Bankenkonditionen

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Ein Loch im Käse-Export

35.000

Jobs könnten in Österreich zusätzlich, unabhängig von der Konjunkturentwicklung, durch Ausbau der beruflichen Aus- und Weiterbildung geschaffen werden. Das hat die AK ermittelt. Sie fordert jährlich 35 Stunden bezahlte Weiterbildungszeit.

Der Schweizer Käse-Export ist im ersten Halbjahr um 1,1 Prozent auf 25.219 Tonnen eingebrochen. Vor allem Emmentaler wurde um 14,5 Prozent weniger exportiert, weil die Käsesorte knapp war. Andere Sorten legten dagegen kräftig zu.

##Erich Ortner##

Welt-Börsen Tendenz des Vortags (Schlusskurse)

Wien, ATX 3704,8 0,3 % Frankfurt, DAX 5702,8 0,9 % London 100 5860,5 0,7 % Mailand, MIB 30 36648 0,3 %

##Erich Ortner##

Donnerstag, 10. August 2006

BLICKPUNKT  Neuer Halbjahresrekord. Die EnBW in Karlsruhe, Partner der Illwerke/VKW-Gruppe, hat mit 586 Mill. Euro den höchsten Halbjahreskonzernüberschuss der Geschichte geschrieben.

Haider steht zu Kulterer Klagenfurt. Der angekündigte Wechsel von Hypo Alpe-Adria-Chef Wolfgang Kulterer vom Vorstand in den Aufsichtsrat zur Umgehung eines Amtsenthebungsverfahrens durch die Finanzmarktaufsicht (FMA) werde, obwohl er derzeit einer hausinternen Satzung der Bank widerspricht, durchgeführt, erklärte der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider. Der Kapitalbeauftragte der W. Kulterer (Foto: AP) österreichischen Regierung, Richard Schenz, übt Kritik an der Nominierung von Hypo Alpe-Adria-Chef Wolfgang Kulterer für den Aufsichtsrat der Bank. „Für den Kapitalmarkt Österreich ist das keine schöne Angelegenheit. Bei einem börsenotierten Unternehmen wäre das undenkbar“, sagte Schenz.

Meinl will Schoko-Tochter verkaufen Wien. Der in Besitz der Meinl-eigenen Investmentholding Fulcrum stehende rumänische Süßwarenhersteller Kandia-Excelent soll im September oder Oktober an die Wiener Börse kommen. Das Emissionsvolumen werde rund 100 Mill. Euro betragen.

dm schult 184 Lehrlinge neu Salzburg. Seit 1. August 2006 beschäftigt dm drogerie markt 184 neue Lehrlinge in ganz Österreich, die sich beim LehrlingsCasting im Februar und März 2006 bei dm beworben haben. Die weiteren Zahlen: 19 neue Lehrlinge beschäftigt dm in Salzburg, 18 in Tirol, 13 in Kärnten, zwölf in Vorarlberg und sechs im Burgenland.

Veraltete Pipeline schlug leck. (AP)

Ab 2007 volle Kraft New York. Das jüngst geschlossene BP-Ölfeld in Alaska wird laut Energieinformationsbehörde (EIA) ab Februar 2007 wieder mit voller Kapazität fördern. BP musste das Feld schließen, weil eine veraltete Pipeline Lecks hat. Normalerweise werden in dem Feld Prudhoe Bay täglich 400.000 Barrel gefördert. Es ist das größte Ölfeld der USA.

Tageskurse vom 9. August 2006 EZB-Referenzkurse 100 Schweiz. Franken 1 US-Dollar 1 Kan.-Dollar 1 Brit. Pfund 100 Dän. Kronen 100 Norw. Kronen 100 Schwed. Kronen 100 Jap. Yen 1 Austral.-Dollar 1 Neuseeland-Dollar 100 Ung. Forint 100 Tschech. Kr. 100 Pol. Zloty 100 Slow. Tolar 100 Estn. Krone

Euro 63,476 0,776 0,693 1,481 13,404 12,587 10,910 0,675 0,594 0,489 0,371 3,560 25,854 0,417 6,391

Für einen Euro erhalten Sie 1,575 1,288 1,442 0,675 7,461 7,945 9,166 148,170 1,685 2,045 269,580 28,093 3,868 239,670 15,647

Verbraucherpreisindex Juni 2006 (1996 = 100) Philharmoniker (1 Unze) Ankauf / Verkauf Zürcher Goldnotierung (1 Unze) Ankauf / Verkauf

Schweiz. Franken US-Dollar Kan.-Dollar Brit. Pfund Dän. Kronen Norw. Kronen Schwed. Kronen Jap. Yen Austral.-Dollar Neuseeland-Dollar Ung. Forint Tschech. Kr. Pol. Zloty Slow. Tolar Estn. Krone 118,4 487,00/517,00 Euro 642,80/645,80 Dollar

Die angegebenen Kurse werden von der Europäischen Zentralbank (EZB) berechnet. Bei An- und Verkauf (Valuten) bzw. Überweisungen (Devisen) verrechnen die einzelnen Banken Transaktionsentgelte und unterschiedlich hohe Spesen.

NY, Dow Jones 11075 0,9 % Paris, CAC 40 5025,2 1,2 % Tokio, Nikkei 15657 1,2 % Zürich, SMI 7882,9 1,2 %

TEIL D

ÖGB muss umdenken ■ Vorarlberger Unternehmer fordern vom ÖGB mehr Flexibilität und Föderalisierung. Schwarzach (VN-EE) Der Reformprozess des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) ist eingeleitet. In Arbeitsgruppen wurde ein Fragebogen ausgearbeitet, der im September an die

1,3 Mill. Mitglieder versandt wird. Bis zum ÖGB-Kongress im Jänner, bei dem die neuen Statuten und eine neue Geschäftsordnung beschlossen werden, soll die erste Etappe der Reform geschafft sein.

Hohe Erwartungen Was erwarten sich nun Vorarlberger Unternehmer von der ÖGB-Reform? Die „VN“ führten dazu die untenste-

hende Umfrage durch. Alle Befragten betonten dabei die Wichtigkeit einer zeitgemäßen Arbeitnehmervertretung. Gerade an einem Standort wie Vorarlberg, der von Innovation und Flexibilität lebt, brauche es aber ein Umdenken in den Gewerkschaften. Diese müssten mit den Arbeitgebern neue Modelle schaffen, um den Bestand der Unternehmen im Land sichern zu können.

Es geht um die Bestandssicherung der Unternehmen. (Foto: VN/Hofmeister)

VN-UMFRAGE: Was erwarten Sie sich von einer Reform des ÖGB?

D

er ÖGB soll sich von allen Beteiligungen, auch der Bank, trennen und sich auf seine Kernkompetenz konzentrieren, das ist die Vertretung der Arbeitnehmer. Zugleich erwarte ich, dass die Länder im Vorstand stark sind. Jetzt wird alles zentralistisch von Wien aus gesteuert. HEINZ LOACKER, LOACKER TOURS

I

ch hoffe, dass es nach einer Reform zu einer neuen Haltung in den Gewerkschaften kommt, die Bedingungen schafft, um Entscheidungsstrukturen stärker auf die betriebliche Ebene zu verlagern. Derzeit ist es ja nur schwer möglich, erforderliche betriebsspezifische Vereinbarungen zu treffen. JOHANNES COLLINI, COLLINI GMBH

G

rundsätzlich soll die Gewerkschaft als unser Sozialpartner entsprechend handlungsfähig bleiben. Wünschenswert wäre aber eine Neuorientierung in Richtung Flexibilisierung der Arbeitszeiten. Das ist für den Standort Vorarlberg als Hochlohnland von ganz besonderer Wichtigkeit. KUNO RIEDMANN, WKV-PRÄSIDENT

D

er ÖGB soll die Rahmenbedingungen so mitgestalten, dass die Betriebe in einer globalisierten Arbeitswelt bestehen können. Dazu gehören Bemühungen der Arbeitgeberund Arbeitnehmer um Reduktion der lohnsummenabhängigen Steuern, zur Entlastung des Faktors Arbeit. ERICH LINGENHÖLE, LINGENHÖLE TECHNOLOGIE

I

ch erwarte einen fortschrittlichen und zeitgemäßen ÖGB. Forderungen wie Arbeitsplatz- und Standortgarantie kann es in einer dynamischen Wirtschaft nicht mehr geben. Der heutige ÖGB lebt nur in einer Gesinnungsethik und kommt der Verantwortungsethik nicht nach. WALTER SCHERTLER UNIVERSITÄT TRIER


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