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HSV SUPPORTERS CLUB | 55.529 MITGLIEDER

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C 14003 GEBÜHR BEZAHLT | Juli 2012 | Ausgabe 70 I 2,00 Euro

supporters news DAS MAGAZIN DES HSV SUPPORTERS CLUB

Keiner stoppt den Dino!


Ein paar Worte vorweg Moin, HSVer! Moin HSVer, die Sommerpause ist so gut wie vorbei! Trotz der EM und des erfolgreichen Abschneidens der DFB-Elf freuen sich alle schon wieder auf richtigen Fußball: ENDLICH WIEDER HSV!!! Bevor wir uns der neuen Saison zuwenden, sollten wir aber noch einmal einen Rückblick auf die vergangene Spielzeit wagen. Was bleibt am Ende von der Saison 2011/2012 stehen? Natürlich der Abstiegskampf, viel zu wenig Heimsiege und viele Lehrstunden gegen die Top-Teams der Liga. Entscheidend war für mich aber neben dem Klassenerhalt der Zusammenhalt aller HSVer in dieser schwierigen Phase!!! Die Kampagne „Wir für Euch! Ihr für uns! Immer erste Liga“ war nicht nur durch den Klassenerhalt erfolgreich. Sie hat vor allem gezeigt, dass der gesamte Verein, die komplette Fanszene und die Mannschaft zusammenstehen, wenn es darauf ankommt! Denn mit dem Start der Aktion ging ein positiver Ruck durch alle HSVer! Viele Unterstützer-Ideen wurden gesammelt und gemeinsam umgesetzt. Es war dabei besonders spannend zu beobachten, dass die Zusammenarbeit in der Entwicklung und Ausführung von ehrenamtlichen und hauptamtlichen HSVern gemeinsam umgesetzt wurde. In der Fanszene wurde der Slogan entwickelt und mit den betreffenden Abteilungen im Verein abgestimmt und verbreitet. Bei der Organisation von Choreos, TShirts zum Selbstkostenpreis, kostenlosen Stickern und Buttons, Bewerbung der Aktion über die Homepages des Vereins, verschiedener FanClubs, auf diversen Facebook-Seiten, in Newslettern oder auch dem gemeinsamen Auftritt nach außen gegenüber der Presse und anderen haben alle HSVer Hand in Hand für den Verein zusammen gearbeitet. In Hamburg gab es trotz schlechter Spiele und des nervenzehrenden Abstiegskampf, keine „Wer auch immer“-Raus-Rufe, Busblockaden, Drohungen gegenüber Spielern oder Platzstürme. Stattdessen haben sich alle HSVer – besonders eindrucksvoll beim Heimspiel gegen Hannover 96 – als Einheit präsentiert und die Mannschaft angefeuert. Für diese gemeinsame Aktion haben wir als HSVer, als Fanszene und als gesamter Verein bundesweit viel Lob erhalten! Insofern Ausgabe 70

dürfen wir alle vielleicht sogar auch ein kleines bisschen stolz auf unsere eigene Aktion sein. Und vielleicht haben wir ja am Ende sogar zum glücklichen Ausgang auf dem Rasen beitragen können, als es hieß: „KEINER STOPPT DEN DINO!!!““ Natürlich stellt der Abstiegskampf eine besondere Belastung für jeden Fan dar. Deshalb haben wir uns in diesem Heft dem Thema Abstiegskampf und Klassenerhalt gewidmet. Persönliche Eindrücke und Empfindungen verschiedener HSVer könnt hierzu lesen (ab S. 42). Wir haben aber nicht nur die Fanseite betrachtet, sondern auch mit Frank Arnesen über die sportlichen Aussichten der kommenden Jahre und viele andere Themen sprechen können. Frank Arnesen berichtet noch einmal davon, wie ihm anfangs mit einem „Investitions-Volumen“ von 15 – 20 Millionen Euro (!) der Job schmackhaft gemacht wurde, er sich dann aber komplett umorientieren und auf einen harten Sparkurs einstellen musste. Das Interview findet Ihr ab Seite 10. Sportlich wird die kommende Saison natürlich wieder spannend. Wird die Mannschaft besser spielen und abschneiden, als im vergangenen Jahr? Wie werden sich die Neuverpflichtungen wie Rudnevs, Adler oder Heimkehrer Maximilian Beister bewähren? Aber auch außerhalb des Platzes wird die kommende Saison einiges zu bieten haben. Im März 2013 wird der Supporters Club 20 Jahre alt, im Sommer 2013 wird die Bundesliga 50 Jahre alt. Der HSV wird sich zu diesem Zeitpunkt dann hoffentlich schon auf

das 51. Jahr ununterbrochener Liga-Zugehörigkeit freuen können. Im Vordergrund steht aber natürlich das 125-jährige Vereinsjubiläum mit diversen Veranstaltungen und Feierlichkeiten und dem „Geburtstags-Heimspiel“ gegen Hannover 96!!! Aus der Fanszene wird eine „Riesen-Choreo“ zu diesem Spiel geplant. Dabei werden alle HSVer aufgerufen, sich tatkräftig und gern auch finanziell zu beteiligen. Wenn nur ein Bruchteil der kursierenden Gerüchte stimmen sollte, werden wir wohl die größte Choreo aller Zeiten erleben dürfen!!! Rund um das Jubiläum werden auch verschiedene HSV-Chroniken veröffentlicht werden. Besonders hinweisen möchte ich auf die Chronik „Kinder der Westkurve“, der ersten historischen Aufarbeitung über die HSV-Fanszene der letzten 125 Jahre. Das Besondere dabei ist, dass das Buch von Mitgliedern der HSV-Fanszene in inzwischen jahrelanger Arbeit erstellt worden ist. Weitere Infos zur Entstehung des Buches und weitere Hintergründe findet Ihr ab Seite 22. Ich wünsch Euch allen viel Spaß beim Überbücken der letzten Augenblicke bis zum Saisonstart und noch viel mehr Spaß bei den bevorstehenden Geburtstagsfeierlichkeiten. In diesem Sinne: NUR DER HSV!!! Für die Abteilungsleitung Ralf Bednarek

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Inhaltsverzeichnis Ausgabe 70 · Juli 2012 Ein paar Worte vorweg

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Moin, HSVer!

Kontrovers, doch nicht verfeindet

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8 9 9 10 12

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Wieder Die Könige des Nordens?

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Volksparkett26 VIP beim Volksparkett

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Uli Hoeneß

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41 Teams kämpfen und feiern

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24. Westkurven-Meisterschaft

Zwischen Abpfiff und Pressekonferenz

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Kinder der Westkurve

Personalwechsel – aber die Erfolgsstory geht weiter!

Täglich im Überfluss Fußball gucken!

Die dritte Halbzeit 

20

Interview mit den Hambuger Jungz

Frank Arnesen stellt sein Konzept vor

Legal? Illegal?Scheißegal?

Kommerz in Zahlen 

Ein Buchprojekt wird fertig!

Faszination Fußball

In zwei Jahren . . .

19

Von Anstoßzeiten bis Zuschauerzahlen

Per Schiff zum Heimspiel

Jenseits von Kommerz

Weltstar stützt Liga-Verein Anteilseigner Robbie Williams

Zur Wiederwahl von Oliver Scheel

Muss man erlebt haben!

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Wer hat wo seine Finger im Spiel?

Rückblick auf die Mitgliederversammlungen

„Für die Belange der Mitglieder“

Durch Scheich zum Sieg

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supporters news


36

Respektvoller Umgang?

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31

Seniorenratswahl  2012

Der SC bei der EU und beim DFB

Du wirst uns siegen seh’n

32

Der SC vertritt „UNSERE KURVE“ beim EU-Förderprojekt

Geht’s noch?

33 35 36

60

Universalsportverein 

62

Lesen und Hören

70

Rezensionen

42

Rückblick auf den Abstiegskampf

Abstieg unvorstellbar?

Die nächste Saison wird besser

Die anderen Abteilungen

Berichte über die Spiele der Profis

Keiner stoppt den Dino!

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Berichte über die Spiele von HSV II

Der Terminkalender der Abteilungsleitung

Es kann nur besser werden!

Was soll das, Schiri? Fundsätze

Blockkontrollen in 25A

„Was macht Ihr eigentlich?“

Abschlach!59

Grüße an den SC

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Aus aller Welt …

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Regionalbetreuer79

Blick zurück und nach vorn

Erste Anlaufstation für HSV-Fans von außerhalb

Unabsteigbar!47

Die wichtige Seite

Dröhnt es laut im Chooooooor!

SC · Tickets · Mitgliederwerbung · Fan-Shops · etc.

Fanclub-Besuche50

Rund um den HSV

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Netztipps …

81

Was macht eigentlich „der Zauberer“…?

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80

Ein kleiner Einblick

Feiern daheim statt Finale Dahoam!

57

Rothosen feiern ihr 40-jähriges Bestehen

Walter Laubinger

Weihnachtsfeier im März!

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HSV-Fanclub „HSV FÖHR EVER“

Impressum82

Regelquiz58 Regelfragen aus der Praxis für die Praxis Ausgabe 70

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Kontrovers, doch nicht verfeindet Rückblick auf die Mitgliederversammlungen Text Michael Harms · Fotos Witters

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m 15.01.2012 fand ordnungsgemäß die ordentliche Mitgliederversammlung des Hamburger Sport-Verein e.V. statt. Eine prall gefüllte Tagesordnung mit einer Reihe von Satzungsänderungsanträgen sowie der Wahl des Vorstandsmitglieds für die Belange der Mitglieder ließen insgesamt 1358 (davon 1321 stimmberechtigte) Mitglieder in den Saal 1 des Congress Centrums Hamburg strömen. Bei der Diskussion der einzelnen Tagesordnungspunkte hatten vor allem die Berichte des Aufsichtsrates und des Vorstandes großen Klärungsbedarf, besonders die Arbeit des Aufsichtsrates wurde von Teilen der Mitgliedschaft kritisch hinterfragt. Der Aufsichtsrat hat diverse in der Klärung befindliche Sachverhalte genannt, die größtenteils auf die Amtszeit des ehemaligen Vorstandes zurückzuführen waren. Nach intensiver Diskus-

sion, mit Vorschlägen zur Nicht-Entlastung für Teile des ehemaligen Vorstandes, einigte man sich aber im Endefekt darauf, dass man den kompletten Vorstand entlastet, um mit der Ära Hoffmann/Krauss komplett abzuschließen und in die Zukunft zu blicken. Die weiteren Organe wurden ohne nennenswerte Zwischenfälle ebenfalls entlastet, sodass man langsam aber sicher zu einem der Themen kommen konnte, für das eine Vielzahl der Mitglieder den Sonntag im CCH verbrachte. Hier ist zunächst die Wahl des Vorstandsmitglieds für die Belange der Mitglieder zu nennen, bei der es neben dem bisherigen Amtsträger, Oliver Scheel, einen weiteren Kandidaten, Christian Blunck, gab. Auch hier entfachte sich eine längere Diskussion mit vielen Fragen, denen sich beide Kandidaten sehr offen stellten. Vor allem die bisher sehr kurze Vereinsmitgliedschaft von Herrn Blunck kritisierten Teile der anwesenden

Mitglieder. Schließlich müsse man den Verein und seine Mitglieder genau kennen, wenn man für ein solches Amt kandidiere. Diese Voraussetzungen erfüllt Oliver Scheel sicher. Schließlich ist er als Mitbegründer des Supporters Clubs sowie durch diverse Jahre der ehrenamtlichen Tätigkeit und nicht zuletzt durch seine erste Amtszeit als Vorstand mit dem Vereinsleben bestens vertraut. Aufgrund dessen wird sich Oliver zu möglichen kritischen Fragen zu seinem Versprechen, ein Vereinsheim während seiner ersten Amtszeit zu finden, sicher schon im Vorfeld Gedanken gemacht haben. Er habe die Schwierigkeiten, die eine solche Maßnahme mit sich bringt, schlichtweg unterschätzt, gab er selbstkritisch auf der Versammlung zu. Am Ergebnis änderte diese vorgebrachte Kritik jedoch nichts, Oliver Scheel wurde mit gut 75% der abgegebenen Stimmen für eine weitere Amtszeit gewählt und hat diese Wahl ent-

Entlastung der Rechnungsprüfer

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Oliver Scheel und Christian Blunck

sprechend angenommen. Nachdem gegen 18 Uhr das Ergebnis der Wahl feststand, gab es einen ersten großen Aufbruch der anwesenden Mitgliedschaft, so dass sich beim Bericht des Satzungsausschusses der Saal bereits merklich geleert hatte. Doch der Brisanz der anstehenden Satzungsänderungsanträge tat dies keinen Abbruch, denn schließlich gab es die Vorschläge, große Veränderungen innerhalb der Satzung vorzunehmen. Vor allem der Antrag auf eine mögliche Fernwahl bei zukünftigen Versammlungen sorgte bereits im Vorfeld der Versammlung für Gesprächs- und Diskussionsstoff. Aber auch die mögliche Auflösung des HSV Ochsenzoll e.V. sorgte für angeregte Diskussionen, da hier die satzungsändernde Vorbereitung für eine mögliche Auflösung und Umverteilung

der zu besetzenden Posten unbedingt getroffen werden musste. Hier konnte man einen Satzungsänderungsantrag von Herrn Dr. Peters mit der erforderlichen Mehrheit verabschieden, sodass der HSV Ochsenzoll e.V. auf seiner Versammlung die Auflösung und Eingliederung in den HSV e.V. beschließen kann. In Anbetracht der fortgeschrittenen Zeit wurde aber der größte Teil der Änderungsanträge auf einen Ausweichtermin im Mai verschoben, sodass gegen 19.30 Uhr die Versammlung unterbrochen, und auf den 20.5.2012 vertagt wurde. Der zweite Teil der Mitgliederversammlung sollte dann also am 20.5.2012 in unserem Stadion stattfinden. Bei schönstem Wetter fanden sich insgesamt 622 Mitglieder ein, die ab 11 Uhr über die Satzungsänderungsanträge stritten, diskutierten und abstimmten. Im Vorfeld

der Versammlung waren vor allem eine mögliche Fernwahl, sowie der Antrag auf Verkleinerung des Aufsichtsrates als brisant eingestuft worden und genau so kam es auch. Nachdem Ingo Thiel seinen Antrag gegen Investorenmodelle zurückgezogen hatte, da der Vorstand ihm und der Mitgliedschaft sein Ehrenwort gegeben habe, dass es keine Modelle wie das sogenannte Kühne-Modell unter ihm geben werde, waren es genau diese beiden Anträge, die für reichlich Gesprächsstoff sorgten. Letztlich mit dem Ergebnis, dass sowohl die Fernwahl als auch die Verkleinerung des Aufsichtsrates keine ¾ Mehrheit erreichten, die nötig gewesen wäre, um die Satzung zu ändern. Da sich auch der bis dato Vorsitzende des Aufsichtsrates, Ernst-Otto Rieckhoff, für den Antrag seines Kollegen Becker stark gemacht hatte, gab er am Tag nach der Versammlung seinen Vorsitz ab. In Anbetracht der fortgeschrittenen Zeit wurde die Versammlung um 17.50 erneut vertagt, damit die anschließende Informationsveranstaltung des Vorstandes noch abgehandelt werden konnte. Es wird also aller Voraussicht nach eine weitere Versammlung für die übrig gebliebenen Anträge geben. Mein persönliches Fazit dieser Versammlungen fällt durchaus positiv aus, da der Tag gezeigt hat, dass es uns innerhalb des HSV gelingen kann, sachliche Diskussionen zu führen, ohne einander aufgrund konträrer Meinungen anzufeinden. Ich hoffe, dass dies auch in Zukunft so sein wird und freue mich auf weitere, hoffentlich kontroverse, Diskussionen.

Fortsetzung der Mitgliederversammlung

Ausgabe 70

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„Für die Belange der Mitglieder“ Zur Wiederwahl von Oliver Scheel Interview Ulie Liebnau · Foto Witters

supporters news: Auch an dieser Stelle noch einmal: Herzlichen Glückwunsch, Olli! Mit rund 75% der abgegebenen Stimmen bist du nach drei Jahren für deine Arbeit überzeugend bestätigt worden. Welche der beiden Wahlen war für dich unsicherer oder aufregender? Oliver Scheel: Grundsätzlich ist jede Wahl  unsicher und spannend zugleich. Man weiß ja nie, wer da alles gekommen ist, wie die Stimmung ist und wie man selbst am Ende drauf ist! Das Besondere der ersten Wahl war, dass der Amtsinhaber zurückgetreten war. Die Wahl war

offen. Bei der zweiten Wahl war der Mitbewerber eine namhafte Sportlerpersönlichkeit, was ebenfalls für eine spannende Wahl gesorgt hat.

gliederversammlungen mit bis zu knapp 5000 Mitgliedern zu organisieren – natürlich von meinem Team hervorragend vorbereitet.

Fass doch bitte kurz zusammen, wo dein Einsatz besonders wichtig war und wo du auch ein bisschen stolz auf dich sein könntest.

Welche Baustellen haben dir die Arbeit besonders schwer gemacht?

Ein wenig stolz bin ich auf die Umrüstung von 22c in Stehplätze; hier müssen wir aber noch nachlegen. Und genauso das Vereinshaus in Ochsenzoll! Darüber hinaus war mein Einsatz sicherlich immer wichtig, um reibungslose Mit-

Hier sind zwei Dinge hervorzuheben: die Debatte um die Auflösung vom Verein Ochsenzoll und dann, dass das Thema Pyrotechnik so hochkocht. Dort würde ich mir wünschen, dass es zu einer Lösung kommt. Wie diese aussehen könnte, muss sicherlich erneut diskutiert werden. Wie viele Stunden pro Woche warst du durchschnittlich für den HSV im Einsatz? Ich habe mir immer sieben Tage die Woche mit jeweils 24 Stunden HSV gewünscht. Die habe ich jetzt! Nein, Scherz beiseite, ich zähl die Stunden, die ich arbeite, nicht mehr. Aber es ist mehr, als ich vorher gedacht habe. Und: Ich mach‘ es nach wie vor sehr gern für unseren HSV! Was oder wer hilft dir dabei, fit zu bleiben? Ich versuche regelmäßig wenigstens 1 x die Woche die Alster zu umlaufen und verbringe sonst die Zeit überwiegend mit meiner Partnerin. Auf welche neuen Aufgaben freust du dich? Neu sind die Aufgaben ja nicht wirklich, aber freuen tue ich mich auf die weitere Fortentwicklung in Ochsenzoll. Außerdem stehe ich ja bei unseren Mitgliedern im Wort, einen Vereinstreffpunkt in der Innenstadt zu finden. Dort sind wir intensiv am Werk und ich glaube, dass wir eine tolle Lösung finden werden. Und dann ist da ja noch die Vorbereitung unseres Vereinsjubiläums! Für all das: viele gute Mitarbeiter/innen und mindestens 75% Zustimmung!

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Muss man erlebt haben! Per Schiff zum Heimspiel Text & Foto Oliver „Hucky“ Fink

A

m letzten Spieltag gegen Mainz fand nun das Highlight schlechthin aus unserer Region statt. Die beiden Fanclubs „Pegel 1887 Hohnstorf“ und mein Fanclub „HSV-Freunde Vøgelsen e.V.“ organisierten nun bereits zum dritten Mal die Anreise zum Spiel per Fahrgastschiff, der „Classic Queen“ aus Hamburg. Im letzten Jahr starteten wir mit ca. 200 Teilnehmern. Dieses Jahr jedoch mussten wir zeitig einen Anmeldeschluss verkünden. Und so reisten dieses Jahr 320 Fans aus 25 verschiedenen Fanclubs mit. Es konnten unter anderem Teilnehmer aus dem Emsland, Uelzen, Nordstemmen und Hamburg verzeichnet werden, die sich morgens um 8:00 Uhr am Anleger in Hohnstorf versammelten, um die Fahrt zu

den Hamburger Landungsbrücken anzutreten. Bereits am Vorabend begrüßten wir Käpt‘n Alex Wetterau mit seiner Crew, der sich ja mit seinem Schiff nach den Gezeiten der Elbe richten musste. Schnell kamen Erinnerungen an die Fahrt im Jahr zuvor hoch und die Vorfreude stieg. So berichtete der Käpt‘n, dass er immer noch erstaunt über das Verhalten der Mitreisenden im letzten Jahr war. Er hätte nie gedacht, dass so eine Veranstaltung so ordentlich und friedlich über die Bühne gehen kann. Unter diesen Voraussetzungen stelle er sein Schiff immer wieder gerne für uns zur Verfügung. Am Samstagsmorgen um ca. 8:15 Uhr legten wir ab, noch bei Nieselregen. Unterwegs sorgten DJ Andreas und zwei Shanty-Sänger mit „Quetschkommode“ für Stimmung. Die Schiffscrew rund

um Renate Wetterau, die Frau des Käptns, hatte belegte Brötchen zum Verzehr bereitgestellt und auch das eine oder andere Bierchen wurde geleert. Ab der Schleuse in Geesthacht hatte Petrus dann auch ein Einsehen mit uns und schickte die ersten Sonnenstrahlen. Und so ging es in ca. 4 Stunden Fahrzeit die Elbe hinunter. Vorbeifahrende Boote und Schiffe konnten sich an der Fahnenflut und den fröhlichen Leuten bei uns an Bord nicht sattsehen und wurden fröhlich winkend von uns zurück gegrüßt. Dann waren auch schon die Landungsbrücken in Hamburg zu sehen und die Stimmung an Bord schwappte auch auf die Besucher an Land über. Egal ob aus Hamburg, Mainz oder sonst woher, fast alle winkten uns entgegen. Muss man erlebt haben!

Jenseits von Kommerz Faszination Fußball Text & Foto Uwe Liebnau

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eichtfüßiger Spaß, kunstvolle Finten, Tricks der Großen: Maradona-Kreisel, Kick-Dreher, Übersteiger, Double-Cuts, dribbeln, passen, freilaufen, satte Schüsse, Torfreude – mit Leidenschaft, Kampfgeist und Ballgefühl. Das Fußballspiel, nichts als Spiel und Freude, wird selbstbewusst und fair zelebriert von den meist jugendlichen Spielern und Spielerinnen beim 12. Travemünder Friendship-Cup. Gespielt wird in 16 Mannschaften mit je vier Spielern und einer Spielerin. Sie nennen sich “ Trave Kicker“, „Abschlussklasse“, „Muschelschubser“ oder „Monti Dream“. Das Spielerische dominiert. Spieler und Zuschauer erleben ungestört die Schlichtheit und Genialität des Fußballspiels. Was aber geistert uns alles im Kopf rum im Stadion im Volkspark, wenn Einblendungen und Durchsagen über Ballbesitzprozente, Eckenanzahl, Zuschauerzahlen und Werbung das Spiel stören? Wenn Lust- und Einfallslosigkeit, Unvermögen, Fehlentscheidungen, Schauspielereien, Ausgabe 70

Unfairness sich auf dem Platz breitmachen? Wenn Zuschauer ihre eigene Mannschaft bei Fehlern auspfeifen oder nur die Nordtribüne laut wird? Dann verdrängen Gedanken die Freude am Spiel, Gedanken über: Ablösesummen, Gehälter, Spielerverkäufe, Söldner, Sponsoren, Schiedsrichterskandale, Abstiegsängste, Ansprüche, Tabellenplatz, Vereinsehre, Mitgliederströmungen, Kommerz, Eintrittspreise, Qualität von Trainer, Vorstand und Aufsichtsrat, Entwicklung und Stillstand der Mannschaft … All das behindert den Blick für Feinheiten, mindert die Freude am Spiel, widerlegt die Aussage: „Es ist doch nur ein Spiel“. Um das Spielerische wieder zu entdecken und sich an diesem großartigen Spiel zu ergötzen, lohnen Besuche, wie beschrieben, von launigen Cups, von VereinsJugendmannschaften oder Ausflüge zu den Freizeitkickern in Parks. Und dennoch: Das spielerische Element allein erklärt nicht die Faszination Fußball. Woher rühren unsere Anspannung,

Gänsehaut, nasskalten Hände? Diese Macht über unsere Befindlichkeiten ist kaum verständlich. Beim HSV erklären dies vielleicht die Leidens-Gemeinschaft, die „vererbte“ Liebe und Identifikation zum Traditions-Verein und die unerschütterliche Hingabe ihrer Fans. Die „Muschelschubser“ als Pokalsieger

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In zwei Jahren . . . Frank Arnesen stellt sein Konzept vor Interview Ingo Thiel · Foto Witters

Sportdirektor Frank Arnesen gilt als der Hoffnungsträger beim HSV. Der sympathische Däne mit seinen vielen internationalen Kontakten soll den Bundesliga-Dino wieder erfolgreich machen. Geld für teure Verstärkungen ist nicht da, aber Arnesen setzt auf Kreativität und ein klares Konzept, wie er im Interview mit Ingo Thiel erläutert.

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Kann sich der HSV mit Drobny und Adler zwei gute Torhüter leisten? Das wäre toll, Drobny hat fantastisch gespielt, ich würde ihn schon gerne halten. Dann müssen wir aber woanders sparen. Bei allem, was wir machen, müssen wir immer auf das Geld schauen. Wir werden kein finanzielles Risiko eingehen, sondern solide wirtschaften. Geld könnte ja auch von einem Investor oder Mäzen kommen, wie stehen Sie zu solchen Modellen?

supporters news: Herr Arnesen, wie fällt Ihre Bilanz der letzten Saison aus? Frank Arnesen: Ich habe gewusst, dass wir sportlich vor einem sehr schweren Jahr stehen, mit der Verjüngung des Kaders, vielen neuen, jungen Spielern und dem harten Auftaktprogramm. Mit dem erreichten Tabellenplatz kann ich nicht zufrieden sein, aber man muss realistisch bleiben. Ich finde, die Mannschaft hat sich unter Thorsten Fink weiterentwickelt, nicht nur spielerisch, sondern auch untereinander in der Kabine. Wir sind auf einem guten Weg und haben ja auch bei Niederlagen beispielsweise gegen Stuttgart oder auf Schalke einige Torchancen kreiert, aber wir treffen dann nicht. Da sind unsere Gegner noch viel effektiver. Natürlich möchte ich mehr, ich bin doch nicht zum HSV gekommen, um gegen den Abstieg zu kämpfen. Auf der Mitgliederversammlung haben Sie gesagt, Sie hätten bei Ihrem Amtsantritt eine andere Situation vorgefunden, als man Ihnen versprochen hatte. Wie groß war der Unterschied? So zwischen 15-20 Millionen. Ich weiß nicht, ob das realistisch war, der alte Vorstand war ja schon weg, als ich beim HSV angefangen habe. Meine Scouts und ich hatten eigentlich eine ganz andere Liste von Spielern, die wir unbedingt holen wollten. Aber das war kein Problem, ich hab‘ mich nie darüber beschwert, sondern die Situation angenommen. Wir mussten dann halt nur ein paar Dinge anders machen. Und da haben wir gute Geschäfte mit jungen Talenten in einer sehr schwierigen Periode gemacht. Wenn man die Ausgangslage betrachtet, dann bin ich zufrieden, sportlich aber noch lange nicht. Ausgabe 70

Wie lange wird der Umbruch dauern? Wir werden in der nächsten Saison schon einen guten Schritt weiter sein. Die jungen Spieler entwickeln sich prima und mit den angestrebten Neuverpflichtungen wird die Mannschaft immer stärker werden. Wir werden auch in der nächsten Saison nicht um die Meisterschaft mitspielen, aber spätestens in zwei Jahren müssen wir im Europapokal dabei sein. Auf welchen Positionen muss der HSV sich verstärken, wo sehen Sie den dringendsten Handlungsbedarf? Wir brauchen vor allem einen Mittelfeldspieler, der das Spiel lenken kann, einen Strategen. Dann einen torgefährlichen defensiven Mittelfeldspieler, der auch das Spiel eröffnen kann. Und einen Stürmer als Ersatz für Mladen Petric.

Ich kenne Investoren ja nicht nur von Chelsea, sondern auch vom PSV Eindhoven. Da war ich eigentlich immer dagegen, weil die Gefahr, Investoren zu enttäuschen, weil sich der Spielerwert nicht so entwickelt wie erwartet, sehr hoch war. Ein Investor muss auch mit einem Totalverlust gut leben können und dafür muss man schon mindestens 50 – 60 Millionen haben. In Hamburg haben wir eine andere Situation, wir haben ein klares Konzept und die gesamte Handlungsfreiheit liegt beim Vorstand. Kein Investor oder Mäzen wird z. B. jemals beim Verkauf eines Spielers mitreden können. Ich bin da sehr für Transparenz, wir wollen die Mitglieder mitnehmen und das Konzept vorstellen – keine Namen, keine einzelnen Summen, aber ein Konzept, wie wir den HSV wieder nach Europa bringen können – ohne uns abhängig zu machen. Und wenn die Vermarktung ab 2015 geklärt und das Stadion erst mal abbezahlt ist, wird der HSV aus eigener Kraft viel mehr Geld erwirtschaften als die meisten anderen Vereine in Europa.

Was kommt noch aus der eigenen Jugend und der U 23 nach Son und Lam? Wir haben noch mehr Talente, die müssen wir fördern und gezielt an die erste Mannschaft heranführen. Als ich nach Hamburg gekommen war, hatte man im Nachwuchsbereich vor allem 4-4-2 spielen lassen, das haben wir umgestellt. Ich bin der Auffassung, dass für die Ausbildung und Entwicklung von Jugendspielern ein 4-3-3 mit 10-er und zwei Flügelspielern das beste System ist. Wer das lernt, kann später auch 4-4-2 oder andere Varianten. Das spielen wir bis zur A-Jugend. Die U 23 muss die erste Mannschaft spiegeln. Die besten A-Jugendlichen und U23Spieler trainieren regelmäßig bei den Profis mit, neun dieser Spieler waren auch mit im Trainingslager in Österreich. Und ab dem 1. Juli trainiert die U 23 ständig am Stadion neben den Profis.

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Legal? Illegal? Scheißegal?

Axels Kolumne

Täglich im Überfluss Fußball gucken!

M

eine Frau hat mir erst neulich wieder verboten, diesen Bezahlsender „Sky“ zu abonnieren. Das sei zu teuer. Das können wir uns nicht leisten. Selbst mein Hauptargument „Sparen wir halt woanders!“ hat nichts genützt. Obwohl, wenn ich mal ehrlich bin, vielleicht ist es ganz gut so. Hätte ich die Möglichkeit, jeden Tag die Woche bummelig vierundzwanzig Stunden lang Fußball zu gucken, ich würde es tun. Und die Folgen könnte selbst ich Mathe-Cräck an zwei Fingern abzählen: An dem Tag, an dem hier bei uns zu Hause 24/7-Fußball das Ruder übernähme, wäre ich die längste Zeit verheiratet gewesen. Meine ganze Existenz stünde auf dem Spiel. Und das alles nur wegen „Sky“. Freitagabends würde ich mich klammheimlich vom Abendbrottisch davonstehlen, um doch noch ein paar Brocken der Zweitligakonferenz und den Topspielen Paderborn-FSV Frankfurt, Erzgebirge AueUnion Berlin und Ingolstadt-GreutherFürth zu sehen. Statt eines gepflegten Freitagabendgläschens zwar zweitklassigem, aber immerhin Rotwein mit Inga würde ich mir das gefühlte Zweitligadurchschnittsspiel Mainz-Freiburg reinwürgen.Samstags ließe ich den mittäglichen Waldspaziergang mit den Kindern ausfallen. Statt Rehe zu füttern, würden ab sofort nur noch Löwen und Zebras bei ihrer samstagmittäglichen Beschäftigung bestaunt: Ödes Hin-und Hergebolze vor

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leeren Tribünen. 1860-Bochum und Cottbus-Duisburg! Wunderbar! Vom Samstagnachmittag ab 15:30 Uhr und Sonntag ab 13 Uhr ganz zu schweigen.Da guckt nicht nur der Papa, sondern die ganze Familie in die Röhre. Wenn ich’s mir recht überlege, würde ich innerhalb kürzester Zeit wahrscheinlich derart verlottern, dass ich verloren und verlassen wäre. Die Nachbarn würden mit dem Finger auf mich, meine ungewaschenen Haare und den Zehntagebart zeigen, während Inga längst ausgezogen wäre und es sich mit den Kindern in einer Penthousewohnung an der Elbe mit so einem halbseidenen Bachelor mit Prinz Eisenherz-Friese bequem machen würde. Ich dagegen müsste aus dem Haus raus, steckte tief in den Schulden und müsste in einer Pädagogen-und PsychologenWG hausen. Da wird Fußball bekanntlich so geschrieben: fußball. Zur Arbeit würde ich längst nicht mehr gehen, stattdessen würde ich mich von Flips und Eistee ernähren, beidhändig rauchen und trinken und drogenabhängig werden und ich würde statt „Heroin“ nur noch „Eytsch“ sagen und könnte mich nicht mehr um meine Kinder kümmern und die wollten es auch gar nicht mehr. Genau darum sollte ich besser die Finger von einem „Sky“-Abo lassen. Obwohl … Es soll ja Leute geben, die haben auch kein „Sky“-Abo, gucken aber angeblich sämtliche HSV-Auswärtsspiele und die Zweitligatopspiele PaderbornFSV Frankfurt, Erzgebirge Aue-Union Berlin und Ingolstadt-Greuther Fürth und all den anderen Schrott via Livestreams im Internet für lau. Woher ich das weiß? Das verriet mir neulich ein Neuntklässler auf dem Pausen­hof unter der Hand. Im ersten Moment des Leichtsinns war ich natürlich total begeistert und umarmte ihn freudestrahlend und überschwänglich. Dann räusperte ich mich aber staatstragend, schaute nach links und nach rechts, setzte mein strengstes Gesicht auf und fragte leise nach, ob das denn nicht total verbo-

ten sei. Weil: Was so geil ist, muss doch einen Haken haben! Doch der Schüler lachte nur, klopfte mir auf die Schulter und posaunte für meine Begriffe etwas zu laut los: „Das ist doch nicht verboten, ich schwör bei meiner Mudder!“ Ich war sprachlos. Mir kamen die Tränen der Freude. Endlich hätte der Freitagabend einen Sinn! Ich würde erst die Zweitligakonferenz mit den Topspielen Paderborn-FSV Frankfurt, Erzgebirge Aue-Union Berlin und Ingolstadt-Greuther Fürth schauen und obendrauf gäbe es dann noch Mainz-Freiburg! Gott ist gerecht! Ungläubig fragte ich noch einmal nach, nur ein allerletztes Absichern, ob da nicht doch irgendwo ein Haken an der Sache sei. Mein Informant hob abermals beschwichtigend seine Hände und versicherte milde lächelnd: „Wollen Sie mich verarschen? Das ist nicht verboten! Hab ich doch gesagt!“ Und womöglich hätte ich für 24/7-Fußball im Internet meine ganze Existenz aufs Spiel gesetzt (Folgen: siehe oben), hätte mein Computer-Experte kurz vor Ende der Pause nicht noch einen kleinen Satz hinterhergeschoben. „Ein Kumpel von mir hat mir jedenfalls gesagt, dass das mit den Livestreams komplett illegal ist!“ Ich beschloss spontan, doch lieber die Hände nicht nur von „Sky“, sondern auch von allen anderen Varianten des täglich im Überfluss Fußballguckens Abstand zu nehmen. Selbst wenn da jemand mit „legal“ oder „illegal“ so ein bisschen durcheinandergeraten sein mochte … Axel Formeseyn

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Die dritte Halbzeit Zwischen Abpfiff und Pressekonferenz Text Uwe Liebnau · Foto Ulie Liebnau

Aktuelles in der Mixed-Zone Abpfiff 20.17 Uhr. Die etwa 50 Medienvertreter von der Printpresse und den Sendern gehen in Position: die einen hinter die Barrieren, die anderen vor die Werbetafeln. Die Spieler kommen. Sie wirken nach dem Unentschieden nachdenklich und emotionslos. Es wird eng und wuselig. Gruppenbildungen bei den schreibenden Journalisten, eingespielte Betriebsamkeit bei den TV-Leuten der rechtenehmenden Fernsehsender. Die zunehmend ruhige, konzentrierte Atmosphäre wird lediglich gestört durch einen herrischen Chefordner und seine hektische Kollegin. Sie verbieten uns streng, hier nicht zu fotografieren (Wir haben ja keine bezahlte Genehmigung!). Spieler werden scheinbar willkürlich für Interviews eingefangen: Robben, Müller, Olic, Westermann, Jansen, Aogo, Guerrero. Etwas später die Trainer Fink und Heynckes, …. Ausschnitte: Eher enttäuscht oder zufrieden? Beides, es war ein leidenschaftliches Spiel.

Aus dem Dortmund-Spiel haben wir gelernt (Westermann) - Hat dir die Kälte etwas ausgemacht? Nein, nein, das merkt man nicht, wenn man heiß auf das Spiel ist. Auch die Fans waren heiß (Guerrero)– Zufrieden oder enttäuscht? Mit dem Spiel sind wir sehr zufrieden. Dortmund war ein Scheißtag, aber lieber ein Scheißtag, als fünfmal 1:0 verlieren (Jansen). Spieler und Trainer werden weitergereicht bis etwa 20Uhr45. Was regellos wirkt - wer, wen interviewt - ist vorab abgesprochen. Jörn Wolf, Mediendirektor und Pressesprecher: “Die Verantwortlichen der TV-Sender kommen etwa in der 80. Minute auf mich zu und melden ihre Gesprächspartner bei mir an. Ich probiere das dann umzusetzen. (…) Die Trainer sind verpflichtet –das verankern wir in den Verträgen mit den Sendern – Interviews zu geben. Innerhalb dieser Verträge ist festgeschrieben, dass die Vereine verpflichtet sind, den TV-Sendern, die Geld dafür bezahlen,

nach dem Spiel Interviewpartner zur Verfügung zu stellen. Das wissen die Spieler, das wissen die Trainer, das ist gelebtes Gesetz.“ Aufgewärmtes in der Pressekonferenz 20Uhr50. Vor Werbeflächen auf der Bühne sitzen die Trainer und der Mediendirektor, einige Stufen tiefer die etwa 70 Journalisten, auf einem Podium jene TV-Teams, „die keine Rechte gekauft haben, Hamburg1, RTLNord, Sat1, …“ (Wolf). Die Statements der Trainer sind zwar etwas länger als Happels „Schreib’n’S, was woll’n“, aber selten länger als einige Sätze – über Einsatz, Gelungenes, Verpasstes, einzelne Spieler, Befindlichkeiten. Nach vier höflichen Fragen der Journalisten und vier höflichen Antworten der Trainer wird nach knapp 10 Minuten die Bühne geräumt für Kurzinterviews mit den Trainern und einem anschließenden Gedankenaustausch unter Journalisten.

Die offizielle Pressekonferenz

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Sie hängen an seinen Lippen

Abgesang oder Aufwertung? Damals, als die Spieler noch vom Dammtor zum Spiel zum Rothenbaum gingen, war die Pressekonferenz ein Ort aktueller Informationen. Heute kaum. Denn was die Trainer auf der Pressekonferenz sagen, haben die Journalisten schon mehrfach in der MixedZone oder durch die Interview-Übertragungen gehört. „Du hast auch Leute, die in den Redaktionen sitzen und am Fernseher mitschreiben (…) Ich weiß auch, dass fast alle fertig sind mit ihrer Berichterstattung, während die Trainer hier hochkommen. So gesehen verliert die Pressekonferenz aus meiner Sicht nach Spielen mehr und mehr an Bedeutung. (…) Der Mediendschungel ist so schnell geworden, dass die Leute gar keine Zeit mehr haben, groß in die Analyse zu gehen und warten, dass irgendetwas Neues kommt“ (Wolf). Fazit: So gesehen hat sich die Pressekonferenz überlebt, wenn da nicht der Gedankenaustausch unter den Journalisten und die Kurzinterviews mit den Trainern wären. Und das ist Grund genug, dieses Ritual, diesen Tante-Emma-Laden in Zeiten der Mediendiscounter zu pflegen,

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ja sogar aufzuwerten durch die Anwesenheit der Mannschaftskapitäne, durch aussagekräftige Spielereignisdaten, durch eine professionelle Übertragung ins Stadionrund oder durch ein Medienzentrum mit Presseraum, TV-Stu-

dio, Arbeitsplätzen und einer Bibliothek im Bereich der Mixed-Zone. Die dritte Halbzeit unter Medienleuten war spannend, aber nicht so spannend wie die beiden Halbzeiten auf dem Platz. So sollte es auch sein!

Noch Fragen?

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Durch Scheich zum Sieg Wer hat wo seine Finger im Spiel? Text Philipp Piepiorka

FC Malaga: Der neue Klub von Ruud van Nistelrooy und Joris Mathijsen wurde 2010 vom Scheich Abdullah Bin Nasser Al Thani gekauft, der auch das Präsidentenamt eingenommen hat. Hierdurch wurden erst Verpflichtungen, wie die unserer beiden Ex-Spieler möglich. Nachdem der Verein 2009/2010 nur knapp dem Abstieg entkommen war und in der darauffolgenden Saison mit Platz 11 irgendwo im Nirgendwo der spanischen Liga landete, spielt der FC Malaga nun um die europäischen Plätze mit. Dem Investor sei Dank.

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Inter Mailand: Auch im italienischen Fußball gibt es viele Klubs, die sich finanzieller Unterstützung sicher sein können. Inter Mailand wird durch die Millionen der Familie Moratti unterstützt. Der Sohn des Klubeigentürmers Angelo Moratti, Massimo Moratti ist ein Öl-Tycoon.

FK Anschi Machatschkala: Im Januar 2011 übernahm der russische Milliardär Suleiman Kerimow den Club. Hierdurch wurden Transfers wie der von Eto´o, der von Inter Mailand kam, für rund 27 Millionen Euro möglich. Seit Februar 2012 trainiert Guus Hiddink die Mannschaft, die aufgrund der vielen Anschläge in der Konfliktrepublik Dagestan im Nordkaukasus in Moskau trainieren muss und nur zu den Spielen in das zwei Flugstunden entfernte Machatschkala reist.

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Der Fußball hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten erheblich verändert. Viele Vereine sind mittlerweile zu Gesellschaften oder zur AG geworden. Dies ermöglicht es, Investoren mit ins Boot zu holen, die durch ihre finanzielle Unterstützung den Erfolg wahrscheinlicher machen sollen. In Deutschland wird durch die 50+1-Regel eine komplette Übernahme der Vereine verhindert, nicht so im europäischen Ausland, wo viele Vereine mittlerweile Milliardären gehören. Aber auch ohne die Übernahme des gesamten Vereins lassen es sich einige Investoren und Mäzene nicht nehmen, Vereine zu unterstützen. Wie sieht es in Europa aus? Wer hat eigentlich wo seine Finger im Spiel?

FK Karpaty Lwiw: Der Verein aus der Ukraine, 2010 Gegner im Europapokal von Borussia Dortmund, darf sich über die Unterstützung von Petro Dyminsky, einem ukrainischen Geschäftsmann freuen, der als Präsident des Klubs dafür sorgt, dass der Verein international auf sich aufmerksam machen kann.

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FC Getafe: Vor den Toren Madrids hat sich das Wüstenemirat Dubai breitgemacht. Im Jahr 2011 übernahm für ca. 80 Millionen Euro die Royal Emirates Group of Companies den Verein zu 100%. Als Ziel wurde ausgegeben, zu den Spitzenmannschaften Real Madrid und FC Barcelona aufzuschließen. Erste Maßnahme des neuen Eigentümers: Ergänzung des Klubnamens und des Logos um den Zusatz „Team Dubai“.

Manchester City: Nachdem der Stadtrivale Manchester United bereits längere Zeit durch Investoren geführt wird, wird seit 2009 nun auch Manchester City mit Millionen gefüttert. Scheich Mansour Bin Zayed Al Nahyan, Mitglied der Herrscherfamilie aus von Abu Dhabi, kaufte durch seine Firma ADUG alle Anteile auf. Durch die Gelder konnte der Klub den Abstand zu den Topvereinen Englands kontinuierlich verkürzen und spielt aktuell sogar um die Meisterschaft mit.

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Weitere finanziell unterstützte Vereine: Neben den ausführlicher dargestellten Beispielen gibt es noch etliche weitere Klubs, die einen Investor oder Mäzen im Rücken haben. Bei der Aufstellung sind uns mit Sicherheit auch noch einige durch die Lappen gegangen, so dass diese Liste lückenhaft sein kann. TSG Hoffenheim: Dietmar Hopp Hannover 96: Martin Kind 1860 München: Hasan Ismaik Vfl Wolfsburg: VW Konzern Bayer Leverkusen: Bayer Konzern RB Leipzig: Red Bull FC Basel: Gisela Oeri

RedBull Salzburg: Red Bull Hercules Alicante: Enrique Ortiz Racing Santander: Ahsan Ali Syed Spartak Moskau: Leonid Fedun Terek Grosny: Ramsan Kadyrow jun. AC Mailand: Silvio Berlusconi FC Genua: Enrico Preziosi

FC Portsmouth: Dass Investorengeld nicht automatisch zum Erfolg führen muss, zeigt das Beispiel des FC Porthmouth. Ursprünglich wurde der damalige Premier League Klub 2009 von Sulaiman AlFahim gekauft, der auch an der Übernahme von Manchester City beteiligt war. Aufgrund finanzieller Probleme verkaufte Al-Fahim 90 % der Anteile an den saudischen Unternehmer Ali al-Faraj weiter. Kurze Zeit später verkaufte dieser die Anteile an den chinesischen Unternehmer Balram Chainrai weiter. Die sportliche Talfahrt konnte dadurch allerdings nicht gestoppt werden. Im Jahr 2010 spitzte sich die finanzielle Lage des Vereins dann weiter zu. Am 25. Februar 2010 stellte der FC Portsmouth schließlich als erster Verein in der Geschichte der Premier League einen Insolvenzantrag. Durch den Punktabzug stieg der Klub zudem in die zweite Liga ab. Mittlerweile hat auch der Besitzer erneut gewechselt. Seit Juni 2011 ist der Klub im Besitz des russischen Unternehmers Vladimir Antonov.

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AS Roma: Thomas Di Benedetto FC Chelsea: Roman Abramowitsch Manchester United: Glazer-Familie Newcastle United: Mike Ashley FC Liverpool: New England Sports Ventures FC Arsenal: Stan Kroenke Schachtar Donezk: Rinat Achmetow

Paris St. Germain: Die Qatar Investment Authority (QIA), eine Investmentgruppe aus dem Katar hat 2011 70 % der Anteile am französischen Hauptstadtklub gekauft. Die bisherigen Besitzer Colony Capital und Butler Capital Partners, die den Verein 2006 von Canal+ gekauft hatten, bleiben Minderheitsaktionäre. Durch die Übernahme durch QIA ist Paris St. Germain nun der reichste Klub in Frankreich, und einer der reichsten der ganzen Welt.

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Weltstar stützt Liga-Verein Anteilseigner Robbie Williams Text Philipp Piepiorka · Foto Witters

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r ist ein gefeierter Popstar, machte in der Boyband Take That und als Solokünstler große Karriere. Robbie Williams ist weltberühmt. Der Sänger ist aber auch Fußballfan. Aber nicht etwa von einem großen Klub, wie Arsenal, Manchester United oder Liverpool, auch nicht von Stoke City, den größten Verein in Robbies Geburtsstadt, nein, Robbie Williams ist Anhänger vom Port Vale FC. Der derzeit in der vierten Liga spielende Verein aus Stoke-on-Trend genießt die volle Unterstützung des 38-Jährigen. Bereits als Kind begann seine Liebe zu dem Verein, an dem er seit 2006 als bedeutender Anteilseigner beteiligt ist. Rund 381.000 Euro soll Williams für die rund 150.000 Aktien bezahlt haben. Sein Traum sei es, so wird es übermittelt, irgendwann Präsident des Vereins zu werden. „Obwohl ich nicht oft an der Vale sein kann, soll meine Investition ausdrücken, dass mein Herz immer noch da ist und ich ein großer Fan bin“, ließ Williams kurz nach seinem Aktiengroßeinkauf verlauten. Als Ersatzverein hat Williams in

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den USA 2005 einen eigenen Klub gegründet, den L.A. Vale FC. Doch diesen löste er 2007 wieder auf, nachdem ihn einige Spieler angeblich um 200.000 Pfund betrogen hatten. Besonders viel Geld scheint Williams allerdings nicht in Port Vale zu pumpen, zu dessen Fans auch die lebende Dart-Legende Phil Tayler zählt. Im Frühjahr 2011 flehten die Anhänger Williams um Unterstützung für den finanziell klammen Klub an. Viel genützt zu haben scheint dies nicht, denn im Februar 2012 verhängte die Football League ein Transfer-Embargo gegen den Klub, aufgrund unbezahlter Rechnungen. Besser machte es Sir Elton John in den achtziger Jahren als Mäzen und Präsident des FC Watford. Er führte den kleinen Klub mit Hilfe seines finanziellen Engagements bis in die Premier League. Wir dürfen gespannt sein, ob nach Beendigung der Musikkarriere Williams mit Port Vale auch noch durchstarten wird.

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Kommerz in Zahlen Von Anstoßzeiten bis Zuschauerzahlen Text Uwe Liebnau · Foto Witters

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ußball und Kommerz gehören zusammen, solange Grundwerte des Vereins neben wirtschaftlichen Interessen Bestand haben. Mit welchen wirtschaftlichen Aktivitäten kann diese Überzeugung unterstützt, mit welchen unterlaufen werden?

Die Zahlen der Saison 2010/2011 sind zwar geeignet für einfache wenn-dann-Beziehungen, führen aber ohne Vernetzung nicht zu eindeutigen Antworten. Zu sehr hängt alles mit allem zusammen. Dennoch sind sie hilfreich für die Meinungsbildung und Diskussion.

Aufwendungen 2010/2011 in Tausend Euro

Erlös 2010/2011 in Tausend Euro

Anteile

Anstoßzeiten Die DFL bleibt bei den 5 aktuellen Anstoßzeiten. Für fanfreundliche Anstoßzeiten gebe es bei den zu berücksichtigenden Interessen der Sicherheitsorgane, Sponsoren, TV-Sender, Vereinen, FIFA- und UEFA-Terminierungen kaum Spielräume (Hieronymus, DFL Geschäftsführung).

1.Bundesliga

HSV

Anteile

1.Bundesliga

HSV

780.853 41,33%

46.767 31%

Spieltagserlös (Eintritt/Catering) Anteil am Gesamterlös

411.164 21,7%

41.788 28,6%

Personal Spielbetrieb Anteil am Gesamtaufwand

Werbeerträge Anteil am Gesamterlös

522.699 26,9%

21.728 14,9%

Transfer Anteil am Gesamtaufwand

266..693 14,11%

26.150 17,3%

Mediale Verwertung Anteil am Gesamterlös

519.629 26,76%

26.679 18,3%

Sachaufwand Spielbetrieb Anteil am Gesamtwand

301.565 15,9%

23.708 15,7%

Transfer Anteil am Gesamterlös

195.498 10,1%

17,288 11,8%

Amateure, Jugend Anteil am Gesamtaufwand

70.859 3,75%

6.598 4,4%

Merchandising Anteil am Gesamterlös

79.326 4,1%

9.282 6,4%

Personal Handel/Verwaltung Anteil am Gesamtaufwand

93.505 4,95%

17.658 11,7%

5.630 3,9%

Sonstiges Anteil am Gesamtaufwand

375.976 19,9%

24.725 16,4%

213.665 11,0%

17.976 12.3%

Summe Ergebnis

1.889.452 52.528

150.925 -4.856

1.941.980

146.069

Mitgliederbeiträge/ Förderer Anteil am Gesamterlös Sonstiges Summe

(Quellen: Bundesliga Report 2012 – die wirtschaftliche Situation im Lizenzfußball. DFL GmbH; Beilage zur HSV-Mitgliederversammlung am 15.01.2012)

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Arbeitsplätze, Steuern, Abgaben Von dem wirtschaftlichen Aufschwung der Bundesliga profitieren mehr als 40.000 Menschen, die direkt oder indirekt Arbeitsplätze in der Bundesliga gefunden haben. Die Bundesliga zahlt jährlich mehr als 600 Millionen Euro an Steuern und Abgaben. Nachwuchsförderung Die Bundesliga investiert jährlich 71 Millionen in die Nachwuchsarbeit. Dauerkartenpreise Stehplatz: Bundesliga-Durchschnitt: 168€; niedrigstes Angebot: Bayern 120€ ; höchstes Angebot: Mainz 212€; HSV: 188€. Sitzplatz: Bundesliga-Durchschnitt: 302€; einfacher Platz: niedrigstes Angebot: Wolfsburg 198€; höchstes Angebot: Schalke 434€; HSV: 200€. Mittig Gegengerade: BundesligaDurchschnitt: 595€; niedrigstes Angebot: Bayern 470€; höchstes Angebot: Schalke 742€; HSV: 727€. Eintritt Tageskarten inkl. Topzuschläge (Saison 2011/2012): Schalke: Stehplatz 15€, Sitzplatz 30-50€; Bayern: Stehplatz 15€, Sitzplatz 30-70€; Dortmund: Stehplatz 17,90€, Sitzplatz 33,80-80,40€; HSV: Stehplatz 12-19€, Sitzplatz 15-84€. Schuldenquote Die Schuldenquote – Verhältnis der Verbindlichkeiten aus dem Kerngeschäft zum erzielten Erlös – betrug in der Bundesliga 39,8 %. Das heißt: Einem Erlös von 100 € standen 39,80 € an Verbindlichkeiten gegenüber. Zum Vergleich: Primera Division (Spanien): 246, somit lagen die Ausgabe 70

Verbindlichkeiten fast zweieinhalbmal so hoch wie die Erlöse; Serie A (Italien): 156; Premier League (England): 129. Das liegt vor allem an den hohen Personalkosten der Spieler, die in diesen Ligen bei etwa 64% der Gesamtkosten liegen. Einzelne Clubs in Spanien und England kamen annähernd an 100 heran. Bundesliga: 41%; HSV: 31% Trikotwerbung Der HSV lag mit 7,5 Millionen Euro auf Platz 6 hinter Bayern: 25Mio.€, Wolfsburg: 20Mio.€, Schalke: 18Mio.€, Dortmund: 15Mio.€, Bremen: 8Mio.€ (Veröffentlichte Schätzwerte der Trikotwerbung 2010 in Millionen Euro). TV-Gelder TV-Gelder aus Inlands- und Auslandsvermarktung (Quelle: dpa): Bayern: 29,96Mio.€; Dortmund (Meister) 26,89Mio.€; Bayer: 26,57Mio.€; HSV: 25,95Mio.€; Bremen: 24,77Mio.€; Schalke: 24,11Mio.€; … St. Pauli (18.) 13,20Mio.€ Über einen Zeitraum von vier Jahren werden 1,44 Milliarden Euro von diversen Rechteinhabern bezahlt und über ausgeklügelte Verteilerschlüssel der DFL jede Saison verteilt. Der Topverdiener aus der Inlandsvermarktung erhält etwa das Doppelte wie der Letzte. Zum Vergleich: Barcelona: 178 Mio.€, Madrid: 159Mio.€ Bundesliga insgesamt knapp 400 Mio.€. Zum Vergleich: Frankreich: 510; Spanien: 600 (davon gehen an Barcelona und Madrid mehr als die Hälfte); Italien: 830; England: 1,2 Milliarden. Für die Spielzeiten 2013/2014 bis 2016/2017 hat die DFL Rechtepakete im Bieterverfahren ausgehandelt: Danach wird die Liga für die Ausstrahlung der Spiele mit nun 628 Mio. € pro

Spielzeit zuzüglich 72 Mio. € aus der internationalen Rechtevermarktung kassieren; weiterhin werden die Spiele der Bundesliga beim Pay-TVSender Sky und als Zusammenfassung in der ARD-„Sportschau“ zu sehen sein. Durch Werbung und medialer Verwertung erwirtschafteten die Bundesliga-Vereine 2010/2011 durchschnittlich mehr als die Hälfte ihrer Gesamtein-nahmen, der HSV im gleichen Zeitraum ein Drittel. Zuschauerzahlen Platz 4 für den HSV mit durchschnittlich 54.446 ( 2011/2012: Platz 5 mit durchschnittlich 53.465) hinter Dortmund: 79.151, Bayern: 69.000, Schalke: 61.320. Zuschauer insgesamt: ca.13 Millionen Die Bundesliga hatte mit 42.663 Zuschauern pro Spiel den höchsten Schnitt aller Fußballligen der Welt wie Vergleichszahlen zeigen (2011/2012 durchschnittlich sogar 45.126 pro Spiel): Premier League (England): 34. 442, Primera Division (Spanien): 27.778, Serie A (Italien): 22.306, Ligue 1 (Frankreich): 18.501, Bundesliga (Österreich): 7.301, Süper Lig (Türkei): 2.496. Unsere 2. Bundesliga und 3.Liga kamen auf einen Schnitt von 16.699 bzw. 4.475. TV-Zuschauer pro Wochenende: 14,5 Millionen im Free-TV und 3,5 Millionen im Pay-TV.

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Kinder der Westkurve Ein Buchprojekt wird fertig! Text Kinder der Westkurve · Fotos Witters

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ünktlich zum 125-jährigen Jubiläum des Vereins erscheint ein Buch, das (vergeblich) seinesgleichen sucht. Denn es wird das erste Buch sein, das sich ausschließlich mit der Fanszene des HSV befasst. Exklusiv findet ihr hier bereits einen Auszug aus dem über 600 Seiten starken Werk, das mit insgesamt 12 unterschiedlichen Kapiteln und zahlreichen zum Teil unveröffentlichten Fotos ein absolutes Muss im Schrank jedes HSVers sein dürfte.

Leseprobe: (...) Ende der siebziger Jahre war die große Zeit der Kutten gekommen. Dies bezieht sich nicht nur auf das Volksparkstadion, sondern war eine bundesweite Entwicklung. Stolz trugen Fans ihre Westen mit großen und kleinen Vereinsaufnähern, dann zunehmend auch mit Parolen gegen andere Klubs. Auf einem der ersten Aufnäher, der die Antipathie zu einem anderen Verein ausdrücken sollte, stand „Tod dem FC“

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– womit wahlweise der FC Bayern, der FC Köln oder FC Schalke 04 gemeint sein konnte. Alle drei Vereine waren gleichermaßen unbeliebt in der Hansestadt. Der neue Trend bescherte einer Dame in Grönwohld bei Trittau Vollbeschäftigung. Frau Gosch war Inhaberin einer kleinen Stickerei und fertigte schon mal Aufnäher für Motorradklubs oder Rocker. Dann entdeckten Fußball-Fans ihr Handwerk – und Frau Gosch dürfte wohl Tausende Aufnäher für Kutten gefertigt haben. Selbst die „Löwen“ nahmen ihre Dienste in Anspruch. Die Frau war in ganz Hamburg und Umgebung bekannt. Und so wurden sie dann verziert, die vielen, vielen verschiedenen Kutten. Der Klassiker: großer, runder HSV-Aufnäher auf dem Rücken und darüber ein länglicher mit der Aufschrift „Block E“. Wenn der Besitzer Mitglied eines Fan-Clubs war, so wurde auch dieser Name noch auffällig präsentiert. In manchen Familien dürfte es rund um die Kutte große Diskussionen gegeben haben, mussten doch die Ärmel der schicken Jeansjacke abgetrennt werden. Auch hinsichtlich der Hass-

und Anti-Aufnäher wird manch Erwachsener zu Hause zumindest mit den Augen gerollt haben. Anderen Vereinen wurde sehr unmissverständlich Tod und Teufel an den Hals gewünscht. Verziert waren manche Kutten – wahre Heiligtümer - mit Kordeln, Sicherheitsnadeln, Flaschenöffnern oder Kronkorken. Viele Mütter fielen in dieser Zeit von einer Ohnmacht in die nächste, wenn ihre Sprösslinge von der schönen, neu gekauften Jeansjacke nicht nur als erstes die Ärmel abschnitten, sondern diese auch noch mit einem fantasievollen Gemisch aus Aufnähern und sonstigen Devotionalien verzierten: „Wir haben uns selber Wolle gekauft, schwarze, weiße und blaue. Die haben wir dann quer durchs Zimmer gespannt und geflochten wie die Weltmeister. So haben wir meterweise Kordeln hergestellt. Die haben wir uns dann an die Ärmel genäht, unten an den Saum, an den Kragen und um die Arme gebunden. Meine Mutter ist natürlich durchgedreht“, erinnert sich der damals dreizehnjährige Thorsten. supporters news


Kutten-Kultur, die vielen Tamburine, die mitgeführt wurden, um den Takt mitzuklatschen, die Gerüche – all dies macht den Mythos Westkurve aus. Wie viele junge Leute mögen damals von ihren Eltern mit auf den Weg bekommen haben: „Aber geh nicht in die Westkurve!“ Genau die aber war das Ziel Tausender. Immer wieder. Da war Stimmung, da lebten Rituale, dort wurde geraucht, dort gab es Bier. Im Sommer brannte einem die Sonne ungeschützt auf den Kopf, im Winter wehte der Schnee einem ins Gesicht und der Regen hatte die Kurve dank des fehlenden Daches oft genug fest im Griff. Die Sicht zum Spielfeld war immer frei, aber durch Tartanbahn

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und Bauweise des Stadions war der Rasen weit entfernt von den Rängen. Trotzdem ging von der Westkurve eine starke Faszination aus.

cket für einen der dortigen Blöcke suchen. Das zeigte ich dann zu Hause meinen Eltern brav als Beweismittel vor.“

Für viele Leute war der Block E das Ziel der Träume. Früher Stehplatz Ostkurve, dann mit Papa oder Opa Sitzplatz. Die Augen aber suchten sehnsuchtsvoll den Block E. Dort, wo die „Harten“, die „Echten“ sich trafen, wo die großen Fahnen am Zaun hingen, wo gesungen wurde. Wer dort ankam, gehörte dazu. Die meisten Westkurven-Karrieren begannen in den Blöcken A, B oder C, wo die ruhigeren Anhänger standen. Man arbeitete sich dann über die Blöcke F und D an das Kernstück heran – und irgendwann war man unter denen, die man sonst stets bewundert hatte, deren Fan-Club-Namen man schon von An- und Abreise kannte. Man sah urige Typen, die einem schon in der S-Bahn aufgefallen waren, plötzlich neben sich. Viele Eltern, die dem Drängen ihrer Kinder irgendwann nachgaben und diese alleine zum HSV gehen ließen, verboten ihnen allerdings strikt den Besuch der Westkurve. Wenn schon alleine zum Fußball, dann nur in der „sicheren“ Ostkurve, weit weg vom Chaos des Block E. Vielfach verhallten diese Anweisungen jedoch ungehört. Die Anziehungskraft des Fanblocks war einfach zu groß. Ein Zeitzeuge berichtet schmunzelnd: „Natürlich hatten mir meine Eltern immer untersagt in die Westkurve zu gehen. Ich bin aber natürlich trotzdem da rein. Nach dem Spiel musste ich dann allerdings erst einmal rüber zur Ostkurve und dort auf dem Boden nach einem weggeworfenen Ti-

Die Westkurve war schließlich auch ein Platz für Originale. Zu ihnen gehört ohne Zweifel der Bauchladenmann, andere nannten ihn einfach den Lakritz-Verkäufer. Oder „Butterkeks“, den Fan mit Schnurrbart und Fistelstimme, der immer im Block F unten am Zaun stand und gemeinsam mit seinem Freund, dem mit dem steifen Hals, versuchte die Westkurve zu dirigieren. Und natürlich auch „Tarzan“ oder der „Grieche“. Zu den Originalen zählte auch die „HSV-Oma“. Sie erschien – ausgerüstet mit Glocke und mit gelben und roten Karten – kurz vor Spielbeginn und postierte sich meist ganz unten am Zaun. Wenn es mal nicht so lief, konnte es vorkommen, dass sie es war, die zu einem „Wer wird Deutscher Meister?“ ansetzte. „HSV-Oma“ Amanda Arndt verstarb am 6. Januar 2007 im Alter von 95 Jahren in Hamburg. Bei ihrer Beerdigung war auch Vorstandsmitglied Christian Reichert anwesend, um ihr die letzte Ehre zu erweisen. (...) Über den aktuellen Stand des Buches und Bestellmöglichkeiten halten wir euch weiterhin über unsere Homepage (www.kidewe.de) und unsere Facebook-Seite (www.facebook.com/ KinderDerWestkurve) auf dem Laufenden. Dort findet ihr übrigens auch noch weitere Leseproben. Eure Kinder der Westkurve

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Wieder Die Könige des Nordens? Interview mit den Hambuger Jungz Interview Phillipp Markhardt · Foto Mirko Beyer

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allo, Jungz, es war ja relativ lange ziemlich still um euch. Das letzte Album liegt schon ein paar Jahre zurück, zwischendurch gab es 2011 mit „Die verbotene Stadt“ lediglich eine Single. Was sind die Gründe dafür?

Jungz: In erster Linie hatten wir alle viel mit unseren Hauptjobs um die Ohren, dann war das Studio, wo wir aufnehmen wollten, nicht frei und dann hatten unsere Wunschproduzenten keine Zeit. Dann hat Drummer Sven mit Abschlach! deren neues Album „Du wirst uns siegen seh’n“ geprobt und im Studio eingespielt, naja, und so geht dann viel Zeit ins Land… Jetzt folgt vier Jahre nach dem Debütalbum mit „Rock’n Roll, Fußball und Tattoos“ der zweite Longplayer. Was erwartet uns denn musikalisch? Alles beim Alten oder gibt es Neuerungen? Jungz: Wir klingen noch einen Tick kompakter, auf dem Album ist wieder alles vertreten. Es ist ein schönes rundes Deutschrock-Album geworden und wir hoffen dass es gefällt!

Jungz: Natürlich ist der Song für alle, er ist binnen einer Woche bei youtube schon fast 5.000 Mal angeklickt worden und wir werden den Song auch live beim Public-Viewing auf dem Heiligengeistfeld vortragen! Ist halt einer von vielen EM-Songs, wie ihn jede zweite Band veröffentlicht… aber unserer ist natürlich der geilste!

men zu arbeiten! Man kennt sich, ist befreundet und alles läuft easy ab. Muss ja auch mal gesagt werden… Kurze Abschlussfrage: Werden wir in der kommenden Saison wieder die „Könige des Nordens“ oder müssen wir noch warten? Mal so von Fußballexperten zu Fußballfans…

Euer Lieblingstrack auf der Platte? Jungz: Hmmm… schwer zu sagen, noch finden wir alle gut … ;-) OK, also Sven findet „Der Schein trügt“, „Mit Gottes Segen in die Hölle“, „Rautengeil“ und „Engel“ super! Gitarrist Olli beispielsweise auch „Der Schein trügt“! Werdet ihr im Herbst denn nun folgerichtig auf Tour gehen oder was erwartet uns in den nächsten Monaten? Jungz: Ja, es ist einiges geplant, der Herr Wendt schraubt gerade dran… Wir sind übrigens auch sehr froh, mit ihm und WMP zusam-

Jungz: Also die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt, aber schlimmer als letzte Saison kann‘s ja auch fast nicht werden… Mal schauen, was da noch an Neuzugängen vermeldet wird, als HSVer sind wir ja Berufsoptimisten und glauben daran, dass wir die Überraschungsmannschaft der Saison 2012/13 werden und unter die ersten 6 kommen! Wenn man der Mannschaft mal etwas Zeit gibt und die Presse nicht wieder nach jedem einzelnen Sieg nach Europa League und Meisterschaft schreit, wird sich der Erfolg von ganz allein einstellen. Und dann wird sich wieder zeigen, wer die Könige im Norden sind!

Hamburger Jungz

Und thematisch? Worum geht es? Jungz: Ach, wir wollen uns nicht intellektueller machen als wie wir nicht sind… Deshalb heißt es auch „RockN Roll, Fußball und Tattoos“! Wir sind Jungz, die mit beiden Beinen im Leben stehen, aus Hamburg und von der Straße kommen, und wir gehen mit offenen Augen durchs Leben, da gibt es viel in Liedern zu verbraten… Außerdem haben wir, wie wir finden, einen geilen HSV-Song geschrieben, den wir „Rautengeil“ genannt haben und bei dem Herr Wendt von Abschlach! einen kleinen Gastauftritt hat. Auf einem weiteren Song singt Lotto übrigens auch mit. Nebenbei habt ihr „Fußballgötter“ schon mal als Videoclip online gestellt und als EM-Song deklariert. Nur für euch oder ist das was Offizielles?

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Volksparkett Personalwechsel – aber die Erfolgsstory geht weiter! Text & Fotos Joachim Ranau

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ja, 62 Ausgaben haben sie geschafft und dann wohl ein wenig geschwächelt, oder? Die Fanprojektler Thorsten Eikmeier (Moderation, Vorbereitung) und Joachim Ranau (Vorbereitung und Regie) sind aus dem Volksparkett ausgestiegen. Aber – und das ist die wichtigste Nachricht – das Volksparkett geht weiter! Und man kann es vielleicht noch etwas positiver formulieren: Jetzt ist das Volksparkett allein in Fanhänden. Und damit hat das „Schwächeln“ doch irgendwie Methode: Die (Fanprojekt-)Pädagogen haben zum Entwickeln, Anschieben und Etablieren des Projektes viel beigetragen und jetzt die Verantwortung komplett übertragen. Das Volksparkett-Team (sieben Fans sind schon seit 4 ½ Jahren dabei!) bleibt zudem in bewährter Besetzung zusammen und hat noch jede Menge Verstärkung bekommen. Mittlerweile sind nach dem Personalwechsel die 63. und 64. Ausgabe des Volksparketts Geschichte (Stand Anfang März 2012) und die „Neuen“ haben schon einen prima Job gemacht. Wer hat das Team denn nun verstärkt? Eine der wichtigsten Personen beim Volksparkett ist die, die sich um die Vorbereitung und Organisation des Programms kümmert und bei der Durchführung den Hut auf hat. Die in der Woche die Themen und Gäste sammelt, anfragt und koordiniert, den Zeitplan aufstellt, diverse Telefonate führt und E-Mails schreibt. Eine Person also, die für eine Ausgabe mit etwa einer Stunde Programm so 8-15 Stunden Vorbereitungszeit investieren muss. Nennen wir die Person mal den Produktionsleiter. So jemanden haben wir gesucht – und gefunden. HSV-Fan Claudia Dreissigacker ist seit etwa zwei Jahren Volksparkett-Stammgast und – man glaubt es ja nicht – von Beruf Produktionsleiterin. Also die ideale Besetzung für die 10-er-Position (wir wünschen dem Vorstand bei der Suche für diese Position ähnliches Glück!). Und neu dabei sind außerdem noch Rene Koch und Axel Formeseyn (Moderation), Mathias Helbig (Technik, Auf- und Abbau) und Nina Helbig und Jesco Beyer (Auf- und Abbau).

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Claudia Dreissigacker, die Leiterin des Volksparketts

Interview mit Claudia Dreissigacker supporters news: Claudia, du bist ja jetzt seit kurzem die Chefin bzw. die Leiterin des Volksparketts. Erzähl uns doch mal, wer du bist, wie es dazu kam und was du für eine Verbindung zum VP hast. Claudia: Seit etwa zwei Jahren habe ich das Volksparkett regelmäßig besucht und es immer als sehr gute Alternative zur Stadionshow empfunden, weil es einfach viel persönlicher und manchmal nicht ganz so perfekt durchgestylt war. Außerdem passiert hier jede Woche etwas anderes. Es waren viele interessante Menschen aus dem Verein und auch vom Gegner zu Gast, und es war für mich auch zu einer Art Treffpunkt vor dem Spiel geworden. Über diverse Zufälle und Ecken habe ich Anna vom Team kennengelernt, die von mir wusste, dass ich im Veranstaltungsbereich arbeite und mir vor einigen Wochen den Tipp gab, dass jemand für die Or-

ganisation gesucht wird. Da habe ich dann sofort Kontakt zu Joachim und Todde aufgenommen, und die beiden haben mir dann „ihr Volksparkett“ anvertraut, worüber ich mich sehr freue. supporters news: Die aus dem VP-Team ausgeschiedenen Fanprojektler Thorsten „Todde“ Eikmeier und Joachim Ranau haben ihren Ausstieg u. a. mit dem enorm hohen Aufwand in der Vorbereitung begründet. Wie lief die Vorbereitung deiner ersten beiden Ausgaben und was genau sind jetzt deine Aufgaben? Claudia: Meine Aufgabe ist es, mit Hilfe des Volksparkett-Teams zu jedem Heimspiel ein Programm mit Gästen aus dem HSV bzw. dem Umfeld des HSV und von der Gastmannschaft zusammenzustellen. Wir überlegen, wen wir gern auf dem Volksparkett hätten und dann nehme ich Kontakt auf. Es gibt einige regelmäßige Programmpunkte, wie z. B. „Angereichert“ oder Geschichten aus dem Museum. Dann versuchen supporters news


Umfeld der gegnerischen Mannschaft. Das erfordert schon ein wenig Mut, sich in die Nordtribüne zu begeben und sich hier zu stellen. Ich bin froh, dass bisher auch die Gäste von nicht ganz so beliebten Vereinen immer freundlich vom Publikum aufgenommen wurden. supporters news: Vielen Dank für das Gespräch und euch weiterhin viel Erfolg mit dem Volksparkett!

Axel Formeseyn, Tom Mickel und Jojo Liebnau

Jeder ist eingeladen, die Bühne zu betreten Das „Volksparkett“ ist ein öffentliches Forum

wir immer wieder, HSV-Offizielle oder spannende Leute aus der Fanszene auf das Volksparkett zu bekommen. Die Arbeit verteilt sich auf die gesamten 2 Wochen vor einem Heimspiel. „Anfragen und warten“, wenn die Ideen da sind. Wenn es dann erst mal losgegangen ist, kann man nur noch hoffen, dass auch alle Gäste kommen. Beim Spiel gegen Werder Bremen hatten wir uns auf Frank Baumann gefreut, leider stand der mit dem Mannschaftsbus im Stau und kam zu spät an, und am letzten Wochenende ist uns leider der Spieler „entwischt“. Hier haben wir zum Glück großartige Moderatoren, die auch solche Situationen sehr unterhaltsam überbrücken können. supporters news: Das Volksparkett hat sich ja in den letzten Jahren immer weiter entwickelt, was man ja unter anderem an den z.T. sehr prominenten Gästen ablesen kann. Wie kann man Uli Hoeneß noch toppen? Hast du schon Ideen, welche Inhalte noch dazu kommen sollten bzw. betont werden sollten? Und: Welchen Gast hättest du gern mal auf der VP-Bühne?

Claudia: Wir haben viele Ideen für feste Programmpunkte und Gäste, sind aber auch immer für Vorschläge von unserem Publikum oder den Lesern offen und freuen uns darüber. Wir überlegen zum Beispiel, ein „Fundstück der Woche“ einzubauen. Wer da etwas im Internet gefunden hat oder ein kurioses Souvenir – immer her damit. Einen Uli Hoeneß kann man vom PromiFaktor schwer toppen. Solche Gäste sind toll, weil sie das Volksparkett bekannter machen. Hier wollen wir aber aufpassen, dass sich die Attraktivität und der familiäre Charme noch die Waage halten. Freuen würde ich mich, wenn Frank Arnesen es mal einrichten könnte, uns zu besuchen. Aber auch Gäste vom Stadionmanagement oder dem Teammanagement wären toll, die ein wenig über den Ablauf „Hinter den Kulissen“ berichten können. Das ist den wenigsten Leuten bewusst, was an Arbeit dahinter steckt, dass das Stadion seine Tore öffnen kann oder wie die Spieler hier in Hamburg in das normale Leben integriert werden. Ich freue mich auch bei jedem Spiel auf Besuch aus dem

von und für Fans und HSV-Mitglieder. Es setzt sich vor Heimspielen humoristisch, kritisch und unkonventionell mit den Themen auseinander, denen der HSV-Fan sein Dasein gewidmet hat. Vor allem soll das „Volksparkett“ eine Aufforderung zum Dialog sein. Das Publikum hat das Wort, jeder ist eingeladen, die Bühne zu betreten und zu sagen, was endlich mal gesagt werden muss. Das „Volksparkett“ bietet in seinem Programm aber auch Interessantes, Informatives, Umstrittenes und Kulturelles rund um den HSV. So ist – als Ergänzung der Stadionshow – eine Mixtur aus Unterhaltung, Information, Talkshow, Forum und „Speakers` Corner“ entstanden. Zwei Moderatoren führen durch das 60-minütige Programm, befragen ihre Gäste und das Publikum, werben um Beiträge und stellen interessante Personen rund um das Spiel und den Verein vor: Aufsichtsräte, Vorstandsmitglieder, Spieler, HSV-Abteilungen, Fanclubs, Fans, Mitarbeiter des HSV, Vertreter der Gästeclubs, Medienvertreter, das HSV-Museum usw. können hautnah erlebt und befragt werden. Aber auch Künstler und Pro-

Altmann mit seinem Song „Noch ein Hamburglied“

minente, deren Herz am HSV hängt, sind auf der Bühne des „Volksparkett“ willkommen: Opernsänger, Musiker und Schauspieler. Das „Volksparkett“ findet im Umlauf zwischen den Ständen des Fanprojektes und des Supporters Clubs direkt über dem HSV-Museum (Block 28) auf einer fest installierten Bühne vor allen Wochenend-Heimspielen kurz nach der Stadionöffnung statt. Das „Volksparkett“-Team hat eine Homepage (www.hsv-volksparkett.de), auf der man u. a. die Programme und Fotos von Gästen und Zuschauern finden kann. Zudem können im Gästebuch Anregungen, Ideen und Kritik hinterlassen werden oder direkt an das Team (volksparkett@web.de) gemailt werden.

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VIP beim Volksparkett Uli Hoeneß Text Uwe Liebnau · Foto Ulie Liebnau · Moderation Jojo und Todde

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ormalerweise werden die Bayern nicht mit offenen Armen empfangen. Das Volksparkett tickt anders: Hunderte HSV-Fans begrüßen und verabschieden Uli Hoeneß lautstark mit Uli-Rufen, pöbeln spaßig und scheinen diesen Macher echt zu respektieren, der offenherzig, glaubwürdig, richtig sympathisch rüberkommt. Uli Hoeneß über seinen geplatzten Wechsel zum HSV: „Ich hatte damals 78 ziemlich Ärger mit unserem Trainer, der plötzlich gemeint hatte, ich könne nicht mehr so gut spielen, wie es notwendig wäre. Und dann kam Günther Netzer, der hier Manager war, und ich war wild entschlossen zu unterschreiben und hatte aus meiner Sicht dem HSV ein tolles Angebot gemacht. Ich war nämlich bereit für 3000 Mark Monatsgehalt zu spielen, die aber nur bezahlt werden sollten, wenn ich spiele. Trotzdem hat der damalige Vereinsarzt gemeint, er muss mit einer Arthroskopie in mein Knie reinschauen. Und das wollte ich nicht. Das war die Bedingung. Und dann habe ich gedacht, wenn das dem HSV insgesamt für nur sieben Monate nur 20tausend Mark kostet, dann brauchen sie nicht in mein Knie reinzuschauen. Dann bin ich wieder nach München gegangen und anschließend bin ich nach Nürnberg, da habe ich einen Freund kennen gelernt und seitdem gibt es Nürnberger Rostbratwürste.“

Über sein Verhältnis zu den Fans: „Das Verhältnis des FC Bayern und von mir persönlich zu den Fans ist superklasse, besser kann es gar nicht sein. Denn wir haben 174.000 Mitglieder und in Deutschland 15 Millionen Fans. Meine Rede, über die viel gesprochen wurde, ist jetzt vier oder fünf Jahre her, und da habe ich von diesen 15 Millionen genau 300 gemeint. Wir haben 2.800 Fan-Clubs und die, die ich gemeint habe, das ist ein Fan-Club, der bei uns gar nicht registriert ist. Ich denke, auch die Sache Neuer und die Vorkommnisse im letzten halben Jahr haben auch damit zu tun, dass ich damals richtiggelegen habe.“ Über Flyer-Verbote und Megaphon-Verbote für Gäste: „Ich glaube nicht, dass wir Dinge in München machen gegen die Fans, sondern das hat im Prinzip damit zu tun, dass es offensichtlich von der Polizei nicht genehmigt wird. Wir können uns nur im Rahmen der Gesetze bewegen und wenn morgen die Polizei erlaubt, dass im Gästeblock ein Megaphon eingesetzt werden kann, dann haben wir als Allerletzte was dagegen.“

Über die Unterstützung des „kleinen, unbedeutenden Stadtteilvereins“: „Grundsätzlich, wenn sie mal die letzten zwanzig Jahre analysieren, dann haben wir etwa zehn, fünfzehn Vereinen geholfen zu überleben. Unter anderem Borussia Dortmund, die jetzt gerade uns wieder sehr ärgern, denn die waren auch mal total pleite und als sie gar nicht mehr weiter wussten, da haben wir kostenlos bei einem Hallenturnier mitgemacht. Als sie ihre Gehälter nicht mehr zahlen konnten, da haben wir ihnen ohne Sicherheiten 2 Millionen gegeben. Ich bin ein großer Freund der Tradition im Sport und ich denke, dass Dortmund oder Frankfurt oder Hertha, um nur einige zu nennen, auch St. Pauli, Vereine sind, die die Szene in Deutschland gut beleben und ich denke, dass das keine schlechte Aktion war. Über die Unterstützung des HSV, falls er „mal ganz klamm sein sollte“: „Dann steht der FC Bayern bereit. Aber viel lieber wäre es mir, der HSV müsste uns nicht ansprechen und käme auf Augenhöhe nach München, dass wir uns richtig ärgern können. Also, wir haben mit Thorsten Fink schon einen unserer Besten nach Hamburg geschickt, da könnt ihr euch also nicht beschweren.“

Bei klirrender Kälte für alle Fragen offen

Über ihn als Manager beim HSV, wenn er denn beim HSV gelandet wäre: „Grundsätzlich glaube ich, das ist ganz ehrlich gemeint, dass Hamburg eine Stadt ist, die nach dem FC Bayern die einzige wäre, die langfristig gesehen den FC Bayern richtig gefährden könnte. Wann immer ich in Hamburg bin, ob beim Taxifahrer oder in irgendeinem Hotel, immer werde ich auf Fußball angesprochen. Diese Sportbegeisterung! Ich glaube, die ganze Stadt steht mehr hinter dem HSV als es teilweise in München der Fall ist. Unsere Stadt steht nämlich nicht so sehr hinter Bayern, deswegen glaube ich, wenn hier mal alles zusammenpasst, wenn die Verantwortlichen kontinuierlich an diesem Thema arbeiten, dann müssen wir uns warm anziehen.“

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Zehnmal spontan Volksparkett-Ritual Text U. Liebnau

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enn verletzte Spieler, Präsidenten oder andere VIPs auf dem Volksparkett interviewt werden, müssen sie spontan vorgegebene halbe Sätze ergänzen.Beim letzten Bayern-Spiel wurde Uli Hoeneß von den Moderatoren Jojo und Todde herausgefordert: 1. Gastspiele in Hamburg sind für mich … immer ein Erlebnis, weil ich hier eine der tollsten Atmosphären habe in der ganzen Welt. 2. Nach einem nervenaufreibenden Spieltag entspanne ich mich am liebsten … am Sonntag auf der Couch, weil es der Tag ist, wo ich mir Fußball reinziehe von oben nach unten, inklusive England und abends zum Essengehen oder in die Sauna … 3. Wenn der FC Bayern im heimischen Stadion dieses Jahr die Champions League gewinnt, dann werde ich …

Kein Zwanni

HSV geht voran? Text Daniel Eglite · Foto Witters

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ie Initiative „Kein Zwanni für nen Steher“ (www.kein-zwanni.de) ist sicher vielen bekannt. Bundesweit wird bei Aktionen und Spielboykotten auf die teilweise unglaublichen Preise im Steh- aber auch Sitzplatzbereich hingewiesen. Zuletzt auch in Hamburg beim Spiel gegen Borussia Dortmund. Es wird zwar immer wieder gesagt, dass man sich Gedanken mache und dass man eine Einigung finden werde, aber irgendwie passiert da nichts. Darum im Folgenden ein paar Lösungsvorschläge, die man nicht so einfach vom Tisch weisen kann, da bei Umsetzung alle Bundesligavereine gleichermaßen „betroffen“ wären. Der HSV bietet mit der Auswärtsdauerkarte einen besonderen Service für seine Allesfahrer. Dieser erlauchte Kreis unterstützt unsere Mannen bei allen Spielen und hat somit auch immense Kosten zu tragen. Wenn man sich nun bundesweit auf ein Kartenkontingent von sagen wir 400 Stück einigen könnte und diese Ausgabe 70

durchdrehen. … also, wenn wir die Champions League gewinnen, dann schicken wir Paulaner hier her mit Freibier. 4. Über einen Wechsel zum HSV würde ich selbst heute noch einmal nachdenken, wenn … ich zehn Jahre jünger wäre, und ich einen anderen Verein managen sollte, dann käme der HSV sicherlich in Frage. 5. Dem HSV wünsche ich für die Zukunft, … dass er endlich in die Führung Ruhe reinkriegt und dass er sein Potenzial besser ausschöpft. 6. Mit einer lebendigen Fan-Kultur verbinde ich, … dass Fans ihren Verein bedingungslos unterstützen und dass der Verein immer ein offenes Ohr für seine Fans hat.

8. Der schönste Augenblick in meiner langen Karriere war,… 1974, als wir zum ersten Mal den Europapokal der Landesmeister gewonnen haben, als wir im zweiten Spiel gegen Athletico Madrid, nachdem wir im ersten katastrophal gespielt haben und im zweiten 4:0 gewonnen haben. 9. Wenn die Löwen, 1860 München, plötzlich wieder aufsteigen und uns im entscheidenden Spiel die Meisterschaft versauen, dann werde ich … die Gefahr besteht nicht. 10. Wenn auf den Wiesn noch ein einziger letzter Vierer-Tisch frei ist, an dem schon meine speziellen Freunde Helmut Krug, Willy Lemke und Christoph Daum sitzen, dann … würde ich versuchen, mit Helmut Krug ein Bier zu trinken.

7. Für das nächste HSV-Auswärtsspiel in München empfehle ich allen mitgereisten Hanseaten, … wenn ihr zu uns kommt, haben wir ein neues Museum, und das muss man sich auch als Hamburger einmal angeschaut haben.

einheitlich zu einem moderaten Preis abgegeben würden, wäre das ein großer Schritt in die richtige Richtung. Es wären somit alle Vereine zu gleichen Anteilen an so einer fanfreundlichen Aktion beteiligt. Und selbst wenn anfangs nur einige Vereine mitmachen würden, wäre die positive Presse und Resonanz im Allgemeinen so groß, dass unschlüssige Vereine aus Angst vor negativen Schlagzeilen nachziehen würden. Also auf geht’s HSV – zeigt Initiative, geht voran

bei dieser sehr wichtigen Fan – Angelegenheit und sammelt bundesweit Sympathiepunkte! Im ersten Schritt sollten dabei aber wirklich nur die Allesfahrer in den Genuss günstiger Karten kommen, denn Anhänger eines Vereins, die nur zu zwei Spielen im Jahr fahren, meist dann, wenn „die Großen“ kommen, können es in meinen Augen verkraften, etwas tiefer in die Tasche zu greifen!

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41 Teams kämpfen und feiern 24. Westkurven-Meisterschaft

Text Thorsten Eikmeier · Foto Thorsten Eikmeier

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eit September 1989 richten wir (HSV Fanprojekt) zunächst in Kooperation mit dem HSV und seit 1993 mit dem HSV- Supporters Club die WestkurvenMeisterschaft (WKM) auf dem Kleinfeld aus. Während die WKM in den ersten Jahren noch auf den Grandplätzen hinter dem Volksparkstadion ausgetragen wurde, findet sie seit 1997 auf dem HSV-Gelände in Norderstedt auf Rasen statt. Und nachdem das Turnier in der Vergangenheit stets bei strahlendem Sonnenschein stattfand, konnten die Teams und ihre Fans in diesem Jahr die Parole „Durch Regen und Wind….“ mit Leben füllen und kämpften nicht nur um Tore, sondern auch gegen eine kräftige Brise. So gab es am Ende des Turniers einen wahren Pavillon-Friedhof zu bestaunen, die Teams nahmen es jedoch mit Humor! Ansonsten gab es allerdings wenig zu meckern. Wie auch in den vergangenen Jahren herrschte eine ausgesprochen entspannte Stimmung auf dem Gelände und bei Grillwurst und frischen Getränken zu günstigen Preisen verbrachte die große Fan-Familie des HSV erneut einen gemütlichen Tag. Die mittlerweile „strengen“ Teilnahmebedingungen haben dafür gesorgt, dass sich ein Großteil der Mannschaften von Stadionbesuchen, Auswärtsfahrten oder anderen Die Siegermannschaft

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HSV-Veranstaltungen kennt, was einen spürbar respektvollen Umgang untereinander zur Folge hat. Über eine besondere Auszeichnung als „Fairplay-Sieger“ durften sich dabei „Die Franziskaner“ freuen. Auf dem Rasen kämpften insgesamt 41 mehr oder weniger talentierte Teams um das Erreichen der Hauptrunde und später um den legendären WKM-Wanderpokal. Am Ende konnte sich das Team von „HAMBURGO 1887“ im Finale verdient gegen „Elbsolut“ durchsetzen und freute sich nach zahlreichen Anläufen in den vergangenen Jahren ausgiebig über den Titelgewinn. Die Feierlichkeiten fielen derart überschwänglich aus, dass sich einer der Spieler am „Pott“ verletzte und noch am Abend operiert werden musste – wir hoffen, dass der Finger wieder ganz ist und sind um eine WKM-Anekdote reicher. Herzlich bedanken möchten wir uns – auch im Namen des HSV-Supporters Clubs – für das Zustandekommen dieses tollen Tages bei unseren Sponsoren und Förderern: der Holsten Brauerei, Aramark und Sinalco für ihre Sachspenden, bei den Verantwortlichen des HSV Ochsenzoll e.V. und besonders bei Greenkeeper Patrick Garling und seinem tollen Team, dem Sportpub Tankstelle für Bewirtung und Security, dem tollen Grill-Team, bei Oliver Scheel, And-

reas Birnmeyer und der SC-Abteilungsleitung für ihren Einsatz und ihre Unterstützung, beim DRK Norderstedt, dem souveränen Schiedsrichterteam, allen WKM-Helfern und -Helferinnen und allen Teilnehmern und Gästen! Hier das offizielle Endergebnis der 24. WKM 2012: 1. Hamburgo 1887 2. Elbsolut 3. Holstein United (TV) 4. HH-Outsiders 5. Hinschenfelder Jungs 6. Die Bohnen 7. Edelritter 8. HH-Süd Allstars 9. Blaue Front HH-N.1 10. Rookies 2 11. Hart aber fair 12. Vollsuff Königs-Eck 13. Szene Stade 14. Sektion Spielsucht 15. TSV Holz Harburg 16. HSV-Power 1887 1 17. Hu-LiGans 18. Die Macht der Raute 19. FC Officer Down 20. Die Schlümpfe 21. Jungspunde 22. Sektion Lüneburg 23. HH-Süd Amateure 24. 1887 geboren 25. Blaue Front HH-N.2 26. Suff Crew Buxtehude 27. Pöbelblock 28. J. Beam´s Kuhlenfeld 29. HH Don Quichottes 30. Dynamo Hanseaten / Rautengeil Fallingbostel 31. Nordboys Hamburg 32. Punktejäger HH 33. Die Franziskaner 34. HSV-Power 1887 2 35. Freundeskreis 1887 36. Rookies 1 37. Ü25 38. Fahr ma´ auswärts 39. nach einer Ergebniskorrektur ist RGF auf Platz 30. gelandet 40. Northside NRW 41. HSV-Frauenpower 1887

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Respektvoller Umgang? Seniorenratswahl  2012 Text Rainer Doell · Foto Witters

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ie schnell doch drei Jahre ins Land gehen. Mal wieder stand eine Wahl an: die zum Seniorenrat. Anlässlich der ordnungsgemäßen Einladung traf  sich die Gemeinschaft der Senioren am 16. April im Hotel Grand Elysèe. Nicht nur aus organisatorischen Gründen, sondern auch aufgrund der Teilnehmerzahl fand die Veranstaltung im großen Saal des Hauses statt. Bevor der Hauptakt des Abends durchgeführt wurde, ging es eingangs um einen Antrag auf Verkleinerung von 7 auf 5 Mitglieder im Seniorenrat. Dieser Antrag scheiterte. Die Versammlung entschied sich mit 71:56 Stimmen bei 9 Enthaltungen gegen diesen Antrag. Somit war klar, das Gremium wird weiterhin mit einem Vorsitzenden, einem Stellvertreter und fünf Beisitzern geführt. Danach konnte in die Wahl eingestiegen werden. Das Ehrenratsmitglied Kai Esselsgroth hatte mit der ersten Abstimmung bereits die Leitung an diesem Wahlabend übernommen. Bezüglich der Reihenfolge in der Kanditatenvorstellung votierte Frau Doris Krohn als Glücksgöttin. Um den Seniorenratsvorsitz bewarb sich Peter Gottschalk, der dieses Amt bereits einmal

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innehatte, bevor ihn  der jetzige Amtsinhaber  Dieter Horchler ablöste. Nach der jeweiligen Kurzvorstellung stellten sich die Kandidaten den Fragen der anwesenden Mitglieder. Nach der Wahl des Vorsitzes, die Dieter Horchler mit 81:56 Stimmen für sich entscheiden konnte, stellten sich die beiden Kandidaten zum stellvertretenden Vorsitzenden den Anwesenden vor. Helmut Füßinger unterlag als Herausforderer dem bisherigen Stellvertreter, Jens Döring, bei der Abstimmung deutlich mit 32:101 Stimmen. Bei den Beisitzern stellten sich 9 Kandidaten  vor. Die bisherigen Amtsinhaber, Bärbel Mahler, Jürgen Dornhöfer Peter Groth, Karl Haehrich, Klaus Knickmeier und Karin Elster,  Walter Weise, Oliver Wittkowsky und Stefan Rögener, der kurzfrisitig seine Kandidatur zurücknahm. Es waren zwei Wahlgänge erforderlich, ehe das amtliche Endergebnis feststand. Zu Beisitzern wurden Bärbel Mahler, Walter Weise (neu), Karl Haehrich, Jürgen Dornhöfer im 1. Wahlgang  und Karin Elster (neu) im 2. Wahlgang in den Seniorenrat gewählt. Bereits zu Beginn der Veranstaltung machte sich ein gewisses Lagerverhalten deutlich. Wobei es durchaus legitim ist, verschiedene Standpunkte

der Kandidaten durch die anwesenden Mitglieder hinterfragen zu lassen. Dennoch entwickelte sich bei einigen Rednern zu sehr der Schwerpunkt in das Persönliche der jeweiligen Kandidaten. Animositäten und persönliche Angriffe  unterhalb der Gürtellinie sollten insbesondere auf diesen  Veranstaltungen unterbleiben. Respektvoller Umgang miteinander sollten nicht Lippenbekenntnisse einiger sein, sondern von gewissen Personen beherzigt  u. praktiziert werden. Kriegsbeile sollten nicht ausgegraben, sondern begraben werden!      Der neugewählte Seniorenrat sollte sich jetzt Ziele für die nächsten drei Jahre setzen und an deren Umsetzung arbeiten. Die  Zusammenarbeit der Gremien untereinander vertiefen und mehr mit- als übereinander reden. Das Gleiche gilt für alle HSV-Seniorinnen und Senioren, denn wir haben doch alle das gleiche Ziel – einen einzigartigen HSV. Insbesondere im Jahr des 125-jährigen Bestehens. Übrigens: Der Veranstaltungssaal hätte etwas mehr HSV-Gesicht zeigen können. Nicht eine Vereinsfahne – kein Hingucker in blau – weiß – schwarz,  das optische Manko einer HSV-Gremienwahl.

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Der SC bei der EU und beim DFB Der Supporters Club vertritt „UNSERE KURVE“ beim EU-Förderprojekt Text Christian Bieberstein · Foto shutterstock.com

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s ist ja mittlerweile kein Geheimnis mehr, dass sich der europäische Fußball in finanziellen Belangen seit geraumer Zeit nicht gerade von seiner besten Seite zeigt. Insgesamt stieg 2010 die Verschuldung der europäischen Top-Clubs um 36% im Vergleich zum Vorjahr auf über 1,6 Milliarden Euro an. Die UEFA hat bereits auf die oftmals verheerende finanzielle Situation zahlreicher europäischer Vereine reagiert und führt schrittweise das sogenannte Financial Fairplay ein, welches die Vereine zwingen soll, nur das Geld auszugeben, das sie vorher selbst eingenommen haben. Unterstützung erhält die UEFA in diesem Bestreben von der Europäischen Union. So bestätigte das Europäische Parlament im März dieses Jahres, dass die Financial Fairplay-Richtlinien mit europäischem Recht vereinbar sind. Darüber hinaus ist man in Brüssel in den vergangenen Jahren sehr aktiv gewesen, den sozialen und kulturellen Stellenwert von Sport, insbesondere des Fußballs, herauszuarbeiten. Am 2. Februar 2012 hat sich das Europäische Parlament in Folge dessen dafür ausgesprochen, den Fan-Einfluss in den europäischen Vereinen zu stärken. Das Parlament folgt damit den Richtlinien des sogenannten Fisas Re-

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ports (benannt nach dem EU-Abgeordneten Santiago Fisas), welcher die besondere Bedeutung des Sports in Europa hervorhebt. Der Report fordert sowohl die EU-Mitgliedstaaten als auch die nationalen Verbände dazu auf, Maßnahmen einzuleiten, die einen stärkeren FanEinfluss in den Vereinen bewirken. So heißt es u. a. im Änderungsantrag 238: „69. fordert die Mitgliedstaaten und Führungsgremien der Sportverbände auf, die soziale und demokratische Rolle jener Sportfans aktiv zu fördern, die die Prinzipien des Fair-Play unterstützen, indem ihre Einbindung in die Eigentums- und Leitungsstrukturen in ihren Sportvereinen und ihre Betrauung mit wichtigen Funktionen in den Führungsgremien der Sportverbände gefördert werden.“ In diesem Zusammenhang unterstützt die EU sowohl inhaltlich als auch finanziell ein Projekt von neun europäischen Fanorganisationen, das die offizielle Bezeichnung „Improving Football Governance through Supporter Involvement and Community Ownership“ trägt. Am 20.04.2012 kam es zum ersten Treffen von Vertretern der teilnehmenden Fanorganisationen in den Räumlichkeiten der britischen Fanorganisation Supporters Direct (SD) in London. SD verfügt in Europa über die besten Kontakte aller

Fanorganisationen zu politischen Institutionen und Verbänden und hat dieses Projekt federführend initiiert. Die deutsche Fanorganisation Unsere Kurve wird in den nächsten 14 Monaten die Interessen deutscher Fans im Rahmen dieses Projekts vertreten und mit den anderen Fanorganisationen eng zusammenarbeiten. UK wird dabei von dem ehemaligen Mitglied der SC-Abteilungsleitung, Jens Wagner, vertreten. Unterstützt wird er dabei von Ulrike Polenz vom Arminia Bielefeld Supporters Club. Auf dem Treffen wurden zunächst die organisatorischen Voraussetzungen zur Teilnahme an dem Projekt erläutert und die nächsten Schritte abgestimmt. Zukünftig sind nationale Workshops, Maßnahmenkataloge und der weitere Ausbau eines zum Teil bereits bestehenden europaweiten Fan-Netzwerkes geplant. Alle Anwesenden waren sich außerdem darüber einig, dass das Projekt zukünftig einen greifbareren Namen erhalten sollte. Neben „UNSERE KURVE“sind folgende Organisationen bei diesem Projekt vertreten: · Supporters Direct (GB) · A la nantaise (F)

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· Associação de Adeptos Sport­inguistas (POR) · Federación de Accionistas y socios del Fútbol Español (ESP) · Friends of the Rebel Army Society (IRL) · Svenska Footballssupporterunionen (SWE) · Unione Italiana Sport per Tutti – Comitato Regionale Emilia Romagna (ITA) · VZW Eskabee 1935 FC (BEL) Unterstützt wird das Projekt von: · Cooperatives Europe (europaweit) Aktiv beim DFB Der HSV Supporters Club ist aber nicht nur international aktiv, sondern auch national beim DFB. Über die Interessengemeinschaft „ UNSERE KURVE », die der Supporters Club mitgegründet hat und federführend mitgestaltet, ist der SC auch durch einen Vertreter bei den verschiedenen Arbeitsgruppen und Gremien des DFB präsent. Andreas Birnmeyer, Geschäftsführer des Supporters Club, vertritt UK in der AG Fanbelange/Fanarbeit und somit natürlich immer auch den SC. Die AG hat Andreas in die Kommission Prävention und Sicherheit des DFB sowie in die vom DFB neu ins Leben gerufene AG Stadionverbote als ihren Vertreter gewählt. Andreas ist vom DFB auch in die Task Force berufen worden, die im Nachgang zu den Vorkommnissen beim Pokalspiel Borussia Dortmund gegen Dynamo Dresden initiiert wurde. Dazu Andreas: „Es gibt eine Vielzahl von wichtigen und brisanten Fan-Themen, mit denen wir uns in den AGs und der Kommission kurz- wie mittelfristig beschäftigen wollen und müssen. Kein Thema, sei es noch so kontrovers, ist dabei tabu. Alle Mitstreiter sind Fachleute, die wissen, worüber sie sich Gedanken machen. Das ist in jedem Fall besser, als sich bei platten Talkshows Unsägliches von sogenannten Experten oder Leuten, die sich als solche berufen fühlen, anzuhören.“ Ob dabei auch immer alle Themen oder Probleme gelöst werden können, wird die Zukunft zeigen. Wichtig ist, dass Fans bzw. Fanvertreter gehört werden. „Endlich wird mit uns geredet und nicht nur über uns,“ sind sich Jens und Andreas einig. „Schon dafür mussten wir alle lange kämpfen. Hoffentlich nimmt man uns jetzt auch ernst, so dass gemeinsam etwas bewegt werden kann. Auch, wenn dann ggf. die ein oder andere Wahrheit unangenehm sein könnte. Aber so ist das nun mal im Leben.“ Wir empfinden es als große Anerkennung und Wertschätzung der Arbeit des Supporters Clubs in den letzten knapp 20 Jahren, dass Jens und Andreas mittlerweile regelmäßig eingeladene Experten und Teilnehmer sind, auf deren Meinung wie Mitarbeit nationale wie internationale Institutionen zurückgreifen.

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Geht’s noch? Blockkontrollen in 25A Text Patrick Reschke

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orweg: Dies wird keine Diskussion zum Thema „Pyrotechnik“. Dazu mag jeder stehen, wie er will. Ich persönlich mag bengalische Feuer, sie geben das Bild einer stimmungsvollen Kurve wieder, auch im Spiel gegen Bayern München. Böller und ähnliches hingegen lehne ich ab. Allerdings muss man akzeptieren, dass es nun mal aktuell verboten ist, in deutschen Stadien Pyrotechnik zu zünden, sowohl auswärts als auch (besonders!) zu Hause. Was sich die „Kollegen“ im Spiel gegen München, so gut es auch aussah, geleistet haben, war nicht korrekt. Maßnahmen seitens des HSV waren zu befürchten und wurden auch umgesetzt. Das kann ich alles nachvollziehen und finde es auch grundsätzlich in Ordnung, schließlich wollen wir alle keine Auswärtssperre für Fans oder sogar Geisterspiele. Allerdings war die Art und Weise der Umsetzung seitens des Vereins beim Spiel gegen die aus der „verbotenen“ Stadt dann doch mehr als fragwürdig. Zum einen war der Einlass am Stadion schon grenzwertig. Die Schlange zum Einlass war extrem lang. Man musste, anstatt am Bahnhof, in Stellingen oder sonst wo noch ein gepflegtes Getränk zu nehmen, sehr zeitig beim Stadion eintreffen, um pünktlich zum Anpfiff im Block zu sein. Denn der Weg war noch weit. Teilweise willkürlich wurden HSVer in die bereitgestellten Container gebeten, wo man sich zum Teil einiger Klamotten entledigen durfte. Konnte auch jeder sehen, schließlich waren Fenster in dem Ding … War man nun im Stadion, musste man sich erneut einer Kontrolle unterziehen, um in den Block, einem abgegrenzten Käfig, zu gelangen. Auch die angekündigte Bewegungsfreiheit im Stadion war bei einigen Ordnern unbekannt. Dieses „Eingekessel“ kennt man sonst nur von Auswärtsspielen. Allerdings schienen für den ganzen Aufwand doch diverse Ordner zu fehlen; denn wo sonst die Aufgänge vom Einsatzpersonal freigehalten wurden, war dieses Mal gerade im oberen Bereich des Blocks der komplette Aufgang „verstopft“, während unten relativ viel Platz vorhanden war. Nicht auszudenken, was im Fall eines Notfalls für wertvolle Zeit verstrichen wäre. Kurz gesagt, die Umsetzung war eher suboptimal, zumal diesmal nicht in 25A, dafür aber im Gästeblock gezündelt wurde. Zum Schluss kam dann noch dazu, dass sich der Verein über die Medien rühmte, unter anderem mit Benzin getränkte Banner bei den Kontrollen sichergestellt zu haben, was sich aber als Fehler herausstellte. Kann ja auch keiner ahnen, dass frisch gemalte Banner noch nach Farbe riechen … Ich hoffe, dass diese Maßnahmen nicht zum Standard werden; denn die Einschränkung der Bewegung und die Kontrollen sind für mich Dinge, die mir den Spaß an diesem Tag, neben dem komischen Auftreten unserer „Abwehr“, wirklich vermiest haben. Ich bin auch dafür, dass diejenigen, die sich unrecht im Stadion verhalten, zur Rechenschaft gezogen werden, aber nicht, wenn es auf Kosten von 3.000 anderen normalen Fußballfans geht. Da muss es andere Möglichkeiten geben. Man kann mir doch nicht erzählen, dass es zwar möglich ist, einzelne Becherwerfer durch die installierten Kameras zu identifizieren (schon miterlebt!) aber bei zündelnden Pyro-Fans gehe dies nicht. Hier ist der HSV gefragt, Lösungen zu finden und vielleicht den Dialog zu suchen. Ich bin sicher, zusammen mit dem SC und den Fans wird dies auch gelingen. Denn so, wie es jetzt momentan ist, kann es nicht weitergehen. Wer zündeln will, der zündelt auch, ob nun in 25 A, in 22 C oder bei Auswärtsspielen. Die Gefahr, dass das alles eskaliert und möglicherweise in Geisterspielen gipfelt, ist größer denn je. Und ganz ehrlich, da hab ich absolut kein Bock drauf …

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„Was macht Ihr eigentlich?“ Der Terminkalender der Abteilungsleitung Text Andreas Kloß · Fotos Andreas Kloß

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ine Frage, die man immer mal wieder gestellt bekommt, schließlich macht die Abteilungsleitung (AL) ihren „Job“ ehrenamtlich. Viele denken tatsächlich, man fährt halt zum Fußball, bekommt natürlich alles bezahlt, also Fahrten, Karten, VIP-Bereich und was sonst noch zum Fußball gehört – oder auch nicht zum Fußball gehört- und das war’s dann. Ganz so einfach ist das Ganze natürlich nicht. Stellvertretend für die Abteilungsleitung hier mal eine Aufzählung von Terminen, die ich neben dem Besuch der Fußballspiele in der Rückrunde der abgelaufenen Saison für den Supporters Club wahrgenommen habe, bei den anderen vier Mitstreitern sah und sieht der Kalender natürlich ähnlich aus. 14.01.2012 Testspiel Bielefeld – HSV, direkt nach dem Spiel ging es weiter zum OFC „Rautengeil Fallingbostel“, der seinen 10. Geburtstag mit dem ersten Abschlach!-Konzert nach längerer Pause feierte. Als Vertreter des Supporters Clubs sprach ich ein paar Worte und überreichte ein kleines Präsent. Insgesamt eine tolle Veranstaltung! 15.01.2012 Mitgliederversammlung des Hamburger SportVerein e.V. 17.01.2012 Treffen mit dem HSV-Vorstand, anschließend wöchentliche AL-Sitzung

18.01.2012 Treffen zwischen der Abteilungsleitung und der Fanbetreuung

13.02.2012 Redaktionssitzung Supporters TV, anschließend monatliches Treffen der HSV-Senioren

20.01.2012 „Nordtribünenschnack“ im Feuervogel, allgemeine Gesprächsrunde mit Vertretern verschiedener Fanclubs und Gruppierungen über die Fanszene des HSV

20.02.2012 Nach dem Testspiel HSV – Kopenhagen wöchentliche AL-Sitzung

24.01.2012 | 31.01.2012 Wöchentliche AL-Sitzung 30.01.2012 | 27.02.2012 Supporters TV-Sendung bei TIDE TV 01.02.2012 Besuch des OFC „Zaungäste Pinneberg“, zusammen mit Vorstand Oliver Scheel, vielen Dank für die Einladung! 03.02.2012 Regionales OFC-Treffen in Lüneburg, zusammen mit Aufsichtsrat Uli Klüver, vielen Dank für die Organisation, Hucky!

26.02.2012 Regionaltreffen Wilhelmshaven mit interessantem Besuch der Fregatte Niedersachsen, organisiert durch SC-Botschafter André Dirks! 01.03.2012 | 14.03.2012 Wöchentliche AL-Sitzung

06.02.2012 Versammlung HSV Ochsenzoll e.V. mit Auflösung des Vereins aufgrund des Verlustes der Gemeinnützigkeit

03.03.2012 Nach dem Spiel des HSV gegen den VfB Stuttgart, ging es zum Abschlach!-Konzerts nach Marne, organisiert von unserem Regionalbetreuer Sebastian Rohmann. Laut und gut!

07.02.2012 Erst öffentliche, anschließend wöchentliche ALSitzung im Fanhaus

09.03.2012 Regionaltreffen in Wesselburen bei Heide, organisiert vom OFC Nord-Ditschis.

08.02.2012 Arbeitskreis Regionalbetreuung, anschließend Redaktionssitzung supporters news

11.03.2012 Regionaltreffen Siegerland mit Vorstand Oliver Scheel und unserer Fanbeauftragten Nicole Hellendoorn, anschließend ging es zum Spiel ‚auf’ Schalke. Vielen Dank an unseren Regionalbetreuer Klaus Rose für die Organisation!

12.02.2012 Regionaltreffen Rheinland vor dem Auswärtssieg beim 1. FC Köln, danke an den OFC „S-HH-O“!

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24.02.2012 Begleitung eines Sonderzuges, den der HSV OFC „Hamburgian 1887 Oberhessen“ zusammen mit einem Gladbach-Fanclub von Marburg aus zum Spiel unseres HSV in Mönchengladbach organisiert. Klasse Aktion! Vor Ort Arbeit in der Supporters Botschaft, Rückfahrt dann am Sonnabend.

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17.03.2012 Halbjährliche OFC-Versammlung im Stadion, als Gast konnten wir einen sympathischen Paolo Guerrero begrüßen, anschließend HSV – SCF 19.03.2012 AL-Sitzung außer der Reihe 21.03.2012 HSV(A) – „Rasenball“ Leipzig, anschließend öffentliche und interne AL-Sitzung im Fanhaus 26.03.2012 Supporters TV-Sendung bei TIDE TV 28.03.2012 Infoveranstaltung mit Vorstand Oliver Scheel und Co-Trainer Frank Heinemann in der Raute, anschließend wöchentliche AL-Sitzung 31.03.2012 Regionaltreffen beim OFC „HSV Fans Luxemburg“, anschließend gemeinsame Busfahrt zum Spiel 1. FC Kaiserlautern – HSV! Ein toller Tag, danke an Isabelle und Eric! 03.04.2012 | 12.04.2012 Wöchentliche AL-Sitzung 13.04.2012 Besuch beim OFC Diamanten im Lindenhof, ein sehr angenehmer Abend, u. a. mit Hermann Rieger! Vielen Dank für die Einladung, Martina!

18.04.2012 Öffentliche AL-Sitzung in der Raute, anschließend wöchentliche AL-Sitzung 21.04.2012 Regionaltreffen Nürnberg zusammen mit Aufsichtsrat Ernst-Otto Rieckhoff, anschließend FCN – HSV, sehr gut vorbereitet von unserem Botschafter Georg Lauterbach. 25.04.2012 | 02.05.2012 Wöchentliche AL-Sitzung 27.04.2012 Abendessen der Abteilungsleitung mit einem ehemaligen HSV-Präsidenten zu seinem Geburtstag 28.04.2012 HSV – Mainz, Treffen mit OFC Schweriner Jungs und Geschenkübergabe zum Fanclub-Jubiläum 05.05.2012 Sonderzug-Begleitung, Regionaltreffen mit Weißwurstfrühstück in der Nähe von Augsburg beim OFC „HSV-Freunde Blau-Weiss“ (Vielen Dank dafür!), anschließend FCA – HSV 08.05.2012 Redaktionssitzung supporters news 09.05.2012 Vierteljährliches Treffen der HSV-Gremien in Norderstedt

14.04.2012 Arbeitstreffen mit Regionalbetreuern und Botschaftern, anschließend HSV – Hannover 96

10.05.2012 | 05.06.2012 Wöchentliche AL-Sitzung

15.04.2012 Regionaltreffen für das Emsland in Meppen, vielen Dank an unseren Botschafter Jens Klünder.

16.05.2012 Öffentliche und anschließend wöchentliche AL-Sitzung im Fanhaus

16.04.2012 Versammlung der HSV-Senioren mit Wahl des Seniorenrates, noch einmal Glückwunsch an alle Gewählten!

20.05.2012 Außerordentliche Mitgliederversammlung zu Satzungsänderung und Inforversammlung des HSV e.V. im Stadion

17.04.2012 Arbeitstreffen zum „Walk of fame“, vielen Dank an Herrn Maske.

21.05.2012 AL-Treffen mit dem HSV-Vorstand, anschließend wöchentliche AL-Sitzung

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22.05.2012 Eröffnung der neuen Vereinsgastronomie „Anno 1887“ auf der Sportanlage Ochsenzoll in Norderstedt 24.05.2012 Supporters TV-Sendung bei TIDE TV 29.05.2012 Treffen der AL mit der Fanbetreuung 02.06.2012 Ehrenamtlichen-Feier des Supporters Clubs als Dank an die ehrenamtlichen Helfer für die Unterstützung in den vergangenen Monaten! Ein schöner Abend! 04.06.2012 Versammlung der HSV-Senioren 06.06.2012 OFC-Besuch „83er Geist“, vielen Dank für die Einladung zum Grillen. 09.06.2012 Besuch des Fußball-Turniers süddeutscher HSV-Fanclubs in Vaihingen bei Stuttgart, vielen Dank an unseren Regionalbetreuer Roland Schinkel für die Organisation!

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Es kann nur besser werden! Berichte 眉ber die Spiele der Profis Text Philipp Markhardt 路 Fotos Oliver Meyer

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HSV vs. Borussia Dortmund 1:5 Stadion im Volkspark* Nach der Winterpause gegen einen der Großen zu spielen ist ja immer so eine Sache. Wie startet der Gegner in die Rückrunde? Haben wir eine Chance? Nach dem Testspiel in Bielefeld musste man hoffen, dass Dortmund denkbar schlecht aus den Startlöchern kommen würde. Das taten die Borussen allerdings nicht und fiedelten den HSV mal ganz locker mit 5-1 ab, weshalb der Anhang an diesem Abend den Volkspark sehr bedrückt in Richtung der eigenen vier Wände verließ. Und kalt war’s auch noch! Hertha BSC vs. HSV 1:2 Olympiastadion Berlin Endlich mal wieder nach Berlin, und das Ganze auch noch am Sonnabend. Eines der Auswärtsspiele mit der kürzesten Anreise lag an und Rahmenprogramm wurde ebenfalls geboten. So lud bereits am Freitagabend die HSV-Fanszene Berlin zum 5,5-jährigen Jubiläum ein, und auch sonst vertrieben sich die mitgereisten Hanseaten ganz gut die Zeit, weiß das Olympiastadion doch mittlerweile als eines der wenigen damit zu überzeugen, dass umbei noch ein wenig Infrastruktur vorhanden ist. Schade, dass es so kalt war und schade, dass die olle Hertha dem Gästeanhang bis auf Schals und Zaunfahnen alles verboten hatte. Das sollte sich natürlich auch auf die Stimmung der mitgereisten Hamburger et-

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was auswirken, die aber immerhin mit ansehen durften, wie ihr Team einen verdienten (wenn auch zum Ende hin gefährdeten) Auswärtssieg einfuhr. Hat man in Berlin ja auch nicht so oft. Negativ fielen natürlich erneut die pingeligen Kontrollen im Stadion auf, die es allerdings auch nicht zu verhindern vermochten, dass irgendein Intelligenzallergiker La Bombas mit ins Stadion schmuggelte und diese vom Oberrang in den vollbesetzten Stehplatzblock der eigenen Leute warf. Gottlob wurde hier niemand ernsthaft verletzt. Bleibt die Frage, warum das niemand im Oberrang gesehen hat? Nach dem Spiel ging es dann zügig ins Berliner Nachtleben.

Ist ja auch mal was anderes, als ständig nur den Hamburger Kiez vor Augen zu haben. HSV vs. FC Bayern München 1:1 Stadion im Volkspark* Wie sagte Uli Hoeneß auf dem Volksparkett (kurz bevor er dem Hamburger Anhang im Falle des Münchner CL-Sieges Freibier versprach) doch gleich? Die Bayern würden sich freuen, den HSV wieder auf Augenhöhe zu sehen. Dieser Wunsch sollte zumindest für die kommen den 90 Minuten schneller in Erfüllung gehen, als es Hoeneß recht gewesen sein dürfte. Ein über weite Teile des Spiels deutlich überlegener und kampfeslustigerer HSV machte es

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dem FCB im Nord-Süd-Gipfel (nicht Derby) extrem schwer und begeisterte seine Fans damit, dass er die Münchner fast immer kontrollierte. Fast? Ja, genau! Denn kurz vor Schluss tat er das eben nicht, die Bayern hatten Dusel und Ivica Olic egalisierte doch noch die HSV-Führung von Jacopo Sala. Vor dem Spiel wäre sicherlich jeder mit einer Punkteteilung zufrieden gewesen, so allerdings überwog doch irgendwie die Enttäuschung über die verlorenen zwei Punkte. Sollte etwa die Choreo vor Beginn am Ergebnis schuld gewesen sein? Bekanntermaßen hat sich beim HSV eine Gruppe gebildet, die dieser Verschwörungstheorie anhängt. Apropos Choreo: Auch im A-Rang gab es choreographische Aktivitäten vor der ersten wie auch vor der zweiten Hälfte. Letztere in Form einer Blockfahne und Pyrotechnik, was den Verein in den Folgewochen noch beschäftigen sollte. 1.FC Köln vs. HSV 0:1 Müngersdorfer Stadion Sonntagsspiel in Köln, geile Nummer, DFL… Erneut mussten deutlich mehr als 350 Kilometer (One Way) abgerissen werden, um den HSV zum Sieg zu schreien. Das alles in Köln-Müngersdorf, wo mal wieder kaum etwas erlaubt war. Trotzdem zeigte sich der Hamburger Anhang in einem nervenaufreibenden Geduldsspiel ohne große Höhepunkte gut aufgelegt und unterstützte die Mannen auf dem Feld vorbildlich. Das Spiel war – wie bereits erwähnt – eines zum Davonlaufen und viele dürften sich bereits mit einem Unentschieden abgefunden haben, als es Paolo Guerrero gelang, den Ball doch noch irgendwie ins Kölner Tor zu bringen. Der Gästeblock glich einem Tollhaus, und nach dem Abpfiff feierten die mitgereisten Schlachtenbummler ausgiebig mit der Mannschaft und insbesondere David Jarolim, der an diesem Tag extrem stark war.

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HSV vs. SV Werner Brehm 1:3 Stadion im Volkspark* Viel mehr Ballbesitz aber auch haarsträubende Fehler führten zu dieser Niederlage im Nordduell, das erneut von einer Choreographie eingeläutet wurde. Gesprächsthema Nummer 1 waren jedoch die verstärkten Kontrollen am Einlass vor 25A (siehe Bayernbericht). Karteninhaber konnten nur einen bestimmten Eingang nehmen und mussten sich „speziellen“ Kontrollen unterziehen. Hierzu gehörte es in Verdachtsfällen auch, dass man in einen Container gebeten wurde, um sich einer genaueren Untersuchung zu unterziehen. Zudem waren Hundestaffeln am Werk. Klar, es war abzusehen, dass der Verein auf die Pyroshow vom Bayern-Spiel reagieren musste, doch so? Kollektivmaßnahmen und Restriktionen, wie höhere Zäune, werden bei dem Problem mit Sicherheit nicht helfen, eher werden sie zu Trotzreaktionen führen. Auch die Spezialdurchsuchungen im Container sind ein Affront! Besonders vor dem Hintergrund, dass der Verein selbst reagieren

würde, wenn derartiges auf seine Fans bei einem Auswärtsspiel warten würde. Für zusätzlichen Ärger sorgte die Meldung über ein mit einer „leicht entflammbaren Flüssigkeit“ getränktes Spruchband, das man gefunden haben wollte. Nachdem ein Polizeisprecher dies bereits dementiert hatte, hielt es der Verein erst einmal nicht für nötig, diese Nachricht zu dementieren oder wenigstens zu relativieren (angeblich wurde danach ja ein Gutachter eingeschaltet). Ebenso verkündete man, besonders viel Pyrotechnik sichergestellt zu haben. Hierbei wurde der Eindruck erweckt, dass diese nur aus der 25A-Kontrolle stammte, was laut Stadionchef Kurt Krägel nicht der Fall sei. Es ist schon recht bemerkenswert, das „Krisenmanagement“ samt der Kommunikation. Aber immerhin ließ es die Niederlage vergessen. VfL Borussia Mgladbach vs. HSV 1:1 Borussiapark Kein Sonntagsspiel dieses Mal, dafür aber auf einem Freitagabend. Geilomat! Es sollte nach

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Gladb… ähm Rheydt gehen. Ins niederrheinische Nirgendwo, direkt an der Autobahn. Drumherum nur Wiesen. Idyllisch… Ein gutes Gefühl hatte man vor diesem Spiel ja nun nicht unbedingt. Nach einer peinlichen Niederlage im letzten Spiel und angesichts der diesjährigen Stärke der Fohlenelf war das auch nicht weiter verwunderlich. So war es auch umso erstaunlicher, dass der HSV nicht nur gut mithalten konnte, sondern sogar das Spiel machte. Gladbach hingegen trat nicht gerade als Heimmannschaft auf. Trotzdem ging die Borussia durch ein Abseitstor von Hanke in Führung, das der HSV in der zweiten Hälfte jedoch verdientermaßen egalisierte. Schade, dass die Mannschaft den wieder einmal zahlreich vertretenen Anhang nicht noch mit einem Siegtor beschenkte. Aber man kann wohl nicht alles haben… HSV vs. VfB Stuttgart 0:4 Stadion im Volkspark* Notiz vom 05.03.2012: Ich möchte nicht über das vergangene Wochenende sprechen… FC Schalke 04 – HSV 3:1 Turnhalle zu Schalke Erneut wurde kein Punkt geholt und der Relegationsplatz rückte immer näher. Bereits zur Halbzeit stand das Endergebnis an diesem Sonntagabend fest und hätten das die mitgereisten HSVer vorher gewusst, wären sie wohl mit Sicherheit nicht mehr geblieben. So erlebten sie auch noch die zweite Hälfte dieses fast schon historischen Spiels, denn es war der erste Heimsieg der Knappen gegen den HSV seit dem Jahr 2004. HSV – SC Freiburg 1:3 Stadion im Volkspark* Um Gottes Willen! Schon wieder 1-3! Gegen

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Freiburg! Zuhause!! Da fällt mir doch nichts mehr ein… VfL Wolfsburg – HSV 2:1 Arena der Verbote Ein Freitagabendspiel in Südostniedersachsen ist sicherlich nicht das Schlimmste, es geht allerdings auch deutlich besser. Na gut, so war wenigstens am Wochenende ein Abstecher zum Old Firm in Glasgow drin. Im Sonderzug ging es bei herrlichem Sonnenschein gen Mittellandkanal, und viel zu schnell verging leider eine lustige Fahrt im Kreise zahlreicher Bekannter. Am Ziel angekommen gab es natürlich wieder die befürchtete Rundumbetreuung, so dass an ein Bierchen in einer gemütlichen Kneipe nicht zu denken war. Falls es sowas in Wolfs-

burg überhaupt gibt. So ging es ins Stadion, um festzustellen, dass die Wolfsburger Ultras boykottierten, da das Unternehmen diversen Personen ein Hausverbot erteilt hatte, ohne dass wenigstens ein Ermittlungsverfahren vorlag. Florian Gattwinkel und seine Schergen werden irgendwie immer dreister. So konnte man also feststellen, dass die Nichtstimmung bei normalen Spielen in Wolfsburg heute tatsächlich noch mal unterboten werden konnte. Respekt hierfür! Erst in der zweiten Hälfte fielen die Tore. Der HSV konnte den Führungstreffer des VfL umgehend egalisieren, doch leider musste Drobny nach einem Freistoß in der 75. Minute erneut hinter sich greifen. Dem HSV gelang es nicht, in den letzten 15 Minuten noch einmal auszugleichen und stand erneut mit leeren Händen da.

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1.FC Kaiserlautern vs. HSV 0:1 Fritz-Walter-Stadion Wo, wenn nicht hier? Wo sollte der HSV dann gewinnen? Mit einem mulmigen Gefühl reiste eine ganze Armada von mehr als 5.000 HSVern auf den Betzenberg, um ihre Mannschaft bedingungslos zu unterstützen. Und tatsächlich, es sollte helfen. In der 28. Minute machte Jansen den entscheidenden und vielumjubelten Treffer, zum 1-0 für den HSV, der gleichzeitig auch den Sieg bedeuten sollte. Nach einer hart umkämpften Partie musste sich der glücklose FCK dem Urgestein der Liga geschlagen geben, was im Gästebereich zu orgiastischem Jubel führte. Hurra, wir leben noch!

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HSV – SV Bayer Leverkusen 1:1 Stadion im Volkspark* Es hat nicht sollen sein! Der von Petric verwandelte Elfmeter in der 40. Minute war zu wenig, um heute als Sieger vom Platz zu gehen. Schade, dass der Osterhase da nicht etwas großzügiger mit den Eiern im Leverkusener Netz war. Der HSV wartet nun seit sieben Heimspielen auf einen Sieg vor eigenem Publikum. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen, sagt der Volksmund jedenfalls. Ob das aber reicht? SAP Millionen – HSV 4:0 Da im Südwesten, irgendwo auf dem Feld Auf einem Mittwochabend nach Sinsheim zu müssen ist ja schon Strafe genug. Sich eine der-

art blutleere Leistung des HSV antun zu müssen, bringt das Fass allerdings zum Überlaufen. Nicht wenige Leute waren schwer angefressen. Sollte der viel beschworene Schulterschluss zwischen Team und Fanszene damit beendet sein? HSV – Hannoverscher SV von 1896 1:0 Stadion im Volkspark* Er sollte es nicht! Der SC mobilisierte alles, was zu mobilisieren war, der Heimanhang präsentierte ein Bekenntnis zum Team und peitschte die Mannschaft nach vorne. Diese dankte es dem HSV und gewann gegen den kleinen HSV von der Leine mit 1-0. Manch einer witterte nach dem Spiel Schützenhilfe aus der niedersächsischen Hauptstadt, wo man dem Club von

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der Elbe ja durchaus verbunden ist. Hamburg sagt Danke!

somit zumindest zuhause beendet. Es folgte also nur noch das Debüt in Augsburg.

1.FC Nürnberg vs. HSV 0:1 Max-Morlock-Stadion Nürnberg im Sommer gehört seit jeher zu den besten Auswärtsfahrten. Biergärten, gutes Bier, leckeres Essen und freundliche Menschen machen die Fahrt an die Pegnitz stets zu einem schönen Wochenendtrip. Schade, dass das Wetter dieses Mal nicht mitspielte. Wieder hatte der HSV das gesamte Kontingent an Gästekarten benötigt und der Anhang ging erneut gut ab. Das konnte man vom Team leider nicht behaupten. Erneut sprang nur ein mickriger Punkt heraus. Das große Zittern ging also weiter.

FC Augsburg – HSV 1:0 Irgendeine 08/15-Arena am Ende der Welt Gut, dass wir durch waren, denn das war auch schon wieder nichts. Die Saison endete, wie sie begann, nämlich mit einer Niederlage. Aber was soll’s, reden wir nicht mehr drüber. War sonst noch was zu erwähnen? Höchstens, dass sich die Augsburger Fanszene mit Sicherheit nicht sonderlich beliebt gemacht hat beim Hamburger Anhang. Die „RathausplatzVerteidigung“ jedenfalls war mehr als peinlich und hat sicherlich nicht dazu beigetragen, dass man in Hamburg in Zukunft wohlgelitten ist. Und das Stadion? Eine weitere schmucklose „Arena“, wie es neudeutsch so widerlich heißt. Dazu auch noch am A… der Welt ohne irgendeine Infrastruktur drum herum, die der Fußballfan so benötigt. Das Bier dazu auch noch so gut wie alkoholfrei und die Organisation der Shuttlebusse katastrophal. Absolut nicht bundesligareif. Damit will ich auch schließen. Jetzt brauche ich erst mal etwas Abstand.

HSV – FSV Mainz 05 0:0 Stadion im Volkspark* Nicht schön, dafür aber am Ende mit glücklichem Ausgang verlief das Spiel gegen Mainz, das dem HSV am vorletzten Spieltag den Klassenerhalt sicherte. Die Partie selbst war eigentlich ohne wirkliche Höhepunkte, sodass sich alles auf die Verabschiedung von David Jarolim und Mladen Petric konzentrierte, die sichtlich bewegt waren von dem Abgang, den ihnen das Publikum in Hamburg bereitete. Beide waren zu Tränen gerührt und verabschiedeten sich höchst emotional aus dem Volkspark, und auch so mancher Fan konnte mit einer Träne im Augenwinkel gesichtet werden. Die Saison war

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*Auf Wunsch des V.i.S.d.P. der supporters news wurde der ursprüngliche Name unseres Stadions in „Stadion im Volkspark“ geändert. Der Autor protestiert gegen das Verbot der freien Meinungsäußerung und erinnert freundlich an Art. 5 GG.


Keiner stoppt den Dino! Rückblick auf den Abstiegskampf

Nie wieder Hoppenheim! Text Andreas Kloss

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s sei denn, er stolpert… Was für eine Saison, was für ein Finale, was für ein Glück, dass es tatsächlich drei Mannschaften gab, die noch schlechter als wir waren! Katastrophal, anders kann man die Punkteausbeute - gerade bei Heimspielen - unseres HSV wohl nicht nennen. Dass das Publikum trotzdem bei den Spielen relativ ruhig geblieben ist, ist wohl eher dem angekündigten Umbruch und der Geduld der HSV-Fans als begeisterndem Fußball unserer Truppe zuzuschreiben! Und machen wir uns doch nichts vor – am Ende haben uns die nur wenigen brauchbaren Auftritte unserer Mannschaft den Klassenerhalt gerettet: Der erkämpfte Sieg in Kaiserslautern, der stimmungsvolle Heimsieg gegen Hannover (nur wenige Tage nach der blamablen 4:0-Niederlage in Hoppenheim - Riesenrespekt an das Hamburger Publikum!) und mit Abstrichen die Punkte gegen Leverkusen und in Nürnberg. Vor allem der blamable Auftritt in Hoppenheim liegt da noch schwer im Magen – hatte man bis dahin nur arge Bedenken, kam nun noch die blanke Angst vor dem Abstieg hinzu. Fazit: So eine Saison braucht keiner mehr. Und solche Auftritte wie in Hoppenheim erst recht keiner! Und keiner möchte darüber nachdenken, wie wohl alles gekommen wäre, wenn wir in Augsburg noch einen Punkt oder Sieg benötigt hätten… Auf ein Neues, nur der HSV!

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Grausame Saison mit Happy-End Text Peter Kupka

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ch fahre jetzt seit über 32 Jahren zu allen Heimspielen und zum Großteil zu allen Auswärtsspielen. Ich muss sagen, die vergangene Saison war, gerade in spielerischer Hinsicht die armseligste von allen. Und nur der extremen Schwäche der drei anderen Traditionsvereine aus Berlin, Köln und Kaiserslautern haben wir es zu verdanken, dass die Saison nicht mit dem Abstieg in die zweite Liga endete. Es waren wirklich nur sieben Saisonspiele, in denen der HSV seinen Fans guten Fußball präsentierte. In den beiden Spielen unter Rudolfo Cardoso in Stuttgart und gegen Schalke sowie danach, als Thorsten Fink schon Trainer war, zu Hause gegen Bayern und Hannover, in Berlin und Mönchengladbach und dazu noch bei der unglücklichen Pokalniederlage in Stuttgart. Dazu gab es noch etwas mehr als eine Handvoll Spiele mit durchschnittlichen Leistungen, die ich mir jetzt spare aufzuzählen. Alle anderen Spiele einschließlich der beiden peinlichen Pokalauftritte in Oldenburg und Trier waren wirklich eine Qual für die treuen HSV-Fans, die glücklicherweise die Nerven behielten und in der entscheidenden Phase bedingungslos hinter ihrem HSV standen. Jetzt kann man nur hoffen, dass die vielen jungen Spieler sich weiterentwickelt haben und sich nun stabiler und konstanter präsentieren und dass unsere Neuzugänge sich auch wirklich als Verstärkung erweisen, damit wir eine entspanntere Saison 2012/13 erleben. Wir sollten es zumindest schaffen, uns wieder im Mittelfeld der Bundesliga zu etablieren. Eine weitere Saison im Abstiegskampf möchte wohl kein HSVer wieder erleben, denn irgendwann würde das auch mal nicht wieder gut gehen. Wir standen ja nun schon einige Male mit einem Bein in Liga 2 und haben es bisher ja immer geschafft, das Horrorszenario zu verhindern. Ich möchte eine weitere Saison der Art 2011/12 meinem Nervensystem nicht zumuten, denn irgendwie waren die Monate März und April schon sehr gesundheitsgefährdend.

Wenig emotional Text Bertram Bonacker

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m Gegensatz zu den Abstiegskämpfen 1997/98 und 2006/07 wirkte der aktuelle Kampf um den Klassenerhalt trotz der äußerst prekären Situation bis in den April hinein bisweilen wenig emotional, das mag mitunter an drei Dingen gelegen haben: Erstens fehlte einem bei dieser Mannschaft sehr oft die Identifikation zum Verein, Zweitens (so kam es zumindest bei mir an) wirkten die Aktionen vom Verein / SC („Wir für Euch…“ usw.) sehr „aufgesetzt“, getreu dem Motto: „Wir müssen ja was machen!“ und Drittens deutete sich diese Katastrophensaison schon sehr früh an, wenn nicht sogar schon in der Vorbereitung. Vieles was die sportlichen Leistungen betrifft, war auf Zufall ausgelegt, mit Abstiegs-KAMPF hatte das wenig zu tun, da erinnerte man sich gerne an Hollerbach, Fischer, Brazzo, Rost und Olic, die damals auch mal Gras gefressen haben. Man konnte nur froh sein, dass zwei Mannschaften noch schlechter waren und eine Mannschaft weniger Glück bzw. mehr Pech hatte. Wir vom Fanclub Oberhessen hatten auf den Fahrten trotzdem unseren Spaß, allerdings haben wir uns schon oft die Frage gestellt, warum man sich diese 90 Minuten antun muss, wahrscheinlich ist es die Angst etwas Besonderes zu verpassen und sei es ein 0:0 zuhause gegen Mainz, welches den Klassenerhalt sichert.!

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Nächstes Jahr wird’s besser! Text Die Sternschnuppen

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Es war der 10. September 2011 und unsere Jungs spielten mal wieder in Bremen. Wir: Letzter, Bremen: Zweiter. Wie gehabt waren auch „Die Sternschnuppen“ vor Ort. Trotz 1A-Support verloren unsere Jungs auch dieses Match und blieben Letzter. Glücklicherweise nahm die Saison ein gutes Ende und so siegen wir eben in der kommenden Saison in Bremen. NUR DER HSV!

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Zentnerlasten fallen ab Text Stefan Nowski

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ie Türen des Zuges nach Hannover schließen und es hat etwas Endgültiges, ein Zurück gibt es nicht mehr an diesem 31. März 2012. Gerade in Delmenhorst zugestiegen, auf dem Weg nach Hannover, suche ich meinen Platz. Ich setze mich hin und frage mich: Wie konnte es eigentlich dazu kommen, dass wir uns in einer derart prekären Situation befinden? Spontan fällt mir der 24. Spieltag ein, unser 0:4 auf eigenem Platz gegen den VfB Stuttgart, aber auch das Heimspiel am 26. Spieltag gegen den SC Freiburg und das desaströse 1:3, hätten wir das nur gewonnen. Genau, die Heimspiele, zu Hause rettet man sich doch! Aber was haben wir da vorzuweisen? Heute aber spielen wir auf gegnerischem Platz, das liegt uns, muss uns liegen. Versuche ich mir selber Mut zu machen? Ich verschicke einige SMS, versuche alle auf das einzuschwören, was da kommen mag. Jedem ist klar, was der heutige Tag bedeutet. Trinke ich gerade tatsächlich schon mein drittes Bier? Die beruhigende Wirkung von Hopfen kann ich leider nicht bestätigen. Gleich ist Hannover erreicht. Der Umstieg in Hannover geht schnell vonstatten, im Zug nach Mannheim treffe ich schnell „bekannte Nasen“. Das hilft. In Gemeinschaft vergeht die Zeit schneller und die Ablenkung hilft. Nun rennt die Zeit wirklich und der Anpfiff rückt unaufhaltsam näher. Kurz vor dem Kick erfahre ich von der Aktion, dass Autobahnbrücken auf dem Weg nach Kaiserslautern in unseren Farben geschmückt wurden - ein Gänsehautmoment. Als der Anpfiff ertönt, merkt man unserer Mannschaft deutlich die Nervosität an. Jaroslav Drobny kann sich mehrfach auszeichnen. In der 18. Minute dann unsere erste Chance, doch Marcus Berg köpft Tobias Sippel den Ball in die Arme. Hätte der nicht drin sein können? Allerdings scheint unsere Mannschaft jetzt besser ins Spiel zu kommen. In der 29. Minute ist dann der Moment gekommen: Marcell Jansen zieht kurz und trocken ab, wir führen! Die Vorarbeit von Marcus Berg war dabei sehenswert und der Schuss von Ivo Ilicevic konnte schon nur noch mit einem Handspiel geblockt werden. Aber Jansen stand ja goldrichtig! Würde das noch ein langer Weg werden, und was für einer! Unsere Entlastung in der zweiten Hälfte beschränkt sich auf wenige Vorstöße. Die größte Chance hierbei haben wir durch einen Lattentreffer von Ivo Ilicevic in der 63. Minute. Ansonsten sehen wir einen überragenden Jaroslav Drobny in unserem Tor. Sensationell pflückt er alles raus. Als Gojko Kacar kurz vor dem Abpfiff Olcay Sahan in unserem Strafraum foult, stockt wohl jedem der Atem, aber Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer pfeift keinen Strafstoß! Wenige Minuten später erschallt der Schlusspfiff und Zentnerlasten fallen ab. Als die Mannschaft zum Block kommt und aus tausenden Kehlen „Niemals zweite Liga“ über den Betzenberg donnert, laufen mir ein, zwei Tränen über das Gesicht. Unser erstes Etappenziel ist erreicht! Allein der Weg vom Stadion zum Bahnhof ist unbeschreiblich, alle liegen sich in den Armen, jeder hat verstanden, wie wichtig diese drei Punkte sind. Wir sind zurück im Leben. Mit dem ersten Zug verlassen wir Kaiserslautern um in Mannheim einen Irish-Pub fest in blau-weißschwarze Hand zu nehmen. Eine ausgelassene Stimmung! Während der Rückfahrt habe ich persönlich mehr gelacht, als vorher in vierzehn Tagen. Mir ist klar, jetzt schaffen wir das, unsere Mannschaft hat gekämpft, sie wollte! Auch wenn der Weg zum ersehnten Klassenerhalt noch lang werden sollte, wir haben es gepackt! In diesem Sinn, niemals zweite Liga!

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Abstieg unvorstellbar? Blick zurück und nach vorn Text & Fotos Sven Hornung

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nspannung, Wut, Fassungslosigkeit: Viele Tausend Anhänger leiden seit Wochen mit ihrem Hamburger SV – und halten dem Verein dennoch die Treue. Ein Besuch vor dem letzten Saison-Heimspiel im „Strongbows“, dem HSV Supporters Treff in Kiel. Sie sind immer da, jeden Donnerstag. Dieselbe Uhrzeit, der selbe Tisch. Nur die Kellnerinnen wechselten in den vergangenen Jahren das ein oder andere Mal. Hinter dem Tresen hängt eine HSV-Girlande. Ein Überbleibsel, das an die letzte Faschingsfete erinnert. Aber auch wenn der kommende Gegner aus der Karnevalshochburg Mainz in Hamburg gastiert, ist den Mitgliedern des ältesten Fanclubs in Kiel und Umgebung, den „Mega Hamburgern Kiel“, gar nicht zum Feiern zumute. „Samstag sind wir gerettet, weil Köln verliert“, sagt Jürgen Hasberg spöttisch. Der 47-Jährige hält den „Rothosen“ seit 1979 die Treue. „Man kann die Unterhose wechseln, aber nicht den Verein“, sagt er. Dirk Naumann (43), Auswärtsdauerkarteninhaber, nickt mit dem Kopf. „Wir wären auch in der zweiten Liga wieder dabei gewesen, aber an den Abstieg glaubt jetzt niemand mehr.“ Die bescheidenen Leistungen des HSV in den vergangenen Wochen und Monaten seien aber noch lange nicht vergessen. Nau-

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mann nippt an seinem Bier. „Das Schlimmste“, sagt er, war die Partie in Hoffenheim, als die Fans des Retortenclubs: 2. Liga – Hamburg ist dabei! anstimmten. Für mich war das der negative Höhepunkt der Saison.“ Rene Benedix (45) meint: „Bei den Heimspielen bin ich oft ausgerastet, bei Auswärtsspielen musste meine Fernbedienung des Öfteren dran glauben.“ Dominik Winkelmann (32) setzt sich an den Stammtisch. „Unser Aufsteiger“, sagt Naumann. Winkelmann ist Fan von Eintracht Frankfurt. Auch er hat eine Meinung zum HSV. „Keiner, außer vielleicht ein Werder-Fan, gönnt dem HSV den Abstieg. Aber warum zum Teufel lasst ihr den Jarolim gehen? Der ist doch der Einzige, der mit Leib und Seele für den Club kämpft.“ Wieder nicken alle mit den Köpfen. Nur Jürgen Hasberg runzelt die Stirn: „Jaro bringt uns nicht weiter, der wäre was für Holstein Kiel.“ Gelächter. „Und nun soll auch noch Dirk Kuyt kommen“, sagt Nils Uffmann (35), „der wird ja noch teurer als Jaro sein. Ich dachte, Arnesen will die Gehälter senken?“ Gesprächspause. Zettel werden verteilt. Sonnabend, 8.50 Uhr Abfahrt zum Saisonabschlussgrillen steht darauf geschrieben. „Lass den Arnesen mal machen“, entgegnet Benedix. „Kuyt hat eine Lunge wie Olic, der würde uns schon weiterhelfen.“ Die neue Bierrunde ist

da. Jeder kreuzt einen weiteren Strich auf seinen Deckel. „Ich kann kein Konzept erkennen, dass es in der Zukunft besser wird. Wenn ein Diekmeier verletzt ist, rückt da kein Spieler aus der zweiten Mannschaft nach. Ein Armutszeugnis“, sagt Naumann. Hasberg nickt. „Wir sind ein Ausbildungsverein, der nicht richtig ausbildet. Dennoch muss Arnesen jetzt einen ‚Kreativen‘ aus dem Hut zaubern, der ein Spiel entscheiden kann – und den wir in zwei Jahren für 20 Millionen verkaufen können.“ Laufbereitschaft, Kampf und keinen Minimalisten-Fußball, wünscht sich Naumann für die neue Spielzeit. „Die Spieler sollen sich für uns zerreißen, vor allem in den Derbys“, sagt Benedix. Die Niederlagen gegen Werder und St. Pauli sind in den Köpfen der HSV-Fans noch nicht vergessen. Auch die Halbfinal-Pleite in der Europa League in Fulham schmerzt noch immer. „Wir hätten damals auch gerne das Finale ‚dahoam‘ ausgetragen“, sagt Benedix mit aufgeregter Stimme. Die „Mega Hamburger“ haben den Verdacht, dass für ihren Verein eine Regel gilt, die absolut beängstigend klingt: Es kommt alles noch viel schlimmer. Naumann meint: „Derby-Niederlagen nimmt man kopfschüttelnd hin, aber der Abstieg ist für einen HSV-Fan unvorstellbar.“

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Unabsteigbar! Dröhnt es laut im Chooooooor!

Text Daniel Eglite · Fotos D.Eglite, K.Brinkop, Fam.Mars, T.Sühring, S.Döring

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er, ist UNABSTEIGBAR?!? Ha Ha Ha Ha eS Vau!!!“ Dieser leicht abgewandelte Text eines bekannten Liedes aus besseren Zeiten kam mir in den Sinn, als die Rettung feststand. Die Rettung… Oh, Fortuna – lange Jahre hast du uns von solch schrecklichen Wochen und Monaten bewahrt. Aber dieses Jahr wolltest du uns wohl mal so richtig in die Eier treten!?! Ist in Ordnung! Ich habe es verstanden! Denke ich… Und unsere „Teamplaner“ hoffentlich auch! Was den Fußball betrifft, bin ich dieses Jahr unglaublich gealtert. Oder sagen wir: reifer geworden! Man stellt sich die Frage (und ist im gleichen Moment erschrocken darüber, dass man sich diese Frage überhaupt stellt), ob es denn so schlimm wäre, mal ein Jahr in der zweiten Liga zu verbringen… Man macht sich Gedanken darüber und kommt zu dem Entschluss: JA, VERDAMMT! WÄRE ES!!! Und es wäre mir auch vollkommen scheißegal, ob ich dann quasi alle Spiele besuchen könnte! (montags würde mir beruflich sehr sehr gut passen!) WIR sind der DINO! WIR sind von Anfang an dabei! WIR sind NIEMALS abgestiegen! Und das soll auch so bleiben!!! Man mag es kaum glauben, aber es gab tatsächlich etwas Positives in dieser Saison. Etwas, das bis weit über die Hamburger Stadtmauern Anerkennung und Lob gebracht hat: Der Zusammenhalt! Die Treue, die Liebe zum Verein auch in schlechten Zeiten! WIR FÜR EUCH – IHR FÜR UNS! Als Beispiel sei hier der Landkreis Celle genannt. Heimat meines Fanclubs „Die Blauen Celler“. Seit 1994 begleiten wir gemeinsam den HSV und werden demnach dieses Jahr volljährig – im September - so wie sich das für einen HSV-Fanclub gehört… Wenn man sich die kleine Auswahl an Bildern anschaut, weiß man gleich, dass eine Menge Herzblut dabei ist. Trotz Hohn und Spott aus allen Ecken der Liga zeigen, nicht nur im Celler Land, viele HSVFans ganz offen ihre Liebe zum HSV. Und das soll hier gewürdigt werden! Hast du auch ein Foto von deinem ganz persönlichen „Hinweis“, für welchen Verein dein Herz schlägt? Dann schick es doch per Email an die sn-Redaktion – eine Veröffentlichung in den nächsten Ausgaben winkt.

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Fanclubs HSV Fan-Club Blauer Stern Schaumburg e.V. sammelt Spenden - und Dino Hermann bringt viel Freude.

Blauer Stern übergibt 2.500,00 Euro an die „Initiative Eltern krebskranker Kinder e.V.“ in Minden.

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aum zu glauben, wie groß Kinderaugen werden können. Die Kinder konnten es kaum fassen, was für ein weicher Riese sie da in den Räumlichkeiten im Eltern-Kind-Zentrum (ELKI) im Mindener Johannes Wesling Klinikum besuchte. Genau, es war das Maskottchen des HSV „Dino Hermann“. Immer wieder knufft sie den Stoff-Bauch von Dino Hermann. Der Besuch aus dem hohen Norden war zur Unterstützung des Vorstands vom HSV-Fan-Club Blauer Stern Schaumburg e.V. aus Obernkirchen gekommen. „Wir wollen einfach einen Verein unterstützen, der sich für Kinder einsetzt“, so der Vorstand des HSV-Fan-Clubs bei der Übergabe der gesammelten Spenden. Der HSV-Fan-Club wollte einen Spendenmarathon organisieren, der einem Verein aus der Gegend hilft. Zwar ist keines der Mitglieder direkt betroffen, dennoch war es allen ein Anliegen, ein solches Projekt zu fördern. Nach einiger Suche fand der HSV-Fan-Club schließlich die „Initiative Eltern krebskranker Kinder e.V.“ in Minden und entschloss sich, vom 01. Januar 2011 bis zum 31. Dezember 2011 Gelder zu sammeln. Dies geschah mit Hilfe eines großen Sparschweins, welches auf alle 43 Veranstaltungen des HSVFan-Clubs während des Jahres mitgenommen wurde. Hier wurden die meisten Spenden gesammelt. Auch über Zeitungsberichte in den örtlichen Zeitungen, der HSV live, den supporters news und den HSV-Fan-Club-Rundschreiben ka-

men einige Beträge zusammen. Der HSV-FanClub Blauer Stern Schaumburg e.V. bedankt sich an dieser Stelle ganz herzlich bei allen Spendern für die tolle Teilnahme an dieser Aktion. Ende Januar 2012 war es dann soweit: Der Vorstand des HSV- Fan-Clubs sowie das offizielle Maskottchen des HSV kamen ins Johannes Wesling Klinikum Minden. Die Fußball-Fans besichtigten die Station und hörten gar nicht mehr auf, Fragen rund um den Alltag der Krebspatienten auf der Station zu stellen. Claudia Driftmann, Brigitte Volberg von der „Initiative Eltern krebskranker Kinder e.V.“ und der Chefarzt der Kinderklinik, Prof. Dr. Bernhard Erdlenbruch nahmen sich Zeit,

Soziale „Blaue“

sich dort mit Internatsleiter Herrn Voigt verabredet, um eine Spende in Höhe von 300,– Euro zu überreichen. Das Geld stammt aus dem Losverkauf einer kleinen Tombola, die beim Spielerbesuch am 27. 11. in Flögeln veranstaltet worden war. Vom HSV waren damals die Profis Tomas Rincon und Heung Min Son beim Fanclub zu Gast. Neben dem Geld hatten die Fanclub-Vertreter auch einige HSV-Souvenirs und Süßigkeiten für die Internatskinder dabei. Herr Voigt gab den Gästen einen kurzen Einblick in die DRKEinrichtung und machte deutlich, wie drin-

Spende für Kinder und Jugendliche mit Behinderung

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m 20. Dezember 2011 statteten Fanclub-Vorsitzender Klaus Schriever (links) und Christian Mangels vom Offiziellen HSV-Fanclub „Die Blauen aus Neuenwalde, Flögeln und umzu“ dem Internat für Kinder und Jugendliche mit Behinderung des DRK in Debstedt bei Bremerhaven einen Besuch ab. Die HSV-Fans hatten

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um Einblicke in die Behandlung von krebskranken Kindern zu geben. „Die Therapie läuft nach einem internationalen Protokoll ab. Dies gewährleistet immer den aktuellsten und modernsten Standard.“ Die Kinderklinik am Johannes Wesling Klinikum Minden ist eines von 50 kinderonkologischen Zentren inDeutschland. Zwar gehört sie zu den kleineren Einrichtungen, doch gerade dies macht sie so beliebt. Der Platz hier ist auf 20 Kinder pro Jahr beschränkt. „Die Mediziner, die Pflegerinnen und Pfleger und die Erzieherinnen kennen jedes Kind, jede Familie und ihre Geschichte – Das macht die Station so besonders“, erläutert Erzieherin Claudia Driftmann. Unterstützt werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch Elternvereine und Initiativen und natürlich Spenden, wie die des HSV-Fan-Clubs Blauer Stern Schaumburg e.V.

gend sie auf solche Spenden angewiesen sind. Er bedankte sich sehr.

supporters news


Anerkennung

HSVer für Leuchtfeuer Text Bernhard F. Schwarze

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nter dem Motto „HSVer für Leuchtfeuer“ unterstützte der HSV auch im letzten Jahr die Verkaufsaktion der „Leuchtfeuer-Teddies“ zugunsten des Hospizes in der Simon-von-Utrecht-Str. von Hamburg Leuchtfeuer. Die Idee zu dieser Aktion geht auf die Anregung der HSVMitglieder Verena Vogt, Manfred Ertel und Bernd F. Schwarze zurück. Im Dezember

2010 wurden zum wiederholten Mal die Teddies in unserem Stadion verkauft. Der großartige Erfolg ermutige die Initiatoren wie auch im letzten Jahr, das Leuchfeuer-Hospiz zu unterstützen. Auch die Verantwortlichen des HSV gaben grünes Licht für das Projekt, so dass sich vor dem Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg am 04. Dezember 2011 eine Reihe von ehrenamtlichen Helfern im Stadion einfanden, um mit Kollegen von Leuchtfeuer den Verkauf zu bewerkstelligen. Für den Vorstand für die Belange der Mitglieder, Oliver Scheel, war es selbstverständlich, sich ebenfalls am Verkauf zu beteiligen. Pünktlich zur Stadionöffnung standen Jana Oewerdiek, Astrid Steenbock, Patrice Fischer, Manfred Ertel, Dennis Feldmann, Matthias Helbing und Bernd F. Schwarze vom HSV sowie Josef Reppenhorst, Fabian Williams und Christian Kaiser von „Leuchtfeuer“ bereit. Am Ende waren knapp 600 Teddies verkauft und das

Hospiz konnte sich über einen Erlös von über 3.400,- Euro freuen! „Ziel von Hamburg Leuchtfeuer ist es, Menschen mit schweren Erkrankungen, Lebensqualität und Selbstbestimmung trotz Krankheit zu ermöglichen. Das Hamburg Leuchtfeuer Hospiz bietet Menschen mit schweren Erkrankungen den Raum für ein würdevolles Leben mit ihrer Krankheit und ein würdevolles Abschiednehmen von ihrem Leben. Die Bewohnerinnen und Bewohner des Hospizes können hier die letzte Phase ihres Lebens selbstbestimmt, in Würde und ihren eigenen Vorstellungen entsprechend gestalten.“(Text der Hamburg-Leuchtfeuer). Die Arbeit von Hamburg Leuchtfeuer verdient Anerkennung, Respekt und Unterstützung – das ganze Jahr über.

ca. 30 Umzugskartons wurden mit Kleidung für die Kinder und Jugendlichen gepackt. Alles ist eine gemeinsame Aktion mit dem DRK in Hameln, das die Pakete abholt und zu einem Kinderheim nach Bazardjik in Bulgarien bringt. Leider führt das DRK Hameln diese Ak-

tion in diesem Jahr das letzte Mal durch. Doch schon jetzt machen wir uns wieder Gedanken für eine neue Spendenaktion im Jahr 2012.

Soziale „Rüpel“

Fanclub sammelt Pakete für Bulgarien

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ie Meldungen der Medien über gewalttätige Fußball-Fans sind derzeit allgegenwärtig. Sie zeigen aber ein etwas einseitiges Bild, denn ein Großteil der Fans eines Fußball-Clubs ist weder gewalttätig noch gewaltbereit. Sie fiebern vor allem mit ihrem Verein mit, ganz gleich, ob dieser gewinnt oder verliert. So ist das auch bei unserem HSV-Fan-Club „RautenRüpel“. Unser Fan-Club hat darüber hinaus in den vergangenen zwei Jahren immer wieder unter Beweis gestellt, dass uns auch das Wohl von Kindern besonders am Herzen liegt. Mit Hilfe von Geld und Sachspenden wurde dieses Jahr wieder fleißig für ein Kinderheim in Bulgarien gesammelt. Rund 145 Päckchen mit Spielzeug, Schulbedarf und Süßigkeiten und

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Fanclub-Besuche Ein kleiner Einblick Gruppenbild und mehr

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m Sonntag den 27.11.11 war es nun endlich soweit. Unser 1. Vorsitzender (Presi) und unser Kassenwart (Herpy) vom Ha-eS-Vau-Fanclub in Eicklingen konnten im Gasthaus Conrad die Spieler Robert Tesche und Hanno Behrens sowie den

Text und Foto Peter Herzig

Betreuer Michael Harms vom HSV begrüßen. Über 20 Mitglieder des Fanclubs sowie zahlreiche Kinder konnten in einer gemütlichen Runde zum 1. Advent sämtliche Fragen und Autogrammwünsche äußern, welche von den Spielern und dem Betreuer offen und ehrlich

Beim jüngsten Fan (9 Monate)

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or 15 Jahren hatten drei Haaler Jungs diese Idee, die sie auch zielstrebig in die Tat umsetzen. So entstand der  1. HSV-Fanclub Haale „The Blue Evil“. Zunächst

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beantwortet wurden. Zur Hälfte des fast zweistündigen Besuchs lud der Fanclub zu einem kleinen Imbiss, sprich Kaffee und Kuchen sowie Schnittchen ein. Robert und Hanno übergaben anschließend ein Präsent vom HSV und stellten sich den zahlreichen Fotowünschen. Nach dem Gruppenbild wurden die Spieler und der Betreuer unter großem Beifall verabschiedet. Mit blau-weiß-schwarzen Grüßen, der Vorstand www.ha-es-vau.de

Text und Foto Hendrik Rönnau

belächelt, vervielfältigten sich die Mitgliederzahlen bis heute auf 26 echte Fans. Selbstverständlich fährt man zu den Heimspielen des Hamburger Sport-Vereins nach Hamburg in

den Volkspark und zu vielen Auswärtsspielen wird ein Bus gechartert. Auch wird aktiv an Fanclub-Turnieren teilgenommen. Dies war mit ein Grund dafür, dass an der Jubiläumsfeier in Timm’s Gasthof in Haale zwei Profispieler des HSV teilnahmen. Der Tag begann mit einem leckeren Brunch. Anschließend überbrachten Dennis Diekmeier und Tom Mickel Glückwünsche und Grüße des HSV und standen für alle Fragen der Fans bereit. Sie berichteten vor allem über den Spieler-Alltag mit verschiedenen Trainern und den Druck, der jede Woche wieder herrscht. Eine Tombola mit tollen Preisen war das zweite Highlight des Tages. Und natürlich gab es auch eine Autogrammstunde und ein Foto, auf dem das jüngste Nachwuchsmitglied (9 Monate) nicht fehlen durfte. Ein toller Tag für alle Mitglieder des Fanclubs und deren Gäste. Der Club trifft sich alle 6 Wochen in Timm’s Gasthof in Haale. Gäste sind stets willkommen.

supporters news


Ein toller Typ! – Ivo und Nicole bei Lola Fährt

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m Sonntagnachmittag ging es auf in die Gaststätte „Zur Schänke“ in Hohenlockstedt, denn es stand ein ganz besonderes OFC-Treffen an: Ivo Ilicevic hatte sich angemeldet! Neben unseren Mitgliedern hatten wir auch einige Leute aus anderen OFCs (letzte ausVAART, Total HSV, 83er Geist und HSV-Fanclub Wacken) eingeladen. So waren wir eine nette Runde von ca. 30 Leuten, mit denen wir einen sehr schönen Nachmittag verbrachten. Bei ein paar belegten

Broten und netter Atmosphäre wurde viel gelacht. Dazu trug Ivo durch seine lockere Art entscheidend bei. Am Ende des Nachmittags, der viel zu schnell vorbei war, gab es dann für jeden noch die gewünschten Autogramme und Fotos. Wir möchten uns bei Nicole Peters und Ivo für diesen unvergesslichen Nachmittag bedanken! Er ist nicht nur ein toller Fußballer, sondern auch neben dem Platz ein toller Typ!

Orkantief verhindert großes Treffen

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s war alles bis ins Detail geplant, doch dann kam alles völlig anders. Orkantief „Yoda“ warf auch die Weihnachtsfeier des Fanclubs „HSV FÖHR EVER“ (fast) komplett über den Haufen. Zwei Busse waren geordert, vier Guides für Stadionführungen gebucht und auch ein Essen im Stadionrestaurant „Die Raute“ für 105 Personen war bestellt. Als dann morgens um halb acht das Handy von Präsi Uwe, der bereits in Hamburg war, klingelte, ahnte dieser schon Böses. Am anderen Ende berichtete ihm Vize Stefan, dass aufgrund des Sturmes die WDR (unsere Reederei) den Fährverkehr bis auf weiteres eingestellt hatte. So konnten Stefan und seine Frau Katharina am Anleger in Wyk vielen traurigen Föhrer HSV-Fans nur die Nachricht überbringen, dass die Fahrt leider ausfallen musste. Vor allem aus vielen Kinderaugen kullerten reichlich Tränen. Derweil musste in Hamburg alles umgeplant werden. Die zwei georderten Busse mussten ohne Fahrgäste von Dagebüll aus ihren Heimweg antreten. Von den 105 Fans waren aber immerhin 18 auf dem europäischen Festland, so dass der Präsi und sein Vize kurzerhand entschieden, dass der Tag für die 18 wie geplant stattfinden sollte. Leider fanden sich aufgrund von kleinen Missverständnissen nur noch sieben HSV FÖHR EVER-Mitglieder am Stadion ein. Nach einer sehr informativen Stadionführung durch Guide Katja, bei der man auch mal auf der Trainerbank sitzen und eine kleine Pressekonferenz abhalten konnte, gingen wir direkt in „Die Raute“, wo ein großer Festbereich mittlerweile auf zwei große Tische für uns „geschrumpft“ war. Erwartet wurden wir dort von Pressevertretern von ZDF, NDR,

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Text und Foto Nina und Mathias Helbing

Text und Foto Uwe Stammer

SKY sowie HSV-TV, die natürlich auf einen großen Auftritt der Föhrer gewartet hatten. Nach kurzem Smalltalk mit der Presse wurde Nicole von der Fanbetreuung des HSV zusammen mit HSV-Kapitän Heiko Westermann von Präsi Uwe begrüßt. Bei einem kleinen Essen konnte man sich im leider nur kleinen Kreis angeregt unterhalten und Heiko hatte viele Fragen zu beantworten, die auf einer „normalen“ Pressekonferenz so sicher nicht gestellt werden. Westermann erhielt dann vom Präsi die Urkunde zur Ehrenmitgliedschaft im HSV FÖHR EVER und versprach den Föhrern, sie in absehbarer Zeit auf ihrer Insel zu besuchen. Über diese Nachricht freuen sich die Daheimgebliebenen natürlich riesig.

Wie schon David Jarolim 2008 wird auch Heiko Westermann dabei mit einer Cessna einfliegen. Auch HSV-Supporters-Mitbegründer und ExHSV-Vorstand Christian Reichert, der mit seiner kleinen Tochter zu Besuch kam, erhielt eine Ehrenmitgliedschaft im Fanclub, da er vor sechs Jahren den entscheidenden Anstoß zur Gründung des Fanclubs gegeben hatte. Mittlerweile ist HSV FÖHR EVER mit 235 Mitgliedern einer der zehn größten des HSV. Die ausgefallene Fahrt nach Hamburg wird der Fanclub auf jeden Fall nachholen und kann auch dann hoffentlich einen HSV-Spieler begrüßen, denn vom Training in „Die Raute“ ist es schließlich nur ein Katzensprung.

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Spieler zum Anfassen

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m 27.11.2011, anlässlich der Spielerbesuche unseres HSV, hatten wir, die HSV-City-Boys-Lüneburg und die Rautenfans aus Reppenstedt, das große Glück gleich 2 Spieler bei uns begrüßen zu können. So waren es Gojko Kacar und Tolgay Arslan, die an diesem verregneten Sonntag den Weg zu uns in die Heide gefunden hatten. Früh morgens um 11 Uhr trafen sich Mitglieder beider Fanclubs im Gasthaus zur Eule in Reppenstedt zum Schmücken und Aufbauen, um den beiden Jungs einen willkommenen Empfang zu bereiten. Die Flaggen wurden gehisst, Banner, Girlanden angebracht und der Tisch natürlich in Blau und Weiß gedeckt. Pünktlich um 12 Uhr wurde dann trotz ungünstiger Witterungsbedingungen der Grill angezündet, und die Vorbereitungen waren abgeschlossen. Als dann um 13:30 Uhr auch die letzten eingetroffen und alle 70 Mitglieder versammelt waren, konnte man bei jedem Einzelnen die Vorfreude immer mehr spüren. Um 13:50 Uhr war es dann soweit: Gojko und Tolgay fuhren vor! Nach einem kurzen Willkommen durch die beiden ersten Vorsitzenden Claus Petersen und Thorsten Kriszio standen die beiden Jungs uns eine Stunde lang für

Richtig ins Zeug gelegt

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nd mit der Nummer 14: David Jaroooliiim!!!, schallte es dem dienstältesten Profi des Hamburger SV entgegen, als er die rappelvolle Braunschweiger Kneipe „Am Marstall“ betrat. Gemeinsam mit Oliver Scheel, HSV-Vorstand für die Belange der Mitglieder, ging es für „Jaro“ in die Löwenstadt Braunschweig, wo er den gut siebzig Mitgliedern der Fanklubs Braunschweiger Raute, OkerNostra aus Wolfenbüttel und Volkspark-Raute 2001 aus Helmstedt Rede und Antwort stand. Wer sein bester Kumpel in all den Jahren beim HSV gewesen sei? Ivica Olic. Sein härtester Trainer? Huub Stevens. Welche Trainerentlassung er nicht richtig fand? Die von Bruno Labbadia. Auf dem Fußballplatz macht sich unser Mittelfeldspieler in der Regel keine Freunde. Bei uns in Braunschweig hatten ihn dagegen alle lieb – für einen sympathischen, plattitüdenfreien Auftritt sowie jede Menge Autogramme und Fotos, die insbesondere die ganz kleinen

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Text und Foto OFC HSV-City-Boys-Lüneburg

Fragen zur Verfügung. Es war ein toller Austausch, bei dem selbst die kleinsten unter uns ganz gespannt gelauscht haben, und es stellte sich heraus, dass die Jungs echte Spaßvögel sind. Sie haben uns immerhin nicht nur einmal zum Lachen und Schmunzeln gebracht. Nach dieser Stunde waren beide dann sehr geduldig bei Foto- und Autogrammwünschen, welche nicht wenig waren. Auch die Torte zum 2-jährigen Jubiläum schnitten beide in aller Ruhe an. Leider ging dieser Nachmittag viel zu

schnell rum, denn um 16 Uhr haben die beiden Jungs wieder den Weg zurück nach Hamburg genommen. Ein großes Dankeschön sollte an dieser Stelle auch an unseren Gastwirt Adam gerichtet werden, der uns seine Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt hat! Abschließend bleibt nur zu sagen: DANKE Gojko, DANKE Tolgay für einen tollen Nachmittag! Die HSV-City-Boys-Lüneburg und die Rautenfans Reppenstedt.

Text und Foto Stefan Boysen

HSV-Fans glücklich machten. Nicht nur David Jarolim und Oliver Scheel, sondern auch die Fanklubs legten sich richtig ins Zeug. Sie organisierten rund um den Besuch aus Hamburg eine kleine, aber feine HSV-Ausstellung mit exquisiten Devotionalien, darunter das HSVTrikot von 1983 mit den Original-Unterschrif-

ten oder der Wimpel vom Hafenpokal 1977 mit den Wappen des HSV und des FC Liverpool sowie dem Konterfei von Kevin Keegan. Der Erlös der eigens organisierten Tombola in Höhe von 500 Euro geht an die vom Hamburger Weg geförderte Stiftung Mittagskinder.

supporters news


Musik in den Ohren

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ber prominenten Besuch aus der Hansestadt durften sich rund 85 Anhänger des HSV aus dem Sauerland freuen. Zu-

Text und Foto Andre Haiduck

sammen mit Co-Trainer Patrick Rahmen stand der HSV-Coach den interessierten Fans Rede und Antwort, sowie im Anschluss für Auto-

gramme und Erinnerungsfotos bereit. Neben Fragen zu dem Leben als Trainer eines Bundesligavereins, bestand besonderes Interesse an den Zukunftsplänen des gebürtigen Westfalen. Gewohnt aufgeschlossen beantwortete Thorsten Fink Frage um Frage und unterstrich die Wichtigkeit der Anhänger, die ihre Mannschaft gerade in dieser bisher so zerfahrenen Saison fantastisch unterstützen. Musik in den Ohren der begeisterten Anhänger, die Woche für Woche eine besonders lange Reise auf sich nehmen, um Ihre „Elf von der Elbe“ nach vorn zu treiben. Interessierte Anhänger des HSV sind immer gern willkommen und können sich beim 1.Vorsitzenden der „Jungspunde Marsberg“, Andre Haiduck unter folgender E-Mail-Adresse melden: AndreHaiduck@t-online.de

Ohne Starallüren – Jansen und Neuhaus in Düneberg

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raußen regnete es, es war so ein typischer, nasskalter Novembertag. Aber richtige Hamburger stört das ja nicht! Der HSV-Fanclub NDHSV Düneberg 2010 (Nur der HSV Düneberg 2010) erwartet hohen Besuch von den beiden HSV-Spielern Marcell Jansen und Sven Neuhaus. Keiner weiß so genau, was auf ihn zukommt, denn niemand hat schon einmal einen kleinen „Schnack“ mit einem seiner Idole führen können. Aber das Eis sollte schnell brechen und so begannen zwei Weltklasse-Stunden. Vorweg: Der NDHSV Düneberg Fanclub hat

sich mit einem ganz besonderen Etablissement für den Besuch beworben. Dem HSV-Spieler, der die Düneberger Bande besucht, blüht ein besonders aerodynamischer Haarschnitt im Friseur-Salon Steffen und mit dem besonderen HSV-Umhang sieht das Ganze noch besser aus. Natürlich nur unter Vorlage seines Mitgliedsausweises! Dann ist es soweit: Die Tür geht auf und die beiden stehen in der Tür…. Marcell grüßt mit einem lockeren „Moin“! Auf die Frage, ob Marcell im Kontakt mit Jogi steht, antwortet Sven mit nem Augenzwinkern: Bei mir hat sich Jogi noch nicht gemeldet! Das Ge-

Text und Foto Frank Urban

lächter im Raum ist groß und auch die letzte Unsicherheit ist mit dieser lockeren, sympathischen Art verflogen. Auch der Letzte hat nun gemerkt: Bei den Profis ist absolut nichts mit Starallüren! Als die Düneberger Jungs erzählen, dass sie selber Fußball spielen und für die Veranstaltung ein eigenes Spiel verschoben werden musste, staunte Sven nicht schlecht. Er ist fasziniert darüber, dass die Gegner so etwas mitmachen. Unvorstellbar im Profisport, aber hier in der Nachbarschaft ist sowas möglich! Dann geht es darum, dass die beiden sich auf allen möglichen Dingen verewigen. Die mitgebrachten Autogrammkarten kommen sehr gut an, aber auch auf Fußballschuhen, Schals und Dauerkarten darf das Autogramm der Profis nicht fehlen! Am Ende noch ein bisschen „Klönschnack“. Nur die Haare wollen sich die beiden dann doch nicht schneiden lassen. Aber der selbstgebackene Kuchen schmeckt Sven ganz gut. Hoffentlich liest dies der Thorsten nicht, sonst gibt es eine Extraschicht auf´m Trainingsplatz ;-) Der NDHSV Düneberg bedankt sich nochmals bei den Beiden, Fritze „Frank Steffen“ und allen die bei der Planung und der Organisation mitgewirkt haben! Mit blau-weiß-schwarzen Grüßen OFC NDHSV DÜNEBERG 2010

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Fanlieder und Applaus

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er OFC „Wilhelmshavener Jade Raute 07“ aus Wilhelmshaven erlebte wohl einen der schönsten Momente seit seiner Entstehung im Jahre 2007. Bereits eine Woche vor dem Spielerbesuch wurde durch ihren Botschafter Andre Dirks bekanntgegeben, wen man aus Hamburg erwarten dürfte. Durch eine organisatorische Meisterleistung wurde ein Saal gefunden, der besser nicht sein konnte für ein so einzigartiges Event. Herr Gabriels (Inhaber des Vereinsheimes des KBV Rüstringen) stellte nach der Bekanntgabe ohne Widerspruch seinen Festsaal zur Verfügung und unterstützte den OFC in allen Belangen. Bereits ein paar Tage vorher wurde bekanntgegeben, welche Spieler den langen Weg nach

Text und Foto Andre Dirks

Wilhelmshaven auf sich nehmenwürden, um nah an den Fans zu sein und um ihnen Rede und Antwort zu stehen. Marcus Berg (Stürmer) und Per Skjelbred (Mittelfeld), begleitet von Andreas Birnmeyer (Geschäftsführer HSV Supporters Club), waren nach einer am Vormittag noch angesetzten Trainingseinheit zu uns gekommen. 75 HSV-Fans begrüßten in dem Festsaal gegen 14:30 Uhr die Gäste: „Herzlich Willkommen, Marcus, Per und Andreas.“ Der Nachmittag wurde genutzt, um viele Fragen an die Spieler zu stellen, die diese immer mit viel Humor freundlich beantworten. Danach wurden Autogramme geschrieben und viele Fotos geschossen. Durch viele strahlende Gesichter wurde schnell klar, dass dieses Event

Im Planwagen durch die Flut

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amiliär präsentiert sich der 140 mitgliederstarke HSV-Fanclub “Sudden death“ ursprünglich aus Nordenham, jetzt mit Stammsitz in Rodenkirchen. Jetzt kam man in den Genuss, zwei HSV-Fußballprofis, Stammspieler, zu einer Talkrunde in der Gaststätte „Am Absersiel“ begrüßen zu können. Im geländegängigen Wagen, die Flut überschwappte die Zufahrt im Außendeichgelände, fuhr der „Sudden death“-Vorsitzende Jochen Spekker mit den jungen Spielern Gökhan Töre, 19 Jahre, türkischer Nationalspieler (8-A-Länderspiele) und Jeffrey Bruma, 20 Jahre, 4 A-Länderspiele für die Niederlande, vor. Beide sind ja vom FC Chelsea aus der Reserve in dieser Saison zum HSV gestoßen, Bruma als Leihgabe. Bereitwillig und sympathisch rüberkommend standen die beiden Rede und Antwort für die Fragen der Fans. Dabei kam natürlich das frische 1:1 vom HSV in Hannover auf den Tisch. Beide wurden aus den Reihen mit Lob überschüttet. Hatte doch der quirlige Gökhan Töre im Mittelfeld sein Team nach vorne getrieben und Jeffrey Bruma die HSV-Führung vorgelegt. Töre unter diesem Eindruck: „ Eher zwei Punkte liegengelassen.“ Beide bereuen ihren Wechsel nicht, zumal sie hier keine Bankdrücker sind. Bruma: „ Hier können wir beide Spielpraxis sammeln und uns weiter entwickeln.“ Er selber hofft beim HSV bleiben zu können. Das hängt natürlich auch vom Vo-

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ein voller Erfolg war. Gegen 17:00 Uhr wurden die Spieler mit Fanliedern und tosendem Applaus verabschiedet. Nach dieser erfolgreichen Veranstaltung freuen sich viele Fans auf die nächsten Events, die zusammen mit vielen Fanclubs bereits jetzt schon für das nächste Jahr geplant werden.

Text und Foto Udo Lienemann

tum der beiden Vereine ab. Bei den Fragen ging es über den Torhüter, vom „Fliegenfänger“ zum jetzigen Rückhalt, Hierarchien im Team, Schiedsrichterentscheidungen bis zur Freizeitgestaltung. Die Fan-Kultur hier im Vergleich zu England sieht man als wärmer und intensiver an, z.B. bei der Beziehung von Spielern zu Fans. Darum sei man auch gerne hierhergekommen, wobei dieser Fan-Nachmittag gleichzeitig ein Pflichttermin im Verein sei. Die Trainer-Philosophie mit Fink:„ Jeder Trainer hat seine eigene Vorstellung vom System. Es läuft im Moment einfach gut mit dem Spiel nach vorne“. Wo bleibt man mit den Trikots, die man wechselt? Beide haben da den jün-

geren Bruder, der sich auf die Hemden freut. Besondere Anlässe, Trikots, bekommen einen Ehrenplatz. Die  letzten Berührungsängste verschwanden dann beim vielseitigen Autogrammschreiben. Ein Gruppenfoto auf den Eingangsstufen bei Tönjes rundete das Ganze ab. Dann auch für die Profis etwas nicht Alltägliches: Das Wasser war inzwischen so hoch aufgelaufen, dass die Rückfahrt vom Außendeichgelände nur im Planwagen, hinter einen Traktor gespannt, angetreten werden konnte. Die Fans, die mit den PKWs angereist waren, konnten noch gemütlich ausharren und plaudern, bis das Hochwasser wieder ablief.

supporters news


Slobodan, Jaroslav und Jojo in Halle

Text Hendrik Hahn· Foto OFC Saalkreisdinos

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ndlich! Nach fünf erfolglosen Versuchen erreichte uns Anfang November die Nachricht, dass zwei Spieler unseres HSV zum Spielerbesuch 2011 kommen. Am 14.11. dann die Namen: Jaroslav Drobny und Slobodan Rajkovic kommen nach Halle/ Saale. Gemeinsam mit den Fanclubs „Nordsachsen“, „Nordhausen“ und uns, den „Saalkreisdinos“, musste alles organisiert werden. Geeignete Räume waren schnell gefunden. Ungezählte Telefonate, E-Mails und SMS untereinander, um das Treffen mit den Spielern zu dem zu machen, was wir uns erhofften. Als dann Jaroslav und Slobodan gemeinsam mit Jojo Liebnau aus dem Zug stiegen, war der Puls schon ein wenig höher. Allerdings nur für kurze Zeit, denn beide entpuppten sich als absolut unkompliziert und locker (Jojo sowieso!). Eine kurze Autofahrt zum Treffpunkt, der sich mittlerweile mit über 80 Leuten gefüllt hatte und von allen drei Fanclubs liebevoll dekoriert worden war. Einen Happen essen (was es gab, darüber breiten wir mal den Mantel des Schweigens, muss ja nicht jeder wissen…) und nach einer kurzen Begrüßung, die ich machen durfte, ging es los. Viele interessante Fragen wurden gestellt und beantwortet. Wie sich Jaroslav nach Schlaudraffs Tor in Hannover ge-

fühlt habe, wollte einer wissen. Kurze und eindeutige Antwort: „Sch….“ Auch Jojo wurde nicht verschont; allerdings konnte er die Frage nach dem „Schmuggeln“ der Pyrotechnik nicht beantworten, das wisse er wirklich nicht. Wir glauben ihm das jetzt mal! Slobodan erzählte uns von den vier längsten Minuten seines Lebens, die er brauchte, um sich für den Wechsel zum HSV zu entscheiden. Ausreichend Zeit für Autogramme und Erinnerungsfotos blieb auch noch, gegenseitige Erinnerungsgeschenke wurden ausgetauscht (danke dafür noch mal), ehe es wieder in Richtung Bahnhof und Heimweg ging. Zurück blie-

ben viele zufriedene und glückliche HSV-Fans und die Erkenntnis, dass Jaroslav Drobny ein absolut bescheidener Mensch ist, der gern Zuckerkuchen isst und ein (noch) schüchterner Slobodan Rajkovic, der absolut keine Starallüren zeigt. Danke, Slobodan, Jaroslav und Jojo für die Zeit, die wir mit euch verbringen konnten. Nicht nur als Fußballer seit ihr Spitze. P.S. Das Treffen in Bild und Ton gibt es auf unserer Homepage zu sehen: http://www.saalkreisdinos.de/html/062_-_ spielerbesuch_27_11_2011.html

Geduldig – Sala, Castelen und Mosa bei den Diamanten

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roße Freude bei den Diamanten, als es hieß: Ja, ihr wurdet auch unter den Bewerbungen für ein Spielertreffen ausgewählt! Was für ein schöner 1. Advent! Weihnachtlich geschmückt, empfingen die HSV-Diamanten, Romeo Castelen, Jacopo Sala und den Zeugwart Mario Mosa. Ob groß, ob klein... da strahlten die Augen der Mitglieder, denn bis zum Beginn wurden die Gäste geheim gehalten! Nach einem würdigen Empfang mit tosendem Applaus wurden anschließend ganz geduldig sämtliche Fragen der Mitglieder an ihre Jungs beantwortet. Schön war auch, dass alle Spieler viel persönliche und nicht nur sachliche Ansichten mit einbrachten. Da Jacopo noch nicht sehr viel deutsch spricht, woran er aber gerade arbeitet, hat Mario, der ebenfalls Italiener ist, für uns die Fragen übersetzt. Viele der Mitglieder konnten sich aber sehr gut mit ihm auf Englisch unter-

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halten. Natürlich ließen es sich die Diamanten nicht nehmen, ihre Gäste zu Ehrenmitgliedern ihres Clubs zu ernennen! Es bekam jeder eine Ehrenmitgliedsurkunde. Als Dank für ihren Besuch gab es außerdem noch einen Diamantenschal und einen Clubpin. Mario Mosa freute sich so sehr darüber, dass er freudestahlend verkündete: Diese Urkunde werde ich in meinem Büro aufhängen. Dass dies nicht nur so dahingesagt wurde, bewies er jetzt auch auf Facebook, indem er das Diamantenlogo in sein Profilbild setzte. Die Diamanten bedanken sich hiermit für diese liebe Geste! Natürlich durften sich die Mitglieder zum

Text und Foto Martina Grospitz

Abschluss des fantastischen Tages noch ihr, eigens mit einer Widmung versehen, persönliches Autogramm holen. Auch geduldig waren Romeo, Jacopo und Mario, als alle noch einmal ein Einzelfoto von ihren Jungs machen wollten. Die Diamanten waren sich nach diesem schönen Nachmittag einig: Dies war der krönende Abschluss des Jahres für uns! Vielen Dank an alle

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Besuch beim OFC „Die Blauen aus Neuenwalde, Flögeln und umzu“

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as war doch mal eine tolle Sache! Unsere Bemühungen haben sich gelohnt und unsere Erwartungen wurden sogar übertroffen. Die Veranstaltung „Spielerbesuch bei unserem Fanclub“ am 27. November 2011 war ein voller Erfolg, denn 120 HSV-Fans aus dem OFC „Die Blauen aus Neuenwalde, Flögeln und umzu“, den OFCs Elbpiraten Cuxhaven, Elbalarm Cuxhaven, Likedeelers Cuxhaven, Bat Blue, Bremerhaven R. C. North aus Nordholz, dem Fanclub Sellstedt und Hermann’s treuer Riege waren unserer Einladung gefolgt und wurden auch nicht entäuscht: Vom HSV besuchten uns die Spieler Heung Min Son und Thomas Rincon sowie Supporters Club Abteilungsleiter Ralf Bednarek. Der Reihe nach…, alles begann mit einer Bewerbung um die Ausrichtung dieser Veranstaltung. Vorab wurden Räumlichkeiten sondiert und Claus und Christa Bensen vom Gasthof Am See in Flögeln gaben ihr O.k., falls wir auserwählt werden sollten. Sie gehören ja schließlich auch zu den „Blauen“. Nachdem wir dann auserwählt wurden, musste alles Ruckzuck gehen. Wir wollten doch ein volles Haus haben. Fast 100 Einladungen per E-Mail an unsere FanclubMitglieder und die benachbarten OFCs folgten, ein Extra-Blatt wurde gedruckt. Auch eine Tombola sollte her. Um die dann auch noch interessant zu gestalten, kam uns die Idee mit zwei „HSV-Fahrrädern“. Zwar gebraucht – aber im Top-Zustand. Und wir ließen sie dann in HSVFarben streichen und mit Aufklebern und HSV-

OFC LUMPInationale Handorf

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ls Harald „Lumpi“ Spörl um 1995 in den erweiterten Kreis der Nationalmannschaft berufen wurde, hallte oft der Schlachtruf „Lumpinationale“ durch das Volksparkstadion. Auch gab es im Stadion damals ein Banner, das von einem Bekannten aus Gründen der „lumpinationalen Solidarität“ erstellt und aufgehängt wurde. Zu dieser Zeit wohnten viele von uns in Handorf, Niedersachen, und so entstand zu dieser Zeit, zu Ehren von Lumpi Spörl, der Fanclub LUMPInationale Handorf. Kurz LNH. Neben der vielen Tore (60), unvergesslicher Spiele (321) und des Spielertyps Spörl war es vor allem die Vereinstreue von über 14 Jahren loyal nur zum HSV, die uns

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Text Klaus Schriever

Klingeln versehen. Auch der HSV unterstützte uns und schickte Souvenirs und Dekomaterial. Hier geht ein spezieller Dank an die Fanbeauftragte Nicole Fister. Immer freundlich …, immer nett…, stets hilfsbereit. Vielen Dank! Dann der Tag der Wahrheit. Schon früh morgens wurde der Saal dekoriert, weil am Vorabend noch eine andere Veranstaltung stattfand. Die ersten Gäste kamen um 13 Uhr. Es gab viele Gespräche unter den HSV-Fans aus den verschiedenen OFCs und es war schön, sich näher kennen zu lernen. Kurz nach 14 Uhr kamen dann unsere Ehrengäste. Sie waren auch von uns beeindruckt, denn so viele Fans hatten sie nicht erwartet. Heung Min Son und Thomas Rincon brachten sogar noch Gastgeschenke mit. Alle Fans konnten ihnen dann Fragen stellen, Autogramme bekommen und sich anschließend mit ihnen fotografieren lassen. Es bildeten sich lange Schlangen vor dem Tisch der Ehrengäste, doch Heung Min und Thomas behielten die Ruhe und strahlten mit ihren Fans in

die Kameras. Sie waren „echt locker drauf“. In der Frage-Runde – Ralf Bednarek führte dabei gekonnt Regie – ging es vornehmlich um das Spiel vom Vorabend gegen Hannover 96. Zahlreiche Fans waren schließlich auch in Hannover dabei gewesen. Andere wollten gern wissen, ob die Spieler eine Freundin haben und wie ihr Alltag in Hamburg aussieht. Es hat viel Spaß gemacht und die Veranstaltung wurde von den Fans mit großem Interesse verfolgt. Gut angekommen ist auch die kleine Tombola. Etliche Frauen aus den Fanclubs hatten eigens dafür noch schöne Adventsgestecke gebastelt. Doch das wichtigste an der Tombola war, dass dadurch ein Betrag von 300,– Euro zusammen kam, der für einen guten Zweck gespendet wurde (Krankenhaus Debstedt/Seeparkschule für behinderte Kinder). Vielen Dank nochmals allen Gästen und Spendern, allen Helfern und natürlich dem HSV, Heung Min Son, Thomas Rincon und Ralf Bednarek. Es war super!

ihm zu Ehren einen Fanclub gründen ließen. Offiziell gegründet wurden der OFC des HSV am 31.10.2000, so dass wir im Jahre 2010 unser Zehnjähriges feiern konnten. Passend zum Datum hat Harald Spörl am 31.10.1966 Geburtstag. Die Gruppe besteht aus 10 -15 Leuten. Ein bunt gemischter Haufen aus passiven Mitgliedern, Heimspiel- und Auswärtsfahrern. Einige sind seit 1990 dabei, wieder andere bilden die junge, neue Generation. Die meisten Leute fahren zu allen Heimspielen und ca. fünf Auswärtsspielen in der Saison. Der Altersdurchschnitt liegt bei etwa 30 – 45 und 95% Männern. Neben einer festen Mitgliedsdame, der strengen Kassenwartin, fährt auch immer öfter der eine oder andere willkommene Gast mit. Der Großteil ist im Bereich Lüneburg zuhause bis hin nach Hamburg Südost. Im Stadion ste-

hen wir in den hinteren „Rentnerreihen“ der Nordtribüne Block 25a. Mit neun Dauerkarten im Club seit Jahr und Tag „Westkurve Block E“ und nun eben in der Nordtribüne. Noch sind wir zum Sitzen zu jung. Unsere ältere Gruppe ist unpolitisch und eher traditionell/oldschool angehaucht und träumt bei einem Bier und einem Zigarillo im Block von den guten alten „Westkurve Block E“-Tagen, während die jungen Ultras unten rumspringen. Wir haben uns in den letzten Jahren neben Tasse, Wimpel auch OFC-Schal, Mützen und Pullover mit eigenem Logo zugelegt. Der eine oder andere mag einen LUMPInationale-Schal oder den leuchtenden Schriftzug auf unseren Ärmeln schon einmal im Volkspark gesehen haben. Unsere Internetseite findet ihr unter www.lumpinationale.de supporters news


Feiern daheim statt Finale Dahoam! Rothosen feiern ihr 40-jähriges Bestehen Text Philipp Piepiorka

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wanzig Millionen Deutsche haben laut Messungen das Champions League Finale am 19. Mai in München im Fernsehen angeschaut und mit dem FC Bayern mitgefiebert. Wir waren zeitgleich zu Gast bei einer Feier, wo dagegen an diesem Tag das Motto „Nur der HSV!“ lautete und der Fernseher folglich aus blieb. Der älteste offizielle HSV-Fanklub „Rothosen“ lud nämlich zu seiner großen Feier anlässlich des 40. Jubiläums ins Stadion Eck. Dieser Einladung folgten neben der supporters news auch diverse mit den Rothosen befreundete Fanklubs, wie die Frankfurter Adler oder Bochum Ost. Aber auch aus Bielefeld und aus Nottingham reiste eine Delegation an. Weitaus kürzer war die Anreise für Vorstand Oliver Scheel, Aufsichtsrat Björn Floberg und den Abteilungsleiter der fördernden Mitglieder/Supporters Club Ralf Bednarek, welche ebenfalls zu den Gästen gehörten. Bei strahlendem Sonnenschein eröffnete der Vorstand der Rothosen mit einer kleinen An-

sprache die Feierlichkeiten. Frank Steffen, Wolf Richter und Alfred Große nahmen dann auch die Geschenke entgegen. Darunter beispielsweise ein nagelneues Jubiläumstrikot des HSV mit allen Unterschriften des Bundesligakaders, überreicht von Oliver Scheel und eine rote Spielerhose, ebenfalls signiert durch die Bundesligaspieler, welches die Chosen Few als Geschenk dabei hatten. Im Anschluss wurde das Buffet eröffnet, an dem es Grillspezialitäten gab. Im blau, weiß, schwarz

geschmückten Biergarten wurde letztendlich bis spät in den Abend gefeiert. Auf einer Leinwand wurden außerdem Fotos aus 40 Jahren Fanklubgeschichte in einer Diashow präsentiert. Ein besonderes Highlight war zudem die erste Satzung der Rothosen, welche für Erheiterung bei diversen Anwesenden sorgte. Damals durften nämlich beispielsweise nur Männer zwischen 18 und 30 Jahren Mitglied werden. Die Zeiten sind allerdings vorbei und auch die Feier ging irgendwann spät in der Nacht zu Ende.

Weihnachtsfeier im März! HSV-Fanclub „HSV FÖHR EVER“ Text Uwe Stammer

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igentlich war die Weihnachtsfeier des Fanclubs „HSV FÖHR EVER“ für Ende November geplant, aber ein Orkan machte den Föhrern einen Strich durch die Rechnung. Die Morgen-Fähre konnte nicht ablegen, und so fanden sich statt 105 nur 7 Fanclub-Mitglieder im Volksparkstadion in Hamburg ein und wurden dort von HSV-Kapitän Heiko Westermann freundlich begrüßt. Jetzt war es aber endlich soweit und die Feier konnte nachgeholt werden. Bei wunderschönem Frühlingswetter machten sich diesmal 90 Fans auf den Weg in den Volkspark. Der Vorstand

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hatte ein strammes Programm für den Besuch geplant: so ging es gleich nach der Ankunft auf eine Stadionführung, auf der man, aufgeteilt in vier Gruppen, von gut geschulten Guides in die Geschichte des Stadions eingeführt wurde. Viele kannten die Spielstätte bereits von HSVSpielen, aber diesmal ging es auch in Bereiche, die sonst für Otto-Normal-Fan abgesperrt sind. So konnte man sich die Kabinen anschauen und auch mal, wenn auch nur für ein paar Sekunden, den Job von Thorsten Fink auf der Trainerbank übernehmen. Auf dem Weg dorthin ging man mit der HSV-Einmarsch-Musik durch den Spielertun-

nel Richtung Spielfeld. Die Stadionführung endete für alle Gruppen im Pressekonferenzraum des HSV, in dem man bereits von Axel Formeseyn erwartet wurde. Der HSV-Chronist und ehemaliges Aufsichtsratsmitglied verstand es auf seine unnachahmliche Art, die Föhrer HSV-Fans zum Lachen zu bringen und hatte so manche Anekdote aus 125 Jahren HSV parat. Gut gelaunt ging es danach ins Stadionrestaurant, wo bereits eine leckere Currywurstpfanne wartete. Anschließend hatte man noch die Möglichkeit, über den HSV zu klönen oder sich nochmal in Ruhe die Schätze im HSV-Museum anzuschauen. Der einzige kleine Wermutstropfen war, dass Heiko Westermann diesmal leider nicht kommen konnte, denn er musste an diesem Sonntag schließlich seinem eigentlichen Job nachgehen: Kämpfen für unseren HSV! Zufrieden ging es danach mit zwei Bussen wieder Richtung Föhr. Eine Weihnachtsfeier kann also durchaus auch im März viel Spaß bringen. HSV FÖHR EVER

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Regelquiz Regelfragen aus der Praxis für die Praxis Text Schiedsrichter Bodo Scheuing · Foto Witters

1.

Frage: HSV-Angreifer Janssen wird innerhalb des Strafraumes von einem Abwehrspieler am Trikot festgehalten. Um besser in Position zu gelangen, läuft er, mit dem Rücken zum Tor gewandt aus dem Strafraum heraus. Dabei wird er noch immer am Trikot gehalten und kommt dabei außerhalb des Strafraumes zu Fall. Jetzt wird es für den SR kritisch – oder?

2.

Frage: Die zweite Halbzeit läuft. 22 Spieler befinden sich auf dem Feld. Eine Mannschaft hat gewechselt, ohne den SR zu informieren. Nach einiger Zeit kommt es zu einer Spielunterbrechung, da der Ball im Seiten-Aus. Vor dem Einwurf erkennt der SR, dass ein neuer Spieler auf dem Feld ist, der einwerfen will. Soll er doch…?

3.

Frage: Dennis Aogo wird am Spielfeldrand vom Physiotherapeuten behandelt. Ein Fuß innerhalb, der andere außerhalb des Spielfeldes. Na, na !! Der Ball rollt irgendwann auf ihn zu, Aogo greift in das Spiel ein, indem er den Ball elegant an der Außenlinie weiterleitet. Warum nicht?

5.

Frage: Der Torwart vom HSV kann einen Strafstoß (Elfer) mit einer Parade zum Eckball abwehren. Kurz danach stellt der SR fest, dass ein Mannschaftskamerad des Strafstoßschützen hinter dem HSV steht, klar ersichtlich außerhalb des Spielfeldes. Und jetzt?

6.

8.

Frage: Ein HSVer kniet sich im Abseits nieder, um erkennen zu geben, ich greife nicht in das Spiel ein. Er wird trotzdem von einem Mitspieler angeschossen. Der Ball landet im Tor. Tor – aber nicht doch, oder ?

9.

Frage: DFB-Pokalspiel! Nach 120 Min. steht das Spiel 1:1 – Elfmeterschießen zur Spielentscheidung. Während des Spieles wurden in der Ostkurve (Gäste) bengalische Feuer und Knaller gezündet. Zwei Stadiondurchsagen wurden vom SR veranlasst. Jetzt aber steht durch das Los die Entscheidung an, auf welches Tor geschossen wird, oder?

Frage: Nach dem Spiel, im Waschund Duschbereich, beleidigt der Spieler „Motzki“ den Schiedsrichterassistenten (SRA). Dieser berichtet in der Kabine dem SR über den Vorgang. Der SR informiert den Mannschaftskapitän und fordert den Pass – ROT?!

7.

Frage: In der Kreisliga erscheint der SR mit seinen SRA nicht, auch nicht nach einer Wartezeit von 30 bis 40 Minuten. Was nun? Die Spieler beider Vereine freuen sich über den Spielausfall, denn es ist frostig kalt. Denkste, oder?

Frage: Stürmer der Gäste verlässt das Feld über die Torauslinie, um sich einer Abseitsstellung zu entziehen. Die Situation ist noch nicht beendet, der Spieler läuft auf den Platz und foult gelbwürdig außerhalb des Strafraumes einen Gegenspieler. Klare Entscheidung!

10.

4.

Frage: Bei einem Zweikampf zwischen Heiko Westermann und Bastian Schweinsteiger kommt letzterer ins Straucheln und landet im Seiten-Aus – kein Pfiff, kein Foul. „Basti“ ist sauer und wirft mit einem Schneeball auf einen HSV-Spieler, um den Spielfluss zu unterbrechen. Rot oder Gelb, oder was?

… zur 1. Frage: Der auslösende Tatort ist der Strafraum, darum Strafstoß (Elfer). Der SR soll dabei darauf achten, den Vorteil der angreifenden Mannschaft zu beachten bzw. entsprechend entscheiden. … zur 2. Frage: Für den „Einwerfer“ gibt es eine Verwarnung – GELB - . Der SR hat in einer Spielruhe den nicht erlaubten Wechsel bemerkt. Der Wechsel wird vom SR notiert und im Spielbericht vermerkt. Mit Einwurf wird das Spiel fortgesetzt. Eine Spielstrafe ist nicht möglich (dir. oder indir. Freistoß). … zur 3. Frage: Als persönliche Strafe erhält der Spieler GELB (Verwarnung) und die Spielfortsetzung ist ein indirekter Freistoß. Der Spieler hat unerlaubt in das Spiel eingegriffen.

… zur 4. Frage: Nach dem SR-Pfiff wird der Spieler des Feldes verwiesen – ROT. Das Spiel wird mit direktem Freistoß fortgesetzt, da, wo Spieler getroffen wurde oder getroffen werden sollte. Ob der Spieler getroffen wird oder nicht ist sekundär. … zur 5. Frage: Die Entscheidung ist Eckstoß. Als SR-Beobachter sollte angemerkt werden, dass SR und SRA gewissenhaft zu prüfen haben, dass so etwas nicht eintritt. Die Voraussetzungen für eine regelkonforme Ausführung müssen gegeben sein. … zur 6. Frage: In diesem Fall wird nicht gelost. Der SR hat die Befugnis selbst zu entscheiden. Aufgrund der Vorkommnisse entscheidet er sich für die „Westkurve“ und damit gegen die „Gästekurve“.

… zur 7. Frage: Es gibt einen direkten Freistoß als Spielstrafe und GELB wegen des unerlaubten Eintrittes und GELB wegen des Foulspieles, d.h. GELB/ROT als persönliche Strafe. … zur 8. Frage: Tor und Anstoß, aber NEIN! SR – Ball? Entscheidung: Indirekter Freistoß wegen Abseitsstellung! … zur 9. Frage: Der SR kann den Vorfall/Vorgang nur im Spielbericht vermerken. Die Spielinstanz oder das Sportgericht entscheiden über die Spielsperre. … zur 10. Frage: Beide Vereine müssen sich um einen „eigenen“ SR bemühen (vorher im Spielbericht vermerken). Klappt dies nicht, müssen sich beide auf einen „SR“ einigen (Betreuer od. Funktionär od. geeignete Person). Auch dies muss vor Spielbeginn mit Unterschriften vermerkt werden. Auf jeden Fall wird gespielt!

Antworten …

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Abschlach! Abschlach! – Du wirst uns siegen seh’n Text Philipp Markhardt

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ie Fußballrocker von Abschlach! sind – wie ja bereits in der letzten supporters news angekündigt – mit einem neuen Album zurück. „Du wirst uns siegen seh’n“ besteht aus 15 Tracks zu den Abschlach!üblichen Thematiken: HSV, Hamburg, eine gehörige Portion Nostalgie und, mal was Neues, dem Lokalrivalen, den man erstmals so richtig disst. Wie immer kraftvoll und rockig spielen die Jungs, die jetzt mit Sven (Hamburger Jungz) an den Drums (für den ausgeschiedenen Däumling) und Tobi (Vindicator) an der Gitarre (seit 2009 für Dülsen) über zwei prominente mehr oder weniger „Neuzugänge“ verfügen. Die gewohnt eingängigen Mitgröltexte wurden wieder von Olman Viper und Arn Schlürmann produziert, was sich in einer qualitativ hochwertig abgemischten Platte niederschlägt. Highlights sind sicherlich „In Hamburg gebor’n“ und „Fein wieder zuhause zu sein“, wo sich der prominente Abschlach!-Anhänger Steffen Henssler die Ehre gibt. Daneben haben außerdem die Titel „Es war Sommer“ und „Abschlach! live in Tokio“ das Potenzial zum Lieblingslied. Nebenbei wer-

Was soll das, Schiri? Fundsätze Text Bodo Scheuing

• Wenn die Beine schwerer und die Schritte kürzer werden, wird der Mund größer“! (Ex-Nationalspieler Bernard Dietz vom MSV Duisburg) • „Bei unumstrittenen Fouls rennen trotzdem mehrere Spieler zum SR, um ihn zu überzeugen, dass es gar kein Foul war. Fußballer versuchen häufig, sich Vorteile zu verschaffen, obwohl sie genau wissen, dass sie „falsch“ liegen. Das regt mich auf und finde ich nicht fair.“ (Basketball-Nationalspieler Heiko Schaffartzik von ALBA Berlin) • Lothar Emmerich im Spiel Borussia Dortmund gegen den VfB Stuttgart: „Was soll das Schiri, wir wollen doch Fußball spielen“. Darauf der SR: „Ich warte schon eine halbe Stunde darauf, dass ihr endlich mit Fußball anfangt“. (Ex –BL -Schiri G. Schulenburg) • „Wer den Schiedsrichter beschimpft oder be-

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den zudem mit „Mitten im Feindesland“ auch noch die auswärtigen HSVer gewürdigt (und keinesfalls nur die, die rund um Delmenhorst ihren Mann bzw. ihre Frau stehen). War sonst noch was? Ja! Unterstützt wurden die sechs

Herren auch aus der Fanszene des HSV. Neben diversen bekannten Gesichtern von den Traversen, hat es sich auch Vorstandsmitglied Oliver Scheel nicht nehmen lassen, als Backgroundsänger einzuspringen.

Die Fußballrocker von Abschlach!

leidigt, muss mit der Verweisung vom Sportplatz rechnen.“ – Der Vorstand – (Relikt aus den 50er-/60er- Jahren, noch teilweise auf den Sportplätzen als Schild zu sehen). • „Hören Sie doch mal auf, ständig zu foulen, Sie können doch Fußball spielen“, sagt der Schiri im Spiel. Nach dem Spiel: „Danke, Schiri, das hat mein Trainer zu mir noch nie gesagt.“ (Selbst erlebt in der Hessenliga) • „Uwe Seeler war auf dem Platz immer stark engagiert, konzentriert und trotzdem fair. Mit den Schiedsrichtern hatte er nie Probleme“. (Ehemaliger BL – SR Gerd Schulenburg)

• „Wir müssen hinten sicher stehen, vorne unsere Dinger reinmachen und den Schiri auf unsere Seite kriegen, dann machen wir den „Dreier“. (Trainer eines bekannten Regionalligisten) • „Wir können noch zwei Stunden zusätzlich spielen, unsere Stürmer machen heute kein Tor und der Schiedsrichter wird das auch nicht mitmachen.“ (Trainer aus der Kreisliga) • „Am Schiedsrichter hat es heute nicht gelegen, dass wir mit 5:0 gewonnen haben, wir haben uns endlich mal den Arsch aufgerissen.“ (Mannschaftsführer von A-Dorf).

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Die nächste Saison wird besser Berichte über die Spiele von HSV II Text Rainer Steffens · Fotos Witters

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ie Zweite des HSV hat mittlerweile den Platz im Mittelfeld der Regionalliga gefestigt. Aber jetzt erst mal zu den einzelnen Spielen:

HSV II – Herta BSC II 0:1 Im Duell der Bundesliga-Nachwuchsteams verloren unser Amas unglücklich gegen die Berliner. Von der Spree waren immerhin 20 Fans mit nach Norderstedt gereist, inclusive zweier Zaunfahnen! 1 FC Magdeburg – HSV II 0:3 Nagy, Kocabas und Akyere sorgten dafür, dass die 3 Punkte die Elbe mit heruntergenommen werden konnten. Drei Fans hatten am Mittwochabend den Weg nach Magdeburg auf sich genommen und konnten glücklich nach Hause fahren. Daniel Nagy im Zweikampf

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HSV II – Energie Cottbus II 0:1 Gegen Teams aus dem unteren Drittel der Tabelle tut der Nachwuchs des HSV sich offenbar immer schwer. Daraus folgt die erneute Heimniederlage. Aus der Lausitz waren keine Fans angereist, dafür konnte man mit Arnesen und Reinhardt die sportliche Leitung im Stadion begrüßen. Das Spiel fand aber auch an einem Freitagnachmittag um 16 Uhr statt. Holstein Kiel – HSV II 3:1 Gegen den diesjährigen DFB-Pokal-Schreck sah der HSV kein Land. Mit einer verdienten Niederlage musste der Rückweg von der Förde angetreten werden. Ich persönlich drücke Kiel und Halle die Daumen für den Aufstieg, damit Red Bull in der vierten Liga verbleibt. An Hamburgern waren ca. 75 Fans im Gästeblock anwesend. Im Gegensatz zum letzten Jahr war diesmal sogar der Getränkestand geöffnet, so

dass es auch die Wurst auf dem Teller und nicht im Becher gab  HSV II – Berliner AK 5:0 Der Tabellen Neunte traf auf den Tabellen Fünften und 135 Zuschauer fanden den Weg nach Norderstedt. Eigentlich zu wenig. Unter den Zuschauern waren auch der Trainer der Profis Thorsten Fink, das Vorstandsmitglied Oli Scheel und der Aufsichtsrat Björn Flohberg anwesend. Diese sahen einen hervorragenden Auftritt der zweiten Mannschaft des HSV. Allein der vierfache Torschütze Kelbel war das Eintrittsgeld wert. Das Tor von Sternberg, ein Kopfballtor aus 16 Metern, tat dann das übrige. Negativ fiel allerding auf, dass die eh schon teuren Preise für Würstchen noch mal angehoben worden sind. Da muss man jetzt schon fast so viel wie im Volksparkstadion bezahlen. St II – HSV II Dieses Spiel wurde zweimal abgesagt und einmal verlegt. Unser kleiner Nachbar hatte anscheinend Probleme damit, den Rasen des Wilhem-Koch-Stadions von einzelnen Schneeflocken zu befreien! Die erste Absage erfolgte, als die Profis in Mainz spielten. Der Nachholtermin sollte dann zunächst auf einen Sonnabendnachmittag vorm Heimspiel gegen den FC Bayern sein, wurde dann aber auf Bitten der Polizei auf 18.30 verlegt, um dann wegen Schnees erneut abgesagt zu werden. Stellt sich nur die Frage, ob es wegen der Unbespielbarkeit des Platzes war oder die Verantwortlichen Angst hatten, dass Schneebälle auf den Platz fliegen könnten! Aber dieses Spiel fand dann an einem Mittwochabend im April doch noch statt. Und wieder einmal stellte sich heraus, dass der HSV zurzeit mit Derbys seine Schwierigkeiten hat. Durch ein Tor in der vierten Minute ging der Verein vom Dom in Führung und trotz guter Torchancen gelang es unserem Nachwuchs nicht, ein Tor zu erzielen. Auf den Rängen ging der Punkt in Sachen Unterstützung der Mannschaft leider auch an den Stadtteilverein, da von unserer Seite nur Antisupport kam! Vor dem Spiel gab es noch einen gemeinsamen Marsch vom Fanhaus zum Dom. Ansonsten gab es über das Spiel nicht mehr viel zu sagen. supporters news


Kopfschuss von Janek Sternberg

Germania Halberstadt – HSV II 2:2 Die Amateure waren an diesem Tag Gast bei der Einweihung der neuen Tribüne im Friedensstadion und konnten so auch die Choreo der Halberstädter Ultras bewundern. Es waren fast 80 HSV-Fans vor Ort davon 12 aus Hamburg angereist, der Rest kam aus der näheren Umgebung. Nach einem 0:2- Rückstand kam der HSV zurück ins Spiel und konnte noch den Ausgleich erzielen. Einen Sieg verhinderte die Latte des Tores. Leider kann man in der nächsten Saison nicht mehr mit der Zweiten in den Osten reisen, da durch die Regionalligareform nur noch Niedersachsen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Bremen in einer Liga spielen HSV II – St II 0:0 Eigentlich sollte dieses Spiel am letzten Spieltag liegen, aber da es wohl Personen gab, die dachten, dass die ersten Mannschaften in der Relegation aufeinandertreffen könnten, wurde es vorgezogen! Neben der Reiterstaffel bot die Polizei noch zwei Wasserwerfer und ein Räumfahrzeug auf. Warum, weiß niemand so richtig, da alles friedlich blieb! Auch in diesem Spiel war

unser Nachwuchs die bessere Mannschaft, nur leider schafften sie wieder mal keinen Treffer. Von Fanseite aus gab es auch diesmal keine Unterstützung für das Team, sondern lediglich Antisupport gegen den Stadtteil Verein. Zusammenfassung Die Amateure beendeten die Saison auf Platz 8 und vergaben einen besseren Platz durch teilweise schlechte Spiele. Auch ist der Zuschauerschnitt im Norderstedter Exil auch nicht gerade berauschend. Eine Rückkehr mit der Zweiten vom HSV wäre dagegen für mehr Zuschauer erstrebenswert. Nach dem Rückzug des Frauenteams könnte ich mir eine Rückkehr an die Hagenbeckstraße vorstellen. Mit Victoria Hamburg ist ein weiterer Verein in die Regionalliga aufgestiegen. Glückwunsch dazu, dass sie diesen Schritt gewagt haben. Beim HSV mussten 14 Spieler am Saisonende den Verein verlassen. Ihnen viel Glück auf dem weiteren Weg. Mal sehen, was die nächste Saison so bringt und wo ma da am Ende landen wird!

Hafenrundfahrt für HSV-Mitglieder Auch dieses Jahr bietet der HSV Supporters Club zusammen mit der Elbreederei Rainer Abicht etwas ganz besonderes für alle HSV-Mitglieder an:

Foto: Inga Nielsen | shutterstock.com

Erkunde den Hamburger Hafen!

Erkunde den Hamburger Hafen als HSV-Mitglied zu Sonderkonditionen! Gegen Vorlage deines Mitgliedsausweises und deines Personalausweises erhältst du eine Fahrkarte für eine einstündige Hafenrundfahrt bereits für 9€ pro Person (anstatt 18€ pro Person). Möchtest du eine eigene Barkasse für eine zweistündige Hafenrundfahrt anmieten, dann kannst du dies bereits ab 500€ + 19% MwSt. Alle weiteren Informationen erhältst du unter: www.abicht.de Der HSV Supporters Club bedankt sich bei der Elbreederei Rainer Abicht für die gute Zusammenarbeit und wünscht allen HSV-Mitgliedern eine gute Fahrt!

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Universalsportverein Die anderen Abteilungen

Rund-um-die-Uhr-Training? Boxen Text Thomas Ritter · Foto Nadja Herzer

Trainingslager über mehrere Tage. Das soll unter anderem auch als Vorbereitung für abteilungsinterne Meisterschaften sein. Geplant sind Sportboxkämpfe untereinander, wobei bei den Paarungen auf Gewicht und Alter natürlich geachtet werden soll. Wie immer bei solchen Ideen können zwei Personen alleine die komplette Verantwortung für das Gelingen der Vorhaben nur schwerlich übernehmen. Deswegen sind alle Abteilungsmitglieder aufgerufen, sich nach Können und Kräften an der Organisation und Durchführung zu beteiligen. Wenn man nun noch bedenkt, dass neben der Planung und Durchführung dieser Ideen und Aktivitäten auch noch der Abteilungsalltag organisiert werden muss, dann ist klar: vom Rund-um-die-Uhr-Training kann in diesem Jahrhundert keine Rede sein – auch, wenn die Antwort auf die oben gestellte Frage launig lautete: „Klar! Und wenn die 24 Stunden am Tag auch noch nicht reichen, nehmen wir eben die Nacht noch dazu!“.

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HSV-Boxen-HSHNordbank-Run

a, wollt ihr jetzt etwa rund um die Uhr Training anbieten?“, feixte kürzlich ein HSV-Boxer. Der Anlass für die kleine Spitze ergab sich aus einer Idee der Abteilungsleitung. Aber der Reihe nach: Die Boxabteilung des HSV stellte auf der letzten Abteilungsversammlung im Februar 2012 in mehrerlei Hinsicht die Weichen für eine spannende Zukunft. Als Basis für Kommendes wurde die Abteilungsleitung in Person von Michael Wendt und Mirko Beyer ohne Gegenstimme wiedergewählt – ein Zeichen des Vertrauens und der Zufriedenheit allemal, aber auch eine Verpflichtung für die Zukunft. Dass die Abteilungsleitung diese Verpflichtung ernst nimmt, zeigen die Pläne und Entwicklungen innerhalb der Abteilung. Durch das große Abteilungswachstum war es notwen-

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dig, sowohl die Zahl der Trainer zu erhöhen als auch die Trainingszeiten anzupassen. Seit März bietet die Abteilung an allen fünf Wochentagen abends mindestens eine Trainingseinheit an. Zudem gibt es dienstags am Morgen eine „Wake Up Boxing“-Einheit als Test. Sollte sich das bewähren, wird über Erweiterungen nachgedacht werden. Die kompletten Trainingszeiten und –inhalte finden sich auf der Homepage www.hsvboxen.de. Dort können Interessierte sich auch für ein Probetraining anmelden. Das war jedoch noch nicht alles. Im Sommer plant die Abteilung ein kleines


Triathlon-Highlight unter der Sonne Spaniens Triathlon Text Jan Eberlein

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urch Zufall erfuhr ich, dass genau während meines Einrolltrainingslagers der jährliche Triathlon de Santa Cruz de Tenerife stattfindet. Super, dachte ich, das wird ein Highlight! Allein und ohne große spanische Sprachkenntnisse eine echte Herausforderung, ganz abgesehen davon, dass ich sonst im Winter höchstens mal einen Laufwettkampf mache. Aber die rein spanische Ausschreibung bekommt man schon so einigermaßen hinübersetzt. Und schönen Gruß an Tri Michels und Triabolos: Trican, Triteide Spridon, C.T. Titanes, Bestiazules, Marlins Triathlon Madrid: die Spanier haben auch gute Ideen für Triathlonclub-Namen. Die Veranstalter haben vorher einen extrem genauen Zeitplan aufgegeben, der exakt eingehalten wird. Und auch sonst: Toporganisation. Ohne meine drei Startnummern und ohne gründlichen (!) Check von Bike und Helm komme ich nicht rein. Sogar die Identität wird geprüft. Festgelegte Startplätze, „Gerade Startnummer links, ungerade rechts!“ sagt der Kampfrichter. Ich kann wirklich kein Spanisch, aber es ist toll, genau hinhören, cool bleiben („was soll das schon groß heißen“) und alle helfen mir. Die Veranstaltung hat ein Niveau, das ich nie erwartet hätte. Die Wechselzone liegt phantastisch, zwischen einem Hügel mit weißen Häusern und dem Atlantik. Nach dem Start (16 Uhre, sehr siestafreundlich) schwimmen wir Kurs Cruiserhafen. Die Dünung ist ziemlich stark, es geht auf und ab. Ich schwimme mit sehr schlechter Orientierung. Als ich auf das Rad steige ist das Peloton bereits weg (von den Spitzengruppen ganz zu schweigen) und ich muss allein arbeiten. Der Kurs hat fünf Runden und in Runde vier werde ich vom Peloton geschnappt. So fahre ich eine sehr schnelle Runde mit den Athleten eine Runde vor mir und komme dann 1/4 h später rein. Alles klar! Wenn ich um mein Leben in der Mitte des Pelotons geschwommen wäre, hätte ich also alle Runden im Pulk fahren und so ein weitaus besseres Ergebnis erzielen können. Aber hallo, ein Olympischer Triathlon mit Atlantikschwimmen im Februar? Die Saisonbestleistung liefern wir Hamburger im Juli! Ich erlebe so einen Wettkampf möglicherweise einmal im Leben. Beim Laufen auf der halbseitig gesperrten Avenida direkt am Hafen geben sie mir dann versehentlich gleich beide Bänder für zwei Runden. Ausgabe 70

Hier erhalte ich die 15 min vom Peloton mit Zins und Zinseszins zurück! Ich brauche nicht lange zu überlegen, ob ich mit 10.000 m Weltrekord ins Ziel laufen soll oder doch lieber ehrlich meine Distanz beende, aber so recht wollen die Kommissare mich nicht auf die zweite Runde lassen. Die Helfer mit den Bändern drei Kilometer später denken im ersten Moment, ich sei auf der dritten Runde (die es nicht gibt) und sind entsetzt. Als ich erzähle, woher ich das Band habe, lachen sie sich schlapp. Im Ziel zeigt die Uhr 2:37:22. Starke Frühform, zufrieden. Und die Orga gibt weiter Gas, fast ist es so, als wollte mich der Triathlongott Demut leeren, weil ich Vorbehalte

hatte: Buffet a la Bonneur, für die Rückgabe des Transponders gibt es noch ein zweites Finishershirt (in Phosphor, praktisch im Winter zum überziehen) sowie Eintrittskarten für die After Tri Party in einer Disco. Vorher allerdings gibt es noch die Siegerehrung, in einem Einkaufs­ zentrum. Eine Wahnsinnsveranstaltung – Lehrveranstaltung für Kampfrichter und zukünftige Veranstalter. Zum Abschied rief mir noch einer zu „See you next Year“. Du hast auch Lust mal einen Triathlon zu absolvieren und möchtest dafür trainieren? Dann melde dich bei unserer Triathlonabteilung. Weitere Infos bekommst du unter www.hsvtriathlon.de.

Jan Eberlein in Spanien – das Poserfoto vor imposanter Kulisse!

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Für hartes Training belohnen Baseballer peilen Play-offs an Text & Fotos Wilhelm Sassenhagen

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ie Bundesliga-Baseballer der HSV Stealers von Head Coach Jens Hawlitzky spielen in dieser Saison einmal mehr um einen der ersten vier Plätze in der Bundesliga Nord und damit um den Einzug in die Play-offs der Deutschen Meisterschaft. Die Chancen dafür stehen recht gut und das allein darf schon als handfeste positive Überraschung gewertet werden. Bevor die diesjährige Saison am 31. März mit den beiden Heimspielen gegen den deutschen Vize-Meister Paderborn Untouchables startete, hatten Baseball-Abteilungsleiter Sven Huhnholz und Trainer Hawlitzky ganz klar nur den Klassenverbleib in der höchsten deutschen Liga als Saisonziel ausgerufen. Der Verlust einiger Leistungsträger und die Ungewissheit, wie die neu hinzugekommenen Spieler einschlagen würden, waren der berechtigte Grund für diese Zurückhaltung. Hinzu kam, dass anstelle des völlig desolaten Absteigers Pulheim Gophers die Cologne Cardinals als souveräner Meister der 2. Liga Nord in die höchste Spielklasse zurückgekehrt waren. Allen war klar, dass die Kölner kein Kanonenfutter sein würden, sondern eine gute Rolle spielen dürften. Die HSV Stealers aber haben ihrerseits seit dem Saisonstart eine derart positive Entwicklung genommen, dass Head Coach Jens Hawlitzky nun offiziell das Saisonziel nach oben korrigiert hat. „Wir wollen alles dafür tun, die Play-offs zu erreichen. Das wird zwar nicht leicht, aber wir haben es selbst in der Hand, dies zu schaffen und uns selbst damit für das harte Training zu belohnen“, sagt er. Es ist in diesen Zeiten ja schon mehr als bemerkenswert, wenn eine Mannschaft des HSV in der höchsten deutschen Spielklasse die eigenen Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern auch noch übertreffen kann. Zwei Faktoren sind entscheidend für diese positive Entwicklung. Zum Einen hat die Mannschaft von Anfang an immer wieder eine außerordentliche Moral und einen begeisternden Teamgeist bewiesen. Einige Spiele, die schon verloren schienen, wurden am Ende noch gewonnen. Erinnert sei nur an das 8:7 gegen den Nord-Rivalen Dohren Wild Farmers (Landkreis Harburg), als sich die Stealers-Mannschaft auch von einem 0:6-Rückstand nicht entmutigen ließ. Der Homerun von „Urgestein“ Brehan Murphy zum entscheidenden Siegpunkt war einer der dramaturgischen Höhepunkte der bisherigen Saison.

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Auch bei fast allen anderen Siegen lag das Hamburger Team im Verlaufe des Spiels in Rückstand und feierte am Ende ein erfolgreiches Comeback. Zum Zweiten haben die Verantwortlichen ein sehr gutes Händchen bei der Auswahl der neuen Spieler bewiesen. Die US-Amerikaner Eric Krzysiak, Brent Buffa (mit italienischem Pass) und Antonio Peraza gehören zu den besten Akteuren der gesamten Liga. Und auch der aus Neuenburg gekommene Mathis Grope hat sich auf Anhieb als wertvoller Erstligaspieler erwiesen. Der 22 Jahre alte Antonio Peraza, der seit Anfang Mai in Hamburg ist, wurde nach dem sensationellen 3:1-Sieg zum Rückrundenstart bei den Paderborn Untouchables sogar zum Spieler der WoEric Krzysiak und Antonio Peraza che in der gesamten Bundesliga ernannt. Der linkshändige Pitbei den Dohren Wild Farmers und schließlich in cher sorgte eine Woche später dann auch maßden vier Partien gegen den direkten Play-offgeblich dafür, dass die HSV Stealers gegen den Platz-Konkurrenten Dortmund Wanderers wird damaligen Tabellenführer Solingen Alligators einen 4:3-Sieg landen konnten. die Entscheidung fallen, ob die HSV Stealers In den Heimspielen gegen Tabellen-Schlusslicht nach 2009 und 2010 wieder in das Play-offBerlin Sluggers, in den beiden Auswärtspartien Viertelfinale einziehen. batting

supporters news


Auf Rollen dem Ball hinterher Die North Stars greifen wieder an Text & Fotos Julian Ahrens

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an könnte sagen, dass das Jahr 2011 für die North Stars, die Inlineskaterhockey-Abteilung des HSV, nicht unbedingt das beste war. Spielten wir vor zwei Jahren noch erfolgreich in der Regionalliga und mit der zweiten Mannschaft in der Landesliga Hamburg, so konnten wir im vergangenen Jahr nach unzähligen Abgängen leider nur noch mit einer Mannschaft als Spielgemeinschaft in der Landesliga antreten. Doch dies ist nun wieder Vergangenheit und es gilt sich der anstehenden Saison 2012 zu widmen. Erfreulicherweise hat sich unsere alte Regionalligamannschaft wieder weitestgehend zusammengefunden und ist bereit, ihren Platz als eine der stärksten Mannschaften in Hamburg und Norddeutschland zurückzuerobern. Leider nicht an gewohnter Stelle in der Regionalliga, denn durch die dieses Jahr in Kraft tretende bundesweite Ligenreform (mit nur noch einer eingleisigen, bundesweiten 1. Liga), die sich bis auf die untersten Ligen auswirkt, müssen wir uns den Regionalligastartplatz erst wieder erkämpfen. Damit ist das Ziel bereits klar definiert: Aufstieg. Ab 2013 wollen die North Stars wieder in der Regionalliga spielen und bei der Qualifikation für die 2. Bundesliga ein kräftiges Wörtchen mitreden. Auch die zweite Mannschaft, die im vergangenen Jahr vielen, sowohl Alt als auch Jung, als Einstiegspunkt in unseren Sport diente, wird in der Landesliga starten und dort auf die eigene Huskies II vs. SG HH 126

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Baseballpark Langenhorst

erste Mannschaft treffen. Die Ligenreform hat zudem dazu geführt, dass die Landesliga mit Mannschaften aus Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern so groß ist wie nie zuvor. Zwölf Teams haben für diese Spielzeit gemeldet und versprechen ein sehr hohes Niveau in dieser Spielklasse. Der Kern der 2. Herren wird auch weiterhin aus einem Mix aus erfahrenen Spielern sowie einigen Neulingen bestehen, die erst seit kurzem Inlineskater-

hockey spielen. Selbstverständlich freuen wir uns über jeden, der den Weg zu uns findet und Lust hat, auf Rollen dem Ball hinterherzujagen. Auf den Nachwuchsbereich möchten wir in diesem Jahr wieder verstärkt einen Fokus legen. Mit vier neu ausgebildeten Trainern sind wir 2012 noch breiter aufgestellt, um so eine exzellente Ausbildung zu gewährleisten. Auch hier sind wir weiterhin auf der Suche nach interessierten Kindern im Alter von 8 bis 15 Jahren, die gerne in unseren Sport einsteigen wollen, um ab nächster Saison auch als feste Mannschaft im Spielbetrieb teilnehmen zu können. Abschließend noch eine weitere erfreuliche Nachricht, die uns vor wenigen Tagen erreicht hat. Der Boden unserer Heimspielstätte, der Eisbahn Stellingen, wird ab April komplett saniert. Dies garantiert auch für die kommenden Jahre wieder die Möglichkeit, dort Inlineskaterhockey auf hohem Niveau zu spielen. Solange diese Arbeiten andauern, werden wir unsere Spiele und das Training wie im Winter in der Sporthalle Wegenkamp austragen.

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Mehr als Dosenwerfen! Sport für Jederfrau und Jedermann Text & Foto Heike Lekies

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ie Abteilung Jederfrau/-mann ist für alle genau das Richtige, die sich gerne sportlich betätigen möchten und ohne Leistungsdruck etwas für sich und ihr Wohlbefinden tun wollen. Seit über 24 Jahren bieten wir Freizeitsport für Erwachsene im HSV an. Vielen fehlt heutzutage einfach die Zeit, regelmäßig ein Fitnessstudio zu besuchen. Da sollte man wenigstens einmal in der Woche etwas für die Gesundheit tun. Von Leistungsdruck halten wir gar nichts, jeder macht so viel, wie er kann oder auch ein bisschen mehr. Die Übungen und Spiele sind für jedes Alter geeignet. Wir haben auch Sportler aus anderen HSV-Abteilungen dabei, die bei uns eine Ergänzung zu ihrer eigentlichen Sportart finden. Der Schwerpunkt liegt natürlich bei den gymnastischen Übungen, welche die Bauch- und Rückenmuskulatur kräftigen. Ob mit oder ohne Hilfsmittel, die Abende sollen Spaß machen und trotzdem auch für etwas Muskelkater sorgen.

Diverse Sportgeräte wie Swing Sticks, Wellnessbänder oder Bälle unterstützen die Übungen. Ball- und Laufspiele stehen auf dem Programm genauso wie Federball und Softball. Bei gutem Wetter wird natürlich auch die tolle Außenanlage der Schule genutzt. In den Schulferien, wenn die Halle geschlossen ist, geht es im Sommer zum Joggen oder Fußballspielen in den Stadtpark. Manchmal findet auch einfach nur ein gemütliches Picknick oder ein Grillfest statt. Im Winter treffen wir uns dann zum Bowling, Kegeln oder Billard spielen. Die Reisefreudigen der Gruppe freuen sich jedes Jahr auf den gemeinsamen Wochenendausflug. In den letzten Jahren ging es z. B. an die Nord- und Ostsee, in den Spreewald, den Harz, nach Berlin und Helgoland. Bei der Wahl von Termin und Ziel ist natürlich auch immer entscheidend, dass trotzdem kein BL-Spiel verpasst werden muss. Wir laden herzlich zum Mitmachen ein. Ab dem 8. August findet wieder jeden

Mittwochabend um 20 Uhr das Training in der neuen Turnhalle Gelehrtenschule des Johanneums ( Eingang Opitzstraße) statt. Und wer sich nicht zum Probetraining in die Halle traut, der kann uns auch an unserem Stand beim HSVKids-Day und HSV-Vereinstag am 9. September in Ochsenzoll kennenlernen. Es können diverse Sportgeräte ausprobiert werden oder Man(n)/ Frau/Kinder versuchen sich im Dosenwerfen.

HSV Darter Bundesligaendrunde knapp verpasst Text & Foto Nicole Frentzen

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m 14. April 2012 hatten wir endlich wieder ein Heimspiel. Die Gegner kamen aus Diedersen und aus Berlin. Um unser ersehntes Ziel, das Erreichen der Endrunde, zu realisieren, mussten eigentlich beide Spiele gewonnen werden. Dass das aber nicht so einfach wurde, zeigte uns Diedersen gleich im ersten Spiel. Mit 3:5 lagen wir unglücklich zurück und die Doppel mussten es richten. Taten sie aber leider nicht. Mit 5:7 ging der erste Auftritt daneben. Auch im zweiten Conny Sell & Robby Allenstein

Spiel hatten wir Probleme mit den starken Berlinern. 4:4 stand es nach den Einzeln. Und auch hier sollten die Doppel die Entscheidung bringen. Aber dieses Mal mit etwas besserem Ausgang für uns. 6:6 hieß es am Ende. Ein für uns zwar nicht ausreichendes Ergebnis, aber es war gerecht. Und dieser Punkt ist wichtig für die Tabelle. Schade, die Endrunde in Hamburg hat sich leider für uns wohl erledigt, aber trotzdem haben wir eine bisher starke Saison gespielt. Am letzten Spieltag müssen wir noch nach Bochum. Dort warten dann der Tabellenführer und die Wolfenbütteler auf uns. Ich hoffe, dass wir dort unsere Saison erfolgreich abschließen und dann müssen wir halt in der nächsten Saison die Endrunde anpeilen! Vereinsmeister gekrönt Am 20. April 2012 suchten wir intern unsere Abteilungsmeister. Schön war, dass das Teilnehmerfeld mit Spielern aus allen Mannschaf-

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ten gespickt war. Bei den Damen konnte sich Conny Sell durchsetzen und vertritt nun den HSV bei den Masters of Masters des Landesverbandes. Im Hauptfeld gab es keine großen Überraschungen. Die beiden Bundesligaspieler Mike Holz und Robby Allenstein erreichten nach ihren Halbfinalspielen gegen Fredy Timm (HSV2) und Arne Sell (HSV2) das Finale. Dort spielten beide herausragende Darts. Robby bestätigte einmal mehr seine starke Form und schlug Mike mit 5:0. Er warf 21, 20, 19, 17 und 11(!!) Darts. Einfach klasse! Herzlichen Glückwunsch zum Titel Abteilungsmeister 2012! Wir drücken den beiden Gewinnern für das Masters die Daumen!! Jeden 1. Montag im Monat +++ Darten für Jedermann

Darten für Jedermann +++ Jeden 1. Montag im Monat

Nach der Sommerpause geht’s wieder los, erster Termin ist voraussichtlich

Montag, 03.09.2012, ab 18:00 Uhr Hier wird der Dartsport präsentiert. Jeder kann mitmachen und selber unter fachkundiger Anleitung das Darten ausprobieren bzw. verbessern. Ausrüstung wird gestellt. www.HSV-Dart.de +++ info@HSV-Dart.de Trainingsort: Aula Grundschule Horn, Rhiemsweg 61, 22111 Hamburg Kontakt: Nicole Frentzen, trainingsleiter@hsv-dart.de, 040 - 43 18 08 62 oder 0170 - 994 71 42

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Mit über 400 km/h durch die Luft Schnellste Ballsportart: Badminton Text & Foto Falco Stelmaszewski · Fotos??

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m 26. September 2009 stellte Tan Boon Heong diesen Weltrekord mit 421 km/h auf. Ganz so schnell geht es bei uns nicht zu, aber auch bei uns zischen die Federbälle durch die Halle! Wir vom HSV-Badminton möchten uns und unsere Sportart kurz vorstellen. Badminton ist eine Sportart, die häufig unterschätzt wird, bei der aber Koordination, Schnelligkeit und Reaktionsvermögen gefragt sind. Zum Badminton gehört weit mehr, als nur den Ball irgendwie über das Netz zu bringen. Hierzu ein berühmtes Zitat von Martin Krupp, einem Autor vieler Badminton-Lehrbücher: „Ein Badmintonspieler sollte verfügen über die Ausdauer eines Marathonläufers, die Schnelligkeit eines Sprinters, die Sprungkraft eines Hochspringers, die Armkraft eines Speerwerfers, die Schlagstärke eines Schmiedes, die Gewandtheit einer Artistin, die Reaktionsfähigkeit eines Fechters, die Konzentrationsfähigkeit eines Schachspielers, die Menschenkenntnis eines Staubsaugervertreters, die psychische Härte eines Arktisforschers, die Nervenstärke eines Sprengmeisters, die Rücksichtslosigkeit eines Kolonialherren, die Besessenheit eines Bergsteigers sowie über die Intuition und Phantasie eines Künstlers. Weil diese Eigenschaften so selten in einer Person versammelt sind, gibt es so wenig gute Badmintonspieler.“ – Martin Knupp: Yonex-Badminton-Jahrbuch 1986 Unsere Sporthalle hat neun Spielfelder, und befindet sich in der Ulzburger Straße 94 in Norderstedt (auf

dem Gelände des HSV-Leistungszentrums). Bei der Anzahl der Felder haben wir trotz vieler Spiel- und Trainingsbegeisterter immer noch Potenzial und freuen uns, interessierte Spieler jeden Alters (egal ob Anfänger oder Fortgeschritten) begrüßen zu dürfen! Gespielt wird immer montags und donnerstags. Benötigt werden lediglich angemessene Sportkleidung, Turnschuhe mit heller Sohle und gute Laune! Selbstverständlich kann geschnuppert werden. Schläger und Federbälle stehen für Schnupperstunden zur Verfügung.

Folgende Trainingszeiten gibt es bei uns: Schüler/Jugend

Montag: 18.00 – 20.00 Uhr Donnerstag: 20.00 – 22.00 Uhr Erwachsene Montag: 10.00 – 12.00 Uhr und 20.00 – 22.00 Uhr Donnerstag: 20.00 – 22.00 Uhr Sporthalle Ulzburger Straße 94 22850 Norderstedt Kontakt HSV-Geschäftsstelle E-Mail: info@hsv-badminton.de Tel.: 040-4155-1600 www.hsv-badminton.de Ansprechpartner vor Ort Falco Stelmaszewski (Abteilungsleiter) Katharina Proestler und Falk Bellmann (Jugendtrainer) Bernd Veit (für die Gruppe montags 10.00 – 12.00 Uhr)

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­Achtzehn, zwanzig … Skatmeisterschaft im Zeichen der Raute Text & Fotos Dirk Leu

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kat spielt nur der HSV!“ In diesem Sinne trafen wir uns am 17. Mai zur 2. Vereinsmeisterschaft im Stadionrestaurant „Die Raute“, um den Titel des HSV-Vereinsmeisters auszuspielen. Im Vorjahr spielten 39 Skatspieler bei der 1. Vereinsmeisterschaft. Die Anmeldungen im Vorfeld ließen darauf schließen, diese Teilnehmerzahl deutlich zu übertreffen. Im Vorfeld des Turniers haben wir uns als Skatabteilung u. a. bei den HSV-Senioren vorgestellt. So hatten wir dann 48 Anmeldungen zu verzeichnen. Leider gab es aber kurzfristig die eine oder andere Absage und auch angemeldete Spieler erschienen nicht zum Turnier. Das ist insofern ärgerlich, weil wir das Catering in der Raute für 50 Personen vorbestellt hatten. Durch das Entgegenkommen der „Raute“ konnten wir aber am Ende ein ausgeglichenes Ergebnis erreichen. Für das Turnier zum 125. Geburtstag unseres HSV werden wir deswegen die Anmeldeformalitäten ändern und rechtzeitig bekanntgeben. 41 Skatspieler spielten schließlich um den Titel des HSV-Vereinsmeisters. Es wurden zwei Serien a 48 Spiele gespielt, wobei die 1. Serie ausgelost wurde und in 135 Minuten absolviert werden musste. Nach der 1. Runde gab es dann das Essen und alle konnten gestärkt in die 2. Runde gehen. Entsprechend der Platzierung in der 1. Runde, wurde die 2. Runde nach Setzliste gespielt. Sieger der 2. HSV-Skatmeisterschaft wurde der Skatfreund Bernd Stuhlmann. Bernd hatte in der 1. Runde 1000 Punkte erspielt und lag damit auf Platz 13. Dank einer sehr starken 2. Runde mit erspielten

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1672 Punkten reichte es mit 2672 Punkten doch noch zum Sieg. Der Zweite, Jan Horn, spielte zwei ausgeglichene Runden mit 1365 und 1302 Punkten und erreichte damit eine Gesamtpunktzahl von 2667. Wir haben also ein sehr knappes Ergebnis zu verzeichnen. Platz 3 ging an Eckhard Buck, der 2493 Punkte erspielte. Wolfang Fink aus unserer Skatabteilung erreichte mit 2382 Punkten Platz 4 und verfehlte damit nur knapp den Sprung aufs Treppchen. Der Vorjahressieger Peter Klodt erspielte mit 2396 Punkten Platz 5. Stefan Genutt erreichte mit 2137 Punkten Platz 8. Somit konnten sich drei Abteilungsmitglieder unter den ersten Zehn platzieren. Wir als HSV-Skatabteilung möchten uns bei allen Teilnehmern für ihr Mitwirken be-

danken. Das Turnier lief in toller sportlicher Atmosphäre ab und alle erlebten einen schönen Tag. Wir hoffen, dass wir den einen oder anderen bald in unserer Skatabteilung als Mitglied begrüßen können. Auch gilt es Danke zu sagen an alle Helfer, die bei der Organisation und Ausrichtung des Skatturnieres geholfen haben. Ein Skatturnier wäre ohne Preise nicht denkbar, insofern sind wir überglücklich mit dem HSVSupporters Club einen Sponsor für das Turnier gefunden zu haben. Wie bei jedem Turnier stellt uns der SC immer hochwertige Preise zur Verfügung. Bedanken möchten wir uns auch bei der Firma Meiko Geschirrspülmaschinen und bei der Kneipe Seitenwechsel, die uns mit vielen Preisen hilfreich zur Seite stehen. Sehr stolz sind wir auch darauf, dass wir von Björn Flohberg und Marek Erhardt jeweils VIPKarten für ein Bundesliga-Heimspiel bekommen haben und somit für die ersten drei Plätze hochwertige Preise ausloben konnten. Insgesamt war es ein sehr schönes Turnier zumal die Lokation mit unserem Stadion und dem Fanrestaurant ja einmalig ist. Kein anderer Fußballbundesligaclub führt eine Skatmeisterschaft durch und besitzt eine Skatabteilung. Wir sind somit also schon was Besonderes. In diesem Sinne stimmt der Slogan „Skat spielt nur der HSV“!

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From Hell to GFL! HSV Hamburg Blue Devils wieder in der 1. Liga Text & Fotos Ralph Marko

Hamburger Football-Team startet jetzt wieder voll durch Die HSV Hamburg Blue Devils sind ein American Football-Verein mit einer bereits 20-jährigen Traditions- und Erfolgsgeschichte in Hamburg. Die Mannschaft erreichte im Football und im Cheerleading mehrere deutsche und internationale Titel. Nun ist das American Football-Team zurück – und das voller Tatendrang und mit gebündelten Kräften. Die HSV Hamburg Blue Devils spielen wieder in der German Football League (kurz: GFL) und konnten somit in die höchste deutsche Spielklasse aufsteigen. Die Heimspiele der Blue Devils finden in der Adolf-Jäger-Kampfbahn (Altona/Bahrenfeld) statt. Bereits am 21. April 2012 wurde die Saison mit dem Krüll Family Day, einer teuflisch-großen Party, eröffnet. Vor einer fantastischen Kulisse mit über 2.500 Fans schickten die Blauen Teufel die Osnabrück Tigers mit 28:08 zurück nach Niedersachsen. Die FootballSaison läuft noch bis Anfang September 2012. „Young Talents“-Programm der Blauen Teufel Die Jugendarbeit der HSV Hamburg Blue Devils bildet seit Jahren das Fundament des Vereins. Dies soll auch weiterhin fortgeführt und vor allem ausgebaut werden. Das „Young Talents“Programm richtet sich an zwei Altersgruppen: U17 und U21. Hier werden die angehenden Spieler in die Talentförderung aufgenommen und über Jahre im athletischen und sportlichen Bereich intensiv betreut. Weitere Informationen zum Förderungsprogramm können erfragt werden unter training@hamburgbluedevils.eu. HSV-Kooperation auch in 2012/Günstige Karten für HSV-Mitglieder Bereits 2011 schlossen die Hamburg Blue Devils eine Kooperationsvereinbarung mit dem HSV – diese wird auch 2012 fortgeführt. „Das gesamte Team freut sich über die Kooperation. Wir haben uns in den letzten drei Jahren sehr gut entwickelt, sind aber noch nicht am Ziel. Mit einem so starken Partner wie dem HSV an unserer Seite werden wir es schon bald wieder an die Spitze schaffen“, erklärt Head Coach Maximilian von Garnier. HSV-Mitglieder können sich über besonders günstige Konditionen freuen: Bei Vorlage des Mitgliederausweises bezahlen HSV-Fans nur 5,00€ für die Heimspiele der HSV Hamburg Blue Devils. Karten gibt es an der Abendkasse der Adolf-Jäger-Kampfbahn oder direkt über www.adticket.de. Ausgabe 70

Spieler der Hamburger Blue Devils

German Bowl: Hamburger Blue Devils – Schwäbisch Hall Unicorns

Die Heimspiele der HSV Hamburg Blue Devils im Überblick: 09.06.2012

HSV Hamburg Blue Devils vs. Berlin Adler (Kick Off: 16 Uhr)

28.07.2012

HSV Hamburg Blue Devils vs. Berlin Rebels (Kick Off: 18 Uhr)

04.08.2012

HSV Hamburg Blue Devils vs. Kiel Baltic Hurricanes (Kick Off: 18 Uhr)

18.08.2012

HSV Hamburg Blue Devils vs. Dresden Monarchs (Kick Off: 18 Uhr)

01.09.2012

HSV Hamburg Blue Devils vs. Lübeck Cougars (Kick Off: 18 Uhr

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Lesen und Hören Ultras im Abseits - Porträt einer verwegenen Fankultur Text Philipp Piepiorka

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as Verhalten von Fans ist in den letzten Monaten vermehrt in den Mittelpunkt der deutschlandweiten Berichterstattung durch die Medien gerückt. Immer wieder im Fokus sind dabei die Ultras, welche oftmals als Übel des ganzen Tohuwabohus ausgemacht werden. Doch was steckt eigentlich hinter dem Phänomen der Ultras? Dieser Frage widmen sich die Autoren des kürzlich erschienenen Buches „Ultras im Abseits“. Die Herausgeber, beide vom Institut für Fankultur, lassen neben etablierten Wissenschaftlern auch Journalisten, Fußballfunktionäre, verschiedene Fanprojekte, Politiker, Vertreter der Polizei und natürlich einige Ultras selbst zu Wort kommen. Das Buch setzt in der Entwicklung dieser Jugend-/Subkultur ganz vorne an und beschäftigt sich zunächst mit der Entstehung der Ultras. Im weiteren Verlauf werden die Ultras aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Natürlich wird der Aspekt Gewalt und Kriminalisierung wie auch das Thema Pyrotechnik abgehandelt. Aber beispielsweise auch das Thema „Ultras und Politik“, „Ultras in den

Medien“ und „Chancen uns Risiken einer Fankultur“ werden abgebildet. Besonders gut tut dem Buch, dass die Ultras selber zu Wort kommen. So führte Jonas Gabler ein interessantes Gruppeninterview mit Ultras aus unterschiedlichen Städten. Hautnah erlebte zudem Martin Thein Ultras vom Commando Cannstatt, welche ihre Sicht der Dinge ausführlich, offen und ehrlich schilderten und damit das Buch bereichern. Insgesamt ist das Buch sicherlich eine große Hilfestellung für alle, die noch nicht so viel über die Ultras wissen. Aber auch wer meint, über Ultras schon viel zu wissen, muss in der Buchhandlung nicht an dem guten Stück vorbeigehen. Ein Wissensabgleich kann schließlich nie schaden, zumal die Analysen und Darstellungen der Autoren realitätsnah und unparteiisch wirken und somit auch empfehlenswert sind.

Ultras im Abseits – Porträt einer verwegenen Fankultur Herausgeber: Martin Thein / Jannis Linkelmann 448 Seiten 14,90 Euro Verlag die Werkstatt ISBN: 978-3-89533-847-2

50 Stadien in Europa, die man gesehen haben muss Text Ingo Thiel

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roundhopper werden die meisten der vorgestellten Stadien bereits kennen, handelt es sich doch zumeist um die Arenen bekannter Klubs oder Nationalstadien wie Wembley, das Millenium Stadium, Anfield, die Amsterdam ArenA, das Camp Nou, Bernabeu, Mestalla, Guiseppe Meazza, den St. Jakobspark oder das Stade de Suisse. Es finden sich aber auch zusätzlich zehn Tipps mit unbekannteren Spielstätten wie in Amiens, Eriwan, Gibraltar, Lahti oder Rijeka. Die Redaktion von Stadionwelt hat die ihrer Meinung nach wichtigsten Fußballstätten des Kontinents ausgewählt , von den Klassikern bis hin zu innovativen, modernen Arenen. Die einzelnen Sportstätten werden jeweils auf einer Doppelseite vorgestellt, mit vielen Informationen zu Architektur, Geschichte und mit einigen wissenswerten Anekdoten und Anmerkungen.

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Aus der Bundesliga sind neben unserem Stadion die Spielstätten in Berlin, Schalke, Dortmund, München, Düsseldorf, Frankfurt und Köln dabei. Dazu auch die Stadien von Klubs, zu denen Fanfreundschaften bestehen wie Ibrox oder das Parken. Besonders lesenswert sind die Einschübe zu den Städten mit vielen Sportstätten wie der Stadionhauptstadt London, Lissabon, Prag, Wien und Istanbul mit Arenen auf zwei Kontinenten. Eine schöne Vorbereitung für Touren, aber auch zum Nachschlagen für alle, die nicht ständig auswärts fahren. 50 Stadien in Europa, die man gesehen haben muss Verlag Stadionwelt 128 Seiten 12,90 Euro www.stadionwelt-shop.de

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Immer erste Klasse Text Philipp Piepiorka

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erner Skrentny und Jens R. Prüß haben ihre Aufarbeitung der HSV-Vereinshistorie in überarbeiteter Neuauflage herausgebracht. „Immer erste Klasse“ arbeitet die komplette Geschichte des Vereins auf. Die Autoren haben ein Standardwerk geschaffen, das durch hervorragend recherchierte Inhalte überzeugen kann. Auch eingefleischte Fans dürften in diesem Buch noch viel Neues über ihren Verein erfahren. Durch die besonders detaillierten Schilderungen zur Ära um Zebec und Happel in den 70er- und 80er- Jahren können auch damals noch ungeborene HSVer durch dieses Buch bald mit Hintergrundwissen glänzen. Auch die zahlreichen „Einwürfe“, in denen detailliert auf einzelne Geschichten, Personen oder beispielsweise die Stadien eingegangen wird, wissen im besonderen Maße zu gefallen. Hier

sei exemplarisch die mehrseitige Geschichte des Stadions am Rothenbaum genannt, die unter der Überschrift „We´ll never forget!“ an die eigentliche Heimat des HSV erinnert. Für die Experten unter den Experten rundet eine große Menge an statistischem Anhang dieses Werk ab. Insgesamt ein tolles Buch, welches jedem HSVer empfohlen werden kann. Ein erstklassiges Buch für einen immer erstklassigen Verein. Immer erste Klasse - Die Geschichte des Hamburger SV

Autoren: Jens R. Prüß und Werner Skrentny 5. aktualisierte Auflage 2011 448 Seiten 26,90 Euro Verlag die Werkstatt ISBN: 978-3-89533-823-6

Gefeiert und ermordet Text Alexander Iwan

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edes Jahr verleiht der DFB den JuliusHirsch-Preis und ehrt damit Personen und Organisationen, die in besonderer Weise ihre gesellschaftliche Position nutzen, um sich für Freiheit, Toleranz und Menschlichkeit einzusetzen. Die Person Julius Hirsch und sein

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Schicksal sind jedoch weitgehend unbekannt. Werner Skrentny hat sich des Lebens von Julius Hirsch angenommen und beschreibt auf 350 Seiten das Leben und die Karriere eines der besten Fußballer seiner Zeit. Er gewann als erster Spieler mit zwei Vereinen die Deutsche Meisterschaft, 1910 mit dem Karlsruher FV und 1914 mit der SpVgg Fürth, spielte für die deutsche Nationalmannschaft und nahm für sein Land an olympischen Spielen teil. 1943 starb Julius Hirsch in Ausschwitz. Er war Jude. Der Autor hat das Buch in zwei Abschnitte gegliedert. In dem ersten widmet er sich der Karriere von Julius Hirsch. Im zweiten Teil des Buches wird sein Schicksal unter dem NS-Regime betrachtet. Werner Skrentny hatte neben alten Archivunterlagen auch Gesprächspartner aus der Familie Hirsch, so dass sein Leben nahezu lückenlos erfasst ist. Es gelingt dem Autor, im ersten Teil das Leben Hirschs so zu erzählen, dass man nicht nur viel über ihn erfährt, sondern über die gesamte Anfangszeit des Fußballs um die Jahrhundertwende. Es sind viele Anekdoten und heute verlorenes Wissen um die Umstände des damaligen Sports eingebunden. So erfährt man z. B., dass

Hirsch sich nicht traute, für ein Länderspiel bei seinem Arbeitgeber um Urlaub anzufragen. Der DFB schrieb schließlich heimlich einen Brief an seinen Arbeitgeber. Man erfährt aber auch, warum Karlsruhe früher die Hauptstadt des deutschen Fußballs war. In dieser Zeit war Hirsch eine der bedeutenden Figuren des deutschen Fußballs! Im zweiten Teil wird die Geschichte Hirschs während der Herrschaft des NS Regimes erzählt. Hirsch musste jahrelang um seine Existenz kämpfen, verlor seine Arbeit und unternahm schließlich verzweifelt einen Selbstmordversuch. Er musste als Zwangsarbeiter arbeiten und wurde 1943 nach Ausschwitz deportiert, wo er zu Tode kam. Hirsch war als Spieler ein gefeierter Volksheld und sein Leben lang ein ehrbarer Kaufmann. Unter dem NS-Regime wurden er und seine Familie gedemütigt und schließlich ermordet. Es erwartet einen kein Buch, das man wie ein Roman liest. Dem Autor gelingt es aber, dass man immer wieder noch ein Kapitel lesen möchte. Es erwartet den Leser ein großes Fußballerleben voller zeitgenössischem Wissen und ein ebenso großes Schicksal, das nicht vergessen sein darf.

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Postkarten … Grüße an den SC

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Aus aller Welt Grüße an den SC

re neu aria! Auf eine erfolgreiche Sonnige Grüße aus Gran Can s son! NUR DER HSV, Mathia

e Sai-

Nübbel 06 grüßt de n SC und alle HSV Fans. Uwe in Äg ypten

Mathias Floth in Rom.

Viele Grüsse aus Afghanistan aus dem Marmal in Mazar-E-Sharif, Sascha

Camp

viele Grüße vom Taj Mahal vom OFC Elbkö nige Cuxhaven Radi

viele sonnige Grüße von Björn Andert dem Mitgründer des HSV-Fanclubs HITTFELD UNITED und Jan Michael John aus Kairo

ging leider nicht. Mit der Fahne aus dem Flugzeug springen a. Grüße aus Skydive City Zephyrhills, Florid

Leserbrief Moin, Jungs! Nach dem Lesen des Artikels „Verurteilt“ war ich schon kurz davor, meine Austrittserklärung in Richtung Hamburg zu schicken! Es ist mir unbegreiflich, dass in den supporters news Tatsachen verdreht und die polizeilichen Maßnahmen als „willkürlich“ und „vollkommen überzogen“ dargestellt werden. Alle sind unschuldig! Nur die Polizei, die ist immer schuld! Und wenn`s nur einer war, der in Bielefeld randaliert hat, ist dies genau einer zuviel! Die polizeilichen Maßnahmen waren nicht willkürlich! Gem. § 163 StPO hat die Polizei bei Straftatverdacht zu er-

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mitteln! Wenn ein Verfahren eingestellt wird, heißt dies nicht, dass der Betreffende unschuldig ist! Man konnte ihm nichts nachweisen! Und es gibt nun mal Straftäter in den Reihen der HSV Fans! Woher ich das wissen will? Nun ich bin bei fast jedem Heimspiel des HSV in Hamburg. Entweder privat, als Fan des HSV oder als Polizeibeamter! Komischerweise hatte ich noch nie Probleme mit der Polizei! Seltsam, und das obwohl ich ein HSV-Trikot trage! Im Gegenteil, bisher hatte ich nur Probleme mit so genannten HSV-Fans und den angeblich immer friedlichen Ultras, die ja ständig durch die Polizei provoziert werden! (Wenn man Herumstehen oder Präsenzzeigen als Provokation betrachtet, rate ich dringend mal zum Besuch eines Psychiaters!) Immer wieder kommt es zu Straftaten und Ausschreitungen, ver-

ursacht durch so genannte Fans! Selbstkritik? Fehlanzeige! Im Gegenteil! Immer wieder Berichte, in denen die Polizei für alles verantwortlich gemacht wird. Polizeibeamte und Strafverfolgungsbehörden werden wie Straftäter dargestellt, die der Aufsicht durch selbsternannte Aufseher aus dem Bereich der Fans bedürfen! Ist das die Philosophie des Supporters Clubs? Dann bin ich hier falsch! Diese so genannten Fußballfans müssen mal begreifen, dass wirkliche Fußballfans nur daran interessiert sind, friedlich ins Stadion gehen zu können, um dort Spaß zu haben und sicher wieder nach Hause zu kommen. Alles andere schadet unserem Verein! Text Rainer R.

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mein Steingarten den ich letztes Jahr ange Roland Fuchs

legt habe.

Foto aus Thailand nach den Auswärtssieg in Berlin 2012. Carsten Hanke Viele Grüße an alle HSVer aus Chicago/Illinois von Alexander Behlau

Sydney bis Tahiti der HSV mit dabei von auch im Südpacific ist r HSV für 2012 und nur de Hans Grübl

Eu e Raute durch Wir tragen di nny Stephan & Be

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ropa! (Londo

n)

Alles Gute

Hier bin ich mit meiner Frau Stefanie, die sich inzwischen auch für den HSV interessier t auf Bornholm zu sehen. Chris Dasch aus Speyer (Rheinland-Pfalz)

Die Familie Scheungrab sendet euch beste Grüße aus dem warmen Dubai und wünscht allen HSVern ein gesundes und Sportlich erfolgreiches neues Jahr!

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Als Drillinge haben wir gelernt immer zusammenzuhalten, uns auf engstem Raum Platz zu verschaffen und sind echte Teamplayer. Das erwarten wir natürlich auch von unseren Jungs beim HSV, deswegen sind wir auch gleich an unserem Geburtstag am 30.12.2011 beim Bundesliga-Dino eingetreten und hoffen - genau wie unser Papa - den einen oder anderen Titel an die Elbe zu holen. Eure Liam, Luis und Liv Emrich Bei einem Bummel durch Brüssel war HSV stets vertreten viele Grüße von der Familie Kleina

Schauspieler Bjarne Mädel – schickt Dinog rüsse vom Highway number 10 aus Cabazon in Californien .

Grüße aus Hamburg von And

reas Präkelt und dem HSV

Fan-Club

Nur der HSV – Sylvia + Ulf von den Bahamas

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Regionalbetreuer Erste Anlaufstation für HSV-Fans, die nicht aus Hamburg kommen.

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egionalbetreuer und Botschafter sind HSV Mitglieder, welche ehrenamtlich als Ansprechpartner für HSV Fans und Freunde in ihrer jeweiligen Region für den HSV Supporters Club tätig sind. Sie vertreten die Interessen des HSV Supporters Club vor Ort und tragen die Wünsche und Anregungen aus dem Kreise der Mitglieder an die Abteilungsleitung und die Fanbetreuung heran. Sie haben das Ziel, alle HSV Freunde in ihrer Region zusammen zu führen und bei gemeinsamen Veranstaltungen und Aktivitäten diese Gemeinschaft zu festigen und auszubauen. Insbesondere die Zusammenführung der einzelnen Offiziellen Fanclubs (OFCs) liegt in ihrem Focus. Sie planen Veranstaltungen und Treffen um die Gemeinschaft der HSV Fans und Freunde zu festigen Die Organisation von regionalen Stammtischen, gemeinsamen Fahrten aus der Region zu den Heim- und Auswärtsspielen des HSV oder Feierlichkeiten um sind nur einige Beispiele. Die Regionalbetreuer werden in ihrem Bundesland von den Botschaftern unterstützt, welche in ihrem Bezirk genau wissen, wo ihr weitere HSV Fans treffen könnt. Habt ihr auch Lust ehrenamtlich als Botschafter mitzuarbeiten? Dann meldet Euch bitte bei uns per E-Mail unter: ofc@hsv.de oder telefonisch: 040-41551500. Wichtig ist uns noch einmal herauszustellen, dass die Botschafter und Regionalbetreuer KEINE Vorverkaufsstellen und Ticketbesorger sind! Kartenwünsche bestellt bitte per OFC Bestellformular oder online unter www.hsv.de. Die Bestellformulare findet ihr online im Downloadbereich unter: www.hsv-ofc.de.

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Niedersachsen West / Bremen Eddy Nowski

Schleswig-Holstein West Sebastian Rohmann

0151-28212822 Stefan.Nowski@t-online.de

0174-9118150 s_rohmann@web.de

Schleswig-Holstein Nord Sven Hornung 0170-1884317 sven-hornung@t-online.de

Niedersachsen Olaf Fink 0151-54662288 hucky@hsv-freunde-voegelsen.de

Berlin Carsten Bürger

Sachsen-Anhalt Ralf Borchert

0151-11597592 carsten.buerger@hsv-regionalbetreuung.de

0171-4785320 HSV-Fanclub.Nordharz@t-online.de

Brandenburg André Schmidt

NRW West Christian Roth

0151-58832585 andre.schmidt@hsv-regionalbetreuung.de

0152-53697185 christianroth01@aol.com

NRW Ost André Haiduck

Obernkirchen Uwe Rennekamp

0170-7333843 AndreHaiduck@t-online.de

0175-5677951 uwe@bs-hsv.de

NRW Süd Klaus-Dieter Rose

Sachsen-Anhalt Hendrik Hahn

0176-22625902 hsvklaus@unitybox.de

0163-7328269 saalkreisdinos@t-online.de

Hessen Nord Nicky Hupertz

Sachsen Sebastian Mörschke

0170-8584388 djNicky1@t-online.de

0179-2891249 basti.moerschke@web.de

Thüringen Silvio Fischer

Hessen Süd Michael Martin

0170-2373715 HSV-Fan-Club-Nordhausen@gmx.de

06151-6792238 hsv_michael.martin@yahoo.de

Bayern Nord-West Petra Ballmann

Saarland Jörg Schmitt

0160-94672642 lotharballmann@aol.com

06852-991928 chibihsv@aol.com

Baden-Württemberg Roland Schinkel

Bayern Süd Mark Ahrens

0160-96040597 Roland_Schinkel_HSV-BW@web.de

0178-6037923 markahrens@acor.de

Benelux Eric Rauw

Österreich André Beiten

Südostasien Henrik Haeder

Nordamerika Oliver Lunt

+32-477406885 eric.rauw@hsv-fans.be

+43-6504711111 Schlupf_4711@yahoo.de

Henrik.haeder@googlemail.com

oliverjlunt@gmail.com

Skandinavien Bjarne Rasmussen

Schweiz Stefan Mullis

+45-28719151 humorbomben@mail.dk

Mittlerer Osten Lars Meyn

+41-7966489 basti@nurderhsv.ch

Iberische Halbinsel Peter Zinke +34-678001715 zinke-peter@t-online.de

+97-1502930904 Lars.meyn@mapme.ae

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Die wichtige Seite Supporters Club · Tickets · Mitgliederwerbung · Fan-Shops · etc. Auf dieser Seite findet ihr alle wichtigen Informationen rund um den Hamburger Sport-Verein e.V. Sollten dennoch Fragen auftauchen, so wendet euch bitte direkt an den HSV unter 040/4155-1500 oder Supporters@hsv.de.

Supporters Club Ihr erreicht uns wie folgt: Hamburger SportVerein e.V., Supporters Club, Sylvesterallee 7, 22525 Hamburg Tel.: 040/4155-1500, Fax: 040/4155-1510, Mail: supporters@hsv.de. SC Stand: Der Stand befindet sich in der Ebene 4 der Nordtribüne. Er ist an Heimspieltagen bis 15 Minuten vor Anpfiff und nach dem Spiel geöffnet. Hier könnt Ihr Euch mit Fahr-und Eintrittskarten für Auswärtsspiele sowie SC-Merchandiseprodukte eindecken. Öffentliche Infoveranstaltung der Abteilungsleitung Diese findet an jedem dritten Mittwoch im Monat im Fanhaus statt. Jeder ist herzlich eingeladen, vorbeizuschauen und zuzuhören oder auch mit zu diskutieren. Das Fanhaus befindet sich in der Stresemannstraße 162, 22769 Hamburg; Beginn ist 19 Uhr. Themen und eventuelle Änderungen sind auf www.hsv-sc.de zu finden. Öffentliche Infoveranstaltung des Seniorenrates Der Seniorenrat veranstaltet an jedem ersten Montag im Monat eine öffentliche Versammlung. Beginn19 Uhr. Informationen zum Ort der Infoveranstaltung: www.hsv.de

die SC Botschaft im Bereich der jeweiligen Gästeeingänge (genauer Standort könnt Ihr vor den Auswärtsspielen auf der Internetseite des Supporters Club unter www.hsv-sc.de, Rubrik „Was in … erlaubt ist“, nachlesen). Ticketservice Heimspielkarten können über die HSV Bestellservice-Hotline unter 01805/478478, im Internet unter www.hsv.de oder in einem der HSV-Fanshops gekauft werden. Am SC-Stand gibt es keine Heimspielkarten. Auswärtstickets und -fahrten Können im Internet unter www.hsv-shopping. de, in den HSV-Fanshops und an Spieltagen am SC-Stand gekauft werden. HSV-Museum/Stadionführungen Der Supporters Club ist der größte Sponsor des HSV-Museums, welches seit dem 07.02.04 seine Pforten geöffnet hat. Das Museum befindet sich neben dem Restaurant „Die Raute“ im NordOst-Bereich des Stadions. Die Öffnungszeiten des Museums sind täglich von 10 bis 20 Uhr*. Stadionführungen** finden täglich statt. Mitglieder erhalten auch hier einen Rabatt. Für Gruppen gibt es auf Anfrage auch Sondertarife und Führungen zu anderen Zeiten. Weitere Informationen gibt es telefonisch unter 040/4155-1550 oder www.hsv-museum.de. *Bei Heimspielen ist der Zutritt ab 2 Stunden vor Spielbe-

Onlinestore Unter www.hsv-tickets.de könnt Ihr Karten und Fahrten für Auswärtsspiele des HSV bestellen. Die Kollektion des Supporters Club könnt Ihr unter www.hsv-sc-shop.de bestellen. Botschaft des Supporters Club Auch an der Botschaft des Supporters Club könnt Ihr bei Heim- und Auswärtsspielen des HSV Artikel aus der Kollektion des Supporters Merchandise erwerben (Hinweis: Verkauf nur an Mitglieder gegen Vorlage des Mitgliedsausweis). Die Botschaft steht bei Heimspielen des HSV im Stadion auf der Westplaza. Bei Auswärtsspielen des HSV in der Bundesliga steht

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Mitgliederwesen Auch du kannst als Mitglied aktiv werden und Mitglieder werben. Vielleicht befindet sich ja auch in deinem Bekanntenkreis noch der ein oder andere HSVer, der noch kein Mitglied ist. Damit deine Mühen nicht umsonst sind, belohnen wir alle aktiven Werber natürlich auch. Gewinne der Mitgliederwerbung findest du unter www.hsv.de. Fanshops HSV Arena Store (im Stadion), Sylvesterallee 7, 22525 Hamburg, Mo.-Fr. 10-18 Uhr, Sa. 10-16 Uhr, Sa. bei Heimspielen: mit Stadionöffnung, HSV City Store (Innenstadt), Schmiedestr. 2, 20095 Hamburg, Mo.-Fr. 10-19 Uhr, Sa. 10-16 Uhr HSV Fan Shop (Herold Center), Berliner Allee 34a, 22850 Norderstedt, Mo.-Sa. 9.30-20.00 Uhr HSV Service Center in der Nord-Ost Ecke der Arena. Im Service Center gibt es Tickets (Heim und Auswärts), Infos rund um den HSV, Fundsachen vom Spieltag und vieles mehr. Kontakt: Persönlich Mo – Fr 10 – 18 Uhr, Sa 10-16 Uhr Telefonisch unter 01805-478 478* Mo-Fr 8-18 Uhr und Sa 10-16 Uhr oder per Mail an info@hsv.de *(0,14 €/min. aus dem dt. Festnetz, Mobilfunk max. 0,42 €/min.)

ginn nur mit Eintrittskarte für das Spiel möglich. **An Spieltagen oder anderen Veranstaltungstagen entfallen die Stadionführungen, Näheres erfährst Du unter der obigen Telefonnummer.

OFC-Gründungen Alle interessierte HSV-Fans, die mit dem Gedanken spielen, einen offiziellen HSV-Fanclub zu gründen oder Ihren bereits existierenden Fanclub bei uns registrieren lassen wollen, finden alle Informationen im Netz unter www.hsv-ofc.de. Bei Rückfragen wendet Euch bitte an Nicole Peters, zu erreichen unter 0404155-1500 oder ofc@hsv.de. Auch eine Unterstützung vor Ort ist möglich.

An dieser Stelle noch eine Bitte Bei Umzug, Namens-oder Bankverbindungsänderungen bitte auch an uns und die eigene Mitgliedschaft im Hamburger Sport-Verein e.V. denken. Bitte eine kurze Notiz per Post, Mail oder Telefon an uns. Nur so können wir gewährleisten, dass auch in Zukunft alle Informationen bei Euch ankommen.

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Rund um den HSV

Netztipps … Hier surfen HSVer

Alle folgenden Informationen beziehen sich auf den Stand vom 01. Juni 2012

HSV www.hsv.de HSV Supporters Club

www.hsv-sc.de

Mitglieder im HSV: Davon im HSV Supporters Club:

72.026 55.529

Offizielle Fanclubs

www.hsv-ofc.de

Supporters Treffs

www.supporters-treff.de

Hauptamtliche Mitarbeiter: (Abteilung Fördernde Mitglieder)

14

Kids Club

www.hsv-kids.de

Ehrenamtliche Mitarbeiter/Aushilfen: (Abteilung Fördernde Mitglieder)

Museum www.hsv-museum.de

300

Fanprojekt www.hsv-fanprojekt.de Amateurfußball

www.hsv-amateurfussball.de

Badminton www.hsv-badminton.de

Ehrenamtliche Abteilungsleitung: (Abteilung Fördernde Mitglieder)

5

Baseball www.hsv-baseball.de Boxen www.hsv-boxen.de

Vorstandsmitglieder: Carl-Edgar Jarchow (Vorsitzender) Frank Arnesen (stellvertr. Vorsitzender) Joachim Hilke Oliver Scheel

Dart www.hsv-dart.de Cricket www.hsv-cricket.de Eishockey www.hsv-eishockey.de Eishockey Frauen

www.hsv-eishockeyfrauen.de

Das Vorstandsmitglied für die Belange der Mitglieder, Oliver Scheel, wird durch die Mitgliederversammlung gewählt.

Eishockey Nachwuchs

www.hsv-eishockey-nachwuchs.de

Frauenfußball

www.hsv-frauen.de

Aufsichtsrat: Alexander Otto (Vorsitzender) Manfred Ertel (stellv. Vorsitzender) Eckart Westphalen (stellv. Vorsitzender / Delegierter der Amateure) Horst Becker Prof. Dr. Jörg F. Debatin Marek Erhardt Björn Floberg Thiel (Delegierter der Förderer) Jürgen Hunke Ian Kiru Karan Hans-Ulrich Klüver Ernst-Otto Rieckhoff (Delegierter HSV Ochsenzoll-Norderstedt) Ronald Wulff (Delegierter der Senioren) Bis auf die vier delegierten Aufsichtsräte, die von ihren jeweiligen Abteilungen gewählt und nominiert werden, werden alle anderen Aufsichtsräte durch die Mitgliederversammlung gewählt.

Golf www.hsv-golf.de

Internetadresse: www.hsv-sc.de Öffnungszeiten: Montag – Donnerstag von 9–18 Uhr Freitags von 9–17 Uhr (Abteilung Fördernde Mitglieder) Büroräumlichkeiten: Stadion, Geschäftsstelle Nord, Eingang Nord-West (Abteilung Fördernde Mitglieder)

Tanzssport Norderstedt

Handball www.hsvhandball.de Handball 3. Herren

www.hsv-handball-amateure.de

Hockey www.hsv-hockey.de HSV III

http.//hsv3.fuppers.de

Inline-Hockey

www.hsv-inlinehockey.de

Karate www.hsv-karate.de Leichtathletik

www.hsv-la.de

Rollstuhlsport

www.hsv-rollstuhlsport.de

Rugby www.hsv-rugby.de Schwimmen

www.hsvschwimmen.de

Supporters Direct

www.supporters-direct.org

Tanzen www.hsv-tanzsport.de www.hsv-tanzsport-norderstedt.de

Tennis www.tennis-im-hsv.de Tischtennis www.hsv-tischtennis.de Unsere Kurve

www.unserekurve.de

FSE www.footballsupporterseurope.org SC Merchandise

www.hsv-sc-shop.de

HSV Senioren

www.hsv.de/verein/verein/hsv-senioren/

Volleyball www.hsvvolleyball.de Ausgabe 70

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Was macht eigentlich „der Zauberer“…?

Walter Laubinger Text Philipp Piepiorka · Foto Witters

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r galt einst als das Supertalent. Ernst Happel taufte ihn gar den „Zauberer“. Walter Laubinger wurde eine große Karriere vorausgesagt. Zu A-Jugend-Zeiten spielte er für den Bramfelder SV, lief in der Hamburger Auswahl zusammen mit Stefan Effenberg auf. Er spielte sogar unter Berti Vogts in der Jugendnationalmannschaft des DFB und wurde dort Kapitän. 1986 kam Günter Netzer auf die Familie Laubinger zu und unterrichtete diese von dem Vertragsangebot des HSV. Er selbst bezeichnete dieses Angebot als die Erfüllung seines größten Traums. Doch die Karriere verlief letztendlich anders als geplant. Beim HSV brachte es der „Zauberer“

in zwei Jahren letztendlich aber nur zu zehn Bundesligaeinsätzen. Er fiel mehr durch Disziplinlosigkeit und Alkoholeskapaden auf als durch gute Leistungen. Die Fußballerkarriere war genauso schnell vorbei, wie sie begonnen hatte. 1987 wechselte er nach Bayreuth und verließ die große Fußballbühne. Nach seiner kurzweiligen Fußballerkarriere startete Walter Laubinger als Inhaber einer Gärtnerei in Hamburg Farmsen in einen neuen Lebensabschnitt. Nebenbei trainiert er Jugendmannschaften, derzeit in Hamburg-Oststeinbek, früher unter anderem beim SC Concordia. Denn dem Fußball ist er trotz der nicht geglückten Karriere treu geblieben.

Impressum Abteilungsleitung Ralf Bednarek Christian Bieberstein Rainer Doell Christopher Gnauck Andreas Kloß p.A. HSV, Sylvesterallee 7, 22525 Hamburg HSV supporters news, Sylvesterallee 7, 22525 Hamburg Telefon: 040/4155-1500, Fax: 040/4155-1510 Herausgeber HSV Supporters Club, Sylvesterallee 7, 22525 Hamburg im Selbstverlag Bezugspreis 2 Euro Erscheinungsweise vierteljährlich V.i.s.d.P. Ralf Bednarek, p.A. supporters news, Sylvesterallee 7, 22525 Hamburg Auflage Nr. 70 53.000 Exemplare Drucklegung 29.06.2012 Mitgearbeitet haben diesmal Julian Ahrens, Ralf Bednarek, Christian Bieberstein, Andreas Birnmeyer (Koordinator), Bertram Bonacker, Stefan Boysen, André Dirks, Rainer Doell, Jan Eberlein, Daniel Eglite, Thorsten Eikmeier, Olaf Fink, Axel Formeseyn, Nicole Frentzen, Dr. Anne Gnauck, Martina Grospitz, Hendrik Hahn, André Haiduck, Michael Harms, Nina Helbing, Mathias Helbing, Peter Herzig, Sven Hornung, Alexander Iwan, „Kinder der Westkurve“, Andreas Kloss, René Koch, Peter Kupka, Heike Lekies, Dirk Leu, Ulie Liebnau, Uwe Liebnau, Udo Lienemann, Philipp Markhardt, Ralph Marko, Jan Meifert, Stefan Nowski, OFC „Blauer Stern Schaumburg“, OFC „Die Blauen aus Neuenwalde, Flögeln und umzu“, OFC „Die Sternschnuppen“, OFC „HSV-City-Boys-Lüneburg“, OFC „Lumpinationale Handorf“, OFC „RautenRüpel“, Philipp Piepiorka, Joachim Ranau, Janine Rehders (Koordinatorin), Patrick Reschke, Thomas Ritter, Hendrik Rönnau, Wilhelm Sassenhagen, Bodo Scheuing, Klaus Schriever, Bernd F. Schwarze, Uwe Stammer, Rainer Steffens, Falco Stelmaszewski, Ingo Thiel, Frank Urban. Bilder von Witters Sport-Presse, Hamburger Sport-Verein e.V., HSV Supporters Club, HSV Amateursport, Julian Ahrens, Mirko Beyer, K. Brinkop, Stefan Boysen, André Dirks, S. Döring, Daniel Eglite, Thorsten Eikmeier, Olaf Fink, Nicole Frentzen, Martina Grospitz, André Haiduck, Nina Helbing, Mathias Helbing, Nadja Herzer, Peter Herzig, Sven Hornung, Andreas Kloss, Heike Lekies, Dirk Leu, Ulie Liebnau, Uwe Liebnau, Udo Lienemann, Ralph Marko, Fam. Mars, Oliver Meyer, OFC „Föhr Ever“, OFC „HSVCity-Boys-Lüneburg“, OFC „Saalkreisdinos“, Joachim Ranau, Hendrik Rönnau, Wilhelm Sassenhagen, shutterstock, Uwe Stammer, Falco Stelmaszewski, S. Sühring, Frank Urban. Lektorat Uwe & Ulie Liebnau Illustrationen Jan Meifert, Jens Wagner Cover Mathias Helbing Gestaltung publish! Medienkonzepte GmbH, Hannover Druck Quensen Druck+Verlag, Hildesheim Namentlich gekennzeichnete Artikel, Leserbriefe und Kommentare geben nicht unbedingt die Meinung der Abteilungsleitung des Supporters Club als Herausgeber der supporters news wieder (wirklich nicht).Die supporters news ist erhältlich im Arena Store (Sylvesterallee 7, 22525 Hamburg), im City Store (Schmiedestraße 2, 20095 Hamburg), im HSV Fan Shop (Herold Center, Berliner Allee 34a, 22850 Norderstedt) sowie bei Heimspielen beim SC-Stand in Ebene 4 der Nordtribüne. Wir bitten freundlichst um Beachtung der Anzeigen und danken allen Anzeigenkunden für ihre Treue.

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“KEINE AHNUNG, WO DER TREND HINGEHT. ICH GEH’ HEUT INS STADION.”


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