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Juni 2013 · 8. Jahrgang

Privat Dieter Rechenberg Präsident DBU

BvB Neues vom Branchenverband

Shop Die neuen Produkte

Digital Signage

Zeigen, was läuft

NXP Lasertron Umfangreiches Indoor-Entertainment

Jugendmesse YOU Bowling gut präsentiert

Business

Rechnungen richtig stellen www.bowling-business.de


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Redaktion Bowling Business

Juni 2013

Juni 2013

Liebe Leserinnen und Leser, es ist eine Sensation, wie das Wetter bis Anfang Juni der Bowlingbranche in die Karten gespielt hat. Tristes und regnerisches Wetter in weiten Teilen Deutschlands hat vielen Centern einen Besucherboom und Umsatzrekord im April und Mai beschert. Aber machen wir uns nichts vor, der Sommer kommt und wahrscheinlich bricht dann das Gästeaufkommen umso abrupter ab. Aber vielleicht schaffen Sie es ja, mit guter Instore-Werbung die Gäste auch in den kommenden Sommermonaten ins Center zu lotsen. Eine Möglichkeit dafür ist das sogenannte Digital Signage, sprich das Verwenden der im Center vorhandenen Monitore für Werbung. Bowling Business hat ab Seite 12 einen Überblick über verschiedene Vorgehensweisen zusammengetragen. Schauen Sie es sich an. Vielleicht hilft Ihnen die eine oder andere Idee weiter. Eine kleine Sensation spielte sich vom 31. Mai bis 2. Juni in Berlin ab. Auf der Jugendmesse YOU installierte QubicaAMF in Kooperation mit Bowltech, der Deutschen Bowling Union (DBU) und dem Bundesverband Bowling (BvB) zwei Bowlingbahnen. Die über 135.000 Besu-

Impressum

cher der YOU konnten sich davon überzeugen, wie viel Spaß Bowling macht. Auf Seite 19 erfahren Sie, was bei der Aktion „Bock auf Bowling“ sonst noch geschah. Ebenfalls empfehle ich Ihnen die Lektüre des Centerportäts ab Seite 20. Das NXP Lasertron in Sankt Pölten, Österreich, haben wir genauer unter die Lupe genommen. Das Center überzeugt seine Gäste mit einer Mischung aus Bowling, Billard und Lasertag. Ein seltener Angebots-Mix in Europa, vielleicht aber ein zukunftsweisender. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim beim Lesen. Ich bin mir sicher, Sie entdecken mindestens eine gute Idee für Ihr Business in der Juni-Ausgabe. Und dann hat es sich schon gelohnt, für Sie und für uns.

Simon Dietzen Leitung Bowling Business

Verlag und Redaktion

leitung

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Edit Line Verlags- und Produktions­gesellschaft mbH Dekan-Laist-Straße 17 55129 Mainz Tel. +49 6131 95836-01, Fax -6 Internet: www.bowling-business.de

Simon Dietzen, Tel. +49 6131 95836-31 E-Mail: dietzen@bowling-business.de

Stephan Weiß (verantw.)

Herausgeber

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Erscheinungsweise Bowling Business erscheint monatlich jeweils zum Anfang des Monats. Höhere Gewalt entbindet den Verlag von der Lieferpflicht. Ersatzansprüche können nicht geltend gemacht werden. Alle Rechte vorbehalten. Für unverlangt eingesandte Manuskripte übernimmt der Verlag keine Haftung. Bestellungen und Anschriften­ änderungen bitte an den Leserservice.

Anzeigen & Abonnement

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Shop

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Licht auf den Bahnen Licht auf die Bahnen bringt Columbia 300 gleich mit mehreren Bällen. Die teilweise schon seit Jahren bekannten Ball-Serien Freeze, Scout und White Dot sorgen nun dank Glow-Effekt unter Scharzlicht für reichlich Aufmerksamkeit. Damit soll jeder mehr Spaß haben, egal ob er unter normalem Licht trainiert oder beim Diskobowling sein Können zeigen möchte. Freeze Oldie but Goldie lautet das Motto des überarbeiteten Freeze-Modells 2013. Wie seine Vorgänger überzeugt der Lower-Mid-Level-Performance-Ball mit einem modifizierten Messenger-Kern – der wohl erfolgreichste Kern in der Geschichte von Columbia 300 – sowie der NewEra-2-Schale (NE2). Beim Disko-Bowling ist ein Ball mit Glow-in-the-Dark-Effekt sowie einer Skid-Flip-Bewegung natürlich der Hingucker. Schale: NE2; Kern: Modified Messenger; Finish: 4.000 Polished; RG: 2,56; Differential: 0,047; Gewicht: 10 bis 16 lbs.

Scout Ein weiterer alter Bekannter der Entry-Level-Serie – Columbia 300 Scout – ist nun auch mit Glow-in-the-Dark-Effekt erhältlich. Der Reaktivball kommt mit dem bewährten Pancake-KernDesign und einer reaktiven Schale als Einsteigerball in Betracht. Mit der neuen Glow-Version können auch Einsteiger mit einem „Wow“ rechnen. Schale: Super Flex; Kern: Pancake; Finish: Polished; RG: 2,65 Differential: 0,020; Gewicht: 8 bis 16 lbs.

White Dot

Der beliebte Polyesterball White Dot (WD) von Columbia 300 ist ebenfalls mit Glow-Effekt erhältlich. Wer räumen muss, kann dies nun mit den White Dot tun und dabei noch eine „strahlende“ Figur machen. Schale: Polyester; Kern: Pancake; Finish: Polished Name: Freeze, Scout, White Dot Vertrieb: Bowltech Deutschland, Tel. +49 2401 9194-0 ProfiShop, Tel. +49 89 696862

Neue Spiele im Fun4Four Der Spieltisch Fun4Four entwickelt sich ständig weiter. In den letzten Wochen wurde das Gerät mit dem PokerSpiel ‚Omaha Hold’em’ und ‚Trivial Pursuit Challange’ ausgerüstet. ‚Omaha Hold’em’ ist eine anspruchsvolle Variante des bekannten ‚Texas Hold’em’. Bei der ‚Trivial Pursuit Challange’ geht es nicht nur um Wissen, sondern auch um Geschwindigkeit und Nervenstärke. Grafiken und Animationen steigern den Spielspaß am Fun4Four. Der Spieltisch verfügt über Münzprüfer und Banknotenleser. Er ist höhenverstellbar und kann dadurch sitzend oder stehend bespielt werden. Name: Fun4Four Vertrieb: adp Gauselmann Tel. +49 5741 2730


News

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King of Swing bei Storm

Tickets verfügbar

PBA/Sponsoring Der viermalige PBA-Champion und Gewinner des letztjähri-

Bowl Expo Wie in den vergangenen Jahren verfügt Bow-

gen USBC Masters Mike Fagan spielt ab sofort unter der Flagge von Storm, wie Storm Products berichtet. Der 32-jährige Fagan begründete seinen Wechsel zu Storm folgendermaßen: „Aufgrund der tollen Trainer, Mentoren und Bowler wollte ich zu Storm wechseln. Ich bin ein noch junger Bowler und bin sicher, dass ich mich gemeinsam mit Storm noch weiterentwickeln kann.“ Roger Noordhoek, Storm: „Wir sind froh, dass sich der ‚King of Swing’ dazu entschieden hat, bei Storm den nächsten Schritt in seiner Karriere zu gehen. Fagan ist einer der talentiertesten Profi-Bowler. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit.“

ling Business über ein begrenztes Kontingent an Eintrittskarten zur International Bowl Expo, 24. Juni bis 27. Juni 2013 im Kasinohotel Paris, Las Vegas. Leser von Bowling Business erhalten das exklusive 4-TagesTicket mit Zutritt zu den Seminaren (24./25. Juni) sowie zur Messe (26./27. Juni) zum Vorzugspreis von 199 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer (Normalpreis 399 US-Dollar zuzüglich Steuern). o info@bowling-business.de, Tel. +49 6131 9583631 o Weitere Informationen zur International Bowl Expo unter www.bowlexpo.com

Bill Chrisman, CEO Storm (l.) und Mike Fagan.

Kampf der Geschlechter U.S. Open Mit dem Hinweis „Das gab es noch nie“ kündigte die Bowling Proprietors’ Association of America (BPAA) einen „Battle of the Sexes“ – zu deutsch: Kampf der Geschlechter – an. Im Anschluss an das Damen- und Herren-Finale der U.S. Open 2013 in Columbus, USA, – 20. bis 27. Juli 2013 – wird es zu einem Aufeinandertreffen des männlichen und weiblichen Champions kommen. „In Anlehnung an die legendären ‚Tennis Battle of the Sexes’ zwischen Billie Jean King und Bobby Riggs im Jahr 1973 wird der Wettbewerb nun 40 Jahre später im Bowling wiederholt“, so Steve Johnson, Director BPAA. „Dieser Kampf der Geschlechter findet direkt im Anschluss an die jeweiligen Finale statt und wird live von ESPN übertragen.“ o Weitere Informationen unter www.bpaa.com

Sensation bei PBA50

L e s e r- B o n u s

Neuer Director Marketing Storm Wie Storm Products bekannt gibt, wird zum 1. August 2013 Mike Flanagan, derzeit CEO InsideBowling.com, zu Storm ins Marketingteam wechseln. Flanagan wird die Stelle des Directors Marketing übernehmen. Im Zuge der Neuorganisation der Marketingabteilung wird Roger Noordhoek neuer Director of Business Development beim Ballhersteller. Mike Flanagan: „Storm hat in der Vergangenheit gezeigt, worauf es in der Bowlingbranche ankommt: Werte und Visionen. Jeder bei Storm ist Bowling-verrückt. Gemeinsam werden wir den Bowlingsport weiterbringen.“

900er-Serie Eine Sensation gelang Joe Scarborough, USA, auf dem zweiten Stop der Senioren Tour der Professional Bowlers Association (PBA50). Gleich im ersten Block spielte Scarborough drei perfekte Spiele hintereinander. Damit ist er der erste Bowler in der Historie der PBA, dem eine 900er-Serie gelang. Trotz der perfekten Spiele in Folge verlief das Turnier für Scarborough nicht ganz so erfolgreich, da er mit einem Schnitt von rund 200 in den 16 Spielen in der Qualifikationsrunde auf Platz 49 landete. o www.pba.com

Joe Scarborough

Bill Chrisman, CEO Storm, Mike Flanagan, Director Marketing, Dave Symes, President, Hank Boomershine, Vice President of Sales and Marketing (v.l.n.r.).


News

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Rauchverbot umgehen

Social-Media-Top-Ten

Gebetshaus Derzeit kursiert im Internet ein Artikel, wonach das Rauchverbot in mehreren Bundesländern in der Gastronomie unterlaufen werden könne. Laut Beschreibung müsse der Gastronom beziehungsweise Centerbetreiber, der seinen Gästen das Rauchen erlauben möchte, seine Lokalität als freikirchliches Gebetshaus beziehungsweise religiöse Versammlungsstätte deklarieren. Weiterhin heißt es, dieser Trick funktioniere, weil es im Grundgesetz kein Grundrecht auf Religionsfreiheit gebe. Vielmehr setze sich diese aus einem Mosaik verschiedener Rechtsgewährungen zusammen, wie die Glaubensfreiheit (Artikel 4, Absatz 1, Satz 1 Grundgesetz),

Jeden Monat stellen wir an dieser Stelle die Top Ten der Bowlingbranche in Sachen Facebook vor (Stichtag 28. Mai 2013). Fans

waren hier

Platz Bowlingcenter 1.

pinup Koblenz

12.754

12.892

2.

NXP Lasertron St. Pölten

10.813

2.059

3.

NXP Bowling St. Pölten

7.509

4.522

4.

LoBo Lounge & Bowling Wörgl

5.490

13.892

5.

Dream-Bowl Palace Unterföhring

4.298

25.849

6.

Bowling Arena Spich

2.992

10.671

7.

Dream-Bowl Fellbach

2.865

13.005

8.

Red Bowl Bünde

2.360

7.123

9.

Bowlingarena Flensburg

2.336

6.102

Strike Lanes Lounge Bowling Berlin

2.195

5.802

10.

Wenn Ihr Unternehmen in den Top Ten fehlt, wenden Sie sich gerne an info@bowling-business.de, um aufgenommen zu werden. die Bekenntnisfreiheit (Artikel 4, Absatz 1, Satz 2 Grundgesetz) und das Recht auf ungestörte Religionsausübung (Artikel 4, Absatz 2 Grundgesetz). Wenn das Rauchen zur Religionsausübung gehöre, könne dies gesetzlich nicht verboten werden. o Weitere Informationen unter www.raucherwahnsinn.de

Flippermeisterschaften Event Im April fanden die Offenen Deutschen Flippermeisterschaften im Rahmen der Flipper Convention 2013 in Berlin statt. Spielort war ein altes Umspannwerk mit fast 120 Flippern darin. Die Veranstaltung lief über drei Tage. Leider waren nicht alle angekündigten Neuheiten vor Ort. Der Hersteller Jersey Jack Pinball

Spätere Lieferung Juli-Ausgabe Aufgrund der umfangreichen Berichterstattung über die International Bowl Expo wird die Juli-Ausgabe von Bowling Business erst am 10. Juli versendet, dann aber ausführlich über sämtliche Neuheiten und Neuerungen in der internationalen Bowlingindustrie berichten. Einzelheiten über die International Bowl Expo werden wie gewohnt direkt online über www.bowlingbusiness.de und www.facebook.com/bowlingbusiness zur Verfügung gestellt.

Warteschleifen kostenfrei

Foto: gelsenflipper

Callcenter Im Rahmen der Novellierung des Telekommunikationsgesetzes wur-

mit seinem neuen Pin „Wizard of Oz“ sagte kurzfristig ab. Umso mehr Aufmerksamkeit erhielt der neue Flipper der britischen Firma Heighway Pinball. Umlagert von den Flipperfreunden war der Prototyp eines Flippers mit Zombie-Thema. Ein deutscher Bastler hatte ihn in Eigenregie angefertigt. Deutscher Meister wurde Klaus Erhard aus München.

de 2012 beschlossen, dass Warteschleifen zukünftig weitgehend kostenfrei sein müssen. Zum 1. Juni 2013 läuft die Übergangsphase aus – Warteschleifen müssen dann zu jedem Zeitpunkt der Verbindung kostenfrei sein. Die Missachtung der gesetzlichen Vorgaben kann die Callcenter-Betreiber dann teuer zu stehen kommen: Neben dem Verlust des Verbindungsentgeltes drohen Bußgelder von bis zu 100.000 Euro. Viele Unternehmen haben laut mittelstanddirekt.de in den vergangenen Monaten die Weichen für die Realisierung gestellt. Allerdings haben noch nicht alle Unternehmen die erforderlichen Umstellungen vollzogen.


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Spezial

Digital Signage

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Zeigen, was läuft In Bowlingcenter verfügt jede Bahn über einen eigenen Monitor für die Ergebnisanzeige. Oft sind es sogar drei Monitore je Doppelbahn. Mit geringem Aufwand sind diese Monitore als Informations- und Werbetafeln nutzbar. Und weitere Monitore können im Gastro- oder Counter-Bereich aufgestellt werden. Eigentlich beste Voraussetzungen, um mit digitalen Schildern (Digital Signage) zu arbeiten. An Flughäfen und Bahnhöfen sind diese digitalen Informationssysteme mittlerweile Standard. Und auch als Instore-Marketing verbreitet sich Digital Signage in zunehmendem Maße in Kaufhäusern, Postfilialen und Hotels – eben überall, wo Menschen Zeit verbringen. In Centern setzt sich Digital Signage aber erst langsam durch, obwohl die Hersteller von Scoring- und CentermanagementSystemen seit geraumer Zeit Lösungen anbieten und die technischen Hürden mittlerweile gering sind.


Spezial

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Eines der ältesten und größten Digital-Signage-Netzwerke ist das „Berliner Fenster“. Seit dem Jahr 2000 erhalten täglich über 1,7 Millionen Fahrgäste der Berliner U-Bahn auf über 3.700 Doppelmonitoren in über 1.100 Wagen aktuelle Informationen und Werbung. Zahlen, mit denen es kein Bowlingcenter aufnehmen kann. Wenn man aber die Zahl der Digital-Signage-geeigneten Monitore in Bowlingcentern hierzulande hochrechnet, dürfte die Zahl weit über 5.000 liegen. Derzeit existiert jedoch keine Möglichkeit, Werbung auf den Monitoren in Bowlingcentern zentral zu steuern, was durchaus berechtigte Gründe hat. Deshalb liegt es an jedem Centerbetreiber selbst, die digitalen Werbeflächen in seinem Center zu vermarkten oder für Eigenwerbung zu nutzen.

Vermarktung mit Agentur Einen lohnenden Weg hat Claude Legrand, Betreiber des Xtreme Bowling in Foetz, Luxemburg, gefunden. „Wir haben in unserem Center drei Monitore je Doppelbahn. Für den mittleren Monitor haben wir folgende vertragliche Regelung mit einer lokal ansässigen Werbeagentur geschlossen: 95 Prozent der Zeit stehen die

„Wir haben in unserem Center drei Monitore je Doppelbahn. Für den mittleren Monitor haben wir eine vertragliche Regelung mit einer lokal ansässigen Werbeagentur geschlossen. Innerhalb weniger Monate hat sich die Investition amortisiert.“ Claude Legrand, Xtreme Bowling, Foetz, Luxemburg

Monitore der Agentur zur Verfügung, die dann Anzeigen und Werbespots darüber laufen lässt. In der Regel nutzen dies 50 bis 60 Werbepartner und alle paar Wochen kommt ein Mitarbeiter der Agentur vorbei und macht ein Update mit neuen Werbespots. Es gibt jedoch die Einschränkung, dass die Werbung jugendfrei sein muss und direkte Konkurrenz, sprich Billardcafés oder andere Bowlingcenter, ausgeschlossen ist. Von der Agentur erhalten wir im Gegenzug ein Entgelt. Ohne genaue Zahlen zu nennen, haben sich die Kosten für die dritten Bahnmonitore innerhalb weniger Monate schon amortisiert.“

ES WIRD ZEIT FÜR FRISCHEN WIND www.raumplusschall.de | facebook.com/raumplusschall

Laut Legrand hat die Zusammenarbeit mit einer Agentur mehrere Vorteile: „Da die dritten Bahnmonitore nur zu 95 Prozent der Zeit der Agentur zur Verfügung stehen, können wir von Zeit zu Zeit diese Monitore beispielsweise für Fußballübertragungen verwenden. Dafür haben wir zwar eigentlich separate Leinwände im Gastro-Bereich, aber ein wenig Flexibilität wollten wir uns erhalten. Zweitens müssen wir uns nicht um die Vermarktung kümmern, also das Finden und Akquirieren von Werbekunden. Das würde unser Zeitbudget nicht zulassen. Und drittens müssen wir uns auch keine Gedanken um die Erstellung der Werbeinhalte machen, weil die Werbespots von der Agentur erstellt werden. Wir selbst haben weder die Zeit noch das Know-how, um das zu leisten.“

Anzeigen erstellen Und in der Tat, ein Hemmnis zur Nutzung von Digital Signage ist die Erstellung von Werbung. Hat ein potenzieller Werbepartner kein Werbevideo oder kein Werbeblatt, kann er auch nicht werben. Die Digital-SignageLösungen der Centermanagement-Programme der Bowlinghersteller ermöglichen es jedoch Werbevorlagen zu erstellen, auch mit nur geringen Grafik-Kenntnissen.

Instore-Marketing nutzen Neben im Center vorhandener Werbung für Partnerunternehmen zwecks Einnahmeerzielung, können die Monitore natürlich auch für eigene Angebote genutzt werden. Das Instore-Marketing ist in der Bowlingbranche deutlich weiter verbreitet als das Werben für externe Unternehmen. Die gute Nachricht: Die Digital-Signage-Systeme der Bowlinghersteller bieten eine Reihe von Vorlagen zur Selbstvermarktung, sodass hier die technische Hürde zur Erstellung von Werbung gering ist. Bowlingspezifische Vorlagen sind vorhanden, sodass Werbung für Happy Hour, Burger Day oder Ähnliches schnell und leicht erstellt ist. Und wenn es darum geht, ein bestimmtes Getränk oder Produkt zu bewerben, das nicht in den Datenbanken vorhanden ist, können mit dem Editor des Digital-Signage-Systems neue Werbescreens erstellt werden. Soll zum Beispiel ein bestimmtes Getränk beworben werden, stellt der Getränkehersteller in der Regel gerne geeignetes Bildmaterial zur Verfügung, um den Verkauf seines Getränks im Center anzukurbeln.


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Spezial Juni 2013

Warteliste, Preisliste & Co.

Die Vorlagen für die Werbe- und Infoscreens erstellt man in Bielefeld in EiDie Digital-Signage-Systeme der Bowlinggenregie, wie Gräwe erzählt: „Ein Mitarindustrie spielen vor allem ihre Stärke aus, beiter von uns hat ein gutes Händchen für wenn es darum geht, die Gäste im Center Werbung und erstellt die Vorlagen als JPG„Realtime“ mit Informationen zu versorgen. Datei mit Microsofts Powerpoint.“ Was inWartelisten, Ligenergebnisse oder dynasofern ausreichend ist, da im B61 die Mo„Wir blenden Werbung und nitore mische Preisgestaltung sind nur einige mit einem VGA-Signal versorgt werHinweise auf den Bahnen Schlagworte, die die Digital-Signage-Sysden und damit keinen High-Definition-Stanteme möglich machen. Zudem können einein, an denen gerade nicht dard (HD) haben. Wessen Monitore jedoch zelne Werbungen beziehungsweise Informit HD-Signal versorgt werden, sollte bei gespielt wird. Die Gäste mationen zeitlich gesteuert werden. So kann der Erstellung von Werbescreens auf spebeispielsweise die Werbung für Kindergezielle Grafikprogramme setzen oder den schauen ja auch mal nach burtstage oder für Slush-Getränke tagsüber Editor des Digital-Signage-Programms verrechts und links.“ und am Wochenende auf „on“ gestellt werwenden, damit die Grafiken scharf dargeden, Hinweise für den Start der nächsten stellt werden. Ralf Gräwe, Hausliga immer nur wochentags am Abend Und auch im Xtreme Bowling nutzt man B61 Bowling Bielefeld terminiert werden, wenn auch tatsächlich die Scoring-Monitore für Eigenwerbung, die Sport- und Hobbybowler anwesend sind. wie Legrand berichtet: „Da bei uns der dritDie Möglichkeiten sind vielfältig. te Bahnmonitor bereits vergeben ist, nutzen wir die Scoring-Monitore für unsere Eigenwerbung, Grundsätzlich sind die Systeme der Bowlingindusum auf Aktionen aufmerksam zu machen. Dabei greitrie darauf ausgelegt, Zusatzmonitore an Counter oder fen wir in der Regel auf die Druckdaten unserer Flyer Eingang sowie den dritten Bahnmonitor zu steuern. Den zurück. Das erspart uns zusätzliche Arbeit für der Ersteleigentlichen Bahnmonitor mit Digital-Signage-Inhallung der Werbescreens.“ Das Wiederverwenden der ten zu versehen, ist zwar möglich, aber nicht unbedingt Werbemotive über mehrere Anwendungen – Flyer, Digivon der Industrie angedacht, da dort das Scoring antal Signage, Homepage und Facebook – fördert zudem gezeigt werden soll. Dennoch nutzen viele Centerbeden Wiedererkennungswert, was vorteilhaft ist. treiber die Scoring-Monitore für Eigenwerbung. „Wir blenden Werbung und Hinweise auf den Bahnen ein, an denen gerade nicht gebowlt wird“, beschreibt Vorhandene Möglichkeiten nutzen Ralf Gräwe die Vorgehensweise im B61 Bowling in BieleEine Regel in der Werbung lautet, zuerst die Werbefeld. „Eine andere Möglichkeit haben wir nicht, aber möglichkeiten voll auszuschöpfen, die einem zur Verdas ist dennoch eine gute Art, die Gäste über Aktionen fügung stehen. Monitore sind in jedem Center vorhanzu informieren, denn jeder schaut ja mal nach rechts den und eine ideale Möglichkeit um den Kunden zu und links.“ Die Screens werden in Bielefeld regelmäSimon Dietzen zeigen, was läuft. ßig gewechselt und reichen von Highscores, Getränkeund Party-Angeboten über Hinweise auf die eigene Facebook-Seite bis hin zu Aktionen des Pro Shops.

Digital-Signage-Screens Im B61 Bielefeld setzt man auf eine ganze Reihe von unterschiedlichen Werbemotiven zur Eigenwerbung. Hier eine kleine Auswahl:


Spezial Juni 2013

Brunswick – Digital Signage Brunswick kooperiert bei seiner Digital-Signage-Lösung mit dem renommierten Digital-Signage-Spezialisten Exhibio. Die Software verfügt über eine umfangreiche Bibliothek an Screens und Videos, unter anderem zu den Themenbereichen Liga- und Cosmic-Bowling, Essen und Trinken, Partys und Sicherheits- sowie Spieltipps für die Gäste. Die Digital-Signage-Software bietet zudem die Möglichkeit, die vorhandenen Grafiken und Videos zu bearbeiten oder neue Vorlagen selbst zu generieren. Es werden alle gängigen Video-, Web- und Bild-Formate sowie der HD-Standard unterstützt.

o Hoops – The Bowling Company,

Tel. +49 471 43062, www.hoops.de

QubicaAMF – Multi-Media-System QubicaAMF bietet mit der Multi-Media-Systeme-Erweiterung das passende Werkzeug für Werbeeinblendungen im Center. In Verbindung mit der Conqueror-CenterManagement-Software können Werbeeinblendungen in „Realtime“ dargestellt werden – wenn beispielsweise gerade Happy Hour ist, dann werden auch die Happy-Hour-Preise angezeigt. Das Multi-Media-System verfügt über eine Datenbank mit diversen Templates, die im Handumdrehen individualisiert und angepasst werden können. Das System ist HD-fähig und unterstützt alle gängigen Bild- und Video-Formate.

o Bowltech Deutschland,

Tel. +49 2401 9194-0, www.qubicaamf.com

Steltronic – Digital Signage Steltronic hat kürzlich die Möglichkeiten fürs digitale Werben weiterentwickelt. Die aktuelle Erweiterung ist in Steltronics Vision-Scoring-Software integriert und verfügt über dynamische Wartelisten- sowie Preisanzeigen. Der integrierte Digital-Signage-Editor unterstüzt alle gängigen Bild-, Video- und Web-Formate. Eine Reihe von Templates (Bild- und Videovorlagen) steht innerhalb des Editors zur Verfügung und kann an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden.

o Steltronic, Tel. +39 030 2190830, www.steltronic.com

Nestlé Schöller GmbH · www.schoeller-direct.de Bucher Straße 137 · 90419 Nürnberg · Tel. 09 11/9 38 - 0


Praxis

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Kartpalast Bergkirchen

Bowling ist die ideale Ergänzung Bowlingcenter sind in der Regel schon recht große Freizeiteinrichtungen. Der Kartpalast in Bergkirchen sprengt jedoch fast alle Vorstellungen von einem Freizeitzentrum. 8.000 Quadratmeter bieten Platz für eine Indoor-Kartbahn, ein Miniatur-Golfplatz sowie sechs Bowlingbahnen. Der Kartpalast in Bergkirchen wurde am 2. Januar 2011 eröffnet. Zu dem Zeitpunkt standen jedoch lediglich die Kartbahn sowie die Miniatur-Golf-Anlage zur Verfügung. „Wir hatten noch 700 Quadratmeter Fläche übrig. Unsere ursprüngliche Idee war es, dort einen Event- beziehungsweise Konzertraum zu realisieren. Dann entschieden wir uns für sechs Bowlingbahnen,

Die sechs Bowlingbahnen waren das letzte Puzzlestück, das in den Kartpalast integriert wurde.

tert Hardt: „Bei dieser langen Verweildauer kommt dem gastronomischen Angebot eine wichtige Rolle zu.“ Daher investieren die Macher des Kartpalasts in eine gute Ausstatung der Küche sowie in motivierte und qualifizierte Mitarbeiter. „Wir bieten unseren Gästen Burger und Pizza in einer richtig guten Qualität. Dafür haben wir eigens einen Pizzabäcker aus Neapel engagiert, der Pizza im Holzofen zubereitet. Und die Gesamtverantwortung für das Speisenangebot trägt ein Koch, der mehrere Jahre Erfahrung in der Sternegastronomie gesammelt hat“, erläutert Hardt wichtige Eckpunkte, um die gewünschte Qualität zu erreichen. „Den Gästen scheint es jedenfalls zu schmecken, denn allein zur Mittagszeit kommen viele Kunden aus dem nahegelegenen Gewerbegebiet zum Essen. Wir können mit jeder ordentlichen Gastronomie im näheren Umkreis mithalten.“

Ein Miniatur-Golf-Platz mit 14 Löchern ist im Erdgeschoss angelegt. Die Anlage mit Kunstrasen überzeugt sogar richtige Golfer.

was eine gute Entscheidung war. Denn Bowling als dritte Disziplin wird von den Gästen angenommen und ist eine ideale Ergänzung zum Kart und zu Miniatur-Golf“, so Geschäftsführer Oliver Hardt. Mit den Attraktionen Kart, Miniatur-Golf und Bowling bietet man im Kartpalast einen „Dreikampf“ an. Die Gäste entscheiden, ob sie eines machen wollen oder gleich in allen drei Disziplinen antreten möchten. „Um am Ende ein Gesamtergebnis zu ermitteln, haben wir eine eigene Software entwickelt“, erklärt Hardt.

Dabei war laut Hardt die Gastronomie die größte Herausforderung bei der Planung, aber auch in der Startphase des Kartpalasts: „Mein Geschäftspartner Norbert Raible und ich haben bis 2010 das Kartzentrum in der Hansastraße in München betrieben. Dort war das gastronomische Angebot begrenzt. Von daher war das für uns die größte Umstellung.“

Hohe Verweildauer

Public Viewing kommt an

„Besucher, die sich entscheiden, alle drei Disziplinen auszutragen, bleiben in der Regel vier Stunden“, erläu-

Der Gastro-Bereich im Kartpalast wird zudem für Public Viewing genutzt. Mehrere große Leinwände sind dort aufgestellt. „Bei großen Sportereignissen sind wir voll. Bevor die Übertragung beginnt, fahren viele Gäste vorher noch eine Runde Kart, spielen Miniatur-Golf oder bowlen“, zeigt sich Hardt vom Public Viewing überzeugt.

Kartpalast o Gewerbegebiet GADA A8, 85232 Bergkirchen o www.kartpalast.de, info@kartpalast.de o Tel. +49 8142 41851–0, Fax: +49 8142 41851–11 o Kartbahn mit 28 E-Karts, sechs Bowlingbahnen mit Brunswick-Technik, Miniatur-Golf

o Gastro-Bereich mit 200 Sitzplätzen, 2 Event-/Seminarräume

Gute Gastronomie wichtig

Gäste aus dem Umland Die Erfahrungen im Betrieb einer Kartbahn haben Raible und Hardt leicht auf den Betrieb der Miniatur-Golf-


Praxis

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C A

A

B

H

D E

G

I

F

A = Eingang/Treppenhaus  B = Kartbahn  C = Event-/Seminarräume  D = Counter  E = Theke  F = Küche  G = Gastro-Bereich  H = Adventure Golf  I = Bowling-Bereich Anlage sowie der Bowlingbahnen übertragen können. Zudem konnten sie weitere Erfahrungen für die Planung des Kartpalasts einbringen. „Wir haben die Kunden in unserem ehemaligen Kartcenter in München systematisch nach ihrem Anfahrtsweg befragt. Dabei kam heraus, dass die meisten Gäste Anfahrten von 20 bis 30 Kilometern hatten. Mit diesem Wissen fiel uns die Entscheidung leichter, den neuen Kartpalast quasi

was andere, aufwändige Form, so Hardt: „Die Variante mit Kunstrasen, die deutlich näher am regulären Golf anzusiedeln ist, hat uns am meisten überzeugt. Unsere Gäste sehen das offenbar ähnlich, denn an den Wochenenden haben wir oftmals keine Schläger zum Verleihen mehr übrig. Im Winter besuchen uns regelmäßig richtige Golfer, die auf dem Kunstrasen das Putten trainieren.“

Das gesamte obere Stockwerk wird für die Kartbahn verwendet

Insgesamt 28 E-Karts stehen zur Verfügung.

In Geräuschdämmung investiert

Mit seinem Geschäftspartner Norbert Raible betreibt Oliver Hardt (im Bild) den Kartpalast.

auf der grünen Wiese vor den Toren Münchens zu errichten“, so Hardt. Das Geschäft mit den Karts war den beiden Inhabern bereits aus einer vorherigen Anlage bekannt. Am neuen Standort entschied man sich für die Anschaffung von strombetriebenen Karts, weil damit die Problematik von Abgasen und Belüftung umgangen werden konnte. Und auch beim Miniatur-Golf wählte man eine et-

Direkt neben den Miniatur-Golf-Bereich befinden sich die sechs Bowlingbahnen. Die Bahnen sind mit Wänden vom Miniatur-Golf sowie einer Glasfassade vom Gastro-Bereich getrennt. „Uns ist es wichtig, dass die Gäste in der Gastronomie sowie die Mini-Golfer sich in einer leisen Umgebung aufhalten können. Daher haben wir sehr viel in die Geräuschdämmung an den Bowlingbahnen investiert“, erklärt Hardt die räumliche Trennung der Bowlingbahnen. Und in der Tat, die Miniatur-Golfspieler sowie die Gäste im Gastro-Bereich werden von den Bowlingbahnen kaum gestört. Wie gut das Konzept Kartpalast letztendlich aufgeht, ist selbst für Hardt ein wenig überraschend. „Wir haben sehr viel Detailarbeit im Vorfeld gemacht und waren schon davon überzeugt, dass unser Konzept eines Kartcenters mit weiteren Attraktionen aufgeht. Aber das alles so gut ineinandergreift und funktioniert, haben wir nicht erwartet“, so Hardt abschließend.  Simon Dietzen 


Markt

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Facebook richtig angepackt

Qualität vor Quantität Image pflegen und Reichweite erhöhen. So oder so ähnlich lauten in der Regel die Vorstellungen von Unternehmen, die auf der Social-Media-Plattform Facebook aktiv sind. Die Summe an Fans und Posts spielt eine große Rolle, aber solange deren Qualität nicht stimmt, ist nicht viel erreicht.

„Qualitativ hochwertige Fans sind Multiplikatoren für Unternehmen. Sie haben sich entschieden, die Firma gut zu finden und freuen sich auf deren Posts.“

Einige wissen es und viele haben es schon immer vermutet: Nicht alle Zahlen der Social-Media-Plattform Facebook kann man für bare Münze nehmen. Da gibt es zum Beispiel die Möglichkeit, bei Ebay Fans zu kaufen. Aber was ist davon zu halten? Alexander de Vries, Geschäftsführer der Werbeagentur Reinstil, beantwortet die Frage kurz und knapp mit „nichts“ und erklärt warum: „Meh-

Alexander de Vries, Geschäftsführer Reinstil sonen als Fans gewonnen, aber dennoch ist es eine fragwürdige Methode.“ Für de Vries steht fest, wer mit Facebook erfolgreich arbeiten möchte, braucht eine gute Fanqualität. „Qualitativ hochwertige Fans sind Multiplikatoren für Unternehmen. Sie haben sich entschieden, die Firma gut zu finden und freuen sich auf deren Posts.“

Abwechslung wichtig

Für viele Betreiber ist Facebook bereits ein wichtiges Tool. Wer sein Netzwerk dauerhaft pflegt, für den ist die Social-Media-Plattform hilfreich.

rere zehntausend auf Ebay gekaufte Fans zu haben, sieht vielleicht schön aus, aber bringt nichts. Denn dann kommuniziere ich mit ‚Zombies’, denen mein Geschäft vollkommen egal ist. Das ist Zeitverschwendung.“

Fans um jeden Preis? Nein danke! Aber de Vries weiß noch von weitaus subtileren Methoden zu berichten, um die Anzahl an Fans schnell zu erhöhen: „Einige Firmen schalten Facebook-Werbung mit dem Foto einer jungen Frau und dem Text ‚Scarlett Johansson ist die schönste Frau der Welt’. Der Name der jeweiligen Firma steht darüber, viele Facebook-Nutzer sehen aber nur das Foto und den Text darunter. Wer sich davon angesprochen fühlt und ‚Gefällt mir’ klickt, der liked nicht etwa die Aussage, sondern die Facebook-Seite der Firma. Immerhin werden so richtige Per-

„Wenn die Qualität der Fan-Basis stimmt, ist der nächste Schritt, diese mit ansprechenden Posts beziehungsweise Informationen auf dem Laufenden zu halten und zum Interagieren zu bewegen“, so de Vries: „Posts, die nur darauf abzielen, den eigenen Verkauf anzukurbeln bringen nicht viel. Die Fans wollen einen Mehrwert erkennen. Wenn beispielsweise ein Bowlingcenter monoton das Wochenprogramm postet, dann ist dass kein Mehrwert sondern Standard, der nicht wirklich von Interesse ist. Fans sollten Abwechslung geboten bekommen. Ankündigungen über einmalige Events, Nachrichten der Lokalzeitung, über einen lokalen Fußballverein oder lokale Partnerunternehmen bieten dies. Werden die Posts mit Bildern oder Videos kombiniert, peppt das die eigene Facebook-Seite auf.“ Ein Punkt mit dem sich jeder schwer tut, sind negative Kommentare, die in einer offenen Kommunikationsplattform wie Facebook vorkommen können. Hier rät de Vries zu einem offenen Umgang: „Das Vertrauen in ein Unternehmen wird gestärkt, wenn es positive wie negative Kommentare auf Facebook zulässt. Wichtig ist, negative Posts zügig und angemessen zu kommentieren sowie Problemlösungen anzubieten. Das verschafft Respekt und gibt wertvolle Hinweise darauf, wo etwas im Argen liegt. Sollte die Kritik jedoch renitent, ausfallend oder unangebracht sein, sollte der Betreiber dies freundlich, aber bestimmt kommentieren. Mittels Hausordnung beziehungsweise Netiquette kann man von vorneherein klarstellen, dass auf der Fanseite gewisse Umgangsformen unabdingbar sind. Als ‚UltimaRatio’ kann der Störer entfernt werden.“ Simon Dietzen 


Praxis

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Juni 2013

Firmen-Cup im Planet Bowling

Fun-Event für Folgeaufträge Zum dritten Mal veranstaltete das Planet Bowling Kaiserslautern im Mai 2013 den hauseigenen Firmen-Cup. Gespielt wurde um die Ehre sowie eine Bowlingparty für bis zu 55 Personen für das Gewinner-Unternehmen. Ein attraktives Event, das 44 Teams überzeugte, teilzunehmen. Wer denkt, dass der Firmen-Cup im Planet Bowling angesichts von 44 teilnehmenden Teams ein lukratives Event sei, der wird von Betriebsleiter Andreas Schösser direkt eingefangen: „Der Firmen-Cup ist für uns ein reines Image- und Werbeevent. Am Ende des Tages

zeugen können, dass das Planet Bowling eine tolle Location zum Feiern und Spaßhaben ist.“

Der Wettbewerb Damit alle Teilnehmer auch richtig Laune macht, wird beim Firmen-Cup in Vierer-Mannschaften gespielt. Jede Person spielt drei Spiele. Gespielt wird mit Hausbällen, eigene Bälle sind nicht erlaubt. Die jeweils besten drei Mannschaften aus vier Vorentscheidungen qualifizieren sich für ein Finale. „Natürlich muss ein DJ während der Spiele mit guter Musik und ein paar flotten Sprüchen die Teams animieren. Schließlich ist es ein FunEvent“, ergänzt Schösser. Die Startgebühr beträgt zehn Euro je Teilnehmer pro Spieltag. Darin enthalten sind neben den drei Spielen auch die Leihschuhe sowie ein Freigetränk.

Attraktive Preise

44 Teams mit jeweils 4 Spielern haben im Mai am dritten PlanetBowling-FirmenCup teilgenommen.

kommen wir null auf null raus. Dennoch lohnt sich die Veranstaltung. Denn unsere Erfahrung ist, dass so gut wie jedes Unternehmen, das ein Team beim FirmenCup am Start hatte, im Nachhinein eine Veranstaltung, wie beispielsweise eine Weihnachtsfeier, bei uns organisiert. Insofern sind wir zufrieden, wenn der FirmenCup kostendeckend ist und wir die Teilnehmer über-

„Der Firmen-Cup ist für uns ein reines Image- und Werbeevent. Am Ende des Tages kommen wir null auf null raus. Dennoch lohnt sich die Veranstaltung.“ Andreas Schösser, Betriebsleiter Planet Bowling

Neben Spaß beim Bowling sind laut Schösser auch die zu gewinnenden Preise ein wichtiger Anreiz für die Teilnahme. „Das Siegerteam gewinnt für seine Firma eine Bowlingparty für bis zu 55 Personen, das macht eine Teilnahme auch für mittelgroße Unternehmen interessant. Zudem haben wir Sponsoren, die mehrere Sachpreise für die weiteren Platzierungen spenden. Grundsätzlich erhält aber auch jede Teilnehmermannschaft von uns einen Gutschein, der auf eine Firmenfeier, beispielsweise Weihnachtsfeier, angerechnet werden kann. Und im Anschluss an das Finale und die Siegerehrung gibt es noch eine After-Game-Party für alle Teilnehmer des Firmen-Cups, mit einem kostenfreien Buffet.“

Planet Bowling Firmen-Cup

Frühe Werbung wichtig

o Startgebühr:

„Aktiv beworben wurde der dritte Firmen-Cup ab Januar“, so Andreas Schösser: „Im Center haben wir Plakate aufgehängt und Flyer ausgelegt. Partnerunternehmen sowie Sponsoren des Firmencups haben ihrer Geschäftspost über 10.000 Flyer beigelegt. Und sehr wichtig: Bei unserem After-Work-Bowling im Center haben wir immer wieder mit Durchsagen und individueller Ansprache Interesse am Event wecken können. Dank der langen und intensiven Werbung wächst die Veranstaltung von Jahr zu Jahr“, so Schösser abschließend

10 Euro pro Person (3 Spiele, Leihschuhe, kleines Freigetränk) o Enger Zeitrahmen mit folgenden Terminen: 14. Mai: 1. Vorentscheid ab 19.00 Uhr 16 Mai: 2. Vorentscheid ab 19.00 Uhr 21. Mai: 3. Vorentscheid ab 19.00 Uhr 23. Mai: 4. Vorentscheid ab 19.00 Uhr 24. Mai: Finale ab 19.00 Uhr, Siegerehrung und After-Game-Party ab 22.00 Uhr o Preise: Bowlingparty für bis zu 55 Teilnehmer für Sieger Anrechenbare Gutscheine für Bowlingpartys für alle Teilnehmer



Simon Dietzen


Gastronomie

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Juni 2013

Bierkultur Genuss-Guide Der DLG-Verlag legt seinen Genuss-Guide 2013

Aus für Online-Hygienepranger

zum Thema Bier vor: mit Trends, Fakten, Tipps, 656 prämierten Bieren und einer Vielzahl deutscher Spitzenbrauereien im Porträt. Im Fokus des neuen Genussführers steht der Megatrend Regionalität, der auch in Sachen Bier in aller Munde ist. Der neue Genuss-Guide gibt einen Überblick über die aktuelle deutsche Braukultur, vermittelt kompaktes Bier-Wissen und präsentiert die aktuellen Testergebnisse der Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) aus allen Bierregionen Deutschlands. Alle in diesem Guide empfohlenen Biere wurden im Rahmen der DLG-Qualitätsprüfung für Bier in umfangreichen Tests bewertet.

Urteil Im Rahmen eines Eilverfahrens hat der hessische Verwaltungsgerichtshof (VGH) Online-Veröffentlichungen von allgemeinen Hygienemängeln in Gaststätten vollständig untersagt. Damit folgt man dem Urteil in Baden-Württemberg. Von diesem Urteil betroffen sind auch Bowlingcenter mit Speisenangebot. Nach der Entscheidung hat das hessische Verbraucherschutzministerium am 30. April die Internetveröffentlichungen im „Verbraucherfenster Hessen“ eingestellt. Hier waren Betriebe aufgeführt worden, bei denen bereits aufgrund geringer Beanstandungen im Hygienebereich ein Bußgeld zu erwarten war. Grundlage dafür war das seit dem 1. September 2012 geltende sogenannte Verbraucherinformationsgesetz des Bundes. Eine Voraussetzung für die Veröffentlichung war allein, dass ein Bußgeld gegen den Betrieb von mehr als 350 Euro zu erwarten war. Die hessischen Richter gaben nun den klagenden Betrieben recht. Sie äußerten Zweifel an der Vereinbarkeit der Regelung mit europäischem Recht sowie mit dem Grundrecht auf Berufsfreiheit der Gaststätten-Besitzer. Die Kasseler Richter folgten damit Entscheidungen von Gerichten in anderen Ländern. In diesen waren zuletzt keine Restaurants mit Hygiene-Mängeln mehr veröffentlicht worden. Beim Gaststättenverband Dehoga zeigt man sich angesichts der Rücknahme der „Hygienepranger“ erfreut. Gute Hygienepraxis und Verbraucherschutz hätten in der Gastronomie Priorität. Bei den Lebensmittelskandalen der letzten Jahre seien die Gastronomen nie Verursacher, sondern – wie der Endverbraucher – Betroffene. „Allein aus diesem Grund ist es für mich unverständlich, mit welchen populistischen Forderungen unsere Branche immer wieder konfrontiert wird. Eine Stigmatisierung durch Veröffentlichung im Internet oder eine Ampel an der Tür verbessert nicht den Verbraucherschutz, sondern verwirrt die Gäste und kann den Betrieb ruinieren“, betonte Dehoga-Präsident Ernst Fischer auf der Jahrespressekonferenz des Verbands. „Man kann dankbar sein, dass die deutschen Gerichte dies auch so sehen.“

Trinkwasser erwünscht Umfrage Während in Restaurants in anderen Ländern zum Essen oft eine Karaffe frisches Trinkwasser aus der Leitung gereicht wird, ist dies in Deutschland nicht der Fall. Um herauszufinden, ob sich der deutsche Gast einen solchen Service wünscht, befragte TNS Emnid im Auftrag des Forums Trinkwasser mehr als 1.000 Bundesbürger. Das Ergebnis ist eindeutig: Die Mehrheit der Befragten (76 Prozent) fände das Angebot von Trinkwasser im Restaurant sehr gut und empfindet dies als sympathischen Service. Die große Mehrheit (76 Prozent) würde nicht weniger andere Getränke konsumieren, wenn ihr Trinkwasser angeboten wird. Für fast die Hälfte der Befragten (46 Prozent) wäre ein kostenfreier Trinkwasserservice sogar sicher beziehungsweise vielleicht ein Grund, das Restaurant öfter zu besuchen.


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Business Juni 2013

Kein Glücksspiel

„Junges Team“

Werbeaktion Die von einem Möbelhaus geplante Werbe-

Stellenausschreibung Hinweise in Stellenausschreibungen

aktion mit dem Slogan „Sie bekommen die Ware geschenkt, wenn es am ... regnet“ ist kein erlaubnispflichtiges Glücksspiel im Sinne des Glücksspielstaatsvertrages. Solche Werbeaktionen sind rechtens, da im Rahmen des Spiels für den Erwerb der Gewinnchance

wie „junges dynamisches Team“ sind im Hinblick auf das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz problematisch. Das LAG München (Az 7 Sa 705/12 ) sah in dem Hinweis auf ein junges, dynamisches Team in einer Stellenanzeige zwar noch kein Indiz für eine Altersdiskriminierung. Dabei kam es allerdings sehr auf die Details an. Dieser Hinweis fand sich in der Selbstdarstellung des Arbeitgebers, nicht in der eigentlichen Stellenbeschreibung. Dem LAG Hamburg (Az 5 Sa 14/10) hingegen reichte der Hinweis in der Anzeige „wir bieten Ihnen ein junges, erfolgreiches Team“ zu einem Indiz für eine Altersdiskriminierung. Der abgelehnte Bewerber hatte in dem Fall einen Entschädigungsanspruch.

kein Entgelt verlangt wurde und die Entscheidung über den Gewinn ganz oder überwiegend vom Zufall abhing. Dies entschied der Verwaltungsgerichtshof BadenWürttemberg (Az 6 S 892/12).

Mobiles Gerät ohne Passwort Studie Viele europäische Nutzer von Handys und Tablets gehen sorglos mit den Daten auf ihren mobilen Geräten um. Gut jeder Dritte (35 Prozent) schützt es nicht mit einem Passwort, ergab eine Studie des Sicherheitssoftware-Spezialisten Symantec. Rund 62 Prozent nutzen bei Gelegenheit ungesicherte WLAN, in denen Informationen mitgelesen werden können. Einige tippen dabei auch ihre Bankkonto-Zugangsdaten ein. Auf den mobilen Geräten sind inzwischen erhebliche Datenschätze zu finden. 69 Prozent gaben an, dort wichtige Informationen zu speichern oder sie für den Zugang dazu zu nutzen. Bei gut jedem Dritten handelt es sich dabei um E-Mails oder Dokumente von der Arbeit, fast jeder Fünfte hat Passwörter zu mobilen Diensten auf den Geräten.

Europäischer Zahlungsraum SEPA-Folgen Der Hightech-Verband Bitkom weist darauf hin, dass ab 1. Februar 2014 elektronische Zahlungen durchgängig im neuen SEPA-Format abgewickelt werden müssen. „Wer nicht rechtzeitig auf SEPA umstellt, dem droht die Zahlungsunfähigkeit“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Nach Januar 2014 werden Überweisungen im alten Format nicht mehr dem Konto des Empfängers gutgeschrieben. Von der Umstellung betroffen sind sämtliche Abteilungen eines Unternehmens, die mit bargeldlosem Zahlungsverkehr zu tun haben: etwa IT, Buchhaltung, Vertrieb, Einkauf oder die Personalabteilung.


Business

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Juni 2013

Vorsteuerabzug unter bestimmten Voraussetzungen

Rechnungen richtig stellen Unternehmer müssen innerhalb von sechs Monaten nach Ausführung einer Leistung eine Rechnung stellen. Diese muss bestimmte Pflichtangaben enthalten. Bei Formfehlern oder Unvollständigkeit kann es sein, dass die Vorsteuer nicht abgezogen werden kann und hohe Umsatzsteuernachzahlungen drohen. Die gesetzlichen Anforderungen für die Ordnungsmäßigkeit einer Rechnung sind in § 14 Abs. 4 Umsatzsteuergesetz (UStG) festgeschrieben. Ist eine dieser Anforderungen nicht erfüllt, gilt die Rechnung als nicht ordnungsgemäß, was zur Folge hat, dass der Vorsteuerabzug nicht möglich ist. Auf diesen hat der Rechnungsempfänger einen Anspruch, sodass er die Begleichung der Rechnung verweigern kann. Unternehmer müssen Eingangs- und Ausgangsrechnungen bis zu zehn Jahre aufbewahren, von dem Ende des Geschäftsjahres an gerechnet, in dem die Rechnung erstellt wurde. Es ist immer ratsam, die Umsatz-Steueridentifikationsnummer des Rechnungsstellers anstelle der persönlichen Steuernummer anzugeben, um einen Missbrauch der persönlichen Steuernummer zu verhindern. Wenn ein Unternehmen noch keine Umsatz-Steueridentifikationsnummer hat, kann diese formlos beim Bundesamt für Finanzen beantragt werden. Der Antrag auf Erteilung einer USt-IdNr. kann auch online gestellt werden. Hierbei wird über den Formularserver der Bundesfinanzverwaltung ein entsprechendes Internet-Formular zur Verfügung gestellt, über das eine vollautomatisierte Beantragung ermöglicht wird: www.bzst.de.

Kleinunternehmerrechnungen Auch wer die sogenannte Kleinunternehmerregelung anwendet, muss seine Rechnungen nach den unten aufgeführten Vorgaben erstellen. Allerdings darf er keine Umsatzsteuer in Rechnung stellen, da er sie sonst an das Finanzamt abführen muss. Es ist empfehlenswert, auf der Rechnung folgenden Hinweis aufzunehmen: „Im ausgewiesenen Rechnungsbetrag ist gem. Paragraph 19 Abs. 1UstG keine Umsatzsteuer enthalIris Heinemann ten.“ 

Übersicht Rechnungen müssen aus umsatzsteuerlichen Gründen folgende Angaben enthalten: o Vollständiger Name und vollständige Anschrift Ihres Unternehmens o Vollständiger Name und vollständige Anschrift des Leistungsempfängers o Datum der Rechnung o Ihre Steuernummer oder die Ihnen vom Bundeszentralamt für Steuern erteilte Umsatzsteuer-Identifikationsnummer o Fortlaufende Rechnungsnummer mit einer oder mehrerer Zahlen- oder Buchstabenreihe oder einer Kombination, die Sie zur Identifizierung der Rechnung einmalig vergeben o Betreffzeile mit dem Titel „Rechnung“ und mit Bezug „Ihr Auftrag vom“ o Menge und Art der gelieferten Gegenstände bzw. Umfang und Art der erbrachten Leistungen o Zeitpunkt der Lieferung oder Zeitraum der Leistungserbringung (Kalendermonat ist ausreichend)

o Bei Anzahlung oder Vorauszahlung: nur wenn der Zeitpunkt der Vereinnahmung feststeht und nicht mit dem Ausstellungsdatum der Rechnung übereinstimmt o Nettobetrag der Lieferung bzw. Leistung in Euro o Umsatzsteuersatz (19 % oder 7 %) o Die Höhe des Steuerbetrags oder im Fall der Steuerbefreiung ein Hinweis darauf, dass für die Lieferung bzw. sonstige Leistung eine Steuerbefreiung gilt o In besonderen Fällen gibt es zusätzliche Pflichten, die Paragraphen 14a des UStG auflistet o Im Voraus vereinbarte Boni, Rabatte, wenn nicht im Entgelt berücksichtigt o Zahlungsziel (Datum, bis wann die Überweisung eingegangen sein sollte) o Hinweis auf zweijährige Aufbewahrungspflicht bei Werkslieferungen oder Leistungen im Bau oder Ausbau an Privatkunden o Vollständige und korrekte Bankverbindung

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