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Die_schoensten_Rodelbahnen_des_Landes

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Donnerstag, 1. Februar 2007

VO R A R L B E RG E R

LOKAL

NAC H R I C H T E N

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BLICKPUNKTE Messejahr 2007. Die Planungen für das Messejahr 2007 in Dornbirn laufen bereits auf Hochtouren. Höhepunkte sind auch heuer wieder die Frühjahrsmesse mit der Sonderschau „König Fußball – 100 Jahre Fußball in Vorarlberg“ und die Herbstmesse mit der Sonderschau „Holz & Käs“. mehrwissen.vol.at## Messejahr 2007 in Dornbirn. Eine Auflistung aller Messen im Jahr 2007.

Gedenktafel für die Redemptoristen. Im Dornbirner Stadtteil Haselstauden hatten in der Zeit von 1881 bis 1915 die Patres Redemptoristen CSSR eine Ordensniederlassung. In Erinnerung daran wird nun an der Kirche eine Gedenktafel angebracht.

Neue Betriebsansiedlungen in Lustenau-Süd geplant Lustenau (VN) Lustenaus Bürgermeister Hans-Dieter Grabher will mit der Weiterentwicklung der Betriebsgebiete im Süden der Gemeinde (Heitere, Millennium-Park Süd) neue Betriebsansiedlungen ermöglichen. „Planungskosten für das Gewerbegebiet Heitere sind schon budgetiert. Im Millennium-Park Süd wird sich das Architekturbüro Baumschlager & Eberle etablieren und heuer noch ein großes Bürogebäude errichten“, so der Bürgermeister.

Vorarlberg gilt als Rodelparadies. Die „VN“ präsentieren die zehn schönsten und familienfreundlichsten Strecken des Landes. (Foto: VN/Gmeiner)

Ein Paradies für Kufenflitzer ■ „VN“-Rodelserie: Zehn Strecken für Jung und Alt, Sportler und Genießer. MICHAEL BENVENUTI michael.benvenuti@vn.vol.at, 72/501-653

Schwarzach (VN) Lange ist der heurige Winter mit den Rodlern Schlitten gefahren. Jetzt ist der Schnee endlich

da und das Warten hat für die Kufenflitzer ein Ende. Ausgelassenem Rodelspaß steht nun nichts mehr im Wege. Vorarlberg gilt als wahres Rodelparadies und zählt über 20 offizielle Strecken. Die schönsten, beeindruckendsten und kinderfreundlichsten präsentieren die „VN“ in einer zehnteiligen Serie. Andreas Bartl nahm diese Strecken genau unter die

Sicherheitstipps beim Rodeln

HTL Rankweil Die Höhere Technische Bundeslehr- und Versuchsanstalt Rankweil öffnet am Freitag den 2. Februar 2007 von 13 bis 19 Uhr wiederum seine Pforten für die Außenwelt und informiert mittels Ausstellungen und Vorführungen ausführlich über die Ausbildungsmöglichkeiten im Bereich der Bautechnik und Elektronik. Es werden neben den technischen Abschlussarbeiten, der Ausbildung in Entwurf und Konstruktion, dem Freihandzeichnen, dem Modellbau und den Aktivitäten der Allgemeinbildner auch Highlights zu den Sport- und Projektwochen, dem Alternativprogramm, der Euroweek und den sonstigen Veranstaltungen gezeigt. Bei durchgehend geführten Besichtigungen kann man in den Werkstätten (Bauhof und Elektronik) selbst Hand anlegen und sich in den fachpraktischen Unterricht hinein versetzen. Lehrpersonen, Schülerinnen und Schüler stehen für indivduelle Beratungsgespräche zur Verfügung und laden alle Interessierte recht herzlich ein.

Warme und wetterfeste Kleidung, festes Schuhwerk mit rutschfesten Sohlen, Skibrille, Handschuhe und ein Helm (zumindest für Kinder). Eine Rodel mit Lenkriemen erhöht die Sicherheit. Ein Plastik-Bob ist nicht geeignet. Den Sitz schneefrei und trocken halten. Beim Aufstieg immer am Rand der Bahn gehen (Kurveninnenseite), um die talwärts fahrenden Rodler nicht zu behindern. Vergewissern Sie sich bei Rodelbahnen mit Autoverkehr, dass die Bahn zum Rodeln freigegeben ist. Besichtigen Sie beim Aufstieg die Bahn und merken Sie sich die markanten Stellen wie Kreuzungen, Hindernisse und scharfe Kurven. Rufen Sie vor unübersichtlichen Stellen laut, um die Fußgänger auf sich aufmerksam zu machen. Passen Sie Ihr Fahrverhalten den Wetterverhältnissen an. Selbst Rodelbahnen, die als „leicht“ eingestuft sind, können witterungsbedingte Gefahren in sich bergen. Alkohol verringert das Reaktionsvermögen. Deshalb „Don‘t drink and drive“. Wenn Sie nachts unterwegs sind, warten Sie bei markanten Stellen auf Ihre Begleiter und überzeugen Sie sich davon, dass die Gruppe vollzählig ist.

PROMOTION

Lupe. Der gebürtige Nüziger, seit frühester Kindheit ein passionierter Rodler, hat Aufstiegslänge, Streckenverlauf und Abfahrtsdauer dokumentiert. „Es ist für jeden Geschmack eine Strecke dabei“, freut sich der 43-Jährige, „ob Jung oder Alt, Sportler oder Genießer, alle kommen bei ausreichender Schneelage voll auf ihre Kosten.“

Keine Hektik Besonders familienfreundlich sind die Strecken in Dafins, am Brüggelekopf, am Muttersberg, in Laterns und im Klostertal. Bartls Lieblingsbahn ist jene von Schattenlagant nach Brand: „Vom Landschaftlichen her ist diese Strecke am beeindruckendsten. Und sie vereint Schnelligkeit und Sicherheit, ist sehr abwechslungsreich.“ Was alle zehn Strecken gemeinsam haben: Sie sind problemlos mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen.

Spaß auch für die Kleinsten. (Foto: VN/Meznar)

„Damit entfällt die zuweilen lästige und stressige Parkplatzsuche“, erklärt Bartl. Was ihn so fasziniert am Rodeln: „Es ist eine sanfte Wintersportart, die man mit der ganzen Familie, mit Freunden ausüben kann. Es bedeutet unberührte Natur genießen, Geselligkeit, kein Lärm und keine Hektik. Und es ist gesund.“ ##Michael Benvenuti##

VN-SERIE: Die „VN“ stellen die schönsten Rodelbahnen des Landes vor (1/10)

Rodelerlebnis für die ganze Familie ■ Familienausflug nach Alberschwende – Rodelbahn bei Groß und Klein beliebt

und einem großartigen Panoramablick überrascht. Wenige Minuten später stehen Sie vor dem Restaurant am Brüggelekopf und haben die Wahl, zuerst den Gipfel oder die Stufen zum Alpengasthof Brüggele zu besteigen.

ANDREAS BARTL redaktion@vn.vol.at

Abfahrt

Schwarzach (VN) 420 Höhenmeter, die es in sich haben. Vom Brüggelekopf in Alberschwende führt eine der schönsten Rodelbahnen des Landes. Ein Rodelerlebnis für die ganze Familie. Anfahrt Mit dem Bus fahren Sie vom Bahnhof Bregenz mit der Linie 35 in 31 Minuten oder vom Bahnhof Dornbirn mit den Linien 40 und 41 in 21 Minuten nach Alberschwende zur Haltestelle beim Gasthof Engel, der etwa zehn Gehminuten vom Schlepplift Tannen entfernt ist. Aufstieg Der erste Teil des Aufstiegs beginnt auf 760 Metern über dem Meer und führt am Rand der Piste des Schlepplifts Tan-

Brüggelekopf auf 1182 Metern Seehöhe: Eine Rodelstrecke, die (Foto: VN/Gmeiner) alles bietet, was ein echter Rodelfan sucht. nen bis zu einem Forstweg, dem Sie in unmittelbarer Nähe des Liftausstiegs bergauf folgen. Nach einigen Kurven überquert der Weg eine Lifttrasse und eine Skipiste, windet sich durch ein kurzes Waldstück und an Ferienhäusern und Stadeln vorbei und gibt dabei immer wieder den Blick auf den Vorderen Bregenzerwald frei.

Etwa auf halber Strecke steigt der Weg etwas an und überwindet in mehreren Serpentinen eine ausgedehnte Waldlichtung. Nach einer Kehre am oberen Rand der Lichtung taucht er erst zögerlich, dann entschlossen in einem Wald unter und am BrüggeleVorsäß wieder auf. Dort werden Sie mit ein bisschen Glück von der Sonne

Auf dem Anfangsteil der Strecke bleibt zunächst Zeit, die Fahrt über einen sanften Hügel und durch den Wald zu genießen, bevor auf halber Strecke einige schnelle Kurven die technischen Fähigkeiten fordern. Von der Höchster Schihütte führt eine gemütliche Bummelfahrt zum Schilift Tannerberg, wo der Rodelweg mehrere Male eine Skipiste kreuzt. Die letzten 40 Höhenmeter kann man schließlich am Pistenrand des Schlepplifts Tannen verpulvern. Tipp Es ist empfehlenswert, die Rodelbahn außerhalb der Betriebszeiten der Lifte zu benützen, um Zusammenstöße mit Skifahrern zu vermeiden.


Freitag, 2. Februar 2007

SCHNEEBERICHT für die Skigebiete Vorarlbergs vom 1. 2. 07 ALPENREGION BLUDENZ Brandnertal/Bürserberg*: 60–10, am, 13 Lifte, 27 km Loipen, 25 km WW, EP, ES, RB Fontanella/Faschina*: 65–45, ta, 4 Lifte, 15 km WW; Nachtskilauf mit Musik jeden Donnerstag 18–22 Uhr am Guggernülli-Lift Klostertal/Sonnenkopf: 55–20, am, 9 Lifte, 8 km Loipen, 8 km WW, RB Raggal/Marul*: 30–20, ta, 2 Lifte, 2 km gespurte Loipen, 15 km WW Sonntag/Buchboden*: 50–40, am, 2 Lifte, 14 km WW

ARLBERG Lech/Zürs*: Stuben*:

130–30, ta, 80 Lifte, 23 km gespurte Loipen, 28 km WW, EP, ES, RB 55–35, ta, 80 Lifte

BODENSEE–VORARLBERG Bregenz/Pfänder: Dornbirn/Bödele: Dornbirn/Ebnit: Laterns*: Möggers:

20–5, tan, 1 Lift, 7 km Loipen 25–20, ta, 6 Lifte, 10 km WW 25–15, ta, 2 Lifte 30–20, ta, 6 Lifte, RB 20–20, ta, 1 Lift, 10 km WW

BREGENZERWALD Alberschwende*:

30–20, tan, 3 Lifte, 14 km WW, RB, ES, EP Au/Schoppernau/Diedamskopf: 30–25, am, 7 Lifte, 20 km Loipen Damüls*: 55–40, ta, 8 Lifte, 16 km gespurte Loipen, 22 km WW Egg/Schetteregg*: 15–15, ta, 4 Lifte, 7 km WW Hittisau/Hochhäderich: 25–20, ta, 2 Lifte, 6 km WW Mellau*: 30–25, tan, 5 Lifte, 8 km gespurte Loipen, 20 km WW Riefensberg/Hochlitten*: 30–30, tan, 3 Lifte, 8 km WW Schwarzenberg/Bödele*: 25–20, tan, 6 Lifte; 10 km WW Sibratsgfäll/Ifenblick: 25–15, ta, 1 Lift Sulzberg/Dorflift: 25–25, ta, 1 Lift, 15 km gespurte Loipen, 19 km WW, RB Warth/Schröcken*: 64–44, ta, 14 Lifte, RB

KLEINWALSERTAL 40–15, ta, 38 Lifte, 5 km gespurte Loipen, 50 km WW, RB

VO R A R L B E RG E R

*maschinell beschneit – Zeichenerklärung: 1. Zahl = Schneehöhe Skigebiet; 2. Zahl = Schneehöhe Tal; EP = Eislaufplatz; L = Langlaufmöglichkeit; RB = Rodelbahn; SB = Skibus gratis; WW = Winterwanderwege; ES = Eisstock. Snowboard-Anlagen: HP = Halfpipe; QP = Quarterpipe; FP = Fun Park; NS = Nachtskilauf. Schneebeschaffenheit: P = Pulverschnee; A = Altschnee; Neu = Neuschnee; E = teilweise vereiste Piste; N = Nassschnee; F = Firn; G = griffig; H = Harsch; tw* = teilweise Abfahrtmöglichkeiten: ta = Abfahrt bis Talstation; am = Abfahrt bis Mittelstation; tan = Abfahrt bis Talstation nicht möglich; tab = Abfahrt bis Talstation bedingt möglich Mitgeteilt von: Bahnhofstraße 14/4, 6901 Bregenz E-Mail: info@vorarlberg.travel, www.vorarlberg.travel

Die Urlaub-im-Ländle-Hotline: 05574/42525-0 Montag bis Samstag von 8.00 – 19.00 Uhr Weitere Informationen auch unter: www.winterbahnen.at, skiregionen.vol.at

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Tag der Gnade für einige Sünder ■ ASFINAG-Kontrolle auf der Autobahn. Jetzt gilt nur noch das Pickerl 2007. KLAUS HÄMMERLE klaus.haemmerle@vn.vol.at, 72/501-634

Hörbranz (VN) So ganz streng waren die sechs Kontrolleure der ASFINAG gestern in Hörbranz aber denn doch noch nicht. „Vorarlberger, die noch eine alte Jahresvignette an ihrem Pkw haben, mahnen wir heute nur ab“, gab Manfred Fleischmann, Leiter der Service/Kontrolle/ Vertrieb Region West die Strategie aus.

Vergessen zu kleben Und so kam es, dass die sonst eher gefürchteten Männer in ihren leuchtenden Wir gehen bei unserer Kontrolltätigkeit eigentlich nur gegen Diebstahl vor. MANFRED FLEISCHMANN ASFINAG

MONTAFON Gargellen Schafbergbahnen*: 75–25, ta, 8 Lifte, 1 km WW Gaschurn/St. Gallenkirch Silvretta Nova*: 80–10, ta, 26 Lifte, 30 km gespurte Loipen, 10 km WW, RB Gaschurn/Partenen 50–32, tan, 2 Lifte, 20 km Silvretta Bilerhöhe: gespurte Loipen, 12 km WW, RB Schruns/Tschagguns/ Vandans-Golm*: 85–30, ta, 9 Lifte, 35 km WW, EP, ES, RB Schruns/Tschagguns Hochjoch*: 80–15, ta, 12 Lifte, 35 km WW, EP, ES, RB Schruns/Tschagguns Grabs: 40–15, tan, 1 Lift, 35 km WW; kein Skibetrieb, EP, ES, RB Silbertal/Kristberg*: 25–15, tan, 3 Lifte, 11 km gespurte Loipen, 25 km WW, EP, ES

LOKAL

NAC H R I C H T E N

Dienstjacken bei einigen Autofahrern zu wahren Samaritern wurden. „Also das ist jetzt wirklich nett“, freute sich etwa der behinderte Kurt Haller aus Schnifis. Zuvor

Links zufahren bedeutet für die Pkw-Lenker oft nichts Gutes. Doch (Foto: VN/Hofmeister) gestern war die ASFINAG noch tolerant. hatte der an Kinderlähmung leidende Schnifner Manfred Fleischmann mit Invalidenausweis und viel Leidenschaft versucht, den Beamten durch sein ungewolltes „Missgeschick“ zu erweichen. „Ich krieg ja die Vignette gratis vom Bundessozialamt. Hab sie schon bekommen. Sie liegt zu Hause. Ich könnte Ihnen das beweisen. Hab nur vergessen, sie aufzukleben.“ Fleischmann glaubt dem Mann. Doch wäre es nicht 1. Februar, würde das dem Kurt Haller gar nichts nützen und er müsste 120 Euro Strafe zahlen. Auch bei einem Schweizer, der glaubhaft versichert, er

sei bei Lochau aufgefahren und ihm sei gar nicht bewusst gewesen, sich auf einer Autobahn zu befinden, lassen die Kontrolleure noch einmal Gnade vor Recht ergehen.

Kopfschütteln Nur Kopfschütteln löst hingegen die Aktion eines Bregenzerwälders aus. Er war ohne neue Vignette unterwegs, wurde nach Hinterlegung seiner Zulassung von den Asfinag-Leuten zur Verkaufsstelle geschickt, von wo er einfach nicht zurückkam. „Also so was verstehe ich überhaupt nicht. Der kriegt jetzt eine Anzeige und zahlt eine saftige

Antenne gewinnt Hörer ■ ORF-Regionalradio büßt Marktanteile ein – Antenne quotenstärkstes Privatradio Schwarzach (VN) Die regelmäßig durchgeführte Radio-Quotenanalyse der Marktforscher von Fessel-Gfk zeigt: Antenne Vorarlberg konnte im zweiten Halbjahr 2006 einen Marktanteil von zehn gegenüber neun Prozent im Vorjahr erzielen, Radio Arabella wuchs von einem auf drei Prozent an. „Noch mehr Stammhörer“, freut sich Antenne-Programmchefin Sandra Aberer über die nun veröffentlichten Er-

gebnisse. Vor allem während der Woche kann Antenne Vorarlberg punkten: 15 Prozent mehr Hörer in der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen sind wochentags zu verzeichnen.

Verluste für ORF Das öffentlich-rechtliche ORF-Radio Vorarlberg hat in derselben Zielgruppe etwa ein Viertel des Marktanteils verloren. Auch über die ganze Woche gerechnet ergaben sich für Radio Vorarlberg empfindliche Verluste: nur noch 39 Prozent Marktanteil (statt 43 Prozent) bei den Hörern ab 10 Jahren. Und in der werberelevanten Zielgruppe schrumpf-

te der Marktanteil um fünf Prozent. „,Antenne Vorarlberg‘ hat seinen Marktanteil weiter ausgebaut und ist jetzt zusammen mit ,Liferadio Oberösterreich‘ an erster Stelle der quotenstärksten regionalen Privatradios in ganz Österreich“, sagt Antenne-Chef Mario Mally. Für den bundesweiten Radiomarkt lautete das Stichwort Stabilität. Die ORF-Radios kamen im zweiten Halbjahr 2006 auf einen Marktanteil von 79 Prozent in der Zielgruppe ab zehn Jahren – das entspricht dem Wert vom 2. Halbjahr 2005. Alle Privatsender zusammen pendelten sich – genau wie im Vorjahr – bei 18 Prozent ein.

Strafe“, kommentiert Manfred Fleischmann diese Aktion. Nach Kassieren der 120 Euro nur baff zuhören konnten die ASFINAG-Leute einer Schweizerin, die mit zwei Franzosen in einem Leihauto vignettenlos unterwegs war. „Ich wollte in Österreich eigentlich ein Pferd kaufen. Nach dieser Erfahrung hier mach ich das jedoch nicht.“ Gerne abgestraft hätte Fleischmann einen Mercedes-Fahrer. „Der hatte seine Vignette auf Vasiline geklebt. Damit wollte er sie dann übertragen.“ Aber Fleischmann hielt sich an seine für den 1. Februar selbst ausgegebene Richtlinie, Lenker mit einer ausgelaufenen Jahresvignette noch nicht zu bestrafen. Als die bösen Strafer wollen sich Fleischmann und Kollegen prinzipiell nicht sehen. „Ich kann doch auch nicht einfach in ein Lebensmittelgeschäft spazieren und mit einer Wurstsemmel ohne zu bezahlen wieder raus. Wir gehen hier eigentlich auch nur gegen Diebstahl vor“, zieht Fleischmann einen Vergleich. ##Klaus Hämmerle##

mehrwissen.vol.at## Vignettenpflicht. Fakten und Anleitungen für den Gebrauch der Autobahnvignette.

http://vorarlberg.vol.at Videobericht über die Kontrolle der ASFINAG in Hörbranz.

Radiotest Radio-Marktanteile 2. HJ 2006 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (in Klammer) 10+ 14-49 Ö3 35% (33) 49% (47) Ö2 Vlbg. 39% (43) 23% (28) Antenne 10% (9) 14% (14) Ö1 3% (3) 1% (1) FM4 2% (2) 3% (3) Arabella* 3% (1) 4% (0) Alle Marktanteile beziehen sich auf die gesamte Sendezeit (Montag bis Sonntag), jeweils von Hörern über 10 Jahre (10+) und der werberelevanten Zielgruppe (14-49 Jahre). * im Verbreitungsgebiet Bregenz, Dornbirn

mehrwissen.vol.at## Radiotest 2. Halbjahr 2006. Alle Detailzahlen zu Tagesreichweiten und Marktanteilen aller österreichischen Privatund ORF-Hörfunksender.

VN-SERIE: Die „VN“ stellen die schönsten Rodelbahnen des Landes vor (2/10)

Rodelpartie mit Panoramablick ■ Wintersport und Sonne – Muttersberg bietet Erlebnis pur und tolle Aussicht. ANDREAS BARTL redaktion@vn.vol.at

Ein Weitblick wie im Bilderbuch und eine gut präparierte Bahn. Das erwartet erlebnishungrige Rodlerinnen und Rodler am Muttersberg. Anfahrt Der Bludenzer Stadtbus Nummer 1 bringt Sie in 14 Minuten vom Bahnhof zur Talstation der MuttersbergSeilbahn. Hier haben Sie nun die Wahl, ob Sie sich von einer Gondel oder Ihren Füßen – über die Nüziger Bergparzelle Laz – auf den Muttersberg bringen lassen. Aufstieg Von Laz gelangen Sie über einen der beiden Forstwege, die oberhalb des Parkplatzes des Gasthofs Schönblick auf 980 Metern in die Höhe führen, an Ihr Ziel. Der alte Forstweg

ist steil, kehrenreich und romantisch und führt am Oberen Bild, einer Kapelle, vorbei. Der neue – er zweigt nach einer Schranke über dem Schönblick links ab – durchquert einen Buchenwald zuerst in nördlicher, dann in südlicher Richtung und ermöglicht immer wieder einen Blick auf die umliegenden Täler und Berge. Nach dem Zusammentreffen der beiden Wege im Bereich der Hörnlehütte gelangen Sie in wenigen Minuten zum Löschteich, lassen den Weg zum Tiefensee-Sattel rechts und wenig später den ehemaligen Muttersberg-Gasthof links liegen und überwinden die letzten steilen Kurven bis zum Bergrestaurant. Abfahrt Nach dem Start bei der Bergstation der MuttersbergSeilbahn haben Sie kurz Gelegenheit, die Aussicht ins Brandnertal zu bewundern, dann geht es rasant bergab. Oberhalb des alten Berggasthofes dürfen Sie Ihren Bauchmuskeln ein wenig Erholung gönnen und die Rodel zum

Löschteich ziehen. Von dort erreichen Sie nach wenigen Kurven die Weggabelung bei der Hörnlehütte, werfen noch ein paar schnelle Blicke ins Montafon, umfahren den MutDie Rodelstrecke in Muttersberg ist für Familien und Kinder besonders geeignet. ANDREAS BARTL

tersberg bis zu einer großen Kehre mit Blick Richtung Walgau und Schweizer Berge und konzentrieren sich nun wieder auf die schneller werdende Rodelstrecke, die am Ende des Buchenwaldes zu einer weiteren Kehre gelangt und dann beim Parkplatz des Gasthofs Schönblick endet. Tipp Die Muttersberg-Seilbahn fährt von 8. Jänner bis 15. April täglich außer montags und dienstags von 9.30 Uhr bis 17 Uhr. Während der Betriebszeiten der Seilbahn ist das Bergrestaurant am Muttersberg ab 10 Uhr geöffnet.

Muttersberg gilt als besonders familienfreundlich. (Foto: Bergbahnen Muttersberg)


Samstag/Sonntag, 3./4. Februar 2007

KIRCHLICHE NACHRICHTEN -

Katholische Kirche Bregenz (Landeskrankenhaus, Kapelle), Sonntag, 4. 2., 19 Uhr, Gottesdienst mit Diakon Johannes Christoph Heil (Darstellung des Herrn; Kerzenweihe); Hard (Kapelle des Seniorenhauses), Samstag, 3. 2., 9 Uhr, Heilige Messe mit Erteilung des Blasiussegens; (Kirche St. Martin), Samstag, 3. 2., 19 Uhr, Vorabendmesse mit Erteilung des Blasiussegens; (Pfarrkirche St. Sebastian), Sonntag, 4. 2., 8.30 Uhr, Sonntagsgottesdienst; 10.30 Uhr, Festgottesdienst anlässlich des Tages des Ehrenamtes in der Pfarrkirche. „Brunnengespräche“: Einmal monatlich zur Ruhe kommen, einander vom Leben erzählen, die Heilkraft der Feste entdecken, beim Brunnen eines Gotteswortes verweilen, neue Kraft und Lebensfreude schĂśpfen. Gwiggen Hohenweiler (Kloster Mariasterin), Montag, 5. 2., 20 Uhr; Lauterach (Kloster St. Josef), Montag, 5. 2., 19.30 Uhr; Meiningen (Pfarrheim), 7. 2., 9 Uhr. Verschiedene kirchliche Veranstaltungen: Hohenweiler–Gwiggen (Kloster Mariastern), Sonntag, 4. 2., 19.30 Uhr, It‘s time for Jesus – Gebetsabend fĂźr junge Leute; Dornbirn-Rohrbach (Pfarrzentrum St. Christoph), Dienstag, 6. 2., 7 Uhr, Labyrinthmeditation; HĂśrbranz (Kirche des Salvatorkollegs), Mittwoch, 7. 2., 20 Uhr, Eucharistiefeier mit Krankensalbung.

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GEDANKEN ZUM SONNTAG Nimm den Weg unter deine FĂźĂ&#x;e und geh! Geh und lass dich fĂźhren vom Geist, der dich umwebt und umwebt, hin zum Horizont, denn dort liegt, verborgen noch, dein Ziel. Horizont ist dort, wo sich Oben und Unten, Vorne und Hinten, AuĂ&#x;en und Innen – erst berĂźhren und dann verlieren. Ziel ist da, wo auch der Anfang ist. Aber angekommen bist du erst, wenn du liebst. E. Hagen

Die „VN“ drucken hier jene Gottesdienste ab, die von der Gestaltung und/oder vom Zeitpunkt vom Ăźblichen Gottesdienstplan abweichen. Eine GesamtĂźbersicht Ăźber sämtliche Gottesdienste der Pfarrkirchen Vorarlbergs ist unter www.kath-kirche-vorarlberg.at im Internet abrufbar.

Evangelische Kirche Gottesdienste am Sonntag, 4. Februar 2007: Bregenz (Evangelische Kreuzkirche am Ă–lrain), 9.30 Uhr; Bludenz (Kirche „Zum guten Hirten“, Oberfeldweg 13), 10 Uhr, gleichzeitig Kindergottesdienst; Dornbirn (Heilandskirche, RosenstraĂ&#x;e 8), 9.30 Uhr, gleichzeitig Kindergottesdienst; Feldkirch (Pauluskirche, Bergmanngasse), 9.30 Uhr, Familiengottesdienst; Hirschegg (Evangelische Kreuzkirche), 10 Uhr, musikalischer Gottesdienst mit dem Walser Gospelchor.

CHRONIK

NAC H R I C H T E N

Dompfarrer Feldkirch.

Rudolf

Bischof,

Diesen wunderschĂśnen Text habe ich geschenkt bekommen und ich mĂśchte ihn Ihnen allen weiterschenken, damit er Sie durchs Jahr trägt. Nimm den Weg unter Deine FĂźĂ&#x;e und geh! Dies bedeutet fĂźr mich, dass ich das Leben selbst in die Hand nehmen kann und ein Handelnder werde, dass ich mich nicht einfach treiben lasse und dann zum Treibgut werde, dass ich nicht ein Objekt bin, dass hin und hergeworfen wird, sondern dass ich selbst Subjekt werde und mein Leben forme und gestalten kann. Geh und lass dich fĂźhren vom Geist, der dich umwebt und umwebt. Es ist uns allen ein Geist geschenkt, der schon am Anfang der SchĂśpfung Ăźber allem stand, aus dem alles Leben flieĂ&#x;t. Wir erfahren heute die Zerbrechlichkeit des Lebens und die Bedrohung der SchĂśpfung. Wir alle haben den Wunsch in uns, dass wir leben, und zwar leben in FĂźlle. Dieser Geist, der uns umwebt, birgt uns wie ein feines Gewebe, aber er lässt uns einen eigenen Gestaltungsraum, ohne uns zu fesseln in den Wolken der depressiven Stimmungen. Lass dich fĂźhren hin zum Horizont, denn dort liegt, verborgen noch dein Ziel. Horizont ist dort, wo sich Oben und Unten, Vorne und Hinten, AuĂ&#x;en und Innen – erst berĂźhren und dann verlieren. Unser Leben

ist eingespannt in diesen Weg, von dem wir nicht wissen, woher er kommt und wohin er geht, wir kÜnnen nur deuten und glauben, wir sehen nur den Horizont, zu dem wir unterwegs sind. Eines wissen wir von diesem Horizont, er verbindet Oben und Unten. In dieser Verbindung kÜnnen wir ein geglßcktes Leben gestalten. Es genßgt nicht, wenn wir nur im Oben schweben, in den Wolkenbßrgerschaften leben, wir mßssen auch geerdet sein und mit der Wirklichkeit des Unten verbunden bleiben. Genauso wenig genßgt es, wenn wir nur im Unten leben und das Oben nicht sehen und nicht gelten lassen, so leben wir gleichsam ohne Sterne, ohne Visionen, wir sind nur hineingedrßckt in die Geleise des Alltags, aus denen es kein Entrinnen gibt und in denen es keinen Gott gibt. Dieser Horizont verbindet Vorne und Hinten. Er sagt uns: wir mßssen die Vergangenheit nicht immer mit uns schleppen. Vergangenheit ist dazu da, um daraus zu lernen und sie zu bewältigen, sie soll uns aber nicht wie eine Fessel halten. So kÜnnen wir auch nach vorne blicken, in eine Zukunft gehen, die weit ßber diesen Horizont hinausreicht, die uns immer neu in ein Land fßhrt, das wir noch nicht kennen. Dieser Horizont ist auch

(Foto: Bilderbox)

AuĂ&#x;en und Innen. In diesen Worten wiederholt sich noch einmal das Oben und Unten und wird zur Konsequenz. Wir kĂśnnen nicht ohne Innerlichkeit leben, allzu sehr gleichen wir dann dem Rad, das keine Mitte hat und von nichts mehr gehalten wird, wir wissen nicht mehr, was mit uns geschieht, von wem wir gehalten sind und kommen allzu leicht ins Trudeln. Aber diese Mitte, die wir formen und fĂźllen, sie soll sich immer auch in der Gestaltung nach auĂ&#x;en zeigen und verwirklichen.

Aber angekommen bist du erst, wenn du liebst. Dieser Schlusssatz ist fast nicht nĂśtig zu kommentieren. Ankunft gelingt erst, wenn wir lieben, sonst verzĂśgert sie sich und lasst uns Umwege machen, die nicht Ăźber den Horizont hinausfĂźhren. Ich wĂźnsche uns allen, dass dies uns gelingt.

Evangelisch-methodistische Kirche Bregenz (BlumenstraĂ&#x;e 5, Tel. 0 55 74/4 39 07, www. bregenz-umc-europe.org), Sonntag, 4. 2., 9.30 Uhr, Gottesdienst mit Abendmahl; Dienstag, 6. 2., 9 Uhr Gebetsstunde; Mittwoch, 7. 2., 20 Uhr, Hauskreise; Donnerstag, 8., 2., 9 Uhr Bibel aktuell (3), 20 Uhr Hauskreise; Freitag, 9. 2., 18 Uhr, Teenies.

Allen, die mich zum

am 22.01.2007 mit Glßckwßnschen, Blumen und Geschenken ßberhäuft haben, ein herzliches Vergelt`s Gott. Maria Mangard

Buddhistische Gemeinschaft Vorträge und Meditationen, Info-Tel. 0650/2754108 oder 05574/44596. Dornbirn (Dr.-Waibel-Str. 6), jeden Mittwoch und Freitag, 20 Uhr.

Man glaubt es kaum – doch es ist wahr –

Kirche der Siebenten-TagsAdventisten Bludenz (GartenstraĂ&#x;e 6a, Tel. 0 55 52/2 89 37, www. sta.at/bludenz). Jeden Samstag, 9.30 Uhr, Bibelgespräch; 10.30 Uhr Predigtgottesdienst; jeden Mittwoch, 19.30 Uhr, Bibelstunde; Bregenz (Laimgrubengasse 18, Tel. 0 55 74/7 27 07), jeden Samstag, 9 Uhr, Bibelgespräch; 10 Uhr Predigtgottesdienst; jeden Dienstag, 19 Uhr, Bibelstunde; jeden Freitag, 19 Uhr, Abendandacht; Dornbirn (Rohrbach 11, Tel. 0 55 72/2 66 31), jeden Samstag, 9.30 Uhr, Bibelgespräch; 10.30 Uhr Predigtgottesdienst; jeden Mittwoch, 19 Uhr, Bibelstunde; jeden Freitag, 19 Uhr, Abendandacht.

Gratulation

90. Geburtstag

Harald wird am 3. Februar 40+10 Jahr.

Josef Lukasser Wir gratulieren herzlich zum

85. Geburtstag. Deine Familie

,IEBER (ARRY Y

!LLES ,IEBE ZUM !LLES ,IEBE ZUM 'EBURTSTAG SOWIE VIEL 'ESUNDHEIT WĂ NSCHEN $IR VON GANZEM (ERZEN 2ESI 6IKTOR !NGELIKA UND -ICHAELA MIT .ICCO

Michael Allgäuer

Wer froh genieĂ&#x;t das GlĂźck auf Erden, kann locker so schĂśn werden.

wir freuen uns und gratulieren dir zum

Alles Gute zum Geburtsag!

fĂźr Sport-, Kultur- und Veranstaltungsmanagement.

Soranlly, Harald-Luis, Jennifer, Nathalie, Nadja, Michael und Isabelle.

Deine Eltern, Schwester, Oma und Opa, Tanten und Onkel mit Familien

Mag. FH

VN-SERIE: Die „VN“ stellen die schĂśnsten Rodelbahnen des Landes vor (3/10)

Fßr Liebhaber von steilen Kurven ■Rodeln auf der Sonnenseite des Laternsertales – Vergnßgen auf schmalen Pisten.

von steilen Kurven. Sie fßhrt ßber einige Buckel zur Kehre unter dem Falbenhang, dann in etwas gemßtlicherem Tempo zu einer weiteren Richtungsänderung im Bereich des Sesselliftes. Der mittlere Streckenabschnitt ist eher flach, aber abwechslungsreich, der Schlussteil nach der Pistenquerung fordert mit einigen engen Kurven noch einmal Ihr Fahrgeschick heraus.

ANDREAS BARTL redaktion@vn.vol.at

Schwarzach (VN) Die Rodelbahn von Gapfohl ist bestens präpariert und kann auch mit Kindern befahren werden. Die Bergbahnen ermÜglichen mehrmalige Abfahrten.

Tipp

Anfahrt Mit dem Bus Nummer 65 erreichen Sie die Talstation der Innerlaternser Skilifte vom Bahnhof Rankweil in 32 Minuten. Von dort aus kĂśnnen Sie den Aufstieg zu FuĂ&#x; oder mit dem Sessellift fortsetzen. Aufstieg Der Busparkplatz am KĂźhboden auf 1145 Metern Ăźber dem Meer ist Ausgangspunkt eines Wanderweges Richtung Gapfohlalpe, der am Haus Marienruh vorbeifĂźhrt, sich kurz in einen Wald verirrt und nach wenigen engen Kurven die

Die Strecke im sonnigen Laterns ist besonders fĂźr seine steilen Kurven auf schmalen Pisten bekannt. (Foto: Bergbahnen Laterns) Skipiste an einer Ăźbersichtlichen Stelle Ăźberquert. Der Weg durch den anschlieĂ&#x;enden dichten Fichtenwald steigt zuerst sanft, nach der Unterquerung der Sesselbahn etwas steiler an. Der Wald lichtet sich langsam und zwischen den freier stehenden Bäumen tauchen die Gipfel der gegenĂźberliegenden Talseite auf. Noch einmal gelangen Sie in die Nähe der Sesselbahn, wen-

den sich dem Gapfohler Falben zu und erreichen an dessen FuĂ&#x; offenes Gelände und eine weitere Kehre. Nun Ăźberwinden Sie mehrere Geländestufen bis zum Einstieg des Ăœbungsliftes Gapfohl, wo sich der Start der Rodelbahn befindet. Abfahrt Die Rodelstrecke begeistert anfangs vor allem Liebhaber

Die Bergbahnen Laterns bieten Rodlerinnen und Rodlern eigene Tickets fßr die Fahrt mit der Sesselbahn an: Eine Tageskarte kostet fßr Erwachsene 20 Euro, fßr Kinder 12 ₏, eine Halbtageskarte (sie ist ab 11.30 Uhr gßltig) 16 ₏ bzw. 9,50 ₏ und eine Einzelfahrt auf den Berg schlägt sich mit 6 ₏ bzw. 4 ₏ zu Buche. Bei Sport Egon am Kßhboden kÜnnen Kurzentschlossene Rodel ausleihen. Im Gasthaus Berghof in Gapfohl kann man sich vor den Abfahrten – am sichersten alkoholfrei – stärken und aufwärmen.


Montag, 5. Februar 2007

VO R A R L B E RG E R

LOKAL

NAC H R I C H T E N

/A12

VIEL GLÜCK! Ziehung vom 4. Februar 2007

ÖSTERREICH

23

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41 42

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085996 SCHWEIZ

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4

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Joker: 404174

Extra-Joker: 933525 Die Kinder hatten in Klaus gestern ihren Spaß.

DEUTSCHLAND

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18 21

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Superzahl: 7 Spiel 77: 3549056 Super 6: 736217

4

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1

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7

KLAUS HÄMMERLE

Ziehung vom 3. Februar 2007

33

11 89

klaus.haemmerle@vn.vol.at, 72/501-634

38 18

Ziehung vom 2. Februar 2007

14 23 27 30 36 1

5+2 5+1 5+0 4+2 4+1 4+0 3+2 3+1 2+2 3+0 1+2 2+1

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27,173.863,00 € 514.292,20 € 51.510,90 € 4.702,90 € 195,00 € 44,20 € 83,70 € 29,40 € 25,20 € 15,60 € 10,60 € 9,70 € Ziehung vom 3. Februar 2007

N-44 B- 4 N-45 O-74 B-15 N-41 N-37 I-24 B-3 G-55 B- 9 I-17 N-43 (Box) B-1 B-11 I-18 G-52 G-50 I-19 O-68 O-65 I-26 I-25 G-53 G-54 O-61 O-67 B-14 O-63 B-2 N-39 G-59 B-7 O-66 B-13 (Ring) O-72 B-10 N-31 G-57 I-23 N-40 G-60 I-27 I-16 O-71 (Bingo) Kartensymbol: Herz As Bingo Ring Box Ring 2. Chance Box 2. Chance Card

1x 2x 1x 120x 5.378x 17.468x

105.271,20 € 4.155,40 € 5.540,50 € 69,20 € 5,90 € 1,50 € Alle Angaben ohne Gewähr

So klein und schon eine Garde„Maus“.

Narren behagte Kaiserwetter ■ Der Fasnatsumzug in Klaus zog tausende Narren und Zuschauer in seinen Bann.

Ziehung vom 3. Februar 2007

Buntes Treiben – bei einem Faschingsumzug dürfen Clowns natürlich nicht fehlen. (Fotos: VN/Hofmeister)

Schwarzach (VN) Humor war gestern in Klaus bei allen gefragt. Als der Umzugssprecher sich an zwei Falschparker wandte, war es für die schon zu spät. „Die Pkws wurden schon abgeschleppt“, meldete der Sprecher Vollzug. Fasnatsmäßiger Nachsatz: „Aber machen Sie sich nichts draus. Ihre Fahrzeuge wurden geschmückt.“ Ausgelassenheit und beste Laune waren gestern bei strahlendem Sonnenschein und milden Temperaturen

in Klaus Trumpf. Tausende Zuschauer hatten sich speziell an der Walgaustraße auf beiden Seiten postiert und bewunderten die Narrenfahrzeuge und bunt geschmückten Mäschgerle, die sich an den Zielpunkt beim Gemeindeamt bewegten.

200 Mitarbeiter Insgesamt waren es 55 Wagen, die sich durch den Ort bewegten. Es regnete daraus Bonbons (viel mehr als Konfetti), die bei Jung und Alt dankbare Abnehmer fanden. 2100 Teilnehmer beteiligten sich aktiv am bunten Treiben, zahlreiche „Gugga-Musiga“ und natürlich auch Disco-Musik via Lautsprecher auf den Wagen sorgten dafür, dass der Umzug nicht nur ein optisches Erlebnis wurde. Zum ersten

Mal hatte Matthias Kopf die Organisationsleitung der Traditionsveranstaltung übernommen. Er konnte sich auf die Unterstützung von 200 Mitarbeiter aus den verschie-

Josef Eller fand, „dass wir mit der Größe unseres Umzuges genau richtig liegen. Viele Umzüge sind mittlerweile zu groß und dann wird den Leuten langweilig.“

Sicherheit gegeben Die Umzugsleiterstammtische bringen für die Sicherheit der Umzüge einiges. ERNST SCHMID NARREN-PRÄSIDENT densten Klauser Vereinen verlassen, die über zwei Monate lang in die perfekte Abwicklung des Umzugs einbezogen waren. Zufrieden durften die Organisatoren dann ihr gelungenes Werk bewundern. Und Kassier

Natürlich war auch die Landesnarrenspitze in Klaus vertreten. Präsident Ernst Schmid konnte sich närrisch von schweren Berufsprüfungen am Tag davor erholen. Aber sich auch von den Sicherheitsvorkehrungen überzeugen. „Die regelmäßigen Umzugsleiterstammtische bringen schon was“, freute sich der oberste Ländle-Narr. http://fasching.vol.at Viele weitere Bilder und Videos vom Fasching auf VOL.

Trend: In der Fasnat zu Fuß unterwegs Thüringen (amp) Auffallend weniger lärmende Motorfahrzeuge und Traktoren, dafür mehr Fußgruppen in originellen Kostümierungen zogen am vergangenen Samstag beim Blumenegger Fasnatumzug durch Thüringen. Die Faschingsgilde „Kriasistinker“ hatte sich als Veranstalter den Umzugsrichtlinien des Verbandes der Fasnatzünfte und Gilden für den Narrenbezirk Bludenz angeschlossen

und zu „Mehr Fasnat, weniger PS“ aufgerufen. Auch die Blumenegger Bürgermeister Paul Ammann, Berno Witwer und Willi Müller verzichteten in diesem Jahr auf das obligatorische „Bauhofgefährt“ und gingen zu Fuß im Umzugspulk mit. 500 Mitwirkende und an die 1200 Zuschauer sorgten für ausgelassene Fasnatstimmung. Anschließend ging der Remmidemmi in der Hauptschulhalle weiter.

Beim Blumenegger Fasnatumzug standen die originellen Mäsch(Foto. Hronek) gerle im Vordergrund.

VN-SERIE: Die „VN“ stellen die schönsten Rodelbahnen des Landes vor (4/10)

Rodel-Eldorado für Groß und Klein ■ Kurvenreiche Rodelfahrt vom Niggenkopf. Auffahrt im nostalgischen Sessellift. ANDREAS BARTL redaktion@vn.vol.at

Das Brandnertal ist ein Eldorado für kleine und große Rodler. Die Bahn vom Eggen-Maisäß ist eine der drei Bahnen des Tales, die einen Aufstieg bei Sonne oder Mondschein auf jeden Fall lohnen. Anfahrt Der Landbus 81 fährt Sie in 21 bis 24 Minuten vom Bludenzer Bahnhof zur Haltestelle bei der Niggenkopfbahn. Aufstieg Sie queren die Sessellifttrasse der Niggenkopfbahn bei der Talstation von rechts nach links und steigen den Weg hoch, der an einem landwirtschaftlichen Gebäude vorbeiführt. Von hier aus wandern Sie ohne sich verausgaben zu müssen auf dem gleichmäßig ansteigenden Ro-

Das Brandnertal lädt Jung und Alt zum Rodelvergnügen ein. (Foto: Bergbahnen Brand)

delweg, der sich abwechselnd durch schütteren und dichten Wald windet und immer wieder lichte Flächen streift, zum Eggen-Maisäß. Sollten Sie sich für eine Fahrt mit der Sesselbahn entscheiden, bieten Ihnen die Brandner Bergbahnen familienfreundliche Tarife und eine Fahrt auf einem beinahe nostalgisch anmutenden Doppelsessel. Insgesamt sechs Mal schweben Sie über die Rodelbahn und erreichen

nach wenigen Minuten die Landeplattform, wo Ihnen ein freundlicher Liftangestellter vom Lift und auf die Beine hilft. Abfahrt Nach dem Start unmittelbar unter der Halbstation der Niggenkopfbahn umfahren Sie ein paar Holzhäuser und rodeln Richtung talauswärts auf die zweite von insgesamt sieben Kehren zu. Die Richtungsänderung beschert Ihnen eine

gute Aussicht auf das winterliche Brand und die Schesaplana. Nach Kehre Nummer drei führt der Weg an jungen Föhren und Fichten vorbei und wagt sich weit weg von der Lifttrasse. Als hätte er ein schlechtes Gewissen, kehrt er in einer langen Gerade schnell zurück, kurvt an einem Bächlein vorbei, das Sie schon von anderen Streckenabschnitten kennen und dreht unter dem Sessellift wieder um. Nach der vorletzten Kehre kommen Sie in ein dunkles Waldstück und können sich auf ein paar letzte Sonnenkurven freuen, die sie zügig an den Ausgangspunkt bringen. Tipp Die Rodelbahn wird an Dienstag- und Freitagabenden von 20 bis 22.30 Uhr beleuchtet. Abendliftkarten kosten für Erwachsene 6,50 €, für Kinder 4 €. Einzelfahrten kosten 2,50 € bzw. 1,50 €. Da es am Eggen-Maisäß kein Gasthaus gibt, steht Durstigen eine Rodelhütte zur Verfügung, wo auch Rodel ausgeliehen werden können.


Dienstag, 6. Februar 2007

VO R A R L B E RG E R

KOMMENTAR

Entgegenkommen LAURA SCHMIDT laura.schmidt@vn.vol.at 05572/501-837

Man kann Xaver Sinz sicher nicht

Schön und gut. Für die Allgemeinheit.

Nur wenn es um die Einzelschicksale in dieser Geschichte geht, wird aus einer raumplanerischen Finesse plötzlich eine mittlere Katastrophe. Ein Wertverlust von rund zwei Millionen Euro ist nun mal kein Pappenstiel. Das würde kein Grundstückseigentümer als gottgegeben hinnehmen – auch ein Xaver Sinz nicht. Und das räumt er indirekt ja auch ein. Das Bezirksgericht gibt den Eigentümern jedenfalls recht.

V

ielleicht sollte die Gemeinde Lochau diesen Beschluss aber nicht als Ansporn sehen, auf Biegen und Brechen weiter zu prozessieren. Sondern eher als Zeichen dafür, dass der Weg durch die Instanzen für sie nicht ganz so rosig enden könnte, wie erwartet. Man kann allen Beteiligten nur ans Herz legen, noch einmal das Gespräch zu suchen und endlich eine gütliche Einigung zu finden. Die einer Raumplanung für die Allgemeinheit und dem persönlichen Werterhalt gleichermaßen entgegenkommt. ##Laura Schmidt##

Heute in den VN Februar 2007

L A N R U JO

n fschance Neue Beru

/A8

Streit geht in nächste Runde ■ Bürgermeister will Grundeigentümern keine 1,9 Mill. Euro Entschädigung zahlen.

aber raumplanerisch ein Fehler. Immerhin steht schon seit mehr als 15 Jahren fest, dass wir das Sichtfenster erhalten wollen“, erklärt er.

LAURA SCHMIDT

Ehrenamtlich?

laura.schmidt@vn.vol.at, 72/501-837

vorwerfen, dass er nicht eine vernünftig gestaltete Raumplanung für Lochau schaffen möchte. Damit kommende Generationen sich an Grünflächen erfreuen können. Und ein ästhetisches Ortsbild erhalten bleibt. Das „Lochauer Sichtfenster“ ist – und da sind sich alle Experten einig – eine für die Gemeinde wertvolle Freifläche, die es zu erhalten gilt.

Vorarlberg

LOKAL

NAC H R I C H T E N

Schwarzach (VN) „Wie dieser Prozess schlussendlich ausgehen wird, ist für das ganze Land von Bedeutung“, sagt der Lochauer Bürgermeister, Xaver Sinz. Und hat recht damit. In erster Instanz hat das Bezirksgericht Bregenz im spektakulären Rückwidmungs-Fall um das „Lochauer Sichtfenster“ für die Eigentümer entschieden – und ihnen eine Entschädigung von rund Ich würde ja viel lieber mit diesen Leuten reden und eine Einigung finden. XAVER SINZ, BÜRGERMEISTER 1,9 Millionen Euro zugesprochen (die „VN“ berichteten). Die will die Gemeinde aber

Das „Lochauer Sichtfenster“ ermöglicht einen Durchblick vom Ortszentrum in Richtung Seeufer. (Foto: VN/Riethbaum) nicht bezahlen: „Ich glaube nicht, dass wir 1,9 Millionen Euro bezahlen, für etwas, das uns nachher nicht gehört“, stellt Sinz fest. Revision gegen den Gerichtsbeschluss wurde bereits eingelegt – ob man in Lochau den Weg durch die Instanzen bis zum bitteren Ende gehen werde, weiß Sinz noch nicht: „Es ist ein laufendes Verfahren, da möchte ich nicht zu viel sagen. Aber diesen ersten Beschluss können wir so nicht hinnehmen“, erklärt der Bürgermeister.

Wie auch – selbst eine prosperierende Gemeinde wie Lochau dürfte so viel Geld wohl nicht auf der hohen Kante liegen haben. „Ich würde ja viel lieber mit diesen Leuten reden und so eine Einigung finden“, gibt sich Sinz versöhnlich. Für den Fall, dass der Beschluss auch in letzter Instanz durchgehen könnte – „wovon wir sicher nicht ausgehen“, so Sinz – käme für die Gemeinde wohl nur eine erneute Umwidmung der besagten Liegenschaft in Frage. „Das wäre

Insofern seien auch alle Anschuldigungen gegenüber dem Rechtsvertreter Lochaus, Joachim Matt – der auch Obmann des Raumplanungsausschusses ist –, haltlos. Es wurde bereits gemunkelt, das Sichtfenster käme nicht zuletzt seiner Familie zugute, die zwei an die Freifläche angrenzende Grundstücke bewohnt. „Das ist lächerlich. Die Familie Matt sieht überhaupt nicht zum See hinunter. Und das Sichtfenster wurde schon diskutiert, bevor Matt in den Ausschuss kam“, echauffiert sich Sinz. Die Aussage Matts, er vertrete Lochau in diesem Prozess „fast schon ehrenamtlich“, bleibt dagegen noch unbestätigt. Dem Bezirksgericht legte er ein Kostenverzeichnis mit einer Gesamtsumme von knapp 92.000 Euro vor. „Der Gemeinde hat er bisher keine Rechnung vorgelegt. Das wäre schon eine recht hohe Summe“, ist der Bürgermeister leicht besorgt. ##Laura Schmidt##

Löwenbaby in Lebensgefahr ■ Ungewisse Zukunft für Löwenbaby Tone. Seine Überlebenschancen stehen 50:50. Mindelheim (VN-saw/rie) Für das auf einem Bauernhof großgezogene Löwenbaby Tone – die „VN“ berichteten – sieht es derzeit nicht gut aus. „Aufgrund des schlechten Gesundheitszustandes ist das Tier in Lebensgefahr“, sagt Tierärztin Dr. Christine Lendl.

Löwe schwer krank Derzeit befindet sich Tone in einer Tierklinik in Gessertshausen bei Augsburg, wird rund um die Uhr betreut. Lieblingsgericht: Hüttenkäse. Tones Knochen sind fragil.

„Aufgrund des fehlenden Kalziums können die Knochen sehr leicht brechen“, erklärt die Tierärztin. Weiters ist das Immunsystem des Löwen in einem schlechten Zustand. „Das Tierbaby wurde weder geimpft noch entwurmt“, so die Expertin. In Tones Magen/Darmtrakt wurden Hefe- und Schimmelpilze nachgewiesen.

Platz gesucht Das zuständige Landratsamt Mindelheim sucht noch immer nach einer endgültigen Bleibe für das Tier. „Derzeit stehen zwei Unterbringungsmöglichkeiten zur Diskussion“, sagt Markus Müller vom Landratsamt. Zum einen steht das Landratsamt noch in Verhandlungen mit dem Wildpark in Norditalien.

Hinter den großen schwarzen Augen verstecken sich große Probleme: Es ist nicht sicher, ob Tone überlebt. (Foto: VN/K. Hartinger) Zum anderen hat eine Tierschutzorganisation eine Möglichkeit in Afrika aufgetan. Da zum heutigen Zeitpunkt nicht festgestellt werden kann, ob das Baby afrikanischer oder asiatischer Abstammung ist, spricht sich die Tierärztin aber gegen

Afrika aus. Problem: Ein kranker, ungeimpfter Löwe lässt sich nicht vermitteln. Nicht an seriöse Betriebe. http://vorarlberg.vol.at Videobericht: Interview mit Tierärztin Dr. Christine Lendl zum Löwenbaby.

VN-SERIE: Die „VN“ stellen die schönsten Rodelbahnen des Landes vor (5/10)

Rodelspaß über dem Nebelmeer ■ Rodelbahn DafinsMadlens – eine Strecke für Genießer und technisch Versierte

gende, bewaldete Bergkamm näher rückt, ist der Start ins Fahrvergnügen nur mehr wenige Minuten entfernt.

mögen. Am Ende der MadlensAlpe gönnt Ihnen ein kurzes Flachstück ein bisschen Erholung, bevor der Weg in den schattigen Wald eintaucht. Die Fahrt wird schneller und fordert in den folgenden acht Kurven, die zunehmend rundere Formen annehmen, volle Konzentration. Zurück an der Sonne werden Sie von einem gemütlichen Streckenabschnitt empfangen und bummeln dem Nebelmeer entgegen. Im abschließenden Wäldchen nimmt die Geschwindigkeit wieder zu und Sie müssen darauf achten, vor der Einmündung des Forstweges auf die Fahrstraße, zum Stehen zu kommen.

Abfahrt

Tipp

Der Start am Waldrand von Madlens liegt auf 1220 Metern Seehöhe. Der erste Teil der Rodelstrecke gibt Ihnen die Möglichkeit, sich dem Panorama zu widmen und in eine gute Sitzposition zu bringen. Denn wenig später wickelt sich der Weg in engen Kurven um Stadel und Häuser und prüft erstmals Ihr Lenkver-

An Samstagen, Sonn- und Feiertagen können Sie einen sogenannten Rufbus über die Nummer 0676/7099970 bestellen, der Sie und Ihre Familie oder Ihre Rodelfreunde nach Dafins bringt und von dort wieder abholt. Nähere Auskünfte erhalten Sie im Landbusbüro unter der Telefonnummer 05522/73974.

ANDREAS BARTL redaktion@vn.vol.at

Wenn der Winterhochnebel über dem Rheintal auf die Stimmung drückt, ist es einen Versuch wert, in Dafins die Sonne zu suchen. Und wenn Sie bei Ihrem Ausflug eine Rodel mitnehmen, werden Sie es nicht bereuen. Anfahrt Der Landbus Nummer 64 bringt Sie in zwölf Minuten vom Gasthaus Rössle in Muntlix zur Haltestelle Morsch in Dafins. Reisen Sie mit dem Zug an, fahren Sie in vier Minuten mit dem Landbus Nummer 63 von der Haltestelle Sulz-Röthis zum Gasthof Rössle. Aufstieg Der Rodelweg beginnt etwa 15 Gehminuten oberhalb der Bushaltestelle Morsch am Parkplatz Birket in 995 Me-

Rodeln über der Nebelgrenze macht doppelt Spaß. tern Seehöhe und führt zu Beginn durch einen kleinen Waldabschnitt. Auf der ersten Lichtung angekommen, atmen Sie erstmals durch und erfreuen sich an den buckligen Geländeformen und am Blick auf den Säntis und zahlreiche Schweizer Berge. Beim weiteren Aufstieg lassen Sie eine größere Baumgruppe, eine zweite Lichtung und einen längeren Waldabschnitt hinter sich und gelangen auf die Alpe Madlens. Wenn die Häuser zu Hütten werden und der gegenüberlie-

(Foto: VN/Gmeiner)


Mittwoch, 7. Februar 2007

KOMMENTAR

Extrawurst „mausetot“ MARIANNE MATHIS

VO R A R L B E RG E R

Monaten zu Grabe getragenen Korridorvignette zur Entlastung des Großraums Bregenz ist nicht zu rechnen. Nach mehreren Anläufen, jeweils in Wahlkampfzeiten, hat der neue Verkehrsminister Faymann der Ein-Tages-Durchfahrvignette zwischen Hörbranz und der Schweizer Grenze rasch nach Amtsantritt eine unmissverständliche Absage erteilt. Die Asfinag will nun Tabula rasa machen und ab 1. März das bisherige „Loch“ in Kufstein ebenfalls schließen . . . Eines hat sich geändert: Die S 18 ist Geschichte, im Landhaus wird ein breit angelegter Bürgerbeteiligungsprozess für Mobilität im Rheintal samt Nachbarschaft in Gang gebracht. Bis sich alle Beteiligten auf einen gemeinsamen Nenner einigen, wird zwar noch viel Wasser den Rhein hinunter rinnen. Aber ein punktuelles Pflaster auf eine weit aufklaffende Wunde im Straßenverkehr hilft nicht. Erfreulich, dass sich Vorarlbergs großkoalitionäre Bundesräte an Gorbach-Nachfolger Faymann wenden. Diesem könnten vielleicht andere Ideen einfallen, so die Bundesräte.

■ Bregenzer Rathausspitzen gehen „getrennt“ nach Wien – Neue Ideen gefragt Bregenz (VN-MaM) Fast zeitgleich mit der Absage des neuen Verkehrsministers Faymann (SP) haben die drei Vorarlberger Bundesräte Weiss, Mayer (VP) und Einwallner (SP) eine Anfrage an den neuen Ressort-Chef gestellt.

Anlass: Der Protest des bayrischen Wirtschaftsministers Huber gegen die Ankündigung der Asfinag, auf dem bisher geduldeterweiser vignettenfreien Autobahnteilstück von Kiefersfelden bis Kufstein zu kontrollieren und zu bestrafen. Dies sei aus ökologischen Gründen nicht sinnvoll, weil dann der Verkehr von der Autobahn in die Ortsbereiche umgelegt werde. Genau die selben Voraussetzungen seien in Bregenz und Lindau gegeben, so Bundesrats-Vizepräsident Weiss, der an die 29.000 Unterschriften erinnert, die Vertreter von 21 Gemeinden im Großraum Bregenz/Lindau am 2. März 2006 anläßlich des EU-Verkehrsministertreffens übergeben wurden.

Schnell wieder Thema

Nein zu Vignettenbefreiung überrascht Linhart nicht.

Der Bregenzer Bürgermeister Markus Linhart zum neuerlichen Vorstoß: „Ich habe über die Internationale Bodenseekonferenz die Akkordierung der Maßnahmen zwischen den nationalen Regierungen gefordert. Denn die Pkw-Maut auf deutschen Autobahnen kann rasch kom-

men, und es wird sich schnell eine Dynamik entwickeln.“ An die Vignettenbefreiung glaubt er nicht mehr wirklich. Und zur Absage von Faymann: „Es freut mich, dass dem Minister das Probelm bewusst ist, ich bedaure aber, dass er nur die Parteigenossen aus Vorarlberg nach Wien eingeladen hat.“ Er habe das von SPStadtrat LAbg. Michael Ritsch im Wahlkampf so oft strapazierte Wort „gemeinsam“ im Ohr und fragte gestern um einen Termin bei Faymann an.

Schwarzach (VN) Nicht nur der Verkehr ist schuld an hoher Feinstaubbelastung. Feinstaub fällt auch bei falschem Heizen an. Das richtige Heizen ist daher ein Schwerpunkte im „30+1 Punkte-Programm“ für saubere Luft des Landes Vorarlberg. Zur Umsetzung gibt es eine Kooperation zwischen Land, Umweltverband und den Kaminkehrern. „Den rund 80 Kaminkehrern kommt dabei eine Schlüsselrolle als Fachberater und Dienstleister zu“, so Landeshauptmann Herbert Motto: Aktiver Klima- Sausgruber im Rahmen schutz. (Foto: Zellhofer) des gestrigen Pressefoyers. Der Lufthygienische Sachverständige Arthur Sottopietra sieht Mängel der Heizgeräte, Bedienungsfehler und Fehleinstellungen als Ursache hoher Feinstaubbelastung. Kaminkehrer sollten aus diesem Grund Beratung und Aufklärungsarbeit leisten, „Mehrkosten tragen Land und Gemeinde“, so Landesrat Schwärzler abschließend.

mehrwissen.vol.at## Feinstaubbelastungen. Staubmessungen an automatisch beschickten Holzfeuerungen in Vorarlberg 2005/2006.

N

SP: „Gespräch fixiert“ „Wir haben den Besuch von Faymann nützen können und die regionalen Verkehrsprobleme im Unterland angesprochen. Einen Termin in Wien, bei welchem die Probleme erneut angesprochen werden, haben wir auch schon fixiert“, so Ritsch und Bundesrat Einwallner prompt. Die Verkehrssituation spitze sich nämlich von Jahr zu Jahr mehr zu. Gerade was das Bemautungssystem anlange, müsse man neue Wege finden. Ritsch hofft, dass auch „von der ÖVP entsprechende Signale kommen“.

(Foto: VN/Hartinger)

Richtig heizen für Umwelt

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Mautflucht wird „dynamisch“

marianne.mathis@vn.vol.at

Mit einer Auferstehung der vor zehn

LOKAL

NAC H R I C H T E N

mehrwissen.vol.at## Vignette: Anfrage der Vorarlberger Bundesräte Weiss, Mayer und Einwallner betreffend Vignettenpflicht durch den Pfändertunnel.

Falkenareal neu ist „wahnwitzig“ ■ Das geplante Hochhaus am Falkenareal stößt auf Widerstand in der Bevölkerung. Schwarzach (VN-mag) Seit 2002 gibt es bereits Diskussionen um einen möglichen Umbau des Falkenareals in Bregenz. Vergangene Woche fiel das Landschaftsschutzgutachten für den geplanten Neubau positiv aus, in den nächsten acht Wochen findet eine Bauverhandlung statt. Noch im Herbst könnte das bestehende Gebäude in der Quellenstraße abgerissen werden und mit dem Bau des Hochhauses begonnen werden. Geplant ist ein 34 Meter hohes Hochhaus, in welchem Geschäfte, 50 Wohnungen und

ein Café untergebracht werden sollen.

Widerstand wächst Doch der Unmut in der Bregenzer Bevölkerung nimmt stetig zu. Inzwischen haben sich 185 Wohnungseigentümer gefunden, die „gegen diese Baulobby vorgehen“ und die „diese wahnwitzige Verbauung“ in letzter Sekunde verhindern wollen, erklärt Gerhard Miltner, Sprecher der Initiative. „Bis heute fehlt eine Baumaske des Hochhauses, das den einen den Blick auf den See, den anderen den Blick auf den Pfänder nimmt und die Homogenität des Viertels stört“, beschwert sich Miltner. Laut Miltner hat die Stadt lange das Gespräch verweigert. „Vergangene Woche hätte auf

Das Falkenareal und somit das Nachtlokal „Ballhaus“ könnte noch (Foto: Hofmeister) im Herbst abgerissen werden. Initiative des Bürgermeisters ein Gespräch mit Stadtbaumeister Bernhard Fink stattfinden sollen. Nur: Fink war nicht erschienen. Das Treffen wurde auf einen unbekannten Zeitpunkt verschoben, da noch keine Pläne vorlagen“, so Miltner. „Da frag ich mich aber, wie dann ein Bauobjekt bewilligt werden kann, wenn noch keine Pläne vorliegen.“ Der in der

Bezirkshauptmannschaft für Landschaftsschutz zuständige Dr. Harald Krappinger steht jedenfalls zur getroffenen Entscheidung und sieht sich auch für Vorwürfe das Stadtbild betreffend nicht zuständig. Dies sei Sache des städtischen Bauamts, so Krappinger. Stadtbaumeister Fink war jedoch für die „VN“ trotz mehrmaliger Versuche nicht zu erreichen.

VN-SERIE: Die „VN“ stellen die schönsten Rodelbahnen des Landes vor (6/10)

Rodeltour mit Hochgebirgs-Charakter ■ Eine Winterwanderung und eine Rodeltour, die Sie nicht mehr vergessen werden. ANDREAS BARTL redaktion@vn.vol.at

Die Rodelfahrt von Schattenlagant nach Brand vermittelt ein beeindruckendes Landschafts- und Fahrerlebnis. Da der Rodelweg durch den Lebensraum von Wildtieren führt, dürfen diese nicht durch Lärm in ihrer Winterruhe gestört werden. Anfahrt 26 bzw. 29 Minuten Landbusfahrt mit der Linie 81 liegen zwischen dem Bahnhof Bludenz und der Haltestelle beim Parkplatz der Palüdbahn am hinteren Ende von Brand. Aufstieg Von der Bushaltestelle verlassen Sie Brand in Richtung Lünersee und steigen in einer romantischen Winterlandschaft bergwärts. Der breite Weg gewinnt rasch an Höhe

Die Rodelfahrt von Schattenlagant verspricht Hochgebirgsflair pur. (Foto: VN)

und schmiegt sich ein paar Kurven weiter an die Ostwand des Motta-Kopfes. Während Ihr Blick möglicherweise noch an den hellblauen Eisvorhängen auf der anderen Talseite hängt, öffnet sich das Tal zu einem Becken mit dem mächtigen Wildberg im Hintergrund. Die besonnten Gipfel und die grau-gelb-roten Felswände vermitteln Hochgebirgsflair und die Kurven nach der Brücke über den Gletscher-Bach lassen die Vorfreude auf die bevorstehende Rodelfahrt anwachsen. Beim Anstieg auf eine letzte größere Geländestufe blickt man voll Stolz

auf Brand zurück, durchläuft anschließend einen flachen Wald, gelangt ans untere Ende eines riesigen kegelförmigen Schneefeldes, unter dem sich ein Geröllfeld versteckt und steht plötzlich vor der Schattenlagant-Hütte. Abfahrt Schon von den ersten Kurven an ist die Abfahrt von der Schattenlagant-Hütte ein purer Genuss. Da macht es nichts, dass sich der Rodel ein paar Minuten über ein Flachstück ziehen lässt. Er nimmt bald wieder Geschwindigkeit auf und muss – wo der Weg zwi-

schen einer Mauer und einem Zaun eingeklemmt ist – ordentlich eingebremst werden. Wenig später rodeln Sie schwungvoll oder gemütlich, in Kurven oder weiten Schleifen über die Schattenlagant-Alpe. Der Blick auf Brand scheint auf den Rodel eine magische Anziehungskraft auszuüben und er lässt sich auf einem steilen Waldstück nur mit guter Beinarbeit bändigen. Auf breiter Bahn und in großzügig angelegten Kurven können Sie den Gurt wieder locker lassen und über eine lange Gerade und runde Kuppe dem oberen Ortsrand von Brand zufliegen. So müssen sich die Abfahrer im Zielhang der Streif fühlen. Tipp Die Lawinenwarnhinweise am Ortsende von Brand müssen unbedingt befolgt werden! Die Schattenlagant-Hütte wird täglich außer montags von 12 Uhr bis in den Abend hinein bewirtschaftet. Größere Gästegruppen sollten sich bei Familie Wieland unter der Telefonnummer 0664 / 4001327 anmelden.


Donnerstag, 8. Februar 2007

VO R A R L B E RG E R

BLICKPUNKT Hörbranz geht Hauptschulsanierung an. Nach der Sanierung der Volksschule, die 630.000 Euro netto gekostet hat, geht Hörbranz in den kommenden drei Jahren die Sanierung der 40 Jahre alten Hauptschule an. 3,5 Millionen Euro sind dafür vorgesehen. mehrwissen.vol.at## GV-Sitzung Hörbranz. Das Protokoll zur Sitzung der Gemeindevertretung Hörbranz vom 24. Jänner 2007, bei der u. a. die ökologischen Ziele für die HS-Sanierung festgelegt wurden.

Vortrag in Ems Hohenems (VN) Am Freitag, 20.15 bis 22.15 Uhr, hält Elisabeth Rüdisser in der Bücherei Hohenems den Vortrag „bei mir zuhause“. Es werden Fragen wie „Wie kann es gelingen, dass ich mich in meinen eigenen vier Wänden wohlfühle“ behandelt.

mehrwissen.vol.at## Bücherei Hohenems. Die Bücherei in Zahlen, die Öffnungszeiten sowie die Ausleihgebühren.

Benefizkonzert für Flüchtlinge in Lustenau Lustenau (VN) Die Maturantinnen Carina Amann, Theresa Fitz, Eva Hagen und Natalie Neuhold möchten mit einem bemerkenswerten Projekt minderjährigen Flüchtlingen in Vorarlberg helfen. Daher findet morgenFreitag, 9. Februar, 19 Uhr, ein Benefizkonzert im Carini-Saal in Lustenau statt.

mehrwissen.vol.at## Caritas-Projekt „Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge“. Infos über die Arbeitsgruppe, das Team und die Wohnungen.

DAS TÄGLICHE

V o r a r l b er g e r Nachrichten

„Ussa mit d’Fähna, ma züht um!“ (Foto: VN/Peter Strauß)

Fasnat am Bodensee Hard, Lochau (VN) Am vorletzten Fasnatwochenende kommt traditionell das närrische Treiben am Bodensee so richtig in Schwung. Hard macht am Samstag, 14 Uhr, den Anfang, am Sonntag, 13.30 Uhr, lädt dann Lochau zum Leiblachtaler Umzug.

mehrwissen. vol.at## Fasching in Lochau. Eine Übersicht über die Faschingstermine in Lochau sowie Detailinformationen zum Fasching in Lochau.

-QUIZ

Frage: Der Kalterer See liegt in . . . a) Deutschland b) Österreich c) Italien d) Schweiz Auflösung auf /C9 Mehr Fragen: wissen.vol.at

LOKAL

NAC H R I C H T E N

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„Es gibt nur ein Vorwärts“ ■ Tragischer Tod. Erika Petschenig führt Bestattungsunternehmen ihres Mannes weiter. MARLIES MOHR marlies.mohr@vn.vol.at

Bregenz (VN) „Es gibt nur ein Vorwärts.“ Die Stimme von Erika Petschenig klingt brüchig, doch ihre Miene drückt Entschlossenheit aus. Gemeinsam mit ihrem Mann hat sie vor vier Jahren ein Bestattungsunternehmen in Bregenz gegründet. Gemeinsam mit ihren Kindern und ihrem Bruder will sie es jetzt in seinem Namen weiterführen. Denn Manfred ist tot. Gestorben bei jenem tragischen Zugsunglück in Lochau, das auch zwei Polizisten das Leben kostete.

Vorher noch telefoniert Vor dem Eingang zum Büro brennen Kerzen. Sie leuchten allen. Den Toten und jenen, die um sie trauern. Für Manfred Petschenig wurde ein eigenes Licht angezündet. Es steht ganz nahe bei seinem Bild. Das Foto zeigt einen fröhlichen Mann. Jugendlich und stark. Erika Petschenig sieht es an. „Er fehlt überall“, sagt sie leise. Gut fünf Wochen sind seit dem Unfall vergangen. „Aber es kommt mir vor, als

Die Arbeit hilft Erika Petschenig ein bisschen über die Trauer hinweg. (Fotos: VN/Markus Gmeiner) ob es gestern gewesen wäre“, schildert die 51-Jährige ihre Empfindungen. Und manchmal ertappt sich Erika Petschenig dabei, wie sie darauf wartet, dass die Türe aufgeht und Manfred hereinkommt. Sie hält inne. Kämpft immer wieder mit den Tränen. Kurz vor seinem Tod telefonierten die beiden noch miteinander. Erika Petschenig hielt sich an diesem Tag in Kärnten auf, wo sie ihre Schwiegermutter besuchte. „Manfred hatte wegen des Einsatzes nur wenig Zeit. Deshalb wollten wir uns später noch einmal zusammenreden“, erzählt die zierliche Frau. Später. Das Wort hallt nach. Denn später, da standen

zwei Polizeibeamte vor der Haustüre, um die Schreckensnachricht zu überbringen. Für die Familie brach eine Welt zusammen. Sterben als tägliches Brot. Und doch gewöhnt man sich nie daran. „Man bekommt eine andere Einstellung zum Leben, weil einem vielleicht stärker bewusst ist, dass es passieren kann“, sinniert Erika Petschenig. Auch sie und Manfred haben oft darüber gesprochen. Aber letztlich war da einfach nur die unsägliche Trauer um einen geliebten Menschen.

Berührender Abschied Unterstützung kam vor allem von der Trauerhilfe,

einem von Bestattern gegründeter Verein. Sie gestalteten eine berührende Abschiedsfeier und entsandten sofort einen Psychologen aus Innsbruck nach Vorarlberg. Die Witwe ist ihnen heute noch dankbar dafür. Denn das Kriseninterventionsteam war keine große Hilfe, was Erika Petschenig auch bei einem Besuch von LR Erich Schwärzler deponierte. „Wir mussten praktisch alles selbst organisieren“, bedauert sie. Ihr Bruder, Wolfgang Carli, der am Unfallort war, braucht nach wie vor psychologische Betreuung. Er bekam sie über den Hausarzt.

Beruf als Berufung Manfred Petschenig ging in seinem Beruf auf. Zwanzig Jahre arbeitete der gebürtige Kärntner im Bestattungsgewerbe. Zuerst als Angestellter und Geschäftsführer, dann selbstständig. Seine Frau war lange im gleichen Betrieb tätig. „Das kommt mir jetzt zugute“, sagt sie. Denn Erika Petschenig möchte das Lebenswerk ihres Mannes erhalten. Dafür macht Sohn Christoph demnächst auch die Bestatterprüfung. „Zusammen schaffen wir es.“ Erika Petschenig will stark sein. Für ihre Familie, ihren Bruder und für Manfred. ##Marlies Mohr##

Tourismus entzweit Koalition ■ FPÖ nimmt Koalitionspartner ÖVP in Sachen Tourismus in die Pflicht. Bregenz (VN-mez) FPÖ-Tourismussprecher Siegi Neyer zeigt sich erfreut darüber, „dass jetzt Bewegung in die Debatte um das neue Tourismuskonzept kommt.“ Der zuständige Landesrat Manfred Rein hätte sich laut Neyer viel Kritik ersparen können, wenn er die Experten der Destinationen von Anfang an in die Erarbeitung des Entwurfs eingebunden hätte. Gleichzeitig forderte Neyer eine bessere Abstimmung bei den Werbeaktivitäten zwischen den Destinationen und dem Landesverband. „Die Destina-

tionen sollen sich weiter um die bewährten Märkte und der Landesverband unter der Dachmarke Vorarlberg um neue Märkte in Osteuropa und Asien bemühen“, sagt Neyer. Für FPÖ-Chef Dieter Egger ist auch eine verkehrstechnisch bessere Anbindung an den Flughafen Friedrichshafen notwendig. „Bis jetzt fahren zwei Drittel aller dort ankommenden Touristen durch Vorarlberg durch“, sagt Egger.

Ziele und Strategien Zudem nimmt er den Koalitionspartner ÖVP in die Pflicht, nachdem Landeshauptmann Herbert Sausgruber eine landesweite Ausdehnung der Tourismusabgabe ablehnt. „Die ÖVP nützt

diese Randdebatte jetzt als Ablenkungsmanöver – doch das ist nicht das Thema. Wir brauchen Ziele und Strategien, die wir verfolgen können“, so Egger.

Abgaben-Debatte Er halte abgesehen davon auch nichts von einer landesweitenTourismusabgabe.Egger kann sich allerdings vorstellen, die Abgabe auftragsbezogen auszudehnen. „Das würde dann jene Firmen außerhalb einer Tourismusgemeinde betreffen, die geschäftlich in so einer Gemeinde aktiv sind.“ Was rein wettbewerbstechnisch auch den ortsansässigen Betrieben zugute kommen würde. „Das wäre ein ganz neuer Weg, den es sicher zu diskutieren gilt“, so Egger abschließend. ##Toni Meznar##

Der Tourismus in Vorarlberg wird heftig debattiert. (Foto: ek)

mehrwissen.vol.at## Tourismus in Vorarlberg. Der Begutachtungsentwurf zum neuen Vorarlberger Tourismuskonzept im Originaltext.

VN-SERIE: Die „VN“ stellen die schönsten Rodelbahnen des Landes vor (7/10)

Klostertal lockt mit kurzen Bahnen ■ Die Rodelbahn an der Arlbergbahnstrecke eignet sich als „sportliches Dessert“.

ter einer Biegung wartet und parallel zur Eisenbahnstrecke verläuft. Nach der Durchfahrt durch die Bahn nimmt die Geschwindigkeit etwas zu. Sie überqueren eine Fahrstraße und rodeln über eine Wiese dem Tourismusbüro und Ihrem Ausgangspunkt zu. Eine zweite Abfahrtsvariante beginnt wenige Meter oberhalb der Rodelhütte und folgt einer direkteren Linie bis zur Bahndurchfahrt.

ANDREAS BARTL redaktion@vn.vol.at

Die Rodelstrecke in Wald ist eine von mehreren kleinen Bahnen im Klostertal: Die Dalaaser Rodelbahn ist ebenfalls mit dem Landbus 90 erreichbar, beginnt in der Nähe der Haltestelle beim Gasthof Krone und weist einen Höhenunterschied von etwa 100 Metern auf. In Braz können sich vor allem Kinder auf der Brazer Allmein oberhalb der Bahnlinie und in der Nähe des Golfplatzes vergnügen. Anfahrt Der Landbus Nummer 90 fährt vom Bludenzer Bahnhof über Bings, Braz und Dalaas nach Wald und hält – wenn er planmäßig unterwegs ist – nach 31 Minuten an der Haltestelle vor dem Gasthaus Spullersee.

Tipp

Die Rodelbahn in Wald am Arlberg ist jeden Abend beleuchtet. (Foto: Tourismus Dalaas/Wald)

Aufstieg Hinter der Rückseite des Gasthofs Spullersee gehen Sie durch ein Wäldchen in Richtung Bahnhof und talauswärts. An einer Wegkreuzung stoßen Sie auf die erste von mehreren Rodelweg-Hinweistafeln, die Sie durch eine Bahnunterführung und von dort nach links auf einen schmalen Forstweg lotsen.

Nach einem kurzen, gemächlichen Anstieg, der Sie nur außer Atem bringen wird, wenn Ihre Rodel besetzt ist, erreichen Sie die Rodelhütte. Abfahrt Von der Rodelhütte fahren Sie auf eine Linkskurve zu und versuchen, im folgenden Waldabschnitt möglichst viel Geschwindigkeit in ein Flachstück mitzunehmen, das hin-

Die Rodelbahn in Wald, die jeden Abend beleuchtet ist, ist kurz und eignet sich deshalb keinesfalls als Halbtags- oder Vierteltagstour – sie kann aber als sportliches Dessert einen anstrengenden Skitag beschließen – oder mehrmals befahren werden. Die Rodelhütte wird jeweils dienstags und freitags von 20 bis 22 Uhr bewirtschaftet. Nähere Auskünfte und die Telefonnummer des Rodelhüttenwirts bekommen Sie beim Tourismusbüro Wald unter der Telefonnummer 05585/7244.


Freitag, 9. Februar 2007

VO R A R L B E RG E R

BLICKPUNKT

LOKAL

NAC H R I C H T E N

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Gesichter der Gymnaestrada

Obmannwechsel Alpenverein Hohenems. Bernd Mathis legte nach sechs Jahren als Obmann des AV Hohenems seine Funktion zurück. Mit Dietmar Huchler hat ein langjähriges Mitglied die Obmannstelle übernommen. mehrwissen.vol.at##

■ Special Editionen und Merchandise-Artikel für das Event werden derzeit produziert.

Alpenverein Hohenems. Termine, Team und Statuten des Alpenverein Hohenems.

LAURA SCHMIDT laura.schmidt@vn.vol.at, 72/501-837

VIEL GLÜCK! Ziehung vom 7. Februar 2007

ÖSTERREICH Sechser: 6, 10, 23, 25, 29, 43/31 Joker: 641296 0

Sechser: Fünfer m. Zz.: Fünfer: Vierer: Dreier: Joker:

JP 629.578,20 € 119.919,60 € 1.335,70 € 45,40 € 4,20 € 96.130,50 €

SCHWEIZ Sechser: 17, 19, 24, 28, 37, 41/29 Joker: 323336 Extra-Joker: 425292 2

Sechser: Fünfer m. Zz.: Fünfer: Vierer: Dreier: Joker: Extra-Joker:

5,884.554,80 sFr. 333.575,30 sFr. 4.528,50 sFr. 50,00 sFr. 6,00 sFr. 425.853,00 sFr. JP 1,100.000,00 sFr.

DEUTSCHLAND Sechser: Superzahl: Spiel 77: Super 6: 1

6, 7, 11, 16, 23, 48/26 1 0067318 124182

Sechser und Superzahl: Sechser: Fünfer m. Zz.: Fünfer: Vierer m. Zz.: Vierer: Dreier m. Zz.: Dreier:

4,264.075,80 € 1,137.086,80 € 92.326,30 € 2.718,90 € 140,80 € 37,20 € 18,80 € 9,00 €

Schwarzach (VN) Sie ist hierzulande das sportliche und vor allem gesellschaftliche Ereignis des Jahres – die Weltgymnaestrada 2007, die vom 8. bis 14. Juli in Dornbirn stattfinden wird. 25.000 Turnerinnen und Turner aus 51 Nationen werden dabei sein. Klar, dass sich da auch die heimische Wirtschaft entsprechend für die Gymnaestrada rüsten muss. Das Maskottchen „Rappy“ ist an eine alte Vorarlberger Sage angelehnt. BERND HARTMANN, „FRONTLOOP“ Bei der Firma „Frontloop“ in Lustenau wird schon seit mehr als zwei Jahren am Merchandise-Konzept für die Gymnaestrada getüftelt. Mittlerweile hat sich ein Angebot von 25 verschiedenen Artikeln herauskristallisiert. „Ideen gab es natürlich unheimlich viele. Ein Team von 15 Leuten hat die Produkte nach zielgruppenevidenten Gesichtspunkten bewertet – schlussendlich haben wir uns auf diese 25 Artikel beschränkt“, erklärt Bernd

Eine Special Edition des „Mohren Pfiff“ ist bereits ab April im Handel. Hartmann von „Frontloop“.

Blau und gelb Beim Design tonangebend sind die Farben Blau und Gelb, zentrale Themen sind entweder die Spirale als Logo, der Schriftzug „Come together. Be one“ oder das Maskottchen der Gymnaestrada, der blaue Drache „Rappy“. „Das Maskottchen gründet sich auf einer alten Vorarlberger Sage, nach der in der Rappenlochschlucht einst ein Drache gehaust haben soll“, erläutert Hartmann. Die verschiedenen MerchandiseArtikel, wie T-Shirts, Cappies, Sonnenbrillen, Buttons, Rucksäcke, Handycleaner etc. gibt es dann an allen „Gymnaestrada“Veranstaltungsorten. Auch die offiziellen Partner der Gymnaestrada haben sich die Köpfe zerbrochen, welche Besonderheiten präsentiert werden könnten. „Pfanner sieht sich einerseits als Botschafter für Österreich, für Vorarlberg und für die Region

Ziehung vom 8. Februar 2007

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Ziehung vom 8. Februar 2007

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8 Alle Angaben ohne Gewähr

Merchandise-Artikel vom Button, über Schlüsselanhänger und Fächer bis hin zur Gymnaestrada-Sonnenbrille und den T-Shirts.

in Punkto qualitativ hochwertiger Fruchtsäfte und Eistees. Zusätzlich haben wir fünf österreichische Weine als Gymnaestrada-Weine ausgesucht, die entsprechend etikettiert und ausgeschenkt werden“, erklärt Marie-Luise Dietrich von Pfanner. Zwei Weiß-, und zwei Rotweine sowie ein Rosé aus verschiedenen Weinbaugebieten Österreichs finden sich im Programm. Dagegen wird beim „Meisterbäcker Ölz“ derzeit noch getüftelt: „Über ungelegte Eier wollen wir jetzt noch nicht reden – es gibt aber gewiss noch die eine oder andere Überraschung bei der Gymnaestrada“, verrät Doris Wendel von Ölz.

(Alle Fotos: VN/Hans Zellhofer)

Ein Weinsortiment für die Gymnaestrada bietet Pfanner an.

Willkommensgruß Die Mohrenbräuerei in Dornbirn lüftet indes ihr bisher wohlgehütetes Geheimnis exklusiv in den „VN“: Für die Gymnaestrada wird bereits im April eine Special Edition „Pfiff“ auf den Markt gebracht. „Wir wollen einerseits die Vorarlberger schon frühzeitig für die Gymnaestrada begeistern und andererseits alle teilnehmenden Nationen willkommen heißen. Auf den Etiketten der Edition sind die Fahnen aller teilnehmenden Länder abgebildet“, erklärt Thomas Pachole von der Mohrenbrauerei. Rund vier Mill. Stück Pfiff in der Glasflasche und etwa 400.000 Stück PET-Flaschen werden mit der SonderEtikettierung versehen. Derzeit wird bei der Mohrenbrauerei vor allem noch daran laboriert, wie die rauen Mengen an Getränken im Juli gekühlt werden sollen. „Und dann wird es noch

Das Maskottchen „Rappy“ ist immer mit von der Partie. ein Kronkorken-Gewinnspiel geben, bei dem man neben Bier und Merchandise-Artikeln auch Eintrittskarten für die Gymnaestrada gewinnen kann“, so Pachole. ##Laura Schmidt##

mehrwissen.vol.at## Gymnaestrada: Programm und Preisliste. Das Festprogramm mit Zeitplan sowie die Preisliste mit den Vorverkaufsstellen zur Weltgymnaestrada 2007 in Dornbirn.

VN-SERIE: Die „VN“ stellen die schönsten Rodelbahnen des Landes vor (8/10)

Wintererlebnis im hinteren Bregenzerwald ■ Rodeln für Genießer. Schoppernau lockt mit Bilderbuch-Bergwelt. ANDREAS BARTL redaktion@vn.vol.at

Wer Erholung und Ruhe abseits jedes Wintertourismus sucht, findet diese auf dem Weg zum Hornbachhaus – und dazu eine gut präparierte anspruchsvolle Rodelstrecke. Anfahrt Bei der Fahrt mit dem Wälderbus nach Schoppernau machen Sie Abstecher in mehrere kleine Ortschaften des hinteren Bregenzerwaldes und können so ihre innere Landkarte dieses Landesteiles vervollständigen. Mit der Linie 40 brauchen Sie vom Dornbirner Bahnhof etwa 80 Minuten nach Schoppernau. Die Reise vom Bahnhof Bregenz mit der Linie 35 und dem Umstieg auf die Linie 40 in Bezau dauert eineinhalb Stunden. Aufstieg Von der Bushaltestelle bei der Schoppernauer Post erreichen Sie in zehn Minuten

Im Neuhornbachhaus können sich Rodler vor der Fahrt stärken. (Foto: Neuhornbachhaus)

den Ortsteil Gschwend, wo Sie nach dem Geburtshaus von Franz-Michael Felder links einbiegen und einem Hinweisschild Richtung Neuhornbachhütte folgen. Vom Ortsrand entführt Sie ein Forstweg entlang des Schrecksbaches in die Abgeschiedenheit eines engen Tales. Ist der Weg angezuckert, finden Sie zahlreiche Wildspuren. Hinweistafeln der Jäger geben darüber Auskunft, dass in dieser Gegend Hirsche und Rehe, Raufußhühner und Schneehasen über den Weg laufen und in ihrer Winterruhe nicht gestört werden wollen.

Nach Erreichen der Hornbergalpe, von der aus sich der Blick weitet, steigen Weg, Pulsfrequenz und Schneehöhe weiter an. Über der Baumgrenze auf der NeuhornbachAlpe befinden Sie sich fast auf Augenhöhe mit den Bergen der gegenüberliegenden Talseite und in Sichtweite des Neuhornbachhauses, wo Sie wenig später gastfreundlich bewirtet werden. Abfahrt Vom Neuhornbachhaus weg dürfen Sie sich bei einem zehnminütigen Spaziergang zur gleichnamigen Alpe aufwärmen. Kaum sitzen Sie un-

terhalb der Alphütte am Rodel und freuen sich über den weiten Blick auf die BilderbuchBergwelt, pfeift Ihnen auch schon der Fahrtwind um die Ohren und kühlt den anfänglichen Übermut. Beim ersten Steilstück im Wald lassen Sie aus Respekt vor den umstehenden Bäumen die Schuhe fest am Boden. Auch die folgenden schnellen Kurven bis zu einem Jägerstand erfordern vollen Körpereinsatz. Auf der zweiten Streckenhälfte können Sie sich auf Ihrem Schlitten zurücklehnen und die abwechslungsreiche Fahrt durch die stille Winterlandschaft genießen. Ein Hohlweg rundet das Vergnügen ab und lässt den Übermut wieder aufleben. Hinweise Von Gebhard Rüf, dem Wirt des Hornbachhauses, bekommen Sie Auskunft über den Zustand der Rodelbahn und über die Lawinensituation. Sie erreichen ihn unter der Telefonnummer 0664 / 5367595. Vor einer Fahrt nach Schoppernau lohnt sich ein Blick auf die Homepage www.neuhornbachhaus.com.


Samstag/Sonntag, 10./11. Februar 2007

Fasching im Leiblachtal

VO R A R L B E RG E R

LOKAL

NAC H R I C H T E N

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GOLDENE HOCHZEIT

Lochau (VN) Am Sonntag ist Lochau der närrische Treffpunkt der Region. Der Leiblachtaler Faschingsumzug beginnt um 13.30 Uhr und führt durch das Dorfzentrum in den Schulhof. Bereits gestern fand die Bürgermeisterabsetzung statt, heute, Samstag, folgen um 14 Uhr der Kindernachmittag und um 20 Uhr der „Zunftball“.

Neues CultureFactor-Team Lustenau (VN) Ein neues Team im Culture Factor Y in Lustenau, das sich „Momentum“ nennt, wird in Zukunft einmal monatlich im Kulturkeller des Jugendhauses ein spezielles Abendprogramm für Jugendliche organisieren.

mehrwissen.vol.at## Culture Factor Y. Kontakt, Öffnungszeiten und Team des Lustenauer Jugendtreffs..

Stolz auf die Familie „Beduine“ Georg Fritz. (Foto: VN/Strauß)

„Nacht in Marokko“ Hohenweiler (VN) Als „Beduine“ – sozusagen in Kleidern seiner Vorfahren – machte Georg Fritz Werbung für eine besondere Veranstaltung: Heute, Samstag, 20 Uhr, findet im Hohenweiler Kronensaal eine marokkanische Nacht statt, zu der selbstverständlich nicht nur Besucherinnen und Besucher mit marokkanischer Abstammung eingeladen sind.

KOMMENTAR

Sulzberg-Thal. Heute feiern Margot und Rudolf Violand, Haus-Nr. 18, ihr 50-jähriges Ehejubiläum. Kennen gelernt haben sich die beiden 1955 bei einer Tanzveranstaltung in Lindenberg. Am 10. Februar 1957 wurde der Bund fürs Leben geschlossen. Der glücklichen Ehe entstammen Brigitte, Günther, Silvia, Ingrid und Klaudia. Die Kinder und Enkel sind die größte Freude des Jubiläumspaares. „Es passt einfach alles, wir haben eine wunderba-

Heute noch glücklich und zufrieden.

re Familie und darauf sind wir stolz“, erklärt Rudolf Violand. Margot, geboren am 25. Dezember 1937, stammt aus dem ehemaligen Schlesien und hatte bereits als kleines Mädchen eine große Bürde zu tragen. Als Heimatvertriebene flüchtete die Mutter mit neun Kindern in Richtung Westen. Der Vater war im Krieg und Margot war gerade sieben Jahre alt. Das Kleinste verhungerte auf der Flucht. Nach langen Irrgängen und unvorstellbaren Strapazen kam die Familie schließlich ins Allgäu. Nach ihrer Schulzeit fand Margot Arbeit bei einem Schilderhersteller. Rudolf, geboren am 15. August 1928, ist gemeinsam mit seinen drei Geschwistern in SulzbergThal aufgewachsen. Nach der Pflichtschule absolvierte er die HTL in Bregenz und wurde Maschinenbauer. 1945 wurde er noch als letzter Jahrgang eingezogen und musste nach Salzburg einrücken, wo er zum Ge-

birgsjäger ausgebildet wurde. Nach Kriegsende übte Rudolf seinen Beruf als Maschinenbauer zuerst sechs Jahre lang in Hard und danach bis 1964 in der Schweiz aus. Als Grenzgänger konnte er seine Familie nur zweimal wöchentlich sehen. Dies änderte sich, als er eine Anstellung als technischer Angestellter bei der Firma Liebher-Aero-Technik in Lindenberg fand. Rudolf hielt der Firma bis zu seiner Pensionierung die Treue. Während ihr Mann arbeitete, hatte Margot mit Haushalt, Kindern und Garten beide Hände voll zu tun. So vergingen die Jahre und die Kinder reiften zu tüchtigen Menschen heran. Eine Tochter der Eheleute heiratete einen Gastwirt mit einem Landwirtschaftsbetrieb, da packen Rudolf und Margot in ihrer Freizeit gerne mit an. Besonders die Pferde haben es Rudolf angetan. Auch im örtlichen Vereinsleben engagier-

Ein schönes Paar. te sich Rudolf vortrefflich. So spielte er beim Musikverein Sulzberg-Thal Trompete und Posaune, war Kampfrichter beim ÖSV und jahrzehntelanger Funktionär beim Sportverein. Außerdem ist er seit 25 Jahren Obmann vom Kameradschaftsbund Thal. Heute wird gefeiert. Nach einem Dankgottesdienst gibt es ein feines Essen im Gasthaus und danach ein gemütliches Beisammensein mit der Familie. Zum Fest gratulieren alle recht herzlich. Auch die Gemeinde Sulzberg schließt sich den Gratulanten an.

AUS DER GESCHICHTE: Zeugnisse und Notengebung

Einige Noten zu viel GERHARD THOMA gerhard.thoma@vn.vol.at 05572/501-194

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bwohl ein und derselbe Deutschaufsatz von unterschiedlichen Lehrern mit Noten zwischen „sehr gut“ und „befriedigend“ beurteilt wird, bestehen in Österreichs staatlichem Schulsystem kaum Zweifel daran, dass in den Hauptfächern Noten „notwendig“ sind. Noten ganz abzuschaffen und gegen schriftliche Beurteilungen zu ersetzen, wäre wohl zu viel des Guten. Zu überlegen wäre jedoch, Noten in Fächern wie Leibeserziehung, Handwerken, Religion oder Bildnerische Erziehung abzuschaffen. Zumindest in den ersten acht Schuljahren. Dies ist absolut nicht als Abwertung gedacht. Es würde vielmehr der Tatsache entsprechen, dass (auch) in diesen Gegenständen objektive Beurteilungen kaum möglich sind. Und Kinder und Eltern hätten wieder mehr Spaß an kreativer Gestaltung, statt sich um Zahlen ängstigen zu müssen. ##GerhardThoma##

Die Erfindung der Schulnoten ■ Schüler werden seit dem 16. Jahrhundert mit Zeugnissen und Schulnoten „beglückt“. GERHARD THOMA gerhard.thoma@vn.vol.at, 72/501-194

Bregenz (VN-gt) Gestern war es wieder so weit und tausende Schüler in Vorarlberg marschierten mit ihrem Halbjahreszeugnis nach Hause. So wie zig Schülergenerationen vor ihnen: Dass „alle halbe Jahre ein Examen der Knaben in der Schulen in Beysein des Pfarrers, desgleichen des Bürgermeisters . . . gehalten werden soll“, heißt es in einer Schulordnung von 1530. Als Belohnung erhielten die Schüler „Brot und dergleichen . . . zur Verehrung“.

Die ältesten überlieferten schriftlichen Zeugnisse stammen aus dem 16. Jahrhundert. Sie enthielten in den meisten Fällen jedoch keine Noten, sondern schriftliche Beurteilungen des Leistungsvermögens der Schüler. Geprüft wurde vom sogenannten Schulmeister, meist mündlich; der Ortspfarrer, Bürgermeister oder andere „Amptleute“ statteten den Schulen Besuche ab und kontrollierten das Wissen der Kinder. Eine geistige Fertigkeit mit Zahlen zu beurteilen, galt damals als Unding. Dies änderte sich zunehmend mit dem Aufkommen der Naturwissenschaften. Das neue, mechanische Weltbild ging davon aus, dass Gott Welt und Kosmos nach exakten mathematischen Prinzipien konstruiert habe.

Zeugnisverteilung. Sitzplätze kamen früher einer Benotung gleich. (Foto: APA)

So wie die Natur berechenbar und in Gesetze zu fassen sei, so sollten in der Folge auch geistige Leistungen des Menschen messbar und in Zahlen zu fassen sein.

Auf der „Eselsbank“ Ob die Schulnote gut oder schlecht ausfiel, hing bis in die jüngste Zeit davon ab, wie gut ein Schüler auswendig lernen konnte. Entsprechend ihrer „Memorierfähigkeit“ wurden

die Kinder in eine Rangfolge gebracht. Diese spiegelte sich jahrhundertelang auch in der Sitzordnung in den Klassenzimmern wider. Die Eltern wurden schriftlich darüber informiert, wo in der Klasse ihre Sprösslinge ihren Sitzplatz halten. Der „Klassenprimus“ zum Beispiel hatte eine bestimmte „Lokation“. Daneben gab es unter anderem noch den „Ehrenplatz“ und die berüchtigte „Eselsbank“. ##Gerhard Thoma##

VN-SERIE: Die „VN“ stellen die schönsten Rodelbahnen des Landes vor (9/10)

Rodelfahrt auf der alten Tschenglastraße ■ Eine Rodelstrecke mit Tradition – Wintervergnügen abseits von Pistentrubel. ANDREAS BARTL redaktion@vn.vol.at

Liebhaber von flotten Abfahrten und engen Kurven sind hier gut aufgehoben. Die alte Tschenglastraße gehört zu den beliebtesten Rodelstrecken im Oberland. Anfahrt Der Landbus 81 braucht vom Bludenzer Bahnhof sieben Minuten, um zur Haltestelle Ragazens am Bürserberg zu gelangen. Die Rückfahrt dauert neun Minuten. Aufstieg Von der Bushaltestelle weist Ihnen ein Schild den Weg auf die Tschengla. Über den Dächern des Bürserberger Ortsteils Matin löst sich Ihr Blick bald von den Fußund Rodelspuren, schweift ins Klostertal ab und bleibt am markanten Roggelskopf hängen. Nach einer Richtungs-

Die Tschenglastraße zählt zu den beliebtesten und spektakulärsten (Foto: VN/Gmeiner) Rodelstrecken Vorarlbergs. änderung haben Sie mit dem Loischkopf einen ungleich runderen Gipfel vor Augen. Sie gelangen nun in ein Waldstück, das in einer Kehre die Aussicht auf den Ludescherberg und einen Teil des Walserkammes eröffnet. Bei den Häusern von Gapiascha angelangt, können Sie ein wenig verschnaufen und sich auf den letzten steileren An-

stieg vorbereiten, der Sie mit einem Blick auf Schillerkopf und Mondspitze belohnen wird. Hören Sie den Mühlebach und die Einhornbahn rauschen, trennen Sie vom Start auf 1170 Metern Seehöhe nur mehr wenige Gehminuten. Abfahrt Während der Startvorbereitungen an der Kreuzung des

Rodelwegs mit einer Fahrstraße unterhalb des Hotels Dunza schauen Sie noch einmal respektvoll auf den Zwölferkopf und die Zimba. Die Rodelabfahrt beginnt gemütlich, beansprucht aber bald die Schuhsohlen. Nach den ersten vier, fünf Kurven schmelzen die mühsam erworbenen Höhenmeter auf einer langen Geraden, die durch ein Waldstück und an einer Lichtung vorbeiführt, dahin und Sie bremsen sich erst an der ersten von den vier folgenden Kehren ein. Sie schlängeln sich nun an Fichten, Ahorn, Birken und Haselstauden vorbei, erreichen offenes Gelände und stehen nach etwa zehn Minuten Fahrt mit möglicherweise weichen Knien vor dem Haus Huber in Matin. Tipp Wer vergessen hat, Thermoskanne und Speckbrötchen in den Rucksack zu packen, kann sich auf der Tschengla in den Hotels Dunza, Schillerkopf, Burtschahof, Tschengla oder Valschena, im Gasthof Schäfle, bei der Rufanaalpe oder im Fuchsbau stärken.


Montag, 12. Februar 2007

VO R A R L B E RG E R

LOKAL

NAC H R I C H T E N

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KOMMENTAR

Auf Wiedersehen MARIANNE MATHIS marianne.mathis@vn.vol.at

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irn und Herz pulsieren für die Menschen in der Region. Walter Klaus, vielfach angefeindet, seit er einen wahren „Kaufrausch“ am Bodensee und bei den maroden Hochjochbahnen an den Tag gelegt hatte, ist müde. Auch wenn er sich gelegentlich haarscharf auf dem hauchdünnen Grat gesetzlicher Korsette bewegte, nahm er die Herausforderung an. Im Montafon war Walter Klaus, der sich Ende der sechziger Jahre als Feriengast in die Region verliebte und daraus die Silvretta Nova entwickelte, der „Macher, der vom Himmel fiel“. Verständlich: Die Illwerke, jahrzehntelang verlässlicher Arbeitgeber, reduzierten im Zuge der Stromliberalisierung den Personalstand dramatisch. Was die Illwerke zuvor waren, ist Walter Klaus heute.

S

pätestens seit dem Miterwerb der ehemaligen ÖBB-Bodensee-Schifffahrt wurde Klaus, der gelernte Maurer, unter den Auguren der Polit-Opposition zur Zielscheibe, vor allem den Grünen. Jetzt sagt Klaus: „Ich habe mehr als 800 Arbeitsplätze geschaffen und erinnere mich an die 150 Schafe, die ich selbst gehalten habe.“ Als emotionale Antwort auf jene, die ihm nun das Recht auf die Ruhe eines alten Menschen madig machen wollen.

DAS TÄGLICHE

V o r a r l b er g e r Nachrichten

-QUIZ

Frage: Was gehört zu den so genannten Hundsgiftgewächsen? a) Ewigblau b) Häufigblau c) Immergrün d) Niegelb Auflösung auf /C9 Mehr Fragen: wissen.vol.at

Ombudsmann Dr. Gottfried Feurstein nimmt sich Ihrer Sorgen an! Telefonsprechstunde jeden Montag zwischen 12.30 und 13.30 Uhr unter der Gratisnummer 0800 1036 0500 Vorarlberger Nachrichten, Kennwort: Ombudsmann Gutenbergstraße 1, 6858 Schwarzach

Der bald 73-jährige Touristiker Walter Klaus zieht sich schrittweise aus dem operativen Geschäft zurück.

(Foto: VN/Hofmeister)

Rückzug des Touristik-Tycoons ■ Walter Klaus will „sich so schnell wie möglich“ vom Tagesgeschäft verabschieden. MARIANNE MATHIS marianne.mathis@vn.vol.at

Gaschurn (VN) Der bald 73-jährige Touristiker Walter Klaus, der mittlerweile allein in seinen Vorarlberger Betrieben 844 Menschen beschäftigt, begann am Wochenende mit dem schrittenweisen Rückzug aus dem operativen Geschäft: Als Aufsichtsratsvorsitzender der Silvretta Nova Bergbahnen AG und der Silvetta Nova Gastronomie samt Muttersberg und Sporthotel Silvretta ist er zurückgetreten. Die weiteren Unternehmen wie die Seilbahn Sulden GmbH und die Schifffahrtsbetriebe wer-

den folgen. Dies teilte Klaus den „VN“ exklusiv mit. „Bevor ich ganz von der Bühne abtrete, möchte ich das gesamte Management so gestalten, dass wir künftige Stürme gut überstehen.“ Eine besondere Form der Stiftung mit einem elfköpfigen Konsortium seines Vertrauens soll den Bestand und die Zusammengehörigkeit der Unternehmen gewährleisten, so Walter Klaus, der somit keinen Alleinnachfolger haben wird und 87 Prozent der Anteile an der Silvretta Nova hat.

Konsortium Wer in dem Konsortium „gleichberechtigter Mitglieder“ sitzt, will er noch nicht verraten. Interimistischer Aufsichtsratsvorsitzender dürfte der Feldkircher Dr. Edi Tschofen werden. Die neue Zusammensetzung des Aufsichtsrates wird von der

Aufsichtsrat der Silvretta Nova Mitglieder des Aufsichtsrats Vorsitzender: Komm.-Rat Walter Klaus (scheidet aus) Dr. Edi Tschofen Martin Netzer, Bürgermeister Gaschurn Arno Salzmann, Bürgermeister St. Gallenkirch Harald Bohle, Mitgesellschafter, Dornbirn Franz Markovsky, Mitgesellschafter, Imst Gabi Kessler, Mitgesellschafter, Gaschurn Herbert Tschofen, Mitgesellschafter, Gaschurn Ernst Tschofen und Alois Buzerin (Alpe Garfrescha) Roman Buzerin (Alpe Nova) Vorstände: Werner Netzer und Heinrich Sandrell

Hauptversammlung in einigen Monaten noch formal abgesegnet. Sicher sei, dass Werner Netzer und Heinrich Sandrell Vorstände bleiben. Der Wert der Silvretta Nova AG und der übrigen Unternehmen, aus denen sich der gebürtige Augsburger und seit 1974 eingebürgerte Österreicher als Aufsichtsratsvorsitzender verabschiedet, liegt bei rund 220 Millionen Euro. „Ich werde dem Management weiterhein mit Rat und Tat zur Seite stehen, soweit mein Rat noch gefragt ist“, sagt Kommzerialrat Klaus launig.

der vergangenen zwei Jahre sichtlich geprägt haben. „Ich leide seit 25 Jahren an der Parkinsonschen Krankheit und möchte die mir verbleibende Zeit noch genießen.“

Aufrichtiger Dank Für Walter Klaus ist es nun ein besonderes Anliegen, allen Kunden und Freunden, den Mitarbeitern und allen Nova-Fans zu danken. „Ich sage nicht ade, sondern auf Wiedersehen“.

mehrwissen.vol.at## Silvretta Nova. Geschichte und Entwicklung der Silvretta Nova.

Zur Person

Gorbach am See Für Ex-Vizekanzler Hubert Gorbach, der nach seinem Ausscheiden aus der Politik bei Klaus werkt – die „VN“ berichteten vor fast zwei Jahren über die Absichten des Wechsels in die Privatwirtschaft – gebe es im Imperium genug zu tun. „Ich hinterlasse eine Lücke, meine bisherigen Aufgaben beschränken sich ja nicht auf die Silvretta Nova. Im Bereich der Schifffahrtsbetriebe, der 600 Wohnungen in Hamburg, des Weinguts im südsteirischen Kitzeck und schließlich im Management es Konsortiums gebe es sehr viel zu tun. „Wir werden in intensiven Gesprächen noch genau klären, was Hubert Gorbach macht. Ich bin jedenfalls froh, dass er jetzt da ist“, so Klaus, den die Turbulenzen

Walter Klaus Beruf: Touristiker Geboren: 27. April 1934 in Friedberg, Deutschland – seit 1974 österreichische Staatsbürgerschaft Familie: Lebensgefährtin Eva Lang, ein Sohn Ausbildung: Volksschule und Oberrealschule in Augsburg, Maurerlehre, Fachhochschule Augsburg, Architekt, Einstieg im familieneigenen Bauunternehmen Klaus-Imperium: Silvretta Nova AG, Muttersbergbahn, Nova Bräu Bludenz, Kornmesser Bregenz, Bergbahnen Sulden/Südtirol, 600 Wohnungen in Hamburg, Weingut in Kitzeck/Steiermark, Beteiligung am Bodenseeschifffahrtsbetrieb, Hochjoch-Mehrheitseigentümer

VN-SERIE: Die „VN“ stellen die schönsten Rodelbahnen des Landes vor (10/10)

Rodeltour im Herzen des Rätikon ■ Rodeln im alpinen Gelände – von der Lindauer Hütte nach Latschau ANDREAS BARTL redaktion@vn.vol.at

Die Winterwanderung ins Gauertal empfiehlt sich für bewegungshungrige und konditionsstarke Rodelsportlerinnen und Rodelsportler. Zur Vorbereitung gehört die unbedingte Beachtung der Wetterund Lawinensituation. Anfahrt Von der Montafonerbahn können Sie am Schrunser Bahnhof auf die Linien 1 und 3 des Ortsbusses umsteigen und nach Latschau zur Haltestelle Kraftwerk fahren. Aufstieg Unmittelbar neben der Bushaltestelle beim Kraftwerk führt eine relativ steile Fahrstraße bergauf. Sie folgen den Schildern, die den Weg Richtung Lindauer Hütte weisen und erreichen nach zehn, 15

Das Rodelabenteuer im Gauertal startet bei der Lindauer Hütte.

Gelände, wo sich der Rodel je nach Bahnbeschaffenheit auf Schritttempo einbremst oder gezogen werden will. Nach Vollspora warnt Sie ein Hinweisschild vor der steilen RufaAbfahrt. Nicht umsonst, denn die Geschwindigkeit vor der Brücke auf den Rasafeibach sollte trotz gut verpacktem Brückengeländer wohl dosiert werden, was auch für den allerletzten Teil der Abfahrt im Bereich Piz empfehlenswert ist, die etwa 50 Höhenmeter über dem Ausgangspunkt liegt.

(Foto: VN)

Minuten die letzten Häuser von Latschau. Von hier an mutet Ihnen der präparierte Weg nur mehr nach der Brücke über den Rasafeibach eine nennenswerte Steigung zu. Sie wandern an den im Schnee versunkenen Häuschen des Maisäßes Vollspora vorbei und können Ihren Blick kaum von den Drei Türmen lösen, die über dem Talabschluss in der Sonne leuchten. Sanfte Anstiege führen Sie tief ins Gauertal. Nach einer ersten Kehre nehmen Sie die letzten 350 Höhenmeter in Angriff,

erreichen den Porzalengawald am Fuß der Sulzfluh und gelangen zur Lindauer Hütte, wo Sie sich ab Ende Februar verwöhnen lassen können. Abfahrt Es ist nicht einfach, sich von der wohltuenden Ruhe und vom Bilderbuchpanorama bei der Lindauer Hütte zu lösen. Aber sieben genüssliche Fahrkilometer locken ins Tal. Sie rodeln erst auf ausgelassenen Windungen durch den Wald, dann auf langen Geraden und kleinen Kurven über offenes

Tipp Die Lindauer Hütte wird im heurigen Winter vom 24. Februar bis zum Ostermontag bewirtschaftet, die Rodelstrecke wird aber bei günstigen Schneeverhältnissen durchgehend präpariert. Für die Tour durchs Gauertal sollte genügend Proviant mitgeführt werden. Wenn Sie den vollbepackten Rucksack rückenschonend auf dem Rodel transportieren, lohnt es sich, ihn gut zu verschließen, um den Weg nicht mit Streuobst oder Wechselkleidung zu markieren.


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