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Nr. 1/15

CVJM MAGAZIN Westbund Mal angenommen…

Zoff unter Christen

Starterprojekt CVJM-Pfadfinder

Migration -- (k)ein Thema im CVJM

Reis für Sierra Leone


Inhalt

Titelthema: Mal angenommen…

Impressum CVJM MAGAZIN Westbund für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im CVJM-Westbund e. V., 168. Jahrgang, erscheint viermal jährlich

Zoff unter Christen

Seite 4

Einander annehmen –- zu Gottes Lob Seite 6

Herausgeber: CVJM-Westbund e. V. Bundeshöhe 6, 42285 Wuppertal, T­­­(02 02) 57 42-17, F (02 02) 57 42-42, E-Mail: info@cvjm-westbund.de, Internet: www.cvjm-westbund.de Beteiligte Verbände: CVJM-Gesamtverband in Deutschland e. V. Im Druseltal 8, 34131 Kassel CVJM Norddeutschland e. V., Birkenstr. 34, 28195 Bremen CVJM-Ostwerk e. V., Sophienstr. 19, 10178 Berlin CVJM LV Sachsen e. V., Leipziger Str. 220, 01139 Dresden CVJM LV Sachsen-Anhalt e. V., St. Michael-Str. 46, 39112 Magdeburg CVJM LV Schlesische Oberlausitz e. V., Johannes-Wüsten-Str. 21, 02826 Görlitz CVJM Thüringen e. V., Gerberstr. 14a, 99089 Erfurt CVJM-Westbund e. V., Bundeshöhe 6, 42285 Wuppertal

Wie weit kann und will ich gehen? Seite 8

Mitglieder des Redaktionskreises (Thema): Hildegard vom Baur (Westbund), Carmen Behrens (Ostwerk), Hartmut Berger (Sachsen), Thomas Brendel (Schlesische Oberlausitz), Claus Hassing (Ostwerk), Katrin Müller (Norddeutschland), Gottfried Muntschick (Sachsen-Anhalt), Frank Schröder (Thüringen), Matthias Schultz (Gesamtverband), Birte Smieja (Westbund), Roland Werner (Gesamtverband)

Kleinglauben

Seite 12

Redaktion Thementeil: Holger Noack Redaktion Gesamtverband: Matthias Schultz Redaktion Westbund: Joachim Laudert

Stillstand

Seite 13

Bildnachweis: Archiv CVJM-Westbund e. V. oder am Bild, S. 1 (Titel) ©panthermedia.net/N. Blume, S. 3 (Kalender): ©panthermedia.net/T. Lachemund, S. 4 (Männer): ©panthermedia.net/G. Muresan, S. 4 (Wegweiser): ©panthermedia.net/H. Harbach, S. 6 (Blumenstrauß): ©panthermedia. net/M. Rossberg, S. 8 (Feuer): ©panthermedia. net/H. Biebel, S. 12 (Mann): ©panthermedia. net/L. Dolgachov, S. 13 (Mann): ©panthermedia. net/spaxia, S. 14/15 (Hände): ©panthermedia.net/ itana, Seite 16-19: © CVJM-Gesamtverband, S. 20 (Baum): ©panthermedia.net/A. Varlakov, S. 24 (Kugeln): ©panthermedia.net/F. Peters, S. 36 (Geschenke): ©panthermedia.net/B. Fulawka Bibelzitate: Lutherbibel, revidierter Text 1984, durchgesehene Ausgabe, © 1999 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart (www.bibelonline.de) Beiträge, die mit Namen gekennzeichnet sind, geben nicht unbedingt die Auffassung der Redaktion wieder. Abdruck, auch auszugsweise, Wiedergabe von Textbeiträgen und Illustrationen nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Redaktion gestattet. Bankverbindung: KD-Bank eG Duisburg IBAN: DE05 3506 0190 1010 2570 49 BIC: GENODED1DKD Konto-Nr.: 1010 257 049 • BLZ: 350 601 90 Layout und Herstellung / Anzeigenverkauf u. -verwaltung: Drei-W-Verlag GmbH Landsberger Straße 101, 45219 Essen, T (0 20 54) 51 19, F (0 20 54) 37 40, www.drei-w-verlag.de Bezugspreis: 12,50 € im Jahr Redaktionsschluss Ausgabe 1/15: 16.02.2015

Der unverzichtbare Zusatz

Seite 11

Alles inklusiv?

Seite 14

Aus der Geschäftsstelle Aus den Häusern

Seite 20

CVJM-Gesamtverband

Seite 23

Jugendliche fordern mehr Verantwortung 16

Aus den Regionen

Seite 24

»Hilfsorganisationen überfordert« 17

Beispielsweise

Seite 25

Migration –– (k)ein Thema im CVJM?

So war‘s!

Seite 26

Das kommt!

Seite 28

Jungschar

Seite 29

Bündische Jugend

Seite 29

Aktuelle Informationen

TEN SING

Seite 30

Sport

Seite 31

Weltdienst

Seite 32

aus dem CVJM-Westbund erhältst du auch im Blog auf unserer Homepage oder bei Facebook:

Kontakte

Seite 33

www.cvjm-westbund.de

Übrigens

Seite 36

www.facebook.de/CVJMWestbund

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Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser… »Mal angenommen«. Mit Worten lässt sich gut spielen – aber kann man mit ihnen auch etwas ändern? Aus geistlichen Impulsen praktische Handlungsmöglichkeiten entwickeln? Wie mit der Jahreslosung 2015, die zu diesem Wortspiel einlädt, aber auch eine entscheidende Herausforderung für unsere Arbeit formuliert: »Mal angenommen, dass dieser Grundgedanke des Evangeliums – die Annahme jedes Menschen durch Gott in seiner Gemeinde – unsere Arbeit im CVJM immer deutlicher prägt?« »Mal angenommen, wir würden Konflikte klären wie Barnabas und Paulus. Nicht weichspülen, aber auch nicht festtrampeln. So, dass die Unterschiede sichtbar werden, sich vielleicht auch mal Wege trennen, aber dennoch eine tiefe Verbundenheit gelebt wird: Wir sind gemeinsam berufen, das Reich Gottes auszubreiten. Diese Gemeinsamkeit wiegt schwerer als jede streitbaren Unterschiede.« »Mal angenommen, dass wir so streiten, dass wir in der Sache klar und in der Beziehung nahe bleiben. Dass Unterschiede deutlich ausgesprochen und engagiert diskutiert werden, damit eine lebendige Vielfalt entsteht. So wie es auch die Zusatzerklärung zur Pariser Basis unterstreicht.«

Holger Noack Bundessekretär für Mitarbeiterbildung

»Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob.« Römer 15,7

»Mal angenommen, dass wir die Veränderungen in unseren Vereinen – gerade die, die uns persönlich betreffen – als Weiterentwicklung sehen, so dass wir hinter denen stehen, die unseren Platz in der Arbeit einnehmen. Dass wir ihnen Brücken bauen und keine Steine in den Weg legen.« »Mal angenommen, dass wir auch Zweifel zulassen können, ohne uns im Glauben bedroht zu fühlen. Wir sind getragen, egal, wie wir uns fühlen. Darum stärkt der Zweifel unseren Glauben und schwächt ihn nicht.« »Mal angenommen, dass wir die Herausforderungen annehmen, vor die wir vor Ort gestellt werden und unsere Vereinsarbeit darauf ausrichten. Ohne vorher zu wissen, dass es nachher gut ausgehen wird. Einfach im Vertrauen auf Jesus Christus, der uns berufen hat und uns nicht fallen lässt.« »Mal angenommen, dass Inklusion nicht nur ein Schlagwort ist, sondern sich in unserer Arbeit widerspiegelt. Dass Inklusion die Wahrnehmung ändert, das Denken, das Handeln – und dann auch die Struktur.« Vielfältige Impulse, die aus der Begegnung der Jahreslosung mit unserer Arbeit im CVJM entstehen. Ein lebendiger Bibeltext, der unsere Arbeit belebt. 2015 fängt ja gut an! Euer

P.S. Das nächste CVJM MAGAZIN erscheint Mitte März.

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Mal angenommen

Zoff unter Christen

Annäherung an ein streitbares Thema Nach einiger Zeit forderte Paulus Barnabas auf: »Lass uns noch einmal alle die Orte aufsuchen, in denen wir die rettende Botschaft verkündet haben, damit wir sehen, wie es unseren Brüdern und Schwestern dort geht.« Barnabas wollte auch Johannes Markus mitnehmen. Aber Paulus war dagegen, weil Johannes Markus sie damals in Pamphylien im Stich gelassen hatte. Sie stritten so heftig miteinander, dass sie sich schließlich trennten. Während Barnabas mit Markus nach Zypern hinüberfuhr, wählte Paulus als seinen Reisebegleiter Silas. Die Gemeinde vertraute ihn der Gnade Gottes an, und so begann er seine Reise. Zunächst zog er durch Syrien sowie durch Zilizien und ermutigte dort die Gemeinden im Glauben. (Apostelgeschichte 15, 36-41, Hoffnung für alle)

Die Gegenpole heißen vielleicht »jung gegen alt«, »haupt- gegen ehrenamtlich« oder »initiativ gegen beständig«. Die Entstehungsgeschichten unserer Konflikte sind vielschichtig: Ich bin wieder nicht gefragt worden – meine Meinung zählt wohl nicht. Da läuft eine Sache in meinem CVJM in eine Richtung, die ich nicht mitgehen kann. Da wird ein Risiko eingegangen oder gescheut. Da stehen sich Interessen unvereinbar gegenüber - oder einfach nur: Ich hatte einen schlechten Tag, der andere nervt mich! Ein Wort gibt das andere und schon geht’s los. Wenn dann noch gekränkte Eitelkeiten, sich widersprechende Wertvorstellungen, Ängste, Antipathien oder Neid hinzukommen, ist der Streit unvermeidlich.

Da hat’s gekracht

Fragen, denen wir uns stellen müssen

Der erfahrene Barnabas gerät mit dem jungen Wilden, Paulus, aneinander. Nach der ersten Missionsreise wollen sie zur Zweiten aufbrechen. Barnabas, umsichtiger Leiter, möchte auch Johannes Markus wieder mitnehmen. Aber Paulus vertritt die Meinung, dass so ein unzuverlässiger Heimwehkandidat das Ganze nur aufhält. Auch auf der zweiten Reise will Paulus etwas bewegen – das wird nicht ohne Konflikte und Herausforderungen gehen. Da braucht er Leute, die mitziehen, auf die 100 % Verlass ist. Niemanden, der sich aus dem Staub macht, wenn es drauf ankommt.

Er muss ja auch nicht vermieden werden. Wir brauchen das Ringen um Positionen und konstruktive Diskurse – auch im CVJM! Vielleicht sogar mehr als bisher. Das gibt neue Perspektiven, Einsichten und Erkenntnisse. Es bringt Prozesse voran und wirkt nicht selten wie ein reinigendes Gewitter. Unsere zunehmend digitalisierte Gesellschaft mit ihrem sich permanent verändernden Wertekanon, zerrissene Familiensysteme, ausgeweitete Schulzeiten, Bildungs- und finanzielle Armut, Integration und die Not von Flüchtlingen in unserem Land: Das alles sind Herausforderungen, über die wir uns nicht schnell einig werden – denen wir uns aber stellen müssen.

Das Ergebnis ist ein heftiger Streit zwischen den beiden Missionaren. Worte werden hin und her geworfen. Der Ton wird schärfer. Auch wenn der Streit nicht detailliert beschrieben wird, können wir uns leicht die Stimmung ausmalen. Man könnte sagen »Wie

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im richtigen Leben«: Auf der einen Seite diejenigen, die etwas voran bringen wollen; die sich voll investieren; denen es nicht schnell genug gehen kann. Auf der anderen Seite diejenigen, die wissen, dass alles schon mal da gewesen ist; die die Kosten anders abschätzen; die Bedenken haben und wissen, dass nicht alles, was neu ist, besser wird.

Inhalte und Emotionen müssen zur Sprache kommen. Der angestaute Druck braucht ein Forum, an dem er zielgerichtet in neue Energie


umgewandelt werden kann. Auch die Auseinandersetzung zwischen Paulus und Barnabas wurde intensiv ausgefochten. Sie stritten sich heftig, heißt es. Beide haben nicht »einfach« den Mantel der Nächstenliebe darüber ausgebreitet und aus falscher Harmoniesucht oder um des lieben Friedens willen geschwiegen. Der Konflikt wurde offen ausgetragen.

Weiterentwicklung ist wichtiger als Sieg Ein kluger Spruch besagt: »Streitet nicht unter der Gürtellinie, aber tragt den Gürtel auch nicht um den Hals.« Das meint, streitet, wenn es nötig ist, aber nach Regeln: nicht vor anderen, sachlich, nicht beleidigend, besser mit Ich- als mit Du-Botschaften. Verwechselt Streit nicht mit Kampf. Es gilt keinen Sieg zu erringen. Gesiegt haben auch Barnabas und Paulus nicht. Eine Einigung haben sie nicht gefunden. Ihre Wege trennen sich. Barnabas und Johannes Markus reisen zusammen und Paulus nimmt Silas als Begleiter mit. Der »Alte« lässt den »Jungen« seiner Wege gehen. Er macht nicht von seiner Autorität Gebrauch. Barnabas zwingt Paulus nicht – mit moralischem Druck - zum Bleiben. Nach dem Motto »Was wärst du ohne mich« oder »die Sache Jesu verträgt keinen Streit«. Barnabas akzeptiert die Trennung als Lösung und ermöglicht damit eine Weiterentwicklung. Perfekt ist das nicht. Es ist ein Kompromiss, der sich vielleicht für Barnabas unbefriedigend anfühlt. Obwohl es aus heutiger Sicht die Missionstätigkeit verdoppelt hat, bedeutet es ein Nebeneinander statt eines Miteinanders. Aber immerhin gibt es kein Gegeneinander. Beide werden entlastet und können ihre Kräfte wieder dem Auftrag gemäß einsetzen. Die gegenseitige Wertschätzung bleibt bestehen.

ob versucht wurde, den Streit zu schlichten. Kein Mediator, der tiefenpsychologisch untersucht, wer aus welchen bewussten oder unbewussten Motiven was wie gemeint hat. Kein moralischer Druck: »Entweder ihr einigt euch oder das war´s.« Kein Schuldbekenntnis vor Gott mit der Bitte um Vergebung. Nichts davon. Die Gemeinde vertraut Paulus und Silas der Gnade Gottes an. Sie segnen die Beiden für ihren Auftrag und lassen sie ziehen. Am Ende geht es nicht darum, eine physische Einheit zu erhalten sondern eine Einheit, die trotz unterschiedlicher Standpunkte, auf Liebe gegründet ist. Bei allem, was uns trennt, eint uns die Liebe Christi. Nicht um des lieben Friedens willen, sondern weil er uns zuerst geliebt hat. Weil wir in seinen Augen in unserer Bedürftigkeit nach Liebe und nach Erlösung alle gleich sind. Weil wir uns als Christen im CVJM in unserem Ziel einig sind: das Evangelium unter jungen Menschen auszubreiten (Pariser Basis). Als Christen können wir andere Standpunkte akzeptieren und in geschwisterlicher Liebe verbunden bleiben, auch wenn Wege sich trennen.

Kleines ABC der Konfliktbearbeitung nach Harmut Bärend X Konflikte als »normal« ansehen. X Sich bewusst werden, dass es ein Konflikt ist. X Konflikte offen ansprechen und nicht verdrängen. X Konflikten auf den Grund gehen. X Streit nicht als Kampf begreifen, es gibt nichts zu gewinnen. X Vertraulichkeit wahren. X Bei Bedarf einen Menschen von außen einbeziehen. X Machbare Lösungen suchen, auch wenn sie schmerzhaft sind. Perfektionismus vermeiden. X Konflikte vor Gott offen legen. X Bei Bedarf Möglichkeiten der Seelsorge beanspruchen. X Die Sehnsucht nach Einheit und die Suche danach nie aufgeben.

Gleichzeitig sind wir unbedingt dazu aufgerufen, nach der Einheit zu suchen. Die Jahreslosung 2015 fordert uns dazu auf, wenn sie sagt: »Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob« (Römer 15,7). Auch Jesu Gebet zum Vater im Johannesevangelium Kapitel 17 enthält einen sehnlichen Gebetswunsch im Blick auf die Gemeinde: »Dass sie doch nur einig sind, damit die Welt glauben kann« (Johannes 17,21). Das Ringen um Einheit bleibt uns aufgetragen, damit unser missionarisches Zeugnis nicht verdunkelt wird.

»Streitet nicht unter der Gürtellinie, aber tragt den Gürtel auch nicht um den Hals.«

Einheit auf getrennten Wegen Die Gemeinde segnet das! Der Text bewertet den Streit nicht. Er wird nicht kritisiert oder gar geistlich verurteilt. Kein Wort darüber,

Carmen Behrens Claus Hassing arbeiten im CVJM-Ostwerk e. V. und ringen gerne um Positionen, wenn es der Sache dient.

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Mal angenommen

Einander annehmen -- zu Gott Eine praktische Herausforderung Sie war sehr enttäuscht. Nach über 20 Jahren Vorsitz in ihrem Ortsverein rückte eine Generation nach, die so vieles ganz anders machen wollte und machte als sie es all die Jahre getan hatte. Vor vielen Jahren noch, als die Frauen in der CVJM-Arbeit erst so richtig begonnen sich in Ämter einzubringen, war sie eine von den ganz Mutigen. Sie wollte Neuanfänge wagen – und machte es. Wie hatte sie um die neuen Wege gerungen. Gemeinsame Wege von Männern und Frauen, Jungen und Mädchen. Andere Freizeiten, neue Methoden beim Bibellesen…

Und jetzt wollte man sie nicht mehr als Vorsitzende haben. »Du hast deine Zeit gehabt und hast es gut gemacht. Dafür danken wir dir auch herzlich. Aber, jetzt sind neue Zeiten da und neue Menschen übernehmen Verantwortung im Verein.« So hatte man ihr gesagt. Das zu respektieren, fiel ihr unendlich schwer. Zumal sie gar nicht so sicher war, dass alles Neue auch gut war. Die neuen WorshipLieder mit den englischen Texten, die kürzer gewordenen Andachten, all das projektbezogene Arbeiten und die schwindende Verbindlichkeit… war das noch ihr Verein? Die junge Nachfolgerin im Vorsitz hatte ihr noch herzlich für die treue und langjährige Mitarbeit gedankt, aber jetzt liefen die Dinge an ihr mehr oder weniger vorbei. Sie fühlte sich ausgegrenzt und verletzt. Als dann der Schlüssel des Vereinsheims weitergegeben werden sollte und die Nachfolgerin auch die Bankvollmachten durch den Kassenwart in der Hand hielt, wurde ihr schmerzlich bewusst: Das einzige, was bleibt, ist die Veränderung. Dann aber erinnerte sie sich an früher: Wie sie als erste Frau im Vorsitz des Vereins eingefordert hatte, dass man im Sinne Jesu einander annehmen sollte und auch auf neuen Wegen gemeinsam unterwegs sein wolle. »Nur wenn wir einig bleiben, tragen wir Gottes Lob in die neuen Zeiten hinaus.« Die eigenen Worte von damals fielen ihr wieder ein. Und dann war ihr klar: So wie es ist, ist es richtig. Auch die Arbeit in unserem Verein ist stets im Wandel.

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»Nur wenn wir einig bleiben, tragen wir Gottes Lob in die neuen Zeiten hinaus.«


es Lob. In einem Brief an die neue Vorsitzende versuchte sie diese Gedanken einige Wochen nach der Wahl zusammenzutragen. Der Brief endete mit einem Versprechen: »Ich werde für dich beten. Täglich werde ich die Hände falten und dich mit deinen Zielen und Wünschen vor Gott bringen. Ich werde ihn bitten, dass er dir die Freude und die Schwungkraft erhält für die neuen Wege. Ich werde Gott um Weisheit für dich und für mich bitten. Schließlich möchte Gott uns beiden auch in veränderten Zeiten unseren Platz und unsere Aufgaben zeigen, damit wir das Reich unseres Herrn Jesus Christus ausbreiten. Ich stehe zu dir und werde dich auf den neuen Wegen nach Kräften begleiten und unterstützen.« Als dann Alt und Jung beim Jahresfest des Vereins auf der Bühne standen, die TEN SING-Band ihre Lieder gespielt und die junge Vorsitzende ihre Rede gehalten hatte, sprach die ehemalige Vorsitzende ihr Grußwort. Es gab Blumen von ihr für die Neue. Und am Ende ein fröhlich als Kanon gesungenes »Lasst uns miteinander, singen, loben, danken dem Herrn«. Die ehrliche und herzliche Umarmung von neuer und alter Vorsitzenden war als Foto im Lokalteil der Zeitung zu sehen. Überschrift: »Seht wie sie einander lieb haben – Generationswechsel im CVJM geglückt.«

»Ich stehe zu dir und werde dich auf den neuen Wegen nach Kräften begleiten und unterstützen.«

Herzen, und doch ruft er immer wieder und zu allen Zeiten zur Nachfolge: »Komm und folge mir nach! Ich will dich dabei haben!« Also: Folgen wir Jesus nach und nehmen wir einander an, wie Christus uns angenommen hat zu Gottes Lob.

Dietrich Denker 49 Jahre, verheiratet, zwei erwachsene Kinder stellv. CVJM-Vorsitzender des CVJM Rheydt-Mitte Pfarrer der ev. Kirchengemeinde Rheydt Superintendent des Kirchenkreises Gladbach-Neuss

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Einander annehmen. Miteinander auf dem Weg bleiben, solches gemeinsame Unterwegssein ist da, wo Menschen zusammen leben, wichtig: In Partnerschaften, Familien, Gemeinden und eben auch in unseren CVJM. Manchmal ist es auch harte Arbeit. Unsere Jahreslosung erinnert daran: Die Arbeit lohnt sich! Denke daran, wie Christus sich dir zugewendet hat. Er kennt dich. Er nimmt dich an. Er vergibt und segnet. Er weiß um die Verschiedenartigkeit unserer großen und weiten oder auch engen und ängstlichen

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Mal angenommen

Wie weit kann und will ich gehen? Vom Mut, es zu wagen Wer Herausforderungen annimmt, geht Risiken ein. Manches geht gut, anderes scheitert. Aber was bedeutet »gut gehen«? Was ist »scheitern«? Wir möchten euch zwei Geschichten mit unterschiedlichem Ausgang erzählen. In beiden ist etwas von der Dynamik der CVJM-Arbeit spürbar – und von der Bereitschaft, sich von den Fragen und Nöten der Menschen, mit denen der CVJM lebt, herausfordern zu lassen. Und was schließlich dabei herauskommt – der Segen für die Stadt, den Stadtteil, für die Menschen – ist nicht daran zu messen, ob die eigenen Ziele erreicht worden sind, sondern wie Gott durch Menschen wirkt, die sich zu Menschen aufmachen.

Am Anfang brannten die Herzen, am Ende das Haus Interview über die Aufbruchsjahre in Mitteldeutschland

»Mission ohne Pädagogik geht in diesem Falle nicht.«

Ludwig Hetzel war zur Zeit der Wende in Halberstadt Jugendwart. Er gründete aus seinem Mitarbeiterkreis heraus einen CVJM. Es war Aufbruchsstimmung. Man suchte nach neuen Herausforderungen und wollte sich öffnen. Da bot sich ein Haus an. Der CVJM stürzte sich in die Planungen, es gab Fördermittel vom Staat, die Stadt unterstützte das Vorhaben und die Kirche klopfte dem CVJM symbolisch auf die Schulter: »Gut, was ihr macht!« »Ludwig, was habt ihr damals im Blick gehabt, als ihr das Haus übernehmen wolltet?« Das Haus stand in der Nähe eines Parks, der ein Treff rechter Jugendlicher war. Mit dem Ausbau kamen sie auch in den Blick. Wir wollten uns öffnen, sie ansprechen, einladen und ihnen eine Heimat bieten. Der ganze CVJM war missionarisch und verstand dieses Engagement als Auftrag. Erst später lernten wir, dass dafür eine sozialpädagogische Kompetenz nötig war. Wie verlief dann die Entwicklung? Erst ging alles gut. Wir lernten einander kennen, konnten sogar eine Mutter aus dem Jugendlichen-Umfeld als ABM-Kraft einstellen. Aber dann starb sie plötzlich und es brach etwas zusammen. Die Jugendlichen fingen an zu randalieren, hielten die Absprachen nicht mehr ein und wurden am Ende sogar handgreiflich. Selbst vor mir machten sie nicht halt. Ein blaues Auge zeugte noch

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etliche Tage davon. Die Polizei wurde unser fast täglicher Begleiter und am Ende gipfelte es in einem Brandanschlag. Was habt ihr daraus gelernt? Als wir begannen, war unser Herz offen und wir nahmen die Jugendlichen an, wie sie waren. Etliche von uns meinten, dass man sie erst zum Glauben führen müsse, dann würden sie auch ihr Leben ändern. Ich merke bald, dass mir die sozialpädagogische Kompetenz fehlte und entschloss ich mich zu einem berufsbegleitenden Studium. Meine Erkenntnisse führten manchmal zu Spannungen, denn ich sagte: »Mission ohne Pädagogik geht in diesem Falle nicht.« Andere erwiderten: »Wir müssen sie erst bekehren – den Rest schenkt der Herr.« Es war nicht einfach. Und dann? Als ich den Dienstort wechselte, führten die Ehrenamtlichen die Arbeit noch weiter, aber sie konnten es nicht durchhalten. Der CVJM zerbrach und wurde aufgelöst. Aber in jedem Ende liegt die Hoffnung eines Neuanfangs. Wenn ich heute nach Halberstadt schaue, ist das Haus noch da und es macht die Türen für Benachteiligte weit auf. Das Haus wird für die soziale Arbeit genutzt. Früchte sind vorhanden, leider nicht mehr vom CVJM-Baum. Ich freue mich aber, dass die Arbeit nicht umsonst war. Vielen Dank für das Interview. Gottfried Muntschick www.kirchenkreis-halberstadt.de/kk/gemeinde/rauheshaus.php


»Zitat«

Essener Tafel beim CVJM Essen-West Essen-Altendorf ist ein interkultureller und sozial schwacher Stadtteil, in dem viele Familien leben, die auf öffentliche Unterstützung angewiesen sind. In diesem dicht besiedelten Wohngebiet hat der CVJM Essen-West eine alte Hinterhofwerkstatt in Eigeninitiative zum CVJM-Gebäude umgestaltet.

Auf der Suche nach Möglichkeiten, die benachteiligten Menschen in unserem Stadtteil zu erreichen, begannen wir 2006 mit einer Hausaufgabenbetreuung für Grundschulkinder an einem Nachmittag in der Woche. Weil wir mit dieser Arbeit gute Erfahrungen sammeln konnten, aber feststellten, dass viele benachteiligte Kinder mit diesem Angebot ungünstigen Tageszeit – übernehmen könnte. „Liebe Gott von ganzem Herzen, nicht erreicht wurden, richteten wir 2013 ein In der Bereitschaft von berufstätigen Mitaus Seele deinem offenes Programm für 6- bis 13-jährige Kin-ganzer arbeitern, diese und Arbeit mit tagsüber zu tun ganzen Verstand … der ein. und deinen durch neue Mitmenschen, Ideen, ihre Arbeitszeit zu und wie dich selbst!" verschieben, z. B. in den Abend, erlebten wir In beiden Angeboten erhalten die Kinder ein Jesus Christus (Matthäus 22,3 »heilige Momente«. Mittagessen. Wir wandten uns dafür an die »Unsere Mitarbeiter »Essener Tafel« und bekamen eine Zusage. Unser TrägerSeit September 2013 sind wir nun einmal in haben die GelegenGleichzeitig erhielten wir die Anfrage, eine der Woche (auch in den Ferien) UnterverteilDer CVJM Essen-West e.V. Unterverteilstelle für Lebensmittel in unsestelle für zunächst 17, inzwischen 30 Personen heit, mit ihnen … ist ein Teil des weltweiten Christlichen Vereins Junger … ren Räumen einzurichten. Nach Gesprächen bzw. Familien. Bereits eine Stunde vorMenschen der dem größten christlich-ökumenischen Deutschland - überparteilich,ins konfessionsunabhängig Gespräch zu und Gebeten mit unseren Mitarbeitern ...sahen Ausgabe öffnen wir Jugendverband unser Hausinfür die »Kun... einem Treffpunkt für 260.000 junge Menschen in 2.200 Vereinen - allein in Deutschland wir diese Anfrage an uns als Antwort Gottes den« und bieten ihnen Kaffee, Tee und kalte kommen.« ... einer weltweiten Gemeinschaft, in über 120 Länder mit ca. 45 Mio. Mitgliedern auf unsere Suche nach Möglichkeiten, beGetränke kostenlos an. Unsere Mitarbeiter ... der als weltweite Vereinigung im Jahr 2005 150 Jahre alt wurde! nachteiligten Menschen in unserem Stadthaben dabei Gelegenheit, mit ihnen ins teil zu begegnen. Es stellte sich unsWir die sind Frage, Gespräch zu kommen. Dabei geht es uns um Junge Erwachsenen- und Familienseit vielen Jahrzehnten im Bereich der Kinder-, Jugend-, wer diese Aufgabe – zu einer für Berufstätige eine einladende Atmosphäre und um ehrliche Arbeit tätig. Die gesamte Arbeit wird ausschließlich von ehrenamtlichen Kräften durchgeführt und durch Spenden finanziert.

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Wir verstehen uns als freies Werk in Anbindung an die Evangelische Landeskirche. Darüber hinaus si wir Mitglied in der Evangelischen Allianz Essen und Partner im Willow Creek-Netzwerk.


Mal angenommen

unsere sonntäglichen Gottesdienste und haben sich uns angeschlossen. Im neuen Jahr bieten wir mit »Time Out« einen Glaubensgrundkurs für Menschen an, bei denen durch den Kontakt zu unserem CVJM das Interesse an Glaubensfragen geweckt wurde.

Wertschätzung. Viele »Kunden« nehmen dieses Gesprächs- und Begegnungsangebot gerne an. Unser Bewusstsein für die Menschen in unserem Stadtteil ist durch diese Arbeit verstärkt worden. Dies zeigte sich am Heiligabend: Vormittags wurden Päckchen – von vielen Mitarbeitern liebevoll gepackt – an die »Kunden« verteilt; nach dem Gottesdienst feierten wir mit einigen »Kunden« ein gemeinsames Weihnachtsfest.

Die Aufgabe fordert uns heraus. Manche logistischen Probleme müssen gelöst werden und auch der unvorhergesehene Ausfall von Mitarbeitern muss ausgeglichen werden. In den Gesprächen erleben wir, dass jeder Mensch seine eigene, oftmals schwierige, teils bedrückende Geschichte mit sich trägt. Das zeigt uns manchmal die Begrenztheit unserer Möglichkeiten zu helfen. Es ist wichtig für uns zu wissen, dass Gott uns in diese Aufgabe gestellt hat, mit darin steht und uns trägt. Thomas Dörnenburg im Vorstand des CVJM Essen-West e. V.

Auf der Suche nach weiteren Möglichkeiten, die »Kunden« näher kennenzulernen, haben wir Grillfeste veranstaltet und laden sie zu unterschiedlichen Aktionen unseres CVJM ein. Einige »Kunden« besuchen mittlerweile

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Für Gruppenstunden, Freizeiten und Co. 200 Songs für Jugend und Gemeinde: säkulare und geistliche, neue und alte, Lobpreissongs und Choräle, Rock und Pop. Für Jugendgruppen, Freizeiten, Lagerfeuer, Gottesdienste, Hauskreise, Konfirmandenunterricht... Mit Liturgie- und Gebetsteil, Psalmen und Bibeltexten, Grundtexten des Glaubens und Anleitungen zum Bibellesen.

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Der unverzichtbare Zusatz Das wichtige Plus der Pariser Basis Eins war klar und stellte sich gleich am Anfang heraus: Eintracht gibt es nur in Christus. Wenn wir im CVJM anfangen würden, in allen theologischen, ethischen und politischen Fragen einen Konsens zu finden, wären wir bald verloren. Christsein formt sich in der Kontroverse von göttlichem Zuspruch und menschlicher Antwort. So finden Menschen und auch Vereine ihre Bestimmung. Der CVJM ist berufen, das Reich des Meisters auszubreiten und da gehen die Meinungen schon beim »wie« weit auseinander. Wenn wir heute unsere Arbeit anschauen, sind wir über die Kernaufgaben der Pariser Basis schon weit hinweg. Nicht nur das Reich wurde ausgebreitet, sondern auch die Vielfalt der Angebote und Programme. Bei aller Ausdifferenzierung der weltweiten Arbeit wird der »Zusatz«, der fast gleichgewichtig neben der Basis steht, immer existenzieller. Ich denke dabei an die Friedensfrage und Waffeneinsatz, Abtreibung und Eizelleneinfrierung, Sterbehilfe und Organtransplantation, Homosexualität und Kindeswohl. Wollten wir in diesen Feldern einheitlich nach außen agieren, würden wir innerlich zerbrechen. So ist es gut, manchen Hardliner auf diesen wesentlichen und überlebenswichtigen Zusatz zu verweisen. Es ist wichtig, auf der Grundlage des Evangeliums und der Pariser Basis zu stehen, aber wir sollten uns dabei auch immer wieder des Zusatzes versichern. Er hilft uns als Verbund, gemeinsam für die Sache Jesu Christi zu stehen und so die Menschen unterschiedlicher Profession und Denomination zu sammeln. Wie wichtig wird da die Annahme in der neuen Jahreslosung. Mir scheint, dass es in der heutigen Zeit immer entscheidender wird, gegen die Beliebigkeit und Unverbindlichkeit, die an vielen Stellen zur neuen »Basis« geworden sind, die Liebe und Barmherzigkeit Jesu zu setzen. Die heranwachsende »Generation Option« muss

Grundlage der CVJM-Arbeit in aller Welt: »Die Pariser Basis« »Die Christlichen Vereine junger Menschen haben den Zweck, solche jungen Menschen miteinander zu verbinden, welche Jesus Christus nach der Heiligen Schrift als ihren Gott und Heiland anerkennen, in ihrem Glauben und Leben seine Jünger sein und gemeinsam danach trachten wollen, das Reich ihres Meisters unter jungen Männern auszubreiten. Die CVJM sind als Vereinigung junger Männer entstanden. Heute steht die Gemeinschaft allen offen. Männer und Frauen, Jungen und Mädchen aus allen Völkern, Konfessionen und sozialen Schichten bilden die weltweite Gemeinschaft im CVJM. Die »Pariser Basis« gilt heute im CVJM-Gesamtverband e. V. für die Arbeit mit allen jungen Menschen. Keine an sich noch so wichtigen Meinungsverschiedenheiten über Angelegenheiten, die diesem Zweck fremd sind, sollten die Eintracht brüderlicher Beziehungen unter den nationalen Mitgliedsverbänden des Weltbundes stören.«

wissen, woran sie beim CVJM ist. So können wir uns unseres Zusatzes immer neu vergewissern, dass keine noch so große Meinungsverschiedenheit uns davon abhalten kann, das Reich des Meisters auszubreiten. Gott sei Dank! Gottfried Muntschick Referent für Familienarbeit im CVJM Sachsen-Anhalt e. V.

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Mal angenommen

Kleinglauben die zwei Seiten

1.

Über die Angst des Kleinglaubens

Ein guter Bekannter wurde in einem Gespräch sehr laut, als er meinte, muslimische Menschen würden in Deutschland immer mehr dominieren und alles Christliche überschwemmen. Von uns Christen würde nichts mehr übrigbleiben. Ich versuchte, ihn zu verstehen. Es gelang mir nicht ganz. Nicht, weil mir nicht bewusst ist, dass es durchaus Probleme gibt. Etwas anderes machte mich sehr nachdenklich: Wie klein muss doch unser Glaube an den lebendigen Gott sein, wenn alles andere an Konflikten und Herausforderungen in unserer säkularisierten Welt und unserem immer komplexer werdenden Alltag viel größer ist. Wenn es scheint, dass alles andere in dieser Welt stärker, dominanter ist als unser großer Gott, dem wir nichts mehr zutrauen; der zu klein ist für die Probleme dieser Welt; der uns allein lässt. Alles andere macht uns Angst – und unser Gott wird immer kleiner. Es ist wichtig und hilfreich zu wissen, dass es bis heute Menschen gibt, die den Mut hatten und haben, die Größe Gottes höher zu stellen, als die Größen dieser Welt. Die Liste ist lang. Eines eint sie: Sie rechneten mit ihrem großen Gott. Das machte sie vielleicht souveräner und gelassener, aber auch mutiger. So wurden Probleme und Konflikte auf das wirkliche Maß eingedampft und verlieren dadurch sehr an Gewicht. Vielleicht ist das ein neuer Blick – wir brauchen keinen großen Glauben, sondern den Glauben an den großen Gott.

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»Ich kann mich nicht mehr an Gottes Verheißungen besinnen. Aber das macht nichts. Gott hat nicht eine einzige davon vergessen.« Corrie ten Boom

2.

Die Stärke des kleinen Glaubens

Nichts hat mich in letzter Zeit so berührt, wie ein Zitat von Corrie ten Boom: »Ein sterbender alter Mann sagte: »Ich kann mich nicht mehr an Gottes Verheißungen besinnen. Aber das macht nichts. Gott hat nicht eine einzige davon vergessen.« Was für ein Glaube! Der kleine, große Glaube, der nichts beschönigt. Der keine Worthülse zulässt. Wo keine frommen Seifenblasen starten, die bald zerplatzen. Wo nichts Vorzeigbares mehr da ist – nur das tiefe Vertrauen in den großen, liebenden Gott. Es gibt sie, diese Zeiten, auch bei uns. Vielleicht nicht so dramatisch wie bei dem alten Mann. Aber oft auch tief gehend und schwierig. Da, wo ich nicht der große Glaubensheld bin. Wo ich den Eindruck habe, dass Gott schweigt. Wo nicht mehr Vieles trägt. Da hinein sich den Glauben zu bewahren, dass Gott mich nicht allein lässt, zu mir steht und zu seinen Verheißungen. Auch hier gilt: »Wir brauchen keinen großen Glauben, wir brauchen den Glauben an den großen Gott. Frank Schröder 58 Jahre, verheiratet, ein Sohn, Referent CVJM Thüringen


Stillstand

10 ironische Tipps zur Konservierung eines Streites Lebendige Systeme befinden sich in ständiger Veränderung – da braucht es gewisse Faktoren, um sich als veränderungsresistent zu konstruieren. Ein wichtiger Baustein kann ein über Jahre gepflegter Streit sein. Jeder von uns kann einen erstarrten und streitbeladenen Zustand dauerhaft erhalten, wenn er folgende Anregungen berücksichtigt:

1.

Richtet eure Aufmerksamkeit auf die anstrengenden und nervenden Anteile eurer Vereinsgeschwister, betont Probleme und Schwierigkeiten, erinnert regelmäßig an Fehler und erlittenes Unrecht, selbst wenn es schon Jahre zurückliegt. Tragt all das im Jammerton vor.

2.

Betrachtet euch grundsätzlich als Opfer, nie als Täter. Analysiert ausführlich, wie und warum das Miteinander und die Rahmenbedingungen immer schlimmer geworden sind und betont, dass ihr daran keine Schuld tragt.

3.

Wiederholt gebetsmühlenartig, dass Streit Sünde ist. Das stimmt zwar nicht, macht die Sache aber – wie bei den meisten verbotenen Dingen – wesentlich reizvoller. Außerdem ermöglicht es vielfältige Varianten von Schuldgefühlen.

4.

Beschreibt eure zerstrittene Situation als Ausdruck von Defiziten. Versteht Streit nie als notwendige oder sinnvolle Reaktion auf gegebene Umstände oder Klärungsbedürfnisse.

5.

Vermeidet klärende Gespräche. Lasst die Sonne untergehen über eurem Zorn. Wenn ihr eine Nacht schlecht geschlafen habt, fallen euch sicher noch weitere negative Punkte ein - und sei es nur, dass ihr nun auch noch schlecht schlaft.

6.

Führt Negativkonten über Mitmenschen und Organisationen. Einzelne Missstimmungen und Fehler erscheinen dann nicht zufällig, sondern können als geplanter Angriff verstanden und so zur Stabilisierung eines Feindbildes genutzt werden.

7.

Vermeidet Schlichtungsgespräche oder Mediatoren. Dieses Beraterpack möchte sich nur an eurem Streit bereichern. Seid vorsichtig. Es ist mühsam, Streit aufrecht zu erhalten. Wenn über Lösungen und friedvolle Zukunftsszenarien nachgedacht wird, könnte es passieren, dass eure Streitgegner einknicken und sich ein Ende des Streits drohend abzeichnet.

8.

Wenn sich Schlichtungsgespräche nicht vermeiden lassen, erschwert die Terminfindung, erfindet Krankheiten oder Ersatztermine. Übt euch in einer Haltung, versöhnungsbereit zu wirken, ohne es zu sein. Wenn sich persönliche Weiterentwicklung nicht mehr vermeiden lässt, steigt aus den Gesprächen aus. Ein Tipp: Ärztlich anerkannte Leiden eignen sich dazu besonders gut.

9.

Vermeidet das Gerede über Vergebung und Versöhnung. Das ist für Sonntagsreden geeignet, aber gänzlich untauglich, um einen Streit aufrecht zu erhalten.

10.

Das Beste an einem lange schwelenden Streit ist die sich daraus ergebende Handlungsunfähigkeit. So lassen sich am besten Aktivitäten und neue Erfahrungen vermeiden. Der Einsatz lohnt. Für einen ordentlich konservierten Streit bekommt man Jahre voller Stillstand, Motivationsverlust und Frustaufbau. Euer persönlicher Ertrag: Euch bleibt die Gewissheit erhalten, dass ihr euch nicht ändern müsst! Andreas Lindauer verheiratet, zwei Kinder, lebt in Brandenburg/ Havel, Landesreferent im CVJM-Ostwerk e. V. und pädagogischer Leiter der PerspektivFabrik gGmbH

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Mal angenommen

Alles inklusiv?

Inklusion in der Kinder- und Jugendarbeit des CVJM Inklusion ist in aller Munde. Viele Bereiche unserer Gesellschaft sind herausgefordert, inklusiver zu werden, besonders in Sachen Bildung. Gilt das auch für die Kinder- und Jugendarbeit im CVJM? Ist Inklusion eine Aufgabe für uns?

Was ist eigentlich Inklusion? Oft wird beim Thema Inklusion zunächst nur an Menschen mit Behinderungen gedacht, aber Inklusion reicht weiter. Das Kernanliegen besteht darin, dass alle Menschen an allen gesellschaftlichen Prozessen teilhaben können. Es sind also auch Menschen gemeint, die z. B. von Armut betroffen sind, geringe Bildung, einen Migrationshintergrund oder psychische Einschränkungen haben. Auch Fragen der Geschlechter- und Generationengerechtigkeit gehören in diesen Bereich.

www.aktion-mensch.de

Bei Inklusion geht es darum, dass Menschen mit Besonderheiten nicht nur in gesellschaftliche Aktivitäten integriert werden (Inklusion ist nicht gleich Integration), also besondere Angebote und Bedingungen für sie geschaffen werden, sondern dass sie selbstverständlich an allem teilnehmen können, ohne irgendwelche (physische und emotionale) Hürden überwinden zu müssen. Dahinter steckt eine besondere Sicht von Gesellschaft: Inklusion unterteilt Menschen nicht mehr in normal und anders, sondern anders ist normal. Inklusion hat zum Ziel, dass das Miteinander von unterschiedlichsten Menschen der Normalfall wird. In dieser Sicht ändert sich dann die Perspektive: Hier wird nicht mehr auf die Einschränkungen und Defizite von Menschen geschaut, vielmehr werden die Stärken in den Blick genommen.

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Inklusion beginnt im Kopf – auch im CVJM Wie kann das Kind aus einer finanziell sehr schwachen Familie an der Freizeit teilnehmen? Wie kommt der Junge im Rollstuhl in das Vereinsheim? Hat die 16-jährige Schulabbrecherin eine Chance, am Mitarbeitergrundkurs teilzunehmen? Wie schaffen wir es, dass das Kind der Flüchtlingsfamilie versteht, was wir in der Jungschar erzählen? Diese Fragen zeigen auf, dass auch der CVJM und die Kinder- und Jugendarbeit stark herausgefordert ist, zu überlegen, wie Inklusion gelingen kann. Vielerorts gibt es gute Angebote für verschiedene Gruppen. Da gibt es z. B. den CVJM, der eine hervorragende Behindertensportarbeit hat, den Ortverein, der sich stark in der Hilfe für die Flüchtlinge vor Ort engagiert, oder den Kreisverband, der sich für die Ausbildung schulisch schwacher Jugendlicher einsetzt. All das ist gut und richtig. Inklusion stellt uns aber vor die Frage: Wie schaffen wir es, dass diese Menschen nicht nur unsere Angebote wahrnehmen, sondern selbstverständlicher Teil unseres Vereins und unserer Jugendbewegung werden? Hier wird deutlich, dass man Inklusion nicht nur mit Angeboten, Projekten und Aktionen umsetzen kann, sondern dass es vor allem um eine Frage der Haltung geht: Inklusion beginnt im Kopf.

Beste Voraussetzungen für Inklusion Die Kinder- und Jugendarbeit im CVJM bringt beste Voraussetzungen mit, um in Sachen Inklusion voran zu gehen: 1. Das Menschenbild der Bibel hilft uns zu erkennen, dass jeder Mensch, ungeachtet seiner Herkunft, Bildung, finanziellen oder körperlichen Situation und unabhängig von Geschlecht und Status, wertvoll und wunderbar geschaffen ist. Inklusion fällt leichter, wenn man die Mitmenschen durch die Augen Gottes sieht. 2. Anders als z. B. in Schule oder teilweise im Sport, spielt in der Kinder- und Jugendarbeit Leistung keine Rolle. Hier ist es nicht wichtig, ob jemand besser ist als


Standards für inklusive Kinder- und Jugendarbeit Die hier genannten Standards können helfen, Kinder- und Jugendarbeit, z. B. in CVJM und Gemeinde, inklusiv(er) zu gestalten. Es geht darum, die Teilhabe aller, unabhängig von Bildung, jeglicher Form von Beeinträchtigung, Herkunft, finanzieller Ressourcen und Geschlecht an Angebote der Kinder- und Jugendarbeit zu ermöglichen. Sie lehnen sich an den Index für Inklusion1 an, der ursprünglich (deutlich umfangreicher) für Schulen in Großbritannien entwickelt wurde und mittlerweile ins Deutsche übersetzt und auch auf Kindertagesstätten und Kommunen angepasst wurde.

Dimension A: Inklusive KULTUREN schaffen A1 A 1.1 A 1.2 A 1.3 A 1.4 A 1.5 A 1.6

ein anderer. Wir können Einzelne individuell in den Blick und von dort aus fördern, wo sie stehen.

A 1.7 A.2 A 2.1

3. Insbesondere die Mitarbeit im CVJM richtet den Blick auf die Stärken von Menschen, gerade dort, wo wir von gabenorientierter Mitarbeit sprechen. Hier sind optimale Voraussetzungen für einen inklusiven Ansatz in der Kinder- und Jugendarbeit: Wir nehmen die individuellen Stärken und nicht so sehr die Schwächen und Einschränkungen von Menschen in den Blick. 4. Der CVJM als weltweite, ökumenische und extrem vielfältige Bewegung hat viel Erfahrung darin, Unterschiedliches zusammen zu bringen und darf erleben, wie die Unterschiede bereichern. Diese Erfahrung kann uns ermutigen, noch stärker zu versuchen, unsere Bewegung und unsere Vereine für unterschiedlichste Menschen zu öffnen. In der Idee, der Struktur und den Inhalten des CVJM gibt es viel Potential für Inklusion. Wir sind herausgefordert, damit konkret(er) zu werden und Inklusion nachhaltig im CVJM zu leben. Dabei braucht es nicht immer durchdachte Konzepte (die sind aber auch nicht schlecht), sondern oft nur einen mutigen ersten Schritt.

Dr. Florian Karcher 32 Jahre, verheiratet, ein Kind, Dozent für Sozialund Religionspädagogik am CVJM-Kolleg, mag Ideen die anders sind

A 2.2 A 2.3 A 2.4 A 2.5 A 2.6

Gemeinschaft bilden Jede/r fühlt sich willkommen. Kinder und Jugendliche unterstützen einander. Ehrenamtliche und Hauptamtliche arbeiten zusammen. Mitarbeitende und Teilnehmende gehen respektvoll miteinander um. Mitarbeitende gehen mit Bezugspersonen der Teilnehmenden partnerschaftlich um. Die verschiedenen Gremien der Kinder- und Jugendarbeit sind vernetzt und arbeiten zusammen. Alle lokalen Gruppierungen haben die Möglichkeit, sich in der Kinder- und Jugendarbeit einzubringen. Inklusive Werte verankern Mitarbeitende und Teilnehmende werden bestmöglich gefördert und zur persönlichen Weiterentwicklung motiviert. Mitarbeitende, Teilnehmende, Gremien (z.B. Vorstand) und andere Beteiligte der Kinder- und Jugendarbeit haben eine gemeinsame Philosophie der Inklusion. Alle Kinder und Jugendlichen werden in gleicher Weise wertgeschätzt. Mitarbeitende und Teilnehmende haben ein ausgewogenes Verhältnis von Nähe und Distanz Mitarbeitende in der Kinder- und Jugendarbeit versuchen Hindernisse jeglicher Art für alle Aktivitäten und Angebote der Einrichtung zu beseitigen. Die Verantwortlichen der Kinder- und Jugendarbeit bemühen sich, sämtliche Formen von Diskriminierung auf ein Minimum zu reduzieren.

Dimension B: Inklusive STRUKTUREN etablieren B1 B 1.1 B 1.2 B 1.3 B 1.4 B 1.5 B 1.6 B2 B 2.1 B 2.2 B 2.3 B 2.4 B 2.5 B 2.6 B 2.7 B 2.8 B 2.9 B 2.10

Eine Kinder- und Jugendarbeit für alle entwickeln Der Umgang mit Mitarbeitenden in der Kinder und Jugendarbeit ist gerecht. Neuen Mitarbeitenden wird geholfen sich einzugewöhnen. In der Kinder- und Jugendarbeit können alle Kinder und Jugendlichen mitmachen. Die Räumlichkeiten sind für alle Menschen barrierefrei zugänglich. Allen neuen Kindern und Jugendlichen wird geholfen sich einzugewöhnen Die Kinder- und Jugendarbeit organisiert ihre Angebote so, dass Alle wertgeschätzt werden. Unterstützung für Vielfalt organisieren Alle Formen der Unterstützung werden koordiniert. Fortbildungsangebote helfen den Mitarbeitenden, auf die Vielfalt innerhalb der Kinderund Jugendarbeit einzugehen. Besondere Unterstützungs- und Fördermaßnahmen werden inklusiv strukturiert. Mitarbeitende stehen im Kontakt zu anderen Bezugspersonen (z. B. Eltern, Lehrer) der Teilnehmenden. Hindernisse, die die Teilhabe aller an der Kinder- und Jugendarbeit einschränken, werden konsequent abgebaut. Sprachbarrieren werden wahrgenommen und gezielt versucht zu minimieren. Die individuellen Bedürfnisse aller Teilnehmenden werden bei der Planung und Durchführung von Angeboten berücksichtigt. Der Ausschluss Einzelner aus Angeboten der Kinder- und Jugendarbeit ist keine Option. Hindernisse für die Anwesenheit werden reduziert. Mobbing und Gewalt werden abgebaut.

Dimension C: Inklusive Praktiken entwickeln C1 C 1.1 C 1.2 C 1.3 C 1.4 C 1.5

Aktive Teilnahme fördern Die Angebote werden auf die Vielfalt der Kinder und Jugendlichen hin geplant. Die Angebote stärken die Teilhabe aller Kinder und Jugendlichen. Die Angebote schaffen ein positives Verständnis von Unterschieden. Die Selbstbestimmung aller Kinder und Jugendlichen wird in hohem Maße respektiert. Bei den Angeboten der Kinder- und Jugendarbeit steht das Zusammenarbeiten im Vordergrund. C 1.6 Kinder und Jugendliche werden nicht nach Leistung beurteilt. C 1.7 Alle begegnen sich gegenseitig mit Respekt. C 1.8 Die Mitarbeitenden planen, arbeiten und reflektieren im Team. C 1.9 Die Mitarbeitenden unterstützen die Teilhabe aller Kinder und Jugendlichen. C 1.10 Die Beiträge Einzelner zur Kinder- und Jugendarbeit dienen der Gemeinschaft. C 1.11 Auch außerhalb der offiziellen Angebote der Kinder- und Jugendarbeit begegnen sich die Teilnehmenden wertschätzend. C 2 Ressourcen kennen und einsetzen C 1.1 Die Unterschiedlichkeit aller wird als Chance für das Miteinander gesehen. C 1.2 Die Gaben und Fähigkeiten der Mitarbeitenden werden voll ausgeschöpft. C 1.3 Die Mitarbeitenden entwickeln im Team Ideen und Möglichkeiten, um das Miteinander Aller und die persönliche Entwicklung des Einzelnen zu fördern. C 1.4 Die Ressourcen im Umfeld der Kinder- und Jugendarbeit sind bekannt und werden genutzt. C 1.5 Alle Ressourcen werden gerecht innerhalb der Kinder- und Jugendarbeit verteilt, um Inklusion zu verwirklichen. © CVJM-Kolleg, Kassel 2014. Die Standards wurden vom 85. Jahrgang des CVJM-Kollegs im Rahmen eines Unterrichtsprojekts zum Thema Inklusion unter der Leitung und Redaktion von Dr. Florian Karcher (Dozent am CVJM-Kolleg) entwickelt. Kontakt (für Rückfragen und Anmerkungen): Dr. Florian Karcher, fkarcher@cvjm-kolleg.de Die deutschsprachige Version des Index für Inklusion von Ines Boban und Andreas Hinz findet unter http://www.eenet.org. uk/resources/docs/Index%20German.pdf werden im Folgenden unter dem Begriff »Mitarbeitende« zusammengefasst

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Gesamtverband

Jugendliche fordern mehr Verantwortung 1. CVJM-Jugendforum Premiere für das CVJM-Jugendforum: Erstmals fanden sich junge Erwachsene unmittelbar vor der jährlichen Mitgliederversammlung des CVJM-Gesamtverbandes zusammen. Beim zweitägigen Meeting im Tagungsort Holzminden (Niedersachsen) stand die Frage nach dem Einfluss Jugendlicher auf die CVJM-Arbeit im Fokus. Dieses neu geschaffene Forum wurde von der Weltratstagung mit dem Motto »Youth Empowerment« (Stärkung der Jugendlichen) inspiriert. »Der CVJM dreht sich um junge Menschen, er verbindet, stärkt und bewegt sie. Junge Menschen zu befähigen und zu ermutigen, das ist unser Auftrag«, erklärte die 23-jährige Teilnehmerin Franca Kneier. Um nachhaltige Veränderungen zu bewirken, verfassten die 15 Teilnehmer ein Statement, das sie bei der Mitgliederversammlung vorstellten. Dafür erörterten sie zunächst die Perspektive der Jugendlichen in den Mitgliedsver-

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bänden, ehe sie die aktuellen Bedürfnisse der jungen Leute herausarbeiteten. Die sechs Themenfelder, die sich dabei ergaben, waren Glaube/Ethik, Bildung, Lebensgestaltung, Beziehung, Jugendarbeit und gesellschaftliches Engagement. In sechs Arbeitsgruppen ging es dann darum, ein effizienteres Programm zu entwerfen. Auffällig war dabei, dass in den meisten Gruppen Mentoren-Programme gefordert wurden. Dieser Wunsch nach einem Coaching-Programm floss daher auch in das Statement der Teilnehmer ein. Zudem sprachen sie sich für einen Koordinator für gesellschaftliche Belange, der Arbeit nach einer für Jugendliche verständlichen Theologie und ein attraktiveres Angebot sowie mehr Entscheidungsrechte für Jugendliche in verbandlicher Gremienarbeit aus. Kneier, die bei der Mitgliederversammlung in den Vorstand des CVJMGesamtverbandes gewählt wurde, freute sich über das konstruktive Meeting: »Ich war einfach nur begeistert, dass wir in dieser kurzen Zeit so tief in die Themen gegangen und einen Impuls in der Mitgliederversammlung gesetzt haben, der solch eine gute Rückmeldung erzeugt hat.« Matthias Schultz

Referent für Kommunikation im CVJM-Gesamtverband


»Hilfsorganisationen überfordert« Mitgliederversammlung: Soziale Verantwortung im Fokus Ob Ebola-Epidemie, immer mehr Kriegsflüchtlinge oder verfolgte Christen durch die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) – das Jahr 2014 hat eine Vielzahl an gesellschaftlichen Herausforderungen hervorgebracht. In seinem Jahresbericht hat Präses Karl-Heinz Stengel die Frage nach der sozialen Verantwortung gestellt, die der CVJM als größter ökumenischer Jugendverband Deutschlands hat. »Die Hilfsorganisationen sind überfordert«, betonte Stengel bei seinem Bericht auf der Mitgliederversammlung in Dassel. Die Flüchtlingszahlen stiegen, beinahe täglich ereigneten sich Boots-Unglücke im Mittelmeer, die hygienischen und humanitären Verhältnisse seien unmenschlich. Zudem spalte der Umgang mit den Flüchtlingen die westliche Gesellschaft. »Die Diskussionen, ob wir als reiches Deutschland mehr aufnehmen sollten bzw. bereits jetzt zu viele Ausländer haben, werden oft sehr emotional geführt«, sagte er. Gastredner Ulrich Lillie, Diakoniepräsident der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), forderte hierzulande ein Umdenken in der Flüchtlingsfrage.

Praktische Hilfe: Der YMCA Sierra Leone stellt der Bevölkerung unter anderem Hygienemittel zur Verfügung.

»Solidarität und Hilfen sind gefragt« Bei den Flüchtlingen, dem immer größeren Ausmaß der Ebola-Epidemie und der Verfolgung von Christen habe er keine fertigen Antworten auf die Fragen, wo die Verantwortungen in den CVJM vor Ort, in den Jugendwerken und im CJD liegen. Doch eines stehe fest: »Solidarität und Hilfen sind gefragt.« Erste CVJM-Gruppierungen haben die Herausforderungen angenommen: Im Rahmen der

Der Umgang mit Flüchtlingen in Deutschland müsse neu geklärt werden.

Flüchtlingsarbeit des CVJM mit syrischen Kindern in der Türkei.

Aktion Hoffnungszeichen unterstützen der CVJM-Gesamtverband und der CVJM-Westbund den YMCA Sierra Leone, der sich aktiv am Kampf gegen Ebola in seinem schwer betroffenen Land beteiligt. Eine Reihe von CVJM-Ortsvereinen kümmert sich unterdessen um Asylbewerber – es sind die ersten Schritte auf einem langen Weg. Kurzum: Die Herausforderungen der heutigen Zeit sind auch zweifelsohne die des CVJM. Matthias Schultz Ulrich Lillie, Diakoniepräsident der Evang. Kirche in Deutschland

Referent für Kommunikation im CVJM-Gesamtverband

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Gesamtverband

Migration –– (k)ein Them Projektgruppe Migration stellt Ergebnisse vor

Es sind zwei Debatten, die miteinander einhergehen: Wer sich hierzulande mit dem Begriff der Inklusion beschäftigt, stößt zwangsläufig auch auf den der Integration. Beim CVJM ist dies nicht anders: Da der alltägliche Umgang mit dem Thema Migration in vielen Ortsgruppen aber weitgehend »Besuchen Menschen unbekannt war, reagierte der Vorstand des CVJM-Gesamtmit Migrations– und gab die Stuhintergrund Angebote verbandes die »Arbeit mit Migranten in der Ihres CVJM?« CVJM-Bewegung« in Auftrag. Der Generalsekretär des CVJM-Gesamtverbandes, Roland Werner, rief daraufhin die »Projektgruppe CVJM und Migration« ins Leben. Neben ihm bestand diese aus Christiane Schurian-Bremecker (CVJM-Hochschule), Daniel Botero, Björn Wagner (beide CVJM-Gesamtverband), Andrea Bolte (CVJM-Ortsgruppe Hagen) und Johannes Hägel (CVJM-Ortsgruppe Bayreuth). Eine anonyme Umfrage sollte Aufschluss über die Migrationsarbeit in den örtlichen Gruppen geben. Abgefragt wurden etwa: »Besu-

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chen Menschen mit Migrationshintergrund Angebote Ihres CVJM?«, »Arbeiten Menschen mit Migrationshintergrund in Ihrem CVJM mit?«, »War die Arbeit mit Migranten bereits Thema der Leitungs-/Vorstandgremien?« oder »Bietet Ihr CVJM spezielle Angebote für Menschen mit Migrationshintergrund an?« Gleich 125 Ortsverbände aus ganz Deutschland schickten den Fragebogen ausgefüllt zurück. »Für das große Feedback sind wir sehr dankbar, daraus haben wir viele Rückschlüsse ziehen können«, erklärte Björn Wagner.

Umfrage offenbart großen Aufholbedarf Die Antworten offenbarten einen momentanen Rückstand: Obwohl mit 77 Ortsverbänden die überwiegende Mehrheit der Befragten Menschen mit Migrationshintergrund in ihren Gruppen und 56 örtliche CVJM sie sogar in der Mitarbeit haben, bieten lediglich 10,8 Prozent spezielle Angebote für sie an. Überhaupt nimmt die Arbeit mit Migranten


m a im CVJM? insgesamt eine eher untergeordnete Rolle ein, wie folgende Zahl verdeutlicht: Bei gerade einmal 27 Prozent der Ortsgruppen war die Migrantenarbeit Vorstandsthema. Nur 12,8 Prozent zeigten sich »sehr interessiert« an Hilfestellungen und Informationen seitens des CVJM-Gesamtverbands – im Gegensatz dazu äußerten gleich 43,1 Prozent ihr Desinteresse. Die Umfrage zeigt auch, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen Angeboten für Migranten in der Mitarbeit gibt. Die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen mit Migrationshintergrund in die Mitarbeit kommen, ist bei Vereinen, die spezielle Angebote für Migranten machen, etwa 3,5 mal höher als bei Vereinen, die kein solches Angebot in ihrem Programm haben.

Dieses Ungleichgewicht soll sich bald ändern. Der Generalsekretär des CVJM-Gesamtverbandes rief die restlichen Ortsverbände dazu auf, den positiven Beispielen zu folgen – und das aus gutem Grund: »Der CVJM ist eine weltweite Bewegung, und wenn die Welt zu uns kommt, sollten wir unserer Berufung treu sein und Menschen mit Migrationshintergrund im deutschen CVJM eine Heimat geben. Es lohnt sich darüber nachzudenken, es im Vorstand zu planen und auch Angebote zu machen.« Der CVJM-Gesamtverband könnte zur allgemeinen Kehrtwende beitragen, indem er das Thema gerade unter den Ehrenamtlichen publik mache und praktische Impulse in die Bewegung hineingebe. Matthias Schultz Referent für Kommunikation im CVJM-Gesamtverband

Ein positives Beispiel: die Migrationsarbeit im CVJM Hagen

Roland Werner: »Wir sollten Menschen mit Migrationshintergrund eine Heimat geben.«

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Aus der Geschäftsstelle

uns mit euch von Gott leiten lassen wollen, welche Aufgaben wir 2015 annehmen sollen. Schon heute herzlichen Dank, dass ihr auch finanziell mit uns gemeinsam auf dem Weg seid.

Bei allen finanziellen Sorgen und Geschenken – das größte Geschenk können wir auch in diesem Jahr wieder zu Weihnachten erwarten. Gott wird Mensch – für uns! Fröhliche Weihnachten und ein gesegnetes neues Jahr!

Der Finanzvergleich November 2014 zu November 2013:

Gemeinsam auf dem Weg Noch ganz erfüllt von den Eindrücken der Bundesmitarbeitertagung (BMT) bekomme ich die ersten Rechnungen der Gästehäuser und der Eisenbahngesellschaft auf meinen Tisch. Es hat sich gelohnt! Was für ein Geschenk, dass das Programm so reibungslos gestaltet werden konnte und dass viele Mitarbeiter mit guten Impulsen, dankbaren Herzen und voller Motivation nach Hause gefahren sind. Was für ein Geschenk, dass über 10.000 Euro Kollekte für die Arbeit des Jugendevangelisten die Kollektenkörbchen gefüllt haben. Zusätzlich sind mehr als 3.000 Euro nur durch Euro- und DM-Scheine für die vom

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Hunger bedrohten Geschwister in Sierra Leone zusammen gekommen. Die Münzen werden noch gezählt. Was für ein Geschenk, dass wir das Freizeitheim in Alten-Buseck an die Caritas Gießen verkaufen können, die dort für Flüchtlinge ein neues Zuhause schaffen wird. Das Thema der BMT, »Alles bleibt. anders«, gilt auch für die Finanzierung unserer Arbeit. Alles bleibt – das ist meine herzliche Bitte, dem CVJM-Westbund zum Jahresende eine Spende zu schenken. Denn ohne eure Spenden kommen wir nicht zurecht. Anders – das ist die Herausforderung, dass wir

Allgemeine Spenden: minus 3.600 Euro; Zweckgebundene Spenden: plus 18.000 Euro; Zuschüsse: liegen etwa auf Vorjahresniveau; Bildungsstätte Bundeshöhe: mehr Einnahmen und mehr Kosten, etwas schlechter als 2013; Elsenburg: mehr Einnahmen, fast gleiche Kosten, deutlich besser als 2013; Materialstelle/CVJMShop: deutliche Einnahmesteigerung, moderate Kostensteigerung, deutlich besser als 2013; Freizeiten: Ähnliche Einnahmen, erhöhte Kosten durch Ausfallgebühren, etwas schlechter als 2013; Personalkosten Reisedienst und Geschäftsstelle: durch Tariferhöhung ca. 85.000 Euro mehr. Fazit: Das sehr schlechte Ergebnis 2013 wird deutlich positiv übertroffen. Ein ausgeglichener Haushalt kann aber noch nicht erreicht werden.

Herzlichst Euer Michael van den Borre, Geschäftsführer

Noch etwas wird anders 2015! Haus Moosrain in Murnau fällt wieder zurück an die Innere Mission München. Aufgrund anstehender großer Investitionen haben wir den Erbbaurechtsvertrag aufheben lassen. Näheres dazu im nächsten CVJM MAGAZIN.

Unterstütze uns über unser Spendenportal unter www.cvjm-westbund.de/spendenportal oder durch eine direkte Überweisung auf unser Konto IBAN: DE80 3506 0190 1010 2570 57 • BIC: GENODED1DKD Konto 1010 257 057, bei der KD-Bank eG Duisburg, BLZ 350 601 90 Spenden: erreicht bis 10.11.2014

155.210,32 € Spenden: erreicht bis 10.11.2013

160.463,60 €

Spendenziel 2014

240.000 € Spendenziel 2013

240.000 €


Danke!

Zum Abschied von Generalsekretärin Hildegard vom Baur Eine weibliche Doppelspitze im CVJM-Westbund, Präses und Generalsekretär mit einer Frau besetzt – wird das wohl gut gehen? Solche Fragen hörte ich gelegentlich, als es vor 10 Jahren darum ging, Hildegard vom Baur als Generalsekretärin zu berufen. Ulrike Messinger war damals Präses im CVJM-Westbund. Diese Stimmen sind leise geworden, denn im Rückblick ist klar: Es war eine gute und von Gott gesegnete Zeit, auf die wir gerne und dankbar zurückschauen. Eigentlich hat aber alles schon viel früher angefangen, Hildegard vom Baur war »immer schon« im CVJMWestbund aktiv: 1985 Wahl

in den Mädchenvorstand des CVJM-Westbundes, 1989 bis 2001 Vorsitzende des Mädchenvorstands, der noch in dieser Zeit ein Beirat und dann schließlich ein Fachausschuss wurde. 1987 bis 2002 Mitglied im Vorstand des CVJM-Westbundes, danach dann zwei Jahre kommissarisch Generalsekretärin bis zur Berufung am 01. Juli 2004. Mehr geht nicht – oder? Doch: Neben der ehrenamtlichen Arbeit beim CVJMWestbund kam dann auch noch von 1999 bis 2004 eine hauptamtliche Tätigkeit (Teilzeit) als Dozentin beim CVJM-Kolleg in Kassel dazu. Hartwig Strunk

Liebe H ildegard , für diese s Engage m e nt m ö danken . chte ich d Der West ir ganz h bund wa u n d du erzlich r für dein warst un Leben w d bist fü Unser G ichtig r den W ott hat d estbund ir viele G w im West ic htig. aben für bund m die Aufg itgegebe d au e r n d a n ben , die du g eingesetz e r ne und t hast un lometer a us d dafür durch da unzählig s »Westb um mit e K u in d den Mit - L a n d« arbeiter n gereist b Ges präch is in t, unseren zu komm Vereinen en . Die Z Leitungse in s u sa bene im mm e n ar CV JM-W beit in d stand un e r e stbund – d Bund e Gesamtv ssekretär positiv e or e – hat sic ntwickelt h in , dieser Ze sicher au Ko m mu it ch ein E nikation rgebnis zwischen chen Mit g u te h r a upt- und arbeiter n ehrenam , also die wichtige tl ise Schnit r Teil de tstelle, d iner Aufg Hand u ie ein aben wa nd in de r. Mit ru iner eige Ar t hast higer nen gan du d e n z unaufge CV JM-W immer w r e gten estbund ieder zug geleitet , ehör t un tet . d abei d den Ein zelnen b e g leiIm Rück blick auf die Arbe im Ausb it der letz lick auf d ten Jahre e in en »Unr dir und und uhestand uns ein W «, möchte o r t aus Psa in Er inn ich lm 103,2 erung ru zusagen fen , in d d r u c k ko u e n m d besonder m mt , d a s zum A ss unser Geben u u E s ngageme nd Nehm nt imme en ist : » Seele, un r ein Lobe de d vergiss n Her r n nicht , wa meine s er dir G Hartwig u tes getan Strunk hat .«

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Aus der Geschäftsstelle

Neu im Team: Alina Brandt Auszubildende im dritten Jahr

Überraschend bekamen wir im September die Anfrage der Deutschen Angestellten-Akademie, ob wir eine Auszubildende für das letzte Ausbildungsjahr einstellen könnten. Eine Fortführung der Ausbildung an ihrem bisherigen Arbeitsplatz war nicht möglich. Nach einer kurzen Probezeit haben wir uns dazu entschieden, Alina Brandt als zukünftige Kauffrau für Bürokommunikation zu begleiten. Die Agentur für Arbeit ist finanziell mit beteiligt. Ihre erste Bewährungsprobe hatte Alina Brandt Anfang November bei der Bundesmitarbeitertagung auf Borkum, die sie souverän bestanden hat. Wir sind dankbar, dass nun neben Saphira Hübinger eine weitere junge Frau unser Team in der CVJM-Materialstelle unterstützt. Thomas Krämer

Danke für fünf gute Jahre

Zum Abschied von Germo Zimmermann Lieber Germo, du bist jung, dynamisch, aufgeschlossen und weiterdenkend – alles Eigenschaften, die zum CVJM gehören und deshalb warst und bist du auch an der richtigen Stelle. Dennoch verabschieden wir dich aus deiner Arbeit als Bundessekretär für Jungschararbeit und bündische Jungschararbeit, weil du eine neue Herausforderung für dich suchst. Alina Brandt und Saphira Hübinger

Schade! Und doch auch konsequent. Danke für fünf gute Jahre, in denen du die Jungschararbeit weitergebracht hast und uns Kollegen auf Trab, in denen du den Spagat zwischen den verschiedenen Jungscharformen bewältigt und manche Mauer mit Gottes Hilfe übersprungen hast.

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Danke für fünf gute Jahre, in denen du mit deiner Art das Thema »Jungschar« groß gemacht hast, ob durch Arbeitshilfen, Jungscharspielekisten (gemeinsam mit deinem Kollegen Søren Zeine), die Jungschar-Mitarbeiter-Tage, den Auftritt beim letzten Bundesposaunenfest und auch die ersten Vorbereitungen für den Jungschar-Kongress.

Danke für deinen Glauben und deine Liebe, die uns ermutigt haben. Hildegard vom Baur

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cvjm-reisen.de

Danke für fünf gute Jahre, in denen wir als Team gemeinsam unterwegs waren und du mit deinen Fragen, Einwänden, Initiativen uns auf Wesentliches hingewiesen hast.

Osterfreizeit auf Borkum 28.03.-06.04.2015 Preis ab 689,00 € Aktuelle Angebote finden Sie auf unserer Internetseite: cvjm-reisen.de

FBR

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Aus den Häusern

Herzlich willkommen in der CVJM-Bildungsstätte Bundeshöhe 2018 Wir bauen für euch!

Die Jugendbildungsstätte ist ein wichtiger Ort der Ausund Weiterbildung für viele ehrenamtliche Mitarbeiter in der CVJM-Jugendarbeit. Die Bildungsstätte wurde im Jahr 1981 grundlegend umgebaut und erweitert. Nach nun fast 35 Jahren sind Arbeiten in zwei Etagen, im Foyer sowie im Speisesaal und Café nötig. Ziel des Umbaus und der Neuerungen ist es, Raum zu schaffen für verschiedene Gruppen und bei allen Anforderungen immer den Menschen im Blick zu haben. Wir wollen gute Möglichkeiten zum Lernen und zur Begegnung bieten.

Kommunikationsinsel und ein neuer Empfang Im Sommer 2015 beginnt der Umbau von Speisesaal und Café: Ein praktischer Buffetblock wird eingerichtet, sodass das Küchenteam warmes Essen aus eingebauten Wärmebehältern nachreichen kann. Kürzere Wege bedeuten kürzere Wartezeiten!

Gruppen zu intensivieren. Außerdem gibt es eine Cafébar für die Seminarpausen und den »Bibu-Shop« im Rezeptionsbereich. Die Empfangssituation wird so deutlich verbessert.

Damit sich jeder wohlfühlt bei uns Energetische Maßnahmen wie Wärmedämmung, neue Fenster auf zwei Etagen, sowie ein Außenanstrich werden im Sommer 2016 folgen, bevor wir im Winter 2016/2017 alle Zimmer der zweiten und dritten Etage mit Du/WC ausstatten. Einige Zimmer sind barrierefrei und rollstuhlgerecht geplant. Im Jahr 2018, zu unserem 60. Geburtstag, werden wir eine attraktive, gut aufgestellte CVJM-Bildungsstätte Bundeshöhe haben, in der Mitarbeiter für die Jugend-

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arbeit fit gemacht werden und Gruppen sich wohl fühlen. So werden wir den Anforderungen einer guten Bildungsarbeit gerecht. Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr unsere Ideen gut findet. Unterstützen könnt ihr uns, in dem ihr auch wäh-

rend der Umbauphase unsere Bildungsstätte als Gäste besucht – oder uns mit Geldmitteln helft. Gerne schicken wir euch unsere komplette Umbaubroschüre zu (bildungsstaette@cvjm-westbund.de). Gerd Halfmann Ein Wi gan nd g m fan g it

Auch das neue Café wird begeistern: Hier kann die Gruppe den Tag in gemütlicher Atmosphäre ausklingen lassen oder in kleiner Runde auch mal richtig schön feiern.

Rezeption

Café-Bar

Im Winter 2015/2016 wird dann das Foyer umgestaltet. Eine ansprechende Lounge mit Kommunikationsinseln bietet gute Rahmenbedingungen, um in geselliger Runde bei einem Snack den Austausch zwischen den

Bücher-Shop CVJM-Bildungsstätte Bundeshöhe Wir sind für Sie da!

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Aus den Regionen

Woche des CVJM - Wir kommen! Aus der Region Hessen/Siegerland In der Region Hessen/Siegerland gehen die Westbundsekretäre um. Vom 17. bis 26. April 2015 werden Andreas Form, Reiner Lux, Anke Schwarz, Andreas Götz und Denis Werth viele Vereine der Region besuchen. Im Fokus stehen vor allem Vereine, die schon länger keinen Kontakt mehr mit dem Westbund hatten. Es geht darum, Beziehungen auf-

wie der CVJM-Westbund die Ortsvereine unterstützen kann. Ein erster Durchgang im letzten Jahr wurde von vielen Vereinen sehr gut aufgenommen, so dass dieses Jahr ein zweiter Durchgang gewagt wird. Im letzten Jahr machten wir Vereinen Mut, fröhlich ihre

nicht mehr hat, gar kein richtiger CVJM ist. Auch kam heraus, dass Vereinsvorstände sich scheuen, den Westbund zu kontaktieren weil sie der Meinung waren, sie haben viel zu wenig Mitglieder oder Besucher. Wir kommen aber gerne zu jedem CVJM und entdecken mit

euch, was für Chancen ihr mit eurer Arbeit und eurem Potenzial habt! Wenn wir vor Ort sind, nehmen wir uns Zeit, um über die laufende Arbeit zu sprechen und diese zu reflektieren. Nennt ihr ein Thema, das euch beschäftigt, bereiten wir dieses für euch vor. Bisher ging es unter anderem um »Bibel im Alltag«, »Mitarbeitergemeinschaft«, »Neue Formen der Jugendevangelisation«, »Wie erreichen wir junge Erwachsene?« oder »Jungbläser fördern«. Liebe Grüße und Gott mit euch! Denis Werth

zufrischen. Wir wollen uns Zeit nehmen und nachhören, wie es vor Ort läuft und wir wollen herausfinden,

Arbeit zu tun, auch wenn sie nicht alle klassischen CVJM-Gruppen wie Jungschar, Teen- und Jugendkreise abdecken. In manchen Vereinen war der Eindruck entstanden, dass ein CVJM, der diese Gruppen

OWL/Münsterland/Bentheim 12.01.2015 Konfi-Castle-Netzwerk, Wuppertal

Hessen/Siegerland

Rheinland/Saar

Ruhrgebiet 18.02.2015 Planungs- und Motivationsabend des CVJM-Ruhrcamps 2015, Wuppertal

16.-18.01.2015 Mitarbeiterkurs für Mädchen und Frauen, Rheinböllen 24.-25.01.2015 Mitarbeiterkurs für Jungen und Männer, Lindenmühle

14.03.2015 »nimm›s mit!« - JungscharMitarbeitertag, Herne

07.-08.02.2015 Mitarbeiterkurs für Mädchen und Frauen, Rheinböllen

02.06.2015 Kreisvorständetreffen der Region Ruhrgebiet

27.02.-01.03.2015 Mitarbeiterkurs für Jungen und Männer, Lindenmühle

11.-13.09.2015 CVJM-Ruhrcamp, Gelsenkirchen

21.-22.03.2015 Mitarbeiterkurs für Jungen und Männer, Lindenmühle

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01.02.2015 SMS-Familiengottesdienst, Dreistiefenbach 07.02.2015 CVJM-Hockey-Starterprojekt, Waldgirmes 07.02.2015 Mitarbeiterschulung, Darmstadt-Eberstadt 08.02.2015 Freunde des Westbundes, Wilgersdorf 16.-18.02.2015 Jungenschaftsfachtage, Wilgersdorf

18.01.2015 Jungschar-Mitarbeiter-Tag, Herford 23.-25.01.2015 Bläser-Lehrgang OWL, Haus Rheineberg, Hüllhorst 25.01.2015 Jungschar-Mitarbeiter-Tag, Isterberg 07.-08.02.2015 Tagung für Vorstände und Verantwortliche, Oberlübbe 21.02.-01.03.2015 Woche des CVJM, KV Lippe 11.03.2015 »Mentoring im Ortsverein«, Schnathorst

14.-20.03.2015 Arbeitscamp, Michelstadt

28.03.-02.04.2015 Kombi-Kurs, Dümmerlohausen

20.-23.03.2015 KonfiCastle, Burg Hohensolms

15.04.2015 CVJM-Kreisvorsitzende OWL, Stift Quernheim


Beispielsweise

Die überraschende Nachricht für alle Burbacher Bürger und uns im CVJM Wahlbach lautete im letzten Jahr: In der ehemaligen Kaserne in Burbach werden Flüchtlinge untergebracht! Als CVJM hatten wir mit syrischen Christen gerechnet, von denen in den Nachrichten die Rede war. Zu unserer Überraschung kamen Flüchtlinge aus dem Kosovo, Albanien, Iran, Irak, Nigeria, Eritrea, Nordafrika und nur wenige Syrer. Sie sollten kurzfristig in der Notunterkunft wohnen, zur Klärung der Bedingungen zur Eröffnung eines Asylverfahrens. Bei einer Verweildauer von nur ca. zwei Wochen erschienen Integrationsmaßnahmen unmöglich. Wir handelten dennoch. Mit Hilfe von Sparkasse und Volksbank konnten wir den Kindern der Flüchtlingsfamilien Kuscheltiere schenken. Bei der Übergabe stellten wir fest, dass etliche in Sommerbekleidung und Flip-Flops kamen. Eine Winterkleidungsund Schuhsammlung wurde ins Leben gerufen und viele Bürger beteiligten sich daran.

Vier Dolmetscher für die Frohe Botschaft Später im Advent bekamen wir die Möglichkeit, den Menschen in der Unterkunft unser Weihnachtsfest zu erklären. Zweimal in der Weihnachtszeit konnten wir mit Hilfe des Posaunenchores in der Kaserne kleine Geschenke

Asylanten in der Kaserne

Neue Aufgabe für CVJM und Gemeinde verteilen. Während die jungen CVJMer aus Wahlbach und Würgendorf dies taten, durften wir Älteren die Frohe Botschaft der Bibel verkündigen. Vier Dolmetscher halfen mit, alle Sprachgruppen zu erreichen. Zu unserer Freude bedankten sich auch viele Muslime für die Predigt. Die Betreiberfirma der Notunterkunft, »European homecare«, war davon so positiv überrascht, dass sie uns gestattete, zwei Räume einzurichten, einen Gebetsraum für Muslime und einen Andachtsraum für Christen. Seit Ende Februar 2014 können wir nun jede Woche mittwochs um 19.00 Uhr eine Andacht halten. Manchmal kommen nur wenige Christen, dann wieder 35 oder 50, die in ihrer Landessprache Lieder singen und oft selbst das Übersetzungsprob-

lem lösen. Muslime sind seltener dabei. Sonntags besuchen einige die Gottesdienste in den umliegenden Ortschaften.

Wenn der Heilige Geist wirkt Über 20 Christen aus dem Iran haben sich inzwischen taufen lassen und einmal durften wir eine »Handytaufe« erleben. Die Täuflinge müssen sich selbst um einen Dolmetscher kümmern, was in diesem Fall nicht möglich war. Der Dolmetscher war aber telefonisch erreichbar und half bei der Verständigung übers Handy mit! Vor und nach dem Osterfest konnten wir unter Beteiligung des Burbacher Posaunenchores Großveranstaltungen durchführen und Wahlbacher Jungscharkinder verteilten Osternester an die Kinder. Kurz vor der Osterpredigt – es waren ca. 600 Menschen in der Kaserne – brachte ein Bus mit Neuankömmlingen unsere Planung durcheinander. Die Dolmetscher wurden abgezogen, weil sie woanders gebraucht wurden. Ein junger Kurde meldete sich. Er konnte arabisch und half,

Dolmetscher aus den Reihen der Flüchtlinge zu finden, um alle Sprachen abzudecken. Einmal mehr konnten wir feststellen, dass der Heilige Geist am Werk war. Muslime, die mir als »Ungläubigem« nicht die Hand reichten durften, bedankten sich mit Verbeugung für die Botschaft. Eine große Überraschung erlebten wir am Ende der Veranstaltung. Als wir uns bei den Übersetzern bedankten und diese zur Kirche einladen wollten, sagte der junge Kurde, der uns so sehr geholfen hatte: »Zur Kirche kann ich nicht kommen, ich bin Atheist, aber ich habe ein gutes Herz«! Für unseren großen Gott gibt es keine Hindernisse.

Hans Peter Ginsberg Gemeinschaftsleiter des Zweigvereins der EG (evangelischen Gesellschaft für Deutschland)

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So war‘s!

Bundesmitarbeitertagung 2014 alles bleibt.anders

Wüstenwanderung

Hier sitze ich und schreibe einen unmöglichen Bericht. Nicht etwa, weil die BMT so unmöglich war, sondern weil es wirklich schwierig ist, diese Tage auf Borkum in zwei Heftseiten zu packen: Für die, die dabei gewesen sind, wird immer etwas Entscheidendes fehlen, was sie bewegt, berührt, begeistert oder geärgert hat. Und für alle, die nicht dabei gewesen waren – tja, wie soll man in aller Kürze angemessen erklären, warum fast 750 CVJM-Mitarbeiter so nachdenklich, so enthusiastisch, so hundemüde, so erfrischt, so irritiert, so inspiriert zu euch zurückgekehrt sind? Am besten lasst ihr es euch von den Dabeigewesenen erzählen, es werden etwa 750 ganz verschiedene Erzählungen sein. Und eine davon ist meine.

Mit Sonderzug und Bimmelbahn Im Grunde fängt die BMT schon an, bevor es auf der Insel losgeht: wenn sich Vereine und Kreisverbände in der halben Nacht auf den Bahn-

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Wild, wild West(bund)

steigen Deutschlands versammeln; wenn der bereits etwas »antike« Sonderzug auf dem Gleis einrollt und man im Waggon schon die ersten neuen CVJM-Bekanntschaften schließt oder alten Bekannten um den Hals fällt; wenn gespannt der Tagungsrucksack geöffnet wird, um einen ersten Blick auf das zu erhaschen, was kommt; wenn dann in Emden hunderte Teilnehmer fröhlich an einem Begrüßungskomitee des CVJM Emden vorbei auf die Fähre umsteigen; wenn es auf der Insel schließlich gemütlich mit der kleinen bunten Bimmelbahn in die Ortsmitte geht und alle ausströmen zu ihren Unterkünften; und wenn nach dem Abendessen sich die Hundertschaften aufmachen zum Eröffnungsabend in der Kulturinsel und man den Eindruck hat, Borkum sei von CVJMern »gekapert« worden (an ihren Rucksäcken werdet ihr sie erkennen...) – dann ist man schon längst mittendrin in dem, was sich hinter dem Kürzel »BMT« verbirgt und in den folgenden Tagen zur Entfaltung kommen wird!

Alles bleibt?! Oder alles anders?! Wie denn jetzt?! Das Tagungsthema hatte viele im Vorfeld erst mal stutzig gemacht, weil es sperrig und widersprüchlich klingt. Prima! Das Gute an dem Thema ist (unter anderem), dass es zwei Pole anbietet: »alles bleibt« auf der einen Seite und »alles wird anders« auf der anderen. Dass keines der beiden Extreme die Lösung ist und dass man beides zugleich in vollem Umfang erst recht nicht haben kann, war ziemlich schnell klar, und so pendelte

BMT-Chor

sich die Fragestellung bei Vielen darauf ein, wo nun jeder für sich den Regler zwischen diesen beiden Polen justieren sollte - für sich persönlich, als Mitarbeiter, als CVJM. Wie viel Veränderung brauchen wir und an welcher Stelle? Und was können wir dafür auch an Altem lassen? Wovon müssen wir uns vielleicht sogar verabschieden, um Veränderungskräfte freizusetzen?

Frische Eier und fettfreie Würstchen ... zwei Bilder für Veränderung und Visionen für Neues: Die »frischen Eier«


Das alles war eine BMT!

741

Teilnehmer (darunter 147 bis 27 Jahre; 341 m, 400 w) davon 66 Mitarbeiter für Organisation und Programm

sind nur ein akustisches kann postmodern!« nach BMT immer wieder auftauSonderzug Missverständnis - da hatte unserer Bereitschaft fragte, chen: das »brennende Herz«, mit 10 Haltestellen jemand den englischen Aus- uns auf veränderte Verhält- das bereit ist zu hören, was druck »FRESH X« als »fresh nisse und die Fragen der Men- Gott vorhat (»Listen to what neue Gedanken und Ideen eggs« verhört. Dahinter ver- schen einzulassen. God is doing - and join in!« birgt sich eine aktuelle Be– »Hinhören, was Gott tut Murren und Manna wegung in der Anglikani- und dann mitmachen!«). Häuser schen Kirche in Großbri- Von der Postmoderne in die »Bei dir bleiben«, das Lied Portionen Kaffee/Tee tannien: Unter dem Be- Zeit des Alten Testaments von Gracetown, das uns über unsere Flatrate in griff »Fresh Expressions Of wurden wir »gebeamt« bei durch die Tagung begleitet der Kulturinsel Church« (kurz: FRESH X) der Wüstenwanderung am hat. Die Sehnsucht nach heisind in den letzten Jahren Borkumer Strand: als Volk ligen Momenten und heiligen Mietfahrräder viele neue, frische Formen Gottes unterwegs, immer Orten - für manche auf Borvon Gemeindeleben entstan- hinter der Feuersäule und kum erlebbar, und der große den, die sich vor allem da- der Bundeslade her, manch- Wunsch für unsere Arbeit über Euro Kollekte für die Stelle des Jugendevangelisten durch auszeichnen, dass sie mal singend, aber oft auch vor Ort. Die Frage, wie sich in die Kultur und Le- motzend und murrend (»Sind man ein totes Pferd reitet – Blasen an den Füßen benswelt der Menschen be- wir bald daaa?« – »Mir ist der humorvolle Seitenhieb kalt!« usw.), ange- auf das Tagungsthema beim geben und dort Geführt und angefeu- Theaterabend »Wild, wild, meinde gestalten, oft »Entdeckungen« ert von Mose, der West(bund)«. Und vieles neu und experimenGeneralsekretärindas Ziel im Auge be- mehr, was in Tagebüchern tell und völlig unVerabschiedung hielt, unterwegs mit und Notizblöcken, Köpfen orthodox. Jürgen Ba(modernem) Manna und Herzen gelandet ist. ron, Generalsekretär vom Himmel ver- Fragt die, die dabei waren. der AG der CVJM, Jürgen Baron glückliche Gesichter sorgt – für viele ein Und/oder werft einen Blick hatte viele praktische eindrückliches Er- in die Toolbox (siehe InfoFRESH X-Beispiele mitgebracht und in seine Bi- lebnis, das mit der Ankunft kasten) und lasst euch durch Stücke Obst und belarbeiten einfließen lassen. im Heiligen Land und dem Impulse und Fragen zum Bau eines Altars endete. Nachdenken und Handeln Eine andere, wahre GeGebäckstücke als Pausensnack anregen. schichte war die von den fettfreien Würstchen: ein Kun- Markante Sätze und Tanya Worth denwunsch, den ein bayeri- eindrückliche Bilder SMS von euch mit über Gedanken für die Nacharbeit zur BMT scher Metzger als Herausfor- Manche Begriffe und Bilder derung und Vision angenom- werden im Nachklang zur men und tatsächlich umgesetzt hat, und zwar im großen Stil – ein Beispiel, dass es sich lohnt, an einer Vision dran zu bleiben, auch wenn sie zuHolt euch einen Coach! nächst unmöglich oder verrückt erscheint. Think outMit Gott dürfen wir mutig voran gehen und Verside the box! änderungen wagen, neue Wege einschlagen und unsere über 170-jährige CVJM-Geschichte weiHotel oder Hospital? terschreiben. Mit der anders.toolbox wollen wir »Church is not a hotel for euch ein Werkzeug an die Hand geben, mit dem ihr in euren Vereinen vor Ort einen saints, but a hospital for singeistlichen Prozess beginnen könnt. Gott neu zu fragen, was „dran“ ist, wo er euch ners.« - »Kirche ist nicht ein gebrauchen will für die Menschen in eurem Dorf oder eurer Stadt. Ihr seid herzlich Hotel für Heilige, sondern ein eingeladen, diese Toolbox zu nutzen. Manchmal hilft es, einen externen Prozess-BeHospital für Sünder.« Unser Selbstverständnis als CVJM gleiter, einen Coach zu haben, der euch auf diesem Weg begleitet. Nutzt die Möglichwurde auf verschiedenste keit, einen unserer Coaches bei Anke Schwarz (a.schwarz@cvjm-westbund.de) anzuWeise hinterfragt, z. B. durch fordern – eine Investition, die sich lohnt. dieses Zitat. Oder auch im ImDie anders.toolbox wurde bereits an die Vorsitzenden der bei der BMT vertretenen pulsreferat von Dr. Michael Ortsvereine versendet. Es gibt sie auch als kostenfreie PDF unter: www.allesbleibtDiener, Präses des Gnadauer anders.de oder für 6,50 € plus Porto beim CVJM-Shop, www.cvjm-shop.de. Gemeinschaftsverbandes, der mit seiner Aussage »Gott

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eine hauptamtliche Mitarbeiterin / einen hauptamtlichen Mitarbeiter mit Fachhochschulabschluss (möglichst Vollzeit) Zu den Aufgaben gehören: u Leitung der Offenen Arbeit im Jugendzentrum u Leitung und Koordination der Kooperation mit der Ganztagshauptschule u verantwortliche Mitarbeit in den diesbezüglichen kommunalen Gremien/ Strukturen u verantwortliche Mitarbeit und Gestaltung der weiteren Vereinsarbeit des CVJM Hagen Ihre Voraussetzungen sind: u Abschluss als Diplomsozialarbeiterin/ Diplomsozialarbeiter oder Diplomsozialpädagogin/ Diplomsozialpädagoge oder Bachelor of Art Soziale Arbeit oder ein vergleichbarer Studienabschluss u theologische Grundqualifikation u Berufserfahrung Wir erwarten: u eine engagierte Mitarbeiterin/ einen engagierten Mitarbeiter, die/ der auf der Grundlage des persönlichen Glaubens die CVJM Arbeit mitgestaltet. u Teamfähigkeit u Leistungsbereitschaft, Flexibilität u selbstständige Arbeitsweise und Eigeninitiative, Durchsetzungsvermögen Wir bieten: u vielfältige Arbeitsbereiche mit einem haupt- und ehrenamtlichen Team u eine angenehme Arbeitsatmosphäre in einem guten Mitarbeiterteam u Weiterbildungsmöglichkeiten u eine Vergütung nach BAT-KF und Zusatzversorgung Ihre aussagekräftige schriftliche Bewerbung richten Sie bitte an den CVJM Hagen e.V. Herrn Rolf Ackermann Märkischer Ring 101 • 58097 Hagen ackermann@cvjm-hagen.de

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»Zeichen deiner Größe«

Bundesposaunenfest am 21. Juni 2015 in der Grugahalle Essen Lasst euch herzlich einladen zu diesem Event! Kommt und erlebt einen musikalischen Tag unter dem Motto »Zeichen deiner Größe« in der Essener Grugahalle. Euch erwartet ein tolles Programm für die ganze Familie! Starten werden wir mit einem Gottesdienst, der im Radio übertragen wird. Parallel gibt es eine Veranstaltung für unsere kleinen Gäste im Jungscharalter. Für die Jugendlichen planen sportliche Aktivitäten. 26.11.14wir 11:53 Anschließend habt ihr »freie Zeit«. Die könnt ihr vielfältig nutzen. Entweder könnt ihr zusammen mit der Familie den Grugapark genießen oder das Mittagskonzert der »YBB-NRW« anhören. Was das ist? Die Youth BrassBand NRW! Eine BrassBand mit jungen Leuten, die atemberaubende Stücke spielen. Und unsere eigenen »Pflanzen« sind mit dabei – eine Gruppe, die sich aus der Jungbläserschulung des CVJM-Kreisverbandes Siegerland gebildet hat, wird an der Konzertmuschel im Grugapark ihre Visitenkarte abgeben und auf der Hauptbühne zusammen mit den Auswahlchören auftreten.

Ab 14.30 Uhr startet dann eine bunte musikalische Show, bei der alle Akteure zu hören sind. Wir freuen uns schon sehr darauf, in Essen Zeichen seiner Größe zu sehen und zu hören! Posaunen Termine 17.01.2015 Brassfit Local Junges Blech, Burbach 17.01.2015 Brassfit Local Alte Schätze neu entdeckt, Witten 30.-01.02.2015 Brassfit Medium, Hüllhorst 03.-06.02.2015 Bläsertage im CVJM-KV Oberberg, Oberwiehl 13.-15.02.2015 Brassfit Special Pop&Swing, Wuppertal 18.02.2015 Chorleitertreffen CVJM-KV Hagen 21.02.2015 Chorleiterversammlung CVJM-KV Lippe 26.02.2015 Kreisprobe CVJM-KV Lippe 28.02.2015 Kreisbläsergottesdienst CVJM-KV Lippe 13.-15.03.2015 Brassfit Junior, Wuppertal 28.03.-04.04.2015 Skifreizeit für Bläser, Soraga di Fassa


Jungschar

Bündische Jugend

Jungschar Kongress zu Pfingsten Wir feiern das Jubiläumsjahr!

In unserem Jubiläumsjahr 2015 feiern wir das 100-jährige Bestehen der CVJMJungscharen in Deutschland mit einem Kongress. Alle Mitarbeiter der Jungscharen sind herzlich eingeladen, über Pfingsten (22. bis 25. Mai 2015) zu diesem Kongress auf die Bundeshöhe nach Wuppertal zu kommen. Wir möchten, dass Ehrenamtliche aus der Jungschar-Arbeit eine lebendige und offene Gemeinschaft im CVJM erfahren, gestärkt werden durch den Glauben an Jesus Christus und dadurch neue Motivation für ihre Aufgaben vor Ort gewinnen, so dass sie Verantwortung für andere übernehmen. Mehr als 30 Workshops bieten wir an. Erlebt eine tolle Gemeinschaft, viele wertvolle Impulse und Ideen für eure Jungschar-Arbeit und lasst euch neu motivieren für diesen so wichtigen Dienst. Auf unserer Homepage könnt ihr alle wichtigen Informationen einsehen und euch sofort anmelden: www.jungschar-kongress.de

Fragt in eurem Verein, ob ihr eine finanzielle Unterstützung für diesen außergewöhnlichen Kongress bekommen könnt. Søren Zeine

Jungschar-WestbundMeisterschaften 2015 Sportfest mit Bibelquiz im CVJM-KV Biedenkopf Zu diesen Meisterschaften am 13. September 2015 seid ihr mit euren Jungscharen schon jetzt herzlich eingeladen. Für das Bibelquiz der Kreismeisterschaften sind folgende Texte bereits ausgewählt: 1. Mose 6,9-22, 1. Mose 7,7-23, 1. Mose 8,13-22. Die Rätsel können bei mir (s.zeine@cvjm-westbund.de) angefordert werden.

Søren Zeine

Jungschar Termine 11.01.2015 Jungschar-Mitarbeiter-Tag, Rodenroth 18.01.2015 Jungschar-Mitarbeiter-Tag, Herford 25.01.2015 Jungschar-Mitarbeiter-Tag, Grafschaft 07.02.2015 Jungschar-Mitarbeiter-Tag, Darmstadt 14.03.2015 Jungschar-Mitarbeiter-Tag, Herne 22.-25.05.2015 Jungschar-Kongress 2015

Starterprojekt CVJM-Pfadfinder Ziel: Fünf neue Jungscharen gründen Mit der bündischen Jugendarbeit wollen wir junge Menschen zu einem verantwortungsbewussten Leben befähigen – geprägt durch eine tragfeste Gemeinschaft und christliche Werte. Deshalb bieten wir in unseren Gruppen ein abwechslungsreiches Abenteuer-Programm an. Wir wollen, dass noch mehr CVJM-Vereine davon profitieren und haben uns dieses Ziel gesetzt: fünf neue bündische Jungscharen in fünf Jahren gründen! Konkret bedeutet dies:

Vorbereitungsphase: Beginnend mit der Anfrage aus interessierten Kirchengemeinden oder dem CVJM tritt unser ehrenamtliches Starterteam zusammen und klärt gemeinsam vor Ort die Rahmenbedingungen für die Gründung einer bündischen Jungschar.

Startphase: Nach der Starteraktion werden die Teilnehmer zur Gruppenstunde eingeladen. Wir begleiten die Mitarbeiter mit ehrenamtlichen Paten und einem Hauptamtlichen. So werden die vergangenen Gruppenstunden reflektiert und die zukünftigen Gruppenstunden erarbeitet.

Begleitungs- und Ablösephase: Unsere Paten sind bei den Mitarbeitern regelmäßig vor Ort und ermöglichen zusätzliche Spezialaktionen (Feuerstellenbau, Kletteraktion usw.). Zum Ende der Begleitphase gibt es ein Abschlusstreffen, um gemeinsam den weiteren Förderbedarf zu klären. Wenn ihr Interesse an der Gründung einer bündischen CVJM-Jungschar habt, dann informiert euch unter www.cvjm-pfadfinder.de

Germo Zimmermann

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TEN SING

La Familia –The Sweetest Company

TEN SING Westbundseminar 2014 »Der Pate« hat zum großen Familientreffen geladen und von überall kündigen sich Delegationen von TEN SINGern an, um dem Paten die Ehre zu erweisen. Sei auch du ein Abgesandter deiner Familiendelegation und erlebe eine Woche mit »La Familia«. Wir weisen dich ein in die Geheimnisse der Familiengeschäfte. Im Vordergrund stehen die bekannten Geschäftszweige Chor, Theater, Tanz, Band, Technik und Orga…« So stand es auf dem Einladungsflyer. Mit uns kamen dann am 11. Oktober fast 130 TEN SINGer aus dem Westbund in Gelsenkirchen zusammen. Wir verbrachten eine aufregende Woche miteinander – ganz im Stil einer Mafia-Familie, die sich von Gewalt und illegalen Geschäften abwendete und stattdessen eine legal betriebene Bonbonfabrik eröffnete. Wir bildeten uns in einem Workshop unserer Wahl weiter und mit neu entwickelten Kompetenzen lernten wir eine Show zu gestalten. Wie man es von TEN SING gewohnt ist, gab es außerdem Chorproben mit Chorsätzen, die auch von Teilnehmern mit geschrieben wurden. Zusätzlich gab es Module, in denen neben den Mindeststandards (Feedback, Rollentheorie und vieles mehr) auch workshopspezifische Inhalte vermittelt wurden.

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Wir kamen uns in dieser Woche näher, verbrachten eine spaßige Zeit und wurden wirklich zu einer »La Familia«. Neben der ganzen Action wurde der geistliche Teil nicht außer Acht gelassen, der eine große Rolle bei TEN SING spielt. Die täglichen Spirit-Einheiten, die auch unter dem Wochenmotto standen, stellten den emotionalen Höhenpunkt des Seminars dar. Die Krönung war dann unsere großartige Abschluss-Show, das Highlight dieser ganz besonderen Woche.

Erzieher/in – Gemeindepädagoge/in kirchlich und staatlich anerkannt Theologisch-pädagogisches Seminar Malche Portastr. 8 · 32457 Porta Westfalica · Telefon 0571 6453-0

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Donya Jaililian-Poordanesh, Helena, Lea, Laura und Jana Teilnehmerinnen des Workshops PR&Design


Sport

Starterprojekt CVJM-Hockey Neue Konzeption: Version 2.0 Als das Starterprojekt 2009 konzipiert wurde, war die angesetzte Dauer von fünf Jahren eine lange Zeit. Nun sind zahlreiche Projekte gelaufen und Floorball, so der Name der Sportart, hat viele CVJMer erreicht und begeistert. Ende 2014 ist nicht Schluss! Es soll weiterhin eine flächendeckende Unterstützung für alle CVJM-Hockey-Interessierte geben. Wie kann das gelingen? Das CVJM-Hockey-Starterprojekt 2.0 ist die Antwort! Es beinhaltet, dass in den kommenden Monaten zwei ehrenamtlich geleitete Kompetenzzentren mit den schon spielenden Vereinen im Westbund gegründet werden und so ein zentrales CVJM-Hockey-Starterprojektteam in Nordrhein-Westfalen und Hessen die Anfragen der CVJM Vereine bedienen.

XX verwalten CVJM-Hockey-

Material selbstständig

XX sind kostenneutral (Fahrt-

kosten, Bandenleihgebühr, Verpflegung etc.) trägt der veranstaltende CVJM

XX sind besetzt mit ausgebil-

deten Mitarbeitern, die sich neben regelmäßiger Teilnahme an den vorhandenen Lehrgängen auch weiterbilden an einem Schulungstag in Verbindung mit einem Fachgruppentag, sind bei einem Fachgruppentreffen aller Mitarbeiter vertreten und am zweiten Fachgruppen-

tag im Jahr mindestens mit dem Verantwortlichen und dem Co-Verantwortlichen dabei XX statten sich mit Info-

material aus, das vom CVJM-Westbund zur Verfügung gestellt wird.

Zeitraum dieses Projektes: 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2020. Für die Bearbeitung der Anfragen und die Koordination der Termine sind weiterhin Maik Binnen (Fachwart) und Andreas Götz (Sportsekretär) zuständig.

Um das gelungene Starterprojekt gebührend zu feiern, sind bereits einige Events geplant, die du dir nicht entgehen lassen solltest: XX CVJM-Hockey-Freizeit

des CVJM-Westbundes in Schweden im Sommer 2015

XX CVJM-Hockey-

Jubiläumswochenende zum 10-jährigen Bestehen der Sportart im CVJM Westbund, voraussichtlich vom 23. bis 24. April 2016

Die Kompetenzzentren… XX haben vier bis acht

Mitarbeiter

XX sind mit einem Zentrums-

verantwortlichen und einem Co-Verantwortlichen ausgestattet

Maik Binnen Fachwart CVJM-Hockey

Mehr Informationen findest du unter www.cvjm-hockey.de

XX sind informiert über neue

Anfragen durch die Projektkoordinatoren (CVJMHockey-Fachwart und den zuständigen Bundessportsekretär)

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Weltdienst

Reis für Sierra Leone Hilfe kommt an!

Dank großzügiger Spenden von Mitgliedern und Vereinen im CVJM-Westbund können 450 YMCA-Familien in Sierra Leone (Westafrika) in der schlimmen EbolaKrise mit dem Grundnahrungsmittel Reis versorgt werden. Das ist auch das Ergebnis von vielen phantasievollen Aktionen und tollem Engagement. In der Zwischenzeit konnten in drei Raten 40.000 € an den YMCA in Sierra Leone überwiesen werden. Dafür wurden 1250 Säcke Reis gekauft. Das entspricht 2.500 Monatsrationen Reis. Zu unserer großen Freude gibt der YMCA auch Reis an

Nicht-YMCA-Familien in seinem Umfeld ab, die wegen Ebola-Verdachtes unter 21-tägige Quarantäne stehen. Christian Kamara, der Generalsekretär des YMCA Sierra Leone, schreibt: »Im Namen des YMCA Sierra Leone möchte ich euch in Deutschland meinen aufrichtigen Dank und meine Anerkennung für solch eine bedeutende menschliche Geste aussprechen, die in dieser sehr kritischen und schwierigen Zeit dringend gebraucht wird. Als ich diese Information den Mitgliedern mitteilte, da waren sie sehr froh, dass sie schließlich Nahrung für ihre Familien und sich selber erhalten werden. Die Verteilung von Solidaritätsreis ist eine große Hilfe und Unterstützung für unsere Mitglieder. Wir

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beten, dass Gott uns in dieser sehr schwierigen Zeit helfen wird.« Während der Ebola Virus weiter die Leben der Sierra Leonis nimmt (mehr als 940 Menschen sind inzwischen gestorben), gibt es die tiefe Sorge um das, was am Ende dieser tödlichen Epidemie steht. Die ansteigende Zahl der neu Infizierten, besonders im Westen, hat eine neue Panikwelle und soziale Unruhen erzeugt. Besonders die Hauptstadt Freetown und Waterloo sind betroffen – mit über 70 % neu Infizierten seit dem 1. Oktober 2014.

forderung derzeit ist, einen Zugang zu Lebensmitteln zu bekommen und diese auch finanzieren zu können. Landwirtschaft ist drastisch reduziert. Einige Sierra Leonis sind bereits an Hunger gestorben.

Lande sein wird und welche besonderen Herausforderungen sich dann stellen. Die Nation dürfte zutiefst traumatisiert sein.

Dies sind bedrückende Nachrichten und es wird noch viele Monate dauern, bis Sierra Leone frei von Ebola ist. Man kann sich noch nicht ausdenken, wie »die Zeit nach Ebola« im

Denn ich war hungrig und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war fremd und obdachlos und ihr habt mich aufgenommen. Mt 25,35

Eckard M. Geisler

Eine der Hauptübertragungswege ist der Körperkontakt. Das bedeutet, dass die meisten Menschen nicht mehr ihrer normalen Arbeit nachgehen können. Das hat unzähliges Leid gebracht, denn sie sind für ihr tägliches Überleben auf ihren Kleinsthandel angewiesen. Schulen und Colleges sind derzeit geschlossen, sowie Fabriken und Büros. Das bedeutet Arbeitslosigkeit. Das örtlich erzielte Einkommen als Organisation ist seit dem großen Ausbruch im Juli 2014 auf Null gesunken. Hostel, Restaurant und Fitness Centre mussten geschlossen werden, um ansteckende Körperkontakte zu vermeiden. Die Mitglieder können ihre Mitgliedsbeiträge in dieser schweren Zeit nicht bezahlen. Wegen des Notstandes finden Treffen der Ortsvereine derzeit nicht mehr statt. Es ist sogar verboten sich zu treffen – es sei denn für Sitzungen im Zusammenhang mit Ebola. Die größte Heraus-

Weltdienst-Projekt In jeder CVJM MAGAZIN-Ausgabe stellen wir einen WeltdienstBereich vor, der dringend finanzielle Hilfe braucht und der zu Kollekten, Dankopfern und Aktionen anregen soll: Die Ebola-Epidemie in Sierra Leone stellt den YMCA dort vor große, auch wirtschaftliche Herausforderungen, denn das Hostel, Restaurant und Internet-Café mussten schließen. Sie brauchen Hilfe aus dem CVJM-Westbund. Bitte spendet unter dem Stichwort »Projekt 1/15 (YMCA Sierra Leone)« auf das Westbund-Konto: IBAN: DE77 3506 0190 1010 2570 14 • BIC: GENODED1DKD Kto-Nr.: 1010 257 014 • KD-Bank Dortmund • BLZ 350 601 90


1 1 Kontakt

Geschäftsstelle Kernarbeitszeit der Geschäftsstelle: montags bis donnerstags: 8.30 – 12.00 Uhr und 13.00 – 16.00 Uhr, freitags: 8.30 – 12.30 Uhr Durchwahl: (02 02) 57 42-

- 10 - 11

Generalsekretariat Matthias Büchle (Generalsekretär ab 01.04.2015) Adelheid Krüger (Assistenz)

- 17 - 18

Referat Kommunikation Stefanie Nöckel (Leitung, CVJM MAGAZIN) Joachim Laudert (Redaktionsassistenz, Abo-Verwaltung)

- 15 - 16 - 14 - 20 - 19 - 35 - 12 - 70 - 71

Geschäftsführung Michael van den Borre (Geschäftsführer) M. v. d. Borre Doris Wiegand-Mauer (Assistenz/Vermietungen Michelstadt) Johannes Uhl (Buchhaltung/Hausverwaltung) Saphira Hübinger (Auszubildende bis Sommer 2015) Bernd Böth (Buchhaltung) Volker Schürmann (EDV/Internet, CVJM-Card, CVJM-Juniorcard) Daniela Holzhauer-Dietrich (Personalbüro) Margreth Zeise (Vereine und Versicherungen; Büro: dienstags und freitags) Gangolf Nießen (technischer Dienst) Hamid Fersi (technischer Dienst) M. Zeise

- 85 - 31

- 24 - 32

- 26

Referat Freizeiten und Seminare Christian Rex (Leitung) Sandra Gramstat Waltraud Bohlender (Backoffice)

Referat Fundraising und Materialstelle Thomas Krämer (Leitung) Regine Sahm (CVJM-Shop) Helmut Wisdorf (Hausdruckerei) Alina Brandt (Auszubildende)

CVJM-Bildungsstätte Bundeshöhe Gerd Halfmann (Leitung) Bernd Neumann (stellvertretende Leitung)

T. Krämer

M. Büchle

A. Krüger

S. Nöckel

J. Laudert

D. Wiegand-Mauer

J. Uhl

B. Böth

S. Hübinger

V. Schürmann

D. HolzhauerDietrich

G. Nießen

H. Fersi

C. Rex

S. Gramstat

W. Bohlender

R. Sahm

H. Wisdorf

A. Brandt

G. Halfmann

B. Neumann

33


Kontakt

Vorstand

Hauptamtliche Dr. Hartwig Strunk

Darmstadt T (0 61 51) 9 18 53 90 hartwig.strunk@web.de Erster Vorsitzender

Jörg Bolte

Thomas Krämer

Hagen T (0 23 34) 96 82 88 j.bolte@cvjm-westbund.de Bundessekretär für die Region Ruhrgebiet

Wuppertal T (02 02) 57 42 24 t.kraemer@cvjm-westbund.de Bundessekretär für Projekte, Spenden und Merchandising

Klaus-Peter Diehl

Marika Kürten

Sigrun Merte

Lohra T (0 64 62) 93 60 72 sigrun.merte@web.de Stellvertretende Vorsitzende

Hille T (01 51) 29 10 38 71 kpd@cvjm-westbund.de Bundessekretär für Posaunenarbeit

Simmern T (0 67 61) 91 69 55 m.kuerten@cvjm-westbund.de Bundessekretärin für Rheinland/Süd-Saar, Begleitung FSJ‘ler

Dr. Martin Werth

Wuppertal T (02 02) 3 17 04 31 werth@johanneum.net Stellvertretender Vorsitzender

Thorsten Schmidt Bielefeld T (0 52 06) 70 75 85 ths.en@web.de Schatzmeister

André Momberg

Kaufungen T (0 56 05) 92 70 20 andre.momberg@gmx.de Beisitzer

Marianne Renz-Knappe Bielefeld T (05 21) 87 10 22 knappe.renz-knappe@ t-online.de Beisitzerin

Kaub T (0 67 74) 2 49 elsenburg@ cvjm-westbund.de Leitung »Haus Elsenburg«

Andreas Form

Freudenberg T (0 27 34) 55 06 55 a.form@cvjm-westbund.de Projektsekretär für Jungbläser (66 %)

Kirchlengern T (0 52 23) 7 46 66 g.luecking@cvjm-westbund.de Bundessekretär für die Region OWL, Münsterland und Bentheim

Reiner Lux

Friedberg T (0 60 31) 16 25 23 r.lux@cvjm-westbund.de Bundessekretär für Regionalbegleitung und Bildungsarbeit

Holger Noack

Remscheid T (0 21 91) 56 96 99 e.geisler@cvjm-westbund.de Bundessekretär für Weltdienst und internationale Beziehungen

Wuppertal T (02 02) 57 42 34 h.noack@cvjm-westbund.de Bundessekretär für Mitarbeiterbildung

Andreas Götz

Markus Rapsch

Marburg T (0 64 20) 83 91 97 a.goetz@cvjm-westbund.de Bundessekretär für Regionalbegleitung, Sport und Teenagerarbeit

Michael van den Borre

Gerd Halfmann

Wuppertal T (02 02) 57 42 15 mvdb@cvjm-westbund.de Geschäftsführer

Günter Lücking

Eckard M. Geisler

Matthias Büchle

Wuppertal T (02 02) 57 42 10 m.buechle@cvjm-westbund.de Generalsekretär ab 01.04.2015

34

Gerd Fastenrath

Wuppertal T (02 02) 57 42 26 bildungsstaette@ cvjm-westbund.de Leitung »CVJMBildungsstätte Bundeshöhe«

Wuppertal T (02 02) 2 57 96 45 m.rapsch@cvjm-westbund.de Bundessekretär für Sport, Jungen und Männer

Matthias Schnabel Velbert T (0 20 53) 5 07 21 m.schnabel@ cvjm-westbund.de Bundessekretär für Posaunenarbeit


Anke Schwarz

Denis Werth

Biedenkopf T (0 64 61) 8 08 02 25 a.schwarz@cvjm-westbund.de Bundessekretärin für Regionalbegleitung und Junge Erwachsene

Linden T (0 15 23) 3 88 73 68 d.werth@cvjm-westbund.de Bundessekretär für Jugendevangelisation und Sport

Jürgen Vogels

Tanya Worth

Wiehl T (0 22 62) 9 29 86 j.vogels@cvjm-westbund.de Bundessekretär für Werksfragen, Außenvertretung und Motorradfahrer

Søren Zeine

Münster T (02 51) 3 99 93 94 s.zeine@cvjm-westbund.de Bundessekretär für Jungschararbeit (50 %)

Krefeld T (0 21 51) 3 25 87 09 t.worth@cvjm-westbund.de Bundessekretärin für Mädchen, Frauen und Teenagerarbeit

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Übrigens…

Es weihnachtet sehr. Im Supermarkt stehen die Menschen Schlange, um einzukaufen. Manche tun so, als ob das Ende der Welt bevorstünde. Davon lebt der Einzelhandel, aber auch die Müllindustrie. Wir beklagen, dass zuviel weggeworfen wird und sind doch selber unsicher beim Einkauf und fragen: Reicht es? Und legen noch ein Paket von diesem und jenem dazu. Es soll ja von uns nicht heißen, wir seien knauserig und das an Weihnachten. Wir sind Kinder unserer Gesellschaft und können das Rad nicht zurück drehen. Wir leben heute und nicht kurz nach dem Krieg oder im Mittelalter. Auch als Christen und Christinnen haben wir uns angepasst. Oft entschuldigen wir uns dann mit unseren Kindern. Sie erzählen, was andere Kinder so alles bekommen und dann wollen wir nicht hintenanstehen. Und wenn es genug gibt, dann ist das doch auch gut so. Ja, das stimmt und ich freue mich immer wieder über schöne Geschenke, über ein leckeres Essen an Weihnachten, über Süßigkeiten, auch wenn die Waage mit mir schimpft. Ich finde, Weihnachten ist ein tolles Fest. Aber ich frage auch, wo beginnt es, maßlos zu werden. Wo tappen wir in Fallen, die wir selber gar nicht mehr bemerken? Wo muss es doch wieder ein bisschen mehr sein von allem? Und wo verliert Weihnachten den Charakter eines Festes, wo Jesus im Mittelpunkt steht? Ganz heimlich ist es über Jahre zum Familienfest geworden, so wie Himmelfahrt zum Vatertag, wie Reformationsfest zu Halloween. Das geht schleichend, aber es passiert. Zurückdrehen können wir Uhren nicht, aber es wäre doch spannend, wenn wir im CVJM, in unseren Vereinen mit-

einander überlegen, wie wir neu und anders Weihnachten feiern können mit Geschenken, mit Lametta, mit schönem Essen, aber vor allem mit dem Jesus Christus, der sich für uns klein gemacht hat. Weihnachten anders – das wäre es doch. »Anders« war das Stichwort der Bundesmitarbeitertagung. In allem, was bleibt und bleiben muss im CVJM, entdecken wir, dass Gott uns auf eine neue Spur setzt: ganz bei Gott und ganz bei den Menschen. Im Rückblick auf die letzten Bundesmitarbeitertagungen merke ich, dass sich dies wie ein roter Faden durchzieht: »Wer bei Gott eintaucht, taucht neben den Menschen auf.« So hat es Prof. Zulehner gesagt, und in diesem Jahr der Präses des Gnadauer Verbandes, Dr. Michael Diener. Wir spüren, dass CVJM davon lebt. Beides ist nötig, beides gehört zusammen. Wenn es getrennt wird, werden wir entweder zu einem christlichen Klüngel oder wir verlieren uns bei den Menschen. Dieses gilt es zu buchstabieren und das ist Arbeit. Bei der Bundesmitarbeitertagung sind uns nicht die gebratenen Tauben in den Mund geflogen, sondern Gott hat uns etwas zu kauen mitgegeben. Kauen kann anstrengend sein. Aber am Ende lohnt es sich. Die Pariser Basis sagt: »Im Glauben und Leben seine Jünger sein«. 1855 und 2015, jeweils passend für die Menschen, denen wir begegnen. Ihre/eure

Hildegard vom Baur

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CVJM Magazin 1/15  

Das CVJM Magazin wird von sieben CVJM-Landesverbänden herausgegeben mit dem Ziel, ein einladendes, vielfältiges, begeisterndes und manchmal...

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