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BULLE T IN

JUNI 2017

ODEC-Jahresberichte 2016 MiVo-HF: Verbesserungen gefordert KOF: Titel im internationalen Vergleich Rapports annuels 2016 OCM ES: Améliorations requises KOF: Titre en comparaison internationale

«Das HF-Studium war für mich der nächste logische Schritt in meiner Weiterbildung nach der Berufslehre» RAPHAEL SCHLUP, NEUMITGLIED DES ODEC-ZENTRALVORSTANDS INTERVIEW – SEITE 11

Eine Studie mit Weitblick – Mehr als nur eine Salärbroschüre HF SEITE 9

Une étude avec perspective – mieux qu’une simple brochure salariale ES PAGE 29


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Berufsbegleitend zum Bachelor. chelo BSc Betriebsökonomie

Vertiefungen Accounting, Controlling & Taxation, Finance & Banking, General Management, HRM oder Marketing & Communications

BSc Wirtschaftsingenieurwesen

Vertiefungen Produktionsmanagement oder strategisches Ressourcenmanagement

BSc Wirtschaftsinformatik / Business Information Management Vertiefungen E-Business, Wissensmanagement oder Informationssicherheit

BSc Wirtschaftsinformatik / Digital Connected Society Schwerpunkt digitale Medien und Web 2.0

BSc Informatik

Vertiefungen Data Science, Enterprise Computing oder Informationssicherheit

BSc Praxisintegriertes Studium (PiBS) Informatik

Innovatives Studienmodell, das Berufspraxis im Unternehmen mit einem Bachelor-Studium vereint

BSc Ernährung & Diätetik

Erster berufsbegleitender Bachelor in Ernährung in der Schweiz

Passerellen für HF-Absolventen

Einstieg in höhere Semester der BSc gleicher Fachrichtung Kombination E-Learning & Face-to-Face-Unterricht (2 Samstage im Monat) Grösste zeitliche Flexibilität ohne Karriereunterbruch

www.ffhs.ch/bachelor


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EDITORIAL

I N H A LT 3 4 5 9 10 11 14 15 16 19 20 35

Editorial Diplomfeiern Impressum ODEC-Jahresberichte 2016 Mehr als nur eine Salärstudie HF! Delegiertenversammlung des ODEC Interview mit Neumitglied des ODEC-Zentralvorstands Raphael Schlup Studie zum HF-Profil – Teil 3 Neues ODEC-Gönnermitglied KOF: Titel im internationalen Vergleich MiVo-HF: Verbesserungen gefordert Bildungsangebote HF Gönnermitglieder

SO MMA IR E 20 Offres de formation ES 23 Editorial Impressum 24 Rapports annuels 2016 28 OCM ES: des améliorations sont requises 29 Davantage qu’une simple étude salariale ES! 30 Assemblée des délégués de l’ODEC 31 KOF: Les titres en comparaison internationale 33 ODEC-Info 34 Analyse sur le profil ES – 3e partie 35 Nouveau membre bienfaiteur ODEC Membres bienfaiteurs

ODEC-Bulletin 2|2017

Sich Gedanken über die Zukunft zu machen gehört zum menschlichen Naturell Wir werden laufend über Veränderungen informiert und dabei spielt die Digitalisierung die Schlüsselrolle in allen Trends. Bezeichnungen mit 4.0, wie beispielsweise «Industrie 4.0», basieren schlussendlich auf der Digitalisierung. So ist es verwunderlich, dass «Bildung 4.0» – oder enger gefasst die «Erwachsenenbildung 4.0» – bisher noch kein grosses Thema ist. Die wenigen Berichte, die sich mit diesem Thema auseinandersetzen, beschäftigen sich damit, wie die Erwachsenenbildung Menschen in die Digitalisierung hineinführt, aber nicht, wie das Bildungswesen die Digitalisierung selbst für sich nutzen kann. Nachfolgend habe ich mir einige Gedanken dazu gemacht, wie die Aus- und Weiterbildung der Erwachsenen zukünftig aussehen kann. Keine Angst, ich schreibe jetzt nicht über einen implantierten Chip, an dem nach Bedarf ein Update ausgeführt werden kann und der das Lernen, wie wir es kennen, überflüssig macht. Bleiben wir realistisch, wenigstens was die nächsten 10 Jahre betrifft. Klar ist, dass die Veränderungen nicht mehr linear verlaufen, sondern exponentiell. Das lebenslange Lernen ist für viele Berufstätige bereits heute ein Bestandteil der Berufsbefähigung und wird es für die meisten zukünftig sicherlich werden. Durch die technischen Möglichkeiten wird sich die Aus- und Weiterbildung in den nächsten Jahren massiv verändern. Nicht nur das, was vermittelt wird, sondern auch die Fragen nach dem «wie» und «wo» werden massiven Einfluss darauf haben, wo die Investitionen der Bildungsanbieter liegen werden. Wie wird in Zukunft unterrichtet? Wir gehen in unserer aktuellen Umfrage, welche noch bis zum 15. Juni 2017 unter www.odec.ch/sal_d online ist, darauf ein, welche Art der Wissensvermittlung die Bildungssuchenden bevorzugen. Spannend ist, ob die daraus resultierenden Erkenntnisse von Belang sein werden oder ob die technologischen Möglichkeiten den Trend vorgeben. Eine Ausbildung auf Tertiärstufe, wie die Höhere Berufsbildung oder die Hochschulen als Grundlage, wird es sicher noch lange brauchen. Aber wie geht es danach weiter mit dem lebenslangen Lernen, was wird vermittelt? Mit Studien und Kursen, die über ein Jahr dauern und viel Wissen auf Vorrat generieren oder lieber in kleinen Stücken mit Modulen zur richtigen Zeit? Was ist realistischer bei so schnellen Veränderungen? Wenn wir davon ausgehen, dass das lebenslange Lernen über Module von 4 –16 Lektionen vermittelt wird, stellen sich die nächsten Fragen: Wie wird unterrichtet? Durch Frontalunterricht, Fernunterricht, «blended learning» oder «virtual reality»? Brille aufsetzen, Programm aufschalten, Modul verinnerlichen, virtuell dazu geschaltete Umgebung, Team, Dozent oder Coach? Und wo wird dieser Unterricht stattfinden? In einer Schule, zu Hause oder in der Firma? Braucht es dann noch die grossen Lesesäle, so viele Klassenräume und Infrastruktur? Lohnt es sich noch Geld in die heutige Art der Infrastruktur zu investieren? Sind dies nur einige Gedanken, die sich in Luft auflösen oder etwa doch nicht? Die Zeit wird es zeigen. Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre – mit Fakten. Urs Gassmann, Geschäftsführer ODEC

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ODEC-Bulletin 2|2017

DIPLOMFEIERN

ODEC-Präsenz an Höheren Fachschulen Vom 29. Januar bis zum 28. April 2017 repräsentierte ODEC an folgenden Diplomfeiern den Verband und zeichnete diverse beste Diplomnoten aus:

I M P R ESSUM Herausgeber: ODEC Schweizerischer Verband der dipl. HF Geschäftsstelle: Bürozeiten: täglich von 8.00 – 12.00 Uhr und 14.00 – 17.30 Uhr Tel. 052 214 22 40, Fax 052 214 22 42 info@odec.ch, www.odec.ch Redaktion: Urs Gassmann, Jsabelle Tschanen, Nina Tschanen

Avanti – Höhere Fachschule für Wirtschaft

Gibb – Höhere Fachschule für Technik

Diplomfeier vom: 23.02.2017 Beste Diplomnote: Atilla Sahin Fachrichtung HF: Betriebswirtschaft

Diplomfeier vom: 17.03.2017 Beste Diplomnote: Reto Wohlwend Fachrichtungen HF: Bauplanung, Gebäudetechnik

Redaktionelle Beiträge an: ODEC Postfach 2307, Steiggasse 2 8401 Winterthur email: info@odec.ch Redaktionsschluss: 25. Januar, 25. April, 25. Juli, 25. Oktober Inserateverkauf: ODEC Tel. 052 214 22 40, Fax 052 214 22 42 email: info@odec.ch Adressänderung/Bestellungen: ODEC, Postfach 2307, 8401 Winterthur email: info@odec.ch

SWISSMECHANIC Weiterbildung Diplomfeier vom: 03.03.2017 Beste Diplomnote: Matthias Zbinden Fachrichtung HF: Maschinenbau/Produktionstechnik

Juventus Technikerschule HF Diplomfeier vom: 25.03.2017 Beste Diplomnote: Tobias Meier Fachrichtungen HF: Elektrotechnik, Informatik, Maschinenbau Repräsentantin ODEC: Simone Götz

Erscheinungsweise: Das Bulletin erscheint 4-mal jährlich: 1. März, 1. Juni, 1. September, 1. Dezember Gestaltung: Eugen Scheiwiller, Electronic Publishing 8600 Dübendorf Druck/Versand: Merkur Druck AG, 4900 Langenthal Nachdruck: Nur mit schriftlicher Zustimmung der Redaktion

Berufsbildungszentrum Dietikon BZD Diplomfeier vom: 10.03.2017 Beste Diplomnote: Tamara Schärer Fachrichtungen HF: Logistik, Mechatronik

Höhere Fachschule Uster Diplomfeier vom: 28.04.2017 Beste Diplomnote: Andre Hacker Fachrichtungen HF: Automation, Elektronik, Energie/Umwelt, Informatik, Telekommunikation Repräsentant ODEC: Benjamin Treu

Namentlich gekennzeichnete Beiträge stellen nicht unbedingt die Meinung des ODEC dar. Zuschriften sind an die Redaktion erbeten. Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos übernehmen wir keine Haftung. Inserate 4-farbig, Preise: 1/4 Seite CHF 600.– 1/3 Seite CHF 800.– 1/2 Seite CHF 1’200.– 1/1 Seite CHF 2’000.– Mitglieder und Gönner des ODEC erhalten 20% Ermässigung. Details finden Sie auf unserer Homepage www.odec.ch unter Organisation/Verbandszeitschrift.

Baukaderschule St. Gallen

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Diplomfeier vom: 17.03.2017 Beste Diplomnoten: Andreas Dietziker, Jonas Signer Fachrichtungen HF: Hochbau, Tiefbau

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ODEC-JAHRESBERICHTE

ODEC-Bulletin 2|2017

ODEC-Jahresberichte 2016… …des Präsidenten Der Pessimist klagt über den Wind, der Optimist hofft, dass er dreht, der Realist richtet das Segel aus. (Sir William Ward, 1837–1924) Als realistischer Verband haben wir bereits vor einiger Zeit begonnen, unsere Segel auszurichten. Der Wind der Veränderung bläst stetig und direkt, zumeist von vorne. Und ein Schiff von der Grösse des ODEC hat einiges an Segelfläche, die ausgerichtet werden muss. Abgesehen von der Ausrichtung der Segel gilt es schliesslich auch, das Schiff auf Kurs zu halten. Im letzten Jahr durfte ich erfreut feststellen, dass die Mannschaft sehr gut zusammenarbeitet. Die Verbindung zwischen der Lenkung des Schiffs und der Segelausrichtung, die für die Geschwindigkeit verantwortlich ist, funktioniert. Wohl mag der eine oder andere das Gefühl haben, dass für die Beibehaltung beziehungsweise die Wiederaufnahme der bisherigen Geschwindigkeit etwas viel Zeit benötigt wird. Wir legen jedoch sehr viel Wert darauf, dass die Segel nicht nur jetzt gut ausgerichtet sind, sondern es uns in Zukunft auch möglich sein wird, eine Anpassung der Ausrichtung schnell und pragmatisch vornehmen zu können. Die Ausrichtung soll jeweils nachhaltig sein. Wir wollen flexibel bleiben. Zwei der angedachten Ressorts (Schulbetreuung und Titelmanagement) konnten gebildet und ihre Arbeit aufgenommen werden. Für die anderen sind wir im Plan. Schliesslich müssen wir auch herausfinden, ob die Ausrichtung geeignet ist, das Schiff im Wind zu halten. Überstürzte Handlungen führen selten zum Ziel. Vorausschauend haben wir uns auch entschieden für die Nachfolgeregelung im Zentralvorstand einen etwas ungewöhnlichen Weg zu beschreiten und per Inserat mögliche Kandidaten zu suchen. Ich darf sagen, dass wir vom Echo überrascht wurden. Mehrere der Interessenten weisen sehr gute Qualifikationen auf und bringen entsprechende Erfahrungen mit. Gegenwärtig nehmen sie als Gäste

an unseren Sitzungen teil, damit sie sehen können, ob unsere Arbeit ihren Erwartungen und Möglichkeiten entspricht. Wir sind zuversichtlich, an der Delegiertenversammlung mindestens einen Kandidaten für die Nachfolge von Régis Zutter zur Wahl vorschlagen zu können. Auch für meine Nachfolge, die im nächsten Jahr anstehen wird, stehen sehr gute Kandidaten in den Startlöchern. Ich danke an dieser Stelle allen, die sich für eine Mitarbeit im ODEC – egal in welcher Form oder Funktion – zur Verfügung stellen und sich einbringen. Denn ohne eine gut funktionierende Mann-

schaft nützt alles Ausrichten der Segel nichts. Abgesehen von der Ausrichtung konnten wir auch neue Segel hissen. Stellungnahmen und Anhörungen auf Bundesebene gehören inzwischen fast zum Tagesgeschäft. Wir dürfen mit Stolz festhalten, dass wir inzwischen auf der Landkarte der Bildungspolitik stark verzeichnet sind. Und auch innerhalb des Verbandes konnten wir die Hierarchie festigen, was bedeutet, dass der Unterbau stärker geworden ist. Kleine Lecks wurden abgedichtet. Wenn die Segel dann fertig ausgerichtet sind, wird unser Schiff ODEC volle Fahrt aufnehmen und stolz auf den Wogen des Bildungsmeeres dahingleiten können. In diesem Sinne: ODEC ahoi! Patrick Hähni, ODEC-Zentralpräsident

…der Geschäftsstelle des ODEC Auszug aus dem Jahresbericht zuhanden der 32. Delegiertenversammlung vom 6. Mai 2017 in Solothurn Auch im Jahr 2016 konnte einiges abgeschlossen werden, das seit Jahren in Bearbeitung war. Unter anderem wurden die Abschlüsse der Höheren Fachschulen alle im Nationalen Qualifikationsrahmen NQR in das Level 6 eingestuft. Damit wurden die HF-Diplome im nationalen und internationalen Vergleich als äquivalent zu den Bachelorabschlüssen gesetzt. Damit die HF-Stufe den neuen Anforderungen der Bildung, Wirtschaft und Gesellschaft gerecht wird, wurde eine Totalrevision der Mindestvorschriften für die Anerkennung von Bildungsgängen und Nachdiplomstudien der Höheren Fachschulen MiVo-HF in die Vernehmlassung gebracht. Leider war der Entwurf alles andere, als was erhofft wurde. Der ODEC hat eine Stellungnahme eingereicht und bleibt dran. Durch unsere Umfragen – die Studie zum HF-Profil wurde dieses Jahr beendet und die Salärstudie HF wurde anfangs dieses Jahres gestartet – werden

laufend dringend notwendige Informationen zu den HF-Diplomierten und dem HF-Studium erarbeitet. Informationen, die für die Positionierungsarbeit des HF-Bereichs dringend notwendig sind. Die Präsenz des ODEC in der Wirtschaft und Politik wurde auch dieses Jahr erhöht. Die ODEC-Website ist die Informationsplattform zur Stufe HF geworden, was sich durch die hohe und stetig wachsende Besucherzahl von Interessentinnen und Interessenten aus dem öffentlichen, wirtschaftlichen und auch aus dem privaten Bereich auszeichnet. Was uns als ODEC aber schliesslich in diesem und den vergangen Jahren beschäftigt hat und auch weiterhin beschäftigen wird, lässt sich wie folgt als stetige Ziele aufzeigen:

Der ODEC trägt dazu bei, dass } die Bildungsangebote HF transparent werden

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ODEC-Bulletin 2|2017

ODEC-JAHRESBERICHTE

} die Höheren Fachschulen gefördert

werden } die Höhere Berufsbildung an Einfluss gewinnt } das HF-Diplom international verständlich ist

Weiter trägt der ODEC dazu bei, dass Diplomierte HF } national und international besser } } } } }

bekannt gemacht werden in der schweizerischen Bildung besser sichtbar werden bei den in- und ausländischen Personalverantwortlichen besser verankert werden zum gegenseitigen Zusammenhalten bewegt werden den Politikern näher gebracht werden allgemein gefördert werden

Für diese Ziele setzen wir uns ein und konzentrieren unsere Arbeit darauf. Dieser Jahresbericht schliesst die Tätigkeiten vom 30. März 2016 bis 29. März 2017 ein.

Bildungspolitik Die Bildungslandschaft Schweiz ist laufend in Bewegung und zum Teil auch im Umbruch. Drei Themen betrafen die Bildungsstufe HF:

Nationaler Qualifikationsrahmen (NQR)

Die ersten sechs HF-Fachrichtungen bei der NQR Berufsbildung wurden alle auf dem Niveau 6 eingestuft. Um den Prozess zu vereinfachen und zu beschleunigen, wurden danach alle HF-Abschlüsse automatisch in das Niveau 6 eingestuft. Möchte eine Fachrichtung höher eingestuft werden, muss dies durch ein Anerkennungsverfahren erreicht werden. Das Niveau 6 wird europäisch als äquivalent zum Bachelor-Abschluss angesehen. Damit ist ein ganz wichtiger Schritt für die HF-Bildungsstufe vollzogen worden.

Englischer Titel

} Ausbau «Schulbetreuung» durch Bot-

Die ersten Diplome mit den entsprechenden offiziellen englischen Titeln «Advanced Federal Diploma of Higher Education» wurden ausgestellt. Die Anwendbarkeit des englischen Titels muss sich erst noch zeigen. Positive Feedbacks sind noch keine eingegangen. Wichtiger scheint die Äquivalenz des HF-Abschlusses zum Bachelor-Abschluss über den Nationalen Qualifikationsrahmen mit dem Niveau 6 zu sein.

} Das Register HF hat die Marke von

Mindestverordnung MiVo-HF

Das Verbandsjahr 2016 brachte neue Impulse: } Präsenz bei einer Vernehmlassung und zwei Motionen

} Start der Umfrage «Saläre HF 2017/2018»

} Abschluss der Umfrage «HF-Profil» und erste Auswertungen schafter ODEC

3’100 Registrierten übertroffen

} Weiterer Ausbau der Website www.odec.ch

} Zusammenarbeit mit weiteren schweizerischen Verbänden

} Gewährleistung von regelmässigem Informationsfluss an nationale Politiker

} Bildungsämter und Bildungsberater

verwenden vermehrt unsere Artikel aus dem Bulletin } Erhöhung der Präsenz des ODEC an Diplomfeiern

Schwerpunkte

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Die wichtigsten Schwerpunkte in diesem Jahr waren:

An dieser Stelle möchten wir aus der Geschäftsstelle dem Zentralvorstand, den Vorständen, den Mitgliedervereinigungen und den sporadischen Helfern danken, ohne deren Unterstützung die gestellten Aufgaben nicht lös- oder durchführbar gewesen wären.

Die Verordnung des Eidgenössischen Departementes für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) über die Mindestvorschriften für die Anerkennung von Bildungsgängen und Nachdiplomstudien der Höheren Fachschulen (MiVo-HF) ist das wichtigste offizielle Dokument um das HF-Studium zu positionieren. Ende 2016 ging die MiVo-HF bis Ende März 2017 in die Vernehmlassung. Der ODEC hat Stellung dazu genommen. Es war wichtig, dass die MiVo-HF einer Totalrevision unterzogen wurde, aber das Resultat daraus war doch ernüchternd. Vom SBFI, dem zuständigen Staatssekretariat, wurde die Verordnung soweit abgespeckt, dass Qualität und Chance für eine bessere Positionierbarkeit auf der Strecke blieben. Der ODEC hat Stellung genommen und Verbesserungsvorschläge eingereicht, andere Verbände haben den

Vorschlag der MiVo-HF zurückgewiesen und nochmals ein sinnvolle Überarbeitung gefordert.

Geschäftsstelle Die Geschäftsstelle ist betreffend Infrastruktur gut gerüstet um den Anforderungen gerecht zu werden. Die Kapazität wurde im August 2016 um 20 % erhöht. Die Geschäftsstelle bleibt mit nur 250 Stellenprozent sehr schlank aufgestellt. Weiterhin werden Kapazitätsengpässe in der Geschäftsstelle durch «temporäre» stundenweise Anstellung von Mitarbeitern und durch sporadische Mithilfe verschiedener Mitglieder überbrückt. Zusätzlich wird mit den bewährten Freelancern aus den Bereichen Journalismus und Übersetzung gearbeitet. Für die regionalen Gruppierungen des ODEC, die jeweils keine eigenen Statuten besitzen, führt der ODEC die gesamte Administration.

Strukturprojekt

Das im letzten Jahr gestartete Strukturprojekt wurde weitgehend abgeschlossen. Die vier Ressorts «Schulbetreuung», «Marketing», «Titelmanagement» und «Lobbying» wurden jeweils einem Zentralvorstandsmitglied als strategische Ansprechperson zugeteilt.

Schulbetreuung/Botschafter ODEC

Die Schulbetreuung hat nach Auswertung der Erkenntnisse der Arbeitsgruppe das grösste Potential um für den ODEC Nutzen zu generieren. Das Projekt «ODEC Botschafter» wurde initialisiert. Die ODEC Botschafter sollen den ODEC offiziell bei den Höheren Fachschulen, Behörden, etc. repräsentieren. Um eine gute Präsentierung sicherzustellen, werden die Botschafter durch den ODEC geschult. Dieses Projekt ist langfristig angelegt.

Titelmanagement

Das Ressort «Titelmanagement» wurde in eine nationale und internationale Kategorie unterteilt. So war auch das Ressort «nationales Titelmanagement» zuständig für die Stellungnahme der Verordnung MiVo-HF und «internationales Titelmanagement» ist für EurEta und Professional Bachelor ODEC zuständig.

Kommunikation

Presse

Das HF-Profil war das grosse Thema in diesem Jahr. Wenige Male wurde die Ge-


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ODEC-JAHRESBERICHTE

ODEC-Bulletin 2|2017

Anzahl Professional Bachelor ODEC per März 2017

1103

2016

1081

2015

1031

2014

1008

2013

949

2012

863

2011

731

0

100

200

300

400

berater, Verbände und Firmen. Sporadisch erhalten Diplomierte HF, die nicht Mitglied im ODEC sind, aber in einer unserer Datenbanken geführt werden, unser Bulletin.

Social Medias

Netzwerkplattform XING

500

600

700

800

900

1000

1100

Anzahl Registrierte im Register HF per März 2017

3077

2016

2840

2015

2638

2014

2510

2013

2330

2012

2118

2011

1864

2010

1668

2009

1507

2008

1422

2007

1263

2006

850

2005

680 0

500

Netzwerkplattform LinkedIn

Für die Vernetzung der Mitglieder untereinander wurde neu auch LinkedIn aktiviert. LinkedIn ist mehr international ausgerichtet. Bereits sind über 100 Mitglieder der ODEC-Gruppe beigetreten.

Twitter

News vom ODEC oder aus der Wirtschaft werden seit diesem Jahr neu mittels Twitter verbreitet.

International 1000

schäftsstelle auch betreffend des neuen englischen Titels kontaktiert. Sowohl verschiedene ODEC Artikel aus dem Bulletin, als auch die neue Kolumne des KOF wurden von verschiedenen Höheren Fachschulen weiterverwendet. Die Website wurde laufend aktualisiert. Wer etwas zum Thema Höhere Fachschule sucht, landet schnell auf unserer Seite. Unsere Website fasst zusammen, was auf vielen anderen Seiten verstreut vorhanden ist. Auf Inserate wurde weitgehend verzichtet.

Newsletter

Der Newsletter erscheint monatlich in deutscher und französischer Sprache und wird insgesamt an rund 4’300Adressaten verschickt. Durch die Werbung können Höhere Fachschulen und andere Firmen Mitglieder des ODEC direkt ansprechen. Interessierte können den ODEC Newsletter online bestellen.

Bulletin

Bereits haben sich 918 Mitglieder in die XING Gruppe ODEC eingeschrieben, ein Zuwachs von 38 Mitgliedern gegenüber dem Vorjahr. Diese Gruppe ermöglicht die Kontaktaufnahme und den direkten Austausch von Informationen der Mitglieder untereinander. Zusätzlich bietet sie eine Übersicht über die Events und neuen Berichte des ODEC.

Die Druckauflage des Bulletins hat sich

1500

2000

2500

3000

gegenüber dem Vorjahr nicht verändert und liegt bei 5’500 Exemplaren (WEMF Beglaubigung 4’228 Ex.). Die erste Auflage des Jahres (Grossauflage März), bleibt ebenfalls bei 18’000 Exemplaren. Diese Auflageaufteilung hat sich bewährt um die Daten der «Nichtmitglieder» zu aktualisieren. Neu schreibt die Konjunkturforschungsstelle der EHT Zürich vom Bereich «Bildungssystemforschung» eine Kolumne in unserem Bulletin. Der erste in der Märzausgabe erschienene Artikel hat bei der Leserschaft grossen Anklang gefunden. Der Fokus des Bulletins liegt direkt beim Verband und der dazugehörigen Bildungspolitik. Das Editorial wird von der Geschäftsstelle verfasst, die Interviews mit den Mitgliedern weiterhin von Freelancern erstellt. Die Empfänger des Bulletins können grob in sieben Gruppen eingeteilt werden: Mitglieder des ODEC, Mitarbeiter der Höheren Fachschulen, Bundes-Parlamentarier, Bildungsämter und Berufs-

Professional Bachelor ODEC

Der «Professional Bachelor ODEC» als Marke und Dienstleistung des ODEC bleibt bestehen. Für den ODEC ist klar, dass auch für alle, die bereits ein HF-Diplom besitzen – und wenn es bereits 30 Jahre her ist – eine Möglichkeit bestehen muss, sich international verständlich auszuweisen.

EurEta

ODEC ist innerhalb EurEta durch EurEta-CH vertreten. EurEta war ein Verband aus dem Bereich der Technik mit dem Titel «Ing. EurEta» und hat sich jetzt für alle Bereiche der praxisorientieren Höheren Bildung geöffnet und bietet neu die Berufsbezeichnung «EurEta Professionals» an. EurEta konnte seine Präsenz in Brüssel dank dem PoliticalAdvisor auf einem hohen Niveau halten. An allen Vernehmlassungen und Tagungen, welche Studienabschlüsse der Höheren Bildung betreffen, ist EurEta dabei und repräsentiert die «professionals». In der EU hat man erkannt, dass die praxisorientierte Höhere Bildung und auch die berufliche Grundbildung vernachlässigt wurden und beide werden

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ODEC-Bulletin 2|2017

ODEC-JAHRESBERICHTE

Mitgliederentwicklung 2010– 2017 10'000

5971

Direktmitglieder

7000

5946

8000

5797

9000

Angeschlossene Mitglieder

6000 5000 4000

3727 März 2017

3719 März 2016

3678 März 2015

3607 März 2014

3567 März 2013

3532

3535 März 2012

0

März 2011

1000

März 2010

2000

3422

3000

Mitgliederbestand 2017 und Veränderung zu 2016 Svizzera Italiana

39 4

Nordwest

539 -4

Mittelland

316 -3

Nordost

595 -4

Zentral

231 2

Romandie

253 15

IBW

9 -1

ODEC

305 42

Vest

62 -2

Ost

346 2

IBZ ZH

245 -5

IBZ BE

294 -8

ATST

158 -17

ARTech

21 1 0

200

400

Salärbroschüre HF 2017/2018 Am 1. März 2017 erfolgte der Startschuss für die Salärstudie HF 2017/2018. Neben den Standardfragen, welche für die Salärbroschüre HF benötigt werden, wurden auch neue Fragen aufgenommen. Diese Fragen wurden in drei Blöcken zusammengefasst. } HF Profil: Fragen zum HF-Abschluss } Weiterbildung: Fragen zur Art des Studiums und zur finanziellen Unterstützung durch Arbeitgeber } Digitalisierung: Fragen von Seiten des KOF Forschungsbereich Bildungssysteme ETH Zürich Durch die Teilnehmer an der Salärstudie erhalten wir hochwertige Informationen um die Diplomierten HF laufend zu positionieren und deren Bekanntheit zu erhöhen. Die Standardfragen werden seit dem Jahr 2002 gleich aufgebaut. Damit können die letzten sechs Durchführungen miteinander verglichen werden.

HF-Profil

600

jetzt stark gefördert. EurEta wird vollumfänglich von den EurEta Registrierten finanziert. Weitere Informationen sind unter www.eureta.org ersichtlich.

Register HF

8

ein integrierter Bestandteil der ODEC Website. Die Eintragung von zusätzlichen Aus- und Weiterbildungen wird rege genutzt. Im Register HF sind auch alle registrierten «Professional Bachelor ODEC», «Ing. EurEta» und «EurEta Professionals» aufgeführt. Anfangs 2017 wurden die ersten Gespräche mit Höheren Fachschulen geführt um die Bekanntheit des Registers HF noch mehr zu steigern und dadurch ein Qualitätsmerkmal zu setzen.

Die Attraktivität des Registers ist ungebrochen. Ende März 2017 waren 3’077 Absolventinnen und Absolventen HF im Register eingetragen. Ein Plus von 237 Registereinträgen. Das Register HF ist

Viel Zeit wurde 2016 für die Auswertung und Erstellung von Berichten für das HFProfil verwendet. Die Auswertungen der einzelnen Fachbereiche oder Fachrichtungen zeigen die speziellen Kompetenzen der verschiedenen Bereiche. Daneben erhalten wir beispielsweise Informationen darüber, wie welche Funktionen oder Branchen die Kompetenzen der HFDiplomierten einschätzen. Daraus können wir ableiten wo noch grösserer Informationsbedarf zu den Absolventinnen und Absolventen HF besteht. Die Auswertungen zum HF-Profil werden noch bis nach den Sommerferien weitergeführt.

Höhere Fachschulen

Diplomfeiern

Der ODEC konnte an 64 Diplomfeiern die beste Diplomnote auszeichnen. Dies

Anzahl besuchter Diplomfeiern 2016

64

2015

61

2014

52

2013

51

2012

50

2011

45

2010

43

2009

28

2008

22

2007

17 0

10

20

30

40

50

60

sind nochmals drei Diplomfeiern mehr als 2015. An Spitzentagen fanden bis zu drei Diplomfeiern statt. Nicht überall konnte der ODEC eine Vertretung stellen, dank dem Vertrauen und der guten Zusammenarbeit übernahmen dann die entsprechenden Schulleitungen die Übergabe des ODEC-Zertifikates und -Geschenks.

Mitgliederbestand Der ODEC zählt total 9’698 Mitglieder:

Direktmitglieder } 6 Vereinigungen A 1’137 Mitglieder } 6 Regionen oder Gruppierung

1’979 Mitglieder

} 1 Direktmitgliedpool 305 Mitglieder } 1 Studentenpool 251 Mitglieder } 1 Gönnermitgliedpool 55 Mitglieder

Angeschlossene Mitglieder } 5 Vereinigungen B 5’971 Mitglieder,

welche sich unter dem Dach des ODEC vereinen und bildungspolitisch vertreten lassen. Die Geschäftsstelle dankt den Mitgliedern für das Vertrauen und freut sich auf ein weiteres erfolgreiches Jahr. Urs Gassmann, Geschäftsführer ODEC Der vollständige Jahresbericht der Geschäftsstelle ODEC ist auf unserer Website www.odec.ch im Memberbereich hinterlegt.


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SALÄRE HF

ODEC-Bulletin 2|2017

Mehr als nur eine Salärstudie HF! 10 Fragen zur Salärstudie HF, die zeigen, was diese neben der Lohnerhebung alles leisten kann. Alle zwei Jahre findet die grosse Umfrage «Saläre HF» des ODEC bei den HF-Diplomierten und -Studenten statt. Dies ist jetzt bereits das achte Mal, dass diese Umfrage mit den gleichen Grunddaten durchgeführt wird. Es werden alle Kanäle genutzt um eine möglichst grosse Anzahl von Teilnehmern zu erhalten. 1. Es gibt 58 verschiedene HF-Fachrichtungen, wie trägt die Salärstudie HF dazu bei, diese bekannter zu machen? Die Salärbroschüre HF zeigt unter anderem die HF-Ausbildung und die Diplomierten HF als Ganzes und steigert deren Bekanntheit als Einheit. So können alle Fachrichtungen, die in den Auswertungen vorkommen, profitieren. Es ist wie ein Mosaik: viele Teilnehmer zeigen ein detaillierteres HF-Gebilde auf, das einen höheren Wert bietet. Dabei trägt jede und jeder einzelne Diplomierte HF bei, das Bild zu gestalten. 2. Wieso lohnt es sich, dass Diplomierte HF aller Fachrichtungen an der Umfrage teilnehmen? Die Umfrage ist auch für weniger bekannte oder neue HF-Fachrichtungen eine Chance, die Sichtbarkeit und Bekanntheit zu erhöhen, dies auch ausserhalb ihres Wirkungskreises. Die einzelnen Fachrichtungen HF sind innerhalb der Branche meist gut verankert, aber ausserhalb sinkt die Bekanntheit rapide. Eine der wenigen Möglichkeiten zur Steigerung der Bekanntheit

den diese nicht als HF-Abschluss wahrgenommen. Wir können nur eine Studie erstellen, wenn auch Daten über eine Fachrichtung vorhanden sind. Studien mit belegten Daten sind in einigen Gremien oder bei diversen Personen das einzige, was zählt. 4. Wieso sollen auch Fachrichtungen mit wenigen Absolventen pro Jahr an der Umfrage teilnehmen? Neben der «Salärauswertung», welche mindestens 50 Datensätze pro Fachrichtung benötigt, gibt es noch weitere Auswertungen, die auch mit weniger Daten aussagekräftig sind. Diese liefern ebenfalls statistische Daten, die der Erhöhung der Bekanntheit dienen. 5. Verschiedene Diplomierte HF der Fachrichtungen aus dem Gesundheits- und Sozialbereich unterliegen einem Gesamtarbeitsvertrag, also keinem individuellen Salär. Wieso sollen diese HF-Diplomierten an der Umfrage teilnehmen? Die Fragen zum Salär bilden nur einen einzelnen Aspekt der Salärstudie HF. Viel

Wenn es über eine gewisses Thema keine Statistiken gibt, dann gibt es dieses Thema nicht. Es sollte deshalb im Interesse aller Fachrichtungen sein, durch statistisch belegte Daten bekannter zu werden. ist die Vergleichbarkeit über oder durch andere Fachrichtungen. Damit dies aber erreicht werden kann, müssen diese beispielsweise auch in Berichten oder Studien gemeinsam erscheinen. 3. Einige Fachrichtungen erscheinen in keiner Studie des ODEC, ist dies ein Nachteil für diese Fachrichtungen? Ja, natürlich ist dies ein Nachteil, denn ausserhalb des eigenen Fachbereichs wer-

wichtiger ist, wie oben bereits erwähnt, das gemeinsame Auftreten und das Bekennen zum HF-Abschluss. Durch zusätzliche Fragen, die unabhängig von den Fragen zum Salär in dieser Studie gestellt werden, werden sehr wichtige statistische Daten erhoben, zum Beispiel zur Karriereentwicklung, der Weiterbildung, dem HF-Profil oder dem Einfluss der Digitalisierung. Diese Daten sind unabhängig von den Fragen zum Salär in allen Fachrichtungen

wichtig für ihre Positionierung und Bekanntheit. Auch deshalb werden unsere Mitgliedervereine aus dem Gesundheitsbereich das erste Mal aktiv an der Umfrage teilnehmen und so wird wieder eine Lücke geschlossen.

ahme Umfrageteiln 017 unter bis 15. Juni 2 /sal_d www.odec.ch 6. Wonach wird in der Umfrage Wo «Saläre 2017/2018» konkret gefragt? Ein wichtiger und der wohl «prominenteste» Wert ist das Salär, welches der Studie auch ihren Namen gibt und einen wichtigen Bestandteil für die Lohnverhandlungen ist, sei es bei der ersten Anstellung, einem Stellenwechsel oder dem Übernehmen einer neuen Funktion. Für die Höheren Fachschulen und diejenigen, die sich für ein HF-Studium interessieren, ist dies ein wichtiges Argument. Aber dies ist nur ein einzelner Aspekt innerhalb der Umfrage. Daneben werden auch Fragen zur Entwicklung von HF-Karrieren gestellt, nach Weiterbildungen und Präferenzen bei der Weiterbildung gefragt und in dieser aktuellen Studie liefern auch konkrete Fragen zum Einfluss der Digitalisierung wichtige Daten. Diese statistischen Daten dienen vor allem der Bekanntheit und der Positionierungsarbeit für die Diplomierten HF, wenn möglich natürlich für alle Fachrichtungen. 7. Wenn man die Entwicklung der Salärbroschüre anschaut, sieht man, dass diese von Jahr zu Jahr umfangreicher und ausführlicher wird. Was sind Elemente die laufend dazu kommen? Zum einen sind es Fachrichtungen, die differenziertere und auch branchenspezifischere Auswertungen ermöglichen und zum anderen Auswertungen zur Karriereentwicklung, der Salärentwicklung oder Kombinationen von beiden. Damit solche Kombinationen entstehen können, braucht es natürlich eine grössere Datenmenge, das heisst konkret über 100 Datensätze pro Fachrichtung. 8. Welche Aussagen können zu den Fragen der KOF über die Digitalisierung gemacht werden?

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SALÄRE HF | ODEC-DELEGIERTENVERSAMMLUNG

Hier hat die Konjunkturforschungsstelle (KOF) der ETH aus dem Forschungsbereich Bildungssystemforschung freie Hand. Diese Fragen ermöglichen es, eine der ersten wissenschaftlichen Studien zu erstellen, die auf eine so grosse Anzahl Daten zu den HF-Diplomierten und HF-Studenten zugreifen kann. Damit wird gewährleistet, dass die vielen interessanten Auswertungen auch in der Wissenschaft Beachtung finden werden. Diese Zusammenarbeit ist für die Bekanntheit und die Positionierung der Diplomierten HF ein sehr wichtiger Schritt. 9. Wer kann an der Umfrage teilnehmen? Die Studie soll statistische Daten zu den Salären und anderen Aspekten der Diplomierten und Studierenden HF sammeln. Deshalb kann jede Person, die über einen HF-Abschluss oder einen der entsprechenden vorangegangenen Abschlüssen wie TS oder HKG verfügt oder sich im Studium an einer Höheren Fachschule befindet, an der Studie teilnehmen und von Rabatten auf die daraus entstehende Broschüre profitieren: Mitglieder des ODEC erhalten die Broschüre bei einer Teilnahme gratis, Nicht-Mitglieder für CHF 20.– statt CHF 50.–. 10. Was für Kanäle werden genutzt? Einerseits werden unsere Mitglieder und die Nichtmitglieder, die in unserem System erfasst sind, per E-Mail, NewsletDer Stand der Teilnehmerzahl pro Fachrichtung kann unter www.odec.ch/sal_stat nachgeschaut werden.

ter und dem Bulletin zur Teilnahme an der Umfrage aufgefordert. Daneben unterstützen uns die Höheren Fachschulen, indem sie ihre aktuellen Studenten sowie ihre Ehemaligen auf die Studie aufmerksam machen. Durch ihre Mithilfe konnten die Daten – auch von verschiedenen Fachrichtungen – in den letzten Jahren bereits erheblich gesteigert werden.

Delegiertenversammlung des ODEC: Impressionen und Neuigkeiten Am Samstag 06. Mai 2017 fand die 32. Delegiertenversammlung des ODEC in Solothurn mit anschliessender Stadtführung statt. Der Anlass war ein Erfolg.

Neue Mitglieder Zentralvorstand: Raphael Schlup, ODEC-Mitglied seit 2012 und Florian Trachsel, ODEC-Mitglied seit 2008.

Ab 10:15 Uhr trafen nach und nach alle 37 Teilnehmer der diesjährigen Delegiertenversammlung des ODEC ein, unter ihnen 32 Delegierte sowie 3 Ehrenmitglieder. Bei Kaffee und Gipfeli wurde dieser spannende Tag eingeläutet. In einem ersten Teil informierte Urs Gassmann, Geschäftsführer des ODEC, über den Stand und Wert der aktuellen Umfrage und die Aktionen in den Ressorts. Anschliessend konnten die Teilnehmer bei einem gemütlichen Stehlunch neue Energie tanken und die Gelegenheit nutzen alte Kontakte aufzufrischen oder neue zu knüpfen. Am Nachmittag ging es dann los mit der eigentlichen Delegiertenversammlung. Neben Wieder- und Neuwahlen standen auch Ehrungen auf der Traktandenliste. Régis Zutter, der sein 10 jähriges Jubiläum als Mitglied des Zentralvorstandes feierte und dort unter anderem für die Romandie

zuständig war, trat zurück und wurde als Ehrenmitglied aufgenommen. Ihm wurde mit einem Geschenk für seinen wertvollen Einsatz gedankt. Neu in den Zentralvorstand wurden Florian Trachsel und Raphael Schlup gewählt. Florian Trachsel übernimmt die Aufgabe von Régis Zutter als Kontaktperson zur Romandie. Die Zentralvorstandsmitglieder Mirko Ganarin und Jonas Gysin wurden für zwei Jahre wiedergewählt. Ausserdem konnte die IBZ-Verbindung SüdOstSchweiz als neues Mitglied in den ODEC aufgenommen werden. Anschliessend an die Delegiertenversammlung gab es einen kleinen Apéro und danach eine Führung durch die Altstadt Solothurns. Die meisten Teilnehmer der Delegiertenversammlung nahmen an der interessanten Stadtführung trotz Regen teil und genossen die Geschichte und Architektur der Stadt seit der Römerzeit. v

Ein letzter Satz: Eine Fachrichtung, welche wegen mangelnder Teilnehmer nicht ausgewertet werden kann, hat eine riesige Chance für die Förderung der Bekanntheit verpasst. Deshalb, wer noch nicht teilgenommen hat, soll doch die 5 – 7 Minuten investieren. www.odec.ch/sal_d v

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Ehrenmitglieder v.l.n.r.: Urs Völlmin, Régis Zutter, Daniel Misteli und Roger Dällenbach


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INTERVIEW

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Mit Raphael Schlup* sprach Benjamin Anderegg

«Gut, spricht meine Frau ab und zu ein Machtwort» Raphael Schlup entwickelt als Projektmanager computergesteuerte Fahrzeuge mit. Nebenbei ist er Mitinhaber eines Unternehmens und studiert. Wie seine Work-Life-Balance trotzdem im Gleichgewicht bleibt und was er von den Chinesen gelernt hat, erzählt der ehemalige Polymechaniker im Interview. Sie haben früher in der 1.Liga Eishockey gespielt. Ein Sport, der für seine Härte bekannt ist. Was waren Ihre schmerzhaftesten Erfahrungen auf dem Eis? Ich hatte das Glück, während meiner Karriere nicht oft verletzt zu sein. Ein paar Knochenbrüche waren die schmerzhaftesten Erfahrungen. Da ich nicht gerne verliere, war für mich auch jede Niederlage schmerzhaft, vor allem in den Playoffs. Welche Tugenden und Werte aus dem Eishockeysport konnten Sie in Ihrer Berufskarriere schon einsetzen? Der Eishockeysport war für mich eine sehr gute Lebensschule. Die vermittelten Werte wie Teamspirit, Disziplin, der Umgang mit Niederlagen, sich immer wieder neue Ziele zu setzen und Herausforderungen anzupacken sind für meine Berufskarriere sehr hilfreich. Sie sind teilberuflich als Projektmanager im Bereich Lenksysteme für Fahrzeuge tätig. Was ist da Ihre Hauptaufgabe? Meine Hauptaufgabe ist, die langfristige Projektrealisierung sicherzustellen. Dies beinhaltet die Koordination von Termin-, Technik-, Kosten- und Qualitätszielen mit externen Instituten, Lieferanten sowie Systempartnern. Zu meinen Hauptaufgaben zählt auch, das Projektteam in einer Matrixorganisation interdisziplinär zu führen. Was macht aus Ihrer Sicht ein gutes Lenksystem aus? Man muss zwischen elektronischen und konventionellen, hydraulischen Lenksystemen unterscheiden. Die hydraulischen Lenksysteme werden sich

im Zuge des technologischen Wandels – man denke an die Schlagworte «Digitalisierung» und «Industrie 4.0» – vom Markt verabschieden. Ich beschäftige mich in meiner Tätigkeit ausschliesslich mit elektronischen Lenksystemen, den Vorreitern des autonomen Fahrens. Sie bieten viele Vorteile wie die Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs, was zu weniger CO2-Emissionen führt. Mit zusätzlichen Funktionalitäten erfüllen sie die steigenden Ansprüche an Fahrkomfort, Fahrzeugsicherheit und Fahrassistenz. Das macht ein gutes elektronisches Lenksystem aus. Autohersteller tüfteln an Fahrzeugen, die vollständig vom Computer gesteuert werden. Wie verändert diese Entwicklung die Anforderungen an die Lenksysteme? Autonomes Fahren wird nur über elektronische Lenksysteme möglich sein. Die Steuerung eines Autos durch einen Computer muss ein höheres Qualitätsniveau als bei einem menschlichen Fahrer aufweisen. Der heutige Stand der Technik erfüllt diesen Anspruch noch nicht. Wir arbeiten tagtäglich daran mit dem Ziel, unsere Lösungen stets zu verbessern. Wo sehen Sie die Vorteile von Fahrzeugen, die vollständig vom Computer gesteuert werden? Die grössten Vorteile sehe ich in der Erhöhung der Verkehrssicherheit und des Verkehrsflusses. Das autonome Fahren wird auch für mehr Komfort sorgen. Ein Autolenker kann bei jeder möglichen Verkehrssituation entlastet werden. Wer nicht mehr selbst steuert, hat während der Fahrt Zeit für anderes. Daraus können neue Geschäftsmodelle entstehen.

Man nehme als Beispiel die autonome Fahrt mit dem Auto zur Arbeit oder zu anderen Geschäftsterminen. Ein Arbeitgeber spart viel Geld ein, wenn die Mitarbeiter während der Fahrt arbeiten können und kein zusätzlicher Chauffeur bezahlt werden muss. Wo sehen Sie Gefahren? Die grösste Gefahr und das grösste Risiko liegen auf der rechtlichen Seite und beim Datenschutz. Was passiert, wenn zwei selbstfahrende Autos zusammenstossen? Wer bezahlt den Schaden? Beim Datenschutz und der IT besteht ebenfalls ein Risiko. Grosse Konzerne können zum Beispiel auf Bewegungsprofile zugreifen oder Einfluss auf die Verkehrssicherheit nehmen.

Ursprünglich haben Sie den Beruf des Polymechanikers erlernt. Inwiefern ist Ihnen diese Ausbildung im Berufsalltag eine Hilfe? Die Ausbildung ist für mich eine sehr gute Basis, die mich immer wieder bei der Entscheidungsfindung im Berufsalltag unterstützt. Ich bin froh, habe ich die Berufslehre als Start in meine Karriere gewählt. Diesen Weg kann ich nur empfehlen. Weshalb haben Sie das Studium zum Diplomierten Maschinentechniker HF angepackt? Dies war für mich der nächste logische Schritt in meiner Weiterbildung nach der Berufslehre. Ich wollte immer ein berufsbegleitendes Studium absolvieren, um selber meinen Lebensunterhalt finanzieren zu können und nicht meinen Eltern auf der Tasche zu liegen. Ebenso bietet das HF-Studium eine sehr gute praxisorientierte Weiterbildung. Dadurch konnte ich den Executive Master of Business Administration an der Universität Liechtenstein absolvieren. Der ODEC hat den Titel «Professional Bachelor ODEC» eingeführt, um die Verständlichkeit der HF-Titel im Ausland zu verbessern. Was hat Ihnen dieser Titel für Ihre späteren Weiterbildungen an der Universität Liechtenstein

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INTERVIEW

und der International School of Management gebracht? Dieser Titel war ein «Door-opener» für mich, denn im Ausland können die HF-Titel nicht eingeordnet werden. Dort

spricht man nur von Bachelor und Master. Bei manchen Arbeitsstellen hat nur eine Chance, wer einen dieser Titel vorweisen kann. Dank dem «Professional Bachelor ODEC» konnte ich mich im Ausland sehr gut positionieren. Er eröffnete mir die Möglichkeit, in Paris zu doktorieren. Es ist schade, dass es die Schweiz nicht hinkriegt, dem HF-Titel zu internationaler Anerkennung zu verhelfen. Deutschland macht uns vor, wie es gehen könnte: Dort haben die Studiengänge, die sich mit den HF-Studiengängen in der Schweiz vergleichen lassen, alle einen Bachelortitel. Das zeigt, wie wichtig eine internationale Definition der HF-Titel ist. Welchen Bezug haben Sie zum ODEC? Aktuell habe ich mich für die Mitarbeit im Zentralvorstand beworben. Mein Ziel ist, mich einzubringen und Erfahrungen in der Verbandsarbeit zu sammeln. Was schätzen Sie am meisten an der Arbeit des Verbands? Der ODEC ist der einzige schweize-

* Steckbrief Name: Jahrgang: Nationalität: Wohnort: ODEC-Mitglied:

Raphael Andrea Schlup 1986 Schweiz Chur seit 2012

Aktuelle berufliche Tätigkeit Projektmanager bei der Thyssenkrupp Presta AG und Mitgründer der Devtecswiss GmbH Curriculum vitae } 11.2016 – heute

Projektleiter KGT für R-EPS Lenksysteme, Thyssenkrupp Presta AG, 9492 Eschen FL

} 05.2014 – 10.2016 Projektleiter für C-EPS Lenksysteme, Thyssenkrupp Presta AG, 9492 Eschen FL } 07.2015 – 08.2015 Exchange Program in Shanghai als Projektleiter für den Serienstart } 08.2012 – 04.2014 Entwicklungsingenieur, ThyssenKrupp Presta AG, 9492 Eschen FL } 04.2011 – 07.2012 Entwicklungsingenieur, JENSEN AG, 3400 Burgdorf BE } 05.2009 – 03.2011 Konstrukteur, Synton-MDP AG, 2560 Nidau BE } 09.2007 – 03.2009 Konstrukteur, E. Rihs AG, 2544 Bettlach SO Ausbildung } 09.2016 – heute

Ph.D. candidate, ISM International School of Management, Paris

} 09.2014 – 02.2016 Executive Master of Business Administration in Entrepreneurial Management, Universität Liechtenstein, Vaduz } 10.2009 – 11.2012 Dipl. Maschinentechniker HF, Höhere Fachschule Technik TEKO, Bern } 08.2002 – 08.2006 Berufslehre als Polymechaniker, Firma E. Rihs AG, Bettlach SO

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} 1999 – 2002

Realschule, Niederbipp BE

rische Dachverband, der alle HF-Diplomierten in der Schweiz und Europa repräsentiert und vertritt. Er steht dafür ein, dass der Abschluss HF in der Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit bekannt und wertgeschätzt wird – national wie international. In der Politik beispielsweise setzt sich der ODEC für praxisorientierte Bildung und die Durchlässigkeit des Schweizer Bildungssystems ein. Während fünf Jahren haben Sie regelmässig in China gearbeitet – bis zu vier Wochen am Stück. Was haben Sie von den Chinesen gelernt? Verschiedenes an interessantem «China-Knigge», wie zum Beispiel bei einem Geschäftsessen nie alles aufzuessen, sondern noch etwas stehen zu lassen. Das gehört sich in China und zeigt dem gegenüber, dass man gesättigt ist. Zudem musste ich lernen, dass die Kommunikation unter den Teams in einer Geschäftseinheit mehrheitlich nicht über den normalen E-Mail-Account läuft, sondern über WeeChat – das ist WhatsApp in China. Auf diesem Kanal sollte man versuchen, schnellstmöglich ein «Insider» der Gruppen zu werden. Das vereinfacht die Kommunikation um einiges. Weiter habe ich gelernt, dass die Chinesen im eigenen Land lieber keine Markenprodukte kaufen, sondern diese mehrheitlich vom Ausland beziehen möchten, da sie selber nicht wissen, ob die Ware gefälscht ist oder nicht. Welche Tipps geben Sie jemandem, der geschäftlich in China tätig ist? Als Erstes ist der grosse kulturelle Unterschied zu berücksichtigen. Es herrscht beispielsweise ein direktiver Führungsstil. Für einen Facharbeiter oder eine Führungskraft aus dem Westen ist das eine grosse Herausforderung. Auch darf man in China die Korruption nicht unterschätzen. Sie ist immer noch weit verbreitet und das Land liegt im Korruptionswahrnehmungsindex 2016 auf Rang 79, zusammen mit Indien, Brasilien und Weissrussland. Es empfiehlt sich deshalb, behutsam mit dem firmeninternen Knowhow umzugehen. Noch ein Tipp: Ein Marktaufbau ist ohne lokale Präsenz in China nicht umsetzbar. Falls ein Produktionsstandort aufgebaut werden soll, ist die Fluktuation ein grosses Thema. Trotz allem bietet China einige Vorteile, wie zum Beispiel die Arbeitsmoral. Diese ist grundsätzlich sehr gut und um einiges


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INTERVIEW

VISION «Wir sind der Interessensvertreter aller dipl. Absolventeninnen und Absolventen HF» LEITBILD ODEC «Wir müssen die Veränderung sein, welche wir in der Welt sehen wollen» | Mahatma Gandhi (1869–1949) Wir vertreten unsere Interessen | Wir sind ein primär national tätiger Absolventenverband. Wir sind autonom und politisch unabhängig. Wir stellen uns der Dynamik des Wettbewerbs | Wir vertreten die dipl. Absolventen Höherer Fachschulen. In der Schweiz, in Europa, weltweit. Wir stehen für unseren Berufsstand ein | Als nationaler Verband tragen wir grosse Verantwortung. Im Bildungssystem Schweiz vertreten wir unsere Mitglieder gewissenhaft. Wir knüpfen Kontakte | Wir erweitern ständig unser nationales und internationales Netzwerk. Damit wir unsere Beziehungen einfacher spielen lassen können. Wir begegnen Neuem mit Zuversicht | Wir denken innovativ. Unsere Arbeit soll von den Mitgliedern mit «wieso nicht» anstelle von «ja, aber» kommentiert werden. Wir fördern unser Image | Es ist unsere Aufgabe, unseren Berufsstand zu fördern und klar zu positionieren. In der Wirtschaft, in der Politik, in der Öffentlichkeit. Wir sind Partner | Die Beziehungen zu unseren Mitgliedern basieren auf zwischenmenschlichen Grundwerten. Dazu gehören Fairness und gegenseitige Achtung. Wir agieren mit Weitblick | Wir nehmen Einfluss auf die Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten unserer Mitglieder. Dabei orientieren wir uns am aktuellen und künftigen Geschehen. Wir sind effektiv | Wir investieren die uns zur Verfügung stehenden Ressourcen sinnvoll. Dabei orientieren wir uns an den Bedürfnissen unserer Mitglieder.

besser als in manchen Teilen von Europa oder dem südamerikanischen Raum. Hauptsächlich arbeiten Sie für die Firma Thyssenkrupp Presta AG. Zusätzlich engagieren Sie sich bei der Devtecswiss GmbH, wo Sie andere Firmen sowie Startups unterstützen. Was für Know-how geben Sie weiter? Wir geben Know-how weiter, das wir in der Berufslehre, während des HF-Studiums und in weiteren Aus- und Weiterbildungen gesammelt haben. Die Stärken und Kompetenzen der Devtecswiss GmbH liegen in der praktischen Lösung bestehender Problemstellungen. Dabei ergänzen sich alle drei Firmenpartner gegenseitig. Die Fähigkeiten und der Werdegang jedes Einzelnen ergeben zusammen ein «Big Picture» – ein grosses Ganzes. Wir agieren als «Machertypen», die eine innovative Idee in ein verkaufsfähiges Produkt für den Kunden transformieren. Dabei verbinden wir «Engineering» und «Business Management», um

den grösstmöglichen Mehrwert aus einem Projekt zu generieren. Sie haben die Devtecswiss GmbH mit ehemaligen Schulkollegen gegründet. Wie kam es dazu? Die Idee und der Wille, eine eigene Unternehmung zu gründen, waren schon nach der gemeinsamen Berufslehre vorhanden. Der definitive Entschluss, diesen Schritt zu wagen, kam nach dem Abschluss der betriebswirtschaftlichen Weiterbildung. Welche persönlichen Voraussetzungen muss man mitbringen, wenn man ein eigenes Unternehmen gründen will? Abgesehen von der Geschäftsidee und dem Traum, selbständig zu sein, ist in erster Linie ein sehr starker Durchhaltewillen nötig. Weiter braucht es viel Mut zum kalkulierten Risiko respektive zum Verlassen der Komfortzone, eiserne Selbstdisziplin und ein grosses Verantwortungsbewusstsein. Sie arbeiten als Projektmanager, haben ein Startup gegründet und studieren

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aktuell an der International School of Management. Wie stellen Sie sicher, dass Ihre Familie nicht zu kurz kommt? Das ist manchmal herausfordernd. Die Zeit für die Familie und die Arbeit halten sich leider nicht immer die Waage. Ich bin froh, habe ich eine solch gutmütige Frau, die ab und zu ein Machtwort spricht, um die Waage wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Das ist für mich sehr wichtig. Entscheidend ist auch, dass man sich fokussiert und einem klaren Plan folgt, sonst wird es schwierig. Auch da bin ich froh, kann ich meine Ideen und Gedanken regelmässig mit meiner Frau teilen und ihr Feedback entgegennehmen. Aus Zeitgründen spielen Sie weniger Eishockey als früher. Welche Rolle spielt Sport heute für Sie? Der Sport ist für mich ein wichtiger Ausgleich zum Berufsalltag. Meine Arbeit ist sehr kopflastig und ich bin ein Mensch, der sich gerne auch körperlich

an die Grenzen bringt. Das ist sicher dem jahrelangen Leistungssport geschuldet, mein Körper hat sich daran gewöhnt. Ich benötige den Sport unbedingt, sonst kann ich zu Hause unerträglich werden. Wenn Sie sich in 20 Jahren in ein Auto setzen – möchten Sie aktiv steuern können oder lieber die vollständige Kontrolle dem Computer überlassen? Gerne würde ich in Zukunft für geschäftliche Tätigkeiten die vollständige Kontrolle einem Computer überlassen. Denn so könnte ich meine verfügbare Arbeitszeit effizienter gestalten. In der Freizeit darf der Spass nicht zu kurz kommen, deshalb würde ich da ein aktives Steuern bevorzugen. Sobald ich mich auf Reisen erholen und der Familie widmen möchte, kann der Computer gerne wieder übernehmen. Das Interview wurde schriftlich geführt

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HF-PROFIL

Studie zum HF-Profil – Teil 3 Neben den Fragen zu den aktuellen Kompetenzen und deren zukünftige Wichtigkeit hatten die Teilnehmer der Umfrage zum HF-Profil auch die Möglichkeit in einer offenen Frage die ihrer Meinung nach wichtigsten künftigen Kompetenzen für die Diplomierten HF – unabhängig der vorgegebenen Kompetenzen – zu nennen. Diese Kommentare sind so unterschiedlich wie aufschlussreich. Die Auswertung Auf die offene Frage «Welche Kompetenz(en) werden aus Ihrer Sicht für die HFDiplomierten künftig am wichtigsten sein?» wurde von den Umfrageteilnehmenden auf verschiedene Arten geantwortet. Einige Personen haben eine Kompetenz genannt, andere mehrere, und einige haben auch ganze Sätze mit wertvollen Tipps für die Zukunft formuliert. Die Antworten der Umfrageteilnehmer wurden ausgewertet,

gefiltert und anschliessend in Kategorien zusammengefasst. So wurde beispielsweise die Kompetenz «Delegationsfähigkeit» der Kategorie «Führungskompetenzen» oder die Nennung vom «Theorie-PraxisTransfer» zur Kategorie «Umsetzungsstärke (Theorie zu Praxis)» zugeordnet. Durch diese Filterung und Zuordnung sind 31 Kategorien entstanden, die jeweils von mindestens 10 Umfrageteilnehmenden als künftig am wichtigsten für die Diplomierten

Die wichtigsten Kompetenzen in Zukunft für die Diplomierten HF Führungskompetenz

131

Fachkompetenz

114

Sozialkompetenz

93

Praxisbezug

81

Kommunikationsfähigkeit

75

Anpassungsfähigkeit/Flexibilität

58

Fachwissen

55

Umsetzungsstärke (Theorie zu Praxis)

54

Vernetztes Denken und Handeln

52

Selbständigkeit/Selbstkompetenz

51

Interdisziplinäre Kompetenzen

50

Sprach-/Fremdsprachkenntnisse

40

Lösungsorientiertes Denken/Handlen

40

Teamfähigkeit

39

Bezug zu neuen Technologien

37

Entscheidungskompetenz

34

Analytisches Denken/Vorgehen

24

Methodenkompetenz

18

Motivations- und Coachingfähigkeit

17

Innovationsfähigkeit/innovatives Denken

16

Allgemeinwissen/generalistisches Wissen

16

Kreativität

15

Konfliktfähigkeit Aufgeschlossenheit/Offenheit gegenüber Veränderungen Weiterbildungsbereitschaft

15

Organisationsfähigkeit

13

Führungsbereitschaft

13

Betriebswirtschaftliche Kompetenzen

13

Eigenmotivation

12

Zukunftsorientierung

11

Projektmanagement

10 0

20

HF eingeschätzt wurden (siehe Grafik).

Die Top Five Mit Abstand am häufigsten wurden Kompetenzen genannt, die unter der Kategorie «Führungskompetenzen» zusammengefasst werden können. Von Delegationsfähigkeit über gute Mitarbeiterführung bis hin zur richtigen Art der Führung wurden hier die meisten Antworten (131) gegeben. Aber auch die «Fachkompetenz» halten 114 Personen für eine der wichtigsten Kompetenzen für die Diplomierten HF in Zukunft. Somit sollen sich die Diplomierten HF in Zukunft noch stärker als die Fach- und Führungskräfte etablieren, die sie jetzt schon sind und ihre Fähigkeiten stetig ausbauen und verbessern. Auf dem dritten Platz steht die «Sozialkompetenz» mit 93 Erwähnungen der Umfrageteilnehmer. Dies zeigt, dass neben der fachlichen Expertise weiterhin auch der Umgang mit Menschen eine sehr wichtige Rolle spielen wird. An vierter Stelle mit 81 Nennungen steht der «Praxisbezug». Diese Kompetenz ist zusammen mit der «Umsetzungsstärke (Theorie zu Praxis)» mit 54 Nennungen ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal der Diplomierten HF zu anderen Ausbildungen auf der Tertiärstufe, wie den Fachhochschulen oder den Universitäten, die ihren Fokus stärker auf das theoretische Wissen legen. Dass der «Praxisbezug» auch in Zukunft zu den wichtigsten Kompetenzen zählt, zeigt, dass man auch künftig auf diese Spezialität Wert legen will. Auf dem fünften Platz der Top Five befindet sich mit 75 Erwähnungen die Kompetenz «Kommunikationsfähigkeit». Die Fähigkeit richtig und verständlich zu kommunizieren ist sicherlich eine wichtige Kompetenz, die es fähigen Fach- und Führungskräften ermöglicht, ihre Kompetenzen auch auszudrücken und die auch die Zusammenarbeit und den Kontakt mit Kunden fördert.

14

Veränderung und Anpassung

13

Die grösseren Veränderungen der Wirtschaft, die aktuell im Fokus sind, wie beispielsweise die Digitalisierung oder auch die Einstellung von immer mehr Personen der sogenannten GenerationY*, die auch als die erste Generation von digital Natives bezeichnet wird, spiegeln sich in vielen Antworten der Umfrageteilnehmenden wieder. So gibt es einige Kategorien, die sich mit

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60

80

100

120


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dem Umgang mit Neuem in der Zukunft befassen. Hierzu zählt an erster Stelle sicherlich der «Bezug zu neuen Technologien» mit 37 Nennungen, der direkt mit der Digitalisierung in Verbindung gebracht werden kann und somit für viele Umfrageteilnehmer in Zukunft von grösster Wichtigkeit sein wird. Aber auch die Kompetenzen der Kategorien «Anpassungsfähigkeit/Flexibilität» (58), «Innovationsfähigkeit/innovatives Denken» (16), «Aufgeschlossenheit/Offenheit gegenüber Veränderungen» (14) und «Zukunftsorientierung» (11) beschäftigen sich mit dem Umgang mit Veränderungen in Zukunft. Somit sind der Umgang, respektive die Aufgeschlossenheit gegenüber Veränderungen mit insgesamt 136 Nennungen in Zukunft ebenfalls ein sehr wichtiges Thema für die Diplomierten HF.

Fazit und Ausblick Mit diesem Artikel wird die allgemeine Auswertung der Umfrage zum HF-Profil im Bulletin abgeschlossen. Die Detailauswertungen zu einzelnen Fachbereichen und Fachrichtungen hingegen sind in vollem Gange. Für die Fachbereiche oder Fach-

richtungen «Technik», «Soziales und Erwachsenenbildung», «Wirtschaft», «Gesundheit», «Hotellerie und Gastronomie» sowie «Tourismus» sind die Detailauswertungen zu den aktuellen Kompetenzen der Diplomierten HF abgeschlossen und für die Fachbereiche «Technik» und «Soziales und Erwachsenenbildung» sind auch bereits Berichte zur zukünftigen Wichtigkeit der Kompetenzen entstanden. Alle Berichte können

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online unter www.odec.ch/hf-profil unter Anwahl des jeweiligen Fachbereichs oder der jeweiligen Fachrichtung gelesen werden. Diese Berichte zu den Detailauswertungen werden laufend ergänzt und mittels Xing sowie per ODEC-Newsletter erfahren Sie, wenn neue Berichte online sind. *Als Generation Y werden Personen bezeichnet, die zwischen 1981 und 1999 geboren wurden.

Neues ODEC-Gönnermitglied Das Kompetenzzentrum für Coaching, Mentoring, Supervision und Resilienztraining Eidg. Fachausweis (FA) und eidg. Diplom (HFP), CAS und MAS Zertifikate Das Coachingzentrum bildet kompetente und qualifizierte Beratungspersonen in den Bereichen Coaching, Mentoring, Supervision, Organisationsentwicklung und Resilienztraining aus. Ihre Ausbildungen FA und HFP sind neu subjektfinanziert. Besuchen Sie die Informationsveranstaltungen des Coachingzentrums in Basel, Bern, Luzern, Olten und Zürich: www.coachingzentrum.ch/informationsabende

www.zbw.ch

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und Höhere Fachprüfun

Zentrum für berufliche Weiterbildung

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BILDUNG IM INTERNATIONALEN VERGLEICH

Höhere Berufsbildungsabschlüsse – Welche Titel im internationalen Vergleich werden ihnen gerecht? von Ursula Renold *

Wie ich in der letzten Kolumne (März 2017) ausgeführt habe, gehören die Abschlüsse der Höheren Berufsbildung (HBB) bezogen auf Schutz vor Arbeitslosigkeit und Vorbereitung auf die Anforderungen des Arbeitsmarktes zu den leistungsfähigsten formalen Bildungsabschlüssen. Sie richten sich – im Unterschied zu Hochschulabschlüssen – an Berufsfachleute, welche bereits über zwei- bis mehrjährige Berufserfahrung verfügen. Weltweit ist dieses Teilsystem des Schweizer Bildungssystems einzigartig. Die zunehmende Globalisierung der Wirtschaft und der damit einhergehende Ruf nach Vergleichbarkeit von Titeln fordern dieses Teilsystem heraus, weshalb dieser Artikel mögliche Lösungen diskutiert.

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Die Höheren Berufsbildungsabschlüsse umfassen Diplome der Höheren Fachschulen (HF) sowie Eidg. Berufs- und Höhere Fachprüfungen. Sie haben in der Schweiz eine sehr lange Tradition, die weit bis ins frühe 20. Jahrhundert zurückgeht. Im gewerblich-industriellen Wirtschaftssektor werden Höhere Fachprüfungen heute hie und da noch als «Meisterausbildungen» bezeichnet, womit zum Ausdruck gebracht wird, dass es sich hier um die höchsten Abschlüsse in diesen Branchen handelt. Während sie im dritten Berufsbildungsgesetz von 1980 noch als Abschlüsse der «beruflichen Weiterbildung» bezeichnet wurden (Rehbinder 1981), gelten sie seit dem jüngsten Berufsbildungsgesetz von 2004 als eigenständige formale Höhere Bildungsabschlüsse und grenzen sich von der non-formalen Weiterbildung (dem Kurswesen) ab. Wie der Bildungsbericht Schweiz zeigt, weisen diese Abschlüsse eine ausgesprochen hohe Leistungsfähigkeit bezüglich Erwerbsfähigkeit und Bildungsrendite aus (SKBF 2010). Deshalb werden ihre Absolventen vom Arbeitsmarkt in der Schweiz als hochqualifiziert gewertet und entsprechend stark nachgefragt.

Schwierigkeiten im Konkurrenzkampf auf dem Arbeitsmarkt entstehen erst, wenn HR-Chefs oder Linienverantwortliche von internationalen Firmen in der Schweiz oder im Ausland diese Abschlüsse nicht kennen und damit nicht mit denjenigen, welche sie im Heimatland haben, vergleichen können. Da nur wenige Länder über ein höheres formales Berufsbildungswesen verfügen, wird rasch der Ruf laut, sich dem ausländischen Titelsystem anzupassen, das heisst einen «Professional Bachelor» oder «Professional Master» einzuführen, um auf dem globalen Arbeitsmarkt die Chancen auf anspruchsvolle Stellen zu verbessern. Doch wie die folgenden Ausführungen zeigen, führt ein solcher Weg nicht zum erwünschten Erfolg.

HR-Chefs: Kenntnisse zwischen Ausländern und Schweizern unterscheiden sich Verschiedene Hinweise aus der Praxis deuten darauf hin, dass ausländische HR- oder Linien-Verantwortliche unsere HBB-Abschlüsse zu wenig gut kennen. Beispielsweise habe ich erfahren, dass in einzelnen Banken Eidg. dipl. Finanzplaner nicht mehr willkommen seien, weil

ausländische Bankkunden nicht wissen, was dies für ein Abschluss ist. Sie verlangen nach Fachleuten mit Titeln, die sie kennen, wie ein Bachelor- oder Masterabschluss, was allerdings keine Garantie für eine bessere Kundenberatung wäre. Das Grundproblem liegt darin, dass Titel allein wenig über die Qualifikation und die Qualität der Ausgebildeten aussagen. Arbeitszeugnisse sind mitunter geradeso aussagekräftige Quellen, weil sie aufzeigen, welche Berufserfahrung jemand sammeln konnte und wie seine Leistung von Vorgesetzten beurteilt wird. Klagen hört man nicht nur von inländischen Absolventen. Wie die SRF-Radiosendung «Wenn die Globalisierung vor Diplomen halt macht» zeigt, bekunden gerade ausländische Universitätsabsolventen hie und da Mühe, in der Schweiz eine entsprechende Arbeit zu finden. Die Gründe liegen nebst allfälligen Sprachdefiziten meist in der fehlenden qualifizierten Berufspraxis, das heisst, Berufspraxis, welche mit dem Erlernten übereinstimmt. In vielen Ländern erfolgt die Berufsbildung an Hochschulen, weil sie keine Institutionen der Höheren Berufsbildung haben und auch keine einschlägigen Berufsbildungswege auf der Sekundarstufe II. Sie erwerben also einen Hochschulabschluss, jedoch fehlt ihnen die Praxiserfahrung. Mit anderen Worten: wo «Bachelor/Master» darauf steht, ist nicht immer ein Akademiker dahinter. Der Akademikerbegriff ist eine soziale Konstruktion. Seine inhaltliche Bestimmung muss im Kontext des nationalen Bildungssystems verortet werden.

Funktionsunterschiede zwischen Schweizer Hochschul- und Höheren Berufsbildungs-Abschlüssen Die Schweizer Hochschulabschlüsse unterscheiden sich funktional von den Abschlüssen der Höheren Berufsbildung in mehrfacher Hinsicht. Fünf Funktionsun-


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BILDUNG IM INTERNATIONALEN VERGLEICH

terschiede sind in folgender Tabelle für die Schweiz skizzenhaft zusammengefasst:

Funktionsmerkmal

Höhere Berufsbildung HBB

Hochschulen HS

Erstausbildung im Hinblick auf den Arbeitsmarkt.

Nein – alle Absolventen/ Absolventinnen verfügen bereits über einen formalen berufsbefähigenden Bildungsabschluss. Die meisten haben mehrjährige Berufserfahrung.

Ja – für Absolvierende von universitären Hochschullehrgängen trifft dies i.d.R. zu, für Pädagogische Hochschulen, Fachhochschulstudiengänge mit Matura oder vergleichbarer Zulassungsvoraussetzung ebenfalls. Einzig für FH-Absolventen mit Berufslehre und Berufsmatura handelt es sich um eine formale höhere Ausbildung.

Eintrittsalter

Durchschnittlich rund 25 Jahre bei Höheren Fachschulen und 32 bis 35 Jahre bei Berufs- und Höheren Fachprüfungen.

Durchschnittliches Alter: 22 Jahre.

Qualifikationen sind mit den Organisationen der Arbeitswelt (OdA) abgestimmt, was zur Verbesserung der Arbeitsmarktfähigkeit beiträgt.

Ja – OdA sind massgebend an der inhaltlichen Ausgestaltung beteiligt. Abschlüsse basieren auf national erstellten Bildungsplänen und sind eidgenössisch anerkannt.

Nein – Hochschulen sind autonom im Festlegen der Bildungspläne. Somit sind die Bildungspläne nicht mit nationalen Organisationen der Arbeitswelt abgestimmt.

Spezialisierung für Fachoder Führungsfunktionen.

Ja – die Höheren Berufsbildungs-Abschlüsse qualifizieren für Spezial- oder Führungs-Funktionen.

Nein – Hochschulstudiengänge sind tendenziell generalistische Ausbildungen. Spezialisierung erfolgt meist über Weiterbildungen.

Einordnung in den Nationalen bzw. Europäischen Qualifikationsrahmen.

Ja – diese sorgt für Transparenz gegenüber dem Arbeitsmarkt. Sie stützt sich primär auf den EU-Kopenhagen-Prozess.

Ja – diese dient vor allem der Mobilität innerhalb des europäischen Hochschulraumes. Sie stützt sich auf den EU-Bologna-Prozess.

Im Schweizer Bildungsrecht sind die Bachelor- und Mastertitel dem Hochschulwesen zugeordnet und durch das Hochschulrecht geregelt. Die Titel der Höheren Berufsbildung sind im Berufsbildungsgesetz festgelegt. «Professional

Bachelor- oder Mastertitel» gibt es nicht. Das Bundesparlament hat einen Vorstoss dazu bereits abgelehnt (Ständerat 2014). Eine Einführung müsste nicht nur politische und juristische Hürden überwinden, sondern würde auch kaum sein Ziel der

TBZ HF

Technische Berufsschule Zürich Höhere Fachschule HF Sihlquai 101, 8005 Zürich admin.hf@tbz.zh.ch Informationen: www.tbz.ch

ODEC-Bulletin 2|2017

besseren Vergleichbarkeit von Abschlüssen erreichen. Es wäre eine dritte Form eines Bachelor- oder Master-Abschlusses, neben Universitäts- und Fachhochschulabschlüssen. Es ist zu erwarten, dass Hochschulen sich diesem Titel gegenüber abgrenzen würden, indem sie die Institution – z.B. Universität – in den Titel aufnehmen. Vergleichbares ist heute bei den Professorentitel in Deutschland bereits erkennbar.

Woher kommt das Streben nach Bachelor- bzw. Mastertiteln? Prestige ist ein wichtiges Motiv in dieser Frage. Wie ich im Artikel «Welche Akademikerquote brauchen wir?» (Renold 2016) aufgezeigt habe, wird akademische Ausbildung in vielen Ländern mit hohem Berufsprestige und damit einhergehend mit höherem Status und Lohn assoziiert. Deshalb entsteht der Ruf nach einem irgendwie gearteten Hochschulabschluss. Viele Menschen versprechen sich von einem Bachelor- oder MasterTitel – als Signal an die Arbeitgeber – bessere Arbeitsmarktchancen (Spence 1973). Dies ist ein Trugschluss, denn Berufserfahrung, Soft Skills und Leistungsausweis in der Praxis sind immer wichtigere Faktoren, um eine Stelle zu erhalten. Wird die Anzahl Hochschulabschlüsse durch «Akademisierung» von Studiengängen erst einmal erweitert, so kommt der «Fahrstuhl-Effekt» (Beck 1986) zum Tragen. Dieser besagt, dass mit der Ausweitung der akademischen Titel auf mehr Menschen in der Gesellschaft die Fahrt nach oben, d.h. zu höherem Berufsprestige, Status und Einkommen, ermöglicht wird. Was ausgeblendet wird, ist das Faktum, dass damit gleichzeitig eine Entwertung dieser Abschlüsse erfolgt, weil der

Weiterbildung Abschluss einer Höheren Fachschule in Informatik Systemtechnik ·

IT Services Engineer HF

· Infoabend am Do 22.6.17, 18:30

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BILDUNG IM INTERNATIONALEN VERGLEICH

Stellenmarkt-Monitor Schweiz – Trends in den Anforderungen des Arbeitsmarktes 1950–2014 (Quelle: Egg/Renold, 2015)

100%

Obligatorische Ausbildung

90%

Berufslehre Tertiär-/Zusatzausbildung

80%

Erfahrung Soft Skills

70% 60% 50% 40% 30% 20% 10%

Arbeitsmarkt nicht so viele Personen dieser Kategorie nachfragen wird. Es entsteht «Skills Mismatch». Ausserdem setzen Betriebe bei einer Titelinflation auf andere Instrumente als Titel, um geeignete Qualifizierte zu rekrutieren. «Wer auf der Strecke bleibt, nimmt den Fahrstuhl nach unten...» (Renold, 2015, S. 956). Der Stellenmarkt Monitor der Universität Zürich zeigt (s. Grafik), dass der Arbeitsmarkt neben der tertiären Bildung (HS & HBB) auch hochqualifizierte praktische Expertise benötigt. Die Nachfrage nach Berufserfahrung gehört zu den mächtigsten Trends im Schweizer Arbeitsmarkt und schützt am besten vor Arbeitslosigkeit. Was die HBB also braucht, ist nicht einen funktionsfrem-

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den Titel, sondern eine gleichwertige gesellschaftliche Wertschätzung. Denn ihre Absolventen tragen dazu bei, dass wir in der Schweiz keinen hohen Skills Mismatch haben, dass die Arbeitslosenrate vergleichsweise tief ist und Innovationen dank hoher Praxisexpertise und Qualität vorangetrieben werden können.

Welche Lösung führt zum Ziel? Der Ausweg aus dem Titel-Dilemma in der Höheren Berufsbildung soll nicht über einen weiteren akademischen Titel gelöst werden. Die Schweiz würde Fehlentwicklungen in anderen Ländern nachahmen und könnte nicht zum erwünschten Segen beitragen. Um diesem Problem zu begegnen, hat der Bund den Nationa-

len Qualifikationsrahmen (NQR) eingeführt. Dieser erlaubt, die HBB-Abschlüsse transparent in ein Stufensystem einzuordnen und deren Qualifikation gegenüber dem Europäischen Qualifikationsrahmen (EQR) vergleichbar zu machen. Es versteht sich von selbst, dass ein höchster Abschluss in einer nationalen Berufsbranche, wie beispielsweise der Eidg. Diplomierte Wirtschaftsprüfer oder Steuerexperte auf der höchsten Stufe dieser Skala eingeordnet werden sollte, analog zum höchsten Abschluss in der «Berufsbranche der Wissenschaftler». Mit einem Diplomzusatz in Englisch wird erklärt, welche Kompetenzen erworben worden sind, womit die Transparenz gegenüber dem Ausland hergestellt wird. Es braucht also keine neuen Titel, sondern einzig diese Transparenz gegenüber den Abschlusssystemen im Ausland. Alle sind aufgefordert Aufklärungsarbeit nach Innen und Aussen zu leisten, sodass die beeindruckenden Arbeitsmarkt-Effekte dieses wichtigen Teils des Bildungssystems Schweiz bekannt werden und Nachahmer finden. Demnächst führt mich ein Forschungsprojekt nach Singapur. Ob und wie weit es mir gelingt, diesen Bildungsfachleuten die Vorteile unseres formalen höheren Berufsbildungswesens schmackhaft zu machen, werde ich in der nächsten Ausgabe dieser Zeitschrift beleuchten. * Ursula Renold leitet den Bereich «Bildungssystemforschung» an der Konjunkturforschungsstelle KOF (ETHZ). Sie ist Präsidentin des Fachhochschulrates der FHNW und Honorarprofessorin an der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit, Mannheim (D). Referenzen und weitere Informationen sind auf www.odec.ch/kof_d ersichtlich.

Karriere- und Laufbahnberatung Das ODEC-Beratungsteam setzt sich aus ausgewiesenen Fachleuten zusammen. Sie verfügen über eine eidgenössisch anerkannte Ausbildung in Psychologie, Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung sowie fundierte Beratungserfahrung. Wir haben Beratungspakete zusammengestellt, um die wichtigsten Themen abzudecken: Bewerbungscheck Laufbahncheck Laufbahncheck Plus Laufbahnberatung Perspektiven 50+ Coaching

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www.odec.ch/beratung


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MiVo-HF

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Wohin steuert die Verordnung MiVo-HF die HF-Bildung?

MiVo-HF: Verbesserungen gefordert Die erarbeitete Ausganglage der Mindestvorschriften für die Anerkennung von Bildungsgängen und Nachdiplomstudien der Höheren Fachschulen (MiVo-HF) des Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) wurde so schlank auf- respektive abgebaut, dass sehr viel Spielraum für Reaktionen entstanden ist. Die eingegangenen Stellungnahmen und Meinungen der verschiedenen Beteiligten gehen entsprechend auch oft 180 Grad auseinander und driften in alle möglichen Richtungen ab. Eines ist dabei aber erfreulich: wer sich zur Positionierung der Höheren Fachschulen geäussert hat, ist der Meinung, dass hier einiges verbessert werden muss. Die direkt von der HF-Bildung Betroffenen, die Vereine der Höheren Fachschulen und die Verbände der Diplomierten HF sind sich in den wichtigen Punkten einig.

Auszug aus unserer Stellungnahme: Generell Wir befürworten eine schlanke Verordnung, aber der vorliegende Entwurf entspricht aus unserer Sicht nicht den nötigen Anforderungen. Einige wichtige Artikel wurden entfernt oder sind nur teilweise konkretisiert worden. Für eine Stärkung der Höheren Fachschulen sind folgende Punkte einzuführen: } Der Begriffsschutz «Höhere Fachschule» und die Erkennbarkeit der «Höheren

Fachschulen» als Begriff. Wenn Bildungsanbieter mindestens einen anerkannten Bildungsgang HF führen, dürfen sie den geschützten Begriff «Höhere Fachschule» verwenden. } Es fehlt die Möglichkeit der Anerkennung als Höhere Fachschule. Unser Vorschlag ist ein neuer Artikel mit: Ein Bil-

tionale Vergleiche, etc. wichtig und dient der Orientierung. Unser Vorschlag ist ein neuer Artikel mit folgender Ausführung: Die Rahmenlehrpläne werden in Fachbereiche zusammengefasst. Falls aus nicht bekannten Gründen von den heutigen Bereichen abgewichen werden muss, könnte eine Einteilung nach ISCED eine Lösung

WBF und MiVo-HF Verordnung des Eidgenössischen Departementes für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) über Mindestvorschriften für die Anerkennung von Bildungsgängen und Nachdiplomstudien der Höheren Fachschulen (MiVo-HF). Die MiVo-HF ist aktuell die Verordnung, die massgeblichen Einfluss auf die Qualität, die Positionierung, die Anerkennung der Höheren Fachschulen und den Bildungsgängen hat. Es ist Sorge zu tragen, dass diese nicht bewusst geschwächt und ein Spielball der Wirtschaft oder Politik wird.

dungsanbieter kann sich anerkennen lassen, wenn er mindestens einen anerkannten Bildungsgang HF führt. } Es fehlt der eidg. Titel beziehungsweise das eidg. Diplom. Unser Vorschlag ist ein neuer Absatz in Artikel 6 mit folgender Ergänzung: Der Bund unterzeichnet das Diplom mit. } Die Aufhebung der acht Bereiche beurteilen wir als unzweckmässig und daher kritisch. Die heutige Struktur mit den acht Bereichen hat sich bewährt, es strukturiert die heute bestehenden 58 Fachrichtungen. Voraussichtlich werden neue Fachrichtungen dazustossen. Die Struktur ist für Bildungssuchende, Bildungsportale, interna-

sein. Diese Struktur könnte auch für die Liste der im Anhang geführten Rahmenlehrpläne gelten, der Übersichtlichkeit würde dies helfen. Zudem muss auch der Qualität der Nachdiplome NDS-HF Sorge getragen werden. Für den ODEC ist es dringend notwendig, dass auch hier die Qualitätsanforderungen hoch gehalten werden. Denn NDS-HF und HF sind schon von der Namensgebung voneinander abhängig. Sinkt bei einem Abschluss das Niveau leidet auch der andere Abschluss darunter. Unsere gesamte Stellungnahme kann unter www.odec.ch/stellungnahme nachgelesen werden.

Mit unserer Weiterbildung zu Ihrem Erfolg. Höhere Berufsbildung Höhere Fachschule für Wirtschaft • • • • • • • • • • •

Diplomstudium Wirtschaftsinformatik Diplomstudium Betriebswirtschaft Nachdiplomstudium Management & Leadership Nachdiplomstudium Projektmanagement Nachdiplomstudium HR-Management Nachdiplomstudium Betriebswirtschaft Eidg. Fachausweis HR-Fachleute Eidg. Fachausweis Sozialversicherung Eidg. Fachausweis Technische Kaufleute Eidg. Fachausweis im Finanz- und Rechnungswesen Eidg. Fachausweis Marketing-Fachleute

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Handelsschule für Erwachsene Höheres Wirtschaftsdiplom Sachbearbeiter/in Rechnungswesen Sachbearbeiter/in Immobilien-Bewirtschaftung Sachbearbeiter/in Personalwesen Sachbearbeiter/in Sozialversicherung Sachbearbeiter/in Marketing & Verkauf Wirtschaft, Informatik, Sprachen ICT Power User/Supporter SIZ Informatik Anwender SIZ Fachfrau/Fachmann KMU Eventmanager/in

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ODEC-Bulletin 2|2017

AUS- U N D W E I T E R B I L D U NG SA NG EB OTE H F

Detaillierte Informationen zu den aufgelisteten Angeboten sind unter www.odec.ch/bildungsangebote ersichtlich. Die Angebote werden laufend aktualisiert. Der Studienbeginn der hier unten aufgelisteten Bildungsangebote liegt jeweils zwischen 2 und 14 Monaten nach Erscheinungsdatum des ODEC-Bulletins.

De plus amples informations relatives à ces offres sont disponibles sur www.odec.ch/formations. Les offres y sont actualisées en permanence. Les formations démarrent dans les 2 à 14 mois après la publication du Bulletin ODEC.

Bildungsgänge HF | Filières de formation ES BB = Berufsbegleitend/en emploi ; VZ = Vollzeit/plein temps Start Kt. Organisation

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Gesundheit / Santé Dipl. Pflegefachfrau/mann HF

15.08.17

VZ

SH

Höhere Fachschule Schaffhausen HFS

Künste, Gestaltung und Design / Arts visuels, Arts appliqués et Design Dipl. Gestalter/in HF, Visual Merchandising Design Dipl. Gestalter/in HF, Visuelle Gestaltung Dipl. Gestalter/in HF, Industrial Design Dipl. Gestalter/in HF, Fotografie Dipl. Gestalter/in HF, Interactive Media Design Dipl. Gestalter/in HF, Produktdesign Dipl. Bühnentänzer/in HF

18.01.18 18.08.17 18.08.17 18.08.17 18.08.17 22.08.17 21.08.17

BB BB BB BB BB BB VZ

BS SG SG SG SG SG ZH

Schule für Gestaltung Basel GBS St.Gallen, Schule für Gestaltung | Weiterbildung GBS St.Gallen, Schule für Gestaltung | Weiterbildung GBS St.Gallen, Schule für Gestaltung | Weiterbildung GBS St.Gallen, Schule für Gestaltung | Weiterbildung ibW Höhere Fachschule Südostschweiz Tanzwerk101

Land- und Waldwirtschaft / Agriculture et économie forestière Dipl. Agrotechniker/in HF Dipl. Agrotechniker/in HF Dipl. Weinbautechniker/in HF

24.08.17 19.10.17 19.10.17

BB VZ BB

SG ZH ZH

Höhere Fachschule Rheintal Strickhof; Höhere Fachschule Lindau Strickhof; Höhere Fachschule Lindau

Soziales und Erwachsenenbildung / Social et formation des adultes Dipl. Erwachsenenbildner/in HF

24.10.17

BB

SG

Zentrum für berufliche Weiterbildung St. Gallen

Technik / Technique Dipl. Techniker/in HF, Betriebstechnik Dipl. Techniker/in HF, Energietechnik Dipl. Techniker/in HF, Informatik Dipl. Techniker/in HF, Gebäudeautomatik Dipl. Techniker/in HF, Logistik Dipl. Techniker/in HF, Konstruktionstechnik Dipl. Techniker/in HF, Systemtechnik Dipl. Techniker/in HF, Energie und Umwelt Dipl. Techniker/in HF, Bauführung - Hochbau/Tiefbau Dipl. Techniker/in HF, Bauführung - Holzbau Dipl. Techniker/in HF, Bauplanung - Innenarchitektur Dipl. Techniker/in HF, Bauplanung - Ingenieurbau Dipl. Techniker/in HF, Bauplanung - Architektur Dipl. Techniker/in HF, Bauplanung - Innenarchitektur Dipl. Techniker/in HF, Gebäudetechnik - Sanitär Dipl. Techniker/in HF, Bauplanung - Ingenieurbau Dipl. Techniker/in HF, Gebäudetechnik - Heizung Dipl. Techniker/in HF, Gebäudetechnik - Kälte Dipl. Techniker/in HF, Gebäudetechnik - Klima Dipl. Techniker/in HF, Bauplanung - Architektur Dipl. Techniker/in HF, Systemtechnik - Mechatronik Dipl. Techniker/in HF, Systemtechnik - Automation Dipl. Techniker/in HF, Maschinenbau - Produktionstechnik Dipl. Techniker/in HF, Maschinenbau - Konstruktionstechnik Dipl. Techniker/in HF, Holztechnik - Holzbau Dipl. Techniker/in HF, Holztechnik - Schreinerei/Innenausbau Dipl. Techniker/in HF, Bauführung - Garten- und Landschaftsbau Dipl. Techniker/in HF, Telekommunikation Dipl. Techniker/in HF, Informatik Dipl. Techniker/in HF, Informatik - Systemtechnik Dipl. Techniker/in HF, Bauplanung - Architektur Dipl. Techniker/in HF, Maschinenbau Dipl. Techniker/in HF, Systemtechnik Dipl. Techniker/in HF, Business Processmanagement Dipl. Techniker/in HF, Bauführung - Hochbau und Tiefbau Dipl. Techniker/in HF, Elektrotechnik - Elektronik und Energietechnik Dipl. Techniker/in HF, Gebäudetechnik Dipl. Techniker/in HF, Informatik - Applikationsentwicklung und Dipl. Techniker/in HF, Maschinenbau - Kunststofftechnik Dipl. Techniker/in HF, Unternehmensprozesse - Logistik Dipl. Techniker/in HF, Bauplanung - Architektur und Ingenieurbau

43018 10.10.17 10.10.17 10.10.17 10.10.17 10.10.17 10.10.17 10.10.17 25.04.18 25.04.18 25.04.18 25.04.18 25.04.18 14.08.17 14.08.17 14.08.17 14.08.17 14.08.17 14.08.17 14.08.17 30.06.18 30.06.18 30.06.18 30.06.18 18.09.17 18.09.17 04.01.18 04.02.18 04.02.18 04.02.18 14.08.17 14.08.17 15.08.17 16.01.18 29.10.17 29.10.17 29.10.17 29.10.17 29.10.17 29.10.17 29.10.17

BB BB BB BB BB BB BB BB BB/VZ BB/ZV BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB ZV ZV ZV ZV ZV ZV ZV BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB

AG AG AG AG AG AG AG AG AG AG AG AG AG BE BE BE BE BE BE BE BE BE BE BE BE BE BE BE BE BE BS BS BS BS Div. Div. Div. Div. Div. Div. Div.

ABB Technikerschule ABB Technikerschule ABB Technikerschule ABB Technikerschule ABB Technikerschule ABB Technikerschule ABB Technikerschule ABB Technikerschule Schweizerische Bauschule Aarau Schweizerische Bauschule Aarau Schweizerische Bauschule Aarau Schweizerische Bauschule Aarau Schweizerische Bauschule Aarau Gewerblich-Industrielle Berufsschule Bern gibb Gewerblich-Industrielle Berufsschule Bern gibb Gewerblich-Industrielle Berufsschule Bern gibb Gewerblich-Industrielle Berufsschule Bern gibb Gewerblich-Industrielle Berufsschule Bern gibb Gewerblich-Industrielle Berufsschule Bern gibb Gewerblich-Industrielle Berufsschule Bern gibb Höhere Fachschule für Technik Mittelland Höhere Fachschule für Technik Mittelland Höhere Fachschule für Technik Mittelland Höhere Fachschule für Technik Mittelland Höhere Fachschule Holz Biel Höhere Fachschule Holz Biel Kant. Gartenbauschule Oeschberg TSBE Telematik-Schule Bern TSBE Telematik-Schule Bern TSBE Telematik-Schule Bern Allgemeine Gewerbeschule Basel Allgemeine Gewerbeschule Basel Allgemeine Gewerbeschule Basel Allgemeine Gewerbeschule Basel IBZ Schulen AG IBZ Schulen AG IBZ Schulen AG IBZ Schulen AG IBZ Schulen AG IBZ Schulen AG IBZ Schulen AG


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O F F R E S D E F O RMATIO N ET D E FO RMATIO N CO NTINUE ES

ODEC-Bulletin 2|2017

BB = Berufsbegleitend/en emploi ; VZ = Vollzeit/plein temps Start Kt. Organisation Gesundheit / Santé Dipl. Techniker/in HF, Unternehmensprozesse - Betriebstechnik Dipl. Techniker/in HF, Maschinenbau Dipl. Techniker/in HF, ICT-Systemtechnik Dipl. Techniker/in HF, Unternehmensprozesse Dipl. Techniker/in HF, Automation Dipl. Techniker/in HF, Systemtechnik - Energie und Umwelt Dipl. Techniker/in HF, Maschinenbau - Produktionstechnik Dipl. Techniker/in HF, Holztechnik - Schreinerei Dipl. Techniker/in HF, Informatik Dipl. Techniker/in HF, Holztechnik - Holzbau Dipl. Techniker/in HF, Holztechnik - Schreinerei Dipl. Techniker/in HF, Bauführung - Verkehrswegbau Dipl. Techniker/in HF, Bauführung - Hochbau Dipl. Techniker/in HF, Medizintechnik Dipl. Techniker/in HF, Bauplanung - Architektur Dipl. Techniker/in HF, Bauplanung - Ingenieurbau Dipl. Techniker/in HF, Elektrotechnik Dipl. Techniker/in HF, Gebäudetechnik Dipl. Techniker/in HF, Informatik Dipl. Techniker/in HF, Systemtechnik Dipl. Techniker/in HF, Bauplanung - Innenarchitektur Dipl. Techniker/in HF, Automation Dipl. Techniker/in HF, Informatik Dipl. Techniker/in HF, Maschinenbau Dipl. Techniker/in HF, Unternehmensprozesse Dipl. Techniker/in HF, Automation Dipl. Techniker/in HF, Elektrotechnik Dipl. Techniker/in HF, Energie und Umwelt Dipl. Techniker/in HF, Systemtechnik / Automation Dipl. Techniker/in HF, Elektrotechnik Dipl. Techniker/in HF, Maschinenbau Dipl. Techniker/in HF, Elektrotechnik - Automation Dipl. Techniker/in HF, Elektrotechnik Dipl. Techniker/in HF, Unternehmensprozesse Dipl. Techniker/in HF, Maschinenbau - Produktionstechnik Dipl. Techniker/in HF, Maschinenbau - Konstruktionstechnik Dipl. Techniker/in HF, Informatik - Wirtschaftsinformatik Dipl. Techniker/in HF, Informatik - Software-Entwicklung Dipl. Techniker/in HF, Elektrotechnik - Gebäudeautomation Dipl. Techniker/in HF, Elektrotechnik - Energietechnik Dipl. Techniker/in HF, Gebäudetechnik - Klima Dipl. Techniker/in HF, Gebäudetechnik - Heizung Dipl. Techniker/in HF, Gebäudetechnik - Sanitär Dipl. Techniker/in HF, Bauplanung - Innenarchitektur Dipl. Techniker/in HF, Unternehmensprozesse - Logistik Dipl. Techniker/in HF, Systemtechnik - Mechatronik Dipl. Techniker/in HF, Polygrafie Dipl. Techniker/in HF, Bauplanung - Architektur Dipl. Techniker/in HF, Systemtechnik - Automation Dipl. Techniker/in HF, Elektronik Dipl. Techniker/in HF, Informatik Dipl. Techniker/in HF, Systemtechnik - Erneuerbare Energien Dipl. Techniker/in HF, Telekommunikation Dipl. Techniker/in HF, Informatik Dipl. Techniker/in HF, Energietechnik Dipl. Techniker/in HF, Elektronik Dipl. Techniker/in HF, Architektur Dipl. Techniker/in HF, Maschinenbau Dipl. Techniker/in HF, Textil Fashion Design & Technology Dipl. Techniker/in HF, Textil Design & Technology Dipl. Techniker/in HF, Elektrotechnik-Energietechnik Dipl. Techniker/in HF, Kommunikationstechnik Dipl. Techniker/in HF, Informatik (Systemtechnik) Dipl. Techniker/in HF, Gebäudetechnik (Gebäudeautomation) Dipl. Techniker/in HF, Lebensmitteltechnologie Dipl. Techniker/in HF, IT Services Engineer

29.10.17 29.10.17 Div. 14.08.17 21.08.17 05.02.18 14.08.17 01.01.18 21.08.17 26.10.17 31.10.17 06.11.17 13.11.17 04.05.18 15.08.17 15.08.17 21.08.17 21.08.17 21.08.17 21.08.17 24.08.17 23.10.17 23.10.17 23.10.17 23.10.17 16.04.18 23.10.17 23.10.17 15.08.17 15.08.17 15.08.17 23.04.18 23.04.18 23.04.18 23.04.18 23.04.18 23.04.18 23.04.18 23.04.18 23.04.18 20.02.18 20.02.18 20.02.18 20.02.18 19.02.18 19.02.18 15.08.17 22.08.17 30.01.18 30.01.18 30.01.18 30.01.18 30.01.18 05.09.17 05.09.17 05.09.17 05.09.17 05.09.17 15.08.17 15.08.17 23.10.17 23.10.17 23.10.17 23.10.17 26.08.17 17.08.17

BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB/VZ BB BB BB/VZ BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB

Tourismus, Gastgewerbe, Hauswirtschaft / Tourisme, Restauration et Economie familiale Dipl. Tourismusfachfrau/mann HF 15.02.18 ZV Dipl. Tourismusfachfrau/mann HF 05.09.17 ZV Dipl. Hôtelier-Restaurateur HF 04.08.17 ZV Dipl. Hôtelier-Restaurateur HF 12.01.18 ZV

Div. Div. Div. Div. Div. Div. Div. GL GR GR GR LU LU OW SG SG SG SG SG SG SG SG SG SG SG SG SG/TG SG/TG SH SH SH SO SO SO SO SO SO SO SO SO ZH ZH ZH ZH ZH ZH ZH ZH ZH ZH ZH ZH ZH ZH ZH ZH ZH ZH ZH ZH ZH ZH ZH ZH ZH ZH

IBZ Schulen AG IBZ Schulen AG IFA Weiterbildung AG sfb Bildungszentrum sfb Bildungszentrum sfb Bildungszentrum Swissmechanic Weiterbildung / VMTW ibW Höhere Fachschule Südostschweiz ibW Höhere Fachschule Südostschweiz ibW Höhere Fachschule Südostschweiz ibW Höhere Fachschule Südostschweiz CAMPUS SURSEE Bildungszentrum Bau AG CAMPUS SURSEE Bildungszentrum Bau AG Höhere Fachschule Medizintechnik GBS St.Gallen, Baukaderschule GBS St.Gallen, Baukaderschule ibW Höhere Fachschule Südostschweiz ibW Höhere Fachschule Südostschweiz ibW Höhere Fachschule Südostschweiz ibW Höhere Fachschule Südostschweiz ibW Höhere Fachschule Südostschweiz Zentrum für berufliche Weiterbildung St. Gallen Zentrum für berufliche Weiterbildung St. Gallen Zentrum für berufliche Weiterbildung St. Gallen Zentrum für berufliche Weiterbildung St. Gallen Zentrum für berufliche Weiterbildung St. Gallen Zentrum für berufliche Weiterbildung St. Gallen Zentrum für berufliche Weiterbildung St. Gallen Höhere Fachschule Schaffhausen HFS Höhere Fachschule Schaffhausen HFS Höhere Fachschule Schaffhausen HFS Höhere Fachschule für Technik Mittelland Höhere Fachschule für Technik Mittelland Höhere Fachschule für Technik Mittelland Höhere Fachschule für Technik Mittelland Höhere Fachschule für Technik Mittelland Höhere Fachschule für Technik Mittelland Höhere Fachschule für Technik Mittelland Höhere Fachschule für Technik Mittelland Höhere Fachschule für Technik Mittelland Baugewerbliche Berufsschule Zürich Baugewerbliche Berufsschule Zürich Baugewerbliche Berufsschule Zürich Baugewerbliche Berufsschule Zürich Berufsbildungszentrum Dietikon, Höhere Fachschule Berufsbildungszentrum Dietikon, Höhere Fachschule HF TGZ Polygrafische Akademie Höhere Fachschule Hochbau Winterthur Höhere Fachschule Uster HFU Höhere Fachschule Uster HFU Höhere Fachschule Uster HFU Höhere Fachschule Uster HFU Höhere Fachschule Uster HFU Juventus Technikerschule HF Zürich Juventus Technikerschule HF Zürich Juventus Technikerschule HF Zürich Juventus Technikerschule HF Zürich Juventus Technikerschule HF Zürich Schweizerische Textilfachschule STF Schweizerische Textilfachschule STF STFW Schweizerische Technische Fachschule Winterthur STFW Schweizerische Technische Fachschule Winterthur STFW Schweizerische Technische Fachschule Winterthur STFW Schweizerische Technische Fachschule Winterthur Strickhof; Höhere Fachschule Lindau Technische Berufsschule Zürich, Höhere Fachschule

BE BE/LU GR GR

Höhere Fachschule für Tourismus, HFT Luzern AG Höhere Fachschule für Tourismus, HFT Luzern AG SSTH Schweiz. Schule für Touristik und Hotellerie AG SSTH Schweiz. Schule für Touristik und Hotellerie AG

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OF F RE S D E F O R M AT IO N ET D E FO RMATIO N CO NTINUE ES

BB = Berufsbegleitend/en emploi ; VZ = Vollzeit/plein temps Start Kt. Organisation Gesundheit / Santé Dipl. Hôtelier-Restaurateur HF Di l Hôtelier-Restaurateur Pfl f hf / HF Dipl. HF

07.10.17 15 08 17 07.04.18

ZV VZ ZV

LU SH LU

Schweiz. Hotelfachschule Luzern SHL Höh h h l S h ffhLuzern SHL HFS Schweiz.F Hotelfachschule

Wirtschaft / Economie Dipl. Wirtschaftsinformatiker/in HF Dipl. Betriebswirtschafter/in HF Dipl. Wirtschaftsinformatiker/in HF Dipl. Betriebswirtschafter/in HF Dipl. Betriebswirtschafter/in HF Dipl. Marketingmanager/in HF Dipl. Betriebswirtschafter/in HF Dipl. Wirtschaftsinformatiker/in HF Dipl. Betriebswirtschafter/in HF Dipl. Betriebswirtschafter/in HF - Bankwirtschaft Dipl. Betriebswirtschafter/in HF - General Management Dipl. Marketingmanager/in HF Dipl. Betriebswirtschafter/in HF Dipl. Marketingmanager/in HF Dipl. Betriebswirtschafter/in HF Dipl. Wirtschaftsinformatiker/in HF Dipl. Bankwirtschafter/in HF Dipl. Wirtschaftsinformatiker/in HF Dipl. Wirtschaftsinformatiker/in HF Dipl. Rechtsassistent/in HF Dipl. Betriebswirtschafter/in HF Dipl. Textilwirtschafter/in HF

01.11.17 23.10.17 17.10.17 17.10.17 16.10.17 17.10.17 Div. Div. 22.08.17 25.10.17 25.10.17 23.04.18 23.10.17 23.10.17 24.08.17 24.08.17 23.09.17 25.10.17 23.10.17 26.10.17 17.10.17 15.08.17

BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB

BE BE/ZH BL BL BS BS Div. Div. GR SG SG SG SG SG SG SG SG SG SG SG SG/ZH ZH

Wirtschaftsinformatikschule Schweiz, Stiftung WISS Marketing & Business School Zürich AG (MBSZ) Avanti KV Weiterbildungen Avanti KV Weiterbildungen Handelsschule KV Basel Handelsschule KV Basel IFA Weiterbildung AG IFA Weiterbildung AG ibW Höhere Fachschule Südostschweiz Akademie St. Gallen Akademie St. Gallen Akademie St. Gallen Bildungszentrum BVS St. Gallen Bildungszentrum BVS St. Gallen Höhere Fachschule Rheintal Höhere Fachschule Rheintal ibW Höhere Fachschule Südostschweiz Wirtschaftsinformatikschule Schweiz, Stiftung WISS Zentrum für berufliche Weiterbildung St. Gallen Zentrum für berufliche Weiterbildung St. Gallen KS Kaderschulen Schweizerische Textilfachschule STF

Gesundheit / Santé Bachelor of Science in Ernährung und Diätetik

15.08.17

BB

Div.

FFHS - Fernfachhochschule Schweiz

Technik / Technique NDS HF Betriebliches Management Bachelor of Science Informatik Bachelor of Science Wirtschaftsinformatik Bachelor of Science Wirtschaftsingenieurwesen NDS HF Bau-Energie-Umwelt NDS HF Web Engineering NDS HF Network Engineering

19.01.18 15.08.17 15.08.17 15.08.17 14.08.17 21.08.17 21.08.17

BB BB BB BB BB BB BB

BS Div. Div. Div. SG ZH ZH

Allgemeine Gewerbeschule Basel FFHS - Fernfachhochschule Schweiz FFHS - Fernfachhochschule Schweiz FFHS - Fernfachhochschule Schweiz GBS St.Gallen, Baukaderschule Höhere Fachschule Uster HFU Höhere Fachschule Uster HFU

Wirtschaft / Economie NDS HF Executive in Business Engineering NDS HF Unternehmensführung NDS HF Sales Management NDS HF Online-Marketing NDS HF Business Coaching NDS HF Betriebsökonomie NDS HF Finanzmanagement und Rechnungslegung NDS HF Betriebswirtschaft NDS HF Betriebswirtschaft Bachelor of Science Wirtschaftsinformatik Bachelor of Science Betriebsökonomie Bachelor of Science Wirtschaftsingenieurwesen NDS HF Betriebswirtschaftslehre für Führungskräfte NDS HF Business Analytik NDS HF Betriebswirtschaft NDS HF Geschäftsführung Bau NDS HF Betriebswirtschaft NDS HF Personalleitung NDS HF Experte in Leadership und Change Management NDS HF Business Banking NDS HF Betriebsökonom NDS HF Online Marketing NDS HF Marketing- und Verkaufsleitung NDS HF Logistikleitung NDS HF Personalleitung NDS HF Betriebswirtschaft NDS HF Coaching & Leadership NDS HF Marketing- und Verkaufsmanagement

10.10.17 15.10.17 06.11.17 06.11.17 07.11.17 07.11.17 20.10.17 25.08.17 14.10.17 15.08.17 15.08.17 15.08.17 29.10.17 Div. 15.08.17 13.09.17 22.08.17 25.08.17 03.11.17 12.01.18 23.02.18 23.10.17 23.10.17 23.10.17 23.10.17 23.10.17 23.10.17 17.10.17

BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB BB

AG BE BE/ZH BE/ZH BE/ZH BE/ZH BS BS BS Div. Div. Div. Div. Div. Div. LU LU SG SG SG SG SG SG SG SG SG SG SG/ZH

ABB Technikerschule Höhere Fachschule Holz Biel Marketing & Business School Zürich AG (MBSZ) Marketing & Business School Zürich AG (MBSZ) Marketing & Business School Zürich AG (MBSZ) Marketing & Business School Zürich AG (MBSZ) Handelsschule KV Basel HSO Wirtschaftsschule Schweiz AG HSO Wirtschaftsschule Schweiz AG FFHS - Fernfachhochschule Schweiz FFHS - Fernfachhochschule Schweiz FFHS - Fernfachhochschule Schweiz IBZ Schulen AG IFA Weiterbildung AG sfb Bildungszentrum CAMPUS SURSEE Bildungszentrum Bau AG HSO Wirtschaftsschule Schweiz AG Akademie St. Gallen Akademie St. Gallen Akademie St. Gallen Akademie St. Gallen Bildungszentrum BVS St. Gallen Bildungszentrum BVS St. Gallen Bildungszentrum BVS St. Gallen Bildungszentrum BVS St. Gallen Bildungszentrum BVS St. Gallen Bildungszentrum BVS St. Gallen KS Kaderschulen

Weiteres (z.B. NDS) | Autres (p.ex. EPD)

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ED ITOR I AL

ODEC-Bulletin 2|2017

Réfléchir au futur appartient à la nature humaine IMPRESSUM Editeur: ODEC Association suisse des dipl. ES Secrétariat: Heures de bureau: chaque jour de 8.00 à 12.00 et de 14.00 à 17.30 heures Tél. 052 214 22 40, fax 052 214 22 42 email: info@odec.ch Internet: www.odec.ch Rédaction: Urs Gassmann, Jsabelle Tschanen, Nina Tschanen Contributions rédactionnelles: ODEC case postale 2307, Steiggasse 2 8401 Winterthur email: info@odec.ch Clôture de rédaction: 25 janvier, 25 avril, 25 juillet, 25 octobre Annonces: ODEC Tél. 052 214 22 40, fax 052 214 22 42 email: info@odec.ch Changement d’adresse /Commandes: ODEC, case postale 2307, 8401 Winterthur email: info@odec.ch Parution: Le bulletin paraît 4 fois par an: 1er mars, 1er juin, 1er septembre, 1er décembre Mise en page: Eugen Scheiwiller, Electronic Publishing, 8600 Dübendorf Impression/Expédition: Merkur Druck AG, 4900 Langenthal Reproduction: Seulement avec l’autorisation écrite de la rédaction Les contributions signées nominativement ne représentent pas forcément l’opinion de l’ODEC. Les lettres sont à envoyer à la rédaction. Nous n’assumons aucune responsabilité pour les manuscrits et photos non réclamés. Annonces 4-couleurs, prix: 1/4 page CHF 600.– 1/3 page CHF 800.– 1/2 page CHF 1’200.– 1/1 page CHF 2’000.– Les membres et les bienfaiteurs ODEC bénéficient d’un rabais de 20%. Veuillez consulter notre site internet www.odec.ch à la rubrique «Organisation» > «Bulletin» pour toute information complémentaire.

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En permanence, nous sommes informés sur des changements, et la numérisation y joue un rôle clé dans toutes les tendances. La marque «4.0» comme par ex. dans «Industrie 4.0» implique en fait de la numérisation. Il est donc surprenant que «Formation 4.0» – ou plus précisément «Formation 4.0 des adultes» – ne soit pas encore davantage d’actualité. Les quelques rares rapports qui traitent de cette question, traitent de la façon dont la formation des adultes les introduit à la numérisation, mais pas comment la formation peut mettre la numérisation à profit pour elle-même. Ci-dessous, voici quelques-unes de mes réflexions sur comment la formation et la formation continue des adultes pourraient évoluer à l’avenir. Ne vous inquiétez pas, je ne parle pas ici d’implantation d’une puce qui devrait être actualisée selon les besoins et qui rendrait l’apprentissage, tel que nous le connaissons, inutile. Soyons réalistes, au moins en ce qui concerne les 10 prochaines années. Il est évident que les changements ne sont plus linéaires, mais exponentiels. L’apprentissage tout au long de la vie constitue déjà pour de nombreux professionnels actifs une partie de la norme professionnelle, et à l’avenir, ce sera certainement le cas pour la plupart. Les moyens techniques vont modifier, dans les prochaines années et de façon spectaculaire, la formation et la formation continue. Non seulement ce qui est enseigné, mais aussi les questions de «comment» et «où» auront un énorme impact sur les investissements des prestataires de formation. Comment enseignera-t-on à l’avenir? Notre actuelle enquête, qui est en ligne jusqu’au 15 juin 2017 sur www.odec.ch/sal_f, cherche à savoir quel type d’enseignement les personnes qui recherchent une formation préfèrent. Il sera intéressant de voir si les résultats obtenus sont pertinents ou si les moyens technologiques dictent la tendance. On va avoir encore longtemps besoin d’une formation au niveau tertiaire, comme la formation professionnelle supérieure ou les hautes écoles comme base. Mais comment la poursuivre ensuite avec l’apprentissage tout au long de la vie, qu’est-ce qui y est enseigné? Par le biais d’études et de cours qui durent plus d’un an et qui génèrent à volonté beaucoup de connaissances, ou plutôt par petits coups avec des modules au bon moment? Qu’est-ce qui est le plus réaliste avec des changements aussi rapides? Si nous partons du principe que l’apprentissage tout au long de la vie s’effectue par des modules de 4 – 16 périodes, les questions suivantes se posent: comment se déroule l’enseignement? Par enseignement frontal, apprentissage à distance, «blended learning» ou «réalité virtuelle»? Mettre des lunettes, internaliser le module, un contexte virtuellement connecté, un chargé de cours ou un coach? Et où aura lieu cet enseignement? Dans une école, à la maison ou en entreprise? Faudra-t-il encore de grands auditoires, tant de salles de classe et une telle infrastructure? Vaut-il encore la peine d’investir de l’argent dans le type d’infrastructure actuel? Ne s’agit-il que de quelques réflexions qui se perdent dans l’air ou non? Le temps nous le dira. Je vous souhaite une lecture intéressante. Urs Gassmann, Directeur ODEC

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ODEC-Bulletin 2|2017

RAPPORTS ANNUELS

Rapports annuels 2016… …du Président Le pessimiste se plaint du vent, l’optimiste espère qu’il va changer, le réaliste ajuste ses voiles. (Sir William Ward, 1837 – 1924)

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Il y a quelque temps déjà que nous, comme association réaliste, avons commencé à régler nos voiles. Les vents du changement soufflent fort et de façon continue, et la plupart du temps de face. Et un bateau de la taille de l’ODEC a de la surface de voile à régler. En plus du réglage des voiles, il faut aussi maintenir le bateau dans la course. L’année dernière, j’ai été ravi de constater que l’équipe collabore à satisfaction. La liaison entre la direction du bateau et le réglage des voiles, réglage qui est responsable de la vitesse, fonctionne. Probablement que l’un ou l’autre peut estimer que maintenir ou reprendre une vitesse antérieure, nécessite beaucoup de temps. Cependant, nous attachons une grande importance à ce que les voiles ne soient pas seulement réglées correctement maintenant, mais que nous puissions également à l’avenir procéder à un réglage de la direction de façon rapide et pragmatique. La direction doit pouvoir être maintenue; nous voulons rester flexibles. Deux des secteurs envisagés (encadrement scolaire et gestion des titres) ont été mis sur pied et leur mission entamée. Pour les autres, nous sommes encore dans les délais. Enfin, nous devons également voir si nous suivons la bonne direction pour maintenir le bateau dans le vent. Des actions hâtives conduisent rarement au but. Pour régler la succession dans le Comité central, nous avons décidé de suivre une voie un peu inhabituelle en recherchant des candidats par la voie d’annonces. Je dois dire que nous avons été surpris du retour. La plupart des intéressés faisaient valoir d’excellentes qualifications et une expérience pertinente. Aujourd’hui, ils assistent à nos réunions comme invités, afin qu’ils puissent voir si notre mission répond à leurs attentes et possibilités. Nous sommes convaincus

que nous pourrons proposer à l’Assemblée des délégués au moins un candidat à la succession de Régis Zutter. Pour me succéder, ce qui est prévu l’année prochaine, il y a de très bons candidats papables. Je remercie ici tous ceux qui – quelle que soit la forme ou la fonction – se mettent à disposition de l’ODEC et s’y engagent. Car, sans une équipe qui fonctionne bien, tout réglage de voiles ne sert à rien. En plus du réglage, nous avons pu hisser de nouvelles voiles. Les prises de

position et les consultations au niveau fédéral sont maintenant des affaires courantes. Nous pouvons constater avec fierté que nous sommes maintenant fortement ancrés sur la carte de la politique de formation. Et aussi au sein de l’association, nous avons pu consolider la hiérarchie, ce qui signifie que la base est devenue plus forte. Les petites fissures ont été colmatées. Lorsque les voiles seront bien réglées, notre bateau ODEC naviguera à plein vitesse et sera fier de glisser sur les vagues de la mer de la formation. Bon vent à l’ODEC ! Patrick Hähni, Président central

…annuel du Secrétariat ODEC Extrait du rapport annuel à l’intention de la 32e Assemblée des Délégués du 6 mai 2017 à Soleure L’année 2016 a permis elle aussi de clore un certain nombre de thèmes qui étaient en cours depuis des années. Entre autres, tous les diplômes des Ecoles supérieures ont été classifiés dans le cadre national de certifications CNC au niveau 6. Les diplômes ES équivalent ainsi, en comparaison nationale et internationale, à une certification de Bachelor. Pour que le niveau ES puisse répondre aux nouvelles exigences de la formation, de l’économie et de la société, une révision complète des conditions minimales pour la reconnaissance des filières de formation et des études postdiplôme des Ecoles supérieures OCM ES, a été mise en consultation. Malheureusement, le projet était bien loin de ce que nous avions espéré. L’ODEC a pris position et reste sur ses gardes. Nos enquêtes – l’étude sur le profil ES s’est terminée en 2017, et l’étude salariale ES a été lancée au début de cette même année – concernent beaucoup d’informations nécessaires sur les diplômés ES et les études ES, informations qui sont essentielles pour le positionnement

du domaine ES. La présence de l’ODEC dans les milieux économiques et politiques s’est accrue cette année encore. Le site de l’ODEC est devenu la plate-forme d’information pour le domaine ES, ce qui se vérifie par le nombre important et sans cesse croissant de visiteurs issus des secteurs public, économique et aussi privé. Mais ce qui nous a finalement particulièrement occupés cette année, comme les précédentes et qui continuera à nous occuper, se reflète dans les objectifs suivants:

L’ODEC contribue à: } rendre les offres de formation ES transparentes,

} promouvoir les Ecoles supérieures, } renforcer la formation professionnelle supérieure,

} rendre le diplôme ES compréhensible à l’étranger.


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RAPPORTS ANNUELS

De plus, l’ODEC contribue à ce que les diplômés ES soient: } mieux connus à l’échelle nationale et } } } } }

internationale, plus visibles dans le paysage de la formation suisse, mieux reconnus des responsables du personnel en Suisse et à l’étranger, plus solidaires entre eux, plus proches des politiciens, davantage soutenus en général.

Nous nous engageons pour ces objectifs et y travaillons avec persévérance. Ce rapport annuel couvre les activités du 30 mars 2016 au 29 mars 2017.

L’année 2016 a apporté de nouvelles impulsions: } participation à une procédure de con} } } } } } } }

}

sultation et à deux motions, lancement de l’enquête «Salaires ES 2017/2018», clôture de l’enquête «Profil ES» et premiers résultats, extension de l’«encadrement scolaire» avec des ambassadeurs ODEC barre des 3’100 enregistrements dans le Registre ES franchie, poursuite du développement du site www.odec.ch, collaboration avec d’autres organisations suisses, diffusion régulière d’informations à nos parlementaires nationaux, utilisation de plus en plus fréquente de nos articles par les offices de la formation professionnelle et les conseillers en orientation, augmentation de la présence de l’ODEC aux cérémonies de remise de diplômes.

Points forts Le Secrétariat tient ici à remercier le Comité central, les comités, les associations-membres et les collaborateurs auxiliaires, sans le soutien desquels les tâches convenues n’auraient pas pu être assumées. Les principaux points forts de 2016 sont évoqués ci-après.

Politique de formation Le paysage éducatif suisse est en constante évolution et parfois même en pleine mutation. Trois sujets ont concerné le niveau de formation ES:

Cadre national des certifications (CNC)

Les six premières orientations ES ont toutes été classifiées au niveau 6 du CNC formation professionnelle. Pour simplifier le processus et l’accélérer, tous les diplômes ES ont ensuite été d’office classifiés au niveau 6. Si une orientation veut être mieux classifiée, elle doit passer par une procédure de reconnaissance. Le niveau 6 est considéré en Europe comme équivalent à la certification d’un Bachelor. Ainsi, une étape très importante pour le niveau de formation ES a été atteinte.

Titre anglais

Les premiers diplômes avec les titres officiels en anglais correspondants «Advanced Federal Diploma of Higher Education» ont été remis. La portée de ce titre anglais est encore à vérifier; nous n’avons encore reçu aucune réaction positive. L’équivalence du diplôme ES à une certification de Bachelor par le biais du niveau 6 du CNC, semble être plus important.

Ordonnance sur les conditions minimales OCM ES

L’ordonnance du Département fédéral de l’économie, de la formation et de la recherche (DEFR) concernant les conditions minimales de reconnaissance des filières de formation et des études postdiplômes des Ecoles supérieures (OCM ES) est le principal document officiel pour positionner les études ES. Fin 2016, la révision de l’OCM ES a été mise en consultation jusqu’à fin mars 2017. L’ODEC a pris position. Il était important que l’OCM ES soit entièrement révisée, mais le résultat donne à réfléchir. Le SEFRI, Secrétariat d’Etat compétent, a tellement dégraissé l’ordonnance que la qualité et l’opportunité d’un meilleur positionnement sont restées en rade. L’ODEC a pris position et présenté des suggestions, d’autres associations ont rejeté la proposition de l’OCM ES et demandé une nouvelle version.

Secrétariat Sur le plan de l’infrastructure, le Secrétariat est bien équipé pour répondre aux exigences. La capacité en personnel a augmenté de 20% en août 2016, mais avec 250%, le Secrétariat reste svelte. En outre, nous continuons à compenser les capacités limitées en engageant à

ODEC-Bulletin 2|2017

l’heure des collaborateurs «temporaires», et en collaborant sporadiquement avec différents membres. De plus, nous collaborons avec des indépendants éprouvés des domaines du journalisme et de la traduction. Nous nous chargeons aussi de toute l’administration des groupements régionaux de l’ODEC qui ne disposent pas de leurs propres statuts.

Projet structurel

Lancé l’année dernière, le projet structurel a été en grande partie achevé. Les quatre secteurs «encadrement scolaire», «marketing», «gestion des titres» et «lobbying» ont chacun été affectés à un membre du Comité central en tant que personne de contact stratégique.

Encadrement scolaire / Ambassadeur ODEC

Après évaluation des résultats du groupe de travail idoine, le plus gros potentiel pour générer des avantages pour l’ODEC réside dans l’encadrement scolaire. Le projet «Ambassadeurs ODEC» a été lancé. Ces ambassadeurs doivent représenter l’ODEC auprès des Ecoles supérieures, des autorités, etc. Pour assurer une bonne présentation, les ambassadeurs sont formés par l’ODEC. Ce projet est à long terme.

Gestion des titres

Le secteur «gestion des titres» a été divisé en deux catégories: nationale et internationale. Ainsi, le secteur «gestion des titres nationaux» s’est aussi occupé de la prise de position sur l’ordonnance OCM ES, tandis que le secteur «gestion des titres internationaux» s’est occupé de EurEta et de Professional Bachelor ODEC.

Communication

Presse

Le profil ES a été le gros thème de l’année. Le Secrétariat a aussi été contacté quelques rares fois au sujet du nouveau titre anglais. Différents articles du Bulletin ODEC, ainsi que la nouvelle rubrique du KOF, ont été relayées par différentes Ecoles supérieures. Le site a été actualisé de façon continue. Celui qui recherche quelque chose sur les Ecoles supérieures, atterrit rapidement sur notre page. Notre site résume ce qui est dispersé sur de nombreux autres sites. Nous avons à nouveau renoncé à placer des publicités.

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ODEC-Bulletin 2|2017

RAPPORTS ANNUELS

Médias sociaux

Nombre de Professional Bachelor ODEC à fin mars 2017

1103

2016

1081

2015

1031

2014

1008

2013

949

2012

863

2011

731 0

100

200

300

400

Plate-forme de mise en réseau XING

918 membres déjà se sont inscrits au groupe XING ODEC, soit une augmentation de 38 membres par rapport à l’année précédente. Ce groupe permet la prise de contact et l’échange direct d’informations entre les membres. De plus, il fournit un aperçu des événements et des nouveaux rapports de l’ODEC.

500

600

700

800

900

1000

1100

Nombre d’immatriculés dans le Registre ES à fin mars 2017

3077

2016

2840

2015

2638

2014

2510

2013

2330

2012

2118

2011

1864

2010

1668

2009

1507

2008

1422

2007

1263

2006

850

2005

680 0

500

Les nouvelles de l’ODEC ou de l’économie sont diffusées depuis cette année sur Twitter.

International

Professional Bachelor ODEC

Le «Professional Bachelor» reste un titre et une prestation de l’ODEC. Pour nous, il est évident que même ceux qui ont diplômé il y a 30 ans, doivent avoir la possibilité de se faire reconnaître à l’étranger.

EurEta

1000

L’infolettre paraît mensuellement en allemand et en français et est envoyée à env. 4’300 destinataires. Par leur publicité, les Ecoles supérieures et autres entreprises atteignent directement les membres ODEC. Cette newsletter peut être commandée en ligne sur info@odec.ch.

26

LinkedIn est désormais activé pour la mise en réseau des membres. LinkedIn est davantage orienté sur l’international. Plus de 100 membres ODEC ont déjà rejoint ce groupe.

Twitter

Newsletter

Bulletin

Plate-forme de mise en réseau LinkedIn

Le tirage du Bulletin n’a pas changé par rapport à l’année précédente et s’élève à 5’500 exemplaires (certification REMP: 4’228 ex.). La première édition de l’année (grand tirage de pars) reste également à 18’000 exemplaires. Cette clé de tirage a fait ses preuves pour actualiser les données des «non encore membres». Nous avons une nouvelle rubrique dans notre Bulletin: le Centre de recherches conjoncturelles KOF, domaine de

1500

2000

2500

3000

recherche sur les systèmes éducatifs, de l’EPF Zurich, y rédige une chronique. La première, publiée en mars, a rencontré un excellent accueil dans le lectorat. L’accent du Bulletin est dirigé sur l’Association et sa politique de formation. L’éditorial est rédigé par le Secrétariat et les interviews de membres (en allemand) sont réalisés par des indépendants. Les destinataires du Bulletin peuvent être globalement répartis en sept groupes: les membres ODEC, les collaborateurs des Ecoles supérieures, les parlementaires fédéraux, les offices de la formation et les conseillers en orientation, les associations et les entreprises. Les diplômés ES qui ne sont pas encore membres ODEC mais qui sont enregistrés dans l’une de nos bases de données, reçoivent sporadiquement notre Bulletin.

L’ODEC est représentée au sein de l’EurEta par EurEta-CH. L’EurEta était une association du domaine technique avec le titre «Ing. EurEta»; depuis, elle s’est ouverte à tous les domaines de la formation supérieure orientée pratique et offre désormais le titre professionnel «EurEta Professionals». L’EurEta a été en mesure de maintenir sa présence à Bruxelles à un niveau important grâce à son conseiller politique. L’EurEta participe à toutes les consultations et rencontres qui concernent les certifications de la formation supérieure et y représente les «professionals». L’UE a reconnu que la formation supérieure orientée pratique, ainsi que la formation professionnelle initiale, ont été négligées et que les deux sont maintenant fortement encouragées. EurEta est totalement financée par les immatriculés EurEta. www.eureta.org

Registre ES L’attrait du registre est continu. A fin mars 2017, il comptait 3’077 diplômés


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RAPPORTS ANNUELS

Profil ES L’évaluation et l’élaboration de rapports Cérémonies de diplômes auxquelles l’ODEC a participé 2016

64

2015

61

2014

52

2013

51

2012

50

2011

45

2010

43

2009

28

2008

22

2007

17 0

10

20

Structure des membres L’ODEC compte 9’698 membres, à savoir:

des membres directs } 6 associations-membres A

1’137 membres 1’979 membres

} 1 pool de membres directs

305 membres } 1 pool de membres-étudiants 251 membres } 1 pool de membres bienfaiteurs 55 membres

des membres indirects } 5 associations-membres B

5’971 membres qui se trouvent ainsi tous réunis et représentés sous l’égide de l’ODEC dans la politique de formation. Le Secrétariat remercie tous les membres pour leur confiance et se réjouit de passer une nouvelle année couronnée de succès.

30

40

50

60

5971

Membres indirects

5000 4000

3727 mars 2017

3678 mars 2015

3719

3607 mars 2014

mars 2016

3567

0

mars 2013

1000

3535

2000

mars 2012

3000

Répartition des membres (AD 2017 vs AD 2016) Svizzera Italiana

39 4

Suisse nord-ouest

539 -4

Mittelland

316 -3

Suisse nord-est

595 -4

Suisse centrale

231 2

Romandie

253 15

IBW

9 -1

ODEC

305 42

Vest

62 -2

Suisse orientale

346 2

IBZ ZH

245 -5

IBZ BE

294 -8

ATST

158 -17

ARTech

21 1

Urs Gassmann, Directeur ODEC Le rapport annuel intégral du Secrétariat ODEC se trouve sur notre website wwww.odec.ch, dans la zone réservée aux membres.

5946

Membres directs

7000

3532

Cérémonies de remise de diplômes

5797

8000

6000

L’ODEC a participé à 64 cérémonies pour récompenser la meilleure note de diplôme; soit trois de plus qu’en 2015. Aux jours de pointe, nous avions jusqu’à trois cérémonies. Ne pouvant être présent à toutes les cérémonies, nous avons pu, grâce à la confiance et la bonne collaboration, compter sur les directions d’école pour remettre les certificats ODEC et les cadeaux.

} 6 régions ou groupes

9000

mars 2011

Le 1er mars 2017, nous avons lancé l’étude des salaires ES 2017/2018. En plus des questions basiques nécessaires pour la brochure salariale, de nouvelles questions ont été ajoutées et regroupées en trois blocs: } Profil ES: questions sur le diplôme ES } Formation continue: questions sur le type d’études et sur le soutien financier par l’employeur } Numérisation: questions posées par le KOF (domaine de recherche sur les systèmes éducatifs) de l’EPF Zurich Grâce aux participants à notre étude, nous disposons d’informations de haute qualité pour positionner les diplômés ES de façon continue et d’accroître leur visibilité. Les questions standard sont construites de la même façon depuis 2002, ce qui permet une comparaison entre les six dernières éditions.

Ecoles supérieures

Nombre de membres 2010–2017 10'000

3422

Brochure des salaires ES 2017/2018

sur le profil ES nous ont pris beaucoup de temps en 2016. Les évaluations des différents domaines ou orientations montrent les compétences spécifiques des différents domaines. De plus, nous obtenons par ex. des informations sur la façon dont les fonctions ou les branches perçoivent les compétences des diplômés ES. Nous pouvons ainsi en déduire où il y a encore davantage besoin d’informations sur les diplômés ES. Les évaluations sur le profil ES se poursuivront jusqu’à après les vacances d’été.

mars 2010

ES, soit une augmentation de 237 enregistrements. Ce registre fait partie intégrante du site ODEC. L’enregistrement de formations ou de formations continues supplémentaire est largement utilisé. Ce registre contient aussi tous les professionnels «Professional Bachelor ODEC», «Ing. EurEta» et «EurEta Professionals» enregistrés. Au début 2017, les premières discussions ont eu lieu avec les Ecoles supérieures pour accroître encore plus la notoriété du Registre ES et ainsi créer un signe de qualité.

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OCM ES

Où l’ordonnance OCM ES mène-t-elle la formation ES?

OCM ES: des améliorations sont requises La proposition de révision des conditions minimales concernant la reconnaissance des filières de formation et des études postdiplômes des Ecoles supérieures (OCM ES), élaborée par le Secrétariat d’Etat pour la formation, la recherche et l’innovation (SEFRI), était si allégée resp. si décharnée que les réactions ont été nombreuses. Les prises de position déposées et les opinions des différentes parties prenantes sont souvent très opposées et partent dans tous les sens. Ce qui est réconfortant, c’est que celles et ceux qui se sont exprimés sur

de formation peut demander sa reconnaissance lorsqu’il dispense au moins une filière de formation ES reconnue. } Il manque le titre fédéral, resp. le diplôme fédéral. Nous avons rajouté un paragraphe à l’article 6: La Confédération cosigne le diplôme. } Nous estimons la suppression des huit domaines non pertinente et plutôt risquée. L’actuelle structure avec ses huit domaines a fait ses preuves, et canalise les 58 orientations existantes. De nouvelles orientations vont vraisemblablement s’y ajouter. La structure est im-

DEFR et OCM ES Ordonnance du Département fédéral de l’économie, de la formation et de la recherche (DEFR) concernant les conditions minimales de reconnaissance des filières de formation et des études postdiplômes des Ecoles supérieures (OCM ES). Aujourd’hui, l’OCM ES est l’ordonnance qui influe le plus sur la qualité, le positionnement, et la reconnaissance des Ecoles supérieures et des filières de formation. Il faut donc veiller à ce qu’elle ne soit pas affaiblie de façon inconsidérée et à la merci des milieux économique ou politique.

le positionnement des Ecoles professionnelles supérieures, sont d’avis qu’il y a des choses à améliorer. Les personnes directement concernées par la formation ES, les associations d’Ecoles supérieures et les associations de diplômés ES sont dans les grandes lignes du même avis.

Extrait de notre prise de position: Généralités

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Nous préconisons certes une ordonnance allégée, mais nous estimons que le projet actuel ne répond pas aux exigences nécessaires. Certains articles importants ont été supprimés ou ne sont que partiellement développés. Pour renforcer les Ecoles supérieures, les éléments suivants sont nécessaires: } La protection du terme «Ecole supérieure» et la perception des «Ecoles supérieures» comme un label. Lorsqu’un prestataire dispense au moins une filière de formation ES reconnue, il pourrait utiliser le terme protégé de «Ecole supérieure». } Il manque la possibilité d’être reconnu comme «Ecole supérieure». Nous avons proposé un nouvel article: Un prestataire

portante pour ceux qui recherchent une formation, pour les portails de formation, pour les comparaisons à l’international, etc. et sert à cadrer. Notre proposition est un nouvel article: Les plans d’études cadres sont regroupés par domaine. Si, pour des raisons inconnues, il y avait divergence, une classification selon CITE pourrait être une solution. Cette structure pourrait aussi servir pour la liste des plans d’études cadres annexée, ce qui clarifierait la vue d’ensemble. De plus, la qualité des études postdiplômes «EPD ES» doit aussi être prise en charge. Pour nous, il est impératif qu’ici les hautes exigences de qualité soient maintenues. Car les EPD ES et les ES dépendent les unes des autres, ne serait-ce que par leur nom: si l’un des niveaux de certification baisse, l’autre en souffrira également. Notre prise de position est disponible (en allemand) sur www.odec.ch/stellungnahme.

VISION «Nous sommes le représentant des intérêts de tous les diplômées et diplômés ES» POINTS FORTS DE L’ODEC «Nous devons être le changement que nous désirons voir dans notre monde» | Mahatma Gandhi (1869–1949) Nous représentons nos intérêts | Nous sommes une association de diplômé(e)s ES active au niveau national. Nous sommes indépendants et sans appartenance politique. Nous nous plaçons dans une dynamique de concurrence | Nous représentons les diplômés des écoles supérieures en Suisse, en Europe et dans le monde. Nous défendons notre statut professionnel | En tant qu’association nationale, nous portons une grande responsabilité. Dans le système éducatif suisse, nous représentons nos membres avec soin. Nous établissons des contacts | Nous élargissons notre réseau de manière continue sur le plan national et international. Afin de faire jouer nos relations plus efficacement. Nous accueillons les nouveautés avec confiance | Nous avons un esprit ouvert. Nous attendons de nos membres qu’ils nous disent «pourquoi pas» plutôt que «oui mais». Nous prenons soin de notre image | Il est de notre devoir de prendre soin de notre image et de nous positionner clairement auprès des milieux de l’économie et de la politique, et auprès du public. Nous sommes vos partenaires | Les relations avec nos membres se basent sur les valeurs humaines fondamentales; le respect et le fair-play en font partie. Nous agissons avec anticipation | Nous exerçons une influence sur les possibilités de formation et de perfectionnement de nos membres. Nous prenons en compte les événements actuels et futurs. Nous sommes pragmatiques | Nous investissons judicieusement les ressources qui nous sont imparties. Nous sommes à l’écoute des besoins de nos membres.


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SALAIRES ES

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Davantage qu’une simple étude salariale ES! 10 questions sur l’étude salariale ES qui montrent ce qu’elle peut apporter en plus de l’enquête salariale de base. Tous les deux ans, nous procédons à notre grande enquête «Salaires ES» ODEC auprès des diplômés ES et des étudiants ES. Il s’agit de la huitième édition fois que l’enquête est réalisée avec les mêmes données de base sur les participants. Nous utilisons tous les canaux possibles pour obtenir le maximum de participants. 1. Il y a 58 orientations ES différentes, comment cette étude salariale contribue-t-elle à les faire davantage connaître? La brochure des salaires ES montre, entre autres, la formation ES et les diplômés ES comme un ensemble et augmente leur visibilité comme une entité. Ainsi, toutes les orientations qui apparaissent dans les résultats, en bénéficient. C’est comme une mosaïque, de nombreux participants montrent une image ES plus détaillée, ce qui ajoute une valeur plus élevée. Chaque diplômé ES contribue à donner une image. 2. Pourquoi est-il utile que les diplômés ES de toutes les orientations participent à l’enquête? L’enquête est l’occasion d’accroître la visibilité et la notoriété d’orientations ES moins connues ou nouvelles, et ce même en dehors de leur sphère d’activité. Celles-ci sont généralement bien éta-

Oui, bien sûr, c’est un inconvénient, car en dehors de leur propre domaine ES, celles-ci ne sont pas considérées comme diplôme ES. Nous ne pouvons réaliser d’étude que si nous disposons de données sur cette orientation. Pour certains comités ou pour différentes personnes, seules comptent les études documentées avec des données. 4. Pourquoi des orientations avec peu de diplômés par année devraientelles participer à l’enquête? En plus de l’«analyse salariale», qui exige au moins 50 réponses par orientation, il existe d’autres analyses qui sont significatives avec moins de données. Celles-ci fournissent aussi des statistiques qui servent à accroître la visibilité. 5. Plusieurs diplômés ES des orientations du domaine Santé-social font l’objet d’une convention collective, donc n’ont pas de salaire individuel.

S’il n’y a pas de statistiques sur un certain sujet, alors ce sujet n’existe pas. Il est donc dans l’intérêt de toutes les orientations de se faire connaître avec des éléments statistiques. blies dans leur branche, mais en dehors, leur visibilité chute rapidement. L’un des quelques moyens d’accroître la visibilité est la comparaison avec ou au travers d’autres orientations. Mais pour y arriver, elles doivent aussi par ex. apparaître ensemble dans des rapports ou des études. 3. Certaines orientations n’apparaissent dans aucune étude ODEC, est-ce un inconvénient pour celles-ci?

Pourquoi ces diplômés ES devraient-ils participer à l’enquête? Les questions sur les salaires ne constituent qu’un aspect de l’étude salariale ES. Ce qui est plus important encore, comme mentionné ci-dessus, c’est la présence globale et la notoriété du diplôme ES. D’autres questions supplémentaires, indépendantes des salaires, permettent de recueillir des données statistiques très importantes sur l’évolution de carrière par ex., la formation continue, le

profil ES ou l’impact de la numérisation. En plus des questions salariales, ces données sont pour toutes les orientations importantes pour leur positionnement et leur visibilité. C’est pourquoi nos associations-membres du secteur de la santé participeront pour la première fois activement à l’enquête; une nouvelle lacune sera ainsi comblée.

possible Participation r juin 2017 su jusqu’au 15 /sal_f www.odec.ch 6. Qu’est-ce que l’enquête «Salaires ES 2017/2018» demande concrètement? Une importante valeur, et probablement la plus fondamentale, est le salaire … d’où le nom donné à cette étude. Cette étude constitue aussi un élément important dans les négociations salariales, que ce soit pour un premier emploi, un changement de poste ou l’entrée dans une nouvelle fonction. Pour les Ecoles supérieures et pour celles et ceux qui s’intéressent à des études ES, c’est un argument important. Mais ce n’est qu’un aspect parmi d’autres. En plus, des questions sont posées relativement au développement de carrières ES, à la formation continue, aux préférences dans les formations continues, et pour la première fois sur la numérisation et son impact. Ces données statistiques servent avant tout à la visibilité et au positionnement des diplômés ES, évidemment pour le plus d’orientations possibles. 7. Si l’on regarde l’évolution de la brochure salariale ES, on voit qu’elle devient d’année en année plus riche et plus détaillée. Quels sont les éléments que l’on retrouve toujours? D’une part, il y a des orientations qui permettent des évaluations plus sophistiquées et encore plus sectorielles, et d’autres qui permettent des évaluations sur le développement de carrière, l’évolution salariale, ou une combinaison des deux. Pour que ces combinaisons puissent survenir, il faut naturellement une plus grande quantité de données spécifiques, à savoir plus de 100 réponses par orientation. 8. Que peut-on tirer des questions du

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SALAIRES ES | ASSEMBLEE DES DELEGUES DE L’ODEC

KOF sur la numérisation? Ici, le Centre de recherches conjoncturelles KOF, domaine de recherche sur les systèmes éducatifs, de l’EPF Zurich, a carte blanche. Ces questions permettent de créer l’une des premières études scientifiques qui puisse accéder à un grand nombre de données sur les diplômés et étudiants ES. Cela garantit que les nombreux résultats intéressants bénéficieront également d’un regard scientifique. Cette coopération est une étape très importante pour la reconnaissance et le positionnement des diplômés ES. 9. Qui peut participer à l’enquête? L’étude recueille des données statistiques sur les salaires et sur d’autres aspects des diplômés et étudiants ES. Par conséquent, toute personne qui a un diplôme ES, un diplôme antérieur comme ET ou ESGC ou qui étudie actuellement dans une Ecole supérieure, peut participer à l’étude et profiter de rabais sur la brochure finale: les participants membres ODEC reçoivent la brochure gratuitement, et les participants non membres ODEC pour CHF 20 au lieu de CHF 50. 10. Quels canaux sont utilisés? D’une part, que ce soit par un courriel, par notre Newsletter, et par notre Bulletin, nous incitons nos membres et les non-membres qui sont répertoriés dans notre système, à participer à notre enquête. D’autre part, les Ecoles supérieures nous aident en motivant leurs étudiants actuels et leurs anciens étudiants à y participer aussi. Grâce à leur collaboration, les données – même de différentes orientations – ont déjà considérablement augmenté ces dernières années. Une dernière phrase: Une orientation qui ne peut pas être évaluée faute de participants suffisants, manque une énorme opportunité de promotion de sa visibilité. Par conséquent, merci à ceux qui n’ont pas encore participé, d’investir 5 – 7 minutes pour répondre à

Assemblée des délégués de l’ODEC: impressions et nouvelles Samedi 6 mai 2017 s’est tenue la 32e Assemblée des délégués AD de l’ODEC à Soleure, suivie d’une visite guidée de la ville. L’événement a été un succès.

Les nouveaux membres du Comité central: Raphael Schlup, membre ODEC depuis 2012 et Florian Trachsel, membre ODEC depuis 2008

Dès 10:15, 37 participants à cette AD ODEC sont arrivés progressivement, dont 32 délégués et trois membres d’honneur. Cette journée a été ouverte autour d’un café et des croissants. Au cours de la première partie, Urs Gassmann, directeur de l’ODEC, a présenté la situation et la valeur de l’enquête actuelle et les actions dans les secteurs. Ensuite, les participants ont pu tranquillement profiter du déjeuner-buffet pour se requinquer, relancer d’anciens contacts et en établir de nouveaux. L’après-midi, l’assemblée des délégués en tant que telle s’est déroulée. En plus d’élections et de réélections, des honneurs étaient aussi à l’ordre du jour: Régis Zutter, qui célébrait sa 10 e année en tant que membre du Comité central et entre autre responsable de la Suisse ro-

mande, a démissionné et a été nommé membre d’honneur; il a reçu un cadeau pour son précieux engagement. Florian Trachsel et Raphael Schlup ont été élus au Comité central: Florian Trachsel succède à Régis Zutter et sera la personne de contact pour la Suisse romande. Quant aux deux membres du Comité central, Mirko Ganarin et Jonas Gysin, ils ont été réélus pour deux ans. En outre, l’association IBZ Suisse Sud-orientale est devenue membre ODEC. L’AD s’est terminée par un petit apéritif, suivi d’une visite guidée de la vieille ville de Soleure. La plupart des participants de l’AD y ont pris part malgré la pluie et ont apprécié l’histoire et l’architecture de la ville depuis l’époque romaine. v

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De g. à d.: Florian Trachsel (nouveau au Comité central), Lionel Rostagne (Comité ODEC Romandie), Régis Zutter (nouveau membre d'honneur) et Didier Walefack (Comité ODEC Romandie)


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LA FORMATION EN COMPARAISON INTERNATIONALE

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Certifications de la formation professionnelle supérieure – quels titres internationaux pourraient leur correspondre? par Ursula Renold *

Comme je l’ai dit dans ma précédente chronique (mars 2017), les certifications de la formation professionnelle supérieure (FPS), en ce qui concerne la protection contre le chômage et la préparation aux besoins du marché du travail, appartiennent aux certifications de formation formelle les plus performantes. Elles s’adressent – contrairement aux certifications universitaires – aux professionnels qui ont déjà au moins deux ans d’expérience professionnelle. Pour le monde entier, ce sous-système du système éducatif suisse est unique. La mondialisation croissante de l’économie et l’envie associée de comparaitre les titres, remettent en question ce sous-système. Cet article présente des solutions possibles. Les certifications de formation professionnelle supérieure englobent les diplômes des Ecoles supérieures (ES) et celles des examens fédéraux professionnels et professionnels supérieurs. Elles ont une très longue tradition en Suisse qui remonte au début du 20 e siècle. Dans le secteur artisanal et industriel, les examens professionnels supérieurs qui s’appellent encore ici ou là «maîtrise», sont les plus hautes certifications dans ces branches. Mentionnés dans la troisième loi sur la formation professionnelle de 1980 comme certifications de «formation continue professionnelle» (Rehbinder 1981), ils sont considérés depuis la dernière loi sur la formation professionnelle de 2004 comme des certifications de formation professionnelle supérieure formelle indépendante et se distinguent de la formation continue non formelle (en matière de cours). Le rapport sur l’éducation en Suisse montre que ces certifications apportent une très haute performance en termes d’employabilité et de rendement éducatif (CSRE 2010). C’est pourquoi, leurs diplômés sont perçus sur le marché du travail suisse comme hautement qualifiés et donc très recherchés.

Les difficultés de la concurrence sur le marché du travail apparaissent lorsque les responsables RH ou les responsables hiérarchiques d’entreprises internationales en Suisse ou à l’étranger, ne connaissent pas ces certifications et ne peuvent donc pas les comparer avec celles qu’ils ont dans leur pays d’origine. Étant donné que peu de pays ont un système formel de formation professionnelle supérieure, l’envie est grande de s’adapter au système de titres étranger et d’introduire un «Professional Bachelor» ou «Professional Master» pour améliorer sur le marché mondial du travail les chances de décrocher un poste exigeant. Cependant, les commentaires ci-dessous montrent qu’un tel chemin ne conduit pas au succès escompté.

Responsables RH: les connaissances entre étrangers et Suisses diffèrent Plusieurs sources d’information sur le terrain indiquent que les responsables RH ou les responsables hiérarchiques étrangers connaissent trop peu nos certifications FPS. J’ai découvert par ex. que dans certaines banques, les conseillers financiers avec brevet fédéral ne sont plus les bienve-

nus car les clients de banques étrangères ne connaissent pas ce diplôme. Ils exigent des professionnels avec des titres qu’ils connaissent, comme un Bachelor ou un Master, ce qui ne garantit pas un meilleur service à la clientèle. Le problème fondamental est que le titre seul évoque peu les qualifications et la qualité des diplômés. Les certificats de travail sont autant de sources instructives car ils montrent l’expérience professionnelle acquise et comment les performances ont été jugées par les supérieurs. Il n’y a pas que les diplômés nationaux qui se plaignent. L’émission de radio RTS «Si la mondialisation mettait un terme aux diplômes» évoque les difficultés ici et là de diplômés universitaires étrangers à trouver un emploi correspondant en Suisse. En plus d’éventuels déficits linguistiques, les raisons sont généralement le manque d’expérience professionnelle qualifiée, à savoir l’expérience professionnelle basée sur l’appris. Dans de nombreux pays, la formation professionnelle s’effectue dans les universités, d’une part parce qu’ils n’ont pas d’institutions de formation professionnelle supérieure, d’autre part parce qu’ils n’ont pas non plus de filières de formation professionnelle pertinentes au degré secondaire II. Ils obtiennent alors un diplôme de haute école, mais il leur manque l’expérience pratique. En d’autres termes, derrière un «Bachelor/Master», il n’y a pas forcément un académicien. Le terme d’académicien est une construction sociale. Son contenu doit être déterminé dans le cadre du système éducatif national.

Différences fonctionnelles entre les certifications des hautes écoles suisses et celles de la formation professionnelle supérieure Les diplômes universitaires suisses diffèrent fonctionnellement des diplômes de

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ODEC-Bulletin 2|2017

LA FORMATION EN COMPARAISON INTERNATIONALE

la formation professionnelle supérieure sur plusieurs aspects. Cinq différences caractéristiques sont résumées dans le tableau suivant pour la Suisse:

Caractéristique

Formation prof. supérieure FPS

Hautes écoles HE

Formation initiale en vue du marché du travail

Non – tous les diplômés disposent déjà d’une certification professionnelle formelle. La plupart ont plusieurs années d’expérience professionnelle.

Oui – cela s’applique en général aux diplômés de filières universitaires, ainsi qu’aux hautes écoles pédagogiques, aux filières des hautes écoles spécialisées avec maturité ou condition d’admission équivalente. Pour les diplômés HES avec apprentissage et maturité professionnelle, il s’agit d’une formation formelle supérieure.

Age d’entrée

Age moyen: env. 25 ans dans les Ecoles supérieures, et 32–35 ans pour les examens professionnels et professionnels supérieurs.

Age moyen: 22 ans

Qualifications sont établies avec les organisations du monde du travail (OrTra), ce qui contribue à améliorer l’employabilité.

Oui – les OrTra participent grandement au développement du contenu. Les certifications sont basées sur des plans de formation établis au plan national et sont reconnues au niveau fédéral.

Non – les universités sont autonomes dans l’établissement des plans de formation. Ainsi, ces plans ne sont pas coordonnés avec les OrTra nationales.

Spécialisation dans les fonctions techniques ou de conduite

Oui – les certifications de la formation professionnelle supérieure sont qualifiantes pour des fonctions spécifiques ou de conduite.

Non – les filières de formation universitaires sont souvent des formations généralistes. La spécialisation s’effectue la plupart du temps par le biais de formations continues.

Classification dans le cadre national, resp. européen des certifications

Oui – elle permet de la transparence sur le marché du travail. Elle repose principalement sur le processus européen de Copenhague.

Oui – elle sert principalement à la mobilité au sein de l’Espace européen des hautes écoles. Elle repose sur le processus de Bologne de l’UE

Dans le contexte législatif suisse sur la formation, les titres de Bachelor et Master sont associés aux hautes écoles et

Un Professional Bachelor ODEC n’a plus besoin d’expliquer son niveau à Londres. www.odec.ch/pbac_f

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régis par leurs lois. Les titres de la formation professionnelle supérieure sont précisés dans la Loi sur la formation pro-

fessionnelle; «Professional Bachelor ou Master» n’y existent pas, et le Parlement a déjà rejeté une intervention dans ce sens (Conseil des états 2014). Une telle introduction ne devrait pas seulement surmonter les obstacles politiques et juridiques, mais atteindrait à peine son but d’améliorer la comparabilité des certifications. Il s’agirait d’une troisième forme de Bachelor ou Master, en plus des certifications universitaires ou des hautes écoles spécialisées. Il faut s’attendre à ce que les universités se démarquent de ce titre en incluant l’institution – par ex. l’université – dans le titre. C’est ce que l’on constate aujourd’hui en Allemagne pour les titres de professeur.

D’où vient l’attirance pour des titres de Bachelor et Master? Le prestige joue un rôle important dans cette question. Comme je l’ai souligné dans l’article «De quel quota de diplômés universitaires avons-nous besoin?» (Renold 2016), la formation universitaire est très cotée dans de nombreux pays et associée à un grand prestige professionnel, et donc à un statut et un salaire plus élevé. C’est pourquoi, une certification de type diplôme universitaire est attirante. Beaucoup de gens attendent d’un Bachelor ou d’un Master – comme signal aux employeurs – de meilleures conditions d’emploi (Spence, 1973). Ceci est illusoire, car l’expérience professionnelle, les compétences sociales et la pratique sont des facteurs de plus en plus importants pour obtenir un poste. Si le nombre de diplômes universitaires devait une fois s’étendre par une «académisation» des filières de formation, un «effet d’ascenseur» (Beck, 1986) se produirait. Cela signifie que l’extension des titres académiques à plus de gens dans la société fait monter l’ascen-


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LA FORMATION EN COMPARAISON INTERNATIONALE | ODEC-INFO

Quelle solution mène au but? Ce dilemme de titres dans la formation professionnelle supérieure ne doit pas être résolu par un autre titre universitaire. Sinon, la Suisse imiterait les développements indésirables des autres pays et ne pourrait pas contribuer à la bénédiction désirée. Pour contrer ce problème, la Confédération a mis en place le cadre national des certifications (CNC). Il permet de classifier de façon transparente les certifications FPS dans un système à niveaux et de rendre leurs qualifications comparables par le biais du cadre européen des certifications (CEC). Il va sans dire qu’une certification supérieure dans un secteur professionnel national, comme par ex. l’expert comptable dipl. ou l’expert fiscal dipl., doit être classifiée au plus haut niveau de cette échelle, à l’instar de la plus haute certification dans le «secteur professionnel des scientifiques». Un supplément en anglais au diplôme explique quelles compétences ont été acquises, et offre ainsi une transparence pour l’étranger. Il n’y a donc pas besoin de nouveaux titres, mais seulement d’une

Moniteur du marché de l’emploi en Suisse – Tendances des exigences du marché du travail, 1950–2014 (Source: Egg/Renold, 2015)

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Scolarité obligatoire

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Apprentissage Formation tertiaire ou supplémentaire

80%

Expérience Compétences sociales

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transparence par rapport aux systèmes de certifications à l’étranger. Nous sommes tous appelés à «instruire» notre entourage, que ce soit à l’interne ou à l’externe, afin que les effets remarquables sur le marché du travail de cette importante partie du système éducatif Suisse soient connus, et que celui-ci soit imité. Un projet de recherche va prochainement me conduire à Singapour. Ma prochaine chronique évoquera si j’ai

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seur, i.e. augmente le prestige professionnel, le statut et le revenu. Ce qui est occulté est le fait qu’en parallèle, on constate une dévaluation des certifications du fait que le marché du travail n’absorbera pas autant de personnes de cette catégorie. Il en résulte une «inadéquation des compétences». De plus, lors d’inflation de titres, les entreprises utilisent d’autres instruments que le titre pour recruter des personnes dûment qualifiées. «Celui qui reste en rade, tire l’ascenseur vers le bas ...» (Renold, 2015, p. 956). Le moniteur du marché de l’emploi de l’Université de Zurich montre (voir graphique), que le marché du travail a besoin, en plus d’une formation de degré tertiaire (HE & FPS), d’une expertise pratique hautement qualifiée. La demande d’expérience professionnelle est l’une des plus fortes tendances du marché du travail suisse et la meilleure protection contre le chômage. La FPS a donc besoin, non pas d’un titre hors fonction, mais d’une valeur sociétale équivalente. Car leurs diplômés contribuent au fait que nous n’avons pas beaucoup de compétences inadéquates en Suisse, que le taux de chômage est relativement faible en comparaison et que des innovations peuvent être favorisées par une grande expertise pratique et la qualité.

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réussi à rendre, auprès des professionnels de la formation, les avantages de notre système de formation professionnelle supérieure attractifs. * Ursula Renold dirige la division de recherche Systèmes éducatifs au Centre de recherches conjoncturelles KOF (EPFZ). Elle est aussi Présidente du Conseil de la Haute école FHNW et professeure honoraire à la Haute école de la «Bundesagentur für Arbeit» à Mannheim (D). Des références et autres informations sont disponibles sur www.odec.ch/kof_f

L’ODEC se mobilise pour … } La promotion du profil et de l’image de marque des diplômés ES } La représentation des diplômés ES auprès des milieux politiques et économiques } L’extension des possibilités de formation continue } Le droit de parole au sein du système éducatif suisse } Plus de transparence dans la structure des salaires ES grâce à ses propres brochures Prestations de l’ODEC } Infolettre mensuelle avec informations sur la formation continue, l’économie, les postes vacants et demandes d’emploi } Bulletin trimestriel, le magazine de l’association ODEC } Administration du registre ES } Vue d’ensemble des filières ES } Conseil en cas de problèmes avec l’employeur } Conseil en matière de formation continue } Plate-forme d’information sur le site www.odec.ch } Réseau pour les diplômés ES } Jobpool sur le site www.odec.ch } Titres associatifs internationaux: Professional Bachelor ODEC, Ing. EurEta et EurEta Pofessional Offres promotionnelles Dans les domaines tels que formation, ordinateur & accessoires, services, santé & bienêtre, mobilité, mode de vie, assurances, journaux & revues, offres ODEC, etc.

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PROFIL ES

Analyse sur le profil ES – 3e partie En plus des questions sur les compétences actuelles et leur importance à l’avenir, les participants à l’enquête sur le profil ES avaient également l’occasion de citer dans une question ouverte les compétences qui, à leur avis, seront les plus importantes à l’avenir pour les diplômés ES – quelles que soient les compétences données. Ces commentaires sont aussi différents que révélateurs. Evaluation A la question ouverte «Quelle(s) compétence(s) sera à votre avis la plus importante pour les diplômés ES à l’avenir?», les participants à l’enquête ont répondu de différentes façons. Certaines personnes ont cité une compétence, d’autres plusieurs, et certains ont formulé des phrases complètes avec des conseils précieux pour l’avenir. Les réponses des participants ont

été évaluées, filtrées puis regroupées en catégories. Ainsi par ex., la compétence «capacité de délégation» a été affectée à la catégorie «compétences de conduite» ou le «transfert théorie-pratique» à la catégorie «aptitude à transposer (de la théorie à la pratique)». Suite à ce filtrage et ces regroupements, 31 catégories ont été créées, qui ont été estimées par au moins 10 participants comme les plus impor-

Compétences les plus importantes à l’avenir pour les diplômés ES

tantes à l’avenir pour les diplômés ES (cf. graphique).

Top cinq Les compétences les plus citées et de loin sont celles que l’on peut regrouper dans la catégorie «compétences de conduite». La plupart des réponses (131) ont concerné l’aptitude à déléguer, la bonne gestion du personnel et l’art de bien diriger. Mais la «compétence professionnelle» a aussi été citée par 114 personnes comme l’une des plus importantes à l’avenir pour les diplômés ES. Ainsi, les diplômés ES doivent à l’avenir s’imposer encore davantage comme professionnels et cadres, ce qu’ils sont déjà, et de développer et améliorer constamment leurs compétences. En troisième position, on trouve les «compétences sociales» citées 93 fois. Cela montre que, en plus de l’expertise professionnelle, le comportement avec son entourage aussi joue un rôle très important. A la quatrième place avec 81 citations, on trouve l’«esprit pratique». Cette compétence, ainsi que l’«aptitude à transposer (de la théorie à la pratique)» citée 54 fois, sont une caractéristique distinctive importante des diplômés ES par rapport à d’autres formations du niveau tertiaire, comme les hautes écoles spécialisées ou les universités qui mettent davantage leur accent sur les connaissances théoriques. Que l’«esprit pratique» soit aussi à l’avenir l’une des compétences les plus importantes montre la valeur de cette spécialité dans le futur. La cinquième place du Top 5 est prise par la compétence «aptitude à communiquer» (75 citations). Cette aptitude à communiquer correctement et de façon compréhensible est certes une compétence importante qui permet aux professionnels d’exprimer aussi leurs compétences et de favoriser également la collaboration et les contacts avec les clients.

Compétence de conduite

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Compétence professionnelle

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Compétence sociale

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Esprit pratique

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Aptitude à communiquer

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Adaptabilité/flexibilité

58

Savoir professionnel Aptitude à transposer (de la théorie à la pratique) Approche et action interdisciplinaire

55

Indépendance/compétence personnelle

51

Compétences interdisciplinaires

50

Compétences linguistiques

40

Esprit orienté solutions

40

Esprit d’équipe

39

Ouverture aux nouvelles technologies

37

Compétence décisionnelle

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Compétence analytique

24

Compétence méthodologique

18

Aptitude à motiver et coacher

17

Esprit innovateur

16

Connaissances générales

16

Créativité

15

Résolution de conflits Ouverture d’esprit/ ouverture au changement Envie de perfectionnement

15

Aptitude organisationnelle

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Changement et adaptation

Aptitude à diriger

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Compétences en gestion

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Motivation propre

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Orienté vers l’avenir

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Gestion de projets

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Les changements majeurs de l’économie qui sont actuellement au centre des discussions, comme par ex. la numérisation ou l’embauche de plus en plus de gens de la dite génération Y*, génération également connue comme la première génération de natifs numériques, se reflètent

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dans de nombreuses réponses des participants à notre enquête. Il y a donc des catégories qui traitent de la gestion des nouveautés du futur. Cela inclut d’abord certainement la compétence «ouverture aux nouvelles technologies» (37 citations), qui peut être directement associée à la numérisation et sera donc pour beaucoup de participants de la plus grande importance à l’avenir. Mais les compétences des catégories «adaptabilité/flexibilité» (58), «capacité d’innovation/réflexion innovante» (16), «ouverture d’esprit/ouverture au changement» (14) et «orientation vers l’avenir» (11) traitent aussi de la gestion des changements à l’avenir. Ainsi, la gestion, resp. l’ouverture d’esprit face aux changements, est avec ses 136 citations un point très important à l’avenir pour les diplômés ES. Tous les rapports parus dans le Bulletin sur le profil ES sont disponibles en ligne sous www.odec.ch/profil-es.

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*La génération Y définit les gens nés entre 1981 et 1999.

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Höhere Fachschule Uster HFU, Uster HSO Wirtschaftsschule Schweiz AG, Zürich ibW Höhere Fachschule Südostschweiz, Chur IBZ Schule für Technik, Informatik und Wirtschaft, Aarau IFA Höhere Fachschule für Wirtschaft und Informatik, Zürich, Bern, St. Gallen • Inovatech, Zofingen • Juventus Technikerschule HF Zürich • KS Kaderschulen, Zürich • KV Luzern Berufsakademie, Luzern • Marketing & Business School, Zürich • Metallbautechnikerschule SMT, Basel • Schule für Gestaltung Basel (SfG) • Schweizerische Bauschule, Unterentfelden • Schweizerische Hotelfachschule Luzern SHL, Luzern • Schweizerische Schule für Touristik und Hotellerie AG, Passugg • Schweizerische Technische Fachschule Winterthur • sfb Bildungszentrum, Dietikon • Strickhof, Lindau • Swissmechanic Weiterbildung, Weinfelden • Swissmem Kaderschule, Winterthur • Tanzwerk101, Zürich • Technikerschule TS-Hochbau, Pfäffikon • Technische Berufsschule Zürich, Höhere Fachschule, Zürich • Textilfachschule STF, Zürich • TEKO Schweizerische Fachschule, Luzern • TSBE Telematikschule Bern • WISS Wirtschaftsinformatikschule, Basel, Bern, Luzern, St. Gallen, Zürich • Zentrum für berufliche Weiterbildung St. Gallen • • • • •

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