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Mareen Fischinger Inszenierte Fotografie

/Konzeptionelle Vorarbeit


Mareen Fischinger Inszenierte Fotografie

/Konzeptionelle Vorarbeit/Inspiration

/04.12.2009, 13:45 Uhr Julian Wol-

kenstein. Hieran fasziniert mich, wie auch in den anderen Motiven der Serie für das Modelabel (Claim: »Cause an Effect«), dass Dinge aus ihrem normalen »Zuständigkeitsbereich«, nämlich Schaufensterpuppe sein, herauskommen und plötzlich eine Seele haben.


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/04.12.2009, 14:25 Uhr Nochmal

Julian Wolkenstein aus England, der Gefühle (z.B. Macht), die durch das Essen des Schokoriegels erwachen sollen, in eine Choreographie umsetzt. Hierbei muss aber zusätzlich auf die Motive Löwe und Zebra zurückgegriffen werden, die faktisch auf der Kleidung abgebildet sind, da die Situation allein nicht 100% schlüssig wäre.


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/04.12.2009, 14:41 Uhr »Kids don’t

like to share« von Ted Sabarese (USA). Überzeugt mich zwar nicht von der Komposition (vielleicht war es ja ein Magazincover), Licht und der fehlenden Subtilität. Schafft es aber, den Charakter o.ä. des Kindes in einem Bild einzufangen. Der Aufbau ist inszeniert und würde so in der wahren Welt nicht vorkommen. Er erweckt somit einen Eindruck zum Leben. Interessant ist für mich eben jene nicht greifbare und unsichtbare, aber doch vorhandene Realität darzustellen.


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/04.12.2009, 14:56 Uhr Santogold

Plattencover. Selbst wenn hier der Glitter nicht echt auf der CD ist, das bringt mich wieder auf die Tatsache, dass Unikate in der Fotografie nicht möglich sind (ausgenommen vielleicht Editionen). Es sei denn, man bringt auf die Oberfläche des Prints ein nicht reproduzierbares Element. Nur so ein Gedanke, den ich öfter habe, aber nicht unbedingt umsetzen muss.


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/04.12.2009, 15:49 Uhr Brooks Rey-

nolds Serie »We are sleeping giants« zeigt eine Reihe von Nachtaufnahmen in einer faszinierenden Farbpalette und Klarheit. Vorher habe ich, weil mich das Thema sowieso interessiert, schonmal ähnliche Bilder gemacht, die Serie heißt Night & Seek und ist auf meiner Website zu sehen. /Unwirkliches Licht statt dem natürlich vorhandenen (available light), das sich aber gut einfügt und nicht den Hintergrund verschwinden lässt. /leichter Spot auf die Person /Tilt-Shift für die Betonung des Wichtigen


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Inspiration

/04.12.2009, 15:54 Uhr Romantisch & modern! Auch aus »We are sleeping giants«

/Subtil: Weiches Umgebungslicht von vorn (vom Subjekt aus gesehen) /Key: eine zweite, etwas wärmere und hellere Lichtquelle von vorn (leicht gegen den Urzeigersinn verdreht), ziemlich hart. /Spitze: Von hinten eine leicht bäuliche Lichtquelle als streifende Spitze, so hell und hart wie das Key Light. Ein wenig davon kommt auf auf die oberen Blätter, die wahrscheinlich in Photoshop wieder wärmer gefärbt wurden.


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Inspiration

/06.12.2009, 12:07 Uhr Gregory

Crewdson legt mal eben die Hauptverkehrsstraße in einem kleinen Dorf für eine Woche lahm, nur damit sich darauf schön der Schnee sammelt. Statt ein Gemälde zu malen, schafft er es für einen Moment in der echten Welt, um es dann auf einem Foto zu verewigen. Moderne Variante von Edward Hopper. Ich las, dass sich seine großformatigen Drucke für $75.000 verkaufen.


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Inspiration

/12.12.2009, 10:54 Uhr Andy Rey-

nolds. Hier interessiert mich das Storytelling. Man weiß nicht genau was passiert, aber es ist spannend. Wüste, Nacht, was hat die Frau gemacht? Hat sie jemanden umgelegt im Licht der Scheinwerfer? Was befindet sich vor ihren Füßen?


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/12.12.2009, 10:56 Uhr Jan von Hol-

leben spielt den Traum vom Fliegen.

Hat Humor und einen neuen Ansatz, ist mir aber im wahrsten Sinne des Wortes zu platt.


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/12.12.2009, 11:08 Uhr Ein moderner Escher, bei dem mir der Bildautor fehlt.

Am Ende sieht es doch fast aus wie eine Tapete, weil die Farben so pastellig und alles gleichwertig ist, aber die saubere Montage, die zu einem hyper(sur)realistischen Bild f端hrt, ist lobenswert.


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/13.12.2009, 19:03 Uhr Edwars Hop-

pers Nighthawks (1942) zeigt eine trostlose Situation mit dem Fokus auf das Wichtige, nämlich die zwar freiwillige, jedoch erzwungene zwischenmenschliche Verbindung. /Ich möchte gern auch (scheinbar?) Unwichtiges auftauchen lassen; der Betrachter soll nicht sofort wissen, ob er möglicherweise etwas übersieht.


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Notizen

/13.12.2009, 17:58 Uhr Meine Arbei- sein, aber authentisch und spontan wirken,

ten beschäftigen sich mit Menschen und dem, was sie bewegt. Ich möchte Dinge darstellen, die zwar passieren, jedoch nie gesehen werden. Das heißt, es gibt sie nur in unseren Köpfen. Zum Beispiel: Wenn jemand sich einsam fühlt, sitzt er natürlich nicht als Einziger mitten im Wohnzimmer bei einer Feier und alle tanzen freudig um ihn herum. Es scheint auch kein Spot auf ihn.

Ich möchte mit meiner Fotografie jedoch genau solche gefühlten Situationen zeigen. Sie sollen zwar künstlich herbeigerufen

eben durch realistische Inszenierung. Hierbei dürfen auch surrealistische Dinge geschehen. Das Bild wird interessant, wenn eine Geschichte erzählt wird. Wie haben die einzelnen Elemente in der Aufnahme miteinander zu tun und warum sind sie so inszeniert wie der Betrachter sie vorfindet? Was ist die Vorgeschichte; ist etwas passiert, das man durch genauere Beobachtung dieses festgehaltenen Momentes herausfinden kann?


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Notizen

Statt im Studio zu arbeiten, möchte ich öffentliche Orte wie beispielsweise einen kleinen Bahnhof oder einen Innenraum in einer Privatwohnung bespielen. So soll eine nachvollziehbare und für den Betrachter auf sich selbst projizierbare Atmosphäre geschaffen werden. Um diese Wirkung weiter zu erzielen, wird das Bild ähnlich dem Film dezent ausgeleuchtet. Es sollen vorhandene Lichtquellen (Lampen, Fenster) auftauchen und eine Rolle spielen dürfen. Ich werde mir trotzdem die Freiheit nehmen, Akzente zu setzen.

Die Schärfe im Bild soll sich wenn möglich über die gesamte Tiefe ziehen. So möchte ich von einer weichen, gemütlichen Stimmung weg und technische Starrheit sowie eine hyperrealistische Anmutung schaffen.


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Notizen

Um große Bilddaten zu bekommen, bei denen Details nicht verloren gehen, möchte ich eine für mich neue Kamera ausprobieren und wahrscheinlich mit der großformatigen Sinar P entweder auf großformatige Negative oder per Adapter im digitalen Mittelformat schießen; notfalls auf eine digitale Hasselblad ausweichen – da ich noch nicht genug technische Erfahrung mit der Sinar P habe und nicht weiß wie viel Schärfe möglich ist.

Die Fotografien sollen als Serie von ca. drei Bildern in einem großen Format gehangen werden, evtl. mit Durchleuchtung. Das macht ihre Wirkung intensiver und weniger eindimensional.


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Notizen

/16.12.2009, 21:57 Uhr Viele Men-

schen denken, dass der Fotograf nur den perfekten Moment abwartet um dann schnell abzudrücken. (Ach ja, und die Kamera macht ja die Bilder.) Diesen Moment jedoch erst zu kreieren, um diesen dann in einem analogen oder digitalen Negativ festzuhalten, ist das was ich tun möchte. Hinzu kommt die Surrealität, die im wahren Bildmoment nicht da war, denn jeder am Set sieht nur die vorhandenen Elemente und weiß dass all dies nicht so erlebt wurde. Sie kommt erst im fertigen Bild heraus, das der Betrachter durch den gewählten Bildausschnitt (und die Bearbeitung) des Fotografen sieht.


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Notizen

/17.12.2009, 10:30 Uhr Was möchte

/Mehrdeutigkeit muss vorhanden sein, ich machen? nicht Banalität, Realismus kann auch zu /Erforschen des melancholischen Mokonkret sein mentes (Benutzung von Symbolik etc.) /Zeitabläufe müssen auf einen Moment oder gebracht werden, arbeiten jenseits des /Erzählen einer Geschichte klassischen Zeitstrahldenkens Was wird erzählt? Inszenierung? Reporta- /das Standbild muss lesbar sein, evtl. ge? Literaturillustration? Ebenen haben (vgl. Ebenen bei CaraEtwas in jemandem berühren. vaggio) /Der Betrachter ergänzt ein Bild mit ei→ Bild als Querschnitt zu einer Geschichte. nem Gefühl, Bild als Auslöser für eigene Die Geschichtsform wäre vergleichbar mit Geschichte einem Gedicht, z.B. in moderner Form mit /»es gibt keinen Zufall«-Denken einem Haiku (sagt UJR) Bildbeschreibungen zu Arbeiten von Hiro→ Moment der Irritation (Videos Bill Viola) shi Sugimoto lesen.


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Notizen

/17.12.2009, 10:31 Uhr Diplomthema wird sein:

ÂťKonzeption und Entwicklung von Kommunikationsmedien zum Thema MomentÂŤ


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Notizen/Was ist Fotografie?

/24.01.2009, 19:14 Uhr Was ist Foto-

grafie?

Fotografie ist ein Verfahren zum Festhalten eines Augenblicks auf einem Speichermedium, das ein Negativ, ein Positiv oder eine digitale Datei sein kann. Jedes davon ist weiterentwickel- und manipulierbar. In mehreren Stufen lassen sich die Mรถglichkeiten der Anwendung von Fotografie beschreiben:


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Notizen/Was ist Fotografie?

/Die Abbildung der Wirklichkeit

und die Untersuchung der Wirklichkeit ist Aufgabe der Reportage-, Kriegs- und Straßenfotografen, die nicht in die Handlung eingreifen und keine Arrangements vornehmen. Sie bilden nur das ab, was wirklich stattgefunden hat. Ihre Arbeit besteht darin, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein und einen Moment dokumentarisch aus einem persönlich ausgewählten Blickwinkel einzufangen.

z.B. Elliott Erwitt (1963)


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Notizen/Was ist Fotografie?

/Das Verwandeln der Wirklichkeit

durch Manipulation, durchgeführt vom Fotografen vor Ort oder bei der Ausarbeitung der Aufnahme, sowie die mögliche Misinterpretation des Bildbetrachters verändern die Realität. Eine Falschinterpretation liegt sowohl in der (evtl. gewollten) Zweideutigkeit eines Bildes als auch in dem Einfluss der persönlichen Vorgeschichte des Betrachters begründet.

z.B. Annie Leibovitz (US) frühes Werk, Portraits (Patti Smith, 1996)


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Notizen/Was ist Fotografie?

/Das Kreieren einer Wirklichkeit

durch den fiktional inszenierenden Fotografen/Fotoregisseur hat zum Ziel, mit genau der oben genannten individuellen Vorgeschichte des Zuschauers zu spielen und ihn die mögliche Realität selbst konstruieren zu lassen. Er verfasst seine eigene Geschichte, die mit den Fotografien und seinen dazugehörigen Assoziationen zum Leben erweckt wird.

z.B. Jeff Wall (CAN) (The Invisible Man, 1999-2000)


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Notizen/Was ist Fotografie?

Die Fotografie ist in der Rangfolge der Medien genau zwischen der Malerei und dem Film anzuordnen. Sie kann ohne großen Aufwand Ausschnitte von nicht inszenierten Welten abbilden, wodurch sich auch die Malerei angepasst hat und offener, scheinbar zufälliger geworden ist. Bis vor Beginn der modernen Malerei zeigten Bilder noch in sich geschlossene Szenen, genau ausbalanciert und narrativ komplettiert. Film ist im klassischen Sinn die Aneinanderreihung von »offenen« Lichtbildern, die im Zusammenhang eine Geschichte ergeben.

In der heute zu beobachtenden Weiter- respektive Parallelentwicklung zur Inszenierten Fotografie wird wieder auf die Komplexität der Malerei zurückgegriffen: Durch ein gezieltes Verdichten der filmischen Erzähllogik wird auf einen Punkt hingearbeitet, an dem das Foto die narrative Breite eines Spielfilms haben kann.


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Notizen/Gregory Grewdson: 1985-2005

/24.01.2009, 11:14 Uhr/Notizen zu den Aufsätzen in Gregory Grewdson: 1985-2005 erschienen bei

Hatje Cantz; Aufsätze von: Stephan Berg, Martin Hochleiner, Katy Siegel

Zur Info vorab: Gregory Crewdson betreibt einen aufwändigen Kulissen- und Lichtbau, zusätzlich verwendet er in einigen seiner wenigen Serien bekannte HollywoodSchauspieler. Er fotografiert nicht selbst, sondern ist der Regisseur des Bildes. Die Arbeiten Crewdsons basieren auf Sigmund Freuds »Das Unheimliche«, 1919.


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Notizen/Gregory Grewdson: 1985-2005

Crewdsons Vater ist einer der bekanntesten Psychoanalytiker der USA, und er selbst hat nach eigenen Angaben früher die Gespräche in dessen Heimpraxis belauscht. Crewdson gestaltet seine Bilder als Metaphern für: /Neurosen /Ängste /Sehnsüchte der Menschen im suburbanen Amerika.

Motive: /Somnambulismus /hypnotisierte Menschen /Zeigen des rational nicht Fassbaren zunächst in den Heimen und Vorgärten (z.B. Twilight, Dream House) und später auf den Straßen (z.B. Beneath the Roses) Im weitesten Sinne Orientierung an Cindy Sherman, Walker Evans, Garry Winogrand, William Eggleston, Jeff Wall; sowie an Steven Spielberg und David Lynch (Referenzen und zufällige Ähnlichkeit sowie Austauschbarkeit zu Horrorfilmen).


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Notizen/Gregory Grewdson: 1985-2005

»Single Frame Movie«: Verdichten der filmischen Erzähllogik zu dem Punkt, an dem ein Foto die Narrative Breite eines Spielfilms hat. → Es entsteht eine Wirklichkeit zweiter Ordnung mit der Überzeugungskraft der Primärrealität – u.a. da die Objektivität der Kamera eine Erzählweise zulässt, die vom Betrachter als real gedeutet wird, aber auch dadurch, dass die perfekt kreierte Welt nicht durch einen gescheiterten Versuch einer Kreation entlarvt wird.

/Ein Scheitern des Materials/Arrangements wäre »der Triumph der realen Welt«. »Die Ästhetik des Stillstandes« Technik: Crewdson verwendet heute 8x10« Großformat und die Komposition mehrerer Negative, um eine durchgehende Schärfe zu erreichen.

In Wirklichkeit »bedient« nicht er selbst die Kamera oder das Licht, geschweige /Das »Original« einer Situation/eines Ge- denn macht selbst die Nachbearbeitung, fühls wird durch Neuerschaffung optimiert sondern ist der Regisseur. (Überlegenheit über die reale Welt)


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Inspiration

/24.01.2009, 11:43 UhrErwin Olaf

(NL), The Hairdresser (2004) aus der Serie Rain

Ausstellung ab 07.02.2009 in Antwerpen


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Zeitplan

Literatur, Gedichte, etc. /25.01.2009, 15:56 Uhr Zeitplan /15. Jan bis 15. Mar Literatur suchen /filtern und aussuchen und bearbeiten: /Wirklichkeit, Glaubhaftigkeit von Bildern /(der Betrachter) /Inszenierte Fotografie und deren Geschichte /Vorbilder (Jeff Wall, Erwin Olaf, Cindy Sherman, Annie Leibovitz, Gregory Crewdson, Tim Walker, …)

/bis 15. Mar Konzept formulieren: Was will ich darstellen und wie?

/16. Mar bis 31. März Motive finden:

/mögl. Motive bzw. Geschichten finden:

/wie viele? /roten Faden legen

Präsentationsform bestimmen und vorplanen, Analysenteile schreiben

/01. Apr bis 30. Apr Planung Motive: /Was wird dargestellt, wie und wo? /Locationsuche /Modellcastings /Organisation /Requisite weiterhin an der Analyse schreiben


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Zeitplan

/09. Apr (bis 15 Uhr, FH) endg체ltige Themenformulierung einreichen

/16. Jun bis 30. Jun Produktion der

Kommunikationsmittel (Bilder)

/01. Mai bis 15. Jun /Umsetzung der /13. Jul bis 18. Jul (FH) /Aufbau der

Motive (11.-17.05.) /Bearbeitung der Bilddaten /Revision /Analyse & Konzept schreiben

/18 Jun (bis 14 Uhr, FH) Abgabe schriftlicher Teil (Analyse)

/20. Jun+ Produktion der Kommunikati-

onsmittel (Buch o.채.)

Pr채sentation /Pr체fung (14.07. um 10:30 Uhr) /Rundgang


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Inspiration

/30.01.2009, 11:15 UhrDonnie Darko

(2001). Die Totalen aus dem in 1988 spielenden Feature Film werden oft fast bewegungslos gezeigt.


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Notizen/Was ist Fotografie?

/02.02.2009, 20:31 UhrOrganisationsbesprechung mit UJR.

Theorieteil: /Länge ist frei /Format zum Beispiel 18x24 /evtl. in zwei Teilen /gerne mit Bildern /Fußnoten unten oder am Ende des Kapitels oder Buches Bibliothek/Literatur: /Kontakt Bibliothek FHD: Frau Aust (Fernleihe NRW-weit) /Weltweit größte Bibliothek: Washington Library of Congress

Inhaltliches /Ist das wirklich »Inszenierte Fotografie« oder ist es »Szenografie«? /Hitchcock: Theater, Kulisse /Entscheidung über Storytelling: göttlich vs. dienstlich → stattdessen Fotografie als Storytelling


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Notizen/Jeff Wall: »Figures and Places« (1978-2000)

/19.02.2009, 15:30 Uhr/Notizen zu den Aufsätzen aus Jeff Wall »Figures and Places« von Rolf Lauter von Rolf Lauter (Hrsg.) erschie-

nen 2001 bei Prestel Aufsätze von Rolf Lauter ab S. 13ff

/Die Konzeption bildnerischer Erzählweise wird zurück in die Kunst geholt, diese war zu Beginn der Moderne verloren gegangen. /»Modell fotografischer Malerei«: zwei hintereinanderliegende Realitätsräume > Bedeutung der Gleichzeitigkeit paralleler Welten und Wirklichkeiten


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Notizen/Jeff Wall: »Figures and Places« (1978-2000)

/Wall konstruiert aus Gedächtnissplittern und Erinnerungen eine Gedächtnismontage und aktualisiert diese in der und für die Gegenwart.

rungsbildern Einfluss nehmen.

/Erinnerungen erhalten erst durch Erzählungen Form und Struktur, durch die sie ergänzt und stabilisiert werden. (zitierte Aleida Assmann)

/Wall verwendet die Zentralperspektive, um den Blick des Betrachters in das Innere des Raumes oder Menschen eindringen zu lassen.

/Walls Fotografie ist die »Verschmelzung von Reportage und Vorstellungswelt«

/Verdichtung von Zeichen, Weglassen von Malerei: man kann einzelne Teile malen → Unwichtigem Eindruck der Augenblicklichkeit (komplex) /Walls Arbeiten sind wie ein kollektives Fotografie: die Blende öffnet sich ein Mal Gedächtnis, weil sie auf das individuelle → echte Augenblicklichkeit Gedächtnis in Form von kollektiven Erinne- → Fotomontage (vgl. S. 18)


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Notizen/Jeff Wall: »Figures and Places« (1978-2000)

/Kompositionelle Neuorientierung auf der Grundlage der vorherigen Fragmentierung /Montagen, die auf den kompositionellen Koordinaten der Malerei basieren /Architektur, Städteplanung etc. konditionieren und organisieren alle Bewegungen sowie alles Verhalten im Raum nach Regeln, die oft wie formalisierte Inszenierungen wirken (vgl. S. 22) > Orte und Räume dienen den Menschen als gedächtnisstiftende Bausteine. z.B. Jeff Wall »Eviction Struggle« 1988


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Notizen/Jeff Wall: »Figures and Places« (1978-2000)

/Jede Stadt- und Naturlandschaft ist ein Projektionsraum zahlreicher sich überlagernder und ineinander greifeder Gedächtnisräume. /Allgemein gilt: Alles Unbewusste ist auf Erinnerung basierend. (Beispiel: Gehen) /Ein Zeitablauf kann nur impliziert und nicht (in einem Bild) dargestellt werden. /Durch Montage: Verschiedene Zeitabläufe gehen in einer simultanen Zeitvorstellung auf. → Hierdurch entsteht ein Art Dialektik aus radikaler Geschwindigkeit und ewiger Dauer.


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Notizen /Walls Themen

/Walls Themen /Die permanente Auseinandersetzung des Menschen mit sich selbst und anderen: Eine Konfrontation mit gesellschaftlichen Realitäten, sozialen Konflikten oder kulturellen Problemen. (z.B. Jeff Wall »Jell-O« 1995) /Städtischer Kontext: Figuren werden zu konfliktgeladenen Handlungseinheiten, Begegnungen sind Dialoge zwischenmenschlicher Beziehungen oder Auseinandersetzungen. z.B. Jeff Wall »Milk« 1984


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Notizen /Walls Themen

/Jeff Wall verwendet neben Vorlagen aus der Malerei manchmal Literaturvorlagen für seine Bilder. Zum Beispiel Franz Kafkas Die Sorge des Hausvaters führte zu folgendem Bild: Jeff Wall »Odradek« 1994


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Notizen/Die Leuchtkasten-Diapositive Jeff Walls

/20.02.2009, 12:13 Uhr/Über die Wall. Enlightment Boxes, in Art+Text, 1997, Leuchtkasten-Diapositive Jeff 56, S. 61f Walls Norman Bryson: »Eine entschei-

dende politische Folge ist die, dass dem Betrachter nichts überlassen bleibt. Da die gesellschaftlich Realität nunmehr zusammen mit ihrer Erklärung daherkommt, akzeptiert man entweder das Gesamtpaket oder eben gar nichts. Es gibt keinen Verhandlungsspielraum. Die Perspektive des Diapositivs ist zugleich göttergleich und paranoid in ihrer Kontrolle jedes einzelnen Details. Die Schwierigkeit ist die, dass aufgrund des Inszeniertseins alles Gezeigten, da alles Unvorhergesehene gebannt, nichts anderes sein kann, als es ist.« – aus Jeff

Wenn die Bildebene der Erzählebene gleicht, es also keinen weiteren Interpretationsspielraum im Motiv gibt, da es sich sehr direkt und ohne Fragen zu stellen zeigt, mag diese Aussage beinahe zutreffen. Der Betrachter bringt jedoch in der Praxis eine unerwartbar ausgeprägte, individuelle Vorgeschichte mit in das Bild ein, die dazu führt, dass seine persönliche Interpretation oder die erweckten Gefühle immer von denen des Nächsten abweichen, sei es nur in Nuancen. Jeder Betrachter baut aus den ihm gelieferten


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Notizen/Die Leuchtkasten-Diapositive Jeff Walls

Bausteinen – auch wenn sie für jeden von Ihnen gleich penibel gefertigt und dargelegt sind – eine neue Geschichte. Das Bild mag physisch mit dem Zauber der unbekannten Projektionsquelle ausgestattet sein und sich somit in den Vordergrund rücken, die Verarbeitung des Motivs wird dadurch aber nicht weniger vom Betrachter abhängig. Auf der Bildebene beschränkt sich Jeff Wall auf das Wesentliche, weil weiteres, zufälliges Beiwerk nur von der Erzählung ablenken würde. Genau das macht die Fotografie ja zu einer inszenierten, bei der durch ihre Planbarkeit, wie in der Malerei, nichts dem Zufall überlassen wird.


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Notizen/Jeff Wall: Das Alltägliche

/20.02.2009, 12:30 Uhr/Jeff Wall: Das Alltägliche >Vielleicht ist

das »Triviale« bloß eine verfehlte Form des »Alltäglichen«. Das Alltägliche ist die elementarste und ergiebigste künstlerische Kategorie. Es wirkt vertraut, ist aber immer überraschend und neu. Gleichzeitig aber gibt es eine Offenheit, die es den Leuten erlaubt, das im Bild dargestellte wieder zu erkennen, weil sie schon einmal etwas Ähnliches gesehen haben. Das Alltägliche ist also ein Raum, in dem sich Bedeutungen anhäufen, doch erst die bildliche Umsetzung überträgt die Bedeutungen auf die Ebene des Ansprechenden.< Jeff Wall im Interview: The Hole Truth: Jan Tumlir talks with Jeff Wall about »The Flooded Grave«, erschienen in Artforum 39, März 2001, S. 113-117.; zitiert hier auf S. 152 in Jeff Wall: Figures & Places


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Notizen/Aufsatz von Bernd Reiß in Jeff Wall: Figures & Places

/22.02.2009, 12:53 Uhr/Aufsatz /Paraphrase von Bernd Reiß in Jeff Wall: Figu- Durch die Paraphrase, die freie Übersetres & Places zung in eine andere Sprache, bedeutet

Anverwandlung und Reaktualisierung des /Blicke Vorbildes. Bei Jeff Wall findet diese meist Die Menschen, die sich an vermeintlichen interpikturell statt, also von einem histoNicht-Orten befinden, stehen bei JW in rischen Gemälde (Monet, Delacroix etc.), der Regel nicht miteinander in Kontakt. selten von einem Text aus (Franz Kafka Völlige Isolation und Verbundenheit ledig- und Ralph Ellison). Der Künstler versucht lich durch soziale Merkmale wie zum Bei- bei einer Paraphrase, ein bereits gelöstes spiel Kleidung. Die Personen werden nicht Problem auf seine Art neu zu bewältigen. als handelnde, sondern als denkende Men- Das zwingt den Betrachter, sich auch mit schen (stille Beschäftigung mit der eigeder Vorlage unter den neuen, modernen nen Innenwelt) dargestellt, die Kommuni- Gesichtspunkten der menschlichen Eigenkation ist gestört. arten (mit Distanz zur Tradition) noch einmal zu beschäftigen.


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Notizen/zum Essay »In Platos Höhle«

/23.02.2009, 11:48 Uhr/Notizen zum Essay »In Platos Höhle« Sus-

an Sontag »Über Fotografie«, erschienen im Fischer Verlag, 18. Auflage 2008, erschienen in FFM 1980 /Fotografieren: Aneignen des fotografierten Objektes → scheinbare Macht/Erkenntnis über das Fotografierte. /Eine Fotografie in einem Buch ist nur ein Abbild eines Abbildes, verliert aber weniger an Qualität als ein Gemälde es bei einer Reproduktion tun würde. /Ein Film mit Fotos könnte die Betrachtungszeit und Reihenfolge bestimmen, dadurch verlieren die Fotos aber die Möglichkeit, sammelbare Objekte zu sein.


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Notizen/zum Essay »In Platos Höhle«

/Beweismaterial: auch wenn das Bild verzerren mag, es besteht immer Grund zu der Annahme, dass etwas existiert oder existiert hat, das dem gleicht, was auf dem Bild zu sehen ist. /Fotos haben scheinbar eine unschuldige und genaue Beziehung zur sichtbaren Realität (mehr als andere mimetische Objekte) /Selbst Fotografen, die nur die Realität widerspiegeln wollen, sind den Befehlen von Geschmack und Gewissen ausgesetzt (Bildausschnitt, Moment etc.) /Fotografie ist zwischen Kunst und Wahrheit angesiedelt.

/Die Passivität/Allgegenwart der (heutigen, wahllosen und unambitionierten) fotografischen Aufzeichnung ist ihre Botschaft, ihre Aggressivität. /Demokratisierung aller Erfahrungen durch die Übersetzung in Bilder (ursprüngliches Versprechen der Fotografie).


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Notizen/zum Essay »In Platos Höhle«

/Menschen (insb. Touristen) schieben die Kamera zwischen sich und alles Ungewöhnliche, das ihnen begegnet, als Reaktion auf das Neue. /Ein Voyeur mit Kamera ist Herr der Lage /Fotografieren (z.B. als Journalist) ist ein Akt der Nicht-Einmischung (physischer Art, sondern lediglich der nicht-physischen), gleichzeitig aber auch ein Akt der Zustimmung und Einverständnis, das alles was gerade geschieht, weiter geschehen soll. /Fotografie verwandelt Menschen in Objekte, die man symbolisch besitzen kann. /Teilnahme an Sterblichkeit, Verletzlich-

keit, Wandelbarkeit von Menschen und Dingen /Durch die Herausnahme eines Momentes wird das Zerfließen der Zeit bezeugt. /Je allgemeiner die Aussage eines Fotos, desto unwahrscheinlicher, dass es etwas bewirkt oder jemanden mobilisiert. /Einprägsamkeit von Fotos ist höher, weil sie im Gegensatz zum bewegten Bild einen säuberlichen Abschnitt und nicht das Dahinfließen der Zeit zeigen.


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Notizen/zum Essay »In Platos Höhle«

/Das Standbild ist ein bevorzugter Augenblick, verwandelt in ein dünnes Objekt, das man aufbewahren und immer wieder betrachten kann. /Fotografien übermitteln Informationen (für verschiedene Empfänger/Berufsgruppen), sie machen »Inventur«. /Die Oberfläche eines Fotos will den Betrachter dazu bringen, zu überlegen/erkennen wie die Realität beschaffen sein musste, damit dieses Bild zu Stande kommen konnte (S.28) → Dieses Hinnehmen der aufgezeichneten Welt hat jedoch nichts mit Verstehen zu tun. /Es wird zwangsläufig mehr verborgen als enthüllt. → Die Fotografie lässt uns

die Welt verfügbarer erscheinen, als sie in Wirklichkeit ist. /Eine Erfahrung machen wird gleichbedeutend mit »ein Foto machen«, da die Gesellschaft zu einer bildersüchtigen (Werbung → perfekte Welt etc.) erzogen wird. An einem öffentlichen Ereignis teilnehmen wird gleichbedeutend mit dem Anschauen von Fotos davon.


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Notizen /Fachbegriffklärung

/03.03.2009, 10:55 Uhr/Fachbe- /Inszenierende Fotografie (oft syngriffklärung nach Fritz Franz Vogel: sta- onym verwendet)

gedphotography.ch

/betont das Prozesshafte, die Zeitspanne der Herstellung inkl. des Konzeptionellen / Inszenierte Fotografie (meist-ge- /ist eine an sich dokumentarische-objektibräuchlich) ve Fotografie, die subjektiv verfälscht, ka/fiktionale Fotografie nalisiert, arrangiert wurde (Stillleben, Akt/imaginäre Bildwelten heterogener Körper fotografie etc.). und Objekte, die subjektiv in Szene gesetzt /directorial photography (so besind (stage-work) nannt nach A.D. Coleman, 1976) /eine szenografisch aufbereitete Abbil/leitend-anweisender Charakter dung /geht von einem einem faktischen Leer- /Gestaltung der äußerlich rohen Materialraum aus, im dem die Idee des Regisseurs/ welt gemäß der Bildszenarien des Fotografen Autors umgesetzt wird.


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Notizen /Fachbegriffklärung

/staged photography

/betont den Raum- und Bühnenaspekt

/Images fabriquées, invented photography, photographic fiction

/betonen das künstlich-handwerklich Hergestellte, das sich meist keiner Vorlagen bedient.

/Szenografie (aus Wikipedia) »etwas

auf einer Bühne beschreiben« /Lehre der Kunst, Weiterentwicklung des klassischen Bühnenbilds, theoretisch sowie praktisch /Inszenierung im Raum, Sets, Kostüme, Texte

/Ein Raum wird konstruiert, erneuert, transformiert und gefüllt /Räume können virtuell oder real erfahrbar sein


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Notizen/Aufbau der Inszenierten Fotografie

/03.03.2009, 18:54 Uhr/Aufbau der Inszenierten Fotografie nach

Fritz Franz Vogel: stagedphotography.ch Voraussetzung für Inszenierte Fotografie: Idee, Dialog, Text, Zeichnung, Scribble, Ablaufskizze. Durch eine Inszenierung des Vorhandenen wird es von der Regie in einen neuen Kontext gesetzt.

/Metaebene (Intention, Gegenläufigkeit) /Form der Publikation/Präsentation

/Elemente der In-Szene-Setzung

/Ort /Kulisse (Bildstaffelung) /Licht /Figuren/Rollen (Personnagen des interaktiven Spiels) /Requisiten (zur Verdeutlichung von Handlungen, Rollen) /Bereiche der Inszenierung /Standbild oder Ausschnitt aus Hand/Technik (Kamera-, Filmtyp) lungsablauf (Erzählstruktur in Bild oder Se/Abbildung (Maske, Fokus, Schärfentiefe) rie) /Inhalt (Geschichte, Bildobjekte, -subjek- /Idee, Plot, Erzählung (Inhalt erkennbar, te) evtl. Richtung weisender Titel)


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Notizen/Aufbau der Inszenierten Fotografie

/dokumentarisches, betrachtbares Ergeb- /szenisch (formal-dramaturgischer Ernis der Inszenierung (Umsetzung in ein fo- zählstil) /inszeniert (individuell erkennbare, künsttografisches Bild) lerische Handschrift)

/Erzählertypen

/nüchtern-dokumentarischer Erzähler /retrospektiv-autobiografischer Erzähler /expressiv-fiktionalisierender Erzähler

/Perspektiven

/ideelle (Erzählstruktur, Dramaturgie) /topografische (Realität/Bühnenrealität, Kamerabühne)

/Binnenstrukturen

/theatralisch (unterhaltende Wirkung)

/Sonstiges, Notizen

/Durch die Aufzeichnung des Moments werden Personen und Gegenstände objektiviert. /Die Objektivität der Kamera lässt eine vom Betrachter als real empfundene Erzählweise zu. /Projektive Fotowelten können nicht von kulturellen Diskurs losgelöst stehen. /In den Werken spiegelt sich neben dem verantwortlichen Autor auch sein foto-


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Notizen/Aufbau der Inszenierten Fotografie

und kunsthistorisches Bewusstsein. /Ein fremdes Ich erzählt auch über den Betrachter, der das Bild in seinen durch Herkunft und Erfahrung beeinflussten Kontext stellt. /Eine klassische Dramaturgie ist nicht möglich, denn es gibt keine ExpositionSteigerung-Klimax-Katharsis in einem Foto. /Inszenierte Fotografie wird als Teil der Kunst betrachtet, weil sie ihren Kompositionsprinzipien entspricht, und so wie sie ein Thema durch das Bild reflexiv-konstruktiv neu zu erfinden versucht. /Objekten, die in einer Szene präsent sind, wird Bedeutung zugewiesen /aktuelle Inhalte: psychologisch-neuroti-

sche Grundstrukturen, dramatischer Effekt, analysieren gesellschaftlicher Kontexte /Erzählungen aus subjektiver, empathischer, aplotischer Sicht /zwischen Realität und Fiktion angesiedelt


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Notizen/A.D. Coleman

/03.03.2009, 9:11 Uhr/excerpt from A.D. Coleman’s introduction to Arthur Tress’ book The Theater of the Mind (1976) »All photographs

defined as the deliberate staging of events for the express purpose of making photographs thereof — as distinguished from addressing oneself through the camera to are fictions, to a far greater extent than we an ongoing, uncontrolled external »reality«. are yet able or willing to acknowledge. Yet most of them still pretend to a high degree Though you wouldn’t know it from studyof verisimilitude and transparency, to the ing any of the available histories of the meimpersonal neutrality of windows on the dium, the directorial mode of photography world. has a long, diverse, and honorable traditiIt is in the directorial mode of photography on. Yet for reasons which appear to have more than any other that the fictional na- more to do with photo-historical politics ture of the photographic image is not only than with scholarship and logic, certain recognized and explored but openly decla- uses (and users) of the directorial mode red as an active premise, a hermeneutical have been accepted as legitimate while stance. This mode might most simply be others have been rejected out of hand.


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Notizen/A.D. Coleman

The basis for these usually arbitrary judgments generally boils down to the conservative taste patterns of the medium’s heretofore dominant historians. Thus it has been considered aesthetically permissible for the late Paul Strand to »cast« his book on an Italian village, Un Paese, by having the townspeople lined up and selecting from them those he considered most picturesque — but unacceptable for Edward Curtis to persuade American Indians to reenact rituals and events out of their past; valid for Edward Weston to arrange vegetables and nudes in static, preconceived configurations in his studio —

but not for William Mortensen to use his studio as the setting for those mini-dramas which were the basis of his stylized, Symbolist allegories.« (http://artdurkee. blogspot.com/2008/11/directorial-photography.html) Da jedes Stillleben oder Portrait unweigerlich in diese Kategorie fällt, grenzt Coleman hier nicht genug zur interpretierenden Fotografie ab, die nicht weiter in ihr Motiv eingreift.


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Notizen/A.D. Coleman

Christine Walter bestätigt dies in »Bilder erzählen!«, ihrer Doktorarbeit von 2001, S.28f: Sie beschreibt Colemans Skala: Straight Photography (dokumentierend) → Street Photography (interpretierend) → Directional Photography (eingreifend), ordnet die Directional Photography doch nah an der Mitte dieser Skala an.


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/03.03.2009, 10:36 Uhr beim Schreiben

/Konzeptionelle Vorarbeit/Inspiration


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Inspiration

/04.03.2009, 9:01 Uhr Der Däne Pe-

ter Funch produzierte die folgenden Bilder (Babeltales) Inszenierter Fotografie in seiner Wahlheimat NYC. Die fotografierten Straßenkreuzungen sehen aus wie normale Kreuzungen (außer dass per Reflektion mehr Licht hineingebracht wurde), auf denen sich die typischen New-York-Charktere in ihren typischen Handlungen und Haltungen zeigen. Jede Figur für sich genommen scheint absolut »normal«. Der Unterschied zur Wirklichkeit ist dann der vermeintliche Zufall, dass zum Beispiel nur Frauen mit roten Jacken oder nur Menschen, die gerade inne halten, um nach oben zu schauen, auf dem

jeweiligen Bild zu finden sind. Außerdem finden sich durch Peter Funch inszenierte Spannungen zwischen Gestalten, die weniger als eine Sekunde lang so nah beieinander gewesen sein können, da die Straßen in ständiger, schneller Bewegung sind. Durch die Serien, die alle beinahe den sel-


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Inspiration

ben Bildausschnitt zeigen, wird dies noch klarer, denn das Straßenbild ändert sich ständig und schlagartig – das kann wohl jeder bezeugen, der einmal einen öffentlichen Ort wie diesen beobachtet hat. Interessant zu vergleichen sind wohl diese beiden Bilder in der Serie (Prince St Ecke Broadway). Hier finden sich im erstem Bild nur schwarz gekleidete Menschen, dahinter »nähern sich« aber schon die weißen, sogar die Autos und Tauben sind weiß. Das folgende Bild ist genau umgekehrt aufgebaut. Hier herrscht in derselben räumlichen Szenerie gleich eine sommerlichere, kreativere Atmosphäre – die sogleich wieder ausgewechselt sein kann.


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Notizen/Namen, K체nstler, Fotografen inszenierte Fotografie

/04.03.2009, 17:04 Uhr/Namen, K체nstler, Fotografen Inszenierte Fotografie

Durchgestrichen sind die, die meiner Meinung nach hier irrelevant sind. Matthew Barney Thomas Brenner Gregory Crewdson Eileen Cowen Bernard Faucon Joan Fontcuberta James Higginson Teun Hocks Eikoh Hosoe Izima Kaoru Richard Kirstel

Leslie Krims Clarence John Laughlin Marcos L처pez George Platt Lynes Ralph Eugene Meatyard Duane Michals Lucas Samaras Cindy Sherman Arthur Tress Berliner Galerie Viaux Tim Walker Jeff Wall Charlie White


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Notizen/Zur Fotografie von Gregory Crewdson

/04.03.2009, 18:23 Uhr/Zur Fotografie von Gregory Crewdson http://iley.de/index.php?pageID=200000 00&article=00000118 (von Michael Billig, 2005) Billig spricht von der inhaltlichen sowie formalen Ähnlichkeit zu Hopper- und LynchMotiven, von Symbolen (Tabletten, Wasser, Blumen etc.) und weist auch hin auf Crewdsons Inspiration, »Das Unheimliche« von Freud (wie hier zuvor erwähnt). Das ständig auftauchende Dämmerungslicht und die punktuelle Lichtsetzung werden ebenso angesprochen.


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Notizen /Licht bei Hopper

/05.03.2009, 18:19 Uhr/Licht bei Hopper von Walter Wells, frei übersetzt

aus dem Englischen:

»Das Licht ist überall und in jedem Hopper mindestens in Mitprotagonist. Als Archetypus hilft es ihm, die zu Grunde liegende Geschichte zu bilden. Es dringt in Räume ein, trennt sie, bricht Oberflächen auf. Manchmal umrahmt es eine enthüllende Tatsache. Es kann auch […] Trost und Begnadigung geben. Ein Flecken Sonnenlicht in greifbarer Nähe, wie in Summer Interior, kann Hoffnung oder das Versprechen von neuem Bewusstsein geben. Außerhalb der Reichweite kann es Verzweiflung signali-

Edward Hopper, Summer Interior, 1909

sieren. Hinter einem menschlichen Kopfvermag es eine Metapher für Nachdenken bieten. Nach oben erhoben, oder auf eine Figur gerichtet, kann es ein Vorbote [von] Gefahr sein [,…].«


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Notizen /Street Photography

/→ Zwang zur Spontaneität → Eingreifen /07.03.2009, 14:58 Uhr/Street Photography: Grundlage und Ge- in Szenen (»gestellte Lebendigkeit«) genpol Inszenierter Fotografie Notizen zu Christine Walter: Bilder erzählen!, Weimar, VDG, 2002, S.17ff /Street Photography (1940er-60er) wurde durch die bessere Verfügbarkeit von Kleinbildkameras populär (Leica, 1925) /kein kenntliches oder bewusstes Eingreifen in das fotografierte Geschehen /interessante, ungewohnte, belustigende Situationen, die der Fotograf sieht, wurden eingefangen


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Notizen/Fotografie in der Bildenden Kunst

/07.03.2009, 16:54 Uhr/Fotografie in der Bildenden Kunst nach

Christine Walter

/Fotografie verlor ihre dokumentarische Wichtigkeit im Alltag durch die Erfindung von bewegten Bildern und konnte daher mehr künstlerisch genutzt werden /Concept Art, Land Art und PerformanceKunst (Fluxus, Happening…): Durch ihre dokumentarische Funktion wurde die Fotografie zum Übermittler für die o.g. Kunstrichtung eingesetzt, zum Beispiel für ein größeres Publikum → Bezeugung und Vervollständigung der o.g. Kunstrichtungen

/→ Schnittstelle von Performance und (Inzenierter) Fotografie


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Notizen /Begriff

/07.03.2009, 16:57 Uhr/Begriff in der fotohistorischen Literatur, chronologisch nach Christine Walter

Wie kam es zum Begriff der Inszenierten Fotografie? Das Phänomen wurde nie klar definiert, u.a. weil die Fotografie viele unterschiedliche Arbeitsweisen und künstlerische Ansätze bereithält.

Betrachters zum Bild.« – damals auf Werbefotografie und bildjournalistische Arbeiten bezogen. /1976/1977, A.D. Coleman (Fotokritiker): directional mode, constructed realities: Der Begriff der Konstruktion wird auf die Fotografie übertragen, (zu) allg. gehalten.

/1979: fabricated photography, Ausstel/1972, Bazon Brock (Professor) in einem lung im MoMA San Francisco, organisiert Essay: Inszenierung: »Erzeugung einer von Van Deren Coke: Der Wunsch des Fobestimmten Wahrnehmung, Hervorrufen tografen, größere Kontrolle über das fotoeiner atmosphärischen Stimmung und äs- grafische Bild zu erlangen, ist aber zu allg. thetischen Dichte und Erzeugung einer gefasst, da hierunter auch Mode- und Pornicht näher kontrollierbaren Einstellung des traitfotografie fallen würden.


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Notizen /Begriff

/Jeff Wall (Künstler): Kinematografie: Arbeiten, die sich aus dramaturischem Können und bildlicher Komposition zusammensetzen.

Disposition, Ausschnitt und Beleuchtung sorgfältig gestellt wird, die Aufnahme nur die Dokumentation dieses künstlerischen Aktes der Inszenierung ist.«

/Belinda Gardner (Kritikerin), im Interview mit Jeff Wall: Bild im Konjunktiv. Inszenierte Fotografie ist »[…] die Art von Fotografie, deren Inhalt bewusst vor der /to take pictures (street photography & Aufnahme von dem Fotografen konstrustraight potography) vs. to make pictures iert, inszeniert oder in irgend einer anderen (Inszenierte Fotografie) Weise erfunden ist.« (Christine Walter) /1985, Peter Weiermair (damals Leiter d. Frankf. Kunstvereins): Inszenierte Fotografie sei »nichts anderes als dass der Bildgegenstand für die Aufnahme in räumlicher


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Notizen/Erwin Olaf

/08.03.2009, 14:04 Uhr/Inspiration fĂźr die Serien Rain (und Hope) von Erwin Olaf waren die Zeichnungen von Norman Rockwell ÂťIt all began with the drawings of

Norman Rockwell. I like that sort of nostalgic feeling. Originally, I wanted to do something really happy, up-beat, after all the depression of my last series, Separation (2003). So the starting point was that everybody was going to be beautiful, and that I would ask the models to act funny. But then it somehow became terrible.

z.B. Norman Rockwell (Happy Birthday Miss Jones) vs. Erwin Olaf (The Classroom, 2005)


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Notizen/Erwin Olaf

I realized this was a world which has vanished. So instead, I radically simplified the images. Now, everybody is just waiting for nothing, it’s the moment after happiness. I suppose after Separation, comes the well of loneliness. It’s also been a difficult process because for the first time, I have worked without purposely using eroticism or any sexual jokes.« (aus Rain/Hope, 2006, Erwin Olaf, Flatland Galleries Utrecht/Rotterdam, Text von Jonathan Turner aus Rom, Zitat von Erwin Olaf, S.4) z.B. Norman Rockwell (The Shiner) vs. Erwin Olaf (The Ice-cream Parlour, 2004)


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Notizen

/08.03.2009, 15:47 Uhr/Fotogra- ihre Wiedergabe nach seinen Regeln beugt fie ist kein Spiegelbild der Wirklichkeit Klaus Honnef in Kunstforum In- /dokumentarischer Abzug der sichtbaternational, Bd. 083, 1986, S.89 »Simulierte ren Wirklichkeit ist gleichzeitig eine ReaWirklichkeit – Inszenierte Fotografie« lität aus zweiter Hand, parallel zur unmittelbaren Wirklichkeit, die ihr sehr ähnlich /die Fotografie ist keine Kopie oder Spie- sieht(!) gelbild der Wirklichkeit trotz erstaunlicher Wirklichkeitstreue /die Fotografie gewinnt ihren Realitätswert aus der Eigenwirklichkeit ihrer Vor/sie ist eine überzeugende und schlüssige aussetzungen, Materialien, Mittel. bildnerische Umformung der Realität mit eigener Gesetzmäßigkeit /was sie abbildet, übersetzt sie in ein bildnerisches System (Aufnahmetechnik), das


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Notizen

/08.03.2009, 17:29 Uhr/Bilder, die ihre Künstlichkeit von vornherein eingestehen, sind wahrer als die Bilder, die lediglich so tun, als ob sie wahr seien

»Je fragwürdiger […] die Ansprüche einer dokumentarischen Fotografie auf authentische Wiedergabe wurden, desto authentischer erwies sich eine Fotografie, die sich offen zur Manipulation bekannte. Die Manipulation erhob schließlich zum Programm eine künstlerische avancierte Form der Fotografie, bekannt geworden als ›inszenierte Fotografie‹.«

Klaus Honnef zur Debutantenausstellung der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, 1988. http://www.sinje-dillenkofer.de/texte/ klaus-honnef


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Notizen /Spätmoderne und postmoderne Inszenierte Fotografie

/08.03.2009, 19:55 Uhr/Spätmo- senmedien, Aneignung dieses Stils) derne und postmoderne Inszenierte Fotografie aus »Fabrications – Sta- Für Letztere seien die individuellen Bilder-

ged, Altered, Appropriated Photographs« findungen angesichts der bereits vorhanvon Anne Hoy, 1987, S.9 (zitiert von Chris- denen Bildfülle überflüssig. tine Walter, S.38f) Außerdem: Die kreative Leistung des Künstlers [Postmoderner Fotografie] be/late modernists übernahmen Inhalte misst sich nach seiner Fähigkeit, den tradiund Mittel von der Malerei und der Foto- tionellen Anspruch des Kamera-Bildes auf grafie (Stilrichtungen Concept Art, Happe- Wahrheit, Objektivität und Realismus zu ning, Performance, Body Art) untergraben. (nach Michael Köhler, 1989, zitiert bei Christine Walter, S. 45) /post-modern artists verwerten die Materialen aus Groschenroman, Kino, Fernsehen (Nachahmung von Wirklichkeit, Beschäftigung mit Stereotypen der Mas-


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Notizen /Spätmoderne und postmoderne Inszenierte Fotografie

Christine Walter, S.42f:

/Fabricated photography (nach

Anne Hoy in drei Kategorien eingeteilt) 1. das narrative Tableau 2. das Stilleben 3. das Portrait

/Popularität, Entwicklung von Inszenierter Fotografie zunächst Kali-

fornien, NYC (Ende 1970er); dann NL (ab 1980er)

/Merkmale der Arbeiten /großes Format /satte Farbigkeit /kleine Auflage /spezielle Rahmungen


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Notizen

/09.03.2009, 8:48 Uhr/ToDo-Lis- /alle relevanten Künstler raussuchen und te Theorie anschauen /Walter Benjamin: Die technische Reproduzierbarkeit lesen

/Begründen: Warum gegen Peter Bichsel entschieden?

/Texte zur Medientheorie, Reclam

/Kunstforum International 1986 besorgen

/Roland Barthes aus Texte zur Medientheorie bearbeiten, Seite 55: Fotografie: Ihre Lesbarkeit und deren Grenzen

/Susan Sontag: Über Fotografie lesen

/Doktorarbeit Christine Walter: Bilder erzählen! kaufen und lesen

/Silent Theater: The Art of Edward Hopper kaufen und verstehen /Erwin Olaf und Gregory Grewdson kaufen und verstehen


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Notizen

/Norman Rockwell, Illustrator raussuchen /Ausstellung Erwin Olaf in Antwerpen (Feb) /Film Heat schauen /Film Taken/96 Hours ansehen /Film Donnie Darko ansehen


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Notizen /Inszenierung

/10.03.2009, 12:20 Uhr/1) Insze- elle szenische Ganze einer Aufführung, die nierung im Theater (nach Christine Gestaltung, Vorbereitung und Bearbeitung Walter, in Bilder erzählen!, 2002)

Ziele, nach August Lewald, D, 1820: /ein dramatisches Werk vollständig zur Anschauung bringen /Intention des Dichters ergänzen /→ Wirkung des Dramas verstärken /im Sinne der Dichtung zu verfahren

von: /Bühnenbild /Beleuchtung /Musik /Spiel des Schauspielers

ab Mitte des 20. Jahrhunderts zählen dazu weiter: /der schematische Entwurf /die Schauspielkunst Elemente, nach André Veinstein (frz. The- /die Rezeption der Aufführung, Bezug aterwissenschaftler, um 1820, mise en zum Publikum (immer wichtiger werdenscène): Gesamtheit der Mittel szenischer des konstruierendes Element) Interpretation, das personelle und materi-


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Notizen /Inszenierung

/2) Inszenierung in der Fotogra- die sich an Seherfahrung des Betrachters fie ist eine auf eine Bildfläche übertragene wendet (vgl. Nick Waplington) (Theater-)sequenz mit:

/narrativer Struktur (Teil eines erzählerischen Ganzen) /Implikation von zeitlichem Vorher und Nachher /Darstellung einer Handlung durch A) eine oder mehrere Personen in aktiver Tätigkeit (vgl. Jeff Wall) B) eine oder mehrere bewegungslose (passive) Personen, mit innerer, geistiger Entwicklung (vgl. Erwin Olaf) C) ohne Menschen, aber durch angenommene Lesbarkeit implizierte Handlung,

/schrittweise umgesetzter Idee /Ausrichtung auf den Betrachter

Letzterer, konzeptorischer Ansatz wird dabei von Wolfgang Kemp wie folgt formuliert: »Jedes Kunstwerk […] adressiert, es entwirft seinen Betrachter, […] spricht […] über seinen Platz und seine Wirkungsmöglichkeiten in der Gesellschaft und spricht […] über sich selbst.« (Kunstwerk und Betrachter, zitiert in C. Walter, S.61)


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Notizen

/10.03.2009, 12:55 Uhr/1) Notizen zu Walter Benjamin: Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit (1935/36, 3. Fassung) /Das Abbild bringt das Original zum Betrachter /»Die Aura des Kunstwerkes verkümmert…« /Statt sich auf die Praxis der Unreproduzierbarkeit zu verlassen, muss nun die Fundierung der Kunst in ihrer Politik gefunden werden.

/Zwei Pole, die sich gegeneinander verschieben: Der Kultwert (z.B. religiös) schrumpft, während der Ausstellungswert (Kunstwerke sind nun leichter verschickbar) wächst als absolutes Gewicht, das auf dem Kunstwerk liegt. /Das Bedürfnis nach Quantität ist in das Bedürfnis nach Qualität umgeschlagen.


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Planung

/10.03.2009, 13:20 Uhr/verworfe- gen geführt bekommt. ner Ansatz Zunächst hatte ich mich in die Arbeiten von Peter Bichsel (z.B. Eigentlich möchte Frau Blum den Milchmann kennenlernen) hineingelesen, dessen von Passivität und Resignation geprägte Kurzgeschichten von Figuren handeln, die in (belanglosen) Gedankenspielen verharren, welche um ihre Ideen und Wünsche kreisen, die sie wiederum nie erfüllen. Interessant ist hieran, dass der Leser sich in die Geschichten hineinversetzen kann, mit den austauschbaren, in unbedeutsamen Situationen agierenden Personen identifziert, und sich somit selbst vor Au-

Ich hätte in meinen Bildern diese Situationen dargestellt (wäre genug da gewesen?) und somit erreicht, dass das Gezeigte austauschbar geworden wäre. Mir liegt eigentlich nichts daran, die reine Normalität darzustellen – hier gibt es sicher auch interessante Aspekte, muss aber nicht sein. Außerdem möchte ich nicht von einem bestehenden Repertoire abhängig sein und die Fotografie soll nicht der Dienstleister von einem Autoren werden. Die Bilder würden unweigerlich mit den Texten verglichen werden, die in sich schon vorher komplett sind.


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Planung

/10.03.2009, 13:21 Uhr/Was mir wichtig ist bei meinen Bildern / Gemeinsamkeiten / Rahmenbedingungen /dargestellt ist eine Situation: Das Geschehen ist bereits in Gange.

B) Der Betrachter will nicht selbst in dieser Situation sein, kann sie jedoch erkennen und verstehen (Empathie) C) Fragen, die sich stellen: Wie konnte es passieren? Gibt es noch Auswege, was sind die Folgen?

/die Rolle des Betrachters: sein persรถnlicher Kontext und seine daraus /Bildtitel als Hinweis wenn nรถtig resultierenden Annahmen um das Gesche/Zweideutigkeit? hen /Verbindungen Situation und Betrachter: A) Der Betrachter sieht evtl. etwas, das die Figuren nicht wissen (allwissend, auf Bildebene)


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Planung

/10.03.2009, 13:22 Uhr/Abgrenzung zum Spielfilm Der Unterschied

zum Film besteht in der Rezeption durch den Betrachter, dem sich der Zusammenhang durch seine individuelle Sicht erschließt. Da die Vorgeschichte und die Zukunft nicht im Bild erklärt werden, wird sie also je nach persönlichem Kontext verschieden ausfallen. Eine weitere Leistung besteht darin, in einem Bild eine Handlung darstellen zu können, punktgenau.


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Planung der Motive, Ideen

/11.03.2009, 19:48 Uhr/Ideen für 03. Jemand merkt, dass eine Liebesbeziedie fotografische Inszenierung Ich hung vorbei ist für ihn, zerstörte Hoffnung.

verzichte absichtlich darauf, die Beziehungen zwischen den abgebildeten Personen sowie die Vorgeschichte und Konsequenzen genauer zu erläutern, da diese kontextuellen Details erst vom Betrachter zusammengesetzt werden sollen und unterschiedlich ausfallen können.

04. Jemand ist froh, dass er überlebt hat / Jemands Leben ändert sich schlagartig durch einen Unfall, er versteht es in diesem Moment

05. Jemand weiß, dass er bei einem Fluchtversuch sterben könnte. Er hat aber 01. Jemand hat einen anderen beim Selbst- nur diese eine Chance. mord beobachtet oder es zu spät erkannt. 06. Jemand weiß, dass er in Gefahr käme, 02. Jemand wird erwischt bei etwas vor- wenn er jemanden vorführt. Er weiß aber sätzlich Falschem / Rache auch, dass es eine größere Gefahr für die anderen ist, wenn er nichts sagt.


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Planung der Motive, Ideen

07. Jemand rächt sich / hat Sehnsüchte / ist verzweifelt / benutzt einen Dritten / komische Konstellation

11. Sexuelle Anziehung zwischen zwei (ungleichen) Menschen, die nicht sein darf, vielleicht ist schon was passiert (z.B. Stockholm-Syndrom)

08. Jemand bekommt einen schlimmen Telefonanruf, im Hintergrund ist etwas Offen- 12. Jemand (oderer mehrere) weiß, das sichliches, das darauf hinweist, dass gera- etwas Schlimmes passiert, kann dagegen de auf jemanden gewartet wurde nichts tun, nur warten, Hoffnung dass man doch nicht stirbt (Traum mit Flut, 96 hrs, 09. Jemand wurde aus versehen getötet, Bodyguard sieht einen Attentäter) – Ähnwie erklären, wohin mit allem, Angst vor lichkeit mit zuvor beschriebenen Szenen Verfolgung, Strafe (Paranoid Park) 13. Jemand (Jugendlicher) wird vor die Tür 10. Jemand wird bloßgestellt vor einer gesetzt/-schoben mit ein paar eigenen Gruppe Dingen – blöd, weil nur in Rage und wahrscheinlich temporär


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Planung der Motive, Ideen

14. Eine schwächere Person wird von einer Fähren in The Dark Knight) – Ähnlichkeit stärkeren ausweglos verfolgt (Hügel hin- mit zuvor beschriebenen Szenen auf, nachts?, wie bei Heat) – Ähnlichkeit mit zuvor beschriebenen Szenen 17. Jemand ertrinkt 15. Jemand wird mit einer Waffe an einem vertrauten Ort (Wohnzimmer) bedroht oder bewacht, hat sichtlich schon aufgegeben – Ähnlichkeit mit zuvor beschriebenen Szenen 16. Jemand hängt an einer Stange und es ist klar, dass es nicht mehr lange dauert bis er stirbt (darf nicht zu platt sein und eine Vorgeschichte muss erahnbar/erkennbar sein; Situation wie bei Joker-Streich mit


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Planung der Motive, Bild 01 Brücke

/16.03.2009, 10:12 Uhr/Ausformulierung der Ideen /Bild 01 Brücke Jemand hat einen anderen beim Selbstmord beobachtet oder es zu spät erkannt.

/Zusammenfassung der Bildidee: Ein Passant auf einer Brücke dreht sich im Gehen um, weil er ein Geräusch hört. Er bemerkt, dass die Person, die eben noch am Geländer stand, nun verschwunden ist. Weiterhin fährt ein Auto vorbei, hinten sitzt ein kleines Kind, das den Passanten anlacht.


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Planung der Motive, Bild 01 Brücke

/Wie wird der Betrachter das Bild wahrnehmen? Der verwirrte und erschrockene Blick des Passanten weisen ihn in die Richtung des Springers und ein winziger Rest dieser Person wird erkennbar sein, und zwar erst auf den zweiten Blick. Der Blick des Kindes im Auto fällt dem Betrachter auf: Es ist nicht der Fahrer, sondern jemand, der sich nicht auf das Fahren konzentrieren musste und somit zum Zeugen der Sache wurde. Da das Auto schneller ist als ein Fußgänger, kann es gut sein, dass die Insassen die beiden Menschen auf der Brücke »vermutlich zusammen« gesehen haben, bevor einer sich herunter-

gestürzt hat – oder eben am Geländer geschubst wurde? Die Geschichten, die sich der Betrachter zusammenspinnt: /Das Vorher (wie war es wirklich?, kannten sich die beiden Fußgänger?, wurde der Springende in Wirklichkeit geschubst? etc.) /das direkte Nachher (was macht der Autofahrer nun, fährt er weiter oder hält er an?, was macht der Passant, geht er zur Polizei oder tut er als ob nichts war? etc.)


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Planung der Motive, Bild 01 Brücke

/der Ausgang der Geschichte (wird der Passant beschuldigt werden, weil er verdächtig ist und die Autoinsassen Dinge falsch gesehen haben?, hat er Schuldgefühle weil er denkt, er hätte evtl. helfen können, wenn er die Situation schneller erkannt hätte? etc.) /Und warum lacht das Kind so irre?

Notiz am 21.03.2009: Es darf erst auf den zweiten Blick erkennbar sein, was hier passiert ist. Etwas Verwirrendes, Irritierendes sollte noch vorkommen, das den Verlauf in Frage stellt und auch den Ausgang der Geschichte, damit sie eben nicht so in sich geschlossen aufgefasst werden kann.


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Planung der Motive, Bild 01 Br端cke


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Planung der Motive, Bild 01 Brücke

/07.07.2009, 19:22 Uhr

/Düsseldorf Rheinkniebrücke (Mitte zu Die folgenden Brücken wurden »gecastet« breit & zu befahren etc., hat relativ hohe Bordsteinbegrenzung, für schräg nicht schön genug) /Düsseldorf Oberkasseler Brücke (durch Mitte/Bahnschienen beinahe unmöglich, /Düsseldorf Wehrhahnbrücke (kleine Brüauf jeden Fall Genehmigung nötig und cke, im Hintergrund tolle symbolträchtige Bahnverkehr müsste lahmgelegt werden, Baustelle und Schienen, keine blöden BeFüße werden durch weiße Begrezung ab- grenzungen, super fotografierbar von der geschnitten; ginge aber schräg) Straba-Haltestelle aus) - FAVORIT /Düsseldorf Rathausufer (ist keine Brücke und hat keine Fußgängerabtrennung, es gibt aber viel Platz, man könnte ein Auto mit Genehmigung dort hinbekommen)

/Arnheim Nijmeegseweg (geht nur schräg (zu hohe Begrenzungen) oder bevor die Begrenzungen beginnen, dort ist aber das Geländer eine Mauer)


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Planung der Motive, Bild 01 Br端cke


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Motivplanung

/10.05.2009, 19:05 Uhr Testshooting

für die Brücke… nur mal wegen Uhrzeit etc.

Selbst dieses Nicht-Foto braucht 5 Sekunden Belichtungszeit, während ich jeweils 30 Sekunden den Atem anhalte.


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Planung der Motive, Bild 01 Brücke

Frame 1: Auto einzeln auf Parkplatz mit Kind (dahinter helles Tuch halten?) – vorher austesten den Abstand etc.! Licht auf Wagen wie bei Frame 4 Kind macht Faxen Frame 2: Hintergrund etc. mit geschlossener Blende langzeitbelichten für Ambientlicht Frame 3: Person läuft und wird vom »Scheinwerfer« angeblitzt (+ »Mond«) Frame 4: Auto hält kurz auf der Rechten Spur an der Ampel (dazu Blitz und Mondlicht-Ballon)


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Planung der Motive, Bild 02 Parkhaus

/Bild 02 Parkhaus Jemand wird er-

wischt bei etwas vors채tzlich Falschem / Rache /Zusammenfassung der Bildidee: Eine Frau ca. 30 geht an einem Luxuswagen vorbei. Man sieht, wie sie unauff채llig und langsam den Lack an der gesamten Seite mit ihrem Schl체ssel zerkratzt. Nicht zu weit entfernt steht ein mittelalter Herr im Anzug (der Besitzer?), wie zuf채llig hinzugekommen. Er sieht was die Frau tut und sie merkt, dass sie beobachtet wurde.


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Planung der Motive, Bild 02 Parkhaus

/Wie wird der Betrachter das Bild wahrnehmen? Zunächst werden beide Personen gesehen, die vordere schaut bestimmt und kratzt an der Autofläche entlang, man sieht aber, dass sie in diesem Moment aus der »Ruhe« gebracht wird. Der Mann sieht aus wie zwischen Fassungslosigkeit und Losstürmen. Die Geschichten, die sich der Betrachter zurechtlegen kann: /Vorher (kennen sich die beiden?, gab es einen Streit?, ist er vielleicht ihr Vorgesetzter?, findet sie, sie könne sich nur so rä-

chen?, oder kennen die beiden sich doch gar nicht? etc.) /Nachher (wird er sie rufen?, wird sie weglaufen? was macht er mit ihr? Streit/ Verzeihung? rechtliche Folgen? etc.) /etwas Irritierendes fehlt noch (falsche Reflektion o.ä.?)


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Planung der Motive, Bild 02 Parkhaus


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Planung der Motive, Bild 01 Brücke

/07.07.2009, 19:22 Uhr/Tiefgaragencasting für Motiv 02 Parkhaus, Tiefgarage Viersen Rathausmarkt.

Es gibt verschiedene Bereiche mit unterschiedlich farbigen Säulen, die Etage ist immer dieselbe und das Licht sowie die Decke überall gleich. Die breiten Säulen, die immer um drei Parkplätze stehen, beschränken den Bewegungsradius. Zweite mögliche Location ist ein Firmenparkhaus in Düsseldorf, passt besser, optisch und auch von der Organisation.


Mareen Fischinger Inszenierte Fotografie

/Konzeptionelle Vorarbeit/Planung der Motive, Bild 02 Parkhaus


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Planung der Motive, Bild 02 Parkhaus

Frame 1: Hintergrund etc. mit geschlossener Blende langzeitbelichten f체r Ambientlicht Frame 2: Frau steht an Wagen und wird vom Striplight angeblitzt (dazu AufhellBallon und Striplight links) Frame 3: Mann l채uft und wird vom Striplight angeblitzt (dazu Aufhell-Ballon und Striplight rechts) Frame 4: evtl. Auto einzeln


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Planung der Motive, Bild 05 Feldweg

/Bild 05 Feldweg Jemand, der merkt,

dass alles was er gerade erlebt und in der Zukunft erleben wird eine Farce ist, bleiben nur wenige Sekunden um eine Entscheidung zu treffen. …Wegzulaufen oder die Gelegenheit verstreichen zu lassen. /Zusammenfassung der Bildidee: Nachts: Auf einem Feldweg steht ein dekoriertes Hochzeitsauto, das Licht ist an und die Fahrertür ist geöffnet. In zehn Metern Entfernung steht der Fahrer im Frack und pinkelt anscheinend ins Gebüsch. Auf dem Beifahrersitz sitzt eine Frau. Sie sieht nicht sehr glücklich aus und schaut sich um als wollte sie fliehen.


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Planung der Motive, Bild 05 Feldweg

/Wie wird der Betrachter das Bild wahrnehmen? Das Auto mit den eingeschalteten Scheinwerfern und die offene Fahrert端r deuten auf eine kurze Unterbrechung der Fahrt hin. Dort drin sitzt eine Frau die schaut, als m端sse sie unter Zeitdruck eine Entscheidung treffen. Eine weitere Person ist am Rande des Bildes sichtbar, es ist ein im Dunkeln stehender Mann, der gerade nicht auf das Auto achtet. Die Geschichten, die sich der Betrachter zurechtlegen kann: /Vorher (sind sie ein Paar? ist etwas vor-

gefallen?, warum haben sie angehalten und warum weint die Frau?, hat sie gemerkt, wie er wirklich ist?, ist sie angeekelt?, kannten sich die beiden vorher nicht? etc.) /Nachher (wird die Frau eine Entscheidung treffen? wird sie in die schwarze Nacht laufen [Ziel?/ leicht eingeholt werden]?, wird sie mit dem Wagen wegfahren?, wird in den wenigen Sekunden 端berhaupt etwas passieren? etc.)


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Planung der Motive, Bild 05 Feldweg


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Planung der Motive, Bild 05 Feldweg

Frame 1: Hintergrund etc. mit geschlossener Blende langzeitbelichten für Ambientlicht (Auto steht schon da) Frame 2: Scheinwerfer an Auto einzeln Frame 3: Boden einzeln mit Mondlicht Frame 4: Frau sitzt im Auto und wird vom »Innenbeleuchtung« (von links) angeblitzt (dazu Mondlicht-Ballon und Kontur des Mannes) Frame 5: Mann wird einzeln angeblitzt mit Konturlicht und Mondlicht


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Planung der Motive, Bild 06 Bahn

/Bild 06 Bahn Jemand weiß, dass er in

Gefahr kommen würde, wenn er jemanden vorführt. Er weiß aber auch, dass es eine größere Gefahr für die anderen ist, wenn er nichts sagt.

/Zusammenfassung der Bildidee: In einer Straßenbahn sitzen mehrere Personen, die einem Mann, der sie mit einer Waffe bedroht, ins Gesicht sehen. Hinter dem Mann steht in einigem Abstand ein Polizist, der nach jemandem sucht und diesen Mann von hinten nicht erkennt. Die Gesichter der Straßenbahnfahrer spiegeln etwas zwischen Angst und Hinweis wider. Ein Kind spielt mehr oder weniger unbe-


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Planung der Motive, Bild 06 Bahn

merkt mit einer Steinschleuder oder einen Spuckrohr, der Bewaffnete hat dies noch nicht wahrgenommen.

fe erkennbar, die bedrohlich von einer den Bahnfahrern zugewendeten Person (mit unerkennbarem Gesicht, da von hinten gezeigt), auf sie gerichtet wird. /Wie wird der Betrachter das Bild wahr- Der Betrachter erkennt nun die Gefahrennehmen? situation und soll den gerade so ins Bild Die Szene wirkt zunächst wie eine normale gebrachten Polizisten »finden«, den der Ansicht eines gut gefüllten Straßenbahn- Bedrohende noch nicht gesehen hat und wagens. Die Gesichter der Menschen sind der auch vielleicht den Bedrohenden noch jedoch nicht so apathisch wie man erwar- nicht erkannt hat. ten würde, sondern drücken Anspannung, Die Steinschleuder eines kleinen Kindes Verwirrung, Angst aus. Die Augen des Be- (evtl. Spuckrohr) wird plötzlich zu einer trachters werden nun also auf das spanweiteren gefährlichen Waffe, die den Mann nende Detail im Bild gezogen, dorthin, wo mit der Pistole gefährlich erschrecken und auch die abgebildeten Personen schaueine spontane Reaktion auslösen könnte. en. Auf den zweiten Blick wird eine Waf-


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Planung der Motive, Bild 06 Bahn

Die Geschichten, die sich der Betrachter zurechtlegen kann:

Spielerei die Situation innerhalb einer Sekunde zum eskalieren bringen?, wird der bewaffnete Mann ausrasten, weil er nicht /Vorher (wurden die Menschen schon weiß wie er reagieren soll?, wird es jemand offensichtlich von dieser Person bedroht schaffen, rechtzeitig und unauffällig auf oder bemerken sie es erst in diesem Mo- den Mann aufmerksam zu machen?, ist ment?, findet schon eine Art Geiselnahme das der einzige Polizist und wird er schnell statt oder passiert sie nun?, hat der Poligenug und angemessen reagieren könzist schon auf sich aufmerksam gemacht?, nen?, wird er genügend Feingefühl aufweigibt es noch weitere »Geiselnehmer”?, sen? etc.) hat das Kind rechts die Situation nicht erkannt? etc.) /Folgen (gibt es die Geiselnahme?, wird es ein Massaker, das in die Geschichte ein/Nachher (wird einer der Passagiere geht? etc.) »schwach« werden?, eine Panikattacke bekommen?, wird das Kind durch eine


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Planung der Motive, Bild 06 Bahn


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Planung der Motive, Bild 06 Bahn

Frame 1: Menschen in der Bahn mit Softboxen (Strip Lights?) und Schirm Frame 2: AuĂ&#x;enbereich mit GrĂźnzeug, ambient


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Planung der Motive, Bild 07 Schlafzimmer

/Bild 07 Schlafzimmer Jemand rächt

sich, hat Sehnsüchte, ist verzweifelt, benutzt einen Dritten, komische Konstellation /Zusammenfassung der Bildidee: Ein Mann und eine Frau haben am Tage in einem Zimmer im offen gehaltenen Erdgeschoss Sex. Die Frau liegt unten und sieht mit ernstem Blick aus dem großen Fenster, wo in einiger Entfernung ein weiterer Mann zu sehen ist, der gerade zu den beiden schaut.


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Planung der Motive, Bild 07 Schlafzimmer

/Wie wird der Betrachter das Bild wahrnehmen? Zunächst wird das miteinander beschäftigte Paar erkannt. So erwartet der Betrachter die Szene und ist irritiert, als er merkt, dass nicht beide in die Aktivität vertieft sind, sondern die Frau mit bestimmtem Blick nach draußen schaut, wo der andere Mann steht. Wenn der Betrachter genau hinsieht, wird ihm auffallen, dass der Mann drinnen derselbe ist (oder genau so aussieht) wie der vor dem Haus. Er starrt. Trotz des geschlossenen Fensters bewegen sich die Gardinen leicht im Wind.

Die Geschichten, die sich der Betrachter zurechtlegen kann: /Vorher (kennt der Mann die Frau?, hat sie ihn herbestellt oder er ihn?, war das Zufall?, kennt der Mann auch den anderen Mann?, geht sie gerade fremd, oder gar er?, sind die Männer Zwillinge?, ist dies alles nur die Vorstellung der Frau?, bedeutet dies lediglich, das alles hier sich wiederholt und austauschbar ist?, passiert das was im Raum geschieht nur im Kopf von einem oder beiden als sie ihn am Fenster sieht? etc.)


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Planung der Motive, Bild 07 Schlafzimmer

/Nachher (Wird der Mann im Raum den Fremden bemerken?, was würde er tun?, wird der Mann draußen eindringen?, wird sich jemand rächen?, ist der Mann im Bett der Ex der Frau und sie wurde gerade »erwischt«? etc.)


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Planung der Motive, Bild 07 Schlafzimmer


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Planung der Motive, Bild 07 Schlafzimmer

Frame 1: Außenbereich einzeln, überstrahlen o.ä. mit Mensch und anblitzen von links (Softbox)

Frame 2: Innenbereich mit Schirm und Softbox, dazu Blitz von außen (durch Silk), um Helligkeit von außen zu haben.


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Konzeptnotizen

/16.03.2009, 19:26 Uhr/Notizen zum Gespräch mit UJR

Wichtig bei der Fotografie /auf den Moment »scharfstellen«, an der richtigen Stelle anhalten (und abdrücken) /was ist wichtig: davor–danach–Stillstand–Pause (die Bewegung steht) /inwiefern ist der Moment poetisch? → griechische Philosophie, Moment des göttlichen Eingreifens → zu pathetisch …muss nicht sein

Der Moment /Störung in der Realität /Besonderheit des Moments, woran erkennt man ihn? (Bill Viola, z.B. The Dulge, ab welcher Stelle wird dieser Umschwung ganz deutlich?) /Gefühl des Verstehens: man steht plötzlich außerhalb der Szene und sieht sie ganz Filmtechnik Hitchcock /Konstruierte Spannung, »Suspense«Technik /man erwartet einen Verlauf der Geschichte (der aber doch nicht eintritt)


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Konzeptnotizen

Sensationen/Situationen /Muss es eine Sensation geben? (nicht zu bildzeitungsartig werden) /Kann das auch eine Alltagssituation sein? → die kann nur durch genauere Beschreibung, am besten literarisch, gelöst werden, da der Betrachter sonst die Sicht des Protagonisten nicht versteht.

Gehirnforschung /das Gehirn weiß schon dass die eigene Hand gleich zucken (aktiviert) wird, bevor das Gegenüber zuschlägt.


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Konzeptnotizen

/19.03.2009, 23:17 Uhr/Notizen zum Gespräch mit JW

/ich darf mich nicht auf den Schrecken verlassen, den ein Bild (z.B. Motiv 04 Krankenhaus) auslöst. /die bisherigen Bilder sind meist zu fernseh-/filmkrimiartig /die Beziehungen im Bild müssen geöffnet werden, die Personen fremder gemacht (gut bei Schlafzimmer, Telefonhörer/gepackte Taschen) /Irritationsmoment (gemeint hier: ein Ding, das nicht passt) sollte da sein, nicht alles so offensichtlich /mich selbst fragen: Überziehe/-treibe ich gerade?

/Halte ich die Spannung? evtl. eine Art von Surrealismus verwenden? /eine Situation erfinden, die eine andere Realität darstellt als die, die man kennt (»Etwas ist falsch!?«) /etwas darstellen, das über/unter/quer zur Realität liegt /an die Alltagsrealität halten, aber die Einbringung von Traum/Albtraum schaffen /Auslotung des Unterschieds zwischen Realismus und Surrealismus


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Konzeptnotizen

/22.03.2009, 11:43 Uhr/Neue Er- Mein Ziel, dass der einzelne Betrachter ankenntnisse ders als jeder andere das Bild entschlüsselt Ich muss einen Weg finden, die Geschichte und sich seine dazugehörige Geschichte offener zu halten und nicht ganz eindeutig erfinden soll, möchte ich dabei nicht aus die aktuelle Situation darzustellen, da sie den Augen verlieren. sonst schon zu Ende gedacht, »fertig« ist. Es können/sollen Dinge vorkommen, die den Betrachter auf eine falsche Fährte führen können, ihm aber eben auch bei der Enträtselung helfen könnten. Etwas sollte »merkwürdig« sein, damit es nicht wie ein vielgesehenes Filmstill oder ein Bild(zeitungs)artikel aussieht. Das macht das Bild auch interessanter.


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Konzeptnotizen

/07.04.2009, 9:36 Uhr/Nach dem Gespräch am 06.04. (Gruppe/ 04 Krankenhausmotiv: Moment ist schon UJR) vorbei, passt nicht in die Serie → raus. Das Verrückte (Verschobene) Das Unscharfe (nicht technisch)

/Schwebender Ansatz — aber konkrete Szene /nicht die Sensation darstellen wollen, sondern den Moment, in dem es »klick« macht, in dem es kippt, möglicherweise den Betrachter verrückt macht. /das Bild des Zwischenzustandes b/Allwissender Betrachter

Motiv 02 Parkhaus: der Moment des Erwischtwerdens ist entscheidend und muss besser dargestellt werden → das Motiv ist wieder drin. Motiv 05 Landstraße: Brautkleid etc. sind unnötig, die Situation kann normaler, subtiler sein und funktioniert trotzdem.


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Konzeptnotizen

/13.04.2009, 17:13 Uhr/Organisationsbesprechung mit Beleuchter Jochri Michel


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Planung der Motive, Bild 02 Parkhaus

/13.04.2009, 18:52 Uhr/Testbild für die Situation in Motiv 02 Parkhaus:

Nach hinten sollte die Beleuchtung abfallen, vorn rechts sollte vor allem auf die Frau eine Softbox und/oder ein Effektlicht fallen. Der Mann sollte von links hinten ein Effektlicht erhalten. Die Decke ist kompliziert und die starken Halogenleuchten müssen mit ND-Folie abgeschwächt werden. Wahrscheinlich wäre es ratsam, von einer etwas höheren Position zu fotografieren. Der Wagen soll einen hellen Strip von der Seite rechts erhalten.


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Planung der Motive, Bild 01 Br端cke

/14.04.2009, 9:54 Uhr/Testbild

Eine Nachtaufnahme von der Wehrhahnbr端cke, zu Motiv 01 Br端cke 30 sek Belichtung bei f/10, ISO 100, 50 mm mit der 1DsM3 Mal testweise mit der Person.


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Planung der Motivumsetzung

/15.04.2009, 17:12 Uhr/Rollenbeschreibungen f端r das Casting; Suchen von Visagistinnen / 19.04.2009, 21:12 Uhr/Schauspieler aussieben Ich habe ca. 45-50

Schauspielerbewerbungen auf die Rollenausschreibungen bekommen, die m端ssen nun gesichtet werden. Ansonsten f端gen sich die Elemente langsam zusammen. Und Herr Becker von der Rheinbahn ist wie immer sehr zuvorkommend was Genehmigungen angeht. Die Tiefgarage ist so gut wie klar.


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Planung der Motivumsetzung

/15.04.2009, 17:12 Uhr/Equipment ist vom 11. bis inkl. 17.05. reserviert: Kamera Hasselblad H3DII-50 Optiken 50 mm, 50-110 mm, 80 mm, 35 mm Die Shoots werden also in der KW20 stattfinden.


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Planung der Motivumsetzung

/21.04.2009, 19:10 Uhr/Besprechung 711 rent und Broncolor sponsorn mich auch.


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Planung der Motivumsetzung

/22.04.2009, 11:56 Uhr/Planungs-PDF mit allen aktuellen Motiven,

Inhalten, Schauspielern, Locations, Lichtf端hrung


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Planung der Motive, Bild 05 Feldweg

/22.04.2009, 22:01 Uhr/Testbild

Testfoto zu Motiv 05 Feldweg in der D채mmerung /Nebelmaschine besorgen /Molton schwarz vorhalten falls sich was in der Scheibe des schwarzen Golfs spiegelt (gut, dass das Auto dunkler sein wird). /Vor Sonnenuntergang schon die ersten Aufnahmen machen (dunkler geht immer). /Scheinwerfer einzeln aufnehmen, hinten zus채tzl. Baustrahler mit roter Folie verwenden. /Konturen (hier gemalt) sind wichtig, vor allem rechts.


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Planung der Kommunikationsmittel

/23.04.2009, 9:20 Uhr/Papier

YUPO wird mich unterstützen, und sie haben tolles synthetisches Papier. YUPOBlue 250g für Indigo (HP 5500) ist am besten von der Opazität, 200g fühlt sich am besten an. Damit werden dann Poster gedruckt, so groß wie rechts.


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Planung der Motive, Bild 02 Parkhaus

/24.04.2009, 15:34 Uhr/Testbild

Habe eine neue Tiefagarage für Motiv 02 gefunden, die besser auszuleuchten ist, in Düsseldorf. Genehmigungsmäßig ist das schon abgeklärt.


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Notizen

/01.05.2009, 0:08 Uhr/Stand der Dinge Theorieteil steht in der ersten Ver- /Fotowoche KW20 wird weiter organi-

sion und wird bald ins Englische übersetzt. siert. Mo Parkhaus (Hansaallee) /02.05.2009, 0:07 Uhr Bilderdruck Di Brücke (Wehrhahn, kein Strom) (Alu-Dibond + Plex) in 120x80 cm ist vor- Mi Feldweg (Rotthäuser, kein Strom) angemeldet Do Schlafzimmer (Studio Engelbertstraße) Sa Straßenbahn (Lierenfeld Btf) /Buchdruckerei und -binderei ist ausgesucht; Andrucke mit Spezialfolien/-papier werden durchgeführt.


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Making-of

/04.05.2009, 15:41 Uhr/Besichtigung Lierenfeld Btf Stefan, Jochri

und ich warten auf Herrn Becker von der Rheinbahn.


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Notizen

/04.05.2009, 23:44 Uhr/UJR-Besprechung /die Bildssprache der insz. Fotografie in der Malerei (bzw. Vergleich wie sich das entwickelt hat)

/»Moment« in der Literatur / in den Geisteswissenschaften / ähnl. Darstellungen in Bibelschriften? (evtl. mündlicher Angriffspunkt) /Literaturverzeichnis (Benutztes, Unbenutztes) sowie Websites /mehr Abbildungen von Jeff Wall etc. einbringen (Abbildungsverz. wenn nötig)


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Notizen

/Theorievorabgabe im Juni auf CD gen체gt /Potentiellen Auftraggeber nennen? /Einordnung der Arbeit in den Kontext des Kommunikationsdesign f체r die Pr채sentation: /Website bauen mit Text, Bildern, Film (im Stil von Buch) /Postkarte + Poster


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Making-of

/06.05.2009, 23:27 Uhr/Es fehlen nur noch einzelne Pistolen und andere Posten Die Visagistinnen und

Schauspielerpl채tze sind alle besetzt, alle Autos sind gefunden und Requisiten ausgesucht.

Stellen sich nur noch Fragen wie: Wer geht in den Pornoladen und kauft die Handschellen?, wie bringt man eine Gardinenstange ohne Klemmen oder Bohren auf Beton an?, werden die Bauarbeiten auf der Wehrhahnbr체cke am Dienstag erledigt sein?, wird es jeden Tag regnen?, was muss man machen, wenn die Polizei kommt? Irgendwas wird eh schief gehen.


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Making-of, Motiv 02 Parkhaus am 11.05.


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Making-of, Motiv 02 Parkhaus am 11.05.


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Making-of, Motiv 02 Parkhaus am 11.05.


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Making-of, Motiv 02 Parkhaus am 11.05.


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Making-of, Motiv 01 Br端cke am 12.05.


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Making-of, Motiv 01 Br端cke am 12.05.


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Making-of, Motiv 01 Br端cke am 12.05.


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Making-of, Motiv 01 Br端cke am 12.05.


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Making-of, Motiv 05 Feldweg am 13.05.


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Making-of, Motiv 05 Feldweg am 13.05.


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Making-of, Motiv 05 Feldweg am 13.05.


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Making-of, Motiv 05 Feldweg am 13.05.


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Making-of, Motiv 07 Schlafzimmer am 14.05.


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Making-of, Motiv 07 Schlafzimmer am 14.05.


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Making-of, Motiv 07 Schlafzimmer am 14.05.


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Making-of, Motiv 07 Schlafzimmer am 14.05.


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Making-of, Motiv 06 Bahn am 16.05.


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Making-of, Motiv 06 Bahn am 16.05.


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Making-of, Motiv 06 Bahn am 16.05.


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Making-of, Motiv 06 Bahn am 16.05.


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Making-of

/17.06.2009, 17:25 Uhr/Bildmontage


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Making-of

/03.06.2009, 17:26 Uhr/Stand der Dinge

/Druckerei-Angebote sind eingeholt, alles geht klar mit Orange Office. /redigierter deutscher Theorieteil wird in englischer Version gegengelesen /Bilder »funktionieren«, alle Bilder sind grob fertig, Parkhaus und Feldweg und Brücke sogar schon final. /Bilder sind als Probeausbelichtungen bestellt /Making-of-Film-Material ist noch nicht ganz gesammelt (Interview machen) /Making-of-Bilder müssen noch für das Buch bearbeitet werden /Website etc.


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Notizen

/05.06.2009, 17:45 Uhr/Besprechung mit Jörg Winde in der Runde, hier mit Hanna Wittes Arbeiten.

Er hat mir noch ein paar Stellen genannt, die ich für die beste Täuschung/Wirkung mit meinem Bild nochmal überarbeiten sollte.


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Notizen

/05.06.2009, 17:45 Uhr/Stand der Dinge

/Bilder sind bestellt in 80x120 cm, Plex. /Poster- und Buchdrucktermin ist am 26.06. /Film: ein Interview bzw. Voice-over von mir fehlt noch, Schnitt ist noch nicht fertig. /Internetseite ist in der Mache, Texte und Bilder daf端r aber fertig. /ab jetzt: Konzeptionelle Vorarbeit vom Diplomblog auf diese Seiten 端bertragen.


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Notizen

/23.06.2009, 15:00 Uhr/letzte Orgabesprechung


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Materialien

/23.06.2009, 17:05 Uhr/Materialien Reinzeichnung Poster, Visitenkarten und sonstige Begleitmaterialien...

MF_Dipl_V-Karte_cmyk_85x55.indd 1

23.06.2009 17:05:44 Uhr


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Materialien

/21.06.2009, 10:12 Uhr/Material Yay, Internetseitenzusammenschnipseln ist ein unglaublicher Spaß. Außer wenn es repetitiv wird. Lange nicht mehr gemacht. Die Website wird noch jetzt zu Ende programmiert, die Menüführung soll lieber jemand machen, der das kann.


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Materialien

/25.06.2009, 19:12 Uhr/Material Jochri filmt heute das Interview.


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Materialien


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Materialien

/26.06.2009, 14:42 Uhr/Material Hardcorefilmschnitt innerhalb von 30 Stunden. Es sind jetzt 17 Minuten geworden, die m端ssen noch abgemischt werden.


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Materialien

/26.06.2009, 14:43 Uhr/Buchdruck bei Orange Office in D端sseldorf, Buchdruck mit einer Indigo 3500 f端r 15 Exemplare. Manufaktur Lappe in Neuss macht die Bindung.


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Materialien

/29.06.2009, 15:00 Uhr/Materialien Die Yupo-Folienposter auf 46x32 cm sind auch fertig.


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Materialien

/30.06.2009, 16:40 Uhr/Materialien Die groĂ&#x;en Plex-Bilder sind fertig. Und sauschwer.


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Materialien

/30.06.2009, 16:40 Uhr/Materialien Alles unbeschädigt und perfekte Farben. Mal sehen wie ich das auf den geplanten 1,5 m² unterbringe bei der Präsentation. Eins an die Decke, eins auf den Boden… jaja.


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Materialien

/03.07.2009, 9:50 Uhr/Materialien englische Untertitel am Filmchen, das leider 17 Minuten lang geworden ist.


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Materialien

/03.07.2009, 15:16 Uhr/Materialien Die B端cher sind fertig gebunden und abgeholt von Lappe. Jetzt muss ich am kommenden Mittwoch nur noch den Titel siebdrucken.


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/Konzeptionelle Vorarbeit/Materialien

/04.07.2009, 13:10 Uhr letzter Test mit Betrachtern. Die Pr채sentation sollte so langsam mal vorbereitet werden.

VORARBEIT: M. Fischinger Inszenierte Fotografie  

Collection of preparatory work, accompanying the summer 2009 diploma of Mareen Fischinger. See the project:

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