Medijuana 62

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Cannabichromen (CBC) Ein beruhigendes Anti-Krebs-Cannabinoid

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or weit ĂŒber fĂŒnfzig Jahren wurden die ersten Cannabinoide entdeckt. Allgemein bekannt sind THC und CBD, wĂ€hrend Cannabichromen (CBC) erst jetzt mehr Aufmerksamkeit erhĂ€lt. In erster Linie, weil dieses MolekĂŒl neben anderen medizinischen Eigenschaften fĂŒr die Entspannung verantwortlich ist. Wie THC und CBD wird Cannabichromen von CBGa abgeleitet, das auch primordiales Cannabinoid genannt wird. Es gibt Cannabispflanzen, die einen höheren Anteil an CBC als CBD enthalten, aber Pflanzen mit diesem Inhaltsstoff, die speziell gezĂŒchtet wurden, sind bis heute selten. CBC ist ein nicht-psychoaktives Cannabinoid, es hat keine bewusstseinsverĂ€ndernde Wirkung, was dadurch erklĂ€rt werden kann, dass es im Gegensatz zu THC den CB1Rezeptor nicht direkt aktiviert, sondern sich nur schwach mit ihm verbindet. An die TRPV1- und TRPA1-Rezeptoren jedoch, die fĂŒr das Schmerzempfinden sowie das physi-

sche und thermische Empfinden verantwortlich sind, bindet es sich wirksam. Hinsichtlich der zunehmend untersuchten „synergistischen Effekte“ spielt CBC eine wichtige Rolle: Durch die indirekte Rezeptoraktivierung unterstĂŒtzt es die Wirkung anderer Cannabinoide, gleicht sie bei Bedarf sogar aus. CBC hat beispielsweise eine beruhigende Wirkung und löst Spannungen, die durch THC und paranoide Gedanken verursacht werden. Seine medizinischen VorzĂŒge beruhen auf den analgetischen, beruhigenden, neuronal regenerativen, entzĂŒndungshemmenden, antidepressiven, krebsbekĂ€mpfenden und antimykotischen Eigenschaften. Die Wirkung gegen chronische Schmerzen wurde an MĂ€usen getestet und seine Effizienz der des CBD gleichgesetzt. Seine vielleicht interessanteste Wirkung ist die Neurogenese, eine Eigenschaft, welche die Regeneration von Nervenzellen unterstĂŒtzt und bei Alzheimer oder anderen Demenz auslösenden Krankheiten nutzbrin-

gend sein kann. Wie bei anderen Cannabinoiden wurden antibakterielle Eigenschaften beispielsweise bei E. coli beobachtet und es bekĂ€mpft auch aggressiven Schwarzschimmel. Es kann auch bei Hautproblemen entzĂŒndlichen Ursprungs, wie Akne, angewendet werden, selbst in Kombination mit CBD. Eine im Jahr 2020 veröffentlichte Studie ergab, dass die kombinierte Anwendung von CBC und CBD bei Krebs hilft, wie in Experimenten an Menschen mit Magen-DarmTumoren nachgewiesen wurde. Diese beiden Cannabinoide trugen deutlich hĂ€ufiger zur Vernichtung von Krebszellen bei als die anderen untersuchten Cannabinoide. Eine Eigenschaft, die sehr wahrscheinlich in naher Zukunft auch fĂŒr Krebstherapien von Interesse sein wird. Studien der FundaciĂłn Canna, ein unabhĂ€ngiges Labor fĂŒr Cannabisanalyse, belegen, dass Medijuana-CBD-Öle auch nennenswerte Mengen an CBC enthalten.


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