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Energie und Umwelt

Foto: Kopssee

Vorarlberg wird energieautonom Elektromobilit채t Zukunft der Wasserkraft W채rmepumpen


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Freitag, 1. Oktober 2010

Modellregion für innovative Energiepolitik Energieinstitut Vorarlberg leistete wichtige Impulse im Bereich des Umwelt- und Klimaschutzes Hauselektrik gesund installiert Informationen über mögliche Gefahren elektrischer und magnetischer Felder. Sie erhalten Tipps, wie Ihr Haus elektrobiologisch optimiert werden kann. Termin: Mo., 18. 10. 10, 19–21.30 Uhr Kachelofen als Ganzhausheizung Der Kachelofen ist ein Heizsystem, das natürliche Wärme und Behaglichkeit mit geringstem erneuerbarem Brennstoffeinsatz verbindet. Termin: Mi., 20. 10. 10, 19–21 Uhr Veranstaltungsort: Junker-JonasSchlössle, Götzis

Photovoltaikanlagen. Rund 10.000 kW sind inzwischen installiert. Pro Kopf errechnet sich eine Fläche von ca. 0,22 m², ein internationaler Spitzenwert.

ThermischeSolarkollektoren InstallierteLeistunginkWth/1000EW kWth 700

• Die Wärmepumpe ist heute das wichtigste Heizsystem. Der Marktanteil im Neubau beträgt bereits über 60%.

600

• Rund 100 Heizwerke wurden in Vorarlberg errichtet. Das nachhaltig nutzbare Holzpotenzial ist damit nahezu ausgeschöpft und das gesteckte Ausbauziel damit weitgehend erreicht. Über 20% der gesamten Raumwärme wird mit Biomasse bereitgestellt.

300

200

Energieausweis – Nutzen für den/ die EigentümerIn Nutzen, Kosten und bei welchen Entscheidungen der Energieausweis helfen kann. Termin: Di., 16. 11. 10, 18.30– 20.30 Uhr Komfortlüftung – gesund, komfortabel, energieeffizient wohnen Die Komfortlüftung bietet Frischluft rund um die Uhr. Der Vortrag schafft einen Überblick über die Technik und den Umgang mit einer Komfortlüftung. Termin: Di., 23. 11. 10, 19.30– 21.30 Uhr Ökologische Baumaterialwahl – aber wie? Die Teilnehmer lernen Baustoffe anhand der wichtigsten ökologischen Kriterien zu beurteilen, um beim Einkauf oder bei der Bestellung die richtige Auswahl zu treffen. Termin: Mi., 24. 11. 10, 19–21.30 Uhr Welche Heizung passt zu meinem Haus? Es werden die Vorteile, Einsatzbereiche und Randbedingungen einzelner Heizsysteme – passend für Bestandsgebäude und Sanierung neutral aufbereitet und dargestellt. Termin: Mi., 1. 12. 10, 19–21.30 Uhr Die Wohnbauförderung für Wohnhaussanierungen Die Veranstaltung zeigt auf, wie die Förderhöhen mit den zu setzenden Maßnahmen zusammenhängen. Die Teilnehmenden haben nach der Veranstaltung einen Überblick, wie man wofür wie viel Fördergeld bekommt und was man dafür tun muss. Termin: Mo., 13. 12. 10, 19–21.30 Uhr Anmeldung und Information Energieinstitut Vorarlberg Stadtstraße 33/CCD, 6850 Dornbirn 05572 31202-0, Fax DW-4 bildung@energieinstitut.at www.energieinstitut.at •Anmeldungen bitte schriftlich per Fax, E-Mail oder Internet. •Veranstaltungsort wenn nicht anders angegeben: Energieinstitut Vorarlberg, Stadtstraße 33/CCD, Dornbirn

100

Finnland

Rumänien

Großbritanien

Polen

Ungarn

Slowakai

Bulgarien

Irland

Tschechien

Niederlande

Belgien

Deutschland

Italien

Frankreich

Spanien

Schweden

Portugal

Portugal

Luxemburg

Slowenien

Quelle:ESTIF2010und EnergieinstitutVorarlberg

Installierte Leistung in Kilowattstunden pro 1000 Einwohner.

Vorarlberg gilt heute als Modellregion wenn es um innovative Energiepolitik geht. Darauf können wir zu Recht stolz sein. Das ist das Verdienst vieler. Einen Beitrag dazu konnte das Energieinstitut leisten, das heuer 25 Jahre besteht. Wir haben eine gute Ausgangsbasis für die kommenden Aufgaben. Es ist noch viel zu tun. Themen wie globale Gerechtigkeit, Klimawandel, Endlichkeit der Ressourcen, vor allem der fossilen Energieträger, bieten viele Chancen aber auch Handlungserfordernisse. Letztlich gibt es keine andere Lösung als eine nachhaltige Wirtschaft. Um dies im Sinne einer gedeihlichen und vorbildhaften Entwicklung

des Landes zu realisieren, braucht es das Miteinander vieler, braucht es Stärkung der Bemühungen.

anlagendichten. Pro Kopf verfügen wir über eine Solaranlagenfläche von ca. 0,6

Aus unserem Jubiläumsjahr heraus, möchten wir in Schlagzeilen an einigen Beispielen skizzieren was bis heute alles erreicht wurde. Das soll uns allen in Vorarlberg Schwung für die nächsten Etappen geben.

„Die Vision lautet Energieautonomie. Schritt für Schritt werden wir sie gemeinsam erreichen.“

• Vorarlberg ist die erste Region, die sich Energieautonomie zum Ziel gesetzt hat und damit ein starkes Zeichen für die Zukunft gesetzt hat. • Vorarlberg hat eine der weltweit höchsten Solar-

• Ca. 15% der gesamten neu zugebauten Wohnfläche ist in der Qualität der höchsten Förderstufen der Wohnbauförderung. In Vorarlberg ist diese hohe Qualität als erstes Bundesland im sozialen Wohnbau Standard. • Vorarlberg führt als erstes Bundesland ökologische Kriterien in der Wohnbauförderung ein und ist heute international Vorbild. Das beweisen zahllose Exkursionen aus aller Welt, die davon beeindruckt sind.

m². Alleine in den letzten 5 Jahren hat sich die gesamte installierte Fläche verdoppelt.

• Vorarlberg ist das erste Bundesland, das eine systematische Erfassung der Energieausweise eingeführt hat und damit als einziges Bundesland qualifizierte und umfassende Aussagen über die Entwicklung des Baugeschehens treffen kann.

• Vorarlberg hat die österreichweit höchste Dichte an

• Vorarlberg hat als erstes Bundesland eine flächen-

Landesrat Ing. Erich Schwärzler, Obmann Energieinstitut Vorarlberg

• Vorarlberg hat in Österreich das e5-Programm für Energieeffiziente Gemeinden eingeführt, das inzwischen in 7 Bundesländern etabliert ist. Vorarlberger Gemeinden nehmen europaweit eine Spitzenposition ein. Über 2500 Projekte wurden in den 30 Vorarlberger e5-Gemeinden bereits realisiert. E5-Gemeinden sind seit Jahren im Spitzenfeld nationaler und internationaler Auszeichnungen. • Vorarlberg hat den österreichweit höchsten Anteil am Radverkehr und hat eine eigene und vorbildliche Rad„Energiepolitik und Klimaschutz ist ein Chancenkonzept. Wer vorne mit dabei ist profitiert gesellschaftlich und wirtschaftlich.“ DI Dr. Adolf Gross, Geschäftsführer Energieinstitut Vorarlberg

strategie mit ehrgeizigen Zielen ausgearbeitet. • Vorarlberg ist Modellregion für Elektromobilität. Einer der weltweit größten Flottenversuchen findet unter der Bezeichnung Vlotte statt. • Vorarlberg ist ÖkologieTourismusland. Ca. 20.000 „Architekturtouristen“ überzeugen sich jährlich von der hohen architektonischen und ökologischen Qualität des Baugeschehens.

Gebäudesanierung, Schlüssel zur Unabhängigkeit Wer in einem alten Wohnhaus energieunabhängig werden möchte, kommt um eine Gebäudehüllensanierung nicht herum Inzwischen hat sich die Erkenntnis herumgesprochen: jede Kilowattstunde, die nicht verbraucht wird muss nicht erzeugt werden, muss nicht bezahlt werden und verursacht keine Umweltbelastung. Dieser Grundsatz klingt gut und ist einleuchtend. Doch wo fängt man an, was ist heute als gut zu bezeichnen und wie geht’s wirklich? Aus Sicht der Energie und Ökologie gibt es einige wenige Grundprinzipien, an die man sich halten sollte.

logische Optimierung. Nur mehr 1/3 des derzeitigen Energieverbrauchs könnte eine Formulierung sein. Oder etwas technischer ausgedrückt: der Heizwärmebedarf soll zum Beispiel nicht mehr als 30 kWh pro Quadratmeter Geschossfläche betragen. Für eine Sanierung bedeutet das: das angestrebte Ziel soll für die nächsten 30 Jahre gelten! Wer da heute an der Grenze der jetzt gültigen Bautechnikverordnung saniert, ist morgen bereits von gestern.

Das ganze Haus im Blick

Wärmeverluste verringern und Effizienz steigern

Wer Sanierungsschritte setzt, muss das ganze Haus betrachten, auch dann, wenn das Geld vorerst nur für einen Anfang reicht. Dieses Prinzip heißt „Gesamtsanierungskonzept“ und beschreibt, mit welchen Schritten man an ein definiertes Ziel kommt. Klare Vorgaben und Zielsetzungen

Details zu diesen und weiteren Veranstaltungen finden Sie unter: http://www.energieinstitut.at  Bildungsangebot

EU27+Schweiz

Malta

Dänemark

Schweiz

Österreich

Zypern

0 Griechenland

Wohnen im Passivhaus = Wohnen erster Klasse Sie erfahren an diesem Abend, wie Passivhäuser funktionieren. Termin Infoabend: Mo., 15. 11. 10, 19–21.30 Uhr; Termin Exkursion: Sa., 20. 11. 10, 9–13 Uhr

• Vorarlberg hat weltweit die höchste Dichte an Passivhäusern. Besonders der Holzbau konnte sich weiter positionieren. Viele Vorarlberger Betriebe profitieren davon. Vorarlberg

Nutzen der Wohnbauförderung für die FörderwerberInnen – NEUBAU Diese Informationsveranstaltung zeigt, welche Palette von Möglichkeiten die Wohnbauförderung anbietet und welche Chancen realisiert werden können, wenn man das erforderliche Wissen rechtzeitig in die Planung einbringt. Termin: Di., 2. 11. 10, 19–21.30 Uhr

• Vorarlberg hat, als einer der ersten, ein umfassendes Beratungsangebot für Betriebe eingerichtet. Knapp 600 Betriebe wurden inzwischen analysiert.

500

400

Mobilität statt Verkehr Die Veranstaltung vermittelt Grundwissen über die Zusammenhänge und Auswirkungen unseres aktuellen Verkehrssystems. Termin: Do., 21. 10. 10, 19–21.30 Uhr

deckende Energieberatung realisiert. Rund 30.000 Menschen haben in den Beratungsstellen neutrale Informationen eingeholt.

Eine Sanierungsstrategie bei einem Haus verfolgt mehrere Ziele. Ein Ziel davon ist die energetische und öko-

Die ersten Schritte sind die Wärmeverluste zu reduzieren. Das geschieht ganz einfach durch Dämmen und gegebenenfalls durch neue Fenster. Die Effizienz steigert man weiters mit neuester Technologie in der Haustechnik, besten Regelungen und überlegter Benutzung. Erneuerbare Energie einsetzen Jene Energie, die dann noch zum Heizen und für

die Warmwasserbereitung übrig bleibt, sollte durch erneuerbare Energie aufgebracht werden. Das ist bei einer sehr guten umfassenden Sanierung eines 30-jährigen Hauses nur mehr 1/5 oder

gar 1/8 des ehemaligen Verbrauchs. Nutzungsdauer berücksichtigen Wer die wahre finanzielle Seite beachten will, der muss auch die richtigen Nutzungszeiten der Maßnahmen berücksichtigen. In der Gebäudehüllensanierung liegen sie bei 25, 30 oder mehr Jahren. Über diesem Betrachtungszeitraum müssen die Einsparungen den heute nach einer Förderung noch verbleibenden Investitionskosten gegenübergestellt werden. Aber spätestens bei der Frage, welchen Wert die

(viel größere) Unabhängigkeit von importierten nicht erneuerbaren Energieträgern hat, scheitert an allen herkömmlichen Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen. Neu: Leitfaden „Neue Energien für alte Häuser“ Im Einzelfall sind natürlich viele Details individuell zu lösen und zu berücksichtigen. Das Energieinstitut Vorarlberg hat mit Unterstützung des Landes für alle Laien, die sich näher mit der Wohnhaussanierung auseinandersetzen möchten, den Leitfaden „Neue Energien für alte Häuser“ – ein Leitfaden zur energieeffizienten und ökologischen Wohnbausanierung neu aufgelegt. Darin sind grundsätzliche Empfehlungen und Tipps enthalten, wie bei einer Sanierung vorzugehen ist und welche energetischen Anforderungen eine gute Sanierung zu erfüllen hat. Die Broschüre ist ab Anfang Oktober im Energieinstitut Vorarlberg und in den regionalen Beratungsstellen kostenlos erhältlich.


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Der sparsame und ressourcenschonende Umgang mit Energie ist heute ein Gebot der Stunde. Wer Energie spart, schont unsere Umwelt und die eigene Brieftasche.

Vorarlberg wird energieautonom Bis 2050 soll Vorarlberg von Importen ausländischer Energie unabhängig sein Im Jahre 2009 trafen alle im Vorarlberger Landtag vertretenen Parteien gemeinsam den Beschluss, ein ambitioniertes Ziel anstreben zu wollen: Vorarlberg soll bis zum Jahr 2050 energieautonom sein. Das bedeutet, dass in Vorarlberg bis zu diesem Zeitpunkt genauso viel Energie erzeugt wie verbraucht wird. Das Ziel ist es, von Importen ausländischer Energie unabhängig zu sein.

Um diese Vision verwirklichen zu können, sind weitreichende Maßnahmen notwendig. Aus Sicht des Vorarlberger Energieversorgers illwerke vkw steht die Energieautonomie auf vier Säulen: Zuallererst muss es gelingen, die vorhandene Energie sparsamer und vor allem effizienter einzusetzen. „Egal ob im Haushalt, in der Industrie oder der Mobilität, es gibt in nahezu jedem Bereich die Möglichkeit, Energie zu sparen – und das ohne auf den gewohnten Komfort zu verzichten“, so illwerke vkw-Vorstandsdirektor Dr. Christof Germann. Wie das gehen kann, zeigt dieVKW mitVelix – dem Strom(er)zähler. Auf dieser OnlinePlattform finden

illwerke vkw-Vorstandsvorsitzender Dr. Ludwig Summer.

EU sichert sich gegen Erdgas-Krisen ab Die EU sichert sich besser gegen künftige Gaskrisen ab. Das Parlament verabschiedete in Straßburg ein Maßnahmenpaket, mit dem die Gasversorgung aller EU-Bürger auch bei Lieferausfällen aus Russland oder der Ukraine garantiert werden soll. „Präventionspläne“ Die Mitgliedsstaaten müssen laut der neuen Verordnungen binnen zwei Jahren Präventionspläne mit einer Versorgungsgarantie für alle Haushalte für mindestens 30 Tage bei extremer Kälte vorlegen. Zudem müssen sogenannte Grenzkuppelstellen eingerichtet werden, damit Gas im Notfall aus anderen EU-Ländern in Mitglieds-

Gasflüsse sollen sicherer werden.

staaten geliefert werden kann, denen die Ukraine den Hahn zugedreht hat. Und auch für den Fall, dass die Hauptinfrastruktur eines Landes zusammenbricht, müssen Reserveanlagen aufgebaut werden. Hintergrund der EUVerordnung, die nach der für Oktober erwarteten formellen Absegnung durch die Mitgliedsstaaten zum Jahreswechsel in Kraft treten soll: Gaskrisen zwischen Russland und der Ukraine haben schon mehrfach zu teils erheblichen Liefereinschränkungen geführt. Bei neuen Störungen soll die EU künftig die Reaktionen der Mitgliedsstaaten koordinieren. Ruft sie den Notfall aus, müssen grenzüberschreitende Zugänge zu Speicheranlagen und grenzüberschreitende Gasflüsse sichergestellt werden. Bei künftigen Krisen „soll nicht gleich das Chaos ausbrechen“, sagte der CDUEuropaabgeordnete Herbert Reul. „Die EU wird künftig noch besser gewappnet sein und flexibel reagieren können. Das macht uns auch weniger politisch erpressbar.“

die Vorarlbergerinnen und Vorarlberger wertvolle Tipps und Tricks, durch die nicht nur Energie, sondern auch bares Geld gespart werden können. Anhand des jeweiligen Stromverbrauchs, der regelmäßig auf www.vkw. at/velix eingetragen werden kann, ermittelt das OnlineWerkzeug Verbesserungsmöglichkeiten für einen sinnvolleren Umgang mit der Energie. „Neue Mobilität“ im Land Als zusätzlicher Anreiz werden monatlich tolle Preise verlost. Die zweite Säule ist die Entwicklung einer neuen Mobilität in Vorarlberg. Die Elektromobilität hat sich bereits aus den Startlöchern bewegt und entwickelt sich mit riesigen Schritten weiter. Konnte man noch vor einem Jahr die vorhandenen Fahrzeuge an einer Hand abzählen, hat mittlerweile nahezu jeder renommierte Autohersteller die Pläne für ein energieeffizientes Elektroautomobil aus der Schublade genommen und umgesetzt.

Vorne dabei beim weltweiten Übergang zur „sanften Mobilität“ ist Vorarlberg mit dem Projekt VLOTTE. Der entscheidende Vorteil der Elektromobilität gegenüber Fahrzeugen mit konventionellen Verbrennungsmotoren ist der ungleich höhere Wirkungsgrad des Elektromotors. Die eingesetzte Energie wird dabei fast zur Gänze in Bewegungsenergie umgewandelt. Wird diese Energie – wie im Zuge des Projekts VLOTTE – durch erneuerbare Ressourcen erzeugt und zur Verfügung gestellt, sind die Fahrzeuge praktisch emissionsfrei unterwegs. Werden die Autos also nicht mehr durch Diesel oder Benzin angetrieben, sondern durch Strom aus heimischer Wasserkraft, ist das ein großer Schritt in Richtung Eigenständigkeit. Mehr E-Mobilität heißt aber auch mehr Stromverbrauch. Würden alle Fahrzeuge in Vorarlberg durch Elektrofahrzeuge ersetzt, käme dies auf einen Mehrverbrauch von rund 500 Gigawattstunden. Genauso

hoch schätzen die Energieexperten des Landes das Ausbaupotenzial der heimischen Wasserkraft, der dritten Säule der Energieautonomie. Rund 9400 Gigawattstunden Energie werden in Vorarlberg pro Jahr verbraucht – fast 30 Prozent davon stammen derzeit aus erneuerbaren Energieträgern wie Wasserkraft, Holz- oder Sonnenenergie. „Auf dem Weg in illwerke vkw-Vorstandsdirektor Dr. Christof Germann. Richtung Autonomie kann die Produktion aus braucht es eine langfristige diesen nachhaltigen Ressour- Strategie, die auf dem Expercen auf 40 Prozent gestei- tenwissen der besten Köpfe gert werden", stellt illwerke aufbaut. Die vierte Säule vkw-Vorstandsvorsitzender ist deshalb eine starke Ausund Weiterbildungsstruktur. Dr. Ludwig Summer fest. Durch die Schaffung eines Aus- und Weiterbildung Lehrstuhls für Energieeffizienz an der Fachhochschule Und weiter: „Vorarlberg Vorarlberg werden Experten ist Pionier und Vorzeigeregi- ausgebildet, die mit ihrem on zugleich. Um den Know- Fachwissen einen wertvollen how-Vorsprung gegenüber Beitrag zum angestrebten anderen Regionen auch zu- Ziel leisten können – der Enkünftig halten zu können, ergieautonomie 2050.

Europaregion will Elektromobilität Netz an Stromtankstellen entlang des grünen Brenner-Korridors Innsbruck. Elektromobilität soll eine wichtige Säule für den „Grünen Brenner Korridor“, einem Projekt zur Vernetzung von Energie- und Umwelttechnologie entlang der Bennerachse, werden. Das haben die Tiroler Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf sowie der Südtiroler Energielandesrat Michl Laimer und Mobilitäts- und Wirtschaftslandesrat Thomas Widmann beschlossen. Den Standort stärken „Wir können mit sauberer Mobilität nicht nur die Umwelt entlasten, sondern auch den Wirtschafts- und Technologiestandort stärken“, ist Landesrätin Zoller„Wir können mit sauberer Mobilität nicht nur die Umwelt entlasten, sondern auch den Standort stärken.“ Landesrätin Patrizia Zoller-Frischauf

Entlang der Brennerstrecke sollen Stromtankstellen für Elektroautos entstehen.

Frischauf vom gemeinsamen Projekt der Europaregion überzeugt. „Rechtzeitig in neue Technologien zu investieren, stärkt innovative Unternehmen und schafft attraktive Arbeitsplätze“, weiß auch Südtirols Wirtschaftslandesrat Thomas Widmann. Umweltverträglicher Verkehr Neben dem Brenner Basistunnel ist die Elektromo-

bilität ein wichtiger Schritt in Richtung umweltverträglicher Verkehr entlang der Brennerachse, sind sich die Regierungsmitglieder einig. Im Rahmen des „Leuchtturmprojekt E-Mobilität“ soll deshalb ein umfassendes Elektromobilitätskonzept erarbeitet werden. Ziel ist es, Elektromobilität konkurrenzfähig zu machen und ein zukunftssicheres Batteriewechselsystem zu entwickeln und zu testen.

Zentraler Punkt des Projekts, das auch beim Österreichischen Klimafonds eingereicht wurde, ist der Aufbau eines Netzes an „sauberen“ Tankstellen entlang der Brennerstrecke. Neben den Stromtankstellen für Elektroautos setzt der Südtiroler Energielandesrat Michl Laimer auch auf die Zukunftstechnologie Wasserstoff. Zwischen München und Verona soll auch eine Wasserstoffmeile entstehen.


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Hochwertige Gesamtfenstersysteme Hohe Wärmedämmung – Energie sparen Der Anteil an Dreifachgläsern steigt stark an. Neue Gläser mit Ug 0,6 machen das Preis-Leistungs-Verhältnis von solchen Gläsern nach Expertenmeinung besonders attraktiv. Wichtig ist dabei, dass in Verbindung mit hochwärmedämmenden Gläsern auch hochwärmedämmende Rahmen verwendet werden. So entsteht ein passendes hochwertiges Gesamtfenstersystem. Der Wärmedämmwert, UWert, gibt an, wie viel Wärmeenergie durch das Fenster nach außen abgegeben wird. Das heißt, je geringer der Wärmedämmwert ist, desto besser ist das Fenster. Der U-Wert wird für das Gesamtfenster als Uw (w für window) bezeichnet, für den

Fensterrahmen mit Uf (f für frame) und für das Glas mit Ug (g für glass). Sehr gute Gesamtfenstersysteme erzielen Wärmedämmwerte Uw von weniger als 0,9 W/m²K bis zu 0,7 W/ m²K (in Kombination mit dreifach Gläsern). Gesamtfenster in Verbindung mit Zweifachgläsern erzielen Wärmedämmwerte von bis zu Uw 1,1 W/m²K. Gerade im für den Wärmeübergang kritischen Bereich an der Glaskante gibt es neue Entwicklungen bei Glasabstandhaltern. Die neuen Glasabstandhalter aus Kunststoff werden als warme Kante bezeichnet. Sie sind um ein Vielfaches besser als bisher übliches Aluminium oder Edelstahl und wirken

so gegen Tauwasserbildung und für bessere Wärmedämmung. Sparen ohne Verzicht Die Investition rechnet sich aufgrund der Heizkostenersparnis schon nach wenigen Jahren. Für ein typisches Einfamilienhaus ergibt sich ein Zeitraum von rund sieben bis zehn Jahren, bis die Investition in neue Energiesparfenster durch Heizkostenersparnis verdient ist. In Folge verbucht der Sanierer dann Jahr für Jahr Energiespargewinne auf die gesamte Lebensdauer der Fenster von etwa 40 Jahren. Der Wärmedämmwert von alten Fenstern (20 Jahre und älter) ist bezogen auf die Wärmedämmung um etwa 3,5-mal schlechter als moderne Fenster auf dem letzten Stand der Technik. Sparen wird oft mit Verzicht verbunden. Beim Fenstertausch ist das Gegenteil der Fall, so die Fachleute. Zusätzlich zur Heizkosteneinsparung wird die Lebensqualität durch mehr Licht und ein angenehmeres Wohnklima aufgrund wärmerer Glasscheiben auch in der kalten Jahreszeit erhöht. Dazu kommt die höhere Reinigungsfreundlichkeit. Wohlfühlklima

Durch den Fenstertausch entstehen „Wohlfühl-Plätze“.

(FOTOS: ACTUAL)

Neben der Kosteneinsparung dürfen sich Sanierer auch auf ein angenehmeres Wohnklima freuen. Auch bei sehr kaltem Winterwetter liegen die Temperaturen

Durch bessere Wärmedämmwerte lassen sich die Glasflächen besser als Gestaltungselement nutzen.

an der Glasinnenseite durch die sehr gute Isolierung um rund zehn Grad höher als bei alten Fenstern. Wenn vorher der Platz am Fenster unangenehm kalt und zugig empfunden wurde, wird er nach dem Fenstertausch oft zum Wohlfühlplatz des Wohnraumes mit Panoramaausblick. Auch bei kaltem Winterwetter bleibt im Raum die Glasscheibe angenehm warm. Die Temperatur ist um rund zehn Grad wärmer als bei alten Scheiben. Die Gläser bei alten Fenstern strahlen unangenehm kalt ab. Diese Kälte empfindet man auch als Zugluft. Im Vergleich zu derzeit meist noch eingebauten älteren Fenstern reduzieren neue Energiesparfenster die Bildung von Kondensat/Tauwasser. Zwei- oder Dreifachverglasung? Die höheren Kosten für Dreifachglas rechnen sich nach rund sechs bis neun

Jahren. Da es sich so schnell rechnet, liegt Dreifachglas im Trend. Wichtig dabei ist auch die Kombination mit energetisch hochwertigen Lösungen für Glasabstandhalter und Rahmen. Bei Rahmen liegen wärmedämmmäßig hochwertige Lösungen in Kunststoff mit Klebetechnologie zwischen Glas und Rahmen sowie Holz-AluFenster im Trend. Beim Glasabstandhalter im für den Wärmeübergang kritischen Randbereich des Fensters ist Kunststoff als warme Kante um ein Vielfaches besser als Aluminium.

rücksichtigen. Die neue Technik macht mehr Glasanteil an der Fassade möglich und sorgt so für ein helles, freundliches Raumklima. Hebeschiebe-Elemente als elegante Verbindung von Terrasse/Garten und Wohnraum sind ebenfalls möglich. Der Fenstertausch ist schmutzarm und benötigt weniger Zeit, als viele Kunden erwarten. Gute Montagefirmen decken den Arbeitsbereich vorsorglich ab.

Gestaltung nicht vergessen Durch den besseren Wärmedämmwert können auch die Glasflächen als Gestaltungsmerkmal des Hauses für mehr Licht und Panoramablick größer ausgeführt werden. Experten raten unbedingt, bei der Planung auch die Gestaltung zu be-

Das Raumklima wird heller.

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Die Zukunft der Wasserkraft in Vorarlberg Wasserkraft wird auch in den kommenden Jahrzehnten bei der Stromerzeugung die größte Rolle spielen Rund 97 Prozent des in Vorarlberg erzeugten Stroms stammen schon heute aus heimischer Wasserkraft und diese Ressource wird auch in Zukunft die größte Rolle spielen. Immerhin hat die Vorarlberger Wasserkraft noch Reserven von geschätzten 500 Gigawattstunden – diese Energiemenge entspricht in etwa dem Verbrauch von rund 120.000 Haushalten. Die Experten der Vorarlberger Illwerke haben sich intensiv mit der Frage auseinandergesetzt, wie dieses Potenzial im Einklang mit der Natur genutzt werden kann. Dabei haben sich zwei Kraftwerksprojekte herauskristallisiert, die jedenfalls noch in diesem Jahrzehnt Wirklichkeit werden sollen: das Obervermunt-

werk II und das im Vergleich dazu kleine Rellswerk. Großprojekt Obervermuntwerk II Etwas mehr als ein Jahr nach der offiziellen Eröffnung und Inbetriebnahme des weltweit modernsten Pumpspeicherkraftwerks Kopswerk II planen die Vorarlberger Illwerke somit ein neues Großprojekt zum weiteren Ausbau der erneuerbaren Energiequelle Wasserkraft im Montafon. Wie das 2009 fertiggestellte Pionierprojekt in Partenen soll auch das Krafthaus des Obervermuntwerks II im Berginneren entstehen und dabei höchste ökologische Ansprüche erfüllen. Über ein neues Einlaufbauwerk wird das Wasser aus

„Bei fünfjähriger Bauzeit könnte das Obervermuntwerk II 2018 ans Netz gehen.“ illwerke vkw Vorstandsvorsitzender Dr. Ludwig Summer

dem Silvrettasee durch einen rund 3,2 Kilometer langen Druckstollen in das im Kavernenkrafthaus im Bereich des SpeichersVermunt geführt. In der neuen Krafthauskaverne befinden sich zwei reversible Pumpturbinen (funktionieren sowohl im Pump- als auch im Turbinenbetrieb) mit einer Nennleistung von jeweils 160 MW. Nach den Turbinen fließt das Wasser von der Kaverne weiter über einen rund 400 Meter langen Druckstollen in den Speicher Vermunt. Die Wasserzufuhr

zum bestehenden Obervermuntwerk I soll im Zuge des Neubaus über einen Anbindungsstollen zum Druckstollen des Obervermuntwerks II erfolgen. Die Druckrohrleitung vom Silvrettasee zum Obervermuntwerk I wird als Ausgleichsmaßnahme abgetragen. Möglicher Baubeginn 2013. Der Energieabtransport Der Energieabtransport aus dem Obervermuntwerk II erfolgt über den Trominierstollen und die bestehende Freileitung ins Vermuntwerk und ab dort über die bestehenden 110 kV- bzw. 220 kVSysteme nach Bürs. Bei ersten Gesprächen mit den Vorarlberger Zuständigen für Natur- und Landschaftsschutz sei das Projekt auf Zuspruch gestoßen, so der Vorstandsvorsitzende von illwerke vkw, Dr. Ludwig Summer, „und wir werden es nun weiterverfolgen.“ Läuft alles nach Plan, beginnt noch Ende dieses Jahres die Vorprüfung zur Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP), ein Baubeschluss wäre 2012 möglich. „Bei fünfjähriger Bauzeit könnte das Obervermuntwerk II 2018 ans Netz gehen.“ Vorarbeiten haben bereits begonnen

Der Vermuntsee mit dem Obervermuntwerk.

Mitte September wurde im so genannten Kresperstollen im Silvretta-Vermunt-Gebiet der Anschlag für einen Erkundungsstollen vollführt. Dieser Sondierstollen

Der Vermuntsee soll verstärkt zur Stromerzeugung genutzt werden.

wird in den nächsten Wochen und Monaten 370 Meter in den Berg getrieben. Daraus können die Ingenieure dann genau berechnen, welche Lage und welche Ausführung zum Bau der unterirdischen Kraftwerkskaverne für das Obervermuntwerk II bestimmt werden. Rellswerk-UVP erfolgreich abgeschlossen Einen weiteren Baustein zur angestrebten Energieautonomie Vorarlbergs stellt darüber hinaus das Rellswerk dar, für das die Umweltverträglichkeitsprüfung erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Geplant ist, im Bereich der oberhalb von Vandans in 1470 Metern Höhe gelegenen Rellskapelle den Vilifau- und den Zaluandabach in einem Becken zu fassen und im Beckendamm ein Krafthaus zu bauen. Das Wasser wird vom Rellswerk

dann in den Lünersee gepumpt. Dem Lünerseewerk stehen dadurch pro Jahr etwa 17 Millionen Kubikmeter Wasser mehr zur Verfügung, um hochwertige Spitzen- und Regelenergie zu erzeugen. Nicht zuletzt kann durch die Nutzung des Wassers ab der Rellskapelle auch Energie für Vorarlberg gewonnen werden: und zwar jährlich rund 20 GWh. Damit ließen sich mehr als 4000 Haushalte mit sauberem Strom aus Wasserkraft versorgen.

Kops II ist Vorbild für das geplante Obervermuntwerk II.

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Boom bei Wärmepumpen Trend zur Kombination mit Solaranlagen und Photovoltaik

Neue Pressfahrzeuge für die mobile Wertstoffsammlung.

(FOTO: HÄUSLE)

Neue Pressfahrzeuge Der Fuhrpark der Häusle GmbH wurde um drei neue MANPressfahrzeuge TGS 28.360 6x2 ergänzt. „Die Investition in neue Fahrzeuge ist für uns notwendig geworden, um die hohen Kundenanforderungen und die steigenden Entsorgungsmengen zu bewältigen. Bei der Anschaffung war es wichtig, sowohl technisch auf dem neuesten Stand zu sein als auch dem Umweltgedanken voll zu entsprechen“, erklärt Josef Helbok, Leiter

Transporte und Dienstleistungen. Die 26 Tonnen schweren Kraftpakete können bis zu zehn Tonnen laden, sind mit umweltfreundlichen EEVMotoren der niedrigsten Schadstoffklasse ausgestattet und können mittels TitanPressaufbauten bis zu 22 m3 Wertstoffe aufnehmen. Eine besondere technische Neuheit ist das installierte Identsystem zur Behältererkennung und -erfassung sowie eine Gesamtaufbauverwiegung.

Bregenz. Der Boom der Wärmepumpen setzt sich fort: Knapp zwei Drittel der in Vorarlberg geförderten Neubauten werden inzwischen mit einer Wärmepumpe geheizt. Immer öfter wird dieses Heizsystem dabei mit einer Solar- oder Photovoltaikanlage kombiniert. Deren Hersteller waren erstmals beim Vorarlberger Wärmepumpentag in Bregenz vertreten, bei dem sich mehr als 1000 Besucher informierten. 7000 Wärmepumpen sind derzeit in Vorarlberg in Betrieb, 50 Prozent mehr als noch vor zehn Jahren. Die Tendenz ist weiterhin stark steigend: Bei geförderten Neubauten liegt der Marktanteil derzeit bei rund 60 Prozent. Das große Interesse wurde auch beim Vorarlberger Wärmepumpentag deutlich, den die „illwerke vkw“-Gruppe

und das Energieinstitut bereits zum achten Mal organisierten. 29 Unternehmen zeigten dort ihre Produkte, ein Drittel mehr als vor einem Jahr. Als „höchst erfreulich“ bezeichnete Landesrat Ing. Erich Schwärzler das große Interesse von Anbietern und Besuchern: „Die Veranstaltung bietet einen kompletten Überblick und ist damit eine ideale Informationsmöglichkeit. So kommen wir Schritt für Schritt in die Energiezukunft Vorarlbergs.“ Ökologisch unschlagbar Erstmals vertreten waren die Hersteller von Solarund Photovoltaikanlagen. „Sonnenenergie und Wärmepumpen gehören zusammen, gemeinsam sind sie ökologisch unschlagbar“, ist der Geschäftsführer des Energieinstituts, Dr. Adolf Gross,

überzeugt. Schließlich gewinnt eine gute Wärmepumpe aus einer Kilowattstunde Strom vier Kilowattstunden Wärme, zusammen mit einer Solaranlage sogar sechs. Die Kombination beider Systeme werde auch von der Wohnbauförderung maßgeblich unterstützt, so Gross. Auch die VKW fördert Wärmepumpen seit Jahren. Sie hat bereits mehr als eine Million Euro an Hausbauer und Sanierer ausgeschüttet. „Die Entwicklung gibt uns recht“, ist der Wärmepumpenexperte der VKW, Frank Widmann, überzeugt. „Vom Boom bei Wärmepumpen profitieren Hausbauer und Umwelt gleichermaßen.“ Vorteile einer Wärmepumpe • Verwendet wird kostenlose Umweltenergie. Dadurch werden die beschränkt verfügbaren Energie-

„Die Entwicklung gibt uns recht. Vom Boom bei den Wärmepumpen profitieren sowohl die Hausbauer als auch die Umwelt. Frank Widmann, Wärmepumpenexperte

ressourcen geschont. Eine Umweltschonung ergibt sich auch aus der enormen Effizienz. • Vollautomatischer und sehr leiser Betrieb. • Wartungsfreie Heizungsanlage. • Einfach in der Bedienung. • Preisgünstige Wärme mit halben Energiekosten gegenüber herkömmlichen Heizungen. • Geringer Platzbedarf. • Kein Kamin. • Amortisation in etwa zehn bis zwölf Jahren.

OECD fordert Ende von Subventionen für Fossile Etwas für den Klimaschutz tun und gleichzeitig den Staatshaushalt entlasten: Das ist nach Ansicht der OECD möglich. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung fordert ein Ende der Subventionen für fossile Energieträger. Der Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase könne so im Jahr 2050 um 10 Prozent niedriger liegen als oh-

ne diese Maßnahme. Gleichzeitig würden die Staaten Geld sparen, heißt es in einer Studie. Gemäß Schätzungen der Internationalen Energieagentur IEA wurde der Verbrauch von fossilen Brennstoffen in Entwicklungs- und Schwellenländern 2008 mit rund 557 Mrd. Dollar gefördert. Die jährlichen Subventionen für die Produktion werden auf bis zu 100 Mrd. Dollar taxiert.

Großes Interesse herrschte beim Wärmepumpentag 2010.

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Freitag, 1. Oktober 2010

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„Energienetze müssen intelligenter werden“

Mobilität neu entdecken Vorarlberg ist Modellregion für die Elektromobilität

Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (V) und der britische Energieminister Charles Hendry sind einig, dass „Europa den Ausbau seiner Energie-Infrastruktur vorantreiben muss“. Die beiden Minister trafen sich zu einem Arbeitsgespräch zur EU-Energiepolitik. „Die europäischen Energienetze müssten leistungsfähiger und intelligenter werden“, ist die Erkenntnis der Beratungsgespräche. Die Atomkraft sei für ihn keine Alternative zu den erneuerbaren Energieträgern, betonte der österreichische Minister. Großbritannien

„Multimodal“ lautet das neue Schlagwort bei Verkehrstechnikern und Mobilitätsexperten. Es bedeutet denTransport von Menschen oder Gütern mit mehreren unterschiedlichen Verkehrsmitteln. Optimalerweise sind diese nicht nur umweltfreundlich, sondern auch noch so miteinander gekoppelt, dass eine komfortable Fortbewegung gewährleistet ist. Konzepte in Vorarlberg Auch Vorarlberg entwickelt laufend Konzepte, die das Umsteigen auf öffentliche, gemeinsam genutzte oder umweltfreundliche Privat-Fahrzeuge erleichtern sollen. Einen völlig neuen Weg geht das Ländle in diesem Zusammenhang mit dem Projekt VLOTTE II. Bereits mit dem ursprünglichen Projekt, dem vom österreichischen Klima- und Energiefonds geförderten Projekt VLOTTE elektrisch mobil sorgte der Betreiber illwerke vkw für Furore. Vorarlberg hat sich in wenigen Monaten

will den Anteil von erneuerbaren Quellen bis 2020 auf 15 Prozent ausbauen, Österreich auf 34 Prozent. Hendry habe besonderes Interesse am „Know-how österreichischer Unternehmen“ bei der thermischen Gebäudesanierung gezeigt, so Mitterlehner.

Reinhold Mitterlehner

Bereits im Sommer wurde in Lech eine provisorische VLOTTE II-Station errichtet.

zu einer international hoch angesehenen Modellregion für die Einführung und Erprobung der Elektromobilität entwickelt. Einen Schritt weiter gehen die Betreiber jetzt mit VLOTTE II. Im Zentrum dieses Nachfolgeprojekts steht der Mensch mit seinem Bedürfnis nach Mobilität. Ziel von VLOTTE II ist es nicht nur, mittelfristig jeden dritten

„Der Zulauf in Lech ist enorm und wir sind mit der Auslastung sehr zufrieden. Das Provisorium wird im Frühjahr ersetzt.“ Dr. Christof Germann

Vorarlberger mit Elektromobilität in Berührung zu bringen, sondern dies auch dadurch zu ermöglichen, indem die neue Art der Fortbewegung für jeden zugänglich und erschwinglich wird: Über sogenannte VLOTTE e-stationen kann ab sofort jeder elektrisch mobil werden. Verleihstationen

Immer mehr namhafte Autohersteller, auch VW, setzen auf E-Mobilität.

An diesen Verleihstationen für Elektroautos, Elektrofahrräder und Elektroroller können diese Fahrzeuge einfach und unkompliziert ausgeliehen werden. Bereits im Sommer wurde in Lech eine provisorische VLOT-

TE e-station eröffnet. „Der Zulauf ist enorm und wir sind mit der Auslastung sehr zufrieden“, so illwerke v k w - Vo r s t a n d s d i r e k t o r Dr. Christof Germann. Ende 2011 sollen in Vorarlberg sechs solche Stationen in Betrieb sein. Um den Stationen ein einheitliches Aussehen zu verleihen wurde ein Architekturwettbewerb ausgeschrieben. Im Frühjahr 2011 wird das Provisorium in Lech durch die neuen, formschönen Module des Siegerentwurfs ersetzt. „Auch in Bregenz werden wir eine VLOTTE e-station errichten“, so Dr. Germann. Die geplanten Standorte für die modularen Einheiten, die in der Grundausstattung über zwei Elektroautos, vier Elektroroller und ein Dutzend Elektrofahrräder verfügen sollen, sind möglichst zentral gelegenen Verkehrsknotenpunkte.

Bau der Ostsee-Pipeline kommt voran Der Bau der Ostsee-Erdgaspipeline in deutschen Gewässern kommt besser voran als geplant. „Wir haben hier derzeit einen Vorsprung von knapp vier Wochen“, teilte der Projektleiter Deutschland der Nord Stream AG, Georg Nowack, mit. Der Bau der Gasleitung zwischen Russland und Deutschland geht jetzt in eine neue Phase: Der Leitungsstrang wächst

Europas Versorgung mit Erdgas soll sicherer werden.

aus dem flachen Greifswalder Bodden hinaus in tiefere Gewässer in Richtung der dänischen Insel Bornholm. Fertigstellung 2011 Durch die 1200 Kilometer lange Pipeline soll von 2011 russisches Erdgas nach Deutschland fließen. Ab 2012 sollen es jährlich 55 Milliarden Kubikmeter sein, die für die Versorgung von mehr als 26 Millionen Haushalten ausreichen. Der gegebene zeitliche Bauvorsprung ist nach den Worten von Nord StreamSprecher Steffen Ebert „auf eine sehr konservative Planung“ und bisher relativ gute Wetterbedingungen zurückzuführen.

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Förderung für Dreifachverglasung Aufgrund des Erfolges der Internorm Sommerkampagne schafft die Fenstermarke Internorm auch im Herbst wieder Anreize zur thermischen Gebäudesanierung. Bis 6. Dezember läuft die Internorm Fenster-Förderung weiter: Halber Aufpreis von Zweifach- auf Dreifach-Verglasung und halber Aufpreis auf Sicherheitsglas (VSG 2/1F/2). Die wärmedämmenden Fenster sparen Energiekosten, schützen das Klima und sorgen für maximalen Wohnkomfort. Nur bei Fenstern liegen warme Raumluft

und kalte Außenluft so dicht aneinander. „Alte Fenster gehen oft mit kalter Zugluft einher. Heizkosten spürbar senken „Moderne, wärmegedämmte Fenster bereiten dem ein Ende und senken die Heizkosten“, erläutert Geschäftsführer Christian Klinger. „Das sorgt für mehr Behaglichkeit in den Wohnräumen. Neben diesem Plus an Komfort werden auch die Heizkosten bis zu 30 Prozent gesenkt.“ Ein Fenstertausch macht sich so rasch bezahlt.

Freitag, 1. Oktober 2010

Kleinkraftwerke aus Vorarlberg Lingenhöle baut neues Kleinwasserkraftwerk für eine Alpe in Sargans/CH Seit 2004 stellt das Feldkircher Unternehmen Lingenhöle Technologie GmbH auch Kleinwasserkraftwerke her. Das von Erich Lingenhöle gegründete Unternehmen ist eine Maschinenfabrik zur Herstellung von mechanischen Komponenten. Mittels eines modernen Maschinenparks sowie einer stets auf dem neuesten Stand der Technik eingerichteten Wärmebehandlung werden kundenspezifische Lösungen realisiert. Eines der Kleinkraftwerke dient zur Stromerzeugung auf einer Alpe der Ortsgemeinde Sargans in der benachbarten Schweiz.

Dabei handelt es sich um ein Kraftwerk mit „Inselbetrieb“. Dieser Inselbetrieb ist dadurch gekennzeichnet, dass die Spannung und die Frequenz des erzeugten Stroms vom Kleinwasserkraftwerk selbst geregelt werden muss. Lingenhöle: „Im Inselbetrieb muss die vom Generator erzeugte Leistung im Gleichgewicht mit der vom Verbraucher benötigten Energie stehen. Mit einem zusätzlichen Schwungrad werden plötzliche Bezugsänderungen überbrückt.“ Die elektrische Ausrüstung wird von einem Schweizer Partner geliefert. 115 Meter Fallhöhe

Dreifachverglasungen bieten hervorragendes Raumklima.

(FOTO: INTERNORM)

EU muss für geplante Ziele Nutzungsgrad verdreifachen Amsterdam. Die EU muss einer Studie zufolge ihre Maßnahmen zur effizienten Nutzung von Energie verdreifachen, wenn sie wie geplant in den nächsten zehn Jahren den Energiebedarf um 20 Prozent reduzieren will. Riesiges Sparpotenzial Mit einem besseren Nutzungsgrad könne Europa bis 2020 jedes Jahr 78 Milliarden Euro sparen, heißt es in der Studie des Beratungsunternehmens

Ecofys in den Niederlanden und des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung. Zurzeit liegt die Europäische Union bei ihren Zielen zur Effizienz zurück. Unter deutscher Führung hatten sich die EU-Staaten auf den sogenannten 20-20-20-Klimapakt geeinigt. Er sieht eine CO2-Reduzierung um 20 Prozent bis 2020 vor, im selben Zeitraum soll der Anteil erneuerbarer Energien auf 20 Prozent steigen.

IMP R ESS U M Redaktion und Texte: Ernest F. Enzelsberger, illwerke vkw Bilder: VMH-Archiv, illwerke vkw, AKS Doma, Internorm, actual Anzeigenberatung: Vorarlberger Medienhaus, Gutenbergstraße 1, 6858 Schwarzach

PREIS

Erich Lingenhöle

40 Prozent des Niedertemperatur-Wärmebedarfs – Raumwärme und Brauchwasser – könnte in Österreich solarthermisch erfolgen, in Deutschland wird sogar mit 50 Prozent gerechnet, wie es auf der Konferenz „EuroSun“ in Graz hieß. Solarthermische Systeme können demnach in Österreich bis zu 40 Prozent des Niedertemperaturwärmebedarfs decken, wie aus einer Studie im Auftrag der European Solar Thermal Industry Federation (ESTIF) hervorgeht. Starke Steigerungen Tatsächlich liegt man unter einem Prozent, allerdings mit Tendenz stark steigend. Vor allem der Einstieg des

nc t Tr eten t-Bleek is mie als Ker u gegründ PI für Che t. Beim ne F. Schmid M nes irk la ew am sp g e g d A Prof. Dr. un S ur r in den U weltforsch 2001. Er w o m d ss U ar fe etz. es w ro d es A p g nent versitäts Einrichtun hemikalieng der hre als Uni eutsche C t er für die d % ha 5 8 as lin d n hat 14 Ja er vo B lle t enter Ste desamt in anagemen Inan promin Umweltm Umweltbun eiter beim er für das entwickelte ar d Abteilungsl w un ls D A t, C . E rg ufgabe O dig ta p er än geso d au st H ei zu b e n r in ngsleite e Produkte estand se Als Abteilu an westlich emischen s (IIASA) b ms Analysi tion von ch ON Länder te C uk si E d ys rä M S ro P O d tp n C lie el vo er W r App etze früher hefberater l Institute fo te Umg schaftsges mischen C rä irt no ternationa W ep ko g er ö d tlich em . leichung s der wes beit mit d in der Ang führen kann avon, das ammenar hhaltigkeit ugte ihn d Seine Zus st ac ze . N rn er er E n ild üb it he , rb lic Vo hatalin baute er m wirtschaft atschov, S l. Danach chen und leek ist dent Gorb r ökologis ack Model Schmidt-B zu ks t f. uc ch au /R ni t S z IP en d /M si 0 0 Club. rä 1 1 P r r o o weltschut ekt ct itut als Viz ational Fa lte das Fa st rn ke In te ic l In ta tw er es en d üchern. Er Wupp d ca. 20 B stitute und äcker das ctor 10 In 6 ationen un Fa lik von Weizs ub es P d t n vo 572 501-28 s-Präsiden underten aus.at, 05 Gründung medienh utor von H @ A n itla u M g d ela. r un 10.: gabri Er ist Auto ung bis 6.

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„Klimaschutz durch erneuerbare Energie ist gerade heute von besonders großer Bedeutung. Deshalb haben wir unser Know-how und unser in die Zukunft gerichtetes Denken dazu genutzt, um uns

diesem Thema zu widmen“, so Lingenhöle. Eine der Domänen des Unternehmens ist die Energiegewinnung aus Schmutzwasser. Eine solche Anlage wurde für Küsnacht (CH) gebaut.

40 Prozent des Niedertemperatur-Wärmebedarfs in Österreich könnten solarthermisch erfolgen

Die Herau k e irtschaft le w B n e t c r id u m o s h es F. Sc er sfähigen R ft Prof. Dr. n u k aal, Mäd u S z r r e e d in e n E n e .J. Perspektiv 19 Uhr, J b Environma , r e b keda World Ta o t und en k rt tie sgebildet hochdo hemiker au äger des Mi., 13. O

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Das Turbinenrad für das neue Kleinkraftwerk.

Riesiges Potenzial für Solarenergie

RTRAG O V D N UNG U H I E gen und L R E V sforderun

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Technische Angaben zur verwendeten Turbine: • Peltonturbine mit einer regulierten Düse • Synchrongenerator 34 kVA • Stromproduktion von Juni bis September: 18.000 kWh • Wasserausbaumenge: 35 Liter/Sekunde • Fallhöhe: 115 Meter

Geschossbaus, die Erweiterung von Brauchwassererwärmung auf Raumwärme bzw. Kühlung sowie die Einbindung in Nah- und Fernwärmenetze versprechen ein rasches Wachstum in diesem Segment der Alternativenergienutzung. Vorteilhaftere Gesetze Inzwischen sind auch die gesetzlichen Rahmenbedingungen etwa durch die Koppelung an die Wohnbauförderung fast überall vorteilhaft adaptiert worden. Faktum ist, dass thermische Energie einen wesentlichen Anteil des weltweiten Energiebedarfs ausmacht. Allein in Gebäude fließt 35 Prozent der gesamten verbrauchten Energie, 75

Österreich ist stark im Export.

Prozent entfallen auf die Bereiche Raumheizung und Brauchwassererwärmung.

Neben dem Gebäudebereich besteht ein größerer Bedarf an thermischer Energie auch bei industriellen Prozessen und wärmeintensiven Dienstleistungen. In Europa ist der Endenergiebedarf für Heizen und Kühlen (49 Prozent) höher als für Elektrizität (20 Prozent) oder Transport (31 Prozent). In Europa weist Deutschland den weitaus größten Solarthermiemarkt auf, gefolgt von Österreich, Griechenland, Frankreich, Italien und Spanien. Bezogen auf die Einwohnerzahl liegt Zypern vor Österreich. „Durch diesen sehr guten Heimmarkt ist es in den vergangenen zehn Jahren auch gelungen, eine starke exportorientierte Solarindustrie aufzubauen“, hieß es auf der Konferenz.


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Freitag, 1. Oktober 2010

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EU will EnergiesparEtikette für TV-Geräte

Solartechnik aus Satteins

Spätestens ab Februar 2011 sollen auch TV-Geräte mit Energiespar-Etiketten versehen werden. DiesenVorschlag präsentierte die EU-Kommission in Brüssel. Ähnliche Etiketten gibt es bereits für Haushaltgeräte wie Kühlschränke und Waschmaschinen. Die Energiespar-Beschriftungen in den Klassen „A“ bis „G“ für die Fernseher wer-

Von der AKS Doma in Satteins stammt diese Anlage auf einem Einfamilienhaus in Frastanz mit einer 20 m² großen thermischen Solaranlage für die Warmwasseraufbereitung sowie Heizungsunterstützung und einer 3,5 kW Photovoltaikanlage. Das Unternehmen wurde 1992 gegründet und setzt auf ökologisch orientierte Forschungsund Entwicklungsarbeit.

Zwölf Strom-Tank-Parkplätze Größte Ladestation für Elektroautos in Österreich steht in Linz Die laut Betreiber Linz AG österreichweit größte Ladestation für Elektroautos - zudem die erste in einer Großparkanlage – wurde in der Tiefgarage des Landesdienstleistungszentrums (LDZ) in Linz eröffnet. In der ersten Ausbaustufe, die 60.000 Euro gekostet hat, können zwölf dort geparkte Fahrzeuge Strom tanken. Ein Ausbau auf 48 Einheiten ist möglich und würde sich mit weiteren 60.000 Euro zu Buche schlagen. In Linz gebe es bereits 22 Tankstellen mit insgesamt 162 Ladespots, rechnete Linz-AG-Generaldirektor Alois Froschauer vor. „Die Stadt hat damit die größte Durchdringung mit ElektroTankstellen in ganz Österreich, wenn nicht sogar in Europa.“ Als nächstes wolle sein Unternehmen daher

auch verstärkt Garagenbetreiber wie etwa Wohnungsgesellschaften ansprechen. Auch „leistbare“ Ladestationen für zu Hause werden derzeit entworfen, kündigte Vorstanddirektor und LinzStrom-Geschäftsführer Wolfgang Dopf an.

ist auch LandeshauptmannStellvertreter Franz Hiesl (V) überzeugt. Studien zufolge werden in zehn Jahren 15 Prozent des Fahrzeugbestandes elektrisch funktionieren. Raiff-

Energiekommissar Oettinger.

eisen-Generaldirektor Ludwig Scharinger, dessen Institut die LDZ-Garage und elf weitere betreibt, will auch die anderen Anlagen „für das Tanken zur Verfügung stellen.“

Zuerst kommen Ladestationen Für Bürgermeister und Linz-AG-Aufsichtsratschef Franz Dobusch (S) ist in Sachen E-Mobilität „die Henne-und-Ei-Problematik völlig klar“, soll heißen, dass man zuerst ausreichend Ladestationen anbieten müsse, um die Leute zum Umstieg auf Elektroautos zu bewegen. „Es darf bald keine Garage ohne Ladestation mehr geben.“ „Die Entwicklung ist nicht mehr aufzuhalten“,

Zwölf Autos können zugleich Strom tanken. Bald sollen es 48 sein.

den zuerst freiwillig eingeführt. Die Kommission hofft, dass dies nach Zustimmung im Rat der Mitgliedstaaten sowie im EU-Parlament Ende Jahr oder spätestens im Februar 2011 der Fall sein wird. Ein Jahr nach Inkrafttreten der neuen Verordnung werden die Etiketten obligatorisch. „Energie-Etiketten bewirken eine Marktumstellung auf hochgradig energieeffiziente Produkte“, sagte dazu EU-Energiekommissar Günther Oettinger. Nebst dem „wichtigen Beitrag“ zum Klimaschutz streicht der deutsche Kommissar hervor, dass die Konsumentinnen und Konsumenten dank des Energiesparens auch Geld sparen können.

Größtes Solarschiff startet Weltumseglung Der Startschuss zur ersten Weltumrundung mit einem Solarboot ist gefallen. Der ausschließlich mit Sonnenenergie betriebene Katamaran hat den Hafen von Monaco verlassen. In 140 Tagen soll das Boot die 40.000 Kilometer mit durchschnittlich acht Knoten, das sind rund 15 Kilometer pro Stunde, zurücklegen. Wissenschaftliches Ziel ist es, die Möglichkeit erneuerbarer Energien zu erforschen. Das Schiff ist rund 31 Meter lang und 15 Meter breit. Die Batterien wiegen 13 Tonnen, knapp einViertel des Gesamtgewichts von 60 Tonnen.

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Die „Tûranor Planet Solar“ ist das größte mit Sonnenenergie betriebene Wasserfahrzeug. Das 530 Quadratmeter große Deck besteht aus 825 Solarmodulen mit 38.000 Photovoltaikzellen. Vier Elektromotoren Diese und bis zu vier Elektromotoren treiben den Katamaran an. Mit aufgeladenen Solarspeichern kann das Schiff drei Tage ohne Sonnenschein fahren. Der Katamaran wurde in der Kieler Schiffswerft Knierim gebaut. Kostenpunkt: 12,5 Millionen Euro.

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Freitag, 1. Oktober 2010

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Mit „Erdgas als Kraftstoff“ auf der Überholspur Einfach günstig und sauber, einfach Erdgas mobil – so reduzieren Sie Abgase auf ein Minimum und fahren umweltschonend Erdgas als reines Naturprodukt verbrennt umweltschonend ohne feste Rückstände. Erdgas als Treibstoff eignet sich hervorragend, da 80% weniger Schadstoffe als bei herkömmlichen Treibstoffen entstehen und die Technik ein Niveau erreicht hat, das Benzin- und Dieselmotoren um nichts nachsteht. Der Erdgas-VW Passat 1,4 TSI EcoFuel hat es im EcoTest von ADAC und ÖAMTC gezeigt. Mit 92 von möglichen 100 Punkten ist er das umweltfreundlichste Fahrzeug Europas. In Vorarlberg werden 30% der Kohlenmonoxide und Kohlendioxide und 60% der

Stickoxid-Belastung durch den Verkehr verursacht. Erdgasautos reduzieren Abgase auf ein Minimum. Der Erdgas-VW-Passat 1.4 TSI Eco Fuel wurde als Testsieger beim ÖAMTC-Test ermittelt und erhält das höchste Umwelt-Qualitätssiegel. Mit Erdgas fahren Sie umweltschonend und sauber. Einfach meisterhaft Erdgas als Kraftstoff hat auch im Rennsport eine Meisterleistung ermöglicht: Zwei VW Scirocco GT24CNG erzielten im Mai 2009 beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring mit dem ersten und zweiten Platz

einen Doppelsieg in der Kategorie „Alternative Antriebe“. Das Erdgasfahrzeug ließ damit viele Fahrzeuge der favorisierten Benzin- und die gesamte Dieselkonkurrenz hinter sich. Im Jahr 2010 startete VW eine neue Rennklasse – den „Die VEG fördert die Neuanschaffung eines Erdgasfahrzeuges mit 500 kg Erdgas – dies sind rd. 450 Euro. Damit können Sie bis zu 10.000 Kilometer ‚gratis fahren‘.“ Verena Lung-Schmid, Marketing VEG

sog. „Scirocco Cup“ und das alles mit umweltschonenden Bio-Erdgas-Fahrzeugen. Durch den Einsatz von BioErdgas wird bis zu 80% CO2 eingespart. Somit gehört dieser Cup zur umweltfreundlichsten Rennsportklasse. Einfach günstig und effizient

Pkw-Abgasemmissionen im Vergleich.

Ergasfahrzeuge sind im Verbrauch deutlich billiger als benzin- oder dieselbetriebene Autos. Erdgasfahrer sparen auf 100 Kilometer rund 50 Prozent an Kraftstoffkosten gegenüber Benzin und 40 Prozent gegenüber Diesel. Bei einer Jahresleistung von 15.000 Kilometern macht das eine Einsparung von 706 Euro gegenüber Benzin und 434 Euro gegenüber Diesel aus (Preisstand Bsp. Juli 2010: Benzin € 1,21/Lit. Diesel € 1,15/Lit. Erdgas € 0,89/ Kg = 1,5 Lit. Benzin oder 1,3

Der Energiegehalt von einem Kilogramm Erdgas entspricht 1,5 Liter Benzin oder 1,3 Liter Diesel. Der Erdgasturbomotor des VW Passat als Testsieger beweist auch hier wieder seine Stärke – er ist wesentlich effizienter und sparsamer im Verbrauch als herkömmliche Motoren.

Lit. Diesel). In der Anschaffung sind Erdgasfahrzeuge gleichpreisig wie vergleichbare Dieselmodelle. Einfach serienreif Das Erdgastankstellennetz in Vorarlberg wird ständig ausgebaut und umfasst aktuell 11 öffentliche Erdgastankstellen (österreichweit sind es bereits rund 170). Der Tankvorgang ist einfach, sicher und ohne Geruchsbelästigung. Ein weiterer Vorteil von Erdgas: Zusätzlich sind Erdgasfahrzeuge serienmäßig mit einem Benzintank ausgestattet, damit erreicht man souverän die

nächste Erdgastankstelle.Die Forschungsarbeit etablierter „Immer mehr Unternehmen steigen auf Erdgasfahrzeuge um und investieren so in eine umweltschonende und wirtschaftliche Zukunft.“ Werner Böhler, Berater Erdgasfahrzeuge VEG

Hersteller hat dazu geführt, dass der Erdgasantrieb heute leistungsfähig, energieeffizient und auf höchstem Sicherheitsniveau funktioniert. Mit Erdgasautos fahren Sie

sicher, umweltschonend und günstig - und das auch über längere Strecken. Informieren Sie sich bei Ihrem Autohändler oder im VEGKundencenter. Herr Werner Böhler, Berater für Erdgasfahrzeuge, (werner.boehler@ veg.at, 05572 22124 DW 230) freut sich über Ihren Anruf ANZEIGE oder Besuch.

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Turbo-Spaß mit Erdgas und bis zu 50% Treibstoffkosten sparen. Mit Erdgas fahren Sie sparsam, umweltschonend und sicher. Seit 2009 sind Erdgasautos serienmäßig mit Turbo-Motoren verfügbar. Alle Testfahrer zeigten sich begeistert von der Agilität und Leistungsfreude der Turbo-Motoren. Ihr Fazit: „Das Auto macht Spaß.“ Bei aller Dynamik haben die Konstrukteure natürlich den Verbrauch und den Umweltschutz nicht aus den Augen verloren. Wer also sportlich fahren möchte und gleichzeitig seinen Geldbeutel und die Umwelt schonen will, hat ab sofort mit den Erdgas-Turbo-Motoren mehr als nur eine Alternative.

Mit VEG-Erdgas fahren, heizen und kochen I n f o r m i e re n S i e s i c h b e i m V E G K u n d e n s e r v i c e l VEG Vo r a r l b e r g e r E rd g a s G m b H l 0 5 5 7 2 2 2 1 2 4 - 0 l w w w. v e g . a t

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