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KOMPAKT ZEITUNG

9. Jahrgang | Nr. 155

GEGRÜNDET 2012 ALS MAGDEBURG KOMPAKT

Berührende Bilder Die renommierteste Fotoschau im City Carré | Seite 23

Ausgabe Januar 2020


SCHWARZ AUF WEISS

Aus dem Inhalt der nächsten Zeitung:

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IMPRESSUM Verbreitete Auflage 30.120 Exemplare Herausgebende Gesellschaft: KOMPAKT MEDIA GmbH & Co. KG Breiter Weg 202, 39104 Magdeburg Telefon: 03 91 / 79 29 67 50 Geschäftsführer: Ronald Floum, Thomas Wischnewski Redaktion und redaktionelle Mitarbeit: Thomas Wischnewski (V.i.S.d.P.), Ronald Floum, Tina Heinz, Birgit Ahlert (Kultur), Peter Gercke (Fotos), Lars Johansen, Dr. Rudi Bartlitz (Sport), Petra Lesche, Tobias Quast (Online), Swantje Langwisch (Studentin) Wissenschaftlicher Beirat: Prof. Dr. Markus Karp, Prof. Dr. Viktor Otte, Prof. Dr. Gerald Wolf, Prof. Dr. Peter Schönfeld, Prof. Dr. Reinhard Szibor, Gastautoren: Paul F. Gaudi, Ines Gand, Axel Römer, Olaf Bernhardt, Matthias Kühne, Maik Schumann, Dieter Rahmdor, Thorsten Kroll Videobeiträge in Zusammenarbeit mit: Crafty Media – Martin Händel und Tino Diesterheft Medienberatung / Anzeigenverkauf: Britta Roders (Tel.: 0391/ 7929 67 51), Kerstin Kunde-Würpel (Tel.: 0391/79296752), Michaela Sternberg (Tel.: 0391/79296758) Mediengestaltung / Buchhaltung: Nicole Schulz Druck: Druckzentrum Braunschweig GmbH E-Mail: post@kompakt.media Veranstaltungen: termine@kompakt.media Internet: www.kompakt.media | www.wirsindmd.de MAGDEBURG KOMPAKT und KOMPAKT ZEITUNG sind Marken der KOMPAKT Media GmbH & Co. KG und dürfen nicht ohne Genehmigung verwendet werden. Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos übernimmt die Gesellschaft keine Gewähr. Leserbriefe vertreten nicht automatisch die Meinung der Redaktion. Die Weiterverwendung von Beiträgen, Fotos und eigens für die Gesellschaft entworfene Anzeigen ist nur mit schriftlicher Genehmigung gestattet. Ab 1. Januar 2020 gilt die Preisliste Nr. 8.

Liebe Leserinnen und Leser, mit verändertem Namen – vielleicht ist es Ihnen gleich beim Blick auf die erste Seite aufgefallen – begrüßen wir Sie 2020. Nach sieben Jahren Erfolgsgeschichte und reiflicher Überlegung haben wir das Wort „Magdeburg“ aus dem Titel gestrichen, um der bisherigen Entwicklung Rechnung zu tragen. Denn wie sich zeigte, hat das Konzept der Zeitung das Zeug, weit über die Grenzen der Landeshauptstadt Anklang zu finden. Neuer Name bedeutet auch

neue Wege in der digitalen Verbreitung und neuer Online-Auftritt. Die Qualität soll jedoch erhalten bleiben. Und so widmen wir uns weiterhin Menschen und ihren Geschichten, Kultur, Sport, Wissenschaft und Politik sowie SpezialThemen – in dieser Ausgabe den Magdeburger Museen. Genauer ausgedrückt dem Kulturhistorischen Museum Magdeburg und dem Museum für Naturkunde Magdeburg als Zweisparten-Haus, dem Dommuseum Ottonianum und dem Technikmuseum. Viel Spaß beim Lesen, Ihre Tina Heinz.

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der Demokratie ziehen von verschiedenen Fronten s sind die Tage um den 16. Januar, die mich Kämpfer her. Das öffentliche Wort tönt zu oft marals Magdeburger jedes Jahr aufs Neue nachtialisch, als dass man sich beruhigt zurücklehnen denklich machen. Die verheerende Zerstörung könnte. Die verbalen Auseinandersetzungen, die der Stadt ist ein Brandmal in ihrer Geschichte. Nie sich seit 2015 mit der Aufnahme von Hunderttauwieder Krieg mit Töten und Zerstörung, so lautet die senden Flüchtlingen vor allem in der Onlinewelt verForderung, die seit der Katastrophe ins Bewusstein schärften, werden aus der Virtualität längst in die gebrand ist. Doch die Sorge, dass diese Hoffnung Realität gerissen. Und die Überzeugungstäter wollen ausgemerzt werden könnte, bleibt bzw. wird aktueldabei nicht sehen, dass es ler. Der Frieden, den wir in hautpsächlich die Aufgabe von Europa mit dem Ende des 2. Gesprächen war, welche die Weltkrieges erfahren haben, Frontgräben tiefer legte. scheint brüchig. Im Nahen Es geht offenbar nur noch Osten zündeln verschiedene Thomas Wischnewski darum, wer auf welcher Seite Interessen und Konfliktparrichtig ist und nicht mehr um teien. Die Angst vor einem FläDialog und ein Ringen um chenbrand mit unvorhersehbaWege. Längst werden Menren Folgen wächst. schen diffamiert, die sich nicht Auf die Entwicklungen im in die Reihen irgendwelcher arabischen Raum blickt man Kämpfer wogegen auch von hier aus mit einer gewisimmer eingereiht hätten. Wer sen Ohnmacht. Entscheidunnur noch seinen Standpunkt gen, wer wann weswegen beherausschreit, hört die Besonschossen oder getötet wird, falnenen und Normalen nicht len in Hinterzimmern, trotz mehr, sondern nur das Frontweltweitem Protest, trotz taugetöse der Gegenseite. sendfacher Mahnungen und So weit ist die hiesige Entweltweiter Sorge. Genau dies wicklung in ihren Mechanisführt vor Augen, wie zerbrechmen nicht vom Weltgeschelich ein friedliches Leben sein hen abgekoppelt. Wer mit kann. Das Wort „Hitzköpfe“, dem Finger nur in eine Richdas manchmal in diesem Zutung zeigt, verkennt den eigenen Anteil an Spalsammenhang Verwendung findet, ist kein probater tungs- und Konfliktzunahme. Das ist es, was mir in Begriff für Leute, die den Einsatz von Vernichtungsdiesen Tagen um den 16. Januar durch den Kopf waffen befehlen. geht und Sorgenfalten produziert. Der 75. Jahrestag In unserer Erfahrung – und die Mehrheit ist hierder Magdeburger Zerstörung sollte uns innehalten zulande friedlich aufgewachsen – gibt es die Vorstelund einen Schritt zur Seite machen lassen, damit wir lung zu Kompromissen, über Debatten und demoerkennen, dass man sich selbst mit Standpunkten kratische Abstimmungen, um Lösungen in einer Geeingräbt, aus denen Gewalt verschossen wird. meinschaft herzustellen. Doch selbst auf das Feld

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Der 16. Januar: Die Angst wächst

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EDITORIAL

KOMPAKT ZEITUNG

Die nächste Ausgabe erscheint am 29. Januar 2020

Ausgabe Januar 2020 |

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DIE DRITTE SEITE

3 | Ausgabe Januar 2020

Momentaufnahme Während die Lehrer im Land knapp sind, können wir uns wenigstens über regelmäßigen Nachwuchs bei den weißen Löwen im Magdeburger Zoo freuen. Foto: Peter Gercke

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die Wortführerschaft zu Untergängen derzeit Konit dem Start eines neuen Jahres gehen junktur hat. Die deutsche Wirtschaft bräche bald stets die Verkündigungen über einen Zeizusammen, obwohl Daimler, BMW und Audi tenwechsel einher. Vielfach ist jetzt von schon wieder Rekordabsätze, vor allem für Luxusden Goldenen Zwanzigern die Rede. Man will karossen, vermelden. Und dies vorrangig in andedamit an das bunte Treiben und die neuen Freiren Ländern. Massenmigraheiten in den 1920er Jahren tion schafft das Ländle ab, erinnern. Wie verklärt man obwohl das Volk eher vom doch auf die Geschichte Klima bewegt wird. Die Sozischaut? Es waren wohl eher alsysteme brechen, trotzdem unruhige Zeiten, die mit Inflanie so viele Menschen in Betion und Weltwirtschaftskrise Axel Römer schäftigung waren. Schönreeinhergingen und dem der sind genauso destruktiv schwierigen Leben nach wie apokalyptische Prophedem Ersten Weltkrieg. Schilten. lernd war wohl manches Den eigentlichen Verlust Treiben in den großen Metround die wirkliche Gefahr polen des Landes, in der sehe ich ganz woanders. Mir man Unterhaltung und Freimangelt es an den Realisten, zügigkeit genoss. Im weiten an Leuten, die pragmatisch Land mag das anders ausgeund rational an Ungleichgesehen haben. wichte und Probleme gehen. Angesichts vieler politiWas wir brauchen ist weniger scher und wirtschaftlicher WiAufregung und mehr Nüchdersprüche, vor dem Orakel ternheit. Dass von Ängsten des Weltuntergangs wegen getriebene Wesen Mensch der Aufheizung der Atmosollte sich öfter sagen, das sphäre und – noch viel Angst noch keine Lösung ist schlimmer – das Zündeln an und aus Ohnmacht nichts der Kriegstreiberei im Nahen entsteht. Osten lässt mir den Glauben Als es die virtuelle Welt an einen güldenen Glanz noch nicht gab, waren die Untergangsszenarien verblassen. Dafür wird mir etwas anderes neu vorschon schlimm. Jetzt, da die Kraft der Orakel um geführt: Die Welt besteht vorrangig aus Geschichein Vielfaches gewachsen ist, verstärken sich nur ten. Und solche, die am meisten erzählt werden, die Lähmungen, Verklärungen und Schuldzuweibewegen die Gemüter und bestärken den Glausungen. In diesem Sinne befinden wir uns in ben daran. „Im Anfang war das Wort …“ – so beGoldgräberzeiten über Vernichtungsmärchen. Für ginnt das Johannesevangelium. Und wir erleben, mich gilt: Vor allen fällt, wer an Untergang glaubt. wie aufgrund vieler Worte sich Gesellschaften und Die anderen pflanzen Bäume. Technik verändern. Ich habe den Eindruck, dass

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as Vorsorgeprinzip (VP) gründet sich in der Erwartung, dass Vorsicht besser sei als Nachsicht. Der Begriff wurde um 1970 kreiert. Definitionsgemäß ist es ein Prinzip der Umwelt- und Gesundheitspolitik, wonach denkbare Schäden im Voraus vermieden werden sollen. Es zielt darauf ab, trotz fehlender Gewissheit bezüglich Art, Ausmaß oder Eintrittswahrscheinlichkeit von möglichen Schadensfällen vorbeugend zu handeln oder, um die Meinung des Philosophen Hans Jonas wiederzugeben, der schlechten Prognose den Vorrang gegenüber der guten zu geben, sei verantwortungsbewusstes Handeln. Aber stimmt das? Letzteres ist nicht durch Nihilismus gekennzeichnet, sondern dadurch, dass es Risiken und Chancen einer neuen Technik gegeneinander abwägt. Dem VP steht das Wissenschaftsprinzip (WP) gegenüber, nach dem nur solche Risiken betrachtet werden sollen, die wissenschaftlich belegbar sind. Das WP ist gleichermaßen risikominimierend und weniger innovationshemmend. Einzug in die Politik gehalten hat aber das VP. Seit den 1980er Jahren findet es zunehmend Eingang in die deutsche und internationale Umweltpolitik. Weiterhin ist es Bestandteil des Vertrags zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft. Es ist verankert in der Rio-Deklaration zu Umwelt und Entwicklung von 1992. Es gibt bei uns einen breiten Konsens zwischen Parteien, den Nicht-Regierungs-Organisationen (NGOs, die sich selbst als Umweltorganisationen bezeichnen) und auch den evangelischen Kirchen (EKD), sich des VP zu bedienen, um Deutschland und möglichst die ganze Welt vor Innovationen zu schützen, die sie aus weltanschaulichen Gründen ablehnen.

Der „Red Flag Act“ Auch wenn man damals den Begriff noch nicht kannte, ist die erste dokumentierte Überführung des Gedankens des VP in praktiziertes Recht der „Red Flag Act“. Das war ein Gesetz in Großbritannien, das 1865 eingeführt wurde, um Unfällen im Straßenverkehr durch die aufkommenden Dampfwagen vorzubeugen. Es verordnete, dass von Fahrzeugen im Straßenverkehr eine Höchstgeschwindigkeit von 4 Meilen/h (rund 6,4 km/h) nicht überschritten werden durfte. Innerhalb von Ortschaften betrug das Limit nur 2 Meilen/h (3,2 km/h). Auf jedem Automobil sollten zwei Personen sitzen und zur Warnung der Bevölkerung musste ein Mann vorneweg laufen und eine rote Fahne schwenken. Die Lobby der Pferdebesitzer unterstützte dieses Gesetz und erreichte, den verkehrstechnischen Fortschritt aufzuhalten. Erst 1896 wurde der „Red Flag Act“ aufgehoben. Von nun an durften Autos schneller sein als Fußgänger. Dazu brauchte man 31 Jahre. Den Geist des „Red Flag Acts“ gibt es in Deutschland in verschärfter Form. Am krassesten wirkt er sich aus auf dem Gebiet der Kernenergie und der Grünen Gentechnik. War im Vereinigten Königreich der Betrieb von schnellen Fahrzeugen immerhin noch möglich, sind nach dem VP der Neubau von Atomkraftwerken (AKWs) und die Anwendung der Grünen Gentechnik bei uns völlig verboten. Gemessen an den tatsächlichen Risiken ist das nicht nachvollziehbar.

Der „Energy’s Deathprint“ als Risikokennziffer Nachdem die Bundesregierung aus CDU/CSU und FDP im Oktober 2010 eine Laufzeitverlängerung für AKWs beschlossen hatte, nahm sie diese

Charles Rolls am Steuer eines Peugeot um 1896; vorneweg geht ein Fußgänger mit Warnflagge.

Von Angststarre bis Willkür: Das Vorsorgeprinzip Weil die Zukunft unkalkulierbare Risiken birgt, möchte man möglichst viele Gefahren ausschließen und erzeugt doch oft genau das Gegenteil. | Von Prof. Dr. Reinhard Szibor

Entscheidung im Juni 2011 zurück und leitete ein völliges Verbot für die Nutzung der Kernenergie ein. Anlass war das Reaktorunglück in Fukushima. Ums Leben kamen dabei nicht, wie Claudia Roth behauptete, rund 16.000 Japaner sondern weniger als zehn Menschen, die im Kraftwerk durch Unfälle mechanischer Art (nicht durch Radioaktivität) zu Tode kamen. Die Hauptkatastrophe war der Tsunami, nicht das Reaktorunglück. Auch strahlenbedingte Krebstote – schlimm genug – gab es in der Folgezeit nur wenige. Trotzdem wurde in Fukushima bewiesen, dass die Gewährleistung der Reaktorsicherheit eine schwierige Angelegenheit ist und die Folgen eines AKW-Unfalls verheerend sein müssen. Infolge der Verstrahlung der Landschaft haben viele Tausend Menschen vorübergehend oder dauerhaft ihre Heimat verloren und psychische Traumata erlitten. Viel schlimmer noch war die Tschernobyl-Katastrophe. Dort führte eine völlig insuffiziente Reaktortechnik kombiniert mit kriminellem Handeln des technischen Personals, das vorsätzlich alle automa-

tischen Sicherheitssysteme per Hand ausgeschaltet hatte, zu einer Reaktorexplosion, die viele Menschenleben forderte und weite Landschaften dauerhaft unbewohnbar machte. Trotz allem muss man bei der Entscheidung, welche Art der Energieversorgung für unser Land gewählt werden soll, die Risiken der möglichen Technologien gegeneinander abwägen. Als Richtwert dafür kann man den „Energy’s Deathprint“ heranziehen. Darunter versteht man die Zahl der Todesopfer, die eine Energiegewinnungstechnologie pro erzeugte Petawattstunde (PWh) kostet [(1 PWh = 1 Billiarde Wattstunden (Wh) = 1 Billion Kilowattstunden (kWh)]. Der Energy’s Deathprint wird von der Weltgesundheitsorganisation, dem Center for Disease Control, der National Academy of Science und anderen Instituten berechnet. Die Auswertung mehrerer Jahrzehnte ergab, dass der Energy’s Deathprint für die Kohleverstromung am höchsten und der für die Kernenergie am geringsten ist. Auf


ZEITGESCHEHEN

5 | Ausgabe Januar 2020 Natur, der sich als Abnahme der Insekten- und Feldvogelpopulationen ausdrückt. Es ist längst erwiesen, dass sich dieser Trend mit schädlingsresistenten Gentech-Pflanzen umkehren lässt. Es ist auch kein verantwortungsbewusstes Handeln, sondern unsolidarisch, hartherzig und unchristlich, Patienten mit einer Glutenunverträglichkeit (es sind allein in Deutschland etwa 800.000) von der Ernährung mit Getreideprodukten auszuschließen. Pflanzenzüchter haben längst Pläne in den Schubladen, wie man mit den neuen Methoden der Genomeditierung Getreidearten züchten kann, die die krankmachenden Glutenkomponenten nicht mehr enthalten, sondern nur solche, die für die Back- und Ernährungsqualität wertvoll sind, aber nicht gesundheitsgefährdend wirken. Die Anwendung des VP auf die Genomeditierung verhindert menschenfreundliches Handeln.

jede erzeugte PWh Kohlestrom kommen den Berechnungen zufolge 100.000 Todesopfer. Die Zahlen errechnen sich aus der Kombination von direkten Todesfällen durch Unglücke bei der Förderung und Staublungen sowie weiteren epidemiologischen Schätzungen. Die Stromerzeugung durch Erdöl schlägt mit ca. 36.000 Toten/PWh zu Buche, gefolgt von Erdgas (4.000 Tote/PWh). Selbst die Energieerzeugung mittels Wasserkraft ist mit 1.400 Toten pro PWh noch vergleichsweise gefährlich. Dann kommt Solarenergie (440 Tote) und Windkraft (150 Tote). In dieser Auflistung findet sich die Kernenergie mit 90 Toten pro PWh am unteren Ende der Gefährlichkeitsskala. Dabei sind Tschernobyl, Three Mile Island, Fukushima sowie der Uranbergbau bereits eingerechnet. Nicht berücksichtigt ist dabei der Blick in die Zukunft. In Ländern, die ihre Energiepolitik nach wissenschaftlich begründeten Fakten ausrichten, werden jetzt Kernreaktoren entwickelt und gebaut, die nicht explodieren können, sondern im Störfall einfach nur erkalten und zudem die durch veraltete Technologien angehäuften langlebigen Radionuklide verbrennen können. Auch stellt man dort in Rechnung, dass Kernenergie nahezu ohne CO2-Emissionen zu haben ist. Es spricht also einiges dafür, politische Entscheidungen zur Energieversorgung nicht nach dem VP, sondern nach dem WP zu treffen.

Weltweit sind ca. 900 Millionen Menschen unterernährt Anders als der Philosoph Hans Jonas es sagt, ist es kein verantwortliches Handeln, bei der Entscheidung über Innovationen immer der schlechten Prognose gegenüber der guten den Vorrang zu geben. Technologien zu blockieren, die das Hungerproblem entschärfen und die Landwirtschaft an den Klimawandel anpassen, ist eben nicht verantwortungsbewusst. Millionen Menschen dem Hunger auszuliefern ist perfide, weil man mit den neuen molekulargenetischen Methoden die Möglichkeit hat, landwirtschaftlich nutzbare Pflanzen zu züchten, die trockentolerant, krankheitsresistent und ertragreicher sind. Es gibt viele wissenschaftliche Studien, die belegen, dass solche Kulturpflanzen die Ernährungsmisere mildern. In Mitteleuropa haben wir kein Hungerproblem, aber trotzdem einen Handlungsbedarf. Wir beklagen den Rückgang der Biodiversität in der

Aber es gibt Licht am Ende des Tunnels: „Der wissenschaftliche Konsens ist mittlerweile eindeutig“, schreiben Mitglieder der Jungen Grünen in SachsenAnhalt und Niedersachsen. „Bislang gibt es keine Hinweise darauf, dass gentechnisch veränderte Nutzpflanzen pauschal Nachteile gegenüber konventionellen Züchtungen mit sich bringen.“ Und weiter: „Die übergroße Mehrheit aller Wissenschaftler geht davon aus, dass der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen sicher ist. Auch die Weltgesundheitsorganisation konstatiert, dass pauschale Vorwürfe gegen Gentechnik nicht gerechtfertigt seien“. Das alles geben Junge Grüne zu bedenken. Sie sind allerdings noch eine Minderheit in ihrer Partei. In England hat die Abkehr vom „Red Flag Act“ 31 Jahre gedauert. In Deutschland braucht man viel länger, um absurde Überzeugungen zu revidieren. Wenn eine Bevölkerung und die von ihr gewählten Politiker nicht fähig oder willens sind, ein Prinzip, das sich in einer konkreten Anwendung als falsch erwiesen hat, selbst nach 35-jähriger Erfahrung immer noch nicht aufzugeben, muss man entweder von einer epidemischen mentalen Vergreisung ganzer Bevölkerungsgruppen oder von einem nachhaltigen Demagogieerfolg von NGOs wie Greenpeace, dem BUND, dem NABU u. a. ausgehen. Aber es stimmt hoffnungsvoll, dass eine Gruppe von Jugendlichen, ausgerechnet jener Partei, die das VP rigoros durchgesetzt hat, für eine Rückkehr zum wissenschaftsbasierten Handeln aufruft. Denn die kommen ja über kurz oder lang an die Macht!

Willkürliche Ignorierung des Vorsorgeprinzips Die Anwendung des VP ist eine politische Absichtserklärung. Verpflichtet sind die Politiker dazu nicht. So kann man es für alles, was man nicht mag, als Verhinderungsinstrument nutzen. Für Technologen, die man protegieren will, ignoriert man es einfach. Ein Beispiel ist die Installation von Windenergieanlagen (WEA). Etwa 30.000 Windturbinen stehen gegenwärtig in deutschen Landen (onshore), zählt man WEA in Nord- und Ostsee (offshore) hinzu, sind es mehr. Natürlich fragen sich viele Menschen, ob es neben dem Ziel, nämlich der Versorgung mit „grüner Energie“, erkennbare oder noch nicht abschätzbare Auswirkungen auf die Natur und die Gesundheit der Menschen gibt. Das hätte man nach dem VP abklären müssen. Befragt man unsere Politiker danach, gilt die Feststellung von Bob Dylan: „The answer is blowing in the wind“. Ernüchtert stellt man fest, dass das Vorsorgeprinzip im Zusammenhang mit der Windenergie nie eine Rolle gespielt hat. Hätte man in dieser Angelegenheit an das VP gedacht, gäbe es diese Anlagen nicht. Und selbst,

nachdem die riesigen ökologischen Schäden, die die WEA verursachen, bekannt geworden sind, gibt es kein Umsteuern. Eine wissenschaftliche Studie, basiert auf eine Beobachtungszeit von vier Jahren, besagt, dass jährlich an WEA etwa 12.000 Mäusebussarde und etwa 1.500 Rotmilane sterben. Bei Fledermäusen beträgt die Zahl der getöteten Tiere etwa 240.000. Auch Störche, Lerchen, Kiebitze und andere Arten, die in ihrem Bestand stark gefährdet sind, gehören zu den Opfern. Eine Modellrechnung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt kommt zu dem Ergebnis, dass pro Jahr in Deutschland ca. 1.200 Tonnen Insekten von Windenergieanlagen getötet werden. Das ist noch einmal ein zusätzlicher Angriff auf die Vogelwelt, für die das Futter ohnehin schon knapp ist. Aber damit nicht genug, es gibt es auch Unklarheit darüber, ob Windturbinen die menschliche Gesundheit gefährden, denn sie erzeugen Infraschall. Das ist Lärm, den man nicht hört, weil die Frequenzen unterhalb von 20 Hertz liegen. Aber Anwohner in der Nähe von Windrädern beschreiben ein Druckgefühl auf dem Trommelfell und auf der Brust und machen Infraschall für zahlreiche gesundheitliche Probleme verantwortlich: Erschöpfung, Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Depressionen, Übelkeit, Tinnitus, Schwindel etc. Das Umweltbundesamt schließt Gesundheitsschäden durch eine Exposition gegenüber Infraschall nicht aus. Die Wissenschaft konstatiert, dass die Wirkung des Infraschalls auf die menschliche Gesundheit kaum erforscht ist. Es mag sein, dass er unschädlich ist, aber man weiß es eben nicht. Nähme man das VP ernst, müssten WEA verboten oder zumindest von menschlichen Siedlungen ferngehalten werden. Groteskerweise erlebt gerade der Wirtschaftsminister Peter Altmaier einen Shitstorm, weil er eine Abstandsregelung durchsetzen will, die den Bau von WEA im Abstand von unter 1.000 Metern zu Wohnsiedlungen unterbinden soll. Am Shitstorm beteiligen sich auch die Bundesumweltministerin Svenja Schulze und unsere Landesumweltministerin Prof. Claudia Dalbert, deren Aufgabe es ist, Gesundheitsgefahren abzuwenden. Das ist absurd! Als ketzerisch mag es empfunden werden, wenn man fragt, ob all die Vogel- und Fledermausschredderung, die Landschaftszerstörung, und die nicht auszuschließende Gesundheitsgefährdung durch WEA dem angestrebten Ziel, nämlich der Reduzierung von klimawirksamen Gasen überhaupt dienen? Das Paradoxon besteht darin, dass die Erzeuger der sogenannten „regenerativen Energie“ Schwefelhexafluorid (SF6) benötigen. Das ist das stärkste bisher bekannte Treibhausgas. Sein Einsatz könnte die Erderwärmung vorantreiben, anstatt sie zu stoppen. Ein Kilogramm SF6 trägt so viel zum Treibhauseffekt bei, wie 23.500 Kilogramm CO2 in einem Zeithorizont von 100 Jahren (CO2-Äquivalent). Laut der Europäischen Umweltagentur entspricht der jährliche Ausstoß des Gases in der EU dem CO2-Ausstoß von 1,3 Millionen Autos. Einmal emittiert, bleibt ein Molekül im Mittel 3.200 Jahre in der Atmosphäre. Das Gas strömt durch Lecks aus den Anlagen, die so bis zu 15 Prozent der eingesetzten Menge verlieren. Tatsächlich dürften die Zahlen noch viel höher sein. Der BBC zufolge sind die in der Atmosphäre registrierten Werte bis zu zehn Mal höher als die gemeldeten. Man nennt so etwas, „den Teufel mit dem Beelzebub austreiben“. Bei all diesen komplexen Verhältnissen weiß niemand, wie hoch oder niedrig der positive Klimaeffekt und die Gefährdung durch Windenergieanlagen tatsächlich sind. Aber das Vorsorgeprinzip ist hier politisch unerwünscht.


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en Jahreswechsel haben die Meisten von uns inmitten von Feuerwerk begangen. Wir werden nie gefragt, ob es uns recht ist, denn da bestimmen nun mal die, welche Knallkörper und Raketen kaufen und sie in dieser Nacht im Übermaß einsetzen, um – wie sie gerne behaupten – die bösen Geister zu vertreiben. Den Geistern ist das Feuerwerk reichlich egal, Tieren und Menschen hingegen nicht so, denn wer seine Sinne beieinander hat, der leidet darunter.

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che Intelligenz beleidigen und eine grundsätzliche Beleidigung von in Cornwall lebenden Menschen darstellen? Bleiben dann die Bildschirme so lange schwarz, bis genug niveauvolle Unterhaltung produziert wurde? Und wer bestimmt überhaupt, was Niveau ist und ab wann ist eine Bemerkung eine Beleidigung? Das sind die Fragen, die sich dazu im Nachhinein ergeben.

Wie kommt es, dass man mit einer möglicherweise misslungenen Pointe nicht mit der gleichen Gelassenheit umgehen kann, wie man sie von jugendlichen Demonstranten bei den „Fridays for Nun will ich nicht die Spaßbremse sein, die Future“-Aktionen einfordert? Deren lautstarke Unauch noch diese kleine Möglichkeit individueller geduld wird gerne zurückgewiesen, weil sie nicht Anarchie unbedingt verbieten muss, hat sie mir freundlich bescheiden vorgetragen, sondern laut doch als Heranwachsendem durchaus Freude eingefordert wird. Und schon sind wir wieder bei bereitet. Aber irgendwann wächst man aus dem der rücksichtslosen KnalleAlter heraus, in welchem rei zum Jahresanfang. Dieman daran Spaß hat. Wenn se ist nachweislich völlig man in dieser ewigen Adounsinnig, aber kaum jeleszenz verharren will, mand kommt mit Schaum dann werden damit ganz vor dem Mund angelaufen andere Fragen aufgeworLars Johansen und bedroht die Feuerwerfen. Ist es vielleicht das, ker mit dem Tod. Dafür was uns in den letzten wird gerne von Brauchtum Jahrzehnten mehr und und Toleranz geredet, die mehr abhanden gekomstets dann als Phrasen hermen ist, nämlich die wirklihalten müssen, wenn jede che Bedeutung davon, erLogik aus den Argumentawachsen und damit auch tionen geschwunden ist. verantwortlich zu sein?

StadtMensch

Volles Programm Auch wenn man es aufgrund der milden Temperaturen nicht glauben mag: Es ist noch immer Winter … Januar … der Jahreswechsel gar nicht lange her. Wir hoffen, Sie haben die Weihnachtsfeiertage im Kreise Ihrer Familie entspannt verbracht und konnten schwungvoll ins neue Jahr starten. Auch wir hatten uns zum Jahresausklang ein paar freie Tage gegönnt und unsere Geschäftsstelle bis zum 2. Januar geschlossen. Eine kurze Pause, um die Ereignisse des vergangenen Jahres Revue passieren zu lassen – von der Sanierung etlicher Gebäude bis zu den Feierlichkeiten des 65-jährigen Bestehens unserer Wohnungsgenossenschaft. Und natürlich auch eine kurze Pause, um uns auf all die Aufgaben einzustellen, die wir uns in diesem Jahr vorgenommen haben. Beispielsweise wollen wir in unserem Unternehmen die Digitalisierung stärker vorantreiben. So soll beispielsweise die Rechnungsbuchung automatisiert und die Archivierung mittels Barcode beziehungsweise automatisierter Zuordnung modernisiert werden. Die Mieterakten werden in Zukunft auch ausschließlich digital angelegt. Das ist nicht nur nützlich, um die interne Effizienz zu steigern. Für die Umwelt ist es ebenfalls ein Vorteil, wenn wir nicht mehr alles auf dem „PapierWeg“ erledigen – auch wenn gewisse Abläufe nach wie vor auf Papier und nicht nur in digitaler Form festgehalten werden müssen. Im Frühjahr stehen zudem zwei Punkte auf unserem Programm: Zum einen führen wir eine Mieterumfrage durch, zum anderen ist für April die Vertreterwahl geplant. Ein neues Schließsystem, das den Komfort und die Sicherheit erhöht, soll ebenfalls sukzessive installiert werden, worüber wir unsere Mieter natürlich rechtzeitig in Kenntnis setzen. Des Weiteren steht die Entscheidung zur Zukunft des Heizens an. Auch dazu wird es noch Informationen geben. Was das Bauen betrifft, so liegt 2020 der Fokus auf dem Richtfest und dem Weiterbau der drei Stadtvillen mit ihren 45 Wohnungen in der Peter-Paul-Straße. Vor fast einem Jahr wurde der Grundstein gelegt. Die Vermietung soll bereits im Sommer dieses Jahres starten. Da es schon jetzt zahlreiche Interessenten gibt, lohnt es sich, schnell zu sein … Alles Gute für ein Jahr voller Gesundheit, Erfolge und Freude wünschen Jörg Koßmann und Jens Schneider, Vorstand „Die Stadtfelder“ www.diestadtfelder.de

In einer Gesellschaft, die sichtbar immer mehr zu einer unangenehmen Spaßgesellschaft mutiert ist, in der die sofortige Bedürfnisbefriedigung jeden anderen Trieb abzutöten droht, besteht die Gefahr des Verlustes von nachhaltigem Handeln. Das muss nicht die Abwesenheit von Spaß bedeuten, eine Klostergemeinschaft des rituellen Verzichtes werden, jedoch durchaus eine verstärkte Reflektion des eigenen Seins. Aber aus einer ruhigen Reflektion ist der Reflex der sofortigen Reaktion geworden.

Noch mal, ich will nicht verbieten, obwohl es mich nervt, aber vorsichtig zu bedenken geben. Und, ganz ehrlich, ich habe auch keine Lust mehr, den ewigen inbrünstig vorgetragenen Quatsch von der Klimalüge zu ertragen. Der letzte Sommer war der heißeste in Deutschland seit Beginn der Messungen. Und die beiden davor waren auch nicht viel kühler. Wenn wir unseren Blick nach Australien wenden, dann sehen wir vielleicht, was das bedeutet. Da brennt gerade ein ganzer Erdteil, manche Tierarten, mit denen wir noch groß geworden sind, gelten jetzt als so gut wie ausgestorben. Der Koala ist nur noch eine Fußnote in der Fauna. Der australische Regierungschef, der noch vor zwei Jahren fröhlich mit einem Stück Kohle im Parlament wedelte und deren Ungefährlichkeit betonte, sieht sich auf einmal mit massiven Rücktrittsforderungen konfrontiert. Die Löschmannschaften erklären bei Temperaturen um die 50 Grad, dass sie mittlerweile überzeugt davon sind, dass der Klimawandel real ist.

Brennendes Geheimnis

Ein Kinderchor singt ein Lied und dessen Text, mit dem ich vielleicht nicht übereinstimme, was mir eigentlich egal sein kann und sollte, wird zu einem gesellschaftlichen Problem, das eigentlich überhaupt nicht existiert. Diese Kinder verachten ihre Großeltern nicht und wurden auch nicht indoktriniert, sondern haben einfach eine Situation leicht zugespitzt. Wer diese Kinder als instrumentalisiert ansieht, der sollte besser allen Chorkonzerten fernbleiben, denn deren Beteiligte werden immer instrumentalisiert, Lieder zu singen, welche Erwachsene für sie ausgesucht, arrangiert oder gar komponiert und getextet haben. Wenn sich dann ein Intendant von seinen Mitarbeitern distanziert, weil er den Kritikern zustimmt, dann stellt das einen ebensolchen unreflektierten Reflex dar. Denn was ist, wenn nun der Bundesverband der Mediendesigner eine sofortige Änderung der Designs aller deutschen Nachrichtensendungen einfordert? Wird dann sofort neu gestaltet, weil den Fachverbänden hier Kompetenz eingeräumt werden muss? Was geschieht, wenn die Kritiken zum Verfall des Niveaus der allermeisten Fernsehfilme mit massiven Demonstrationen vor den Sendern vorgetragen werden, weil Pilcher-Verfilmungen nachweislich die menschli-

Und dann wird dort unten ein Dschungelcamp aufgezeichnet, für welches es Werbetreibende gibt, die Anzeigen schalten und vor allem Zuschauer, die es sehen wollen. Das ist in höchstem Maße obszön und verlangt eigentlich nach einem kollektiven Aufschrei, den wir uns aber lieber für das nächste Kinderlied oder andere Unwichtigkeiten aufsparen. Die wahren Ungeheuerlichkeiten bleiben unbeklagt. Und wer sie dann doch beklagt, der wird wie eine wahnsinnig gewordene Kassandra angestarrt, deren Worte als Witz genommen werden, weil ihr heiliger Ernst sonst die Ruhe nachhaltig stören würde. Und diese Ruhe darf nur einmal im Jahr mit großem Feuerwerk gestört werden.


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in Nachtrag wäre noch zu geben zu den denkwürdigen Ereignissen vor 30 Jahren. Am ersten Weihnachtstag 1989 fand im Schauspielhaus Berlin unter der Stabführung von Leonhard Bernstein eine denkwürdige Aufführung der Neunten Symphonie von Beethoven statt. Das besonders bemerkenswerte daran war, dass der Text geringfügig, aber bedeutsam geändert wurde: es wurde nicht „Freude“, sondern „Freiheit schöner Götterfunken“ gesungen. Es war eine Ode an die Freiheit. Mir erschien das damals sehr sinnvoll und berührte mich zutiefst. Doch schon vor 200 Jahren meinte das auch Gustav v. Schlabrendorf (1750-1826), der von 1785 bis zu seinem Tode in Paris lebte. Er galt seinen Zeitgenossen als ein „Weltweiser“ und alle großen Geister dieser Zeit besuchten ihn und suchten das Gespräch mit ihm. Er soll zu dem 1784 erschienenen Gedicht von Schiller gesagt haben: „hieße es an die Freiheit, dann wäre es wenigstens noch zu verstehen. Denn was macht den Bettler zu einem Bruder eines Fürsten? Die Freude doch nicht. Nur die Freiheit!“ Nachträglich muss ich mich korrigieren. In der letzten Kolumne vom 10. Dezember schrieb ich über die Klimakonferenz von Madrid und mutmaßte, dass wohl jede Delegation aus etwa fünf bis zehn Mitgliedern bestehen würde. Ein Irrtum! Insgesamt nahmen etwa 26.000 Menschen an dieser Konferenz teil, Regierungsangehörige und ihre Mitarbeiter, Journalisten, Mitglieder von Nichtregierungsorganisationen. Deutschland schickte allein 102 Delegierte, die Elfenbeinküste sage und schreibe 342. Mangels Ergebnissen wurde die Konferenz verlängert. Was kam dabei raus? Nichts oder viel Geschrei und wenig Wolle. Man müsste einmal ausrechnen, was sie gekostet hat und welchen „ökologischen Fußabdruck“ diese Massenveranstaltung hinterließ. Laut der „Süddeutschen Zeitung“ hatte das Umweltministerium berechnet, wieviel CO₂-Emissionen durch Anreise und Unterbringung bei der Klimakonferenz 2017 in Bonn zusammengekommen waren: rund 50.000 Tonnen. Das entspricht fast der Jahresemission einer deutschen Kleinstadt. Madrid dürfte das übertroffen haben. Interessant bei den Berichten über Madrid ist, dass niemand auf eine der wichtigsten Hauptursachen des menschlichen Anteils des Klimawandels eingeht: die rapide Zunahme der Weltbevölkerung. Alle Menschen wollen wohnen, essen, arbeiten, immer etwas mehr Teilhabe an Wohlstand haben. Sie benötigen mehr Landschaft, Ressourcen und Energie, produzieren wachsenden Abfall und CO2. Über die Menschheitsvermehrung redet keiner. Es ist, wie eine englische Redensart sagt, der Elefant im Wohnzimmer: Jeder sieht ihn, aber alle tun so, als ob er nicht da wäre. Das ist natürlich kein Wunder, Anzeige

Ausgabe Januar 2020 |

denn niemand der Klimaretter und – gendergerecht – Klimaretterinnen kennt ein Mittel, um das rasante Bevölkerungswachstum zu stoppen oder gar zu reduzieren. Also wird an lauter kleinen Stellschrauben ohne Erfolge weitergedreht. Die neue Chefin der Europakommission, Frau von der Leyen, verkündete einen „Green Deal“ zur Klimarettung und verglich die Größe ihres Vorhabens für die Menschheit mit der Größe der Mondexpedition. Vielleicht hat sie Recht. Denn wenn man ein-

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Wirrungen mal von dem Gewinn für die Raketentechnologie einschließlich der entsprechenden Computertechnik und die Mondfahrzeuge absieht – was haben die Mondexpeditionen für die Menschheit außer sehr beeindruckenden Bildern gebracht? Immense Kosten. Insofern ist der Vergleich, den die Kommissionschefin da führte, eher peinlich und lässt bei mir keine Hoffnungen aufkommen. Das Europaparlament folgte der Chefin prompt und rief am 28. November den „Klimanotstand“ für Europa aus – ein demonstrativer Symbolismus ohne praktische Konsequenz. Vielleicht sollten sie einmal nach China oder Indien schauen. Ein Notstand erfordert Notstandsmaßnahmen und Notstandsmaßnahmen zeichnen sich dadurch aus, dass sie geltende Gesetze und geltendes Recht einengen oder sogar zeitweilig aufheben. Immerhin stimmten zwei Drittel der Abgeordneten dafür. Man fragt sich, was sich die Herrschaften dabei gedacht hatten. Überboten wurde die Narretei lediglich vom Dresdner

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Stadtparlament, dass auf Antrag des Herrn Aschenbach von der Satire-Partei einen „Nazinotstand“ proklamierte. Auch dieser dann umformulierte Antrag, der grundfalsch ist und die Stadt samt ihren Einwohnern zu Unrecht diskriminiert, bekam eine Mehrheit. Da fragt man sich wirklich, von wem man regiert wird und ob man – ohne es zu wissen – vielleicht Passagier auf einem Narrenschiff ist. Dazu passt auch, dass Claudia Roth einen Pass für „Klimaflüchtlinge“ schaffen möchte. Abgesehen davon, dass man vor Klima nicht flüchten kann, weil Klima überall ist, könnten ihn jetzt Australier beantragen. Doch die meinte Frau Roth wohl nicht, sondern eher Afrikaner. Die leiden jedoch nicht am Klima, sondern an korrupten Eliten, die erwirtschaftetes Vermögen und Gelder der Entwicklungshilfe einsacken, an Terroristen, Kriegen und an Misswirtschaft. Bestes Beispiel dafür ist Simbabwe: Als es noch Rhodesien hieß und eine englische Kolonie war, galt es als Kornkammer Afrikas. Aber unter dem Diktator Mugabe und seiner Enteignungspolitik wurde es ein Armenhaus mit einer Arbeitslosenrate von über 80 Prozent. Da ich gerade in Gedanken bei Afrika und seinen meist dunkelhäutigen Bewohnern bin, fällt mir der Tag der heiligen drei Könige ein, die allerdings laut Bibel Weise gewesen waren. Vielleicht auch Astronomen bzw. Astrologen, das war damals fast das gleiche. Auf den diesjährigen Sternsinger-Bildern in Presse oder TV, die als die heiligen drei Könige verkleidet um Spenden baten, findet sich keiner, dessen Gesicht wie vor Jahren noch dunkelbraun geschminkt war. Spätestens seit dem 14. Jahrhundert bestand nämlich die Tradition, dass einer der Könige oder Weisen dunkelhäutig, also ein Afrikaner gewesen sein sollte. Nun bezeichnen aber politisch Überkorrekte das sich braun oder schwarz Schminken in ihrem Denglisch als „black-facing“ und halten es für rassistisch und diskriminierend. Geht’s noch? Umgekehrt wird ein Schuh daraus! Durch das angeblich politisch korrekte Verbot, einen der Sternsinger als Afrikaner zu verkleiden und zu schminken, schließt man Schwarzafrikaner aus der Gemeinschaft der drei Weisen aus. Das ist Rassismus und nicht das Schminken eines Kindes als Afrikaner. Aber wie sagte schon Karl Kraus? „Gut gemeint ist das Gegenteil von gut gelungen.“ Zurück zum Klima: Mein Freund Gert ist sehr interessiert an Aufklebern, die tausendfach Masten und Wände unserer künftigen Kulturhauptstadt verunzieren. Einer von der Bewegung Friday for Future gefiel ihm besonders. „Make Love, not CO2“ steht auf ihm. Er zeigte ihn mir und sagte, das „make love“ wie auch das französische „faire d’amour“ Liebe machen bedeute, also alle Formen des Liebesspiels einschließlich des Geschlechtsverkehrs. Ich bemerkte, dass mir das bekannt sei, aber er dozierte weiter: Offenbar hat der Verfasser die Parole von den Hippies abgeschaut, die um 1967 „make love, not war“ forderten. Dieser Spruch habe noch Sinn gegeben, denn es sei wahrhaftig unendlich viel besser, Liebe zu machen als jemanden totzuschießen. Aber Liebe statt Kohlendioxyd zu machen – das gehe gar nicht. Denn schließlich stoßen wir bei jedem Ausatmen CO2 aus – im Jahr sogar im Durchschnitt eine Tonne pro Mensch! Wer also kein CO2 produzieren will, der darf nicht atmen und wer nicht atmet, kann keine Liebe mehr machen. Dazu kommt auch noch, dass der Mensch beim Liebesspiel gemeinhin sehr erregt ist – und wer erregt ist, atmet schneller und stößt noch mehr Kohlendioxyd aus. Aber, so schloss Gert seinen Vortrag, es könnte ja sein, dass solche Verfasser lieber demonstrieren als im Biologieunterricht etwas über Gasaustausch in der Lunge zu erfahren. Wer weiß das schon?


ZEITGESCHEHEN

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Salongeflüster Wort-Coiffeur Lars Johansen

Jahresauftakt des Mittelstands

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ie Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands fußt auf dem Erfolg mittelständischer Unternehmen. Die Politik ist gefordert, dafür Rahmenbedingungen zu schaffen. Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft lädt am 7. Februar, um 10:30 Uhr, in die Johanniskirche zu

einer Diskussion über Rahmenbedinungen ein. Es diskutieren: Dr. Reiner Haseloff, Mario Ohoven, Präsident des BVMW, Christoph Ahlhaus, Generalsekretär des Bundeswirtschaftssenats des BVMW, Prof. Dr. Bernd Okun, DeVacto Akademie Leipzig. Anmeldungen bis zum 30. Januar an: https://doo.net/veranstaltung/43254/buchung Die Teilnahme ist kostenfrei.

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ch habe mir überlegt, wie ich es anstellen muss, nicht gefunden zu werden. Denn wenn ich mal keine Lust habe zu arbeiten, dann ist das gar nicht so schlecht. Gut, es ist schlecht fürs Geschäft, aber wenn ich es wie diese Windmühle in Buckau mache, dann kann doch gar nichts schiefgehen. Ich lasse mir einfach so lange stattliche staatliche Fördermittel geben, bis ich satt bin. Dann mache ich Mittagsschlaf und hole Nachschlag. Und wenn irgendwann das Geld alle ist, mache ich meinen Laden mit EU-Fördermitteln in Polen wieder auf. Und weil ich Polen nicht so mag, wiederhole ich das Spiel einfach so lange, bis ich irgendwann wieder in Deutschland ankomme. Darum kreiseln diese Windräder auch immer so, die sind nichts anderes als Symbole für Förderpolitik. Aber zurück zum Anfang: Wie schaffe ich es, nicht gefunden zu werden? Da gibt es auch ein gutes Vorbild, nämlich das Dommuseum, das deshalb Ottonianum heißt, damit niemand sofort auf die Idee kommt, dass es irgendetwas mit dem Dom zu tun hat. Und wenn jetzt auch noch vorne ganz groß der Schriftzug des Vermieters prangt, dann traut sich erst recht keiner rein, der nicht vor hat, eine Wohnung zu mieten. Jetzt im Winter brütet noch ein fetter Spatz als Leuchtgebilde neben dem Haus und glotzt so bratzig in der Gegend herum, dass erst recht keiner ein Museum vermutet. Also mache ich das auch so. Vorne steht dann ganz groß „Schlachterei“, weil mein Vermieter eigentlich gelernter Metzger ist. Meinen Eingang verlege ich an die Seite und schreibe „Frisurianum“ darüber. Und genau so wie der Dom beim Dommuseum steht, muss jetzt noch nebenan ein riesengroßer Perückenverleih eröffnen, der allen Vorübergehenden kostenlose Mottenfifis anbietet. Schließlich kostet ja der Dom auch keinen Eintritt. Sollten sich jetzt doch Kunden einfinden, kann ich nichts dafür. Die paar schneide ich dann schon so zurecht, dass sie garantiert nicht wiederkommen, wobei ich nichts gegen das Dommuseum gesagt haben möchte. Aber ohne Domschatz ist so ein Haus, in dem man alte Scherben anschauen kann und Nachbildungen von Originalen, eben nicht ganz so toll wie der echte Dom. Aber vielleicht sollten sie sich Windradbude nennen, dann gibt es so viel Fördermittel, dass man problemlos einen Domschatz kaufen kann. Oder die Steine aus dem blauen Gewölbe in Dresden. In diesem Sinne: Der Nächste bitte.

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Ausgabe Januar 2020 |

Ich bin nicht einverstanden! Eine Gegenrede zu aktuellen AfD-Thesen | Von Thorsten Kroll

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eshalb ein Essay zu Thesen, die aktuell von Vertretern der AfD in verschiedenen Medien, vor allem Print und Websites, verbreitet werden? Es ist ein wachsendes Unbehagen, dass unsere demokratiebasierte und von Toleranz geprägte Diskussionsfähigkeit allmählich abhandenkommt, ohne dass wir uns bewusst werden, wie sehr wir die Fundamente unserer Demokratie, vor allem die Meinungsfreiheit, beschädigen. Es drängt, angesichts der sich zunehmend andeutenden rechtsstaatlich-repressiven Instrumente gegen grenzverletzende Meinungsäußerungen die Kul-tur der Auseinandersetzung neu zu justieren. Nur wenn wir es schaffen, die hinter vorgetrage-nen Argumenten stehenden Annahmen offen zu legen, wird es uns gelingen, das Ungeheuerliche zu erkennen: Aus Worten erwächst die Kraft, unsere Demokratie zu gefährden, sie aber auch zu schützen. Kein noch so gegen Polarisierungen feinsinnig gebautes Haus der Rechtsstaatlichkeit vermag am Ende die Demokratie zu bewahren. Allein unsere Fähigkeit und Offenheit, im Privaten wie im Öffentlichen geäußerte Zumutungen auszuhalten, ist der Schlüssel dazu, Mehrheitsmeinungen zu respektieren, ohne zugleich den Verzicht darauf zu formulieren, mit Haltung Gegenargumente zu vertreten und damit die Hoffnung zu verbinden, später selbst eine Mehrheit geschaffen zu haben. Es mag sein, dass in wenigen Jahren AfD-Politiker in Landesregierungen oder gar in der Bundesregierung vertreten sein werden. Das wahrnehmbare „Grundrauschen“ im öffentlichen Diskurs ist aber schon jetzt von einer Tonlage geprägt, die mehr dem Bellen von Hunden gleicht als einem Dialog, mag er auch anstrengend sein. Sollten sich meinungsprägende Entgleisungen mehr und mehr durchsetzen, gilt es umso mehr, den Pfad des Dialogs zu gehen. Der naheliegende Einwand, die anderen Parteien träten doch ähnlich auf, verfängt nicht. Im Gegensatz zu den anderen relevanten Kräften verfolgt die AfD primär eine Politik der Ausgrenzung, dokumentiert in den Sprachbildern des unsere Integrität und unseren Wohlstand gefährdenden Ausländers, den unfähigen „Altparteien“, der überbürokratischen Europäischen Union etc. Der Ansatz beispielsweise, sich kritisch etwa mit der Problemlösungsfähigkeit der etablierten Parteien auseinander zu setzen, ist zwar in der Tat nicht von der Hand zu weisen. Doch die AfD präferiert durchgängig einen nationalistisch geprägten Überbau, der unübersehbar auf dem historischen Konzept des nationalen Alleinvertretungsanspruchs beruht – Abschottung nach außen und Allmachtsphantasien inklusive. Die Demokratie wird auf diese Weise dauernd vom „wohlwollenden Herrscher“, ihrem großen Ri-

valen, infrage gestellt – vor ihm fürchte ich mich viel mehr als davor, im öffentlichen Diskurs (noch) nicht die Mehrheit für meine Positionen errungen zu haben. Das in Klammern gesetzte „noch“ will allerdings ernst genommen werden: Nur solange gesellschaftspolitische Einflussnahme die Chance auf Veränderung verspricht, bewahrt eine Demokratie ihre Legitimationsgrund-lage – indessen nicht bedingungslos: Da die grundgesetzliche Demokratie im schlimmsten Ernst-fall nicht einmal ihre „Selbstabschaffung“ ausschließt, gehören die kaum justiziablen Elemente wie Demut, Respekt und Toleranz dem Anderen gegenüber zu den Kernbestandteilen jeder demokratischen Gesellschaft. Das hohe Maß an Simplifizierungen, Ressentiments und nationalistisch geprägten Vorurteilen in der begrifflichen Welt der AfD ist geeignet, eben diese eigentlichen Grundlagen unserer Demokratie sukzessive abzuschaffen und sie damit letztlich zu verabschieden. Anhand der nachfolgenden Beispiele soll die Dekonstruktion von AfD-Thesen versucht werden. 1. Behauptung der AfD: Zu viele Migrantenkinder in KiTas und Schulen gefährdeten das Bildungsniveau unserer Kinder Ich fange mit einem schwierigen Argument von AfD-Vertretern an: In einigen Schulklassen seien „unsere“ Kinder – gemeint sind Kinder deutscher Herkunft – nur noch eine kleine Minderheit; dies gefährde die Bildungsgrundlagen „unserer“ Kinder, da das Niveau etwa im Deutschunterricht an den Grundbedarf der ausländischen Kinder angepasst werden müsse. So etwa das vom Abgeordneten Joachim Paul, bildungspolitischer Sprecher und stellvertretender Vorsitzender der AfD-Fraktion im Landtag Rheinland-Pfalz, vertretene Szenario (vgl. https://afdkompakt.de/2017/07/19/migrationshintergrund-an-schulen-afd-reicht-grosse-anfrageein/; Zugriff im Januar 2020). Ich denke, alle Mütter und Väter sowie Großeltern haben die Sorge, was aus ihren Kindern mal werden möge, wenn das Schulsystem nicht mehr die Grundtechniken vermittelt, um im Leben und im Beruf glücklich und erfolgreich zu sein. Und diese Sorge wird umso größer, desto mehr auf Bildungsgrundbedürfnisse Rücksicht genommen wird, die noch „unterhalb“ eines – allerdings lediglich behaupteten – bürgerlichen Durchschnitts liegen. Blenden wir aus Vereinfachungsgründen hier die Differenzierung zwischen Kindern von Migranten und Kindern mit Migrationshintergrund aus, würde sich eine überwältigende Mehrheit in Deutschland dafür finden, eine „angemessene“ Verteilung von Migrantenkinder vor allem auf staatliche Schulen zu organisieren. Doch wie? Bei dem Versuch, Antworten zu finden, wären die teilweise hohen statistischen Wer-te von Migrantenkinder an Schulen dann doch näher zu betrachten; denn die fehlenden

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Deutschkenntnisse beispielsweise von Kindern aus dem nahen EU-Ausland von Deutschland werden vermutlich nicht das Problem sein, insbesondere auch nicht deren Kinder, die in der 2. und 3. Generation hier zur Schule gehen. Die Mobilität solcher Familien steht häufig in einem engen Zusammenhang mit gut qualifizierten Arbeitsplätzen. Die eigentliche Herausforderung liegt vielmehr darin, auf Grund von Wanderungsbewegungen aus Krisengebieten nach Europa zugezogenen Familien – u.a Syrien, Afghanistan, afrikanischen Staaten – zu integrieren. In den amtlichen Statistiken erscheinen Ausländerkinder mit einem Anteil von knapp 11 Prozent an allgemeinbildenden Schulen (destatis, Stand vom 25. Oktober 2019). Im Durchschnitt machte das bei 30 Kindern etwa in einer Grundschulklasse drei Kinder von Ausländern. Das hört sich nicht gerade nach einem Problem an. Das Problem entsteht aber dadurch, dass der Ausländeranteil in einigen Schulen weit über 50 Prozent liegt, so beispielsweise in Frankfurt, Berlin, Hamburg und Düsseldorf. Dass gewisse Städte eine enorme Anziehungskraft auf Ausländer aus Krisengebieten ausüben, hat viele Gründe. Einer der wesentlichen Gründe liegt darin, dass sich historisch, soziologisch und wirtschaftlich in ausgewählten Städten Schwerpunkte der Ansiedlung entwickelt haben. So lässt sich auch erklären, weshalb es in Stadtteilen Schulen gibt, in denen der Ausländeranteil so hoch ist, dass die Vermittlung von Bildungsgrundlagen nicht als Selbstverständlichkeit gelten kann. Wir haben es infolgedessen im Kern nicht mit dem Problem zu tun, dass die Menge an ausländischen Schülern „objektiv“ die Problemlösungskapazität unseres Gemeinwesens übersteigt. Vielmehr sind Fragen der Verteilung von Schülern, und wenn die als misslungen zu bewerten ist, der Reparatur von Fehleinschätzungen virulent. Allein bei den „Reparaturen“ erleben wir eine beachtliche Breite von Lösungsansätzen: von der Pflicht zur Ortsveränderung bis hin zu (Schul-)Sozialarbeit im weitesten Sinne. Die Lösung derartiger lokaler Probleme ist das Gebot der Stunde, da an der Ursache der suboptimalen Verteilung ausländischer Schüler angesetzt wird. Was ist hingegen die primäre Botschaft maßgeblicher AfD-Vertreter, um zur Lösung der aufgetretenen Probleme etwas beizutragen? Lassen wir pars pro toto die für Schulthemen zuständige Sprecherin der AfD-Fraktion im Sächsischen Landtag, Karin Wilke, zu Wort kommen: „Die fehlgeleitete Einwanderungspolitik der CDU“ sei die Ursache für das prekäre Bildungsniveau mittlerweile auch in Sachsen (www.tag24.de/nachrichten/dresden-ganz-sachsen-diskutiert-ueber-migrantenquote-in-117-grundschule-saechsischer-lehrerverband-afd-977659; Zugriff im Januar 2020). Die Unschärfe liegt in dem Wort „Einwanderungspolitik“. Hiermit könnte ohne Weiteres auch die diskutierte Verteilung ausländischer Schüler gemeint und damit ein konstruktiver Einstieg in eine echte Problemlösung verbunden sein. Indes ist davon nirgends die Rede. Vielmehr vertritt die AfD etwa in ihrem Grundsatzprogramm für Deutschland, beschlossen auf ihrem Bundesparteitag in Stuttgart am 30.04. und 01.05.2016, die These, die „multikulturelle Gesellschaft“ sei gescheitert und „Masseneinwanderung“ wie 2015 sei zu vermeiden. Kein Wort dazu, wie wir mit den sich jetzt und konkret stellenden Herausforderungen umgehen sollten. Festzustellen ist eine Fixierung der AfD auf unerwünschte Zuwanderung aus ihrer Sicht. Auf diese Weise wird der Ausländer zum Problem. Und das auch in kommunalen AfD-Programmen (Beispiel: Hannover 2016), in denen der Vertei-


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11 | Ausgabe Januar 2020 lungsaspekt zwar durchaus angespielt wird, aber letztlich die Lösung allein in repressiven Instrumenten, wie der Umsiedlung, gesehen wird. Wir erleben die Verfäl-schung der Wirkungszusammenhänge. Aus Sicht der AfD „macht“ der hilfsbedürftige Mensch das Problem! Die AfD blendet mit dieser Logik realistische und humanistische Optionen der Integration von Ausländern konsequent aus. Die ernsthafte gesellschaftspolitische Frage, wie die nach der Bildungsgerechtigkeit, wird mittels alarmierender Beispiele schlicht ignoriert und umfunktionalisiert für eine Begründung der Abschottung. Bloßes Empörungsgebaren und auch Alarmismus! 2. Behauptung der AfD: Jugendliche trauten sich kaum, in der Öffentlichkeit Kritisches über Ausländer zu offenbaren Laut jüngster Shell-Jugendstudie stimmt die große Mehrheit der Jugendlichen der Aussage zu „In Deutschland darf man nichts Schlechtes über Ausländer sagen, ohne gleich als Rassist beschimpft zu werden“ (2019, S. 16 und 78). Diese Aussage nutzt etwa die Bundestagsabgeordnete Harder-Kühnel, familienpolitische Sprecherin der AfD-Bundestagsfraktion in einem Video vom 28. Oktober 2019, um Nachdruck ihrer These zu geben, die Meinungsfreiheit in Deutschland werde zunehmend eingeschränkt. Die AfD setze sich nachdrücklich dafür ein, offen und unbeschränkt das Zuwanderungsproblem zu einem öffentlichen Thema zu machen. Die AfD inszeniert sich so als Bastion der Meinungsfreiheit. In der Tat ist der öffentliche Diskurs über den Umgang mit Ausländern hierzulande schwierig, vielleicht sogar schon „vergiftet“. Im Privaten liegen die Dinge vermutlich ähnlich. Dieser für jeden Diskurs bedenkliche Befund hat Gründe: Es geht um die argumentative Verarbeitung affektiver Komponenten (Gefühlsregungen), wie in der Shell-Jugendstudie 2019 nur wenige Sätze nach der zitierten Aussage klargestellt wird (S. 78). Und jetzt sind wir schon mittendrin in der Verzerrung der Tatbestände. Der Grund für den Eindruck von 68 Prozent der befragten Jugendlichen, die Reaktionen in Dialogen auf ausländerkritische Statements seien oftmals schwer erträglich, liegt in der sich zunehmend im Ton verschärfenden Gesprächskultur. Die insbesondere von AfD-Vertretern geprägte öffentliche Debatte um den Umgang mit Ausländern – u.a. auch zu Geschlechterrollenklischees, zur deutschen Leitkultur und zum Grenzschutz – nutzt Wortbilder, die christlich und demokratisch Denkende auf emotionaler Ebene (extrem) herausfordern. Wer einem mit Umschreibungen wie „Ausländer sind auf unsere Kosten Sozialschmarotzer“, sie „vergewaltigten unsere Frauen“, der „lebensbejahende afrikanische Ausbreitungstyp“ treffe „auf den selbstverneinenden europäischen Platzhaltertyp“, man habe Verständnis für die Gewalttäter, wenn „ein Afrikaner an der Bushaltestelle von irgendwelchen Rechten zusammengeschlagen wor-den ist“, „solche Menschen müssen wir selbstverständlich entsorgen“ und dergleichen in Diskussionen konfrontiert, will erstens vielleicht gar nicht ernsthaft einen Dialog führen und erzeugt zweitens entweder eine schenkelklopfende Zustimmung oder eine hochgradig emotionale Gegenrede. Ziel solcher Redeweisen ist offenbar, eine sachliche Diskussion etwa der Frage des Zuzugs von Flüchtlingen zu verhindern (vgl. Shell-Jugendstudie 2019, S. 78), auch unter Würdigung kultureller Unterschiede und des Vorhandenseins etwaiger Kriminalitätsprofile. Die Beru-fung von AfD-Anhängern in diesem Zusammenhang auf die Meinungsfreiheit wirkt selt-

sam ver-dreht, sind doch solche Äußerungen stark herabwürdigend, ja menschenverachtend, und daher ein wesentlicher Grund für den „vergifteten“ Diskurs. Regelmäßig werden von AfD-Vertretern nach Indie-Weltsetzung solcher Wortbilder Dementis veröffentlicht (vgl. u.a. www.zeit.de/politik/deutschland/ 2016-05/afd-jerome-boateng-alexander-gauland-frauke-petry-medien-bjoern-hoecke; jeweils Zugriff im Januar 2020). Aber selbst wenn Dementis ausbleiben, haben sich diese Worte dann schon längst im öffentlichen Raum verbreitet und wir finden sie in Privatdialogen wieder. Und da sind wir bei dem Phänomen angelangt, das in der zitierten Shell-Jugendstudie beschrieben ist: Die öffentliche Verro-hung in der Wortwahl findet einen Nachklang im Privaten. Der privat geführte Dialog über ein Thema wie „Ausländer“ spiegelt den öffentlichen Grundton wider, mal zugespitzter, mal distanzierender – ein ganz üblicher Vorgang. Dieser Zusammenhang ist es, den die Abgeordnete Harder-Kühnel unerwähnt lässt. Damit dürfen wir von einem Wahrnehmungsfehler, zumindest aber von einer Verzerrung des Tatbestandes sprechen. Anzeige

Ach ja, es sollen wichtige Ergebnisse der ShellJugendstudie hier nicht verschwiegen werden: Die Mehrheit der Jugendlichen (57%) betont, dass sie es gut finden, dass Deutschland viele Flüchtlinge aufgenommen hat (Shell-Jugendstudie 2019, S. 16 und S. 69 ff.). Auch ein Europa ohne (innereuropäische) Grenzen präferieren die befragten Jugendlichen in der Studie mit einer überwältigenden Mehrheit, ebenso die Aspekte der kulturellen Vielfalt, des Friedens sowie der Demokratie in Europa. Die Shell-Jugendstudie verweist im Übrigen darauf, dass mehr als die Hälfte der Jugendlichen vor einer wachsenden Feindlichkeit zwischen Menschen Angst haben, die unterschiedlicher Meinung sind (sic!); die Angst vor Ausländerfeindlichkeit ist fast so stark ausgeprägt. Davon findet sich allerdings in dem eingangs zitierten Video kein Wort! 3. Behauptung der AfD: Das traditionelle berufliche und familiäre Rollenmodell zwischen Mann als Allein- oder Hauptversorger der Familie und Frau als "Hausfrau" werde von den meisten Jugendlichen geteilt. Auch die These, die Mehrheit der Jugendlichen favorisiere das traditionelle berufliche und fami-liäre Rollenmodell, wird mit Erkenntnissen der jüngsten Shell-Jugendstudie 2019 (S. 25 f. und S. 144 ff.) begründet. Die Bundestagsabgeordnete HarderKühnel greift dies auf und schlussfolgert, vor allem die „Altparteien“ und „Massenmedien“ zeichneten dagegen ein Zerrbild der kosmopo-litischen Willkommensgeneration (Video vom 28. Oktober 2019). Doch ist die Schlussfolgerung zu kurz gesprungen und deutlich zu unterkomplex. Was wird mit der Shell-Jugendstudie gemessen? In allererster Linie wird versucht, eine Zustandsbeschreibung abzugeben (Shell-Jugendstudie 2019, S. 146). Das wird schon in der Fragetechnik deutlich, in-dem das „Gedankenspiel“ eingeführt wurde, sich vorzustellen, sie wären 30 Jahre alt und hätten mit ihrem jeweiligen Partner ein zweijähriges Kind (Shell-Jugendstudie

2019, S. 145) und setzt sich in allen weiteren Fragen unter Ausblendung der Messung etwaiger Rollenbilder fort. Die sich anhand der Fragen zu Familie und Berufstätigkeit gezeichneten Mehrheitsmeinungen lassen unbeantwortet, worin der eigentliche Grund für die beobachteten Hauptströmungen liegt. Halten also die meisten Jugendlichen an dem herkömmlichen Rollenmodel von Mann und Frau aus prinzipiellen Gründen fest oder reflektieren sie Machbarkeiten innerhalb des vorhandenen sozioökonomischen Rahmens? Es ist ein großer Unterschied, ob jemand eine sog. Alleinverdiener-Ehe (der Mann verdient, die Frau arbeitet Zuhause) aus überkommenden Gründen, gleich welcher Art, anstrebt oder ob ein Paar die grundsätzlich besseren Verdienstmöglichkeiten des Mannes in das individuelle Kalkül der Familienplanung aufnimmt. Jedenfalls lohnte es sich, die Gründe oder Ursachen für einen solchen sozialen Tatbestand zu beleuchten. Beschränken wir uns auf den sog. Gender-PayGap: Das ist der prozentuale Anteil, den Frauen im Durchschnitt pro Arbeitsstunde weniger verdienen als Männer. Der ist für Deutschland für die Jahre 2016-2018 auf zwischen 20 und 23 Prozent taxiert worden (www.boeckler.de/52854.htm#), allerdings mit einem erheblichen Gefälle zwischen Ost (deutlich geringer) und West (mehr als dreimal so hoch wie in Ostdeutschland). Dass Frauen etwa ein Fünftel weniger in ihrem Erwerbsleben verdienen als Männer hat mehrere Gründe: u.a. spielt die Berufswahl eine Rolle, die Inanspruchnahme von Teilzeitarbeit, die Verteilung von Führungspositionen, die Nettowirkungen des sog. Ehegattensplittings im Einkommensteuerrecht und am Ende auch ein tradiertes Rollenverständnis. Inte-ressanter Weise gibt die Shell-Jugendstudie 2019 (S. 146 ff.) selbst einen Hinweis auf mögliche Wirkungen der Verdienstunterschiede: In Westdeutschland sind die Verdienstunterschiede frappierend und dort wird das Alleinverdiener-Modell, meist der Mann, präferiert. In Ostdeutschland hingegen – dort sind die Verdienstunterschiede nicht so groß – finden die Jugendlichen eine gleichwertige Teilhabe an den finanziellen Lasten viel charmanter. Ohne die Geschlechterforschung hier auch nur ansatzweise angemessen zu würdigen, stellt sich die These, die Jugendlichen wollten an dem tradierten Rollenbild zwischen Mann und Frau ins-besondere bei der Familienplanung festhalten, sehr erklärungsbedürftig und bezogen auf den ermittelten Ost-West-Unterschied mehr als brüchig dar. Um es für die hier vertretene Position unmissverständlich klarzustellen: Eine politische Vorgabe neuer „guter“ Rollenmuster ist nicht das Ziel. Ziel – auch verfassungsrechtlich – ist, für jeden die Möglichkeit diskriminierungsfrei zu eröffnen, sich für das eine oder das andere oder für Mischformen zu entscheiden. Die vorbehaltlose Wahlmöglichkeit zu schaffen, ist die Herausforderung, mithin auch Entwicklungen zuzulassen – nicht mehr und nicht weniger. Eine Reihe von Daten und Argumenten, längst nicht erschöpfend, sind zu bemühen gewesen, um „hinter“ die erörterten Behauptungen zu schauen. Die hier herausgegriffenen Thesen von AfD-Vertretern wirken auf den ersten Blick verstörend klar und plausibel. Ihre Widerlegung oder zumindest Relativierung gelingt oftmals nur mit Aufwand. Es lohnt sich aber, sich der Anstren-gung auszusetzen, um die Zukunft nicht in der grauenhaften Enge eines Populismus zu verbringen, der sich auszeichnet durch manipulative Vereinfachungen, durch Ressentiments sowie Vorurteilen gegenüber anderen.


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Argumente zählen bei Gegnern wenig S

ein oder Nichtsein, das ist hier die Frage. Am 23. Januar soll der Magdeburger Stadtrat über einen Antrag der Gartenpartei entscheiden, die Satzung für die Bebauung am Kleinen Stadtmarsch aufzuheben. Folgen die Abgeordneten dem Antrag ist das Gemeinschaftsprojekt von kommunaler Wohnungsbaugesellschaft Wobau und der Genossenschaft MWG auf Jahre hin gescheitert. Problematisch an der Auseinandersetzung ist, mit welcher emotional aufgeladenen Härte die Gegner das Projekt torpedieren. Ein Streitpunkt dreht sich um die Definition des Areals. Obwohl der eigentliche Stadtpark erst hinter dem MDR-Funkhaus beginnt und von dem Bauvorhaben unberücksichigt bleibt, pochen die Gegner darauf, dass alles bis zur Strombrücke als Stadtpark zu deklarieren sei. Und die Hochwasserkarte wird ebenso häufig als Trumpf ausgespielt. Das Rekordhochwasser von 2013 erreichte genau das Gebiet an der Schleusenstraße nicht. Wegen des Hochwasserschutzes, der in Folge von 2013 entlag der Elbe realisiert wurde – unter anderem durch die Einrichtung neuer Überflutungsgebiete – werden neue Pegelrekorde eher unwahrscheinlicher. Wer das Wort Klimaschutz in den Mund nimmt, hat aktuell ohnehin ein Totschlagargument in der Hand. Wobau und MWG haben den Einwand aufgegriffen und wollen Möglichkeiten nachhaltigen Bauens mit höchstmöglicher Klimaneutralität am Kleinen Stadtmarsch umsetzen. Dafür wurde extra Deutschlands Ökobau-Experte, Prof. Timo Leukefeld, für das Vorhaben gewonnen. Jeder Vorschlag, jedes Entgegenkommen seitens der potentiellen Bauherren werden von der Gegnerschaft, die sich neben der Gartenpartei aus Vertretern der Linkspartei, von Futur und den Grünen sowie Teilen der AfD rekrutiert, abgeschmettert. Die Bürgerinitiative um Renate Fiedler, die mit gut 30 Mitgliedern aber Rückhalt bei einigen Stadträten hat, macht ebenfalls viel Gegenwind. Als weiteres Gegenargument müssen angeblich teure Mieten herhalten. Auch hier haben die Projektinitiatoren längst eingelenkt und wollen mit dem Modell für eine Pauschalmiete beispielsweise künftigen Mietern das Risiko steigender Betriebskosten abnehmen. Die MWG will eine Mischkalkulation aufstellen, wonach attraktive, höher gelegene Wohnungen etwas teuer sein könnten und damit die Flächen in den Untergeschossen wirtschaftlich stützen. Die Wobau verspricht sogar einen höheren Anteil an Wohnungen, die der KdU-Richtlinie entsprechen. KdU (Kosten der Unterkunft) sind die staatlich festgelegten Sätze, die bei Hilfen zum Lebensunterhalt bzw. Hartz IV gezahlt werden. Für einen Ein-Personen-Haushalt sind das in Magdeburg 320,50 Euro. Dabei muss die Wohnung kleiner als 50 Quadratmeter sein. Wer zum Beispiel auf 40 Quadratmetern wohnt, erhält quasi eine Warmmiete in Höhe von 8 Euro pro m2 ersetzt. Da sind die Unterschiede für Wohnungen, wie sie aktuell im neuen Domviertel für rund 10 Euro pro m2 angeboten werden, nicht sehr groß. Der soziale Ausgleich, der hier vom Staat gewährt wird, relativiert hier manche Unterschiede. Es gibt einen Grund, der wesentlich für die Entwicklung des Areals spricht: Der Wandel in den Innenstädten. Viele Stadtzentren in Deutschland ver-

lieren Geschäfte und Passanten. Die Entwicklung lässt sich kaum stoppenn. Die Schwierigkeiten im Einzelhandel bringen ganze Innenstädte ins Wanken, sagt Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Deutschland (HDE) in einem Brief an Bundesinnenminister Horst Seehofer: „Wo der Handel stirbt, sterben Stadtzentren und Dorfgemeinschaften.“ In den vergangenen fünf Jahren ist die Zahl der Geschäfte im deutschen Einzelhandel nach Berechnungen des Kölner Instituts für Handelsforschung (IFH) um 29.000 Standorte zurückgegangen. Von diesem Trend sind in erster Linie Kleinstädte betroffen, aber auch Mittelzentren wie Magdeburg spüren zunehmend einen Rückgang im Einzelhandel. Dagegen hilft eigentlich nur eine weitere Verdichtung der Innenstadt. Mehr Menschen in

Die Karte zeigt eine Planungsidee für die mögliche Bebauung am Kleinen Stadtmarsch.

einem Wohngbiet erzeugen mehr Lebendigkeit. Außerdem: wenn das Angebot steigt, hält dies die Preise für Wohnraum stabil. Die Angst, die manche haben, dass in Magdeburg Berlin-ähnliche Verhältnisse eintreten können, zeugen von wenig Kenntnis im Immobiliensektor. Aufgrund des aktiven Baugeschehens ist sehr wahrscheinlich, dass die Mieten längerfristig stabil bleiben. Sie könnten sogar bei einem wachsenden Angebot nachgeben. Der Erhalt von Grünflächen ist enorm wichtig und Stadt und Bürger müssen hier stets viel Sensibilität walten lassen. Grundsätzlich sind ausgedehnte Areale für die Belüftung der Stadt viel wirkungsvoller. Gegner sagen, Wobau und MWG sollten einfach irgendwo anders bauen. Wenn das aber so einfach wäre – vor allem nach einem jahrelangen Prozess des Rückbaus –, hätten das sicher schon Privatinvestoren getan. Wird der Antrag der Gartenparei am 23. Januar von einer Mehrheit unterstützt, ist dies auch als ein Entwicklungshemmnis zu werten. (tw)


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„Februar ist Monat der Wahrheit“ W ährend die deutsche Handball-Nationalmannschaft derzeit um den Europameistertitel kämpft, wird beim SC Magdeburg mit Nachdruck an der Gestaltung des Jahres 2020 gebastelt. Die KOMPAKT Zeitung sprach darüber mit Geschäftsführer Marc Schmedt. KOMPAKT ZEITUNG: Normalerweise könnte man es während der dreiwöchigen EM-Pause doch etwas ruhiger angehen lassen, oder? Marc Schmedt: Da trügt der Schein. In diesen Tagen gilt es, die Weichen für eine Rückrunde zu stellen, die es in sich hat, zahlreiche Höhepunkte bereithält. Dabei ist der Februar für uns so etwas wie der Monat der Wahrheit. Es warten sowohl in der Bundesliga (Flensburg, Hannover, Berlin, Leipzig, d. Red.) als auch im EHF-Pokal mit zwei Partien ganz schwere Aufgaben auf uns. Da werden die Weichen gestellt, wo die weitere Reise hingeht.

Für mich stellt sich da zuallererst die Frage, ob es wirklich in jedem Jahr eine Welt- oder Europameisterschaft geben muss. Alle vier Jahre kommen noch Olympische Spiele hinzu, so dass in diesen Jahren gleich zwei Top-Ereignisse anstehen. Dies zu verändern, darüber könnte man nachdenken.

In der Bundesliga bietet sich in dieser Saison ein völlig verändertes Bild, da kann tatsächlich jeder jeden schlagen. Und der SCM kann nach einem Zwischentief im Herbst jetzt als Vierter mit einem Rückstand von nur zwei Punkten auf Spitzenreiter Kiel sogar wieder vom Titel träumen. Soweit würde ich zwar nicht gehen und von der Meisterschaft reden, aber richtig ist, dass die Leistungsdichte extrem zugenommen hat und eben Resultate wie einen Sieg von Wetzlar in Kiel oder eine Niederlage von Flensburg in Ludwigshafen hervorbringt. Insofern muss man, nur als ein BeiIm europäischen Wettbespiel, unseren Sieg in Ludwigswerb hat der SCM mit HBC hafen, selbst wenn es spieleNantes, Gorenje Velenje und risch nicht immer überzeugend Ademar Leon ganz offenwar, als Erfolg bewerten. Für sichtlich die schwerste aller mich macht diese AusgegliGruppen erwischt. Marc Schmedt, chenheit, wo viele Partien erst Das kann man wohl sagen. Geschäftsführer der Handball in den Schlusssekunden entDas ist schon Champions League Magdeburg GmbH schieden werden, den besonlight. Alle drei Teams spielten im deren Reiz der deutschen Liga vergangenen Jahr in der Köaus. Das muss die Bundesliga unbedingt beibenigsklasse. Doch neben der sportlichen Heraushalten. Wir brauchen keine spanischen oder polforderung gilt es noch eine andere zu meistern: nischen Verhältnisse, wo zwei, maximal drei Wir werden quasi im Drei-Tage-Rhythmus Spiele Teams dominieren und im Ligaalltag ansonsten bestreiten. Wir müssen also die Reisestrapazen so Langeweile herrscht. gering wie möglich halten und die nötige Zeit für Regeneration schaffen. Deshalb werden wir wahrNachdem es im Sommer beim SCM ein halscheinlich zu den Auswärtsbegegnungen im EHFbes Dutzend Veränderungen im Kader gab, Cup Charterflieger nutzen, selbst wenn das finanwie sieht es diesmal aus? ziell einen höheren Aufwand erfordert. Aber wenn Auf jeden Fall nicht in diesen Dimensionen. Es man international dabei sein will, darf man nicht ist ja bekannt, dass uns Albin Lagergren und Erik wegen der Belastungen stöhnen, sondern muss Schmidt verlassen werden. Dafür kommen im die Bedingungen dafür akzeptieren. rechten Rückraum der isländische Nationalspieler Omar Ingi Magnusson und am Kreis der norweIm nächsten Jahr steht zudem eine eingische Nationalspieler Magnus Gullerud hinzu. schneidende Reform der europäischen Wettbewerbe bevor. Die Zahl der Mannschaften in Apropos Kader: In jüngster Zeit gab es, unter der Champions League wird reduziert, eine soanderem in den sozialen Medien, Spekulatiogenannte Euro-League löst den EHF-Cup ab. nen, Linksaußen Lukas Mertens werde von Was bedeutet das in der Praxis? den Füchsen Berlin umworben. Einige beIn der Champions League geht zwar die Zahl haupten sogar, er stehe dort schon im Wort. der Teilnehmer zurück, die Zahl der Partien Was können Sie dazu sagen? schnellt aber, weil nach einem anderen System Darüber ist mir nichts bekannt. Lukas hat bei gespielt wird, noch einmal deutlich nach oben. Für uns einen Vertrag bis 2022. Und wir brauchen ihn die Teilnehmer der Europa-League hält allein die für die großen Aufgaben der Zukunft, sind froh, Gruppenphase zehn zusätzliche Begegnungen dass wir auf den Außenpositionen so gut aufgebereit. Die Belastung wird also nicht geringer. Man stellt sind. Außerdem: Weder der Spieler selbst, könnte künftig sogar in einem gewissen Sinne von noch sein Berater oder die Füchse Berlin sind bezwei zusätzlichen Ligen sprechen, die dann entzüglich eines Wechsels an uns herangetreten. stehen. Mehr ist dazu nicht zu sagen. Fragen: Rudi Bartlitz Und die Belastung?

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Die Freude der FCMJungs über den zweiten Platz war riesengroß. Noch nie waren sie in der 19-jährigen Geschichte des Turniers besser. Fotos: Peter Gercke

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ls Magdeburgs Jugendtrainer Daniel Petzold vor Wochen gefragt wurde, was denn sein Traumfinale beim diesjährigen Pape-Cup sei, meinte er frank und frei: „1. FC Magdeburg gegen Schalke 04.“ Doch da war wohl eine gehörige Portion Übermut im Spiel und mehr der Wunsch der Vater des Gedankens. Denn für die blau-weißen Talente war in den letzten zehn Jahren stets frühzeitig Schluss, spätestens in der Zwischenrunde kam unweigerlich das Stoppzeichen. Der Abstand zur Konkurrenz – unübersehbar, einfach zu groß. Bei einem der bestbesetzten europäischen Jugendturniere der Unter15-Jährigen, wohlgemerkt. Und gegen hochkarätige Bundesliga-Konkurrenz. Aber nun das! Die 3.000 Zuschauer in der Getec-Arena sowie die vielen Experten und Scouts auf den Traversen trauten ihren Augen kaum: Der FCM bestritt tatsächlich das Finale. Schon die erste Vorrundenbegegnung hatte ahnen lassen, wozu die Petzold-Jungs diesmal in der Lage sein könnten. Nach einem bravourösen 6:0-Kantersieg über Tot-

Talente,die hoffen lassen Beim Pape-Cup 2020 stieß Gastgeber 1. FC Magdeburg erstmals bis ins Endspiel vor. Der Abstand zu Bundesligisten hat sich verringert. | Von Rudi Bartlitz tenham Hotspur starrte Präsident Peter Fechner fasziniert auf die Blitztabelle auf der riesigen Anzeigetafel. Ein Bild mit Seltenheitswert. Da rangierte sein Club tatsächlich vor dem VfL Wolfsburg, dem

SC Paderborn und Hannover 96. „Und das Torverhältnis erst …“, freute sich der erste Mann des FCM. Wie auf einer Riesenwelle surfte das Gastgeber-

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15 | Ausgabe Januar 2020 Team (in dessen Kader zehn Magdeburger und weitere zehn Spieler aus Sachsen-Anhalt stehen) fortan durchs Turnier. Im Endspiel hieß der Konkurrent zwar nicht, wie erhofft, Schalke 04 sondern FC Augsburg, doch das war in diesem Moment völlig egal; die Jung-Stars der Königsblauen hatten die Magdeburger übrigens bereits im Viertelfinale mit 3:1 abgefertigt. Was zählte, war dies: Der Nachwuchs des Drittligisten legte einen wahren Parforceritt hin, sorgte für ausgelassene Partystimmung auf den Rängen - selbst wenn sich am Ende die Gäste aus Bayern mit 3:0 durchsetzten. Mit viel Wohlgefallen registrierte Sören Osterland, der Sportchef des Magdeburger Nachwuchsleistungszentrums (NLZ), das Geschehen unten auf dem blauen Kunststoffbelag. „Natürlich freue ich mich riesig über diesen Erfolg“, sagte der 34-Jährige im Gespräch mit der KOMPAKT Zeitung. „Es ist eine Bestätigung unserer guten Arbeit. Es gab Zeiten, da hätten wir gegen Tottenham nicht 6:0 gewonnen, sondern 0:6 verloren. Wichtig ist, dass wir mit teils hochkarätiger Konkurrenz leistungsmäßig mitgehalten haben. Dieser zweite Platz ist nicht durch Glück und Zufall entstanden, sondern ist verdient.“ Was für ihn besonders zählt: Der Abstand zu den Bundesligisten ist geringer geworden. Osterland: „Wir haben aufgeholt. Vor allem in der Breite und beim Scouting. Auch wenn wir uns noch nicht auf einer Stufe mit den Leistungszentren der Erstligisten sehen, da gibt es schon noch Unterschiede, vor allem finanzieller Art.“ Nicht nur die U15 gibt den Verantwortlichen der Blau-Weißen derzeit Grund zur Freude. Die U19 spielt bereits in der Bundesliga, die U17 soll diesen Schritt demnächst tun. Jetzt gilt es nach den Worten des Sportchefs, die NLZ-Talente, vor allem aus den älteren Jahrgängen, Stück für Stück an das Profiteam heranzuführen. Das dies eine schwierige Auf-

„Salz in der Suppe“ Nach dem Turnier, das über einen Etat im mittleren fünfstelligen EuroBereich verfügt und bereits seine 19. Auflage erlebte, sprach die KOMPAKT Zeitung mit Cheforganisator Lutz Pape. Wie fällt ein erstes Fazit aus? Lutz Pape: Organisatorisch lief für die 20 Mannschaften alles, auch dank der vielen Sponsoren und Dutzenden ehrenamtlicher Helfer, wie am Schnür- Lutz Pape. chen. Der zweite Platz des FCM war natürlich das Salz in der Suppe und hat die insgesamt 6.500 Besucher voll auf ihre Kosten kommen lassen. Auch von unseren Gästeteams, die erstmals aus fünf Ländern kamen, gab es viel Lob.

Ja, die Ausgeglichenheit war 2020 sicher stärker als in den Vorjahren. Aber viele Gästetrainer haben mir bestätigt, dass dies kein Zeichen - etwa für ein niedrigeres Niveau - gewesen sei. Pokalverteidiger TSG Hoffenheim schaffte nicht einmal den Sprung in die K.o.-Runde.

Es fiel auf, dass diesmal die überragende Mannschaft und weniger einzelne Spieler herausstachen.

Im nächsten Jahr erlebt der Cup sein 20-jähriges Jubiläum. Wann beginnen die Vorbereitungen? Die haben bereits vor dem Schlusspfiff der diesjährigen Veranstaltung begonnen. Wir werden das Turnier um eine Woche nach hinten verlegen und erhoffen uns davon, dann auch wieder Mannschaften wie Borussia Dortmund, den 1. FC Köln oder Bayer Leverkusen, die diesmal wegen des frühen Termins absagen mussten, in Magdeburg begrüßen zu können. Fragen: Rudi Bartlitz

gabe ist, darüber macht er sich keine Illusionen: „Zwar besitzen vier unserer Jungs einen Profivertrag, aber eine Einsatzminute hat noch keiner aufzuweisen. Hier müssen wir an Tempo zulegen. Es ist durchaus ein realistisches Ziel, einen Spieler pro Jahr nach oben zu bringen.“ Hoffnungsfroh stimmte ihn da, was er am ersten Januarwochenende beim Pape-Cup von den Unter-Fünfzehnjährigen sah. Namen wie Pit Zuther, der als bester Torhüter des Turniers geehrt wurde, Elias Schültke, Conner

Schulze oder Carlos Krüger sollte man sich also durchaus merken. Als Augsburgs Kapitän nach der Siegerehrung den Pokal jubelnd hochriss und sich artig für die großartige Atmosphäre in Magdeburg, für die insgesamt 6.500 Zuschauer (!) an beiden Tagen gesorgt hatten, bedankte, schob er lapidar noch einen Satz hinterher: „Das war ja Bundesliga hier.“ Worte, die den FCM-Fans noch lange in den Ohren klingen werden …


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Der Klopp der 3. Liga

Claus-Dieter Wollitz ist seit Januar neuer Cheftrainer des 1. FC Magdeburg. Der 54-Jährige gilt als ein emotionaler Typ, der polarisiert Von Rudi Bartlitz

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r übt seinen Beruf mit einer solchen Leidenschaft aus, schrieb einst der „Stern“ über ihn, dass das Prädikat „Jürgen Klopp der dritten Liga“ fast schon zu schwach sei. Lange Zeit galt Claus-Dieter Wollitz als ein Enfant Terrible in der deutschen Fußballlehrer-Gilde. Sein Enthusiasmus, sein zuweilen zorniges Aufbrausen an der Linie, seine Scharmützel mit diversen Klub-Bossen sorgten dafür, dass fast alle Kicker-Freunde hierzulande ihn, der meist nur mit seinem Nickname „Pele Wollitz“ genannt wird, kennen. Nun, im Alter von 54 Jahren, hat er seine Zelte beim 1. FC Magdeburg aufgeschlagen. Er kam zu Jahresbeginn als der neue Hoffnungsträger, manche sehen ihn sogar als Heilsbringer. Er soll den ein wenig in Schieflage geratenen Traditionsverein wieder auf Erfolgskurs trimmen.

Das Zitat, das ihm anhaftet: „Ihr könnt Pelé zu mir sagen“ Wer ist nun dieser Wollitz (Markenzeichen: Designerbrille, tief in die Stirn gezogenes Basecap)? In immerhin 315 Zweitliga-Spielen erzielte er 78 Tore. Dennoch: Das Nationaltrikot trug er nie, gewann keinen großen Titel und hat nur 65 Erstliga-Partien in seiner Vita vorzuweisen. Und doch – fast ein kleines Phänomen – können fast alle Fußballanhänger in Deutschland mit seinem Namen etwas anfangen. Oder glauben es zumindest. Eine Episode: Bei seinem Profi-Einstieg 1987 bei Schalke 04 soll er sich mit den Worten vorgestellt haben: „Ihr könnt Pelé zu mir sagen ...“ Was der Betroffene, ebenso eminent wie erfolglos, allerdings bestreitet. Den Spitznamen bekam er nach eigener Auskunft vielmehr schon als Fünfjähriger verpasst. Angesichts der Spielweise, die Wollitz schon früh auszeichnete, ist das eine durchaus glaubhafte Version. Als Spieler war er ein brillanter Techniker, gesegnet mit außergewöhnlicher Schusspräzision. Pässe, Freistöße, Eckbälle waren seine Spezialität; als laufstarker und leidenschaft-

lich kämpfender Mittelfeldspieler war er fast bei allen Stationen das Herzstück der Mannschaft. Alles ist bei dem geborenen Ostwestfalen mit Emotionen verbunden. Deshalb lieben ihn die Fans, zumindest viele unter ihnen. Wollitz, der tobt, schreit, Zähne fletscht. Wollitz, der ausgelassen jubelt. Wollitz, der niedergeschlagene Spieler in den Arm nimmt. Wollitz, der Spieler demonstrativ lobt (wie beim ersten FCM-Auftritt unter seiner Führung, dem Hallenturnier um den Wernesgrüner Cup, zu beobachten). Wollitz, der auch mal bei laufender Kamera Tränen in den Augen hat. Wollitz, dem Stress, Freude oder Wut ins Gesicht gemeißelt scheinen. „Leidenschaft, Ehrlichkeit und harte Arbeit“ – das hat Wollitz auf allen seinen Trainerstationen stets als Grundzüge seiner Arbeit bezeichnet. In der Landeshauptstadt Magdeburg wird das wohl kaum anders sein.

Die Möglichkeiten für den Aufstieg sind da Gleich bei seinem ersten Auftritt am zweiten Januartag ließ er keinen Zweifel daran, worum es ihm, der einen 18-Monate-Vertrag in der Elbestadt unterschrieb, geht: „Die Möglichkeiten für einen schnellstmöglichen Aufstieg in die 2. Bundesliga sind da“, sagte er. „Aber nur bei harter Arbeit und bei Eigenverantwortung der Spieler.“ Man müsse auf jeden Fall „raus aus der Komfortzone“. Dazu bedürfe es „guter Mentalität und Power“. Ihn gehe es auch nicht um SpielSysteme, die, so möchte man hinzufügen, unter vorangegangenen FCM-Trainern zuweilen Fetisch-Charakter trugen: „Ich will Erfolgsfußball spielen.“ Dabei werde es auch keine sogenannten Stammplatzgarantien geben. „Wir wollen erfolgreich sein. Da ist es egal, ob einer 30, 32 oder 28 ist.“ Zwei Dinge sind Wollitz („Ich besitze das Privileg, dass meine Frau viel von Fußball versteht.“), der bis Ende Dezember beim Regionalligisten

Energie Cottbus unter Vertrag stand, am FCM selbst aus der Ferne aufgefallen: Die fehlende Konstanz in den Leistungen („Das Potenzial ist höher als der augenblickliche Tabellenplatz“) und die geringe Torquote von nur 1,35 Treffern pro Begegnung. Beides müsse schnellstens abgestellt werden.

„Ich werde zuweilen falsch interpretiert“ Wenn es dennoch unter den Magdeburger Fans nach der Wollitz-Verpflichtung unüberhörbar kritische Stimmen gab, hat das vor allem zu tun mit seinen Fehlern früherer Jahre, als er das Herz zu oft auf der Zunge trug und zuweilen übertrieben spontan reagierte. „Er werde zuweilen falsch interpretiert“, sagt er heute und fügt mit entwaffnender Ehrlichkeit hinzu: „Aber ich habe auch meinen Teil dazu beigetragen. Das betraf jedoch in den seltensten Fällen fachliche Dinge. Aber ich kann sehr gut mit Kritik umgehen. Ich werde versuchen, Fehler in der Außendarstellung nicht zu wiederholen. Aber ich bin nun einmal ein emotionaler Typ.“

Mario Kallnik stellt kar, wer was zu sagen hat Um es erst gar nicht erneut zu Missverständnissen (oder mehr) kommen zu lassen, hat die FCM-Chefetage schon mal vorgebeugt. In einem Zeitungsinterview ließ Geschäftsführer Mario Kallnik seinen neuen Übungsleiter just an dem Tag, an dem dieser sein Amt antrat, wissen: „Wir haben besprochen, dass Claus-Dieter sich voll auf die Entwicklung und Arbeit mit der Mannschaft konzentrieren kann und soll. Zu diesem Thema kann er sich auch ausführlich äußern. Für alle anderen Themen sind andere Personen zuständig.“ Deutlicher geht es eigentlich nicht. Jetzt muss sich Claus-Dieter Wollitz, selbst wenn es ihm zuweilen schwerfallen mag, nur noch daran halten.


WISSENSWERT

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Modellfeuerwerk: PS-Frühstück bei NIGARI

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it 125 Jahren zählt Škoda zu den ältesten Automobilherstellern der Welt. Und wie feiert man so ein stolzes Jubiläum am besten? Natürlich mit Sondermodellen. Passend zum Jubiläum präsentiert der Hersteller die Jubiläumsmodellreihe „Drive 125“ und „Drive 125 Best of“, die für vier Baureihen erhältlich ist. Die neuen Son-

dermodelle vereinen zahlreiche beliebte Ausstattungsmerkmale mit einem attraktiven Preisvorteil: In Kombination mit optionalen Ausstattungspaketen können Käufer bis zu 4.780 Euro gegenüber einem vergleichbar ausgestatteten Serienmodell sparen. Darüber hinaus profitieren Kunden eines Sondermodelfahrzeuges „Drive 125“ und „Drive

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KULTUR

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Der Turm ist gerade, die Welt ist schief

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as Deutsche REICHT!“, meint doppeldeutig Thomas Reis und gab seinem aktuellen Programm diesen Titel. Was bewegt ihn? Die Weltpolitik im Spannungsfeld zwischen Wahn und Witz, Fake You und Fuck You, Fliegensterben und Krächz-Populismus. Raketenmännchen balzen um die Wette, weil jeder gern den Größten hätte. Und der gute Deutsche will endlich wieder „Neger“ sagen dürfen, um seine christlich-abendländische Identität zu wahren. Thomas Reis ist der Ansicht: Das Deutsche REICHT, aber das Osmanische auch. Österreicht ihm schon lang – und das Amerikanische erst recht. America, China, Russia, Luxemburg first. Die Renaissance der Zäune, Bretter, Bretter, Bretter und hinter tausend Stäben keine Welt. Der Globus in den feisten Griffeln nationaler Klammeraffen, postpotenter Pussygrapscher und patriarchaler Flintenweiber. Wie blau kann der blaue Planet noch werden? Neue PisaStudie beweist: Der Turm ist gerade. Die Welt ist schief. Völker überhören die Signale und begeben sich kollektiv in den Volksrausch, die panische Flucht ins Banale, ins Nationale. Thomas Reis ist der Borkenkäfer der Hirnrinde, der Holzwurm im Schlagbaum, die Termite im Brett vor den Köpfen. Denn: Du sollst nicht verblöden! So lautet des elfte Gebot. Die Welt ist krank, Lachen ist die beste Medizin. Ich lach mich tot, aber vorher lachen wir kaputt, was uns krank macht – ohne Rücksicht auf

Verluste. Denn wer als Demokrat Rücksicht nimmt auf die Rücksichtslosen, der begeht Selbstmord aus Todesangst. Wo Wahn zu Sinn wird, wird Witz zur Pflicht. So am Freitag, dem 17. Januar, ab 20 Uhr in der Magdeburger Zwickmühle – mit Thomas Reis und seinem satrischen Rückblick. Einen JahresRockblick liefern am Tag danach Volkmar Straub und das Badische Sympathie-Orchester am selben Ort. Sie mischen Gags & Tratsch & Rock’n’Roll. Kabarett und bluesige Unterhaltung sind schließlich kein Gegensatz. Mit staubtrockenem Verstand und heißer Mucke wird ins neue Jahr gerockt. Frei nach dem Motto: Durch Deutschland muss ein ROCK gehen! Am nächsten Tag (19.1.) geht es um zwei besondere Personen: Beide Vollblutschauspieler, beide Zeitzeugen, beide Legenden. Herbert Köfer wird aus dem Buch seiner Freundin und Kollegin Ursula Karusseit lesen, die im vorigen Jahr, kurz vor Veröffentlichung ihre Buches, gestorben war. Karten-Informationen gibt es unter der Telefonnummer (0391) 541 44 26 sowie online unter www.zwickmuehle.de

KOMPAKT Förderpeise für Talente

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ehr als ein Vierteljahrhundert ist er alt, der Förderverein Theater Magdeburg e. V., wenn am 2. Februar 2020 um 18 Uhr im Rahmen einer Gala nicht nur des zurückliegenden Wirkens des Vereins gedacht wird, sondern auch Förderpreise für Talente überreicht werden. Ausgezeichnet wird je ein Ensemblemitglied in den Sparten Musiktheater, Ballett und Schauspiel. Diesmal Adrián Roman Ventura, Emilie Renard und Grit Lukas. Sie werden bei der Gala Ausschnitte aus ihrem Können zeigen. Auf und neben der Bühne werden zudem viele Wegbegleiter aus 25 Jahren Förderpreisgeschichte erwartet.

Immer das Besondere finden. Ein gutes Jahr 2020! Für Sie mit viel Fantasie! F      M    

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KULTUR

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A

m 26. Juni 1926 in Pustamin, nahe an der hinterpommerschen Ostseeküste geboren, arbeitete Bruno Groth nach der Schule bei seinem Vater als Landarbeiter, begann nach zwei Jahren die Lehre als Stubenmaler. Die Lehre musste er 17-jährig unterbrechen, weil er 1943 als Soldat in den Krieg nach Frankreich musste. 1944, drei Tage vor Weihnachten, kam er in der Nähe von Aachen in Gefangenschaft. Die nächsten vier Jahre leistete er in einer südfranzösischen Kohlenmine untertage Schwerstarbeit. Das war seine Jugend. Er hat mir mal gesagt, dass er vielleicht eine Winzigkeit der unermesslichen deutschen Schuld abtragen konnte. 1948 kam er heim in die Fremde, nach Hohenmölsen fast in der Mitte des übrig gebliebenen Landes. Die Mutter war vor Kummer um ihre drei verlorenen Söhne noch in der Heimat gestorben – Bruno war damals als vermisst gemeldet worden, was in diesem letzten Kriegsjahr fast immer mit „tot“ gleichzusetzen war. Die beiden Älteren waren, wie das lakonisch hieß: „für Führer und Reich gefallen.“ Bruno beendete die Lehre und stieg dann, da gab ’s eine Höhenzulage, als Anstreicher auf Hochspannungsmasten, studierte anschließend an der Fachschule für Angewandte Kunst in Magdeburg, dann an der Hochschule für Bildende Kunst in Dresden, in der Fachklasse für Wandbild. Ab dem 1.Januar 1959 war er an der FAK Magdeburg bis zu ihrer Schließung 1963 als Dozent angestellt, sehr zur Freude seiner Studenten. Er war ihnen nicht nur im Alter, sondern auch in seinen Auffassungen näher als die alten Dozenten der Maler-Klasse. Nach der vom Staat verordneten Schließung der traditionsreichen Magdeburger Schule stand er noch zwei Jahre Studierenden an einer ähnlichen Schule in Heiligen-

Das entwürdigte Kunstwerk von Bruno Groth in der Magdeburger Sieverstorstr. Foto: Gercke

Erinnern an Bruno Groth Die Kunstwerkstatt zeigt Arbeiten des Magdeburger Keramikers und Malers | Von Dieter Rahmdohr damm zur Seite, um sich dann endgültig der baugebundenen Kunst zuzuwenden. In den 50er und

60er Jahren entstanden also diese Arbeiten, die noch bis zum 31. Januar im Buckauer Engpass zu

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KULTUR

21 | Ausgabe Januar 2020 sehen sind. Es ist dem Sohn Stefan Groth und der Galeristin Leilani Heinicke zu danken, dass die meist unbekannten Werke aus den Schubladen eines Grafikschrankes nun an die Ă–ffentlichkeit kamen. Den vorwiegend abstrakten, konstruktiven, gebauten, sich in die Architektur einfĂźgenden, in Architektur gedachten baugebundenen Arbeiten stehen hier nun Arbeiten freier Malerei und Grafik gegenĂźber, die im besten Sinne realistisch, aus der Realität auf die Fläche gebannt sind. Bruno stellte, wie jeder ernsthafte KĂźnstler, hĂśchste Anforderungen an sich selbst, in allem was er in Angriff nahm und konnte schwer mit dem Erreichten zufrieden sein. Die Bilder erzählen von vielen Reisen, das war von Anfang an eine Leidenschaft. In den Semesterferien vor dem Diplomjahr in Dresden,1957, war Bruno mit einem Kommilitonen in die Bundesrepublik gefahren, das konnte man damals noch. In Stuttgart hatten sie sich bei einem Krauter als Stubenmaler verdingt, hatten soviel verdient, dass sie sich einen gebrauchten Volkswagen kaufen und sich den Wunschtraum, nach Italien zu fahren, erfĂźllen konnten. Die Bilder aus Bulgarien liegen in seiner Magdeburger, die aus Rumänien in seiner Heiligendammer Lehrtätigkeit. Er kam aus der DDR, in der die Farbe Grau bestimmend war. Die Bilder zeigen eine starke Farbigkeit und sind zum Teil auf orange- oder rosafarbenem Karton gemalt, der teilweise durchscheint. Sie zeigen aber auch, dass ihn trotz auch dort vorhandenen Graus die stärkere Farbigkeit gereizt hat. Es ist zu spĂźren, dass Bruno authentische Bilder mit nach Hause bringen wollte. In ein strukturgebendes, lockeres Linienspiel setzte er als Kontrast weiĂ&#x;e Rechteckflächen als Giebelwände. In den 60er Jahren war er des Ă–fteren mit Jochen

Aue unterwegs zum Malen und Zeichnen. Das war sehr bald kein Lehrer-SchĂźler-Verhältnis mehr. Der einstige Lehrer schätzte die Leistungen des jungen Kollegen. So hatten die Arbeiten aus Havelberg sicher einen Aue’schen Widerpart. Wie viel groĂ&#x;zĂźgiger ist das gemalt, verglichen mit den nur wenige Jahre zurĂźckliegenden Bildern der hier gezeigten Auslandsreisen. Das gilt auch fĂźr vier der Arbeiten von der Ostsee. Die Aquarelle haben den Duktus schnell hingeschrieben zu sein. Und im Vergleich zu denen im Ausland zeigen die Häuser doch auch das Typische der einfacheren Mecklenburger Bauformen. Das Bild vom Kap Arkona erinnert in seiner Schlichtheit an seine inzwischen begonnene architekturbezogene Zeit. In diesen Arbeiten scheint alles in die Fläche gedrĂźckt, hĂśchstens raumschichtig, aber nie räumlich. Etwa vor fast sechzig Jahren gab es in Magdeburg schon einmal im Klub der Intelligenz, in der HegelstraĂ&#x;e, im Freundeskreis der Grafik, eine Ausstellung mit Bruno Groths freien Arbeiten. In den 90er Jahren hatte er auf Grund seiner in der DDR geleisteten Arbeiten zwei Aufträge im Westen. Das ist sicher nicht vielen seiner Kollegen passiert. In diesen Jahren engagierte er sich fĂźr die Restaurierung und Ergänzung von Schmuckformen alter Bauten und arbeitete mit Gerd Lucke, einem bekannten Keramiker, zusammen, von dem er, wie er mir erzählte, noch einiges Handwerkliche lernen konnte. Bruno Groth hat sich in den letzten zwanzig Jahren seines Lebens fĂźr die Ă–ffentlichkeit in verschiedenen Gremien engagiert und war mit seinen Erfahrungen und seinem Wissen eine wichtige Stimme. In der BĂźrgerinitiative „Pro Elbe“ kämpfte er fĂźr den Erhalt der Elblandschaft mit ihren ausge-

dehnten Auen und Auenwäldern, die durch die fortwährende Vertiefung der Fahrrinne schwer geschädigt werden. Im MĂźhlenverein setzte er sich dafĂźr ein, dass die DĂźppler-MĂźhle erhalten und wieder aufgebaut wird. In Neu-Olvenstedt engagierte er sich fĂźr den Erhalt der baugebundenen Kunst im einstigen Muster-Neubau-Viertel. Er verwendete seine ganze Aufmerksamkeit dafĂźr, nicht nur die eigenen Werke, die mit „sozialistischem Realismus“ nichts zu tun hatten und meist gegen Absichten der Funktionäre durchgesetzt werden mussten, vor der Vernichtung zu bewahren. Vieles ist bereits verloren, manches beschädigt bzw. entwĂźrdigt. So das hohe Bild der aufstrebenden Form am Anfang der LeiterstraĂ&#x;e von Westen her. Einer Bank war es vorbehalten, einen Notausgang hineinzureiĂ&#x;en und senkrecht durch das Ganze ein Abzugsrohr installieren zu lassen. Die 36 Meter lange Wandgestaltung geologischer Formationen in der SieverstorstraĂ&#x;e ist von Sprayern inzwischen ganzflächig besudelt. Er fand eine Firma, die eine Technik entwickelt hatte, Keramikplatten zu hinterschneiden, sodass sie ungebrochen von der Wand abzulĂśsen sind. Inzwischen warten, dank Brunos beständigen BemĂźhens, schon einige Arbeiten auf eine Neuverlegung oder haben bereits einen neuen Platz gefunden. Bruno Groth hat auf Grund seiner Leistungen nie Orden oder Preise erhalten. Immerhin gewährte ihm Magdeburg kurz vor seinem Tod einen Eintrag im Goldenen Buch. Nachdem sich Bruno jahrelang gegen eine schlimme Krankheit zur Wehr gesetzt hatte, lieĂ&#x; er am 9. Juli 2018 den Lebensfaden los. Ausstellung: „Reisebilder von Bruno Groth“ noch bis 31. Januar; Kunstwerkstatt, SchĂśnebecker StraĂ&#x;e 25, 39104 Magdeburg

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KULTUR

Ausgabe Januar 2020 |

... denn er weiß nicht, was er tut.

Ines’ Bücherwelt

Junge Menschen am Scheideweg

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elia, Bree, Sally und April beginnen ihr erstes Jahr am College – doch sonst könnten die jungen Frauen kaum unterschiedlicher sein. Celia, streng katholisch, hat eine Flasche Wodka im Koffer. Bree, eine echte Schönheit, denkt nur an ihren Verlobten. Sally, zwanghaft ordentlich, leidet unter dem Tod ihrer Mutter. Und die rothaarige April, eine radikale Feministin, will sofort in ein andres Zimmer umziehen. Spannend, lustig und ganz schön böse ist dieser Roman. J. Sullivan: Aller Anfang (Deudicke Verlag, ISBN 978-3-552-06395-2, Preis: 22.00 €)

Sascha Korf: am 7.2. in Magdeburg

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r ist Deutschlands lustigster Spontanitätsexperte: Sascha Korf, u. a. vielseitiger Stammgast in der TV-Impro-Show „Mord mit Ansage“. Vor allem steht er gern auf der Bühne und unterhält sein Publikum. Und er tut es wieder: Nach seinem vorigen Erfolgsprogramm „Aus der Hüfte, fertig, los!“ legt er nach mit „...denn er weiß nicht, was er tut.“ Die Freude auf Spiel, Spaß und Spannung ist perfekt! Der Vollblutcomedian und interaktive Kabarettist erzählt mit vollstem Körpereinsatz aus seinem Leben und ist dabei auf der Suche nach dem ultimativen Glück. Doch nicht nur für sich, sondern vor allem für sein Publikum. Natürlich stellt sich die Frage, was ist eigentlich Glück? Für die einen ist es der Sechser im Lotto, für die anderen ein freier Parkplatz in der Innenstadt. Alle sind auf der Suche nach Erfüllung; und damit Sascha Korf bei der Findung helfen kann, lernt er seine Zu-

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um ersten Mal seit Jahren fährt der 32-jährige Komponist Ask Burlefot in seine Heimatstadt Trondheim zur Beerdigung seines jüngeren Bruders Balder. Auf seiner Reise erinnert er sich an die 1930er Jahre, als er als Hilfslehrer an einer Handelsschule in Nordnorwegen arbeitete und es endlich schaffte, sich von seinem dominanten Vater zu befreien. Doch das schlechte Gewissen, seinen kleinen Bruder im Stich gelassen zu haben, hat ihn nie losgelassen. Agnar Mykle: Liebe ist eine einsame Sache (Ullstein Verlag, ISBN 978-3-550-05003-9, 28.00 €)

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schauer kennen, um Ereignisse auf der Bühne nachzuspielen. Wild und rasant, aber immer sympathisch bindet Korf die Menschen im Saal in seine Show mit ein. Die Zuschauer sind nach eigener Aussage das Herzstück des Abends. Aber Sascha wäre nicht ein Tausendsassa, hätte er sich nicht auch selbst in die aberwitzigsten Situationen begeben, von denen es zu berichten gilt. Erleben Sie was passiert, wenn Sascha Korf in einem Nobel-Restaurant den Kellner für einen Pantomimen hält, oder wenn er beim Waldbaden sämtliche heimischen Tiere in den Wahnsinn treibt. Lachseminare, Eishotels oder Schwimmen mit Forellen: Der Turbolader der Comedy hat alles probiert, um seinem Publikum davon zu berichten und um stellvertretend zu schauen, was davon wirklich glücklich macht. Live zu erleben am Freitag, dem 7. Februar, 20 Uhr, im Theater in der Grünen Zitadelle. (ab)

Film verrückt Tipps von Lars Johansen

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n dieser Rubrik möchte ich Filme oder Serien empfehlen, die Sie im Kino oder auf dem Bildschirm zu Hause einmal anschauen sollten. Dabei möchte ich Ihren Blick auf eher Ungewöhnliches lenken. „Deep Star Six“ ist ein kleiner Unterwasserhorrorfilm aus den 80ern. Der Regisseur Sean S. Cunningham hat die „Freitag der Dreizehnte“Reihe erfunden und hier trägt der Böse keine Hockeymaske, sondern es ist ein prähistorisches Ungeheuer, welches die Besatzung einer Unterwasserstation dezimiert. Zugegeben, die stellt sich auch etwas blöde an und macht alles falsch, was man nur falsch machen kann, aber es macht Spaß, sich einen netten altmodischen Film anzusehen, in dem die meisten der Effekte noch handgemacht sind. Das Mediabook ist auch ein Vergnügen. Das gilt noch mehr für das Mediabook von „Near Dark“ (1987), denn das ist nahezu perfekt. Der zweite Spielfilm von Kathryn Bigelow wird immer noch gerne unterschätzt, weil er seinerzeit im Kino kein Erfolg war und gegen „The Lost Boys“ den Kürzeren zog. Beides sind moderne Vampirfilme, aber „Near Dark“ ist eindeutig besser

gealtert. Hier wird auf Humor verzichtet, eher wie grimmige Figuren aus einem Spätwestern sind die Figuren unterwegs. Es gibt keinen Glamour, keine Reißzähne, sie können auch nicht fliegen, sondern sind einfach nur stärker als normale Menschen und gezwungen, Blut zu trinken, um zu überleben. Großartige Schauspieler, die der Regisseurin zum Teil von ihrem damaligen Lebensgefährten James Cameron empfohlen worden waren, weil er mit ihnen kurz zuvor in „Aliens“ zusammengearbeitet hatte, liefern eine unbedingt sehenswerte Ensembleleistung. Die Dunkelheit war nie so strahlend wie in dieser Neonhölle. Ganz Magdeburg ist ja im Januar weltoffen. Im Moritzhof gibt es mit „Jojo Rabbit“ von Taika Waititi dazu den perfekten Film, der am 23. 1. startet. Der neuseeländische Regisseur und Drehbuchautor hatte vorher einen der Thor-Filme aus dem Marveluniversum betreut. Hier spielt er sogar selber mit, als Hitler. Dieser ist der imaginäre Freund eines kleinen Jungen, dessen Mutter gegen Ende des zweiten Weltkriegs ein jüdisches Mädchen versteckt. Das zusammen ergibt eine mutige und skurrile Komödie und einen der besten Filme des noch jungen Jahres.


KULTUR

23 | Ausgabe Januar 2020

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World Press Photo des Jahres: John Moore (USA) für Getty Images. Das Foto zeigt die kleine Yanela Sanchez aus Honduras weinend, als sie und ihre Mutter, Sandra Sanchez, von Beamten der US-Grenzpatrouille in McAllen, Texas, verhaftet werden.

Die besten Pressefotos zu sehen im City Carré

Alejandro Cegarra (Venezuela), 3. Preis Langfristige Projekte: Kinder spielen an der venezolanischen Panamericana, nachdem ihr Zuhause von der Nationalgarde bei der angeblichen Suche nach kolumbianischen Paramilitärs zerstört wurde.

eeindruckende Porträts, unglaubliche Tieraufnahmen, berührende Fotoserien. Die besten Pressefotos der Welt sind vom 13. Januar bis 15. Februar 2020 im City Carré Magdeburg zu sehen. So wie das Foto, das die Titelseite dieser Ausgabe ziert. Es zeigt ein junges Puma-Weibchen in der Region Torres des Paine im chilenischen Teil Patagoniens, aufgenommen vom deutschen Fotografen Ingo Arndt für National Geographic (3. Preis Natur). Die internationale Stiftung WORLD PRESS PHOTO Amsterdam lädt jährlich professionelle Pressefotografen zum Wettbewerb ein. Dieses Jahr beteiligten sich 4.738 Fotografen aus 128 Ländern mit 78.801 Fotos. Eine internationale, unabhängige Jury vergab in acht Kategorien jeweils einen 1. bis 3. Preis sowie

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den „World Press Photo Award“, der als höchste Auszeichnung für Fotografie gilt. Im Rahmen der Ausstellung ruft das City Carré zum Publikums-Fotowettbewerb auf. Gefragt sind Fotos zum Thema „Hier bin ich zu Hause“. Lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf und gewinnen Sie eine zweitägige Reise nach Amsterdam oder hochwertige Einkaufsgutscheine. Maximal zwei Fotos pro Person (Angaben: Vorname, Name, Alter, Anschrift, Telefonnummer, E-Mail, Titel & kurze Erläuterung zum Foto, Einverständnis zur Veröffentlichung) können in digitaler Form bzw. als Bilddatenträger eingereicht werden. Schicken Sie Ihre Fotos bis 21. Februar an: City Carré Magdeburg, Kantstraße 3, 39104 Magdeburg oder per Mail an info@city-carre-magdeburg.de oder geben Sie sie an der Information im City Carré ab.

Nadia Shira Cohen (USA), 2. Preis Umwelt: Imker versorgen ihre Bienenstöcke in Tinúm. Mennoniten-Bauern, die auf der Halbinsel Yucatán in Mexiko Soja anbauen, beeinträchtigen die Lebensgrundlage lokaler Maya-Imker.

Michael Hanke (Tschechien), 2. Preis Sport: Zdeněk Šafránek sitzt seit einem Arbeitsunfall im Rollstuhl – er ist Kapitän des tschechischen ParaEishockey-Teams und hat an drei Paralympischen Spielen teilgenommen.


SPEZIAL

Ausgabe Januar 2020 |

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Chronik des Kulturhistorischen Museums Magdeburg 16. Dezember 1906 – Das Kulturhistorische Museum Magdeburg wird als Kaiser Friedrich Museum gegründet und in der Kaiserstraße 96 eröffnet. Ablauf des Eröffnungstages: Eintreffen des Kronprinzen des Deutschen Reiches und von Preußen um 11 Uhr, Ansprache des Oberbürgermeisters Dr. August Lentze, Enthüllung des Kaiser-Friedrich-Denkmals und Besichtigung des Museums; erster Direktor des Museums: Kunsthistoriker Theodor Volbehr. 1907 – u.a. Albrecht Dürers Holzschnitt „Dreifaltigkeit“, Hans Thomas Triptychon „Die Quelle“, Max Liebermann „Judengasse in Amsterdam” und eine Marmorarbeit Auguste Rodins werden erworben. 1909 – Die Öffnungszeiten werden erweitert. Außer montags ist täglich von 11 bis 14 und von 15 bis 17 Uhr geöffnet. 1911 – Zum 5. Gründungstag des Museums werden Neuerwerbungen ausgestellt: Max Liebermann „Die Strandterrasse in Nordwijk“, Ferdinand Hodler „Der Genfer See“ und „Der Schweizer“, eine Bronzearbeit von August Gaul „Die Ziegen“. Der Magdeburger Großindustrielle Albert Hauswaldt schenkt dem Museum testamentarisch seine Sammlung im Wert von 150.000 Mark, dazu ein Kapital von 50.000 Mark. 1912 – Der Verwaltungsausschuss nimmt die Vorlage für einen Ergänzungsbau an. In beiden Geschossen sollen je ein Raum hinzugefügt und die Fassade einheitlich gestaltet werden. Nachträglich bestätigt der Verwaltungsausschuss zudem den Ankauf des Gemäldes „Der Künstler auf dem Weg nach Tarascon“ von Vincent van Gogh. 1913 – Eröffnung der Räume für die Albert-Hauswaldt-Stiftung und Einweihung des Erweiterungsbaus mit dem von Familie Krupp von Bohlen-Halbach gestifteten Herrenzimmer. Das Museum verfügt nunmehr über 65 Schauräume. 1923 – Walther Greischel, zuvor Geschäftsführer des Kunstvereins, wird Museumsdirektor. 1931 – Oberbürgermeister Hermann Beims und Museumsdirektor Walter Greischel eröffnen im Magdeburger Saal eine Ausstellung zum 300. Gedenktag an die Zerstörung der Stadt. 1933 – Der Magistrat beschließt die Gründung eines stadtgeschichtlichen Museums. Ein Verein zur Förderung der Stadtgeschichte und heimatlichen Volkskunde wird gegründet. 1. Vorsitzender: NSDAP-Oberbürgermeister Fritz Markmann. 1937 – Auf Veranlassung des Präsidenten der Reichskammer der bildenden Künste soll im Kaiser Friedrich Museum eine Kommission über „entartete und nicht entartete“ Kunstwerke entscheiden. 1940 – „600 Bilder aus sechs Jahrhunderten“ – eine Ausstellung mit Reproduktionen von Dürer bis Leibl, von Cranach, Holbein, Blechen bis Thoma, Böcklin, Feuerbach und Friedrich. Als Veranstalter treten u.a. die Deutsche Arbeitsfront mit der „Künstlerkameradschaft Magdeburg-Anhalt“ auf. 1944 – In der Nacht zum 21. Januar muss mit der Auslagerung der Sammlungen des Museums Dom-

Brücken in die Öffentlichkeit bauen Dr. Gabriele Köster ist seit 2013 Direktorin der Magdeburger Museen. Im Gespräch mit der Kompakt Zeitung erzählt sie von aktuellen Herausforderungen und zukünftigen Ausstellungen. Von Tina Heinz Kompakt Zeitung: In Zeiten, in denen die Menschen mittels Internet so vielfältige Möglichkeiten haben, sich Wissen anzueignen, Dinge zu erfahren – wie ordnen Sie da heute die Aufgaben des Museums ein? Dr. Gabriele Köster: Zum einen merken wir, dass sich die Besuchererwartungen verändert haben. Zum anderen ist es nicht sinnvoll, dass zu machen, was andere unter ihren Voraussetzungen besser können. Aus diesem Grund erachte ich es als wichtig, dass wir uns wieder auf unser Kerngeschäft besinnen. Und das sind unsere wunderbaren Sammlungen. Und was haben diese Sammlungen anderen Vermittlungsmöglichkeiten voraus? Die Objekte in ihrer Bedeutungsvielfalt den Menschen nahe zu bringen – das macht den Reiz aus, weil andere nicht die Möglichkeit haben, die Objekthaftigkeit, die Materialität, die historischen Konnotationen und Erinnerungen, die an Objekten hängen, zu vermitteln. Das ist ein Weg, sich mit der analogen Welt, der faktischen Welt um sich herum zu beschäftigen. Und es ist auch ein Instrumentarium, das beispielsweise die Literatur, das geschriebene Wort nicht zur Verfügung hat. Um dies von der abstrakten auf die konkrete Ebene zu heben: Wir machen diese

Erfahrungen mit unserem museumspädagogischen Projekt der „Megedeborch“. Wenn die Kinder und Jugendlichen vor dem Betreten der mittelalterlichen Welt ihre mobilen Endgeräte abgeben müssen, verfallen sie kurz in eine Schockstarre, sind danach aber so in das Projekt vertieft, dass sie den ganzen Tag nicht mehr daran denken. Das liegt in diesem Fall nicht vordergründig an der Objekthaftigkeit, sondern an der Interaktion – die Rahmenhandlung, der Bürgermeister, die Händler und Handwerker, die in der „Megedeborch“ eine Rolle spielen. Dieses Prinzip lässt sich nicht immer auf andere Sammlungen und Ausstellungen anwenden … Nein, nicht unbedingt. Das Problem ist, dass Museen in erster Linie als Orte der Verbote und Gebote wahrgenommen werden. Es gibt durch jede Ausstellung einen roten Faden – also einen bestimmten Weg, den man nehmen muss. Viele Objekte befinden sich in Vitrinen und bei den freistehenden achten Mitarbeiter in jedem Raum darauf, dass diese niemand anfasst. Und von diesem Image müssen wir weg. Es muss uns gelingen, das Museum als einen Ort darzustellen, an dem man sich gerne aufhält. Das schaffen wir jedoch nur, wenn wir selbst Brücken in die Öffentlichkeit bauen.


SPEZIAL

25 | Ausgabe Januar 2020 Und wie kann das am besten funktionieren? Wir haben ein wunderbares Kuratoren-Team, Restauratoren, Präparatoren – sie alle tragen dazu bei, dass wir die Erfüllung der originären Museumsaufgabe gewährleisten können. Was wir aber verstärkt brauchen, ist ein gutes Team, das sich um die Öffentlichkeitsarbeit und die Museumspädagogik kümmert. Das hat sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich entwickelt, wir haben in diesem Bereich Fortschritte gemacht und die Kolleginnen und Kollegen in diesem Team sind recht jung. Daher setze ich darauf, dass durch dieses Team die Neuorientierung beider Häuser – des Kulturhistorischen Museums und des Naturkundemuseums – gelingen wird. Da Sie die beiden Museen, die sich unter einem Dach befinden, erwähnen: Gibt es einen spürbaren Unterschied, was die Akzeptanz der Besucher betrifft? Ja, den gibt es durchaus. Das Naturkundemuseum ist die Institution, die sich sofort erschließt. Die Tiere sind für diverse Altersgruppen interessant. Da sie nicht lebendig sind und an Ort und Stelle verharren, kann man sie sich länger anschauen, Details wahrnehmen, sie genau studieren. Vor allem an Regentagen ist das Naturkundemuseum daher eine sichere Bank für Familien. Es sind einfache Erfahrungen, die aber im Gedächtnis haften bleiben und wir müssen auch in unseren anderen Sammlungen stärker vorantreiben, solche Möglichkeiten zu bieten – wie beispielsweise den Dachsbau im Naturkundemuseum, den vermutlich die meisten Magdeburger Kinder kennen. Dabei dürfte es doch von Vorteil sein, dass sich die beiden Museen in einem Haus befinden … Das ist eine glückliche Situation, die sich aus einem eher traurigen Zufall ergeben hat, weil das Museum für Naturkunde durch die kriegsbedingte Zerstörung im Kulturhistorischen Museum untergebracht wurde. Zwar gab es in der Zeit nach der Wiedervereinigung die Bestrebung, das Naturkundemuseum wieder in einem eigenen Haus unterzubringen. Dies scheiterte jedoch an den immensen Kosten, die dieses Unterfangen mit sich gebracht hätte. Heute sehen andere Kollegen und ich auch diese Gegebenheit als immensen Vorteil an, weil wir mit den beiden Einrichtungen unter einem Dach ein Angebot für die ganze Familie schaffen können. Diese Vielfalt ist ein großes Plus. Und die Möglichkeit, Themen gemeinsam zu behandeln ist ein weiteres großes Plus, das wir künftig auch stärker in den Fokus rücken wollen. Welche Themen werden in den nächsten Jahren eine Rolle spielen? Zunächst ist es unser Auftrag als Stadtmuseum, im regionalen und überregionalen Kontext darzustellen, wie hier Lebenswirklichkeit ausgesehen hat, was sich wie entwickelt hat. In der Zukunft – wie auch schon in der Vergangenheit – hat das Museum eine integrative Rolle. Alle Bewohner Magdeburgs sollen die Möglichkeit haben, sich mit ihrer kulturellen Umgebung zu beschäftigen. Und besonders gut eignet sich dafür eine Ausstellung, in der wir uns mit der DDR und der Nachwende-Zeit beschäftigen wollen.

Diesbezüglich besteht in Magdeburg ein unglaublicher Gesprächsbedarf, wie wir festgestellt haben. 2025 soll dieses Projekt umgesetzt werden und für uns ist das gewissermaßen ein Novum, denn wir nehmen zum ersten Mal gelebte Geschichte in den Fokus und sprechen Menschen an, die vieles aus dieser Zeit selbst erlebt haben und Erinnerungen damit verknüpfen. Die Ausstellung soll aus diesem Grund auch in hohem Maße partizipativer Art sein. Bis zum möglichen Kulturhauptstadt-Jahr ist allerdings noch etwas Zeit. Auf welche Ausstellung können wir uns in diesem Jahr freuen? Als neues Format gibt es in diesem Jahr eine Intervention. Zwei Künstlerinnen haben sich mit Objekten aus unseren verborgenen Sammlungen beschäftigt. Zum einen sind das sechs Mustertafeln von koptischen Stoffen – aus dem 5. und 6. Jahrhundert –, mit denen sich eine Berliner Zeichnerin akribisch auseinandergesetzt hat. Nicht nur mit der Geschichte der Objekte, sondern auch damit, wer sie ausgegraben hat und wie sie nach Magdeburg gekommen sind. Zum anderen sind das Kunstknoten aus der Zeit der Renaissance, die man für Posamente genutzt, aber eben auch als Zierde an der Kleidung getragen hat. Und mit ihnen hat sich eine Braunschweiger Künstlerin beschäftigt. Ab 30. Oktober zeigen wir dann „Magdeburger Gesichter des 19. Jahrhunderts“ – eine Ausstellung, die nicht so groß angelegt sein wird. Wir haben im Haus eine umfangreiche Porträtsammlung, die wir mittels eines Katalogs auch greifbar machen wollen und da spielen die Magdeburger natürlich eine besondere Rolle – auch wenn darin auch nur eine Facette der Magdeburger Gesellschaft abgezeichnet wird, nämlich die, die damals eines Porträts würdig waren und sich das leisten konnten. Sind größere Projekte in naher Zukunft geplant? Die Gründung des Prämonstratenser-Ordens, der vor 900 Jahren von Norbert von Xanten und dreizehn Gefährten in Prémontré ins Leben gerufen wurde, soll gefeiert werden. Dazu gibt es eine Sonderausstellung mit dem Titel „Mit Bibel und Spaten. 900 Jahre Prämonstratenser-Orden“, die in einem gemeinsamen Projekt mit dem Kloster Strahov entsteht. In Prag soll die Ausstellung im Frühjahr 2021 eröffnet werden, anschließend sind wir vom 10. September 2021 bis zum 9. Januar 2022 an der Reihe und abschließend wird die Ausstellung im belgischen Löwen gezeigt, das den Part übernimmt, den eigentlich Prémontré hätte spielen sollen. Dort gibt es jedoch kein Museum und keine Strukturen, die eine Ausstellung dieser Größe ermöglichen. Wir werden eine gemeinsame Kernausstellung haben, die an jedem der drei Standorte zu sehen sein wird und werden das jeweils mit einem regionalen Schwerpunkt ergänzen. Bei uns ist das der Landesausbau, bei dem die Prämonstratenser eine wichtige Rolle spielten, und ein Blick auf den Orden im Heiligen Römischen Reich des Mittelalters. Kloster Strahov richtet den Blick Richtung Osten und auf die spätere Zeit, während in Löwen die Gründungszeit und der Blick nach Westen im Fokus steht. Das wird ein interessantes Projekt, nicht nur wegen der Inhalte, sondern weil es länderübergreifend durchgeführt wird.

platz 5 begonnen werden. Die Spiritussammlung hat bereits erheblichen Schaden genommen. 1945 – Durch Sprengbomben werden der Turm am Haupteingang und der Verwaltungsteil zerstört. Inspektion der Außenlager Hundisburg (Totalverlust) und Bahrendorf sowie des Möbelaußenlagers Leitzkau (Totalverlust). „Besichtigungsfahrt“ mit der Kriminalpolizei nach Staßfurt. Reste der verschütteten Sammlungen werden ausgegraben. Eine „Gruppe freier Künstler der Gewerkschaften“ bewahrt das Museum vor der völligen Zerstörung. Es fehlen Dachdecker, um das Dach abzudichten. 1946 – Nach 1945 birgt die Institution drei Museen: das Museum für Naturkunde und Vorgeschichte, das Museum für Kunst und Kunstgewerbe und das Museum für Stadtgeschichte. Herbert Brüning wird als Direktor mit der Rückführung der Bestände und dem Wiederaufbau betraut. 1948 – Übergabe des Magdeburger Museums durch Stadtrat Heinrich Germer an die Bevölkerung mit 16 Räumen und Sälen für Dauerausstellungen. 1952-1962 – Der Wiederaufbau des Museums erfolgt nach Entwürfen von Faber und Degenkolbe. 1959 – Günther Lange wird zum neuen Direktor des Kulturhistorischen Museums ernannt. 1964 – Das Original des Magdeburger Reiters findet Aufstellung im Foyer. 1967 – Das Kloster Unser Lieben Frauen wird zum Kunstmuseum.. 1977 – erste Keramikausstellung der DDR 1988 – Eberhard Koch, einst Mitglied des Rates des Bezirks für Kultur, wird als Direktor eingesetzt. 1991 – Matthias Puhle wird Direktor der Magdeburger Museen. Es beginnt die Entflechtung und Neustrukturierung, Sanierung und Modernisierung. 1993 – Ausstellung: Sachsen-Anhalt. 1200 Jahre Geschichte – Renaissance eines Kulturraums – Kooperation mit dem Braunschweigischen Landesmuseum 2001 – 27. Europarats- & Landesausstellung „Otto der Große, Magdeburg und Europa“ 2006 – 29. Europarats- & Landesausstellung „Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation 9621806“; „100 Jahre Kulturhistorisches Museum 1906-2006“ 2013 – Gabriele Köster wird Direktorin der Magdeburger Museen. Quelle: „1906-2006 – 100 Jahre Kulturhistorisches Museum Magdeburg“ (Magdeburger Museumsschriften Nr. 9; Hrsg: Matthias Puhle, Magdeburger Museen, Kulturhistorisches Museum 2006)


SPEZIAL

Ausgabe Januar 2020 |

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Architektonisch und inhaltlich mit dem Dom verbunden

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ttonisch – das bedeutet der Name des jüngsten Magdeburger Museums, das im November 2018 im ehemaligen Gebäude der Reichsbank eröffnet wurde. Oder in ausführlicher, offizieller Schreibweise: Dommuseum Ottonianum Magdeburg. Der Name verweist auf eine der wichtigsten historischen Persönlichkeiten Sachsen-Anhalts und Magdeburgs – auf Kaiser Otto den Großen und seine Bedeutung für die deutsche und europäische Geschichte. Auf ihn konzentrieren sich die Hauptthemen des Museums. Die Einrichtung zwischen Domplatz und Breitem Weg fügt sich perfekt ein in das Ensemble von Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen, Dom, Kulturhistorisches Museum Magdeburg sowie Museum für Naturkunde. Das Ottonianum ist ein Kooperationsprojekt der Landeshauptstadt Magdeburg, des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt/Landesmuseum für Vorgeschichte sowie der Kulturstiftung Sachsen-Anhalt, die für den wirtschaftlichen Betrieb (D.O.M.-Laden und Editha-Café) verantwortlich ist. Auf 650 Quadratmetern Ausstellungsfläche werden im Ottonianum drei große Themenkomplexe des europäischen Mittelalters präsentiert: Kaiser Otto der Große (912 bis 973) und Königin Editha (910 bis 946), das Erzbistum Magdeburg und die spektakulären Funde der archäologischen Grabungen rund um den Dom. Der Ausstellungsbereich ist in zwei Teile untergliedert: Im äußeren Segment finden sich zahlreiche archäologische Funde, die Licht vertragen. Eingebettet in dieses ist die Schatzkammer, in der lichtempfindliche Stücke präsentiert werden. Zu den originalen Exponaten gehören der Bleisarg der Königin Editha, mittelmeerische Stoffe aus der Bestattung der Königin Editha, kostbare Beigaben aus den Gräbern der Erzbischöfe Wichmann von Seeburg (1115 bis 1192) und Otto von Hessen (1301 bis 1361), das gemauerte Grab eines Vertrauten Kaiser Ottos des Großen aus dem Jahr 963 sowie antik-römische Bauteile von den ottonischen Bauten am Domplatz. (th) Dommuseum Ottonianum Magdeburg Domplatz 15, 39104 Magdeburg www.dommuseum-ottonianum.de Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 10-17 Uhr

Wasserspeier sollten als bedrohliche Monster den Dom beschützen und sind im Dommuseum Ottonianum Magdeburg zu sehen. Foto: Ronald Floum

Technik, die begeistert

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ffnet man die Türen zum Technikmuseum, ist man sofort gefangen. Öliger Geruch und brachiales Industriedesign vermitteln sofort über die Sinnesorgane einen Teil der Magdeburger Stadtgeschichte, die von Maschinenbau und technischem Erfindergeist geprägt ist. Das Gelände in der Dodendorfer Straße, das eine einzigartige Exposition über die industrielle Entwicklung der Elbestadt beherbergt, steht für Absturz, Katastrophen und Neubeginn der Menschen in Magdeburg, für Mut und Erfinderkraft. Bereits 1855 beginnt im Stadtteil Buckau die Geschichte des Maschinenbaus. Hermann Gruson gründet eine Maschinenfabrik und entwickelt ein Gusseisen, das an Stabilität und Festigkeit alle bis dahin bekannten Produkte übertrifft. Magdeburg wird zur „Wiege des Maschinenbaus“. Aber genau diese Technologie machte die Gruson-Werke zum Weltmarktführer für Panzertürme und Geschütze und zum Ziel der Alliierten Streitkräfte im Zweiten Weltkrieg. Am 16. Januar 1945 fielen 90 Prozent der Innenstadt in Schutt und Asche und tausende Menschen verloren innerhalb von 30 Minuten ihr Leben. Nach dem Krieg begann zügig der Wiederaufbau der zerstörten Grusonwerke. Statt Panzer baute man nun Kräne und Walzwerkanlagen. An die bis heute anhaltende Geschichte der Maschinenbaustadt Magdeburg erinnert das Technikmuseum auf dem ehemaligen SKET-Gelände. Es ist auch ein lebendiger Ort des Austausches zwischen den Generationen. Als eines von neun Museen in Magdeburg vermitteln die Inhalte der zahlreichen Sonderausstellungen und die Dauerexponate des Technikmuseums den Aufbruch der Menschen in das Industriezeitalter. Spannende Sammlungen und technische Sachzeugen aus den Bereichen Industrie und Handwerk, Luftfahrt, Feuerwehr, Landwirtschaft und Fahrzeuge geben vielfältige Einblicke in die technikhistorische Bedeutung der Elbestadt und seiner Region, die auf eine 200-jährige industrielle Blütezeit zurückblicken kann. Neben funktionsfähigen Großexponaten – wie verschiedene Dampfmaschinen, ein Hallenkran mit Kurvenfahrwerk und eine transmissionsbetriebene mechanische Werkstatt – kann man auch unzählige Produkte der maschinellen

Fertigung bestaunen. Unter dem Motto „Erleben, Erfahren und Anfassen“ finden Familientage und Vorträge zur Technikgeschichte statt. Mitte letzten Jahres übernahm die Stadt das Museum in eigene Trägerschaft. In einem mehrstufigen Projekt soll das Technikmuseum zu neuen Höhenflügen ansetzen und auch über die Grenzen Magdeburgs hinaus Menschen anziehen. Museumsleiter Dr. Hajo Neumann, der seit einigen Monaten das Zepter des Technikmuseums in die Hand genommen hat, ist optimistisch, mit neuen Ausstellungskonzepten und Erweiterungen eine Art „Landesmuseum für Arbeit und Geschichte“ zu installieren. Er kann auf einen reichhaltigen Erfahrungsschatz aufbauen, den er bis 2019 über Jahre hinweg im Technoseum Mannheim als Leiter sammeln konnte. Er sieht zahlreiche Potentiale hinter den Mauern in der Dodendorfer Straße und will gemeinsam mit seinem Team ehrgeizige Pläne zur Neukonzeption umsetzen. Die Meßlatte, die die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer um den ehemaligen Museumsleiter Gerhard Unger auflegten, ist laut Neumann sehr hoch. Vor allem möchte der neue Museumsleiter die Ausstellung um die sozialgeschichtliche Komponente erweitern und dazu auch Zeitzeugen aus neuerer Zeit zu Wort kommen lassen. Da die Geschichte mit der Wende 1989 nicht aufhörte, will der neue Museumsleiter die Geschichte fortschreiben und die Ausstellung um die Magdeburger Industriegeschichte nach 1989 ergänzen. Die Ausstellung wird dafür auch umgebaut, sagte Neumann. Wie genau, dass sei zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht klar. Ungewiss ist ebenfalls, ob und wie das Gebäude gegebenenfalls erweitert werden muss. Künftig soll ein Museumspädagoge die Besucher an die Ausstellungsobjekte heranführen und sie ihnen näherbringen. Auch bauliche Veränderungen für mehr Ausstellungsflächen sind in Planung.

Technikmuseum Dodendorfer Straße 65, 39112 Magdeburg Telefon: 0391 6 22-39 06 info@technikmuseum-magdeburg.de www.technikmuseum-magdeburg.de


SPEZIAL

27 | Ausgabe Januar 2020

Schüler führen durch „ihr“ Museum

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eise murmelnd bewegt sich eine kleine Gruppe von Schülerinnen und Schülern der 10. Klasse des Hegel-Gymnasiums durch die Ausstellung „Faszination Stadt – Die Urbanisierung Europas im Mittelalter und das Magdeburger Recht“, die noch bis zum 2. Februar 2020 im Kulturhistorischen Museum Magdeburg zu sehen ist. Während der Aspekt, dass sich junge Menschen im Schulunterricht in einem Museum bilden, wenig aufsehenerregend ist, wirkt die Tatsache, dass die kleine Gruppe von einem Gleichaltrigen durch die Ausstellung geführt wird, recht außergewöhnlich. Jonathan Sickert besucht ebenfalls die 10. Klasse des Hegel-Gymnasiums – ein Zufall, dass er an diesem Tag Mitschülern der Parallelklasse einen Einblick in das Magdeburger Recht gewährt. Er weist auf Exponate hin, erläutert dazu Details, erzählt Wichtiges zum Sachsenspiegel und lässt die Schülerinnen und Schüler eine mittelalterliche Gerichtsszene durchspielen. An Jonathans Seite, sich stets im Hintergrund haltend: Janina Lamowski, Museumspädagogin, die das Projekt „Schüler führen Schüler“ leitet. „Eigentlich sollten die Schüler immer zu zweit durch die Ausstellung führen, doch Jonathans Partner hat die Schule gewechselt, weshalb er das allein übernommen hat. Für den Fall, dass Jonathan Unterstützung braucht, bin ich dabei“, erklärt Janina Lamowksi. Doch das sei bislang nicht der Fall gewesen. Bereits im vergangenen Schuljahr vor den Sommerferien war das Projekt, das durch die Stadt-

sparkasse Magdeburg und die Ostdeutsche Sparkassenstiftung gefördert wird, gestartet. Die Teilnehmer – allesamt Hegel-Gymnasiasten – hatten sich an drei Projekttagen im vergangenen Schuljahr und an zwei Projekttagen nach der Ausstellungseröffnung im September 2019 auf ihre große Aufgabe vorbereitet. „Zudem haben sie viel von ihrer Freizeit investiert, um die Führungen vorzubereiten und zu planen“, sagt die Museumspädagogin anerkennend. Im Oktober sei die Ausbildung schließlich abgeschlossen worden. Vor allem der Blick hinter die Kulissen war für die Projektteilnehmer interessant. „Die Bereiche, die man als Besucher normalerweise nicht zu sehen bekommt – beispielsweise die Bibliothek, die Werkstätten, die Magazine. Das war wirklich spannend“, meint Jonathan. Die Zwillinge Amelie und Emilia Smolarek, die parallel zu Jonathan die andere Gruppe der Zehntklässler durch die Ausstellung geführt haben und zum kleinen Kreis der insgesamt fünf Schüler zählen, die die Projektvorbereitung erfolgreich beendet haben, sind von „Schüler führen Schüler“ ebenfalls begeistert. „Neben dem Blick hinter die Kulissen waren die Einblicke ins Mittelalter anhand des überlieferten Wissens und der Objekte sehr spannend“, sagt Emilia und Amelie ergänzt: „Wir haben in diesen Wochen und Monaten nicht nur vieles über die Arbeit im Museum und über das Mittelalter und die Stadt Magdeburg zu dieser Zeit erfahren. Das war auch für uns persönlich eine einmalige Chance, gewisse Fähigkeiten zu schulen.“

„Sie haben sich in dieser relativ kurzen Zeit auf vielen Ebenen weiterentwickelt“, sagt Museumspädagogin Janina Lamowski. „Beispielsweise die Verantwortung zu übernehmen, Besucher durch eine Ausstellung zu führen und ihnen ihr Wissen zu vermitteln. Auch das Thema Kommunikation hat dabei eine große Rolle gespielt. Zudem war ihre Selbstständigkeit gefordert – von der Auswahl der Exponate bis hin zur Konzeption ihrer Führung.“ Fähigkeiten, die sie auf ihrem weiteren Lebensweg benötigen werden, sind sich Amelie, Emilia und Jonathan sicher. Mehr als zehn Führungen haben die fünf Hegel-Gymnasiasten inzwischen absolviert. Die erste sei nicht perfekt gewesen, aber bei jeder weiteren Führung hätten sie sich sicherer gefühlt. „Es ist auch spannend, wie unterschiedlich sich die Führungen gestalten, da sich die Schülerinnen und Schüler im Vorfeld aussuchen konnten, worauf sie ihr Hauptaugenmerk legen wollen“, meint Janina Lamowski. Obwohl es schwierig gewesen sei, das Projekt in Absprache mit der Schule zu koordinieren, empfindet die Museumspädagogin die Umsetzung als Erfolg. „Natürlich war es nicht leicht, unser Programm mit dem Gymnasium abzustimmen – es muss so viel beachtet werden, von Klausuren über andere schulische Aktivitäten bis hin zu den Öffnungszeiten des Museums. Aber das Ergebnis, das am Ende dabei herausgekommen ist, ist wirklich beeindruckend und motivierend, auch in Zukunft solche Langzeitprojekte durchzuführen.“ Tina Heinz

1.9. 2019 — 2. 2. 2020 Kulturhistorisches Museum Magdeburg Die Urbanisierung Europas im Mittelalter und das Magdeburger Recht Große Sonderausstellung unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier

www.faszination-stadt2019.de Träger und Partner

Förderer


SPEZIAL

Ausgabe Januar 2020 |

Fakten zu den städtischen Museen:

Zeit von 250.000 bis 200.000 vor Christus • Museum für Naturkunde: Gibeon Meteorit, ca. 4,6 Milliarden Jahre alt

Abendmahlsgeräten aus der zerstörten Katharinenkirche und eines Glasbaukastens von Bruno Taut.

Zu den Museen in kommunaler Hand gehören das Kulturhistorische Museum Magdeburg und das Museum für Naturkunde Magdeburg als Zweisparten-Haus, das Dommuseum Ottonianum Magdeburg (in Kooperation mit der Kulturstiftung Sachsen-Anhalt und dem Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt), die Gruson-Gewächshäuser (Teil des Museums für Naturkunde), das Technikmuseum und das Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen.

Wertvollstes Exponat:

Sicherheit der Exponate:

Der Magdeburger Reiter (sowohl der ideelle Wert, wie auch der Versicherungswert)

Die Sicherung der Ausstellungsräume und der Depots entspricht den internationalen Standards.

Sammlungsbestände / Exponate:

Mitarbeiter

• Das Museum für Naturkunde verfügt über rund 340.000 Sammlungsstücke. • Das Kulturhistorisches Museum hat rund 250.000 Sammlungsstücke.

Etwa 40 Mitarbeiter sind in den Magdeburger Museen beschäftigt.

Ältestes Sammlungsstück:

Zu den wichtigsten Ankäufen der vergangenen Jahre zählen der Erwerb von zwei silbernen

• Kulturhistorisches Museum: Faustkeile aus der

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Kuriosestes Exponat: Das Guericke-Einhorn (entstanden aus Abgüssen von eiszeitlichen Knochen)

Besucher: Jährlich kommen zwischen 30.000 und 40.000 Besucher (je nach Sonderausstellung) in die Ausstellungen.

Ankäufe in den vergangenen Jahren:

Ausblick auf Ausstellungen in diesem Jahr: Kulturhistorisches Museum: • „Aus der Nähe betrachtet“ Künstlerische Interventionen von Juliane Laitzsch und Bärbel Schlüter 17. Mai bis 16. August 2020 • „Magdeburger Gesichter des 19. Jahrhunderts“ Porträts der Sammlung 29. Oktober 2020 bis 11. April 2021 Museum für Naturkunde: • „Ötzi – Der Mann aus dem Eis“ 20. März bis 28. Juni 2020 • „ART & Vielfallt“ 10. Mai bis 20. September 2020

Online oder Original?

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er stationäre Einzelhandel beklagt wegen wachsender Online-Handelsaktivitäten seit Jahren einen Kundenschwund. Dass durch zunehmende Nutzungszeit und Nutzerzahlen im Internet weniger reales Wirken stattfindet, liegt auf der Hand. Und das betrifft eben nicht nur den Handel. Auch Museen spüren einen schleichenden Rückgang bei Besucherzahlen. Vor großen internationalen Schauen bilden sich natürlich nach wie vor Warteschlangen. Es müssen schon sehr spektakuläre Exponate aus dem Altertum und Bilder von Künstlern mit Weltruhm sein, damit Neugierige in Scharen herbeieilen. Kommunale Museumseinrichtungen stehen da vor ganz anderen Herausforderungen. Es ist eben bequem und möglich, sich über Geschichte, Kultur- und Kunstepochen sowie berühmte Maler, Wissenschaftler und andere Per-

sönlichkeiten im Internet zu informieren. Auf YouTube findet man Reportagen und Dokumentationen über jede belegbare Menschheitsentwicklung. Oft findet man online Informationen, die noch umfassender und tiefgreifender sind, als sie ein Museum in einer Ausstellung aufbereiten könnte. Man muss sich dafür noch nicht einmal vom Sofa erheben, nur Zeit opfern und entsprechend geschickt suchen. Nun sind kleinere Museen in öffentlicher Hand schon immer Orte zum Konservieren von regionaler Geschichte gewesen. Damit verfügen sie vielfach über Alleinstellungsmerkmale. Aber solche müssen auch fortlaufend ausgespielt werden. Das Kulturhistorische Museum Magdeburg rückt nach erfolgreichen Ausstellungen zu den Ottonen, über die Reformation weitere regionalhistorische Themen nach. Die sozialen Spannun-

gen während der Gründerzeit, die häufig verklärt betrachtet wird, fließen in eine Dokumentation. Persönlichkeiten der Magdeburger Geschichte werden in den Mittelpunkt gerückt. Es ist wichtig, dass Regionalgeschichte im Schulunterricht einen bedeutsamen Platz erhält. Für die Weltgeschichte, insbesondere die Mythen lange vergangener Zeiten, interessiert sich sowieso jeder. Für alles andere muss Aufmerksamkeit und Interesse geweckt werden. Gerade die kleinen historischen Belege vor Ort machen das Große Ganze verständlicher. Und genau hier liegt die museale Kraft kommunaler Geschichtsdokumentation. Originale und ihre historische Einbettung und genaue Beschreibung schulen den Geist im Geschichtsverständnis. Wenn Geschichte anfassbar ist, bleibt sie in der Gegenwart lebendig. Jeder bei jedem ein wenig dafür werben. (tw)


SPEZIAL

29 | Ausgabe Januar 2020

Guerickes Erbe pflegen

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tto von Guericke, der Jahrzehnte in Magdeburg wirkte und mit seinen Denkansätzen und Erfindungen in die Weltgeschichte einging, ist bis heute untrennbar mit der Stadt verbunden. Die Otto-von-Guericke-Stiftung Magdeburg hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Vermächtnis des von 1602 bis 1686 lebenden Politikers, Juristen, Physikers und Erfinders zu wahren, seine Leistungen zu popularisieren, seine Ideen weiterzuentwickeln und in seinem Sinne zu wirken. Ziel der Stiftung ist es, Wissenschaft und Forschung sowie museumspädagogische Arbeit im Sinne des Menschen- und Weltbildes Guerickes zu fördern. Ort des Wirkens ist die Lukasklause, ein in Teilen aus dem Mittelalter stammender spätgotischer Wehrturm, dessen erste urkundliche Erwähnung als „Welscher Turm“ in der Schöppenchronik (1279) von Lammspringe zu finden ist. Die Rechtsträgerschaft für die inzwischen um- und ausgebaute Lukasklause übernahm 1983 das Kulturhistorische Museum Magdeburg. 1986 gestaltete der „Freundeskreis Otto von Guericke“ beim Kulturbund Magdeburg seine erste Sonderausstellung aus Anlass des 300. Todestages Otto von Guerickes, die 1987 in den Techniksaal des Kulturhistorischen Museums verlegt und in ehrenamtlicher Tätigkeit von den Mitgliedern des Freundeskreises betreut wurde. Ab 1991 übernahm die Guericke-Gesellschaft diese Aufgabe. Auf Beschluss des Stadtrates wurde der Rück- und Umbau des großen Saales im Mu-

seum zur Vorbereitung auf die Europaausstellung „Otto der Große“ geplant. Das hatte zur Folge, dass die Guericke-Gesellschaft die Räumlichkeiten nicht mehr nutzen konnte. Daher entschied der Magistrat, die Lukasklause zur Verfügung zu stellen. Nach notwendigen Instandsetzungsarbeiten wurde sie im Juni 1995 in ihrer heutigen Form unter der Schirmherrschaft der Otto-von-Guericke-Gesellschaft e. V. übernommen und als Otto-von-Guericke-Museum eröffnet. Das Herzstück bildet die ständige Ausstellung über den Magdeburger. Auf zwei Etagen wird sein naturwissenschaftliches Wirken, sowohl in Wort und Bild als auch durch originalgetreue und funktionstüchtige Nachbauten und moderne Experimente dargestellt. Zudem bietet das Museum Führungen durch die Ausstellung, Vorführungen der Neuen Magdeburger Experimente, Arbeit mit Animationsversuchen zum Vakuum und zur Elektrizität sowie kleine Sonderausstellungen an. Seit 1996 finden in der Lukasklause zudem kulturelle Veranstaltungen für die Öffentlichkeit statt. 2010 wurde ein Anbau eröffnet, der u.a. Platz für einen Tagungsraum sowie einen Raum zum Experimentieren für Schülergruppen bietet. Somit haben Gesellschaft und Stiftung die Möglichkeit, Tagungen, Konferenzen, Veranstaltungen und Ausstellungen durchzuführen. Im Vorsaal des Tagungsraumes erfolgte die Einrichtung einer Dauerausstellung zum IBA-Motto „Leben an und mit der Elbe, eine Stadt am Fluss“. Informationen im Internet unter: www.ovg-stiftung.de

Literarische Spurensuche

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as Literaturhaus Magdeburg, das ursprünglich aus einer Gedenk- und Bildungsstätte für den in Magdeburg geborenen Dichter Erich Weinert hervorging, widmet sich nun seit mehr als 30 Jahren der Dokumentation und Aufarbeitung von Autorennachlässen im regionalen Maßstab. Mittlerweile verfügt das Literaturhaus über eine umfangreiche museale Sammlung zu verschiedenen Autoren, sicher ist dabei hervorzuheben, dass hier das Berliner Arbeitszimmer von Erich Weinert zu besichtigen ist. Jetzt wurde mit der Ausstellung „Geboren in Magdeburg Buckau – Erich Weinert und Oskar Schönberg“ ein ganz neuer Akzent bei der Präsentation der Biografie Erich Weinerts gesetzt, in dem seine Beziehung zu dem ebenfalls in Buckau geborenen Schriftsteller Oskar Schönberg die Verwurzelung beider in ihrer Heimatstadt deutlich macht. Darüber hinaus verfügt das Literaturhaus über mehr als 40 Nachlässe und Teilnachlässe von Autorinnen und Autoren unserer Region. Dazu gehören: Heinz Kruschel, Gerhard Kahlo, Inge Meyer, Christa Johannsen, Martin Selber, Walter Basan u. a. Es handelt sich dabei um Manuskripte, Briefe, Pressedossiers, aber teilweise ebenso ganz persönliche Gegenstände, die in die Sammlung aufgenommen wurden – Bilder, Grafiken, Fotos, Ton- und Filmdokumente aber auch, wie am Beispiel von Christa Johannsen, Erich Günter Sasse und Martin Selber, die für einen Schriftsteller so wichtige Schreibmaschine. Das Literaturhaus hat für diese Nachlässe ein ganz besonderes Ausstellungsformat entwickelt –

die Kabinett-Ausstellungen „Auf Spurensuche im Literaturhaus-Archiv“. Mit diesem Format konnten im vergangenen Jahr bereits die Autorinnen Inge Meyer (1929-2009) und Christa Johannsen (1914-1981) vorgestellt werden. Die Inge-MeyerAusstellung gab nochmals einen Einblick in die Arbeit am Buch und Film „Vernehmung der Zeugen“, dessen Hintergrund ein authentischer Kriminalfall aus unserer Region war. Im Falle von Christa Johannsen stellte der Schriftsteller Albrecht Franke im November 2019 seine Biografie „Christa Johannsen. Ein erfundenes Leben“ vor, für die der Bestand des Literaturhaus-Archives die Grundlage bildete. In diesem Jahr wird nun der Autor Walter Basan in den Mittelpunkt gestellt, der – 1920 in Magdeburg-Beyendorf geboren – seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte. In Zusammenarbeit mit Elisabeth und Marcel Guderjahn ist es dem Literaturhaus gelungen, bislang unbekannte Dokumente aufzuarbeiten, die ab dem 12. 02. 2020 öffentlich vorgestellt werden. Im Mittelpunkt stehen Walter Basans Forschungen und Veröffentlichung zu Leben und Werk Otto von Guerickes („Das Geheimnis der Magdeburger Halbkugeln“), aber auch seine Veröffentlichungen, mit denen er sich in den letzten Jahrzehnten seines Wirkens besonders der Umweltproblematik zuwandte – die Geschichte für Kinder ab 6 Jahre von Wind „Brisebraus“ und Storch „Hadschi-Laklak“. Das Literaturhaus ist montags bis freitags von 10-12 und 14-16 Uhr geöffnet und erreichbar unter Tel. (0391) 404 49 95 und im Internet unter www.literaturhaus-magdeburg.de

Samstag 11.00 bis 18.00 Uhr • Sonntag 10.00 1 bis 17.00 Uhr Eintritt: 5,- Euro (Kinder bis 14 Jahre Frei)

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Die Kulturreisen von MAGDEBURG KOMPAKT geben der Historie Mitteldeutschlands ein Gesicht. Schärfen Sie Ihren Blick für das Besondere und tauchen Sie mit fachkundiger Wissensvermittlung in vergangene Epochen ein. Wir stellen Ihnen die geschichtsträchtigen Orte vor - Sie erweitern mit diesen Reisen Horizonte auf die schönste Weise!

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12. Februar 2020 Klosterruine Walbeck

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Besuch der Ruine der ehemaligen Klosterkirche, die eigentlich Teil eines Kollegiatstiftes war. Dieses stiftete Lothar II. von Walbeck als Sühne. Denn er hatte sich an einer Verschwörung gegen Otto I. beteiligt. Dass Otto von seinem Vater Heinrich I. zum Nachfolger bestimmt worden war, passte seinen Brüdern ganz und gar nicht. Ein Mordkomplott wurde aufgedeckt und vereitelt. Auch Lothar von Walbeck wurde des Verrats angeklagt und entging nur knapp dem Todesurteil. Wie es dazu kam und wie sein Leben weiter verlief, erfahren Sie von Reiseführerin Ursula Duchow.

15. April 2020 Schloss Goseck

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Goseck ist vor allem durch sein wiedererbautes Sonnenobservatorium berühmt. Bei der Besichtigung von Schloss Goseck und der ehemaligen Schlosskirche gibt es viele spannende Einblicke zu entdecken. Nach dem Mittagessen fahren wir zum Sonnenobservatorium, das es bereits vor 7000 Jahren gab. Die Gosecker Edelherren waren lange Zeit die Pfalzgrafen von Sachsen. Prominentester Vertreter war im 11. Jahrhundert Erzbischof Adalbert von Hamburg-Bremen. Von seinem Einfluss auf die Reichspolitik erzählt Reiseführerin Ursula Duchow.

15. Juli 2020 Burg Falkenstein/ Konradsburg Ermsleben

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14. Oktober 2020 Halberstadt

13. Mai 2020 Hildesheim

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11. November 2020 Süpplingenburg und Königslutter

Zunächst betreten wir das frühere Burggelände, das die Heimat des späteren Kaisers Lothar III. gewesen ist. Er war auch der Großvater Heinrich des Löwen. Dort ist noch die zur gleichen Zeit erbaute St. Johannis Kirche zu besichtigen. Nach einer Mittagspause fahren wir wenige Kilometer nach Königslutter, wo wir den Kaiserdom besichtigen werden. Unterwegs erzählt Reiseführerin Ursula Duchow wie immer spannende Geschichten über Lothar von Süpplingenburg, der die politische Bühne nie betreten brauchte, weil er auf ihr geboren wurde.

10. Juni 2020 Merseburg

Merseburg atmet so viel Geschichte, dass ein Tag eigentlich nicht ausreichen kann. Beginnen wir mit den berühmten Merseburger Zaubersprüchen; ein wahrlich magisches Erlebnis. Mindestens genauso bekannt ist der Chronist Thietmar von Merseburg. Nicht zuletzt werden wir im Merseburger Dom die verdorrte Hand besichtigen, die Rudolf von Rheinfelden, einer der Gegner Kaiser Heinrich IV., in der Schlacht bei Hohenmölsen abgeschlagen wurde. Also wappnen Sie sich: bei der Besichtigung des Merseburger Domes wird es ziemlich gruselig.

12. August 2020 Naumburg

Der Naumburger Dom wird stets genannt im Zusammenhang mit der Stifterfigu der Uta. Wer war diese Frau, deren Schönheit uns heute noch beeindruckt? Dazu muss man anmerken, dass die Figur etwa 200 Jahre später entstand. Uta von Ballenstedt war die Schwester des Stammvaters der Askanier und die Ehefrau des Markgrafen Ekkehard II. von Meißen. Wie lebten adlige Frauen vor ca. 1000 Jahren? Spannende Einblicke dazu erzählt Reiseführerin Ursula Duchow. Eine Führung durch den Naumburger Dom mit seinen insgesamt 12 Stifterfigu en vermittelt auch einen Blick auf die hohe Kunst der Steinmetze im 13. Jahrhundert.

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Bischof Burchard II. von Halberstadt, auch Bukko von Halberstadt genannt, lebte zur Zeit des umstrittenen Kaisers Heinrich IV (Gang nach Canossa). Wir besichtigen den Halberstädter Dom mit seinem berühmten Domschatz. Nach einer Mittagspause fahren wir wenige Kilometer zum Kloster Huysburg, das wir ebenfalls besichtigen können. Wenn es Zeit und Wetter und Wanderlust erlauben, können wir eine kleine Wanderung zur nahen Höhle des berüchtigten Räubers Daneil unternehmen. Wie immer kennt Reiseführerin Ursula Duchow die Geschichte dazu.

Das Frauenstift Gandersheim wurde bereits gut 80 Jahre früher als das Stift Quedlinburg gegründet und zählt somit zu den ältesten überhaupt. Prominenteste Vertreterin war Roswitha von Gandersheim, die erste deutsche Dichterin. Sie lebte zur Zeit Kaiser Ottos des Großen, mit dessen Familie sie offenbar eng verbunden war, den sie verehrte und dem sie ihre „Gesta Ottonis“ widmete. Wir erleben eine Führung durch die Klosterkirche, in der ein Teil des Kirchenschatzes ausgestellt wird. Nach dem Mittagessen haben Sie Gelegenheit zu einem Bummel durch die heutige Kurstadt Bad Gandersheim.

Bischof Bernward von Hildesheim entstammte altem, sächsischen Adel. Seine Vorfahren gehen möglicherweise sogar auf Herzog Widukind, dem Gegner Karls des Großen zurück, was sich jedoch nicht zweifelsfrei beweisen lässt. Bernward selbst zählte nach dem frühen Tod Kaiser Otto II. zu den Beratern der Kaiserin Theophanu. Durch Bernwards Förderung wuchs die Goldschmiedekunst zu höchster Blüte. Während einer Führung durch den Mariendom erleben Sie einzigartige Kunstwerke, die bis heute ihresgleichen suchen. Nach dem Mittagessen haben Sie Gelegenheit, die historische Altstadt Hildesheims zu erkunden.

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Egeno II. von Konradsburg erschlug Adalbert II. von Ballenstedt. Als Sühneleistung für diesen Mord mussten er und seine Familie die Konradsburg für immer verlassen. Sie gründeten stattdessen ein Kloster und ließen sich im nahegelegenen Selketal eine neue Burg errichten: die Burg Falkenstein, nach der sie sich später benannten. Ihr berühmtestes Familienmitglied Hoyer von Falkenstein unterstütze Eike von Repgow bei der Niederschrift des „Sachsenspiegel“. Unterwegs erzählt Reiseführerin Ursula Duchow über die Familie der Konradsburger/Falkensteiner und über den möglichen Hintergrund des folgenreichen Mordes.

11. März 2020 Bad Gandersheim

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16. September 2020 Harzburg und Goslar

Die Harzburg wurde von den Saliern errichtet, um die nahe Kaiserpfalz in Goslar zu schützen. Während der schweren Auseinandersetzungen zwischen Sachsen und Kaiser Heinrich IV. wurde sie zerstört. Heute ist nicht mehr viel davon zu sehen, doch der Berg, der sie einst trug, bietet einen herrlichen Blick über den Harz. Vom Parkplatz in Bad Harzburg fahren wir mit der Seilbahn hinauf und Reiseführerin Ursula Duchow erzählt, warum die Sachsen gerade diese Burg so sehr gehasst haben. Nach dem Mittagessen geht es weiter zur Stadtführung inklusive Glockenspiel nach Goslar.

16. Dezember 2020 12 Kloster Michaelstein und Heimburg Beatrix II. von Winzenburg, Äbtissin im nahen Stift Quedlinburg, gründete das Kloster Michaelstein, in dem sich heute eine bemerkenswerte Sammlung barocker Musikinstrumente befindet. Äbtissin Beatrix selbst entstammte einer wahrlich interessanten Familie. Zeitwanderin Greta Neumann weiß mehr über die geheimnisvollen Zusammenhänge. Nach einer Mittagspause legen wir bei Heimburg einen Zwischenstopp ein, um den kleinen Burghügel zu erwandern. Von dort bietet sich eine wahrlich grandiose Aussicht über das Harzvorland und zum markanten Regenstein.

In komfortablen Reisebussen erkunden Sie bei den exklusiven Tagestouren (Abfahrt ca. 8 Uhr, Ankunft ca. 18 Uhr, Zentraler Busbahnhof Magdeburg) die mittelalterliche Geschichte. Die Kulturreisen von KOMPAKT MEDIA und dem Partner Sudenburger Reise-Spatz sind informativ und werden von Zeitreise-Experten begleitet. Im Preis enthalten sind Reiseorganisation und Reiseleitung, Fahrtkosten für den Bus, alle Führungsgebühren und Eintrittspreise sowie ein Mittagessen (Tellergericht und ein Softgetränk).

d Person*:

Preis pro Fahrt un

60.- €

Reservierungen und Buchungen direkt bei KOMPAKT MEDIA, Breiter Weg 202 in 39104 Magdeburg unter Telefon 0391-79 29 67 50 oder E-Mail: event@kompakt.media *Es gelten die allgemeinen Geschäftsbedingungen für Tagesfahrten.


ERLEBENSWERT

31 | Ausgabe Januar 2020

Deutsche zieht es weiter in die Welt

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rüner, individueller und gerne in die Ferne – so planen die Deutschen ihren Sommerurlaub 2020. Das geht aus den von TUI Deutschland ermittelten aktuellen Reisetrends hervor. „Unsere Kunden suchen immer stärker nach besonderen und individuellen Erlebnissen“, erklärt Stefan Baumert, touristischer Geschäftsführer TUI Deutschland, anlässlich der Touristikmesse CMT, die vom 11. bis zum 19. Januar in Stuttgart stattfindet. „Zudem steigt die Nachfrage nach grünen Reisen kontinuierlich. Unsere Gäste buchen immer mehr nachhaltige Ausflüge, die die Umwelt schonen oder in besonderem Maße der lokalen Bevölkerung zugutekommen.“ Weit mehr als neun Millionen TUI Urlauber verbringen ihren Urlaub bereits in Hotels mit Nachhaltigkeitszertifizierungen. Insgesamt hat TUI ihr Angebot für den Sommer 2020 in den wichtigsten Urlaubszielen kräftig ausgebaut, insbesondere in der Türkei, Griechenland sowie auf den Balearen und Kanaren. Schon jetzt zeigt sich, dass die spanischen Ziele – allen voran Mallorca – wieder mehr gefragt

sind als im letzten Jahr. Auch andere Klassiker wie Griechenland, Italien und Ägypten liegen im Trend. Ebenso ist der Urlaub im eigenen Land sowie im benachbarten Österreich weiterhin sehr beliebt. Außerdem wollen viele Deutsche die Welt kennenlernen, entsprechend groß ist auch die Nachfrage nach Fernreisen. Gefragt sind beispielsweise die Karibik und Südostasien sowie die Malediven und die USA. Neuer Shootingstar in der Ferne ist Sansibar. Die Inselgruppe vor der Küste Ostafrikas ist als Gewürzinsel mit tropischem Flair bekannt und beeindruckt mit ihren schönen Sandstränden und der kulturellen Vielfalt. Zum Sommer 2020 eröffnet hier das Lifestyle-Hotel TUI Blue Bahari mit exotischer Gartenanlage im afrikanisch-arabischen Stil. Zunehmender Beliebtheit erfreuen sich zudem die Kapverden. Das ganze Jahr über milde Temperaturen, schöne Strände und ein wachsendes Hotelangebot lassen den Tourismus auf den Atlantikinseln regelrecht boomen. Insbesondere die Insel Sal entwickelt sich immer mehr zu einer Trenddestination. Nahe des Ortes Santa Maria hat unlängst der erste Robinson Club der Kapverden eröffnet.

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Auf der weitaus ursprünglicheren Insel Boa Vista entsteht derweil der erste TUI Magic Life Club der Kapverden. Die Eröffnung ist für die Wintersaison 2021/22 geplant. Neben Nachhaltigkeit ist für die Deutschen auch Individualität ein immer wichtigerer Faktor im Urlaub. „Unsere Gäste wünschen sich maßgeschneiderte Reiseerlebnisse sowie Services“, erklärt Stefan Baumert. Statt Standardlösungen seien mehr individuelle Dienste gefragt – so etwa ein spezieller Platz für ein gastronomisches Erlebnis, ein Einzel-Transfer, das Wunschzimmer im Hotel sowie die Teilnahme an einem Sport- oder Kulturevent.

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WISSENSWERT

Ausgabe Januar 2020 |

Spende für das Elternhaus

Konzerte der Biederitzer Kantorei

m 18. Dezember hatten wir zu einer Lesung am Kamin in die Villa Bennewitz eingeladen. Peter Moschall, Kai Bresewitz und Thomas Wischnewski lasen aus ihren Büchern. Außerdem erklangen Improvisationen von Petra Steinbrink auf dem Flügel. DenErlös aus dem Eintrittsgeld zur Veranstaltung, insgesamt 300 Euro, spenden wir dem Magdeburger Förderkreis krebskranker Kinder e.V.

ie Biederitzer Kantorei freut sich auf spannende Vorhaben in diesem Jahr und möchte dazu ganz herzlich einladen. Der Chor wird in besonderer Weise auf das Beethovenjubiläum eingehen. Da Beethoven wie kaum ein anderer Musiker einen starken Freiheitsdrang verkörperte und bewusst neue musikalische Wege ging, wird die Kantorei unter dem Motto „Freiheit und Weitergehen“ dies aufnehmen und sich von der Wiener Klassik aus auf neue musikalische Wege begeben. Dies geschieht in Verbindung mit Musik, die aus unserer Region stammt. Höhepunkte sind hier die 2. Schinkelmusiktage, die am 24. April um 19.30 Uhr in der Magdeburger St. Nicolai Kirche eröffnet werden. Hier wird die Biederitzer Kantorei die faszinierende C-Dur Messe von Beethoven mit der Erstaufführung (in unserer Zeit) einer Kantate von Beethovens Zeitgenossen August Eberhard Müller, der in Magdeburg gewirkt hat, verbinden. Im Anschluss daran wird der Jazzgitarrist Rüdiger Krause über die in diesem Konzert zuvor gehörten Themen improvisieren. Weiterhin lädt die Kantorei am 11. Juli ab 19.30 Uhr zu einer Tangonacht ein. Der Chor singt hier in einer Uraufführung eine eigens hierfür geschriebene Tangomesse von Matthias Gonzales. Danach kann auf dem Nicolaiplatz nach Livemusik getanzt werden. Am 19. September kann man ebenfalls ab 19.30 Uhr in der St. Nicolai Kirche ein Crossover Projekt erleben. Hier wird die Kantorei zusammen mit einer Rockband und einem Symphonieorchester das Rockrequiem aufführen. Getreu dem Beethovenausspruch „von Herzen für Herzen“ möchte die Kantorei mit ihren Vorhaben berühren

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Best of Queen gewonnen

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n der 2. Dezember-Ausgabe haben wir 2x2 Karten für die Veranstaltung „A Night of Queen – performed by The Bohemians – Best of Queen“ am 16. Januar im Alten Theater verlost. Die Glücksfee zog die Gewinner Sepp Hansl aus Schönebeck und Marlis Biermann aus Süplingen.

Theaterbesuch ermöglicht

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ach dem Rekord von rund 4.500 Euro im Jahr 2018 konnte die gemeinsame Theaterkarten-Spendenaktion des Fördervereins Theater Magdeburg e. V. und des Theaters Magdeburg wieder für einen Vorstellungsbesuch des Weihnachtsmärchens „Ronja Räubertochter“ einen Betrag von etwas über 3.000 Euro verbuchen. So wurde 220 Kindern und Eltern ermöglicht, am Kulturleben der Stadt teilzunehmen und den Zauber des Theaters zu genießen. Auch 2020 können weitere Familien verschiedenste Produktionen aus allen Sparten kostenfrei besuchen und somit in einen Kulturgenuss mit ihren Kindern kommen.

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und bewegen. Einladen möchte der Chor zum Mitsingen. Die Proben sind donnerstags ab 19.30 Uhr im Gemeinderaum der ev. Kirche Biederitz, Breite Straße 31. Nähere Informationen über Kantor Michael Scholl – Tel: 039292/28802, Mail: michael.scholl8@googlemail.com.

75. Jahrestag der Zerstörung

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m kommenden Donnerstag jährt sich zum 75. Mal der Tag, an dem Magdeburg 1945 – wenige Wochen vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs – durch Luftangriffe getroffen und die Innenstadt fast komplett zerstört wurde. Der 16. Januar ist bis heute für die Magdeburger und die Magdeburgerinnen ein Tag der Trauer und des Gedenkens an die Opfer von Krieg und Gewalt. Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper lädt deshalb um 15.00 Uhr zu einer Gedenkveranstaltung auf dem Westfriedhof ein. Die Gedenkveranstaltung beginnt um 15.00 Uhr mit einem Schweigemarsch von der Kapelle des Westfriedhofs zur Gedenkstätte für die Opfer des Luftangriffs vom 16. Januar 1945. Nachdem Kränze und Blumen niedergelegt worden sind, sprechen Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper und der Vorsitzende des Landesverbandes des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Dieter Steinecke, Worte des Gedenkens. Anschließend gibt es eine Schweigeminute. Zum Abschluss der Veranstaltung sprechen der Superintendent des evangelischen Kirchenkreises, Stephan Hoenen, und der Dechant der katholischen Kirchengemeinde St. Augustinus, Pater Andreas Struck, ein Gebet. Musikalisch wird das Gedenken durch Bläser des Georg-Philipp-TelemannKonservatoriums umrahmt.

Chinesisches Neu ujjahrsffe est am 24. Januar 2020 von 18 Uhr bis 22 Uhr Abendprogramm:

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19:30 - 20:30 Uhr

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20:30 - 21:30 Uhr

Trinken, Networking und Lagerffe euer im Hinterhof des Restaurants

21:30 - 22:00 Uhr

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33 | Ausgabe Januar 2020 Anzeigen

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ie sehen es schon am neuen Foto: In dieser Kolumne widmen wir uns einmal dem, was man gut behütet nennt. Kopfbedeckungen unterschiedlicher Art. Vielleicht fragen Sie sich: Was hat ein Kaffeehaus mit Hüten zu tun? Das erkläre ich Ihnen gern. Zunächst: Die Geschichte der Hüte ist ziemlich lang und lässt sich unterschiedlich in die verschiedenen Kulturkreise zurückverfolgen. Hierzulande nahm sie im 19. Jahrhundert ihren großen Anfang – unabhängig von anderen Kopfbedeckungen wie für Handwerker, Päpste oder königliche Kronen, die es bereits lange zuvor gab. War es anfangs eine schlichte Haube, unter die im wahrsten Sinne verheiratete Frauen kamen, entwickelte sich mit der Zeit eine besondere Kunst. Diese wurde erhobenen Hauptes zur Schau getragen. Sie war ein Symbol für herrschaftlichen Stand und gesellschaftliches Ansehen. Der besondere Status entfiel mit der Zeit, der Hut wurde – vor allem bei Männern – fast ein alltägliches Utensil, was sich in den letzten Jahren jedoch rarer gemacht hat. Bei Frauen gehören Hüte heute seltener zur Ausstattung. Doch wer genau hinsieht, kann hin und wieder so ein schönes Kunstwerk entdecken. Bei Pferderennen gehören sie nach wie vor zum „guten Ton” oder bilden bei Hochzeiten den

besonderen „Pfiff“. Im Sommer sind sie hin und wieder als stylischer Sonnenschutz zu entdecken. Viel zu selten, finden wir! So manches Schmuckstück harrt seiner Verwendung in Hutschachteln oder Schränken. Schade! Deshalb laden wir dazu ein, gut behütet das neue Jahr zu beginnen! Kommen Sie behütet zu uns ins Café! Egal ob schlicht oder aufwändig verziert, ob klein oder größer – verschönern Sie mit Ihrem Hut das Flair unserer Räume. Wenn Sie das Schmuckstück während Ihres Besuchs auf dem Kopf behalten, bekommen Sie als Dankeschön ein Präsent von uns: einen Kaffeeklatsch-Geschenkgutschein! Der Kaffeeklatsch ist ein besonderes Angebot von uns für Sie. Sprechen Sie uns gern darauf an. Die Hut-Aktion gilt ab 20. Januar für das gesamte Frühjahr. Wir sind gespannt. Ob mit oder ohne Hut – wir freuen uns auf Sie! Ihr Mike Schumann, Bedienung von Gemäldestube & Café Alt Magdeburg

Hier schmeckt’s …

Café-Geschichten

Gut behütet ins neue Jahr

Das Café „Alt Magdeburg“

Ferchlander Weg 5, 39128 Magdeburg - Neustädter Feld Telefon (03 91) 2 51 43 51 • www.zumferchlander.de Montag und Dienstag geschlossen, Mittwoch bis Sonntag ab 17 Uhr, Sonntag zusätzlich Mittagstisch 11-14 Uhr

Restaurant „Zum Bayrischen Krug“ Gut Essen - gut Trinken - gut Lachen!

Heideweg /Neustädter See 39126 Magdeburg Telefon: 0391-253 79 15 täglich ab 11:30 Uhr geöffnet www.zum-bayrischen-krug.de

... mit Gemäldestube ist leicht zu finden in der Grünen Zitadelle, Breiter Weg 8a; zu erreichen über den Innenhof. Frühstück ab 8 Uhr – dafür empfehlen sich Reservierungen unter Tel. 0391/5 82 31 54.

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Verlautbarungen nazi-finanzierte Radio- und Teleie Vorrede über die guten Vorsätze zu Bevisionskanäle wären. Leute, das ist alles nicht nach ginn eines neuen Jahres lasse ich gleich meinem Geschmack. weg und komme sofort zur Sache: 2020 Plakatlosungen ändern die Welt nicht und Komwird noch schärfer als das vergangene Jahr. Das mentare im Fazebuch sind so liegt aber nicht daran, dass ich ertragreich wie Goldschürfen unter die ohnehin schärfsten im Barleber See. Wenn man naSoßen noch mehr Chilli mitürlich die ganze Zeit mit dem schen würde. Eigentlich wisst Flachschädel vor dem Flachbildihr schon selbst, worum es Olaf Bernhardt schirm hängt – was irgendwie geht. Zum Teufel noch Mal, zusammen zu gehören scheint – unser Leben bekommt mehr entsteht kein Goldrausch, sonund mehr einen derart strendern nur eine geistige Blechlagen Geschmack, dass es wine. Bitte sagt es den Kameraeinem die Schweißperlen auf den-Sternchen-Innen und den die Stirn treibt. Und unzählige Würsten aus Hetzdosen bitte Meinungsköche beteiligen sich weiter: das Leben ändert sich am Anrühren eines Hot-Chillidurch Tun, nicht durch Parolen. Bouquets für Hitzköpfe. Da Jeder scharfe Normalverstand müssen wir noch nicht einmal weiß, dass man niemanden an in den Nahen Osten glotzen, seinem Geschwafel, sondern um zu sehen, wie ein Pepenur an den Taten messen sollte. roni-Politiker dem anderen Gut, solcher Erfahrungen beden Gaumen verätzt. raubt man sich, wenn man zu Es geschieht genauso vor viele Stunden vor Spruchblasen unserer Haustür. Die Demos verbringt. Und damit mir jetzt gegen irgendwelche Pappkakeiner vorwirft, dass ich auch meraden nehmen zu. Der nur herumsülzen würde, gehe Kampf darum, wer das angebich jetzt zurück an meinen Herd lich stärkere Würstchen ist, und bereite ein paar extra scharfe Currywürste zu. treibt den Scoville – die Maßeinheit für Schärfe – Das mache ich nämlich den lieben Tag lang. von einem Rekord zum nächsten. Omas werden Meine Sprüche sprudeln beim Malochen, nicht im Gemeinwohl-TV zu Umweltsäuen gestempelt beim Palavern. Die Tätigkeit für meine Gäste wird und am besten gleich noch im Nazi-Topf gekocht. übrigens mein 2020 zu einem besonders scharFolgte man dieser Logik, müssten sich die Pantoffen Jahr reifen lassen. Garantiert, seht es Euch felkino-Anstalten eingestehen, dass diese Omaselbst an. und Opa-Mehrheit seit Jahrzehnten die HauptgeAlso bis gleich, Euer Olaf vom Hassel. bührenblecher sind und die Sender laut solchen

Scharfe Sprüche

2020 wird noch schärfer

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Ausgabe Januar 2020 |

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Von der Plan- zur Marktwirtschaft

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er Prozess der Deutschen Einheit war einer von vielen AufbrĂźchen, aber genauso einer mit vielen Einschnitten und manchmal schmerzlichen Veränderungen. Alle, die 1989 und den Anfang der 1990er Jahre miterlebt haben, im Berufsleben standen oder gerade eintraten, haben ihre eigene Geschichte in diesen bewegten Jahren erlebt. Nach dem beim 3. Kompakt-Salon der ehemalige Domprediger Giselher Quast und der Diakon der Katholischen Kirche Wolfgang Gerlich die Zeit der UmbrĂźche in Magdeburg reflektierten und mit Besuchern der Veranstaltung im Dialog waren, widmet sich der 4. Salon der Kompakt-Reihe wirtschaftlichen Aspekten. Der Magdeburger Unternehmer Jens Zabel hatte sich bereits 1987 mit einem Handwerksbetrieb selbstständig gemacht. Heute leitet er ein Unternehmen mit rund 8.000 Mitarbeitern. Die Firmenzentrale ist in Essen und mit ihren Dienstleistungen im Gebäudemanagement ist die Zabel Gruppe deutschlandweit tätig. Uwe Strehlow ist ebenfalls ein Unternehmer mit Wurzeln in dieser Stadt. SprichwĂśrtlich mit dem Start in der Garage ist er mit seinem Unternehmen heute regional der grĂśĂ&#x;te Anbieter fĂźr medizinische und therapeutische Hilfsmittel. Beide Unternehmer werden Ăźber ihren unternehmerischen Beginn, ihre Motivation, Herausforderungen und Schwierigkeiten berichten. Wolfgang Borchert moderiert das Gespräch und bindet Fragen aus dem Publikum in die Diskussion

Zum 3. Kompakt-Salon unter dem Motto â&#x20AC;&#x17E;Revolution unterm Kirchendachâ&#x20AC;&#x153; reflektierten Diakon Wolfgang Gerlich und der ehemalige Domprediger Giselher Quast die Ereignisse des Herbstes 1989.

ein. Am Ende werden ganz sicher viele persĂśnliche EindrĂźcke Ăźber den Ă&#x153;bergang von der Plan- in die Marktwirtschaft und Ăźber besondere HĂźrden, die ostdeutsche Unternehmer annehmen mussten, sichtbar. Da die Teilnehmeranzahl auf maximal 85 Plätze begrenzt ist, bitten wir um eine vorherige telefonische bzw. Anmeldung per eMail.

4. Kompakt-Salon in der Villa Bennewitz 29. Januar 2020, von 17:30 Uhr bis 19 Uhr Kaiser-Otto-Ring 2, Magdeburg, Eintritt ist frei Thema â&#x20AC;&#x17E;Von der Plan- zur Marktwirtschaftâ&#x20AC;&#x153; Gäste: Jens Zabel und Uwe Strehlow Anmeldung: 0391/79296750 oder per eMail: event@kompakt.media

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1,5 Millionen Kinder leben in feuchten Wohnungen

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inder und Heranwachsende sind weit mehr als Erwachsene einem gesundheitsschädlichen Wohnumfeld ausgesetzt. 3,7 Millionen, das entspricht 35 Prozent der Kinder unter 16 Jahren in Deutschland, leben in ungesunden Häusern und Wohnungen. 1,53 Millionen berichten Ăźber Feuchtigkeit in ihren Kinderzimmern, 2,52 Millionen Ăźber zu viel Lärm, je 400.000 Ăźber zu wenig Tageslicht und zu wenig Wärme. Das ist das Ergebnis einer Meta-Studie der Denkfabrik RAND Europe Ăźber die Effekte des Wohnumfeldes auf die Gesundheit von Kindern auf Basis der European Union Statistics on Income and Living Conditions (EU-SILC). Auftraggeber der europäisch angelegten Studie ist Velux, weltweit grĂśĂ&#x;ter Hersteller von Dachfenstern. FĂźr diese Studie hat sich RAND Europe auf den Datensatz von 158.833 deutschen Haushalten gestĂźtzt, in denen Kinder unter 16 Jahren leben.

Auswirkungen auf die Gesundheit â&#x20AC;˘ StraĂ&#x;enreinigung â&#x20AC;˘ Laubbeseigung â&#x20AC;˘ Hecken-, Sträucher-, Stauden-, Obstbaumschni

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Zu hohe Feuchtigkeits- und Lärmwerte in Wohnungen sowie zu wenig Licht und frische Luft haben verheerende Auswirkungen auf die Gesundheit: 522.000 Kinder, das entspricht knapp fßnf Prozent aller Kinder unter 16 Jahren in Deutschland, berichten ßber einen eingeschränkten Gesundheitszustand. Diejenigen, die in feuchten Wohnungen leben, beklagen sich zu

fast 15 Prozent häufiger ßber mangelndes Wohlbefinden als die ßbrigen Kinder. In schlecht beheizten Wohnungen sind es ßber 50 Prozent. Vor allem in der Gruppe der Kinder, die aus einkommensschwachen Familien stammen und ßberproportional in schlecht sanierten Mietwohnungen leben, ist dieser Wert im Vergleich zu der ßbrigen BevÜlkerung um fast 50 Prozent erhÜht.

Modernisierung der Bausubstanzen â&#x20AC;&#x17E;Im Hinblick auf die angestrebten Klimaziele darf es keine alleinige Fixierung auf energetische Aspekte der Sanierung gebenâ&#x20AC;&#x153;, erklärt Jacob Madsen, GeschäftsfĂźhrer von Velux Deutschland. â&#x20AC;&#x17E;Gesundheitsfragen mĂźssen bei den Plänen der Bundesregierung zur Modernisierung der Bausubstanz eine mindestens genauso groĂ&#x;e Rolle spielen.â&#x20AC;&#x153; â&#x20AC;&#x17E;Die hohe Zahl der Kinder, die in einem reichen Land wie Deutschland in feuchten, zu dunklen und kalten Wohnungen leben, ist bedenklich. WĂźrden alle betroffenen Wohnungen und Häuser angemessen saniert, kĂśnnte sich der Gesundheitszustand von 180.000 Kindern merklich verbessern â&#x20AC;&#x201C; das entspricht einem Drittel aller Kinder, die wegen des Wohnumfeldes gesundheitlich beeinträchtigt sindâ&#x20AC;&#x153;, so Jacob Madsen. (akz-o)


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35 | Ausgabe Januar 2020 Anzeige

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Gute Beratung und Rabatt zum Jahresstart

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Stefan Remy als Direktor am Leibniz-Institut vorgestellt

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wie Nervenzellen des Gehirns die rof. Dr. Stefan Remy wurde am räumliche Umgebung und das Ver9. Januar offiziell als neuer Dihalten repräsentieren, wie Nervenrektor des Leibniz-Institutes für zellnetzwerke ein Gedächtnis auspräNeurobiologie vorgestellt. Er folgt gen und speichern, und was beim Aldem langjährigen LIN-Direktor Prof. terungsprozess mit diesen NetzwerDr. Eckart Gundelfinger, der weiterhin ken geschieht. die Abteilung Neurochemie und MoProf. Dr. Stefan Remy ist damit der lekularbiologie am LIN leitet. Prof. vierte Direktor des Institutes und seiner Gundelfinger hat das Institut seit Vorläufer-Einrichtung. 1981 wurde 2010 geführt. Prof. Dr. Hansjürgen Matthies GrünProf. Dr. Stefan Remy hat bisher als dungsdirektor des Institutes für NeuLeiter der Forschungsgruppe „Neurorobiologie und Hirnforschung (INH) nale Netzwerke“ am Deutschen Zender Akademie der Wissenschaften trum für Neurodegenerative Erkran- Prof. Dr. Stefan Remy. der DDR. Prof. Dr. Henning Scheich kungen in Bonn gewirkt. In einer geleitete das Haus von dessen Neugründung als Inmeinsamen Berufung der Otto-von-Guericke-Unistitut für Neurobiologie (IfN) im Jahr 1992 und versität Magdeburg und des LIN wurde Prof. Dr. übergab die Amtsgeschäfte 2010 an Prof Dr. Eckart GunStefan Remy als Professor für Zelluläre Neurowisdelfinger. senschaften an die Medizinische Fakultät in MagDas LIN ist ein Grundlagenforschungsinstitut, deburg berufen. Der Neurowissenschaftler wird das sich Lern- und Gedächtnisprozessen im Geam Leibniz-Institut für Neurobiologie Magdeburg hirn widmet. Das LIN wurde 1992 als Nachfolgedie neue Abteilung „Cellular Neuroscience“ aufeinrichtung des Institutes für Neurobiologie und bauen. Hirnforschung der Akademie der Wissenschaften Der 44-jährige Rheinländer hat in Bonn Medizin der DDR gegründet und ist seit 2011 Mitglied der studiert, war als Feodor-Lynen-Stipendiat an der Leibniz-Gemeinschaft. Es bildet einen der EckpfeiNorthwestern University in Chicago tätig und ist Viler des Neurowissenschaftsstandortes Magdeburg. siting Scientist am Howard Hughes Medical InstiDas LIN beherbergt moderne Labore für die neutute in den USA. Er wird seinen 2017 eingeworrowissenschaftliche Forschung – vom Hightechbenen ERC Consolidator Grant am LIN ansiedeln Mikroskop bis zum Kernspintomographen. Aktuell und mehrere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus arbeiten rund 230 Personen am LIN, davon ungeseinem Bonner Team mit nach Magdeburg brinfähr 150 Wissenschaftler aus über 28 Ländern. Sie gen. erforschen kognitive Prozesse und deren krankSein Forschungsgebiet umfasst hochaktuelle hafte Störungen im Gehirn von Mensch und Tier. Fragestellungen, die sich damit auseinandersetzen,

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37 | Ausgabe Januar 2020 Anzeige

Landesbezirksleiter der Gewerkschaft ver.di, Oliver Greie (v. l.), Norbert Lendrich, Geschäftsführer der WuP Magdeburg gGmbH, und Gewerkschaftssekretär Thomas Mühlenberg unterzeichnen den 3. Änderungstarifvertrag. Foto: Peter Gercke

Nichts geht ohne Respekt

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enn Sie mal einen Tag in einer Pflegeeinrichtung verbringen und dabei verfolgen, was die Mitarbeiter leisten – vom Pflegepersonal bis hin zu den Reinigungskräften –, dann können Sie zumindest ein bisschen nachvollziehen, was hinter dieser Leistung steckt“, sagt Norbert Lendrich, Geschäftsführer der Wohnen und Pflegen Magdeburg gGmbH und Respekt schwingt in seiner Stimme mit. Ein Weg, den zahlreichen Mitarbeitern des Unternehmens Respekt entgegenzubringen, ist, sie angemessen für ihre Arbeit zu entlohnen. Daher wurde vor den Weihnachtsfeiertagen im Dezember 2019 der 3. Änderungstarifvertrag vom Geschäftsführer der Wohnen und Pflegen Magdeburg gGmbH, vom Landesbezirksleiter der Gewerkschaft ver.di, Oliver Greie, und von Gewerkschaftssekretär Thomas Mühlenberg unterschrieben. Bei der feierlichen Unterzeichnung waren nicht nur die Leiter der sieben Pflegeeinrichtungen anwesend, sondern auch Mitglieder des Aufsichtsrates, des Betriebsrates und der Tarifkommission sowie Mitarbeiter aus dem Personal-Bereich und dem Controlling-Bereich. Eine tarifliche Anpassung der Gehälter wird in jedem Jahr vollzogen“, erklärt Norbert Lendrich. „Doch eine Anpassung in dieser Höhe ist außergewöhnlich.“ Seit dem 1. Januar 2020 erhalten die Mitarbeiter im Bereich der Pflege 10 Prozent mehr Lohn, im nächsten Jahr werden die Gehälter um weitere 5 Prozent erhöht. In allen anderen Bereichen steigen die Gehälter um 7,5 Prozent und 2021 ebenfalls um zusätzliche 5 Prozent. Der Geschäftsführer zieht die Schultern nach oben, hebt die Arme und lässt sie dann wieder sinken. „Wenn ich könnte, würde ich meinen Mitarbeitern noch mehr zahlen“, sagt der gebürtige Thüringer mit optimistischer Miene. „Aber das wäre aus wirtschaftlicher Sicht wenig sinnvoll, zumal die Zuzahlbeträge für die Bewohner damit noch mehr steigen würden und das wäre nicht nur den Bewohnern, sondern auch ihren Angehörigen gegenüber nicht zu rechtfertigen.“ Was das Tauziehen um das Finanzielle betrifft, damit kennt sich Norbert Lendrich aus. Als er 2009 zum Geschäftsführer ernannt wurde, befand sich

das Unternehmen in einer schwierigen Situation. „Wohnen und Pflegen ist damals aus einem städtischen Amt heraus entstanden und die Überführung in eine GmbH war alles andere als einfach.“ Nottarifverträge mussten ausgehandelt werden, um einen Verkauf des Pflegeunternehmens zu verhindern. „Etwa 300 Mitarbeiter waren damals betroffen“, erinnert sich der Geschäftsführer. „Ihnen musste ich erklären, warum es sinnvoll ist, auf ein höheres Gehalt zu verzichten. Und ich sehe noch heute den Hausmeister der Einrichtung im Heideweg vor mir, der fragte, warum er und die anderen unterschreiben und gerade mir vertrauen sollten.“ Die einzige Antwort, die Norbert Lendrich dazu einfiel: „Weil mich meine Mutter zu einem anständigen Kerl erzogen hat.“ Von den 300 Mitarbeitern unterschrieb ein Großteil die Arbeitsverträge und viele von ihnen sind auch heute noch bei der Wohnen und Pflegen Magdeburg gGmbH tätig. „Glaubwürdigkeit ist das größte Gut eines Geschäftsführers und die hat mir damals dazu verholfen, so viele Menschen in ein Boot zu holen. Und weil ich diesen Menschen, die vor etwa zehn Jahren auf so vieles verzichtet haben, zu großem Dank verpflichtet bin, ist der Ehrgeiz erwachsen, ihnen das zurückzugeben.“ Doch auch denjenigen, die noch nicht so lange im Unternehmen tätig sind, sollte der nötige Respekt gezollt werden. Norbert Lendrich lehnt sich auf seinem Stuhl zurück. „Abgesehen von den Pflegekräften, die wirklich Unglaubliches leisten, denken wir beispielsweise mal an das Reinigungspersonal: Sie stehen so früh auf, setzen sich in die Straßenbahn, um zur Einrichtung zu gelangen und machen dort alles sauber, bevor der eigentliche Alltag beginnt“, schildert der Geschäftsführer und macht eine kurze Pause, um sich dann auf seinem Stuhl nach vorn zu beugen. „Für sie und alle anderen Mitarbeiter ist das Beste gerade gut genug.“ Und da nach Ansicht des Wahl-Magdeburgers Geld nicht alles, aber ohne Geld alles nichts ist, möchte er neben den finanziellen auch andere Anreize für seine Mitarbeiter bieten. „Wir bemühen uns um eine familiäre Atmosphäre im Unternehmen, veranstalten regelmäßig Mitarbeiterfeiern und brin-

gen uns gegenseitig den nötigen Respekt entgegen.“ Ohne Respekt könne man nicht die richtigen Personalentscheidungen treffen und Personal sei Mangelware. Daher wird bei Wohnen und Pflegen großer Wert darauf gelegt, den eigenen Nachwuchs heranzuziehen. „Soll heißen, wir wollen für unsere Auszubildenden ebenfalls Anreize schaffen, um sie anschließend bei uns im Unternehmen halten zu können.“ Und die Zahlen sprechen dafür: Im vergangenen Jahr wurden 30 Azubis neu eingestellt, insgesamt arbeiten 60 im Unternehmen, die eine angemessene Ausbildungsvergütung erhalten. Und für das aktuelle Ausbildungsjahr gibt es bereits jetzt 10 Bewerber. Tina Heinz

Wohnen und Pflegen Magdeburg gGmbH • Haus Budenberg, Budenbergstraße 9 39104 Magdeburg, Tel. 0391/28 04 16 00 • Haus Heideweg, Heideweg 41 39126 Magdeburg, Tel. 0391/28 04 14 00 • Haus Lerchenwuhne, Othrichstraße 30c 39128 Magdeburg, Tel. 0391/28 04 12 00 • Haus Mechthild, Mechthildstraße 27 39128 Magdeburg, Tel. 0391/28 04 18 00 • Haus Olvenstedt, Johannes-Göderitz-Str. 83 39130 Magdeburg, Tel. 0391/28 04 13 00 • Haus Peter Zincke, Hesekielstraße 7a 39112 Magdeburg, Tel. 0391/28 04 15 00 • Haus Reform, Juri-Gagarin-Straße 25-26 39118 Magdeburg, Tel. 0391/28 04 19 00 • WUP mobil, Juri-Gagarin-Straße 25 39118 Magdeburg, Tel. 0391/53 85 48 00 • Geschäftsleitung, Leipziger Straße 43 39120 Magdeburg, Tel. 0391/28 04 11 00


JOB & KARRIERE

Ausgabe Januar 2020 |

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Beratung für Existenzgründer

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ründer stehen häufig vor Fragen, die über Themen wie Businessplan oder Förderung hinausgehen. Die Initiative Gründerstadt Magdeburg bietet einen komplexen Beratungstag an. Am 14. Januar, von 16 bis 18 Uhr können sich Gründungsinteressierte im Alten Rathaus über Chancen und Risiken der Selbstständigkeit sowie über Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten informieren. Für Beratungen stehen Experten der IHK, der Handwerkskammer,der Ingenieurkammer, der Agentur für Arbeit und des Jobcenter Magdeburg, der Investitionsbank bzw. das Wirtschaftsdezernats zur Verfügung. Die Beratungen sind kostenfrei. Um Wartezeiten zu vermeiden, wird um Anmeldung gebeten: Jürgen Sack, Tel. 0391/6111058 oder per

ennen Sie die Vielzahl der Fördermöglichkeiten für Ihre individuelle Weiterbildung? In der Veranstaltung „Wer macht denn so was?“ erhalten Sie einen Überblick über die jeweiligen Programme. Sie können sich bei den entsprechenden Fachberatern der HWK Magdeburg, der IHK Magdeburg, der Investitionsbank Sachsen-Anhalt, dem Amt für Ausbildungsförderung der Landeshauptstadt Magdeburg und der Städtischen Volkshochschule Magdeburg individuell informieren. Darüber hinaus stehen Weiterbildungsberater der Agentur für Arbeit und der Landesinitiative Fachkraft im Fokus für weitere Fragen zur Verfügung, um abschließend auch inhaltliche und zeitliche Fragestellungen zu klären. Termin: 30. Januar, 16.30 Uhr bis 19 Uhr; IHK, Alter Markt 8, Magdeburg.

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JOB & KARRIERE

39 | Ausgabe Januar 2020 DU BIST AM ZUG!

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Unsere Qualifizierung in Schönebeck: Begleitkraft in Pflegeeinrichtungen nach §53c SGB XI*

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Ausgabe Januar 2020 |

40

So stehen die Sterne

WIDDER 21.03-20.04.

Klären Sie Missverständnisse mit dem Partner umgehend auf. Sonst werden Sie den Beginn des Jahres nicht in Harmonie verleben können.

Lassen Sie sich nicht von beruflicher Eintönigkeit anstecken. Das täuscht über die eigentlichen Probleme hinweg und STIER 21.04.-20.05. hemmt Ihre Projekte.

ZWILLINGE 21.05-21.06.

Versuchen Sie nicht, sportliche Rekorde zu erzielen. Halten Sie deshalb ein gesundes Maß an Aktivität und Entspannung ein.

KREBS 22.06.-22.07.

Gehen Sie um des Friedens willen keine faulen Kompromisse ein. Es nützt nichts, die Probleme unter den Tisch zu kehren.

LÖWE 23.07.-23.08.

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agdeburgs Anziehungskraft hat sich im Advent gegenüber den Vorjahren erhöht. Nicht nur in der Geschichte des Weihnachtsmarktes wurden mit einer Frequenz von insgesamt mehr als zwei Millionen Personen die höchsten Besucherzahlen erreicht,

sondern auch die Anzahl der Reisebusse und Stadtführungen bricht alle Rekorde. Die große Premiere der Lichterwelt sorgte im Dezember für ein reges Treiben in der Innenstadt. Der Tag mit der höchsten Besucherfrequenz war der 30. November mit 88.787 Gästen.

Wenn Ihre Projekte Erfolg haben sollen, müssen Sie mit sehr guten Argumenten aufwarten. Reden Sie intensiv mit den Kollegen.

WISSEN GEWINNT

Wünsche erfüllen

JUNGFRAU 24.08.-23.09.

Teilen Sie Kraft und Nerven gut ein, damit Sie nicht auf halbem Weg schlapp machen. Sie werden demnächst stark gefordert.

WAAGE 24.09.-23.10.

Sie haben in jüngster Zeit zu sehr Ihr eigenes Ding gemacht. Strengen Sie sich an, den Partner wieder dauerhaft zu erreichen.

SKORPION 24.10.-22.11.

Reden Sie umgehend Klartext, wenn die Stimmung im Team die Arbeit hemmt. Es gibt Kollegen, die wollen Ihre Autorität untergraben.

SCHÜTZE 23.11.-21.12.

Passen Sie auf, dass man Sie im Beruf bei Strukturänderungen nicht vergisst. Sie warten ja schon lange auf neue Herausforderungen.

Nehmen Sie die Sorgen des Partners ernst. Helfen Sie seine Probleme zu lösen und unternehmen STEINBOCK Sie wieder mehr zusam22.12.-20.01. men. Ordnen Sie Ihr berufliches Umfeld und Ihre Finanzen. Sie werden in der nächsten Zeit für Ihre WASSERMANN Projekte alle Reserven 21.01.-19.02. benötigen.

FISCHE 20.02.-20.03.

Magdeburger Advents-Rekorde

Ihre Stimmung tendiert zurzeit gegen Null. Betreiben Sie Ursachenforschung und besinnen Sie sich wieder auf positives Denken.

für einen besonderen Abschied

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eues Jahr, neues Glück heißt es so schön. Wir stellen auch 2020 wieder in jeder Ausgabe eine Wissen-gewinnt-Frage. Diesmal möchen wir von Ihnen das Gründungsdatum für das Kulturhistorische Museum Magdeburg wissen. Die richtige Antwort finden Sie in dieser Zeitung. Unter den korrekten Einsendungen verlosen wir drei Bücher mit dem Titel „Vielleicht Gewissheit“ von Thomas Wischnewski. Nach diesem Buchtitel hatten wir übrigens in der 2. Dezember-Ausgabe gefragt. Mit der Einsendung des entsprechenden Namens haben wir fünf Kalender „Stadtansichten im Steindruck“ verlost. Die Gewinner sind Bernd Schäfer aus Schönebeck, Gerhard Weferling, Christine Schaede, Maria Maaß, Helga Kuhlmann (alle aus Magdeburg). Einsendeschluss für die aktuelle Frage ist der 25. Januar 2020. Der Rechtsweg ist bei der Gewinnermittlung ausgeschlossen. Wir drükken Ihnen die Daumen und wünschen viel Spaß beim Lesen. Senden Sie Ihre Nachricht mit der Antwort per Postkarte an Magdeburg Kompakt, Breiter Weg 202 in 39104 Magdeburg oder per E-Mail unter Angabe Ihres Namens, Ihrer Anschrift und Telefonnummer an: gewinne@kompakt.media

Wir freuen uns stets über Ihre Anregungen & Kritiken zu unserer Zeitung. Schreiben Sie Ihre Nachricht einfach per EMail an: post@kompakt.media

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MAGDEBURG INTIM

41 | Ausgabe Januar 2020

Meine Ex sagt … Thomas Wischnewski

Die Eiszeit ist angebrochen …

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assen Sie sich wieder aufs Glatteis führen – im wahrsten Sinne, aber äußerst positiv gemeint. Die „Eiszeit 2020“ wurde in der Festung Mark eröffnet und lädt täglich zum Fahren auf Kufen ein. Vorab haben Rosa Hotopp (l.) und Ronja Wöhlecke gemeinsam mit Festungschef Christian Szibor die Qualität der Eisbahn getestet und für gut befunden. Ab sofort und für insgesamt sechs Wochen kann nun auf dem festlich illumi-

nierten Innenhof eine der größten Freiluft-Eisbahnen Sachsen-Anhalts genutzt werden. Gern auch mit Musik – ab 18. Januar wird immer samstags der Abend mit einer Eisdisco gekrönt. Gern können sowohl Schulklassen als auch Firmengruppen, Vereine oder Freundeskreise die Bahn außerdem für sich mieten bzw. den sportlichen Vergleich im Eisstockschießen antreten. Informationen gibt es im Internet unter www.eiszeit-magdeburg.de

…, dass Männer doch ziemliche Trottel sein könnten. Ich wagte einzuwenden, dass Trotteligkeit sicher kein geschlechtsspezifisches Phänomen wäre. Die Bemerkung hätte ich mir schenken können. Meine Ex trumpfe sogleich mit einem aktuellen Beispiel aus der Stadt auf, bei der eine Frau einen ehemaligen Mediziner um ein hübsches Sümmchen erleichtert hatte. Auch ein paar andere stadtbekannte Männer seien der Dame auf den Leim gegangen. Das geschehe den Kerlen recht. Sie hätten sich bestimmt von Jugend und Schönheit blenden lassen. Das würde eben nur solchen Exemplaren passieren, die sich vorrangig von Äußerlichkeit um den Finger wickeln ließen. Deshalb läge es auf der Hand, dass im Hinterstübchen keine sortierte Einrichtung vorhanden sei. Mir war ihre Bewertung doch zu schlicht und von Vorurteilen getragen. Es gäbe doch unzählige Geschichten über Heiratsschwindler und andere Scharlatane, die ihren Vorteil aus einer Partnerin gezogen hätten. Es gehöre eine besondere Portion Unverfrorenheit dazu, jemanden über Gefühle finanziell zu hintergehen

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Spenden für den „Wünschewagen“

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ie AOK übergab kürzlich 10.500 Euro an Spendengeldern dem Arbeiter-SamariterBund sowie den Maltesern. Das Geld kommt den „Wünschewagen“ der beiden Organisationen zugute, mit denen sterbenskranken Menschen letzte Wünsche erfüllt werden. Gesammelt wurde die Summe von der AOK auf den Weihnachtsmärkten in Sachsen-Anhalt. „Mit der Aktion haben wir offensichtlich den Nerv vieler SachsenAnhalter getroffen. Denn mit 10.500 Euro haben

wir so viel Geld sammeln können wie noch nie, seitdem wir 2015 mit unserer Weihnachtsmarktaktion begonnen haben. Unser Dank gilt deshalb allen Menschen, die gespendet haben“, sagte Ralf Dralle, Vorstand der AOK Sachsen-Anhalt, der heute jeweils 5.250 Euro an ASB und Malteser überreichte. Unter dem Motto „Einmal noch …“ erfüllen der Wünschewagen des ASB und der Herzenswunsch-Krankenwagen der Malteser sterbenskranken Menschen letzte Wünsche.

und eine gewisse Intelligenz wäre da wohl auch von Nöten. Viele Jahre gab es da eine Geschichte mit einer deutschen Milliardärin, die sich von Gefühlen geleitet zunächst auch zu Geldzuweisungen hinreißen ließ. Diesen Einwand hatte meine Ex schließlich akzeptiert. Dann sei das eben der Beweis dafür, das Geld den Charakter verderbe. Ich biss mir auf die Zunge. Mein Inneres wollte gern sagen, dass der Charakter schon vorher im Eimer gewesen sein muss, wenn man auf diese Weise mit dem Leben eines anderen spiele und ihn nur für den eigenen finanziellen Vorteil ausnutze. Wahrscheinlich hätte sie mir dann gern Klugscheißerei vorgeworfen. Solche Totschlag-Etiketten unterlaufen jede Argumentation. So plauderten wir noch ein Viertelstündchen über manche Banalität und blieben friedlich miteinander. Danach stellte ich mir allerdings die Frage, ob meiner Zurückhaltung Vorurteile zugrundeliegen würden oder ob ich es auf den Vorwurf hätte ankommen lassen sollen. Schließlich dachte ich, manches würde sie mir bestimmt auch nicht sagen, um einen Streit zu vermeiden. Was man eben so über den anderen denkt. Daraus gibt’s kein Entrinnen.


FREIZEITTIPPS

Ausgabe Januar 2020 |

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FREIZEITTIPPS

43 | Ausgabe Januar 2020 Dienstag | 14.01. Theater/Show Die Nacht der Musicals, Das Original!, zweistündige Show mit Highlights aus den schönsten Musicals, 20.00 Uhr, AMO. Kleines Kino The Farewell, 20.00 Uhr, Studiokino. Kunst/Literatur Der Dom – das Wahrzeichen Magdeburgs, Fotoausstellung, Vernissage, 17.00 Uhr, Gruson-Gewächshäuser. Literaturklub, Truman Capote: Kaltblütig, Eintritt frei, 19.30 Uhr, Schauspielhaus, Treff Bühneneingang. Führungen Ottonianum, Führungen jeweils zur vollen Stunde, Dauer 1 h, zw. 10.00 und 16.00 Uhr, Dommuseum, Domplatz 1.

EVENT-HIGHLIGHTS 2020 • MAGDEBURG Das Lästermaul der Nation ist zurück!

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30.01.20 • Do 20 Uhr • Stadthalle Nabucco • Rigoletto • La Traviata u.v.m

Die große VERDI

NACHT

Italiens Star-Tenor CRISTIAN LANZA & THE MILANO FESTIVAL OPERA

31.01.20 • Fr 20 Uhr • Stadthalle THE CROWN OF RUSSIAN BALLET

SCHWANENSEE Das Russische Nationalballett aus Moskau „Ballett auf allerhöchstem Niveau!“ (NZZ)

11.02.20 • Di 20 Uhr • Stadthalle THE BEST MUSIC OF ALL SEASONS!

GAME OF THRONES THE CONCERT SHOW Spektakuläre Leinwand-Animationen

12.02.20 • Mi 20 Uhr • Stadthalle INFOS: WWW.HIGHLIGHT-CONCERTS.COM Tickets erhältlich an allen bekannten VVK-Stellen.

tag, ab 4 J., 9.00 und 10.30 Uhr, Puppentheater. Kunst mit Kindern, ab 5 J., 15.00 Uhr, Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen. Führungen Mittwoch | 15.01. Botanische Mittagspause, Konzerte 12.30 Uhr, Gruson-GeKonzert der Tasteninstruwächshäuser. mentalisten, Leitung: Irina Rott, 18.00 Uhr, Konservato- ... und außerdem Tanztee, 14.00 Uhr, AMO. rium, Konzertsaal. Theater/Show Rosa statt Grau, von Miriam Donnerstag | 16.01. Locker und Freda Winter, Konzerte Premiere, ab 16 J., 19.00 Für eine friedliche Welt, GeUhr, Puppentheater. denkkonzert, Beethoven: Holiday on Ice: Showtime, Sinfonie Nr. 9 d-Moll, in Erin19.00 Uhr, Getec-Arena nerung an die Zerstörung Comedy/Kabarett Magdeburgs am 16. Januar Wir stärken unsre Schwä1945, 20.00 Uhr, Opernchen, mit Marion Bach und haus. Hans-Günther Pölitz, 20.00 Theater/Show Uhr, Zwickmühle. Rosa statt Grau, von M. LoKunst/Literatur cker und F. Winter, ab 16 J., Kunstpause, Führung in 19.00 Uhr, Puppentheater. einer der Ausstellungen, A Night Of Queen – Best of 12.30 Uhr, Kunstmuseum QUEEN (by The BohemiKloster Unser Lieben Frauen ans), 19.00 Uhr, Altes Thea(M)EINE STADT FÜR ALLE ter am Jerichower Platz. – Magdeburg ist bunt, Aus- Holiday on Ice: Showtime, stellungseröffnung, gezeigt 19.00 Uhr, Getec-Arena. wird eine Auswahl der einComedy/Kabarett drucksvollsten Bilder im Sie will (was sie) MACHT, Rahmen der Aktionswoche 19.30 Uhr, nach HengstWeltoffenes Magdeburg manns. (bis 22. Januar), 18.00 Uhr, Kleines Kino Volksbad Buckau. Milchkrieg in Dalsmynni, Das Bild vom Neuen Bauen: 10.30 und 16.15 Uhr, MoDer Fotograf Arthur Köster, ritzhof. Vortrag von Dr. Michael Stö- Italienische Kultfilme: Der neberg, 19.00 Uhr, KunstPostmann, 19.00 Uhr, OLimuseum Kloster Unser Lie- Kino. ben Frauen. Vom Gießen des ZitronenDie Tänzerin von Auschwitz, baums, 20.15 Uhr, MoritzAusstellungseröffnung, hof. 19.30 Uhr, Stadtbibliothek. Für die Jüngeren Kleines Kino Die Schildkröte hat GeburtsTecumseh, DEFA-Film und tag, ab 4 J., 9.00 und 10.30 Gespräch mit Schauspieler Uhr, Puppentheater. Gojko Mitic, Eintritt frei, Nur ein Tag, von Martin 18.00 Uhr, Moritzhof. Baltscheit, ab 6 J. / 9.00 Für die Jüngeren und 11.00 Uhr, PuppenDie Schildkröte hat Geburts- theater.

Führungen Geschichten zur Dämmerung, abenteuerliche Geisterjagd durch das Puppentheater und die Villa p., hinter die Kulissen des Theaters. Eine Zeitreise durch die Geschichte des Puppentheaters mit all den vielfältigen Mitteln, die es zu bieten hat. Der eine oder andere Moment zum Gruseln ist auch dabei, ab 6 J., 17.00 Uhr, Puppentheater. Freitag | 17.01. Konzerte Berlin Syndrome: New Ways Tour, 20.00 Uhr, Moritzhof. Theater/Show Holiday on Ice: Showtime, 19.00 Uhr, Getec-Arena. AnsprechBar, Improvisationstheater mit Kennenlernfaktor, 19.30 Uhr, Volksbad Buckau. Meisterklasse, Premiere, von Terrence McNally, 19.30 Uhr, Schauspielhaus, Foyer. Tagebuch eines Wahnsinnigen, 19.30 Uhr, Schauspielhaus, Studio. Comedy/Kabarett Sie will (was sie) MACHT, 19.30 Uhr, nach Hengstmanns. Das Deutsche REICHT, Politisches Kabarett mit Thomas Reis, 20.00 Uhr, Zwickmühle. Christine Prayon: Abschiedstour, die Kabarettistin ist auch bekannt aus der „heute show“ als Birte Schneider, 20.00 Uhr, Theater in der Grünen Zitadelle. Kunst/Literatur Eine Strategie für die 20er Jahre, offenes Kulturgespräch mit Präsentation eines ersten Entwurfs für eine Kulturstrategie 2030,

11.00-15.00 Uhr, Gesellschaftshaus, Schinkelsaal. Lydia Benecke: Sadisten – tödliche Liebe, Lesung, 19.00 Uhr, Altes Theater am Jerichower Platz. Kleines Kino Klavierstunden (OmU), 16.30 Uhr, Moritzhof. Crescendo – #makemusicnotwar, 19.00 Uhr, Moritzhof. Für die Jüngeren Die Schildkröte hat Geburtstag, ab 4 J., 9.00 und 10.30 Uhr, Puppentheater. Nur ein Tag, von Martin Baltscheit, ab 6 J. / 9.00 und 11.00 Uhr, Puppentheater. Führungen Führung im Otto-von-Guericke-Zentrum, Dauer: ca 1h, kostenfrei, 14.00 Uhr, Lukasklause, Schleinufer 1. Gewächshauserkundung bei Nacht, Taschenlampenführung, Suche nach geheimnisvollen Gewächsen, nach den Schlafplätzen der Straußwachteln und besonderen Blüten, eigene Taschenlampen können mitgebracht werden, für Teilnehmer ab 10 Jahre, 18.00 Uhr, GrusonGewächshäuser. Nachtwächter-Rundgang, Anmeldung über Tourist-Information, 19.00 Uhr, Kloster Unser Lieben Frauen. ... und außerdem Bock auf Sport, Das große Eisstockmatch, 18.00 Uhr, Festung Mark. Samstag | 18.01. Konzerte Pothead, 19.00 Uhr, Altes Theater. Haley Johnsen, 20.00 Uhr, Volksbad Buckau. Mister Me: Das Ende vom Hass, 20.00 Uhr, Moritzhof.

Thomas Reis Reicht“ e „Das Deutsch r Uh 17.01., 20

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Reinhold Beckmann: Freispiel, 20.00 Uhr, Theater in der Grünen Zitadelle. Theater/Show Holiday on Ice: Showtime, 13.00, 16.30 und 20.00 Uhr, Getec-Arena. ImProjektor – Theaterstücke aus euren Fotos, 19.00 Uhr, OLi-Kino. La Fille mal gardée / Das schlecht behütete Mädchen, Ballett in drei Bildern von Gonzalo Galguera, Musik von Peter Ludwig Hertel u. a., 19.30 Uhr, Opernhaus. Comedy/Kabarett Sie will (was sie) MACHT, 19.30 Uhr, nach Hengstmanns. JahresRockBlick, Kabarett’n’Roll mit Volkmar Staub & dem Badischen Sympathie-Orchester, 20.00 Uhr, Zwickmühle. Kleines Kino Crescendo – #makemusicnotwar, 21.00 Uhr, Moritzhof. Für die Jüngeren Die Schildkröte hat Geburtstag, ab 4 J., 15.00 und 16.30 Uhr, Puppentheater. Kinderkino: 15.00 Uhr Latte Igel und der magische Wasserstein, 15.30 Uhr

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FREIZEITTIPPS 15.30 Uhr Der kleine Rabe Socke 3 – Suche nach dem verlorenen Schatz, Moritzhof. Messe/Märkte Kreativmarkt Magdeburg, 11.00-18.00 Uhr, Messe Magdeburg.

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Ausgabe Januar 2020 |

Führungen Faszination Stadt, öffentliche Führung, Dauer ca. 90 Minuten, Anmeldung: Museumsservice, 11.00 und 16.00 Uhr, Kulturhistorisches Museum, Foyer. ... und außerdem Eiszeit 2020, öffentliches Eislaufen 10.00-18.00 Uhr, Eisdisco 18.00 -22.30 Uhr, Festung Mark. Venga Venga, 90er- und 2000er-Party, 22.00 Uhr, Festung Mark.

Uhr, Schauspielhaus, Foyer. Holiday on Ice: Showtime, 14.00 Uhr, Getec-Arena. Der gute Mensch von Sezuan, von Bertolt Brecht, 18.00 Uhr, Schauspielhaus. Comedy/Kabarett Väterdämmerung, DreierProgramm der Hengstmanns, 17.00 Uhr, nach Hengstmanns. Kunst/Literatur Köfer liest Karusseit, Lesung mit Herbert Köfer, 17.00 Uhr, Zwickmühle. Kleines Kino Filme im Original mit dt. UnSonntag | 19.01. tertiteln: 16.00 Uhr CunningKonzerte ham, 16.15 Uhr Pavarotti, Frau Puppendoktor Pille: Habt ihr Kummer oder Sor- Moritzhof. Judy, 20.15 Uhr, Moritzhof. gen?, Gegensätzlichkeiten Für die Jüngeren von Mann und Frau und viel Musik, 15.00 Uhr, Thea- Kinderkino: 14.00 Uhr Latte ter in der Grünen Zitadelle. Igel und der magische Wasserstein, 14.30 Uhr Der Sonntagskonzert, Beethokleine Rabe Socke 3 – ven: Sinfonie Nr. 9 d-Moll u.a., 16.00 Uhr, Opernhaus. Suche nach dem verlorenen Sonderkonzert der Magde- Schatz, Moritzhof. Nur ein Tag, von Martin burgischen Philharmonie mit dem Jugendsinfonieor- Baltscheit, ab 6 J., 15.00 Uhr, Puppentheater. chester des KonservatoriBibi & Tina – Tohubawohu ums, Leitung: GMD Anna total, Kinder-Sonntagskino, Skryleva, 16.00 Uhr, Kon15.00 Uhr, OLi-Kino. servatorium, Konzertsaal. Messe/Märkte Der Herr der Ringe & der Hobbit – Das Konzert, 19.00 Kreativmarkt Magdeburg, 10.00-17.00 Uhr, Messe Uhr, Stadthalle. Magdeburg. Theater/Show Zugabe #8: An die Überle- Führungen Faszination Stadt, öffentlibenden. Texte und Lieder aus dem 2. Weltkrieg, 11.00 che Führung, Dauer ca. 90

Theater, Konzert, Lesung, Ausstellung und andere Freizeittipps … Senden Sie Ihre Veranstaltungsinformationen bitte per E-Mail an: termine@magdeburg-kompakt.de Minuten, Anmeldung: Museumsservice, 11.00 und 16.00 Uhr, Kulturhistorisches Museum, Foyer. Python, Natter, Boa & Co., Führung durch alle Bereiche, 15.00 Uhr, Gruson-Gewächshäuser. Geschichten zur Dämmerung, abenteuerliche Geisterjagd durch das Puppentheater und die Villa p., hinter die Kulissen des Theaters, ab 6 J., 17.00 Uhr, Puppentheater. ... und außerdem Der rote Dior des Ostens – Geschichte der Firma Bormann, eine Bormann-Modenschau, 15.00 Uhr, Feuerwache.

sie in ihrer neuen Heimat Schweden und recherchierte ihre Lebensgeschichte anhand von Tagebüchern und Briefen. Sein Buch unter dem Titel „Die Tänzerin von Auschwitz“ zeichnet ihre Geschichte nach und bildet auch die Grundlage für die Ausstellung, die vom Museum „Herinneringscentrum Kamp Vught“ (Erinnerungszentrum Lager Vught) erstellt worden ist. Die Ausstellung, die ab 16. Januar zum ersten Mal in Ostdeutschland zu sehen ist, erzählt die Lebensgeschichte dieser „unbeugsamen Frau“ anhand von Fotos, Filmausschnitten, Texten und persönlichen Gegenständen. Die Wanderausstellung ist bis zum 14. März in der Magdeburger Stadtbibliothek (Breiter Weg 109) zu sehen. Öffnungszeiten sind

das mit Erfolg. Bilder, die an der Ostsee (Foto unten) und in Magdeburg entstanden sind, werden nun in einer Ausstellung im RatMagdeburger Ansichten & haus gezeigt. Es sind um Ostsee. Vor rund zwei Jah- die 15 Fotomotive, auf Leinwand, in 1-Meter-Größe, ren hat der Magdeburger Dirk Wellborn die Fotografie was ihre Ausstrahlung verals Hobby entdeckt. Er be- stärkt. Zu sehen sind die gann, genauer hinzusehen Aufnahmen bis zum 24. Januar im Saal der Partnerund dadurch besondere städte im Alten Rathaus. Motive zu entdecken. Und montags bis freitags von 10 bis 19 Uhr und sonnabends von 10 bis 13 Uhr. Der Eintritt ist kostenfrei.

baums, 20.15 Uhr Crescendo – #makemusicnotwar, Moritzhof. Freies Land, 19.30 Uhr, Moritzhof. Für die Jüngeren Nur ein Tag, ab 6 J., 10.00 Uhr, Puppentheater. Raus aus dem Haus, Deutsche Erstaufführung, Kinderoper von David Wagner, ab 3 J., 11.00 Uhr, Opernhaus, Podium. Führungen Dommuseum Ottonianum, Führungen jeweils zur vollen Stunde, Dauer 1 h, 10.00 bis 16.00 Uhr, Dommuseum, Domplatz 1.

Dienstag | 21.01. Comedy/Kabarett Hengstmanns satirischer Montag | 20.01. Jahresrückblick, HengstKonzerte manns & Gäste, 19.30 Uhr, Jazz in der Kammer: Baunach Hengstmanns. hauskapellentraum, Subsystem & Gäste, 20.00 Uhr, Kleines Kino Vom Gießen des ZitronenForum Gestaltung. baums, 10.30 und 20.15 Kleines Kino Filme im Original mit dt. Un- Uhr, Moritzhof. Miles Davis – Birth of the tertiteln: 16.00 Uhr MilchCool (OmU), 17.00 Uhr, Mokrieg in Dalsmynni, 16.15 ritzhof. Uhr Pavarotti, 17.45 Uhr Milchkrieg in Dalsmynni, Klavierstunden, 18.15 Uhr 19.30 Uhr, Moritzhof. Vom Gießen des Zitronen-

Ausstellungstipps Die Tänzerin von Auschwitz – Die Geschichte einer unbeugsamen Frau. Die Ausstellung beleuchtet die Geschichte der Judenverfolgung und des Holocausts im Zweiten Weltkrieg anhand des ergreifenden Schicksals einer jungen, mutigen Frau, die mit ihrem Feind um ihr Leben tanzen musste. Im Mittelpunkt der Schau steht das Leben der Auschwitz-Überlebenden Roosje Glaser. Die niederländische Jüdin führte in ‘s-Hertogenbosch trotz nationalsozialistischer Verfolgung eine Tanzschule, bevor sie durch den Verrat ihres Mannes im Vernichtungslager Auschwitz landete. Auch dort begann sie zu tanzen und konnte so überleben. Ihr Neffe Paul Glaser stieß 1987 eher zufällig auf die ungewöhnliche Geschichte seiner Tante. Er besuchte

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Der Dom – das Wahrzeichen Magdeburgs. Unter diesem Titel werden zum 29. März in den Gruson-Gewächshäusern, Schönebecker Straße 129 b, Aufnahmen von Gotthard Demmel gezeigt. Der Amateurfotograf setzt das größte mittelalterliche Bauwerk Magdeburgs und dessen Verbindung zur Stadt fotografisch in Szene. Seine Bilder zeigen ungewöhnliche Perspektiven, in stimmungsvolles Licht getauchte Ansichten und skurril anmutende Details. Der Magdeburger Dom wurde vor 500 Jahren nach 300jähriger Bauzeit fertiggestellt. Er ist das einzige im Mittelalter vollendete gotische Kathedralbauwerk in Deutschland. Die Exposition ist täglich außer montags von 9 bis 17 Uhr in mehreren Bereichen der Gruson-Gewächshäuser zu sehen.


FREIZEITTIPPS

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FRONTM3N, 20.00 Uhr, AMO. Theater/Show Erste Liebe, musikalischer Abend von Ralph Opferkuch, 19.30 Uhr, SchauMittwoch | 22.01. spielhaus, Foyer. Konzerte Comedy/Kabarett Pohlmann: Jahr aus Jahr 5. Magdeburger Vakuum, ein, 20.00 Uhr, Moritzhof. 2.Vorrunde, Kabarett- und Comedy/Kabarett Kleinkunstpreis, 19.30 Uhr, 5. Magdeburger Vakuum, nach Hengstmanns. 1.Vorrunde, Kabarett- und Kleinkunstpreis, 19.30 Uhr, Wir stärken unsre Schwächen, 20.00 Uhr, Zwicknach Hengstmanns. Wir bringen uns in Form, mit mühle. Kleines Kino Lothar Bölck und HansVom Gießen des ZitronenGünther Pölitz, 20.00 Uhr, baums, 10.30 und 17.00 Zwickmühle. Uhr, Moritzhof. Kunst/Literatur Das geheime Leben der Kunstpause, Führung in Bäume, 18.15 Uhr, Moritzeiner der Ausstellungen, hof. 12.30 Uhr, Kunstmuseum Jojo Rabbit, 17.30 und Kloster Unser Lieben 19.30 Uhr, Moritzhof. Frauen. Italienische Kultfilme: Der Nachbilder, Malerei von Postmann, 19.00 Uhr, Christine Bergmann, AusOLi-Kino. stellungseröffnung, in der Die Wütenden – Les MisérReihe „Kunst kommt in die ables, 20.15 Uhr, Moritzhof. Gänge“, 13.00 Uhr, Landtag von Sachsen-Anhalt Domplatz 6-9. Lesungen Treff im Schmuckhof: FasziFilme ArchivGespräche nation Stadt, Führung durch Bibliothek Vorträge die Sonderausstellung mit Ausstellungen Dr. Gabriele Köster, Eintritt Informationen unter frei, 16.00 Uhr, Kulturhistori03 91/ 4 04 49 95 sches Museum. www.literaturhaus-magdeburg.de Neujahrsempfang mit den aus Mitgliedern des Literaturturh agdeburg a r hauses Magdeburg e.V., ite M inkl. Finissage zur Ausstellung „Kay Voigtmann – Grafik und Illustration“ in Anwesenheit des Künstlers.19.00 Führungen Uhr, Literaturhaus. Dommuseum Ottonianum, Stefan Müller: Spektiven, Vernissage, 19.30 Uhr, Mo- Führungen jeweils zur vollen Stunde, Dauer 1 h, 10.00 ritzhof. bis 16.00 Uhr, DommuKleines Kino seum, Domplatz 1. Klavierstunden (OmU), ... und außerdem 17.00 Uhr, Moritzhof. Eike von Repgow bei den Crescendo – #makemuGenossenschaftsbauern. sicnotwar, 20.15 Uhr, MoDie Rede der DDR-Justizmiritzhof. nisterin Hilde Benjamin in Für die Jüngeren Reppichau am 29. Juni Kunst mit Kindern, ab 5 J., 1959, Vortrag von Prof. i. R. 15.00 Uhr, Kunstmuseum Dr. jur. Heiner Lück, SächsiKloster Unser Lieben sche Akademie der WissenFrauen. schaften zu Leipzig, BeFührungen gleitprogramm SonderausDommuseum Ottonianum, Führungen jeweils zur vollen stellung Faszination Stadt, Eintritt frei, 19.00 Uhr, KulStunde, Dauer 1 h, 10.00 turhistorisches Museum, bis 16.00 Uhr, DommuKaiser-Otto-Saal. seum, Domplatz 1. Schnitzeljagd durch die villa p., ab 16 J., 19.00 Uhr, Pup- Freitag | 24.01. pentheater. Konzerte Jazz, Klassik und Weltmusik, Leon Gurvitch und EnDonnerstag | 23.01. semble, Gastspiel, 19.30 Konzerte Konzert der Holzbläser, Lei- Uhr, Opernhaus. tung: Roland Kähne, 18.00 Wintersause mit Pampatut(ti), 20.00 Uhr, Uhr, Konservatorium, KonFeuerwache. zertsaal.

Wolf & Moon: Before It Gets Dark, 20.00 Uhr, Moritzhof. Theater/Show Die acht Millionäre, eine Kriminalkomödie, 17.00 Uhr, Theater an der Angel. Meisterklasse, von Terrence McNally, 19.30 Uhr, Schauspielhaus, Foyer. Konsens, 19.30 Uhr, Schauspielhaus Studio. Sarg niemals nie – Ein Musical zum Totlachen, Hausproduktion, 20.00 Uhr, Theater Grüne Zitadelle. Comedy/Kabarett 5. Magdeburger Vakuum, Finale, Kabarett- und Kleinkunstpreis, 19.30 Uhr, nach Hengstmanns. Lippenbekenntnisse, Michael Magel spielt und singt Texte und Lieder von Jürgen von der Lippe, 19.30 Uhr, Feuerwache. Mittendrin ist auch daneben, mit Marion Bach, Heike Ronniger und Oliver Vogt, 20.00 Uhr, Zwickmühle. Kleines Kino Jojo Rabbit, 17.00 und 21.00 Uhr, Moritzhof. Das geheime Leben der Bäume, 19.00 Uhr, Moritzhof. Für die Jüngeren Das Katzenhaus, von Samuil Marschak, ab 6 J., 9.00 und 10.30 Uhr, Puppentheater. Führungen Führung im Otto-von-Guericke-Zentrum, Dauer: ca 1h, kostenfrei, 14.00 Uhr, Lukasklause, Schleinufer 1. Nachtwächter-Rundgang, Anmeldung über Tourist-Information, 19.00 Uhr, Kloster Unser Lieben Frauen. Die Schichtls – eine Dynastie lebt, besondere Führung durch die größte FigurenSpielSammlung, ab 12 J., 19.00 Uhr, Puppentheater. ... und außerdem Fire & Ice, die Uni bittet zum Tanz, Universitätsball, 21.30 Uhr, Festung Mark.

Samstag | 25.01. Konzerte Kammermusik: Vom 19. Jahrhundert in die Moderne, 19.30 Uhr, Gesellschaftshaus, Gartensaal. Celtic Chaos, traditionelles Januar-Konzert, 19.30 Uhr, OLi-Kino. T&T Wollner: Sam & Samuel, mit dem Saxophonisten Frank Schöpke, 20.00 Uhr, Feuerwache. enVivo, 20.00 Uhr, Volksbad Buckau. ABBA GOLD The Concert

Show, 20.00 Uhr, AMO. The Best of Black Gospel – 20 Years of Gospel, 20.00 Uhr, Johanniskirche. Theater/Show Turandot, Oper von Giacomo Puccini, Premiere, vorab um 19.00 Uhr Einblick, 19.30 Uhr, Opernhaus Vor Sonnenaufgang, von Ewald Palmetshofer, nach Gerhart Hauptmann, 19.30 Uhr, Schauspielhaus. Die acht Millionäre, Kriminalkomödie, 20.00 Uhr, Theater an der Angel. NON(N)SENS – Das swingende Nonnenmusical, Hausproduktion, 20.00 Uhr, Theater Grüne Zitadelle. Comedy/Kabarett Tacheles! Programm der Hengstmann-Brüder, 19.30 Uhr, nach Hengstmanns. Aufs Spiel gesetzt, mit Marion Bach, Heike Ronniger, Hans-Günther Pölitz, 15.00 und 20.00 Uhr, Zwickmühle. Kunst/Literatur Die Lange Nacht der Fotografie, 19.00 Uhr, Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen. Wortwäsche Slam, Poetry, 20.00 Uhr, Moritzhof. Kleines Kino Das geheime Leben der Bäume, 16.45 Uhr, Moritzhof. Jojo Rabbit, 19.00 und 21.00 Uhr, Moritzhof. Für die Jüngeren Kinderkino: 15.00 Uhr Latte Igel und der magische Wasserstein, 15.30 Uhr Der kleine Rabe Socke 3 – Suche nach dem verlorenen Schatz, Moritzhof. Messe/Märkte Nachtflohmarkt, freier Eintritt für Kinder bis 14 Jahre, 15:00- 23.00 Uhr, Messe Magdeburg.

07.03.2020

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Führungen Faszination Stadt, öffentliche Führung, Dauer ca. 90 Minuten, Anmeldung: Museumsservice, 11.00 und 16.00 Uhr, Kulturhistorisches Museum, Foyer. ... und außerdem Eiszeit 2020, öffentliches Eislaufen 10.00-18.00 Uhr, Eisdisco 18.00 -22.30 Uhr, Festung Mark. German Open 2020, Tischtennis, bis 2. Februar Wettkämpfe um Weltranglistenpunkte, Getec-Arena.

Sonntag | 26.01. Konzerte It’s Showtime – Das Musical-Konzert, 15.00 Uhr, Theater Grüne Zitadelle. Theater/Show Die Pest. Ein Monolog nach Albert Camus, 18.00 Uhr, Schauspielhaus, Foyer. La Fille mal gardée / Das schlecht behütete Mädchen, Ballett von Gonzalo Galguera, Musik von Peter Ludwig Hertel u. a., 18.30 Uhr / Opernhaus. Die acht Millionäre, Kriminalkomödie, 20.00 Uhr, Theater an der Angel. Comedy/Kabarett Väterdämmerung, DreierProgramm der Hengstmanns, 17.00 Uhr, nach Hengstmanns. Kunst/Literatur Schreibmarathon des LiteraThiems, interessierte Geschichtenschreiber sind

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FREIZEITTIPPS zum Schreibmarathon eingeladen, 10.00-16.00 Uhr, Literaturhaus. Fabulartistika: Lügen, Streiche und andere Dummheiten, 18.00 Uhr, Volksbad Buckau. Kleines Kino Das geheime Leben der Bäume, 16.15 Uhr, Moritzhof. Jojo Rabbit, 18.15 und 20.15 Uhr, Moritzhof. Für die Jüngeren Kinderkino: 14.00 Uhr Latte Igel und der magische Wasserstein, 14.30 Uhr Der kleine Rabe Socke 3 – Suche nach dem verlorenen Schatz, Moritzhof. Das Katzenhaus, von Samuil Marschak, ab 6 J. / 15.00 und 16.30 Uhr, Puppentheater. Eule und Lerche: Zacki Zacki!, Familienkonzert, 16.00 Uhr, Moritzhof. Führungen Ottonianum, Führungen jeweils zur vollen Stunde, 10.00 bis 16.00 Uhr, Dommuseum, Domplatz 1.

... und außerdem Frontal aber fair, Talk-Reihe mit Moderatorin Tonja Pölitz, Gast ist diesmal Jörg Kachelmann, 17.00 Uhr, Zwickmühle.

Montag | 27.01. Comedy/Kabarett Magdebürger Nachschlag, Wohnzimmerkabarett von und mit Lars Johansen, 19.30 Uhr, Moritzhof. Kleines Kino Filme im Original mit dt. Untertiteln: 16.15 Uhr Crescendo – #makemusicnotwar, 17.00 Uhr Vom Gießen des Zitronenbaums, 17.30 und 19.45 Uhr Jojo Rabbit, 20.15 Uhr Die Wütenden – Les Misérables, Moritzhof. Das geheime Leben der Bäume, 18.15 Uhr, Moritzhof. Für die Jüngeren Das Katzenhaus, ab 6 J., 9.00 und 10.30 Uhr, Puppentheater. Führungen Dommuseum Ottonianum,

Ausgabe Januar 2020 |

Führungen zw.10.00 & 16.00 Uhr, Dauer 1 h, Dommuseum, Domplatz 1. Faszination Stadt, öffentliche Führung, Dauer ca. 90 Minuten, Anmeldung: Museumsservice, 11.00 und 16.00 Uhr, Kulturhistorisches Museum, Foyer. ... und außerdem Trennung/Scheidung – Rechtliche Informationen und Tipps (Teil 2), alles Wichtige zum Unterhalt während der Trennung und nach der Scheidung: Kindesunterhalt, Trennungsund nachehelicher Unterhalt, Partnerunterhalt – Was muss ich zahlen, was steht mir zu? Berechnung, Dauer, Abänderung, 18.00 Uhr, Der Paritätische, Wiener Str.

und Andy Sauerwein, 20.00 Uhr, Festung Mark. Kunst/Literatur Peter Handke: „Die Obstdiebin oder Einfache Fahrt ins Landesinnere“, Literaturklub, 19.30 Uhr, Eintritt frei, Schauspielhaus. Was bleiben wird, Lesung mit Gregor Gysi & Friedrich Schorlemmer, 20.00 Uhr, Theater Grüne Zitadelle. Kleines Kino Die Wütenden – Les Misérables, 10.30 und 18.15 Uhr, Moritzhof. Das geheime Leben der Bäume, 20.15 Uhr, Moritzhof. Für die Jüngeren Das Katzenhaus, von Samuil Marschak, ab 6 J., 9.00 und 10.30 Uhr, Puppentheater.

Barleben, OT Ebendorf. Blankenburg Samstag 15. Februar: Women in Jazz, Konzert im Rahmen des Jazzfestivals, 19.30 Uhr, Kloster Michaelstein, Kreuzhof, Michaelstein 3. Burg Freitag, 24. Januar: Hört Ihr Leut und lasst Euch sagen, beim Nachtwächterrundgang werden alte Sagen lebendig, Dauer ca. eine Stunde, Anmeldung über Tourist-Information, Tel. (03921) 636 92 90, Start 19 Uhr, Innenstadt. Samstag, 25. Januar: Verklärungsbedarf, mit dem Satiremusiker Lennart Schilgen, 19.30 Uhr, KleinKunstBühne im Evangelischen Gemeindehaus, Grünstr. 2. Gommern Mittwoch, 5. Februar: Ines & Mady auf Glückssuche, Doppelprogramm von Ines Möhring und Mady Host, Lesung und Weltenbummelei, 19 Uhr, Stadtbibliothek Gommern Halberstadt Donnerstag, 16. Januar: Literaturgespräch bei Gleim. Hannelore Beyer und ihre Lieblingsbücher,

Ausstellungen, 12.30 Uhr, Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen. Kleines Kino Das geheime Leben der Bäume, 18.15 Uhr, Moritzhof. Die Wütenden – Les Misérables, 20.15 Uhr, Moritzhof. Für die Jüngeren Ritter Odilo und der strenge Herr Winter, Kinderoper, ab 6 J., 14.30 Uhr, Opernhaus, Podium. Kunst mit Kindern, ab 5 J., 15.00 Uhr, Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen. Führungen Dommuseum Ottonianum, Führungen jeweils zur vollen Stunde, 10.00-16.00 Uhr, Dommuseum, Domplatz 1. ... und außerdem Frauenerzählsalon zum Thema Wende und Wiedervereinigung, 18.00 Uhr, Volksbad Buckau.

Dienstag | 28.01. Comedy/Kabarett Väterdämmerung, DreierProgramm der Hengstmanns, 19.30 Uhr, nach Hengstmanns. Comedy-Lounge, mit Der Tod, Exitussi, Pierre Schäfer

Mittwoch | 29.01. Theater/Show Der gute Mensch von Sezuan, 10.00 Uhr, Schauspielhaus. Kunst/Literatur Kunstpause, in einer der

(Kein Anspruch auf Vollständigkeit. Änderungen vorbehalten.)

Eintritt frei, 15.00 Uhr, Gleimhaus. The Spirit of Woodstock, 50 Jahre Love, Peace & Music – Woodstock kehrt zurück, 19.30 Uhr, Theater Halberstadt, Großes Haus. Dienstag, 21. Januar: TINA – The Rock Legend, 19.30 Uhr, Nordharzer Städtebundtheater, Spiegelstraße 20a. Dienstag, 30. Januar: Heimatgefühle – Das Konzertprogramm mit Herz präsentiert von Sigrid und Marina, 16 Uhr, Nordharzer Städtebundtheater, Spiegelstr. 20a. Freitag, 14. Februar: Bitte mit Sahne – Die größten Hits von Udo Jürgens, präsentiert von Enrico Scheffler und Ensemble, 19.30 Uhr, Nordharzer Städtebundtheater, Spiegelstraße 20a. Freitag, 28. Februar: Nachts im Schachmuseum, Nachtführung auf den Spuren der Ströbecker Schachgeschichte, Schachmuseum Ströbeck, Platz am Schachspiel 97. Haldensleben Dienstag, 28. Januar: FabrikKino, jeden letzten Dienstag im Monat wird ein auserwählter Film aus ver-

schiedenen Genres gezeigt, 19 Uhr, Kulturfabrik, Gerikestraße 3a. Montag, 10. Februar: Frau Holle, eine Geschichte aus dem Erzähltheater, 10 Uhr, Kulturfabrik, Gerikestr. 3a. Ilsenburg Sonntag, 19. Januar: Die große Schlager Hitparade – das Original – 19/20, 16 Uhr, Harzlandhalle, Harzburger Straße 24. Sonntag, 2. Februar: Holger Mück & seine Egerländer Musikanten, 16 Uhr, Harzlandhalle, Harzburger Straße 24. Rübeland / Harz Dienstag/Mittwoch, 11./12. Februar: Familie Feuerstein: Fred Feuerstein, seine Frau Wilma und deren Nachbarn Betty und Barney Geröllheimer haben es sich in der Baumannshöhle in Rübeland gemütlich gemacht, witzig charmante Historiensatire, 16 Uhr, in der Baumannshöhle, Blankenburger Straße 36. Schönebeck Freitag, 17. Januar: Der kleine Muck, der berühmte Märchenklassiker als Musical für die ganze Familie, 16 Uhr, Dr.-Tolberg-Saal.

Freitag, 24. Januar: Sam & Samuel, Konzert mit Tabea & Tobias Wollner und dem Saxofonisten Frank Schöpke, 19.30 Uhr, Kirche St. Laurentii, Reuterplatz 6. Ummendorf Donnerstag, 6. Februar: Szenische Lesung: Die Tausendundzweite Nacht, Gunther und Renate Hirschligau, 19.30 Uhr, Börde-Museum Burg Ummendorf, Meyendorffstr. 4. Zielitz Freitag, 24. Januar: Ist das Liebe oder kann das weg? Konzertlesung mit Triple S & Danuta Ahrends, 19 Uhr, Bibliothek Zielitz & Bibliotheks- und Kulturverein Zielitz e.V., Friedensring 1. Samstag, 1. Februar: Schieß mich doch zum Mond! „Es grünt so grün“Sprechübung mit Prof. Higgins, Komödie, 19.30 Uhr, Holzhaustheater Zielitz e.V., Friedensring 1. Freitag, 21. Februar: Aufs Spiel gesetzt, Die Magdeburger Zwickmühle (Marion Bach, Heike Ronniger & Hans-Günther Pölitz), 20 Uhr, Bibliothek Zielitz & Bibliotheks- und Kulturverein Zielitz e.V., Friedensring 1.

Tipps fürs Umland Ballenstedt Samstag, 1. Februar: Ab in den Süden – Das Musical, eine turbulente Komödie mit 50 der größten deutschen Hits aus Rock, Pop & Schlager, 19.30 Uhr, Theater Ballenstedt, Schlossplatz 3. Barleben Samstag, 25. Januar: Tag der offenen Tür in der Gemeinschaftsschule, Kinder, Eltern, Großeltern und andere Verwandte sind herzliche eingeladen, Lehrer und Schüler stehen für Fragen rund um den Schulalltag und die Arbeitsgemeinschaften an den Nachmittagen zur Verfügung, 10 bis 13 Uhr, Feldstraße 20. Donnerstag, 30. Januar: “Märchenoma” Roswitha Kuß liest Geschichten für Kinder, 15 Uhr, Begegnungsstätte des MGZ, Breiteweg 147. Samstag, 22. Februar: Jubiläumsveranstaltung ECC, der Ebendorfer Carneval Club macht nach 40 Jahren eine große Sause, am Einlass gibt es nicht nur Brause, Reservierungen unter Kartenverkauf-ECC@tonline.de, ab 19 Uhr, Veranstaltungscenter Bördehof,

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RÄTSEL

47 | Ausgabe Januar 2020

Kurzform von Katharine

Geliermittel

Flachs

griech. Kriegsgott

Fernsprecher

Mundtuchfessel

Erläuterung

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USrettende ParlamentsLösung entscheid

hess. Stadt im Taunus

Haus

chinesischer Politiker (Peng)

Wagenkolonne

Wüste in Nordafrika

existieren

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aus gebranntem Ton

Himmelskörper

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afrikanische Völkergruppe

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Damit alles so wird, wie Sie es sich wünschen.

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Pfeilwurfspiel

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Geste der Zustimmung

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Abheben eines Flugzeugs

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