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März 2017 | Nr. 161

paraplegie Das Magazin der Gönner-Vereinigung der Schweizer Paraplegiker-Stiftung

Spendenerfolg für Klinikbau Heinz Frei: «Diese Solidarität berührt mich» Sich auf das Leben im Alter vorbereiten | Mitglieder-Versammlung 2017


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2017


EDITORIAL

Liebe Gönnerin, lieber Gönner

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ie Sie mehrfach im «Paraplegie» lesen konnten, haben wir uns das Ziel gesetzt, bis 2019 für den Erweiterungsbau des Schweizer Paraplegiker-Zentrums

15 Millionen Franken an Spenden zu sammeln. Am 1. Oktober 2015 erfolgte der Spatenstich für das mit Kosten von rund 150 Millionen Franken grösste Bauvorhaben seit der Einweihung der Spezialklinik im Jahr 1990. Kurz zuvor, im September 2015, haben wir die breit angelegte Spendenkampagne gestartet, um für das Erreichen der Spendensumme genügend Zeit zu haben. Und nun haben Sie uns völlig überrascht: Ende 2016, nach etwas mehr als nur einem Jahr, ist das ambitiöse Ziel bereits erreicht! Das ist schlicht sensationell und hat uns alle in Begeisterung versetzt. Hunderttausende Gönnermitglieder haben sich an der Sammelaktion beteiligt. Von der kleinsten Spende von zwei Franken bis zur für uns einmaligen Spende, die die Millionengrenze überschritten hat – alle Ihre Beiträge, verbunden mit unzähligen motivierenden Rückmeldungen, beweisen, dass Sie uns Ihr Vertrauen schenken: das Vertrauen, für querschnittgelähmte Menschen die besten medizinischen Behandlungen und Therapien zu ermöglichen. Dafür danke ich Ihnen von Herzen! Der Stiftungsrat und die über 1500 Mitarbeitenden der Schweizer Paraplegiker-Gruppe nehmen Ihre gelebte Solidarität als starkes Zeichen, dass wir im Einklang mit unseren Gönnermitgliedern und Spendern handeln. Dabei verstehen wir Ihre Solidarität als Auftrag, die uns anvertrauten Mittel sorgfältig einzusetzen und den Spendenzweck streng zu beachten. In diesem Magazin lesen Sie, wo wir mit dem Bauprojekt derzeit stehen. Doch wir dürfen uns auf dem Erfolg nicht ausruhen; Klinikdirektor Dr. med. Hans Peter Gmünder erläutert in einem Interview, wie die Klinikleitung das neue Gebäude nutzen möchte, um mit der innovativsten Medizintechnik und Therapierobotik den Querschnittgelähmten in Nottwil nicht nur neue Räume, sondern auch die derzeit beste Behandlung anbieten zu können.

Dr. sc. tech. Daniel Joggi Präsident Schweizer Paraplegiker-Stiftung IMPRESSUM: Paraplegie. Das Magazin der Gönner-Vereinigung der Schweizer Paraplegiker-Stiftung, www.paraplegie.ch 41. Jahrgang | Ausgabe: März 2017 / Nr. 161 | Erscheinungsweise: vierteljährlich in Deutsch, Französisch und Italienisch | Gesamtauflage: 979 735 Exemplare | Auflage Deutsch: 878 136 Exemplare | Copyright: Abdruck nur mit Genehmigung der Herausgeberin und der Redaktion. Herausgeberin: Gönner-Vereinigung der Schweizer Paraplegiker-Stiftung, 6207 Nottwil, sps@paraplegie.ch | Verantwortlich: Schweizer Paraplegiker-Stiftung, Corporate Communications, 6207 Nottwil | Redaktion: Manuela Vonwil (Leitung), Robert Bossart, redaktion@paraplegie.ch | Bild: Walter Eggenberger, Beatrice Felder, Astrid Zimmermann-Boog | Layout / Vorstufe: Regina Lips, Michael Kling, Melanie Camenzind | Anzeigen: Zürichsee Werbe AG 8712 Stäfa, info@fachmedien.ch | Vorstufe / Druck: Vogt-Schild Druck AG, 4552 Derendingen

Paraplegie, März 2017

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INHALT

6 NEWS Der 31-jährige Profisportler Marcel Hug führt ein Leben auf der «Überholspur» und im Rampenlicht.

10 MEILENSTEIN ERREICHT Deutlich früher als erhofft wurde der Spendenbeitrag von 15 Millionen Franken für die Erweiterung des Schweizer Paraplegiker-Zentrums gesammelt. Derzeit herrscht Hochbetrieb auf der Grossbaustelle in Nottwil. Ein Augenschein vor Ort.

16 PORTRÄT Stéphanie Combrement wollte nicht mehr weiterleben, nachdem ein Motorradunfall sie zur Paraplegikerin gemacht hatte. Ihrer Tochter zuliebe rappelte sich die Freiburgerin auf und begann zu kämpfen. Trotz Schwierigkeiten liebt die 42-Jährige heute ihr Leben. Auch wegen ihrer grossen Leidenschaft, dem Rollstuhltanzen.

20 REPORTAGE – Alt werden im Rollstuhl Rollstuhlfahrer haben dank medizinischer Fortschritte und ganzheitlicher Rehabilitation eine ähnlich hohe Lebenserwartung wie Menschen ohne Querschnittlähmung. Doch wie gehen sie damit um, wenn die Kräfte nachlassen und die Hilfsbedürftigkeit zunimmt?

26 PRAXIS Menschen, die rund um die Uhr beatmet werden müssen, können ihre eigenen vier Wände kaum je verlassen. Deshalb führt das Schweizer Paraplegiker-Zentrum eine Ferienwoche für beatmete Rollstuhlfahrer durch. Eine Reise, die zu neuem Lebensmut verhilft.

33 MITGLIEDER-VERSAMMLUNG 2017 Heinz Frei, Präsident der Gönner-Vereinigung, lädt zur MitgliederVersammlung ein.

34 FINALE Alltagsimpressionen von Rollstuhlfahrer Roland Burkart.

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Beeindruckende Menschen Rosa Zaugg aus Heimberg (BE) und Marcel Hug aus Nottwil (LU) heissen die «Querschnittgelähmten des Jahres 2016». Zum 24. Mal hat die Schweizer Paraplegiker-Stiftung (SPS) zwei beeindruckende Menschen im Rollstuhl geehrt.

Splitter Das Frauenhaus Graubünden in Chur hat Pionierarbeit geleistet, indem es seine Infrastruktur sowie die Beratungsangebote für verschiedene Sinnes- und Körperbehinderungen angepasst hat. So finden dort nun auch rollstuhlfahrende Frauen und Kinder Schutz, Betreuung und Beratung. Die Schweizer ParaplegikerVereinigung ist Mitglied im neu gegründeten Förderverein «Barrierefreie Schweiz». Dieser will künftig alle vorhandenen barrierefreien Ferien- und Freizeitangebote auf einer einzigen Plattform veröffentlichen.

Rosa Zaugg ebnet Wege für Betroffene 19 Jahre alt war Rosa Zaugg, als sie von einem Gerüst stürzte. Ihre Malerlehre schloss die Bernerin nach der Rehabilitation in Basel dennoch erfolgreich ab. In der Basler Klinik lernte die junge Rollstuhlfahrerin Dr. Guido A. Zäch kennen und begann alsbald, sich im ganzen Land für die Schweizer ParaplegikerStiftung einzusetzen. Engagiert hat Rosa Zaugg auch am allerersten Hotelführer für Rollstuhlfahrer mitgearbeitet. Ein weiterer wichtiger Lebensinhalt war der Rollstuhlsport; zwischen 1980 und 1992 kämpfte die erfolgreiche Tischtennisspielerin viermal an paralympischen Spielen. 1992 übernahm sie die Betreuung von vier somalischen Flüchtlingskindern. Mit ihrer Devise «Ausserge-

wöhnliches möglich machen» habe Rosa Zaugg Markantes bewegt, ehrte Guido A. Zäch die bald 60-Jährige in seiner Rede. Marcel Hug verändert das Selbstverständnis einer Sportlergeneration Seit 20 Jahren ist der erst 31-jährige Marcel Hug sportlich aktiv: Als erster Rollstuhlfahrer absolvierte der Ostschweizer die Nationale Elitesportschule Thurgau, wo sich ambitiöse Sportziele und Schule vereinbaren liessen. Mit gerade 18 Jahren holte der Athlet, geboren mit Spina bifida (offener Rücken), an den Paralympics 2004 in Athen eine Silber- und eine Bronzemedaille – und im Nachgang den Titel als Nachwuchssportler des Jahres. 2010 startete Marcel Hug seine


NEWS

Vorbilder im Rollstuhl. Die Querschnittgelähmten des Jahres 2016 Rosa Zaugg und Marcel Hug mit den Laudatoren Guido A. Zäch, Ehrenpräsident der Schweizer Paraplegiker-Stiftung (links), und Heinz Frei, Präsident der Gönner-Vereinigung (rechts), sowie Daniel Joggi, Jury-Mitglied und Präsident der Schweizer Paraplegiker-Stiftung (Mitte).

Namentlich Profikarriere. Nach zwei Silbermedaillen 2012 an den paralympischen Spielen in London erkämpfte sich der Spitzenathlet schliesslich 2016 in Rio de Janeiro Gold über 800 m sowie in der Königsdisziplin, dem Marathon. «Er ist das internationale Aushängeschild der Schweizer Rollstuhlleichtathletik und

mit seiner Medienpräsenz ein wichtiger Botschafter für die Anliegen der Schweizer Paraplegiker-Stiftung. Für junge Nachwuchssportler ist Marcel mit seinem Ehrgeiz und der Bescheidenheit, die er trotz all seiner Erfolge behalten hat, ein grossartiges Vorbild», lobte Laudator Heinz Frei.

Marcel Hug im Rampenlicht Er blickt auf ein Jahr voller Triumphe und Auszeichnungen zurück: Sechs Marathonsiege – in Boston, London, Rio de Janeiro (Paralympics), Berlin, Chicago und New York – kann der Rollstuhlleichtathlet vorweisen. Zum fünften Mal ist Marcel Hug Behindertensportler des Jahres. Swiss Paralympic ehrte den zweifachen Goldund zweifachen Silbermedaillengewinner an den Paralympics in Rio (BR) als erfolgreichsten Athleten des Jahres. Auch der Thurgauer Regierungsrat lobte den in Nottwil (LU) wohnhaften Ostschweizer für seine grosse sportliche Leistung an den Paralympics; vom Luzerner Regierungsrat wurde Marcel Hug dafür mit dem Prunksiegel des Standes Luzern ausgezeichnet. Die Redaktionsleitung der Thurgauer Zeitung wählte den 31-Jährigen aus hundert Vorgeschlagenen zum Thurgauer des Jahres; in der Auflistung der Schweizer Illustrierten Sport erreichte Marcel Hug den sechsten Platz unter den hundert erfolgreichsten Schweizer Sportlern. Die Wohnortgemeinde Nottwil hat ihren Spitzensportler ebenfalls gebührend gefeiert. Von der Schweizer Paraplegiker-Stiftung wurde er aufgrund seiner Vorbildrolle zum Querschnittgelähmten des Jahres 2016 gewählt.

Christoph Kunz holt in Tarvisio (IT) seinen ersten alpinen Ski-Weltmeistertitel. Der 35-jährige Reichenbacher gewinnt mit sieben Zehntelsekunden Vorsprung die Goldmedaille im Super-G in der Kategorie «Sitzend». Zweimal schon schaffte es der Berner Oberländer, der im Jahr 2000 mit dem Motorrad verunglückt war, an Paralympics ganz oben auf das Podest, nämlich 2010 und 2014. Karin Suter-Erath gehört seit Jahren zu den weltbesten Badminton-Spielerinnen. Nun hat die «Badminton World Federation» die 46-jährige Baselbieterin zur «Female Para-Badminton Player of the Year», zur Para-Badminton-Spielerin des Jahres 2016, ernannt. Tobias Fankhauser, 12-facher Schweizermeister und zweifacher ParalympicsMedaillen-Träger, erhielt den Baselbieter Sportpreis 2016. Der 27-jährige Hölsteiner (BL) ist seit der Gründung 2012 Mitglied und Aushängeschild des Baselbieter Olympia-Teams, einem Programm zur Talentund Leistungssportförderung. Beat Fäh wurde mit dem «Swiss Olympic Coach Award» ausgezeichnet. Seit 2013 arbeitet der 64-jährige Diplomtrainer für Spitzensport als Nationaltrainer Leichtathletik bei Rollstuhlsport Schweiz der Schweizer Paraplegiker-Vereinigung. Mit Rollstuhlleichtathleten wie Marcel Hug und Manuela Schär konnte der Churer (GR) zahlreiche Triumphe feiern.

Und im Januar wurde Marcel Hug für einen Laureus Sports Award 2017, die bedeutendste Auszeichnung der Sportwelt, nominiert.

Foto: Martin Rhyner

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NEWS

REHAB Basel feiert Das REHAB Basel, vormals Schweizerisches Paraplegikerzentrum Basel, ist die älteste von vier spezialisierten Klinken für Para- und Tetraplegiker in der Schweiz und besteht seit 1967. 1973 wurde, 38-jährig, Guido A. Zäch zum Chefarzt des Schweizerischen Paraplegikerzentrums Basel gewählt. Unter seiner Leitung entwickelte sich die Klinik zu einem Kompetenzzentrum für die Behandlung von querschnittgelähmten Patienten. 1990 wechselte Dr. Guido A. Zäch in das von ihm aufgebaute Schweizer Paraplegiker-Zentrum (SPZ) nach Nottwil. Gemeinsame Ziele Aus dem Blickfeld haben sich die zwei Zentren nie verloren. Heute manifestiert sich die Zusammenarbeit durch zwei wichtige Kooperationen: 2015 haben das REHAB Basel und das SPZ Nottwil mit den zwei weiteren Spezialkliniken in Sitten (VS) – Clinique romande de réadaptation – und in Zürich – Universitätsklinik Balgrist – aus einer langjährigen Interessengemeinschaft die Vereinigung Paraplegikerzentren Schweiz gegründet, um querschnittspezifische Themen wie Qualitätsleitlinien, Behandlungsmodelle und adäquate Tarifierung gemeinsam weiterzuentwickeln; und bereits 2011 haben sie zu viert die Schweizerische Gesellschaft für Paraplegie ins Leben gerufen, eine medizinische Fachgesellschaft, welche die Paraplegiologie als eigenständiges Fachgebiet sowie die Qualität ihrer hoch spezialisierten medizinischen Betreuung fördern will.

Weltpremiere in Nottwil Die «Nottwil 2017 World Para Athletics Junior Championships» sind die ersten Junioren Weltmeisterschaften des IPC (International Paralympic Committee). Der Grossanlass mit rund 250 Athleten aus aller Welt findet vom 3. bis 6. August in der Sport Arena Nottwil statt. Dabei werden Sprung-, Wurf- und Bahnwettkämpfe für Querschnittgelähmte, Menschen mit Sehoder Lernbehinderungen, mit Amputationen oder Kleinwuchs im Alter von 14 bis zu 19 Jahren ausgetragen. Informationen für Besucher unter: nottwil2017.ch

REHAB Basel lädt zum Tag der offenen Tür 2017 ist ein Jubiläumsjahr für das REHAB Basel: Die Klinik feiert 50 Jahre Paraplegiologie (bei Querschnittlähmung), 25 Jahre Neurorehabilitation (bei Hirnverletzung) sowie 15 Jahre neues Klinikgebäude und lädt zu einem Tag der offenen Tür am Samstag, 10. Juni und Sonntag, 11. Juni 2017, jeweils 11.00 bis 17.00 Uhr. Weitere Informationen: rehab.ch

Agenda 29. März, 19.30 Uhr Autorenlesung mit Franz Dodel SPZ Nottwil, Bibliothek im Gebäude GZI 19. April, 18.00 Uhr Mitglieder-Versammlung der Gönner-Vereinigung der SPS SPZ Nottwil, Aula Anmeldung mit Talon auf Seite 33 7. Mai Wings for Life World Run Olten 2. / 3. und 5. Juni «ParAthletics 2017» IPC Athletics Grand Prix Sport Arena Nottwil 3. – 6. August Nottwil 2017 World Para Athletics Junior Championships Sport Arena Nottwil


Provisorien Seit Oktober 2016 sind hier vorübergehend unter anderem der Rollstuhl- und Hilfsmittelspezialist Orthotec, das Zentrum für Schmerzmedizin und die ChiropraktorPraxis untergebracht.

Bettentrakt Süd – Umbau ab August 2018 bis August 2019

Bettentrakt Ost – Umbau ab Februar 2018 bis August 2018


Wichtiger Meilenstein bei der Klinikerweiterung:

Spendenziel erreicht Solidarität, Vertrauen und ein klares Bekenntnis zur Schweizer Paraplegiker-Stiftung: Der avisierte Spendenbeitrag von 15 Millionen Franken für den Erweiterungs- und Erneuerungsbau des Schweizer Paraplegiker-Zentrums wurde in eindrücklich kurzer Zeit gesammelt.

Multispace-Büros – Neubau in bestehender Hülle, Eröffnung 2019 / 2020. Diese Büroform vereinfacht das interdisziplinäre Arbeiten sowie die berufsübergreifende Kommunikation zwischen medizinischem und therapeutischem Personal.

Nordwesttrakt – Umbau, bezugsbereit voraussichtlich August 2018 Der Nordwesttrakt wird momentan komplett umgebaut. Im ersten Stock entsteht ein neuer Operationsbereich, welcher mit der Intensivmedizin im Nordtrakt verbunden ist.

Neubau Nordtrakt – bezugsbereit voraussichtlich Februar 2018 1. Obergeschoss: Modernisierter und vergrösserter Bereich Akutmedizin mit Intensivmedizin. Die Intensivpflegestation wird durch eine postoperative Station erweitert. 2. und 3. Obergeschoss: Hier entstehen zwei neue, zusätzliche akutmedizinische Bettenstationen.


Text: Robert Bossart | Fotos: AV Atelier Sommerhalder und Walter Eggenberger

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ie Solidarität unserer Gönnerinnen und Gönner ist in einem Ausmass vorhanden, das wir uns manchmal selbst nicht vorstellen können. Wir werden auf grossartige Weise unterstützt. Dafür sind wir alle sehr dankbar.» Heinz Frei, Präsident der GönnerVereinigung, kann seine Freude nicht verbergen. Er hat mehrfach in früheren Ausgaben dieses Magazins zum Spenden aufgefordert – mit Erfolg: Statt wie geplant in vier Jahren, wurde das Spendenziel für den Erweiterungsbau des Schweizer Paraplegiker-Zentrums (SPZ) bereits nach gut einem Jahr erreicht. «Überraschend war die Anzahl vieler kleiner Spenden. Zum Teil betrugen diese nur wenige Franken. Es sind auch einige namhafte und grosse Beträge geflossen. Zudem haben viele Gönnerinnen und Gönner ihren Jahresbeitrag zugunsten des Umbaus grosszügig aufgerundet.»

diesen beiden Gebäuden wird ein vergrösserter und modernisierter Bereich Akutmedizin mit Schwerpunkt in der Intensivmedizin und operativen Medizin sein. Die Intensivpflegestation (IPS) wird von 8 auf 16 Betten vergrössert. Hinzu kommen zwei neu geschaffene akutmedizinische und eine postoperative Station. Das neue Konzept der IPS beinhaltet eine «mitheilende» Umgebung, in der unter anderem viel Ruhe, eine wohnliche Einrichtung und spezielles Licht dafür sorgen, dass die Patienten ihre Orientierung besser behalten

und Unruhezustände sehr viel seltener mit Medikamenten behandelt werden müssen. Das Konzept ist für Querschnittgelähmte speziell sinnvoll, da ihre Aufenthaltsdauer auf der IPS im Durchschnitt deutlich länger ist. Diverse Rochaden nötig In rund einem Jahr werden die Erweiterungsbauten abgeschlossen sein. Dann beginnen die Umbauten der bestehenden Räumlichkeiten, insbesondere der beiden Bettentrakte «Ost» und «Süd». Trotz der intensiven Bauarbeiten wird der Klinikbetrieb vollumfäng-

Grosse logistische Herausforderung Zurzeit herrscht auf der Baustelle in Nottwil Hochbetrieb. Die Dimensionen des grössten Umbaus seit Bestehen des SPZ erweisen sich als eindrücklich. «Rund 80 Firmen sind daran beteiligt und gegen 150 Personen arbeiten hier täglich auf der Grossbaustelle», erklärt Bauleiter Franz Ineichen. Zudem sind neben ihm 35 weitere Fachplaner involviert. «Der Erweiterungsbau bedeutet eine grosse planerische und logistische Herausforderung.» Mit dem Neubau, dem sogenannten Nordtrakt, vergrössert sich das SPZ flächenmässig um rund einen Drittel. Der Rohbau wurde fertiggestellt, nun folgt der Innenausbau. «Fenster, Fassaden, elektrische Anlagen, sanitäre Installationen, Heizung, Lüftung und so weiter – bis Ende Jahr sollten wir damit fertig sein», sagt Franz Ineichen. Der Nordtrakt schliesst an den bestehenden Nordwesttrakt an, der momentan komplett umgebaut wird. «Herzstück» in Nordtrakt. Hier entsteht eine der zwei akutmedizinischen Bettenstationen. Die Arbeiten dauern bis voraussichtlich Februar 2018.

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lich aufrechterhalten. «Wenn die bestehenden Trakte saniert werden, sind Rochaden nötig», sagt Josef Husmann, Leiter Beschaffung und Logistik am SPZ. Wird etwa eine Bettenstation renoviert, muss für diese Zeit die ganze Abteilung verlegt werden. Chance für Hightech Der gesamte Erweiterungs- und Umbau wird 2020 abgeschlossen sein. «Wir sind terminlich auf Kurs», sagt Bauleiter Franz Ineichen. Die budgetierten 150 Millionen Franken fliessen in die Räumlichkeiten sowie die bauliche Infrastruktur. Die nächste Herausforderung ist deren Ausrüstung mit modernsten Therapie- und Medizingeräten: Innovative Medizintechnik und Therapierobotik, die über eine standardmässige Einrichtung hinausgehen und die derzeit beste Behandlung und Therapie ermöglichen, bedeuten zusätzliche Investitionen. Die Schweizer ParaplegikerStiftung ist für eine Unterstützung hierfür durch Spenden sehr dankbar. Ein erstes Projekt ist der sogenannte MedikamentenRoboter, der für die neue Apotheke im SPZ vorgesehen ist (siehe Seite 15).

Dr. med. Hans Peter Gmünder ist Direktor des Schweizer Paraplegiker-Zentrums. Er verantwortet das grösste Bauvorhaben seit der Eröffnung der Spezialklinik vor 27 Jahren.

«Wir müssen jetzt über Hightech reden» Hans Peter Gmünder, die neuen Räume werden mit innovativster Medizintechnik und Therapierobotik ausgestattet. Wie helfen diese Geräte im Schweizer Paraplegiker-Zentrum? Indem robotische Assistenztechnologien laufend weiterentwickelt werden, ist ein immer grösserer Nutzen für den Patienten spürbar. So ist ein Exoskelett heute ein Therapiegerät, morgen ein ergänzendes Fortbewegungsmittel und übermorgen können wir in Verbindung mit Elektrostimulationen und Steuerungssystemen durch Gedanken, sogenannte Gehirn-Schnittstellen, den Rollstuhl vielleicht sukzessive ersetzen. Ebenfalls vielversprechend sind die Fortschritte in der Medizintechnik. Ein Medikamenten-Roboter beispielsweise kann die Abläufe vereinfachen, was mehr Zeit und mehr Sicherheit für Patienten bedeutet. Die vielen Vorteile von Hightech-Geräten der neusten Generation helfen schliesslich, unsere international hervorragende Reputation als führende Spezialklinik zu festigen; was uns natürlich wiederum verpflichtet, die beste und innovativste Technologie anzubieten. Können oder müssen solche Investitionen überhaupt rentieren? Aus Sicht des Individuums «rentiert» selbstverständlich eine erhöhte Medikationssicherheit oder eine durch Robotersysteme verbesserte Fortbewegungsmöglichkeit im Alltag. Aus Sicht einer Gesellschaft, die sich an ethischen Normen orientiert, ist eine «soziale» Rentabilität bei diesen Themen ebenfalls gegeben. Schwierigere Fragen stellen sich bei einer ökonomischen Betrachtungsweise: Was darf ein Gewinn an Mobilität und Selbstständigkeit, also Lebensqualität, letztlich kosten? Wie viel ist ein gerettetes Menschenleben durch Vermeidung eines schweren Medikationsfehlers wert? Derartige Anschaffungen werden deshalb sehr ausführlich mit den Aufsichtsgremien der Klinik unter Einbezug von Vertretern der Schweizer ParaplegikerStiftung diskutiert. Welche Innovationen werden momentan diskutiert? Querschnittgelähmte Patienten sollen in Nottwil die bestmögliche sinnvolle Behandlung erhalten können. Das aktuelle Bauprojekt gibt uns die Chance, jetzt die Technik dazu zu evaluieren. An Hochschulen, in Forschungslaboren, in Denkfabriken und in Technologieunternehmen auf der ganzen Welt wird jeden Tag an spannenden Ideen getüftelt, wie Maschinen Menschen helfen können. Deshalb diskutieren auch wir über Hightech-Robotik, so zum Beispiel für die Patientenzimmer, auf der Intensivpflegestation, in den Operationssälen und für die Therapien.

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Ein Roboter für die Apotheke Bald wird ein Medikamenten-Roboter die Tabletten und Pillen für jeden Patienten im Schweizer Paraplegiker-Zentrum bereitstellen. Die Erwartungen sind hoch. Text: Manuela Vonwil | Foto: Walter Eggenberger

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alentin Habermacher, Leiter der Apotheke, und seinem siebenköpfigen Team bleiben acht Monate, um sich auf ihren «Arbeitskollegen» vorzubereiten: Ein Roboter, der 90 Prozent aller verordneten Medikamente individuell für 150 stationäre Patienten abpacken wird. Dazu holt er die von ihm zuvor aus den Mehrpackungen exakt ausgeschnittenen Einzeldosen an Tabletten oder Kapseln aus dem Lager, findet verschriebene Ampullen, Fertigspritzen, Sirup-Portionen oder Zäpfchen und stellt die codierten Produkte korrekt dosiert zusammen, durchschnittlich zehn Dosen pro Patient und Tag. Beauftragt wird er vom behandelnden Arzt, der die Verordnung auf der Station in den Computer tippt. Wird das Medikament schliesslich verabreicht, registriert die Pflegefachperson mittels Barcode auch diesen

Schritt. Der Roboter und die damit einhergehende konsequente Dokumentation stellen sicher, dass die Mitarbeiter der Apotheke, die Ärzte und das Pflegefachpersonal durchgängig über die bestellten und verabreichten Medikamente informiert sind. Patientensicherheit erhöhen «Da die Klinikerneuerung einen anderen Standort für unsere Apotheke vorsieht, nutzten wir die Gelegenheit, die Investition in einen Medikamenten-Roboter zu prüfen», erklärt der Apotheker die HightechAnschaffung. Die Erwartungen an den Automaten der neusten Generation sind hoch. «Der Roboter wird unsere Arbeit schneller und kostengünstiger machen sowie, in unseren Augen die wichtigste Anforderung, das Risiko von Medikationsfehlern massiv

verringern», sagt Valentin Habermacher. Offizielle Schätzungen gehen davon aus, dass 5 bis 10 Prozent der in der Schweiz hospitalisierten Patienten einen Medikationsfehler erleben, 30 bis 40 Prozent davon sind gravierend. Die Folgekosten werden schweizweit mit 70 bis 100 Millionen Franken beziffert. Arbeit positiv verändern Noch liefert das Apotheken-Team die bestellten Medikamente an die Apotheken auf den Stationen, wo das Pflegefachpersonal die Arzneien für den Patienten gemäss Verordnung zusammenstellt und im Computer erfasst. Aus Sicht von Valentin Habermacher wird der Roboter die Arbeit in der Apotheke positiv verändern: «Da wir künftig sehen, was ein Patient verordnet erhält, werden wir mit unserem pharmazeutischen Wissen die ärztlichen Verordnungen kritisch überprüfen können.» Noch stärker werden die Pflegefachkräfte auf den Stationen die Veränderung wahrnehmen: Sie können eine aufwändige Routinearbeit dem Roboter anvertrauen und die dadurch gewonnene Zeit ihren Patienten widmen.

Ihre Spende fliesst zu 100 Prozent in Innovation Im Zuge der aktuellen Erweiterung und Erneuerung wird die Spezialklinik mit innovativen medizinischen Geräten ausgestattet. Ein erstes wichtiges Projekt ist der rund eine Million Franken teure Medikamenten-Roboter, der das Schweizer ParaplegikerZentrum europaweit zu einer Referenz in der Apothekenautomatisierung macht und wesentlich zur Erhöhung der Patientensicherheit beiträgt. Seien Sie mit Ihrer Spende Teil der Innovation. Wir garantieren, dass jede Spende im vollen Umfang in die Anschaffung des Roboters fliesst. Roboter-Produktion. Valentin Habermacher, Leiter Apotheke, und Dr. med. Dragan Stojanov, Ärztlicher Leiter Apotheke, halten ein Ansichtsmuster der einzeln abgepackten Medikamente in den Händen. In acht Monaten wird der Roboter diese für jeden Patienten genau so zusammenstellen.

11:35

Wir danken für Ihre Spende Schweizer Paraplegiker-Stiftung PC Konto 60-147293-5 IBAN Nr. CH14 0900 0000 6014 7293 5 Zweck: Medikamenten-Roboter


«Wenn ich tanze, vergesse ich alles»

Schwungvoll. Mit ihrem Tanzpartner Jean Vicino übt Stéphanie Combrement Pirouetten und virtuose Figuren.


PORTRÄT

Ein schwerer Motorradunfall machte Stéphanie Combrement 2004 zur Paraplegikerin. Die Mutter einer vierjährigen Tochter wusste nicht, wie sie ihr Schicksal verkraften sollte und verlor jeglichen Lebensmut. Am absoluten Tiefpunkt beschloss die heute 42-jährige Freiburgerin zu kämpfen.

Text: Robert Bossart | Fotos: Walter Eggenberger

Vertraut. Regelmässig trifft sich Stéphanie Combrement mit ihren Eltern, die im benachbarten Haus wohnen.

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ie dreht und dreht und dreht: Stéphanie Combrement wirbelt in ihrem Rollstuhl herum, als gäbe es nichts Einfacheres auf der Welt. Anmutig und elegant bewegt sie sich zusammen mit ihrem Tanzpartner Jean Vicino über die Tanzfläche. Fast vergisst man, dass da jemand im Rollstuhl sitzt. So leicht und schwebend sind die Bewegungen. Am eindrücklichsten ist aber ihr Gesicht. Es strahlt so sehr, dass es ansteckend wirkt. «Wenn ich tanze, vergesse ich alles. Sogar, dass ich gelähmt bin.» Wenn Stéphanie nicht tanzt, sieht die Realität anders aus. «Heute geht es mir gut», sagt sie zwar, fügt aber an: «Super glücklich bin ich nicht.» Die Westschweizerin lebt mit ihrer 16-jährigen Tochter Marie in einer kleinen Blockwohnung in Villars-sur-Glâne bei Freiburg. Drei Abende pro Woche arbeitet sie im Telemarketing für die Zeitung «La Liberté». Tagsüber macht sie, so gut es geht, den Haushalt. Das, was sie nicht selber bewältigen kann, erledigt ihre Mutter, die zusammen mit Stéphanies Vater im Nachbarhaus wohnt. Schmerz als ständiger Begleiter Stéphanie Combrement sitzt am Küchentisch und raucht eine Zigarette. Klar, das Leben im Rollstuhl sei kein einfaches, beginnt sie zu erzählen. Aber damit habe sie sich abgefunden. Zu schaffen machen ihr die chronischen Schmerzen im Rücken und die Spastiken, unkontrollierte Zuckungen in den Beinen. Von sieben Uhr morgens bis elf Uhr nachts sitzt sie in ihrem Rollstuhl. Häufig mit dabei ist der Schmerz. Manchmal, wenn sie viel zu tun hat, kann sie ihn vergessen. Hin und wie-

der legt sie sich aufs Sofa und schläft für ein paar Stunden. «Das hilft», sagt sie. Immer wieder gibt es Tage, an denen es ihr richtig schlecht geht. Und sie es kaum aushält. So zu leben sei nicht einfach. Ein ständiger Kampf. «Es braucht viel Kraft, um sich nicht von den Schmerzen zermürben zu lassen.» Stéphanie drückt die Zigarette aus. «Aber ich finde immer einen Weg zurück.» Ein Kaffee und ein gutes Gespräch mit einer engen Freundin bringen sie auf andere Gedanken. Dann könne sie wieder mal so richtig lachen. Denn eigentlich verfüge sie über einen fröhlichen, enthusiastischen Charakter. Diese

positive Wesensart ist ihr vor zwölf Jahren abhandengekommen. Die 29-Jährige sass hinten auf dem Motorrad. Vorne steuerte ihr damaliger Freund und fuhr den Pass «Vue des Alpes» hinunter. Plötzlich bog unmittelbar vor ihnen ein entgegenkommendes Auto links ab. Das Motorrad krachte mit voller Wucht in den Wagen. Sie schleuderte durch die Luft und knallte auf den Rücken. Er verletzte sich an den Knien. Im Schockzustand Bereits im Rettungshelikopter merkte sie, dass sie ihre Beine nicht mehr bewegen konnte.

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Liebevoll. Ihre beiden Katzen haben stets Hunger und lieben es, gestreichelt zu werden.

Abenteuerlich. Das Gefühl, mit dem Skibob den Berg hinunterzufahren, sei wundervoll, versichert die 42-jährige Westschweizerin.

Die junge Frau wurde direkt in das Schweizer Paraplegiker-Zentrum (SPZ) nach Nottwil geflogen, wo sie am Rücken operiert wurde. Einundzwanzig Tage lag sie im künstlichen Koma, ihr Körper hatte mit hartnäckigen Entzündungen zu kämpfen. Es sei nicht klar gewesen, ob sie überlebe, schildert Stéphanie Combrement. «Ich erwachte und hatte extrem Hunger. Ich ass mit den Händen, weil ich vergessen hatte, wie man Besteck benutzt.» Als sie erfuhr, dass sie querschnittgelähmt sei und nie mehr laufen würde, war sie schockiert. «Ich dachte: ich sicher nicht.» Die sechs Monate dauernde Erstrehabilitation war eine schwierige Zeit für die Westschweizerin. Es gab sprachliche Barrieren, zudem wohnten ihre nächsten Angehörigen weit weg. Vor allem konnte sie ihr Schicksal nicht akzeptieren. Am

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schlimmsten war es, als sie nach Hause zurückkehrte. Immer wieder musste sie weinen, konnte es einfach nicht fassen. Der Rollstuhl war das eine. Weitaus mehr Mühe bereitete ihr der Umstand, dass sie Darm und Blase nicht mehr kontrollieren konnte. Ihre Mutter musste ihr in der ersten Zeit behilflich sein. Ihre Intimsphäre konnte sie vergessen. Radikal die Richtung geändert Damit nicht genug: Die Beziehung zu ihrem Freund, dessen Verletzungen wieder verheilten, war problematisch. Er fühlte sich schuldig, sie war auf seine Hilfe angewiesen. Nach wenigen Monaten trennten sich die beiden. Auch für ihre vierjährige Tochter Marie war die Situation schwierig. Zuerst wohnte sie bei ihrem leiblichen Vater, später schaute Stéphanies Mutter tagsüber zu ihr.

«Für mich war es unerträglich zu sehen, wie sie hinfiel und ich ihr nicht helfen konnte», sagt Stéphanie. Auch Marie hatte Schwierigkeiten, sich mit der neuen Situation zurechtzufinden. «Zu sagen, dass die eigene Mutter im Rollstuhl sitzt, schaffte sie nie. Auch heute nicht.» Es folgte der absolute Tiefpunkt. Eine Druckstelle am Gesäss, ein sogenannter Dekubitus, machte ihr so sehr zu schaffen, dass sie vier Wochen lang im SPZ verbringen musste – liegend. Die Ärzte warnten vor einer Blutvergiftung. Hatte sie Angst zu sterben? Stéphanie Combrement lacht. «Nein, ich hatte damals Lust zu sterben. Ich wollte mir nicht mehr helfen lassen.» Bis es irgendwo in ihr drin «klick» machte. Und sie radikal die Richtung änderte. «In diesem Moment habe ich entschieden, zu leben.


PORTRÄT

«Es braucht viel Kraft, sich nicht von den Schmerzen zermürben zu lassen» Und zu kämpfen», erklärt sie. Warum dieser plötzliche Wandel? «Vor allem wegen meiner Tochter.» Sie habe ihr den Mumm gegeben, wieder nach vorne zu schauen. Wieder eine Zukunft zu sehen. Beschwerliche Jobsuche Heute ist Stéphanie Combrement heilfroh, dass sie aus dieser Negativspirale rausgekommen ist. Ende gut, alles gut? Sie schüttelt den Kopf. Immer noch besteht ihr Alltag aus viel Kampf und etlichen Schwierigkeiten. Finanziell kommt sie gerade so über die Runden. Zwar erhält sie eine Rente der Invalidenversicherung und Alimente von Maries Vater. Auch die nötigen Umbauten in der Küche und im Bad wurden finanziert. Von der Schweizer Paraplegiker-Stiftung (SPS) hat sie via die Direkthilfe Geld für ein behindertengerechtes Auto bekommen. Ihr Job bringt ihr hingegen nur einen kleinen finanziellen Zustupf. Die gelernte Coiffeuse hat beruflich einige

Höhen und Tiefen erlebt. Vor ihrem Unfall arbeitete sie als Hôtesse d’acceuil – Empfangshostess – bei einem Grossverteiler. Nach der Rehabilitation war sie im gleichen Unternehmen im Büro tätig. Dann gab es Restrukturierungen, bis sie schliesslich arbeitslos wurde. Zwei Jahre lang suchte sie vergeblich nach einer Stelle. «Da ich nur zwanzig Prozent arbeiten kann, war es schwierig, etwas zu finden.» Schliesslich erhielt sie den Abendjob bei «La Liberté». Ideal sei das für sie als Mutter nicht, aber zumindest habe sie tolle Kolleginnen im Büro. «So macht es auch Spass.» Freude am Rudern und Skifahren Letzten Winter wagte sie sich auf einen Skibob. «Ein wundervolles Erlebnis. Das werde ich diese Saison weiterverfolgen», versichert sie. Im Sommer rudert sie regelmässig auf dem Schiffenensee. «Auf dem Wasser zu sein, die tolle Kulisse um mich herum mit all den Geräuschen: einfach unbeschreiblich.

Und einfach nur rudern, rudern, rudern. Das gibt mir eine grosse Befriedigung.» Froh ist Stéphanie darüber, dass sie für die regelmässigen Kontrollen nicht nach Nottwil, sondern nach Lausanne gehen kann. In den Räumlichkeiten der «Site Plein Soleil» hat das SPZ ein Ambulatorium für querschnittgelähmte Menschen eröffnet. Rollstuhlfahrer aus der Westschweiz können zur Jahreskontrolle kommen und erhalten Hilfe bei gesundheitlichen Problemen. Betreut werden sie von einem Team des SPZ, bestehend aus einem Arzt und je einer Physio- sowie Ergotherapeutin und einem Urologen. «Das ist für mich praktisch, zudem bekomme ich bei gesundheitlichen Problemen rasch und unkompliziert die richtige Hilfe.» Tanzen als Glückselixier Gute Freunde, die Eltern in unmittelbarer Nähe und die Beziehung zu ihrer Tochter, die zwar «anspruchsvoll», aber wertvoll und schön ist: All das hilft ihr, mit dem Leben einigermassen klarzukommen. Das grösste «Glückselixier» ist aber der Rollstuhltanz. Nur schon, wenn Stéphanie Combrement darüber spricht, funkelt es in ihren Augen. Als ihre Geschichte vor drei Jahren in einem Musical aufgeführt wurde, tanzte sie erstmals auf der Bühne, zusammen mit ihrem Tanzpartner Jean Vicino. Seither trainiert sie regelmässig mit ihm in seiner Tanzschule in Farvagny (FR). Gemeinsam treten sie an Tanzfesten und Partys auf. Die beiden geben auch Rollstuhl-Tanzkurse. «Vor dem Unfall habe ich nie getanzt», gibt Stéphanie Combrement zu. Heute hingegen kann sie sich ein Leben ohne nicht mehr vorstellen. «Am liebsten würde ich den ganzen Tag, mein ganzes Leben nur noch tanzen.»

Aktiv. Drei Abende pro Woche arbeitet Stéphanie Combrement im Telemarketing der Zeitung «La Liberté» in Freiburg.

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REPORTAGE

Ausblick. Wie geht es weiter, was kommt noch? Der ehemalige Winzer Ruedi Hartmann auf seinem Rebberg in Schinznach Dorf (AG)


Rollstuhl alt werden

Mit dem

Jeder dritte Rollstuhlfahrer in der Schweiz ist über sechzig Jahre alt, die Lebenserwartung stieg in den letzten Jahren stark an: Zum Glück gehört heute Altwerden auch für querschnittgelähmte Menschen zur Normalität. Einfach ist dies jedoch nicht. Alterskrankheiten, viele Medikamente, mehr Schmerzen, zunehmende Hilfsbedürftigkeit und weniger Selbstständigkeit machen vielen das Leben schwer.


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Text: Robert Bossart | Fotos: Walter Eggenberger

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er querschnittgelähmt ist, hat eine ähnlich hohe Lebenserwartung wie Menschen ohne eine körperliche Behinderung. Noch vor fünfzig Jahren starben Querschnittgelähmte bereits in jungen Jahren, da es spezifische Behandlungen und Rehabilitation nicht gab. Heute hat sich die Situation dank der medizinischen Fortschritte grundlegend geändert. Die moderne Akutmedizin, ganzheitliche Rehabilitation und lebenslange Begleitung, die die Schweizer ParaplegikerStiftung in Nottwil mit ihrem Leistungsnetz sicherstellt, trägt massgebend dazu bei, dass Rollstuhlfahrer körperlich gesund bleiben. Dennoch stellt der Alterungsprozess Querschnittgelähmte vor besondere Herausforde-

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rungen. Die vielen Jahre im Rollstuhl fordern ab einem gewissen Alter ihren Tribut. Stichworte dazu sind unter anderem Muskelverlust oder die Abnützung der Schultergelenke. Wenn Kraft und Beweglichkeit abnehmen, wirkt sich das auf die Selbstständigkeit und Unabhängigkeit aus. Die altersbedingten Einschränkungen haben entsprechend gravierendere Auswirkungen als bei älteren Menschen ohne Querschnittlähmung. Wie erleben Querschnittgelähmte ihr Älterwerden und welche Vorkehrungen treffen sie? Felix Anderau hat gerade die erste altersbedingte Behandlung hinter sich. Der 69-Jährige wurde an der Schulter operiert und verbrachte drei Monate im Schweizer Paraplegiker-

Zentrum zur Therapie. Zudem leidet er seit zwei Jahren an einer Nierenunterfunktion und ist auf die Dialyse angewiesen. Angst vor der Zukunft Trotz seiner Querschnittlähmung ist Felix Anderau zufrieden. Er hatte einen interessanten Beruf als Konstrukteur, den er bis kurz vor seiner Pensionierung ausübte. «Ich habe ein erfülltes Leben. Früher segelte ich auf dem Murtensee, heute mache ich Regatten mit meinem selbst gebauten Modellsegelboot. Auch sind meine Frau und ich viel


REPORTAGE 1 Musse. Wenn die chronischen Schmerzen nicht allzu stark sind, vertieft sich der 74-jährige Ruedi Hartmann gerne in die Lektüre einer Zeitung. 2 Beweglichkeit. Nach einer altersbedingten Schulteroperation erlangt der 69-jährige Felix Anderau mithilfe der Therapie am Schweizer Paraplegiker-Zentrum wieder möglichst viel Beweglichkeit zurück.

Altersmedizinische Sprechstunde im SPZ: Im Herbst 2016 wurde am Schweizer Paraplegiker-Zentrum (SPZ) die neue altersmedizinische Sprechstunde «Geronto-Paraplegiologie» eingeführt. Der Alterungsprozess setzt bei Querschnittgelähmten in verschiedenen Bereichen früher ein. Osteoporose wird bereits rund fünf Jahre nach dem Unfall zum Thema. Durch den intensiven Gebrauch der Arme treten Schulterprobleme auf. Auch Arterienverkalkung und Herz-Kreislauf-Erkrankungen beschäftigen Rollstuhlfahrer deutlich früher als nichtgelähmte Menschen. «Der Muskelabbau schreitet rascher voran, wodurch es in Verbindung mit Alterskrankheiten und zahlreichen Medikamenten mit Nebenwirkungen zu Gebrechlichkeit kommen kann. Zudem steigt durch das dünner werdende Fettgewebe die Gefahr von Druckstellen am Gesäss. Ein Teufelskreis kommt ins Rollen», erklärt Dr. med. Hans Peter Gmünder, Direktor des SPZ und internistischer Geriater. Deshalb sei es wichtig, dass den Betroffenen möglichst gezielt geholfen werden kann.

Im Vordergrund: 1. Mehrfacherkrankung und Polymedikation

2

gereist. Jetzt machen wir kleinere Ausflüge.» Vor 42 Jahren wurde der Murtner (FR) durch einen Motorradunfall zum Paraplegiker. Er wohnt mit seiner Frau in einem rollstuhlgängigen Haus in Südfrankreich. Er sei gerne unabhängig, deshalb mache es ihm schon etwas Angst, wie die Zukunft aussehen werde. «Ich merke, dass vieles nicht mehr so leicht geht wie früher. Meine Frau übernimmt meine Pflege, denn ich benötige doch etliche Hilfe. Sobald es ihr zu viel wird, werden wir Leistungen der Spitex in Anspruch nehmen. Wenn ich abgesehen

Ältere Querschnittgelähmte haben aufgrund mehrerer Gebrechen im Laufe der Jahre vom Hausarzt und von Fachärzten diverse Medikamente verschrieben bekommen. «Ein zu grosser ‹Medikamentenmix› kann wiederum zu gesundheitlichen Problemen führen. Zusammen mit diesen Menschen und ihren Angehörigen schauen wir das genau an und wägen ab zwischen Nutzen und Risiken», sagt Hans Peter Gmünder. «Es wird strukturiert geprüft, welche Bedeutung die einzelnen Krankheiten haben, welchen genauen Nutzen die Medikamente für die Betroffenen in ihrer Lebenssituation bringen. Dann wägen wir ab, was angepasst oder sogar weggelassen werden kann. Eine Absprache mit dem Fachspezialisten des Ambulatoriums im SPZ und dem Hausarzt bildet die Grundlage.» 2. Gedächtnis und Demenz Wenn zusätzlich zu den körperlichen Einschränkungen Störungen des Gedächtnisses auftreten, ist das besonders problematisch. «Nicht selten sind wiederum Medikamente mitverantwortlich», erklärt der Klinikdirektor. In einer Memory-Klinik fehle das spezifische Wissen über Querschnittgelähmte. «Darum ist es ideal, wenn sie hier im SPZ untersucht werden. Wir haben Neuro-Psychologie, Neurologie, Radiologie und Geriatrische Medizin – alle nötigen Bausteine für eine präzise Abklärung sind vorhanden.» Nach diesen Untersuchungen kann die Überweisung in eine wohnortnahe Memory-Klinik sinnvoll sein. 3. Muskelverlust und Gebrechlichkeit Verminderte Beweglichkeit schränkt die Mobilität und damit die Teilhabe am sozialen Leben ein. «Es beginnt ein Teufelskreis aus Aktivitätsverlust, Muskelabbau, Erschöpfung, Gewichtsverlust und Instabilität. Deshalb muss der Autonomieverlust infolge verminderter Beweglichkeit und Alterskrankheiten frühzeitig erkannt und behandelt werden», sagt Hans Peter Gmünder. Unter anderem geht es um eine angepasste Ernährung, um Aktivierung, bewegungs- und sporttherapeutische Programme, aber auch den vermehrten Einsatz von Hilfsmitteln und professionelle Pflege.


REPORTAGE Freude. Ein selbst gebackener Apfelkuchen und ein feiner Kaffee: Ruedi Hartmann geniesst mit seiner Partnerin Hanni Merz die schönen Seiten des Lebens.

davon einen zufriedenen Alltag lebe, habe ich keine Mühe damit.» Immer wieder erlebt er Momente, in denen es ihm schlecht geht, wegen der Schulterprobleme oder der Nieren. «Dann bin ich nur schon froh, wenn ich einfach so, ohne grössere Beschwerden bei uns auf der Terrasse sitzen und mit den Hunden spielen kann. Ich habe gelernt, mit wenig zufrieden zu sein. Das hilft mir auch beim Älterwerden.» Ein fast normales Rentnerleben Der 74-jährige Ruedi Hartmann hat abgesehen von chronischen Schmerzen noch keine nennenswerten Einschränkungen wegen seines Alters. Die Transfers vom Bett in den Rollstuhl und ins Auto schafft er ohne fremde Hilfe. Fast jeden Tag kocht er für sich und seine Lebenspartnerin. Zudem unternimmt er, wenn es das Wetter zulässt, längere Ausflüge mit dem motorisierten Zuggerät, dem Swiss-Trac. «Das tut mir gut, zudem spüre ich

dann die Schmerzen weniger.» Seit er sechzig ist, hat er mit ihnen zu kämpfen. «Das frisst viel Energie und vermindert die Lebensqualität.» Ansonsten führt der ehemalige Winzer, der mit 58 Jahren durch einen Sturz zum

Paraplegiker wurde, ein einigermassen gutes Leben. Einschränkungen bereiten die ständigen, oft sehr starken Schmerzen. Das Älterwerden macht ihm keine Angst. «Als Rollstuhlfahrer musste ich lernen, im Moment

Para Help: Suche nach passender Wohnform Regula Kraft Koordinatorin Alter und Wohnen

«Wichtig ist, sich frühzeitig über Wohnmöglichkeiten im Alter zu informieren»

Bei älteren Querschnittgelähmten ist die Wohnsituation zentral. Die Selbstständigkeit nimmt ab, die Angehörigen kommen mit der Pflege an ihre Grenzen. Manche Rollstuhlfahrer können nicht mehr selber Auto fahren, der öffentliche Verkehr ist aber nicht immer zugänglich, Einkaufsmöglichkeiten sind weit entfernt. «Viele ältere Rollstuhlfahrer stehen vor solchen Herausforderungen und suchen nach Hilfe», sagt Regula Kraft von ParaHelp, die in enger Zusammenarbeit mit dem Schweizer Paraplegiker-Zentrum für die ambulante pflegerische Beratung und Nachbetreuung querschnittgelähmter Menschen zu Hause sorgt. Deshalb wurde vor zwei Jahren die Koordinationsstelle «Alter und Wohnen» ins Leben gerufen. «Wir klären die individuellen Bedürfnisse und suchen nach einer passenden Lösung», sagt Regula Kraft. ParaHelp verfügt über ein Netzwerk an Partnerinstitutionen mit unterschiedlichen Wohnformen für Senioren in der Schweiz. Die Pflegefachpersonen in diesen Institutionen werden von ParaHelp für die Bedürfnisse älterer Querschnittgelähmter spezifisch geschult. «Wichtig ist, dass sich Rollstuhlfahrer und Angehörige frühzeitig um dieses Thema kümmern, da es nicht immer einfach ist, kurzfristig einen Platz in einer Pflegeeinrichtung beziehungsweise eine adäquate Wohnform zu finden», betont Regula Kraft. Weitere Informationen und Newsletter abonnieren: parahelp.ch


Daten aus der Forschung Die Schweizer Paraplegiker-Forschung (SPF) beschäftigt sich intensiv mit der Thematik Alter. 2012 haben an der erstmals durchgeführten Befragung im Rahmen der Schweizer Kohortenstudie für Querschnittgelähmte (SwiSCI) 1922 Betroffene teilgenommen. Die von der SPF untersuchten Daten ergaben, dass 31 Prozent über 60 Jahre alt sind. Aus der Studie geht unter anderem hervor, dass sich bei den 61- bis 75-Jährigen jede zweite Person selbstständig, ohne fremde Hilfe oder elektrische Hilfsmittel, fortbewegen kann. Von den über 75-Jährigen sind nur noch 23 Prozent dazu in der Lage. Bei Erkrankungen sind es insbesondere die chronischen Schmerzen, die im Alter zunehmen. Leiden bei den 16- bis 30-Jährigen 54 Prozent daran, so sind es bei Querschnittgelähmten über 61 Jahre 74 Prozent. Die Ergebnisse zeigen ein umfassendes Bild der Lebenssituation, Probleme und Versorgungslücken querschnittgelähmter Menschen. Sie dienen als Grundlage für vertiefte Analysen sowie der Erarbeitung von Lösungen. 2016 wurde zusätzlich eine gross angelegte und durch den Schweizerischen Nationalfonds finanzierte Studie zur Situation der Angehörigen durchgeführt, um auch wichtige Aspekte für das gemeinsame Älterwerden berücksichtigen zu können. Weitere Informationen: paraplegie.ch/forschung

zu leben.» Dennoch hat er für später vorgesorgt. Zusammen mit seiner Partnerin wohnt er seit ein paar Jahren in einer Alterswohnung in Schinznach Dorf (AG), die unmittelbar neben dem Altersheim liegt. Falls nötig, kann er dereinst diverse Dienstleistungen beanspruchen. «Ich habe damit zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Ich wohne dort, wo ich aufgewachsen bin und profitiere von der Nähe zum Alters- und Pflegeheim.» Partnerin soll nicht Pflegerin werden Die Wohnsituation hat auch für seine jüngere Partnerin Vorteile. «Ruedi und ich haben abgemacht, dass nicht ich ihn pflegen werde, wenn es nötig wird», sagt Hanni Merz. Beide wollen ihre Beziehung nicht durch eine solche Abhängigkeit belasten. «Die Kraft in den Armen hat etwas nachgelassen, aber ansonsten geht es mir ziemlich gut», sagt Ruedi Hartmann. «Ich wünsche mir einfach, noch möglichst lange gesund zu bleiben.»

François Höpflinger (68) ist Alters- und Generationenforscher. Der emeritierte Titularprofessor für Soziologie ist Mitglied der Leitungsgruppe des Zentrums für Gerontologie an der Universität Zürich. Zu einem seiner Forschungsschwerpunkte gehört das Thema Pflege im Alter.

«Warum nicht einen Orden für 30 Jahre Leben im Rollstuhl?» François Höpflinger, welche Umstände braucht es, damit Menschen – und insbesondere Querschnittgelähmte – im Alter zufrieden sind? Generell sind die wirtschaftliche Absicherung, eine möglichst gute Gesundheit und soziale Integration entscheidend. Wenn diese Punkte erfüllt sind, kann das Wohlbefinden bis ins hohe Alter gross sein. Je älter jemand wird, desto weniger ist er in der Lage, seine körperlichen Einbussen zu kompensieren. Das gilt für Querschnittgelähmte in besonderem Masse. Dann ist eine gute Infrastruktur mit einer geeigneten Wohnsituation und einem guten Versorgungssystem bedeutend. Wenn jemand zunehmend körperlich eingeschränkt und hochbetagt ist: Was braucht er nebst Pflege und Absicherung? Entscheidend kann sein, ob jemand das Gefühl hat, ein erfülltes Dasein gehabt zu haben. Dass man es geschafft hat, so viele Jahre mit der Behinderung zu leben. Es wäre sinnvoll, wenn man diese Resilienz würdigen würde. Warum nicht einen Orden für 30 Jahre Leben im Rollstuhl? Diese Menschen müssten als Vorbilder gelten, auch für nichtbehinderte Menschen. Haben ältere Rollstuhlfahrer gegenüber nichtgelähmten älteren Menschen einen Erfahrungsvorsprung? Möglicherweise. Die Zufriedenheit ist eng verbunden mit der Fähigkeit, die eigenen Ansprüche zu reduzieren. Man muss Hilfe annehmen können. Rollstuhlfahrer wissen vielleicht besser, wie sich das anfühlt und wie man auch mal ein Hilfsangebot ablehnt. Alt zu werden und gelähmt zu sein stellt eine schwere Bürde dar. Besteht nicht die Gefahr, zu vereinsamen und zu verbittern? Eine gewisse Selbstständigkeit sollte erhalten bleiben, gerade auch, wenn man Para- oder sogar hochgelähmter Tetraplegiker ist. Die Betagten sind in der Lage, einzelne soziale Beziehungen zu pflegen, vielleicht eine Katze zu halten. Auf solche Dinge kommt es an. Wichtig ist auch, dass sie zumindest einzelne Dinge selber entscheiden können. Etwa, was man essen will. Deshalb ist es vielleicht sinnvoll, selber zu kochen. Auch wenn es den halben Tag in Anspruch nimmt.

Paraplegie, März 2017

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PRAXIS

«Ich zehre jahrelang von dieser

Ferienwoche»

Rund um die Uhr an einem Beatmungsgerät angeschlossen, jahrelang: Rollstuhlfahrer, die künstlich beatmet werden, kommen kaum aus ihren eigenen vier Wänden heraus. Deshalb ist die Ferienwoche für Betroffene die einzige Möglichkeit für einen Tapetenwechsel. Der bringt nicht nur Abwechslung – sondern vor allem neuen Lebensmut. Text: Robert Bossart | Fotos: Ratko Photography 1

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ir lachen miteinander, machen Spiele und sprechen über gemeinsame Probleme.» Die 56-jährige Theres Abächerli wohnt seit ihrem 35. Lebensjahr in einer Betagtensiedlung, sitzt im Rollstuhl und muss künstlich beatmet werden. «Ich zehre jahrelang von dieser Ferienwoche.» Das Sprechen fällt ihr schwer. Die Freude ist dennoch spürbar. Es sei doch wichtig, mal rauszukommen. Gion Erni sieht es genauso. «Das Schöne war für mich, wieder einmal wegzukommen. Für jemanden, der permanent beatmet werden muss, ist das keine Selbstverständlichkeit», sagt der 65-jährige Davoser. Der Monotonie entfliehen Spass, Geselligkeit, Aktivitäten: Dinge, die im Alltag von Menschen, die aufgrund ihrer Lähmung nicht mehr selber atmen können, wenig Platz haben. Zu beschwerlich, zu eintönig gestaltet sich ihr Leben. Umso willkommener ist für Betroffene eine Ferienwoche, wie sie letzten Herbst in Weiler im Allgäu (D) stattgefunden hat. Sechs Rollstuhlfahrer, sieben Pflegefachpersonen und sechs ehrenamtliche Helfer logierten eine Woche lang in einem einfachen Ferienhaus. Die vielen Betreuungspersonen sind nötig, schliesslich braucht es 24 Stunden professionelle Betreuung. «Es kann jederzeit zu einer lebensbedrohlichen Situation kommen», sagt Nadja Münzel. Die Geschäftsführerin von ParaHelp

26 | Paraplegie, März 2017

ist für die pflegerische Nachbetreuung querschnittgelähmter Menschen zuständig und hat in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Paraplegiker-Zentrum (SPZ) und der Schweizer Paraplegiker-Vereinigung (SPV) die Ferienwoche organisiert. Sicherheit hat oberste Priorität Heikle Momente gab es zum Glück keine. Die Sicherheit hatte oberste Priorität. So blieben die Zimmertüren über Nacht offen, damit die Nachtwache sofort hören konnte, wenn eine Beatmungsmaschine Alarm schlug. «Unsere Verantwortung ist sehr gross», sagt Helene Lustenberger, Beatmungsspezialistin beim SPZ und Verantwortliche der Ferienwoche. Wegen dieser schwierigen Umstände gibt es kaum andere, vergleichbare Angebote für diese Menschen. Das «Sea Life» in Konstanz (D), die Olma in St. Gallen, das Zeppelinmuseum in Friedrichshafen (D): Die Reisegruppe unternahm verschiedene Ausflüge – sehr zur Freude der Teilnehmer. Höhepunkte der Woche waren jeweils die Abende. Helfer, Pflegende und Teilnehmer vergnügten sich mit Gesellschaftsspielen, spielten Karten oder erzählten sich amüsante Geschichten. David Germano, der als Chauffeur mit dem Car der SPV schon viele Reisen mit Rollstuhlfahrern begleitet hat, zeigte sich beeindruckt von der fröhlichen Stimmung: «Das waren die schönsten

Ferien, die ich bisher erlebt habe. Die Lebensfreude, welche die Teilnehmenden ausstrahlten – einmalig.» Grosser pflegerischer Aufwand Für Helfer und Pflegende ist die Ferienwoche mit viel Arbeit verbunden. Die beatmeten Patienten mussten bei jedem Ausflug mittels einer Hebebühne in den speziell ausgerüsteten Car gebracht werden. Medikamente, Ersatzbatterien, Beatmungsgeräte und vieles andere mehr durften nicht vergessen werden. Fehler sind nicht erlaubt. Auch der Pflegeaufwand ist beachtlich: Die Teilnehmer wurden morgens aus dem Bett in den Rollstuhl transferiert, geduscht, wieder ins Bett gebracht, angezogen und erneut in den Rollstuhl gesetzt. Dann folgte die zeitintensive Atemtherapie. «Da die beatmeten Patienten nicht selber husten können, saugen wir die Sekrete ab», erklärt Helene Lustenberger. Beim Frühstück musste fünf Teilnehmern das Essen eingegeben werden. Dann hiess es Zähne putzen, nochmals abhusten. Erst dann konnte der Ausflug in Angriff genommen werden. Ein Aufwand, der sich lohnt, findet Nadja Münzel. «Viele kommen jahrelang nicht aus ihrer Wohnumgebung heraus. Diese Tage sind auch für das psychische Wohlbefinden wichtig. Die Ferien geben den Menschen Lebensmut und Zuversicht.»

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1 Transport. Gion Erni wird mit einer Hebebühne in den Reisecar transferiert. 3 Pflege. Die tägliche Atemtherapie erfordert viel Zeit und pflegerisches Know-how.

2 Genuss. Helen Knuchel zeigt Theres Abächerli die Speisekarte. 4 Ausflug. Die beatmeten Rollstuhlfahrer zeigen sich von der Benediktinerabtei Ottobeuren (D) beeindruckt.

Tiefe Kosten dank ehrenamtlicher Hilfe Die Ferienwoche im Allgäu (D) für künstlich beatmete Rollstuhlfahrer konnte nur dank der Mitwirkung von ehrenamtlichen Helfern realisiert werden. Finanziert wurde sie von der Schweizer Paraplegiker-Stiftung sowie mit Spenden anderer Stiftungen. ParaHelp, eine Tochtergesellschaft der Schweizer ParaplegikerStiftung, sorgt schweizweit in enger Zusammenarbeit mit dem Schweizer Paraplegiker-Zentrum für die ambulante pflegerische Betreuung und Nachbetreuung von Personen mit Querschnittlähmung. Sie hat die Beatmeten-Ferienwoche gemeinsam mit der Schweizer Paraplegiker-Vereinigung organisiert. Weitere Informationen: parahelp.ch

Wir danken für Ihre Spende Schweizer Paraplegiker-Stiftung PC Konto 60-147293-5 IBAN Nr. CH14 0900 0000 6014 7293 5 Zweck: Beatmetenwoche


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HERZLICHEN DANK FÜR IHRE SPENDEN

Spezialmaus aus dem 3D Drucker Vergangenen Dezember konnte ParaWork, ein Fachbereich des Schweizer Paraplegiker-Zentrums, mithilfe von Spenden den lang gewünschten, professionellen 3D Drucker anschaffen. Dieser bietet eine wichtige Trainingsmöglichkeit im beruflichen Integrationsprozess von querschnittgelähmten Patienten, denen die Computertechnologie nach einer Umschulung neue Berufsfelder zu eröffnen vermag. Die Arbeit am Computer verlangt jedoch im Fall eines Tetraplegikers mit eingeschränkter Handfunktion nach einer speziellen Computermaus. Eine solche gibt es im Fachhandel nicht zu kaufen. Mithilfe des neuen 3D Druckers ist ParaWork nun imstande, das

Eigenproduktion. Das unspektakuläre Design täuscht, diese Computermaus aus dem 3D Drucker erfüllt die Anforderungen eines Tetraplegikers: Sie lässt sich aufgrund der eingebauten vier Kugeln einfach führen und hat im Griff eine Klickmöglichkeit für den Daumen.

mit einer speziellen Software designte, unentbehrliche «Hilfsmittel» gleich selber herzustellen. Nach ungefähr acht Stunden ist die Hülle der «Tetramaus» gedruckt; die Elektronik dazu kauft ParaWork extern ein.

Unversehrt und dankbar dafür

Pferdesport mit Spendenziel

René Abächerli ist dankbar, dass er bis heute von einem schweren Unfall verschont geblieben ist. Das sei keineswegs selbstverständlich, findet der Giswiler (OW). Als selbstständiger Naturstein-Pflästerer ist er nämlich häufig auf Baustellen tätig, ein Arbeitsort, der durchaus mit gewissen Risiken verbunden ist. Deshalb hat sich das langjährige Gönnermitglied für eine selbstlose Geste entschlossen: Seine Gäste sollten ihn zu seinem fünfzigsten Geburtstag nicht beschenken, sondern einen Betrag zugunsten der Schweizer ParaplegikerStiftung spenden.

Samantha Wildi, Physiotherapeutin am Schweizer Paraplegiker-Zentrum und passionierte Reiterin, hat erneut zum Willisauer Spendenritt im vergangenen Oktober aufgerufen. 71 Reiter haben sich angemeldet, darunter zwei Menschen mit einer Behinderung. «Wir haben extra das Reglement angepasst, um erstmals auch Reiter mit körperlicher oder geistiger Einschränkung zur Teilnahme einladen zu können. Unsere Absicht war, Hemmungen auf beiden Seiten zu überwinden und sich gemeinsam für einen guten Zweck zu engagieren», erklärt die umtriebige Organisatorin. «Das machte diesen Distanzritt gleichzeitig zu einer kleinen Schweizer Premiere», ergänzt die 35-Jährige bescheiden. Der Ertrag aus Startgeld, Sponsorenbeiträgen sowie dem Verkauf von Getränken und gespendeten Kuchen fliesst in den Direkthilfe-Fonds der Schweizer ParaplegikerStiftung. «Unsere 4400-Franken-Spende soll gezielt für einen hindernisfreien Wohnungsumbau eingesetzt werden», teilt Samantha Wildi den Wunsch ihres Organisationsteams mit.

Spendengeschenk. René Abächerli überreicht Florian Bickel, Mitarbeiter von Gönnermarketing und Fundraising, in Nottwil eine Spende von 1100 Franken für querschnittgelähmte Menschen.

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Direkthilfe. Arthur G. Nick (Mitte) lässt sich vom Leiter Fahrzeugumbau Stefan Baumann (rechts) über die Arbeit der Orthotec informieren, wo unter anderem die Direkthilfe der Diana und Orville Stiftung eingesetzt wird. Die Tochtergesellschaft der Schweizer Paraplegiker-Stiftung baut jährlich rund 300 Autos für Rollstuhlfahrer um. Heinz Frei hat ihn begleitet.

Herr Nick, was ging Ihnen durch den Kopf, als Sie auf unseren Campus fuhren?

«Obwohl Dr. Zäch damals nicht zum Dinner kam» Die Schweizer Paraplegiker-Stiftung (SPS) durfte von der Diana und Orville Stiftung die dritte sechsstellige Spende entgegennehmen. Heinz Frei, Präsident der Gönner-Vereinigung der SPS, hat Arthur G. Nick, Präsident des Stiftungsrats der Diana und Orville Stiftung, in Nottwil getroffen und ihm eine Handvoll Fragen gestellt.

Ich dachte daran, wie Dr. Guido A. Zäch seine geniale Vision vor mehr als 25 Jahren mit diesem Kompetenzzentrum in Nottwil realisiert hat. Man kann seinen übermenschlichen Einsatz nicht genügend hervorheben. Ich erinnerte mich auch an meinen allerersten Besuch im Schweizer Paraplegiker-Zentrum. Der Umgang mit querschnittgelähmten Menschen war mir wenig bekannt. Man möchte sich korrekt verhalten, keine übertriebene Hilfsbereitschaft oder unangebrachtes Mitleid zeigen. Diese eigene Hilflosigkeit habe ich überwunden, als ich erkannte, mit welch mutiger Lebenseinstellung die grosse Mehrheit der Rollstuhlfahrer ihren Alltag meistern.

BRIEFE AN DIE STIFTUNG

Unterstützung, die unmittelbar hilft Ich kann wieder mit Zuversicht in die Zukunft blicken. Sie haben mir mit der Kostenübername des Wohnungsumbaus eine enorm grosse Last abgenommen. Auch hat der Umbau meine Wohnqualität deutlich verbessert, sodass ich hoffentlich noch sehr lange ohne grössere Unterstützung durch Drittpersonen in meiner eigenen Wohnung leben darf. Ich bin Ihnen sehr dankbar für die grosszügige Hilfe. Giorgio Gianola, Lamone-Cadempino TI

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Die finanzielle Belastung machte mir zu schaffen. Seit Monaten bereits führte ich allerlei kleine Aufträge aus, um zusätzliches Geld zu erwirtschaften. Ich wusste, dass die Schweizer Paraplegiker-Stiftung Zweifel hatte, uns zu unterstützen. Nachts wälzte ich mich hin und her und überlegte, was ich noch unternehmen könnte. Wir arbeiten hart daran, unser Leben der Behinderung anzupassen. Dabei gibt es finanzielle Herausforderungen, die wir als junge Familie schlicht nicht

stemmen können. Dann, am 2. Dezember, kam der Brief mit dem positiven Entscheid. Sie haben unserer sechsköpfigen Familie das schönste Weihnachtsgeschenk beschert. Vielen, vielen Dank für Ihren Beitrag zum Wohnungsumbau. C. R., Mönchaltorf ZH Ich danke der Schweizer Paraplegiker-Stiftung von ganzem Herzen für den Beitrag zum Kauf eines Handbikes mit Elektromotor.


ENGAGEMENT

Der ausdrückliche Zweck der Diana und Orville Stiftung ist es, die SPS zu unterstützen. Welche Geschichte steckt dahinter? Lady Diana Dizney, eine äusserst weltoffene, dynamische und gutaussehende Frau, lebte auf einem grossen Anwesen in Caslano im Tessin. Sie war von den Aktivitäten und dem Charisma von Dr. Guido A. Zäch beeindruckt und schrieb ihm Ende der Achzigerjahre, dass sie ihn gerne zum Dinner nach Caslano einladen würde. Dr. Zäch nahm die Einladung nicht an, er war ja damals Tag und Nacht mit dem Bau der Klinik und deren Finanzierung beschäftigt. Auch eine zweite Einladung fruchtete nicht. In dieser Zeit lernte ich Diana Dizney kennen. Sie erzählte mir, dass ihren Einladungen keine Folge geleistet wurde und sie nun beabsichtige, ihre Liegenschaft in ein Erholungsheim für Paraplegiker umzubauen. Sie war damals bereits 85-jährig. Ich erklärte ihr, dass weil ihre Liegenschaft in der Landwirtschaftszone liege ein entsprechender Umbau nicht möglich wäre und empfahl, eine Wohlfahrtsstiftung mit dem Hauptzweck der Unterstützung der SPS von Dr. Zäch zu gründen, was sie im Mai 1993 verwirklichte.

Dieses Gefährt eröffnet mir neue Horizonte. Jetzt kann ich mit meinem Sohn Velorennen machen, lange Spazierfahrten mit meiner Partnerin unternehmen oder ganz einfach ins Dorf zum Einkaufen fahren. Serge Meylan, Le Brassus VD Vor zwei Wochen habe ich endlich meinen neuen Elektrorollstuhl erhalten, den die Schweizer Paraplegiker-Stiftung finanziert hat. Er ist komplett an meine Bedürf-

Diana und Orville Stiftung Lady Diana Dizney (*1904 – †2003) hat die nach ihr und ihrem Ehemann Orville (*1919 – †1988) benannte gemeinnützige Stiftung im Mai 1993 gegründet und seit Anbeginn Querschnittgelähmte in der ganzen Schweiz unterstützt. Im Dezember 2014 haben die Diana und Orville Stiftung und die Schweizer Paraplegiker-Stiftung (SPS) ihre über zwanzigjährige Zusammenarbeit mit einer fondsähnlichen Vereinbarung konkretisiert. Damit prüft nun die SPS die früher an die Diana und Orville Stiftung gerichteten Gesuche und leistet in deren Namen Direkthilfe-Beiträge an einkommens- und vermögensschwache Querschnittgelähmte. Die Diana und Orville Stiftung hat der SPS dazu seit der neuen Vereinbarung gesamthaft 700 000 Franken zur Verfügung gestellt.

Wie kam es, dass sie Ihnen das Vertrauen aussprach und die Verantwortung für ihre Stiftung übergab? Diana Dizney war bis Juni 1997 Präsidentin der Stiftung. Damals bereits 93-jährig wollte sie nicht mehr an Sitzungen teilnehmen. Sie kannte mich seit zehn Jahren und bat mich, das Präsidium zu übernehmen und die Stiftung in ihrem Sinne weiterzuführen. Kennengelernt habe ich Diana Dizney über die Vermittlung einer Schweizer Grossbank,

nisse angepasst, was mir den Alltag zu Hause sowie bei der Arbeit enorm erleichtert. Ihr Verständnis für meine Situation und Ihre Unterstützung machen mein Leben im Rollstuhl um einiges einfacher. Dafür danke ich Ihnen aus tiefstem Herzen. Oussama Fliss, Ecublens VD

welche unsere Anwaltskanzlei ihren Kunden empfahl. Mir war es auch immer ein Anliegen, die Administrationskosten dieser Wohlfahrtsstiftung so tief wie möglich zu halten. Seit vielen Jahren arbeitet das Präsidium dieser Stiftung unentgeltlich. Ich danke Ihnen, Herr Nick, im Namen der Querschnittgelähmten der Schweiz, für Ihre langjährige, wohltätige Unterstützung.

der Rückseite ein kleines Sicherheitsrad hat, kann ich nun meinen Sport ausüben, ohne dauernd befürchten zu müssen, nach hinten umzukippen. Mein vorheriger Rollstuhl war mittlerweile zu alt und unstabil dazu. Welch ein Glück, im Härtefall die Stiftung zur Seite zu haben. Nicolas Arlettaz, Monthey VS

Danke der Schweizer Paraplegiker-Stiftung für die finanzielle Unterstützung beim Kauf des neuen Rollstuhls. Weil dieser auf

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ENGAGEMENT

Planen Sie Ihren Nachlass, bevor es dafür zu spät ist

Viele Gönnermitglieder machen sich Gedanken über eine rechtzeitige Nachlassplanung. Sie wollen nach ihrem Tod geregelte Verhältnisse hinterlassen. Die Schweizer Paraplegiker-Stiftung ist deshalb mit dem grössten unabhängigen Finanzdienstleister, dem VZ VermögensZentrum, eine Zusammenarbeit eingegangen. Gönnermitglieder, die ihren Nachlass mit dem VZ VermögensZentrum planen, profitieren von Vorzugskonditionen.

Kostenlos bestellen:

Testament-Ratgeber Die Schweizer Paraplegiker-Stiftung (SPS) hat zusammen mit dem VZ Vermögens Zentrum einen Testament-Ratgeber verfasst. Diese Sonderausgabe des Gönner-Magazins «Paraplegie» zeigt Ihnen auf, was Sie bei Ihrer Nachlassplanung und beim Verfassen Ihres Testaments besonders beachten sollten. Der Ratgeber bietet Ihnen auch die Möglichkeit, sich beim VZ zu einer Beratung anzumelden – zu speziellen Konditionen: Gönnermitglieder der SPS profitieren von einem kostenlosen Erstgespräch und einem Rabatt von 10 Prozent auf danach anfallende Beratungskosten. Sie sind an diesem Angebot interessiert? Dann bestellen Sie jetzt den kostenlosen Testament-Ratgeber mit dem Talon in der Heftmitte.

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paraplegie Das Magazin der Gönner-Vereinigung der Schweizer Paraplegiker-Stiftung

SONDERAUSGABE in Zusammenarbeit mit VZ VermögensZentrum

D

ie Schweizer Paraplegiker-Stiftung (SPS) wird im Rahmen eines Nachlasses immer wieder mit Fragen konfrontiert, meist in Zusammenhang mit einem geplanten Legat. Aus Gründen der Unabhängigkeit möchte die SPS diese spezielle Beratungsleistung aber nicht selber anbieten, sondern dazu mit einem externen und neutralen Finanzdienstleister zusammenarbeiten, dem VZ Vermögens Zentrum. Angebot für Gönnermitglieder Gönnermitglieder können sich jetzt an das VZ VermögensZentrum in ihrer Nähe wenden. Dort werden sie von den Nachlassexperten umfassend und kompetent beraten. Wer dieses Angebot nutzt, profitiert von einem kostenlosen Erstgespräch und einem Rabatt auf danach anfallende Beratungskosten (siehe blaue Box). Die SPS legt grossen Wert darauf, dass diese Beratung neutral erfolgt und die Ratsuchenden in keiner Weise beeinflusst werden – also auch nicht zugunsten der SPS. Ausser dieser Zusammenarbeit bestehen zwischen der SPS und dem VZ VermögensZentrum keine weiteren geschäftlichen Beziehungen. Kompetent und unabhängig In der Schweiz ist das VZ VermögensZentrum seit Jahren die erste Adresse, wenn es um unabhängige Vermögensberatung geht. Jedes Jahr planen mehrere Tausend Kunden ihren Nachlass oder ihre Pensionierung mit

Der Testament-Ratgeber mit Tipps und Beratungsangebot

dem VZ VermögensZentrum. Sie lassen ihre Anlagen überprüfen, verbessern die Finanzierung ihrer Immobilien und optimieren ihre Steuern und Versicherungen. Gerade auch in Fragen der Nachlassregelung verfügt das VZ über ein breites unabhängiges Beratungsangebot. Die VZ-Gruppe beschäftigt über 900 Spezialisten an rund 30 Standorten in der Schweiz. Weitere Informationen unter: vermoegenszentrum.ch

Buchtipp. Seinen Nachlass sollte man regeln, bevor es dafür zu spät ist. In diesem Ratgeberbuch erfahren Sie alles Wichtige über Testament, Erbvertrag, Erbteilung, Pflichtteile, Absicherung des Ehepartners und Erbvorbezüge. Als Gönnermitglied der Schweizer Paraplegiker-Stiftung profitieren Sie von einem Rabatt von 20 Prozent. Bestellen Sie Ihr Exemplar unter: vzch.com/paraplegie


Einladung zur

24. Mitglieder-Versammlung Mittwoch, 19. April 2017, 18.00 Uhr Aula, Schweizer Paraplegiker-Zentrum (SPZ), 6207 Nottwil

Traktanden 1. Begrüssung Heinz Frei, Präsident Gönner-Vereinigung 2. Jahresbericht des Präsidenten 3. Informationen der Schweizer ParaplegikerStiftung (SPS), Daniel Joggi, Präsident SPS 4. Abnahme der Jahresrechnung 2016 ¹) 5. Festlegung der Mitgliederbeiträge 6. Anträge von Vereinsmitgliedern ²) 7. Wahlen in den Vorstand ²) Demissionen: keine Antrag auf Wiederwahl: Vreni Stöckli, Barbara Moser Blanc, Stephan Zimmermann

8. Wahl der Kontrollstelle 9. Informationen 10. Varia

¹) Die Jahresrechnung 2016 kann ab 29. März 2017 auf paraplegie.ch/Jahresbericht-GoeV eingesehen oder schriftlich angefordert werden bei: Gönner-Vereinigung der Schweizer Paraplegiker-Stiftung, Guido A. Zäch Strasse 6, 6207 Nottwil. ²) Anträge an die Mitglieder-Versammlung sowie allfällige Wahlvorschläge sind bis 29. März 2017 einzusenden an: Gönner-Vereinigung der Schweizer Paraplegiker-Stiftung, Guido A. Zäch Strasse 6, 6207 Nottwil oder an sps@paraplegie.ch. Als Datum gilt der Poststempel resp. der E-Mail-Versand mit Lesebestätigung. Das Wahlreglement kann auf paraplegie.ch eingesehen werden.

Anmeldung Mitglieder-Versammlung 2017 Name Vorname Strasse PLZ / Ort Mitglieder-Nr. Ich nehme an der Mitglieder-Versammlung teil. Bitte senden Sie den Anmeldetalon bis 29. März 2017 an: Gönner-Vereinigung der Schweizer Paraplegiker-Stiftung, Guido A. Zäch Strasse 6, 6207 Nottwil. Anmeldung online: paraplegie.ch/Mitgliederversammlung


FINALE

Š Roland Burkart

Gelenkbeschwerden im Alter

Roland Burkart (35) hat den Bachelor-Studiengang IllustrationFiction an der HSLU Design und Kunst absolviert. Der Tetraplegiker ist seit neun Jahren im Rollstuhl. Er lebt und zeichnet in Luzern.

34 | Paraplegie, März 2017


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