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faszination wasser in mv

Angelparadies

Mecklenburg-Vorpommern


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VORWORT | IMPRESSUM Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Leserinnen und Leser,

DR . TILL BACKHAUS Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Mecklenburg-Vorpommern

Mecklenburg-Vorpommern ist eine Region, in der die Fischerei einen hohen Stellenwert besitzt. Mit über 2.000 Binnenseen, die eine Fläche von 720 km² einnehmen, mit über 1.000 ha Teichen und ca. 26.000 km Fließgewässern sowie mit einer Gesamtfläche der inneren Küstengewässer von 1.943 km verfügt unser Bundesland über eine in Deutschland einmalige Naturausstattung. Die aktuellen Beliebtheitswerte von Mecklenburg-Vorpommern als Tourismus- und Urlaubsland widerspiegeln dies in anschaulicher Weise. Neben der Berufsfischerei hat auch die Freizeitfischerei in Mecklenburg-Vorpommern einen hohen Stellenwert. Angeln ist für viele Menschen die schönste Freizeitbeschäftigung. Viele sind in Vereinen organisiert und realisieren neben ihrer gesellschaftlich wichtigen Vereinstätigkeit auch vielerlei Arbeiten zur Hege und Pflege der Gewässer. Andere bevorzugen lediglich das Angeln und den Aufenthalt in der Natur während des Urlaubes oder während der Freizeit. Das Potenzial in der Bevölkerung Deutschlands mit einem Alter ab 14 Jahren wird auf 3,8 Mio. Angler geschätzt. Allein daran ist zu erkennen, dass das Angeln auch ein erhebliches wirtschaftliches touristisches Potenzial in sich birgt, welches letztlich auch der Berufsfischerei als Fischereipächter zahlreicher Gewässer zugute kommt. Ich freue mich sehr, dass mit der jetzt vorliegenden Broschüre die Vielfalt der sich in Mecklenburg-Vorpommern ergebenden Angelmöglichkeiten noch besser aufgezeigt wird, so dass die Entscheidung zur Nutzung der bestehenden Möglichkeiten wesentlich vereinfacht wird. Hierzu, liebe Leserinnen und Leser, möchte ich Sie herzlich ermutigen.

Fotos: tv-fischland-darss-zingst (1), Florian Läufer (2), Sven Klöer (1)

Impressum H E R AU S G E B E R : Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern e. V. Platz der Freundschaft 1 18059 Rostock fon: +49 (0)381 40 30 500 | fax : +49 (0)381 40 30 555 E  M A I L : info@auf-nach-mv.de | I N T E R N E T: www.auf-nach-mv.de Landesfischereiverband M-V e.V. Siedlung 18a 19065 Görslow Rostock, 2. Jahrgang 12/06 - 120

K O N Z E P T I O N U N D P R O D U K T I O N : Rute & Rolle G R A F I K & L AYO U T: Benedikt Roller, crossmedia gmbh, Berlin R E D A K T I O N : Arnulf Ehrchen, Sven Klöer Für die inhaltliche Richtigkeit der Anzeigen sowie der Informationen der jeweiligen Anbieter und Fremdenverkehrsämter übernehmen wir keine Haftung oder Garantie. Nachdruck in Wort und Bild, auch auszugweise, nur mit Erlaubnis des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern e.V. Mit freundlicher Unterstützung des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz M-V und des Tourismusverband Mecklenburgische Seenplatte


EINLEITUNG | INHALT

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Mecklenburg-Vorpommern – Wunderbare Wasserwelten W

asser – Lebenselixier und Anziehungspunkt Nummer eins für Angler. Mecklenburg-Vorpommern oder einfach nur M-V ist damit im Überfluss gesegnet. 1.943 Kilometer Küstenlinie, über 2.000 Seen und rund 26.000 Kilometer Fließgewässer sind Einladung genug! Das kühle, kristallene Nass ist aber nicht nur in riesigen Mengen vorhanden, nein, man findet es auch in drei verschiedenen Varianten: salzig, süß und brackig. Die einzigartige, naturbelassene, romantische und fan(g)tastische Natur macht dieses nördliche Bundesland zum echten Angelparadies, das skandinavischen Revieren in nichts nachsteht. Die Küsten der Ostsee, die Strände der Inseln Rügen und Usedoms, die Boddengewässer, Haffs und hunderte herrlicher Seen, Flüsse und Bäche besitzen neben Schönheit und Charakter vor allem eines: außergewöhnlichen Fischreichtum! Egal, ob Sie auf der Suche nach Meerforelle, Dorsch, Hornhecht und Hering an der Ostsee sind, Hecht und Zander aus den Bodden kitzeln möchten oder Barsche, Karpfen, Schleie und Aal in den vielen Seen dieses urwüchsigen Landes auf die Schuppen rücken – naturverbundene Angler mit ihren

Familien werden ein „blaues Wunder” erleben. Im Juli 2005 öffnete Mecklenburg-Vorpommern seine Tore auch für Angel-Touristen, die die Fischereiprüfung nicht abgelegt haben. Mit dem Touristen-Fischereischein im Gepäck besteht jetzt endlich die Möglichkeit auf Angelabenteuer für Familien, Hausbootreisende und Freizeitangler, die bisher nur im Ausland ihre Rute schwingen durften. Für 20 Euro erhalten Sie eine 28 Tage gültige Angellizenz*. Und zwar für fast 100 Prozent aller Gewässer. Einfach, klar und urlauberfreundlich ist das neue System. Doch nicht nur Angel-Neulinge finden in Mecklenburg-Vorpommern spannende Reviere, auch Raubfisch- und Küstenprofis werden neue Horizonte und Herausforderungen entdecken und das zu günstigen Tarifen. Oder was meinen Sie zu Wochenkartenpreisen von 30 Euro für die großen Binnenseen und 20 Euro für ein Jahr Küstenfischen an Deutschlands Top-Meerforellenstränden? M-V tut gut – gerade Angelbegeisterte werden diesen Satz mit Sicherheit unterschreiben.

*Die Informationen zu den genauen Regelungen finden Sie auf Seite 5.

TITEL

Markenzeichen M-Vs: große Hechte – Titel fotografiert von Arnulf Ehrchen

INFORMATIONEN

Mecklenburg-Vorpommern – Wunderbare Wasserwelten Vorwort/Einleitung/Inhalt......

2  3

|

M-V tut gut – Übersichtskarte/Land & Leute/Touristen-Fischereischein.................................

4  5

|

SALZWASSER

Küste und Bodden – Gesalzene Fänge ..................................................................................................

6  7

|

SÜSSWASSER

Seen und Flüsse – Wo Hecht und Barsch regieren ...........................................................................

8  9

|

DIE REVIERE

ANZEIGEN VERANSTALTUNGEN

1

Mecklenburgische Ostseeküste............................................................................................................... 10  12 |

2

Rügen/Fischland-Darß-Zingst/Greifswalder Bodden und Recknitz .......................................... 13  17 |

3

Usedom/Achterwasser/Haff/Peene und Trebel ................................................................................. 18  21 |

4

Mecklenburgische Seenplatte/Großseen ............................................................................................ 22  2 5 |

4A

Mecklenburgische Seenplatte/Kleinseen ............................................................................................ 26  27 |

5

Westmecklenburg/Warnow ...................................................................................................................... 2 8  3 0 | Zertifizierte Unternehmen rund ums Angeln..................................................................................... 31  33 | Regionalverbände.........................................................................................................................................

34 |

Veranstaltungen ............................................................................................................................................

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EINLEITUNG | INHALT

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Mecklenburg-Vorpommern – Wunderbare Wasserwelten W

asser – Lebenselixier und Anziehungspunkt Nummer eins für Angler. Mecklenburg-Vorpommern oder einfach nur M-V ist damit im Überfluss gesegnet. 1.943 Kilometer Küstenlinie, über 2.000 Seen und rund 26.000 Kilometer Fließgewässer sind Einladung genug! Das kühle, kristallene Nass ist aber nicht nur in riesigen Mengen vorhanden, nein, man findet es auch in drei verschiedenen Varianten: salzig, süß und brackig. Die einzigartige, naturbelassene, romantische und fan(g)tastische Natur macht dieses nördliche Bundesland zum echten Angelparadies, das skandinavischen Revieren in nichts nachsteht. Die Küsten der Ostsee, die Strände der Inseln Rügen und Usedoms, die Boddengewässer, Haffs und hunderte herrlicher Seen, Flüsse und Bäche besitzen neben Schönheit und Charakter vor allem eines: außergewöhnlichen Fischreichtum! Egal, ob Sie auf der Suche nach Meerforelle, Dorsch, Hornhecht und Hering an der Ostsee sind, Hecht und Zander aus den Bodden kitzeln möchten oder Barsche, Karpfen, Schleie und Aal in den vielen Seen dieses urwüchsigen Landes auf die Schuppen rücken – naturverbundene Angler mit ihren

Familien werden ein „blaues Wunder” erleben. Im Juli 2005 öffnete Mecklenburg-Vorpommern seine Tore auch für Angel-Touristen, die die Fischereiprüfung nicht abgelegt haben. Mit dem Touristen-Fischereischein im Gepäck besteht jetzt endlich die Möglichkeit auf Angelabenteuer für Familien, Hausbootreisende und Freizeitangler, die bisher nur im Ausland ihre Rute schwingen durften. Für 20 Euro erhalten Sie eine 28 Tage gültige Angellizenz*. Und zwar für fast 100 Prozent aller Gewässer. Einfach, klar und urlauberfreundlich ist das neue System. Doch nicht nur Angel-Neulinge finden in Mecklenburg-Vorpommern spannende Reviere, auch Raubfisch- und Küstenprofis werden neue Horizonte und Herausforderungen entdecken und das zu günstigen Tarifen. Oder was meinen Sie zu Wochenkartenpreisen von 30 Euro für die großen Binnenseen und 20 Euro für ein Jahr Küstenfischen an Deutschlands Top-Meerforellenstränden? M-V tut gut – gerade Angelbegeisterte werden diesen Satz mit Sicherheit unterschreiben.

*Die Informationen zu den genauen Regelungen finden Sie auf Seite 5.

TITEL

Markenzeichen M-Vs: große Hechte – Titel fotografiert von Arnulf Ehrchen

INFORMATIONEN

Mecklenburg-Vorpommern – Wunderbare Wasserwelten Vorwort/Einleitung/Inhalt......

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M-V tut gut – Übersichtskarte/Land & Leute/Touristen-Fischereischein.................................

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SALZWASSER

Küste und Bodden – Gesalzene Fänge ..................................................................................................

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SÜSSWASSER

Seen und Flüsse – Wo Hecht und Barsch regieren ...........................................................................

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DIE REVIERE

ANZEIGEN VERANSTALTUNGEN

1

Mecklenburgische Ostseeküste............................................................................................................... 10  12 |

2

Rügen/Fischland-Darß-Zingst/Greifswalder Bodden und Recknitz .......................................... 13  17 |

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Usedom/Achterwasser/Haff/Peene und Trebel ................................................................................. 18  21 |

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Mecklenburgische Seenplatte/Großseen ............................................................................................ 22  2 5 |

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Mecklenburgische Seenplatte/Kleinseen ............................................................................................ 26  27 |

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Westmecklenburg/Warnow ...................................................................................................................... 2 8  3 0 | Zertifizierte Unternehmen rund ums Angeln..................................................................................... 31  33 | Regionalverbände.........................................................................................................................................

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Veranstaltungen ............................................................................................................................................

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4 Fischereischein

daten zu mecklenburg - vorpommern Fläche insgesamt: 23.178 Quadratkilometer Einwohnerzahl: 1,7 Millionen Größte Stadt: Hansestadt Rostock 198.900 Einwohner Landeshauptstadt: Schwerin 97.000 Einwohner Außenküste: rund 381 Kilometer Steilküsten: rund 245 Kilometer Boddenküste: rund 1.562 Kilometer Küstenlinie: rund 1.943 Kilometer Seen (1 Quadratkilometer): 2.014 Mit nur 74 Einwohnern pro Quadratkilometer ist Mecklenburg-Vorpommern das am dünnsten besiedelte Bundesland. Wald nimmt ein Fünftel der Fläche ein. Die Gewässer verteilen sich auf fünf Prozent der Landesfläche.

schein muss sein und touristen - fischereischein Für das Angeln in Mecklenburg-Vorpommern benötigen Sie entweder einen gültigen Fischereischein in Verbindung mit einer Angelerlaubnis/Angelkarte für das jeweilige Binnengewässer oder den Küstenangelschein (Tag 5 Euro, Woche 10 Euro, Jahr 20 Euro, Jahreskarte für Jugendliche 10 Euro), wenn es an die Ostsee oder Boddengewässer gehen soll. Den Küstenangelschein oder eine Liste der Ausgabestellen erhalten Sie im Internet unter: www.auf-nach-mv.de/angeln oder über das Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei M-V (LALLF), Thierfelderstraße 18, 18059 Rostock, Tel. +49 (0)381 403 50 Fax +49 (0)381 400 15 10 Internet: www.lallf.de

Es gibt keine freien Angelgewässer und es werden immer zwei Dokumente zum Angeln benötigt – Fischereischein/ Touristen-Fischereischein – Angelerlaubnis/Angelkarten Zum Beispiel für die Mecklenburger Großseen Müritz (Tag 10 Euro, Woche 30 Euro, Jahr 135 Euro, Kinder unter16Jahre67,50Euro), Plauer See, Kölpinsee und Fleesensee erhalten Sie die Angelerlaubnis völlig unbürokratisch bei vielen Fischereibetrieben, Angel- und Sportgeschäften, Ferienparks, Campingplätzen, Touristbüros und sogar im Internet (www.mueritzfischer. de). Eine Übersicht der Kartenausgabestellen in M-V finden Sie auch in dieser Broschüre ab der Seite 31. Übrigens: Kinder bis zum vollendeten 10. Lebensjahr können unter Aufsicht eines Inhabers des Fischereischeins und einer Angelerlaubnis ebenfalls mitangeln. Klingt al alles komplizierter, als es ist. Einen echten Coup landete Mecklenburg-Vorpommern im Som Sommer 2005 mit der Einführung des TouristenFischereischeins. Dieser erlaubt Urlaubern

gesetzliche schonzeiten und mindestmasse Küstengewässer (Bodden/Küste) bis 12 sm Aal (50 cm) Hecht 1. März bis 30. April (50 cm) Barsch (20 cm) Zander 23. April bis 22. Mai (45 cm, in einigen Gebieten auch 40 cm) Meerforelle 15. September bis 14. Dezember (45 cm) Lachs 15. September bis 14. Dezember (60 cm) Flunder (25 cm) Dorsch (38 cm) Binnengewässer Aal (50 cm) Hecht (45 cm), abweichende Regelungen beachten, zum Beispiel an der Müritz Zander (45 cm), auf abweichende Regelungen achten, Müritz 1. Mai bis 15. Juni (50 cm) Barsch (17 cm) Meerforelle 1. September bis 31. März (45 cm) Lachs 1. September bis 31. März (60 cm)

Barsche haben ein Mindestmaß von 17 cm im Süßwasser – dieser ist deutlich größer

und Angelbegeisterten, die nicht im Besitz eines gültigen Fischereischeins (mit Fischereiprüfung) sind, ohne große Hemmnisse eine Urlaubslizenz für 28 Tage zu beantragen, welche bei Vorlage der Erstausstellung im Kalenderjahr (auch mehrfach) verlängert werden kann. Das Ganze kostet 20 Euro. Antragsteller können Bürger anderer Staaten, anderer Bundesländer und auch Bürger des Landes Mecklenburg-Vorpommern sein. Erwerben kann diesen jeder, der älter als 10 Jahre ist und das mit seinem Ausweis belegt. Am besten, Sie besorgen sich den Touristen-Fischereischein schon vor der Reise. Auf den Seiten der LALLF (www.lallf.de) finden Sie das Formblatt unter: www.lallf.de/fileadmin/ media/PDF/fischer/Antrag_zbFS.pdf Dieses ausgefüllt und eingescannt zusammen mit einer Kopie Ihres Personalausweises per E-Mail an poststelle@lallf.mvnet.de Wer lieber den Postweg geht: LALLF, Abt. Fischerei und Fischwirtschaft (Adresse siehe vorne), Tel. +49 (0) 0381 403 57 03. Nach etwa einer Woche erhalten Sie Ihren Touristen-Fischereischein mit einem Überweisungsträger. Dann noch eine Angelkarte fürs jeweilige Gewässer besorgen und los geht’s.

Karpfen (40 cm) Schleie (25 cm) Quappe 1. Januar bis 15. Februar (30 cm) Wels (70 cm) Kleine Maräne (12 cm) Große Maräne (30 cm)

hier gibt ’s m - v urlaubs - infos Der Landestourismusverband, die regionalen Tourismusverbände und zahlreiche gut organisierte Tourismuszentralen vor Ort greifen Ihnen bei Ihrer Angel-Urlaubsplanung tatkräftig unter die Arme. Dort erhalten Sie detaillierte Informationen über die Gegend sowie benachbarte Regionen. Wer vorab umfangreich zum Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern informiert werden oder gleich buchen möchte, wendet sich an: Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern e.V., Platz der Freundschaft 1, 18059 Rostock, Tel. +49 (0) 180 5000 223 (0,12 Cent pro Minute) Fax +49 (0) 381 4030 555 E-Mail: info@auf-nach-mv.de Internet: www.auf-nach-mv.de


LAND & LEUTE | ÜBERSICHTSKARTE 5

O S T S E E Feh

Deutschland

ma

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Seebad Insel Hiddensee

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Sassnitz

Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft Barth Hansestadt Ribnitz- STRALSUND Damgarten

Mecklenburger Bucht

Rügischer Bodden

Greifswalder Bodden

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ROSTOCK

WISMAR A20

Schweriner See

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Güstrow

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Hansestadt

Demmin Kumerower See

Teterow

Insel Usedom

Pe ene Tolle n

Malchiner See

Wolgast

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Ludwigslust

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Kölpinsee E55 A19

Kleines Haff

Hansestadt

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Anklam

Stettiner

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Uckermünde Torgelow

Fleesensee

Hagenow

Pommersche Bucht

GREIFSWALD

Krakower See

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Boitzenburg

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Grevesmühlen

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Bad Doberan

Landeshauptstadt

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Hansestadt

KLEINE GESCHICHTE MECKLENBURGS UND VORPOMMERNS

Insel Rügen Bergen

Tollense See

Vier-Tore-Stadt

A20

Neubrandenburg

Pasewalk

Müritz Neustrelitz Strelitzer Seenplatte

Müritz-Elde Wasserstraße

Fotos: Heinz-Dieter Bodendieck (1), Michael G. Olsen (1), Sven Klöer (1); Zeichnung: TV-Mecklenburg-Vorpommern

Revier 1

Revier 2

Revier 3

WEGE NACH M - V Auto Seit die A 20 fertiggestellt wurde, kommen Reisende aus Richtung Hamburg schnell und bequem in die Küstenregionen Mecklenburg-Vorpommerns. Die vielen Seen in den südlicheren Landesteilen sind ganz einfach über die A 24 zu erreichen. Gäste aus dem Großraum Berlin und Süddeutschland (A 9 bis Berlin) fahren ebenfalls über die A 24 und A19 Richtung Rostocker Küste. Wer die Mecklenburger Seenplatte, Rügen oder Usedom mit dem PKW aus Richtung Süden besuchen möchte, wählt die A 11 nach Stettin und wechselt ab Dreieck Uckermark auf die neue A 20. Bei Gützkow geht’s dann über die B 111 nach Usedom oder kurz hinter Greifswald über die 96 nach Rügen. Flüge München-Rostock, Mönchengladbach-Heringsdorf (saisonal), Mannheim-Berlin-Heringsdorf (saisonal) und Saarbrücken-BerlinHeringsdorf (saisonal). Bahn DB-Autozüge (Dortmund-Rostock, StuttgartRostock, Frankfurt-Rostock), Nachtzüge von Köln und München nach Waren, Neustrelitz, Rostock und Stralsund und viele DB-Direktverbindungen führen Sie entspannt ans Urlaubsziel (Buchung: www.bahn.de). GEOLOGIE UND GEOGR APHIE Die letzte Eiszeit vor etwa 12.000 Jahren bildete die Landschaften Mecklenburg-Vorpommerns maßgeblich heraus. Im Norden, an den Küsten und so genannten Bodden-Gewässern war das Ende der Weichsel-Eiszeit entscheidend für Form, Farbe und Wassertiefen. Das Gebiet der Bodden stellte sich nach Abschmelzen des Eises als flachwellige Moränenlandschaft

Revier 4

Revier 4A

Revier 5

mit tieferen, sandgefüllten Mulden dar. Ansteigende Temperaturen vor etwa 10.000 Jahren führten zur Erhöhung des Meeresspiegels – die Ostsee drang zum erstenmal in tiefer gelegene Gebiete vor. Der Meerespiegel lag aber noch 65 Meter unter dem heutigen Niveau. So entstand zunächst eine buchtenreiche Küste mit markanten Inselkernen wie das Hohe Fischland, der Altdarß, Dornbusch auf Hiddensee, die Halbinsel Wittow und Jasmund. Im Laufe der Zeit und mit steigendem Wasserspiegel bildeten Sandablagerungen verschiedene Nehrungen. Diese schnürten viele Buchten vom offenen Meer ab und führten zu dem nahezu einzigartigen Phänomen, dass die Bodden eine Art Doppelküste bildeten. Mit vielen Vorteilen gerade für Angler. Denn nur hier ist es möglich, Dorsch, Hering, Barsch, Zander und Hecht fast gleichzeitig zu fangen. Die Bodden zählen weder zu den Binnengewässern noch zum Meer und sie enthalten nur schwach salzhaltiges Wasser (Brackwasser), in dem sowohl Salzwasser- als auch Süßwasserfische überleben können. Insgesamt ist die Mecklenburg-Vorpommersche Küstenlinie über 1.900 Kilometer lang. Genug Platz, um sich so richtig auszutoben. Die weiten Wälder, Hügelketten, wie die bis zu 179 Meter hohen Helpter Berge bei Woldegk, sandige Ebenen, eindrucksvolle Binnendünen, klare und teilweise sehr tiefe Seen (Schaalsee 71,50 Meter, Breiter Luzin 58,3 Meter) im Seenland wurden ebenfalls in der letzten Eiszeit geboren. Eine klassische Endmoränenlandschaft finden Besucher zum Beispiel im Raum der Feldberger Seenlandschaft. Spannend für Angler: Alle existierenden Seen sind auf diese geologische Phase zurückzuführen. Insgesamt 2.014 (> 1 Hektar) hat Mecklenburg-Vorpommern für Sie parat.

Bei der Landung im Sommer 1630 mit 28 Kriegsschiffen am Strand von Peenemünde auf Usedom soll Gustav Adolf II., König von Schweden, beim Versuch, sein Flaggschiff über eine schmale Holzplanke zu verlassen, gestrauchelt und dann in den Ostsee-Sand gestürzt sein. Nicht überliefert ist, ob er bei diesem „Kniefall”, kurz vor dem schwedischen Eintritt in den Dreißigjährigen Krieg, auch noch einen Blick für die wunderschöne und bis heute äußerst fischreiche Insel Usedoms hatte – wobei sich der Juli aus anglerischer Sicht eher zum Baden als zum Fischen eignet. An dieser Stelle hätte der „Löwe aus dem Norden” auch erste Bekanntschaft mit echten Ostsee-Leoparden machen können, Dorsche sind übrigens bis heute vertreten. Verbürgt ist, dass die Schweden die Historie Vorpommerns und kleinerer Teile Mecklenburgs danach für über 170 Jahre mitprägten – erst 1814 war endgültig Schluss mit den „lustigen” Schweden. Danach stand das Land im Einfluss der Dänen und später der Preußen. Vor, während und nach den Schweden verlief die Geschichte der beiden Regionen Mecklenburg und Vorpommern jedoch parallel und meist unabhängig voneinander. Nur für wenige Monate erhielt Mecklenburg-Vorpommern kurz nach dem 2. Weltkrieg 1945 seinen heutigen Namen, bevor der Zusatz Vorpommern wieder verschwand. Das Land Mecklenburg-Vorpommern, wie wir es heute kennen, entstand erst nach der Wiedervereinigung im Jahre 1990 mit der Landeshauptstadt Schwerin. =

Tolle Aussichten bieten die Molen an der Küste


6 SALZWASSERANGELN

Geniale Momente an der Ostsee-Küste, wenn eine silbern glänzende Meerforelle im Kescher liegt. Ein echtes Bodden-Krokodil von 1,39 Metern (unten)

Küste und Bodden – Gesalzene Fänge Die Ostsee lockt mit viel Fisch! Küstenfischen mit Brandungs-, Spinn- und Fliegenrute, Hochseeangeln vom Kutter oder das Fischen vom Kleinboot auf den Bodden versprechen reiche Beute und spannende Momente

I

mposante Steilküsten, traumhafte Strände, stramme Räuber aus den Bodden, kernige Kutterausfahrten inklusive herrlicher Aussichten auf die Ostsee mit Blick bis zum Horizont – einfach klasse, die Salzwasserreviere in Mecklenburg-Vorpommern. Die großen Seebrücken, Molen und einige Häfen bieten Anglern zusätzlich Bedingungen vom Allerfeinsten. Über 1900 Kilometer lang ist die Küstenlinie und wartet nur darauf, von Ihnen erforscht zu werden. Al Alles echte Highlights und seit Sommer 2005 auch fast überall mit dem TouristenFischereischein in Verbin Verbindung mit dem Küstenan Küstenangelschein (links im Bild) erreichbar. Die Ostsee ist ein spektakuläres Angelrevier: Dort erwartet Sie eine spitzenmäßige Fischerei auf blitzende Meerforellen. Selbst-

verständlich kommen noch weitere Fischarten hinzu. Ganz oben auf der Beliebtheitsskala: Dorsch und Plattfisch. Heringe, Hornhechte und sogar Lachse rund um Rügen sind außerdem drin. Das i-Tüpfelchen der vielseitigen Angelpalette machen die brackigen Bodden-Gewässer aus. Da heißt es: anschnallen für Hecht, Zander und Barsch! Aber immer der Reihe nach. Hier im Einzelnen die Arten, die besten Reviere und ein paar Köder- und Saisontipps für Ihre Reise nach Mecklenburg-Vorpommern.

dorsch Der Dorsch, nach wie vor die Nummer eins der Salzwasser-Fischarten an den Küsten von M–V! Warum? Der marmorierte Räuber lässt sich mit vielen Angelmethoden fangen, ist Hauptbeute beim Küstenfischen vom Strand oder Kleinboot, bei zünftigen Kutterfahrten, von den Molen, Seebrücken und fast das ganze Jahr über beangelbar. Natürlich gibt es gute und schlechtere Saisonzeiten. Generell fängt man an der Küste mit Brandungs- oder Spinngerät zu Beginn der Abenddämmerung gut. Beste Jahreszeiten:


SALZWASSERANGELN 7 Frühsommer und Spätherbst. Im Frühjahr und den Wintermonaten verziehen sich die Dorsche in tiefere Ecken der Ostsee. Dann bricht die große Zeit für Kuttertouren an. Von Wismar, Rostock, Warnemünde, Barhöft, Schaprode, Breege, Sassnitz, Greifswald und Wolgast stechen Sie in See und kommen meist mit großen Fischen zurück – Dorsche zwischen fünf und zehn Kilo sind immer dabei. Spannend ist auch das Fischen vom Kleinboot aus. Charterbootverleihe (auch führerscheinfrei bis fünf PS) gibt es an der gesamten Küste. Kleinboottörns vor Rostock, Fischland- Darß-Zingst, Hiddensee und Rügen bringen neben Spaß, einer salzigen Brise und Abenteuer vor allen Dingen heiße Drills mit schönen Dorschen. Ebenfalls fängige Dorschecken: Mecklenburg-Vorpommerns Seebrücken. 18 Anlagen, die längste befindet sich im Ostseebad Heringsdorf und misst stolze 508 Meter, recken sich wie Nadelspitzen zwischen Boltenhagen ganz im Westen und Ahlbeck auf Usedom in die Ostsee hinaus – Top-Stellen für schöne Dorsche, Plattfische, Meerforellen, Hornhechte, Heringe, Aale und Barsche. Zu beachten: Mit Veränderung des Salzgehaltes ändert sich auch der Fischbestand. Fängt man im Westen bei Rerik noch sehr viel Dorsch, so ist die Angelei in Ahlbeck an der polnischen Grenze vielversprechender auf Aal, Barsch und Plattfisch.

Fotos: Terkel Christensen (1), Andreas Schleier (1), Arnulf Ehrchen (2), Arwed Wagner (1), Guido Jubelt (1), Andreas Winter (1)

Feiste Flunder!

Klasse Küste zum Brandungsangeln – hier der Strand von Steinbeck mit einer längeren Naturköderrute vom Kutter aus. Und in der Pfanne werden diese schmackhaften Fische die Familie voll und ganz zufrieden stellen.

MEERFORELLE Nicht ganz einig waren wir uns an dieser Stelle mit der Bewertung des silbernen Ostseetraumes. Liegt die Meerforelle nun auf Platz eins, noch vor Dorsch und Plattfisch? Wir meinen, sie ist mindestens gleichrangig und aus anglerischer Sicht ein absoluter Drill-Knaller. Das Beste daran: Die Meerforelle und gerade die größeren Exemplare halten sich verstärkt vor Mecklenburg-Vorpommerns Küsten auf. Im März und April, wenn die kapitalen Fische hinter den Heringen herjagen, „brennt’s” an den Stränden. Dann sind bei Groß Klützhöved, Rerik, Kühlungsborn, Dranske und Varnekevitz auf Rügen auch Meerforellen zwischen vier und acht Kilo(!) möglich. Gerät: Spinn- oder Fliegenrute.

Bote des Sommers: Hornhecht. Top in M–V: dicke Dorsche vom Kleinboot oder Kutter (unten)

PLAT TFISCH Flunder und Kliesche fühlen sich in den nicht so salzigen Fluten der Küste pudelwohl! Kutter, Strand, Seebrücke oder Mole sind bei den Flachmännern erste Adressen. Mit der Brandungs- oder Grundrute und Wattwürmern, Heringsstücken oder ganzen Tobiasfischen als Köder werden Sie sicher einige Platte aufspüren. Für die Flundern ist weites Auswerfen meist nicht nötig, sie liegen in den ersten Sandrinnen nicht weit vom Strand entfernt. Zweihaken-Montagen mit ordentlich Perlen und Spinnerblättern bestückt bringen den erwünschten Erfolg. Funktioniert übrigens auch

HORNHECHT Mit der Spinn- und Fliegenrute oder einer einfachen Posenmontage sind im Mai und Juni wahre Sternstunden auf die Ostsee-Torpedos möglich. Der sehr leckere und „familienfreundliche” Fisch tummelt sich in dieser Zeit zu Tausenden in den Küstenbereichen und ist relativ einfach zu fangen. HERING , AAL & CO Für viele Angler ein Höhepunkt: der Beginn der Heringssaison. Immer im März ist zum Beispiel

auf dem Rügendamm (Brücke zwischen Festland und Rügen) richtig was los, wenn die ersten Heringsschwärme am Ufer entlangziehen. Aber auch die Zeit von August bis Dezember eignet sich zum Fischen mit dem Heringspaternoster. Dann suchen die Silberlinge kleine Krebse im Bereich der Seebrückenköpfe. Und wo Heringe schwimmen, ist der Aal nicht weit. In den Sommermonaten können Sie in den ersten Sandrinnen echte „Schlangen” von über einem Pfund erbeuten. Immer häufiger im Sommer anzutreffen: Meeräschen. Diese sensationell kämpfende Fischart ist jedoch schwer zu überlisten. Am besten klappt es mit Brot und Pose.

HECHT, ZANDER UND BARSCH Das Räuber-Trio aus den brackigen Bodden dürfen wir an dieser Stelle natürlich nicht vergessen – in den letzen Jahren sind im Bereich der Bodden, des Strelasundes und Peenestroms die Fangergebnisse geradezu explodiert. Hechte zwischen zehn und fünfzehn Kilo waren immer mit dabei und auch die Zander erreichten außerordentliche Gewichte. Dicke Barsche sind als willkommener Beifang mit von der Partie. Gerade hier ist das Kleinboot bei der Räubersuche auf den riesigen Gewässern im Vorteil – Angelführer, die Sie mit Rat und Tat zum Fisch führen, gibt es inzwischen auch in vielen Orten der Bodden-Kette. Na, da müsste doch auf jeden Fall für Sie etwas Interessantes dabei gewesen sein, oder? =


8 SÜSSWASSERANGELN

Ein echter Charakterkopf und der wichtigste Angelfisch in Seen und Flüssen: der Hecht

Seen und Flüsse – wo Hecht und Barsch regieren Schon ein einziger Blick auf die Landkarte lässt Anglerherzen höher schlagen: Unzählige Seen in allen Größen und dazu einige Flüsse machen auch Mecklenburg-Vorpommerns Binnenland zum Angelparadies Auch im Süßwasser Mecklenburg-Vorpommerns werden Hechte zu Giganten: hier zwei Kracher aus der Müritz – gefangen durchs Eis!

B

ei dieser Auswahl ist für jede Angelei das richtige Revier dabei – egal, ob Ihr Nachwuchs vom Steg aus seine erste Plötze fangen möchte oder Sie den Speiseplan bei der mehrtägigen Paddel-Tour um ein paar leckere Barsch-Filets bereichern möchten. Oder wie wär’s mit einer echten „MännerTour“ auf Meterhechte tief im Winter? Platz finden Sie auf jeden Fall genug, denn bei so vielen Seen verteilen sich die Angler selbst zu Top-Zeiten prima auf die Gewässer. Höchstens an Barschbergen auf den großen Seen liegen gelegentlich viele Boote zusammen. Doch mit etwas Höflichkeitsabstand können Sie sich sicher noch dazugesellen und ein paar Barsche fürs Abendessen fangen. Im Wesentlichen dreht sich das Angeln an Mecklenburg-Vorpom-

merns Seen und Flüssen um drei Fischarten. Und das sind sie:

HECHT Ganz klar, Mecklenburg-Vorpommern ist Räuberland – und der Hecht Räuberhauptmann. Denn er ist unumstrittener Herrscher in den meisten Seen. Nur in wenigen Gewässern muss er sich vor dem Wels in Acht nehmen. Viele, viele Angler machen sich deshalb hauptsächlich der Hechte wegen auf den Weg in Deutschlands nordöstlichstes Bundesland. In welchem Gewässertyp Sie auf den unverwechselbaren Räuber mit dem zähnestarrenden Maul fischen möchten, spielt eigentlich kaum eine Rolle. Alle großen Seen, aber auch die Flüsse des Landes und die meisten kleineren Stillgewässern beherbergen Hechte. Sicher gilt auch in Mecklenburg-Vorpommern die alte Regel: großes Wasser, große Fische. So sorgen immer wieder die riesigen Gewässer wie Müritz, Schweriner


SÜSSWASSERANGELN 9 oder Plauer See für Schlagzeilen. Räuberriesen mit Gewichten bis über 30 Pfund machen Jahr für Jahr Anglerträume wahr. Aber auch kleine Waldseen bringen immer wieder gewichtige Überraschungen hervor. Übrigens: Zum Teil gibt es in Mecklenburg-Vorpommern keine Schonzeit für Hechte, so dass sich Gewässer wie die Müritz gerade im Frühjahr als hervorragendes Ausweichrevier anbieten, wenn in Ihrer Heimat gerade hechtlose Zeit ist. Ganz egal aber, ob Sie den Hecht Ihres Lebens jagen oder einen Küchenhecht aus dem Schilf kitzeln möchten – auf nach M-V!

Fotos: Arnulf Ehrchen, Florian Läufer, Sven Brux, Thomas Weber-Ude, Tobias Norff , privat

Barsche lauern in fast allen Seen – und Flüssen

BARSCH Vom großen Räuber mit dem Entenschnabel wird der Barsch immer etwas in eine Nebenrolle gedrängt – völlig zu Unrecht. Denn er ist nicht nur der perfekte Fisch für die ersten Fangerfolge von Junganglern oder Einsteigern, sondern gleichzeitig auch eine echte Herausforderung für Spezialisten. Große Barsche fängt man schließlich nicht im Dutzend. In Mecklenburg-Vorpommern finden Neulinge wie Barsch-„Profis” den perfekten See – oder Fluss. Denn in den Tiefen der Schweriner Seen lauern genauso gute Barsche wie in den urwüchsigen Kurven des Peeneflusses in Vorpommern. Und auch bei den Fangtechniken bietet der Barsch Auswahl. Mini-Pilker, Spinner, Twister oder kleine Wobbler fangen sicher ihre Stachelritter, aber auch Würmer oder Köderfische sind eine Bank für Barsch. Eins haben die Räuber im Sträflingskostüm aus Mecklenburg-Vorpommerns Gewässern alle gemeinsam: Dank guter Wasserqualität schmecken sie immer vorzüglich! K ARPFEN Auch Karpfenangler finden in den tausenden von Seen ein echtes Paradies vor. Traumhafte Gewässer in allen Größen und mit Karpfen aller Kaliber haben viele Boilie-Fans zu regelmäßigen Mecklenburg-Vorpommern-Gästen gemacht. Und das nicht zuletzt wegen der gewaltigen Fische. Schon Anfang der 90er Jahre wurde zum Beispiel ein 42-Pfünder aus dem Pinnower See bei Schwerin bekannt. Auch heu-

te noch genießen Karpfenangler im wasserreichen Land zwischen Schaalsee und Usedom Freiheiten, die sie in anderen Teilen Deutschlands vergeblich suchen. Oft können Sie mit Schlauchboot und Elektromotor bequem und leise Ihren herrlich einsamen Angelplatz anfahren und natürlich dort auch die Nacht durchfischen. Wie sieht’s heute mit den Karpfen aus? Freuen dürfen Sie sich vor allem auf gute Bestände an Fischen zwischen 15 und 25 Pfund, aber es landen auch Brocken bis weit über 40 Pfund auf der Abhakmatte. Überwiegend sind es übrigens Spiegelkarpfen, aber auch wunderschöne Schuppenkarpfen gehen gelegentlich an den Haken. Brechen auch Sie doch selbst einmal auf ins Karpfenabenteuer nach Mecklenburg-Vorpommern! Gute Adressen sind zum Beispiel das Sternberger Seenland oder die Strelitzer Kleinseenplatte südlich von Mirow. Einen kleinen Haken hat die unberührte Natur aber doch: Mückenschutz nicht vergessen!

NOCH MEHR MÖGLICHKEITEN Was Karpfenangler gelegentlich nervt, lässt die Herzen leidenschaftlicher Stipper oder Feederangler umso höher schlagen: Viele Seen sind Heimat großer Brassenschwärme. Gezielt beangelt werden sie kaum. Und Hand aufs Herz, sitzen Sie beim Feedern nicht auch lieber in der Schilflücke eines Natursees als am Ufer eines stark befahrenen Schiff fahrtskanals? Ein anderer Friedfisch findet in den Gewässern Mecklenburg-Vorpommerns ebenfalls wenig anglerische Beachtung: die Schleie. Dabei riechen viele der kleineren Seen mitten im Wald geradezu nach den goldgrünen Heimlichtuerinnen. Hier wird an einem frühen Sommermorgen die feine Wagglerpose nicht lange vor den Seerosen stehen bleiben. Aber auch größere Gewässer bieten Schleien-Fans großartige Chancen. Wussten Sie, dass zum Beispiel

Schlauchboot und oft drei Ruten erlaubt – große Freiheit für Karpfenangler

M-V ist auch ein Paradies für KarpfenFans

der Kölpinsee einen guten Bestand an mehrpfündigen Schleien hat? Nicht nur wichtiger Futterfisch für die Freiwasserhechte einiger Seen, sondern auch eine anglerische Herausforderung: die Maräne. Süddeutsche kennen sie wahrscheinlich eher unter dem Namen Renke oder Felchen. Der Schaalsee in Westmecklenburg ist eines der Gewässer, der Tollensesee bei Neubrandenburg ein zweites, in dem dieser Forellenverwandte lebt. Wer sich im Umgang mit Hegene und Laufrolle auskennt, sollte deshalb unbedingt einmal

Noch wenig beangelt – dicke Schleien beim örtlichen Berufsfischer nachfragen, ob einer der Seen die leckeren Silberlinge beheimatet. Vielleicht sind Sie sogar der Erste, der dort eine Maräne mit der Rute fängt. Dann sind Ihnen am Bootssteg bewundernde Blicke sicher. Oder wie wär’s mit ein paar fetten Quappen? Im Breiten Luzin (Feldberger Seenlandschaft) zum Beispiel lauern tolle Exemplare des mar-


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Kutter-Flotte: Am Hafen „Alter Strom“ in Warnemünde beginnen Dorsch- und Plattfisch-Abenteuer

Strände ohne Ende Strände, Steilküste, Steinbutt, Dorsch und Meerforelle – diese Schlagworte passen zur Mecklenburgischen Ostseeküste, die sich bestens für eine Entdecker-Tour anbietet. Folgen Sie uns an die Küsten zwischen Boltenhagen und Graal-Müritz, die Fisch bedeuten

D

iese fantastischen Küstenreviere scheinen immer noch im Dornröschenschlaf zu liegen – es wird Zeit, dass die Strände Mecklenburgs und deren „fi„fi schige“ Bewohner in der Brandung von Ihnen wachgeküsst werden. Seit vielen Jahren gelten die Abschnitte zwischen Boltenhagen im Westen und Graal-Müritz im Osten als absolute Geheimtipps unter Meeresanglern. Warum? Es handelt sich ganz einfach um Topstellen für Meerforelle, Dorsch, Flunder und sogar Steinbutt. Kilometerlange Steilküsten mit vorgelagerten Riffen, spannende Süßwassereinläufe (Sperrzonen und Schongebiete beachten) und ruhige Buchten versprechen Drillspaß vom Feins Feinsten. Dazu kommt die Möglichkeit,

von Wismar, Warnemünde und Rostock aus mit Angelkuttern auf Kaperfahrt zu gehen. Kurs Dorsch und Plattfisch lautet der Auftrag für die erfahrenen Kapitäne, die das ganze Jahr hindurch erfolgreiche Fischgründe zum Beispiel an der Kadettrinne anpeilen oder zu mehrtägigen Touren rund um Bornholm aufbrechen. Wem die Weiten der offenen Ostsee nicht geheuer sind, kann sich mit einem gemieteten Boot und führerscheinfreiem 5-PS-Außenborder in Küstennähe aufhalten – auch in diesen Bereichen sind gute Dorsche, Meerforellen und Plattfische drin. Mit dem Belly Boat, einem aufblasbaren u- oder v-förmigen Schwimmring zum Angeln, kommt man ebenfalls sehr gut an die Fische heran. Wir starten an dieser Stelle mit einer Erlebnis-Tour entlang der Küste.

platz für angel- pioniere Los geht’s bei unserer kleinen Reise von West nach Ost entlang der Mecklenburgischen Ostseeküste. Brook heißt der erste Strand, der Brandungsanglern Flunder, Dorsch und sogar


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Spannender Dorschdrill an Bord eines Angelkutters...

Fotos: Arnulf Ehrchen (4), Arwed Wagner (2)

Steinbutt beschert. Zwischen Steinbeck und Boltenhagen-Redewisch (Groß Klützhöved) warten rund sieben Kilometer Steilküste. Das Wasser erreichen Meeres-Pioniere jedoch nur am Anfang und am Ende dieser schroffen Sandformation – den gesamten Abschnitt haben Sie dann aber wahrscheinlich für sich alleine. Angler, die geziehlt auf das Silber der Ostsee aus sind, sollten immer die Schonzeit für Meerforellen vom 15. September bis 14. Dezember im Hinterkopf haben. Die Wathose zu Hause vergessen? Macht nichts, auf der Seebrücke von Boltenhagen kommen Sie trockenen Fußes 290 Meter aufs Meer hinaus. Im Schein der Brücken-

Meerforellen-Revier – die Steilküste von Redewisch

Laternen sind fast das ganze Jahr hindurch gute Heringsfänge möglich. Nur im Spätsommer ist das Fischen von der Seebrücke nicht erlaubt. Außerdem beißen um den langen Steg herum auch schöne Dorsche und Plattfische, besonders bei kräftigem nördlichen Wind. Weiter zur Tarnewitzer Bucht, die sehr tiefes Wasser bietet. Früher wurde sie als Marinestützpunkt genutzt, heute stechen an dieser Stelle vor allen Dingen Belly Boat-Fahrer in See. Zielfisch: Meerforelle. Schon sind wir in Wismar angelangt – erster Abfahrtshafen für zahlreiche Angelkutter. An der kleinen Meerenge in Fährdorf auf Poel angekommen, können ausgezeichnet

...und so sehen die Räuber außerhalb des Wassers aus

Genial: mit dem Belly Boat auf Meerforelle


12 REVIER 1 ten. Die sandigen Strände und Holzbuhnen sind gute Plätze zum Meerforellenfischen. Die Seebrücke von Heiligendamm ist dann auch nicht mehr weit. Am Ende der Reise finden wir die 350-Meter-Seebrücke in Graal-Müritz, die mit „Fischgarantie” ausgestattet ist. Das heißt, dicke Dorsche im Herbst, im Frühjahr schöne Platte und zwischendurch Meerforelle und Hornhechte. Eines hätten wir fast vergessen, zwischen Heiligendamm und GraalMüritz befinden sich zwei Häfen, die Dorsch bedeuten. Von Rostock und Warnemünde aus starten insgesamt 14 Kutter in Richtung Ostsee-Leoparden und Flundern. Na, bei dieser Fülle an Angelmöglichkeiten wird die Mecklenburgische Ostseeküste doch bestimmt etwas für Sie im Programm haben – also, ab an die Küste! =

Meerforellen und im Meer lebende Regenbogenforellen gefangen werden. Weiter nach Rerik: Das Ostseebad im Landkreis Bad Doberan bietet tolle Strände für Brandungsangler und eine Seebrücke von

170 Metern Länge. Rechts von der Brücke geht der Strand direkt in eine Steilküste über. Plattfisch, auch Steinbutt, Dorsch und natürlich Hering sind hier im Angebot. Die Tour an der Küste entlang führt uns weiter nach Kühlungsborn – die 240 Meter lange Seebrücke bürgt für große Winterdorsche, Plattfische und Hornhechte in den Sommermona-

Geht an der Mecklenburgischen Küste auch gezielt: der Fang von herrlichen Steinbutts

Ostseesilber am Strand von Boltenhagen

Fotos: Tobias Norff (1), Arwed Wagner (1), Heinz-Dieter Bodendieck (1)

Kein Wetter zum Sonnenbaden, aber zum Angeln auf der Seebrücke von Rerik ideal


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Locken Angler aus In- und Ausland: tolle Bodden-Hechte

Küste der Krokodile Mit guten Angelrevieren ist es manchmal wie mit gutem Essen: Leicht gesalzen ist perfekt. Und das trifft für die gesamte Vorpommersche Boddenlandschaft und die Gewässer rund um Rügen zu. Hier beißen nicht nur Hechte im „Krokodils-Format”, sondern auch „Seeräuber” wie Dorsch und Meerforelle

Fotos: www.boddenfishing.de

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wischen dem vorpommerschen Festland und der Ostsee tauchen Sie ein in eine ganz eigene Gewässerwelt: die Boddenküste. Vom Fischland im Westen bis zum Greifswalder Bodden im Osten reihen sich einzigartige Reviere aneinander. Die Vermischung von Süßund Salzwasser macht nicht nur „bunte Beute” aus Süß- und Salzwasserfischarten an einem einzigen Angeltag möglich, sondern lässt einige Fische zu wahren Riesen abwachsen. Ganz besonders gilt das natürlich für den Hecht. Petri-Jünger aus ganz Deutschland und selbst aus dem eigentlich hechtverwöhnten Schweden pilgern an Gewässer wie Kubitzer Bodden, Strelasund und Greifswalder Bodden, um eines der legendären „Boddenkrokodile” zu fangen wie die großen Hechte hier scherzhaft genannt werden. Warum die Angler sogar in den kältesten Monaten den Weg auf sich nehmen, ist völlig klar: Kaum eine andere Region Europas kann so gute Bestände an großen Hechten vorweisen wie die vorpommersche Boddenlandschaft und Rügen. Ein eindrucksvolles Beispiel

dafür: Im Dezember 2005 lieferte ein Fisch mit unglaublichen 1,39 Metern Länge neuen Stoff zum Träumen. Doch Bodden-Kenner sind sich sicher: Es gibt noch größere! Die meisten Hechtangler kommen im Herbst und Winter, aber trotzdem bestehen auch in den Sommermonaten Chancen auf richtig große Hechte. Und damit sind in diesen Ausnahme-Revieren Räuber von über 1,20 Metern Länge gemeint! Neben den Extrem-Kapitalen macht vor allem der gute Bestand an Hechten zwischen 80 Zentimetern und der magischen Metermarke diese Region für jeden RaubfischFan zum lohnenswerten Reiseziel. Wer die Suche nach den Hechten auf den großen Wasserflächen etwas abkürzen möchte, den bringen inzwischen auch die erfahrenen Guides (Angelführer) verschiedener Unternehmen in sicheren Booten schnell an den Fisch.

von west nach ost Das westliche Ende der Boddenregion bildet das Fischland. Und seinen Namen trägt die-


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Steilküste bei Ahrenshoop – super für Dorsch ser schmale Landstreifen nicht umsonst, denn während an der Westküste das Salzwasser der Ostsee gute Chancen auf Dorsch und Plattfisch beschert, lauern auf der Ostseite im flachen Wasser des Saaler Boddens Zander, Barsche und Hechte. Riesen sollten Sie hier allerdings nicht erwarten. Vielleicht überreden Sie Ihre Frau doch einfach einmal zu einem Abendspaziergang an der Steilküste von Ahrenshoop. Das sollte angesichts des phänomenalen Ausblicks kein Problem sein. Und Sie können sich von oben gleich einen prima Überblick über die Sandbänke und tiefen Rinnen machen. Wundern Sie sich nicht, wenn dort im Herbst Watangler mit mehreren guten Dorschen aus dem Wasser steigen. In den Saaler Bodden mündet mit der Recknitz übrigens ein weiteres interessantes Angelgewässer. Der überwiegend 12 bis 15 Meter breite und wenige Meter tiefe Fluss ist ein ideales Gewässer für Allrounder. Denn neben zahlreichen Weißfischarten, Schleien und Karpfen können Sie auch Hechte, Zander, Aale und Barsche fangen. Weiter an der Ostsee entlang führt der Weg vom Fischland aus über den Darß nach Zingst. Hier treffen wir wieder auf die Kombination, die Mecklenburg-Vorpommern zum idealen Ziel für Familien mit angelnden Mitgliedern macht: Fangen und Familienurlaub sind bei Zingst kein Widerspruch. Tagsüber finden Sie auf 18 Kilometern Badestrand immer genug Platz zum entspannten Planschen im sauberen Ostseewasser. Und wenn die lieben Kleinen im Bett sind, bleibt immer noch genug Zeit für ein paar Stunden Angeln auf der 270 Meter langen Zingster Seebrücke. Da kommt auch die Gattin gerne mit und genießt den Sonnenun-

tergang, während Sie auf den ersten Flunderbiss warten.

WACHWECHSEL UNTER R ÄUBERN Binnenseitig von Zingst werden die Zander im Schnitt deutlich größer. Gerade Barther Bodden und Grabow bieten echte Chancen auf Großzander. Wenn Sie beim Abklopfen des Grundes mit Gummifisch viele Steine spüren, lohnt es sich, den Bereich intensiv zu befischen. Auch für Hecht-Fans wird es Richtung Osten immer spannender. Spätestens im Kubitzer Bodden sind Sie im Land

der großen Hechte. Für Zander-Fans wird’s erst im Strelasund, dem schmalen Wasserstreifen zwischen Rügen und Stralsund, wieder interessant. Übrigens: Wer sich bei einem der Bootsverleiher im Südwesten Rügens ein Boot besorgt, um es auf eigene Faust zu versuchen, sollte ein Echolot und eine Tiefenkarte mitnehmen oder sich wirklich nur in den mit Tonnen markierten Fahrrinnnen bewegen. Daneben geht es oft blitzartig auf einen halben Meter Wassertiefe hoch. Außerdem wichtig: Im gesamten Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft und dem Biosphärenreservat Südostrügen sind auch die verschiedenen Schutzgebiete zu beTolle Zander warten in den westlichen Boddengewässern – hier einer aus der Grabow


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Fotos: Andreas Winter, Dr. E. Anneken, www.boddenfishing.de, TV-Fischland-Darß-Zingst, www.meeresmuseum.de

Rügen ist ein Top-Revier für Meerforellen-Fans

Im Frühjahr ist Heringszeit an der M-V-Küste

Nicht im Strelasund, sondern im Meeresmuseum Stralsund zu sehen: Schildkröten achten. Zum Teil sind die Bereiche nur saisonweise (Laichschongebiete), andere Ecken sind das ganze Jahr über gesperrt. Hier schaffen die Broschüren „Angeln im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft” und „Angeln im nördlichen Greifswalder Bodden” Klarheit. Beide sind gegen Rückporto beim Landesamt für Fischerei erhältlich. Adresse: Thierfelderstr. 18 , 18059 Rostock. Zurück zum Strelasund: Autofahrer kennen das Phänomen nur allzu gut – bei Fahrbahnverengung kommt es zu hohem Verkehrsaufkom-

men. Ausnahmsweise ist das im Fall des Strelasunds gut so, denn in dem zum Teil nur wenige hundert Meter breiten Sund stehen ausschließlich Fische im Stau. Das gilt ganz besonders dann, wenn der Hering kommt und das Angeln auf die Silberlinge Volksfestcharakter annimmt. Dann stehen die Angler oft Schulter an Schulter und füllen ihre Eimer mit leckeren Heringen. Was des einen Freud, ist des anderen Leid: Denn wenn die Silberlinge sehr früh kommen, findet auch die Raubfischsaison ein frühes Ende. Die Jäger müssen nur einmal mit offenem

Maul durch den Heringsschwarm schwimmen, schon sind die satt. Mit der Angel sind sie dann kaum noch zu überlisten. Unter den Räubern im Sund dominiert zwar der Hecht, aber gerade im Sommer sind auch klasse Zanderfänge möglich. Und die Stachelritter erreichen ebenfalls Traummaße: Meter-Fische sind schon gefangen worden. Gute Größen erreichen auch die Barsche. Beste Zeiten fürs gezielte Angeln auf die gestreiften Räuber sind Spätsommer und Frühherbst. Zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert sind in der Hansestadt Stralsund das Meeresmuseum (ab 2008 auch das neue Ozeanarium) und natürlich die Altstadt mit ihrer Backsteingotik. Noch eine Anmerkung zum Thema Stau: Ab 2007 werden auch die Autokarawanen, die Rügenbesuchern heute noch gelegentlich die Urlaubsfreude trüben, ein Ende finden. Denn dann soll die 2. Strelasund-Querung, die parallel zum Rügendamm entsteht, fertig gestellt sein – freie Fahrt zum Fisch!


16 REVIER 2 ANGEL- INSEL ERSTER KLASSE Nicht nur Deutschlands größte Insel, sondern vor allem ein großartiges Angelrevier: Rügen. Wo sonst haben Sie schon gute Chancen auf Dorsch, Meerforelle, Hering, Hornhecht, Hecht, Zander und Barsch ohne weite Wege zwischen den Fangplätzen? Mit etwas Angelglück geht Ihnen dazu auf der Ostsee vor Rügen sogar ein Nordwest-Rügen: Hier warten einsame Strände auf Meerforellenangler

Eindrucksvoll: Rügens Kreidefelsen Lachs oder Steinbutt ans Band. Gerade das Lachsangeln vom Kleinboot erlebt zur Zeit einen Boom. Fische bis über 30 Pfund machen die Gewässer um Rügen heute zu einer echten Alternative zu bekannten Schlepp-Revieren wie Bornholm oder der südschwedischen Küste. Zielfisch Nummer eins der angelnden Rügenbesucher ist aber immer noch der Hecht. Egal, ob im Schaproder

Dorschangeln vom Kleinboot – top vor Rügen und Hiddensee

und Wieker Bodden im Nordwesten der Insel oder dem Rügischen Bodden im Südosten: Nirgends sind Ihre Gummifische, Wobbler oder Blinker vor Hechtzähnen sicher. Weniger bekannt: Auch (auf dem Wasserweg) weiter von der Ostsee entfernte Bodden wie der große Jasmunder Bodden sind echte Räuberhöhlen. An diesem Gewässer haben auch Watangler gute Karten. Im Bereich der Schleuse bei Lietzow zum Beispiel kommen Sie in der „Gummihose” an gute Hechte heran, die im Großen Jasmunder Bodden häufig an den Kanten von 1,5 auf drei Meter Wassertiefe stehen. Andere lohnenswerte Ecken fürs Watangeln sind der Bereich der Wittower Fähre (Übergang Wieker/Breetzer Bodden), der Kubitzer Bodden südlich von Barhöft und der Greifswalder Bodden bei der kleinen Ortschaft Tremt. Meerforellen-Fans sollten sich eine Detailkarte von Rügens Nordwestküste besorgen: Dort liegen die besten Strände. Lohme, Glowe und Dranske sind Namen, die für jeden Silberfreund interessant sind. Stein- oder Mischgrund geben den silbernen Räubern ideale Jagdreviere, viele Sandaale und Krebstierchen sorgen für einen reich gedeckten Tisch. Von den Häfen in Sassnitz, Glowe und Schaprode (sowie Barhöft am Kubitzer Bodden) aus starten Angelkutter zur Fangfahrt auf Dorsch. Die marmorierten Räuber ernähren sich vor Rügens Küsten übrigens hauptsächlich von Heringen


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Fotos: Arnulf Ehrchen (4), www.angelservice-jubelt.de, Herbert Wanke, www.stoertebeker.de, www.vf-angelsport.de

Bei den StoertebekerFestspielen wird der Freibeuter wieder lebendig

und beißen deshalb meist auf Pilker oder Gummifische, während kleine Twister als Beifänger nur selten für volle Fischkisten sorgen. Versehentliche Fänge von Meerforellen und sogar Hechten geben dem Pilken in diesem Revier zusätzliche Würze. Apropos Abwechslung: Von den Molen und Seebrücken an Rügens nordöstlicher Küste (zum Beispiel in Sassnitz oder Sellin) lassen sich neben Dorsch, Plattfisch und Hornhecht auch Süßwasserarten wie Barsch fangen. Wer in seinem Angelurlaub besonders vielfältiges Angeln sucht, ist im Nordwesten Rügens bestens aufgehoben. Mit Schaprode, Wiek oder Dranske als Ausgangspunkt ist bei ru-

Klasse Watrevier: der Große Jasmunder Bodden

higem Wetter der Weg zu den Dorschen und Meerforellen kurz. Bei mehr Wind können Sie dann in den Bodden immer noch Hechte und Barsche fangen. Neben anglerischen ist Rügen aber natürlich auch reichlich mit touristischen Attraktionen gesegnet: Die eleganten Seebäder wie Binz oder Sellin laden zum Spaziergang oder Shoppen ein, der Nationalpark Jasmund bietet fantastische Natur mit faszinierenden Wäldern und den berühmten Kreidefelsen. Die Störtebeker-Festspiele auf der Naturbühne Ralswiek bieten eine Attraktion für die ganze Familie.

DER BODDEN - RIESE Mit einer Wasserfläche von rund 514 Quadratkilometern ist der Greifswalder der Gigant unter den Bodden. Und Heimat sehr, sehr großer Hechte. Mehr als in allen anderen Bodden steht und fällt hier der Angelerfolg mit einem Boot, das diesem Gewässer gewachsen ist. Wer den Sportbootführerschein See besitzt, sollte ein rauwassertaugliches Boot mit ordentlich Pferdestärken leihen, alle anderen geführte Angeltouren buchen oder im führerscheinfreien Leihboot nur bei ruhigem Wetter hinausfahren. Seekarte und GPS sind wichtige Hilfsmittel zur Orientierung auf den riesigen Wasserflächen. Seegrasfelder und Steinhaufen am Gewässergrund sind die Kennzeichnen besonders heißer Hechtecken. In den vergangenen Jahren trumpfte der Greifswalder auch im Sommer mit guten Hechtfängen auf. Sein Wasserkörper erwärmt sich einfach nicht so sehr wie der kleinerer Bodden. Außerdem gibt es bei östlichen Winden schnell frisches, sauerstoffreiches Wasser aus der Ostsee. Im Bereich um die Greifswalder Oie, wo sich der Bodden zur Ostsee öffnet, ist übrigens auch Schleppangeln möglich, was ansonsten in den Boddengewässern nicht erlaubt ist. =

Auch im Sommer beißen gute Hechte


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Angler-Idylle an der Peene. Barsche (unten) gehören zu den interessantesten Fischarten in den meisten Gewässern dieses Reviers

Perfekter Mix Flüsse,Torfstiche, große Seen, Peenestrom und Usedoms Außenküste: An Gewässertypen findet sich zwischen Malchiner See und Usedom eine Auswahl wie in kaum einem anderen Revier unserer Republik. Entdecken Sie die Möglichkeiten!

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eografisch höchst interessant: Schweiz und Amazonas liegen mitten in Mecklenburg-Vorpommern und dicht beieinander! Haben Sie im Erdkundeunterricht etwas Anderes gelernt? Wir auch, aber hier sind die Mecklenburgische Schweiz und der Peenefluss, auch als „Amazonas des Nordens” bezeichnet, gemeint. Zugegeben, die Hügel und Wälder er erinnern nur entfernt an das Alpenland, aber für Angler deutlich interessanter sind vor allem die „Alpenseen” der Mecklenburgischen Schweiz: Auf Kummerower (33 Quadratkilo Quadratkilometer Wasserfläche), Malchiner (13,7 Qua Quadratkilometer) und Teterower See (3 Quadratkilometer) finden Sie immer Platz für einen entspannten Angeltag. Dabei sind die Seen sehr unterschiedlich. Während der Malchi Malchiner See nur eine mitt mittlere Tiefe von rund 2,5 Metern hat, wird‘s im Te Teterower schon tiefer und

Viel Platz zum Fischen gibt‘s am Malchiner See


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Fotos: Arnulf Ehrchen, Herbert Frei, Karin Heymann (3), Hoffmann (1), Matthias Horn, Peter Olbricht, Tobias Norff

geht im Kummerower See sogar auf bis zu 33 Meter runter. Und worauf lohnt sich das Angeln? Natürlich auf das Räuber-Trio Hecht, Zander und Barsch, wobei im Kummerower See noch der Wels dazu kommt, und außerdem auf eine ganze Palette von Friedfischen. Im Teterower und Malchiner See beißen zum Beispiel Schleien und in allen dreien Karpfen. Bei den genannten Gewässergrößen sind Bootsangler natürlich klar im Vorteil, doch besteht zum Beispiel am östlichen Ufer des Kummerower Sees auch die Möglichkeit, als Uferangler den Kescher zu füllen. Vom Nordosten dieses Sees, wo der Fluss Peene den See verlässt, ist es dann nicht mehr weit bis ins „Dreistromland” bei Demmin.

MIT TENDRIN LIEGT DEMMIN Die Stadt liegt im Dreieck der Flüsse Tollense, Trebel und Peene. Und voll im Fisch, denn 35 (!) Fischarten tummeln sich in den Gewässern rund um Demmin. An den Flüssen finden Sie anglerische Möglichkeiten ohne Ende. Los geht’s mit der Tollense. Nachdem sie den Tollensesee verlassen hat, schlängelt sie sich bis zum Zusammenfluss mit der Peene verführerisch durch die vorpommersche Landschaft. Aale, Hechte und Barsche sind im Angebot für Raubfisch-Fans. Interessant für Stippangler wie Fliegenfischer gleichermaßen: Die Döbel erreichen in der Tollense Längen bis zu 60 Zentimetern. Gerade an den Wehren haben die Dickköpfe ihr Zuhause. Noch größer werden in dem unscheinbaren Flüsschen die Rapfen. Bis über 70 Zentimeter lange Silberpfeile sind in der Tollense möglich. Ebenfalls ein Fisch für Stippe und Fliege: die Zährte. Dieser Weißfisch steigt in guten Stückzahlen und Größen in die Tol-

Schöner Herbst-Barsch aus der Peene

Die Flüsse Peene, Tollense und Trebel begeistern mit intakter Natur größten, heimischen Süßwasserfisch Deutschlands – den Wels. Neben zahlreichen Nachwuchsräubern um die 70 Zentimeter Länge, die beim Aalangeln an den Haken gehen, bestehen aber auch Chancen auf ihre Eltern. So konnte 2005 zum Beispiel ein Fisch von 1,67 Metern gelandet werden. Flusskenner trauen der Peene durchaus auch Fische jenseits der magischen Zwei-Meter-Marke zu. Wenn so ein Koloss raubt, ist es mit der romantischen Ruhe

In der Peene lauern auch Welse lense auf. Im Winter lohnt sich ein Versuch auf Quappe. Döbel leben auch in der Trebel, wo sie zusammen mit anderen Weißfischen und recht vielen, kleineren Hechten die interessantesten Arten bilden. Mit einer Breite bis zu 60 Metern (bei der Stadt Loitz) ist die Peene nicht nur der größte, sondern anglerisch interessanteste Fluss. Neben einem guten Barschbestand und vielen Hechten, beherbergt er auch den

Demmin bietet Angeln für alle Altersklassen

Perfekt für Wasserwanderer:die Marina in Loitz


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Wolgast am Peenestrom – von hier geht’s auf Hecht und Zander am Fluss vorbei. Aber lassen Sie sich nicht täuschen: Wenn es an der Peene in der Dämmerung so klatscht, als ob jemand einen Felsbrocken ins Wasser geschmissen hätte, muss das nicht unbedingt ein Wels gewesen sein. Krachmacher Nummer zwei hat Fell statt Flossen und steht auf frische Triebe von Uferbäumen: der Biber. In der Trebelniederung lebt mit dem Fischotter übrigens ein weiterer Pelzlieferant aus früheren Zeiten – der Fischotter. Überhaupt gibt es an Vorpommerns Flüssen für Naturliebhaber viel zu sehen: Wer einen Blick für seltene Vögel, Falter und Blumen hat, kann in dieser einzigartigen Ecke schnell mal das Angeln vergessen. Gerade die kältesten Monate sind eine Top-Zeit für Hecht am „Strom“

Gute Hechte beißen nicht nur im Winter

Zander: Hauptfisch am Peenestrom im Sommer

AUSNAHME - REVIER PEENESTROM Bei Anklam wird aus dem Fluss der Strom. Und genau dieser Peenestrom hat sich in den letzten zehn Jahren deutschlandweit unter Anglern einen vorzüglichen Namen gemacht. Mehrere Hechte über 40 (!) Pfund und zahlreiche 30-Pfünder wurden von hart gesottenen Petri-Jüngern gelandet. Hart gesotten deshalb, weil im leicht brackigen Wassers des Peenestroms eindeutig gilt: Eiszeit ist Beißzeit. Gerade an den kältesten Tagen im Januar und Februar machen diese „Monster” ihre Mäuler auf und selbst große Gummifische werden dann zum Gabelhappen. Spannend dabei: Die Hecht-Riesen rauben manchmal in den tiefen Drehströmungen des Hauptstroms direkt bei Wolgast und manchmal in nicht einmal einen Meter tiefen Buchten wie der Hohendorfer Bucht südlich der Stadt. Geht’s am Grund des Hauptstroms

zur Sache, trumpfen Gummifische am Bleikopf oder schwere Blinker auf, während im Flachwasser der Buchten Wobbler, leichte Blinker und Jerkbaits erste Wahl sind. Shorts und Sonnenbrille sind Ihnen beim Angeln lieber als Wollmütze und Thermostiefel? Auch dann ist der Peenestrom Ihr Revier: Im Sommer sieht es für Hecht-Fans zwar schlechter aus, aber dafür steigen mit den Temperaturen die Chancen auf Zander, und zwar richtig dicke! Fische über der Meter-Marke haben mit ihren eindrucksvollen Hundszähnen schon Löcher in den Gummfischen der Angler hinterlassen. Ohne Boot ist es im Peenestrom auf jeden Fall schwie-


REVIER 3 21 rig, da es nur wenige Stellen gibt, wo von Land aus gute Fangchancen bestehen. Eine davon ist der Hafenbereich von Wolgast: Zander, Barsch und Hecht können Spinnfischer oder Ansitzangler mit Köderfisch hier fangen.

Fotos: Arnulf Ehrchen (3), Karin Heymann (2), www.angeln-exklusiv.de (3), Tobias Norff, Topel

Starker Zander aus dem Wolgaster Hafen Übrigens: 35 Fischarten in Demmins umgebenden Gewässern sind schon eindrucksvoll, aber im Peenestrom bei Wolgast kann die Beute noch bunter ausfallen. 50 Fischarten wurden hier bereits nachgewiesen. Darunter sind seltene Vertreter wie der Ostseeschnäpel (eine Maränenart). Die enorme Artenvielfalt liegt auch daran, dass bei starkem Einstrom von salzigem Wasser aus dem Greifswalder Bodden und der Ostsee immer wieder Meeresfische weit in den Peenestrom vordringen. Aber so schlimm ist es ja nicht, wenn aus Versehen mal ein Dorsch den für Hechte bestimmten Köder schnappt, oder? Wer einmal die Durchschnittsgröße von Plötzen, Rotfedern und Brassen gesehen hat, wird beim nächsten Besuch dann bestimmt eine leichte Posen- oder Feeder-Rute dabeihaben... Lust auf laue Sommernächte mit Biss? Auch Aal-Angler, meist Einheimische, sind immer wieder auf dem Strom zu sehen. Und sie fangen wirklich nicht schlecht.

SO VIEL WASSER ! In direkter Verbindung mit dem Peenestrom stehen auch die riesigen Wasserflächen von Stettiner Haff und Achterwasser, das nur durch einen schmalen Landstreifen der Insel Usedom von der Ostsee getrennt ist. Auf beiden Gewässern hat man schon den Eindruck, auf dem Meer zu fischen. Und was geht anglerisch? Im Stettiner Haff beißen hauptsächlich Barsch, Zander und Weißfische. Im Achterwasser sind neben guten Barschfängen im Frühjahr und Herbst gelegentlich Hechte und Zander drin. Noch interessanter aber ist das Achterwasser für Fans kapitaler Friedfische. Große Karpfen warten

genauso auf abenteuerfreudige Angler, die keine Angst vor großen Wasserflächen haben, wie riesige Brassen oberhalb der Zehn-Pfund-Marke. Und das ganz nah an der Ostsee! Denn wenn Sie am Nordost-Ufer des Achterwassers an Land gehen, sind Sie schon fast am richtigen Meer, zumindest auf Deutschlands östlichster OstseeInsel.

DIE BADEWANNE BERLINS Usedom, das den Spitznamen „Badewanne Berlins” hat, bietet auf der Seeseite vor allem Badespaß für die ganze Familie. Lange saubere Sandstrände locken im Sommer viele „Wasserratten” – nicht nur aus Berlin – immer wieder hierher. Wer sein Angelglück direkt in der Ostsee, also an Usedoms Außenküste, probieren möchte, findet mit den Seebrücken von Zinnowitz, Koserow, Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck „Stege”, die ihn direkt zum Fisch führen. Da die Pommersche Bucht vor der Insel allerdings schon deutlich ausgesüßt ist, werden Sie keine Dorsche fangen, sondern dürfen sich vor allem auf Flundern, Hornhechte, Aale und eher untypische Brandungsfische wie Barsch und Weißfische freuen. Verlockend für angelnde Gourmets: Steinbutt und Meerforelle sind zwar selten, aber mit etwas Glück immer drin. Übrigens, im Winter ist es nicht nur deutlich ruhiger auf den Seebrücken, sondern vor allem auch anglerisch aussichtsreicher. Im Sommerurlaub macht es für angelnde Väter mehr Sinn, sich mal für einen Tag von den Familienaktivitäten abzusetzen und vom Leihboot aus vor Usedoms Küste (auch auf Hecht!) oder im Peenestrom zu fischen. Oder sich an einen der Guides vor Ort zu wenden, um die kostbare Angelzeit optimal zu nutzen. Und selbst,

Abend an der Peene: Wer möchte hier nicht angeln?

Usedoms Seebrücken: perfekt für Angler wenn Ihnen Petrus wirklich einmal nicht hold sein sollte, ist das an den Gewässernn zwischen Malchiner See im Westen und Usedom im Osten auch kein Beinbruch. Traumhafte und sehr abwechslungsgreiche Landschaften entschädigen voll für entgangene Fangfreuden. =

Kleine Gummifische bringen Barsche


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Seit September 2005 auf der Müritz erlaubt: das Schleppen mit zwei Ruten

Binnen-Meere Mecklenburgs Seen mit Meeresformat, Raubfisch-Paradies und Erholungs-Mekka – die Großseen Müritz, Fleesensee, Kölpinsee und Plauer See locken mit echten Superlativen. Schauen Sie sich die Binnen-Meere doch mal genauer an!

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Tief laufender Wobbler: top für die Müritz

ur einen Steinwurf von Berlin und zwei Stunden Autofahrt von Hamburg entfernt liegt eines der größten und schönsten Naturreservate Deutschlands: die Mecklenburgischen Großseen! Allein die Königin dieser gewaltigen Seenlandschaft mit Meeresformat, die Müritz, besitzt 112 Quadratkilometer Wasserfläche, ist bis zu 31 Meter tief und der größte Binnensee Deutsch Deutschlands! 15 Kilometer von West nach Ost und 25 Kilometer von Nord nach Süd. Ihr Name stammt ursprünglich aus dem slawischen (morcze) und bedeu bedeutet vielsagend „kleines Meer“. Die etwas kleineren Geschwister der Müritz, Plauer See (39 Quadratkilometer, bis 24 Meter tief), Kölpinsee (20 Quadratkilometer, bis 30 Meter tief) und der Fleesensee (10 Quadratkilometer, bis 26 Meter tief) stehen der großen Schwester aber kaum nach. Alles riesige Gewässer, die neben hohem Erholungswert, einzigartiger Natur und Traum Traumpanorama auch einige Angel-Trümpfe im Är Är-

mel haben. Hier heißt es: Hecht, Barsch, Karpfen und Schleie sehr gut! Weiterer Vorteil der Großseen – sie sind durch die Müritz-Elde-Wasserstraße alle miteinander verbunden und können so ganz entspannt mit dem Boot befahren werden.

boot tut not Die extreme Größe, riesigen Schilfgürtel und Wälder am Ufer, kilometerlange, fischträchtige Scharkanten unter Wasser und seit neuestem die Möglichkeit, auf Hecht & Co zu schleppen, machen ein Boot fast unumgänglich. An vielen Stellen rund um die Seen können führerscheinfreie 5-PS-Boote gechartert werden. Luxuriöse Hausboote können führerscheinfrei mit dem Charterschein gemietet oder das eigene Schiff an einer der Slipanlagen zu Wasser gelassen werden. Wer mit Boot und kleinem Außenborder aufs große Wasser geht, hat einfach bessere Chancen, beim gezielten Hecht- und Barschfischen oder auch beim Schleienangeln auf dem Kölpinsee. Denn vom Ufer aus sind die


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Ein k채mpferischer Hecht hat den Wobbler genommen

Fotos: privat (1), Dietmar Isaiasch (5), Arnulf Ehrchen (1)

Hier lohnt es sich besonders im Mai: direkt an der Schilfkante

Wobblerauswahl f체r den Sommer

Diese beiden Meter-Hechte wurden 2003 gefangen

Slipanlage in Eldenburg an der M체ritz


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meisten heißen Ecken leider nur schwer oder gar nicht zu erreichen. Das gilt auch für Karpfenangler, die im Plauer See und Fleesensee hervorragende Reviere mit vielen Fischen der 10Kilo-Klasse finden. Im Kölpinsee warten neben schönen Hechten vor allen Dingen herrliche gold-grüne Schleien-Schönheiten bis über zwei Kilo, aber auch stramme Aale und natürlich die allgegenwärtigen Barsche auf Ihre Köder. Apropos Hecht und Barsch: Diese beiden Räuber sind ganz klar die Leitfische der großen Seen. Die gestiegene Wasserqualität in den vergangenen zehn Jahren und der ausgezeichnete Besatz haben zu einer wahren Explosion der Hecht- und Barschbestände geführt. Nur der Zander hat unter dem sehr sauberen Wasser etwas gelitten und sich in südlichere Seegebiete und die etwas kleineren Seen bei Mirow zurückgezogen. Fischen, Familie und Urlaubs-

...dicke Karpfen sind in allen Großseen zu Hause faszination auf dem Wasser – diese Kombination ist auf den Großen Seen auch mit dem führerscheinfreien Hausboot möglich. Damit sind Sie mobil, können in den vielen kleinen Häfen entlang der Seen stoppen und shoppen, schippern völlig stressfrei von einem hübschen Örtchen zum anderen und werfen abends, vom Beiboot aus ganz gezielt die Angel aus. Die Pfannen-Mahlzeit für die Familie ist so schon fast inklusive.

Gute Kombination: Familie, angeln und Hausboot

WANN UND WO BEISST WAS? Kurz vor und nach der Hechtlaichzeit im März/ April sind die Schilfgürtel und flacheren Buch-

Fotos: Archiv (1), Dietmar Isaiasch (1), Guido Jubelt (1), Florian Läufer (1), Arnulf Ehrchen (1), Werk 3 (1),

Große Schleien warten im Kölpinsee...


REVIER 4 25 ten top. Dort finden Sie dann viele Fische bis 80 Zentimeter. Mit Kunstködern oder dem toten Köderfisch an der Pose können die Räuber aus dem Schilf gelockt werden. Die Barsche kommen erst im Sommer ab Juli und im Herbst richtig auf Touren. Den Blick in dieser Zeit deshalb immer auf das Wasser richten. Große Möwenschwärme auf dem See verraten die raubenden Barschkolonnen, die riesigen Kleinfischschwärmen hinterherjagen. Überall dort, wo dieses Phänomen auftritt, sollten Sie mit Zockern, Paternostermontagen, kleinen Gummifischen oder Spinnern versuchen, ein paar sehr schöne Barsche zu ergattern. Ausgezeichnete und fängige Reviere stellen die vielen Unterwasser-Kanten der Müritz, des Kölpinsees, Fleesensees und Plauer Sees dar, besonders, wenn die Schleppsaison beginnt. Denn seit September 2005 kann mit zwei Ruten zwischen dem 1. Mai und 31. Dezember geschleppt werden – ein Riesengewinn auf diesen gewaltigen Gewässern und mit 15 Euro pro Woche für die Schleppangelkarte nicht sehr kostspielig. Wichtiger Hinweis für die Raubfischangelei vom Boot: Echolot nicht vergessen oder leihen! Damit lassen sich zum Beispiel die Barschberge der Binnenmüritz vor Waren (Müritz) und vor Schloss Klink viel besser finden. Grelle Farben und Wobblermodelle mit Lauftiefen zwischen drei und vier Metern eignen sich für die wärmere Jahreszeit. Gedecktere Farbmuster und Tiefläufer sind Trumpf, wenn die Jagd auf die großen Müritz-Krokodile im Herbst und Winter eröffnet ist. In der Regel liegen die Hechtgrößen zwischen 60 und 85 Zentimetern Länge. Kommt der Tag zur Ruhe, lohnt es sich, eine Grundmontage mit Wurm auszulegen – schöne Aale und vielleicht eine dicke Schleie sind immer drin. Wer nichts dem Zufall überlassen möchte, kann auf der Müritz auf einen guten Guiding-Service zurückgreifen. Wenn Sie dann nach einem erfolgreichen Angeltag über das Binnen-Meer in den Sonnenuntergang schauen, die Rute auf dem Schoß, das Glas in der Hand und das Barschfilet auf der Zunge, lautet das Urteil bestimmt: Es kann nichts besseres geben. =

Einfach traumhaft schön – der Stadthafen von Waren an der Müritz. Kleinfischschwarm auf dem Echolot und rundherum warten Barsche (o.)

Der Tag kommt am Plauer See und mit ihm hoffentlich auch die Räuber

Fotos:

In den Großseen gelten teilweise andere Mindestmaße und Schonzeiten als die gesetzlichen: FISCH

Mindestmaß

Aal Hecht Zander Karpfen Barsch Schleie Große Maräne

45 cm 50 cm 50 cm 40 cm 20 cm 25 cm 30 cm

Müritz-Barsche! Hat man sie gefunden, landen meist mehrere im Boot

Schonzeiten: keine Schonzeit keine Schonzeit 1. Mai bis 15. Juni keine Schonzeit keine Schonzeit keine Schonzeit keine Schonzeit


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Herr der Mecklenburgischen Seen: der Hecht. Unten im Bild: Barsche beißen im Winter gut auf Zocker

See-Reise Über 300 Seen, kleine Flüsse und Kanäle schmiegen sich in die traumhafte Landschaft der Strelitzer Kleinseenplatte. Sehr abwechslungsreich präsentieren sich diese Gewässer. Egal, ob tief und klar oder flach und trüber, hier finden Sie Ihre „Perle”. Die Fischpalette ist dabei ebenso vielseitig – Hecht, Zander, Barsch, Aal, Maräne, Schleie oder Quappe sind Dauergäste der Kleinseenplatte

E

s herrscht Stille, völlige Stille, nur Vogelge Vogelgezwitscher und ein Specht erzeugen eine beruhigende Hintergrundmelodie für die gestressten Großstadtohren. Einfach herr herrlich, solche Momente! Wer sich zu einem Besuch an einem der über 300 Gewässer der Kleinseenplatte rund um Mirow, Neustrelitz und Feldberger Seenlandschaft entschlossen hat, wird solche Augenblicke jeden Tag in vollen Zügen genießen können. Erst der laute Aufschlag des Großwobblers vor der Schilfkante und der hammerharte Biss eines kampfstarken Hechtes werden Sie sicher wieder wachrütteln. Eine Welt aus ausgedehnten Wäldern, Hügeln und natürlich Wasser wartet in dieser Region auf abenteuerlustige und naturver naturverbundene Angler. Apropos Wasser, hier fin finden Sie ein wahres Labyrinth aus Seen, kleinen

Flüssen und Kanälen, die alle eines gemeinsam haben: ausgezeichnete Fischbestände! Der Begriff Kleinseenplatte ist dabei etwas irreführend, denn Gewässer mit einer Größe von über 500 Hektar sind alles andere als klein. Aber immer eins nach dem anderen, denn gerade die immense Vielseitigkeit dieser Region macht sie so interessant für angelnde Familien, Naturliebhaber und Outdoor-Fans. Von flach bis tief, klar bis angetrübt und klein bis riesengroß reicht die Bandbreite der Seevarianten. Genauso abwechslungsreich präsentieren sich auch die schuppigen Bewohner ihrer Wasser-Reiche. Maränen finden Sie im tiefen, klaren Wasser des Tollensesees (17,4 Quadratkilometer groß und bis zu 33 Meter tief), große Schleien im flacheren Gobenowsee, Zander im „nur” sechs Meter tiefen und 510 Hektar großen Woblitzsee, Hecht und Barsch in den Feldberger Gewässern Carwitzer See, Dreetzsee oder dem Schmalen Lu-


REVIER 4A 27 zin. Der Breite Luzinsee bietet im Winter sogar Chancen auf kräftige Quappen. An dieser kurzen Aufzählung der Möglichkeiten wird schon deutlich: Die Mecklenburgischen Kleinseen bieten einen fast grenzenlosen Reichtum an Wasser und Fischarten. Wir fassen die wichtigsten Fakten für Sie zusammen.

RUNDREISE ZUM FISCH Starten wollen wir unsere Rundreise in Mirow und Wesenberg im Westen der Kleinseenplatte. Bereits an dieser Stelle können Sie sowohl im Norden als auch im Süden der beiden hübschen Örtchen fantastische Reviere entdecken. Nördlich liegt die „Wiege der Havel”. Die Havelquellen Bornsee, Mühlensee und Dambecker See oberhalb von Kratzeburg sind fast vollständig von Wald umgeben und nur mit einem ortskundigen Guide zu finden. Die anschließenden Gewässer, Käbelicksee (240 Hektar) und Granziner See (70 Hektar) werden dann von der noch schmalen und urwüchsigen Havel durchflossen – alles echte Angelparadiese, in denen Sie hauptsächlich Hecht, Aal und Karpfen antreffen. Die Havel durchquert dann auf ihrem weiteren Weg Richtung Südosten die nächsten hervorragenden Raubfischreviere. Im Useriner See regiert der Hecht, während der Woblitzsee bei Wesenberg vor allen Dingen

Der Große Brückentinsee aus der Vogelperspektive

Traumhafte Unterkunft mit Boot

Fotos: Eisenack (1), Sven Klöer (2), Michael G. Olsen (1), Andreas Knüttgen (1), Elmar Elfers (2)

Schilfkanten, die Hecht bedeuten

Reichen bis ans Wasser – herrliche Laubwälder Zander- und Aalfreunde zufrieden stellen wird. Weiter zum Zander, denn gerade die Seen um Mirow und Wesenberg haben sich in den vergangenen Jahren gemausert. Zu nennen sind an erster Stelle der Mirower See, der Vilzsee, der Große Priepertsee und der Wangnitzsee. Doch damit haben wir noch lange nicht alle Räuberhöhlen ausgehoben – große Hechte fangen Sie zum Beispiel im Großen Pälitzsee und bis zu 13 Meter tiefen Drewensee. Ein ausgesprochen hungriger Geselle wartet im Rätzsee, dort werden regelmäßig schöne Waller gefangen. In allen genannten Seen finden Angler auch Barsch, Karpfen, Rotaugen, Brassen und Schleien. Auf

dem Weg nach Osten, Richtung Feldberger Seenlandschaft, sollten Sie auf jeden Fall einen Abstecher zum Großen Brückentinsee unternehmen. Ein traumhafter, glasklarer und bis über 30 Meter tiefer See mit vorzüglichem Hecht-, Barsch- und Aalbestand. Die Feldberger Seen, das sind mehr als 15 geniale Gewässer mit über 1.500 Hektar Wasserfläche in einer einzigartigen, von der Eiszeit geformten Landschaft. Steil fallen hier die Ufer der Seen ab, so dass kaum Schilfgürtel entstehen können. Der dichte Laubwald reicht oft direkt bis ans Wasser heran – ein wirklich atemberaubendes Naturphänomen. Passend dazu leben in diesem Gebiet auch einige Adlerpärchen und Pilzsucher kommen im Herbst voll auf ihre Kosten. Über 58 Meter tief ist der Breite Luzin und damit der zweittiefste See Mecklenburg-Vorpommerns. Im Südwesten schließen sich der Haussee und der Schmale Luzin an. Sie bilden gemeinsam die so genannten oberen Seen. Zu den unteren Seen gehören dann der Carwitzer See, der Zansen, der Wotzensee und der Dreetzsee. Alles herrliche Raubfisch-Reviere, die im

Falle des Carwitzer Sees und Zansen auch für Hechte jenseits der 10-Kilo-Marke gut sind. Tipp: Im Breiten Luzinsee bestehen im Winter Chancen auf gute Quappen (Schonzeit 1. Januar bis 15. Februar, Mindestmaß 30 cm). Wartet am Schluss des Rundkurses etwas weiter nordwestlich der Tollensesee mit seinen schönen Maränen und echten Maränengourmets, den dicken Hechten, auf uns. Gespeist und durchflossen von der Tollense, die später bei Demmin in die Peene mündet, ist der riesige und bis zu 33 Meter tiefe See ein anglerisches Prachtstück. Hier tummeln sich neben schmackhaften Maränen auch große Hechte, Aale, Barsche und Karpfen. Zu den „normalen” Fischarten gesellen sich auch kampstarke Rapfen und seltene Fischarten wie Quappen, Binnenstinte, viele Weißfischarten und vereinzelt sogar Döbel, die aus dem Fluss in den See wandern. Haben

Wobbler und Spinnerbait für Hecht Sie eine solche Angel-Traumtour hinter sich gebracht oder nur einen kleinen Teil davon absolviert, lohnt sich immer noch ein Abstecher ins historische und bildhübsche Neubrandenburg, zur trutzigen Burg Penzlin mit ihrer atemberaubende Sammlung an mittelalterlichen Folterinstrumenten oder zur Höhenburg Stargard im Osten des Tollensesees. Fast ein wenig zu viel für nur einen Aufenthalt, oder? =


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Am Schaalsee bei Zarrentin (Südende): In den Tiefen dieses Sees leben auch Quappen (unten)

Wo die Wasserwelt beginnt Nur einen Katzensprung von Hamburg und Lübeck entfernt beginnt eine Welt aus großen Wassern: Westmecklenburg. Riesig für Räuber sind sowohl Schaalsee als auch die Schweriner Seen. Dazu haben Sie mit vielen kleineren Seen und der Warnow weitere tolle Auswahl

G

anz im Westen geht’s mit dem lang gestreckten Schaalsee los. Er bildet eine Wasserbrücke von Mecklenburg-Vorpommern zu seinem westlichen Nachbar-Bundesland Schleswig-Holstein. Mit Tiefen bis zu 71,5 Metern ist er Mecklenburg-Vorpommerns tiefster See und mit einer Wasserfläche von rund 24 Quadratkilometern auch einer der ganz großen im Land.

in klaren tiefen Das tiefe, klare Wasser des Schaalsees bietet gleich mehreren seltenen Fisch Fischarten eine Heimat. Und ein paar da davon sind für Angler hoch interes interessant: An erster Stelle sind hier die Maränen zu nennen, die Süddeut Süddeutsche unter dem Namen Renken oder Felchen kennen. Bisher sind die mit Forellen und Lachsen verwandten Fische „nur” Brot Brotfisch der Berufsfischer. Aber wer als Süddeut Süddeutscher, Österreicher oder Schweizer von Haus

aus mit Hegene und Laufrolle fit ist, findet hier vielleicht ein anglerisch fast unberührtes, nördliches Paradies. Im Schaalsee lebt sowohl die kleine Maräne, die um die 30 Zentimeter lang wird, als auch die große Maräne, die mehrere Kilo Gewicht erreichen kann. Einen eindrucksvollen Einblick in die Tier- und Pflanzenwelt des Biosphärenreservats Schaalsee gibt es im „Pahlhuus”, dem Informationszentrum in Zarrentin, Internet: www.pahlhuus.de Und wenn Sie schon da sind, dann lohnt sich auch ein Besuch beim örtlichen Fischer. Denn für Fisch-Gourmets gibt es wohl kaum etwas Leckereres als frisch geräucherte Maränen. In den Tiefen des Sees tummelt sich übrigens eine weitere Delikatesse: Flusskrebse. Die schmecken nicht nur Anglern prima, sondern auch anderen Feinschmeckern. Aale, und zwar richtig dicke, leben im Schaalsee. Um Leckerbissen in Grundnähe müssen sich die Aale allerdings mit einer weiteren Fischart streiten. Denn der Schaalsee ist auch Heimat von Quappen. Die einzigen


REVIER 5 29 Dorschverwandten im Süßwasser ernähren sich zwar ähnlich wie Aale von Bodentierchen, aber beißen im Gegensatz zu den Schlänglern auch prima in kaltem Wasser. Hier lohnt es sich also auch im Winter, einen Fischfetzen auf Grund zu legen. Am besten aber immer mit Stahlvorfach, denn wohl die meisten Angler zieht es wegen der Hechte an den Schaalsee. Die Fische sind Freiwasser-Räuber, die sich von Maränen, Weißfischen und Barschen ernähren. Mit Ködern im Barsch-Design oder silbernen Modellen treffen Sie beim Hecht-Angeln also auf jeden Fall eine gute Wahl. Oder Sie bieten gleich ein Original an und setzen auf den toten Köderfisch. Schleppangeln ist – angesichts der Wasserfläche leider – nicht erlaubt (Stand November 2006). Die Barsche des Schaalsees sind große Liebhaber eines kleinen Fischchens: dem Stint. Wo die fingerlangen Silberlinge mit dem leichten Gurkengeruch schwimmen, können ihre stacheligen Jäger nicht weit sein.

Schweriner Seen – bekannt für ihre Barsche...

Fotos: Arnulf Ehrchen, Gerold Wildt, Herbert Frei, Tourist Information Schwerin, www.dieangler.de

HAUPTSTADT- HECHTE Schwerin ist nicht nur die Landeshauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns, sondern auch eine Hochburg für Hecht-Fans. Die Räuber mit dem Entenschnabel profitieren vom immer klarer werdenden Wasser der Schweriner Seen. Zanderfänge gehen dagegen etwas zurück. Wie groß werden die Hechte? Meterfische gehen immer wieder ans Band und von 30-Pfündern hört man auch. Aber selbst der Durchschnittshecht der Schweriner Seen hat mit 60 bis 70 Zentimetern eine gute Größe. Ein guter Grund, mit totem Köderfisch oder Spinnködern anzugreifen, am besten übrigens auf dem Außensee, wo mehr Barschberge als im Innensee liegen. Und auch wenn es im Winter Eis gibt, finden Sie keine traurigen Gesichter bei den Anglern. Durchs Eis werden immer wieder gute Hechte gefangen. Angeltiefen von 10 bis

...und die Chance auf richtig dicke Hechte 15 Metern – bei Wassertiefen von mindestens 20 Metern – sind in der ganzen kalten Zeit der Schlüssel zum Erfolg. Achtung: Schleppangeln ist nicht gestattet (Stand November 2006).

Angeln mit Schloss-Kulisse in Schwerin

SCHWÄRMEREIEN VORM SCHLOSS Neben Hechten sind Barsche die dominierende Fischart in den Schweriner Seen. An einem normalen Tag sind problemlos 30 bis 60 Barsche pro Angler drin. Und ein Großteil davon bringt über 25 Zentimeter aufs Maßband! Mit etwas Glück helfen gerade in den wärmeren Monaten die Möwen bei der Barschsuche. Wo die Vögel wie wild ins Wasser stoßen, jagen von unten Barsche kleine Fischchen hoch. Ein TechnikTipp: Seekenner sind besonders mit kleinen Twistern zwischen drei und fünf Zentimetern erfolgreich. Um die Gummiwürmchen auf Fangtiefe (im Sommer sechs bis acht, im Herbst 10 bis 20 Meter)

zu bringen, wird einfach ein passend großes Schrotblei vor den Köder geschaltet. Ach ja, beim Aal ist es in den Schweriner Seen in den vergangenen Jahren zwar nicht besser geworden, aber das Schlangenangeln lohnt sich auch heute noch. Interessant dabei: Die Fische schlagen sich gerade im Sommer oft weit weg vom Grund die Bäuche voll. Dann punktet eine Posenmontage auf „halber Höhe”. Sie sind Friedfisch-Fan? Dann hat Ihnen die Schweriner Seenlandschaft einiges zu bieten. In den flacheren Teilen des Außensees zum Beispiel lohnt ein Karpfenansitz genauso wie in den nahe gelegenen Gewässern Pinnower, Ostorfer oder Lankower See. Im Pinnower laden zudem starke Rotaugen und Brassen zur Stipp-Sitzung.


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PÜNK TCHEN ZWISCHEN PUNK TEN Schaalsee und Schweriner Seen sind auf Landkarten kaum zu übersehen, aber zwischen den großen blauen Flächen liegen einige kleine blaue Punkte auf dem Papier. Zusätzlich bietet Westmecklenburg noch reichlich kleinere Gewässer, die Sie nur auf einer Detailkarte finden. Die Suche lohnt sich aber, denn gerade Karpfenangler werden hier (p)fündig. Fische bis weit über 30 Pfund haben den Biss in den Boilie schon bereut – mit dem Aufenthalt auf einer Abhakmatte. Manche Seen besitzen trotz sehr „karpfigem” Aussehen übrigens gar keinen Bestand an Spieglern oder Schuppis. Wer dort trotzdem angelt, darf sich dafür oft über dicke Schleien und knackige Rotfedern freuen. Oder fängt auf den ausgelegten Wurm einen dicken Aal. Auch nicht schlecht, oder?

Lust auf dicke Karpfen? Auf nach Westmecklenburg!

Karpfenangler-Idylle östlich des Schaalsees

AN DEN WARNOW - WINDUNGEN Nicht verschwiegen werden darf unter Westmecklenburgs Gewässern auch die Warnow. Auf über 150 Kilometern von ihrem Ursprung bis zur Mündung in die Ostsee bietet sie eine klasse Auswahl für Petri-Jünger. Im Mittellauf lohnt zum Beispiel das Spinnfischen mit kleinen Kunstködern, denn dort lauern Döbel, Barsche und sogar Bachforellen auf Beute. Weiter Richtung Ostsee wird der Fluss langsamer und andere Fischarten interessanter. Spinnfischer gehen hier auf Hechtjagd und ab und zu geht ihnen sogar mal ein Wels ans Band. Im Rostocker Stadtbereich brechen im Frühjahr silberne Zeiten an, wenn die Heringe in die Warnow ziehen und die Angler sich eine leckere Mahlzeit zusammenfangen. Sie sehen, in Westmecklenburg haben Sie eine tolle Auswahl für Ferien mit Fisch. =

Fotos: Arnulf Ehrchen, Sven Brux, Tobias Norff

Eisangeln lohnt sich an den Schweriner Seen


Zertifizierte Unternehmen rund ums Angeln 31

Das unabhängige Siegel „Angelurlaub Mecklenburg-Vorpommern“ bürgt für eine neue Qualität beim Angeltourismus. Als Teil des Maritimen Qualitätsmanagements repräsentiert das Logo mit weißem Fisch auf blauem Grund die zertifizierten Touristinformationen, Angelreiseveranstalter sowie Unterkünfte, welche unter anderem Auskunft über Angelangebote und -gebiete, Rechtsgrundlagen, die Ordnung beim Angeln oder den Umgang mit gefangenen Fischen geben können. Nach einer erfolgreichen Teilnahme an einer Schulung sowie einer Empfehlung eines unabhängigen Prüfers können die Touristinformationen, Angelreiseveranstalter und Unterkünfte stolz das Siegel „Angelurlaub Mecklenburg-Vorpommern“ tragen. Dazu gehören zum gegenwärtigen Zeitpunkt die folgenden zertifizierten Unternehmen:

RevieR: WismaR und mecklenbuRgeR bucht Touristik-Service Kühlungsborn GmbH / Haus des Gastes 18225 Ostseebad Kühlungsborn, Ostseeallee 19, Tel.: +49 (0)38293 8490, Leistungsspektrum: Touristinformation, Touristen-Fischereischein Ferienanlage „Seeblick“ 23948 Niendorf bei Groß Walmsdorf, Strandstraße 1, Tel.: +49 (0)38428 60222, Leistungsspektrum: Angeln & Unterkunft Wassersport-Center „SAILER‘S INN“ 18225 Kühlungsborn, Anglersteg 2, Tel.: +49 (0)38293 14026, Leistungsspektrum: Angelschein/-karten, Angeln & Unterkunft, Touristen-Fischereischein Hotel Möwe 18225 Kühlungsborn, Dünenstraße 13, Tel.: +49 (0)38293 820, Leistungsspektrum: Unterkunft

Campingplatz Niendorf GmbH 23948 Niendorf bei Groß Walmsdorf, Wohlenberger Wieck 7, Tel.: +49 (0)38428 60222 Leistungsspektrum: Angeln & Unterkunft Feriendorf an der Ostsee 23948 Wohlenberg, An der Chausee 5, Tel.: +49 (0)38825 410, Leistungsspektrum: Angeln & Unterkunft Hotel „Am Alten Hafen“ 23966 Wismar, Spiegelberg 61-65, Tel.: +49 (0)3841 4260, Leistungsspektrum: Angeln & Unterkunft Hotel Mecklenburger Mühle 23972 Dorf Mecklenburg, An der Mühle 3, Tel.: +49 (0)3841 398 0, Leistungsspektrum: Angeln & Unterkunft LANDURLAUB Mecklenburg-Vorpommern e.V. Regionalbüro Westmecklenburg 23972 Dorf Mecklenburg, Am Wehberg 17, Tel.: +49 (0)3841 796020, Leistungsspektrum: Information, Angelfahrten

Touristik-Service Kühlungsborn GmbH / Hafenhaus 18225 Kühlungsborn, Fugen 5, Tel.: +49 (0)38293 41055, Leistungsspektrum: Angeln & Unterkunft Ostseepension Rerik 18230 Rerik / Meschendorf, Meschendorfer Weg 3, Tel.: +49 (0)38296 70411, Leistungsspektrum: Angeln & Unterkunft Ostseecamp „Seeblick“ Lange und Pönitz OHG 18230 Rerik / Meschendorf, Meschendorfer Weg 1, Tel.: +49 (0)38296 78480 oder 711 0 , Leistungsspektrum: Unterkunft Ostseecamping „Am Salzhaff“ 18233 Pepelow, Strandweg 1, Tel.: +49 (0)38294 78686, Leistungsspektrum: Unterkunft

R e v i e R : R o s to c k u n d Wa R n e m ü n d e Tourismuszentrum Mecklenburgische Ostseeküste GmbH 18236 Kröpelin, Kühlungsborner Straße 2, Tel.: +49 (0)38292 86144, Leistungsspektrum: Angelkarten, Touristen-Fischereischein, Wasserkarten, Zimmervermittlung, Vermittlung von Angelfahrten LANDURLAUB Mecklenburg-Vorpommern e.V. Hauptgeschäftsstelle u. Regionalbüro Mittleres Mecklenburg 18196 Dummerstorf, Griebitzer Weg 2, Tel.: +49 (0)38208 60672, Leistungsspektrum: Angelfahrten

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32 Zertifizierte Unternehmen rund ums Angeln Campingplatz Ecktannen 17192 Waren (Müritz), Fontanestraße 66, Tel.: +49 (0)3991 668513, Leistungsspektrum: Unterkunft

R e v i e R : R o s to c k u n d Wa R n e m ü n d e Hotel Kaisers Ostseeperle 18211 Börgerende, Börgerender Straße 18, Tel.: +49 (0)38203 736070, Leistungsspektrum: Angeln & Unterkunft

R e v i e R : R ü g e n , s t R a l s u n d, g R e i fs Wa l d e R b o d d e n TEAM BODDEN-ANGELN - Mathias Fuhrmann & Jens Feißel 17491 Greifswald, Ratwiese 10, Tel.: +49 (0)3834 819088, Mobil: +49 (0)177-3392272 / +49 (0)160 8125547, Leistungsspektrum: Guiding, Bootsvermietung, Kutter, Unterkunft, Fischereischeinlehrgänge, Angelausrüstungsverleih, geführte Angeltouren Angelparadies Rügen 18556 Dranske, Max-Reitpietsch-Ring 41, Tel.: +49 (0)38391 93694, Leistungsspektrum: Angelscheine/-karten, Angelbootsverleih, Angelfahrten

R e v i e R : m e W / s tö R k a n a l Campingplatz „Am Wiesengrund“ 19294 Malliß, Am Kanal 4, Tel.: +49 (0)38750 21060, Leistungsspektrum: Angelscheine/-karten, Angeln & Unterkunft, Touristen-Fischereischeine

RevieR: mecklenbuRgische gRossseen Fleesensee Touristik Malchow e.V. 17213 Malchow, Kirchenstr. 2, Tel.: +49 (0)3992 83186, Leistungsspektrum: Touristinformation, Angelscheine/-karten, Angeln & Unterkunft, Touristen-Fischereischein, Fischerei & Räucherei „Alt-Schwerin“ 17214 Alt Schwerin, Wendorf 4, Tel.: +49 (0)39932 49905, Leistungsspektrum: Angelscheine/-karten, Angelbootsverleih, Angelfahrten, Unterkunft Müritz Hotel GmbH 17192 Klink, Am Seeblick 1, Tel.: +49 (0)3991 141855, Leistungsspektrum: Unterkunft, Sportboothafen, geführte Angeltouren

Fischerei Müritz-Plau GmbH 17192 Waren (Müritz), Eldenholz 42, Tel.: +49 (0)3991 153425, Leistungsspektrum: Angelfahrten, Angelscheine/-karten, Untekunft Campingpark Kamerun 17192 Waren (Müritz), OT Kamerun, Zur Stillen Bucht 3, Tel.: +49 (0)3991 122406, Leistungsspektrum: Unterkunft LANDURLAUB Mecklenburg-Vorpommern e.V. Regionalbüro Mecklenburgische Seenplatte 17207 Bollewick, Dudel 1, Tel.: +49 (0)39931 53467, Leistungsspektrum: Angelfahrten Ferien Residenz Müritzpark 17207 Röbel (Müritz), Bahnhofstraße 13, Tel.: +49 (0)39931 53930, Leistungsspektrum: Angeln & Unterkunft Naturcamping Malchow am Plauer See 17213 Malchow, Karower Chaussee 7, Tel.: +49 (0)39932 49907, Leistungsspektrum: Unterkunft: Camping am See „Alt Schwerin“ 17214 Alt Schwerin, An den Schaftannen 1, Tel.: +49 (0)39932 42073, Leistungsspektrum: Unterkunft Inselcamping „Werder“ 17214 Alt Schwerin, Wendorf Nr. 8 , Tel.: +49 (0)39932 42074, Leistungsspektrum: Unterkunft ProNature MV 17214 Nossentin / Silz, Am Park 10, Tel.: +49 (0)174 1846729, Leistungsspektrum: geführte Angeltouren, Angelscheine/-karten

RevieR: mecklenbuRgische kleinseen Fischerei Neustrelitz GmbH 17235 Neustrelitz, Seestraße 15 a, Tel.: +49 (0)3981 200842, Leistungsspektrum: Angelscheine/-karten Haveltourist GmbH & Co. KG / Camping- und Ferienpark Havelberge 17237 Groß Quassow (Userin), An den Havelbergen 1, Tel.: +49 (0)3981 24790, Leistungsspektrum: Unterkunft, geführte Touren, Kanuvermietung Campingplatz Zwenzower Ufer am Großen Labussee 17237 Zwenzow, Tel.: +49 (0)3981 24790, Leistungsspektrum: Unterkunft FKK Campingplatz am Useriner See 17237 Zwenzow, Tel.: +49 (0)3981 24790, Leistungsspektrum: Unterkunft Campingplatz am Leppinsee 17252 Schillersdorf, Tel.: +49 (0)3981 24790, Leistungsspektrum: Unterkunft


Zertifizierte Unternehmen rund ums Angeln 33 Campingplatz am Drewensee 17255 Ahrensberg, Tel.: +49 (0)3931 24790, Leistungsspektrum: Unterkunft FKK Camping am Rätzsee 17255 Drosedow, Tel.: +49 (0)3981 24790, Leistungsspektrum: Unterkunft

RevieR: schWeRineR seen

Campingplatz am Ziernsee 17255 Priepert, Tel.: +49 (0)3981 24790, Leistungsspektrum: Unterkunft.Campamping

Campingplatz Seehof GmbH 19069 Seehof, Am Zeltplatz 1, Tel.: +49 (0)385 512540, Leistungsspektrum: Angelscheine/-karten, Angelzubehör, Angelfahrten

Campingplatz am Weißen See 17255 Wesenberg, Tel.: +49 (0)3981 24790, Leistungsspektrum: Unterkunft

Ferienpark Retgendorf 19067 Retgendorf, Kieferweg 1, Tel.: +49 (0)3866 4603 0, Leistungsspektrum: Angeln & Unterkunft

Naturcamping am Großen Pälitzsee 17255 Wesenberg, OT Strasen, Tel.: 039828 24790, Leistungsspektrum: Unterkunft Campingplatz am Dreetzsee 17268 Boizenburger Land, Thomsdorf 51, Tel.: +49 (0)39889 746, Leistungsspektrum: Unterkunft

RevieR: feldbeRgeR seen Camping am Bauernhof 17258 Feldberger Seenlandschaft, OT Feldberg, Hof Eichenholz 1-8, Tel.: +49 (0)39831 21084, Leistungsspektrum: Unterkunft Heimatstube Feldberg, Pension „Zur Amtsscheune“ 17258 Feldberger Seenlandschaft, OT Feldberg, Amtzsplatz 36, Tel.: +49 (0)39831 20676 Leistungsspektrum: Unterkunft Kurverwaltung Feldberger Seenlandschaft 17258 Feldberger Seenlandschaft, OT Feldberg, Strelitzerstr. 42, Tel.: +49 (0)39831 2700 Leistungsspektrum: Touristinformation Seeidyll Comthurey 17237 Wokuhl-Dabelow, OT Comthurey, Comthurey 13, Tel.: +49 (0)38296 70989, Leistungsspektrum: Unterkunft, Angelscheine/-karten, Bootsvermietung

R e v i e R : Wa R n o W Van der Valk Resort 18292 Linstow, Krakower Chaussee 1, Tel.: +49(0)38457 70, Leistungsspektrum: Angeln & Unterkunft Campingplatz „Sternberger Seenland“ 19406 Sternberg, Maikamp 11, Tel.: +49 (0)3847 2534, Leistungsspektrum: Unterkunft Angelteiche Klein Labenz 19417 Warin, Bützower Straße 25, Tel.: +49 (0)173 2424370, Leistungsspektrum: Touristen-Fischereischein Pension Müller GbR „Am See mit dem Adler“ 23992 Neukloster, Kirchstraße 9, Tel.: +49 (0)38422 29808 / +49 (0)171 4277595, Leistungsspektrum: Angeln & Unterkunft

RevieR: mecklenbuRgische schWeiz / Peene Campingpark Sommersdorf am Kummerower See 17111 Sommersdorf, Tel.: +49 (0)39952 2973, Leistungsspektrum: Unterkunft

RevieR: Recknitz und tRebel R e v i e R : to l l e n s e s e e / PenzlineR seen Hotel Bornmühle Gmbh & CoKG 17094 Groß Nemerow, Bornmühle 35, Tel.: +49 (0)39605 600, Leistungsspektrum: Unterkunft Seehotel Heidehof GmbH 17094 Klein Nemerow, Seestraße 11, Tel.: +49 (0)39605 2600, Leistungsspektrum: Angeln & Unterkunft

LANDURLAUB Mecklenburg-Vorpommern e.V. Regionalbüro Vorpommern 18507 Grimmen, Stoltenhäger Straße 42-48, Tel.: +49 (0)38326 469180, Leistungsspektrum: Angelfahrten

www.auf-nach-mv.de/angeln


34 Regionalverbände

R e g i o n a lv e R bä n d e : Verband Mecklenburgischer Ostseebäder e.V. Uferstraße 2 18211 Ostseebad Nienhagen fon +49 (0)38203 77610 fax +49 (0)38203 776120 info@ostseeferien.de www.ostseeferien.de Tourismusverband Fischland-Darß-Zingst e.V. Barther Straße 16 18314 Löbnitz fon +49 (0)38324 6400 fax +49 (0)38324 64034 info@tv-fdz.de www.fischland-darss-zingst.de Tourismuszentrale Rügen GmbH Bahnhofstraße 15 18528 Bergen fon +49 (0)3838 807780 fax +49 (0)3838 254440 info@ruegen.de www.ruegen.de Usedom Tourismus GmbH Waldstraße 1 17429 Seebad Heringsdorf, OT Bansin fon +49 (0)38378 477110 fax +49 (0)38378 477118 info@usedom.de www.usedom.de Regionaler Fremdenverkehrsverband Vorpommern e.V. Fischstraße 11 17489 Greifswald fon +49 (0)3834 891189 fax +49 (0)3834 891555 info@vorpommern.de www.vorpommern.de Tourismusverband Mecklenburgische Seenplatte e.V. Turnplatz 2 17207 Röbel/Müritz fon +49 (0)39931 5380 fax +49 (0)39931 53829 urlaub@tausend-seen.de www.mecklenburgische-seenplatte.de

Tourismusverband Mecklenburgische Schweiz e.V. Am Bahnhof 4 17131 Malchin fon +49 (0)3994 299780 fax +49 (0)3994 299788 info@mecklenburgische-schweiz.com www.mecklenburgische-schweiz.com Tourismusverband Mecklenburg-Schwerin e.V. Alexandrinenplatz 7 19288 Ludwigslust fon +49 (0)3874 666922 fax +49 (0)3874 666920 info@mecklenburg-schwerin.de www.mecklenburg-schwerin.de

kreisfreie städte : Stadtmarketing Gesellschaft Schwerin mbH Tourist-Information Am Markt 14 19055 Schwerin fon +49 (0)385 5925212/13/14 fax +49 (0)385 555094 info@schwerin.info www.schwerin.info Tourismuszentrale Wismar Am Markt 11 23966 Hansestadt Wismar fon +49 (0)3841 19433 fax +49 (0)3841 2513091 touristinfo@wismar.de www.wismar-tourist.de Tourismuszentrale Rostock & Warnemünde Neuer Markt 3 18055 Hansestadt Rostock fon +49 (0)381 3812222 fax +49 (0)381 3812602 touristinfo@rostock.de www.rostock-travel.de Tourismuszentrale der Hansestadt Stralsund Alter Markt 9 18439 Hansestadt Stralsund fon +49 (0)3831 24690 fax +49 (0)3831 246922 info@stralsundtourismus.de www.stralsundtourismus.de

Greifswald-Information Rathaus/Markt 17489 Hansestadt Greifswald fon +49 (0)3834 521380 fax +49 (0)3834 521382 greifswald-information@t-online.de www.greifswald.de Touristinfo Neubrandenburg Stargarder Straße 17 17033 Neubrandenburg fon +49 (0)1805 170330 (0,14 €/min) fax +49 (0)395 5667661 stadtinfo@neubrandenburg.de www.neubrandenburg-touristinfo.de

Datenschutz-Erklärung: Die Nutzung von bestimmten Serviceleistungen unseres Verbandes (z. B. Ihre Prospektbestellung) erfordert die Angabe personengebundener Daten (z. B. Ihre Anschrift, Ihre E-Mail-Adresse). Diese Daten werden beim Tourismusverband gespeichert und verarbeitet, um die von Ihnen gewünschten Serviceleistungen zu erstellen. Eventuell werden wir Ihnen darüber hinaus Informationen anbieten, an denen Sie aufgrund der bereits erhaltenen Dienste Interesse haben könnten. Wir versichern, dass wir Ihre personenbezogenen Daten nicht an Dritte weitergeben, es sei denn, dass wir dazu gesetzlich verpflichtet wären oder Sie uns vorher Ihre Zustimmung gegeben haben. Es steht Ihnen ein Auskunftsrecht über Ihre bei uns gespeicherten personenbezogenen Daten und ferner ein Recht auf Berichtigung unrichtiger Daten, Sperrung und Löschung zu. Der Tourismusverband bedient sich zur Realisierung seines Servicespektrums teilweise Dienstleistungen vertrauenswürdiger Geschäftspartner. Diesen Partnern ist es nicht gestattet, die persönlichen Daten zu nutzen außer zu dem Zwecke der Erfüllung dieser speziellen Serviceleistung.


VERANSTALTUNGEN 35 Mitte März | wismarer

heringstage

Zwei Wochen lang dreht sich in Wismar und in der Region touristisch und gastronomisch alles um das „Silber des Meeres“. Das Spektakel des Großen Köcheumzugs vom Alten Hafen zum Marktplatz mit dem großen Heringsbraten bildet den Auftakt. 14 Tage lang bieten Gastronomen aus Wismar und Umgebung die verschiedensten Heringsvariationen, ob Brathering, Matjeshering, Rollmops oder auch in Form zahlreicher herzhafter Salate. Tourist-Information | Am Markt 11 | 23966 Wismar | fon: +49 (0)38 41 19433

April | rügener

heringswochen des dehoga

Alljährlich im zeitigen Frühjahr kommt der Hering auch an die Küste Rügens. Schon seit vielen Jahren ist dies für die Fischer und die Gastronomie der Insel ein Grund zum Feiern. Dann wird der Rügener Hering den Rüganern und ihren Gästen ganz frisch und lecker angeboten. Eröffnet werden die Rügener Heringswochen traditionell im Sassnitzer Hafen. Neben abwechslungsreicher Unterhaltung stehen kulinarische Herings-Köstlichkeiten im Mittelpunkt. Über 20 Betriebe der Insel beteiligen sich an den Heringswochen. Die Speisekarten der Gastronomie werden durchweg vom Hering dominiert und zwar in allen Zubereitungsvarianten. Tourismuszentrale Rügen | Bahnhofstraße 15 | 18528 Bergen auf Rügen | fon: +49 (0)3838 80770

April-Mai | usedomer

heringswochen

Die 10. Usedomer Heringswochen finden in der Zeit vom 22. April bis zum 7. Mai statt. Eröffnet werden sie mit einem zünftigen Heringsfest im Seebad Koserow. Dieses bietet neben der Verkostung von Heringsspezialitäten viel Vergnügliches rund um den Hering. In den zwei Wochen kann man in 15 Restaurants auf der Insel die vielfältigsten Heringsgerichte probieren. Auf einer Extra-Heringskarte werden diese präsentiert und das Angebot reicht von Hering satt bis zu ganz ausgefallenen Kreationen wie etwa den Heringspralinen oder Heringsröllchen. Usedom Tourismus GmbH | Waldstraße 1 | 17429 Seebad Bausin | fon: +49 (0)38378 477110

Mitte Mai | hornfischtage

in wieck bei greifswald

Nach der Heringssaison konzentrieren sich die Fischer für etwa drei Wochen auf den Fang der Hornfische. Mit seinen grünen Gräten, als charakterisches Merkmal, ist der Hornfisch schon optisch ein besonderes Fischgericht. Traditionell wetteifern die Gastronomen mit besonderen Rezepten um die Gunst der Gäste. Seit 2002 wurde diese Tradition zum Anlass genommen im idyllischen Fischerdorf Wieck, vor den Toren der Hanse- und Universitätsstadt Greifswald, ein Hornfischfest mit Besuchern, Gästen und Einheimischen zu feiern. Greifswald-Information | Rathausarkaden, Am Markt | 17489 Greifswald | fon: +49 (0)383452 1380

Mai-Juni | rügener

hornfischtage des dehoga

Die Heringswochen werden im Mai von den Hornfischtagen abgelöst. In dieser Zeit dreht sich alles rund um den Raubfisch mit den leuchtend grünen Gräten. Auch in den Restaurants entlang der Küste kennt man den „Hornfisch“ als eine ausgemachte Delikatesse. Das feste, zarte Fleisch wird geräuchert, gedünstet oder gegart gereicht. Auf Deutschlands größter Insel wird der Hornfisch traditionell mit Stampfkartoffeln und Rhabarberkompott gegessen. Tourismuszentrale Rügen | Bahnhofstraße 15 | 18528 Bergen auf Rügen | fon: +49 (0)3838 80770

September | tollensesee - fisch -tage Während der Tollensesee-Fisch-Tage, bei denen sich alles um die kleine Maräne dreht, können die Besucher in allen teilnehmenden gastronomischen Einrichtungen Fischgerichte, zubereitet aus heimischen Fischen genießen. Lassen Sie sich überraschen von dem Einfallsreichtum unserer Köche. Erleben und genießen Sie: Feste und Feiern, Kultur und Historie, Fisch und Gesundheit mit den Fischer vom Tollensesee. Tollensesee-Management | Hofstr. 3 | 17039 Woggersin | fon: +49 (0)395 56306948

24.09-09.10.2011 | müritz - fischtage Die Mecklenburgischen Müritz-Fischtage beinhalten Veranstaltungen und Feste in der Region für die ganze Familie. Im Mittelpunkt stehen vielseitige regionale Fischspezialitäten! Information: www.mueritz-fischtage.de

Anfang Oktober | warnemünder

dorsch - woche

Kulinarische Überraschungen bietet die „Rostocker Dorschwoche“. Hier verwöhnen Hotels und Gaststätten in Rostock und Warnemünde ihre Gäste mit leckeren Dorschgerichten. Neben den Gaumenfreuden präsentiert der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband ein reichhaltiges Unterhaltungsprogramm. Besucher erleben Anglerlatein oder spannende Kochduelle zwischen Prominenten und richtigen Könnern. Auf dem Warnemünder Fischmarkt werden an allen Tagen Spezialitäten, wie duftender Räucherfisch, Buletten aus dem beliebten Ostseefisch oder Dorsch im Brotteig geboten. Tourismuszentrale Rostock & Warnemünde | Neuer Markt 3 | 18055 Rostock | fon: +49 (0)381 3812222


www.auf-nach-mv.de

MV Angeln  

Angeln in MV

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