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TV MAGAZIN GRENZECHO

6.10.12 - 12.10.12

BEILAGE ZUM GRENZ-ECHO

NR. 232 VOM 05.10.2012

- WOCHE 41

D i e D e ut s c h s p r a c h i g e Ta g e sz e i t u n g i n O st b e lg i e n

“Wetten, dass...” mit Markus Lanz ZDF, Sa. 20.15

Lena Fauch und die Tochter des Amokläufers ZDF, Mo. 20.15

Der seltsame Fall des Benjamin Button SAT.1, Fr. 20.15

7

pallen

Oktober

Besichtigung Beratung & Verkaufab 11 Uhr Restaurant von 13-18 ab 11 Uhr geöffnetUhr

Jahre

feiert Jubiläum. Feiern Sie mit!

in Würselen

TV-Magazin „Wetten, dass..?“ neu auf Sendung

Vor der Wahl Heute: Burg-Reuland

„Zeit aufzuhören“ Michael Schumacher beendet Karriere

Beilage

Eifel • Ardennen Seiten 12/13

Sport Seite 32

85. Jahrgang · Nummer 232

Unsichere Atomreaktoren Ein EU-weiter Stresstest hat in fast allen Atomreaktoren Sicherheitsmängel offenbart - auch in Doel und Tihange. Die belgischen Kernkraftwerke schnitten aber vergleichsweise gut ab, weil die aktuellen Probleme unbeachtet blieben. Seite 7

Seniorenpolitik

Wohnformen gefragt Die DG-Regierung hat in dieser Woche den Startschuss zur Erarbeitung eines seniorenpolitischen Gesamtkonzepts gegeben. „Alt werden liegt im Trend“, erklärte Gesundheitsminister Harald Mollers. Vor allem neue Wohnformen seien gefragt. Seite 6

Kultur

Office for Newspaper Design Gutenbergstr. 4 40670 Meerbusch Germany Phone +49 2159 911615 E-Mail nkuepper@newsdesign.de

Freitag, 5. Oktober 2012 · 1,10 Euro

Syrien: Blankoscheck für Militäreinsätze

Stresstest

Design: Norbert Küpper Relaunch GrenzEcho

www.grenzecho.net

Reportagen im Museumscafé In der neuen Veranstaltungsreihe des internationalen Zeitungsmuseums in Aachen werden berühmte Reportagen von Mark Twain und Heinrich Heine vorgelesen. Den Rahmen für die Lesung bietet das neugestaltete Museumscafé Oronero. Seite 16

WETTER

18° 14° Zeitweise Regen und stürmisch! Bis 18 Grad.

4 0

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Türkei droht mit weiteren Angriffen Nach dem Granatenangriff auf ein Grenzdorf hat die türkische Regierung jetzt freie Hand für Militäreinsätze im Nachbarland Syrien.

Das Parlament in Ankara erlaubte der Regierung am Donnerstag für ein Jahr Einsätze auch über die Grenze hinweg. Das Nato-Land Türkei griff einen Tag nach der Attacke aus Syrien als Vergeltung weitere Ziele an. Nach Angaben eines ranghohen Beraters von Premier Recep Tayyip Erdogan soll es aber keinen Krieg geben. Syrien konnte sich zunächst nicht zu einer offenen Entschuldigung durchringen. Die Situation blieb angespannt. Am Mittwoch waren im türkischen Akcakale nahe der syrischen Grenze eine Mutter und ihre vier Kinder

von Granaten getötet worden. Wenige Stunden später beschoss die Türkei erstmals Ziele im Bürgerkriegsland Syrien. Bei den Angriffen starben nach Informationen von AlDschasira insgesamt 34 Menschen. Der arabische Sender berief sich auf syrische Quellen. Politiker weltweit mahnten beide Länder zur Besonnenheit. Zwischen Damaskus und Ankara, das sich offen auf die Seite der syrischen Aufständischen stellt, herrscht spätestens seit dem Abschuss eines türkischen Militärjets im Juni Eiszeit. Die Türkei gewährt knapp 100.000 syrischen Flüchtlingen Zuflucht und hat entlang der Grenze massiv aufgerüstet. „Die Türkei hat kein Interesse an einem Krieg mit Syrien“, erklärte Erdogan-Berater Ibrahim Kalin. Seite 19

50 Jahre James Bond Sechs Schauspieler hatten als Agent 007 die „Lizenz zum Töten“ Seite 4

Kommunalwahlen: Freie Liste Eupen-Kettenis

Wahlziel von FLEK heißt ein Mandat plus x Ungebunden und ohne ideologische Zwänge will sich die Freie Liste Eupen-Kettenis (FLEK) am 14. Oktober dem Wählervotum stellen. „Wir gehen davon aus, dass wir ein überzeugendes Angebot haben. Jetzt liegt es in der Hand

des Wählers, dieses Programm zu prüfen“, erklärten Spitzenkandidat Christoph Hennen und sein Mitstreiter Dieter Kuckart am Mittwoch. Im neuen Stadtrat strebt FLEK mindestens ein Mandat an. Seite 10

Befehlsübergabe: Major Bart De Muynck jetzt am Ruder in der Unterstädter Kaserne

Neuer Kommandant am Kmile Eupen Das Königliche Mitlitärinstitut für Leibeserziehung (Kmile) in Eupen hat seit gestern einen neuen Kommandanten. Er heißt Bart de Muynck, stammt aus Ostflandern und ist Major der Luftstreitkräfte. Gleichzeitig galt es für den bisherigen Kommandanten, Arnaud Michaux, nach drei Jahren Abschied zu nehmen. Er übernimmt neue Aufgaben in der Generaldirektion für die Ausbildung der Streitkräfte in Brüssel. Die Befehlsübergabe erfolgte auf dem Kasernenhof im Rahmen eines militärischen Zeremoniells, dem zahlreiche Ehrengäste nicht nur aus den Reihen der Streitkräfte, sondern auch aus vielen Bereichen des öffentlichen Lebens beiwohnten. Strömender

Major Bart De Muynck (rechts) bei der Befehlsübernahme auf dem Kasernenhof in der Unterstadt.

Regen nahm dem Festakt viel von seinem Glanz. Es falle ihm schwer, Abschied zu nehmen, sagte Major Arnaud Michaux und bezeichnete die Zeit in Eupen rückblickend als „ein wunderbares Abenteuer“. „Der Neue“, Major De Muynck, kennt seinen neuen Wirkungskreis durch und durch, denn er hat nicht nur 1993 selbst eine Ausbildung am Kmile absolviert, sondern blieb anschließend auch als Sportoffizier-Ausbilder vor Ort. „Diese Kurse werden euch körperlich viel abverlangen, doch es wird wahrscheinlich eine der schönsten Erfahrungen euerer militärischen Laufbahn sein“, sagte er den Auszubildenden. Seite 9

Fußball

Brügge siegt, Remis für Genk Club Brügge hat am zweiten Gruppenspieltag der Europa League den ersten Sieg gefeiert. Die Brügger setzten sich gestern Abend im Jan-Breydel-Stadion mit 2:0 gegen Maritimo Funchal aus Portugal durch. Die Entscheidung fiel erst nach der Pause, Carlos Bacca traf zum 1:0 (57.), Björn Vleminckx erhöhte auf 2:0 (71.). Der RC Genk kam derweil beim FC Basel zu einem 2:2Unentschieden. Die Gäste führten beim Schweizer Meister nach Treffern von Benjamin De Ceulaer (10.) und Jelle Vossen (38.) schon mit 2:0. Marco Streller sorgte in der Schlussphase mit einem Doppelpack (72./86.) für den Endstand. Seite 27

Kärntner Wirtschaft


Design: Norbert Küpper 02

GrenzEcho: Renewal is a tradition. Since 1945, the newspaper GrenzEcho has about every five years undergone a redesign. In 2012, again a greater content and design revision has been made.

Background: Since summer 2012, the newspaper has two editors-in-chief: Heinz Gensterblum and Lutz Bernhardt. “We don‘t see this relaunch as a finished process. Improving the content and design of the newspaper is an ongoing task in the service of the reader.” says Lutz Bernhardt. Another new feature is “The Page Four”: It reflects the concept to position the most important story of the day on a full page. Heinz Gensterblum: „This story can be told in the form of a report or ​​a long interview.“ Another new feature is that the topics for this page come from all departments of the newspaper.

About the Newspaper: 3 GrenzEcho has a circulation of 11.500 copies. (Wikipedia 2012) 3 The newspaper was founded in 1927 and is published in German language in Eupen, Belgium. 3 The newspaper is published in the Berliner format.

Kärntner Wirtschaft


Design: Norbert K체pper 03

Clarity, elegance and integrity. The last relaunch was in 2001. At that time red was the corporate colour of GrenzEcho. The redesign puts higher emphasis on elegance and respectability. Therefore, a dark blue was chosen as corporate colour and a regular cut for the headline-font. The redesign is characterized by clarity and transparency. This goal was achieved by larger white spaces between stories and an even clearer hierarchy of headline sizes. Typography: For headliens as well as for the bodycopy Thesis Antiqua is used. Thesis Sans is used for captions, leads, tables and fact-boxes. Both type-familiaes have been designed by typedesigner Luc De Groot. Therefore, they are perfectly matched.

Page layout: 3 The front page is always charakterized by a great diversity of topics. There is usually a lead story without picture on the page and a picture story in which the title is integrated on a white background in the image. 3 Compared to the old layout, the headlines on inside pages are significantly enlarged. In this way the hierarchy of topics is even clearer. 3 The pictures are surrounded by more white space. This makes them stand out better from the background. Exemplary pages: The following pages show examples of the GrenzEcho from the first weeks of the new layout. At the end of this publication historic front pages from 1945 to the present are collected. You see: Renewal has a long tradition!

K채rntner Wirtschaft


Design: Norbert K체pper 04

Comparison Old and new layout

K채rntner Wirtschaft


D I E D E U TS C H S P R AC H I G E TAG E S Z E I T U N G I N O ST B E LG I E N

Champions League Genk feiert Abschied mit Heimspiel gegen Bayer 04

Erfolgreiche Premiere Kinderkinofest soll keine

Sport Seite 30

Eifel/Ardennen Seite 17

84. Jahrgang · Nummer 282

D I E D E U TS C H S P R AC H I G E TAG E S Z E I T U N G I N O ST B E LG I E N

D I E D E U TS C H S P R AC H I G E TAG E S Z E I T U N G I N O ST B E LG I E N Elio Di Rupo (PS) ist am Champions League Erbe Ziel:Erfolgreiche Heute wird derD PSIPremiere E D E U TS C H SSchweres P R AC H I G E TAG E S Z E I T U N G I N O ST B E LG I E N D iPräsident e dKinderkinofest e u t svor c hdem s p r aKönig c h isoll g e Tkeine a g e s z e i t u n gNoel i n OGallagher s t b e l g i e n setzte Genk feiert Abschied mit Hinter den Kulissen Ehrgeizige Pläne Selah Sue als neuer PremierminisD E U TS C H S P R AC H I GD E I TAG ES E IC TU I EE NS Z Heimspiel gegen Eintagsfliege bleiben live auch auf Oasis-Klassiker ter vereidigt. AmKartoffel-Lust Montag E DE UZTS HN SG P RI N ACOHST I GBEE LG TAG EITUNG IN O ST BBayer E LG I E04 N Fernsehen Drillinge In der Kostümabteilung des Bütgenbacher will Netzwerk Schafft flämische Soul-S

T

Fußball aktuell einigten sich die Seite künftiEifel/Ardennen 17

händeringend gesucht

Sport Seite 30

Hier und heute Seite 5

Eifel/Ardennen Seite 17

www.grenzecho.net

»Heute: Kohlhaas«

T-Shirts

TV-Magazin für die Alle Drei Kinder wieder gut Chips viel beliebter als Mehrheitspartner Schweres Erbe zu -gen Besuch in den USAJunge den Aachene Durchbr von Stromtankstellen Mechelen Anderlecht Agora-Theater Lüttich Kulturfest Aachener Theaters 84. Jahrgang www.grenzecho.net 1,10bot Euro kommende W0che zu Hause angekommen frische 2:1 Kartoffeln nach zähen VerhandlunNoel Gallagher setzte · Nummer 282 Reportage Seite 19Hertha Eifel/Ardennen Seite 13 Hier und heute Seite 5 Lichter Lampions Stimmungsvolles Afrika gen- auf die Besetzung entwirft Model BSC Schalke 1:2 gelungene Beilage Wirtschaft Seite 23 Aus aller Welt Seite 17 Kleist-Premiere live auchund auf Oasis-Klassiker der neuen Regierung, die beim in Bütgenbach präsentiert Musik SeiteWeihnachtsmarkt 19 85. Jahrgang 5730 Neue www.grenzecho.net Sport286 Seite Eifel/Ardennen Seite2011 16 · 1,10 Euro Reportage Seite 19 Föderalregierung besteht aus 13 Ministern und sechs Staatssekretären 84 Jahrgang·· Nummer Nummer Samstag, 10. Dezember aus 13 Ministern und www.grenzecho.net Sport Seite 30

Champions League Erfolgreiche Premiere Genk feiert Abschied mit Bedarf in der DG gestiegen Kinderkinofest soll keine Heimspiel gegen Bayer 04 Paten- und Pflegefamilien Eintagsfliege bleiben 84. Jahrgang · Nummer 282

1,10 Euro

Neue Föderalregierung besteht aus 13 Ministern und sechs Staatssekretären

Di Rupo wird heute Premier Grenzecho

Freitag, 9. Dezember 2011

e mit t Heut markzin llena g- XXa Ste ite XX VSe-M

DIE

Musik Seite 19 Samstag, 10. Dezember 2011

www.grenzecho.net

rkt enma Stelleiten 38 - 39 S

Dienstag, 6. Dezember 2011

Schweres Erbe Noel Gallagher setzte

Design: Norbert Küpper 05

Dienstag, 6. Dezember 2011 Donnerstag, 8. März 2012auf Oasis-Klassiker Eintagsfliege bleiben live auch

Reportage Seite 21

1,10 Euro Eifel/Ardennen Seite 16

Musik Seite 19

Di Rupo wird heute Premier Apple präsentiert neues iPad

sechs Staatssekretären 84. · Nummer 286 1,10Jahrgang Euro

84. Jahrgang · Nummer 285 www.grenzecho.net Neue Föderalregierung besteht aus 13 Ministern und sechs Staatssekretären

DiWeniger Rupo wird heute Premier Lohn Briten sind mal wieder für Frauen die »Spielverderber«

hoch für den Euro? Di Rupo wird heuteDaumen Premier

Firmenautos neu besteuert

Elio Di Rupo (PS) ist am Ziel: Heute wird der PSPräsident vor dem König als neuer Premierminister vereidigt. Am Montag einigten sichjährlich die künfti700 Millionen Euro Bei den Verhandlungen gen Mehrheitspartner einnehmen. Von den neuen über Sanierungsmaßnahnach zähen VerhandlunMaßnahmen am härtesten bemen zum föderalen gen auf die Besetzung troffen sind vor allem LuxusHaushalt habender sich die Regierung, modelle, die große Limousinen neuen Koalitionsparteien ei- und SUVs. aus auf 13 Ministern und Böse Überraschungen können aber auch Arbeitne neue Besteuerung sechs Staatssekretären nehmer erleben, die sich in bestehen von Firmenautos geei- wird.

www.grenzecho.net

bestehen wird. Belgien imund Vergleich aber noch gutheute da vereidigt Föderalregierung: 13steht Minister sechs Staatssekretäre werden Damit wurde die Regierung im Vergleich zuLondon ihrer aktuellen Euro-Rettung: blockiert beim Brüsseler EU-Gipfel Besetzung um zwei Minister

Fußball-Termine:

Maßnahme der belgischen Föderalregierung

Elio Di Rupo (PS) am Staatssekretär verundisteinen Ziel: Heute wirdschlankt. der PS-Di Rupo I zählt zehn flämische und neun frankoDie sechs führenden deutPräsident vor dem König

Elsenborner turnt durch

schen Wirtschaftsforscher phone Mitglieder. Die Parteien 20 000 Kraniche durch Ostbelgien als neuer Premierminisgehen weiter davonbis aus,Montagabend Zeit, hatten

ter vereidigt. Montag dass die Lage auf dem und StaatssekreBiologe erklärt, inwiefern dersich Am ihre Minister Standard besser Arbeitsmarkt schleppend einigten sich die künftiKlimawandel die Verlegung täre zu6. benennen. Im An- 2011 Dienstag, Dezember verbessern wird. als derBrügge Kranichroutegen in unsere Geschluss begab sich Di Rupo zu Mehrheitspartner gend beeinflussen König Albert, um ihm seine Renach könnte. zähen VerhandlunDie deutschen WirtschaftsThesis Frauen Antiqua B4 verdienen semilight in Bel- steht Belgien in Sachen LohnJetzt sei nur noch mit Nachgierungsmannschaft vorzustelforscher gehen weiter davon und nachhaltige Erzeugung, gen aufgünstige die Besetzung gut da: 2009 züglergruppen zu rechnen. len. Die PS stellt den Premier, aus, dass sich die Lage auf nicht Energieeigengien im Durchschnitt im- gefälle aber noch rons Blockadehaltung hat in Zum wiederholten Mal die dem.Natürliche undder nachschaften, Kreislauf jaMinister fähig und neuen Seite 13Regierung, zwei und mer noch alseinen sei zwischen Männern haltige nun Erzeugung, günkeit sind Merkmale, dieweniger die Großbritannien gespaltene ReMinistern undeiistaus die13 große Lösung Staatssekretär, die MR drei Mi- Frauen ein Lohnunterschied stige Energieeigenschaften, Holzverwendung als Rohstoff ausgelöst. Während Männer. Im Jahr 2010 lag von 8,9 Prozentaktionen nister, die CDH einen Minister verzeichnet Kreislauf sind Merkmale die Staatssekretären und Energieträger begünstinersechs EU-Krise amsindNein die Europakritiker jubeln, werHolzverwendung als Rohgen. Davon dieeinen Forst- und und Staatssekretär, die worden. Im internationalen der Lohnunterschied bei bestehen wird. Standard besser Großbritanniens gescheistoff und Energieträger ja Holzwirtschaft zutiefst überfen die Europabefürworter CaCD&V zwei Minister und zwei

Laut Gerhard Reuter von der Tierschutzorganisation AVES überflogen mehr als 20 000 Kraniche Ostbelgien auf dem Weg in ihre Winterquartiere. Es handelt sich dabei um einen »absoluten Rekord«. Der

den vergangenen Jahren für Damit wurde die Regierung im besonders umweltfreundliche zu ihrer aktuellen Autos entschieden haben. Ein Arbeitnehmer,Vergleich der den Besetzung um zwei Minister Nicht selten erhielten sie unter Dienstwagen privatund nutzt, wirdStaatssekretär einen verdiesen die künftig auf diesen schlankt. so genannDi Rupo I zähltVoraussetzungen zehn für Optionen, und ten geldwerten Vorteil neu beflämische und Möglichkeit neun frankodiese werden jetzt plötzlich steuert. Auf diese Weise will phone Mitglieder. Die Parteien Ostbelgien mit besteuert.  Seite 7 die neue Föderalregierung hatten bis Montagabend Zeit,

nigt.

Haushaltsdebatte im Parlament Damit der DG Vergleich sei dies sehr wenig. begünstigen sind Merkmale, zeugt. die Teilnehmer durchschnittlich 1000 wurde Regierung im Staatssekretäre, während tert. als Den Briten fälltaus. er-Forstmeron vor,(s. das Land zu isolieals die die Brügge? Holzverwendung sowie der Im Vorfeld des Frauentages Vergleichund zuHolzwirtschaft ihrer aktuellen Open VLD und SP.A jeweils Rohstoff und Energieträger. Wissenschaft haben an dieser

Euro Scharfe Reaktionen kaneut die Rolle desbrutto »Spiel-im Monat für Seite 2) fordertenren. die GewerkFrontalangriff gegen Volltagsstelle imZ E I Tschaften, men auchB aus D I E DHeute E U TS C (21.05 Hverderbers« S PUhr) R ACeine HIG E TAG E S U N GdieI N O ST E dem LGEuropaparIEN zu. Abend Lohnunterschielament. Der Privatsektor. empfängt Standard Lüttich de wirksam zu bekämpfen. UmChef der liberalen Politik der Regierung Graf Premierminister (im Bild KapitänDer Jellebritische Van unter einenAlexander Diese Angaben des Wirt- Familie und BerufFraktion, Lambsdorff, meinte sogar: »Es David Cameron hatte sich auf

um zwei Minister Davon sind Forst undBesetzung Holzja hochkarätigen Veranszweinun Minister und einen wirtschaft. altung teilgenommen. Dies entsenden. und einen Staatssekretär verElio Di Rupo war nach einem erneuten Verhandlungsmarathon am Montagmittag sichtlich erleichtert. SeiStaatssekretär ihre Minister und Staatssekredokumentiert schlankt.hohen Di Rupo I auch, zähltwelchen zehn  Seite 6 ne künftige Regierung wird heute vereidigt. täre zu benennen. Im AnStellenwert das Freiburflämischegerund neun frankoschluss begab sich Di Rupoverabschiedet zu Premiere: Winterkolloquium mittler. Budget König Albert, um ihm seine Rephone Mitglieder. Die Parteien Forstwirtschaft hoffe Damme) Hannover 96 zum seitDieJahrzehnten schaftsministeriums wurden Hut zu bringen, arbeiteten viegierungsmannschaft vorzusteldarauf, das ein oder Fehler, die Briten in dem EU-Gipfel in Brüssel einer hatten bis Montagabend Zeit, das Budget für das kommende Bei der am Montagabend belen. Die PS stellt den Premier, Achtelfinal-Hinspiel der Eu- Öko-potential le Frauen auch inwar Teilzeit im Vorfeld des von Holz. DerInternationalen Biologe erklärt, inwiefern derAngaben, Laut Gerhard Reuter von der Haushaltsdebatte ihre Minister und StaatssekreEuropäische Union aufzuÄnderung derFrauentages europäischen zwei Minister und einen Jahr auf die Öffentlichkeit längst gonnenen ja wahrgenomropa League. Die NiederZeitkredit in veröffentlicht, der nähmen oft einendie Staatssekretär, die MR drei Midie überholt Verlegungseien, Tierschutzorganisation AVES Klimawandel täre zu men benennen. Im Anmeinten Pascal im Parlament der DG (PDG), nehmen.«  Seite 21 und von den Kunden Premier Verträge verweigert. Camenister, die CDH einen Minister sachsen hatten im 1/16-FiAnspruch, was sich negativ auf heute begangen wird. David Nach Cameron über den PreisDi auch honoriert der Kranichroute in unsere Ge-(CSP) überflogen mehr die als noch 20 000 schluss begab sich Rupo zu Mit den Stimmen der Mehrheit Arimont und Franziska bis zum kommenden und einen Staatssekretär, die werde. Leider sei es bisher bei nale Club Brügge ausgedie späteren PensionsansprüAngaben der Organisation für (SP, PFF und ProDG) gegen gend beeinflussen könnte.(Ecolo). Kraniche Ostbelgien auf dem dauert, König Albert, um ihm seine ReKritisch hinDonnerstag kam es Franzen CD&V zwei Minister und zwei Haushaltsdebatte im Parlament der DG der Hoffnung geblieben. Die Opposition (CSP, Ecolo Staatssekretäre,die derwährend Seite 29 schaltet.  che auswirke. Auch dies dürfe wirtschaftliche ZusammenarJetzt sei nur noch mit NachWeg in ihre Winterquartiere. gierungsmannschaft vorzustelterfragt wurde auch das Prinnahme undfrühere Heiz-Bahnhofsgebäude und wies die Argumentation gestern Abend zum erwarteten Das Eupener Strafgericht hat Zur Freude nicht nur der ortsansässigen Bevölkerung konnten das aus dem von Jahre Altreifen 1885 stammende Realität sehe anders aus. Mit Vivant) ist gestern Abend Open VLD undund SP.A jeweils zu rechnen. Es 30 handelt sich dabei um ei- züglergruppen len. Die PS stellt den Premier, zip der Verschuldung. Die öl zuSeite verbrennen. der Verteidigung, Sebastian seiMusik Frontalangriff der Opposition am KelInKlaus genau nicht soerhalten bleiben. beit undMontag Entwicklung Seite 5den früheren in(OECD) Sourbrodt für die Nachwelt werden. Meier 90 Tagen, am 10. diesen Feststellung. Sport Seite Eifel/Ardennen Seite 17 19 Dies, so stell- Foto: Parlament zwei Ministerim und einen der DG (PDG) 15. Dezember 2011 entsenden. Seite 13 nen »absoluten Rekord«. Der und Vivant) auf Mehrheitsparteien PFF miser (CSP, SeiEcolo zwei (SP, Minister und einen Umweltschöffen Egide juristisch nicht als Täter zu be- te der Richter fest, sei eindeu- März 2012, ist in Schönberg der Haushalt fürElio dasDikommenRupo war nach einem erneuten Verhandlungsmarathon am Montagmittag sichtlich erleichtert. Staatssekretär  Seite 6 ne künftige Regierung wird heute vereidigt. de Jahr verabschiedet worden. dagegendieSebastian die Politik der DG-Regierung. und ProDG) lobten (CSP) zur Zahlung langen, zurück. Im Februar tig ein Verstoß gegen die wal- Premiere der Passionsspiele, Staatssekretär, MR drei Mi-

20 000 Kraniche durch Laut Gerhard Reuter von der Tierschutzorganisation AVES überflogen mehr als 20 000 Kraniche Ostbelgien auf dem Weg in ihre Winterquartiere. Es handelt sich dabei um einen »absoluten Rekord«. Der

Biologe erklärt, inwiefern der Klimawandel die Verlegung der Kranichroute in unsere Gegend beeinflussen könnte. Jetzt sei nur noch mit Nachzüglergruppen zu rechnen.  Seite 13

MONATSAUSGABE

Frontalangriff gegen Politik der Regierung Bei der am Montagabend begonnenen Haushaltsdebatte im Parlament der DG (PDG), die noch bis zum kommenden Donnerstag dauert, kam es gestern Abend zum erwarteten Frontalangriff der Opposition (CSP, Ecolo und Vivant) auf die Politik der DG-Regierung. Die Mannschaft von Ministerpräsident Karl-Heinz Lambertz (SP) habe sich finanzpolitisch offensichtlich übernommen und setze die falschen Prioritäten, hieß es. Außerdem beruhe

PDG-Disput bei Haushaltsdebatte

Die eigentlich gemäßigte Debatte wurde von einem hand-

Das Wetter bei uns

WECHSELHAFT 6° 3°

84. Jahrgang · Nummer 282

Bel 20 2 117,39 (+1,94%) Euro in $ 1,3442 (-0,0069) Gold ($/oz) 1 744,00 (-3,00) OLO 10Jahre 4,353% (-0,242) Seite 24

LuftakrobatSebastian: aus Elsenborn

5500 Euro Geldstrafe

087/59 13 00 087/74 38 20 info@grenzecho.be www.grenzecho.be 4 9

von Lambertz kostet 1700 € pro Monat

1,10 Euro

die alle fünf Jahre aufgeführt

Erster »Tag des Tierschutzes«

gegenbesteht 5500 Geldstrafe Neue Föderalregierung aus 13Euro Ministern und sechs Staatssekretären Neue Steuer Frontalangriff Nur noch neutrale Tierschutzes« für Umweltschöffen gegen auf Flugtickets? Politik der Regierung

Frontalangriff Politik derSERVICE Regierung Rekordzeichnung

Erster »Tag des

Zigarettenpackungen? Di Rupo wird heute Premier Zum 35. Mal

Prozess wegen Arbeiten in Natura-2000-Gebiet

Stadt gab Preisträger des Wettbewerbs für Hausverschönerungen bekannt

Verlockende Umweltschöffe von Brandbeschleunigern angeordnet Elio DiAls Rupo (PS)»Eupen ist am Einsatz wird Staatsbons Ziel: Heute wird der PS-

In Schönberg VorfreudeHandlich-übersichtlich auf die Präsident vor dem König GE von heute mit Passionsspiele als neuer PremierminisGeel in Kelmis Das Leben Di Rupos Jahreskalender ter vereidigt. Am Montag einigten sich die künftiZwei Derbys Vom »Makkaroni« gen Mehrheitspartner in der 2.C zum Premier nach Schlenter bis 2017zähen VerhandlunSERVICE Zonenchef gen auf die Besetzung Erster »Tag des der neuen Regierung, die Tierschutzes« Das Wetter bei aus uns 13 Ministern und StadtStaatssekretären gab Preisträger des Wettbewerbs für Hausverschönerungen bekannt sechs MORGEN IM GE Rekordzeichnung bestehen wird.

WECHSELHAFT

Schlenter 6° bis 2017 3° Zonenchef

WECHSELHAFT

MONATSAUSGABE

20 000

5 413655 000243

CSP-Frage nach Fahrzeugen der Regierung

heute wieder www.grenzecho.net Dienstwagen

Haushaltsdebatte im Parlament der DG

SERVICE

Grenz-Echo direkt

02

Fußball - 2. Division

Kinderkinofest AS wird fortgesetzt

»umsichtigenister, Finanzpolitik« Umweltbestimmun2008 hatte Sebastian Brandbeschleuniger in seiner lonischen eingesetzt einer Geldstrafe von 5500 die CDH einen Minister Haushalt: Debatte im Parlament derEuDG Strafgericht: Eupen: Defizitdiebei Belgocontrol Australisches Modell könnte Schule machen mit Masmanidis

Die Mannschaft von Minister-

Sebastian: 5500 Euro Geldstrafe schöner« Zum 35. Mal »Eupen wird schöner«

Börse

Telefon: Telefax: E-Mail: website:

Schweres Erbe Erfolgreiche Als UmweltschöffePremiere Einsatz von Brandbeschleunigern angeordnet In Schönberg Vorfreude auf die Noel Gallagher setzte Kinderkinofest keineEuro Geldstrafe Sebastian:soll 5500 Passionsspiele live auch auf Oasis-Klassiker Eintagsfliege bleiben

deutschen Wirtschaftsder Regierung. Ameinen Ziel, Staatssekretär, bis ro verurteilt. präsident Karl-Heinz Lambertz Die und die Mit diesem Straf- Funktion als Umweltschöffe gen. »Wer Dritte benutzt, ist werden. Gleichzeitig ist die das Budget für das kommende Als Umweltschöffe Einsatz von Brandbeschleunigern angeordnet In Schönberg festen Disput überschattet, den weiterCD&V davon zwei Minister Jahr auf Angaben,MORGEN die längst IM GE 2015 gehen einen ausgeglichenen angewie- der eigentliche Täter«, heißt es Pfarre Schönberg-Mackenbach (SP) habe sich finanzpolitisch forscher maß folgte und zwei der Richter dem Gemeindearbeiter sich Ministerpräsident Karlüberholt seien, meinten Pascal aus,Parlamente dass sich die Lage auf Vorfreude aufoffenbar die heftigenübernommen zuvorzulegen, riskant, so Gegenwind - nale LösungsDaumen hoch für den Euro, prallten gegensätzliche Heinz Lambertz (SP) und MiHaushalt wolle Antrag offensichtlich der Staatsanwaltschaft sen, Grünabfälle unter Zuhilfe- im Urteil sinngemäß.  Seite 9 im kommenden Jahr GastgebeStaatssekretäre, Fußball-Zweitligist ASwährend Eupen Arimont (CSP) und Franziska dem.Natürliche und nachder Vorbehalte. Es drohnurdie von falschen Großbritannien und einer Deutschwie dieses Bild es anzeigt, konzepte aufeinander. chael Balter von der Vivantman festhalten, sagte Charles undnicht setze Prioritärin der »Europassion«. Franzen (Ecolo). Kritisch hinOpen VLD und (20 SP.AUhr) jeweils Passionsspiele Erzeugung, günstige kann heute Abend im Der CSP-Parlamentarier Luc erkundigt. Die Fahrzeuge würFraktion lieferten.  Seite anscheinend sogar eine und Frankreich pochten auf Schweden, sondern auch von der tehaltige oder doch Daumen Die land terfragt wurde auch das Prin- Das Eupener Strafgericht nahme runter? von Altreifen und Heizdie6 Argumentation hat und wies Servaty (SP). RedaktiDie deutschenMittlerweile Wirtschaftsfor- laufen die Vornun Energieeigenschaften, Seite 8 und einen ten,EU-Spitze. hieß es. Die Außerdem beruhe zwei Minister erforderliche Än- Spaltung der EU. Bei eine weitreichende Existenzsei der öl europäischen Ein-Dies, Heimspiel gegen Sportkring Frank hat sich im Rahmen ei- den während dreieinhalb Jah- scher zip der Verschuldung. Die am Montag den früheren Kel- der Verteidigung, Sebastian zu verbrennen. so stellIn genau EU-Reform 90 Tagen, am 10. gehenbereitungen weiter davon aus, Kreislauf sind Merkmale die Elio Rupo warDavon nachsind einem erneuten am Montagmittag sichtlich erleichtert. Sei-auf die PassionsStaatssekretär entsenden. dauerten die Beraderung der EU-Verträge sei zu onsschluss und wollen März die Mitgliedstaaten heitswährung stand gestern Vor drei entschied Mehrheitsparteien (SP, Jahren PFF miser Richter fest, sei eindeuzu be- te der Umweltschöffen Egide juristisch nicht als Täter 2012, ist in Schönberg Die wieder führenden Wirtschaftsforund begünstigen. Die führenden WirtschaftsforHolzverwendung Sint-Niklaas ja als Rohbegünstigen. Davon sind dass sich die Lage auf dem. ren geleast.und Der Audi Quattro auf IoannerDi schriftlichen Frage nach Verhandlungsmarathon tungen beim Krisengipfel in langwierig und angesichtsEine der neue einer Haushaltsdisziauf dem Beim sich Daniel Offermann für (CSP)Am unter der Regie von Aldavon Seiteaus, 6 ne und ProDG) lobten dagegen tig einSpiel. Verstoß gegenzudie wal-strikten zurück. ImAbend Februar Sebastian zur Sonntag Zahlung langen, Premiere der Passionsspiele, künftige Regierung zuwird scher heutegehen vereidigt. davon aus, Forst- und Holzwirtschaft zu- Natürliche spiele in Eupen Steuer aufMasmanidis Tickets scher gehen weiter ForstHolzwirtschaft und nachhaltige stoff und Energieträger ja A8 von Ministerpräsident nis zurückgreifen. den und Kosten der Fahrzeuge derdieweiter 27 noch an.  Seite nötigen Ratifizierung durch natio- Brüssel plin zwingen.die Doch bekamen in Brüssel Lehrgang in Luftakdie »umsichtigeeinen Finanzpolitik« Umweltbestimmunin seiner lonischen einer Geldstrafe von 5500 Eu- 2008 hatte SebastianEU-Krisengipfel alle sie fünf Jahre aufgeführt VelzEnergie(Mürringen) auf voldass sich die Lage auf dem der tiefst Welt überzeugt. Teilnehmer dass sich Lage auf Europa dem tiefst überzeugt. Teilnehmer Erzeugung,fons günstige begünstigen sind Merkmale, teugesetzlich verpflichtet. könnte Fliegen in Zukunft Als erstes Land hat der Regierung.robatik Am Ziel, bis ro und verurteilt. im ZirkusAr- Mit diesem Straf- Funktion als Umweltschöffe gen. »Wer Dritte benutzt, ist werden. Gleichzeitig ist die (SP) eigenschaften, DerSeitebisher erfolgreichste AS- aus Regierung der Deutschsprachi12 Natürliche und nachhaltige der Forst- ja Holzwirtschaft Natürliche undKarl-Heinz nachhaltige ausLambertz Kreislauffädie die Holzverwend. der Forst- ja Holzwirtschaft len Touren.  Seite 15 2015 einen tistikzentrum ausgeglichenenKöln. angewie- der eigentliche Täter«, heißt es Pfarre Schönberg-Mackenbach maßInzwifolgte der Richter dem Gemeindearbeiter soll diesem Beispiel folgen. rer machen. Hintergrund ist Australien neutrale ZigarettenErzeugung, günstige ja Energie sowie der Wissenschaft haben Erzeugung, günstige ja Energie higkeit sind Merkmale die sowie der Wissenschaft haben gen Gemeinschaft, des Minis- schlage mit knapp 1700 Euro Haushalt vorzulegen, Antrag Elder Staatsanwaltschaft sen, Grünabfälle unter Zuhilfe- im Urteil sinngemäß.  Seite im kommenden Jahr Gastgebe-be- das Budget für das kommendeTorschütze hat seine Rotsperre Bei9 der am Montagabend schen hatwolle der gebürtige eigenschaften, ja KreislauffädieserLogos, ja hochkarätigen. eigenschaften, ja Kreislauffä- an dieser ja hochkarätigen. Holzverwendung als Rohstoff Dies Gesundheitsorgaaber nicht eine neue Abgabe, packungen - freian von man festhalten,senborner, sagte Charles rin der »Europassion«. Das Wetter bei uns der in Bütgenmonatlich zu teilte die und Energieträger ja begünSpielen abgesessen teriums der DG undfordern der Jahr auf Angaben, die längstvon drei higkeit gonnenen Haushaltsdebatte Vor dem Eupener Strafgericht Bei der Polizeizone Weser-Göhl Polizei: sind Merkmale. Nun Veransaltung teilgehigkeitEinsind Merkmale. NunBuche, ja teilgeServaty (SP). bach einen Seite 8Natur- und Mittlerweile laufen die Vor Seite 6 Veransaltung um die LöcherPascal im Haushalt dafür aber mitalsSchockbildern - ja nisationen. Die vor kurzem gegründete Die die Holzverwendung nommen ja dokumentiert welDie die Holzverwendung als nommen ja dokumentiert CSP mit.  Seite wel6 stigen sind Merkmale, die die und rücktdes wieder in die Mannrichtungen öffentlichen Rechts meinten im Parlament der DG (PDG), überholt seien, Stadtaus gab Preisträger des Wettbewerbs Kräuterladen betreibt, VoG Tierfreunde präsentiert für Hausverschönerungen bekannt bereitungen auf die PassionsRohstoff und Energieträger chen hohen Stellenwert das Rohstoff und Energieträger chen hohen Stellenwert das Holzverwendung als Rohstoff Föderalstaates zu stopfen. spielebis unter der Regie von AlArimont (CSP) und Franziska die noch zum kommenden schaft. Dafür muss der Spitseinem Hobby ein zweites sich mit dem Tag des Tierbegünstigen nun sind Merk- Freiburger ja Winterkolloqui- begünstigen nun sind Merk- Freiburger ja Winterkolloqui- und Energieträger. Davon nun fons Velz (Mürringen) auf vol- es Franzen (Ecolo). Zwischen dem 24. November Vielmehr könnten die EinkünfRekordzeichnung Kritisch hinDonnerstag dauert,  Seite kam berufliches Standbein geschutzes am Sonntag zum erszenreiter der 2. dieDivision am um mittler Forst wirtschaft ja male, die die Holzverwendung. um mittler Forst wirtschaft ja sind Forst- und Holzwirtschaft male, die Holzverwendung. len Touren. 15 und 2. PrinDezember rund macht. ten Mal der breiten Öffentlichte der belgischen Flugsicheauch das nahme von Altreifen gestern Abend zum erwarteten terfragt wurde Das haben Eupener Strafgericht hat und Seite 5 Rohstoff und Seite 5 zutiefst. Teilnehmer aus der Rohstoff und Hinrunde Energieträger hoffe. wies die Argumentation Energieträger hoffe.und Heizletzten Spieltag Verlockende keit. Gemeinsam mit anderen 270 000Belgocontrol Belgier Staatsbons imder Am Wochenende wurde die Sebastian sei öl zu verbrennen. Dies, so stell- In genau ForstHolzwirtschaft soVerschuldung. Die Frontalangriff der Opposition zip der rungsbehörde Montag den früheren Kel- der Verteidigung, 90und Tagen, am 10. zuaufam300 die gesperrten Valentin Vereinigungen liefern sie auf 2500 Euro Geldstrafe und eine verbotene Arbeiten durchgewie der Wissenschaft haben an Staatsbons Werte 000 Preisträger Wettbewerbs Handlich-übersichtlich (SP, von PFF5 729 nicht als Täter zu be- te der Richter fest, sei eindeu- März 2012, Ecolo auf Mehrheitsparteien miser Umweltschöffen Egidedesjuristisch ist in Schönberg gute kommen.  Seite 3 Euro der zweiten Etage des Eupen mit einem Strafaufschub verse- führt(CSP, haben soll. Dabeiund geht Vivant) es dieser ja hochkarätigen nun Goffin und Amick Ciani ver- schöner« gezeichnet. Dieser Erfolg be- zur Der Jahreskalender 2012 des »Eupen wird bekannt und ProDG) lobten dagegen Verstoß gegen die wal- PremiereVeransaltung. zurück. Im Februar tig ein die Politik der DG-Regierung. Sebastian (CSP) Zahlung der Passionsspiele, Plaza interessante Informatiovorrangig um einen 120 Meter hene Haftstrafe droht einem Wettbewerb: Stadt gibtlangen, Preisträger für Hausverschönerung bekannt Zwischen dem 24. November Seite 5 GE von heute mit SERVICE 5500 SeiteEu31 weist, dasszichten. private Anleger von Grenz-Echos, gegeben. Zum 2008 35. hatte Mal präund 2. Dezember haben rund nen rund um das Thema Tier- Ehepaar aus der Eifel, weil es langen und vier Meter breiten Im Rahmen die der »umsichtige Sitzung des Finanzpolitik« Sebastian in seiner lonischen Umweltbestimmun- die alle fünf Jahre Die Mannschaft von Ministereiner Geldstrafe aufgeführtder sich bei vie270 000 Belgier Staatsbons im Am Wochenende wurde die Jahreskalender schutz.  Seite 10 in einem Natura-2000-Gebiet Weg.präsident  Seite 14 Börse nach wie bis vor leicht mit belgilen Lesern großer Beliebtheit miertenStrafdie StadtverantwortliPolizeirats am Mittwochabend der Regierung. Am Ziel, Funktion als Umweltschöffe gen. »Wer Dritte benutzt, ist werden. Eupen: Karl-Heinz Lambertz ro verurteilt. Mit diesem Gleichzeitig ist die Werte von 5 729 300Wetter 000 Euro des Wettbewerbs Das bei Preisträger uns gegeben schen Staatsanleihen gelockt erfreut, weil er sehr handlich chen im dem Business Club der AS Belist20offiziell 2bekannt 117,39 (+1,94%) einen Gemeindearbeiter angewie- der eigentliche Täter«, heißt es Pfarre Schönberg-Mackenbach (SP) Der habe sich finanzpolitisch maß folgte der Richter gezeichnet. Dieser Erfolg be- »Eupen wird schöner« bekannt Jahreskalender 2012 des dass2015 worden, das Mandat von ausgeglichenen werden können. Wer die und übersichtlich ist, liegt der Eupen die üppigste BegrüEuro in $ 1,3442 (-0,0069) weist, dass privateERST Anleger gegeben. Zum 35. Mal präGrenz-Echos, der sich bei vieim Urteil Wer sinngemäß. versteckt sich In der 3. Division empfängt Seite wirklich 9 im kommenden Jahr GastgebeHaushalt wolle Antrag der Staatsanwaltschaft sen, Grünabfälle unterBZuhilfeoffensichtlich übernommen Harald Schlenter als Chef vorzulegen, der REGEN nach wie vor leicht mit belgi- mierten die Stadtverantwortlilen Lesern großer Beliebtheit jüngste Emission versäumt hat, nung, heutigen Ausgabe Ihrer Tagesden schönsten FassadenGold ($/oz) 1 744,00 (-3,00) Die deutschen Wirtschaftsfordokumentiert welchen hohen Polizeizone Weser-Göhl um man festhalten, sagte Charles und setze die falschen Prioritäder »Europassion«. der die Union Kelmis am Sonntag- hinter diesem Mann mit rin schen Staatsanleihen gelockt chen im Business Club der AS erfreut, weil er sehr OLO handlich Die deutschen Wirtschaftsscher gehen anstrich weiter davon aus, die Stellenwert Freiburger. kann zu jeder Zeit Staatsoblizeitung sowie beste das Fassa10Jahre 4,353% fünf Jahre verlängert worden Servaty (-0,242) (SP).  Seite 8 ten, hieß es. Außerdem beruhe Mittlerweile laufen diebei. Vorwerden können. Wer die 6° Eupen die üppigste Begrüund übersichtlich ist, liegt der den ForstTabellenzehn- roten Fliege? Die Antwort auf forscher gehenkaufen. weiter davon  dass Lage auf dem. nachmittag Winterkolloquium An der Spitze der Polizeizogationen Seitesich 5 diedenrestaurierung. Seite 24 jüngste Emission versäumt hat, nung, den schönsten Fassadenheutigen Ausgabe Ihrerist. Tagesauf dieWirtschaftsforPassionsaus, dass sich die Lage auf Natürliche und nachhaltige wirtschaft hoffe seit Jahrdiese Frage gibt ein Buchbereitungen mit Die deutschen tender Geel-Meerhout. ne ist also Kontinuität angekann zu jeder Zeit Staatsobli- -1° anstrich sowie die beste Fassazeitung bei. Ein Wettbewerb, 35 Jahscher gehen weiter davon aus, dem.Natürliche und nachErzeugung, günstige Energie- zehnten darauf, dass das Ökoder Regie von Alsagt, denn der Polizeihauptgationen kaufen.  Seite 5 denrestaurierung. Une unter Inbei der 2. Provinzklasse C ste- dem Titel »Elio Di Rupo. spiele Grenz-Echo direkt re Kreislauffähigalt ist, wirft auch Schöffe sich die Lage auf auf voldem. haltige Erzeugung, günstige eigenschaften, potential ja Holz. Der Öffentkommissar steht seit Grünfons Velzdass (Mürringen) Ein Wettbewerb, der 35 Jahhen am Sonntag gleich zwei vie, une vision«. Natürliche und nachhaltige nun Energieeigenschaften, keit sind Merkmale Holz- die lichkeit jaauf: wahrgenommen Martindie Orban Frage Ist Telefon: 087/59 00 dung der Zone im Jahre 13 2002 re alt ist, wirft auch bei Schöffe len Touren.  Seite 15 MORGEN IM GE Erzeugung, günstige EnergieKreislauf fähigkeit sindwurde verwendung als Rohstoff mittlerweile und von den Kunden überempfängt den Damit die Regierung im und Börse in oberster Verantwortung. Eupen nicht Martin Orban die Frage auf: Ist Telefax: 087/74 38 20 Es erzählt in fast zehn Inter- eigenschaften, Derbys an: Amel das KreislauffäMerkmale die Holzverwenja begünstigen Preis auch honoriert werde. Eupen nicht  Seite 11 Harald Schlenter Bel 20 2 044,20 (-1,94%)mittlerweile Vergleich Energieträger zu ihrer aktuellen schön genug? gibt alle E-Mail: info@grenzecho.be views, die der »Libre«-Journa- higkeit sind Merkmale die auswärtsschwache dung ja als Rohstoff und sind Merkmale, die die Holz- EsLeider sei esJahre bisher bei der Walhorn, 40 Seiten Das Wetter bei uns schön genug? Es gibt alle Jahre Euro in $ 1,3377 (-0,1269) wieder eine Steigerung, muss website: www.grenzecho.be Besetzung verwendung um zwei Minister Energieträger ja begünstigen als Rohstoff und Hoffnung geblieben. wieder eine Steigerung, muss und der wieder erstarkte FC list Francis Van de Woestyne Holzverwendung als Rohstoff Gold ($/oz) 1 715,00 (-20,50) AS-Journal und Energieträger ja unterstützt begünsind Merk male HolzverwenEnergieträger. Dieallem Realitättrage nun ganz anders er feststellen. Vor er feststellen. Vor allem trage den noch schnelleren dem das mens Apple hat die dritte Generatiund einen Staatssekretär verOLO 10Jahre 4,499% (+0,067) Balter im GE-Interview: »DG Eupen hatFeststellungen den Honsfelder SV führte, die Geschichte eines stigen sind Merkmale, die die dunghat unddas eine Geld weiterenicht« Zeile, Davon sinddie Forst-private und Holz- Stadtverschöneaus. Mit diesen die Seite private StadtverschöneUnmittelbar vor Abschluss Unmittelbar vor Abschluss 22 4 9 24. Datenfunk-Standard LTE. Das auf einer bestim on seines iPad-Tablets vorgeDi Rupozutiefst I zählt zehn leitete Seite 12 Holzverwendung als Rohstoff um das Ziel zu. schlankt. wirtschaft überzeugt. der Leiter des Instituts Zwischen dem November rung zu einem individuellen der Hinrunde in der 2. DiEinwandererkindes, das in zu Gast. rung zu einem der Hinrunde in der Di-Millionen Pixel nung keine Bild Bild Eupens bei. Auch die städvision veröffentlicht das Energieträger. sind iPad aus der frankoForstund fürindividuellen Forstbenutzung Forstliche. neue hat2.3,1 stellt. DasaufGerät und bekommt u.a.Davon und neun und 2. Dezember haben rundflämische Teilnehmer Grenz-Echo direkt In der 3. Provinzklasse D ärmlichen Verhältnissen Bild Eupens bei.Arbeitswissenschaft Auch die städveröffentlicht das tischen VerschönerungsprojekGrenz-Echo als kostenlose Forst- und vision Holzwirtschaft Holzwirtschaft sowie der Wisdas traTelefon: 087/59 13 00 270 000 Belgier Staatsbons imphone Am Wochenende wurde dieja ditionelle erkennen kann. auf dem Bildschirm. schon Seit verbesserten BildBel 20 2 239,96 (+1,36%) Mitglieder. Die Parteien te seien langfristig auf Bürgergeworden. drei Jahren Im Alter von 42 Jahren hat der beinWie Beilage das 40-seitige ASins höchste gastiertWinterseminar Goé bei Absteiger Büt- wuchs und es biseinen zutiefst. Teilnehmer aus der senschaft haben an dieser nun tischen VerschönerungsprojekGrenz-Echo als kostenlose Telefax:2011 087/74 38 20 angewiesen, so Or- Die Preisverleihung fand im Business Club der AS-Eupen statt (Bild beteiligung Journal. Werte von 5Euro 729 in 300 Eurohatten Preisträger des Wettbewerbs 8. Dezember Forstund Holzwirtschaft so- 40-seitige hochkarätigen nun Veransalder forstwirtschaftlichen FaZur Freude nicht nur der ortsansässigen Bevölkerung beiin2048 beim iPhone, spricht Apple (im liegtder schirm, einen viel schnelleren $ 000 1,3120 (-0,0033) bis Montagabend Zeit, trainiert Offermann, Büt- z gebürtige Elsenborner Daniel politische Amt unseres Landes genbach, während FC Eupen B te seien langfristig auf BürgerBeilage das ASE-Mail: info@grenzecho.be ban.  Seite 10 unten). Das Foto oben zeigt den zweitschönsten Fassadenanstrich. Seite 5 wie Wissenschaft.2012Seite tung teilgenommen. Dies nun kultät Universität. konnten das aus dem Jahre 1885. Dieser Erfolg be-ihre wird schöner« bekannt Der Jahreskalender des5Marketing-Chef mehr Phil Schiller) kann Video Gold ($/oz) 677,50 (+8,50) Biologe inwiefern der1Dezember Laut Gerhard Reuter von der Minister und Staatssekrelige Sanatorium aus»Eupen KostenVorsitzende website: www.grenzecho.be 5 Der 413 6 5 5 0gezeichnet. 0erklärt, 0 2der 4 3 VivantPreisverleihung fand im Business der AS-Eupen statt (Bild in voller beteiligung angewiesen, so Or- Die Journal. einen deutlich Naturkostladen Offermann sichBild dazu entschie- genbach geschafft hat: Club VomProzessor, »Makkarodas Kellerduell in Gemmenich 8. 2011

Zum 35. Mal »Eupen wird schöner«

SERVICE

20 000 Kraniche durch Ostbelgien

Champions League Genk feiert Abschied mit Heimspiel gegen Bayer 04

4 9

5 413655 000540

6° Kraniche 3°

Zum 35. Mal MONATS»Eupen wird AUSGABE MONATSschöner« 15. Dezember 2011

Verlockende Staatsbons

40 Seiten

AS-Journal Handlich-übersichtlich

GE von heute mit Jahreskalender

Vivant: PDG-Umzug ins Börse AUSGABE durch Ostbelgien Sanatorium stoppen

weist, dass private gegeben. Zum 35. Grenz-Echos, der sich beivon vie-einem »Retina Display«, bei HD-Fernseher. gründen gestoppt wird. »Ich SERVICE Fraktion im Parlament der DG, ban.Mal  Seite 10 unten). Das32-33 Foto obenni« zeigt denPremier. zweitschönsten HD-Auflösung undKurs OLO 10JahreAnleger 3,470% (-0,038) Klimawandel die Verlegung Tierschutzorganisation AVESMichael täre zu benennen. Im präAn- bestreitet. zum  Seiten Fassadenanstrich. Seite 10 aufnehmen einen in Luftakroba- betreibt, regelmäßig im ZirkusBörse denke,mit dass die Vernunft es die StadtverantwortliBalter, hatwie am vor Don- leicht nach belgimierten len Lesernden, großer Beliebtheit Sozialer Wohnraum im alten Bahnhof von Sourbrodt Seite 24 Business derinKranichroute in unsere Geüberflogen mehr als 20 000nerstag schluss begab sich Di Rupo zuDie Internetredakteure des BIB. tik zu belegen. Inzwischen ist und Artistikzentrum Köln (ZAK). verbietet, jetzt solch ein Proeinem Grenz-EchoImmer aktuell: schen Staatsanleihen gelockt chen im Club der AS erfreut, weil er sehr handlich Bel 20 2 117,39 (+1,94%) erhalten Ostbelgien werden. Beideauf Ge- dem Zur Freude nicht nur der orts- gebäude in Sourbrodt (Foto), das durchzuführen«, sagte Interview gefordert, jekt gend erneut beeinflussen könnte. Kraniche Albert, um ihmS. seine Notdienste siehe 29 Reaus demist,Hobby so etwas wie Immer häufiger wird er mit seikönnen. dieKönig Eupen und übersichtlich liegt der Euro innunmehr $ 1,3442 Platz (-0,0069) ansässigen Bevölkerung konn- durch seine preußische Architek- bäude bieten BalterWer dem Grenz-Echo, »die die üppigste Begrüdass der aufwerden 16,65 Millionen Grenz-Echo direkt Jetzt sei nur noch NachWegfürininsgesamt ihre Winterquartiere. gierungsmannschaft ein zweites Stand- ner artistischen Nummer am jüngste Emission versäumt nung, den schönsten vorzustelFassadenheutigen Ausgabe Ihrerberufliches TagesGold ($/oz) 744,00 Euro (-3,00) zehn 1 Sozialten das aus dem Jahre 1885 tur besticht, und auch das alte DG hat ganz hat, einfach das Geld veranschlagte Umzug des mit Telefon: 087/59 13Wetter 00 Das bei uns züglergruppen rechnen. Es handelt sich dabei um len. Die PSsowie stellt Premier, wohnungen.  Seite 17 eistammende frühere Bahnhofs- Bahnwärterhaus für die Nachwelt nicht.StaatsobliNoch wäre ein UmdenGemeinschaftsparlaments vom kann zu zu jeder Zeit anstrich dieden beste FassazeitungRat bei. stimmt Umstrukturierung der Stadionfinanzi OLO 10Jahre 4,353% (-0,242) Aachener ken möglich.«  Seite 2 Eupener ins ehemagationen kaufen. 13Seite087/74 5zwei denrestaurierung.  Seite Telefax: 38Minister 20 Seite 24 Kaperberg nen »absoluten Rekord«. Der und einen WECHSELHAFT Ein Wettbewerb, der drei 35waren JahGestern E-Mail: info@grenzecho.be Staatssekretär, die MR Mi- bei »Journa- men: Gewerkschaften droGrenz-Echo direkt re altdie ist, wirft Schöffe list bei für einen Tag« Schüler hen mit neuem Lehrerstreik, website: www.grenzecho.be nister, CDHauch einen Minister MORGEN IM GE Große Steigerung Finanzschöffe Orban sc Martin Orban die5° FrageBischöflichen auf: die Ist Telefon: 087/59 13 00 vom Institut Feierkult und Alkoholkonund einen Staatssekretär, Eupen mittlerweile nicht an der Reihe. sum in der DG und die geTelefax: 087/74 38 20 aus Büllingen Aufatmen bei dem um die Erwachsene Li- nanzierung zu. Die jährliche ganz wichtiges CD&V undJahre zwei 1genug? 0 Minister Haushaltsdebatte im Parlament der DG Auch 40 Seiten schönzwei Es0° gibt alle E-Mail: info@grenzecho.be Sie waren als Radio-, Fern- plante Rentenreform. Heute zenz bangenden Fußball- Finanzlast für die Alemannia dem Verein w Staatssekretäre, während wieder eine Steigerung, muss website: www.grenzecho.be AS-Journal damit, Betriebskosten Votum des Rat seh-, InternetZweitligisten Alemannia Open VLD undVor SP.A jeweils leidenAa-ansinkt Masern er feststellen. allem trage und Zeitungs- sind die Schüler der PDS aus und Parkhausmiete nicht ein- kunftsperspekt redakteure unterwegs. Die Eupen bei »Journalist für eichen: Der Rat der Stadt zwei MinisterStadtverschöneund einen die private Unmittelbar vor AaAbschluss 4 9 Börse Tag« zu erneuten Gast. Zeitungsredaktion befasste chen stimmte am Als MittwochErwachsener ist man von eirung zu einem individuellen Hinrunde in sichtlich der 2. gerechnet, Di-erleichtert. Elio Di Rupo warnen nach einem Verhandlungsmarathon amder Montagmittag Sei- rund 4,3 auf sagte der Auf Staatssekretär entsenden.

BIB-Schüler als Reporter

Stadt willnew Alemannia GrenzEcho · Comparison Kärntner old and Wirtschaft layout rette

FrontalangriffMONATSgegen


Design: Norbert Küpper 06 Freitag, 24. Februar 2012 Donnerstag, 8. März 2012

Grenzecho Freitag, 24. Februar 2012 24. Februar 2012 Freitag,

Freitag, 9. Dezember 2011

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D I E D E U TS C H S P R AC H I GDEI E TAG S ZTS E IC TH UN G RI AC N OHST I EENS Z E I T U N G I N O ST B E LG I E N D EEU SP I GBEE LG TAG

Bedarf in der DG gestiegen Lüttich Bedarf in der DG gestiegen Paten- und Pflegefamilien Lichter und Lampions Paten- und Pflegefamilien händeringend gesucht beim Weihnachtsmarkt

händeringend gesucht

Hier und heute Seite 5

84. Jahrgang · Nummer 285

Hier und heute Seite 5

Reportage Seite 21

www.grenzecho.net

84. Jahrgang · Nummer 285 Maßnahme der belgischen Föderalregierung

Ein Arbeitnehmer, der den Dienstwagen privat nutzt, wird künftig auf diesen so genannten geldwerten Vorteil neu besteuert. Auf diese Weise will die neue Föderalregierung

künftig auf diesen so genannten geldwerten Vorteil neu be-

steuert. Auf diese Weise will Budget verabschiedet die

MONATSAUSGABE 15. Dezember 2011

MORGEN IM GE

Luftakrobat aus Elsenborn Vor drei Jahren entschied sich Daniel Offermann für einen Lehrgang in Luftakrobatik im Zirkus- und Artistikzentrum Köln. Inzwischen hat der gebürtige Elsenborner, der in Bütgenbach einen Natur- und Kräuterladen betreibt, aus seinem Hobby ein zweites berufliches Standbein gemacht.

Das Wetter bei uns

ERST REGEN 6° -1°

Bel 20 2 044,20 (-1,94%) Euro in $ 1,3377 (-0,1269) Gold ($/oz) 1 715,00 (-20,50) OLO 10Jahre 4,499% (+0,067) Seite 22

Grenz-Echo direkt 087/59 13 00 087/74 38 20 info@grenzecho.be www.grenzecho.be 4 9

5 413655 000540

Föderalregierung

Lüttich Lichter und Lampions

in Bütgenbach präsentiert beim Weihnachtsmarkt Wildfütterung ab Oktober iniPad der Apple präsentiert neues Daumen hoch für den Euro? Reportage Seite 21 Eifel/Ardennen Seite 16

rungen nach. In Arztder UndercoIn verschiedenen Arzt- In verschiedenen rungen nach. In der Underco84. Jahrgang · Nummer 285 ver-TV-Reportage waren Ärzte ver-TV-Reportage waren Ärzte praxen in Brüssel erhältpraxen in Brüssel erhält in Brüsseler Gemeinden aufgein Brüsseler Gemeinden aufgeman gegen Zahlung vonmansucht gegen Zahlung worden, derenvon Namen sucht in worden, deren Namen in Die sechs führenden deutfünf Euro ein Attest, ob-fünfverschiedenen Euro ein Attest, ob- kurSchulen verschiedenen Schulen kurMaßnahme der belgischen Föderalregierung schon man gar nicht schon schen Wirtschaftsforscher sierten. Esgar ging dabei um offiman nicht sierten. Es ging dabei um offiziellist. anerkannte Mediziner, die ziell anerkannte Mediziner, die krank ist. Dieser Schwinkrank Dieser Schwingehen weiter davon aus, mit einer Nummer des Landesmit einer Nummer des Landesdel mit Krankschreibun-del mit dass Krankschreibunsich die Lage demfür Krankeninstitutes für Krankenund auf Ininstitutes und Ingen wurde in einer Rejährlich 700 Euro gen validenversicherung wurde inMillionen einer Re-schleppend Bei den Verhandlungen Standard besser (Likiv) Arbeitsmarkt validenversicherung (Likiv) portage des Fernsehseneinnehmen. den Vonseiten neuenausgestattet sind. Vonseiten portage desVon Fernsehsenausgestattet sind. über Sanierungsmaßnahverbessern wird. steht Belgien in Sachen LohnFrauen verdienen in Belals der Ärzteschaft bedauerte dersBrügge RTBF aufgedeckt. Maßnahmen am härtesten berungen derArztÄrzteschaft bedauerte nach. In der Undercoders aufgedeckt. InRTBF verschiedenen men zum föderalen Ethik Durchschnitt in diesen gefälle aber noch gut da: 2009 man, dass die Ethik in diesen troffenman, sinddass vordieallem Luxusgien im-ver-TV-Reportage waren Ärzte Fällen mit Füßen getreten Gesundheitsministerin Lauretpraxen inim Brüssel erhält Fällen mit Füßen getretensei wor- zwischen Männern und Gesundheitsministerin LauretHaushaltDie haben sich die deutschen WirtschaftsThesis Antiqua B3worlight Nagroße Limousinen den sei. Allerdings handele es sei. Allerdings te Onkelinkx (PS) zeigtemodelle, sich in Brüsseler Gemeinden aufgeden es te Onkelinkx (PS) und zeigte sich mer noch weniger als handele forscher gehen weiter nachhaltige ErKoalitionsparteien auf ei- davon und Böse ÜberraschunFrauen ein Lohnunterschied man gegen Zahlung von sich türliche dabei um Ausnahmen. am Donnerstag entrüstet darüsich dabei um Ausnahmen. Die amSUVs. Donnerstag entrüstet darü- Die worden, deren Namen in aus, dasshat sich die angekünLagegen auf zeugung, günstige EnergieeiIm Jahr 2010 lagsucht aber auch Arbeitüberwiegende Mehrheit der ber und bereits ne neue Besteuerung überwiegende Mehrheit der Millionen berkönnen und hatMänner. bereits angekünjährlich 700 Euro verzeichnet von 8,9 Prozent Bei den Verhandlungen fünf Euro ein Attest, obpraktiziere bestem digt, verstärkt gegen dem.Natürliche und diesen nachgenschaften, Kreislauf ja fähig verschiedenen kurnehmer erleben, dienach sich inÄrzte praktiziereeinnehmen. nach bestem Von den neuen digt,Ärzte verstärkt gegen diesen von Firmenautos geeider bei über SanierungsmaßnahIm Schulen internationalen Gewissen undLohnunterschied führe eine sehr Sozialbetrug kämpfengünstige zu den wolGewissen eine worden. sehr am Sozialbetrug zugar wol-für haltige Erzeugung, keit kämpfen sind Merkmale, die dieund führe vergangenen Jahren Maßnahmen härtesten beschon man nicht sierten. Es ging dabei um offiArbeit hieß len. Sie dachte dabei auch men zumdurch, föderalen nigt. Vergleich dies sehr wenig. gründliche Arbeit durch,sind hießvor allemsei len. gründliche Sie Holzverwendung dachte dabei auch durchschnittlich 1000 Energieeigenschaften, nun als Rohstoff troffen Luxusbesonders umweltfreundliche es. über mögliche GesetzesändeziellIm anerkannte die(s. es. überkrank Gesetzesändeist. Dieser SchwinHaushalt haben sich die modelle, Vorfeld desMediziner, Frauentages große Limousinen Kreislauffähigkeit ja mögliche und Energieträger begünstiAutos entschieden haben. Ein Arbeitnehmer, der densind Euro brutto im Monat fürSUVs. einer Nummer des Koalitionsparteien Böse2) ÜberraschunMerkmale die wird Holzverwengen. Davon sind Forst-auf undei- und mit Nicht del selten erhielten sie die unter Dienstwagen privat nutzt, Seite forderten dieLandesGewerkmit Krankschreibuneine Volltagsstelle können aber für auchKrankenArbeitne neue Besteuerung 12FUSSBALL-AKTUELL dung als. Holzwirtschaft zutiefst über- im gen institutes und InMeinungsumfrage diesen Voraussetzungen die Meinungsumfrage künftig auf diesen so genannFUSSBALL-AKTUELL Heute Abend (21.05Seite Uhr) schaften, die Lohnunterschieerleben, die sich in gen wurde in einer Re- nehmer zeugt. Teilnehmer aus. geeiForstvonOptionen, Firmenautos Möglichkeit für und ten geldwerten Vorteil neu be- Lüttich Privatsektor. (Likiv) empfängt Standard de wirksam zu für bekämpfen. Um den validenversicherung vergangenen Jahren Atom: Belgier Atom: Belgier und Holzwirtschaft sowie der werden jetzt plötzlich steuert. Auf diese Weise will dieseEuropa-League, nigt. portage des FernsehsenEuropa-League, ausgestattet sind. Vonseiten besonders umweltfreundliche (im Bild Kapitän Jelle Van Familie und Beruf unter einen Diese Angaben des WirtWissenschafthaben an unentschlossen dieser mit besteuert. 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Wallonie verbo

1,10 Euro

Firmenautos neu besteuert

jährlich 700 Millionen Euro einnehmen. Von den neuen Maßnahmen am härtesten betroffen sind vor allem Luxusmodelle, große Limousinen und SUVs. Böse Überraschungen können aber auch Arbeitnehmer erleben, die sich in den vergangenen Jahren für besonders umweltfreundliche Autos entschieden haben. Nicht selten erhielten sie unter diesen Voraussetzungen die Möglichkeit für Optionen, und diese werden jetzt plötzlich mit besteuert.  Seite 7

Standard besser als Brügge?

bedauerte ders RTBF aufgedeckt. Damme) Hannover zu bringen, arbeiteten viewurdender HutÄrzteschaft ja schaftsministeriums hochkarätigen nun nutzt, VeransStandard - Krakau 960:0zum Standard -Dienstwagen Krakau 0:0 privat wird Nicht selten erhielten sie unter (Hinspiel:der 1:1) Eu- Wenn es (Hinspiel: um Kernenergie man, dass die Ethik in diesen Achtelfinal-Hinspiel leimFrauen auch in Teilzeit oder im Vorfeld des im Internationalen altung teilgenommen. Dies Wenn es um Kernenergie diesen Voraussetzungen die künftig auf1:1) diesen so genann»Das europäische 0:1 Anderlecht eigenen Land geht,0:1 sind die - Alkmaar eigenen Land sindnähmen diefür dokumentiert auch, welchen ropa Anderlecht League.- Alkmaar Die Niederoft einen Zeitkredit Frauentages veröffentlicht, derFällen Möglichkeit Optionen, und ten geldwerten Vorteil neu be- geht, mit Füßen getreten wor- in Gesundheitsministerin LauretBudget Belgierverabschiedet durchaus kritisch ein(Hinspiel: 0:1) das Belgier durchaus kritisch einWappentier(Hinspiel: ist der0:1) Stier hohen Stellenwert Freiburdiese werden plötzlich steuert. Auf diese Weise will Brügge - Hannover 0:1 Brügge gestellt, fühlen sich aber sachsen hatten im 1/16-FiAnspruch, was sich negatives auf heute begangen wird. Nach den sei. jetzt Allerdings handele te Onkelinkx (PS) zeigte sich - Hannover 0:1 gestellt, fühlen sich aber mit besteuert.  Seite 7 ger die Winterkolloquium mittler.informiert. neue1:2) Föderalregierung undClub nicht ein (Hinspiel: 1:2) schlecht informiert. Trotz FuPDG-Disput bei (Hinspiel: schlecht Trotzdie Fu- späteren nale Brügge ausgePensionsansprüAngaben der Organisation für sich dabei um Ausnahmen. Die am Donnerstag entrüstet darüStandard im Achtelfinale, kushima sind die Landsleute Dieim Forstwirtschaft hoffe seitsind die Landsleute Standard Achtelfinale, kushima kopfloses Huhn.«Seite 29 schaltet. che Auch dies dürfe wirtschaftliche Zusammenarnochverwies südlich vonein Sambre und nochBahnhofsgebäude en und konnten verwies auf einaus bereits wallonische LandwirtschaftsAb dem ins 1. Oktober 2012 ist AbDer Anderlecht und Brügge nichtJahrzehnten massiv ins Lager der überwiegende Mehrheit ber und hat bereits angekünsüdlich von Sambre und en Jahre und auf bereits Der wallonische Landwirtschaftsdem 1. Oktober 2012 der ist Anderlecht und Brügge nicht massiv Lager der auswirke. Zur Freude nicht nur der ortsansässigen Bevölkerung das dem 1885 stammende frühere darauf, das ÖkoHaushaltsdebatte ausgeschieden.  Seite 23 ausgeschieden. Maas zugelassen sein, bei- Maas Foto: bestehendes Großherminister Carlo Dierhalten Antonio (CDH) die (OECD) Wildfütterung von Hochhartnäckigsten Atomgegner  von Seite 23 zugelassen sein, beibestehendes Verbot im Großherminister Carlo Di Verbot Antonioim(CDH) diebleiben. Wildfütterung Hochhartnäckigsten Atomgegner nicht so beit und Entwicklung Budget verabschiedet Joschka Fischer (63), ermahnt in Sourbrodt für die Nachwelt werden. Klaus Meier potential Holz. Ärzte praktiziere nachvon bestem digt, verstärkt gegen diesen

Budget verabschiedet

Mit den Stimmen der Mehrheit (SP, PFF und ProDG) gegen spielsweise für Ausnahmen die Notfütte- spielsweise für die Notfüttezogtum diese Luxemburg. Ausnahmen begründete diese(besonders Entscheidung und Schalenwild (besonders gewechselt, sondern sind undie der Opposition (CSP, Ecolo zogtum Luxemburg. begründete Entscheidung und Schalenwild gewechselt, sondern sind unEU-Politiker zur Standfestigkeit Mit den Stimmen der Mehrheit rung bei Hirschen das rung bei Hirschen und das des neuen mit Verbotes, das pünktam Donnerstag den größeren Wildschweine und Hirsche) in Wildschweine entschlossener als zuvor. Gewissen und führe eine sehr Sozialbetrug kämpfen zu wol-als zuvor. des neuen Verbotes, das und pünktden größeren undmit Hirsche) in am Donnerstag entschlossener und Vivant) ist gestern Abend PDG-Disput bei (SP, PFF gegen »Ablenkungsfüttern« vonKraft Wild- »Ablenkungsfüttern« von Wildlich zur neuen in Kraft die für WildderistWallonischen Region All und dies istProDG) das Ergebnis einerAll dies lich zur neuen Jagdsaison in Wildbeständen, dieJagdsaison für Wild- und Wallonischen Region für und das Ergebnis einer für derWildbeständen, im Parlament der DG (PDG) gründliche Arbeit durch, hieß len. Sie dachte dabei auch  Seite treten wird, sollen ab Herbst Wühlschäden verantwortlich private Jagdpächter verboten. private Umfrage des »Forum Mit den Stimmen der Mehrheit  Seite 6 die der Opposition (CSP, NucléaiEcolo tretenschweinen. wird, sollen ab Herbst nur 6 schweinen. Wühlschäden verantwortlich sei- nur Jagdpächter verboten. seiUmfrage des »Forum Nucléaider Haushalt für das kommenHaushaltsdebatte re«. Föderalregierung: 5 Firmenautos  Seite es. werden neu besteuert über mögliche Gesetzesändere«. 5  Seite Strafgericht: Ehepaar erhält Geldstrafe (SP, PFF und ProDG) gegen und Vivant) ist gestern Abend de Jahr verabschiedet worden. Premiere: die der Opposition (CSP, Ecolo im Parlament der DG (PDG) Mit den Stimmen der Mehrheit Die eigentlich gemäßigte De15. Dezember 2011 der Haushalt für das kommenund Vivant) ist gestern Abend (SP,Sprache PFFGebiet und ProDG) gegenSprache batte wurde von einem handHilfeleistung im Gebiet deutscher Verkehr in Eupen Hilfeleistung im deutscher Verkehr in Eupen die der Opposition (CSP, Ecolo de Jahr verabschiedet worden. im Parlament der DG (PDG) festen Disput überschattet, den 15. Dezember 2011 und Vivant) ist gestern Abend Die eigentlich gemäßigte DeSchönefeld wiederSchönefeld wieder der Haushalt für das kommensich Ministerpräsident Karlim Parlament der DG (PDG) batte wurde von hand- 2011 gegensätzliche Lösungs- offenbar heftigen Gegenwind - nale Parlamente zu riskant, so Daumen hochdefür denverabschiedet Euro, pralltenworden. Heinz Lambertz (SP) und MiJahr 15.einem Dezember freigegeben freigegeben der Haushalt für das kommenDisput überschattet, den konzepte aufeinander. Deutsch- nicht nur von Großbritannien und einer der Vorbehalte. Es drohwie dieses Bild anzeigt, gemäßigte chael Balter von der VivantDie es eigentlich DeMORGEN IMSteuer GE auf festen EineDie neue Tickets de Jahr verabschiedet worden. Fraktion lieferten.  Seite 6 deutschen Wirtschaftsund handFrankreich pochten auf Schweden, sondern auch von der te anscheinend sogar eine oder doch Daumen sich Ministerpräsident KarlWährend die Kirchstraße Während in batterunter? wurdeDie vonland einem Europa-League, die Kirchstraße in Die eigentlich gemäßigte De- gesperrtEuropa gesetzlich verpflichtet. könnte Fliegen inweiter Zukunft teuAls Land der Welt hat 1. gehen März 2012 1.Natürliche März 2012 eine weitreichende EU-Reform EU-Spitze. Die erforderliche Än- Spaltung der EU. Bei RedaktiExistenz der europäischen EinderDaumen Provinz Lüttich bilden solEupen wieder wurde, 22,62 Euro erstes pround Einwohner: nachhaltige ErDie Forstwirtschaft hoffe Die deutschen Wirtschaftsforforscher davon für eine höhere dieser ja Parlamente zu hochkarätigen. riskant, so offenbar heftigen Gegenwind - nale an prallten gegensätzliche Lösungshoch für den Euro, Heinz Lambertz (SP) und Mi-22,62 der Provinz LüttichVoraussetzung bilden solEupen wieder gesperrt wurde, Euro pro Einwohner: festen Disput überschattet, den batte wurde von einem hand1/16-Finale: MORGEN IM heitswährung GE auf 2010 basierengilt jene Autofahrer, die kosten Feuerwehren soll diesem Beispiel folgen. rer aus, machen. Hintergrund ist Australien neutrale Zigarettendie Mitgliedstaaten derung der EU-Verträge sei zu onsschluss dauerten die BerastandMinisterpräsident gestern und wollenKarlzeugung, günstige Energieeiseit Jahrzehnten darauf, das scher gehen weiter davon dass sich die Lagechael auf Das len. Diesefür auf 2010 basierengilt Von für jene die Das len. kosten die Feuerwehren Wertschätzung. HolzAutofahrer, und Veransaltung ja teilgeder Vorbehalte. Es drohnicht nur von Großbritannien undaus,einerNun konzepte aufeinander. DeutschwieDiese dieses Bild es überschattet, anzeigt, Balter vondieder Vivantsich festen Disput den den Zahlen gehen aus einem über den Eupener Ortsteil undStandard diepackungen beidenMORGEN Rettungsdiens- Krakau 0:0 IM den Holz. Zahlenland gehen aus einem über den Eupener Ortsteil die beiden Rettungsdienstungen beim Krisengipfel in langwierig angesichts einer strikten Abend auf dem Spiel. Beim zu Fraktion Seite 6und genschaften, Kreislauf jaGE fähig Öko-potential von Der dass sich die auch Lagevon aufder dem.te anscheinend dem.Natürliche nachHolz produkten sei die Erstelnommen ja dokumentiert sogar eine welSchweden, sondern und Frankreich pochten auf oder doch Daumen runter? Die Dies fordern Gesundheitsorganicht eine neue Abgabe, - frei von Logos, Am Sonntag in Eupen Parlamente zuund riskant, so te inlieferten. offenbar heftigen Gegenwind aber - nale pralltender gegensätzliche LösungsDaumen hoch für denund Euro, Heinz Lambertz (SP) und Mi- Haushaltsdiszisich Ministerpräsident Karl-Provinzgouveran deutschsprachiden ProvinzgouverSchönefeld nach Raeren gelanden neun deutschsprachiBericht anKernenergie den Schönefeld nach Raeren gelan-Die erforderliche tedie inBericht den neun EU-Krisengipfel in Brüssel plin zwingen. Doch sie bekamen nötigen Ratifizierung durch natio- Brüssel noch an.  Seite 27 keit sind Merkmale, die Öffentlichkeit ja wahrgenomNatürliche und nachhaltige haltige Erzeugung, günstige lung von Ökobilanzen. zu prallten chen der hohen Stellenwert (Hinspiel: 1:1) Wenn es um im EU. Bei Redakti- das EU-Spitze. Än- Spaltung eine weitreichende EU-Reform Existenz der europäischen Einnisationen.  Seite 6 um die Löcher im Haushalt des dafür aber mit Schockbildern Daumen hoch für denUm Euro, Heinz Lambertz (SP) und Mineur und diedie Gemeindekollegimöchten, wieder freie gen Gemeinden, die die künftiwie dieses Bild es anzeigt, konzepte aufeinander. Deutsch- nicht nur von Großbritannien und einer der Vorbehalte. chael Balter von der Vivantund die Gemeindekollegigen möchten, wieder freie gegensätzliche Lösungs- offenbar heftigen Gegenwind - nale Parlamente zu riskant, so gen Gemeinden, die künfti- neurgen SERVICE Es droh- ge SERVICE Luftakrobat Holzverwendung Rohstoff und den Kunden Erzeugung, günstigesei EnergieEnergieeigenschaften, einer verläßlicheren. BewerFreiburger ja WinterkolloquiErster »Tag des dauerten die Beraderung der EU-Verträge zu onsschluss und wollen die stand gestern Vor dreitenun Jahren entschied enheitswährung hervor. 6von Seite 9Land Fahrt. Hilfeleistungszone Nr.als 6 ge in nicht nur von Großbritannien und einer der Vorbehalte. Es drohkonzepte aufeinander. Deutschwie dieses Bild es anzeigt, chaeleigenen Balter der Vivant- Alkmaar 0:1 men geht, sind die en hervor.  Seite 9Mitgliedstaaten Fraktion lieferten.  Seite 6 Fahrt. Hilfeleistungszone Nr. in von anscheinend sogarstopfen. eine Anderlecht derFöderalstaates oder doch Daumen runter? Die land und Frankreich pochten auf Schweden, sondern auch von zu In Absprache beschlossen und Energieträger begünstiüber den auch honoriert eigenschaften, KreislauffähigKreislauffähigkeit sind gegenüber um mittler Forst wirtschaft Fraktion lieferten.  Seite 6 tung beim Krisengipfel in ja langwierig angesichts derauf tungen zu einer strikten Abend auf demPreis Spiel. Beim Daniel Offermann für te anscheinend sogar eine Schweden, sondern auch von der land undund Frankreich pochten oder dochHaushaltsdisziDaumen runter? Die In konkurrenzieAbsprache beschlossen Am Sonntag in Eupen aus Elsenborn Spaltung der EU. Bei Än-Vielmehr Existenz der europäischen Ein- eine weitreichende EU-Reform EU-Spitze. Die erforderlichesich (Hinspiel: 0:1) werde. Belgier durchaus kritisch eindieRedaktiEinkünfTierschutzes« Das könnten Wetter uns die Stadt Eupen, die Gemeinde Das Wetter bei unssind Stadt Eupen,Eindie Gemeinde EU-Spitze. Die erforderliche Än- Spaltung der EU. Bei Redaktieine weitreichende EU-Reform Existenz derdie europäischen noch an.  Seite 27 gen. Davon die Forst- und Leider es bisher bei keit sind Merkmale die Holz-Brüssel Merkmale diebeiHolzverwenrenden. Bauund Werkstoffen hoffe seit Jahrzehnten darauf, nötigen Ratifizierung durch natioplin zwingen. Doch sie bekamen EU-Krisengipfel in seiBrüssel einen Lehrgang in dauerten Luftakonsschluss die Beraderung der EU-Verträge sei zu und wollen die Mitgliedstaaten Vor drei Jahren entschied Vor dem Eupener Strafgericht heitswährung stand gestern Raeren und sich ForstverwalBrügge -drei Hannover 0:1 der Hoffnung gestellt,geblieben. fühlen aberRaeren te im der belgischen und gestern die ForstverwalBei der Polizeizone Weser-Göhl onsschluss dauerten die Berasei zunun und wollen die als Mitgliedstaaten stand Vor Jahren entschied Holzwirtschaft zutiefst überDie die verwendung Rohstoff und derung dung ja als Rohstoff und zuheitswährung kommen. Zum diesjährigen dass der dasEU-Verträge Ökopotential WENIG REGEN ZirkusundKrisengipfel Ar- FlugsicheREGEN beim in WENIG der tungen Abend auf dem Spiel. Beim zu einer strikten Haushaltsdiszi- langwierig und angesichtsrobatik die seit mehr als auf zwei sich gegründete Daniel Offermann für Die vor kurzem tung, seit Beim mehr als zwei Am Sonntag in Eupen und angesichts der tungen beim Krisengipfel in einer strikten ja HaushaltsdisziAbend dem die Spiel. sich Daniel Offermann für Realität rungsbehörde Belgocontrol (Hinspiel: 1:2) Amschlecht Sonntag intung, Eupen informiert. Trotz FuTeilnehmer aus. sehe anders aus. Mit begünstigen langwierig Energieträger ja begünstigen Thema Öko-Produkt Holz, He- zuEnergieträger von Holz. tistikzentrum Köln. Wochen aus SicherheitsgrünBrüssel noch Inzwian.  Seite 27zu- zeugt.einen Wochenin ausBrüssel SicherheitsgrünEU-Krisengipfel in Brüssel plin zwingen. Doch sie bekamen nötigen Ratifizierung durch natioeinenpräsentiert Lehrgang in LuftakVoG Tierfreunde Brüssel noch an.  Seite 27 Ratifizierung durch natiozwingen. Doch sie EU-Krisengipfel Lehrgang in Luftak- diesen Feststellungen Forst-11° und Holzwirtschaft sind Merkmale, die bekamen die Holz- nötigen die dieHolzrausforderung für PolitikSperrung und plin Der Öffentlichkeit ja wahrschen hatsind der Merkmale, gebürtige 11° Elgute kommen. Seite 3Standard denleitete geltende Sperrung dieser im Achtelfinale, kushima sind die Landsleute den geltende dieser im TierZirkus- und Arsich mit demrobatik Tag des im Zirkus- und Ar- der Leiter Erster »Tag des durch den Wald führenden sowierobatik der Wissenschaft haben des Instituts für nun verwend. Management des Ab Freiburger genommen Landwirtschaftsund von den Kunsenborner, der in Bütgendurch den Wald führenden Vor dem Eupener Strafgericht Bei der Polizeizone Weser-Göhl 8° Seite 12 Anderlecht en und verwies auf ein bereits dem 1. verwendung. Oktober 2012Energieträger ist Der wallonische und nicht massiv ins Lager derStrecke schutzes am Sonntag zum ers-Köln. Inzwitistikzentrum 8°jagegründete tistikzentrum Köln.Brügge InzwiStrecke aufzuheben.  Seite 7 aufzuheben.  Seite 7 an dieser hochkarätigen nun Forstbenutzung und ForstRohstoff und Winterkolloquiums. den über den Preis auch honobach einen Naturund Die vor kurzem ten Mal der breiten schen hat der gebürtige Tierschutzes« schenÖffentlichhat der gebürtige Elausgeschieden.  SeiteEl-23 liche. hartnäckigsten Carlo Antonio (CDH) bestehendes Verbot im Großherdie Wildfütterung von HochVeransaltung teilgenommen. Arbeitswissenschaft dasAtomgegner und begünstigen. Davon minister sind riert werde.Di Leider sei es bisher Kräuterladen betreibt, aus VoG Tierfreunde präsentiert senborner, der in Bütgenkeit. Gemeinsam mit anderen Vor dem Eupener Strafgericht Bei der Polizeizone Weser-Göhl senborner, der in BütgenVor dem Eupener Strafgericht Bei der Polizeizone Weser-Göhl zogtum Luxemburg. Ausnahmen Entscheidung und Schalenwild (besonders sondern sindMinus unPolizei: auch, welForst- und Holzwirtschaftbegründete zu- bei der diese Hoffnung geblieben. seinem Hobby ein zweites sich Börse mit Dies demdokumentiert Tag einen des TierSERVICE Börse bach Naturund traditionelle. Die gewechselt, vor kurzem gegründete Vereinigungen bach lieferneinen sie aufNaturArbeiten durchge2500 Euro undkurzem eine verbotene 11,6 Milliarden 11,6 Milliarden Minus und Geldstrafe Die vor gegründete Fotos zum Thema chen hohen Stellenwert Winterseminar an der forsttiefst überzeugt. Teilnehmer Die Realitätmit seheden ganz anders berufliches Bel Standbein ge- (-0,26%) schutzes Sonntag zum ers20 2 253,15 des neuen Verbotes, das pünktam Donnerstag größeren Wildschweine und Hirsche) in entschlossener als zuvor. Kräuterladen betreibt, das aus VoG Tierfreunde präsentiert Bel 20 am 2 253,15 (-0,26%) der zweiten Etage des Eupen führt haben soll. Dabei geht es mit einem Strafaufschub verseKräuterladen betreibt, aus VoG Tierfreunde präsentiert Euro in $ 1,3300 (+0,0070) findenGroßbank Sie hier: Winterkolloquium nun Fakultät aus der Forstja Holzwirtschaft aus. Mit diesen Feststellungen macht. ten Mal breiten ÖffentlichGroßbank Dexia Euro inder $Freiburger 1,3300 (+0,0070) seinem Hobby ein zweites wirtschaftlichen sich mit dem Tag des TierPlaza interessante Informatiovorrangig um einen 120 Meter hene Haftstrafe droht Dexia lich zur neuen Jagdsaison in Kraft Wildbeständen, die für Wildund der Wallonischen Region für All dies ist das Ergebnis einer seinem Hobby ein zweites sich mit einem dem Tag des TierGold ($/oz) 1 777,00 (+25,00) ($/oz) 1 777,00 www.grenzecho.be berufliches Standbein ge- der mittler. Universität Freiburgzum ja ein. sowie der Wissenschaft haben leitete der Leiter. schutzes am Sonntag ersGemeinsam mit(+25,00) anderen Das OLO Wetter bei unskeit.Gold nen rund um das Thema Tier- Ehepaar aus der Eifel, weil es langen und vier Meter breiten Im Rahmen der Sitzung des 10Jahre 3,617% (+0,025) OLO 10Jahre 3,617% (+0,025) mit Rekordverlust private Jagdpächter verboten. Wühlschäden verantwortlich sei- treten wird, sollen ab Herbst nur Umfrage »Forum Nucléaiberufliches ge- Natura-2000-Gebiet schutzes am Sonntag mit Rekordverlust macht. Mal der breiten Öffentlichliefern sie auf 2500 Euroten verbotene Arbeiten durchgeGeldstrafe unddes eine schutz. Weg. zum ers Seite Standbein 10 in einem  Seite 14 Polizeirats am Mittwochabend SeiteVereinigungen 20 Seite 20 macht. ten Mal der breiten Öffentlichre«. Gemeinsamversemit 5  Seite der zweiten Etage des Eupen mit einemkeit. führt haben soll.BanDabei geht es Strafaufschub ist offiziell bekannt gegeben Dieanderen belgisch-französische Die belgisch-französische Bankeit. Gemeinsam mit anderen Vereinigungen liefern sie auf verbotene Arbeiten durchge2500 Euro Geldstrafe und eine Grenz-Echo direkt kengruppe Dexia hat im verPlaza interessante Informatio- hene Haftstrafe droht einem vorrangig um einen 120 Meter worden, dass das Mandat von Grenz-Echo direkt kengruppe Dexia hat im verSERVICE der der zweiten Etage des führt haben soll.Sitzung Dabei geht einem Strafaufschub verseVereinigungen liefern sie auf 2500 Euro Geldstrafe und eine alsverbotene gangenen Jahrmit einen RekordTelefon: 087/59 13nen 00 Telefon: Harald Schlenter Chef der Arbeiten durchgegangenen Jahr einen Rekordrund Sourbrodt: um das087/59 Thema Tier-Gebäude langen und vier Meter breiten Ehepaar aus Eifel, weil1885 es Eupen Im Rahmen der deses 13 00 Das aus dem Jahr bietet Platz für 10 Wohnungen Eupen: Plaza interessante Informatiovorrangig um einen 120 Meter hene Haftstrafe droht einem verlustWeg. von 11,6 Milliarden EuTelefax: 087/74 38schutz. 20 Telefax: der zweiten Etage des Eupen mit einem Strafaufschub führt haben verlust von 11,6 Eu- am Mittwochabend 38 20 10 Neues087/74 Zuhause fürNeues Tourismusagentur PolizeizoneverseWeser-Göhl um soll. Dabei geht es SERVICE Seite  Seite 14 Milliarden in einem Natura-2000-Gebiet Polizeirats Zuhause fürdas Tourismusagentur ro verbucht. dafüraus seien nen rund um Thema Tier- Grund vier Meter Ehepaar Eifel,Wunderheiler: weil es langen ImWo Rahmen der Grenze? Sitzung des roder verbucht. Grund seien und E-Mail: info@grenzecho.be Wo ist die breiten Grenze? Plaza interessante Informatio- hene Haftstrafe vorrangig fünfdroht Jahre einem verlängert worden um einen 120 Meter Wunderheiler: istam die Das WetterE-Mail: bei unsinfo@grenzecho.be istdafür offiziell SERVICE novierten und umgebauten Die Tourismusagentur vor allem aus Natura-2000-Gebiet Gewebsite: www.grenzecho.be website: schutz. Weg.Ge- bekannt gegeben  Seite  Seite 14 Polizeirats in einem Mittwochabend und10Verluste umgebauten Tourismusagentur Ostbel- novierten vor allem Verluste aus www.grenzecho.beOstbel- Die ist. Eifel, An derweil Spitze Polizeizonen rund um das Thema Tier- Ehepaar aus der und vier Meter breiten Im Rahmen der Sitzung des esderlangen worden, dass das Mandat von seriösem Haus derder Deutschsprachigen Grenz-Echo sprach mit Sandrigien (TAO), derWetter neue Name Der Grat seriösem mit griechischen Das beifür uns ist offiziell bekannt der Deutschsprachigen Grenz-Echo sprach gegeben mit Sandrigien (TAO), neue Name für Hausschäften Der Grat zwischen schäften mit zwischen griechischen ne ist also Kontinuität schutz. Weg.ange Seite 10 in einem Natura-2000-Gebiet  Seite 14 Polizeirats am MittwochabendERST REGEN Gemeinschaft hat. Das der Foto Gemeinschaft neals Mathen Informationsdas bisherige Verkehrsamt der das Angebot sowie und unredlicher Ab- Angebot Staatsanleihen sowie aus dem Harald Schlenter Chef der 0 8 hat. Das Foto Mathen vom Informationsbisherige Verkehrsamt und vom unredlicher Ab- ne den Staatsanleihen ausdie dem worden, dass das Mandat von 0 8 dem das menschliche Auge unterstützt noch schnelleren Apple hat dritte Generatisagt, denn der Polizeihauptzeigt Mitarbeiter und Beratungszentrum über und Ostkantone (VAO), hat ein Ostkantone inPolizeizone der esoterischen desDany belgischen Das Wetter bei uns ist offiziell bekannt gegeben Mitarbeiter Heck in Arms Beratungszentrum über (VAO),Dany hatHeck ein in zeigt Verkauf zocke ist in derum esoterischen Verkaufzocke des ist belgischen Arms Weser-Göhl Harald Schlenter als Chef der ERST REGEN seinem Büro. EsSieistzog unschwer schädliche Sektenorganisationeues Zuhause. Sie zog von neues Alternativmedizin manchmal Alternativmedizin derBüro. DexiaEsan Staat geweDatenfunk-Standard LTE. umDas auf einer bestimmten Entferon seines iPad-Tablets vorgekommissar steht seit Grünistden unschwer SektenorganisatioZuhause. von seinem manchmal der Dexia an den Staat Jahre geweworden, dass das Mandat von fünf verlängert worden Die deutschen WirtschaftsforDieschädliche deutschen WirtschaftsforPolizeizone Weser-Göhl 6° dass er u.a.infür zu erkennen, nenschmal. in Brüssel darüber, wann der Mühlenbachstraße in derzu erkennen, ganz die schmal. Auch Gefahr für ganz sen, teilte dieerBank am Dondass u.a. für nen in Brüssel darüber, wann Mühlenbachstraße Auch Gefahr für sen, teilte Bank am Dondung der Zone im Jahre 2002 B��rse nung keine Bildpunkte mehr neue iPad hat 3,1 Millionen Pixel stellt. Das Gerät bekommt u.a. fünf Jahre verlängert worden Harald Schlenter als Chef der scheringehen weiter davon aus,Radwandertourismus scher gehen weiter davon aus, ist.mit. An der Spitze der PolizeizoERST REGEN den die Notbremse werSt.Vith die Hauptstraße um, St.Vith Seele ist manchmal in Brüssel zumit. Das 6° Radwandertourismus die Notbremse gezogen werin die Hauptstraße um,zu- den nerstag Leib und Seele istgezogen manchmal nerstagLeib in und Brüssel Das in oberster Verantwortung. ist. An der Spitze Polizeizoerkennen kann. Die Auflösung dem Bildschirm. Wie einen verbesserten BildPolizeizone Weser-Göhl um Bel 205 4 -1° ne ist also Das Kontinuität ange-auf dass sich die Lage dem. dass sich dieder Lage aufschon dem. ist. ihren Sitz den muss.  Seite 11 ständig  Seite 10 den 1 3 6 525239,96 0 0 0 5 4 0 (+1,36%) wo sie fortan ihren Sitz im auf re- woständig durchaus gegeben. Geldhaus will keine Dividende ist. muss. Seite 11  Seite 10 5 4 1 3 6 5 5 0 0 0 5 4 0 sie fortan im redurchaus gegeben. Das Geldhaus will keine Dividende  Seite 11 Harald Schlenter ne iPhone, ist also ange- (imin liegt bei 2048 zu 1536 Pixel auszahlen.  Seiteauszahlen. 6 -1° sagt, denn Polizeihaupt-Während Diein deutschen WirtschaftsNatürliche und nachhaltige fünf Jahre verlängert worden Euro dieKontinuität Kirchstraße  Seite 6 beimsagt, spricht Apple schirm, einen vielder schnelleren $ 1,3120 (-0,0033) Natürliche und nachhaltige 6° denn der Polizeihaupt1. März 2012 kommissar steht seit Grünforscher gehen weiter davon Erzeugung, günstige EnergieErzeugung, günstige Energieist. An der Spitze der Polizeizo- Gold ($/oz) 1 677,50 (+8,50) Provinz Lüttich bilden sol- Eupen wiedersteht gesperrt wurde, deutlich mehr als bei einem 22,62 Euro pro Einwohner: der Prozessor, Bild kommissar Marketing-Chef Phil GrünSchiller) kann Video in voller seit dung der Zone im Jahre 2002 aus, dass sich die Lage auf eigenschaften, Kreislauffähigeigenschaften, Kreislauffäne ist also Kontinuität ange- OLO -1° HD-Fernseher.  Seite 25 dung der Zone im Jahre 2002 len. Diese auf 2010 basierengilt für jene Autofahrer, die Das kosten die Feuerwehren von einem »Retina Display«, bei HD-Auflösung aufnehmen und 10Jahre 3,470% (-0,038) Balter im GE-Interview: »DG hat das Geld nicht« Börse dem.Natürliche und nachin oberster Verantwortung. keit sind Merkmale die Holzhigkeit Verantwortung. sind Merkmale die sagt, denn der PolizeihauptBörse in oberster Seite 24 verwendung den Zahlen gehen aus einem über den Eupener Ortsteil und die beiden Rettungsdiens Seite 11 Harald Schlenter haltige Erzeugung, als Rohstoff und Holzverwendung als Rohstoff Bel 20 2 044,20 (-1,94%) günstige kommissar steht seit GrünImmer aktuell: Internetredakteure des BIB.  Seite 11 Harald Schlenter Bel 20 2 044,20Die (-1,94%) nach Raeren gelante in den neun deutschsprachi- Bericht an den Provinzgouver- Schönefeld Energieeigenschaften, Energieträger begünstigen und Energieträger ja begünEuro in $ nun1,3377 (-0,1269) dung der Zone im Jahre 2002 Euro in $ ja 1,3377 (-0,1269) Grenz-Echo direkt Kreislauf fähigkeit sind sind Merkmale, die (-20,50) Holzstigen sind Merkmale, die 1 715,00 nun (-20,50) Börse Gold ($/oz) 1 die 715,00 in oberster Verantwortung.Gold ($/oz) wiederdiefreie gen Gemeinden, die die künfti- neur und die Gemeindekollegi- gen möchten, Merkmale die 087/59 Holzverwenals 4,499% Rohstoff und Holzverwendung als Rohstoff OLO1110Jahre 4,499% (+0,067) OLO 10Jahre (+0,067)  Seite Balter im GE-Interview: »DG hat das Geld nicht« Harald Schlenter Bel 20 2 044,20 (-1,94%) Balter im GE-Interview: »DG hat das Geld nicht« Telefon: 13 00 verwendung  Seite 9 Fahrt.und Energieträger. Davon sind ge Hilfeleistungszone Nr. 6 in en hervor. Seite 22 dung ja als Rohstoff und20 Energieträger. Seite 22 Euro in $ 1,3377 (-0,1269) Telefax: 087/74 38 In ForstAbsprache beschlossen Energieträger ja begünstigen Davon sind Forst- und Holzund Holzwirtschaft zuDer Vorsitzende der Vivant- lige Sanatorium aus KostenGold ($/oz) 1 715,00 (-20,50) Gestern waren E-Mail: info@grenzecho.be Grenz-Echo direkt Wetter bei unsbei »Journa- men: Gewerkschaften droGrenz-Echo die Stadt Eupen, die Gemeinde sind direkt Merk male Holzverwenwirtschaft zutiefst überzeugt. tiefst. Fraktion im Parlament der DG, gründen gestoppt wird. »Ich OLO 10Jahre 4,499% (+0,067) Balter im GE-Interview: »DG hat das Geld nicht« Das Telefon:für 13 00 Schüler hen mit neuem Lehrerstreik, list Tag« www.grenzecho.be Michael Balter, hat am Don- denke, dass die Vernunft es Telefon:website: 087/59 13 eine 00 weitere dung und noch Teilnehmer auseinen der 087/59 Forstund der ForstRaeren Teilnehmer und die aus ForstverwalSozialer Wohnraum im Seite 22 alten Bahnhof von Sourbrodt Telefax: Bischöflichen 087/74 38 20 Institut nerstag in einem Grenz-Echo- verbietet, jetzt solch ein ProFeierkult und Alkoholkonvom Telefax: Zeile Text. 087/74 38 20 Seite 12 Holzwirtschaft sowie der Wisder tung, und die Holzwirtschaft seit mehr sowie als zwei E-Mail: info@grenzecho.be gebäude in Sourbrodt (Foto), das erhalten werden. Beide GeZur Freude nicht nur der ortsInterview erneut gefordert, jekt durchzuführen«, sagte E-Mail: info@grenzecho.be senschaft haben an dieser ja Reihe. sum in der DG und die geWissenschaft habenjährliche an dieser wichtiges Datum, denn nanzierung zu. Die aus Büllingen an der Aufatmen bei dem um die Li- Wochen Grenz-Echo direkt 1 0 Sanatorium aus KostenDer Vorsitzende der Vivant- lige ganz website: www.grenzecho.be aus Sicherheitsgrünansässigen Bevölkerung konn- durch seine preußische Architek- bäude bieten nunmehr Platz dass der auf 16,65 Millionen Balter dem Grenz-Echo, »die lige KostenVorsitzende Fußballder Vivant-Finanzlast website: www.grenzecho.be hochkarätigen nunals VeransaljaSanatorium hochkarätigen nun Veransdemgestoppt Vereinwird. wurde für dieausAlemannia Sie waren Radio-, Fern- plante Rentenreform. Heute zenz Der bangenden »Ich durch das Fraktion im Parlament der DG, gründen 13 00 und auch das alte für insgesamt zehn Sozialtur besticht, ten das aus Telefon: dem Jahre 1885087/59 Euro veranschlagte Umzug des DG hat ganz einfach das Geld geltende Sperrung dieser gründen gestoppt wird. »Ich Fraktion Parlament DG,den tung teilgenommen. Dies nun Zur Freude nicht nur der ortsansässigen Bevölkerung konnten das ausim dem Jahre 1885der stamaltung teilgenommen. Dies dass die es gute ZuMichael Balter, Betriebskosten hat am Don- denke, Telefax: Bahnhofs-087/74 38 20 9 sind die Schüler der PDSim ausaltenZweitligisten Votum desVernunft Rates eine damit, seh-, Internet- und4ZeitungsAlemannia Aa-Don-sinkt Sozialer Wohnraum Bahnhof von Sourbrodt  Seite 17 Bahnwärterhaus für die Nachwelt wohnungen. stammende frühere Gemeinschaftsparlaments vom nicht. 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Beide GeInterview erneut gefordert, jekt durchzuführen«, sagte  Seite 2 Eupener Kaperberg ins ehema- ken möglich.« Bel 20 2 253,15 (-0,26%)

MONATSAUSGABE

bei RTL

Kulturfest Stimmungsvolles Afrika

Daumen hoch für den Euro? Firmenautos Weniger Lohn Schwindel mit neu besteuert Daumen hoch für den Euro? für Frauen Arzt-Attesten Hier und heute Seite 5

PDG-Disput bei Haushaltsdebatte

MONATSAUSGABE Defizit bei Belgocontrol

Australisches Modell könnte Schule machen

MONATSNeue Steuer Nur noch neutrale AUSGABE Kinderkinofest MONATSMeinungsumfrage MONATSFUSSBALL-AKTUELL auf Flugtickets? 22,62 Euro pro Kopf 22,62 Euro pro Kopf wird fortgesetzt AUSGABE Zigarettenpackungen? AUSGABE jährlich für die Feuerwehr Belgier jährlich fürAtom: die Feuerwehr

Steuererhöhung bringt weit über 700 Millionen Euro

Prozess wegen Natura-2000-Gebiet

unentschlossen

Luftakrobat aus Elsenborn

Luftakrobat aus Elsenborn

Prozess wegen Arbeiten Erster »Tag des in Natura-2000-Gebiet Tierschutzes«

Erster »Tag des Tierschutzes«

Schlenter bis 2017 Zonenchef

Prozess wegen Arbeiten Schlenter Prozess wegenbis Arbeiten in Natura-2000-Gebiet 2017 in Natura-2000-Gebiet Zonenchef

Schlenter bis 2017 Zonenchef

Hilfeleistung im Gebiet deutscher Sprache

Schlenter bis 2017 Zonenchef

Börse

08

1,10 Euro

Daumen hoch für den Euro?

Prozess wegen Arbeiten in Natura-2000-Gebiet

SERVICE

Telefon: Telefax: E-Mail: website:

neue

PDG-Disput bei Haushaltsdebatte

Bedarf in der DG mit gestiegen Schwindel mit Schwindel händeringend gesucht Arzt-Attesten Arzt-Attesten

TV-Reportage: Fünf Euro für es Krankschreibung PatenPflegefamilien Belgien steht Vergleich aber gut da Fußball-Termine: Krise: Beim und Gipfel in im Brüsseld gab keinenoch Lösung. Maßnahme der belgischen Föderalregierung

hoch für den Euro?

neu besteuert

jährlich 700 Millionen Euro einnehmen. Von den neuen Maßnahmen am härtesten betroffen sind Bei vor den allemVerhandlungen Luxusmodelle, große über Limousinen Sanierungsmaßnahund SUVs. Böse menÜberraschunzum föderalen gen können aber auch ArbeitHaushalt haben nehmer erleben, die sich in sich die den vergangenen Jahren für Koalitionsparteien auf eibesonders umweltfreundliche ne neue Besteuerung Autos entschieden haben. Firmenautos geeiNicht selten von erhielten sie unter nigt. diesen Voraussetzungen die Möglichkeit Ein für Optionen, und Arbeitnehmer, der den diese werden jetzt plötzlich Dienstwagen privat mit besteuert.  Seite 7 nutzt, wird

Andreas Fank

Walleroder ist seit zwei Soul-Sängerin

»Wettermelder« Stimmungsvolles Afrika Patenund Pflegefamilien Lichter undwww.grenzecho.net Lampions Aachener Theaters zu· Nummer Besuch in den USA den Durchbruch? von Stromtankstellen 85. Jahrgang · Nummer 46 Jahrgang www.grenzecho.net 1,10 Euro 85. 46 1,10 Euro Stimmungsvolles Afrika Im Gespräch mit … Seite 17 Im Gespräch mit... euregio Seite Eifel/Ardennen Seite 17 Seite 1923 Euregio Seitepräsentiert 14 Eifel/Ardennen Seite 12 händeringend gesucht beim Weihnachtsmarkt Reportage Seite 19 Eifel/Ardennen Seite 13 in Bütgenbach Hier und heute Seite 5 beim Weihnachtsmarkt in Bütgenbach präsentiert D I E Reportage D E U TS C H S P R AC H I G E TAG EEifel/Ardennen S Z E I T U NSeite G I16N O ST B E LG I E N Eifel/Ardennen Seite 16 TV-Reportage: Fünf Euro für Krankschreibung TV-Reportage: Fünf Euro für Krankschreibung Hier und 84 heute Seite 5 · Nummer Seite 21 Jahrgang 286 www.grenzecho.net Samstag, 10. Dezember 2011 · 1,10 Euro 85. 46 www.grenzecho.net Reportage Seite 21 85. Jahrgang · Nummer 57 Jahrgang · Nummer Wildfütterung www.grenzecho.net 1,10 Euro ab Oktober inab der Wallonie verboten 1,10 Euro Eifel/Ardennen Seite 16 Wildfütterung Oktober in der Wallonie verboten 84. Jahrgang · Nummer 285 www.grenzecho.net 1,10 Euro www.grenzecho.net

Daumen Maßnahme der belgischen Föderalregierung

Firmenautos Firmenautos neu besteuert Bei den Verhandlungen über Sanierungsmaßnahmen zum föderalen Haushalt haben sich die Koalitionsparteien auf eine neue Besteuerung von Firmenautos geeinigt.

Kulturfest Lüttich Stimmungsvolles Afrika Lichter und Lampions in Bütgenbach präsentiert

Vivant: PDG-Umzug ins Sanatorium stoppen

Sozialer Wohnraum im alten Bahnhof MONATS22,62 Euro pro Kopf AUSGABE

jährlich für die Feuerwehr

SERVICE BIB-Schüler als Reporter

Vivant: PDG-Umzug ins Sanatorium stoppen

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durch seine preußische Architektur besticht, und auch das alte Bahnwärterhaus für die Nachwelt

bäude bieten nunmehr Platz für insgesamt zehn Sozialwohnungen.  Seite 17

dass der auf 16,65 Millionen Euro veranschlagte Umzug des Gemeinschaftsparlaments vom Eupener Kaperberg ins ehema-

noch südlich Maas zugela spielsweise f rung bei Hir »Ablenkungsfü schweinen.

Verkehr in Eupen Erster »Tag des

Tierschutzes« Schönefeld wieder freigegeben

Aachener Rat stimmt Umstrukturierung der Stadionfinanzierung zu

Vivant:ins PDG-Umzug ins Vivant:will PDG-Umzug Stadt Alemannia retten Sanatorium stoppen Sanatorium stoppen

WENIG REGEN

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Sozialer Wohnraum im alten Bahnhof von Sourbrodt

ansässigen Bevölkerung konnten das aus dem Jahre 1885 stammende frühere Bahnhofs-

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Großbank Dexia n mit deRekordverlust in

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Der Grat zwischen seriösem Angebot und unredlicher Ab-

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mittlungen dauern an.

Fußgänger schwer verletzt

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In der Nacht von Samstag auf Sonntag versuchte ein 44-jähriger Mann aus der Tschechischen Republik gegen 2.30 Uhr zu Fuß den Adalbertsteinweg in Aachen zu überqueren. Noch vor Erreichen der anderen Straßenseite erfasste ihn ein stadteinwärtsfahrender Pkw, der von einer 68-jährigen Frau aus Aachen gesteuert wurde. Beim Aufprall wurde die Windschutzscheibe des Wagens eingedrückt und der Mann auf die Straße geschleudert. Er wurde schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt ins Klinikum verbracht. Die Grenz-Echo Fahrerin erlitt einen Schock Montag, 5. Dezember 2011 und wurde ebenfalls in ein Krankenhaus verbracht.

Euregio Hausbrand in Seraing

Zwei Kleinkinder kamen in den Flammen um

Als Mädchen an der Basis der Marienwallfahrten nach Banneux

Mariette Beco 90-jährig verstorben

In der Nacht von Freitag auf Samstag ist um etwa 3 Uhr ein Fahrzeug vom Quai de Walloderholte sich viermal. Vom nie 15. in Lüttich in die Maas geJanuar, dem ersten Erscheinen stürzt. Ein 42-Jähriger aus Seder Jungfrau, bis zum 2. März wurde dabei getötet. raing führte Maria die kleine MarietTrotzdem wurde seine Leiche te viermal zu der Quelle.bislang noch nicht gefunden. Das kleine ArdennendörfSeine 21-jährige Lebensgefährchen Banneux zählte zu jener tin konnte durch zwei PassanZeit nur wenige Einwohner, zu dem Wasser geborgen ten aus ihnen gehörte auch die Familie werden. Sie wurde in ein LüttiBeco. Sie war eine große FamiKrankenhaus eingeliefert. lie, Mariette war das cher älteste Das Unfallfahrzeug hatte zuvon sieben Kindern. auf Höhe der CoronmeuAn dem Ort, an demvor Maria se-Ausstellung eine Verkehrsdem Kind erschienen sein soll, touchiert. befindet sich heute ein insel weißes Mosaik mit der Inschrift: »HUC Bleyberger soll Venlens, VoLUIt Matris reCLUDere peCTUs«, was in etwa behinter Gitter deutet: Durch ihr Erscheinen Einem wollte sich Maria als die Mut- 35-Jährigen aus BleyPapst Johannes Paul II. bei seiberg drohen vier Jahre Haft, ter zeigen. nem Besuch in Banneux. weil er gemeinsam mit einem Die Beisetzungsfeierlichkeiten für Mariette Beco 45-Jährigen finden fachen Wohnhaus der Familie aus Mons, als am Mittwoch um 11 UhrKopf in dereines Drogendealerrings erschienen. Die Eltern wollten Verkündigungskapelle in Bansie zunächst Lügen strafen, da gilt. Dies forderte die Staatsanneux statt. sie aber ihre Tochter als ehrwaltschaft am Freitag vor einem Vervierser Strafgericht. Der Bleyberger war im südspaHerbert-Worch-Stiftung ehrt die Entwicklung einer innovativen Tinnitus-Therapie nischen Algeciras mit 18,2 Kilo Cannabisharz festgenommen worden. Die beiden Männer waren gemeinsam mit zwei Komplizen nach Abhören ihrer Telefongespräche und durch lich und realistisch kannten, suchte der Vater nach dem dritten Erscheinen der Jungfrau um Rat bei dem Pastor des Dorfes. Stellte man der kleinen Mariette zu dem Vorgehen Fragen, so erzählte sie von dem Erscheinen der Mutter Maria klar und unbeeindruckt, sie fügt keine großen Sätze hinzu oder steigert sich in Verschönerungen hinein. Sie erklärte genau die Stunde, den Ort und die Worte der Jungfrau. Bei der zweiten Erscheinung, am 18. Januar 1933, so erzählte Mariette, nahm Maria sie bei der Hand und führte sie zu der Quelle von Banneux. Sie forderte das Kind auf, die Hände auf die in diesem strengen Winter vereiste Quelle zu legen und die Eisschicht zu brechen, um dann die Hände in dem bitterkalten Wasser zu waschen. Dies wie-

 Banneux  Seraing Bei einem Hausbrand in Seraing sind am Samstagabend zwei Kinder im Alter von einem und drei Jahren ums Leben gekommen. Zwei weitere Kinder der Familie, neun und zehn Jahre alt, erlitten schwere Rauchvergiftungen, während die Mutter unverletzt blieb, aber unter Schock steht. Die Mutter, die mit Spülen beschäftigt war, bemerkte den Brand gegen 23 Uhr, als ihr aus dem Esszimmer Rauch

entgegenkam. Vergeblich versuchte sie, zu ihren im ersten Stockwerk schlafenden Kindern vorzudringen. Der von den Nachbarn alarmierte Feuerwehr gelang es die beiden älteren Kinder zu retten, während für die beiden jüngeren jede Hilfe zu spät kam. Der Vater und das fünfte Kind der Familie halten sich derzeit in Pakistan auf. Bei Polizei und Feuerwehr geht man derzeit von einem Unfall aus.

EUREGIO-TELEGRAMM

Schwangere überfahren Am Freitagabend gegen 21.30 Uhr ging eine 26 Jahre alte Spaziergängerin in Héron tödlich von einem Auto erfasst. Der Unfallfahrer flüchtete und ließ die schwangere Frau zurück. Der Mann des Opfers wurde durch den allein zurückkehrenden Hund alarmiert und begab sich sofort auf die Suche nach seiner Frau. Nicht weit von ihrem Zuhause entfernt fand er sie dann am Straßenrand. Am Unfallort gab es nur ein paar kleine Splitter des Autos, aber keine Bremsspuren. Von dem Unfallfahrzeug fehlt jede Spur, bis auf Zeugenaussagen von Jugendlichen, die etwas weiter auf den Bus warteten und einen auffällig schnell fahrenden Pkw bemerkt hatten.

Fußgänger schwer verletzt In der Nacht von Samstag auf Sonntag versuchte ein 44-jähriger Mann aus der Tschechischen Republik gegen 2.30 Uhr zu Fuß den Adalbertsteinweg in Aachen zu überqueren. Noch vor Erreichen der anderen Straßenseite erfasste ihn ein stadteinwärtsfahrender Pkw, der von einer 68-jährigen Frau aus Aachen gesteuert wurde. Beim Aufprall wurde die Windschutzscheibe des Wagens eingedrückt und der Mann auf die Straße geschleudert. Er wurde schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt ins Klinikum verbracht. Die Fahrerin erlitt einen Schock und wurde ebenfalls in ein Krankenhaus verbracht.

Toter bei Sturz in die Maas In der Nacht von Freitag auf Samstag ist um etwa 3 Uhr ein Fahrzeug vom Quai de Wallonie in Lüttich in die Maas gestürzt. Ein 42-Jähriger aus Seraing wurde dabei getötet. Trotzdem wurde seine Leiche bislang noch nicht gefunden. Seine 21-jährige Lebensgefährtin konnte durch zwei Passanten aus dem Wasser geborgen werden. Sie wurde in ein Lütticher Krankenhaus eingeliefert. Das Unfallfahrzeug hatte zuvor auf Höhe der Coronmeuse-Ausstellung eine Verkehrsinsel touchiert.

Bleyberger soll hinter Gitter Einem 35-Jährigen aus Bleyberg drohen vier Jahre Haft, weil er gemeinsam mit einem 45-Jährigen aus Mons, als Kopf eines Drogendealerrings gilt. Dies forderte die Staatsanwaltschaft am Freitag vor einem Vervierser Strafgericht. Der Bleyberger war im südspanischen Algeciras mit 18,2 Kilo Cannabisharz festgenommen worden. Die beiden Männer waren gemeinsam mit zwei Komplizen nach Abhören ihrer Telefongespräche und durch

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die Aussagen eines verdeckt agierenden Ermittlers verhaftet worden. Die Verteidigung stritt in der Verhandlung die Legalität der Abhöraktion an und forderte Freispruch für ihre Mandanten.

Pkw brannte lichterloh Am frühen Samstagmorgen meldete ein Zeuge einen brennenden Pkw in Aachen-Haaren. Personen befanden sich nicht in der Nähe. Beim Eintreffen von Polizei und Feuerwehr brannte das Fahrzeug bereits in voller Ausdehnung. Durch die freiwillige Feuerwehr Haaren wurde der Brand gelöscht. Hinweise auf die Ursache konnten bei einer ersten Inaugenscheinnahme nicht gewonnen werden. Das Fahrzeug wurde sichergestellt. Die Ermittlungen dauern an.

Im Alter von 90 Jahren ist in einem Seniorenheim in Banneux Mariette Beco verstorben. Zwischen Januar und März 1933 war der damals Zehnjährigen nach eigener Aussage die Mutter Gottes erschienen. 1949 hatte die katholische Kirche die Marienerscheinungen offiziell anerkannt. 1985 war Papst Johannes Paul II. bei seinem Besuch in Banneux auch mit Mariette Beco zusammengetroffen, die stets ein Leben in Zurückgezogenheit in der Nähe des Pilgerortes geführt hat. Erstaunt und geradezu erschrocken waren die Eltern, als Mariette von dem Erscheinen der Jungfrau Maria berichtete. Achtmal habe die Jungfrau zu ihr gesprochen, achtmal sei sie ihr im Garten hinter dem ein-

Innovationspreis Medizin geht an Jülicher Wissenschaftler  Jülich

Der Deutsche Innovationspreis für Medizin geht in diesem Jahr an den Jülicher Wissenschaftler Prof. Peter Tass. Der Forscher erhielt den mit 100.000 Euro dotierten Preis der Kampf gegen Herbert-Worch-Stiftung Schwarzarbeit für seine Entwicklung Am Donnerstagabend prüften der Akustischen CR®28 Beamte des Hauptzollamts Neuromodulation zur BeAachen gemeinsam mit vier Beschäftigten des Ausländer- handlung von chronischamtes der Städteregion Aa- tonalem Tinnitus. chen acht Gastronomiebetriebe im Aachener Stadtgebiet und in Würselen. Im Rahmen der Kontrollen nahmen sie drei Personen fest. Zwei indische Staatsbürger waren nicht im Besitz einer Arbeitserlaubnis, einer von ihnen konnte zudem keine Aufenthaltspapiere vorlegen. Ein türkischer Arbeitnehmer wurde mit Haftbefehl gesucht. Die Beamten eröffneten gegen die Arbeitgeber Ermittlungsverfahren wegen Strafverdachts der Einschleusung und Beihilfe zum illegalen Aufenthalt. Daneben leiteten sie mehr als zehn Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen Arbeitnehmer und Arbeitgeber wegen Sofortmelde- und Anmeldeverstoß ein.

Feuerwerksdiebe gefasst Die Polizei hat unter der Woche ein Trio von Dieben dingfest gemacht, die im dringenden Verdacht stehen, eine größere Menge Feuerwerkskörper aus einem Unternehmen in Hasselt zu stehlen. Zwei der drei jungen Männer, die den Behörden allesamt bekannt sind, wurden in Untersuchungshaft genommen. Sie hatten das Diebesgut in einer Garagenbox deponiert.

Frau trotz Leuchtweste überfahren Am Sonntagmorgen wurde gegen 7.45 Uhr wurde in Wanze eine Frau überfahren. Die Frau war mit ihrem Hund unterwegs und trug aus eine Leuchtweste, als sie von einem Auto überfahren wurde. Der Fahrer ergriff die Flucht. Wie schwer die Verletzungen waren, die die Frau bei diesem Unfall zuzog, wurde zunächst nicht bekannt.

Toter bei Sturz in die Maas

Die Verleihung der Auszeichnung fand kürzlich in Bonn statt. Tass Arbeiten wurden aus mehr als 100 Nominierungen bundesweit ausgewählt. »Der Neurostimulator ist ein bedeutender therapeutischer Fortschritt und ein anschauliches Beispiel für die Leistungsfähigkeit der Grundlagenforschung und ihren Beitrag zur medizinischen Innovation«, heißt es in der Begründung der

Jury. Die Grundlage für die innovative Therapie gegen Tinnitus ist der patentierte Coordinated Reset® (CR), den der Jülicher Mediziner, Mathematiker und Physiker Tass entwickelt hat. CR steht dabei für einen komplexen mathematischen Stimulationsalgorithmus: Dieser steuert gezielt und individuell angepasste Therapiesignale an Nervenzellen in Tinnitus assoziierte Bereiche im Gehirn an. Bei der Tinnitusbehandlung sendet ein nur Streichholzschachtelgroßes Gerät, der T30 CR®-Neurostimulator, über medizinische Kopfhörer diese CR®-Signale als koordinierte Therapietonfolge. Professor Tass ist Direktor des Instituts für Neurowissenschaften und Medizin des Forschungszentrums Jülich und Lehrstuhlinhaber an der Universität zu Köln. Zusammen mit Volker Sturm von der Universität Köln erhielt er 2005 den Schrödinger-Preis. Im folgenden Jahr waren beide für den Zukunftspreis des Bundespräsidenten nominiert. Für sei-

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ne Forschungen zur CR®-Behandlung bei Parkinson erhielt er 2009 und 2010 zusammen mit Dr. Wassilios Meissner von der Universitätsklinik Bordeaux den »Rapid Response Innovation Award« der Michael J. Fox Foundation (MJFF). Der erfolgreiche Technologietransfer aus der Grundlagenforschung des Forschungszentrums Jülich in die praktische Anwendung wurde über eine Ausgründung - die ANM Adaptive Neuromodulation GmbH - 2005 realisiert. Das Medizintechnologie-Unternehmen ANM erhielt im Februar 2010 nach erfolgreicher Prüfung der europäischen Behörden die CE-Zertifizierung als Medizinprodukt für den T30 CR®-Neurostimulator. Seitdem bewährt sich die Therapie mit der akustischen CR®-Neuromodulation, die von spezialisierten HNO-Fachärzten durchgeführt wird, im praktischen Einsatz bei Tinnitus-Betroffenen. Die gemeinnützige HerbertWorch-Stiftung fördert die Forschung in der Medizin und

den Biowissenschaften. Der Deutsche Innovationspreis Medizin zeichnet vorbildliche Wissenschaftler für hervorragende medizinische Forschungsergebnisse und den erfolgreichen Transfer in die medizinische Praxis aus. Zudem wird die Öffentlichkeit über die Leistungsfähigkeit der deutschen medizinischen Forschung und den Zusammenhang zwischen Grundlagenforschung und medizinischer Innovation informiert. Herbert Worch war der Gründer der Deutscher Herold-Versicherungsgruppe. Die Stiftung wurde 1997 durch seine Familie gegründet.

Hausbrand in Seraing Weitere Informationen: Jülicher Institut für Neurowissenschaften und Medizin, Bereich Neuromodulation (INM-7): www.fz-juelich.de/inm/inm7/DE/Home/home_node.html; Tinnitus-Therapie mit dem Neurostimulator: www.anm-medical.com; Herbert-Worch-Stiftung: www.forschen-foerdern.org

Kampf gegen Schwarzarbeit Am Donnerstagabend prüften 28 Beamte des Hauptzollamts Aachen gemeinsam mit vier Beschäftigten des Ausländeramtes der Städteregion Aachen acht Gastronomiebetriebe im Aachener Stadtgebiet und in Würselen. Im Rahmen der Kontrollen nahmen sie drei Personen fest. Zwei indische Staatsbürger waren nicht im Besitz einer Arbeitserlaubnis, einer von ihnen konnte zudem keine Aufenthaltspapiere vorlegen. Ein türkischer Arbeitnehmer wurde mit Haftbefehl gesucht. Die Beamten eröffneten gegen die Arbeitgeber Ermittlungsverfahren wegen Strafverdachts der Einschleusung und Beihilfe zum illegalen Aufenthalt. Daneben leitetenKirchenchor: sie mehr als zehn Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen Arbeitnehmer und Arbeitgeber wegen Sofortmelde- und Anmeldeverstoß ein.

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hielt den mit 100.000 Euro dotierten Preis der Herbert-Worch-Stiftung für seine Entwicklung der Akustischen CR®Neuromodulation zur Behandlung von chronischtonalem Tinnitus. Die Verleihung der Auszeichnung fand kürzlich in Bonn statt. Tass Arbeiten wurden aus mehr als 100 Nominierungen bundesweit ausgewählt. »Der Neurostimulator ist ein bedeutender therapeutischer Fortschritt und ein anschauliches Beispiel für die Leistungsfähigkeit der Grundlagenforschung und ihren Beitrag zur medizinischen Innovation«, heißt es in der Begründung der

Euregio

mulationsalgorithmus: Dieser steuert gezielt und individuell angepasste Therapiesignale an Nervenzellen in Tinnitus assoziierte Bereiche im Gehirn an. Bei der Tinnitusbehandlung sendet ein nur Streichholzschachtelgroßes Gerät, der T30 CR®-Neurostimulator, über medizinische Kopfhörer diese CR®-Signale als koordinierte Therapietonfolge. Professor Tass ist Direktor des Instituts für Neurowissenschaften und Medizin des Forschungszentrums Jülich und Lehrstuhlinhaber an der Universität zu Köln. Zusammen mit Volker Sturm von der Universität Köln erhielt er 2005 den Schrödinger-Preis. Im folgenden Jahr waren beide für den Zukunftspreis des Bundespräsidenten nominiert. Für sei-

die Leistungsfähigkeit der deutschen medizinischen Forschung und den Zusammenhang zwischen Grundlagenforschung und medizinischer Innovation informiert. Herbert Worch war der Gründer der Deutscher Herold-Versicherungsgruppe. Die Stiftung wurde 1997 durch seine Familie gegründet.

Design: Norbert Küpper 07 Weitere Informationen: Jülicher Institut für Neurowissenschaften und Medizin, Bereich Neuromodulation (INM-7): www.fz-juelich.de/inm/inm7/DE/Home/home_node.html; Tinnitus-Therapie mit dem Neurostimulator: www.anm-medical.com; Herbert-Worch-Stiftung: www.forschen-foerdern.org

Grenzecho Donnerstag, 5. April 2012

Kirchenchor:

Adventskonzert in St. Stephanus

Adventskonzert in St. Stephanus

l Prüm-Bühlborn · D Feuerwerksdiebe Die deutschen Wirtschaftsforgefasst scher gehen weiter davon aus,

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Die deutschen Wirtschaftsforscher gehen weiter davon aus, dass sich die Lage auf dem. Natürliche und nachhaltige Erzeugung, günstige Energieeigenschaften, Kreislauffähigkeit sind Merkmale die Holzverwendung als Rohstoff und Energieträger ja begünstigen sind Merkmale, die die Holzverwendung als Rohstoff und Energieträger. Davon sind Forst und Holzwirtschaft zutiefst überzeugt. Teilnehmer aus der Forst- und Holz.

sich hat die unter Lage der auf Wodem. Diedass Polizei undDieben nachhaltige cheNatürliche ein Trio von dingEnergiefestErzeugung, gemacht, günstige die im dringeneigenschaften, den Verdacht stehen,Kreislauffäeine gröhigkeit Merkmale die ßere Mengesind Feuerwerkskörper Holzverwendung als Rohstoff aus einem Unternehmen in und Energieträger ja begünHasselt zu stehlen. Zwei der stigen sindMänner, Merkmale, die drei jungen diedieden Holzverwendung Rohstoff Behörden allesamtals bekannt und Energieträger. sind sind, wurden in Davon UntersuForst und Holzwirtschaft zuchungshaft genommen. Sie tiefstdas überzeugt. Teilnehmer hatten Diebesgut in einer aus der Forstund Holz. Garagenbox deponiert.

Frau trotz LeuchtUnfall 1: weste überfahren

Unfall 1:

Pkw kollidiert mit Traktor

Pkw kollidiert mit Traktor

Am Sonntagmorgen wurde gegen 7.45 Uhr wurde in Wanze eine Frau überfahren. Die Frau war mit ihrem Hund unterl Buerg-Reuland l Buerg-Reuland wegs und trug aus eine LeuchtDie führenden Die führenden Wirtschaftsforweste, als sie vonWirtschaftsforeinem Auto Zur Freude nicht nur der ortsansässigen Bevölkerung konnten das aus dem Jahre 1885 stammende frühere Bahnhofsgebäude scher gehen weiterDer davon aus, scher gehen weiter davon aus, überfahren wurde. Fahrer dass die sichFlucht. die Lage dem. dass sich die Lage auf dem. ergriff Wieauf schwer und waren, nachhaltige Natürliche und nachhaltige dieNatürliche Verletzungen die günstige EnergieErzeugung, günstige EnergiedieErzeugung, Frau bei diesem Unfall zuAuszeichnung: Herbert-Worch-Stiftung ehrt die Entwicklung einer neuen Tinnitus-Therapie eigenschaften, Kreislauffähigeigenschaften, Kreislauffähigzog, wurde zunächst nicht be- D ie innovative Therapie gegen Tinnitus, die der Jülicher Forscher Peter Tass entwickelt hat, steuert gezielt und individuell angepasste Therapikeit sind Merkmale die Holz- esignale an Nervenzellen in Tinnitusassoziierten Bereichen im Gehirn. keit sind Merkmale die HolzFoto: ABDA/gms kannt. verwendung als Rohstoff und Energieträger ja begünstigen sind Merkmale, die die Holzverwendung als Rohstoff und Energie überzeugt. Teilnehmer aus der Forst.

Unfall 2:

Marmeladen-Lkw stürzte um l Weywertz Die deutschen Wirtschaftsforscher gehen weiter davon aus, dass sich die Lage auf dem. Natürliche und nachhaltige Erzeugung, günstige Energieeigenschaften, Kreislauffähigkeit sind Merkmale die Holzverwendung als Rohstoff und Energieträger ja begünstigen sind Merkmale, die die Holzverwendung als Rohstoff und Energieträger. Davon sind Forst und Holzwirtschaft zutiefst überzeugt. Teilnehmer aus der Forst- und Holzwirtschaft sowie.

Zwei Kleinkinder kamen in den Flammen um Polizei:

Harald Schlenter bleibt Zonenchef l Daun · D

Innovationspreis Medizin für Jülicher Wissenschaftler l Jülich

»Wenn ich es jetzt nicht mache, wird es mir immer leid tun«, hat Daniel Offermann sich vor drei Jahren gesagt und sich fü̈r einen Lehrgang in Luftakrobatik im Zirkusund Artistikzentrum Köln entschieden. Inzwischen ist aus der Leidenschaft ein zweites berufliches Standbein geworden. Von Petra Förster 42 Jahre alt war Daniel Offermann, als er sich fu�r den Kurs hoch oben in der Luft entschieden hat und damit fu�hlte er sich eigentlich viel zu alt, um unter die Luftakrobaten zu gehen. »Ich bin zum ersten Treffen nur hingefahren, um mir zu beweisen, dass das nichts mehr fu�r mich ist«, erzählt er ru�ckblickend. Doch dann war es so etwas wie Liebe auf den ersten Blick und seit drei Jahren fährt Offermann jeden Montaga-

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»Ich freue mich, dass unsere jahrelange Forschung eine so hohe Auszeichnung erhält.«

Euregio

Prof. Daniel Meier

stand-Akrobatik. Beides praktizierte Offermann auf hohem Niveau. DenLaufsport opferte er schließlich, da er mit der Akrobatik nicht kompatibel war. »Durch das Laufen verkürzen sich die Muskeln. Beim Turnen ist es wichtig, geschmeidig zu sein«, erklärt er. Die große Herausforderung in der Luftakrobatik liegt darin, die körperliche Höchstleistung für das Publikum leicht aussehen zu lassen. Die physischen Anforderungen seien sehr hoch, berichtet er, weshalb regelmäßiges Training unerlässlich ist. Neben Kraft müssen Luftakrobaten eine gute Körper.

verwendung als Rohstoff und Energieträger ja begünstigen sind Merkmale, die die Holzverwendung als Rohstoff und Energie überzeugt. Teilnehmer aus der Forst.

Unfall 2:

Marmeladen-Lkw stürzte um l Weywertz Die deutschen Wirtschaftsforscher gehen weiter davon aus, dass sich die Lage auf dem. Natürliche und nachhaltige Erzeugung, günstige Energieeigenschaften, Kreislauffähigkeit sind Merkmale die Holzverwendung als Rohstoff und Energieträger ja begünstigen sind Merkmale, die die Holzverwendung als Rohstoff und Energieträger. Davon sind Forst und Holzwirtschaft zutiefst überzeugt. Teilnehmer aus der Forst- und Holzwirtschaft sowie.

Als Mädchen an der Basis der Marienwallfahrten nach Banneu seiner Paraderolle als Kabarettist, dem flämischen Regierungsvertreter, nutzt und das Faible für gesunde, vollwertige Ernährung, woraus dann sein erstes berufliches Standbein wurde, der Naturkost- und Kräuterladen am Marktplatz in Bütgenbach. Nach zehn Jahren beendete er die Karriere auf zwei Rädern, widmete sich dem Laufsport und wieder dem Turnen. In einer Akrobatengruppe aus Aachen übte er sich in Hand-

Mariette Beco 90-jährig versto

 Banneux

Die deutschen Wirtschaftsforscher gehen weiter davon aus, dass sich die Lage auf dem. Natürliche und nachhaltige Erzeugung, günstige Energieeigenschaften, Kreislauffähigkeit sind Merkmale die Holzverwendung als Rohstoff und Energieträger ja begünstigen sind Merkmale, die die Holzverwendung als Rohstoff und Energieträger. Davon sind Forst und Holz.

bend nach Köln ins ZAK, so die Abkürzung des Zentrums, um zu trainieren. Auch nach der langen Zeit hat er immer noch das Gefü̈hl, sich technisch zu verbessern. Vor allen Dingen im choreografischen Bereich holt er sich wieder Rü̈ckmeldung von seinem Trainer. »Es ist ein bisschen wie Tanzen am Tuch«, sagt er zu seiner Arbeit am Vertikaltuch, seiner Spezialität. Der in Leykaul wohnhafte gebürtige Elsenborner hat seit frü̈hester Kindheit verschiedene Sportarten praktiziert, stets mit Leidenschaft und stets auf hohem Niveau. Schon als Kind war er in der Disziplin Geräteturnen beim Turnverein Elsenborn aktiv. Zehn Jahre blieb er beim Radsport, fuhr regelmäßig nach Cheratte zum Training. »Ich war es immer gewohnt, für den Sport weit zu fahren und für den Sport zu leben«, sagt er. Aus seiner Zeit als Radsportler hat er zwei Dinge mitgenommen: Die guten Französischund Flämischkenntnisse, die er heute auf der Bü̈hne in

entgegenkam. Vergeblich versuchte sie, zu ihren im ersten Im Alter von 90 Jahren ist in Marienwunder: An der Basis der Verehrung Bei einem Hausbrand in Se- Stockwerk schlafenden Kin- einem Seniorenheim in BanBecoverstorneuxMariette Mariette Beco raing sind am Samstagabend dern vorzudringen. Der von den Nachbarn alar- ben.verstirbt Zwischen 90-jährig Januar und zwei Kinder im Alter von ei1933 war der damals nem und drei Jahren ums Le- mierte Feuerwehr gelang es März Banneux schaft hoffe seit Jahrzehnten Die führenden Wirtschaftsfor- darauf, dass das ÖkopotenZehnjährigen nach ben gekommen. Zwei weitere die beiden älteren Kinder scher gehen weiter davon aus, tial Holz.eigener Der Öffentlichkeit Statistik:zu dass sich die Lage auf dem. wahrgenommen und von den beiden Aussage MutterKunden Gottes er-auch Kinder der Familie, neun und retten, während für dieInteressante Natürlichedie und nachhaltige über den Preis Erzeugung, günstige Energie- honoriert werde. Leider sei es eigenschaften,1949 Kreislauffähigbisher beidie der Hoffnung spät schienen. hatte ka- gezehn Jahre alt, erlitten schwe- jüngeren jede Hilfe zu Zahlen aus Raeren keit sind Merkmale die Holz- blieben mit Text. Weywertz verwendungKirche als Rohstoff und Realität nun ganz anders tholische dieDieMarienerre Rauchvergiftungen, wäh- kam. Die deutschen Wirtschaftsfor- Energieträger ja begünstigen aus. Mit diesen Feststellungen scherfünfte gehen weiter davon aus, sind Merkmale, die die Holzleitete der Leiter des Instituts Der Vater und dasdass scheinungen offiziell anerrend die Mutter unverletzt sich die Lage auf dem. verwendung als Rohstoff. für Forstbenutzung Forstliche. Natürliche und nachhaltige Davon sind Forst- und Holz- Arbeitswissenschaft das trasich kannt. 1985 war Papst Johanblieb, aber unter Schock steht. Kind der Familie halten Erzeugung, günstige Energie- wirtschaft zutiefst überzeugt. ditionelle Winterseminar nun Kreislauffähig- Teilnehmer aus der Forst- und der forstwirtschaftlichen FaII.sowie beider Wisseinem Die Mutter, die mit Spülen derzeit in Pakistan auf. eigenschaften, keit sind Merkmale dienes Holz- Paul Holzwirtschaft kultät derBesuch Universität Freiverwendung als Rohstoff und senschaft haben an dieser ja burg ein. Voraussetzung für Bei Polizei und Feuerwehr in Banneux auch Mariette beschäftigt war, bemerkte den Energieträger ja begünstigen hochkarätigen nun Veransal- mit ja eine höhere Wertschätzung. sind Merkmale, die die Holz- tung teilgenommen. Dies nun Von Holz und Holzprodukten. einem Beco zusammengetroffen, die Brand gegen 23 Uhr, als ihr geht man derzeit vonverwendung als Rohstoff und dokumentiert welchen hohen Sei die Erstellung von ÖkobiD ie innovative Therapie gegen Tinnitus, die der Jülicher Forscher Peter Tass entwickelt hat, steuert gezielt und individuell angepasste TherapiEnergieträger. Davon ja sind Stellenwert das Freiburger lanzen. Um zu einer verläßesignale an Nervenzellen in Tinnitusassoziierten Foto: ABDA/gms Forst und Holz. Forstwirtlicheren Bewertung. aus. stetsWinterkolloquium ein Leben in Zurückgezoaus Bereichen demim Gehirn. Esszimmer Rauch Unfall genheit in der Nähe des Pilger069 ortes geführt hat. Erstaunt und geradezu erEUREGIO-TELEGRAMM schrocken waren die Eltern, als Mariette von dem Erscheinen die Aussagen eines verdeckt der Jungfrau Maria berichtete. Schwangere agierenden Ermittlers verhaf- Achtmal habe die Jungfrau zu überfahren tet worden. Die Verteidigung ihr gesprochen, achtmal sei sie Am Freitagabend gegen 21.30 stritt in der Verhandlung die ihr im Garten hinter dem ein-

 Seraing

gietransfer aus der Grundlagenforschung des Forschungszentrums Jülich in die praktische Anwendung wurde über eine Ausgründung - die ANM Adaptive Neuromodulation GmbH - 2005 realisiert. Das Medizintechnologie-Unternehmen ANM erhielt im Februar 2010 nach erfolgreicher Prüfung der europäischen Behörden die CE-Zertifizierung als Medizinprodukt für den T30 CR®-Neurostimulator. Seitdem bewährt sich die Therapie mit der akustischen CR®-Neuromodulation, die von spezialisierten HNO-Fachärzten durchgeführt wird, im praktischen Einsatz bei Tinnitus-Betroffenen. Die gemeinnützige HerbertWorch-Stiftung fördert die Forschung in der Medizin und

INFoS

l Weitere Informationen

Polizei:

l Ju�licher Institut fu�r Neuro-

Harald Schlenter bleibt Zonenchef

zum Thema:

wissenschaften und Medizin,

l Bereich Neuromodulation

lich und realistisch kannten, suchte der Vater nach dem dritten Erscheinen der Jungfrau um Rat bei dem Pastor des Dorfes. Stellte man der kleinen Mariette zu dem Vorgehen Fragen, so erzählte sie von dem Erscheinen der Mutter Maria Statistik: klar und unbeeindruckt, sie Interessante fügt Zahlen aus keine Raeren großen Sätze hinzu Weywertz oder steigert sich in VerschöDie deutschen Wirtschaftsforscher gehen weiter davon aus,hinein. nerungen dass sich die Lage auf dem. Natürliche und nachhaltige Sie erklärte genau die StunErzeugung, günstige Energieeigenschaften, Kreislauffähigde, den Ort und die Worte der keit sind Merkmale die Holzverwendung als Rohstoff und Jungfrau. Energieträger ja begünstigen Bei der zweiten Ersind Merkmale, die die Holzscheinung, am 18. Januar verwendung als Rohstoff und Energieträger. Davon ja sind Forst und Holz. Zur Freude nicht nur der ortsansässigen Bevölkerung. 1933, so erzählte Mariette, nahm Maria sie bei der Hand und führte sie zu der Quelle Papst Johannes Paul II. bei sei- von Banneux. Sie forderte das nem Besuch in Banneux. Kind auf, die Hände auf die in diesem strengen Winter vereisfachen Wohnhaus der Familie te Quelle zu legen und die Eiserschienen. Die Eltern wollten schicht zu brechen, um dann sie zunächst Lügen strafen, da die Hände in dem bitterkalten sie aber ihre Tochter als ehr- Wasser zu waschen. Dies wie(INM-7): www.fz juelich. de/ inm/inm7/DE/Home

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Die deutschen Wirtschaftsforscher gehen weiter davon aus, dass sich die Lage auf dem. Natürliche und nachhaltige Erzeugung, günstige Energieeigenschaften, Kreislauffähigkeit sind Merkmale die Holzverwendung als Rohstoff und Energieträger ja begünstigen sind Merkmale, die die Holzverwendung als Rohstoff und Energieträger. Davon sind Forst und Holz.

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Grenz-Echo Montag, 3. September 2012

Sport

Grenz-Echo Montag, 3. September 2012

Sport

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Design: Norbert Viermal »Seven Nation - für sich Fußball - 1.3:1 Division: Lütticher Abwehr nicht sattelfest, BrüggerArmy« Sturm Klasse SZENE DES SPIELTAGS Brügger Konter zum gegen Standard Brügge kontert Standard aus »Blauw en zwart« schießt Tore am Fließband SZENE DES SPIELTAGS

Fußball - 1. Division: Lütticher Abwehr nicht sattelfest, Brügger Sturm Klasse für sich

»Blauw en zwart« schießt Tore am Fließband

Viermal »Seven Nation Army« Brügge kontert Standard aus Sport

Georges Leekens hat einige Kritik einstecken müssen, weil

Grenz-Echo Montag, 3. September 2012

Sport

SZENE DES SPIELTAGS

»Blauw en zwart« schießt Tore am Fließband

Brügger Konter zum 3:1 gegen Standard Georges Leekens hat einige Kritik einstecken müssen, weil seine Mannschaft zu viele Gegentore kassiert. Offensiv ist Club Brügge momentan aber das Maß aller Dinge in der 1. Division. Gegen Standard Lüttich erzielte »Blauw en zwart« im vierten Meisterschaftsspiel hintereinander mindestens drei Tore, ganz zu schweigen von den sieben Treffern in der

Europa League gegen Debrecen. Die offensive Stärke demonstrierte die Elf am Sonntag gegen Standard Lüttich. Hervorragend vor allem das Tor zum 3:1, als Brügge nach Ecke für die »Rouches« schnell umschaltete, Vazquez schickte Tchité in die Gasse und der vollstreckte mit einem strammen Schuss. (pb)

Georges Leekens hatsicheinige Fußball - 1. Division: Lütticher Abwehr nicht sattelfest, Brügger Sturm Klasse für Kritik einstecken müssen, weil seine Mannschaft zu viele Gegentore kassiert. Offensiv ist Club Brügge momentan aber das Maß aller Dinge in der 1. Division. Gegen Standard Lüttich erzielte »Blauw en zwart« im vierten Meisterschaftsspiel  Von Patrick Bildstein hintereinander mindestens 26 Tore in zehn Pflichtdrei Tore, ganz zu schweigen spielen, souveräne Tabelvon den sieben Treffern in der

Viermal »Seven Nation Army« Brügge kontert Standard aus

lenführung in der 1. Division, nur in der Champions League gab es gegen den FC Kopenhagen einen Rückschlag: Der Saisonstart von Club Brügge ist gelungen.

Europa League gegen Debrecen.

Abwehrfehler

Cercles Anthony Portier nach der Pleite bei Aufsteiger Waasland-Beveren. Nichts geht mehr in Brügge.

TOPS & FLOPS � Mons: Die von Enzo Scifo trainierten Hennegauer bleiben die Überraschungself. � Waasland-Beveren: sechster Spieltag, erster Saisonsieg. Es geht bergauf. � Club Brügge: Es scheint das Jahr der Brügger zu werden. Sechs Spiele, fünf Siege, ein Remis. �

� KV Mechelen: Erneute Niederlage, Platz 13. Was ist los mit dem Kultklub? � Cercle Brügge: idem KV Mechelen, mit dem Unterschied, dass Cercle Letzter ist, mit nur einem Punkt aus sechs Spielen. � Réginal Goreux: Beim 0:1 geschlafen, den Elfer zum 1:2 eingeleitet, beim 1:3 von Tchité zu spät gekommen und auch ansonsten in Brügge außer Form. Es war nicht der Tag des Standard-Verteidigers.

Standard-Coach Ron Jans hatte am Sonntagnachmittag ähnliche Probleme. Die rotweiße Defensive war alles andere als sattelfest. Beim 1:0 konnte Hoefkens gemütlich flanken, Réginal Goreux vergaß Bacca, der mit einem schönen Kopfball das 1:0 besorgte (5.). Beim 2:1 (22.) der Brügge säbelte Goreux über den Ball, Jelle Van Damme war überrascht und bekam das Leder gegen den Arm, Elfmeter. Lior Refaelov verwandelte sicher, sein fünfter Treffer der Saison, danach wurde er verletzt ausgewechselt. Beim 3:1 wurde die Hinterreihe klassisch ausgekontert. Goreux wer sonst? - kam gegen Tchité zu spät (35.). Beim 4:2 in der Nachspielzeit hatte Standard hinten alles aufgemacht, dieser Treffer, erneut durch Bacca, ist zu verzeihen. Die »Rouches« verloren die Begegnung demnach in der ersten Halbzeit, wo Brügge quasi zum Toreschießen einge-

Sport

 Europa League Am Sonntagnachmittag reichcen. SZ E N E D E S S P I E LTAG S te »Blauw en zwart« eine ins-- 1. Division: Lütticher Abwehr nicht sattelfest, Brügger Sturm Klasse für sich Fußball SPIELTAGS gesamt mittelmäßige Leistung, Die offensive Stärke demonst- 26SZENE Tore DES in zehn Pflichtvor allem in der zweiten Halbrierte die Elf am Sonntag ge- spielen, souveräne Tabel- zeit, um Standard Lüttich mit »Blauw en zwart« schießt Tore am Fließband4:2 zu besiegen. Auffallend bei gen Standard Lüttich. Hervorlenführung in der 1. Divisi- den von Georges Leekens betreuten Gastgebern war erneut ragend vor allem das Tor zum on, nur in der Champions Brügger Konter zum 3:1 die Durchschlagskraft im 3:1, als Brügge nach Ecke für Sturm sowie die Anfälligkeit in es gegen den der Abwehr. Während Carlos die »Rouches« schnell um- League gegengab Standard Bacca und Mohamed Tchité als schaltete, Vazquez schickte FC Kopenhagen einen Angreifer drei Mal ins Schwarze trafen, leistete sich der anVon Patrick Bildstein Tchité in die Gasse und derLeekens Rückschlag: Der League Saisongegen DebreGeorges hat einige Europa sonsten stark aufspielende Kritik einstecken müssen, weil cen. Carl Hoefkens beim vorübergevollstreckte mit einem seine stramstart vonGe-Club Brügge istdemonstDie offensive Stärke Mannschaft zu viele henden26 1:1Tore der »Rouches« ein in zehn Pflichtmen Schuss. (pb)kassiert. Handspiel im Straf- Tabelge- spielen, gentore Offensiv ist rierte die Elf am Sonntag dummes souveräne gelungen.

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Viermal »Seven Nation Army« Brügge kontert Standard aus

raum. Auch beim 2:3 in der 90. Club Brügge momentan aber gen Standard Lüttich. Hervorin der 1. DivisiMinutelenführung sah die Verteidigung das Maß aller Dinge in der 1. ragend vor allem das Tor zum Mohamed Tchité hat abgezogen, Réginal Goreux kommt zu spät: Es steht 3:1 für Club Brügge. der Brügger nicht gut aus. Am Sonntagnachmittag reichEcke für on, nur in der Champions Division. Gegen Standard Lüt- 3:1, als Brügge nach League gab es gegenladen denwurde. Die eigenen, we- Gonzalez (10.) vergab Jelle ber einen Gang zurück und »Rouches« tich erzielte »Blauw en zwart«en die te »Blauw zwart« eineschnell ins- um-Abwehrfehler im vierten Meisterschaftsspiel schaltete, Vazquez schickte FC Kopenhagen einen nigen Chancen vergaben die Van Damme kurz vor der Pau- ließ Standard kommen. Die gesamt mittelmäßige Leistung, Standard-Coach hintereinander mindestens Tchité in die Gasse und der Gäste. Neben dem 1:1 per se per Kopf das 2:3. Nach dem Hoheit im Mittelfeld konnten RonDer Jans Rückschlag: SaisonCercles Portier nach der Pleite bei Handelfmeter durch Ignacio Wechsel schaltete der Gastge- die Lütticher aber nicht nuthatte am Sonntagnachmittag vorzu allem in der zweiten Halbvollstreckte mitAufsteiger einem stramdrei Tore, Anthony ganz schweigen start von Club Brügge ist zen. Die Gäste forderten HandAnthonyTreffern Portier nach der beiSchuss. Aufsteiger Waasland-Be- (pb) Probleme. Die rotWaasland-Beveren. men vonCercles den sieben derPleite gelungen. zeit, umin Standard Lüttich mit ähnliche spiele im Strafraum, einmal

weiße Defensive war alles an-

veren. Nichts geht mehr in Brügge.

Am Sonntagnachmittag reichte »Blauw en zwart« eine insgesamt mittelmäßige Leistung, vor allem in der zweiten Halbzeit, um Standard Lüttich mit 4:2 zu besiegen. Auffallend bei den von Georges Leekens betreuten Gastgebern war erneut die Durchschlagskraft im Sturm sowie die Anfälligkeit in der Abwehr. Während Carlos Bacca und Mohamed Tchité als Angreifer drei Mal ins Schwarze trafen, leistete sich der ansonsten stark aufspielende Carl Hoefkens beim vorübergehenden 1:1 der »Rouches« ein dummes Handspiel im Strafraum. Auch beim 2:3 in der 90. Minute sah die Verteidigung der Brügger nicht gut aus.

 Von Patrick Bildstein

seine Mannschaft zu viele Ge- Die offensive Stärke demonst- 26 Tore in zehn Pflichtgentore kassiert. Offensiv ist rierte die Elf am Sonntag ge- spielen, souveräne TabelClub Brügge momentan aber gen Standard Lüttich. Hervor- lenführung in der 1. Divisidas Maß aller Dinge in der 1. ragend vor allem das Tor zum Division. Gegen Standard Lüt- 3:1, als Brügge nach Ecke für on, nur in der Champions tich erzielte »Blauw en zwart« die »Rouches« schnell um- League gab es gegen den Grenzecho schaltete, Vazquez schickte FC Kopenhagen einen im vierten Meisterschaftsspiel Donnerstag, 5. April 2012 hintereinander mindestens Tchité in die Gasse und der Rückschlag: Der SaisonGrenz-Echo vollstreckte mit einem stram- start von Club Brügge ist drei Tore, ganz zu schweigen Montag, 3. September 2012 (pb) gelungen. von den sieben Treffern in der men Schuss. Von Patrick Bildstein gegen Debre-

Brügger Konter zum 3:1 gegen 21 Standard

Küpper 08

von Tchité, das andere Mal von als sattelfest. Beim 1:0 4:2 zu besiegen. Auffallend bei dere Sonntagnachmittag reichAlmeback, doch der SchiedskonnteAm Hoefkens gemütlich »Blauw Goreux en zwart« »Blauw en Swart«: Tore am Fließband den von Georges Leekens be- flanken,te Réginal richter ließ weiterspielen. ver- eine insTOPS & FLOPS gesamt mittelmäßige gaß Bacca, der mit einem schö- Leistung, treuten Gastgebern war erneut nen vor allem in der zweiten HalbKopfball das 1:0 besorgte Alles nach vorne (5.). Beim der Brüg� Mons: Die von Enzo Scifo trainierten zeit,2:1 um(22.) Standard Lüttich mit die Hennegauer Durchschlagskraft im ge säbelte Goreux über Auffallend den bleiben die Überraschungself. In der Schlussphase versuch4:2 zu besiegen. bei Sturm sowie die Anfälligkeit in Ball, Jelle Van Georges Damme war te Standard-Coach Ron Jans den von Leekens bealles und brachte Batshuayi � Waasland-Beveren: sechster Spieltag, überrascht und bekam das Leder erster Abwehr. Während Carlos treuten Gastgebern war erneut der gegen den Arm, Elfmeter. und Ajdarevic. Es zahlte sich Saisonsieg. Es geht bergauf. die Durchschlagskraft im verwandelte siaus, da Biton in der 90. MinuBacca und Mohamed Tchité als Lior Refaelov Sturm sowie die Anfälligkeit in fünfter Treffer der te, die Brügger Abwehr war � Club Brügge: Es scheint das Jahr der cher, sein Angreifer drei Mal ins Schwardanach wurdeWährend er vernicht im Bilde, das 2:3 erzielte. Brügger zu werden. Sechs Spiele, fünf Siege, Abwehr. Carlos Georges Leekens hat einige der Europa League gegen Saison, De- der Beim 3:1 Tchité als Im direkten Gegenzug stellte ein Remis. Bacca und Mohamed Kritik einsteckenze müssen, weilleistete brecen. sich der an- letzt ausgewechselt. trafen, wurde Angreifer die Hinterreihe klasBacca den alten Rückstand drei Mal ins SchwarDie� offensive Stärke demonsseine Mannschaft zu viele Ge-stark sisch ausgekontert. Goreuxsich - der anaber wieder her. � � sonsten aufspielende ze trafen, leistete ge-sonst? gentore kassiert. Offensiv ist trierte die Elf am Sonntagwer - kam gegen Tchité Die Saison ist sicherlich noch stark Carl�Hoefkens beim vorübergezu spätsonsten (35.). Beim 4:2 in aufspielende der jung, doch wenn Club Brügge, Erneute Niederlage, Platz KVaber Mechelen: gen Standard Lüttich. HervorClub Brügge momentan Carl Hoefkens beim vorübergeNachspielzeit hatte Standard das am Freitag Vadis Odjidja 13. Was1:1 mit dem Kultklub? henden »Rouches« ein ragend vor allem das Tor zum das Maß aller Dinge in der ist 1. losder 1:1 der »Rouches« ein hinten henden alles aufgemacht, diefür ein Jahr an Everton ausge3:1, als Brügge nach Ecke dieTreffer, Division. Gegendummes Standard LüterneutHandspiel durch Bac- im Strafliehen hat, den direkten Kon� Cercle Brügge: idem KVim Mechelen, mitfürser Handspiel Strafdummes verzeihen. kurrenten Standard Lüttich im dem Unterschied, dass Cercleschnell Letzter ist, mit ca, ist zu »Rouches« tich erzielte »Blauw en zwart« raum. Auch beim 2:3 in der 90. raum. beim 2:3Spielen. inschickte der umschalte90. »Rouches«sah verloren die Schongang auf Distanz halten nur Auch einem Punkt sechs die Verteidigung te,aus Vazquez Tchité Die in Minute im vierten Meisterschaftsspiel Begegnung demnach in gut der aus. kann, dann dürfte der 3:1 Meistersah die dieGasse Verteidigung der Brügger nicht MohamedRéginal Tchité hat abgezogen, Réginal Goreux kommt steht für Club Brügge. Mohamed Tchité hat Bacca abgezogen, Goreux kommt zu spät: Eszwei steht 3:1zu fürspät: ClubEsSaison Brügge. vollstreckte hintereinander Minute mindestens ersten Halbzeit, wo Brügge Carlos (r., im Zweikampf mit Sébastien Pocognoli) erzielte titel in dieser nur über � Réginal Goreux: Beimund 0:1 der geschlafen, Mohamed Tchitéeingehat abgezogen, Réginal Goreux kommt zu spät: Es steht 3:1 für Club Brügge. Brügger gut aus. mit einem strammen Schuss. drei Tore, ganz der zu schweigen quasi zum Toreschießen Treffer für Club Brügge. »Blauw en zwart« führen. den Elfer zumnicht 1:2 eingeleitet, beim 1:3 von laden wurde. Die eigenen, we- Gonzalez (10.) vergab Jelle ber einen Gang zurück

Brügger Konter zum 3:1 gegen Standard

Mohamed Tchité hat abgezogen, Réginal Goreux kommt zu spät: Es steht 3:1 für Club Brügge.

Tchité sieben zu spät gekommen ansonsten in Brügge außer (pb) von den Treffern und in auch

Abwehrfehler

und

Standard kommen. Die Van Damme kurz vor derzweites Pau- ließ berufliches nigen Chancen vergabenaus die seinem Form. Es war nicht der Tag des Standard-Verteidigers. Portrait: Daniel Offermann (45) macht Traum ein Standbein Hoheit Gang im Mittelfeld konnten per Kopf das 2:3. Nach demeinen Neben dem per severgab Jans Gäste. ber zurück und Gonzalez (10.) Jelle ladenStandard-Coach wurde. Die Ron eigenen, we- STIMMEN Abwehrfehler ZUM1:1 SPIEL hatte am Sonntagnachmittag Handelfmeter durch Ignacio Wechsel schaltete der Gastge- die Lütticher aber nicht nutnigen Chancen die Van Damme kurz vor der Pau- ließ Standard zen. Die Gästekommen. forderten Hand-Die Cercles Anthony Portier nach der Pleite bei Aufsteiger Waasland-Beähnliche Probleme.vergaben Die rotToveren. PS Nichts & F geht LoStandard-Coach PS im Strafraum, konnten einmal mehr in Brügge. weiße Neben Defensive war alles 1:1 anim Mittelfeld dem per se per Kopf das 2:3. Nach dem Hoheitspiele Ron Jans Gäste. von Tchité, das andere Mal von dere als sattelfest. Beim 1:0 aber nicht nutdurch Ignacio Wechsel schaltete der Gastge- die Lütticher hatte am Sonntagnachmittag Handelfmeter Almeback, doch der Schiedskonnte Hoefkens gemütlich zen. Die Gäste forderten Handbei Aufsteiger Waasland-Beähnliche Probleme. Die rotrichter ließ weiterspielen. flanken, Réginal Goreux verGeorges Leekens (Trainer wir einige Probleme. Wir William Vainqueur men wir auf 2:3 heran und verl Mons: Die von Enzo&Scifo trainierten HenneTOPS FLOPS Europapokal lieren im Anschluss sofort den Club Brügge): »Unser Sieg ist waren vom Lüttich): »Wir gaß Bacca, der mit einem schöspiele imnie Strafraum, einmal weiße Defensive war alles an- (Standard gauer bleiben die Überraschungself. Ball. Vier Gegentore sind kein verdient und logisch. Standard müde. Wir haben aberAlles haben zu Kopfball viele Abwehrfehler nen das 1:0 besorgte nach vorne über das Spiel das andere Mal von Kompliment für unsere Ab- hat mir aber gut gefallen. In die Kontrolle begangen. Da müssen wirder von Tchité, dere� als Beim (5.). Beim 2:1 (22.) BrügMons:sattelfest. Die von Enzo Scifo 1:0 trainierten (pb) der zweiten Halbzeit hatten verloren.« uns noch verbessern. Wir wehr.« l Waasland-Beveren: sechster Spieltag, erster Alles nach vorne ge säbelte Goreux über den Hennegauer bleiben die Überraschungself. In derdoch Schlussphase Almeback, der versuchSchiedskonnte Hoefkens gemütlich wussten, dass Brügge auf Saisonsieg. Es geht bergauf. Ball,mitJelle Van Damme war Standard-Coach Ron Jans Konter Spielern wie richterte ließ weiterspielen. flanken, Réginal Goreux überrascht und bekam � Waasland-Beveren: sechsterverSpieltag, alles und brachte Batshuayi In der Schlussphase versuchTchité äußerst gefährlich ist. das LeTOPS & FLOPS l Club Brügge: Es scheint das Jahr der Brügger hinten Es alles aufgemacht, dieder gegen den Arm, Elfmeter. erster Saisonsieg. Es geht bergauf. und Ajdarevic. zahlte sich STI M M E N ZUM S P I E L gaß Bacca, der mit einem schöTrotzdem sind wir ausge26 Tore in zehn Pflichtspiete Standard-Coach Ron Jans kontert worden.« Lior Refaelov verwandelte siaus, da Biton in dererneut 90. Minuzu nen werden. Sechs Spiele, fünf Siege, ein Remis. ser Treffer, durch Bacca, alles und brachte Batshuayi len, souveräne TabellenKopfball das 1:0 besorgte Alles nach vorne Carl Hoefkens (Club � Club Brügge: Es scheint das Jahr der cher, sein fünfter Treffer der te, die ist Brügger Abwehr war zu verzeihen. und Ajdarevic. Es zahlte sich Brügge): »Es danach war in eine Werführung der 1. Division, Beimzu2:1 (22.) der BrügMons: Die von Enzo Scifo trainierten (5.).Brügger Saison, wurde er verwerden. Sechs Spiele, fünf Siege, nicht im Bilde, 2:3 erzielte. l William Vainqueur (StanDie das »Rouches« verloren die aus, da Biton� in der 90. Minubung für den belgischen letzt Beim 3:1 ein Remis. Im Schlussphase direkten Gegenzug stellte in der ernurausgewechselt. in der Champions säbelte Goreux über den Fußball. Hennegauer In der versuchMechelen: Erneute Niederlage, Platz 13. dard Lüttich): »Wir haben Begegnung demnach Standard spielte te, die Brügger Abwehr warbleiben die Überraschungself. l KVge wurde die Hinterreihe klasBacca den alten Rückstand League gab es gegen den auf Sieg. In der zweiten nicht im Bilde, das 2:3 erzielte. Was ist los Jelle mit demVan Kultklub? zu viele Abwehrfehler bestenher. Halbzeit, wo Brügge Ball, war Halbzeit te Standard-Coach Ron Jans quasi sischhatausgekontert. Goreux aber wieder � Damme � � es Standard miteinen Im direkten Gegenzug stellte FCsonst? Kopenhagen gangen. Da müssen wir uns zumist Toreschießen eingeladen wer - kam gegen Tchité Die Saison sicherlich noch versucht. Wir hätüberrascht und bekam mit dasdem Le- Charakter alles und brachte Batshuayi sechster Spieltag,l Cercle Waasland-Beveren: Bacca den � alten Rückstand Brügge: idem KV Mechelen, noch verbessern. Wir wuswurde. Rückschlag: Der4:2 Saisonten zu unsere besser spätChancen (35.). Beim in der jung, doch wennDie Clubeigenen, Brügge, wenigen Erneute Niederlage, Platz KV Mechelen: der � gegen Elfmeter. und Ajdarevic. EsVadis zahlte sich erster Saisonsieg. Es geht bergauf. aber wieder her. nutzen müssen. wäre Unterschied, dass Cercle Letzter ist, mit nur sten, dass Brügge auf Konvergaben die Gäste. Nachspielzeit hatte Standard das am Chancen Freitag Odjidja 13. Was istden los mitArm, dem Kultklub? start vonDann Club Brügge ist das Spiel schneller Die Saison ist sicherlich noch AA Gent verschenkt Punkte hinten alles entschieaufgemacht, dieein Jahr Everton einem Punkt aus sechs Spielen. ter mit Spielern wie Tchité Neben dem90. 1:1ausgeper HandelfLior Refaelov verwandelte si- den aus, dafürBiton inander Minugelungen. gewesen.« jung, doch wenn Club Brügge, ser Treffer, erneut durch Bacliehen hat, dendurch direkten Kon-Gonzalez � Cercle Brügge: idemdem KVVorsprung Mechelen, mit äußerst gefährlich ist. Trotzmeter Ignacio sich aber mit (r.) sein und AA fünfter Gonzalez (Stancher, Treffer derist, mit Ignacio te, diekurrenten Brügger Abwehr war � Club Brügge: Es scheint das Jahr Christian der Brüls das am Freitag Vadis Odjidja ist zu verzeihen. Standard im Damme dem Unterschied, dass Cercle Letzter Réginal Beim geschlafen, Elfer Von Patrick Bildstein dem sind wir ausgekontert (10.) vergabLüttich Jelle Van und0:1 kassierten in derden 79. MiGentl haben amGoreux: Samstag»Wir haben dardca, Lüttich): Saison, danach wurde er zuBojovernicht im Bilde, das 2:3 Brügger zu werden. Sechs Spiele, fünf Siege, für ein Jahr an Everton ausgeverloren die Schongang Distanz haltenper Kopf nur einem aus sechs Spielen. nute noch das 1:1 durch abend zum zwei ver- Punkt uns zuDie viele»Rouches« Fehler erlaubt. 1:2Punkte eingeleitet, beim 1:3 von Tchité spät worden.« kurzauf vor der erzielte. Pause Begegnung demnach in der kann, dann dürfte der Meisterliehen hat, den direkten Konvic. Brüls wurde sieben Minuschenkt: Bei Aufsteiger CharDrei der vier Gegentore waletzt ausgewechselt. Beim 3:1 Im direkten das Gegenzug ein Remis. gekommen und auch ansonsten in Brügge auSonntagnachmittag reichte 2:3. Nach demstellte schaltete der vor demBeim Ausgleich leroi reichte es für�dieRéginal »Buffa- ten ren zu verhindern.« ersten Halbzeit, wo Brügge Carlos Bacca (r., im Zweikampf mit Sébastien Pocognoli) erzielte zwei titel in dieser Saison nur über 0:1ausgegeschlafen, Goreux: kurrenten Standard Lüttich im l Carl Hoefkens (Club Brügßer Form. Es war nicht der Tag des Standard»Blauw en zwart« eine insgeGastgeber einen Gang zurück wechselt. Die Genter verloren los« nur zu einem 1:1-UnentRon Jans (Trainer Stanwurde die Hinterreihe klasBacca den alten Rückstand »Blauw en zwart« führen. den Elfer zum 1:2 eingeleitet, beim 1:3 von quasi zum Toreschießen einge- Treffer für Club Brügge. Schongang auf Distanz halten nicht ansonsten nur zwei Punkte, son- außer schieden. Die Schützlinge und von auch dard Lüttich): »In der zweige): »Es war eine Werbung Verteidigers. samt mittelmäßige Leistung, und ließ Standard kommen. Tchité zu spät gekommen in Brügge kann, dann dürfte der Meistersisch Goreux aber wieder her. � � � Bernd Thijs, Trond Sollied waren inausgekontert. der 48. dern auch Kapitän ten Halbzeit habenin wir nach für den belgischen Fußball. vor allem der zweiten HalbDie Hoheit im Mittelfeld konnForm. Es war nicht der Tag des Standard-Verteidigers. Carlos Bacca (r., im Zweikampf mit Sébastien Pocognoli) erzielte zwei titel in dieser Saison nur über sich am Knie schwer verMinute durch Conte in Fühvorne gespielt, wir erzielen wer sonst? - der kam gegen Tchité Die Saisonten ist die sicherlich aufzufrieden. Sieg.ZUM SPIEL zeit, Tor. um Dann Standard Lüttichernoch aber nicht rung gegangen, begnügten letzte. aber kein kom- Lüttich Georgesmit Leekens warStandard mit seiner spielte Mannschaft Treffer für Club Brügge. »Blauw en zwart« führen. STIMMEN In der zweiten Halbzeit hat 4:2 zu besiegen. Auffallend bei nutzen.Club Brügge, jung, doch wenn � KV Mechelen: Erneute Niederlage, Platz zu spät (35.). Beim 4:2 in der es Standard mit Charakter den von Georges Leekens beDie Vadis Gäste forderten Nachspielzeit hatte Standard das am Freitag OdjidjaHand13. Was ist los mit dem Kultklub? versucht. Wir hätten unsere treuten Gastgebern war erneut im Strafraum, einmal hinten alles aufgemacht, diefür ein Jahr spiele an Tchité, Everton ausgeSTIMMEN ZUM SPIEL Chancen besser nutzen müsdie Durchschlagskraft im von das andere Mal von liehen hat, den direkten Kon� Cercle Brügge: idem KV Mechelen, mit ser Treffer, erneut durch Bacsen. Dann wäre das Spiel Sturm sowie die Anfälligkeit in Almeback, doch der Schiedsschneller gewe-Georges Leekens (Trainer derWilliam Abwehr. Während Carlosmen wir richter ließLüttich weiterspielen. kurrenten Standard dem Unterschied, dass Cercle Letzter ist, mit ca, ist zu verzeihen. wir einige Probleme. Wir im auf 2:3 entschieden heran und verVainqueur Bacca und Mohamed In Distanz der Schlussphase vervom Europapokal ist waren auf im Anschluss sofort den Club Brügge): »Unser Sieg (Standard Lüttich):Tchité »Wir alslieren sen.« Die »Rouches« verloren die Schongang halten Ron nur einem Punkt aus sechs Spielen. Angreifer drei Mal ins Schwar-Ball. Vier Gegentore sind kein verdient und logisch. Standard müde. Wir suchte habenStandard-Coach aber nie haben zu viele Abwehrfehler Begegnung demnach in der kann, dürfte der Meisterdie Kontrolle das Spiel In dann unsere Ab- hat mir aber gut gefallen. begangen. müssen l Ignacio für Gonzalez (Standard ze trafen, Da leistete sichwirderKompliment Jans über alles und brachte Batsverloren.« (pb) der zweiten Halbzeit hatten wehr.« uns noch (r., verbessern. Wir Wir Goreux: Beim 0:1 geschlafen, ersten Halbzeit, wo Brügge Carlos Georges Leekens (Trainer wir einige Probleme. men wir auf 2:3 heran und verBacca imaufspielende Zweikampf mitLüttich): Sébastien Pocognoli) titel in dieserhuayi Saison nur über � Réginal »Wir haben uns zu erzielte zwei ansonsten stark und Ajdarevic. Es zahlte wussten, dass beim Brügge auf Europapokal lieren im Anschluss sofort den Club Brügge): »Unser Sieg ist waren vomden viele Fehler erlaubt. Drei der Carl vorübersich aus,führen. da Biton in der 90. MifürHoefkens Club »Blauw en zwart« Elfer zum 1:2 eingeleitet, beim 1:3 von quasi zum Toreschießen einge- Treffer Konter mit1:1Brügge. Spielern wie Ball. Vier Gegentore sind kein verdient und logisch. Standard müde. Wir haben aber nie vier Gegentore waren zu gehenden der »Rouches« nute, die Brügger Abwehr war Tchité äußerst gefährlich ist. Tchité Inzu die spät gekommen Kontrolle über dasund Spiel auch ansonsten in Brügge außer Kompliment für unsere Ab- hat mir aber gut gefallen. verhindern.« ein dummes Handspiel im nicht im Bilde, das 2:3 erzielte. Trotzdem sind wir ausgeverloren.« (pb)Standard-Verteidigers. der zweiten Halbzeit hatten wehr.« Form. Es war nicht der Tag des Strafraum. Im direkten Gegenzug stellte kontert worden.«

laden wurde. Die eigenen, wenigen Chancen vergaben die Gäste. Neben dem 1:1 per Handelfmeter durch Ignacio

ber einen Gang zurück und ließ Standard kommen. Die Hoheit im Mittelfeld konnten die Lütticher aber nicht nutzen. Die Gäste forderten Handspiele im Strafraum, einmal von Tchité, das andere vonPleite Cercles Anthony Portier nachMal der Almeback, doch der Schiedsveren. Nichts geht mehr in Brügge. richter ließ weiterspielen.

Gonzalez (10.) vergab Jelle Van Damme kurz vor der Pause per Kopf das 2:3. Nach dem Wechsel schaltete der Gastge-

Gelungener Leekens: »Unser SiegSaisonstart ist verdient« für Club Brügge

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Leekens: »Unser Sieg ist verdient«

Leekens: »Unser Sieg ist verdient«

AA Gent verschenkt Punkte Christian Brüls (r.) und AA Gent haben am Samstagabend zwei Punkte verschenkt: Bei Aufsteiger Charleroi reichte es für die »Buffalos« nur zu einem 1:1-Unentschieden. Die Schützlinge von Trond Sollied waren in der 48. Minute durch Conte in Führung gegangen, begnügten

sich aber mit dem Vorsprung und kassierten in der 79. Minute noch das 1:1 durch Bojovic. Brüls wurde sieben Minuten vor dem Ausgleich ausgewechselt. Die Genter verloren nicht nur zwei Punkte, sondern auch Kapitän Bernd Thijs, der sich am Knie schwer verletzte.

William Vainqueur (Standard Lüttich): »Wir haben zu viele Abwehrfehler begangen. Da müssen wir uns noch verbessern. Wir wussten, dass Brügge auf Konter mit Spielern wie Tchité äußerst gefährlich ist. Trotzdem sind wir ausgekontert worden.« Carl Hoefkens (Club Brügge): »Es war eine Werbung für den belgischen Fußball. Standard spielte auf Sieg. In der zweiten Halbzeit hat es Standard mit Charakter versucht. Wir hätten unsere Chancen besser nutzen müssen. Dann wäre das Spiel schneller entschieden gewesen.« Ignacio Gonzalez (Standard Lüttich): »Wir haben uns zu viele Fehler erlaubt. Drei der vier Gegentore waren zu verhindern.« Ron Jans (Trainer Standard Lüttich): »In der zweiten Halbzeit haben wir nach vorne gespielt, wir erzielen aber kein Tor. Dann kom-

Auch 2:3 in der(Club 90. MiCarl beim Hoefkens nute sah die Brügge): »EsVerteidigung war eine Wer-der Brügger nicht gutbelgischen aus. bung für den Fußball. Standard Ron spielte Standard-Coach Jans auf Sieg. In der zweiten l ron Jans (Trainer Standard hatte am Sonntagnachmittag Halbzeit Probleme. hat es Standard mit Lüttich): »In der zweiten ähnliche Die rotweiCharakter versucht. Wir hätHalbzeit haben wir nach vorße Defensive war alles andere ten unsere Chancen besser ne gespielt, wir erzielen aber als sattelfest. Beim 1:0 wäre konnte nutzen müssen. Dann Christian Brüls (r.) und AA Gent haben zwei Punkte kein Tor. Dann kommen wir Hoefkens gemütlich flanken, das Spiel schneller entschieAA Gent verschenkt Punkte verschenkt. auf heran und verlieren Réginal Goreux vergaß Bacca, Leekens (Trainer auf 2:3 heran und ver- 2:3Georges William Vainqueur men wir den gewesen.« Anschluss sofort den Ball. derim mitAnschluss einem schönen Kopf-den im Club aber mit dem »Wir Vorsprunglieren Christian Brüls(Standard (r.) und AA sich Ignacio Gonzalez (StanBrügge): »Unser Sieg ist sofort Lüttich): »Wir (5.). haben Gent haben am Samstag- und kassierten in der 79. Midarddas Lüttich): Vier Gegentore sind kein ball 1:0 besorgte Beim verdientfürund logisch. Standard Vier sind Abwehrfehler nute noch das 1:1 durch Bojo-Ball. 2:1 uns zu Gegentore viele erlaubt. abend zwei Punkte zu verCharleroi: 79. haben Minute 1:1viele durch Bojovij unsere Ab(22.) der Fehler Brügge säbeltekein Kompliment wurde sieben Drei derüber vierfür Gegentore wa-Van Ab- wehr.« schenkt: Bei Aufsteiger Char- vic. hat mir aber gut gefallen. In unsere begangen. DaBrüls müssen wirMinu-Kompliment Goreux den Ball, Jelle ren zu verhindern.« leroi reichte es für die »Buffa- ten vor dem Ausgleich ausgeDamme war überrascht und der zweiten Halbzeit hatten uns1:1-Unentnoch wechselt. verbessern. Die GenterWir verlorenwehr.«Ron Jans (Trainer Stanlos« nur zu einem l Georges Leekens (Trainer bekam das Leder gegen den nicht nur zwei Punkte, dard Lüttich): »In der zweischieden. Die Schützlinge von dass wussten, Brügge aufsonClub Brügge): »Unser Sieg ist Arm, Elfmeter. ten Halbzeit haben wir nach Trond Sollied waren in der 48. dern auch Kapitän Bernd Thijs, Konter mit Spielern wie Christian undin AA verdient und logisch. Stanaberam mit dem Vorsprung Lior gespielt, Refaelovwirverwandelte der sich Knie schwer vervorne erzielen MinuteBrüls durch (r.) Conte Füh- sich Gent rung habengegangen, zwei Punkte verdard hat mir gut gefalund kassierten in derist. 79. Minu- sicher, sein TrefferGeorges Tchité äußerst gefährlich letzte. aber kein Tor.fünfter Dann kombegnügten Leekens waraber mit seiner Mannschaft zufrieden. schenkt: Bei Aufsteiger Char- te len. In der zweiten Halbzeit noch das durch Bojovic. der Saison, danach wurde er Trotzdem sind wir1:1 ausgeleroi reichte es für die »Buf- Brüls wurde sieben Minuten verletzt ausgewechselt. Beim hatten wir einige Probleme. kontert falos« nur zu einem 1:1-Un-worden.« Wir waren vom Europapokal vor dem Ausgleich ausgewech- 3:1 wurde die Hinterreihe klasCarl Hoefkens (Club nicht sisch ausgekontert. Goreux entschieden. Die Schützlinge müde. Wir haben aber nie selt. Die Genter verloren von Trond SolliedBrügge): waren in »Es die Kontrolle über das Spiel nur zwei Punkte, sondern auch wer sonst? kam gegen Tchité war eine Werder 48. Minute durch Conte in Kapitän Bernd Thijs, der sich zu spät (35.). Beim 4:2 in der verloren.« bung für den belgischen Führung gegangen, begnügten am Knie schwer verletzte. Nachspielzeit hatte Standard

STIMMEN ZUM SPIEL

Bacca den alten Rückstand aber wieder her. Die Saison ist sicherlich noch jung, doch wenn Club Brügge, am Freitag Vadis Odjidja für ein Jahr an Everton ausgeliehen hat, den direkten Konkurrenten Standard Lüttich im Schongang auf Distanz halten kann, dann dürfte der Meisterwir einige Probleme. Wir in dieser Saison nur über waren vomtitel Europapokal »Blauw en zwart« führen. müde. Wir haben aber nie noch Die Saison ist sicherlich die Kontrollejung, über das Spiel doch wenn Club Brügge, am Freitag Vadis Odjidja für verloren.« (pb) ein Jahr an Everton ausgeliehen hat, den direkten Konkurrenten Standard Lüttich im Schongang auf Distanz halten kann, dann dürfte der Meistertitel in dieser Saison nur über »Blauw en zwart« führen. Die Saison ist sicherlich noch jung, doch wenn Club Brügge am Freitag Vadis Odjidja für ein Jahr an Everton.

Leekens: »Unser Sieg ist verdient«

AA Gent unentschieden

Georges Leekens war mit seiner Mannschaft zufrieden.

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AA Gent verschenkt Punkte Christian Brüls (r.) und AA Gent haben am Samstagabend zwei Punkte verschenkt: Bei Aufsteiger Charleroi reichte es für die »Buffalos« nur zu einem 1:1-Unentschieden. Die Schützlinge von Trond Sollied waren in der 48.

sich aber mit dem Vorsprung und kassierten in der 79. Minute noch das 1:1 durch Bojovic. Brüls wurde sieben Minuten vor dem Ausgleich ausgewechselt. Die Genter verloren nicht nur zwei Punkte, sondern auch Kapitän Bernd Thijs,

Fußball. Standard spielte auf Sieg. In der zweiten Halbzeit hat es Standard mit Charakter versucht. Wir hätten unsere Chancen besser nutzen müssen. Dann wäre das Spiel schneller entschieden gewesen.« Ignacio Gonzalez (Standard Lüttich): »Wir haben uns zu viele Fehler erlaubt. Drei der vier Gegentore waren zu verhindern.« Ron Jans (Trainer Standard Lüttich): »In der zweiten Halbzeit haben wir nach

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Die Seite Vier

GrenzEcho Montag, 24. September 2012

„Eine Zeitung ist ein Kind ihrer Zeit“ Zum zweiten Mal hat Norbert Küpper beim GrenzEcho Hand angelegt. Bereits 2001 hatte er der Tageszeitung einen neues Erscheinungsbild verpasst. Nun stand der Zeitungsdesigner beim Relaunch erneut Pate. V ON L UTZ B ERNHARDT

lich, nämlich auf Seite 4 und im Wochenend-Journal.

In den vergangenen neun Monaten hat Norbert Küpper in enger Zusammenarbeit mit der Redaktion das neue Layout entwickelt. Die Zielsetzung lautete: mehr Übersichtlichkeit, mehr Eleganz und mehr Raum für neue Ideen.

Wie bewerten Sie die eher inhaltlichen Änderungen? Was halten Sie von der neuen „Die Seite Vier“? Die Seite macht das GrenzEcho etwas magazin-ähnlich. Hier sind längere Texte vorgesehen, die mehr Hintergrund liefern, Herr Küpper, welche Vorteile aber auch eine überrahaben Zeitungen für ihre Le„Orientierung geben, schende Themenwahl. ser im Vergleich zu Radio, Fernsehen und Internet? vertieft berichten und nicht Auf „Die Seite Vier“ die Redaktion ihDie Regionalzeitungen haben an der Oberfläche bleiben.“ kann re Kreativität zeigen den großen Vorteil, dass sie und natürlich soll sie zuverlässig jeden Tag das auch eine tägliche Nachrichtenangebot für ihre Überraschung für die Leser Leser in der jeweiligen Region sein. Ich habe übrigens eine erstellen, auswählen und geReportage-Seite des Grenzordnet präsentieren. Das ist Echos mit einer Blickaufzeichdas besondere Service-Angenungs-Kamera getestet. Es bot der Zeitungen: Auf den wurde eine komplette Zeitung Nutzer ausgerichtete Nachvon mir zusammengestellt richten-Auswahl, Aktualität, und mit 20 Personen getestet. Seriosität und Zuverlässigkeit. Die Reportage-Seite hat sehr Im Hinblick auf die Gestalgute Werte bekommen. Viele tung kommt dann noch ÜberLeser haben den Artikel fast sichtlichkeit und klare Leserganz gelesen und konnten führung hinzu. Norbert Küpper bei der Präsentation des neuen Layouts vor Mitarbeiten des GrenzEchos: »Es gibt derzeit bei Zeitungen in sich an das Thema erinnern, Europa und weltweit keinen Trend zum Boulevard-Journalismus, sondern eher zu einer seriösen Gestaltung.« weil sie es noch nicht aus anSie haben nun schon zum Fotos: David Hagemann deren Medien kannten. zweiten Mal beim GrenzEcho produzieren. Insgesamt wurde Wie halten Sie die Balance derung ist der schneller wer- Orientierung geben, vertieft Hand angelegt. Sind wir in Früher nannte man das einiges entrümpelt und mozwischen Veränderungen, dende Nachrichtenfluss. berichten und nicht an der Ihren Augen gerüstet für die GrenzEcho die alte Dame dernisiert, aber auch restaudie dem Blatt gut tun, und Wenn ein Unglück geschieht, Oberfläche bleiben. Natürlich Herausforderungen? vom Marktplatz – welche riert – ganz ähnlich, wie man solchen, die die Leser abDas GrenzEcho ist tief verwur- ist man als Leser heutzutage stehen die Nachrichten des Beschreibung passt nach der es bei einem Gebäude macht. schrecken? zelt in der Region. Durch den fast live dabei, weil im Inter- GrenzEchos nicht nur geNeugestaltung? ständigen Kontakt mit den net, im Radio, im Fernsehen druckt, sondern auch im In- Die Leser werden abge- Das Ergebnis soll dann auch Bürgern der DG und die Ver- sofort Berichte gebracht wer- ternet und auf dem iPad zur schreckt, wenn sie ihre Zei- jeden Tag möglichst hochwer- Das mit der alten Dame ist netzung mit Vereinen und den. Neben dem Online-Auf- Verfügung. Dabei gibt es nach tung nicht mehr wiedererken- tig und seriös aussehen. Es nicht so schlecht, weil damit Verbänden hat die Redaktion tritt für schnelle Nachrichten wie vor eine Priorität für die nen. Das GrenzEcho ist ein gut gibt derzeit bei Zeitungen in Eigenschaften wie Zuverläsimmer den Überblick über die wird durch die Neugestaltung gedruckte Zeitung. Da will das eingeführter Markenartikel. Europa und weltweit keinen sigkeit, Genauigkeit, Seriosität Themen, die die Menschen beim GrenzEcho ja eine Re- GrenzEcho mit der nötigen Se- Da wird man nur das verän- Trend zum Boulevard-Journa- und nicht zuletzt Freundlichhier bewegen. Dementspre- portage-Seite geschaffen, die riosität und Ausführlichkeit dern, was sinnvoll ist. Der Zei- lismus, sondern eher zu einer keit umschrieben werden. Wie tungskopf wird etwas elegan- seriösen Gestaltung. Auf eini- wäre es in Zukunft mit: die chend professionell können der Redaktion Gelegenheit über alles Wichtige berichten. ter, die Überschriftentype gen Seiten wird das GrenzE- elegante Dame vom Marktsie auch das Informations- gibt, jeden Tag ein Thema verWarum war es wieder an der leichter, aber die bewährte cho sogar etwas magazin-ähn- platz? und Nachrichten-Angebot er- tieft darzustellen. Das ist die der Themen Zeit für eine Neugestaltung? Reihenfolge stellen. Eine neue Herausfor- Aufgabe der Tageszeitung: Eine Zeitung ist ja auch immer bleibt nahezu unverändert. Kind ihrer Zeit. Auch die Ge- Dadurch wird gewährleistet, Z U R P E R S O N staltung der Zeitung unter- dass die Leser sich in ihrer Zeiliegt dem Zeitgeist. Beispiels- tung zurechtfinden. weise gibt es auch bei der TyAn welchen Stellschrauben pografie – den Schrifttypen haben Sie gedreht? Was war und dem Seitenlayout – MoIhnen bei der Weiterentwick-  Norbert Küpper eröffnete den. Die sind nicht so schnell Forschung auf diesem Gelung wichtig? wechselnd wie bei der Kleibiet begonnen. 1984 das Büro für Zeitungsdung, aber man muss aufpas- Da ist natürlich Vieles subjekdesign. Er hat weit mehr als  1999 gründete er den Eurosen, dass man nicht plötzlich tiv: Es wurde eine leichtere pean Newspaper Award, ei100 Zeitungen und Zeitgewählt, gestalterisch veraltet aussieht. Überschriftentype nen europaweiten Wettbeschriften im europäischen Ich habe mir im Archiv die Ta- die insgesamt eleganter und werb zum Thema ZeitungsRaum sowie in den Vereiniggeszeitungen seit 1945 angese- wertiger aussieht. Farbige Undesign und -Konzept. Er gilt ten Arabischen Emiraten gehen. Man sieht: Das Grenz- terlegungen haben wir ganz als größter Zeitungs-Wettstaltet. Echo beweist seine Kontinui- entfernt, damit die Fotos noch  1989 erforschte er das Leserbewerb Europas. tät durch permanente Verän- besser zur Geltung kommen  2003 gründete er den Euroverhalten mit einer Blickaufderung. Ungefähr alle fünf können. Der Zeitungskopf pean Newspaper Congress. zeichnungs-Kamera. Mit dieJahre, manchmal in noch kür- wird eleganter, leichter. Das Bei dieser Veranstaltung sem Projekt war er weltweit zeren Abständen, wurden in- Erscheinungsbild wird insgewerden die aktuellen Trends der Erste. Seit 2011 hat er haltliche und gestalterische samt wertiger, weil ja auch ein der Zeitungsbranche diskumit einer neuen BlickaufVerbesserungen vorgenom- gewaltiger Aufwand dahinter tiert. zeichnungs-Kamera weitere Kurz vor Drucklegung der „neuen“ Ausgabe: Redaktisteckt, eine Zeitung täglich zu men. on und Druckvorstufe besprechen letzte Details.

Norbert Küpper: Vater der Grafik von mehr als 100 Zeitungen

Die Seite Vier

Service & Termine

Eine der auffälligsten Veränderungen im neuen Layout begegnet dem Leser bereits ganz vorne in der Zeitung - nämlich hier: Auf „Die Seite Vier“ platzieren wir im Sinne einer Schwerpunktseite das wichtigste Thema des Tages. „Die Seite Vier“ hat Gesprächswert, ist gestalterisch besonders hervorgehoben, nimmt sich Raum und Zeit, um eine Geschichte zum Beispiel in Form eines Interviews, einer Reportage oder als Analyse ausführlich zu erzählen. Die Themen für diese Seite kommen aus allen Ressorts. Deswegen werden Sie vorne in der Zeitung in Zukunft regelmäßig auch Artikel aus dem Ressort Eifel-Ardennen, Euregio oder aus dem Eupener Land finden, gleiches gilt für Reportagen oder Porträts aus dem Sport.

Das GrenzEcho ist und bleibt auch Forum und Schwarzes Brett für die Menschen in allen Gemeinden der Deutschsprachigen Gemeinschaft. Ob Skat-Abend, Imkertreffen, Fotoausstellung oder Theateraufführung, all das wird in der Zeitung bleiben. Bisher wurden die wichtigsten Termine des Tages immer auf der "alten" Seite 4 platziert. Ab heute finden Sie diese Informationen sowie den Energiemarkt, die Gewinnzahlen und natürlich das Wetter auf der neuen "Service & Termine"-Seite, die immer etwas weiter hinten in der Zeitung platziert wird. Neu ist der tägliche Veranstaltungstipp, der übrigens auch mal auf einen Kultur-Termin außerhalb der DG hinweisen kann.

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Meinung · Hintergrund

GrenzEcho Donnerstag, 27. September 2012

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Relaunch: Zeitungsdesigner Norbert Küpper reagiert auf Anmerkungen der Leser zum neuen Erscheinungsbild des GrenzEchos

„Altes GE erscheint in zwei Wochen fremd“ 3. V ON H EINZ G ENSTERBLUM Aber es gab auch einige Punkte, die für ein wenig Kritik und Verwirrung in unserer Leserschaft sorgten. Mit einigen Anmerkungen, die bei uns eintrudelten, konfrontierten wir Zeitungsdesigner Norbert Küpper, der dem GrenzEcho in diesem Prozess der Neugestaltung zur Seite stand.

1.

„Der Titel ’GrenzEcho‘ ist nicht mehr so auf der Seite 1 präsent. Und ohnehin war die ’alte‘ Zeitung übersichtlicher.“ Über den Kopf wird bei einer Neugestaltung intern am meisten diskutiert. In der Historie des GrenzEchos war er sogar mal nach links gerückt und in Groß- und Kleinschreibung gesetzt. Die Arbeitsgruppe hat sich viele Entwürfe angesehen und dann einen etwas dezenteren Kopf gewählt, der aber die Seite gut trägt. Wir wollen ja auch eher die In-

halte präsentieren und weniger den Zeitungskopf. Als Leser sollte man zwei Wochen einfach abwarten und dann noch mal ein altes GrenzEcho neben eine aktuelle Ausgabe legen. Man wird sich wundern, wie fremd einem dann diese Ausgabe von früher erscheint.

platziert. Das GrenzEcho kommt ja sechs Mal in der Woche frisch heraus. Die meisten Leser nutzen die Zeitung am gleichen Tag. Die Statistik zeigt: Die meisten Zeitungen sind bis 10 Uhr vor-

..................................................................................

2.

„Warum steht das Datum nicht mehr zentral über dem Titel auf Seite 1?“ Das Datum ist ja nicht so extrem wichtig, dass es ganz oben groß auf der Seite stehen muss. Die aktuellen Nachrichten sind das Wichtigste auf der Titelseite. Darum haben wir das Datum unter den Zeitungskopf in normaler Größe

„Die Gestaltung wird in den Hintergrund treten“ Norbert Küpper

mittags gelesen. Wenn man eine ältere Ausgabe sucht, muss man im Moment ein wenig genauer schauen, aber

INFO

Was finde ich jetzt wo? Verschiedene Rubriken gingen mit dem neuen Layout auf Wanderschaft.  Das Wetter hat keinen festen Platz mehr auf Seite 4. Dieses befindet sich weiter auf der Seite „Service & Termine“, die täglich im Umfeld der regionalen Seiten erscheint. Auf dieser Seite

das Auge wird sich daran gewöhnen, das Datum zukünftig unter dem Kopf zu suchen. Es ist sogar blau unterstrichen. Wenn man sich morgens hinsetzt, um die Zeitung zu lesen, schaut man ja nicht zuerst auf

..................................................................................

Viel Lob gab es in den vergangenen Tagen für das neue Layout unserer Zeitung. Vor allem die bessere Übersichtlichkeit wurde von vielen Lesern als großes Plus bei der Lektüre empfunden.

kann man nach wie vor auch den Energiemarkt finden.  Das Sudoko wurde fester Bestandteil der Unterhaltungsseite. Dort sind nach wie vor die Cartoon-Streifen, das Schweden-Rätsel, ein leicht verkürzter Roman und das Tageshoroskop in leicht veränderter Form platziert.

das Datum, sondern auf die aktuellen Nachrichten. Meist sind die langjährigen Leser ja mit dem Erscheinungsbild so, wie es ist, sehr zufrieden. Trotzdem muss man alle paar Jahre Änderungen vornehmen, weil man sonst eines Tages einfach veraltet aussieht. Darum wurde auch nur sehr behutsam geändert, weil ja eigentlich alles in Ordnung war. Es wurde sozusagen nur etwas renoviert. Der Kopfteil des GrenzEchos ist etwas heller, aufgeräumter geworden. Er ist nicht mehr so bunt und durcheinander, sondern stärker sortiert. Das frühere Layout erschien der Arbeitsgruppe als zu bunt.

„Die Farbe Blau ist zu klassisch. Grün wäre mutiger gewesen und hätte zur Region gepasst.“ Es ist so, als würde man seine Wohnung renovieren. Es ist faszinierend, welche Tapetenfarben man unter alten Schichten findet. So hat auch das GrenzEcho gründlich renoviert. Das Neue strahlt einen noch so ungewohnt an und man muss sich daran gewöhnen. Die Region ist tatsächlich sehr grün. Grün ist allerdings unauffällig. Diese Farbe verschwindet quasi hinter anderen Farben. Bei einer Umfrage wurden Leser gefragt, welche Farbe das GrenzEcho verkörpert. Die mehrheitliche Antwort war blau.

4.

„Warum ist der Bindestrich im Titel verschwunden?“ In den 85 Jahren gab es quasi alle fünf bis zehn Jahre einen neuen Kopf. Erstmals in der Historie des GrenzEchos ist der Bindestrich verschwunden. Die Ursache liegt vor allem im Internet. Dort schreibt sich GrenzEcho ohne Bindestrich einfach leichter. Das wird jetzt auch auf die gedruckte Zeitung übertragen.

Allerdings gab es schon vor 20 Jahren beim Donau-Kurier eine ähnliche Änderung, der wurde damals auf Donaukurier umgestellt. Ein einziges Wort ist vielleicht einfacher zu erfassen als zwei Worte mit Bindestrich. Und außerdem stechen das G und das E hervor, was die Abkürzung GE markanter und geläufiger macht. Es geht aber ohnehin um die Inhalte. Und die spielen die Hauptrolle. Die Gestaltung wird wieder in den Hintergrund treten.

5.

„Die Schriften der Fußballtabellen und des Kalenderblattes auf der Seite 2 sind zu klein.“ Zwei oder drei Fußballtabellen sind nicht mehr zweispaltig, sondern einspaltig geworden. Die Schriftgröße hat auch damit zu tun, dass man diese Texte nicht wie einen Artikel liest, sondern man konsultiert sie. Man schaut mal rein, wie in ein Lexikon zum Beispiel. Da ist die Schrift auch etwas kleiner, weil man nur einzelne Abschnitte liest. Das Kalenderblatt ist am Fuß der Seite. Es wurde etwas kleiner, weil wir oben mehr Platz für Lesermeinungen haben wollten. Aber es ist ja so wenig Text, dass man da nicht so viel Mühe beim Lesen haben dürfte.

Die günstigen Angebote der Woche

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Examples Front Pages

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D i e D e ut s c h s p r ac h i g e Tag e sz e i t u n g i n O st b e lg i e n Spendenaktion CAP48 Unterstützung für Projekte in Ostbelgien

Programmtag Landfrauen entdecken 2013 ihre Talente

Die Seite Vier Philippe Maystadt im GE-Gespräch

Politik • Gesellschaft Seite 6

Eifel · Ardennen Seite 13

Seite 4

85. Jahrgang · Nummer 229

www.grenzecho.net

Dienstag, 2. Oktober 2012 · 1,10 Euro

Neues Gesicht

Französin leitet künftig das IKOB Maité Vissault wird in Zukunft als Direktorin des IKOB fungieren. Sie übernimmt den Posten von Francis Feidler, der in den Ruhestand geht. Seite 9

Motorsport

Historischer Sieg Brüsseler Nicolas Colsaerts gewinnt mit Europa zum ersten Mal den Ryder Cup im Golf gegen die USA Seite 32

Bartholemys Standbeine Der Eupener MotorradTeam-Manager Michael Bartholemy will in der kommenden Saison kürzer treten. Aus familiären Gründen möchte er sich aus dem BMW Motorrad France-Team zurückziehen. Dem Moto2-Team von Marc VDS und seinem Nachwuchsfahrer Livio Loi bleibt er aber treu. Seite 25

Euro-Krise: 18,2 Millionen Menschen waren ohne Job

Arbeitslosigkeit auf Rekordniveau Die Euro-Schuldenkrise schlägt voll auf den Arbeitsmarkt durch. Im August hat die Arbeitslosigkeit in den 17 Euro-Ländern einen neuen Rekord erreicht.

Abschied

Herbert Vilz verstorben Nach langer, schwerer Krankheit ist am Montagmorgen in Büllingen Dechant Herbert Vilz 73-jährig verstorben. Der aus Rocherath stammende Seelsorger hat das Dekanat Büllingen fast dreieinhalb Jahrzehnte geleitet. Seite 11

WETTER

17° 12° Mix aus Sonne und Wolken, örtlich Regenschauer

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18,2 Millionen Menschen waren ohne Job - so viele wie noch nie seit Einführung des Euro. Das entsprach einer Quote von 11,4 Prozent, wie das Europäische Statistikamt

Eurostat am Montag in Luxemburg mitteilte. Im Vergleich zum Vormonat Juli wurden 34.000 mehr Arbeitslose gezählt; gegenüber dem Vorjahr war es ein Anstieg von mehr als zwei Millionen. Seit mehr als einem Jahr steigt die Arbeitslosigkeit stetig. Besonders angespannt ist die Lage in den verschiedenen südeuropäischen Euro-Krisenländern Spanien, Griechenland, Portugal und Zypern. Auftragsverluste, Fir-

menpleiten und Entlassungen belasten dort den Arbeitsmarkt. In Spanien ist jeder Vierte ohne Arbeit, in Griechenland inzwischen ebenfalls fast jeder Vierte. Portugal (15,9 Prozent) verzeichnete ebenso wie Griechenland binnen Jahresfrist die höchsten Zuwächse. Die Statistiker revidierten die Daten für Juli zugleich nach oben und gaben eine Quote von 11,4 (bislang: 11,3) Prozent an. Seite 21

Manifest: „Gegengewicht zu Euroskeptikern“

Plädoyer für Bundesstaat Europa Die beiden Europaparlamentarier Guy Verhofstadt und Daniel Cohn-Bendit rufen in einem Buch zu einer föderalen Staatsgründung in Europa auf, in der es keine Nationalstaaten mehr gibt. Am Montag stellten sie ihr Buch „Für Europa! Ein Manifest“ offiziell der internationalen Presse vor. Nur gemeinsam könnten die Nationalstaaten im globalen Wettbewerb eine Zukunft haben. Das Werk ist in sechs Sprachen erschienen und soll nun europaweit promotet werden. Es besteht aus einem knapp 70 Seiten langen „Mani-

Musikwettbewerb: 400 Besucher zog es am Samstag ins Capitol

Imperial Tunfisch sichern sich Jukutu-Sieg Imperial Tunfisch ist ein ziemlich merkwürdiger Name für eine Band, aber an künftigen Erfolgen sollte er die sogenannte Formation nicht hindern. Am Wochenende durfte sich die junge Eupener Band beim Nachwuchswettbewerb Jukutu-Rock als Gesamtsieger feiern lassen. Zudem sicherte sich die Band aufgrund ihrer ausgezeichneten Performance auch den begehrten Publikumspreis. Ebenfalls zu überzeugen wusste die Welkenraedter For-

Die Eupener Band Imperial Thunfisch konnte es kaum glauben. Sie heimste den Publikumspreis ein und wurde Gesamtsieger.

mation Mixed Eyes, die mit schönen Melodien und Tempi-Wechseln Eindruck hinterließ. Insgesamt 400 Besucher hatten sich am Samstagabend im Eupener Capitol eingefunden, um den Klängen der talentierten Nachwuchsbands zu lauschen. Die Veranstalter und die dreiköpfige Jury werteten die große Resonanz, die das Event hervorrief, nicht zuletzt auch als gutes Zeichen für die Zukunft der handgemachten Musik in Ostbelgien. Seite 7

fest“, das sich in aufrüttelnder Ansprache direkt an den Leser wendet, und einem Interview mit den beiden Autoren. Die beiden Fraktionsvorsitzenden - Verhofstadt steht der liberalen Partei im EU-Parlament vor, Cohn-Bendit ist einer der Chefs der Grünen - haben das Buch aus einem Wutanfall heraus geschrieben, wie sie selbst sagten. „Was wir schaffen müssen, ist eine europäische Elite, die ein Gegengewicht zu den Euroskeptikern darstellt“, meinte der ehemalige belgische Premierminister Guy Verhofstadt. Seite 5

Zu großer Andrang

Party in Walhorn ist aus dem Ruder gelaufen Über volles Haus freut sich eigentlich jeder Organisator, wenn aber die Veranstaltung vollends überlaufen ist, kann aber auch Gegenteiliges der Fall sein. So geschah es am Wochenende in Walhorn, wo eine Party im Haus Harna rund 1000 Besucher anzog. Die Polizei musste anrücken, um die Lage vor Ort wieder unter Kontrolle zu bringen. Bürgermeister Lecerf kündigte an, künftig „die Spielregeln zu verschärfen“. Seite 10

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D i e D e ut s c h s p r ac h i g e Tag e sz e i t u n g i n O st b e lg i e n Irene K. Neue Produktion „Hungry“ feiert am Freitag Premiere

Angelika Hoffmann Hilfe aus Ostbelgien kommt in Haiti an

Wetten dass..? TV-Show vor der Stunde Null nach Thomas Gottschalk

Eupener Land Seite 12

Eifel • Ardennen Seite 26

Medien · Kultur Seite 38

85. Jahrgang · Nummer 231

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Donnerstag, 4. Oktober 2012 · 1,10 Euro

Die Seite Vier

Champions League

Anderlecht chancenlos

Theaterfest St.Vith Weismeser bringt Tabuthema auf die Bühne

Der RSC Anderlecht hat am Mittwoch am zweiten Spieltag der Champions League die erste Niederlage kassiert: Die Brüsseler unterlagen dem FC Malaga mit 0:3. Die Brüsseler starteten engagiert in die Partie und spielten nach vorne, obwohl Trainer van den Brom mit Mbokani nur eine Spitze aufgeboten hatte. Anderlecht erspielte sich aber keine Torchance, die Spanier waren gefährlicher und gingen unmittelbar vor der Pause durch Eliseu verdient mit 1:0 in Führung. In der zweiten Halbzeit war der Gastgeber chancenlos und kassierte durch Joaquin (56., Elfmeter) und Eliseu (64.) das 0:3. Seite 41

Seite 18

Oper Lüttich in neuer Pracht Auf der Grundlage alter Baupläne ist das Kgl. Theater der Stadt Lüttich umfassend restauriert worden. Die Akustik im Saal wurde verbessert, die Bühnentechnik auf den neusten Stand gebracht. Auf dem Dach thront ein Kubus mit neuen Räumen. Seite 4

Aktionswoche

SNCB-Streik

Eisenbahner im Arbeitskampf Sensibilisierung für Fair-Trade Die belgische Woche für den fairen Handel ist am Mittwoch gestartet. Weltläden in Ostbelgien und verschiedene Partner wollen mit zahlreichen Sensibilisierungsaktionen die Verbraucher ermuntern, fair gehandelte Produkte zu kaufen. Seite 6

EU-Experten: Aufspaltung in Risiko- und Kundengeschäft gefordert

Lob für Banken-Vorschläge Mitglieder der belgischen Föderalregierung haben positiv auf die Empfehlungen einer EU-Expertengruppe reagiert, um Europas Banken krisenfest zu machen.

Kelmis

Anwohnerklage wegen Kneipe Weil es „An ne Eck“ öfter mal hoch her geht, rührt sich in Kelmis der Widerstand der Anwohner. Damit laufen sie bei der Gemeinde inzwischen offene Türe ein und Polizeikontrollen sowie drastische Maßnahmen drohen. Seite 10

Die Vorschläge befänden sich in einer Linie zum Koalitionsabkommen, sagte Premier Elio Di Rupo (PS). Er und Finanzminister Steven Vanackere (CD&V) betonten, dass nun die EU-Kommission am Zug sei, konkrete Vorschläge zu machen. Die hochrangige EUExpertengruppe fordert die Spaltung von Großbanken in separate Einheiten. Wenn große Geldhäuser mit mehr als 15 Prozent ihres Vermögens selbst Handel treiben, sollten

sie das Investmentbanking rechtlich strikt vom Kreditund Einlagengeschäft trennen müssen. Das empfahlen Fachleute unter Leitung des finnischen Zentralbankchefs Erkki Liikanen. Auf diese Weise werde verhindert, dass Banken

Verluste aus riskanten Geschäften mit dem Ersparten ihrer Kunden ausgleichen und der Steuerzahler wankende Banken retten müsse. Ob die Empfehlungen der elfköpfigen Expertengruppe Eingang in die Gesetzgebung findet, ist

Für die Rettung von Großbanken (wie hier Dexia) soll nicht mehr der Steuerzahler einspringen.

allerdings offen. EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier, der den Bericht beim ehemaligen EU-Kommissar Liikanen in Auftrag gegeben hatte, nannte den LiikanenBericht „einen Grundstein unserer Arbeit“. Zudem spricht sich die Expertengruppe auch dafür aus, dass die EU von den Instituten verlangt, mehr Kapital vorzuhalten, etwa zur Absicherung von Immobiliengeschäften. Auch für Bonuszahlungen von Bankmanagern soll es Regeln geben. Aus dem Europaparlament kam Zustimmung von Grünen und Sozialdemokraten. Die EU-Kommission müsse die Vorschläge der Liikanen-Gruppe „zügig in Gesetzvorschläge übersetzen“, hieß es. Seiten 2 & 8

Die belgischen Eisenbahner haben den Schienenverkehr am Mittwoch lahmgelegt. Noch bis zum Donnerstagmorgen sollten die Fernverbindungen gestört bleiben. Die Angestellten der Staatsbahn SNCB protestierten mit der Aktion gegen die geplante Umstrukturierung ihres Unternehmens. Auch Fernzüge wie der Thalys nach Frankreich oder der Eurostar nach London waren betroffen. Der 24-stündige Arbeitskampf sollte am Mittwoch um 22 Uhr enden. Seite 9

Ist der Euro noch zu retten? Meinungsumfrage

WETTER

15° 8° Zeitweise Regen und windig bei Werten bis 15 Grad

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Entdecken Sie auf Seite 59 die Frische von Renmans

Vielen Dank, dass SIE einem Kind das Augenlicht wiedergeben! 

Festakt: Lambertz Ehrengast

Tag der Einheit in Brüssel gefeiert Mit einem Festakt in der Vertretung des Bundeslandes Sachsen-Anhalt ist am Mittwoch in Brüssel der Tag der deutschen Einheit begangen

worden. Ehrengäste waren unter anderem Außenminister Didier Reynders und DG-Ministerpräsident Karl-Heinz Lambertz. Seite 7

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TV MAGAZIN GRENZECHO

6.10.12 - 12.10.12

BEILAGE ZUM GRENZ-ECHO

NR. 232 VOM 05.10.2012

- WOCHE 41

D i e D e ut s c h s p r ac h i g e Tag e sz e i t u n g i n O st b e lg i e n

“Wetten, dass...” mit Markus Lanz ZDF, Sa. 20.15

Lena Fauch und die Tochter des Amokläufers ZDF, Mo. 20.15

Der seltsame Fall des Benjamin Button SAT.1, Fr. 20.15

7

pallen

Oktober

Besichtigung Beratung & Verkaufab 11 Uhr Restaurant von 13-18 ab 11 Uhr geöffnetUhr

Jahre

feiert Jubiläum. Feiern Sie mit!

in Würselen

TV-Magazin „Wetten, dass..?“ neu auf Sendung

Vor der Wahl Heute: Burg-Reuland

„Zeit aufzuhören“ Michael Schumacher beendet Karriere

Beilage

Eifel • Ardennen Seiten 12/13

Sport Seite 32

85. Jahrgang · Nummer 232

www.grenzecho.net

Freitag, 5. Oktober 2012 · 1,10 Euro

Syrien: Blankoscheck für Militäreinsätze

Stresstest

Unsichere Atomreaktoren Ein EU-weiter Stresstest hat in fast allen Atomreaktoren Sicherheitsmängel offenbart - auch in Doel und Tihange. Die belgischen Kernkraftwerke schnitten aber vergleichsweise gut ab, weil die aktuellen Probleme unbeachtet blieben. Seite 7

Seniorenpolitik

Wohnformen gefragt Die DG-Regierung hat in dieser Woche den Startschuss zur Erarbeitung eines seniorenpolitischen Gesamtkonzepts gegeben. „Alt werden liegt im Trend“, erklärte Gesundheitsminister Harald Mollers. Vor allem neue Wohnformen seien gefragt. Seite 6

Kultur

Reportagen im Museumscafé In der neuen Veranstaltungsreihe des internationalen Zeitungsmuseums in Aachen werden berühmte Reportagen von Mark Twain und Heinrich Heine vorgelesen. Den Rahmen für die Lesung bietet das neugestaltete Museumscafé Oronero. Seite 16

WETTER

18° 14° Zeitweise Regen und stürmisch! Bis 18 Grad.

4 0

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Türkei droht mit weiteren Angriffen Nach dem Granatenangriff auf ein Grenzdorf hat die türkische Regierung jetzt freie Hand für Militäreinsätze im Nachbarland Syrien.

Das Parlament in Ankara erlaubte der Regierung am Donnerstag für ein Jahr Einsätze auch über die Grenze hinweg. Das Nato-Land Türkei griff einen Tag nach der Attacke aus Syrien als Vergeltung weitere Ziele an. Nach Angaben eines ranghohen Beraters von Premier Recep Tayyip Erdogan soll es aber keinen Krieg geben. Syrien konnte sich zunächst nicht zu einer offenen Entschuldigung durchringen. Die Situation blieb angespannt. Am Mittwoch waren im türkischen Akcakale nahe der syrischen Grenze eine Mutter und ihre vier Kinder

von Granaten getötet worden. Wenige Stunden später beschoss die Türkei erstmals Ziele im Bürgerkriegsland Syrien. Bei den Angriffen starben nach Informationen von AlDschasira insgesamt 34 Menschen. Der arabische Sender berief sich auf syrische Quellen. Politiker weltweit mahnten beide Länder zur Besonnenheit. Zwischen Damaskus und Ankara, das sich offen auf die Seite der syrischen Aufständischen stellt, herrscht spätestens seit dem Abschuss eines türkischen Militärjets im Juni Eiszeit. Die Türkei gewährt knapp 100.000 syrischen Flüchtlingen Zuflucht und hat entlang der Grenze massiv aufgerüstet. „Die Türkei hat kein Interesse an einem Krieg mit Syrien“, erklärte Erdogan-Berater Ibrahim Kalin. Seite 19

50 Jahre James Bond Sechs Schauspieler hatten als Agent 007 die „Lizenz zum Töten“ Seite 4

Kommunalwahlen: Freie Liste Eupen-Kettenis

Wahlziel von FLEK heißt ein Mandat plus x Ungebunden und ohne ideologische Zwänge will sich die Freie Liste Eupen-Kettenis (FLEK) am 14. Oktober dem Wählervotum stellen. „Wir gehen davon aus, dass wir ein überzeugendes Angebot haben. Jetzt liegt es in der Hand

des Wählers, dieses Programm zu prüfen“, erklärten Spitzenkandidat Christoph Hennen und sein Mitstreiter Dieter Kuckart am Mittwoch. Im neuen Stadtrat strebt FLEK mindestens ein Mandat an. Seite 10

Befehlsübergabe: Major Bart De Muynck jetzt am Ruder in der Unterstädter Kaserne

Neuer Kommandant am Kmile Eupen Das Königliche Mitlitärinstitut für Leibeserziehung (Kmile) in Eupen hat seit gestern einen neuen Kommandanten. Er heißt Bart de Muynck, stammt aus Ostflandern und ist Major der Luftstreitkräfte. Gleichzeitig galt es für den bisherigen Kommandanten, Arnaud Michaux, nach drei Jahren Abschied zu nehmen. Er übernimmt neue Aufgaben in der Generaldirektion für die Ausbildung der Streitkräfte in Brüssel. Die Befehlsübergabe erfolgte auf dem Kasernenhof im Rahmen eines militärischen Zeremoniells, dem zahlreiche Ehrengäste nicht nur aus den Reihen der Streitkräfte, sondern auch aus vielen Bereichen des öffentlichen Lebens beiwohnten. Strömender

Major Bart De Muynck (rechts) bei der Befehlsübernahme auf dem Kasernenhof in der Unterstadt.

Regen nahm dem Festakt viel von seinem Glanz. Es falle ihm schwer, Abschied zu nehmen, sagte Major Arnaud Michaux und bezeichnete die Zeit in Eupen rückblickend als „ein wunderbares Abenteuer“. „Der Neue“, Major De Muynck, kennt seinen neuen Wirkungskreis durch und durch, denn er hat nicht nur 1993 selbst eine Ausbildung am Kmile absolviert, sondern blieb anschließend auch als Sportoffizier-Ausbilder vor Ort. „Diese Kurse werden euch körperlich viel abverlangen, doch es wird wahrscheinlich eine der schönsten Erfahrungen euerer militärischen Laufbahn sein“, sagte er den Auszubildenden. Seite 9

Fußball

Brügge siegt, Remis für Genk Club Brügge hat am zweiten Gruppenspieltag der Europa League den ersten Sieg gefeiert. Die Brügger setzten sich gestern Abend im Jan-Breydel-Stadion mit 2:0 gegen Maritimo Funchal aus Portugal durch. Die Entscheidung fiel erst nach der Pause, Carlos Bacca traf zum 1:0 (57.), Björn Vleminckx erhöhte auf 2:0 (71.). Der RC Genk kam derweil beim FC Basel zu einem 2:2Unentschieden. Die Gäste führten beim Schweizer Meister nach Treffern von Benjamin De Ceulaer (10.) und Jelle Vossen (38.) schon mit 2:0. Marco Streller sorgte in der Schlussphase mit einem Doppelpack (72./86.) für den Endstand. Seite 27

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MAGAZIN

WOCHENEND Aus früheren Presseorganen Anzeigenseiten der Zeitungen servierten manchmal Köstliches Aus der Region

Beilage zum Grenzecho

Schlemmerkorb in Aubel »Le Panier Gourmand« in Nachbarschaft zur Abtei Gaumenfreuden

Samstag, 6. Oktober 2012

Nr. 233

Frankfurter Hotelgruppe

festigt sich in der Hauptstadt

Conrad Brüssel wird Steigenberger

Hauptstadtcharakter:

um den GäsEbe- Jahre vereinbart, den internaWechsel auf der höchsten alltäg- ten entsprechend ne der Hotels sind nicht tionalen Steigenberger-StanBestätian Qualich. Deshalb fand die dards ein Höchstmaß zu gung, dass die Steigenberger lität und Service bieten ConHotels AG in Brüssel des können. wird, wir rad Hotel übernehmen „Wir freuen uns, dass in dieser Woche viel Aufmerk- mit unserem Partner, AG Real Steigenbersamkeit. laut Estate, ein erstes realisieSteigenberger erweitert ger Hotel in Belgien seine Steigenberger eigener Verlautbarung über- ren werden. Das zählt zu Präsenz im Ausland und Grand Hotel Brussels die Belnimmt zum 1. Januar 2013 Con- den ersten Hoteladressen exzelFührung des Luxushotels giens und ist damit eine des Portrad in Brüssel, das Teil lente Ergänzung unseres Wiltcher’s Gebäudekomplexes folios“, kommentiert Matthias ist. Das der Steigenan der Avenue Louise 2012 Heck, Vorstand Schritt Hotel steht noch bis Ende berger Hotels AG, den von unter dem Management in die Hauptstadt. hinter Conrad. Das luxuriöse Hotel verfügt historischer Fassade 32 über 269 Zimmer, darunter Suite, Suiten und eine Royal Zweiter Neuzugang sowie über das Restaurant die innerhalb weniger „Café Wiltcher’s“ und Konfe„Loui Lounge and Bar“. Wochen für renzmöglichkeiten stehen 16 in Stei- bis zu 600 Personen Verfüzur Nach der Eröffnung des Amster- Konferenzräumen genberger Hotels in hinaus bietet es Schiphol gung. Darüber größten säudam am Flughafen ist mit 550 qm den Stadt im September dieses Jahres lenfreien Ballsaal der es der zweite internationale und einen angegliederten weniger Fitness- und Neuzugang innerhalb Steigen- 3200 qm großen mit Pool, der Wochen. Damit setzt Ex- Wellnessbereich wird. berger seine strategische Met- von Aspria betriebenHotels AG pansion in europäische Die Steigenberger konropolen und Hauptstädte führenden Hotelneben ist eine der sequent fort und ist in Europa. Das unter gesellschaften mit Sitz in Brüssel und Amsterdam Berlin, Unternehmen anderem auch in Wien, Main ist mit 80 vertre- Frankfurt am ÖsterFrankfurt und Zürich mit Hotels in Deutschland, will noch investieren und Niederten. Foto: Belga reich, der Schweiz, den genügendes Haus. Steigenberger Das zukünftige Steigenber- landen und Ägypten vertreist ein den höchsten Ansprüchen finDas Conrad in Brüssel zusätzlich bereichern. ger Grand Hotel Brussels im ten. noch dem Grand Hotel die Stadt tionalen Begegnungen det sich in Bestlage direkt Nävon vestitionen vonnöten.der ave- hervorzuheben. Steigenberger Zentrum in unmittelbarer (47 2009 im Alleineigentum Das Luxushaus an zu den führendem berger Hotels and Resorts dank Hotels gehört El Chiaty. he zum Stadtpalais, Seknue Louise ist weithin First Class- und Hamed den Unternehmen dieses Das Brüsseler Hotel Conrad Grand’Place, dem Europapar- Entscheidungen werden in individuelle im 19.Jahrhundertstil in Europa. Die Zentrale Deluxe-Hotels) und InterCity- ist als Spitzenhotel in Brüssel seines lament, dem KongresszentÄußeren bekannt. tors sich in Frankfurt. Se- Frankfurt getroffen Hotel (33 Mittelklassehotels lange schon geschätzt. Damit gehaltenen ist entschlos- befindet werden auch die Färum und den wichtigsten Von dort direkt an Verkehrsknoten- es den hohen Ansprüchen von Steigenberger henswürdigkeiten Brüssels.der und den hohen Stellenwert den für 80 Hotels gezogen. in Zukunft ge- sen, Stei- punkten wie Bahnhöfen internaMit dem Eigentümer Die Stei- Steigenberger Unter der Dachmarke Brüssels als Stadt der Estate, stehen Flughäfen gelegen).AG ist seit nügen kann, sind dennoch InImmobilie, der AG Real genberger Hotel Group Hotels wurde ein Investitionspro- die beiden Marken Steigen- genberger gramm für die kommenden

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D i e D e ut s c h s p r ac h i g e Tag e sz e i t u n g i n O st b e lg i e n WE-Magazin Väter sind als Vorbild wichtig

Vor der Wahl Heute: Lontzen

Eupener Mona Lisen RSI-Schüler kopierten da Vincis Meisterwerk

Beilage

Seiten 12 und 13

Eupener Land Seite 11

85. Jahrgang · Nummer 233

AS Eupen heute in Tubize Nach zuletzt sechs sieglosen Meisterschaftsspielen in Folge ist die AS Eupen heute Abend beim AFC Tubize zu Gast. Trotz der Negativserie ist AS-Coach Márquez López weiterhin von dem Konzept überzeugt. Seite 28

Nachtbotschaft

Die Bedeutung von Träumen Der Traum gehört zum Schlaf und der Schlaf gehört zum Leben. Doch was haben Träume zu bedeuten? Anita Fohn aus Weismes hat sich eingehend mit diesem Thema auseinandergesetzt, würde sich aber nicht als Traumdeuterin bezeichnen. Seite 17

Spitzenspiele

Standard trifft auf Anderlecht Morgen stehen in der 1. Division gleich zwei Spitzenspiele auf dem Programm. Zunächst empfängt Standard Lüttich, das zuletzt vier Mal in Folge verlor, den RSC Anderlecht. Anschließend spielt Club Brügge gegen Genk. Seite 27

Seite 25

WETTER

15° 5° Viele Wolken und zeitweise Regengüsse 4 0

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Samstag, 6. Oktober 2012 · 1,10 Euro

Belgien vor der Wahl: GE-Serie startet heute

Auswärtsspiel

Notdienste:

www.grenzecho.net

Für CD&V steht viel auf dem Spiel Vor den Kommunal- und Provinzwahlen am nächsten Sonntag (14. Oktober) startet das GrenzEcho in der heutigen Ausgabe die mehrteilige Serie „Belgien vor der Wahl“, bei der die innenpolitischen Auswirkungen beleuchtet werden. Los geht es mit den Gemeinderatswahlen. Dabei schauen viele politischen Beobachter nach Flandern, wo die flämischen Nationalisten (N-VA) ihre Spitzenposition seit den Föderalwahlen 2010 weiter ausbauen konnten - zumindest, wenn man den Umfragen

glaubt. Der in den Medien omnipräsente N-VA-Präsident Bart De Wever hat die Wähler dazu aufgerufen, den kommunalen Urnengang als Referendum über Premierminister Elio Di Rupo (PS) anzusehen. Mit großer Nervosität gehen im Moment die flämischen Mehrheitsparteien CD&V, SP.A und Open VLD zu Werke. Vor allem die CD&V hat viel zu verlieren, weil sie auf lokaler Ebene stark verankert ist. In der Wallonie macht derweil ein Gerücht die Runde: Sozialisten und Liberale sollen in den großen Städten ein Vorwahlabkommen geschlossen haben - die CDH würde in die Röhre schauen. Seiten 2 & 6

Messerattacke: Mutter und Tochter verletzt

Blutiger Überfall in der Nacht schockt Flémalle

Schwule Fußballer Zu Besuch bei der einzigen homosexuellen Fußball-Mannschaft Belgiens Seite 4

In der Nacht zum Freitag sind eine 39-jährige Frau und ihre Tochter von einem Einbrecher in ihrer eigenen Wohnung lebensgefährlich verletzt worden. Der Täter fügte den beiden Opfern mit einem Messer schwere Verletzungen an der Halsschlagader und am Kopf zu.

Die Polizei nahm noch in der Nacht die Ermittlungen auf. Ein Nachbar der Familie wurde festgenommen, weil er zum Tatzeitpunkt in direkter Nähe zur Wohnung der Opfer gesehen wurde. Über die Hintergründe machten die Behörden gestern jedoch keine weiteren Angaben. Seite 18

35 Jahre

Regionalfußball: Bütgenbach will in Stembert Tranche gewinnen

Rallye Frankreich

Am Sonntagnachmittag (15 Uhr) steigt am Weddemer Weg das Spitzenspiel in der 2. Provinzklasse C: Der KFC Weywertz empfängt als Tabellenzweiter Spitzenreiter GrünWeiß Amel. Die Gäste liegen drei Punkte vor ihrem Kontrahenten und können am Sonntag den Gewinn der ersten Tranche unter Dach und Fach bringen. Beide Vereine greifen auf eine breite Fanbasis zurück, die morgen in Weywertz sicherlich für die nötige Stimmung sorgen wird. In der 3. Provinzklasse D greift der FC Bütgenbach am Sonntag ebenfalls nach dem Tranchensieg. Unter Erfolgstrainer Tommy Chiragarhula soll in Stembert der letzte Schritt gesetzt werden. Seiten 29-30

Rallye-Rekordweltmeister Sébastien Loeb ist auf dem besten Wege, seinen neunten WM-Titel in Folge ausgerechnet in seiner französischen Heimat perfekt zu machen. Nach der ersten Etappe des elften von 13 Saisonläufen im Elsass führt der 38 Jahre alte Citroën-Pilot mit 13,1 Sekunden vor dem Finnen Jari-Matti Latvala im Ford. Dritter mit bereits 32,6 Sekunden Rückstand ist Loebs Teamkollege Mikko Hirvonen. Der Finne hat in der Gesamtwertung als einziger noch theoretische Chancen, den Elsässer Loeb abzufangen. Mit einem Sieg in Frankreich wäre diesem die Führung auch rechnerisch nicht mehr zu nehmen. Der St.Vither Fahrer Thierry Neuville (Citroën) liegt vorläufig auf dem sechsten Platz. Seite 31

Weltladen St.Vith feierte Jubiläum Der Weltladen St.Vith blickte in dieser Woche auf sein 35jähriges Bestehen zurück. Die Veranstaltung im Triangel bot die Gelegenheit zu einem Rückblick auf das Erreichte und einen Ausblick auf die Woche des fairen Handels, die noch bis zum 15. Oktober andauert. Die Präsidentin des Weltladens, Christa Benker-Schaus, betonte, dass neben der gezielten Förderung des Handels mit Kleinstproduzenten aus den sogenannten Entwicklungsländern die Bewusstseinsbildung eine sehr wichtige Aufgabe der Weltläden sei. Und hier kann eine positive Entwicklung festgestellt werden. Aus der Erfahrung der letzten Jahre wachse die Zuversicht, dass dem fairen Handel die Bedeutung zukommt, die er verdient. Seite 15

Derby-Time am Weddemer Weg: Weywertz empfängt Amel

Das Ameler „Commando“ wird in Weywertz für Stimmung sorgen.

Thierry Neuville auf Platz sechs

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D i e D e ut s c h s p r ac h i g e Tag e sz e i t u n g i n O st b e lg i e n Astronauten im All Leben im Weltraum und viele Gewinnspiele

Live Scene startet Drei Bands im Camping Hertogenwald

KinderEcho Seiten 22 - 25

Eupener Land Seite 14

85. Jahrgang · Nummer 224

East Belgian Rally 2012 Großveranstaltung erfordert einen Riesenaufwand Eifel • Ardennen Seite 15

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Mittwoch, 26. September 2012 · 1,10 Euro

Unterricht: Immer mehr AHS-Studenten

Thema

Sanfte Mobilität im Alltag Auf EU-Ebene wurde die letzte Woche der sanften Mobilität gewidmet. Wie sieht es mit dieser Thematik allerdings weitab der Brüsseler Schreibtische im ostbelgischen Alltag aus? Sind Alternativen zum Auto im ländlichen Raum überhaupt realistisch und umsetzbar? Und was genau sind die Aufgaben eines Mobilitätsberaters? Seite 8

Hochschule mit hoher Erfolgsquote An der Autonomen Hochschule in der DG (AHS) erlangen 70 Prozent der Studenten der Lehrämter Kindergärtner und Primarschullehrer das Abschlussdiplom.

Im Auftrag der Kunst Eupener Architekt plant Museum für Thai-Milliardär

Formel-1-Geschäftsführer Bernie Ecclestone zum neuen Vertrag für das Singapur-Nachtrennen

Damit hat die 2005 aus dem Zusammenschluss von drei Hochschulen entstandene AHS eine deutlich höhere Erfolgsquote als größere Einrichtungen. In der Französischen Gemeinschaft beispielsweise scheitern etwa 60 Prozent der Hochschulstudenten im ersten Studienjahr. „Durch die Kleinheit unserer Einrichtung können wir uns um jeden kümmern. Die Studenten fühlen sich ernst

Fußball aktuell

Parlament: Debatte um Autonomieausbau

Standard mit Kraftakt

Am Montagabend sind im Parlament der DG (PDG) die beiden Parteien ProDG und Ecolo aneinandergeraten, als es um den Autonomieausbau der Deutschsprachigen Gemeinschaft ging. Mit der Auf-

forderung an ProDG, sich deutlich von flämischen Separatisten zu distanzieren, zog Braun den Unmut der Mehrheitspartei auf sich, und es entwickelte sich ein heftiger Schlagabtausch. Seiten 2 & 6

Schach

Fußball - 1. Division: Christian Brüls bei AA Gent auf Tribüne verbannt

DAS ZITAT „Ein Gentleman sollte nie über Geld und die letzte Nacht sprechen.“

ProDG und Ecolo liefern sich Schlagabtausch

Standard Lüttich hat sich dank eines Kraftakts für das Achtelfinale des Landespokals qualifiziert: Die „Rouches“ setzten sich am Dienstag mit 3:2 nach Verlängerung bei Zweitligist Mouscron-Péruwelz durch. In der 1. Liga siegten Bayern (3:0 gegen Wolfsburg) und Schalke (3:0 gegen Mainz), Dortmund spielte 3:3 in Frankfurt. In der 2. Liga feierte der 1. FC Köln gegen den FSV Franfurt (2:1) den ersten Saisonsieg. In der 3. Liga unterlag Alemannia Aachen Preußen Münster mit 1:2. Seite 33

WETTER

15° 11° Stark bewölkt und immer wieder Regen.

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5 413655 000342

Seite 4

genommen, wissen aber auch um ihre Pflichten“, erklärt Martha Orban-Kerst, Leiterin des Fachbereichs Bildungswissenschaften an der Autonomen Hochschule. Während es im Bereich Gesundheits- und Pflegewissenschaften immer mehr Studenten an der Eupener Hochschule gibt, sorgt eine Aufnahmeprüfung dafür, dass bei den Lehrämtern Kindergärtner und Primarschullehrer maximal 40 Studenten pro Studienjahr aufgenommen werden. Die Zahl der Bewerber war in den letzten Jahren teilweise doppelt so groß. Die AHS hat seit ihrer Gründung vor sieben Jahren vor allem die Bereiche Weiterbildung und Forschung ausgebaut. Seite 7

Eynatten 1 gewinnt Derby, Wirtzfeld siegt Im belgischen Schachoberhaus hat am vergangenen Wochenende die Saison begonnen. Mit den Schachfreunden Wirtzfeld, Rochade Eupen-Kelmis und den beiden Vertretungen aus Eynatten spielen gleich vier ostbelgische Teams in der höchsten Spielklasse des Landes. Im Mittelpunkt des Interesses stand zum Auftakt das vereinsinterne Duell zwischen Eynatten 1 und Eynatten 2. Im Gegensatz zum vorigen Jahr setzte sich diesmal die erste Mannschaft durch. Der Endstand lautete 18:14 für den Favoriten. Titelkandidat SF Wirtzfeld gab sich gegen das Team aus Anderlecht keine Blöße (20:11). Rochade Eupen-Kelmis spielte gegen Amay 16:16-Unentschieden. Seite 31

Wenn nicht Nizza, dann mehr Geld

Christian Brüls will nach dem von der Genter Vereinsspitze verweigerten Transfer Richtung Nizza einen besseren Vertrag erhalten. Foto: David Hagemann

Der Ameler Fußballprofi Christian Brüls kämpft bei Erstdivisionär AA Gent weiter um eine Aufbesserung seines bis 2015 laufenden Vertrags. Die Lage hat sich aber zugespitzt: Im Spitzenspiel bei Standard Lüttich am vergangenen Freitag gehörte der 23Jährige nicht zum Kader. Offiziell hieß es, dass er Trainer Trond Sollied kritisiert habe. Dies dementierte der ehemalige Spieler der AS Eupen aber gegenüber dem GrenzEcho. Die Mannschaft stehe hinter dem Norweger. Vielmehr hapere es an der Kommunikation innerhalb des Teams. Brüls machte dagegen die schleppenden Gehaltsverhandlungen (nach dem verweigerten Transfer nach Nizza will er mehr Geld) und den daraus resultierenden Motivationsmangel für die Verbannung auf die Tribüne verantwortlich. Seite 33

Gemeinde Lontzen

Neue Straßen und neue Einbahnstraße Die Straßeninfrastrukturen gelegen in der Parzellierung Fleuschergasse (Lontzen) sowie in der Kolonienstraße (Herbesthal) gehen in den Besitz der Gemeinde Lontzen über. Der Gemeinderat beschloss ebenfalls die Schaffung von Einbahnverkehr in der Schlossstraße. Seite 11

Die nächste

GRENZECHO MONATSAUSGABE 4. Oktober 2012

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D i e d e ut s c h s p r ac h i g e Tag e sz e i t u n g i n O st b e lg i e n AS-Journal Mit ausführlichem Porträt des Trainers

Dennoch Niederlage Rollerbulls mit Leistungssteigerung

Nach Kostprobe in Köln Radiohead-Konzert heute in Antwerpen

Beilage

Sport Seite 29

Politik • Gesellschaft Seite 8

85. Jahrgang · Nummer 243

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Donnerstag, 18. Oktober 2012 · 1,10 Euro

DG: Gleichzeitiger Anstieg von Arbeitslosigkeit und Beschäftigung

Reportage

Mit Silikonbrillen auf den Markt Michel Callaerts aus Arlon wollte schon immer etwas Eigenes auf die Beine stellen und hat sich jetzt mit einem ungewöhnlichen Produkt in das Abenteuer gestürzt: Er will mit Sonnenbrillen aus Silikon von Belgien aus den Weltmarkt erobern. Seite 25

Agora-Theater

Entschleunigung bei Theaterfest Das Agora-Theater lädt alle Besucher des 25. internationalen Theaterfestes in St.Vith zur Entschleunigung ein. Bis Sonntag werden insgesamt zwölf Produktionen gezeigt und bleibt auch viel Zeit, es in gemütlicher Runde ruhig angehen zu lassen. Seite 15

Rote Teufel

„Zahl Erwerbstätiger nimmt stetig zu“ Der demographische Wandel, die anhaltende Krise, aber auch auslaufende Fördermaßnahmen sorgen für einen Anstieg der Arbeitslosigkeit in der Deutschsprachigen Gemeinschaft. Dies hat Robert Nelles, Direktor des Arbeitsamtes (ADG), gegenüber dem GrenzEcho erklärt. Michael Balter (Vivant) hatte vor einigen Wochen im Parlament die gestiegene Arbeitslosenzahl in der DG kritisiert. Beschäftigungsminister Oliver Paasch (ProDG) verwies auf „objektive Gründe“ für diese Entwicklung. „Die Zahl der Personen, die im erwerbsfähigen Alter sind, nimmt kontinuierlich zu. Es drängen

also von Jahr zu Jahr mehr Leute auf den Arbeitsmarkt bzw. sie bleiben länger im Erwerbsleben, während wir gleichzeitig nicht unbedingt einen Anstieg der Stellenangebote und der verfügbaren Stellen haben“, so Robert Nelles.

„Die Situation ist mit der aus dem Jahr 2009 zu vergleichen.“ Darüber hinaus hat er mehrere Indizien ausgemacht, die dafür sprechen, dass die Krise noch überwunden sei. Nach dem Auslaufen verschiedener Maßnahmen plane der Föderalstaat nun neue Initiativen.

Kelmis: Warten auf Antwort der Sozialisten

PFF will rasch Klarheit bei Koalitionsbildung Die PFF, die sich in Kelmis bereits mit den Grünen (Ecolo) zu einer Mehrheit im neuen Gemeinderat zusammengeschlossen und den Sozialisten (SP) das Angebot unterbreitet hat, dieser Mehrheit eine brei-

tere Basis zu verleihen, wartet derzeit auf eine Antwort der SP. Diese dürfte allerdings nicht vor kommenden Dienstag zu erwarten sein, da zunächst die Parteibasis informiert und befragt wird. Seite 11

Jeder Arbeitsloser sei einer zu viel, meint Nelles, allerdings warnt er vor Schwarzmalerei: „Die Situation ist mit der aus dem Jahr 2009 zu vergleichen. Die andere Seite der Medaille ist aber auch, dass wir längerfristig gesehen einen Beschäftigungsanstieg verzeichnen. Nicht nur die Arbeitslosigkeit, sondern auch die Beschäftigung liegt jetzt höher als beispielsweise in 2003.“ Oliver Paasch verweist auf die Maßnahmen, die die DGRegierung im ersten Krisendekret getroffen habe, um die Auswirkungen der Krise auf den Arbeitsmarkt abzufedern. Darüber hinaus sei ein Vergleich der Arbeitslosenzahlen der letzten Jahre wegen gesetzlicher Änderungen schwierig. Seite 4

Einverständnis

Lejeune wird M. Martin treffen Jean-Denis Lejeune, Vater von Dutroux-Opfer Julie, hat eingewilligt, sich mit Michelle Martin zu treffen. Dies erklärte er in einem Interview mit RTL-TVi. „Wenn sie einen Funken Menschlichkeit hat, ist es eine Chance zu erfahren, was wirklich passiert ist“, sagte er.

Spezialtransport: Betrieb P. Adams mit logistischer Meisterleistung

349 To. durch Luxemburg bewegt Marc Wilmots bleibt sich treu Nach dem 2:0 gegen Schottland träumt Fußball-Belgien von der Teilnahme an der WM 2014 in Brasilien. Coach Marc Wilmots tritt aber auf die Euphoriebremse, obwohl er momentan alles richtig macht. Seite 27

Eine logistische Meisterleistung vollbrachte am vergangenen Wochenende das in Sondertransporten spezialisierte Unternehmen P. Adams aus Recht. Es galt, einen 211 Tonnen schweren Transformator vom Moselhafen in Bech-Kleinmacher zum Wasserkraftwerk

nach Vianden zu befördern. Ingesamt galt es, 349 Tonnen sicher über enge Straßen zu befördern. Eine besondere Herausforderung war die Überquerung der Sauerbrücke in Diekirch, die eigentlich nur für ein Maximalgewicht von 100 Tonnen zugelassen ist und eigens für diesen Trans-

port mit einer aufwändigen Stahlkonstruktion verstärkt werden musste. Dem Transport gingen monatelange Vorbereitungen in Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden voraus. Für alle Beteiligten gab es nach dem reibungslosen Ablauf ein einhelliges Lob. Seite 13

WETTER

Obama punktet US-Präsident angriffslustig gegen Herausforderer Romney Seite 19

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19° 12° Wechsel von Sonne und Wolken, meist trocken.

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Der 211 Tonnen schwere Transformator wurde auf 20 Achsen verteilt.

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Design: Norbert Küpper 20

D i e d e ut s c h s p r ac h i g e Tag e sz e i t u n g i n O st b e lg i e n Literaturzeitschrift Sorgen um Zukunft des „Krautgarten“

Marmorwerk Ambiente St.Vith ließ Schüler reinschnuppern

Politik • Gesellschaft Seite 6

Eifel • Ardennen Seite 15

85. Jahrgang · Nummer 272

Dagobert Duck wird 65 Comic-Held ist der Inbegriff für Geiz und Gier Wirtschaft • Finanzen Seite 21

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Donnerstag, 22. November 2012 · 1,10 Euro

Konzert

Gaza-Konflikt

Perfektes Dinner Ketteniserin Joëlle Köttgen konnte nur drei Gäste überzeugen. Seite 10 

Clueso kommt nach Eupen Am Mittwoch, 23. Januar 2013, geben Clueso & Band ein Clubkonzert im Eupener Capitol. Hautnah und fast schon akustisch können seine Fans ihn hier „mal laut, mal leise“ - so das Motto des Auftritts - miterleben. Seite 11

Neue Vereinigung

Erfolgreich Waffenruhe vermittelt Trotz eines Bombenattentats auf einen Stadtbus in Tel Aviv haben die Diplomaten eine Waffenruhe in Nahost erreicht. Nach acht Tagen schwerer Kämpfe zwischen Israel und militanten Palästinensern im Gazastreifen sollen jetzt die Waffen schweigen. Das kündigte der ägyptische Außenminister Mohammed Kamel Amr am Mittwochabend in Kairo bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit US-Außenministerin Clinton an. Seiten 3 & 23

Medienrat

„Sunshine alleine verantwortlich“ Gehörlose nicht sprachlos Wer gehörlos ist, eine schwere Hörschädigung hat, ist nicht sprachlos. Die neue Vereinigung „Hörgeschädigte Ostbelgien“ hat sich zum Ziel gesetzt, den Interessen der Gehörlosen Gehör zu verschaffen. Vor allem bei Notfällen hapert es. Seite 8

Staatshaushalt

Lüttich hofft auf die Expo Heute zwischen 17 und 17.30 Uhr entscheidet sich, ob Lüttich im Jahr 2017 die Internationale Ausstellung ausrichten wird. Mitbewerber ist Astana, die Hauptstadt Kasachstans.

Di Rupo I auf Kurs? Hat die Regierung von Premier Elio Di Rupo (PS) mit ihren jüngsten Haushaltsbeschlüssen den richtigen Weg eingeschlagen, oder manövriert sie Belgien schnurstracks in eine Sackgasse? Die Meinungen sind gespalten. Seiten 2 & 7

WETTER

10° 3° Nach Nebel recht freundlich und trocken.

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Internationale Ausstellung: Heute Nachmittag fällt in Paris die Entscheidung

Vertreter aus allen Staaten stimmen heute am Sitz des »Bureau International des Expositions« (Kurzform BIE, Deutsch: Internationales Büro

für Ausstellungen) in Paris darüber ab, ob die Expo 2017 in Lüttich oder in Astana stattfinden wird. So genannte Internationale Ausstellungen finden zwischen den Weltausstellungen statt. Erhält Lüttich den Zuschlag, werden von Juni bis September 2017 mindestens sechs Millionen Besucher erwartet. Im Ortsteil Coronmeuse würde das 25 Hektar große Expo-Gelände entstehen. Geplant ist unter ande-

rem ein Luxushotel. Nach der internationalen Ausstellung soll das Areal zu einem „EcoViertel“ mit Wohn- und Büroflächen umfunktioniert werden. Die GmbH Liège Expo 2017 hatte im Vorfeld über 150.000 Unterschriften zur Unterstützung der Kandidatur gesammelt. Am Dienstag fand in Paris eine gemeinsame Pressekonferenz von Lüttich und Astana statt, bei der die beiden Be-

werber ihre Projekte nochmals der Öffentlichkeit vorstellten. Jean-Christophe Peterkenne von der GmbH Liège Expo 2017 und Lüttichs Bürgermeister Willy Demeyer (PS) rechnen der Cité ardente sehr gute Chancen aus. Auf einer Großleinwand auf der Place St. Lambert wird die Bekanntgabe des Wahlergebnisses heute ab 16.30 Uhr im Lütticher Stadtzentrum übertragen. Seite 4

Fußball-Champions-League: 1:3-Heimniederlage gegen den AC Mailand

RSC Anderlecht ausgeschieden Der RSC Anderlecht ist nach dem fünften Gruppenspieltag aus der Champions League ausgeschieden. Der belgische Meister kann das Achtelfinale nach einer 1:3-Heimniederlage gegen den AC Mailand nicht mehr erreichen. Die Anderlechter waren vor der Pause die bessere Mannschaft und hätten in der 13. Minute in Führung gegen müssen, aber Milan Jovanovic scheiterte nach glänzender Vorarbeit von Dieumerci Mbokani freistehend am italienischen Schlussmann Abbiati. Unmittelbar nach der Pause brachte

Der RSC Anderlecht (rechts Lucas Biglia) unterlag gestern dem AC Mailand 1:3.

der Mailänder Jungstar Stephan El Shaaraway die Gäste in Führung. Nach einem Platzverweis gegen den Anderlechter Bram Nuytinck erhöhte Philippe Mexes mit einem Fallrückzieher auf 0:2 (71.). Tom De Sutter verkürzte zwar noch auf 1:2 (78.), doch in der Nachspielzeit sorgte Pato für den Endstand. Während sich Mailand für das Achtelfinale der Champions League qualifizierte, kann der belgische Rekordmeister zumindest noch darauf hoffen, als Gruppendritter in die Europa League „abzusteigen“. Seite 25

Der Medienrat der DG hat auf die vergangene Woche erfolgte Abschaltung des Lontzener Privatsenders Radio Sunshine und die daraus resultierte Polemik reagiert. Man habe zwar „vollstes Verständnis für die Enttäuschung der Hörer des Radiosenders“, jedoch sei diese Entwicklung einzig und allein den Verantwortlichen des Senders zuzuschreiben. Sunshine habe gegen eine ganze Reihe von Vorgaben verstoßen. Seite 9

Die nächste

GRENZECHO MONATSAUSGABE 29. November 2012 Lontzen

Ernennung von Sekretär noch nicht in Sicht Pascal Neumann dürfte wohl auch in den kommenden Wochen alle offiziellen Dokumente nur als diensttuender Sekretär der Gemeinde Lontzen unterzeichnen, da die offizielle Ernennung des 32-Jährigen, der seit Mitte Mai an der Spitze der Gemeindeverwaltung steht, weiter auf sich warten lässt. Nachdem die Gemeinde einen ersten dahin gehenden Beschluss selbst zurückgezogen hatte, wurde die zweite Fassung vom 24. September von der Deutschsprachigen Gemeinschaft in ihrer Funktion als Aufsichtsbehörde annulliert. Am Montag will sich der Gemeinderat erneut damit beschäftigen. Seite 13

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D i e d e ut s c h s p r ac h i g e Tag e sz e i t u n g i n O st b e lg i e n TV-Magazin Soap „Unter uns“ feiert Jubiläum

Weihnachtsmarkt Winterfreuden an der Brüsseler Grand‘Place

„Lesen hinterm Tresen“ 94 Lesungen in 24 Eupener Geschäften

Beilage

Politik · Gesellschaft Seite 7

Eupener Land Seite 11

85. Jahrgang · Nummer 273

Kulturprojekt

Freitag, 23. November 2012 · 1,10 Euro

Internationale Ausstellung 2017

Wenn HipHop auf Orgel trifft... In einem ambitionierten Projekt bringt der in Eupen geborene Organist Serge Schoonbroodt in einem Lütticher Viertel zwei sehr unterschiedliche Künste zusammen: Die traditionsträchtige Orgel und den modernen HipHop. Seite 18

Verlosung

Themenwoche im Kino Corso Das Kino Corso in St.Vith zeigt ab dem heutigen Freitag vier Filme, die das Schwerpunktthema Musik haben, u.a. die deutsche Produktion „Berlin Calling“. Das GrenzEcho verlost fünf mal zwei Eintrittskarten für eine Vorstellung nach Wahl. Seite 12

Tränen in Lüttich, Astana jubelt Die Internationale Ausstellung 2017 wird nicht in Lüttich, sondern in der kasachischen Hauptstadt Astana stattfinden. Das ergab die geheime Abstimmung gestern Nachmittag in Paris. Am Sitz des Bureau International des Expositions (BIE) stimmten demnach 103 Nationaldelegationen für die zentralasiatische Stadt. Lüttich hingegen erhielt nur 44 Stimmen, zudem gab es eine Enthaltung. In den Reihen der Lütticher Delegation war die Ernüchterung groß, und die Place Saint-Lambert, wo das Geschehen beim BIE live auf einer Großleinwand übertragen wurde, leerte sich in Windeseile. Das Motto der Expo in Astana, die erste internationale Ausstellung größeren Zuschnitts in Zentralasien, wird „Energien der Zukunft“ lauten.

Sperrfrist vor dem Ende Vorheriges Ankündigungsverbot von Preisnachlässen könnte aufgehoben werden Seite 6

Lüttich hatte vergeblich auf seine zentrale Lage in Europa, seine ausgezeichneten Verkehrsanbindungen und seine hohe Bevölkerungsdichte als Trümpfe gesetzt. Sechs Millionen Besucher sollten während drei Monaten in das noch zu errichtende, neue Ausstellungsgelände im Ortsteil Coronmeuse der Maasstadt strömen. Um so enttäuschter waren die Lütticher um Bürgermeister Willy Demeyer (PS) und Expo-Direktor Jean-Christophe Peterkenne, dass mehr als zwei Drittel der Delegationen dann doch für Astana votierten. Der Kandidatur der Cité Ardente war im Jahr 2009 ein einstimmiger Beschluss des Lütticher Stadtrats vorausgegangen. Zudem brachte es eine Unterstützungspetition für die Ausrichtung der Internationalen Ausstellung in der Provinzhauptstadt mehr als 154.000 Unterschriften. Seite 17

St.Vith: Hilfe bei Demenz

Klinik fürs Gedächtnis

Europa League

Genk in der nächsten Runde Der RC Genk hat sich für die Zwischenrunde der Europa League qualifiziert. Genk gewann gestern bei Videoton FC mit 1:0. Club Brügge ist dagegen nach einer 1:2-Heimniederlage gegen Girondins Bordeaux ausgeschieden. Seite 27

WETTER

8° 6° Immer mehr Wolken und später Regen, bis 8 Grad.

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Das St.Vither Krankenhaus St. Josef beherbergt seit einem Jahr eine von zwölf anerkannten Gedächtniskliniken Belgiens. Unter der ärztlichen Aufsicht des Neurologen Dr. Peter Heinen wird hier Menschen mit der Diagnose Demenz, die noch zu Hause leben, eine angepasste Hilfe zuteil. Das Team der Memoryklinik setzt sich ferner aus einer Neuro-

psychologin, einer Sozialassistentin, einer Ergotherapeutin und einer Sekretärin zusammen. Durch die offizielle Anerkennung erhalten die Patienten den ersten Behandlungszyklus durch ihre jeweilige Krankenkasse zurückerstattet. Ferner wird eine Zusammenarbeit mit den Krankenhäusern in Eupen und Malmedy angestrebt. Seite 13

Jubiläum: Eupener Bergkapelle wird 300 Jahre alt

Energie: Nach neunmonatiger Tarifblockade

Ein ganzes Jahr lang soll in der und um die Eupener Bergkapelle gefeiert werden. Um die Gestaltung des Jubeljahres kümmert sich ein Festkomitee, das sich eigens aus diesem Anlass gegründet hat. Ein Rückblick auf die Geschichte der Bergkapelle gehört sicherlich dazu. Doch bei der Jubiläumsfeier soll es nicht heißen: das war’s, sondern: was kommt jetzt. „Die Jubiläumsfeier soll die nächsten 300 Jahre einläuten“, hieß es bei der Vorstellung des Programms für das Jubiläumsjahr. Seite 8

Am vergangenen 1. April waren in Belgien auf Geheiß der Föderalregierung die Stromund Gaspreise eingefroren worden - für die Dauer von neun Monaten. Diese Frist läuft zum 1. Januar 2013 ab, und es wird davon ausgegangen, dass vor allem die Gasanbieter keinen Tag länger warten werden, um wieder an der Preisschraube zu drehen. Die belgische Arbeiterpartei PTB war jüngst von Tariferhöhungen um acht Prozent ausgegangen, die föderale Regulie-

Feiern dauern ein ganzes Jahr

Am 27. Dezember vor 300 Jahren wurde die Kapelle eingeweiht.

Gaspreise werden am 1. Januar wieder steigen rungsbehörde für den Stromund Gasmarkt (CREG) vermutet dagegen fünf Prozent Steigerung. Unterdessen lässt die angekündigte Neufestlegung der Richtlinien zur Gestaltung der Energiepreise weiter auf sich warten. Dem Vernehmen nach werden die „Spielregeln“ auf der nächsten Sitzung des Ministerrates festgelegt, sodass sie im April 2013 in Kraft treten könnten. Alles deutet darauf hin, dass im Wesentlichen der Gas- vom Ölpreis entkoppelt wird. Seite 5

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Lifestyle

Beilage zum Grenzecho

Samstag, 24. November

2012

Nr. 272

Krimihotel, Krimifestival

und jetzt noch eine beliebte

Krimiserie in der ARD

Die Eifel lockt immer mehr

Krimiland: Krimiromane,

sagt PeSerie eine große Rolle, , DPA ters. „Weil sie sehr inspirieWestrend ist. Das versunkene tumIn der deutschen Eifel der eigenen Vornur so. deutschland einem meln sich die Ermittler Mauerfall-Jugend fällt MaaZwischen Mooren und dort wieder ein.“ und Bärren, zwischen Vulkanen Wenn Sophie Haas mit wieVieh, finden sich immer bel Schmied und Dietmar Milchkander neue Tote, die blutrünstige- Schäffer zwischen Verbregen Verbrechen zum Opfer nen und Dorfkneipen Schriftgar fallen sind. Dutzende cher aufspürt, stehe aber einer im Vordersteller und Autoren mit Tot- nicht der Krimi guten Nase für Mord und grund, sagt die Schauspielerin. schlag haben in den vergange- Sondern eher die Komik bei wohl manen Jahren die Eifel zum den Ermittlungen. „Wir Kriauf bekanntesten deutschen chen so einen klassischen voran miland gemacht. Allen Schauspielern basierenden under Erfinder des Eifelkrimis, Humor. Das scheint total der Jacques Berndorf (76), sein in der De- gewöhnlich zu noch im November seinen deutschen Fernsehlandim Intertektiv Siggi Baumeister schaft.“ Peters habe kein neuen Roman „Eifel-Bullen“ esse gehabt, „die 35. Kriminalzum 22. Mal auf eine mörderi- kommissarin“ im deutschen die sche Spur schickt. Fernsehen zu werden, trage und Die ARD-Quotenhitserie jetzt Jeans und Rucksack sie sei Für „Mord mit Aussicht“ setzt noch pfiffig Fälle löse. „Anauf den Eifelkrimi-Boom „Mord mit Aussicht“ ein für Eieinen drauf: Jeden Dienstagti-Krimi, der sich mehr inabend verfolgen zwischen genheiten als alles andere Zuan Eifelfünf bis sieben Millionen teressiert“. Der Boom sagt schauer, wie Schauspielerin krimis sei ungebrochen, und Verleger Caroline Peters als Kriminalaus Krimibuchautor Hillesheim kommissarin Sophie Haas Hen- Ralf Kramp aus wie dem erfundenen Eifelort (Kreis Vulkaneifel). Und er„Mord gasch im Kreis Liebernich die erfolgreiche Serie für die mittelt. Die Eifel spiele

Verbrecher an

V ON B IRGIT R EICHERT

DutBurg Hengebach im Hintergrund. Jahren die Eifel in der Eifel mit der mittelalterlichen haben in den vergangenen Ossinger/dpa und Luftkurort Heimbach Häuser im WallfahrtsNase für Mord und Totschlag Foto: Horst Autoren mit einer guten zende Schriftsteller und deutschen Krimiland gemacht. zum wohl bekanntesten Kriminalhaus ne steht. der Se- hotel, Krimicafé, Bisher habe sie ihren berufEr selbst sei großer Fan Theadi- und eben dem Krimifestival. lichen Schwerpunkt im rie: „Ich würde am liebsten Dieses gilt als Deutschlands „Das wird sich der Krimi- ter gesehen. rekt darin wohnen.“ schon größter Treffpunkt wird vom jetzt zeigen in den nächsten Jacques Berndorf, der - und das verver- und Filmszene wie- Monaten, ob sich gut fünf Millionen Bücher sie. 13. bis 22. September 2013 Erschiebt oder nicht“, meint kauft hat, begründet den ge- der zahlreiche Krimifans in „Wir Eine andere Serie als „Mord folg der Eifelkrimis so: für sie die Eifel locken. mit Aussicht“ komme ben der Provinz ein Gesicht Serien, so dar, aber nicht infrage. „Bei und stellen Probleme sagt die alda bin ich monogam“, wie es sie gibt.“ Zwei Drittel in der gebürtige Mainzerin, die ler Deutschen lebten in Der Boom an Geschichten Köln aufwuchs. Sie könnte sich daProvinz und könnten voriden- um Mord und Totschlag sich aber Spielfilme gut her mit den Geschichten Anstellen. Etwa wie den Psychoaus der Eifel ist tifizieren. Er sei aber der Isabel Eifel ungebrochen. thriller („Im Netz“) von sicht, dass der Schauplatz Rolle der Kleefeld, in dem sie die auch im Hunsrück oder habe, in einer Frau übernommen Pfalz liege könne. Es gebe geBeim letzten „Tatort Eifel“ anderen Identität im Netz AusDeutschland ja auch noch 2011 wurde „Mord mit klaut wird. Der WDR-Film Rodere erfolgreiche Regionalkriins sicht“ in Daun mit dem alkomme im März 2013 mis. In der Eifel habe sich land-Filmpreis ausgezeichnet. Fernsehen. Privat lese sie aber einnächste Staflerdings inzwischen eine sagt Peters. „Ich Infra- Ob es denn eine wird al- keine Krimis, malige „kriminalistische Romafel der Serie gibt? „Das der lese wahnsinnig gerne sagt struktur“ entwickelt, sagt habe ich les verhandelt gerade“, „Tatne. Aber Krimis, dazu in Leiter des Krimifestivals Jacques Peters, die am Burgtheater Zugang gefunden.“ HoffDer Journalist und Autor auf der Büh- noch nie ort Eifel“, Heinz-Peter in Hillesheim schauen mit seinen EiKrimi- Wien regelmäßig Gäste des Gefängnishotels ihres Zimmers. Im „Kri- Berndorf machte mann. Etwa mit einem den Anfang. durch das vergitterte Fenster nicht fehlen. fel-Krimis miland“ Eifel darf ein „Gefängnishotel“

D i e d e ut s c h s p r ac h i g e Tag e sz e i t u n g i n O st b e lg i e n

finden mit Aussicht“ zeige: „Es Spielsich immer wieder neue Eifel oft arten.“ Anfangs sei die finstein einem düsteren und Jetzt ren Szenario erschienen. eines aber sei sie Schauplatz „hochintelligenten Humors“.

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WE-Magazin Die Eifel als Krimihochburg

„Das perfekte Dinner“ Zweiter Platz für Joëlle Köttgen

SNCB-Investitonsplan Gewerkschaftler sehen Perspektiven für die Region

Beilage

Eupener Land Seite 14

Die Seite Vier

85. Jahrgang · Nummer 274

www.grenzecho.net

Samstag, 24. November 2012 · 1,10 Euro

Eiförmig

Neues Gebäude für die EU Der Europäische Rat erhält für 420 Millionen Euro ein neues Gebäude in Brüssel. Es entsteht anstelle eines früheren Gebäudeteils des Brüsseler Residenzpalastes. Besonderes Merkmal ist die eiförmige Architektur. Seite 6

Reportage

Pur kommen nach Eupen Die erfolgreichste deutsche Popband gastiert am 8. Juni im Rahmen ihrer neuen Tour in der Eupenarena. Seite 9

Biologische Kindermode „kindundkauz“ hat die gebürtige Lontzenerin Kathrin Bolits ihren Online-Versand für peppige, biologische Kindermode getauft. Seit vier Jahren lebt sie in Lübeck und hat dort zusammen mit einer Freundin die Geschäftsidee in die Tat umgesetzt. Seite 13

Fußball - 1. Division

Standard feiert klaren Heimsieg Standard Lüttich hat im Heimspiel gegen den Lierse SK einen klaren 3:0-Heimsieg gefeiert. Imoh Ezekiel (2) und Paul Mpoku entschieden die einseitige Begegnung mit ihren Treffern vor der Pause. Seite 33

Notdienste:

Seite 31

WETTER

9° 8° Viele Wolken, ab und zu Regen und mild. 4 7

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Haushalt: Großbritannien hat Einigungsbemühungen erschwert

EU-Gipfel scheitert an Billionen-Budget Der Sondergipfel zum EUHaushalt für die Jahre 2014 bis 2020 ist gescheitert. Damit wird ein weiteres Spitzentreffen in den kommenden Wochen oder Monaten nötig. Insbesondere Großbritannien hatte die Bemühungen um eine Einigung erschwert. Premier David Cameron hatte zu stärkeren Kürzungen gedrängt als die anderen Gipfelteilnehmer. Auch der in Europa unbeliebte „Britenrabatt“,

der dem Land Nachlässe auf seine Einzahlungen in den EU-Haushalt sichert, stand für Cameron nicht zur Debatte. Zwar stieß der britische Wunsch nach Kürzungen am jüngsten Vorschlag von Gipfelchef Herman Van Rompuy auf Verständnis: Auch Deutschland und Frankreich wollen den rund eine Billion Euro schweren Sieben-JahresHaushalt verschlanken. Allerdings konnten sich die Teilnehmer nicht darauf einigen, wo sie den Rotstift ansetzen wollten. So hatten sich Frank-

reich und andere südeuropäische Länder beispielsweise heftig gegen eine Kürzung der Agrarzahlungen gewehrt. Luxemburgs Regierungschef Jean-Claude Juncker hat die Argumentation seiner Kollegen kritisiert. „Regierungschefs kommen nach Brüssel und vertreten nationale Positionen. Einige, fast alle, haben Zahlen im Kopf. Und selten sind die geworden, die Überzeugungen im Herzen haben. Es geht hier um eine Debatte zwischen Zahlen und Überzeugungen.“ Seiten 5 & 27

Fernsehquiz: 59-Jähriger aus Hinderhausen gewann 64.000 Euro

Brauer wurde nicht Millionär Die stolze Summe von 64.000 Euro hat der 59-jährige Fernfahrer Bernd Brauer aus Hinderhausen gestern Abend aus dem bekannten RTL-Fernsehquiz „Wer wird Millionär?“ mit nach Hause genommen. Brauer, der schon am Montagabend in der Sendung zu sehen war, ging auf Nummer sicher und beantwortete die Frage zur 125.000 Euro-Marke erst gar nicht. Seine Joker hatte er schon in der ersten Runde aufgebraucht. Mit dem Gewinn möchte er sein Haus renovieren. Seite 19

Bernd Brauer aus Hinderhausen verabschiedete sich gestern Abend nach kurzem Auftritt. Foto: RTL

Bombenfund in St.Vith: Um 16.40 Uhr konnte das Krisenzentrum der Polizei Entwarnung geben.

Aufregung: Hunderte Bürger evakuiert

Bombe im Zentrum von St.Vith entdeckt In St.Vith ist gestern bei Planierarbeiten in der oberen Aachener Straße eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Der Bereich musste großräumig evakuiert werden. Erst um 16.40 Uhr konnte Entwarnung gegeben werden. Der Minen-

räumdienst wollte die Bombe entschärfen. Weil dies aber nicht gelang, musste die Bombe zum Lager Elsenborn abtransportiert werden, wo sie kontrolliert zur Explosion gebracht werden sollte. Die Anwohner konnten in der Sporthalle unterkommen. Seite 17

Im Jahr 2014

Fußball - 3. Liga

PDG-Wahlen bereits im Mai

Alemannia stellt Insolvenzantrag

Die Wahlen zum Parlament der DG (PDG) finden im Jahr 2014 voraussichtlich nicht wie geplant im Juni, sondern bereits im Mai statt. Hintergrund ist der mögliche frühere Wahltermin des EU-Parlamentes. In der belgischen Verfassung ist festgelegt, dass die Wahlen in den Teilstaaten und zum EU-Parlament am gleichen Tag stattfinden. Seite 8

Fußball-Drittligist Alemannia Aachen hat wie angekündigt einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht Aachen gestellt. Ziel des Ex-Bundesligisten ist eine Sanierung, um befreit in der Regionalliga neu zu starten. Zuletzt hatte die Staatsanwaltschaft Aachen Ermittlungen wegen des Verdachts der Insolvenzverschleppung eingeleitet. Seite 37

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MAGAZIN

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Schleckereien der Niederländer Naschzeug, Zuckerwaren und viele Bonbons

Aus der Region

Beilage zum Grenzecho

Reportage

Samstag, 8. Dezember

2012

Nr. 286

Airport bestätigt 200-Millionen-Investition

Brucargo gibt Brüssels Flughafen

Zukunftssicher: Brussels

Schwung

wirtNachrichten aus dem schaftlichen Bereich können auch im aktuell schwierigen und Umfeld noch positiv sein lieVertrauen stützen. Hierfür die Träferte Brussels Airport, gergesellschaft des Flughader fens, einen Beweis mit Vorstellung neuer Ziele. Gemeinsam mit leistungsstarken Partnern, darunter Airauch DHL, wird Brussels fünf port in den kommenden Jahren mehr als 200 Millionen logisEuro in den Ausbau der tischen Infrastruktur des Brüsseler Landesflughafens investieren. Dieses frische 2020 Geld kann bis zum Jahre zur Schaffung von möglicherweise 3000 neuen Arbeitsplätgezen führen. Arnaud Feist, schäftsführendes VerwalBrustungsratsmitglied von zusels Airport, wagte diesen vor versichtlichen Ausblick Vorwenigen Tagen bei der stellung des Gesamtprojektes. Das Investitionsvorhaben von umfasst u. a. den Ausbau EinBrucargo West mit der richtung von drei großen Frachtgebäuden, die Erneuedes rung und Modernisierung zentralen Bürokomplexes MoBrucargo 706 sowie die drei dernisierung der schon in Jahrzehnte alten Gebäude der aktuellen Zone Brucargo

D i e d e ut s c h s p r ac h i g e Tag e sz e i t u n g i n O st b e lg i e n Foto: belga

werden. für etwa noch spürbar ausgebaut sels Airport ist Garant Brüsseler Flughafens soll Der Frachtflugbetrieb des niedriger sein. Die Cargostra20 000 Arbeitsplätze insgeAnstellung neuer Arbeitskräf2010. tegie des Brüsseler Flughafens samt. Es ist einer der wichtigsabdie Beförderung pharmazeuti- te wird ebenso zu begrüßen wird Reisende, die in Brüssel des komsoll sich in diese Erwartungen auszubauen. Erstmals das ten Wirtschaftssektoren scher Produkte in den sein wie das positive Bild, fliegen, sehen kaum etwas an einordnen. sich im Zuge des ErweiteabgeLandes überhaupt. menden Jahren deutlich im Brussels Airport damit vom Frachtteil des dortigen Brussels Airport betreut rungsvorhabens ein Pharmaüber bald Zu den stützenden Partnern Bedeutung hinzu gewinnen 18,8 ben wird. Brüssel will Flughafens. Man gelangt gilt Jahresdurchschnitt bis betrieb gleich hier einrichten. im des Frachtflughafens zählt wird. Der Pharmamarkt dessen schon eine Schlüsselrolle eine Ausfahrt der Autobahn Reisende. Der Diese Er Hier Arnaud Feist wollte DHL Global Forwarding. Frachtflugbe- Millionen als krisenfest und stabil. Brüssel-Mecheln dorthin. erfolgreich internationalen Frachtflugverkehr erreicht Namen noch nicht preisgeprivat Gesellschaft ist mit ihren hierzu wird auch Klippen versichern trieb einnehmen. befindet sich auch ein 475 000 Tonnen. Brugarco ben. Mehr Einzelheiten für die Langstrecken-Frachtflugzeubegegnen können, Die IATA schätzt das Wachs- nimmt für seine Tätigkeit im betriebenes Parkhaus für von werden später noch bekanntgen besonders wichtig die Verantwortlichen Hektar tumspotenzial im FrachtflugFluggäste. wird diese Inin Frachtflugbereich 130 im beson- gegeben, doch Brüssel und will dies auch Brussels Airport. für verkehr auf vier Prozent Brussels Airport wird sichert rund 5000 vestition als sehr wichtig bleiben. belga Die geplanten Investitionen Jahresdurchschnitt. In Europa Fläche ein Brus- Zukunft noch dere Anstrengungen unterPersonen Beschäftigung. die Zukunft des Frachtbereietwas werden bald schon deutlich gedürfte die Zuwachsrate nehmen, um den FrachtbeDie ches in Brüssel-Zaventen positive Zeichen setzen. dass reich für die Beförderung wertet. Es wird erwartet, pharmazeutischer Produkte

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Projekt in Zaventem Brucargo gibt Flughafen Schwung

AVES Ostkantone Info und Diskussion zu Natura 2000

Trotz Schneedecke Großes Verkehrschaos blieb am Freitag aus

WE-Magazin als Beilage

Eifel • Ardennen Seite 13

Seiten 6 & 11

85. Jahrgang · Nummer 286

Samstag, 8. Dezember 2012 · 1,20 Euro

DG: GE-Interview mit Karl-Heinz Lambertz

Sozialökonomie

Rcycl landet auf dem ersten Platz Bei der Verleihung des Preises der Sozialökonomie in dieser Woche ist der Eupener Betrieb Rcycl in Brüssel ausgezeichnet worden. Dabei setzte man sich gegen 40 Bewerber durch und erhielt ein Preisgeld in Höhe von 8.000 Euro. Seite 12

Helfermangel

Alteo Eupen löst sich auf Weil sich keine neuen Vorstandsmitglieder finden ließen, löst sich die Eupener Lokalsektion der Sozialbewegung Alteo zum Jahresende auf. Trotzdem sind alle Veranstaltungen für das kommende Jahr noch gesichert. Seite 10

Brauchtum

Schauriges zum Nikolaustag In Mürringen wird der Nikolaus bei seiner Runde durch die Ortschaft nicht nur von himmlischen Helfern, sondern auch von einigen gruseligen Gestalten begleitet, die den Kindern Angst machen. Woher dieser Brauch kommt, ist nicht genau überliefert. Seite 15

WETTER

-1° -3° Freundlicher und kalter Wintertag, trocken

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„Ohne PPP wäre Haushalt ausgeglichen“ Ohne das PPP-Schulbauprojekt auf dem Gebiet der Stadt Eupen wäre der DG-Haushalt 2013 im Gleichgewicht. Dies hat Ministerpräsident KarlHeinz Lambertz (SP) in einem Interview mit dem GrenzEcho erklärt. In der kommenden Woche (Montag, Dienstag und Donnerstag, jeweils ab 17 Uhr) findet im Parlament der DG (PDG) der Haushaltsmarathon statt. Dabei wird im Wesentlichen über den Etatentwurf 2013 beraten. Karl-Heinz Lambertz macht in dem GE-Gespräch deutlich, dass das PPPProjekt die entscheidende Herausforderung der Finanzpolitik in den kommenden Jahren ist. „Wir haben dieses ambitiö-

se Projekt ganz bewusst trotz Finanzkrise aufrecht erhalten. Wir hätten genauso gut weiterhin 15 Millionen Euro pro Jahr für den Schulbau ausgeben können. Dann wäre das jetzige Projekt auf zehn Jahre gestreckt worden und wir hätten bereits 2013 einen ausgeglichenen Haushalt“, so der Regierungschef. „Wir wollten diese Ausgaben aber nach vorne ziehen, um schneller neue Arbeitsbedingungen, Perspektiven und Synergien für Schüler und Lehrer zu schaffen.“ Außerdem sei in dem PPPProjekt bereits ein entscheidendes Element der künftigen DG-Infrastrukturpolitik enthalten: Es gehe nicht mehr nur um die Errichtung von Gebäuden, sondern auch um die Berücksichtigung ihrer Lebensdauer. Seiten 2 & 4

„Es war einmal...“ 200 Jahre Märchen der Brüder Grimm Seite 31

DG: Informationen zu Außenbeziehungen

„Antwort auf Frage von Ecolo ist unterwegs“ Die Antwort von Ministerpräsident Karl-Heinz Lambertz (SP) auf eine parlamentarische Ecolo-Frage zu den Außenbeziehungen der DG ist „unterwegs“. Dies hat der Eupener Regierungschef am Freitag auf Anfrage gegenüber dem

GrenzEcho erklärt. Er hatte versprochen, die Frage bis zum 6. Dezember zu beantworten. Die Ecolo-Fraktion wartet allerdings schon seit anderthalb Jahren auf diesbezügliche Informationen und übte deshalb Kritik. Seite 5

Fußball: Zahlreiche Spielabsagen aufgrund des Winterwetters

Standard Lüttich setzt sich gegen Charleroi klar mit 6:1 durch Standard Lüttich hat zum Auftakt des 19. Spieltages der 1. Division einen 6:1-Kantersieg gegen Sporting Charleroi gefeiert. Bereits zur Pause führten die Gastgeber mit 5:0. Standard verbesserte sich auf den vierten Tabellenplatz. Unterdessen finden an diesem Wochenende nur Spiele in der 1. Division statt. In allen anderen Ligen wurden die Meisterschaftspartien aufgrund des Winterwetters abgesagt. Die Absagen betreffen u. a. die Begegnungen der AS Eupen und des RFC Union Kelmis. Auch im Volleyball wurden die Spiele abgesagt, weil der Anfahrtsweg für die Gastmannschaften zu gefährlich ist. Seiten 32 & 33

Standard Lüttich gewann gestern Abend das Heimspiel gegen Charleroi mit 6:1. Foto: belga

Beihilfen ungenügend Geringe Vergütung

Armutsgrund Behinderung

Anwälte: Pro Deo ist in Gefahr

Zwischen Behinderung und Armut besteht ein enger Zusammenhang, wie eine Umfrage der Uni Löwen belegt. Fast 40% der Personen mit einer Behinderung in Belgien beziehen demnach ein Einkommen, das unter der europäischen Armutsschwelle liegt. Fast jeder Zweite hat es (sehr) schwer, über die Runden zu kommen. Die heutigen Behindertenbeihilfen decken die zusätzlichen Kosten, die durch die Behinderung entstehen, nicht genügend ab. 34% der Befragten schieben medizinische Versorgung auf, weil sie es sich nicht leisten können. 23% können ihre Wohnung nicht ausreichend heizen. Fast die Hälfte kann sich keine soziokulturellen Aktivitäten leisten. Seite 7

Weil die Föderalregierung im Staatshaushalt 2013 keine zusätzlichen Finanzmittel für die Entschädigung der Pro-DeoAnwälte vorgesehen hat, befürchten Belgiens Anwälte den Zusammenbruch des Systems des kostenlosen Rechtsbeistandes. Seite 8

Die nächste

GRENZECHO MONATSAUSGABE 13. Dezember 2012

Kärntner GrenzEcho Wirtschaft


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Examples Interaction of front page and page four

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D i e D e ut s c h s p r ac h i g e Tag e sz e i t u n g i n O st b e lg i e n Kunstecho Theaterfest in der DG startet bald

Kongo Sachbuch über Ex-Kolonie

Summer in the City GrenzEcho zieht Bilanz mit Taktgeber Georg Kremer

Beilage

Politik · Gesellschaft Seite 6

Eupener Land Seite 8

85. Jahrgang · Nummer 230

Verkehrssituation

Parkverbote sorgen für Ärger Enttäuscht zeigen sich derzeit zwei Geschäftsleute in der Paveestraße in Eupen. Die Parkplätze vor ihren Geschäften wurden von der Stadt kurzerhand entfernt, damit ein privater Investor einen besseren Zugang zu seiner Baustelle erhalten kann. Seite 9

Im Porträt

Illustratorin Valentine Lilien Die Eupenerin Valentine Lilien erzählt ihre Welt in feinfühlig-witzigen Zeichnungen. Erstmalig hat die 23-Jährige nun auch den Schritt zu einer umfangreichen Ausstellung gewagt. Rund 30 Werke sind bis Sonntag in Limbourg zu sehen. Seite 11

Champions League

Anderlecht gegen Malaga Der RSC Anderlecht bestreitet heute Abend (20.45 Uhr) sein zweites Spiel in der Champions League. Der belgische Rekordmeister empfängt den FC Malaga. Anderlecht strebt den ersten Sieg in der Champions League seit sieben Jahren an. Seite 27

WETTER

17° 12° Mix aus Sonne und Wolken, örtlich Regenschauer

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Mittwoch, 3. Oktober 2012 · 1,10 Euro

Streik: Eisenbahner in der Kritik

Zugverkehr lahmgelegt Ein Streik der Eisenbahner legt heute den belgischen Schienenverkehr lahm. Das Personal protestiert damit gegen die von Minister Paul Magnette angestoßene Strukturreform. Nach Gewerkschaftsangaben beteiligen sich 86 Prozent des Bahnpersonals an dem Arbeitsausstand, der am Dienstagabend um 22 Uhr beginnen sollte. Demzufolge wurde damit gerechnet, dass am Mittwoch im belgischen Zugverkehr praktisch gar nichts geht und die Bahnreisenden auf andere Verkehrsmittel umsatteln müssen. Das SNCB-Personal und seine Vertreter wollen sich aber nicht den Vorwurf gefallen lassen, ihren Konflikt mit der Direktion auf dem Rücken der Tausenden Zugreisenden auszutragen, die heute auf ihre Bahnverbindung ver-

zichten müssen, um beispielsweise zu ihrer Arbeitsstelle oder an die Uni zu gelangen. „Die Bahnkunden sind selber egoistisch“, wetterte Jos Digneffe, ein Spitzenfunktionär der sozialistischen Gewerkschaft in Flandern. Mit dieser polemischen Äußerung brachte Digneffe die Gemüter gegen sich auf. Sein Standpunkt: Der Streik sei auch im Sinne der Reisenden, schließlich solle der Arbeitsausstand eine Verbesserung der Dienstleistungen der Bahn zur Folge haben. Der kritisierte Minister Magnette ging am Mittwoch in die Offensive. Gegenüber der Zeitung „La Libre Belgique“ erklärte der PS-Politiker, die angeregte Reform der Eisenbahn sei im Sinne des Personals und der Kunden. „Das einzige Ziel, das ich mit der SNCB-Reform verfolge, besteht darin, dass es genug Züge für alle gibt.“ Seiten 2 & 5

Molkereifusion

„Vatileaks“

MUH jetzt Teil der Arla-Gruppe

Paolo Gabriele mit Geständnis

Die Milchunion Hocheifel (MUH) in Pronsfeld ist seit Montag Teil der deutsch-skandinavischen Arla Foods. Nach der Zustimmung der EU-Wettbewerbsbehörde wurde die Fusion zwischen den beiden Unternehmen besiegelt. Damit entsteht die drittgrößte Molkerei Deutschlands. Die MUH zählt bereits jetzt zu den größten H-Milch-Herstellern Europas. Seite 15

In der Enthüllungsaffäre „Vatileaks“ hat der angeklagte ExKammerdiener des Papstes, Paolo Gabriele, die Vorwürfe im Wesentlichen eingeräumt. Er gab am Dienstag vor dem vatikanischen Tribunal zu, vertrauliche Dokumente kopiert und weitergegeben zu haben, berichteten vom Vatikan zugelassene Prozessbeobachter am Dienstag nach der Verhandlung. Seite 19

Pinot Belge Wein aus Belgien wird immer besser Seite 4

Tradition: Büllinger Jahrmarkt eröffnet seit Jahrzenten die Eifeler Herbstmarkt-Trilogie

Es war viel los auf dem Michelsmarkt Wie alljährlich am ersten Dienstag im Oktober stand Büllingen gestern ganz im Zeichen des traditionsreichen Michelsmarkts, dem ersten der drei großen Eifeler Herbstmärkte. Schon früh stellte sich rege Betriebsamkeit in den Straßen der Ortschaft ein, zumal es über weite Strecken trocken blieb. Bereits am frühen Morgen servierten die Büllinger Ex-Prinzen den Ausstellern und ersten Besuchern ein schmackhaftes Frühstück und auch die leckeren Waffeln der Büllinger Landfrauen gingen sprichwörtlich weg wie warme Semmeln. Im Laufe des Nachmittags klang der Markt in gemütlicher Runde aus. Seite 13

Die Obstverkäufer erfreuten sich auf dem Büllinger Michelsmarkt regen Zuspruchs.

Wintergrippe

Impfung für Risikogruppen Personen ab 65 Jahren, Schwangere, chronisch Kranke und Mitarbeiter des Gesundheitssektors sollten sich von ihrem Hausarzt gegen die saisonale Grippe impfen lassen. Dies hat der Gesundheitsdienst des DG-Ministeriums mitgeteilt: „Generell sollten ältere Menschen und Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit chronischen Erkrankungen die Wintergrippe nicht auf die leichte Schulter nehmen.“ Denn insbesondere jenseits des 65. Lebensjahres sowie bei Patienten mit chronischen Herz-, Lungen und Nierenleiden, Diabetikern und Personen mit geschwächtem Immunsystem könne es zu schweren Krankheitsverläufen kommen. Seite 7

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Die Seite Vier

GrenzEcho Mittwoch, 3. Oktober 2012

„Klimawandel? Für uns ein Segen“ Schokolade, Fritten, Bier: Belgien ist bekannt für seine Gaumenfreuden. Wein gehörte bisher nicht dazu. Doch die Qualität der belgischen Tropfen steigt von Jahr zu Jahr. V ON B ORIS C REMER „Griechischer Wein ist so wie das Blut der Erde“, singt Udo Jürgens, von dem wider besseren Wissens anzunehmen ist, dass er belgischen Wein noch nie getrunken hat. Schließlich steckt der Weinbau an Maas und Sambre noch in den Kinderschuhen. Jaap van Rennes war Anfang der 90er Jahre der Erste, der in Belgien großflächig Wein anbaute - in Riemst, rund um das klassizistische Schloss Genoels-Elderen. „Da„Bei Blindverkostungen mals hat mich jeder müssen wir uns vor für verrückt erklärt ausländischen Weinen und gesagt: ’Der meint wohl, dass er sicher nicht verstecken.“ mit Geld alles machen kann...‘ Aber ich habe mich in die Materie reingekniet und vor allem viel von anderen, erfahreneren Winzern gelernt“, erinnert sich van Rennes, ein niederländischer Geschäftsmann, an seine Zeit als belgischer Pionierwinzer. Vor allem im limburgischen Maastal gilt der Boden als prädestiniert für den Weinbau. „So gut wie im Burgund“ sei der kalkreiche und kieselhaltige Untergrund, schwärmt Jaap van Rennes, der in Genoels-Elderen auf 22 Hektar Land die Trauben Chardonnay und Pinot noir anbaut. Der inzwischen 78-Jährige ist längst nicht mehr der einzige Weinbauer in Belgien. Die landesDas limburgische Weingut Genoels-Elderen, hier mit dem malerischen Schloss im Hintergrund, ist einen Abstecher wert. Foto: Grenz-Echo weite Jahresproduktion wird auf etwa eine halbe Million mer angenehm frisch“, so Van gischen Weinbaus. In schöner Südosten ausgerichtet und sei gerade aus, um die steigende Weine produziert“, sagt Visé, Flaschen geschätzt. Und was Imschoot. Der Aufschwung Regelmäßigkeit stauben Hen- der trockenste Fleck im ge- Binnennachfrage zu decken - der selber von der Güte der noch viel wichtiger ist: „Die des belgischen Weins ist das ckens‘ Tropfen Preise ab. Erst samten Benelux-Raum. „Der an Export brauchen die meis- Tropfen sehr angetan ist. Qualität hat sich in den letz- Ergebnis einer Symbiose aus vor drei Wochen wurde sein Klimawandel ist für uns ein ten belgischen Weinten sieben, acht Jahren enorm Kreativität, Fleiß und unbän- „Pinot brut“, eine Sekt-Cuvée Segen“, sagt der limburgische bauern gar nicht erst zu denken. »Dass Javerbessert“, findet Gido Van diger Leidenschaft. Prädikate, aus Pinot blanc, Pinot noir Winzer. paner unseren Wein Imschoot. Er ist Präsident des die auf Karel Henckens passen und Pinot gris, zum besten trinken, bringt mir flämischen Sommelier-Ver- wie die Faust aufs Auge. Jahre- belgischen Schaumwein des Eine halbe Million Flaschen, bandes und verfolgt die Ent- lang verdiente der Limburger Jahres gekürt. Mit sieben Hek- . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . doch nichts, wenn im das reicht so gerade für die Gegenzug Brügger wicklung des belgischen seinen Lebensunterhalt mit tar Weingut ist Aldeneyck steigende Binnennachfrage. oder Brüsseler nicht Weins seit geraumer Zeit. Van Birnen. 2002 entschied sich eher klein, aber Henckens in den gleichen GeImschoot hat zu diesem The- Henckens gemeinsam mit sei- geht es vor allem um die Quanuss kommen«, finma das Buch „Welkom op ons ner Frau, auf einem sonnigen lität seiner Weine. Minutiös det Jaap van Rennes domein - De passie van belgi- Hang seines Landguts in Alde- tüftelt er an der Qualität der vom Weingut Genosche wijnboeren“ herausgege- neik, einem pittoresken Ört- Pinot-Trauben - mit Erfolg. Hinzu kommt, dass der belels-Elderen. Inzwischen haben chen in der Nähe von Maaseik, „Bei Blindverkostungen müsben. auch die belgischen Spitzen- gische Wein eine große Viel„Das Mikroklima, vor allem Weißburgunder-Trauben an- sen wir uns vor ausländischen „Bei Geschäftsessen restaurants den landeseige- falt bietet. Längst produzieren an den Flüssen Maas und zubauen. Es war der Beginn ei- Weinen sicher nicht verstenen Wein entdeckt. „Es gibt praktisch alle Winzer auch Sambre, kommt dem Wein ner Erfolgsgeschichte. Heute cken“, sagt der limburgische wird gerne ein belgikein belgisches Sternerestau- Rotweine, und der belgische sehr entgegen. Im Winter ist gehört das Weingut Aldeneyck Winzer selbstbewusst. Den Erscher Wein bestellt, um rant mehr, dass nicht zumin- Sekt könne sogar mit Chames nicht zu kalt, und im Som- zu den Top-Adressen des bel- trag hat er im Sinne einer zu zeigen, dass auch undest einen belgischen Wein pagner konkurrieren, heißt es, größtmöglichen Güte bewusst ser Land gute Weine auf der Karte hat“, sagt Gido da die Klima- und Bodenverauf 45 Hektoliter pro Hektar produziert.“ Van Imschoot. Auch der Eupe- hältnisse vergleichbar seien begrenzt. „Damit sind wir Bernd Visé, Eupener Sommelier ner Gastronom und Sommeli- und die gleiche Methode (Flastrenger als die Grand-Cruangewendet er Bernd Visé hat einen „Belgi- schengärung) Normen des Elsass.“ er“ auf seiner Weinkarte. „Ein werde. „Beim Schaumwein Karel Henckens profitiert in Verkaufsschlager ist das nicht, bieten sich den belgischen vollen Zügen von den günstiUngeachtet der Lobeshym- aber gerade bei Geschäftses- Winzern tolle Marktperspektigen Boden- und Klimaverhältnissen, mit denen sein Wein- nen bleibt der belgische Wein sen wird gerne ein belgischer ven“, glaubt der Präsident des Sommelier-Vergut gesegnet ist. Die sonnen- ein Nischenprodukt. Die pro- Wein bestellt, um zu zeigen, flämischen verwöhnte Hanglage ist nach duzierten Flaschen reichen so dass auch unser Land gute bandes, Gido Van Imschoot. .......................................

HINTERGRUND

Belgische Weinanbaugebiete

Karel Henckens bei der Qualitätssicherung. Sein Weingut Aldeneyck in Limburg gehört zu den Top-Adressen in Belgien. Foto: Wijndomein Aldeneyck

 Auch in Belgien gibt es die aus dem französischen Weinjargon bekannten Appellations d’origine contrôlées (AOC), kontrollierte Herkunftsbezeichnungen.  In Flandern gibt es vier AOC: Hageland (seit 1997, gelegen bei Löwen), Hespengau (seit 2000, in Limburg), Heuvelland (2005, am äußersten Westzipfel Belgiens an der Grenze zu Frankreich) und Vlaamse mousserende kwaliteitswijn (2005, für flämische Schaumweine).

 In der Wallonie gibt es seit dem Jahr 2004 die AOC Côtes de Sambre et Meuse im Hinterland von Lüttich, zwischen den Flüssen Sambre und Maas. Hinzu kommt die AOC Vin mousseux de qualité de Wallonie (2008, für wallonische Schaumweine).  Zudem gibt es zwei Landweinregionen, Flandern und Wallonien. Diese Weine tragen die Bezeichnungen „Vlaamse landwijn“ und „Vin de pays des Jardins de Wallonie“.

Die belgischen Winzer setzen auf Pinot-Trauben und pilzresistente Rebsorten.

 Für Hageland, Hespengau, Heuvelland und Côtes de Sambre et Meuse ist der Weinertrag auf 55 bis 65 Hektoliter pro Hektar limitiert. Das ist etwas mehr als in bekannten französischen Weinbaugebieten wie HautMédoc und Côtes du Rhône, wo maximal 45 Hektoliter je Hektar produziert werden  Angebaut werden vorrangig Pinot blanc, Pinot gris und Pinot noir, aber auch Rebsorten, die besonders resistent gegen Pilzbefall sind.

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D i e D e ut s c h s p r ac h i g e Tag e sz e i t u n g i n O st b e lg i e n GEneration Das junge Magazin des GrenzEchos

Modellbau Syrische Stätten im Kleinformat

Johannes Paul I. Tod von 33-Tage-Papst bleibt bis heute ein Rätsel

Beilage

Euregio Seite 17

Aus aller Welt Seite 19

85. Jahrgang · Nummer 242

www.grenzecho.net

Kunstraub in Rotterdam Bei einem der größten Kunstdiebstähle in der Geschichte der Niederlande sind am Dienstag sieben millionenschwere Meisterwerke aus der Rotterdamer Kunsthalle gestohlen worden. Darunter Werke von Picasso, Matisse und Monet. Seite 18

Kommunalwahlen

Aus für Desama in Verviers Die Ära von Claude Desama (PS, Foto) als Bürgermeister von Verviers geht zu Ende. Gestern einigten sich CDH und MR auf eine gemeinsame Mehrheitsbeteiligung und booteten die Sozialisten damit aus. Nachfolger von Desama wird demnach Marc Elsen (CDH). Seite 17

CSP geht auf Distanz zu Luc Frank Nachdem der Kelmiser Schöffe Luc Frank am Montag heftige Kritik an Bürgermeister Mathieu Grosch und der CSP-Sektion geäußert hatte, reagierten die CSP-Kandidaten gestern mit einer Stellungnahme, in der sie sich eindeutig von Franks Aussagen distanzieren.

Gruppe gesprochen. Für die herbe Niederlage sei nicht allein der Bürgermeister verantwortlich.

„Wir waren überrascht über Luc Franks Äußerungen, die mit uns nicht abgestimmt wurden und die wir auch im Frank hatte unter anderem Wesentlichen nicht Grosch für die Wahlschlappe - teilen.“ den Verlust von fünf Sitzen verantwortlich gemacht und ihn zum Rücktritt von seinen Ämtern aufgefordert. „Wir waren überrascht über Luc Franks Äußerungen bezüglich Mathieu Grosch sowie einer möglichen Beteiligung an der Mehrheit, die mit uns nicht abgestimmt wurden und die wir auch im Wesentlichen nicht teilen“, erklärte Schöffe Denis Barth im Namen der CSP Kelmis. Frank habe eine persönliche Meinung geäußert und nicht für die

Anders als Luc Frank lehnen die CSP-Kandidaten eine mögliche Beteiligung an der Mehrheit innerhalb einer Koalition ganz klar ab. „Der Wähler hat unmissverständlich zum Ausdruck gebracht, dass er die CSP in den nächsten sechs Jahren nicht in einer Mehrheit wünscht. Die Kandidaten respektieren das und werden den Gang in die Opposition antreten, wo der interne Heilungsprozess beginnen kann“, hieß es. Seite 11

Apfelernte bei Stassen

Im Aubeler Unternehmen wird geerntet und gepresst, um aus bitteren Äpfeln sprudelnden Cidre zu gewinnen. Seite 4

Gemeinderatswahlen: Zwei Drittel der Gewählten sind Männer

Frauen klar in der Minderheit

Vorsorge

Die sogenannte Frauenquote bei der Zusammenstellung von Wahllisten soll eine Gleichstellung der Geschlechter bei der Besetzung von politischen Gremien erzwingen. Doch in der Praxis erweist sich dies als Trugschluss. So waren am vergangenen Sonntag fast zwei Drittel der ge-

Brustkrebs vorbeugen Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung der Frau und der Krebs mit den meisten Todesfällen. Im Rahmen eines Aktionstages am Montag wurden auf die wichtige Vorbeugung und kostenlose Untersuchungen hingewiesen. Seite 7

WETTER

16° 13° Viele Wolken, hin und wieder etwas Regen

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Mittwoch, 17. Oktober 2012 · 1,10 Euro

Sektion Kelmis: Stellungnahme nach Schelte

Picasso, Matisse

wählten Gemeinderatsmitglieder Männer. Der Frauenanteil war besonders niedrig in den Gemeinden Amel (23,5%) und Kelmis (23,8%). Der DG-Mittelwert von 33,72% lag nur unwesentlich höher als bei den letzten Gemeinderatswahlen im Jahr 2006 (31%).

Auffällig war, dass zwar - wie vorgeschrieben - jede Partei einen der beiden vorderen Listenplätze einer Frau überließ, dahinter aber auf den einstelligen Listenplätzen die Männer klar in der Überzahl waren. Nur zwei von 28 Listen hatten eine Spitzenkandidatin. Seite 5

Eupen: Der Tag nach den Wahlen

Stadtratssitzung ohne Zwischenfälle Die öffentliche Sitzung des Eupener Stadtrats, der am Montagabend sein Programm in knapp einer halben Stunde herunterspulte, verlief in einer ausgesprochen nüchternen Atmosphäre.

Dass am Tag vorher die politische Landschaft in der Weserstadt nachhaltig durcheinandergewirbelt worden war, beeinflusste den sehr zügigen Ablauf in keinster Weise. Seite 10

Fußball-WM-Qualifikation: Benteke und Kapitän Kompany erzielen die belgischen Treffer

Rote Teufel bleiben nach 2:0 gegen Schottland vorne Die belgische Fußballnationalmannschaft führt auch nach dem vierten WM-Qualifikationsspiel die Gruppe A gemeinsam mit dem punktgleichen Kroatien an. Im letzten Pflichtspiel des Jahres setzten sich die Roten Teufel gestern Abend im ausverkauften Brüsseler König-Baudouin-Stadion mit 2:0 durch und feierten im vierten Qualifikationsspiel den dritten Sieg. Die Gastgeber waren zwar deutlich überlegen, aber die Treffer fielen erst im letzten Viertel des Spiels. Wie schon beim 3:0-Sieg in Serbien erzielte Christian Ben-

Belgien (das Foto von David Hagemann zeigt Axel Witsel) kam gestern gegen Schottland zu einem 2:0 Sieg.

teke die belgische Führung mit einem Kopfball nach Flanke von Kevin De Bruyne. Nur zwei Minuten nach dem 1:0 erhöhte Kapitän Vincent Kompany mit einem wuchtigen Schuss auf 2:0. Anschließend geriet der Sieg der Gastgeber nicht mehr in Gefahr. Da Kroatien gegen Wales ebenfalls mit 2:0 gewann, bleiben Belgien und Kroatien gleichauf an der Tabellenspitze. Die WM-Qualifikation wird im März kommenden Jahres fortgesetzt. Dann trifft die belgische Mannschaft zwei Mal (22. und 26. März) auf Mazedonien. Seite 25

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Die Seite Vier

GrenzEcho Mittwoch, 17. Oktober 2012

Andé Hallet fährt die Apfelernte für Stassen ein. Die Cidre-Äpfel sind klein und schmecken wegen des hohen Taningehalts sehr bitter.

Vom Apfelbaum ins Cidreglas Bei dem Aubeler Unternehmen Stassen dreht sich zur Zeit alles um Äpfel. Die Ernte ist in vollem Gange und die Obstpressen laufen auf Hochtouren. Im Betrieb wird unter den wachsamen Augen der Chemiker Cidre für den internationalen Markt hergestellt.

Die Cidre-Äpfel, die unter dem Stassen-Logo gezüchtet werden, sind klein und schmecken bitter. Das liegt am Taningehalt. Sie sind eine seltene Besonderheit und ansonsten auf dem EU-Markt nicht erhältlich. Was Stassen darüber hinaus noch benötigt, wird als Konzentrat und in Saftform gekauft. Das Management der Aubeler Firma, die erst kürzlich vom Brauriesen Heineken übernommen wurde, setzt in der Eigenproduktion also bewusst auf die Früchte, die bei der Konkurrenz nicht zu erstehen sind. Sorten wie Dabinette, Major, Ellis Better oder Bedan wachsen jedes Jahr an den Ästen der hiesigen Baumriesen heran. Ihre Farbe reicht von Goldgelb bis Knallrot. Im Gras unterhalb der knochigen Stämme liegen sie Anfang Oktober zu Hunderten. Das soll auch so sein. Es ist der Startschuss für die Ernte. „Das Aussehen oder die Konsistenz spielen keine Rolle. Ob die Äpfel reif sind, erkenne ich allein daran, dass sie vom Baum fallen“, erklärt André Hallet ganz pragmatisch. Der Agrar-Ingenieur ist in der Firma Stassen der Experte für alles rund um Äpfel - vom Einkauf bis hin zu den neuen Zuchtprojekten. Außerdem ist er Besitzer einer eigenen acht Hektar umfassenden Obstplantage und somit einer der zahlreichen regionalen Apfelzulieferer für Stassen.

von den Ästen geschüttelt. Ein großes Gebläse befördert den Apfelberg dann in den mittleren Durchgang zwischen den Baumreihen. Dort sammelt ein Traktor sie mit besenartigen Borsten ein. „Das muss geschehen, bevor es nachts zu heftig friert. Sonst sind die Äpfel nicht mehr brauchbar“, erklärt André Hallet. Belgienweit ist die Apfelernte in diesem Jahr sehr schlecht ausgefallen. Schuld daran waren die klimatischen Bedingungen im Frühling. Viele Bäume haben erst gar nicht

ausgetrieben. Weil man aber bei Stassen auf die resistenten Cidre-Sorten setzt, die erst spät blühen, ist man diesem Schicksal entgangen. Im Vergleich zum letzten Jahr dürfte es höchstens einen Minderertrag von fünf Prozent geben. Nach rund 10 Tagen ist die Apfelernte beendet. Die Früchte werden dann per Lkw nach Aubel gebracht. In der Nachbarfirma, der Siroperie Meuerens, werden die Früchte maschinell gewaschen, zerkleinert und gepresst. Der Saft wird per Pipeline direkt ins

Nebengebäude zu Stassen gepumpt. Die Flüssigkeit gelangt dort sofort in die riesigen InoxTanks, in denen sie zu Cidre verarbeitet werden. In den meterhohen zylindrischen Behältern können bis zu zwei Millionen Liter Saft durch Fermentation zeitgleich veredelt wird. Aus Zucker wird unter Einwirkung von Hefe Alkohol. „Der Prozess der Fermentation wird streng überwacht und verläuft, je nachdem welcher Cidre entstehen soll, bei Temperaturen zwischen 16 und

22°C“, erklärt Jean-Paul Stassen, der für die Qualitätskontrollen und die Forschungsprojekte zuständig ist. In seinem Labor arbeiten insgesamt 12 Chemiker und Agrar-Ingenieure. Sie überwachen aber nicht nur den gesamten Herstellungsprozess, sondern tüfteln auch an neuen Produkten. Viele Rezepte für bekannte Cidre-Marken sind in den Aubeler Laboren entstanden. Der Name Strongbow ist nur ein Beispiel dafür. In Zukunft soll diese Forschungsarbeit noch vertieft werden, wie der

NACHGEFRAGT BEI ...

Jean-Pierre Stassen

„Alkoholfreier Cidre liegt voll im Trend“ Jean-Pierre Stassen, Direktor der Abteilung Qualitätskontrolle und Forschungsarbeit, berichtet über Trends und Moden im aktuellen Cidre-Geschäft.

Stassen setzt in letzter Zeit verstärkt auf alkoholfreie Produkte. Warum? Diese Produkte liegen in der Tat voll im Trend. Das spiegelt wahrscheinlich religiöse und gesellschaftliche Tendenzen wider. Wir haben den Entalkoholisierungsprozess immer weiter perfektioniert und können mittlerweile Cidre mit 0% Alkohol herstellen.

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gruppenansprache. Kindergetränk und Alkohol: Das passt einfach nicht zusammen.

Jean-Pierre Stassen, Qualitätskontrolle und Forschung

Die Kindersparte wird momentan weiter ausgebaut. Was steht an? Wir haben durch Tests herausgefunden, dass es Kinder gibt, denen der Sprudeleffekt im Kidibul missfällt. Daher haben wir etwas Neues entwickelt. Mit KidiCool bieten wir eine bläschenfreie Alternative. Das Kiwi-Apfel-Getränk geht jetzt erst mal mit 40.000 Flaschen in eine Testphase. Wir warten ab, wie sich der Verkauf entwickelt. (nawi)

Wie funktioniert das? Es ist ein komplexer Prozess. Vereinfacht ausgedrückt geschieht Folgendes: Bei einer Temperatur von 40°C werden die Alkoholdämpfe heraus gefiltert. Später erhalten wir durch Kondensierung den reinen Alkohol zurück, den wir in gesetzlich vorgeschriebener Menge als „Eau de vie de Cidre“ an Spirituosenhersteller verkaufen dürfen.

sekt. Es hat allerdings nie auch

Reiht sich die Kindermarke Kidibul auch in diese Produktsparte ein? Kidibul ist ein sprudelndes Apfelsaftgetränk - ein Kinder-

nur einen einzigen Tropfen Alkohol enthalten. Würden wir hier ebenso wie bei dem 0%-Cidre vorgehen, wäre das ein fataler Fehler in der Ziel-

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V ON N ATHALIE W IMMER (T EXT ) & D AVID H AGEMANN (F OTOS )

Stassen setzt auf resistente Cidre-Äpfel, die spät blühen, was die Ernteausfälle dezimiert. Sind die ersten Äpfel einmal zu Boden gefallen, weiß André Hallet, dass die Zeit drängt. Jetzt schwingt er sich auf seine Maschinen und fährt die Ernte ein. Das geschieht in mehreren Durchgängen. Die letzten Früchte werden maschinell

Zuletzt wird der Cidre in Flaschen gefüllt und verkorkt. Das Produkt ist bereit für den Export.

Alle Herstellungsschritte werden im Labor ständig überprüft und überwacht.

neue, von Heineken eingesetzte Finanzdirektor Peter Koot erklärt: „Wo genau die Reise hingeht, ist noch offen. Klar ist aber, dass wir die Aubeler Niederlassung als Innovations- und Forschungszentrum ausbauen wollen. Hier soll an Rezepten für das gesamte Haus gearbeitet werden. Es kann in Aubel im Kleinen erforscht werden, was später im großen Maßstab umgesetzt wird.“ Bevor der Cidre in Flaschen gefüllt und verkorkt wird, durchläuft er noch mehrere Filtrationsstufen ganz nach dem Prinzip: Das Auge trinkt mit. Die Flüssigkeit soll klar aussehen und darf auch aus geschmacklichen Gründen keine Partikelchen mehr enthalten.

„Cidre keltern ist Kunst und technisches Verfahren zugleich.“

Dann erfolgt die so genannte Assemblage. Der Begriff bezeichnet den Vorgang der Selektion bzw. Zusammenstellung verschiedener Cidre-Sorten. „Das ist einer der wichtigsten Schritte. Es geht um die kunstvolle Vermischung der einzelnen Elemente, mit dem Ziel ein gelungenes Endprodukt zu erstellen. Hier wird deutlich, dass das Keltern des Cidres eine wahre Kunst ist. Man muss die verschiedenen Komponenten im Blick behalten: Die Qualität der Äpfel, eine gelungene Fermentation, eine geschmackvolle Assemblage. Das ist Kunst und technisches Verfahren zugleich“, schwärmt Jean-Pierre Stassen. Die Aubler Firma kultiviere dies auf höchstem Niveau: Insgesamt werden jährlich bis zu 45 Millionen Liter Cidre hergestellt, was Stassen an die Spitze der europäischen Produzenten befördert. Die Belgier selber gelten aber nicht unbedingt als Markenträger. 80% des Apfelschaumweins wird nämlich exportiert weltweit.

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D i e d e ut s c h s p r ac h i g e Tag e sz e i t u n g i n O st b e lg i e n Brecht-Klassiker „Der gute Mensch von Sezuan“ im Theater Aachen

Rallye Monte Carlo Rallye-WM WRC 2013 mit vielen Neuerungen

Time Warner Grundstein für Konzern wurde vor 100 Jahren gelegt

Euregio Seite 15

Sport Seite 38

Reportage Seite 29

86. Jahrgang · Nummer 11

Neujahrsempfang

Feierstunde im Rathaus St.Vith Beim Neujahrsempfang der Stadtgemeinde St.Vith wagte Bürgermeister Christian Krings (links) am Freitagabend nicht nur einen Ausblick in die nahe Zukunft, sondern ehrte auch verdienstvolle Mitarbeiter und Unternehmer. Seite 11

Unternehmen

Stephan Laschet im Porträt Stephan Laschet, einer der „OST-kar“-Preisträger des vergangenen Jahres, entschied sich schon sehr früh für die Selbstständigkeit. Dass es ein steiniger Weg bis zum heutigen Erfolg seiner Firma metall.be war, verschweigt der Kunstschmied nicht. Seite 10

Manneken Pis

Legendäre Bronzestatue Es gehört zu Brüssel wie die Fritten und das Atomium: das Manneken Pis. Seit dem 17. Jahrhundert steht die kleine Bronzestatue in einer Seitengasse von Brüssels Grand Place - und pinkelt. Oft auch in einer alternativen Garderobe. Seite 6

WETTER

-1° -5° Freundlich aber winterlich kalt, in der Nacht Schnee!

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Montag, 14. Januar 2013 · 1,20 Euro

Antwerpen: Unzertrennliches Paar verstorben

Sterbehilfe für Zwillinge Zum ersten Mal haben eineiige Zwillinge von ihrem Recht auf Sterbehilfe Gebrauch gemacht. Flämische Medien berichteten am vergangenen Wochenende von dem tauben Zwillingspaar aus Putte (Provinz Antwerpen). Die 45 Jahre alten Männer hätten gemeinsam ärztliche Sterbehilfe in Anspruch genommen, schrieb die flämische Zeitung „Het Laatste Nieuws“ am Samstag. Die beiden Geschwister hatten allmählich zu erblinden begonnen. Die Zwillinge hatten ihr ganzes Leben Seite an Seite verbracht: Sie teilten sich von klein an zu Hause ein Zimmer und machten später eine Ausbildung als Schuster. Als schließlich der Umzug in eine andere Wohnung anstand, seien sie ebenfalls zusammengeblieben. Die unzertrennlichen Brüder hatten zu verstehen gegeben, dass sie gehörlos und blind

nicht mehr miteinander kommunizieren können, was untragbar sei. Damit konnten sie schließlich die Ethikkommission der Brüsseler Universitätsklinik überzeugen, die der Sterbehilfe zustimmte.

Sterbehilfe wurde in Belgien im Jahr 2002 legalisiert. Am 14. Dezember 2012 hätten Ärzte dem Wunsch der beiden Männer entsprochen, obwohl diese nicht an einer tödlichen Krankheit gelitten hätten. Beide seien in einem gemeinsamen Grab beerdigt worden, berichtete der flämische Rundfunk. Sterbehilfe wurde in Belgien im Jahr 2002 legalisiert. Der Gesetzgeber lässt Euthanasie zu, wenn der Antragsteller seinen Wunsch selbst zum Ausdruck bringt und Ärzte ein unerträgliches Leiden feststellen.

Mali: Sorge vor Racheakten

Frankreich attackiert Islamisten in Afrika

Exot unter Latinos

Das französische Militär hat die Offensive der Islamisten im Wüstenstaat Mali gestoppt und die Rebellen schwer unter Druck gesetzt. Die bereits dort stationierten französischen Kampfflieger sollen weitere Verstärkung erhalten. Aus Sorge vor möglichen Racheakten wegen des militärischen

Engagements in Mali wurde die Terrorabwehr im eigenen Land verstärkt. In Somalia endete die versuchte Rettung einer französischen Geisel in einem Desaster. Frankreichs Präsident François Hollande musste das Scheitern der Befreiung eines Geheimagenten eingestehen. Seiten 3 & 27

Karlsbande-Angriff

Fußball - 2. Division: AS setzt sich in Heist glücklich mit 2:1 durch

Walhorn siegt

Fußball-Zweitligist AS Eupen hat seinen dritten Sieg in Folge gefeiert. Am Samstagabend setzten sich die Eupener beim Tabellenvorletzten KSK Heist glücklich mit 2:1 durch. Christian Kabasele (68.) und Christian Santos (70.) sorgten mit einem Doppelschlag für die 2:0-Führung. Bart Webers verkürzte für die Gastgeber, die ab der elften Minute in Unterzahl agierten (Jimmy Fockaert war vom Platz gestellt worden). „Wir haben Glück gehabt, denn Heist hätte alleine in der ersten Halbzeit drei Tore erzielen können“, räumte der Eupener Trainer Bartolomé Márquez López nach dem Spiel ehrlich ein. Seiten 32 & 33

Fußball-Drittligist Union Kelmis hat im Abstiegskampf einen Rückschlag erlitten: Am Sonntag unterlag die Huet-Elf Ath mit 0:1. Der Gegner, der momentan den Relegationsplatz belegt, verkürzte den Rückstand auf die Grün-Weißen auf drei Punkte. Neuzugang Vincent Lachambre wurde in der zweiten Halbzeit eingewechselt. In der 1. Provinzklasse feierte der RFC Raeren gegen das favorisierte Tilleur Saint-Gilles mit dem 1:1 einen Achtungserfolg. In der 2. Provinzklasse C siegte die Union Walhorn mit neuem Coach 2:1 beim Honsfelder SV. Seiten 34 & 35

Alemannia: Ultras aufgelöst Der Krach innerhalb der Fanszene des insolventen deutschen Fußballdrittligisten Alemannia Aachen hat eine neue Dimension erreicht: Nachdem es am Samstag im Rahmen des FVM-Pokalspiels bei Viktoria Köln (die Aachener siegten im Elfmeterschießen) erneut zu Krawallen zwischen „Ultras“ und „Karlsbande“ gekommen war, lösten sich die „Ultras“ laut „Spiegel“-Bericht am Sonntag auf. In der Vergangenheit hatte die als rechtsradikal abgestempelte „Karlsbande“ die „Ultras“ bereits angegriffen. Laut „Der Spiegel“ fühlen sich die „Ultras“ vom Verein im Stich gelassen. Seite 31

Rieke Sproten aus Bütgenbach arbeitet als Mannequin in Chile. Seite 4

Eupen mit drittem Sieg in Folge

Christian Santos dreht nach seinem Tor zum 2:0 jubelnd ab. Foto: David Hagemann

Rückschlag für Union Kelmis

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Die Seite Vier

GrenzEcho Montag, 14. Januar 2013

Auf den Catwalks dieser Welt 85 - 61 - 87: Das sind die Maße von Rieke Sproten - Modelmaße. Die junge Bütgenbacherin ist seit einem Jahr als Mannequin in Chile tätig. Von überheblichen Starallüren allerdings keine Spur. V ON N ATHALIE W IMMER

„Auf manchen Fotos erkenne ich mich selber kaum wieder“, gesteht die Bütgenbacherin Rieke Sproten. lichsten Terminen. Sie hat für große Modekampagnen vor der Linse gestanden, gemeinsam mit der bekannten chilenischen Schauspielerin Delfina Guzman einen Werbespot gedreht oder ist für Designer über den Catwalk gelaufen. Namen wie Gucci oder Prada waren zwar noch nicht dabei, aber Rieke Sproten ist durchaus mit ihrem bisherigen Erfolg zufrieden. „Ich arbeite mich langsam hoch. Das geht nun mal nicht von heute auf morgen. Ich muss mir erst einen Namen machen. Aber es läuft bereits sehr gut“, so ihre Einschätzung. Das Leben als Model bietet aus ihrer Sicht eine Menge Vorteile. Reisen und Entdecken sind zwei Schlagworte, die sie immer wieder nennt. Aber natürlich ist der Job auch ab und an hart. Frühes Aufstehen, geduldiges Warten wäh-

rend der Schminksitzung und ewiges Posen: Stundenlanges Arbeiten, um am Ende eine Handvoll Abzüge in Händen zu halten. An anderen Tagen nehmen Hektik und Stress kein Ende. „Ich war einmal auf einer Modenschau. Wir liefen für mehrere Designer und hatten nur 15 Minuten zwischen den Defilees. In dieser Viertelstunde mussten wir uns umziehen und komplett neu frisiert und geschminkt werden. Solche Termine sind ganz schön nervenaufreibend“, gesteht sie. Insgesamt sammle sie aber durchweg positive Erfahrungen. Ihr Appartement teilte sie sich mit Kolleginnen aus der gleichen Branche. Von Zickenkrieg, wie man ihn aus TVSendungen wie „Germanys next Topmodel“ kennt, keine Spur. Sie sei gut mit den anderen Frauen ausgekommen. Es

sei sogar sehr angenehm gewesen, mit ihnen auszutauschen oder gemeinsam zu den Castings zu fahren. „Ich glaube das liegt daran, dass die Menschen in Südamerika generell ein wenig offener und relaxer

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„Ich arbeite mich langsam hoch. Das geht nicht von heute auf morgen.“ ..................................................................................

genbacherin den Termin nach reiflicher Überlegung wahr. Das Casting lief überraschend gut. Die Agentur bot ihr einen Job an. Seither hat die junge Blondine vor Tausenden von Kameras gelächelt und gepost. „Anfangs war mir das sehr unangenehm. Ich wusste nicht recht, wie ich mich verhalten sollte. Aber mit der Zeit habe ich gelernt, die Rollen zu spielen, die man von mir erwartet“, erklärt sie. Rockig, ver„Ich bin der Exot unter all träumt oder verfühden dunklen Latinos. rerisch: Was die ProDas ist mein duzenten verlangen, das kann sie nun Alleinstellungsmerkmal.“ durch Veränderung der Mimik und Gestik des Glamourgirls, das man er- auf Knopfdruck liefern. Das wartet. Die 19-Jährige ist auch Modeln sei dem Schauspieeher zufällig in diesen Beruf lern sehr nahe. Dass sie bei geschlittert. Nach dem Abitur den Shootings von FotograLichttechnikern und an der Bischöflichen Schule in fen, St.Vith wollte sie eine Fremd- Agenten umringt wird, stört sprache im Ausland erlernen sie nicht - „ich mache meinen und lebte im Rahmen eines Job, die anderen machen ihAustauschprogramms für ein ren.“ Während des letzten HalbJahr in Costa Rica. Rund zwei hatte Rieke SproWochen bevor sie die Heim- jahres reise antreten sollte, kam der ten ihre Zelte in der chileniTalentscout einer Modeagen- schen Hauptstadt Santiago de tur auf sie zu und lud sie zu ei- Chile aufgeschlagen. Von hier nem Casting ein. Mit gemisch- aus jettet sie im Auftrag ihrer ten Gefühlen nahm die Büt- Agentur zu den unterschiedSie trägt ihre Haare offen. Die blonde Mähne fällt über die zierlichen Schultern, als sie die Türe öffnet. Die Schminke ist dezent aufgetragen und betont ihre blauen Augen. Das Lächeln ist fast schüchtern. Rieke Sproten ist kein typisches Model. Zumindest entspricht sie nicht dem Klischee

das Bild der hungernden Magermodels weist sie ins Reich der Fantasie. „Zumindest unter den Models, die ich kennengelernt habe, gab es keines, das sich übertriebenen Diäten verschrieben hatte. Ich versuche mich gesund zu ernähren und treibe viel Sport. Ich gehe regelmäßig laufen. Mein Körper muss fit sein. Er ist nun mal mein Kapital“, erklärt die 19-Jährige. Ganz selbstkritisch nimmt sie die Gründe für ihren Erfolg unter die Lupe. Als umwerfende Schönheit habe sie sich selber nie gesehen, erklärt sie bescheiden. Ihre Karriere als Modell begründe wohl hauptsächlich darauf, dass sie als hellhäutiger Typ zwischen all den Südländern auffalle. „Ich bin eben der Exot unter all den dunklen Latinos. Das ist mein Alleinstellungsmerkmal. In Europa hätte ich sicher mit mehr Konkurrenz zu rech-

sind. Von Konkurrenzkampf, wie es ihn wahrscheinlich in Europa gibt, ist hier nichts zu spüren“, berichtet sie. Auch

Die 19-Jährige arbeitet seit einem Jahr in Chile als Model. Es gefällt ihr, viele neue Orte und Menschen kennenzulernen. Momentan ist sie auf Heimurlaub.

nen“, lacht sie. Wer ihre Fotos sieht, kauft ihr das nicht ganz ab. Sie strahlen eine kühle Schönheit aus. Aber auch hier wehrt Rieke Sproten ab: „Mit Schminke und Fototechnik können die Profis viel aus den Models herausholen. Auf manchen Fotos erkenne ich mich selber kaum wieder.“ Ihre Agentur habe sie jedenfalls vor allem wegen ihres „unschuldigen Gesichts“ rekrutiert. Rieke Sproten verlässt sich aber nicht nur auf ihre jugendliche Unschuldsmiene. Sie schmiedet schon Pläne für die Zeit danach. Ein Studium ist auf keinen Fall ausgeschlossen. Für ein Jahr oder zwei will sie dem Catwalk aber noch treu bleiben. Ende Januar fliegt sie nach ihrem Heimaturlaub in der Eifel nach New York. Dort wurde sie unter anderem für die Fashion Week gebucht. An der US-Ostküste bleibt sie allerdings nur zwei Monate. Danach zieht es sie zurück nach Santiago de Chile, wo auch ihr chilenischer Freund wartet. Und dann heißt es wieder: Raus ins Blitzlichtgewitter der Modefotografen!

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MAGAZIN

WOCHENEND Prag im Advent Vorweihnachtsstimmung, Würste und Bier vom Fass

Je fetter, desto besser Schutz, Haut braucht im Winter aus denn die Kälte trocknet Verschiedenes

Reportage

Beilage zum Grenzecho

Samstag, 10. November

Nr. 262

Mode: Einst war er das

Erkennungszeichen der

mächtigen Oberschicht,

der Ringe im Allgemeinen DPA Vor Oberschicht vorbehalten. allem waren die SchmuckstüAutoriEr galt als Symbol für cke ein Zeichen von Macht. dürften Familie tät und Macht. Heute an ame- „Jede wohlhabende - oft bei Siegelringen viele hatte ein eigenes Siegel oder erklärt rikanische Hip-Hopper das Familienwappen“, Bernd junge Männer in StudentenGoldschmiedemeister Dabei verbindungen denken. man- Schwetje. tragen viele Männer und Zwar verlor der Siegelring Ringche Frauen gerne diese vor langer Zeit seine Funktion, Famier aber form - wenn auch ohne seine Wirkung behielt Rose, lienwappen, aber vielleicht zunächst, sagt Andreas am mit ihren Initialen. Stilberater aus Frankfurt AcMain. Er war ein beliebtes cessoire in den Vorstandsetagen großer IndustrieunterAn amerikanischen nehmen und von Banken. Schulen und Universitäten „Heute trägt der Vorstand der nur DAX 30-Unternehmen sind Siegelringe als und seinen Ehering am Finger Schulring bekannt am eine hochwertige Uhr Handgelenk.“ Der Siegelring war urDoch wer trägt den Siegelvon sprünglich zum Besiegeln Vornehmlich, wer Um ein ring heute? Der Dokumenten gedacht. ein Familienwappen hat. Dokument damit zu versehen, Ring ist ein Zeichen für die in und drückte man den Stempel Zusammengehörigkeit weiches Wachs und verschloss die Identifikation mit der Hereinen damit Briefe oder wichtige kunft. „Jede Person, die verSchriftstücke. Im Mittelalter solchen Siegelring trägt, diese und der Antike waren

2012

noch heute ist er ein Statement

Der Siegelring, Schmuckstück

mit Geschichte

V ON M ARINA L EUNIG ,

Siegelringe wie dieses ein Make love, not war: Moderne dem Peace-Zeichen setzen SIX Modell von SIX mit Foto: 5 Euro). friedliches Signal (circa

Hipden Ringen, die amerikanische I AM Foto: dieses von I AM ähnelt Ein Schmuckstück wie Eher Musiker- denn Adels-Insignium: 6 Euro). getragen. Hopper gern tragen (circa wo- se am Ringfinger Gravur Wappenrolle eingetragen, auch jeUnd zwar so, dass die - etwa ausübt, verziert. Aber raufhin er geprüft wird solfür den Betrachter erkennbar bindet mit diesem besondeder andere könne einen Geauf Dopplungen mit anderen Andist“, erklärt Bernd Schwetje. ren Schmuckstück eine chen Ring tragen, findet RingEsserWappen. derOb es sich dabei um den schichte“, sagt Patricia reas Rose. Sie gewinnen der Bedeufinger der rechten oder Föhre vom Zentralverband zeit modisch sogar an hänge linken Hand handelt, der Deutschen Goldschmiede, tung. Doch er rät immer darnicht von regionalen, konfessionelSilberschmiede und Juweliere auf zu achten, dass diese Der Ring wird am len oder auch familienspezifiin Osnabrück. zu protzig wirkten. eiab. Und einRingfinger getragen. Und „Wenn ich den Besitzer schen Gegebenheiten Die Ringe zieren dann es selbst natürlich davon, wo man nes Ringes darauf anspreche, zwar so, dass die Gravur fach die Initialen oder einem am liebsten hat. Auf mittelalerzählt er mir oft mit Verzierungen. erkennbar ist. man, Famili- entworfene ein terlichen Porträts sieht Lächeln im Gesicht die Man kann sich aber auch dass Kaufleute den Siegelring zulegen. engeschichte. Zum Beispiel ent- eigenes Wappen Siegel haben eine spiegel- am Zeigefinger getragen hawie das gravierte Wappen Grafiker oder De- Alle OrnaunübFamilie Meist helfen verkehrte Gravur eines Beim ben. Das sei heute aber standen ist und wo die oder eine signer, das umzusetzen. An Gelegentsoll- ments, Initialen ursprünglich herkommt.“ Die lich, sagt Schwetje. Entwerfen eines Wappens am und Kombination aus beidem. helich werde der Siegelring amerikanischen Schulen te man die sogenannten - doch in Stein oder Metall kleinen Finger getragen Universitäten sind Siegelringe raldischen Richtlinien berück- Gravur EsserTraditiund geritzt, erklärt Patricia dahinter steckt keine als Schulring bekannt Ringe sichtigen. vielFöhre. Häufig sind die on, sagt Swentje. Sondern sehr beliebt. WeißDie Heraldik ist die Gesetzschlicht aus Gold oder dass der Ring Der sogenannte „Klassenopulent leicht einfach, gebung der Wappenkunde, gold, es gibt aber auch der Jahre für den ring“ ist mit dem Schulwapund sieht etwa vor, welche mit gravierten im Laufe zu klein geworden Schulim Wap- verzierte Ringe Ringfinger pen, der Jahreszahl des Farben und wie diese Schmucksteinen. Der sei. abschlusses sowie Symbolen pen verwendet werden. „Der Ring wird üblicherweifreien zum Beispiel für Sportarten Entwurf wird in einer oder Künste, die der Schüler

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D i e d e ut s c h s p r ac h i g e Tag e sz e i t u n g i n O st b e lg i e n WE-Magazin Der Siegelring als Schmuckstück

Ortsbegehung Kinder gestalten Zukunft ihres Dorfes

Pioniere des Elektro-Pop „Kraftwerk“ gastiert nach über 20 Jahren in Düsseldorf

Beilage

Eifel • Ardennen Seite 14

Medien/Kultur Seite 19

85. Jahrgang · Nummer 262

Rauchverbot: Wie sieht es aus? Seit dem 1. Juli 2011 ist es in Belgien gesetzlich verboten, in Kneipen und Cafés zu rauchen. Wie aber sieht es mit der Umsetzung aus und welche Strafen ziehen Zuwiderhandlungen nach sich? Das GrenzEcho unternimmt den Versuch einer Bestandsaufnahme. Seite 4

Auszeichnung

Goldene Feder für Irene K Am 9. März 2013 wird die weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Irene Kalbusch (Foto), die Leiterin der Compagnie Irene K, wegen ihrer Verdienste mit der Goldenen Feder seitens der Ex-Prinzen der Stadt Eupen ausgezeichnet werden. Seite 12

Kurzarbeit im Kabelwerk ausgedehnt Kurzarbeit wird im Eupener Kabelwerk nicht länger nur die Arbeiterschaft tangieren. Aufgrund der mauen Auftragslage wird das Unternehmen in der ersten Januar-Woche für drei Tage auch seine 250 Angestellten in die wirtschaftliche Arbeitslosigkeit versetzen. Anvisiert wir die Zeitspanne vom 2. bis 4. Januar 2013. „Das Ganze ist noch keine definitiv beschlossene Sache“, versuchte Kabelwerk-Generalsekretär Hermann-Joseph Bernrath gestern ein wenig abzuwiegeln - allerdings sind die Gewerkschaften diesbezüglich schon informiert worden. „Natürlich ist eine solche

„Ohne Belgien sind wir ärmer“ „Wenn es Belgien eines Tages nicht mehr geben sollte, werden wir alle ärmer sein.“ Dies sagt der für die institutionellen Reformen verantwortliche Staatssekretär Melchior Wathelet (CDH) in einem GE-Interview. Seite 6 Seite 27

4 5

Maßnahme beunruhigend, aber seit der letzten Reform besteht nun mal die gesetzliche Grundlage hierfür“, erklärte FGTB-Gewerkschaftssekretär Renaud Rahier. Gleichwohl wollte Rahier nicht in Panik verfallen. Man sei nicht blind und wisse, wie schwierig die momentane Marktsituation sei. Dabei verwies er auf die geplante Schließung des Ford-Werks in Genk oder der Bombardier-Niederlassung in Aachen. Ob diese Premiere im Kabelwerk eine einmalige Sache sei oder in Zukunft Schule machen kann, wollte Generalsekretär Bernrath weder bestätigen noch ausschließen: „Wir können jetzt noch nicht sagen, was beispielsweise im Februar sein wird.“ Seite 10

Leckerei mit Weltruhm Belgische Praline feiert 100. Geburtstag

Seite 7

Karneval: Eröffnungsfest in Kelmis

Ein Vierteljahrhundert Küschespektakel Am morgigen Sonntag, 11. November, findet auf dem Kelmiser Galmeiplatz bereits zum 25. Mal das sogenannte Küschespektakel statt. Seit einem Vierteljahrhundert geht es im dortigen Festzelt anlässlich der Karnevalseröffnung im KeNeHeMo-Land bei

GE-Interview

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Samstag, 10. November 2012 · 1,10 Euro

Premiere: Auch 250 Angestellte betroffen

Die Seite Vier

Notdienste:

www.grenzecho.net

prächtiger Stimmung rund. Die Attraktivität der Veranstaltung hat in den letzten 25 Jahren nicht abgenommen, was nicht zuletzt daran liegen dürfte, dass der Reinerlös karitativen Zwecken gespendet wird: seit 1988 mehr als 220.000 Euro. Seite 11

Gemeindekollegium: Laschet startet mit runderneuerter Mannschaft in künftige Legislatur

Zwei Schöffenposten für Ecolo in Raeren Gestern Nachmittag stellte sich das künftige Raerener Gemeindekollegium der Presse vor. Neben Hans-Dieter Laschet, der als Bürgermeister auch in der kommenden Legislaturperiode die Geschicke der Gemeinde leiten wird, gehören zwei Ecolo-Vertreter (Ludwig Gielen, Heike Esfahlani-Ehlert) und drei Mit-unsKandidaten (Marcelle Vanstreels, August Boffenrath, Joachim van Weersth) dem kommunalen Exekutivorgan an. Mit Ulrich Deller wird zudem ein Grüner den ÖSHZ-Vorsitz übernehmen. Überraschenderweise wird Ecolo-Spitzenkandidat David Kirschvink nicht Teil des Kollegiums, da dies für ihn aus beruflichen Gründen nicht möglich ist. Seite 13

Die neue Mehrheit im Raerener Gemeinderat.

Foto: David Hagemann

Fußball

Derby in Kelmis, AS Eupen zu Gast in Sint-Truiden Heute Nachmittag (14.30 Uhr) empfängt Fußball-Drittligist RFC Union Kelmis den CS Verviers zum Derby der 3. Division B. Nach zuletzt vier Spielen in Folge ohne Niederlage (zwei Siege, zwei Unentschieden) hofft der Kelmiser Trainer Luc Sluysmans auf das nächste Erfolgserlebnis, um sich in der Tabelle weiter nach oben zu arbeiten. Die AS Eupen ist schon seit fünf Spielen (zwei Siege, drei Unentschieden) unbesiegt. Heute Abend (20 Uhr) sind die Eupener bei Erstligaabsteiger Sint-Truiden zu Gast. ASCoach Bartolomé Márquez López muss auf die verletzten Ibusuki, Bassey und Wala Zock verzichten. Seiten 30 & 31

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Design: Norbert Küpper 32 Politik · Gesellschaft

GrenzEcho Samstag, 10. November 2012

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Jubiläum: Belgische Praline wird 100

„Es hängt alles von den Zutaten ab“ Die Praline ist eine der beliebtesten Naschereien der Welt. Und bekannt für besonders gute SchokoHäppchen ist Belgien. Vor 100 Jahren füllte Jean Neuhaus dort zum ersten Mal eine Schokohülle mit Creme - die Geburtsstunde der belgischen Praline. V ON M IRIAM S CHMIDT ,

liefert Neuhaus jedes Jahr in 50 Länder in aller Welt. In der großen Produktionshalle des Unternehmens am Stadtrand von Brüssel brummen die Maschinen, es duftet nach Schokolade, Nüssen und Nougat. Im ersten Stock rühren Chocolatiers die Füllungen für die Pralinen an, die über große Förderbänder nach unten transportiert werden.

DPA

Unter der weißen Kochmütze bilden sich Schweißperlen auf der Stirn von Olivier Demol. Mit einem Plastikschaber rührt er in einem großen Bottich voll flüssiger Schokolade. Dann tunkt er gefüllte Krokantröllchen hinein und umhüllt sie mit der duftenden Masse. Demol ist Maître Chocolatier beim Pralinen-Hersteller Neuhaus.

4,1

Auch einer der momentanen Stars der Szene kommt aus Belgien: Die Luxus-Pralinen von Pierre Marcolini sind auch in Kuwait oder Japan gefragt.

Jede Praline hat ihren eigenen Herstellungsprozess: Für die Manon Sucre - die einzige Neuhaus-Praline ohne Schokolade - wird zunächst der Kern aus Buttercreme hergestellt und dann mit einer Zuckermasse umhüllt. Für andere Pralinen werden Schokoladenformen gegossen, mit einer Creme, Nüssen oder anderen Zutaten gefüllt und wieder verschlossen. Zwischen den einzelnen Produktionsschritten werden die Pralinen heruntergekühlt und durchgerüttelt, um die Masse gleichmäßig zu verteilen und Luftblasen zu vermeiden.

Der belgische Verband Choprabisco, der die Süßwarenindustrie vertritt, datiert die Geburtsstunde der Praline auf das Jahr 1912. Damals füllte Jean Neuhaus im Keller seiner Apotheke in Brüssel eine Creme in eine Hülle aus Schokolade und erfand damit die belgische Praline. 100 Jahre später hat sich die Schokoladenkunst zu einem der Markenzeichen Belgiens entwickelt. Im Zentrum von Brüssel reihen sich zahlreiche Pralinenläden aneinander, darunter große Hersteller wie Godiva oder Leonidas und kleinere Chocolatiers. Auch einer der momentanen Stars der Szene kommt aus Belgien: Die Luxus-Pralinen von Pierre Marcolini sind auch in Kuwait oder Japan gefragt. Demol entwickelt etwa 100 neue Pralinen pro Jahr. Davon schaffen es zwischen fünf und zehn auf den Markt. „Wir arbeiten bis zu sechs Monate daran, verändern die Aromen oder ihre Zusammensetzung“, erklärt er. Schokolade ist Demols Leidenschaft. „Ich träume sogar von Rezepten. Ich bin ein Schokoholic.“ 300 Millionen Pralinen

Milliarden Euro werden jährlich in der Pralinenund Schokoladenindustrie Belgiens umgesetzt. Fast 50.000 Tonnen Pralinen exportierte das kleine Land im vergangenen Jahr.

„Verpackung, Präsentation, alles Blabla. Man braucht nur gute Schokolade und gute Früchte.“ Nach Angaben des Verbands Choprabisco werden in der Pralinen- und Schokoladenindustrie Belgiens jährlich 4,1 Milliarden Euro umgesetzt. Fast 50.000 Tonnen Pralinen exportierte das kleine Land 2011. „Als Belgier müssen wir stolz auf unsere Schokolade sein“, sagt Peggy van Lierde, die Direktorin des Brüsseler Schokoladen-Museums. Gründe für den Erfolg sind ihrer Meinung nach das Know-how der Pralinenmacher, die hochwertigen Zutaten und die tra-

Der Neuhaus-Mitarbeiter David Deyaert bringt in der Produktionshalle des belgischen Pralinen-Herstellers Neuhaus am Stadtrand von Brüssel flüssige Schokolade auf die richtige Temperatur. Vor 100 Jahren füllte Jean Neuhaus zum ersten Mal eine Schokohülle mit Creme - die Geburtsstunde der belgischen Praline. Foto: Miriam Schmidt/dpa ditionelle Herstellung. „Der Feinschliff erfolgt immer noch per Hand, das ist sehr wichtig.“ Der Chocolatier Laurent Gerbaud hat einen kleinen Laden im Zentrum Brüssels. Dort stellt er seine Pralinen täglich frisch her. Das Besondere: Gerbaud verwendet nur wenig Zucker und keine Zu-

satzstoffe. Seine Spezialität sind mit dunkler Schokolade umhüllte Früchte. Er verwendet auch ausgefallenere Zutaten wie Physalis, Preiselbeeren, Ingwer oder Chilli. „Es hängt alles von den Zutaten ab“, sagt Gerbaud. „Verpackung, Präsentation, alles Blabla. Man braucht nur gute

Schokolade und gute Früchte.“ Bei Neuhaus hat jede der 80 Pralinen eine Geschichte. Die „Tentation“ (Versuchung) wurde für die Weltausstellung in Brüssel 1958 kreiert, die „Albert“ zur Hochzeit des damaligen Prinzen (und heutigen Königs) 1959. „Wir haben viele alte Rezepte, nach denen wir

unsere Pralinen herstellen“, sagt Demol. Einige haben sich seit 75 Jahren nicht verändert. Maschinen helfen inzwischen bei der Herstellung, aber vieles wird immer noch von Hand gemacht. „Die Basis ist die gleiche geblieben“, erklärt Chef Jos Linkens. „Wir haben nur den Prozess verbessert.“

Zeitungsbericht: Einnahmen von rund 600 Millionen Euro

Regierung: Einigung auf Steueramnestie Das Kernkabinett hat sich am Donnerstagabend darauf geeinigt, eine neue Steueramnestie zu gewähren. Diese Maßnahme könne bis zu 600 Millionen Euro in den Staatshaushalt fließen lassen, berichtete die Brüsseler Tageszeitung „Le Soir“ (Online-Ausgabe). Die Details müssten noch geregelt werden, doch niemand sträube sich gegen eine solche Regelung, heißt es in dem Be-

richt weiter mit der Berufung auf mehrere Verhandlungspartner. Diese Steueramnestie solle sich in zwei Phasen abspielen. Die erste Phase behandle die „kleinen Betrüger“, ehe in einer zweiten Phase die „großen Betrüger“ eine Steueramnestie genießen dürften. Mit einer Steueramnestie - eigentlich handelt es sich um eine „einmalige befreiende Erklärung“ - will die öffentliche

Hand vor allem eines erreichen: Untergetauchtes Schwarzgeld an die Oberfläche holen. Der Staat nimmt auf diese Weise nicht nur Bußgelder ein, sondern sorgt dafür, dass Kapital aus dem Ausland zurück nach Belgien kommt und dies wiederum stützt die Wirtschaft in unserem Land. Die Steueramnestie-Runde im Jahr 2004 brachte dem Staat rund 500 Millionen Euro ein.

Das Bußgeld belief sich auf sechs bzw. neun Prozent. Es waren die Liberalen, die sich bisher für eine neue Steueramnestie-Runde starkmachten. Die Sozialisten waren allergisch gegen eine solche Maßnahme, vor allem da sie den Kampf gegen Steuerbetrug zu ihrem Steckenpferd erkoren haben, doch nun haben auch sie der Maßnahme zugestimmt.

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D i e d e ut s c h s p r ac h i g e Tag e sz e i t u n g i n O st b e lg i e n Weltpremiere Hobbit-Film zeigt Vorgeschichte zu „Herr der Ringe“

Tschernobyl Neue Schutzhülle für den Unglücksreaktor

Medien • Kultur Seite 32

Aus aller Welt Seite 34

85. Jahrgang · Nummer 278

Drei Bücher zu gewinnen Jacques Berndorf legt neuen Eifel-Krimi vor Eifel • Ardennen Seite 21

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Donnerstag, 29. November 2012 · 1,10 Euro

Jubiläum

Wohin mit der Gülle? Neue Verordnung macht auch ostbelgischen Landwirten zu schaffen. Seite 4

Eynatten wird 800 Jahre alt Im kommenden Jahr ist es 800 Jahre her, dass die Ortschaft Eynatten erstmals urkundlich erwähnt wird. Der Verkehrsverein und engagierte Bürger nehmen dies zu einem umfangreichen Festprogramm zum Anlass. Seite 14

Newpharma

Energie: Anbieter dürfen bald wieder an der Preisschraube drehen

Onlineapotheke stets populärer Der Kauf von (rezeptfreien) Medikamenten in virtuellen Apotheken, die behördlich genehmigt sind, bürgert sich langsam ein. Newpharma, die erste Internetapotheke in unserem Land, schreibt seit vier Jahren an ihrer eigenen Erfolgsgeschichte. Seite 6

Rollstuhlbasketball

Ab dem 1. Januar dürfen die belgischen Strom- und Gasanbieter wieder ihre Tarife anpassen. Es wird mit Preissteigerungen im zweistelligen Prozentbereich gerechnet. Seit dem vergangenen April sind die Preise für Strom und Gas eingefroren. Die Föderalregierung hat bis Jahresende jede Anpassung untersagt, es aber versäumt, neue Spielregeln festzulegen. Und so können die Energiekonzerne zu Jahresbeginn dort wieder an-

Niederlage für Rollerbulls Die Rollerbulls kassierten am vergangenen Wochenende eine weitere Niederlage. Mit 49:52 unterlagen die Eifeler knapp dem favorisierten Mainhattan. Die Rollerbulls setzen nun alles auf das Kellerduell gegen Jena. Seite 37

WETTER

5° -1° Einige Regen- oder Schneeschauer.

4 8

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Strom und Gas werden teurer fangen, wo sie Ende März aufgehört haben. Erst für April wird das Inkrafttreten eines Königlichen Erlasses, der die Indexierung der Strom- und Gaspreise neu regelt, erwartet. Mindestens bis April 2013 haben also Electrabel & Co. Zeit, an der Preisschraube zu drehen. Die Wirtschaftszeitung „L‘Echo“ ist sich sicher, dass die Konzerne eine satte Tariferhöhung vornehmen werden. Die Rede ist von bis zu 10% beim Gas und bis zu 15% beim Strom, da in der Zwischenzeit die Weltmarktpreise angezogen hätten und der

Winter vor der Tür stehe. Dass es der Regierung in all den Monaten nicht gelungen ist, die Preisanpassungen der Strom- und Gasanbieter neu zu reglementieren, liegt an Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Di-Rupo-Mannschaft: Energiestaatssekretär Melchior Wathelet (CDH) will den Konzernen eine zweijährige Übergangszeit für bereits bestehende Festpreisverträge gewähren, Wirtschaftsminister Johan Vande Lanotte (SP.A) hingegen, sähe es lieber, wenn ein neues Regelwerk unmittelbar für alle gilt. Seite 8

Aufwertung: Gesamte Bahnhofstraße wurde neugestaltet

St.Vith hat nun einen Kirchplatz Die Stadt St.Vith hat nun endlich einen Kirchplatz, der diesen Namen auch verdient. Möglich wurde dies im Zuge der Neugestaltung der Bahnhofstraße, die jetzt abgeschlossen werden konnte. Die Gemeinde investierte rund 1,3 Millionen Euro in dieses Stadtentwicklungsprojekt, konnte aber im Rahmen des sogenannten „Plan Escargot“ zur Förderung der weichen Mobilität Zuschüsse von insgesamt 300 000 Euro von der Wallonischen Region ockermachen. Für die Begrünung wurden ausschließlich Blütenbäume verwendet. Bürgermeister Christian Krings nennt St.Vith inzwischen einen „kleinen botanischen Garten“. Seite 24

Weihnachtsaktion

Ecolo

Solidaritätsaufruf Züge meistens zu Weihnachten zu spät in Eupen? Die Table Ronde und das Rote Kreuz rufen zur Unterstützung ihrer „Weihnachtspäckchen-Aktion“ auf. Gesucht werden Alltagsgegenstände, die nicht mehr gebraucht werden, aber dennoch in einem guten Zustand sind. Diese sollen an Weihnachten an die rund 500 bedürftigen Menschen in der Eupener Region verteilt werden. Der Fantasie beim Bepacken der Geschenkboxen sind dabei keine Grenzen gesetzt. Seite 16

Die Grünen beklagen, dass bis zu Dreiviertel der Züge zu spät am Eupener Bahnhof ankommen. So will die Ecolo-Senatorin Claudia Niessen vom zuständigen Minister Paul Magnette (PS) erfahren haben, „dass bereits in den Wintermonaten Januar und März 51,1% bzw. 65,1 % und in den Frühsommermonaten Mai und Juni gar 73 % bzw. 64 % der Züge den Bahnhof Eupen erst mit Verspätung erreichen“. Seite 7

Versicherungen: Unisex-Tarife kommen

Restschuldversicherung für Frauen teurer Bald sind Frauen und Männer vor dem Versicherungsgesetz gleich. Ab dem 21. Dezember 2012 dürfen Versicherungsgesellschaften europaweit nur noch Verträge zum Unisex-Tarif verkaufen. Bereits im letzten Jahr entschied der Europäische Gerichtshof, dass ungleiche Tarife gegen das Diskriminierungsverbot versto-

ßen. Heißt: Niemand soll nur wegen seines Geschlechts mehr zahlen. Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch, dass in Belgien beispielsweise Versicherungen für den Todesfall, wie Restschuldversicherungen, für Frauen teurer werden. In diesen Wochen herrscht UnisexSchlussverkauf. Seite 9

Veranstaltungen 2013 Ihre Veranstaltung 2013 online und tagesaktuell in der Zeitung! Blick auf die neugestaltete Bahnhofstraße in St.Vith.

Infos siehe Seite 11

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Die Seite Vier

GrenzEcho Donnerstag, 29. November 2012

Durch die neue Gesetzeslage müssen Landwirte im nitratgefährdeten Gebiet ihre Gülleausbringung reduzieren - andernfalls drohen saftige Geldstrafen.

Foto: dpa

Gülle-Erlass stinkt Bauern gewaltig Am vergangenen Donnerstag hat der wallonische Umweltminister Philippe Henry (Ecolo) die sogenannte nitratgefährdete Zone in der Wallonie ausgedehnt. Landwirte, deren Flächen sich in diesem Gebiet befinden, müssen ihre Gülleausbringung reduzieren. Die Grenze verläuft mitten durch die Nordgemeinden der DG und hat nicht nur Auswirkungen auf die direkt betroffenen Bauern. V ON C YNTHIA L EMAIRE

Höchstmenge. Nur sehr vereinzelt nähern sich die Werte mit 25 bis 40 Milligramm Nitrat pro Liter dem gesetzlichen Grenzwert. „Grünland übt bewiesenermaßen eine Schutzfunktion in Sachen Nitratauswaschung aus“, weiß Helmut Veiders vom Belgischen Bauernbund. „Da die Wiesen im Gegensatz zu Feldern das ganze Jahr über bewachsen bleiben, wird der Stickstoff im Boden durch die ständige Pflanzenaktivität verwertet und ist deshalb bedeutend weniger auswaschungsgefährdet als auf Ackerflächen“, resümiert Veiders die Zusammenhänge. Dass immer mehr „Grünlandbauern“ in die nitratgefährdete Zone fallen, ärgert auch ihn. Konkret müssen die betroffenen Landwirte ihre Gülleausbringung reduzieren nach einer in ihren Augen nicht ganz nachvollziehbaren Rechnung. Im nicht gefährdeten Gebiet gelten folgende Obergrenzen für Gülle: 115 kg Stickstoff pro Hektar dürIn Ostbelgien liegen die fen jährlich auf AckerNitratwerte weit unter der flächen verteilt werzulässigen Höchstmenge. den; auf Grünflächen sind 230 kg erlaubt. In der gefährdeten Zone gelten dieselben Resel seinem Unmut Luft. Als geln, allerdings mit der Einhätten die Landwirte nicht be- schränkung, dass der Bauernreits genug Fronten, an denen hof einen Durchschnitt von sie um ihre Existenz kämpfen 170 kg nicht überschreiten müssen - siehe die Proteste zu darf. Helmut Veiders rechnet Wochenbeginn in Brüssel -, vor: „Wenn der Bauer im Vermacht ihnen jetzt eine weitere hältnis für jeden Hektar Grünland auch ein Hektar AckerVorschrift zu schaffen. Hintergrund für die Aus- land hat, dann liegt er knapp dehnung des nitratgefährde- im Soll und darf auf den Wieten Gebietes sind die Nitrat- sen genau so viel Stickstoff werte im Grundwasser, die wie immer ausbringen. Der nach Auffassung der EU in der Kollege ohne Ackerland ist de Wallonie zu hoch liegen. Er- facto auf 170 kg beschränkt laubt sind 50 Milligramm pro verstehe wer will.“ Zwar ist den ostbelgischen Liter. Landwirtschaft mit ihrer Gülledüngung gilt als einer Landwirten die neue Verordder größten Verursacher von nung ein Dorn im Auge, doch Nitratbelastung. Doch im kann sie auch als Teilerfolg gedurch Grünflächen (94%) und wertet werden. Der GesetzesMilchviehhaltung geprägten entwurf sah nämlich eine Osten Belgiens liegen die Wer- noch umfangreichere Ausdehte weit unter der zulässigen nung vor. „Dann wäre der geDer Lontzener Landwirt Leo Kessel und seine beiden Söhne Nico und Thomas, die einen Betrieb mit insgesamt 170 Milchkühen führen, sind mit „zwei blauen Augen davon gekommen“, wie sie es ausdrücken. Zwar verläuft die neue „Nitratgrenze“ mitten durch die von ihnen genutzten Ländereien, doch nur ein Drittel der 105 Hektar großen Fläche ist betroffen. Hier müssen die Landwirte ab dem 1. Januar 2013 ihre jährliche Düngeausbringung reduzieren. Ein paar Meter Luftlinie entfernt gilt diese Einschränkung für die gesamte Nutzfläche der Bauern. „Unsere Nachbarn liegen mittendrin. Weder arbeiten sie anders als wir, noch haben sie schlechtere Nitratwerte. Wir verstehen die Logik des neuen Erlasses von Minister Henry nicht“, macht Leo Kes-

samte Norden der DG betroffen gewesen“, erklärt Heinz Keutgen, Landwirt aus Walhorn. Der Bauernbund reagierte mit Erfolg: Im September machte er in einem Schreiben an die Gemeindekollegien von Eupen, Raeren, Kelmis und Lontzen mobil und brachte eine Reihe Gegenargumente vor. Auch ein Einspruchschreiben beim Minister wurde im Rahmen der öffentlichen Untersuchung eingereicht. Offenbar stieß die Argumentation auf offene Ohren. „In der abgeänderten Version des Erlasses von Philippe Henry werden einige unserer Standpunkte als Begründung des veränderten Grenzverlaufs aufgeführt“, betont Helmut Veiders sichtlich zufrieden. Die Grenze verläuft jetzt in einem komplizierten Zickzack entlang der Weser und anderer Bachläufe (siehe Kar-

unsere Produktionskosten“, bringt Mathieu Schifflers aus Walhorn die prekäre finanzielle Lage der Milchbauern auf den Punkt. Bleibt also nur noch die Suche nach Land. Land, das es nicht mehr gibt und dessen Pacht- und „Gülle wird viel bewusster Kaufpreise in den vereingesetzt als früher.“ gangenen fünf Jahren in die Höhe geschnellt sind. Leo Kesentfernten Nachbarn z.B. im sel nennt Gründe für diesen Herver Land zeigen wollen, Verlust: „Immer mehr landNutzflächen nicht die Rede sein. Die Be- wirtschaftliche troffenen haben durch die fallen industriellen oder privaEinschränkung der Gülleaus- ten Projekten zum Opfer. Konbringung kaum Alternativen: krete Beispiele sind bei uns Entweder den Viehbestand re- die TGV-Trasse oder die Indusduzieren oder zusätzliche Flä- triezone, wo 60 Hektar Grünchen finden. Ersteres kommt land verschwunden sind. aus betriebswirtschaftlicher Auch wird auf Kosten von Sicht nicht infrage, da die Ein- Dauergrünland Mais angenahmen zu stark sinken wür- baut, der im benachbarten den. „Der Milchpreis ist ja be- Ausland für Bioheizanlagen reits im Keller und übersteigt, gebraucht wird.“ Den Landwirwenn überhaupt, dann kaum ten missfällt vor allem, dass te) - und damit mitten durch Gemeinden bzw. Ortschaften. Doch von Euphorie kann bei den Landwirten, die sich solidarisch mit nahen aber auch

sie häufig - wie jetzt für erhöhte Nitratwerte - als alleiniger Übeltäter verantwortlich gemacht werden. Sie vermissen beispielsweise eine Untersuchung der Auswirkungen von Wohngebieten auf den Nitratgehalt im Grundwasser. Auch wenn in der Vergangenheit Fehler gemacht worden seien, habe - wie in vielen Berufszweigen, die direkt oder indirekt Auswirkungen auf die Umwelt haben - ein Umdenken stattgefunden. „Die Landwirtschaft produziert viel weniger Nitrate als noch vor 20 Jahren und setzt Gülle bewusster als Düngemittel ein“, betont Heinz Keutgen. Wie aus einem Mund klingt es, wenn die Landwirte ihren Wunsch für die Zukunft formulieren: mehr praxiserfahrene oder der Landwirtschaft nahestehende Berater in Kabinetten, Ministerien und sämtlichen Entscheidungsgremien.

Nach der von Minister Philippe Henry (Ecolo) beschlossenen Ausdehnung des nitratgefährdeten Gebietes erhöht sich die Anzahl betroffener landwirtschaftlicher Betriebe von 8.756 auf 10.659.

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MAGAZIN

WOCHENEND Erinnerungen in die Leo Kever blickt zurück Geschichte von Eynatten Aus der Region

Beilage zum Grenzecho

Welt Kamelkuss am Ende der dem Wer das Abenteuer liebt, Sahara. winkt Trekking durch die Reise-Echo

Samstag, 12. Januar 2013

Nr. 10

hofft auf Aufwind vom

Salon

Elektroauto braucht steuerlichen

91. Autosalon: Autobranche

Anreiz

V ON H EINZ W ARNY KäuDas war zu erwarten: Die haben fer von Neufahrzeugen 2012 sich im vergangenen Jahr Händin Belgien nicht zu den lern hin gedrängt. Angesichts des Jahder Rekordergebnisse res 2011 ist für echte Katastrophenstimmung allerdings auch kein Platz. In Brüssel ist der 91. Autosageöfflon bis zum 20. Januar die net. In einem Jahr, in dem im Personenfahrzeuge nicht dürfen, Vordergrund glänzen versammelt sich die LkwBranche zu einer mehrtägigen Fachmesse. Der Fahrradsektor 14. Jagesellt sich vom 11. bis nuar erneut zur Automesse. die Vélo&Co will zeigen, dass Fahrradbranche gut aufgestellt ist.

D i e d e ut s c h s p r ac h i g e Tag e sz e i t u n g i n O st b e lg i e n

Elektroautos leiden unter hohen Preisen. Brüsvon Paris oder Frankfurt Mancher Besucher des Mit dem Premierenfieber sich als Weltpremiere vorgestellt. und für echte Käufer. seler Autosalons dürfte Golf der siebten Generation Treffpunkt für Schaulustige um hatte Volkswagen den die Frage stellen, wie es Automobilsalon der wichtigste Beim Autosalon in Paris doch bleibt der Brüsseler die Elektrofahrzeuge bestellt kann Brüssel nicht mithalten, wir auf Zum Brüsseler Salon zeigen im ist. Lange Jahre haben zum weist, dass Elektroautos allalle Aussteller, was sie dass Elektroautos schon diese gewartet. haStadtgebiet schon wertvolle bisher dem Elektroantrieb zu bieten Elektro- autos müssen tagsfähig sind. Im vergangenen Jahr war LPG sind Dienste leisten können. die höheren Preise für mangelnden Auto mit ben. Erdgas und schaffte Nachteil der der Opel Ampera zum zu Bentragen. Herkömmliche Motoren autos zu zahlen. Dann ebenfalls Alternativen Reichweite Rechnung sind ab des Jahres erwählt worden. wird in Elektroantrieb als Zusatz Ampera, sie diese Vergünstigungen zin und Diesel. Erdgas Hundert Kilometer sorgenzu haUnd heute? Von Opel der nöbei anderen Anbietern und überließ es den Regionen, freies Fahren , und schon verBelgien noch nicht mit den Nissan Leaf oder den ElektroDer Elektromotor hat den ben. mit eigenen Anreizen Citrosagen die Elektromobile jeden- tigen Angebotsinfrastruktur zu beautos von Peugeot und jedenfalls als Alternative Der Elektromotor hat bleibt eine kosKauf von Elektroautos Dienst, wenn nicht nachgelanicht gefördert. LPG ën sind nur wenige Exemplare günstigen. technisch falls als Alternative noch noch nicht alle Trümpfe den wird. Opel und Chevrolet Vor- tengünstige und verkauft worden. Und schon war die Verwiralle Trümpfe ausgespielt. ausgereifte Formel. bieten den Reichweitenverlän- ausgespielt. günstiDie Erwartungen der Anbie- rung unvermeidbar. Die WalHybaussetzung bleibt ein die gerer, andere warten mit Ökoboter haben sich nicht erfüllt, ger Preis. lonie gewährte einen ridmodellen auf, bei denen Nun schiebt Renault das Kunden sind ausgeblieben. Einige Länder, so Norwegen nus beim Kauf eines ElektroKomnur der Elektromotor als Zusatz hohe Modell ZOE nach. Dieses Privatkäufer melden sich und Dänemark, bieten sich mit seiautos, Flandern ging andere Der Salon ist bis ReichDie Beech- gilt. Renault hat paktauto soll mit einer wenige, Firmen zögern. sehr Vergünstigungen in der Wege. Schließlich blieben zum 20. Januar Autos nen Elektrofahrzeugen Der weite von gut 200 Kilometern steuerung der Elektroautos. Firmen weisen dem Föderalte Anreize aus ... und die täglich geöffnet. hierweit nach vorn gewagt. dann der Elektromobilität einen staat und den Regionen Dort greifen die Käufer www.autosalon.be Föderal- mit dem umweltschonenden Twizy war das spektakulärste kaum wichtigen Dienst erweisen. für die Schuld zu. Die Fluauch bereitwillig zu. steu- Elektromotor fanden und beFahrzeug, Kango ZE und Der ZOE ist marktreif regierung hatte zunächst Beweis, noch Anwärter. um ence ZE brachten den erliche Anreize geboten, Die Hersteller von Elektroes den Käufern zu erleichtern,

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Autosalon Elektroautos brauchen Anreize

Circus Mother Africa Eintrittskarten für Show zu gewinnen

Schiffshavarie Vor einem Jahr sank die „Costa Concordia“

Wochenend-Magazin

Eifel • Ardennen Seite 13

Hintergrund Seite 17

86. Jahrgang · Nummer 10

www.grenzecho.net

Samstag, 12. Januar 2013 · 1,20 Euro

Karnevalsband

PFF-Personalie

Emil Dannemark Kandidat für den Vorsitz im PDG Knallfröösch mit drei Hits

Jousten zieht Bilanz

Mit den „Knallfröösch“ ist der Süden der DG um eine Karnevalsband reicher. Die fünfköpfige Formation möchte vor allen Dingen eigene Titel präsentieren und hat für ihre erste Veröffentlichung erst einmal drei Titel aufgenommen. Seite 12

Bischof wartet auf seinen Nachfolger Seite 4

Für den Unterricht

Eupener brachte Fotobuch heraus Um im Unterrichtswesen die emotionale Bildung zu fördern, hat der Eupener Therapeut Ernst Servais ein selbst zusammengestelltes Fotobuch herausgebracht. Die Bilder sollen Kindern und Jugendlichen dazu dienen, sich ihrer Gefühle bewusst zu werden. Seite 8

Fußball - 3. Division

Lachambres Debüt bei RFCU Fußballdrittligist Union Kelmis kann am Sonntag in der Partie gegen Ath erstmals auf Neuzugang und Ex-Profi Vincent Lachambre zurückgreifen. Ob der 32-Jährige spielen wird, wollte Coach Huet nicht preisgeben. Seite 33

Föderalregierung: Nebentätigkeiten werden vereinfacht

Rentner dürfen mehr hinzuverdienen Die Föderalregierung hat einem Gesetz zugestimmt, das es Über-65-Jährigen mit einer Berufslaufbahn von mindestens 42 Jahren erlaubt, unbegrenzt hinzuzuverdienen, ohne Rentenansprüche zu verlieren. Für die Betroffenen soll es keine Begrenzung mehr geben. Wer jünger ist oder weniger Berufsjahre vorweist, muss dagegen weiter mit Zuverdienstgrenzen leben. Im Vergleich zu bisher werden diese Grenzen allerdings nach oben ausgeweitet. Außerdem werden die gesetzlichen Regelungen, die die verschiedenen Pensionsdienste betreffen - durch die Unter-

scheidung von ehemaligen Selbstständigen, Beamten oder Beschäftigten der Privatwirtschaft - einander angepasst. Auf diese Weise erhalten Personen mit einer gemischten Berufslaufbahn mehr Sicherheit. Pensionierte mit einer Laufbahn von weniger als 42 Jahren dürfen heute nicht mehr als 15% über dem Grenzbetrag (abhängig von der Haushaltssituation) hinzuverdienen, anderenfalls verlieren sie Pensionsansprüche. Künftig wird dies auf 25% des Grenzbetrages hochgeschraubt. Darüber hinaus wird ab dem kommenden Jahr eine automatische Indexierung der Einkommensgrenzen eingeführt. In diesem Jahr werden die

Grenzbeträge um 2% gesteigert. „Das ist sehr wichtig für Witwen mit einer Hinterbliebenenrente. Sie durften bislang immer weniger hinzuverdienen, sodass sie aus dem Arbeitsmarkt fielen“, erklärte Rentenminister Alexander De Croo (Open VLD). Außerdem werden in diesem komplexen Bereich eine Reihe von Vereinfachungen durchgeführt. So gilt fortan pro Kalenderjahr die jeweils vorteilhafteste Einkommensgrenze. Das doppelte Urlaubsgeld wird künftig auch nicht mehr angerechnet. Mittelstandsministerin Sabine Laruelle (MR) zeigte sich ihrerseits zufrieden, dass die Reform auch positive Folgen für Selbstständige habe.

Konflikt: Sunnitische Extremisten hinter Anschlägen in Pakistan

WETTER

Das Denkmal am Werthplatz wurde versetzt.

Werthplatz: Beginn der Renovierungsarbeiten

Umzug für Eupener Kriegerdenkmal Das Reiterstandbild des Eupener Kriegerdenkmals am Werthplatz, das den Heiligen Georg zeigt, ist am Donnerstag um einige Meter versetzt worden. Das rund 15 Tonnen schwere Monument wird im Rahmen der Renovierungsarbeiten des gesamten Denkmals einige Wochen auf einem provisorischen Funda-

ment verbringen, damit der Unterbau, der sich als beschädigter als zunächst angenommen herausstellte, grundsaniert werden kann. Ein Spezialunternehmen hievte das Denkmal am Donnerstagnachmittag mithilfe eines auf Maß angefertigten Stahlrahmens auf den vorläufigen Standort. Seite 10

Bombenserie fordert über 100 Tote

0° -5° Trockenes und kaltes Winterwetter, örtlich Glätte

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Die ostbelgischen Liberalen (PFF) beraten heute über die Nachfolge von Parlamentspräsident Ferdel Schröder, der am 4. Januar verstorben war. Als aussichtsreicher Kandidat gilt bislang der Bütgenbacher Bürgermeister Emil Dannemark, der sein Mandat auf kommunaler Ebene mit dem im Parlament verknüpfen könnte. „Bislang ist aus Respekt vor Ferdel Schröder darüber noch gar nicht gesprochen worden“, meinte Dannemark auf Anfrage gegenüber dem GrenzEcho. Am Montag findet ab 18 Uhr im Parlament ein Trauerakt für Ferdel Schröder statt, der live vom Offenen Kanal übertragen wird. Unterdessen wurde bekannt, dass in der CSP-Fraktion der designierte Bütgenbacher ÖSHZPräsident Erwin Franzen für die verstorbene Gabriele Thiemann-Heinen ins Parlament nachrückt. Seite 6

Die schwerste Bombenserie in Pakistan seit Monaten mit mehr als 100 Toten hat in der südasiatischen Atommacht und international Entsetzen ausgelöst. Der pakistanische Präsident Asif Ali Zardari sagte den Terroristen den Kampf „bis zu seinem logischen Ende“ an. Die Zahl der Toten bei der verheerenden Anschlagserie in

Pakistan stieg am Freitag nach Angaben der Polizei auf mindestens 114. Insgesamt wurden etwa 230 Menschen bei den Anschlägen am Donnerstag in der Stadt Quetta im Südwesten und der Stadt Mingora im Nordwesten des Landes verletzt. Besonders viele Opfer forderte ein Doppelanschlag sunnitischer Extremisten auf die schiitische

Minderheit in der Provinzhauptstadt Quetta. Die Polizei in Quetta teilte mit, bei dem Doppelanschlag seien 82 Menschen getötet und mehr als 120 verletzt worden. Unter den Toten sei ein Selbstmordattentäter. Der Attentäter habe sich in einer Billardhalle in einem SchiitenViertel in die Luft gesprengt, hieß es. Seite 19

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GrenzEcho Samstag, 12. Januar 2013

„Und dann wird man ganz klein“ Bischof Aloys Jousten (75) hat sein Amt aus Altersgründen zur Verfügung gestellt. Jetzt wartet der Eibertinger auf einen Nachfolger. Zeit für eine Bilanz: Das GrenzEcho sprach mit Bischof Jousten in den Räumen des Bistums an der Maas über seine Amtszeit. Herr Bischof, wie fällt Ihr Fazit des abgelaufenen Jahres aus? Es war für mich persönlich ein besonders Jahr. Ich habe mein goldenes Priesterjubiläum und meinen 75. Geburtstag gefeiert. Zwei nachhaltige Ereignisse, die Gelegenheit bieten, einmal innezuhalten. Ich bin glücklich, Priester zu sein, und auch das Bischofsamt, das ich seit fast zwölf Jahren auf den Schultern und vor allem auf dem Herzen habe, erfüllt mich mit großer Freude. Das Wichtigste ist, dass ich den Menschen hier im Bistum helfen kann, Christ und Kirche zu sein. Denn beides geht doch heute eng zusammen, was in meiner Kindheit nicht so der Fall war. Damals war die Hauptsorge: Wie stehe ich vor dem Herrgott, wie komme ich in den Himmel? Das hat sich gewandelt. Heutzutage spüren viele Christen, dass es vor allem darum geht, als Kirche die Liebe Gottes zu bezeugen. Deshalb die Sorge: Wie geht es nicht mit mir, sondern wie geht es mit der Kirche weiter? Da geht es nicht nur um Zahlen, sondern um Qualität. Die Frage lautet nicht „Sind wir viele in der Kirche?“, sondern „Sind wir Kirche?“. Aber Qualität ist doch eng verknüpft mit Personalstärke. Der Priestermangel wird auch in Ostbelgien immer akuter, erst zuletzt mussten deshalb die Dekanate Büllingen und St.Vith zusammengelegt werden. Stirbt die Kirche aus? Die Priesterfrage ist eine sensible, eine wichtige Frage. Wir haben es da mit einem gesellschaftlichen Phänomen zu tun. Die Frage, wie wir uns dagegen zur Wehr setzen können, stellt sich nicht nur den Bischöfen und den Priestern, sondern allen Christen. Die Frage der Priester ist eine entscheidende, eine fundamentale. Ohne Priester keine Kirche. Wir sind schließlich kein kleiner Verein, sondern eine Gemeinschaft, die von Christus den Auftrag hat, Zeugen sei-

Seite, eine selbstheilende Wirkung? In gewisser Hinsicht schon, auch wenn man sich in diesem Zusammenhang hüten sollte, von einer „positiven Seite“ zu sprechen. Ich habe dort, wo Sie gerade vor mir sitzen, Opfer von Missbrauch sitzen gehabt, und dann wird man ganz klein. Ich schäme mich, aber vor allem leide ich mit diesen Leuten. Immerhin kommen jetzt Dinge ans Tageslicht, die „Ich möchte mich nicht jahrzehntelang binden, indem ich unausgesprochen beispielsweise Hilfspriester in blieben.

ner Liebe zu sein. Dazu gehört das Priesteramt. Und die Reaktion auf diesen Mangel muss vom Kopf der Kirche, aber auch von ihrem Leib kommen, vom Inneren heraus. 2001, als Sie zum ersten deutschsprachigen Lütticher Bischof wurden, war das für Ostbelgien historisch. Ist es nicht rückblickend verwunderlich, dass dieses Ereignis keinen einzigen Deutschsprachigen dazu bewogen hat, Priester zu werden. Als Boris Becker, Sie erlauben diesen Vergleich, damals Wimbledon gewann, wollten in Deutschland auf einmal alle Tennis spielen. Viele Dinge sind heutzutage anders, nicht nur in der Kirche. Die Menschen wollen autonom leben, und ich glaube, dass in der Deutschsprachigen Gemeinschaft die gesellschaftliche Entwicklung nicht nachhinkt. Die Zahl der Gottesdienstbesucher in der DG ist zwar positiver als in den anderen Landesteilen, aber es gibt auch in Ostbelgien eine Entwicklung. Die Jugend und die Jugendbewegungen stellen das Katholische nicht mehr in den Mittelpunkt.

einem Pfarrverband werde.“

Bischof Aloys Jousten etwas nachdenklich in seinem Amtszimmer in der Lütticher Rue de l‘Evêché. Fotos: David Hagemann als der Macher, sondern Gott und Jesus Christus. Ich kann mich immer nur fragen: Habe ich mich erschöpft in dem, was ich tun kann? Das ist aber nur das Begießen, das Wachstum muss ein anderer geben.

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„Die Priesterfrage ist fundamental. Ohne Priester keine Kirche.“

Als Sie zum Bischof geweiht wurden, beschrieb Sie der damalige Primas der katholischen Kirche in Belgien, Kardinal Godfried Danneels, als einen Menschen, der sich seiner Grenzen und Möglichkeiten bewusst sei. Ist diese von Ihnen angesprochene „gesellschaftliche Entwicklung“ eine solche Grenze gewesen? Ich habe immer versucht, ich selber zu sein. Nicht ich sollte im Vordergrund stehen,

des Bischofamtes. Hätten Sie andernfalls weitergemacht? Wahrscheinlich ja, weil es meine Gesundheit erlaubt hätte. Aber die Altersgrenze ist sicher gut, weil man sonst weitermacht bis zu einer Grenze, die man selber nicht mehr wahrnimmt. Der Papst hat mich gebeten, vorerst weiterzumachen, und das tue ich gerne. Und wie lange, denken Sie? Ich gehe davon aus, dass ein Nachfolger in diesem Jahr gefunden wird.

Aloys Jousten ..................................................................................

V ON B ORIS C REMER

Haben Sie denn genug begossen in diesen knapp zwölf Jahren? Ab und zu tue auch ich nicht genug und bleibe hinter den Erwartungen zurück. Aber das sollten andere beurteilen. Ich hoffe, dass die Leute eines Tages sagen werden, dass ich ihnen gut getan und ihnen Mut gemacht habe. Die Altersgrenze von 75 Jahren zwingt Sie zur Aufgabe

In Ihre Zeit als Bischof fiel das Bekanntwerden einer Vielzahl von Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche in Belgien. Ist das ein Makel, ein Wermutstropfen, der Ihre Amtszeit betrübt? Dieses Ereignis des Jahres 2012 war ein Tsunami, ein erschütternder Vulkanausbruch, der vieles in Frage gestellt hat. Dass es dies in diesem Ausmaß gab in unserem Land, war uns Bischöfen nicht bewusst. Und ich glaube vor allem die flämischen Bischöfen wurden dadurch erschüttert, während es auf wallonischer

und deutschsprachiger Seite eher kleine Fallzahlen zu beklagen gab. Dennoch wird in jeder Bilanz über meine Amtszeit dieses Ereignis auftauchen, ganz klar. Es war ein ruhig fließender Bach, und dann kam der Tsunami. Aber ich finde, dass unsere Priester mutig mit dieser Sache umgegangen sind. Das war nicht einfach. Wir kennen inzwischen wieder ruhigere Zeiten, aber das wird in die Geschichte unserer Kirche und unseres Bistums eingehen. Fälle sexuellen Missbrauchs in der Kirche hat es auch in anderen Ländern gegeben, aber in Belgien hat dieses Unheil, bedingt auch durch den Dutroux-Skandal, mehr Gewicht. Schämen Sie sich für diese Missbrauchsfälle? Damals, als im April 2010 der Brügger Bischof (Roger Vangheluwe, A.d.R.) zurücktrat, war ich natürlich erschüttert, weil man sich kaum vorstellen kann, dass ein Bischof so etwas getan hat. Und ja, ich schäme mich. Hatten die Missbrauchsfälle so etwas wie eine positive

Gab es in Ostbelgien tatsächlich nur wenige solcher Fälle von priesterlichem Missbrauch? Also aus der DG sind mir tatsächlich, was die Nachkriegszeit angeht, praktisch keine Fälle bekannt. Einen Ostbelgier an der Spitze des Bistums wird es so schnell nicht mehr geben. Wird zumindest die Beherrschung der deutschen Sprache ein Kriterium bei der Wahl des neuen Lütticher Bischofs sein? Über Ihren Vorgänger Albert Houssiau hieß es einmal: „Das einzige Wort, das er auf Deutsch kann, ist Amen.“ Deutsch wird sicher eine Grundbedingung bei der Bezeichnung sein. Wer die Sprache nicht zumindest passiv beherrscht und keine Lust hat, Deutsch zu lernen, kommt nicht in Frage. Was wird aus Ihnen? Bleiben Sie der Kirche, speziell den ostbelgischen Pfarren, erhalten? Ich bin bereit, mich einzusetzen und auszuhelfen, aber ich möchte mich nicht binden, indem ich beispielsweise Hilfspriester in einem Pfarrverband werde. Das kann Nachteile haben, weil man betrachtet wird als jemand, der dazukommt und Planungen und Projekte durcheinanderwirft. Es kann auch sein, dass mich der neue Bischof um gewisse Dienste bittet.

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GrenzEcho Montag, 1. Oktober 2012

Das Team des Palliativpflegeverbandes hat ein breit gefächertes Aufgabenfeld. Im Mittelpunkt der Tätigkeit steht der Patient. Der Leitsatz von der Begründerin der Palliativpflege, Cicely Saunders, ist immer präsent: „Du bist bis zum letzten Augenblick deines Lebens wichtig, und wir werden alles tun, damit du nicht nur in Frieden sterben, sondern auch bis zuletzt leben kannst.“

„Den letzten Tagen mehr Leben geben“ Im Jahr 2002 wurde belgienweit ein Gesetz zur Palliativpflege verabschiedet. Seither hat jeder Patient das Recht, sich beim Sterbeprozess professionell begleiten zu lassen. Der Tod ist allerdings in unserer Gesellschaft noch weitgehend ein Tabu. Der Palliativpflegeverband der DG setzt daher zum Weltpalliativpflegetag und zum zehnjährigen Bestehen des Palliativpflegegesetzes auf Informations- und Sensibilisierungsarbeit. Wie viel Zeit bleibt? Was wird aus meinen Kindern? Warum ich? Das sind die Fragen eines Sterbenden. Weiß bekittelte Ärzte können auf diese und ähnliche Fragen oft keine Antwort liefern. Diagnosen, Prognosen, Medikamentationen... Aber wie der Tod letztendlich aussieht, kann selbst der beste Mediziner nicht beantworten. Jeder Tod ist anders. Für den Sterbenden und seine Verwandten ist es eine Zeit des Abschiednehmens. Oft sind sie damit überfordert. Der Palliativpflegeverband kann den Betroffenen zur Seite stehen und ihnen helfen. „Die Palliativpflege richtet sich an Menschen, mit begrenzter Lebenserwartung, die an einer unheilbaren Krankheit leiden oder bei denen eine kurative Therapie nicht mehr möglich ist. Ziel ist es, dem Patienten und seiner Familie während der noch verbleibenden Zeit die größtmögliche Selbstständigkeit und bestmögliche Lebensqualität zu sichern“, erklärt Chantal

Fatzaun, Koordinatorin des Verbandes. Das Palliativpflegeteam versucht, gemeinsam mit den Familien, den Patienten kleine Lebensfreuden zu erhalten. Da darf es auch schon mal ein wenig unkonventionell zugehen: Ein Sahnetörtchen für den Diabetiker oder ein letzter Familienausflug ans Meer könne dazugehören. Genüsse zulassen und Glücksmomente schenken, so eine Idee, die dahintersteckt. „Es gibt schließlich nicht nur das körperliche Leiden. Auch die soziale, spirituelle und psychische Komponente wird angesprochen. Dabei steht natürlich immer der Sterbende im Mittelpunkt, aber auch seine Familie wird einbezogen. Wenn es den Angehörigen gut geht, geht es auch dem Patienten besser. Es gibt dieses unsichtbare Band zwischen ihnen, eine dynamische Wechselwirkung, die wir stärken“, so Claudia Braun, die Psychologin des Verbandes. Es geht bei der Arbeit des Teams also auch darum, den Menschen durch Gespräche die Angst vor dem letzten Mo-

ment zu nehmen. Werde ich ersticken? Gleite ich vom Schlaf in den Tod? Wie schmerzhaft ist der Akt des Sterbens? Über all dies kann ein Austausch stattfinden. Wer denkt, es handelt sich nur um betagte Patienten, der irrt. 71 Prozent der 2011 begleiteten Patienten litten an einer Tumorerkrankung. Oft auch junge Menschen. „Aber erst wenn man betroffen ist, setzt man sich mit dem Thema Tod und Sterben auseinander“, erklärt Claudia Braun. Diese Abwehrhaltung sei vor allem bei Erwachsenen zu finden. Kinder scheinen einen viel entspannteren Umgang mit dem Thema zu haben. „Das Todesverständnis bildet sich erst im Alter von fünf bis sechs Jahren. Aber selbst dann gehen Kinder viel ungezwungener mit dem Tod um. Oft sind es die Eltern, die ihre Kinder vor dem Thema schützen wollen. Es ist aber kontraproduktiv, den Tod mit beschönigenden Synonymen zu belegen. Der ganz natürliche Umgang damit ist der gesündeste“, so die Psychologin. Über Informati-

ons- und Sensibilisierungsaktionen, die sowohl Kinder als auch Erwachsene ansprechen, versucht der Verband auf dem Gebiet Aufklärungsarbeit zu leisten.

die Wichtigkeit dieser Aufgabe bewusst. Der dankbare Patient hinterließ ihr ein umfangreiches Erbe, mit dem die Idealistin 1967 ein eigenes Krankenhaus aufbaute, in dem sie die

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„Menschen auf ihrem Sterbeweg zu begleiten, ist nicht immer einfach. Aber es gibt dabei auch sehr bereichernde Momente. “ Chantal Fatzaun ..................................................................................

V ON N ATHALIE W IMMER

Ihre Anfänge hatte diese Disziplin übrigens im Nachkriegs-England, wo die Krankenpflegerin und Ärztin Ciceley Saunders einen jüdischen Flüchtling in seinem Sterbeprozess begleitete. Ihr wurde

Palliativpflege vorantrieb. „Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben“, so ihre Philosophie. Die Bewegung schwappte später auch aufs Festland herüber. Belgien hat

im europäischen Vergleich eine Vorreiterrolle eingenommen, weil der gesetzliche Rahmen bereits recht früh etabliert wurde. Dennoch bleibt auch hier noch viel zu tun. Weiter aufklären und sensibilisieren, so der Auftrag. Außerdem soll die Vernetzung zwischen den verschiedenen Akteuren im medizinischen Bereich verstärkt werden, damit das Ziel der Palliativpflege, die bestmögliche Lebensqualität des Patienten, im Fokus bleibt. Es ist nicht immer leicht, sich dieser Aufgabe zu stellen. Die Pflegerinnen haben schon viele Tode miterlebt. Zur Routine wird es aber nie - jeder Fall ist anders und immer muss man sich auf eine neue Situation einstellen. Zu Anfangszeiten des ostbelgischen Verbandes saßen noch wenige Pflegerinnen am Versammlungstisch. Man konnte die Akten an einer Hand abzählen. Sie wurden damals noch mit Bleistift und Kuli geführt. Heute besteht das Team aus neun Personen und ist bestens für die Herausforderungen gerüstet.

TERMINE

Ausstellung und Podiumsdiskussion zum Jubiläum

Bei der Teambesprechung des Palliativpflegeverbandes sind neben den Pflegerinnen auch immer Koordinatorin Chantal Fatzaun (3.v.r.) und Psychologin Claudia Braun (2.v.l.) anwesend. Es werden Fälle besprochen und Aufgaben verteilt. Auf dem Foto ist auch die Referenzärztin Christine Joosten-Staar zu sehen (1.v.r.). Fotos: David Hagemann

 Von Freitag, 5. Oktober, bis zum 4. November stellt der Palliativpflegeverband der Region Verviers eine Ausstellung zum Thema „Lebensende und Palliativpflege“ in den Räumen des Malmundariums in der Abtei von Malmedy aus. Die Wanderausstellung hat ihren Ursprung in der Schweiz und ist seit 2009 auf Reisen. In einem ersten Teil wird der Besucher mit der Problematik des Le-

bensendes und der Endgültigkeit konfrontiert. In einem zweiten Teil wird die Philosophie der Palliativpflege vorgestellt.  Am 17. Oktober findet eine Podiumsdiskussion zum Thema „Wenn ich eines Tages sterbe...Was haben 10 Jahre Palliativgesetz in der DG bewegt?“ statt. Ab 19 Uhr kann im Saal Vivier in der Abtei von Malmedy diskutiert und debattiert werden.

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GrenzEcho Donnerstag, 27. September 2012

Thierry Vanbrabant füttert seine Schnecken mit Klee und einer Kalziumpaste.

Schnecken, aus dem Häuschen! Thierry Vanbrabant aus Hombourg ist der einzige Schneckenzüchter in der gesamten Provinz. Jetzt, wenn sich der Sommer dem Ende zuneigt, sortiert der gelernte Koch die schönsten Kriechtiere aus und verarbeitet sie zu Delikatessen, die in hiesigen Restaurants auf die Teller gelangen. V ON N ATHALIE W IMMER (T EXT ) UND D AVID H AGEMANN (F OTOS ) 30 000 Schnecken kriechen über die Holzplanken im Garten von Thierry Vanbrabant und hinterlassen glitzernde Schleimspuren. Die grau-braunen Gehäuse sind unterschiedlich groß, genau wie ihre weichteiligen Bewohner. In dem eingezäunten Areal haben sie absolute Kriechfreiheit. Der 32-jährige Züchter hegt und pflegt die glitschigen Genossen. Von Ekel keine Spur. Er hat Klee angepflanzt, weil Schnecken das noch mehr mögen als ganz ordinäres Gras. Zusätzlich erhalten sie eine spezielle Paste, in der auch Kalzium enthalten ist. Das soll bei der Bildung des Gehäuses helfen. Außerdem wird das gesamte Gehege täglich mit bis zu 200 Liter Wasser benetzt. „Schnecken lieben die feuchte Luft, die dadurch entsteht. Wird es zu warm, schlafen sie. Mein Ziel ist es

bant seine Nachfolge an. „Ich brauchte gar nicht lange zu überlegen. Ich hatte schon immer ein Faible für die Natur. Und die Gastronomie ist seit jeher mein Steckenpferd. Mit der Schneckenzucht konnte ich beides vereinen“, gesteht er. Den Job als Restaurantinhaber hat er kurzerhand an „Lange Zeit waren den Nagel gehangen. Schnecken mit einem Er schätzt die Freiheit schlechten Image behaftet. und Flexibilität, die er dadurch gewonnen Der Markt war hat. Aber von der überschwemmt von Schneckenzucht alleiProdukten minderwertiger ne lässt sich nicht leben. Daher arbeitet er Qualität.“ nun als Traiteur. Seine Schnecken verThierry Vanbrabant kauft er in seinem kleinen Laden, auf verschiedenen Womals war er noch als Koch in chenmärkten und an viele seinem eigenen Restaurant tä- Restaurants aus der Region. Bevor die Schnecken allertig. Die Schnecken, die in seiner Küche zu exquisiten Ge- dings seine Zucht verlassen, richten verarbeitet wurden, werden sie in mehreren nahm er bei einem befreunde- Schritten zubereitet. Dann ten Züchter immer selber un- heißt es für sie: Raus aus dem ter die Lupe. Als dieser in Ren- Häuschen! Die schönsten und te ging, bot er Thierry Vanbra- größten Exemplare wählt aber, dass sie viel Essen und schnell wachsen. Daher sorge ich mit dem Wasser für angenehme Schneckentemperaturen“, so der Experte. Erst vor vier Jahren hat er die Kolonie übernommen. Da-

Schnecken sind Zwitterwesen. Sie legen bis zu 150 Eier.

Auf den feuchten Holzbohlen fühlen sich die Schnecken am wohlsten. Thierry Vanbrabant im Herbst aus und lässt sie einige Tage fasten, damit eventuell vorhandene Giftstoffe ausgeschieden werden. Nachdem die Schnecken getrocknet wurden, gelangen sie in einen Kochtopf mit siedendem Wasser. So lassen sie sich aus ihrem Gehäuse lösen. Dann wer-

den sie mit grobkörnigem Salz gewaschen. Zuletzt werden die Innereien der Schnecke entfernt. Die restlichen Exemplare mittlerer Größe kommen ins Winterquartier. Mit ihnen beginnt im nächsten Jahr die neue Aufzucht. Denn die Schnecke als Nahrungsmittel

ist insgesamt wieder auf dem Vormarsch und Thierry Vanbrabant sieht hier eine Marktlücke. „Lange Zeit waren Schnecken mit einem schlechten Image behaftet. Abgesehen vom Ekelfaktor, der bei manchen Menschen hervorgerufen wird, liegt das aber vor allem daran, dass Schindluder mit dem Nahrungsmittel getrieben wurde. Der Markt war überschwemmt von Schnecken minderwertiger Qualität. In den letzten Jahren hat sich das zum Glück verändert“, so der Züchter. Die Nachfrage steigt stetig. Daher will der 32-Jährige im nächsten Jahr die Produktion verdoppeln. Er hat die 60 000er Marke angepeilt. Der Tatendrang des zweifachen Familienvaters ist kaum zu bändigen. Die Angst vor Rückschlägen oder Fehlern scheint ihn nicht zu bremsen. „Schneckenzucht ist ein Handwerk, das man auf dem Terrain erlernt. Ich bin jetzt seit vier Jahren dabei. Ich habe zwar einige Fehler gemacht, aber auch eine Menge gelernt. Es ist einfach ein interessanter Job.“

Mehr zur Schneckenzucht: www.traiteurthierry.be

Schneckenzüchter Thierry Vanbrabant hat in diesem Jahr 30 000 Tiere großgezogen.

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GrenzEcho Mittwoch, 26. September 2012

Museum für einen Thai-Milliardär MoCA klingt zwar eher nach Kaffeezubereitung, ist aber die englische Abkürzung für ein zeitgenössisches Kunstmuseum. Das weltweit größte dieser Art in Privathand öffnete vor wenigen Monaten in Bangkok seine Pforten. Für die Gestaltung war mit Sebastian Borch ein Eupener Architekt zuständig. ist. So dominiert etwa im Inneren nicht die Farbe Weiß, stattdessen sind viele Wände in Rot- oder Schwarztönen gehalten«, erklärt Borch. Die Außenfassaden des 600 Millionen Bath teuren Gebäudes dies entspricht in etwa 15 Millionen Euro - sind komplett mit Granit verkleidet, in den ein traditionelles Thai-Muster gemeißelt wurde. Das Resultat seiner einjährigen Mitarbeit am Bangkoker »Museum of Contemporary Art« hat der ostbelgische Architekt aber erst vor einigen Tagen hautnah bestaunen dürfen. Auf Einladung seines ehemaligen Arbeitgebers PLA reiste er in die thailändische Metropole und nahm die imposante Kunstgalerie vor Ort unter die Lupe. »Ich hatte schon „Ich wusste zuerst gar ein wenig Angst, ob bei nicht, was da auf mich der Umsetzung meines Entwurfs alles gut funkzukommt. Ich dachte, ich tioniert hat, aber ich müsste für einen war positiv überPrivatmann einen kleinen rascht«, zeigt er sich nun erleichtert. Da seiAnbau für drei oder vier ne Lebensgefährtin Gemälde realisieren.“ 2008 schwanger wurde, entschied sich das Paar, das Thailand-Abenteuer zu beenden und in die Heimat zurückzukehren. »Das Museumsprojekt habe ich daher nicht bis zum Ende begleiten und die finale Realisierung nur aus der Ferne beobachten können. Als wir unsere Zelte in Bangkok abbrachen, übernahm eine Kollegin meine Aufgaben«, erklärt er. Eigentlich hätte die Eröffnung der Kunstgalerie schon im Herbst vergangenen Jahres erfolgen sollen, die sintflutarDas Atrium des neuen Bangkoker Museums für zeitgenössische Kunst, das der Eupener Architekt Sebastian Borch mitgetigen Überschwemmungen in plant hat. Fotos: Damrong Leewairoj weiten Teilen des Landes verdes Studiums in Lüttich war er und Thailand standen der Bau tikern, Akustikern und Innen- Männer in dunklen Anzügen hinderten dies jedoch. Nun ist für einige Zeit durch die Welt von luxuriösen Ferienanlagen designer. »Für mich war das und aufgesetzten Sonnenbril- die Pinakothek, die Benchagereist. Auch diesmal fand er auf Borchs Agenda, in Indien Ganze Neuland. Ich musste len um den Tisch und lausch- rongkul als »sein Geschenk an fernab der Heimat war er an der Konstruktion ei- mich in die Materie erst einar- ten meinen Ausführungen. das thailändische Volk« verschnell einen neuen nes Marriott Hotels beteiligt. beiten und mir jede Menge Das war schon ein bisschen standen wissen will, seit März Job in seiner Branche, Und nicht zuletzt wurde ihm neues Wissen aneignen«, ge- verrückt, ich kam mir vor wie ihrer Bestimmung übergeben stieg in dem renom- die Aufgabe zugeteilt, das Mu- steht er. Mit seinen Entwürfen in dem Mafia-Streifen 'Der Pa- worden. Die Resonanz der Fachwelt 600 Millionen Bath kostete mierten Architektenbü- seum für eben jenen Boonchai lag er jedoch schnell auf einer te'.« Da der enorm verkehrsWellenlänge mit dem poten- reiche Norden der Hauptstadt fällt bislang durchweg positiv ro P Landscape (PLA) Bencharongkul zu entwerfen. das Projekt, die »Ich wusste zuerst gar nicht, ten Auftraggeber. »Das Gebäu- nahe des Don Muang-Flugha- aus, vom schönsten Museum ein. »Als Europäer geAußenfassaden des nießt man in der asiati- was da auf mich zukommt. Ich de sollte einen Mix aus westli- fens als Standort ausgewählt Thailands ist gar die Rede. MeBencharongkul schen Berufswelt dachte, ich müsste für einen chen und thailändischen Ele- wurde, sollte ein introvertier- dienmogul Gebäudes sind komplett grundsätzlich einen gu- Privatmann einen kleinen An- menten aufweisen, zudem ei- tes Gebäude geschaffen wer- will sich mit den angestimmmit Granit verkleidet. ten Ruf. Man verbindet bau für drei oder vier Gemäl- nem minimalistischen archi- den. »Wenn man so will, bie- ten Lobeshymnen allerdings unsere Herkunft mit ei- de realisieren«, muss der Eu- tektonischen Ansatz folgen. tet die Kunstgalerie daher nicht zufriedengeben. »Er plant schon einen Ausner seriösen und ver- pener im Rückblick schmun- Solange diese Vorgaben be- auch die Möglichkeit, dem allGermanistin ihren Arbeitsver- trauenswürdigen Arbeitswei- zeln. Die tatsächlichen Dimen- rücksichtigt wurden, kamen täglichen Chaos auf Bangkoks bau des Museumsareals«, weiß Borch. Mit diesem neuen sionen erschlossen sich ihm von Bencharongkuls Seite nur Straßen zu entfliehen.« trag in der thailändischen se«, weiß der 34-Jährige. Generell entspreche der Vorhaben hat der Eupener ArStatt mit dem Entwurf von jedoch schon nach ersten Ge- kleinere ÄnderungsvorschläHauptstadt. Sebastian Borch Komplex nicht einem typi- chitekt allerdings nichts mehr Privathäuser sprächen mit dem schwerrei- ge«, verrät der Eupener. musste nicht lange überlegen gewöhnlichen Dennoch kam er sich bei Ar- schen Museumsbauwerk. »Al- zu tun, dafür ist er mit einem und folgte ihr nach Südostasi- betraut zu werden, durfte er chen Kunstliebhaber. Sechs sogleich an internationalen Etagen sollte das angedachte beitssitzungen mit dem Mul- les ist hier persönlich gestaltet nicht minder exotischen Aufen. Schon nach dem Abschluss Projekten mitwirken. In China Prestigeobjekt umfassen, über ti-Milliardär und seinem Tross - und nicht neutral und objek- trag beschäftigt: Er entwirft 40 Meter hoch sein und eine mitunter wie in einem Film tiv, wie man es von vergleich- derzeit ein Haus auf den BahaGesamtfläche von 20 000 vor: »Manchmal saßen 20 baren Einrichtungen gewohnt mas. ZUR PERSON Quadratmeter aufweisen. Schließlich mussten nach Bencharongkuls Vorstellung künftig 400 Werke in dem USA-Aufenthalt absolvierte  1978 geboren, machte Borch er in Lüttich ein Architektur- Museum Platz finden. »Das ist sein Abitur am Königlichen zwar nur ein Teil von Benchastudium. Athenäum Eupen. rongkuls Sammlung, aber  Neben zahlreichen Reisen  Nach einem einjährigen rund um den Globus zählten trotzdem gigantisch«, weiß Borch. Eupen und Brüssel zu den Mit diesem Auftrag ging für weiteren Stationen seiner ihn unverhofft ein Traum in Karriere. Erfüllung: »Als junger Archi 2007 siedelte er mit seiner tekt bekommt man in Belgien Partnerin für zwei Jahre nicht die Chance, solch ein nach Bangkok über, wo er Projekt zu begleiten. Für mich für ein renommiertes Archiwar das eine riesige Heraustektenbüro Projekte im geforderung. Jeder Architekt samten asiatischen Raum träumt schließlich davon, einbegleitete.  Nach der Rückkehr aus Thai- mal im Leben ein Museum planen zu dürfen.« Während land eröffnete er in Eupen ein eigenes Architektenbüro. eines Jahres feilte Borch an Der junge Familienvater ist Borch ist Vater zweier Söhne. den Entwürfen, koordinierte selbstständiger Architekt. Der Komplex entspricht nicht einem typischen Museum. So dominiert etwa im Inneren die Zusammenarbeit mit Stanicht die Farbe Weiß, stattdessen sind viele Wände in Rot- oder Schwarztönen gehalten. V ON M ARTIN K LEVER

Boonchai Bencharongkul ist ein gewiefter Geschäftsmann und erfolgreich dazu. Der 57Jährige hat mit dem Einstieg in die boomende asiatische Telekommunikationsbranche riesige Gewinne eingefahren. Auf 550 Millionen US-Dollar wird sein Vermögen aktuell geschätzt. In der Forbes-Rangliste der reichsten Thailänder belegt er damit Platz 20. Rechnet man seine Ressourcen in die thailändische Landeswährung Baht um, so darf sich Boonchai Bencharongkul stolz Multi-Milliardär nennen. Neben diesem enormen finanziellen Reichtum macht der Medienmogul aber vor allem als Kunstliebhaber von sich reden. Boonchai Bencharongkul verfügt über die weltweit größte Privatkollektion, die in erster Linie tausende Werke renommierter thailändischer Künstler umfasst. »Geteilte Freude ist doppelte Freude«, dachte sich aber auch der betuchte Kunstmäzen vor einigen Jahren - und kam zu dem Entschluss, die thailändische Bevölkerung an der Vielfalt seiner Sammlung teilhaben zu lassen. Ein der Kollektion angemessenes Bauwerk musste her, um dem Ganzen einen würdigen Rahmen zu bieten. Und hier kommt Sebastian Borch ins Spiel. Eigentlich deutete für den jungen Architekten alles auf eine klassische Berufskarriere hin. In Brüssel hatte er sich mit seiner Partnerin niedergelassen und Arbeit gefunden. »Plötzlich bekam meine Freundin jedoch das Angebot, an der Universität in Bangkok als Deutschlehrerin zu unterrichten«, erinnert sich Borch. Und schon eine Woche nach der Offerte unterzeichnete die

Sebastian Borch

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GrenzEcho Samstag, 29. September 2012

KOMMENTAR

Nur ein Ansatzpunkt

Foto: dpa

DG mit Nachholbedarf Eine neue Studie geht der Frage nach, wie die ökonomische Entwicklung der Deutschsprachigen Gemeinschaft aussieht. Das Ergebnis fällt ernüchternd aus: Sie entwickelt sich in vielen Bereichen relativ unterdurchschnittlich. V ON C HRISTIAN S CHMITZ Die DG wurde auf der Grundlage von Zahlen der europäischen Statistikbehörde Eurostat in einer vergleichenden regionalökonomischen Analyse anhand der „Shift-ShareMethodik“ beobachtet. Verglichen wurde die Gemeinschaft mit verschiedenen übergeordneten Räumen, denen sie administrativ (Lüttich, Wallonie, Belgien, EU15) oder durch regionale Kooperationen (Euregio Maas-Rhein und Saar-Lor-Lux) zuzuordnen ist. Darüber hinaus definierte der Wirtschafts- und Sozialrat der DG als Auftraggeber eine Gruppe von Vergleichsregionen, die in ihrer jeweiligen nationalen Lage und Struktur der DG ähnlich sind. Dabei handelt es sich um den Landkreis Bitburg-Prüm (Rheinland-Pfalz) und den Landkreis Bautzen (Sachsen), um die Provinz Bozen (Südtirol) und um die deutsche Hauptstadt Berlin.

„Die Entwicklung geht ganz klar in Richtung Zentren wie Brüssel.“

„Es handelt es um den Versuch, ein Gespür dafür zu entwickeln, wie sich die Wirtschaftsstruktur der DG darstellt und entwickelt hat“, sagten die beiden Autoren der Studie, Diplom-Volkswirt Christian Oberst und Dr. Karsten Rusche. Ihre Resultate fallen trotz einer positiven Bevölkerungsentwicklung ernüchternd aus: „So bleibt sowohl die Entwicklung der Bruttowertschöpfung als auch die der Erwerbstätigen hinter den Entwicklungen in den nationalen und europäischen Vergleichsräumen zurück“, heißt es in dem Bericht. „Allein gegenüber der Euregio Maas-Rhein lässt sich bei der Bruttowertschöpfung eine

hin zur Dienstleistungsgesell- 2009 erhoben, also noch vor schaft würden urbane Räume Ausbruch der Finanz- und ohnehin günstigere Bedin- Wirtschaftskrisen der letzten gungen bieten. „Die Entwick- Jahre. lung geht ganz klar in Richtung Zentren wie Brüssel“ meinte Karsten Rusche. „Die Einbeziehung der Krise Ländliche Regionen hätte zu ganz anderen wie die DG mit ihren Schlussfolgerungen bedeutenden industriellen oder agrarwirtgeführt.“ schaftlichen Sektoren seien dagegen von einer ungünstigeren Ist die Studie damit nicht Wirtschaftsstruktur gekennzeichnet. Grundsätzlich wur- veraltet? „Man wollte konden die Daten für die Untersu- junkturvergleichbare Jahre hachung zwischen 2000 und ben, sodass der Zeitraum 2001 bis 2008 im Sinne der Analyse liegt. Hätte man den KrisenefErwerbstätigenentwicklung 2000 - 2008 fekt mit einbezogen, wäre man zu anderen Schlussfolgerungen gekommen“, sagt das Expertenduo. „Die Krise ist ein Deutschspr. Gem. -3,5% globales Phänomen. MetroLüttich 0,3% polregionen werden womöglich stärker tangiert als die DG Wallonien 3,3% mit ihrem starken Agrarsektor, der von den KrisenerBelgien 2,6% scheinungen weniger stark betroffen ist.“ SaarLorLux -0,1% In der Untersuchung werEuregioMaasRhein -2,4% den auch Handlungsempfehlungen gemacht, beispielsweiEU-15 1,8% se, die Standortattraktivität für die primären und sekunBitburg-Prüm 2,1% dären Wirtschaftsbereiche zu erhöhen. Durch verschiedene Rheinland-Pfalz -0,5% Maßnahmen soll ein Mischeffekt erreicht werden: MittelfriDeutschland -2,9% stig die lokale Wirtschaft stärBautzen -7% ken und langfristig dafür sorgen, dass die Region nicht den Sachsen -6,7% Anschluss an die übergeordneten Branchentrends und Bozen 5,6% -Entwicklungen verliert. Aber: „Generell dürften die Nord-Est 5,1% Meinungen darüber, was man Italien 4,0% jetzt machen sollte, auseinander gehen“, so die Experten. Berlin -1,8% Denn Fortschritte in gewissen Bereichen könnten auch einen kontraproduktiven Effekt bewirken. „Wenn die Infra-8 -7 -6 -5 -4 -3 -2 -1 0 1 2 3 4 5 6 struktur in der DG verbessert Abweichung vom Mittelwert wird, um die Erreichbarkeit zu Quelle: Analyse für den WSR erhöhen, kann ich eine wunderbare Anbindung an Aachen schaffen. Dann könnte Die Vergleichsgrafik zeigt die Erwerbstätigenentwickes aber auch passieren, dass lung von 2000 bis 2008. Die Null steht für den Durchdie Leute schneller abwanschnittswert aller untersuchten Regionen. Die DG hat dern.“ sich mit -3,5% unterdurchschnittlich entwickelt.

leicht positivere Entwicklung identifizieren.“ Die DG weist demnach einen relativ hohen Anteil von Wirtschaftssektoren auf, die nur unterdurchschnittlich wachsen. Und weil sich die gesamte Region ein wenig schwächer entwickelt, als man es aufgrund ihrer Struktur erwarten würde, lässt dies auf Standortnachteile schließen. Nur im näheren regionalen Umfeld (Euregio Maas-Rhein und mit Einschränkungen Saar-Lor-Lux) sei die relative Attraktivität der DG höher. Vor dem Hintergrund einer zunehmenden Entwicklung

.......................................

Von Christian Schmitz

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Ländliche Regionen wie die DG waren von Krisenerscheinungen weniger stark betroffen.

Die Autoren selbst sind sich dieser Schwächen offensichtlich bewusst: „Die Daten waren das Schönste, was wir kriegen konnten“, stellten sie fest.

Wie hat sich die DG ökonomisch im Vergleich zu übergeordneten Behörden und zu Vergleichsregionen entwickelt? Diese Frage spielt eine wichtige Rolle, wenn die Gemeinschaft künftig mit noch mehr politischer Selbstbestimmung konfrontiert werden soll. Die neue Untersuchung, die in dieser Woche in Eupen vorgestellt wurde, kann dafür wegen gewisser Mängel aber nur als Ansatzpunkt dienen. Sie kommt beispielsweise zu dem Schluss, dass sich die Erwerbstätigkeit in der DG unterdurchschnittlich entwickelt hat, bezieht sich dabei aber nur auf Daten, die in Ostbelgien erhoben wurden. Mit anderen Worten: Die vielen Auspendler nach Deutschland und Luxemburg werden nicht berücksichtigt. Auch Vergleiche mit anderen Regionen sind oftmals schwierig: Die Südtiroler Provinz Bozen beispielsweise befindet sich zwar ebenfalls in einem Randgebiet, zieht aber im Gegensatz zur DG viele Einpendler an.

Empfohlen werden vor diesem Hintergrund weiterführende Schritte, um die Erkenntnisse dieser Studie zu vertiefen und politikorientiert Lösungsvorschläge zu ermöglichen. Dazu gehören mikroökonomische Analysen zur Standortzufriedenheit und Befragungen der ansässigen Unternehmen über die lokalen Rahmenbedingungen. Da ist noch viel Arbeit zu erledigen, um ein wirklich komplettes Bild zu erhalten.

Entwicklung der Bruttowertschöpfung 2000 - 2007 Deutschsprachige Gemeinschaft

1,4%

Lüttich

4,6%

Wallonien

6,4%

Belgien

7,8%

SaarLorLux

1,1%

EuregioMaasRhein -0,9% EU-15

6,1%

Bitburg-Prüm -5,6% Rheinland-Pfalz -11,3% Deutschland -7,9% Bautzen

0,7%

Sachsen -2,3% Bozen

Berlin

-20

6,4%

Nord-Est

4,6%

Italien

4,8%

-15,8%

-15

-10

-5

0

5

10

Abweichung vom Mittelwert Quelle: Analyse für den WSR

Die Vergleichsgrafik zeigt die Entwicklung der Bruttowertschöpfung von 2000 bis 2007. Die Null steht für den Durchschnittswert aller untersuchten Regionen. Die DG liegt im positiven Bereich (+1,4%), entwickelt sich aber nicht so stark wie andere Regionen.

GLOSSAR  Shift-Share-Analyse: Instrumentarium zur Charakterisierung der Wirtschaftsentwicklung von untergeordneten im Verhältnis zu übergeordneten Gebietseinheiten. Eine regionale Entwicklung wird in Teilkomponenten zerlegt, um die treibenden Kräfte zu identifizieren.  Erwerbstätige (EWT): alle Personen in der Region, die eine auf wirtschaftlichen Erwerb gerichtete Tätigkeit ausüben, unabhängig vom Umfang dieser Tätigkeit. Dazu zählen Arbeitnehmer, Selbstständige und mithelfende Familienangehörige.  Bruttowertschöpfung (BWS):

Summe der in einem bestimmten Zeitraum in den einzelnen Wirtschaftsbereichen der Volkswirtschaft hergestellten Güter und Leistungen. Die Bruttowertschöpfung ist Ausgangspunkt für die Entstehungsrechnung des Bruttoinlandsprodukts.  EU15: Zu den EU-15 gehören alle EU-Mitgliedstaaten vor der Ost-Erweiterung 2004: Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Italien, Irland, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Portugal, Schweden und Spanien. (sc)

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GrenzEcho Samstag, 6. Oktober 2012

Halbzeit bei den Pink Devils: Die homosexuelle Fußballmannschaft aus Mecheln gibt es seit elf Jahren.

Sympathy for the devils Homosexualität im Fußball ist ein Tabuthema. Nach Coming-outs sucht man vergebens. In ganz Belgien gibt es nur eine rein homosexuelle Feldfußballmannschaft. Sie spielt in Mecheln und heißt Pink Devils. V ON P ATRICK B ILDSTEIN (T EXT ) UND D AVID H AGEMANN (F OTOS ) Freitagabend auf dem Mechelner Freizeitgelände De Nekker. Während ein Jugend-HockeyTeam unter Flutlicht seine Trainingseinheit zu Ende bringt, haben sich im Dunkeln auf der anderen Seite des Tribünenbaus ein gutes Dutzend Männer versammelt. Bram, Joris, Bart, Bilal, Ibrahim und die anderen sind Teil der Pink Devils, der einzigen Feldfußballmannschaft in Belgien, die sich als homosexuell geoutet hat und regelmäßig Freundschaftsspiele bestreitet. An diesem Abend kommt der Gegner aus Haacht. Anpfiff soll um 20.30 Uhr sein, doch

so genau wird hier nicht auf die Uhr geschaut. Der Schlüssel für den Kabinentrakt ist noch nicht da, um 20.50 Uhr pfeift der Schiedsrichter die Begegnung schließlich an. Der Unparteiische ist aber alles andere als unparteiisch, da er der Partner des Betreuers der Pink Devils ist. In der Pause gibts ein Küsschen auf den Mund, brenzlige Szenen hat er bei den Spielen der Devils ohnehin nicht zu meistern. „Wir haben in den elf Jahren, die es uns jetzt gibt, nur einmal Probleme gehabt. Da spielten wir bei einem Turnier gegen eine marokkanische Mannschaft. Die Spieler wollten uns nicht die Hand geben und haben uns beschimpft“, berichtet Paul, der Betreuer, während die Pink Devils nach rascher

KOMMENTAR

Thema: Homosexuelle im Fußball

Homos, Hass und Heteros Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat gut reden. Homosexuelle Fußballspieler sollen mehr Mut beweisen und sich outen, erklärte sie Mitte September. Politisch hört sich das natürlich super an, doch die harte Realität im Stadion und im Fußballgeschäft sieht anders aus. Das anonyme Interview eines deutschen Fußball-Profis im Magazin „Fluter“ und unser Besuch bei den Pink Devils haben gezeigt, dass die heile Welt, in der Homos und Heteros in einer Mannschaft spielen können und anschließend gemeinsam duschen gehen, noch sehr weit weg ist. Der Ansatz von Angela Merkel ist lobenswert, doch konsequenter erscheint der Vorschlag des flämischen Regionalministers Pascal Smet,

selbst ein Homo, der den Hass gegen „Schwule“ im Rahmen einer Sensibilisierungskampagne abbauen will. Es sind nämlich nicht die homosexuellen Profis, die umdenken •••••••••••••••••••••••••••••••••••••••

Von Patrick Bildstein

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müssen, sondern die Schar der heterosexuellen Fußballspieler- und -fans. Solange hier engstirning daran festgehalten wird, dass „schwul sein“ eklig ist, werden die Pink Devils ihren Ausnahmestatus behalten.

len aufgehört hatte, wollte ich vor drei, vier Jahren wieder anfangen. Ich habe im Internet gesurft und bin auf die Pink Devils gestoßen. Ich habe Joris angerufen, und wenig später spielte ich bereits mit.“ Das fußballerische Niveau, da stimmt Bilal Ibrahim zu, ist nicht sehr hoch, doch darum geht es der Mannschaft nicht. „Die Spieler, die für uns auflaufen, waren es satt, immer nur so zu tun als ob“, erklärt Be„Unter den 400 treuer Carl, von Beruf Fußball-Profis in Belgien Journalist bei einer flämischen Finanzeitung gibt es bestimmt („Meine Kollegen wisHomosexuelle“ sen alle Bescheid“), während sein Team mit 1:3 in Rückstand geraStammplatzes waren stärker ten ist. Die Initiative, eine „schwuals die eigene Courage. Als er dann in der Disco mit einem le“ Fußballmannschaft zu bilJungen gesehen wurde, flog er den, wurde in der Homo-, Leshochkant aus der Mannschaft. ben- und Bisexuellenvereini„Sie hatten Angst vor dem Un- gung Mechelns geboren. „Wir wollten sehen, was das gibt. bekannten.“ Ibrahim ist nicht der einzige Plötzlich kamen dann AnfraPink Devil, der es in der hete- gen aus Gent, Aalst usw. Die rosexuellen Fußball-Welt ver- Mannschaft stand.“ Los ging sucht hat. Der aus Marokko es mit einem Freundschaftsstammende Bilal spielte im spiel gegen eine Lesben-TrupBrüsseler Raum sogar in der 1. pe. „Die Begegnung haben wir Provinzklasse. „Auch wenn es verloren. Die waren zu stark manche Spieler vielleicht ahn- für uns.“ Mit der Teilnahme an den ten, habe ich mich nie geoutet. Ich wollte meinen Stamm- Gaygames 2002 in Sydney wurde das Projekt national beplatz nicht verlieren.“ Auf die Pink Devils stieß der kannter, es folgten erste Re28-Jährige im Internet. „Nach- portagen in Zeitungen. „Das dem ich mit dem Fußballspie- Turnier in Australien war eine Führung schnell den Ausgleich kassieren. „Das Niveau ist nicht besonders, oder?“, stellt der aus Frankreich stammende Ibrahim fest. Er spielte in seiner Kindheit bzw. Jugend in einem offiziellen Verein, ohne über seine Homosexualität zu sprechen. Die Angst vor der Reaktion der Mitspieler und der Verlust des

Art Katalysator“, so Carl. Seitdem sind die Pink Devils regelmäßig im Ausland am Start, mit Erfolg: Im Sommer 2007 holten sie bei einem Schwulen-Sportevent in Kanada die Silbermedaille, ein Jahr später reichte es bei den Eurogames in Barcelona wieder zu Platz zwei. Auf einen großen Titel müssen die Teufel, deren Trikots symbolisch den Schriftzug „Belgium“ tragen, noch warten. Auch das Spiel gegen Haacht endet mit einer Niederlage, 4:1 siegen die heterosexuellen Gäste, die mit Lob aber nicht sparen. „Sie haben große Fortschritte gemacht. Das letzte Spiel gegen sie hatten wir noch mit 7:0 gewonnen“, erklärt ein Haachter Spieler, der wie seine Mannschaftskollegen kein Problem hat, gegen Homos anzutreten. In Fußball-Belgien ist das aber nicht die Regel, ganz im Gegenteil. Im kommenden Jahr wollen Fußballverband und der flämische Regionalminister Pascal Smet (SP.A), selbst bekennender Homo, etwas daran ändern. Es soll eine

Sensibilisierungskampagne auf die Beine gestellt werden, die mehrere Jahre dauern und die Homophobie in den Stadien beenden soll. Für Pink-Devil-Betreuer Carl wäre es auch an der Zeit, dass sich im ProfiFußball endlich Spieler outen. „Gehen wir mal davon aus, dass es 400 Profis in der ersten Division und es in der belgischen Bevölkerung mindestens fünf Prozent Homos gibt, dann müssten ja 20 Profis homosexuell sein.“ Wovor diese Männer Angst haben, das erklärte kürzlich der heterosexuelle Carl Hoefkens, Kapitän von Erstliga-Tabellenführer Club Brügge, in der Homo-Zeitschrift „Inch“. Hoefkens posierte auf dem Titelblatt und wollte mit seinem Einsatz ein Umdenken einleiten: „Ich kann mir schwer vorstellen, dass sich jemand im Profifußball outet, weil er es dann von den Fans ordentlich auf den Deckel bekommen wird“, so Hoefkens. Kurz darauf ließ er die Aussage „Gay is okay“ folgen. Die Pink Devils aus Mecheln wird es gefreut haben...

STATISTIK

0 Coming-outs gibt es im belgi-

gibt es in ganz Belgien. In der Halle heißt das Pendant Bruxelles Gay Sports.

1 Homo-Fußballfeldmannschaft

Fußballspieler sprachen sich 2009 gegen die Anwesenheit Homosexueller in ihrer Mannschaft aus.

schen Profi-Fußball. Deswegen starten Verband und Politik im nächsten Jahr eine Kampagne gegen Homofobie.

70 Prozent der belgischen Profi-

Gemeinsam im Einsatz für die Pink Devils.

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GrenzEcho Montag, 29. Oktober 2012

Erfolg im Rollstuhl Karl-Heinz Klinkenberg wird am 3. Dezember als neuer Eupener Bürgermeister vereidigt. Porträt. biotisch verbunden ist. Allein die Tatsache, dass er laut über das Weiterführen der im kompletten Familienverbund durchgeführten Urlaube nachgedacht habe, „hat mir schon ein Veto eingebracht”, berichtet er schmunzelnd. Im Rahmen seiner Möglichkeiten will der 60-Jährige zudem sein Wirken als führendes Verwaltungsratsmitglied des FC Eupen fortführen, auch wenn dafür vereinsintern ein wenig umdisponiert werden musste. Das Sportvereinsengagement ist übrigens alles andere als ein Zufallsprodukt und nicht ausschließlich darauf zurückzuführen, dass Sohn Matthias im Diablotins-Alter erstmals den blauweißen Dress überstreifte. Als der ostbelgische Volleyball nach den Olympischen Spielen 1972 und dem Bau der ersten großen Sporthallen zu seinem Erfolgszug ansetzte, war Karl-Heinz Klinkenberg in vorderster Linie zu finden. Gemeinsam mit seiner heutigen Ehefrau gründete er 1975 den VBV Raeren. An dieser GrundeinstelSchon in der Reha-Klinik lung änderte auch der Führerschein gemacht folgenschwere Unfall mit dem Rennrad im September 1991 nichts. Familie zentral stehen: die Relativ kurz nach abgeschlosdrei Kinder sowie ihre Partner sener Rehabilitation fand und natürlich Ehefrau Ingrid, Karl-Heinz Klinkenberg im die mit ihrem „Karl” seit Rollstuhltennis ein neues Betätigungsfeld knapp vier Jahrzehnten sym- sportliches V ON J ÜRGEN H ECK

Das Alleinstellungsmerkmal des 60-Jährigen springt unweigerlich ins Auge: Der PFFPolitiker sitzt nach einem Verkehrsunfall seit mehr als 20 Jahren im Rollstuhl. „Das war die drastische Wende in meinem Leben“, blickt Klinkenberg zurück. Hinter der eingeschränkten Mobilität steht jedoch ein facettenreicher Mensch: ein glücklicher Familienmensch, ein begeisterter Sportler, ein erfolgreicher Unternehmer und spätestens seit dem 14. Oktober ein ganz Großer der Eupener Kommunalpolitik. Seit etwas mehr als einem Monat ist Karl-Heinz Klinkenberg, der mit drei jüngeren Geschwistern in Nispert aufwuchs, Großvater. Trotz der zu erwartenden Verdichtung der Agenda dürfte die Enkelin durchaus etwas von ihrem Bürgermeister-Opa haben, denn auch in Zukunft soll die

fahrer Belgiens die Bürgermeisterschärpe überstreifen. Klar ist Klinkenberg ein Kämpfer, der schon in der Reha-Klinik seinen Führerschein für angepasste Fahrzeuge baute, klar ist er stolz auf seine hart erkämpfte Autonomie, klar überwiegen Erfolge die Misserfolge aber dennoch: “Immer wieder mal erlebe ich Momente, wo ich ernüchtert denke: ‘Sch...., du bist am Limit angekommen’.” „Den Kopf in den Sand zu stecken, war für mich nach meinem Unfall nie eine Alternative, denn auch reißt du auch einige andere in deinem Umfeld mit“ unterstreicht der 60Jährige seine EinstelKopf-in-den-Sand-stecken lung zum Leben, um war keine Alternative. das seine Nächsten nach dem 29. September 1991 mehrere Wochen bangen mussten. Diese nie zur Schau gestellte „never give up“-Mentalität dürfte Klinkenbergs Wirken im Amt des Stadtoberhaupts entscheidend mit beeinflussen. Er ist gewillt, bis an seine Grenze zu gehen. Allen politiEngagiert: Karl-Heinz Klinkenberg will, wie in anderen Lebensbereichen, auch als Eupeschen und gesellschaftlichen ner Bürgermeister bis an seine Grenzen gehen. Fotos: Helmut Thönnissen Verpflichtungen will er sich im Rahmen seiner eigenen und fast schon zwangsläufig zur eigenen Firma. Das Kabel und eigentlich zu jeder Tages- Möglichkeiten und denen seiwurde er zum Gründungsprä- vertreibende Handelsunter- zeit auf „Ratgeber Papa” ver- nes Umfeldes stellen. In den vergangenen zwei nehmen Eltec, das nach meh- lassen kann. Dieser Wechsel sidenten des RTC Eupen. Dieses Bestreben, Verant- reren Zwischenaufenthalten an der Unternehmensspitze Jahrzehnten hatte er nach eiwortung zu übernehmen, in Eupen inzwischen in Goé wurde im Übrigen im Famili- genen Aussagen wegen seiner prägte nicht zuletzt auch die angesiedelt ist, beschäftigt im- enrat durchdiskutiert, als die eingeschränkten Mobilität in berufliche Laufbahn des künf- merhin acht Personen. Dort PFF im März 2011 Karl-Heinz den seltensten Fällen Negativtigen Eupener Bürgermeisters wird Klinkenbergs Wahlerfolg Klinkenberg ihre Spitzenkan- erfahrungen, weder bei der Familie, bei Geschäftspartnern nachhaltig. Mehrjährige Enga- die deutlichsten Spuren hin- didatur antrug. Obwohl es einer gründli- noch in Sportlerkreisen. Karlgements bei Felten&Guilleau- terlassen, denn inzwischen me in Köln und dem Eupener sitzt dort Sohn Matthias an chen Überprüfung bedarf, Heinz Klinkenberg sieht daher Kabelwerk dienten dem Elek- den Schalthebeln, wobei der dürfte der 60-Jährige am 3. keinen Grund, warum sich das roingenieur als Sprungbrett 27-Jährige sich nach wie vor Dezember als erster Rollstuhl- künftig ändern sollte.

Nachdenklich: vor der Pressekonferenz zur Koalitionsvorstellung.

Sportlich: als Spieler (Mitte) und Verantwortlicher des Rollstuhltennis-Clubs.

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GrenzEcho Dienstag, 6. November 2012

Einer wird gewinnen aber wer? Barrack Obama und Mitt Romney lieferten sich einen langen Kampf. Nun haben die Wähler das Wort. V ON G ABRIELE C HWALLEK ,

DPA

Am Ende gaben die Kandidaten noch mal alles. Als käme es darauf an, Vielfliegermeilen zu sammeln, jetteten US- Präsident Barack Obama und Mitt Romney von Swing State zu Swing State, von Sporthallen zu Flugzeughangars, von Marktplätzen zu Parkanlagen. Manchmal kreuzten sich ihre Wege, hätten sie sich fast aus ihren Flugzeugen zuwinken können. Denn ihre Ziele waren dieselben: Die weniger als ein Dutzend Staaten mit gerade mal gut 20 Prozent der Bevölkerung, in denen sich entscheiden wird, wie der nächste Präsident der USA heißt. Fast war es so, als existierte der große Rest der Nation in diesen Stunden vor der Entscheidung nicht mehr. „Die Tür zu einem besseren Ort ist offen. Geh mit mir hindurch, Iowa“, so Romney. „Ich bin nicht müde, ich habe noch Kampfeslust in mir. Kämpfe mit mir, Ohio“, so Obama. „Es

Wahlkampfes. Etwa drei Milliarden Dollar wird das Rennen laut „Washington Post“ verschlungen haben, wenn am Dienstagmorgen um 5.00 Uhr

Hieße Romneys Gegenkandidat Bill Clinton, hätte der Republikaner die Wahl wohl schon verloren.

Ortszeit als erstes die Wahllokale in Vermont geöffnet haben. Aber geändert hat der ganze Aufwand praktisch nichts an der Dynamik, die diese Wahlsaison von Anfang an bestimmte. Hier ist Obama, belastet mit einer schwächelnden Wirtschaft und hoher Arbeitslosigkeit, ein Präsident, der nach seinem Antritt als Hoffnungsträger des Wandels auch viele eigene Wähler enttäuscht hat aber immer noch eine Inspiration für viele ist. Und da ist Mitt Romney, der seinen Wahlkampf über weiEtwa drei Milliarden Dollar wird te Strecken als das Rennen laut „Washington Anti-Obama bePost“ verschlungen haben. stritt, reich an Attacken, eher arm an Details ist die falsche Zeit, sich auszu- über sein eigenes Programm. ruhen. Wir sind fast am Ziel, Er legt deutlich zu an SelbstbeNew Hampshire“, sagt der Re- wusstsein in diesen Wahlpublikaner. „Haltet noch ein kampfmonaten, die Basis erbisschen durch. Jede Stimme wärmt sich zusehends für ihn. Und so hat sich denn schon zählt, Wisconsin“, sagt der Defrühzeitig jene Konstellation mokrat. Die Stimmen werden zu- zementiert, die einfach nicht nehmend rauer vom vielen aufbrechen will, auch in dieReden, vor allem bei Obama, sem Endspurt nicht. US-weit der zwischendurch ja auch in der Wählergunst praktisch noch mit seinen Beratern im gleichauf, mit Vorteilen für Weißen Haus die Regierungs- Obama in den besonders um„Battleground geschäfte koordiniert, etwa kämpften die weitere Reaktion auf den States“. Wer immer am Ende Sturm „Sandy“. Auch die Ge- gewinnt, so scheint es, wird sichter sehen immer müder seinen Sieg mühsam herausaus, aber das Strahlen für die gequetscht haben, irgendwo dieser „halsstarrigen Wähler bleibt. Anders können aus es sich beide nicht erlauben, Landschaft“, wie es etwa die Fünf vor Zwölf in einem der- „New York Times“ formulierart knappen Rennen, wie es te. Beide Seiten zeigen sich nur selten in der Geschichte nach außen hin optimistisch. der USA vorgekommen ist. Es ist ein Phänomen dieses Aber nach Medienberichten

US-Präsident Barack Obama (rechts) und der republikanische Präsidentschaftskandidat Mitt Romney liefern sich bis zum Schluss ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Foto: dpa räumen Romney-Berater ein, dass sie eigentlich erwartet hätten, dass ihr Kandidat mit einer besseren Ausgangsposition in den Wahltag geht. War es der Sturm „Sandy“, der Romneys Aufschwung stoppte, weil er Obama die Gelegenheit gab, sich als Landesvater und Krisenmanager zu zeigen? Karl Rove etwa, der berühmt-berüchtigte Stratege im Weißen Haus zu Zeiten von George W. Bush, sagt schon jetzt offen, dass Obama von „Sandy“ profitiert habe.

Wird da schon eine Erklärung vorbereitet, für den Fall einer republikanischen Niederlage? Sollten die Demokraten das glauben, hüten sie sich, es laut zu sagen. Viel zu knapp sieht es in vielen der Swing States aus, um auch nur an Schampus in der Wahlnacht zu denken. „Die Demokraten werden die letzte Nacht genauso verbringen wie die Republikaner“, sagte Experte David Gergen beim Sender CNN voraus. „Sie werden auf die letzten

Umfragen blicken, zählen und zählen, rechnen und rechnen. Es wird für alle eine unruhige Nacht.“ Sicher auch für die Kandidaten selbst, trotz aller Strapazen. Wenn Romney am Montagabend in sein Bett im heimischen Boston gefallen ist, dann liegen Blitzbesuche in acht Staaten binnen drei Tagen mit vielen Zwischenstopps hinter ihm. Obama wird elf solcher Touren hinter sich haben, wenn er am Dienstagmorgen in seinem Haus in

Chicago aufwacht. Dabei hatten beide zusätzlich zum Finale noch ein Großaufgebot an namhaften Mitkämpfern eingesetzt. So brachte es Ex-Präsident Bill Clinton bis zum Montag auf 38 Wahlkampfeinsätze für Obama. Bei einem Einsatz in Virginia am Wochenende traten sie zusammen auf. Die Massen jubelten - einmal mehr wurde klar: Hieße Romneys Gegenkandidat Bill Clinton, hätte der Republikaner die Wahl wohl schon verloren.

HINTERGRUND

Die großen Herausforderungen des neuen US-Präsidenten Die politischen Herausforderungen für den neuen USPräsidenten sind enorm. Vor allem im Kampf gegen die Schuldenkrise muss er auf parteiübergreifende Zusammenarbeit und Kompromissbereitschaft der Opposition setzen - doch gerade daran hat es in den vergangenen Jahren gemangelt.  Innenpolitisch steht bereits in den nächsten Wochen ein entscheidendes Ringen an: Sollten sich Demokraten und Republikaner nicht einigen, laufen im nächsten Jahr Steuererleichterungen aus,

zudem treten Milliardeneinsparungen in Kraft. Experten sprechen von einer „Fiskalklippe“ (fiscal cliff). Gemeint ist eine Barriere, die das laue Wirtschaftswachstum in den USA weiter dämpfen könnte.  Eine Quadratur des Kreises sind auch die längerfristigen Aufgaben: Es geht um den Abbau schwindelerregend hoher Schulden von derzeit 16 Billionen Dollar (12,5 Billionen Euro). Gleichzeitig müssen große Investitionen ins Auge gefasst werden, um die marode Infrastruktur der USA zu erneuern.

 Außenpolitisch heißt das brennendste Thema Iran: Da Teheran trotz massiver Sanktionen sein Atomprogramm weiter vorantreibt, droht Israel immer massiver mit einem Militärschlag gegen die iranischen Atombunker. Sollte der Iran nicht einlenken, rückt eine solche Aktion im nächsten Frühjahr in den Bereich des Möglichen. Die USA fürchten, in einen Waffengang mit hineingezogen zu werden. Der gesamte Nahe Osten würde in einen Hexenkessel verwandelt. Auch das anhaltende Blut-

vergießen in Syrien stellt die USA vor Probleme. Wie lange kann Washington dem Töten noch unbeteiligt zusehen? Die Militärs wollen ein Eingreifen vermeiden, weil dies ein unkalkulierbares Risiko sei. Auch im Konflikt zwischen Palästinensern und Israelis besteht Handlungsbedarf. Präsident Barack Obama hatte den Nahost-Friedensprozess zwar zur Chefsache erklärt, doch nicht zuletzt sein angespanntes Verhältnis zu Ministerpräsident Benjamin Netanjahu verhinderte mögliche Fortschritte.

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GrenzEcho Montag, 10. Dezember 2012

Endlich ist das Selbstvertrauen da Seit Anfang November ist der französische Megastar Patricia Kaas mit dem neuen Programm „Kaas chante Piaf“ auf Tour und machte auch in Brüssel Station, wo wir die 46-Jährige zu einem Gespräch trafen. V ON C YNTHIA L EMAIRE

fieber im klassischen Sinne, aber ich bin schon aufgeregt. Vor allem jetzt, am Anfang der Tour. Hier in Brüssel ist es erst der sechste Auftritt. Ich stelle mir schon noch Fragen, überlege, ob ich an der Reihenfolge der Lieder feile. Aber das ist problematisch und bringt die Ton- und Videotechniker ins Schwitzen. Das mögen die gar nicht (lacht). Ich suche noch ein bisschen meinen Platz bei bestimmten Liedern. Aber daran denke ich mit jedem Mal weniger.

Ende der 80er Jahre wurde sie mit „Mon mec à moi“ und „Mademoiselle chante le Blues“ über Nacht zum Star. 16 Millionen verkaufte Platten in 47 Ländern, unzählige Musikpreise und ausverkaufte Konzerte von New York bis Peking: Patricia Kaas ist eine der erfolgreichsten französischen Sängerinnen weltweit. Für ihr aktuelles Album „Kaas chante Piaf“, eine Hommage an die Chanson-Legende Edith Piaf, hat Kaas mit dem Filmmusikkomponisten Abel Korzeniowski zusammengearbeitet. Patricia Kaas empfängt uns in ihrer Garderobe im Brüsseler Bozar (ehemals Palais des Beaux Arts). Von Stargehabe keine Spur. In Freizeithose, Langarmshirt und bequemen UGG-Boots sieht sie aus wie die nette - sehr hübsche Nachbarin von nebenan. Der kleine Raum ist erfüllt von Duftkerzengeruch, das Licht ist gedämpft. Ihr ständiger Begleiter, die Malteser-Hündin Tequila, hat es sich neben dem Sofa gemütlich gemacht. Frau Kaas, wie ist die Idee entstanden, die Lieder der größten französischen Sängerin aller Zeiten zu interpretieren? War das ein Wunsch, eine Herausforderung? Um ehrlich zu sein, es war nicht meine Idee. Man ist mit der Frage, ob ich zum 50. Todestag von Edith Piaf eine Hommage machen möchte, an mich herangetreten. Für mich war schnell klar, dass ich keine Kopie sein möchte. Ich wollte eine ganz persönliche Hommage auf die Beine stellen. Es war in meinem Kopf direkt ein Bühnenprojekt. Alles, was ich danach entschieden habe, von der Auswahl der Lieder bis zu den Arrangements, ging in diese Richtung. Wie sind Sie bei der Auswahl der Lieder vorgegangen? Patricia Kaas interpretiert die Piaf-Lieder auf ihre Art und Weise. Natürlich durften die Klassiker wie „Milord“ oder „La vie und dramatischer umgesetzt, rung. Natürlich hatte ich nicht plin auch nicht so schlecht ist. en rose“ nicht fehlen. Aber ich nicht so hoffnungsvoll wie bei dasselbe Leben wie Edith Piaf. Natürlich hat Edith Piaf sehr Aber ich weiß auch, was es gelitten und hatte viele gehabe mich intensiv mit dem Piaf. heißt, jemanden zu verlieren, sundheitliche Probleme. Ich Werk von Piaf beschäftigt. Ich den man liebt. Man kann auch erwähne nicht gerne, dass sie Ist Ihre Stimme tiefer als die wusste gar nicht, dass sie über im Alter von 20 Jahren Piaf auch Drogen genommen hat. von Piaf? 400 Lieder hatte. Ich habe Nein, und ich war selbst dar- singen, aber ich glaube mit Sie war in meinen Augen Songs entdeckt wie „Avec ce soleil“ oder „La belle histoire über erstaunt. Ich hatte Abel mehr Lebenserfahrung ist es nicht drogenabhängig, wie der leichter - so ist das jedenfalls Film „La Môme“ es präsend’amour“, die meine für mich. Ich hätte Piaf früher tiert. Sie hat starke SchmerzLieblingslieder geworin dieser Form nicht singen mittel genommen, von denen den sind. Ich wollte sie im Laufe der Zeit abhängig können. sie unbedingt teilen „Wie Piaf habe ich eine wurde. Sie hat gegen die und bekannter magroße Authentizität, weil Schmerzen gekämpft. Warum nicht? chen. ich in einfachen Dazu braucht man eine groSie haben kürzlich in einer ße Portion Selbstvertrauen Beim Reinhören in Verhältnissen groß Fernsehsendung gesagt, das und das habe ich noch nicht das Album hat man geworden bin.“ Schreiben Ihrer Autobiograsehr lange. Vor zwei Jahren den Eindruck, Ihre fie sei wie eine Therapie für habe ich meine Autobiografie Version der Piaf-LieSie gewesen. Warum? geschrieben und seitdem hader ist etwas düsteMan hat mich schon vor gesagt, er könne die Lieder für be ich ein besseres Auge auf rer. Stimmt das? Ja, ich würde sagen, bei mir mich ruhig zwei Tonlagen tie- mich selbst. Das hilft mir bei langer Zeit gefragt, ob ich klingt es dramatischer. Vor al- fer schreiben. Aber dann ha- so einer Show. Auf die Bühne nicht ein Buch über mein Lelem bei bestimmten Songs. ben wir festgestellt, dass unse- zu gehen und zu sagen: ’So, ben schreiben möchte. Mir Das kommt nicht zuletzt re Stimmlagen ungefähr die- ich singe jetzt mal über 20 Pi- war aber nie danach. Und durch die Arrangements von selben sind. Ich habe aller- af-Lieder‘, das ist nicht so ein- dann habe ich mir irgendAbel Korzeniowski. Ich habe dings eine rundere Stimme in fach. Man braucht eine gute wann gesagt, ich versuche es. Das hängt wahrscheinlich ihn durch seine Musik für den den Tiefen als Piaf. Dadurch Selbstwahrnehmung. auch mit dem Alter zusamFilm „A Single Man“ entdeckt, klingt sie ein bisschen dunkmen. Man denkt, jetzt beginnt Was unterscheidet Sie von und für mich hatte er dieselbe ler. das zweite Leben. Man ist geEdith Piaf? Dramaturgie wie Edith Piaf. Das ist eine schwierige Fra- lassener als früher. Ich wusste Was haben Sie mit Edith Piaf Ich wollte unbedingt mit ihm gemeinsam - abgesehen vom ge. Eins ist sicher: Sie lebte al- zu Beginn des Buchprojektes zusammenarbeiten. Wenn ich les zu 150 Prozent, immer im nicht, wie weit ich gehen würBeruf? „Padam, Padam“ interpretiere, Wie Piaf habe ich eine große Extremen. Ich bin da diszipli- de und was ich sagen würde. fühle ich mich wie ein einem Film von Tim Burton. Es gibt Authentizität, weil ich in ein- nierter, das ist meine deut- Ich habe stundenlang mit Soauch Lieder wie „Milord“ bei- fachen Verhältnissen groß ge- sche Seite. Bei mir geht es ein- phie Blandinières, der Feder spielsweise, die Piaf in A-Dur, worden bin. Wir haben beide geordnet und vorsichtiger zu. des Buches, gesprochen und also eher mit einem Lächeln die volksnahe Seite. Ich würde Wenn ich sehe, dass sie bereits ich wollte immer mehr von im Gesicht singt. Ich habe den sagen, ich habe außerdem ei- mit 47 Jahren gestorben ist, mir preisgeben, weil es mir Text neu für mich entdeckt ne ähnlich große Lebenserfah- denke ich, dass meine Diszi- gut tat. Ich bereue es nicht, au-

Wie würden Sie das belgische Publikum im Vergleich zu anderen beschreiben? Nach meiner Erfahrung ist es ein gutes Publikum, das sich begeistern lässt. Es kommt natürlich immer auf die Show und die Location an. Hier im Bozar war ich vorher noch nie, es ist ein klassischer Saal. Gestern war ich in Genf; da sind sie generell eher ruhig und diesmal war das Gegenteil der Fall. Das aktuelle Programm ist natürlich nicht so aufgebaut, das man nach dem dritten Lied aufspringt und mitgrölt. Für welchen Beruf hätten Sie sich entschieden, wenn Sie nicht Sängerin geworden wären? Ich hätte auf jeden Fall gesungen, sei es Samstagsabends in einem Café. Als ich „Um Piaf zu interpretieren, klein war, war es ein braucht man Spiel. Wahrscheinlich, Lebenserfahrung und ein um mich auszutoben. Das Singen ist meine gutes Auge auf sich selbst.“ Leidenschaft und ich brauche es. Es würde mir fehlen. Darüber hinaus kann ich nicht sagen, was aus mir geworden wäre. Vielleicht wäre ich verheiratet und hätte Kinder, keine Ahnung (lacht).

Foto: Flaurent Schmidt ßer den Titel in der deutschen Fassung. Warum? Nun ja, in Französisch lautet der Titel „L‘ombre de ma voix“. Ich hätte es eins zu eins mit „Der Schatten meiner Stimme“ übersetzt, weil das viel besser passt als „Mademoiselle singt den Blues“. Aber der Verlag wollte das nicht. Naja, man kann nicht immer auf allen Fronten kämpfen. Mit Ihrem neuen Programm treten Sie 150 Mal auf, jetten um die ganze Welt. Wie aufgeregt sind Sie vor einem Auftritt? Ich habe zwar kein Lampen-

Im Rahmen Ihrer Tour treten Sie in 45 Ländern auf. Bleibt da Zeit zum Verschnaufen? Am Anfang der Tour gibt es immer viel Arbeit. Viele Proben, viel Promotion. Außerdem sind wir jetzt viel unterwegs, weil die ersten zwölf Shows über den Globus verstreut sind, von London über New York und Seoul bis nach Moskau. Ich spüre es in den Beinen und in der Stimme am Ende der Show. Ferien sind erst nach Weihnachten geplant, also muss ich durchhalten (lacht). Die große Anzahl Konzerte macht mir keine Angst, das bin ich gewöhnt. Natürlich gibt es Momente, in denen man müde ist und im eigenen Bett schlafen möchte. Aber ich achte darauf, nie länger als zehn Tage am Stück unterwegs zu sein. Das Nachhausekommen ist sehr wichtig.

INFOBOX

Tourdaten Im Rahmen ihrer weltweiten Tour mit dem Programm „Kaas chante Piaf“ kommt Patricia Kaas nächstes Jahr noch mal nach Belgien. Am Sonntag, 17. März (18 Uhr), wird sie im Forum in Lüttich auf der Bühne stehen. Einen Tag zuvor, am Samstag, 16. März, macht sie Station in Charleroi im Palais des Beaux-Arts. Das Konzert

beginnt um 20 Uhr. Infos und Tickets zu diesen beiden Konzerten gibt es bei der Fnac unter der Rufnummer 0900/00 600 und unter www.ticketnet.be, Rufnummer 070/660 601. Am 19. April steht das letzte Belgien-Konzert von Patricia Kaas in Ostende im Kursaal an. Am 9. April tritt sie in Düsseldorf auf.

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GrenzEcho Freitag, 21. Dezember 2012

Ein Golden Retriever spielt mit einem Stoff-Weihnachtsmann für Hunde. Das Angebot an ausgefallenen Weihnachtsgeschenken für Vierbeiner wächst stetig.

Hündische Weihnachten Was wäre Weihnachten ohne Pakete unter dem Baum? Also heißt es alle Jahre wieder: Geschenke besorgen, für die Kinder, für Oma und Opa. Und in immer mehr Familien gehören auch Weihnachtsgeschenke für den Hund dazu. V ON E LLI B RANDT Gedränge herrscht im Laden „Hundelust“ in Aachen besonders zur Vorweihnachtszeit. Es duftet nach Keksen. Und wer sich zur Ladentheke durchdrängt, sieht: Hier werden

Kekse gebacken. Es gibt Thunfisch-Petersilien-Kekse, Pferdetaler und Kaiser-Karl-Stangen. Laut Inhaberin Stephanie Carl ist in den Keksen nur das drin, was auch Herrchen oder Frauchen essen würde: Vollkornmehl, Eier, Kräuter und

Besser als Weihnachten findet dieser Hund wohl die Kekse, die ihm anlässlich der Feiertage serviert werden.

Nummer eins in immer mehr wärmenden Mantel. Zu Weih- „sie“ und Sportmode für „ihn“, Familien. Doch mit der Katze nachten werden Karten ver- wie zum Beispiel den Neogeht niemand Gassi. Und Kat- schickt, mit Fotos, die den fel- prenanzug. Bei Hundemode zen schenken ihrem Besitzer ligen Liebling neben dem macht das Angebot nicht halt. auch nicht den unwidersteh- Weihnachtsbaum zeigen, fast Denn Hunde sind ja auch nur lich dankbaren Blick, machen genauso prächtig ausstaffiert Menschen, brauchen Reisegepäck, wollen stilvoll dinieren. beim Anblick eines Geschenks wie die Tanne. Bei der Pet Fashion weder Platz noch Sitz. In Week in New York Frankreich haben fast 40 Prolaufen vierbeinige zent aller Haushalte mindesWer das Besondere für Models im Luxuskleid tens einen Hund, verrät die und mit Perücke über Statistik. Und das sind nur die seinen Hund will, der wird den Laufsteg. Pelz ist angemeldeten Hunde. Belgier im Internet fündig. wieder in, ob Zobel gelten als mindestens genauoder Nerz. Gibt es für so hundebegeistert. Hunde schon ab Noch gelten Perlenketten Wer das Besondere für sei- 60.000 Dollar. Wer es nicht für Bella und der Neoprenanzug für Bello nen Hund will, der wird im In- übertreiben möchte, sich aber in unserer Gegend als ternet fündig. Da wird dem dennoch ein stilvolles Weihexotisch, leicht abge- Hundebesitzer klar: Die Basis- nachtsessen wünscht, bei dem Bier für den Hund im dreht. Doch auch garderobe aus Mantel, Schuhe der Familienhund nicht ausSixpack, Hundezigarren im durch Eupens Straßen reicht nicht. Es gibt den Roll- geschlossen ist, für den hat die Dreierpack. flanieren Hunde im kragenpullover, für Bello in Designerin Alice Wang eine modisch neusten hellblau, für Bella in rosa. Es Kollektion entwickelt. Da gibt Schick. Der Regenum- gibt das Sweatshirt für Punk- es das speziell geneigte Glas, Erstaunt sind die Hundebe- hang passt zu Frauchens Out- rocker, und für den Jagdhund aus dem der Vierbeiner kultisitzer, die zur Vorweihnachts- fit in der angesagten Farbe. eins im Camouflage-Look. viert schlabbern kann, und eizeit in ihre Standard-Tier- Wenn die Temperatur fällt, Hundemodekollektionen zei- ne angemessene Abendgardehandlung gehen, um das übli- trägt der Vierbeiner seinen gen auch Hochzeitsmode für robe. che Trockenfutter für ihren vierbeinigen Liebling zu kaufen. Sonderbares wird angeboten: Bier für den Hund im Sixpack, Hundezigarren im Dreierpack. Das Bier natürlich ohne Alkohol und ohne Kohlensäure. Mit viel Rinderbrühe. Dennoch mit Hopfen und Malz gebraut, sonst dürfe es sich nicht Bier nennen. Die Zigarre aus Fleisch sieht aus wie eine Havanna. Im Regal daneben Fliegen und Krawatten für ein festliches Outfit. Ein kleine Auswahl an T-Shirts und Pullovern und die üblichen roten Nikolausmützen. Den Adventskalender für Hunde gibt es als Sonderangebot. Hundebier ist in den meisten Geschäften jetzt schon ausverkauft. Offensichtlich haben etliche Branchen die Marktnische Hunde und Katzen erkannt. Katzen sind die Lieblinge Groß ist die Auswahl an weihnachtlichen Hundegeschenken. mindestens 40 Prozent Fisch oder Fleisch. Kein Zucker, kein Salz und keine Chemie. Dinkel statt Weizen für den Weizenallergiker. Auch Sonderwünsche werden erfüllt. Wenn Herrchen oder Frauchen sagt, das mag mein Hund besonders, kommt es in den Keks-Teig. Wer dennoch findet: „Was ich selber backe, schmeckt meinem Hund am besten“, der findet massenhaft Rezepte im Internet mehr als einhundert bei chefkoch.de.

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GrenzEcho Montag, 7. Januar 2013

Ein Highlight der einjährigen Weltreise von Frédéric Dejozé und Christopher Eyre-Walker war die Durchquerung der Hochebene des Altiplano in Bolivien.

Einmal um die Welt Sparen, kündigen, reisen - einmal im Leben etwas wagen! Den Alltag hinter sich lassen und die Welt erkunden, das hatten Christopher Eyre-Walker und Frédéric Dejozé sich im September 2010 fest vorgenommen. Knapp ein Jahr später, im Juni 2011 ging die Reise los; seit einem halben Jahr sind sie zurück im Alltag. und Zeiten vor der Reise fest- naten ein. Die Zeit in Indien VON J ULIA B RÜLS gelegt wurden. So etwas wie war eher touristisch geprägt, Auf die Idee kamen die Freun- Heimweh kam durch den dort besichtigten sie unter ande, die sich schon aus Schul- strikten Zeitplan gar nicht in- derem das weltberühmte Taj zeiten kennen, als ihre Arbeit frage: „Man kennt einfach das Mahal. Nach drei Wochen ging sie unzufrieden machte. Nach Ende, wir wussten genau, dass es mit dem Bus weiter nach dem Abi wussten die beiden wir im Juni 2012 wieder zu- Nepal: „Ganze 37 Stunden wanicht genau, was sie nun wer- rück in Belgien sein werden. ren wir unterwegs, und es war den wollten, also fingen sie an Anfangs erleichterte das die kein bequemer Bus.“ Neben zu arbeiten: Christopher ging Reise enorm, zum Ende hin einer dreiwöchigen Wandezur Armee, und Frédéric arbei- machten wir uns wohl Gedan- rung durch den Himalaya lebtete als Bürokraft bei Menova ken, wie es daheim wohl sein ten sie in Nepal in einem Ashin St.Vith. Nach zwei Jahren würde“, erzählt Christopher. ram. Erst als ihre Reise weiter in Arbeitsalltag wurde schnell Am Anfang überwog die ein klar, dass die damals 20-Jähri- Jahr lange Vorfreude und Pla- das vietnamesische Hanoi gen das nicht ihr Leben lang nung, die jeglichen Reisestress führte, setzte langsam das Freiheitsgefühl ein. Dort kauftun wollten. Bevor sie sich ausgeblendet hatte. Dieses richtig abenteuerli- ten die beiden sich Motorräaber für ein Studium entscheiden konnten, sollte die Welt che Freiheitsgefühl setzte je- der, und das gab ihnen pures entdeckt werden. Mit diesem doch erst nach circa zwei Mo- Abenteuer: „Wir konnten waghalsigen Ziel vor Augen, hieß es erst mal sparen und die wichtigsten Vorbereitungen treffen. Die Tipps, die sie im Internet fanden, befolgten sie strikt - auch wenn der 50 Liter große Rucksack mit unnötigen Sachen gefüllt wurde, wie Christopher und Frédéric während der Reise feststellten. So wurde das eine oder andere Gepäckstück unterwegs entsorgt. „Wenn man so eine Reise erlebt und sowieso nur drei Shirts und zwei Hosen dabei hat, verliert das ganze Materielle an Wert. Wen interessiert In Kalifornien trafen die beiden Ostbelgier einen Freund. es dann noch, was mit einem labbrigen Shirt passiert“, erklärt Christopher wesentliche Veränderungen auf ReiMit Round-the-Worldsen. Ticket von London nach Mit einem RoundNew Delhi. the-World-Ticket machten die 21-Jährigen sich im Juni 2011 auf den Weg von London nach New Delhi. Die einzigen Voraussetzungen bei diesem Ticket war die Dauer von maximal einem Jahr, der Start- und Endflughafen musste der gleiche sein, und es enthielt maximal zehn Flüge, dessen Orte Beeindruckend: die westamerikanischen Nationalparks.

plötzlich selbst entscheiden, hört hat - man ist einfach geob wir jetzt lieber nach links nervt,“ erklärt Christopher. oder nach rechts fahren, es „Zwischendurch haben wir war so leicht; das war toll!“ uns dann getrennt, damit wir Nach einem Monat Vietnam trennten sich die besten Freunde für kurze „Ganze 37 Stunden waren Zeit - während der wir mit dem Bus unterwegs, ganzen Reise waren und das war kein bequemer sie rund zwei Monate voneinander geBus.“ trennt. „Wir hatten noch nie Streit, aber wenn man das gleiche erlebt uns auch noch mal neue Geund ständig anderen Men- schichten zu erzählen hatten.“ Nach einer dreimonatigen schen die gleichen Geschichten erzählt, kann man die des Reisezeit von Hanoi nach Sinanderen nicht mehr hören, gapur ging es weiter nach Ausweil man sie schon so oft ge- tralien, wo die zwei Abenteu-

Traumhafte Landschaft in Neuseeland

In Vietnam stand Schlangenfleisch auf dem Speiseplan.

rer auch Couch Surfing und Trampen ausgetestet haben, denn dort reichte das Tagesbudget von 35 Euro für alle Bedürfnisse nicht aus. Anschließend ging es weiter nach Neuseeland, dort gefielen den Reisenden besonders die Landschaft und die Mentalität der Leute. Angekommen in Santiago de Chile änderte sich die ursprüngliche Reiseroute etwas. Statt wie geplant nach Lima zu fliegen, machten sie noch halt in Argentinien: Dort bot sich ihnen ein Dschungeltrip an sowie eine Reise nach Iquitos - eine Stadt, die man nur per Boot oder Flugzeug erreicht. Um wieder nach Lima zu gelangen, durchquerten sie Buenos Aires und Bolivien, wo sie einen Spanischkurs machten, denn in Südamerika kam man mit Englisch nicht sehr weit, wie die beiden schnell erfahren mussten. Von Lima mit Zwischenstopp in Kolumbien brachte sie ein fünftägiger Segeltrip nach Panama. In Costa Rica angekommen, dauerte die Weltreise nur noch einen Monat, die Zeit lief davon und die Heimat rückte immer näher. Ihre letzten zwei Wochen verbrachten die Globetrotter mit einem belgischen Freund in Kalifornien. „Zu diesem Zeitpunkt, war die Weltreise so gut wie vorbei. „Die zwei Wochen USA waren eher wieder Urlaub, unser Freund hatte uns schon etwas auf Zuhause eingestellt“, erinnert sich Christopher. Nun, ein halbes Jahr später, bleiben die Erfahrungen und Erlebnisse. „Überall haben wir viele Geschichten gehört und Menschen getroffen, die uns geprägt haben“, philosophiert Christopher. „Die Menschen machten diese Reise für uns zu etwas Besonderem.“

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GrenzEcho Mittwoch, 3. Oktober 2012

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Wenig Farbe und viele Details: Das sind die Markenzeichen von Valentine Lilien.

Kunst: Junge Eupener Illustratorin erzählt Geschichten mit dem Zeichenstift

„Die Leute sollen schmunzeln“ Die Eupenerin Valentine Lilien hat sich Bleistift und Tuschemarker verschrieben. Die Illustratorin erzählt ihre Welt in feinfühlig-witzigen Zeichnungen. Erstmalig hat die 23-Jährige nun auch den Schritt zu einer umfangreichen Ausstellung gewagt.

großen erzieherischen Auftrag will sie dabei nicht erfüllen: „Ich möchte nur mein Leben und das der anderen ironisieren. Es geht nicht um Weltverbesserung oder den erhobenen Zeigefinger. Ich will, dass die Leute schmunzeln, wenn sie meine Zeichnungen betrachten“, sagt sie.

V ON N ATHALIE W IMMER Valentine Lilien entspricht nicht dem Klischee eines typischen Zeichners. Ihre Finger sind nicht tintenbefleckt und hinter ihrem Ohr lugt auch kein Bleistift griffbereit hervor. Sie legt keine Künstlerallüren an den Tag und kritzelt auch nicht ständig auf einem Zeichenblock herum. Abgegriffene Sätze, wie „Ich zeichne, seit ich einen Stift in der Hand halten kann“, kommen ihr nicht über die Lippen. Im Gegenteil: Sie sieht ihre Zeichnungen als das Resultat eines langsamen Herantastens, dessen Ende noch nicht in Sicht ist. Aber was sie tut, tut sie mit Hingabe. Wenn sie zeichnet, geht das nicht auf Kommando. Ihr Blick wandert an die Decke, die Stirn legt sich in Falten. Ihr Auftrag: Zeichne einen Journalisten! „Eine Sekunde noch“, spannt sie die Wartenden auf die Folter, bevor sie aus ihrer zerschlissenen Lederfedermappe einen Stift

„Ich benutze nur sehr wenig Farbe. Das liegt daran, dass meine Zeichnungen immer sehr detailreich ausfallen. Würde ich jetzt auch noch kolorieren, würde das von der wesentlichen Botschaft ablenken.“

Valentine Lilien hat in der Redaktion zum Stift gegriffen.

ZUR PERSON

Valentine Lilien  Valentine Lilien wurde am 23. September 1989 in Eupen geboren.  Abitur an der Pater-DamianSekundarschule in Eupen  Von 2007 bis 2010: Studium der Illustration an der Kunsthochschule St. Luc in Lüttich mit Bachelor-Abschluss  Seit 2010: Masterstudiengang im Fach Illustration an der Académie Royal des Beaux Arts in Lüttich  Teilnahme an einem Wettbewerb der Provinz Lüttich zur Talentförderung. Erste Werk-Publikation und kleine Ausstellung im Haus der Presse in Lüttich

Rund 30 Werke stellt Valentine Lilien nun aus. zieht. Hat sie diesen einmal auf dem Papierbogen angesetzt, gibt es allerdings kein Halten mehr. Die Filzstiftspitze gleitet schwungvoll über den weißen Hintergrund. Aus scheinbar wild hingeworfenen Strichen, Punkten und wirren Mustern, schält sich nach und nach ein Bild hervor - bis jeder den minutiös gezeichneten Redakteur mit dem Aufnahmegerät in der Hand erkennt. Nicht mal 60 Sekunden hat sie für die Skizze benötigt. Ge-

wöhnlich arbeitet sie allerdings nicht mit breiten Filzern, sondern mit säuberlich gespitzten Bleistiften. Erst wenn alle Bilddetails sitzen, wird mit einem schwarzen Tuschestift nachgefahren. Farbe kommt nur sehr selten zum Einsatz. „Ich benutze nur sehr wenig Farbe. Das liegt daran, dass meine Zeichnungen immer sehr detailreich ausfallen. Würde ich jetzt auch noch kolorieren, würde das von der wesentlichen Botschaft ablen-

Der Alltag dient als Inspirationsquelle. ken“, ist die 22-Jährige überzeugt. Kleine Details und sprechende Einzelheiten sind ihr Steckenpferd. Die Themen für ihre Zeichnungen findet sie im Alltag. „Es sind oft Erlebnisse, die ich danach aufarbeite. Begegnungen im Bus, Situationen auf der Straße. Ich spinne die Geschichten dann in meinem Kopf zu Ende und erzähle sie in witzigen Bildern“, erklärt sie ihre Herangehensweise.

Als Karikaturistin möchte sie sich allerdings nicht verstanden wissen. Die Bezeichnung erinnert sie zu sehr an die Touristenfänger, die vor dem Pariser Eiffelturm knollennasige Passanten malen. Tatsächlich ist ihr Witz feiner, ihr Humor kommt auf Samtschuhen daher. Dabei spart sie auch nicht an Gesellschaftskritik. Aber es sind eben oft ganz gewöhnliche Alltagssituationen, bei denen sie die Pointen hervorkitzelt. Einen

Als eines ihrer großen Vorbilder bei diesem Versuch nennt sie Kroll, den sie bereits persönlich kennenlernen konnte. „Das Faszinierende an ihm ist sein immenser Wissensschatz. Das ermöglicht ihm, Tatbestände aus verschiedenen Zeitspannen miteinander zu verknüpfen und tiefsinnige Zeichnungen anzufertigen. An diesem Punkt bin ich noch lange nicht“, gesteht die Eupenerin selbstkritisch. Gotlib ist ein weiterer großer Meister, von dem sie sich stark beeinflussen ließ. „Oft sind es nur Teilaspekte einer Zeichnung, die mir bei anderen gefallen und die ich dann in meinen eigenen Stil aufnehme“, meint sie. Dass noch ein weiter Weg vor ihr liegt, ist ihr bewusst. Aber mit dem Stadium, das sie nun erreicht hat, kann sie sich durchaus identifizieren. Erstmals fühlt sie sich auch bereit, eine große Anzahl ihrer Werke öffentlich zu zeigen. In einer Kunstgalerie in Limbourg stellt sie noch bis zum 7. Oktober eine Auswahl ihrer Zeichnungen aus. „Ich bin froh und stolz über die Ausstellung. Ich hoffe, dadurch nützliche Kontakte knüpfen zu können und meinen Bekanntheitsgrad zu steigern.“

Ausstellung: bis zum 7. Oktober in der Galerie „À l‘arvo“, Place Saint Georges in Limbourg

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GrenzEcho Samstag, 12. Januar 2013

Das Drama der „Costa Concordia“

In einer Januar-Nacht vor einem Jahr havariert der Kreuzfahrtriese „Costa Concordia“ vor der Insel Giglio. 32 Menschen kommen ums Leben. Spektakuläre Bilder gehen um die Welt. Ein Rückblick. V ON H ANNS -J OCHEN K AFFSACK , DPA Es ist Freitag, der 13.: Vor der italienischen Insel Giglio endet eine vergnügliche Mittelmeer-Kreuzfahrt in einem tödlichen Drama. In der Januar-Nacht vor einem Jahr rammt die gefährlich nah an das toskanische Eiland herangefahrene „Costa Concordia“ erst einen Felsen und kentert dann, am Rumpf aufgeschlitzt, unweit des Ufers. Der riskante Kurs soll gewählt worden sein, um die Insel zu „grüßen“ und den Passagieren etwas zu bieten. In einer chaotisch anmutenden Evakuierungsaktion versuchen verzweifelte Passagiere die rettende Insel zu erreichen. Rette sich, wer kann, so lautet die Devise - offenbar auch für den Kapitän. 32 Menschen sterben. Zwei Leichen sind auch ein Jahr nach der Katastrophe noch nicht geborgen. Mehr als 4200 Passagiere und Crewmitglieder waren an Bord des Kreuzfahrtschiffes, dessen Bergung sich weiter hinzieht. Auch ist offen, wann es zum spektakulären Prozess um den Untergang der „Costa Concordia“ kommt. Wegen der Schräglage des 290-Meter-Kolosses gab es in der Unglücksnacht erhebliche Probleme mit den Rettungsbooten. Es herrschte ein wil-

des Durcheinander. Und von dem Kapitän Francesco Schettino gab es plötzlich an Bord keine Spur mehr. Der Kapitän hatte sein Schiff jedenfalls mitten in der Evakuierung verlassen. Später erklärte Schettino, er sei versehentlich in ein Rettungsboot gerutscht. Das bizarre Verhalten Auf der Kommandobrücke des süditalienischen herrschte vor dem Unglück Kapitäns machte Chaos. weltweit Schlagzeilen und rückte ihn in den Fokus der Ermittler. Er dürfte jedenfalls im Zentrum des Prozesses stehen, wenn das erwartete Mammutverfahren eröffnet wird. Während der später entlassene Schettino aussagte, die Reederei Costa Crociere habe den gefährlichen Kurs angeordnet, gibt diese den Schwarzen Peter zurück: Der Kapitän sei verantwortlich. Wer muss für diesen folgenschweren Schiffbruch ins Gefängnis, wer zahlt Millionen und Abermillionen an Entschädigungen? Zum Leidwesen der vom Tourismus lebenden Insulaner liegt der Kreuzfahrtriese weiterAuf die Antworten werden die hin wie ein Mahnmal in Ufernähe. Geschädigten und die Angehörigen wohl noch eine ganze ten erst einmal geschlossen. ßern, bevor dann die zustän- Erst hieß es, das Schiff werde Mindestens acht mögliche An- digen Staatsanwälte in Grosse- spätestens im Frühjahr 2013 Weile warten müssen. Es ist eine Geduldsprobe - geklagte, darunter Schettino to - womöglich noch im Janu- weggeschafft sein, jetzt ist von die Ermittlungen waren kom- sowie Vertreter der Reederei ar - offiziell mitteilen, wen sie September die Rede. Die Arplex. Fast 200 Personen wur- Costa Crociere, wurden davon vor Gericht stellen wollen. Bis beiten unter der Leitung des den befragt und 50 000 Ak- unterrichtet, dass die Ermitt- zu einer richterlichen Ent- US-Unternehmens Titan Saltenseiten angehäuft. Kurz vor lungen beendet seien. Sie kön- scheidung über Anklage und vage sind schwierig und könWeihnachten hat die Staatsan- nen sich in diesen Tagen den Termin für die Prozesser- nen auch immer wieder von waltschaft die Ermittlungs-Ak- nochmals zu ihrem Fall äu- öffnung können danach noch schlechtem Wetter unterbrochen werden. Das Wrack an einmal Monate vergehen. Auch der indonesische Steu- Ort und Stelle zu zerlegen, ermann Jacob Rusli Bin ist un- brächte massive Risiken für ter denen, die Post von Staats- die Umwelt. Etwa 400 Spezialisten arbeianwalt Francesco Verusio erhalten haben und damit rech- ten Tag und Nacht auf Dutnen müssen, vor Gericht ge- zenden Plattformen und Krästellt zu werden. Zur Beweis- nen daran, das halbversunkeaufnahme im September wur- ne Schiff in einem Stück zu side nämlich auch bekannt, chern. Sie wollen einen Betondass der Indonesier mehrfach boden legen, auf dem die die Anordnungen des Kapi- „Costa Concordia“ aufgerichtäns schlichtweg nicht kapiert tet werden kann. Das dürfte hat. Bei dem Versuch, Unheil noch weit mehr kosten als die abzuwenden, gingen somit ursprünglich veranschlagten 230 Millionen Euro. Falls alles wertvolle Sekunden verloren. Es ist haarsträubend, was klappt, soll das Unglücksschiff vier Experten auf 1000 Seiten in eine Werft auf dem italienivorlegten: Auf der Komman- schen Festland abtranspordobrücke herrschte vor dem tiert und verschrottet werden. Unglück Chaos, die Crew Viele Betroffene der Havarie konnte sich teilweise nicht haben unterdessen ein pauverständigen. Die Alarmmel- schales Entschädigungsangedungen und die Evakuierung bot der Genueser Reederei anseien dann von Schettino und genommen. Andere vertrauen gewieften einem Krisenmanager verzögert worden. Zum Leidwesen US-Anwälten, die ihnen verder vom Tourismus lebenden sprechen, sehr viel mehr Geld Insulaner liegt der Kreuzfahrt- für sie im Prozess herauszuriese weiterhin - und wohl holen. Zum Beispiel der Schanoch lange - wie ein Mahnmal denersatzexperte John A. Eain Ufernähe. Eine der teuers- ves, der nach eigenen Angaten und kompliziertesten Ber- ben etwa 120 Geschädigte vergungsaktionen aller Zeiten tritt. Und während sich der kommt nur schleppend voran. Schiffbruch jährt, kämpft der

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CHRONOLOGIE

Die Havarie der Costa Concordia  13. Januar 2012: Die „Costa Concordia“ rammt vor der italienischen Insel Giglio einen Felsen und kentert. An Bord sind mehr als 42.00 Passagiere und Besatzungsmitglieder. Der Staatsanwalt wirft dem Kapitän vor, die Besatzung habe die Küstenwache zu spät alarmiert.  17. Januar: Der Kapitän, Francesco Schettino, wird unter Hausarrest gestellt. Aus Sicht der Untersuchungsrichterin hat er schwere Fehler gemacht.  12. Februar: Einen Monat nach der Havarie wird mit dem Abpumpen des Öls aus den Tanks des Schiffes begonnen.  23. Februar: Gegen den Kapitän wird unter anderem wegen mehrfacher fahrlässiger Tötung, Havarie und Verlassen des Schiffes während der Evakuierung ermittelt.  10. April: Der Kapitän bleibt unter Hausarrest. Ein Gericht in Rom lehnt den Antrag ab, ihn auf freien Fuß zu setzen. 18. Juni: Mehr als fünf Monate nach der Havarie beginnt die Bergung des Wracks, die ein Jahr dauern soll.  11. Juli: In einem Fernseh-Interview spricht der Kapitän von einem „banalen Unfall“, bittet aber auch um Vergebung. Seine Aussagen lösen im Internet einen Sturm der Entrüstung aus.  13. September: Eine Kette von Irrtümern und Mängeln hat einem offiziell noch nicht veröffentlichten Gutachten zufolge zum Kentern des Schiffes geführt. So habe der indonesische Steuermann Anweisungen nicht gleich verstanden, berichten Medien in Italien.  10. Oktober: Der Unglückskapitän sei bereits im Juli entlassen worden, teilt die Reederei mit. Nach Medienberichten will Schettino dagegen klagen.  2. November: Das Wrack der „Costa Concordia“ ist gesichert. Es kann jetzt nicht mehr in tiefes Wasser absinken. Ob der Abtransport wie geplant bis zum Sommer 2013 gelingt, ist noch fraglich.

Unglückskapitän gleich vor mehreren Arbeitsrichtern gegen seine Entlassung durch die Costa-Reederei. Zwar steht Schettino nicht mehr unter striktem Hausarrest. Er darf seinen Heimatort Meta di Sorrento bei Neapel aber weiterhin nur mit einer Sondergenehmigung verlassen.

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GrenzEcho Samstag, 29. September 2012

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Ein überwältigendes Licht- und Projektionsdesign und ein erstklassiger Sound machen die Night of the Proms zu einem unvergesslichen audiovisuellen Musikhappening.

Konzertreihe: Pop trifft Klassik im Antwerpener Sportpalast - „Night of the Proms“ auch 2012 mit hochkarätiger Starbesetzung

Legendäre Jacksons bei den „Proms“ 5. 1. 4. 3. 2. Die Night of the Proms macht ihrem Ruf als einzigartiges Musikevent mal wieder alle Ehre. Für die diesjährige Konzertreihe im Antwerpener Sportpalast (8. bis 17. November) konnte die legendäre Soulband The Jacksons verpflichtet werden. A US B RÜSSEL BERICHTET G ERD Z EIMERS

„Night of the Proms is one of the most enjoyable experiences I’ve ever had in my life as a musician.“ Das sagt kein Geringer als Seal, im vergangenen Jahr der gefeierte Star bei der Night of the Proms in Antwerpen. „Eines der angenehmsten Erlebnisse, die er als Musiker je gehabt hat.“ Gemeint ist das alljährliche Herbstmeeting von Klassik und Pop, das sich eben durch diese Mischung von Arien und Charthits von allen anderen Konzerten abhebt und ihm einen unvergleichlichen Erlebniswert verleiht. Ein Garant für die Qualität der dreieinhalbstündigen Show ist unter anderem das 75-köpfige Sinfonieorchester Il Novecento unter der Leitung von Robert Groslot, das die Veranstaltungsreihe bereits von Beginn an begleitet und mit unglaublicher Spielfreude und Brillanz zwischen den unterschiedlichen musikalischen Stilen und Epochen changiert.. Und auch die „Hausband“ der Proms, die Electric Band um John Miles, steht als verlässliche Größe für das Proms-Gütesiegel. Schließlich machen ein überwältigendes Lichtund Projektionsdesign und ein erstklassiger Sound die Night of the Proms zu einem unvergesslichen audiovisuellen Musikhappening. Die Ausgabe 2011 hatte bei Publikum und in der Presse ausgezeichnete Kritiken erhalten, sodass die Latte für die Proms 2012 besonders hoch lag. Die Organisatoren nah-

men die Herausforderung an und schafften es erneut, Stargäste erster Güteklasse zu verpflichten:

The Jacksons Sie haben die Popmusik für immer und ewig verändert und werden von Millionen Fans rund um den Globus verehrt: The Jacksons. Die Brüder Jackie, Jermaine, Marlon und Tito Jackson waren gemeinsam mit ihrem vor drei Jahren verstorbenen Bruder Michael in den 70er Jahren eine Weltsensation. Ihr einzigartiger Pop-Funk im Soulsound, ihre zahllosen Hits und ihre unnachahmlichen Live-Auftritte machten die Band zu einem der beliebtesten Musikacts aller Zeiten. Die fünf Brüder waren in den sechziger Jahren von ihrem Vater zu der frühen Boygroup „The Jackson Five“ gemacht worden. Der anfangs siebenjährige Michael wurde der Leadsänger. Welthits wie

„ABC“, „I found that girl“, „I want you back“ und „I’ll be there“ katapultierten die Brüder zu Superstars. Mit neun Nummer-eins-Hits und 14 Top-Ten-Platzierungen drückte die Band den Charts ihren Stempel auf. Sie verkauften zwischen 1969 und 1989 mehr als 100 Millionen Platten und wurden 1997 in die „Rock and Roll Hall of Fame“ aufgenommen. Für Michael Jackson war es das Sprungbrett zu einer Weltkarriere. Erstmals nach fast 30 Jahren stehen The Jacksons in diesem Jahr wieder gemeinsam auf der Bühne.

Anastacia Anastacias Stimme schlug mit „I´m Outta love“ 2000 in der Radiolandschaft ein wie eine Bombe. Mit einer der schwärzesten Soulstimmen ausgestattet, startete die zierliche weiße New Yorkerin ihre Karriere mit fünf Millionen verkauften Debütalben. Das

Naturally 7

Folgealbum „Freak of Nature“ mit den Singleauskopplungen „Paid my dues“ und „One day in your life“ übertraf das Debütalbum um weitere zwei Millionen Exemplaren. Nach einer krankheitsbedingten Zwangspause (Brustkrebs) schaffte Anastacia 2004 ein Comeback mit fünffacher Platinauszeichnung für ihr Album „Anastacia“.

Naturally 7 Mit Naturally 7 wurde eine siebenköpfige Acapella-Gruppe aus Amerika verpflichtet, die nicht nur mit ihren Stimmen brilliert, sondern auch jedes erdenkliche Instrument perfekt stimmlich nachahmen kann. Mit dieser Begabung schafften die New Yorker Künstler 2007 als Support act von Michael Bublé den Durchbruch. Chris Martin und Brian Eno waren ebenfalls begeistert von der Musik und arbeiteten 2009 mit der Band zusam-

men. 2010 stand das Septett mehrmals mit Blueslegende BB King auf der Bühne. Mit dem Titel „Feel it in the air tonight“, einer Vocal-Play-Version des 1981er Hits von Phil Collins, landeten Naturally 7 einen eigenen Singlehit.

Remy van Kesteren Remy van Kesteren war „Dutch Music Talent of the Year 2009“ und gilt spätestens seit seinem dritten Platz beim renommierten internationalen Harfen-Wettbewerb in Israel als einer der talentiertesten Harfenisten unserer Zeit. Bereits im Alter von zehn Jahren wurde Van Kesteren am Konservatorium von Utrecht aufgenommen. Seine vielen nationalen und internationalen Preise führten zu weltweiten Engagements. Als Solist spielte er mit Orchestern wie dem Jerusalem Symphony Orchestra oder dem Dutch Chamber Orchestra.

Ozark Henry Ozark Henry ist der Künstlername des flämischen Musikers Piet Goddaer. Sein Musikstil kann zwischen Pop und Rock eingeordnet werden, die Songs zeichnen sich durch aufwändige Arrangements und eine hohe Melodiösität aus. Sein markanter Gesang hat einen hohen Wiedererkennungswert. Sein Debüt-Album „I’m seeking something that has already found me“ im Jahr 1996 wurde von Kritikern hochgelobt, war aber kein großer kommerzieller Erfolg hatte. Mit dem Album „Birthmarks“ schaffte er den Durchbruch. Erfolgreich waren die Singles „Rescue“ und „Sweet Instigator“. Im Oktober 2010 veröffentlichte Henry mit „Hvelreki“ sein sechstes Studio-Album.

PRAKTISCH  Konzertdaten 2012: Donnerstag, 8. November Freitag, 9. November Samstag, 10. November Donnerstag, 15. November Freitag, 16. November Samstag, 17. November (jeweils um 20.30 u.) Für alle Konzerte gibt es noch Karten (Stand: 28. September)  Eintrittspreise: 22 Euro: Stehplätze, Balkon 25 Euro: Stehplätze, Innenraum (vorne) 37 Euro: Sitzplätze, Balkon 37 Euro: Rollstuhlplätze 46 Euro: Sitzplätze Tribüne und Innenraum (hinten)  Platzreservierung: Telefonisch bei Tele Ticket Service: 070/345.345 Online: www.notp.com  Größere Besuchergruppen reservieren telefonisch oder schriftlich. Ab 50 Personen gibt es eine Ermäßigung. Infos: www.notp.com

Ozark Henry

www.notp.com Remy van Kesteren

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GrenzEcho Dienstag, 23. Oktober 2012

NACHGEFRAGT BEI...

Rolf Lennertz, Mitglied des Kiwanis Clubs

„Wir empfinden uns nicht als Elite“

Viele Erinnerungen trotz jungen Alters  Eupen

Freundschaften pflegen, Feste feiern und Gutes tun. So das Motto der Service-Clubs. Beim Kiwanis Club Eupen stand am vergangenen Wochenende das Feiern im Vordergrund, denn er wurde 25 Jahre alt. V ON E LLI B RANDT Ein junges Alter, und dennoch haben sich viele Erinnerungen angesammelt. Beim Festakt im Europasaal des Ministeriums blickte Gründungspräsident Hubert Chantraine auf die Anfänge zurück. Mit 40 zu alt geworden für die Mitgliedschaft bei Table Ronde, schloss sich Hubert Chantraine dem jungen Kiwanis Club Welkenraedt 3 Frontières an. Kurze Zeit später gründete er den Kiwanis Club Eupen. Und nur zwei Jahre später wurde der Kiwanis Junior Club ins Leben gerufen, der dann zum Kiwanis Club Eupen Grenzenlos wurde. Auch bei der Gründung des Kiwanis Club Kelmis Göhltal fungierte Kiwanis Eupen als Pate.

„Service Clubs erfüllen eine wichtige Funktion im sozialen und öffentlichen Leben“ „Es gibt keine Gegend, die so dicht mit Kiwanern besiedelt

Vom gewählten Präsidenten zum ordentlichen Präsidenten avancierte Robert Franzen (links). Während der Jubiläumsfeier wurde ihm die Präsidentenkette überreicht. ist wie die Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens“, so Hubert Chantraine. Zu den 150 Kiwanern in der DG steuert Kiwanis Eupen 50 Mitglieder bei. „Service Clubs erfüllen eine wichtige Funktion im sozialen und öffentlichen Leben“, so Seniormitglied Elmar Keutgen. „Sie können schneller eingreifen als die öffentliche Hand.“ Parallelen zur DG sieht Ministerpräsident Karl-Heinz Lambertz. Seine etwas scherzhafte Bemerkung als Gast der Podiumsrunde: „Wir laufen immer Gefahr, Rekorde der Kleinheit hinzulegen.“ Dann ging er auf das Wesen und das

Beim Festakt im Saal des Ministeriums der DG.

Wesentliche einer Gemeinschaft ein. Die Verankerung nach innen sprach er an, die Verwurzelung und die Ziele. Und die Frage: Ist die Gemeinschaft nur mit sich selbst beschäftigt oder sucht sie Kontakte? Mit französischen und deutschen Service Clubs sind die Eupener Kiwaner verschwistert. Neben lokalen Projekten werden die Ziele von Kiwanis International unterstützt. Die weltweite Kiwanis-Bewegung hat seit 14 Jahren das Motto: „Serving the children of the world“. Das neue Projekt unter dem Motto „wir engagieren uns für die Kinder dieser

Welt“ hat den Namen „Eliminate“. Gemeinsam mit Unicef sagen die Kiwaner dem Tetanus den Kampf an. „Alle neun Minuten stirbt ein hilfloses Baby an einer Tetanusinfektion“ heißt es bei Kiwanis. „Infizierte Neugeborene werden von qualvollen Krämpfen befallen und sind extrem licht- und berührungsempfindlich, bevor sie sterben.“Unicef hat sich vorgenommen, den mütterlichen und frühkindlichen Tetanus bis zum Jahre 2015 von der Erde zu eliminieren. Dafür müssen fast 130 Millionen Mütter geimpft werden. Die geschätzten Kosten: rund 250 Millionen Dollar. Die Kiwaner haben zugesagt, mindestens 110 Millionen Dollar dazu beizutragen.

„Es gibt keine Gegend, die so dicht mit Kiwanern besiedelt ist wie die Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens“ Auch bei den lokalen Projekten geht es meist um das Wohl der Kinder. So haben die Mitglieder des Kiwanis Club Eupen tatkräftig, mit Hacke und Schaufel, geholfen, die Bleibe der Kinder im Home Saint-François in Baelen zu verschönern. Ein Sportplatz wurde angelegt. Anschließend wurde das Dachgeschoss des Kinderheims ausgebaut. Ein weiteres Großprojekt war die Versorgung von Schulkindern in Haiti mit Maniok-Waffeln. Das soziale Engagement der Kiwaner ist vielfältig. So ist Kiwanis Eupen Pate der ersten Stunde beim Josephine-KochService. Eine alljährliche Großaktion steht für die Kiwaner in Kürze an: das Zusammenstellen, Packen, Ausliefern der Nikolaustüten. „Im vergangenen Jahr wurden 6000 Nikolaustüten und 300 Geschenkpakete bestellt und ein Erlös erwirtschaftet, der inzwischen zwei Drittel unserer sozialen Werke finanziert“, heißt es beim Kiwanis-Club Eupen.

ments sei im Laufe der Jahre stetig gestiegen. In den ersten Jahren brachte der KiwanisClub Eupen 200.000 Belgische

Service-Clubs als Spielwiese für die Elite? Ein Club der Elite zu sein da müsse er ganz entschieden widersprechen, sagt Rolf Lennertz vom Kiwanis-Club Eupen. „Wir empfinden uns nicht als Elite. Dieses Etikett wollen wir uns nicht ankleben lassen.“ Jede Berufsgruppe, jede Bevölkerungsschicht sei willkommen. Die Mitglieder schlagen ein neues Mitglied vor, und wenn alle zustimmen, wird der Neue aufgenommen. Und zwar nicht in einen Schicki-Micki-Club. Anpacken sei notwendig, wie beim Umbau des Kinderheims in Baelen. „Wir haben 15 Tonnen Material geschleppt, mit eigener Kraft einen Sportplatz angelegt.“

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Warum tut sich ein Kiwaner stundenlanges Nikolaustütenpacken an? Wer einen guten Beruf hat, sich im Leben behauptet, der hat das nicht nur aus eigener Kraft geschafft. „Das wird uns auch vom Umfeld gegeben“, meint Rolf Lennertz. „Als Kiwaner möchten wir einen Teil davon abgeben. Einen Teil von dem, was wir haben, was wir können. Von unserem Wohlstand, von unseren Möglichkeiten. Vor allem für die Kinder, die Hilfe brauchen.“ Als Reaktion auf soziale Kälte und Not wurde Kiwanis vor rund 100 Jahren in den USA geboren. Ist das Engagement der Service-Clubs in Zukunft wichtiger denn je? Wo liegen die Schwerpunkte für den Kiwanis-Club Eupen? „Die sozialen Kassen sind nicht mehr so gefüllt, wie sie einst waren. Service-Clubs sind gefordert, um etwas zu kompensieren, um mehr Wohltätigkeit zu leisten.“ Der Umfang des sozialen Engage-

Rolf Lennertz .......................................

Beim Kiwanis Club Eupen stand am vergangenen Wochenende das Feiern im Vordergrund.

Jubiläum: 25 Jahre Kiwanis Club Eupen

Am Rande der Jubiläumsfeier führte das GrenzEcho folgendes Gespräch mit KiwanisMitglied Rolf Lennertz.

Franken für den guten Zweck auf. Inzwischen sind es jährlich rund 30.000 Euro. Auf internationaler Ebene will sich Kiwanis Eupen im Kampf gegen Tetanus bei Müttern und Kleinkindern engagieren. In Eupen soll der Josephine-Koch-Service weiterhin unterstützt werden. „Gesunde Nutzung des Internets heißt ein neues Projekt, über das wir nachdenken“, verrät Rolf Lennertz. Diskussionen mit Politikern seien zu diesem Projekt bereits angelaufen. Der Kiwanis Club Eupen mit seinen 50 Mitgliedern gehört zu den größten Clubs des Distrikts. Will er noch größer werden? Neue Mitglieder seien willkommen. „Vor allem die 30 Minus“, bemerkt Rolf Lennertz. Die Alterspyramide sei „noch in Ordnung, und das soll auch so bleiben.“ Die Fluktuation sei niedrig. „Nur sehr wenige Mitglieder haben uns verlassen, weil sie weggezogen sind. Nie ist jemand im Streit gegangen.“ Der Kiwanis-Club immer noch ein fast reiner Männerclub? „Da hat Kiwanis Nachholbedarf.“ Weltweit habe Kiwanis nicht mehr als 30 Prozent weibliche Mitglieder. In der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens seien Frauen nur mit einem Anteil von 1,5 Prozent vertreten. (elb)

Wanderungen: Naturzentrum Haus Ternell

Palsen und Renaturierungen  Eupen

Am Sonntag, 28.Oktober, organisiert das Naturzentrum Haus Ternell von 10 bis 16 Uhr eine Wanderung durch das Brackvenn mit dem DiplomMineralogen Hans-Georg Brunemann. Die Besonderheit der Palsen des Brackvenns und die eiszeitlichen Vorgänge in der hiesigen Region sind Thema dieser ausführlichen erdgeschichtlichen Vennwanderung. In den letzten Jahren sind umfangreiche Renaturerungsmaßnahmen auch im Brackvenn durchgeführt worden; dadurch sind so manche attraktive Wasserflächen im Hochmoor neu gebildet worden. Wie entstand das zernarbte Relief der Vennlandschaft? Welche Faktoren begünstigten die Bildung der Hochmoore? Was hat Kaiser Karl der Gro-

ße mit der letzten Eiszeit zu tun? Warum eignen sich viele Palsen für beispielhafte Renaturierungsmaßnahmen? Wo und wie entsteht neues Moorwachstum? Diese und andere Fragen erläutert Hans-Georg Brunemann während der rund fünfstündigen Wanderung durch die herbstliche Landschaft des Brackvenns. Treffpunkt ist der Parkplatz Nahtsief. Erwachsene zahlen 5 Euro und Kinder 4 Euro. Anmeldungen für die Wanderung bis zum 26. Oktober an das Naturzentrum Haus Ternell unter der Telefonnummer 087/55 23 13 oder per EMail an info@ternell.be (Namen und Telefonnummer angeben). Weitere Veranstaltungen unter www.ternell.be

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GrenzEcho Mittwoch, 5. Dezember 2012

Ein Blick in die neue Lontzener Runde: 17 Mitglieder gehören dem Gemeinderat an.

Fotos: David Hagemann

Vereidigung: Einsetzung des neuen Lontzener Gemeinderats am Montagabend ohne Überraschungen

Auf den Schwur folgt die Brabançonne cho vom 24. November 2012, Seite 10) stieß bei der Opposition nicht auf prinzipielle Ablehnung. Neben der UnionListe stimmte auch Ecolo hierfür, während sich die fünf Vertreter der Liste Energie ihrer Stimme enthielten.

 Lontzen

Kurz und schmerzlos ging am Montagabend die Einsetzung des neuen Lontzener Gemeinderats über die Bühne. In 45 Minuten beackerte Bürgermeister Alfred Lecerf das 15 Seiten starke Protokoll, an dessen Ende alle Mandatare ihren Eid abgelegt hatten.

Cormann und Thevissen vertreten Lontzen künftig im Polizeirat

V ON M ARTIN K LEVER 17 Mitglieder umfasst auch der neue Lontzener Gemeinderat, wovon zehn Personen schon in der vorherigen Legislaturperiode die Bank im Ratssaal drückten. Unverändert geht zudem das Bürgermeisterund Schöffenkollegium mit Alfred Lecerf an der Spitze in die neue Amtszeit. Und selbst unter den vermeintlich sieben Neulingen befindet sich mit Herbert Ossemann, Isabelle Schifflers (beide Liste Energie) ein Duo, das bereits in der Vergangenheit in der Lokalpolitik aktiv war. Ihre Premiere feierten indes José Grommes (Energie), Patrick Thevissen (Energie), Hanna Loewenau (Union), Maria Keutgen-Guerrero (Union) und Yannick Heuschen (Ecolo). Mit Lampenfieber musste aber auch dieses Quintett nicht kämpfen, da Alfred Lecerf als alter Hase in der Kommunalpolitik den Novizen ihren Einstand erleichterte.

Unter den wachsamen Augen von Roger Franssen (r.) legte Bürgermeister Alfred Lecerf (l.) am Montagabend im Lontzener Ratssaal seinen Eid ab. Nach der Vereidigung hatte Lecerf, der am Montagabend offiziell in seine vierte Amtsperiode als Gemeindeoberhaupt startete, für jeden Man-

HINTERGRUND

Die Zusammensetzung des Rats  Das Lontzener Gemeindekollegium setzt sich wie folgt zusammen: Bürgermeister: Alfred Lecerf 1. Schöffe: Roger Franssen 2. Schöffin: Sandra HoubenMeessen 3. Schöffe: Otto Audenaerd 4. Schöffe: Klaus Cormann  Die weiteren Mitglieder des Gemeinderats:

Ecolo: Marc Crützen, Monique Kelleter-Chaineux, Yannick Heuschen Liste Union: Irmgard Malmendier-Ohn, Leo Ortmanns, Hanna Loewenau, Maria Keutgen-Guerrero Liste Energie: Gerd Renardy, José Grommes, Patrick Thevissen, Herbert Ossemann, Isabelle Schifflers.

datar einen freundlichen Spruch auf den Lippen. Je nachdem, wer soeben vor ihm den Eidesschwur auf den König, die Staatsverfassung und die belgischen Gesetze abgelegt hatte, wünschte er eine „gute“ oder „weiterhin gute“ Zusammenarbeit.

Alphabetische Reihenfolge statt Alphatier Audenaerd Letzteres wünschte Alfred Lecerf auch sein Erster Schöffe Roger Franssen bei der Vereidigung des Bürgermeisters mit der Ergänzung, dass „du, lieber Alfred, auch in den kommenden sechs Jahren ein

offenes Ohr für unsere Bürger haben wirst“. Die Eidesleistungen erfolgten zudem in alphabetischer Reihenfolge, wie der diensttuende Gemeindesekretär Pascal Neumann sogleich klarstellte womöglich auch, um jedwede Deutung im Keim zu ersticken. Denn mit Otto Audenaerd wurde sogleich jenes Mitglied des neuen Gemeinderats zur Eidesleistung aufgefordert, das bei den Wahlen am 14. Oktober mit 420 erzielten Vorzugsstimmen ein nahezu gleichstarkes persönliches Ergebnis eingefahren hatte wie der alte und neue Bürgermeister Alfred Lecerf (446 Vorzugsstimmen). Trotz der Tatsache, dass Otto Audenaerd beim Urnengang in der Wählergunst

auf den zweiten Platz aufrückte, bleibt er im Gemeindekollegium als Bauschöffe vorläufig die Nummer drei. Die Nummer zwei hinter Alfred Lecerf, Roger Franssen, war indes am Montagabend auch der einzige Mandatar, der den Eid nicht nur in deutscher und französischer Sprache, sondern auch auf Plattdeutsch ablegte. Die etwa 30 anwesenden Zuschauer nahmen diese wohl als Zeichen der Heimatverbundenheit zu deutende Geste wohlwollend zur Kenntnis. Keine Überraschungen boten die restlichen Tagesordnungspunkte, die dementsprechend zügig abgewickelt wurden. Das Mehrheitsabkommen (siehe auch GrenzE-

Getreu dem Motto „Jeder ist sich selbst der Nächste“ wurde die Wahl über die zwei Mitglieder, die Lontzen in den Polizeirat der Zone Weser-Göhl entsendet, abgehalten. Da die beiden Listen Union und Energie die stärksten im Gemeinderat sind, durften sich folglich auch ihre beiden Kandidaten, Klaus Cormann und Patrick Thevissen, über den Einzug in den Polizeirat freuen. Abschließend durfte Gemeindesekretär Pascal Neumann zum CD-Player schreiten und eine Instrumentalversion der Nationalhymne anschalten. Als die ersten Töne der Brabançonne erklangen, durften die Anwesenden auf einen stolzen und gerührten Bürgermeister blicken, der mit der Einsetzung des neuen Gemeinderats soeben auch in ein 25-jähriges Dienstjubiläum gestartet war. Einen ebenso langen Atem haben neben Lecerf auch Roger Franssen, Klaus Cormann und Marc Crützen bewiesen. Und während das Zusammentreffen am Montag die erwartete Sitzung der warmen Worte war, dürfte es ab dem 20. Dezember vielleicht schon ein wenig ans Eingemachte gehen. Dann steht unter anderem auch die Zusammensetzung der Kommissionen auf der Tagesordnung.

www.grenzecho.net/fotos

Die sieben Neulinge im Lontzener Gemeinderat: José Grommes, Patrick Thevissen, Herbert Ossemann, Isabelle Schifflers, Hanna Loewenau, Maria Keutgen-Guerrero und Yannick Heuschen (von links).

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GrenzEcho Dienstag, 2. Oktober 2012

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Nachwuchsveranstaltung: 400 Besucher im Capitol lauschten Newcomer-Bands

Imperial Tunfisch siegen beim Jukutu-Rock  Eupen

In der Nacht zum Sonntag stand gegen 1 Uhr fest, wer beim Jukutu-Newcomer-Wettbewerb als großer Gewinner einige Preise mit nach Hause nehmen durfte: die Band Imperial Tunfisch. Doch auch die Welkenraedter Formation Mixed Eyes wusste nicht nur die Jury zu überzeugen. V ON M ARIO V ONDEGRACHT So gewannen beide Musikgruppen gleich drei Preise. Sowohl der Preis der Jury, die aus dem bekannten Singer-Songwriter Frédéric Straet, dem Pigallewirt Lars Brüll und einem GrenzEcho-Mitarbeiter bestand, als auch der PigallePreis, der mit einem Auftritt beim Pigalle-Fest 2013 winkte, sowie der zweite Platz der Gesamtwertung, der einen Auftritt in einem Jugendheim in Frankfurt mit sich bringt, gingen an Mixed Eyes aus Welkenraedt. Die Formation, die erst 2010 gegründet wurde, hatte als erste Band zwar die schwierige Eisbrecher-Rolle inne, doch machte die junge Truppe mit ihrer Natürlichkeit und der sichtbaren Lust auf das reine Musizieren auf sich aufmerksam. Ihr Stil ist eine Mischung aus mehreren Einflüssen, die vom Indie-Pop zum Alternative-Rock reichen.

Imperial Tunfisch waren mit Mixed Eyes die großen Gewinner des diesjährigen Jukutu-Wettbewerbs. Schöne Melodien und Tempi-Wechsel sorgten in ihrem rund 20-minütigen Set für reichlich Abwechslung. Lars Brüll hatte recht, als er bei seiner Laudatio davon sprach, dass diese Band eine große Zukunft hat und sich auf dem richtigen Weg befindet. Er sei gespannt, was die Formation

Handgemachte Musik: in Ostbelgien immer noch „in“.

Lupe-Veranstaltung

in einem Jahr zu leisten vermöge, verriet der Wirt hinter den Kulissen.

Imperial Tunfisch, die Band mit dem merkwürdigen Namen, wusste vor allem mit ihrer Performance zu überzeugen. Der große Gewinner des Abends war aber eindeutig Imperial Tunfisch. Die Band mit dem merkwürdigen Namen wusste neben ihrer starken und ausdrucksvollen Indie-Rock-Musik, die gespickt ist mit Funk- und Punkeinflüssen, vor allem mit ihrer Performance zu überzeugen. Folgerichtig ging auch der Publikumspreis (der Auftritt als Top act bei Jukutu 2013) sowie der Gesamtpreis des Wettbewerbes (250 Euro) an die junge Eupener Formation. Außerdem darf die Band beim Schülercafé 2013 in Aachen auftreten. Von der ersten Minute an hatten sie das Publikum, das sich aus rund 400 Jugendlichen zusammensetzte, auf ihrer Seite. Im Stile der deut-

schen Formation Beatsteaks scherzte und spielte der Frontmann der Truppe, Christoph Beckers, mit den Gästen. Begleitet vom Saxofonisten Filip Schlembach hatte die Band, die des Weiteren aus Luca Stoffels (Lead-Gitarre), Achim

Andres (Vocals und Bass) sowie Peter Heinrichs (Drums) besteht, einige spannende Momente parat. Man überraschte stets aufs neue. Die Formation, die 2011 in der Sommerwerkstatt von Chudoscnik Sunergia ihre ers-

BANDBIOGRAFIE

Imperial Tunfisch Im Winter 2009 lernten sich Luca S. (Gitarre) und Achim A. (Bass) in der Musikschule kennen. Da Luca angefangen hat Gitarre zu spielen und Achim bereits seit einigen Jahren Schlagzeug spielte, traf man sich ein paar Mal, um ein bisschen zu jammen. Ende Sommer 2010 lernte Achim durch eine gemeinsame Freundin Christoph kennen. Da Achim im April gleichen Jahres damit begann, Bass zu spielen, gab er das Schlagzeug an Peter weiter und imperial Tunfisch war geboren. Doch mit richtigem Songwriting und Spielen wurde erst Ende Sommer 2011 begonnen, nachdem man an der Sommerwerkstatt von Chu-

doscnik Sunergia mit Daniel Offermann (Girls in Hawaii) teilgenommen hatte. Anschließend wurde Christoph zum Singen überredet. Nach der Sommerwerkstatt folgten zwei Gigs auf dem Lambertusmarkt. Außerdem trat man noch zum Niuko Bandcontest in Deidenberg an. Im Januar stellten die Tunfischs ihre neuen Songs im Jugendheim Inside in Eynatten vor. Imperial Tunfisch, das sind:  Christoph Beckers (Vocals+Gitarre)  Luca Stoffels (Lead-Gitarre)  Achim Andres (Vocals+Bass)  Peter Heinrichs (Drums)  Filip Schlembach (Saxophon)

ten Schritte unternahm und mit Tipps von Daniel Offermann (Girls in Hawaii) versorgt wurde, hat Potenzial. Insofern die Bandmitglieder weiterhin ihren Stil verfolgen und perfektionieren und sich als Team weiterentwickeln, kann man den Eupener Jungs eine erfolgreiche Zukunft vorhersagen. Dass zudem am Samstagabend im Capitol, dessen Bühne vergrößert, dessen Raum mit Absperrgittern verkleinert und wo somit eine gemütliche Atmosphäre geschaffen wurde, soviele Besucher anwesend waren, gibt Mut für die generelle Zukunft der handgemachten Musik in Ostbelgien. Dies zeigten nicht zuletzt die Auftritte der anderen Bands. Die Band Noisefloor aus der Eifel mit ihrem Mix aus Speedcore und Oldschool Hardcore sowie Neon Grave aus Aachen, die sich dem Metal verschrieben haben, konnten die Zuschauer mit ihrem harten Sound begeistern. Und auch die Cheeky Vegetables wussten, zu überzeugen. www.grenzecho.net/Fotos

Gemeindepolitik: Interessierte erlebten keinen Schlagabtausch der Parteienvertreter

Gesprächsrunde mit Christmann

Wahlparty in Raeren war nur ein mäßiger Erfolg

 Eupen

 Raeren

Die Lupe gestaltet wieder jeden Montagabend in ihren Räumen, Neustraße 93 in Eupen, ihre philosophischen Abende. Dr. Heidi Christmann behandelt derzeit das Thema “Naturwissenschaft und Religion” (basierend auf dem Werk “Der Anfang aller Dinge” von Hans Küng). Man trifft sich immer montags von 19.30-21.30 Uhr. Es wird keine Vorbildung erwartet. Neue, die jederzeit einsteigen können, sollten sich vorher anmelden: Tel. 087/ 55 27 19 (mit Anrufbeantworter). Eintritt pro Abend: 4,50 Euro (ermäßigt 3,50 Euro). Weitere Bildungsangebote: www.lupe.be

Sie war als die „einzige“ öffentliche Wahlveranstaltung in Raeren angekündigt worden, die der Jugendtreff Inside mit einigen Jugendlichen am vergangenen Freitag organisiert hatte. Der Besucherandrang hielt sich jedoch in Grenzen, doch waren rund 60 Personen im Bergscheider Hof erschienen. Vor einigen Monaten hatte der Jugendtreff Inside mit einigen Jugendlichen eine EUJugendinitiative gestartet, um die Erstwähler verstärkt für die Gemeindepolitik zu sensibilisieren. 814 Jugendliche im Alter von 18 bis 24 Jahren waren zweimal angeschrieben

worden, um auf den OnlineFragebogenwettbewerb hinzuweisen. Ein selbst erstellter Videoclip sollte die Jugendlichen vorab mehr informieren. Die Wahlparty bildete den Abschluss dieses von dem Programm „Jugend der EU“ unterstützten Projekts. Moderiert von Mario Vondegracht standen je zwei Vertreter der vier verschiedenen Parteien Rede und Antwort. Dabei gab es keine wirklich großen Meinungsverschiedenheiten. Die Veranstalter hatten mit mehr Jugendlichen gerechnet, und die Aussage von Werner Kalff, Jugendarbeiter in Eynatten, „die Jugend ist satt und es geht ihnen in Raeren ausge-

sprochen gut“, ist vielleicht eine der Erklärungen, wieso so

wenige Jugendliche zu diesem Event erschienen waren.

Im Rahmen der Wahlparty wurden auch die Gewinner des vorangegangenen Online-Wettbewerbs bekannt gegeben.

Als Rahmenprogramm trat die neue Formation die Pitch Band auf, die mit ihren oft mehrstimmig vorgetragenen Songs das Publikum begeisterte. An diesem Abend wurden auch die Gewinner des Fragebogenwettbewerbs ermittelt. Als ersten Preis erhielt Julien Pierre ein PC Tablet und Abeline Vomberg ein Smartphone. Die weiteren Preise gingen alle drei an die Geschwister Ruth, Vera und Zeno Mennicken. Weitere Infos und Bilder dieser Veranstaltung wie immer auf www.jt-inside.be

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GrenzEcho Montag, 1. Oktober 2012

NACHGEFRAGT BEI ...

Patricia Creutz, Eupener Kulturschöffin

„Mancher Kollege müsste es besser wissen“

Lächelnd legen Patricia Creutz, Elmar Keutgen und Isabelle Weykmans (von links) den Grundstein. Gelacht wurde aber angesichts der vorhergehenden Redebeiträge nach dem offiziellen Akt eher wenig. Fotos: David Hagemann

Alter Schlachthof: Grundsteinlegung mit Wahlkampf-Charakter

Beide zitieren Goethe, aber dichten doch jeweils anders  Eupen

Die Grundsteinlegung eines Bauprojekts ist eigentlich eine klassische Steilvorlage für Schulterklopfer und Gratulanten - aber nicht so am vergangenen Freitag. Statt lobender Worte für den Beginn der zweiten Bauphase für den „Alten Schlachthof“ sorgte DG-Kulturministerin Isabelle Weykmans (PFF) mit ihren Aussagen für mächtig Gesprächsstoff. V ON M ARTIN K LEVER Zu feiern gebe es nichts, so die Ministerin, die der Grundsteinlegung wenig Positives abgewinnen konnte. Eine Anspielung auf die Dauer dieses Infrastrukturvorhabens konnte sie sich nicht verkneifen, wobei sie hierfür Johann Wolfgang von Goethe zitierte: „Da steh ich nun, ich armer Tor, und bin so klug als wie zuvor.“

gung endlich veröffentlicht werden konnte“, so die Ministerin, die weiter erklärte, dass aus ihrer Perspektive schon 2009 der Startschuss für die zweite Bauphase hätte fallen können. Aussagen, die Eupens Bürgermeister Elmar Keutgen und Schöffin Patricia Creutz (beide CSP) deutlich überraschten und für betretene Mienen sorgten. Schließlich ist man von Veranstaltungen dieser Art gewohnt, dass ausschließlich lobende - und keine kritischen - Worte kundgetan werden. Dabei hatten im Vorfeld auch schon die Oppositionsparteien Ecolo und SPplus erklärt, nicht zu dieser Grundsteinlegung zu erscheinen - sie hielten Wort. Und nicht nur das: Auch die in das Projekt „Alter Schlachthof“ involvierten Akteure Chudoscnik Sunergia und Kulturelles Komitee wohnten diesem Festakt nicht bei. Kulturschöffin Patricia

Creutz ignorierte dies in ihrer Rede geflissentlich und hob die positiven Punkte des Projekts „Kulturzentrum Nord“ hervor. Man habe das Vorhaben in den vergangenen Monaten deutlich vorangetrieben. „Ohne Übertreibung kann man von einer entscheidenden Etappe in der Saga Kulturzentrum sprechen“, erklärte Creutz überzeugt, die daran erinnerte, dass man in Eupen über zahlreiche Standorte diskutiert hätte, die eines kulturellen Zentrums würdig gewesen wären. 2,89 Millionen Euro hatte die erste Bauphase des Alten Schlachthofs, die vornehmlich der Instandsetzung der äußeren Hülle des Gebäudes gewidmet war, verschlungen, mit 4,72 Millionen Euro schlägt die zweite Etappe zu Buche. Geld, das nach Aussage von Creutz durchaus vernünftig angelegt werde, weil die wesentlichen Bedürfnisse seitens der Bevölkerung und der

„Ich lege schon Wert darauf, dass es nicht an der DG oder an mir gelegen hat, dass die Mitteilung zur Grundsteinlegung endlich veröffentlicht werden konnte.“ Dabei kritisierte Weykmans in erster Linie die sich hinziehende Realisierung der zweiten Bauphase. DeR Grund, dass es so lange gedauert habe, diese finale Periode der Bautätigkeit einzuleiten, sei aufseiten der Stadt zu suchen. „Ich lege schon Wert darauf, dass es nicht an der DG oder an mir gelegen hat, dass die Mitteilung zur Grundsteinle-

Mühe hatte Bürgermeister Elmar Keutgen bei der offiziellen Grundsteinlegung nur kurzfristig. Für das Gesprächsthema sorgten vielmehr die Aussagen von DG-Kulturministerin Isabelle Weykmans.

involvierten Akteure berücksichtigt würden. Deshalb zitierte auch die Eupener Schöffin Johann Wolfgang von Goethe: „Dass es am rechten Fleck stehe, dass es wohlgegründet, dass es vollkommen ausgeführt sei.“

„Für die Stadt bedeutet das Projekt nicht nur die seit langem fällige Sanierung eines ihrer markantesten Gebäude, sondern auch die städtebauliche Aufwertung eines ganzen Viertels.“ Den rechten Fleck glaubt Creutz mit dem Standort am Rotenberg gefunden zu haben. „Für die Stadt bedeutet das Projekt nicht nur die seit langem fällige Sanierung eines ihrer markantesten Gebäude, sondern auch die städtebauliche Aufwertung eines ganzen Viertels“, ist Creutz überzeugt. Des Weiteren sei der Alte Schlachthof ein wichtiger Bestandteil des regionalen Kulturzentrums Nord und darüber hinaus der gesamten Kulturinfrastruktur der Stadt Eupen. Worte, denen Kulturministerin Weykmans zwar Glauben schenken wollte, die sie angesichts ihrer Eingangskritik jedoch weitestgehend kalt ließen. Ob es ausschließlich reiner Wahlkampf war, der die CSP-Schöffin und die PFF-Ministerin veranlasste, auf die Formulierungskunst des deutschen Dichters zurückzugreifen? Eine Antwort hierauf gab es am Freitagnachmittag nicht. Klar ist nur, dass das Thema Kulturzentrum Nord auch mit diesem Schlagabtausch wohl noch nicht beendet sein wird.

Der Beginn der zweiten Bauphase wurde schon 2010, also vor zwei Jahren, angekündigt. Wieso hat sich diese Angelegenheit aber bis heute hingezogen? Dieser Zeitrahmen mag auf den ersten Blick sehr lange erscheinen, aber man muss wissen, dass die beiden Bauphasen auch zwei verschiedene Bauherren haben. Für die erste Bauphase war die Stadt Eupen als Auftraggeber verantwortlich, in der zweiten Phase ist es nun die Autonome Gemeinderegie Tilia. Die Stadt war in den Genuss der wallonischen Fördermittel gekommen und musste die erste Bauphase zunächst komplett abrechnen und abschließen, um im Anschluss der Tilia das Eigentum zu übertragen, woraufhin diese erst dann mit der zweiten Planungsphase beginnen konnte. Ich gebe zu: Das klingt alles ein wenig kompliziert, war aber notwendig, um die bedeutenden Fördergelder seitens der Wallonischen Region zu erlangen. Nicht nur Ecolo und SPplus glänzten bei der Feierstunde durch Abwesenheit, auch die involvierten Akteure Chudoscnik Sunergia und Kulturelles Komitee waren nicht da. Hinzukommt die kritische Positionierung von Ministerin Weykmans. Hatten Sie mit soviel Ablehnung gerechnet? Ich finde das schade, weil alle die von Ihnen angesprochenen Kollegen und Akteure eigentlich haargenau wissen, wie komplex dieses Projekt war. Wenn man Nutznießer von Fördermitteln sein möchte - und das wollen wir ja ohne Frage -, dann kann man sich nachher nicht darüber beschweren, dass es nicht vor-

wärtsgeht. Daher ist diese Haltung mancher Kollegen wirklich schade, weil sie es besser wissen müssten. Und mich macht das Ganze auch ein bisschen traurig, weil ich davon überzeugt bin, dass dieses Projekt von einer großen Mehrheit der Bevölkerung befürwortet wird. .......................................

Patricia Creutz ist als Kulturschöffin zuständig für den Umbau des „Alten Schlachthofs“. .......................................

Am Rande der Grundsteinlegung sprach das GrenzEcho mit Eupens Kulturschöffin Patricia Creutz.

Dass die Grundsteinlegung gut zwei Wochen vor den Gemeinderatswahlen stattfindet, ist allerdings doch ein bisschen merkwürdig. Natürlich liegt das Datum nur 14 Tage vor den Gemeinderatswahlen, aber wir haben auch erst Ende August die notwendigen definitiven Zusagen bekommen. Natürlich hätte ich diesen Akt am liebsten auch schon vor sechs Monaten vollzogen, aber wir waren nun mal erst eben jetzt auch soweit. Gibt es einen zeitlichen Rahmen, in dem das Projekt Alter Schlachthof definitiv fertiggestellt ist und somit das Kulturzentrum seine Pforten öffnen kann? Schwierig zu sagen. Für die zweite Phase sind 400 Bautage veranschlagt, aber man weiß ja, wie viele Faktoren Einfluss auf die schlussendliche Fertigstellung eines solchen Projekts haben können. Ich halte es aber für durchaus realistisch, dass wir im Frühsommer 2014 soweit sind und das Gebäude als Kulturzentrum dienen kann.

Im „Alten Schlachthof“ in Eupen wurde am Freitag die zweite Bauphase offiziell eingeläutet.

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GrenzEcho Mittwoch, 3. Oktober 2012

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AVES-Ostkantone

Wanderung rund um Recht  Recht Am kommenden Sonntag, dem 7. Oktober, lädt AVESOstkantone alle Naturfreunde zu einer ornithologischen Exkursion durch die Umgebung von Recht ein. Der Vogelzug ist nunmehr voll im Gange und so entgeht dem aufmerksamen Naturbeobachter sicher nicht der Durchzug von größeren oder kleineren Vogelgruppen. Doch welche Arten zurzeit unser Gebiet durchqueren, dürfte den wenigsten bekannt sein. Wer mehr darüber erfahren möchte und fachkundige Auskunft sucht, ist bei dieser 6stündigen Exkursion bestens aufgehoben. Helmut Veiders leitet diese Wanderung, die durch herbstliche Waldlandschaften, Wiesen- und Bachtäler führt. Treffpunkt ist die Kirche in Recht um 09h00. Mitzubringen sind neben witterungsgerechter Kleidung, ein kleines Picknick, eventuell noch Fernglas und Notizblock.

Blick über das Marktgeschehen: Die Büllinger hatten Glück, denn es war zwar etwas bedeckt, aber weitgehend trocken.

Markttreiben: Michelsmarkt zog bei herbstlicher Witterung Besucher aus der ganzen Region an

Der Eifeler Marktreigen ist eröffnet  Büllingen

Es ist weitgehend trocken geblieben: Das war wohl gestern die wichtigste Nachricht für die Händler und Kunden auf dem Michelsmarkt in Büllingen. Und so hat der MarktbeHelmut Veiders, such auch allen wieder Tel. 0473/93 73 20 und Spaß gemacht. www.aves-ostkantone.be.

Jeden Montag

Frauentreff im Patchwork  St.Vith

Seit September findet im Patchwork in St.Vith jeden Montag 9.00 bis 11.00 Uhr ein Frauentreff statt Hier trifft man sich in gemütlicher Runde und ganz zwanglos, bei einer Tasse Kaffee oder Tee und verbring zusammen eine gute Zeit. Im Moment beschäftigt sich die Gruppe mit dem Thema „andere Länder – andere Sitten“. Neben dem „offiziellen Programm“ der Treffen bleibt auch immer noch Zeit, Privates zu besprechen. Manchmal verabreden sich die Teilneherinnen auch für eine Aktivität außerhalb der Treffen. Hannah Schwall: Tel. 080/282035.

Atelier

Kreativ-Welt und Shopping in Wiesbaden  Neundorf

400 Aussteller sind auf Kreativmesse in Wiesbaden vertreten. Highlights sind u.a. zahlreiche Workshops, die über die neuesten Trends informieren und zum Mitmachen einladen. Modenschauen und Vorführungen geben wertvolle kreative Anregungen. Dazu gibt es vielfältige Einkaufsmöglichkeiten fürs kreative Hobby. Das Atelier Neundorf organisiert eine Busfahrt am Freitag dem 2. November. Ab Büllingen (6:35 Uhr), Amel (6:50 Uhr) und St.Vith (7:00 Uhr). Frühbucherpreis: Bus + Eintritt: 27€/23€ (Jugendliche). Atelier Neundorf, Tel. 080/22 82 82

V ON PETRA F ÖRSTER In vielen Familien in der Eifel sind die Daten der Herbstmärkte im Kalender rot markiert. Nach dem Michelsmarkt in Büllingen stehen am Samstag, 10. November, der Hubertusmarkt in Amel und am 20. November der Katharinenmarkt in St.Vith an. In Büllingen waren Händler und Kunden am Dienstag schon früh auf den Beinen, um den Tag in vollen Zügen zu genießen. In einem Zelt direkt am Marktgeschehen servierten die Ex-Prinzen um 5.30 Uhr dem ersten von insgesamt 150 Kunden ein deftiges Frühstück. Auch viele Postbeamte machten hier vor ihrer Runde kurz Station, um dann nach der Arbeit wieder zum Markt zurückzukehren. In den Morgenstunden gehörte das Geschehen den Familien, Hausfrauen und Rentnern. Einige „Fans“ des Michelsmarktes hatten sich auch eigens freigenommen, um das bunte Treiben zu genießen. „Ich habe bestimmt schon hundert Mal ‚Hallo‘ gesagt“, freute sich ein Besucher aus der Gemeinde Büllingen, viele alte Bekannte zu treffen. Seine Frau drehte zwischenzeitlich eine Runde entlang der Stände und später auch durch die Geschäfte, denn viele lockten eigens zum Michelmarkt mit besonders günstigen Angeboten.

Gefragt war, was man braucht: Obst und Gemüse, gerne auch in größeren Mengen.

Ein wenig südländisches Flair brachten die katalanischen Würste in die Nordeifel.

Sie gehören zum Michelmarkt wie der Sand zum Meer: die echten Böllinger Waffeln.

UMFRAGE

Maria Pauls

Um 9 Uhr in der Frühe, hat Maria Pauls angefangen, Waffeln zu backen, gegen 12 oder 13 Uhr wird ihre Schicht beendet sein. „Wenn dann noch was da ist, drehe ich noch eine Runde über den Markt“, sagt die 65-Jährige. Ansonsten freut sie sich auf ein gemütliches Essen mit Bekannten und wartet ab, was der Tag noch so bringt.

Edgar Mackels

Mit seiner Frau ist der 64-jährige Rentner aus Wirtzfeld zum Markt nach Büllingen gekommen. Das Paar hat zunächst in gemütlicher Runde mit Freunden gefrühstückt, dann werden die Einkäufe erledigt. „Mittags gehen wir in der Feuerwehrhalle was essen und mal sehen, ob sich dann jemand findet, um eine Runde Karten zu spielen.“

Alphonse Dedericks

Gemüse ist der Renner am Stand von Jobkenne, an dem auch der 57-Jährige aus Eupen arbeitet. „Vor allem Kohl, aber auch Mandarinen und Clementinen sind gefragt.“ Die Markthändler merken im Gespräch mit den Kunden gut, dass der Michelsmarkt ein besonderer Tag ist: „Das ist ein richtiges Fest für die Leute.“

Chantal Klarhöfer

Aus Hallschlag ist die Neunjährige mit ihrer Mutter, ihren Geschwistern, der Oma und einer Freundin der Familie zum zweiten Mal zum Michelsmarkt gekommen. „Wir haben Ferien“, freut sie sich. Einen Plan für den Tag hat die Familie nicht, eine Einkaufsliste auch nicht. „Ich habe aber schon ein T-Shirt für meine Schwester gefunden.“

André Schleck

Um 4.30 Uhr hat der Tag für den 43-Jährigen begonnen, um 5.30 Uhr hat er zusammen mit den anderen Ex-Prinzen das erste Frühstück für die Markthändler serviert. „Wir machen das jedes Jahr, es macht viel Spaß. Nach 10.30 Uhr stürze ich mich ins Marktgeschehen. Und mittags gehe ich mit meinen Kindern eine Suppe essen.“

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GrenzEcho Freitag, 28. September 2012

Neustart: Cris van Beek hat Hilfe erhalten und plant neue Projekte in Malawi

„Kleine Schritte“ überwindet Krise sches Material für zwei Primarschulen gesammelt. Viel ist bereits zusammengekommen, aber es werden noch Lernspiele gesucht. Schließlich begleitet „Kleine Schritte“ die „Group Süd“, zwölf engagierte Jugendliche aus der Gegend von Welkenraedt. Sie werden in Juli 2013 nach Malawi reisen, um dort in den Bereichen Gesundheit, Unterricht und ‚neue Einkünfte’ zu arbeiten.

 Elsenborn

„Kleine Schritte“ geht weiter: Nach den vielen Reaktionen auf einen Artikel im GrenzEcho im August hat Cris van Beek sich dazu entschlossen, die Hilfe für Malawi fortzuführen.

Im Kreuzungsbereich der Anschlusstelle Prüm entsteht ein neuer Kreisverkehr.

Bauarbeiten

Umleitungen am neuen Kreisverkehr  Prüm

In dieser Woche beginnt die nächste Bauphase zur Herstellung des Kreisverkehrplatzes im Kreuzungsbereich der Anschlussstelle Prüm–A 60 / B 51 / L 11. Während dieser Bauarbeiten muss der in Richtung A 60/ Belgien fahrende Verkehr bis zur Autobahnstelle Bleialf umgeleitet werden. Anschließend muss in der nächsten Bauphase in der Zeit vom 4. Oktober bis voraussichtlich 13. Oktober der Verkehr in Richtung Köln, Gerolstein und Prüm ab der Baustelle bis zum Anschluss Prüm-Dausfeld umgeleitet werden. Der Verkehr aus Richtung Köln und Gerolstein wird zwischen dem Anschluss Rommersheim und der Kreiselbaustelle während dieser Zeit einbahnig durch die Baustelle geleitet.

Markt

Künstler und Handwerker stellen aus  Solwaster

In den Straßen und Innenhöfen der Ortschaft Solwaster findet am Sonntag, 30. September, von 10 bis 18 Uhr, ein Markt statt, bei dem 28 Künstler und Handwerker Futterhäuschen, Laternen, Kerzenständer und vieles mehr zum Verkauf anbieten. Für das leibliche Wohl werden kleine Köstlichkeiten angeboten. www.planchedeco.be

Debatte

Focus auf das Thema Armut  Malmedy

In der Bibliothek Malmedy findet am Mittwoch, 3. Oktober, von 18 bis 19.30 Uhr, eine Debatte mit Vertretern aller vier politischen Gruppierungen zum Thema Armut statt. Dabei sollen die Bereiche Wohnen, Beschäftigung, Gesundheit, Mobilität usw. angesprochen werden. Moderator ist der Politikwissenschaftler Geoffrey Grandjean. Es besteht auch die Möglichkeit, Fragen zu stellen.

Erst aufhören, dann weitermachen: Auf den ersten Blick sieht dies ziemlich verwirrend aus. Deshalb hat Cris van Beek sich auch dazu entschlossen, einige Erklärungen anzubringen. Die laufenden Projekte in Malawi entwickeln sich sehr gut. Aber die Durchführung vor Ort erfordert eine sachkundige Begleitung durch Personen, die die Situation gut kennen und beurteilen können. Dies ist bisher nur Cris van Beek. Innerhalb der Organisation „Ritas kleine Schritte in Malawi“ war es zu Meinungsverschiedenheiten über die weitere Vorgehensweise gekommen. Dies hatte letzten Endes zu der Entscheidung geführt, „nur noch“ die laufenden Projekte zu Ende zu führen und auf neue Vorhaben zu verzichten.

Arbeitsweise hatte zu internen Diskussionen geführt. Der Grund lag in der Arbeitsweise von „Kleine Schritte“ begründet. Die Vereinigung führt ein Projekt in einem kleinen Dorf aus. Dieses gilt nach einem Jahr im Prinzip als abgeschlossen und es kommt ein anderes Dorf an die Reihe. Ein Schulprojekt zum Beispiel ist aus diesem Grund ein „Nebenprojekt“. Die unterschiedlichen Meinungen zur zukünftigen Orientierung haben schließlich zu der Entscheidung geführt, keine neuen Vorhaben mehr

Zwölf Jugendliche aus Welkenraedt reisen im Juli 2013 nach Malawi.

Die Hilfe für Malawi geht weiter: Die Vereinigung „Ritas kleine Schritte“ hat sich nach einigen Turbulenzen doch dazu entschlossen, ihre Arbeit fortzuführen. zu starten. Als das GrenzEcho am 11. August 2012 über Cris van Beeks Entscheidung berichtete, reagierten ihm gegenüber viele Menschen darauf und appellierten an ihn, die Arbeit fortzuführen. Auch versprachen einige Menschen, die bereits vor Ort waren, sich künftig zu engagieren. So war die Ausgangssituation plötzlich eine ganz andere. „Die Krise war überstanden“, sagt Cris van Beek. Van Beek betont, dass es immer viele Menschen gab, die ihn unterstützt haben: In Belgien haben ihm viele Menschen bei Übersetzungen, der Gestaltung der Website, der Organisation von Festen usw.

zur Seite gestanden. Musikgruppen haben zugunsten der Vereinigung Benefiz-Konzerte gegeben und so nicht nur für Einnahmen gesorgt, sondern auch „Ritas kleine Schritte“ bekannter gemacht. Alle diese Menschen möchte Cris van Beek nicht enttäuschen. Was ihm aber wirklich fehlt, sind Menschen vor Ort mit Erfahrung. In den letzten fünf Wochen hat sich viel getan, berichtet er: Einige interne Probleme konnten gelöst werden. Die Website wird modernisiert. In den ostbelgischen Sekundarschulen wird eine große Umfrage über Entwicklungszusammenarbeit gestartet. Und die Vereinigung hat einen

Weg gefunden, um den Mangel an Lehrbüchern in zwei Primarschulen in Malawi zu beheben. Zudem hat sich die Gelegenheit ergeben, Kunstdünger im Wert von über 10.000 Euro für nur zehn Prozent des aktuellen Marktwertes zu kaufen. Damit kann nun sehr vielen Menschen geholfen werden. Auch wurden günstig Wellblechplatten für sechs Dörfer angeschafft. Das Projekt Sportkleidung für Primar- und Sekundarschulen konnte dank vieler großzügiger Spender erfolgreich beendet werden. Fußbälle und Volleybälle sind derzeit noch Mangelware und werden weiterhin gesucht. „Ritas kleine Schritte“ hat auch didakti-

Die Vereinigung selbst plant im Januar 2013 eine Reise, bei der die Arbeiten zur Renovierung eines kleinen Krankenhauses beginnen sollen. Die Lebenserwartung in Malawi liegt derzeit bei 51 Jahren und durch eine Verbesserung der medizinischen Versorgung soll sich diese Situation deutlich verbessern. Geplant ist außerdem ein großes Bewässerungsprojekt. Bedingt durch den Klimawandel gibt es während der Regenzeit immer öfter Tage oder sogar Wochen, in denen es nicht regnet. Dadurch sind die Maisernte und auch der Tabakanbau bedroht. Das Bewässerungsprojekt soll hier Abhilfe schaffen. Geplant sind Sprinkleranlagen für jedes Feld. Wer die Projekte unterstützen möchte, kann dies durch aktive Mitarbeit, Sachspenden oder eine Geldspende auf das Konto 731-0023 608-12 der KBC oder der König-Baudouin-Stiftung 000-000 0004-04 mit Referenz: „L82165 - Kleine Schritte“‚ Betten. Für Spenden ab 40 Euro wird eine Steuerbescheinigung ausgestellt. www.kleine-schritte.be

Kirmes: Krugkönige ermittelt

Konzert: Aurélie Dorzée und Tom Theuns

 Lascheid

 St.Vith Am Donnerstag, dem 4. Oktober, findet um 20 Uhr ein weiteres arsVitha-Konzert aus der Reihe „World Music“ im Triangel-Café statt. Erstmals ist das Duo Aurélia in St.Vith zu Gast. Die Zuschauer werden in die magische Welt von Aurélie Dorzée und Tom Theuns entführt. Auf dem Programm steht moderner Folk. Aurélie Dorzée, Geigerin und Sängerin, ist die Tochter eines Schauspielers; ihre Musik ist ein Theater. Auf der Bühne sprüht sie nur so vor lauter Energie, sie entführt den Zuhörer in die wundervolle Welt der Musik, wo sich Humor und Fantasie mit dem Unwirklichen verbinden. Ihre Sprache ist eine Entdeckungsreise zwischen Improvisation, modernem Folk und Klassik. Ihr Duo-Partner Tom Theuns ist Sänger und MultiInstrumentalist (Gitarre, Banjo, Mandoline, Sitar, Tabla, Keyboard…), der sein erstes Solo-Album 2009 herausbrachte. Er begann seine mu-

André Schumacher und Oliver Kohnen landeten die Treffer In Lascheid und Richtenberg wurde am vergangenen Wochenende eine zünftige Dorfkirmes gefeiert. Nach dem traditionellen Kirmesbaumaufrichten durch die Junggesellen wurde am Samstag eine große Jubel-, Trubel-, Heiterkeit-Party gefeiert, bei der DJ Joe bis in die frühen Morgenstunden für die Stimmung sorgte. Am Sonntag stand indessen zünftige Blasmusik auf dem Programm. Den Frühschoppen gestaltete der lokale Musikverein Burgecho Reuland-Lascheid, danach war im Laufe des Tages die legendäre Thekenparty mit dem Duo „Locker vom Hocker“ angesagt. Am Montag traf die Dorfgemeinschaft sich zum Spielewettkampf, wobei auch der Kirmesherrscher ermittelt wurde. Bei den Junggesellen war es Oliver Kohnen, der sich als treffsicher erwies und den irdenen Krug mit einem wuch-

Krugkönige 2012 in Lascheid-Richtenberg sind (v.l.) Oliver Kohnen und Aline Michaelis sowie André Schumacher mit seiner Gattin Myriam. tigen Schlag vom Fass schlug. Aus dem Kreise der Dorfmädchen wählte er Aline Michaelis zu seiner treuen Wegbegleiterin. Bei den Verheira-

teten fasste sich André Schumacher ein Herz und zerdepperte souverän den Tonkrug. Ihm steht seine Gattin Myriam zur Seite. (gh)

Duo Aurélia führt in die Welt des Folks

sikalische Laufbahn in der Antwerpener Rock-Untergrund-Szene im Alter von 14 Jahren. Später wandte er sich dann der Folk-Musik von der Bretagne und Frankreich zu. In wenigen Jahren hat sich Tom Theuns den Ruf als einer der besten Gitarristen in der traditionellen keltischen Musik erarbeitet. In einzigartiger Perfektion ist es ihm gelungen, die komplexe Ornamentik, die üblicherweise mit Geige, Dudelsack oder Flöte assoziiert wird, treffsicher auf die Gitarre zu übertragen. So bleiben Charakter und Emotionalität der keltischen Musik in seinem Spiel lebendig. Infos und Kartenbestellungen unter den beiden Rufnummern 080/34 92 88 und 080/44 03 20. Im Triangel können die Karten montags bis freitags von 9 bis 14 Uhr abgeholt werden. www.aurelia-feria.com

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GrenzEcho Samstag, 6. Oktober 2012

Träume: Was haben sie zu bedeuten?

Botschaften aus der Nacht ner jetzigen und vergangenen Lebenssituation. Als Freud seine Werk zur Traumdeutung geschrieben hat, war der gesellschaftliche Kontext ein anderer. Er verstand Träume als Ausdruck seelischer Störung. Das ist heute vielseitiger.

 Weismes

Anita Fohn aus Weismes hat sich eingehend mit dem Thema Träume auseinandergesetzt und bereits mehrere Vorträge dazu gehalten. Als Traumdeuterin versteht sie sich allerdings nicht, obschon ihrer Meinung nach fast jeder Traum eine Bedeutung hat.

Welche Funktion erfüllen Träume denn dann? Der Traum gehört zum Schlaf und der Schlaf zum Leben. Das Träumen ist also ein wichtiges Element. Er erfüllt mehrere Funktionen. Bei Neugeborenen dient es beispielsweise der Gehirnreifung. Man träumt aber auch, um zu vergessen. Der Traum hat also eine Bereinigungsfunktion. Er hilft außerdem, Probleme aus dem Wachleben zu verarbeiten und dann zu lösen. Daher kommt auch das Sprichwort „Schlaf mal eine Nacht drüber“. Der Traum hilft, emotionale Erlebnisse zu verarbeiten, und Stimmungen zu glätten. Ärger kann am anderen Morgen abgeflacht sein. Man kann einen neuen Blickwinkel einnehmen. Träume haben auch eine verarbeitende Funktion von angstbesetzten Inhalten. Er dient der Schaffung von kreativeren Lösungen, als im Wachen. Im Schlaf kann sich Erlerntes setzen und festigen so zusagen in unsere Festplatte einbrennen. Neues und Erinnerungen werden im Traum analysiert und können bei der Selbstfindung helfen.

V ON N ATHALIE W IMMER Jeder tut es, aber nur die wenigsten reden darüber: Das Träumen spielt in unserer Gesellschaft nur eine nebengeordnete Rolle. Dabei könnte man die fantastischen Nachtabenteuer als Nachrichten aus dem Off betrachten. Wie kommt es, dass viele Menschen ihre Träume vergessen? Jeder Mensch träumt. Das geschieht mit unserem mehr oder weniger ausgeprägten Interesse und immer zu unserem Wohle. Wir träumen sogar mehrmals pro Nacht, immer am aktivsten in den so genannten REM-Phasen. REM steht dabei für „rapid eye movements“ - schnelle Augenbewegungen. Ob und wie lebhaft der Traum nach dem Erwachen in Erinnerung bleibt, hängt unter anderem davon ab, wie viel Zeit zwischen der Traumphase und dem Erwachen liegt. Man kann allerdings auch üben, sich an die Träume zu erinnern. Können Träume den Blick in die Zukunft öffnen? Als zuverlässige Zukunftsdeutung nicht. Als Hinweis, als Arbeitsinstrument oder als Ansatzpunkt bei der Alltagsbewältigung schon. Können Sie das etwas genauer anführen? Träume können kreativen Lösungsansätzen liefern oder neue Blickwinkel eröffnen. Das wiederum kann bei der Problemlösung in der wachen Realität hilfreich sein. Demnach ist es also wichtig, sich mit seinen Träumen auseinanderzusetzen? Eigentlich ja. Aber wie wichtig, das hängt von jedem Einzelnen ab. Wenn man das Bedürfnis spürt, seinen Träumen auf den Grund zu gehen, sollte man das tun. Träume sind generell etwas Wertvolles für uns Menschen. Das Träumen

„Der Traum gehört zum Schlaf und der Schlaf zum Leben“, erklärt Anita Fohn. ist seit jeher als Thema in Literatur, Kunst und Religion allgegenwärtig. Was halten Sie von der Traumdeutung? Die Deutung von Träumen ist eine komplexe Angelegenheit. Die kulturelle Prägung spielt dabei beispielsweise eine Rolle. Ein europäisches Kind träumt in anderen Bildern als ein afrikanisches Kind. Die Symbolik und die Lebensumstände sind ganz andere. Außerdem muss natürlich alles in einen persönlichen Kontext gesetzt werden. Träumt beispielsweise eine 14-Jährige

von einem Baby, dann ist das Bild anders zu besetzten als bei einer 44- oder 84-Jährigen. Panik und Angst, Hoffnung und Erwartung können durch ein und das gleiche Bild verkörpert werden. Traumdeutungsbücher sind daher mit Vorsicht zu genießen. Man kann ein Traumelement nicht mit allgemeingültigen Deutungen versehen. Freuds Theorie zufolge enthält jeder Traum eine „höchst intime Botschaft“. Bei der Entschlüsselung geht es um Selbsterkenntnis. Wie sehen Sie das?

Wenn man von Freud spricht, gilt es immer, Wortschatz zu entschlüsseln. Das Wort „intime Botschaft“ muss beispielsweise vorab geklärt werden. Wenn man intim als „sehr persönlich“ versteht, dann beinhalten Träume sicher solche Botschaften. Wenn intim aber mit Körperlichkeit verbindet, was Freud häufig getan hat, dann enthält sicher nicht jeder Traum eine intime Botschaft. Freuds Herangehensweise ist aus heutiger Sicht zu einseitig. Ein Traum ist eine Summe von zahlreichen Komponenten, abhängig vom Wesen des Träumenden und sei-

Woher rührt die Faszination für Träume? Weil es in der Traumwelt weder Raum noch Zeit gibt. Im Traum ist alles möglich. Sie eröffnen den Zugang zu einem anderen Leben. Wir erhoffen uns, durch sie Zugang zu einer für uns dann vorstellbaren Traumwelt zu bekommen. Außerdem kann kein Mensch kann in die Traumwelt eines anderen sehen. Das macht ihre Faszination aus. Was kann man gegen Alpträume tun? Um ihnen den Schreck zu nehmen, muss man sich vor Augen führen, dass es „nur“ ein Traum ist. Tagsüber kann man versuchen ihn bewusst positiv enden zu lassen. Man darf den Alptraum aber nicht nur als negatives Element sehen. Er kann nämlich auch dazu dienen, Überlebensstrategien zu entwickeln. Wenn die Alpträume zu belastend werden und ihr Druck überhand nimmt, sollte man sich professionelle Hilfe nehmen.

Tradition: Tausende Besucher zu Bitburger Volksfest am 14. Oktober erwartet

Landwirtschaft genießen auf dem Bauernmarkt  Bitburg Am Sonntag, 14. Oktober 2012 lädt die Stadt Bitburg ab 11 Uhr zum traditionellen Bauernmarkt ein. Nahezu 50 Aussteller bieten beim größten Bauernmarkt der Region „heimische Qualität und Vielfalt“ zum Kaufen und Genießen auf dem Bedaplatz in Bitburg. Dieser Einladung folgen in jedem Jahr viele tausende Besucher. Wer sich schon immer dafür interessiert hat, was auf den Eifeler Feldern, Scheunen, Kellern und Ställen passiert, der kann hier alle Fragen stellen. Denn neben dem abwechslungsreichen Rahmen-

programm mit Angeboten für Jung und Alt macht vor allem die kompetente Beratung der Erzeuger den Bitburger Bauernmarkt zu einem echten Erlebnis für die ganze Familie. Und wem läuft nicht das Wasser im Mund zusammen, wenn er sich von den kulinarischen Köstlichkeiten aus heimischer Produktion verführen lassen kann. Zahlreiche Marktstände werden Sie erwarten: Holzofenbrot, Eifeler Wurst und Räucherwaren, Zie-gen- und Kuhkäse, Buchweizenknödel, erntefrisches Obst und Gemüse, Bienenhonig und Met, Apfelsaft und

Fruchtweine, Küchenkräuter, Senfprodukte, süße Genüsse, Edelbrände oder Wildspezialitäten - hier werden keine Wünsche offenbleiben. Ergänzt wird das Marktangebot der hochwertigen selbsterzeugten Produkte aus dem landwirtschaftlichen Betrieb durch kunsthandwerkliche Schmuck- und floristische Arbeiten, eine große Auswahl an Zierkürbissen, antike Bauernmöbel, ausgefallene Kinderkleidung, Wollprodukte, Herbstdekorationsartikel, Gartengeräte und vieles mehr. Stärken kann man sich mit traditionellen Gerichten der

Bauernküche sowie ab 13.00 Uhr mit selbstebackenem Kuchen und Kaffee der Landfrauen Bitburg und Neuerburg im Foyer des Haus Beda bzw. direkt auf dem Bedaplatz. Neben all den Leckereien aus dem Rezeptbuch der Großmutter wird wie in den Vorjahren auch dieses Mal die Kinderbackstube der Bäckerei Fritzen nicht fehlen. Nach Herzenslust dürfen Kinder aus vorbereitetem Brotteig und unter Anleitung des Bäckermeisters kleine Backwerke formen, die anschließend im Holzofen gebacken werden. Das weitere Rahmenprogramm mit Kin-

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Ausstellung:

derbasteln und -schminken, Apfelsaftpressen, Vorführungen im Stricken, Nähen oder Korbflechten sowie einem Auftritt der Bitburger Kindervolkstanzgruppe garantiert Spaß und Unterhaltung für Groß und Klein. Besuchen Sie uns auf dem Bedaplatz. Zusätzlich haben zwischen 13 und 18 Uhr auch die Bitburger Einzelhändler ihre Geschäfte geöffnet und laden zu einem sonntäglichen Einkaufsbummel ein. Neben der Hauptstraße wird die Trierer Straße zur Fußgängerzone, damit die Besucher ungestört flanieren können.

Kleintierzüchter zeigen ihre Zuchten  Weywertz

Der Kgl. Kleintierzuchtverein Weywertz und Umgebung präsentiert am Samstag, 20. Oktober, und Sonntag, 21. Oktober, in der Reithalle Bütgenbach eine große Ausstellung. Die Öffnungszeiten sind am Samstag von 15 bis 22 Uhr und am Sonntag von 10 bis 18 Uhr. Es besteht auch die Möglichkeit, Tiere zu kaufen. Auch für das leibliche Wohl der Besucher wird gesorgt sein.

Workcamp

Naturpflege imNSG Emmels  Medell

Natagora/BNVS lädt alle Freunde, Gönner und naturinteressierte Menschen zu einem ca. fünfstündigen Workcamp ins Naturschutzgebiet der Emmels ein. Das Naturschutzgebiet der Emmels ist ein wichtiges Brutgebiet für viele Bodenbrüter wie Rohrammer, Wiesenpieper, Schafstelze, Braunkehlchen, Feldschwirl usw. Um den offenen Charakter des Gebietes zu bewahren, werden Entbuschungsmaßnahmen vorgenommen. Treffpunkt: Samstag 13. Oktober um 10 Uhr in 4770 Medell, Hervert 47A, am Büro von Natagora/BNVS (ehemalige Garage Thomé an der Hauptstraße AmelSt.Vith). Mitzubringen: angepasste Kleidung, festes Schuhwerk, Arbeitshandschuhe, Astschere, eventuell leichte Motorsäge. Für eine warme Suppe und Getränke ist gesorgt. Nähere Infos bei Natagora/BNVS 080/44 81 44, bzw. Marc Jacobs 080/22 98 67.

Ersthelferin

Nach Hundebiss im Krankenhaus  Heiderscheid/L

Im Krankenhaus landete eine Frau, die am Donnerstagabend gegen 18.45 Uhr am Adventure Parc in Heiderscheid einem besinnungslosen Mann zur Hilfe kommen wollte. Dieser war beim Spaziergang mit seinem Hund in Ohnmacht gefallen und lag regungslos auf dem Boden. Eine Passantin, die ihm zu Hilfe kam, wurde von seinem Hund in den linken Arm und den Oberschenkel gebissen. Die Helferin und der Mann wurden beide ins Krankenhaus gebracht. Die Polizei Diekirch und mehrere Krankenwagen nebst Notarzt waren im Einsatz.

Volles Programm

Kirmes an fünf Tagen  Weywertz

In Weywertz wird an diesem Wochenende Kirmes gefeiert. Nach dem Kirmesrock gestern Abend geht das Programm heute und morgen mit Bällen in den Sälen Thomas und Hermann weiter. Am Montag und Dienstag ist jeweils durchgehender Frühschoppen ab 11 bzw. 13 Uhr.

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GrenzEcho Montag, 26. November 2012

Wirtschaftsminister: „Es ändert sich nichts“

Deutsche Rente: Intervention von Jadin

„Sperrfrist bleibt bestehen“ Auch nach der Entscheidung des Brüsseler Kassationshofes bleibt die „Sperrfrist“ in Belgien bestehen. Dies haben Wirtschaftsminister Johan Vande Lanotte (SP.A) und das Wirtschaftsministerium nach einer Unterredung mit den betroffenen Berufsorganisationen mitgeteilt. Nicht nur der Sommer- und der Winterschlussverkauf sind in Belgien streng geregelt, sondern auch das gesetzliche Verbot für die Bekleidungs-, Schuh- und Lederwarengeschäfte, während vier Wochen vor Beginn des Saisonschlussverkaufs Preisermäßigungen anzukündigen. Diese „Sperrfrist“ oder „Sperrperiode“ - ein Unikum in Europa - gilt für die Branchen Bekleidung, Schuhe und Lederwaren. Sie dauern vom 6. Dezember bis 3. Januar und vom 6. Juni bis 1. Juli. Die Regelung war hierzulande eingeführt worden, um einen fairen Wettbewerb zwischen den Großwarenhäusern und den kleinen Geschäften zu gewährleisten. Allerdings verstießen verschiedene Unternehmen immer wieder dagegen und beriefen sich dabei auf europäisches Recht, das über dem belgischen stehe. Die Warenhauskette Inno hatte sich nicht an das Ankündigungsverbot gehalten und war dafür im Jahr 2009 vom Brüsseler Berufungsgericht verurteilt worden. Und genau diese Entscheidung hat der Kassationshof Anfang November wieder aufgehoben. In den Augen von Johan Vande Lanotte, der sich am vergangenen Freitag mit der flämischen Selbstständigenvereinigung Unizo, der Selbstständigen-Gewerkschaft SNI und dem Einzelhandelsverband Comeos an einen Tisch gesetzt hatte, ändert sich durch das Urteil jedoch nichts.

Greenpeace

„Zwangssoldaten auch Kriegsopfer“ In der Frage der Rentenversteuerung durch Deutschland werden auch die Zwangssoldaten als Kriegsopfer angesehen. Dafür hatte sich die Kammerabgeordnete Kattrin Jadin (PFF) eingesetzt. „Die deutsche Regierung hat 2010 entschieden, sämtliche pensionsberechtigte Ausländer, die in Deutschland gearbeitet haben, auf ihre Renten zu besteuern. Diese Kategorie schloss zunächst belgische Zwangsarbeiter und Zwangssoldaten mit ein“, erklärte sie laut einer Mitteilung. Nun habe sie bewirken können, dass belgische Zwangsarbeiter in die Kategorie der „Opfer des Zweiten Weltkrieges“ aufgenommen und von der Rentensteuer befreit wurden. „Allerdings müssen belgische Zwangssoldaten, die ja vornehmlich aus dem ostbelgischen Raum stammen, nach wie vor Steuern auf ihre Kriegsrente zahlen.“ Sie habe mehrfach bei den zuständigen Stellen interveniert, um Sensibilisierungsarbeit für dieses symbolträchtige Dossier zu leisten. In der vergangenen Woche habe sie dann auch im Finanzausschuss der Kammer eine zuversichtliche Antwort für die Zwangssoldaten erhalten. Finanzminister Steven Vanackere (CD&V) habe seine zunächst kategori-

„Und deshalb werden Zuwiderhandlungen gegen die Sperrfrist auch protokolliert“, so der SP.A-Politiker. In der Analyse der Entscheidung des Kassationshofes sei man sich einig gewesen, fügte der Wirtschaftsminister hinzu. Demnach habe sich das Gericht auf ein diesbezügliches Gesetz aus dem Jahr 1991 bezogen. Dieses sei im Jahr 2010 durch eine Regelung ersetzt worden, über die sich der Kassationshof nicht ausgesprochen habe. Deshalb „bleibt die Sperrperiode bestehen, so wie es in dem Gesetz aus dem Jahr 2010 festgelegt ist“. Abgesehen von dieser gesetzlichen Regelung soll es auch weiterhin strikte Bedingungen bei der Ankündigung von Rabatten geben. Wer beispielsweise eine Preissenkung von 30 Prozent ankündige, müsse seine Preise auch tatsächlich um 30 Prozent senken - im Vergleich zum niedrigsten Preis des Vormonates. „Dies soll rigoros überprüft werden.“ Auch an den strengen Bedingungen für die Saisonschlussverkäufe halte man fest.

sche Meinung in Bezug auf die belgischen Zwangssoldaten revidiert und diesmal ganz klar versprochen, diese ebenfalls in die Kategorie der „Kriegsopfer des Weltkrieges“ aufzunehmen. Anfang 2013 könnte Vanackere bei einem Treffen mit seinen deutschen Kollegen Wolfang Schäuble eine Steuerbefreiung für die Zwangssoldaten erwirken.

Bei einem Treffen zwischen dem belgischen und deutschen Finanzminister könnte eine Steuerbefreiung für Zwangssoldaten erwirkt werden. Der belgische Pensionsdienst sei bereits beauftragt worden, eine Liste der betroffenen Personen zusammen zu stellen, so Kattrin Jadin erleichtert. „Allerdings betrifft die Problematik der Pensionsbesteuerung nicht nur Zwangsarbeiter und -Soldaten, sondern auch alle Grenzgänger, die überhaupt in Deutschland gearbeitet haben. Für Letztere scheint das Problem noch nicht gelöst und der Weg bis dahin wird noch mühselig sein.“

Finanzkonzern: Urteil über Rechtmäßigkeit

Vande Lanotte: Das Urteil des Kassationshofes bezieht sich auf ein Gesetz aus dem Jahr 1991.

Fortis-Entscheidung am 22. Februar 2013

Die Verbraucherschutzorganisation Test-Achats kritisierte die Aussagen des Ministers. Die Regierung könne nicht einfach das Urteil eines Kassationshofes ignorieren, hieß es in einer Mitteilung. „Mit der Sperrperiode wird verhindert, dass der Verbraucher über Preisnachlässe informiert wird, weil nichts veröffentlicht werden darf.“ Weil nur die Publizierung, nicht aber die Rabatte an sich verboten würden, betreibe der Gesetzgeber Heuchelei. (sc)

Der Appellationshof von Brüssel wird am 22. Februar 2013 ein Urteil über die Zerschlagung des Finanzkonzerns Fortis fällen, die Ende 2008 durch Belgien, Luxemburg und die Niederlande beschlossen wurde. Dabei wurden die niederländischen Fortis-Einzelteile an den niederländischen Staat und die belgische Restbank an den Konzern BNP Paribas veräußert. Laut Anwalt Mischael Modrikamen, der 1.323 ehemalige Fortis-Aktionäre vertritt, ist die Zerschlagung nicht rechtens. Deshalb hat er juris-

Die Föderalregierung möchte an der so genannten Sperrfrist festhalten. Ein diesbezügliches Urteil des Kassationshofes beziehe sich auf ein altes Gesetz, sagte Wirtschaftsminister Vande Lanotte. Foto: belga

tische Schritte gegen den niederländischen Staat, die niederländische Zentralbank DNB und gegen BNP Paribas eingeleitet. Ein Strafgericht in Brüssel hatte allerdings entschieden, dass der niederländische Staat und die Zentralbank Immunität genießen, da es hier um eine Einigung von besonderem Staatsinteresse gehe. Modrikamen hatte dagegen Berufung eingelegt, über die nun am 22. Februar entschieden wird. Er fordert einen Schadensersatz von fünf Euro pro Anteil. (belga)

Süßwarenhersteller Ferrero: „In Belgien wird nur nachhaltiges Palmöl eingesetzt“

„Umweltgifte in Textilien“

„Nutella nicht gefährlich für die Gesundheit“

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat vor Umweltgiften in Textilien gewarnt und deshalb vor der Niederlassung der Bekleidungskette Zara in der Brüsseler Einkaufsstraße rue Neuve am Samstagnachmittag eine Aktion zur Sensibilisierung durchgeführt, wie Jonas Hulsens vom belgischen Flügel der Organisation erklärte. Für eine Studie ließ Greenpeace 141 Kleidungsstücke aus 29 Ländern von unabhängigen Laboren auf Nonylphenolethoxylate (NPE), Weichmacher, krebserregende Amine und weitere Schadstoffe untersuchen. Alle Markenprodukte hätten NPE, die zu giftigem Nonylphenol abgebaut werden, enthalten, hieß es. Die getesteten Kleidungsstücke Jeans, Hosen, Kleider, T-Shirts und Unterwäsche - stammen von führenden Modemarken.

Der italienische Süßwarenhersteller Ferrero hat sich am Wochenende über die Berichterstattung in der belgischen Presse beschwert. So werde der Brotaufstrich Nutella als „gefährlich“ für die Gesundheit und das dafür verwendete Palmöl als schädlich für die Umwelt dargestellt. Beides sei nicht richtig, teilte der Konzern mit. Die Debatte über fetthaltiges Essen und die beliebte Schokoladencreme war im November angeheizt worden, nachdem der französische Senat die Einführung einer sogenannten Nutella-Steuer auf Palmöl beschlossen hatte. Demnach soll eine Zusatzabgabe von 300 Euro pro Tonne Palmöl erhoben werden, die in Lebensmitteln verarbeitet wird. Bislang gab es in Frankreich bereits eine Abgabe von knapp 100 Euro pro Tonne.

Über eine ähnliche Dickmach-Steuer wurde im Rahmen der gerade abgelaufenen Verhandlungen über den Haushalt 2013 auch in Belgien nachgedacht.

„Zunächst einmal wollen wir daran erinnern - ganz im Gegensatz zu dem, was vollkommen unverantwortlich verbreitet wird - dass Nutella nicht gefährlich für die Ge-

sundheit ist“, heißt es in einem Kommuniqué. Der Anteil von Nutella an den gesättigten Fettsäuren, die von der gesamten belgischen Bevölkerung konsumiert würden, lie-

„Palmöl brauchen wir für die perfekte Konsistenz von Nutella.“

Palmöl gilt als ungesund und wird in Margarine, Chips, Kuchen, Schokoriegeln und in Nutella verarbeitet. Dänemark hatte eine solche Abgabe ebenfalls , diese inzwischen aber wieder abgeschafft. Palmöl gilt als ungesund und kommt in Margarine, Chips, Kuchen, Schokoriegeln und in dem Brotaufstrich Nutella zum Einsatz. Ferrero Belgien kritisierte, dass „ein Teil der belgischen Presse“ vollkommen undifferenziert berichte.

ge bei weniger als einem Prozent. Auf Palmöl greife man unterdessen für die „perfekte Konsistenz“ von Nutella zurück.

Nahrungsmittelproduzent Ferrero hat die Berichterstattung in der belgischen Presse kritisiert: Nutella sei nicht gefährlich für die Gesundheit. Foto: dpa

Außerdem bedeute der Einsatz von Palmfett, dass auf gehärtete Öle verzichtet werden könne. Diese enthielten ihrerseits die als besonders ungesund eingestuften Transfettsäuren. Auch dem Vorwurf, durch den Abbau von Palmöl werde der Regenwald abgeholzt, versuchte Ferrero entgegenzutreten. So setze man ausschließlich Palmöl ein, das auf eine nachhaltige Weise gewonnen werde. (belga)

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Politik · Gesellschaft

GrenzEcho Montag, 7. Januar 2013

SNCB: Minister hat vor Übernahme des Bürgermeisteramtes in Charleroi noch viel zu tun

Bahnreform fesselt Paul Magnette ans Amt Am 14. Oktober wurde er zum Bürgermeister von Charleroi gewählt, doch schnell wurde klar, dass Paul Magnette als Föderalminister „nachsitzen“ muss. Denn die Reform der Staatsbahn bleibt 2013 eine große Baustelle, die Magnette noch abarbeiten möchte.

der Eisenbahner vermeiden soll. So weit, so gut. Allerdings gibt es in diesem Konzept eine ganze Reihe von Unwägbarkeiten. Die Gewerkschaften stehen der Magnette-Reform weiter ablehnend gegenüber. Sie bevorzugen die Rückkehr zu einer Einheitsgesellschaft. Der Minister beschwichtigt; was er ins Auge gefasst habe, sei schließlich im Grunde nichts anderes, als eine Bahngesellschaft (SNCB), für die eine andere (Infrabel) arbeite, mit einheitlichen Personalstatuten. Am 16. Januar wird es ein neuerliches Treffen zwischen Magnette und den Gewerkschaften geben, ehe die Arbeitnehmervertreter tagsdrauf entscheiden wollen, wie sie mit den Ergebnissen der Zusammenkunft umgehen Streit, mal wieder, nicht ausgeschlossen.

V ON B ORIS C REMER Der Fahrplan steht nur in groben Zügen, zu unsicher ist die Umsetzung der vom föderalen Minister für Staatsbetriebe, Paul Magnette (PS), konzipierte Strukturreform der belgischen Eisenbahn. Gewerkschaftsproteste, Parteiengeschacher, Finanzierungslücken: Mit allem muss gerechnet werden. Dennoch soll die Umbildung der SNCB bis Ende des neuen Jahres abgeschlossen sein. Magnette ist der Vater der Reform und gewillt, das Kind zu schaukeln, bis alles in trockenen Tüchern ist. Deshalb verzichtete er einstweilen darauf, das Bürgermeisteramt in Charleroi, das er bei den Kommunalwahlen am vergangenen 14. Oktober eroberte, anzutreten. Priorität hat die Bahnreform, erst danach will Magnette sein Wahlversprechen einlösen und zugunsten der Bürgermeisterschärpe von Charleroi seinen Ministerstuhl räumen. „Auf dem Weg zur Reform der SNCB-Gruppe gibt es nach wie vor viele Hindernisse“, titelte am Dienstag die Brüsseler Tageszeitung „Le Soir“. Nur in der Theorie steht bislang fest, was Magnette mit der Bahn vorhat: Aus der schwerfälligen Struktur, bestehend aus den Tochtergesellschaften SNCB, Infrabel und SNCB Holding soll ein zweigliedriger Konzern werden - mit klarer Abgrenzung der Zuständigkeiten. Die SNCB wäre fortan für alle Kontakte mit den Reisenden verantwortlich (Fahrplangestaltung, Fahrscheinverkauf, Informationen, Organisation usw.), während sich Infrabel auf die Sicherheit, die Instandsetzung und den Ausbau des Schienenetzes konzentrieren würde. Für die Mitarbeiter der Bahn entsteht nach dem Willen Magnettes eine gemeinsame Beschäftigungsgesellschaft (HR-Rail), die eine Ungleichbehandlung

Rud Demotte

Konföderalismus ist „ein dummer Fallstrick“ Da die Regierungsbildung nach den Wahlen 2014 lange dauern könnte, sei Solidarität und gute Zusammenarbeit zwischen der Wallonie und Brüssel wichtig. Das sagte Rudy Demotte (PS), Ministerpräsident der Wallonischen Region und der Französischen Gemeinschaft, bei einer Neujahrsansprache in Tournai. Konföderalismus nannte er einen „dummen Fallstrick“. Zur Wirtschaftslage sagte Demotte, dass die Wallonie „trotz der Krise gut standhält“.

Infrabel will Bahnhofprojekte verschieben, um in die Sicherheit zu investieren.

Smart, adrett, Magnette: Der Minister für Staatsbetriebe (auf diesem Bild im Senat) hat mit der SNCB-Reform noch alle Hände voll zu tun. Foto: belga

Doch die Bahnreform birgt auch partei- und bisweilen gemeinschaftspolitisch Sprengkraft. Die frankophonen Liberalen (MR) und die flämischen Sozialisten (SP.A) werden durch den Wegfall der SNCB Holding einflussreiche Ämter einbüßen und auf Kompensationen pochen. Zudem stellt sich in Zusammenhang mit der SNCB-Neustrukturierung auch die Frage, welche Investitionen in den kommenden Jahren getätigt werden. Infrabel hat laut der Zeitung „Le Soir“ Magnette wissen lassen, dass die Modernisierung der Bahnhöfe von Mons, Ostende und Mecheln nach hinten verschoben werden soll, um prioritär in die Verbesserung der Sicherheit im Schienennetz investieren zu können. Und bei Infrastrukturprojekten der Bahn steht immer die Gretchenfrage im Mittelpunkt: Sollte das ausschlaggebende Kriterium die Dichte des Netzes (Vorteil Flandern) oder die Gleichbehandlung der Landesteile (Vorteil Wallonie) sein. Magnette hat noch reichlich Arbeit vor sich, ehe er den Staffelstab an seinen Nachfolger, dessen Name längst noch nicht feststeht, übergeben kann.

Die Belgier haben 2012 erneut viel Lotto gespielt.

Jahresbilanz: 2012 gab es viele „Glückstage“

Nationallotterie steigerte ihren Umsatz Der Umsatz der Nationallotterie ist 2012 im zweiten Jahr in Folge gestiegen: um 4,9 Prozent auf 1,258 Milliarden Euro. Die Zunahme hat mit einem günstigen Kalender zu tun: drei Mal „Freitag, der 13.“, 12.12. und 21.12. Die Nationallotterie zahlte 662 Millionen an mehr als 73 Millionen Spieler aus. 225,3 Millionen wurde in gesellschaftliche Projekte investiert. Bei den Ziehungsspielen sorgte vor allem Euro Millions für einen satten Umsatz, und erneut gab es zwei belgische Gewinner im ersten Rang (79 und 22,7 Millionen Euro). Lotto und Super Lotto brachten

46 Millionen ein - ein Rekord. Bei den Sofortgewinnspielen konnten Subit0 und Win for Life den Umsatz steigern. 34 Personen erhalten seit dem vergangenen Jahr lebenslang eine monatliche Rente über Win for Life. Seit 2012 bietet die Lotterie auch elektronische Spiele auf ihrer Website. Diese erzielten einen Umsatz von 65,1 Millionen Euro. In diesem Jahr geht die Nationallotterie auf die Suche nach neuen Verkaufsstellen, will die Internetplattform weiter entwickeln und wird erstmals Sportwetten organisieren.

N-VA: „Kuchen backen und dann verteilen“

„Konföderalismus in diesem Jahr vorbereiten“ Beim Neujahrsempfang der N-VA am Samstagabend in Antwerpen hat Parteichef Bart De Wever aufgerufen, im Vorfeld der Wahlen 2014 den Konföderalismus vorzubereiten. Vor Beginn der Feier hatte die christliche Angestelltengewerkschaft LBC draußen gegen die Wirtschaftspolitik der N-VA demonstriert: Die Partei kümmere sich zu wenig um bedürftige Menschen. De Wever ließ diese Kritik nicht auf sich sitzen und legte in seiner Ansprache den Nachdruck auf Wohlstand und auf Solidarität: „Den Kuchen backen und dann verteilen, das ist die Politik, die die N-VA will, aber von Di Rupo und der PS abgeblockt wird. Wenn man den Bäcker verjagt, kann man keinen Kuchen verteilen.“

Zufrieden blickte der Nationalistenchef auf das verflossene Jahr zurück und bemerkte, dass die N-VA jetzt Dutzende Bürgermeister zähle. Im neuen Jahr wolle er den Akzent auf die Vorbereitungen für den Konföderalismus legen, den er im nächsten Jahr an den Wählern als wichtigstes Angebot unterbreiten wolle. Auffallend war, dass De Wever die christliche Arbeiterbewegung ACW anfiel. Diese habe in seinen Augen die „braven Arco-Sparer“ mit ins Dexia-Debakel gezogen. Abschließend lobte er noch die flämische Regierung und vor allem die N-VA Minister Philippe Muyters und Geert Bourgeois. De Wever umschrieb die N-VA als „die Volkspartei für Flandern“.

Interview: Premier verteidigt Weihnachtsansprache des Königs

Di Rupo: „N-VA ist sehr gefährlich“ Premierminister Elio Di Rupo (PS) verteidigt den Inhalt der königlichen Weihnachtsbotschaft. „Mit seiner Warnung vor Populismus nahm er niemanden ins Visier, so der Regierungschef, der selbst die Ansprache des Königs abgesegnet hatte, in einem Interview mit der Zeitung „De Zondag“. Er bedauerte die Reaktion der N-VA auf die Äußerungen des Staatsoberhauptes und nannte die Partei „sehr gefährlich für das Land“. Laut Di Rupo nutzt die N-VA jede Gelegenheit, um Wählerstimmen zu fangen und ihrem eigentlichen Ziel, der

Spaltung von Belgien und einem unabhängigen Flandern, einen Schritt näher zu kommen. Deshalb bedauerte er den Inhalt der Weihnachtsansprache von Albert II. „überhaupt nicht“. „Ich behalte den vollständigen Text der Botschaft, andere behalten nur einen kleinen Teil davon - jedem das seine“, so der Premier, der damit die N-VA meint. „Die N-VA ist eine separatistische Partei und deshalb sehr gefährlich für unser Land“, sagt Di Rupo weiter in dem Zeitungsinterview. Die N-VA wolle eine Debatte über die Rolle des Königs vom Zaun

brechen, aber darüber stehe nichts im Regierungsabkommen, erklärt der Premier, der findet, dass der König in einem komplexen Land wie Belgien eine extrem wichtige Funktion habe. „Die N-VA will uns glauben lassen, dass sie einen konföderalen Stat will, in Wirklichkeit aber will die Partei das Land brechen.“ Abschließend geht Di Rupo noch auf die Arbeit seiner Regierung ein, die in seinen Augen in diesem Jahr besser kommunizieren müsse. Der Premierminister versprach auch, sein Niederländisch weiter zu verbessern.

Der gute Vorsatz von De Wever: Der N-VA-Chef zog bei seiner Neujahrsansprache demonstrativ ein breites Lächeln auf sein Gesicht und versprach, künftig fröhlich zu sein.

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GrenzEcho Donnerstag, 20. Dezember 2012

Markenrecht: Schweizer Konzern mit Niederlassung in Aachen unterliegt vor Gericht

Haribo schubst Lindts Schoko-Teddy aus Regal  Aachen/Köln

Es ist ein kurioser Rechtsstreit. Haribo lässt dem Schweizer Unternehmen Lindt Sprüngli, das über einen wichtigen Standort in Aachen verfügt, den Verkauf des Schoko-Teddy verbieten. Grund: Verletzung des Markenrechts. Im Markenstreit um den Goldbären hat der Bonner Süßwarenhersteller Haribo vor Gericht einen Etappensieg gegen den Konkurrenten Lindt Sprüngli errungen. Das Kölner Landgericht untersagte am Dienstag der Schweizer Schokoladenfabrik wegen eines Verstoßes gegen Markenrechte von Haribo den weiteren Verkauf des Schokobären „Lindt-Teddy“. Haribo hatte gegen Lindt geklagt und Schadensersatz verlangt. Das Gericht folgte nun der Auffassung von Haribo. Die Ausgestaltung des Teddy von Lindt sei die bildliche Darstellung des „Goldbären“ von Haribo und verstoße damit gegen die eingetragene Wortmarke des Bonner Unternehmens, erklärte die Wettbewerbskammer des Kölner Landgerichts.

Einem 39-jährigen Zeugen fielen am vergangenen Montag in einem Aachener Bus (Linie 25) vier „pöbelnde“ Jugendliche auf, die zwei Mädchen bedrängten. An der Haltestelle Elsassstraße/Adalbertsteinweg stiegen die Mädchen und die Jugendlichen gegen 14.40 Uhr nacheinander aus dem Bus aus. Nachdem der Bus weiterfuhr, konnte der Zeuge noch beobachten, wie die Jugendlichen die Mädchen an den Haaren zu Boden zerrten und auf sie einschlugen. Bei Eintreffen der Polizei waren die Mädchen und die Jugendlichen nicht mehr an der Bushaltestelle und konnten auch bislang nicht ermittelt werden.

Auf dem Flughafen in Bierset haben die Zöllner aus Solidarität mit ihren Brüsseler Kollegen gestern ihren Streik fortgesetzt, wodurch der Frachtverkehr in Lüttich zum Erliegen kam. Hintergrund ist eine Neustrukturierung der Dienstpläne, die am 1. Januar 2014 in Kraft treten sollen und mit denen die Beamten nicht einverstanden sind. Dabei geht es in erster Linie um einen 24-Stunden-Dienst.

Große Cannabis-Plantage ausgehoben

Der Zivilschutz hat am Mittwoch mit der Vernichtung einer Cannabis-Plantage begonnen, die am Montagabend in

Crisnée zufällig entdeckt worden war, weil ein Brand in dem betroffenen Gebäude die Feuerwehr auf den Plan gerufen hatte. Dabei stolperten die Ordnungshüter über die Plantage, die nach Angaben der Nachrichtenagentur Belga zwischen 2.500 und 3.000 Pflanzen umfassen soll.

Alfred Hirsch stellt sein neues Buch vor

Das Deutsch-Französische Kulturinstitut Aachen organisiert anlässlich des 300. Geburtstages von Jean-Jacques Rousseau am 17. Januar um 19 Uhr im Gartensaal der Einrichtung eine Lesung mit dem Autor Alfred Hirsch. Mit seinem Buch „Rousseaus Traum vom Ewigen Frieden“ bringt der Autor Rousseau seinem Publikum näher, indem er anschaulich das Panorama eines Friedensdenkens nachzeichnet, das noch keine Disziplinengrenzen kennt und sich deshalb frei entfalten kann. Rousseaus Vorstellung vom Frieden ist geprägt von einer Skepsis gegenüber den Wissenschaften und dem Medium der Sprache.

Kaiser Chiefs treten bei Les Ardentes auf

Nach der kürzlichen Präsentation von dEUS haben die Veranstalter des Lütticher Festivals Les Ardentes, das vom 11. bis 14. Juli stattfindet, gestern ein weiteres Zugpferd bekanntgegeben. Demnach wird am letzten Festivaltag die englische Rockband Kaiser Chiefs in Lüttich auf der Bühne stehen.

Neues Projekt: zunächst zeitlich begrenzt

Ein Haribo „Goldbär“ steht vor einem „Teddy“ der Firma Lindt. Der Bonner Süßwarenhersteller Haribo pocht auf sein Wortrecht am Namen „Goldbär“, weil er eine Verwechslungsgefahr mit seinem gelben Bären befürchtete. Der Schoko-“Teddy“ darf darum nicht weiter verkauft werden. Foto: dpa sondern um Wort- und Bildmarken. Es gehe um den gelben Goldbären, der auf jeder Gummibärchentüte mit roter Schleife um den Hals aufgedruckt sei. Der Anblick des Schokobären mit roter Schleife im Süßwarensegment stelle unweigerlich eine Verbindung zu Haribo her. Hierin liegt

auch die Besonderheit des Verfahrens vor dem Kölner Gericht: Zur Frage der Kollision einer Wortmarke (Goldbär) mit einem dreidimensional gestalteten Produkt (SchokoTeddy) gibt es nach Angaben des Landgerichts bislang keine höchstrichterliche Rechtsprechung. Der Bundesgerichtshof

16 Standorten in Europa.  Nicht nur Bärchen, sondern auch Lakritzschnecken und viele andere süße Leckereien gehören zum Sortiment von Haribo, darunter auch die Kaubonbons der Marke Maoam. Der Unternehmensname geht auf Firmengrün-

der Hans Riegel in Bonn zurück.  Lindt Sprüngli ist eine Schweizer Aktiengesellschaft, die für das vergangene Jahr einen Umsatz von rund 2 Milliarden Euro und einen Gewinn von 8,2 Millionen Euro auswies. Der 165

(BGH) habe allerdings einen Verstoß für möglich gehalten, wenn nicht nur eine Übereinstimmung im Motiv, sondern auch das Wort (Goldbär) die naheliegende Benennung des konkreten Bildes (Lindt-Teddy) sei. Lindt und Haribo wollen hier eine eindeutige Klärung. (dpa)

HINTERGRUND

Haribo und Lindt  Rund 100 Millionen „Goldbären“ täglich stellt Haribo nach eigenen Angaben her. Das Bonner Unternehmen ist der Marktriese bei Fruchtgummis. Über Umsatz und Gewinn lässt der 92 Jahre alte Familienbetrieb nichts verlauten. Produziert wird an

Jugendliche schlagen auf zwei Mädchen ein

Zöllner wehren sich gegen neue Dienstpläne

„Wir wollen eine höchstrichterliche Klärung des Falls, damit wir Rechtssicherheit haben.“ In einer ersten Stellungnahme kündigte Lindt an, gegen das Urteil Berufung einzulegen. Das Landgericht hatte dies ausdrücklich zugelassen und betont, dass das Urteil nicht rechtskräftig sei. „Wir wollen eine höchstrichterliche Klärung des Falls, damit wir Rechtssicherheit haben“, sagte eine Lindt-Sprecherin. Wichtig sei ein Referenzurteil für das gesamte Markenrecht. Ein Sprecher von Haribo begrüßte das Urteil und sprach von einem Schritt in die richtige Richtung. Zugleich verdeutlichte er, dass es bei dem Markenstreit nicht um einen Vergleich der Gummibärchen des Unternehmens mit dem Schoko-Teddy von Lindt gehe,

TELEGRAMM

Jahre alte Traditionsbetrieb produziert seine Schokoladentafeln und Pralinen an sechs Standorten in Europa und zwei in den USA und vertreibt sie nach eigenen Angaben in 100 Ländern. Ein wichtiger Standort ist Aachen. (dpa)

Neue Downhill-Strecke für Mountainbiker  Aachen Am Dreiländereck wird eine Downhill-Strecke für Mountainbiker geschaffen. Der zuständige Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz hat nun endgültig zugestimmt, allerdings mit einer kleinen Einschränkung: Das Vorhaben wird zunächst auf zwei Jahre zur Probe beschränkt. Bereits nach einem Jahr soll die Aachener Forstbehörde den zuständigen Gremien darüber berichten, wie sich der BikerPark entwickelt hat. „Die neue Strecke speziell für Mountainbiker soll im Mai 2013 in Betrieb genommen werden“, sagte Dr. Gerd Krämer von der Forstbehörde. Die konkrete Planung werde nun in enger Zusammenarbeit mit dem MountainbikerVerein „Geländefahrrad e.V.“ vorangetrieben und schnellstmöglich umgesetzt. Der seit

Ende 2011 bestehende Verein setzt sich ein für eine legale Mountainbiker-Strecke im Aachener Wald. Er versteht sich als Interessenvertretung der Mountainbiker und ist der erste Ansprechpartner für das Forstamt. Die neue Downhill-Strecke am Dreiländereck entsteht in einem Fichten- und angrenzenden kleinen Birkenwald. Die Finanzierung des Parks ist nach Auskunft des Geländefahrrad-Vereins durch Sponsoren gesichert. Der zukünftige Park ist ein Angebot an alle Mountainbiker, sich auf ein ausgewähltes, anspruchsvolles Areal im Aachener Wald zu konzentrieren. In der Vergangenheit hatte sich gezeigt, dass es im Wald immer wieder zu Konflikten zwischen Mountainbikern, Spaziergängern, Joggern und Reitern gekommen war.

Initiative: Politiker wollen Schließung des Aachener Werks verhindern

Offener Brief an Bombardier in Kanada  Aachen

In einem offenen Brief, der gestern abgeschickt wurde, bitten der NRW-Minister für Arbeit, Integration und Soziales, Guntram Schneider, Aachens Oberbürgermeister

Marcel Philipp und der Gouverneur der niederländischen Provinz Limburg, Theo Bovens, den Aufsichtsratsvorsitzenden von Bombardier, Laurent Beaudoin, die Entscheidung der deutschen Ge-

schäftsführung, das Aachener Bombardier-Werk zu schließen, noch einmal zu überdenken. Im Gegensatz zur deutschen Geschäftsführung sei man der Auffassung, dass die Erhaltung des Werkes profi-

tabler sei als die Schließung. Als allgemeinen Anhaltspunkt dafür weisen die Unterzeichner des Briefes auf die erwarteten Umsatzsteigerungen in der Bahnindustrie von 13 Prozent für 2013 hin.

Die Mountainbiker der Region können ab Mai 2013 auf eine neue Strecke im Aachener Wald zurückgreifen.

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GrenzEcho Mittwoch, 14. November 2012

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Musik: Daniel Barenboim wird 70

Dirigent, Pianist und politischer Mensch Dirigent, Pianist, Versöhnungsapostel - Daniel Barenboim ist ein Global Player der Musikwelt. An diesem Donnerstag wird er 70 - zum Ausruhen ist dem Maestro nicht zumute. V ON E STEBAN E NGEL ,

DPA

Rastloses Genie, Hansdampf der Klassik: Kaum ein Künstler ist so vielseitig wie Daniel Barenboim. Ob als Dirigent, Pianist oder als politischer Mensch - der in Argentinien geborene Israeli absolviert ein enormes Programm. Kürzertreten will der Generalmusikdirektor der Berliner Staatsoper nicht. Musik macht ihm nach wie vor einen Riesenspaß, wie er in einem Interview der Nachrichtenagentur dpa zu seinem 70. Geburtstag sagt. Maestro, Sie feiern an diesem Donnerstag einen runden Geburtstag. Ich habe nicht das Gefühl, dass es ein runder Geburtstag ist. Ich bin relativ ehrlich, was das betrifft. Manche machen sich ein bisschen jünger. Das ist nicht meine Sache. Ich fühle mich allerdings nicht mehr wie 28 - also muss ich 29 sein. Nein, im Ernst: Ich will gesund bleiben und kein Pflegefall werden. Und einen klaren Kopf behalten, damit man später nach einem Konzert von mir nicht sagt: Ja, es war sehr schön, aber Du hättest ihn vor zehn Jahren hören sollen... Können Sie sich noch an Ihren zehnten Geburtstag erinnern? Als ich zehn wurde, war ich in Wien, mein Vater hielt dort Vorträge und ich habe Konzerte gegeben. Wien war damals eine besetzte Stadt, die vier Siegermächte des Zweiten Weltkriegs hatten das Sagen und ich habe im Konzerthaus gespielt. Das war vor 60 Jahren, daran kann ich mich noch gut erinnern. An Ihrem Geburtstag spielen Sie in der Berliner Philharmonie Klavier, Ihr Freund Zubin Mehta dirigiert die Staatskapelle Berlin. Andere Menschen gehen am Geburtstag feiern. Ich feiere ja auch - danach. Aber Musizieren ist für mich das größte Vergnügen: Ich schenke mir ein Konzert, der Erlös geht an den Musikkindergarten, den wir in Berlin betreiben. Seitdem ich vierzig bin, spiele ich alle zehn Jahre an meinen runden Geburtstagen mit Zubin Mehta. Und auch an seinen. Wussten Sie mit zehn, dass Sie Pianist und Dirigent werden wollten? Nein, so etwas weiß man in dem Alter nicht. Ich wusste nur, dass ich in und mit der Musik leben wollte, aber zwischen Wollen und Können ist noch eine weite Strecke. Die Frage stellte sich mir erst mit 17. Also waren Sie mit zehn ein ganz normales Kind... Ich führte ein Doppelleben. Wenn ich aufstand, war ich eine Dreiviertelstunde erwachsen und habe Klavier geübt. Dann ging ich in die Schule und war wieder Kind. Nachmittags habe ich geübt und

Der Dirigent und Pianist Daniel Barenboim - hier mit der Staatskapelle Berlin - feiert am Donnerstag seinen 70. Geburtstag. danach Fußball auf der Straße gespielt. Meine Mutter hat mich um halb sechs vom Balkon gerufen, ich solle hochkommen, duschen und ein Konzert spielen oder in ein Konzert gehen. Vom Fußballspiel zu Beethoven... Ich bin meinen Eltern sehr dankbar, dass sie mich so trainiert haben, dass ich mich sofort auf eine Sache konzentrieren kann. Viele Musiker brauchen viel Zeit dafür. Das geht bei mir ohne Vorbereitung. Die Entscheidung für die Musik ... ...ging bei mir ganz natürlich

und automatisch. Mit zehn hatte ich ja bereits in Wien, Rom und Tel Aviv gespielt, später in Paris, London und New York. Mit 17 war ich auf einer Tournee in Südamerika. Ich erinnere mich noch genau, wie ich in Brasilien ein Schubert-Impromptu übte, die Finger liefen nicht so wie ich es wollte. Da wurde ich sehr ungeduldig und habe mir gesagt, entweder die Finger laufen oder sie laufen nicht. Es klingt vielleicht melodramatisch, immerhin hatte ich in dem Alter bereits alle Beethoven-Sonaten gespielt. Aber in dem Augenblick wurde für mich klar: Ich will nur das machen. Es war der Moment, den ich

heute im Rückblick als Zeitpunkt f��r die Ablehnung der Zweifel sehe. Und seitdem haben Sie auch kein Lampenfieber mehr? Doch, aber ich zweifle nicht. Und außerdem: Was hätte ich sonst machen sollen? Mich hat aber damals schon gestört, dass viele Musiker sich im Elfenbeinturm fühlten. Artur Rubinstein sagte, er habe viele Freunde auf der Welt, aber keine Pianisten darunter. Denn die hätten nur ein Buch: Das Telefonbuch. Heute würde er sagen: Und nicht einmal das, sondern nur das Internet. Was stört Sie an Spezialisten?

Mein Freund Edward Said sagte, ein Spezialist ist jemand, der mehr und mehr über weniger und weniger weiß. In meiner Kindheit gab es wunderbare Hals-, Ohrenund Nasenärzte. Heute hat man Fachleute nur für das linke Ohr. In der Musik auch? Musik wird nicht mehr als Teil der Kultur eines Menschen angesehen. Man lernt Erdkunde, Mathematik, Biologie, aber keine Musik mehr in der Schule. Politiker meinen, das sei zu teuer - und nutzlos. Da fällt dann immer das Beispiel Hitler, der Millionen Menschen umbringen ließ und mörderische Entscheidungen traf, aber zu Tränen gerührt sein konnte beim „Lohengrin“ in Bayreuth. Dem antworte ich: Wer die Werte der Musik versteht, kann kein Massenmörder sein. Das klingt sehr optimistisch. Wir müssen eine Verbindung zwischen der Musik und dem realen Leben schaffen. Musik muss organischer Teil des Lebens sein, keine Insel. Also darf Musik nicht entspannen... Ja, klar, das darf sie auch. Stellen Sie sich vor, Sie kommen nach Hause, haben Zahnschmerzen oder waren beim Steuerberater oder hatten Krach mit Ihrem Partner. Da legen Sie sich ein Nocturne von Chopin auf. Das ist nicht weiter schlimm. Aber Musik ist doch viel mehr als das.

Daniel Barenboim spielt selber zum 70. Geburtstag Der Dirigent und Pianist Daniel Barenboim beschenkt sich zum 70. Geburtstag an diesem Donnerstag mit einem Konzert. „Musizieren ist für mich das größte Vergnügen“, sagte Barenboim. In der

Berliner Philharmonie tritt der Generalmusikdirektor der Staatsoper Unter den Linden mit Beethovens drittem und Tschaikowskys erstem Klavierkonzert auf, sein Freund Zubin Mehta dirigiert die Staatskapelle

Berlin. „Ich habe nicht das Gefühl, dass es ein runder Geburtstag ist. Ich bin relativ ehrlich, was das betrifft. Manche machen sich ein bisschen jünger. Das ist nicht meine Sache“, sagte der Musiker.

Mit Beethoven lernen für das Leben? Ich erzähle Ihnen eine Anekdote. Mein Vater gab mir Stücke zu spielen, für die man nach traditionellem Verständnis große menschliche Reife braucht, etwa späte Beethoven-Sonaten. Der Pianist Arturo Benedetti Michelangeli sagte mir einmal, Dein Vater hätte Dir das nicht erlauben sollen. Was wusstest Du schon

Foto: dpa mit dreizehn von Opus 111. Dazu hätte mein Vater geantwortet: Man muss ein Stück nicht bis zum Ende durchdenken, um es zu spielen, das kann man in der Musik ohnehin nicht. Außerdem werden die Werke nicht reifer, wenn man sie in der Schublade lässt. Und drittens: Von der Musik kann man tatsächlich für das Leben lernen.“ Sie halten offenbar nicht viel von Inspiration. Ich bin kein religiöser Mensch, aber wenn es einen Gott gibt, dann mag er sicher keine dumme Menschen. Dazu ein Beispiel: Wenn Sie in einem Stück ein Crescendo spielen, also immer lauter werden sollen, dann ist das nicht nur eine emotionale, instinktive Angelegenheit. Denn meistens steht so etwas gedruckt in der Partitur. Und dann müssen Sie entscheiden, wie schnell Sie das Crescendo spielen sollen und wie viele Takte Sie dafür haben. Und auch wenn ich dirigiere, muss ich einen klaren Kopf behalten. Leidenschaft und Wissen gehören eben immer zusammen. Sie sind Generalmusikdirektor der Berliner Staatsoper, Musikdirektor an der Mailänder Scala, Sie leiten das West-Eastern-Divan Orchestra, spielen überall auf der Welt als Solist am Klavier ohne Leidenschaft geht so ein Pensum doch nicht. Ich höre immer wieder, dass ich soviel mache. Aber ich mache das, was mir gefällt. Niemand zwingt mich etwa an meinem Geburtstag zu spielen, ich mache es, weil ich Spaß daran habe. Die Musiker der Staatskapelle haben mir mal nach einem guten Beethoven-Abend gesagt, wie sehr sie den Trauermarsch der „Eroica“ genossen hätten. Ein Trauermarsch als Genuss - so etwas gibt es nur in der Musik.

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GrenzEcho Samstag, 12. Januar 2013

PDG: Bütgenbacher Bürgermeister Emil Dannemark aussichtsreicher Kandidat für den Posten des Vorsitzenden

PFF berät über Schröder-Nachfolge Nach dem Tod von Ferdel Schröder stellt sich die Frage, wer dessen Nachfolge als Präsident des Parlamentes der DG (PDG) antritt. Unzählig viele Möglichkeiten gibt es nicht. Als aussichtsreichster Kandidat gilt bislang der Bütgenbacher Bürgermeister Emil Dannemark. V ON C HRISTIAN S CHMITZ Am heutigen Samstag wollen die ostbelgischen Liberalen (PFF) die Nachfolgefrage erörtern. „Bislang ist aus Respekt vor Ferdel Schröder darüber noch gar nicht gesprochen worden“, erklärte Emil Dannemark, der PFF-Fraktionsvorsitzende im PDG, am Freitag auf Anfrage gegenüber dem GrenzEcho. Für die Beantwortung dieser Frage gebe es auch noch keinen festgelegten Zeitraum, „und das Ganze wird in Absprache mit der Parteivorsitzenden Kattrin Jadin über die Bühne gehen“, so der Bütgenbacher Bürgermeister.

Sollte es innerhalb der Mehrheitskoalition bei der bisherigen Verteilung der Posten bleiben, stellt die PFF auch in Zukunft den Vorsitzenden des Parlamentes. Nach den Gemeinschaftswahlen im Jahr 2009 hatte sich die alte und neue Mehrheit aus SP, PFF und ProDG auf folgende Postenaufteilung verständigt: Ministerpräsident und Gemeinschaftssenator für die SP, zwei Ministerämter für ProDG sowie ein Ministerposten und das Amt des Parlamentspräsidenten für die PFF. Louis Siquet (SP), der bis dato Parlamentspräsident war, wurde zum 1. Februar 2010 neuer Gemeinschaftssenator, während Ferdel Schröder (PFF) Siquets Erbe als PDG-Präsident antrat. Sollte es innerhalb der Mehrheitskoalition bei dieser Postenverteilung bleiben, stellt die PFF auch in Zukunft den PDG-Vorsitzenden, der so schreiben es die gesetzlichen Bestimmungen vor Mitglied des Parlamentes sein

Wird der Bütgenbacher Bürgermeister Emil Dannemark (Bild) neuer Präsident des DG-Parlamentes? Heute treffen sich die ostbelgischen Liberalen, um über die Nachfolge des verstorbenen Ferdel Schröder zu beraten. Foto: David Hagemann muss. Vor diesem Hintergrund kommen nur die vier PFF-Vertreter im Parlament infrage: Emil Dannemark, Heinz Keul, Alexander Miesen und der Politiker oder die Politikerin, die für den verstorbenen Ferdel Schröder ins Parlament nachrückt. Laut der Reihenfolge der Ersatzkandidaten ist zunächst Jenny Möres an der Reihe. „Ich habe noch keine Entscheidung getroffen. Das Parlament hat mich gebeten, mich bis Mon-

tag zu äußern“, sagte Möres gestern dem GE. Sollte sie jedoch verzichten, wäre der neue Kelmiser Bürgermeister Louis Goebbels am Zug. Der PFF-Fraktionsvorsitzende Emil Dannemark ist vor diesem Hintergrund aussichtsreichster Kandidat, auch wenn er sich selbst am Freitag in Zurückhaltung übte. Fest steht, dass ein Bürgermeister einer DG-Gemeinde gleichzeitig auch als Parlamentspräsident fungieren kann. „Ja das ist

möglich, da es diesbezüglich keine gesetzliche Unvereinbarkeit gibt“, erklärte PDG-Generalsekretär Stephan Thomas dem GrenzEcho. Allerdings besage das Gesetz, dass ein Parlamentarier - neben seinem Parlamentsmandat - nur maximal ein entlohntes Exekutivmandat bekleiden dürfe. Vorbilder für diesen besonderen „Doppelhut“ gibt es bereits: Mathieu Grosch (CSP) und Fred Evers (PFF) waren gleichzeitig Parlamentspräsi-

INFO

Trauerakt für Ferdel Schröder am Montag im PDG Das Parlament der DG (PDG) wird am kommenden Montag (14. Januar 2013) um 18 Uhr zu einem Trauerakt zusammentreten, um die Verdienste des verstorbenen Parlamentspräsidenten Ferdel Schröder (PFF) zu würdi-

gen. Nach einer Gedenkminute würden Vizepräsidentin Patricia Creutz-Vilvoye (CSP), ein Vertreter des Parlaments und ein Vertreter der Regierung das Wort ergreifen, um des Verstorbenen zu gedenken. Die Sitzung ist öffent-

lich und wird vom Offenen Kanal (OK) live übertragen. Darüber hinaus würden die Aufnahmen im Nachhinein auf der Website des Parlaments zur Verfügung stehen, teilte das Parlament gestern mit.

dent (damals noch RDG) und Bürgermeister (von Kelmis bzw. Eupen). Eine andere Möglichkeit wäre, dass sich die aktuelle Koalition auf eine alternative Postenverteilung verständigt.

Mathieu Grosch und Fred Evers hatten in der Vergangenheit bereits solche „Doppelhüte“ an. „Von einer solchen Änderung ist mir aber nichts bekannt“, meinte Dannemark. Übrigens: Eile ist nicht geboten, denn der Vizepräsident oder die Vizepräsidentin - im Moment handelt es sich um Patricia Creutz-Vilvoye (CSP) kann die Befugnisse des Präsidenten bei dessen Abwesenheit wahrnehmen. „Dazu sind weder Zeiträume noch Fristen festgelegt“, erklärte Generalsekretär Stephan Thomas.

HINTERGRUND

Der Präsident des Parlamentes  Die deutschsprachigen Belgier verfügen seit 1973 über ihr eigenes Parlament. Ursprünglich als Rat der deutschen Kulturgemeinschaft (RdK) bezeichnet, hieß es von 1984 bis 2004 Rat der DG (RDG). Seit einer Änderung der Verfassung 2004 trägt es offiziell die Bezeichnung Parlament der DG (PDG).  Der PDG-Präsident ist der ranghöchste Repräsentant der DG. Er leitet laut Geschäftsordnung u.a. die Tätigkeit des Parlamentes und des Präsidiums. Er befindet über die Annehmbarkeit aller Angelegenheiten, mit denen das Parlament befasst wird und achtet auf die Einhaltung der Geschäftsordnung. Er unterzeichnet jeden Beschluss des Parlamentes und jede Entscheidung des Präsidiums und sorgt dafür, dass die vom Parlament und vom Präsidium getroffenen Entscheidungen ausgeführt werden.  In der Geschichte der DGVolksvertretung gab es bislang neun Präsidenten:  1) Johann Weynand (19231997) von der CSP: Präsident vom 23. Oktober 1973 bis zum 31. Dezember 1976;  2) Albert Gehlen (geb. 1940) von der CSP: Präsident vom 14. Januar 1977 bis zum 8. November 1981;  3) Manfred Betsch (1934 -1985) von der CSP: Präsident vom 1. Dezember 1981 bis zu seinem Tod am 27. Januar 1985;  4) Kurt Ortmann (19312010) von der CSP: Präsident vom 11. Februar 1985 bis zum 28. Oktober 1990;  5) Mathieu Grosch (geb. 1950) von der CSP: Präsident vom 13. November 1990 bis zum 1. August 1994;  6) Manfred Schunck (geb. 1941) von der CSP: Präsident vom 20. September 1994 bis zum 13. Juni 1999;  7) Alfred Evers (geb. 1935) von der PFF: Präsident vom 6. Juli 1999 bis zum 13. Juni 2004;  8) Louis Siquet (geb. 1946) von der SP: Präsident vom 6. Juli 2004 bis zum 1. Februar 2010;  9) Ferdel Schröder (19472013) von der PFF: Präsident vom 1. Februar 2010 bis zu seinem Tod am 4. Januar 2013.

CSP: Nachfolge für Gabriele Thiemann-Heinen ist geklärt

Erwin Franzen feiert Comeback am Eupener Kaperberg Für die am 16. Dezember 2012 verstorbene Gemeinschaftsabgeordnete Gabriele Thiemann-Heinen (CSP) wird Erwin Franzen ins Parlament der DG (PDG) am Eupener Kaperberg nachrücken. Dies bestätigte der CSP-Politiker gegenüber dem GrenzEcho. Eigentlich wäre der ehemalige Eupener Bürgermeister Elmar Keutgen als nächster Ersatzkandidat noch vor Franzen an der Reihe gewesen, jedoch habe man sich intern auf diese Vorgehensweise verständigt. Der 56-jährige Nidrumer Erwin Franzen war seit 1986 mehrfach Mitglied des Rates der DG (RDG) und gehörte seit 2004 dem DG-Parlament an. Bei den Gemeinschaftswahlen

2009 hatte er auf Platz 13 der CSP-Liste kandidiert und 953 Vorzugsstimmen erobert.

Erwin Franzen war seit 1986 mehrfach Mitglied des Parlamentes und ist seit 1989 auch in der Kommunalpolitik aktiv. Dies reichte nicht für den direkten Wiedereinzug ins Parlament. Gestern wusste Erwin Franzen noch nicht, ob er bereits bei der nächsten regulären Plenarsitzung des Parlaments am 21. Januar 2013 vereidigt wird. Dies müsse noch mit der Verwaltung abgespro-

chen werden. Erwin Franzen ist auch auf kommunaler Ebene aktiv: Seit 1989 ist er Mitglied des Gemeinderates von Bütgenbach. Seit dem Jahr 2001 war er Schöffe und ist nach den Kommunalwahlen 2012 designierter Präsident des Öffentlichen Sozialhilfezentrums (ÖSHZ) in Bütgenbach. Das Mandat als Mitglied des DG-Parlaments kann laut Gesetz mit höchstens einem entlohnten ausführenden Mandat kumuliert werden. Erwin Franzen wird im PDGAusschuss für Gesundheit und Soziales tagen. Diese Themen ließen sich besonders gut mit seiner neuen Aufgabe als ÖSHZ-Präsident kombinieren, sagte er . (sc)

Erwin Franzen (hier mit seiner CSP-Kollegin Patricia Creutz-Vilvoye) rückt für die verstorbene Gabriele Thiemann-Heinen ins Parlament nach und feiert damit ein Comeback in der Volksvertretung am Eupener Kaperberg. Foto: GE-Archiv

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GrenzEcho Mittwoch, 12. Dezember 2012

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ITF: Belgien übt Vorsitz bis März 2013 aus

„Erinnerung an Holocaust fortführen“ Lüttich ist in dieser Woche Schauplatz für eine Plenarsitzung von Delegierten der „Task Force für Internationale Kooperation bei Holocaust-Bildung, Gedenken und Forschung“ (ITF). Im Rahmen der belgischen Präsidentschaft dieser zwischenstaatlichen Vereinigung (die noch bis März 2013 dauert) ist auch die Deutschsprachige Gemeinschaft mit im Boot. V ON C HRISTIAN S CHMITZ Zu dem Treffen in der Maasstadt wurden etwa 220 Teilnehmer erwartet - vorwiegend Politiker und Diplomaten, Vertreter von Nicht-Regierungsorganisationen, Gedenkstättenmitarbeiter, Wissenschaftler und Pädagogen. Belgien ist seit dem Jahr 2005 Mitglied der ITF.

„Wir haben gesagt, dass auch wir im Rahmen der belgischen Präsidentschaft sichtbar sein wollen.“ Da die Bereiche Unterricht und Forschung Kompetenzen der Gemeinschaften sind, wird der Vorsitz nicht durch den Föderalstaat, sondern durch die drei Gemeinschaften des Landes wahrgenommen. „Und hier kommt auch die DG ins Spiel. Wir haben gesagt, dass auch wir im Rahmen der belgischen Präsidentschaft sichtbar sein wollen“, sagt der Regionalhistoriker Dr. Herbert Ruland dem GrenzEcho. Der Leiter der AHS-Abteilung GrenzGeschichteDG nimmt seit 2007 in der eingangs erwähnten Task Force die Interessen der DG wahr. Der belgische Vorsitz gliedert sich in zwei Teile. Im Juni 2012 fand eine erste Zusammenkunft in Mecheln statt (organisiert von der Flämischen Gemeinschaft). Nun sind in dieser Woche die Französische Gemeinschaft und die DG an der Reihe. Die

Deutschsprachige Gemeinschaft organisiert heute auch eine Rundfahrt zum Thema „Spuren von Holocaust, Flucht, Widerstand und Verfolgung in der DG und der Grenzregion“.

„Stolpersteine“: Gunter Demnig Ende 2013 zu Gast in Ostbelgien. Die euregionale Fahrt führt die Teilnehmer u. a. zum USSoldatenfriedhof nach HenriChapelle, zum Bahnhof Montzen (fungierte als Zwischenstation auf dem Weg in die Vernichtungslager), zum deutsch-belgischen Grenzübergang Köpfchen und zum jüdischen Friedhof nach Aachen. Im Anschluss daran findet heute Abend im Lütticher Rathaus ein Empfang statt, bei dem auch die beiden Ministerpräsidenten Rudy Demotte (PS) und Karl-Heinz Lambertz (SP) das Wort ergreifen werden. Generell, urteilt Herbert Ruland, komme der Auseinandersetzung mit dem Holocaust und den anderen NaziVerbrechen in der DG ein hoher Stellenwert zu. Das Bischöfliche Institut Büllingen (BIB), das César-Franck-Athenäum Kelmis (CFA) und das Königliche Athenäum St.Vith (KAS) beteiligten sich im Frühjahr an dem von der Auschwitz-Stiftung in Brüssel organisierten Projekt „Zug der Tausend“, bei dem die Schüler gemeinsam das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau besuchten. Vorher fand Ende März ein von DG-Seite organisierter Abend in Berlin in der „Topographie des Terrors“ statt, bei dem ein jüdischer Zeitzeuge darüber berichtete, wie die belgische Grenzbevölkerung ihn im Krieg versteckte und neben anderen Kindern auch ihm und seinem Bruder das Leben rettete. „Wir wollen natürlich über die ITF-Präsidentschaft hinaus Projekte lancieren, um die Erinnerung an den Holocaust aufrecht zu erhalten und die Auseinandersetzung mit der

Gunter Demnig bei der Verlegung von zwei „Stolpersteinen“ in Erinnerung an ermordete Juden (Archivbild von 2007). Der Kölner Künstler wird im kommenden Jahr auch Gedenksteine in Ostbelgien verlegen. Foto: dpa Thematik fortzusetzen. Das Ganze darf nicht einfach aufhören, sondern muss weitergehen“, so Ruland. „So arbeiten wir im Moment an einem Filmprojekt über jüdisches Leben im belgischen Grenzland, der im nächsten Jahr - nach dem Ende des ITF-Vorsitzes uraufgeführt werden soll.“ Voraussichtlich im September des kommenden Jahres wird auch der inzwischen weltbekannte Kölner Künstler Günter Demnig die ersten „Stol-

persteine“ in Ostbelgien verlegen. „Stolpersteine“ nennt Demnig die kleinen Gedenktafeln, die er als Erinnerung an die Opfer der NS-Zeit vor ihrem Wohnort in den Bürgersteig einlässt. Die Gedenksteine werden zum einen den getöteten aber auch den überlebenden Mitgliedern einer in Eupen damals ansässigen jüdische Familie gewidmet sein. Auch Fritz Hennes, der wohl erste politische Gefangene Belgiens, der bereits am ersten

Rappel de pizzas Wagner Par mesure de précaution Wagner a décidé de manière volontaire de procéder au rappel de toutes les variétés de pizzas des gammes SENSAZIONE et BIG PIZZA. Les dates limites de consommation des lots concernés sont comprises entre mars 2013 (03.2013) et novembre 2013 (11.2013). Les autres gammes de pizzas Wagner ne sont donc pas concernées et peuvent être consommées en toute sécurité. Les produits concernés sont fabriqués en Allemagne. Cette mesure de précaution intervient après que 2 consommateurs en Allemagne aient indiqué avoir trouvé un fragment de métal dans leur pizza. En Belgique, aucun cas similaire n’a été signalé. Comme Wagner ne fait aucune concession quant à la qualité et la sécurité de ses produits, il a été décidé de les retirer du commerce par mesure de précaution.

Ces illustrations sont des exemples. Toutes les variétés des gammes SENSAZIONE et BIG PIZZA sont concernées.

Informations aux consommateurs: Les consommateurs qui seraient en possession d’un des produits concernés peuvent les détruire et se faire rembourser le produit et les frais postaux en envoyant, avant le 31 janvier 2013, le code barre du produit, accompagné de leurs coordonnées complètes et de leur numéro de compte bancaire à WAGNER, C/O HighCo Data, BP 05426, 1733 Asse.

Pour de plus amples informations: 0800/98016 Nous vous remercions et regrettons tout désagrément occasionné par ce rappel volontaire auprès de nos consommateurs.

Tag des deutschen Einmarsches - dem 10. Mai 1940 - verhaftet wurde und später im Konzentrationslager Sachenhausen starb, soll an diesem Tag durch die Verlegung eines

Stolpersteines gedacht werden. Demnig hat seit dem Jahr 1997 mehr als 38.000 Stolpersteine verlegt, die es mittlerweile in zwölf europäischen Ländern gibt.

HINTERGRUND

ITF: Aufklärung, Erinnerung und Forschung über den Holocaust Die Entstehung der „Task Force für Internationale Kooperation bei Holocaust-Bildung, Gedenken und Forschung“ (ITF) geht auf eine Initiative des früheren schwedischen Ministerpräsidenten Göran Persson von 1998 zurück. Persson besuchte seinerzeit das Konzentrationslager Neuengamme (bei Hamburg) und erfuhr, dass dort jüdische Kinder vorsätzlich ermordet worden waren. Zur gleichen Zeit wurde eine Befragung unter schwedischen Oberstufenschülern durchgeführt, bei der sich herausstellte, dass die Zustimmung zu demokratischen Werten und auch das Wissen über das Geschehen im Holocaust eher gering ausfiel. Dagegen wollte die damalige schwedische Regierung angehen. Es entstand die Idee, eine diesbezügliche internationale Organisation zu gründen. Auch Deutschland, Israel und

Polen wurden in den Gründungsprozess einbezogen. Im Jahr 2000 fand in Stockholm eine internationale Holocaust-Konferenz statt, an der Vertreter von 46 Staaten teilnahmen. Wichtigstes Ergebnis war die Verabschiedung der „Stockholmer Erklärung“, sozusagen der Gründungsurkunde der ITF. Als Hauptaufgabe der neuen Einrichtung wird die Aufklärung und die Unterrichtung über den Holocaust (Shoah) sowie das Erinnern und die Erforschung des Genozids an den europäischen Juden angesehen. Zudem heißt es dort, dass Nazi-Deutschland auch andere schwerste Verbrechen begangen und Millionen zusätzlicher Opfer zu beklagen sind. Zur ITF gehören aktuell 28 Staaten. Die Vereinten Nationen, die Unesco, die OSZE sowie der Europarat gehören ebenfalls der ITF an (Statut als permanente Beobachter).

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GrenzEcho Freitag, 5. Oktober 2012

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Kernkraft: Belgische AKW schneiden vergleichsweise gut ab

Fast alle Reaktoren haben Mängel Fast alle Atommeiler in Europa haben Sicherheitslücken. Das deckt ein Test der EU auf. Auf die Betreiber kämen milliardenschwere Kosten für die Nachrüstung zu. Die belgischen Reaktoren in Doel und Tihange schnitten vergleichsweise gut ab. Bei der Sicherheit müssen Europas Kernkraftwerke nachlegen - geschlossen werden müssen sie aber nicht. Das ist die Bilanz eines europaweiten Stresstests, der für fast alle Kernkraftwerke in Europa Nachrüstungen empfiehlt. Der Test sei „kein Blankocheck, aber auch kein automatischer Hebel für den Abschaltzwang“, sagte EU-Energiekommissar Günther Oettinger. Die EU hatte die Tests als Reaktion auf das Unglück im japanischen Fukushima gestartet. Beim EU-Gipfel am 18./19. Oktober werden sich die Staats- und Regierungschefs mit den Ergebnissen befassen. Auf die Atomanlagenbetreiber würden für alle aktiven Meiler Kosten von 10 bis 25 Milliarden Euro zukommen. Das sind etwa 100 bis 200 Millionen Euro pro Kraftwerk. Um auch für Schadensfälle finanziell gewappnet zu sein, sollen sich Betreiber wie Electrabel versichern - was ebenfalls auf die Strompreise durchschlagen könnte. „Die Versicherungspflicht führt zu gewissen Kosten, was wiederum am Ende im Strompreis abgebildet wird“, sagte Oettinger. Die Fachleute kritisieren beispielsweise für quasi alle französischen Standorte die Lagerung von Unfallausrüstung und sehen Mängel bei der Prüfung von Erdbebenund Flutgefahren. Das gilt auch für Frankreichs ältestes Atomkraftwerk Fessenheim direkt am Rhein, das bis Ende 2016 stillgelegt wird. Auch für AKW in Norddeutschland sehen die EU-Experten Handlungsbedarf. Die Betreiber sollten in den Anlagen Erdbebenwarnsysteme installieren, schreiben die Fachleute in dem am Donnerstag in Brüssel vorgelegten Bericht. Wenig zu beanstanden hatten die Experten bei den belgischen Reaktoren Doel und Tihange. Das liegt aber vor allem daran, dass die Risse, wegen derer die Meiler Doel 3 und Tihange 2 derzeit stillstehen nicht Gegenstand der Untersuchung waren. Der Stresstest sollte lediglich prüfen, in-

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wiefern die Kernkraftwerke gegen Naturkatastrophen und terroristische Anschläge gewappnet sind. Und hier soll Tihange nachbessern, das - direkt an der Maas liegend - ein erhöhtes Risiko einer Überschwemmung ausgesetzt ist.

145

europäische Reaktoren wurden infolge der Nuklearkatastrophe von Fukushima einem Stresstest unterzogen, darunter die sieben belgischen in Doel und Tihange. Kein aktiver oder stillgelegter Meiler wurde ausgelassen. Konkret wird der Betreiber Electrabel aufgefordert, die Unwetter der vergangenen 10 000 Jahre zu berücksichtigen. Bisher hatte sich der Konzern bei der Einschätzung der Risiken witterungsbedingter Störfälle nur auf die Ereignisse der letzten 100 Jahre basiert. Zudem muss in Tihange, ebenso wie in Doel, Geld in zusätzliche seismographische Messinstrumente zur Früherkennung von Erdbewegungen investiert werden. In den Niederlanden weist das AKW in Borssele - wie die meisten französischen Werke - vier Kritikpunkte von der Umsetzung der Leitlinien bis zur Lagerung auf. Mehr Anlass zur Kritik gab es in den ehemaligen Ostblockstaaten Tschechien und Bulgarien, wo bei allen geprüften AKW Schutzvorrichtungen gegen

Gasexplosionen nach schweren Unfällen fehlen. Das gilt auch für Rumänien, die Slowakei und Slowenien. Diesen Punkt bemängelt die EU-Kommission auch in Schweden, Spanien und Großbritannien. Besonders schwere Mängel belegt der EU-Report für zwei Werke - Olkiluoto in Finnland und Forsmark in Schweden -, wo die Betreiber weniger als eine Stunde Zeit haben, um nach einem kompletten Stromausfall und/oder einem Ausfall der Kühlsysteme die Sicherheitssysteme wieder hochzufahren. Innerhalb der EU setzen derzeit 14 von 27 Staaten auf Kernenergie. Die Stresstests waren im Juni 2011 begonnen worden. Sie sollten die Lehre aus der Atomkatastrophe im japanischen Fukushima ziehen. Beteiligt waren die Betreiber, die nationalen Behörden und die Europäische Kommission. Untersucht wurden laut Kommission 145 Reaktoren in 15 EU-Ländern, von denen derzeit 132 in Betrieb sind. In der Bilanz des Stresstests wird lobend hervorgehoben, dass Belgien eines von vier EU-Ländern ist, die infolge der Fukushima-Katastrophe für ihre eigenen Reaktoren das Szenario eines Flugzeugabsturzes auf bzw. in ein Kraftwerk durchgespielt haben. Die weiteren sind Deutschland, Slowenien und die Niederlande. Der Bericht gibt aber keine Einschätzung zu den vorgeschlagenen Maßnahmen. So hatte Electrabel angeregt, zur Sicherung gegen Flugzeugabstürze rund um die Kraftwerke in Doel und Tihange große Hindernisse wie Hochspannungsmasten zu errichten. (belga/dpa/afp/boc)

HINTERGRUND

Kriterien des AKW-Stresstests  Naturkatastrophen: Untersucht wurden die Folgen einer Naturkatastrophe wie Erdbeben oder Überflutung auf einen Atommeiler. Bei einem Standort am Fluss wie an der Maas wurde etwa ein Hochwasser simuliert.  Technik: Die gesamte Technik kam auf den Prüfstand. Dabei ging es auch darum, welche Auswirkungen ein Stromausfall oder ein Ausfall der Notstromaggregate oder des Kühlsystems hat.  Flugzeugabsturz: Dieser Punkt war lange umstritten.

Ein Flugzeugabsturz war schließlich kein explizites Prüfkriterium. Allerdings wurden die möglichen Folgen eines Absturzes wie etwa ein Stromausfall im AKW untersucht.  Terror: Die Auswirkungen von möglichen Terroranschlägen auf Atomkraftwerke blieben ausdrücklich ausgeklammert. Insbesondere Großbritannien und Frankreich sperrten sich dagegen, weil sie Anschläge als Frage der nationalen Sicherheit ansehen.

Blick auf die drei Atomreaktoren in Tihange bei Huy.

Energie: Risiko eines „Blackouts“ im Winter verschärft sich

E.ON schließt Gaskraftwerk in Vilvoorde Der deutsche Stromriese E.ON wird zum 1. Januar 2014 sein thermisches Gaskraftwerk in Vilvoorde schließen. Es handele sich aber nur um eine vorübergehende und nicht um eine definitive Stilllegung, ließ das Unternehmen wissen. Es bestünden „mittelfristige Perspektiven“ zur Wiederaufnahme der Produktion in Vilvoorde, Daten wurden aber nicht präzisiert. Die Anlage liegt entlang des Kanals BrüsselWillebroek. Wie die Zeitungen

„De Tijd“, „Het Nieuwsblad“ und „De Standaard“ am Donnerstag berichteten, erachtet E.ON das Kraftwerk in Vilvoorde als nicht mehr rentabel genug. Zuvor hatte bereits Electrabel angekündigt, einige kleinere Produktionseinheiten in Belgien dicht zu machen. Offenbar lohnt sich für die Produzenten der Betrieb nicht, ungeachtet der Sorge vor einem „Blackout“ im Winter. E.ON nannte bisher keine konkreten Zahlen. „De Tijd“

berichtete, die belgische Produktionssparte des deutschen Konzerns, E.ON Generation Belgium, habe in den Jahren 2010 und 2011 Verluste von 33 bzw. 11 Millionen Euro eingefahren. Durch die zeitweilige Stilllegung des Gaswerks in Vilvoorde verschärfe sich das Problem der mangelnden Versorgungssicherheit und erhöhe sich das Risiko eines Stromausfalls in den kalten Wintermonaten, warnte ein Sprecher

des Hochspannungsnetzbetreibers Elia gegenüber „De Standaard“. Energiestaatssekretär Melchior Wathelet (CDH) erklärte indes, die Föderalregierung werde notfalls E.ON dazu zwingen, das Gaskraftwerk in Vilvoorde wieder hochzufahren. Die Stromproduktionsanlage in Vilvoorde hatte 1982, damals wurde sie noch mit Kohle betrieben, einen der größten belgischen Stromausfälle aller Zeiten verursacht. (belga)

Charleroi

LEPEN-Listen dürfen bleiben In Charleroi dürfen die Rechtsextremen ihre Liste bei den Gemeindewahlen nun doch LEPEN nennen. Ein Berufungsgericht wies eine einstweilige Verfügung von Marine Le Pen, der Vorsitzenden des französischen Front Nationale, ab, nachdem Le Pen in erster Instanz erfolgreich war. Das Gericht entschied nicht zum Grunde, beschied der Angelegenheit aber keine Dringlichkeit, da die Listen schon eingereicht worden seien.

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GrenzEcho Donnerstag, 27. September 2012

Herztod: Auch Vorfälle in Ostbelgien

Ärztliche Untersuchung vor dem Sport

Drama in Pescara: Der italienische Fußballprofi Piermario Morosini erlitt im vergangenen April auf dem Platz einen Herzinfarkt und starb kurze Zeit später.

Versicherungen: Ethias deckt Risiko gegen Herzversagen von Amateursportlern ab

Herztod bei Sportlern: Risiko aus dem Nichts Ein 16-jähriger Fußballer vom FC Merksem überlebte Anfang des Jahres einen Herzinfarkt auf dem Fußballplatz. Aber: Ein Herzstillstand gilt nicht als Sportunfall, die Versicherung zahlt keinen Cent. Das ist nun vorbei: Als erster Versicherer deckt Ethias auch das Herzversagen beim Sport, plötzlicher Herztod genannt, ab. A US B RÜSSEL BERICHTET G ERD ZEIMERS Es gibt immer wieder schockierende Fallberichte über Sportler, die stark und gesund scheinen, aber trotzdem an plötzlichem Herztod sterben nicht nur Profis wie vor einigen Monaten Schwimmweltmeister Alexander Dale Oen, Fußballer Piermario Morosini oder der belgische Radfahrer Rob Goris. Auch ambitionierte Amateursportler brechen plötzlich zusammen, wie der 16-jährige Fußballer Tom Leermakers vom FC Merksem. Das Medieninteresse an diesen tragischen Fällen erweckt den Eindruck, dass der plötzliche Herztod bei Sportlern besonders häufig vorkommt. Statistiken belegen jedoch das Gegenteil: In Belgien sterben

STATISTIK

20

Todesfälle. Auf eine Million Sportler sterben in unserem Land jährlich 20 an einem plötzlichen Herztod.

75

Prozent. Von den 20 Fällen sind 75% auf bestehende Erkrankungen wie hypertrophe Kardiomyopathie, Koronaranomalien usw. zurückzuführen.

90

Prozent der Fälle betreffen Jugendliche zwischen 12 und 35 Jahre.

jährlich über 10.000 Menschen an einem plötzlichen Herztod, bisher trifft es lediglich 20 beim Sport. Nach den schweren Sportverletzungen sind Herz-Kreislauferkrankungen damit die häufigste Todesursache unter Sportlern. Doppelt tragisch war es bisher, wenn ein plötzlicher Herztod einen Amateursportler überkam: Die Versicherung für Sportrisiken deckt Herzinfarkte nicht ab. Diese gelten nicht als Sportunfall im eigentlichen Sinne, da sie nicht durch einen Faktor außerhalb des Organismus des

2,5

Mal höheres Risiko. Das Risiko, einen plötzlichen Herztod zu erleiden, liegt bei Sportlern 2,5 Mal höher als bei Nichtsportlern.

90

Prozent der Fälle von plötzlichem Herztod ereignen sich während der sportlichen Betätigung, zehn Prozent in der Stunde danach.

90

Prozent der Fälle ereignen sich in der Freizeit. (gz)

Opfers verursacht wurden. Herz-Kreislauf-Vorfälle sind von allen Versicherungsverträgen für Sportler ausgeschlossen, da die Ursachen einer bestehenden Erkrankung des Opfers zugrunde liegen. Nach dem Vorfall mit dem 16jährigen aus Merksem hatten Politiker, u.a. Wirtschaftsminister Johan Vande Lanotte (SP.A) die Versicherungsbranche und die Sportfachverbände aufgefordert, eine Lösung für das Problem des Versicherungsrisikos zu finden. „Das Risiko eines plötzlichen Herztodes beim Sport ist

Der Tod von Berufssportlern durch plötzlichen Herztod lässt stets die Öffentlichkeit aufhorchen. Häufiger betroffen sind aber Freizeitsportler.

gering, doch es besteht und trifft auch junge Sportler sonntags morgens auf dem Fußballplatz oder im nachmittags in der Basketballhalle“, sagt Philippe Lallemand, Direktionsmitglied bei Ethias. Das Versicherungsunternehmen, das mehr als hundert Sportfachverbände und auf diesem Wege eine Million Sportler zu seiner Klientel zählen darf, bietet unter dem Titel „Ein Herz für den Sport“ ab sofort eine neue einmalige Abdeckung gegen das Risiko von Herzversagen oder Herzinfarkt beim Ausüben von Sport an. Eine Premiere in Belgien. Konkret bedeutet das, dass jeder Amateursportler (keine Profisportler) sich über seinen Sportverein, der bei Ethias versichert ist, für einen Euro im Jahr gegen den plötzlichen Herztod beim Sport versichern lassen. Die bestehende Garantie wird zu diesem Zweck erweitert. Auch Sonntagssportler wie Jogger und Radfahrer können sich versichern lassen - allerdings zu einem höheren Tarif. Der Sportler ist versichert sowohl bei der Ausübung seines Sport als auch in der Zeit unmittelbar danach (im Umkleideraum) sowie auf dem „normalen“ Rückweg von der Sportstätte nach Hause. Die medizinischen Kosten sind zu hundert Prozent abgedeckt (bis ein Jahr nach dem Unfall). Beim Ableben zahlt die Versicherung 8.500 Euro, bei bleibender Invalidität 35.000 Euro (Opfer unter 65 Jahren), bei vorübergehender Invalidität eine pauschale Entschädigung von 30 Euro pro Tag und pro Opfer (höchstens ein Jahr lang nach dem Unfall). Die Versicherung zahlt nicht, wenn Doping, Alkohol oder Drogen im Spiel sind. André Stein vom interföderalen frankophonen Sportbund: „Die neue Versicherung ist eine gute Sache für die Sportwelt, vor allem nach der Polemik, die im Zuge der Vorfälle im Frühjahr dieses Jahres entstanden war. Die Sportfachverbände haben auf eine solche Risikoabdeckung gewartet.“

In Ostbelgien hat es nach Aussagen von Sportarzt Dr. Elmar Keutgen „in den letzten Jahren einige Fälle von Herzversagen bei Freizeitsportlern gegeben - allerdings nicht im Verein, sondern beim privaten Joggen“. Von tragischen Szenen junger Fußballspieler, die auf dem Platz plötzlich zusammenbrechen, sei die DG bislang aber verschont geblieben. Betroffen seien vor allem ältere Mitmenschen über 55 mit Koronarschädigung, während es bei Jüngeren meist um eine nicht erkannte Herzmuskelerkrankung oder um Herzrhythmusstörungen geht. Sollte es nicht verpflichtende Vorsorgeuntersuchungen geben, um den plötzlichen Herztod zu verhindern? In der DG gibt es keine gesetzliche Grundlage, die dies flächendeckend für alle Sportarten vorsieht - außer für Kampfsportarten, wo regelmäßige Tests auf Sporttauglichkeit verpflichtend sind, erfahren wir von Kurt Rathmes, Fachbereichsleiter für Sport, Medien und Tourismus im Ministerium der DG. Die Sportfachverbände legen jeder für sich ihre Regeln selbst fest. Aus Versicherungsgründen müssen ihre Mitglieder von einem Arzt auf ihre Sporttauglichkeit untersucht werden. Es gibt Sportarten wie Tauchen, die eine regelmäßige medizinische Untersuchung durch den Sportarzt (Dr. Keutgen) verpflichten. Für andere, darunter Ballsport, reicht der Gang zum Hausarzt, der die Sporttauglichkeit bescheinigt. In 85% aller plötzlichen Herztode liegt anfangs ein Kammerflimmern vor. Ein Defibrillator (Schockgeber) kann diese elektrisch kreisende Erregung im Herzen unterbrechen. Wäre es daher nicht an-

gebracht, in allen Sportstätten einen Defibrillator vorzusehen? Einige Sportanlagen in der DG sind bereits mit einem solchen Gerät ausgerüstet. „Aber alle? Das dürfte alleine schon aus Kostengründen schwierig sein“, meint Dr. Keutgen, der generell folgenden Rat gibt: „Menschen ab 45, die nach längerer Pause wieder Sport betreiben, sollten sich durch einen Kardiologen oder ihren Hausarzt vorher untersuchen lassen.“ Er sieht die Notwendigkeit der Sensibilisierung für das Platzieren von Defibrillatoren in der Öffentlichkeit ein, „doch muss auch einem breiten Publikum der Umgang mit den Geräten gezeigt werden.“

Sportler sollen überzeugt werden, sich einer seriösen medizinischen Untersuchung zu unterziehen. Im französischsprachigen Landesteil waren einst medizinische Bescheinigungen für Sportler verpflichtet. „Im Ansatz eine gute Sache, in der Praxis aber sinnlos“, sagt André Stein vom interföderalen frankophonen Sportbund. „Oftmals fand die Untersuchung nur oberflächlich oder unter wenig idealen Umständen statt.“ Statt einer „solch scheinheiligen“ Untersuchungspflicht sollten die Sportler überzeugt werden, dass es in ihrem Interesse ist, sich vor der Ausübung ihres Sports einer seriösen medizinischen Untersuchung zu unterziehen - ein Mal im Jahr, alle zwei Jahre oder mehrmals im Jahr, das ist egal. Hauptsache, es wird gemacht.“ (gz)

Ein Defibrillator gibt die Anweisung, einen Schock auszulösen.

STICHWORT

Plötzlicher Herztod bei Sportlern  Der plötzliche Herztod bei augenscheinlich gesunden und leistungsfähigen Sportlern ist ein seltenes Ereignis. Statistisch gesehen erhöht Wettkampfsport das Risiko eines plötzlichen Herztodes um den Faktor 2,5, da extreme körperliche Belastung einen Trigger für gefährliche Herzrhythmusstörungen bei Menschen mit verborgenen kardiovaskulären Erkrankungen darstellt. Ungewohnt hohe Belastungsintensitäten erhöhen das relative Risiko eines plötzlichen Herztodes vor allem bei Freizeitsportlern mit schlechtem Trainingszustand.  In Belgien sterben jährlich rund 10.000 Menschen an einem plötzlichen Herztod, davon 20 beim Sport.  Das Risiko eines plötzlichen Herztodes ist abhängig vom

Geschlecht (in 90% sind Männer betroffen), vom Alter (am häufigsten bei 40bis 50-Jährigen) und von der Belastungsintensität (höheres Risiko bei höherer Belastungsintensität).  Die weitaus häufigste Ursache nicht-traumatischer Todesfälle im Sport stellen Herz-Kreislauf-Erkrankungen dar, wobei üblicherweise zwischen Sportlern unter und über 35 Lebensjahren differenziert wird. Bei jungen Sportlern unter 35 Jahren sind hypertrophe Kardiomyopathie (HCM), Koronaranomalien, Myokarditis und arrhythmogene rechtsventrikuläre Kardiomyopathie ursächlich führend, während ab dem 35. Lebensjahr die koronare Herzerkrankung dominiert. (Quelle: Universität des Saarlandes)

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Politik · Gesellschaft

GrenzEcho Samstag, 29. September 2012

Banken: Zusatzkanal für Finanzierung

Belgien führt Pfandbriefe ein

Das mühsam Ersparte gehört nicht unter die Matratze, auch wenn es als Geldanlage nur wenig mehr einbringt.

Sparen: Schwierige Suche nach sicheren, aber rentableren Anlageformeln

Geldmarktfonds als Alternative fürs Sparbuch Sparer klagen über die unbefriedigende Rendite auf Sparbüchern. Die Suche nach sicheren, aber gleichzeitig auch rentableren Alternativen ist nicht evident. Sind die Geldmarktfonds eine Lösung? Unter Umständen, ja. A US B RÜSSEL BERICHTET G ERD Z EIMERS Die niedrigen Marktzinsen können den Sparern in Belgien wahrlich keine Freude bereiten, denn in den vergangenen Monaten setzten zahlreiche Banken die Schere am beliebten Sparbuch an, die Zinsen liegen im Keller. Der Onlinedienst netto.be der Wirtschafts- und Finanzzeitung „De Tijd“ hat sich in einem Beitrag den Geldmarktfonds als mögliche Alternative zum Sparkonto angenommen. Geldmarktfonds sind Investmentfonds, die ausschließlich oder überwiegend in Geldmarkttitel und liquide

Wertpapiere mit kurzer Restlaufzeit investieren. Hierzu zählen Termingelder, Schuldscheindarlehen und Anleihen mit einer Laufzeit von unter zwölf Monaten und Unternehmensobligationen. Diese Fonds werden hauptsächlich von Großinvestoren, wie z. B. Unternehmen genutzt, um kurzfristig ihre Gelder zu „parken“, da sie börsentäglich zurückgegeben werden können. Um das Risiko eines Zahlungsausfalls bei einzelnen Schuldnern zu reduzieren, wird über Papiere verschiedenster Emittenten diversifiziert. Da auf dem Geldmarkt ausschließlich institutionelle Anleger, d.h. Banken, Versicherungsgesellschaften oder der Staat, zusammentreffen, erlauben es Geldmarktfonds auch privaten Anlegern, sich auf diesem Markt indirekt zu engagieren, ohne dass sie sich um die Folgen von Zinsbewegungen kümmern muss. Die Fondsverwalter passen die Laufzeit der Titel an die Zinsentwicklung an. Ein weiterer

Vorteil: Der Anleger kann schnell ein- und aussteigen. Grundsätzlich ist zu beachten, dass auch Geldmarktfonds sowohl ein gewisses Zinsänderungsrisiko als auch ein Kreditrisiko der Emittenten tragen. Sofern die Emittenten Staaten sind, ist dieses in der Regel vergleichsweise sehr gering, jedoch nie ganz auszuschließen. Ab 2007 ist festzustellen, dass die bis dahin als absolut stabil geltenden Geldmarktfonds eine negative Wertentwicklung zeigten.

Geldmarktfonds in Fremdwährung sind eine bessere Alternative. Die entscheidende Frage lautet aber: Sorgt die Verwaltung durch Experten auch dafür, dass Geldmarktfonds eine höhere Rendite abwerfen? Dies sei nicht der Fall, schreibt netto.be. Die durchschnittli-

che Rendite solcher Fonds in Euro betrug im vergangenen Jahr nur ein Prozent. Über fünf Jahre lag der Ertrag kaum höher: 1,53 Prozent. Die Rendite ist zudem brutto, Einstiegsgebühren und Steuern müssen abgezogen werden. Der Ertrag auf einem Sparkonto dagegen ist netto, solange er unter 1830 Euro bleibt (2012). Eine bessere Alternative seien Geldmarktfonds in Fremdwährung, wenn man davon ausgeht, dass der Euro noch unter starken Druck geraten sollte, heißt es weiter bei netto.be. Wohl muss man ein Wechselkursrisiko in Kauf nehmen, aber es könnte sich lohnen. Geldmarktfonds in Fremdwährung profitierten im vergangenen Jahr von der Euroschwäche, und es gibt Fonds, die eine breite Palette von ausländischen Währungen investieren - ebenfalls eine Form von Diversifizierung. Die Rendite deutet an, dass diese Fonds volatiler sind als Euro-Fonds.

IN ZAHLEN

Belgien ist kein Steuerparadies für seine Sparer Für Otto-Normal-Sparer ist Belgien alles andere als ein Steuerparadies. Sie bezahlen mehr Steuern auf ihre Kapitalerträge als die Niederländer, Deutschen und Briten. Dies hat eine Studie des Online-Nachrichtendienstes monargent.be der Wirtschaftszeitung „L‘Echo“ ergeben. Das Fallbeispiel: Ein Ehepaar verfügt über ein Sparkapital von 26.000 Euro: 6.000 Euro auf dem Sparkonto, 10.000 in Anleihen und Termingeldern, 10.000 Euro in Aktien. Ausgangshypothese: Das Sparkonto wirft in diesem Jahr 120 Euro Zinsen ab (2%), die Anleihen und Terminkonten 400 Euro brutto (4%), während die Aktien 200 Euro an Dividenden (2%) und 500

Belgier zahlen mehr Steuern auf Kapitalerträge als Deutsche und Holländer. Euro an Wertzuwachs (5%) einbringen. Gesamter Kapitalertrag: 1.220 Euro. Frage: Wie hoch werden diese Erträge in Belgien und in den Nachbarländern besteuert?  Niederlande: Unser Ehepaar

zahlt keine Steuern auf diese Erträge: Spar- und Investitionseinkünfte sind von der Steuer freigestellt, solange das Kapital 40.000 Euro pro Ehepaar nicht übersteigt.  Deutschland: Ein deutsches Ehepaar zahlt ebenfalls keine Steuern, da Investitionseinkünfte bis 1602 Euro pro Ehepaar steuerfrei sind.  Großbritannien: Auf der Insel zieht sich das Ehepaar auf die gleiche Weise aus der Affäre - unter der Bedingung, dass es seine Ersparnisse in einen Rentenplan investiert, genannt ISA (Individual Savings Account). Dieses Programm ermöglicht die Investition in ein Sparkonto, ein Terminkonto und in Aktien. Die Erträge sind steuerfrei bis zu einem (jährlich inde-

xierten) Betrag von 11.280 Pfund (14.100 Euro) pro Person. Kurzum: Wenn das Ehepaar aus unserem Fallbeispiel sein Kapital in einen ISA-Plan investiert, zahlt es keine Steuern auf die Einkünfte.  Belgien bildet - wie Frankreich - eine Ausnahme: In beiden Ländern sind die Zinserträge auf Sparkonten ebenfalls steuerfrei (in Belgien bis 1.830 Euro), aber die Zinsen der anderen Produkte sowie Dividenden werden besteuert. In Frankreich wird zudem eine Steuer auf die Wertsteigerung erhoben. Fazit: In Frankreich wird das Ehepaar mit 330,5 Euro besteuert, in Belgien zahlt es eine Quellensteuer von 134 Euro. (gz)

Belgien war bis dato das einzige Land der EU, das noch keine sog. Covered Bonds (gedeckte Schuldverschreibungen) eingeführt hat. Diese Anleihen als zusätzlicher Finanzierungskanal für Banken entsprechen im Großen und Ganten den deutschen Pfandbriefen. Europäische Banken stehen vor einem Problem. Viele Institute haben einen immensen Kapitalbedarf, können aber Investoren nicht recht dafür begeistern, unbesicherte Anleihen zu kaufen. Der Grund: Angesichts der EuroSchuldenkrise zweifeln Anleger an der Stabilität der Institute und fürchten sich vor einem Ausfall der Anleihen. Populärer Ausweg sind Pfandbriefe bzw. Covered Bonds. Die Anleihen sind mit einer sogenannten Deckungsmasse besichert, aus der sich Investoren bedienen dürfen, falls der Emittent insolvent wird. Investoren tragen somit ein deutlich geringeres Risiko als bei einer herkömmlichen Anleihe. Diese Sicherheit erscheint in Krisenzeiten besonders attraktiv. Der gesetzliche Rahmen für die Einführung von Pfandbriefen in Belgien war bereits vor

der Sommerpause vom föderalen Parlament verabschiedet worden. Gestern nun gab die Föderalregierung grünes Licht für den Ausführungserlass. „Das Gesetz vom 3. August 2012 erlaubt es den Banken, sich über diesen zusätzlichen Kanal zu finanzieren, um ihre eigene Bilanz zu stabilisieren“, erläuterte Finanzminister Steven Vanackere (CD&V). Der Ausführungserlass legt die quantitativen und qualitativen Kriterien für die Emission von Pfandbriefen fest. Demnach ist vorgesehen, dass der Deckungswert (die Verknüpfung des Pfandbriefes mit den der Deckungsmasse zugeordneten Darlehen) auf acht Prozent der Aktiva des Emittenten beschränkt ist. Die Nationalbank kann als Wachhund der Finanzeinrichtungen in Belgien, strengere Regeln auferlegen. „Mit dem gesetzlichen Rahmen für Pfandbriefe zeigt Belgien, dass es die Lehren aus der Finanzkrise gezogen hat“, meint Vanackere. Als Gegenleistung erwartet die Regierung von den Banken, dass diese die eingenommen Geldmittel in die Realwirtschaft investieren. (gz)

Seit 2007 ist die föderale Behörde bemüht, drei Prozent Behinderte in Dienst zu nehmen.

Föderalregierung: Mit gutem Beispiel voran

Staat muss mehr Behinderte einstellen „Die föderale Verwaltung soll mit gutem Beispiel vorangehen“, sagte Staatssekretär Philippe Courard (PS), zuständig für Behindertenpolitik, als er am Freitag Maßnahmen ankündigte, um die öffentlichen Dienste auf föderaler Ebene zu verpflichten, mehr Personen mit einer Behinderung einzustellen. Diese Zwangsmaßnahmen seien erforderlich geworden, weil die meisten Verwaltungsdienststellen noch weit vom gesteckten Ziel von drei Prozent des Personalbestandes entfernt sind. Sicher, in den vergangenen Jahren ist der Anteil der Behinderten, die in der föderalen Verwaltung beschäftigt sind, stetig gestiegen: von 0,95% im Jahr 2009 auf 1,37% in diesem Jahr. Allerdings haben nur sechs Dienste die Quote von drei Prozent erreicht: das Institut für Gleichheit von Männern und Frauen (5,39%), das Verteidigungsministerium (4,06%), das Kgl. Institut für Kulturerbgut (3,35%), das Wirtschaftsministerium (3,32%), Fedict (3,09%) und die Gebäuderegie (3,06%). Behinderte, die die Aufnahmenprüfung für einen Job im öffentlichen Dienst schaffen, können, wenn sie es wünschen, auf einer Warteliste

aufgenommen werden. Diese wird jedoch nur selten von den Diensten, die eine vakante Stelle besetzen wollen, zurate gezogen. Das Problem ist, dass die Liste unbefristet gültig ist. Die eingetragenen Personen könnten in der Zwischenzeit einen anderen Job gefunden haben oder nicht mehr den Anforderungen bestimmter Funktionen entsprechen. Fortan ist die Gültigkeit auf vier Jahre begrenzt. Künftig wird es auch so sein, dass Dienste, die einen neuen Mitarbeiter einstellen wollen, aber nicht die Behindertenquote von drei Prozent erreichen, verpflichtet sind, als Erstes die Rekrutierungsreserve anzuzapfen. Bei gleichen Kompetenzen ist der Person auf dieser Liste der Vorzug zu geben. Diese Verpflichtung verfällt, sobald die Quote erreicht ist. Diese Regelung tritt am 1. Januar 2013 in Kraft, für Dienststellen, die bereits zwei Prozent Behinderte beschäftigen, erst 2014. Betroffen sind rund 85.000 Beamte, was bedeutet, dass zurzeit ungefähr 1.200 Personen mit einer Behinderung einen Job beim Staat haben (1,37%) und deren Anzahl mindestens verdoppelt werden muss. (gz)

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GrenzEcho Dienstag, 2. Oktober 2012

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Mondial: Deutsche Hersteller drehen auf der Pariser Autoschau mächtig auf

Selbst ein Eiskratzer kann ein Trumpf sein Es ist für die Firmen des Volkswagen-Konzerns inzwischen schon zur Tradition geworden, dass sie sich am Vorabend eines wichtigen Autosalons mit einer eigenen Show präsentieren. A US P ARIS BERICHTET H EINZ W ARNY Paris bot deshalb erneut Anlass, um selbstbewusst aufzutreten. Schon vor den beiden Pressetagen, die dem Einlass des Publikums voraus gingen, hatten die Konzernfirmen ihren großen Auftritt. Selbst in Paris bleibt dies nicht unbemerkt. Schwarze Phaeton, Passat oder fürstlich ausgestattete VW-Kleinbusse brachten die Gäste von den Hotels aus zur Halle Freyssinet am Rande von Paris, weit entfernt von den Ausstellungshallen an der Porte de Versailles, wo der Autosalon zwar nur eine von vielen Veranstaltungen ist, jedoch diejenige mit der größten Ausstrahlung überhaupt. Das läuft ab wie im Minutentakt gesteuert. Wenn der Medienchef des VW-Konzerns um 20 Uhr pünktlich Ferdinand Piëch mit Frau und Wolfgang Porsche begrüßt, eröffnet er gleichzeitig eine einstündige Show, in der jeder Markenchef höchstpersönlich im Auto vorfährt, das am folgenden Tag auf der Messe erstmals öffentlich vorgeführt wird. Hier kommt schnell der Eindruck auf, dass von der Krise eigentlich nur die anderen reden, seien es französische, japanische, koreanische oder

Rupert Stadler, Vorstandsvorsitzender von Audi, präsentierte im Vorfeld des Pariser Autosalons beim Konzernabend von VW persönlich den Audi A1 Sportback Concept. Alle Audi A1 werden in Brüssel (Forest) gebaut. Fotos: dpa auch amerikanische Hersteller. Diese werden zwar nicht genannt, doch versteht jeder unter den mehr als eintausend Journalisten und weiteren auserlesenen Gästen aller Konzernmarken die Botschaft: Volkswagen und die ihm angeschlossenen Marken produzieren und verkaufen zwar nicht an der allseits greifbaren Absatzkrise vorbei, doch legen sie noch zu, während andere nicht mehr zu sagen wagen, wann es denn wieder einmal etwas aufwärts gehen soll.

Der Golf als das Maß aller Autos

Porsche Speedster fährt vor.

Martin Winterkorn ergreift erst abschließend das Wort. Doch hat er mit dem neuen Golf eben „das Auto“ mitgebracht, den Golf mit der VII. Und er weiß, dass jene, die abwinken, der Neue gleiche seinem Vorgänger doch wie ein Ei dem anderen, bald schon gestehen werden, hiermit sei

VW erneut ein großer Coup gelungen. Zwar ist auch für VW die Krise kein Fremdwort, doch sieht sich der Konzern dem, was kommen wird, eher gewachsen als alle anderen. Golf VII ist noch nicht genug. VW zeigt auch die Studie des neuen Golf als Blue Motion. Das werde eines der sparsamsten Automobile weltweit sein. Der Blue Motion der dritten Generation soll mit nur 3,2 Liter Kraftstoff auskommen. Mit einem 1,6-l-TD-Motor neuer Generation. Bei 50 Litern Tankinhalt könnte dieser Golf gut 1500 km weit unterwegs bleiben. Bei einem CO2-Ausstoß von nur 85 Gramm grüßt er die Umwelt. VW werde mit den richtigen Fahrzeugen am richtigen Ort sein, verspricht Martin Winterkorn. Der Konzern wird auch künftig beim Elektroauto weit vorsichtiger zuwege gehen als andere Hersteller – mit einem nicht ausgesprochenen Seitenhieb auf den schwächelnden Franzosen Renault, der schon vier eigenständige Elektromodelle anbietet, und wohl auch auf Toyota ge-

münzt. Auf Leistung braucht und will VW nicht verzichten: Vom Golf wird in Paris der neueste GTI vorgestellt. Und wenn von Leistung die Rede ist, darf der Konzernchef von seinem Ehrenplatz bewundern, was die Luxusklasse zu bieten hat. Porsche wird seine Kunden sowohl für den Carrera 4S finden als auch für den kommenden Panamera Sport Tourismo, nichts weni-

ger als die elegantere Formel für ein ebenso elegantes Break der Marke Porsche, das aktiven Sportwagenfahrer mehr Laderaum gibt. Es wird ein Wechselspiel geboten, in dem sich die Gegensätze nicht ausschließen. Seat setzt in der Mittelklasse auf bezahlbare Werte und darf sich als Konkurrent in der Großfamilie behaupten. Aus Prag grüßt mit genau viel

Im Vorfeld des Pariser Autosalons: Ferdinand Piech (l.), Aufsichtratsvorsitzender von VW, und Wolfgang Porsche, Aufsichtsratsvorsitzender von Porsche.

Selbstbewusstsein Skoda-Chef Winfried Vahland. Sein Trumpf Rapid hat nicht nur den schon gewohnt größeren Kofferraum, sondern eine technische Neuheit, die der Markenchef höchstpersönlich demonstriert. Einen praktischen Eiskratzer hinter der Tankklappe, der im Winter schon weiterhilft, bevor die Türen überhaupt geöffnet sind. So sparsam und nutzvoll kann Fortschritt sein. Da sollte man staunen angesichts der Argumente, mit denen Audi-Chef Rupert Stadler den Audi A3 Sportback präsentiert oder beim Bugatti Veyron, in dem sich Herr Piëch wohlfühlen dürfte. Deutlich mehr Kunden wird es allerdings für die Tourenwagenversion des Bentley GT Continental GT geben. Wenn Stephan Winkelhock am Steuer seines Lamborghini Gallardo LP 560-4 vorfährt und – als habe er die Kunde vom Sparen noch nicht vernommen–, knapp verkündet „Wir verkaufen Träume“, dürfte mancher Zuschauer in der Festhalle schon vergessen haben, dass die Spritpreise wieder gestiegen sind.

Hinzu noch die Motorräder von Ducati Doch gespart wird halt in der Großfamilie dennoch, wie der Golf Blue Motion beweisen wird. Man muss überall das richtige Produkt zur passenden Zeit anbieten. Sagt Martin Winterkorn und genießt anschließend an die Show noch etliche Minuten mit seinen Gästen, unter denen auch Jacky Ickx wieder gern gesehen wird. Einige Brötchen verdient sich Ickx als Botschafter für den Konzern. Der VW Cross Caddy konnte in der Neuheitenshow den Stars die Schau nicht stehlen. Das gelang auch nicht den Motorrädern der Marke Ducati, die sich in der Großfamilie vorstellen durften. Als sich am anderen Morgen alle aufmachten, um im Salon die Neuheiten auch der anderen Hersteller zu erblicken, sahen sie auf den Werbetafeln entlang der Pariser Straßen erst einmal wieder ... den Golf.

Überproduktion: Es werden noch Werke stillgelegt

In Paris sind die Sorgen der Autohersteller greifbar In den Hallen des Pariser Autosalons ist die Stimmung gebremst. Vorbei sind die Zeiten, in denen jeder Hersteller Wachstum vorhersagen durfte ohne Gefahr zu laufen, von den Fakten später gestraft zu werden. Die französische Fachzeitschrift „Le Journal de l’Automobile“ veröffentlichte ein Sonderheft zum Salon, in dem nicht die Fotos der Neufahrzeuge im Vordergrund stehen, sondern die Texte von Sachverständigen, die sich nicht von Wunschträumen blenden lassen. In einer Marktanalyse hat die Zeitschrift mit Roland Berger, Alix Partners, Euler Hermes, Oliver Wymans und PwC auf Grund von Fakten die Märkte erforscht und ohne Rücksicht auf die Namen der Hersteller Prognosen gewagt.

Schon der Titel verheißt nichts Gutes: „Das Schlimmste steht erst noch bevor ... in Europa“. Demnach hat sich die Automobilindustrie in Europa noch nicht auf die Realitäten eingestellt. Die Gesamtproduktion ist hier seit dem Jahr 2007 um elf Prozent gesunken. In Italien ist sie um 38% geschrumpft, in Frankreich um 24%, in Großbritannien um 16%, während in Deutschland unterm Strich ein Plus von 1,6% blieb. Auf dem europäischen Automobilmarkt weisen die Sachverständigen eine strukturelle Überkapazität von 25% nach. 40% aller europäischen Automobilwerke produzieren unterhalb der Gewinngrenze. Roland Berger ist noch deutlicher: Nach dessen Ermittlun-

gen ist die Leistungskapazität in Europa gar 40% zu hoch. In Westeuropa müssen die Autobauer zudem mit mehr Überkapazität kämpfen als in den osteuropäischen Ländern. Diese Werte gelten für die Mittelklassefahrzeuge. Die Marktanalysen stimmen weitgehend in der Feststellung überein, dass sich diese Tendenz so bald nicht spürbar wieder ändern wird.

Weniger als 60 Prozent Auslastung nicht mehr zu verkraften Die Bevölkerungszahlen steigen nicht mehr, die Familien haben weniger Nachholbedarf an Autos, es werden

weniger Kilometer zurückgelegt als vorher, die Fahrzeuge werden später durch neue ersetzt. Alles Fakten, die die pessimistischen Vorhersagen der Marktanalysten bestätigen. Die Hersteller können es sich nicht länger erlauben, in ihren Werken unterhalb der 60-prozentigen Auslastung zu produzieren. Fiat, Peugeot, Citroën, Renault und Opel müssen Produktionsstätten stilllegen. Roland Berger erwartet, dass in den kommenden drei Jahren fünf bis zehn Automobilwerke in Europa geschlossen werden. Dadurch würden bis zo 80 000 Arbeitsplätze gefährdet. Beim Rundgang durch die Hallen des Pariser Autosalons, den die Franzosen etwas hochtrabend als „Mondial de l’Automobile“ feiern, lässt sich

die gedämpfte Stimmung an vielen Fakten erfahren, einmal abgesehen von den Salonbeiträgen der deutschen Hersteller, die es in der Regel besser als andere verstanden haben, ihre Produktion rechtzeitig auf neue Wachstumsmärkte weit weg von Europa auszurichten. Die für Wachstum der Hersteller wichtigsten Neufahrzeuge treten in der Mittelklasse an. Hier fährt der VW Golf wohl voraus, gefolgt vom neuen Clio, der für Renault für die unmittelbare Zukunft entscheidend ist. Mit einem Bein bleibt Renault jedoch noch auf der Gewinnseite, denn Partner Dacia hat Logan und Sandero erneuert und darf mit der Nachfrage erst einmal zufrieden sein. Opel überrascht mit dem

extrem vielseitigen Kleinwagen Adam, der an den Medientagen des Pariser Salons in vielen Varianten vorgestellt wurde. Adam wird von sich reden machen. Volvo startet mit dem V40 Cross Country ein in Gent gebautes Auto. Neuheiten, die in Paris zu sehen sind, werden in ihrer Mehrzahl erst im kommenden Frühjahr in Belgien angeboten. Sie werden auf dem Brüsseler Autosalon im Januar 2013 gezeigt, der zwar kein echter Pkw-Salon ist, doch dank großzügiger Auslegung der Salonbedingungen die Pkw nicht verdrängt, solange die Mehrzahl der gezeigten Autos eben keine echten Personenwagen sind. Deshalb darf sich jeder, der den „Mondial“ nicht besucht, auf Brüssel im Januar freuen. (hw)

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KURZ NOTIERT Sechs Tote bei Cessna-Absturz

Beim Absturz eines Kleinflugzeugs in Tirol in Österreich sind am Sonntag sechs Menschen ums Leben gekommen. Ein Insasse wurde bei dem Unglück in der Nähe von Innsbruck schwer verletzt, ein weiterer kam mit leichten Verletzungen davon, wie die Polizei und Rettungskräfte mitteilten. Alle acht Insassen waren demnach Österreicher.

Literatur: Mit neuem Gedichtband provoziert Literaturnobelpreisträger wieder Israel

Grass‘ „Eintagsfliegen“ berühren, irritieren und provozieren

Zum 85. Geburtstag meldet sich Günter Grass literarisch zurück: Sein neuer Gedichtband „Eintagsfliegen“ enthält berührende Texte übers Altern und den Tod - und eine Liebeserklärung an Deutschland. Brech-Durchfall: Politisch provoziert und irKrankheitswelle ebbt ab ritiert Grass - nicht nur zu Die Welle der BrechdurchfallErkrankungen bei Kindern Israel. und Jugendlichen in Ostdeutschland ebbt ab. Das Robert-Koch-Institut (RKI) berichtete am Sonntag, der Höhepunkt der gemeldeten Fälle sei bereits am vergangenen Mittwoch und Donnerstag erreicht worden. Nach Mahlzeiten in Schulen und Kindertagesstätten waren mit Stand vom Sonntag mindestens 8365 Jugendliche und Kinder sowie einige Erwachsene in Brandenburg, Berlin, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen erkrankt. Die Ursachen der Erkrankungen sind aber noch nicht geklärt.

V ON M ATTHIAS H OENIG ,

DPA

Bei „reichlich Rotwein und Käse“ gab einst Max Frisch sich und dem damals jungen Günter Grass einen Rat: „Bis ins Alter zornig zu bleiben und nicht - wie erwartet wird - im alles mildernden Abendlicht weise zu werden. Fortan folgte ich seinem Rat.“ Diese Lebenshaltung bekennt der deutsche Literaturnobelpreisträger in dem kurzen Gedicht „Guter Rat“. Es ist eines von 87 berührenden, aber auch irritierenden und provozierenden Texten des neuen Lyrikbandes „Eintagsfliegen“, den Grass jetzt pünktlich zur Frankfurter Buchmesse und zu seinem bevorstehenden 85. Geburtstag (am 16. Oktober) vorgelegt hat.

Grass provoziert erneut mit einem Gedicht die Regierung in Tel Aviv. Nach der Essenausgabe in der Mensa einer Schule sind mehr als 8000 Kinder und Jugendliche in fünf neuen Bundesländern erkrankt.

Zehn Tote bei Überschwemmungen

Mindestens zehn Menschen, darunter ein 90-jähriger Belgier, sind im Süden Spaniens bei sintflutartigen Regenfällen und schweren Überschwemmungen ums Leben gekommen. Drei weitere Bewohner in den Regionen Andalusien und Murcia wurden am Sonntag noch vermisst. Mehrere Orte wurden überschwemmt und waren von der Außenwelt abgeschnitten.

Starkes Erdbeben in Kolumbien

Kolumbien ist am Sonntag von einem heftigen Erdbeben erschüttert worden. Über Verletzte oder größere Schäden wurde zunächst nichts bekannt. Nach Angaben des USErdbebeninstitutes erreichten die Erdstöße eine Stärke von 7,1. Das Beben habe sich in einer Tiefe von rund 150 Kilometern ereignet. Wie die nationalen Erdbebenbehörden in Kolumbien mitteilten, wurde das Beben um 11.34 Uhr (Ortszeit) im Südwesten des südamerikanischen Landes registriert. Nach diesen vorläufigen Angaben erreichte das Beben eine Stärke von 6,2. Die Tiefe wurde mit 169 Kilometern angegeben. Nach Medienberichten waren die Erschütterungen auch in der Hauptstadt Bogotá sowie im benachbarten Ecuador zu spüren. Erdbeben sind in der Region nicht ungewöhnlich. Oft bleibt es aber bei leichten Schäden.

GrenzEcho Montag, 1. Oktober 2012

Israel, schon wieder Israel, werden manche seufzen. Ein halbes Jahr, nachdem Grass der Atommacht vorhielt, den brüchigen Weltfrieden zu gefährden und auf ein Erstschlagsrecht gegen Iran zu pochen, provoziert der Autor erneut mit einem Gedicht die Regierung in Tel Aviv. Als „Vorbild“ lobt er den israelischen Nukleartechniker Mordechai Vanunu. Der wurde, weil er über das Atomforschungsprogramm Israels 1986 gezielt englische Medien informierte, zu 18 Jahren Haft verurteilt - nachdem ihn der israelische Geheimdienst Mossad nach Rom gelockt und von dort nach Israel entführt hatte. „Nur solche Helden sind in einer Welt vonnöten,/ die Frieden säuselt und Vernichtung plant“, dichtet Grass über Vanunu und ruft mehr

liebt Grass Deutschland. Auch wenn er den Nationennamen meidet, stattdessen „mein Land“ schreibt. Dass sein Land, hochverschuldet, andere Länder zum Sparen zwingt, Waffen exportiert, sozial auseinanderdriftet, ist ihm Ärgernis. In der letzten Strophe bringt Grass noch einmal sein Selbstverständnis als kritischer Bürger zum Ausdruck, der für Demokratie kämpft und schonungslos Missstände anprangert: „Meiner Liebe gewisses Land/dem ich verhaftet bin/notfalls als Splitter im Auge.“

oder minder zum militärischen Geheimnisverrat in aller Welt auf - auch in Kiel, wo U-Boote für Israel gebaut werden. Medienberichten zufolge sind sie atomwaffenfähig. Den Mossad nennt Grass nicht beim Namen, schreibt aber von einer „Gang“, „die ungehemmt selbst Mord nicht scheut“.

Mal laut, mal leise, mal skurril, mal unter der Gürtellinie. Irritierend wirkt die Parteinahme für Oskar Pastior. Jenen rumäniendeutschen Schriftsteller und Büchnerpreisträger, dessen Mitarbeit von 1961 bis 1968 für den berüchtigten rumänischen Geheimdienst Securitate erst 2010 bekannt wurde - vier Jahre nach dem Tod Pastiors. In den Feuilletons wurde damals diskutiert, wie das Verhalten Pastiors zu bewerten sei. Manche, so jetzt auch Grass, sahen als Grund größte Angst vor erneuter Haft - und später Scham. Schließlich saß Pastior in stalinistischen Zeiten jahrelang in Lagern und hatte darüber heimlich Gedichte verfasst. Andere sprachen von Feigheit. Ob Pastior wegen eines Spitzelberichts Mitschuld am Freitod eines jungen Autors trug, ist ebenfalls umstritten. Grass hat selber sein Päckchen zu tragen. Seine kurze SS-Zeit vor Kriegsende als 17Jähriger verarbeitete er freiwillig, aber erst nach 60 Jahren in seinem autobiografischen Meisterwerk „Beim Häuten der Zwiebel“, was auch Mut verlangte. Manche Medien stürzten sich auf Grass, er sah Häme, Boshaftigkeit und Vernichtungswillen. Den posthumen Kritikern Pastiors wirft Grass nun vor, über den früher Gelobten den Stab zu brechen und sich selbst als unfehlbar zu gerieren. „Beide gehören wir dem verruchten Jahrgang an“, beginnt Grass seinen „verspäteten Schutzbrief für Oskar Pastior“ - eine Deutung, dass sie beide Opfer ihrer Zeit waren. Das sehr einfühlsame und wahrhaftiges Mitgefühl ausstrahlende Gedicht endet damit, dass Grass Pastior in den Arm nimmt:

Leise Sprachgewalt findet wortgenau ihren beklemmenden Ausdruck

haus werden lyrisch aufgearbeitet - mal laut, mal leise, mal skurril, mal unter der Gürtellinie. Etwa wenn Grass das von der katholischen Kirche nicht mehr als schwere Sünde bewertete Onanieren aufspießt: „Selbst unser Papst darf schamlos nun tun/ was er von früh an tat: Erlöst lächeln/sehen wir ihn, von Sünden und Ablaß befreit.“ „Trotz allem“, so ein Titel,

Es wäre unter Wert, wenn Kontroversen über einige politische Gedichte die stilistische und thematische Fülle der „Eintagsfliegen“ übertönen. Leise Sprachgewalt findet wortgenau ihren beklemmenden Ausdruck, etwa in „Unterwegs im November“ oder „Stiller Abschied“. Das letztgenannte Gedicht liest sich wie eine Mahnung vor Euthanasie, die als human und kostengünstig verkauft würde: „Kurz vor dem letzten Pieks/dürfen uns anvertraute Senioren/die Muster geblümter Säcke wählen.“ Gemeint ist der eigene Leichensack. Es gibt aber nicht nur Moll-Töne. „Was Freude bringt“: „Kastanien/die im Oktober/feucht in der Hand liegen“ (...)“Frühtau/der im August/das Netzwerk der Spinnen versilbert.“ Farbensatt hat Grass jedes Gedicht des schönen Leinenbandes illustriert, mit eigenen aquarellierten Federzeichnungen von Eintagsfliegen. Der Untertitel „Gelegentliche Gedichte“ deutet den Schaffensprozess an, macht aber auch eine Schwäche offensichtlich. Der Leser erliest sich ein Wechselbad der Gefühle, ein Panoptikum vom Politischen bis zum ganz Persönlichen anders als in den früheren thematischen Lyrikbänden „Letzte Tänze“ oder „Dummer August“. So dürfte jeder Leser seine eigenen Favoriten oder auch Ärgernisse finden. Langweilig aber ist die Lektüre nie.

zehn Jahre lang in Einzelhaft, sprich, isoliert verbringen, von denen er in Aschkelons Gefängnis elf abgesessen hat; danach stand er in streng beschränkter Freiheit unter Aufsicht. Schwieg dennoch nicht, sprach immer wieder was geheim war aus, so daß nach Richters Spruch ihn mehrmals kurze Haft bestrafte, bis schließlich Hausarrest als Gnadenbrot verordnet wurde, zuletzt in der Basilika Sankt Georg, zu finden in Jerusalem, der Glaubenskrieger jeder Sorte heilgen Stadt. Obgleich in Oslo, Glasgow, vielerorts geehrt und er im Internet sein Eigenleben als Legende führt, wird unser

Held bei sich zu Haus beschwiegen, seit er zum Rufer in der Wüste wurde und die Gefahr beschrie, die auf uns allen tödlich lastet. Drum: Wer ein Vorbild sucht, versuche ihm zu gleichen, entkleide, werde mündig, spreche aus, was anderswo, in Texas, Kiel, China, im Iran und in Rußlands Weite erklügelt wird und uns verborgen bleibt; nur solche Helden sind in einer Welt vonnöten, die Frieden säuselt und Vernichtung plant. Ihm, Mordechai Vanunu, gilt mein Gruß und seinen Richtern gilt die Bitte, ihn als Gerechten zu erkennen, der seinem Land getreu blieb all die Jahre lang.“

In seinem neuen Gedichtband «Eintagsfliegen» liefert Günter Grass wieder Zündstoff für politische Kontroversen mit Israel.   „vielleicht gelingt es uns, sprachlos zu weinen.“ Die Bandbreite der politischen und persönlichen Lyrik reicht sehr viel weiter. Europa, Griechenland, der Verschleiß an Bundespräsidenten, die Beschwerden des Alters und der immer näher rückende Tode, die Sportschau am Samstag, der Verlust von Freunden und namentlich seines langjährigen Lektors Helmut Frieling-

DOKUMENTATION

Grass neues Israel-Gedicht: „Ein Held unserer Tage“ In seinem neuen Gedichtband „Eintagsfliegen“ liefert Günter Grass wieder Zündstoff für politische Kontroversen mit Israel. dpa dokumentiert das neue Israel-Gedicht, das in de Gedichtband „Eintagsfliegen“ des Literaturnobelpreisträgers enthalten ist. „Ein Held unserer Tage was Staatsgeheimnis, deshalb abgeschottet war, hat des Rabbiners Sohn gelüftet, der in Beerscheba fromm der Thora Regeln folgte, dann plötzlich Christ zu sein beschloß. Nach abgebrochenem Studium verdiente er sein Geld in Negev, wo in leergekämmter Wüste Stille sein Staat dank

nuklearer Forschung zur atomaren Macht sich angereichert hatte und alle Welt zu täuschen hoffte, was auch gelang, bis Mordechai Vanunu sprach und das Geheimnis brach. So heißt der Held, der seinem Land zu dienen hoffte, indem er half, die Wahrheit an den Tag zu bringen. Was dann geschah und immer noch kein Ende findet, gleicht einem Krimi, den ein Profi seines Fachs erdachte. Doch was zum Film geworden, keine Leinwand fand, lief dennoch ab auf eingefahrener Spur wie tausend abgespielter Filme Handlung, die vormals strophenreich Balladendichtern Stoff

gewesen wäre. So wurde er von einer Frau, die jener Gang verschworen, die ungehemmt selbst Mord nicht scheut, nach Rom gelockt, von dort per Schiff entführt, bevor noch in der Sunday Times zu lesen stand, was in dem Wüstenort Dimona von Anbeginn gebrütet wird: der atomare Tod in Bomben - ungezählt - verdichtet. Und dies geschah nach altbekanntem Muster, das im Buch Mose eins zu finden ist: Wie seine Brüder dazumal in eines Brunnens Tiefe Joseph warfen, so kam Vanunu vor Gericht, wurd angeklagt der Spionage und sollte nach des Urteils Spruch gezählte acht-

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GrenzEcho Mittwoch, 28. November 2012

Die Frauenrechtlerin Alice Schwarzer

Frauenrecht: Kölner Journalistin und Autorin wird 70

Alice Schwarzer: Umstritten wie eh und je

V ON

Y URIKO

W AHL -I MMEL ,

DPA

An kaum einer Person scheiden sich die Geister so sehr wie an Alice Schwarzer. Die Kölner Journalistin und Autorin ist Deutschlands bekannteste Frauenrechtlerin, ihre Verdienste um die Gleichberechtigung werden allgemein anerkannt. Schwarzer, die am 3. Dezember 70 Jahre alt wird, ist aber auch heftig umstritten und kennt Anfeindungen und Häme als ständige Begleiter. Junge Feministinnen gehen klar auf Distanz zu ihr. Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa bilanziert die Chefredakteurin der feministischen Zeitschrift „Emma“: Widerstand und Engagement all die Jahre haben sich gelohnt.

Alice Schwarzer: Ein weiblicher Macho? Schwarzer sieht sich als eine wissensdurstige, lebenslustige Frau, die gern feiert, viele Freunde hat. So beschreibt sich die gebürtige Wuppertalerin in ihrer Autobiografie „Lebenslauf“ (2011). Darin gibt sie erstmals auch Einblicke in ihr Privatleben. Sie hat Männer und Frauen geliebt, ist seit Jahren liiert mit einer namentlich nicht genannten Frau. Sie sei tolerant und auch verletzlich, sagt Schwarzer über Schwarzer in Interviews. Viele beschreiben sie als char-

mant, eloquent. Auch in Talkrunden oder Vorträgen überzeugt sie so manchen mit scharfem Verstand und scharfer Zunge. 2005 hat Schwarzer das Bundesverdienstkreuz erhalten. Es gibt aber auch das andere, wenig schmeichelhafte Bild: Schwarzer als autoritäre Figur, besserwisserisch, machtbesessen - ein weiblicher Macho. Zu ihren Kritikern gehören die frühere „taz“-Chefredakteurin Bascha Mika oder auch die Journalistin Lisa Ortgies, die im Jahr 2008 kurz als „Emma“Chefredakteurin amtierte, dann aber schnell wieder den Posten räumte. Viele junge Autorinnen wie Charlotte Ro-

che oder Forscherinnen halten Schwarzers Themen für nicht mehr aktuell, manche meinen, es sei Zeit abzutreten. Historikerin Miriam Gebhardt schreibt in „Alice im Niemandsland“ (2012), Schwarzer sei ideologisch unbeweglich und verbreite wie eine Matriarchin immer dieselben „Wahrheiten“. Schwarzer entgegnet: Viele Themen, die sie führend vorangetrieben habe, „lagen und liegen international in der Luft“, betont die „Emma“Macherin. Der Einsatz für das Recht auf Abtreibung gehört dazu, auch der lange Kampf gegen Pornografie. „So manches Mal war „Emma“ aber auch weltweit eine der ersten,

die das Tabu brach“, sagt Schwarzer. Das gelte für die Aufklärung über Genital-Verstümmelung und sexuellen Missbrauch schon in den 70er Jahren oder auch die Forderung nach einer Homoehe und einer Väterzeit ab den 80er Jahren. Und: „Mit der Aufklärung über die Gefahren des fundamentalistischen Islam ab 1979 standen wir über 20 Jahre in der westlichen Welt quasi allein da.“ Schwarzer mischte erst in Frankreich stark in der Frauenbewegung mit, dann wurde sie feministische Frontfrau in Deutschland. Der „Kleine Unterschied“ machte sie 1975 berühmt. Zwei Jahre später startete sie „Emma“, die nun 37

Jahre alt wird. Viele Kampagnen hat Schwarzer angezettelt, Unterdrückung von Frauen angeprangert, Flagge gezeigt gegen Benachteiligung in der Arbeitswelt oder auch Diätwahn - manches Mal wurde sie dafür auch übel beschimpft. Geschadet haben ihrem Ansehen zwei Engagements für die „Bild“. 2007 stellte sich Schwarzer dem Boulevardblatt für eine Imagekampagne zur Verfügung, obwohl sie es vorher als frauenverachtend attackiert hatte. Kollegen wie Günter Wallraff oder Hans Leyendecker sahen ihre Glaubwürdigkeit beschädigt. Dasselbe auch, als sie für „Bild“ vom Vergewaltigungs-

Frauenrechtlerin Alice Schwarzer

„Widerstand kann Spaß machen“ Deutschlands bekannteste Frauenrechtlerin wird 70 Jahre alt. Seit fast fünf Jahrzehnten engagiert sich Alice Schwarzer für die Gleichberechtigung der Frau.Im Interview sprach sie über Erreichtes und noch Unerreichtes und über ihre feministische Zeitschrift „Emma“.

Worauf sind Sie persönlich stolz, wenn Sie zurückblicken? „Ich erlebe täglich in meiner Post, auf Veranstaltungen und auf der Straße, dass ich vielen Frauen Mut mache, gerade auch jungen Frauen. An mir können Frauen sehen: Widerstand und Engagement lohnen sich. Ja, es kann sogar Spaß machen! Und natürlich freue ich mich, dass „Emma“ auch nach 37 Jahren unabhängig und kämpferisch ist und

ab jetzt sogar wieder öfter erscheint, nämlich alle zwei Monate.“ Wie steht es aktuell um die Gleichberechtigung von .......................................

Alice Schwarzer Mann und Frau? Wo sehen Sie die größten Defizite und Nachholbedarf? „Im Lohnunterschied von 23 Prozent. In der unterschiedlichen öffentlichen Darstellung und Wahrnehmung der Geschlechter. In der Tatsache,

prozess gegen Wettermoderator Jörg Kachelmann berichtete. Schwarzer sagt, sie habe gegen den Medien-Mainstream angeschrieben, der einseitig für Kachelmann Partei ergriffen habe. Er wurde im Mai 2011 aus Mangel an Beweisen freigesprochen. Der „verlogene Fall“ ekele sie an, erzählt Schwarzer. Das Landgericht Köln hatte ihr jüngst in einer einstweiligen Verfügung eine „Emma“Glosse verboten, weil der Eindruck erweckt werde, Kachelmann habe die Vergewaltigung begangen. Schwarzer bestreitet diese Darstellung und will sich notfalls durch alle Instanzen wehren.

Auch mit 70 Jahren denkt Schwarzer nicht ans Aufhören.

NACHGEFRAGT BEI ...

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Alice Schwarzer ist die Frontfrau des Feminismus. Auch mit 70 denkt sie nicht ans Aufhören. Angriffslustig und bisweilen bissig streitet sie für Frauenrechte. Kritik, Häme und Diffamierungen begleiten sie.

dass Männer hierzulande für ein paar Euroscheine die Seele und den Körper von Frauen kaufen können - und wir das, die Prostitution, in Deutschland normal finden. In den Nachbarländern wird über Prostitution sehr kritisch diskutiert und die Frage nach der Menschenwürde gestellt.“ Gibt es überhaupt noch eine aktive Frauenbewegung? Sind es nicht eher einzelne Autorinnen, Publizistinnen, Gender-Forscherinnen, die jeweils alleine - und uneinheitlich, auch im Streit - wirken? „Ja, so ist es. Eine Frauenbewegung im politischen Sinne gibt es ja seit Anfang der 1980er Jahre nicht mehr, wenn damit ein politisches Netzwerk gemeint ist. Seither ist der Feminismus allgegenwärtig in

unserer Gesellschaft und nimmt selbstverständlich vielfältige Formen an manchmal eben auch rückwärtsgewandte.“ Ihnen wird vorgeworfen, Sie duldeten niemanden neben sich, seien wenig kritikfähig, arbeiteten isoliert, ohne Bündnisse zu suchen und seien bisweilen schlicht nicht mehr zeitgemäß. Was entgegnen Sie? „Mit meiner Realität haben diese Klischees wenig zu tun. Bei „Emma“ zum Beispiel arbeiten zurzeit fünf Festangestellte und vier feste Freie. Und zwar seit: 37 Jahren, 31 Jahren, 18 Jahren, 13 Jahren, zehn Jahren. Das zur isolierten Arbeit. Und wie wenig zeitgemäß ich bin, sehen Sie schon daran, dass ich regelmäßig interviewt werde.“ (dpa)

Einen heftigen Sturm hat sie gerade überstanden: Zu Jahresbeginn war ihr Feminismus-Archiv in Gefahr. Die Landesregierung hatte die Mittel gekürzt. Die Deutsche Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) sprang mit einer Vier-JahresZusage ein. „Großartig“, sagt die Publizistin dankend. Ihr Lob gilt aber nur Schröders Hilfe, nicht ihrer Frauen-Politik. 2010 hatte sie der Ministerin feindselig Versagen vorgeworfen, ihr polemisch zu einem Job als Pressesprecherin „konservativer Männerbünde“ geraten. Schröder hilft ihr nun trotzdem aus der Patsche. Auch mit 70 Jahren denkt Schwarzer nicht ans Aufhören. Den zweiten Teil ihrer Autobiografie will sie schreiben, „Emma“ weiter steuern, Vorträge und Lesungen stehen an. Wie sagte sie jüngst? „Ich werde denken, schreiben und handeln, so lange ich lebe.“

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GrenzEcho Montag, 26. November 2012

J. R.: „Dallas“-Legende Larry Hagman ist tot

Anders als alles, wofür er stand

Mit einem eiskalten Lächeln schrieb er Fernsehgeschichte: Larry Hagman hat 14 Jahre lang die böseste Seite Amerikas, des Kapitalismus oder einfach des menschlichen Charakters gezeigt. Als J. R. Ewing wurde er in Dutzenden Ländern der Erde zu einem festen Bestandteil der achtziger Jahre - und nicht zuletzt des Amerikabildes. Privat war Hagman das genaue Gegenteil. Jetzt ist der Texaner mit 81 gestorben. Am liebsten spiele er Bösewichte, verriet Hagman dem Online-Sender AolTV.com. „Denn gute Kerle haben längst nicht so viel Spaß wie Böse. Ich spiele lieber die witzigen Rollen.“

350

Am 21. November 1980 saßen mehr als 350 Millionen „Dallas“-Fans vor dem Fernseher, um herauszufinden, wer J.R. niedergeschossen hatte. Als echter Fiesling zeigte er sich auch in der Fernsehserie „Desperate Housewives“. Er mimte Frank Kaminsky, den unausstehlichen Stiefvater von Lynette (Felicity Huffman). Ganz anders, warmherzig und freundlich, lächelte Hagman die Fans auf seiner Website „larryhagman.com“ an. Zwei Daten würde er nie vergessen, hieß es dort. Den 21. November 1980, als mehr als 350 Millionen „Dallas“Fans in 57 Ländern vor dem Fernseher saßen, um heraus-

zufinden, wer den Ölbaron J.R. niedergeschossen hatte. Und den 23. August 1995, als er, nach jahrelangem Alkoholmissbrauch schwer erkrankt, in einer 16-stündigen Operation eine neue Leber erhielt. Der Texaner, Sohn des Musical-Stars May Martin und eines Anwalts, begleitete nach der frühen Scheidung der Eltern seine Mutter auf Tourneen.

Auch nach fast 50 Jahren ist „Major Nelson“ noch eine feste Figur in der amerikanischen Populärkultur. An ihrer Seite stand er in den fünfziger Jahren in London in dem Broadway-Hit „South Pacific“ auf der Bühne. Dort traf und heiratete er die schwedische Modezeichnerin Maj Axelsson, „das Beste, was mir je passierte“. Das Ehepaar hat zwei Kinder. Im Jahr 1964 zog Hagman mit seiner Familie nach Hollywood, wo er als Astronaut Tony Nelson in der Fernsehserie „Bezaubernde Jeannie“ neben Barbara Eden die Hauptrolle spielte. Auch nach fast 50 Jahren ist „Major Nelson“ noch eine feste Figur in der amerikanischen Populärkultur. An die frühen Filme („Angriffsziel Moskau“, „Nacktstar“) erinnern sich wenige, doch als intriganter Fiesling J.R. Ewing in der Öl- und Familiensaga „Dallas“ wurde Hagman zum unvergesslichen Star. Als „Kultstar der achtziger Jahre“ erhielt er 1999 in Berlin die Goldene Kamera. In den USA lief das Familiendrama um Geld, Macht und Intrigen 14 Jahre lang. Die mehr als 350 Folgen wurden in 67 Sprachen übersetzt und in 90 Ländern ausgestrahlt. Die meiste Zeit lebte Hagman abseits von Hollywood auf seiner Ranch im südkalifornischen Ojai. Das Luxusanwesen in den Küstenbergen

Mit einem Drink in der einen und dem Telefonhörer in der anderen Hand schmiedet Fiesling J. R. Ewing, verkörpert durch den Schauspieler Larry Hagman in der US-Serie „Dallas“ Intrigen (Archivbild aus dem Jahr 1982). Foto: dpa hatte er komplett auf Solarbetrieb umgerüstet. Von der deutschen Firma Solarworld ließ sich der engagierte Umweltschützer samt Cowboyhut für einen Werbespot einspannen. In Anlehnung an den

Kampfspruch der Ölverfechter „Drill, Baby, drill“ (etwa: „Bohre, Baby, bohre!“) sagt er darin „Shine, baby, shine!“ zur Sonne. Als strikter Nichtraucher und Organspendenempfänger setzt er sich häufig für ent-

NACHGEFRAGT BEI ...

Synchronsprecher Wolfgang Pampel war die deutsche Stimme von Larry Hagman

„J.R.-Lacher habe ich gerne übernommen“

Wie betroffen macht Sie der Tod von Larry Hagman als seine deutsche Stimme? Das macht sehr betroffen. Ich bin geschockt. Denn als ich das letzte Mal von Larry Hagman gehört habe, habe ich zwar auch von einer Diagnose Kehlkopfkrebs gehört, aber er hat gesagt, die Ärzte haben ihm sehr Hoffnung gemacht. Und er war sehr optimistisch, sehr voller Tatendrang und

hat gefiebert, die neuen Folgen von Dallas zu drehen.

Wie war das so, wenn die deutsche Stimme das Original trifft? Ich habe ihn einmal getroffen in München. Da sind wir mit dem Stab und mit seiner Frau essen gewesen. (...) Wir hatten ja privat so gut wie nichts miteinander zu tun. Ich bin ein großer Fan von seiner Arbeit gewesen, es hat mir immer sehr gefallen, was er gemacht hat. Es war sehr animierend, ich fand, er war ein toller Schauspieler und hat seinen Beruf sehr fleißig und mit großer Lust ausgeübt. Was war das markante und besondere an der Stimme

von J. R. Ewing? Man versucht ja beim Synchron einfach so gut wie mög.......................................

Synchronsprecher Wolfgang Pampel .......................................

Der österreichische Synchronsprecher Wolfgang Pampel war die deutsche Stimme von Larry Hagman alias J. R. Ewing in der Serie „Dallas“. Die Nachrichtenagentur dpa sprach mit Pampel über seine Arbeit und das fiese Lachen des „Dallas“Ekels.

lich den Originalschauspieler ich sage jetzt mal - nachzumachen. Das geht natürlich nur

begrenzt, weil: Jeder hat eben seine eigene Stimme. Aber was sehr animierend war, war eben zum Beispiel dieser spezielle J.R.-Lacher, den ich sehr, sehr gerne übernommen habe. Wie wichtig war Larry Hagman für Ihre Karriere? War das Ihre wichtigste Rolle? Na ja, es war wahrscheinlich die längste. Man lebt ja doch eine ganze Zeit lang miteinander, wenn so viele Folgen zusammen kommen. (...) Man hat schon das Gefühl, dass das ein Stück von einem selbst ist. (...) Es ist der Lauf der Dinge, das ist ganz klar, es ist der Lauf der Welt, aber man hat so das Gefühl, man hat einen kleinen Bauchschuss bekommen.

sprechende Kampagnen ein. Das heißt, so ganz war er kein Nichtraucher: Er nahm gern mal Marihuana, als Medizin. Und er stellte stets klar, dass er als Texaner nie ein Gefolgsmann von George W. Bush und der Republikaner gewesen sei - ganz im Gegenteil. Als nach zwei Jahrzehnten dieses Jahr „Dallas“ wiederbelebt wurde, war Hagman mit dabei. Apathisch saß der alte Mann im Stuhl, nicht fähig, auf die Worte seines treuherzigen Bruders Bobby zu reagieren - von wegen. Auch mit 80 war „J. R.“ noch so intrigant wie eh und je, nur raffinierter. Wenn es um den Sieg ging, wurde der alte Mann wieder höchst agil. „’Dallas‘ ist der größte Spaß, den ich im Leben hatte“, hatte Hagman zuvor gesagt. „Es fühlt sich an, als würde ich nach Hause kommen.“ Dort, in einem Krankenhaus in seiner Heimat Texas, ist er jetzt im Kreise seiner Familie gestorben. „Larry war zurück in seinem geliebten Dallas, wo er wieder die Kultrolle spielte, die er am meisten liebte“, schrieb die Familie am Samstag auf der Internetseite des „Dallas“-Ekels. „Es war ein friedlicher Abschied, genau wie er es sich gewünscht hatte.“ Hagmans Filmfrau Linda

Gray, in der TV-Serie die ewig von ihm betrogene Sue Ellen, würdigte ihren Kollegen in einem Nachruf als „Verführer zum Leben“. Er „schenkte jedem Freude, den er kannte“, sagte sie am Samstag der „New York Times“. .......................................

„Er war ein Original und hat das Leben voll ausgekostet.“ Filmfrau Linda Gray .......................................

Er war ein brillanter Schauspieler, denn er war ganz anders als alles, wofür er stand: Gier, Intrige, Egoismus - all das war Larry Hagman fremd. Aber als „Dallas“-Ekel J. R. wurde er weltberühmt. Jetzt ist er mit 81 gestorben.

„Ich werde ihn unglaublich vermissen. Er war ein Original und hat das Leben voll ausgekostet.“ Gray war eigenen Angaben nach 35 Jahre lang eng mit Hagman befreundet und auch in seinen letzten Stunden bei ihm.

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MEDIEN · KULTUR

GrenzEcho Mittwoch, 3. Oktober 2012

TV-TAGESTIPPS

Musik: Französische Sängerin blickt auf große Karriere und große Krisen

Sängerin France Gall wird 65 Nach ihrer Trauer um Mann und Tochter und einer Krebsdiagnose hat France Gall wieder Mut gefunden. Mit 65 Jahren wagt sich die Sängerin wieder an große Projekte. V ON S ABINE G LAUBITZ ,

DPA

Ihr Lächeln ist noch so bezaubernd wie damals, als sie mit „Ella elle l’a“ einen ihrer letzten internationalen Erfolge feierte. Ihr Blick jedoch ist melancholisch. France Gall hat in den vergangene Jahren schwere Schicksalsschläge hinnehmen müssen: 1992 starb ihr Lebensgefährte und Sänger Michel Berger, fünf Jahre später ihre Tochter. Die damals 19-Jährige litt an der Stoffwechselerkrankung Mukoviszidose. Nach 15 Jahren innerer Katharsis hat die Sängerin, die am kommenden Dienstag, 9. Oktober, ihren 65. Geburtstag feiert, wieder Großes vor: Sie will ein Musical schaffen. Eigentlich hatte man ein neues Album erwartet, denn das letzte - abgesehen von einigen Kompilationen - erschien 1996. „France“, Hits mit Rap- und Hip-Hop-Elementen angereichert, zählte zu den meist verkauften Alben Frankreichs. „Das ist seit sehr sehr langem eine Arbeit, die mir wieder viel Spaß macht“, sagte Gall vor kurzem der Zeitschrift „Gala“. Das Musical soll 2014 fertig werden und aus Songs bestehen, die sie und ihr verstorbener Mann geschrieben haben. Ob es sich

Die französische Schlagersängerin France Gall feiert nächsten Dienstag ihren 65. Geburtstag. Foto: dpa dabei um bereits bekannte oder neue Lieder handelt, wollte sie nicht verraten. Seit dem Tod ihrer Tochter Pauline im Jahr 1997 hat die Musikerin nur selten Interviews gegeben. „Ich habe wieder Vertrauen in das Leben gefunden. Das Leben macht mir keine Angst mehr. Ich habe schlimme Momente durchlitten und schwere Prüfungen überstanden“, sagte die immer noch sehr attraktive Frau in dem Interview. So waren die 90er Jahre

eine reine Unglückskette. Am 2. August 1992 erlag ihr Ehemann mit 43 Jahren während des Urlaubs in St. Tropez an einem Herzversagen, wenige Monate später wurde bei ihr Brustkrebs diagnostiziert, 1997 verlor sie ihre Tochter und brach ihre Karriere ab. Statt sich in die Musik zu stürzen, begann sie Frauen in Not zu helfen. „Ich konnte es nicht fassen, dass ich das erleben musste, wovon jeder sagt, es sei unmöglich, so etwas zu

überwinden. So beschloss ich, eine Mutter zu werden, der es gelingt mit dem Gedanken, ein Kind verloren zu haben, zu leben“, gestand sie. Seitdem pendelt sie zwischen Paris und Senegal, wo sie an ganz konkreten Projekten arbeitet wie einer Crêperie, in der vier Personen arbeiten. Dadurch können sie ihre Familien ernähren, wie sie erklärt. Gall hat sich im Laufe ihrer Karriere von der seichten Schlagersängerin zur Interpre-

ARD, 20.15 Uhr

Der Turm tin rockiger Popchansons mit anspruchsvollen Texten gemausert. Zu Beginn schrieb noch ihr Vater die Texte. Doch dann lernte sie Serge Gainsbourg kennen, das „enfant terrible“ der damaligen Chanson-Szene, der in der Gall das Bild der Lolita sah. Mit Texten voller erotischer Anspielung stieg nicht nur ihr Bekanntheitsgrad. Auch die Skandale häuften sich, die ihrer Zusammenarbeit ein Ende setzten. Der Erfolg stellte sich bereits als Teenager ein. Im Jahr 1965 gewann sie 17-jährig mit „Poupée de cire, poupée de son“ beim Grand Prix. Sowohl in Frankreich als auch in Deutschland war die blonde und zierliche Sängerin ein Teenageridol. Zwischen 1966 und 1972 eroberte sie mit „Der Computer Nr. 3“ und „Ein bißchen Goethe, ein bißchen Bonaparte“ die deutschen Charts. Als sie Anfang der 70er Jahre den Musikstil änderte, ließ der Erfolg jedoch nach. Erst die Begegnung mit dem Texter und Sänger Michel Berger brachte eine Wende: Er mixte angelsächsische Folkund Rockeinflüsse mit modernen Chansontexten und sorgte für einen ganz eigenen Stil, in dem stets neue musikalische Trends mitklangen. Mit Berger, den sie am 22. Juni 1976 heiratete, feierte sie einige ihrer größten Erfolge wie „Aime-la“, „Résiste“, „Tout pour la musique“ und „Ella elle l’a“. Kein Wunder, dass sie ihrem Mann 20 Jahre nach seinem Tod ein Musical widmen will.

Regisseur Christian Schwochow hat den Roman „Der Turm“ von Uwe Tellkamp für die ARD in zwei Teilen verfilmt. Dabei wollte er nicht zwanghaft möglichst viele Details aus dem fast 1000-seitigen Roman einbauen, konzentrierte sich dafür auf die Entwicklung von fünf Figuren in dieser Geschichte über eine bürgerliche Familie im Dresden der zerfallenden DDR. Dass der Zweiteiler angenehm unkitschig und durchwegs gelungen ist, ja sogar den Autor Tellkamp, wie er mehrfach in Interviews betonte, „zu Tränen gerührt hat“, ist vor allem den Schauspielern zu verdanken. Es hat sich bewährt, dass der Großteil von ihnen ebenfalls in der DDR aufgewachsen ist.

VOX, 22.10 Uhr

Hunting Party – Wenn der Jäger zum Gejagten wird „Hunting Party – Wenn der Jäger zum Gejagten wird“ ist ein international produzierter Spielfilm aus dem Jahr 2007. Regie führte Richard Shepard, der auch das Drehbuch schrieb. Die auf realen Erlebnissen eines Journalisten beruhende Geschichte wird mit Spannung, Witz und Ironie erzählt. Der Zuschauer verzweifelt an all dem (Nach-) Kriegswahnsinn.

HEUTE ABEND IM FERNSEHEN ARD

19.15 Einheits-Check: Wie nah sind sich Ost und West? Dokumentarfilm 20.00 Tagesschau 20.15 Der Turm - Teil 1 Fernsehfilm (D, 2012) 1982, Familie Hoffmann lebt im Villenviertel Dresdens. Man hat sich im bildungsbürgerlichen Milieu eingerichtet. Vater Richard Hoffmann, ein erfolgreicher Chirurg, hofft, zum Nachfolger des Klinikchefs ernannt zu werden. 21.45 Der Turm Die Dokumentation 22.30 Tagesthemen 22.58 Das Wetter im Ersten 23.00 Kirschblüten - Hanami Spielfilm (D, 2008) 1.00 Nachtmagazin

P RO 7 19.05 Galileo Magazin 20.15 Jäger des verlorenen Schatzes Actionfilm (USA, 1981) Mit Harrison Ford, Karen Allen, Wolf Kahler 1936: Archäologieprofessor Indiana Jones wird vom US-Geheimdienst damit beauftragt, die Bundeslade zu suchen, die der Bibel zufolge die Zehn Gebote beinhalten soll. 22.30 I Am Legend Spielfilm (USA, 2007) Mit Will Smith, Alice Braga, Dash Mihok 0.25 Black Hawk Down Spielfilm (USA, 2001) Mit Josh Hartnett, Ewan McGregor, Tom Sizemore

ZDF

18.58 Lotto Ziehung am Mittwoch 19.00 heute 19.18 Wetter 19.20 UEFA Champions League-Magazin 19.30 Küstenwache  Gefangen in der Hölle Krimiserie 20.15 Fußball: UEFA Champions League  Manchester City  Borussia Dortmund 2. Spieltag 23.15 Schokolade, Shampoo, Sonnencrème Wie Alltagsprodukte den Regenwald zerstören Dokumentarfilm 23.45 Markus Lanz 1.00 heute 1.05 Lotto Ziehung am Mittwoch VOX

18.10 Plötzlich reich 20.15 Der Krieg des Charlie Wilson Polit-Satire (USA, 2007) Mit Tom Hanks, Philip Seymour Hoffman, Amy Adams Im Washington der späten 1970er Jahre ist der texanische Kongressabgeordnete Charlie Wilson vor allem für seinen playboyhaften Lebensstil bekannt. 22.10 Hunting Party Wenn der Jäger zum Gejagten wird Thriller (USA, 2007) Mit Richard Gere, Terrence Howard 0.05 Der Krieg des Charlie Wilson Wh. von 20.15 Uhr

RTL

18.45 RTL aktuell 19.03 Das Wetter 19.05 Bauer sucht Frau 7 Jahre Liebesglück! 20.15 Operation Walküre - Das Stauffenberg Attentat Drama (USA, 2008) Mit Tom Cruise, Kenneth Branagh, Bill Nighy Nachdem er in Afrika schwer verwundet wurde, kehrt der deutsche Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg 1944 in sein Heimatland zurück. 22.25 From Paris With Love Actionfilm (USA, 2009) Mit John Travolta, Jonathan Rhys Meyers, Kasia Smutniak 0.15 Operation Walküre - Das Stauffenberg Attentat Wh. von 20.15 Uhr RTBF

18.30 On n'est pas des pigeons 19.20 Tribune électorale Elections communales 19.25 Météo 19.30 JT 19h30 20.10 Tirage Lotto / Joker 20.15 Météo 20.25 Débat électoral Elections communales 2012: Grand-Place Communale 22.35 Un espion à Pékin Doc Société 23.30 C'est ça l'Europe? C'est ça l'Europe? Vous avez sans doute déjà prononcé cette phrase, que ce soit de manière enjouée ou dépitée... 0.27 Rapports Lotto / Joker 0.29 Questions d'argent 0.30 Cinquante degrés Nord 1.15 Cotes & cours

SAT

1

WDR

18.10 Bruce Allmächtig Komödie (USA, 2003) 20.00 Sat.1 Nachrichten 20.15 Kindsköpfe Komödie (USA, 2010) Mit Adam Sandler, Kevin James, Chris Rock Schon in der Highschool waren Lenny, Eric, Kurt, Marcus und Rob beste Freunde. Vor allem der legendäre Gewinn der Basketballmeisterschaft hat die Underdogs unzertrennlich gemacht. 22.15 Stirb langsam Jetzt erst recht Actionfilm (USA, 1995) Mit Bruce Willis, Jeremy Irons, Samuel L. Jackson 0.30 Kindsköpfe Widerholung von 20.15 Uhr RTL / TVI

1

19.00 Le journal 19.40 Météo 19.45 Coûte que coûte 20.20 Scènes de ménages Série 20.25 N.C.I.S: Enquêtes spéciales  Qui sauve une vie...  Les péchés du père  Plaisirs coupables 23.00 New York, Unité Spéciale  Inexcusable Après qu'elle ait constaté que son fils Cory avait un comportement bizarre, Eva Banks décide de l'emmener chez un médecin, qui lui révèle que l'enfant a été victime d'abus sexuels. 23.50 Météo 23.55 Le journal 0.35 Jeux de nuit

18.20 Volle Fracht voraus 18.50 Aktuelle Stunde 19.30 Lokalzeit-Geschichten 20.00 Tagesschau 20.15 Das NRW Duell Extra: Herbstspecial 21.45 Lost in NRW Allein unter Männern Ein zerfledderter Reise 22.15 Sascha Grammel Solo: Hetz mich nicht! 23.15 Tatort  Roulette mit sechs Kugeln Krimi-Serie 0.45 Die besten Witze aus der DDR 1.45 ... und BASTA! Musik trifft Comedy LA DEUX

19.55 No limit 20.25 Tweeting 20.30 Le 51ème Etat Film Action (USA, 2001) 22.00 Auto Mobile 22.29 Keno 22.30 Le 12 minutes 22.44 Cotes & cours 22.45 Météo – Lotto/ Joker 22.55 L'enjeu Film Policier (USA, 1998) 0.35 Opinions : UCM CLUB RTL

19.10 Les Simpson 20.00 S.O.D.A. Série 20.10 Zoom 20.15 Football: La Ligue des Champions  Anderlecht  Malaga 22.45 Football: La Ligue des Champions Résumé 23.45 Météo 23.50 Astro Voyance 0.50 Astro Cosmo

SWR

19.45 aktuell 20.00 Tagesschau 20.15 Musikalische Reise rund um den Aletschgletscher Dokumentarfilm 21.45 aktuell 21.50 Utta Danella: Plötzlich ist es Liebe Drama (D, 2003) Mit Anja Knauer, Elmar Wepper, Ralf Bauer 22.50 Emil Mit Emil Steinberger 23.45 Lukas Ammann gibt sich die Ehre Dokumentarfilm 0.15 Graf Yoster gibt sich die Ehre Fernsehserie fd ARTE

19.10 ARTE Journal 19.30 Die fantastische Reise der Vögel Europa 20.15 The Missing Drama (USA, 2003) Mit Tommy Lee Jones, Cate Blanchett 22.25 Klassik und Kalter Krieg Musiker in der DDR Dokumentarfilm 23.20 Gelbe Schmetterlinge Spielfilm (J, 2008) 1.10 28 Minuten 1.55 Police Python 357 Spielfilm (F, 1975) TELEVESDRE

 06h00-09h00 + 12h00-14h00: rediffusion du „JT de mardi“  18h00: JT quotidien (en boucle toutes les heures)  19h20: JT de RTC Télé Liège  20h00, 21h00 + 22h00: „Débat Préélectoral“ Spécial élections communales: Pepinster

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GrenzEcho Mittwoch, 3. Oktober 2012

Leute: Seine Herzlichkeit brachte ihm viele Fans

Dirk Bach war ein dicker Komiker, aber keine Witzfigur Es ist ein Satz, den er sicher mit viel Gefühl gesprochen hätte. „Und wer tot ist, wird ein Stern!“, sollte Dirk Bach am Samstag als kleiner König Dezember im Berliner Schlosspark Theater sagen. Nach dem plötzlichen Tod des 51-Jährigen hat dieser Satz für viele trauernde Fans vielleicht etwas Tröstliches. V ON R ALF I SERMANN , AFP Bach, der zuletzt vor allem als Moderator des RTL“Dschungelcamps» bekannt war, hatte eine große Fangemeinde. Das mag daran liegen, dass er zwar als dicker Komiker viel belacht wurde - weil bei ihm aber Herzlichkeit zu spüren war, wurde er dennoch nie zur Witzfigur.

Popsängerin Shakira (35) und Fußballstar Gerard Piqué (25) werden Eltern eines Sohnes. „Ja, es wird ein Junge“, verriet die Schwangere dem Sender RTL nach dessen Angaben vom Dienstag. Die Kolumbianerin und der Abwehrspieler vom FC Barcelona hatten im September bekanntgegeben, dass sie ein Kind erwarten. Shakira, die sich für soziale Projekte zugunsten benachteiligter Kinder einsetzt, will ihren eigenen Spross auf ihren Reisen mitnehmen. „Wenn das Baby aus meinem Bauch herauskommt, dann soll es wissen, dass es ein Helfer zur Veränderung ist. Es kann wirklich die Welt verbessern“, sagte sie.

Hollywood-Stern für Mark Harmon

Von Bierflaschen umgeben sitzt der Comedy-Star und Schauspieler Dirk Bach in Berlin im Theater am Kurfürstendamm in einer Szene der Aufführung „Klassentreffen“. Fotos: dpa Domian waren seit langem befreundet, zusammen mit der Komikerin Hella von Sinnen bildeten sie zu Beginn ihrer Karrieren in Köln ein kreatives Trio. „Es ging Dirk gut, und er hat sich auf die Premiere in Berlin gefreut“, schrieb Domian auf seiner Facebook-Seite. In seiner Radiosendung auf EinsLive sagte der Moderator, Bach habe bei einem Urlaub „sogar ein bisschen abgespeckt“. Bei dem am 23. April 1961 in Köln geborenen Schauspieler

war das übermäßge Gewicht schon immer das auf den ersten Blick hervorstechendste Merkmal. Bei einer Größe von nur 1,68 Metern wog er in den vergangenen Jahren meist über 100 Kilo. Bach litt an Adipositas, also Fettsucht. Aber litt er wirklich darunter? Über seinen Lebensgefährten sagte der homosexuelle Komiker vor ein paar Jahren der „Bild“Zeitung: „Thomas mag meinen Bauch sehr gern, findet meine Figur sehr schön. Er liebt jedes Pfund an mir.“

Es war eines der wenigen Male, dass Bach ein bisschen aus seinem Privatleben bekannt gab. Mit dem Computerfachmann Thomas lebte er seit vielen Jahren zusammen. 1999 gaben sie sich in Florida das Eheversprechen und waren seither verlobt. Geheiratet haben sie aber nie - aus einem politischen Motiv heraus. Bach wollte warten, bis die Homo-Ehe der heterosexuellen Ehe in Deutschland tatsächlich gleichgestellt ist. „Warum sollte ich mich mit etwas

HINTERGRUND

Dirk Bach zwischen Dschungel, Kloster und Oper Dirk Bach hat als schriller Comedian ebenso Erfolge gefeiert wie als ernster Schauspieler. Nachstehend Stationen seiner Karriere:  1984: Als Showmaster Willi Wunder spielt er neben Barbara Valentin und Billie Zöckler in der Kino-Komödie „Im Himmel ist die Hölle los“.  1984-1986: Den Durchbruch als Schauspieler bringt seine Rolle in Wilhelmine von Hillerns „Geierwally“ im Kölner „Theater in der Filmdose“. Mit Gastspielen in ganz Deutschland gibt es mehr als 300 Vorstellungen.  1988: Als Puck in Benjamin Brittens „Sommernachtstraum“ steht Bach auf der Bühne der Kölner Oper.  1989-1992: Bach tritt mit seinem Soloprogramm „Edgar“ auf zahlreichen Kleinkunstbühnen der Bundesrepublik auf.  1992: Er wird festes Ensemble-Mitglied im Kölner Schauspielhaus; er spielt unter anderem in „Die Räuber“ von

Shakiras Baby wird ein Junge

TV-Star

Zuletzt hatte der Komiker im Urlaub sogar abgespeckt. In dem von Didi Hallervorden als Intendant geführten Schlosspark Theater gingen am Tag nach der Nachricht vom Tod Bachs zahlreiche Beileidsbekundungen ein, immer wieder wurden Blumen abgegeben. Das unter Schock stehende Theater sagte die Aufführungen des von Axel Hacke geschriebenen Stücks vorerst ab. Offen ist noch, ob die Fans im Rahmen einer öffentlichen Beisetzung Abschied von Bach nehmen können. Auch über die genaue Todesursache wurde am Dienstag zunächst nichts bekannt. Die Polizei schloss lediglich ein Fremdverschulden aus. Dass auch das nahe Umfeld von Dirk Bach von der Todesnachricht vollkommen überrascht wurde, zeigt etwa die Reaktion des WDR-Moderators Jürgen Domian. Bach und

23

Popsängerin

Der Komiker Dirk Bach verstarb am Montag im Alter von 51 Jahren in Berlin, fünf Tage vor der geplanten Premiere des Stücks „Der kleine König Dezember“ mit ihm in der Hauptrolle. Friedrich von Schiller, „Bauerntheater“ von Franz-Xaver Kroetz oder „Was ihr wollt“ von William Shakespeare.  1992-1994: RTL erreicht mit 26 Folgen der „Dirk-BachShow“ ein Millionenpublikum.  1995-2001: Die Comedy-Serie „Lucas“ mit Bach in der Titelrolle eines kauzigen

Schauspielers läuft erfolgreich im ZDF.  2000-2007: Dirk Bach hat zahlreiche Auftritte in der „Sesamstraße“.  2001-2003: In der Fernsehserie „Der kleine Mönch“ löst er als pfiffiger Klosterbruder für das ZDF zahlreiche Kriminalfälle.  2003: Der Kurzfilm „Karl-

chens Parade“ mit Bach als Titelheld wird unter anderem auf der Berlinale gezeigt.  2004: Dirk Bach und Sonja Zietlow moderieren die erste von sechs Staffeln der RTLDschungel-Show „Ich bin ein Star - holt mich hier raus“.  2005: Sat.1 sendet Max Kruses „Urmel aus dem Eis“ als Fernsehfilm mit Dirk Bach (Urmel) an der Seite von Ralf Schmitz, Mirja Boes, Barbara Schöneberger und Heinz Hoenig.  2006: Bach liest „Die Mumins - eine drollige Gesellschaft“ von Tove Jansson und „Die dreizehneinhalb Leben des Käpt’n Blaubär“ von Walter Moers als Hörbücher.  2010: Die Hörbücher von Max Kruses „Eine Schultüte von Geschichten“ erscheinen mit Dirk Bach als Sprecher.  2011: Die Premiere des Musicals „Kein Pardon“ von Hape Kerkeling mit Dirk Bach als Showmaster Heinz Wäscher wird in Düsseldorf gefeiert. (dpa)

zufrieden geben, was den Gesetzmäßigkeiten anderer nicht entspricht. Ich zahle schließlich auch dieselben Steuern wie alle anderen“, sagte der seit Jahren in der AidsStiftung und im Kampf für die Schwulenrechte aktive Bach einmal.

Der amerikanische Schauspieler Mark Harmon (61) hat in Hollywood einen festen Platz gefunden. Am Montag wurde der TV-Star auf dem legendären „Walk of Fame“ in Los Angeles geehrt. Nach Angaben der Veranstalter erhielt Harmon für seine Verdienste im Fernsehbereich die 2482. Sternenplakette. Er spielt die Hauptrolle in der Krimiserie „Navy CIS“. Seit 2003 ist er der Chefermittler Leroy Jethro Gibbs, ein ruhiger Typ, der sich nicht gerne in die Arbeit hineinreden lässt. Es wird bereits die zehnte Staffel der Serie gedreht. Früher spielte Harmon in Serien wie „Chicago Hope“, „Flamingo Road“ und „Die Staatsanwältin und der Cop“ oder in Filmen wie „Wyatt Earp“, „Presidio“ und „Katies Sehnsucht“ mit.

Privatfernsehen mac hte ihn zum Massenliebling. Und Bach zahlte gerade in den vergangenen Jahren viel Steuern, denn da verdiente er viel Geld. Vor allem das RTLDschungelcamp, das er zusammen mit Sonja Zietlow seit der ersten Ausgabe im Jahr 2004 moderierte, wurde zum Hit. Davor standen andere Erfolge wie die Anfang der 90er Jahre ausgestrahlte „Dirk-Bach-Show“ auf RTL oder im ZDF die Sitcom „Lukas“ und die Krimiserie „Der kleine Mönch“. Bach war einer der Künstler, die durch das Aufkommen des Privatfernsehens zum Massenliebling wurden. „Eigentlich bin ich im Fernsehen, weil das Privatfernsehen Programm brauchte“, sagte er einmal im ZDF. Denn er, der nie eine Schauspielschule besucht hatte, kam vom Theater und übertrug zu Anfang einfach Teile seines Bühnenprogramms ins Privatfernsehen. Das Theater blieb bis zum Schluss seine Leidenschaft. So wollte er in Berlin noch bis kurz vor Weihnachten regelmäßig auf der Bühne stehen, bevor er sich wieder dem Fernsehen zuwenden wollte. Doch die kleine Wohnung, die er extra für sein Engagement angemietet hatte, wurde nun zu seinem Todesort.

Der Schauspieler Mark Harmon präsentierte sich stolz mit seinem „Walk of Fame“-Stern. Foto: dpa

Fernsehen

Ehrenpreis für Mutter Beimer Die Schauspielerin Marie-Luise Marjan (72) alias Mutter Beimer wird für ihr soziales Engagement geehrt. Beim Deutschen Soap Award für TV-Serien erhält die „Lindenstraßen“-Darstellerin am 26. Oktober in Berlin den Ehrenpreis, wie die Veranstalter am Dienstag mitteilten. Marjan gründete 2010 eine nach ihr benannte Stiftung, die weltweit Projekte für bedürftige Kinder unterstützt.

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Kinder Echo

GrenzEcho Mittwoch, 26. September 2012

Gesundes Frühstück in der Schule In der Woche vom 8. bis 11. Mai 2012 haben das 1. und 2. Schuljahr der Freien Katholischen Primarschule aus St.Vith an einer Projektwoche zum Thema „Gesundes Frühstück“ teilgenommen. Dieses Projekt wurde in Zusammenarbeit mit der Bäckerei FONK/ St.Vith durchgeführt. An zwei Vormittagen der Woche besuchte Firmenchef Eric Fonk die Kinder in der Schule. Er hielt einen kurzen Vortrag über den Prozess des Brotbackens (von den Zutaten über die einzelnen Arbeitsschritte, bis hin zu den verschiedenen Brotsorten). Außerdem wurden die Notwendigkeit eines gesunden Frühstücks und seine Bestandteile besprochen. Anschließend frühstückte Eric Fonk gemeinsam mit den begeisterten Kindern in der Klasse. Freitags haben wir die Backstube FONK in der Friedensstraße in St.Vith besucht. Hier konnte jeder sich genau anschauen, wie Brote, Waffeln, Kuchen und Torten, Eis, sowie Brötchen entstehen. Natürlich wurden die Kinder zwischendurch mit reichlich leckeren Kostproben versorgt. Zum Abschluss haben noch einmal alle zusammen ausgiebig gefrühstückt.

OLISC F R E I E K AT H

SCH HE PRIMAR

ULE

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Sport

GrenzEcho Montag, 1. Oktober 2012

NAMEN • FAKTEN AS Eupen: Deumeland - Kenne, Debefve (46. Lallemand), Kocabas, Kis - Clinton (46. Santos), Vaccaro (69. Wala Zock), Diagne, Bassey - Asamoah - Ibusuki Boussu Dour: Dutoit - Dikaba, Preseaux, Caurant, Lauriente Fassin, El Barkaoui - Robail, (R. El Mourabit), Lemoine, Koffi (75. H. El Mourabit) - Ouejdide (65. Fallempin) Schiedsrichter: Deckers Gelbe Karte: - Lauriente Zuschauer: 1621 Tore: 0:1 Koffi (13.), 0:2 Ouejdide (38.), 0:3 Ouejdide (50.), 1:3 Ibusuki (75.), 1:4 Robail (84.), 2:.4 Kis (90.)

TOPS & FLOPS  Koffi/Ouejdide: Das Offensivduo der Gäste machte mit der Eupener Hintermannschaft, was es wollte.  Zeit: Es sind erst sieben Spiele absolviert, die AS hat also noch ausreichend Zeit, sich aus dem Tabellenkeller zu befreien.  Namen: Zum ersten Mal waren die Eupener Trikots gestern mit den Namen der Spieler beflockt, so können sich die Fans die Namen leichter merken.  Stimmung: Nach der zweiten Niederlage in Folge und jetzt sechs sieglosen Spielen in Folge wird die Stimmung in Eupen gereizter.  Fehlpässe: Mit zum Teil haartsträubenden Fehlpässen brachte sich die AS regelmäßig in große Schwierigkeiten.  Anstoßzeiten: Belgacom TV legt die Anstoßzeiten der Eupener Heimspiele fest. Die sich stets ändernden Anstoßeiten sind den Zuschauerzahlen abträglich.

SPIELER DES SPIELS

Zum Wegschauen: Der Eupener Kapitän Fazli Kocabas hält sich nach dem nächsten Gegentor gegen Boussu Dour die Hand vor die Augen. Fotos: David Hagemann

Kamel Ouejdide Kamel Ouejdide erlebte einen lustigen Nachmittag in Eupen. Der 32 Jahre alte Franzose steuerte zum 4:2Sieg von Royal Boussu Dour Borinage zwei Treffer bei. Inbesondere beim Tor zum 3:0

zeigte er seine Klasse. Wenige Meter vor dem Tor setzte er sich entschlossen gegen AS-Kapitän Fazli Kocabas durch und traf mit einem wuchtigen Schuss ins kurze Eck.

Fußball - 2. Division: AS verliert zu Hause 2:4 gegen Boussu Dour und rutscht weiter ab

Kein kalter Koffi, sondern K. u. K. dominiert in Eupen In Eupen fand am vergangenen Wochenende die Veranstaltung „Bauernhof zum Anfassen“ statt. Deshalb wurde auch ein Erntedankzug durch die Innenstadt organisiert. Vielleicht haben einige Spieler der AS Eupen dabei etwas zu genau zugeschaut und das Motto irgendwie falsch verstanden. VON THOMAS EVERS

In den entscheidenden Zweikämpfen zogen die Eupener häufig den Kürzeren, wie in dieser Szene Samuel Asamoah gegen Maxime Lemoine.

SCHLÜSSELSZENE 50. Spielminute: Nach Wiederbeginn gelang es der AS für einige Minuten, den Gegner unter Druck zu setzen. Aber nach dem zweiten Treffer von Kamel Ouejdide zum

3:0 für Boussu Dour war die Begegnung praktisch entschieden. Diesen Rückstand konnte Eupen in der verbleibenden Spielzeit nicht mehr wettmachen.

Im Heimspiel gegen Royal Boussu Dour Borinage wurden nämlich nur die Gäste reich beschenkt, sie gewannen mit 4:2 und ernteten ganz locker drei Punkte. Während Boussu Dour weiterhin an der Tabellenspitze steht, hängt die AS jetzt tief im Tabellenkeller fest. Anfang Juni war das Projekt AS Eupen - Aspire Academy vorgestellt wurden. Damals hielten die Aspire-Verantwortlichen wohlklingende Reden, in denen sie von humanitärer Hilfe für arme Afrikaner sprachen, denen im Fußball eine Chance fürs Leben gegeben werden soll. Es

AS Eupen Boussu Dour

2:4

wurde die Vision entworfen, dass in Eupen große Karrieren ihren Anfang nehmen würden. Bei der AS ausgebildete Spieler würden eines Tages bei Spitzenvereinen wie Manchester United spielen. Das erscheint im Moment nicht wie eine Vision, sondern wie ein Hirngespinst. Eher erscheint der alte Ratschlag von Helmut Schmidt angebracht: „Wer Vi-

sionen hat, soll zum Arzt gehen.“ Die Eupener Verantwortlichen bitten zwar um Geduld bei ihrem Versuch, extrem junge Spieler profitauglich zu machen. Aber in diesen Wochen wird die AS mit der harten Realität des Ligaalltags konfrontiert, die lautet: Nur ein Sieg und Tabellenplatz 14. Bartolomé Márquez López hatte nicht nur seine Aufstellung erneut verändert, er setzte zudem einige Spieler auf anderen Positionen ein. Kevin Kis kehrte als Linksverteidiger in die Mannschaft zurück, Romeo Debefve spielte an der Seite von Fazli Kocabas in der Innenverteidigung. Dafür rückte Diawandou Diagne ins defensive Mittelfeld vor, während Samuel Asamoah hinter Sturmspitze Hiroshi Ibusuki offensiver agierte.

Viele Fehler im Eupener Spielaufbau Die Eupener wirkten zu Beginn nervös, schon nach 30 Sekunden kamen die Gäste zur ersten Ecke. Boussu Dour bestimmte in einer ansonsten zerfahrenen Anfangsphase das Geschehen, wobei die Hennegauer vor allem von Fehlern der AS profitierten. Insbesondere Debefve spielte schwach, und nach einem Foul des 20-Jährigen an der Strafraumgrenze nutzte Koffi den Freistoß zu seinem sechsten Saisontor, 0:1 (13.). Der Ball landete allerdings auch in der Torwartecke, Jonas Deumeland kam nicht mehr hinterher.

Drei Minuten später wäre Bassey nach Hereingabe von Kis fast der Ausgleich gelungen, die Gastgeber mussten jetzt kommen und insbesondere versuchen, ihre Verunsicherung abzuschütteln. Das gelang langsam, nach 20 Minuten scheiterte erneut Bassey, weil der Nigerianer beim Abschluss zu lange zögerte. Die Unsicherheiten in der Defensive hielten dagegen an, was den AS-Coach ärgerte. Immer wieder gestikulierte der Spanier an der Seitenlinie und gab lautstark Anweisungen. Laut wurde es auch auf den spärlich besetzten Tribünen, wo sich am Sonntag nur noch 1600 Zuschauer verloren, nach dem nächsten Fehlpass gab es „Pfui“-Rufe. Dabei konnte Eupen das Bemühen nicht abgesprochen werden. Als Bassey auf die rechte Seite wechselte, wurde auch das Angriffsspiel belebt, Ibusuki scheiterte in der 33. Minute am Boussu-Torhüter. Wie man es besser macht, demonstrierten die Gäste in der 38. Minute, wobei Kamel Ouejdide bei seinem Treffer zum 0:2 den nächsten Eupener Abwehrschnitzer ausnutzte. Koffi konnte auf der linken Seite in aller Ruhe den Ball annehmen, seine Hereingabe verwertete sein Sturmpartner mit einem abgefälschten Schuss.

Personelle Wechsel führten nicht zum Erfolg Der Eupener Trainer reagierte in der Pause: Christian Santos und Michael Lallemand

kamen für Clinton und Debefve. Die AS machte Druck, doch schon nach fünf Minuten folgte die Ernüchterung. Koffi spielte Ouejdide an, der von Kocabas nicht energisch genug gestört wurde und Deumeland im kurzen Eck überraschte, 0:3. Dieser Effizienz im Abschluss hatte Eupen nichts entgegenzusetzen. Ibusuki vergab einige kleinere Möglichkeiten, wobei der Stürmer in der 67. Minute mit dem Kopf dem 1:3 noch am nächsten kam. Aber ein echtes Aufbäumen war nicht zu erkennen, das junge AS-Team war angesichts des deutlichen Rückstands geschockt, selbst einfachste Dinge misslangen. Eine Viertelstunde vor Schluss glückte Raoul Kenne von der rechten Seite zum ersten Mal eine Flanke, und prompt verkürzte Ibusuki per Kopf auf 1:3. Der Japaner war zum dritten Mal in Folge für Eupen erfolgreich. Der Start zu einer Aufholjagd, zumindest keiner erfolgreichen, war dieses Tor jedoch nicht. Stattdessen stellte Samuel Robail in der 84. Minute den alten Abstand wieder her. Den Treffer zum 4:1 für die Gäste quittierten viele Eupener Fans mit höhnischem Applaus. Zudem feierten sie ExTrainer Wolfgang Frank und forderten den Rausschmiss von Márquez López. Immerhin gab es noch einen sechsten Treffer zu sehen, Kis sorgte in der Nachspielzeit mit einem abgefälschten Freistoß für den 2:4-Endstand. Am kommenden Samstag ist Eupen zu Gast in Tubize, das bislang eine starke Saison spielt, was von der AS nun wirklich nicht behauptet werden kann.

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Sport

GrenzEcho Mittwoch, 3. Oktober 2012

RANDNOTIZEN Pieter Dries hielt seinen Kollegen die Daumen

Der frisch gebackene Rollstuhlbasketball-Profi Pieter Dries, der von den Rollerbulls zum spanischen Erstligaklub Bilbao wechselt, erstattete seiner ehemaligen Mannschaft am Samstag einen Besuch ab und drückte hierbei kräftig die Daumen. Die spanische Saison beginnt erst in einigen Tagen, sodass er im SFZ eifrig mitfiebern konnte.

Live-Ticker aus dem SFZ Erstmals schalteten die Rollerbulls einen sogenannten Live-Ticker. Mit diesem „KeyScout“-System können alle Spiele der ersten Rollstuhlbasket-Bundesliga im Netz live verfolgt werden. Sicherlich eine tolle Sache für die treuen Bulls-Anhänger, den Auswärtsbegegnungen ihres Team hautnah online zu verfolgen. Einen entsprechenden Link finden die Internetuser auf der Webseite www.rollerbulls.be.

STATISTIK Zwischenstände: 1. Viertel 2. Viertel 3. Viertel 4. Viertel

18:15 30:36 45:51 59:71

Es spielten und trafen für die Rollerbulls: Frederic Roloux (4), Mounir Moujoud (14), Tonio Penalver (0), Stefan Veithen (0), Manuel Klauser (0), Juan Bernal (18), Sandro Nicoll (0), Christoph Paasch (2), Saadi Jamaa (3), Christophe Van Houcke (18) Jena Caputs: Mathias Brühl (0), Andy Ortmann (14), Torsten Schüler (0), Santiago Mora (0), Eric Zinke (17), Mathias Heimbach (17), Mehmet Hayirli (23), Marcu Kietzer (0), Lars Christink (0), Franziska Vogel (0)

Unnötige Pleite

Veithen: „Wir sind enttäuscht“ „Natürlich sind wir am Boden zerstört und aufgrund der Auftaktniederlage hier vor heimischem Publikum maßlos enttäuscht“, erklärte Rollerbulls-Coach Stefan Veithen nach dem Spiel. „Das Endergebnis spiegelt aber nicht unbedingt den Spielverlauf wider, da wir während der gesamten Partie energisch und vor allem kämpferisch dagegengehalten haben. Aber Niederlage ist halt Niederlage! Vor allem unsere Klassifizierungsschwierigkeiten kamen wieder zum Tragen, sodass uns taktisch oft die Hände gebunden sind, müssen wir doch unter dem Sollwert bleiben, was bei unseren 4-Punkte-Spielern schwierig ist. Dennoch glaube ich, dass wir unsere Mannschaft gut rotieren lassen und Ansatzpunkte für eine Verbesserung in den kommenden Wochen sehen konnten. Die laufende Saison wird wie bereits bemerkt zu einer großen Herausforderung für uns. Der Klassenerhalt ist daher sehr schwierig, aber dennoch realistisch. Wir werden es über Kampf versuchen.“

Coach Stefan Veithen bei der taktischen Ausrichtung seiner Mannschaft.

Rollstuhlbasketball: Truppe von Stefan Veithen fing stark an, ließ dann aber nach

Rollerbulls-Pleite: „Das wird das erwartet schwierige Jahr!“ Die Rollstuhlbasketballer aus St.Vith sind in der 1. Bundesliga mit einer Niederlage in die Saison gestartet. Trotz anfänglich guten Spiels mussten sich die Mannen um Spielertrainer Stefan Veithen am Ende gegen Jena mit 59:71 geschlagen geben. Eine bittere Niederlage, da Jena zu den direkten Konkurrenten im Abstiegskampf zählt. V ON G ERD H ENNEN Die Bulls erwischten vor einer tollen Zuschauerkulisse im Sport- und Freizeitzentrum St.Vith einen exzellenten Start und versenkten gleich drei Körbe souverän. Die Gäste ließen sich von diesem fulmi-

Rollerbulls Jena Caputs

Drei Minuten vor der Pause schafften die Caputs den 28:28-Ausgleich, der das Rollerbulls-Spiel äußerst zerfahren gestaltete. Die Gastgeber fanden in dieser Phase kein probates Mittel gegen die guten Gästewerfer aus der Mitteldistanz. So zog Jena zur Pause mit 36:30 davon. Nach einer taktischen Neubestimmung wirkten die Bulls nach dem Pausentee wie ausgewechselt. Ein 9:0 innerhalb von drei Minuten bescherte der Veithen-Truppe die zwischenzeitliche 39:36-Führung. Doch kurz nach diesen exzellenten Anfangsminuten schlich sich der Schlendrian wieder ein: Es folgte ein zer-

fahrenes Spiel ohne jegliches Spielkonzept. Jena nutzte diese Schwächephase souverän und lag vor dem Schlussviertel mit 51:45 in Führung. Die mangelhafte Trefferausbeute setzte sich auch im finalen Spielabschnitt fort, wenngleich die kämpferische Einstellung der Bulls nach wie vor stimmte. So gelang den Gastgebern vier Minuten vor dem Abpfiff der 56:56-Ausgleich. Jena setzte aber nach und traf nun wahrlich alles. So schraubten die Gäste den Vorsprung in der Schlussphase auf 71:59 hoch und schickten die Rollerbulls ins „Tal der Tränen“. Eine schmerzlich, da vor al-

lem vermeidbare Niederlage gegen einen direkten Tabellenkonkurrenten. Jena erwies sich aufgrund der Konstanz und des ausgeglichenen und homogeneren Spiels als verdienter Sieger, während bei den Rollerbulls zu viele Hochs und Tiefs zu beklagen waren. Zu keinem Zeitpunkt gelang es den Gastgebern somit Jenas Kreise einzuschnüren und den Gegner in den Griff zu bekommen. Die freiwillige Spielabsage gegen München am kommenden Mittwoch kann somit in der Endabrechnung schwer ins Gewicht fallen. „Wir bekommen in der Woche halt nicht unsere Leute zusam-

men, um mal kurz nach München zu fahren. Somit sahen wir uns gezwungen, das Spiel abzusagen. Allerdings handelt es sich um eine so genannte „Sternchenniederlage“, die bei Punktgleichheit in der Endabrechnung dann zu unseren Ungunsten ausgelegt wird“, so die Rollerbulls-Verantwortlichen. Am kommenden Samstag in Lahn-Dill werden die sportlichen Trauben bekanntlich ebenfalls sehr hoch hängen, so dass sich die Bulls mit ihrem Coach Stefan Veithen konzentriert auf die schwierigen Gegner auf sportlicher Augenhöhe konzentrieren müssen.

59:71

nanten Bulls-Auftakt jedoch nicht beirren und spulten konsequent ihr Spiel ab. Nach vier Spielminuten gingen die Caputs zum ersten Mal in Führung. Die Rollerbulls bestachen im ersten Spielviertel durch mannschaftliche Geschlossenheit, sodass am Ende ein knapper 18:15-Vorsprung auf der SFZ-Anzeige stand. Bemerkenswert sicherlich hierbei auch die Tatsache, dass Coach Stefan Veithen seine Startfünf in dieser Phase durchspielen ließ. Auch im zweiten Viertel entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit Körben hüben wie drüben. Allerdings konnte bereits zu diesem Zeitpunkt festgestellt werden, dass die Gäste aus Jena ihre Wurfmöglichkeiten konsequenter und zielsicherer nutzten, während die Bulls leichte Bälle vergaben.

Pieter Dries unterstützte seine ehemaligen Mannschaftskameraden auf der Tribüne.

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Sport

GrenzEcho Samstag, 29. September 2012

Leichtathletik - Meetings

Zweiter Platz für Elea Henrard diese Distanz keine für ihn gewohnte Leistung zeigte, lief es in Schaarbeek wieder besser. Hinter seiner Saisonbestzeit von 2:58 Minuten blieb er allerdings um einige Sekunden zurück. Vier junge Sportlerinnen des LAC Eupen nahmen an den wallonischen Staffelmeisterschaften der Erwachsenen am vorletzten Wochenende in Lüttich teil. Lisa Fickers, Valentine Dahmen, Lisa Mennicken und Margaux Thieren erreichten in 4:23,80 Minuten den dritten Platz in ihrer Serie. Monique Xhonneux vom LAC Eupen startete unterdessen im französischen Sarreguemines bei einem Länderkampf zwischen Frankreich, Deutschland und Belgien für die belgische Auswahl. Nachdem sie seit Anfang Juni aufgrund einer Verletzung nicht wie gewohnt trainiert hat, ließ sie sich trotz der kurzfristig erhaltenen Einladung diese Gelegenheit nicht entgehen. Sie wurde sowohl fürs Kugelstoßen als auch fürs Diskuswerfen nominiert. Im Juni hatte sie bei den belgischen Mastersmeisterschaften in beiden Disziplinen Gold in der Altersklasse ab 50 Jahren gewonnen. Um für diesen Wettkampf in Form zu kommen absolvierte sie einige Sondereinheiten mit ihrem Trainer Pierre Pauly. Beim Diskuswerfen erreichte sie mit 26,38 Metern den fünften Platz in ihrer Altersklasse. Beim Kugelstoßen erreichte sie mit 9,64 Metern das gleiche Resultat und war mit beiden Weiten zufrieden. (mbr)

Kürzlich endete mit dem Mehrkampfmeeting für die Altersklassen Benjamine, Pupilles und Minimes in Eupen das „Challenge des Clubs de l’est“. Hier fanden seit Mitte April Wettkämpfe in Herve, Spa, Verviers und Eupen statt. Für die Gesamtwertung zählten die drei besten Resultate bei diesen Meetings. Insgesamt vier LAC-Sportler wurden in der Endabrechnung gewertet. Dank ihres guten zweiten Platzes in Eupen sicherte sich Elea Henrard mit 6313 Punkten den zweiten Platz in der Gesamtwertung bei den Minimes hinter der uneinholbaren Emilie Dodrimont aus Verviers (7965 Punkte). Damit wurde sie für die ihre guten und konstanten Leistungen in dieser Saison belohnt. Bei den Pupilles erreichten Isabel Bous (3686 Punkte) und Zoé Ahn (3443 Punkte) die Plätze fünf und neun. Bei den Minimes der Jungen belegte Philippe Gross mit 5492 Punkten den neunten Gesamtplatz. Kürzlich war Matthias Janssen beim Mehrkampffinale des frankophonen Verbandes der Minimes in Schaerbeek am Start. Hier durften nur die stärksten Athleten der verschiedenen Altersklassen teilnehmen. Nach einem fünften Platz in seiner Serie über 80 Meter (11,54 Sekunden) wurde er mit 1,45 Metern Vierter beim Hochsprung. Beim Diskuswerfen (15,04 Meter) und beim Kugelstoßen (6,89 Meter) erreichte er jeweils den 18. Platz. Über 1000 Meter wurde er in 3:03 Minuten Fünfter. Nachdem er in Eupen über

12. Spieltag der 3. Liga 29. und 30. September 2012 Paarungen Sa. 13.30

SV Babelsberg 03

Sa. 14.00

1. FC Heidenheim

Sa. 14.00

Sa. 14.00 Sa. 14.00

Chemnitzer FC

So. 14.00

SpVgg Unterhaching Stuttgarter Kickers

Sa. 14.00

Platz

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 Torjäger

Verein

SpVgg Unterhaching Preußen Münster VfL Osnabrück Arminia Bielefeld 1. FC Heidenheim Hansa Rostock Wacker Burghausen Kickers Offenbach Chemnitzer FC Karlsruher SC Hallescher FC VfB Stuttgart II 1. FC Saarbrücken Stuttgarter Kickers Wehen Wiesbaden SV Babelsberg 03 Darmstadt 98 Alemannia Aachen Rot-Weiß Erfurt Borussia Dortmund II

Hallescher FC

VfB Stuttgart II

Arminia Bielefeld

Alemannia Aachen

Preußen Münster

Borussia Dortmund II

Kickers Offenbach

Spiele

11 11 11 11 11 11 11 11 11 11 11 11 11 11 11 11 11 11 11 11

+

8 7 7 6 5 5 5 4 4 3 3 4 4 3 1 3 2 2 2 1

Karlsruher SC =

1 3 1 3 3 3 1 3 3 5 5 2 1 3 8 2 4 4 3 4

2 1 3 2 3 3 5 4 4 3 3 5 6 5 2 6 5 5 6 6

Tore

Punkte

24:15 +9 22:8 +14 13:7 +6 17:12 +5 20:18 +2 16:15 +1 14:14 ±0 16:14 +2 12:12 ±0 14:9 +5 9:9 ±0 13:14 -1 15:19 -4 14:13 +1 13:14 -1 9:15 -6 10:15 -5 12:18 -6 11:19 -8 9:23 -14

9 Tore: Klos (Bielefeld)

7 Tore: Schnatterer (Heidenheim) - Taylor (Münster) 6 Tore: Grüttner (Stuttgart Kickers)

5 Tore: Fink (Chemnitz) - Smetana (Rostock) - Plat (Rostock) -

van der Biezen (Karlsruhe) - Bischoff (Münster) - Janjic (Wiesbaden) Aufstiegsplatz

Relegationsplatz

Auf der Jagd nach dem Startrekord in der Fußball-Bundesliga ist dem FC Bayern München auch vor dem alten Rivalen nicht bange.

„Oliver Kahn hat mal diesen Spruch, „Weiter, weiter, immer weiter!“, von sich gegeben. Ich glaube, der ist jetzt sehr angebracht“, befand Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge vor der Partie beim SV Werder Bremen. Mit einem weiteren Erfolg wäre der sechste Sieg seit Beginn der Spielrunde perfekt. Den Rekord halten die Bayern selbst (1995/96) sowie der 1. FC Kaiserslautern (2001/02) und der FSV Mainz 05 (2010/11) mit sieben Siegen vom Start.

weile saisonübergreifend neun Spiele unbesiegten Bayern. „Eigentlich sind die Bayern doch gar nicht mehr auf Punkte in Bremen angewiesen“, sagte der an Werder verliehene Münchener Profi Nils Petersen. Dringend auf Punkte angewiesen ist hingegen Meister Borussia Dortmund. Mit nur einem Zähler aus der englischen Woche läuft der BVB derzeit der Musik hinterher. Willkommener Gegner ist da die Gladbacher Borussia, die auch noch nicht ihren Rhythmus gefunden hat und nun erstmals auf ihren ehemaligen Torjäger Marco Reus trifft (siehe nebenstehenden

Artikel). „Wir wissen, wie hoch die Trauben dort hängen, und gegen einen angeschlagenen Boxer wird das eine große Aufgabe“, sagte Mönchengladbachs Sportdirektor Max Eberl. Reus freut sich auf das Treffen mit den alten Freunden, stellt aber klar: „Wir wollen unsere Fehler abstellen und gegen Gladbach gewinnen.“ Hinter dem Tabellenführer aus München lauert der überraschend starke Aufsteiger Eintracht Frankfurt. Mit einem weiteren Sieg im Heimspiel gegen den SC Freiburg wollen sich die Hessen vorerst in der Spitzengruppe festset-

Frankfurter wollen sich mit Sieg über Freiburg in der Spitzengruppe festsetzen

Wacker Burghausen

Darmstadt 98

24.10. 18.00

1. FC Saarbrücken

Wehen Wiesbaden

Bayern auf Rekordjagd

VfL Osnabrück

Rot-Weiß Erfurt

Sa. 14.00

Tabelle

Hansa Rostock

Sa. 14.00

Die Bayern (in der Mitte Franck Ribéry) werden am Wochenende in Bremen gefordert.

Fußball - 1. Bundesliga: Kann Bremen die Siegesserie von Bayern München stoppen?

Abstiegsplatz

20120927-DE53

25 24 22 21 18 18 16 15 15 14 14 14 13 12 11 11 10 10 9 7

Doch auch nach dem perfekten Einstieg in die Saison wissen die Bayern, dass sie sich die Punkte an der Weser schwer erkämpfen müssen. „Die Bremer haben eine Mannschaft, die uns an einem guten Tag richtig wehtun kann“, meinte Sportvorstand Matthias Sammer. Zudem warten die Norddeutschen seit sechs Jahren auf einen Heimerfolg gegen die mittler-

Der HSV schöpft mit Rafael van der Vaart wieder Hoffnung.

zen. „Mit dieser Mannschaft können wir viel erreichen“, sagte Eintracht-Profi Pirmin Schwegler. Auch Hannover 96 will im 49. Nordderby beim Hamburger SV bestehen und den Positiv-Trend der letzten Wochen fortsetzen. Allerdings hat der erneute Ausfall von Leon Andreasen die Stimmung ein wenig getrübt. „Wir müssen einen richtig guten Spieler ersetzen“, klagte Trainer Mirko Slomka. Der HSV schöpft mit Rafael van der Vaart und vier Punkten aus den letzten beiden Spielen wieder Hoffnung. „Ich erwarte, dass wir die Punkte einfahren“, meinte Trainer Thorsten Fink vor der großen Party zum 125. Geburtstag des Clubs. Schwere Zeiten und Auswärtsspiele stehen für die beiden sieglosen Schlusslichter VfB Stuttgart und der FC Augsburg an. Vor der Partie bei 1899 Hoffenheim hat Clubchef Walther Seinsch dem neuen FC-Coach Markus Weinzierl das Vertrauen ausgesprochen. „Wir haben einen sehr guten Trainer, er macht einen guten Job“, sagte Seinsch. Auch Stuttgarts Coach Bruno Labbadia steht vor der Partie beim 1. FC Nürnberg noch nicht in der Schusslinie. „Wir wissen, dass die Situation nicht angenehm ist. Wir machen eine klare Fehleranalyse und gehen mit vollem Power an die Aufgabe“, sagte der VfB-Trainer.

Fußball -3. Bundesliga: Kristoffer Andersen trainierte wieder voll mit

Aachen mit neuem Mut nach Chemnitz Irgendwann hatte René van Eck dann genug, ständig über den Schiedsrichter zu sprechen. Auch Alemannias ChefTrainer findet die Ansetzung zum Spiel gegen Preußen Münster unglücklich, „doch wir sollten uns auch mal fragen, was wir bei den Gegentoren falsch gemacht haben“, so van Eck. Drittligist Alemannia Aachen hatte sich am Donnerstagnachmittag dazu entschieden, auf einen Protest beim DFB zu verzichten. „Ich

als Trainer konzentriere mich ohnehin mehr auf das, was ich beeinflussen kann. Und das ist die Vorbereitung auf die nächste Partie“, sagt der Niederländer. Genau die steht am morgigen Samstag auf dem Plan: Die Alemannia gastiert um 14 Uhr beim Chemnitzer FC. Mit dem dritten Spiel innerhalb von acht Tagen blieb auch diesmal nicht allzu viel Zeit, durchzupusten. „Genau das ist aber das Gute an der Si-

tuation. Es geht direkt weiter. Und die Jungs sind bereit für die nächste Aufgabe. Im Training haben sie wieder Vollgas gegeben“, freut sich van Eck. Freuen dürfte Alemannias Coach auch die Tatsache, dass ihm für das Auswärtsspiel in Sachsen wieder mehrere Alternativen zur Verfügung stehen. Neuzugang Norikazu Murakami ist zwar noch nicht spielberichtigt, dafür trainierte Kristoffer Andersen wieder voll mit. Zudem kehrt Timmy

Thiele nach seiner Handverletzung zurück in den Kader. Der WDR wird am Samstag um 14 Uhr die drei Spiele Chemnitzer FC gegen Alemannia Aachen, Preußen Münster gegen BVB II und SV Darmstadt gegen Arminia Bielefeld in einer Livekonferenz im Fernsehen übertragen.

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Sport

NAMEN & FAKTEN AMEL - WELKENRAEDT 2:0 Amel: B. Dôme, J. Pirnay, G. Stellmann, M. Jouck, S. Piette, D. De Zorzi, R. Heindrichs (87. F. De Zorzi), P. Niessen (80. M. Schröder), O. Bongartz, Y. El Abbadi, F. Köttgen (85. A. Wittrock) Welkenraedt: F. Klenkenberg, P. Dubois, J. Meessen, L. Christophe, N. Lennertz, S. Henrard (80. Q. Dohm), Z. Mennicken (80. Q. Ramakers), T. Thelen, JC. Tsoutzidis, G. Brandt, O. Quitin (80e F. Colling) Tore: 10. O. Bongartz (1:0), 49. S. Piette (2:0) Gelbe Karte: Dubois Schiedsrichter: Ciarniello Zuschauer: 100 EUPEN - HOMBOURG 0:2 Eupen: A. Pelzer, D. Deroanne, M. Bricteux, Ph. Mennicken, M. Mockel (64. S. Visataev), D. Musovic, J. Laschet (75e N. Heinen), Ch. Pauly, M. Keller, Y. Egyptien, T. Balebele Hombourg: X. Stassen, V. Denoël, J. Falzone (63. F. Burdziak), G. Longton, T. Schnackers, A. Hagelstein, K. Ernst, S. Lecloux (46. G. Dejalle), D. Sardara, A. Johnen (77. F. Welter), D. Schnackers Tore: 72. K. Ernst (0:1), 85. D. Sardara (0:2) Gelbe Karten: D. Schnackers, Sardara Schiedsrichter: Mouton Zuschauer: 70 AUBEL - ST.VITH 3:0 Aubel: G. Droeven, P. Bource, D. Malta (82. V. Juprelle), P. Pesser, S. Simons, A. Bastin (58. M. Garroy), D. Alvarez (86. C. Willem), S. Gillis, J. Spierts, S. Hardy, Ch. Charbon St.Vith: T. Andres, B. Colles (15. K. Alt), J. Mausen (73. Jérôme Keller), N. Meyer, T. Alt, R. Hack, P. Dries, D. Freches, M. Klauser, D. Verdin, G. Alt (63. Jéremy Keller) Tore: 61. D. Malta (1:0), 75. Ch. Charbon (2:0), 78. Ch. Charbon (3:0) Gelbe Karten: Jéremy Keller, Jérôme Keller Schiedsrichter: Lheureux Zuschauer: 68 FRANCHIMONT HONSFELD 3:0 Franchimont: A. Mack, S. Hurdebise, M. Henrion, K. Sabel (75. D. Lizin), G. Jacquemin, K. Feyen, S. Decerf, J. Janssen, R. Guccio (87. K. Leveau), R. Gilson (70. F. Darimont), L. Feyen Honsfeld: A. Henkes, R. Prevot (85. F. Schumacher), M. Hilgers, St. Bongard, M. Heinzen, S. Szillat, M. Behrens, M. Schur (72. M. Jost), Daniel Henkes, St. Henkes, F. Gabriel (36. M. Möres) Tore: 2. L. Feyen (1:0), 42. R. Guccio (2:0), 68. R. Guccio (3:0) Gelbe Karte: Gilson Schiedsrichter: Audoor Zuschauer: 70 MINEROIS - WEYWERTZ 2:1 Minérois: D. Broers, Ch. Pesser,

Fußball - 3. Provinzklasse D: RUS im Glück - Rechter Mini-Serie von zwei Siegen gestoppt P. Charlier, J. Desmit, R. Langhoor, N. Antoine, G. Wannez (72. F. Simonis), F. Heins, T. Schnackers, J. Iurman (72. C. Verhasselt), G. Cremer (90. R. Conrardy) Weywertz: B. De Vuyst, M. Sarlette, St. Krings, Js. Dohogne, F. Boemer, Mi. Schumacher (70. J. Koch), JF. Davin, S. Sarlette (senior), R. Boemer (78. M. Mreyen), B. Closset, M. Campione Gelbe Karten: Wannez, M. Sarlette, Heins Tore: 17. J. Iurman (1:0), 29. B. Closset (1:1), 66. J. Iurman (2:1) Schiedsrichter: Maurage Zuschauer: 150 STAVELOT - WALHORN 2:0 Stavelot: J. Binot, R. Gillet, E. Tombeux (57. A. Delrez), L. Naway, A. Mathieu, C. Detrembleur, A. Dufour, D. Paquay, M. Monville (72. J. Schmitz), L. Masson (68. P. Dierinck), J. Beco Walhorn: Ch. Bilas, S. Kessler, Ph. Kessler, J. Hennes, S. Emonts (72. R. Fatzinger), B. Laschet, Q. Aritz, T. Austen (81. O. Xhonneux), D. Esser, Ch. Hardy, Th. Krafft (46. R. Ordonez) Tore: 5. D. Paquay (1:0), 33. L. Masson (2:0) Schiedsrichter: Jurion Zuschauer: 60 WEISMES - EYNATTEN 3:4 Weismes: G. Andrien, V. Monnard, F. Yempke (30. F. Ledoyen), T. Bastin, B. Van Aubel, R. Jacob (70. B. Grégoire), M. Giet, S. Huby, L. Georges, M. Bastin (75. W. Weynand), M. Karabulut Eynatten: D. Janssen, D. Bebronne, St. Döhler, B. Havenith (90. T. Hansen), R. Nistor, D. Wagner, Ch. Kriescher (60. D. Neycken), M. Locht, St. Krutt (76. D. Halili), Y. Evertz, F. Digberekou Tore: 10. Y. Evertz (0:1), 20. M. Karabulut (1:1) (Elfm.), 25. St. Krutt (1:2), 30. M. Karabulut (2:2), 60. D. Bebronne (2:3), 82. F. Digberekou (2:4), 87. M. Karabulut (3:4) Gelbe Karten: Yempke, Krutt, Giet, Nistor, Van Aubel Rote Karte: 88. Digberekou (2 x gelb) Schiedsrichter: Sanglier Zuschauer: 80 ROCHERATH - XHOFFRAIX 2:3 Rocherath: H. Heinen, D. Stoffels, J. Röhl, M. Vanoppen (46. P. Maréchal), S. Küpper (46. B. Vilz), M. Heinen, N. Rader, J. Masset, M. Amanaki , A. Lejeune, E. Boko Xhoffraix: J. Schyns, E. De Souza, D. Diffels, M. Diffels, Th. Gabriel (78. F. Legat), V. Offerman, R. Wiesen, Ch. Winkin (60. M. Saar), T. Blaise, M. Gdowski, L. Giet Gelbe Karten: Küpper, Stoffels, Masset, M. Diffels Tore: 7. M. Heinen (0:1) (Elfm.), 25. D. Diffels (0:2), 55. T. Blaise (0:3), 80. J. Masset (1:3) (Elfm.), 82. J. Masset (2:3) Schiedsrichter: Damblon Zuschauer: 70

Fußball: Der kommende Spieltag

Spitzenspiel in Weywertz 2. PROVINZKLASSE C 6. Oktober, 19.30 Uhr St.Vith - Rocherath 7. Oktober, 15 Uhr Weywertz - Amel Hombourg - Aubel Eynatten - FC Eupen Xhoffraix - Franchimont Honsfeld - Minerois CS Welkenraedt - Stavelot Walhorn - Weismes

GrenzEcho Dienstag, 2. Oktober 2012

3. PROVINZKLASSE D 6. Oktober, 20 Uhr Heusy - Trois-Ponts 7. Oktober, 15 Uhr Stembert - Bütgenbach Gemmenich - Elsautoise B Malmundaria B - Goé Lontzen - Oudler Ster- Franc. - Bleyberg Ovifat - Recht 16 Uhr: Emmels - Jalhay

Emmels spielt den Kirmes-Verderber Am vergangenen Wochenende kam es in der 3. Provinzklasse D zum Derby zwischen Olympia Recht und der RUS aus Emmels. Letzteres Team setzte sich dabei mit 1:0 etwas glücklich durch. V ON M ARIO V ONDEGRACHT Dabei verdarben die NiessenSchützlinge den Rechtern die Kirmestage. Nach wenigen Minuten wurde es für Recht brenzlig, als ein Kopfball von Stefan Schmitz den OlympiaTorwart das erste Mal prüfte. Doch auch die Olympia aus

Recht Emmels

0:1

Recht hielt dagegen. Es war ebenfalls ein Kopfball, den der Emmelser Kevin Gangolf von der Linie kratzen konnte. Anschließend kam es auf beiden Seiten zu Einschussmöglichkeiten, die aber allesamt scheiterten. In der zweiten Hälfte des

Der Emmelser Kapitän Jochen Hermann führte seine Elf zum Sieg über Recht. Damit hatte, dem Spielverlauf nach zu urteilen, wohl niemand gerechnet. Fotos: H. Thönnissen Spiels hatten die Rechter gleich zu Beginn die Riesenchance zum Führungstreffer. Sasa flankte nach innen, der Emmelser Kapitän Jochen Hermann rutschte aus und ein Rechter Stürmer stand völlig alleine vor Marco Krickel,

Claudy Crasson konnte die Niederlage seines Teams nicht verhindern.

der aber mit einem mustergültigen Reflex parieren konnte. Und die Rechter legten nach. Mit erheblich mehr Spielanteilen diktierte man das Geschehen, ohne allerdings Profit daraus zu schlagen. Der in solchen Situation meist effektive Top-Torjäger Sasa blieb erfolglos. Und so sollte sich die mangelnde Torausbeute rächen. Es war Michael Johanns, der in der 83. Spielminute mit einem herrlichen 25-Meter-Freistoß ins untere linke Eck den vielumjubelten 1:0-Führungstreffer für seine Farben erzielen konnte. Auch wenn Sasa in der Nachspielzeit noch die Chance hatte, den Ausgleichstreffer zu markieren, blieb es bei diesem Ergebnis. „Da hatten wir das nötige Quäntchen Glück“, so Kurt Niessen im Anschluss an die Partie. Während nun Emmels mit 14 Punkten aus neun Spielen

als Aufsteiger nach neun Spieltagen eine gute Bilanz vorweisen kann, ist die Rechter Mini-Serie von zwei Siegen in Folge vorerst gestoppt.

3. PROVINZKLASSE D Recht - Emmels Goé - Gemmenich Jalhay - Heusy Elsautoise B - Lontzen Bleyberg - Malmundaria B Oudler - Ovifat Trois-Ponts - Stembert Bütgenbach - Ster Francorchamps 1. Bütgenbach 9 8 0 1 36:11 2. Bleyberg 9 8 1 0 39:8 3. Ster Franc. 9 7 1 1 34:11 4. Heusy 9 6 1 2 26:8 5. Elsautoise B 9 5 3 1 17:15 6. Trois-Ponts 9 5 3 1 17:18 7. Lontzen 9 5 4 0 20:18 8. Emmels 9 4 3 2 15:12 9. Oudler 9 3 3 3 21:22 10. Ovifat 9 3 3 3 12:19 11. Recht 9 3 6 0 14:22 12. Jalhay 9 3 6 0 15:27 13. Goé 9 2 5 2 13:28 14. Gemmenich 9 1 8 0 9:24 15. Stembert 9 0 8 1 10:31 16. Malmundaria B 9 0 8 1 10:34

0:1 3:2 1:4 0:1 4:3 1:1 3:1 3:1 25 24 22 20 16 16 15 14 12 12 9 9 8 3 1 1

Fußball - 3. Provinzklasse D

Bütgenbach: „Trainer war der beste Transfer“ Der FC Bütgenbach scheint kaum zu stoppen. Nach dem zweiten Topspiel innerhalb von drei Wochen steht die Elf von Trainer Tommy Chiragarhula am neunten Spieltag ganz oben in der Tabelle der 3. Provinzklasse D. „Dass wir soweit oben stehen und diese fulminante Serie zu Beginn der Saison gestartet haben, ist ganz allein der Verdienst von Tommy“, lässt es der Bütgenbacher Präsident Eric Veithen heraus. Der Trainer, der der „beste Transfer der Sommerpause“ sei, gebe 110 Prozent, in jedem Spiel. „Alles steht und fällt mit Tommy Chiragarhula, denn er hat unserem Verein neues Leben eingehaucht und er vermittelt der Mannschaft den absoluten Siegeswillen“, lässt Veithen wissen. Erneut waren 200 Zuschauer zur Bütgenbacher Fußballanlage geströmt, um den wohl besten und schönsten Fußbal zu sehen, den der FC in den letzten Jahren gespielt hat. Und auch am Sonntag ging der Sieg der Eifeler völlig in Ordnung. War man bereits nach zehn Minuten unverdient in Rückstand geraten, als ein Freistoß unglücklich abgefälscht wurde,

nahm man nach einer kleinen Schockphase das Zepter in die Hand. In der 35. Minute sorgte Christian Brüls nach Zuspiel von Cedric Mausen für den 1:1-Pausenstand. Zwar hatte man größtenteils in der zweiten Halbzeit alles im Griff, ließ die entsprechende Belohnung für Bütgenbach auf sich warten. Erst in den letzten zehn Minuten war es soweit. Das glückliche Händchen des Trainers bewährte sich und François Haugustain traf gleich zweimal in der 80. und 89. Minute ins Schwarze. Nun geht es am nächsten Wochenende zum Tabellenletzten nach Stembert. Siegt Bütgenbach da, ist ihnen der erste Tranchensieg sicher. Des Weiteren spielte am Sonntagnachmittag Oudler gegen Ovifat. Die Horvat-Schützlinge erreichten gegen den Favoriten ein 1:1-Unentschieden. Nachdem man in der 55. Minute in Rückstand geraten war, konnte Rapid, die aufgrund einer gelb-roten Karte für Mario Kockelmann zu Zehnt spielten, das Spiel drehen. Jeremy Richter verwandelte kurz vor Schluss einen Elfer zum 1:1Endstand. (mv)

Lontzen mit Sieg in Elsaute In einem Spiel mit wenigen Höhepunkten besiegte am Sonntagnachmittag der KSC Lontzen die B-Elf von Elsaute mit 1:0. Das einzige Tor des

Spiels fiel in der 31. Minute, als ein Schuss von Billy Jottard abgefälscht ins Netz flatterte. Der Weg für Lontzen zeigt weiterhin nach oben. (mv)

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GrenzEcho Samstag, 29. September 2012

Sterbebegleitung: Aachener Hospiz Haus Hörn feiert 25-jähriges Bestehen

Keine Patienten, sondern Gäste Die Sterbenden heißen Gäste und der Tod ist kein Tabu - Nach Gründung des ersten deutschen Hospizhauses hat sich im Umgang mit Tod und Krankheit viel verändert. Aber das Ziel ist noch nicht erreicht. V ON E LKE S ILBERER ,

DPA

Willem Palmen war sicher mal ein Kerl wie ein Baum. Jetzt liegt er sterbenskrank auf seinem Bett. Der Händedruck ist noch immer fest, der Blick klar. Seine Tage sind gezählt. Der Mann ist 84. Er hat Krebs, den Körper voller Metastasen. Im Schrank hinter ihm stehen die Fotos seiner Tochter und der erwachsenen Enkelkinder. Er muss sich nicht umdrehen, um sie zu erklären. Wie oft hat er diese Fotos wohl in den letzten Wochen angesehen. „Ich bin froh, wenn ich das überstanden habe“, sagt er. Mit „das“ meint er das Sterben. Es ist ein schwerer Abschied. Tränen rollen ihm über die Wangen. Palmen ist seit Juli im „Haus Hörn“. Es ist das älteste Hospiz in Deutschland. Die Räume sind licht, modern und freundlich. Es riecht nicht nach Tod und Krankheit. Das Haus ist umfassend umgebaut worden. Darum feierte „Haus Hörn“ am gestrigen Freitag mit einem Jahr Verspätung

Willem Palmen liegt im „Haus Hörn“ in Aachen auf einem Bett. Die Sterbenden heißen Gäste und der Tod ist kein Tabu - Nach Gründung des ersten deutschen Hospizhauses hat sich im Umgang mit Tod und Krankheit viel verändert. sein 25-jähriges Bestehen. Als das Haus 1986 öffnete, war der Tod noch mehr gesellschaftliches Tabu-Thema als heute. Es gab Widerstand in der Wohngegend. Die Leute wollten keine Leichenwagen sehen.

Die meisten Todkranken leben nur noch wenige Wochen, wenn sie in ein Hospiz kommen. Die meisten Todkranken leben nur noch wenige Wochen,

wenn sie in ein Hospiz kommen. Haus Hörn hat nur zwölf Plätze, aber im vergangenen Jahr sind hier 126 Menschen gestorben. Die Leiterin Inge Nadenau spricht nicht von Patienten, sondern von Gästen, in Anlehnung an das Wort „Hospitium“ (Herberge). Und so werden die Menschen behandelt. Das Hospiz hat nichts von einem Versorgungs- und Pflegebetrieb. Hier werden Wünsche erfüllt und sei es der, einfach mal später aufzustehen und zu frühstücken. „Es geht um Leben bis zuletzt“, sagt Nadenau, und sie meint nicht überleben. 16 pro-

Für Fahrer kam jede Hilfe zu spät

Jahren nicht im Traum an eine so rasante Entwicklung gedacht. Aber sie ist längst nicht am Ziel. Nach einer vom Deutschen Hospiz- und Palliativverband in Auftrag gegebenen Befragung wollen 66 Prozent der Deutschen zu Hause sterben, tatsächlich sind es bisher nur 25 Prozent. „An dem Ziel arbeiten wir. Wir müssen drauf hinwirken, dass es zeitnah mehr Menschen ermöglicht wird, zu Hause zu bleiben bis zum Lebensende“, sagt der Geschäftsführer des Verbands, Benno Bolze. Wichtig sei der Ausbau ambulanter Versorgungsstrukturen, die rund um die Uhr verfügbar sein müssen. In der Stadt gelinge das derzeit häufig besser als auf dem Land. Im Aachener „Haus Hörn“ stehen 40 Menschen auf der Warteliste - für zwölf Plätze.

 Aachen

fessionelle und ehrenamtliche Helfer kümmern sich um Körper, Geist und Seele der Kranken. Fast immer sind es Krebskranke. „Sie sollen möglichst ohne Schmerzen und ohne Luftnot leben“, sagt Pflegedienstleiterin Tanja Crumbach. Das stationäre Hospiz ist die Endstation des Lebens, wenn keine Therapie mehr hilft, die Pflege zu Hause nicht mehr geht und der Tod greifbar nahe ist. 195 Hospize in Deutschland, 80 000 Ehrenamtliche, ambulante Hospizdienste, die kostenlose Versorgung in einem Hospiz - die Hospizbewegung hätte vor 30

19

Verkehrsunfall

„Wir müssen drauf hinwirken, dass es zeitnah mehr Menschen ermöglicht wird, zu Hause zu bleiben.“ Die Tochter von Willem Palmen sitzt am Bett des Vaters, wie fast jeden Tag. Die Mutter war vor fünf Jahren gestorben. Petra Becker hat die Mutter gepflegt. Dann wurde der Vater krank. Er wohnte ein paar Häuser von ihr entfernt. Jetzt den Vater pflegen? „Ich kann das nicht mehr“, sagt die Frau.

 Alsdorf

Zu einem tödlichen Verkehrsunfall kam es am Freitagmorgen auf der Aldenhovener Straße (L 109). Dabei starb ein 40-jähriger Autofahrer aus Baesweiler. Kurz vor 6 Uhr hatte der Pkw-Fahrer aus bislang nicht bekannter Ursache die Kontrolle über sein Auto verloren und war gegen einen Baum geprallt. Die Aufprallgeschwindigkeit war derart hoch, dass der Pkw in zwei Teile gerissen wurde. Der 40-Jährige war auf der Stelle tot.

Festnahme

Drei Franzosen mit Drogen unterwegs  Visé

Auf dem Weg aus den Niederlanden nach Metz sind am Donnerstagabend drei junge Franzosen der belgischen Polizei in der Nähe von Visé ins Netz gegangen. Bei einer Durchsuchung des Fahrzeugs der zwischen 21 und 23 Jahre alten Männer wurden 366 Gramm Marihuana, 17 sogenannte HaschischBrote sowie eine große Summe Bargeld sichergestellt. In einer ersten Vernehmung sagte das Trio aus, sich in den Niederlanden bevorratet zu haben, um Dealer in Metz zu beliefern. Gegen die drei Franzosen wurde Haftbefehl erlassen.

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Politik · Gesellschaft

GrenzEcho Montag, 1. Oktober 2012

Vierfachmord: Hintergrund der grauenvollen Tat in Etterbeek bleibt ein Rätsel

Mutter und drei Kindern die Kehle durchgeschnitten Aufbegehren vor dem Brüsseler Justizpalast gegen Armut und sozialen Ausschluss.

Demo: Protest gegen Sparpolitik

„Graben zwischen Arm und Reich stets größer“ Es waren zwar weniger als in Paris, Madrid und Lissabon, doch auch in Brüssel wurde am Sonntag gegen Sparpläne und Ungleichheiten demonstriert. Nach Angaben der Polizei nahmen rund 1500 Personen an der Kundgebung vor dem Justizpalast teil, die von der Plattform für Wohlstand und gegen Ungleichheiten organisiert worden war. Diesem Verbund gehören Vereinigungen zur Armutsbekämpfung, Gewerkschaften und Krankenkassen an. Die Demonstranten prangerten die Reformpolitik der Föderalregierung an, die den Graben zwischen Arm und Reich in Krisenzeiten weiter vergrößere. Sie forderten die Schaffung nachhaltiger und

qualitativer Arbeitsplätze, die Garantie angemessener Sozialzulagen, die Gewährung einer korrekten Altersversorgung sowie verstärkte und zugänglichere Sozialrechte und -dienste. „In Belgien lebt 15 Prozent der Bevölkerung unter der Armutsgrenze, das ist viel für eines der reichsten Länder der Welt. Durch die Rentenreform wird auf dem Rücken der Pensionierten gespart. Die Arbeitslosenunterstützung wird ab dem 1. November degressiv. Bis 2020 will de Föderalregierung 380.000 Menschen aus der Armut holen, aber diese Maßnahmen schaffen noch mehr Armut“, schimpfte ein Sprecher des Netzes zur Armutsbekämpfung.

In einer Wohnung in der Brüsseler Gemeinde Etterbeek sind eine aus Indien stammende Frau und ihre drei Kinder auf grauenvolle Weise ermordet worden. Ihnen wurde die Kehle durchgeschnitten. Der Hintergrund der Bluttat bleibt ein Rätsel. Der Vater soll die Leichen seiner Frau und seiner drei Kinder in der Wohnung im ersten Stock entdeckt haben, als er am Freitagabend von der Arbeit nach Hause kam. Die Brüsseler Staatsanwaltschaft bestätigte den vierfachen Mord, wollte zunächst aber keine Informationen bekannt geben und verhängte eine Nachrichtensperre. Die Fahndung nach dem Täter dürfe nicht gefährdet werden, hieß es. Nach Angaben von Nachbarn soll es sich um eine Familie aus Indien handeln, die seit fünf Jahren in der rue Général Capiaumont in Etterbeek lebt und der Sikh-Religionsgemeinschaft an gehört. Die Kinder seien drei bis acht Jahre alt. Der Bürgermeister von Etterbeek, Vincent De Wolf, machte derweil Andeutungen über ein Verbrechen inner-

Blumen vor dem Reihenhaus in Etterbeek, in dem eine Mutter und ihre drei Kinder auf grausame Weise ermordet wurden. halb der Verwandtschaft. Das Motiv sei „wirklich ein privates Problem und kein Problem der öffentlichen Sicherheit“, sagte er im RTBF-Fernsehen. Die Familie habe keinerlei Probleme gemacht. „Sie war

nicht aktenkundig und wohnte bereits fünf oder sechs Jahre in der Gemeinde.“ Nach Angaben der Nachbarn lebte die Familie unauffällig; es habe keine Konflikte oder Streitigkeiten gegeben.

Ein Nachbar erzählte, die Polizei habe in der Nacht zum Samstag einen Mann abgeführt, aber auch diese Angaben wurden von offizieller Seite nicht bestätigt. Die Polizei hatte die rue Général Capiaumont war für eine Zeit lang abgesperrt. Die Ermittler waren das ganze Wochenende im Einsatz. „Sie sind weg. Ich verstehe nicht, was passiert, wie es passiert ist. Ich muss es aber wissen, ich bin der Vater. Ich muss wissen, was mit meinen Kindern geschehen ist“, sagte der 39-jährige Vater, der in einem Restaurant arbeitet, gegenüber dem Fernsehsender RTL/TVi. Er habe am Freitag, gegen 17 Uhr zu Hause angerufen. Da sich niemand meldete, habe er sich Sorgen gemacht und sei nach Hause gefahren. Dort habe er die vier Leichen entdeckt. „„Es war dunkel. Ich rief, aber niemand antwortete. Als ich das Licht anmachte, sah ich überall Blut. Meine Frau und die beiden ältesten Söhne befanden sich vor dem Fernseher. Ich habe nach dem Jüngsten gesucht und ihn in dem anderen Zimmer gefunden. Als ich das Blut sah, bin ich zurückgewichen und habe die Polizei alarmiert.“

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GrenzEcho Mittwoch, 3. Oktober 2012

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Paveestraße: Zeitschriften Brock und Orion-Reisen verzeichnen weniger Kundschaft - „Sind im Vorfeld nicht informiert worden“

Parkverbot sorgt für Unverständnis  Eupen

Am vergangenen Wochenende sorgte eine Internetmeldung auf unserer Internetseite www.grenzecho.net für zahlreiche Kommentare. In der Meldung ging es um den Unmut, den ein Parkverbot in der Eupener Paveestraße bei zwei Geschäftsleuten auslöst. V ON M ARIO V ONDEGRACHT Zwei Geschäftsleute aus der Paveestraße sind nämlich verärgert und enttäuscht. Die Parkplätze vor ihren Geschäften wurden entfernt – zugunsten eines privaten Investors und dessen Baustelle.

Das Parkverbot wurde ausgesprochen, da die Baufahrzeuge und Lastwagen einen leichteren Zugang zur Baustelle benötigen. Viele mögen es schon bemerkt haben. Eine gelbe Fahrbahnlinie wurde vom Parkplatz der Alten Brauerei, auf dem momentan umfangreiche Bauarbeiten eines privaten Investors stattfinden, bis hin zur Ecke Rathaus-

platz/Vervierser Straße gezogen. Die Fahrbahn dient den schweren Lastwagen und Baufahrzeugen als Zugang zur Baustelle. Darüber sind die Geschäftsleute Charly Brock und David Bocher auch nicht sauer. Was beide allerdings verärgert ist die Tatsache, dass die Parkplätze vor ihren Geschäften kurzerhand keine Parkplätze mehr sind. Damit der Verkehrsfluss weiterhin fließen kann, wurde ohne jegliche Kommunikation im Vorfeld vom Bauamt der Stadt Eupen mit Schildern ein Parkverbot ausgesprochen. „Dadurch, dass die Autos hier nicht mehr kurz halten dürfen, erleide ich starke Umsatzeinbußen“, so Charly Brock, der Besitzer des Zeitschriftenhandels in der Paveestraße. „Ich habe weder ein Schreiben erhalten, noch hat ein Treffen stattgefunden. Ich finde den Umstand erstaunlich, dass hier öffentliche Parkplätze wegfallen, weil ein privater Investor nebenan baut“, so Brock weiter. Sein Vorschlag einer Ampelanlage sei bisher leider nicht berücksichtigt worden. Und auch David Bocher vom Reisebüro Orion-Reisen ist nicht glücklich. „Man hat uns vor vollendete Tatsachen gestellt. Die Laufkundschaft, die vorher kurz anhielt, um beispielsweise Kataloge zu ho-

Ein Blick auf die Paveestraße. Auf dem Bild erkennt man, dass sich gewisse Autofahrer noch nicht an das Parkverbot gewöhnt haben. len, bleibt jetzt aus“, macht der Reisebüro-Inhaber seinem Unmut Luft. „Nachdem ich die Straßenarbeiten an meinem alten Standort am Marktplatz hinter mich gebracht hatte, und ich nun dachte, jetzt sei es endlich vorbei, geht sechs Monate nach meinem Umzug der ganze Spaß von vorne los“, so Bocher, der sich für eine pragmatische Lösung offen zeigt. „Durch den Schmutz

und den Staub verliert meine renovierte Fassade mit Sicherheit an Glanz und der Dreck wird ins Büro getragen“, fügt der enttäuschte Inhaber des Reisebüros an. Das Parkverbot gilt auch übrigens dann, wenn die Arbeiten, die mehrere Jahre andauern sollen, am Samstag oder Sonntag sowie nach Feierabend ruhen. Für eine Stellungnahme seitens des Tech-

nischen Dienstes der Stadtverwaltung war am gestrigen Dienstag niemand zu erreichen. In einem Telefonat soll dieser aber dem Zeitschriftenhändler Brock zugesagt haben, auf der gegenüberliegenden Seite drei Parkplätze einzuzeichnen. Das geschah allerdings erst auf die Anfrage, was man denn gedenke, in dieser Problematik zu tun. In diesem Zusammenhang stellt sich

aber zwangsläufig die Frage des Platzes und der Sicherheit für die Fußgänger. Mit Kommentaren zur oben genannten Internetmeldung brachten viele User Verständnis für die betroffenen Geschäftsleute auf. So schrieb „GiuseppeT“: „Die Abwärtsspirale für Eupener Geschäftsleute dreht sich immer schneller, Hauptsache, die Richtung stimmt.“ Die Richtung stimme schon lange nicht mehr, antwortete User „Senior“, während ein anderer das Abschaffen der Parkplätze auch nicht nachvollziehen konnte: „Einerseits soll die Innenstadt als Geschäftszentrum attraktiver werden, andererseits schafft man die Parkplätze ab. Es gab jedoch auch Unverständnis für die Sorgen der beiden Geschäftsleute. Der User „Zappel“ schrieb, dass die Parkplätze Rathaus und Paveestraße (Schauburg) nicht weit entfernt seien und die Geschäftsleute in der Klosterstraße Schlimmeres durchlitten hätten. David Bocher meldete sich ebenfalls zu Wort. Der Schmutz sei Nebensache, vielmehr ginge es ihm um eine vernünftige Kommunikation. Außerdem bekannte er: „Ja, der Eupener ist faul und muss unbedingt vor der Türe parken. Ein Umdenken (...) wäre angebracht. Wer in Aachen oder Lüttich einkauft, parkt auch nicht vor der Türe.“

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Kärntner GrenzEcho Wirtschaft


Design: Norbert Küpper 84 Meinung · Hintergrund

GrenzEcho Mittwoch, 5. Dezember 2012

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Literaturnobelpreis: Immer mehr Stimmen werfen Mo Yan Opportunismus gegenüber den Machthabern in Peking vor

Opportunist oder freier Geist? Kommt mit Mo Yan aus China ein epochales Erzählergenie, ein Polit-Opportunist, oder eine komplexe Mischung aus beidem zur Entgegennahme des Literaturnobelpreises nach Stockholm? V ON A NDREAS L ANDWEHR UND T HOMAS B ORCHERT , DPA Selten ist die Spannung so enorm wie dieses Jahr vor den Auftritten des 57-jährigen Schriftstellers aus Peking, der am Mittwoch in Schwedens eisigkalter Hauptstadt erwartet wird. Stärker als die Frage, ob Mo Yan sich bei der Zeremonie am Montag vor König Carl XVI. Gustaf im obligatorischen Frack verbeugt, interessiert dabei, ob und wie er sich zur Unterdrückung der Meinungsfreiheit und zur Einkerkerung von Oppositionellen in seiner Heimat äußern wird. Gelegenheit bieten eine Pressekonferenz an diesem Donnerstag und die traditionelle Nobelvorlesung einen Tag später. Kritiker wie sein im deutschen Exil lebender chinesischer Kollege Liao Yiwu werfen ihm vor, ein „Staatsautor“ zu sein, der das kommunistische System vertrete. Die deutsch-rumänische Nobelpreisträgerin von 2009, Herta Müller, sieht gar „eine Ohrfei-

Unter einem dichten Hagel von Kritik reist der diesjährige Literaturnobelpreisträger Mo Yan zur Verleihung ins bitterkalte Stockholm. Foto: ChinaFotoPress/MAXPPP/dpa ge für alle, die sich für Demokratie und Menschenrechte einsetzen“. Das offizielle China lobt die Auszeichnung von Mo Yan. Es sei nicht nur ein Zeichen für den Fortschritt der chinesischen Literatur, sondern auch für die gewachsene „Stärke unseres Staates und seines internationalen Einflusses“. Im Jahr 2000, als der in Frankreich lebende, regimekritische chinesische Schriftsteller Gao

Xingjian den Preis bekommen hatte, war das Nobelkomitee in den Staatsmedien noch als „kleine Clique sogenannter Literatur-Experten“ abgetan worden. Dass Mo Yan im Oktober unmittelbar nach Zuerkennung des Nobelpreises äußerte, er hoffe auf eine Freilassung des chinesischen Friedensnobelpreisträgers 2010, Liu Xiaobo, stieß auf ein gemischtes Echo. „Es ist Fort-

dessen „Yan’an-Gesprächen“ von vor 70 Jahren kopierte, wonach Schriftsteller im Dienste der Politik zu stehen haben. Ausgerechnet Mo Yan, der, wenn es kritisch wird, gerne Politik und Literatur trennen möchte. Mo Yan konzentriere sich in seinen Romanen auf Ungerechtigkeiten örtlicher Funktionäre, ohne aber das System insgesamt infrage zu stellen, bemerkte der US-Experte für

schritt, aber bei Weitem nicht genug“, sagte sein Kollege Yu Jie, der heute im Exil in den USA lebte. „Ich schlage vor, er besucht Liu Xia“, verwies Yu Jie auf Liu Xiaobos Frau, die bis heute in ihrer Pekinger Wohnung unter strengem Hausarrest gehalten wird. Kritik erntete Mo Yan auch, als er im Sommer mit Kollegen zu Ehren des Revolutionärs Mao Tsetung handschriftlich eine Passage aus

chinesische Literatur, Perry Link, im Magazin „New York Review of Books“: „Es ist aber eine Standardtaktik der Leute an der Spitze in China, das Leiden des Volkes dem Fehlverhalten untergeordneter Funktionäre zuzuschreiben und die Botschaft zu verbreiten: „Wir hier an der Spitze hören und fühlen mit euch - macht euch keine Sorgen, dass etwas mit unserem gesamten System nicht stimmt.“

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Design: Norbert Küpper 85 Politik · Gesellschaft

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Straßenverkehrsordnung: Ausnahmen haben von nun an Gesetzeskraft

Grünes Licht für gelben Pfeil an roten Ampeln Nach einer Testphase und vielen Diskussionen sind die Verkehrsschilder B22 und B23 seit dieser Woche in Belgien gesetzlich verankert. Sie erlauben es Radfahrern, an Kreuzungen eine rote Ampel zu missachten.

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Das Gesetz, das den entsprechenden Artikel in der Straßenverkehrsordnung abändert, erschien am Dienstag im Staatsblatt und ist damit offiziell in Kraft getreten. In der Brüsseler Hauptstadtregion war im Juni eine Testphase gestartet worden, um die Einführung der neuen Schilder zu testen.

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Es handelt sich um Ausnahmeregeln: Radler dürfen die rote Ampel nur überfahren, wenn die Schilder vorhanden sind. Die Schilder wurden seinerzeit an insgesamt zehn Kreuzungen in Brüssel an der Ampelsäule befestigt. Hängt dort ein B22-Schild (mit einem nach rechts gerichteten gelben Pfeil), darf der Radfahrer trotz roter oder orangefarbener Ampel rechts abbiegen, beim Schild B23 (mit einem nach oben zeigenden gelben Pfeil) darf er geradeaus fahren. Es handelt sich um Ausnahmeregeln: Radler dürfen die rote Ampel nur überfahren, wenn die besagten Schilder vorhanden sind. Ist dies nicht der Fall, müssen sie halten. Wichtig ist auch zu wissen,

Bei einem B22-Schild (wie auf diesem Bild mit einem nach rechts gerichteten gelben Pfeil), darf der Radfahrer trotz roter oder orangefarbener Ampel rechts abbiegen, beim Schild B23 (mit einem nach oben zeigenden Pfeil) darf er geradeaus fahren. Foto: Belga dass diese Verkehrsschilder dem Radfahrer kein Vorfahrtsrecht gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern gewähren. Die Straßenverkehrsordnung besage auch weiterhin, dass Anweisungen eines Polizisten Ampelsignalen vorgehen, ließ der für Mobilität zuständige Staatssekretär Melchior Wathelet (CDH) wissen. „Danach gelten die Ampeln und erst danach die Verkehrsschilder“, sagte seine Spreche-

rin Isabel Casteleyn. „Aber durch die neue Ausnahme haben diese besagten Schilder nun Vorrang gegenüber den Ampeln.“ Die Tests in Brüssel laufen noch; diese sollen nun auf Grundlage von Angaben des Belgischen Instituts für Straßenverkehrssicherheit (IBSR) ausgewertet werden. Im Vorfeld hatte sich das Institut im Übrigen gegen die Einführung ausgesprochen, weil die neu-

en Verkehrsschilder laut IBSR die Autorität der Rotampel als uneingeschränktes Haltegebot auf den belgischen Straßen untergraben. Radfahrer könnten sich demnach verleiten lassen, auch an roten Ampeln ohne die Schilder rechts abzubiegen oder geradeaus weiterzufahren. Die neue Regelung ist in Deutschland (bekannt als „Grünpfeil“) und den Niederlanden bereits gängige Praxis. (belga)

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Gerichtsentscheidung: Belgische Wahlkämpfer dürfen Popularität der Französin nutzen

Marine Le Pen verliert im Namensstreit Die französische Rechtsextreme Marine Le Pen ist vor Gericht damit gescheitert, den Gebrauch ihres Namens durch rechte Gesinnungsgenossen im Nachbarland Belgien verbieten zu lassen. Das Gericht erster Instanz in Namur wies ihren Antrag als „unbegründet“ ab, wie es gestern schrift-

lich mitteilte. Damit können sich belgische Listen beim Wahlkampf für die Kommunalwahlen am 14. Oktober weiter auf Namen und Abkürzungen stützen, die an Le Pen und ihre Partei Front National erinnern. Diese Strategie verheißt Erfolg, weil Le Pen und die Front National in der Wal-

lonie unter rechts gesinnten Belgiern populär sind. Eine kommunale Liste nennt sich beispielsweise Le-Pen, als Abkürzung für die französische Übersetzung von „europäische patriotische, egalitäre und nationalistische Liste“. Le Pens Klage war gegen den wallonischen Innenminister Paul

Furlan (PS) als Verantwortlichen der Wahl gerichtet. Marine Le Pen ist die Tochter des Rechtsextremen Jean-Marie Le Pen und hat diesen als Parteichefin beerbt. Bei der französischen Präsidentschaftswahl in diesem Jahr hat sie überraschend stark abgeschnitten. (afp)

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Hochschule: Angebot initiiert von der Tochter des kubanischen Staatsschefs

Sexologie-Studiengang in Gent gestartet

Die Tochter des kubanischen Staatschefs Raul Castro und Leiterin des Nationalen Zentrums für sexuelle Aufklärung in Kuba, Mariela Castro Espin (Archivbild). Foto: dpa

Die Tochter des kubanischen Staatschefs Raúl Castro, Mariela Castro, hat gestern einen Sexologie-Studiengang an der Universität in Gent eröffnet. Wie die Nachrichtenagentur Belga am Mittwoch meldete, sind die Hochschule und die prominente Kubanerin seit mehreren Jahren über gemeinsame Projekte verbunden. „Mariela Castro ist eine anerkannte und einflussreiche Expertin“, wurde Studiengang-Initiator Guy T’Sjoen zitiert. Mariela Castro leitet in ihrem Heimatland das Nationale Zentrum für Sexuelle Erziehung (Cenesex). In Gent sind bereits 16 Studenten für die zweijährige Ausbildung eingeschrieben. (belga)

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Der belgische Zugverkehr ist heute lahmgelegt.

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Bahnverkehr: Auf der Schiene geht heute nichts

Streit um Streik Der belgische Zugverkehr lahmt heute nicht, er ist vollständig gelähmt. Am Dienstagabend sollte ein landesweiter Streik der Eisenbahner beginnen, die sich um ihre berufliche Zukunft sorgen. V ON B ORIS C REMER Der FĂśderalminister fĂźr Staatsbetriebe Paul Magnette (PS) will die nationale Eisenbahn in eine zweigliedrige Struktur fĂźhren: eine Gesellschaft fĂźr den operativen Schienenverkehr (SNCB), eine andere (Infrabel) fĂźr den Betrieb des Schienennetzes. Bisher gibt es drei - mehr schlecht als recht - nebeneinander funktionierende Gesellschaften: SNCB. SNCB Holding und Infrabel. Die Gewerkschaften befĂźrchten, dass die von Magnette angedachte Strukturreform bei der SNCB zu Lasten des Personals gehen wird. Es heiĂ&#x;t, manch Eisenbahner fĂźrchte um sein Recht, mit 55 in den Vorruhestand zu treten. Andere wiederum fĂźrchten PersonalkĂźrzungen. Und weil die Gewerkschaften der Meinung sind, dass alle bisherigen Konzertierungsversuche im Sande verlaufen sind, wurden die Bahnmitarbeiter zu einem 24-Stunden-Streik aufgerufen, der am Dienstagabend seinen Anfang nehmen sollte. Nach Gewerkschaftsangaben beteiligen sich 86 Prozent des Bahnpersonals an dem Streik.

wollen sich aber nicht den Vorwurf gefallen lassen, ihren Konflikt mit der SNCB-Direktion auf dem RĂźcken der Tausenden Zugreisenden auszutragen, die heute auf ihre Bahnverbindung verzichten mĂźssen, um beispielsweise zu ihrer Arbeitsstelle oder an die Uni zu gelangen. „Die Bahnkunden sind selber egoistisch“, wetterte Jos Digneffe, ein Spitzenfunktionär der sozialistischen Gewerkschaft in Flandern.

86 Prozent des Bahnpersonals treten heute nach Gewerkschaftsangaben in den Streik. Mit dieser polemischen Ă„uĂ&#x;erung brachte Digneffe die GemĂźter gegen sich auf. Sein Standpunkt: Der Streik sei auch im Sinne der Reisenden, schlieĂ&#x;lich solle der Arbeitsausstand eine Verbesserung der Dienstleistungen der Bahn zur Folge haben. Mit dieser Meinung stand der Gewerkschaftler zwar nicht alleine, aber doch ziemlich isoliert da. Innerhalb weniger Stunden erreichten Digneffe Hunderte feindselige E-Mails von Zugreisenden. „Das habe ich in meiner ganzen Laufbahn noch nicht erlebt“, erklärte

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„Ich will, dass es genug ZĂźge fĂźr alle gibt.“ Paul Magnette, Minister ..................................................................................

Die FÜderalregierung scharte sich hinter der Reform von Magnette. Die Pläne seien im Sinne der Vorgaben, die von der Europäischen Union (EU) an Belgien herangetreten worden seien, erklärte Vize-Premier Vincent Van Quickenborne (Open VLD). Genauso wie sein Kabinettskollege Magnette bedauerte er die Entscheidung der Gewerkschaften, den Zugverkehr durch einen Streik schachmatt zu setzen. Das Personal und seine Vertreter

der 60-Jährige, der kurz vor seiner Pensionierung steht und auf dem vorletzten Platz der SP.A-Liste fĂźr den Limburger Provinzialrat kandidiert, obwohl er auch dort nicht im Verdacht steht, ein Duckmäuser zu sein. „Ich kann micht mit der rechten Ausrichtung der Sozialisten nicht identifizieren“, erklärte Digneffe gegenĂźber der Tageszeitung „De Standaard“. Der kritisierte Minister Paul Magnette ging am Mittwoch

in die Defensive. GegenĂźber der Zeitung „La Libre Belgique“ erklärte der PS-Politiker, die angeregte Reform der Eisenbahn sei im Sinne der Personals und der Kunden. „Das einzige Ziel, dass ich mit der SNCB-Reform verfolge, besteht darin, dass die es genug ZĂźge fĂźr alle gibt, dass die ZĂźge pĂźnktlich fahren, und dass die Menschen sicher reisen.“ Kritiker geben an, Magnette wolle um jeden Preis diese Reform der Eisenbahnstruktur im Eilverfahren durchboxen, um vor seinem Amtsantritt als BĂźrgermeister von Charleroi (Magnette kandidiert dort auf Platz eins der PS-Liste und ist bereit, Staatsoberhaupt zu werden) Vollzug melden zu kĂśnnen. „Quatsch!“, kontert der FĂśderalminister. Seit rund einem halben Jahr habe er von der Regierung den Auftrag, einen Prinzipbeschluss in diese Richtung zu fassen und diese Reform anzustoĂ&#x;en.

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„60 bis 80 Prozent kommen am Mittwoch in Uniform, ohne etwas zu tun.“ Aber auch innerhalb der Bahnbelegschaft regt sich Widerstand gegen den Arbeitsausstand, dem offenbar nur eine Minderheit Folge leistet. „Ich schätze, dass am Mittwoch 60 bis 80 Prozent des Personals in Uniform auftaucht und komplett bezahlt wird, ohne etwas zu tun“, schätzte ein anonymer Mitarbeiter gegenĂźber der Zeitung „De Standaard“. „Man darf nicht vergessen, dass ein Eisenbahner, der streikt, 25 Euro erhält, während jemand, der sich wie gewohnt zur Arbeit meldet je nach Dienstgrad und Schicht 100 Euro mehr bekommt“, gab der gleiche Mitarbeiter zu bedenken. Fest steht, dass der Bahnstreik einmal mehr die belgische Volkswirtschaft schädigen wird. Der flämische Arbeitgeberverband Unizo schätzt, dass alleine durch die 24-stĂźndige Stilllegung der Bahn zwei Millionen Euro an Einnahmen verloren gehen werden. Hinzu kämen die Mehrkosten fĂźr die Benutzung der Autos und die zusätzlichen Staukilometer, die wiederum zur Folge hätten, dass zahlreiche Arbeitnehmer verpätet am Arbeitsplatz erscheinen wĂźrden, so Unizo.

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Der französische Schauspielstar Gérard Depardieu fühlt sich durch die anhaltende Kritik an seiner Steuerflucht nach Belgien „verunglimpft“.Das schreibt der 63-Jährige in einem offenen Brief an Frankreichs Premier JeanMarc Ayrault. In dem Schreiben, das am Sonntag von der Zeitung „Le Journal du dimanche“ veröffentlicht wurde, kündigt Depardieu ferner an, er werde „den Pass zurückgeben“. Der 63-jährige Depardieu, der als einer der bestbezahlten Akteure Frankreichs gilt („Cyrano de Bergerac“), hat im Grenzörtchen Néchin (Provinz Hennegau) ein Haus gekauft und seinen Wohnsitz dorthin verlegt. Der als Genießer bekannte Schauspieler, der in Paris auch hochklassige Restaurants betreibt, muss in dem schmucklosen alten Zollhaus mindestens sechs Monate im Jahr leben, um keine Einkommensteuern in Frankreich zahlen zu müssen. „Ich verlange nicht, meine Entscheidung gutzuheißen“, schreibt Depardieu an Premierminister Ayrault, „aber ich

sollte zumindest respektiert werden! Alle anderen, die Frankreich vor mir verlassen haben, sind nicht so beleidigt worden.“ Die Steuerflucht des französischen Schauspielers nach Belgien hatte Ayrault vergangene Woche als „ziemlich erbärmlich“ gegeißelt. Depardieu sei ein großer Star und beliebter Künstler, sagte Ayrault. „Steuern zu zahlen ist ein Akt der Solidarität, ein patriotischer Akt.“ Solch „unpatriotisches Verhalten“ wie bei Depardieu ist nach Einschätzung Ayraults aber noch nicht weit verbreitet.

Wer sind Sie, Herr Ayrault, um so über mich zu urteilen. Ich habe in den vergangenen 45 Jahren 145 Millionen Euro Steuern an den französischen Staat bezahlt und beschäftigte 80 Menschen.“ Der Premier verteidigte die geplante Spitzensteuer für Einkommensmillionäre. Nach dem Willen der sozialistischen Regierung wird Einkommen von mehr als einer Millionen

Euro jährlich von 2013 an mit 75 Prozent besteuert. In Belgien dagegen gibt es keine Vermögenssteuer. Frankreichs Staatspräsident François Hollande hat vor einigen Tagen angekündigt, er wolle mit Belgien vor dem Hintergrund der „Depardieu-Affäre“ über ein neues Steuerabkommen verhandeln. Vor allem Ayraults Qualifizierung „erbärmlich“ hat Depardieu ins Mark getroffen. „Wer sind Sie, Herr Ayrault, um so über mich zu urteilen“, schreibt er in dem offenen Brief. „Ich habe in den vergangenen 45 Jahren 145 Millionen Euro Steuern an den französischen Staat bezahlt und beschäftigte 80 Menschen“, so Depardieu. „Ich gebe meinen Pass zurück, denn wir haben nicht das gleiche Vaterland. Ich bin ein echter Europäer, ein Weltbürger, so wie es mein Vater mir eingetrichtert hat“, erklärte Depardieu, der vor seinem angekündigten Umzug in die belgische Provinz seine Luxusvilla im Herzen von Paris verkaufen will. Über einen Makler wird das 1800 Quadratmeter umfassende Domizil l’hôtel de Chambon aus dem 19. Jahrhundert angeboten. (boc)

Sparmaßnahme: Laut N-VA-Parlamentarier künftig 18 statt 15 Euro

Der Preis für die Anfertigung des elektronischen Personalausweises wird in Kürze um drei Euro steigen und dann 18 Euro betragen. Das berichtet die Zeitung „Het Nieuwsblad op Zondag“ auf Grundlage von Informationen des N-VAKammerabgeordneten Ben Weyts. „Innerhalb von acht Jahren hat sich der Mehrpreis des elektronischen Ausweises

im Vergleich zur früheren Papiervariante vervierfacht, ohne dass mit dieser Umstellung bedeutende Vorteile verbunden wären“, kritisiert Weyts. Im Jahr 2004 habe der klassische Personalausweise vier Euro gekostet. Der flämische Nationalist hat die Preiserhöhung im Haushalt 2013 der Di-Rupo-Regierung entdeckt. Der Budget-

posten für die elektronischen Ausweise in Höhe von fünf Millionen Euro sei gestrichen worden, „folgerichtig werden die Preise der Ausweise steigen“, so Weyts. Als im vergangenen Jahr die Gültigkeitsdauer der Ausweise von fünf auf zehn Jahre erhöht worden sei, habe man versprochen, dass dies keine Preiserhöhung zur Folge haben werde.

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Lifestyle

Beilage zum Grenzecho Nr. 227

Samstag, 29. September 2012

Philips: Niederländischer Konzern kündigt die Markteinführung eines Zahnaufhellers an

Strahlend weiße Zähne für alle Ein strahlendes Lächeln kann einem so manche Tür öffnen; es gibt Selbstvertrauen und lässt einen vitaler aussehen. Viele Menschen wünschen sich daher schöne, natürlich weiße Zähne. Ganz besonders zu festlichen Anlässen wie Hochzeiten, Bällen oder Partys runden leuchtend weiße Zähne das perfekte Äußere ab. Mit Philips Zoom hat der niederländische Technologiekonzern nach eigenen Angaben ein sicheres Verfahren zur professionellen Zahnaufhellung in zwei Ausführungen entwickelt: für den Einsatz in der Zahnarztpraxis und mit der Take-Home Variante zur selbstständigen Nutzung zu Hause. Mit Philips ZOOM DayWhite ACP oder Philips ZOOM NiteWhite ACP könne die Zahnaufhellung zeitlich ungebunden und in Eigenregie zu Hause durchgeführt werden, heißt es in einer Verlautbarung des Unternehmens. Doch Vorsicht: Alle Produkte können nur exklusiv beim Zahnarzt nach eingehendem Anwendungshinweis bezogen werden, mahnt Philips selbst. Zahnaufhellungsbehandlungen seien reine Privatleistung. Die Kosten werden von Philips auf von 200 bis über 600 Euro geschätzt..

In den USA ist die Zahnaufhellung erprobt Innerhalb von zwei Wochen könnten bis zu sechs Helligkeitsstufen erzielt werden, ohne dabei die Zahnstruktur zu beeinträchtigen. Beide Produkte seien jedoch exklusiv in Zahnarztpraxen erhältlich. „In den USA ist Philips mit Zoom bereits Marktführer im

hebt Philips hervor, ergeben, dass die Zahnaufhellung mit Carbamidperoxid und Wasserstoffperoxid unter Aufsicht eines Zahnarztes unbedenklich für Zahn und Zahnfleisch ist. Generell eignet sich jeder, der sich hellere Zähne wünscht, für eine Zahnaufhellung mit Philips Zoom. Bei manchen Menschen ist der Effekt allerdings intensiver als bei anderen. Eine Zahnaufhellung ist am effektivsten, wenn die Zähne frei von Zahnbelag sind. Daher wird eine professionelle Zahnreinigung vor Anwendung der Zahnaufhellung empfohlen. Der Zahnarzt kann durch eine gründliche Voruntersuchung eine Bestimmung der Zahnfarbe und eine Analyse der Ursachen für Zahnverfärbungen vornehmen. Er kann feststellen, welche Art der Zahnaufhellung sinnvoll ist und mit welchem Grad der Aufhellung in welcher Zeit gerechnet werden kann.

Bereich der Zahnaufhellung. Auch anderswo liegen weiße Zähne voll im Trend. Laut aktuellen Studien wünschen sich 85 Prozent aller Menschen hellere Zähne“, so Grit Schumacher, Marketing Manager Oral Healthcare bei Philips Consumer Lifestyle DACH.

Sichere Zahnaufhellung für zu Hause „Mit Philips Zoom reagieren wir auf dieses Bedürfnis und bieten ein Produkt an, das eine schonende, aber wirkungsvolle Zahnaufhellung von bis zu sechs Helligkeitsstufen innerhalb kurzer Zeit ermöglicht. Mithilfe der Take-Home Variante können Anwender nun ganz bequem in den eigenen vier Wänden ihre Zähne aufhellen und das gewünschte Resultat erzielen“, ergänzt Schumacher. Für die Zahnaufhellung zu Hause kann zwischen zwei Produkten gewählt werden: Philips ZOOM DayWhite ACP, das tagsüber verwendet wird, und Philips ZOOM NiteWhite ACP, das nachts zum Einsatz kommt. Die Philips Zoom Produkte werden nur bei Zahnärzten erhältlich sein, versichert der Hersteller. Vor der ersten Anwendung findet eine Voruntersuchung durch den Zahnarzt in der Praxis statt. Er fertigt individuell passgenaue Zahnschienen an, in die bei den selbstständigen Verwendungen zu Hause das Zahnaufhellungsgel eingefüllt wird. Die erste Anwendung erfolgt in der Praxis und wird ausführlich erklärt. Philips ZOOM NiteWhite ACP wird nachts für mindestens vier bis sechs Stunden angewendet. Philips ZOOM DayWhite ACP

Schon innerhalb weniger Tage möglich

Philips lässt Sylvie van der Vaart für eine erfolgreiche Zahnpflege werben. wird zweimal täglich für jeweils 15 bis 30 Minuten angewendet. Das optimale Ergebnis kann man nach ein bis zwei Wochen bewundern. Philips ZOOM DayWhite ACP und Philips ZOOM NiteWhite ACP enthalten als einzige Zahnaufhellungsprodukte für zu Hause ACP: amorphes Cal-

ciumphosphat. Es remineralisiert den Zahnschmelz, vermindert die Sensibilität der Zähne drastisch und reduziert das Nachdunkeln. Beide Produkte gibt es in verschieden starken Konzentrationen, so dass es auch von Menschen mit sehr empfindlichen Zähnen verwendet werden kann.

Foto: Philips

Durch das patentierte Zweikammer-Spritzensystem sind beide Produkte einfach anzuwenden und auch ohne kühle Lagerung lange haltbar. Darüber hinaus ist Philips Zoom absolut unbedenklich für Zähne und Zahnfleisch: Umfassende wissenschaftliche und klinische Studien haben, so

Der Zahnaufhellungs-Stift eignet sich in erster Linie zum Erhalt des Ergebnisses einer professionellen Zahnaufhellung oder dem Aufhellen einzelner Zähne. Dank der einfachen Handhabung ist der Zahnaufhellungs-Stift jederzeit auch unterwegs einsetzbar. Er hat einen angenehmen Minzgeschmack und reicht für 30 Anwendungen. Das perfekte Ergebnis soll bei zweimaliger Anwendung pro Tag über einen Zeitraum von 15 Tagen erzielt werden, versichert der Hersteller mit Hauptsitz in den Niederlanden.

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MAGAZIN

Prag im Advent Vorweihnachtsstimmung, Würste und Bier vom Fass

Je fetter, desto besser Haut braucht im Winter Schutz, denn die Kälte trocknet aus

Reportage

Verschiedenes

Beilage zum Grenzecho Nr. 262

Samstag, 10. November 2012

Mode: Einst war er das Erkennungszeichen der mächtigen Oberschicht, noch heute ist er ein Statement

Der Siegelring, Schmuckstück mit Geschichte V ON M ARINA L EUNIG ,

DPA

Er galt als Symbol für Autorität und Macht. Heute dürften bei Siegelringen viele an amerikanische Hip-Hopper oder junge Männer in Studentenverbindungen denken. Dabei tragen viele Männer und manche Frauen gerne diese Ringform - wenn auch ohne Familienwappen, aber vielleicht mit ihren Initialen.

An amerikanischen Schulen und Universitäten sind Siegelringe als Schulring bekannt Der Siegelring war ursprünglich zum Besiegeln von Dokumenten gedacht. Um ein Dokument damit zu versehen, drückte man den Stempel in weiches Wachs und verschloss damit Briefe oder wichtige Schriftstücke. Im Mittelalter und der Antike waren diese

Ringe im Allgemeinen der Oberschicht vorbehalten. Vor allem waren die Schmuckstücke ein Zeichen von Macht. „Jede wohlhabende Familie hatte ein eigenes Siegel - oft das Familienwappen“, erklärt Goldschmiedemeister Bernd Schwetje. Zwar verlor der Siegelring vor langer Zeit seine Funktion, seine Wirkung behielt er aber zunächst, sagt Andreas Rose, Stilberater aus Frankfurt am Main. Er war ein beliebtes Accessoire in den Vorstandsetagen großer Industrieunternehmen und von Banken. „Heute trägt der Vorstand der DAX 30-Unternehmen nur seinen Ehering am Finger und eine hochwertige Uhr am Handgelenk.“ Doch wer trägt den Siegelring heute? Vornehmlich, wer ein Familienwappen hat. Der Ring ist ein Zeichen für die Zusammengehörigkeit und die Identifikation mit der Herkunft. „Jede Person, die einen solchen Siegelring trägt, ver-

Make love, not war: Moderne Siegelringe wie dieses Modell von SIX mit dem Peace-Zeichen setzen ein friedliches Signal (circa 5 Euro). Foto: SIX

Eher Musiker- denn Adels-Insignium: Ein Schmuckstück wie dieses von I AM ähnelt den Ringen, die amerikanische HipHopper gern tragen (circa 6 Euro). Foto: I AM bindet mit diesem besonderen Schmuckstück eine Geschichte“, sagt Patricia EsserFöhre vom Zentralverband der Deutschen Goldschmiede, Silberschmiede und Juweliere in Osnabrück. „Wenn ich den Besitzer eines Ringes darauf anspreche, erzählt er mir oft mit einem Lächeln im Gesicht die Familiengeschichte. Zum Beispiel wie das gravierte Wappen entstanden ist und wo die Familie ursprünglich herkommt.“ An amerikanischen Schulen und Universitäten sind Siegelringe als Schulring bekannt und sehr beliebt. Der sogenannte „Klassenring“ ist mit dem Schulwappen, der Jahreszahl des Schulabschlusses sowie Symbolen zum Beispiel für Sportarten oder Künste, die der Schüler

ausübt, verziert. Aber auch jeder andere könne einen solchen Ring tragen, findet Andreas Rose. Sie gewinnen derzeit modisch sogar an Bedeutung. Doch er rät immer darauf zu achten, dass diese nicht zu protzig wirkten. Die Ringe zieren dann einfach die Initialen oder selbst entworfene Verzierungen. Man kann sich aber auch ein eigenes Wappen zulegen. Meist helfen Grafiker oder Designer, das umzusetzen. Beim Entwerfen eines Wappens sollte man die sogenannten heraldischen Richtlinien berücksichtigen. Die Heraldik ist die Gesetzgebung der Wappenkunde, und sieht etwa vor, welche Farben und wie diese im Wappen verwendet werden. Der Entwurf wird in einer freien

Wappenrolle eingetragen, woraufhin er geprüft wird - etwa auf Dopplungen mit anderen Wappen.

Der Ring wird am Ringfinger getragen. Und zwar so, dass die Gravur erkennbar ist. Alle Siegel haben eine spiegelverkehrte Gravur eines Ornaments, Initialen oder eine Kombination aus beidem. Die Gravur in Stein oder Metall geritzt, erklärt Patricia EsserFöhre. Häufig sind die Ringe schlicht aus Gold oder Weißgold, es gibt aber auch opulent verzierte Ringe mit gravierten Schmucksteinen. „Der Ring wird üblicherwei-

se am Ringfinger getragen. Und zwar so, dass die Gravur für den Betrachter erkennbar ist“, erklärt Bernd Schwetje. Ob es sich dabei um den Ringfinger der rechten oder der linken Hand handelt, hänge von regionalen, konfessionellen oder auch familienspezifischen Gegebenheiten ab. Und natürlich davon, wo man es am liebsten hat. Auf mittelalterlichen Porträts sieht man, dass Kaufleute den Siegelring am Zeigefinger getragen haben. Das sei heute aber unüblich, sagt Schwetje. Gelegentlich werde der Siegelring am kleinen Finger getragen - doch dahinter steckt keine Tradition, sagt Swentje. Sondern vielleicht einfach, dass der Ring im Laufe der Jahre für den Ringfinger zu klein geworden sei.

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Verschiedenes

GrenzEcho Samstag, 27. Oktober 2012

Barmann Alessandro Palazzi steht in der „Dukes Bar“ des 1908 eröffneten Dukes-Hotels in London. Die Bar im Stadtteil St. James’s ist vor allem für ihre Martinis bekannt.

Fotos: dpa

Kultbar: Eine Hommage an Bond-Schriftsteller Ian Fleming

Zum Martini nach London in Dukes Bar V ON D ARIA H UFNAGEL ,

DPA

Die „Dukes Bar“ im Zentrum Londons ist vor allem für ihre Martinis bekannt. Bereits Bond-Schriftsteller Ian Fleming soll sie hier als Inspiration für seine Romane genutzt haben. Es gibt Orte im Londoner Stadtzentrum, die sehen aus, als wären sie die von einer Filmcrew vergessene Kulisse. Enge Gassen, durch die bestimmt schon einmal Sherlock Holmes gewandert ist, oder alte Pubs, durch dessen Hintertür man sich Zugang zur Zauberwelt Harry Potters verschaffen kann. Und wären da nicht die neuen Hackney-Taxis auf den Straßen des Stadtteils St.James’s, es wäre leicht vorstellbar, wie James-Bond-Schriftsteller Ian Fleming in den 1940er und 50er-Jahren hier zwischen Gentlemen’s Clubs und verrauchten Bars verkehrte, von denen er nicht nur seine Martinis, sondern auch Inspirationen zum Schreiben bezog.

Bitte geschüttelt, nicht gerührt, laut Fleming Eine dieser Bars liegt im exklusiven „Dukes Hotel“. Sie versteckt sich in einem Innenhof unweit der exklusiven St.James’s Street - zu Flemings Zeiten eine einflussreiche, männlich-dominierte Gegend mit pompösen Häusern im georgianischen Bau-

stil. In der gleichnamigen Bar des 1908 eröffneten Hotels soll Fleming damals seine Martinis bestellt haben und zu dem bekannten Bond-Zitat: „...geschüttelt, nicht gerührt“ inspiriert worden sein. Die Räume des Lokals sind nicht groß. Angestrahlte Barockgemälde mit schwerem Goldrahmen und wenige Lampenschirme sorgen für gedämpftes Licht. Blaue Sessel mit schweren Kordel-Enden und eine dunkelbraune Holzvertäfelung lassen den Ort altertümlich wirken. Ein Glaskasten beleuchtet Hochprozentiges aus den 30er Jahren, auf einer Postkarte steht „Wenn man es nicht mit Klebeband oder Martini wieder gutmachen kann, dann ist es nicht wert, wieder gutgemacht zu werden“. Barmann Alessandro Palazzi ist sich sicher, dass der Erfolg des Martinis Ian Fleming zu verdanken ist. Das Prozedere des Martini-Mixens hat der Italiener perfektioniert. Zum 100. Geburtstag des Hotels hat er vor einigen Jahren zehn verschiedene Martinis mit Namen verschiedener Bond-Charaktere kreiert Miss Moneypenny, Ruby Windsor, Tiger Tanaka. Die Fleming-Anekdote ist für die Bar eine rentable Angelegenheit, sie macht Palazzi zu einem gefragten Mann. BondDarsteller Sean Connery hat seine Cocktails hier bereits getrunken, und auch sein Nachfolger Pierce Brosnan war schon zu Gast. „Wenn du hier einen Martini bestellst, komme ich mit

einem kleinen Servierwagen zum Tisch. Für unsere Gäste ist das Unterhaltung, aber auch gleichzeitig Interaktion“, sagt der Italiener. Der Roll-Wagen war seine Idee. Vier Glasflaschen mit hochprozentigem Inhalt und eine Schale mit Zitronen stehen darauf. Der Rest kommt frisch aus der Tiefkühltruhe.

Glas und Alkohol werden eingefroren In Anlehnung an Bonds große Liebe aus „Casino Royal“, Doppelagentin Vesper Lynd, hat die „Dukes Bar“ ei-

nen speziellen Martini kreiert, der sich gegen traditionelle Cocktail-Konventionen stellt. „Wir sind die ersten, die Martini weder rühren noch schütteln“, erzählt Palazzi und holt ein Glas aus dem Eisfach. „Wir frieren das Glas und auch den Alkohol ein, weil Martini sehr kalt getrunken werden muss.“ Er füllt einige Tropfen Angosturabitter in das Glas, schüttet dann Wermut, polnischen Wodka und 46-prozentigen Gin hinzu. „Ein Mix aus Gin und Wodka war früher verpönt, heute ist das anders. Und noch eine Änderung anstelle einer Zitrone benutze ich die Schale einer Orange“, erklärt der Barmann. Für den

„Ians Fleming’s Classic Vesper“- Martini zahlt der Gast 16,95 Pfund (rund 20,82 Euro). Ein klassischer MartiniCocktail wird normalerweise mit Gin zubereitet – nicht Wodka. Und er wird gerührt – nicht geschüttelt. „Der Grund für das Rühren ist der hohe Alkoholgehalt des Martinis. So bleibt er kalt und klar.“ Schütteln hingegen macht den Drink milchig, in früheren Zeiten ein Fauxpas. „Martinis wurden früher von der Upper Class getrunken, und da war es gegen die Etikette, Martini zu schütteln. Fleming setzt das clever ein. Bond will den Drink geschüttelt, um zu provozieren. Er ist Bond, er darf das.“ Und so will auch Pa-

lazzi mit seiner Kreation ein bisschen provozieren. „Ich will wahrscheinlich auch so sein wie Mister Fleming.“ Am gleichen Tag bekommt Palazzi von einem Gast ein Buch geschenkt - „50 Years of James Bond - The Auction“ der Band zur gleichnamigen Versteigerung von Bond-Requisiten im Haus Christie’s. Das ist gleich um die Ecke. Palazzi meint: „Da werden wir wieder viele Verrückte hier sitzen haben. Jedes Mal wenn ein neuer Bond-Film rauskommt, suchen uns eine Menge ungewöhnliche Charaktere auf. Manchmal sind sie ein bisschen komisch und denken, sie wären tatsächlich James Bond.“

Eine Sitzgruppe in der „Dukes Bar“. Bereits Bond-Schriftsteller Ian Fleming soll sie hier als Inspiration genutzt haben.

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Gaumenfreuden

GrenzEcho Samstag, 24. November 2012

Essen und Trinken: Wein mit allen Sinnen prüfen

Schwenken, Schlürfen und Schmecken V ON C HRISTIANE G LÄSER ,

DPA

Sabrina Bausewein hält das Weißweinglas prüfend gegen das Licht. Aus dem Handgelenk schwenkt sie es gekonnt und hält ihre Nase tief hinein. Sie schließt die Augen und atmet ein. „Kräftige gelbe Frucht, harmonisch“, lautet ihr erstes Fazit. Die 32-Jährige besitzt ein Weingut. Mit vergorenem Traubensaft kennt sie sich also aus. Dennoch will sie noch dazulernen. „Ich will Wein richtig beurteilen können“, sagt die Winzertochter. Die Finessen dafür vermittelt ein Fachmann des Bezirks Unterfranken. Einmal im Jahr führt Weinfachberater Hermann Mengler Interessierte und Profis in Würzburg in die hohe Kunst des Weinverkostens ein. Zu dem Weinsensorik-Seminar reisen manche sogar aus anderen Bundesländern an.

Mit Wattestäbchen und Nasenklammer Mengler gilt als Koryphäe auf dem Gebiet. Er ist einer der Experten, die alle bayerischen Qualitätsweine auf ih-

ren Geschmack hin prüfen. In dem zweitägigen Seminar bringt er den Teilnehmern vor allem eines bei: „Die Leute sollen sich selbst kennenlernen. Sie sollen erkennen, was sie gut schmecken können und wo sie noch Defizite haben“, sagt Mengler. Und so ist ein Teil des Seminars der Wattestäbchen-Test. Diese werden in bitteres, salziges, süßes und saures Wasser gehalten. Mit den getränkten Stäbchen tupfen die Teilnehmer anschließend auf ihre Zunge. Damit erkennen sie, wo sie welchen Geschmack besonders intensiv erleben. „Das ist wichtig, wenn ich später den Wein beurteilen soll. Jeder hat seine empfindsamen Stellen woanders“, sagt der Fachmann. Für den reinen Weingenuss dagegen sei der Wattestäbchentest irrelevant. Später liegt eine Nasenklammer auf dem Tisch, außerdem stehen dort verschiedene Getränke in schwarzen Gläsern. Nun muss erschmeckt werden: Was ist drin? In den Bechern verstecken sich Weinbrand, Cola und Aprikosensaft. Konsistenz und Grundgeschmacksarten zu erkennen, ist für den Laien nicht schwer. Aber in

STICHWORT

vielen Fällen macht eben erst das Aroma das Getränk aus. Und das kann man erst über den Geruchssinn richtig erfahren. „Mit zugehaltener Nase schmeckt Kaffee zum Beispiel nach nichts“, erläutert Mengler. Im Laufe der zwei Tage lernen die Teilnehmer zudem Aromenkategorien wie fruchtig, blumig, balsamisch oder würzig kennen. Sie schätzen die Frische, den Duft, die Süße und die Säure von fränkischen Rot- und Weißweinen ein und bilden sich dazu eine Meinung. Und sie trainieren ihre Sinne. „Was wir einmal bewusst gerochen haben, geht nie wieder weg. Es ist im Gehirn verankert. Man bleibt also Sensoriker ein Leben lang“, sagt Experte Mengler. Seit fast 20 Jahren bietet der Bezirk Unterfranken diese Weinsensorik-Seminare an. Einst nur für Profis auf dem Weg zum Prüferzertifikat, mittlerweile auch für Halbprofis und interessierte Laien. Lebensmittelchemiker Michael Zänglein von der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau sieht darin vor allem für Winzer einen großen Vorteil. „Es ist wichtig, dass die Winzer rauskommen und auch andere Weine als ihre eigenen probieren. Man wird sonst betriebsblind“, sagt der Lebensmitteltechniker.

Geruchs- und Geschmackssinn  Der Geruchssinn des Menschen ist im Vergleich zu Tieren nicht besonders ausgeprägt. Dennoch kann der Mensch mehr als 1000 Gerüche unterscheiden.  Diese werden in unterschiedliche Duftklassen wie blumig, schweißig, faulig oder stechend einsortiert.  Ab wann ein Geruch wahrgenommen wird, ist bei jedem anders. Das Erkennen kann jedoch trainiert werden. Parfüm- und Weintester tun das zum Beispiel.  Wer nicht riechen kann, leidet unter Anosmie.

 Den Geschmackssinn braucht der Mensch, um sein Essen auszuwählen. Damit wird etwa verhindert, dass er Verdorbenes oder Giftiges isst.  Die menschliche Zunge hat rund 2000 Geschmacksknospen. Diese arbeiten wie winzige Detektoren.  Beim Geschmack gibt es die vier bekanntesten Grundempfindungen: süß, sauer, salzig und bitter. Eine fünfte nennt sich umami und beschreibt Glutamat-, Eiweißund Fleisch-Geschmack.  Wer nichts mehr schmeckt, leidet unter Ageusie.

„Wein ist keine Mathematik.“ Landauf, landab beschäftigen sich Sensorik-Seminare mit den einzelnen Sinnen. Ob Schmecken, Sehen, Riechen oder Fühlen - jeder Sinn sagt etwas über das Getränk oder das Essen aus. „Dabei sind vor allem Geruchs- und Geschmackssinn untrennbar miteinander verbunden“, sagt Anne Brockhoff vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung. Beide beeinflussten das Ernährungsverhalten ganz erheblich. Der Geschmacksforscherin

Aus einer umhüllten Flasche wird während eines Sensorik-Seminars Wein zum Probieren ausgeschenkt. In dem Seminar sollen Interessierte in die hohe Kunst des Weinprüfens eingeweiht werden. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa zufolge bringen Sensorikseminare auch im kulinarischen Alltag Vorteile: „Bei einem solchen Seminar wird die Wahrnehmung geschärft. Zudem führt es meist dazu, dass man sich wieder mehr mit den Themen Essen, Geschmack, Geruch und der

Wahrnehmung beim Essen auseinandersetzt.“ Dabei bleibt stets alles subjektiv. Und das soll es auch sein. Während also Weingutsbesitzerin Bausewein beim Testen eines Weißweines eine „kräftige gelbe Frucht“ erschmeckt, riechen andere

Teilnehmer vielleicht Rosenblüten, Litschi, Seife oder Marmelade. Für Mengler ist das ganz natürlich: „Bei der Sensorik liegt man nie falsch. Wenn man es empfindet, dann empfindet man es. Wein ist eben keine Mathematik.“

HINTERGRUND

Wissenswertes für die Verkostung von Wein

Experten raten, ganz normal zu atmen. Auch so werden mindestens 200 Milliliter Luft pro Sekunde eingesogen.

Der Fachmann schwenkt das Weinglas galant in der Hand. Natürlich hält er das Glas am Stiel. So kann er zum einen aus dem Handgelenk drehen und lässt den Wein zum anderen nicht schneller warm werden. Worauf ist beim Verkosten eines Weines noch zu achten? Eine Auswahl:  Das Glas: Im besten Fall passen Glas und Wein zusammen. Rotwein sollte also aus bauchigen und Weißwein aus schlankeren Gläsern getrunken werden. Aber selbst Fachleute sagen: „Lieber ein guter Wein in einem schlechten Glas als umge-

kehrt.“  Das Riechen: Wer die Nase tief in das Weinglas hält und die Luft einsaugt wie kurz vorm Tiefseetauchen, steigert nicht die Empfindung. Experten raten stattdessen, ganz normal zu atmen. Auch so werden mindestens 200 Milliliter Luft pro Sekunde eingesogen.  Das Schlürfen: Keine Angst vor Knigge-Regeln. Beim Weinverkosten darf geschlürft werden. Es muss sogar. Denn beim Einsaugen über die Zunge kommt auch Sauerstoff in die Mundhöhle. Wird der Wein dann über die Zunge bewegt und es

wird dabei ein wenig geschmatzt, werden die sensorischen Eindrücke enorm intensiviert.  Die Nasen: Nach dem Schwenken laufen oft sogenannte Nasen am inneren Glasrand nach unten. Je extremer diese Nasen sind, desto kräftiger, hochkarätiger und alkoholbetonter ist der Wein.  Die Temperatur: Natürlich spielt es eine Rolle, ob der Weißwein kalt getrunken wird oder nicht. Bei höheren Temperaturen sind Süße und Aroma intensiver, bei niedrigen dagegen Säure und Bitterstoffe.

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Verschiedenes

GrenzEcho Samstag, 10. November 2012

Dick einmummeln reicht nicht: Im Winter sind auch spezielle Hautpflegeprodukte gefragt.

Fotos: dpa

Schönheit: Die Haut braucht im Winter mehr Schutz, denn die Kälte trocknet aus - vorzeitige Falten sind die unerfreuliche Folge

Je fetter, desto besser V ON S IMONE A NDREA M AYER Pflanzen bekommen eine warme Hülle aus Vlies. Das schützt sie vor Kälte, vor allem aber vor dem Austrocknen. Denn auch bei sehr frostigen Temperaturen verdunsten sie Wasser. Der menschlichen Haut geht es ähnlich: Sie verliert auch im Winter Feuchtigkeit. Dadurch fühlt sie sich trocken an, schuppt und juckt. Mancher sieht gleich deutlich gealtert aus denn trockene Haut bildet Falten oder vorhandene Furchen vertiefen sich.

schen VKE-Kosmetikverbandes. „Die Haut produziert weniger Fett und kann Feuchtigkeit schlechter binden. Im Winter gilt deshalb: Versorgen Sie die Haut mit ausreichend Feuchtigkeit und Fett, damit sie geschmeidig bleibt und nicht rissig oder spröde wird.“ Gerade ältere Haut könne sich im Winter schlechter vor Kälte schützen, erläutert Helfenbein. Die Folgen zeigen sich häufig aber erst im Laufe des Winters. „Im Januar, Februar,

März kommen die Menschen zu uns mit Austrocknungsekzemen“, berichtet der Hautarzt Heiko Grimme aus Stuttgart, Mitglied im Berufsverband der Deutschen Dermatologen. „Die Vorsorge muss aber schon im Herbst beginnen.“ Zwischen Oktober und März - auf jeden Fall aber, wenn die Heizung in der Wohnung oder im Büro läuft müssten andere Pflegeprodukte im Badezimmer stehen. „Verwenden Sie eine reichhaltigere, lipidhaltigere - um-

Gerade ältere Haut kann sich im Winter schlechter vor Kälte schützen. Die Haut werde empfindlicher, weil der sogenannte Hydro-Lipid-Mantel, der wie ein natürlicher Schutzmantel wirkt, durch die Kälte aus dem Gleichgewicht gerät, erläutert Elena Helfenbein, Beautyexpertin des deut-

Kleiner Klecks zum Schutz - die Haut droht durch die kalte Winterluft sonst schnell auszutrocknen.

gangssprachlich fettigere Creme als im restlichen Jahr“, rät Grimme. Fett in und auf der Haut verhindere, dass zu viel Feuchtigkeit verdunstet. Der Mediziner vergleicht das mit einem Rasen im Garten: „Ist er der Sonne ausgesetzt, verdunstet Wasser. Aber wenn er eine Schutzschicht wie längere Grashalme hat, schützt das vor dem Austrocknen.“ Cremes seien die Schutzschicht für die Haut. Grimme empfiehlt daher, Gesicht und Körper am besten ein- bis zweimal täglich einzucremen. Produkte mit mehr Fett oder Ölen sind im Handel aber nicht so leicht zu erkennen. Denn die Hersteller verzichten auf Hinweise wie „lipidhaltig“, da die Verbraucher nichts Fettiges wollten. Grundsätzlich helfe es weiter, auf Hinweise zu achten, dass die Creme für trockene oder sehr trockene Haut geeignet sei. Sie sollte allerdings nicht viel Feuchtigkeit enthalten, da dies die Verdunstung verstärke. „Das ist eine physikalische Tatsache - immer wenn Wasser verdunstet, er-

gibt sich Verdunstungskälte“, erklärt Grimme. „Wenn man mit einem feuchtem Lappen übers Gesicht fährt und es wird kühl, ist das Verdunstungskälte. Bei extremen Minusgraden kann das sogar so weit gehen, dass sich eine Eisschicht bildet.“

Wichtig ist auch, richtig zu duschen. Um nicht gleich die Sommerprodukte wegzuwerfen, empfiehlt er: „Man kann die Nacht- zur Tagescreme machen. Die ist in der Regel ein bisschen reichhaltiger.“ Und Monika Ferdinand, Vorsitzende des Bundesverbandes der Deutschen Kosmetiker und Kosmetikerinnen in Bexbach (Saarland) rät, sich im Fachgeschäft Produkte „auf Cremebasis“ zeigen zu lassen. Beratung bräuchten vor allem Menschen mit Aknehaut. Denn hier dürfe die Pflege auch im Winter etwas, aber nicht zu fett- oder ölhaltig

sein, sagt die Kosmetikerin. Extrembedingungen ist die Haut auf der Skipiste, beim Radfahren oder beim Winterspaziergang ausgesetzt. Die Experten raten in diesen Fällen zu Spezialcremes gegen Kälte oder zu richtigen Fettcremes, gerade für die empfindliche Augenpartie. „Aber man muss sie wieder abmachen, wenn man in warme Räume kommt“, erläutert Ferdinand. „Die Schicht riegelt die Haut hermetisch ab.“ Sie könne dadurch kaum atmen. Wichtig ist auch, richtig zu duschen. Das bedeutet: nicht heiß, auch wenn man das gerade im Winter gerne macht. Denn das strapaziere die Haut zusätzlich, erläutert Helfenbein. „Beim Duschen außerdem ein Duschöl verwenden, das schon beim Einseifen pflegt und den Schutzmantel der Haut intakt lässt.“ Verzichten sollte man auf normale Seife und auf alle nicht schonenden, waschaktiven Substanzen, sagt Dermatologe Grimme. Sie trocknen die Haut noch stärker aus - und dann juckt und schuppt sie.

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Lifestyle

GrenzEcho Samstag, 24. November 2012

Mode: Derb und elegant zugleich

Comeback des Reiterstiefels V ON C ORNELIA W OLTER ,

DPA

Der hohe Stiefel ist zurück. Er macht Stiefeletten und Ankle Boots, den angesagten Schuhen der vergangenen Wintersaison, jetzt kräftig Konkurrenz. „Stiefeletten haben den großen Vorteil, dass sie jeder Frau passen, egal ob sie schmale oder kräftigere Waden hat“, erklärt zwar der Mode- und Stilberater Andreas Rose. Doch der Überdruss, mit dem viele die hohen Stiefel zuletzt betrachtet haben, ist nach Einschätzung des Branchenblatts „TextilWirtschaft“ vorbei: Richtig modern kommen sie nun daher, heißt es in einem Trendausblick der Zeitschrift. Denn die neuen Modelle haben einen weiten Schaft, sodass auch Frauen mit kräftigeren Waden sie problemlos tragen können. „Reiterstiefel lassen sich gut zu einer Skinny Jeans, Rollkragenpullover und Cape kombinieren“, sagt Rose. Gut passen sie auch zu einem Etuikleid, beispielsweise mit Schottenkaro, dazu kann man eine dicke Strumpfhose und Mantel tragen. „Wichtig dabei ist, dass sich die Farbe der Stiefel in der Kleidung widerspiegelt“, erklärt der Personal Shopper. Die Stiefel können aus Velour- oder Glattleder sein. Modisch sind Rose zufolge auch Materialmixe, etwa eine Kombination aus Lack und Velourleder, die den perfekten Romantik-Look abgeben. Auch glattes Leder mit Krokooder Pythonprägung - nur Prägung, kein echtes Reptilleder - sind in dieser Saison zu sehen. Die grob wirkenden Modelle brauchen nicht viel Zierde. Marc Cains Modell etwa ist schlicht glänzend schwarz. Andere haben nur die typischen Abnäher wie bei Gabor. Auffälliger sind Schnallen wie bei Comma oder Patrizia Pepe. Und Goertz hat beispiels-

weise ganz schlichte Modelle in Schwarz mit einem durchgehenden Reißverschluss in Gold. Die Stiefel der Art Company haben bis auf etwa Knöchelhöhe eine Zierschnürung. Und für die Stiefelfarbe gilt: Es muss nicht immer Schwarz oder Braun sein, auch kräftige Rottöne kommen gut an. „Das passt auch zu den bunten Kleidern im 1970er-JahreStil, die gerade ein Revival erleben“, erklärt Rose. Die Kom-

binationen sollten dabei immer harmonisch sein. „Dennoch kann man durchaus Stiefel mit Krokoprägung zu einer Wollstrumpfhose tragen“, sagt der Stilberater. Reiterstiefel drücken ähnlich wie Cowboystiefel im Sommer eine gewisse Naturverbundenheit aus, die auch derb wirken kann. Damit dieser Effekt etwas zurückgenommen wird, ist es wichtig, sie mit Accessoires wie Schals

DAS ZITAT „Wer etwas kräftigere Beine hat, sollte strikt darauf achten, dass ausreichend Luft zwischen Rocksaum und Stiefel bleibt“ Andreas Rose, Stilberater

Reiterstiefel - hier ein Modell von Gabor (160 Euro) - drücken ähnlich wie Cowboystiefel eine gewisse Naturverbundenheit aus.

und Mützen zu kombinieren, rät Rose. Dann können die Trägerinnen dieser Stiefel auch elegant daherkommen. Vor allem aber sind sie ein sexy Blickfang: „Wenn eine Frau mit Reiterstiefeln durch die Stadt, nicht durch den Stall läuft, wirkt sie stark und selbstbewusst“, findet Müller-Thomkins, Geschäftsführer des Deutschen Mode-Instituts (DMI). Und das sogar, obwohl Reiterstiefel im Gegensatz zu anderen Stiefelmodellen flache Absätze haben. Wie Ballerinas im Sommer tragen die Reiterstiefel den Trend des flachen Absatzes in den Winter hinein. „Dabei wirken sie aber nicht so mädchenhaft wie diese, sondern stark“, sagt MüllerThomkins. Eine große Rolle spiele aktuell auch nach außen getragenes Fell, erklärt er. Und dabei sind sowohl Optik als auch Funktion wichtig. Denn Fell wärmt, ebenso wie der lange Schaft der Stiefel - ein eindeutiger Vorteil gegenüber Stiefeletten. Ein weiterer Vorteil: Die flachen Absätze bieten eine gute Standfestigkeit. „Obwohl Stiefel keine Erfindung dieser Saison sind, bleiben sie Dank der Variantenvielfalt der aktuellen Mode im Fokus“, sagt MüllerThomkins. So können sie vielfach kombiniert werden: zu Jeans, Leggins, Röcken und Kleidern. „Das ist praktisch, denn so können die Frauen die in den vergangenen Jahren gekauften Stiefel weiterhin tragen.“ Beim Kauf sollten Kundinnen genau darauf achten, wie der Reißverschluss verläuft und wie Verzierungen angebracht sind, empfiehlt Modeberater Rose. Denn sonst drohen unter Umständen Laufmaschen in Feinstrumpfhosen. Wenn die Stiefel zum Rock oder kürzeren Kleid kombiniert werden, gilt: Wer etwas kräftigere Beine hat, sollte

Reiterstiefel passen jeder Frau - und können zur Hose oder wie bei Marc Cain zum Rock kombiniert werden. Foto: Marc Cain

strikt darauf achten, dass ausreichend Luft zwischen Rocksaum und Stiefel bleibt, rät Rose. Denn ansonsten haben die Stiefel eine stauchende Wirkung. Wer eher klein ist, braucht nicht auf Stiefel mit langem Schaft zu verzichten, sollte aber auf eine kürzere Jackenform achten. Gut lässt sich auch ein Kleid mit bunter Strumpfhose zu Reiterstie-

feln kombinieren. Seiner Wandlungsfähigkeit und den Kombinationsmöglichkeiten hat der hohe Stiefel sein Comeback zu verdanken. Oder wie es die „TextilWirtschaft“ formuliert: „Ersetzen wird der Stiefel mit langem Schaft den Ankle Boot vorerst nicht. Aber in seinem neuen Look liefert er zumindest eine echte Alternative.“

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Reportage

GrenzEcho Samstag, 24. November 2012

Der Oberpräparator des Institutes für Pathologie und Autor, Alfred Riepertinger, in einem Sektionssaal des Städtischen Klinikums München. Foto: Victoria Bonn-Meuser/dpa

Literatur: Alfred Riepertinger ist Leichenpräparator in München-Schwabing und „Schönheitschirurg für Verstorbene“

„Leben mit den Toten“ V ON B RITTA S CHULTEJANS Alfred Riepertinger hat eine Weltkarte an der Bürotür im Klinikum München-Schwabing aufgehängt und sie mit genau 251 Stecknadeln versehen. Was sonst als Visitenkarte des Weltenbummlers gilt, zeigt bei ihm aber nicht abgearbeitete Urlaubsziele, sondern Gräber. Dort sind die Leichen bestattet, die Riepertinger und sein Kollege einbalsamiert haben für ihre Reise in alle Welt. Riepertinger ist medizinischer Präparator, einer der besten seines Faches, und er hat ein Buch geschrieben über seine fast 40 Jahre Umgang mit den Leichen. Es trägt den Titel „Mein Leben mit den Toten“. Am vergangenen Donnerstag stellte er es an seinem Arbeitsplatz im Institut für Pathologie des Münchner Klinikums vor.

sage“, sagte Riepertinger. Er ist kein Pathologe, kein Arzt, hat nicht studiert. „Ich bin Techniker, quasi Medizintechniker.“ Nach Angaben des Verbandes Deutscher Präparatoren ist Riepertinger einer von rund 1000 medizinischen Präparatoren in Deutschland. Und als solcher sorgt er vor allem dafür, dass Angehörige sich angemessen verabschieden können. Es sei unglaublich wichtig für die Angehörigen, einen geliebten Menschen wirklich verabschieden zu können. „Wenn das nicht geht und sie nur vor einem verschlossenen Sarg stehen, dann kommen die Fragen.“ Riepertinger und sein Kollege wollen selbst für die schwierigsten Fälle die Kosten in Grenzen halten. Sie überstei-

gen 250 Euro nicht, wie er sagt. „Die Hinterbliebenen haben ohnehin schon genug finanzielle Belastung. Es ist nur fair, ihnen den Abschied zu ermöglichen.“ Einige Leute nennen ihn einen „Schönheitschirurgen für Verstorbene“. Mit der Bezeichnung ist er aber nur bedingt zufrieden. Denn mit dem, was er „Amerikanisierung des Leichenschminkens“ nennt, kann er nichts anfangen. „Die Amerikaner klatschen denen pfundweise Schminke ins Gesicht, übertünchen alles und damit arbeiten sie kontraproduktiv“, sagt er. „Wenn keine Verletzungen mehr zu sehen sind, verstehen die Angehörigen gar nicht, warum er tot ist.“ Kleine Narben, Schrammen und Blutergüsse lasse er dar-

um ganz bewusst sichtbar. In seinem Buch erzählt er von einer Mutter, die den Gedanken nicht ertragen konnte, dass ihr Sohn mit zerschossenem Kopf beerdigt wird. Der 15-Jährige hatte sich nach einer Standpauke wegen einer gefälschten Unterschrift zur Vertuschung einer schlechten Note mit der Schrotflinte seines Großvaters in den Kopf geschossen. „Meistens ist der Tod schneller als der Knall“, weiß Riepertinger. Weil Riepertinger seine Arbeit machte, konnte sie sich von ihrem Jungen verabschieden. Was er bei der Arbeit alles zu sehen bekommt, ist nichts für schwache Nerven. Riepertinger hat sich dafür Schutzmechanismen aneignen müssen. „Wenn ich arbeite, dann

Riepertinger will einen neuen, einen realistischen Blick auf seinen Berufsstand ermöglichen. Mit seinem Buch will Riepertinger auch einen neuen, einen realistischen Blick auf seinen Berufsstand ermöglichen. Auch in manchen Krankenhäusern hätten Präparatoren lange einen schweren Stand gehabt, in der Kantine wollte niemand neben ihnen sitzen. Heute sei das zum Glück anders. Der Forensiker Mark Benecke schreibt im Vorwort von „Mein Leben mit den Toten“: „Es wurde Zeit.“ Dort, wo andere sich schon beim Anblick von Sektionstischen, Kitteln, Sägen und Särgen gruseln, hat er seinen Traumberuf gefunden - „das ist sicher eine subjektive Aus-

Alfred Riepertinger stellte in dieser Woche sein Buch mit dem Titel „Mein Leben mit den Toten“ vor. Foto: Victoria Bonn-Meuser/dpa

sehe ich nur meine Arbeit“, sagt er. „Ohne Schutzmechanismus können Sie die Arbeit vielleicht eine Woche machen - danach sind Sie psychisch nicht mehr belastbar.“ Seit sein Enkel auf der Welt sei, sei er aber bei kleinen Kindern sensibler geworden. Das sei aber gut. Er habe seit mehr als 40 Jahren mit Toten zu tun, „und in solchen Momenten kann ich dann sagen: Es funktioniert noch alles. Wenn jemand sagt, es ist mir wurscht, dann stimmt da etwas nicht.“

„Roy Black war die sonnengebräunteste Leiche, die ich je vor mir hatte.“ Immer wieder sind es auch tote Prominente, die Riepertinger vor sich auf dem Tisch hat. Auf diese Aufträge ist er besonders stolz, weil das für seine Arbeit heißt: „Die Jungs sind nicht schlecht.“ Nie vergessen wird er, wie er den bayerischen Übervater Franz Josef Strauß nach dessen Tod unter Polizeischutz für den Staatsakt einbalsamierte. „Da liegt dann einer der mächtigsten Politiker der Bundesrepublik Deutschland vor einem und man nimmt bewusst wahr, dass im Tod alle Menschen gleich sind. Da gibt es keine Macht, keinen Reichtum, keine Titel mehr.“ In seinem Buch beschreibt Riepertinger den großen Schlagerstar Roy Black als „die sonnengebräunteste Leiche, die ich je vor mir hatte“. Sein Beruf habe ihm die Angst vor dem Tod etwas genommen, sagt Riepertinger. „Es sind ja schon so viele vor mir gegangen. Es erwischt jeden. Man geht dorthin, wo die alle schon sind.“ (dpa)

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GrenzEcho Samstag, 12. Januar 2013

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Domotex: Die Trends der Teppichmesse

Mexiko liegt jedem zu Füßen V ON S IMONE A NDREA M AYER , DPA Abgeschottet von normalen Besuchern zeigen in Hannover im Januar rund 1400 Hersteller von Bodenbelägen ihre Neuheiten. Die Domotex ist die weltweit führende Teppichmesse. Was dort gezeigt wird, liegt im kommenden Jahr im Wohnzimmer. Das sind die ersten bekannten Trends. Die nackten Füße laufen über die weiche Blumenwiese, oder die Zehen graben sich in kuschelige afrikanische Webstoffe: Das Schlagwort Natürlichkeit ist der Trend bei Teppichböden im Jahr 2013. Sei es wegen der erdigen Farben, der blumigen Muster oder des Revivals folkloristischer Webmuster. Auf der Teppichmesse Domotex in Hannover (12. bis 15. Januar) präsentieren rund 1400 Unternehmen aus 60 Ländern Neuheiten. In drei Haupttrends hat die Messe in Hannover das Neue eingeteilt: „Dark Opulence“, „Soft Coolness“ und „Native Craft“. Letzteres stehe insbesondere für ein Naturerleben in einer von Technik dominierten Welt, heißt es in dem Trendbericht. Die Farben verliefen unregelmäßig, die Oberflächen wirkten teils handwerklich bearbeitet wie gekittet und geflickt. „Die Farben sind meist erdig und warm wie Beige, Braun, Rotbraun, Orange und Ocker. Kräftigere Farben wie Flaschengrün, Türkis, Rot und Gelb kommen bei ethnischen Musterungen hinzu“, so die Messe. „Schon in den vergangenen Jahren sah man verstärkt Einflüsse aus dem Orient“, erläutert die Trendanalystin Gabriela Kaiser. Der Perserteppich – teils nach einer gründlichen Veränderung– war die Wiederentdeckung. „Jetzt geht es nach Mexiko.“ Das erkenne man an den Farben wie Kakteengrün, Erdtöne der Prärie und Chilirot, und an den typischen folkloristischen Mustern.

Klassische Muster sind wieder gefragt. Der Orientteppich bleibe aber immer noch ein Modehit, erläutert Ali Ipektchi, Verbandsvorsitzender der European Carpet-Importers Asso-

Manche Leute ziehen deutlich Extremes vor.

Ein uraltes Muster und eine dicke Schrift darüber; klassische Teppiche liegen derzeit im Trend. Sie haben aber ein Überarbeitung erfahren und sind teils verfremdet.

ciation (Vereinigung der europäischen Teppichimporteure, EUCA). Er sei nun aus den Messen heraus beim Verbraucher erst richtig angekommen. Und die Hersteller entwickelten diesen Trend noch weiter: „Vieles orientiert sich derzeit am Teppich mit klassischen Mustern. Junge Designer setzen sich mit diesem Thema auseinander und lassen sich davon inspirieren“, berichtet Ipektchi aus der Branche. Muster werden verfremdet, den eigentlich bunten Klassiker gibt es plötzlich auch einfarbig, oder sie werden anders zusammenge-

setzt. Dafür werden etwa alte Teppiche zerschnitten und neu zusammengepuzzelt oder gleich als Stückwerk maschinell gewebt. Die Importeure bemerken ebenfalls einen Trend zu Naturtönen, darunter viel Grau. Violett, das in den vergangenen Jahre Trendfarbe war, ist nur aktuell noch ein Thema. Die Händler haben es derzeit in den Geschäften, aber es spielt in der Planung weniger eine Rolle. Stattdessen seien Grüntöne wie Petrol gefragt. Und es gebe eine Tendenz zu Blau, dafür spreche auch das Petrol.

Grün, Orange oder Pink, Teppiche sind derzeit bunt, die Töne werden sanfter.

Farbenfroh sind die Bodenbeläge, die die Deutsche Messe Hannover im Trendthema „Soft Coolness“ (dt.: Sanfte Kühle) zusammenfasst. Sie sind etwas für moderne Einrichtungsstile. „Hell und lichtdurchflutet zeigen sich moderne urbane Räume, die vor allem von Architektur und Technik beeinflusst sind“, beschreibt die Deutsche Messe. Das kann kalt wirken. Sogenannte Nichtfarben wie Weiß, Hellgrau und Beige sowie zarte Pastellfarben wie Türkis und Rosa durchbrechen das dann. „Die Menschen brauchen

helle Räume, in denen sie die Gedanken fliegen lassen können“, sagt Gabriela Kaiser. Aber eine komplett weiße Einrichtung würde einen Raum zu puristisch und kalt wirken lassen. „Daher kommen hier etwa im Boden verschiedene Weiß- und Beigetöne sowie Ahornholz und ein Minzgrün hinzu“, erläutert die Expertin, die sich bei den Herstellern vorab über die Neuheiten informiert hat. „Es ist eine sanfte Note des Purismus, der sonst eher nur aus Schwarz-Weiß bestand.“ Statt knallig bunter Farben als Kontrast werden hier dezente Tö-

ne verwendet: Aus dem Pink der letzten Jahre ist Flamingo geworden, aus einem hellen Rot ein Himbeerrot. Die Teppiche sind häufig uni oder – und das sei neu in dieser Saison – sie haben mehrere große, sich im Ton nur leicht unterscheidende Flächen nebeneinander. Auch Blumenmuster finden sich. Den Kontrast zur „Soft Coolness“ bildet das Thema „Dark Opulence“ (dt.: Dunkle Fülle), vor allem die Farbe Schwarz liegt hier auf dem Boden. „Dazu gesellt sich ein Mix aus dunklen, eleganten Tönen: ein dunkles Braun, ein mystisches Violett, Mitternachtsblau, Petrol, dunkles Rot, Kupfer, Bernstein und Gold“, heißt es in dem Trendbericht zu der Weltleitmesse. Die dunklen Teppichböden sind aus eleganten Materialien geknüpft: feine Wolle, Seide oder samtiges Chenillegarn. Sie dürfen auch glitzern, etwa durch metallisch glänzendes Lurexgarn. „Grundsätzlich mag der Mensch ja das Dunkel in der Wohnung, es bietet Schutz, wie in Höhlen“, erläutert die Trendanalystin. „Aber die dunklen Töne sind auch heftig. In Designbeispielen von Architekten und in Fachzeitschriften sieht man zwar schwarze Böden in toll inszeniertem Ambiente. Aber wer will schon komplett im Dunkeln leben?“ Sie beantwortet es gleich selbst: „Nur wer gerne Extremes zeigt.“ Und auch diese Nachtschwärmer werden eher keine komplett schwarzen Wohnräume einrichten, sondern sich auf einzelne Möbel oder eben auf den Boden fokussieren. „Dazu kommen helle Lichtpunkte oder einfach nur weiße Wände“. Schön wirke das etwa in Rückzugsräumen wie dem Wohn- oder Schlafzimmer, wo man sich hineinkuschelt. In der Küche oder dem Esszimmer, wo sich Menschen zum Reden und Austauschen treffen, sollte es hingegen heller sein. Damit eben die Gedanken fliegen können.

Der Orientteppich war die Wiederentdeckung der vergangenen Jahre.

Teppichmesse Domotex vom 12. bis 15.01.2013, in Hannover. Zutritt hat nur Fachpublikum.

Fotos: dpa

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Familie heute

GrenzEcho Samstag, 17. November 2012

Ob Mozartkugeln, Marzipankartoffeln oder Lebkuchenherzen mit Marzipanfüllung: In der weihnachtlichen Backstube finden sich viele Verwendungsmöglichkeiten für die Masse aus Mandeln und Zucker. Foto: Kai Remmers

Ernährung: In der eigenen Küche leckere Kleinigkeiten zaubern

Weihnachtliches mit Marzipan V ON A LIKI N ASSOUFIS ,

DPA

Plätzchen, Lebkuchen, Spekulatius - zur Weihnachtszeit ist das Angebot zum Naschen riesig. Zu den Klassikern gehören auch Backwaren mit Marzipan. Doch es muss nicht nur der Christstollen mit einem saftigen Marzipankern sein. Zahlreiche andere weihnachtliche Süßigkeiten lassen sich gut selber herstellen, manchmal sogar ohne allzu großen Aufwand. Das Praktische: Selbstgemachtes macht auch als Mitbringsel oder Geschenk unter dem Weihnachtsbaum einiges her. „Marzipan besteht zu 100 Prozent aus Mandeln“, erklärt Robert Oppeneder, Präsident des Verbands der Köche Deutschlands in Frankfurt. Im Supermarkt ist aber meist nur Marzipanrohmasse erhältlich. „Die besteht zu gleichen Anteilen aus Mandeln und Zu-

cker und eignet sich gut zum Backen, für Füllungen und Cremes.“ Die andere Variante ist Modelliermarzipan, das zwei Teile Zucker und einen Teil Mandeln enthält. „Das ist etwas stabiler als die Rohmasse und wird häufig zum Modellieren von Figuren und Verzierungen verwendet.“ Persipan hat eine ähnliche Konsistenz wie Marzipan, unterscheidet sich jedoch deutlich davon: „Persipan ist kein reines Mandelprodukt“, sagt Konditor und Koch Oppeneder. Es enthalte auch andere Kerne wie Aprikosenkerne und schmecke daher nicht so mandelig wie Marzipan. „Allerdings ist Persipan preislich günstiger und wird deswegen immer wieder als Marzipanersatz verwendet. Geschmacklich besser ist aber das Marzipan.“ Winterlich-weihnachtlich sind zum Beispiel süße Tan-

Der letzte Schliff: Feine Pralinen sehen noch schöner aus, wenn sie verziert sind - zum Beispiel mit einer Mokka-Bohne. Foto: Franziska Koark

nenzapfen. Hauswirtschafterin Inge Kelting, Landesvorsitzende des DHB - Netzwerk Haushalt in Hamburg, empfiehlt folgende Arbeitsschritte: Für rund 40 Tannenzapfen werden zunächst 400 Gramm (g) Marzipanrohmasse mit 100 g Puderzucker, 150 g gemahlenen Mandeln, einem Teelöffel Zimt und vier Tropfen Bittermandelöl gut verknetet. „Das rollt man auf etwa einen halben Zentimeter aus und schneidet dann Dreiecke heraus, die an der Spitze einen Zentimeter und an der längeren Seite sieben Zentimeter breit sind“, erklärt sie.

Tannenzapfen als originelles Geschenk Dann legt Kelting die breite Seite vor sich hin und rollt sie so auf, dass von der Form her ein Tannenzapfen entsteht. „Die lässt man über Nacht offen liegen und taucht sie am nächsten Tag in geschmolzene, dunkle Kuvertüre“, erklärt Kelting. Zum Abtropfen und Trocknen auf einen Rost legen und danach das dicke, breite Ende in geschmolzene, weiße Kuvertüre eintunken. „Wer mag, bestreut die Tannenzapfen noch mit Puderzucker, dann sehen sie noch winterlicher aus“, rät sie. „Das ist zwar alles etwas arbeitsaufwendig, lohnt sich aber, weil es toll aussieht und nett verpackt ein schönes Geschenk ist.“ Etwas schneller lassen sich einige Pralinen zubereiten. „Orangen-Marzipan-Pralinen beispielsweise sind in etwa 30 Minuten fertig“, versichert die Rezeptbuchautorin und Chocolatière Kerstin Spehr aus München. Dazu werden kandierte Orangen fein gehackt und im Verhältnis eins zu eins mit Marzipan-Rohmasse vermischt. Die Masse wird ausgerollt und mit Mandelnougat - vermischt mit etwas Zimt - etwa einen halben Zentimeter dick bestrichen. „Das schneidet man in kleine, mundgroße Würfel - das schmeckt sehr weihnachtlich.“ Eine andere Variante sind

Manche Pralinen sind im Handumdrehen fertig: Die ausgerollte Marzipanmasse mit Kuvertüre bestreichen und anschließend in kleine, mundgerechte Würfel schneiden. Foto: Franziska Koark Dattel-Marzipan-Pralinen mit Safran. Dafür werden 400 g Rohmasse mit 200 g fein gehackten Datteln, einer Prise Zimt, einer Prise Chili, einem kleinen Schluck Kirschwasser und einem Hauch Safran verknetet. „Das rollt man auf einen guten Zentimeter Dicke aus, schneidet kleine Würfel heraus und überzieht sie mit dunkler Kuvertüre“, sagt Spehr. „Das Chili rundet den Geschmack ab und ist nicht scharf, während Datteln und Safran eine orientalische Note verleihen.“

Wichtig ist bei all diesen Leckereien, dass das Marzipan weich und damit gut zu verarbeiten ist. „Kaltes Marzipan lässt sich nicht gut kneten“, sagt Spehr. Deswegen sei es besser, die Masse nicht im Kühlschrank, sondern bei Zimmertemperatur zu lagern. Ist eine Packung erst einmal angebrochen, sollte man sie luftdicht verschließen oder die Masse in Frischhaltefolie packen, wie Konditor Oppeneder betont. „Marzipan trocknet innen nicht aus, sondern bekommt

Stück für Stück ein Genuss - Süßigkeiten mit Marzipan sind Weihnachtsklassiker. Foto: Mascha Brichta

außen höchstens eine leichte Kruste.“ In Frischhaltefolie verpackt halte Marzipan oder Marzipangebäck gut ein paar Wochen. Wer in der Adventszeit Marzipan allerdings nicht nur naschen, sondern auch trinken möchte, kann es mit einem Punsch probieren. „Einen Liter Milch, 220 Gramm Puderzucker, eine Messerspitze Zimt und 50 Gramm Marzipan-Rohmasse in einem Topf verrühren“, erklärt Kelting. In einer Tasse werden dann vier Eigelbe verquirlt und mit 80 Milliliter Weinbrand oder für die alkoholfreie Alternative Traubensaft vermischt. „Das gibt man in die Milch und lässt das Ganze bei geringer Hitze etwa drei Minuten ziehen, nicht kochen.“ Schon ist der hausgemachte Punsch servierbereit und wärmt garantiert von innen. Kerstin Spehr und Petra Casparek: Pralinen selbst gemacht: Einfache Rezepte für Trüffel, Pralinen und Konfekt. GU. 9,99 Euro, ISBN 978-3833827105

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Design: Norbert Küpper 98 Jugend heute

GrenzEcho Samstag, 17. November 2012

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Zeit für einen Blick über den Tellerrand: Als Student zwischen dem Bachelor und dem Master ein „Gap Year“ zu machen, wird populär.

Studium: Mut zur Lücke?

Auszeit nach dem Bachelor birgt Risiken V ON C HRISTIAN V EY ,

cherung und bei Leuten unter 25 Jahren auch das Kindergeld“, warnt sie. Das sollten Studenten sich stets bewusst machen und in ihre Planungen mit einbeziehen. Sie halte es für wesentlich besser, ein oder zwei Urlaubssemester einzulegen. „Oder man schaut, wie lang die Pause ist, die sowieso zwischen der Abgabe der Abschlussarbeit und dem Beginn des Masters liegt.“ Die sei oft schon lang genug, um ein Praktikum oder einen längeren Auslandsaufenthalt oder gar beides zu planen. Wer auf die Auszeit nicht verzichten möchte, sollte sich frühzeitig über Möglichkeiten und eventuelle Probleme informieren. Optimal sei, die Planung abzuschließen, bevor die Abschlussarbeit angegangen wird. Denn währenddessen ist nur wenig Zeit für andere Gedanken. „Wenn es ins Ausland gehen soll, sind sogar mindestens anderthalb Jahre Vorausplanung die Faustregel“, erklärt KurzEckardt.

DPA

Es klingt nach einer guten Idee: Zwischen Bachelor und Master als Student noch einmal eine Auszeit wagen. Ein Jahr Pause machen und reisen oder ein Praktikum machen - und so den Lebenslauf aufpolieren. Doch ohne Studentenstatus wird vieles komplizierter. In Großbritannien und den USA hat das „Gap Year“ eine lange Tradition: Hochschulabsolventen nehmen eine Auszeit, bevor nach dem Abschluss der Ernst des Lebens beginnt. Die einen nutzen sie, um sich beruflich zu orientieren. Andere genießen noch einmal die große Freiheit und reisen als Rucksacktouristen um die Welt. Auch in Deutschland wird das „GapYear“ populär - als Auszeit zwischen Bachelor und Master.

Prinzipiell besteht keine Verpflichtung, den Master direkt an den Bachelor anzuschließen. Ein „Gap Year“ plant auch Carl Escher, der einen Abschluss in Betriebswirtschaftslehre hat. Seine Auszeit betrachtet er nicht als Urlaub. Gerade absolviert der 25-Jährige ein mehrmonati-

Der BWLer Carl Escher nutzt sein „Gap Year“, um ein Praktikum bei der Unesco-Kommission in Bonn zu machen. ges Praktikum bei der Deutschen Unesco-Kommission in Bonn. „Bevor es mit dem Masterstudium weitergeht, möchte ich auch noch eine Sprachreise nach Lateinamerika machen“, sagt Escher. Zeit, um über den Tellerrand

HINTERGRUND

Gap Year  Der Ausdruck Gap Year kommt aus dem Englischen und bedeutet „Auszeit“.  Ein Gap Year ist ein mehr monatiger Aufenthalt meist im Ausland - , der zu verschiedenen Zwecken genutzt werden kann. Hauptsächlich geht es um das Erlernen oder Perfektionieren einer fremden Sprache.

Auch Praktika oder Jobs können in der Zeit ausgeführt werden.  Die Jugendlichen haben die Möglichkeit andere Menschen und Länder, andere Kulturen und Landschaften kennenzulernen. Sie bekommen Einblicke in andere Denk- und Arbeitsweisen. www.weltweit-urlaub.de

zu blicken, hatte er in den letzten Jahren nicht. „Ich habe ein duales Studium gemacht“, erklärt er. Das bedeutet, dass er während der vorlesungsfreien Zeiten eine Ausbildung in einem Unternehmen absolvierte. „Das Studium war wirklich sehr klassisch BWL, sehr einseitig“, sagt er. Er merkte bald, dass ihm etwas fehlte. Deshalb entschied sich Escher, zwar den Abschluss zu machen. Danach wollte er sich jedoch neu orientieren. „Jetzt ist noch einmal ein guter Zeitpunkt, um das zu machen“, glaubt er. Prinzipiell besteht keine Verpflichtung, den Master direkt an den Bachelor anzuschließen. „Die Chancen sind auch die gleichen, egal ob man sich direkt bewirbt oder erst ein Jahr später“, versi-

chert Jörg Ottmann von der Zentralen Studienberatung der Goethe-Universität in Frankfurt am Main.

Zeit für praktische Berufserfahrung, Bildungsreisen oder soziales Engagement. So entsteht ein neues Zeitfenster, das ähnlich genutzt werden kann, wie viele es bereits nach dem Schulabschluss tun. Zeit für praktische Berufserfahrung, Bildungsreisen oder soziales Engagement. Trotzdem würde Ottmann eher davon abraten, ein „Gap Year“ nach dem Bachelor zu nehmen. „Es ist besser, solche Sachen während des Bache-

lor- oder Masterstudiums zu machen, nicht dazwischen.“ Auslandsaufenthalte und Praktika während des Studiums hätten den großen Vorteil, dass die Immatrikulation erhalten bleibt. Am Studentenstatus hängen viele Vergünstigungen, die wegfallen, wenn die Pause zu lang wird. „Im Praktikum verdient man oft nichts oder nur sehr wenig, umso wichtiger ist es, an der Hochschule eingeschrieben zu sein.“ Außerdem vergeben viele Unternehmen Praktika überhaupt nur an eingeschriebene Studenten. Auch Ingrid Kurz-Eckardt vom Hochschulteam der Arbeitsagentur in Nürnberg warnt zur Vorsicht. „An der Immatrikulation hängen Rentenanrechnungszeiten, die vergünstigte Krankenversi-

Nicht nur Selbstfindung oder Urlaub: Praktikum und Schritt zum Traum-Master. Escher hatte für die Zeit nach dem Bachelor zweigleisig geplant. „Ich habe mich auch nach geeigneten Masterplätzen umgesehen“, sagt er. „Ich möchte aber etwas in Richtung Wirtschaftspolitik machen und weg von der reinen BWL.“ Dieser Wechsel ist nicht ganz einfach zu bewerkstelligen. Also entschied er sich für das „Gap Year“. Der Selbstfindung oder dem Urlaub dient die Auszeit jedoch nicht: Mit seinem Praktikum will er auch seinem WunschMaster ein Stück näher kommen. Die praktischen Erfahrungen sollen seine Chancen bei der Bewerbung erhöhen.

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Reportage

GrenzEcho Samstag, 8. Dezember 2012

Naschzeug, Zuckerwaren, Bonbons und süße Schleckereien. Auf Niederländisch heißen die süßen Verführungen ganz einfach Snoep. Und so heißt auch Mariska Schaefers kleines Geschäft.

Aus dem Snoepwinkeltje: Auf die süße Tour, mal süß und mal herzhaft

Die Niederländer lieben ihre Schleckereien V ON B ERND F. M EIER ,

DPA

Die Niederlande sind bekannt für ihre deftige Küche. Doch unsere Nachbarn lieben auch süße Sachen. Bossche Bollen aus Den Bosch, Stroopwaffeln aus Gouda und Haagse Hopjes: süße Verführungen, denen kaum ein Besucher widerstehen kann. Der kleine Jan kann sich nicht entscheiden. Da steht er im „Snoepwinkeltje“ von Mariska Schaefer und sieht vor sich Unmengen von Süßigkeiten – mehr als 500 verschiedene Sorten werden es wohl sein. „So genau habe ich sie noch nicht gezählt“, sagt Schaefer, die den Eckladen im Amsterdamer Jordaan-Viertel seit zehn Jahren führt. Naschzeug, Zuckerwaren, Bonbons und süße Schleckereien, auf Niederländisch hei��en die süßen Verführungen ganz einfach Snoep. Und so heißt auch Mariska Schaefers kleines Geschäft „Het OudHollandsch Snoepwinkeltje“. Der Nachwuchs aus dem Jordaan kommt Tag für Tag in ihr Winkeltje, den Eckladen nahe der Prinsengracht. Allein 100 verschiedene Lakritzsorten hat Schaefer im Angebot. „Da habe ich dann auch viel Geduld mit den Kindern, wenn sie sich so schwer entscheiden können. Dabei höre ich mir auch so manche Familiengeschichte an. Ich bin die Tante Emma vom Joordan“, sagt sie und lacht.

Mit Zucker, Sahne, Kaffee und Butter Haagse Hopjes gehen bei Schaefer ebenfalls über die Ladentheke. Die sahnigen Bonbons mit Karamell- oder Kaffeegeschmack aus Zucker,

Im Amsterdamer Bistro „Pancakes!“ sind die Plätze begehrt - hier gibt es gefüllte Pfannkuchen. Fotos: dpa Sahne, Kaffee und Butter verdanken ihren Namen dem Baron Hendrik Hop. Der Adlige lebte von 1792 bis 1801 in Den Haag am Nobelboulevard Lange Voorhout über einer Konditorei. Der Überlieferung nach erfand Kaffeeliebhaber Hop die leckeren Sahnebonbons durch einen Zufall. Über Nacht ließ er einen Restschluck Kaffee mit Zucker und Sahne auf dem Herd stehen. „Am anderen Morgen war das Gemisch kristallisiert“, erklärt Gästeführerin Anneke Bruning-Renaud. „Der Baron gab seine Entdeckung an die Konditorei weiter, und so entstanden unsere Hopjes-Bonbons.“

Seit 1880 sind die Bonbons unter dem Namen Haagse Hopjes als süße Spezialität aus Den Haag bekannt. Heute werden sie in die ganze Welt exportiert. „Hin und wieder soll unsere Königin auf ihren Reisen als Gastgeschenk auch Hopjes im Gepäck haben“, sagt Bruning-Renaud. Jede Region unseres Nachbarlandes hat eigene süße Spezialitäten. In ’s Hertogenbosch, Hauptstadt der Provinz Nordbrabant, sind Bossche Bollen der Liebling der Schleckermäuler. Die etwa zwölf Zentimeter dicken Teigbällchen werden mit Sahne gefüllt und mit Schokolade überzogen. Die süße Versu-

chung erinnert ein wenig an Windbeutel, entfaltet aber durch den Schokoladenguss einen ganz besonderen Geschmack. Einheimische und Besucher genießen die Bollen unter anderem in der „Banketbakkerij Jan de Groot“, wo die dicken Schokokugeln von zehn Bäckern von Hand hergestellt werden. Noch bekannter als Bossche Bollen sind die Pfannkuchen. Es gibt wohl keinen Badeort an der niederländischen Nordseeküste, der nicht mindestens ein Pfannkuchenhaus hat. In der Hauptstadt Amsterdam stehen die Hungrigen vor dem Bistro „Pancakes!“

manchmal Schlange, um einen der begehrten 28 Plätze zu ergattern. „Vormittags kommen viele Touristen zu uns, die ihr Frühstück bei uns statt im Hotel einnehmen“, berichtet Ingrid Petiet, die zusammen mit Nicolette Bosschieter das Bistro in der Berenstraat führt. Sie servieren das Pfannkuchen-Frühstück „Drie in de Pan“. Hinter der Bezeichnung verbergen sich drei Pfannküchlein, gefüllt mit Äpfeln und Rosinen. Mal süß und mal herzhaft können Pfannkuchen sein. Allein 36 Variationen stehen auf der Speisenkarte von „Pancakes!“. Ganz nach Lust, Laune und Geschmack dürfen die Gäste sie erweitern. „Extra keuzes“, die Extravarianten der Pfannkuchen, werden mit ungewöhnlichen Kombinationen wie Speck, Bananen und rotem Pfeffer gebacken. Ebenso außergewöhnlich erscheint die Variation mit Camembert, Chicorée, Schinken und Himbeersauce. Ingrid Petiet meint: „Pfannkuchen gehören zu den Niederlanden wie Wasser und Windmühlen. Sie werden in den Familien zum Abendessen aufgetischt und natürlich bei Kindergeburtstagen.“ Ebenfalls aufgetischt wird im „Pancakes!“ die vielleicht bekannteste Süßspeise Hollands: Poffertjes. Die kleinen Pfannkuchen werden in gusseisernen Formen gebacken und zumeist mit einem Stück Butter, Puderzucker und Stroop (Sirup) serviert - sehr süß, und sehr lecker. Stroop zwischen zwei dünnen runden Waffelscheiben, das sind Stroopwaffeln. Im 18. Jahrhundert wurden sie der Überlieferung nach erstmals in Gouda gebacken. „Bäcker verwerteten dazu die Krümelreste von Brot und Kuchen“, berichtet Cees van den Berg

von der traditionsreichen „Siroopwafelbakkerij van Vliet“ in Gouda. Anfangs galten Stroopwaffeln als Arme-Leute-Essen. Erst seit den 1950er Jahren ist die Spezialität aus der Käsestadt in aller Munde.

So war es in früheren Zeiten Die Geschichte der süßen Köstlichkeiten unseres Nachbarlandes erleben Besucher beim Rundgang durch das Niederländische Bäckereimuseum in Hattem an der Ijssel in der Nähe von Zwolle: Alte Backstuben und Geräte sind dort ebenso zu sehen wie ein Süßwarenladen. „Im 18. und 19. Jahrhundert gab es bei uns die ersten Süßwaren für Jedermann“, erzählt Museumsleiter Fred Voskuil. „Bis dahin war Zucker sehr teuer und diente Apothekern zum Versüßen bitterer Medizin.“ Der erste Süßwarenladen öffnete seine Türen in Den Haag zur Freude der Adligen und der Königsfamilie, so Voskuil. Im 19. Jahrhundert wurden dann auch auf den Jahrmärkten allerlei Süßwaren angeboten. Fred Voskuil vermutet: „Snoep ist wohl eines der ersten Wörter, das niederländische Kinder kennen.“

www.holland.com Bäckereimuseum: www.bakkerijmuseum.nl Bosche Bollen: www.bosschebollen.nl Panckes! Amsterdam: pancakesamsterdam.com Snoepjewinkeltje: www.snoepwinkeltje.com

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Reportage

GrenzEcho Samstag, 29. September 2012

Ost-West: Europäisches Wasserstraßennetz

Main-DonauKanal wird 20  Von Stefan Engelbrecht

Der lange Kampf ist längst vorbei, die großen Schlachten geschlagen. Leicht resigniert erzählt Hubert Weiger in einer Gaststätte im oberpfälzischen Dietfurt von seinen jahrzehntelangen Bemühungen, den Bau des Main-Donau-Kanals zu verhindern. Anfang der 1980er Jahre hatte sich eine Protestbewegung gebildet, die die Wasserstraße bekämpfte. Aber am Ende wurde das Infrastrukturprojekt doch verwirklicht; seit 1992 fließt das Wasser von der Donau in den Main. Am vergangenen Dienstag wurde der umstrittene Kanal 20 Jahre alt. Zum ersten Mal hatte Karl der Große im Jahr 793 nach Christus die Idee, Rhein und Donau zu verbinden. Doch seine „Fossa Carolina“ scheiterte im sumpfigen Gelände. Dann versuchte sich König Ludwig daran und schuf bis 1846 Bayerns längstes Denkmal mit dem 140 Kilometer langen Ludwig-Donau-MainKanal. Doch die Technik überholte die Möglichkeiten der

Wasserstraße schnell. Er war bald zu schmal für die neuen Frachtschiffe. 1921 begannen die Planungen für den MainDonau-Kanal, die Arbeiten dauerten von 1960 bis 1992. Der Bau kostete 4,7 Milliarden D-Mark (rund 2,4 Milliarden Euro). Der Kanal überquert auf der Fränkischen Alb die europäische Hauptwasserscheide Rhein-Donau, die mit 406 Metern der höchste Punkt des europäischen Wasserstraßennetzes ist. Zu dem Projekt gehören unter anderem: - 8 Kanalbrücken, die das Wasser über eine Straße oder ein Flusstal führen - 3 Stahltrogbrücken – 5 Stahlbetonbrücken – 117 Straßen- und Fußgängerbrücken 16 Schleusen, die eine Gesamthöhe von 243 Metern überwinden. - 4 Leitzentralen, von denen aus die Schleusen ferngesteuert werden. Während die Betreiber eine positive Bilanz ziehen, lässt Weiger als Vorsitzender des Umweltverbandes BUND kein

Blick auf die Schleuse Eckersmühlen am Main-Donau-Kanal bei Hilpoltstein.

Ein Binnenfrachtschiff fährt auf dem Main-Donau-Kanal im Altmühltal nahe dem niederbayerischen Riedenburg (Landkreis Kelheim). Die Idee ist mehr als 1000 Jahre alt, doch erst seit 1992 verbindet der Main-Donau-Kanal das Europäische Wasserstraßennetz zwischen Ost und West. Für manche ist das Bauwerk aber nicht mehr zeitgemäß. Fotos: dpa gutes Haar an der Wasserstraße: Der Kanal sei „verheerend“ für die Natur und stehe beispielhaft für ein „unsinniges und naturzerstörendes Prestigeprojekt“. Die Verbindung der beiden Flüsse sei zu einem ökologisch-ökonomischen Alptraum geworden. So seien die auf dem Kanal bewegten Gütermengen weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben. „Und sie sinken weiter“, betont er. Ganz anders sieht dies das Wasser- und Schifffahrtsa