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Anno.

BVMW. Erfolge 2017. Impulse 2018.


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Inhalt

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Anno 2017 | Erfolge 2017. Impulse 2018.


Vorwort: Mario Ohoven Grußwort: Brigitte Zypries

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Auf Erfolgskurs: Der BVMW

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Der BVMW: Partner der Politik Erfolgreich für den Mittelstand Das Wahljahr 2017 Brexit – Herausforderung für den Mittelstand Abgasskandal – Fahrverbote verhindert Glanzvoller BVMW-Jahresempfang 2017 in Berlin Parlamentarischer Abend: Gemeinsam stark Die Mittelstandsallianz des BVMW: Schulterschluss für den Mittelstand Mittelstand macht mobil Europäischer Mittelstandspräsident einstimmig wiedergewählt Junger Mittelstand: Zukunft der Wirtschaft Im Dialog mit der Politik

Seite 7 – 22 Seite 8 Seite 9 Seite 10 Seite 11 Seite 12 Seite 13 Seite 14 Seite 16 Seite 17 Seite 18 Seite 19

Der BVMW – Lösungen für Mitglieder Nutzen für mein Unternehmen Projektpartner und Impulsgeber Anpacken mit _Gemeinsam digital Veranstaltungen vor Ort: Nutzen und Netzwerken für den Mittelstand

Seite 23 – 30 Seite 24 Seite 25  Seite 26  Seite 27

Der BVMW – engagiert und ausgezeichnet Engagiert – für Mensch und Umwelt Chancen schaffen in Afrika – Fluchtursachen bekämpfen Ausgezeichnet!

Seite 31 – 34 Seite 32 Seite 33 Seite 34

Der BVMW – der Problemlöser Maßgebend: Der Vorstand Die Bundesgeschäftsführung und Bundesgeschäftsleitung Hochkarätig: Die Spitze des BVMW, der Bundeswirtschaftssenat Expertenwissen: Die Kommissionen des BVMW Politischer Beirat

Seite 35 – 42 Seite 36 Seite 37 Seite 38  Seite 40 Seite 42

Ausblick

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Impressum

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Vorwort Sehr geehrte Damen und Herren, das Wahljahr 2017 stellte den Mittelstand vor große Herausforderungen. Sie, die Unternehmerinnen und Unternehmer, haben diese glänzend gemeistert. Deutschland steht im europäischen und internationalen Vergleich gut da: mit einem Beschäftigungsrekord von circa 45 Millionen Erwerbstätigen, mit Rekordexporten von knapp 1,3 Billionen Euro und Rekordsteuereinnahmen von über 730 Milliarden Euro.

Foto: Silke Borek

Doch das ist nur die eine, glänzende Seite der Medaille. Ein katastrophales Signal ist es, dass wir im vierten Jahr mehr Pleiten als Unternehmensgründungen verzeichnen. Anlass zur Sorge bietet auch die seit Jahren niedrige Nettoinvestitionsquote von derzeit 1,6 Prozent – im Klartext: Deutschland lebt von seiner wirtschaftlichen Substanz. Die Große Koalition hat zu wenig in unsere Zukunft investiert. Allein die Kommunen schieben einen Investitionsstau von 150 Milliarden Euro vor sich her. Stattdessen wurde der Sozialbereich weiter aufgebläht. Heute wird bereits die Hälfte des Bundeshaushalts für Sozialaufgaben verwendet. Gleichzeitig müssen Betriebe und Bürger mit gut 49 Prozent die zweithöchste Steuer- und Abgabenquote der Welt schultern. Investitionsfreundliche Rahmenbedingungen sehen anders aus. Überspitzt formuliert: Der Mittelstand prosperiert nicht wegen, sondern trotz der Politik. Umso wichtiger bleibt das Engagement des BVMW auf allen politischen Ebenen. In direkten Gesprächen mit den Spitzen von Regierung, Parlament und Parteien haben wir auch 2017 wieder entscheidende Verbesserungen für die Unternehmen erreicht. Beispielhaft genannt seien die Anhebung des Schwellenwerts für die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter von 410 auf 800 Euro, die Verkürzung des Insolvenzanfechtungszeitraums von zehn auf vier Jahre oder die Einführung unseres Modells der Flexirente. Allein diese Maßnahme entlastet unsere sozialen Sicherungssysteme um 230 Milliarden Euro bis 2030 und wirkt dem Fachkräftemangel entgegen. Diesen Erfolgsweg gilt es 2018 fortzusetzen. Lassen Sie uns weiter gemeinsam einsetzen: für einen starken BVMW, für einen starken Mittelstand – und damit für einen starken, zukunftsfähigen Standort Deutschland. Ihr

Mario Ohoven Präsident des BVMW und des europäischen Mittelstandsdachverbandes European Entrepreneurs (CEA-PME)

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Grußwort Sehr geehrte Damen und Herren, die deutsche Wirtschaft tickt mittelständisch. Viele kleine und größere Mittelständler punkten tagtäglich mit Qualität bei ihren Kunden. Sie investieren in Auszubildende und Beschäftigte und übernehmen auch außerhalb ihrer Betriebe Verantwortung in den Regionen. Ihre Bedeutung für unsere Wirtschaft und Gesellschaft kann gar nicht hoch genug geschätzt werden. Deshalb setzt sich das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit großem Engagement für die Interessen des Mittelstands ein. Wir finden, mittelständische Unternehmen sollen sich um ihre Aufträge kümmern und nicht um Papierkram. Foto: © Susie Knoll

Deshalb haben wir mit zwei Bürokratieentlastungsgesetzen und der Modernisierung des Vergaberechts eine Entlastung der Wirtschaft um mehr als zwei Milliarden Euro durchgesetzt. Und das Beste kommt zum Schluss: Seit dem 1. Januar 2018 ist die Abschreibungsschwelle für geringwertige Wirtschaftsgüter auf 800 Euro erhöht, also verdoppelt. Damit können Mittelständler künftig viele Anschaffungen wie etwa Tablets oder Büromaterial sofort abschreiben. Die aufwändige Erfassung und Abschreibung über mehrere Jahre entfällt. Das verschafft dem Mittelstand Luft für wichtige Zukunftsaufgaben wie z. B. die Digitalisierung ihrer Betriebe und Geschäftsmodelle. Das Bundeswirtschaftsministerium hat auch hier die Weichen auf Zukunft gestellt und mit seiner Förderinitiative „Mittelstand Digital“ ein beispielloses Netz aus inzwischen schon 22 Mittelstand 4.0-Kompetenzzentren geschaffen. Die Zentren informieren über den digitalen Fortschritt und demonstrieren konkrete Anwendungen. Sie unterstützen auf diese Weise bundesweit mittelständische Unternehmen und Handwerksbetriebe bei der Digitalisierung und Vernetzung sowie bei der Anwendung von Industrie 4.0. Und da der Bundesverband mittelständische Wirtschaft nicht nur ein streitbarer, sondern auch ein äußerst engagierter Verband ist, arbeiten wir bei der Digitalisierung des Mittelstands eng zusammen: Der BVMW führt das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum in Berlin-Adlershof kompetent und erfolgreich. So stelle ich mir eine konstruktive Partnerschaft zwischen Politik und Wirtschaft vor. In diesem Sinne wünsche ich dem BVMW auch für 2018 das Glück des Tüchtigen! Ihre

Brigitte Zypries Bundesministerin für Wirtschaft und Energie

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¡ Der BVMW

Auf Erfolgskurs: Der BVMW Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft e. V. (BVMW) ist die Stimme des Mittelstands. Seit seiner Gründung im Jahr 1975 hat sich der Verband dynamisch weiterentwickelt und ist heute die mit Abstand stärkste Kraft des freiwillig organisierten Mittelstands in Deutschland. Parteipolitisch unabhängig und branchenübergreifend vertritt der BVMW erfolgreich die Interessen und Anliegen der kleinen und mittleren Unternehmen in Politik und Verwaltung – sei es auf kommunaler Ebene, in Berlin oder Brüssel. Das Ziel dabei ist stets, mittelstandsfreundliche(re) Rahmenbedingungen zu schaffen.

Im Rahmen seiner Mittelstandsallianz vertritt der BVMW über 560.000 Unternehmen und Mitglieder mit mehr als elf Millionen Beschäftigten. Mit rund 300 Geschäftsstellen ist der Verband bundesweit vertreten. Die Repräsentanten des BVMW stehen vor Ort im direkten Austausch mit Unternehmerinnen und Unternehmern und erarbeiten dank individueller Betreuung maßgeschneiderte Problemlösungen. Die Verbandsvertreter haben jedes Jahr über 700.000 direkte Kontakte zu mittelständischen Unternehmen in ihren Regionen. So schafft der BVMW Nutzen für seine Mitglieder. Weltweit ist der Verband auf den wichtigsten Wachstumsmärkten mit eigenen Auslandsrepräsentanzen vertreten. In der Bundeszentrale am Potsdamer Platz in Berlin wird die Basis für die erfolgreiche Arbeit geschaffen. Auf über 2.000 Veranstaltungen im Jahr bietet der BVMW dem Mittelstand eine ideale Plattform zum Netzwerken. Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft ist darüber hinaus führendes Mitglied in der europäischen Dachvereinigung nationaler Mittelstandsverbände.

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Der BVMW: Partner der Politik

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Der BVMW: Partner der Politik

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Der BVMW: Partner der Politik

Erfolgreich für den Mittelstand

Vergaberecht

Bürokratie

Energie

Finanzierung

Steuern

Arbeit und Soziales

Auch im Jahr 2017 hat der BVMW auf vielen politischen Ebenen in Berlin und Brüssel entscheidende Fortschritte für den Mittelstand erreicht. Schwerpunkte waren die Flexibilisierung der Arbeitszeiten, steuerliche Entlastungen und der Energiebereich. Flexirente auf den Weg gebracht

Die Forderung des BVMW zum flexiblen Renteneintritt ist erfüllt worden. Der BVMW hat den sozialpolitischen Kurs der Großen Koalition hinsichtlich des Renteneintritts mit 63 stets kritisiert. Das Flexirentengesetz wirkt dem drohenden Fachkräftemangel entgegen und verhindert eine zusätzliche Belastung der sozialen Sicherungssysteme um 230 Milliarden Euro bis 2030.

Rückkehrrecht auf Vollzeit gestoppt

Der vom BVMW kritisierte Gesetzesentwurf, der ein obligatorisches Rückkehrrecht für Beschäftigte von Teilzeit zur Vollzeit beinhaltet, ist gescheitert. Das Gesetz hätte die Personalautonomie kleiner und mittlerer Unternehmen drastisch eingeschränkt.

Anhebung des Schwellenwertes der Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter

Auf Drängen des BVMW ist die Anhebung der Grenze für die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter von 410 auf 800 Euro ab dem 1. Januar 2018 erreicht worden. Das bedeutet vor allem Bürokratieabbau. Kleinere Unternehmen und Handwerksbetriebe profitieren, da die Anhebung des Schwellenwertes auch der Liquidität bei Investitionen zugutekommt.

Insolvenzanfechtung reformiert

Der Insolvenzanfechtungszeitraum wurde von zehn auf vier Jahre gekürzt. Die Kenntnis von Gläubigern über Zahlungserleichterungen ist nicht mehr per se ein Beweisanzeichen für Zahlungsunfähigkeit. Der BVMW hatte dies bereits 2015 in einer Stellungnahme gefordert, um unkalkulierbare Risiken für den Mittelstand zu vermeiden.

Ausweitung der Stromsteuer verhindert

Die Ausweitung der Stromsteuer auf Anlagen zur Eigenstromversorgung konnte im zweiten Gesetz zur Änderung des Energiesteuer- und Stromsteuergesetzes verhindert werden.

Mieterstromgesetz eingeführt

Das Mieterstromgesetz ermöglicht Mietern, Strom aus gebäudeeigenen Photovoltaik-Anlagen direkt zu beziehen, wodurch geringere Abgaben und Entgelte anfallen. Aufgrund der vom BVMW durchgesetzten Senkung des Mindestwohn­ flächenanteils im Gebäude von 50 auf 40 Prozent, kann jetzt eine größere Anzahl gewerblicher Mieter vom Mieterstromzuschlag profitieren.

Zweites Bürokratie­ entlastungsgesetz

Vom zweiten Bürokratieentlastungsgesetz können insbesondere kleinere Betriebe und Handwerker profitieren. Unter Berücksichtigung des ersten Bürokratieentlastungs­ gesetzes und der Modernisierung des Vergaberechts, bedeutet dies eine Bürokratieentlastung von zwei Milliarden Euro für die deutsche Wirtschaft. Der BVMW setzt sich auch weiterhin für mehr Bürokratieentlastung ein.

Reform der öffentlichen Auftragsvergabe

Die öffentliche Auftragsvergabe erfolgt nun schlanker und weniger bürokratisch. Obwohl die Reform umfassend ist, ist schon jetzt weiterer Reformbedarf absehbar – spätestens wenn zukünftige Freihandelsabkommen abgeschlossen werden.

Der BVMW wirkt zudem in entscheidenden Gremien mit, aktuelle Beispiele:

ƒƒ Politischer Beirat der Brexit-Taskforce des Auswärtigen Amts ƒƒ Projektleitung des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Berlin ƒƒ Nationaler IT-Gipfel, Fokusgruppe Young IT/Mittelstand und Plattform Digitalisierung in Bildung und Wissenschaft ƒƒ Teilnehmerkreis der KfW-Unternehmerbefragung

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Der BVMW: Partner der Politik

Das Wahljahr 2017 Das Jahr 2017 kann man ohne Übertreibung als Super-Wahljahr bezeichnen. Bei insgesamt vier Landtagswahlen und der Bundestagswahl im September hat der Mittelstand seine Forderungen nach besseren politischen Rahmenbedingungen und mehr Gestaltungsspielräumen in die Öffentlichkeit getragen. Der BVMW zeigte der Politik durch verschiedene Initiativen deutlich auf, welcher wirtschaftspolitische Kurs zukünftig gefahren werden muss. Im Vorfeld der Bundestagswahl formulierte der BVMW klare Forderungen des Mittelstands an die Politik. Auf Grundlage dieser Positionen wurden Bundestagskandidaten konfrontiert und die Wahlprogramme der Parteien aus Sicht des Mittelstands bewertet, um aufzuzeigen, in welchen Bereichen programmatische Widersprüche zu den Forderungen des BVMW bestehen. Zudem hat der BVMW das Projekt „Bilder sagen mehr als 100 Worte“ ins Leben gerufen. Dabei wurden die Bundestagskandidaten aufgefordert, ihre Vorhaben für eine mittelstandsfreund­ liche Politik in kurzen Videobeiträgen zu erläutern. Mit fast 200 eingereichten Videos aus allen Bundesländern war das Projekt ein voller Erfolg.

Der BVMW setzte vor dem Brandenburger Tor ein Zeichen für mittelstandsfreundlichere Rahmenbedingungen.

Unmittelbar vor der Bundestagswahl hat der BVMW seine Forderungen im Herzen der Hauptstadt unübersehbar zum Ausdruck gebracht: Unter dem Motto „Wir wollen nicht die Melkkuh der Politik sein“, setzte der BVMW vor dem Brandenburger Tor mit einer Demonstration ein starkes Zeichen für eine mittelstandsfreundlichere Politik. Und auch nach der Bundestagswahl brachte sich der BVMW konstruktiv ein. So gab der Verband bereits vor Beginn der Sondierungsgespräche einen 12-Punkte-Katalog an die Sondierungsteams der Parteien, in dem die dringlichsten Vorhaben des Mittelstands aufgezeigt wurden.

Das Unternehmerprogramm des BVMW fasst die wichtigsten Forderungen des Mittelstands zusammen.

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Der BVMW: Partner der Politik

Brexit – Herausforderung für den Mittelstand Das Vereinigte Königreich wird die EU zu verlassen. Der Brexit hat unbestritten erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen auf den exportstarken deutschen Mittelstand. Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschlands Mittelstand und dem Vereinigten Königreich sind eng: Rund die Hälfte der nach Großbritannien exportierten Waren im Wert von über 86 Milliarden Euro werden von 150.000 deutschen Mittelständlern geliefert. Insgesamt hängen bei uns bis zu 750.000 Arbeitsplätze von den deutsch-britischen Handelsbeziehungen ab. Der Brexit könnte im schlimmsten Fall zu einem Einbruch der deutschen Exporte um bis zu 40 Prozent führen. Zudem würden bei uns Brexit-Kosten in Höhe von 4,5 Milliarden Euro jährlich fällig, die dem EU-Haushalt aufgrund der Finanzierungslücke fehlen werden. Mit erheblichen Schwierigkeiten kämpft seit 2017 der britische Automobilsektor. Auf dem Inlandsmarkt verbuchten die Hersteller ein Minus von fast zehn Prozent bei einem Nachfragerückgang von drei Prozent und einem Investitionseinbruch im Automobilbereich von über 30 Prozent. Nach einem internen Regierungspapier der Briten würde im „No-Deal“-Szenario, in dem das Vereinigte Königreich gegenüber der EU zu den Regeln der Welthandelsorganisation zurückkehrt, das Wachstum in den nächsten 15 Jahren um acht Prozent beeinträchtigt. Bei einem Freihandelsabkommen mit der EU fiele es um fünf Prozent niedriger und beim Verbleib im Europäischen Wirtschaftsraum mit Zugang zum Binnenmarkt um zwei Prozent schwächer aus.

Foto: © andrej_k von istockphoto.com

Vor dem Hintergrund des wirtschaftlichen Gefahrenpotenzials spricht sich der BVMW ausdrücklich für einen weichen Brexit aus. Die EU sollte auf ihren Forderungen beharren, ohne Handelshemmnisse zu errichten oder „Rosinenpickerei“ der Briten zuzulassen. Diese Position vertritt der BVMW unter anderem im stetigen Austausch mit der deutschen Brexit Task-Force des Auswärtigen Amts.

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Der BVMW: Partner der Politik

Abgasskandal – Fahrverbote verhindert Der in den USA entfachte Abgasskandal weitete sich 2017 mit rasanter Geschwindigkeit aus. „Dieselgate“ trifft dabei besonders die kleinen und mittleren Unternehmen und schadet dem Qualitätsversprechen „Made in Germany“. Fahrverbote, als Konsequenz der Machenschaften der Autokonzerne, hat der BVMW frühzeitig abgelehnt. Als Käufer, Zulieferer und Exporteur ist der deutsche Mittelstand dreifach vom Abgasskandal betroffen. Der im Sommer 2017 eilig organisierte Autogipfel schaffte es nicht, umfassende Maßnahmen anzugehen und eine Reduzierung der Abgase einzuleiten. Anstatt den Verbrauchern reinen Wein einzuschenken, nutzten die Autohersteller den Autogipfel als Marketing­ instrument. Die beschlossene Umweltprämie zum Neukauf von Fahrzeugen steigert allein den Umsatz der Autokonzerne, trägt aber nicht zur Lösung des eigentlichen Problems bei. Der Mittelstand wiederum soll mit Dieselfahrverboten und Wertminderung der Fahrzeuge die Folgen der Abgasmanipulationen ausbaden.

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Fahrverbote in den Innenstädten gefährden die Existenz vieler kleiner und mittlerer Unternehmen, denn sie können sich keine Neuanschaffungen leisten. Der BVMW setzt sich deshalb weiter für Nachrüstungsmaßnahmen ein, die über Software-Updates hinausgehen. Dabei dürfen die anfallenden Kosten nicht auf die Verbraucher abgewälzt werden. Autobesitzer, deren Dieselfahrzeuge nicht nachrüstbar sind, müssen von den Autoherstellern in Höhe des erlittenen Wertverlustes entschädigt werden. Zudem muss es eine Rückkaufpflicht für Hersteller bei manipulierten, gewerblich genutzten Dieselfahrzeugen geben.

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Der BVMW: Partner der Politik

Glanzvoller BVMW-Jahresempfang 2017 in Berlin Mehr als 3.400 Unternehmer, Spitzenpolitiker aller Parteien, Parlamentarier, darunter 90 Abgeordnete des Bundestages, und 80 Botschafter begrüßte der BVMW im Maritim Hotel Berlin zum traditionellen Jahresempfang. Damit war es der größte Jahresempfang in der Bundeshauptstadt. 2017 werde ein Jahr, das große Herausforderungen für den Mittelstand bereithält, darauf wies Mittelstandspräsident Mario Ohoven im Hinblick auf die Wahlen, den Brexit und die USPräsidentschaft Donald Trumps in seiner Begrüßungsrede hin. In Richtung der Politik fielen deutliche Worte: Es sei höchste Zeit, dass Deutschland mehr in seine Zukunft investiere, so der BVMW-Präsident.

Daumen hoch für den Mittelstand: Über 3.400 Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und Diplomatie trafen sich auf dem Jahresempfang des BVMW.

Als Ehrengäste konnte der BVMW die Staatspräsidentin Estlands, Kersti Kaljulaid, Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries, Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière, den Bundesvorsitzenden von Bündnis 90/ Die Grünen, Cem Özdemir, und den Generalinspekteur der Bundeswehr, Volker Wieker, begrüßen.

Staatspräsidentin Kaljulaid stellte Estland vor, das als Schrittmacher und Vorzeigeland der Digitalisierung in Europa gilt. Bundesministerin Zypries hob in ihrer Rede die Bedeutung des unternehmerischen Mittelstands für die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands hervor. Eine besondere Ehre wurde Wolfgang Clement zuteil. Der frühere SPD-Bundesminister und NRW-Ministerpräsident gehört zu den Vätern der Agenda 2010 und wurde für seine Verdienste mit dem Ehrenpreis des Deutschen Mittelstands ausgezeichnet.

Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière.

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Fotos: Christian Kruppa

Cem Özdemir, Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen.

Mario Ohoven, Dagmar Wöhrl, Brigitte Zypries, Kersti Kaljulaid, Wolfgang Clement und Volker Wieker (v. li.).

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Der BVMW: Partner der Politik

Parlamentarischer Abend: Gemeinsam stark Über 500 Gäste kamen zum Parlamentarischen Abend des BVMW in die Parlamentarische Gesellschaft in Berlin. Im Rahmen der hochkarätigen Veranstaltung besiegelten der BVMW und der Bund der Steuerzahler eine schlagkräftige Kooperation, die dem Mittelstand zukünftig ein noch größeres politisches Gewicht verleiht. 70 Abgeordnete des Bundestags, sieben Staatssekretäre, hochrangige Politiker aller Parteien, 66 Botschafter und Gesandte sowie zahlreiche mittelständische Unternehmer – sie alle kamen zum traditionellen Parlamentarischen Abend des BVMW.

Seinen Höhepunkt fand das Event mit der Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung zwischen dem Bundesverband mittelständische Wirtschaft und dem Bund der Steuerzahler (BdSt). Im Beisein von Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries, MdB, besiegelten Mario Ohoven und BdSt-Präsident Reiner Holznagel die starke Partnerschaft unter dem Dach der Mittelstandsallianz des BVMW. Damit verdoppelte das Bündnis seine politische Schlagkraft und vertritt mehr als 560.000 Unternehmen und Mitglieder mit über elf Millionen Beschäftigten.

Foto: Jörg Carstensen

Mittelstandspräsident Mario Ohoven mahnte in seiner Festrede investitionsfreundliche Rahmenbedingungen für die Klein- und Mittelbetriebe an. „Bei einer dramatisch niedrigen Nettoinvestitionsquote von 1,5 Prozent werden in Deutschland Maschinen und Anlagen zum Teil auf Verschleiß gefahren“, warnte Ohoven. Deutschland lebe von der Substanz, anstatt in seine Zukunft zu investieren. Dies müsse sich dringend ändern.

Reiner Holznagel und Mario Ohoven präsentieren die Kooperationsvereinbarung zwischen BVMW und Bund der Steuerzahler.

In seiner anschließenden Rede sprach sich Holznagel für Steuerentlastungen und die Abschaffung des Solidaritätszuschlags aus. Damit teilt er zentrale Forderungen des BVMW.

Über 500 Gäste kamen zum Parlamentarischen Abend des BVMW.

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Der BVMW: Partner der Politik

Die Mittelstandsallianz des BVMW: Schulterschluss für den Mittelstand Unter dem Dach des BVMW schlossen sich verschiedene mittelständisch geprägte Branchenverbände im Jahr 2013 zusammen, um die Anliegen des Mittelstands mit einer starken Stimme in die Politik zu tragen. In den vergangenen Jahren wuchs die Mittelstandsallianz stetig und spricht heute für über 560.000 Unternehmen und Mitglieder mit elf Millionen Arbeitnehmern. Auf Augenhöhe mit der Politik

Das Jahr 2017 stand im Zeichen der Bundestagswahl. In zahlreichen Gesprächen mit hochran­ gigen Vertretern aller Parteien hat der BVMW, gemeinsam mit seinen Partnerverbänden, auf die drängenden Themen im Mittelstand hingewiesen. Im Mittelpunkt des Gespräches mit Christian Lindner, Bundesvorsitzender der Freien Demo­ kratischen Partei (FDP), stand die Bedeutung der Digitalisierung für kleine und mittlere Unternehmen. Auch Dr. Anton Hofreiter, Vorsitzender der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, traf sich mit der Mittelstandsallianz in der Bundeszentrale des BVMW. Dabei unterstrich der Spitzenpolitiker, dass Wirtschaft und Umweltschutz keineswegs im Widerspruch zueinander stehen. Die drückende Steuerlast für den Mittelstand war beim Termin mit CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer das beherrschende Thema.

Vertreter der Mittelstandsallianz im Gespräch mit dem Bundesvorsitzenden der FDP, Christian Lindner …

… mit Dr. Anton Hofreiter, Vorsitzender der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen …

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Der BVMW: Partner der Politik

… im Gespräch mit dem CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer …

… und mit Dr. Peter Tauber, Generalsekretär der CDU.

In der CDU-Zentrale wurde die Mittelstandsallianz von Generalsekretär Dr. Peter Tauber zum Gespräch empfangen.

Auf Wachstumskurs

Das Jahr 2017 war für die Mittelstandsallianz ein Jahr des Wachstums: Elf neue Partner konnten als Partnerverbände gewonnen werden. Zukunftsweisende Themen wie Medie­npolitik, Kreativwirtschaft, und Mitarbeiterbeteiligung bekommen damit ein größeres Gewicht im Themenkanon der Allianz. Im Rahmen des Parlamentarischen Abends wurde vor 500 Gästen aus Wirtschaft, Politik und Diplomatie eine Kooperation mit dem Bund der Steuerzahler besiegelt (Beitrag Seite 13). Die Partner der Mittelstandsallianz konnten sich bei der Veranstaltung in der Parlamentarischen Gesellschaft einem exklusiven Publikum präsentieren und die thematische Vielfalt des Mittelstands vorstellen. Im Vorfeld der Bundestagswahl hat sich die Mittelstandsallianz konkret mit einem 10Punkte-Plan positioniert. Alle wichtigen Themen – von Wettbewerb über Bildung und Steuern bis hin zu Europa – kommen hier zur Sprache. Sämtliche Bundestagsabgeordneten und politischen Entscheidungsträger haben den Forderungskatalog der Mittelstandsallianz im Rahmen des Wahlkampfes erhalten.

Auf europäischer Ebene präsent

Die Mittelstandsallianz ist auch auf europäischer Ebene aktiv geworden, um sich dezidiert mit Themen wie dem Brexit auseinanderzusetzen. Beim Treffen mit Dr. Peter Ptassek, dem Leiter der Brexit-Task Force im Auswärtigen Amt, betonten die Vertreter der Allianz, dass der Mittelstand gegenüber Großkonzernen nicht benachteiligt werden darf.Auch im Gespräch mit Frans Timmermans, erster Vizepräsident der Europäischen Kommission, wurde diese Position unterstrichen (Beitrag Seite 19).

Partner der Mittelstandsallianz trafen u. a. EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani (Mitte) …

… sowie Dr. Peter Ptassek (4. v. re.), Leiter der Brexit-Task-Force im Auswärtigen Amt.

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Der BVMW: Partner der Politik

Mittelstand macht mobil Der BVMW und einige seiner Partnerverbände haben unter der Leitung des europäischen Dachverbandes European Entrepreneurs (CEA-PME) zwei Projekte ins Leben gerufen, die das Ziel verfolgen, die unterschiedlichen europäischen Arbeitsmärkte zu verbinden und die Mobilität von Arbeit­ nehmern und Unternehmern innerhalb Europas zu stärken. Das von Erasmus+ geförderte Projekt MobiliseSME unterstützt Fachkräfte kleiner und mittlerer Unternehmen in Europa beim grenzüberschreitenden Austausch. Die entsandten Arbeitnehmer erhalten hierdurch die Möglichkeit, neues Wissen, Fähigkeiten und Erfahrungen zu sammeln und die beruflichen Kompetenzen weiterzuentwickeln. Mittelständische Unternehmen profitieren von einem intensivierten Austausch mit anderen Betrieben und dem Ausbau des eigenen Auslandsnetzwerkes. Innerhalb eines Jahres organisierte MobiliseSME den Austausch von insgesamt 50 Arbeitnehmern.

Foto: © monkeybusinessimages von istockphoto.com

Gemeinsam mit seinen europäischen Partnerverbänden ADEGI (Spanien) und CONFAPI (Italien) hat der BVMW ein europäisches Ausbildungsmodell entwickelt. Das Projekt European Dual System (EU-DualS) verfolgt das Ziel, das deutsche duale Ausbildungssystem in die Berufsbildungssysteme anderer Ländern zu integrieren. In einer ersten Phase erörtern zunächst Lehrer, Erzieher und Unternehmer in den jeweiligen Ländern, wie das Konzept übertragen werden kann. Im Anschluss daran gehen je elf Schüler aus Italien und Spanien in ausgewählte deutsche Betriebe des Mittelstandes, um ein einmonatiges Praktikum zu absolvieren. Die ersten Praktika mit italienischen Schülern wurden bereits abgeschlossen und waren ein großer Erfolg. In den Unternehmen konnten die Schüler praktische Erfahrungen sammeln und Einblicke in die deutsche Unternehmenskultur gewinnen.

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Der BVMW: Partner der Politik

Europäischer Mittelstandspräsident einstimmig wiedergewählt Der europäische Mittelstandsdachverband European Entrepreneurs (CEA-PME) hat auf seiner Vollversammlung in Brüssel seinen langjährigen Präsidenten Mario Ohoven für weitere vier Jahre einstimmig wieder­ gewählt. Ohoven steht zugleich an der Spitze des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW) in Deutschland. Rund zwei Millionen Mitgliedsunternehmen mit mehr als 16 Millionen Beschäftigten vertritt der europäische Mittelstandsdachverband European Entrepreneurs. Darüber hinaus kooperiert der Dachverband mit Mittelstandsvereinigungen in aller Welt, insbesondere in den Wachstums­ regionen Asiens. In seiner Keynote auf der Vollversammlung sprach sich Ohoven vor dem Hintergrund der Bundestagswahl und der Sorbonne-Rede des französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron dafür aus, dass Deutschland und Frankreich eine gemeinsame Führungsrolle im europäischen Erneuerungs- und Einigungsprozess übernehmen sollten. „Wir brauchen heute mehr und nicht weniger Europa“, betonte der europäische und deutsche Mittelstandspräsident. EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger hob die besonderen Verdienste Ohovens um die Einigung und Stärkung des europäischen Mittelstands hervor. Er unterstrich die Bedeutung der Millionen Klein- und Mittelbetriebe als Stabilitätsanker und Wachstumsmotor Europas und würdigte zugleich die erfolgreiche Zusammenarbeit der EU-Kommission mit European Entrepreneurs.

Der europäische und deutsche Mittelstandspräsident Mario Ohoven mit Präsidentinnen und Präsidenten nationaler Mittelstandsverbände in der CEA-PME.

CEA-PME steht für „Confédération Européenne des Associations de Petites et Moyennes Entreprises“, deutsch: Europäische Vereinigung der Verbände kleiner und mittlerer Unternehmen. www.cea-pme.com

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Der BVMW: Partner der Politik

Junger Mittelstand: Zukunft der Wirtschaft Innovativ, kreativ und engagiert – das ist der Junge Mittelstand im BVMW. Nachdem 2016 die Basis für das Vorzeigeprojekt geschaffen wurde, konnte 2017 die offizielle Gründung des Jungen Mittelstands gefeiert werden. Der Junge Mittelstand im BVMW nimmt Fahrt auf: Im Mai wurde die zukunftsweisende Initiative in der Bundeszentrale des BVMW in Berlin unter der Schirmherrschaft von Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries gegründet. Deutschlandweit wird der Junge Mittelstand die Interessen von über 2.000 jungen Unternehmerinnen und Unternehmern vertreten. Zudem bietet das Projekt den Nachwuchsunternehmern interessante Networking-Veranstaltungen, Workshops, Projekte und ein herausragendes internationales Netzwerk. Als aktives Mitglied der European Confederation of Young Entrepreneurs (YES) konnte sich der Junge Mittelstand auf der YES Young Entrepreneurs Night erstmals auf einer internationalen Bühne präsentieren. Die Initiative des BVMW lud zu der Veranstaltung der Extraklasse, die den Abschluss des diesjährigen Gipfels der G20 Junge Unternehmer Allianz (YEA) in Berlin markierte. Mittelstandspräsident Mario Ohoven zeigte sich in seiner Keynote auf der Veranstaltung begeistert: „Junge Unternehmerinnen und Unternehmer sorgen im Zeitalter der Digitalisierung mit ihrem Innovationsgeist für Fortschritt und Veränderungen. Der Junge Mittelstand des BVMW nimmt hierbei eine Vorreiterrolle ein.“

Foto: Fa. Foto Flash Mitte / Baris Akdag

BVMW Bundesgeschäftsführer Prof. Dr. h. c. Markus Jerger (2.v. li.) und Mario Ohoven (3. v. li.) freuten sich über das Engagement der Jungunternehmer.

Mehr als 500 Jungunternehmer kamen zur Young Entrepreneurs Night.

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Der BVMW: Partner der Politik

Im Dialog mit der Politik Der BVMW pflegt intensive Kontakte zu Parlament, Parteien und Gewerkschaften. Auch 2017 setzte sich Mittelstandspräsident Mario Ohoven bei seinen regelmäßigen Treffen mit Spitzenpolitikern aus aller Welt für mittelstandsfreundlichere Rahmenbedingungen ein und öffnete Türen für deutsche Mittelständler im Ausland. Spitzentreffen mit Russlands Außenminister

Staatsbesuch in Berlin: Dabei traf Mario Ohoven im Auswärtigen Amt den russischen Außenminister, Sergej Lawrow. Lawrow kam zum Abschluss des deutsch-russischen Jugendaustauschjahres 2016/2017 nach Deutschland. Obgleich sein Berlin-Programm erheblich gekürzt wurde, nahm sich der russische Spitzenpolitiker Zeit für die Begegnung mit Mario Ohoven.

Mittelstandspräsident Mario Ohoven mit dem russischen Außen­ minister Sergej Lawrow …

Austausch mit Frankreichs Premierminister

Im Rahmen seines Staatsbesuchs in Berlin traf der französische Premierminister Édouard Philippe den deutschen und europäischen Mittelstandspräsidenten Mario Ohoven. Philippe stellte Frankreich als attraktiven Investitionsstandort für deutsche Mittelständler dar. Mit einem Handelsvolumen von über 167 Milliarden Euro ist Nachbar Frankreich unser wichtigster Handelspartner in der EU.

… mit Frankreichs Premierminister Édouard Philippe …

Deutsch-rumänische Kooperation

Mario Ohoven traf sich zum Gespräch mit dem rumänischen Außenminister Teodor-Viorel Mele canu und dem rumänischen Botschafter Emil Hurezeanu. Rumänien zählt zu den wachstumsstärksten Ländern der Europäischen Union. Bei dem Sechs-Augen-Gespräch vereinbarten Mario Ohoven und die rumänischen Spitzenpolitiker eine verstärkte Zusammenarbeit, insbesondere mit dem Repräsentanten des BVMW in Rumänien.

... mit dem rumänischen Außenminister Teodor-Viorel Mele canu …

In Brüssel aktiv

In Brüssel trafen sich Mario Ohoven und Repräsentanten der Mittelstandsallianz des BVMW mit Spitzenvertretern der EU. So kamen die Forderungen des Mittelstands bei Treffen u. a. mit Frans Timmermans, Vizepräsident der Europäischen Kommission, Dimitris Avramopoulos, EU-Kommissar für Migration, und dem Präsidenten des EU-Parlaments, Antonio Tajani, zur Sprache.

… im Gespräch mit dem Vizepräsidenten der Europäischen Kommission, Frans Timmermans …

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Der BVMW: Partner der Politik

In Indien investieren

… mit der indischen Botschafterin in Deutschland, I. E. Mukta D. Tomar …

Mario Ohoven traf Indiens Botschafterin I. E. Mukta D. Tomar, um Möglichkeiten der konkreten Kooperation zu besprechen. Dabei wurde vereinbart, die Mitglieder des Bundeswirtschaftssenates zu einem Empfang in der indischen Botschaft einzuladen sowie im Rahmen eines Botschafter-Roundtables mit ausgesuchten Mitgliedsunternehmen des BVMW Chancen und Herausforderungen in den deutsch-indischen Wirtschaftsbeziehungen zu diskutieren. Die Botschafterin und der Mittelstandspräsident teilten die Einschätzung, dass in den bilateralen Handelsbeziehungen noch großes Wachstumspotenzial besteht. Ohoven sicherte der Botschafterin zu, ihr Land bei den Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und Indien zu unterstützen, während die Botschafterin ihrerseits die Kommunikation und die Information über Indien in Deutschland verstärken will.

Deutsch-pakistanische Zusammenarbeit

… mit Muhammad Pervaiz Malik, Pakistans Minister für Handel und Textil, und dessen Frau …

Zu intensiven Gesprächen traf sich Mario Ohoven mit dem pakistanischen Minister für Handel und Textil, Muhammad Pervaiz Malik, sowie mit S. E. Jauhar Saleem, dem Botschafter Pakistans in Deutschland. In einer exklusiven Runde wurden künftige Projekte zur Stärkung der pakistanischen Wirtschaft im Zusammenspiel mit dem deutschen Mittelstand besprochen. Wirtschaftsexperten stufen Pakistan als die aktuell weltweit am meisten unterschätzte Volkswirtschaft ein.

Zukunftsmarkt Afrika

… mit Simplice Sarandji, Premierminister der Zentralafrikanischen Republik …

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Mario Ohoven empfing Simplice Sarandji, Premierminister der Zentralafrikanischen Republik, in der BVMW-Bundeszentrale Berlin. Das Land mit rund fünf Millionen Einwohnern im Zukunftskontinent Afrika will seinen Mittelstand als Rückgrat der Wirtschaft stärken. Dazu strebt es eine enge Kooperation mit dem deutschen Mittelstand an. Eine besondere Ehre wurde Mario Ohoven zuteil: Premierminister Sarandji bat den Mittelstandspräsidenten, ihm als persönlicher Berater für die ökonomische Entwicklung der Zentral­ afrikanischen Republik zur Seite zu stehen.

Anno 2017 | Erfolge 2017. Impulse 2018.


Der BVMW: Partner der Politik

G20-Afrikagipfel

Im Zuge des G20 Gipfels „Partnerschaft mit Afrika“ in Berlin traf sich Mario Ohoven mit dem Präsidenten des Senegal, Macky Sall. Beide berieten, wie die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Deutschland und dem Senegal intensiviert werden kann. Der Senegal ist das wachstumsstärkste Land in Westafrika und bietet ein großes Potenzial für Investoren, gerade auch aus dem deutschen Mittelstand.

… im Gespräch mit dem Präsidenten des Senegal, Macky Sall …

100 Jahre Finnland

Finnland feierte im vergangenen Jahr 100 Jahre staatliche Unabhängigkeit. Aus diesem Anlass lud die finnische Botschaft zum Mittsommerfest in Berlin ein. Im Innenhof des Botschaftsgeländes traf Mario Ohoven unter anderem den Ministerpräsidenten Finnlands, Juha Sipilä, und die finnische Botschafterin I.  E. Ritva Koukku-Ronde. Zu den Gratulanten gehörte auch Bundes­ außenminister Sigmar Gabriel.

… mit dem Ministerpräsidenten Finnlands, Juha Sipilä …

Mittelstandskooperation mit Bulgarien

Der bulgarische Wirtschaftsminister Emil Karanikolov besuchte Mario Ohoven in der BVMW Bundeszentrale in Berlin. Im Zentrum des Gesprächs standen Kooperations- und Investitionsmöglichkeiten und die Vernetzung des Mittelstands beider Länder.

… mit Emil Karanikolov, Bulgariens Wirtschaftsminister …

BVMW bald mit Israel-Büro

Mittelstandspräsident Mario Ohoven traf sich mit Yakov Hadas-Handelsman, dem ehemaligen israelischen Botschafter in Berlin. In der Botschaft Israels wurden ins­ besondere Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit mittelständischer Unternehmen beider Länder diskutiert. Ein Fokus lag hierbei auf dem Bereich Sicherheit. Aber auch die dynamische, innovative Start-up-Szene in Israel war Gegenstand des Gesprächs. Ohoven und HadasHandelsman wollen die bilateralen Beziehungen über Verbandskooperationen und die Gründung eines BVMW Büros in Israel intensivieren.

… mit dem Botschafter Israels, Yakov Hadas-Handelsman …

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Der BVMW: Partner der Politik

Albaniens Präsident Ehrenmitglied im BVMW

Der Präsident der Republik Albanien, Dr. Bujar Nishani, wurde zum Ehrenmitglied im BVMW ernannt. Mario Ohoven überreichte dem Staatsgast die Ehrenurkunde in Berlin. Bei dem persönlichen Treffen beschlossen Nishani und Ohoven die Einrichtung eines deutsch-albanischen Mittelstandsforums. Zudem wurde eine engere wirtschaftliche Zusammenarbeit vereinbart.

… im Gespräch mit dem Präsident der Republik Albanien, Dr. Bujar Nishani …

Chinas Hightech-Elite beim deutschen Mittelstand

… mit dem Oberbürgermeister von Hangzhou, Shuangcheng Xie …

Mittelstandspräsident Mario Ohoven begrüßte Shuangcheng Xie, Oberbürgermeister der Neun-Millionen-Metropole Hangzhou, zusammen mit seiner Dele­gation in der Bundeszentrale des BVMW. Hangzhou gilt als das Silicon Valley Chinas. Dort hat unter anderem der Internet-Gigant Alibaba seinen Sitz. Besprochen wurden eine konkrete Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung und eine Reise mit Mitgliedsunternehmen nach China. Hangzhou war 2016 Ausrichter des G20-Treffens.

Antrittsbesuch von Mexikos Botschafter

Zum Auftakt der Pazifik-Allianz-Konferenz in Berlin machte der neue mexikanische Botschafter S. E. Rogelio Granguillhome Morfín einen Antrittsbesuch bei Mario Ohoven in der BVMWBundeszentrale. Ohoven würdigte auf der Konferenz die Bedeutung Mexikos für Investoren aus dem deutschen Mittelstand.

… und mit dem mexikanischen Botschafter in Berlin, S. E. Rogelio Granguillhome Morfín.

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Anno 2017 | Erfolge 2017. Impulse 2018.


Der BVMW – Lösungen für Mitglieder

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Der BVMW – Lösungen für Mitglieder

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Foto: Vulkanhotel Steffelberg

Der BVMW – Lösungen für Mitglieder

Nutzen für mein Unternehmen „

Durch unseren Umbau und die Erweiterung des Hotels fanden wir es wichtig, mit weiteren mutigen Menschen in der Eifel in Kontakt zu treten. Und diese haben wir beim BVMW gefunden. Für uns ist der Austausch mit anderen Firmen und deren Erfahrungen eine wertvolle Bereicherung. Interessante Veranstaltungen runden das Konzept ab.

Martina und Ralf Berg, Inhaber Vulkanhotel balance & Selfness, Steffeln (Rheinland Pfalz)

Foto: Austing Computer

Foto: PREUSS MESSE Baugesellschaft

Foto: Filmpassage Osnabrück

Foto: HGDS GmbH, Matthias Seifert

Foto: Eb Schmid

Die Zeit vergeht wie im Flug. Wahrscheinlich auch deshalb, weil ich so viele Angebote des BVMW habe nutzen können, die mir sehr geholfen haben: neben einer Messe inklusive Videointerview auch informative und bildende Veranstaltungen oder einfach Kontakte, alles sehr empfehlenswert.

Eberhard Schmidt, Geschäftsführender Gesellschafter Growth River GmbH, Mechernich (NRW)

Durch den engen persönlichen Kontakt und regen Austausch mit den lokalen BVMW-Vertretern der Wirtschaftsregion Dresden konnten wir bei der Planung von Projektgeschäften im Ausland wesentliche Fragen im Vorfeld klären. Mehrfach wurden uns in diesem Zusammenhang professionelle und seriöse Kontakte von Spezialisten für verschiedenste Themen vermittelt.

Jan Gebauer, Geschäftsführer HGDS Hoffbauer & Gebauer Datenservice GmbH, Riesa (Sachsen)

Als Geschäftsführende Gesellschafterin der Filmpassage in Osnabrück habe ich mich nach der Übernahme des Kinos vor fünf Jahren sehr schnell entschlossen, Mitglied im BVMW zu werden. Gründe für meine Entscheidung, die ich bis zum heutigen Tag nicht bereue, waren unter anderem die gute Vernetzung des Mittelstands, die stets aktuellen Informationen über den Mittelstand und die Wirtschaft, die regelmäßig stattfindenden Veranstaltungen sowie die sehr gute Betreuung vor Ort .

Anja Thies, Geschäftsführerin Filmpassage Osnabrück, Osnabrück (Niedersachsen)

Durch die Mitgliedschaft im BVMW und deren zahlreiche Veranstaltungen ist Networking in einem exzellenten Rahmen möglich. Die jüngste Veranstaltung, das BVMW Zukunftsforum in Hamburg, hat dies wieder einmal eindrucksvoll bestätigt. Als Sprachrohr gegenüber der Politik und der Wirtschaft setzt sich der BVMW für die Belange des Mittelstandes ein. Weiter so!

Peter Preuss, Geschäftsführer PREUSS MESSE Baugesellschaft mbH, Holm (Schleswig-Holstein)

Seit unserer Mitgliedschaft im BVMW habe ich viele Veranstaltungen besucht, die mir insbesondere die Möglichkeiten zum Knüpfen persönlicher Kontakte gegeben haben. Dadurch, und auch durch die interessanten Angebote insgesamt, ziehe ich regelmäßig konkreten Nutzen. Die spürbare Lobbyarbeit, die der BVMW für seine Mitglieder betreibt, zielt genau auf die Bedürfnisse des Mittelstands ab!

Dipl. -Vw. Marc große Austing, Geschäftsführer und Inhaber Austing Computer, Lohne (Niedersachsen)

Seit vielen Jahren bin ich Mitglied im BVMW – im größten Netzwerk für Unternehmen. Mir gefallen besonders die Netzwerktreffen mit interessanten Vorträgen. In zahlreichen regionalen und nationalen Veranstaltungen haben sich in netten Gesprächen bereits wertvolle Kontakte ergeben, die ich als Geschäftsführerin einer Firma für Import und Vertrieb von Werbeuhren nutzen konnte.

Dr. Christiane Heyn, Geschäftsführerin Logowatch, Wiefelstede (Niedersachsen)

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Anno 2017 | Erfolge 2017. Impulse 2018.


Der BVMW – Lösungen für Mitglieder

Projektpartner und Impulsgeber Auch im Jahr 2017 hat sich der BVMW in den unterschiedlichsten Projekten engagiert. Mittelständische Unternehmen erhalten hierdurch neue Anregungen und Unterstützung bei der Bewältigung des betrieblichen Alltags. Der BVMW kooperiert bei zahlreichen Projekten mit Bundesministerien und Stiftungen. Initiative Neue Qualität der Arbeit Betriebliche Gesundheitsförderung im Mittelstand

Nach drei Jahren Laufzeit ist das Projekt „GeMit – Gesunder Mittelstand Deutschland“ Ende 2017 erfolgreich abgeschlossen worden. Der BVMW hat gemeinsam mit dem Institut für Betriebliche Gesundheitsförderung den INQA-Check „Gesundheit“ entwickelt, mit dem Mittelständler den Status Quo ihrer Betrieblichen Gesundheitsförderung überprüfen und Maßnahmenpläne festlegen können. Zum Abschluss des Projekts wurde der Leitfaden zur Initiierung und Umsetzung von Betriebsnachbarschaften vorgestellt. Das Konzept der Betriebsnachbarschaft wurde im Projekt erprobt und sieht vor, dass sich Unternehmen in räumlicher Nähe zusammenschließen und gemeinsam, als Nachbarschaftsverbund, die Betriebliche Gesundheitsförderung angehen.

Innovationsoffensive. Mittelstand und Gründer.

Gemeinsam mit der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit und der AiF F T K GmbH hat der BVMW bereits im zweiten Jahr eine bundesweite Roadshow zum Thema Innovation durchgeführt. Auf insgesamt acht Veranstaltungen mit umfangreichen Rahmenprogrammen haben sich Mittelständler zu aktuellen Förderprogrammen informiert und Tipps zur Entfaltung des individuellen Innovationspotenzials erhalten. Themenspezifische Kleingruppenworkshops und Innovationen zum Anfassen machten die Veranstaltungsreihe zu einem interaktiven Format, bei dem die Teilnehmer Impulse von Unternehmen aus ihrer Region und praxisnahe Umsetzungsstrategien für ihren eigenen Betrieb erhalten konnten.

Teilnehmer der „Innovationsoffensive. Mittelstand und Gründer.“ in Paderborn.

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Der BVMW – Lösungen für Mitglieder

Anpacken mit _Gemeinsam digital 15.000 erreichte Unternehmen und bundesweit über einhundert Veranstaltungen, auf denen _Gemeinsam digital informierte. Die Bilanz 2017 für das vom BVMW geleitete Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Berlin ist positiv. Was ist das Erfolgsrezept? Input aus der Praxis – Workshops für Macher

Der Kampf um die Besten, das große Thema der Workshopreihe Personal 4.0 stößt auf große Resonanz. Die Herausforderung der Mittelständler ist klar: der Fachkräftemangel. Wie man qualifizierte Mitarbeiter findet und bindet, ist eine Frage, die sich branchenübergreifend durch kleine und mittlere Betriebe zieht. Es gilt, neue Anreizsysteme zu schaffen und die Markenbildung als Arbeitgeber zu stärken. Mit der Design-Thinking Methode erstellen die Teilnehmenden Prototypen und erarbeiten spezifische Fragestellungen.

Gute Beispiele zeigen

Auf innovative Weise haben wir mit Gemeinsam digital neue Lösungen entwickelt und Prozesse aus der Nutzerperspektive betrachtet. Das macht die Lösung am Ende sehr nutzerfreundlich!

Heiko Weidlich, Geschäftsführer PKN Datenkommunikations GmbH

Das Team von _Gemeinsam digital ist im gesamten Bundesgebiet unterwegs und trifft Unternehmen, die eine gute digitale Lösung für ihre täglichen Herausforderungen gefunden haben. Die Erfolgsgeschichten werden in Kurzfilmen und Artikeln gezeigt. In Köpenick hatte zum Beispiel ein Fensterbauer keine Lust mehr auf die Zettelwirtschaft und arbeitet jetzt mit einer Software. Er und seine Mitarbeiter haben nun von überall Zugriff auf relevante Inhalte.

Digitalisierung aus der Nutzerperspektive

Wie unterschiedlich Digitalisierung aussehen kann, wird auch in den Praxisprojekten deutlich. Auf dem Gurkenhof Frehn im Spreewald geht es um Sensorik. Das Projekt ist eines von bislang 25 laufenden Projekten, die das Kompetenzzentrum umsetzt. Mittels Design-Thinking werden Prototypen entwickelt und erprobt, um die geeignete Lösung zu finden.

Handlungshilfen für jede Zielgruppe

Wer sich weiter informieren möchte, schaut in die Informationsmaterialien. Wie kann ich meine Kunden gezielt digital ansprechen? Wie schütze ich meine IT, und was macht eine gute Startseite aus? Besonders beliebt: die digitalen Rezepte und Checklisten.

Gemeinsam Lösungen erarbeiten: Workshopteilnehmer des Kompetenzzentrums.

In Kurzfilmen werden erfolgreiche Digitalisierungsprojekte vorgestellt.

Anfassen, ausprobieren und entwickeln: Die Angebote des Kompetenzzentrums sind vielfältig und sprechen Mittelständler aller Branchen an. Auch 2018 werden weitere Unternehmen bei der Digitalisierung unterstützt. www.gemeinsam-digital.de

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Anno 2017 | Erfolge 2017. Impulse 2018.


Der BVMW – Lösungen für Mitglieder

Veranstaltungen vor Ort: Nutzen und Netzwerken für den Mittelstand Über 2.000 Events veranstaltet der BVMW jährlich. Dabei erhalten Unternehmerinnen und Unternehmer wichtige und nützliche Impulse für den unternehmerischen Erfolg – sei es bei bundesweiten Erfolgsformaten oder erstklassigen Events auf regionaler und lokaler Ebene. Hier eine Auswahl quer durch die Bundesrepublik. Polit-Talk der anderen Art

Die fünf Politiker kennen sich gut. Drei von ihnen sind oder waren im Politischen Beirat des BVMW: Dr. Gregor Gysi (Die Linke), Cem Özdemir (Grüne), Thomas Strobl (CDU). Ute Vogt (SPD) war bereits mehrfach Gast beim BVMW, und FDP-Spitzenkandidat Michael Theurer (FDP) fügte sich freundschaftlich in das Tableau. Sie präsentierten sich auf der Bühne des legendären Renitenztheaters in Stuttgart vor rund 250 Besuchern. Leitfaden für TV-Moderator Michael Steinbrecher war das B V M W- Unter nehmer wahl­ programm.

Michael Steinbrecher (re.) moderierte die hochkarätige Politikerrunde.

BVMW auf der Zugspitze

Ein Zeichen für den Klimaschutz setzen, das war das Anliegen des Nachhaltigkeitsforums, das vom BVMW München/ Bayerisches Oberland veranstaltet wurde. Rund 50 wetterfeste Unternehmer folgten der Einladung und besuchten den Gipfel der Zugspitze, Deutschlands höchstem Berg. In 2962 Meter Höhe wurden Möglichkeiten für mehr Nachhaltigkeit in der Region diskutiert.

Der BVMW setzte auf der Zugspitze ein Zeichen für den Klimaschutz.

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Der BVMW – Lösungen für Mitglieder

Zu Gast bei Brose Bamberg

Kaum ein anderes Basketball-Team in Deutschland bietet die Kombination aus Erfolg, außergewöhnlichem Event und Emotionen auf so hohem Niveau wie Brose Bamberg. Das bietet auch Chancen für mittelständische Unternehmen. Deshalb organisierte der BVMW Nordbayern einen Markenführung-Erlebnistag beim BVMW-Mitglied Brose Bamberg – Deutschlands erfolgreichstem Basketballverein der vergangenen zehn Jahre. Ausgewählte Unternehmer erlebten einen Tag voller Spannung und Emotionen. Nach einer Führung durch die Arena verfolgten die Gäste zwei Vorträge zum Thema Markenführung und Sportsponsoring und fieberten live mit bei einem Spiel der Brose Bamberg in der EuroLeague.

BVMW-Mitglieder zu Gast bei Brose Bamberg.

Deutsch-türkische Partnerschaft

Die BVMW Hauptstadtregion Berlin Nord-Ost und die Türkisch-Deutsche Unternehmervereinigung e. V. (TDU) arbeiten künftig noch enger zusammen. Anlässlich der neuen Partnerschaft veranstalteten BVMW und TDU das erste Deutsch-Türkische Unternehmerfest in Berlin-Tegel. Im Beisein des türkischen Botschafters, des türkischen Generalkonsuls und des Bundesgeschäftsführers des BVMW wurde der Vorstandsvorsitzende der TDU, Remzi Kaplan, im Rahmen des Events zum Senator des BVMW-Landeswirtschaftssenates Berlin-Brandenburg berufen.

Christian Würzburg, Leiter des BVMW-Kreisverbandes Berlin Reinickendorf und Spandau (li.) mit Vertretern der TDU.

Bei strahlendem Sonnenschein und fantastischer Stimmung fand der BVMW-Business Golf Cup Berlin-Brandenburg im Golfclub Motzener See statt. Bereits zum zweiten Mal trafen sich dabei Golfer und Schnuppergolfer zum Netzwerken. Dank zahlreicher Sponsoren gab es wieder eine Siegerehrung der Spieler und eine Tombola. Die Erlöse kamen diesmal der Schultütenaktion 2018 zu, die Berliner Kindern, die sonst keine Schultüte erhalten würden, diesen Wunsch erfüllt.

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Foto: kunstschützen ! fotografie

BVMW Business Golf Cup Berlin-Brandenburg

Birgid Zoschnik, BVMW-Leiterin Hauptstadt­ region Süd, gab den Startschuss für die erfolgreiche Veranstaltung.

Anno 2017 | Erfolge 2017. Impulse 2018.


Der BVMW – Lösungen für Mitglieder

Voll in Fahrt mit dem BVMW

Wie könnte die Mobilität von morgen aussehen? Welche Konzepte für das Auto der Zukunft sind realistisch? Über diese und weitere Fragen sprachen Mitglieder des BVMW Hauptstadtregion Nord-Ost mit Jutta Kleinschmidt am ältesten Platz Berlins, in der Alten Münze. Kleinschmidt ist die einzige Frau, die die schwerste Rallye der Welt, die Rallye Dakar, gewann. Am Folgetag lud der BVMW zum Fahrsicherheitstraining auf das Gelände des Flughafens Werneuchen.

Gäste des BVMW diskutierten die Zukunft der Mobilität mit Jutta Kleinschmidt (Mitte).

Haltung und Verantwortung, diese zentralen Werte prägen das neue Veranstaltungsformat Unternehmer|STOLZ des BVMW, das in Osnabrück seine Premiere feierte. Vorzeigeunternehmer Wolfgang Grupp, Geschäftsführer von Trigema, hielt vor 100 begeisterten Gästen einen inspirierenden Vortrag, in dem er vor allem auf die Verantwortung als Unternehmer sowie die Themen Gerechtigkeit und Beständigkeit einging.

Foto: BVMW Osnabrück / Hermann Pentermann

Neues Format Unternehmer|STOLZ gestartet

Wolfgang Grupp, Geschäftsführer des Textilunternehmens Trigema.

Der deutsche Patient

Die Alterung unserer Gesellschaft birgt politischen Sprengstoff und ist ein Thema, das viele Menschen betrifft. Der Gesundheitsexperte und Bundestagsabgeordnete Prof. Dr. Karl Lauterbach (SPD) diskutierte anlässlich eines Wirtschaftssymposiums mit dem NRW-Wirtschaftssenat und erläuterte den Kurs der Sozialdemokraten. Im Gespräch mit dem ehemaligen Chefredakteur der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung, Uwe Knüpfer, versuchte Prof. Lauterbach, Wege aus der Defensive aufzuzeigen.

Moderator Uwe Knüpfer, ehemaliger Chefredakteur der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (li.), im Gespräch mit Prof. Dr. Karl Lauterbach.

Unternehmertreffen hinter Gittern

Um berufliche Perspektiven nach der Zeit im Jugendstrafvollzug ging es, als der BVMW Landesverband Sachsen/Wirtschaftsregion Leipzig zu einem Unternehmertreffen hinter Gittern geladen hatte. Gemeinsam mit der sächsischen Integrationsministerin Petra Köpping hatten BVMW-Mitglieder in der Jugendstrafvollzugsanstalt Regis-Breitingen Gelegenheit, sich ein Bild von der Ausbildung junger Strafgefangener zu machen.

BVMW-Mitglieder machten sich ein Bild von den Ausbildungsmöglichkeiten in der JSA Regis-Breitingen.

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Der BVMW – Lösungen für Mitglieder

Kooperation mit Estland

Besiegelt: Der BVMW in Sachsen-Anhalt und der estnische Verband kleiner und mittlerer Unternehmen kooperieren künftig.

Mehr als 100 Besucher aus Wirtschaft und Politik kamen zum Mittelstandsforum des BVMW nach Magdeburg. Im Rahmen des Events, das sich mit dem „Internet der Dinge“ auseinandersetzte, besiegelten der BVMW und der estländische Unternehmerverband EVEA eine Kooperationsvereinbarung. Durch das Vorhaben der beiden großen Wirtschaftsverbände eröffnet sich für beide Länder eine Reihe völlig neuer Perspektiven in der Zusammenarbeit.

Schleswig-Holstein vor der Wahl

Foto: Sabine Voiges

Um mehr über die Pläne der Politiker zu erfahren, lud der BVMW Schleswig-Holstein im Vorfeld der Landtagswahl zu einer Diskussionsrunde ein. Patrick Meinhardt, BVMW Bundesgeschäftsleiter Politik, stellte den BVMW „Wahlcheck Mittelstand Schleswig-Holstein“ vor. Spitzenkandidaten und Vertreter der Landtagsfraktionen wie Birgit Herdejürgen (SPD), und Wolfgang Kubicki, Fraktionsvorsitzender und Spitzenkandidat der Freien Demokraten (FDP), nahmen zu den einzelnen Punkten der BVMW-Wahlprüfsteine Stellung. Themen wie die Entbürokratisierung und die Entlastung des Mittelstands standen im Fokus der Diskussionsrunde.

Spitzenkandidaten und Vertreter der Landtagsfraktionen nahmen zu Themen Stellung, die den Mittelstand in Schleswig-Holstein bewegen.

Linker Landesvater lobt BVMW

Foto: Michael Voigt

Der Landeswirtschaftssenat Thüringen traf sich mit Ministerpräsident Bodo Ramelow, um zweieinhalb Jahre nach der rot-rot-grünen Regierungsübernahme Bilanz zu ziehen. BVMW Landesgeschäftsführer Günther Richter erinnerte an die weit verbreiteten Bedenken, als ein ehemaliger Gewerkschaftsfunktionär 2014 zum Ministerpräsidenten berufen wurde – und als solcher heute für eine erfolgreiche Mittelstandspolitik zuständig ist. Die Mitglieder des Wirtschaftssenats hatten Gelegenheit, über ihre jeweiligen Schwerpunkte zu informieren. Ramelow lobte die sachorientierte Zusammenarbeit mit dem BVMW.

Thüringer Landeswirtschaftssenat mit Ministerpräsident Bodo Ramelow.

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Anno 2017 | Erfolge 2017. Impulse 2018.


Der BVMW – engagiert und ausgezeichnet

Foto: © Vicgmyr von istockphoto.com

Der BVMW – engagiert und ausgezeichnet

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Der BVMW – engagiert und ausgezeichnet

Engagiert – für Mensch und Umwelt Der BVMW setzt sich bundesweit für gemeinnützige Projekte ein. Durch vielfältige Initiativen des Verbandes und seiner engagierten Mitgliedsunternehmen werden Umwelt und Gesellschaft aktiv gefördert. Golfen für die gute Sache

Foto: Marcus Steinbrücker

10.000 Euro für soziale Projekte wurden bei der BVMW-GreenVesting-Charity-Golftrophy 2017 auf der Anlage des Golfclubs Worms erspielt. Bei dem Turnier traten sowohl erfahrene Golfer als auch jene, die es werden wollen, an. Der Erlös des Charity-Events ging an Mainz 05 hilft e. V. und die McDonald’s Kinderhilfe Stiftung.

Hans Günter Haßlinger (li.) und Horst Schneider, BVMW Landesbeauftragter Rheinland-Pfalz, wiesen die Spieler ein.

Piepenbrock in Dortmund unterstützt Kinder

Foto: Piepenbrock

Im Rahmen des 40-jährigen Jubiläums überreichte die Niederlassung Dortmund des Gebäudedienstleisters Piepenbrock einen Scheck in Höhe von 4.000 Euro an Kinderlachen e. V. Der gemeinnützige Verein unterstützt schwerstkranke Kinder in Kliniken, Hospizen, Kindertagesstätten sowie Kindergärten und wird seit mehreren Jahren regelmäßig vom BVMW-Mitglied Piepenbrock finanziell gefördert.

Schirmherr Matze Knop (li.) freute sich über die Spende für Kinderlachen e. V.

Eine weitere Spende in Höhe von 1.320 Euro ging zudem an das Lebenszentrum Königsborn. Die Einrichtung in Unna versorgt Menschen mit schweren neurologischen Krankheitsbildern.

Foto: Oswald Elektromotoren GmbH

Innovativ und umweltschonend

Das Team der Oswald Elektromotoren GmbH.

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Die Oswald Elektromotoren GmbH wurde mit dem renommierten Deutschen Umweltpreis 2017 ausgezeichnet. Das Unternehmen hat einer energieeffizienten Revolution in der Antriebstechnik zum Durchbruch verholfen, durch die sich Energieeinsparungen von bis zu 50 Prozent gegenüber mechanischen oder hydraulischen Antriebslösungen erzielen lassen. Anno 2017 | Erfolge 2017. Impulse 2018.


Der BVMW – engagiert und ausgezeichnet

Chancen schaffen in Afrika – Fluchtursachen bekämpfen Bereits seit einigen Jahren unterstützt der BVMW ein soziales Vorzeigeprojekt in der senegalesischen Hauptstadt Dakar: BARAKA „vom Slum zum modernen Stadtteil“. Schon bald sollen im Slum Baraka rund 2000 notleidende Menschen ein Leben mit Zukunftsperspektive führen können. Aus dem Armutsviertel entsteht ein moderner Stadtteil. So sollen die von Armut getriebenen Menschen vor der lebensgefährlichen Flucht nach Europa bewahrt werden. Mit einem IT-Center hat der BVMW bereits einen wertvollen Grundstein für die Bildung der vielen jungen Menschen im Slum gelegt. Mit dem Gesamt-Projekt der „YOU Stiftung – Bildung für Kinder in Not” erhalten die Menschen ein sicheres und hygienisches Zuhause. Es wird das Ziel verfolgt, einkommens­ fördernde Maßnahmen für die Familien vor Ort zu schaffen, um allen Kindern Bildung zu ermöglichen und menschenwürdige Lebensbedingungen zu gewährleisten. Durch das Engagement des BVMW profitieren die Jugendlichen bereits seit 2016 vom einem IT-IKT-Training. 2017 ermöglichte die erneute Unterstützung des BVMW für Baraka eine Erweiterung des Trainings.

Das Vorzeigeprojekt BARAKA: Vom Slum...

Durch ein neues Kompetenzzentrum für Existenzgründungen, das sich an Jugendliche, Handwerker und Kleinbetriebe aus der Umgebung richtet, sollen effiziente und nachhaltige Dienstleitungen im Ausbildungs- und Beratungssektor angeboten werden. Eines der wichtigsten Ziele des Projektes ist es, die digitale Zukunft des neuen Stadtteils zu sichern und ihn mit der Welt zu verbinden.

...zum modernen Stadtteil.

Spendenkonten der YOU Stiftung für Baraka

IBAN: DE 72 300 400 00 0 34 80 100 00 | BIC/SWIFT: CO BA DE FF Kreditinstitut: Commerzbank Düsseldorf

Fotos: YOU Stiftung

Schließen Sie sich an und werden Sie Teil von BARAKA, ein Beispielprojekt für alle Slum­ gebiete dieser Welt!

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Der BVMW – engagiert und ausgezeichnet

Ausgezeichnet! Herausragende Leistungen verdienen Anerkennung. So wurden auch 2017 wieder zahlreiche mittelständische Betriebe ausgezeichnet, die eine Vorbildfunktion für Wirtschaft und Gesellschaft einnehmen. Der BVMW prämierte außergewöhnliche Unternehmer – hier eine Auswahl. Thüringer Unternehmer des Jahres

Foto: Michael Voigt

Bereits zum 24. Mal lud der Landesverband Thüringen des BVMW zum Thüringer Wirtschaftsball in den Erfurter Kaisersaal ein. Ministerpräsident Bodo Ramelow begrüßte die zahlreich erschienenen Gäste, darunter auch Erfurts Oberbürgermeister Andreas Bausewein und Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee. Highlight des Abends war die Ehrung des „Thüringer Unternehmer 2017“. Die Auszeichnung, die 2017 zum 18. Mal vergeben wurde und Mittelständler aufgrund ihres herausragenden Engagements in Wirtschaft und Gesellschaft ehrt, ging an Alexander Kühn, Inhaber der Goldhelm Schokoladenmanufaktur in Erfurt. Den Ehrenpreis für das Lebenswerk erhielt Rainer Seyfarth, Geschäftsführer vom Autohaus Rainer Seyfarth GmbH & Co. KG in Gotha.

Alexander Kühn (3. v. re.) wurde von Ministerpräsident Bodo Ramelow (Mi.) als „Thüringer Unternehmer 2017“ ausgezeichnet.

Foto: D. Kressin

Gesundheitspreis 2017

Die Gesundheit der Mitarbeiter ist eines der wichtigsten Güter für verantwortungsvolle Unternehmer. Aus diesem Grund wurde 2017 zum 7. Mal der Gesundheitspreis des BVMW Mecklenburg-Vorpommern verliehen, der das besondere Engagement von Unternehmern im Bereich des Betrieblichen Gesundheitsmanagements ehrt. Im Rahmen des Jahresempfangs des Die Warnowquerung GmbH erhielt den BVMW-Gesundheitspreis. BVMW in Rostock wurde das Team der Warnowquerung GmbH mit dem Preis ausgezeichnet. Der erstmals verliehene Sonderpreis ging an PAUSCH Gastronomie aus Stralsund. Verliehen wurden die Preise von Mecklenburg-Vorpommerns Energieminister Christian Pegel (SPD), USGeneralkonsul Richard Yoneoka und Prof. Dr. Wolfgang Schareck, Rektor der Universität Rostock.

Auszeichnung für Lebenswerk

Wolfgang Oehm (Oni Wärmetrafo GmbH) und Herbert Schulte (NRW Landesgeschäftsführer Politik des BVMW) (v. li.).

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Eine besondere Ehre wurde NRW-Wirtschaftssenator Wolfgang Oehm zuteil. Der Unternehmer aus Lindlar, dessen Unternehmen Oni Wärmetrafo GmbH mit immer neuen Innovationen zu einem Motor der Energiewende wurde, erhielt den BVMW-Unternehmerpreis für sein Lebenswerk. Vor mehr als 100 Gästen aus Politik und Wirtschaft überreichte Herbert Schulte, NRW Landesgeschäftsführer Politik des BVMW, die Auszeichnung, die das soziale und unternehmerische Wirken Oehms ehrt.

Anno 2017 | Erfolge 2017. Impulse 2018.


Der BVMW – der Problemlöser

Foto: © PeopleImages von istockphoto.com

Der BVMW – der Problemlöser

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Der BVMW – der Problemlöser

Maßgebend: Der Vorstand Dem Vorstand des BVMW gehören erfahrene und erfolgreiche mittelständische Unternehmer an. Sie sind richtungsweisend und prägen die Weiterentwicklung des Verbandes entscheidend.

Foto: Steffen Höft

Foto: Christian Kruppa

Foto: Thomas Imo

Mario Ohoven Präsident Vermögensverwaltung

Dr. Helmut Baur Binder-Optik GmbH

Jens Bormann Muuuh Group GmbH

Foto: Steffen Höft

Foto: Annette Wandel

Foto: Christian Kruppa

Dr. Hans-Michael Pott Vizepräsident Anwaltskanzlei Sernetz Schäfer

Foto: Christian Kruppa

Willi Grothe Vizepräsident Calvörder Bau GmbH

Dr. Jochen Leonhardt ST Treuhand Lincke & Leonhardt KG

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Arthur Zimmermann Ernst-Klett AG

Anno 2017 | Erfolge 2017. Impulse 2018.

Seit 1998 steht Mario Ohoven – langjähriger Marktführer in der Finanzbranche – als Präsident des BVMW an der Spitze des Vorstandes. In seiner Amtszeit hat sich die Mitgliederzahl des Verbandes mehr als verdreifacht, die Anzahl der BVMW-Geschäftsstellen stieg von 70 auf 300. An der Seite von Mario Ohoven stehen die Vizepräsidenten Willi Grothe und Dr. Hans-Michael Pott. Während sich Willi Grothe vor allem im Arbeitsbereich Nachhaltiges Wirtschaften engagiert, beschäftigt sich Dr. Hans-Michael Pott vor allem mit den Themen Steuern und Europa. Für die internationalen Beziehungen des BVMW sowie die Bereiche Gesundheits- und Hochschulpolitik ist Dr. Helmut Baur verantwortlich. Jens Bormann ist Spezialist für Kundengewinnung und Kundenbindung. Verbandsexperte für Finanzen und Steuern, Verbandsstrategie und die Steuerkommission ist Dr. Jochen Leonhardt. Für das Thema Bildung ist Arthur Zimmermann zuständig. Die Vorstände sind Vorbild, Impulsgeber und repräsentieren den Verband nach außen. Als Keynote Speaker auf Fachtagungen und Events machen die Vorzeigeunternehmer, allen voran Mario Ohoven, auf die Belange des unternehmerischen Mittelstands aufmerksam.


Der BVMW – der Problemlöser

Die Bundesgeschäftsführung und Bundesgeschäftsleitung

Foto: Christian Kruppa

Der Bundesgeschäftsführung obliegen die Aufgaben der laufenden Verwaltung, der Verbandsarbeit sowie der übergeordneten Strategie und Ausrichtung des Verbands. Die Mitglieder der Bundesgeschäftsleitung steuern einzelne Ressorts und setzen wesentliche inhaltliche und organisatorische Impulse.

Prof. Dr. h. c. Markus Jerger

Prof. Dr. h. c. Markus Jerger Bundesgeschäftsführer Markus Jerger ist seit 2017 Bundesgeschäftsführer des BVMW.Er studierte Wirtschaftswissenschaften zunächst in München, und später in England, wo er seinen MBA erfolgreich abschloss. Schon früh konnte er Erfahrungen im Immobiliengeschäft sammeln, indem er im Familienunternehmen mitarbeitete. Später war er für das Olympische Komitee und für die Kempinski Hotel Gruppe weltweit tätig. Zudem war er in der Schweiz sechs Jahre für Colony Capital, einer der größten Immobilienfinanzdienstleister weltweit, Mitglied im Aufsichtsrat einer Krankenhausgruppe. Seit 2015 ist er Honorarprofessor am International Center der Lomonosov Universität Moskau in Genf.

Foto: Christian Kruppa

Michael Dammenhein Bundesgeschäftsleiter Finanzen, Controlling und Projekte

Michael Dammenhein

Michael Dammenhein verantwortet seit 2016 als Mitglied der Bundesgeschäftsleitung die Ressorts Finanzen, Controlling und Projekte. Er begann seine berufliche Karriere 2007 bei KPMG AG. Hier beriet und prüfte er vor allem große mittelständische Unternehmen, bevor er in die Abteilung ‚Audit Leadership‘ nach Berlin wechselte. Darüber hinaus konnte er operative Erfahrung innerhalb der ALBA Group sammeln. Michael Dammenhein ist Dipl.-Wirtschaftsingenieur, hat länger im Ausland gearbeitet und wurde 2012 zum Steuerberater bestellt.

Foto: Christian Kruppa

Ulrike Janitz-Seemann Bundesgeschäftsleiterin Verbandsorganisation Seit 2017 betreut Ulrike Janitz-Seemann als Leiterin Verbandsorganisation die Repräsentanten vor Ort und ist dafür zuständig, das Wachstum des Verbandes zu fördern. Nach dem Studium der Wirtschaftswissenschaften begann sie ihre Karriere in der Finanzdienstleistungsbrache. Verschiedene Führungsfunktionen u. a. bei der Commerzbank sowie zwei der größten Industrieversicherungsmakler Deutschlands machen die Dipl.-Kauffrau zu einer Expertin für Vertriebswege, Beratung und Verkauf. Ulrike Janitz-Seemann

Patrick Meinhardt Bundesgeschäftsleiter Politik

Michael Woltering

Michael Woltering Bundesgeschäftsleiter Marketing Michael Woltering ist seit 2013 Mitglied der Bundesgeschäftsleitung und für den Bereich Marketing und Veranstaltungen zuständig. Er studierte Wirtschaftsgeographie, Politik und Germanistik an der Universität Osnabrück und legte das Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien ab. Nach Auslandsaufenthalten arbeitete er u. a. als Projektleiter für die EU-Kommission und den Europarat in der Arbeitsmarktforschung. Seit 1999 ist er als Unternehmer im Projektmanagement aktiv, 2006 startete er im BVMW als Leiter des Kreisverbands Osnabrück.

Foto: Philipp Wehrend

Foto: Christian Kruppa

Patrick Meinhardt

Patrick Meinhardt ist seit 2014 Bundesgeschäftsleiter Politik und Vorstandsvorsitzender der BVMW-Stiftung. In der heimischen Bäckerei hat er den Mittelstand von Jugend an aufgesogen und nach seinem Studium zehn Jahre lang ein Bildungsinstitut aufgebaut und geleitet. 13 Jahre als Stadtrat, acht Jahre für die FDP im Bundestag als bildungspolitischer Sprecher und Mitglied des Vorstandes, fünf Jahre im Europarat und als Generalsekretär der FDP Baden-Württemberg führen zu einem politischen Netzwerk. Bis heute ist er Stiftungsratsvorsitzender der Stiftung für Grundwerte und Völkerverständigung.

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Der BVMW – der Problemlöser

Hochkarätig: Die Spitze des BVMW, der Bundeswirtschaftssenat Über 200 herausragende Unternehmerpersönlichkeiten gehören dem höchsten Gremium im BVMW an, dem Bundeswirtschaftssenat (BWS). Neben vier deutschen Nobelpreisträgern und renommierten Persönlichkeiten aus der Kultur, zählen zahlreiche nationale und internationale Marktführer zum BWS. Sie sind sich ihrer Verantwortung gegenüber Staat und Gesellschaft besonders bewusst. Mit ihrem persönlichen Engagement tragen sie dazu bei, die Interessen des Mittelstands im Dialog mit Entscheidungsträgern aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Medien umzusetzen. Die Unternehmen der Senatsmitglieder erzielen einen jährlichen Umsatz von 98 Milliarden Euro und beschäftigen rund 1,1 Millionen Mitarbeiter. Auch im Jahr 2017 organisierte der BVMW exklusive Treffen des Bundeswirtschaftssenats, die den unternehmerischen Austausch auf höchstem Niveau ermöglichten. Der Bundeswirtschaftssenat besuchte die Bundesdruckerei …

Im Vorfeld des BVMW-Jahresempfangs in Berlin hatten Mitglieder des Bundeswirtschaftssenats die Chance, einen Blick hinter die Kulissen der Bundesdruckerei zu werfen. Die Senatoren bekamen neben einer Führung durch die Produktionshallen der Bundesdruckerei auch einen Einblick in die Arbeit der traditionsreichen Institution. Hier finden zwar noch immer Druckaufträge für Banknoten, Ausweise und Pässe statt, mittlerweile zählt sie aber auch zu den weltweit führenden Unternehmen im Bereich IT-Sicherheitslösungen.

Mitglieder des Bundeswirtschaftssenats zu Gast in der Bundesdruckerei in Berlin.

… und erlebte Spitzenforschung hautnah.

In Göttingen wurden den Mitgliedern des Bundeswirtschaftssenates die neuesten Forschungsergebnisse des Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrums vorgestellt. Beim anschließenden Besuch des Max-Planck-Institutes für Sonnensystemforschung hörten die Teilnehmer einen fesselnden Vortrag zum Thema „Planetenforschung hautnah erleben – von der Idee bis zur Verwirklichung“. Bei der abendlichen Gala hatte der Bundeswirtschaftssenat die Gelegenheit, eine exklusive Keynote von Professor Harald zur Hausen zu hören, der 2008 für seine erfolgreiche Krebs-Forschung mit dem Nobelpreis für Physiologie ausgezeichnet wurde. Professor zur Hausen gab den Teilnehmern Einblicke in Staunenswert: Mitglieder des Bundeswirtschaftssenats zu Besuch den aktuellen Stand der Krebsforschung. im Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Göttingen. 38 |

Anno 2017 | Erfolge 2017. Impulse 2018.


Der BVMW – der Problemlöser

Schwerpunkt Sicherheit

In der bayerischen Landeshauptstadt München erwartete die Mitglieder des Bundeswirtschaftssenats ein exklusives Programm. So fand ein Treffen mit Joachim Herrmann, Bayerischer Staatsminister des Innern, für Bau und Verkehr, statt. Dabei wurde unter anderem der Zustand der inneren Sicherheit angesprochen. Auch im Fokus: Cyberkriminalität, ein Thema, das viele mittelständische Unternehmer betrifft. Auf dem traditionellen Oktoberfest ließen die Mitglieder des Bundeswirtschaftssenates den Tag anschließend gut gelaunt ausklingen.

Beim Besuch in München trafen die Mitglieder des Bundeswirtschaftssenats unter anderem Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (Mitte).

Regierungsreise nach Ungarn

Unter dem Motto „Politik, Kultur und Genuss“ lud der BVMW Mitglieder des Bundeswirtschaftssenats zur exklusiven Regierungsreise nach Budapest ein. Dort trafen die Senatoren Entscheider aus Politik und Wirtschaft wie Dr. Gergely Gulyas, den Fraktionsvorsitzenden der regierenden Partei Fidesz; Zoltán Balog, Superminister für Humanressourcen, und Dr. Laszlo Parragh, den Präsidenten der Ungarischen Wirtschaftskammer. Mit einem Besuch im berühmten Erkel-Theater, einem Essen im Café New York und einer Donauschifffahrt durch das nächtliche Budapest kam auch das kulturelle Programm nicht zu kurz.

Der Bundeswirtschaftssenat mit Zoltán Balog (7. v. li., Superminister für gesellschaftliche Ressourcen, und Dr. Pacsay-Tomassich (6. v. li.), Staatsministerin für die Angelegenheiten der Europäischen Union.

Berlin nonstop

Foto: Christian Kruppa

Beim Treffen in der Bundeshauptstadt bekamen die Senatoren gleich mehrere Highlights geboten. Nach einer exklusiven Führung durch den Bundesrat fand ein Empfang in der indischen Botschaft statt. Die indische Botschafterin I. E. Mukta Dutta Tomar begrüßte die Gäste. Anschließend bot sich den Mitgliedern des Bundeswirtschaftssenats die Mög- Der Bundeswirtschaftsenat zu Gast im Bundesrat. lichkeit, im Rahmen einer „Aktuellen Stunde“ mit dem Berliner Erzbischof, Dr. Heiner Koch, über die Ethik in der Wirtschaft zu diskutieren. Abgeschlossen wurde der ereignisreiche Tag mit einer glanzvollen Gala im Hotel Adlon, die durch eine Keynote vom Ministerpräsidenten Schleswig-Holsteins, Daniel Günther, bereichert wurde.

Im hohen Norden

In der Hansestadt Greifswald trafen sich Mitglieder des Bundeswirtschaftssenats zu einem besonderen Event. So fand zunächst eine Diskussion mit Christian Pegel, Mecklenburg-Vorpommerns Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung, zum Thema Energieeffizienz statt. Beim Besuch im Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie erhielten sie Einblicke in die Arbeit des Forschungsinstitutes, das zu den weltweit führenden im Bereich physikalischer Plasmen gehört.

Einblicke in die Spitzenforschung bekamen Mitglieder des Bundeswirtschaftssenats in Greifswald.

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Der BVMW – der Problemlöser

Expertenwissen: Die Kommissionen des BVMW Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft ist als verlässlicher und kompetenter Partner auf allen Ebenen der Politik aktiv und angesehen. Zentrale Positionen und Forderungen des Mittelstands werden in den Kommissionen des BVMW von Experten verschiedener Branchen ehrenamtlich erarbeitet. Kommission für Energie und nachhaltiges Wirtschaften

Die Energiekommission leistet einen wichtigen Beitrag zur Positionierung des BVMW im Bereich der Energiepolitik. So diskutierten die Kommissionsmitglieder im Vorfeld der Bundestagswahl unter anderem mit Bernd Westphal, MdB (SPD) und Oliver Krischer, MdB (Bündnis 90/Die Grünen) im Bundestag über die energiepolitischen Positionen der Parteien. Auch mit Themen wie der Wärme- und Verkehrswende sowie der Digitalisierung der Energiewirtschaft setzt sich die Kommission kritisch-konstruktiv auseinander.

Im Herzen des politischen Berlins: Die Energiekommission diskutierte im Bundestag mit energiepolitischen Entscheidungsträgern.

Kommission Steuern und Finanzen

In neuer Besetzung: Die Kommission Steuern und Finanzen des BVMW.

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Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Geschäftsführer und Risiko-Manager – sie alle bringen ihre Expertise in der BVMW-Kommission Steuern und Finanzen ein. In neuer Besetzung gestaltet sie die steuer- und finanzpolitische Positionierung des Verbandes aktiv mit. Neben den Themenschwerpunkten Steuervereinfachungen und -entlastungen werden künftig auch die Verbesserung der Finanzierungmöglichkeiten von Start-ups auf der Agenda stehen.

Anno 2017 | Erfolge 2017. Impulse 2018.


Der BVMW – der Problemlöser

Kommission Recht

Die Rechtskommission unterstützt die Mitglieder des BVMW mit praxisnahen Ratschlägen und Beiträgen in den verschiedenen Publikationen des Verbands. Dabei wird über rechtliche Stolperfallen, Gesetze und Reformen aufgeklärt, die den Mittelstand betreffen. In Roadshows von zwei Kommissionsexperten wurden BVMW-Mitglieder zudem über das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz informiert. Themen wie Unternehmensnachfolge, Arbeitsrecht, Schiedsgerichte und Mittelstand 4.0 werden zukünftig stärker diskutiert.

Kommission Arbeit und Soziales

Die Bundestagswahl, die Flexibilisierung des Arbeitszeitgesetzes, Herausforderungen von Arbeit 4.0 oder das Bürokratiemonster Entgelttransparenzgesetz – diese und weitere unternehmensnahe Themen diskutierten die Mitglieder der Kommission Arbeit und Soziales unter anderem mit Referenten aus dem Arbeitsministerium.

Die Kommission Arbeit und Soziales des BVMW.

Kommission Unternehmenssicherheit

Themen wie Wirtschaftsschutz und Cyberkriminalität, aber auch bauliche, technische und organisatorische Sicherheitsfragen sind essentiell für die mittelständische Wirtschaft und sollten auf die Agenda jedes Unternehmens gehören. Mittelständische Unternehmen können durch viele externe aber auch interne Einflüsse bedroht und geschwächt werden. Warum es daher sinnvoll ist, ein Sicherheitskonzept zu haben oder zu wissen, welche Gefahren bestehen können, darüber informiert die Kommission Unternehmenssicherheit.

Mit dem BVMW auf der sicheren Seite: Die Kommission Unternehmens­sicherheit.

Kommission Internet und Digitales

Regelmäßig bringt sich die Kommission Internet und Digitales in politische und wirtschaftliche Debatten ein. Zur digitalpolitischen Positionierung des BVMW wurden beispielsweise die politischen Programme der Parteien analysiert und bewertet sowie klare Forderungen der mittelständischen Wirtschaft im Bereich Digitalpolitik formuliert. | 41


Der BVMW – der Problemlöser

Politischer Beirat

Foto: Susanne Knoll

Dem politischen Beirat gehören hochrangige Persönlichkeiten des politischen Lebens in Deutschland an, die sich in besonderer Weise für den Mittelstand in Deutschland engagieren. Sie erhalten beim BVMW von den Unternehmern Informationen über den Mittelstand aus erster Hand, die sie dann in ihre Parteien und Fraktionen einbringen. Dr. Katarina Barley, SPD Bis zu ihrer Ernennung zur Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Juni 2017, war Dr. Katarina Barley Mitglied im politischen Beirat des BVMW. Im September 2017 übernahm die frühere SPD-Generalsekretärin geschäftsführend die Leitung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.

Foto: DIE LINKE im Bundestag

Dr. Wolfgang Gerhardt, FDP Der promovierte Germanist und Politologe war acht Jahre Vorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion und von 1995 bis 2001 Bundesvorsitzender der Liberalen. Heute ist er Vorstandsvorsitzender der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit. Dr. Gregor Gysi, DIE LINKE Der Diplom-Jurist ist seit 2005 erneut Mitglied des Deutschen Bundestages und war dort viele Jahre Fraktionsvorsitzender der Fraktion Die Linke. Zuvor bekleidete er das Amt des Berliner Bürgermeisters und des Senators für Wirtschaft, Arbeit und Frauen. Seit Dezember 2016 ist er Präsident der Europäischen Linken. Nebenbei ist er als Rechtsanwalt, Moderator und Publizist tätig. Dr. Franz Josef Jung, CDU Der promovierte Jurist war von 2005 bis 2017 Mitglied des Deutschen Bundestags und von 2005 bis 2009 zunächst Minister der Verteidigung, später Minister für Arbeit und Soziales. Von 1983 bis 2005 war er Mitglied des Hessischen Landtags.

Foto: Laurence Chaperon

Cem Özdemir, Bündnis 90/ Die Grünen Der Erzieher und Diplom-Sozialpädagoge wurde 1994 erstmals in den Deutschen Bundestag gewählt, dem er seit 2013 wieder angehört. Von 2008 bis 2018 war er zudem Bundesvorsitzender seiner Partei. Von 2004 bis 2009 war er Mitglied des Europäischen Parlaments und außenpolitischer Sprecher seiner Fraktion Die Grünen/EFA. Thomas Strobl, CDU Bis zu seiner Ernennung zum stellvertretenden Ministerpräsidenten und Minister für Inneres, Digitalisierung und Migration des Landes Baden-Württemberg im Mai 2016, war Thomas Strobl Mitglied im politischen Beirat des BVMW. Seit 2011 ist er zudem Landesvorsitzender der CDU Baden-Württemberg und seit Dezember 2012 stellvertretender Bundesvorsitzender der CDU Deutschlands. Dagmar Wöhrl, CSU Die Rechtsanwältin und Unternehmerin war von 1994 bis 2017 Mitglied des Deutschen Bundestags und für lange Zeit Mitglied des politischen Beirates des BVMW. Von 2002 bis 2005 war sie als wirtschaftspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion tätig, bevor sie von 2005 bis 2009 das Amt der Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundeswirtschafts­ ministerium innehatte. Otto Bernhardt, CDU Der ehemalige Parlamentarische Staatssekretär in Schleswig-Holstein (1979 bis 1984) hat anschließend viele Jahre Kreditinstitute in Norddeutschland geleitet. Von 1998 bis 2009 war er Mitglied des Deutschen Bundestags und war mehrere Jahre finanzpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Zurzeit ist er als Politik- & Unternehmensberater in Berlin tätig. 42 |

Anno 2017 | Erfolge 2017. Impulse 2018.


Ausblick

2018: Für einen starken Mittelstand Der unternehmerische Mittelstand muss auch 2018 Beschäftigungs- und Wachstumsmotor bleiben – für Deutschland und Europa. Dazu brauchen die Millionen Mittelständler förderliche wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen. Wir werden die Politiker und Parteien daran messen, ob sie den vollmundigen Versprechungen im Wahlkampf endlich Taten folgen lassen. Was die Unternehmerinnen und Unternehmer von der Politik fordern, hat die repräsentative Umfrage des BVMW zum Jahreswechsel gezeigt: Als vorrangige Aufgaben der neuen Bundesregierung nannten die Mittelständler den Abbau bürokratischer Hemmnisse, eine Bildungsoffensive und den beschleunigten, bundesweiten Ausbau des Breitbandnetzes. Kurz gesagt: Deutschland braucht mehr Investitionen in seine Zukunft. Hier steht die neue Bundesregierung in der Pflicht. Sie muss eine Investitions- und Innovationsoffensive starten; dazu gehören zum Beispiel eine steuerliche Forschungsförderung für Klein- und Mittelbetriebe, wie in 28 von 35 OECD-Ländern, und ein Wagniskapitalgesetz. Aber auch die digitale Transformation und die Energiewende stellen den Mittelstand vor gewaltige Herausforderungen. Zur Ungewissheit über den künftigen Kurs der neuen Bundesregierung kommen Gefahren von außen. Kriege und Krisen vor unserer Haustür, weltweite Tendenzen zu Protektionismus und Abschottung, Brexit, Eurokrise, niemand weiß, was den Mittelstand 2018 noch erwartet. Unser Verband hat einen klaren ordnungspolitischen Kompass: Keine sozialen Wohltaten auf Kosten unserer Kinder und Enkel, Zukunftsinvestitionen statt Umverteilung, Nein zur Regulierung der Arbeit, Ja zur unternehmerischen Freiheit. Dafür wird der BVMW gemeinsam mit seiner Mittelstandsallianz kämpfen. Damit 2018 ein gutes Jahr für den Mittelstand und somit für Deutschland wird.

Foto: © baona von istockphoto.com

Impressum Herausgeber / Copyright: BVMW – Bundesverband mittelständische Wirtschaft, Unternehmerverband Deutschlands e.  V. Präsident Mario Ohoven

Redaktion: Chiara Ohoven Friederike Pfann Tim Schöllmann Eberhard Vogt

Anschrift: Bundeszentrale Potsdamer Straße 7 | Potsdamer Platz 10785 Berlin Tel.: 030 533206–0 Fax: 030 533206–50 info@bvmw.de www.bvmw.de

Design: www.mattheis-werbeagentur.de Titelbild: © mattheis. Werbeagentur Nachdruck – auch auszugsweise – unter Quellenangabe gestattet.

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Wir danken unseren Partnern:

Anno Jahresbericht 2017 vom BVMW  

Jahresbericht Anno vom Bundesverband für mittelständische Wirtschaft e.V. Erfolge 2016. Impulse 2017

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