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Im Herzen der Natur.

wildparkpost winter 2017 / 2018

Winterliche Auszei t zum 13. mal mit einem michelinstern ausgezeichnet!

Unsere Hausdame Anja Pietzsch zeigt winterliche Tischdeko zum Selbermachen.

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»Brot muss wieder mehr Wertschätzung erfahren.« Alexander Dressel im Gespräch mit unserem Bäcker Frank Fahland.

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Spazieren Sie mit dem Wildparkhistoriker Adolf Kaschube zur ehemaligen Skisprunganlage Geltow

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Liebe Gäste und Freunde des Hauses,

ich hoffe, Sie hatten ein wundervolles Jahr 2017. Um Ihnen auch im kommenden Jahr alles über das Hotel Bayrisches Haus mitteilen zu können, haben wir unsere »Wildparkpost« auf 16 Seiten vergrößert. Ab 2018 geben wir mit unserer Zeitung somit alle sechs Monate einen persönlichen Einblick in unser Haus. So sind Interviews mit unseren Mitarbeitern, Lieferanten und Freunden des Hauses geplant und natürlich erfahren Sie auch alles über unsere neuen Angebote, wie z. B. unser neues »Women Only« Arrangement. Darüber hinaus freue ich mich besonders, dass der Guide Michelin uns auch in diesem Jahr wieder mit einem Stern ausgezeichnet hat. Somit können wir in 2018 im Gourmetrestaurant »Friedrich Wilhelm« das 13. Jahr in Folge Sterne-Menüs für Sie zubereiten. Für diejenigen, die es eher bodenständiger mögen, kreiert die Küche Klassiker und neue Kreationen aus regionalen Spezialitäten, die wir Ihnen im Bistro »Elise« servieren.

Wenn Sie unseren hellen Tagungsraum »Festsaal Luise« noch nicht kennen, bieten wir Ihnen bei Ihrem Besuch gerne eine Führung an. Wir haben mit dem neuen Anbau Räumlichkeiten für Ihre ganz besondere Firmenveranstaltung oder Feierlichkeit geschaffen, die so in Potsdam einzigartig sind. Ansonsten dreht sich 2018 neben Kulinaria alles um Natur und Kultur. Lassen Sie sich zum Beispiel im Januar mit der Veranstaltung »Unterwegs im Licht« in Potsdams Mitte entführen, besuchen Sie die aktuelle Ausstellung im Museum Barberini oder wandern Sie auf der Fährte unseres Winterspaziergangs durch fast unberührte Natur. Ruhe und Entspannung finden Sie danach in unserem Wildparkoase Spa. Unsere gelernte SpaManagerin und Heilpraktikerin Caroline Locker stellt Ihnen gerne einen persönlichen Behandlungsplan zusammen. Egal, wie Sie Ihren Aufenthalt bei uns planen, wir freuen uns schon jetzt auf Ihren Besuch, Ihr Gastgeber Alexander Dressel

Inhal t: Menschen im Bayrischen Haus: Hausdame Anja Pietzsch

seite 4 Unsere besonderen Angebote

seite 6 Im Gespräch mit unserem Bäcker Frank Fahland

seite 8 Winterspaziergang zur Skisprunganlage Geltow

seite 10 Menschen im Bayrischen Haus: Azubi Felix Breil

seite 11 Veranstaltungskalender

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menschen im bayrischen haus

Anja Pietzsch Als Hotelgast sieht man sie eigentlich nie, doch sie ist verantwortlich dafür, dass der Aufenthalt im Hotel Bayrisches Haus zum ganz besonderen Erlebnis wird: Anja Pietzsch. Die gelernte Hotelfachfrau gehört seit über sieben Jahren zum feste Team des Hauses und gilt als »unersetzbare Fee für das Unternehmen«. Als Hausdame ist sie für die Zimmermädchen, das Housekeeping und somit für das Wohlbefinden der Gäste verantwortlich. Damit sorgt sie nicht nur für die Ordnung im gesamten Hotel, sondern nimmt sich auch mit besonderer Leidenschaft der Dekoration an. So denkt sich Anja Pietzsch passend zu den Jahreszeiten immer wieder neue Blumenarrangements aus und schmückt vor der Adventszeit innerhalb weniger Tage die neun Weihnachtsbäume, die den Räumen die festliche Atmosphäre zu den Feiertagen geben – zu Silvester dann natürlich auch mit bunten Luftschlangen und Glücksklee auf den Tischen.

wintertischdeko zum selbermachen von anja pietzsch

»Zu jeder Jahreszeit freue ich mich, die passenden Dekorationen zu entwickeln. So wird dann auch die komplette Fassade draußen mit den Gestecken innen abgestimmt. Am liebsten schmücke ich allerdings die Tannen«, sagt die zweifache Mutter. »Dafür brauchen wir dann schon einmal mehrere Tage.«

Gäste sollen sich bei uns wohler fühlen als Zuhause. Jeden Donnerstag fährt Anja Pietzsch dafür morgens auf den Großmarkt und sucht dort die passenden Blumen aus und lässt sich durch Tipps von den Verkäufern oder anderen Kunden inspirieren. »Gäste sollen sich bei uns wohler fühlen als Zuhause – das ist mein Ziel«, erklärt Anja Pietzsch. Ob ihr Blumenschmuck den Gästen letztendlich gefällt, bekommt sie spätestens dann mit, wenn diese Arrangements mitnehmen möchten oder nach den Anleitungen zum Nachmachen fragen. Für diese Winterzeit hat sie erstmals eine Kerzendekoration im Glaszylinder zusammengestellt, bei der je nach Saison die Fundstücke der Natur im Glas ausgetauscht werden können. Das nahm Anja Pietzsch zum Anlass, um ihre neuste DIY-Idee gleich mit allen Gästen zu teilen.

Fundstücke aus der Natur: Als Füllung für die Gläser eignen sich je nach Saison Steine, Mistelzweige, Hagebutten, Moos oder im Sommer auch gerne Blumen.

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so entsteht ein wintergesteck

Sie benötigen: • Glaszylinder oder Einweckglas (in etwa 30 cm hoch und 15 cm Durchmesser) • breite Kerze, die von selbst steht • Küchengarn oder Kreppband • Gartenschere • Ilexzweig mit Beeren • Zweige von der Thujahecke • Tannenzapfen oder Lärchenzweige mit Zapfen • Sprühschnee

Für die Fundstücke der Natur, können Sie Tannenzapfen, Beeren und Blätter bei einem Ihrer nächsten Spaziergänge sammeln. Reinigen Sie dann den Glaszylinder von Fingerabdrücken mit z. B. Glasreiniger. Zuerst sollten Sie die Kerze ins Glas stellen. Dann können Sie den Glaszylinder mit Ihren Fundstücken aus der Natur bestücken. Manche – wie die Zweige – müssen Sie in die passende Größe schneiden. Schön ist es, wenn Sie verschiedene Naturschätze von ähnlicher Farbe wählen, etwa einen braunen Tannenzapfen und Haselnüsse. Oder sie kaufen eine weiße Kerze und besprühen die Zapfen mit Sprühschnee. Zum Schluss wickeln Sie weißes oder naturfarbenes Küchengarn um den Glasboden und binden eine Schleife. Und wenn Sie mögen, darf auch noch eine kleine Weihnachtskugel der Dekoration hinzugefügt werden. Oder Sie befüllen noch mehr Zylinder und schaffen ein Lichtermeer mit den Schätzen der Natur.

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Unsere besonderen Angebote weihnachten im winterlichen wildpark unser tipp fr beste freundinnen

LANG & AUSGEDEHNT – 4 Nächte vom 22.–26.12.2017 • 4 Übernachtungen im Deluxe Doppelzimmer inkl. Frühstück • Weihnachtsgruß zur Ankunft auf Ihrem Zimmer • 3-Gang-Halbpensionsmenü am 23.12.2017 im Bistro »Elise« • 5-Gang-Gourmetdinner am 24.12.2017 im »Friedrich Wilhelm« • Romantischer Fondueabend am 25.12.2017 in der »Alten Försterei« (alle Dinner ohne Getränke) • Nutzung unserer »Wildparkoase« mit Pool, Sauna, Dampfbad und Fitness Pro Person im Doppelzimmer 519 EUR Pro Einzelzimmer 759 EUR (Aufschlag Junior Suite 40 EUR pro Nacht) KURZ & FEIN – 2 Nächte vom 24.–26.12.2017

mir zuliebe  women only …gemeinsam relaxen, Kraft tanken und ausgiebig plaudern. Ob mit Mama, Oma, Freundin, Schwägerin oder Schwester. Genießen Sie die gemeinsame Auszeit. • 2 Übernachtungen in einer Junior Suite inkl. Frühstück • 1 Glas Champagner pro Person zur Begrüßung auf Ihrer Suite • 1 Massage pro Person (60 min.) Wie wäre es zum Beispiel mit einer Abhyanga Massage? Diese ayurvedische Massage ist ein wesentlicher Bestandteil der traditionellen indischen Heilkunst. Sanft wie eine tiefe Berührung. Entspannung pur. • Nutzung unserer »Wildparkoase« mit Pool, Sauna, Dampf bad und Fitness Pro Person in einer Junior Suite 269 EUR

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• 2 Übernachtungen im Deluxe Doppelzimmer inkl. Frühstück • Weihnachtsgruß zur Ankunft auf Ihrem Zimmer • 5-Gang-Gourmetdinner am 24.12.2017 im »Friedrich Wilhelm« • Romantischer Fondueabend am 25.12.2017 in der »Alten Försterei« (alle Dinner ohne Getränke) • Nutzung unserer »Wildparkoase« mit Pool, Sauna, Dampfbad und Fitness Pro Person im Doppelzimmer 329 EUR Pro Einzelzimmer 449 EUR (Aufschlag Junior Suite 40 EUR pro Nacht)


wintervergngen gegen den neujahrsblues Beginnen Sie das neue Jahr relaxt, fit und entspannt! Genießen Sie bei langen Spaziergängen die Ruhe und winterliche Idylle des Wildparks und entspannen Sie in unserem großen Wellnessbereich mit Pool, Sauna und Fitnessraum. Kulinarisch krönen Sie den Tag mit einem saisonalen 3-Gang-Menü. • 1 Übernachtung im Deluxe Doppelzimmer inkl. Frühstück • 1 Abendessen als 3-Gang-Halbpensionsmenü im Bistro »Elise« • Nutzung unserer »Wildparkoase« mit Pool, Sauna, Dampf bad und Fitness Pro Person im Doppelzimmer 119 EUR Pro Einzelzimmer 179 EUR (Aufschlag Junior Suite 40 EUR pro Nacht) Von Januar bis März 2018 auf Anfrage und nach Verfügbarkeit buchbar.

valentinstag  ein kulinarischer kurzurlaub fr die liebe … auch ein wunderbares Weihnachtsgeschenk! • 1 Übernachtung in einer Junior Suite inkl. Frühstück • 1 Abendessen als 4-Gangmenü mit Weinbegleitung und Aperitif im Gasthaus »Alte Försterei« • Nutzung unserer »Wildparkoase« mit Pool, Sauna, Dampf bad und Fitness Pro Person in einer Junior Suite 179 EUR Vom 14.–15. Februar 2018 auf Anfrage und nach Verfügbarkeit buchbar.

die kleine oster auszeit

vorfreude auf den frhling

Begrüßen Sie den Frühling, hoffen Sie auf Ostereier im Wildpark und genießen Sie Ruhe und Entspannung. • 3 Übernachtungen im Deluxe Doppelzimmer inkl. Frühstück • 1 Abendessen als 3-Gang-Halbpensionsmenü • Nach Wahl und je nach Wetterlage: pro Person 30 min. Tiefenentspannung auf unserer Alphaliege oder alternativ ein Fahrrad pro Person für einen Tag • Nutzung unserer »Wildparkoase« mit Pool, Sauna, Dampfbad und Fitness Pro Person im Doppelzimmer 299 EUR Pro Einzelzimmer 459 EUR Buchen Sie zusätzlich einen Schlemmer-Picknick-Korb für Ihren Ausflug ins Grüne zu 99 EUR für 2 Personen. Dieser beinhaltet Köstlichkeiten aus unserer Sterneküche von kleinen Vorspeisen bis zum süßen Abschluss. Und natürlich Mineralwasser und 2 Flaschen Piccolo Sekt zum Anstoßen. Selbstverständlich halten wir auch eine Picknickdecke für Sie bereit. Vom 23. März bis 08. April 2018 auf Anfrage und nach Verfügbarkeit buchbar.

Weitere Angebote finden Sie jederzeit auf unserer Webseite unter 

www.bayrisches-haus.de /angebote

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Als wir auf der Suche nach einer neuen Bäckerei waren, ging es uns darum einen lokalen Anbieter in Potsdam zu haben, der die Ressourcen hat uns verlässlich beliefern zu können – hier mitten im Wald und mit unserer Qualitätsvorstellung.

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Als mittelständisches Unternehmen mit 135 Mitarbeitern, 35 davon in der Backstube, schaffen wir keine Massen zu produzieren, aber Produkte mit sehr guter Bio-Qualität. Vor diesem Hintergrund liegt uns diese Partnerschaft besonders am Herzen, weil das Bayrische Haus unserer Philosophie entspricht – und da ist kein Weg zu weit.

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Wir wollen uns für unsere Region einsetzen und sie auch unterstützen. Zudem wollen wir unserem Gast etwas Besonderes bieten. Dabei ist Brot etwas Essenzielles. Selbst die Gäste, die »nur« bei uns übernachten, erwarten bei uns vernünftiges Brot oder ein Brötchen zum Frühstück. Brot ist der Start in den Tag. Wir wollen dabei auf ehrliche Produkte zurückgreifen, dabei spielen lokale Erzeuger und Lieferanten eine große Rolle, da sie deutlich schneller liefern können und damit frischer sind.

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FF

Als Unternehmer hat man Verantwortung. Wir ernähren uns bewusst und wir wissen, dass in der Region gute Erzeuger existieren. Wir waren früher in Wilhelmshorst und zogen noch vor der Wende nach Potsdam. Schon damals haben wir mit unserer Mühle zusammengearbeitet. Vor 20 Jahren haben wir dann unsere ersten Bioprodukte hergestellt und 2008 die komplette Produktion auf Bio umgestellt. Die Mühle hat diese Entscheidung auch getroffen und mahlt für uns das komplette Roggenmehl und den gesamten Dinkel, den wir verarbeiten. Die Partnerschaft ist uns wichtig: da gibt es noch den alten Großvater, der mit seiner Wassermühle mahlt und den Junior Müllermeister, der mit Liebe zum Produkt arbeitet. Das ist heute nicht mehr selbstverständlich und das heißt es zu erhalten – auch wenn diese Qualität etwas mehr kostet.

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Man kann die Lieferanten nicht kurzhalten – wir sind von ihnen abhängig und sie wiederum von den Erzeugern. Wenn ich ein vernünftiges Produkt machen möchte, muss ich auch ein vernünftiges Produkt einkaufen und auch bereit sein, für das Produkt zu zahlen. In der Zwischenzeit ist dieses Bewusstsein teilweise da und die heranwachsende Generation hat das schon mehr verstanden – man will nicht mehr nur satt werden, sondern der Genuss steht im Vordergrund. Ich versuche das innerhalb unserer Küche, wenn wir Kochkurse geben oder an unsere Lehrlinge weiterzugeben.


im gesprch mit

… unserem Bäcker Frank Fahland

Brot muss einfach wieder mehr Wertschätzung erfahren. Alexander Dressel

Frank Fahland ist Unternehmer und betreibt in Potsdam seine gleichnamige Bäckerei mit 14 Filialen in der Region und beliefert zudem einige Bioläden und Hotels wie das Bayrische Haus, das seit Anfang 2016 zu seinen Kunden zählt. Im Gespräch mit Direktor und Küchenchef Alexander Dressel, der auch für seine Kreationen im Gourmetrestaurant »Friedrich Wilhelm« konsequent auf qualitativ hochwertige Produkte setzt, stehen daher drei wichtige Themen im Fokus, um das gastronomische Handwerk wieder nachhaltig zu stärken: Qualitätssteigerung, faire Bezahlung und Nachwuchsförderung.

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Man muss die Mitarbeiter mit einbeziehen. Sie sind ein wertvolles Gut für uns und wir wollen sie halten. Doch niemand liebt die Nachtschicht, die man als Bäcker hat. Also haben wir uns ein neues Schichtsystem einfallen lassen: Die Tagesbäckerei. Ich glaube sogar, dass wir dadurch mehr Umsatz machen können, da das Brot noch frischer ist. Ein kleiner Teil unserer Ware wird sicherlich noch nachts gebacken, aber das Gros entsteht erst morgens und liegt dann tagsüber noch warm in unseren Filialen – das freut auch den Kunden.

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Um den Nachwuchs dreht sich auch bei uns alles. Unter den Dienstleistungsbetrieben hat die Gastronomie wohl die undankbarsten Arbeitszeiten. Zudem wurde auch in der Vergangenheit viel »Erde verbrannt« und das merken wir jetzt, wenn wir Auszubildende suchen. Es ist schwer interessierten Nachwuchs für die Hotellerie zu finden. Es geht um eine gute Work-Life-Balance und da möchte man lieber am Wochenende oder nachts frei haben, als zu arbeiten. Das bekommen Familienbetriebe ein Stück härter zu spüren. Auf diese veränderten Marktanforderungen haben wir reagiert, erwarten Engagement und Herz für den Beruf und beziehen sie im Gegenzug mehr ein und bringen ihnen das Handwerk von der Pike auf bei.

Ein Schwerpunkt in meiner Verbandsarbeit für die Jeunes Restaurateurs, deren Präsident ich für Deutschland bin, ist daher die Ausund Weiterbildung. Wir haben dort eine eigene Akademie, in der wir den Nachwuchs schulen, und davon können die jungen Leute profitieren.

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Ein Biobetrieb ist natürlich auch deutlich handwerklicher und ein junger Mensch muss Spaß bei der Arbeit haben. Wir bieten jetzt auch Backkurse an, nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene, um zu zeigen, was ein gutes Brot braucht und worum es beim Handwerk geht.

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Es geht um Qualität. Mit unserem Verband haben wir auch ein Genussnetz zusammengestellt, um die guten Kontakte weiterzugeben. Am Anfang waren es 15, in der Zwischenzeit ist es auf 40 Adressen angewachsen. Wir testen immer wieder neue Produkte und Betriebe, manchmal kommen Lieferanten auf uns zu, manchmal bekommt man einen Tipp. Wenn die Qualität stimmt, verarbeiten wir das auch. Die Wertschätzung für Qualität muss gesteigert werden und auch Brot muss einfach wieder mehr Wertschätzung erfahren.

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Winterspaziergang zur skisprunganlage geltow

Für Wanderer und Radfahrer ist der rund 870 Hektar große Wildpark am Rande Potsdams noch ein Geheimtipp, für Wildparkhistoriker Adolf Kaschube seit Jahrzehnten ein fast tägliches Ausflugsziel, das aus seinem Leben nicht mehr wegzudenken ist. Als er noch arbeitete war er in dieser Region für die Messung der Wasserqualität verantwortlich, heute ist er Mitglied des Wildpark-Vereines und kennt hier alle Wege, Findlinge und jeden Baum – ob Akazien, Birken, Buchen oder Eichen. Als guter Freund des Hauses nimmt er ab und an Hotelgäste vom Bayrischen Haus mit auf seine Spaziergänge und zeigt ihnen die besonderen Perlen dieses königlichen Waldstücks. Das artenreiche Waldgebiet, das die Handschrift des einstigen Königlichen Generalgartendirektors Peter Joseph Lenné trägt, befindet sich fast unberührt im Dornröschenschlaf. Mittendrin liegt das Bayrische Haus, das 1847 von Ludwig Ferdinand Hesse im alpenländischen Stil für den preußischen König Friedrich Wilhelm IV., als Geburtstagsgeschenk für dessen Gattin Elisabeth von Bayern, errichtet wurde. 170 Jahre später hat sich eigentlich nicht viel geändert: das Bayrische Haus hat vier weitere Anbauten bekommen, aber die Eleganz ist geblieben. Noch heute führen neun Waldwege sternförmig durch das gesamte Areal. Sie tragen Namen wie Schlangen-, Hirsch- oder Kastanienweg. Adolf Kaschube geht entlang des Hauptwegs. Unter seinem Arm trägt er einen Ordner mit Fotos und Informationen zum historischen Waldstück, die er den Gästen zeigt. Auch ein Bild mit einer Brücke ist darunter. 1957 wurde der Wildpark durch eine Eisenbahntrasse getrennt und er hofft, »dass bald eine Brücke über die Trasse gebaut wird, um wieder beide Teile miteinander zu verbinden«.

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Zudem hat sich in der Zwischenzeit auch eine Graureiherkolonie mit rund 200 Paaren auf einem knapp drei Hektar großen Areal angesiedelt. »Wir sind sehr stolz auf diese Kolonie, die unter Schutz steht und nur auf ausgewiesenen Wegen betreten werden darf«, sagt Adolf Kaschube. Für den Winterspaziergang empfiehlt der 84-Jährige allerdings einen interessanten Rundgang zur ehemaligen Skisprunganlage Geltow. Sie liegt knapp 10 Minuten vom Bayrischen Haus entfernt auf dem Schäfereiberg, der mit 86 Metern die höchste Erhebung des Wildparks ist. Seinen Namen hat er aus der Zeit, als er noch zu Geltow gehörte und auf dem unbewaldeten Bergrücken die Schafherde des Vorwerks Geltow weidete. Jetzt befindet sich auf der Bergkuppe ein Antennenmast, doch vorher wurde hier 1958 von dem Geltower Sportverein eine Skisprungschanze errichtet. Sie lag am Westhang des Schäfereiberges und hatte einen elf Meter hohen Anlaufturm aus Kiefernstämmen. Der Gesamthöhenunterschied betrug 45 Meter, der Rekord auf der 30-Meter-Schanze soll bei 29 Metern gelegen haben. Das letzte Skispringen fand 1970 statt, da sowohl der ausbleibende Schnee, als auch die Kosten für die Instandsetzung die Begeisterung für den Sport schwinden ließen. »Von der Schanze ist zwar nichts mehr übrig, aber trotzdem gibt es noch die Schneise durch den Wald, durch die man bis zum Schwielowsee sehen kann«, sagt Kaschube. »Die Aussicht lohnt sich!«, und natürlich auch der Weg dorthin – durch fast unberührte Natur.

der weg zur skischanze : Wenn man das Hotel durch das Haupttor am Parkplatz verlässt, muss man sich rechts halten. Dort kommt man auf den alten Schlangenweg. Folgt man diesem ca. zehn Minuten, sieht man bald rechts einen flachen Abhang, auf dem eine Bank steht. Von dort kann man bei gutem Wetter bis zum Schwielowsee schauen. Läuft man weiter geradeaus, kommt man zum Antennenmast und zum »Plateau« des Schäfereibergs.


menschen im bayrischen haus

Felix Breil Zur Philosophie im Bayrischen Haus gehört die gewissenhafte Ausbildung und Weiterbildung von jungen Menschen in den verschiedenen Abteilungen. Einer von ihnen ist der 19-jährige Felix Breil, der schon als Kind wusste, dass er einmal Koch werden möchte. Er ist einer von drei Auszubildenden in der Küche vom Sternekoch Alexander Dressel. Bereits in den ersten Monaten seiner Ausbildung merkte Felix Breil, dass seine Mitschüler auf der Berufsschule ganz andere Erfahrungen an ihrem Ausbildungsplatz machten als er: »Wir arbeiten mit sehr vielen frischen Produkten, mit frischem Fisch und Fleisch. Bei uns werden wertvolle Lebensmittel verarbeitet. In anderen Hotels werden oft nur die Fischfilets aufgetaut. Ich konnte stattdessen schnell Verantwortung übernehmen und auch lernen wie man z.B. Jus herstellt«, sagt FelixBreil.

Jeden Tag gibt es etwas Neues. Was ihm an seiner Arbeit besonders gut gefällt, ist die Abwechslung: »Jeden Tag gibt es etwas Neues.« So arbeitet die Küche im Zwei-Schicht-Betrieb und stellt nicht nur die Gerichte für das Restaurant »Friedrich Wilhelm« her, sondern auch für das Frühstück oder den Mittagstisch. »Spannend sind auch die externen Kochevents, bei denen wir teilweise für bis zu 1.200 Personen kochen oder die Berlinale, wenn ein internationaler Star deinen Nachtisch isst.«

Die Faszination für das Kochen und internationale Küche hat der gebürtige Hesse von seiner Mutter und Großmutter. So wurde Zuhause gern gemeinsam gekocht, ausprobiert und natürlich gegessen. Seine Lieblingsspeise war damals wie heute für die Festtage Ente in Orangensoße, wenn es allerdings einmal schneller gehen muss, wird für die ganze Familie eine Pasta zubereitet. Der Spaß am Kochen vergeht ihm auch nicht nach einem langen Tag in der Küche. »Durch die verschiedenen Küchenstationen und die vielen Möglichkeiten habe ich schnell gemerkt, dass ich gern in der Patisserie weiterarbeiten möchte. Torten und Nachtische mache ich eben am liebsten, am besten ist meine Schokomousse.« Das heißt für ihn allerdings auch, dass er sich nach Abschluss seiner Ausbildung im Oktober einen neuen Arbeitsplatz suchen muss. »Das Bayrische Haus braucht nicht zwei Patissiers. Aber das macht nichts. Das Renommee des Hauses und die Vielschichtigkeit meiner Ausbildung hat mir ja erst die Möglichkeiten für meine Zukunft eröffnet – und mein Chef unterstützt mich auf diesem Weg.« So kann sich Felix Breil auch in jeder freien Minute an neuen Pralinen-Kreationen ausprobieren. Wenn also eine leckere Praline auf dem Zimmer auf die Gäste wartet, ist es nicht nur ein Gruß aus der Küche, sondern auch ein Gruß von Felix Breil, angehender Patissier.

Süßer Abschluss nach jedem Menü – zum Kaffee.

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Zuhause bei Freunden Wellness im Herzen der Natur Schöpfen Sie neue Kraft – ein Waldspaziergang, Qi Gong oder eine Radtour, danach entspannen im Wildparkoase Spa mit Pool, Sauna und Dampf bad. Wir bieten nachhaltige Anwendungen, die die Balance von Körper, Geist und Seele stärken, damit Sie ganz und gar in sich selbst ruhen und so den Alltag einmal hinter sich lassen. Genießen Sie dabei den Blick in den Wald und auf unsere Wildblumenwiese. Unsere Spa-Managerin Caroline Locker ist gelernte Heilpraktikerin und kann jedem Gast auf Wunsch einen individuellen Behandlungsplan mit Massagen und Softpacks zusammenstellen, auch findet unter ihrer Anleitung z. B. samstags die Qi GongStunde statt.

Unsere Rezeption ist Ihnen gern bei der Buchung Ihrer individuellen Anwendungen behilf lich: TEL. +49 (0)331 5505 - 0

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Entspannen, genießen und sich um nichts kümmern Unsere 41 Zimmer sind auf vier Gebäude verteilt und bieten Ihnen stets den Blick in die unberührte Natur. Unsere gemütlichen Comfortzimmer im Landhausstil sind größtenteils mit Balkon oder Terrasse ausgestattet und befinden sich im »Gartenhaus« und im »Waldhaus«. In der »Wildparkresidenz«, unserem Haupthaus, können Sie sich in unseren Deluxe Zimmern wohlfühlen und auch in unseren verschiedenen Suiten finden Sie Ihr Zuhause auf Zeit. Lehnen Sie sich zurück und genießen Sie das Gefühl der Geborgenheit in einer unserer hellen Junior Suiten oder nutzen Sie das individuelle Angebot einer exklusiven Wellness Suite – mit eigener Sauna und großem Balkon mit Waldblick.

Buchen Sie Ihr Zimmer oder Ihre Suite unter TEL. +49 (0)331 5505 - 0

Kulinarische Sternstunden In Brandenburg gibt es im Vergleich zu anderen Bundesländern nur zwei Top-Lokale mit einem Michelinstern. Eines der beiden befindet sich bei uns im Haus: das Gourmetrestaurant »Friedrich Wilhelm«. Der gelungene kulinarische Mix aus lokalen Zutaten und internationalem Weitblick war dem Guide Michelin auch in diesem Jahr einen Stern wert. Sternekoch Alexander Dressel kocht im »Friedrich Wilhelm« delikate Menüs mit qualitativ hochwertigen Produkten. Mittag oder Abendessen bieten wir in gleicher Qualität in unserem Bistro »Elise« an – im Sommer auch gern auf unserer neuen, großen Sommerterrasse.

mit einem michelinstern ausgezeichnet

ÖFFNUNGSZEITEN: »Friedrich Wilhelm«: Mittwoch bis Samstag 19–21 Uhr (Küchenschluss) Bistro »Elise«: täglich 12–14 Uhr und 18–21 Uhr (Küchenschluss) Reservieren Sie einen Tisch unter TEL. +49 (0)331 5505 - 0

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Arbeiten und Feiern im Grünen Ob Tagung, Workshop, Kochkurs oder Hochzeit Anfang 2017 wurde der Neubau »Festsaal Luise« finalisiert. Hier können Sie in ruhiger Atmosphäre konzentriert zusammenarbeiten. Als erweitertes Rahmenprogramm können Sie einen gemeinsamen Spaziergang oder ein leckeres Picknick im Wildpark planen. Die Konferenzräume sind mit modernster Veranstaltungstechnik ausgestattet und führen direkt ins Freie. Insgesamt haben 120 Personen Platz, um zu arbeiten, zu tagen oder zu feiern. Durch eine intelligente Raumteilung können auch kleinere Bereiche angemietet werden. Den historischen Gastraum der »Alten Försterei« können Sie für Veranstaltungen für bis zu 50 Personen buchen. Zusätzlich bieten wir auch für Gruppen von 8 bis max. 12 Personen Kochkurse in unserer Kochschule an. Unter Anleitung von Küchenchef Alexander Dressel lernen Sie Tipps und Tricks rund um den Einkauf und die Verarbeitung und kochen in rund vier Stunden ein mehrgängiges Themen-Menü.

Unsere Veranstaltungsleiterin Frau Stein unterstützt Sie gern bei Ihrer Planung. Sie erreichen sie über TEL. +49 (0)331 5505 - 160 oder MAIL: stein@bayrisches-haus.de

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auch in unserem


Veranstaltungen

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Die nächste  Wildparkpos erscheint im März 2018.

Heiligabendmenü & Festtagsmenüs an den Weihnachtstagen in unserem Gourmetrestaurant 25.12.2017  Romantischer Fondueabend ab 18.00 Uhr im Gasthaus »Alte Försterei« 50 EUR pro Person exkl. Getränke

dezember

Silvester mit einem Galamenü zum Jahresausklang in den historischen Räumen des Bayrischen Hauses 01.01.2018  Neujahrsbrunch ab 11 Uhr in unserem Festsaal »Luise« 59 EUR pro Person exkl. Getränke Vom 27. Dezember 2017 bis 06. Februar 2018 ist unser Gourmetrestaurant »Friedrich Wilhelm« geschlossen. In diesem Zeitraum finden zudem mit der Grünen Woche und der Berlinale zwei Großveranstaltungen in Berlin statt, auf denen wir jedes Jahr unser Haus repräsentieren. Auf der Internationalen Grünen Woche kocht unser Sternekoch Alexander Dressel ebenso wie bei der Auftaktveranstaltung für die Internationalen Filmfestspiele in Berlin.

januar & februar

Vom 03. bis 11. Januar 2018 bleibt unser Hotel geschlossen. Ab dem 12. Januar 2018 begrüßen wir Sie dann wieder herzlich in unserem Haus. Valentinstag – ein kulinarischer Kurzurlaub für die Liebe 4-Gang-Menü mit Weinbegleitung und Aperitif in unserem Gasthaus »Alte Försterei« 89 EUR pro Person

mrz

Am 01. März 2018 freuen wir uns im Rahmen des »eat! Berlin – Das Feinschmeckerfestival« auf ein besonderes Highlight. Gastkoch Harald Rüssel und Alexander Dressel kreieren ab 19 Uhr ein besonderes Menü und die wunderbaren Moselweine von Nik Weiss begleiten durch den Abend. Preis und weitere Details folgen. Für die Osterfeiertage haben wir wieder ein besonderes Arrangement für Sie zusammengestellt. Alle Infos dazu finden Sie bitte auf Seite 7.

april

19. April 2018 – Brandenburger Unternehmertage Bereits zum 6. Mal finden in unserem Haus in diesem Jahr die Brandenburger Unternehmertage statt. Brisante Themen, hochkarätige Redner und interessante Gespräche beim anschließenden Flying-Gourmet-Dinner mit Unternehmern, Politikern und Dienstleistern aus der Region sind garantiert.

Kulturtipps

save the date Unser traditionelles Sommerfest findet am 01. Juli 2018 statt.

museum-barberini : hinter der maske . knstler in der ddr. Hasso Plattners Kunstmuseum im Palast Barberini in Potsdam wurde Ende Januar 2017 erstmals eröffnet und gilt seitdem als Publikumsmagnet. Die aktuelle Schau »Hinter der Maske« im Palais auf dem Alten Markt vereint in acht Kapiteln Werke von rund 80 DDR-Künstlern, darunter A.R. Penck und Erich Kissing. Inszeniert werden Arbeiten von vier Generationen von Künstlern, die zwischen 1945 bis 1989 Gemälde, Fotografien, Collagen und Skulpturen hergestellt haben. »Hinter der Maske. Künstler in der DDR.« ist für das Publikum tägl. von 10 bis 19 Uhr geöffnet, Donnerstag sogar bis 21 Uhr. Dienstag ist Ruhetag. Die Ausstellung läuft noch bis zum 4. Februar 2018. Im Anschluss werden Werke des Künstlers Max Beckmann (1884 bis 1950) gezeigt. Die Schau »Max Beckmann. Welttheater« startet am 24. Februar und geht bis zum 10. Juni 2018.

potsdamer mitte : unterwegs im licht Am 20. Januar 2018 ist ein besonderes Fest in der Potsdamer Mitte geplant: Unterwegs im Licht 2018. Es ist die Auftaktveranstaltung für das Potsdamer Jahresthema »1.000 Jahre und ein Vierteljahrhundert«, bei denen die teilnehmenden Einrichtungen, wie Museen oder auch die Nikolaikirche, durch Lichtinstallationen und Workshops, inhaltlich und optisch, miteinander verbunden werden. Auch ein Laternenumzug ist am späten Nachmittag geplant, der zur Abschlussfeier in den Kutschstallhof führt. Bitte fragen Sie uns nach einem Programm für »Unterwegs im Licht 2018«.

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Kommen Sie zu uns Prenzlau

Hamburg/Rostock Berliner Ring

Anfahrt Trotz der idyllischen Waldlage liegt das Hotel Bayrisches Haus mit direktem Anschluss an die B 1 nur wenige Minuten vom Zentrum Potsdams und von den Autobahnanschlüssen der A 10 entfernt.

Berliner Ring

Berlin-Tegel

Zoologischer Garten

Für Ihre Anreise mit einem Navigationsgerät verwenden Sie bitte folgende Adresse:

Gern organisieren wir auch Ihren Transfer ab Flughafen oder Bahnhof. Sprechen Sie uns einfach an.

S-Bahn

Berlin-Spandau Ostbahnhof

Abfahrt Potsdam Nord

elisenweg 2 14471 potsdam

Autobahn Fernbahn Regionalbahn Flughafen

Abfahrt Phoben

Berlin Wannsee

Potsdam Abfahrt Gross Kreutz

Hannover

Glindow Werder

Geltow

Potsdam Hauptbahnhof

Babelsberg Abfahrt Potsdam Babelsberg

Schönefeld

Abfahrt Glindow

Leipzig München

Abfahrt Potsdam Süd

Berliner Ring

Frankfurt/Oder

Dresden Cottbus

Impressum:  Hotel Bayrisches Haus Besitz- und Betriebs-GmbH & Co. KG  ·  Im Wildpark/ Elisenweg 2  ·  D-14471 Potsdam Tel.-Nr.: +49 (0) 331 5505 0  ·  Fax-Nr.: +49 (0) 331 5505 560  ·  www.bayrisches-haus.de Amtsgericht Potsdam HRA Nr. 2706  ·  Geschäftsführer: Dr. Thomas Dürbeck  ·  UST-ID: DE206454239

Im Wildpark / Elisenweg 2 14471 Potsdam

Tel.: +49 (0)331 55 05-0 Fax: +49 (0)331 55 05-560

info@bayrisches-haus.de www.bayrisches-haus.de

Wildparkpost Nr. 1 – Bayrisches Haus Potsdam  

Hauszeitung vom Hotel Bayrisches Haus für Winter 2017/2018.

Wildparkpost Nr. 1 – Bayrisches Haus Potsdam  

Hauszeitung vom Hotel Bayrisches Haus für Winter 2017/2018.

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