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Landeskriminalamt Bregenz Fahndung nach unbekanntem Serienräuber vom: 04.02.2009

Presseinformation Æ Konzentrierte Fahndungsmaßnahmen

Das Landeskriminalamt Bregenz startete am Beginn dieser Woche eine groß angelegte, konzentrierte Fahndungsaktion nach einem Serienräuber, der – nach jüngsten Erkenntnissen - verdächtig ist, insgesamt fünf Raubüberfälle auf Sparkassen- und Postfilialen verübt zu haben. Die Raubserie begann mit einem versuchten Überfall auf die Sparkassenfiliale Feldkirch/Altenstadt am 11.08.2008 und endete mit dem erst kürzlich verübten Überfall am 14.01.2010 auf die Postfiliale Feldkirch/ Tisis. Dazwischen liegen weitere drei Taten in Feldkirch/Altenstadt, Dornbirn/ Haselstauden und Bregenz/Weidach.

Æ Straftaten – Übersicht

LANDESKRIMINALAMT

Raubüberfälle auf 2 Sparkassenfilialen und 3 Postfilialen

Fall 1

Fall 2

Fall 3

Fall 4

Fall 5

Sparkassenfiliale Feldkirch/Altenstadt 11.08.2008 14:53 Uhr

Postfiliale Feldkirch/Altenstadt 09.03.2009 15:31 Uhr

Postfiliale Dornbirn/Haselstauden 04.05.2009 17:21 Uhr

Sparkassenfiliale Bregenz/Weidach Franz Ritter 16.07.2009 15:51 Uhr

Postfiliale Feldkirch/Tisis 14.01.2010 14:23 Uhr

Tatwaffe: REVOLVER groß „Modell Colt“

Tatwaffe: Messer

Tatwaffe: REVOLVER klein

Tatwaffe: REVOLVER groß

VERSUCH

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Æ Sonderkommission, Erkenntnisse Beim Landeskriminalamt Bregenz wurde eine Sonderkommission eingerichtet. Aufgrund verschiedenster Erkenntnisse, die auf Spuren-, Bild- und Verhaltensanalysen basieren, schließt die Polizei auf einen Mann in der Altersspanne zwischen 35 und 55 Jahren. Der Mann ist jedenfalls über 180 cm groß und hat eine normale bis kräftige Statur. Er dürfte schon längere Zeit in Vorarlberg beheimatet sein. Es wird vermutet, dass der Mann, bevor er mit den Überfällen begann, kriminalpolizeilich nicht auffällig war. Vorstellbar ist auch, dass er ein „unauffälliges Leben“ führt. Das Motiv für die Überfälle dürfte im sozialen Umfeld des Mannes zu finden sein. Die Polizei in Vorarlberg bekam bei der Fahndung nach dem Räuber Unterstützung aus Wien. Beamte des Bundeskriminalamtes beschäftigten sich mit dieser Deliktsserie. Die aus den Analysen gewonnenen Erkenntnisse fließen in die Fahndung ein.

Æ Sehr Nahe am Erfolg Seitens des Landeskriminalamtes wird versichert, dass die vorliegenden Ergebnisse aller Ermittlungen und Untersuchungen geeignet sind, den Täter zu identifizieren und zu überführen. Diese Erkenntnisse bilden die Grundlage für die Fahndungsstrategie der Sonderkommission.

Æ Medienkampagne - Öffentlichkeitsfahndung Neben der Tätigkeit der Sonderkommission setzt die Kriminalpolizei auf die „Öffentlichkeitsfahndung“. Ein Mann, der – soweit bisher angenommen – fünf Mal ein Geldinstitut überfallen hat, fällt im Verwandten- und Bekanntenkreis gewöhnlich auf. Das reicht von persönlichen Wesens- und Verhaltenänderungen bis hin zu vielleicht merkwürdigen Feststellungen in Bezug auf Vorbereitungshandlungen zeitnah zu den einzelnen Delikten. 1. Der offensichtlich in Geldnot befindliche Täter konnte vielleicht durch die erbeuteten Geldsummen zwischendurch immer wieder seinen Lebensstil aufbessern, allenfalls Forderungen begleichen. 2. Die Raubüberfälle wurden montags bzw. donnerstags jeweils am Nachmittag verübt. Möglicherweise handelt es sich um jene Werktage, an denen es nicht auffällt, wenn der Täter nachmittags abwesend ist. Seite 2 von 7


3. Die Maskierungsutensilien wurden vom Täter selbst angefertigt bzw. aus Bekleidungsteilen zurechtgeschnitten. Diese Tätigkeiten dürfte er jeweils kurz vor den Überfällen verrichtet haben. Möglicherweise sind Materialreste von den Masken aufgefallen. Die Masken, Schals sowie für die Tat eigens vorgesehene Bekleidungsstücke zum Überziehen (Fall 1: Arbeitsoverall, Fall 2: blaue Latzhose) dürfte der Täter von zuhause zu den Tatorten mitgenommen haben. 4. Bei drei Überfällen verwendete der Täter Schals, die eher Damenmodeartikeln zuzuordnen sind, zudem in einem Fall eine VERO MODA Einkaufstasche. Diese Umstände schließen auf einen Kontakt mit einer weiblichen Person. 5. Der Täter verwendete drei verschiedene Revolver. Beim Überfall auf die Postfiliale Feldkirch-Altenstadt am 09.03.2009 benützte er einen besonders auffälligen Revolver „Modell Colt SAA 1873, Lauflänge 7 ½ Zoll (19 cm)“. Er hatte somit zu allen verschiedenen Revolvern Zugang. Die Revolver können sowohl echt, als auch Nachbauten bzw. Dekorwaffen sein. 6. Beim versuchten Bankraub in Feldkirch-Altenstadt am 11.08.2008 und beim Überfall auf die Postfiliale Dornbirn-Haselstauden am 04.05.2009 hatte der Täter einen sehr auffälligen, schwarz-blau-lilafarbenen Rucksack, der Marke „Kästle“ bei sich. Bei diesem Rucksack handelt es sich um ein älteres Fabrikat. Dieser Rucksack fällt in einem Haushalt auf.

Æ Geldbelohnung (Auslobung) Die betroffenen Sparkassen- und Postfilialen sowie das Bundesministerium für Inneres haben für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, Geldbelohnungen ausgesetzt. Das Landeskriminalamt Bregenz verfügt daher gesamthaft über eine Auslobungssumme in der Höhe von 3.500,-- €. Hinweise, die auf Wunsch vertraulich behandelt werden, sind an das Landeskriminalamt Bregenz oder jede andere Polizeidienststelle in Vorarlberg erbeten. Beim Landeskriminalamt Bregenz ist eine Bearbeitungsstelle eingerichtet, die unter folgenden Telefonnummern erreichbar ist: + 43-(0)59133 – 80 3050 bis 80 3052.

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Kurzbeschreibungen Fälle 1 u 3 Fragestellung

Täterbilder

Fall 1 Versuchter Überfall Sparkassenfiliale Feldkirch/Altenstadt 11.08.2008 Täter in blauem Arbeitsoverall, vermummt mit schwarz-weiß-graugemustertem Tuch und dunkler Sonnenbrille sowie blauer Schildkappe Tatwaffe: unbekannt

Täter verwendete in beiden Fällen einen auffälligen Rucksack, Marke „Kästle“ (älteres Modell)

Schwarz-blau-lila-farbener Rucksack - Marke „Kästle“ älteres Modell

Fall 3 Überfall Postfiliale Dornbirn/ Haselstauden 04.05.2009 Täter in dunkler Jacke und blauer Latzhose; vermummt mit dunkler Wollmaske und hellbraunem bzw. beigem Schal

Älteres „Kästle Logo“ außen am Rucksackdeckel

Tatwaffe: Messer

Frage: Wer kennt Besitzer eines solchen schwarz-blau-lila-farbenen Rucksackes Marke „Kästle“?

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Kurzbeschreibung Fall 2 Fragestellungen

Täterbilder

Fall 2 Überfall auf Postfiliale Feldkich/Altenstadt 09.03.2009 Täter in schwarzer Jacke mit Reißverschluss, blauen Jeans und hellen Schuhen; vermummt mit dunklem Trikotteil mit Sehschlitzen Tatwaffe: Revolver „Modell Colt SAA 1873, Lauflänge 7 ½ Zoll (19 cm)“

Vergleichsabbildung eines Revolvers „Modell Colt SAA 1973 mit 7 ½ Zoll-Lauf“

Auf dem Fluchtweg sichergestellte Maske (TrikotteilSportunterwäsche)

Auf dem Fluchtweg sichergestellter Wollschal, grünschwarz-blau-kariert mit Fransen, 138 cm lang

Fragen: Wer kennt Besitzer eines Revolvers des bezeichneten Modells „COLT SAA 1973“, des karierten Schals oder des grünen Fahrrades? Das Fahrrad dürfte gestohlen sein.

Auf dem Fluchtweg sichergestelltes Täterfahrrad KTM, Ultra Force, grün

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Kurzbeschreibung Fall 4 Fragestellung

Täterbilder

Fall 4 Überfall auf Sparkassenfiliale Bregenz/Weidach 16.07.2009 Täter in Sportbekleidung, trägt graues Oberteil, blaue Trainingshose mit hellen Leuchtstreifen um den Gesäßbereich und um die Unterschenkel sowie Sportschuhe, vermummt mit grauer Strumpfmaske ohne Sehschlitze; trägt unter der Maske Sonnenbrille Tatwaffe: Revolver klein, silberfarben glänzend

Frage: Wer kennt Besitzer einer solchen Trainingshose mit quer verlaufenen Leuchtstreifen um Gesäß und Unterschenkel?

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