PLATTFORM VORARLBERG FÜR WEHRPFLICHT UND ZIVILDIENST Konstituierung - Presseaussendung Der am 22. Okt. konstituierten Plattform gehören namhafte Vertreter des öffentlichen Lebens aus Gemeinden, Sozialpartnerschaft, Wirtschaft, Bildung, Sicherheit, Kultur, wehrpolitisch aktiven Organisationen, Blaulichtorganisationen, Sport und Sozialeinrichtungen an. Mag. Harald Sonderegger, Präsident des Vorarlberger Gemeindeverbandes nimmt einen prominenten Platz ein, da er um die Bedeutung der umfassenden Sicherheitsvorsorge und richtungsweisenden Volksbefragung am 20. Jänner 2013 weiss. Jahrelange Diskussionen der Politik um das zukünftige Wehrsystem in Österreich münden nunmehr in einer Volksbefragung. Zur Auswahl stehen die Beibehaltung der Allgemeinen Wehrpflicht und des Zivildienstes bzw. eines Berufsheeres und eines bezahlten sozialen Jahres auf Basis der Freiwilligkeit. Im Vorfeld der Volksbefragung bedarf es sachlicher Informationen über Vor- und Nachteile der beiden Wehrsysteme als Grundlage für die bestmögliche Sicherheit unserer Heimat, der Personalstruktur des Österreichischen Bundesheeres und der Konsequenzen im Bereich der Sozialdienste und Blaulichtorganisationen. Die Auswirkungen eines Systemwechsels müssen den Wahlberechtigten in unserem Bundesland bewusst gemacht werden. Die Proponenten der Plattform sind von den Vorteilen der Allgemeinen Wehrpflicht und dem untrennbar damit verbundenen Zivildienst überzeugt. Die Wehrpflicht sorgt für ausreichende Mannstärken zur Aufgabenerfüllung beim Schutz kritischer Infrastruktur, bei sicherheitspolizeilichen Assistenzeinsätzen, bei der Katastrophenhilfe und ist die Basis für den Aufbau substantieller Milizstrukturen. Der Zivildienst ist eine wesentliche Grundlage für die Leistungen der Hilfs- und Blaulichtorganisationen sowie von sozialen Einrichtungen. Die Leistungsfähigkeit dieser bewährten Einrichtungen durch unausgegorene Experimente in Frage zu stellen, ist aus Sicht der Plattform unverantwortlich. Die Plattform sieht ihre Aufgabe darin, den wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürgern unseres Landes die Vorteile des bewährten Modells der Wehrpflicht mit einem optimierten Wehrdienst und des Zivildienstes bewusst zu machen und zu motivieren, von ihrem demokratischen Recht der Beteiligung an dieser staats- sicherheits- und sozialpolitischen Grundsatzentscheidung Gebrauch zu machen. Ein optimierter Dienst als Rekrut bzw. Zivildiener bedeutet nicht nur die Übernahme von Sicherheits- und sozialer Verantwortung, sondern bietet jungen Menschen auch die Chance, eine Solidarleistung zum Wohle der gesamten Gesellschaft zu übernehmen. Eine seriöse Sicherheitsvorsorge darf nicht zum Spielball tagespolitischer Interessen werden.