013 11:00:25 PM


HIT THAT

SHIT

Some Sugar For You

Deftones: Trinkfest

Auf der Flucht vor der Wespenplage am Zürich Openair haben wir uns zusammen mit Chino Moreno und Abe Cunningham von der US-AlternativeRock-Truppe Deftones im Jägermeister-Hangar versteckt und ein bisschen über Getränke getratscht. Interview: Patrik Wydler Fotos: Aurélia Marine for crunchy.ch Wir sind zu Gast bei Jägermeister – was haltet ihr vom deutschen Kräuterlikör? Abe: Ich hab ihn noch nie probiert... Chino: Ist er gut? Was macht er mit dir? Abe: Ich mag ihn aus der Maschine, obwohl ich ihn noch nie probiert habe, ähem. Offen und ehrlich: Ich hab ihn schon 39-mal getrunken und der hier wird Nummer 40 (schenkt grosszügig aus). Ich hatte meine besten, aber auch meine schlechtesten Zeiten mit Jägermeister. Wir sind ganz Ohr. Abe: Ich habe ihn missbraucht. Ich habe die Kraft dieses Serums nicht respektiert. Was wäre die Hausspezialität eurer Bar, wenn ihr eine eigene besitzen würdet? Chino: Ich mag Gin-Drinks, ich würde also einen Mix aus Gin, Limette und Soda anbieten – sehr leicht, erfrischend und fucking gut. Abe: Unsere Bar wäre das ganze Jahr geöffnet, richtet sich jedoch mehr am Sommer aus. Sangria wär toll im Angebot. Chino: Wir hätten für jeden Tag im Jahr einen Drink, der genau zum jeweiligen Moment passt. Und den Jägi serviert ihr pur oder als Mixgetränk? Chino: Hab ihn noch nie gemischt. Ich mag ihn als Shot und spül ihn dann mit Bier runter. Was trinkt ihr neben dem Hirsch und Gin sonst gerne?

08 RCKSTR MAG. RS106.indd 8

#

Chino: Wodka. Abe: Ich mag Wodka, ich mag Bier, Whisky...ah, äh, ich trinke doch gar nicht. Auch nicht vor der Show? Chino: Ist das ein Meeting der Anonymen Alkoholiker? Abe: Haben wir ein Problem? Ach, wir trinken ab und zu vor den Shows. Falls mal ein Auftritt danebengeht, mit welchem Drink löscht man diese Erinnerungen am besten aus? Chino: Champagner, den trinkt man normalerweise an Festlichkeiten. Du lügst dich dabei an und denkst, dass die scheiss Show nie passiert wäre, weil du gerade festlich auf irgendwas anstosst. Falls nach einem Konzert mal Groupies auftauchen, die optisch nicht so der Wahnsinn sind, was tut ihr dann? Abe: Jägermeister trinken, dann sieht gleich alles hübscher aus. Nein, alle Frauen sind schön auf ihre eigene Art.

Zum ersten Mal überhaupt haben Def Leppard ihre 1987er GlamHitplatte „Hysteria“ im legendären Hard Rock Hotel in Las Vegas in voller Länge und live gespielt; das Ganze wurde auf Zelluloid gebannt und erscheint nun als „VIVA! Hysteria“ fürs Heimkino. RCKSTR-Härtegradmesser Pat Wydler sagt dazu: „Ein MUST HAVE für jedermann/frau/ kind.“ Und Sie wollen Pat Wydler ja nicht widersprechen, oder? ODER? ► ab 18.10. erhältlich auf DVD, Blu-ray, CD+DVD oder als Download

................... Icona Postponed Das internationale Debütalbum „This Is...Icona Pop“ von – Sie haben's vielleicht schon erraten – Icona Pop wurde kurz vor dem Release am 20. September auf den 8. November verschoben. Vielleicht haben die beiden Schwinninnen (ein von uns erfundenes Kofferwort aus „Schwedinnen“ und „Finninnen“) unsere Plattenkritik im letzten Heft gelesen und ändern noch was an der Tracklist? ► Review in RCKSTR Mag. #105 unter issuu.com/rckstr/docs/rs105

1

9

Das brauchst du jetzt nicht zu sagen – von uns Typen gibt's ja auch reichlich hässliche Exemplare. Abe: Ich weiss nicht... Fuck, dann doch ein bisschen Jägermeister.

7

2

► Aktuelles Album: „Koi No Yokan“ (Reprise/Warner)

5

0

106 Die mal nicht schlaflos in Zürich-Ausgabe

9/29/2013 11:00:56 PM

1210_1


75

à 1 Hoodie (grau) & 1 T-Shirt (schwarz)! Einfach mit PASS an 543 für unsere SMSBackstage-Area anmelden (CHF —.20 / empfangene SMS; max. 1 SMS / Woche) und aufs Gewinnspiel warten.

ELLEN PAGE

DRÜCKE

beyond-two-souls.com

25

5

RS106.indd 9 1210_1301_014_Beyond2Souls_Inserat_210x292_d.indd 1

A B 9. O K T O B E R NUR FÜR PL AYSTATION®3

www.facebook.com/playstationschweiz

“2”, “PlayStation”, “PLAYSTATION”, “ ”, “PS3” and “ ” are registered trademarks of Sony Computer Entertainment Inc. “SONY” and “ ” are registered trademarks of Sony Corporation. “make.believe” is a trademark of the same company. BEYOND: Two Souls™ ©2012 Sony Computer Entertainment Europe. Published by Sony Computer Entertainment Europe. Developed by Quantic Dream. “BEYOND: Two Souls” is a trademark or a registered trademark of Sony Computer Entertainment Europe. All rights reserved.

VON DEN MACHERN VON HEAVY RAIN

Wir verlosen

3 Packages

WILLEM DAFOE

FÜR BLOCKBUSTER

100

95

0

9/29/2013 11:01:1915:59 PM 17.09.13


HIT THAT

SHIT

Ran mit dem Winterspeck!

Special

n, haben wir uns diesmal gleich drei Bands Damit wir während der kühleren Monate nicht frieren müsse Am Tisch: Schimun Krausz und David Gadze geschnappt und sind mit ihnen Pfunde ansetzen gegangen. Rechnung (6 Personen)

............................ 1 Gemischter Salat 4 Tomatencremesuppe à CHF 9.50 2 Pizza Napoli à CHF 19.— 1 Pizza Funghi 1 Pizza Calzone 1 Lasagne Bolognese 1 Risotto Salsiccia 11 Stange à CHF 4.50

CHF 9.— CHF 38.— CHF 38.— CHF 19.— CHF 21.50 CHF 24.50 CHF 23.50 CHF 49.50

Total

CHF 223.—

............................

Iss Ristorante Il Gallo Hardstrasse 324 8005 Zürich ► ilgallo.ch

mit:

Steaming Satellites

im Il Gallo (Zürich)

Am Tag nach ihrem Auftritt an den Winterthurer Musikfestwochen zusammen mit Kashmir haben wir Keyboarder Emanuel, Drummer Matthäus, Sänger/Gitarrist Max und Bassist Manfred alias Steaming Satellites zum Essen ausgeführt und dabei die Zukunft der Musik-Distribution ausgetüftelt. (shy) Was staunst du so, Manfred? Manfred: Ich hab in meinem ganzen Leben noch nie eine solche Parmesanreibe gesehen. Sowas brauch ich auch zuhause. Emanuel: Die Schweiz steckt voller Überraschungen. Schneiden wir beim Band-Catering auch so gut ab? Max: Noch besser; denn das ist unglaublich genial. Wir schwärmen immer die ganze Zeit, wenn wir hier sind. Die Liebe steckt einfach im Detail, es ist jeder total bemüht, dass alles super läuft. Das Essen ist immer ein Traum, da kriegst du das Mega-Dinner – man fühlt sich gut aufgehoben. Manfred: Und man hat auch die Zeit zum Essen. Wir haben gerade gestern darüber geredet: Das gemeinsame Abendessen ist einfach ein Ritual in der Schweiz, was sonst nicht üblich ist.

Ist das bei euch in Österreich nicht auch so? Emanuel: Schon auch. Manfred: Aber ich find, nicht so wie in der Schweiz. Hier ist es oft so, dass die kompletten Bühnentechniker, die Tontechniker und die Veranstalter, die Booker und alle Bands an einer riesengrossen Tafel sitzen und gemeinsam zu Abend essen. Dafür habt ihr Kaffeehäuser. Max: Genau. Und dort gibt's die Wiener Melange. Das ist im Prinzip ein Verlängerter.

10 RCKSTR MAG. RS106.indd 10

#

Und ein Verlängerter ist...? Manfred: Na, ein Kaffee mit Milch.

Aha, der heisst bei uns glaubs Schale. Max: Apropos Kaffee – oder besser Kaffee und Kuchen: Ich hab übrigens vor einer Woche das erste Mal in meinem Leben gebacken; einen guatemaltekischen Bananenkuchen.

Wie alt bist du? Max: Ähm, 32. Und vorgestern hab ich wieder einen gemacht. Das ist sehr, sehr entspannend. Matthäus: Ich hab letztens Bananenstrudel gebacken. Zwei. Mit Vanillesauce.

Gut gelungen? Matthäus: Natürlich. Max: Ich wollte meinen Kuchen auf die Fahrt in die Schweiz mitnehmen, hab ihn aber im Kühlschrank vergessen. Jetzt schimmelt er wahrscheinlich schon. Manfred: Wenn man selbst was backt, dann schmeckt's besser. Das ist was Psychologisches. Max: Und Kuchen ist einfach etwas sehr Gutes. Das kannst du jemandem servieren und es kommt immer an. Naja, es kann ja schon was schiefgehen beim Backen. Das ist, wie wenn du von deinem Song überzeugt bist und ihn jemandem vorspielst, der ihn nicht mag. Max: Dann ist die Performance in der Küche gescheitert.

Emanuel: Aber man kann den Kuchen auch vorher wegschmeissen und keinem erzählen, dass man je gebacken hat.

Ausser, dein Kuchen kommt wie ein Song bei einem Label raus, dann kannst du nicht mehr zurück. Max: Am besten bei einem Major-Label. Matthäus: Meine Sachertorte kommt auf jeden Fall bei einem Major-Label raus.

In Zukunft sollte man nur noch Kuchen verkaufen, statt CDs. Im Innern gibt's dann den Code für den Album-Download. Max: Besser: Der Kuchenboden ist die Vinyl!

Aber wenn ihr das macht, dann werden alle Steaming-SatellitesFans dick. Max: Dann müssen wir ein Live-Set abfahren, wo du zehn Backrohre auf der Bühne stehen hast und während dem Konzert backst du den Kuchen – wenn das Konzert fertig ist, ist auch der Kuchen fertig. Manfred: Mit Drogen und Süchtigmachern können wir dann den Albumverkauf ankurbeln à la: „Ich muss mir gleich das zweite Album kaufen, das erste hat so gut geschmeckt!“ ► Aktuelles Album: „Slipstream“ (The Instrument Village/Broken Silence) ► Live: 17.10. Sedel (Luzern), 18.10. Bad Bonn (Düdingen), 19.10. Sommercasino (Basel)

1

9

7

2

5

0

106 Die mal nicht schlaflos in Zürich-Ausgabe

9/29/2013 11:01:26 PM


INTRO

mit:

YOKKO

im Yooji's Josefstrasse (Zürich) YOKKO-Frontmann Adi isst keinen Fisch. Weil wir vom RCKSTR auf die Wünsche unserer Essenspartner eingehen, haben wir ihn und Drummer Domenic ins Sushi-Restaurant Yooji's geladen. Ähm, ja. Aber da gibt's auch Chicken-Wraps – und sexuell aufgeladenes Glacé zum Dessert. (shy) Auf Sushi-Speisekarten stehen immer ganz viele lustige Wörter – findet ihr was, das euch anmacht? Adi: Ich hab das Gefühl, man kann auf der Bestellung zwar ankreuzen, was man möchte, aber sie bringen dir dann einfach den Teller, der in der Küche grad am nächsten steht – man weiss ja eh nicht, was man da bestellt hat. Domenic: Die tun doch jeweils so FischölZeugs an alles, was nicht Fisch ist.

bekommt. Es wird immer extra für einen gekocht oder auch mal aufgewärmt. Domenic: Und zwar immer mit ziemlichem Aufwand. Adi: Von dem her können wir euch keine Essens-Horrorstory liefern, sorry.

Domenic: Als wir für zwei Wochen abgeschieden im Jura waren, um unser Album aufzunehmen, haben wir abgemacht, dass immer einer aus der Band am Abend was zu essen zaubern muss, damit wir etwas Abwechslung bekommen. Und da haben wir überragend gegessen. Adi: Das war „Perfektes Dinner“ auf YOKKOArt.

s was Ach was, was nicht Fisch ist, schmeckt auch nicht danach. Für dich ist das ja eh kein Problem, Domenic, aber du, Adi, stehst nicht so auf Fisch, gell? Adi: Ich mag den Geschmack und die Konsistenz nicht. Das kommt irgendwie aus der Kindheit. Bei uns gab's immer Fischstäbli mit Härdöpfel und Spinat; und damit ich den Fisch nicht geschmeckt habe, hab ich ganz viel Mayonnaise draufgestrichen, alles vermischt und dann zerdrückt. Domenic: Ich hab dasselbe Problem mit Pilzen – da hab ich das Gefühl, ich beisse auf der Zunge eines Grosis herum. Damit kannst du mich jagen.

Habt ihr denn auf Tour schon mal wegen Fisch oder Pilzen die Nase rümpfen müssen? Domenic: Wir waren in dieser Formation bisher eigentlich nur in der Schweiz unterwegs; Zürich Openair, Gurtenfestival, Abart usw. und da haben wir immer sehr gut gegessen. Adi: Das ist ein Privileg in der Schweiz, dass man tendenziell nie die Reste aufgetischt

Schon okay. Domenic: Naja, wenn man wie ich mit einer Mum aufgewachsen ist, die jeden Mittag nur Birchermüesli gemacht hat, dann ist man eh nicht so anspruchsvoll. Dann findet man auch eine Salatsauce, die nur aus Essig besteht, plötzlich gut. Du hattest jeden Tag Birchermüesli?! Domenic: Ja, da musste ich durch. Birchermüesli oder Fotzelschnitte, meine Mum hat einfach nicht so gerne gekocht. Sonst war sie super, aber es gab halt einfach nie warmen Zmittag.

Dann warst du froh, als du z.B. ab der Mittelschule nicht mehr jeden Tag daheim essen musstest? Domenic: Ich hab jeweils zum einen Kumpel gesagt: „Hey, bei dir auf dem Parkplatz kann man doch noch gut Fussball spielen“, auch wenn der Platz kleiner war als bei mir daheim. Und seine Mum hat immer Bratensauce mit unglaublich viel Fett gemacht und dazu Rösti – so wurde ich nach dem Spielen gut verpflegt. Adi: Ich bin nur schon froh, wenn ich mal was anderes als Pasta essen kann. Domenic: Du bringst jeweils Tupperware in den Bandraum mit. Adi: Ja, wenn man keine Kohle hat, muss man halt daheim kochen.

Was gab's dann? Adi: Phippu [Gitarrist; Anm.d.Red.] war zu Beginn der Studiozeit ein wenig krank und seine Freundin hat ihm Glücks- und Erholungstee mitgegeben. Er fand: „Brauch ich nicht“, und warf es beim Kochen mit in den Backofen. Niemand ahnte, dass Mais in den Beuteln war – plötzlich hatten wir Popcorn im Essen. Domenic: Und es schmeckte überragend. Adi: Ja, auch dank dem Zimt, der ebenfalls in den Teebeuteln war. Hatte was Weihnachtliches. Apropos feines Essen: Was sagt ihr zu unserem Dessert? Domenic: Das sieht aus wie ein Teller voller Nippel. (Probiert ein Kügeli.) Und sie haben auch die Konsistenz von Nippeln.

Wie bitte, du kennst die Konsistenz von Nippeln – kaust du die etwa? Domenic: Klar, ihr nicht?

► Debütalbum „Seven Seas“ (Muve/Musikvertrieb) jetzt erhältlich; Review in RCKSTR Mag. #105 unter issuu.com/rckstr/docs/rs105. ► Live: 4.10. Rössli (Stäfa), 5.10. La Parenthèse (Nyon), 1.11. Nordportal (Baden); Support von VETO: 21.11. Sedel (Luzern), 22.11. Gare De Lion (Wil), 23.11. Biomill (Laufen)

............

Rechnung gab's keine, das Yooji's hat uns eingeladen. Danke, Yooji's!

............

Yooji's Josefstrasse Josefstrasse 112 1008005 Zürich

1

95 ►

9

yoojis.com

............

75

7

25

2

5

5

0

0

Die mal nicht schlaflos in Zürich-Ausgabe # 106 RCKSTR MAG.

RS106.indd 11

11

9/29/2013 11:01:26 PM


HIT THAT

Rechnung (3 Personen) ........................

SHIT

1 Spaghetti Bolognese 1 Olma-Bratwurst mit Zwiebelsauce und Butterrösti 1 Schweineschnitzel paniert mit Pommes Frites 1 Grüner Salat 1 Gemischter Salat 1 Mineralwasser 2 Schützengarten à CHF 6.20

CHF 17.80

CHF 22.70 CHF 6.50 CHF 7.90 CHF 4.80 CHF 12.40

Total

CHF 91.60

CHF 19.50

........................ Restaurant Hörnli Marktplatz 5 9000 St. Gallen

Iss ► hoernli.ch

mit:

Friska Viljor im Hörnli (St. Gallen)

Kurz vor ihrem Auftritt in der St. Galler Grabenhalle früher dieses Jahr haben wir Friska Viljor zum Znacht eingeladen. Joakim Sveningsson und Daniel Johansson gefiel unsere Idee, beim Essen übers Essen reden. (dave) Joakim: Daniel und ich unterhalten uns neuerdings oft übers Essen. Mit dem Älterwerden haben wir begonnen, richtige Menüs zu kochen. Und Kochshows werden immer populärer. Schaust du dir das an? Joakim: Ja. Ich habe mir an Neujahr sogar vorgenommen, in eine Kochschule zu gehen.

Wer kocht denn bei euch zuhause? Joakim: Meine Verlobte steht öfter am Herd als ich. Sie hat früher in einem sehr guten Thai-Restaurant gearbeitet und hat auch mehr Zeit als ich. Aber wenn ich dann im Vaterschaftsurlaub bin, werde ich kochen. Daniel: Genau aus dem gleichen Grund koche bei uns meistens ich, meine Frau arbeitet. Und ich koche besser als sie. Sie ist aber besser darin, schnell zu kochen – das hasse ich, es macht keinen Spass. Denn wenn ich Zeit habe, liebe ich es zu kochen. Joakim: Ich halte mich dafür beim Kochen nicht so gerne an Rezepte. Dadurch wird es zu mechanisch, ich probiere viel lieber einfach mal etwas aus.

Seid ihr gute Köche? Daniel: Du solltest mein Bœuf bourguignon probieren. It's a killer. Joakim: Inzwischen sind wir beide auch sehr gut im Kochen von Bolognese-Saucen. Daniel: Ja. Als wir vor ein paar Jahren in Berlin lebten, habe ich noch ziemlich schreckliche Bolognese gemacht.

Joakim: Damals haben wir zusammen mit Daniels Frau und ihrem ersten Kind in einer Wohnung gelebt. Ich habe mal versucht, eine Rotwein-Sauce zu kochen und einfach eine Flasche Rotwein in die Pfanne geleert. Danach wusste ich nicht mehr so recht weiter. Am Ende war es ein braun-roter Leim, der nach Wein schmeckte. Daniel: Du hast auch Kartoffelstock zu Leim verarbeitet, weil du ihn im Mixer machen wolltest. Aber deine Fleischbällchen waren grossartig.

geöffnet. Kurz darauf mussten sie den ganzen Raum evakuieren.

Welche traditionellen schwedischen Speisen gibt es denn ausser diesen Fleischbällchen, die man dank Ikea rund um den Globus essen kann? Daniel: Viele. Aber viele verschwinden auch, weil sie von den standardisierten Fertigprodukten in den Supermärkten verdrängt werden. Joakim: Aber es gibt in Schweden einen Fernsehkoch, der versucht, traditionelles Essen zu erhalten und es populärer zu machen. Und viele Köche in den Restaurants kochen wieder öfters mit „Husmanskost”.

Wie ist denn das Essen auf der Tour? Daniel: Oft schlecht. Aber wenn es gut ist und vor allem wenn man nach einem chaotischen Tag etwas Gutes serviert bekommt, dann fühlt es sich an wie im Himmel. Joakim: Es rettet dir den Tag. Daniel: Es gibt Orte, wo wir vor fünf Jahren gegessen haben und uns heute noch daran erinnern, wie gut es war. Im Bad Bonn in Düdingen beispielsweise. Sogar das Wasser war besser als anderswo.

Wie kann man das essen, wenn es so stinkt? Joakim: Ich habe es einmal probiert. Der Gestank ist viel übler als der Geschmack. Wenn man es mit Beilagen isst, ist es ganz okay. Daniel: Aber man sollte beim ersten Mal nicht zu viel davon essen. Ich habe gehört, dass es Gleichgewichtsstörungen verursachen soll.

► Aktuelles Album: „Remember Our Name“ (Crying Was ist mit Fisch? Bob/Musikvertrieb) Joakim: Hering ist sehr beliebt und kann auf ► Live: 4.11. Kulturladen (Konstanz), 5.11. Salzhaus verschiedene Arten zubereitet werden. Daniel: Oder auch Lutefisk und Surströmming (Winterthur) – verfaulter Fisch, der ein Jahr lang oder so eingelegt wurde. Joakim: Ein Freund von uns hat einmal in einem Club eine Dose Surströmming

1

9

7

2

5

0

12 RCKSTR MAG. RS106.indd 12

#

106 Die mal nicht schlaflos in Zürich-Ausgabe

9/29/2013 11:01:34 PM


s was JETZT IM KINO 2guns.ch

ABSOLUTE TOUGHNESS

100 95 75

25 5 0

WWW.CASIO-WATCH.CH

RS106.indd 13

9/29/2013 11:01:35 PM


THEMA

n e l l o v t i e z t Die Herbs

, ist die Zeit Shirt hindurchsteifen hs rc du el pp Ni e di Sobald ei. Wenn Sie eserum-liegens vorb des Draussenaufderwi und „GTA V“ r Couch rumhängen de f au t ch ni en eg sw de wir hier für Sie ein geben), dann haben ja l's ol (s n lle wo en n das Wetter spiel en-gestellt, bei dene m m sa zu ps tip gs lu paar Ausf un Krausz pielen muss. von Schim nicht unbedingt mits

Greisinger Museum

Der Herr der Dinge

Falls Sie sich auch schon gefragt haben, ob die Welt von „Der Herr der Ringe“ irgendwo in der unseren existiert, dann hat Bernd Greisinger die Antwort darauf: „Hier in Jenins ist das Zentrum von Mittelerde.“ Der Deutsche hat im Bündner Dorf das Tolkien-Museum mit der grössten Mittelerde-Sammlung der Welt aus dem und in den Boden gestampft und RCKSTR schon vor der Eröffnung am 1. Oktober eine Führung gewährt. Die Garage von Bernd Greisinger ist geräumiger als ein durchschnittlicher Auto-Abstellraum. Viel geräumiger. Und es steht nur eine einzige Karre drin. Der 2004 in die Schweiz eingewanderte Deutsche sammelt ja auch keine motorisierten Potenzschleudern, sondern alles, was mit dem Schaffen von J. R. R. Tolkien, dem Schöpfer von Mittelerde samt „Der Hobbit“ und „Der Herr der Ringe“, zu tun hat. Dementsprechend viele Kartonschachteln, Verpackungen und Baumaterialabfälle liegen herum. „Ihr hättet das vor ein paar Wochen sehen sollen, da war die ganze Garage voll damit“, kommentiert Bernd schmunzelnd; zwei Handwerker stimmen ihm nickend zu. Heimelige Hobbits In Angriff genommen hat er das Greisinger Museum im Bündnerischen Jenins, das keine 20 Autominuten von Chur entfernt liegt, bereits vor Jahren: „2005 hab ich das Land gekauft, das war alles Wiese mit nur zwei Obstbäumen drauf. 2007 baute ich unser Wohnhaus und ein Jahr später haben wir mit dem Bau des Museums begonnen.“ Die Hobbit-Höhle wurde 2010 als erstes fertiggestellt. Wer dort wie Gandalf im ersten „DHdR“-Film nicht den Kopf einzieht, stösst ihn sich unsanft an den niedrigen Türrahmen. Eine Million Franken hat Bernd ausgegeben, um sich das Häuschen mit der runden Tür in den Garten zu stellen – der Rest des

Museums hat weitere eineinhalb Millionen gekostet. „Aber dann ist's noch komplett nackig, ohne die ganzen Sachen drin“, erklärt er. Wie viel all die Gemälde, Replikas, Figuren, Filmrequisiten und Memorabilien gekostet haben, verrät er uns nicht, doch stellt klar: „Auch für 2,5 Millionen würde ich all das bestimmt nicht hergeben.“ Es ist die weltweit grösste Sammlung in diesem Bereich, nach seiner komme lange nichts mehr, so Bernd: „Meine ist wahrscheinlich grösser als die der zehn nächstkleineren Sammlungen zusammen.“ Weltstadt -dorf Jenins Das Jeninser Auenland endet an der Hintertür, die zum Eingang der Zwergenminen von Moria führt, an dem sich die Gefährten zunächst die Zähne ausbissen – stilecht leuchten die Linien und elbischen Worte, die Bernd sogar lesen und aussprechen kann. Alle zwei Jahre findet irgendwo auf der Welt eine Konferenz zur Elbensprache statt, 2015 tagt sie im Greisinger Museum, genauer in der riesigen Garage. Der Besitzer ist hörbar stolz darauf: Zum ersten Mal geschieht das in einer Stadt ohne Universität, mehr noch: Es findet auf dem Land statt! Soweit hat's Jenins gebracht.“ In der Tat rückt das Knapp-900-SeelenDorf in der Bündner Herrschaft damit weit stärker in den Fokus der Weltöffentlichkeit, als es der

schmackhafte Wein der zahlreichen Rebberge jemals geschafft hätte. Trotzdem und trotz der internationalen Ausrichtung des Museums hat Bernd für dessen Bau praktisch ausschliesslich Arbeitskräfte aus der Region bemüht – selbst der Kreativchef stammt aus der Nähe: Als Bernd diverse Werke des Mittelerde-Künstlers Ivan Cavini auf eBay erstehen wollte, kamen die beiden in Kontakt und für einen engagierten Kunstschöpfer des Genres gibt es wohl nichts Aufregenderes, als bei der Verwirklichung eines Tolkien-Museums mitzuarbeiten, weshalb er sich nicht zweimal darum bitten liess. Teure Unterschrift Von Ivan stammen unter anderem die riesigen, beinahe lebensgrossen Figuren im Untergeschoss: der Feuerdämon Balrog, der Troll, Baumbart und der Drache Smaug. Die ersten beiden sind Teil des Minen-Abschnitts, auf den ein Elben-Raum folgt, wo neben Gemälden die seltensten und wertvollsten Stücke aus der Museumsbibliothek, die um die 5'000 Bücher stark ist, präsentiert werden. „Normale Sammler sind schon überglücklich, wenn sie ein einziges von Tolkien signiertes Buch in die Finger bekommen – ich hab etwa 20 davon“, erzählt Bernd. Manchmal wirkt er dabei ein klein wenig angeberisch, aber verdammt, er besitzt auch unglaublich vieles, womit er angeben kann. Der Wert der signierten Tolkiens und

1

9

7

2

5

0

14 RCKSTR MAG. RS106.indd 14

#

106 Die mal nicht schlaflos in Zürich-Ausgabe

9/29/2013 11:01:42 PM


THEMA

n

in

Erstausgaben von „Der Hobbit“ oder „Der Herr der Ringe“ in verschiedenen Sprachen liegt je nach Seltenheit und Exklusivität zwischen 20'000 und 100'000 Franken – in letzteren Preisbereich fällt beispielsweise die (soweit bekannt) einzige, von Tolkien unterschriebene italienische Ausgabe von „Il Signore degli Anelli“; Bernd würde sie „nicht mal für eine Million“ hergeben: „Ich bin der einzige Mensch auf der Welt, der sowas besitzt. Das ist unbezahlbar.“ Kellerkino Im Raum der Weissen Stadt Minas Tirith gibt's eine Unmenge an Figuren aus der Ringe-Trilogie zu bestaunen. Und danach geht's in den Fangorn-Wald mit dem vorhin erwähnten, riesigen Baumbart, der das halbe Zimmer für sich einnimmt. Durch eine Nebentür gelangen wir ins museumseigene Kino, wo Besuchergruppen sich Peter Jacksons Filme auf Grossleinwand reinziehen können. Bernd gefällt vor allem das Soundsystem: „Na, spürt ihr den Bass?“

Wir verstehen ihn kaum, so laut wummert und vibriert es während der Schlachtszene vor Minas Tirith in „Die Rückkehr des Königs“. Die Tour ist zu Ende und wir gelangen wieder ans Tageslicht. Unwirklich scheint sie, die echte Welt da draussen. Und so unspektakulär. Richtig spektakulär ist jedoch, was Bernd Greisinger, seine Familie und all die Helfer da binnen fünf Jahren ins Churer Rheintal gestellt haben. Eine Führung ist zwar nicht ganz billig (siehe Infokasten), dafür kümmert sich der Museumsdirektor persönlich um einen und mehr Mittelerde finden Sie schliesslich nirgendwo sonst auf der Welt, nicht mal in Peter Jacksons Bart. ► Unter facebook.com/GreisingerMuseum gibt's hunderte Making-of-Fotos zu sehen. ► Übrigens: Der zweite Teil von „The Hobbit“, „The Desolation Of Smaug“, startet am 13. Dezember in unseren Kinos.

Greisinger Museum Wo? Verduonig 2b, 7307 Jenins GR Schweiz Wie teuer pro Person? CHF 50.— Gruppenrabatte? Jep, standen bei Redaktionsschluss aber noch nicht im Detail fest. Anmeldung nötig? Immer – es gibt nur Führungen, man kann nicht einfach mal rein wie in einem öffentlichen Museum. Mehr Infos? gmec.ch

100 95 75

25 5 0

1

Bernd, wie kannst du dir das leisten? Und wie hast du das geschafft? „Finanzen. Ich hab mit Geld Geld verdient und „Da musst du die Kohle haben. Die meisten das dann vernünftig investiert. Ich war mal sowas ein sie da keine, Mittelerde-Sammler haben wie ein Börsen-Star und deswegen oft in den klassische als sind Publikum anderes Medien, Interviews bei Bloomberg und n-tv, N24 Kunstsammler. Es sind eher Studenten oder – damit du da richtig Geld verdienst, musst du Beruf Bücherwürmer, die einen normalen irgendwas Besonderes sein. Aber der Beruf ist das Geld, viel so nicht halt haben die haben – sehr anstrengend, ich hab ihn 15 Jahre lang sie investieren können. Darum leisten sie ausgeübt mit 100-Stunden-Wochen. Jetzt ist mal Um sich ein paar schöne Sachen, mehr nicht. gut und darum hab ich mein langjähriges Hobby zusammen meine wie eine Sammlung nun zu meinem neuen Full-Time-Job gemacht.“ zustellen, musst du Multimillionär sein.“ Die mal nicht schlaflos in Zürich-Ausgabe # 106 RCKSTR MAG.

RS106.indd 15

9

7

2

5

0

15

9/29/2013 11:01:42 PM


THEMA

Europa Park: Horror Nights

Eurodeadmaus

Diesen Herbst verwandelt sich der beschauliche Europa Park vom 24. September bis zum 2. November während 21 Nächten in einen Horrortrip, der auch Eli Roth etwas bleich werden liesse. Ist ja nicht so, dass wir Ihnen den Besuch im Europa Park noch schmackhaft machen müssten; wir kennen niemanden, der nicht eh gerne in dieses Achterbahnen-Wunderland geht – und wenn doch, dann löschen wir diese furchtbare Person aus unseren FacebookFreunden, knallhart. Von Ende September bis Anfang November gibt's einen Grund mehr, die Fahrt ins deutsche Rust auf sich zu nehmen: An den Horror Nights verwandelt sich der kindergerechte, von Menschen in grauen Mauskostümen bevölkerte Freizeitpark in ein blutverschmiertes, von Zombies heimgesuchtes Schlachtfest. Sieben In den Erschreck-Labyrinthen „Dead Inside“ (misslungene Experimente), „Take Away“ (AsiaRestaurant-Gemetzel), „The Crypt“ (GruftGrusel), „Snow White“ (Schneewittchen und die sieben Zombie-Zwerge) und „The Villa“

(Klassiker: Geisterhaus) füttern Sie die Flecken unter Ihren Armen mit ordentlich Angstschweiss, während Sie bei „Horror On Ice“ sowas wie einen untoten Stéphane Lambiel beklatschen (verliert man beim Ableben eigentlich die eigene Vollpfostigkeit? Ihm wär's zu wünschen) und im Vampire's Club so abfeiern, wie uns amerikanische TV-Serien jeweils Goth-Partys präsentieren. Lassen Sie sich nicht von den plakativen Namen täuschen: Im Gegensatz zu den Hihihahahorrorprogrammen anderer Parks und Veranstaltungen sorgen die Horror Nights wirklich dafür, dass Sie nicht albtraumlos durchpennen werden, ohne vorher einige starke Shots ins System zu tanken. Nicht umsonst wurde das Programm schon mehrmals ausgezeichnet und findet heuer zum siebten Mal statt – schon Brad Pitt und Morgan Freeman wussten, dass man diese Zahl ernst nehmen sollte.

Wo? Europa-Park-Strasse 2, 77977 Rust BW Deutschland Wie teuer pro Person? Zwischen €13.— und €24.— – kommt auf den Tag an; Infos auf der Website. Gruppenrabatte? Gibt's keine, aber Kombitickets mit Parkeintritten. Anmeldung nötig? Im Prinzip gibt's eine Abendkasse – der Event ist aber regelmässig ausverkauft, darum ist eine Reservierung empfohlen. Mehr Infos? horror-nights.de

...............................................................................

SchoggiLand Der Schokoladenfabrikant Maestrani zeigt auf seinen SchoggiLand-Führungen, wie gute Schweizer Schokolade hergestellt wird – Selbergiessen ist auch möglich. Wie hingegen kolossal schlechte Fernsehbeiträge hergestellt werden, erklärt Tele TOP in einem Video, das auf der SchoggiLand-Website anzusehen ist. Soll wohl als abschreckendes Beispiel dienen. Also hoffen wir. Weil sonst...jesses.

16 RCKSTR MAG. RS106.indd 16

#

Wo? Toggenburgerstrasse 41, 9230 Flawil SG, Schweiz Wie teuer pro Person? Eine Gruppe bis 25 Personen zahlt pauschal CHF 120.—. Gruppenrabatte? Eher das Gegenteil: Bei Gruppen mit mehr als 25 Leuten wird's teurer, also teilen Sie Ihre Homies auf. Anmeldung nötig? Unbedingt.

1

9

7

2

5

Mehr Infos? schoggi-land.ch

0

106 Die mal nicht schlaflos in Zürich-Ausgabe

9/29/2013 11:01:46 PM


DEFY

100 95 75

25 5 0 © 2013 Ubisoft Entertainment. All Rights Reserved. Assassin’s Creed, Black Flag and Ubisoft, and the Ubisoft logo are trademarks of Ubisoft Entertainment in the US and/or other countries. Software Platform logo (TM and ©) EMEA 2006. Nintendo trademarks and copyrights are properties of Nintendo. ©2013 Nintendo. “PS” Family logo, “PlayStation”, “PS3” logo and the PlayStation Network logo are trademarks or registered trademarks of Sony Computer Entertainment Inc.”PS4” logo is a trademark of the same company.

RS106.indd 17

9/29/2013 11:01:47 PM


THEMA

Alpamare

Rutschen und Reha Nervt es Sie amigs auch tödlich, wenn Sie Ihren Luxuskörper ab September nicht mehr am Letten (Züri), in der Volière (Lozärn) am Rheinufer (Baaasel), in der Weiere (Sangallä) oder am Crestasee (Graubünda) spazieren führen können, weil die Kälte Ihre Haut so austrocknet? Zum Glück hat das Alpamare das ganze Jahr über geöffnet und da im Pfäffiker IndoorWasserpark das Schaulaufen etwas weniger intensiv ausfällt als in der Stadtbadi, haben Sie mehr Zeit, um die verschiedenen Rutschen auf ihre Adrenalin-Intensität zu prüfen – unser

Favorit bleibt der Tornado mit seinem trippy blau-gelben Muster. Wenn Sie lieber ein wenig ausspannen, empfehlen wir die verschiedenen Thermen, deren Inhaltsstoffe in Kombination mit den Wassertemperaturen dermassen guttun, dass sie glaubs auch Gebrechen heilen – wir haben jedenfalls schon Rollstuhlfahrer ins Becken fahren und selbiges zu Fuss wieder verlassen sehen. Aber wir kippen auch gerne mal ein paar Bierchen in der Beiz ums Eck, bevor wir baden gehen, vielleicht trübt das unser Urteilsvermögen jeweils ein wenig.

Wie teuer pro Person? CHF 39.50 für vier Stunden (CHF 3.— mehr an Wochenenden und Feiertagen) Gruppenrabatte? CHF 4.50 weniger pro Person für vier Stunden ab zwölf Personen (CHF 5.— an Wochenenden und Feiertagen) Anmeldung nötig? Nö, aber wer sein Ticket online kauft, bekommt einen kleinen Rabatt. Mehr Infos? alpamare.ch

..................................................................

Wo? Lagerplatz 17 8400 Winterthur ZH Schweiz

Sk8(400)

18 RCKSTR MAG. RS106.indd 18

#

N B

Das Fröschemuseum Wir kennen die kleinen Kerle ja vor allem von der Landstrasse, wo sie plattgefahren auf der faulen GlitschHaut liegen. Doch was tun Frösche, wenn sie sich nicht gerade todesmutig in den Verkehr stürzen? Das Fröschemuseum am Neuenburgersee hat die Antwort parat und zeigt die Hüpfer in der Schule, beim Coiffeur oder im Militär.

Wo? Rue du Musée 13 1470 Estavayer-le-Lac FR Schweiz

Block

Am freetslye.ch war's wunderbar sonnig, doch wer jetzt mit dem Skateboard nach draussen rollt, läuft Gefahr, dass sein frisch gekauftes Carhartt/Element/DC-Cap von grusigem Regenwasser verdreckt wird. Trainieren Sie Ihre Kickflips, Gingersnaps und Jaywalks darum im Trockenen, z.B. im Block in Winterthur – nicht zu verwechseln mit dem Blok in Zürich, auch wenn man sich nach intensiven Besuchen in beiden Etablissements am nächsten Tag ähnlich gerädert fühlt.

.....................................................................................................................

Wo? Gwattstrasse 12 8808 Pfäffikon SZ Schweiz

K K

Neben Skateboards sind auch InlineSkates und Micro-Scooter (fährt die überhaupt noch jemand ausser die jüdischen Kinder in unserer Wiedikoner Hood?) erlaubt, nur Ihr Bike müssen Sie draussen lassen – egal, ob's per Trampelkraft oder Motor angetrieben wird. Und sollte das Skaten nicht so Ihr Ding sein, dann bieten die Betreiber der Sporthalle im Sulzerareal auch Kletterwände, Krafttraining und eine Kartbahn an.

Wie teuer pro Person? CHF 14.—; ab 25 Jahre CHF 20.— Gruppenrabatte? CHF 5.— weniger pro Person ab 15 Personen (CHF 6.— ab 25 Jahren) Anmeldung nötig? Nein. Mehr Infos? block.ch

Wie teuer pro Person? CHF 5.— Anmeldung nötig? Nein. Gruppenrabatte? Ein Stutz weniger pro Kopf ab zwölf Personen. Mehr Infos? museedesgrenouilles.ch

Ne m ein m le

Sp 7 el Au sc an Do in un

1

9

7

2 Dy

5

0

N

L

106 Die mal nicht schlaflos in Zürich-Ausgabe

9/29/2013 11:02:05 PM

100.009


KOMPROMISSLOS SPORTLICH, KOMPROMISSLOS PRAKTISCH: NEW SWIFT SPORT, 3-TÜRER BEREITS FÜR

Fr. 21 990.–

NEU AUCH ALS

5-TÜRER FFr. 23 490.–

New Swift Sport 5-Türer: die Erfolgsgeschichte erweitert. Jetzt neu auch kompromisslos praktisch mit 5 Türen für Freunde und Familie. Und kompromisslos günstig: Fr. 23 490.–. Angetrieben von einem agilen 1.6- l-Triebwerk mit sportlichen 100 kW / 136 PS, durchzugsstarken 160 Nm Drehmoment, manuell pilotiert von Ihnen über das knackig straffe 6-Gang-Sportgetriebe und die direkte Sportlenkung. Das dynamische Sportfahrwerk und die 17˝ Sport-Leichtmetallfelgen begeistern vollends. Sport-Ausstattung: Sportkit (Sportfahrwerk, Spoiler, Bremsen, Sportsitze), ABS mit EBD, ESP, 7 Airbags (inkl. Knieairbag), sportliches 6-Gang-Getriebe, elektrisch einklappbare Aussenspiegel, elektrische Fensterheber vorne und hinten, Fusspedale in Edelstahl, Lederlenkrad mit Tasten für Audio- und Tempomat-Steuerung, Keyless Entry / Start, Xenon-Scheinwerfer, Tagfahrlicht, Nebelscheinwerfer, Sitzheizung, 17˝ Sport-Leichtmetallfelgen, Informationsdisplay mit Aussentemperaturanzeige, Digitaluhr, Kilometeranzeige, Heckspoiler, sportlicher Frontgrill, Seitenschweller, Doppel-Auspuffendrohre, automatische Klimaanlage, Multimediasystem mit 6 Lautsprechern und integriertes 2-Din-Navigationssystem, USB-Anschluss, 12-Volt-Anschluss, diverse Ablagefächer und Becherhalter, Metallic-Lack, getönte Scheiben.

New Suzuki Swift Sport, 3-Türer, Fr. 21 990.–

100 95 75

25 Dynamisches, sportliches Cockpit

Sportsitze und manuelles 6-Gang-Getriebe

5 0

NEW HIT IT--

LEAS EASIING

Sportliche Edelstahl-Pedalen

www.suzuki.ch

Ihr Suzuki Fachhändler unterbreitet Ihnen gerne ein auf Ihre Wünsche und Bedürfnisse abgestimmtes Suzuki Hit-Leasing-Angebot. Sämtliche Preisangaben verstehen sich als unverbindliche Preisempfehlungen, inkl. MwSt. Suzuki fahren, Treibstoff sparen: 6.4 l: New Swift Sport 1.6, 3-türig, Fr. 21 990.–, Hauptbild: New Swift Sport 1.6, 5-türig, Fr. 23 490.–, Treibstoff-Normverbrauch: 6.4 l / 100 km, Energieeffizienz-Kategorie: F, CO₂-Emission: 147 g / km; Durchschnitt aller Neuwagenmarken und -modelle in der Schweiz: 153 g / km.

RS106.indd 19 100.009.13.001_SUZ_Swift_Sport_5door_Anz_210x297_d.indd 1

9/29/2013 11:02:06 PM 04.09.13 09:07


ROCK STARS

Haim

Familienband(e)

Als Als treue treue RCKSTR-Leser RCKSTR-Leser wissen wissen Sie, Sie, dass dass wir wir seit seit längerem längerem auf auf Haim Haim abfahren. abfahren. Weil Weil sie sie massentaugliche, massentaugliche, ehrliche ehrliche Musik Musik irgendwo irgendwo zwischen zwischen Indie Indie und und R&B R&B machen. machen. Weil Weil sie sie nur nur schon schon beim beim Blick Blick auf auf ihre ihre Fotos Fotos herzallerliebst herzallerliebst sind. sind. Und, Und, hach, hach, weil weil es es sich sich um um drei drei Schwestern Schwestern handelt. handelt. RCKSTR RCKSTR stellt stellt das das L.A.-Trio L.A.-Trio und und sein sein Debütalbum von Schimun Schimun Krausz Krausz Debütalbum „Days „Days Are Are Gone“ Gone“ vor. vor. von

O

penAir St. Gallen 2013. Nach einer harten Trinknacht für die Rubrik „RCKSTR feiert sich durch...“ raffte sich der Schreiber dieser Zeilen auf, um am Sonntagnachmittag rechtzeitig im Sittertobel zu sein. Rechtzeitig, um den ersten Schweizer Live-Auftritt überhaupt von Haim zu sehen. Nicht The Lumineers, nicht die Parov Stellar Band, nicht den Headliner Die Ärzte. Sondern Haim. Früh übt sich Und die Mühe samt hämmernden KaterKopfschmerzen zahlte sich aus: Zwar spielte das Quartett (der „vierte Haim“ ist Drummer Dash Hutton) am letzten Festivalnachmittag und das auf der kleineren, zweiten Bühne, doch die Band aus Los Angeles zog das Publikum, von dem vielleicht ein Fünftel überhaupt schon mal einen ihrer Songs gehört hat, fast mühelos für eine Stunde in ihren Bann. Zugegeben, die optischen Voraussetzungen dafür sind nicht schlecht; drei Schwestern mit langen Haaren und Sinn für Mode, die jedoch

20 RCKSTR MAG. RS106.indd 20

#

Musik machen, die nicht einfach girly, sondern ernstzunehmend ist. Und vor allem ist sie echt. Schon als Kinder spielten Este, Danielle und Alana in einer Band, zusammen mit ihren Eltern. „Meine erste Kindheitserinnerung ist mein Vater, wie er mich ins Wohnzimmer nimmt und mir Drumsticks in die Hände drückt“, erzählt Este dem NME. Als Rockenhaim traten sie an Vereinsveranstaltungen und in UrlaubsRessorts auf; ihre Kernkompetenz waren Eagles-Covers. Este und Danielle gehörten später zudem der Girl-Group The Valli Girls an, wo sie laut Este aber schnell herausfanden, „was wir auf jeden Fall nicht machen wollen“. Durststrecke Obwohl die Musik eine bedeutende Rolle in ihren Leben spielte, seit die HaimSchwestern Instrumente in ihren Händen halten konnten, blieb sie lange ein – zugegebenermassen intensives – Hobby; wer in L.A. aufwächst, kommt früh mit

Hollywood in Berührung. „Unsere Eltern waren aber strikt gegen die KinderSchauspielerei. Schulaufführungen waren für uns die einzige Möglichkeit, um aufzutreten“, sagt Este in einem Interview mit dem Q Magazine. „Mit all diesen Kinder-Schauspielern, die auch für Filmrollen vorsprachen, in einer Klasse zu sein, war jedoch ansteckend.“ Vater und Mutter blieben hart und die Schwestern bei der Musik. Zum Glück, denn 2007 beschlossen sie, fortan ohne ihre Eltern und ohne Rocken- im Namen aufzutreten. Ein Weilchen funktionierte das ganz gut und sie spielten haufenweise Support-Shows in L.A., erinnert sich Este: „Doch irgendwann mussten wir MassenSMS rauslassen, um unsere Freunde zu mobilisieren. Sie wollten uns zwar unterstützen, doch fragten immer nach Gästelistenplätzen und schliesslich hatten wir 80 Namen auf der Liste, doch die Venue erlaubt nur 20. Also zahlten wir manchmal für 60 unserer Freunde, damit sie an ein Konzert kommen.“

106 Die mal nicht schlaflos in Zürich-Ausgabe

9/29/2013 11:02:12 PM

1

9

7

2

5

0


ROCKSTARS

Who's Who? Alana (1991) • Spitzname „Baby Haim“ • Twitter- und Instagram-Königin mit je über 40'000 Followers • fährt auf weisse Tiger ab

Este (1986) • hat Diabetes und missbrauchte ihn schon, um Vorlesungen fernzubleiben oder sich im Disneyland nicht hinten anstellen zu müssen • Beschützerin ihrer Schwestern • labert live den meisten Blödsinn zwischen den Songs

Danielle (1989) • war neben Julian Casablancas auch mit Jenny Lewis auf Tour • ist das ruhige Zentrum der Band – auch auf der Bühne • Lieblingssong: Kate Bush „This Woman's Work“

nn

The Bass Face

Längst ist es zu einem Internet-Miniphänomen geworden: Sobald Este an den Saite ihres Basses zupft, verzieht sie ihr Gesicht zum bass face.

Das Debütalbum:

Zeitloser Pop Onkel Julian weiss Rat 2010 konzentrierte sich Alana auf ihren HighSchool-Abschluss, Este steuerte auf ihr UniDiplom in Ethno-Musikwissenschaften zu und Danielle war mit Julian Casablancas auf Tour. Und dieser brachte den Haim-Erfolgsstein ins Rollen, indem er Danielle riet: „Ganz ehrlich, ihr seid echt gut, aber ich glaube wirklich, dass ihr euch rarer machen solltet. Hört auf zu spielen, schreibt ein paar neue Songs und legt dann wieder los.“ „Und genau das haben wir getan“, sagt Danielle im Q-Interview, „wir 100 stellten sicher, dass die Aufnahmen richtig gut waren. Dann gaben wir die ‚Forever'-EP via 95 Facebook an unsere Freunde raus und die Lawine war ausgelöst.“ 75 Diese vor eineinhalb Jahren veröffentlichte EP bescherte Haim Auftritte am SXSW Festival 2012 und am iTunes Festival letzten Herbst in London (wo Este vor laufenden Kameras ihre Telefonnummer rausgab – auf unsere SMS 25 hat sie aber noch nicht geantwortet, WARUM HASST SIE UNS?!), die BBC wählte sie auf 5 Platz eins der renommierten „Sound Of 2013“-Liste und am Glastonbury-Set von 0

Primal Scream im Juni sangen die Schwestern bei den letzten drei Songs die Backing Vocals. Der Auftritt am OpenAir St. Gallen war wohl nicht ganz so glamourös, wie mit schottischen Dance-Rock-Legenden auf einem weltbekannten englischen Festival zu singen, doch Haim kommen langsam auch bei uns an; letzten Dezember hörten wir bereits die Hit-Single „Don't Save Me“ auf Radio SRF 3. Im November sind sie mit Phoenix auf Tour, doch der Tourplan der Franzosen lässt die Schweiz wie immer – zumindest, was Clubshows anbelangt – aus. Besorgen Sie sich das Debütalbum „Days Are Gone“ und zeigen Sie dem Trio (und seinem Drummer) damit, dass wir Haim hier sehen wollen. Wir stehen dafür sogar stark verkatert auf, wenn das irgendwie hilft. ► Debütalbum „Days Are Gone“ (Polydor/Universal) jetzt erhältlich.

Haim Days Are Gone (Polydor/Universal) Die besten Songs auf „Days Are Gone“ sind die, welche Haim in den letzten eineinhalb Jahren bereits als Singles und auf EPs released haben, darunter der Opener „Falling“, das bekannte „Forever“ und der RadioHit-Song „Don't Save Me“. Doch die restlichen Lieder stehen ersteren kaum nach: „Honey & I“ ist entspannt-augenzwinkernder Pop, „My Song 5“ (hiess so in „GarageBand“, daher der Name) überzeugt mit organischem R&B und „Running If You Call My Name“ ist ein imposanter Closer. Man hört heraus, dass Haim viel Feinarbeit und Zeit in die Platte gesteckt haben, die übrigens besser und besser wird mit jedem Hördurchlauf. (shy) Wer das mag, mag auch: The 1975 „The 1975“, Fleetwood Mac „Rumours“, BOY „Mutual Friends“

1

9

7

9

Die mal nicht schlaflos in Zürich-Ausgabe # 106 RCKSTR MAG.

RS106.indd 21

21

9/29/2013 11:02:14 PM

2

5

0


ROCKSTARS

Tyler Ward

He Covers, You Tube

Aus: Denver, Colorado, USA Wer das mag, mag auch: Joshua Radin, Howie Day, Ron Pope Unser liebster YouTube-Coversong-Channel ist ja der von Jess Greenberg – googeln Sie sie mal, dann verstehen Sie, warum. Aber in Sachen Talent und Popularität zieht sie gegen Tyler Ward den Kürzeren, ach, fast jeder New-Media-Star wird vom charismatischen Amerikaner übertrumpft. (shy) Ende 2008 lud Tyler Ward ein Video hoch, um der Welt zu zeigen, was für ein fähiger Produzent und Sound-Ingenieur er ist, weil er damit Geld verdienen wollte, nachdem er seine angehende Profi-Football-Karriere in die Tonne gekippt hatte. Der Welt war sein technisches Handwerk ziemlich egal, doch zeigte sie sich umso begeisterter von den musikalischen Künsten des Ex-Athleten. Fortan coverte er praktisch jeden Popsong, der in den letzten Jahren durch die Charts jagte, erarbeitete sich die beeindruckende YouTube-Statistik von über 1,3 Millionen Abonnenten und knapp 350 Millionen Views, auf Facebook sind's bald 650'000 Likes. Er stand zudem schon mit US-Grössen wie The Fray, Gavin DeGraw oder Augustana (und äh, The Jonas Brothers) auf der Bühne und Anfang Jahr gab er bekannt, dass er bei Sony Music einen Plattendeal unterschrieben habe. Auf seinem Debütalbum „Honestly“ interpretiert er zwar auch Songs von Adele, Macklemore und Rihanna, doch der Grossteil der Lieder stamme aus seiner Feder. Mal schauen, ob er damit auch solche Erfolge feiert.

U A

1

.. P

9

7

► Debütalbum „Honestly“ (Epic/Sony) ab 18.10. erhältlich. ► Compilations „Tyler Ward Covers, Vol. 1 – 5” (Eigenvertrieb) ebenfalls erhältlich. ► tylerwardmusic.com ► Live: 1.11. KUFA (Lyss), 2.11. Kaufleuten (Zürich)

22 RCKSTR MAG. RS106.indd 22

#

2

5

J 0 W

106 Die mal nicht schlaflos in Zürich-Ausgabe

9/29/2013 11:15:12 PM

HIGH_1


ROCKSTARS

London Grammar The fröhlicheren xx

Aus: London, England Wer das mag, mag auch: The xx, Birdy, Florence + The Machine Während der letzten Monate waren London Grammar die meistgebloggte Band überhaupt, sagt Hype Machine. Nicht schlecht für einen Act, der vor weniger als einem Jahr seine ersten Songs online gestellt hat, ohne grosses Tamtam, ohne Plattenfirma im Rücken. Viel Tamtam macht das Trio auch bei seiner Musik nicht und trotzdem sind die hypnotischen Popsongs intensiver als so manche überproduzierte Dance- oder Rocknummer; es ist dieses The-xxPrinzip, das Tracks wie „Hey Now“ oder „Strong“ eine Dringlichkeit verleiht, der man von den ersten Tönen an nachgeben muss. Daheim in Grossbritannien hat das Debütalbum „If You Wait“ auf Anhieb Platz zwei der Charts erreicht und kommt Anfang November auch bei uns raus – wir prophezeien Grosses, also verpassen Sie das Konzert am 8. November in der Roten Fabrik nicht, sonst werden Sie's noch ne ganze Weile lang bereuen. Versprochen. (shy) ► Debütalbum „If You Wait“ (Metal & Dust) ab 1.11. erhältlich. ► londongrammar.com ► Live: 8.11. Rote Fabrik (Zürich)

Kadebostany

Aus einem fernen Land

Aus: Genf, Schweiz Wer das mag, mag auch: Woodkid, MS MR, alt-J Im März hat ihr Musikvideo zur Single „Walking With A Ghost“ den Publikumspreis der „Best Swiss Video“-Verleihung des m4music Festival 2013 abgeräumt, doch wer sind Kadebostany eigentlich? Nicht nur der Röstigraben erschwert es uns, das Genfer Artpop-Projekt besser fassen zu können: Statt als normale Gruppe aufzutreten, hat Produzent Kadebostan die fiktive Republic Of Kadebostany gegründet und die Songs werden vom erfundenen Landesorchester gespielt, dazu singt Nationalstimme Amina. Obwohl die Band ihre erdachte Welt mit Augenzwinkern sieht, hat sie damit einen Kosmos geschaffen, der mysteriös und darum interessant ist – genau wie ihre anspruchsvolle und dennoch einnehmende Musik. (shy) ► Neues Album „Pop Collection“ (Mental Groove) jetzt erhältlich. ► Quasi-Debütalbum „Songs From Kadebostany“ (als National Fanfare Of Kadebostany) ebenfalls erhältlich. ► kadebostany.com ► Live: 15.12. Mascotte (Zürich)

NUR BEI MTV MOBILE

TU NICHT SO ERWACHSEN!

6 . . . 2 N R E E UNT BSCHLIESS ABO A R E M M I ... FÜR N

INEN SICHERE DIR DE

GÜNSTTIAGREIFN JUGEND

1

9

E R E I T I F PRO

7

2

5

JETZT ÜBERALL, WO ES SUNRISE GIBT. RS106.indd 23 HIGH_154043_Rockstar_Student_210x146_d_ZS 1

0

9/29/2013 11:15:1614:33 PM 19.09.13


ROCKSTARS das Vhu?rches“ gegoogelt? Daufnn, tawuachs eesn nicht ll o s s a a W schon mal „c wurde s und -Bilder Haben Sie viele Kirchen-Website zu finden. Darum r hip aus, Band cht nu ziemlich n würde, diersetzt – das sieht ni nach der Band. e ch a m ch einfa h ein V e nternetsuche das U duercrleichtert auch die I sondern

CHVRCHES

Die neue Synthpop-Glaubensrichtung

K

aum eine Platte im Indie-Electro-Bereich wurde dieses Jahr so sehr erwartet wie „The Bones Of What You Believe“ von CHVRCHES – nur die Debütalben von Disclosure, Haim, Bastille und AlunaGeorge generierten einen ähnlichen Hype vor ihrem Release. Das Glasgower Trio liess sich davon nicht stressen, sondern köchelte in Ruhe sein wohlklingendes Synthie-Süppchen, bis es perfekt war.

von Schimun Krausz

Mai 2012. „Lies“ wird über den Blog des hippen Labels Neon Gold (Lizzy Plapinger von MS MR ist Mitgründerin) aufs Internet losgelassen. Niemand weiss, wer diese CHVRCHES sind, es wurde noch nicht über sie berichtet, sie haben kein Label im Rücken. Doch die Reaktionen auf den Song lassen erahnen, dass die drei Schotten nicht mehr lange Unbekannte bleiben. Reichlich Erfahrung Obwohl: Gänzlich unbekannt ist keiner der drei. Sängerin Lauren Mayberry stand schon bei den Blue Sky Archives am Mikrofon, Martin Doherty werkelte mit The Twilight Sad und Keyboarder und (Bass-)Gitarrist Ian Cook drehte die Knöpfchen bei Aerogramme, aus denen später The Unwinding Hours wurden – allesamt Formationen, die zwischen Indie-Pop und Post-Punk unterwegs, aber nur in schottischen Genre-Kreisen bekannt sind. Synthie-Mann und Sound-Tüftler Martin erläutert im DIY Magazine die Formierung von CHVRCHES: „Ich hab mit Ian am letzten Aerogramme-Album gearbeitet. Wir waren echt gute Freunde und spannten immer mal wieder zusammen; ich schloss mich dann The Twilight Sad an und er machte sein eigenes Ding, schreib fürs Fernsehen, spielte in einer anderen Band. Irgendwann setzten wir uns zusammen und fingen an, über ein paar Ideen zu diskutieren.“ Anspruchsvoll und zugänglich „Ende 2011 spielte er mir ein paar Demos vor, an denen er mit Lauren arbeitete und ihr Gesang haute mich sofort aus den Socken“, fährt Martin fort. „Sie kam ins Studio, wir plauderten und probierten ein paar Dinge aus. Und bald darauf

1

9

7

2

5

0

24 RCKSTR MAG. RS106.indd 24

#

106 Die mal nicht schlaflos in Zürich-Ausgabe

9/29/2013 11:15:20 PM


ROCKSTARS entwickelte sich eine enge Zusammenarbeit, da sie nicht nur gut singen, sondern auch texten konnte, weswegen plötzlich alles sehr schnell ging.“ Da die Internet-Gemeinde so positiv auf „Lies“ reagierte – zu Recht, der Song ist ein ElectropopStampfer sondergleichen –, machten sich CHVRCHES daran, die hungrig gewordenen Mäuler mit neuer Kost zu stopfen. Und die kam Mitte September in Form von „The Mother We Share“, der ersten offiziellen Single des Trios. „Den Song fertigzustellen, dauerte Monate“, erzählt Ian im DYI, „wir nahmen ihn uns immer wieder vor, da wir nie ganz zufrieden waren mit ihm. Aber als wir es geschafft hatten, sagten wir uns: Okay, das ist es. Wir sind angekommen!“ Und wie sie angekommen sind: Der Track ist mindestens so intensiv wie „Lies“ und zeigt eindrucksvoll, dass CHVRCHES nicht einfach eine weitere SynthpopSpasstruppe sind, die es im anhaltenden ElectroTrend haufenweise gibt, sondern Tiefe haben, oft melancholisch texten und klingen, aber einen dabei nie bedrücken.

st d h

n e

he en, s,

rt S:

Nach dem eigenen Rhythmus Damit war der Sprung an die Oberfläche geschafft und die drei befanden sich mitten in der HypeWelle. Dass sie bei der BBC-„Sound Of 2013“-Liste auf Platz fünf landeten, verlieh ihnen zusätzlichen Schub. Nicht erst dann standen immer wieder A&R-Leute auf der Matte und versuchten, die Schotten mit mehr oder weniger angenehmen Angeboten für ihr Label zu verpflichten, erinnert sich Ian: „Da waren viele Arschlöcher dabei, die dem Klischee des unmoralischen britischen A&RTypen, dem es nur um Kokain und Kohle geht, voll entsprachen.“ „Wir alle haben einen ziemlich guten Bullshit-Filter“, fügt Lauren an, „wenn man sich genau anschaut, was diese Typen im Prinzip

n, en

n

100 95 75

25 5 0

sagen, dann ist das nicht das, was wir eigentlich erwarten.“ Und so kam es, dass das Debütalbum, welches mittlerweile den Namen „The Bones Of What You Believe“ trägt, schon ziemlich fertiggestellt war, als CHVRCHES Anfang Jahr bei Virgin unterschrieben; aufgenommen und produziert wurde in Ians Wohnzimmer, verdammt Indie, trotz des Rummels, der um die Band herum entstanden war. September 2013. Die Band war sich nicht sicher, ob sie den Release-Termin der Platte nicht etwas zu lange rausgezögert hatte, gesteht Ian im DYI, „das Internet ist voller ungeduldiger Leute, die uns immer wieder fragten, wann das Album endlich komme“ – für eine Band wie CHVRCHES, die „so“ ist mit ihrer Community, war es nicht einfach, die Fans stets aufs Neue vertrösten zu müssen. Doch die drei haben sich die Zeit genommen, die sie brauchten und können nun stolz sein darauf, die Hype-Welle gemeistert zu haben.

Dave Gahan, CHVRCHES-Fan Mitte Juli durften CHVRCHES die Synthpop-Legenden Depeche Mode bei ein paar Europa-Terminen supporten. Dem britischen Portal gigwise.com verriet Martin: „Das Highlight meiner ganzen Karriere war die Show im SanSiro-Stadion in Milano: 60'000 Menschen, das hat mich umgehauen!“

Das Debütalbum:

► Debütalbum „The Bones Of What You Believe“ (Virgin/Universal) jetzt erhältlich. ► Live: 22.3.2014 Komplex Klub (Zürich)

Synthie-Hymnen

CHVRCHES The Bones Of What You Believe (Virgin/Universal) Wenn ein Album mit einem Track wie „The Mother We Share“ beginnt, ist das ein Versprechen, das nur schwer über die ganze Länge gehalten werden kann. Doch CHVRCHES kriegen das hin: Die RacheSingle „Gun“ ist ein treibendes ElectropopMeisterstück, „Tether“ wandelt sich vom ruhigen Stück zum Trance-Sturm und bleibt dabei ziemlich uncheesy, „Science/Visions“ ist ein SynthesizerBollwerk und wenn sich für „Under The Tide“ und den Closer „You Caught The Light“ ausnahmsweise mal Martin Doherty statt Lauren Mayberry hinters Mikrofon klemmt, wird „The Bones Of What You Believe“ zu dem perfekten Album, auf das wir seit dem Debütsong „Lies“ gehofft hatten. (shy) Wer das mag, mag auch: The Naked And Famous „Passive Me, Aggressive You“, MS MR „Secondhand Rapture“, MNDR „Feed Me Diamonds“

1

9

7

9

Die mal nicht schlaflos in Zürich-Ausgabe # 106 RCKSTR MAG.

RS106.indd 25

25

9/29/2013 11:15:20 PM

2

5

0


Sty e

von Katinka Templeton

TOOK THE LOOK of

Haim

Sie sind Schwestern. Sie sind talentiert. Und sie sind obendrein allesamt Hotties. Die Rede ist von den California Girls Haim, die uns nicht nur mit ihrer Debütplatte begeistern (mehr dazu weiter vorne im Heft), sondern auch mit einem Style, der super in die kältere Jahreszeit passt: eine Mischung aus „The Virgin Suicides“ und Grunge.

Bikerjacke mit Leopardenmuster

von H&M, CHF 122.—

Samt-Jupe

von Topshop, CHF 49.—

Bowler-Hat

von ASOS, CHF 29.—

Glitzer-Armbanduhr Ankle-Boots mit Fransen

von ASOS, CHF 15.—

1

Karierter Jupe

von H&M, CHF 69.—

von Topshop, CHF 80.—

Total: CHF 364.—

RS106.indd 26

#

7

2

um als vierte HaimSchwester getarnt in die Familienband(e) zu kommen.

26 RCKSTR MAG.

9

5

0

106 Die mal nicht schlaflos in Zürich-Ausgabe

9/29/2013 11:15:25 PM


0.—

BeneDict cumBerBatch

Gerissen wie intelliGent! Daily teleGraph

Du kannst nicht Die Geheimnisse Der Ganzen Welt enttarnen ohne Deine eiGenen aufzuDecken.

Daniel BrĂœhl

100 95 75

25

UnsaGbar spannend! entertainment Weekly

5 0

31. oktoBer im kino

RS106.indd 27

ascot-elite.ch

9/29/2013 11:15:25 PM


Trend Oktober:

STYLE

von Katinka Templeton

Latzhose

von H&M, CHF 40.—

Denim ist das Material Ihrer Wahl, wenn Sie wie wir im Herbst draussen rumtollen; denn der Jeansstoff wird schon seit jeher für die Arbeitskleidung von hartgesottenen Bau- und Minenarbeitern verwendet. Kombinieren Sie Denim mit Fellen und anderen Materialien, um den Worker-Look trendiger hinzubekommen – und warm haben Sie damit ebenfalls.

Jeans-Leder-Handschuhe von Echo, bei shop.nordstrom.com, CHF 73.—

Denim-Win! Jacke mit Faux-Fur-Futter

von Topshop, CHF 94.—

Skinny-Biker-Jeans von Mango, CHF 64.95

Schal im Jeans-Look von Zara, CHF 39.90

Pencil-Skirt

von Topshop, CHF 53.—

Two-Tone-DenimMännerhemd

von Zara, CHF 59.90

Nagellack mit Denim-Effekt

von ASOS, CHF 20.—

RCKSTR gibt Style-Nachhilfe: Glitzer-Schnitzer Trägerkleid mit Rüschen von Zara, CHF 59.90

BodyconKleid von Mango, CHF 54.95

Um jeden Preis jung und knackig aussehen, kann auch mal in die nicht vorhandene Hose gehen. Die posierende Discokugel hier hätte mal lieber zu etwas schlichterem gegriffen – das kann nämlich auch knackig sein. Maxikleid von H&M, CHF 75.— Geo Texture Dress von Topshop, CHF 50.—

_________________________________

28 RCKSTR MAG. RS106.indd 28

#

(fotografiert von usgang .ch am 13.9. an der „Saus & Braus“Party im Kaufleuten, Zür ich)

Nachsitzen!

______

______

_________________________________

106 Die mal nicht schlaflos in Zürich-Ausgabe

9/29/2013 11:15:30 PM

1

9

7

2

5

0


vo m s c h Ö Pf e r vo n tr ai n s Pot ti n g

JAMEs McAvOy

JAMIE BELL JIM BROADBENT

40.—

“grossartig und saukomisch”

GQ

“herrlich gemein. nichts für weichsPüler und Pilcher-fans!” BiG Picture

HHHH

“brillant” Zoo

HHHH

(fotografiert von usgang .ch am 13.9. an der „Saus & Braus“Party im Kaufleuten, Zür ich)

Glamour

100 95 75

25

basierend auf dem bestseller filth – drecksau von irvine welsh

5 0

/drecksau.film RS106.indd 29

drecksau-derfilm.ch

ascot-elite.ch 9/29/2013 11:15:31 PM


SHOPPING

PARK Stauraum mit Stil Ein Souvenir hat meist keine allzu lange Lebenszeit. Dass es auch anders sein kann, zeigt die Geschichte des Schweizer Taschenherstellers PARK. von Reto Beeler Die Nähte vom gefälschten Lacoste-Polo haben sich nach dem ersten Waschgang verabschiedet und die waterproof Casio ist doch nicht so wasserdicht, wie angepriesen. Aber die aus dem Kreta-Urlaub mitgebrachten Ledertaschen von Christoph und Matthias gefielen ihren Freunden zuhause so gut, dass die beiden beim nächsten Urlaub ein paar mehr mit nach Hause nahmen. Aus den wenigen Freunden wurde bald eine Menge Freunde und aus einigen Taschen viele. 2009 wurde als logischer, aber ungeplanter Schritt das Label PARK gegründet und eine eigene Kollektion in Angriff genommen. Aus der Region, für die Region. Oder so. Für die Produktion gewannen sie eine griechische Gerberfamilie, die das Ledergeschäft seit über 30 Jahren betreibt. Die Entwicklung der Modelle übernimmt PARK dabei nicht selbst, vielmehr vermitteln Christoph und Matthias der griechischen Gerberfamilie ihre Idee einer Tasche. Dabei entsteht eine einzigartige, moderne Mischung aus klarem, zeitlosem Design ohne Schnörkel und von hoher Verarbeitung. Die neue Kollektion ist gerade erschienen und den vielen Modellen zum Trotz wurde auch dieser das Credo aus Funktion und Schlichtheit weitervererbt. ► Onlineshop: thisispark.com

Den Griechen geht's ans Leder

Bei Griechenland denkt man eher an Olivenöl oder wie wir an griechischen Wein, jedoch kaum an Leder. Doch besonders auf Kreta hat das Gerben eine lange Tradition und wird meist als Familienbrauch weitergegeben. Dass die Qualität des Leders es mit der von italienischem aufnehmen kann, versteht sich da von selbst. Ausserdem hat der unbekannte Standort den positiven Nebeneffekt, dass das Leder um einiges günstiger ist.

PARK Life

Wichtiger als die Gründung selbst, ist ein einleuchtender, prägnanter Name, der das Schaffen eines Labels auf den Punkt bringt. Ebenso puristisch wie funktional ist der Name, auf den Christoph und Matthias ihre Produkte getauft haben: Die ersten Weekender waren so gross, dass ihre Besitzer die ganzen Habseligkeiten hineinparkieren konnten – PARK von Parkieren, logisch.

1

9

7

2

5

0

30 RCKSTR MAG. RS106.indd 30

#

106 Die mal nicht schlaflos in Zürich-Ausgabe

© 9/29/2013 11:15:33 PM

AFWK_


Marco

riMa

liliane

MaTThiaS

Sira

MarTin

aMuaT

BriTSchgi

Topic

rapold

r

-

100 95 75

25 5

aB 24. oKToBer iM Kino

0

www.achtungfertigwk.ch

Š BVI RS106.indd 31 AFWK_Rockstar_210x292.indd 1

9/29/2013 11:15:3414:52 PM 25.09.13


Covergirl In „Criminal Minds“ spielte sie ein zur Puppe verdrogtes Opfer, in „Mad Men“ mochte sie Gedichte und in „Maniac“ wird sie von Elijah Wood skalpiert. Wir mögen unser Oktober-Covergirl Megan jedoch vor allem, weil sie unsere unendliche Liebe für Büsis teilt.

Text: Schimun Krausz Fotos: Cherie Roberts für iheartgirls.com

Megan

1

9

7

2

5

0

32 RCKSTR MAG. RS106.indd 32

#

106 Die mal nicht schlaflos in Zürich-Ausgabe

9/30/2013 10:14:03 AM


COVERGIRL

Hä? Wer?

100

Name: Megan Duffy Alter: Es gibt zwei Dinge, nach denen man ein Mädchen nie fragt: ihr Gewicht und ihr Alter. Wohnort: Hollywood, Kalifornien, USA Beruf: Schauspielerin Traumberuf: Den habe ich schon! Liebste Bands und Musiker: Radiohead und Brigitte Bardot. Liebste Filme und TV-Serien: „RoboCop“ (das Original) und „Sunset Boulevard“ halten sich bei den Filmen die Waage, im TV ist es ganz klar „Breaking Bad“. Liebste Videospiele: Erinnert sich noch jemand an „Frogger“?

1

95

9

75

7

25

2

5

5

0

0

Die mal nicht schlaflos in Zürich-Ausgabe # 106 RCKSTR MAG.

RS106.indd 33

33

9/30/2013 10:14:03 AM


COVERGIRL

Auf ein Wort Du hast in vielen TV-Werbespots und -Shows sowie in Spielfilmen mitgespielt – für welche Rolle erkennen dich die meisten Leute? In letzter Zeit sind die BurgerKing-Kampagne und „Maniac“ etwa gleichauf, aber immer mal wieder treffe ich jemanden, der sich an meine „Mad Men“-Szene erinnert. Wie war es, von Elijah Wood umgebracht zu werden? Elijah Wood hat mich nicht wirklich umgebracht. Ich bin am Leben, ich schwöre! Aber die Szene in „Maniac“ zu drehen, in der seine Figur meine ermordet, war ganz schön intensiv. Es ist heftig, wenn man sich vorstellt, was jemandem in den letzten Momenten seines Lebens durch den Kopf geht. Zum Glück ist Elijah wirklich nett, also war diese Erfahrung doch nicht so schlimm. Zwei deiner drei Fotostrecken auf iheartgirls.com haben (mehr oder weniger) Katzen zum Thema – wie sehr Katzenliebhaberin bist du? Ich bin zu 100% Katzenliebhaberin. Liegt wohl an meiner riesigen Löwenmähne aus rotem Haar und meiner Vorliebe für Schlaf. Miau! Befürchtest du manchmal, wie die Crazy Cat Lady aus „The Simpsons“ zu enden? Meine Katze hat bei mir zuhause ihr eigenes Schlafzimmer. Also ja, es ist durchaus wahrscheinlich, dass ich so ende. Hast du auch schon ganze Tage damit verbracht, im Internet Katzenvideos zu schauen? Ich kenne niemanden, der das nicht schon mal gemacht hat! Eines meiner Lieblingsvideos ist das mit der Katze im Haikostüm, die auf dem Roomba-Staubsauger reitet. Warst du jemals in der Schweiz? Nein, noch nie! Aber eure Schokolade ist köstlich. Und wenn du überallhin reisen könntest auf der Welt, wohin würde es gehen? Nun, hiernach sollte ich wohl der Schweiz mal einen Besuch abstatten, nicht?

1

9

7

Bur M

Natürlich. Kannst auf unserer Redaktions-Couch knacken. Okay? Megan? Wo ist sie hin?!

2

5

► meganduffy.com

0

34 RCKSTR MAG. RS106.indd 34

#

106 Die mal nicht schlaflos in Zürich-Ausgabe

9/30/2013 10:14:04 AM


COVERGIRL We ♥ iheartgirls.com!

Geschossen hat diese Fotos Cherie Roberts, US-amerikanisches Model und Fotografin. Früher war sie im Playboy zu sehen, fotografierte für Suicide Girls und wenn sie heute nicht gerade Arnold Schwarzenegger, Slash oder Simon Pegg mit Nick Frost ablichtet, kümmert sie sich um ihr Portal iheartgirls.com, das sie vor eineinhalb Jahren gegründet hat und sich darauf ganz ihrer Liebe für Mädchen widmet. Unnötig zu erwähnen, dass dies unsere Startseite ist, oder? ► iheartgirls.com

Päng, Päng! Oktober oder Oktopus? Oktober. Bodysuit oder BH mit Höschen? BH mit Höschen – da kann man eine Hälfte ausziehen! Katzen oder Hunde? Natürlich Katzen! 100 95

1

Elijah Wood oder Martin Freeman? Elijah Wood, logischerweise.

9

McDonald's oder Burger King? 75 Burger King meinte es bislang sehr gut mit mir. [In den USA ist Megan in einigen Burger-King-Werbespots zu sehen, u.a. mit David Beckham; Anm.d.Red.] 25 5

7

2

Rock-Festival oder Techno-Club? Unentschieden. Wenn's Musik hat, tanze ich dazu.

5

0

0

Die mal nicht schlaflos in Zürich-Ausgabe # 106 RCKSTR MAG.

RS106.indd 35

35

9/30/2013 10:14:04 AM


REVIEWS

Neue Alben

von der RCKSTR-Redaktion gnadenlos getestet Emo-Rap

Casper

Hinterland

(Columbia/Sony)

8.11. Exil (Zürich), 7.3. Komplex 457 (Zürich)

„Hinterland“ ist das insgesamt dritte Soloalbum des Rappers Casper, der sich nach dem ganz grossen Durchbruch mit „XOXO“ einmal mehr musikalisch neu erfindet. (fxaz)

Den Soundtrack von

RCKSTR #106 hören?

facebook.com/ROCKSTARmag

36 RCKSTR MAG. RS106.indd 36

#

Casper – ein Chamäleon? Ein musikalischer Verwandlungskünstler? Das kann mit Fug und Recht gesagt werden. Aber das war er eigentlich schon immer; denn der puristische Rapper, der war Casper nie. Ein Grenzgänger auf dem schmalen Grat der Genregrenzen ist er auf jeden Fall. Das erste Auffällige an Caspers neuen Stücken ist die Weiterentwicklung in Richtung Bandorientierung. „Was ich vorher gemacht habe, war ein hemmungsloses Einsammeln von Beats bei diversen Hip-Hop-Produzenten“, klärt er auf, „inzwischen rotiert Americana und viel so angefolktes Zeug auf meinem Plattenteller.“ Handgemachte Musik, wie man landläufig wohl dazu sagt. So liegt es sehr nahe, die Lieder doch gleich so zu schreiben, dass die Casper-Band sie live spielen kann. Eben bandorientiert. Caspers ausgeprägtes Gespür für die starke Idee eines Stückes trügt ihn nie, trotzdem darf es nicht zu poliert sein. „Es soll, nein, es darf eben nicht perfekt klingen“, fährt Casper fort, es muss menschlich sein. Persönlich. Seelenvoll. Da dürfen kleine Stolperer mal drin bleiben. Das darf

hier und da einen Halbton daneben klingen.“ Auch erzählt Casper die Stücke nicht aus; er zeichnet sie nur halb und der Rest bleibt weisses Papier. So sehr er auf „XOXO“ durch die angedeuteten Geschichten das tiefgründige Vermessen seiner Person und ihren Höhen und Tiefen den Nerv einer ganzen Generation getroffen hat, so sehr muss diese Generation mit „Hinterland“ mit ihm wachsen, sich mit ihm transformieren. Das Album ist aufgeladen mit Aufbruchsstimmung, es erzählt vom Unterwegssein und setzt sich damit auseinander, dass dazu auch schon mal das Warten auf ausbleibende Ereignisse gehört. Der Startpunkt ist noch im Blick, das neue Ufer noch nicht erreicht. Casper schafft mit „Hinterland“ eine mächtige und hypnotische Platte gleichzeitig, der sich niemand entziehen kann. Wer das mag, mag auch: Prinz Pi „Rebell ohne Grund“, Jupiter Jones „Jupiter Jones“, Chakuza „Monster in mir“

1

9

7

2

5

0

106 Die mal nicht schlaflos in Zürich-Ausgabe

9/29/2013 11:15:45 PM


REVIEWS Emolectro

Trentemøller Lost

13.11. Les Docks (Lausanne), 15.11. Volkshaus (Zürich)

(In My Room/Rough Trade) Trentemøller beweist mit seiner aktuellen Platte einmal mehr, dass die pure Clubmusik sein Betätigungsfeld nicht oder nicht mehr ist. Mit einer Band eingespielt, entwickeln seine Stücke eine emotionale Dynamik und Klangfülle, derer eine Maschine nicht mächtig wäre. Introvertiert. Melancholisch. Schwelgerisch. Emotion definiert Trentemøller auf „Lost“ auch über den Gesang. Um dies nuanciert tun zu können, hat er sich er Gäste geladen, Jana Hunter von Lower Dens oder Kazu Makino von Blonde Redhead etwa. Die Klangfülle wurde so nicht nur üppiger, sondern auch hypnotischer. (fxaz) Wer das mag, mag auch: Dapayk & Padberg „Smoke“, Moderat „II“, Westbam „Götterstrasse“

Trash-Comedy-Hip-Hop

Alligatoah Triebwerke

31.10. Sommercasino (Basel), 1.11. Escherwyss (Zürich)

(Trailerpark/Nation) „Willst du dir nen Namen machen, musst du auf die Strasse kacken / Zeig den Leuten mal, was in dir steckt“ – klare Ansage auf Alligatoahs FacebookFanpage. Spätestens hier dämmert's: Allzu ernst meint es der Berliner nicht. Er sprechsingt von Liebe, Geschlechts-OPs und vom Robben schlachten – natürlich alles im gleichen Track; darüber knallt er ein paar Electrobeats und fertig ist der DadaHip-Hop. Im andauernden Revival des Deutsch-Raps funktioniert das selbstredend wunderbar und macht dazu richtig Spass. (rez/shy) Wer das mag, mag auch: Cro „Raop“, Kraftklub „Mit K“, Prinz Pi „Hallo Musik“

KONZERTE

Träumer-Pop

Birdy Fire Within

EDITORS

UK

(14th Floor/Atlantic/Warner)

Knapp 1,3 Millionen Menschen liken ihre Facebook-Page, doch wenn Birdy vor ein paar Hundert Showcase-Gästen im Zürcher Plaza auftritt, wirkt sie dermassen verschüchtert, dass man sie in den Arm nehmen und ihr sagen will, dass sie keine Angst zu haben braucht. Dabei zeigt sich die 17-jährige Engländerin auf ihrem zweiten Album „Fire Within“ mutiger denn je, hat sie doch im Gegensatz zum letztjährigen Debüt selbst die Schreibfeder geschwungen und ein knappes Dutzend Lieder gezaubert, die von der zerbrechlichen Piano-Ballade bis zum leichten Folkpop-Song reichen und von den Sorgen und Nöten eines Teenies handeln, dabei aber erstaunlich erwachsen getextet sind. (shy)

SUPPORT: BALTHAZARBE AnSchliESSEnd PARTy miT dJ SUBTOn & dJ EiSEnBERg

FR 11. OKT

ANE BRUN

nOR

SA 26. OKT

SUPPORT: TONBRUKETSWE

Wer das mag, mag auch: A Fine Frenzy „Pines“, Passenger „All The Little Lights“, Tom Odell „Long Way Down“

Franzosentechnno

Jackson & His Computerband Glow (Warp/Musikvertrieb) Brä-brä-brä-brä let it blow düdidüdidüdi glizgligliglizgligligliz pfff tschh pff tschh pfpff tschh trüütütütrüütütütrüü glizgligliglizgligligliz pff tschh pff tschhsch pfpff tschh woooo woooo woooo woooooh trüütütütrüütütütrüü ah ahah ah-ah ahah ah-ah ah ah ah ahah ah ah ahah ah-ah BROO BROO BROOOOIII BROO BROO BROOOOIII And we gonna be BROO BROO BROOOIII BROOOHI-OHI-OHI BROO BROO BROOOIII BROO-OHI-OHIIII dumdidumdidumdidumdi pling pling pling pling prff trsch prff trsch grnnn prff trsch prff trsch grnnn GIIH-AAY GI-AY JANE! (röhr) Wer das mag, mag auch: Tim Exile „Listening Tree“, Animal Collective „Centipede Hz“, Mr. Oizo „Lambs Anger“

Chamber-Pop

Agnes Obel Aventine

(PIAS/Musikvertrieb) Agnes Obel ist keine von den Lauten. Stattdessen hat die Dänin lieber Streichernoten im Kopf und ist eine, die vom Rhythmus her denkt. Mal hart gezupft, dann wieder leise und sanft gestrichen. Mal karg, dann mit üppigem Klangreichtum, wie etwa im Stück „The Curse“. Sie kann aber auch exotisch, so verleiht eine schottische Harfe dem Stück „Fuel To Fire“ eine eigene Tiefe. Aber es gibt sie auch auf „Aventine“, die melancholischen, verträumten, gedämpften und völlig unaufgeregten Klavierstücke, in denen Agnes Obels dunkle Stimme, die unortbar und verträumt aus Irgendwo kommt, der pulsierende Herzschlag ist. (fxaz) Wer das mag, mag auch: Emilíana Torrini „Fisherman's Woman“, Birdy „Fire Within“, Goldfrapp „Tales Of Us“

100 95 75

25 5 0

9. & 10.11. Kaufleuten (Zürich)

BIFFY CLYRO

UK

Progressive-House-meets-Folkotronica

Avicii True (Universal)

Am Ultra Music Festival im März verdutzte Avicii die Menge, als er seinen baldigen, Mumford-&-Sons-inspirierten Hit „Wake Me Up“ mit einer BluegrassBand vorstellte. Das Debütalbum „True“ schlägt in dieselbe Kerbe: Westerngitarren treffen auf dicke Stadion-Electronica, dazu kommen Kollaborationen mit Nile Rodgers, Blondie und Imagine Dragons (!). Das wirklich Überraschende dabei: Es ist nicht die komplett ätzende EDMScheisse, die man vom Schweden erwarten würde. Klar ist es cheesy, klar finden sich einige echt schlimme Grossraumdisco-Nummern drauf, aber es passiert auch viel Musikalisches und Organisches auf der Platte. Das muss man nicht mögen, aber man sollte es anerkennen. (rez) Wer das mag, mag auch: NERVO „The Way We See The World“, Swedish House Mafia „Until Now“, Benny Benassi „Electroman“

Die mal nicht schlaflos in Zürich-Ausgabe # 106 RCKSTR MAG.

RS106.indd 37

MO 18. NOV

37

NAUGHTY BOY

UK

SA 23. NOV

1

9

7

2

5

BABYSHAMBLES

UK

0

SO 8. DEZ

9/29/2013 11:15:46 PM


REVIEWS 6 . o k t ’ 1 3 komplex 457

mgmt

1 6 . o k t ’ 1 3 papiersaal

abby

1 9 . o k t ’ 1 3 papiersaal

ryan sheridan 2 0 . o k t ’ 1 3 kaufleuten

alex hepburn 2 6 . o k t ’ 1 3 plaza

karniVool 2 8 . o k t ’ 1 3 härterei

2raum­ wohnung 2 9 . o k t ’ 1 3 mascotte

arcane roots 3 0 . o k t ’ 1 3 härterei

lissie 3 . n o V ’ 1 3 papiersaal

porcelain raft 9 . n o V ’ 1 3 härterei

baschi VorVerkauf starticket.ch mehr infos: bymaag.ch & gadget.ch

RS106.indd 38

Punk-Dance-Soul

The Bloody Beetroots Hide (Ultra/Sony) Der italienische Produzent und Venom-Maskenmann Sir Bob Cornelius Rifo hat sein neues Album „Hide“ am Start. Und Sir Paul McCartney, Peter Frampton und Sam Sparro gaben sich bei den Aufnahmesessions die Studiotürklinke in die Hand. (fxaz) Auf „Hide“ wird Sir Bob Cornelius Rifo alias The Bloody Beetroots zum Liedschreiber. Liedschreiber – das klingt so brav und legt nahe, dass er seinen zügellos polternden Electro-House und Dance-Punk gezähmt hat. Hat er aber nicht. „Wenn ich jetzt ganz konkret liedorientiert arbeite, hat das etwas mit einer besonderen Struktur zu tun“, klärt der Italiener auf, „aber das heisst nicht, dass ich in meinen Liedern die bisherige Wildheit meiner Stücke verleugnen müsste. Sie gibt ihnen doch Kraft und Energie.“ Und die angesprochene Struktur hilft den aufhorchenswerten Mitstreitern; denn da wurden keine mp3-Schnipsel rund um die Welt gejagt. Bob Cornelius Rifo persönlich ist von Studio zu Studio, von Mitspieler zu Mitspieler rund um die Welt gejettet. „Ich will ja nicht virtuell mit Paul McCartney und Youth [auf der bereits im Juni erschienenen Single ‚Out Of Sight' zu hören; Anm.d.Red.] kommunizieren. Ich will im Studio direkt mit ihren Seelen sprechen. Und dieses Gespräch

38 RCKSTR MAG.

#

drückt dem jeweiligen Stück seinen prägenden Stempel auf, das geht nur von Angesicht zu Angesicht!“ Das war vermutlich mit Peter Frampton, der im Track „The Beat“ seine berühmte Talkbox-Stimmen-Visitenkarte abgibt, nicht anders. Oder mit Mötley-CrüeSchlagzeuger Tommy Lee, dem australischen Songwriter Sam Sparro oder P-Thugg von Chromeo. So wird tief drinnen im Kern der harten Rhythmen deren sanfte Seele freigelegt, obwohl die Musik an sich leider wenig Neues bietet. Aufwendig ist sie jedoch, weshalb The Bloody Beetroots auf Tour eine echte Band braucht, um die Nummern richtig zur Geltung zu bringen: Neben ihm, der singt, Piano, Gitarre und Bass spielt, sind darum Battle an den Tasten und am Bass sowie Edward Grinch am Schlagzeug. Und wir sind im Moshpit. Wer das mag, mag auch: Justice „Audio, Video, Disco“, Boys Noize „Out Of The Black“, deadmau5 „4x4=12“

1

9

7

2

5

0

106 Die mal nicht schlaflos in Zürich-Ausgabe

9/29/2013 11:15:51 PM


REVIEWS Synthpop/Daytime-Disco

Holy Ghost! Dynamics (DFA/Musikvertrieb) Was bleibt übrig, wenn man 80s-Pop von seinem Pailletten-verklebten Kitsch befreit und ihn stattdessen mit à-jour-Clubmusik anreichert? Holy Ghost! haben mit „Dynamics“ die Antwort. Am Erfolgsrezept der beiden New Yorker hat sich seit 2007 kaum was geändert, was nicht bedeutet, dass die Musik rückständig ist. Im Gegenteil, die melodieverliebte Synthetik klingt moderner denn je; sei es in den no-bullshit-Tanznummern wie „Okay“ und „Cheap Shots“ oder im fast schon balladesken „It Must Be The Weather“. Hände in die Luft und Füsse auf dem Floor – hier sind die neuen Disco-Propheten. (rez) Wer das mag, mag auch: Cut Copy „In Ghost Colours“, LCD Soundsystem „Sound Of Silver“, Hey Champ „Star“ 19.10. Grabenhalle (St. Gallen, Plattentaufe), 23.10. Exil (Zürich), 22.11. Rocking Chair (Vevey), 4.12. Rössli (Bern), Drifter 16.12. Boschbar (Zürich), (Coldkings) 20.12. Bad Bonn Lange Zeit galten All Ship (Düdingen) Shape als eine der hoffnungsvollsten St. Galler Nachwuchsbands. Anfang 2011 zogen die fünf Musiker für ein Jahr nach Berlin, um als Gruppe zusammenzuwachsen und ihren Sound weiterzuentwickeln. Auf ihrer neuen Platte legen sie nun Zeugnis ab – und wie: Die Band ist im Vergleich zu ihrem Debüt nicht wiederzuerkennen. Statt treibendem Britrock dominieren auf „Drifter“ entschleunigte, psychedelische Klänge, die immer wieder in Post-Punk oder Shoegaze abgleiten. Die sorgfältigen Arrangements geben den Songs eine Dynamik, die mit jedem Hördurchgang weiter an Tiefe gewinnt. All Ship Shape sind nicht nur musikalisch erwachsen geworden, ihnen ist auch eine der spannendsten Schweizer Platten dieses Jahres gelungen. (dave) Wer das mag, mag auch MF/MB/ „Folded“, One Sentence. Supervisor „This Heavy Sea“, The Dandy Warhols „Thirteen Tales From Urban Bohemia“ Psychedelic-Rock

All Ship Shape

Waschechter Country

Tobey Lucas

Singer-Songwriter-Deutschpop

Gloria Stereo (Grönland) Man möge ihm den „Circus HalliGalli“ verzeihen, denn eigentlich ist Klaas HeuferUmlauf ja ein ziemlich geiler Typ und geile Typen haben meistens was zu erzählen. Zusammen mit dem 2012 arbeitslos gewordenen WirSind-Helden-Gitarristen Mark Tavassol fabriziert er als Gloria sowas wie Buddy-Pop; die Spielfreude der Band hört man deutlich heraus, trotz der oft bitteren Texte. Leider klingt das alles noch ein bisschen zu austauschbar, als Katerfrühstück-Soundtrack taugt „Stereo“ aber wunderbar. (rez) Wer das mag, mag auch: Kettcar „Sylt“, Gisbert zu Knyphausen „Hurra! Hurra! So Nicht.“, Nils Koppruch „Den Teufel tun“

11.10. Exil (Zürich)

83 (Danger Street/Nation) Es braucht Eier, um einfach mit zwölf Songs im Kasten in die USA aufzubrechen, um dort ein Country-Album zu produzieren. Signori-MisteriosiSänger Tobey Lucas hatte diese Eier vor einem Jahr, doch nicht genügend Kohle, um die Platte selbst finanzieren zu können. Via Crowdfunding kam der Stutz rasch zusammen und darum gibt's das fertige Werk des Zürcher Indie-Rockband-Veteranen ab dem 11. Oktober zu kaufen. Wenn Sie Tobeys Herkunft ausblenden, klingt „83“ verdammt amerikanisch, doch zieht er immer mal wieder ein Hillbilly-Sonnenuntergang-Klischee zu viel aus dem Hemdärmel. (shy) Wer das mag, mag auch: Ryan Adams „Easy Tiger“, Wilco „The Whole Love“, Ray LaMontagne „Gossip In The Grain“ Atmopop

Goldfrapp 100 95 75

25 5 0

Tales Of Us

26.10. Kaufleuten (Zürich)

(AIP/Musikvertrieb) Alison Goldfrapp und ihr Partner Will Gregory haben sich nach einem kreativen Zickzack-Kurs wieder ausgiebig den melodischen Spannungsbögen gewidmet. Und den poetischen Textzeilen – endlich darf bei den beiden ein Lied wieder ein Lied sein, vorzüglich instrumentiert und akzentuiert. Federleicht perlt da ein Piano, der Kontrabass schnarrt dazu. Ätherische, akustische Gitarrennoten schmuggeln sich dazwischen. So zart und doch symphonisch charaktervoll, so lieblich und doch so seelenstark. Und doch – im Unterton immer ein Hauch Todessehnsucht. (fxaz) Wer das mag, mag auch: Sia „We Are Born“, Agnes Obel „Aventine“, Mazzy Star „Among My Swan“

Fairycore

Oscar & The Wolf EP Collection (PIAS/Musikvertrieb) Als wäre sie eine Nachttischlampe, knipsen die Belgier die Realität aus – wie Morgendunst schwebt der Gesang von Max Colombie über watteweichen Indie-Arrangements. Weil sich die Wölfe aber lieber in Konzertkellern ihre bepelzten Hintern abspielen statt im Studio, legt ihr armes Label halt die beiden „alten“ EPs neu auf. Inklusive des 2011er YouTube-Minihits „Pastures“, zwei Bonustracks und dem von Sophia-Chef Robin Proper-Sheppard produzierten „Summer Skin“ ergibt das zwölf Songs, die einen wölfischen Appetit auf mehr wecken. (rgg) Wer das mag, mag auch: Logh „North“, Angus & Julia Stone „Down The Way“, José Gonzalez „Veneer“

Die mal nicht schlaflos in Zürich-Ausgabe # 106 RCKSTR MAG.

RS106.indd 39

1

9

7

2

5

0

39 9/29/2013 11:15:52 PM


REVIEWS Britgitarren

The Fratellis We Need Medicine

6.12. L'Usine (Genf), 7.12. Komplex 457 (Zürich)

(BMG Rights Management) Was muss das eine Bürde sein, wenn eine Band mit einem Megahit gesegnet ist? So wie The Fratellis mit „Chelsea Dagger“. Nach diversen Flops legen die Schotten auf „We Need Medicine“ los, als würde man ihnen morgen die Instrumente wegnehmen. Da scheppert ein derbes Schlagzeug, das am Ende zu Klump geschlagen ist – egal. Ein Honky-Tonk-Piano sorgt für einen hauchdünnen Country-Überzug. Die erste Single „Seven Nights Seven Days“ zeigt, dass das Trio auf dem besten Wege ist, dort anzuknüpfen, wo es mit ihren Klassikern wie „Henrietta“ oder eben „Chelsea Dagger“ aufgehört hat. (fxaz) Wer das mag, mag auch: The Pigeon Detectives „Emergency“, Kaiser Chiefs „Off With Their Heads“, Franz Ferdinand „Right Thoughts, Right Words, Right Action“

9.10. Rote Fabrik (Zürich), 11.10. Le Bourg (Lausanne), 12.10. Papiersaal (Zürich, PlattenUnified taufe), 30.10. Grabenhalle (Irascible) (St. Gallen), 1.11. Brasserie Lorraine (Bern), 13.11. Ladybar (Basel), Wer noch keinen Soundtrack 26.11. Mühletal (Zürich), für den Herbst hat, sollte mal mit dem Debüt von 6.12. Progr (Bern) Wolfman in den Ohren einen morgendlichen SpazierHerbst-Pop

Wolfman

gang durch einen Wald machen. Das Zürcher Duo überrascht auf „Unified“ mit einer Vielfalt, die perfekt zu dieser wechselhaften Jahreszeit passt: Die Platte beginnt mit einer kühlen, atmosphärischen Stimmung, in der hypnotische Electropop-Klänge wie in „Sleepless“ als Nebelfetzen vorbeiziehen, ehe in „All Is Random“ erste Sonnenstrahlen die Haut streicheln. Wolfman ist ein richtig starkes Werk gelungen, das bis zum Schluss durch Variationen und Stimmungswechsel überrascht. (dave) Wer das mag, mag auch: The xx „Coexist“, James Blake „Overgrown“, Mount Kimbie „Cold Spring Fault Less Youth“

1.2. Les Docks (Lausanne), 2.2. One Of A Million Festival (Baden)

Herbstpop

Poliça Shulamith

Krautrockfolk

Tired Pony

(Memphis Industries/Musikvertrieb)

The Ghost Of The Mountain

Justin Vernon, Oberbartli von Bon Iver, hält Poliça für s Bescht wos je hets gits. Was er wohl von deren jüngsten Entwicklung hält? Das Quartett breitet von Synthie-Spielereien und repetitiven Bassfiguren dominierte Flächen aus, über die das fragile Stimmchen von Channy Leaneagh tänzelt. Ab und zu erhält das einen dramatischen Hühnerhaut-Touch („Very Cruel“), doch oft verlangen uns teilweise fast penetrant unaufdringliche Songs vor allem eins ab: Geduld. Und die wird nicht ganz so reich belohnt, wie bei einem Justin Vernon. (rgg) Wer das mag, mag auch: Bat For Lashes „The Haunted Man“, Daughter „If You Leave“, Esben And The Witch „Violent Cries“

(Polydor/Universal) Das Wort Supergroup wird leider viel zu oft strapaziert, doch wenn sich Snow Patrols Gary Lightbody und R.E.M.s Peter Buck Künstler wie Richard Colburn, Iain Archer, Jacknife Lee, Scott McCaughey und Troy Stewart ins Studio holen, dann ist es wohl eine. Natürlich macht die Truppe amtliche Musik, aber das allein bedeutet ja nichts, wenn die Klänge nicht berühren. Doch das tun sie, in magischer Hinsicht. Wie ein Strudel ziehen sie den Hörer in sich hinein, um ihn dann im Auge des Musikorkans ausruhen zu lassen – ein hochklassiges Album. (fxaz) Wer das mag, mag auch: Elvis Costello „King Of America“, Kings Of Leon „Come Around Sundown“, Bill Callahan „Apocalypse“

1

American-Ladies-Pop

Katy Perry

Deutschpoprock

Prism

Thees Uhlmann

(Capitol/Universal)

#2

Sie hält ihr Gesicht für (angeblich) selbst kreiertes Parfüm hin und jetzt auch für eine neue Platte. Eine, die wie geplündert klingt. Ein wenig Discokugel, ein bisschen Bollywood-Glamour, eine Prise Schwedenpop (ist ja zum Teil auch dort aufgenommen worden) und ein paar Prince-Noten; gut gerührt und nicht geschüttelt. Zum Schluss noch ein Zuckerrand und fertig sind Lieder, die Katy Perry nicht voranbringen. Ja, es gibt die sattsam bekannten, monströsen Refrains und die kaugummigleichen Poptöne, aber die Selbstzitate überwiegen. So wird das nix mit dem kreativen Schritt in die Zukunft. (fxaz) Wer das mag, mag auch: Lady Gaga „Born This Way“, Jessie J „Who You Are“, Natalia Kills „Trouble“

16.11. Komplex 457 (Zürich)

(Grand Hotel van Cleef/Irascible) Von der Nordseeküste siedelte Thees einst nach Berlin über. Auf dem eigenen Label veröffentlicht die Tomte-Stimme nun Solowerk Nr. 2 – quasi als urbaner Büne Huber von der Spree; zwischen den Zeilen spricht die Wehmut dessen, der weit weg will, und doch in der nächsten Kneipe hängen bleibt. Mit Worten ist Uhlmann stark, etwa in „Der Fluss und das Meer“ oder „Weisse Knöchel“. Nur musikalisch bleibt alles recht platt(-deutsch). Wir gehen ihn trotzdem gucken im Komplex, und sei es nur der Ansagen wegen. (rgg) Wer das mag, mag auch: Gisbert zu Knyphausen „Hurra! Hurra! So nicht.“, Die Sterne „Wo ist hier“, Kettcar „Sylt“

2

1

9

7

DONNERSTAG, 31. OKTOBER 2013, KOMPLEX 457 ZÜRICH DOORS: 19.00 | SHOW: 20.00

5

THECATEMPIRE.COM | FACEBOOK.COM/THECATEMPIRE | TWITTER.COM/THECATEMPIRE

0

WWW.STARCLICK.CH 0900 800 800 CHF 1.19/min., Festnetztarif

RS106.indd 40 Ins_Starclick_CatEmpire_Rockstar_de_210x73.indd 1

2

9/29/2013 PM 25.09.201311:15:57 15:54:58


5:54:58

OUT

25.10. 100 95 75

OUT 11.10.

OUT

25.10.

THROUGH THE NEVER SOUNDTRACK

THROUGH THE NEVER 3D AB 3.10. IM KINO

LIGHTNING BOLT

OUT NOW

PURE HEROIN

OUT 11.10.

LOUD LIKE LOVE

OUT NOW

FLAMES OF FAME

ine

REFLEKTOR

n-

25 5 0

RS106.indd 41

9/29/2013 11:15:57 PM


REVIEWS

TOP 5

Woche 39 2013

Album (CH) 1 Placebo 2 3 4 5

Loud Like Love Avicii True Andrea Berg Atlantis Stromae Racine carrée Jack Johnson From Here To Now To You

iTunes Singles (CH) 1 Avicii 2 3 4 5

Wake Me Up Martin Garrix Animals Katy Perry Roar Stromae Papaoutai Ellie Goulding Burn

Billboard Independent Albums 1 Arctic Monkeys

DIE NEUEN

EPs Soon-to-be-on-youriPhone-Indie

The Royal Concept Royal (Universal)

Irgendjemand wird da wohl ziemlich bald von Phoenix verklagt. Oder auch beneidet, denn was The Royal Concept auf ihrer dritten EP abliefern, klingt verdammt viel knackiger als der letzte Output der Franzosen. Die Melodien der vier Schweden sind wunderbar ohrwurmig, die Refrains haben Festival-MitsingPotential à discrétion und ausnahmslos jedem Track wohnt diese unbeschwerte Leichtigkeit inne, die uns daran erinnert, dass das Leben eigentlich ziemlich toll sein kann. Los, Album her! (rez) Wer das mag, mag auch: Walk The Moon „Walk The Moon“, Two Door Cinema Club „ Tourist History“, Phoenix „United“

AM

2 Macklemore & Ryan Lewis The Heist 3 Stay From The Path Anonymous 4 Carcass Surgical Steel 5 Five Finger Death Punch The Wrong Side Of Heaven...

Billboard Alternative Songs 1 Lorde 2 3 4 5

Royals Fitz And The Tantrums Out Of My League Imagine Dragons Demons Bastille Pompeii Grouplove Ways To Go

Beatport IndieDance / Nu-Disco 1 Kolombo

Throw Your Hands

Pub-Indie

King Kartel Not Done Fighting

(Eigenvertrieb) Das klingt nach Bier, nach drei Päckchen filterlosen Zigaretten und einer flüchtigen Bekanntschaft, die morgens in aller Stille die Wohnung verlässt. King Kartel kommen aus England und das hört man auch: Lässigschludriges Gitarrenspiel, leicht desinteressierter Gesang und dazu die passende Punk-Attitüde. Spannend wird es, wenn die vier Jungs den Lärmregler runterschrauben, wie im Titeltrack „Not Done Fighting“ oder bei „Shine On Me“, wo zuweilen sogar etwas libertine'sche Rock-Poesie durchschimmert. (rez) Wer das mag, mag auch: The Libertines „The Libertines“, The Dandy Warhols „Welcome To The Monkey House“, Dirty Pretty Things „Waterloo To Anywhere“

2 Sugar Hill

Feeling For You

3 Nora En Pure Come With Me

4 Sharam Jey, Sirus Hood Picture Picture

5 Teenage Mutants, KANT No One Knows

42 RCKSTR MAG. RS106.indd 42

#

Tropical-Disco-House

JBAG Mogadisco

(Continental)

„Mogadisco“ war der herausragendste Track des „Kitsuné Soleil Mix 2“-Samplers – nur logisch, dass der sonnentriefende Disco-Stampfer seinen eigenen Release bekommt. Zum Original gesellen sich drei Remixes hinzu: Fare Soldi erweitern den Song um eine Gitarrenspur, Pharao Black Magic lassen durchhören, dass sie The Magician mögen und Eliot's Tropical Euromix wird dank kecken, neuen Vocals zum sympathischen Aussenseiter der EP. Für die Poolparty kommt Mogadisco zwar zu spät, aber die Clubs haben ja zum Glück auch im Winter geöffnet. (rez) Wer das mag, mag auch: Peter & The Magician „Memory“, Shindu „Just Go“, Panama Disco Light „The Mood I'm In“

Indie-Pop

Passion Pit Constant Conversations (Sony)

Auch wenn wir Passion Pits zweites Album „Gossamer“ ziemlich gefeiert haben – die gleiche Langlebigkeit wie dem Erstling können wir ihm heute, ein gutes Jahr später, nicht zusprechen. Die nachgeschobene EP kann dieser Tatsache leider nicht viel entgegenwirken. Mit „Ruin Your Day“ ist gerade mal ein einziger neuer Song drauf, der seinem Namen leider alle Ehre macht. Die alternative Version von „Constant Conversations“ gefällt zwar, war aber halt irgendwie schon da. Dazu kommt noch der Dillon Francis Remix, der einer Ohr-Vergewaltigung gleichkommt. (rez) Wer das mag, mag auch: Gypsy & The Cat „Gilgamesh“, Yeasayer „Odd Blood“, Miike Snow „Happy To You“ Summer Vibes

Black Yaya Paint A Smile On Me

(Partyfine) Der Sommer ist vorbei. Das hält Black Yaya, besser bekannt als Herman Dune, allerdings nicht davon ab, uns eine Hymne dafür nachzureichen. „Paint A Smile On

Me“ ist ein wunderbar unaufdringliches Stück Pop, das gut in eine Raffaello-Werbung passen würde und im Original bereits beachtlich tanzbar ist. Der Yuksek Dub Mix mischt ein bisschen Happy-Funk dazu und verweist direkt unter die Discokugel. „Glad Tidings“ ist dann wiederum etwas zu kuschlig, um sich gut ins Gesamtbild einzufügen. (rez) Wer das mag, mag auch: Chela „Romanticise“, Plastic Plates „Things I Didn't Know I Love“, The Magician „When The Night Is Over“ Stripped-down-Stampfpop

Turboweekend Shadow Sounds

(Believe Digital/Turboweekend) Die dänischen Synthie-Powerpopper von Turboweekend spielten in ihrer Heimat einige AkustikShows; diese sind – im Gegensatz zu ihrer üblichen Soundline – ruhig, zurückhaltend und naiv melancholisch. Den Konzertbesuchern gefiel das und der Band offensichtlich auch, darum gibt's jetzt eine Auswahl der gespielten Songs in EP-Form. Klassiker wie „Trouble Is“ oder „On My Side“ klingen dadurch frisch und neu, den Geist einer intimen Clubshow kann „Shadow Sounds“ aber nicht ganz einfangen. (rez) Wer das mag, mag auch: The Shins „Wincing The Night Away“, The Decemberists „Picaresque“, Belle And Sebastian „The BBC Sessions“ Indie-Electropop

Olympic Ayres Episode III

(Eigenvertrieb) Australier und Synthies, irgendwie passt das einfach. Pro Jahr spuckt Down Under mindestens einen heissen neuen Electropop-Act hervor, 2013 heisst er Olympic Ayres. Musikalisch gibt sich das Duo konventionell: „Magic“ ist eine Sommerhymne mit verspielten Cowbells und einem coolen Piano-Riff, „Orchid“ gibt sich etwas gar sphärisch und bleibt dabei unspektakulär. „Girl“ ist dann auch schon der letzte Track der EP und gleichzeitig das Highlight – der „Ouuuh-oooh“Refrain mit tropischem HouseBeat macht die Nummer zum Tanzflächenfüller. (rez) Wer das mag, mag auch: Foster The People „Torches“, Passion Pit „Gossamer“, Pacific Air „Stop Talking“

Den Soundtrack von RCKSTR #106 hören?

facebook.com/ROCKSTARmag

106 Die mal nicht schlaflos in Zürich-Ausgabe

9/29/2013 11:16:04 PM

L V

1

9

7

Lie

2

5

0


REVIEWS ...................................................

bRns

Jaja, wir wissen’s. Es ist scheiss billig aber er funktioniert - der Lockvogel. Keine andere RCKSTRRubrik wurde so schnell Stadtgespräch. Dank ihm wird nun dem hinteren Heftteil noch mehr Beachtung geschenkt. Danke nochmals an den Starwerber für den Tipp.

so 20/10/2013 eXil, ZüRiCH

tyleR waRD

95

RAMONA

aus: Klosters RCKSTR-Leserin seit: Dezember 2012 Lieblingsband: Macklemore & Ryan Lewis Lieblingsclub: Bolgenschanze 75

25 5 0

Lockstoff:

PoP folk

Half moon Run

RS106.indd 43

Ha l f m o o n R u n . C o m lo w l a k e s . C o m

suPPoRt: lowlakes inDie folk

sa 02/11/2013 PlaZa, ZüRiCH

agnes obel

ag n e s o b e l . C o m

alteRnative Piano

sa 09 & so 10/11/2013 kaufleuten, ZüRiCH

emiliana toRRini

e m i l i a n ato R R i n i . C o m

singeR-songwRiteR

Di 12/11/2013 X-tRa, ZüRiCH

ebony bones

i am e b o n y b o n e s . C o m

eleCtRo PoP

mi 13/11/2013 masCotte, ZüRiCH

youngblooD bRass banD

yo u n g b lo o D b R a s s ba n D . C o m

bRass banD

fR 15/11/2013 so 17/11/2013 kaufleuten, ZüRiCH kufa, lyss

swim DeeP

s w i m - D e e P. tu m b l R . C o m

inDie

Di 19/11/2013 eXil, ZüRiCH

asgeiR

Und das verpassen Sie auf den nachfolgenden Seiten, wenn Sie jetzt nicht weiterlesen:

asgeiRmusiC.Com faRao.Co.uk

suPPoRt: faRao meloDiC folk

mi 20/11/2013 PaPieRsaal, ZüRiCH

Sind Alter Bridge härter oder softer geworden?

44

Grunge-Legenden: Pearl Jam und Nirvana.

46

Sven Regener im Interview zu seinem neuen Buch.

50

Lars Ulrich im Interview zum Metallica-3DKinofilm.

52

„FIFA 14“ gegen „PES 2014“ – wer gewinnt? Die mal nicht schlaflos in Zürich-Ausgabe # 106 RCKSTR MAG.

t y l e R wa R D m u s i C . C o m

fR 01/11/2013 sa 02/11/2013 kaufleuten, ZüRiCH kufa, lyss

Wollen auch Sie dem hinteren Heftteil zu mehr Aufmerksamkeit verhelfen und sind ein richtiger Lockvogel? Dann senden Sie Ihre Bewerbungsfotos an lockvogel@rockstar.ch und bringen Sie die RCKSTR-Leser auf den richtigen Weg. .................................................

100

bRns.be

alteRnative inDie

......................................................

LOCK VOGEL OKTOBER

PRäsentieRt

CaRoline CHevin

CaRolineCHevin.CH

PoP soul

sa 30/11/2013 kaufleuten, ZüRiCH

mount kimbie

mountkimbie.Com JoHnwiZaRDs.Com

suPPoRt: JoHn wiZaRDs eleCtRo DubsteP

mi 04/12/2013 masCotte, ZüRiCH

summeR CamP

w e a R e s u m m e R C am P. C o m

1

inDie PoP

fR 13/12/2013 eXil, ZüRiCH

9

tHe viRgins

R e tu R n fR o m t H e v o i D . C o m

7

inDie RoCk

mi 22/01/2014 eXil, ZüRiCH

60

43

satellite stoRies

s ate l l i te sto R i e s . C o m

inDie RoCk

Di 18/02/2014 eXil, ZüRiCH

2

5

0

infos unD tiCkets: JustbeCause.CH – staRtiCket.CH

9/29/2013 11:16:08 PM


REVIEWS

DIE HARTE SEITE FSK ab

18 ACTION

jetzt auf DVD und Blu-ray

Modern Rock

Alter Bridge Härter denn je Für Alter Bridge besteht die Herausforderung nicht darin, eine neue, geniale Platte aufzunehmen, sondern erst mal die überall engagierten Bandmitglieder gleichzeitig in einen Proberaum zu bekommen. (pat)

Dead In Tombstone (Universal Pictures)

Live: 9.11. Hallenstadion (Zürich)

Ein so grossartiges Album wie den Vorgänger „ABIII“ kann man nur schwer toppen, oder? Pustekuchen, Alter Bridge haben es getan und doch ist „Fortress“ nicht zwingend die logische Weiterentwicklung einer Band, die mittlerweile an so vielen Orten und in einer Vielzahl von Projekten verstreut ist, sondern durch seine Härte wohl das kompromissloseste Album der Jungs aus Orlando. „Für uns als Band ist es zunächst jeweils eine Herausforderung, all die Musiker zusammenzubringen, um überhaupt an einem neuen Album zu arbeiten“, erklärt Bassist Brian Marshall, „Myles (Kennedy) war lange mit Slash unterwegs und Mark (Tremonti) war mit seinem Solo-Album und der darauffolgenden Tour beschäftigt. Dazwischen hat er immer auch an neuen Songideen gearbeitet.“ Freude am Spielen Das hört man dem Album auch an; der Härtegrad ist massiv gestiegen und ähnelt gar Marks SoloMetal-Spielplatz. „Das war definitiv eine Herausforderung für uns als Band und Alter Bridge steht dafür, sich vor keinen Hürden zu scheuen. Solange Alter Bridge es sich als Gruppe gut anfühlt, die Songs zu spielen, solange macht er für uns auch Sinn – da Fortress spielt es keine Rolle, wie hart oder soft ein Song (Roadrunner/Warner) ist“, ergänzt Brian. Erfolgsdruck kennen die vier Vollblutmusiker indes keinen: „Natürlich wollen wir jedes Mal erreichen, dass sich unsere Musik Wer das mag, mag auch: gut verkauft, aber da gibt's kein Konzept dahinter, Tremonti „All I Was“, wenn wir ins Studio gehen“. Sie machen einfach. Creed „Full Circle“, Und sie machen es gut.

Projected „Human“

Post-Hardcore

8

Eyes Set To Kill Masks (Century Media)

Fünf Platten in zehn Jahren Bandgeschichte, mit einem Verschleiss von über einem Dutzend Mitmusikern über die Jahre plus eine Best-of-Scheibe. Was sich wie die Statistik einer Band mittleren Alters anhört, sind in Wirklichkeit die Zahlen von zwei sich gerade mal in den Mittzwanzigern befindlichen Geschwistern: Alexia und Anissa Rodriguez zeigen's der Welt – und wie: Sanfte Vocals vermischen sich mit brachialen Gitarren, kreieren ein Wechselband der Emotionen auf allerhöchstem Niveau. Wo viele Bands daran scheitern, ein eigenes Gesicht zu kreieren, arbeiten Eyes Set To Kill ihre unvergleichlichen Trademarks heraus und tragen ihre „Masks“ mit Stolz, statt sich dahinter zu verstecken. (pat) Wer das mag, mag auch: Butcher Babies „Goliath“, In This Moment „Blood“, Otep „Sevas Tra“

8

44 RCKSTR MAG. RS106.indd 44

#

Pompöse Bilder, untermalt von Black Rebel Motorcycle Clubs „Beat The Devil's Tattoo“ – „Dead In Tombstone“ beginnt genauso, wie wir es von einem blutigen Western mit Danny Trejo und Mickey Rourke erwarten. Die Story übersteigt dabei niemals die Komplexität eines Ego-Shooters aus den 90ern; Guerrero (Trejo) wird von seiner Räubertruppe und seinem Halbbruder Red (Anthony Michael „Brian aus ‚Breakfast Club'“ Hall) betrogen und umgenietet, woraufhin er mit dem Teufel (Rourke) einen Pakt schliesst: seine Seele im Tausch gegen alle Seelen der Banditenbande. Der popcornige Rachefeldzug macht allerdings wegen wackelnder Kameras, verwirrender Schnitte und beschissenen GegenlichtEinstellungen, bei denen man die Figuren nicht erkennt, eher hässig statt Spass – aber von dem Regisseur, der „Death Race 3“ und „The Scorpion King 3“ verbrochen hat, dürfen wir auch keinen „Citizen Kane“ erwarten, nicht wahr. (shy) Regie: Roel Reiné

4

► ab 17.10. auf DVD, Blu-ray

106 Die mal nicht schlaflos in Zürich-Ausgabe

9/30/2013 10:17:32 AM

A

K-tel10

Montag

1

9

7

2

5

0


United To Be Famous

ss - hörbar. Ihr Mojo ist Sie machen und sie haben Spa X-Men so wäre ihre der Rock‘n‘Roll und wären sie „Gimme Some...“ Mit . Mutation das Rockstar-Gen aus Biel so etwas wie ous fam be präsentieren United to nsolchen Rockstars - der das intime Tagebuch eines ebe gle ist und dazu noch Affären hat, zwischendurch Sin iehungen eingeht und prominent, aber der auch Bez gebrochen kriegt. vielleicht sogar mal das Herz

1

9

k-tel.ch

Auch als Download

!

distributed by: K-tel International (Switzerland) AG CH-6343 Rotkreuz

ON

Out Now!

It's Not That Easy

& Ne AL w SO BUM SING

Aktuelle Single:

LE

7

K-tel1013 halbe Montag, 30. September 2013 10:16:42

100 95 75

25 5 0

RS106.indd 45

9/30/2013 10:17:32 AM

2

5

0


ROOTS

Pearl Jam Potz Blitz!

Pearl Jam haben es als einzige grosse Band der Grunge-Ära geschafft, ohne Schiffbruch bis ins Jahr 2013 zu segeln. Während in den vergangenen Jahren viele ehemalige Mitstreiter vom Meeresgrund wieder aufgetaucht sind, hat die Gruppe um Eddie Vedder längst ihren eigenen Kurs eingeschlagen. von David Gadze

D

ie Zeiten, als sich der Release einer neuen Platte von Pearl Jam wie ein Gewitter ü ber der Musikszene entlud, sind lä ngst vorbei – zumindest, was die Verkaufszahlen betrifft. Doch vor jedem neuen Album, das die Gruppe aus Seattle verö ffentlicht, liegt diese elektrisierende, knisternde Spannung in der Luft. So auch beim neuen Werk „Lightning Bolt“. Die Grunge-Veteranen stehen auch nach 23 Jahren so sicher und stolz auf den Beinen wie eh und je. Viele ihrer Mitstreiter sind inzwischen verschwunden, andere sind von den Toten auferstanden: Alice In Chains kehrten vor wenigen Jahren mit neuem Sä nger zurü ck, Kevin Wood formierte Malfunkshun mit neuer Besetzung, die Stone Temple Pilots und Truly sind seit 2008 wieder da, My Sister's Machine kehrten vor drei Jahren kurzzeitig auf die Bü hnen zurü ck, Soundgarden verö ffentlichten vor wenigen Monaten ein ü berraschend gutes ComebackAlbum und Love Battery sollen an neuem Material arbeiten. Mudhoney, deren Wurzeln in dieselbe Erde wie jene von Pearl Jam fü hren, und die unermü dlichen Melvins, die in den 80ern einen grossen Einfluss auf das Aufkommen von Grunge hatten, sind ü ber all die Jahre ein sicherer Wert geblieben. Dazu haben Gruppen wie Metz oder Pulled Apart By Horses die Arbeit ihrer Ahnen um neue Facetten erweitert.

46 RCKSTR MAG. RS106.indd 46

#

106 Die mal nicht schlaflos in Zürich-Ausgabe

Weiterentwickelt Plö tzlich wird von einem Grunge-Revival gesprochen. Doch ausgerechnet Pearl Jam, deren 1991er Debü t „Ten“ bis heute eine der erfolgreichsten Genre-Platten aller Zeiten ist, wollen nicht mehr so recht in diesen Rahmen passen. Das Quintett aus Seattle erlebte zwar Hö hen und Tiefen und stand sogar mehrmals gefä hrlich nahe am Abgrund – doch Eddie Vedder, Mike McCready, Stone Gossard, Jeff Ament und Matt Cameron, der auch bei Soundgarden wieder an den Trommelfellen sitzt, haben sich ü ber all die Jahre emanzipiert und ihren einen eigenen Stil geschä rft. Dieser hat mit dem „klassischen“ Grunge – sofern man diesen ü berhaupt eingrenzen kann und will – etwa so viel gemein wie Myron mit gutem Musikgeschmack – herzlich wenig nä mlich. Dasselbe gilt fü r vieles, was unter dem Auffangbegriff „Alternative-Rock“ nach Grunge kam, aber in keine Schublade passen wollte und so abscheuliche Ausgeburten wie Nickelback, Puddle Of Mudd oder Creed hervorbrachte.

Das Warten auf die Welle Ein Grund fü r ihr U� berleben ist, dass sich Pearl Jam ihren eigenen Kosmos geschaffen haben, in dem sie von kreativen Prozessen bis zu terminlichen Verbindlichkeiten nur

sich selbst verpflichtet sind. Die Band lebt nach ihrem eigenen Rhythmus, das zeigte sich auch bei den Aufnahmen zur neuen Platte „Lightning Bolt“. Das Quintett nahm in einer ersten Session mit Langzeitproduzent Brendan O'Brien erst mal etwa die Hä lfte des Albums auf. „Diese Songs sollten den Rest der Platte vorantreiben“, sagte O'Brien in einem Interview mit dem Rolling Stone. Es dauerte jedoch rund eineinhalb Jahre, bis Pearl Jam wieder ins Studio gingen, um das Werk zu vervollstä ndigen. Diese Lockerheit spiegelt sich auch in der Musik der vergangenen Scheiben wieder und zeigt sich ebenfalls auf dem neuen, zehnten Studioalbum. Das Songwriting erfordert aber auch nach mehr als 20 Jahren Bandgeschichte viel Geduld und Hingabe: „Ich stelle mir das immer ein bisschen wie surfen vor: Der Song ist die Welle, und die Worte sind wie das Brett. Es ist sehr einfach, wenn man mal auf der Welle ist, aber du kannst wä hrend Tagen da draussen rumpaddeln, ohne eine zu finden“, sagt Eddie Vedder in einer Kurzdoku zur neuen Platte. An Themen, die er zu Texten verarbeiten kann, mangelt es dem Sä nger, der sich immer wieder sozialkritisch ä ussert, jedenfalls nicht: „Wenn man sieht, was auf der Welt passiert, findet man schnell etwas, worü ber man sich ä rgern kann.“

9/29/2013 11:22:13 PM

V D z J a w B w v G M e s A G e a n d 1 G ( 9 a g 7 V d S T

2

► a

5

0


g

n

h

ll

FR 04

‘MAd KATz’: dJ Rafik (d)

dO 10

What Josephine Saw (Cd-Taufe) Tobey Lucas (Cd-Taufe) Support: Anna Känzig & Reza dinally Manillio & Band ‘JUNGLE BASS VOL 8’: Jinx in dub (UK) & Gold dubs (UK) BRNS (B) MC Fitti (d) All Ship Shape (Cd-Taufe) Megaloh (d) Milchmaa & Guests (Cd-Taufe) ‘#YNTHT’: Skor & domi Chansorn Weekend (d)

FR 1 1

dO 17 FR 18

25

► Neues Album „Lightning Bolt“ (Monkeywrench/Universal) ab 11.10. erhältlich.

5 0

Wo ist das Review? Leider war es bis Redaktionsschluss nicht möglich, „Lightning Bolt“ in voller Länge zu hören. Die ersten Eindrücke, welche die Singles „Mind Your Manners“ und „Sirens“ sowie der Opener „Getaway“ vermitteln, lassen aber darauf schliessen, dass Pearl Jam ein weiteres gutes Werk gelungen ist, in dem sich die musikalische Breite der Band spiegelt; allein diese drei Songs reichen von der treibenden Midtempo-Rocknummer über ein Punkrockbrett bis zur gefühlvollen Ballade. Eine umfassende Besprechung des Albums liefern wir aber in der nächsten Ausgabe nach. So sind wir. Sie kennen uns. ► Einschätzung: Wird mindestens so gut wie „Backspacer“! Die mal nicht schlaflos in Zürich-Ausgabe # 106 RCKSTR MAG.

RS106.indd 47

VORVERKAUF

ticketino.ch

starticket.ch

SO 20

Von der Tanke in den Rock-Olymp Die Wurzeln von Pearl Jam reichen weit zurü ck. Eine Formation, die Mitte der 80er Jahre dem fruchtbaren Boden der alternativen Rockszene in Seattle entwachsen war und die Geburtswehen der GrungeBewegung massgeblich mitausgelö st hatte, war Green River, die erste gemeinsame Band von Bassist Jeff Ament und Gitarrist Stone Gossard. Nach deren Auflö sung grü ndeten sie Mother Love Bone, aus der anderen Hä lfte entstanden Mudhoney; Mother Love Bone starben jedoch mit dem Tod ihres Sä ngers Andrew Wood. Darauf nahmen Ament und Gossard mit dem Gitarristen Mike McCready ein Demo-Tape mit instrumentalen Spuren auf, mit dem der passende Sä nger fü r eine neue Gruppe gefunden werden sollte. U� ber den befreundeten Schlagzeuger Jack Irons, 100 Grü ndungsmitglied der Red Hot Chili Peppers (und spä ter selbst wä hrend vier Jahren und 95 auf drei Platten Drummer von Pearl Jam), gelangte das Tape in die Hä nde von Eddie 75 Vedder, der in San Diego wohnte, die Tage mit dem Aufnehmen von Gesangsdemos und Surfen verbrachte und nachts an einer Tankstelle arbeitete. Der Rest ist Geschichte.

47

Anna Murphy

SA 05

d I 22 M I 23 dO 24 SA 26

M I 30

dO 3 1

VORSCHAU NOVEMBER SA 09 d I 12 dO 14 SA 16 SO 17 d I 19 M I 20 dO 21

SA 23 dO 28 SA 30

We Are Rockstars Martin Jondo (d) Scout Niblett (UK) Project Riot Black Milk (USA) Swim deep (UK) AlunaGeorge (UK) A Bizarre Ride 2 The Pharcyde (USA) Chakuza (A) Oddisee (USA) Escapists (UK)

exil.cl

1

9

7

Party Konzert

u

EXIL IM OKTOBER 2013

info@exil.cl

h

Ihre ersten Schritte machten Pearl Jam noch unter einem anderen Namen. Erst als sie den Plattenvertrag bei Epic unterzeichneten, änderten sie den Bandnamen von Mookie Blaylock – benannt nach einem Basketballspieler, dessen Rückennummer 10 als Erinnerung an die Anfangstage der Band den Albumtitel für das Debüt lieferte – in Pearl Jam um.

+41 (0)43 366 86 84

0

Wer ist Mookie Blaylock?

Hardstrasse 245, CH–8005 zürich

s

1

EXIL IM OKTOBER 2013 PROGRAMM

EXIL

n

ROOTS

9/29/2013 11:22:15 PM

2

5

0


ROOTS

von David Gadze

Nirvana „In Utero“ wird neu geboren

Auf „In Utero“ wollten Nirvana das korrigieren, was auf „Nevermind“ falsch gelaufen war. Auch wenn es weit hinter dem kommerziellen Erfolg von ebendieser Platte zurückblieb, ist das Album eine Offenbarung. 20 Jahre nach seinem Erscheinen wird es nun mit allerhand Bonusmaterial wiederveröffentlicht. Es war eine Bombe, die 1991 einschlug. Beschriftet mit „Nevermind“. Keine Platte der vergangenen dreissig Jahre hat die Rockwelt dermassen erschü ttert wie Nirvanas Meisterwerk. Grunge wurde zu einem neuen Lebensgefü hl und verschwand danach bald wieder. Die Vibrationen von „Nevermind“ haben jedoch bis heute nicht nachgelassen und wurden seither nie mehr erreicht. Auf dem Nachfolgewerk „In Utero“ wollte Sä nger und Gitarrist Kurt Cobain all das korrigieren, was ihm an „Nevermind“ nicht gefiel: den zu geschliffenen Klang, den Pop-Einschlag, das Gefü hl, nicht nach sich selbst zu klingen. Stattdessen sollte „In Utero“ mö glichst natü rlich daherkommen und im Prinzip war es das pure Gegenstü ck: knochentrocken, dreckig, rau. Die Band machte klar, dass sie keinerlei Einmischung der Plattenfirma dulden wü rde und drohte sogar damit, sich andernfalls aufzulö sen. Als Produzenten wä hlten Nirvana Steve Albini. Dieser hatte sie zwar einst als „R.E.M. mit einer Fuzzbox“ (Effektgerä t fü r Verzerrungen) bezeichnet, Cobain mit seiner Band Big Black und den Produktionen von „Surfer Rosa“ von den Pixies und „Pod“ von den Breeders jedoch tief beeindruckt. Bis heute arbeitet Albini praktisch ohne Effekte, sondern ist ein Meister darin, mit einer ausgeklü gelten Platzierung der Mikrofone die Musik so direkt wie nur mö glich einzufangen.

eingespielt. So unendlich grossartig „Nevermind“ auch ist, „In Utero“ vermittelt das Nirvana-Gefü hl unmittelbarer, intensiver. „Genauso hatten wir schon immer klingen wollen“, sagte Cobain spä ter dazu. In den Texten verarbeitete er auch die Wendungen, die sein Leben seit „Nevermind“ erfahren hatte. Am offensichtlichsten zeigt sich das in „Rape Me“, das praktisch mit demselben Riff beginnt wie „Smells Like Teen Spirit“. Der Song war zwar noch vor dem Erscheinen von „Nevermind“ entstanden, wurde aber dennoch zu einer direkten Kritik an den Folgen des Superstar-Lebens.

Ein falsch verstandener Witz Der Plan, die Platte „I Hate Myself And Want To Die“ zu betiteln, wurde von der Band verworfen. Auch den gleichnamigen Song, der wä hrend der Aufnahmesessions unter dem Titel „2 Bass Kid“ entstand, kippte die Band von der Platte – weil sonst zu viele „noise songs“ auf dem Album wä ren, wie Cobain spä ter in einem Interview sagte. Das Stü ck wurde aber Ende 1993 auf der „The Beavis And Butt-Head Experience“-Compilation released und es hä tte ausserdem die B-Seite von „Pennyroyal Tea“ sein sollen. Die Verö ffentlichung der Single wurde jedoch nach Kurt Cobains Selbstmord im April 1994 von der Plattenfirma gestoppt; die bereits gepressten Exemplare, welche die angeordnete Zerstö rung ü berlebten, sind heute begehrte Sammlerstü cke. Der Song wurde in der Folge immer wieder als ü berhö rte Ankü ndigung von Cobains Freitod zitiert. Der Sä nger selbst bezeichnete ihn jedoch als einen Witz – dass er falsch verstanden wurde, war aber irgendwie symptomatisch fü r diese Band.

„So wollten wir schon immer klingen“ In nur zwei Wochen spielte die Band das Album ein. „Wir waren da, abgesondert in diesem Haus, eingeschneit im Februar in Minnesota. Wir nahmen mit Steve auf, er drü ckte ‚Record', wir spielten einen Take und er fragte: ‚Okay, was kommt als nä chstes?'“, erinnert sich Drummer Dave Grohl in einem Interview mit dem Rolling Stone. Die meisten Aufnahmen wurden live ► Re-Issue „In Utero – 20th Anniversary Edition” (Geffen/Universal) jetzt erhältlich. Grunge

Nirvana

In Utero – 20th Anniversary Edition (Geffen/Universal)

Auf der 20-Jahre-Jubilä umsausgabe wird „In Utero“ klanglich neu geboren: Neben einem neuen Remaster wartet sie mit einem komplett neuen Mix auf, der dem Album ein frisches Gesicht verleiht. Obschon gelungen, werden sich Liebhaber des Originals mit dem neuen Mix bestenfalls anfreunden. Auch die B-Seiten und „I Hate Myself And Want To Die“ wurden neu gemischt, von „Pennyroyal Tea“ und „All Apologies“ gibt's zudem den originalen Mix von Steve Albini. Zum neuen Instrumentalstü ck „Forgotten Tune“ kommen zahlreiche Demo-Aufnahmen sowie – auf der Super Deluxe Edition – das „Live & Loud“-Konzert von 1993 auf CD und DVD plus ein hü bsch aufgemachtes Buch hinzu. Fü r Fans ein Muss. (dave)

48 RCKSTR MAG. RS106.indd 48

#

106 Die mal nicht schlaflos in Zürich-Ausgabe

9

9/29/2013 11:22:17 PM

1

9

7

2

5

0


100 95 75

25 5 0

RS106.indd 49

9/29/2013 11:22:18 PM


Ins_So

ARTS

Sven Regener

Buchschreiben ≠ Songschreiben

Sven Regener, bekannt für seine sprachgebende Rolle bei Element Of Crime und die mehrbändige Geschichte unseres Lieblingsbarkeepers Frank Lehmann, öffnet mit „Magical Mystery oder: Die Rückkehr des Karl Schmidt“ ein neues Fenster in die Köpfe des Lehmann-Universums. Wir sprachen mit Sven über seinen neuen „Abenteuerroman mit einem, der eine Schraube locker hat“. von Reto Beeler Wie bringst du das Schreiben und die Band unter einen Hut? Das ist getrennt, zeitlich getrennt. Denn Songs schreiben könnt ich nicht, wenn ich an einem Roman schreibe. Songtexte und Roman gleichzeitig im Kopf, das geht nicht.

Das kann man gar nicht vergleichen. Beim Roman hab ich anderthalb Jahre geschrieben; das hab ich ganz alleine gemacht und in der Band bin ich einer von vielen. Jeder Zusammenhang, den man so herstellt, ist konstruiert – die Ansprüche sind ganz verschieden.

Bereichert sich das gegenseitig nicht? Das kann schon sein. Ist aber nicht so, dass ich das will. Ich hab einfach an beidem viel Spass und vielleicht fällt einem etwas auf der Tournee ein, wenn man sich langweilt. Doch durch die zeitliche Trennung ist das nicht sehr nahe. Es gibt teilweise Bilder, die in Songs auftauchen, die ich auch im Buch habe. Aber das sind eher Ausnahmefälle.

Ein Roman bedeutet auch mehr Vorbereitung. Ja, beim Roman muss man sich irgendwann mal festlegen. Das war bei Karl Schmidt da, als ich den Tourplan geschrieben habe; in welche Städte die Figuren kommen und was da passiert. Das sind so Sachen, die man bei Songs nicht machen muss. Ein Song dauert fünf Minuten, da will man auch viel mehr Bilder evozieren, damit das einen berührt.

Gibt es sonst noch Zusammenhänge zwischen Songtexten und deinen Büchern?

War dir von Anfang an klar, dass das LehmannUniversum so gross wird? Bei Frank Lehmann schon ein

50 RCKSTR MAG. RS106.indd 50

#

bisschen, aber bei Karl Schmidt nicht. Das ist eher ein Spin-off. Es ist ja so unbefriedigend und traurig, wie Karl am Schluss bei „Herr Lehmann“ ins Krankenhaus muss – das wär ja nicht gut, wenn man da denkt, dessen Leben ist jetzt eh vorbei. Da hegt man auch gewisse Sympathien für die eigene Romanfigur. Ja, ein bisschen schon. Aber das war nicht der Beweggrund. Das entscheidende war, dass ich eine gute Idee hatte und zwar, dass der Karl fünf Jahre später seine Techno-Freunde wiedertrifft. Und die sind alle steinreich und gehen auf Tournee. So Spin-off eben, das war die Idee. ► Neues Buch „Magical Mystery oder: Die Rückkehr des Karl Schmidt“ (Galiani) jetzt zum Lesen und Hören erhältlich.

Magical Mystery oder: Die Rückkehr des Karl Schmidt Entgegen der Erwartungshaltung beim Anblick des etwas zu langen, irgendwie verkorksten Titels fliesst die Geschichte in gewohnter Regener-Manier vor sich hin und überspült den Leser. Sie wabert zwischen profanem Alltag und drogengeschwängerten, surreal anmutenden Szenen durch die Tour der Technojünger, die den Zerfall ihrer All-IsOne-Love-Bewegung aufhalten soll – mittendrin der aus der geschützten Drogen-WG geflüchtete Karl Schmidt. Ganz dem Protagonisten gleich ist „Magical Mystery“ sprachgewaltiger, organischer und bildhafter als die Lehmann-Bücher und darum nicht nur für Lehmann-Anhänger sehr empfehlenswert.

106 Die mal nicht schlaflos in Zürich-Ausgabe

9/29/2013 11:22:20 PM

1

9

7

2

5

0


Ins_SonyMusic_210x292mm

10.9.2013

17:41 Uhr

Seite 1

THE BLOODY BEETROOTStalbu«mHi«Rdeom»borama»

Debü eite Vier Jahre nach dem das lang erwartete, zw lbst E» ID «H t mi t ein ersch se d un n nte ze en Produ Album des italienisch », nk Rock Dance Music Pu of ing «K ten nn oots). erna etr Be y od Blo e o (aka Th Sir Bob Cornelius Rif

CASPER

« Hinterland »

Mit spielerischer Leichtigkeit bündelt das von Markus Ganter in Zusammenarbeit mit Konstantin Gropper produzierte neue Studioalbum «Hinterland» die episch-vielfältigen Einflüsse von Casper. Ein «must-have» für alle Musikliebhaber.

Live in Concert: 07.03.14, Zürich, Komplex 457

LISSIE

« Back To Forever »

ziger-WestcoastVon der Sonne geküsste Mittsieb che Musikalität! rgis ene und te Melodien, kluge Tex To Forever» von So klingt das zweite Album «Back rin. ane erik Am en lich der erfrischend ehr

Live in Concert: 30.10.13, Zürich,

Härterei

KINGS OF LEON

« Mechanical Bull »

Sie sind eine der grössten Rockba nds der Welt. Drei Jahre nach dem Nummer Eins «Come Around Sundown» erschein-Album «Mechanical Bull» ihr bereits sec t nun mit hstes Studioalbum! Inkl. «Supersoaker » & «Tempel»

MGMT 100 95 75

25

« MGMT »

Andrew VanWyngarden und Ben Goldwasser experimentieren für ihr neues Album mit verschiedenen Songwriting-Techniken und ließen sich von der Musik selbst leiten. Das Ergebnis ist eine facettenreiche Sammlung von zehn Songs, die die allumfassende, surrealistische Perspektive der beiden auf das Alltägliche widerspiegeln. Grossartig! Live in Concert: 06.10.13, Zürich, Komplex 457

5 0

RS106.indd 51

www.sonymusic.ch

9/29/2013 11:22:21 PM


KINO Metallica: Through The Never

Some Kind Of Filmstars

Metallica, das sind quasi die Beatles für Leute, die nichts mit Schwiegermüttern, psychedelischen Drogen und Yoga-Urlaub in Goa anfangen können. In über 30 lauten Jahren schmiedeten die Four Horsemen den Heavy-Metal massentauglich – jetzt sogar im 3D-Format! Der Film „Through The Never“ zeigt eine Metallica-Show der Superlative, während rundum die Apokalypse tobt. Uns hat der Stromgitarren-Endzeitstreifen an der Europapremiere in Berlin fast weggeblasen – zum Glück nur fast, denn danach durften wir mit Band-Mitbegründer Lars Ulrich plaudern. von Marco Rüegg

Lars,

dein letzter LiveAuftritt auf der Mattscheibe war in einer Doku über Lemmy Kilmister. Wer hat sich damit den grösseren Traum erfüllt? Wahrscheinlich war ich das. Lemmy trat schon öfter mit uns auf, der ist für jeden Blödsinn zu haben. Beide seid ihr zu Rock-Ikonen geworden – mit dem kleinen Unterschied, dass Lemmy keine hundert Millionen Platten verkauft. Fair enough, was soll ich sagen?

Grösste Bühne, grösste Band – euer 3D-Film spricht in Superlativen. Was denkt der grösste Drummer aller Zeiten, wenn er morgens in den Spiegel guckt? Okay, heute sitze ich hier mit einem Monster-Jetlag und rede über Metallica. Doch normalerweise putze ich mir die Zähne, mache den Kids Frühstück und bringe sie zur Schule – derselbe Bullshit wie andere Kerle. Es ist ein Privileg, dass die Band existieren kann und uns so viel bedeutet – sie ist eine Flucht vor der Verantwortung, die wir als Eltern und Familienväter haben. Darum macht sie gerade unglaublich Spass. Die Bedeutung Metallicas reicht allerdings weit darüber hinaus: Fans tätowieren sich euer Logo, opfern ihr halbes Leben auf für die Band, die du damals in einer Garage gegründet hast. Stimmt. Nur, es ist ungesund, sich mit sol-

52 RCKSTR MAG. RS106.indd 52

#

chen Gedanken aufzuhalten. Mit meinem 15-jährigen Sohn rede ich nicht über Metallica, sondern über Hausaufgaben, die Arctic Monkeys und den Plattenladen, in dem er arbeitet. Die Leute denken, ich arbeite unglaublich hart. Das tu ich, zuhause! Im Flugzeug einen Rotwein trinken, die New York Times lesen und in einem exotischen Land vor 50'000 Leuten auftreten, verdammt, das ist doch geil! Wie fühlt sich das an, wenn man im Fokus von 24 Kameras steht – im Bewusstsein, dass Hardcore-Fans jede Geste, jeden Takt fast wissenschaftlich analysieren? Man weiss schon, dass man gefilmt wird. Mann, ich werde dauernd gefilmt! Beim Songwriting, da stehen immer die Cams irgendwelcher Websites. Auf der Bühne, 10'000 Smartphones! Wahrscheinlich werden wir selbst jetzt in diesem Moment gefilmt. Ist das nicht unheimlich anstrengend? Das ist nicht der Punkt. Weil wir in einer Phase stehen, in der wir mit der Band und mit uns selbst sehr zufrieden sind. Ob wir gefilmt werden, ist scheissegal, wir gehen da hoch und geben unser Bestes. Ohne einander danach Vorwürfe zu machen. Wir geniessen die Menschlichkeit, die derzeit herrscht; das ist eine andere Attitüde als noch vor 20 Jahren, als Metallica fast wie eine Militäroperation geführt wurde, in der es um Positionen und Rangordnungen ging. Seht ihr das 3D-Kino als Weg, eine neue Generation von Fans zu rekrutieren?

Primär ist es ein Weg, dem Zuschauer eine andere Perspektive zu bieten. Nämlich ein Konzert aus unserer Sicht zu erleben, auf der Bühne. Aber klar kommen so eine Menge Kids erstmals mit Metallica in Kontakt – deswegen haben wir uns ja derart den Arsch aufgerissen. Der Film handelt vom Roadie Trip, der für euch dem Tod ins Auge blickt. Gibt es so jemanden tatsächlich in der Crew? Gewissermassen. Mick, unser Tonmeister, ist seit 29 Jahren dabei. Flemming, der meine Drums macht, schon 28. Das sind unglaublich wertvolle Menschen – auch vom Charakter her –, die ihr Leben dem Job bei Metallica unterordnen. Trip ist jedoch kein Roadie in dem Sinne, eher ein Runner. Angenommen, wir treten in Berlin auf, dann sind zusätzlich zur Crew vielleicht 20 Jungs aus der Stadt engagiert, die sich auskennen und wissen, wo sie was auftreiben können. Wie lange kann die Institution Metallica noch überleben in einem Zeitalter, in dem Trends täglich wechseln? Das finden wir gerade raus! Auch für uns eröffnen sich so neue Märkte, wir gehen nach Indonesien, Malaysia, Abu Dhabi, waren erstmals in China. Die Welt schrumpft und es gibt haufenweise MetalEnthusiasten da draussen. Vom dem her, es sieht gut aus!

106 Die mal nicht schlaflos in Zürich-Ausgabe

9/29/2013 11:22:27 PM

1

9

7

2

5

0


b

KINO

oktober SA 18.10.

PIrAteS HINWIL

roCkAbILLy NIGHt

„Through The Never“ im Detail The Show

fünf Jahren erschien „Death Magnetic“, das zweite Album mit dem neuen Bassisten. Nicht das letzte: Trujillo verriet in Berlin, früher im Jahr hätten Jam-Sessions stattgefunden, die bald ausgefeilt werden sollen. Und konkret, Señor Trujillo? „Jawohl, es wird bald eine neue Metallica-Platte geben!“

Wie Bestien wüten James Hetfield, Kirk Hammet, Lars Ulrich und Robert Trujillo auf ihrem 61x18-Meter-Hi-TechRaubtierkäfig – die vielleicht aufwendigste je gefertigte Bühne versammelt ein Best-of der Metallica-Showelemente: Dioden, Blitze, Stichflammen und eine zusammenkrachende 11-Meter-Justizia. Gedreht wurde an fünf Abenden in Vancouver und Edmonton. Und Obwohl man ab und zu gern ein dank super-realistischer IMAX- .......................................... paar Dezibel hochschrauben Technologie können Sie beinahe Regie: Nimród Antal würde (aber nicht darf, wegen den Schweiss von Hetfield gesetzlicher Limits) und man Verleih: Ascot Elite riechen. sich während 93 Minuten ein ► jetzt im Kino .......................................... wenig an das Effekte-Feuerwerk gewöhnt – Metallica gelingt 8 Sterne .......................................... eine Art „The Wall“ des HeavyVor einigen Monaten war Metal. Kein Zufall übrigens, Hollywood-Shootingstar Dane Stage-Designer Mark Fisher Regisseur Nimród Antal DeHaan noch Metal-Jungfrau; arbeitete schon für Pink Floyd. („Predator“) ausgeheckt und die Eltern hätten dem Wer beim vor Energie inszeniert hat. Milchgesicht solche schäumenden „Creeping Death“ Teufelsmusik verboten. Zum oder zum Chorus von „The Dreh von „The Place Beyond Memory Remains“ keine The Pines“ legte ihm jemand „Hit The Light“! Sinnigerweise Gänsehaut kriegt, der muss Metallicas „Master Of Puppets“ endet der Film nach sämtlichen irgendwie schon im Koma 100 auf den Nachttisch, zur Klassikern mit dem allerersten liegen. Vorbereitung auf die Rolle als Song, den Metallica in einer 95 Ryan Goslings und Eva Mendez' kalifornischen Garage auf Band dealender Filmsohn. Der Neohämmerten. 32 Jahre ist das 75 DiCaprio brilliert sowohl neben her. 2004 erfuhr das MetalGosling als auch in der Relikt nach einem in der Doku stummen Rolle des Metallica„Some Kind Of Monster“ Roadies – eine Idealbesetzung mitgeschnittenen 25 im parallel zum Konzert Selbstfindungstrip eine laufenden Paulo-Coelho-goes- Verjüngungskur namens Robert 5 Postapokalypse-Szenario, das Trujillo und vor mittlerweile

The Review

Live: the rockets feat. DJ G.A.s.

SA 26.10

PIrAteS HINWIL

IrISH NIGHt

Live: PADDy MurPhy feat. DJ toM NIce Irish speed folk rock vom Feinsten!

fr 25.10.PIrAteS St.MArGretHeN

The Cast

The Band

0

Die mal nicht schlaflos in Zürich-Ausgabe # 106 RCKSTR MAG.

RS106.indd 53

53

4 JAHre JUbILäUM

Live: MeIsterrocker Die elite der rock-coverbands bringt songpower der extraklasse. 100% rock AttItuDe!

tHe PIrAteS

MUSICbAr & reStAUrANt HINWIL & St.MArGretHeN

WWW.tHePIrAteS.CH 9/30/2013 12:01:35 PM

1

9

7

2

5

0


Buddy-Action

2 Guns

6 Sterne

(Sony Pictures/Walt Disney)

43 Millionen Dollar und jeder will sie haben: „2 Guns“ möchte clever, lustig und actionreich sein, doch nur letzteres gelingt dem Streifen wirklich. (shy)

A

rschig: Wenn der Ganovenkumpel in Wahrheit ein Undercover-Agent ist. Komisch: Wenn beide Ganoven in Wirklichkeit Undercover-Beamte sind. Trench (Denzel Washington) arbeitet für die Drogenvollzugs-behörde und Stigman (Mark Wahlberg) dient bei der Navy; beide glauben, durch einen fingierten Bankraub dem Drogenbaron Papi Greco (Edward James Olmos) Geldwäsche anlasten und ihm so das blutige Hand-werk legen zu können, doch der Plan misslingt, als Stigman Trenchs wahre Identität aufdeckt, ihn ange-schossen in der Wüste liegen lässt und mit der Beute verschwindet. Trench erfährt später vom jenseits der gesetzlichen Grenzen operierenden Regierungsagenten Earl (Bill Paxton), dass statt der drei Millionen US-Dollar gewaschenen Geldes ganze 43 Millionen in der Bank lagen. Diese gehören der CIA und Earl erpresst Trench nun, damit dieser ihm den Stutz von der Navy zurückholt. Trench sucht Stigman auf, der zwischenzeitlich von seinen Vorgesetzten erfahren hat, dass sie das Geld für ihre Zwecke behalten und Mitwisser Stigman deshalb

ausschalten wollen. Die beiden hintergangenen Agenten tun sich daraufhin zusammen und ballern sich den Weg aus der Misere frei.

...........................................................................................................................

KINO

Hä, wer jetzt?! Die Story klingt Unnötig kompliziert für einen Action-streifen? Ist sie auch und es tauchen noch mehr Figuren mit noch mehr Plänen, die anderen Parteien auszutricksen, auf. Schlussendlich sind alle hinter der Kohle her, doch wer wen wie aufs Kreuz legen will, ist irgendwann so unüberschaubar, dass Sie sich sagen werden: Scheiss drauf, ich geniess einfach die Action. Und die ist cool und Washington und Wahlberg harmonieren miteinander, auch wenn sie weit weniger witzig sind, als sie es wohl gerne sein würden. Wir haben uns trotzdem einen Promipärlinamen für die beiden überlegt, sollten sie nochmals zusammenarbeiten: Washberg. Regie: Baltasar Kormákur

► jetzt im Kino

............................................................................................ Entführungs-Drama

Prisoners

während Loki eine Reihe anderer Spuren verfolgt und die entführten Mädchen finden will, obwohl sein Umfeld die Hoffnung bereits aufgegeben hat.

Echt Wie weit ist Keller bereit zu gehen, um seine Tochter zu retten? Und wie unfehlbar ist Loki, der bisher jeden seiner Fälle geknackt hat? Was geht in den Menschen vor, die von solch einer Entführung betroffen sind – sei es aufseiten der Familie oder der Ermittler? „Prisoners“ ist ein in einen Thriller verpacktes Drama, das von der ersten bis zur 153. Minute ungemein fesselt. Das liegt zum einen an den stets glaubwürdigen Schauspielern und zum andeeller Dover (Hugh Jackman) lebt in einem ren an Regisseur Denis Villeneuve, der gekonnt alle Vorort in Pennsylvania nach der Maxime „Bete Genre-Klischees umschifft. Kein plötzlich aus den für das Beste, aber bereite dich aufs Schlimmste Schatten wegrennender vor“; er ist einer der Typen, über die man in Dokus Täter, obwohl der Polizist über paranoide US-Amerikaner den Kopf schüttelt und so nahe dran war. Keine sich nicht ausmalen mag, wie gnadenlos sie in Handlung, die erahnen Stresssituationen handeln mögen. In eine solche gerät lässt, wie sie endet. Kein Keller, als seine Tochter und die der Nachbarsfamilie Draufgänger-Cop und entführt werden. Im geistig zurückgebliebenen Alex kein moralisch (Paul Dano) scheint schnell der Kidnapper gefunden, unbedenklicher Vater. doch Detective Loki (Jake Gyllenhaal) kann ihm die „Prisoners“ wirkt echt. Tat nicht nachweisen und muss ihn wieder freilassen. Und ist darum echt heftig. Wütend über die seiner Meinung nach inkompetente Regie: Denis Villeneuve Polizei und im festen Glauben, dass Alex schuldig ist, nimmt Keller das Gesetz insgeheim selbst in die Hand, ► jetzt im Kino (Ascot Elite)

Ganz ohne AdamantiumKrallen versucht Hugh Jackman seine entführte Filmtochter zu retten und überschreitet dabei seine moralischen Grenzen und die des Publikums. (shy)

K

54 RCKSTR MAG. RS106.indd 54

#

Geschichtsträchtiges Rennsport-Drama

Rush (Ascot Elite) Anfang der 70er Jahre führen zwei grosse Helden die Formel 1 an, der charismatische Engländer James Hunt (Chris Hemsworth) und der eisern ehrgeizige Österreicher Niki Lauda (Daniel Brühl). Mit jedem Rennen werden sie härtere Gegner, bis gegen Ende einer verbissenen Saison nur noch der Weltmeistertitel im Lebensmittelpunkt der beiden steht. Laudas tragischer Unfall 1976 markiert den Höhe-, oder besser Tiefpunkt; die Weichen für die Zukunft des Rennsports werden am gleichen Tag gestellt, an dem Lauda die Hälfte seines Gesichts verliert und in Japan trotzdem den Titelkampf antritt. Pure Authentizität und brillante schauspielerische Leistung – die publikumsübergreifende Gänsehaut ist der rote Faden, der sich ohne Boxenstopp durch jeden Meter Biopic-Asphalt zieht. (arse) Regie: Ron Howard ► ab 10.10. im Kino

8 Sterne

..................... 9 Sterne

1

9

7

2

5

0

106 Die mal nicht schlaflos in Zürich-Ausgabe

9/29/2013 11:22:35 PM


KINO Back To The Future Wife

About Time (Universal Pictures) Zunächst lebt „About Time“ von den offensichtlichen Vorzügen des Zeitreisens, nämlich, dass der unbeholfene und in Sachen Frauen erfolglose Tim (Domhnall Gleeson) seine zwischenmenschlichen Missgeschicke binnen kürzester Zeit rückgängig und es beim nächsten Versuch besser machen kann. Und dann beginnt die Liebesgeschichte mit Mary (Rachel McAdams), wo die Macher von „Four Weddings And A Funeral“, „Notting Hill“ und „Love Actually“ ihre romantischen Stärken erfolgreich ausspielen, bis der Zeitreise-Faden – der sich in einigen Logiklücken verheddert – wieder aufgenommen wird und einen Schluss mit einer „Mach das Beste aus jedem Augenblick“Botschaft à la „Groundhog Day“ webt. Ja, das ist etwas cheesy, aber der Rest ist tollste britische Romcom mit Bill Nighy in einer Nebenrolle und einem gelungenen Soundtrack von The Cure über Amy Winehouse bis Ellie Goulding. (shy)

en rismes ) ge

Regie: Richard Curtis

7 Sterne

► ab 17.10. im Kino Prahahahaktikum

The Internship (20th Century Fox) Wie viel Kohle der Suchmaschinen-Riese wohl den Produzenten von „The Internship“ versprochen hat? Diese Frage stellt sich spätestens, als die beiden Protagonisten den Google-Campus im sonnigen San Francisco betreten und umgeben von farbigen Fahrrädern, Rutschbahnen und GratisBagels auf ununterbrochen lachende Gesichter treffen – die Googliness strahlt aus jeder Ecke und wird wie eine Religion gepredigt. Nicht besser und nicht schlechter als andere amerikanische Genre-Komödien, will auch diese Story einmal mehr beweisen, dass der American Dream noch nicht tot ist und die Möglichkeit, ohne erkennbare Qualitäten von ganz unten nach oben zu kommen, nach wie vor existiert. „The Internship“ bietet von Tollpatschigkeit über Freundschaft bis hin zu einer Prise Alkohol alles, was man von einer weiteren Comedy mit Owen Wilson und Vince Vaughn erwartet. (lori)

n ernkt s

er

am n

Regie: Shawn Levy

► jetzt im Kino

8 Sterne

den

...........................................................................

nte ung

Viel Lametta um nichts

.

e

doors: 19.00 | show: 20.00

...........................................................................

m ere

halt

SONNTAG, 27. OKTOBER 2013 KLUB KOMPLEX ZÜRICH

PLUS SPECIAL GUESTS DIENSTAG, 12. NOVEMBER 2013 PLAZA ZÜRICH doors: 19.00 | show: 20.00

mittwoch, 13. November 2013 plaza Zürich einziges CH-Konzert | doors: 18.30 | show: 19.00

Behind The Candelabra (DCM) „Behind The Candelabra“ kommt einem Feuerwerk gleich: Er beginnt voller Spannung als überspitzte, explosive Schwulenparade, zelebriert den Glamour sowie den funkelnden Ruhm und 100 erlischt ebenso rasch wieder. Die glitzernde Showwelt wirkt 95 schnell platt und überlebt nur durch die ständige Wiederholung der glamourösen Selbstdarstellung. Die Story – reicher Showstar (Michael Douglas) 75 erkauft sich die Liebe und Zuneigung seines Toyboys (Matt Damon) – ist schnell erzählt und fordert den Zuschauer nicht mit überraschenden Wendungen. Obwohl viel gelobt (drei Emmys, einer davon für Douglas' Leistung), gibt vor allem Douglas seinem Liberace nicht genügend Tiefe und so wirkt er denn auch seltsam künstlich und ohne Persönlich25 keit. Nichtsdestotrotz ist Steven Soderbergh ein Film gelungen, der durch seine Kostüme brilliert und mit dem Spannungsabfall gegen Ende wohl ziemlich genau das Leben des 5 Pianisten trifft, der unglamourös an AIDS sterben musste. (lori) 0

Regie: Steven Soderbergh

► ab 10. 10. im Kino

MITTWOCH, 8. JANUAR 2014 KOMPLEX 457 ZÜRICH DOORS: 19.00 | SHOW: 20.00

1

MONTAG, 3. FEBRUAR 2014, KOMPLEX 457 ZURICH DOORS: 19.00 I SHOW: 20.00

55

9

7

2

5

6 Sterne Die mal nicht schlaflos in Zürich-Ausgabe # 106 RCKSTR MAG.

RS106.indd 55

OOPENING PENNING ACT

0

www.starclick.ch

9/29/2013 11:22:43 PM


GAMES Grand Theft Auto V Die Wirklichkeit ist für Weicheier Was „Fifty Shades Of Grey“ für den weiblichen Teil der Weltbevölkerung war, ist „Grand Theft Auto V“ für den männlichen*: Pflichtstoff und Jahrzehntereignis. Für diejenigen unter Ihnen, die sich am Releasedatum Mitte September nicht um die ersten Exemplare geprügelt haben, liefern wir hier zehn Gründe, warum Sie sich „GTA V“ spätestens jetzt besorgen sollten. von Schimun Krausz *Damit an dieser Stelle niemand seinen BH verbrennen muss: Natürlich können auch Meitli „GTA V“ spielen und Buebe „FSOG“ lesen.

1. Size Matters

2. Triple The Fun

Die Spielwelt von „GTA V“ ist etwa achtmal grösser als die von „IV“, das vor knapp fünfeinhalb Jahren erschienen ist. Insgesamt stehen Ihnen – mit Wasser – etwa 140 km2 zum Rumt(r)ollen zur Verfügung; das ist das Eineinhalbfache der Stadt Zürich und nur ein bisschen weniger als der Kanton Appenzell Innerrhoden (rote Linie). Wie lange eine Fahrt vom einen Ende der Stadt Los Santos samt dem Blaine County ans andere dauert, haben wir leider nicht herausgefunden, da wir jeweils nach wenigen Metern tödliche Verkehrsunfälle bauen.

Statt wie in den Vorgängerspielen mit einer Hauptfigur, streifen Sie durch den fünften Teil mit ganzen drei Protagonisten: Ex-Gangster Michael, Hood-Homie Franklin und Vollmeise Trevor. Geil: Wenn's Ihnen mit einem Charakter zu langweilig wird, wechseln Sie einfach fliegend zu einem der beiden anderen Typen. Ungeil: Damit verdreifacht sich die Aufbauarbeit; denn wie in „GTA: San Andreas“ (2004) können Sie ihre Schäfchen in Sachen Ausdauer, Fahren, Ballern etc. verbessern.

3. Schnellspeichern In anderen Games machen wir das schon seit gut 15 Jahren, „GTA“ hat's erst jetzt hinbekommen: Das Schnellspeichern, egal, wo Sie gerade sind. Daheim in Ihren Betten können Sie zwar immer noch das Spiel sichern, aber wenn Sie rasch was in der echten Welt erledigen müssen (kann ja vorkommen), reicht ein Tastendruck auf dem Handy Ihrer Figur und Sie speichern Ihren Fortschritt an Ort und Stelle, von wo Sie dann beim nächsten Mal auch weitermachen können.

4. Call Of Douchebag Als Franklin ziemlich zu Beginn des Spiels in Michaels Hütte einsteigt (jaja, buhu, Spoiler), kann er dessen Sohn Jimmy beim Zocken einer „Call Of Duty“-Parodie beobachten. Neben den üblichen Beleidigungen in Online-Multiplayer-Spielen („You suck dick“, „I'll rape you“ – Standard eben), verwendet Jimmy auch die Waffe Shit Stick 3'000, von der wir uns wünschen, es gäbe sie wirklich.

56 RCKSTR MAG. RS106.indd 56

#

1

5. Thug Life

9

Vielleicht haben wir „Boyz N The Hood“, „Get Rich Or Die Tryin'“ und „Ali G Indahouse“ ein paar Mal zu oft geschaut, aber mit Franklin und seinem Kumpel Lamar zu Dr Dres „D.R.E.“ im Low-Rider durch die nächtlichen Strassen zu cruisen, gibt uns stets ein besonders mächtiges Gefühl in der Hose.

7

2

5

0

106 Die mal nicht schlaflos in Zürich-Ausgabe

9/29/2013 11:47:44 PM


04 & 05 OCT 2013 | ZÜRICH & BASEL

GAMES

16 OCT 2013 | ZÜRICH, KOMPLEX 457

6. Hundeleben Apropos Lamar: Dessen Hund Chop übernehmen Sie mit Franklin relativ früh im Spiel (buhu, noch ein Spoiler) und können ihn erziehen und ihm neue Tricks beibringen – allerdings nicht in „GTA V“ selbst, sondern auf Ihrem Smartphone oder Tablet via der „iFruit“-App von Entwickler Rockstar Games. Mit „iFruit“ können Sie zudem Ihre Karren pimpen. Crossmedia und so. Medienkonvergenz und so. Social Gaming und so. Sie wissen schon.

NEW MODEL ARMY

23 OCT 2013 | ZÜRICH, KOMPLEX KLUB

ZEBRAHEAD

23 OCT 2013 | ZÜRICH, VOLKSHAUS

FOALS

24 OCT 2013 | ZÜRICH, DYNAMO WERK21

TALCO

25 OCT 2013 | ZÜRICH, KOMPLEX KLUB

MOVITS!

25 OCT 2013 | ZÜRICH, KOMPLEX KLUB

W. B. THE BREAD WITH BUTTER

27 OCT 2013 | ZÜRICH, KOMPLEX 457

GENTLEMAN & THE EVOLUTION 28 OCT 2013 | ZÜRICH, KOMPLEX KLUB

TRIXIE WHITLEY

30 OCT 2013 | ZÜRICH, KOMPLEX KLUB

TITO & TARANTULA

02 NOV 2013 | ZÜRICH, KOMPLEX 457

SEASICK STEVE

05 NOV 2013 | ZÜRICH, HALLENSTADION

THIRTY SECONDS TO MARS

Treue Leser wissen: Wir mögen die Welt da draussen mit all ihren Vorzügen (Bars, die 1-Stutz-Hotdogs der Ikea, Konzerte). Oder besser: Wir mochten sie. Denn „Grand Theft Auto V“s Los Santos ist einfach toller als die Wirklichkeit – wir können mit Flugzeugen unter Brücken durchfliegen oder allen Cops der Stadt den Krieg erklären oder eine der besten und am wuchtigsten inszenierten Storys der Videospielgeschichte erleben. Oder unendlich viele andere Dinge machen/anstellen/verbrechen. Und das spielt sich besser und sieht schöner aus als jemals zuvor. Wir, hach, wir sind verliebt. ► jetzt für PS3, Xbox 360

10 Invaders

Die mal nicht schlaflos in Zürich-Ausgabe # 106 RCKSTR MAG.

RS106.indd 57

21 OCT 2013 | ZÜRICH, KOMPLEX 457

22 OCT 2013 | ZÜRICH, KOMPLEX 457

10. Unser Urteil

0

65DAYSOFSTATIC

MC FITTI

9. Waffensammler

5

21 OCT 2013 | ZÜRICH, KOMPLEX KLUB

22 OCT 2013 | ZÜRICH, EXIL

Sterben ist immer eine schlimme Sache, aber in „GTA“ tat's jeweils doppelt weh: Nicht nur mussten Sie vom nächstgelegenen Spital aus weitermachen, Sie haben auch stets sämtliche Waffen verloren. In „V“ bleiben Ihnen jedoch auch nach einem Aufenthalt auf der Intensivstation alle Ballermänner erhalten – ist ja auch Quatsch, Gangster mit Schusswunden im Krankenhaus nach Knarren abzusuchen, nicht wahr?

25

THE BOSSHOSS

EMMURE & CARNIFEX

Wenn Sie der Türsteher beim StripperinAnfassen nicht erwischt, steigert sich ihre Zuneigung für Sie immer weiter – wenn der Sympathie-Balken gefüllt ist, kommt eine zweite Tänzerin dazu, was das Angrabschen schwieriger macht, da Ihr Blickfeld durch Brüste und Ärsche verdeckt ist und Sie die Security nur schwer ausmachen können. Haben Sie den Balken des zweiten Mädchens auch gefüllt, lädt Sie eine der beiden zu sich nach Hause ein zu, äh, einem Kafi. Einem sehr heissen. Danach haben Sie die Nummer der Stripperin für weitere heisse Kaffees gespeichert, aber wenn wir unsere Ische angerufen haben, sagte sie immer, wir sollen es uns doch selbst machen. WIE DENN, BEIDE HÄNDE SIND AM GAMEPAD!

75

19 OCT 2013 | WINTERTHUR, EULACHHALLE

21 OCT 2013 | PRATTELN, Z7

8. Booty Call

95

HIM

FAT FREDDY`S DROP

7. Don't Touch This Dass Sie sich gegen etwas Bares einen Lapdance im Séparée organisieren können, ist in der „Grand Theft Auto“-Reihe nichts Neues. Doch diesmal können Sie den Tänzerinnen Komplimente machen und sie sogar antatschen – aber wehe, die Türsteher erwischen Sie dabei, dann fliegen Sie aus dem Stripclub. Wir sind danach trotzig und mit gezogener Knarre wieder reinmarschiert, woraufhin die Security uns ins Krankenhaus geballert hat.

100

GENETIKK

57

06 NOV 2013 | BASEL, ST. JAKOBSHALLE

QUEENS OF THE STONE AGE

06 NOV 2013 | ZÜRICH, KOMPLEX 457

1

11 NOV 2013 | ZÜRICH, KOMPLEX 457

9

12 NOV 2013 | ZÜRICH, KOMPLEX KLUB

7

CRYSTAL FIGHTERS

THE NAKED AND FAMOUS RED

12 NOV 2013 | ZÜRICH, EXIL

MARTIN JONDO

15 NOV 2013 | ZÜRICH, KOMPLEX KLUB

2

THE SLACKERS

5

WHITE LIES

0

15 NOV 2013 | ZÜRICH, KOMPLEX 457

MORE SHOWS: MAINLANDMUSIC.COM TICKETS: STARTICKET.CH 9/29/2013 11:48:03 PM


GAMES

Puppeteer Cutterlitheater Sidescroller-Jump'n'Run

Ein kopfloser Bub, der Schere-schwingend über Theaterbühnen hüpft. Klingt seltsam, ist es auch und deshalb mehr als nur einen Blick wert. von Schimun Krausz

Oh, ein neues ‚LittleBigPlanet'“, hören wir Sie denken. Zwar stammen beide Games aus dem Hause Sony, doch nicht vom selben Entwicklerteam und deshalb wirkt „Puppeteer“ nur auf den ersten, flüchtigen Blick wie ein neues Abenteuer der Sackboys (tihi) und -girls; hier bauen Sie keine eigenen Levels, Welten oder gar Spielprinzipe, sondern erleben die Geschichte von Kutaro, der die ganze Sache zunächst reichlich kopflos angeht. Der Mondbärenkönig verwandelt nämlich alle Kinder in Holzpuppen und reisst ihnen danach den Schädel ab, um seine eigene Kraft zu steigern. Sie sehen: „Puppeteer“ erzählt ein Märchen, richtet sich damit aber nicht unbedingt an Kinder.

oder klatschen. Dazu kommt die Grafik, die den TheaterCharakter unterstreicht und zum Schönsten, Fantasievollsten und Detailverliebtesten gehört, das es auf der noch aktuellen Konsolengeneration zu bestaunen gibt. Doch dabei übertreibt es Sonys Japan Studio regelmässig: Beinahe im Minutentakt wird das Plattform-Gehüpfe durch Dialoge, Story-Erzählungen und hektische Zwischensequenzen unterbrochen, weswegen Sie allzu oft zum Zuschauer degradiert werden. Das kann man überspringen, aber irgendwie will man nicht, schliesslich haben sich die Entwickler so viel Mühe gegeben. Dieser grössere Kritikpunkt wird aufgefangen durch den Abwechslungsreichtum des Abenteuers; mit Ihrer magischen Schere schnippeln Sie sich durch die Spielwelt, erlangen neue Bühnenreif Fähigkeiten und finden damit in bereits absolvierten Levels neue Nicht nur die düstere, augenzwinkernde Story macht dieses 2DWege und Geheimnisse. Jump'n'Run aus – die Präsentation ist es, die das Puppenspiel von „Puppeteer“ ist gewöhnungsbedürftig, aber auch ungewöhnlich praktisch allen anderen Videogames da draussen unterscheidet: toll – Sie sollten den Titel zumindest mal ausprobiert haben. Um Alles geschieht auf einer Theaterbühne, rote Vorhänge an den mitzureden und so, Sie wissen schon. Auf dem Pausenhof. Oder Seiten eingeschlossen. Abschnitt-Wechsel passieren in ruckartigen im Flirtgespräch im Club. Kulissenumbauten, ein Scheinwerfer folgt stets Held Kutaro und bei gefährlichen Situationen hören Sie das Publikum aufschreien ► jetzt für PS3 7 Invaders

Jump'n'Wow

Rayman Legends Das beste Platforming-Spiel der letzten Jahre bekommt einen noch besseren Nachfolger. (shy) Eineinhalb Jahre nach „Origins“, einem der besten Jump'n'Runs der letzten Jahre, legt Ubisoft „Rayman Legends“ nach und bleibt den Retro-Sidescrolling-Wurzeln – die 2013 noch besser funktionieren als beim Serienerstling 1995 – treu. In wunderschön gezeichneten Levels hüpfen, schweben und schlagen Sie sich mit Titelheld Rayman oder dessen Freunden bis zum Ziel durch und sammeln dabei so viele Lums (sowas wie die „Super Mario“-Münzen oder „Sonic“-Ringe) wie möglich und befreien die knuffigen Teensies, mit denen Sie weitere Abschnitte öffnen. Das Gameplay wurde im Gegensatz zu „Origins“ nur leicht erweitert und ist nach wie vor genial, dafür gibt's in „Legends“ viel mehr freizuschalten und neben dem eigentlichen Abenteuer zu tun, was das Game insgesamt noch üppiger macht. ► jetzt für PS3, Xbox 360, Wii U, PS Vita, PC

58 RCKSTR MAG. RS106.indd 58

#

........................................................................................

..................................................................................................

10 Invaders

Hack'n'Slash-Rollenspiel

Diablo III Über ein Jahr nach dem PC werden nun auch PlayStation und Xbox mit „Diablo III“ bedient und wir finden: Endlich! DANKE! (shy) „Diablo“ bleibt „Diablo“, auch im dritten Teil: Sie streifen mit Ihrem Barbaren oder Zauberer oder Dämonenjäger oder Mönch oder Hexendoktor durch die vom Höllenfürsten gebeutelten Lande und metzeln Teufelsvieh im Sekundentakt. Die Maus-Tastatur-Steuerung des PC-Originals wurde clever ans Gamepad angepasst und lässt das Rollenspiel actionreicher wirken. Bis zu vier Spieler können an derselben Konsole metzeln, was zwar arg unübersichtlich ist, jedoch Spass macht – Online-Co-op ist ebenfalls mit dabei. Die Optik ist stimmig, doch nicht mehr ganz frisch, aber bei der unglaublichen Sucht – nach mehr Erfahrungspunkten, neuen Fähigkeiten und noch selteneren Ausrüstungsgegenständen –, die sich nach wenigen Spielminuten einstellt, haben Sie eh nur noch Augen für das eines: Sterbt, Monster, STERBT! ► jetzt für PS3, Xbox 360

9 Invaders

106 Die mal nicht schlaflos in Zürich-Ausgabe

9/29/2013 11:23:23 PM

1

9

7

2

5

0


Aliens-Pew-Pew

The Bureau: XCOM Declassified Teambasierte Alien-Scharmützel in der „Mad Men“-Ära, denen es an Feinschliff fehlt. (shy) Sämtliche Spiele der „XCOM“-Reihe drehen sich um extraterrestrische Invasoren, doch wenige Games überhaupt siedeln das Setting in den 1960ern an, einer Blütezeit für Science-Fiction und angebliche UFOSichtung. Diese Tatsache macht „The Bureau“ interessant und cool, doch geben sich die Entwickler leider keine Mühe, um gewisse Dinge zu erklären; z.B. warum Sie ein fäncy Heilungs-Gerät am Handgelenk tragen, obwohl Sie völlig überrascht sind von der Existenz von AlienTechnologie. Sowas und die immer gleichen, uninteressanten grauen Männchen als Gegner nagen an Glaubwürdigkeit und Originalität, dafür funktioniert der deckungsbasierte Third-Person-Shooter mit dem Mikro-Teammanagement à la „Mass Effect“ trotz Unübersichtlichkeit gut und macht Laune, auch wenn sich das manchmal wie Babysitten anfühlt. ► jetzt für PS3, Xbox 360, PC

6 Invaders

.............................................................................................................

GAMES

Telefun

Touchscreen-Duelle

Birds-Pulling

Infinity Blade III

Angry Birds Star Wars II

Kein Spiel für den 3DS sieht so gut aus wie „Infinity Blade III“ und nur wenige PS-Vita-Titel können dem Smartphone.Rollenspiel optisch das Wasser reichen – unglaublich, was für eine Grafik hier für iPhone/ Pad/Pod und für sieben Franken geboten wird! Auch spielerisch sieht's gut aus: Zwar bewegen Sie sich nach wie vor auf vorgegebenen Pfaden durch die schöne Fantasywelt, doch am Kampf (Reaktionsvermögen und Taktik sind gefragt) und an allen Nebenbeschäftigungen hat Entwickler Chair geschraubt und das Spiel in praktisch allen Belangen gegenüber seinem Vorgänger verbessert. Den gibt's übrigens zum gleichen Preis und den ersten Teil gar für sechs Stutz ebenfalls im App Store zu kaufen. (shy)

Auch den zweiten „Star Wars“-Teil des VogelbombenPuzzlegames können Sie problemlos rasch im Tram spielen und wieder wegstecken, doch verglichen mit dem allerersten „Angry Birds“ ist dieser Titel geradezu komplex: Der AnakinVogel kann einen PodracerSchub auslösen, Qui-Gon fuchtelt mit dem Licht-schwert rum und Jar Jar schwingt sich mit seiner Zunge um Hindernisse. Die Figuren und Settings der neuen SternenkriegTrilogie sind nicht ganz so charmant wie der Classic-Stoff des ersten „Angry Birds Star Wars“ und ohne In-App-Käufe können Sie nicht ganz alles freischalten, aber für den einen Stutz, den das Game kostet, bekommen Sie verdammt viel Handheld-Spass geboten. (shy)

► jetzt für iOS

► jetzt für iOS, Android, Windows Phone

8 Invaders

8 Invaders

S E ! M E A S G S R E Ü R F D A H C P AU DIE TO 100

1

95

9

75

7

25 5 0

RS106.indd 59

h c . e D e C . w ww 9/29/2013 11:23:24 PM

2

5

0


GAMES

FIFA 14 vs. Pro Evolution Soccer 2014 Das ewige Duell zwischen EAs Lizenzen-Platzhirsch „FIFA“ und Konamis SimulationsSchwergewicht „Pro Evolution Soccer“ geht in die 2014er Runde – wer entscheidet diese Saison für sich? von Andy Meier

Grafik Obschon „PES“ hübscher als in Vorjahren daher kommt, punktet hier nach wie vor „FIFA“. Die Stadien sind opulenter, die Farbgebung wirkt angenehmer und die Replays ruckeln bei Konami regelmässig, nicht so bei EA. Die Spieleranimationen sind bei beiden Kontrahenten am Limit, hier wünschen wir uns sehnlichst die neue Konsolengeneration herbei; die Qualität von Gesichtern und Mimik variiert je nach Spieler.

FIFA : PES Sound „FIFA“ punktet hier auf ganzer Linie. Die Stadionsprecher sind halt die Stadionsprecher, doch die musikalische Untermalung ist fantastisch. Stadiongesänge erfreuen uns in diesem Jahr dank Runderneuerung auch bei Konamis Fussball-Sim, aber EA ist in diesem Bereich nach wie vor mehrere Balllängen voraus.

FIFA : PES Ballphysik Apropos Bälle: Dank komplett neuer Engine bewegt sich der „PES“-Ball merkbar freier über den Rasen, die unsichtbaren Schienen der Vorgänger wurden eliminiert. Dadurch wirkt seine Führung eine Nuance gefühlvoller – „FIFA“ ist hier aber schon sehr nahe dran.

FIFA : PES Künstliche Intelligenz Die Mannschaftskammeraden beider Konkurrenten laufen sich wunderbar frei, erkennen Räume und nutzen jene auch mal mehr, mal weniger gekonnt aus. Wie von den Vorjahren gewohnt, steht bei beiden Titeln auch mal einer der eigenen Elf im Laufweg, viel Spass beim Ärgern.

FIFA : PES Atmosphäre Konami hat die UEFA-Lizenzen, aber nicht die der zugehörigen Teams. Bei EA warten topaktuelle Kader in komplett lizenzierten Mannschaften auf Sie, zudem ist die stets über den „PES“-Spielern ersichtliche Energie-Anzeige ein Dorn im Auge jeder als Videogame getarnten Möchtegern-TV-Übertragung. „FIFA“ wirkt insgesamt runder, flüssiger und imposanter.

FIFA : PES Langzeitmotivation Dank unzähliger Online-Modi, die treue „FIFA“-Spieler längst gewohnt sind, sowie neu dazugekommenem Online-Kooperativ-Modus unterhält EA uns für mindestens ein Jahr perfekt. Ganz zu schweigen vom insgesamt durchdachteren Manager-Modus. „PES“ holt hier zwar auf, aufschliessen scheint aber ein Ding der Unmöglichkeit.

FIFA : PES

1

9

Sieger:

„FIFA 14“!

7

Fussball-Enthusiasten, die Wert auf punktgenaue Simulation legen und über Lizenzen-Mangel sowie gelegentliche Ruckler hinwegsehen können, holen sich auch in diesem Jahr „Pro Evolution Soccer“ ins Haus – das rundere Produkt ist jedoch nach wie vor „FIFA“. Durch Detailanpassungen wurden beide Spiele teils deutlich („PES“) oder auch nur marginal („FIFA“) verbessert, „FIFA“ gewinnt aber klar nach Punkten und dank dem stimmigeren und flüssigeren Gameplay.

2

5

► beide Titel jetzt für PS3, Xbox 360, PC ► „FIFA 14“ zusätzlich für Wii U, Versionen für PS Vita, PSP, 3DS; später PS4, Xbox One

60 RCKSTR MAG. RS106.indd 60

#

0

106 Die mal nicht schlaflos in Zürich-Ausgabe

9/29/2013 11:23:27 PM

EL_BCA


Besiegen wir den Brustkrebs.

GEMEINSAM SIND WIR STÄRKER. 100 95 75

25 5 0

RS106.indd 61 EL_BCA2013_Ins_Rockstar_210x292_d.indd 1

9/29/2013 11:23:2716:33 PM 20.09.13


KARREN

Elektro

Von der Hitparade auf die Strasse Auf der Frankfurter Automesse IAA wurden Elektro-Neuheiten vorgestellt, mit denen wir die Umwelt schonen und damit unsere Karmabilanz etwas geradebiegen können. Und das haben wir bitter nötig, genau wie volle Portemonnaies; denn E-Karren sind noch keine Schnäppchen. von Schimun Krausz

NO PARTY

NO MUS I

C-

ET

DIE GRÜNE NOTE NO PLA N

BMW i3

Auf Augenhöhe

Mit dem i3 könnte es BMW gelingen, das modrige Öko-Image von Elektro-Autos abzustreifen und eine vom Fahrspass und Look her echte Alternative zu Benzinern anzubieten; denn bei 170 PS kann einfach nicht mehr von einer Kompromisslösung zum Wohle der Umwelt geredet werden. Und wer den Petrolgeruch vermisst, kauft sich noch einen klassischen Motor dazu.

Motor: Hybrid-Synchron, 125 kW Akku: Li-Ion, 21,6 kWh Höchstgeschwindigkeit: 150 km/h 0–100 km/h: 7,2 s Gewicht: 1'270 kg Preis: CHF 45'000.—

Tesla Model S

Nastrovyeah Ganz neu ist das Model S nicht – der US-amerikanische Autohersteller Tesla Motors liefert den 5+2-Sitzer daheim bereits seit über einem Jahr aus. Nach und nach erobert die todschicke ElektroLimousine jedoch auch unsere Gefilde und das kommt nicht von ungefähr: In Leistungs- und Sicherheitstests sahnt sie Bestnoten ab und Sie fahren bis zu 370 km weit, bevor ihr der Saft ausgeht.

VW e-up!

Kompakt

Motor: Elektromotor, 222 kW Akku: Li-Ion, 66 kWh Höchstgeschwindigkeit: 200 km/h 0–100 km/h: 6,2 s Gewicht: 2'108 kg Preis: CHF 85'900.—

Die Elektro-Variante des normalen up! heisst dank des „e-“ im Namen noch bescheuerter als sein Benzin-Bruder. Dafür ist er mit 3,2 m gut 30 cm kürzer als der up! und damit nicht viel länger als ein Smart, was den e-up! zum wendigen Stadtflitzer macht, der obendrein nicht zum Smog beiträgt. Wer's lieber klassischer mag, wartet auf den e-Golf, der für Anfang 2014 angekündigt ist.

1

9

7

Motor: Integral, 60 kW Akku: Li-Ion, 18 kWh Höchstgeschwindigkeit: 130 km/h 0–100 km/h: 11,3 s Gewicht: 1'139 kg Preis: CHF 35'000.—

62 RCKSTR MAG. RS106.indd 62

#

2

5

0

106 Die mal nicht schlaflos in Zürich-Ausgabe

9/29/2013 11:23:33 PM


D ER SOUND F Ü R D E I N W E E K E N D

about: berlin Vol. 4

Club Music 01

2CDs

3CDs

Thank God It’s Friday 2CDs

100 95 75

25 5 0

RS106.indd 63

9/29/2013 11:23:33 PM


AUSGEHEN .....................................

GIGS

26.10. Schüür (Luzern)

die Sie nicht verpassen sollten. .....................................

Boho Dancer 15.10. Bar Rossi (Zürich) 16.10. Grabenhalle (Zürich) 17.10. La Parenthèse (Nyon) BRNS 18.10. Queen Kong (Neuchâtel) 19.10. Pont Rouge (Monthey) 20.10. Exil (Zürich) Crystal Fighters 6.11. Komplex 457 (Zürich) Editors 11.10. X-TRA (Zürich) Foals 23.10. Volkshaus (Zürich) Friska Viljor 4.11. Kulturladen (Konstanz) 5.11. Salzhaus (Winterthur) Girls In Hawaii 22.10. Rote Fabrik (Zürich) 23.10. Fri-Son (Fribourg) Goldfrapp 26.10. Kaufleuten (Zürich) Half Moon Run 2.11. Plaza (Zürich) 3.11. Pont Rouge (Monthey) I Am In Love 30.10. Merkker (Baden) 31.10. Bar Rossi (Zürich) 2.11. Selig (Chur) 3.11. Café Mokka (Thun) Mac Miller 18.10. Kaserne (Basel) MC Fitti 20.10. Blechnerei (Konstanz) 22.10. Exil (Zürich) MGMT 6.10. Maag Halle (Zürich) Mighty Oaks 29.10. Hafenkneipe (Zürich) Miles Kane 1.11. Les Docks (Lausanne) Milky Chance 10.10. Alte Kaserne (Zürich) 11.10. KUFA (Lyss) 12.10. Selig (Chur) 17.10. Sud (Basel) 19.10. KiFF (Aarau)

Tyler Ward 1.11. KUFA (Lyss) 2.11. Kaufleuten (Zürich) Thirty Seconds To Mars 5.11. Hallenstadion (Zürich) Wolfman 9.10. Rote Fabrik 11.10. Le Bourg (Lausanne) 12.10. Papiersaal (Zürich, Plattentaufe) 30.10. Grabenhalle (St. Gallen) 1.11. Brasserie Lorraine (Bern) Young Rebel Set 12.10. Viadukt Bogen F (Zürich) 12.10. KINSKI (Zürich, DJ-Set) 13.10. Rössli Reitschule (Bern)

Festivals 21.10. Pratteln BL Impericon Never Say Die! Tour 7.–9.11. Lausanne VD Metropop

Irie Révoltés Was Nicolas Sarkozy und Angela Merkel bis zum Umkippen zelebriert haben, nimmt hier eine neue und spannende Wende: DeutschFranzösische Freundschaft 2.0. Bei Irie Révoltés findet man den perfekten Mix aus Hip-Hop, Reggae und Ska; Tickets für den was unsere deutschen Nachbarn schon seit geraumer Zeit Zürcher Gig! aus den Socken haut, kommt nun auch endlich in die Einfach unter rockstar.ch für den Schweiz. Im Tourgepäck haben die geschätzt 37 Bandmitkostenlosen RCKSTR-E-Mailglieder ihre neuste Platte „Allez!“ samt der gleichnamigen Newsletter registrieren Hitsingle, welche die Basler Kaserne und den Zürcher und aufs Gewinnspiel Komplex 457 in linksorientierte Feierhochburgen verwandeln warten. wird. (pat/shy)

Wir verlosen

Clinic

Okay, jetzt mischen wir sämtliche Morphinpräparate im Medizinschrank des Unispitals zu einem PsychedelicSmoothie und stellen im Operationssaal Trommel und Verstärker hin. Was die zugedröhnten Halbgötter in Türkis damit fabrizieren würden, hört sich wohl etwa so an wie „Free Reign II“, aktuelles Werk der Art-Punker Clinic – allein das Cover scheint wie einem Rorschach-Test entnommen. Immerhin, im Gegensatz zu anderen Überbleibseln des Retro-Hypes anno 2002 brechen die Liverpooler gern zu neuen Ufern auf. Im Oktober u.a. an jenes des Zürichsees. Und von dort ist es nicht weit ans Unispital... (rgg)

Queens Of The Stone Age 6.11. St. Jakobshalle (Basel)

RS106.indd 64

17.10. Kaserne (Basel), 18.10. Komplex 457 (Zürich)

23.10. Le Romandie (Lausanne), 24.10. Rote Fabrik: Ziegel Oh Lac (Zürich)

A Place To Bury Strangers 27.10. Albani (Winterthur) 28.10. Fri-Son (Fribourg)

#

Die Booker, Promoter und Schaffer der Musik-Institution Little Jig laden ein, was in ihrem Roster Rang und Namen hat – darunter Rykka (Bild), Les Yeux Sans Visage, Baby Genius, Kunz und Knobel sowie Marygold. Knapp 20 Acts kommen zusammen, um das 10-Jahre-Jubiläum des Luzerner Independent-Labels zu feiern, da bleibt kein Platz für Schnickschnack im Showprogramm; also nix Kunstinstallationen und keine Fashionshows, nur Bier, Schnaps und gute Musik. Happy Birthday vom RCKSTR Magazine und auf die nächste Dekade! (shy)

!!! 30.10. Kaserne (Basel)

Mozes And The Firstborn 9.10. Helsinki (Zürich) 10.10. Le Romandie (Lausanne) 20.11. Rote Fabrik (Zürich) 21.11. Bad Bonn (Düdingen)

64 RCKSTR MAG.

10 Jahre Little Jig – Label Night

4.10. KUFA (Lyss)

United To Be Famous Waren Sie kürzlich mal im Media Markt und haben dabei festgestellt, dass die dort gespielte Musik nicht so beschissen ist wie sonst amigs? Das könnte daran liegen, dass Sie an einem Konzert der Roots-Rocker von United To Be Famous gelandet sind. Die Bieler haben im September nämlich einige Showcases beim Elektronik-Multi gespielt um ein bisschen Promo für ihr gerade erschienenes Album „Gimme Some“ gemacht. Wer beim „GTA V“ kaufen davon angefixt wurde, schwingt seinen Hintern am 4. Oktober in die KUFA nach Lyss, wo das gitarrenschreddernde Quartett sein neues Baby plattentauft. (rez)

106 Die mal nicht schlaflos in Zürich-Ausgabe

9/29/2013 11:23:42 PM

1

9

7

2

5

0


AUSGEHEN ....................................

PARTYS

.................................... die Sie bereuen, wenn Sie sie nicht gefeiert haben:

as

el n es da

4.10. KINSKI (Zürich)

RCKSTR Star-Club

, y hste

11.10. Plaza (Zürich)

KILL/Away Festival Auch wenn das Line-up vor Hochkarätern strotzt: Uns sind's auf jeden Fall nie 2manyDJs. (rgg) Star-Snöber Iouri Podlatchikov hat derzeit enorm den Plausch an runden Dingern: Am freestyle.ch tauschte er sein angestammtes Arbeitsgerät kürzlich gegen das Skateboard aus und für das vierte Partylabel-Gipfeltreffen von KILLER und Run/Away schleppt der Schanzen-Crack seine Platten (jawohl, richtige Platten, schwer und schwarz, nix iBook und so) ins Obergeschoss des Zürcher Plaza. Im edlen Saal schrauben derweil Stephen und David Dewaele den Promi-Faktor noch markant in die Höhe: Die belgischen Brüder und Köpfe von Soulwax mögen der breiten Masse besser bekannt sein unter dem Pseudonym 2manyDJs (Bild). Wir geifern schon in Gedanken an ein Mash-up-RatzfatzDJ-Set – vielleicht mit einem Schmankerl des neuen Soulwax-Albums, das in der Mache steckt. Als Aufheizer stellt sich Disco D an die Teller. Und eben, wer höher hinaus oder einfach im Warmen eine Zigi paffen will: Oben im Kosmos Klub halten Mannequine dem eingangs erwähnten Iouri den Rücken frei. Und wenn Sie dann nach dem vierten Tequila noch den Nachnamen des SnowboardChamps fehlerfrei buchstabieren können, spendieren wir Ihnen einen fünften, Wort drauf!

sen

den Gig!

ch für den -E-Mailieren piel

8.10. Mascotte (Zürich)

Karaoke From Hell Is Back!

11.10. Café Gold (Ex-District 4, Zürich)

an

so

on en

hr

n

mit Shy Lajoie, Whisker, Joel LaRocka

Blackout

Das Monster ist tot! Im August verschwand das blaue Zahn-Vieh vom Eingang des District 4, was nun als 100 Sinnbild für den Umbruch im Club interpretiert werden kann; denn aus dem District 4 wird ab dem 95 4. Oktober neu das Café Gold. Die Führungsetage bekommt Verstärkung von Marc Aeschbach und Patrick Juen, die bis vor kurzem die Geschicke der 75 Pfingstweide leiteten. Die beiden werden ihren Trademark-Sound zukünftig ins Booking einfliessen lassen, gleichzeitig bleibt aber das bisherige District4-Publikum nicht auf der Strecke: Die Blackout25 Labelnacht des holländischen D'n'B-Kollektivs Black Sun Empire (Bild) präsentiert zusammen mit The 5 Upbeats und State Of Mind am 11. Oktober gleich drei abrifferfahrene Headliner. (rez)

Endlich sind die schlimmen Sommermonate, in denen wir nicht wussten, was wir am Dienstagabend mit uns anfangen sollen, vorbei: Das Karaoke From Hell (Bild) startet in seine zehnte Saison und holt sich dafür die norwegische Krachkapelle Bloodlights von Captain „Ex-Gluecifer“ Poon und die WintiHartgitarrer Gloria Volt auf die Bühne. Und danach sind Sie an der Reihe und zeigen dem Mascotte-Publikum zusammen mit der KFH-Band, dass unter Ihrem gebügelten Hemd eine dreckige Rampensau schlummert. (shy)

12.10. Bonsoir (Bern) Keinemusik Nacht mit Rampa, &Me 18.10. Gonzo (Zürich)

RCKSTR Vintage-Club

mit Whisker, Shy Lajoie, The Blondething 18.10. KINSKI (Zürich)

LOUD!

mit La Rocka, Burn Out, Bürgermeister, HellChild 18.10. Südpol (Luzern) 15 Jahre Radio 3FACH mit Washed Out (live), Gang Colours (live), DJs 19.10. Hive (Zürich) Der Turnbeutel (Nacht) mit Oliver Schories (live), Kollektiv Ost, Miyagi uvm. 25.10. Exil (Zürich)

Discodust

mit Blende, Mannequine, Ryan Riot uvm. 25.10. Nordstern (Basel) Fortyone mit Solomun, André Hommen, Fortyone-DJs

1

26.10. Komplex 457 & Klub (Zürich) Rave Around The Clock mit Jeff Mills, Luke Slater, DVS1 uvm.

9

7

1.11. KINSKI (Zürich)

BÜSI

2

mit Shy Lajoie, Whisker, Joel LaRocka

5

0

0

Die mal nicht schlaflos in Zürich-Ausgabe # 106 RCKSTR MAG.

RS106.indd 65

65

9/29/2013 11:46:34 PM


DU

L

uK

SUPPORT: BALTHAZAR

BE

AnscHliEssEnd PArty mit dJ suBton & dJ EisEnBErg

FR 11. OKT 19.30

H

FR R

RO

Re Ab Ac

PrÄsEntiErt Von:

Unbenannt-1 1

27.09.13 14:47

mEdiEnPArtnEr:

suPPortEd By

D

ticKEts VVK: cHF 59.− / AK: cHF 60.–

131011 Redeem.in

F

D x

NO AGE USA

CAMILLA SPARKSSS CH AIE ÇA GICLE CH FR 18.10. SALZHAUS WINTERTHUR

INF

RS106.indd 66

9/29/2013 11:23:47 PM


K

0.–

DUKES RESTAURANT KONZERTE

LIVE IM

KONZERT AB 22:00

FREITAG - 11. OKT 2013 REDEEM SUPPORTING ACT: THE ECLIPSE ROCK / INDIE-ROCK

Sonntag 15. Dezember 2013, 20.00 Klub Komplex Zürich

Redeem gilt als DIE Zuger Rockband und spielt heute Abend mit ihren Rocksongs im Dukes auf. Als Supporting Act wird euch The Eclipse einheizen...

DUKES.CH 131011 Redeem.indd 1

PRäsENtIERt

www.mickygreen.com

0900 800 800 CHF 1.19/min., Festnetztarif

www.goodnews.ch www.ishtarmusic.com

23.09.13 13:55

FRANZ FERDINAND

FRANZFERDINAND.com

DI 01/04/2014 x-tRA, ZüRIch

INFos UND tIcKEts – jUstbEcAUsE.ch – stARtIcKEt.ch – x-tRA.ch – FAcEbooK.com/myjUstbEcAUsE

RS106.indd 67

9/29/2013 11:23:49 PM


3 1 V

land!

r Switze n i e v ime li First t

NO

FR 11. 10.

: port

up

+S

O T TW E V L VE

E STR I P

S

EF SWE – LORELLE MEETS THE OBSOLETE MEX – GLETSCHER CH MI 16. 10.

BARONESS USA – ROYAL THUNDER USA FR 18. 10.

KADAVAR D – WIDDERSHINS CH WET MOSS CH SA 19. 10.

deine

Wir

2 1 I D

sind

UK

METALMAYHEM: FUNERAL FOR A FRIEND UK U.A.

CH

SA 19. 10.

s a M

MILKY CHANCE D

e t t co

V U E – CH L L E H I ZU R

.starticket.c V V K: www

h

Lieferschein

GARE DE LION

Tag Jour Day

Monat Mois Month

Jahr Année Year

Datum Date Date

Zeit Heure Time

Ende Fin End

LS6

DO 24. 10.

BEARDFISH SWE – SPECIAL PROVIDENCE HUN SA 02. 11.

TURBOSTAAT D

Turnhalle MEHR INFOS & SHOWS UNTER: WWW.KIFF.CH

Anzeige_Rockstar.indd 1

19.09.13 13:01

ts Highligh2013 Oktober ID

Preis Prix Price Spezifikation Spécification Specification

Vorverkauf Location Presale

FR 04 Karaoke Night

Die grosse Karaoke-Night mit Moderator Patrice Godefroid, einer Auswahl von über 66'000 Songs und Specials an der Bar.

Lieferung / Livraison / Delivery

DO 24 Ken Hensley & The Fire (UK) Abbildung / Image / Picture

Der brillante Ex-Uriah Heep Gitarrist, Keyboarder und Songwriter mit seinen zeitlosen Klassikern live in Wil!

FR 25 Mephistosystem (CH)

Vier Ostschweizer Musiker und ihr ganz spezieller, unberechenbarer und spannender Industrial-Rock-Sound.

SA 26 MOUSTACHE

Die neue Electroswing-Party! Live Guest: LAMUZGUEULE aus Frankreich. Der Geheimtipp mit Tanzgarantie.

Mitteilung / Communication / Message

Mehr auf www.garedelion.ch

Gare de Lion / www.garedelion.ch / Silostrasse 10 / 9500 Wil

RS106.indd 68

9/29/2013 11:24:02 PM


KULTURZENTRUM, WINTERTHUR gasWERK.cH FacEBOOK.cOM/gasWERK

FREITag | 11.10.2013

KVELERTAK (NOR) aRaBROT (NOR) & gERILJa (NOR) EXKLUsIV | DIENsTag | 22.10.2013

ANNIHILATOR (caN) THE gENERaLs (sWE) saMsTag | 26.10.2013

JUCIFER (Usa) MaNgOO (FIN) & REscUE RaNgERs (FR) & ENOs (UK) saMsTag | 02.11.2013

THE QUIREBOYS

(UK) BONaFIDE (sWE) & gLORIa VOLT (cH) saMsTag | 09.11.2013

THE ANSWER (IRL) TRacER (UK) & HOT RUNNINg BLOOD (cH) FREITag | 29.11.2013

BOMBUS (sWE) TIcKETs FÜR aLLE sHOWs WWW.sTaRTIcKET.cH

FLOGGING MOLLY PARKWAY DRIVE ENTER SHIKARI YELLOWCARD

BLOOD COMMAND - CHIODOS - COHEED AND CA MBRIA ESCAPE THE FATE - LIKE MOTHS TO FLAMES - - CROSSFAITH LIKE TORCHES MEMPHIS MAY FIRE - RDGLDGRN - THE COLOR MO LE - THE MAINE THE WONDER YEARS - WATSKY - WAX - WE RA CAME AS ROMANS

SA. 23 NOVEMBER 2013 FESTHALLE BERN TICKETS NOW ON SALEU! R.CH WWW.VANSWARPEDTO RS106.indd 69

9/29/2013 11:24:07 PM


Ro

th

Frei

18. O

Loud10

Sonnta

Freitag, 15. November 2013, 20.30 Volkshaus Zürich Aktuelles Album «lost» im Handel erhältlich!

anderstrentemoller.ch | facebook.com/trentemoller | twitter.com/trentemoeller

www.goodnews.ch 0900 800 800 CHF 1.19/min., Festnetztarif

Ins_GoodNews_Trentemoller_Rockstar_de_210x146.indd 1 RS106.indd 70

25.09.201311:24:14 14:30:16 9/29/2013 PM


4:30:16

Rock, Punk, Alternative and Metal only!

loud

100 95 75

the distortion is back! La rocka | Burn Out | B端rgermeister | HellChild

Freitag

18. Oktober

25

23 Uhr

5 0

Loud1013 Sonntag, 29. September 2013 21:43:00

RS106.indd 71

9/29/2013 11:24:16 PM


THE HEAVY-D'N'BASS-ELECTRO-EXPERIENCE RCKSTR Mag. proudly presents:

THE HEAVY-D'N'BASSELECTRO-EXPERIENCE

RÜCKSPIEGEL

fr

Praktikantin Angels Abschied. Da wir fotografierten, sieht man unsere bitteren Tränen nicht.

We Are Rockstar

21.

Ja, alles Deins.

RCKSTR Star-Club 6.9. KINSKI (Zürich)

Fr. 9. Nov. 13

EXIL

Zürich

Fr. 27. Dez. 13

LOS Club

Arosa

Special Guest Dubnium Disco D Himself Bürgermeister

Selfie von KINSKI-Tätschmeister Huevo. Kam für einmal nie richtig auf Touren: Promogirl-Mami Gloria.

W.A.R!-Floor: Himself Bürgermeister RCKSTR-Floor: DJ G.A.S. Joel LaRocka

Sa. 11 . Jan. 14

Ich schwör’s: Meier hat diesen KackSong gespielt!

Bolgenschanze

Davos

Sa. 07. Feb. 14

LOS Club

Arosa

Apropos Selfie: hier das obligatorische von Anzeigen-Elfe Zoé, links DJ-Teutonin Janine.

Himself Bürgermeister Special Guest W.A.R!-Floor: Himself Bürgermeister RCKSTR-Floor: DJ G.A.S. Joel LaRocka

Line-up and more dates soon...

100

1

95

9

75

7

25

2

Verleger Meier mit Lösligörl Mira und dem hellsten Blitz der Welt. 5

Details and more informations on rockstar.ch RS106.indd 72

Qu Sn

0

72 RCKSTR MAG.

#

Nächste RCKSTR-Partys: • 4.10. KINSKI (Zürich) • 18.10. Gonzo (Zürich)

106 Die mal nicht schlaflos in Zürich-Ausgabe

9/30/2013 10:16:00 AM

5

0


AUSGEHEN Wir sind auch eine Aussichtsplattform: Vorne die Big-Air-Schanze...

freestyle.RCKSTR 21./22.9. Landiwiese (Zürich)

...und hinten die Skate-Area.

..................

Gast-Promo-

des Monats ..................

GÖRL

xoxo Chris Seit Produzent und Moderator Chris

Hanselmann Quasi die Berliner White Stripes: Snøffeltøffs beim Garagenrocken.

Ende September in die zweite Staffel „Pocketsoul“ auf ProSieben gestartet ist, hat er kaum noch Zeit zum Lesen. Aber wenn doch, dann greift er zur besten Lektüre der Welt.

Die Zürcher Lokalmatadoren Zigitros zeigten sich wunderbar spielfreudig.

..................

Frittenbude ravepunkten unser Zelt in Grund und Boden und unsere Hände in die Höhe.

RCKSTR #107 erscheint am 1. November!

.................. Themen im nächsten Heft: Wir waren am Reeperbahn Festival, also erwarten Sie unvorteilhafte Bilder vom Hamburger Kiez.

freestyle.RCKSTR – where the party at!

che é, nine.

Jake Bugg legt sein zweites Album vor – ist er die neuen Arctic Monkeys?

100

Unsere Bolgenschanze Shot-Seilbahn war im Dauereinsatz.

95 75

25 5 0

See you in 2014!

„Beyond: Two Souls“, „Batman: Arkham Origins“, „Battlefield 4“, „Assassin's Creed 4: Black Flag“, „The Legend Of Zelda: Wind Waker HD“ – so viele BlockbusterGames, so wenig Zeit! Hach.

.................. Die mal nicht schlaflos in Zürich-Ausgabe # 106 RCKSTR MAG.

RS106.indd 73

73

9/29/2013 11:45:11 PM

1

9

7

2

5

0


: r e y x e s h c o n t Jetz

ZUGABE

IMPRESSUM RCKSTR MAG. Grösste Musik- und Popkulturzeitschrift der Schweiz. Chefredaktor: Schimun Krausz (shy)

WERDEN SIE RCKSTR MEMBER.

69 FÜR NUR

FRANKEN / JAHR

inkl. ♦ Membercard ♦ Member-Shirt ♦ CeDe.ch-GUTSCHEIN ♦ 1 Jahr RCKSTR in den Briefkasten ♦ Zutritt zur RCKSTR-Backstage-Area und wöchentlich coolen Preise

Redaktion: David Gadze (dave) Katinka Templeton (kätt) Marco Rüegg (rgg) Patrik Wydler (pat) Rainer Etzweiler (rez) Freie Autoren: Alex Flach (alf) Andy Lanzone (lance) Angel R. Schmocker (arse) Cyril Schicker (cys) David Branca (drum) Elena Calì (eli) Ellinor Bacher (lori) Esther Meyer (töpf) Franz X.A. Zipperer (fxaz) Luisa Bider (bibi) Michael Rechsteiner (rec) Nora Haider (hai) Raffaela Kolb (raf) Reto Beeler (röhr) Sandra Simic (itsch) Sascha Wydler (saw) Konzertfotos: Ian Keates Melanie Schweizer Melanie Wydler Tatjana Rüegsegger Cover: Model: Megan Duffy Fotografin: Cherie Roberts Grafik & Layout: Joel Meier Korrektorat: André Reithebuch und sein Assistent Schimun Krausz Propaganda & Events: Gloria Keller Verkauf: Rainer Etzweiler Zoé Zimmermann Distribution: Pit „I, Spy“ Kägi Team Rotkreuz: Martin Schiess Henna Matter Team Wädenswil: Monika Bestel Walti Bestel Katrin Widmer

JETZT BESTELLEN! rockstar.ch 74 RCKSTR MAG. RS106.indd 74

#

106 Die mal nicht schlaflos in Zürich-Ausgabe

Promogirls: Nadia, Meret, Sandra, Stephi, Vic, Melanie, Meme, Jasmin, JayJay, Laura, Zora

Herausgeberin: Youngcom AG Zentralstrasse 37 CH-8003 Zürich Geschäftsführer: Joel Meier Druck: Die Wattenscheider Medienvertriebs GmbH D-44867 Bochum Vetrieb: Youngcom AG Passive Attack GmbH Modul GmbH Valora AG,Muttenz Jahresabo: CHF 69.- (Ausland EUR 60.-) abo@rockstar.ch Aboverwaltung: Gloria Keller Auflage: 50'000 Ex. Leser: 90'000 (MACH 2012-2) Redaktionsadresse: RockStar Magazine Zentralstrasse 37 CH-8003 Zürich Telefon: +41 43 333 09 05 Telefax: +41 43 333 09 06 Mail: redaktion@rockstar.ch Anzeigen: Telefon:+41 43 333 09 04 Telefax:+41 43 333 09 06 Mail: rockstar@rockstar.ch Web: www.rockstar.ch Anzeigenleitung: Joel Meier

young:com Designed on PC with

Teilnahmeberechtigt an Wettbewerben, Preisausschreibungen und Verlosungen sind alle Personen. Teilnahme an allen Verlosungen (auch SMS) per Postkarte an RCKSTR Mag., Wettbewerb «Betreff», Zentralstrasse 37, 8003 Zürich möglich. Persönliche oder Kontaktangaben sind nur für den internen Gebrauch bestimmt. R C KST R M a g . b e h ä l t s i c h vo r, d i e Te i l n e h m e r a u c h i n a n d e r e m Zusammenhang per Post, E-Mail oder SMS anzuschreiben. Sachpreise können nicht umgetauscht, zurückgegeben oder in bar ausbezahlt werden. SMS-Newsletter abbestellen per SMS mit dem Text «Stop Pass» an die Zielnummer 543. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Es wird keine Korrespondenz geführt. Jegliche Ve r we n d u ng d e s I n h a l t e s n u r m i t schriftlicher Genehmigung des Herausgebers. Für unaufgeforder t eingesandte Dokumente, Druckfehler und irr tümliche Versprechen/Angebote übernimmt der Verlag keine Haftung. Member-Angebote so lange Vorrat. RCKSTR Mag. ist eine eingetragene Marke der Youngcom AG (c) 2012

1

9

7

2

5

facebook.com/rockstarmag twitter.com/rockstarmag

www.rockstar.ch

9/29/2013 11:24:46 PM

0


lovemusic.

S

EHEMAL MUSIK

Z AG

WEI TIV SCH K U D O R P

60.-)

2-2)

05 06 r.ch

04 06 ch

m

erben, ungen allen arte an reff», öglich. nd nur immt. r, d i e erem er SMS nicht in bar letter «Stop . Der s wird gliche r mit g des rder t er und ebote ftung. CKSTR ke der

! O G O L NEUES

! P O H S E N I L N O NEUER S MP MAG! NEUE

100 95 75

25 5

MP SCHWEIZ AG • WILDEGGERSTRASSE 5 • 5702 NIEDERLENZ • WWW.MP-SCHWEIZ.CH • INFO@MP-SCHWEIZ.CH 0

RS106.indd 75

9/29/2013 11:24:49 PM


RS106.indd 76

9/29/2013 11:24:49 PM


RCKSTR Mag. #106 | Oktober 2013