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Winter 2009/10 / € 5,–

WHITE LOUNGE

Entdecken Sie das Iglu-Hotel am Ahorn

www.mayrhofen.at

Thomas „Beckna“ Eberharter

Essen wie damals

Mayrhofens Freerider #1 im Wordrap

Leckere Schodablattlang zum Nachkochen


Inhalt

Editorial

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Arktisches Erlebnis Günther Brunner, das Master-Mind hinter der White Lounge, im Interview.

12 Mittendrin & après dabei 159 Pistenkilometer, unzählige Einkehrmöglichkeiten: High-Time in Mayrhofen.

14 Essen wie damals Bäuerin Kathrin Fankhauser über alte Zillertaler Küchengeheimnisse.

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16 Ungewöhnliche Geschichte Strasser Häusl – Heimat der „Lerchen aus dem Zillertal“.

Fotos: Cover: Paul Sürth/Mayrhofen; privat, Ä photofiles – böhmi, Mayrhofner Bergbahnen, Mayrhofen, Snowbombing

18 Die Kraft des Holzes Zu Besuch bei Mayrhofens einzigem Drechslermeister.

20 Eine steile Sache Herausforderung Harakiri – so wird eine der steilsten Pisten Österreichs präpariert.

22 Snowbombing – very british Frühlingshafter Schneespaß und urbaner Clubsound in urigen Holzhütten.

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26 Auffn & ochn Skiline ist nichts für Ganztages-Hütten­ sitzer, sondern für Höhenmetersammler!

28 Frischluftfreak Thomas „Beckna“ Eberharter, Mayrhofens Freerider #1 im Word-Rap.

30 Der bummelnde Bayer Der Journalist Georg Weindl flaniert die Mayrhofner Hauptstraße entlang.

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32 Rein in die Natur Vorschau auf Sommer 2010: Im Bike-Mekka der unzähligen Möglichkeiten.

Editorial Liebe Leserin, lieber Leser! Wir freuen uns, Ihnen unser neues Magazin für die Ferien­region Mayrhofen/Hippach überreichen zu dürfen. Zweimal jährlich möchten wir Ihnen damit gemeinsam mit den Mayrhofner Bergbahnen Einblick in unser Dorfleben geben. In unsere Tradition, unsere Kulinarik, unser Leben in einem der schönsten Orte der Alpen. Sie lernen dabei Menschen kennen, wie unseren Drechslermeister Walter Buchberger, der dieses Handwerk als letzter im Zillertal ausübt. Günther Brunner gewährt Ihnen in einem Interview Einblick in die White Lounge, das Iglu-Dorf am Ahorn. Und Sie erfahren von Bäuerin Kathrin Fankhauser, wie Schodablattlang, eine traditionelle Speise aus der reichhaltigen Zillertaler Küche, zubereitet werden. Für uns ist HÖHENLUFT Ausdruck der Wertschätzung für Sie, unseren Gast. In diesem Sinne hoffen wir, dass wir Sie bald in Mayrhofen begrüßen dürfen, und wünschen viel Vergnügen bei der Lektüre! Andreas Hundsbichler, Obmann des Tourismusverbands Mayrhofen/Hippach

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Mayrhof‘sche Tatsachen

Wintersaison 2009/2010: 28.11.2009 – 11.04.2010 Anzahl der Lifte

Höhenmeter

53 – davon: 16 Schlepplifte, 18 Sessellifte, 6 Gondelbahnen, 2 Pendelbahnen und 11 Förderbänder

630 m bis 2500 m

Verfügbare Pisten-km 159 km – davon: 45 km blaue Pisten, 94 km rote Pisten, 20 km schwarze Pisten

Längste Piste im Skigebiet Talabfahrt Ahorn mit 5,5 km

Schwerste Abfahrt Harakiri mit 78 % Gefälle

Beschneite Pistenkilometer 120 km

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Größte Gondel Österreichs Ahornbahn – Transport von 160 Personen innerhalb von 6 ½ Minuten auf das Ahornplateau auf 2000 m Seehöhe (Höhendifferenz: 1300 m)

Kinderfreundliche 8er-Sesselbahn am Ahorn Die Sicherheitsbügel öffnen und schließen sich selbstständig, der Abstand zwischen Sicherheitsbügel und Sitzfläche ist so gewählt, dass Kinder nicht unter dem Sicherheitsbügel hindurchrutschen können, und auch die Sitzfläche ist steiler nach hinten geneigt als bei üblichen Sesselliften.


Höhenluft

Highlights der Mayrhofner Bergbahnen Vans Penken Park Harakiri – die steilste Piste Österreichs Rennstrecken mit Zeitmessung Speedstrecken mit Geschwindigkeitsmessung

Fotos: xxx

www.mayrhofner-bergbahnen.com

Fotos: Mayrhofen (3), Paul Sürth/Mayrhofen (1), Mayrhofner Bergbahnen (2), Wängl Tängl 09/Alex Papis (1)

White Lounge mit Iglu-Hotel und Iglu-Bar am Ahorn

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Höhenluft

Arktisches Erlebnis Mayrhofner Winterfans wissen, wo sie in coolem Rahmen chillen, abfeiern oder eine unvergessliche Nacht verbringen können – in der White Lounge auf dem Panoramaplateau des Ahorn. HÖHENLUFT bat das Master-Mind hinter der Iglu-Pracht, Günther Brunner, zum Interview.

Höhenluft: Wie kam Mayrhofen zu seiner White Lounge? Günther Brunner: Im Sommer vor drei Jahren hab ich mich auf die Suche nach dem perfekten Standort für ein Iglu-Dorf in Tirol gemacht. Als ich auf dem Ahorn stand, hab ich mir gedacht: „Wow! Das ist genau der richtige Platz. Hier soll es ­stehen.“

Fotos: Gerhard Berger (1), Mayrhofner Bergbahnen (1), privat (1)

Höhenluft: Du hattest bis zu diesem Zeitpunkt schon einige Erfahrung im Iglu-Bau gesammelt, was ja an sich schon recht ungewöhnlich ist. Wie kam es dazu? Günther Brunner: Als ich achtzehn war und meine Ausbildung als Tischler in der Tasche hatte, wollte ich unbedingt Auslandserfahrungen sammeln. Ich fragte einen Freund, ob er mich in die Schweiz bringen kann. Dort wo ich „Stop“ sagen würde, sollte er mich einfach rauslassen. Wir fuhren also auf’s Geratewohl los, und als wir in Scuol im Engadin ankamen, beschloss ich zu bleiben. Höhenluft: Das hört sich sehr abenteuerlich an! Günther Brunner: Ich hatte einfach ein gutes Gefühl für diesen Ort. Ich wurde zu einer Party auf einem Berg eingeladen und dort lernte ich Adrian Günter, den Gründer der Iglu-Dörfer in der Schweiz, kennen. Auf dieser Party erzählte mir Adi, dass er Iglus baut. Das faszinierte mich sofort und es dauerte dann auch nicht lang, bis ich bei ihm zu arbeiten begann. Zwei Jahre lang lernte ich, wie man Iglus baut, worauf man hier besonders achten muss und wie man sie weiterentwickeln kann. Ich war von Beginn an Feuer und Flamme und hab schon während meiner ganzen Zeit in der Schweiz überlegt, was ich denn anders machen würde,

wenn ich selbst einen Iglu bauen würde. Als ich dann wieder nach Österreich zurückgekehrt bin, ließ ich die Idee erst einmal brüten. Ich habe mich dann mit zwei Freunden zusammengetan und zwei Jahre lang in einem anderen Skigebiet Tirols Iglus gebaut. Allerdings war das noch nicht das Gelbe vom Ei für mich. Dann tat sich Mayrhofen als Location auf. Höhenluft: Was lief hier anders? Günther Brunner: Die Mayrhofner Bergbahnen lieferten von Anfang an die besten Voraussetzungen für dieses Projekt und standen zu 100% hinter mir und meinen Ideen. Sie unterstützten mich, wo es ging, und ließen mich an meinem Konzept arbeiten. Für mich war es wichtig, das Iglu-Projekt so aufzuziehen, wie ich es mir vorstellte und für richtig hielt – den Bau, das Musikkonzept, die Bar –, und meine Idee hat voll eingeschlagen. Höhenluft: Wie sah die White Lounge im ersten Jahr aus? Günther Brunner: Sie bestand aus einem großen Iglu, der noch mit zwei, drei anderen vernetzt war, in deren Inneren man sich Schneekunst ansehen konnte. Ansonsten gab es noch eine Schneebar mit etwa 50 Liegestühlen davor. Junge Leute kamen von überall her. Einheimische wie Urlauber haben sich bei chilligem Sound einen feinen Tag im Schnee gemacht und sind am Abend wieder ins Tal gefahren. Man schätzte von Anfang an die relaxte Atmosphäre und wir hoben uns deutlich vom Sound der anderen Bars ab! Chill, Funk, Jazz, Smoove – wir haben das perfekte Sound-Konzept gefunden. Heuer wird es sogar eine eigene White-

Günther Brunner Mit Herz und Seele Der Wipptaler Günther Brunner, 28, wollte schon als Kind immer andere Dinge als seine Kollegen tun und etwas Besonderes machen. Nach der Tischler-Lehre zog es ihn auf ungewöhnlichem Weg in die Schweiz, wo er in Scuol Bekanntschaft mit dem Gründer der Schweizer Iglu-Dörfer machte. Sofort davon fasziniert, lernte er die Technik des Iglubaus von der Pieke auf. Seit drei Jahren konzipiert, baut und leitet Günther Brunner die White Lounge am Panoramaplateau des Ahorn in 2000 Metern Seehöhe. Mit der einzigartigen Kombination aus Iglu-Hotel, Iglu-Bar und Partylocation hat er sich seinen Traum, etwas ganz Spezielles zu schaffen, offenbar erfüllt.

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Die White Lounge muss die ganze Saison über gewartet werden, damit sie zum Saisonende im April noch genauso aussieht wie Mitte Dezember, wenn sie feierlich eröffnet wird. Gänge, Schneekunst und Wände werden laufend bearbeitet.

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Höhenluft

Lounge-Compilation geben. Bereits im ersten Jahr starteten wir mit unseren wöchentlichen Iglu-Partys – damals noch mit ca. 160 Leuten. Mittlerweile begrüßen wir jeden Dienstag Abend rund 350 Gäste und Einheimische. Wir holen sie mit Fackeln ab, geleiten sie zum Iglu und feiern drei Stunden lang mit Live-DJ ab.

Fotos: Mayrhofner Bergbahnen (4)

Höhenluft: Wie entwickelte sich die White Lounge weiter? Günther Brunner: Im ersten Jahr haben wir damit begonnen, eine schriftliche Befragung unter unseren Gästen zu machen. Damit wollten wir herausfinden, wie wir ankamen, was die Leute schätzten und ob sie die Möglichkeit, in einem Iglu zu übernachten, interessieren würde. Viele nahmen an der Umfrage teil, welche äußerst wertvolle Ergebnisse lieferte. Und so eröffneten wir im zweiten Jahr unseres Bestehens das erste Iglu-Hotel Mayrhofens. Übrigens ist es das allererste Iglu-Hotel überhaupt, das sich auch offiziell so nennen darf. Höhenluft: Wie sieht das Iglu-Hotel aus? Günther Brunner: Bisher haben wir zehn Suiten gebaut – heuer werden es wahrscheinlich zwölf werden. Diese Iglus haben jeweils einen Durchmesser von etwa fünf Metern. Darin gibt es Liegewiesen von 4 x 2 Metern, die mit einer doppelten Matratze, Schaffellen und kuscheligen Schlafsäcken ausgestattet sind. In den Romantik-Suiten warten ein Doppelschlafsack, Champagner und Kerzenlicht auf die Gäste. In den anderen finden vier bis sechs Personen Platz. Bei Vollauslastung sprechen wir von 40 bis 60 Personen. Man kann sich diese Suiten als eine Art Bungalow vorstellen. Jede ist extra versperrbar. Und geht man in der Früh vor seine Türe, hat man als erstes das eindrucksvolle Panorama der umliegenden Berge vor Augen und kann die Stille rundum genießen. Höhenluft: Was wird dem Gast außer einer unvergesslichen Nacht geboten? Günther Brunner: Wir holen unsere Gäste direkt von der Bergstation ab und lassen sie in eine Wohlfühl-Atmosphäre eintauchen. Zum

Abendessen gibt es Fondue und danach können unsere Besucher diese unvergleichliche Location genießen, die Stimmung auf 2000 Metern Seehöhe auskosten und auch in die Sauna gehen. Höhenluft: Du sprichst jetzt tatsächlich von einer Sauna in einem Iglu? Günther Brunner: Aber ja! Dabei handelt es sich um eine mobile Sauna, die man einschneien kann, sodass sie von außen wie ein Iglu aussieht. Es haben etwa acht Leute darin Platz und

„Auf der White Lounge taucht man in eine absolute WohlfühlAtmosphäre ein.“ man kann bei guter Musik vom Ruheraum aus die Bergwelt um sich genießen. Das ist wirklich ein sensationelles Gefühl. Höhenluft: Wie sind die Reaktionen der Gäste? Günther Brunner: Ich finde es besonders interessant, dass in den meisten Antworten genau das zurückkommt, worauf wir Wert legen. Unsere Gäste genießen natürlich die Besonderheit der Lage, aber sie schätzen v. a. auch den herzlichen und unkomplizierten Umgang unserer White-Lounge-Guides mit ihnen. Mein Team besteht aus etwa 20 Leuten aus allen Teilen dieses Planeten. Es sind Schweden, Peruaner, Engländer, Deutsche und Argentinier im Alter zwischen 25 und 35; oft Leute, die ich im Urlaub oder als Gäste von Mayrhofen kennenlerne. Hier verlasse ich mich auf mein Bauchgefühl, wenn ich entscheide, ob jemand ins restliche Team passt oder nicht. Menschlichkeit, Herzlichkeit, Engagement, Charme und Natürlichkeit, der Spaß an der Arbeit und der Umgang miteinander sind mir unglaublich wichtig. Denn wir arbeiten monatelang auf engem Raum und in der Kälte miteinander. Umso mehr freut es mich, wenn unsere Gäste erzählen, dass sie sich „extrem wohlgefühlt haben mit diesem Wahnsinns-Team“.

Facts & Figures Zeitraum: Dezember bis April Location: Iglu-Bar & -Hotel, Chill-out-Iglu, SchneekunstIglu, Dining- & Sauna-Iglu Iglu-Bar: täglich 10 bis 16.30 Uhr Iglu-Party: jeden Dienstag 20 bis 23 Uhr (auch mit Übernachtung buchbar) Iglu-Hotel: 10 Iglu-Suiten (inkl. Ausrüstung, Nutzung des Sauna-Bereichs, Abendessen & Frühstück) Innentemperatur: 0°C 20 Mitarbeiter 4 Bars 7 resident DJs 7000 Partygäste 2200 Übernachtungsgäste einige 1000 m3 Schnee 20 Iglus www.white-lounge.at

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Auch illustre Gäste haben die Freuden heißkalter Erlebnisse in der Mayrhofner White Lounge für sich entdeckt. Österreichs Bundespräsident Fischer zeigte sich ebenso begeistert wie hier Kai Pflaume inmitten des fidelen White-Lounge-Teams.

Höhenluft: Ein Team, das – im besten Sinne des Wortes – auch ein bisschen „wahnsinnig“ sein muss, ist jenes, das mit dir die White Lounge baut. Günther Brunner: Da hast du nicht ganz unrecht. Ein wenig verrückt sind wir schon. Gebaut wird die White Lounge von insgesamt sieben Leuten. Einem Team, das ich, neben einigen Fixstartern, jährlich neu zusammenstelle. Einen ganzen Monat lang haben wir nur eines im Sinn: Das eindrucksvollste Iglu-Dorf der Alpen zu bauen. Wir starten im Bestfall im November. Arbeiten beinah Tag und Nacht. Schlafen einen Monat durchgehend am Berg. Graben, schaufeln und werken. Sind immer im Schnee, in der Kälte und dauernd nass. Wir geben echt Vollgas. Umso wichtiger ist es, dass die Teammitglieder gut miteinander können.

24-Stunden-Betrieb. Untertags an der Schneebar, des nächtens

beim Dinieren, Saunieren oder Abfeiern. Die White Lounge beweist sich als vielseitige Location der Extraklasse.

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Drin eine heiße Party, draußen das Lagerfeuer.

Entspannter Sound sorgt für das perfekte Chill-out.

Fotos: Mayrhofner Bergbahnen (6), privat (1)

Höhenluft: Was gibt es alles zu tun? Günther Brunner: Wir machen die unterschiedlichsten Arbeiten – und die alle selbst. Das geht vom Schneeschöpfen über das Glatt­ reiben der Wände, das Konstruieren und genaue Einpassen der Holztüren, das Legen des Holzbodens, das Verlegen der Kabel bis zur Installation der Beleuchtung. Am Beginn des Baus sind im Durchschnitt vier Leute damit beschäftigt, den ganzen Tag Schnee nach draußen zu befördern. Die Wände müssen alle mit Pickel bearbeitet und mit einer Stahlreibe geschliffen werden, damit sie richtig schön glatt werden. Wir bauen Bänke, Betten und Bars ... Das Team ist nach ca. zehn Tagen so richtig eingespielt. Ab diesem Zeitpunkt wird jeder so richtig kreativ und bringt sich auch selbst mit ein. Höhenluft: Welche Neuerungen hast du für die Wintersaison 2009/2010 parat?


Höhenluft

Der kunstvoll gestaltete Iglubau lädt ein, bei Lounge-Musik und

einem Getränk auszuspannen und zu genießen.

Günther Brunner: Ich möchte die Erfahrungen der vergangenen Saisonen immer aufgreifen, das Team festigen, Abläufe optimieren und unser Iglu-Dorf von Jahr zu Jahr vernünftig erweitern. Heuer möchte ich zum ersten Mal einen eigenen Kunst-Iglu mit der Chill-out-Area kombinieren. Schneekunst ist eine faszinierende Sache und eine tolle Abwechslung an einem Skitag. Bei all meinen Visionen ist es am wichtigsten für mich, dass ich immer am Boden bleibe und Neuerungen mit Bedacht ausführe. Höhenluft: Was wünschst du dir für die White Lounge? Günther Brunner: Wir hatten einmal ein Pärchen mit 91 bzw. 94 Jahren zu Gast, das von seinen Kindern eine Übernachtung in der Romantik-Suite zur Diamantenen Hochzeit geschenkt bekommen hatte. Die beiden gingen recht früh zu Bett. Als ich am Morgen gerade mit der Vorbereitung des Frühstücks beschäftigt war, stand die Dame plötzlich vor mir und schaute mir zu. Ich habe sie freundlich begrüßt und gefragt, ob sie gut geschlafen hätte. Und sie meinte in ihrem netten Schweizer Dialekt: „Ja, sehr! Und so gekuschelt wie heute Nacht haben wir schon seit 30 Jahren nicht mehr.“ Sie hatten die Nacht im Doppelschlafsack verbracht, während sie zuhause schon seit Jahren in getrennten Betten schliefen. Das war so herzlich dargebracht, dass mir diese Begegnung oft in den Sinn kommt und ich gern daran denke. Ich wünsche mir, dass die White Lounge vielen Menschen ein unvergessliches Erlebnis beschert.

„Unsere Gäste schätzen den herzlichen und unkomplizierten Umgang mit unserem internationalen White-Lounge-Team.“ 11


Mittendrin und après dabei 159 Pistenkilometer, unzählige Einkehrmöglichkeiten: Wer die Wahl hat, hat die Qual. Oder man hat einen Skilehrer, der einem nicht nur auf der Piste zeigt, wo es langgeht.

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Höhenluft

Abfahren auf Après-Ski. Ob Pärchen, Sonnenanbeter oder Liftkartenausnützer: Nach Liftanlagenschluss ist dank Après Ski de luxe noch lange nicht Schluss!

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Fotos: Gerhard Berger (2), Mayrhofen (3)

m besten einen wie den staatlich geprüften Skilehrer Franz Hotter, der seit elf Jahren seine Wintersportleidenschaft zum Beruf macht. „Ich ziehe den Hut vor meinen Schülern – die meisten stehen ja nur ein paar Tage im Jahr auf den Skiern“, lobt der 30-jährige Zillertaler die Ausdauer seiner Schützlinge: „Sie sind von früh bis spät unterwegs – zuerst auf der Piste, dann beim Après-Ski, das ist schon eine Höchstleistung.“ Bevor er mit seinen meist fortgeschrittenen Gruppen in eines der beiden Mayrhofener Skigebiete startet, saust er eine Stunde alleine mit seinen Skiern am Berg herum, um sich „in Form zu halten“. Als Einheimischer kennt er natürlich nicht nur jede Abfahrt wie seine Westentasche, sondern auch die Einkehrmöglichkeiten. In einem Gastronomiebetrieb aufgewachsen, weiß er, wie man Gästen ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Das „Wie“ entscheidet in jedem Fall über das „Wohin“ – auf der Piste genauso wie beim Après-Programm.

Leicht, mittel, schwer „So wie sich die Abfahrten in Hinblick auf den Schwierigkeitsgrad unterscheiden, so unterscheiden sich auch die Hütten und Après-Ski-Bars voneinander. Hauptsache für jeden Geschmack ist etwas dabei“, erzählt Franz, der als Skilehrer nicht nur dafür sorgen muss, dass seine Schüler richtig auf den Skiern stehen, sondern auch, dass sie dabei so richtig Spaß haben. „Zu einem perfekten

Tag am Berg gehört der Einkehrschwung dazu – mittendrin und danach“. Von der Selbstbedienungshütte bis zum Deluxe-Bergrestaurant – Franz Hotter kennt sie alle. Und er weiß, wer sich wo am wohlsten fühlt. „Das ist Teil meines Jobs!“ Pausen zum Panoramagenießen und Neue-Kräfte-Tanken sind Pflicht. Ebenso wie das Programm danach, denn ein Tag in frischer Bergluft will entsprechend gewürdigt werden. „Après-Ski ist ein Ritual, das gehört zum Urlaub dazu“, gesteht der Familienvater, der am Anfang seiner Skilehrerkarriere noch selber jeden Tag „après unterwegs“ war. „Vom Ramba-Zamba und Halligalli in einer Schirmbar bis zu einem gemütlichen Glas Rotwein vor einem Kaminfeuer – alles hat seine Berechtigung und jeder hat seine eigene Art, den Skitag ausklingen zu lassen.“ Neben dem klassischen Après-Ski-Programm mit Jägermeister & DJ Ötzi wird die gediegenere Variante immer beliebter“, erzählt einer, der die Après-Ski-Trends Saison für Saison mitbekommt. „Ein Cocktail in einer stylischen Bar, dazu chilliger Café-del-Mar-Sound: Das kann einiges!“ Die Abwechslung macht’s – das Angebot in Mayrhofen ist groß und man hat einiges zu tun, will man sich durch die gesamte Palette kosten. Franz Hotter will „mindestens noch 30 Jahre“ dabei sein. Welche Après-Ski-Variante Sie auch immer bevorzugen, eines steht fest: In Mayrhofen ist es ganz leicht, AprèsSpaß zu haben, aber ganz schwer, früh heim zu gehen!

Zur Person Franz Hotter steht auf Skiern, seit er laufen kann. Wie es sich für einen echten Zillertaler eben gehört. Seit elf Jahren gibt der staatlich geprüfte Skilehrer sein Wissen weiter. Wissen darüber, wie man richtig Ski fährt und wo man „après“ richtig feiert.

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Essen wie damals Kathrin Fankhauser h채lt das Verm채chtnis der traditionellen Zillertaler Bauernkost in ihrer Familie hoch und l채sst sich 체ber die Schulter schauen. 14


Höhenluft

zum Nachkochen

Kulinarische Giganten der Zillertaler Hausmannskost: Zerggln – aus Kartoffeln und verschiedenen Käsesorten, Zillertaler ­Krapfen – mit Graukas-Kartoffel-Füllung und Schodablattlang (v.li.n.re.)

Fotos: Michael Rathmayr (2), Christian Forcher (2)

Höhenluft: Wir befinden uns hier in der Küche des Hauses, in dem Ihr Mann aufgewachsen ist. Was bedeutet Ihnen dieser Raum? Kathrin Fankhauser: Hier kommt die gesamte Familie jeden Tag zum Mittagessen zusammen. Meine Schwiegermutter, mein Mann und unsere Kinder Rosina und Josef. Ich selbst bin mit meinem Bruder bei meiner Großmutter aufgewachsen, der die tägliche Familienzusammenkunft auch schon immer ein enormes Bedürfnis war, und ich möchte dieses Ritual auch für meine junge Familie beibehalten. Höhenluft: Das Kochen spielte schon immer eine wichtige Rolle in Ihrem Leben? Kathrin Fankhauser: Meine Großmutter nahm sich immer enorm viel Zeit, mit uns gemeinsam zu kochen. Mit ihr haben wir zu Weihnachten die unterschiedlichsten Kekse gebacken und Mehlspeisen zubereitet. Die meisten Rezepte, die ich kenne, hat sie mir beigebracht.

Höhenluft: Was sind denn die unverzichtbaren Grundlagen der bäuerlichen Esskultur hier im Tal? Kathrin Fankhauser: Obwohl die Menschen im Zillertal in den letzten Jahrhunderten nie in finanziellem Überfluss badeten und von dem leben mussten, was Feld und Hof hergaben, hat sich eine auffallend reichhaltige und vielfältige Küche entwickelt. Käse, Milch, Rahm, Butter und Kartoffeln sind wichtige Zutaten und ich schaue, dass ich möglichst alles aus dem regionalen Raum beziehe. Es würde mir zum Beispiel niemals einfallen, die Butter in einem Supermarkt zu kaufen. Die kaufe ich in der Sennerei oder bei einem Bauern. Schafe haben wir selbst, Schnittlauch, den man in der Zillertaler Küche sehr häufig braucht, ziehe ich selbst in meinem kleinen Gartl vor dem Haus. Und einmal in der Woche kommt der „Oar-Lottar“, ein Händler mit seinem kleinen Lieferwagen, von dem wir Fleisch, Fisch, Kartoffeln und dergleichen aus der Region kaufen.

Höhenluft: Man hört ja von Küchengeheimnissen, die nur mündlich von Generation zu Generation weitergegeben werden. Kathrin Fankhauser: Spezielle Rezepte habe ich nicht im Repertoire, allerdings unterscheiden sich die Zubereitungen der Speisen sicherlich etwas voneinander. Das mit den Mengenangaben ist nämlich so eine Sache. Weder meine Großmutter noch meine Schwiegermutter haben je etwas abgewogen oder abgemessen. Denn wenn man für das Kochen etwas übrig habe, bekäme man das schon ins Gefühl. Ich kann das nur bestätigen. Trotzdem gibt es da ein paar Speisen, die ich gerne meiner Schwiegermutter zu kochen überlasse, wie z. B. die Zillertaler Krapfen (lacht).

Höhenluft: Was sind denn Ihre Lieblingsgerichte aus der Region? Kathrin Fankhauser: Natürlich mag ich Klassiker wie die Schliachtanudln und Zerggln sehr gern. Aber ich habe auch eine große Schwäche für Süßspeisen wie Moschtbeerreaschtl oder Schodablattlang, was natürlich meinen Kindern besonders gefällt. Letztere sind ja ein typisches Einfache-Leute-Essen, das man hauptsächlich zu Weihnachten aß. Schließlich hat man es mit Zucker zubereitet, was damals ja absoluter Luxus war. Ich esse aber auch sehr gerne Zelten, zu dessen Anschnitt an Weihnachten traditionellerweise ja auch wieder die gesamte Familie an einem Tisch zusammenkommt.

Schodablattlang 1 Zeile Weißbrot vom Vortag ca. 1 Liter Milch 3–4 EL gemahlener Mohn 3–4 EL Zucker Kochschokolade/Zimt Zubereitung: Das Weißbrot in gut 1 cm dicke Scheiben schneiden. Milch mit Mohn und Zucker kurz aufkochen und erkalten lassen. Die Scheiben Weißbrot schichtweise in eine Porzellanschüssel einlegen und zwischen den Weißbrotschichten das Mohn-Milchgemisch über das Brot gießen. Schicht für Schicht so einlegen und übergießen und zuletzt wieder mit Milch-Mohngemisch übergießen und handgeriebene Kochschokolade oder/und Zimt darüberstreuen. 3–4 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen und dann servieren. Das Gericht wird traditionellerweise aus der Schüssel gegessen.

Zur Person Kathrin Fankhauser, verheiratet mit dem prämierten Schnapsbrenner Martin Fankhauser, ist Bäurin in Schwendau und mit Zillertaler Krapfen, Ofenleber, Melchermuas, Kiachln mit Kraut oder Preiselbeeren, Holzknechtkrapfen und vielen weiteren köstlichen Zillertaler Spezialitäten auf du und du.

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Ungewöhnliche Geschichte Das alte Bauernhaus mit dem Herrgottswinkel und der düsteren Rauchkuchl erzählt viel über das karge Leben der Zillertaler Bauern von einst. Aber auch die Geschichte des berühmtesten Weihnachtsliedes der Welt. 16


Höhenluft

Kleinod mit Geheimtipp-Status. Das Strasser Häusl in Laimach bietet Einblick in die Zillertaler Lebensweise vor 200 bis 300 Jahren.

Mit Akribie zusammengetragen. Die Geschichte der singenden Strasser Kinder, die zu Boten des weltweit populärsten Weihnachtsliedes wurden.

Fotos: Gerhard Berger (1), Mayrhofen (4)

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ie wenigsten wissen, dass „Stille Nacht, Heilige Nacht“ nicht nur aus drei, sondern sogar aus sechs Strophen besteht“, erzählt Rosi Kraft bei ihrer Führung durch das Strasser Häusl in Laimach. „Und neu ist den meisten Besuchern auch die Tatsache, dass das berühmteste aller Weihnachtslieder vom Zillertal aus in die Welt getragen und damit erst bekannt wurde.“ Rosis Augen glänzen und in ihrer Stimme schwingt Stolz mit, wenn sie auf die Geschichte der Strasser Kinder kommt, die vor etwa 200 Jahren hier in diesem Bauernhaus mit den schweren rauchgeschwärzten Balken, dem breiten Balkon und den winzigen Fensterläden gelebt haben. „Lorenz Strasser, der Vater, war Bauer, Krämer und Handschuhhändler. Zwischen Advent

und Maria Lichtmess reiste er gemeinsam mit seinen sechs Kindern nach Leipzig und Berlin, um dort die begehrten Handschuhe zu verkaufen. Um Aufmerksamkeit für den Verkaufsstand zu erregen, sangen seine Kinder Volkslieder aus der Heimat, die großen Gefallen fanden“, weiß Rosi. Ein Lied kam im Nordosten Deutschlands besonders gut an – „Stille Nacht, Heilige Nacht“. „Bei einem Auftritt der ‚Lerchen aus dem Zillertal‘ am 15. Dezember 1832 im Leipziger Hotel de Bologne riss dieses Lied die Zuschauer zu solchen Begeisterungsstürmen hin, dass eine Tournee durch ganz Deutschland mit einem Auftritt vor dem preußischen König Wilhelm IV folgte“, erzählt Rosi weiter. „Und so wurden die Zillertaler Handschuhhändler zu Boten des weltweit populärsten Weihnachtsliedes.“

Zeitreise ins Zillertaler Landleben Neben Abbildungen der Geschwister Strasser, Original-Noten, die Rosi bei ihren Recherchen in Leipzig selbst aufgefunden hat, und Handschuhen aus jener Zeit gibt es im Strasser Häusl noch allerlei anderes zu entdecken. Mit akribischer Sammelleidenschaft hat Rosi in den letzten 20 Jahren originale Exponate zusammengetragen, die wenigstens so alt sind wie die Geschichte des Hauses selbst und die einen eindrucksvollen Streifzug durch die alte bäuerliche Kultur im Zillertal bieten. Ob landwirtschaftliche Gerätschaften mit längst vergessenen Namen, die heimische Tracht oder die Geschichte von Zillertalern, die ihre Spuren anderweitig im Ausland hinterlassen haben – Geschichte im Strasser Häusl ist dank der engagierten Rosi, die Besucher auch gerne mit Kaffee und Selbstgebackenem verwöhnt, echt, allgegenwärtig und durch und durch lebendig.

Zur Person Rosi Kraft nahm sich vor zehn Jahren des denkmalgeschützten Strasser Häusls an, um es mit Sorgfalt zu renovieren und zu einem kleinen Museum zu machen. Ihre ganze Leidenschaft gehört dem Aufspüren von historischen Spuren, die Zillertaler weltweit hinterlassen haben.

Strasser Häusl Laimach bei Hippach Öffnungszeiten während der Weihnachtsfeiertage von 10 bis 12 Uhr & 14 bis 17 Uhr, ansonsten nach Vereinbarung unter 0043 (0) 676/3225522

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Die Kraft des Holzes Mayrhofens einziger Drechslermeister hat sich seinen Leidenschaften verschrieben – seinem seltenen Beruf, dem Werkstoff, mit dem er arbeitet, und den besonderen Wßnschen seiner Kunden.

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Höhenluft

Originalität. Walter Buchberger ist Drechsler mit Leib und Seele. Jedes seiner Produkte ein Unikat.

Fotos: Christian Forcher (3), privat (2)

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as soll wirklich funktionieren!“, erzählt Walter Buchberger begeistert. „Eine Kundin aus Deutschland hat mir erzählt, dass ihre Kinder beim Anblick meines drehenden Holzkreisels ganz ruhig werden. Immer wenn sie herumtoben und es gar zu arg treiben, ruft sie sie zusammen und holt den Kreisel, den ich gefertigt habe, hervor. Ihre Kleinen sehen dem Drehen des Spielzeugs fasziniert zu und aus den Rabauken werden friedliche Gesellen.“ Der Drechslermeister blickt auf einen ähnlichen Kreisel in seinen Händen: „Ob das auf die Drehbewegung oder das Holz, aus dem er gemacht wurde, zurückzuführen ist, bleibt freilich offen. Aber ich glaube natürlich an die Kraft des Holzes.“ Das ist wenig verwunderlich, wenn man in die Familiengeschichte von Walter Buchberger blickt. Seit bereits vier Generationen wird die Werkstatt in der Mayrhofner Schwendaustraße betrieben. Der Geruch nach Holz liegt in diesem Ortsteil seit Jahrzehnten wie selbstverständlich in der Luft. „Du riechst die Zirbe“, meint Walter Buchberger, „ich arbeite hauptsächlich mit dieser Holzart, aber auch mit Kirsche, Nuss, Esche und vielen weiteren heimischen Hölzern.“ Waren es in den 60ern des letzten Jahrhunderts hauptsächlich Stühle, die in der Drechslerei Buchberger produziert wurden, sind das mittlerweile Zirbenholzschüsseln in den verschiedensten Formen. Bis zu 80 cm Durchmesser können diese groß sein. Zirbenholz hat das geringste Schwindverhalten aller einheimischen Nadelhölzer, d. h., dass es sich besonders gut für beispielsweise Salatschüsseln eignet, da dem Holz die Nässe nichts anhaben kann. Außerdem riecht Zirbenholz sehr angenehm. Der Geruch kann sich über Jahre halten und ist bei Wetterumschwüngen intensiver wahrzunehmen als sonst. „Ein Forschungsergebnis des Joanneum Research besagt ja sogar, dass die Schlafqualität in einem Zirbenholzbett höher ist als in einem herkömmlichen. Außerdem habe

ich nachgelesen, dass sich der Einfluss des Zirbenholzes in einer niedrigeren Herzrate bei körperlichen und mentalen Belastungen zeigt“, weiß Walter Buchberger. Und untermauert damit noch einmal seinen Glauben an die Kraft des Holzes.

Tüftler aus Leidenschaft Neben der Produktion der bei Einheimischen wie Urlaubern beliebten Schüsseln hat sich Walter Buchberger auf Sonderanfertigungen spezialisiert. „Es passiert immer wieder, dass Kunden mit besonderen Wünschen an mich herantreten. So drechsle ich kniehohe Dekokugeln genauso wie Falkenblöcke für Greifvögel einer Flugshow.“ Vor ein paar Jahren fragte ein Urlauber in Walter Buchbergers Geschäft in der Pfarrer-Krapf-Straße nach einem Globus aus Holz. Er würde schon so lange nach einem solchen suchen, sei aber noch nicht fündig geworden. „Ich wurde neugierig und fragte nach den genaueren Vorstellungen. Machte mich an die Arbeit und konnte wenig später mein Ergebnis präsentieren.“ Davon, wie glücklich er den deutschen Gast damit machen konnte, zeugt noch heute ein Foto. „Ich mag es, auf Sonderwünsche einzugehen und individuelle Lösungen zu finden – mir macht mein Beruf einfach Spaß.“ Bewiesen hat er das auch mit seiner Mitarbeit bei Bodybuddy, die innovative „Streetstepper“ vertreiben. Der Prototyp dazu war aus nichts geringerem als Holz und – made by Walter Buchberger. „Ich empfinde es als großes Glück, mit dem Werkstoff Holz arbeiten zu dürfen“, erzählt Mayr— hofens einziger Drechsler. Aber nein, ein Zirbenholzbett habe er nicht zuhause stehen. „Ich bin schon mein Leben lang den ganzen Tag von Holz umgeben und seinen positiven Einflüssen ausgesetzt. Deshalb brauch ich kein solches Bett mehr, damit ich mich besser fühle.“ Nach einem langen Arbeitstag schaue aber auch er einem sich drehenden Kreisel gerne beim Tanzen zu.

Zur Person Walter Buchberger Schon als kleines Kind verbrachte Walter Buchberger seine Zeit am liebsten in der Werkstatt seines Vaters und wusste schon sehr früh, dass auch er das selten gewordene Handwerk des Drechselns ausüben wollte. Als jüngster Drechslermeister Österreichs übernahm er den Familienbetrieb, der bereits 1903 gegründet wurde, im Jahr 1993. Neben Schüsseln und Spezialanfertigungen produziert Walter Buchberger auch Drehteile wie Kugeln, Stiegensprossen, Balluster und Zulieferteile verschiedenster Art. Sein Geschäftslokal im Zentrum Mayrhofens, in dem er seine Kostbarkeiten und Holzspielzeug anbietet, betreibt er gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Doris.

Drechslerei Buchberger Pfarrer-Krapf-Straße 394 Tel.: 0043 (0) 5285/62698 www.drechslerei-buchberger.at

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Eine steile Sache Jeder Skifahrer, der die Harakiri stehenden Fußes bewältigt hat, ist stolz zu sagen: „I’m a survivor“. Aber wie steht es eigentlich um jene Menschen, die die steilste technisch präparierte Piste Österreichs den ganzen Winter über auf Vordermann bringen?

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• J eden Freitag von 13 bis

15 Uhr findet direkt auf der Piste ein Fotoshooting der Bezwinger der Harakiri statt. Die Fotos gibt es unter www.mayrhofner-bergbahnen.com zu sehen. •S  elbst Pistengerätfahr er unterschätzen die Steilheit der Harakiri von Zeit zu Zeit. Empfehlenswert: „Harakiri Spot“ auf www.youtube.com


Höhenluft

Facts & Figures

PistenBully bei der Arbeit auf der Harakiri

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eine sämtlichen männlichen Freunde würden mich immens beneiden, wenn sie wüssten, wo ich mich gerade befinde. Das fühlt sich gut an. Nicht nur, dass mir deren Neid gewiss ist. Ich fühle mich dort gut, wo ich gerade sitze. Erhaben im Cockpit eines PistenBullys. In einem ergonomisch geformten Sitz, in dem ich zweimal Platz hätte und aus dem ich nie wieder aufstehen möchte. Vor mir ein Halblenkrad, das ich eher in einem Rallyewagen vermutet hätte. Rechts ein Joystick, perfekt auf die Hand des Fahrers abgestimmt. Übersichtlich und einfach handzuhaben: das Bedienpanel, über das sämtliche Funktionen direkt anwählbar sind. Per Knopfdruck und ohne Verwechslungsgefahr. Denn jede Funktion ist abgebildet und farblich eindeutig gekennzeichnet. Übersichtlich und selbsterklärend. Über die Armlehne habe ich direkten Zugriff auf den Bildschirm, mittels eines in die Mittelarmlehne integrierten Terminal-Control-Centers. Der Motor wird per Knopfdruck gestartet. Zwölf Tonnen und 490 PS unterm Hintern. – Allein, ich befinde mich nicht auf der Piste.

Der Aufwand für den Betrieb der Harakiri ist beträchtlich. Sie muss täglich beschneit und unter vollster Konzentration präpariert werden. Wird nur einmal ein wenig zu viel beschneit, bricht der Schnee in Form einer Lawine weg, was einen Neustart für den gesamten Pistenaufbau bedeuten würde. Zudem müssen für die Harakiri Banden geschaffen und laufend überarbeitet werden, um die Wintersportler im Fall eines Sturzes in eine gewollte Sturzbahn zu lenken.

Präparierung an einem sogenannten „Ankerpunkt“, der bereits im Sommer gesetzt wird, und der das Pistengerät vor dem Abstürzen bewahrt. Diese speziellen Winden ziehen nicht das ganze Gerät, sondern wirken nur unterstützend und laufen synchron mit der Antriebshydraulik des Pistengeräts. Josef Geisler: „Der Fahrer muss mit äußerster Konzentration bei der Sache sein und sich im Fahrersitz mit einem speziellen Gurt zusätzlich absichern.“ Und Gottfried Rahm ergänzt: „Ich muss sehr genau darauf achten, dass es zu keinen Überlastungen der Windensteuerung kommt, da ansonsten zu große Kräfte auf das Windenseil und den Ankerpunkt kommen.“ Beides wird im Übrigen in regelmäßigen Abständen kontrolliert, um eventuelle Schäden frühzeitig zu erkennen. Welches Gefühl er denn beim Präparieren hätte, frage ich den versierten Pistengerätfahrer. „Die Harakiri ist eine besondere Herausforderung, der ich tagtäglich mit Respekt begegne. Aber ich bin jetzt über 25 Jahre im Dienst, da denkt man irgendwann nicht mehr über die besondere Steilheit der Piste nach“, überzeugt mich Gottfried Rahm.

Intelligente Beschneiung Der Winde sei Dank Ich bin umringt von drei Männern. Worum mich wiederum sämtliche meiner Freundinnen beneiden würden. Einer von ihnen ist Josef Geisler, Betriebsleiter der Mayrhofner Bergbahnen. Die beiden anderen ihres Zeichens PistenBully-Fahrer. Einer von ihnen, Gottfried Rahm, ist für den Zustand der steilsten technisch präparierten Skipiste Österreichs zuständig: die Harakiri. Gemeinsam erklären sie mir, wie es überhaupt möglich ist, eine Piste von durchschnittlich 78 Prozent Gefälle zu präparieren. „Die Harakiri mit einer Durchschnittsneigung von 36 Grad wird erst seit wenigen Jahren präpariert. Erst seit dies technisch überhaupt möglich ist. Zuvor gab es an dieser Stelle nur eine Buckelpiste“, weiß Josef Geisler zu berichten. Möglich wurde die Präparierung der Piste mit der extremen Steillage durch eine Seilwindenmaschine. Diese speziellen Pistengeräte hängen via starkem Seil während der

Um die Harakiri präparieren zu können, braucht es aber mehr als das Pistengerät. Eine kluge Vorgehensweise bei der Beschneiung der Piste und dem schichtweisen Schneedeckenaufbau ist unerlässlich. „Drei bis vier Wochen Schichtaufbau sind im Frühwinter in etwa nötig, um alle Geländekonturen und Gräben auszugleichen“, berichtet Josef Geisler. „Dabei wird täglich eine Schicht Kunstschnee mit den Ketten in die Pistenfläche gedrückt und im rauen Zustand belassen. Erst bei Eröffnung der Piste wird die Heckfräse eingesetzt, um die Piste zu glätten und damit befahrbar zu machen.“ Damit den Wintersportlern bis Saisonende eine einigermaßen griffige Piste geboten werden kann, wird die Harakiri täglich beschneit. Und ich werde gefragt, ob ich einmal mit von der Partie sein möchte. Aber selbstverständlich bin ich dabei! Wie oft hat man denn die Gelegenheit, ganz nah an einem Arbeitsplatz zu sein, um den man von der halben Welt beneidet wird? 

. PistenBullyGottfried Rahm Harakiri r Fahrer auf de

Josef Geisler. Betriebsleiter der Mayrhofner Bergbahnen

Read & Ride Was Rider unbedingt wissen sollten, bevor sie sich an die steilste präparierte Piste Österreichs heranwagen: • Kenntnis der FIS-Regeln • körperliche Fitness • beste Körperbeherrschung • das fahrerische Können sollte über den Durchschnitt hinausreichen • versierte Skitechnik • stabile Körperposition • unbedingt Außenski belasten – nicht zum Hang lehnen • entschlossenes Aufkanten • optimale Ausrüstung – dazu gehören scharfe Kanten und ein Helm • absolutes „No Go“ für Snowblades und Kurzski

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Unique Mountain Very british!

Music Festival 22


Höhenluft

Star-DJ’s, r le a n o ti a n r te Turntables in n e d n o v e v elassenste unes li T g s u te a n e t, ll ib e z g x s E Motto-Partie Man nehme: s e it e s n e g platziere n u d n id u le , k g r n e V tu s n ü r te die schrägs intersportaus W n a ß a tm s Runde! e d te lf in e M ie in d e , in g n 0 u ing geht 201 b Festival­stimm m o b w o n S . in Mayrhofen g n u h c is M e dies

W

er denkt, dass Briten tendenziell ein eher steifes und eine Spur zu prüdes Völkchen sind, hält Snow­ bombing für eine kriegerische Angriffsform und sollte seine Vorurteile schnellstens in den To­ wer sperren und sich von 5. bis 10. April nach Mayr­hofen begeben. Wer sich in diesem Zeitraum dort aufhält, wird feststellen, dass die Stimmung auf Ibiza oder am Karneval in Rio im Alpenraum dank Snowbombing seinesgleichen gefunden hat. Doch ziehen Sie sich warm oder viel eher außer­ gewöhnlich an: Wenn Sie sich für lockerer als die Untertanen von Queen Elisabeth II. halten, sollte es für Sie gelebtes Understatement sein, im Tüllröckchen und aufgeklebten Schnurrbart auf die Piste zu gehen, in Neon-Hot-Pants auf der Hauptstraße zu flanieren und im Superhel­ den-Outfit die Nacht zum Tag zu machen. Wer nicht unvorbereitet wirken möchte, dem sei empfohlen, vor dem Kofferpacken einen Blick auf das Line-up und die zugehörigen Mottos zu machen, über die vorab meist auf www.snow­ boarding.com abgestimmt wird. „Ein Besuch in einem Second-Hand-Shop oder ein Blick in Omas Kleiderschrank fördert bestimmt geeig­ nete Blickfänge zu Tage“, rät Gareth Cooper, Snowboarding-Organisator, und geht über ins Schwärmen: „Mayrhofen erfüllt einfach all unsere Ansprüche: exzellente Schneebedin­ gungen selbst zu Saisonende, eine großartige Auswahl an Unterbringungsmöglichkeiten und einzigartige Party-Locations. Wir lieben es, hier zu sein!“

Fotos: Snowbombing

Schlaflos in Mayrhofen Mayrhofen auf Schlafentzug: Dafür sorgen die Auftritte von über hundert bekannten DJ’s in verschiedenen Locations. Dass Arena, Sports Bar, Ice Bar und Schlüssel prädestinierte Par­ ty-Locations sind, liegt auf der Hand. Doch wer

hätte gedacht, dass es sich umgeben von Ig­ lus (bei der Arctic Disco), in einer Tennishalle (beim sogenannten Racket Club), in einem ent­ legenen Seitental (bei der Backcountry Party) oder auf einem Waldplatz (bei der Forrest Par­ ty) exzellent feiern lässt? „Die Engländer sind schlicht und ergreifend das beste Partyvolk, ausgelassen und doch nie unhöflich. Man merkt einfach, wie gerne sie in Mayrhofen sind“, schildert eine, die es wissen muss: Franziska Kröll von Christophorus Reisen. „Snowbombing ist bestimmt einer der besten Werbeträger für Mayrhofen; sehr breit gelagert und bringt in etwa 3000 Gäste“, erzählt die Unternehmerin, deren Schlafpensum während Snowbombing nicht nur wegen der vielen Arbeit sehr gering ist. Streetparty, 2 Many DJs am Waldplatz und Beardyman in der Arctic Disco zählt sie uns als ihre Party-Favoriten beim Snowbombing 2009 auf.

Boarding am Tag, Beats in der Nacht Snowbombing hat sich seit 1999 zum verrück­ testen, lautesten, gemütlichsten Après-Ski-

Gareth Cooper. Der Snowbombing-Organisator setzt für sein „Baby“ dieselben Energien ein wie der walisische RugbySpieler Gareth Cooper bei einem „scrum“ (Gedränge). Zahnschutz und Stollenschuhe braucht er dafür zwar nicht, wohl aber gute Teamspieler.

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Die Snowbomber – freundliche, überschwänglich feiernde Leute – am Köcheln bei der Streetparty.

Karneval am Penken: Superhelden in ihrem ­Element Snowbomber haben ein echtes Kostümierungstalent.

Höchste Konzentration an den Turntables – höchste Ausgelassenheit am Dancefloor.

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Fotos: Snowbombing (4), Mayrhofner Bergbahnen (1), Oakley Jib Vid (1)

, erlsüße Party ist eine zuck ng bi m bo w ne Sno Prali nbox. en-Panoramalp A r ne ei in verpackt

Fest weit und breit entwickelt. Dahinter steckt die Arbeit von einem engagierten Team, das sich nicht auf seinen Lorbeeren ausruht. „Nach dem Snowbombing ist vor dem Snowbombing“ bedeutet in Hinblick auf die Organisation süße, nicht bittere Wahrheit. Schließlich müssen die zahlreichen DJs rechtzeitig gebucht werden, da in Mayrhofen keine unbeschriebenen Blätter auftreten, sondern international gefragte TopActs der (elektronischen) Musikszene. Auch ab­ seits des musikalischen Geschehens will sich die Snowbombing Crew 2010 überbieten. Was da alles auf Mayrhofen zukommt, lässt sich nicht vorhersagen, aber so viel steht jetzt schon fest: Die Wunsch- und Ideenliste der Organisa­ toren ist lang. Snowbombing wird auch 2010 eine Extraportion Ausgelassenheit und Lebens­ freude involvieren. Darum: „God Save Snow­ bombing! (und die Queen).“ 

www.snowbombing.com – Auf ein Wiedersehen bei Sonne, Schnee & Schabernack!


Was die Presse schreibt „Snowbombing has evolved into one of Europe’s most unusual yet impressive music festivals over the last few years. We recommend you get involved.“

Mixmag „One of the best-kept secrets on the festival calendar, and not one for the faint-hearted. With an intoxicating cocktail of bands, DJs, costumes, sunshine and snow.“ Jon Weaver,

Daily Express „The most random, eclectic and friendly collec­ tion of bands, DJ and mischief makers, maybe in the whole world ... Put yourself in training now, case you may think you’re hard enough, but this party never ever stops.“

MTV

White Lounge Iglu-Party – dienstags

Oakley Jib Vid – 17. bis 20. März 2010

wo der berg rockt. Wenn sich dienstagabends Feierlaunige aufmachen zur heißen White Lounge Iglu-Party bei eisigen Temperaturen, lockt insbesondere das spezielle Partypaket, das die Berg- & Talfahrt mit der neuen Ahornbahn, eine geführte Fackelwanderung zur White Lounge und einen Begrüßungscocktail inkludiert. Gerockt wird zu coolen Sounds bei heißen Drinks bis um 23 Uhr. Das einzigartige Ambiente garantiert einen Partyabend mit Stil und Klasse – Clubfeeling pur direkt auf dem Ahorn. Informationen und Kartenreservierung unter www.white-lounge.at

FIlm-festival der anderen art. Zum bereits dritten Mal läuft das sensationelle Film- und FreestyleFestival am Vans Penken Park in Mayrhofen von der Rolle. Ein FilmFestival, das Kreativität, Natur, Ski und Snowboard verbindet. Filmteams zu je drei Snowboard-Profis haben genau 28 Stunden Zeit, einen möglichst kreativen Kurzfilm (120 Sekunden) aufzunehmen. Das ließen sich in der Vergangenheit so prominente Boarder wie Dan ­Wakeham, Dom Harrington und Sam Cullum nicht entgehen. www.jib-vid.com

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2100 m

Ahornbahn

Ahornbahn

1100 m

08:00

Auffn & ochn [Zillachtolerisch für: Auf & ab]

Dem Himmel so nahe – mit beiden Beinen auf der Piste. Skiline ist nichts für Ganztages-Hüttensitzer, sondern für Höhenmetersammler!

26 26

Ahornbahn

1600 m


Höhenluft

2100 m

skiline 10.01.2009

Höhenmeter 33748

1600 m

W 09:00

10:00

11:00

Oberjäger im Höhenmeter-Rekord-Revier Unbestrittener Höhenmeter-Sieger der Saison 2008/2009 ist Heinz Lechner aus Mayrhofen. Der 49-jährige technische Betriebsleiter vom Hotel Strass fährt seit seinem dritten Lebensjahr Ski. Gelernt hat er es – wie könnte es anders sein – in Mayrhofen, als es am Penken gerade mal drei Lifte gab. Angetrieben von einer gehörigen Portion Ehrgeiz und einer Packung Manner-Schnitten brauste der passionierte Ausdauersportler an einem Tag 27 Mal innerhalb von vier Minuten die rund 6,5 Kilometer lange Ahorn-Abfahrt herab. „Pausiert habe ich während der acht Stunden, die ich durchgefahren bin, nur in der Gondelkabine“, erzählt Heinz, während er die

Sommertrainingsleistung des 0 Höhenrekordhalters Heinz 13:0Lechner

14:00

Ahornbahn

Ahornbahn

Ahornbahn

Ahornbahn

Ahornbahn

„25.000 Radkilometer und 307.000 Höhenmeter“

Ahornbahn

Ahornbahn

17:00

Ahornbahn

16:00

Ahornbahn

Ahornbahn

Ahornbahn

15:00

Ende: 16:34 (8:35)

Liftfahrten: 26 Abfahrtsstrecke: 76 km Liftstrecke: 71 km

Ahornbahn

Ahornbahn

Ahornbahn

Ahornbahn

Ahornbahn

Ahornbahn

Ahornbahn 14:00

Ahornbahn

Ahornbahn

Ahornbahn

Ahornbahn

Ahornbahn

Ahornbahn

Ahornbahn

13:00

Ahornbahn

12:00

as Sie hier sehen, ist kein EKG und auch kein Börsenkurs. Es sind die absolvierten Höhenmeter eines Ski- oder Snowboardtages im Skigebiet der Mayrhofner Bergbahnen. Egal ob aus Neugier, Ehrgeiz oder einfach nur Spaß: Mit dem Code auf dem Skipass lässt sich die HöhenmeterPerformance schwarz auf weiß festhalten. So gibt es nach Liftschluss keine Diskussionen darüber, wer am fleißigsten unterwegs war und sich deshalb als erstes eine Stärkung verdient hat. „Manche gehen richtig aggressiv auf die Höhenmeter los – Einheimische wie Urlauber. Beide Gruppen nehmen das Skiline-Angebot gut an“, berichtet Sepp Geisler, Betriebsleiter der Penkenbahn.

Fotos: Gerhard Berger (2)

Ahornbahn

Ahornbahn

Ahornbahn

11:00

Ahornbahn

Ahornbahn

10:00

Ahornbahn

Ahornbahn

Ahornbahn

Ahornbahn

Ahornbahn

Ahornbahn

Ahornbahn

Ahornbahn

09:00

Ahornbahn

Ahornbahn

Ahornbahn

Ahornbahn

08:00

Ahornbahn

Ahornbahn

Ahornbahn

1100 m

Ahornbahn

Start: 7:59

15:00

12:00

Berg­läufer beim Harakiri-Run anfeuert. Da der 49-Jährige nicht älter, „sondern besser“ wird, kann er sich mit der Idee eines HöhenmeterWeltrekordes anfreunden. Doch dazu müssten die Bahnabfahrtszeiten auf sein Eintreffen bei der Talstation abgestimmt werden. In der Saison 2008/2009 war er nach jeder Abfahrt gezwungen, zirka zwei Minuten zu warten, ehe ihn die Pendelbahn wieder bergauf brachte. Anders als eine Umlaufbahn fährt eine Pendelbahn in bestimmten Intervallen. Die Ahornbahn verkehrt im Viertelstundentakt, außer die Maximalkapazität von 160 Personen ist früher erreicht. „Mal sehen, ob’s was wird“, lächelt der Höhenmeterjäger. Einer, der ihm einen neuen Rekord ermöglichen könnte, ist der Betriebsleiter der Ahornbahn, Klaus Hanzmann: „Klar ist es vorstellbar, dass diese Spitzenleistung überboten wird – entweder indem der Fahrgaststrom immer exakt so passt, dass die Gondel abfahrtbereit ist, sobald der Rekordjäger eintrifft, oder wir orientieren für einen Tag unseren Betrieb gänzlich an diesen einen Fahrgast.“ Was sich davon eher realisieren lässt, ist unklar – es bleibt also spannend für Heinz Lechner und andere Skiliner. Wer plant, Heinz Lechner das Wasser oder besser die Höhenmeter zu reichen, sollte sich mit seinem Sommersport-Programm anfreunden: 25.000 Kilometer und 307.000 Höhenmeter. Natürlich nicht per Ski, sondern per Rad. „So steckt dann im Winter genug Kraft in den Wadl’n“, verrät Heinz Lechner. Skiline heil!

So funktioniert‘s Auf www.skiline.cc erhalten Sie gegen Eingabe Ihrer SkipassNummer binnen weniger Sekunden Ihre ganz persönliche „Skiline“. Auf einen Blick finden Sie alle von Ihnen benutzten Liftanlagen und die dabei bewältigten Höhenmeter und Abfahrtskilometer. Informationen auch unter: www.mayrhofnerbergbahnen.com/skiline

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Mayrhofens Aushängeschild in Sachen Snowboard Freestyle Thomas „Beckna“ Eberharter spricht im HÖHENLUFT-Wordrap über kostbare Augenblicke, die faszinierende Materie Schnee und warum er ein „Kaltblütler“ ist.

Frischluftfreak mit Bewegungsdrang

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Fotos: Scalp DPPI (1), Hansi Herbig (1), Peter Mathis (1), Christian Eberl (1), Christian Böhm (1)

Höhenluft

Mayrhofen Ein Eldorado für Wintersportler und meine Heimat. Es war wichtig für mich, dass ich durch das Snowboarden viel herumgekommen bin, aber ich war immer froh, wieder hierher zurückzukehren. Lebensmotto „Es ist nicht zu wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist zu viel Zeit, die wir nicht nutzen.“ Ich versuche täglich, jeden Augenblick auszukosten, auch wenn das mit zu­nehmendem Alter und den dazugehörigen Pflichten nicht immer leicht ist. Lieblingsplatz Der ist überall, solange ich in der Natur bin. Ich bin ein Frischluftfreak mit großem Bewegungsdrang, dass es für mich beinah unmöglich ist, von früh bis spät im Haus zu sitzen. Die Natur mit ihren vier Jahreszeiten gibt mir viel an Energie wieder zurück. Heimat Meine Heimat setze ich mit Glück gleich. Es ist Glück, den Wasserhahn aufdrehen zu können und Trinkwasser zur Verfügung zu haben. Glück, weder Auto noch ­Haustüre zusperren zu müssen. Glück, die Berge vor der Nase zu haben und bei ihrem Anblick täglich etwas Neues zu ­entdecken. Einfach Glück, hier aufgewachsen zu sein. Schnee Ich bin ja ein Kaltblüter, d. h. mir wird eher warm ums Herz, wenn es kalt ist. Schnee ist eine unglaublich faszinierende Materie für mich und beim Anblick einer Schneelandschaft geht mir das Herz auf. Schwerkraft Die versuche ich durch das Snowboarden ab und zu außer Kraft zu setzen – und das macht großen Spaß. Man muss aber aufpassen, dass sie einen nicht wieder zu schnell in die Realität zurückholt. Veränderung Ist die einzige Konstante im Leben. Beckna Das hängt mit meinen familiären Wurzeln, unserem Hausnamen hier in Mayrhofen zusammen. Mein Onkel hat eine Bäckerei, ist also ein „Beckn“. Ich wurde einfach zum „Beckna“ und konnte mich gar nicht mehr gegen den Namen wehren. Ästhetiker We are brothers from different mothers. Uns Ästhetikern ging es immer um den Spaß am Snowboarden, woraus eine Firma, Produkte und Events entstanden sind. Und wir wollen dem Sport, der uns so viel gegeben hat, einfach ein bisschen was zurückgeben. www.aesthetiker.com

Vorbild Eines meiner größten Vorbilder war der leider schon verstorbene Tommy Brunner, einer der ersten österreichischen Profis, der sein Geld mit Foto- und Filmproduktionen verdiente und davon leben konnte. Er gehörte zu den erfahrensten europäischen Big-Mountain- und Freeride-Fahrern. Heute bringen Leute wie Wolle Nyvelt, Gigi Rüf oder Nicolas Müller das Snowboarden auf ein neues Niveau. Geburtstag Mit dem 29. Februar hab ich recht selten Geburtstag, aber ich mach es damit wett, dass ich am 28. Februar und am 1. März feiere. Geschwindigkeit Die richtige Geschwindkeit ist ein enormer Faktor beim Boarden, wofür man erst ein Gefühl entwickeln muss. Das ist bei einem Sprung, bei dem man unbedingt die Landung treffen muss, äußerst wichtig. Aber auch beim Freeriden in steilem Gelände, wenn vom Start eines Runs Schnee, den wir „sluff“ nennen, nachrutscht, der einen mitreißen könnte. VANS Penken Park Mit Sicherheit einer der besten und lustigsten Parks in ganz Europa. Durch die Länge des Sunjet Sessellifts, der praktisch genau den Park abdeckt, hat man eine sehr hohe Frequenz an Runs pro Tag, die man weltweit sonst nirgends findet. www.vans-penken-park.com Air & Style Der Original-Big-Air-Event aus früheren Zeiten mit hohem Nostalgie-Faktor. 1998 hab ich durch einen glücklichen Zufall daran teilnehmen können und war als erster Österreicher unter den Top 3. 

Zur Person Thomas „Beckna“ Eberharter …  auch schon als ­„Zillertals finest“ tituliert, erlebte als Zwölf­jähriger die Anfänge des Snowboardens im Zillertal hautnah mit. Vom Spaß an der Sache getrieben, schaffte er es bis zum Freeride-Profi und bereiste als solcher die Welt. Beckna, 33, ist gelernter ­Hotelkaufmann, Mitglied der Ästhetiker, Marketing-Profi bei VANS, Vater einer kleinen Tochter und lebt bei Mayrhofen.

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Der bummelnde Bayer Bummeln, einkaufen, essen, Leute beobachten, Geschichten erfahren: Gute Gründe für den bayrischen Journalisten Georg Weindl, um ­Mayrhofens Hauptstraße aufzusuchen.

M

al kommt er privat, öfters aber beruflich. Doch wenn, so wie im Fall von Georg Weindl, der Beruf Berufung ist, schmälert letzteres nicht den Spaßfaktor. Er geht mit offenen Augen und Ohren durchs Leben – immer dankbar für eine gute Geschichte. Die hat er im Zentrum Mayrhofens, entlang der Hauptstraße, schon öfters aufgeschnappt. Kein Wunder, denn hier tummelt sich ein heterogenes Publikum: Alt wie Jung, Einheimische wie Gäste, Konservative wie Ausgeflipptere. Gerne lässt er seinen Blick entlang der Schaufenster schweifen und sich von ihnen in das Geschäftsinnere locken. „Ich bin da sehr spontan“, erzählt er verschmitzt lächelnd und führt weiter aus: „Nur einmal bin ich mit Vorsatz in ein Geschäft hinein: Ich war zu einer Abendveranstaltung am Ahorn eingeladen und hatte keine warme Hose dabei. Doch selbst diesen quasi notgedrungenen Kauf habe ich nicht bereut.“ Im Normalfall ist es jedoch nicht das Muss, sondern die Muße, die Georg Weindl zum Erstehen neuer Sachen bringt.

1 x am Tag flanieren „Fern von Alltagssorgen und -besorgungen macht das Einkaufen einfach viel mehr Spaß. Ich bin dann wesentlich konsumfreudiger!“ Georg Weindls Einstellung kommt den einheimischen Geschäftsleuten zugute, spaziert er doch „mindestens einmal täglich“ Mayrhofens Flaniermeile auf und ab, sobald er vor Ort ist. Was er dabei alles

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Mayerhofens Rodeo Drive Auf der Hauptstraße, der Flaniermeile Mayrhofens, herrscht immer buntes Treiben. Egal ob der Bauch brummt, die eingetrocknete Kehle Erfrischung sucht, der Berg lockt, die Garderobe frischen Wind braucht, das Sportgerät nach einem Service schreit, die Daheimgebliebenen ein Souvenir erwarten, eine Tour gebucht werden soll oder einem etwas im Kosmetikbeutel fehlt – auf Mayrhofens Hauptstraße wird man fündig – Begegnung mit einem (Hollywood-)Star nicht ausgeschlossen, Begegnung mit gut gelaunten Menschen garantiert.


Höhenluft

An der Sennerei kommt Käseliebhaber Georg Weindl bei keinem seiner Besuche vorbei.

Was ein g’stand‘ner Bayer sein will, braucht a fesches Schuhwerk. Gut, dass es Boom Shoes gibt.

Fotos: Michael Rathmayr (6)

Zwischendurch eine Stärkung im Café Kostner, gefolgt von Probeschnuppern in der Parfümerie und der Begegnung bei Sport Manni mit einer Daunen­jacke, bei der Georg Weindl nicht nur ums Herz herum ganz warm wurde ...

ersteht, bleibt dem Zufall überlassen – nur zwei Dinge sind nach jedem Besuch fix im Gepäck, wenn die Heimreise nach Rosenheim ansteht: Käse und Brot. „Diese beiden essbaren Souvenirs müssen immer sein!“ Ansonsten haben es ihm Sportartikel und kleine Mitbringsel angetan. „Es gibt hier so eine Vielzahl an Geschäften, es ist eine Freude. Nicht nur die klassischen Platzhirsche, die in jedem Skigebiet mit dabei sind, besonders das Angebot abseits von 08/15 macht das Einkaufen hier so interessant“, gesteht der Urlaubs-Shop­aholic und erklärt weiter, warum er abgesehen von der Einkaufs-Vielfalt immer wieder nach Mayr­hofen kommt: „Es sind die Kontraste,

die einen Aufenthalt hier so spannend machen – innerhalb kürzester Zeit kann ich mich von einem belebten kleinstädtischen Zentrum in ein ruhiges Seitental begeben, je nachdem, wonach mir gerade ist. Abwechslung ist das Salz in meiner Urlaubssuppe!“ Schnellschüsse leistet sich Georg Weindl auch in Urlaubslaune nicht – gekauft wird nur, was auch Einsatz findet: „Ich brauche nicht jedes Jahr eine neue Skiausrüstung, meine Ski müssen ein paar Saisonen durchhalten!“ Tja, liebe Mayrhofner Geschäftsleute, ein 100%iger Shopaholic ist der bummelnde Bayer dann doch nicht. Aber zum Glück gibt es ja eine Frau an Georg Weindls Seite ...

Zur Person Seine Neugierde und Geselligkeit führen Georg Weindl immer wieder zu spannenden Geschichten. Der Alpenraum ist das bevorzugte Rechercherevier des freien Journalisten. Wer lesen möchte, was und wer dem Bayern alles so begegnet, greift zu FAZ, Die Welt, Geo Saison, Skimagazin oder zu Alpin – um nur einige jener Titel zu nennen, für die er schreibt.

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Rein in die Natur Die faszinierenden Bergpanoramen rund um Mayrhofen versetzen nicht nur Schneebegeisterte in Verzückung. Bereits jetzt träumen Mountainbiker vom Sommer und den breit gefächerten Möglichkeiten, durch dieses Tourengebiet erster Güte zu streifen. 32 32


Sommervorschau

Singletrails 1960 m

Himmelfahrt & Höllenritt

Sommer, Sonne, Singletrails. Es tut sich einiges am Actionberg! Für Insider schon lange ein Bike-Paradies birgt der Penken seit der Sommersaison 2009 mit „Himmelfahrt“ und „Höllenritt“ zwei Singletrails der Extraklasse. Die Mayrhofner Bergbahnen haben mit Alex Gansterer zwei Routen ausgetüftelt, die über anspruchsvollere, sogenannte NorthShore-Elemente individuell im Schwierigkeitsgrad variiert werden können. Für alle Elemente wurden ausschließlich natürliche Materialien wie Holz, Erde und Steine verwendet, woraus knifflige Steilkurven und Sprünge entstanden sind, die jedes Freeride-Herz höher schlagen lassen. Natürlich können alle Hindernisse auch auf einem „Chickenway“ leicht umfahren werden. Am Ende kann man entweder durch das Horbergtal wieder hoch zum Startpunkt an der Penkenbahn radeln und sich noch einmal auf himmlische Fahrt begeben. Oder man nimmt über bereits bestehende Bike-Wege oder über den „Höllenritt“ den Weg bis ins Tal. Der „teuflische Singletrail“ gilt mit seinen zahlreichen fahrtechnischen Leckerbissen als anspruchsvollster Singletrail Mayrhofens und wurde speziell für bereits geübte Downhill-Biker angelegt. Nähere Infos unter: mayrhofen.mtbfreeride.tv

1920 m 1880 m 1840 m 1800 m 1760 m 1720 m 1680 m 1640 m

Streckendaten Himmelfahrt: Gesamtstrecke: Höchster Punkt: Summe Gefälle:

2,61 km 1940 m 294,4 m

Streckendaten Höllenritt: Gesamtstrecke: Höchster Punkt: Summe Gefälle:

3,95 km 1650 m 650 m

1600 m 0 km

0,3 km

0,6 km

0,9 km

1,2 km

1,5 km

1,8 km

2,1 km

2,4 km

2,7 km

H

errliche Cruising-Strecken, knackige Anstiege, rasante Talabfahrten. Der Sommer in Mayr­hofen lässt so man-

ches Mountainbikerherz höher schlagen. Idyllische Alpenstraßen führen vorbei an saftigen Almwiesen, schroffen Felsen und durch dichte Wälder, um alsbald wieder den Blick auf ein wunderbares Bergpanorama freizugeben.

In Mayrhofen lacht das Bikerherz Ausgehend von der Bergstation der Penken-

Fotos: Mayrhofen (2)

bahn eröffnet sich eine der vielseitigsten BikeRegionen der Alpen. Von Genusstouren mit ein-

diesem tollen Projekt dabei zu sein, um unse-

zigartigem Bergpanorama über mittelschwere

re Bikeregion noch attraktiver zu gestalten“,

Touren bis zu sportlich anspruchsvollen Abfahr-

meint Alex enthusiastisch. Mit North-Shore-

ten ist am Actionberg alles zu finden. Bei von

Elementen bestückt, bescheren „Höllenritt“

Einheimische Bikeguides

ausgebildeten Bikeguides geführten Ausflügen

und die etwas leichter zu bewältigende „Him-

führen durch das weit verzweigte

können Mayrhofner Gäste die schönsten Rou-

melfahrt“ den begeisterten Freeridern Heraus-

Wegenetz, wählen landschaftlich

ten und die urigsten Hütten der Region erkun-

forderungen wie Sprünge, Steilkurven und Wel-

reizvolle Strecken und stimmen

den. Weil die Fan-Gemeinde der Singletrail-

lenbahnen, denen in der ersten Saison bereits

die Touren exakt auf ihre Teil-

Surfer immer größer wird, gibt es seit Sommer

Profis wie Marcus Klausmann oder Andi Witt-

nehmer ab. Aber auch auf eigene

2009 zwei nagelneue Freeride-Strecken am

mann erlegen sind. „Das ist natürlich eine tolle

Faust lässt sich Mayrhofen durch

Actionberg Penken: „Himmelfahrt“ und „Höl-

Bestätigung dafür, dass wir mit unserer Arbeit

die ausführliche Strecken­

lenritt“. Für die Planung und Umsetzung der

richtig liegen“, freut sich Alex. Wer sich diese

beschilderung und die im TVB

beiden Routen zeichnet Local Alex Gansterer

Mountainbike-Touren im Übrigen nicht auf An-

und bei den Mayrhofner Berg-

verantwortlich, seines Zeichens Bikeguide, der

hieb zutraut, hat die Möglichkeit, die Könige

bahnen erhältlichen Streckenbe-

unzählige Mountainbike-Touren in der Region

der Trails von einem ausgeschilderten Action-

schreibungen gut erradeln.

kennt und eine Unsumme von Secret Spots im

wanderweg aus bei ihren rasanten Abfahrten zu

www.mayrhofen.at

Repertoire hat. „Es war grandios für mich, bei

bestaunen.

Insidertipps

33 33


Höhenluft

Was steckt dahinter?

Impressum: Herausgeber: Ferienregion Mayrhofen/Hippach, A-6290 Mayrhofen, www.mayrhofen.at Verleger: target group publishing gmbh – Zielgruppen Verlag, A-6020 Innsbruck Redaktion: pro.media kommunikation, A-6020 Innsbruck, Tel. 0043 (0) 512/214004-0, E-Mail: promedia. innsbruck@pressezone.at, www.pressezone.at Mitarbeiter: Andreas Lackner, Mag. Doris Dengg (TVB Mayrhofen/ Hippach), Mag. (FH) Sarah Krös­bacher, Hannes Fritzer (Mayrhofner Bergbahnen), Mag. (FH) Katharina Glatz, Mag. Tanja Lauton (pro.media kommunikation) Übersetzung: Übersetzungsbüro Babel, A-6020 Innsbruck Art-Direktion & Grafik: Markus Anderwald Fotos: Gerhard Berger, Christian Forcher, Michael Rathmayr Druck: Niederösterreichisches Pressehaus

„Kleines Zillertaler Wörterbuch für Gäste und Einheimische“, Wolfgang Ingenhaeff, Berenkamp Verlag, 144 Seiten.

Gewinnen Sie mit dem Höhenluft-Bilderrätsel. Welche Location in Mayrhofen ist hier abgebildet? Wenn Sie HÖHENLUFT noch einmal durchblättern, dürfte es Ihnen nicht schwerfallen zu erkennen, was sich in diesem Bildausschnitt verbirgt. Die Lösung ist eine von drei unzerbrechlichen Gloryfy G3 Sonnenbrillen in der limitierten Mayrhofen-Edition wert!

Die Lösung senden Sie bitte bis zum 30. Jänner 2010 per E-Mail an gewinnspiel@mayrhofen.at Der Gewinner wird unter Ausschluss des Rechtsweges ermittelt und schriftlich verständigt.

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Fotos: Mayrhofner Bergbahnen, Archiv

Zillachtolerisch – Deutsch Damit Sie sich in Ihrem Urlaub nicht allzu sehr über Dialektausdrücke wundern und vielleicht schon ein wenig mitreden können. z‘moàrgischt – morgens prattinge – Zeitung toggl – Hausschuh zwoàbettkummr – Zweibettzimmer Schálàl – Tasse


Markus Kröll wünscht dem Höhenluft Magazin eine beflügelte Saison!


Tourismusverband Mayrhofen/Hippach Dursterstr. 225, A-6290 Mayrhofen www.mayrhofen.at

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01/2009 Höhenluft