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Nr. 3/14

CVJM MAGAZIN Westbund Dr. Katja Leicht, 37 J.

Potsdam, Naturwissenschaftlerin

Hartwig Strunk, 51 J. Darmstadt, Chemiker

Sigrun Merte, 43 J.

Lohra, Elektromechanikermeisterin

Silke Grote, 35 J.

Sara Jorde, 24 J.

Leopoldshöhe, Lehrerin

Chemnitz, Sekretärin

Nicole Möbius, 20 J.

Heinz-Alfred Geduldig, 64 J.

Ich bete! Reiner Leschik, 53 J.

Corinna Buddenbohm, 27 J.

Michael Müller, 52 J.

Uwe Krause, 47 J.

Bottrop, Kraftfahrer

Altena, Pfarrer

Thomas Kriegeskotte, 45 J.

Steffi Schneewolf-Kubotsch, 35 J.

Dillenburg, Rechtspfleger

Reichshof, Maschinenbau-Techniker

Petershagen, Bankkauffrau

Frankfurt (Oder), Richterin

Chemnitz, medizinische Fachangestellte

Lydia Hößler, 23 J.

Chemnitz, Gesundheits- u. Krankenpflegerin

Elke Thomas, 37 J.

Wilnsdorf, Kaufm.-Angestellte

Claudia Tolksdorf, 54 J. Essen, Beamtin

Dirk Kalinowski, 47 J.

Berg. Gladbach, Dipl.-Ingenieur

Daaden, Finanzbeamter

Patrick Görtz, 39 J.

Lübbecke, KFZ-Mechaniker

Michael Schell, 45 J.

Wiehl, Verwaltungsbeamter

Wohnwerkstatt im Siegerland

Warum eigentlich beten?

Eine dicke Brise Heiliger Geist...

Wir haben es getan!


Inhalt

Titelthema: Ich bete!

Mehr als eine Management-Methode Seite 4

Warum eigentlich beten?

Seite 6

Seite 8

Stell dir vor, du betest…

Seite 10

Impressum CVJM MAGAZIN Westbund für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im CVJM-Westbund e. V., 167. Jahrgang, erscheint viermal jährlich Herausgeber: CVJM-Westbund e. V. Bundeshöhe 6, 42285 Wuppertal, T (02 02) 57 42-17, F (02 02) 57 42-42, E-Mail: info@cvjm-westbund.de, Internet: www.cvjm-westbund.de Beteiligte Verbände: CVJM Norddeutschland e. V., Birkenstr. 34, 28195 Bremen CVJM-Ostwerk e. V., Sophienstr. 19, 10178 Berlin CVJM LV Sachsen e. V., Leipziger Str. 220, 01139 Dresden CVJM LV Sachsen-Anhalt e. V., St. Michael-Str. 46, 39112 Magdeburg CVJM LV Schlesische Oberlausitz e. V., Johannes-Wüsten-Str. 21, 02826 Görlitz CVJM Thüringen e. V., Gerberstr. 14a, 99089 Erfurt CVJM-Westbund e. V., Bundeshöhe 6, 42285 Wuppertal Mitglieder des Redaktionskreises (Thema): Hildegard vom Baur (Westbund), Carmen Behrens (Ostwerk), Hartmut Berger (Sachsen), Thomas Brendel (Schlesische Oberlausitz), Claus Hassing (Ostwerk), Katrin Müller (Norddeutschland), Gottfried Muntschick (Sachsen-Anhalt), Frank Schröder (Thüringen), Birte Smieja (Westbund)

Gebetserfahrungen

Zeitgeist

»Herr, erbarme dich«

Buchvorstellung

Seite 14

360° Wir haben es getan!

Seite 15

Seite 11

Chefredaktion: Birte Smieja Bildnachweis: Archiv CVJM-Westbund e. V. oder am Bild, S. 3 (Dosentelefon): © panthermedia. net /Alexander Stratiychuk, S. 4 (Mann): ©panthermedia.net/Edite Artmann, S. 6 (Telefonzelle): © Instudio68 - Fotolia.com, S. 8 (Hintergrund): ©shutterstock.com/Tarapong Siri, S. 8 (Sonne): © Studio Barcelona - Fotolia.com, S. 9 (Kirche): © Evang. Kirchengemeinde Wilferdingen, S. 9 (Taizé): Picture by Sabine Leutenegger, S. 10 (Hände): ©panthermedia.net/Katrin Figge, S. 19 (Netzwerk): ©panthermedia.net/Oleksandr Omelchenko, S. 23 (Borkum): Gangolf Niessen, S. 24 (Bibel): © McKay - Fotolia.com, S. 32 (Kartons): ©panthermedia.net/Andres Rodriguez Bibelzitate: Lutherbibel, revidierter Text 1984, durchgesehene Ausgabe, © 1999 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart (www.bibelonline.de) Beiträge, die mit Namen gekennzeichnet sind, geben nicht unbedingt die Auffassung der Redaktion wieder. Abdruck, auch auszugsweise, Wiedergabe von Textbeiträgen und Illustrationen nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Redaktion gestattet. Bankverbindung: KD-Bank eG IBAN: DE05 3506 0190 1010 2570 49 BIC: GENODED1DKD Layout und Herstellung / Anzeigenverkauf u. -verwaltung: Drei-W-Verlag GmbH Landsberger Straße 101, 45219 Essen, T (0 20 54) 51 19, F (0 20 54) 37 40, www.drei-w-verlag.de Bezugspreis: 12,50 € im Jahr Redaktionsschluss Ausgabe 4/14: 16.08.2014

Aus der Geschäftsstelle Aus den Häusern Aus den Regionen Beispielsweise So war‘s! Das kommt! Auch das noch! Jungschar Mädchen Jungen Bündische Jugend Jugendpolitik Posaunen Sport Junge Erwachsene Weltdienst Übrigens

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Aktuelle Informationen aus dem CVJM-Westbund erhältst du auch im Blog auf unserer Homepage oder bei Facebook: www.cvjm-westbund.de www.facebook.de/CVJMWestbund


Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser… betest du? Und wenn ja, wie? Regelmäßig oder eher Stoßgebete in brenzligen Situationen? Vor dem Essen? Abends? Allein? Mit den Kindern? In einem Gebetskreis? Im Gottesdienst? Und weißt du, wer von deinen Freunden und Bekannten betet? Oder ist das zu privat?

Birte Smieja leitet die Abteilung Kommunikation im CVJM-Westbund

Ich merke, dass ich mir oft vornehme zu beten, und dann doch abends zu schnell einschlafe um mein Gebet zu beenden oder überhaupt anzufangen. Vor dem Essen bete ich regelmäßig, aber manchmal ist es nur ein totes Ritual und ich merke gar nicht, was ich da eigentlich tue. Und ich kann mich nicht mehr daran erinnern, wann ich mich zuletzt mit Freunden darüber unterhalten habe, ob sie überhaupt und in welchen Situationen sie beten und was sie dabei schon erlebt haben. Im letzten Herbst hat der CVJM-Gesamtverband in Deutschland die Gebetsinitiative »Hörst du mich?« gestartet. Nach den guten Erfahrungen mit der Bibellese-Initiative in den Jahren davor, will die neue Initiative zum direkten Gespräch mit Gott ermutigen – jeden einzelnen persönlich, aber auch in Kinder- und Jugendgruppen, auf Freizeiten und in Hauskreisen – weil das Gebet eine unerlässliche Kraftquelle für unser Christsein ist. Das haben wir zum Anlass genommen, ein ganzes CVJM MAGAZIN zu diesem Thema zu machen. Auf dem Hefttitel bekennen ganz viele verschiedene Menschen, dass sie beten. Und wenn ich sie anschaue, merke ich, dass ich gern mehr darüber wissen würde, welche Erfahrungen sie damit gemacht haben. Hat es Einfluss auf ihren Job? Ist es ein Ritual, um zur Ruhe zu kommen, hilft es bei der Entscheidungsfindung oder rechnen sie mit Gottes konkretem Eingreifen? Hatten sie Bedenken, dass sie jemand auf dem Titel erkennt und deshalb anspricht? Gebet, das wird in diesem CVJM MAGAZIN deutlich, ist Beziehungspflege. Ich trete in ein Gespräch mit Gott und kann ihm erzählen, was mich beschäftigt. Gleichzeitig kann ich hören, was er von mir will. Beziehungen funktionieren nur, wenn man im Gespräch bleibt. Das ist zwischen zwei Menschen so und auch zwischen Mensch und Gott. Lass dich (neu) zum Gebet ermutigen. Wenn du bisher noch nicht gebetet hast, probiere es doch einfach mal aus. Und wenn du nur betest, weil man das eben so macht – rechne mit einem Gegenüber. Wenn du schon betest, aber es dir oft schwerfällt, dann lass dich durch die Texte des Heftes neu ermutigen. Und wenn in deinem Gebetsleben schon alles super läuft, erzähle anderen davon und ermutige sie, eigene Erfahrungen zu machen. Ich wünsche euch einen beziehungsreichen Sommer!

Birte Smieja P.S. Das nächste CVJM MAGAZIN erscheint Mitte September. Dann unter Federführung von Holger Noack und Joachim Laudert (siehe auch Seite 17).

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Ich bete!

Beten Mehr als eine Management-Methode

»Meditation für Manager im Kloster« – »Spirituelle Unternehmensführung« – »Die innere Mitte finden« – das sind nur einige der Seminarangebote, die man derzeit in Zeitschriften und im Internet finden kann. Es ist faszinierend: Die Welt entdeckt über Umwege christliche Kernthemen und Rituale, ohne sich überhaupt dessen bewusst zu sein. Gebet und vor allem Meditation sind wieder »in« – und zwar auch und gerade bei einer Gruppe, bei der man es nicht unbedingt erwarten würde: bei denen, die es nach außen hin »geschafft« haben, die aber nun gleichermaßen an den Anforderungen einer 80-Stunden-Woche wie unter der Last ihrer Verantwortung zu tragen haben. Als jemand, der als Pfarrer gleichzeitig Managementseminare gibt, müsste mich das eigentlich freuen. Und als Autor eines Buches über das Beten gleich doppelt. Aber so recht wohl will mir dabei nicht werden. Schließlich sind Gebet und Meditation mehr als eine Managementmethode. Und auch mehr als ein Mittel, zur Ruhe zu kommen. Gebet ist das Herz-zu-Herz-Gespräch mit Gott. Und Meditation – christlich verstanden – ist das Hören auf Gott, das Betrachten seiner Eigen-

»Gebet ist das Herz-zu-Herz-Gespräch mit Gott.«

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schaften, das Wirkenlassen Gottes auf die eigene Seele. Das eine wie das andere ist ein hochgradig personaler Prozess: Gott und Mensch schütten sich gegenseitig ihr Herz aus. Kein Zweifel, dass man dabei zur Ruhe kommen kann. Ein solches Sich-Einlassen auf die Gegenwart Gottes kann einen aber auch aufrütteln, beunruhigen, verwirren oder zu »heiliger Unzufriedenheit« führen. Gebet als echte Kommunikation ist eine Angelegenheit mit offenem Ausgang. Wenn ich lediglich zur Ruhe finden will, hilft es mitunter mehr, tief durchzuatmen und bis 100 zu zählen als sich auf ein Gespräch mit dem lebendigen Gott einzulassen. Und hier liegt meine größte Anfrage an die genannten Gebets- und Meditationskurse: Worum geht es dabei wirklich? Geht es Anbietern und Kursteilnehmern wirklich darum, Gott zu finden – oder letztlich doch sich selber? Mir ist völlig klar, dass im Idealfall beides in eins fällt. Aber mich irritieren die unverhohlen egozentrischen Werbeversprechen der genannten Angebote: »zur Ruhe finden«, »Klarheit gewinnen« etc. Es hat mitunter den Anschein, als zielte das Ganze gar nicht auf Gott, sondern auf Selbstoptimierung, um schlussendlich die viele Arbeit besser bewältigen zu können. Gebet und Meditation lediglich dafür zu benutzen, um ruhiger und gelassener zu werden, ist eine totale Verkennung des eigentlichen Wesens des Gebets. Man stelle sich vor: Der ewige Gott, Schöpfer des Himmels und der


»Wenn ich lediglich zur Ruhe finden will, hilft es mitunter mehr, tief durchzuatmen und bis 100 zu zählen als sich auf ein Gespräch mit dem lebendigen Gott einzulassen.« Erde, macht uns ein Gesprächsangebot, und wir benutzen das, um unseren Pulsschlag zu senken! Das ist, wie wenn man eine Einladung des amerikanischen Präsidenten zu einem feierlichen Empfang annimmt, weil man sich davon ein ordentliches Sandwich erhofft. Kann es sein, dass alle möglichen Anbieter derzeit auf den spirituellen Markt strömen, weil die Kirche (und vielleicht auch ein Werk wie der CVJM) eine Weile lang ihre Aufgabe nicht getan haben? Denn seien wir ehrlich: Wir haben uns doch Jahrzehnte lang weitgehend auf gesellschaftliche Themen zurückgezogen, wichtige Fragen zweifellos, aber dabei unser Eigentliches – sprich: Themen wie Gott, Jesus, Auferstehung, Geist oder eben Gebet – mehr oder minder schamhaft verschwiegen. In dieses Vakuum sind dann andere geströmt – Seher, Grübler, Enthusiasten, manchmal auch durchaus seriöse Anbieter – und haben mit den Menschen nach Antworten gesucht, die wir als Christen oft nicht mehr gegeben haben. Also: Nicht schimpfen, sondern besser machen! Wir sollten über die vielfältigen spirituellen Angebote, wenn es sich nicht um allzu offensichtliche Scharlatanerie handelt, nicht verächtlich reden, sondern darin das Zeichen eines immer offener zutage tretenden Hungers entdecken. Es geht nicht ohne Gott. Wir bleiben unterhalb unseres Potenzials, wenn wir uns nicht auf IHN beziehen. Das merken die Menschen bis in unsere Chefetagen hinein. Mag sein, dass sie dabei einiges verwechseln und vermischen, aber es ist eine große Chance. Denn wer gute Fragen stellt, hat gute Chancen, auf Dauer auch Antworten zu finden. Die Frage ist, ob es uns als Christen gelingt, diesem großen geistlichen Hunger um uns herum etwas Substanzielles und innerlich Sattmachendes entgegenzusetzen. Ein Beten, das vielfältig ist und bunt, dabei aber gleichzeitig leidenschaftlich und tief. Ein Beten, das sich um Gott dreht statt um das eigene Ich, und das trotzdem Spaß macht, weil es von Herzen kommt und zu Herzen geht. Mit meinem Buch »Beten« habe ich dabei einen Vorschlag gemacht, wie das etwa aussehen

weiterlesen Beten für Anfänger und Fortgeschrittene: X gute Ideen für Glaubende und Zweifelnde X 50 Arten zu beten im Test X ein Buch mit Potenzial zum Kultobjekt Beten. Wie geht das? Ist es ein Selbstgespräch oder hilft es? Was macht es mit mir? Klaus Douglass hat alles ausprobiert: vom schlichten Gebet in einer alten Kirche über das Singen und Tanzen von Gebeten und das meditative Betrachten von Bildern bis hin zum virtuellen Andachtsraum im Internet. Sieben Jahre lang hat Klaus Douglass aufgeschrieben, was ihm begegnet ist, was ihn berührt und was sein Leben verändert hat. Immer wieder hat er dabei Neues entdeckt, auch vor den Weisheiten anderer Glaubensgemeinschaften hat er dabei nicht haltgemacht. Oftmals war es erstaunlich, was alles passierte, wenn er sich auf das Unbekannte einließ. Entstanden ist ein wunderbares Buch, das sich sowohl für Glaubende als auch für Zweifler eignet.

Klaus Douglass: Beten. Es gibt mehr Möglichkeiten, als du denkst. Gebetbuchformat: 11 x 17 cm; ca. 416 Seiten; 14,99 € www.cvjm-shop.de

kann. Ich freue mich riesig, dass der CVJM mit der Gebetsinitiative »Hörst du mich?« diesen Impuls aufgreift und weiterführt. Eine gute Gelegenheit, den Schatz des Gebets für sich selbst wiederzuentdecken – und an andere weiterzugeben. Denn Gebet ist keine Managementmethode. Es ist aber auch keine fromme Pflicht, sondern Ausdruck des Sehnens unserer Seele nach Gott.

Dr. Klaus Douglass Pfarrer, Persönlichkeitstrainer und Autor mehrerer erfolgreicher Bücher. Seit 2010 arbeitet er als theologischer Referent im Zentrum Verkündigung der EKHN in Frankfurt.

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Ich bete!

Warum eigentlich beten?

So selbstverständlich wie das Atmen und das Sprechen... »Ich habe heute viel zu tun, darum muss ich viel beten!« soll Martin Luther gesagt haben. Dieser Satz verweist damit auf die Macht des Gebetes, auf das Wesentliche gerichtet zu werden. Mit der Ausrichtung auf Gott werden die Herausforderungen des Lebens anders angegangen als ohne diese Orientierung. Die Bibel kennt keine Begründung für das Beten. Es ist so selbstverständlich wie das Atmen und das Sprechen. Aber vielleicht liegt gerade darin das Geheimnis des Betens, weil es so elementar ist wie unser Sprechen. X Sprechen ist zunächst immer Anrede, Sprechen zu oder mit jemandem. Wir setzen uns in Beziehung! X Dann sprechen wir aus, was uns bewegt. Das Innere kommt nach außen. Das tut gut! Eine Aussprache hat unter Menschen immer eine schöpferische, reinigende Wirkung. Wer niemanden hat, der ihm zuhört, bei dem er sich aussprechen kann, der wird traurig und verkümmert. X Schließlich sprechen wir über etwas, wir beschreiben unsere Welt, unser Leben, worüber wir staunen und worüber wir uns ärgern. Das alles geschieht auch im Gebet.

Jemand an-sprechen Es ist uns nicht egal, wem wir unser Innerstes offenbaren. So ist es auch im Gebet wichtig, mit wem wir sprechen. Darum kennt die Bibel viele Anreden für Gott: Herrscher, König, Hirte, Richter und – Vater. In den Psalmen des Alten Testaments findet

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man viele Beispiele dafür, wie Menschen sich vertrauensvoll an Gott wenden: »HERR, mein Fels, meine Burg, mein Erretter, mein Gott, mein Hort auf den ich traue, mein Schild und Berg meines Heiles und mein Schutz!« (Ps 18,3) Mit dieser Anrede wird der Betende selbst in eine Beziehung gebracht, die ihn und seine Situation verändern kann. Wer glauben kann: Es gibt einen Berg, auf den ich fliehen, eine Burg, die mich schützen kann, es gibt einen Schutz gegen Angriffe, die mir in der Seele weh tun – dem wird die Welt anders. Darum hat Jesus den Jüngern eine Anrede Gottes gegeben, die tiefstes Vertrauen, Schutz und Geborgenheit erfahren lässt: »Unser Vater im Himmel!«

Sich aus-sprechen Die Bibel weiß, dass Gott unser Gebet nicht braucht, damit wir ihn darüber informieren, wie es um uns steht und was wir nötig haben: »Euer Vater weiß, was ihr bedürft, bevor ihr ihn bittet!« (Mt 6,8) Aber er will gebeten sein. Jesus widerspricht dem Drang mancher Menschen, sich in ihrer Frömmigkeit öffentlich in Szene zu setzen. »Wenn Du betest, schließ die Tür zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist!« (Mt 6,6) Gott wohnt im Verborgenen, darum ist meine persönliche Beziehung zu ihm, der nicht sieht, was vor Augen ist, sondern unser Herz ansieht (1. Sam 16,7), wichtiger als alles andere. Im Gebet können wir rücksichtslos ehrlich sein, das tut gut. Wovor man sich bei Menschen in Acht nehmen muss, das spielt vor Gott keine Rolle. Im Gebet können wir ganz wir selbst sein und nach außen bringen, was uns im Innersten bewegt. Gott versteht uns. Ehrlich vor sich selbst und vor Gott sein zu können, macht


»Im Gebet können wir rücksichtslos ehrlich sein, das tut gut.« stark gegenüber anderen Menschen. Darum heißt eine Erfahrung unter Glaubenden ganz zu Recht: Wer sich vor Gott, dem HERRN beugt, der muss sich vor keinem anderen Herren beugen.

hängigkeit von Gott, der uns auf diese Weise am Leben erhält. Das ist der Sinn des DankGebetes: Wir werden uns über uns selbst klar, vieles scheinbar Selbstverständliche wird zum Wunder seiner Zuwendung.

Aber das Gebet hilft uns auch, wenn wir uns allein, einsam, elend und angefeindet finden: »HERR, neige dein Ohr und erhöre mich, denn ich bin elend und arm. Bewahre meine Seele, denn ich bin dein.« (Ps 86,1+2) Manchmal darf und muss man seine innere Lage anderen nicht zeigen, weil sie damit nicht umgehen können. Aber vor Gott finde ich mich in meiner wirklichen Situation und lerne damit umzugehen. Beten fängt immer da an, wo man wirklich ist, und nicht da, wo man gerne sein möchte: schwach – nicht stark, verängstigt – nicht mutig, suchend – nicht im Besitz der Wahrheit.

Das Beten kann uns ins Bewusstsein zurückholen, was wir im Alltagsgeschäft vergessen oder nicht beachten: Wir leben von unendlich vielen Zuwendungen Gottes. Wenn der Psalm betet »Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.« (Ps 23,1), dann ist das nicht nur ein »frommer Wunsch«, sondern zuerst einmal eine Erfahrung, die uns bislang getragen hat und auf die wir uns dann wieder verlassen können.

Über etwas sprechen Staunendes Lob über die Schönheit dieser Welt und Klage über die Schrecknisse von Krieg und Katastrophen, Freude an den Menschen, die mit uns den gleichen Weg gehen, und Sorge über die Feinde, die uns aus dem Weg räumen wollen – alles findet im Gespräch mit Gott Raum. Die Psalmen sind voll davon. Aber angesichts dessen ist hier vor allem eines noch hervorzuheben: »Lobe den Herrn meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat!« (Ps 103,2) Vielleicht ist das angesichts aller Probleme, über die wir (gerne!) sprechen, das Wichtigste am Beten: die Erinnerung an die Wohltaten Gottes unser bisheriges Leben hindurch. Was gelungen ist und zum Guten geführt hat, was uns am Leben erhalten hat, auch wenn mal wieder »alles Mist« ist. Es ist ja ein seltsames Geheimnis, dass wir am Leben gehalten werden, indem andere für uns etwas tun: zuerst die Eltern, dann Freunde und Lehrer, schließlich Menschen, die, ohne uns zu kennen, für uns da sind als Landwirte und Geschäftsleute, als Ärzte und Pfleger, als Beamte und Künstler. Die Liste lässt sich beliebig lang fortsetzen – und es lohnt sich, das einmal zu tun. Man wird dabei erkennen, wie abhängig wir von anderen sind. Es ist letztlich die Ab-

Wie lernt man beten? Ganz einfach, indem man betet. Einen anderen Weg gibt es nicht. Keine Theorie nimmt einem das Wagnis des Sprechens mit Gott ab. Das Beten alleine wird uns überzeugen, dass wir beten können. Man kann beten, wenn man weiß, wofür man betet: dass sich Gottes Wille durchsetzt in meinem kleinen Leben wie in der großen Weltgeschichte. Deshalb heißt es im Vaterunser: »Dein Wille geschehe!« Wir sind nicht verantwortlich dafür, dass unsere Worte passend und wohlgesetzt sind; Paulus schreibt dazu: »Wir wissen nicht wie wir beten sollen, (...) der Geist selbst vertritt uns, mit unaussprechlichem Seufzen« (Rö 8,26). Es ist also Gott selbst, der uns verstehen und uns mit sich selbst in Beziehung setzen will – dass wir bei ihm bleiben können. Wenn unser Geist matt und unser Herz müde ist, können wir uns in die Gebete der Väter und Mütter im Glauben flüchten: die Psalmen, das Vaterunser, die Lieder der Tradition. Wir müssen nicht hinter allem stehen, aber Glaube und Hoffnung in den Worten derer, die vor uns waren, können uns helfen, unser Leben in die Sprache zu retten, die uns zu Gott, zum Wesentlichen führt. Im Beten können wir prüfen, wie wir den Anforderungen des Lebens nachkommen können, ohne uns zu verlieren. »Ich habe heute viel zu tun, darum muss ich viel beten!«

Dr. Klaus Schulz geboren 1948, verheiratet, Professor für biblische Theologie (Schwerpunkt AT) an der Internationalen CVJM-Hochschule / Kassel

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Ich bete! Vater unser im Himmel! Geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Ein sehr persönlicher Zugang zum Vaterunser-Gebet Ich kann beten! Dieser Satz kam mir selbstbewusst über die Lippen. Schon von klein auf war es mir selbstverständlich. Ich kann nicht mehr beten! Diese Erkenntnis habe ich nicht laut ausgesprochen, zu sehr habe ich mich zu Beginn meines Studiums geschämt vor den anderen Christen. Ja, ich habe noch gebetet, aber alle Worte empfand ich eher als Formeln. Es dauerte, bis ich mir Hilfe suchte. Der Rat war überraschend: »Bete jeden Tag ein oder mehrere Vaterunser-Gebete und das ein Jahr lang.« Ausgerechnet das Gebet. In meiner freikirchlichen Gemeinde wurde es äußerst selten gebetet. Die Gefahr des Herunterleierns wurde gesehen. Ich habe den Rat angenommen, damals mit ca. 20 Jahren. Erlebt habe ich dabei ein Wunder: Nach einigen Tagen (es war nicht leicht, dran zu bleiben!) verharrte ich bei dem Satz: »Dein Wille geschehe.« Nach einigen Wochen betete ich an der Stelle »Vergib uns unsere Schuld« weiter und bekannte meine Sünden. Das Vaterunser hat mich beten gelehrt, neu beten gelehrt und ich stehe damit in der guten Tradition der Jünger Jesu, die gesagt haben: »Herr, lehre uns beten.« (Lk 11,1) Jesus schenkte ihnen und uns dieses Gebet. Hildegard vom Baur Generalsekretärin im CVJM-Westbund

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Hören auf Gott Laut Bibel schweigt und schläft unser Gott nicht. Also redet er und ist hellwach! Ok, dachte ich mir und bat ihn, mir in einer schwierigen Situation zur Seite zu stehen. Es war mir wirklich schwer ums Herz und ich wollte unbedingt, dass Jesus mir ein Zeichen gibt, einen kleinen Beweis, dass ER mich gehört hat und mich liebt. Ich wusste, Gott spricht auf ganz unterschiedliche Weise in die Herzen seiner Kinder, und ich wollte diesmal etwas Handfestes, etwas zum Anfassen. So suchte ich tagelang nach einem kleinen Stein in Herzform – völlig erfolglos! Zugegeben, ich wusste nicht, was ich davon halten sollte, aber es wurde mir schlagartig klar, als ich in den Bergen ins Tal blickend, auf einer kleinen Bank sitzend, einen drei Meter hohen Felsen entdeckte – in Herzform, mit einem eingekerbten Kreuz. Ich wusste, Gott hat mich gehört und ER liebt mich mehr, als ich mir vorzustellen wage. Gut, dass ich saß und gut, dass ich »auf Empfang« war. Sonst wäre mir seine Botschaft leicht entgangen.

Susanne Meinel 31 Jahre alt, Soziologin, gehört seit 6 Jahren zur Lebensgemeinschaft des BRUNNEN e.V. in der Nähe von Zwickau, arbeitet dort im Büro und leite das Jahresteam der FSJler


Wir beten immer noch

Liturgisches Taizé-Gebet

… und dies schon seit über 30 Jahren. Woche für Woche, mittwochmorgens pünktlich um 6.00 Uhr in der Christuskirche mit unverändertem Ablauf. Den Beginn setzt das Glockengeläut der Kirche, das Ende nach 30 Minuten das gemeinsam gesprochene Wort: »Und wohin wir jetzt auch gehen, dort ist schon der Herr.« Dazwischen wird gesungen, für den Ort und die Welt gebetet. Auf kleinen Gebetskarten sind die einzelnen Gruppen und Kreise unseres CVJM und der Kirchengemeinde mit den Mitarbeitern aufgeführt. Mit dazu gehören Gebetskarten für unsere Missionare, Partnerschaften (Görlitz, Plovdiv) und den CVJM in Deutschland (u. a. Missio-Center, Vorstand). Die Gebetskarten werden immer wieder aktualisiert und im Wechsel gebetet. Die Gemeinschaft am Morgen, das anschließende Frühstück bei uns zu Hause, und die Zusage unseres Herrn, ich bin mit dabei, machen den Mittwoch zu einem besonderen Tag. Gott weiß um uns im CVJM Wilferdingen und in allen Herausforderungen erfahren wir bis heute seinen Segen.

Dreimal am Tag werden in Taizé die Arbeit, das Bibelstudium und die Gespräche unterbrochen. Die Glocken laden in die Kirche ein. Hunderte von Jugendlichen und Erwachsenen aus allen Ländern betreten ruhig das Kirchgebäude. Am Eingang erhält jeder einen Zettel mit Ablauf des Gebetes, mit Liedern und Bibelversen in ihrer Sprache. Jeder sucht für sich einen Platz auf dem Boden. Auch die Brüder der Communauté de Taizé nehmen am Gebet teil.

Karl-Heinz Stengel ehrenamtlicher Mitarbeiter im CVJM Wilferdingen Präses des CVJM-Gesamtverbandes in Deutschland e.V. 62 Jahre, verheiratet, 4 Kinder, 7 Enkelkinder Ministerialrat beim Landesrechnungshof Baden-Württemberg

Kaum ein Laut ist mehr zu hören, wenn die Glocken schweigen. Gemeinsam wird dann gesungen, manchmal in derselben Sprache, manchmal singt jeder in seiner eigenen. Die eingängigen, kurzen Taizé-Lieder werden oft wiederholt und der mehrstimmige Gesang wirkt beinahe meditativ. Mitten im gemeinsamen Beten und Singen bleibt eine Zeit der eigenen Stille. Trotz der vielen sonst so aufgeweckten, gesprächigen Menschen kehrt eine Ruhe ein, die höchstens von einem vereinzelten Husten oder Räuspern unterbrochen wird. Oft wurde ich durch das Gebet, den Gesang und die Zeit mit Gott tief berührt. Dorothea Krause 19 Jahre alt, macht gerade ihr FSJ im CVJM Halle war schon zweimal in Taizé und will auf jeden Fall wieder hin

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Ich bete!

Stell dir vor, du betest… … und Gott antwortet Ich bin sehr dankbar, dass ich im CVJM Kaulsdorf in Berlin viel rund um das Thema Gebet lernen durfte. Mich ermutigt ein Vorstand, der sich seit 17 Jahren jeden Dienstagabend zum gemeinsamen Gebet für die Vereinsarbeit trifft. Bescheidene Menschen, die in ihrem Leben gelernt haben, dass ohne Gottes Zutun nichts Segensreiches entstehen kann.

»Gebet ist das Geschenk, dass wir mit unserem Schöpfer reden dürfen.«

Unser Vorsitzender bringt gerne ein Zitat aus Luthers Kommentar zum Galaterbrief: »Dass der Christ in seinem Gebet vermöge, den zögernden, verweilenden Gott in die Wirksamkeit zu rufen.« Dieser Satz hat sich sehr bei mir eingeprägt. Es wird nicht aus einer Pflicht heraus gebetet. Gebet ist das Geschenk, dass wir mit unserem Schöpfer reden dürfen. Wir dürfen all unseren Kummer vor ihn bringen und ihn bitten, aus dem Wenigen, was wir haben, viel zu machen. Ich habe hier unheimlich viel Treue gelernt. Unser Verein hatte schon schwere Durststrecken – Zeiten, in denen man am liebsten aufgegeben hätte. In denen die Frage im Raum stand, ob man die Vereinsarbeit beenden solle. Doch in dieser Zeit gab es Menschen, die immer wieder ans Gebet erinnert haben – die Möglichkeit unsere Sorgen vor Gott hinzulegen und ihn zu bitten, uns zu helfen. Und dabei sind sie vorangegangen und haben zum Gebet am Dienstagabend eingeladen. Und saßen manchmal nur zu zweit da. Ich bin gerührt, wenn ich daran denke, dass ich eine Gebetserhörung bin. In einer schwierigen Zeit vor ein paar Jahren wurde um einen neuen Mitarbeiter gebetet. Der Verein war in keiner guten Verfassung und man konnte möglichen Bewerbern keine guten Bedingungen bieten. – Ich habe die Geschichte aus anderer Perspektive erlebt. Meine Frau und ich lebten zu dieser Zeit in Bochum und fragten Gott zum Ende unseres Studiums, wo er uns haben will. Ganz wunderbar hat Gott uns und den CVJM

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Kaulsdorf zusammengeführt und beiden Seiten klar gezeigt, dass es passt. Vor dem Kennenlerngespräch hatte ich mir ein paar Fragen notiert, die mir besonders wichtig waren: »Wird im Verein auch gebetet? Er wartet der Vorstand, dass Gott Gebete erhört?« Bevor ich diese Fragen stellen konnte, wurde ich gefragt: »Könntest du dir vorstellen an unseren regelmäßigen Gebetstreffen teilzunehmen? Wir treffen uns jeden Dienstagabend. Wir glauben, dass es ganz entscheidend ist, dass wir für die Arbeit beten.« Seitdem ist viel passiert. Wir blicken auf vier segensreiche Jahre zurück. Nachdem es damals nur eine Hauptamtlichenstelle gab, gibt es mittlerweile zusätzlich eine weitere Dreiviertelstelle. Neben allen Einsparungen bundesweit und besonders in Berlin bekommen wir mittlerweile mehr als doppelt so viel Geld vom Jugendamt wie zuvor. Unser Haus im Stadtteil wird, trotz Lage in einer der weltweit atheistischsten Regionen, sehr gut angenommen. An manchen Tagen kommen so viele Besucher, dass wir dem Ansturm fast nicht gewachsen sind. Natürlich gibt es auch immer wieder Fragen, auf die wir keine Antworten haben. Es gibt weiterhin Zeiten, die nicht leicht sind. Doch ich merke, wie sich durch das Gebet unsere Perspektiven verändern. Und dass sich in uns etwas ändert. Auch, wenn manche Fragen zunächst unbeantwortet bleiben, wissen wir, dass Gott dabei ist und dass er unsere Nöte kennt. John Ortberg hat mal gesagt: »Was Gott in uns tut, während wir warten, ist mindestens genauso wichtig wie das, worauf wir warten.« Ich bin mir sicher, dass uns Gott noch einige Fragen beantworten wird. – Zur richtigen Zeit.

Frederick Meinhardt Sozialpädagoge leitet seit vier Jahren die Kinder- und Jugendarbeit des CVJM Kaulsdorf in Berlin


»Herr, erbarme dich«

Was noch bleibt, wenn Worte zum Beten fehlen Andreas und Bea Lindauer sind seit über 20 Jahren verheiratet und haben zwei Kinder. Im Gespräch erzählen sie vom Tod ihrer ersten Tochter und geben uns Einblick in das, was noch bleibt, wenn man keine Worte mehr zum Beten hat. CVJM MAGAZIN: Was bedeutet Glück für euch? Bea: Auf jeden Fall nichts Materielles. Andreas: Glück hat bei mir mit Momenten zu tun, in denen ich mich als identisch erlebe. Momente, in denen ich in Berührung mit mir oder Gott bin. Manchmal verspüre ich das auch in Gesprächen oder Gruppen, wo ich merke, dass ich das tue, wozu ich da bin. Aber sonntags auf Inlinern durch die Landschaft zu skaten ist auch Glück für mich. (lacht) CVJM MAGAZIN: Ist Glück wichtig im oder für euren Glauben? Bea: Mein Glück ist es, dass ER mich hält und trägt. Ein tiefes Angenommensein von Gott, bei dem ich spüre, ich bin in Ordnung so wie ich bin und so darf ich sein. Andreas: Zu wissen, dass Gott immer seine Arme für dich offen hat und dich liebt, trotz solcher Lebenserfahrungen wie der unseren, ist wichtig für mich.

CVJM MAGAZIN: Vor 20 Jahren habt ihr eure erste Tochter durch eine Schwangerschaftsvergiftung verloren. Was ist damals genau passiert? Bea: Wir waren jung verheiratet und Andreas hatte seine erste Stelle angetreten. Irgendwann wollten wir gern ein Kind. Ich wurde schwanger, obwohl der Arzt gemeint hatte, das könnte schwierig werden. Erst verlief alles ganz normal, aber eines Tages sagten die Ärzte, es gäbe Probleme mit dem Fruchtwasser. Man hat uns sogar eine Abtreibung angeboten. Da war ich schon in der 20. Woche und wir haben uns klar dagegen entschieden. Ein paar Tage später verspürte ich Schmerzen im Bauch, wobei der Hausarzt es bloß als Grippe interpretierte. Als es mir dann zunehmend schlechter ging, war ich »Mein Glück ist es, bei einem Ultraschall-Spezialisten in dass ER mich hält Ulm. Das Screening war grenzwertig, und trägt.« aber in Ordnung. Letztendlich diagnostizierte der Frauenarzt eine Schwangerschaftsvergiftung. Ich wurde ins Krankenhaus eingeliefert, was ich durch meine Beschwerden und Krämpfe kaum noch mitbekam. CVJM MAGAZIN: Wie ging es dir dabei, Andreas? Andreas: Es war alles ziemlich dramatisch. Beim Kaiserschnitt wurde ich vor die Wahl

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Ich bete!

gestellt, ob man alles tut, damit das Kind überlebt oder ob man in erster Linie Beas Leben rettet. Was sollte ich da entscheiden? B Bea: Zu dem Zeitpunkt war das Kind noch gar nicht überlebensfähig. Und wenn ja, dann nur mit schweren Behinde Behinderungen sagte man uns. A Andreas: Dabei war anfangs unsere Tochter, Thea, die Gesündere von beiden. Sie kam in die Kinderklinik und Bea in die Frauenklinik. Ich habe sie besucht und wusste gar nicht, ob ich mich freuen sollte oder nicht. Da hat mir die Seelsorgerin für die Eltern der Frühchen geholfen. Sie gratulierte mir und meinte, ich sollte nicht vergessen, mich zu freuen, dass ich Vater geworden bin. CVJM MAGAZIN: Habt ihr zu diesem Zeitpunkt noch viel mit Gott gesprochen? Bea: Im Vorfeld war es schon so, dass wir gebetet und auch Leute angerufen haben, damit die für uns beten.

»Da merkte ich, dass das Gott ist, der mir das zumutet.«

Andreas: Wir hatten sehr viel Unterstützung aus der Gemeinde und waren in engem Kontakt mit den Leuten aus unserem Jugendwerk. Unser Hauskreis und die ehemaligen Kommilitonen aus der Missionsschule haben für uns gebetet.

CVJM MAGAZIN:: Vier Tage nach der Geburt eurer Tochter wendete

sich das Blatt. Bea ging es besser, aber Thea ist an Lungenproblemen verstorben. Was hat das in dir ausgelöst, Bea? Bea: Ich war ja noch in der Frauenklinik, aber die Seelsorgerin hat alles in die Wege geleitet, damit ich sie noch sehen konnte. Wir haben sie nottaufen lassen und sie ist meinen Armen verstorben. Aber das war alles so unwirklich: Ich vor Schwäche noch im Rollstuhl, Thea angeschlossen an Apparaten... Ich realisierte nicht wirklich, was das Abschalten jetzt wirklich für uns heißt. CVJM MAGAZIN: Wie hat euer Umfeld darauf reagiert? Andreas: Zunächst sehr fürsorglich. Auf der Arbeit zu fehlen, war nicht schwierig. Meine Kollegen haben das verstanden. Meine große Schwester und Beas Bruder haben uns begleitet. Das hat uns sehr geholfen. Zehn Tage nach dem Tod Theas war ihre Beerdigung, was dann doch sehr krass war, weil viele Leute kamen, die uns kannten, aber unser Kind gar nicht. Bea: Irgendwann wurde es sehr schwierig. Es gab zum Beispiel Frauen mit Kinderwägen, die die Straßenseite gewechselt haben, als sie mich sahen, vermutlich weil sie es nicht aushalten konnten und wollten, Glück und Leid so nah beieinander wahrzunehmen. Eine Freundin war zur gleichen Zeit schwanger. Das war für mich schwer auszuhalten. Bei mir hat der Trauerprozess wirklich lange gedauert, fast ein Jahr. Manchmal bin ich morgens gar nicht aus dem Bett gekommen, weil ich mich fragte, wofür ich denn aufstehen sollte. CVJM MAGAZIN: MAGAZIN Habt ihr in dieser Zeit begonnen, Gott anzuklagen? Andreas Später dann. Und auch nicht Andreas: nur ein bisschen. CVJM MAGAZIN: Was habt ihr gebetet in dieser Trauerphase? Andreas Als Thea noch lebte, beteten Andreas: wir natürlich um ihre Genesung. Später dann hat es ein bisschen gedauert, bis ich den Schmerz wirklich an mich heran gelassen habe. Da merkte ich, dass das Gott ist, der mir das zumutet. Es gab nicht mehr viele Gebetsinhalte, sondern ein »Herr, erbarme dich!«, wenn mir die Worte fehlten. CVJM MAGAZIN: In eurem Leid seid ihr bis auf das Fundament

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so eine Erfahrung bewältigt zu haben. Es gibt ein gewisses Vertrauen, dass man mit Situationen, die man sich nicht aussucht, fertig wird. Bea: Ich bin dankbar, dass wir nicht mehr solcher Schicksalsschläge erleiden mussten. Ich fand es sehr anstrengend, wieder den Fuß ins normale Leben zu kriegen. Wir hatten uns zwischendurch auch überlegt, wie ein Leben ganz ohne Kinder für uns aussehen könnte. CVJM MAGAZIN: Hat sich äußerlich bei euch im Glauben etwas verändert? gefallen, aber es ist nicht zerbrochen. Hatte es Risse? Bea: Also manchmal hatte ich schon die Einstellung »Was soll ich mit so einem Gott?«. Es machte sich so eine »Keine Lust mehr«-Stimmung wie eine klare Kampfansage breit. Aber Gott hat nicht losgelassen. Er wollte und will mich. Obwohl das viel ist, schien es mir sehr wenig. Ich hatte das Vertrauen auf ein Minimum reduziert. CVJM MAGAZIN: Könnt ihr euch vorstellen, dass der Tod eines Kindes eine Erfahrung ist, die Menschen dazu bringt, es mit dem Glauben sein zu lassen? Bea: Ja, absolut. CVJM MAGAZIN: Warum ist das bei euch nicht passiert? Bea: Wenn Gott es ist, der Glauben schenkt, dann kann ich das nur so sehen, dass Gott uns zu sich gezogen hat. Egal, wie groß der Schmerz war und ob wir beten konnten oder nicht, es war immer das Gefühl da, dass er nicht loslässt. Und irgendwann haben wir aufgehört nach dem »Warum« zu fragen. Andreas: Mir hat das Buch Hiob sehr geholfen. Zum Schluss geht’s nicht darum, dass irgendjemand etwas erklärt, sondern darum, wie Beziehung zu Gott möglich ist. Für mich war ganz wichtig das Erlebnis, dass Gott sich in meine Situation hineinversetzen kann. Gott hat sein Kind auch sterben sehen. Das fand ich sehr tröstlich. Später stellte sich Dankbarkeit ein. Dankbarkeit, dass Bea überlebt hat und für die Menschen, die uns begleitet haben. CVJM MAGAZIN: Könnt ihr es als Gottesgeschenk betrachten, nicht bitter geworden zu sein? Bea: Ich spüre schon manchmal bittere Momente, es ist nicht so, dass es ganz weg ist.

Bea: Ich kann mit einem sehr gesetzlichcharismatischen Glauben wenig anfangen. Wenn Leid keinen Platz haben darf und immer nur gute Stimmung sein muss. Das deckt sich nicht mit meiner Erfahrung und meinem Verständnis. CVJM MAGAZIN: Das heißt euer Gottesbild hat sich auch gewandelt? Bea: Ich habe eingesehen, dass Gott nicht von mir abhängig oder beeinflussbar ist. Aber meine Verbindung zu ihm ist jetzt tiefer als vorher. Im Gebet äußert sich das so, dass ich das Schweigen und Hören dem Reden vor Gott vorziehe.

»Beten ist Beziehung.«

Andreas: Für mich hat Beten nun weniger mit Wünschen zu tun. Beten ist Beziehung. Bea: Das Vertrauen in Gott ist anders geworden. Ich überlasse die Dinge ihm. Bete und ringe ich um ein Gebetsanliegen mit Gott, rede ich über eine schwierige Gebetserhörung schon auch Klartext mit ihm. Aber letztlich weiß ich, nur wenig steht in meiner Macht. CVJM MAGAZIN: Vielen Dank für eure Offenheit und das Gespräch! Das Gespräch führten Carmen Behrens und Claus Hassing.

Andreas: Mir geht’s manchmal so, dass ich denke, dass es schon stabiler im Leben macht,

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Zeitgeist

Buchvorstellung Nach dem Amen bete weiter - Im Alltag mit Jesus unterwegs »Ich habe noch keinen Christen getroffen, der gesagt hätte: ‚Es ist unglaublich, ich habe heute schon wieder... zu viel gebetet!‘«1 Was Hans-Peter Royer beschreibt, kennen viele: Christen sind häufig frustriert über die Armut an Gebet in ihrem Leben. Einige haben das Beten beinahe ganz aufgegeben – oder es beschränkt sich auf Veranstaltungen wie den Gottesdienst. Hans-Peter Royer fragt dagegen: Wie kann es gelingen, »ohne Unterlass« zu beten, wozu ja Paulus z. B. in 1. Thess 5,17 die Gemeinde auffordert? Er nimmt die Leser mit auf seinen Weg hin zu einem intensiven und intimen Austausch mit Gott im Alltag. Er beschreibt, dass es genau diese vertraute und permanente Herzens-Gemeinschaft mit seinem Schöpfer ist, für die der Mensch 1

geschaffen ist und die seinem Leben Tiefe und Erfüllung, seinem Glauben Dynamik und seinem Dienst Gelingen schenkt. Das Gebet nicht als einen zeitlich begrenzten »Akt«, sondern als die angemessene Art des Christenlebens zu verstehen – dazu möchte der Autor motivieren. Er tut dies sehr ehrlich und klar. Sein Buch ist Mutmachlektüre für alle, die Sehnsucht nach »mehr Jesus im Alltag« haben und bereit sind, etwas dafür zu tun. Hartmut Berger Generalsekretär im CVJM Sachsen

Hans-Peter Royer »Nach dem Amen bete weiter«, SCM, 9. Auflage 2013 10,95 € www.cvjm-shop.de

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360°

Wir haben es getan!

Die »Hörst du mich?«-Gebetsinitiative praktisch Gebetsmethoden im Einsatz

Personen hinter Namen

In einer Stunde geht der Jugendgottesdienst los und das Mitarbeiterteam trifft sich für letzte Absprachen und die obligatorische Pizza. Es ist laut und lebendig. Die Musiker bitten den Techniker um mehr Bass. Das Anspielteam weist darauf hin, dass es genug Platz zwischen Notenständern und Monitorboxen braucht. Wenn alles besprochen ist, sagt der Leiter: »Dann beten wir jetzt noch. Ich mach dann Schluss.« Und plötzlich ist es ganz still.

Alexander, Denise, Gundula – wie geht es ihnen wohl? Lange nichts gehört. Wird Zeit, mich mal wieder bei ihnen zu melden. Meine Augen schauen in das Kontaktverzeichnis meines Smartphones und sehen nicht den blühenden Raps, der am Fens-ter an mir vorbei rauscht. Wie fast jeden Tag fahre ich mit dem Zug zur Arbeit.

Genau in dieser Situation habe ich die Methode »Weiterdrücken« (»Hörst du mich?«, Nr. 63) eingesetzt. Alle stellen sich in einen Kreis und fassen sich an den Händen. Ich beginne mit einem lauten Gebet. Wenn ich fertig bin, drücke ich die Hand meines rechten Nachbarn. Nun ist dieser an der Reihe und kann entscheiden, ob er laut oder leise oder gar nicht betet. Weiter geht’s dann wieder mit einem Händedruck an den nächsten Nachbarn. Die Methode hat unsere Gebetsgemeinschaften sehr entspannt, da klar war: Keiner muss laut beten. Auch leise beten ist erlaubt. Oder auch gar nicht. Und in dieser Offenheit hatten manche – vielleicht zum ersten Mal – auch den Mut, laut zu beten. Das ist nur eine von 82 Gebetsmethoden in »Hörst du mich? – Gott zum Mitreden«, dem Buch zur Gebetsinitiative des deutschen CVJM. Ich könnte von vielen weiteren Methoden erzählen. Vom »Reise nach Jerusalem«-Gebet (Nr. 58) mit einem CVJM Vorstand zum Beispiel: Mit der passenden Musikauswahl wurde aus einem Kinderspiel eine intensive Gebetszeit für Erwachsene. Oder von »Gott loben von A-Z« (Nr. 80) mit einer Jugendgruppe – hier wurde es teilweise sehr humorvoll und gleichzeitig auffallend persönlich.

Heute habe ich mir vorgenommen, während dieser kostbaren halben Stunde, die ich Ruhe für mich habe, das Adressbuch-Gebet auszuprobieren. Mein Finger scrollt die Namen entlang und ich verweile kurz bei der einen oder anderen Person. Ich danke Gott für sie, bete dass sie einen guten Tag hat und bitte um die Dinge, von denen ich denke oder weiß, dass sie wichtig für sie sind. Noch sieben Minuten bis zur Ankunft. Wieso mache ich das eigentlich so selten? Wieso bete ich so wenig für die Menschen, die mein Leben reich machen? Mein Finger stoppt bei Buchstaben »O«. Wie es meiner Oma wohl geht? Seit ihrer Grippe habe ich gar nicht wieder bei ihr angerufen. Kurz bevor der Zug in den Bahnhof einrollt, bete ich noch für sie. Als ich schließlich aussteige, habe ich mir zwei Dinge fest vorgenom-men: Das Adressbuch-Gebet bald zu wiederholen und mich in den nächsten Tagen bei meinen drei Freunden und meiner Oma zu melden. Carmen Behrens Referentin für Öffentlichkeitsarbeit im CVJM-Ostwerk e.V.

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Doch am besten, ihr probiert es selber aus und macht eure eigenen Erfahrungen! Katja Flohrer aus Stuttgart, CVJM Landesreferentin im Evangelischen Jugendwerk in Württemberg

weiterlesen Hörst du mich? - Gott zum Mitreden 82 Methoden zum kreativen Gebet – ein Ideenbuch für Mitarbeiter in der Jugendarbeit. Herausgeber: Katja Flohrer, Ingo Müller, Daniel Rempe, Søren Zeine • 4,99 € • www.cvjm-shop.de

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,

Aus der Geschäftsstelle

Beten für die praktischen Sachen Kürzlich sprach ich mit einer jungen Mitarbeiterin, die für einen Jugendgottesdienst ein Gebet vorbereiten sollte. Für was betet man denn am Ende des Gottesdienstes? Ich erzählte, dass ich gerne einen Gedanken aus der Predigt mit ins Gebet nehme und außerdem immer auch an Menschen aus unserer Gemeinde denke. Darüber hinaus bete ich aber auch für Menschen, die Verantwortung tragen oder die in den Krisenherden dieser Welt leben und leiden. Manchmal frage ich mich, ob das angesichts der Verheißungen, die in der Bibel mit dem Gebet verbunden sind, nicht zu unkonkret ist. Da liegt es doch nahe, wie der Kollege zu beten, der es so zusammengefasst hat: Seit ich dafür konkret bete, ist die Belegung in meinem Haus wieder besser geworden. Also schreibe ich dir heute, wofür wir gemeinsam in den nächsten Tagen und Wochen konkret beten können. Betest du mit? Für die Gespräche und Besuche, die unseren Fun-

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draiser Thomas Krämer in nächster Zeit zu Firmen und Stiftungen führen. Ich will dafür beten, dass die Verantwortlichen die gute Arbeit des CVJM-Westbundes und die Projekte verstehen und schätzen lernen. Wir möchten sie gewinnen, Partner für einen Arbeitszweig zu werden und diesen auch finanziell zu unterstützen. Für das Konzept »Inspiration am Mittelrhein«, mit dem wir Menschen ansprechen wollen, damit sie Haus Elsenburg als guten Tagungsort für die Wochenmitte entdecken und deshalb dort ihre Bildungsmaßnahmen durchführen. Ich will dafür beten, dass wir in diesem und im nächsten Jahr in zehn zusätzlichen Wochen neue Gruppen begrüßen können. Für die Umbaupläne in der CVJM-Bildungsstätte Bundeshöhe. Wir möchten der steigenden Nachfrage nach Zimmern mit Dusche und WC nachkommen. Foyer und Speisesaal sollen so gestaltet werden, dass der Raum für Begegnung und Gemeinschaft noch ein-

ladender wird. Ich will dafür beten, dass wir die möglichen Zuschussgeber von der Notwendigkeit und von den Gestaltungsvorschlägen überzeugen können. In den nächsten 12 Monaten brauchen wir Förderzusagen von ca. 1.000.000 €.

verband. Zum gemeinsam Beten gehört auch, die Freude über Gottes Handeln zu teilen. Vielleicht hast du Lust, mir von deinen Erlebnissen zu schreiben. Ich will dich auf jeden Fall an dieser Stelle auf dem Laufenden halten.

Für kreative Ideen und Weisheit, wie wir jährlich 250.000 € laufende Kosten einsparen können. Ich will dafür beten, dass Vorstand und Geschäftsführung freiwerdende Stellen so nutzen können, dass unsere Arbeit die Bedürfnisse der Ortsvereine erfüllen kann und unsere Mitarbeiter ausreichend Kraft und Zeit haben, diese Arbeit zu tun.

In gespannter Erwartung grüßt dich herzlich Dein Michael van den Borre, Geschäftsführer

Ergänze doch meine Westbund-Liste um möglichst konkrete Anliegen aus deinem Ortsverein oder Kreis-

Unterstütze uns über unser Spendenportal unter www.cvjm-westbund.de/spendenportal oder durch eine direkte Überweisung auf unser Konto IBAN: DE80 3506 0190 1010 2570 57 • BIC: GENODED1DKD Spenden: erreicht bis 15.05.2014

67.168,08 € Spenden: erreicht bis 15.05.2013

70.785,33 €

Spendenziel 2014

240.000 € Spendenziel 2013

240.000 €


Verabschiedung Radek Geister

Personalia Birte Smieja, Sachbereichsleiterin Kommunikation und Redakteurin des CVJM MAGAZINs, ist seit dem 12. Juni in Mutterschutz. Anschließend wird sie zwei Jahre Elternzeit nehmen. Wir wünschen ihr und ihrer Familie alles Gute und Gottes Segen für die spannende Zeit, die nun vor ihnen liegt. Ab 01. August wird es eine Elternzeitvertretung für den Bereich Grafik und Social Media geben. Mehr dazu findest du im nächsten CVJM MAGAZIN.

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Lieber Radek, ein Jahr ist zu kurz, um dich mit allen deinen Gaben zu entdecken und zu erleben, wie du mit Freude im CVJM-Westbund gearbeitet hast. Ein Jahr ist eine gute Zeit, um an einem Projekt Neues anzustoßen. Danke für den Einsatz in diesem einen Jahr, das bald zu Ende geht. Du warst da mit deinen Begabungen, die Gott dir geschenkt hat. Das Strahlen in den Augen einiger Kollegen habe ich noch vor Augen. Sie sagten zu Beginn deines Dienstes: Super, dass Radek kommt. Und das hat sich bestätigt. Du hast vor allem im Bereich Konfi-Castle gearbeitet und hier Impulse gesetzt. Einer heißt: Wir müssen nicht für jedes Konfi-Castle alles neu überlegen, sondern es ist sinnvoll, wenn sich aus den verschiedenen Castles Mitarbeiter treffen und mit dem vorhandenen kreativen Potenzial für ein Jahr Themen, Methoden, Medien, Musik u.v.m. überlegen. Danke, dass du in diese Richtung gegangen bist. Danke auch für die anderen Aufgaben, die du mit angepackt hast, z. B. die Begleitung der Missios in der Osterzeit. Wir wünschen dir, dass deine neue Aufgabe im Johanneum dich mit Freude erfüllt und du dort deine Begabungen zum Segen der jungen Menschen, die dort ausgebildet werden, einsetzen kannst. Ein Jahr, lieber Radek, ist wirklich sehr kurz, aber danke, dass du etwas daraus gemacht hast. Hildegard vom Baur

„Wir wollen die Liebe Jesu weitergeben.“ Lena Esken, Kursteilnehmerin

Glauben und Leben vertiefen, erproben und weitergeben. Der Jahreskurs im Missio-Center. Ein Freiwilliges Missionarisches Jahr. Für junge Erwachsene. Anerkannt als FSJ / BFD. Infos & Anmeldung: www.cvjm-missio-center.de Tel. 030-284977-20 info@cvjm-missio-center.de

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Aus den Häusern

5. Scottish Days / Highland Games Am ersten Septemberwochenende (06. bis 07. September) verwandelt sich die Bundeshöhe wieder in schottisches Hochland. Erlebe die Faszination Schottlands, kulinarische Köstlichkeiten, echte Clans sowie ein Sportprogramm der Extraklasse: Highland Games in Wuppertal, veranstaltet von den Friends of Clan MacLaren e. V. und der CVJM-Bildungsstätte Bundeshöhe. Es werden elf traditionelle Wettbewerbe durchgeführt wie z. B. Baumstammwerfen, Tauziehen u. v. m. Zum Programm gehören reichlich Pipe-Musik, Celtic Dance und Riverdance. Eine Kinderbetreuung wird durch Wuppertaler CVJM-Gruppen angeboten. Zahlreiche Händler schlagen ihre Zelte auf – u. a. ein schottischer Messermacher, ein Schmied und viele weitere Händler aus Deutschland und von der Insel. Der Samstag ist Trainingstag, an dem auch Vorführungen der einzelnen Disziplinen geplant sind. Außerdem gibt es ab 19.30 Uhr Live-Musik. Der Sonntag beginnt mit einem Gottesdienst um 10.30 Uhr. Der Einlass auf dem Wettkampfplatz ist um 11.30 Uhr und der Einmarsch aller Teilnehmer erfolgt um 12.00 Uhr. Eine Familienkarte kostet 5,00 € bzw. 9,00 € (2-Tageskarte). Wer ein Zimmer bucht, zahlt inkl. Frühstück und Eintritt 33,00 €. Besucher bis 17 Jahre zahlen 25,00 €.

CVJM-Spezial-Silvester-Angebot Habt ihr mit eurer CVJMGruppe an Silvester 2014 etwas vor? Hier unser Silvester-Angebot für CVJM: Wir stellen euch einen Raum und Dekoration für ein festliches Essen zur Verfügung und bieten dazu folgendes Rahmenprogramm: 18.30 Uhr Sektempfang 19.00 Uhr Jahresabschlussandacht 19.15 Uhr Silvesterbuffet im Foyer 22.00 Uhr Dessertbuffet im Foyer 24.00 Uhr Überraschung Der Neujahrstag beginnt um 9.30 Uhr mit einem Neujahrsbrunch (Ende 13.00 Uhr).

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Das alles für 69,00 € / Person (inkl. Übernachtung im DZ/Du/WC, Einzelzimmerzuschlag 12,00 €, für Kinder gibt es Staffelpreise). Wollt ihr schon früher anreisen? Dann kommen bei Vollpension pro Tag je 39,00 € dazu. Gerd Halfmann g.halfmann@ cvjm-westbund.de T (02 02) 57 42 26

Bildungsstätte Termine 06.-07.09.2014 Highland Games 2014, Wuppertal

Mit Jesus Christus im CVJM Camp »Wenn es Michelstadt 1969 nicht gegeben hätte…« ... schreibt Bernd Opitz (CVJM-Kreisverband Köln) und führt weiter aus: »… dann wäre ich jetzt nicht hier.« Die Begegnungen mit den Menschen und mit Jesus Christus im CVJM Camp in Michelstadt haben sein Leben nachhaltig geprägt.

Was macht dieses CVJM Camp aus? Cooles Gelände außerhalb der eindrucksvollen mit viel Fachwerk geprägten Stadt Michelstadt im Odenwald. Umgeben von Wald wohnt man in Nurdachholzhäusern. In Gemeinschaftshäusern befinden sich Sanitärbereiche, Speisesaal, Selbstversorgerküche und Gruppenräume. Bolzplatz, Lagerfeuerstellen vor jeder Hütte, Klettermöglichkeiten, eine Seilbahn und Spielgeräte komplettieren diesen »Naturpark«. Das Freibad ist 700 m entfernt. Es wird genutzt von Gruppen aus allen Bereichen: Schulen, CVJM, Kirchengemeinden, Feuerwehr, Sportvereine, Kindergärten…

Was macht dieses CVJM Camp für uns als CVJMWestbund aus? Missionarische Angebote für junge Leute haben seit Jahren oberste Priorität. Jungen Menschen Gemeinschaftserfahrungen und Glaubenserfahrungen zu vermitteln und sie in ihrem persönlichen Reifungsprozess zu begleiten sind die Ziele unserer Camps in den Sommerferien. Dazu dienen auch der Kletterlehrgang, das Motorradcamp und andere Schulungsangebote im Laufe des Jahres. Dass dieses Konzept aufgeht, zeigen die vielen bun-

ten Bändchen, die junge Menschen bei den Gebetsabenden am Kreuz in der Mitte des Camps als Zeichen ihrer Verbundenheit mit Jesus Christus dort festknüpfen.

Wer macht dieses CVJM Camp fit für Kinder und Jugendliche? Die Freundinnen und Freunde von Michelstadt investieren ehrenamtlich jährlich ca. 4.000 Arbeitsstunden um Neues zu entwickeln, zu renovieren und Altes instand zu halten. Ohne die Freunde von Michelstadt gäbe es das Camp nicht. Und ich behaupte, dass das Herzblut Jesu für uns Menschen und das Herzblut der Freunde für das Camp und damit für die jungen Menschen diesen Ort zu einem gesegneten Ort machen. Wer sich daran beteiligen möchte (beten, praktisch arbeiten, spenden…), melde sich bei mir oder in der CVJM-Westbund Geschäftsstelle bei Doris WiegandMauer (T (02 02) 57 42 16). Wir freuen uns auf dich. Reiner Lux r.lux@cvjm-westbund.de T (0 60 31) 16 25 23


Aus den Regionen

Mut zu Lücken

Aus der Region Rheinland/Saar Die Region Rheinland/Saar ist ein Konstrukt, das sich über zehn Kreisverbände vom Saarland über Rheinhessen bis ins Jülicher Land zieht und damit so etwas wie eine regionale Identität schwierig macht. Ein Versuch dazu ist die CVJMSchiffstour, eine regionale Besonderheit der Begegnung von Jung und Alt auf dem Rhein – dieses Jahr am 04. Juli. Innerhalb der Region gibt es viele »Lücken« und eine »CVJM-Diaspora«. CVJMVereine sind sehr weitläufig zerstreut, im CVJM-Kreisverband Saar-Trier gehören in einer Ausdehnung von 150 km gerade mal vier Vereine dazu.

Wie arbeiten CVJM-Vereine in dieser Region? Ermutigung: Eine wichtige Perspektive ist, sich nicht entmutigen zu lassen von Dingen, die unter diesen Bedingungen nicht gehen, sondern den Mut und die Motivation zu haben, das zu tun, was möglich ist:

Ruhrgebiet 28.06.2014 CVJM-Jungschartag für Kinder der Region, Essen 18.09.2014 Seminarabend zum Thema »Mentoring« - nicht nur für den Kombikurs Ruhr, Wuppertal 05.10.2014 Kombikurs Ruhr, Wuppertal Vorschau 2015 Das CVJM-Ruhrcamp wird 2015 erst im September sein - vom 11.-13.09.2015

z. B. der »Bibelfaktor« im CVJM-KV Saar-Trier: Aus den vier Vereinen sind die Mini-Jungscharen und Jungscharen aufgefordert, zu einem Bibeltext eine kreative Verarbeitung zu gestalten. Die wird bei einer gemeinsamen Veranstaltung dargeboten und von einer Jury großzügig prämiert, um Jungschararbeit weiter zu stärken und die Teilnehmer zu motivieren.

Vernetzung: Im Bereich Jugendfreizeit und Schulungen arbeiten Kreisverbände zusammen, weil sonst solch eine Maßnahme nicht zustande käme: Ein Kreisverband stellt die finanziellen Ressourcen, ein weiterer die Leitung und viele Mitarbeiter und wieder ein anderer CVJM-KV die meisten Teilnehmer.

Visionen: Im Bewusstsein von Lücken wagt sich der CVJM-Kreisverband Rhein-Lahn im nächsten Jahr an die Durchführung eines Konfi-Castles und erlebt: Im Losgehen ergeben sich weitere Ressourcen, die man für solch ein Projekt braucht. Der CVJM-KV Rheinhessen hat beispielsweise mit einem sehr kleinen Freundeskreis über vier Jahre die Stelle einer CVJM-Sekretärin ermöglicht, so dass zwei neue Rheinland/Saar 21.06.2014 Schulung für Mentoring, Gutenberg 04.07.2014 CVJM-Schiffstour ab Bacharach und Kaub

CVJM-Vereine entstehen konnten, die den Kreisverband weiterhin bereichern und deutlich machen: Hier ist Leben vorhanden. Jede Region hat ihre Herausforderungen und wiederum gibt es in allen Regionen auch ähnliche Herausforderungen in nur anderen Rahmenbedingungen. Aber Ermutigung, Vernetzung und Visionen brauchen letztlich alle CVJMVereine. Marika Kürten

OWL/Münsterland/Bentheim Hessen/Siegerland 19.-22.06.2014 CVJM-Themenpark beim Jugendkirchentag der EKHN, Darmstadt 27.-29.06.2014 MA-Schulung Erlebnispädagogik und Verkündigung, Michelstadt 03.-07.07.2014

Markus-Theater, Buchenau 16.-17.07.2014

Soccerturnier an der Hauptschule, Offenbach 19.-26.07.2014 Bau- und Bibelcamp, Michelstadt 26.07.-02.08.2014 17plus-Camp, Michelstadt 02.-09.08.2014 Teencamp 1, Michelstadt 09.-16.08.2014 Teencamp 2, Michelstadt

13.-15.06.2014 55. Jungen-Jungschar-Tage, Häger 20.-22.06.2014 35. Mädchen-JungscharTage, Häger 28.-31.08.2014 CVJM-Konfi-Camp-OWL, Dümmerlohausen 30.09.2014 CVJM-Hauptamtliche aus OWL, Begegnungsstätte Schötmar 30.09.2014 MA-Abend, CVJM-KV Bielefeld 26.10.2014 Regionales CVJM-Freundestreffen OWL, Elverdissen 28.10.2014 MA-Abend, CVJM-KV Bad Oeynhausen 31.10.2014 ChurchNight (an verschiedenen Orten in OWL)

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Beispielsweise

Leben. Echt. Jetzt.

CVJM Wohnwerkstatt im Siegerland Menschen, die eine Zeit ihres Lebens mit anderen leben, Glauben teilen, reifen und wachsen – in einer Gemeinschaft, die lebt, lernt und teilt. Diese Vision entsteht derzeit in der CVJM Wohnwerkstatt im CVJM-Kreisverband Siegerland. Seit fast einem Jahr gehen die Bauarbeiten mit ehrenamtlicher Unterstützung an dem ehemaligen Schwesternwohnheim voran. Das Grundstück haben wir vor zwei Jahren erworben. Seitdem sind wir auf dem Weg, ein gemeinsames Wohnen für junge Men-

schen zu realisieren und dadurch unseren Arbeitsbereich für junge Erwachsene mit diesem modellhaften Arbeitsfeld zu bereichern. Mit der CVJM Wohnwerkstatt wollen wir einen neuen Lebensraum für junge Menschen eröffnen: eine prägende ganzheitliche Erfahrung, die zu einem tragenden Grundstein im Lebenslauf werden kann. Ganz praktisch heißt das, dass sechs junge Menschen in dieses Haus einziehen

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werden, um auf Zeit ihr Leben zu teilen, in der Nachfolge zu wachsen und etwas von dem weiterzugeben, was sie im Glauben an Christus gelernt haben. Es geht nicht um festgelegte, durchstrukturierte große Formen und messbare Zeiteinheiten der Meditation oder Bibelarbeit, sondern manchmal nur um ein Gebet, das umhüllt und trägt, entlastet, motiviert, verändert, vorantreibt. Wir möchten offen für neue Formen des Glaubens sein. Um diesen Weg zu gehen, brauchen wir auch gemeinsame Verbindlichkei-

ihnen teilt, sie anregt, weitere Schritte im Glauben zu wagen, Weitblick zu riskieren.

ten um zu lernen, auszuhalten und in der Gemeinschaft zu wachsen. »In wesentlichen Dingen Einheit, in nebensächlichen Dingen Freiheit in allen Dingen die Liebe.« (Graf von Zinzendorf)

junge Menschen, sondern mit jungen Menschen zu arbeiten.

Aus der Beziehung und Begegnung mit Gott werden Brücken geschlagen zu andern Menschen, in die Vereine hinein. Begleitet werden diese jungen Leute von einer Leitung, die mit ihnen dort lebt, die gemeinsamen Zeiten mit

In junge Menschen und ihre Persönlichkeitsbildung zu investieren heißt, in die Menschen zu investieren, die den CVJM und unsere Gesellschaft in den kommenden Jahren prägen werden. Nicht nur in dem was entstehen wird sondern auch wie, zeigt sich unser Traum und unsere Vision für die Arbeit im CVJM-Kreisverband Siegerland. Wesentlich dabei ist, dass wir diesen Weg partizipativ gehen: nicht nur für

Die CVJM Wohnwerkstatt kann ein Ort werden, an dem kommunitäre Strukturen entstehen. Gemeinsam kann so der Kreisverband und die CVJM-Jugendbildungsstätte weiterentwickelt werden: zu einem Ort, an dem Tagungen und Bildung stattfinden, ebenso wie Seelsorge und sozialdiakonische Arbeit. Der so wichtige Aspekt des

ganzheitlichen Glaubens und Lebens kann so gemeinsam erfahren werden. Jesus mittendrin. Noch wird gebaut, noch werden vor allem Gelder benötigt, um den Bau und die Kosten zu decken. Finanzielle Unterstützung ist also ausdrücklich gewünscht und wir wären sehr dankbar dafür. Bald wird die CVJM Wohnwerkstatt mit Leben gefüllt, Glaube wird geteilt und Nachfolge eingeübt, im gemeinsamen Ess- und Wohnzimmer gefeiert, geredet, gelacht, Ideen gespon-

nen. Mittendrin im Leben. Leben. Echt. Jetzt.

Martin Ditthardt Leitender Sekretär im Siegerland

Weitere Informationen: www.cvjm-wohnwerkstatt.de


So war‘s!

Nicht allein unterwegs sein

Ostereinsatz des CVJM-Missio-Centers Nach intensiven Vorbereitungen war es am 03. April 2014 endlich so weit. Acht junge Menschen aus dem CVJM-Missio-Center Berlin trafen auf der Bundeshöhe ein. Vor ihnen lagen zweieinhalb Wochen, die es in sich haben sollten.

brücke in Wuppertal bei der Gestaltung des Schwebebahnjugendkreuzweges.

Gelungener Auftakt in Wuppertal

Eine große Kinderschar erwartete uns in Burbach. Wir durften mit den Kindern einen bunten und lebendigen Nachmittag erleben.

Für die erste Hälfte des Einsatzes hatten wir uns in der CVJM-Bildungsstätte Bundeshöhe unser Hauptquartier eingerichtet. Von dort aus rückten wir zu den Einsatzorten aus. Ein Jugendgottesdienst beim CVJM Heckinghausen wurde zu einem gelungenen Auftakt mit herzlichem Empfang und ermutigendem Feedback.

Mit zwei Teams unterwegs Schon am nächsten Tag früh morgens teilten wir uns in zwei Teams auf, um zwei verschiedene Veranstaltungen wahrnehmen zu können. Während die eine Hälfte nach Bielefeld reiste um dem CVJM Jöllenbeck bei einem Mitarbeiter Workshoptag zu helfen, unterstützten die anderen den CVJM Adler-

Die nächste Station war ein Abendgottesdienst in Bad Ems. Mit viel Musik und spannenden Gedanken zur Emmausgeschichte erlebten wir den »SonDay«.

Am Abend war der Mitarbeitergottesdienst körperlich und seelisch eine Stärkung, sowohl für die Gottesdienstbesucher als auch für uns. Der Jugendabend in Nümbrecht hat uns sehr bewegt. In gemütlicher Atmosphäre erlebten wir, wie integrative Arbeit ganz natürlich geschehen kann und wie man an einem offenen Jugendabend in ein intensives Bibelgespräch eintaucht.

Stellen in das intensive Programm eingebunden. Begeistert haben uns vor allem die vielen jungen Leute, die einen großen Teil ihrer Osterferien investierten, um sich für ihre ehrenamtliche Tätigkeit im Verein und in der Gemeinde fortzubilden. Für die Teilnehmer des Mitarbeiterkurses in Herbstein gestalteten wir mit vereinten Kräften den Karfreitag. Es war eine Menge los. Viele Vereine konnten wir besuchen und einen kurzen Einblick in die Situation vor Ort gewinnen. Es hat uns sehr beeindruckt und inspiriert, mit welcher Treue die ehrenamtlichen Mitarbeiter oft schon viele Jahre unterwegs sind.

Wir haben uns in vielen Bereichen ausprobieren dürfen und dabei einiges gelernt. Das war nur möglich, weil ihr euch auf uns eingelassen habt. Vielen Dank für eure herzliche Aufnahme und danke auch für jedes ermutigende Wort. Die guten Erfahrungen werden uns sicherlich noch lange begleiten. Schön zu wissen, dass wir nicht allein unterwegs sind, sondern dass viele an vielen verschiedenen Orten dabei mithelfen, Jesus und seine Botschaft bekannt zu machen. Radek Geister

Fortbildung intensiv Die andere Hälfte unseres Einsatzes war durch die zwei Kombikurse in Ostwestfalen (Damme) und Hessen (Herbstein) geprägt. Erneut in zwei Teams geteilt, waren wir an verschiedenen

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So war‘s!

Das kommt!

Umgeben von Freunden

Herzliche Einladung zum FdW-Treffen in Wuppertal

Freunde des Westbundes (FdW) in Kaub Was verbindet Menschen, die gerade eine Tour durch die Türkei auf den Spuren des Paulus gemacht haben mit Menschen, die für sich neu eine Berufung erfahren haben, andere im Krankenhaus zu besuchen und mit ihnen zu reden und zu beten? Was verbindet Menschen, die fröhlich ihren Fotoapparat zur Hand nehmen und Bilder machen mit Menschen, die sich neu verorten mussten nach vielen Jahren Engagement in einem CVJM-Kreisverband? Oder Menschen, die das erste Mal das Rheintal entdecken mit denen, die schon seit Jugendzeit hier eine Heimat haben? Es ist eine bunte Mischung von Menschen, die sich Freunde des Westbundes nennen und sich auf den Weg gemacht haben, miteinander einige Tage in Kaub zu verbringen. Sie verbindet, dass sie die Arbeit im CVJM-Westbund, teilweise schon viele Jahre lang unterstützen – im Gebet, durch Spenden und durch Anteilnahme und Rückmeldungen. Jetzt treffen sie sich auf der Elsenburg um sich kennenzulernen, aufeinander und auf Gott zu hören und dies mit dem Blick auf den Rhein, wo das Staunen über Gottes gute Schöpfung Hilfestellung beim Hören schenkt. Wie war das noch mal? Das Wort Vorsitzender hat für uns einen neuen Klang bekommen – gab es doch zu Zeiten des Paulus in Ephesus schon Toiletten mit Marmor gebaut. Sklaven saßen zuvor auf diesem Marmor, damit die Reichen sich nicht verkühlten. Es waren Vorsitzer.

Erstmals laden wir zu einem Seminartag vor dem FdWTreffen ein – mit interessanten Themen, über die es sich lohnt, miteinander nachzudenken.

Programm FdW-Treffen 13.–14.09.2014 Samstag, den 13.09.2014 10.30 Uhr

Begrüßung und Stehkaffee

11.00 Uhr

Gesprächsgruppen: X Erben und Vererben Sandra Maria Fellechner, Fachanwältin für Erbrecht X Steuererklärung im Rentenalter Wolfgang Brugger, Dipl. oec. Steuerberater

12.30 Uhr

Mittagessen

13.30 Uhr

Gesprächsgruppen: X Patientenverfügung Sandra Maria Fellechner Fachanwältin für Erbrecht X Selbstschutz für Angehörige Lernen, nicht auszubrennen Jochen Loos, Dipl. Kfm., Leiter der Christlichen Seniorenhäuser Lützelen

15.00 Uhr

Stehkaffee

15.30 Uhr

Gesprächsgruppen: X Was darf ich – Was darf ich nicht? Ethische Fragen im CVJM Hildegard vom Baur, Generalsekretärin X Christozentrischer Lebensstil christuszentriert leben Thomas Krämer, Bundessekretär

19.00 Uhr

festliches Abendessen, Abendabschluss, Hildegard vom Baur

Und nicht zu vergessen die Entdeckungen in den Psalmen, die uns Mut machen, Gott fröhlich oder sorgenvoll alles zu sagen, was uns auf dem Herzen liegt. Tage mit den Freunden des CVJM-Westbundes haben es in sich! Hildegard vom Baur

Sonntag, den 14.09.2014

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8.00 Uhr

Morgenandacht, Jürgen Vogels

8.30 Uhr

Frühstück

10.00 Uhr

Gottesdienst X Predigt: Friedel Maikranz X Musik: CVJM-Posaunenchor Deilinghofen

11.15 Uhr

Konzert mit dem CVJM-Posaunenchor Deilinghofen

12.30 Uhr

Mittagessen

13.30 Uhr

Leben und Arbeiten in der Bildungsstätte Wohnprojekt mit FSJlern

14.30 Uhr

Wort auf den Weg, Jürgen Vogels Abschluss mit dem Kaffeetrinken


Eine dicke Brise Heiliger Geist und eine feine Prise Humor Interview mit Dr. Michael Diener CVJM MAGAZIN: Der CVJM-Westbund lädt alle fünf Jahre Mitarbeiter in den Vereinen und Kreisverbänden zu einer Mitarbeitertagung auf Borkum ein. Borkum ist für viele zu einer Art »Kultort« geworden und von dieser Tagung gehen viele Impulse ins Land. Gibt es für dich einen Kultort und was zeichnet einen solchen Ort für dich aus? Michael Diener: In Kultort steckt ja »Kultur« – also das, was eine besondere Form hat, geprägt wurde. Dazu gehören für mich geistliche Orte meines Lebens (St. Chrischona, Klostermühle/Fackelträ-

ger, Bad Blankenburg), aber auch Heimat wie Pirmasens. Da muss schon so ein Gefühl entstehen: »Da will ich hin – das ist was Besonderes!«

CVJM MAGAZIN: Bundes-

mitarbeitertagung auf Borkum – das ist Begegnung, Lernen, tief Durchatmen, Neues für sich persönlich und für den CVJM entdecken. Du hältst das Impulsreferat. Was ist dir für unsere Gemeinschaft im CVJM wichtig?

Michael Diener: Lust auf Begegnung, Respekt meinem Gegenüber, Verlangen, Jesus ganz sönlich zu erfahren

vor ein perund

immer eine dicke Brise Heiliger Geist und eine feine Prise Humor :-)

CVJM MAGAZIN: »Alles

bleibt. anders.« So lautet das Thema der Tagung. Was assoziierst du mit diesem Thema?

Michael Diener: Eindeu-

tig »Neues wagen«. Dieser Slogan ist ja wirklich zum Hoffnungswort, zum Zukunftsprogramm für den Gnadauer Gemeinschaftsverband geworden. »Neues wagen« bedeutet auch, »Erneut wagen!« Es ist kein oberflächliches »das Neue ist auf jeden Fall besser«, sondern ein Signal zum Aufbruch. Und so

höre ich auch »alles bleibt. anders!«

CVJM MAGAZIN: Welche

Wünsche hast du als Präses des Gnadauer Verbandes und als Vorsitzender der Deutschen Evangelischen Allianz an den CVJMWestbund?

Michael Diener: Auf Jesu Spur bleiben, das Leben und die Menschen lieben, dicht dran sein an den Jugendkulturen unserer Zeit, Mut zum Profil, eine hohe Bereitschaft Brücken zu bauen – ach, einfach mutig weiter!!

Dr. Michael Diener Präses des Gnadauer Gemeinschaftsverbandes, hält das Impulsreferat auf der Bundesmitarbeitertagung 2014.

Was ist denn da los?

Warteliste für die Bundesmitarbeitertagung!?! Nein, es handelt sich nicht um einen verspäteten Aprilscherz oder ein Problem mit der Homepage. Bereits nach gut sieben Wochen waren Anfang April alle knapp 700 Plätze ausgebucht. Das gab es noch nie! Was kannst du tun, wenn du dich eigentlich noch anmelden wolltest? Es scheitert nicht an weiteren Unterkünften. Die Ver-

handlungen mit einem weiteren Haus sind fast abgeschlossen. Entscheidender ist die Frage, ob es gelingt, die Übertragung der zentralen Veranstaltungen in der Kulturinsel in einen Nebenraum in guter Qualität zu gewährleisten. Und wenn dies gelingt, ob dir ein Platz in der Haupthalle nicht so wichtig ist. Dann kannst du dich

auf der Anmeldeseite unter www.allesbleibt-anders.de in eine Warteliste eintragen. Sobald die Fragen geklärt sind, nehmen wir Kontakt zu den Menschen auf, die sich dort eingetragen haben. Derzeit stehen voraussichtlich 80 zusätzlichen Plätzen ca. 55 Eintragungen auf der Warteliste gegenüber. Es lohnt sich also, sich noch einzutragen.

Übrigens: Fast 40 % der Teilnehmer sind zwischen 18 und 39 Jahre alt und auch die Älteren ab 60 Jahre sind mit 8 % angemessen vertreten. Das ist geblieben. Dass alle Plätze schon belegt sind, das ist dieses Mal – getreu dem Motto der Tagung – anders! Michael van den Borre

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Das kommt!

Bibelkolleg

Intensive biblisch-theologische Studien in Kaub Das Bibelkolleg will ein vertieftes Eindringen in die heilige Schrift und die zentralen Grundfragen der Dogmatik ermöglichen. Vom Textbereich aus werden »Längsschnitte« durch die biblischen Überlieferungen vollzogen. In diesem Jahr beschäftigen wir uns mit dem Jakobusbrief. Der Jakobusbrief ist keinesfalls die »strohene Epistel«, für die ihn manche gehalten haben. Jakobus schreibt lebendig und motivierend, manchmal auch ein wenig ernst und scharf. Er zeigt deutlich auf, was ihn stört: dass die Reichen hofiert und die Armen vergessen werden; dass der Glaube sich so wenig im Leben der Glauben-

den widerspiegelt; dass es in der Gemeinde Streit, ungute Worte, Verdächtigungen und ein Rangeln um Ehre und Aufmerksamkeit gibt. Aber Jakobus leitet auch an zu einem Leben, das vom Glauben geprägt ist: Der Zweifel ist nicht der Gegner, sondern der Herausforderer des Glaubens; der Glaube führt zum Handeln, das dem Nächsten nützt; die Kommunikation in der Gemeinde kann sich ändern, so dass sie aufbaut und nicht verletzt; und die Gemeindeglieder treten füreinander ein, so z. B. wenn einer von ihnen krank ist und die andern für ihn beten. Ein lebendiger, motivierender, zurechtrückender Brief den Jakobus schreibt. Nicht

immer leicht zu verstehen, weil uns sein theologischer Hintergrund – ein selbstbewusstes Judenchristentum – heute eher fremd ist. Aber wenn man mit Jakobus ins Gespräch kommt, bekommt man viele erhellende und klärende Impulse für seinen Glauben und sein Leben. Zu diesem Gespräch beim Bibelkolleg auf der Elsenburg vom 20. bis 26. September 2014 lade ich dich herzlich ein. Noch Fragen? Dann mailt mir: h.noack@cvjm-westbund.de

Das kommt! Termine 13.-14.09.2014 FdW-Treffen, Wuppertal 20.-26.09.2014 Bibelkolleg, Kaub 05.-09.11.2014 Bundesmitarbeitertagung, Borkum

Holger Noack

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Auch das noch!

Zeit zum Aufstehen

Ein Impuls für die Zukunft der Kirche Christen möchten, dass Menschen von der Liebe Gottes angesteckt werden. Im CVJM-Westbund laden wir junge Menschen ein, ihr Vertrauen auf Jesus Christus zu setzen. Viele erleben in ihren Gemeinden und CVJM, dass das Evangelium die Mitte der Gemeinde ist. An anderen Orten erleben junge Christen, dass über vieles geredet wird, aber der Kern der biblischen Botschaft nur ein Randdasein führt. Sie werden mutlos und wenden ihrer Gemeinde den Rücken zu, manche wenden dann auch Jesus Christus den Rücken zu. Ein Gruppe von engagierten Christen aus Gemeinden, Werken und Verbänden (auch dem CVJM) hat deshalb einige Sätze zusammengestellt, die deutlich machen, worauf unser Glaube beruht. Sie regen zum Nachdenken, zur Diskussion an. Als Christen stehen wir zusammen, denn wir sind durch Jesus Christus auf einzigartige Weise verbunden. Wir laden dazu ein, von Herzen in das Bekenntnis mit einzustimmen: Allein Jesus Christus befreit uns. Allein durch seine Gnade sind wir gerettet. Allein durch den Glauben an ihn haben wir das Leben. Allein durch die Bibel finden wir einen Maßstab für das, was wir glauben und wie wir leben. Wir bekennen, dass wir dem oft nicht gerecht werden, was wir glauben und was dem Willen Gottes entspricht. Deshalb bitten wir um Vergebung für mangelnde Treue im Glauben, in der Hoffnung und in der Liebe. Wir leben von der Barmherzigkeit des drei-

einigen Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Bewegt von seiner Liebe, stehen wir gemeinsam auf gegen Lehren, Ideologien und Kräfte in unseren Kirchen und in unserer Gesellschaft, die die Würde des Menschen in Frage stellen, die Freiheit des Bekenntnisses einschränken und das Herzstück unseres Glaubens preisgeben. Einen anderen Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist: Jesus Christus. (1. Korinther 3,11)

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Jesus Christus ist der Sohn Gottes. Er ist für uns am Kreuz gestorben und auferstanden. Wir stehen ein für die Einzigartigkeit von Jesus Christus. Allein an ihm entscheidet sich das Heil aller Menschen. Wir stehen auf für Jesus Christus und gegen alle Lehren, die die Versöhnung durch seinen Tod am Kreuz in Frage stellen und seine leibliche Auferstehung leugnen.

2

Gott hat diese Welt geschaffen und jeden Menschen als sein Ebenbild mit unverlierbarer Würde. Wir stehen ein für die unverletzliche Würde des Menschen in jeder Phase seines Lebens: Auch ungeborene, schwache, kranke, alte, arme, vertriebene, entrechtete Menschen wollen wir schützen und stärken. Wir stehen auf für die Gottesebenbildlichkeit des Menschen und gegen jede Ideologie, die ihm seine Würde und Gott die Ehre nimmt. Wir widersprechen einer eigenmächtigen Verfügung über das Leben, die

darin nicht mehr eine anvertraute Gabe Gottes sieht.

3

Jesus Christus vergibt uns unsere Schuld – gerecht vor Gott werden wir allein durch seine Gnade. Wir stehen ein für das Evangelium von Gottes Liebe und Barmherzigkeit. Jeder Mensch hat ein Recht darauf, diese gute Nachricht zu hören. Wir stehen auf für die Verkündigung des Evangeliums in aller Welt und gegen die Behauptung, Menschen bräuchten keine Erlösung.

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Die ganze Bibel ist Gottes Wort – durch sie spricht Gott zu uns; er zeigt uns, wer er ist und was er will. Wir stehen ein für das Vertrauen in die Heilige Schrift. Gottes Wort und menschliche Worte sind in ihr untrennbar verbunden. Einheit und Vielfalt ihres Zeugnisses finden ihre Mitte in Jesus Christus. Wir stehen auf für die Wahrheit des Wortes Gottes und gegen die Kritik an der Bibel als Autorität für die Lehre der Kirche und das Leben der Christen. Die Bibel ist immer aktueller als der jeweilige Zeitgeist.

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Der Mensch ist als Mann und Frau geschaffen; dieses Gegenüber ist Gottes gute Schöpfungsgabe. Wir stehen ein für die Ehe von Mann und Frau. Sie ist für jede Gesellschaft grundlegend. Wir wollen das aus dieser Gemeinschaft geschenkte Leben von Familien för-

dern. Wir stehen auf für die Stärkung der Ehe und gegen ihre Entwertung.

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Allen Menschen auf der ganzen Welt steht das Recht zu, in Freiheit ihren Glauben zu leben und zum Glauben einzuladen. Wir stehen ein für die Freiheit des Glaubens und des Religionswechsels, insbesondere in muslimischen Ländern und totalitär regierten Staaten. Wir stehen auf für Gewissens- und Religionsfreiheit und gegen jede Benachteiligung und Verfolgung von Christen und Angehörigen aller Religionen weltweit. Wir widersprechen jeder Form von Intoleranz, die Gewissen und Denken zwingen will.

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Jesus Christus wird wiederkommen. Mit ihm hat unser Leben eine große Zukunft. Wir stehen ein für die biblische Verheißung auf einen neuen Himmel und eine neue Erde. Wir glauben, dass das Reich Gottes heute schon erfahrbar ist, wo Jesus uns bewegt, anderen in Liebe zu dienen. Wir stehen auf für ein Leben in Hoffnung und gegen jede Form der Resignation, denn unser Glaube erschöpft sich nicht im Diesseits. Mehr Informationen zur Initiative und die Möglichkeit, selbst zu unterzeichnen, findest du auf: www.zeit-zum-aufstehen.de

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Jungschar

Mädchen

Westbundmeisterschaften

Geschafft!

Vom 20. bis 21. September 2014 treffen wir uns zur Westbundmeisterschaft in Rüggeberg (CVJM-KV Schwelm). Dazu laden wir die Gewinner der JungscharKreismeisterschaften ein. Teilnehmer sind die Gewinner der Mädchen- und Jungen-Jungscharmannschaften (»Mixed-Teams« starten gewöhnlich beim Turnier der Jungen). Vereine ohne Kreismeisterschaft können jeweils ein Team melden.

Sie hatten es geschafft und sie waren geschafft: die Teilnehmerinnen unseres dritten Pilgertages für Frauen. Fachausschussmitglieder, CVJM-Mitarbeiterinnen und Freundinnen aus fünf verschiedenen Orten hatten sich morgens in Wermelskirchen auf den Weg gemacht, um einen Abschnitt des Jakobsweges zu pilgern, und kamen am Nachmittag ein bisschen verschwitzt, aber glücklich am Altenberger Dom an. Bei sonnigen 20° C hatten wir optimale Rahmenbedingungen für eine traumhaft schöne Strecke mit Wald, Wasser und vielen, vielen Brücken.

Jungschar Sportfest in Rüggeberg

Die Mannschaften bestehen aus einem Team von sechs bis

X Bibelquiz: Bereitet euch

mit eurer Jungschar auf folgende Bibelstellen vor: 1. Johannes 4,1–6 1. Johannes 4, 7–13 1. Johannes 4, 14–21

Die Startgebühr für Teilnehmer und Betreuer: 11,– Euro pro Person. Für Unterkunft und Verpflegung wird gesorgt. Infos und Anmeldung Søren Zeine T (02 51) 3 99 93 94 oder s.zeine@cvjm-westbund.de

Wer vom Kreisverband als Sieger gemeldet wurde, erhält einen speziellen Meldebogen zugesandt. Diesen bitte ausfüllen und an die angegebene Adresse schicken. Zusätzlich bitte eine Anzahlung von 40,00 € machen. zehn Teilnehmern, die in der Zeit vom 20. September 2000 bis 31. Dezember 2005 geboren sind. Die Mannschaft ist vor Beginn des Wettbewerbs namentlich zu nennen.

Pilgertag für Frauen

Aber unser Pilgertag soll nicht bloß ein Wandertag sein, es geht nicht darum, Kilometer zu »schrubben«: Vielmehr laden wir dazu

ein, sich auch innerlich auf einen Weg zu begeben. Nach einer Einführung beim Start gab es unterwegs Gelegenheit, an markanten Punkten anzuhalten und innezuhalten: Ein Psalm, eine Meditation oder ein Gebet gaben jeweils Anregung für das Gespräch oder für das eigene Nachdenken und Beten auf dem nächsten Wegabschnitt. Das Schöne an diesem Tag ist: Man ist zusammen unterwegs und erlebt Gemeinschaft, zugleich geht jede ihren ganz eigenen Weg mit den eigenen Gedanken im Gepäck, um am Ende erschöpft und trotzdem erfrischt anzukommen.

Bankverbindung CVJM-Westbund, KD-Bank eG IBAN: DE58 3506 0190 1010 2570 65 Zweck: »JS Sportfest 2014 — Anzahlung«

X Wettkämpfe: Einzelwett-

kämpfe (Indoor-Variante: Indiacaweitschlag und Standweitsprung; Outdoor-Variante: Schlagballweitwurf und Weitsprung – Welche Variante gespielt wird, hängt von den örtlichen Gegebenheiten und dem Wetter ab)

Jungschar Termine 20.–21.06.2014 35. Mädchen–Jungschar– tage, Häger 28.06.2014 Jungschar-Tag Ruhrgebiet, Essen

zu

21.09.2014 Jungschar-Bundesmeisterschaft, Rüggeberg

Indiaca und Völkerball (es werden beide Turniere gespielt)

21.09.2014 Jungschar-Tag Rheinland/ Saar, Emmelshausen

X Pendelstaffel

20 % gewertet)

X Turniere:

(wird

22.-25.05.2015 Jungschar-Kongress 2015

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[girls only] Ich hatte an dieser Stelle schon darauf hingewiesen, dass unser [girls only] Mädchentreffen in diesem Jahr etwas früher stattfindet aufgrund der Bundesmitarbeitertagung auf Borkum. Wir laden euch mit euren Mädels herzlich ein, vom 18. bis 19. Oktober 2014 nach Wuppertal zu kommen – »Einfach traumhaft!« ist das Thema, und genau so soll auch das Wochenende werden! Schön, wenn ihr dabei seid – egal, ob mit zwei oder zwanzig Mädchen! Es grüßt euch herzlich aus dem Wilden Westen des Westbundes Tanya Worth

Mädchen Termine 18.-19.10.2014 [girls only] Mädchentreffen, Wuppertal


Jungen

Bündische Jugend

Jungen beten… Sicher betest du regelmäßig für deine Jungs. Umso erstaunter bist du vielleicht, dass Jungs für dich oder überhaupt beten. Für Christen ist das Gebet die Kommunikation zu Gott. Elementar, einfach und für jedes Leben bereichernd. Selbstverständlich beobachten wir, dass nicht alle Jungen gerne über alles reden wollen und sich lieber ausschweigen. Genauso erleben wir in unseren Gruppen Jungen, denen es schwerfällt, sich zurückzuziehen, geschweige denn Stille auszuhalten. Aus unseren langjährigen Erfahrungen aus der Praxis wollen wir dir hier konkrete Tipps für das Gebet mit Jungen geben, um dieses wichtige Element in der Beziehungsarbeit mit Jungen einzuüben und zu pflegen: X Nutze den Anhang aus den neuen

Liederbüchern: z. B. »Das Liederbuch« – denn darin finden sich gut sortierte Gebete für verschiedene Lebenssituationen – klar formuliert, verständlich und lebensnah.

X Aus dem Buch zu der Gebetsinitiative

»Hörst du mich?«: Das Fünf Finger Gebet: Jeder Finger steht für eine Lebenssituation, für die ihr beten könnt. Die Dank-Bar: Verschiedene Gläser für verschiedene Lebensbereiche werden aufgestellt. Alle überlegen, für was sie dankbar sind und schreiben es auf Zettel. Die Zettel werden in die entsprechenden Gläser gesteckt. Gebt der Dank-Bar ein paar Wochen lang einen festen Platz. www.hoerst-du-mich.de

X Das schriftliche Gebet: Schaffe deinen Jungs Raum

(Klagemauer, Gebetswand) für ihren Dank, Unmut und ihre Klage. Bitte darum, sich schriftlich zu äußern.

20 Jahre deutsch/ungarische Partnerschaft

Jubiläumsfeier in der Lindenmühle Vom 01. bis 04. Mai 2014 trafen sich verantwortliche Mitarbeiter der ungarischen Tappancs und der bündischen Arbeit zur 20-Jahrfeier in der Lindenmühle. Der KIE ist der ungarische Dachverband des CVJM. Da es in Ungarn kein Wort für »bündisch« gibt, nannte man sich kurzerhand »Tappancs«, was übersetzt »Barfußgänger« heißt. Wir gehen ja in unseren Sommerlagern generell barfuß. Das haben die Ungarn gerne übernommen und definieren sich über dieses Wort. Schon 1993 gab es erste Kontakte, die sich 1994 intensivierten. Ende der 90er Jahre kamen bis zu 50 Kinder und Mitarbeiter aus Ungarn in unsere Lager und Freizeiten. 2003 führten unsere ungari-

schen Freunde schon eigene Lager und Freizeiten durch. Wir unterstützen sie bei ihrer Arbeit mit Rat und Tat. Das Treffen in der Lindenmühle stand unter dem Thema: Miteinander beten, aufeinander hören, voneinander lernen. Uns vereint die Losung: Ganz für Jesus Christus und die uns anvertrauten Jungen und Mädchen. »Mit Jesus Christus – Mutig voran« soll es auch weiter heißen.

Max Hamsch

X Ermögliche Augenblicke der Stille: Überlege, wo ein

leises Gespräch unter vier Augen stattfinden kann.

Probiere verschiedene Gebetstexte und Formen aus, um eine Form des Gebetes für deine Gruppe zu finden. Wir im Fachausschuss sind gespannt auf deine Gebetserfahrungen und freuen uns, von dir zu hören. Weiter Informationen und Praxistipps für die Jungen und Männerwelt bekommst du über die Homepage: www.cvjm-westbund.de/jungen Fachausschuss für Jungen und Männer

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Jugendpolitik

Posaunen

Als Fachausschuss mit Politikern im Gespräch

Aktuelle Bläserliteratur

Interview mit Horst Pitsch CVJM MAGAZIN: Was verbirgt sich hinter dem sperrigen Begriff Fachausschuss Jugendpolitik? Horst Pitsch: Das ist eine kleine Gruppe jugendpolitisch interessierter und engagierter Menschen, die jugendpolitische Tendenzen wahrnehmen und sie auf die Auswirkungen für unsere Kinderund Jugendarbeit untersuchen. Die wichtigsten Ergebnisse finden sich dann auf unserer Homepage und im CVJM MAGAZIN und werden in eigenen Seminaren (auf der Bundesmitarbeitertagung und vor der Bundesvertretung) kommuniziert. CVJM MAGAZIN: Du bist das dienstälteste Mitglied im Fachausschuss. Was waren die prägendsten Themen in der langen Zeit deiner Mitgliedschaft? Horst Pitsch: In meinem ältesten Ausschussprotokoll vom 24. September 1993 findet sich der TOP »Jugendarbeit & Schule«. Dieses Thema beschäftigt uns (ich kann es fast nicht mehr hören) mit unterschiedlichen Schwerpunkten bis heute. Ein Ende ist nicht in Sicht. Hinzu kamen andere Themen, wie Wehrpflicht & Freiwilligendienste, U 18 Jugendwahlen, Förderalismusreform, erweiterte Führungszeugnisse, Ehrenamt u. a. CVJM MAGAZIN: Wo konntet ihr als Fachausschuss gesellschaftliche Impulse setzen und wo nicht?

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Horst Pitsch: Unsere Kernthemen »Sicherung verbandlicher Jugendarbeit« und »Förderung des Ehrenamtes« haben wir immer wieder in Gesprächen mit Politikern und auch gemeinsam mit AEJ und den Landesjugendringen in die politische Öffentlichkeit getragen. Eines unterscheidet uns sehr von allen anderen Fachausschüssen. Mindestens 75 % unserer Inhalte werden uns von außen als gesetzliche Vorgaben vom Bund und den Ländern auf die Tagesordnung diktiert. Wir können da oft nur reagieren. CVJM MAGAZIN: Was wünschst du dir für die Zukunft des Fachausschusses? Horst Pitsch: X Eine Verringerung der

Gesetzes- und Verordnungsflut, damit mehr Zeit bleibt für unsere eigenen Themen und aktiven Gestaltungsmöglichkeiten.

X Neue, vor allem jüngere

Gesichter im Ausschuss, denen unser Gemeinwesen nicht gleichgültig ist und sich im CVJM dafür einsetzen möchten.

X Einen

Blick über den deutschen Tellerrand nach Europa. Europa bestimmt mehr und mehr unseren Alltag. Als CVJM sind wir mit Landesverbänden in allen EU Staaten doch geradezu prädestiniert für einen weiten Horizont.

Lobt Gott 1 - Der Klassiker im neuen Gewand »Ich gratuliere euch zur gelungenen Ausgabe.« »Ich finde sie super!« Das sind einige der ersten Reaktionen auf das neu gesetzte »Lobt Gott 1«. Geändert hat sich dabei nicht nur der Notensatz, sondern auch das Format – das Buch ist deutlich größer geworden und damit besser lesbar. Mit einem Vorwort von Dr. Martin Türk versehen und unter der Beibehaltung der alten Dynamikangaben sowie allen Tonleitern bietet der gebundene Neudruck alles, was man als Bläser an den alten Ausgaben geschätzt hat. Der Umbruch und die Inhaltsangaben wurden ebenso übernommen wie die Originalnummerierung, außerdem haben jetzt alle Stücke Taktzahlen. Eine B-Stimmenausgabe im PDF-Format ist geplant und wird demnächst als Ergänzung angeboten. Zu bestellen im CVJM-Shop: www.cvjm-shop.de oder telefonisch: T (02 02) 57 42 32 Preis: 23,95 €, Art. 128043

Zeichen deiner Größe – Das Bundesposaunenfest 2015 rückt näher Nach »Zeichen deiner Nähe« und »Zeichen deiner Liebe« wird die Reihe nun mit dem dritten Band »Zeichen deiner Größe« fortgeführt. Komponisten wurden um Kompositionen gebeten, andere Stücke wurden eigens für Posaunenchor arrangiert oder eingerichtet. So bietet das Heft nun eine Reise quer durch die Epochen der Musikgeschichte – es gibt Instrumentalmusik sowie wortgebundene geistliche Musik neben Arrangements aus Pop und Swing. Tempo- und Dynamikangaben, Phrasierungs- und Artikulationszeichen sind eingefügt. Zusätzlich gibt es zur Orientierung für Musiker und Chorleiter eine Doppel-CD, die durch die Auswahlchöre des CVJM-Westbundes eingespielt wurde. Wir hoffen, dass die Musik aus diesem Heft dazu beiträgt, die Größe Gottes und seine Liebe zu uns Menschen in viele Herzen zu spielen. Nicht zuletzt auch beim Bundesposaunenfest am 21. Juni 2015, bei dem dieses Heft als Notengabe dient. Zu bestellen im CVJM-Shop: www.cvjm-shop.de oder telefonisch: T (02 02) 57 42 32 Preis: 14,95 €, Art. 128060


Sport

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CVJM-Sportlon – die Zweite Was passiert, wenn sich Fußball-Begeisterte, VolleyballSpieler, Tischtennisfreunde, CVJM-Hockey-Freaks und CVJMer, die sich gerne bewegen und viele Sportarten abwechselnd betreiben, am 27. Juni nach Wuppertal aufmachen? Richtig! Sie erleben ein Wochenende lang das Sportfest CVJMSPORTLON des CVJMWestbundes in Wuppertal. Schon im Jahr 2013 haben viele die gemeinsame Zeit genossen: die tollen Gespräche, die gemeinsame Bewegung, das leckere Grillen, die Begegnungen und das Hören von Jesus.

Dabei wird es in diesem Jahr eine Überraschung geben: Jede Mannschaft, die aus fünf Personen besteht, wird sich in einem Turnier mit anderen Mannschaften in den vier Sportarten Floorball, Volleyball, Tischtennis und Fußball messen. Die fünfte Sportart ist noch geheim und wird erst kurz vor dem Wochenende verraten. Also melde ein Team an, pack dir CVJMer aus deinem Verein ins Auto, fahr nach Wuppertal und lass dich überraschen. Andreas Götz

Die SPORTS-aktuell ist da Du weißt, dass Basketball, Volleyball und Futsal im weltweiten CVJM erfunden wurden. Dir ist bekannt, dass der CVJMSport als Verband mit besonderer Aufgabenstellung genauso Mitglied im Deutschen Olympischen Sportbund ist wie der Deutsche Fußballbund. Dir ist nicht neu, dass der CVJM-Sport über 40.000 Aktive im deutschen CVJM zählt und somit eine starke Säule der CVJM-Arbeit ist. Dann fehlen dir aber noch aktuelle Informationen aus dem CVJM-Sport. Wir berichten über neue Trends, gute Ideen, ansprechende Verkündigungsmethoden, pulsierende Arbeit, wichtige Sportpolitik und sinnvolle sportpädagogische Ansätze. Das wird deine Jugend-, Kinderund Sportgruppe ganz nach vorne bringen! Im Mai ist die erste Ausgabe des digitalen CVJM-Sportmagazins »SPORTS-aktuell« erschienen. Auf mehr als 30 Seiten kannst du viermal im Jahr CVJM-Sportnachrichten per Mail zugeschickt bekommen. Eine formlose Mail an a.goetz@cvjm-westbund.de reicht, und du wirst die »SPORTS-aktuell« regelmäßig erhalten. Andreas Götz

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Junge Erwachsene

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Kochkurs im CVJM Heckinghausen

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Mit einer Idee und einem Koch fing alles an: »Könnten wir nicht einfach einen Kochkurs starten?« Von diesem Satz bis zur tatsächlichen Umsetzung vergingen ca. drei Monate und am 21. November 2013 startete das erste Mal »KLASSE, KOCHEN!« – der Kochkurs für junge Leute ab 16 Jahren. Einmal im Monat treffen sich ca. 15 junge Leute aus dem CVJM Heckinghausen im Alter von 16 bis 30 Jahren, um gemeinsam die Kochkunst zu vertiefen. Dabei werden neue Dinge ausprobiert wie z. B. Wild, Safran oder Rübstiel. Aber auch Gewürzkunde, Warenkunde und Standardgerichte stehen auf dem Programm. Ein professioneller Koch bereitet sich auf jedes Treffen vor. Er sucht Rezepte heraus, kauft Zutaten ein und überrascht mit verschiedenen Geräten, wie z. B. einem riesigen Pürierstab. Es wird gemeinsam mit allen oder in kleinen Gruppen gekocht. Ein großes Geschenk ist, dass der Kochkurs in der Industrieküche des GemeindeCafés stattfinden kann. Am Ende des ereignisreichen Abends wird gemeinsam an einer langen Tafel gegessen. Ein kurzer geistlicher Input, der das Thema des Abends noch mal aufgreift, rundet den Abend ab. Häufig liegen die Anmeldungen für den nächsten Kochkurs zu diesem Zeitpunkt bereits wieder vor. Man kann sich für jedes Treffen separat oder gleich für alle auf einmal anmelden, so dass auch neue Teilnehmer jederzeit einsteigen können. Das Angebot wird so gut angenommen, dass der Kochkurs bereits in die zweite Runde startet. Rebecca Feinle Jugendleiterin im CVJM Heckinghausen

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Weltdienst

Überall eine offene Tür Ghana – ein Reisebericht »Obruni, Obruni«, ruft mir das Mädchen entgegen. Sie schaut verstohlen zu ihrer Mutter und zeigt mit dem Finger auf mich. »Obruni« heißt übersetzt »weißer Mann«. Ich bin in Ghana angekommen: Es ist für mich der erste Aufenthalt in Afrika. Mit acht weiteren Neugierigen habe ich mich zur Ghana Kompakt-Reise des CVJM-Westbundes angemeldet, der seit 65 Jahren eine Partnerschaft mit dem YMCA in Ghana pflegt. In den kommenden zwei Wochen tauchen wir nicht nur in die (bewegte) Geschichte des Landes ein, sondern bekommen auch einen Einblick in Afrikas Kultur. Wir beginnen unsere Rundreise in Accra. In der Hauptstadt sind die Gegensätze zwischen arm und reich am deutlichsten. Die Reichen wohnen nicht weit entfernt von den Armen, die ohne Strom, fließendes Wasser oder Obdach leben müssen. Das wirkliche Leben lernt

man in Afrika auf der Straße kennen, am besten beim Besuch eines Marktes, auf dem die Menschen ihre Erzeugnisse verkaufen. Ich muss mich erst daran gewöhnen, dass der Preis oft Verhandlungssache ist. Unser Reiseleiter und Bundessekre-

tär Eckard Geisler kennt das Land, die Menschen und die Kultur schon seit 20 Jahren. So erkunden wir Gebiete, die nicht zu den typischen Touristen-Attraktionen gehören und wir lernen die Menschen und die CVJM-Arbeit vor Ort kennen. Im Kakum National Park laufen wir über Hängebrücken und betrachten den Regenwald von oben. Wir besuchen den Botanischen Garten in Aburi, den Bosumtwisee, den riesigen Volta-Stausee und die Festungen in Apam und Elmina.

denken relativiert. Ich werde nachdenklich, wenn morgens das Wasser zum Duschen oder Händewaschen fehlt. In den Krankenhäusern und Schulen entspricht vieles nicht meinem gewohnten Standard – aber die Menschen sind zufrieden. Als wir in Konongo eine Goldmine besuchen, ist dort von europäischen Maschinen nichts zu sehen. Die Arbeiter schuften unter schwierigsten Bedingungen bis an den Rand ihrer Kräfte. Ob das verdiente Geld zum Überleben reicht?

Viel einprägsamer sind aber die Begegnungen mit den Menschen. Ghana steht auch für Lebensfreude, Gastfreundschaft, Hilfsbereitschaft und leckeres Essen. Lebensfreude strahlen die Ghanaer aus, wenn sie zu ihren (teilweise dreistündigen) Gottesdiensten zusammen kommen. In dem Ort Morso mit 4.000 Einwohnern feiern sonntags acht Gemeinden zeitgleich ihre Gottesdienste. Als Gäste bekommen wir einen Ehrenplatz. Denn auch das zeichnet die Afrikaner aus: Wir finden überall eine offene Tür, egal wie gut oder schlecht es den Menschen geht. Der Gast ist König! Mich beeindruckt der starke Zusammenhalt der Familien. Es ist aber auch traurige Realität, dass Mädchen aufgrund der Verschuldung ihrer Eltern von reichen Personen als Pfand beansprucht und ausgebeutet werden.

In den ländlichen Regionen, die wir in der zweiten Woche besuchen, gelten noch einmal eigene Gesetze. Die traditionellen Stammeshäuptlinge (Chiefs) spielen dort eine wichtige Rolle. Sie sind Schlichter, wenn es im Dorf zu Streitereien kommt. Zwei von ihnen empfangen uns mit Ehren, weil sie die Aufbauarbeit des CVJM in ihren Dörfern schätzen.

Zwei Wochen Ghana haben mein westliches Anspruchs-

Es gäbe in zwei Wochen Ghana sicher noch sehr viel mehr zu entdecken und zu berichten. Ob es lange dauert, bis mich in Afrika wieder ein Kind anschaut und mit Erstaunen »Obruni« ausruft? Eines jedenfalls steht jetzt schon fest: Auf das anstehende WM-Spiel Deutsch-

land gegen den viermaligen Afrika-Meister Ghana sehe ich mit ganz anderen Augen.

Johannes Weil

Weltdienst Termine 09.-15.11.2014 Weltbundgebetswoche

Weltdienst-Projekt In jeder Ausgabe des CVJM MAGAZINs stellen wir einen Weltdienst-Bereich vor, der dringend finanzielle Hilfe braucht und der zu Kollekten, Dankopfern und Aktionen anregen soll: In Ghana gibt es in Accra, Koforidua und Konongo Gästehäuser vom YMCA mit einem guten Standard. Sie dienen als Schulungszentren und sind auch eine wichtige Einnahmequelle. Um auch in Afrika mit der Zeit zu gehen müssen die Hostels in Accra und Koforidua auf Gästehausstandard umgebaut werden. Dafür braucht es die Hilfe aus dem CVJM-Westbund unter dem Stichwort »Projekt 3/14 (Bildung)« auf das Westbund-Konto IBAN: DE77 3506 0190 1010 2570 14 • BIC: GENODED1DKD

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gefördert durch das

X 6014 Postvertriebsstück X Entgelt bezahlt: DP AG CVJM-Westbund e. V. X Bundeshöhe 6 X 42285 Wuppertal

Übrigens…

Wenn eine umzieht, dann kann sie was erzählen. Z. B. was es bedeutet, sich von Dingen zu trennen. Da gibt es die »Schätzchen«, immer mal wieder liebevoll angesehen, abgestaubt, aber selten genutzt. Da sind die Erinnerungen an Menschen, die mir das eine und das andere geschenkt haben. Manches davon ist in die Jahre gekommen. Manches steht einfach da und ist Ballast, aber auch an diesen kann man sich gewöhnen. Trennen ist schwer – aber notwendig! Also fange ich an zu sortieren: wichtig, weniger wichtig, abzugeben, ab in den Sperrmüll. Am Ende war es dann das eine alte Schätzchen, das doch wieder aus dem Müll geholt wurde, weil ich mich nicht trennen konnte. Spannend war dann die Erfahrung in der neuen Wohnung: Gut, dass mancher Ballast nicht mehr da ist. Weniger ist manches Mal wirklich mehr. Wenn eine umzieht, dann kann sie was erleben. Z. B. neue Nachbarn: »Ach, Sie sind die neuen Mieter? Wir wohnen schon über 30 Jahre in diesem Haus.« Daneben sind es die neuen Geräusche bei Nacht, die Dinge, die einen neuen Ort gefunden haben und die ich immer an der falschen Stelle suche. Umziehen, das ist nicht das Schlechteste. Ich lerne, mich nicht fest zu machen an Altem, Gewohntem. Kinder Gottes sind auch »Umzieher«, denn sie hören intensiv auf die Stimme Gottes und folgen ihm. Und das heißt auch, sich auf Neues einzulassen.

In dieser Woche haben mein Mann und ich eine Stadtführung in Wuppertal-Barmen mitgemacht. Auf den Spuren Friedrich Engels, so hieß der Titel, aber nach zwei Stunden wusste ich viele interessante Dinge über einen Teil Barmens und weniger über Engels. Macht nichts, denn die eine Information hatte es in sich: Zur Zeit Engels gingen die Barmer Reformierten jeden Sonntag (zu Fuß!!!) von Barmen nach Elberfeld, weil da die reformierte Kirche stand. Erst später bekamen sie eine eigene Kirche. Wenn heute getrauert wird, weil wir Kirchen aufgeben müssen, und das Argument lautet: Man könne keinem zumuten, so weit zu laufen (oder zu fahren!), dann möchte ich von den Menschen vor fast 200 Jahren gerne lernen. Der CVJM-Westbund gehört auch zu den »Umziehern« oder besser den Weiterziehern. Auch wir überlegen, was wichtig ist und wo sich Ballast angesammelt hat. Ich hab keine Sorge, dass es uns gelingt. Das braucht Zeit und Weisheit von Gott, das Hören auf ihn und dann viele mutige kleine Schritte. Ich vertraue darauf, dass der CVJMWestbund in seiner langen Geschichte und den vielen Schritten hinter Jesus her immer wieder entdeckt hat, was Gott alles schenkt und wo er uns geholfen hat, loszulassen. In unserem Herrn Jesus Christus verbunden Eure

Hildegard vom Baur

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CVJM Magazin 3/14  

Das CVJM Magazin wird von sieben CVJM-Landesverbänden herausgegeben mit dem Ziel, ein einladendes, vielfältiges, begeisterndes und manchmal...

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