29.01.132 Dringliche Anfrage der Landtagsabgeordneten Bernd Bösch, Johannes Rauch, Katharina Wiesflecker und Maga. Karin Fritz, Die Grünen 29.01.132
Herrn Landesrat Ing. Erich Schwärzler Landhaus 6900 Bregenz Bregenz 12. Mai 2006
Können die Vorarlberger Energieziele erreicht werden? Dringliche Anfrage gem. § 54 GO
Sehr geehrter Herr Landesrat Sie haben Anfang April einen den Zwischenbericht zum Vorarlberger Energiekonzept 2010 vorgelegt. Zweck dieses Werks ist ein Abschätzung der Frage, ob die ene rgiepolitischen Ziele des Landes erreicht werden können und ob die im Energiekonzept festgehaltenen Maßnahmen greifen. Nun scheint mir der vorliegende Bericht äußerst selektive Bewertungen vorzune hmen. Es drängt sich der Eindruck auf, dass es Ihnen dabei nicht um einen realistischen Blick auf die Energiepolitik gegangen ist, sondern um eine positive Darstellung um jeden Preis. Landläufig wird so etwas als Jubelbericht bezeichnet. Meiner Wahrnehmung nach fehlen in Ihrem Zwischenbericht wesentliche Informationen, die für eine Beurteilung des Erfolgs der Vorarlberger Energiepolitik unabdingbar sind. Die Tatsache, dass die Handlungsspielräume des Landes beschränkt sind, darf nicht zur Ausblendung des Bundes- und des europäischen Kontexts führen. Vorarlberg ist keine Energie-Insel der Seeligen. Im Kyoto-Protokoll hat sich Österreich zu einer Senkung der CO²-Emissionen im Mittel der Jahre 2008 bis 2012 um 13 % gegenüber dem Niveau von 1995 verpflichtet. Im vorliegenden Zwischenbericht fehlt jeder Querverweis auf diese Zielsetzung. Im Vorarlberger Energiekonzept wurden neben den qualitativen auch quantitative Ziele zur Beurteilung der Wirkung der Vorarlberger Energiepolitik festgelegt. Im vorliegenden Zwischenbericht fehlt teilweise die konkrete Darstellung des Verbrauchs in den einzelnen Sektoren. Der Zwischenbericht soll Anhaltspunkte darüber liefern, in welchen Segmenten die Entwicklung in die richtige Richtung geht und wo gegebenenfalls weitere Maßna hmen erforderlich sind. Er enthält aber keine Aussagen über konkrete und zusätzliche Maßnahmen in den Bereichen, wo die Verbräuche und die Emissionen über dem Zielpfad liegen.