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Heft 3 Juni/Juli

www.touristenklub.at – www.oetk.at

2010


LICHTBILDERVORTRÄGE IM KLUBHAUS KLEINER VORTRAGSSAAL, 2. STOCK: Donnerstag, 10. Juni 2010, Beginn 19 Uhr:

Fritz Krügler

»Bus-Rundreise durch die Türkei« Näheres unter „Nachrichten der Zentrale/Alpine Runde“

Inhalt Von der Klubleitung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 67 Jahreshauptversammlung der Sektion Neunkirchen . . . . . . . . . . . . . . . . . 68 Jahreshauptversammlung der „Alp. Ges. D`Bergwanderer“ . . . . . . . . . . . 69 Sektion Graz: „Sie-und-Er-Lauf“ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 70 Sektion Langenlois: Der Taffa entlang... . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 70 Jahreshauptversammlung der Sektion Scheibbs. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 71 Sektion Raxgmoa: Ostertage an der Thaya . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 72

BERGMESSE BEI DER SEEHÜTTE

Eduard Fischer v. Röslerstamm – biographische Notizen . . . . . . . . . . . . . . 74 Gesäuse – Buchstein-Westgrat . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 76

auf der Raxalpe

Treffen in Telcˇ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 78

Sonntag, 20. Juni 2010, Beginn 12 Uhr Bergmesse mit P. Süß Prigglitzer Chor

Steinwild und Bartgeier in den Hohen Tauern . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 80

Schneeschuhwanderung Hochmölbinghütte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 79

Rückkehr der Wildkatze nach Österreich. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 82 120 Jahre Speiereck-Schutzhütte. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 83

120 JAHRE

SPEIERECK-SCHUTZHÜTTE Samstag, 19. Juni 2010 Bergmesse Unterhaltungsprogramm Mehr zu „120 Jahre Speiereck-Schutzhütte“ im Inneren dieser ÖTZ

Zelten in Österreichs Bergen... . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 84 Wandern im südlichen Niederösterreich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 85 Von der Sekt. Oberdrauburg; Neues vom Büchermarkt. . . . . . . . . . . . . . . 86 Sektion Rosalia: Schneeschuhwanderung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 87 Sektion Langenlois: Klettern in Weinburg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 87 Nachrichten der Zentrale . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 87 Nachrichten der Sektionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 90 Ausflüge und Bergwochen der Zentrale. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 95

4. CLIMBER-FEST Samstag, 26. Juni 2010 Ab 12 Uhr am Rathausplatz in Klosterneuburg Näheres unter „Sektionen/Sekt. Klosterneuburg“ in dieser ÖTZ

Die Buchsteingruppe in den Ennstaler Alpen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 96

Impressum ÖSTERREICHISCHER TOURISTENKLUB Zentrale Wien Klubkanzlei im Vereinshaus, 1010 Wien, Bäckerstraße 16, Erdgeschoß. Telefon (01) 512 38 44. Geschäftsstunden: Montag 10.30 bis 17.00 Uhr, Dienstag und Donnerstag 9.00 bis 19.00 Uhr, Mittwoch 9.00 bis 17.00 Uhr und Freitag 9.00 bis 15.00 Uhr. Homepage: www.t ouriste nklub.at – www.oet k.at E-Mail: zentrale@ttouristenk lub.at Bibliotheksstunden jeden Donnerstag – ausgenommen an einem Feiertag – von 16.00 bis 19.00 Uhr.

ÖSTERREICHISCHE TOURISTENZEITUNG für Bergsport und Alpinismus 123. Jahrgang, Heft 3, Juni/Juli 2010. Medieninhaber und Herausgeber: Österreichischer Touristenklub. – Schriftleitung und für den Inhalt verantwortlich: Alfred Weis. Alle: 1010 Wien, Bäckerstraße 16, Telefon 512 38 44, Fax 512 16 57/DW 74. – Herstellung: Druckerei Hans Jentzsch & Co. Ges. m. b. H., 1210 Wien, Scheydgasse 31 (278 42 16). Die „Österreichische Touristenzeitung“ erscheint 6x jährlich, zu Beginn der Monate Februar, April, Juni, August, Oktober und Dezember. – Im redaktionellen Teil stehende entgeltliche Veröffentlichungen sind mit dem Zusatz p.r. oder + gekennzeichnet. Namentlich gekennzeichnete Beiträge stellen nicht in jedem Fall die Meinung des ÖTK dar und werden wortgetreu wiedergegeben. Touren- und Klettervorschläge werden nach bestem Gewissen erstellt, eine wie immer geartete Haftung kann dafür aber nicht übernommen werden. DVR 0486281. Bankverbindung: BAWAG, BLZ 14000, Kto.-Nr. 02010-607-666. Titelbild: Blick aus dem Johnsbachtal auf den Großen Buchstein. Das Bild wurde entnommen dem Bildband „Nationalparkregion Gesäuse“ von Ernst Kren, Leykam-Verlag, Graz 2007 ( mit freundlicher Genehmigung des Autors und der Verlagsleitung ). Siehe auch im Inneren dieser ÖTZ den Beitrag von Dr. Raimund Wisleitner über eine Buchsteinbesteigung. Titelfoto: Ernst Kren, A-8911 Admont, kren@admont.at

Schriftleitungsschluß – gilt nur für aktuelle Termine, alles andere entsprechend früher – für die nächsten Ausgaben der ÖTZ: August/September 2010: Oktober/November 2010: E-Mail: zentrale@touristenklub.at

Dienstag, 22. Juni 2010 Dienstag, 24. August 2010


Von der Klubleitung Liebe Klubkameradinnen und Klubkameraden! In der Februar/März 2010-Ausgabe der ÖTZ hat Erwin Sommer über die 140. Generalversammlung des ÖTK berichtet, die Ende November 2009 stattgefunden hat. Durch die von allen Sektionen befürwortete „Vorverlegung“ der Generalversammlung vom Spätherbst auf das Frühjahr fand die 141. Generalversammlung unseres Klubs nur fünf Monate später, am 24. und 25. April 2010, statt; dieser Kurzbericht ist ein Vorgriff auf einen späteren umfassenden ÖTZ-Artikel. Rudolf Göbel und Alfred Thenius tot Das Totengedenken unserer 141. Generalversammlung war stellvertretend für alle seit der letzten Generalversammlung verstorbenen Klubmitglieder unseren langjährigen Mitgliedern Rudolf Göbel (siehe auch den persönlichen Nachruf von Erwin Sommer an anderer Stelle dieser ÖTZ) und Alfred Thenius gewidmet. Rudolf GÖBEL, langjähriges Mitglied des Zentralausschusses des ÖTK, verstarb am 10.3.2010 nach schwerem Leiden im 76. Lebensjahr. Er war früher gemeinsam mit Edo Schreier Führer von Hochalpinkursen und bis zuletzt vielfach im Klubgeschehen engagiert. Er war weit über die Klubgrenzen hinaus für sein Engagement in Umwelt- und Nationalparkbelangen bekannt und geschätzt. KÇT-Altpräsident Jan Havelka wies in seiner Ansprache bei der Generalversammlung darauf hin, daß Rudi Göbel gemeinsam mit Präsident Dr. Erd vor fast zwanzig Jahren die Kontakte zum tschechischen Touristenklub aufgebaut hat.Auch an der Begründung der Partnerschaft zum slowakischen Touristenklub ( KST ) hat er maßgeblich mitgewirkt. Sein Tod hat ihn von einem schweren Krebsleiden erlöst. Nach seinem letzten Willen wurde seine Asche der Donau übergeben. Alfred THENIUS, Pionier Osttirols, war langjähriges Mitglied des ÖTK. Er starb im 89. Lebensjahr auf Grund eines Unfalls am 7.3.2010. Er war auf dem Weg zu seinem Ferienhaus am Fuße des Ederplans auf vereistem Weg ausgerutscht und in die Tiefe gestürzt. Alfred Thenius war begeisterter Bergsteiger und machte sich besonders bei der Sanierung von Kletterrouten und –steigen in den Lienzer Dolomiten verdient. Er war bis zu seinem Tod aktiv alpin unterwegs. Er entwickelte den nach ihm benannten „Theniushaken“. Erstmalig wurde dieser Haken von ihm im Jahre 1969 (100 Jahre ÖTK ) bei der Sicherung der über den Rudl-Eller-Weg (auch er einer der ÖTK-Pioniere des Bergsteigens in den Lienzer Dolomiten) erreichbaren Bügeleisenkante (Kleine Laserzwand/Westkante) eingesetzt. Der wie immer bei unserer Generalversammlung anwesende Obmann unserer seit bald 20 Jahren bestehenden Sektion Dölsach, Sepp Mayerl (da die Pionierzeit des Bergsteigertums vorbei ist, charakterisiert ihn man wohl am Treffendsten als das ÖTK-Aushängeschild in Osttirol), würdigte in schlichten Worten die Verdienste von Alfred Thenius. Erfolgreiche Jugendarbeit in der Sektion Dölsach Sepp Mayerl berichtete der Generalversammlung von der Entwicklung der Jugendarbeit in der Sektion Dölsach. Sepp, Jahrgang 1937, hat in den 1960er Jahren Bekanntschaft mit dem sieben Jahre jüngeren Reinhold Messner gemacht und wird von diesem als Lehrer und Vorbild beschrieben. Sepp Mayerl, Reinhold Messner und Peter Habeler ( fünf Jahre jünger als Sepp) unternahmen gemeinsam schwierigste Bergfahrten. Sepp schreibt dazu in seinem Buch „Der Turm in mir“ ( S. 55), daß ihm seine „um einige Jahre reichere Erfahrung … so etwas wie eine Vaterrolle für die beiden“ übertrug. Sepp Mayerl hat auch in der von ihm gegründeten Sektion Dölsach eine Vorbildrolle für die dort heranwachsenden Kletterjugend. Es ist ihm überdies geÖTZ Juni/Juli 2010

lungen, den Spitzenbergsteiger Mario Walder als ÖTK-Mitglied zu gewinnen. Die Jugendarbeit der Sektion wird jetzt von Jakob Troger und seinem Stellvertreter Felix Steiner geleitet, die bei der Generalversammlung einen Anfang April 2010 aufgenommenen Film über schwierige Klettereien in den heimatlichen Südwänden zeigten; eingeblendet waren Auftritte Sepp Mayerls (man konnte Sepp von der Leinwand herunter bestens hören, seine Live-Kommentare im Saal waren nur mit guter Konzentration zu hören).Am Ende des Films wurde auch das von der Sektion Dölsach für heuer geplante Projekt eines Kletterzentrums in Dölsach (mit der größten Boulderhalle Osttirols) vorgestellt, das unserer Sektion Dölsach einen weiteren kräftigen Mitgliederzuwachs bringen wird. M. Walder plant Winter-Erstbesteigung in Patagonien Wer – so wie ich bis zur Generalversammlung – nicht weiß, daß Patagonien in Argentinien liegt, der weiß folgerichtig auch nicht, daß dort die Jahreszeiten „verdreht“ sind. Unser Klubmitglied Mario Walder, häufig mit den Brüdern Alex und Thomas Huber (www.huberbuam.de) unterwegs und – wie oben schon erwähnt – Weltklasse-Bergsteiger, hatte schon im Februar 2007 – also in der Patagonien-Saison für Normalverbraucher (Sommer) – gemeinsam mit Alex Huber in Patagonien eine „ernste und lange Erstbegehung“ unternommen (nachzulesen in www.bergsteigen.at, Link über das Google-Suchwort „Mario Walder“ leicht zu finden). In der Patagonien-Saison 2007 herrschte laut Hubers Tourenbericht „besonders widriges Wetter“. Jetzt legt Mario Walder aber eins drauf und unternimmt heuer zur Jahresmitte in Patagonien mit Schweizer Bergkameraden den Versuch einer spektakulären Winter-Erstbesteigung.Wir vom ÖTK halten unserem Mario für dieses Projekt alle Daumen und sind schon auf seinen Vortrag spätestens bei der nächsten ÖTK-Generalversammlung gespannt! „Verjüngung“ der Sekt. Wiener Neustadt, Werbeaktivitäten der Sekt. Wiener Neustadt und Neunkirchen Sektionsobmann und ZA-Mitglied Mag. Josef Zwickl präsentierte interessantes statistisches Material zur Entwicklung der Sektion Wiener Neustadt. Durch entsprechende Diversifizierung des Angebots gelang es, das Durchschnittsalter der Sektion signifikant zu senken.Auch bei der Werbung geht die Sektion – ebenso wie auch die Sektion Neunkirchen – neue Wege (es wurde nämlich das Konzept des von der Sektion Klosterneuburg schon seit Jahren veranstalteten Climberfests übernommen; Berichte folgen demnächst). Sektion St. Lambrecht: Revitalisierung des Grebenzenschutzhauses, Gründung einer Wanderschule Bei der Generalversammlung konnten wir auch den Obmann der Sektion St. Lambrecht, Ernst Wachernig, begrüßen, der seine Pläne für eine Revitalisierung des Grebenzenschutzhauses und einen Leitwanderweg vorstellte und um ensprechende Unterstützung durch den Gesamtverein warb. Durch die Gründung einer Wanderschule soll die Sektion einen zusätzlichen Auftrieb erhalten. Rad-Groß-Event des KST Ende August in Bratislava/Pressburg mit Tagesetappe nach Wien Anmeldeformulare und nähere Information auch über die ÖTKHomepage www.oetk.at. Mit bestem Dank an Sie alle, die den ÖTK unterstützen, Ihr

Dr.Wolfgang Nolz, Präsident 67


Jahreshauptversammlung des ÖTK Neunkirchen Gerhard Membier

Am 27. Februar 2010 fand im Hotel Osterbauer in Neunkirchen die Jahreshauptversammlung für das Vereinsjahr 2009 statt. Obmann Gerhard Membier konnte als Ehrengäste Frau Bürgermeisterin Margit Gutterding,Vizebürgermeister Alois Schöchl, Nationalrat Hans Hechtl, Stadtrat Komm.-Rat Herbert Osterbauer, Stadtrat Mag. Martin Fasan, Gemeinderat Mag. (FH ) Peter Teix, LAbg. a. D. Karl Pietsch, DI Dr. Erwin Sommer,Vizepräsident des ÖTK, Ehrenobmann Arthur Membier und die Ehrenmitglieder des ÖTK Neunkirchen, Helmut Peinsipp, Heri Alber, Hans Schiessl, Hermann Wallner, Anton Bernhard und Ewald Kalchgruber, begrüßen. Nach dem Totengedenken berichtete Obmann Membier über die Klubveranstaltungen im abgelaufenen Vereinsjahr, darunter 47 Bergtouren, Radwandertag, Gartenfest, Alpkogelkirtag, eine Hochtourenwoche in der Schobergruppe, Seniorenwanderungen, MTB-Touren,Teilnahme am Jugendzeltlager, Stadtreinigung, zwei Bergmessen, Jugendleitertagung und vieles mehr.

Die größte Hürde stellte die Errichtung eines Wasser- und Abwasserkanals von der Bergstation der Schneebergbahn zur höchstgelegenen Schutzhütte NÖ, der Fischerhütte ( 2049 m), dar. Leitungslänge 3 km, Höhenunterschied 255 m, Grabungstiefe 1,6 m. Der Bauabschnitt liegt im Wasserschutzgebiet der 1. Wiener Hochquellenwasserleitung sowie im Schutzgebiet „Natura 2000“. Die Gesamtbaukosten für den Kanal betrugen 650.000 Euro, was natürlich nur mit Förderungen finanzierbar war; der Anteil für den ÖTK betrug immerhin noch 110.000 Euro. Durch den Neubau des Kanals wurden auch zahlreiche Ein- und Umbauten auf der Fischerhütte erforderlich, darunter der Einbau einer Dusche, die künftig den Gästen zur Verfügung stehen wird. Die Art der Vergabe der Bauarbeiten durch die Zentrale Wien des ÖTK wurde ebenfalls von Obmann Membier besonders erörtert. Die Alpkogelhütte im Sonnwendsteingebiet befindet sich in ausgezeichnetem Zustand. Im Jahr 2010 stehen allerdings

Die Hüttenwarte der Fischerhütte, Franz und Brigitte Jeitler sowie Gerhard Grillmayer, Inge und Gerhard Membier (v. li.)

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Obmann Gerhard Membier, Bgm. Margit Gutterding, Helmut Peinsipp und Manfred Pretull ( 50-Jahre-Mitgliedschaft), NR Hans Hechtl, Obmann-Stv. Anton Bernhard und ÖTK-Vizepräsident DI Dr. Erwin Sommer

Gerhard Membier, Vize-Bgm. Alois Schöchl, Bgm. Margit Gutterding, StR KR Herbert Osterbauer, Anton Bernhard mit Ehrennadel der Gemeinde Neunkirchen und Nationalrat Hans Hechtl

aufwendige Bauarbeiten bevor, darunter die Neuerrichtung der WCs und die geordnete Entsorgung der Grauwässer als Beitrag zum Umweltschutz, dem sich der ÖTK auch in seinen Statuten verpflichtet hat. Nach den Jahresberichten der Funktionäre wurden die Hüttenwarte der Fischerhütte, Gerhard Grillmayer und Franz Jeitler, für ihr besonderes, jahrelanges und vor allen Dingen unentgeltliches Wirken geehrt. Für das besondere Engagement im ÖTK Neunkirchen erhielt Anton Bernhard die Ehrennadel der Stadtgemeinde Neunkirchen von Frau Bürgermeisterin Margit Guterding verliehen. Für 50 Jahre Mitgliedschaft beim ÖTK Neunkirchen wurden Helmut Peinsipp und Manfred Pretull, für 40 Jahre Mitgliedschaft Wolfgang Preuhs, Renate Ressler, Helmut Waldhardt und Franz Ebruster, für 25 Jahre Mitgliedschaft Margit Glatter, Kathrin Kornfeld und Maria Kummer und für 10 Jahre Mitgliedschaft Helga Kaliwoda, Gerti Liessbauer, Gerhard Schreiböck,Wolfgang Schreiböck, Herbert Osterbauer, Nina und Christoph Peinsipp, Gerhard Stangl, Peter Nagl, Hans Stephanek, Siegfried Artbauer, Horst Brenner, Florian Diener und Rupert Erlach geehrt. Trotz Wirtschaftskrise konnte der ÖTK Neunkirchen im vergangenen Vereinsjahr seinen Mitgliederstand um 17 Personen, auf nunmehr 523 Vereinsmitglieder, steigern. Vizepräsident DI Dr. Erwin Sommer brachte in seiner Ansprache an die Jahreshauptversammlung seine besondere Verbindung mit dem ÖTK Neunkirchen zum Ausdruck. Den Abschluß der Veranstaltung bildete ein Lichtbildervortrag von Max Haider über die Hochtourenwoche in der Schobergruppe sowie einige spektakuläre Bilder aus den Lienzer Dolomiten von Dr. Michael Fasan. ❑ ÖTZ Juni/Juli 2010


Jahreshauptversammlung der „Alpinen Gesellschaft D’Bergwanderer“ Inge Fischer (E-Mail: josef.wittich@hotmail.com) Die Hauptversammlung für das Jahr 2009 fand am 17. März 2010 im Vereinslokal Gasthaus Stern um 16.15 Uhr statt. Der Obmann, Herr Josef Wittich, begrüßte 22 Vereinsmitglieder, besonders aber Herrn DI Dr. Erwin Sommer,Vizepräsident des ÖTK, als Vertreter der Klubleitung. Danach wurde eine Gedenkminute für den am 8. Mai 2009 bei unserer Hütte abgestürzten Wanderer abgehalten. Herr Wittich, der Obmann, brachte einen ausführlichen Bericht über die Leistungen im vergangenen Jahr und dankte allen Mitgliedern für deren Tätigkeiten, insbesondere Herrn Rutal, der seit dem Jahre1959 als Schriftführer und Schriftführerstellvertreter tätig war. Anschließend gaben der Schriftführer, Frau Fischer, der Kassier, Frau Kirchmayer, und der Hüttenwart, Frau Weingartshofer, die jeweiligen Berichte bekannt, wo daraus nur Positives zu hören war. Frau Rutal verlas den Bericht der Kontrolle und bat um Entlastung des Vereins. Frau Decker, als Sprecher des Wahlkomitees, gab die Wahlvorschläge bekannt; diese wurden alle einstimmig angenommen! Dies ergab folgendes Ergebnis: Obmann: Josef Wittich. Obmann-Stellvertreter: Günther Cerny. Kassier: Franziska Kirchmayer. Kassier-Stellvertreter: Maria Ebner. Schriftführer: Inge Fischer. Schriftführer-Stellvertreter: Gertrude Krassnitzer. Hüttenwart: Hedwig Weingartshofer. Hüttenwart-Stellvertreter: Günter Müller. Kontrolle: Ottilie Rutal und Erika Wittich. Der wiedergewählte Obmann Herr Josef Wittich bedankte sich für das Vertrauen der Mitglieder und bat Herrn Dr. Sommer, vom ÖTK zu berichten. Herr Dr. Sommer überbrachte die besten Grüße und Wünsche von der Zentrale. Dann brachte er einen Kurzbericht von der ÖTK- Zentrale, anderen Hütten und Sektionen. Herr Dr. Sommer sagte, ihn freue es, daß die Bergwanderer so engagiert sind und wünscht weiterhin für die Gauermannhütte viel Erfolg. – Obmann Wittich dankte Dr. Sommer für diesen Bericht. Nach Gratulationen zu diversen Geburtstagen beendete der Obmann diese Jahreshauptversammlung um 17.15 Uhr.

Hr. Dr. Sommer & Obmann Hr. Wittich bei der HV

Hr. Dr. Sommer, Hr. Fischer, Hr. Wittich (v. l.)

Hr. Emminger

Geburtstag: Wir wünschen Herrn Konrad EMMINGER zu seinem 80. Geburtstag alles erdenklich Gute, viel Gesundheit und Glück. Möge er noch lange für unsere Hütte tätig sein! Sonnwendfeier: Samstag, den 19. Juni 2010, wird – bei Schönwetter – bei der Gauermannhütte auf der Dürren Wand eine Sonnwendfeier veranstaltet. Anmeldung erbeten bei Familie Postl, Tel. 02632/787 72 oder 0676/390 50 09.

Vereins-Schimeisterschaften des ÖTK Neunkirchen Am 28. Februar d. J. fanden beim „Dissauer Lift“ in Trattenbach die Vereins-Schimeisterschaften des ÖTK Neunkirchen, wieder gemeinsam mit der Gemeinde Breitenau, statt. Bei sonnigem Wetter, wenn auch heuer leider mit etwas wenigeren Teilnehmern, aber ausgezeichneten Pistenverhältnissen, ging eine spannende Schimeisterschaft über die Bühne. Vereinsschimeister wurden Karina Loitzl und Wolfgang Schreiböck, der auch Tagessieger wurde. Gerhard Membier ÖTZ Juni/Juli 2010

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„Sie-und-Er-Lauf“ der Sektion Graz (Sekt. Graz) Am 20. März 2010 fand im Bereich unserer „Reinischkogelhütte“ der beliebte „Sie-und-Er-Lauf“ am Reinischkogel zum 27. Mal statt. Unsere Klubmitglieder, Frau Ludmilla Exler und Herr Johann Fragner, haben diese beliebte Veranstaltung ganz ausgezeichnet organisiert. Durch Geschicklichkeit, Spiel und Wissensermittlung wurden die Teilnehmer gefordert. Unser Klubmitglied Frau Heidi Messner war, wie auch in den letzten Jahren, für die wichtige Zeitnehmung verantwortlich und führte diese wieder gewissenhaft durch. Sie wurde dafür von unserer lieben Renate Fragner mit einer „Uhrentorte“ belohnt. Im Rahmen der Veranstaltung wurde auch ein Glückshafen (jedes Los gewinnt) mit den von verschiedenen Firmen zur Verfügung gestellten Sachpreisen gestaltet. Der Reinerlös kam der Reinischkogelhütte zugute. Bei der abschließenden Siegerehrung konnten wir Frau Hannelore (Lore) Sitzenfrey und Herrn Franz Hackl zum 1. Platz,

Herrn Dieter und Stefan Rietzinger zum 2. Platz, sowie Frau Ingeborg (Maxi) Petritsch und Obmann Gerd Sitzenfrey zum 3. Platz gratulieren. Zu Beginn der Veranstaltung wurde vereinbart, daß die Drittplazierten den nächsten „Sie-und-Er-Lauf“ organisieren werden. Also werden dies Frau Ingeborg Petritsch und Herr Gerd Sitzen❑ frey sein.

Der Taffa entlang von Horn nach Rosenburg ( Sekt. Langenlois) Große und Kleine Taffa bilden die Taffa, einen Nebenfluß des Kamp im niederösterreichischen Waldviertel, der das westliche Horner Becken und die daran im Westen anschließende Wild entwässert. Der Name leitet sich vom slawischen „Dabina“ ab und bedeutet „Schluchtbach“. Unsere erste Familienwanderung führte uns entlang der unteren Taffa von Horn nach Rosenburg – hier sahen wir stellenweise die Schluchten sehr deutlich und wir sahen auch, wie aktiv Biber sind. Mit der Kamptalbahn fuhren wir (13 Erwachsene und 4 Kinder) nach Horn. Vom Bahnhof gingen wir entlang der Straße zum Höbarth-Museum (enthält eine der bedeutendsten urgeschichtlichen Sammlungen von NÖ) – dort stiegen wir in den Wanderweg 631 ein.Vorbei an der Kläranlage Horns – sie ist bei Starkregen mitverantwortlich für die schlechte Wasserqualität des Kamp – marschierten wir ins Taffatal hinein und konnten auf einem Baumstumpf einer Waldameisenfamilie bei ihrer „Arbeit“ zuschauen.Weiter ging es auf teilweise noch schneebedecktem, teilweise matschigem, aber zum großen Teil doch schon trockenem Boden.Wir sahen auch, wie aktiv die Biber sind und

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daß diese auch vor großen und dicken Bäumen nicht zurückschrecken. Nach einer „Wanderjause“ ging es noch gemeinsam weiter, ehe ein Fußball in der Taffa unsere Wandergruppe in zwei Teile zerriß. Die erste Gruppe marschierte zügig Richtung Rosenburg und fuhr mit einem früheren Zug zurück nach Langenlois, währenddessen die zweite Gruppe mit viel Einsatz und Ehrgeiz den Ball aus der Taffa fischte – er soll jetzt auf der Heiligensteiner Warte deponiert werden und bei unseren Aktivitäten auf der Warte den Kindern zur Verfügung stehen. Vorbei an mehreren aufgelassenen Mühlen, die letzte Mühle an der Taffa wurde 1980 geschlossen, und Auswaschungen ging es Richtung Rosenburg; teilweise sah man die Folgen des Hochwassers von 2002 – die Taffa hat sich ein neues Flußbett gegraben. Kein Wunder, vergleicht man die Durchflußmengen: normalerweise hat die Taffa in Frauenhofen (oberhalb von Horn) eine mittlere Durchflußmenge von 0,4 m3/s, im August 2002 waren es 82,8 m3/s! Die ersten Frühlingsblumen sahen wir erst am Ende unserer Wanderung – der strenge und lange Winter zeigte noch überall seine Spuren; aber auch weil das Taffatal eine „Schlucht“ ist, wie schon eingangs erwähnt. Eine tolle, abwechslungsreiche Wanderung – Natur pur, wo ❑ man es vielleicht gar nicht so erwartet. ÖTZ Juni/Juli 2010


Jahreshauptversammlung der Sektion Scheibbs Text und Fotos: Brigitte Schwarz

Am 13. März 2010 fand unsere Jahreshauptversammlung im Hotel Kroiß statt; wieder war der Saal erfreulich gut besetzt. Sektionsvorstand Peter Frosch konnte von der Zentrale in Wien den Vizepräsidenten des ÖTK, DI Dr. Erwin Sommer, begrüßen. Auch Frau Dr. Edith Söllner, die ehemalige Vizepräsidentin, beehrte uns mit ihrer Anwesenheit. Weiters waren aus Scheibbs Frau Bürgermeister Christine Dünwald, mehrere Stadt- und Gemeinderäte und sogar die zwei ehemaligen Bürgermeister – Ing. Gansch und Direktor Schragl – anwesend. Im allgemeinen Tätigkeitsbericht konnte Vorstand Peter Frosch wieder von jeder Menge Aktivitäten in der Sektion berichten, wie verschiedenste Touren, Jugendarbeit,Wandergruppe, Stadtschimeisterschaften, Sportfest, Kinderklettern etc. Besonders die sehr erfolgreichen Wettkampfkletterer unter der bewährten Leitung von Betreuer Wolfgang Meyer wurden hervorgehoben. Auch unser Hochkarschutzhaus sowie das von uns ( für die Zentrale Wien) betreute Ötscherschutzhaus erforderten ihren Zeitaufwand. Insgesamt war es ein sehr positives Vereinsjahr, das nur durch die endgültige Schließung des Klettergartens Buchberg etwas getrübt war. Jedoch konnte eine Vertragsverlängerung mit dem Gut Ginselberg betreffend den Klettergarten Lueggraben erfolgreich für weitere 10 Jahre abgeschlossen werden. Anschließend folgte eine Bildpräsentation, die all diese verschiedensten Aktivitäten anschaulich illustrierte. Danach erläuterte unser Kassier Willi Mayer den Kassabericht. Nach diesen Berichten erfolgte die Ehrung unserer langjährigen Klubmitglieder. Für 25 Jahre Treue wurden geehrt: Johann Brandner, Seraphine Gattringer, Josef Hofmarcher, Johann Hollaus, Josef Kaufmann, Stefanie Piber, Fritz Pieber und Markus Tutschek; für 40 Jahre Johann Brandl, Günther Rabl und Helene Salzmann; für 50 Jahre Manfred Buder, Gerhard Gaupmann, Christine Hammerer, Engelbert Pitzl,Willi Potzmader, Heinrich Seis und DI Rudolf Traunfellner; für 60 Jahre Leopoldine Moser, Ehrenmitglied Engelbert Prenninger und Raimund Rammel und für 70jährige Treue Maria Jäger. Im Anschluß daran der eigentliche Höhepunkt des letzten Vereinsjahres: die Begrüßung des 1100. Klubmitgliedes – und als solches mittels Losentscheid Frau Anita Butter aus Scheibbs,

Vorstand Peter Frosch und Vizepräsident Dr. Erwin Sommer mit den 60-Jahr-Jubilare Raimund Rammel und Leopoldine Moser

70-Jahre-Jubilar Maria Jäger mit der Sektionsleitung und Vizepräsident Dr. Sommer

die von Frau Bürgermeister Dünwald gezogen wurde. Ihr wurde, da leider nicht anwesend, wenige Tage später der Ehrenpreis überreicht. Vorstand Peter Frosch berichtete dabei mit berechtigtem Stolz, daß er in seiner über 30jährigen Tätigkeit – vorerst als Vorstand-Stellvertreter, nunmehr seit 24 Jahren als Sektionsvorstand – die Mitgliederzahl mit seinem engagierten Mitarbeiterteam verdoppeln konnte, wobei diese erfreuliche Entwicklung sicher durch unsere Kletterhalle sowie das reichhaltige Sommer- und Winterprogramm, aber auch durch die gute Versicherung begünstigt wurde. Nach den Grußworten von Frau Bürgermeister Christine Dünwald überbrachte Vizepräsident DI Dr. Erwin Sommer die Grüße des Präsidenten Dr.Wolfgang Nolz und dankte den Funktionären und Mitarbeitern und erklärte die künftigen Pläne der Zentrale Wien. Abschließend konnten wir noch einen interessanten Diavortrag unseres Klubmitgliedes Hans Hörhan aus Oberndorf an der Melk unter dem Titel „Reiseabenteuer Peru“ sehen. Dieser brachte uns einen sehr persönlichen Eindruck der Reise in dieses für viele von uns unbekannte Land. ❑

Die anwesenden Klubjubilare mit der Sektionsleitung; v. li. vorne Engelbert Pitzl, Maria Jäger, Leopoldine Moser, 1. Vorst.-Stv. Hans Erndl; nächste Reihe v. li. Raimund Rammel, Sepp Hofmarcher, DI Dr. Sommer, Willi Potzmader, Gerhard Gaupmann, Christine Hammerer, Johann Brandner, Vorstand Peter Frosch, Fritz Pieber, und letzte Reihe v. li. Sepp Kaufmann, Johann Brandl, Johann Hollaus, 2. Vorst.-Stv. Hans Stirbl und Günther Rabl

ÖTZ Juni/Juli 2010

Sektionsvorstand Peter Frosch und sein Stellvertreter Hans Erndl begrüßen Anita Butter als 1100. Klubmitglied der Sektion Scheibbs

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Ostertage an der Thaya DI Dr. Erwin Sommer

Die vergangenen Osterfeiertage im April 2010 verbrachte eine Wandergruppe der RAXGMOA in Raabs an der Thaya (450 m), wo wir im Hotel Thaya hinsichtlich Quartier und Kost verwöhnt wurden. Bei der Hinreise (Karfreitag) trafen wir uns mit den Teilnehmern aus dem Raum Wr. Neustadt in lieber Gewohnheit in der Konditorei Schmid in Maissau, um uns den zweiten Teil der Anreise zu versüßen.Von Horn weg auf salzweißen bis salznassen Nebenstraßen (es hatte hier am Vortag noch geschneit!) über Irnfritz und Aigen nach Oberndorf und vorbei an der trutzigen Burg steil hinunter zum schönen, österlich geschmückten Stadtplatz von Raabs. Nach einem kurzen Imbiß leitete uns das GPS auf uns bisher unbekannten Straßen durch das „Bandlkramerland“ über Windigsteig,Vitis und Limbach nach Schweiggers (633 m, ca. 58 km). Dort steht am unteren Marktplatz ein Hinweis zu den Orten der Kraft rund um die Quelle der deutschen Thaya, die man von einem etwa 2 km entfernten Parkplatz erreicht. Nach Norden kommt man auf einem Steiglein bei Schwarzenbach auf einen Hügel, der die mitteleuropäische Wasserscheide zwischen Donau/Schwarzes Meer und Elbe/Nordsee darstellt. Hier hat man eine weiträumige Rundsicht über die Einzugsgebiete der wichtigsten Waldviertler Flüsse Thaya, Kamp und Lainsitz. Auf diesem natürlichen Kraftplatz wurden drei Steinblöcke, die vom Wasser der drei Flüsse geformt wurden, aufgestellt.Vom Parkplatz gelangt man in viertelstündiger Wanderung durch dichten Wald schließlich zu dem Ort auf 660 m Seehöhe, wo unsere, die deutsche Thaya entspringt. Das kleine, aus dem Boden quellende Rinnsal fließt zuerst zwischen Bäumen östlich dahin, bis es unseren Blicken entschwindet. Urkundlich wird die Thaya als „Taja“ erstmalig um 985 n. Chr. erwähnt, und dieser Name soll sich vom illyrischen Wort „Dujas“ – rauschender Fluß – ableiten. Der Vormittag des nächsten Tages war der Besichtigung der Burg Raabs gewidmet; diese Möglichkeit verdankten wir dem Besitzer unseres Hotels, Herrn Franz STROHMER. Schon öfters, das letzte Mal 2009 anläßlich der NÖ-Landesausstellung Horn/ Raabs/Telç hier gewesen, wollten wir diese stolze Burganlage hoch über der Thaya erkunden. Nun wurde es möglich, und durch die sachkundige Führung erfuhren und sahen wir mehr,

Burghof

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Burg Raabs

als wir uns erhofft hatten: Die planmäßige Besiedlung des Raabser Gebietes erfolgte vor ca. 1000 Jahren, als gegen Ende des 11. Jhdt.s Raabs angelegt wurde; daher ist die Geschichte der Stadt gleichzeitig jene der Burg; der angelegte Markt entsprach einem dreieckigen, von Stadtmauern umgebenen Platz. Die hoch über der Thaya und dem Ort gelegene Burg wurde das erste Mal 1100 n. Chr. in der „Chronica Bohemorum“ als „Castrum Racouz“ schriftlich erwähnt. Der tschechische Name „Rakousko“ für Österreich dürfte sich davon ableiten. Die ersten Herren von Raabs waren fränkische Hochadelige. Die Burg wurde öfter umgebaut, erweitert und bekam unter den Puchheimern ihre schloßartigen Einbauten. Beeindruckend sind die mächtigen Türme und Mauern, die Gewölbe, die steinerne Wendeltreppe, aber auch die Reste der gotischen Fresken, der Brunnen und die Burgkapelle dieser sehr gut erhaltenen Burganlage. Diese gehört zu den frühesten auf dem Gebiet des heutigen Österreich errichteten Steinburgen. Die erste Burganlage wurde auf dem östlichen Burgfelsen errichtet, und zwar ein quer über den Felsen gebautes „festes Haus“ und eine darüber auf der Felsspitze gelegene Kapelle. Auf der Angriffsseite war das kleine Burgensemble durch den fünfeckigen, später verkürzten, mit

Gotische Fresken

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Am Burgsöller

Ruine Kollmitz

talwärts gerichteter Kante auf der untersten Felsstufe gelegenen Bergfried gesichert. 1183 verpfändete Albrecht I. von Österreich Raabs an die reichsunmittelbare Grafschaft von Maissau, worauf die Puchheimer Feste und Grafschaft erhielten. Noch 1386 nannte sich Herzog Rudolf IV., der Stifter, „Graf zu Ragtz“. Bei der ausführlichen Führung gelangten wir vom Arkadenhof über die Brücke zum Hungerturm, am Bergfried vorbei in die Burghöfe und zum Burgbrunnen. Die Barockstiege führte uns zu den Ausstellungsräumen und durch den großen und kleinen Rittersaal hinaus auf den Söller mit Blick auf die Stadt Raabs. Auch die Schloßdruckerei (Bleisatz) wurde uns gezeigt. Nach einer Mittagspause begleitete uns der Hotelchef auf einer geführten Wanderung auf dem 630er und durch eine Lindenallee nach Speisendorf, wo wir in einem eigens für uns geöffneten Mostheurigenlokal Brötchen und Apfelwein genossen. Um 19:00 h besuchten wir Raxgmoaler traditionell die feierliche Auferstehungsfeier in der Kirche von Oberndorf und spazierten mit brennenden Osterkerzen zurück ins Hotel. Auch der Ostersonntag bescherte uns für die Wanderung auf dem 630er thayaabwärts zur Ruine Kollmitz schönstes Wetter: also am linken Thayaufer zunächst bis zum Jungfernstein, wo gegenüber der nicht viel kleinere Seebsbach einmündet. Dann steilt der Weg nach einem breiten Wiesenboden über die ���Wirtleiten“ auf, bis man unterhalb der kleinen Ortschaft Kollmitzdörfl steht. Hier schneidet der Weg beim Rabenstein eine große Thayaschlinge ab, verliert in rutschigem Gelände (Laub über erdigem Boden!) wieder einiges an Höhe und mündet schließlich beim Durchgang durch die „Böhmische Mauer“ (160 m langer Verteidigungswall im Vorfeld der Burg), ca. 1430 zum Schutz gegen Einfälle des Böhmenkönigs Georg Podiebrad errichtet. Die weitläufige, schon um 1135 genannte Burgruine diente neben anderen Burgen als Grenzschutzfestung gegen Böhmen. Nach einer Stärkung in der Burgtaverne besichtigten wir die Reste dieser großen Burganlage und gelangten über den Burggraben sowie durch den Spitzbogeneingang des Torturmes in den großen Hof. Von dort erstiegen wir den Rundturm des

Thomas trinkt …

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ehemaligen Bergfriedes und bückten uns durch die Reste des früheren Palas der Burg, der auf dem östlichen, von der Thaya umspülten Felssporn steht. Dann brachten sehr nette Horner Burgfreunde unsere Damen zurück nach Raabs. Thomas und ich aber folgten, zur Thaya abgestiegen, im Kollmitzgraben der Straße nach Sauggern (475 m), von wo uns ein rot gekennzeichnetes Weglein hinunter in die Nähe von Lindau zum Seebsbach führte. Nach dessen Überquerung fanden wir uns in urtümlicher Landschaft, der Bach rauschte über Felsblöcke. Wir wanderten einmal direkt am Bachufer, dann wieder hoch darüber in steilen Hängen hinaus ins tief unter uns gelegene Thayatal, in das wir zu den mit Frühlingsknotenblumen überquellenden Wiesen hinunterstiegen. Das Ziel des Ostermontags war zum Schluß das Auffinden der Quelle der mährischen Thaya in Tschechien: Im GPS gaben wir das Zieldorf Stajíåte/Kreis Iglau in Tschechien ein; wir überquerten bei Hluboká die Grenze zu Tschechien und folgten auf den Straßen (das zeigte uns nachher die KÇT-Karte TELCSKO!) eher dem Lauf der Moravske Dyje über Nové Hobzí nach Daçice.Von dort gelangten wir über Dyjice (muß eine Ortsbezeichnung sein, die mit Dyje/Thaya zusammenhängt), Urbanov und Pavlov schließlich zum Örtchen Stajíåte, wo wir ohne tschechisches Wort einfach auf Prm.mor.Dyje in unserer Karte zeigten und erfuhren, daß es nur mehr 2 km bis zum Parkplatz in Quellennähe waren. Das ging also gut! Hier war gerade erst der Schnee weggegangen, das zeigten die grauen Spuren auf den die Böden deckenden Gräsern. Blaue Wegzeichen, daneben ein grünes Kästchen mit weißem Querstrich, also einem Hinweis auf unser Ziel. Nach 20 Minuten standen wir dort, wo die mährische Thaya als armstarkes Wässerchen wie aus einem Quelltopf zu Tage drängte! Bei der Rückfahrt machten wir Mittagsrast in Telç in jenem Lokal, wo wir im Dezember des Vorjahres mit unseren KÇT-Freunden gegessen hatten, und fuhren abschließend nach Grenzübergang in Vratenin ohne Pause in unsere Maissauer Konditorei, wo wir uns zu getrennten Heimfahrten verabschiedeten! ❑

Seebsbach

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Eduard Fischer v. Röslerstamm Biographische Notizen von Walter Wenzel

Eduard Fischer von Röslerstamm stammte aus dem nördlichsten Zipfel des Königreiches Böhmen an der Grenze zu Sachsen. Dort hat sein Vater Joseph Emanuel Fischer gemeinsam mit dessen Onkel Ignaz Rösler (auch die unrichtigen Schreibweisen Rössler bzw. Rößler kommen in der Überlieferung vor) in der Ortschaft Nixdorf ( heute Mikuláåovice/Tschechien) eine Feinstahlfabrik gegründet, wegen deren Bedeutung Nixdorf auch das „österreichische Solingen“ genannt wurde. Kaiser Franz erhob die beiden Herren 1819 in den Adelsstand; der kinderlose Ignaz Rösler erhielt das Prädikat „von Ehrenstahl“ und sein Neffe Joseph Emanuel Fischer jenes „von Röslerstamm“ (auch die unrichtigen Schreibweisen Rösslerstamm bzw. Rößlerstamm kommen in der Überlieferung vor). Dieser Adelstitel hat sich auf den am 20. Mai 1814 in Nixdorf geborenen Sohn Eduard übertragen. Eduard kam als Schüler erstmals nach Wien um am Polytechnischen Institut zu studieren und war betrübt die Berge nur aus der Ferne sehen zu können, während er in der sächsischböhmischen Schweiz gerne unterwegs war. Nach dem WienAufenthalt besuchte er noch in Dresden eine Lutherische Bildungsanstalt und trat 1830 in die Fabrik in Nixdorf ein. Im Jahre 1831 lernte er seine spätere Ehefrau Amalie Liebisch (*13.10. 1812, †18.1.1870) kennen; nach der Heirat am 14. November 1836 in Nixdorf übersiedelte das Paar 1837 nach Wien. Hier baute sich Eduard Fischer eine Existenz als selbständiger Unternehmer auf und versuchte sich im Laufe der Zeit mit der Herstellung der verschiedensten Erzeugnisse, wie zum Beispiel Rasiermesser, Bleistifte, Mehlspeisen, Makkaroni und Weinessig. Zu den wirtschaftlichen Sorgen der Eheleute kamen noch schwere familiäre Schicksalsschläge hinzu: die erstgeborene Tochter kam 1837 tot zur Welt, 1842 kam ein Sohn tot zur Welt und die beiden Töchter Anna ( *1838) und Amalie ( *1840) starben im April 1843 innerhalb weniger Tage an Scharlach. Erst ab Herbst 1843 hatte das Ehepaar Glück mit dem Nachwuchs, denn es kamen noch drei Kinder zur Welt, die gesund blieben und sich gut entwickelten. Von Wien aus konnte Eduard Fischer nun seinen touristischen und alpinistischen Vorlieben frönen, so bestieg er zum Beispiel gleich 1838 mit Freunden den Schneeberg, den er im Laufe seines Lebens rund hundert Mal erklomm.Von den Bergen der Monarchie fanden sich noch so manche Namen in seinem Tourenverzeichnis und man bedenke die damaligen Verkehrsmittel und Reisemöglichkeiten: Riesengebirge, Kleine Karpaten, Hohe Wand, Raxalpe, Schneealpe, einige Gipfel des Gesäuses, Großer Bösenstein, Großglockner, Monte Piano, Dobratsch, Zirbitzkogel, Hochlantsch, Ötztaler Alpen, Zillertaler Alpen, etc. Eduard Fischer hatte einen Sohn, Eduard jun. (*1848), sowie zwei Töchter, die allesamt die touristischen und alpinistischen Neigungen ihres Vaters teilten. Tochter Anna (*1843) war mit dem Buchhändler Alfred Grenser verheiratet, Tochter Amalie (*1845) mit dem Kunsthändler Valentin Heck; die beiden Herren hatten ebensolche Interessen. Als sich in den sechziger und siebziger Jahren des 19. Jahrhunderts die ersten alpinen Vereine in Österreich gründeten, weckte dies Eduard Fischers Interesse. Im „Steirischen Gebirgsverein“ in Graz ab 1874 und im „Verein der Naturfreunde in Mödling vom Jahre 1877“ ab dessen Gründungsjahr war er nur Mitglied; doch in den drei in Wien ansässigen Vereinen war er nicht nur ab dem jeweiligen Gründungsjahr Mitglied sondern auch in verschiedenen Funktionen 74

ehrenamtlich tätig (siehe Anhang). Jedem dieser Vereine hat er durch sein Engagement zu Erfolgen verholfen. Außerdem hat er eine Vielzahl an Vorträgen gehalten und Beiträge für Zeitschriften verfaßt. Als der „Oesterreichische Touristen-Club“ (OeTC ) am 6. Juli 1873 seine beiden Schneeberghäuser – Baumgartner-Haus und Damböck-Haus – eröffnen konnte, steckte viel Arbeit von Eduard Fischer dahinter, der als Obmann-Stellvertreter des OeTC und guter Kenner des Schneebergs auch zwei Jahre im sogenannten „Schneeberg-Comité“ mitgewirkt hatte. In diesem Jahr erschien auch sein Wanderführer über den Schneeberg. Gastwirt Georg Jörg aus Maria Schutz legte 1874 einen 2160 Klafter (1 Klafter = 1,896 m) langen Weg mit 40 Serpentinen auf den Sonnwendstein an und erbat vom OeTC eine Unterstützung von 100 fl. (Gulden), die Hälfte davon zahlte Eduard Fischer aus Privatmitteln. Bei der Eröffnungsfeier am 4. Juli 1875 dankte der OeTC mit der Namensgebung „Fischer-Steig“. Außerdem setzte sich Herr Fischer 1874 dafür ein, daß das Führerwesen von Alpenverein und OeTC gemeinsam geregelt wird und am 4. Oktober 1874 bei der Eröffnung der HochschwabHütte des Steirischen Gebirgsvereins leitete er die OeTC-Delegation und hielt eine Ansprache.Von diesem Verein bekam er übrigens ein Anerkennungsdiplom für seine Verdienste um das Touristenwesen. Die 1874 aus dem Österreichischen Alpenverein und der Sektion Wien des Deutschen Alpenvereins entstandene „Sektion Austria“ des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins beschloß den Bau der Rudolfshütte beim Weißsee sowie die Anlegung eines Saumpfades vom Enzingerboden über den Kalser Tauern ins Dorfertal. Zur Durchführung dieser Bauten wurde ein Comité bestellt, dem außer Vorstand und Vorstand-Stellvertreter der Sektion nur mehr Eduard Fischer angehörte; auf ihm ruhte die Hauptlast, denn er sorgte für die Feststellung der Wegroute, die Aufnahme der Arbeiter sowie für die Leitung und Überwachung der Arbeiten. Er war es, der am 25. August 1875 die Rudolfshütte eröffnete und gleichzeitig damit den Wegabschnitt von Fellern bis zum Kalser Tauern. Im Jahr 1876 wurde ÖTZ Juni/Juli 2010


Werk: Eduard Fischer von Röslerstamm: „Der Schneeberg. Ein verlässlicher Führer im Gebiete dieser Alpen.“ Verlag des Oesterreichischen Touristen-Club, Gesellschafts-Buchdruckerei III., Erdbergstraße 3, Wien 1873.

Eduard Fischer von Röslerstamm im Oesterreichischen Touristen-Club:

Erzherzog-Johann-Hütte, 1880

dann der Abschnitt vom Tauern zur Dorfer Alpe fertiggestellt. Die Sektion Austria ehrte Herrn Fischer indem sie den gesamten Weg von Fellern ins Dorfer Tal „Fischer-Weg“ benannte. Bleibt als dritter Verein der damalige „ Alpen-Club Oesterreich“, der jetzt „Österreichischer Alpenklub“ heißt. Dieser hat den Bau seiner Erzherzog-Johann-Hütte auf der Adlersruhe des Großglockners nicht nur der Idee und Initiative Eduard Fischers zu verdanken, sondern erhielt auch das Grundstück für den Hüttenbau von Herrn Fischer geschenkt, welches dieser zuvor aus Privatmitteln angekauft hatte.Den Baubeginn im Jahre 1879 konnte Herr Fischer noch erleben, bei der Eröffnung am 18. August 1880 war sein Sohn zugegen. Als Eduard Fischer am 12.August 1878 sein Testament verfaßte, dürfte er geahnt haben, daß ihm das Schicksal kein langes Leben mehr gönnen wird, denn im Sommer 1879 stürzte er als Fußgänger in der Stadt schwer und zog sich Knochenbrüche zu. Am 5. September 1879 um 6 Uhr früh erlag er in seiner Wohnung (Wien 5., Johannagasse 2) einem Herzschlag und wurde am 7. September 1879 auf dem evangelischen Friedhof Matzleinsdorf (Wien 10.,Triester Straße 1) beigesetzt; sein Grab besteht allerdings nicht mehr. Einige Jahre nach seinem Tod kam Eduard Fischer noch einmal zu Ehren. Als die „Section Wiener Neustadt“ des Oesterreichischen Touristen-Club auf dem Kaiserstein des Schneebergs eine Wetterschutzhütte errichtete, unterstützte Schwiegersohn Valentin Heck den Bau mit 100 fl. und erlangte als gerne gewährte Gegenleistung die Namensgebung „Fischer-Hütte“ für das Objekt. Zwar steht mittlerweile statt des kleinen Hüttchens ein großes Schutzhaus auf dem Kaiserstein, doch ehrt dessen Name nach wie vor den Edlen von Röslerstamm. ❑

Mitglied ab 1869 (Gründungsjahr). Ausschußmitglied ab 13.12.1870. Obmann-Stellvertreter des OeTC von 1.6.1871 bis 7.1.1876. Mitarbeiter im „Schneeberg-Comité“ 1871 und 1872. Obmann der „Schneeberg-Section“ 1873. Mitarbeiter im „Redaktions-Comité“ des Jahrbuchs 1874. Obmann vom „Panoramen-Comité“ 1874. Obmann der „Touren-Section“ 1874 und 1875. Mitarbeiter in der „Section für alpine Bauten“ 1874 (Obmann) und 1875. Obmann im „Comité für alpine Chronik“ 1875. Mitarbeiter im „Vortrags-Comité“ 1875.

Eduard Fischer von Röslerstamm im Alpenverein: Mitglied im Österreichischen Alpenverein ab 1862 (Gründungsjahr). Mitglied der Sektion Austria des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins ab 1874 (Gründungsjahr). Ausschußmitglied des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins 1873. Ausschußmitglied der Sektion Austria des DuÖAV 1874 – 1878. Mitarbeiter im „Comité für Hütten- und Wegbau“ im DuÖAV 1875 und 1876. Mitarbeiter im „Comité für Führerwesen“ im DuÖAV 1875 und 1876.

Eduard Fischer von Röslerstamm im Alpen-Club Oesterreich: Mitglied ab 1878 (Gründungsjahr). Obmann im „Comité für Weg- und Hüttenbauten“ 1879. Obmann im „Comité zur Errichtung einer klimatischen Höhen-Curorte-Station am Wechsel“ 1879. Mitarbeiter im „Comité für alpine Chronik“ 1879. Mitarbeiter im „Instructions-Comité für angehende Touristen“ 1879. Mitarbeiter im „Comité für Hebung des Fremdenverkehrs in den österreichischen Alpenländern“ 1879.

Quellen: „Adelslexikon des österreichischen Kaisertums 1804 – 1918“ von Peter FrankDöfering. „Genealogisches Taschenbuch der Ritter- und Adels-Geschlechter“ („Brünner Taschenbuch“) 2. Jg. 1877. Heraldisch-Genealogische Gesellschaft Adler: Partensammlung. „Österreichisches Biographisches Lexikon 1815 –1950“ der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. „Sudetenland-Lexikon“ von Rudolf Hemmerle. „Festschrift des Vereines der Naturfreunde in Mödling zum 25-jährigen Jubiläum.“ (1902). „Der Gebirgsbote“ 1875/76. „Jahrbuch des Oesterreichischen Alpen-Vereines“ 1865 –1871, 1873. „Jahrbuch des Oesterreichischen Touristen-Club“ 1872–1879. „Jahrbuch des Steirischen Gebirgsvereins“ 1874 – 1879. „Jahresbericht des Oesterreichischen Touristen. Club“ 1869–1871. „Mittheilungen des Deutschen und Oesterreichischen Alpenvereins“ 1875–1879. „Neue deutsche Alpen-Zeitung“ 1875–1879. „Der Österreichische Alpenverein und die Sektion Austria des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins 1862–1912“. „Österreichische Alpen Zeitung“ 1879, 1880, 1991, 2000. „Oesterreichische Touristen-Zeitung“ 1885. Sitzungsprotokolle des Oesterreichischen TouristenClub 1875 –1879. „Der Tourist“/“Jägers Tourist“ 1871, 1873, 1874, 1875, 1879. „Touristische Blätter“ 1877. „Verhandlungen des Österreichischen Alpenvereines“ 1864. „Zeitschrift des Deutschen und Oesterreichischen Alpenvereins“ 1872, 1874–1879. Persönliche handschriftliche Aufzeichnungen von Eduard Fischer v. Röslerstamm, gelesen im Antiquariat Peter Truppe (Wien 7). Bildnachweis: Archiv des Österreichischen Touristenklubs und Österreichische Alpenzeitung (1991, ❑ 2000).

Fischer-Hütte, 1885

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Aus meinem Tourenbuch:

Gesäuse – Buchstein-Westgrat und Hochtor-Nordwand

Dr. Raimund Wisleitner, Winzendorf

Teil 1, Ouvertüre und Prüfung: Buchstein-Westgrat Im letzten Lebensabschnitt, schon etwas müde und mit bescheideneren Unternehmungen zufrieden, blicke ich ohne Wehmut zurück auf eine lange Zeit, reich an Sonnenstunden in jedem Sinn des Wortes. In träumerischer, gelöster Stimmung ist mir darnach, das Schatzkästlein der Erinnerungen zur Hand zu nehmen, um mich an einigen der kostbarsten Juwelen zu erfreuen, die es birgt: Kleinodien, die mich in eine längst vergangene Zeit zurückversetzen und die mich die Berge von einst in vollen Farben nacherleben lassen. Fürwahr ein Schatz, den ich stets aufs neue heben kann, bis ich die Augen für immer schließe. Nun also. Die Gedanken schweifen ein halbes Jahrhundert zurück. Nach gründlicher Ausbildung in der Bergsteigerschule unseres Klubs und etlichen wunderschönen Touren darnach habe ich mir als krönendes Ziel die Hochtor-Nordwand über den Jahn-Zimmer-Weg vorgenommen. In Ermanglung eines Partners sehe ich mich nach einem Führer um, den ich bald in der Person des Karl Jansenberger, seines Zeichens „auch“ Pächter der Heßhütte, finde. Die grundsätzlichen Vereinbarungen sind rasch getroffen. Im Rahmen einer Urlaubswoche im Juni des Jahres 1960 soll der Plan in die Tat umgesetzt werden. Wie freue ich mich auf diese Bergfahrt! Der eine oder andere „Felsenkönig“ wird vielleicht milde lächeln über die „Aufmachung“, die er hier vorfindet. Aber es ist eben alles relativ, und, um es vorwegzunehmen, mein Dreier hat mir genausoviel Freude geschenkt wie anderen damals eine Roßkuppenkante oder den Heutigen der elfte Grad. Ich bin jedoch sicher, daß ich mich mit meiner Begeisterung in guter, breitgefächerter Gesellschaft befinde, sodaß diese Zeilen manchen interessierten Leser finden könnten. Die Bergfahrt selbst hat natürlich nur an einem Tag stattgefunden, aber mit allem Drumherum ist es doch fast eine ganze Woche geworden, und ich möchte bewußt auf diesen Rahmen nicht verzichten; ich hoffe, damit die Geduld der geneigten Leserschaft nicht allzu sehr zu strapazieren! Aber genug der Einleitung. An einem schönen, heißen Sommersonntag – es ist schon Ende Juni – entläßt mich der Zug in Gstatterboden. Ich nehme im Hotel Gesäuse Quartier, wo mich Bergführer Jansenberger zwecks Detailbesprechung besucht. Sympathisch ist er, der Karl, aber vorsichtig ist er auch; verstehe ich ja! Eine Prüfung muß ich ablegen, in Form der Begehung des Buchstein -Westgrats (SG 3-). 200 Schilling soll die kosten; das Hochtor kommt dann auf 350; ist mir recht. Da er morgen,

Blick vom Buchsteinhaus zum Hochtor-Planspitze-Zug

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Großer Buchstein, 2223 m

Sonntag, die Hütte voll hat, verabreden wir uns für Montag und Mittwoch. Ich habe hier ein nettes Zimmerchen, in dem ich mich recht wohl fühle. Das leise Rauschen der Enns ist meine Schlummermelodie. Der Sonntag wird besonders heiß. Ich schone mich für die „Prüfung“ und verbummle den Tag. Die Hitze bringt ein heftiges Gewitter mit sich. Bis abends ziehen dann dunkle Wolkenfetzen durchs Gesäuse; es bleibt nur zu hoffen, daß die sich bis morgen empfehlen … Montag.Heute also soll die Kletterprobe stattfinden; Treffpunkt Buchsteinhaus. Um vier Uhr läutet der Wecker, eine halbe Stunde später ist Abmarsch. Der Himmel ist leicht bewölkt, doch wird es mit dem Fortschreiten des Tages immer schöner, und schließlich herrscht strahlendes Wetter. Anstieg zum Brucksattel auf bequemer Forststraße und dann auf gutem Weg in weit ausschwingenden Serpentinen weiter zum Buchsteinhaus; die Steigung ist auffallend sanft und kostet daher so gut wie keine Kraft. Immer wieder öffnet sich der Blick auf die zauberhafte Reichensteingruppe. Schließlich ist das Etappenziel erreicht. Mein Führer soll zwischen neun und elf Uhr kommen. Ich habe somit noch reichlich Zeit, lasse mich in der angenehmen morgendlichen Sonne nieder und freue mich über die prächtige Umgebung. Die Hochtorgruppe zeigt sich zu dieser frühen Stunde nur silhouettenhaft, doch der Reichenstein erstrahlt in kräftigem Licht und bietet ein zauberhaftes Bild. Die Fernsicht ist heute wunderbar.Wie gestochen stehen die nahen Berge da, und der Blick reicht sogar bis zu den Radstädter Tauern, wo sich der Grießstein noch deutlich abhebt. Es ist sehr ruhig hier oben. Nur wenige Gäste leisten dem Pächterehepaar Gesellschaft. Die Bekanntschaft von „Bubi“, dem Pferd, habe ich schon unterwegs beim Biertransport gemacht. Meine Geduld wird auf eine harte Probe gestellt. Es ist schon lange 11 Uhr vorbei und kein Jansenberger in Sicht. „Not amused“ beschließe ich, den Tag für eine Gipfelbesteigung auf dem Normalweg („Krautgartel“, 1-) zu nützen. Beim Aufstieg zum Fußpunkt des felsigen Gipfelstockes ist es mörderisch heiß, und der Schweiß fließt in Strömen; ich bin ja auch spät dran. Entschädigt werde ich aber durch die herrliche Fernsicht, die sich mir schließlich eröffnet. Zu den nun schon vertrauten Bergriesen der nächsten Umgebung gesellen sich im Blickfeld die Haller Mauern, und aus dem Ennstal ragt der mächtige Grimming majestätisch auf, vom Dunst zauberhaft verklärt, gleich einer unnahbaren Gralsburg. Ganz in der Ferne sind Dachstein und Prielgruppe schemenhaft gerade noch erkennbar.Was für ein Traumland! ÖTZ Juni/Juli 2010


Genug geschwärmt. Nach einem bedauernden Seitenblick zum lockenden Westgrat setze ich zur nordwärts führenden Querung an. Drei schmale Schneefelder werden überschritten; ansonsten gibt es Schutt, brüchiges Gestein und heiße Sonnenstrahlen. Die Westschlucht, das „Krautgartel“, die mich schließlich wieder höher bringt, ist keine Offenbarung. Der Weg meidet das Geröll, wo immer nur möglich, und führt zumeist durch leichtes Felsgelände aufwärts (kaum 1-). So ist bald die Hochfläche gewonnen. Zuletzt geht es im rechten Winkel nach rechts zum Gipfel, über Schrofen, die da und dort von leichten Kletterstellen unterbrochen werden. Das Buchsteinplateau liegt mir zu Füßen. Das ist eigentlich ein muldenartiger Kessel, umkränzt vom Hauptgipfel, den Drei Schneiden, dem Plattenkogel, der Sankt Gallener Spitze und der Admonter Frauenmauer. Zwischen diesen Erhebungen liegt Ödland: vorwiegend Karrenfelder und Schnee, nur wenig Grün, stilles, einsames Ödland. Nirgends kann man sich besser auf sich selbst besinnen als an so einem einsamen Ort. Durch nichts Äußerliches abgelenkt, horcht der Mensch in sich hinein; es klingen Saiten auf, die im Alltagsgetriebe nicht zu hören sind. Zauber der Bergeinsamkeit … Nach einer kurzen Schmausrast bummle ich gemächlich über den Kamm zur Spitze der Drei Schneiden hinab. Welche Massen von herrlichem Stengellosen Enzian es hier gibt! Bergschönheit im Kleinen: Da muß ich doch auch noch kurz verweilen. Dann aber weiter. Ich steige in die Plateaumulde ab und quere einige Schneefelder; ein köstlich frischer Hauch geht von ihnen aus. Über abenteuerliche Karrengebilde turne ich zum Rand der Westschlucht. Es bleibt etwas Zeit, und so wende ich mich noch nicht zum Abstieg, sondern erklimme den Gipfel der Admonter Frauenmauer, die von einer interessanten Platte gekrönt wird. Diese ist in ihrer Struktur glatt und gleichmäßig geneigt, weist aber eine wunderbar rauhe Oberfläche auf. Recht amüsant ist es, sie zu ersteigen! Nach kurzem Verweilen verlasse ich den Gipfel und benütze zum Abstieg wieder die Platte, über die man dank ihrer relativ geringen Neigung gerade noch gut abstützen kann. Weiter talwärts wieder durch die Westschlucht, wo die Sonne jetzt ohne Winkel direkt einstrahlt; die Hitze ist dementsprechend. Inzwischen ist über der Hochtorgruppe ein Gewitter aufgezogen. Es bewegt sich aber nur sehr langsam, und so sehe ich mich nicht zur Eile veranlaßt. Gemütlich absolviere ich das letzte Wegstück und bin zu guter Zeit bei der Hütte.Wen treffe ich da? Der Kerl – wollt‘ sagen – der Karl ist inzwischen gekommen! Gegen eins war er „schon" beim Buchsteinhaus. Was tun in dieser Situation? Nach einigen Erwägungen kommen wir überein, beide die Nacht auf der Hütte zu verbringen, um den Westgrat am Folgetag zu absolvieren. Das Gewitter hat sich inzwischen verzogen – bei uns sind nur ein paar Tropfen gefallen –, doch stelle ich mit Besorgnis fest, daß sich im Westen eine schnurgerade bleigraue Wolkenfront heranschiebt, die nichts Gutes verheißt.

Am Buchsteinplateau, Blick zum Kleinen Buchstein

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Dienstag. Um 4 Uhr werden wir von der Hüttenwirtin geweckt. Es gibt ein warmes Frühstück, und dann sind wir dahin. Es ist ein sehr warmer Morgen, kein gutes Zeichen. Bewölkung ist reichlich vorhanden, und auch im Westen sieht es nicht nett aus. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt, und noch (?) regnet es ja nicht. Also los. Nach Überwindung des gebänderten Vorbaus erreichen wir den Einstieg des Westgrats, und es wird angeseilt. Den Sackstich mag mein Führer nicht, er zieht den Bulin -Knoten vor; soll sein. Er sagt mir noch, daß ich nicht auf lockeres Geröll treten und die Griffe nicht auf Zug nehmen soll, da dies Kraft koste.Aha. Nun, warum nicht, er sagt das vielleicht jedem, und ich bin ihm ja ein Fremder. Er ist überhaupt sehr vorsichtig, der Bergführer Jansenberger, sucht sich immer tadellose Sicherungsplätze, und bevor er dann weitergeht, legt er für mich eine Standsicherungsschlinge um ein Felsköpfel: mir könnte nicht einmal etwas passieren, wenn ich mutwillig talwärts springen wollte. Die erste Seillänge führt über eine hübsche kleingriffige Steilplatte.Wie stets am Anfang einer Felsfahrt gehe ich noch recht bedächtig, doch das ist bald vorbei.Was folgt, ist mir reine Genußkletterei, einige Dreierstellen, das meiste leichter. Die Führe weist fast in ihrer gesamten Länge herrlich festen Fels auf, stellenweise so grob und klotzig gegliedert, daß man glaubt, im Urgestein zu sein. Nur die letzte Seillänge ist häßlich: Sand, Schotter, und von drei Griffen wackeln zwei.Aber soll ich klagen nach dem Erlebten? Der Gipfel ist nach gut einstündiger Kletterzeit erreicht. Das Wetter sieht drohend aus, und es fallen ein paar Tropfen. Keine Lust für längeres Verweilen, obwohl es sich Petrus überlegt und wir verschont bleiben. Für den Abstieg hat sich Karl das „Rohr“ ausgesucht, eine Spezialität, die ich noch nicht kenne. Wir wandern ostwärts, wobei wir die Drei Schneiden rechts liegenlassen. Links vom Plattenkogel geht es in den „Hinterwinkel“, rechts davon ins „Rohr“; das ist unser Weg. Mein Führer bricht immer wieder in Begeisterungsrufe aus, er freut sich über die Blumenpracht, über das Gamswild, über die Großartigkeit der Szenerie, haben wir doch außer dem nahen Gewänd die Fluchten der Hochtorgruppe im Blickfeld. Er ist eben doch ein richtiger naturverbundener Bergmensch, auch mit der Seele bei seinem Beruf. Bei der Erhebung des „Rohrgasselkogels“ halten wir uns wieder rechts und steigen aus der weitläufigen Plateaumulde in einen kleineren Kessel ab.Wir haben jetzt zumeist wieder Sonne, die uns gehörig einheizt. Schön sind die dosierten Rutscher über Schneefelder; die entspannen und lassen uns zudem rasch vorankommen. Bei einem Abbruch, der sich ins Bodenlose öffnet, wenden wir uns nach rechts, um zu einem Graben zu gelangen, der „Rohrgasse“ genannt wird. Da geht es steil zu Tal, erst passabel auf festen Schrofen und über kurze leichte Kletterstellen, dann aber folgt klobiges Geröll, bei dem man nicht weiß, wo man am besten gehen soll; und so wechseln wir bald von links nach rechts, bald von rechts nach links. Also nicht eitel Wonne, zumal noch eine eher mühsame Querung folgt, bis uns eine Schuttries erlöst, in der man zumindest teilweise abfahren kann.Versöhnlicher Ausklang im Wiesen- und Waldgelände. Resümee: Der Abstieg durch die Rohrgasse ist fesselnd und interessant, landschaftlich großartig, im oberen Teil so schlecht nicht, im unteren aber ein waschechteer Schinder. Zeitersparnis gegenüber dem Normalweg (Krautgartel ) keine. In Gstatterboden lade ich meinen Führer noch auf einen Trunk ein, bei dem wir das Rendezvous für die Hochtor-Nordwand vereinbaren: wetterabhängig.Treffpunkt ist der Einstieg, der mir schon genau gezeigt worden ist. Zwischen halb acht und halb neun. Gut. Abends geht noch ein Mordsgewitter nieder. Als sich die Gewalten erschöpft haben, beginnt ein spannendes Wolkenspiel, und mit einem großen Fragezeichen gehe ich zu Bett. Teil 2, Intermezzo Peternpfad, HochtorNordwand und Ausklang in der nächsten ÖTZ! 77


Treffen in Telcˇ

Zusammenarbeit zwischen KCˇ T und ÖTK DI Dr. Erwin Sommer

(Telç, 5./6. Dezember 2009 ) Es ist sicher bekannt, daß die Touristenklubs von Tschechien (KÇT) und Österreich (ÖTK) seit geraumer Zeit gut zusammenarbeiten. Ein Arbeitsessen am Samstag abends hatte die Aufgabe, den derzeitigen Stand auszuloten, Ziele vorzugeben. Der sonntägige Vormittag war klubübergreifend und fand seinen Höhepunkt in der Erneuerung der gepflegten Zusammenarbeit. Alles hat aber einmal einen Anfang: Zu Beginn des Jahres 1996 erreichte den ÖTK ein Schreiben aus Prag, in dem die Vorsitzenden des Klubs Tschechischer Touristen Vertreter des ÖTK zu einem Treffen in Krkonose (tschech. Teil des Riesengebirges) einluden. Die Klubkameraden SOMMER und LANG fuhren also nach Prag und wurden von den Herren des KÇT (Präs. DI Jan HAVELKA und Dr. Antonin FUCIK) von Vrchlabi (dt. Hohenelbe) aus über die Spindlermühle und die KÇT-Hütte Pod Studnicnou auf die Snezka (Schneekoppe; höchster Berg Tschechiens) geführt.Wir lernten die wasserführenden Hochmoore, die vielen Bauden kennen und hatten Quartier in der Vyrovka (damals ganz neues KÇT-Schutzhaus). Dort wurden erstmalig die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit beider „Wandervereine“ (so bezeichnet der KÇT seinen und unseren Verein) angedacht bzw. angestrebt und einige Zeit später eine schriftliche Vereinbarung für eine gelebte Zusammenarbeit unterzeichnet. Bevor die Erwachsenen Gemeinsames machten, das auch als solches von Außenstehenden zu erkennen war, begann mit der Jugend im ÖTK und im KÇT (ATOM ) über Initiative von LANG und SOMMER ein fruchtbares Miteinander, wofür der erste Anknüpfungspunkt unser Bundesjugendzeltlager war. Über dieses hinaus – bei denen die jungen KÇTler seit Altaussee (1.–9. 8. 1998) bis heute nicht mehr gefehlt haben – entwickelten sich weitere gemeinsame Interessen im Bereich von Schitouren, Klettern und Bergsteigen, Kanu- und Wildwasserfahren, wobei die Veranstaltungsorte (ausgen. für die Zeltlager) sowohl in Tschechien als auch in Österreich waren. Seit damals konnte die Klubleitung den KÇT-Präsidenten DI HAVELKA verläßlich bei unseren Generalversammlungen begrüßen. Der ÖTK vermittelte seine Erfahrung bei der Errichtung und beim Betrieb seiner Schutzhütten, und dies vornehmlich in umweltrelevanten Belangen. Auch im Wegebau gab es Anknüpfungspunkte. Neben der feierlichen Übergabe der Hardegger Warte an den Nationalpark Podiy (wo auch unser verstorbener Vizepräsident Dr.WOLF und von KÇT-Seite Präs. DI HAVELKA dabei waren) wurde die Zusammenarbeit besonders unter unserem Klubpräsidenten Dr. NOLZ intensiviert: Wanderungen und Treffen im Mähr. Karst, Jubiläum unserer Ripka-Warte, jährlich wiederkehrende Wanderungen von Znaim nach Retz etc. Die grenznahen Kontakte diesund jenseits der Thaya betr. der aneinander grenzenden Nationalparks Thayatal und Podyi wurden hier besonders durch unseren dieses Grenzland liebenden Rudi GÖBEL, der auch im Beirat des NP Thayatal erfolgreich tätig ist, in den südmährischen Bereich, und dies über Trebon,Telç hinaus bis Brünn ausgedehnt, war doch bis zum Ende des 1.Weltkrieges auch dort unser ÖTK aktiv tätig. Bezüglich des Wegenetzes, ursprünglich Arbeitsgebiet unserer früheren Sektion Znaim, führte zwar der KÇT seine gut bezeichneten Wege bis an die Staatsgrenze, dem ÖTK aber gelang es nicht, sich neuerlich in altem ÖTK-Gebiet wegemäßig zu engagieren und dort anzudocken. Doch nun zum Aktuellen: Havelka, Lang und Sommer reflektierten die bisherige erfolgreiche Zusammenarbeit beider Klubs. Für uns vom ÖTK war von berufener KÇT-Seite gerne und auch 78

Bild, v. r.: Dr. Nolz, W. Lang, DI Havelka, Dr. Homolka und der Vorstand der örtlichen KCˇ T-Sektion

mit ein wenig Stolz die Feststellung mitzunehmen, daß bei den KÇT-Kontakten mit der Jugend vieler anderer Wandervereine jene mit der ÖTK-Jugend die erfolgreichste ist.Weiters wurden erörtert: Hütten, deren Instandsetzung, Lösungsansätze für Abwasser- und Fäkalienentsorgung, Instandhaltung von Wegen und das sensible Thema Verantwortlichkeit. Dem KÇT wurde erinnernd deutlich gemacht, daß Besucher aus Tschechien sich auf unseren Hütten im alpinen Raum anders zu verhalten haben, also z. B., daß Kochen in und außerhalb der Hütte und das Zelteln im Freien nicht gestattet sind; darauf werden wir in unseren Hüttenordungen, die überhaupt zu aktualisieren sind, besonders hinweisen müssen. Havelka brachte auch eine Vorschau auf KÇT-Vorhaben, wie die Eurorando 2011, die auch die Erwanderung der Thayaquellen in beiden Ländern, den Zusammenfluß von Thaya und March an der Dreiländergrenze A/CZ/ Slowakei etc. einschließen soll. Nach dem sonntägigen Frühstück trafen auch Dr. Jiri HOMOLKA (ZA-Mitglied des KÇT und maßgeblicher Gestalter bei der KÇT-Jugend ) und der Chef der örtlichen KÇT-Sektion und Präsident Dr. NOLZ ein. Um die gastgebende, geschichtsträchtige UNESCO-Stadt Telç kennenzulernen, wanderten wir vom Stadtplatz aus durch die Parkanlagen des Schlosses und folgten dem Wasserlehrpfad entlang der schönen Telçer Teiche, um abschließend auf den Aussichtsberg Oslednice ( 557 m) mit seiner 31,2 m hohen Warte zu wandern. Der für diese Jahreszeit typische Nebel ließ uns das nahe Telç und die umgebende Landschaft nur verschwommen erahnen. Im für das Mittagessen vorgesehenen Restaurant erwartete uns der mittlerweile aus Prag eingetroffene KÇT-Präsident Dr. Jan STRASKY. Havelka faßte die am Vorabend erörterten Themen zusammen, betonte nochmals das vorbildliche Miteinander unserer Jugendorganisationen und machte auf Termine, die für KÇT und ÖTK interessant sein können, aufmerksam. Nach dem Mittagessen erwartete uns der Telçer Bürgermeister vor der neuen Stadtgalerie. Diese Räumlichkeit war ursprünglich das alte Feuerwehrhaus und war schon für die NÖ-Landesausstellung 2009 in Horn/Raabs und Telç umgebaut worden. In gutem Deutsch, das er sich für diese Ausstellung und ihre Gäste erworben hatte, wurden wir begrüßt und über die Geschichte dieser Stadt und ihre Möglichkeiten im Tourismus informiert. Dann unterzeichneten die Präsidenten von KÇT und ÖTK, Dr. STRASKY und Dr. NOLZ, feierlich die vorbereiteten Dokumente, die die Zusammenarbeit zwischen beiden Touristenklubs für die nächsten 10 Jahre besiegelten. – Für dieses Vorhaben viel Glück und Erfolg, das jedoch nur durch persönliches Einbringen der ehrenamtlichen Funktionäre und der Mitglieder beider Klubs gelingen kann. ❑ ÖTZ Juni/Juli 2010


Schneeschuhwanderung Hochmölbinghütte ( Stmk.) Bericht von Mag. Walter Horak. Wann: 27. und 28. März 2010. Teilnehmer: Edgar Gritsch, Walter Horak (ÖTK Langenlois).

Allgemeines: Die Hochmölbinghütte ist eine Schutzhütte der Sektion Graz des Österreichischen Touristenklubs (1683 m ) und befindet sich an den Ausläufern der Warscheneckgruppe im Toten Gebirge. Die neuen Pächter sind seit 1. Jänner 2010 Petra Schuster und Edgar Gritsch. Weitere Informationen und Termine unter: www.hochmoelbinghuette.at oder Tel. 0676/900 39 09.

Ein Bericht von Walter Horak ( Neumitglied des ÖTK Langenlois.) Ausgangspunkt war der Parkplatz beim GH Panoramablick.Von dort erfolgte der Aufstieg über den Grazer Steig – mit Aussicht zum Dachstein – zur Lampoltenalm und weiter zur Hochmölbinghütte. Oben angekommen, gab uns Petra Schuster, die neue Pächterin, eine Stärkung. Danach marschierten Edgar und ich weiter bis zum Fuß des Kleinmölbings. Auf diesem Hochplateau gab es bei Sonnenschein und blauem Himmel (dazwischen Aprilwetter mit Graupelschauer) einen 360°-Ausblick, beginnend beim Raidling, Mittermölbing und Hochmölbing, im Hintergrund der Große Priel. Danach folgte die Einschulung des LVS-Gerätes (siehe auch Exkurs Lawinengefahr) und die praktische Anwendung. Sodann half Edgar in der Hütte. Ich wanderte noch bei tiefstehender Sonne und blitzblauen Himmel zur Liezener Hütte und bewunderte den einzigartigen Lärchenwald, der die Hochmölbinghütte umhüllt. Kurz vor Sonnenuntergang kehrte ich hungrig zur Hütte zurück.

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Am Morgen des nächsten Tages schneite es noch. In der Nacht sind ungefähr 15 cm Neuschnee gefallen. Nach dem Frühstück kam Wind auf und der Schneefall hörte auf.Trotzdem wagten Edgar und ich den Aufstieg zum Kleinmölbing. Beim „Windloch“ in 1961 m Höhe ankommend, hatte der Wind Sturmstärke erreicht. Unterhalb des Gipfels mußten wir noch eine kleine steil ansteigende Eiswand ohne Schneeschuhe bewältigen. Edgar half mir bei den letzten Metern, und dann war der Kleinmölbing mit einer Höhe von 2160 m mit Schneeschuhen bezwungen. Danach folgte der Abstieg ins Tal. Vorbei bei der Liezener Hütte, weiter zum Hochtor und zurück zum Ausgangspunkt beim GH Panoramablick. ❑

Exkurs – Lawinengefahr Edgar ist Lehrwart–Alpin. So stand auch bei dieser Wanderung Lawinenkunde am Programm. Für mich alles Neuland, d. h. Einführung von Anfang an. Ich hatte noch nie ein LVS-Gerät bedient. Nach ca. 20 Minuten war die Einschulung beendet. Die Bedienung der Marke Pieps DSP einfach, klar und sehr effizient. Das LVS zeigt Richtung und Entfernung in Meter an.Wichtig ist, daß man sich langsam den „Verschüttenden“ nähert, da das LVS ein paar Sekunden braucht, bis es wieder eine neue Richtung und Entfernung anzeigt. Suchstreifenbreite ca. 50 m, suchen und markieren von Mehrfachverschütteten ebenfalls möglich. Weitere Details siehe im Internet unter www.pieps.com. Allgemein passieren die meisten tödlichen Lawinenunfälle bei Lawinenwarnstufe 3! Warum? Bei Stufe 4 und 5 findet man nur wenige Tourengeher. Stufe 3 wird leider unterschätzt.Weiters ist die Bekanntgabe der Lawinenstufe nur ein Anhaltspunkt. Südseitig ist die Lawinengefahr meistens geringer als nordseitig, in einer Steilrinne höher und dort, wo der Wind den Schnee zusammenträgt, ist die Lawinengefahr ebenfalls hoch. Außerdem ist der Schneedeckenaufbau zu beachten und vor allem der Schneefall der gesamten Saison. Die heurige Saison – vergleichbar mit dem Jahr 1996 – war besonders gefährlich. Bis Anfang Jänner ist auf den Bergen fast kein Schnee gefallen, dann massive Schneefälle und Verfrachtungen. Die Folge waren Schneebrettbildungen mit Ausmaßen die größer waren als in anderen Wintern. – Für Interessierte ist in der Österreichischen Touristenzeitung, Ausgabe April/Mai 2010, Seite 45, ein Bericht „Lawinenzeit 2010“ von Klaus Hoi nachzulesen. ❑ 79


Steinwild und Bartgeier haben die Hohen Tauern zurückerobert Helga & Rudi ( †) Göbel Mit der 1960 erfolgten Steinwildeinsetzung im Glocknergebiet wurde eine für den Nationalpark vorausschauende Tat gesetzt. Da der Steinbock in Österreich für ausgerottet erklärt war, wurden, begleitend zur Wiedereinsetzungsmaßnahme, Steinwildhüter nach Graubünden entsandt, um dort Kenntnisse zu erwerben. Das Steinwild (der Steinbock/Capra ibex) stammt ursprünglich aus den Bergen Zentralasiens und ist, wie viele Alpenpflanzen auch, mit Ende der Eiszeit nach Westen gewandert. Heute zählt der Alpensteinbock zu den imposantesten Säugetieren; kraftvoll, eine Schulterhöhe von 1 Meter und gut 100 kg schwer, mit mächtig nach hinten ragendem Gehörn, welches bis 1 Meter lang sein kann. Geißen sind kleiner, sie haben kürzere Hörner. Der Steinbock gehört zur Familie der Gebirgsziegen und ist an die rauhe Gebirgswelt bestens angepaßt. Seine Hufe sind tief gespalten, mit gummiartigen Zehenballen, mit scharfen Schalenrändern und bedingen so eine außerordentliche Kletterfähigkeit. Diese übertrifft die der im selben Lebensraum lebenden Gemse bei weitem, obwohl die Gemse nur halb soviel Gewicht hat. Der Alpensteinbock besiedelt steile und exponierte, im Winter schneearme, mit Fels durchsetzte Rasenhänge. Die Höhenzone von 2000–3500 m ist der Lebensraum dieser Tiere. Inneralpine Trockengebiete in Südlage sind beliebter Standort. Geißen mit ihren Jungen und Böcke leben in getrennten Rudeln, die sich zur Brunftzeit, Dezember bis Jänner, mischen.Von Mai bis Juni setzen die Geißen meist ein Kitz.Warum zu diesen Zeiten? Weil Kitze damit bis zum Herbst ein großes Nahrungsangebot haben und so den ersten Winter überleben können. Warum kam es zur Ausrottung dieses mächtigen Tieres? Der Mensch sah in ihm den Bezwinger des so gemiedenen, unheimlichen Gebirges. So konnte, im Volksglauben, dieses Tier nur durch seine außergewöhnlichen Kräfte eine Universalmedizin für alle möglichen menschlichen Leiden und Schwächen sein, und dies seit der Antike! (Das Nashorn ist etwa demselben Schicksal anheimgefallen.) Fast alle Körperteile des Steinbocks wurden in der Volksmedizin verwendet, besonders Herz und Herzkreuzlein. (Die Klappenventile und Arterienöffnungen werden bei Gemse und Steinbock durch Faserringe bzw. Knorpel und Knochenstücke gestützt. Diese weisen z.T. eine kreuzähnliche Form auf, die den Glauben an eine heilende Wirkung hervorrief.) Sie rufen Sterbende ins Leben zurück und schier unheilbare Krankheiten werden geheilt. Das Blut war Mittel gegen Nieren- und Blasenprobleme. Die starken Schübe im Gehörn mußten ja krampflösend sein, vor allem bei Koliken und Vergiftungen! Amulette aus dem Horn waren todsicher gegen Zauberei. Die Kugeln aus dem Pansen waren gegen Pest, Krebs, Magenkrankheit und vieles mehr und wurden, je nach Rang, sogar vergoldet. Eine eigene Steinwildapotheke gab es in der Fürstbischöflichen Hofapotheke. Der Glaube führte zur rücksichtslosen Dezimierung dieser Tierart im Alpenraum. Im 13. Jh. dürfte der Steinbock im Norden der Hohen Tauern ausgerottet gewesen sein. 1499 wurde er aus dem zu Salzburg gehörenden Zillertal ins Hollersbach- und Habachtal transferiert. Strenge Schutzmaßnahmen wurden erlassen: Störung der Tiere war verboten. Kühe durften auf den Almen keine Glocken tragen, das Gebiet durfte nicht betreten werden, Beerenpflücken war hier verboten. Wilderern drohte die Todesstrafe oder die Galeere. Trotzdem ging der Versuch, möglicherweise auch wegen 80

der Klimaverschlechterung im 16. Jh., daneben. Südlich dürfte es bis zum 17. Jh., bei besseren Lebensverhältnissen, gedauert haben, bis das Ende da war. Das Steinwild war aus den Ostalpen verschwunden! Die letzte Zuflucht des Steinbocks war im Aostatal, am Gran Paradiso. Kaiser Maximilian setzte hier eine Unterschutzstellung durch. Die Umschulung von Wilderern zu Wildhütern sowie deren gute Bezahlung ließ hier das Steinwild überleben und der Bestand erholte sich.Von hier aus begann 1906 die Wiedereinbürgerung im gesamten Alpenraum. Die Ergebnisse der Wiederansiedlung und die Erfahrung, die damit gemacht wurde, fielen nicht einheitlich aus. Zügiges Anwachsen hier, Stagnation dort, winterliche Zufütterung, aber auch Räude waren dafür verantwortlich. Außer einer Kolonie im Hochlantschgebiet waren alle Ansiedlungen in den Ostalpen, auf der Populationslinie Salzburg–Slowenien, nicht von Erfolg gekrönt. Mißerfolg gab es auch in den Kolonien nördlich der Alpen. Die Wiedereinbürgerung begann 1960 mit 65 Stück in Heiligenblut, 1969 mit 75 Stück in Kals, 1970 im Naßfeld, wobei hier Gastein und das Anlauftal Standorte wurden. Im Obersulzbachtal 1978 und 1989 im Anlauftal. Aus dieser Gruppe wanderte ein Rudel ins Leitertal und in die Wangenitzen, ins Gradental, in die Fleiß und zur Pfandlscharte. In Tirol wanderte vom Gerlos und dem Zillergrund eine starke Gruppe nach Matrei, Virgen und Prägraten. Im Salzburgerland gab es 1975 eine von Kals ins Mühlbachtal zugewanderte Kolonie. Dies war die erste Auswanderung nach Norden. Im Sommer halten sich die Böcke in höchsten Weidezonen auf, den Geißen mit den Kitzen bleiben Plätze mit bestem Futterangebot vorbehalten. Während der Brunft im Spätherbst nähern sich die Böcke den Geißen auf merkwürdige Art: Sie legen den Kopf so weit zurück, daß die mächtigen Hörner auf den Rücken zu liegen kommen. Die Geiß kann die Rangabzeichen gar nicht sehen. Sie greift den Werber mit gesenktem Kopf an, und ihre kleinen, dolchartigen Hörner stoßen nach dem Partner. Kurz vor der Paarung ändert sie ihr Verhalten und sie flieht, wobei eine Schar paarungswilliger Freier hinterherläuft. Die Hörner des Steinwildes werden nicht, wie bei Reh und Hirsch, abgeworfen, sie schmücken immer das Haupt des Trägers. Die Jahresringe sind hinten dünn zu erkennen, die Schmuckwülste vorne haben damit nichts zu tun. Die Hörner wachsen jährlich um ein paar Zentimeter. Da sie zeitlebens wachsen, ist ein ausgeprägtes Horn auch im Bocksrudel ein Zeichen einer bestimmten Altersklasse, das die Böcke nach Kraft- und Kampferfahrung unterscheidet. Es kommt bei ungleichem Gehörn zu keinen Rangkämpfen, während Gemsen um ihre Position im Rudel bis zu schweren Verwundungen, ja bis zum Tod kämpfen. Bei Steinböcken kommt es vor, daß sie, dank ihrer Signale, spärliche Äsungsflächen im Winter miteinander teilen können. Man kann also beruhigt vermelden: Das Vorkommen des Steinbocks in den Ostalpen ist wieder gesichert! Ein weiterer Schwerpunkt im Wildtiermanagement im NaÖTZ Juni/Juli 2010


tionalpark Hohe Tauern ist das Projekt Bartgeier und Steinadler. Speziell der Bartgeier spielt im Gleichgewicht der Ökologie eine große Rolle. Seine Nahrung besteht zu 80% aus Knochen verendeter Tiere. Was hat man diesem Riesenvogel nicht alles angedichtet! Wer kennt nicht die schaurige Geschichte von Anzengrubers „Geierwally“ oder die „Geieranni“ aus der Schweiz, deren Wahrheitsgehalt sogar vom Pfarrer belegt wurde?! Wobei man zu dieser Zeit die einzelnen Geierarten noch gar nicht richtig unterscheiden bzw. einordnen konnte. Gerade der Bartgeier ist der letzte in der Nahrungskette, als Gesundheitspolizei. Liegt wo der Kadaver eines von Lawinen oder Blitzschlag getöteten Tieres, welches dem Kolkraben, Adler oder Fuchs sowie unserem Sommergast, dem Lämmergeier, nicht mehr schmeckt, so kommt der „Boanafresser“, der Bartgeier. Diese prächtige Geierart war ein weit verbreiteter Brutvogel in den Alpen. Ab 1800 ging die Population durch Verfolgung stark zurück, 1900 waren die letzten Brutvorkommen und damit die weiteren Lebenschancen erloschen. Einzelne Bartgeier wurden bis in die 6Oer Jahre gesichtet. Nationalparks im gesamten Alpenbereich haben sich mit Hilfe des WWF, privater Paten- und Spenderorganisationen dieses Projektes angenommen. Seit 1913, als der letzte Bartgeier der Alpen im Aostatal geschossen wurde, war ein großes Vakuum in der Gesundheitspolizei der Luft. Der König der Geier, wie der Bartgeier auch gerne genannt wird, unterscheidet sich schon im schlanken Flugbild sehr vom Gänsegeier mit seinem wesentlich breiteren Brett (Flügelbild). Diese treten gesellig in Gruppen auf, der Bartgeier höchstens paarweise. Im Krumltal bei Rauris lassen sich beide beobachten. Das Krumltal war es auch, wo das Projekt „Heimkehr des Bartgeiers“ seinen Anfang nahm. Dieser Vogel, der edelste seiner Zunft, erreicht eine Flügelspannweite von fast 3 Metern. Die Länge ist 1 Meter vom Kopf bis zum Stoß. Dieser ist, zum Unterschied zu Adler oder Gänsegeier, eher rautenförmig. Auch der nackte Hals ist dem Gänsegeier belassen, sein Federkleid ist bis zum Hals geschlossen, nur seinen Unterschnabel ziert der Bart, der Namensgeber. Ein sehr eleganter Flieger. Sein Flugbild zeigt in der Vorderansicht nach unten gebogene Flügel, die Flügelspitzen unter der Körperachse, Handschwingen sind als Steuerung nach oben gebogen. Mit diesen Flugeigenschaften sind lange Gleitflüge zur Nahrungssuche gegeben. Schlund, Kropf und Magen sind äußerst dehnbar. Knochen, groß wie ein Rinderwirbel, Gamsoberschenkel oder Schafschulterblatt, gehen da schon hinein. Scharfe Magensäfte brauchen bis zu 24 Stunden zum Abbau und zur Auflösung dieser „harten“ Nahrung. Zu große Knochen werden bis zu 80 m hoch getragen und auf Felsplatten fallengelassen. Dieser Vorgang kann sich bis zu 20mal wiederholen. Diese Knochenschmieden werden immer wieder gerne angeflogen. Klauen und Hörner werden als Gewölle wieder ausgewürgt. Und nun zum Projekt: Am Beginn stand der WWF und die Frankfurter Zoologische Gesellschaft. 30 Bartgeier, wohlgemerkt ÖTZ Juni/Juli 2010

in Zoos, wurden in ein Brutprojekt eingebunden; mit vier eierlegenden Paaren. Das Alpenzoopaar brütete erfolgreich. So konnten 50 Junggeier großgezogen werden. Zwei Wege gab es nun: 1. Volieren in Gebiete, die geierfreundlich sind, d. h. Adler und andere Geierarten sind nahe. Fütterung bis zum Auswildern und dann der lange Lernprozeß der Natur. 2. Oder der österreichische Weg, Jungvögel noch als Nestling an artgerechte Plätze ausbringen, vom Menschen zwar beobachtet, behütet und gefüttert, ohne direkten Kontakt. Dadurch Öffnen der eigenen, durch Generationen geprägten Instinkte. Einbindung in den natürlichen Jahresablauf des Vogels, daher können viele Ausfälle die Regel sein, durch Unbill der Natur und andere Feinde. Öffentlichkeitsarbeit mit der Bevölkerung war, nicht nur in der unmittelbaren Umgebung,Voraussetzung. Der Radius eines ausfliegenden Jungvogels ist groß. Daher Ausdehnung auf den gesamten Alpenbogen. Wichtig war auch die Bereitschaft der Jäger. Der Freilassungsort im Talschluß des Krumltales, am Hocharn, ein nach SW gerichteter Fels mit geschütztem Zugang und genug Platz für die Betreuung. 25. Mai 1986: Hans, Fritz, Ellen und Winnie wurden freigelassen. Jährlich folgten weitere: Hochsavoyen 1987, Schweizer Nationalpark 1991, im grenzüberschreitenden Nationalpark Argentera 1993. Damit war eine Brücke im alpinen Raum gebildet, Flugdistanzen berücksichtigt, und das Wichtigste, auch eine Brükke zu den wildlebenden Bartgeiern in Korsika war möglich. In Österreich haben wir in der Zwischenzeit einen Jungvogel und drei 2–3jährige geschlechtsreife. In Osttirol: Erstfreilassung im Innergschlöß 2001. Die Bartgeierbeobachtung hat zugenommen. „E l Dorado“ und „Jackpot 3“ sind zwischen Innergschlöß, Matrei und Virgental unterwegs. „Christa“ im Herbst und Winter in Virgen und Defereggen. Ein Altvogel zwischen Matrei und Kals. Vier Brutpaare haben in Frankreich drei Junge hervorgebracht. Österreich mit einem Brutpaar und die Schweiz mit zwei Paaren haben leider noch keinen Nachwuchs produziert, möglicherweise war auch die Geschlechtsreife noch nicht erreicht. Die Lebenserwartung des Bartgeiers beträgt 20 bis 40 Jahre. Geschlechtsreif ist er ab etwa fünf bis sieben Jahren. In der Regel gehen sie monogame Dauerehen ein.Vertreibung nur in näherer Umgebung des Horstes. Ein Paar kann mehrere Horste besitzen, die bis zu 2000 m voneinander entfernt sind und auch regelmäßig benutzt werden. Bei Jungvögeln kann es zum Brudermord kommen. Der Erstgeschlüpfte beginnt mit Schnabelhieben gegen sein jüngeres Geschwisterl, sobald dieses den Kopf hebt, und hindert es so am Gefüttertwerden. Da es so zu schwach wird, um sich zur Wehr zu setzen, kommt es bald zu Tode und wird unter Umständen dann sogar verfüttert. Die Natur zeigt damit: Das Zweite ist nur „Reserve“, da das Nahrungsangebot zu gering ist. Hart, aber das ist eben Natur. Vieles bleibt noch offen über die anderen Lebensgewohnheiten dieser stolzen, schönen Vögel.Wenn wir Ihre Neugier geweckt haben und Sie bei einem Besuch der Hohen Tauern ein starkes Fernglas mithaben, um Flügelbleichung oder gar Beringung zu erkennen, oder, wie viele Urlaubsgäste,Vogelbeobachter auf bekannten Plätzen werden, und das mit Erfahrungsaustausch, dann hat der Bartgeier in unserer Heimat das Recht, als Heimkehrer betrachtet zu werden. Fordern Sie bei Interesse von Nationalparkverwaltungen oder beim WWF, der Veterinärmed. Fakultät, Literatur an.Verschaffen Sie sich bei Beobachtung die Antwortkarten; Sie können so zum Monitoring des Projektes beitragen. Sumpfschildkröten, Steinadler, Bär, Luchs, Biber, Fischotter und andere mehr geben noch genug Themen, aber darüber ein andermal. Ihre „Naturgurus“ Helga & Rudi Göbel Rudi Göbel ist am 10. März 2010 verstorben; ein Nachruf findet sich unter „Zentrale“ im Inneren dieser ÖTZ.

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Die Rückkehr der Wildkatze nach Österreich

von Peter Gerngross, Wien Foto: Dieter Manhart

Noch vor 150 Jahren war die Europäische Wildkatze (Felis silvestris silvestris) weit verbreitet. Heute ist sie in vielen Teilen Europas verschwunden, in Österreich gilt sie als regional ausgestorben bzw. verschollen. In jüngster Zeit mehren sich jedoch Hinweise, daß die scheue Katze wieder in unsere Wälder zurückkehrt. In Österreich gäbe es durchaus genug geeignete Habitate für die seltene Katze:Vor allem das Mühl- und das Waldviertel, Teile des Weinviertels, das nördliche und östliche Alpenvorland, die außeralpine Steiermark und der Kärntner Zentralraum wären adäquate Lebensräume (siehe Karte). Stark zersiedeltes Kulturland meidet sie ebenso wie alpine Regionen, wo große Schneehöhen die Nahrungssuche erschweren. Nachweise aus dem Nationalpark Thayatal sowie der Steiermark und dem südlichen Kärnten lassen die Hoffnung auf die Existenz einer lokalen Population der Wildkatze zu. Durch ihre zurückgezogene Lebensweise ist ein Nachweis jedoch auch für Wissenschafter nicht einfach. Eine Methode erinnert sogar an kriminaltechnische Untersuchungen: Wo es Hinweise auf ein mögliches Vorkommen gibt, werden mit Baldrian besprühte Lockstöcke aufgestellt. Der Geruch lockt Katzen an, die sich am säge-rauen Holz reiben und dort Haare hinterlassen, die dann genetisch untersucht werden können. Auch Fotofallen oder auf Wildkatzenkot abgerichtete Hunde kommen gelegentlich zum Einsatz. Anfang März 2010 präsentierte das Lebensministerium im Rahmen der Artenschutzkampagne „vielfaltleben“ und unter der fachlichen Leitung des Naturschutzbundes einen Aktionsplan zum Schutz der Wildkatze in Österreich. Ziel ist es, die seltene Tierart in Österreich wieder heimisch werden zu lassen. Die Aktion wird auch von der Jägerschaft, den Österreichischen Bundesforsten und zahlreichen weiteren Organisationen unterstützt.Ab einer Populationsgröße von etwa 100 Tieren könnten sich Wildkatzen in Österreich langfristig halten. Die Europäische Wildkatze kommt in allen österreichischen Nachbarstaaten (außer in Liechtenstein) vor. Experten hoffen

auf eine Zuwanderung vor allem aus Deutschland, der Slowakei und aus Slowenien. Bis ins 19. Jahrhundert wurde die Wildkatze in Österreich als vermeintlich gefährliches Raubtier und „Schädling“ gnadenlos verfolgt und bis an den Rand der Ausrottung gedrängt. Dabei stellt sie für Haustiere oder Niederwild kaum eine Gefahr dar, weil sie sich zum überwiegenden Teil von Wühlmäusen ernährt. Heute ist der Straßenverkehr die häufigste Todesursache bei Wildkatzen. Auch „Fehlabschüsse“ – aufgrund der Verwechslung mit streunenden Hauskatzen – fordern immer wieder Opfer.Von Hauskatzen übertragene Krankheiten stellen eine weitere Gefahr dar. Die Wildkatze ist vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv und äußerst scheu. Daher ist die Wahrscheinlichkeit, bei einer Wanderung je eine Wildkatze zu Gesicht zu bekommen, sehr gering. Zudem kann man sie leicht mit getigerten Hauskatzen verwechseln.Von diesen unterscheidet sie sich in erster Linie durch den eher plump wirkenden Körper, den wuchtigeren Schädel,die verwischte Fellzeichnung und den buschigen,stumpfendigen Schwanz mit den deutlich abgesetzten schwarzen Ringen. Die Europäische Wildkatze ist mit der Hauskatze übrigens nur entfernt verwandt. Letztere stammt von der Afrikanischen Falbkatze (Felis silvestris lybica) ab und wurde erst von den Römern nach Europa gebracht. Wer das Glück hat, eine Wildkatze zu beobachten, kann das bei einer eigens eingerichteten Meldestelle des Naturschutzbundes Österreich bekanntgeben: wildkatze@naturschutzbund.at. Quellen:

Geeignete Wildkatzenhabitate in Österreich (dunkelgraue Flächen) und Einzelnachweise der Wildkatze seit 1957 (schwarze Punkte); (P. Gerngross, 2010 – nach S. Friembichler, 2010 )

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Friembichler, S. 2010. Die potentielle Verbreitung der Wildkatze (Felis silvestris silvestris, Schreber, 1777) in Österreich als Entscheidungsgrundlage für weitere Schutzmaßnahmen. Diplomarbeit zur Erlangung des Magistergrades an der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Salzburg. Slotta-Bachmayr, L., Friembichler, S. 2010. Aktionsplan „Schutz der Wildkatze in Österreich“. BMLFUW, Wien.

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120 Jahre Speiereck-Schutzhütte (Sekt. Waldheimat ) Die Speiereck-Schutzhütte der Sektion Waldheimat feiert am 19. Juni 2010 ihren 120. Geburtstag. Aus diesem Anlaß findet eine kleine Geburtstagsfeier mit Bergmesse und Unterhaltungsprogramm statt. – Nachstehend eine kurze Chronik:

Die Speiereck-Schutzhütte steht auf dem Großeck (2066 m), einem Vorberg des Speierecks oberhalb Mauterndorfs, und bietet einen prachtvollen Rundblick über den Lungau und die angrenzende Bergwelt. Die festliche Eröffnung fand vor 120 Jahren, am 17. Juni 1890, statt.

Der Hüttenausbau und der Hüttenbetrieb bis 1924 Nachdem verschiedene Schwierigkeiten, die die Trogalmgenossenschaft als Eigentümerin des gewählten Baugrundes anfänglich bereitete, für beide Seiten zufriedenstellend bereinigt waren, wurde im Jahre 1888 der Bau durch Baumeister Michael Scharitz begonnen und im Herbst 1889 zu Ende geführt.Wegen der während des Baues eingetretenen Kostensteigerungen, insbesondere bei der Beschaffung und beim Auftransport von Bauholz, wurde der ursprüngliche Kostenvoranschlag weit überschritten. Die Schlußabrechnung der Kosten für den Bau, die Hütteneinrichtung, den erforderlichen Wegausbau (Aufstieg von Mauterndorf über den Trogalmweg, Abstieg nach St. Michael) ergab einen Betrag von 762,33 Gulden, wobei der Gesamtverein einen Zuschuß von 650 Gulden bewilligte. Der Restbetrag von 112,33 Gulden wurde von der Sektion aufgebracht, viele Arbeits- und Transportstunden von freiwilligen Helfern bewältigt. Die Hütte wurde bei der Salzburgischen Assekuranz mit dem Abschlagswert von 650 Gulden gegen Feuersgefahr versichert. Die Baufläche der Hütte, samt Einfriedung mit Geländer, betrug 250 Quadratmeter. Sie wurde auf gemauertem Sockel aus Holz gezimmert, mit Buchenschindeln gedeckt und von außen verkleidet. Das Innere der Hütte enthielt einen Vorraum mit tragbarem Sparherd, das Zimmer Schlafgelegenheit für acht Personen. Führer und Träger hatten oberhalb des Zimmers, im Dachraum, entsprechende Schlafstellen. Diese Hütte besteht auch heute noch in dieser Konzeption als Kernstück der später erfolgten An- und Zubauten. Die Hütte wurde als Selbstversorgerhütte geführt und diente als Stützpunkt für Wanderungen in die Umgebung: Speiereck, Schareck, Zederhaustal u. a. Der Hüttenschlüssel war in Mauterndorf zu besorgen. Die Hüttenbetreuung erfolgte bis 1924 durch den Hüttenwart Ernst Mayr, Postwirt in Mauterndorf. Die Zeit nach Kriegsende Obwohl die Sektion nach Kriegsende mit Reparatur und Ausbau der Hauereckhütte und der im Jahre 1935 gepachteten Badehütte an der Donau bei Kritzendorf ausgelastet war, blieb der schon immer gehegte Wunsch, eine hochalpine Hütte zu besitzen, lebendig. So kam es zu Besprechungen mit der Sektion „Vindobona“, deren Speiereckhütte von der amerikanischen Besatzungsmacht beschlagnahmt worden war. Nach langwierigen Verhandlungen wurde der Hüttenbesitz am 9. Juni 1950 von den Amerikanern der Sektion „Waldheimat“ zugesprochen. Die Hütte war vollkommen verwahrlost, das Inventar geplündert,Türen und Fenster fehlten; sie diente lediglich als Unterstand für das Vieh der Trogalm. Unter der Leitung von Karl Leberbauer – Gründungsmitglied und geschäftsführender Obmann der Sektion – und tatkräftiger Mithilfe von Vorstands- und Sektionsmitgliedern sowie Hans Macheiner aus Mauerndorf, wurde die Hütte rasch instand gesetzt. Sie erhielt noch 1950 eine südseitige Veranda ( kleine Veranda). Die Stelle als Hüttenwart übernahm Franz Wolf. Die Zugänge zur Hütte wurden neu markiert und eine rote Bezeichnung über den ganzen Kamm der südlichen RadstädÖTZ Juni/Juli 2010

ter Tauern vom Speiereck bis zum 2660 m hohen Hochfeind gelegt. In der Folge wurde die Hütte fallweise von Emma Wolf und dem Mauterndorfer Mitglied Wernfried Gappmeier bewirtschaftet. 1960 nahm das Ehepaar Hilde und Sepp Einödmeier während der Sommermonate eine geregelte Bewirtschaftung auf. Durch den Liftbetrieb Mauterndorf–Großeck wurde das Schigebiet Großeck–Speiereck besonders wegen der ausgezeichneten Schneeverhältnisse zu einem Anziehungspunkt für Schifahrer, nicht nur aus dem Lungau. 1961 wurde der erste Riesentorlauf der Sektion Waldheimat und 1970 der Heini-Roiss-Gedenklauf (unser alpinistisches Vorbild, Heinrich Roiss, ist am 29. April 1959 auf dem Dhaulagiri tödlich verunglückt) durchgeführt. 1961 gelang es nach langen Verhandlungen mit der Trogalmgenossenschaft, den Hüttengrund um 620 m2 zu erweitern. Seit diesem Jahr wird die Hütte ganzjährig bewirtschaftet. 1962 wurde die ostseitige Veranda (große Veranda) angebaut und der Sessellift von Mauterndorf auf das Großeck eröffnet. Die durch den Liftbetrieb gestiegene Gästezahl machte in der Folge einen weiteren Ausbau der Hütte notwendig. Im Winter 1966/67 erfolgte erstmals die Benützung des Zubaues. Das Ausmaß der Sanitäranlagen wurde auf die immer steigende Besucherzahl abgestimmt und den behördlichen Vorgaben entsprechend eine Kläranlage gebaut.Anläßlich der Errichtung der ORF-Senderanlage in Hüttennähe konnte ein entsprechend großer Anschluß an das Stromnetz geschaffen werden. In den folgenden Jahren wurde auch der Innenausbau des 1. Stockwerkes und des Dachbodens betrieben. Am 4. Dezember 1977 fand die offizielle Inbetriebnahme des Hüttenzubaues statt. Als Mitte der achtziger Jahre die Wasserversorgung der Hütte und auch anderer Interessenten immer schwieriger wurde, wurde die Wassergenossenschaft Großeck-Speiereck gegründet. Es wurde nach mehreren Planungsschritten die Strecke für die Druckwasserleitung festgelegt. Der Bau der Wasserleitung wurde Mitte 1986 begonnen und Ende Juni 1987 beendet. Dem Wasseranschluß folgte der Ausbau einer entsprechenden Infrastruktur in der Hütte. Die für den Hüttenausbau und Wasserleitung notwendigen finanziellen Mittel waren außerordentlich hoch (rund zwei Millionen Schilling) und konnten durch Mitgliedsbeiträge, Bauspenden, Pachterlös und Subventionen der Zentrale allein nicht gedeckt werden. Ca. 1,3 Mio. Schilling mußten durch Kredite aufgebracht werden. Um die nicht mehr den behördlichen Auflagen entsprechende Wasserversorgung neu zu gestalten, wurde der Anschluß an den von der neuen Liftbetreibergesellschaft errichteten Kanal von der Gemeinde Mauterndorf vorgeschrieben und auch ausgeführt. Wir würden uns freuen, Dich/Sie bei unserer Feier begrüßen zu dürfen. Der Hüttenwirt Franz Graggaber, 0647/62 05 27 Die Sektion Waldheimat 83


Zelten in Österreichs Bergen mit rechtlichen Hindernissen

Unwissenheit schützt vor Strafe nicht! Das Sprichwort: „Unwissenheit schützt vor Strafe nicht“, muß beim Zelten in Österreich unbedingt in Betracht gezogen werden. Zelten in Österreich bedeutet deshalb, sich vorher eingehend zu informieren, denn sonst läuft man unweigerlich Gefahr, mit dem Gesetz und mit anderen Naturnutzern in Konflikt zu geraten. Dieser Beitrag sollte deshalb dazu dienen, einen Überblick über die Gesetzeslage zu geben, wo Zelten in Österreich erlaubt oder verboten ist. Ich rate jedenfalls davon ab, Pläne für einen Zelturlaub in unseren Bergen zu schmieden, in der Hoffnung, unentdeckt zu bleiben. Illegal beim Zelten erwischt zu werden, kann zu einer Anzeige mit empfindlichen Strafen führen. Folgende Gründe können für die durchwegs strenge Gesetzeslage in Betracht gezogen werden: ● dichtes Schutzhüttennetz, Biwakschachteln und Unterstandshütten; Viele Schutzgebiete weisen mit Schildern eindeutig auf das Zeltverbot hin

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Wenn man in Österrreichs Bergen zeltet, sollte man sich vorher über die Gesetzeslage erkundigen ● unterschiedliche Nutzungsinteressen (Jagd, Forst, Landwirtschaft, Naturschutz …); ● Grundeigentum; ● Aufsuchen besonders sensibler Naturräume (z. B. Sonderschutzgebiete ...); ● Waldbrandgefahr durch offenes Feuer; ● illegale Müllentsorgung. Insbesondere die letztgenannten Punkte stellen seit geraumer Zeit ein zunehmendes Problem dar. Eigentlich sollte man meinen, daß es selbstverständlich ist, seinen Müll wieder mit ins Tal zu nehmen und ordnungsgemäß zu entsorgen. Doch die Realität sieht mancherorts etwas anders aus. In einigen Berggebieten fanden Aufsichtsorgane bei illegalen Zeltplätzen nicht nur vermehrt Brandstellen, sondern auch nicht verrottbaren (Sonder-)Müll (z. B. Dosen, Batterien, Flaschen, Plastikverpackungen usw.). Einige bestehende Landesgesetze aus den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts bieten aber auch die Möglichkeit, in Österreichs Bergen sein Zelt aufzustellen. Im Folgenden soll ein wenig Licht in diesen durchwegs gesetzlichen Wirr-WarrDschungel gebracht werden.

Zelten und Lagern im Waldbereich Der Waldbereich gilt für das Zelten rechtlich als Tabuzone. So beschreibt das Österreichische Forstgesetz aus dem Jahre 1975 unter § 33 Abs. 3 eine enge Auslegung der freien Betretbarkeit. Darin enthalten ist u. a. das Lagern und Zelten, das ausschließlich nur mit Zustimmung des Grundeigentümers möglich ist. Auch das Biwakieren fällt darunter, da laut Definition der Aufenthalt über einen bestimmten Zeitraum weder im Sitzen noch im Liegen ausgeübt werden darf. Tirol, Salzburg, Kärnten und Niederösterreich sind besonders restriktiv Besonders streng ist die Gesetzeslage im Bundesland Tirol. Seit dem 21. März 2001 hält das Tiroler Campinggesetz fest, daß außerhalb ausgewiesener Campingplätze das Campieren (= Zelten) gänzlich untersagt ist. Davon ausgenommen ist das Biwakieren im hochalpinen Gelände, weil dies primär als eine Notmaßnahme gesehen wird.Wer beim illegalen Zelten erwischt wird, begeht eine Verwaltungsübertretung und muß mit einer Geldstrafe von 220 Euro rechnen. Ähnlich streng sieht es das Kärntner Naturschutzgesetz aus dem Jahre 2002. Darin ist im Foto: J. Essl

Für viele Wanderer und Bergsteiger gehört erst das Zelten zu einem richtigen Berg- und Naturerlebnis. Doch Vorsicht: Die Gesetze in Österreich sind mitunter streng, kompliziert und häufig schwer durchschaubar, und nicht selten begibt man sich deshalb auf illegale Pfade. Es ist wohl ein Traum vieler Wanderer und Bergsteiger, draußen in den Wäldern und Bergen die Nacht in einem Zelt zu verbringen und dabei einen Hauch von Wildnis und ein wenig Freiheit zu spüren. Nicht selten schweifen dabei die Gedanken zu den kanadischen Weiten. Dieser Traum vieler Wanderer und Bergsteiger scheint in den letzten Jahren auch bei uns immer mehr an Realität zu gewinnen. Obwohl Österreich wie kaum ein anderes Land über ein außerordentlich dichtes Schutzhüttennetz verfügt, können und wollen sich viele Wanderer und Bergsteiger mit einem Hüttenleben nicht anfreunden. Hinzu kommt noch, daß gerade junge Menschen gerne unabhängig sind, selber ihre Suppe kochen wollen und eine Nacht in völliger Stille und Einsamkeit verbringen möchten und nicht womöglich in einem Bettenlager mit stickiger Luft und Geschnarche. Aber auch das liebe Geld spielt in diesem Zusammenhang eine nicht unwesentliche Rolle. Besonders häufig erfolgten in den letzten Jahren Anfragen über das Zelten in Österreichs Bergen aus den osteuropäischen Ländern. Deutlich ging in den Gesprächen dabei hervor, daß das Geld für Übernachtungen auf den Schutzhütten nicht ausreicht, aber man dennoch keinesfalls auf einen Wander- und Bergurlaub verzichten möchte.Als besondere Magnetpunkte gelten dabei häufig jene Berggebiete, die weit über die Landesgrenzen hinaus große Bekanntheit genießen. Daß Wander- und Bergtouren immer häufiger mit Zelt und Biwak unternommen werden, stößt nicht überall auf Verständnis. Österreich verfügt nicht über weitläufige und ausgedehnte Wildnisgebiete, sondern über eine Kleinräumigkeit, in deren zahlreiche unterschiedliche Nutzungen, wie etwa die Jagd-, Forst- und Landwirtschaft, der Naturschutz und der Tourismus stattfinden. Keinesfalls darf in diesem Zusammenhang auch das Grundeigentum unerwähnt bleiben.

Foto: W. Koch

Josef Essl, Koch alpin – Mils

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§ 15 Abs. 1 festgeschrieben, daß in der freien Landschaft sowie außerhalb von behördlich bewilligten Campingplätzen das Zelten untersagt ist. Davon ausgenommen ist, ähnlich wie in Tirol, das alpine Biwakieren. Zuwiderhandlungen können von der Bezirksverwaltungsbehörde mit einer Geldstrafe von bis zu 3630 Euro geahndet werden. Auch im Bundesland Salzburg gilt eine durchaus strenge gesetzliche Regelung, die in der Landschaftsschutzverordnung für Landschaftsschutzgebiete aus dem Jahre 1995 festgeschrieben ist. So ist zwar das Zelten nicht von vornherein gänzlich untersagt, jedoch kann nur über eine naturschutzrechtliche Bewilligung das Zelten im freien Gelände gestattet werden. Bei Zuwiderhandlungen können von der Verwaltungsbehörde Strafen von bis zu 14.600 Euro ausgesprochen werden. Nach dem Niederösterreichischen Naturschutzgesetz 2000 ist außerhalb des Ortsbereiches im Grünland das Zelten untersagt.

Zelten in Oberösterreich, der Steiermark, Vorarlberg und im Burgenland Die Voraussetzungen für das Zelten in Oberösterreich, der Steiermark, in Vorarlberg und im Burgenland zeigen auf, wie unterschiedlich die gesetzlichen Regelungen gegenüber den vorher beschriebenen Bundesländern in Österreich sind. Nach § 47 des Oberösterreichischen Tourismusgesetzes ist das Ödland für den Wanderer und Bergsteiger frei begehbar. Im Sinne der Gemeinverträglichkeit fällt darunter auch das Lagern und Zelten. Ganz ähnlich erfolgt die Regelung in der Steiermark nach dem Steiermärkischen Landesgesetz über die Wegefreiheit im Bergland aus dem Jahre 1922. Darin heißt es, daß insbesondere im Ödland, also oberhalb der Waldgrenze, nach dem Prinzip der Gemeinverträglichkeit das Lagern und Zelten zulässig ist. Auch im Bundesland Vorarlberg ist zwar nicht ausdrücklich das Zelten, jedoch das Lagern und alpine Biwakieren im Ödland durch das Vorarlberger Straßengesetz aus dem Jahre 1969 im Sinne der Gemeinverträglichkeit gedeckt. Das Burgenland regelt das Zelten über das aus dem Jahre 1982 stammende Camping- und Mobilheimplatzgesetz. Darin ist unter § 18 festgeschrieben, daß Zeltlager mit einer Gruppengröße über 10 Personen bei der Behörde zu melden und bestimmte Auflagen einzuhalten sind. Unvorhergesehene Zeltlager für eine Nacht bedürfen keiner behördlichen Meldung bzw. Genehmigung. Dennoch sollte auch in diesen Bundesländern eine Zeltübernachtung nur unter der Voraussetzung erfolgen, daß es sich um kein Schutzgebiet handelt. Biwakieren In den Alpen verbindet man das Biwakieren zumeist mit einem Notfall, wo man aufgrund von Schlechtwettereinbrüchen, Dunkelheit,Verletzungen usw. gezwungen ist, eine Nacht am Berg zu verbringen. Deshalb ist auch das Biwakieren im alpinen Raum von den Verboten ausgenommen.Vorsätzliches Biwakieren ist jedoch mit einer Zeltübernachtung gleichzusetzen und unterliegt deshalb den gesetzlichen Bestimmungen. Schutzgebiete und Zelten Insbesondere Schutzgebiete stehen in der Wunschliste von Zeltübernachtungen ganz oben. Es ist auch nicht verwunderlich, denn gerade diese Gebiete vermitteln ob ihrer besonderen Naturausstattung und Unerschlossenheit noch sehr viel an Wildnis. Es sind aber gerade die Schutzgebiete, die zumeist strengen gesetzlichen Regelungen unterworfen sind. Deshalb ist es vor Antritt eines Zelturlaubes in den Bergen zielführend, sich genau in den Naturschutzabteilungen der Landesregierungen oder bei den zuständigen Bezirkshauptmannschaften darüber zu erkundigen, ob dieses Gebiet bzw. diese Gebirgsgruppe als Schutzgebiet ausgewiesen wurde und um welche Schutzgebietskategorie (z. B. Nationalpark, Naturschutzgebiet, Landschaftsschutzgebiet usw.) es sich handelt. In den Nationalparks, die eiÖTZ Juni/Juli 2010

Wandern mit öffentlichen Verkehrsmitteln im südlichen Niederösterreich Zusammengestellt vom Verkehrsreferenten des Verbandes Alpiner Vereine Österreichs, Mag. G. Sailer Sämtliche vorgeschlagenen Wanderungen beginnen und enden jeweils an unterschiedlichen Bahn- und Busstationen. Die Wanderrouten können im Detail zumeist der Freytag & BerndtWanderkarte Nr. 2, Schneeberg-, Rax- und Semmeringgebiet, entnommen werden. Fahrplanauskünfte sind unter www.vor.at, www.oebb.at oder www.retter.at abzufragen, letzteres jenes Busunternehmen, das den dortigen öffentlichen Busverkehr besorgt.

Über die Waldburgangerhütte und den „Gahns“ zur Pottschacher Hütte Von Wien-Meidling samstags, sonn- und feiertags um 7.30 Uhr ab Meidling mit Eilzug „Kurier“ nach Wiener Neustadt und von dort um 8.00 Uhr nach Gloggnitz und von dort täglich um 8.35 Uhr mit dem Bus der Fa. Retter nach Prigglitz (an Werktagen außer Samstag muß man von Meidling schon um 7 Uhr 17 abfahren, braucht dafür aber nicht in Wiener Neustadt umzusteigen). Von Prigglitz zur Pottschacher Hütte der „Naturfreunde“ in einer Stunde.Weiter zur Waldburgangerhütte auf dem Hochplateau der „Gahns“ (3 Stunden) und hinunter nach PayerbachReichenau, von dort Zug nach Wien immer zur 24. Minute nach nem eigenen Gesetz unterliegen, besteht grundsätzlich in der Bewahrungs- als auch in der Naturzone ein durchgehendes Zeltverbot. Auch für Sonderschutz-, Naturschutz- und Landschaftsschutzgebiete gelten durchwegs ähnlich strenge Regelungen. Ruhegebiete stellen eine Besonderheit in Tirol dar. In den Verordnungen der Ruhegebiete findet man zwar kein explizites Verbot, doch kommt hier das Tiroler Campinggesetz zur Anwendung und damit ist auch das Zelten in Ruhegebieten untersagt. Resümee: Zurück zur Natur mit Zelt und Rucksack und abseits von Wanderströmen und überfüllten Schutzhütten scheint immer mehr die Devise für viele Wander- und Bergbegeisterte zu sein. Die durchwegs restriktive und vor allem unterschiedliche Gesetzeslage zeigt auf, daß die Berge Österreichs kein wirkliches Eldorado für Zeltenthusiasten sind. Ungebrochen ob dieser durchwegs strengen gesetzlichen Regelung, scheint der Trend zum Zelten in den Bergen von Jahr zu Jahr größer zu werden. Hier wäre es durchaus sinnvoll, in Gebirgsgruppen einige Wandermöglichkeiten mit ausgewiesenen Zeltplätzen, offenen Feuerstellen und einem Holzlager anzubieten, die auch regelmäßig bewartet und beaufsichtigt werden. Damit könnte man das derzeit ungeordnete und häufig ungesetzliche Zelten in geordnete Bahnen lenken. Nicht jede(r) kann und will auf Schutzhütten nächtigen, deshalb wäre es zudem seitens der HüttenwirtInnen überlegenswert, direkt im Hüttenbereich einen kleinen Zeltplatz auszuweisen (dort, wo es möglich ist) und das Angebot zu unterbreiten, im Zelt schlafen und in der Schutzhütte speisen und trinken. Auch hier würde ein Lenkungseffekt entstehen und Zelturlauber müßten sich nicht in die hintersten Winkel und damit auch in durchaus sensible Gebiete begeben, um unentdeckt zu bleiben. Josef Essl, Koch alpin GmbH. A-6068 Mils,Volderer Brücke 9. Tel. +43/(0)5223/45594-13 – Fax +43/(0)5223/45594-94. E-Mail: josef.essl@kochalpin.at – www.kochalpin.at. ❑ 85


der Stunde, montags bis freitags auch zur 54. Minute nach der Stunde.

Durch die Weichtalklamm auf den Schneeberg und hinunter nach Losenheim Werktags (außer an Freitag, wenn Schultag) ganzjährig sowie sonn- und feiertags bis 26. 10. 2010: Wien-Meidling ab um 7.30 Uhr mit Eilzug „Kurier“ nach Wiener Neustadt, dort umsteigen zum Personenzug nach Payerbach-Reichenau und von dort um 8.45 Uhr mit Bus zur Weichtalklamm.Werktags außer Samstag muß man von Wien-Meidling schon um 7.17 Uhr abfahren,braucht aber dafür nicht in Wiener Neustadt umzusteigen. Vom Weichtalhaus durch die Weichtalklamm an der Kienthalerhütte vorbei hinauf auf den Scheeberg und über den felsigen, aber unschwierigen Fadensteig nach Losenheim. Gehzeit ca. 6 bis 8 Stunden.Von Losenheim Bus um 16.10 Uhr an Werktagen und zusätzlich um 17.15 Uhr an Samstagen, Sonn- und Feiertagen sowie täglich bis 25. 10. 2010 nach Puchberg und von dort um 16.38 Uhr bzw. um 17.38 Uhr mit dem Zug über Wiener Neustadt (umsteigen) nach Wien. Vom Preiner Gscheid über das Raxplateau nach Hinternaßwald Samstags sowie sonn- und feiertags bis 26. 10. 2010: Wien-Meidling mit Schnellzug „Bellissimo“ ab 6.30 Uhr nach Wr. Neustadt, dort umsteigen nach Payerbach-Reichenau und von dort um 7.45 Uhr mit Bus auf das Preiner Gscheid. Hinauf zum Karl-Ludwig-Haus über einen der zahlreichen leichten Klettersteige oder über den bequemen Schlangenweg und danach auf die Heu-

Sektion Oberdrauburg Folgende Touren sind geplant: Am 12.06.2010 gehts zum Lumkofel (2287 m), mit 4 Stunden Gehzeit; am 19.06.2010 feiern wir die Einweihung des Höfer-Alm-Wiesenkreuz; am 10.07.2010 gehen wir mit den ÖAV Irschen zur Tokarspitze (2574), in 4 Stunden im Lesachtal; am 07.08.2010 machen wir uns auf zum Sadnighaus und weiter zur Sadnig-Spitze; 3,5 Stunden Gehzeit. Aufbruch ist jeweils um 7 Uhr.

Kinder- und Jugendgruppe:

Am 19./20. Juni 2010: Sonnwendfeier beim Hochstadelhaus; Am 10./11. Juli 2010: Radwochenende in Oberdrauburg mit der ÖTK-Zentrale Wien; Vom 31.07. bis 07.08.2010: Bundesjugendzeltlager in Eisenkappel – kommt alle mit!

Geburtstage:

Zu besonderen Geburtstag gratuliert die Sektion namens aller Mitglieder: zum 50. Geburtstag Herrn Siegfried HECHER und zum 60. Herrn Alfred GRANIG. Das Hochstadelhaus öffnet offiziell Sonntag, den 20. Juni 2010, wieder seine Pforten! Die Hüttenwirtsleute, Bärbl und Friedl Berger, freuen sich auf die Wander- und Bergfreunde, wobei es ganztägig warme Küche, im speziellen die Kärntner Hausmannskost und dazu gepflegtes Bier und Wein gibt. Ja und a Hüttengaudi ist wohl auch im Plan! Zur Nächtigung stehen 12 Betten und ca. 40 Lager zur Verfügung; die Wirtsleute bitten um Ihre Anmeldung unter: Hüttentelefon: 04710/27 78 – Handy: 0664/124 61 65. Die Sektion bedankt sich schon heute bei den fleißigen Hüttenfreunden für die freiwillige, aber doch notwendige Mithilfe und auch bei den fürsorglichen Wegebetreuern! Renate Matschnig 86

kuppe. Dann über den leichten Klettersteig „Wildfährte“ oder über das „Bärenloch“ nach Hinternaßwald und von dort – neuerdings erfreulicherweise um eine Stunde später als früher, nämlich um 17.30 Uhr (!) – mit dem Bus nach Payerbach-Reichenau und um 18.24 Uhr von dort mit dem Zug nach Wien.

Von Schwarzau im Gebirge über den Obersberg nach St. Aegyd am Neuwald An Schultagen (außer Freitag) sowie an allen schulfreien Tagen sowie an Samstagen ganzjährig möglich. An Sonn- sowie Feiertagen bis 26. 10. 2010 möglich: Wien-Meidling mit dem Eilzug „Kurier“ ab 7.30 Uhr nach Wr. Neustadt, dort umsteigen nach Payerbach-Reichenau und von dort um 8.45 Uhr mit Bus nach Schwarzau im Gebirge.Werktags außer Samstag muß man von Wien-Meidling schon um 7.17 Uhr abfahren, braucht aber dafür nicht in Wiener Neustadt umzusteigen. In zwei Stunden von Schwarzau auf den Obersberg mit der Waldfreundehütte und den Kammweg weiter Richtung Preineckkogel und hinunter nach St. Aegyd am Neuwald in ca. 6 Stunden; ab dort Montag bis Freitag wenn Werktag stündliche Eilzüge jeweils zur vollen Stunde nach St. Pölten, dort Schnellzug nach Wien bzw. samstags und sonntags um 17.14 Uhr und um 19.14 Uhr via St. Pölten nach Wien, dort am Westbahnhof um 19.40 Uhr bzw. um ❑ 21.40 Uhr Ankunft ( Fahrzeit zweieinhalb Stunden ).

Neues vom Büchermarkt Alle hier beschriebenen Bücher können in der Bibliothek des ÖTK entlehnt oder in der Klubkanzlei preisgünstig erworben werden ! Helmut Müller: AUF NORDALPINER ROUTE DURCH ÖSTERREICH. – Am nordalpinen Weitwanderweg 01 von Wien nach Bregenz. – 234 Seiten mit zahlreichen Abbildungen (Aquarelle) in Farbe, Wegprofilen und einem Hüttenstempel-Verzeichnis, Format 22,5 x 20,8 cm, Verlag Liber Libri, Wien 2010. Preis: Euro 19,90. Seit 1975 verknüpft der österreichische Weitwanderweg 01 die uralten Pfade zu einer Linie der schönsten Punkte über die Nördlichen Kalkalpen. Der Autor, seit seinerm Jugend ein begeisterter Bergsteiger, beschreibt hier seine Erlebnisse in den siebziger und achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts auf dieser einmaligen Route quer durch Österreich. Auf 36 Aquarellen zeigt er seine liebsten Eindrücke auch bildlich, nicht zuletzt als Anregung für die vielen, die die nördlichen Alpen nur flüchtig kennen, diesen Weg zu begehen, und sei es nur ein Stück weit. Ausgestattet ist dieser Band mit Literatur- und Quellenhinweisen, einem Verzeichnis der Streckenabschnitte in Profilen sowie den Abdrucken diverser Hüttenstempel. F. K. Stefan König: DIE ALPENWANDERER. Forscher, Schwärmer, Visionäre. Große Fußreisen durch das Gebirge; eine Wiederentdeckung. – 168 Seiten mit 14 färbigen und 14 SW-Abbildungen, in Leinen gebunden mit färbigem Schutzumschlag, Format 15 x 22,5 cm, Tyrolia-Verlag, Innsbruck-Wien 2009. Preis: Euro 19,95. In Fachkreisen ist Stefan König längst kein Unbekannter mehr. Früher war er Chefredakteur beim Alpinmagazin „Bergwelt“, er ist aber auch schon als Buchautor in Erscheinung getreten. So etwa stammen die Titel „Die Sternstunden des Alpinismus“ (1991), die Trenker-Biographie „Bera Luis“ (1992) oder die Schranz-Biographie „Mein Olympiasieg“ (2006) gleichfalls von ihm. Er gilt darüber hinaus auch als Begründer und Leiter des Bergfilmfestivals „Filmfest St. Anton“. Sein nunmehr vorliegendes neuestes Werk beschäftigt sich mit jenen Männern, die im Laufe des 19. Jahrhunderts zu Fuß aufgebrochen sind, nicht um Gipfel zu erstürmen, sondern um die Natur unserer Alpen zu Fuß zu erleben. Diese Leute kamen nicht, um alpine Großtaten zu vollbringen, sie kamen vielmehr als Forscher und sie waren Sonderlinge und Visionäre mit scharfem Blick und ebensolchem Verstand, die sich neben der Natur auch für die Bewohner jener Regionen interessierten, die sie soeben durchwanderten. Der Autor hat sich auf die Spuren dieser frühen Wanderer gesetzt, er erzählt von ihrem Leben, läßt sie aber auch selbst zu Wort kommen. So etwa berichtet er von Heinrich Noë, Ludwig Steub, Joseph Kyselak, Karl Wilhelm Diefenbach und anderen, die das Wandern zu ihrer Passion gemacht haben. – Alles in allem ein liebevoll gestaltetes Buch, das – auch Dank seiner guten, einfühlsamen Illustrationen – jedem von uns empfohlen werden kann. G. S. Francesco Tremolada: FREERIDE IN DOLOMITI. 100 Intinerari. – 448 Seiten mit zahlreichen Abbildungen in Farbe und Fotos mit eingezeichnetem Routenverlauf, Kartenskizzen, Format 15 x 21 cm, Edizioni Versante Sud S. R. L., Via Longhi 10, I-20137 Milano, Milano 2008/2009. Der Verlag Versante Sud, der uns bereits bestens wegen seiner Sportkletterführer bekannt ist, hat nun einen prachtvoll ausgestatteten Schitourenführer für die Dolomiten herausgebracht. Die hervorragende Bildqualität läßt den passionierten Schifahrer bereits bei einem ersten Durchblättern kribbelig werden. Da werden 100 Touren in italienischer Sprache, aber auch in Englisch, vorgestellt. Auch wer nicht italienisch oder englisch spricht, wird sich an Hand der Farbfotos bzw. der am Beginn jeder Beschreibung abgedruckten Logos verhältnismäßig problemlos zurechtfinden können. Bei zahlreichen Touren, die des öfteren auch über die Dreitausendmeter-Grenze hinausführen, geht es auch auf einen Gipfel und damit in hochalpines Gelände, das nicht zu unterschätzen ist. Auch diesmal ist dem Verlag ein interessantes Führerwerk gelungen, das sich nahtlos in die lange Reihe derartiger Publikationen einreiht, die bisher erschienen sind. G. S.

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Klettern in Weinburg

Vor der Kampsteiner Schwaig

(Sektion Langenlois) 10. April d. J.; eigentlich war ja der Klettergarten in Dürnstein vorgesehen – da aber schlechtes Wetter ( Kälte und leichter Regen) angesagt war, haben wir umdisponiert und sind in die Kletterhalle nach Weinburg gefahren. Die Kletterhalle liegt in der Nähe von St. Pölten und ist von Langenlois aus in ca. einer Dreiviertelstunde zu erreichen. Routen der Schwierigkeit 3 bis 5 wurden von unseren Kindern bewältigt. Beim Bouldern war unsere ganze Kraft und Geschicklichkeit gefragt. Zum Abschluß sind wir dann noch entlang der gleichnamigen Kletterroute (Schwierigkeit 3+, Höhe 15 m) auf Mammutjagd gegangen – alle Kinder, auch Raphael mit seinen 4 Jahren, haben alle 5 Mammuts erlegt.

Sektion Rosalia:

Schneeschuhwanderung Unsere Schneeschuhwanderung fand am 14. März d. J. im Wechselgebiet statt. Fünf Teilnehmer fuhren in St. Corona mit dem Sessellift hinauf, um auf windgeschützten Waldwegen zur Kampsteiner Schwaig zu marschieren. Bald danach erreichten wir das Marterl „Schwarzer Herrgott“, das an tödlich verunglückte Holzarbeiter erinnert: „Im schönen Garten der Natur findest du des großen Gottes Spur. Willst du sie noch größer sehn, so bleib beim Schwarzen Herrgott stehn.“ Lange konnten wir jedoch beim „Schwarzen Herrgott“ nicht verweilen, da der Wind dort sehr kräftig blies, und es bedarf einiger Kraftanstrengung, um weiter zur Steyersberger Schwaig zu gelangen. Auf teils bekannten, teils neuen Wege, marschierten wir zurück zur Kampsteiner Schwaig, wo eine Rast angesagt war. Dann ging es weiter Richtung Herrgottschnitzer-Hütte und über die Schipiste bergab. Nach ca. 6 Stunden Schneeschuhwandern von Schwaig zu Schwaig kamen wir wieder zurück zu unseren Autos.

Gesundes Dorf Freitag, den 16. April 2010, fand in der Mehrzweckhalle Forchtenstein die Veranstaltung „Gesundes Dorf“ statt. Es wurde den Forchtensteiner Vereinen, die Sport, Bewegung und Gesundheit als Ziel haben, Gelegenheit gegeben, sich vorzustellen. Der Österr. Touristenklub, Sektion Rosalia, stellte sich im Rahmen einer Power-Point-Präsentation vor. Ein Informationsstand mit persönlicher Beratung und Prospektmaterial stand Interessierten bereit. ❑

Brigitte und Josef Wiesinger am ÖTK-Informationsstand

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Zentrale Rudi GÖBEL zum Gedenken Er weilt nicht mehr unter uns! Das „uns“ bedeutet Gleichgesinnte, durch Ideale und Ideen Verbundene, Hitzköpfe, Träumer, Freunde, Angehörige und Liebste. Ich schreibe diese nachdenklichen Zeilen, weil ich denen unter „uns“ zugehörte, und weil ich fast alle dieser Parameter erfüllte. RUDI war einer von uns, er bleibt auch einer von uns, ABER: alles, was wir mit ihm teilten, mit ihm erlebten, fühlten Rudolf Göbel und planten, ist ohne ihn ärmer, schaist am 10. März 2010 ler, wenig intensiv, weniger artikuliert, im 76. Lebensjahr weniger erlebbar geworden! von uns gegangen. RUDI, Du fehlst uns, besonders uns im „Die Erinnerung ÖTK und nicht nur in Deinem Referat, ist das Licht, mit der durch Dich entstandenen Lücke das leuchtet, entdecken wir ein spürbares Weniger wärmt und tröstet!“ an Hartnäckigkeit und Zielstrebigkeit! Schon bei den Glückwünschen zu Deinem Siebziger versuchte ich Dich zu beschreiben, und Deine Helga meinte, das hätte ich treffend formuliert. Etwa vor einem Jahr gab es in Deinem Referat neue Impulse, ein weniger an „ausgebremst sein“, und ich hätte Dir viel erspart, hätte ich nicht vor Jahren wegen und mit Dir resigniert. Kamen wir zusammen, und dies in den vergangenen Jahren immer öfter und intensiver, gelang es uns nur schwer, den ÖTK auszuklammern, und immer war es in Summe der Ausdruck eines positiven, motivierenden, dem ÖTK zugewandten ➤ Denkens.

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➤ Als die Natur liebender, das noch Vorhandene beschützender Mensch

hattest Du als alpin Erfahrener einen anderen Zugang zu den Bergen als die Mehrzahl der „Wegebenutzer“. Du wußtest um die Probleme, aber auch um die Aufgaben und Möglichkeiten unserer zum Teil hochalpin gelegenen Hütten und deren Zustiege. Nicht erst seit der Aktion „Saubere Alpen“ beschäftigtest Du Dich mit der Ver- und Entsorgung unserer Stützpunkte und die Entfernung von Dingen, die im Nahbereich von Hütten den Weg aus dem „Tageslicht“ fanden. Die durch Dein Engagement entstandenen Anfeindungen führten bei Dir aber nicht zu Resignation, sondern zu verstärkter Motivation. Saubere Gletscher und damit sauberes Wasser, die bedrohte Existenz des „ewigen“ Eises und alles damit Zusammenhängende bedurften Deiner Zuwendung. Als würdiger Nachfolger unseres Franz HIPPMANN, des ÖGNU-Urgesteins, wurdest Du ein nicht immer bequemer Mitstreiter im Umweltdachverband sowie Vorkämpfer und beratender Mitarbeiter in einer Vielzahl österreichischer Nationalparks, und es war schön und richtig, daß man Dich dort zuerst als den GÖBEL und erst in zweiter Linie als einen vom ÖTK erkannte. Daß Du das Küstenland und die Inseln Kroatiens liebtest, in den Juliern und Steinern zuhause warst und Dich in den Hohen Tauern wohl fühltest, profilierte Dich zu einem profunden Kenner der Bergwelt, erfahrenen Ausbildner und Tourenführer. Viele von uns und im ÖTK verdanken Dir unvergeßliche Erlebnisse. Schlußendlich war Dein von Dir selbst erworbenes Fachwissen für uns im ZA in vielen Deinen Argumenten und Formulierungen trotz vereinfachter Darstellung in vielen Fällen viel zu hoch, aber durch Deine Überzeugungsarbeit gelang es manchmal doch, Dir mitzufolgen und Deine Vorstellungen mitumzusetzen. RUDI, wir im ÖTK danken Dir für alles, was Du uns und dem ÖTK gegeben hast, Du wirst uns unvergessen bleiben. Unser Mitgefühl gilt Deiner Gattin Helga mit Angehörigen! Dein Erwin Sommer

Dipl.-Ing. Alfred THENIUS tödlich verunglückt Unser Mitglied der Zentrale, der große Pionier Osttirols und unser stets aktives Mitglied, Alfred Thenius, weilt nicht mehr unter uns! Der immer noch alpin aktive 88-Jährige rutschte am 7. März 2010, vermutlich beim Freihacken eines Weges von Eis, auf den Ederplan bei Dölsach aus und stürzte rund 50 m über teils felsiges Gelände in ein Bachbett, wo er dann am 8. 3. von der Bergrettung tot aufgefunden wurde. Er war einst langjähriger Leiter des Baubezirksamtes in Lienz sowie Träger höchster Auszeichnungen des Landes Tirol, der Stadt Lienz sowie auch mehrerer großer Sportverbände. Ständig war er mit vielen Visionen unterwegs auf der Suche nach technischen Innovationen und Verbesserungen für Osttirol und machte sich auch bei der Sanierung von Klettersteigen einen Namen. Alfred Thenius liebte die Berge und Gipfel Osttirols, er war ein Gönner unserer Osttiroler Sektionen und Hütten. Er wußte vieles zu erzählen, war dazu mit herausragendem Sach- und Hausverstand gesegnet, seine umgängliche Art, seine Mitmenschlichkeit und sein Einsatz für die Allgemeinheit machten ihn allgemein bekannt und beliebt. Selbst zunehmende gesundheitliche Probleme ließen ihn nicht rasten. Sein großes Wirken kam u. a. auch in den Abschiedsworten des Tiroler Landtagspräsidenten, DDr. Herwig van Staa, sowie auch seines ehemaligen Berggefährten Willi End zum Ausdruck. Unser Mitgefühl gilt seinem Bruder Erich und seiner Familie. Wir werden ihm stets ein Andenken bewahren. Hannes Resch

Kulturgruppe: Chopin-Abend Ungewohnte Klänge im ÖTK-Festsaal überraschten die Kletterer am 25. 3. nebenan in der Kletterhalle, denn die virtuose Chopin-Interpretin Frau Mag. Elzbieta Mazur intonierte am Klavier kraftvoll ihre Stücke im ÖTK-Festsaal. Viele Chopin- und Kulturliebhaber lausch-

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ten der Darbietung. Die Künstlerin streifte in ihrem Vortrag das Leben und die musikalische Entwicklung Chopins und erntete viel Zusatzapplaus. Im Chopin-Jahr 2010 wird der große polnische Komponist zu seinem 200. Geburtstag mit Ausstellungen, Konzerten und Gedenkfeiern gewürdigt. Das polnische Fremdenverkehrsamt legte für die Besucher im ÖTK Folder auf und machte Lust auf einen Abstecher nach Polen. Mit den Kulturabenden im ÖTK wurde eine alte Tradition wiederbelebt. In der kalten Jahreszeit finden seit Februar 2010 Diavorträge oder Konzerte statt, die von Mitgliedern und Gästen besucht werden können. Auch Kulturspaziergänge und Exkursionen, zuletzt in die Redaktion des STANDARD, finden immer wieder statt. Für den 23. November 2010, Beginn um 19 Uhr, wurde Frau Mag. Mazur auf vielfachen Wunsch wieder in den ÖTK-Festsaal eingeladen. Sie wird ein Programm über Schumann, der heuer ebenfalls seinen 200. Geburtstag feiert, präsentieren. Robert Schumann schrieb bereits 1836 über Frédéric Chopin euphorisch im Imperativ: „Hut ab, ihr Herren, ein Genie!“ Zum Abschluß des Chopin-Jahres und als Einstimmung auf die Vorweihnachtszeit dürfen auch weihnachtliche Stücke des polnischen Jubilars nicht fehlen. Infos über die Kulturabende und Termine der Kulturexkursionen finden Sie auf der Homepage des ÖTK. Der voraussichtlich erste Mitgliederabend nach der Sommerpause wird Dienstag, den 19. Oktober 2010, mit Beginn um 19 Uhr, stattfinden. Wir haben das Mandolinenorchester Wien bei uns zu Gast, von dem wir die Höhepunkte ihrer kurz davor stattgefundenen Konzertauftritte in Salzburg hören. – www.oetk.at unter „Kurse/Touren/Gruppenaktivitäten“ – Kulturgruppe. Ing. Andrea Zacherl, Organisatorin

Neu im ÖTK: Geist und Körper fit mit Salsa Salsa 50+ ist ein spezielles Programm für all jene, die über 50 Jahre alt und jung geblieben sind.

Salsa 50+ ist ein Tanz-Workshop, den Nena Verona speziell für Menschen ab fünfzig konzipiert hat. Mit viel Geduld vermittelt Nena die Rhythmen ihrer Kultur. Die Musik und der Tanz der Salsa haben die magischen Fähigkeiten, die Seele zu verjüngen und mit neuer Energie zu füllen. Nena Verona lädt dazu ein, all das in ihrem Programm „Salsa 50+“ zu genießen.

Salsa-Workshop: Der Kurs besteht aus 9 Unterrichtsstunden (90 Min. in der Woche). Alle Tanzkurse dauern 6 Wochen, je einmal wöchentlich. Kosten: 110 Euro; Mitglieder 99 Euro. Schnuppern an der ersten Stunde eines Kurses: 10 Euro. Alle Workshops werden im Festsaal des Österreichischen Touristenklubs, Bäckerstraße 16, 1010 Wien, abgehalten.

Termine: Anfänger: Di., 11.05 bis 15.06., von 10.00 – 11. 30 Uhr. Anfänger: Mi.,12.05 bis 16.06., von 10.00 – 11. 30 Uhr. Anfänger: Di., 06.07 bis 17.08., von 10.00 – 11. 30 Uhr. Anfänger: Mi., 0 7.07 bis 18.08., von 10.00 – 11. 30 Uhr.

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Anfänger: Di., 07.09 bis 12.10., von 10.00 – 11. 30 Uhr. Anfänger: Mi., 08.09 bis 13.10., von 10.00 – 11. 30 Uhr. Die Anmeldung per E-Mail oder Telefon ist erforderlich, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist. Info und Anmeldung bei Nena: Nena Verona, Tel. 0664/526 52 27. www.salsa-nena.com oder nena@salsa-nena.com.

Alpine Runde/Bergsteigergruppe Leitung: Fritz Krügler

Monatsabend im Juni: Den Abschluß vor der Sommerpause macht Kam. Fritz Krügler mit einem Lichtbildervortrag zu einer Bus-Rundreise durch die Türkei am Donnerstag, 10. Juni, im Klubhaus, 2. Stock, 19 Uhr. Die Reise führt uns von Istanbul nach Ankara und weiter über Dogubayazit zum Vansee, weiters über das Kloster St. Gabriel (syr.-orthodoxe Kirche aus dem 9. Jh.) ins Reich der Urartäer, dann über Mardin – Kommagene –Urfa (Trullidorf) – Anamur – Alanya – Termessos nach Antalya. Eine sicher interessante, wenn auch ein wenig anstrengende Reise. Wir hoffen auf recht zahlreichen Besuch. Bitte bringen Sie dazu auch Ihre Freunde und Verwandten mit!

Bergsteigergruppe

Leitung: Josef Schrom /1929 –2010 = 81 Jahre

Termine zum Vormerken: Juni 2010 (genauer Termin noch nicht fixiert): Sport- und Alpinklettern Velebit/Kroatien. 18. Juni 2010 (Freitag): BG-Heuriger. Ein Freitagabend in Stammersdorf beim Heurigen Wieninger ( Stammersdorfer Straße 78 ), ab ca. 18.30 Uhr. 14./15. August 2010: Kletterwochenende Hochschwab bzw. anderes Ziel nach Wunsch. Ansprechpartner für die Gemeinschaftsfahrten: Heinz Hoffmann sowie Josef Schrom.

Klettertraining: Das offizielle Klettertraining ist beendet. Es können aber jederzeit kurzfristig Termine für die Kletterhalle Wien des TVN fixiert werden. Für diejenigen, die Zeit haben, ab 10 Uhr vormittags – kurzfristig telefonisch!

ÖAK-Termine:

derführern und -karten sowie Kajak- und Wildwasserführern, aber auch Motorradliteratur steht neben Klettersteig- und Sportkletterführern, Reise- und Wanderführern (auch für außeralpine Gebiete) zur Verfügung. Passende Wander- und Autokarten sowie Städtepläne warten gleichfalls auf Sie. Auch Natur- und Kunstreiseführer sind in unserer Sammlung vorhanden. Wir sind jedenfalls bemüht, Ihnen das Richtige zur Verfügung stellen zu können. Bitte besuchen Sie uns während unserer Bibliotheksstunden an jedem Donnerstag in der Zeit von 16 bis 19 Uhr (außer an Feiertagen) im Klubhaus, 1, Bäckerstraße 16, 2. Stock. Darüber hinaus erwartet Sie bei uns eine große Auswahl an Dubletten, bestehend aus Führern, Zeitschriften, Landkarten und alpiner Literatur im Rahmen unseres Dauer-Flohmarktes. Übrigens: Wir haben auch während der Sommermonate für Sie geöffnet und sind jederzeit bereit, Sie bei Ihren Tourenplanungen zu unterstützen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch. Allen unseren Lesern und Freunden wünschen wir einen schönen, erholsamen Urlaub und gesunde Heimkehr.

Heimat- und Naturkundliche Gruppe

in Zusammenarbeit mit der „Kulturgemeinde Adalbert Stifter“

mit Frau Stepanek, Familie Ressel und Familie Nikisch

Neu ist, daß Ausflüge/Wanderungen auch mit Fahrgemeinschaften geplant sind und deshalb eine tel. Anmeldung bis spätestens am Vortag des Ausfluges unbedingt notwendig ist.

Veranstaltungen: Dienstag, 1. Juni 2010: Institut für Astronomie der Universität Wien, 1180 Wien, Türkenschanzstraße 17 (Ecke Sternwartestraße). – Größtes Linsenteleskop Österreichs; Sternwartegebäude erbaut von Fellner & Helmer, Museum und Park. Treffpunkt: 10.45 Uhr, Türkenschanzstraße 17, Straßenbahn 40/41 bis Haltestelle Aumannplatz. Führung um 11.00 Uhr; Führungsbeitrag 5 Euro. Bitte um Voranmeldung unter 545 04 37 oder 02236/342 96. Donnerstag, 10. Juni 2010: Naturhistorisches Museum Wien. – Über den Dächern Wiens … und Highlights des Museums (mit Aussichtsrundgang am Dach des NHM). Führung: Frau Mag. Sonja Herzog-Gutsch. Treffpunkt: 10.45 Uhr in der Halle; Führung: 11.00 Uhr. Eintritt und Führung 15 Euro. Bitte um Voranmeldung unter 545 04 37 oder 02236/342 96.

Bitte der Spalte „Alpine Runde/Bergsteigergruppe“ entnehmen.

Donnerstag, 17. Juni 2010: Wanderung am Raxplateau (Gondel-Auf- und -Abfahrt). Treffpunkt 9.30 Uhr am Parkplatz der Gondelbahn in Hirschwang, oder nach telefonischer Vereinbarung um 8 Uhr Endstation U6, Siebenhirten (vorderer Ausgang/Ketzergasse). Gehzeit nach Wunsch zum Ottohaus (Mittag), 1/2 Stunde oder mehr (Seehütte …). Bitte um Anmeldung unter 02236/342 96 oder 01/280 54 70.

Urlaubswünsche:

Square-Dance-Gruppe „Vienna Swingers“

Die beliebte Vortragsreihe des ÖAK hat Sommerpause und beginnt erst wieder im Herbst. Wir werden die Termine und Vortragenden rechtzeitig bekanntgeben.

Vorträge der BG:

Der Urlaub naht mit Riesenschritten; die BG-Leitung wünscht deshalb jenen, die bereits ihre Urlaubsfahrt angetreten haben bzw. demnächst antreten, die Erfüllung ihrer Bergwünsche, schönes Wetter, eine gesunde Wiederkehr und freut sich auf ein Wiedersehen beim Kletterwochenende oder Abklettern im Herbst. – Ein Dankeschön im voraus für die zu erwartenden Kartengrüße!

Buchtipp: TOPOGUIDE/KLETTERFÜHRER KORSIKA von Nicole Luzar und Volker Roth. Der Auswahlführer führt zu den schönsten Kletterstrecken der Insel, Schwerpunkt im SG VI; etwas für Freunde der Granitklettereien. 190 Seiten, Verlag Topoguide, 30,– Euro, www.topoguide.de.

Bibliothek/Archiv

Leitung: Fritz Krügler, Ludwig Fischhuber

Für eine reichhaltige Bücherspende, die uns Herr Redakteur Thomas Rambauske namens der Redaktion der Zeitschrift „Land der Berge“ (Verlag NÖ Pressehaus) überreicht hat, wollen wir uns sehr herzlich bedanken. Kurz vor den Ferien möchten wir auf unsere reichhaltige Sammlung an Führern und Landkarten verweisen. Eine große Auswahl an Rad-Wan-

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Leitung: Puppi Mach Caller: Heinz Klingen, Jirka Scobak Kontakt: Vienna.Swingers@gmx.at Homepage: http//www.viennaswingers.at.tf/

Clubabend: Montag von 18 bis 19 Uhr Plus, 19 bis 20 Uhr Class, 20 bis 21.30 Uhr Mainstream & Plus.

Vienna Swingers lassen kaum ein Square-Dance-Fest aus Kaum eine große internationale Square-Dance-Veranstaltung in Europa, bei der die reisefreudigen Vienna Swingers nicht vertreten sind. So waren gleich elf Mitglieder der Gruppe Mitte März beim SpringJamboree in Dachau. Unter den Spitzen-Callern waren unser nächstjähriger Ferris-Wheel-Party-Hauptcaller Thorsten Geppert und sein deutscher Landsmann Joachim Rühenbeck. Er callte im vergangenen Winter wie auch im Frühjahr einige Male bei uns in der Bäckerstraße. Präsidentin Puppi und Robert mußten auf einen Jamboree-Besuch schweren Herzens verzichten, da sich die traditionelle Ski-Week diesmal damit terminlich überschnitten hat. Und da waren die beiden natürlich wieder dabei.

Riesen-Abordnung bei Tanzwoche in Cham Rund drei Wochen danach ließen sich gleich 20 Vienna Swingers die

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traditionelle Square- und Round-Dance-Woche in Cham nicht entgehen, wie auch weitere knapp 300 Tänzer aus zahlreichen Ländern. Wer in beiden Tanzarten etwas lernen wollte, war ab dem Ostermontag fünf Tage lang täglich rund neun Stunden auf dem Tanzparkett. Es zahlte sich jedenfalls aus, wurden doch die Square- und RoundSchritte von US-Spitzen-Callern und -Cuern unterrichtet. Für Puppi und Robert war es die schon zehnte Teilnahme an der Tanz-Woche in der ostbayrischen Kleinstadt.

Auf zur European Convention nach Schweden Die beiden haben auch vor, beim nächsten europäischen SquareDance-Großereignis dabeizusein, nämlich bei der im ZweijahresRhythmus durchgeführten European Convention. Heuer findet sie vom 18. bis 20. Juni in der schwedischen Stadt Karlstad statt. Auch einige andere Vienna Swingers haben geplant, für diesen Event in den Norden zu reisen.

Beim Wien-Marathon im Tanz- und Laufeinsatz Abseits klassischer Tanz-Feste sind die Vienna Swingers ebenfalls immer öfter zu finden. Diesbezüglicher Höhepunkt im Frühjahr war der Tanz an der Strecke des Vienna City Marathons am 18. April. Unterstützt von Tänzern anderer österreichischer Clubs sorgten wir am Stubentor schon ab 8.30 Uhr fünf Stunden lang mit schwungvollen Songs und natürlich Tanz für Abwechslung bei Läufern wie Zuschauern. Einige der Läufer blieben sogar stehen, um ein Foto von unserem Square zu machen. Die Vienna Swingers haben sogar selbst eine Marathon-Staffel ge-

Sektionen ALP. GESELLSCHAFT KIENTHALER

Vorstand: Gerhard Komenda 2620 Neunkirchen, Vogelweg 11

http://www.kienthaler.at

Glückwünsche: Wir gratulieren Jürgen FRIESSENBICHLER, Mathias JANOTTA und Max GEIGER jeweils zum 40. Geburtstag. Weiters beglückwünschen wir Doris und Rene SPIELBICHLER zur Geburt ihres zweiten Sohnes am 6. März.

Termine: 12./13. Juni 2010 – nochmals zur Erinnerung: Großes Almfest auf der Alpenrosehütte anläßlich des 30jährigen Jubiläums des Wiederaufbaus der Hütte: • Samstag Grillabend und gemütliches Beisammensein; • Sonntag 12 Uhr Bergmesse, anschließend Musik und Unterhaltung. 3./4. Juli 2010: Holzpartie auf der Kienthalerhütte. 9. bis 12. Juli 2010: Alpintour in die Schladminger Tauern (Klafferkessel). Anmeldung bis 18. Juni bei Gerhard Komenda. 20. Juni 2010: Jugendtermin – Klettern im Freien. Auskünfte bei Michaela Janisch und Doris Spielbichler. 4. Juli 2010: Jugendtermin – Sommerrodelbahn. Auskünfte bei Michaela Janisch und Doris Spielbichler. Jeden 2. Dienstag im Monat RADAUSFLUG. Treffpunkt jeweils 18 Uhr beim Klubhaus.

Kienthalerhütte: Die Kienthalerhütte ist jetzt wieder bis Allerheiligen an Wochenenden und Feiertagen geöffnet. Nähere Auskünfte zu Reservierungen unter www.kienthaler.at.

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stellt. Mit ÖTK-Kletterleibchen ausgestattet, ließen Thomas, Jo, Marlene und Christian (im Bild von rechts) in der Gesamtzeit von 4: 05:11 Stunden fast 1000 Staffeln hinter sich und stellten damit die Sportlichkeit der Vienna Swingers unter Beweis. Thomas und Jo ließen es sich zudem nicht nehmen, nach ihrem Laufbeitrag auch noch das TanzTeam zu verstärken.

Privatsender bringt Vienna Swingers ins Bild Der im Wiener Kabelnetz empfangbare Privatsender OKTO TV wird – voraussichtlich ab 8. Juni eine Woche lang täglich – einen rund 13minütigen Beitrag über Square-Dance bzw. die Vienna Swingers senden. Erste Aufnahmen dafür wurden im April an einem Clubabend in der Bäckerstraße gemacht. Das Filmteam hat sich außerdem für unser wieder für Pfingsten angesetztes Tanz-Fest Ferris-Wheel-Party angekündigt.

SEKTION DRESDEN e. V.

Vorstand: Ing. Eckhard Schippers D-01809 Heidenau, Sporbitzer Straße 33 Tel.: 52 33 75 ( Inlandsvorwahl 035 29, Auslandsvorwahl 0049 035 29 )

E-Mail: eschippers@gmx.de

Unsere Wanderungen: Sonntag, 6. 6. 2010: Von der Kohlmühle über den Brand zur Hocksteinschänke, ca. 18 km. Treffpunkt: Bhf. Bad Schandau, 8.29 Uhr. Leitung: Rainer Strohbach. Samstag, 12. 6. 2010: Auf den Spuren von Johann Gottlob von Quandt, ca. 18 km. Treffpunkt: Bhf. Arnsdorf, 9.10 Uhr. Leitung: Stephan Muder. Freitag, 25. 6. 2010: Von Hrob durch das Quellgebiet der Flöha, ca. 20 km. Treffpunkt: Parkplatz Neurehefeld, 8. 45 Uhr. Leitung: Walter Luft. Montag, 28. 6. 2010: Sonnenwendfeuer. Treffpunkt: Gommern, Flurstück 100/U, 17 Uhr. Leitung: Eckhard Schippers. Samstag, 10. 7. 2010: Um und auf dem Pramenac, ca. 16 km. Treffpunkt: Zinnwald Buswendeplatz, 8. 54 Uhr. Leitung: Walter Luft. Sonntag, 18. 7. 2010: Linkselbige Steine von Schmilka nach Kleingießhübel, ca. 23 km. Treffpunkt: Schmilka Hirschmühle, 7. 55 Uhr. Leitung: Rainer Strohbach. Samstag, 31. 7. 2010: Schönste Aussicht über dem Elbtal, Müllerstein – Dubitzer Kirchlein. Treffpunkt: Bhf. Bad Schandau, 7. 21 Uhr; bitte Abstimmung zwecks Gruppenfahrt. Leitung: Eckhard Schippers.

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SEKTION EISENSTADT Vorstand: Otto Kropf

Post: Silvia Terdy, 7000 Eisenstadt, J. S. Bach-Gasse 5/4/16

E-Mail: info@ oetk-eisenstadt.at oder silvia.terdy@bkf.at Homepage: www.oetk-eisenstadt.at

der Schranken ebenfalls offen sein: 24. Juni (11.30 Uhr, Johannes der Täufer), 2. Juli (10.30 Uhr, Maria Heimsuchung), 25. Juli (10.30 Uhr, Jakobi), 5. August (11.30 Uhr, Maria Schnee), 24. August (10.30 Uhr, Bartholomäus).

Hochmölbinghütte:

Geburtstag:

Die Sommerbewirtschaftung soll ab Mitte Juni erfolgen. Für größere Gruppen ist die Öffnung des Schutzhauses nach Rücksprache mit dem Pächterpaar Petra und Edgar auch früher möglich. – Anfragen und Terminvereinbarungen werden gerne entgegengenommen über: info@hochmoelbinghuette.at oder die neue Hüttentelefonnummer 0676/900 39 09. Für die aktuellen Informationen gibt es eine Homepage für die Hochmölbinghütte: www.hochmoelbinghuette.at.

Wir gratulieren unserem Mitglied Gertrude MICHALITSCH zum besonderen Geburtstag recht herzlich.

Reinischkogelhütte ( Selbstversorger ):

Todesfall: Wir trauern um unser lanjähriges Mitglied Elisabeth Kurz, die am 14. März 2010 verstorben ist. – Lisl, Du wirst uns ewig in bester Erinnerung bleiben!

Veranstaltungen: Radfahren ab 1. 4. jeden Donnerstag. Treffpunkt: 17. 30 Uhr, Penny-Markt. Sonntag, 6. Juni: Rax-Wanderung mit Kletterei; Hans-von-Haid-Klettersteig. Abfahrt: 8 Uhr, Allsportzentrum. Anmeldung bis 4. 6., Fam. Krasny, Tel. 0664/510 34 46 oder elisabeth.krasny@gmx.at.

Die Hütte steht sowohl Mitgliedern als auch Gästen für Wochenenden und natürlich auch für längere Aufenthalte zur Verfügung. Die Hütte ist gut eingerichtet und es bieten sich in der Umgebung sehr schöne Wandermöglichkeiten, die auch für Kleinkinder bestens geeignet sind. Anfragen und Anmeldung bei Hüttenwart Josef Edler, Tel. 0316/40 97 09.

SEKTION HAINFELD

Mittwoch, 16. Juni: Überschreitung des Kreuzberges ( Semmering) von Breitenstein über Speckbacher Hütte bis Eichberg bzw. Klamm (ca. 4–5 Stdn.). Abfahrt: 8 Uhr Laschoberstraße ( hinter Penny-Markt). Anmeldung bis 14. 6. bei Matzka Norbert, Tel. 662 34.

www.hainfeld.at (Link Wetterkamera)

JUGEND:

Seniorennachmittag:

31. 7. – 7. 8.: Bundeszeltlager in Bad Eisenkappel.

SEKTION GRAZ Vorstand: Gerd Sitzenfrey

Klubheim: 8010 Graz, Naglergasse 21

E-Mail to: gerhard.petritsch@ aon.at

Klubabende: 4. und 18. Juni sowie 2. Juli 2010.

Vorstand: Ing. Hartmut Täuber 3170 Hainfeld, Gölsenstraße 33

Der im Vorjahr wegen der schlechten Witterung abgesagte Seniorennachmittag auf unserer Kirchenberghütte wird Mittwoch, den 23. Juni, stattfinden.

Hüttendienste Hainfelderhütte: 3./5./6. Juni 2010: Gruber. 12./13. Juni 2010: Skarohlid. 19./20. Juni 2010: Hutterer. 26./27. Juni 2010: Schnierer – Brendt. 3./4. Juli 2010: Wolfig – Lux Zawadil. 10./11. Juli 2010: Jägersberger – Müllner.

Tourenprogramm: Sonntag, 20. Juni 2010: Buchauersattel – Grabneralm – Grabnerstein (1847 m) oder Natterriegel (2055 m). Treffpunkt: 7 Uhr, Café Brückler. Sonntag, 27. Juni 2010: Sektionsausflug. Fahrt mit dem Autobus nach Pettau-Jerusalem (Slowenien). Treffpunkt und Uhrzeit werden noch gesondert bekanntgegeben. – Wir ersuchen um zahlreiche Beteiligung, damit der Ausflug wieder ein großer Erfolg wird. Samstag, 10., und Sonntag, 11. Juli 2010: Hochobir – Eisenkapplerhütte (Nächtig.) ; Besichtigung der Grotte. Treffpunkt: 10. Juli, 7 Uhr, Fuchsenfeldweg 18, bei Sepp Edler. Samstag, 14., und Sonntag, 15. August 2010: Tauplitzalm – Naturfreundehaus (Nächtig.) – Lawinenstein. Treffpunkt: 14. August, 7 Uhr, Café Brückler. Anfragen und Anmeldung bei Herrn Sepp Edler, Tel. 0316/40 97 09.

Gleinalmgebiet/Gleinalmschutzhaus: Da die ÖTK-Sektion Graz größtenteils für die Wegebetreuung des Gleinalmgebietes verantwortlich ist, möchten wir informieren, daß an bestimmten Tagen des Jahres 2010 die Zufahrt zum Gleinalmschutzhaus mit dem Auto möglich ist, da an diesen Tagen der Schranken geöffnet bleibt. Es sind dies die ersten Wochenenden der Monate Juni, Juli, August und September. Weiters wird zu den Terminen der heiligen Messen auf der Gleinalm

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SEKTION KLOSTERNEUBURG Vorstand: Ing. Erich Bauer 3400 Klosterneuburg, Gschwendt 2B/6; Tel./Fax: 02243/362 97 Geschäftsstelle: Blumen Schittenkopf 3400 Klosterneuburg, Rathausplatz 15; Tel./Fax: 02243/322 69

www.oetk-klosterneuburg.at E-Mail: office@oetk-klosterneuburg.at

Aus unserem Mitgliederkreis: Wir trauern: Dipl.-Ing. Hans Schiener ist am 30. Jänner 2010 nach kurzem Leiden unerwartet im 66. Lebensjahr gestorben. Er war speziell in den 1990er Jahren als begeisterter Berg- und Schisportler oftmaliger Teilnehmer bei unseren alpinen Touren. – Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen des Verstorbenen. Priesterjubiläum: HHr. Prof. Dr. Walter SIMEK feierte am Ostersonntag im Rahmen einer Festmesse den 50. Jahrestag seiner Priesterweihe. Zu diesem außerordentlichen Jubiläum unsere herzlichsten Glückwünsche. Geburtstage: Besondere Geburtstage feiern Dr. Gerhard Gfreiner, Christine Fliedl, Ing. Alois Zezelits, Charlotte Müller, DI Robert Zillek, Heinrike Zillek und Architekt Richard Hübschmann. – Allen unsere herzlichsten Glückwünsche! Neumitglieder: Mag. Manuela Rektenwald, Mag. Christine Sunk mit Sohn David sowie Rainer Indra. – Wir wünschen viel Freude bei unseren Aktivitäten!

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Unsere Aktivitäten:

Ing. Franz Zehetmayer, Telefon: 0676/612 81 01.

Jeden Dienstag Wander-Jour-fixe, Paul Schabner. Jeden Dienstag Turnen/Gymnastik bis Schulschluß, Dipl.-Päd. Ing. Franz Zehetmayer. Jeden Mittwoch Nordic Walking, Helga Bauer. Jeden Mittwoch Laufen, Erich Bauer. Jeden Donnerstag Kletter- und Konditionstraining bis Schulschluß, DI Albert Treytl. Jeden Donnerstag Mountainbiken, Michael Prehsler.

Alle Kontaktpersonen sind auch per Mail direkt erreichbar: vorname.name@oetk-klosterneuburg.at.

Do., 3. Juni: MTB-Fahrtechnik-Training, Michael Prehsler. Do., 3. – So., 6. Juni: Climber Grazer Bergland, Gottfried Linhart. Fr., 4. – Sa., 5. Juni: Die Alt-Eisen-Partie Ötscher, Erich Bauer. Fr., 4. – Sa., 5. Juni: Bergtour Höhle – Hütte – Gräben, Helga Bauer. Do., 10. Juni: Wandern Windischalm, Willi Valissik. Do., 10. Juni: Klettern Hohe Wand, Johannes Plessl. So., 13. Juni: Gemeinsam auf Tour – Peilstein, alle Tourenführer. Sa., 19. – So., 20. Juni: Bergtour Hochschwab, Willi Valissik. Di., 22. Juni: Wandern Kieneck, Lucia Prank.

Aus unserem Vorstand:

Sa., 26. Juni: 4. Climber-Fest.

Daniel HLUCHY – herzlich willkommen beim ÖTK und in der Sektion Langenlois!

Ab 12 Uhr am Rathausplatz in Klosterneuburg: ● Monkey – Baumklettern ● Flying Fox – Seilbahn ● Slackline – Balancieren auf der Slackline ● Kletterwand ● Finde den nimm2-Indianerschatz ● Acro-Bungee-Jumping ● Radcodierung der Polizei Klosterneuburg von 14 – 17 Uhr ● Prominentenklettern mit Leistungssportlern ● 18.30 Uhr Tombola ● Tolles Abendprogramm ● Live-Musik „HAPPY MEN“ ● Für Essen und Trinken ist bestens gesorgt Do., 1. Juli: Wandern Tempelbergwarte, Willi Valissik. So., 4. – So., 11. Juli: Bergtourenwoche Karwendel, H. und E. Bauer. Di., 6. Juli: Climbers Ferienspiel Klettern, Gottfried Linhart. Do., 8. – So., 11. Juli: Ausbildung Kaunergrat, Bernd Schittenkopf. Sa., 10. – So., 11. Juli: Bergtour Xeis, Willi Valissik. Mo., 12. – So., 18. Juli: Klettern 5plus Arco Gardasee, Chr. Prehsler. Do., 15. Juli: Klettern Falkenstein, Johannes Plessl. Sa., 17. Juli: Bus Poysdorf, Helga Bauer. – Führung Schlumberger Sektwelt, Wanderung durch die romantischen Kellergassen mit einem professionellen Kellergassenführer, Hauerjause im Weingarten. Gesamtkosten 38 Euro exkl. Hauerjause. Anmeldeschluß Montag, 12. Juli. Sa., 17. – Sa., 24. Juli: Climber Bergell, Schweiz, Gottfried Linhart. Mo., 19. Juli: Wandern Amaißbühel, Lucia Prank. Do., 22. Juli: Bergtour Rax, Willi Valissik. So., 25. Juli: Abendwanderung MY WAY, Helga Bauer. Mo., 26. Juli: Senioren MY WAY, Helga Bauer. So., 1. – Di., 3. August: Die Alt-Eisen-Partie Gosaukamm, Erich Bauer. So., 1. – Di., 3. August: Bergtour Gosaukamm, Helga Bauer. Die Details und alle weiteren Aktivitäten sind unter unserer Internetadresse und aus dem aktuellen Sektions-Programmheft ersichtlich. Weitere Informationen und Anmeldungen direkt bei den Führern/Organisatoren: Erich und Helga Bauer, Telefon/Fax: 02243/362 97. Gottfried Linhart, Telefon: 02243/343 12, 0676/737 57 15. Johannes Plessl, Telefon: 02242/701 78, 0664/171 63 06. Lucia Prank, Telefon/Fax: 01/263 29 61, 0664/142 53 94. Christian Prehsler, Telefon: 0681/108 70 258. Michael Prehsler, Telefon: 0680/121 72 64. Paul Schabner, Telefon: 02243/331 53, 0676/460 03 30. Bernd Schittenkopf, Telefon: 0664/212 39 27. DI Albert Treytl, Telefon: 0664/805 152 72 30. Willi Valissik, Telefon: 0699/1266 1899.

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SEKTION LANGENLOIS

Vorstand: DI Franz Lehner 3500 Langenlois, Birkenweg 3

www.oetk-langenlois.at.tf

Ingrid MAYER hat ihre Funktion als Schriftführerin an Christian KERZENDORFER übergeben. Liebe Ingrid – wir möchten Dir auf diesem Weg nochmals herzlich für Deine langjährige Arbeit als Vorstandsmitglied der Sektion Langenlois danken. Weiters wurde im Rahmen der Jahreshauptversammlung ein neuer Kassier gewählt: Die Funktion des Kassiers wird zukünftig von Jutta PEJCL übernommen.

Neumitglieder:

Aktivitäten: Do./Fr., 3./4. Juni 2010: Wanderung Schneeberg/Weichtalklamm. Achtung, Terminänderung! Mi., 9. Juni 2010: Stammtisch beim Gasthaus Hartl; ab 19.00 Uhr. Sa., 19. Juni 2010: Sonnwendfeier; ab 19.00 Uhr. Sa./So., 26./27. Juni 2010: Hohe Wand; Wandern – Klettersteige – Klettern. Mi.,7. Juli 2010: Stammtisch beim Gasthaus Hartl; ab 19.00 Uhr. Sa./So., 17./18. Juli 2010: Zelten und Floßbauen am Kamp. Sa./So., 24./25. Juli 2010: Traunstein. Alle unsere weiteren Aktivitäten für 2010 und genauere Informationen bzw. unsere Kontaktadressen findet Ihr auf unserer Homepage unter „www.oetk-langenlois.at.tf “.

SEKTION NEUNKIRCHEN

Vorstand: Gerhard Membier 2620 Neunkirchen, Brabetzgasse 8

Klubabende: jeden Freitag ab 20 Uhr, Neunkirchen, Schwangasse 3

www.touristenclub.at/sektion-neunkirchen E-Mail: oetk-neunkirchen@utanet.at

Neumitglieder: Als neue Mitglieder begrüßen wir ganz herzlich Maier-Knappek Gertraud, Reiterer Barbara und Trimmel Josef.

Geburtstage: Unseren Mitgliedern wünschen wir alles Gute zum Geburtstag, und zwar Wallner Christl, Kapfenberger Markus, Waclawek Kurt, Tobler Christa, Haslinger Gerhard, Janisch Ingrid, Jungwirth Ernst, Kräftner Petra, Sagmeister Adolf, Hohenschläger Hans, Pablitschko Hans, Friedl Johannes, Würcher Christine, Ressler Stefan, Spies Rosemarie, DI Jonke Wolfgang, Hauck Herbert, Mad Roland, Kalchgruber Roswitha und Artner Markus.

Unser Klubprogramm: 6. 6. 2010: MT- Bike-Tour Wechsel – Kogelrunde. Info. A. Janisch, Tel. 0664/586 83 21.

ÖTZ Juni/Juli 2010


12./13. 6. 2010: Steirische Kalkspitze – Lungauer Kalkspitze. Ausgangspunkt Ursprungalm, Nächtigung Ignatz-Mattis-Hütte. Anforderung: trittsicher, schwindelfrei und ausdauernd; Gehzeit ca. 6 Stunden. Abf. m. priv. Pkw 6.30 Uhr Parkplatz Penny-Markt, B17/Ternitz. Bitte rechtzeitig anmelden wegen Nächtigung! Anm. bei Max, Tel. 0664/734 28 989 oder 02630/355 97. 26. 6. 2010: ÖTK-Gartenfest im Klubheim. Beginn: 17 Uhr. 4. 7. 2010: Radwandertag. Info u. Anm. bei Max, Tel. 0664/734 28 989 oder 02630/355 97. Ab 5. 7. 2010: Tourenwoche durch die Kreuzeckgruppe. Die Tour umfaßt 10 Gipfel von 2000 bis 2700 m und ca. 8 Scharten zwischen 2200 und 2500 m, aufgeteilt auf 4 Hütten. Es sind Tagesetappen von 6 – 8 Stdn., zum Teil mit kurzen gesicherten Passagen und ausgesetzten Teilstücken für trittsichere, schwindelfreie und ausdauernde Bergfreunde. Die Kreuzeckgruppe hat Mittelgebirgscharakter mit teilweiser Hochgebirgsgestaltung. In den Karen befinden sich über 60 Hochseen. Mit etwas Glück sind Weißkopfgeier und Adler zu sehen. – Auf Deine Teilnahme freut sich Max! Abf. 6.30 Uhr Parkplatz Penny-Markt, B17/Ternitz. Info u. Anm. Max, Tel. 0664/734 28 989 oder 02630/355 97.

JUGEND: 31. 7. – 7. 8. 2010: Bundesjugendzeltlager in Bad Eisenkappel. Info u. Anm. Andreas Zullus, Tel. 0650/558 24 49.

SENIOREN: 16. 6. 2010: Wechsel. Treffp. 9 Uhr, Nk., Linke Bahnzeile 41 (Bernhard); Gehzeit 4 Stdn. O. Kräftner, Tel. 02627/826 84; A. Bernhard, Tel. 02635/665 79.

SEKTION ROSALIA Vorstand: Josef Herzog 7212 Forchtenstein, Hochriegelgasse 13

SEKTION SCHEIBBS

Vorstand: Peter Frosch 3270 Scheibbs, Schmelzergasse 5

www.oetk-scheibbs.at

Geburtstage: Besondere Geburtstage feiern folgende Klubmitglieder: Sass Waltraud, Sieder Helmut, Heigl Anna, Ing. Haslauer Haymo, Pitzl Josef, Haselsteiner Maria, Dr. Kasa Ernst, OSR Pröll Hermann. – Die Sektion entbietet allen die besten Glückwünsche!

Neue Klubmitglieder: Wir freuen uns, als weitere neue Klubmitglieder sehr herzlich begrüßen zu dürfen: Maier Engelbert, St. Leonhard/F., Pfeffer Ines, Göstling/Ybbs, Zehetner Martin und Stockinger Sandra aus Petzenkirchen, Teufel Lucia und Kitzmüller Carolina aus Scheibbs, Deckelmann Felix aus Oberndorf/M. sowie ÖTK-Vizepräsident DI Dr. Erwin Sommer aus Wien. – Wir wünschen viel Freude und Spaß in unserer großen Mitgliedsfamilie bzw. bei allen unseren Veranstaltungen.

Veranstaltungen: 13. Juni 2010: Wanderung Ranek – Schönwald – Kerschbaum – Schindlhütte. (Besuch der Tropfsteinhöhle möglich.) Gehzeit ca. 4 Stdn. Treffpunkt: 9 Uhr Bhf. Scheibbs. Fahrpreis: 10 Euro. 18. Juli 2010: Wanderung Randegg – Kirchholz – Hüttenberg – Schliefau. Gehzeit ca. 3 Stdn. Treffpunkt: 9 Uhr Bhf. Scheibbs. Fahrpreis: 8 Euro. 1. August 2010: Traditionelle Gipfelmesse am Ötschergipfel (11 Uhr). 15. August 2010: Wanderung Lunz/See (Seeparkplatz) – Seeuferweg – Seehof – Durchlaßsattel – Maiszinken – Rehberg (Einkehr) – Seehof. Gehzeit ca. 3 Stdn. Treffpunkt: 9 Uhr Bhf. Scheibbs. Fahrpreis: 10 Euro. Wegen rechtzeitiger Busbestellung Anmeldung unbedingt rechtzeitig erforderlich bei Fam. Pflügl, Tel. 07482/458 13 oder Siegfried Gudra, Tel. 07489/301 84 oder 0664/738 52 933. Näheres in unserem Sommerprogramm 2010!

Terminkalender – Teil 2: 28./29.08.2010: Fahrt ins Blaue. 10.09.2010: Mitgliederversammlung, 19. 30 Uhr, GH Lore Schreiner. 03.10.2010: Sektionenwanderung Ruster Hügelland. 08.10.2010: Mitgliederversammlung, 19. 30 Uhr, GH Lore Schreiner. 26.10.2010: Wanderung nach Maria Loretto. 07.11.2010: Wanderung Dürre Wand. 12.11.2010: Mitgliederversammlung, 19 Uhr, GH Lore Schreiner. 08.12.2009: Jahreshauptversammlung, 15 Uhr, GH Lore Schreiner. 12.12.2010: Wanderung nach Sigleß. 31.12.2010: Silvesterwanderung, 15 Uhr, GH Lore Schreiner. 14.01.2011: Mitgliederversammlung, 19 Uhr, GH Lore Schreiner. 11.02.2011: Mitgliederversammlung, 19 Uhr, GH Lore Schreiner. Wie alljährlich wird zur „Fahrt ins Blaue“ eine separate Einladung zugesandt, wobei die Anmeldung mittels Einzahlung erforderlich ist. Auch heuer wollen wir mit unseren Nachbarsektionen Eisenstadt und Wiener Neustadt gemeinsam wandern, und zwar Sonntag, den 3. Oktober 2010, im Ruster Hügelland. Allfällige Terminänderungen werden bei den Mitgliederversammlungen, am Anschlagbrett im Kaufhaus Spar bzw. am Hauptplatz sowie in der ÖTZ bekanntgegeben.

Glückwünsche: Gabriele BIERBAUMER feiert den 50. Geburtstag und Josef WIESINGER den 60. Geburtstag. – Wir gratulieren auf das herzlichste, verbunden mit den besten Wünschen in ein neues Lebensjahrzehnt!

ÖTZ Juni/Juli 2010

SEKTION TERNITZ Vorstand: Ing. Alfred Metzner, 2630 Ternitz, F.-Dinhobl-Straße 61 Post: Schriftführer Sandra Zumpf 2620 Neunkirchen, Uhlandstraße 71/10

www.oetk-ternitz.at.tf

Hüttendienst Adolf-Kögler-Haus: 5./6. 6. 2010: METZNER Ing. Alfred. 12./13. 6. 2010: SEELHOFER Michael. 19./20. 6. 2010: STEINER Margit. 26./27. 6. 2010: ZUMPF Herbert. 3./4. 7. 2010: ZUMPF Franz jun. 10./11. 7. 2010: METZNER Ing. Christoph. 17./18. 7. 2010: EIBL Hans. 24./25. 7. 2010: HECHER Edwin. 31. 7./1. 8. 2010: EIBL Herbert.

Ausschußmitglieder ACHTUNG ! Die nächste Ausschußsitzung findet am 2. Juni 2010, mit Beginn um 19 Uhr, im Volksheim Ternitz statt. Allen unseren Mitgliedern, Freunden und Gönnern wünschen wir erholsame und erlebnisreiche Sommerferien!

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SEKTION VINDOBONA

Vorstand: Manfred Moravec 1190 Wien, Saileräckergasse 47/ 2/ 20; Tel. 320 33 60; Mobil: 0699/127 13 484

Gedanken: „Wohl mag es Liebe auf den ersten Blick geben, nicht aber Freundschaften.“ – Wie wahr …

Geburtstage: Unsere herzlichsten Glückwünsche zum Geburtstag ergehen diesmal an Brigitte Dittrich, DI Jan-Martin Freese, Monika Grassl, Ing. Franz Jöchlinger, Friedrich Jöchlinger, Elisabeth Klausberger, Hertha Kopetzky, Christian Postl, Heinz Schindl, Franz Schwinghammer und Alfred Weis. – Den Geburtstagskindern viel Glück und Gesundheit!

Aktivitäten: Dienstag, 15. Juni 2010: Sektionskulturtag. – Programm für diese Veranstaltung wird je nach Wetterlage kurzfristig zusammengestellt. Telefonische Anmeldung erforderlich! Wochenende 26./27. Juni 2010: Wanderung auf den Hochschwab. Route: GH Bodenbauer – Trawiessattel – G’hackte (gesicherter Felsenstein) – Schiestlhaus (N); Höhenunterschied 1250 m. 2. Tag: Hochschwabgipfel – Rauchtalsattel – Häuslalm – GH Bodenbauer; 1400 m Abstieg, kurze Gegenanstiege. Wegen Quartierreservierung wird um eheste Anmeldung ersucht. Leitung: Manfred Moravec, Tel. 0699/127 13 484. – Führungsbeitrag 9 Euro. Mitfahrgelegenheit gegen Unkostenbeitrag. Mittwoch, 7. Juli 2010: Vorbesprechung zur Sektionswanderwoche 2010. Ort: 1010 Wien, Klubhaus Bäckerstraße 16, 2. Stock; Beginn 18 Uhr. Donnerstag, 8. Juli 2010: Gemütliches Treffen zu Ferienbeginn – Semesterabschluß Fit & Vital = Xund. Treffpunkt wird bei der Anmeldung bekanntgegeben; Beginn 18 Uhr. Tel. 0699/127 13 484. Samstag, 7., bis Samstag, 14. August 2010: Sektionswanderwoche 2010 im Gebiet des Salzburger Nationalpark Hohe Tauern. Standort: Hüttschlag (1030 m ).

Fit & Vital = Xund! Do., 1. Juli 2010 – letzter Trainingsabend vor der Sommerpause. Ort: Turnsaal des Bundesrealgymnasiums Wien, Stubenbastei 6 – 8. Zeit: Von 17.30 bis 19 Uhr.

SEKTION WALDHEIMAT

Vorstand: Friedrich Schiller 1238 Wien, Kaserngasse 12/2/1 Vereinssitz: Café Wild 1060 Wien, Linke Wienzeile 60

Geburtstage: Unsere besonderen Geburtstagskinder der Monate Mai und Juni sind: Margarete Stieff (85), Emmy Walter (87), Helene Ackerl (89), Friederike Fried (89 ) und Dr. Margarete Kalmar (89). – Wir gratulieren ganz herzlich!

Mitgliedertreffen: 2. bis 6. Juni 2010: Markierungstour vom Standort Hauereckhütte. Dienstag, 8. Juni 2010: Ausschußsitzung im Vereinslokal Café Wild, Beginn 19 Uhr. Samstag, 19. Juni 2010: 120-Jahr-Feier Speiereckhütte.

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SEKTION WIENERWALD

Vorstand: Johann Kassler 3053 Laaben, Klamm 100

Geburtstage: Wir gratulieren allen Mitgliedern, die 2010 einen runden oder halbrunden Geburtstag ab 50 feiern bzw. bereits gefeiert haben: 50 Jahre: Andreas Brader/St. Corona am Schöpfl; 55 Jahre: Elisabeth Ecker/Bischofstetten, Elisabeth Kult/Wöllersdorf, Alfred Wolfsgruber/Klamm; 60 Jahre: Wilfried Köstner/Ollersb., Ingeborg Praschl-Bichler/Laaben; 65 Jahre: Obmann Hans Kassler/Klamm, Dieter Zink/Wien; 70 Jahre: Anneliese Mayer/Wien; 80 Jahre: Walter Langthaler/Preßbaum; 90 Jahre: Edith Wienskovski.

SEKTION WIENER NEUSTADT

Vorstand: Mag. Josef Zwickl, Tel.: 02622/290 08 Schriftführer: Dr. Gerald Kranawetter, Tel.: 02236/20 55 45; g.kranawetter@kabsi.at Klubheim: 2700 Wiener Neustadt, Schulgasse 2a

www.oetkneustadt.at – zwickl@chello.at

Besondere Geburtstage: Folgende Mitglieder feiern besondere Geburtstage, es sind dies Helmut Dopler (70 ), Josef Meier (85), Otto Wimmer (90) und Mag. Elfriede May (60 ). – Wir gratulieren recht herzlich!

Sektionstreffen auf der Wilhelm-Eichert-Hütte Sonntag, den 13. Juni 2010, ab ca. 12 Uhr, findet das erste Sektionstreffen der Sektion Wr. Neustadt statt. Wir laden unsere Mitglieder ein, möglichst zahlreich auf unsere Hütte zu kommen. Egal ob über die Forststraße von der Großen Kanzel oder über einen Wanderweg oder gemeinsam mit Robert Strobl über den Wildenauer- Steig; – wichtig ist, daß Sie, liebes Mitglied, mit uns auf unserer Hütte ein wenig feiern und mit anderen Klubmitgliedern kommunizieren wollen.

Seniorenwanderung: Mittwoch, 9. 6. 2010: Myrafälle. Pernitz – Eichkreuz – Gasthof Jagasitz (Einkehr) – Karnerwirt – Myrafälle – Pernitz. Treffpunkt: Bhf. Wr. Neustadt 8.10 Uhr oder Bahnhof Pernitz 9.25 Uhr. Führungsbeitrag: für ÖTK-Mitglieder 8 Euro, für Gäste 10 Euro. Leitung: Strobl Robert, Tel.: 0699/113 62 954 oder E-Mail stroblrobert@aon.at.

Trekkingtouren in Österreichs Alpen: Fr., 9., bis Di. 13. Juli 2010: Karnischer Höhenweg (Osttirol). Sillian – Sillianer Hütte/Sillianer Hütte – Obstanserseehütte/Obstanserseehütte – Porze-Hütte/Porze-Hütte – Porze – Porze-Hütte/Porze-Hütte – Obertilliach – mit Gemeinschaftstaxi nach Sillian. Detailbeschreibung unter www.strobl-robert.at. Treffpunkt: 9. 7. 2010 Sillian, 10 Uhr. Voranmeldung bis 21. 6. 2010 erforderlich. Führungsbeitrag inkl. HP: ÖTK-Mitglieder 280 Euro, Gäste 290 Euro. Leitung: Strobl Robert, Tel.: 0699/113 62 954 oder E-Mail: stroblrobert@aon.at. Fr., 16., bis Di., 20. Juli 2010: Samnaungruppe (Nordtirol). Fisser Joch – Kölner Haus/Kölner Haus – Furgler (3004 m) – Kölner Haus/Kölner Haus – Hexensee-Hütte – Masnerkopf (2828 m) – Hexensee-Hütte/Hexensee-Hütte – Hexenkopf (3035 m) – Hexensee-Hütte – Kölner Haus/Kölner Haus – Serfaus – Tösens. Detailbeschreibung unter www.strobl-robert.at. Treffpunkt: 16. 7. 2010 Bahnhof Landeck, 8 Uhr. Voranmeldung bis 21. 6. 2010 erforderlich. ➤

ÖTZ Juni/Juli 2010


➤ Führungsbeitrag inkl. HP: ÖTK-Mitglieder 280 Euro, Gäste 290 Euro.

Leitung: Strobl Robert, Tel.: 0699/113 62 954 oder E-Mail: stroblrobert@aon.at.

Mo., 16., bis Fr., 20. August 2010 : Reißeckgruppe (Kärnten). Spital a. d. Drau – Kohlmaierhütte/Kohlmaierhütte – Hohe Laier (2774 m) – Reißeckhütte/Reißeckhütte – Reißeck (2965 m) – Ob. Mooshütte/Ob. Mooshütte – Arthur-v.-SchmidHaus/Arthur-v.-Schmid-Haus – Säuleck (3086 m) – Malnitz. Detailbeschreibung unter www.strobl-robert.at. Treffpunkt: 16. 8. 2010 Bahnhof Spital a. d. Drau, 9 Uhr. Voranmeldung bis 21. 6. 2010 erforderlich. Führungsbeitrag inkl. HP: ÖTK-Mitglieder 280 Euro, Gäste 290 Euro. Leitung: Strobl Robert, Tel.: 0699/113 62 954 oder E-Mail: stroblrobert@aon.at.

Geführte Klettersteigtouren: Sonntag, 13. Juni 2010: Hohe Wand/Wildenauer – Steirerspur. Zustieg vom Seiser Toni – Wildenauer-Steig (D/-1, bei Bedarf mit Seilsicherung) – Hohe Wand – Steirerspur (C) – Wilhelm-Eichert-Hütte. Treffpunkt: Parkplatz Seiser Toni, 9 Uhr. Führungsbeitrag: ÖTK-Mitglieder 25 Euro, Gäste 30 Euro. Leihausrüstung kann bei Voranmeldung zur Verfügung gestellt werden. Leitung: Strobl Robert, Tel.: 0699/113 62 954 oder E-Mail: stroblrobert@aon.at Weitere Klettersteigführungen im Bereich Hohe Wand – Türkensturz sind gegen Voranmeldung wochentags am Abend möglich. – Anfrage und Terminvereinbarung bei Strobl Robert, 0699/113 62 954.

Bergwochen

der Zentrale

Sonntag, 4., bis Samstag, 10. Juli 2010:

Hochtourenwoche in den Ostalpen.

Sonntag, 11., bis Samstag, 17. Juli 2010:

Grundkurs in Fels, Firn und Eis.

Sonntag, 18., bis Samstag, 24. Juli 2010:

Hochtourenwoche in den Westalpen.

Montag, 2., bis Samstag, 7. August 2010:

Klettertourenwoche Dolomiten/Rosengarten.

Sonntag, 8., bis Samstag, 14. August 2010:

Genuß-Kletterwoche im Trentino.

Sonntag, 15., bis Samstag, 21. August 2010:

Kletterwoche im Velebit-Massiv.

Mittwoch, 25. August, bis Mittwoch, 1. Sept. 2010:

Klettern und Baden auf der Felseninsel Kalymnos.

Samstag, 18., bis Sonntag, 26. September 2010:

Wandern und Kultur im Oberengadin.

Ausflüge und andere

drei Personen erforderlich, und es wird zur Deckung der Kosten ein Führungsbeitrag eingehoben. Bei Führungen mit Anmeldepflicht ist der Anmeldeschluß – wenn nicht anders angegeben – wie folgt: Für Mittwoch-Führungen ist Anmeldeschluß Montag, 13 Uhr; für Samstag-, Sonntag- und Wochenend-Führungen spätestens Donnerstag, 15 Uhr. Achtung: Bei Wienerwald-Führungen wird von Gästen (Nichtmitgliedern) ein Führungsbeitrag eingehoben, bei sonstigen Wanderungen wird ein Zuschlag von 25% verrechnet. Die Hüttenmarke eines anderen alpinen Vereines ersetzt nicht die ÖTK-Mitgliedschaft. Es bedeutet: ● = Anmeldung unbedingt erforderlich; FK = Fahrkarte; E = Einfache Fahrkarte; R = Retourkarte; BB = Bundesbus; M = Mittagsrast; N = Nächtigung; FB = Führungsbeitrag. Durch vorgesetzte Zeichen sind die Bergfahrten und Wanderungen wie folgt unterschieden: ohne Zeichen = unschwierige Wanderung; *) = für ausdauernde Geher; **) = Schwindelfreiheit und Trittsicherheit erforderlich; SG = Schwierigkeitsgrad einer Kletterfahrt. HINWEIS: Wir wollen darauf hinweisen, daß Wienerwaldführungen für unsere Mitglieder gratis sind, von Gästen wird jedoch ein Führungsbeitrag von 1,50 Euro eingehoben.

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Mittwoch, 9. Juni 2010: Pfaffstättner Kogel/R.-Proksch-Hütte. Treffpunkt 8.45 Uhr Meidling/Kassenhalle Bahnhof; 9.05 Uhr nach Baden (FK Baden, retour Pfaffstätten). Baden – Kurpark – Einöd – Pfaffstättner Kogel (M) – Rückweg nach Übereinkommen. F.: Hannelore Pazdernik. Samstag, 12., und Sonntag, 13. Juni 2010: ● Sonntagskogel und Großer Bösenstein. Nächtigung in der Edelraute-Hütte. Samstag: Sonntagskogel, 800 Hm, Gehzeit ca. 3, 5 Stunden. Sonntag: Großer Bösenstein, 900 Hm, Gehzeit ca. 5 Stunden. FB: 32 Euro. F.: Christa Eckart. Samstag, 26. Juni 2010: ● Eisenerzer Pfaffenstein – Eisenerzer Steig. Schwierigkeit C– D. Voraussetzung: Gute Kondition für ca. 2 Stdn. Zustieg; ca. 2,5 Stdn. Kletterzeit; 2 Stdn. Abstieg; Trittsicherheit und Klettersteigerfahrung – nichts für Anfänger! FB: 95 Euro. Sonntag, 18. Juli 2010: Anninger; Husarentempel – Matterhörndl. Treffpunkt 8.35 Uhr Meidlinger Bahnhof/Kassenhalle; 8.50 Uhr nach Mödling (FK R); 9.33 Uhr Bus nach Hinterbrühl. Hinterbrühl – Kiental – Husarentempel – Matterhörndl – Krauste Linde (M) – Mödling. F.: Hannelore Pazdernik. Samstag, 24. Juli 2010: ● Eisenerzer Hochblaser – Kaiser-Franz-Josef-Steig. Schwierigkeit D. Voraussetzung: Kondition für ca. 4 Stdn. Kletterzeit mit einigen kräfteraubendenPassagen; ca. 2,5 Stdn. Abstieg; Trittsicherheit und Klettersteigerfahrung – nichts für Anfänger! FB: 95 Euro. Donnerstag, 29. Juli, bis Sonntag, 1. August 2010: ● Dachstein – Gletscherkurs am Wochenende. Vorausetzung: Grundlegende Kletterfertigkeit und etwas Kondition. Kursbeitrag 155 Euro. Leitung: Mag. Walter Kriedl. Samstag, 7. August 2010: ● Eisensteinhöhle – Fischauer Vorberge. Im Rahmen einer Privatführung durch Josef Posch für die Höhlenkundliche Gruppe sind in der Höhle schöne Perlsinter zu sehen, und wer möchte kann in der ca. 12° warmen Höhle in einem kleinen „Thermalsee“ bei 18° baden. Begrenzte Teilnehmeranzahl; Anmeldung bis spätestens 2. August! Mittwoch, 11. August 2010: Königshöhle. Treffpunkt 9.15 Uhr Meidlinger Bahnhof/Kassenhalle; 9.35 Uhr nach Baden (FK R). Rauenstein – Raueneck – Königshöhle – Jägerhaus – Cholerakapelle (M) – retour Rauenstein. F.: Hannelore Pazdernik.

Veranstaltungsprogramm

Samstag, 14, und Sonntag, 15. August 2010: ● Eisenerzer Reichenstein. Nächtigung in der Reichenstein-Hütte. Samstag: Trofaiach/Hirnalm(Parkplatz) – Reichenstein-Hütte – Reichenstein (2165 m). Sonntag: Reichenstein-Hütte – Rottörl – Hirnalm. Gehzeit gesamt 7 Stunden; Höhenunterschied 1230 m und kleine Gegenanstiege. FB: 32 Euro. Leitung: Christa Eckart.

Voranmeldungen in der Klubkanzlei sind unbedingt erforderlich zu allen Fahrten mit Nächtigung sowie zu sämtlichen Kletterfahrten und zu allen entsprechend gekennzeichneten Fahrten. Für Kletterfahrten ist die Teilnehmerzahl begrenzt. Bei allen Führungen mit Voranmeldung ist eine Mindestteilnehmerzahl von

Details zu obigen Aktivitäten sowie zu Bergwochen wie auch zu anderen ein- und mehrtägigen Veranstaltungen und Führungen, Ausbildungskursen und Urlaubsfahrten entnehmen Sie bitte dem Jahresprogramm des ÖTK „Bergwelt 2010“ oder unserer Homepage www.oetk.at bzw. gibt auch die Klubkanzlei gerne Auskünfte.

Veranstaltungen der Zentrale

vom 9. Juni bis 15. August 2010:


P. b. b. Österreichischer Touristenklub

1010 Wien, Bäckerstraße 16, DVR 0486281 Erscheinungsort Wien Verlagspostamt 1210 Wien Z.-Nr.: GZ 02Z030129 S Sponsoring Post

Die Buchsteingruppe in den Ennstaler Alpen Gerhard Schirmer Zu den klassischen Zielen im Gesäuse zählen wohl in erster Linie die südlich der Enns aufragenden Berge von der Planspitze über das Hochtor bis hin zum Ödstein. Doch auch die gegenüber gelegene Buchsteingruppe bietet dem Bergsteiger zahlreiche Möglichkeiten, die alle Spielarten dieser sportlichen Betätigung umfassen. Seit neuestem gibt es in der Südseite des Großen Buchsteins auch einen gut gesicherten Klettersteig, der sich schon wegen seiner leichten Erreichbarkeit vom Buchsteinhaus großer Beliebtheit erfreut. Der Kleine Buchstein dagegen wird selbst heute noch nur verhältnismäßig selten bestiegen, zu mühsam sind hier allein die Zustiege. Für das vorliegende Heft unserer ÖTZ suchten wir lange nach einem geeigneten Bild, das den Schönheiten der Buchsteingruppe gerecht wird. In dem großartigen Bildband von Ernst Kren, „Nationalparkregion Gesäuse“, erschienen 2007, der sich auch in unserer Klubbibliothek findet, sind wir schließlich fündig geworden. Nach Kontaktaufnahme mit dem Leykam Buchverlag und dem Autor wurden uns in dankenswerter Weise zwei wunderschöne Abbildungen zur Verfügung gestellt, von denen die eine das Titelbild dieser Ausgabe bildet, die zweite befindet sich unterhalb dieses Textes. Wir möchten uns an dieser Stelle bei

Verlag und Autor für das Entgegenkommen für einen Abdruck dieser Bilder in der ÖTZ ganz herzlich bedanken. Der Verfasser Ernst Kren ist Fotograf und Grafik-Designer und in Admont zu Hause. Sein wunderschöner Bildband ist zum Betrag von Euro ❑ 29,10 im Buchhandel erhältlich.

Die Buchsteingruppe vom Zinödl-Panorama-Steig gesehen; links Großer Buchstein, rechts Kleiner Buchstein


ÖTK Klubmagazin 3/2010