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«Eine Art
individueller
Widerstandskampf» Der Cartoonist Gerhard Seyfried
Foto: David von Becker
im Interview
G
erhard Seyfried lebt in Berlin, ist Cartoonist, Comiczeichner und Roman-Autor. Seyfried ist seit den Siebzigerjahren insbesondere der Hanfszene als Zeichner bekannt, hat seitdem zahlreiche Comicbände veröffentlicht und ein umfangreiches Œuvre an Bildern geschaffen, vor allem gesellschaftskritische Werke. Wir haben den 67-Jährigen besucht und mit ihm über bayerische Polizisten, die No-Future-Generation und die Cannabislegalisierung gesprochen. Das Gespräch führte Roger Liggenstorfer.
Du hast mit deinen Zeichnungen schon ganze Generationen seit den Siebzigern geprägt, zum Beispiel mit der berühmten Polizisten-Karikatur «Wir müssen leider draußen bleiben». Hast du jemals mit der Staatsgewalt Probleme gehabt? Seyfried: Ja, reichlich, in den 70ern und 80ern, und natürlich mit unserer ehemaligen linken Münchner Stadtzeitschrift ‹Blatt›, die immer mal wieder schikaniert und beschlagnahmt wurde. Das ist die Basis, auf der ich bekannt geworden bin.