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03/04.2014

MUSIKTHEATER SALOME LA SONNAMBULA SCHAUSPIEL FUNDAMENT JUNGES THEATER GELDGELDGELD KONZERTE 5. SINFONIEKONZERT FRÜHLINGSKONZERT 5. UND 6. KAMMERKONZERT

Das Magazin des Mainfranken Theaters Würzburg


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Foto: Falk von Traubenberg

Liebe Theaterfreunde, lange mussten die Ballettfreunde warten, ehe mit Lascia che accada / Josephs-Legende endlich wieder eine Neuproduktion am Mainfranken Theater zu erleben sein wird. „Ballettlos“ waren die vergangenen Monate aber beileibe nicht: Mit großem Erfolg wurden die Wiederaufnahmen Der Besuch der alten Dame sowie Cyrano de Bergerac gegeben. Und jetzt können Sie sich auf etwas ganz Besonderes freuen: zum einen auf das Debüt des Ulmer Ballettdirektors Roberto Scafati, von dem man schon in der letzten Ballettgala einen eindrucksvollen Beweis seines Könnens in Würzburg erleben durfte; zum anderen auf den Beitrag unseres Balletts zum Richard-Strauss-Jahr mit der JosephsLegende. Anna Vita choreografiert diesen alttestamentarischen Stoff nach einem Libretto von Hugo von Hofmannsthal und Harry Graf Kessler, der vor genau einhundert Jahren, 1914 in Paris uraufgeführt wurde. Das Alte Testament stand auch bei Richard Strauss’ Einakter Salome Pate. Oscar Wildes skandalträchtiges Drama bediente alle Erwartungshaltungen des Fin de siecle: schwüle Erotik, Exotismen und eben auch den Tanz, der dramaturgisch als Überhöhung der Sprache, die spannende Handlung wendet. Religiöser Fanatismus, clash of civilization und ein dekadenter Hedonismus bilden eine ebenso faszinierende wie explosive Mischung, die sich so im Nahen Osten auch heute noch allzuoft in Gewalt entlädt. Alexander von Pfeil kehrt nach seiner erfolgreichen Inszenierung von La Forza del Destino an das Mainfranken Theater zurück. Freuen Sie sich auf zwei spannende Neuproduktionen zum RichardStrauss-Jahr 2014 in Ihrem Mainfranken Theater, Ihr

Hermann Schneider

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Inhalt 06

Leute, Leute! Alles, was die (Theater-) Welt bewegt

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Schauspiel Premiere Fundament

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Musiktheater Premiere Salome

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Musiktheater Oper am Klavier III: Kaiserin Josephine

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Musiktheater Oper konzertant La sonnambula

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Konzerte 5. Sinfoniekonzert

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Junges Theater Premiere GeldGeldGeld

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Konzerte Familienkonzert Kinderkammerkonzert

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Konzerte Fr端hlingskonzert

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Konzerte 3. Jugendkonzert

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Konzerte 5. und 6. Kammerkonzert

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Rosenkavaliere

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Spielplan / Impressum

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zanni spezial Theatersanierung

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Tonspur meines Lebens | Illustration: fotolia.de

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Freitag Nacht mit Lothar Trolle Foto: Tom Thöne

Lieder in den Häusern der Stadt Foto: Falk von Traubenberg

Leute, Leute! Tonspur meines Lebens

Freitag Nacht

컄 07.03.2014 | 22.00 Uhr | Bar 컄 04.04.2014 | 22.30 Uhr | Bar

컄 21.03.2014 | 22.00 Uhr 컄 25.04.2014 | 22.00 Uhr Treffpunkt Bühneneingang

Im März laden gleich zwei Mitglieder aus dem Schauspielensemble dazu ein, sie bei ihrer musikalischen Reise in ihre Vergangenheit zu begleiten. Nachdem Maria Brendel und Georg Zeies noch im Februar gemeinsam in der Schauspielproduktion Der Bus auf der Bühne der Kammerspiele zu erleben waren, sitzen sie am 07. März zusammen mit dem Publikum in der für die Veranstaltungsreihe Tonspur meines Lebens umgestalteten Bar. Sie setzen sich mit dem Phänomen der Verbindung von Musik und Erinnerung auseinander und stellen jene Songs vor, die eine ganz besondere Bedeutung für sie haben. Nicht auszuschließen ist, dass an diesem Abend auch Livemusik zu hören sein wird. Am selben Ort finden sich im April auch die Konzertdramaturgin Beate Kröhnert und der Erste Konzertmeister Franz-Peter Fischer ein. Das Ergebnis ihrer Plünderung der heimatlichen Plattenschränke wollen sie dem Publikum am 04. April präsentieren. Wie genau die eigens für diesen Abend zusammengestellte Hitliste der zwei Musikliebhaber der klassischen Richtung aussieht, wird im Vorfeld natürlich wie immer nicht verraten. Aber eins ist sicher: Es wird sich dabei um Musikstücke handeln, zu denen sie geküsst, gelitten, gefeiert, geheult und gelacht haben, mit denen sie ein Ereignis in ihrem Leben verbinden, das für sie persönlich wichtig war und ist. Und das bedeutet: Hier sind bestimmt einige Überraschungen zu erwarten.

Wenn der Frühling immer näher rückt und die Temperaturen angenehmer werden, dann tauchen oft auch wieder die ersten Schmetterlinge auf – nicht unbedingt in der Natur, dafür aber umso häufiger im Bauch. Passend zur Jahreszeit setzt sich deshalb die Veranstaltungsreihe Freitag Nacht am 21. März mit dem Thema „Liebe“ auseinander. Und welcher Klassiker der Weltliteratur eignet sich dafür wohl besser als William Shakespeares Romeo und Julia? Freitag Nacht beweist, dass es nicht zwingend einer großen Bühne bedarf, damit sich das Drama in seiner Wirkungskraft voll entfalten kann. Die April-Ausgabe dagegen ist einem Vertreter der Gegenwartsliteratur gewidmet. Am 25. April stehen Texte von Lothar Trolle im Mittelpunkt. Der deutsche Dramatiker, Erzähler, Lyriker, Hörspielautor und Übersetzer, der im Januar seinen 70. Geburtstag feierte, ist bekannt dafür, dass seine Arbeiten um surreal gestaltete Alltagsdarstellungen kreisen. Sein literarisches Werk stellt eine Zusammenfassung von grotesken Endzeitbildern und dadaistischem Nonsens dar. Zwar wird es als vielgestaltig und überraschend, zugleich aber immer auch als eine produktive Zumutung wahrgenommen. Derzeit konzentriert sich Trolle auf das Auftragswerk K.O. nach zwölf Runden, das im Juli 2014 am Mainfranken Theater uraufgeführt wird.

Lieder in den Häusern der Stadt 컄 02.05.2014 | 19.30 Uhr | Würzburger Privatwohnungen Karten nur im Vorverkauf ab 02.04.2014 Die Veranstaltungsreihe Lieder in den Häusern der Stadt hat über die letzten Jahre eine große Fangemeinde aufgebaut. Denn diese Liederabende haben etwas Einzigartiges: Sie finden in verschiedenen Würzburger Privatwohnungen statt. Die Sängerinnen und Sänger des Würzburger Musiktheaterensembles präsentieren an acht verschiedenen Orten in der Stadt ein gemischtes musikalisches Programm und sorgen gemeinsam mit den Gastgebern für außergewöhnliche Abendstunden im kleinen, nahezu „privaten“ Kreise. Angelehnt an das diesjährige Spielzeitmotto VON GELD UND GÖTZEN haben Daniel Fiolka, Anja Gutgesell, Johan F. Kirsten, Sonja Koppelhuber, Karen Leiber, Paul McNamara, Barbara Schöller und Joshua Whitener Arien und Lieder verschiedener Komponisten ausgewählt, die sie an ihrem jeweiligen Abend zu Klavierbegleitung präsentieren. Karten für diese exklusiven Veranstaltungen sind nur im Vorverkauf an der Theaterkasse erhältlich (Beginn ab 2. April 2014). Beim Kartenkauf erhalten Sie dann auch weiterführende Informationen zu den verschiedenen Veranstaltungsorten.


VON GELD UND GÖTZEN – kontrovers Foto: iStockphoto

Begleitveranstaltung zu Salome Foto: Falk von Traubenberg

Jochen Raab

Sind Abonnenten eine aussterbende „Spezies“? Sicher nicht. Wir haben mit Jochen Raab (47) über sein Theaterabonnement gesprochen: zanni: Wann hatten Sie erstmals Berührung mit dem Mainfranken Theater?

Expertentreffen VON GELD UND GÖTZEN ist das Thema dieser Spielzeit. Das Mainfranken Theater setzt sich jedoch nicht nur auf künstlerischer Ebene damit auseinander, sondern will Impulse geben und zur Diskussion anregen. In der Diskussionsreihe VON GELD UND GÖTZEN – kontrovers widmen sich hochkarätige Fachleute aus Wissenschaft, Wirtschaft, Kirche und Kultur diesem Themenkomplex aus ganz unterschiedlicher Perspektive.

 Geld regiert die Welt – ein Glaubensbekenntnis 컄 17.03.2014 | 19.30 Uhr | Foyer-Café Wenn Geld die Welt regiert, dann ist sowohl das autonome als auch das demokratisch legitimiert handelnde Subjekt eine Chimäre. Die Machtfrage ist zur Geldfrage mutiert, und mehr Geld verheißt mehr Macht. Welche Konsequenzen ein solches Bekenntnis haben kann, das versucht der Theologe Dr. Jürgen Lohmayer (Diözese Würzburg) zu ergründen.

 Des Kaisers neue Kleider 컄 07.04.2014 | 19.30 Uhr | Foyer-Café „Wir müssen über die Geste und die symbolische Handlung hinaus unseren Willen gewaltlos kundtun, und dies – wenn nötig – auch gegen den Widerstand der demokratisch gewählten Vertreter.“ Als politischer Mensch bezieht der Schriftsteller Ingo Schulze öffentlich Position und benennt in seinem Buch Unsere schönen neuen Kleider die Ursachen von Demokratieverlust, sozialer Polarisierung und Ungerechtigkeit.

 Hört beim Geld die Liebe auf und verdirbt es den Charakter? 컄 14.04.2014 | 19.30 Uhr | Foyer-Café Wir leben in einer monetarisierten Gesellschaft. In der Art und Weise wie wir mit Geld umgehen, kommt unsere Persönlichkeit mit allen unbewältigten lebensgeschichtlichen Traumata und Konflikten zum Ausdruck. Geld greift tief in unseren Gefühlshaushalt ein. Wie es diese Macht gewinnt, stellt der Vortrag des Psychologen Prof. Rolf Haubl (Universität Frankfurt) zur Diskussion.

Begleitveranstaltung zu Salome „Und das Geheimnis der Liebe ist größer als das Geheimnis des Todes“ 컄 05.04.2014 | 10.00 Uhr | Juliusspital Würzburg, Akademie für Palliativmedizin In Zusammenarbeit mit der Katholischen Akademie Domschule Würzburg wird es am Vormittag der Salome-Premiere eine Begleitveranstaltung geben, die sich mit den religiösen Aspekten von Richard Strauss’ Oper auseinandersetzt. Referenten sind Regisseur Alexander von Pfeil und der katholische Theologe Dr. Olav Rölver von der Universität Köln. Anmeldung über die Katholische Akademie Domschule Würzburg (0931 / 386-64500) www.domschule-wuerzburg.de Kosten:10,– Euro (ermäßigt 8,– Euro)

J. R.: Das ist schon einige Jahre her. 2005 müsste das gewesen sein. Meine Nachbarin hat mich damals überzeugt, ins Theater mitzugehen, das ich zuletzt als Jugendlicher besucht hatte. zanni: Seit wann sind Sie schon dem Theater als Abonnent verbunden? J. R.: Ich hatte mich zunächst für eine TheaterCard entschieden, mit der ich frei auswählen konnte, welche Stücke ich wann und wie oft sehen will. 2011 habe ich mich dann doch zu einem Abonnement entschlossen. zanni: Was hat Sie dazu bewogen? J. R.: Bei einem meiner regelmäßigen Theaterbesuche kam ich ins Gespräch mit einer Abonnentin, neben der ich durch Zufall zwei Mal gesessen habe. Von ihr erfuhr ich, dass der Abonnent, auf dessen Platz ich gerade saß, sein Abo zum Ende der Spielzeit aufgeben würde. Da kam mir die Idee, das Abonnement zu übernehmen. zanni: Was bedeutet das Theater für Sie? J. R.: Das Theater ist für mich eine große Inspirationsquelle, weil ich hier mit spannenden Themen in Berührung komme, die meinen Horizont erweitern und mein Leben bereichern. Für die Schauspielproduktion Buddenbrooks habe ich mir zum Beispiel die Romanvorlage von Thomas Mann besorgt und gelesen. Daher fand ich es besonders interessant, was dann auf der Bühne stattgefunden hat. zanni: Was spricht außerdem für ein Abonnement? J. R.: Dass ich viele andere Theaterbegeisterte kennenlerne – Leute, zu denen ich im „normalen“ Leben sicher nie Kontakt gefunden hätte. So ist der Theaterbesuch inzwischen für mich ein regelmäßiges gesellschaftliches Ereignis geworden: Man trifft sich – in meinem Fall – immer samstags zu den Premieren oder im Sinfoniekonzert. zanni: Würden Sie ihren Freunden ein Abonnement ans Herz legen? J. R.: Auf jeden Fall. Man muss sich ja auch mal etwas gönnen!


Foto: Falk von Traubenberg

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Schauspiel: Fundament

Premiere: 13. März 2014 Kammerspiele

Team: Steil, Limberg, Marzinowski

Text: Roland Marzinowski

Die Anatomie eines Anschlags Die Kammerproduktion Fundament geht den Spuren eines Terrorangriffs nach

Spätestens seit den Anschlägen des 11. September ist klar, dass Terrorismus nicht nur ein Problem der Krisenregionen dieser Welt ist. Bombenanschläge sind mittlerweile auch in den Städten Nordamerikas, Europas und Russlands zu einem Phänomen geworden, das in trauriger Regelmäßigkeit eruptiv die an Frieden gewöhnte Bevölkerung erschüttert. Ein Terrorakt unterbricht jäh das komplexe Nebeneinander der vielen funktionalen Abläufe in einer modernen Gesellschaft. Die gewohnte Sicherheit bekommt einen tiefen Riss. Denn das gewaltsame Ereignis reißt nicht nur die Opfer aus ihrem bisherigen Leben, es drängt in alle öffentliche Bereiche vor und dominiert für geraume Zeit die Nachrichtenagenda. Fernsehanstalten berichten rund um die Uhr und bemühen sich vergeblich, das Unbegreifliche verständlich zu machen. Dabei steht oft nicht der Zugewinn an Informationen im Vordergrund. Die immerwährende Wiederholung der wenigen sicheren Erkenntnisse sowie die Fokussierung auf kleinste Details demonstrieren die Hilflosigkeit der Medien angesichts des Ungeheuerlichen. Einen traurigen Höhepunkt erreicht die mediale Aufarbeitung, wenn in Ermangelung neuer Informationen die Gefühlswelten und Empfindungen der Betroffenen öffentlich seziert werden. Die pausenlose, wenn auch temporäre Fixierung auf das unglückliche Ereignis offenbart eine manische Gebanntheit, die alles andere in den Hintergrund treten lässt. Auch wenn unsere Nachrichtensendungen von der Darstellbarkeit aller Weltereignisse ausgehen, wirft ein Terroranschlag Fragen auf, die sich einer schnellen Antwort entziehen. Zum gewohnten medialen Ritual gehört es, die Motive der Täter zu ergründen. Dahinter verbirgt sich der vergebliche Versuch, eine irrationale Tat nachvollziehbar für die Öffentlichkeit aufzuarbeiten. Neben der letztlich unbeantwortbaren Frage nach dem „Sinn“ der Gewalt drängt sich ein weiteres Unbehagen auf: Was wäre, wenn ich zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort gewesen wäre? Dass unser Leben nur von einem Zufall abhängig sein kann, wird in unserer durchgeplanten

Welt schlichtweg als ein Skandal empfunden. Die tägliche Anstrengung, unseren Alltag und unser Leben bis ins Kleinste nach unseren Bedürfnissen zu kontrollieren, droht von einer Sekunde zur anderen zunichte gemacht zu werden. Die Einsicht, dass das eigene Leben so, aber auch ganz anders verlaufen kann, stellt den Menschen von heute als Souverän seines Daseins in Frage. Schon Aristoteles prägte den Begriff der Kontingenz, womit er ein Geschehen oder ein Handeln meinte, das je nachdem, wie es sich gerade trifft, geschieht oder nicht geschieht. Gerade in unserer modernen rationalen Welt verdrängen die Medien, die Politik und jeder Einzelne die Kontingenz – und trotzdem gehört sie unleugbar zur menschlichen Existenz. Der politische Diskurs, der die Welt hauptsächlich mit ihren Gesetzmäßigkeiten, Notwendigkeiten und Regelmäßigkeiten darstellt, erweist sich im Hinblick auf Kontingenz als auf beiden Augen blind. Denn unsere gegen den Zufall ausgerichtete Rationalität soll unsere Erwartungen an Sicherheit, Wohlstand und Risikolosigkeit erfüllen. Jedenfalls ist das der gesellschaftliche Konsens. Und trotzdem wirft die Kontingenz einen Schatten auf diese Wunschvorstellung. Dieses fundamentale, ontologische Anders-seinKönnen der Kontingenz bricht als das Verdrängte unvorhergesehen immer wieder in die Mitte unseres Lebens. Jan Neumanns Stück Fundament erzählt von einem Bombenanschlag auf einen Bahnhof in einer deutschen Stadt. Fünf Menschen, die sich mehr oder minder zufällig dort befinden, werden durch die Explosion aus ihrem Leben gerissen. Der Autor beleuchtet schlaglichtartig die gewöhnlichen, aber auch komischen Alltagssituationen dieser Menschen, deren Leben ab diesem Moment in ein Vorher und Nachher geteilt ist. Jan Neumann forscht nicht nach den Ursachen von Terrorismus, er bleibt ganz nah bei den Betroffenen. Durch seine genaue Beobachtung von fünf Menschen aus unserer gesellschaftlichen Mitte gelingt ihm ein berührendes Epos über die Verletzlichkeit und Zerbrechlichkeit des Lebens.

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Musiktheater: Salome

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Premiere: 5. April 2014 Großes Haus

Team: Calesso, von Pfeil, Vinciguerra, Gault, Blitt

Text: Christoph Blitt

„Wie hast du‘s mit der Religion?“ Biblisches auf der Bühne

Richard Wagner hatte offenkundig ein großes Faible für Religiöses in seinen Opern, wenn er hier immer wieder christliches Gedankengut thematisierte. So verwundert es nicht, dass er eine Zeit lang überlegte, auch Jesus von Nazareth selbst zum Titelhelden einer Oper zu machen. Unter dem Einfluss der Revolution von 1848/1849 verfasste er einen entsprechenden Textentwurf, der Christus als Sozialrevolutionär charakterisierte. Doch Michail Bakunin, der einer der führenden Vordenker der damaligen Barrikadenkämpfer war, hatte nur Spott für Wagners Opernprojekt übrig. So schrieb Wagner in seiner Autobiografie Mein Leben: „Bakunin bat mich, Jesus jedenfalls als schwach erscheinen zu lassen. In Betreff der Musik riet er mir in allen Variationen die Komposition nur eines Textes an: Der Tenor solle singen ‚Köpfet ihn!‘, der Sopran: ‚Hängt ihn!‘ und der Basso continuo: ‚Feuer, Feuer!‘“ Zum einen spricht aus diesen Zeilen der Widerwillen Bakunins gegen alles Religiöse. Zum anderen verweist aber die Ironie der Formulierungen auf die Schwierigkeiten, die auf einen warten, wenn man sich anschickt, Religiöses auf der Opernbühne verhandeln zu wollen. Dies mag daran liegen, dass die Komplexität theologischer Fragestellungen in einem Widerspruch zu der Notwendigkeit steht, namentlich in einem Opernlibretto die Dinge sprachlich eher knapp zu fassen. Einen anderen Grund, warum ein Musikdrama über Jesus von Nazareth zum Scheitern verurteilt wäre, erkannte Wagner selbst, wenn er davon sprach, dass die Vorstellung, Christus von einem Tenor singen zu lassen, etwas Geschmackloses habe. Fasst man beide Positionen zusammen, kann man sagen, dass die Beschäftigung mit religiösen Inhalten eine Vereinfachung auf der Opernbühne erfordert, die dem Gegenstand nicht angemessen ist und ihn gar ins Lächerliche ziehen könnte. Nun mag mancher Opernfreund einwenden, dass namentlich die Bibel etlichen Komponisten Anregungen für Musiktheaterwerke lieferte. Man denke etwa an Gioachino Rossinis Moses-Oper(n), an Giuseppe Verdis Nabucco oder an Camille Saint-Saëns Samson et Dalila. Doch diese religiös determinierten Opernhandlungen greifen

auf das Alte Testament zurück, das reich an dramatischen Geschichten ist, die auch ohne dezidiert theologische Ausrichtung erzählt werden können. An das Neue Testament, bei dem die Verbreitung der christlichen Weltanschauung im Vordergrund steht, wagten sich indessen kaum Operkomponisten heran. Eine der bedeutendsten Ausnahmen stellt hier zweifelsohne Richard Strauss‘ Salome dar. Allerdings verzichtet der Komponist auch in diesem Falle darauf, eine Episode aus dem Leben Jesu musiktheatral zu bearbeiten. Stattdessen erzählt er hier vom grausamen Ende Johannes des Täufers. Strauss‘ direkte Inspiration war auch nicht die Bibel selbst, sondern Oscar Wildes skandalumwitterter Einakter Salomé. Dass dieses Schauspiel für solch großes Aufsehen gesorgt hat, liegt dabei zum einen in der Person Wildes begründet, dem es immer ein Spaß war, seine bigotte Umwelt zu schockieren. Ursächlich für die Provokation, die seine Salomé damals darstellte, war natürlich in erster Linie, dass sich Wilde nicht scheute, die neutestamentliche Erzählung mit sexuellem Begehren und erotischen Gelüsten vibrierend aufzuladen und jegliches religiöses Gedankengut – sei es christlicher, jüdischer oder antiker Prägung – mit spöttischer Ironie zu bedenken. Mag sein, dass Strauss genau derartige subversive Momente reizten, war er doch nicht nur ein exzeptioneller Komponist und Klangmagier, sondern auch jemand, der die Kunst der Selbstvermarktung bis zur Perfektion beherrschte. Demnach wusste er natürlich, dass ein Skandal immer für mehr Aufmerksamkeit sorgt wie biedere Bescheidenheit. Der Erfolg und die teilweise schockierten Reaktionen auf seine Oper bestätigten ihn derart in seiner Haltung, dass er neun Jahre später – diesmal in Paris auf der Ballettbühne – mit seiner Josephs-Legende die Wiederauflage einer biblischen Sex-and-Crime-Geschichte startete. Doch nach seiner Salome und nach dem Skandal, den Igor Strawinskys Le Sacre du printemps 1913 am selben Ort im Jahr zuvor verursacht hatte, ließ sich das Publikum nur noch bedingt schockieren. Stattdessen erfreute man sich hier eher an einer Partitur, die selbst im Strausschen Gesamtwerk im Hinblick auf ihre klangliche Opulenz ihresgleichen sucht.


Foto: Szene aus Don Giovanni mit Barbara Schรถller

Foto: Gabriela Knoch

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JOCHEN HEIN DIE NATUR DES MENSCHEN KUNSTHALLE

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Musiktheater: Oper am Klavier III – Kaiserin Josephine

21.03. und 27.04.2014 Kammerspiele

Team: Sodemann, Blitt

Text: Christoph Blitt

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Wie in der Operette Die Krönung von Napoleon und Josephine Es ist der 2. Dezember des Jahres 1804. Schon in den frühesten Morgenstunden dieses kalten Wintertages ist fast ganz Paris auf den Beinen, soll doch heute in der Kathedrale Notre Dame Napoleon zum Kaiser Frankreichs gekrönt werden. Bereits um sechs Uhr in der Frühe werden die Seitentüren des prachtvoll geschmückten Gotteshauses geöffnet. Der Besucheransturm ist enorm. Wohl dem, der sich genügend Essen und Trinken in die Kirche mitgebracht hat, wird doch die Zeremonie bis kurz vor 17.00 Uhr andauern. Die eigentlichen Feierlichkeiten beginnen gegen 10.30 Uhr mit dem prachtvollen Einzug von Papst Pius VII. Trotz Baldachins, Ehrengarde und unzähligen Bischöfen und Kardinälen, die seinen Auftritt begleiten, ist Pius an diesem Tag das, was man gemeinhin als Edelstatist bezeichnet, denn Napoleon wird sich selbst die Krone auf das Haupt drücken. Der künftige Kaiser und seine Gemahlin Josephine stecken unterdessen noch im Stau, denn bei dem Trubel ist auf den Straßen von Paris kaum ein Durchkommen möglich. Erst um 12.45 Uhr ziehen Napoleon und Josephine in prachtvollstem Ornat in die Kathedrale ein. Sämtliche Würdenträger des Reiches und der Armee, die zahlreichen Verwandten Napoleons – bis auf seine Mutter, die nicht gut auf Josephine zu sprechen war – und das diplomatische Corps sind versammelt, als sich Napoleon selbst zum Kaiser krönt. Anschließend setzt er auch Josephine die Krone auf. Politisch hat dieses Ereignis kaum Konsequenzen gehabt, regierte Napoleon doch schon seit fünf Jahren als Alleinherrscher. Die Begrün-

dung des französischen Kaisertums war lediglich ein repräsentativer Akt zur Hebung des Selbstbewusstseins des körperlich eher kleinen Korsen. Es passte ihm nicht, dass ihn die anderen Herrscher und Regierungen immer noch trotz aller politischen und militärischen Erfolge als das ansahen, was er ja auch tatsächlich war, nämlich ein Bürgerlicher, dem es im Zuge der Wirren der Revolution gelungen war, die Herrschaft an sich zu reißen. Damit die Erinnerung an diesen Festtag immer wieder abrufbar war, wurde Napoleons Hofmaler Jacques-Louis David damit beauftragt, die Krönung in einem Bild festzuhalten. Dieser ließ sich dabei nicht lumpen und schuf ein Gemälde, dessen Ausmaß mit einer Höhe von 6,10 m und einer Breite von 9,30 m als wahrhaft gigantisch bezeichnet werden kann. Auffallend ist, dass David nicht den Moment im Bild festhält, als sich Napoleon selbst zum Kaiser krönt, sondern jenen Augenblick, in dem dieser Josephine die Krone aufsetzt. David gibt hier also die erste Amtshandlung des frisch gebackenen Kaisers wieder, wodurch Napoleons Tatkraft und seine Souveränität hervorgehoben werden. Das Gemälde, dessen Monumentalität die Bedeutung des Dargestellten unterstreichen soll, zählt bis heute zu den bekanntesten Bildern dieses Malers. Dementsprechend zahlreich sind Stiche und Reproduktionen, die das Original in viele Haushalte verbreiteten; dementsprechend oft wurde es als so genanntes Tableau vivant mit lebenden Personen nachgestellt; und dementsprechend hielt die von David dargestellte Szenerie sogar Einzug in die Operette, wenn sich am Schluss von Emmerich Kálmáns Kaiserin Josephine das szenische Arrangement an Davids Gemälde orientieren soll.


Oper konzertant: La sonnambula

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19. und 21. April 2014 Großes Haus

Dirigent: Enrico Calesso Philharmonisches Orchester Würzburg

Das Interview führte Christoph Blitt

Ein Verein für alle Bruno Forster im Interview über die Arbeit des Theater- und Orchesterfördervereins Nach dem großen Erfolg, den die beiden konzertanten Aufführungen von Giuseppe Verdis La traviata mit internationalen Gastsolisten in der vergangenen Spielzeit verzeichnen konnten, wird dieses Format auch in dieser Saison fortgesetzt. Diesmal steht Vincenzo Bellinis Oper La sonnambula auf dem Programm. Das Mainfranken Theater ist stolz, hier neben Mitgliedern des MusiktheaBruno Forster / Foto: Gabriela Knoch terensembles wieder Gäste von hervorragendem Renommee präsentieren zu können. So freut sich die aufstrebende italienische Sopranistin Anna Viola, sich in der Rolle der Lisa dem deutschen Publikum vorstellen zu können. Als Conte Rodolfo kehrt der Bassist Vazgen Ghazaryan an das Mainfranken Theater zurück, nachdem er hier bereits als Banquo in Verdis Macbeth große Erfolge feiern konnte. Und in der Titelpartie der schlafwandelnden Amina wird das Publikum die gefeierte Sopranistin Eva Mei erleben können, die an den großen Opernbühnen der Welt wie dem Opernhaus Zürich, der Wiener Staatsoper oder bei den Festspielen von Florenz, Pesaro und Salzburg zu Hause ist und regelmäßig mit Dirigenten wie Nikolaus Harnoncourt, Franz Welser-Möst oder Gianluigi Gelmetti zusammenarbeitet. Solch eine illustre Besetzung wäre nicht möglich, wenn nicht der Theater- und Orchesterförderverein die beiden konzertanten Aufführungen mit einer großzügigen Spende unterstützen würde. Aus diesem Anlass sprach Musikdramaturg Christoph Blitt mit dem Vorsitzenden Bruno Forster. zanni: Herr Forster, wie kam es zu der Entscheidung, speziell die konzertanten Aufführungen von La sonnambula zu unterstützen? Bruno Forster: Eigentlich geschah dies ganz spontan. Als das Theater bei uns um eine Unterstützung für dieses Projekt nachfragte, mussten wir nicht lange überlegen, denn ein derartiges Engagement passt sehr gut in das Konzept des Theater- und Orchesterfördervereins. zanni: Können Sie dieses Konzept kurz umreißen?

Bruno Forster: Es ist mir sehr wichtig, darauf hinzuweisen, dass der Förderverein eigentlich zwei Bereiche unterstützt: nämlich das Mainfranken Theater und das Philharmonische Orchester. Wir fördern das Philharmonische Orchester nicht nur in seiner Funktion als Orchester für Oper oder Ballett, sondern gerade auch als Philharmonisches Orchester. Und so kommt es dem Verein sehr entgegen, wenn man ihn bittet, ein herausragendes Konzert zu unterstützen. Gleichzeitig fördern wir aber natürlich auch alle Sparten des Theaters. Somit bedenkt man bei einer konzertanten Opernaufführung sowohl das Musiktheater wie eben auch das Orchester. Auch möchten wir generell solche Projekte fördern, die sich das Theater normalerweise vielleicht nicht leisten kann. zanni: Haben die positiven Erfahrungen mit La traviata in der vergangenen Spielzeit auch eine Rolle bei Ihrer Entscheidung gespielt? Bruno Forster: Auf jeden Fall! Denn La traviata war ja ein großartiger Erfolg. Auch die Rückmeldungen der Besucherinnen und Besucher waren durchweg positiv. Engagiert man sich in diesem Bereich, können wir sehr gut unser selbst gestecktes Ziel erreichen, nämlich besondere Highlights zu unterstützen. zanni: Welche Vorteile habe ich, wenn ich Mitglied im Förderverein oder bei den Rosenkavalieren werde? Bruno Forster: Ich möchte die Antwort auf Ihre Frage nicht auf irgendeinen materiellen Vorteil oder gewisse Privilegien reduzieren, obwohl es diese natürlich für die Vereinsmitglieder gibt. Viel bedeutender ist aber der ideelle Aspekt der Mitgliedschaft. Als Mitglied kann ich mir bewusst sein, dass es ohne diesen Verein unser Theater als Dreispartenbetrieb nicht mehr geben würde. Denn 2001/2002 stand das Haus vor der Schließung von zumindest einer Sparte. Dies konnte nicht zuletzt durch das Engagement des Vereins abgewendet werden. Darauf können die Mitglieder auch heute noch stolz sein. Natürlich ist es wichtig, dass wir Mitgliedsbeiträge und Spenden bekommen, um das Theater materiell fördern zu können. Aber mindestens genauso wichtig ist die ideelle Unterstützung. Es ist ein Unterschied, ob der Verein hundert oder tausend Mitglieder hat. Da kann man ganz anders etwa gegenüber dem Stadtrat argumentieren. zanni: Das könnte in Hinblick auf die anstehende Theatersanierung ja durchaus von Vorteil sein. Deshalb ist dem Theater- und Orchesterförderverein also nur ein großer Zuwachs an Mitgliedern zu wünschen. In diesem Sinne: Vielen Dank für dieses Interview und vor allem für die Unterstützung des Mainfranken Theaters.


5. Sinfoniekonzert „Aus Russland“

6. und 7. März 2014 Hochschule für Musik Würzburg

Violine: Tatjana Vassiljeva Dirigent: Mihkel Kütson Philharmonisches Orchester Würzburg

Werke von Sergei Rachmaninow, Dmitri Schostakowitsch, Sergei Prokofjew und Nikolai Rimski Korsakow

Der musikalische Fingerabdruck Das 5. Sinfoniekonzert „Aus Russland“ Einige der großen Tonschöpfer kennzeichneten ihre Werke mit einer Art musikalischem Fingerabdruck – einer so individuellen, charakteristischen Klangsprache, dass man Werke auch ohne genaue Kenntnis zuzuordnen vermag. Wie könnte man sonst erklären, dass niemand, der wenigstens gelegentlich in den Gefilden der klassischen Musik wandelt, die Musik Georg Friedrich Händels mit der Richard Wagners verwechselt oder eine Sinfonie Anton Bruckners für eine Haydn-Sinfonie halten würde? Natürlich gibt es Faktoren wie Besetzung oder Tonsatz, die als stilistische Ausschlusskriterien fungieren können, aber oft sind die Momente, die eine kompositorische Handschrift auszeichnen, in Nuancen der Faktur zu finden. Dass ein Komponist ein künstlerisches Vorbild in seine eigene Schöpfung integrierte, liest man häufig. Es begegnen einem Werke wie Johannes Brahms’ Variationen über ein Thema von Joseph Haydn oder wie Sergei Rachmaninows Rhapsodie über ein Thema von Paganini. Dezenter funktioniert eine Hommage, wenn kleine Hinweise in der Musik versteckt sind, die die Kenntnis der Partitur erfordern und damit den Kenner vom Laien unterscheidet. Seit dem 18. Jahrhundert findet sich die Tonfolge B-A-C-H in Werken des Thomaskantors als eine Art innermusikalische Unterschrift oder als kollegiale Ehrerbietung und Reminiszenz in Werken anderer Tonschöpfer. Auch Dmitri Schostakowitsch hinterließ in verschiedenen Werken einen solch musikalischen Fingerabdruck. D. Sch. – die Initialen seines Namens – sind in Form ihres musikalischen Pendants D-Es-C-H in Schostakowitschs zehnter Sinfonie, dem achten Streichquartett und dem Konzert für Violoncello und Orchester in Es-Dur gegenwärtig. Sehr prominent leitet das Initialen-Motiv den ersten Satz des Konzerts im Vortrag des Solocellos ein, ein Ort innerhalb der Werkkonzeption, der die Bedeutung dieser vier Töne potenziert. Die Gestalt und Verarbeitung dieses Motivs im Kopfsatz seines Opus 107 gereicht der Eröffnung des Konzerts zu einer außerordentlichen Intensität und Leidenschaft. Ruhelos pochend wie der Herzschlag eines Menschen durchzieht das Motiv diesen Satz. Warum aber drängt es Schostakowitsch, dieses Werk so exponiert mit seiner Signatur zu personalisieren und mit einer innermusikalischen Unterschrift zu versehen? Um jene Frage aufzulösen, bedarf es eines Blickes auf die Umstände der Werkentstehung. An einem Morgen im März des Jahres 1959 las Schostakowitsch in der Zeitung einen Artikel über den Erlass „Zur Aufhebung des Großen Histori-

schen Dekrets“, der für ihn nicht nur Genugtuung für die Schmähungen der zurückliegenden Jahre war, sondern ihn faktisch aus einer beinahe finanziell ausweglosen Situation befreite. Die Art, wie Künstler, insbesondere Künstler mit einem ausgeprägten Eigenprofil, in den sozialistischen Ländern Osteuropas gemaßregelt und instrumentalisiert wurden, erscheint skurril. Zeitungskritiken, die einer verbalen Hinrichtung glichen, sowie willkürliche Verurteilungen einhergehend mit finanziellem Bankrott ließen Kreativität nur in ständiger Vergegenwärtigung der ästhetischen Ansichten der Regierung zu. Das Jahr 1959 brachte die Kehrtwende. Zahlreiche Auszeichnungen im In- und Ausland dürften zudem ein Motor aus der schwelenden Schaffenskrise gewesen sein. „In diesem Sommer schreibe ich mein größtes Werk!“, erklärte Schostakowitsch. Ob es nun das größte Werk ist, sei im Kontext der Zahl an abendfüllenden Sinfonien etc. dahingestellt. Mit Gewissheit aber ist es eine seiner persönlichsten Kompositionen. In diesem Sinne kann denn auch die Interpretation der Gestaltung des Motivs ansetzen. Die Umstellung der Tonfolge zu C-H-D-Es im zweiten Teil des Satzes erschließt eine interessante Perspektive auf die Person, die sich hinter den Buchstaben oder der Tonsigle verbirgt. Ist die Variante des Motivs als autobiografische Randnotiz des Komponisten zu verstehen? Mehr als diese Detailansichten der Musik und ihrer Entsprechung drängt sich der Charakter dieses Werkes in den Fokus. Der pochend pulsierende Kopfsatz gibt den Blick frei auf den Herzschlag seines Schöpfers, auf die Seele eines heimlich brodelnden Vulkans.

Als Schülerin des Widmungsträgers und Solisten der Uraufführung Mstilav Rostropoitsch ist die Ausnahmecellistin Tatjana Vassiljeva, die beim Frühlingskonzert 2013 das Würzburger Publikum begeisterte, prädestiniert, diesem emotional bewegenden Werk ihre persönliche Note zu verleihen.

Foto: Felix Broede

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Junges Theater: GeldGeldGeld

Uraufführung: 30. März 2014 Kammerspiele

Team: Jung, Ulmer, Silva-Klug, Neitzke

Text: Nele Neitzke

GeldGeldGeld 16

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtete im Dezember 2013 von einem Verkaufsangebot der besonderen Art: Feilgeboten wurde ein Tresor mit acht Millionen Goldstücken im Wert von 325.000 Euro. Genug, um wie Dagobert Duck ganz real im Geld zu schwimmen. Und das Allerbeste: Tresor samt Inhalt waren mobil. So ließen sich internationale Geldströme ganz anders und sehr bildlich verstehen: Wo normalerweise Aktienpakete verschoben und Anleihen auf dem Börsenparkett gehandelt wurden, sollten hier ganz einfach 8.000.000 kleine, glänzende Goldmünzen aus der Schweiz an jedes beliebige Ziel der Welt geliefert werden. Es musste sich nur ein gutbetuchter Käufer finden, der die Ware nach Russland, Spanien, Deutschland oder auf die Faröer Inseln orderte. Auch unser „Geld“ im Stück GeldGeldGeld ist mobil – das Geschwisterpaar muss es sich nur wünschen und wie im Märchen steht es im Kinderzimmer. Und wie im Märchen kann es auch sprechen. Und wie der Aktienverkäufer den Anlegern verspricht es, dass es mehr wird, wenn die Kinder es gut behandeln. Und dann könnten sie sich Eis, viel Eis, eine Eisfabrik kaufen. Oder eben darin schwimmen. Doch das Geld entpuppt sich als gieriger, maßloser Vielfraß, den die Kinder nicht mehr kontrollieren können. Es will Spielzeug, die Füße geküsst bekommen und singen und hierhin und dorthin und überhaupt. Die Kinder merken, dass sie gar nicht so viel Geld wollen und brauchen und … und was? Wie soll man das Geld wieder loswerden? So viel Eis kann man gar nicht essen, dass es weg wäre … Vielleicht kommt es einfach in einen Tresor und wird verkauft. Nach Russland, Spanien oder auf die Faröer Inseln … GeldGeldGeld ist ein komisches und kluges Stück rund um ein „Geld“ und was man damit machen kann. Für Kinder ab 4 Jahren.

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Familienkonzert: Das Orchester im Zoo

29. März 2014 | Großes Haus

Kinderkammerkonzert: Die Fugenhexe

16. März und 13. April 2014 Oberes Foyer

Familienkonzerte Familienkonzert: Der Elefantenpups Ein Lied auf den Lippen, hier und da eine kleine Tanzeinlage, eine kleine Schelmerei: Die Tiere im Zoo waren es gewohnt, dass ihr Direktor Fröhlich bei seinem morgendlichen Gang durch die Gehege aktiv zur Erheiterung und Motivation aller Tiere für den bevorstehenden Arbeitstag beitrug. Dann ist der Löwe, der gelegentlich an einer ganz leichten Form von Narkolepsie, im Volksmund Schlaf- oder Schlummersucht genannt, leidet, wach und wacht majestätisch auf dem Felsvorsprung über seine Damen. Dann plappert der geschwätzige Papagei in einer Tour alle Neuigkeiten aus: Wer mit wem und warum – wer sich lange genug bei der Quasselstrippe aufhält, hat Stoff für ein ganzes Buch. Mit der Fröhlich-Routine fühlt sich selbst die träge Schildkröte zu größter Aktivität angeregt. Doch eines Tages ist plötzlich alles anders: Der Löwe liegt depressiv hinter dem Felsvorsprung. Keine Silbe verlässt den Schnabel des redseligen Papageis. Die Schildkröte hat sich in ihren Hornpanzer verkrochen und schmollt. Der Zoodirektor ist krank. Eine Katastrophe! Doch Pfleger Timo hat einen Plan.

schrecklich unerfahren. Trotz eines Diploms in Krötenlehre und Unheilstifterei will es mit der Zauberei noch nicht so recht funktionieren. Dafür aber kann sie aus der Musikwelt so manche Geschichte erzählen: etwa, wie es vor einigen hundert Jahren während ihrer WG-Zeit mit Johann Sebastian Bach war. Eine Offenbarung war seine Musik für Theodora, die seit dieser Zeit nicht nur naturgemäß in kleinen Holzspalten im Parkett – auch Fuge genannt – lebt, sondern die Bachsche Kunst der Fuge von früh am Morgen bis spät in die Nacht hinein hört. Was sie sonst alles erlebt hat, das soll sie lieber selbst erzählen. Die Schauspielerin Claudia Kraus wird für die Kinderkammerkonzerte am 16. März und 13. April 2014 in die Rolle der Fugenhexe schlüpfen. Für die Portion Musik sorgen Cellist Matthias Steinkrauß und Pianist Tomáš Ibrmajer.

Zu einem musikalischen Zoobesuch lädt das Philharmonische Orchester Würzburg beim zweiten Familienkonzert ein. Mit dem Klassiker Der Karneval der Tiere von Camille Saint-Saëns und dem Elefantenpups von Christian Klaessen darf am 29. März 2014 um 17.00 Uhr im Großen Haus mitgelacht und mitgefiebert werden.

Kinderkammerkonzert: Die Fugenhexe Für zwei letzte Vorstellungen kehrt die Fugenhexe Theodora an das Mainfranken Theater Würzburg zurück. Dann packt sie ihr Hab und Gut, um weiterzureisen – vielleicht nach London, vielleicht nach New York. Mit ihren 426 Jahren ist sie in Hexendingen noch

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Frühlingskonzert mit dem Philharmonischen Orchester Würzburg

22. März 2014 | Großes Haus

Sopran: Karen Leiber Klavier: Andrea Lucchesini Dirigent: Enrico Calesso

Foto: photocase

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Frühlingskonzert Der Verführer im Konzertsaal – wie Don Juan unzählige Künstler inspirierte Er ist der Verführer par excellence. Eine Figur, die bereits unzählige Künstler inspirierte. Nicht nur Mozart verlieh diesem „Frauenhelden“ ein musiktheatrales Gewand. Christoph Willibald Gluck schenkte der Nachwelt ein Ballett mit dem Titel Don Juan; Richard Strauss schuf eine sinfonische Dichtung; Walter Braunfels komponierte eine orchestrale Fantasie und Frédéric Chopin fühlte sich zu einem virtuosen Variationswerk für Klavier und Orchester inspiriert. Doch was genau reizt an einem Typus Mensch, der in der Realität durch seine Unbeständigkeit, sein Draufgängertum, seine Leichtlebigkeit nicht weniger gesellschaftsfähig sein könnte? Ein Verhalten, gar eine pathologische Grundhaltung im Menschen, die die Medizin zu einem Krankheitsbild erhob. Laut statistischer Erhebungen „leiden“ bis zu 6 Prozent der erwachsenen Weltbevölkerung an dieser Störung. Das dürfte eine interessante Entschuldigung sein, wenn reumütige Fremdgänger dem betrogenen Partner diesen Fauxpas durch ihr pathologisches Leiden begründen. Man lache nicht, schließlich können 6 Prozent Wahrscheinlichkeit ziemlich viel sein und schneller als gewünscht real werden.

Der Ansatz für die Kunst sind Eigenschaften wie Freiheit, Wandel sowie das Hinwegsetzen über Regeln und Erwartungen. Don Juan ist ein freier, unabhängiger Typ, der sich nicht an Konventionen hält. Seine große Herausforderung ist die Vermeidung von Stillstand. Diese Perspektive, der Blickpunkt auf die abstrakten, hintergründigen Facetten dieser unsympathischen Figur begründen die Faszination für diesen Topos: Hier geht es nicht nur um Verführung. Hier stehen Veränderung und Unabhängigkeit als Kernaussage im Zentrum. Über diesem Prinzip bietet die Figur zudem genug Zündstoff für eine theatrale Ausgestaltung. Musikalischer Ausgangspunkt für Braunfels und Chopin war ein Rückgriff auf Mozarts Oper Don Giovanni. Chopin schuf mit seinem zweiten Opus, dass Robert Schumann in seiner literarischen Rezensionen so flammend umschrieb, einen virtuosen Variationszyklus. „Ich glaubte, Mozarts La ci darem la mano durch hundert Akkorde geschlungen zu sehen; Leporello schien ich anzublinzeln und Don Juan flog im weißen Mantel an mir vorüber. Die Variationen, der Schlusssatz und das Adagio, das ist freilich etwas, da guckt der Genius aus jedem Takte.“

Zurück zur Frage, was die Kunst an Don Juan findet. Seine Suche nach Bestätigung in der Ansammlung weiblicher Trophäen, durch Braunfels wiederum bedient sich der Melodie der Champagner-Arie, Eroberungen, kennzeichnet die Figur des Don Juan zunächst einum hieraus eine beinahe 30-minütige orchestrale Phantasmagorie mal als einen tragische Charakter. Denn seine erotischen Handlunzu kreieren. Dem gegenüber zeichnet Strauss in seiner sinfonischen gen und häufigen Partnerwechsel dienen vielmehr einem übergrordDichtung eine ganz eigene Charakterstudie, die die unbändige Leineten Prinzip und sind lediglich Ausdruck und Kompensation einer denschaft, die Sehnsucht und Tragik seiner Protagonisten fokussiert. schwelenden Einsamkeit.


3. Jugendkonzert: Filmmusik – Musik im Film

10. April 2014 | Großes Haus

Dirigent: Alexis Agrafiotis Philharmonisches Orchester Würzburg

Foto: photocase

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Jugendkonzert Filmmusik – ein Patenschaftsprojekt mit dem Matthias-Grünewald-Gymnasium Würzburg zanni: Im vergangenen Jahr stellten Sie und die Klasse 10b sich der Herausforderung des Pilotprojekts Patenklasse. Mit Arnold Schönbergs Verklärter Nacht und Claude Debussys Prélude à l‘après-midi d‘un faune galt es, einen nicht unproblematischen Inhalt zu vermitteln. Wie gingen die Schüler mit dieser schwierigen Aufgabe um? Eva Riedel: Nach dem ersten Hören der Werke kam eine leichte Ernüchterung auf. Die Schüler hatten etwas viel Eingängigeres erwartet. Der Zugang aber über die Handlung – besonders bei Schönberg – eröffnete plötzlich ganz neue Dimensionen bei meinen Schülern, die auch ich so noch nie erlebt hatte. Weit über die Unterrichtszeit hinaus beschäftigten sie sich mit der Thematik. Einige schrieben Spielszenen, andere überlegten, wie eine gelungene Moderation die Scheu vor „neuen“ Tönen nehmen und die Aufmerksamkeit bündeln kann, wieder andere entwickelten Choreografien oder zeichneten Bilder für die Projektion im Hintergrund. Eine so intensive Beschäftigung mit einem Werk ist im Unterricht selten zu realisieren. Am Ende waren alle ergriffen von der Musik und ihrer eigenen Leistung. Und jetzt, ein Jahr später, sind es genau die Oberstufenschüler, die mit mir gerne die Konzerte des Philharmonischen Orchesters besuchen. zanni: Nun steht am 10. April 2014 das zweite Konzertprojekt an, das Sie mit Ihren Schülern gestalten. Welche Thematik verhandelt dieses Konzert?

Eva Riedel: Das neue Projekt dreht sich um „Filmmusik“. In Anlehnung an den Lehrplan wird es in diesem Jahr eine achte Jahrgangsstufe ausgestalten. Schon jetzt arbeiten die 15 Schüler mit großem Interesse an der Vorbereitung. Neben den verschiedenen Arbeitsgruppen haben sich zwei Schülerinnen gefunden, bei denen alle Fäden der Kommunikation und Koordination zusammenlaufen. Ich bin sicher, dass sie am Ende alle stolz sein werden. zanni: Wann haben Sie mit der Vorbereitung zum Konzert begonnen und gibt es bereits erste konzeptionelle Vorüberlegungen? Eva Riedel: Eigentlich begannen die Vorbereitungen schon im letzten Jahr mit der Entscheidung für eine Klasse. Zu Beginn des Schuljahres haben wir uns erstmal allgemein mit dem Thema befasst: historische Hintergründe, berühmte Vertreter, gängige Techniken, etc. Nun haben sich die Schüler als Grundkonzept für einen zeitlichen Abriss über die Geschichte der Filmmusik entschieden. Unser Arbeitstitel könnte „Vom Stummfilm bis zum Blockbuster“ lauten. zanni: Das Philharmonische Orchester freut sich sehr auf dieses neue gemeinsame Projekt. Vielen Dank für das Interview. Auf ein tolles gemeinsames Konzert und viele weitere in der Zukunft. Das Interview mit Eva Riedel führte Beate Kröhnert.


Konzerte: 5. Kammerkonzert

16. März 2014 Toscanasaal der Residenz

Mit Silke Evers, Matthias Steinkrauß und Wiebke tom Dieck

Fanny Hensel, Schwester von Felix Mendelssohn Bartholdy

Text: Beate Kröhnert

Felix Mendelssohn Bartholdy

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Lieder mit und ohne Worte Liedtext, Phrasierung und Gesangsmelodie verbinden sich zu einer hermeneutischen Einheit. „Die erste klangliche Forderung an den Liedersänger ist Farbfähigkeit der Stimme. Der Liedersänger hat so viel Gestalten zu verkörpern, als er an dem Abend Lieder singt! Sein ,Rollenfach‘ wechselt mit jedem Lied. Jede seiner ,Rollen‘ hat ihre Stimmfarbe. Jedes noch so kleine oder noch so große Lied ist Szene und Gestalt auf der Bühne des Menschenherzens“, schrieb Franziska Martienßen-Lohmann in ihrem 1956 verfassten Standardwerk der Gesangspädagogik Der wissende Sänger. Beim Liedvortrag gilt es, innerhalb nur weniger Minuten das gedankliche und emotionale Panorama der Geschichte hinter den gesungenen Worten zu erzählen. Welche große Faszination die Gattung des Kunstliedes auf die Musikwelt ausübte, belegt die scheinbar unendliche Zahl an Gedichtvertonungen. Franz Schubert, Robert Schumann oder Johannes Brahms waren sehr schöpferisch auf diesem Gebiet. Felix Mendelssohn Bartholdy, der stets einen individuellen Ansatz in seinen Werken fand, kreierte die Gattung der „Lieder ohne Worte“.

Beiträge hierzu entstanden zwischen 1830 und 1845. Mehr als eine Dekade lang begleiten und dokumentieren sie die gesamte Wegstrecke seines kompositorischen Schaffens. Sie wurden in acht Heften mit jeweils sechs Exemplaren publiziert. Die Idee, ein Lied für ein Instrument zu schreiben – ein Paradoxon. Ein Lied allein der Musik verpflichtet, folgt wiederum dem typischen Übersetzungsgedanken der romantischen Weltanschauung: Die Musik – die romantischste aller Künste – ohne die Sprache sprechen zu lassen. Obgleich die Lieder ohne Worte ganz eng an den Namen Mendelssohn geknüpft sind, so war es doch Felix’ Schwester Fanny, die mit ihren Liedern für das Pianoforte wesentliche Impulse gegeben hatte. Die Gründung dieser Gattung ist nach heutiger Sicht jedoch ganz Felix Mendelssohn Bartholdy zuzuschreiben. Etliche andere Komponisten, darunter Tschaikowski und Schönberg, folgten ihm und lieferten ebenfalls Beiträge in diesem Genre. Im fünften Kammerkonzert der Spielzeit werden Sopranistin Silke Evers, begleitet von Matthias Steinkrauß am Cello und Wiebke tom Dieck am Flügel, Lieder mit und ohne Worte präsentieren.

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Konzerte: 6. Kammerkonzert

13. April 2014 Toscanasaal der Residenz

Mit Stefan Albers, Sara Birringer, Matthias Steinkrauß und Henrike Seitz

Text: Beate Kröhnert

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Wenn der Vater mit dem Sohne Vorsätzlich und von langer Hand geplant war die Karriere der StraussSöhne. Der Vater Johann Strauss – selbst erfolgreicher Dirigent und Komponist – genoss ein beachtliches Ansehen, hatte allerdings für seine Kinder eher bodenständige Laufbahnen im Sinn. Doch nachdem er die Mutter seiner drei Söhne verließ, um mit einer jungen Modistin zu leben, sah die gedemütigte Ehefrau wohl keine Veranlassung mehr, dem Wunsch ihres Ex-Gatten zu entsprechen. Quasi als ein Schachzug der Vergeltung förderte sie das musikalische Talent ihrer Söhne. Alle drei traten später in die Fußstapfen ihres Vaters. Seinem ältesten Sohn gelang es sogar, ihm den Rang abzulaufen. Nicht immer funktioniert die Vererbung des künstlerischen Talents so reibungslos wie bei Straussens. Zwar kennt man den Sohn Leopold Mozarts, aber nur wenige wissen, dass auch der jüngste Sohn Wolfgang Amadé Mozarts sein Auskommen als Komponist verdiente. Geradezu treffsicher und in einer skurrilen Selbstverständlichkeit schienen aus der kinderreichen Familie Bach Komponistenpersönlichkeiten hervorzugehen. Freilich denkt jeder zunächst an Johann Sebastian Bach, wenn der Name Bach fällt. Seine Söhne Wilhelm Friedemann, Carl Philipp Emanuel, Johann Christoph Friedrich und Johann Chris-

tian schickten sich alle an, ihre eigene und individuelle Laufbahn als Komponist zu gestalten. In der Riege der Bachsöhne war Wilhelm Friedemann der Unstete und der Lebemann. Er war einer der ersten freiberuflichen Musiker, konnte sich aber nur schwer von der erdrückenden Erblast seines berühmten Vaters lossagen. Diesen Erwartungsdruck spürte der zweitgeborene Bach-Sohn Carl Philipp Emanuel nicht. Er schlug einen erfolgreichen und soliden Lebensweg ein, war über zwei Dekaden maßgeblich für die Kultur der Hansestadt Hamburg und im norddeutschen Raum zu einer der führenden Persönlichkeiten gereift. Seinen Namen verbindet man heute mit dem Begriff des „Empfindsamen Stils“. Seine Musik ist voller zerrissener Melodien und ungewöhnlicher Wendungen, die aus der Barocktradition merklich heraustreten. Johann Christoph Friedrich lebte ein aus der Retrospektive betrachtet unaufgeregtes Leben als Komponist und Orgelvirtuose. Das Weltkind der Bachfamilie war Johann Christian, der sich zu einer internationalen Karriere aufschwang. Alle Bachkinder hatten neben dem Talent und dem berühmten Namen auch die musikalische Bildung seit frühester Kindheit aus erster Hand genossen.

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Rosenkavaliere DIAMANTKREIS (AB 24.000 EURO): Renate Bolza-Schünemann, Würzburg | Robert Krick Verlag, GmbH + Co. KG, Eibelstadt | PLATINKREIS (15.000 BIS 23.999 EURO): Koenig & Bauer AG, Würzburg | GOLDKREIS (8.000 BIS 14.999 EURO): Senator e.h. Dr. Kurt und Nina Eckernkamp,Vogel-Stiftung, Würzburg | Baldwin Knauf, Iphofen | Robert u. Margret Krick, Würzburg | SILBERKREIS (3.000 BIS 7.999 EURO): Claus und Christiane Bolza-Schünemann, Würzburg | Brose Fahrzeugteile GmbH & Co. KG, Würzburg | Fürstlich Castell’sche Bank, Credit-Casse AG, Würzburg | Ebert + Jacobi, Pharmazeutische Großhandlung GmbH u. Co.KG, Würzburg | Ulrike Freier, Würzburg | IHK Würzburg-Schweinfurt | Prof. Dr. Kurt und Ulla Kochsiek, Würzburg | Main-Post GmbH & Co.KG, Würzburg | PKF Issing Faulhaber Wozar Altenbeck GmbH & Co.KG, Würzburg | Schaeffler AG, Schweinfurt | UHL GmbH & Co. Stahl- und Metallbau KG, Würzburg | J.E. Schum GmbH & Co.KG, Würzburg | Dipl.-Ing. Hans und Marion Seib, MdB a.D., Seib KG, Würzburg | Sparkasse Mainfranken, Würzburg | Dr. Hagen und Elke Stock, Ochsenfurt | Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt | Volksbank Raiffeisenbank Würzburg eG | Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH, Würzburg | BRONZEKREIS (500 BIS 2.999 EURO): Andersch AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main | Artisant Lederladen, Würzburg | Peter und Gila Back, bevollmächtigter Bezirksschornsteinfeger, Würzburg | Thomas Bader und Bettina Kolesch, Würzburg | BHT Stahlrohrlager GmbH, Kornwestheim | Rosemarie BienekPfeiffer, Papier Pfeiffer, Würzburg | Dr. Edgar und Hannelore Bihler, Güntersleben | BMW Autohaus Rhein, Würzburg | Albrecht und Angelika BolzaSchünemann, Radebeul | Dr. Hans Brunnert, Würzburg | Architekturbüro Bruno Bruckner, Würzburg | Eva Christa Bushe, Würzburg | Daimler AG, Mercedes-Benz, Niederlassung Mainfranken, Würzburg | Thomas und Kerstin Dittmeier, Würzburg | Arwed und Brigitte Driehaus, Zell | Gisela Duttenhofer, Würzburg | Hanns und Renate Egenberger, Würzburg | Karl Heinz und Maria Eger, Würzburg | Christina Fladda, Würzburg | Bruno und Jutta Forster, Würzburg | Dr. Wolfgang und Antje Friederich, Veitshöchheim | Herbert und Charlotte Friederich, Würzburg | Dipl.-Btw. Willi Fuhren, Steuerberater+vereid. Buchprüfer+Fachberater f. Internat. StRecht, Würzburg | Angela und Reiner v. Geldern, Karlstadt | GÖPFERT Maschinen GmbH, Wiesentheid | Dr. Jörg und Daniela Groß, Würzburg | Dr. Leonhard und Gertrud Haaf, Tauberbischofsheim | HDI-Gerling Industrie Versicherung AG, Nürnberg | Prof. Dr. Dietrich Henschler, Würzburg | Georg C. Herbst GmbH + Co.KG, Eibelstadt | Dr. Erika Hickel, Würzburg | Dr. Regina M. Hillenbrand, Kieferorthopädin, Veitshöchheim | Helga Hoepffner, Mitglied des Stadtrats, Würzburg | J.A. Hofmann Nachf., Maintal-Bürofachmarkt GmbH, Würzburg | Balthasar Höhn, Bauunternehmung GmbH & Co. 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Buddenbrooks

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Sunset Boulevard

Nibelungen Short Cuts

Programm 03/04.2014 Schauspiel

Junges Theater

Buddenbrooks Schauspiel nach Thomas Mann Fassung von John von Düffel Großes Haus 16.00 Uhr (EF 15.30 Uhr): 27.04.2014 19.30 Uhr (EF 19.00 Uhr): 12.03., 15.03. und 04.04.2014

Junger Klassiker – Nibelungen Short Cuts Schauspiel nach Friedrich Hebbel Kammerspiele 20.00 Uhr: 01.03., 08.03., 17.04. und 25.04.2014

Fundament Schauspiel von Jan Neumann Kammerspiele Premiere: 13.03.2014 | 20.00 Uhr 20.00 Uhr: 22.03., 26.03., 29.03., 02.04., 12.04. und 16.04.2014

Musiktheater Die diebische Elster Oper von Gioachino Rossini Großes Haus 15.00 Uhr (EF 14.30 Uhr): 30.03.2014 19.30 Uhr (EF 19.00 Uhr): 01.03., 14.03., 20.03., 26.03., 12.04. und 25.04.2014 Sunset Boulevard Musical von Andrew Lloyd Webber Großes Haus 19.30 Uhr: 02.03., 09.03., 02.04., 10.04., 13.04., letztmals am 20.04.2014 Oper am Klavier II – Gli amori di Teolinda (Die Liebschaften Teolindens) Szenische Kantate von Giacomo Meyerbeer 15.03.2014 | 20.00 Uhr | Kammerspiele Salome Oper von Richard Strauss Großes Haus Premiere: 05.04.2014 | 19.30 Uhr (EF 19.00 Uhr) 19.30 Uhr: 16.04. und 29.04.2014 (EF 19.00 Uhr) La sonnambula Oper konzertant von Vincenzo Bellini Großes Haus 19.30 Uhr: 19.04.2014 und 21.04.2014 Oper am Klavier III – Kaiserin Josephine Operette von Emmerich Kálmán Kammerspiele 20.00 Uhr: 21.03.und 27.04.2014

Tschick Schauspiel nach Wolfgang Herrndorf Kammerspiele 10.00 Uhr: 10.04.2014 11.00 Uhr: 19.03.2014 12.00 Uhr: 10.04.2014 18.00 Uhr: 01.04., 03.04., 09.04. und 30.04.2014 20.00 Uhr: 07.03, 14.03., 25.03. 01.04., 03.04., 09.04., 19.04., 24.04 und 30.04.2014 GeldGeldGeld (UA) Kinderstück ab 4 Jahren Kammerspiele Premiere: 30.03.2014 | 15.00 Uhr 09.00 Uhr: 07.04. und 11.04.2014 11.00 Uhr: 31.03., 07.04. und 11.04.2014 15.00 Uhr: 06.04., 21.04. und 26.04.2014

Ballett Lascia Che Accada (UA) (Lass es geschehen) / Josephs-Legende Ballette von Roberto Scafati und Anna Vita Großes Haus Premiere: 08.03.2014 | 19.30 Uhr (EF 19.00 Uhr) 19.30 Uhr (EF 19.00 Uhr): 16.03., 19.03., 25.03., 28.03., 06.04., 11.04., 24.04., 26.04. und 30.04.2014

Konzerte 5. Sinfoniekonzert „Aus Russland“ Werke von Sergei Rachmaninow, Dmitri Schostakowitsch, Sergei Prokofjew und Nikolai Rimski-Korsakow Konzertsaal der Hochschule für Musik 20.00 Uhr (EF 19.30 Uhr): 06.03. und 07.03.2014 Kinderkammerkonzert Billy Bob und die Sternprinzessin 09.03.2014 | 15.00 Uhr | Foyer-Café

5. Kammerkonzert Lieder mit und ohne Worte Werke von Conradin Kreutzer, Franz Schubert, Jules Massenet, Johannes Brahms und Felix Mendelssohn Bartholdy 16.03.2014 | 11.00 Uhr | Toscanasaal Kinderkammerkonzert Die Fugenhexe 16.03.2014 und 13.04.2014 | 15.00 Uhr Foyer-Café Frühlingskonzert Werke von Christoph Willibald Gluck, Frédéric Chopin und Richard Strauss 22.03.2014 | 19.30 | Großes Haus 2. Familienkonzert Das Orchester im Zoo 29.03.2014 | 17.00 Uhr | Großes Haus 3. Jugendkonzert Filmmusik – Musik im Film 10.04.2014 | 11.15 Uhr | Großes Haus 6. Kammerkonzert Werke von Johannes Sebastian Bach 13.04.2014 | 11.00 Uhr | Toscanasaal

Außerdem Matinee zu Lascia Che Accada (UA) (Lass es geschehen) / JosephsLegende Ballette von Roberto Scafati und Anna Vita Großes Haus 02.03.2014 | 11.00 Uhr | Foyer-Café (ab 10.30 Uhr Frühstücksangebot) Tonspur meines Lebens Musikalische Reise durch die Biografien unserer Mitarbeiter 07.03.2014 | 22.00 Uhr | Bar 04.04.2014 | 22.30 Uhr | Bar Lehrervorschau* zu Lascia Che Accada (UA) (Lass es geschehen) / Josephs-Legende Ballette von Roberto Scafati und Anna Vita 07.03.2014 Lehrervorschau* zu GeldGeldGeld (UA) Kinderstück ab 4 Jahren 27.03.2014


La gazza ladra

5. Sinfoniekonzert

Impressum: Herausgeber: Mainfranken Theater Würzburg Theaterstraße 21, 97070 Würzburg Intendant: Hermann Schneider Kaufmännischer Geschäftsführer: Dirk Terwey Karten: 0931 / 3908 -124 Web: www.theaterwuerzburg.de Social Media: facebook, twitter, YouTube Projektleitung: Daniela Bell Gestaltung: Uli Spitznagel Titelfoto: Nico Manger (Szene aus Buddenbrooks) Gesamtherstellung / Anzeigen: Werbepartner Koob-Sans GbR – Marjorie Koob-Sans Mobil: 0172 / 6684 604 | kosa.werbepartner@t-online.de Mindestauflage: 10.000 Exemplare Legenden:

* Anmeldung: Tel. 0931/3908-223 oder theater.paedagogik@stadt.wuerzburg.de Kinderbetreuung während der Vorstellung. Infos und Anmeldung unter: www.theaterwuerzburg.de/kinderbetreuung

Publikumsgespräch: Buddenbrooks Schauspiel nach Thomas Mann Fassung von John von Düffel | Bar 22.20 Uhr: 12.03., 15.03. und 04.04.2014 Urban Pirol Gastspiel Bockshorn 13.03.2014 | 19.30 Uhr | Großes Haus Diskussionsrunde: Von Geld und Götzen – kontrovers Geld regiert die Welt – Ein Glaubensbekenntnis 17.03.2014 | 19.30 Uhr | Foyer-Café Des Kaisers neue Kleider 07.04.2014 | 19.30 Uhr | Foyer-Café Hört beim Geld die Liebe auf und verdirbt es den Charakter? 14.04.2014 | 19.30 Uhr | Foyer-Café Freitag Nacht Romeo und Julia 21.03.2014 | 22.00 Uhr Alltag und Groteske – Texte von Lothar Trolle 25.04.2014 | 22.00 Uhr jeweils Treffpunkt Bühneneingang Matinee zu Salome Oper von Richard Strauss Großes Haus 23.03.2014 | 11.00 Uhr | Foyer-Café (ab 10.30 Uhr Frühstücksangebot) Spaziergang hinter den Kulissen 29.03.2014 | 15.00 Uhr 26.04.2014 | 15.00 Uhr jeweils Treffpunkt Bühneneingang Compañía Úrsula Moreno „Bailando Al Cante“ Gastspiel im Rahmen des Flamenco-Festivals 31.03.2014 | 20.00 Uhr | Großes Haus Lehrervorschau* zu Salome Oper von Richard Strauss 03.04.2014 Symposium zu Salome Und das Geheimnis der Liebe ist größer als das Geheimnis des Todes 05.04.2014 | 10.00 Uhr | Juliusspital

MÄRZ 01.03. ENSEMBLE WELTKRITIK Weltkritik – ein bunter Abend 05.03. MATHIAS TRETTER & NILS HEINRICH Politischer Aschermittwoch 07.03. HENNING SCHMIDTKE Hetzkasper 08.03. TILL REINERS Da bleibt uns nur die Wut 11.03. Congress Centrum Würzburg MARTINA SCHWARZMANN Gscheid greid 12.03. Mainfranken Theater Würzburg URBAN PRIOL Jetzt. (ausverkauft) 13.03. Mainfranken Theater Würzburg URBAN PRIOL Jetzt. (ausverkauft) 14.03. ALFRED MITTERMEIER Extrawurst ist aus! 15.03. MICHAEL ALTINGER Ich sag´s lieber direkt! 21.03. FREDERIC HORMUTH Mensch ärgere Dich! 22.03. WOLFGANG KREBS Können Sie Bayern? 26.03. CLAUS VON WAGNER Theorie der feinen Menschen

28.03. ANNY HARTMANN Ist das Politik, oder kann das weg? 29.03. INGO OSCHMANN Hand drauf! APRIL 04.04. SIMON & JAN Ach Mensch 05.04. HENNING VENSKE & KAI MAGNUS STING Gegensätze 09.04. Jahreshauptversammlung des Fördervereins mit Wahlen Im Anschluss Gratisveranstaltung: KLAUS BIRK (nur für Mitglieder) 11.04. WÜRZBURG BIG BAND Würzburg Big Band 12.04. MICHAEL FITZ Erfolg 26.04. LIZZY AUMEIER Superlizzy 29.04. HELMUT SCHLEICH endgültig letztmalig mit seinem Kabaretthit „Nicht mit mir!“

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zanni spezial

Theatersanierung

Text: Hermann Schneider

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Planungsstand 2013: Varianten der Gestaltung des Eingangsbereichs

Neue Konzeption Raumprogramme und Entwürfe für die notwendige Sanierung des Mainfranken Theaters

Nachdem die bisher verfolgte Konzeption für die immer notwendiger werdende Sanierung des Mainfranken Theaters im vergangenen Sommer ad acta gelegt wurde, haben die Planer und Architekten gemeinsam mit der Theaterleitung in den vergangenen Monaten eine neue Konzeption entwickelt. Letztlich geht es bei der Theatersanierung um vier Bereiche.

Service Wir wollen unser Mainfranken Theater publikumsfreundlicher machen. Das fängt mit einem transparenten und offenen Eingangsbereich an und setzt sich in einer architektonisch-funktional neuen Kasse fort; hier soll es offene Büros, Serviceberatung, multimediale Präsentation geben. Eine Gastronomie soll unser Haus tagsüber beleben und unsere Gäste auch nach Vorstellungsende verwöhnen. Unsere Sanitäranlagen sind auf einen zeitgemäßen Standard zu bringen. Ebenso ist die Bestuhlung zu erneuern: bequemer, mehr Beinfreiheit und ergonomisch. Grundsätzlich soll das Haus barrierefrei werden. Das betrifft alle Bereiche und Spielstätten. Entsprechende Aufzüge und Infotainmenteinrichtungen für Hör- und Sehbehinderte sowie eine Vielzahl von Maßnahmen gilt es weiterhin zu treffen.

Kunst Das Mainfranken Theater braucht eine mittlere Spielstätte mit ca. 300 Plätzen, vor allem für die Sparten Schauspiel und Ballett, die seit Jahren unter den räumlich wie technisch unzureichenden Bedingungen in unseren Kammerspielen leiden. Eine derartige Bühne würde

manchen Produktionen aus dem Großen Haus oder den Kammerspielen eine neue, professionelle Heimstatt bieten. Die auf der Bühne freiwerdenden Ressourcen könnten für Konzerte und vor allem Wiederaufnahmen und Freiverkaufvorstellungen der besonders begehrten Produktionen aus Musical und Operette verfügbar sein.

Arbeit Größere Probebühnen sowie ein großer Orchesterproberaum würden nicht nur professionellere Arbeitsbedingungen für die Künstlerinnen und Künstler schaffen: Sie ermöglichten ebenfalls eine häufigere Vorstellungsanzahl, denn die Bühne würde so weniger als Proben- denn als Spielstätte genutzt werden können. Was mehr Theater für unser Publikum und mehr Einnahmen für das Theater bedeutet.

Standards Brandschutz, Sicherheit, Energie: Hier ist seit Jahren, Jahrzehnten nichts investiert worden. Um das Mainfranken Theater fit für die Zukunft zu machen, muss sich der Investitionsstau endlich lösen! Nur so können wir weiter planen und für Sie, unser Publikum, da sein. Die genannten Überlegungen haben wir mehr und mehr ausgearbeitet in Raumprogrammen und Entwürfen. Sämtliche dieser neuen Planungen für die Sanierung Ihres Mainfranken Theaters wollen wir zukünftig regelmäßig an dieser Stelle präsentieren.


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Wann ist ein Geldinstitut gut für Mainfranken? Wenn sein Engagement für die Kultur so vielfältig ist, wie die Region selbst. Die Sparkasse Mainfranken Würzburg fördert Kunst und Kultur in unserer Region – und macht sie für viele Menschen zugänglich. Kunst und Kultur setzen schöpferische Kräfte frei, öffnen Geist und Sinne für Überliefertes und Ungewöhnliches. Das ist gut für den Einzelnen und gut für die Gesellschaft. www.gut-fuer-mainfranken.de


IHR HAUS. IHR PARTNER. Willkommen bei den Experten für Bäder und Haustechnik: Ob Traumbad, Klimatechnik, Gebäudesanierung oder Heizung – gemeinsam mit unseren Partnern des Fachhandwerks verwirklichen wir Ihr Vorhaben. Lassen Sie sich ausführlich beraten, wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Richter+Frenzel Würzburg Leitenäckerweg 6 ƒ 97084 Würzburg-Heidingsfeld Tel.: 0931 6108-0 ƒ Fax: 0931 6108-309 www.richter-frenzel.de


Zanni 03/04 2014