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Ausgabe 6 November 2013

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Spaziergang durch Ingolstadt Bischofsresidenz enttarnt Tebartz-van Elst zieht ins Kloster Rebdorf Blendende Idee Köschinger Tor lässt Schule schmelzen


Editorial

Wir befruchten uns gegenseitig! Wir - das ist das Erna-Magazin zum Blättern und - neu - die Erna Homepage. Unter www.erna-magazin.de finden Sie täglich Neuigkeiten, die keine Sau interessieren, aber Spaß machen. Alternativ dürfen Sie auch auf folgende Links klicken: www.erna-magazin.com www.ingolstadtlanddings.de www.ingolstadt-heute.de Die Blätter-Erna ist in der Online-Publishing Plattform www.issuu.com zuhause. Hier können Sie digitale Magazine durchblättern und viel mehr. Sie können einzelne Seiten oder das Magazin bei einem Klick auf das Wort „share“ mit Ihren Freunden teilen - über twitter, facebook, google+ und per Mail. Außerdem besteht für issuu Mitglieder (kostenlos!) ausdrücklich die Möglichkeit, das gesamte Werk auf den eigenen Rechner, Notebook, ipad etc. herunter zu laden. Oh folget mir! facebook.com/ernamagazin Impressum: Redaktion, Layout: Melanie Arzenheimer Fotos: Melanie Arzenheimer/Wiki Commons wissenschaftliche Beratung: Prof. Dr. Amalia Stürzenhofecker-Pasatelski (AU EichstättIngolstadt) Verantwortlich i.S.d. § 6 Abs. 2 MDStV: Melanie Arzenheimer Arzenheimer Productions Rebdorfer Str. 97 85072 Eichstätt Internet: www.erna-magazin.de Mail: post@erna-magazin.de


Inhalt Was, was, Wasser? Wer in Ingolstadt im kommenden Jahr zum OB gewählt werden will, der muss das Meer teilen. Oder zumindest das Wasserspiel beherrschen.

Seite 04

Herrlich deprimierend Im November gehört die Depression einfach zum guten Ton. Erna empfiehlt einen zutiefst deprimierenden Spaziergang durch Ingolstadt.

Seite 06

Schlau-Bauer Die Kartoffelernte ist katastrophal ausgefallen. Ein Beweis dafür, dass Bayerns Bauern immer schlauer werden.

Seite 14

So wohnt van Elst Exklusive Fotos aus dem Kloster Rebdorf, das nun für den Limburger Problembischof umgebaut wird. Mit Wellness-Bereich.

Seite 16

Der Kösching Effekt Das neue Köschinger ist nicht nur ein Symbol, es hat auch verdammt viel Strahlkraft. Es bringt sogar die Umgebung zum Schmelzen.

Seite 24


Wasser wird wahlentscheidend Interview mit Politikwissenschaftler Arno Aufbruch Wenn im kommenden März in Ingolstadt ein neuer Oberbürgermeister gewählt wird, dann wird ein Thema wahlentscheidend sein: das Wasserspiel auf dem Paradeplatz! Das behauptet zumindest der Politikwissenschaftler Professor Arno Aufbruch, der im Auftrag der Alkoholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt den Kommunalwahlkampf in Ingolstadt beobachtet.

betroffen macht. Es ist emotional, brisant, es wird diskutiert wie kein anderes. Dieses Thema hat es sogar geschafft, den Streitfall Nummer eins, die Sitzmöbel auf dem Rathausplatz, aus den Schlagzeilen zu verdrängen. Das konnte sonst nur Fukoshima.

Ja aber was genau macht die Menschen denn so betroffen? Dass es nicht geht. Oder nicht imHerr Aufbruch, warum wird das mer. Wasserspiel die Wahl entscheiAha. Aber es gäbe doch wirklich den? Weil es ein Thema ist, das die Men- noch andere Themen wie Verschen direkt berührt, betrifft, ja kehrskollaps, Umgehungsstra-


Politik ßen, Wohnungsnot, Vandalismus, Integration, Bildung, das Gießereigelände und vieles mehr? Ja. Aber das ist alles ohne Wasser. Und deshalb nicht relevant? Genau. Denn die wahren großen Schicksalsfragen für alle Völker waren stets an das Wasser gebunden. Ich nenne Ihnen gerne ein Beispiel: als Moses das Rote Meer teilte, da bewies er den Ägyptern, welches Volk das von Gott erwählte Volk ist. Die Macht über das Wasser ist der Schlüssel zur Herrschaft. Vergessen wir nicht den guten alten Noah. Er hat die Menschheit gerettet, weil er das Wasser mit Hilfe seiner Arche besiegte.

Sie wollen jetzt aber doch nicht behaupten, dass derjenige, der das Wasserspiel am Paradeplatz beherrscht auch über die Stadt herrschen wird? So ist es. Die Analyse meiner Untersuchungen hinsichtlich des Verhaltens von Untergebenen in Kombination mit Naturgewalten lässt keinen anderen Schluss zu. Was bedeutet das im Umkehrschluss für die OB-Kandidaten. Was sollten die tun, um die Wahl zu gewonnen? Brunnen bauen. Und zwar welche, die funktionieren. Danke für das Geblubber ... äh Gespräch.


Herrlich deprimierend Ein Novemberspaziergang durch Ingolstadt Wir starten unseren Spaziergang an der Esplanade in Höhe der Technischen Hochschule. Dort richten wir den Blick auf ein markantes Gebäude, das in den Farbtönen Rot und Gelb einen willkommenen Kontrast zu den Glasbauten der Umgebung

bildet. Ein Schild am Südost-Flügel des Gebäudes erzählt von der stolzen Vergangenheit des Palastes. Eine „Buddha-Lounge“ war einst hier beheimatet. Ein schöner Ort, um inne zu halten und ein paar Yogaübungen zu absolvieren. Im November wür-


de sich der „frierende Hund“ anbieten. Nachdem der Kreislauf nun in Schwung gebracht worden ist, überqueren wir die Straße und befinden uns am Absperrgitter einer riesigen Baustelle. Wir werfen den Blick durch das Gitter und erblicken zerborstene Scheiben, Backsteinbauten und wild wucherndes Gestrüpp. Wie romantisch! Ja, das sind die Überreste der alten Kanonengießerei. Wir verset-

zen uns zurück in die guten, alten Zeiten, in denen noch mit Kanonen auf Spatzen geschossen wurde. Unser Blick fällt schließlich auf das riesige, weiße Dings, das da den Blick in die Altstadt versperrt. Das sogenannte „Neue Schloss“ ist nun wirklich keine Schönheit, aber anscheinend hängen die Ingolstädter dran. Warum auch immer. Wir umrunden das wuchtige Gebäude der Bayernherzöge und


Einblick mit Durchblick auf dem Gießereigelände

durchqueren den Schlosshof, um an einen Ort zu gelangen, der zu den deprimierendsten in ganz Ingolstadt zählt: das Ende der Fußgängerzone. Hier pulsiert weder das Leben noch das Wasserspiel auf dem Paradeplatz (siehe Interview auf Seite 4). Herrlich, diese Tristesse! Empfehlenswert ist der Besuch nach Ladenschluss (eine genaue Zeitangabe ist leider aufrund der unterschiedlichen Geschäftsphilosophien nicht möglich). Vom Paradeplatz geht es erneut in Richtung Esplanade,

wobei wir unseren Blick auf die zahlreichen Kellerfenster richten, die unseren Weg säumen. Einer dieser dunklen, finsteren Orte ist besonders interessant: es handelt sich um den berühmten „Tabellenkeller“. Also dem derzeitigen Aufenthaltsort der Fußballprofis vom FC Ingolstadt 04. Ein Blick in diesen Keller darf auf keiner deprimierenden Herbstwanderung fehlen. Mit etwas Glück begegnet man - vorzugsweise nach Einbrechen der Dunkelheit - dem berüchtigten Abstiegsgespenst.


Oben: Blick vom Paradeplatz in die pulsierende LudwigstraĂ&#x;e Unten: Der Tabellenkeller, in dem das Abstiegsgespenst vermutet wird


Langsam aber sicher nähern wir uns dem spektakulären Schlusspunkt unseres Spaziergangs. Wir biegen zum Lechner Museum ab und schon stehen wir vor dem wunderbaren Gesamtkunstwerk mit Namen „Körnermagazin“. Nur hier kann man sich so gut mit dem

Thema Verfall, Niedergang und Tatenlosigkeit auseinandersetzen. Ein wahrhaft spiritueller Ort mitten in der Boomtown. Und genau die richtige Stelle, um in Stille die kleine Runde durch die Stadt Revue passieren zu lassen. Wer jetzt noch möchte, kann natür-


Der Blick auf das wunderbare Körnermagazin wird leider durch Kunst getrübt

lich noch weitere klassische Novemberziele ansteuern, etwa Tiefgaragen, die einen beim Ausparken zur Verzweiflung bringen oder voll gestopfte Schulbusse, die kaum Platz zum Atmen lassen. Außerdem empfiehlt sich eine kulinarische Zugabe: deprimierend kleine Portionen für

erschreckend große Preise soll es ja durchaus bei dem ein oder anderen Restaurant in der Stadt geben. Hier sollte man sich aber besser vorher informieren, nicht dass auf einmal alles in Ordnung ist. Dann besteht nämlich akute Gefahr für die November-Depression.


Umfragen Oma Traudl eindeutiger Favorit Entsetzen bei den einen, Angst bei den anderen: den Ingolstädter OB Kandidaten schlottern die Knie, nachdem Oma Traudl ihre Kandidatur begkannt geben hat. Die ehemalige Volksschuldirektorin geht für die Senioreninitiative Schanzer Unruheständler ins Rennen und hat in kürzester Zeit zahlreiche Anhänger um sich geschart. Ihre Forderungen nach seniorenfreundlichen Öffnungszeiten der Läden in der Innenstadt ab 5.30 Uhr, einer eigenen Senioren-Partyzone am Donaustrand mit extra lauter Beschallung und der Abschaffung des Seniorennachmittags bei Pfingst- und Herbstfest („man fühlt sich geradezu diskriminiert und nicht als vollwertiger Teil der Gesellschaft“) haben bereits etliche Unterstützer gefunden. Und einen völlig unabhängige Umfrage des Instituts IRR Tum im Bekanntenkreis von Oma Traudl hat jetzt ein spektakuläres Ergebnis geliefert:

Voraussichtliches Ergebnis der Wahl zum Oberbürgermeister in Ingolstadt 2014

Christian Veronika Karl Barbara Peter Christian Lösel Peters Ettinger Leininger Springl Lange

Oma Traudl

© Meinungsforschungsinstitut IRR Tum (Alkoholische Universität Eichstätt-Ingolstadt)


Umfragen


Wissenschaft

Keine dummen Bauern Kartoffeln beweisen Akademisierung der Landwirtschaft Das Jahr 2013 ist das Jahr mit der schlechtesten Kartoffelernte seit dem Zweiten Weltkrieg. Es werden exorbitante Preissteigerungen bei Pommes Frites, Chips und Kartoffelknödeln erwartet. Wissenschaftler sehen die Ursache für die schlechte Ernte in der Akademisierung der Landwirtschaft. Den Forschungen zugrunde liegt das bekannte Naturgesetz „Die dümmsten Bauern haben die dicksten Kartoffeln“, das seit Jahrhunderten zu den Grundprinzipien der mitteleuropäischen Landwirtschaft gehört. Die Wissenschaft beobachtet bereits seit längerem, dass die Zahl der Landwirte mit hohem Bildungs-

abschluss, Diplom und Doktortitel dramatisch zunimmt. Es werde bereits eine drohende „Vergeistigung“ des einst so bodenständigen Berufs befürchtet. Die Folgen sind dramatisch: es gibt immer mehr Landwirte, die einen Algorithmus zur Berechnung der Temperaturschwankungen infolge des Klimawandels programmieren können, aber bei einer Kuh das Euter nicht mehr finden. Und so warnt Josef Meier vom Verband für realitätsnahes Arbeiten: „Wenn eine Tüte Pommes einmal 23,50 Euro kostet, wird der Aufschrei in der Bevölkerung groß sein, aber dann ist es zu spät!“


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“ i z t a b e T „ t k e j o r p Geheim

Der Problem-Bischof und sein neues Zuhause Lange sah es so aus, als würde das ehrwürdige Kloster Rebdorf bei Eichstätt einfach nur ausgebaut. Angeblich sollen hier einmal Schülerinnen der Maria-Ward Schule untergebracht werden. Aber interne Dokumente des Vatikan, die dem Erna-Magazin vorliegen, decken die Wahrheit hinter dem kostspieligen Umbau auf: hier wird der sogenannte „Protz-Bischof “ FranzPeter Tebartz-van Elst elegant auf dem klerikalen Abstellgleis geparkt. In seinem Heimatbistum Limburg hat man ihm angeblich die Aufenthaltserlaubnis entzogen. Dass man

den umstrittenen Kirchenfürsten im Bistum Eichstätt aufnehmen könnte, hatte sich bereits vor Wochen angedeutet. Dieser „Akt der Nächstenliebe“ sei beim Besuch des Bischofs in Rom bereits angesprochen worden. Wie der Vatikanexperte Luigi Apostolatis dem Erna Magazin mitteilte, habe Papst Franziskus erwogen, Tebartz-van Elst in eine Art vorzeitigen Ruhestand zu versetzen und ihm im Bistum Eichstätt einen standesgemäßen Altersruhesitz zu verschaffen. „Die kleine Diözese in Bayern


hat sich einen Namen im Umgang mit Problem-Bischöfen gemacht,“ so Apostolatis. Die Unterbringung des ehemaligen Eichstätter und Augsburger Bischofs Walter Mixa im Frauenkloster Fünfstetten sei eine außerordentlich durchdachte Lösung gewesen. Das Bischofspalais mit einem kleinen Apartement zu tauschen, habe nicht nur zu einer materiellen, sondern auch zu einer seelischen Entlastung geführt. Eine ähnliche Vorgehensweise wünsche man sich auch für Tebartz-van Elst. Auch für den Limburger Bischof sei ursprünglich ein ganz einfacher Bau

direkt neben dem Rebdorfer Kloster vorgesehen gewesen. Allerdings habe sich Franz-Peter Tebartz-van Elst damit nicht einverstanden gezeigt und mit der Veröffentlichung von brisanten Dokumenten gedroht, die eine angebliche Verwicklung Eichstätter Architekturexperten in die Limburger Affäre beweisen sollen. Um dem Wunsch des Bischofs zu entsprechen, habe man nun das gesamte Kloster kurzfristig nach seinen Wünschen umgebaut. Wir durften schon einmal einen Blick auf das Areal werfen.


Kirche

Oben: das urspr端nglich vorgesehene Wohnhaus direkt am Kloster Unten: die Auffahrt zu Privatparkplatz (29 Stellpl.) und Privatbibliothek


Kirche

Oben: im Klosterinnenhof entsteht ein Schwimmbad mit Spa-Bereich Unten: das Sommerhaus gegen端ber dient dem Bischof zur inneren Einkehr


Kurz und (gar nicht) gut NSA eingeschaltet Nach dem Fahndungsaufruf durch die örtliche Polizei, wurde jetzt beschlossen, die NSA in die Fahndung nach dem R8 Dieb in Ingolstadt einzubeziehen. „Endlich können diese Schnüffler sich auch mal nützlich machen,“ so ein Mitglied des Fahndungsteams. Wozu sonst hat die NSA die Weltbevölkerung in einer Datenbank?

Keine Preisverleihungen „Wir fühlen uns von den Preisträgern verarscht,“ so Markus Fuchs von der Initiative IngolStadtLandDings. Der Beschluss, keine Preise mehr zu verleihen, sei einstimmig gefallen. Mehr als 12000 Medaillen und Ehrenbürgerwürden sind seit dem 2. Weltkrieg verliehen worden, doch keine einzige hätten die Verleiher wieder zurück bekommen.

Im Würgegriff Der Bund der Bayerischen Baumschützer (BBB) fordert den sofortigen Abbau der neuen Sitzmöbel auf dem Ingolstädter Theatervorplatz. „Es ist eine Schande, Bäume derart einzuengen,“ schimpft der Vorsitzende Waldemar Holzapfel. Er kritisiert, dass es für die Bäume nun keinerlei künstlerische Entfaltungsmöglichkeit mehr gäbe.


Kurz und (gar nicht) gut Hörsaal endlich gefunden Vier Jahre irrte Kevin M. orientierungslos in der Uni umher. Jetzt hat er endlich seinen Hörsaal gefunden. „Ich hatte die Hoffnung beinahe aufgegeben,“ schluchzte er. „Doch meine Mama hat mich immer ermutigt und gesagt: Bua, du schaffst das schon.“ Jetzt wird eine App zur Orientierung entwickelt.

Mietz- statt Blitzmarathon Die Stadt Neuburg setzt Katzen zur Verkehrsüberwachung ein. „Der Vorteil besteht darin, dass sie sich in ihrem natürlichen Umfeld problemlos einfügen und für den Autofahrer nicht als Radarkontrolle erkennbar sind,“ freut sich Tiertrainer Wladimir Wolf. Er hat die erste Blitzerkatze Deutschlands (Deckname „Potzblitz“) fünf Jahre lang trainiert.

Kommt die Pagode? Die Partnerschaft mit Foshan könnte Auswirkungen auf das Freizeitangebot in Ingolstadt haben. Angedacht ist eine schwimmende Pagode anstelle des Donaustrands. Vorteil: sie steigt und sinkt mit dem Wasserspiegel und kann nicht überschwemmt werden. Aus den heimischen Enten könnte man hervorragende Spezialitäten zubereiten.


Neuerscheinungen direkt von der Buchmesse Rüpel-Ratgeber

Stänkern 2.0

A. Spatzenzeller verrät exklusiv seine effektivsten Pöbelstrategien! Begleitbuch zum Erfolgskurs an der Ichbindasvolkshochschule in Ingolstadt Mit zahlreichen Tipps & Tricks zum sofort selbst ausprobieren Vorwort: W. Sellerie aus Eichstätt zum Thema „Endlich Außenseiter dank Kirchenkritik“

„Dieses Buch ist eine Pflichtlektüre für alle, die sich bisher für bürgernah gehalten haben. Der Profi A. Spatzenzeller entlarvt all die gut gelaunten Grinsebacken und mäht sie mit geschliffenen Worten regelrecht nieder. Wer dieses Buch in die Tat umsetzt, der hat endlich Zeit im Leben und garaniert keine Freunde mehr! Ein Must have für Mandatsträger und solche, die es werden wollen.“

Südsüdostviertel Zeitung


Vatikannno Ein SM-Ratgeber für Best Ager

Das neue Buch von Ben Braun Autor des klerikalen Benimm-Ratgebers „Saklzement!“ und des Hunde-TrainingsBuches „Pfui, da Vinci Kot!“ Puffington Verlag

www.puffingtonpost.de


Wissenschaft

Blendende Idee Kรถschinger Tor bringt Realschule zum Schmelzen


Wissenschaft

Diese dramatische Enwicklung war nicht abzusehen, aber das gewaltige Köschinger Tor ist jetzt ein Fall für die Wissenschaft. Angefangen hat alles mit kleinen Unebenheiten, die sich an der Fassade der Köschinger Realschule bemerkbar gemacht haben. Dazu kamen recht schnell versengte Äste vor der Schule, Fahrradsättel, die sich aufgelöst haben und schließlich deutliche Dellen in den Autos wartender Eltern. „Mir wurde auf einmal schrecklich heiß, dann begann die Farbe von meinem Auto zu tropfen“, berichtet eine Mutter. Nachdem das Phänomen nur an sonnigen Tagen auftrat, lag der Schluss nahe, dass die Sonne maßgeblich an den seltsamen Begebenheiten

beteiligt sein muss. Schließlich ergab eine Untersuchung der örtlichen Physik-Klasse, dass der Sonneneinfallswinkel im Bezug auf das Köschinger Tor nicht optimal gewählt wurde. „Die Strahlen werden gebündelt und auf die Realschule reflektiert“, erklärt der kleine Timo. Forscher aus München sind nun angereist, um anhand der nach dem Phänomen benannten „Köschinger Formel“ die Wirkung der Sonnenreflexion näher zu beleuchten. Wofür die Formel α + π ≥ ππ (x³ ∙ y²) = 254,78 steht, ist den Wissenschaftlern selbst noch ein Rätsel. Aber die Zahlenfolge war an einer Tafel in der Realschule entdeckt worden und schien irgendwie total plausibel.

Die Köschinger Reflexions Formel α + π ≥ ππ (x³ ∙ y²) = 254,78


Mir erst jetzt klar geworden, wie langsam doch 30 Stundenkilometer sind. Der Blitzmarathon der Bayerischen Polizei hat mich zu dieser Erkenntnis gelangen lassen. Man sollte wirklich alles etwas ruhiger angehen, beim Essen gibt’s ja auch das Slow Food. Und jetzt geht der Trend zum Slow Traffic. Auf Streckenabschnitten (ich befahre vorzugsweise die B 13), die von mir bisher in rüpelhafter Weise flott durchpflügt worden sind, habe ich nun Zeit, mich an der vorbei kriechenden Landschaft zu erfreuen. Das ist schön, aber langsam. Vor mir bummelt ein Fiat Panda aus Angst vor einer Radarfalle mit 68,2 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit über die Bundesstraße. Vermutlich sieht sich der Fahrer schon in einem sibirischen Straflager, wenn er über 80 km/h fährt. Nicht auszudenken, wenn er auch noch auf eine Schneeflocke treffen würde. Mit Sommerreifen. Totaler Stillstand. Im Prinzip reicht es bei solchen Zeitgenossen ja schon, den Schnee oder die Geschwindigkeitskontrolle nur anzukündigen, um Panik Attacken auszulösen. Das wäre doch eine Überlegung wert: man würde sich nämlich die echten Kontrollen sparen und könnte die Beamten anderweitig einsetzen. Einfach jeden Monat eine Woche Blitzmarathon ankündigen. Mal mit, mal ohne Schnee. Gebremst wird auf jeden Fall.

Foto. Ulli Hoessl

Der böse Blog


Ernstgemeinte Tipps zum Weiterlesen

Wenn Poeten reisen DAS GEDICHT Nr. 21 geht auf Weltreise Die Herausgeber Michael Augustin und Anton G. Leitner versammeln eine vielstimmige Karawane von Dichtern zur multinationalen Tour der Poesie. Ihrer literarischen Reisegesellschaft schließen sich Tanja Dückers, Ulla Hahn, Jürg Halter, Franz Hohler, Helmut Krausser, Günter Kunert, Matthias Politycki, Ilma Rakusa, Gerhard Rühm, Jan Wagner, Ror Wolf und viele andere an. DAS GEDICHT „Pegasus & Rosinante“ Herausgegeben von Michael Augustin und Anton G. Leitner 152 Seiten, € 12,50, ISBN 978-3-929433-73-9 Webtipp: Unter www.dasgedichtblog.de finden Sie dazu ausgewählte Reisegedichte renommierter Autoren. Immer wieder einen Ausflung ins Netz wert.


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