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KMU 2019 Vorarlbergs beste Klein- und Mittelbetriebe

Prämierung in den Kategorien

Handel, Dienstleistung/Tourismus und Gewerbe/Handwerk

KMU-Preisträger 2019

Bruno Walter, LUF GmbH


Wie schaffen wir perfekte Rahmenbedingungen f체r die Vorarlberger Wirtschaft?

VISION Wir setzen uns dynamisch f체r alle Unternehmerinnen und Unternehmer f체r einen zukunftsf채higen Wirtschaftsstandort und Lebensraum ein.

Jetzt mitmachen auf diskurszukunft.at


Inhalt 04 Statements der Jury 05 Ideenreich, engagiert, ­vielfältig: die Vorarlberger Klein- und Mittelbetriebe 06 KMU sind wesentliche Stützen des Standortes Vorarlberg 08/09  Unternehmer des Jahres: ­Erfinder Bruno Walter 10/11 Gewinner im Bereich Handel 13/15 Ausgezeichnete im Bereich Handel 16/17 Gewinner im Bereich ­Dienstleistung/Tourismus 19/21 Ausgezeichnete im Bereich Dienstleistung/Tourismus 22/23 Gewinner im Bereich ­ Gewerbe/Handwerk 25/27 Ausgezeichnete im Bereich Gewerbe/Handwerk 31 Alle Teilnehmer des KMU-Preises 2019

IMPRESSUM Verleger (Medieninhaber) und Hersteller: Russmedia Verlag GmbH, Gutenbergstraße 1, 6858 Schwarzach Redaktion: Hanna Reiner, Andreas Scalet, Marion Hofer Fotos: Roland Paulitsch, Phillip Steurer, Dietmar Stipovsek, VLK/Hofmeister, Oliver Lerch, Russ­­media-Archiv Layout: Felix Holzer, Umsetzung: Anja Schutti Anzeigenberatung: Russmedia Verlag GmbH Telefon 05572 501-0, Fax 05572 501-145 Erscheinungstag: Freitag, 4. Oktober 2019

Eine Initiative von Partner


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Vorarlbergs beste Klein- und Mittelbetriebe Vorarlberger Nachrichten

„Kern unserer Wirtschaft“ „Als Unternehmer­ bank fühlen wir uns den Firmen in unserer Region verbunden. Mit vielen von ihnen stehen wir in einer jahrzehntelangen Geschäfts­beziehung – angefangen beim traditionellen Kleinbetrieb über den hochspezialisierten Nischen­ anbieter bis hin zum international tätigen Großunternehmen. Wir freuen uns, dass wir auch zahlreiche Klein- und Mittelbetriebe bei ihren ­Geschäften begleiten dürfen, denn sie sind es, die wesentlich dazu beitragen, Vorarlberg als wichtigen Wirtschafts­ standort und als Region mit hoher Lebensqualität zu stärken. Umso erfreulicher ist es, dass der KMU-Preis auch heuer ­wieder eine Bühne bietet und die hervorragenden Leistungen der Unternehmen ins Rampenlicht gerückt werden. Herzliche Gratulation an dieser Stelle an alle Ausgezeichne­ ten und viel Erfolg weiterhin!“ Wilfried Amann, Hypo Vorarlberg

Es freut mich sehr, dass wir auch heuer wieder Vorarlbergs beste Klein- und Mittelbetriebe aus­ zeichnen dürfen. Zusammen sicher, dafür steht nicht nur die VLV, sondern sicher stehen auch diese „Säulen der Wirtschaft“, welche maßgeblich zum wirtschaft­ lichen Erfolg Vorarlbergs beitragen. Jedes Jahr bin ich aufs Neue beein­ druckt, wie viele verschiedene und herausragende Unternehmer wir in Vorarlberg haben. Gerade die KMU-Betriebe ermög­ lichen regionales Wirtschaftswachs­ tum und sichern unseren Wohlstand, als verlässlicher Arbeitgeber und als Wirtschaftsmotor für das Land. Alle Teilnehmer sind Gewinner, denn Sie beweisen tagtäglich ihr wirtschaft­ liches Geschick, ihr unternehmeri­ sches Denken und ihr nachhaltiges Handeln. Vielen Dank und weiterhin viel Erfolg! Robert Sturn, Vorarlberger Landesversicherung

Die Auftrags­ bücher voll, doch wer soll die Arbeit vollbringen, wenn die kost­ barste Ressource fehlt? Tatsächlich wird der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften in Vorarlberg immer drängender. Unser Land, nach wie vor mit einer geringen Arbeitslosenquote nahe der Vollbeschäftigung, ist nicht nur Heimat vieler KMU-Betriebe – auch auf eine höchst erfolgreiche Indus­ trie kann Vorarlberg verweisen. Gerade große Unternehmen in unmittelbarer Nachbarschaft saugen Arbeitskräfte ab, machen es Kleinund Mittelbetrieben zunehmend schwerer, genügend Fachkräfte zu finden. Es gilt spätestens jetzt, Initiativen zu starten, um jetzt und in Zukunft die richtigen Mitarbeitenden zu finden. Denn die Betriebe werden wachsen, mehr Arbeitsplätze schaf­ fen. Vielversprechend scheint, für mittelfristige Effekte gemeinsam mit den Betrieben im Bildungsbereich an neue Angeboten zu arbeiten. Kurzfristig scheitert es oft an genü­ gend Wohnraum, auch zur Miete. Und bei diesen Faktoren kann die Politik auch helfen. Apropos Politik: sie weiß, was Vorarlberg an den Unternehmern hat. Hochspeziali­ siert, oft in der Nische, bilden sie das Rückgrat der Wirtschaft im Westen Österreichs.

Zu den schönen Pflichten eines Jurors und Partners des Vorarlberger KMU-Preises gehört es, die aus­ gezeichneten Betriebe zu be­suchen. Ich kam auch heuer wieder zu kleinen und mittleren Unternehmen, die ausgezeichnet aufgestellt sind, die am Markt mit Innovation und ­bester Qualität glänzen, Betriebe die Jugendliche ausbilden und sichere ­Arbeitsplätze schaffen. Diese Betriebe sind die Basis für den starken Wirtschaftsstandort ­Vorarlberg, ihnen gehört meine Hochachtung. Das gilt auch für unser Unternehmen. Selbst ein mittleres Unternehmen, wollen wir unseren Teil dazu beitragen, dass die Firmen sich auf ihre Aufga­ ben kümmern können. Seit vielen Jahren sind wir von Auto Gerster ­Mobilitätspartner der Vorarlberger Wirtschaft. Christoph Gerster, Auto Gerster

Die Vorarlberger Nachrichten sind stolz, gemeinsam mit den Partnern des KMU-Preises eine Bühne für Klein- und Mittelbetriebe zu präsen­ tieren. Nicht nur heute sind in den VN die kleineren ganz groß!

KMU bilden den Kern unserer Wirtschaft und Gesellschaft: Sie sind verlässliche Arbeitgeber für viele Menschen und engagieren sich als Lehrlingsausbildner für die Fachkräfte von morgen. Mit ihren Produkten und Dienstleistungen für das ­tägliche Leben versorgen sie die Vorarlberger Bevölkerung und tragen damit ent­scheidend zur sozialen Sta­ bilität in den Regionen bei. KMU sind ein wichtiger Faktor für den Erfolg des Standorts und prägen das Bild des Wirtschaftens auf Vorarlberger Art. Kurz: KMU sind die Grundlage für Wachstum, Beschäftigung und Wohlstand in unserem Land. Mit der Verleihung des KMU-Preises zeigen wir Respekt vor diesen besonderen Leistungen für unsere Wirtschaft und Gesellschaft! Und sind stolz auf das große unternehmerische Engage­ ment in unserem Land!

Gerold Riedmann, Vorarlberger Nachrichten

Hans Peter Metzler, Wirtschaftskammer

Die gute Nachricht: die Krise wird auch im Herbst 2019 vorerst wei­ ter verschoben. Das Gerede vom ­drohenden Konjunkturabschwung ist bei den Mittelständlern in Vor­ arlberg jedenfalls noch nicht an­­ge­kommen.


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Vorarlbergs beste Klein- und Mittelbetriebe Vorarlberger Nachrichten

Ausführliche Unterlagen wurden der Jury für ihre Beurteilung von den Firmen zur Verfügung gestellt. Das machte die Entscheidungen nicht einfacher.

Kleine und mittlere Betriebe sind Stützen der Wirtschaft

Jedes Jahr dasselbe: Die Jury muss sich zwischen lauter Siegern entscheiden. JURY Seit Jahren haben die Mitglieder der

Jury zum KMU-Preis wieder eine kaum zu lösende Aufgabe. Sie müssen aus knapp hundert teilnehmenden Firmen die bes­ ten kleinen und mittleren Unternehmen des Landes wählen. Das war diesen Som­ mer bei der inzwischen elften Verleihung des Vorarlberger KMU-Preises nicht an­ ders. Wieder folgten erfolgreiche und ­innovative kleine und mittlere Betriebe dem Aufruf der Vorarlberger Nachrichten und ihrer Partner Wirtschaftskammer, Land Vorarlberg, Hypo Vorarlberg, Vor­ arlberger Landesversicherung, Auto Gers­ ter und Vorarlberg Online und haben ihr Unternehmen mit ausführlichen Unterla­ gen präsentiert. Die Aufgabe für die Jury war einmal mehr sehr schwierig: „Wir sehen alle Teilnehmer als Gewinner, denn Sie beweisen tagtäglich ihr wirtschaft­ liches Geschick, ihr unternehmerisches

­Denken und nachhaltiges Handeln“, sagt der ­Direktor der Vorarlberger Landesver­ sicherung (VLV) Robert Sturn nach der Sitzung, bei der engagiert über die Firmen diskutiert wurde. Mit der Mittelstandsinitiative „Vorarl­ bergs beste Klein- und Mittelbetriebe – KMU 2019“ machen die VN und die Wirt­ schaftskammer auch heuer wieder auf die herausragende Bedeutung der über 20.000 Unternehmen für die Wirtschaft und Gesellschaft im Land aufmerksam. Die klein- und mittelständischen Unter­ nehmen dominieren die Wirtschaft in Vor­ arlberg. Sie stellen über 95 Prozent aller in Vorarlberg tätigen Firmen.und prägen ­damit maßgeblich die Wirtschaftsstruktur in unserem Bundesland. Ohne zu über­ treiben kann behauptet werden, dass Vor­ arlberg ein Land der kleinen und mittleren Unternehmen und ein Land der Familien­

betriebe ist. Die kleinen und mittleren Unternehmen leisten nachweislich den größten Beitrag zur Mitarbeiterqualifizie­ rung, ganz vorne steht bei der Ausbildung junger Menschen – nämlich vor der Indus­ trie – das Gewerbe und Handwerk. DIE JURY CHRISTOPH JENNY Direktor der ­Wirtschaftskammer Vorarlberg HARALD MOOSBRUGGER Land Vorarlberg, Leiter Wirtschaftsabteilung WILFRIED AMANN Vorstand Hypo V ­ orarlberg ROBERT STURN Direktor Vorarlberger ­Landesversicherung CHRISTOPH GERSTER Auto Gerster HANNA REINER Wirtschaftsredaktion ­Vorarlberger Nachrichten ANDREAS SCALET Wirtschaftsredaktion ­Vorarlberger Nachrichten


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Vorarlbergs beste Klein- und Mittelbetriebe Vorarlberger Nachrichten

„Vorarlbergs KMU unter den innovativsten der Welt“ Klein- und Mittelbetriebe begründen maßgeblich den Wohlstand im Land.

Kennt die Leistungen, aber auch die Probleme der Vorarlberger kleinen und mittleren Unternehmen, weil er vor Ort ist: LH Markus Wallner.

Am Erfolg des Produktions- und Wirtschaftsstandorts Vorarlberg haben die leistungsfähigen, familiengeführten Klein- und Mittelbe­ triebe mit ihren innovativen und qualitativ hochwertigen Produkten, die sowohl im Land als auch darüber hinaus auf große Nachfrage stoßen, wesentlichen Anteil. Denn mit der hierzulande stark verankerten klein- und mittelständischen Struktur, der enormen Vielfalt von KMU in allen Wirtschaftsbereichen und Branchen, gehen eine ganze Reihe von Wettbewerbsvorteilen einher, die einen sehr positiven Einfluss auf die Standortqualität und -­attraktivität haben. Als besonders sichtbares Markenzeichen legen die kleinen und mittleren Unternehmen ein Höchstmaß an Flexibilität an den Tag. Die ausgeprägte Anpassungsfähigkeit ist unerlässlich, um sich immer wieder neu auf die sich rasant ändernden Rahmenbedingungen einstellen zu können. Herausforderungen bleiben damit keine Hürden, sondern werden zu Chancen.

STANDORT VORARLBERG

Fachkompetenz, Tüchtigkeit und Kreativität der motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind neben dem starken Umsetzungswillen der umsichtig agierenden und engagierten Unternehmerpersönlichkeiten weitere „hausgemachte“ Standortvorteile, mit denen es Vorarlberg in den Kreis der wirtschaftlich führenden Regionen Europas geschafft hat. Oft handelt es sich bei den klein- und mittelständischen Unternehmen zudem um traditionsreiche Familienbetriebe, die r­egional fest verwurzelt und mit den hier lebenden Menschen stark verbunden sind. Als Arbeitgeber werden Arbeitsplätze gesichert und neue geschaffen, was für den Wohlstand im Land ganz entscheidend ist. In seiner Bedeutung nicht hoch genug einzuschätzen ist der Beitrag, den die Betriebe bei der Ausbildung junger Menschen erbringen. Zusammen mit den Berufsschulen im Land sorgt ein duales Ausbildungsmodell dafür, dass Theorie und Praxisbezug optimal miteinander harmo-

nieren. Das macht die Lehre hierzulande zu jener Qualitätsmarke, für die Vorarlberg national wie international Beachtung und Anerkennung erfährt. Es ist zu einem großen Teil auch der hervorragenden Lehrlingsausbildung zuzuschreiben, dass Vorarlberg zu einer der Regionen mit der niedrigsten Jugendarbeitslosigkeit in Europa zählt. Denn eine hochwertige Berufsausbildung für junge Menschen ist eine grundlegende Basis, für den zukünftigen Erfolg Vorarlbergs – aber auch für die persönliche Entwicklung der Jugendlichen. Aus Landessicht geht es darum, die Wettbewerbsfähigkeit der vielen KMUs weiter zu stärken: durch Investitionen in die Beschäftigungspolitik, durch weiteren Bürokratie- und Auflagenabbau, durch Investitionen in Infrastruktur, Bildung und Forschung und durch die Ankurbelung des privaten Konsums.

Landeshauptmann Markus Wallner


Herausforderungen aktiv begegnen Chancen wahrnehmen Digitalisierung ist ein globaler Megatrend, der bereits voll im Gange ist. Diesem Trend kommt eine derart hohe Bedeutung zu, dass er zum wachstumsbestimmenden Motor unserer Gesellschaft und Wirtschaft wird. In den kommenden Jahren und Jahrzehnten wird die Digitalisierung maßgeblich zum Wirtschafts- und Beschäftigungswachstum beitragen.

Digitale Bildung „Mit dem Digital Campus Vorarlberg möchten wir Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wie Unternehmen bei diesem Wandel unterstützen. Gezielte Weiterbildungsangebote – fokussiert auf die Bedürfnisse der Unternehmen und deren Mitarbeitende – bilden die Grundlagen dazu“, informiert Harald Moosbrugger, Leiter der Wirtschaftsabteilung des Landes. Der Digital Campus Vorarlberg ist eine gemeinsame Initiative von Land, Wirtschaftskammer und Arbeiterkammer.

Code for Kids Ziel des Projektes Code4Kids ist es, Kinder im Volksschulalter und damit möglichst früh mit der digitalen Welt in Kontakt zu bringen und sie auf spielerische Art und Weise einen Einblick in die Programmierung gewinnen zu lassen. Nach einem erfolgreichen Pilotprojekt in Lustenau, wird derzeit das Projekt an teilnehmenden Volksschulen im Bezirk Dornbirn umgesetzt. Die Projektdauer umfasst das zweite Semester im Schuljahr 2018/19 und das erste Semester im Schuljahr 2019/20.

Neuer Innovation-Hub Das Postgaragen-Areal am Campus V in Dornbirn wurde über den Sommer 2019 zu einem gemeinsam genutzten digitalen Innovationshub für Startups, Initiativen, Unternehmenspartner und Institutionen umgebaut. Dort wurde ein Umfeld geschaffen, in dem ausgewählte Startups ihre Geschäftsideen in kurzen Zyklen entwickeln und Unternehmenspartner mit ihren Teams an neuen Themenstellungen arbeiten können. Expertise und technische Ausrüstung bietet zusätzlich die Plattform für digitale Initiativen mit ihrem Mutterschiff und Maker-Space.

Wettbewerbsfähigkeit forcieren Um die Chancen der Digitalisierung nutzen zu können, ist eine leistungsfähige Breitbandinfrastruktur notwendig. Im Zeitraum 2015-2018 wurden in Vorarlberg rund 70 Millionen Euro in den Breitbandausbau investiert. Analysen der Rundfunk und Telekom Regulierungsbehörde (RTR) über den Versorgungsgrad von Haushalten stellen Vorarlberg ein gutes Zeugnis aus. 71% der Bevölkerung ist auf Basis kabelgebundener Anschlüsse mit einer Bandbreite von über 100 Mbit/s versorgt. Wird die Abdeckung mit Mobilfunk berücksichtigt, erhöht sich dieser Anteil deutlich.

Zukunft Breitband

Ultraschnelles Breitband ist für den Wirtschaftsstandort Vorarlberg ein wichtiger Standortfaktor. Im Zeitraum von 2015 bis 2018 wurden rund 70 Millionen Euro in den Breitbandausbau investiert. www.vorarlberg.at/digital


BEGRÜNDUNG DER JURY

Bruno Walter verfolgt seine Ziele mit großem Engagement. Aus dem Nichts hat er einen Hightech-Maschinenbaubetrieb geschaffen und ist mit seinen Produkten am Weltmarkt erfolgreich. Bei der Produktion der Geräte setzt er auf regionale Partner.


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Vorarlbergs beste Klein- und Mittelbetriebe Vorarlberger Nachrichten

KMU-UNTERNEHMER DES JAHRES Bruno Walter, LUF GmbH

Ein Erfinder, der an die Menschen denkt

Löschunterstützungsfahrzeuge (LUF) aus Thüringen sind weltweit im Einsatz. THÜRINGEN Bruno Walter erfindet und entwickelt dennoch Geräte, die es so bislang noch nicht gab. Der Thüringer Unternehmer führt ein kleines hochinnovatives Team, das entscheidende Beiträge zur Feuerbekämpfung ebenso liefert wie zur besseren Mobilität behinderter Menschen. Die Produkte der kleinen Firma, die zehn Mitarbeiter beschäftigt und ein enges Netzwerk an Partnern aufgebaut hat und damit weitere 15 Arbeitsplätze geschaffen und gesichert hat, ist aber wahrscheinlich in Asien bekannter als in Österreich. Denn dort befindet sich der Hauptmarkt der Firma LUF GmbH. Bruno Walter ist Spross einer Schlosser­familie.

„Wir legen Wert auf regionale Wertschöpfung. Alle unsere Bauteile werden von Vorarlberger Firmen gefertigt.“ Bruno Walter Gründer und GF der LUF GmbH

1896 gründete Johann Walter eine Schlosserei, 1919 gründete Fidel Walter ebenfalls eine Schlosserei. Im Jahr 1938 wurde die selbst entwickelte Feuerwehrwasserpumpe auf den Markt gebracht. Und 1990 erfolgte die Gründung von Rechner’s ­Biegesysteme, einer von ihm ZUR PERSON Bruno Walter Geschäftsführer der LUF GmbH GEBOREN 18. März 1969 AUSBILDUNG Lehre zum Industriemechaniker bei Hilti Thüringen, Meisterprüfung LAUFBAHN Als Fräser und Industrie­ mechaniker bei lokalen Firmen, anschließend Lehrlingsausbildner bei den Österreichischen Bundesbahnen, 1995 Start in die Selbstständigkeit, Geschäftsführer der Rechner GmbH, anschließend bei LUF GmbH, LUF International und SMZ LUF GmbH, ­Gesellschafter LUF und Gebrüder Walter OEG

Das LUF-Führungsteam mit dem Unternehmer des Jahres, Bruno Walter, zeigte den Juroren des KMU-Preises den Betrieb in Thüringen.

und seinen Brüdern Wilfried und Günter entwickelten Vorrichtung zum exakten und einfachen „Biegen“ von Rohren. Das entscheidende Ereignis für die weitere Entwicklung der Firma, die inzwischen LUF GmbH heißt, war ein Brand im Pfändertunnel, bei dem Menschen starben. Feuerwehrleute konnten nicht zum Unfallort vordringen. Zu heiß, zu viel Rauch. Das ließ Walter keine Ruhe. Es musste doch Möglichkeiten geben, um unter diesen Bedingungen Brände zu löschen. Walter besann sich auf die Schneekanone, die aus Wasser einen feinen Sprühnebel erzeugt. Sie war in der Lage die Temperatur zu senken und den Rauch zu vertreiben. Voraussetzungen, damit Feuerwehrleute dem Brand in Tunnels und geschlossenen Räume zuleibe rücken können. Damit die Kanone aber auch zum Einsatzort kommt, braucht es mehr – einen fahrbaren Untersatz. Und alles musste immer und unter allen Umständen funktionieren. Ergebnis der Überlegungen ist ein Gerät bzw. eine ganze Familie von Geräten, die heute weltweit zum Einsatz kommen, wenn es um die Bekämpfung von Feuer geht.

Gerade hat die Weltbank ein LUF-Löschgerät für Bangladesch geordert. Die LUFs sind das Aushängeschild der Thüringer, die aber außerdem weitere Löschunterstützungsgeräte und Pumsysteme anbieten und einen geländegängigen Rollstuhl im Programm haben. Während die Komponenten international eingekauft werden, werden – und darauf legt Walter wert – alle Bauteile in Vorarlberg gefertigt. 15 Personen sind in anderen Unternehmen nur mit der Zusammenarbeit mit LUF beschäftigt. „Die Technik muss den Menschen nützen“, ist Walters Grundsatz. Das war auch ausschlaggebend für die Entwicklung des geländegängigen Rollstuhls, der es Behinderten ermöglicht, mobil zu sein, wo dies bisher unmöglich war. DATEN UND FAKTEN FIRMENSITZ Thüringen GRÜNDUNGSJAHR 1995 UNTERNEHMENSGENERATION 3. MITARBEITER 10 direkt, 15 weitere Partner UMSATZ 10 Millionen Euro


BEGRÜNDUNG DER JURY

Der Möbelhändler hat sich neben dem Fokus auf Privatkunden mit der Objekt­ einrichtung ein erfolgreiches zweites Standbein über die Bundeslandgrenze hinaus geschaffen. Lifestyle und die neusten Trends werden ins Ländle geholt.


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HANDEL GEWINNER reiter design GmbH

Trends, die für Wohlgefühl beim Wohnen sorgen Rankweiler Designer bringt 400 globale Hersteller ins Ländle.

RANKWEIL An entsprechendem Selbstbewusstsein mangelt es Geschäftsführer Harald F. Künzle nicht. „Wir bieten natürlich die weltbesten Arbeitsplätze ­ und haben deshalb auch das beste Team der Welt“, fügt der 52-Jährige seinen Worten einen zwinkernden Smiley hinzu. Zugegeben: Die Reiter-Welt ist ganz ­etwas Spezielles. Sie steht für Lifestyle und neueste Trends in der Einrichtungsbranche. Das seit 35 Jahren bestehende Unternehmen, zu dem 20 (weltbeste) ­ Mitarbeiter zählen, holt diese Neuheiten ins Ländle – und nicht nur die, sondern auch die rund 400 globale Hersteller, mit dem die Vorderländer Firma zu­ sammenarbeitet. Aus diesem immensen Pool wird geschöpft, um für die Kunden das Optimale an Wohngefühl h ­ erauszuholen. Gutes ­Design zeichnet sich für Künzle dadurch aus, dass die Details passen.

Umsatzsteigerung Die Freude an Materialien, Formen und Farben sind es, die den Betrieb beflügeln, Design einen Rahmen zu geben. Dass es durch diese Tugenden im Vorjahr eine Umsatzsteigerung von 25 Prozent gab, unterstreicht, dass es Taten und nicht

„Die Freude an Materialien, Formen und Farben ­beflügeln uns, dem Design einen Rahmen zu geben.“ Harald F. Künzle Geschäftsführer

­ orte sind, die überzeugen. Besonders W im Wohnbereich konnte Reiter Design ­zulegen. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Arbeitsbereich – andere Unter­ nehmen vertrauen beim Einrichten auf das Knowhow der Rankweiler. Im Kampf um die besten Köpfe will man mitunter eine

Das Gespür für Lifestyle und Trends ist bei Reiter Design überall sichtbar.

wohnliche Komponente bieten. Dabei wird heute mehr in Konzepten g ­ edacht“, nennt der gelernte Kaufmann, worum es dabei geht. Auch die eigenen Mitarbeiter werden stets stark eingebunden. Aus- und Weiterbildung stehen an der Tagesordnung, ­hinzu kommt eine hohe Wertschätzung. Das Wohlbefinden ist ein hohes, vorrangiges Gut. Künzle: „Unsere Kollegen sollen mit Freude zum Arbeitsplatz ­kommen.“

Eigenes Magazin Eine Besonderheit ist das Mitarbeiter-­ Magazin, das in 5000 Stück Auflage zweimal jährlich mit 54 Seiten erscheint. Darin wir über Möbel, Interieurtrends, Kunst, Kultur und Kulinarik berichtet und

die Reiter-Welt aufgezeigt. Auch für die Mitarbeiter eine spannende Sache. Aber schließlich muss man ja dem weltbesten Team auch etwas bieten. DATEN UND FAKTEN FIRMENSITZ Reiter Design GmbH Bundesstraße 102 6830 Rankweil GESCHÄFTSFÜHRER Harald F. Künzle UNTERNEHMENSGENERATION 2. GRÜNDUNGSJAHR 1984 ZAHL DER MITARBEITER 20 LEHRLINGE 1 EXPORTMÄRKTE Schweiz, Deutschland, FL, Italien STANDORTE Rankweil, Innsbruck


vorarlberg museum, Bregenz

LÄNDLE. KLINGT NIEDLICH,

WENN MAN NICHT DIE KONKURRENZ IST. WER VIEL VORHAT, KOMMT ZU UNS.

Viele regionale Unternehmen schätzen die Hypo Vorarlberg für ihre Finanzexpertise. Und für die Menschen, die sie täglich unter Beweis stellen: Exzellente Berater, die die internationalen Märkte genauso gut kennen wie Ihre Nachbarschaft. Bleibt eigentlich nur noch die Frage: Was planen Sie Großes? Hypo Vorarlberg – Ihre persönliche Beratung in Vorarlberg, Wien, Graz, Wels und St. Gallen (CH). www.hypovbg.at


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HANDEL AUSZEICHNUNG Alois Florian Holzindustriebedarf GmbH

Handschlagqualität in Sachen Holz für Handwerker Holzindustrieunternehmen ist seit Jahrzehnten ein verlässlicher Partner.

DORNBIRN Es muss nicht immer das Au­ ßergewöhnliche sein, das ein Unterneh­ men zu einem Preisträger macht. Manch­ mal liegt das Spezielle auch im Alltag. Wie bei der Alois Florian Holzindustrie GmbH, die seit Jahrzehnten ein verläss­ licher Partner in Sachen Holz ist. Die Stärken des Unternehmens sieht Geschäftsführer Alfred Alois Florian darin, dass aus dieser Tradition heraus Entscheidungen getroffen werden. „Per­ sönliche Beratung, ausreichend Zeit für jeden Kunden, Fachwissen rund um den Werkstoff Holz, Handschlagqualität – da­ für stehen wir“, spricht es der 53-Jährige heraus, als ob dies das Selbstverständ­ lichste und Einfachste der Welt wäre. Zielgruppen sind hauptsächlich heimi­ sche Tischler und auch Heimwerker. Man kennt sich mittlerweile. „Da weiß der

„Gute Partner kennen sich genau. Das weiß der eine genau, was der andere braucht.“ Alfred Alois Florian Inhaber

eine, was der andere braucht“, ergänzt der Chef. Sei es Material oder auch die passenden Werkzeuge und Maschinen für die Holz­bearbeitung. Täglich werden Tonnen von Holzwerkstoffen bewegt. Die Firma sieht sich nicht nur als Händler, sondern auch als Dienstleister.

In dritter Generation Als Spezialist für Sichtbeton – verkauft werden Betonschalungsplatten – hat der Dornbirner Betrieb auch eine Nische gefunden, an der nahezu kein Architekt BEGRÜNDUNG DER JURY

Alfred Alois Florian weiß, dass gute Mitarbeiter seinen Betrieb ausmachen.

und keine ausführende Baufirma vorbei­ kommt. Tausende Quadratmeter davon werden jährlich umgesetzt. Seit 56 Jahren hat die Firma ihren Standort nun bereits ­lorian in Dornbirn-Rohrbach. Alfred F übernahm das 1926 gegründete Unter­ nehmen vor genau 20 Jahren in dritter Generation. 2013 wurde in einen Neubau der Werkstatt und in entsprechenden Anlagen für den Zuschnitt rund 750.000 Euro investiert. Das Wichtigste sind für A ­ lois Florian je­ doch die Mitarbeiter. „Nur Menschen, die in ihrer Arbeit Sinn und Identität finden, können gute Arbeit leisten.“ Die lang­ Arbeitnehmer jährige Firmentreue der ­ beweist, dass dies nicht nur leere Wort­ hülsen sind. In der Praxis wird jedem Mit­ arbeiter der Raum und die Zeit ge­geben,

die er für seine Gesundheit, Familie, ­Weiterbildung oder soziales ­Engagement für sich braucht. DATEN UND FAKTEN FIRMENSITZ Alois Florian Holzindustriebedarf GmbH Rohrbach 50 6850 Dornbirn Tel. 05572 24357 INHABER/GESCHÄFTSFÜHRER Alfred Alois Florian GRÜNDUNGSJAHR 1926 UNTERNEHMENSGENERATION 3. MITARBEITER 8 LEHRLINGE 0 EXPORTMÄRKTE Schweiz, Deutschland, FL STANDORT Dornbirn

Das Unternehmen zeigt Beständigkeit in einer schwierigen Branche voller großer Player und hat sich mit Nischen erfolgreich in neuen Geschäftsbereichen etabliert. Tausende Quadratmeter Sichtbeton, verkauft als Betonschalungsplatten, werden jährlich umgesetzt.


Mohren Biererlebniswelt Eine Welt voll Biergenuss

Museum Tauchen Sie ein in die Welt des Bieres und erleben Sie auf vier Ebenen die Tradition des Brauhandwerks.

Mohren Lädele Die Zutaten für den universellen Biergenuss bietet unser Lädele in der Mohren Biererlebniswelt.

Räumlichkeiten Tagungen in unseren Seminarräumen, Feste im Braukeller oder auf der Dachterasse schließen Ihre Biererlebnisse ein. Wir informieren Sie gerne! Kontaktieren Sie uns unter: erlebniswelt@mohrenbrauerei.at

Mehr Infos auf www.mohrenbrauerei.at facebook.at/Mohrenbrauerei @mohrenbrauerei


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HANDEL AUSZEICHNUNG Frida Bioladen

Die unverpackten und süßen Seiten von Hohenems Fridas Bioladen punktet mit unverpackten Lebensmitteln und Yoga.

HOHENEMS Säcke voller Nudeln, Gläser voller Nüsse, dazu der kräftige Duft von Gewürzen und Kaffee. So muss es gewesen sein, wenn unsere Großmütter einst bei „Tante Emma“ ums Eck eingekauft haben. In Hohenems lässt Daniela Eiterer das Gefühl des Greißlerladens von anno dazumal wieder auferstehen. Nur dass das kleine, aber feine Geschäft nicht „Tante Emma“, sondern eben ­„Frida“ heißt und auch ein Gastronomiebetrieb ist. ­Angelehnt ist der Name an die berühmte mexikanische Malerin Frida Kahlo. Sätze wie: „Ach wie schön, genauso wie früher“, bekommt die 39-jähriInhaberin immer wieder zu hören. ge ­ Der gelernten Einzelhandelskauffrau geht es aber nicht nur darum, Nostalgie zu vermitteln, sondern mit frischen Waren ein starkes Zeichen gegen den ­ Verpackungswahn und die Wegwerf­ industrie zu setzen. Stattdessen bringen die Kunden ihre eigenen Behältnisse mit und können die genau benötigten Mengen selbst abfüllen.

„Wir könnten sicher auf 90 Prozent der Verpackungen im Lebensmittel­bereich verzichten.“ Daniela Eiterer Inhaberin

Schonend umgehen Vor vier Jahren eröffnete Daniela Eiterer ihren Bioladen mit Café gemeinsam mit ihrer Cousine Heike Ausserer, die mittlerweile aber wieder ihrer Haupttätigkeit als Yogalehrerin nachgeht. Dem sanften Sport ist das Unternehmen aber insofern BEGRÜNDUNG DER JURY

Daniela Eiterer setzt in Fridas Bioladen bewusst auf Greißler-Image.

verbunden geblieben, als das die sieben Mitarbeiterinnen als besonderes Angebot Yogastunden in Anspruch nehmen können. Idealer kann eine Work-Life-Balance nicht sein. Zudem können die Beschäftigten auch selbst Ideen einbringen. „Ich habe ein tolles, motiviertes Team“, zollt die „Chefin“ ihren Angestellten entsprechendes Lob. Der Grundsatz des kleinen Betriebes lautet, möglichst schonend mit den Ressourcen umzugehen. Diese Linie zieht sich bis zur Zusammenstellung der Speisekarte durch. Sie variiert je nach Saison und r­egionalem Angebot. Vegetarische Suppen, Eintöpfe, Wraps oder hausgemachte Kuchen. Fridas Bioladen versteht es auch, für die süßen Seiten in der

Hohenemser Marktstraße zu sorgen. Und nicht nur dort. Denn sie bietet auch ein mietbares ­Ape-Kleintransporter-Dreirad für Festivals, Märkte und Hochzeiten an. DATEN UND FAKTEN FIRMENSITZ Frida Bioladen Marktstraße 28 6845 Hohenems INHABER/GESCHÄFTSFÜHRER Daniela Eiterer GRÜNDUNGSJAHR 2015 MITARBEITER 7 LEHRLINGE 0 EXPORTMÄRKTE – STANDORT Hohenems

Frida hat mit dem Verzicht auf Plastik eine Vorreiterrolle eingenommen und ist zudem ein ­ eliebter Treffpunkt in Hohenems, der wesentlich zur Belebung der Marktstraße beiträgt. b Kunden können ihre Behältnisse mitbringen und mit der gewünschten Menge befüllen.


BEGRÜNDUNG DER JURY

Mit dem „Internet of things“-Datenanalysetool für die Maschinenindustrie wurde eine hochinnovative technologische Lösung direkt am Bedarf der Kunden entwickelt. Das Unternehmen schließt die Datenlücke zwischen Erbauer und Benutzer.


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DIENSTLEISTUNG/TOURISMUS GEWINNER Senseforce

Mit Sinneskraft gegen die Giganten

Vorarlberger Start-up im Wettbewerb mit Microsoft, Predix & Co.

Das Start-up-Unternehmen Senseforce ist im Bereich von Industrie 4.0 erfolgreich. DORNBIRN Sinneskraft heißt der Firmennamen Senseforce auf Deutsch übersetzt. Und für Michael Breidenbrücker ist solche wohl der Antrieb, um es mit Giganten wie Microsoft, Azure oder Mindsphere aufzunehmen. Der 47-jährige Bregenzerwälder gilt als Querdenker der Branche. So gründete er bereits im Jahr 2002 gemeinsam mit Freunden eine Art Streaming-Radio und war so etwas wie Vorreiter für spotify

„Wir haben die Lösung für Maschinen- und Anlagenbauer, um wettbewerbs­ fähig zu bleiben.“ Michael Breidenbrücker Geschäftsführer

und ähnliche Dienste. Weitere App-Entwicklungen und Begleitungen von Startups folgten. Der Kolleg-Absolvent für Elektronik und Nachrichtentechnik fühlt sich in der digitalen Welt sichtlich wohl.

Und er will diese entsprechend transferieren und mit Senseforce ein Internet der Dinge für den Maschinenbaubereich anbieten. Die Idee dahinter ist, dass die Daten von Gegenständen wie Maschinen erfasst, gespeichert und untereinander ausgetauscht werden. Die Kompetenzen von Maschinenbauern können dadurch mit der digitalen Welt verbunden werden. Die Datenlücke zwischen Erbauer und Benutzer wird damit geschlossen.

Team an Experten Für Breidenbrücker ein Muss, um in der Industrie 4.0 wettbewerbsfähig zu bleiben. „Wir haben ein unglaubliches ­Potenzial, um die heimische Wirtschaft zu stärken.“ Durch die Daten können wichtige Informationen abgelesen werden. Beispielsweise wie hoch die Belastung eines Bauteiles ist oder ob die Parameter richtig eingestellt sind. „Durch das datenbasierte Monitoring kaufe ich mit der M ­ aschine ein Team an Experten dazu, das die M ­ aschine rund um die Uhr

im Auge hat und bei Unregelmäßigkeiten oder Problemen sofort agiert“, nennt er den Hauptvorteil des S ­ystems. 13 Mit­ arbeiter zählt das junge Unternehmen ­bereits. Sie alle genießen volle Freiheit bei Arbeitszeit und ­Arbeitsort. „Außerdem haben wir einen Talentcoach, der jeden Mitarbeiter persönlich bei seiner Karrierebildung betreut. DATEN UND FAKTEN FIRMENSITZ Senseforce Hintere Achmühlerstraße 1a 6850 Dornbirn GESCHÄFTSFÜHRER/INHABER Michael Breidenbrücker, Start-up GRÜNDUNGSJAHR 2016 MITARBEITER 13 LEHRLINGE 0 EXPORTMÄRKTE Deutschland, Schweiz, in Verhandlung mit Indien, Niederlande und Südafrika STANDORT Dornbirn


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Ford Kuga: Kraftstoffverbrauch innerorts 5,7 – 11,7 l/außerorts 5,2 – 7,5 l/kombiniert 5,4 – 9,0 l/CO2-Emission 141 – 204 g/km Ford EcoSport: Kraftstoffverbrauch innerorts 4,6 – 7,8 l/außerorts 4,0 – 5,7 l/kombiniert 4,2 – 6,4 l/CO2-Emission 110 – 145 g/km (Werte nach dem Prüfverfahren WLTP ermittelt und zurückgerechnet auf NEFZ. Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen entnommen werden, der bei allen Ford Vertragspartnern unentgeltlich erhältlich ist und unter http://www.autoverbrauch.at/ heruntergeladen werden kann.) Symbolfoto 1) Unverbindlich empfohlener, nicht kartellierter vom Listenpreis abzuziehender Nachlass inkl. USt und NoVA auf ausgewählte, lagernde Ford Modelle. Aktion gültig bis 30.09.2019. 2) Unverbindlich empfohlener nicht kartellierter Aktionspreis (beinhaltet Importeurs- und Händlerbeteiligung, sowie Ford Bank Bonus) inkl. USt, NoVA gültig bis 30.09.2019 bei Ford Bank Leasing für EcoSport & Kuga nur in Verbindung mit dem Abschluss des Vorteilssets(Haftpflicht-,Vollkasko-,Insassenunfall-und/oderRechtschutzversicherung)derFordAutoVersicherung(Versicherer:Garanta Versicherungs-AGÖsterreich).LeasingrateEcoSport€59;Kuga€69zzgl.€200Bearbeitungsgebührund1,17%gesetzlicher Vertragsgebühr, Laufzeit 36 Monate, 30% Anzahlung, 30.000 km Gesamtfahrleistung, Fixzinssatz 5,4%, Gesamtbelastung EcoSport € 16.924,15; Kuga € 21.852,54 gültig bis auf Widerruf, freibleibendes Angebot, vorbehaltlich Bonitätsprüfung der Ford Bank Austria. Aktion gültig solange der Vorrat reicht. Nähere Informationen auf www.ford.at.


KMU 2019 19

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DIENSTLEISTUNG/TOURISMUS AUSZEICHNUNG Fink Zeitsysteme GmbH

Nicht nur auf die Gegenwart fixiert

Altacher Familienbetrieb verfolgt das Prinzip der stetigen Entwicklung. Wer sich seit über 40 Jahren mit Zeitsystemen befasst, denkt nicht nur in Sekunden. Umgelegt auf die Firma Fink Zeitsysteme bedeutet dies, dass der Geschäftserfolg nicht nur im kurzfristigen Profit, sondern in einer langfristig ausgelegten Strategie gesehen wird. Echte nachhaltige Betriebsführung nennt es Stefan Fink, der das 1975 von Vater Kurt gegründete Unternehmen in der zweiten Generation führt. Waren es anfänglich klobige Stempeluhren sind es heute digitale Systeme, die Fink entwickelt. Längst sind auch weitere Tätigkeitsbereiche wie Fahrzeugerfassung, Registrierkassen, Fahrtenbuch oder Zutrittskontrollen dazugekommen. In der persönlichen Beratung werden optimale Lösungen ausgearbeitet. Kurz ­ gesagt ein Rundum-Sorglos-Paket für den Kunden. ALTACH

Vorreiter bei Digitalisierung Die Module von Fink Zeiterfassung sollen Unternehmen helfen, mit der Ressource Zeit vernünftig umzugehen. Der Altacher Familienbetrieb war auch ein Vorreiter,

„Wir haben immer das ­Prinzip einer steten Entwicklung verfolgt.“ Stefan Fink Geschäftsführer und Inhaber

was die Digitalisierung betrifft. „Wir haben immer das Prinzip einer steten Entwicklung verfolgt“, bringt es der Inhaber und Geschäftsführer auf den Punkt. „Lieber machen wir die einzelnen EntwickBEGRÜNDUNG DER JURY

In Sachen Zeit hat man bei der Firma Fink in Altach alles bestens im Griff.

lungsschritte sorgfältig, als lautstark nach vorne zu springen.“ Eine Philosophie, die ihre Früchte trägt. Denn mittlerweile unterhält die Firma vier Standorte. Doch auch was die Mitarbeiterbindung betrifft, hat das Unternehmen die Zeichen der Zeit erkannt. Es gibt viele Benefits, wie beispielsweise Förderung für Weiter­bildungen, zusätz­ liche Pensions- und Lebensversicherung, kostenlosen Kaffee und Tee, gesunde Jause und nicht zuletzt auch familienfreund­ liche Arbeitszeiten. Ganz nach dem ­Motto: „Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.“ Und das wäre bei einem ­Spezialisten für Zeit wohl alles ­andere als angebracht.

DATEN UND FAKTEN FIRMENSITZ Fink Zeitsysteme GmbH Möslestraße 21 6842 Altach GESCHÄFTSFÜHRER/INHABER Stefan Fink UNTERNEHMENSGENERATION 2. GRÜNDUNGSJAHR 1975 MITARBEITER 25 LEHRLINGE 0 EXPORTMÄRKTE Schweiz, Deutschland, Italien, Ungarn etc. Über Partner bis nach Australien, Kanada und in die USA STANDORTE Altach, Wattens, Maria Enzersdorf, Muhlen (CH)

Das Unternehmen bietet nichts von der Stange, sondern maßgeschneiderte, eigenentwickelte Lösungen und hat mit dem Neubau ein starkes Standortbekenntnis ­abgelegt. Es gilt das Prinzip der steten Entwicklung des Unternehmens.


Meine Donau berät mich so, wie ich’s brauch.

Sie haben ein Unternehmen gegründet? Denken Sie rechtzeitig daran dieses abzusichern, denn Schäden können enorme finanzielle Folgen oder auch eine Betriebsunterbrechung nach sich ziehen. Jede Branche und jedes Unternehmen hat eine spezifische Risikosituation und das erfordert individuell passende Lösungen. Mit den Lösungen der DONAU Versicherung sind Betriebe ideal abgesichert. So stell ich mir das vor. Mehr auf donauversicherung.at

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DIENSTLEISTUNG/TOURISMUS AUSZEICHNUNG Landgasthof Hirschen GmbH

Gutbürgerliches im ­ modernen Ambiente

Traditionsgasthof sorgt für kulinarische Schmankerln in Hohenems. HOHENEMS Immer wieder wird vom Gasthaussterben berichtet. Besonders die ­traditionellen Gastronomiebetriebe sind davon betroffen. In manchen Gemeinden gibt es nicht mal mehr ein eigenes Wirtshaus. Als Stadt weist Hohenems ­ ­natürlich eine andere Struktur auf. Dass mittendrin in der wachsenden Urbanität ein Gasthof bereits seit 450 Jahren zum ­fixen Bestandteil gehört, ist aber doch eine Besonderheit. Der Landgasthof ­ Hirschen weist also wahrlich eine lange Geschichte auf. Er ist das älteste durchgehend ­ betriebene Gasthaus in Hohenems. ­Nathalie und Sebastian Hacker haben den Gastronomieund Hotelleriebetrieb im Jahr 2011 übernommen und ihn um rund 1,5 Millionen Euro um- und ausgebaut. In den 14 neu gestalteten und liebevoll eingerichteten Zimmern lässt es sich angenehm übernachten. Und was in Vorarlberg nicht selbst­verständlich ist, dass auch Hunde herzlich willkommen sind.

„Wir sind sehr stolz, die Tradition der Familie ­Hacker weiterleben zu lassen.“ Nathalie und Sebastian Hacker Inhaber

Vielfältige Speisekarte Auch die Gaststube wurde auf gemütliche Art und Weise modernisiert. Das Logo und das gesamte Erscheinungsbild wurden überarbeitet. Was blieb, sind die Gemütlichkeit und die gutbürgerliche Kulinarik. Tradition der „Wir sind sehr stolz, die ­ ­Familie Hacker weiterleben zu lassen. Unsere frische Hausmannskost und andere BEGRÜNDUNG DER JURY

Nathalie und Sebastian Hacker führen den Landgasthof Hirschen mit viel Charme.

Spezialitäten treffen j­eden Geschmack“, hat sich das junge Paar entschieden, den bisherigen Weg weiter­ zugehen. Salate, frische Fischgerichte, klassische Käs­ ­ spätzle, ­saftige Filetsteaks – schon beim Lesen der Speisekarte läuft einem das Wasser im Mund zusammen. Geprägt ist der Landgasthof auch vom familiären Charakter. Das gilt nicht nur für die Inhaber selbst, sondern auch für die Mitarbeiter. „Wenn etwas ansteht, wissen sie, dass sie auf uns zählen können. Wir gehen ganz speziell auf sie ein“, umschreiben Nathalie und Sebastian Hacker, was ihren Betrieb ausmacht.

DATEN UND FAKTEN FIRMENSITZ Landgasthof Hirschen GmbH Marktstraße 56 6845 Hohenems GESCHÄFTSFÜHRER/INHABER Nathalie und Sebastian Hacker UNTERNEHMENSGENERATION 4. GRÜNDUNGSJAHR Vor 450 Jahren MITARBEITER 12 LEHRLINGE 1 EXPORTMÄRKTE – STANDORT Hohenems

Auch die vierte Generation zeigt, was es bedeutet, Gastgeber aus Leidenschaft zu sein. Dazu gehört auch der Mut zur gerade getätigten Großinvestition. Es ist das älteste durchgehend betriebene Gasthaus in Hohenems, das sowohl Tradition wie Innovation lebt.


BEGRรœNDUNG DER JURY

Mit dem Holzmodulsystem liegt man beim Thema leistbares Wohnen genau am Puls der Zeit. Von der hohen Wertschรถpfung am Standort profitieren auch viele andere Betriebe.


KMU 2019 23

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GEWERBE/HANDWERK GEWINNER Kaufmann Bausysteme GmbH

Kaufmann setzt auf flexible Arbeitszeiten und kostenlose Aus- und Weiterbildung.

Mit Modulen aus Holz den Weltmarkt erobert

Modulare Holzbauweise aus dem Bregenzerwald ist international gefragt. Wie kann man in einem angespannten Markt schnell und preiswert Lebens-, Bildungs- und Wohnraum schaffen – und zwar Raum, der sowohl Qualität hat als auch städtebaulich nachhaltig und ökologisch sinnvoll ist? Eine Antwort darauf hat die Kaufmann Bausysteme GmbH mit vorgefertigten Raummodulen aus Holz gefunden. Das Bregenzerwälder Unternehmen mit Sitz Reuthe hat sich in diesem REUTHE

„Spezielles Know-how, ­Weitsicht und Mut waren der Start für unsere ­Erfolgsstory.“ Christian Kaufmann Geschäftsführer

Bereich zum Weltmarktführer entwickelt und mit internationalen Projekten auch für großes Aufsehen gesorgt. Für das in Hamburg errichtete sieben­stöckige Hybridge-

bäude „Woodie“ erhielt Kaufmann eine Auszeichnung für die beste Wohnsiedlung sowie den „Deutschen Holzbaupreis“. Das Studentenwohnheim wurde aus 371 Holzmodulen in nur neun Monaten ­Bauzeit realisiert. Das Unternehmen überzeugt mit dem System gewerbliche Kunden ebenso wie Kommunen, die auf die Module für ­Schulen und Heime z­ urückgreifen.

Ins Werk investiert Spezielles Know-how, Weitsicht, Mut und wegweisende Pionierprojekte waren für Geschäftsführer Christian Kaufmann der Start für diese Erfolgsstory, die in den letzten Monaten weiter Fahrt aufgenommen hat. Millionenaufträge aus verschiedenen Ländern stehen mittlerweile schon fast auf der Tagesordnung. Deshalb wurde unter anderem auch kräftig in den Ausbau der Werke investiert. Dank einer Großinvestition von 3,5 Millionen Euro wurde die Produktionsfläche im Werk in Reuthe auf 3000 Quadratmeter verdrei-

facht. Dadurch können deutlich größere Raummodule hergestellt werden. Um in solcher Qualität und Dimension arbeiten zu können, ist der Betrieb auf qualifizierte Mitarbeiter angewiesen. Sämtliche Ausund Weiterbildungskosten werden daher zu hundert Prozent vom Unternehmen übernommen. Zudem sind die Arbeitszeiten flexibel und somit auf den Tagesrhythmus der jeweiligen Mitarbeiter anpassbar. DATEN UND FAKTEN FIRMENSITZ Kaufmann Bausysteme GmbH Vorderreuthe 57 6870 Reuthe GESCHÄFTSFÜHRER Christian Kaufmann UNTERNEHMENSGENERATION 2. GRÜNDUNGSJAHR 1952 MITARBEITER 42 LEHRLINGE 2 EXPORTMÄRKTE Deutschland, Schweiz STANDORTE Reuthe, Kalwang, Berlin


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GEWERBE/HANDWERK AUSZEICHNUNG Mittelberger GmbH

Gleitzeitmodelle und Väterkarenz

Engagierter Dorfelektriker mit speziellem Angebot für die Mitarbeiter. Was 1982 in einer Garage am Götzner Berg begann, hat sich in einer Er­ folgsgeschichte zu einem modernen, in­ novativen Unternehmen entwickelt. „Vor nunmehr 37 Jahren war der erste Schritt mein fester Wille und der Glaube an mich selbst, um aus einem Pionierbetrieb das jetzige Unternehmen zu schaffen“, nennt Herbert Mittelberger die Gründe für die­ sen Erfolg. Zehn Jahre nach der Gründung wurde aus dem ehemaligen Einmann­ betrieb der Dorfelektriker. GÖTZIS

„Es sind die Mitarbeiter, die das Unterscheidungs­ merkmal am Markt ­ausmachen.“ Herbert Mittelberger Geschäftsführer

Ständiges Lernen und Wachsen sowie der konstruktive Umgang mit Rückschlägen sind noch heute beim Firmengründer tief verwurzelt. An oberster Stelle stehen Genauigkeit, Sauberkeit und Teamor­ ­ ganisation. Es wird großer Wert auf an­ wendungs- und umweltfreundliche Ins­ tallation gelegt. Nichts soll verschmutzt werden. Kontinuierlich hat sich auch der Tätigkeitsbereich erweitert. Für die Mitarbeiter bedeutet dies Ab­ wechslung und die Herausforderung, stets ­Neues zu lernen. Der Dorfelektriker investiert jährlich rund 1150 Bildungs­ stunden in die Zukunft. Im Vormarsch sind etwa smarte Lösungen für Energie, Licht, Sound und Sicherheit für das eigene Heim. Elektroplanung, Beleuchtung oder auch konventionelle Installationen und Blitzschutz sind weitere Schwerpunkte. Die Firma setzt auf nachhaltige Produkte BEGRÜNDUNG DER JURY

Herbert Mittelberger führt den Betrieb von Anbeginn. Ihm geht es darum, einen Mehrwert zu schaffen.

und achtet auch auf die Gemeinwohlbi­ lanz. „Wir sind ein mehrfach ausgezeich­ neter Ökoprofit-Betrieb“, erzählt der 63-Jährige, der den Betrieb im kommen­ den Jahr an seinen Sohn Tim Mittelberger übergeben will.

Dorfakademie und Veranstaltungen Das Hauptaugenmerk legt der Firmenchef allerdings auf die Mitarbeiterführung. Sie sind es, die das Werk ausmachen. Neben einer Dorfakademie und speziellen Mit­ arbeiterveranstaltungen sind es flexible Arbeitszeitmodelle, die das Unternehmen attraktiv machen. Dazu zählen Gleitzeit­ modelle, Väterkarenz – ein Monteur hat beispielsweise diese für ein Jahr in An­ spruch genommen. Es geht darum, einen

Mehrwert für alle zu schaffen, was auch bestens gelingt. DATEN UND FAKTEN FIRMENSITZ Mittelberger GmbH Lastenstraße 37 6840 Götzis GESCHÄFTSFÜHRER Herbert Mittelberger UNTERNEHMENSGENERATION 1. – derzeit Übergangsphase GRÜNDUNGSJAHR 1958 MITARBEITER 74 LEHRLINGE 19 EXPORTMÄRKTE Deutschland, Schweiz, Liechtenstein STANDORTE Götzis

Mitten im Generationenwechsel schafft der Elektrobetrieb den Spagat zwischen ­Altbewährtem und innovativen Technologien wie den Smart-Home-Lösungen. Das Unter­nehmen wurde mehrfach als Ökoprofit-Betrieb ausgezeichnet.


Wirtschafts-Standort Vorarlberg GmbH (WISTO)

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Realisierung von Produktentwicklungen und Geschäftsmodellen

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Vorarlbergs beste Klein- und Mittelbetriebe Vorarlberger Nachrichten

GEWERBE/HANDWERK AUSZEICHNUNG Simma, Kohler GesmbH & Co. KG

Ein Bier mit familiärem ­Geschmack Bei der Privatbrauerei Egg steht der Familiensinn ganz oben.

EGG Vor hundert Jahren gab es im Bregen­ zerwald noch weit über hundert Privat­ brauereien. Heute ist einzig die Brauerei Egg übriggeblieben, die für Wälderbier steht. Auch in vierter Generation hat sich dabei nichts an der traditionellen ursprünglichen R ­ ezeptur und an der Phi­ losophie des Brauens geändert. Das ist auch das Erfolgskonzept. Die handwerk­ liche Note ­spiegelt sich auch in der Quali­ tät des Bieres wider. Es enthält genügend Zeit für Reife und Lagerung und wird ohne Kurzzeiterhitzung in Flaschen und Fässer ­abgefüllt. „Wir verzichten bewusst auf Vollautomatisierung im Braupro­ zess“, erklärt Lukas Dorner (36), der seit ­Jänner 2019 gemeinsam mit Hubert Berk­ mann (61) die Geschäfte des Brauunter­ nehmens führt.

„Wir verzichten ganz bewusst auf Vollauto­ matisierung im Brauprozess.“ Lukas Dorner Geschäftsführer

Möglich ist dies nur in Zusammenspiel mit den Mitarbeitern. Denn dreimal pro Woche werden in der Nacht die Sude für die Biere hergestellt. Dafür sind im Brau­ prozess hohe hygienische Anforderungen notwendig, denen man – laut Geschäfts­ führung – durch die entsprechende Sensi­ bilisierung der Mitarbeiter gerecht wird.

Hoher Teamgeist Die Brauerei lebt besonders durch ihr familiäres Klima. Es kommt auf jeden an, um gegen die weitaus größeren Mit­ bewerber im Land bestehen zu können. BEGRÜNDUNG DER JURY

Teamgeist und Zusammenhalt stehen bei Egger Bier ganz oben.

„Uns zeichnet aus, dass wir sehr schlank organisiert sind. Unsere Verkaufszahlen sind nicht das Ergebnis von hochgefah­ renen Werbebudgets, sondern der Lohn für Ehrlichkeit, Fleiß und Bemühen um unsere Kunden“, erklärt Dorner, was den Betrieb ausmacht. Die Geschäftsführer wissen, was sie an ihrem Team haben. Und die Mitarbeiter werden auch durch­ aus gefordert. Unter der Woche wird etwa überdurch­ schnittlicher Einsatz verlangt. Dafür ist, sofern möglich, am Freitagmittag Schluss, damit am Wochenende genü­ gend Zeit für private Aktivitäten bleibt. Das Unternehmen versucht, den Team­ geist zu stärken, wo es nur geht. Regel­ mäßige Ausflüge, Feierlichkeiten bei diversen Anlässen oder die gemeinsame Teilnahme an Veranstaltungen schwei­

ßen das Team zusammen. Auf dass dann das Feierabendbier – natürlich aus der hauseigenen Brauerei – gleich nochmal so gut schmeckt. DATEN UND FAKTEN FIRMENSITZ Simma, Kohler GesmbH & Co KG Gerbe 500 6863 Egg GESCHÄFTSFÜHRER/INHABER 7 Gesellschafter/GF Lukas Dorner und Hubert Berkmann UNTERNEHMENSGENERATION 4. GRÜNDUNGSJAHR 1894 MITARBEITER 25 LEHRLINGE 0 EXPORTMÄRKTE – STANDORT Egg

Die Egger Brauerei blickt auf eine lange Tradition zurück und zeigt, wie man sich mit ­einzigartigem Handwerk gegen die massive Konkurrenz behauptet. Bewusst wird dabei im Brauprozess auf Vollautomatisierung verzichtet.


36. Vorarlberger Wirtschaftsforum Internationale Tagung

„Mobilität ist ein immer stärker werdendes Grundbedürfnis. Hier braucht es völlig neue Ansätze.“ Andreas Perotti, FACC AG

Donnerstag, 14. November 2019 Festspielhaus Bregenz

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EINE INITIATIVE VON

SPONSOREN

Andreas Perotti, FACC AG. Der Marketingdirektor des oberösterreichischen Luftfahrtkonzerns FACC AG koordiniert alle Kooperationen im Bereich „Urban Air Mobility“. Dazu zählen auch die autonom fliegenden Lufttaxis.

© Michael Alschner

Risiko


Vorarlbergs beste Klein- und Mittelbetriebe

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Vorarlbergs beste Klein- und Mittelbetriebe Vorarlberger Nachrichten

Lauter Gewinner!

Alle Teilnehmer des KMU-Wettbewerbs 2019 auf einen Blick. Kategorie Handel

Dogana Gastronomie GmbH Neustadt 20, 6800 Feldkirch

Westwork Vlbg GmbH Sigmund-Nachbauer-Straße 1a, 6830 Rankweil

Alois Florian Holzindustriebedarf GmbH Rohrbach 50, 6850 Dornbirn

Familie Morik Alpencamping GmbH Garfrenga 1, 6710 Nenzing

Xact grafische Dienstleistungen KG Radetzkystraße 38, 6890 Lustenau

Alpin Loacker Im Buch, 18, 6840 Götzis

Fink Zeitsysteme Möslestraße 21, 6842 Altach

Autohaus Walter Malin GmbH Montfortstraße 6 6832, Sulz

Haller‘s Geniesserhotel, Hermann Haller GmbH Von Klenze Weg 5, 6993 Mittelberg

Kategorie Gewerbe/Handwerk

Deuring GmbH & Co KG Seestraße 10, 6912 Hörbranz

Hämmerle Kaffee GmbH Walgaustrasse 48, 6719 Bludesch

Dorn Lift GmbH Unterer Schützenweg 2, 6923 Lauterach

Hellblau. Berlinger Mirlach OG Sebastianstraße 13, 6850 Dornbirn

Egon Heinzle „Sport Egon“ Laternser Straße 8, 6830 Laterns Frida Bioladen Marktstraße 28, 6845 Hohenems Goldschmiede Gassner Gerbe 23, 6863 Egg und Brugg 393, 6870 Bezau Hops & Malt Trading e.U. Eisengasse 2, 6850 Dornbirn Jäger Sanitär - und Heizungstechnik GmbH Spitzeneckstraße 34a, 6845 Hohenems KR Lang Dieter Nova Drogerien Schulstraße 6c, 6973 Gaschurn

Hofer Personal GmbH Millenium Park 11, 6890 Lustenau Hotel Gasthof Hirschen Schwarzenberg Hof 14, 6867 Schwarzenberg Ideefix System- und Softwareentwicklung GmbH Arlbergstraße 103, 6900 Bregenz ImfitO Wallenmahd 23 C 1, 6850 Dornbirn Landgasthof Hirschen GmbH Marktstraße 56, 6845 Hohenems Mein-Personaler Personalservice GmbH Wiedengasse 35, 6840 Götzis MITechnology Dälmaweg 13, 6781 Bartholomäberg

M. Bauer Elektrovertriebs GmbH Bruderhofstraße 10, 6800 Feldkirch

Mobile Seniorenberatung Rabenweg 9, 6971 Hard

OptikHaus Optik Hausenbichler Hauptstraße 2a, 6840 Götzis

Ortungstechnik Nachbaur GmbH Müsinenstrasse 52, 6832 Sulz

Reiter Design GmbH Bundesstraße 102, 6830 Rankweil

Pfänderalp Pfänder 31, 6911 Lochau

Samina Produktions- und Handels GmbH Obere Lände 7, 6820 Frastanz

PIX Werbetechnik GmbH Wallenmahd 23/Haus C3/Areal 23, 6850 Dornbirn

Schlüssel Koch GmbH Reichsstraße 124, 6800 Feldkirch

(T)raumtischler Metzler Ach 589, 6870 Bezau APS GmbH Bahnhof 139, 6840 Götzis Bau Summer GmbH Treietstraße 18, 6833 Fraxern Bitsche Optik GmbH Bahnhofstraße 4, 6700 Bludenz DELL-EX e.U. Innovation Autospenglerei Herrschaftswiesen 13 , 6842 Koblach „Der Grüne“ Kurt Micheluzzi GmbH & Co KG Industriestrasse 9, Gebiet West, 6971 Hard Enjo International GmbH Achstraße 40, 6844 Altach Kaufmann Bausysteme GmbH Vorderreuthe 57, 6870 Reuthe Lackinger Gerhard GmbH Feldkreuzweg 1, 6800 Feldkirch Mittelberger GmbH Lastenstraße 37, 6840 Götzis Müller Optik GmbH (Müller United Optics) Neustadt 27, 6800 Feldkirch Mylani KG Im Weingarten 24a, 6858 Schwarzach Oberhauser & Schedler Bau GmbH Scheidbuchen 328, 6866 Andelsbuch Ossi der Beschichtungsprofi in Ihrer Nähe Dorf 3, 6842 Koblach

Poesis Consulting GmbH Treietstraße 17, 6833 Klaus

Schaffer Dachbau GmbH Mockenstraße 79, 6971 Hard

Posthotel Taube Betriebs GmbH Silvrettastraße 1, 6780 Schruns

Schlosserei Klocker GmbH Stöckenstraße 21, 6850 Dornbirn

ProTask Consulting GmbH Marktstraße 26, 6850 Dornbirn

Simma, Kohler GesmbH & Co KG Gerbe 500, 6863 Egg

Senseforce Hintere Achmühlerstraße 1a, 6850 Dornbirn

Sommer GmbH Straßenhäuser 27, 6842 Koblach

Sibercon GmbH Lehenweg 2, 6830 Rankweil

Speedup Automation HD GmbH Schwefelbadstraße 2, 6845 Hohenems

Bestattung Reumiller GmbH Kirchstraße 16, 6971 Hard

Vitalcenter Bitschnau Im Buch 45, 6840 Götzis

Stanztech GmbH Fertigungskompetenz Gewerbestraße 7, 6973 Höchst

Bischofberger Transporte GmbH Hof 331, 6870 Reuthe

Vorarlberg Segway Unterlinden 5, 6890 Wolfurt

Tecnoseal e. U. Dichtungs- und Kunststofftechnik Millennium Park 1, 6890 Lustenau

Der Coach Montfortstraße 17, 6900 Bregenz

Webgears GmbH Am Garnmarkt 4, 6840 Götzis

Wohnfloor Vertriebs Ges.m.b.H. Klarenbrunnstraße 69, 6700 Bludenz

Willibert Bechter e.U., Rätikon Frischhandel Illstraße 32, 6706 Bürs

Kategorie Dienstleistung/Tourismus Alpenhotel Küren Wäldelestraße 44, 6992 Hirschegg Auto Bickel Bludesch Hauptstraße2a, 6719 Bludesch


Schon heute an 2020 denken Bewerben Sie sich jetzt fĂźr den KMU-Wettbewerb im kommenden Jahr. Die Unterlagen kĂśnnen Sie gerne bei Anna Ober, Telefon 0676 88005306, anna.ober@russmedia.com, anfordern.

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