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SchaFE

Schweine

Gülle

Eier

Spitzentiere.

Seuche.

Ausbringung.

Donau-Soja.

Steirische Schaf­ halter sind bei Fleischschafen die Nummer eins.

Schutz gegen afrikanische Schweinepest ist notwendig.

Güllegrubber und Injektor erhöhen die Nährstoffaus­ beute.

Gentechnikfreie Fütterung ist teuer. Handel soll Kosten abgelten.

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Mitteilungen

Seit 1852 die Zeitung der Landeskammer für Land- und Forstwirtschaft Steiermark

P.b.b. – GZ 02Z032405 M Erscheinungsort Graz, Verlagspostamt 8020 Graz

Ausgabe Nummer 8, Graz, 15. April 2014 Sie finden uns im Internet unter www.lk-stmk.at

Inhalt

meinung erne lässt sich der Lebensmittelhandel dafür feiern, dass er nur mehr heimische Frischeier sowie Ostereier von Hennen aus alternativer Haltung und gentechnikfreier Fütterung anbietet. Den Konsumenten wird so ein gutes Gefühl vermittelt. Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Ausgeblendet bleibt dabei nämlich, dass in mehr als 900 angebotenen Lebensmitteln Eier verarbeitet werden, in denen größtenteils Tierleid steckt. Denn meist werden dafür illegale Käfigeier aus der EU oder aus Übersee verwendet. Die Import-

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Unfallgefahr Bauernhof

svb

Unfälle 5.000 Unfälle mit 80 Toten verzeichnet die Landwirtschaft jährlich. Doch wie die Sicher­ heit erhöhen? Seiten 2, 3

Agrarpolitik Bundesminister Andrä Rupp­ rechter zu den Themen Pflan­ zenschutz und Handel.  Seite 4

Verlängertes Öpul Was im Verlängerungjahr für die Öpul 2007-Teilnehmer zu beachten ist. Seite 4

Bäuerinnen Mit 130.000 Konsumenten sind die Seminarbäuerinnen jährlich in Kontakt. Eine Bilanz.  Seite 5

Bergbauern Berglandwirtschaft hat Zu­ kunft, das Image ist gut, Milch und Fleisch gebraucht.  Seite 7

Grünland Trends in der Silage- und Heuproduktion: Bestes Heu nur durch Trocknung! Seiten 10, 11

Terminkalender Veranstaltungen, Kurse und Sprechtage.  Seiten 8, 9

Junghennen stark drauf

Halbe Wahrheit Die Steiermark ist das Eierland Nummer eins: Doch bei den Preisen drückt der Schuh

Eier: Auch Importe in die Datenbank! ehr Legehennen, mehr Ei­ er, aber wegen der gen­ technikfreien DonausojaFütterung haben wir derzeit keine kos­tendeckenden Preise“, fasst An­ ton Uitz, Obmann der steirischen Legehennenhalter, die aktuelle La­ ge zusammen. Heuer werden die 2,2 Millionen steirischen Legehen­ nen knapp 602 Millionen Eier le­ gen. Gegenüber 2011 ist das ein Plus von 132.000 Hennen und 45,6 Millionen Eiern. Die Steiermark be­ hauptet somit ihre klare Nummer1-Position mit einem Produktions­ anteil von 37,4 Prozent. Doch der

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Schuh drückt. „Seit November 2014 füttern unsere Betriebe auf nach­ drücklichen Wunsch des Lebens­ mittelhandels teureres gentechnik­ freies Soja aus dem Donauraum. Die Produktion ist nicht kostende­ ckend“, unterstreicht Uitz und ver­ langt, „dass der Handel die höheren Kosten – wie in Aussicht gestellt – den Produzenten endlich abgilt.“ Allein die steirischen Legehennen­ halter verlieren so pro Jahr 3,1 Mil­ lionen Euro, österreichweit sind es 5,6 Millionen Euro. Ein großer Wettbewerbsnachteil ist, dass EU-Länder wie Deutsch­

land, Frankreich, Dänemark oder Großbritannien mit der gentechnik­ freien Fütterung aufgehört haben. „Darüberhinaus importieren Indus­ trie und Gastronomie Unmengen in Form von Schaleneiern, Trockenei­ pulver oder Flüssigeiern. Meist sind dies Käfig­eier aus Drittländern oder anderen EU-Staaten“, so Anton Koller, Geflügelexerte der Kammer. Uitz fordert daher, diese Importe in der Eierdatenbank zu erfassen, da­ mit eine verpflichtende Kennzeich­ nung von Lebensmitteln mit Eian­ teil und von Eiern in der Gastrono­ Seite 15 mie möglich wird.

Minister Rupprechter kommt Dienstag, 22. April, 19 Uhr, Steinhalle in Lannach andwirtschafts- und Um­ weltminister Andrä Rup­ prechter tourt durch die Bundesländer. Als erste Station hat er die Steiermark ausgewählt. Am Dienstag, 22. April, 19 Uhr, tritt er in der Steinhalle in Lannach auf.

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Das genaue Programm u 19 Uhr: Empfang und Begrüßung

03152 / 2222-0 www.henriette.co.at

Agrarfoto

der Gäste durch Bundesminis­ ter Andrä Rupprechter u 19.30 Uhr: Die neue Ländliche Entwicklung bei uns daheim – es referieren Landesrat Johann Seitin­ ger und Landwirtschaftskammer­

präsident Franz Titschenbacher.

u Die neue Ländliche Entwicklung

in Österreich – Hermann Schultes, Präsident Landwirtschaftskam­ mer Österreich. u Lebenswert. Österreich: Die neue Ländliche Entwicklung auf dem Prüfstand – Bundes­ minister Andrä Rupprechter u ca. 21 Uhr: Ausklang bei Gedankenaustausch und Imbiss. Zuvor besucht Rupprechter steirische Bau­ ernhöfe.

Rupp­ rechter referiert in der Steinhalle Lannach bmlfuw

menge ist mit knapp einem Drittel des österreichischen Bedarfs gigantisch. Die Folge: Die heimischen Produzenten kommen durch diesen ungleichen Wettbewerb enorm unter Druck. Seit der generellen Donausoja-Fütterung ist die Produktion nicht mehr kostendeckend. Der Lebensmittelhandel hätte es aber in der Hand, keine versteckten Käfigeier mehr in die Regale zu stellen. Er bräuchte eigentlich nur seinen Zulieferern vorschreiben (bei den Bauern tut er es ja auch!), nur heimische Eier für verarbeitete Lebensmittel wie Kuchen, Teigwaren oder Mayonnaise und Co. zu verwenden. Damit würden die Lebenmittelketten den Kunden auch kein Tierleid mehr unterjubeln. Und sie würden zeigen, dass ihnen Tierschutz und gentechnikfreie Fütterung ein wirkliches Anliegen ist und nicht beim Frischei oder Osterei enRosemarie Wilhelm det.

Neues Programm an EU geschickt Der Ministerrat hat das neue Pro­ gramm der Ländlichen Entwick­ lung beschlossen. Minister Andrä Rupprechter hat es anschließend – wie geplant – sofort nach Brüssel zur Genehmigung geschickt. Der Minister: „Damit stellen wir si­ cher, dass die wichtigen Maßnah­ men rechtzeitig im Herbst von der EU genehmigt werden können“. Im Programmentwurf stehen bis 2020 7,7 Milliarden Euro an öffentlichen Mitteln zur Verfügung, wovon 3,9 Milliarden aus der EU kommen und rund 3,8 Milliarden von Bund und Ländern aufgebracht werden.


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T o p -T h e m a

Landwirtschaftliche Mitteilungen

kritische ecke Martin Kaltenegger Landeskammerrat Fohnsdorf

leich vorweg – ich bekenne mich klar zum Naturschutz. Aber in einer Form, wie er seit Generationen von Bauern, Jägern und Forstleuten in unserem Land praktiziert wird. Wir Bauern und Grundeigentümer benötigen niemanden, der uns managt und fremd­ bestimmt. Wir haben die Kompetenz, unsere Flächen naturgerecht zu bewirtschaften. Auch deshalb haben wir so viele Schutzgüter. Das gute, steirische Naturschutzgesetz, das strenge österreichische Forstrecht, unser Umweltprogramm und die forstliche Naturschutzinitiative B ­ iosa sind ausreichende Instrumente für den Naturschutz. Natura 2000 ist ein massiver Eingriff in das Privateigentum. Zurzeit sind in der Steiermark 276.000 Hektar ausgewiesen. 110.000 Hektar sind zur weiteren Ausweisung in Diskussion. Das ist eindeutig abzulehnen. Besonnene Führungskräfte in der

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Ablehnung Naturschutzabteilung wissen, dass die bereits verordneten Flächen mit den vorhandenen Budgetmitteln nicht einmal ansatzweise zu bewältigen sind. Private Ökobüros wittern das gute Geschäft für Managementpläne und Gutachten. Es herrscht Rechtsunsicherheit hinsichtlich des Verschlechterungsverbotes. Die Steiermark soll kein Öko-Disneyland und Natura 2000-Museum werden. Unser Land ist eine von Menschenhand geprägte Kulturlandschaft mit vielen Naturschönheiten, die wir durch Nutzung bewahren. Die freie Bewirtschaftung ist Grundlage für Wirtschaft, Arbeitsplätze und Wohlstand. Ich fordere die politisch Verantwortlichen auf, keine weiteren Natura 2000-­Gebiete auszuweisen, ein allfälliges Vertrags­ verletzungsverfahren durch die EU gelassen hinzunehmen und damit ein europäisches Exempel zu statuieren. Es darf nicht sein, dass übereifrige Bürokraten – getrieben von gewinnorientierten NGOs – die positive Entwicklung ganzer Länder unmöglich machen. Wer das Eigentum in der Nutzung einschränkt und dessen Bewirtschaftung verteuert, muss zahlen. Auch die EU hat schon unsinnige Verordnungen erlassen. Aber Gesetze und Verordnungen können durch den Gesetzgeber geändert werden. Die gute Absicht, mit Natura 2000 unser Naturerbe in Europa zu bewahren, ist wertvoll und wichtig – jedoch nicht umsetzbar. Das Hauptproblem sind großflächige Gebietsausweisungen. Wer glaubt, ohne Einbindung der Grundbesitzer ans Ziel zu kommen, irrt. Freiwilliger Vertragsnaturschutz kann eine Lösung sein.

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Bei Stress, Routine und Auf den österreichischen Höfen ereignen sich jährlich 5.000 Sicherheit lässt sich lernen: Je besser­ die Vorsorge, ­desto ­geringer ist das ­Unfallrisiko. Der Land- und Forstwirt Franz hat sich eine neue Seilwinde gekauft. Sie ist mit allen tech­ nischen Raffinessen (höhere Zugleistung als das Vorgänger­ modell, Funksteuerung) aus­ gestattet. Bauer Franz ist nun nicht mehr auf andere Per­ sonen angewiesen, wenn er in den Wald geht. Die neue Seil­ winde kann er allein steuern. Er hat jetzt auch mehr Übersicht, da er den Zuzug der Stämme besser überblicken kann. Eines Tages ereignet sich je­ doch ein Unfall mit der neu­ en Seilwinde. Bauer Franz hält sich im Zugbereich der Seil­ winde auf. Die Stämme verkei­ len sich in einem Baumstumpf und ändern schlagartig die Richtung. Durch die Routine beim Zuzug ist es Bauer Franz nicht bewusst, dass er sich im „Seilwinkel“ aufhält. Er wird von einem Baumstamm getrof­ fen und erleidet schwere Ver­ letzungen des Kopfes und des Bewegungsapparates. Die Folgen: Einige Tage im künstlichen Tiefschlaf und die Gewissheit, dass sich ab nun sein Leben durch den Unfall verändern wird. Eigentlich wollte er noch den Facharbei­

terkurs abschließen, aber das haltensfehler“. Routine, Über­ wird erst nach einer längeren forderung – ausgelöst durch Rehabilitation möglich sein. physischen oder psychischen Wieder gehen zu lernen und die Stress – mangelnde Arbeits­ Kopfschmerzen wegzubringen kräfte am Betrieb, mangelnde Aus- und Weiterbildung sind sind sein vorrangiges Ziel. Solche und ähnliche Unfälle mögliche Ursachen. Je früher gibt es immer wieder. Pro Jahr sicherheitsbewusstes Verhal­ ereignen sich auf österreichi­ ten erlernt wird, desto besser schen Höfen ungefähr 5.000 wird die Umsetzung im spä­ Unfälle – 80 davon enden töd­ teren Leben gelingen. Die El­ lich. Unfälle zu vermeiden tern haben Kindern gegenüber eine Vorbildfunk­ hat nichts mit tion. Wirken El­ Glück zu tun, tern gestresst, so sondern mit Unfälle zu wird das Verhalten Vorsorge. Natürlich kann ­vermeiden ist kein zwangsläufig auf die Kinder übertra­ man auch ein­ Glück, sondern gen werden. mal einfach „Pech“ haben. gezielte Vorsorge. Ein weiterer wich­ tiger Faktor für das Trotzdem gilt Verhalten ist die die Regel: Un­ Andreas Strempfl Kommunikation fälle passieren Sicherheitsexperte innerhalb der Fa­ nicht – sie wer­ milie. Wird über den verursacht. Arbeitsabläufe Jeder Unfall hat eine Vorgeschichte und eine in einer Familie gesprochen, Nachgeschichte. Im Beispiel dann können Gefahren, aber von Bauer Franz gibt es in der auch Probleme im Vorfeld er­ Vorgeschichte mögliche Un­ kannt und beseitigt werden. In fallursachen wie Alleinarbeit, Firmen gibt es „Dienstbespre­ Aufenthalt im Seilwinkel, stär­ chungen“, damit alle Beteili­ kere Seilwinde, die vielleicht gten am neuesten Stand sind. nicht zum Zugfahrzeug passt. Wieso soll es am land- und Hier könnten einige Unfallge­ forstwirtschaftlichen Betrieb keine regelmäßigen „Arbeits­ fahren reduziert werden. besprechungen“ geben? Al­ Vorgeschichten le am Hof lebenden Personen Welche Unfallvorgeschich­ (Jung und Alt) sollten wissen, ten beeinflussen das Unfall­ welche Arbeiten in der näch­ verhalten? Die meisten Unfäl­ sten Zukunft anstehen. Alle le ereignen sich durch „Ver­ sind ja in irgendeiner Weise be­

„ „

troffen, sei es nur, dass ein An­ ruf oder Arbeiter am Hof zu erwarten sind. Das Verhalten wird aber auch vom Umgang miteinander geprägt. Erfolgt „Lob“ in der Familie, wird auch die Motivation der Fami­ lienmitglieder eine andere sein, als ständige Griesgrämigkeit.

Technik Durch bedeutende technische Weiterentwicklungen ist die Zahl der Unfälle stark zurück­ gegangen. Aus betriebswirt­ schaftlichen Gründen werden oft auch überalterte Maschinen und Geräte verwendet. Ebenso entstehen durch schlechte War­ tung (fehlender Gelenkwellen­ schutz, Weglassen von Abde­ ckungen) mögliche Unfallge­ fahren. Zeitdruck, schlechte Wahrnehmung von Gefahren­ quellen (Betriebsblindheit) ge­ paart mit sicherheitstech­ nischen Mängeln führen oft zu einem nicht zu unterschät­ zenden Unfallrisiko.

Organisation In vielen Fällen könnte es leichter sein, dass Arbeiten durch andere, besser ausgerü­ stete Berufskollegen verrich­ tet werden. Erst auf dem zwei­ ten Blick erkennt man, dass da­ mit betriebswirtschaftliche und zeitliche Ressourcen frei wer­ den. Bessere Maschinen und mehr Zeit führen auch zu mehr Sicherheit.  Andreas Strempfl

Heuabwurfluke

Stiegen-Geländer

Offene Gruben

Verkehrswege

Bodenöffnungen mit einem Ausmaß bis 40 x 40 Zentimeter sind mit einem angebänderten Deckel auszustatten. Boden­ öffnungen über 40 x 40 Zenti­ meter Öffnungsweiten sind mit einem Geländer oder Abweis­ rahmen gegen Absturz von Per­ sonen zu sichern.

Bei Stiegen mit mehr als vier Stufen sind auf den freien Sei­ ten mindestens ein Meter hohe Geländer mit einer Mittelstan­ ge anzubringen. Sind die abzusichernden Stie­ gen allerdings seitlich verbaut, so ist dort zumindest ein Hand­ lauf anzubringen.

Offene Güllegruben und Gülle­ teiche sind mit einer mindes­ tens 180 Zentimeter hohen Ab­ sicherung über dem Boden­ niveau zu versehen. Die Gru­ benoberkante muss mindestens 30 Zentimeter über das um­ gebende Bodenniveau liegen (Anfahrschutz).

Die täglich begangenen, in­ nerbetrieblichen Verkehrsflä­ chen sollen befestigt, frei von Hindernissen, möglichst ni­ veaugleich angelegt und gut beleuchtet sein. Nicht besei­ tigbare oder unvermeidliche Stolperstellen sollten farblich markiert werden.

Gelenkwelle

Kreissäge

Traktorsturz

Kinder

Ungesicherte Gelenkwellen sind immer wieder Ursache schwerer Unfälle. Daher nur mit vollständig geschütztem Antrieb arbeiten. Durch die ho­ he Reißfestigkeit moderner Ar­ beitskleidung enden Gelenk­ wellenunfälle meistens nach wie vor tragisch.

Kreissägen verursachen einen Lärm von etwa 110 Dezibel. Das menschliche Gehör kann dies rund drei Minuten unbe­ schadet aushalten. Daher un­ bedingt einen Gehörschutz ver­ wenden. Arbeitshandschuhe verursachen bei Unfällen schwere Verletzungen.

Die beste Überlebenschance besteht, wenn sich der Lenker beim Sturz in der Kabine hal­ ten kann. Beim Traktorkauf ist auch auf die Kabinenpolste­ rung zu achten, kommt es doch oft zu Schnittverletzungen in der Kabine. Der Traktor sollte druckluftgebremst sein.

Kinder unter fünf Jahren dürfen auf Zugmaschinen nicht mitge­ führt werden. Kinder zwischen fünf und zwölf Jahren dürfen nur innerhalb geschlossener Fahrerkabinen mitgeführt wer­ den. Eine Nichtbeachtung die­ ser Vorschriften kann eine Vor­ merkung zur Folge haben.

Haftung: Rechtliche Folgen bei Unfällen Unsicheres Arbeiten hat neben den gesund­ heitlichen und wirtschaftlichen Folgen auch ei­ ne rechtliche Komponente. Als Betriebsführer ist man für die Familie und für alle Mitarbeiter verantwortlich. Ereignet sich beispielsweise ein Kinderunfall oder ein Unfall mit einer Fremdar­ beitskraft und wurden die sicherheitsrelevanten Rechtsvorschriften missachtet, so können ver­ waltungs-, zivil-, und strafrechtliche Folgen ent­ stehen. Im Falle von Fremdarbeitskräften (auch Praktikanten und Saisonarbeitskräfte) muss im Vorfeld eine Arbeitsplatzevaluierung inklusive Unterweisung vom Betriebsführer durchgeführt werden. Ein Unterlassen wird als „grobe Fahr­ lässigkeit“ interpretiert und kann zu straf- und zivilrechtlichen Konsequenzen führen.


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15. April 2014

Landwirtschaftliche Mitteilungen

Druck häufen sich Unfälle

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aus meiner sicht

Unfälle, 80 davon enden tödlich. Wie kann man vorsorgen?

Andreas Strempfl SVB-Sicherheitsexperte Graz

ie Unfallzahlen in der Landwirtschaft sind in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen. Gründe dafür sind bessere Maschinen und Bauern, das Verwenden der persönlichen Schutzausrüstungen, wie beispielsweise Schnittschutzhosen und Helme, aber auch die professionelle Einstellung der Bäuerinnen und Bauern. Trotz des Rückganges der absoluten Unfallzahlen bleibt die Anzahl der tödlichen Arbeitsunfälle im bäuerlichen Bereich aber konstant hoch. Die Gründe dafür sind in den geänderten Belastungen in der modernen Land- und Forstwirtschaft zu suchen. Weniger Arbeitskräfte auf dem Hof, aber auch vermehrte Verantwortung, Zeitdruck, Konflikte in der Familie, finanzielle sowie persönliche Überlastungen sind die Hauptursachen. Die Sozialversicherung der Bauern (SVB) versucht durch Unfallursachenforschung, und Schulungen – Unterricht in Fach-

D

Sicherer

Zeitmangel und Routine sind in vielen Vorgeschichten von Unfällen zu finden. Oft ist es sinnvoll, Arbeiten von gut ausgerüsteten Kollegen masvb, MR chen zu lassen.

Forstschutz

Pflanzenschutz

Schuhwerk

Gehörschutz

Waldarbeiterschutzhelme aus thermoplastischem Material sind alle vier Jahre zu erneu­ ern. Moderne „Stretch-Schnitt­ schutzhosen“ sind leicht und angenehm zu tragen. Ist die Schnittschutzeinlage beschä­ digt, diese nicht abnähen, son­ dern die Hose ersetzen.

Mittel so aufbewahren, dass Unbefugte (vor allem Kinder) keinen Zugriff haben. Persön­ liche Schutzausrüstung für die Ausbringung getrennt von Pflanzenschutzmitteln verwah­ ren. Die Räume und Schränke entsprechend kennzeichnen. Aufkleber kostenlos bei SVB.

Im Arbeitsalltag unbedingt Si­ cherheitsschuhe tragen. Sicher­ heitsschuhe haben neben Ze­ henschutzkappen (aus Metall, aber auch aus Kunststoff er­ hältlich) rutschhemmende Pro­ filsohlen. Sicherheitsschuhe sind genormt und in verschie­ denen Schutzklassen erhältlich.

Kann Lärm nicht reduziert werden, ist ein Gehörschutz zu tragen. Ein menschliches Ohr hat etwa 40.000 Gehörsinnes­ härchen. Bei extremem Lärm (mehr als 85 Dezibel) brechen diese ab und können sich nicht mehr regenerieren. Die Folge: Lärmschwerhörigkeit!

und Hauswirtschaftsschulen, Facharbeiterkursen, Meisterkursen, Pflanzenschutzkursen, Seminaren im Bereich Stress-, Konflikt-, Zeitmanagement, praktischen Kursen wie Forstpraxistage, Erholungswochen und Projekten wie „Sicherheit und Gesundheit“ – das Verhalten der Bäuerinnen und Bauern sicherer und gesünder zu gestalten. Die Maßnahmen dienen dazu, das persönliche Wohlbefinden zu steigern, aber auch die entstehenden Kosten für den Sozialversicherungsträger im Rahmen zu halten. So kostet der SVB beispielsweise ein durchschnittlicher Spitalstag rund 1.500 Euro, ein Kurbesuch durchschnittlich etwa 5.000 Euro. Ein Unfallrentenbezieher kostet der SVB im Durchschnitt (gerechnet auf 20 Jahre) 110.000 Euro. Hinzu kommen noch enorme volkswirtschaftliche Kosten. Die Kosten von Unfällen sind die eine Sichtweise. In der anderen Sichtweise geht es darum, Freude an der täglichen Arbeit zu fördern beziehungsweise zu erhalten. Dabei spielen sicherheits- und gesundheitliche Aspekte eine wichtige Rolle. Durch die Fortschritte in der Medizin und Technik erreichen Menschen ein immer höheres Lebensalter. Es geht darum, dieses Lebensalter sinnerfüllt durch eine sichere und gesunde Lebensweise zu erreichen. Oft bleibt im modernen Zeitgeist, im täglichen Alltag wenig Zeit, darüber nachzudenken, wie wir sicherer und gesünder leben könnten. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sozialversicherung wollen durch Prävent­ ionsarbeit (Veranstaltungen, Vorträge, Betriebsbesuche, Unterrichtseinheiten) Anstöße liefern, wie dies gelingen kann.

Sicherheitsplakette: Unfallrisiko senken

Schweißen

Augenschutz

Absturzsicherung

Atemschutz

Brennbare Materialien sollten aus dem Arbeitsbereich ent­ fernt oder abgedeckt werden. Beispiele: Kraftfahrzeuge, Tanks, Kraftstoffleitungen und Isolierungen. Bei statischen Arbeitsflächen spielt die Ar­ beitshöhe eine Rolle. Der Be­ wegungsapparat dankt es!

Die Augen – die wohl empfind­ lichsten Organe des Menschen – sind besonders zu schützen. Empfehlenswert sind Schutz­ brillen mit beschlagfreien und kratzbeständigen Sichtschei­ ben. Schutz gegen Augenschä­ den durch Sonne (Obst- und Weinbau) mit Sonnenbrille.

Ist eine Absicherung der Ge­ fahrenstelle aus technischen oder arbeitswirtschaftlichen Gründen nicht möglich, ist ei­ ne persönliche Absturzsiche­ rung zu verwenden. Beispiele: Geländermontage, Umbau der Silofräse. Beim Kauf dieser ist eine Fachberatung notwendig.

Atemwegserkrankungen (Asth­ ma Bronchiale, Farmerlunge etc.) sind häufige Berufskrank­ heiten. Verursacher dafür sind vor allem Schadstoffe in der Atemluft. Atemwegserkran­ kungen könnten durch Atem­ schutzmasken (Feinstaubmas­ ke P2) reduziert werden.

Die Sicherheitsplakette wird Bäuerinnen und Bauern verliehen, die im abgelaufenen Kalen­ derjahr besonders viel für die Sicherheit auf ih­ ren Höfen getan haben. Jährlich erhalten rund 20 Betriebe diese besondere Auszeichnung (Seite 18). Kriterien: Sichere Bauten und Ma­ schinen, persönliche Schutzausrüstungen, Kin­ dersicherheit, positive Einstellung zum The­ ma Sicherheit, op­ tischer Eindruck des Hofes. Termine für kostenlose Hofbera­ tung können bei der Sozialversicherung, 0316/343-8235, vereinbart werden.


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Agrarpolitik

Landwirtschaftliche Mitteilungen

15. April 2014

„Handel soll Prämien zahlen“ Rupprechter will „mit der Landwirtschaft für die Umwelt“ entscheiden

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Pleil, Titschenbacher, Weinberger (v.l.n.r.) KK

80 Prozent der Ernte ist wetterabhängig Bei einem Arbeitsgespräch erörterten Präsident Franz Titschenbacher, Josef Pleil, Aufsichtsrats­ chef der Hagelversicherung, und Vorstandsvor­ sitzender Kurt Weinberger die Versicherungs­ produkte. Weinberger: „Wir haben den Versi­ cherungsschutz konsequent ausgebaut. Neben Hagel versichern wir zehn weitere Risiken wie Frost, Dürre, Sturm und Überschwemmung.“ Die österreichische Hagelversicherung biete für Landwirte die umfassendste Produktpalet­ te in Europa an. „Aufgrund des Klimawandels ist ein umfassender Versicherungsschutz wich­ tiger, denn je zuvor. 80 Prozent des Ertrages ist wetterabhängig“, so Weinberger.

EU fordert Geld zurück Die Europäische Kommission fordert von elf Mitgliedsstaaten GAP-Gelder in Höhe von 318 Millionen Euro zurück. Österreich ist nicht be­ troffen. Die wichtigsten Gründe für die Rück­ forderungen sind Mängel bei der Zuweisung von Zahlungsansprüchen, Cross Compliance und mangelnde Kontrollen bei der Vergabe von zinsvergünstigten Darlehen.

grarminister Andrä Rupprechter verlangte vergangenen Sonntag in der ORF-Pressestunde, der Lebensmittelhandel solle den heimischen Bauern Prämien für ihre Produkte bezahlen. „Nicht nur der Staat“ solle un­ terstützen, „sondern auch der Handel, der mit naturnahen Le­ bensmitteln große Margen“ einfahre. „Da ist noch viel zu tun, aber ich werde das einfor­ dern“, so der Minister. Rup­ prechter argumentierte damit, dass die Handelsketten in den letzten Jahren besonders von der „Ökologisierung der Land­ wirtschaft“ und vom großen Vertrauen der Österreicher in

die regionalen Produkte profi­ tiert hätten und dies in ihrem Marketing zur Gewinnsteige­ rung ausnützten. „Das Marke­ ting der großen Ketten weist das deutlich auf. Egal bei wel­ cher Kette – es gibt eine starke Österreich-Punzierung bei den Marken.“

Pflanzenschutz Zur „Bienendebatte“ sagte der Minister, dass das Pflanzen­ schutzmittel Fipronil gegen den Drahtwurm, der heuer die Erdäpfelernte gefährde, nicht zugelassen worden sei. Er habe nach einem ablehnenden Be­ scheid des Bundesamtes für Er­ nährungssicherheit auch nicht

für das „Medikament für die Pflanze“ interveniert. Er wol­ le immer „mit der Landwirt­ schaft im Sinne der Umwelt“ entscheiden, sagte er.

Erneuerbare statt Gas

von russischem Gas werden, was die Krim-Krise derzeit wieder zeige. Die Energiewen­ de müsse stark auf erneuer­ bare Energieträger ausgerichtet werden. Minister ­Andrä Rupp­ rechter BM­

Weiters äußerte sich Rup­ prechter zur Klimaschutzstra­ tegie der EU, dass er sie für „nicht sehr glücklich“ halte. In der Debatte mit der Industrie zu den Klimazielen – Rup­ prechter will fixe Vorgaben, die Wirtschaft „variable“ – gebe es aber „gute Ge­ spräche“. Prinzipiell müssten Österreich und die EU unabhängiger

LFUW

Varroa-Milbe schädigt

Nebentätigkeiten

Für 95 Prozent der Bienenverluste Varroa-Milbe Schuld

Bis 30. April bei Sozialversicherung der Bauern melden

sterreich verliert jähr­ lich bis zu 94.000 Bie­ nenvölker. 2012 wur­ den laut Agentur für Ernäh­ rungssicherheit 391 Völker durch Pflanzenschutzmittel ge­ schädigt. Das entspricht 0,4 Prozent der statistisch erfassten Verluste“, stellt die Industrie­ gruppe Pflanzenschutz klar. Für 95 Prozent der Ausfälle seien die Varroa-Milbe und an­ dere natürliche Ursachen ver­ antwortlich. Die Risiken für die Biene beim Einsatz von Pflanzenschutzmit­

Ö

teln wären in den vergangenen Jahren auf ein Minimum redu­ ziert worden. „Wo Probleme aufgetreten sind, hat die In­ dustrie umgehend reagiert und die Verfahren verbessert. Den­ noch wird weiterhin eine emo­ tionale Debatte um den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, wie etwa den Neonicotinoiden, ge­ führt“, zeigt die Industriegrup­ pe auf. Um ein neues Pflanzen­ schutzmittel auf den Markt zu bringen, investiert die Industrie 200 Millionen Euro und durch­ schnittlich zehn Jahre.

eit 1999 sind Einnah­ men aus landwirt­ schaftlichen Nebentä­ tigkeiten für die Bauernsozial­ versicherung beitragspflichtig. So müssen unter anderem für die Be- und Verarbeitung land­ wirtschaftlicher Produkte, so­ wie Urlaub am Bauernhof, für Kommunaldienstleistungen und für sämtliche Nebentä­ tigkeiten, die nach ihrer wirt­ schaftlichen Zweckbestim­ mung in einem sachlichen Na­ heverhältnis zum land- und forstwirtschaftlichen Betrieb

S

untergeordnet erfolgen, Beiträ­ ge entrichtet werden. Die Bruttoeinnahmen dieser Nebentätigkeiten sind aufzu­ zeichnen und bis spätestens 30. April des darauffolgenden Jah­ res an die Sozialversicherungs­ anstalt der Bauern (SVB) zu melden. Bei verspäteter Mel­ dung hat die SVB einen Bei­ tragszuschlag zu verhängen. Die Meldung gilt dann als frist­ gerecht erstattet, wenn sie bis zum 30. April bei der SVB ein­ gelangt ist. Datum des Einlan­ gens ist maßgeblich!

Öpul-Verlängerung: Was zu beachten ist Verpflichtungen sind dann bis 31. Dezember 2014 einzuhalten Musch

Bund und Land unterstützen Zwei Fördertöpfe gibt es heuer zur Unterstüt­ zung der Photovoltaik: die Bundesförderung des Klima- und Energiefonds sowie die Direkt­ förderung des Landes Steiermark in Kombina­ tion mit der Gemeindeförderung. Neu ist, dass beide Förderschienen aufsummierend genützt werden können. Dadurch sind PhotovoltaikAnlagen bis acht Kilowatt peak (kWp) förder­ fähig. Eine Doppelförderung von ein- und dem­ selben kWp ist nicht zulässig. Der Klima- und Energiefonds fördert Anlagen bis fünf kWp. Die Förderhöhe beträgt Euro 275 pro kWp für Aufdach- und Freiflächenanlagen sowie Euro 375 pro kWp für gebäudeintegrierte Lösungen. Ab dem Zeitpunkt der Registrierung hat der Förderwerber zwölf Wochen Zeit für Monta­ ge und Endabrechnung. Ein Ansuchen ist aus­ schließlich online unter www.meinefoerderung. at/pv2014 möglich. Spätestens am 15. Dezem­ ber 2014 kann die fertig installierte Anlage ein­ gereicht werden kann. Das Land Steiermark unterstützt PhotovoltaikProjekte bis 3 kWp mit maximal 1.075 Euro. Die Direktförderung erfolgt in zwei Stufen, wo­ bei der erste Schritt vor Baubeginn zu erfolgen hat. Nach der Förderzusage ist das Projekt in­ nerhalb eines Jahres auszuführen und abzurech­ nen. Informationen gibt es unter www.technik. steiermark.at. Die Förderung endet mit 31. De­ zember 2014. Auskünfte: Landwirtschaftskam­ mer, Tel. 0316/8050-1407.

F

Verlängerung Die Verlängerung verpflichtet zur Einhaltung eingegangener Verpflichtungen bis 31. De­ zember 2014. Ausgenommen von der Öpul-Verpflichtungs­ überprüfung sind Flächenver­ ringerungen im Mehrfachan­ trag 2014, die auf Pachtver­ luste zurückzuführen sind. Die­ se führen dann nicht zu einer Rückforderung, wenn nachge­ wiesen werden kann, dass u ein Pachtvertrag, der zumin­ dest bis 31. Dezember 2013 abgeschlossen und nicht mehr verlängert wurde,

u ein Pachtvertrag, der zumin­

dest bis 31. Dezember 2014 abgeschlossen und vorzeitig schriftlich gekündigt wurde, u ein Pachtvertrag, der unbe­ fristet abgeschlossen und vor­ zeitig schriftlich gekündigt wurde. Betriebe, die unter diese an­ geführten Ausnahmen fallen, haben vorläufig keinen Hand­ lungsbedarf. Die AMA wird im Zuge einer Sachverhaltser­ hebung um die benötigten Un­ terlagen (Pachtvertrag, Kündi­ gungsschreiben) ersuchen.

Verlängerungsstorno Betriebe, deren Flächenabgang nicht unter die angeführten Ausnahmen fallen, sollen ab­ klären, ob der Flächenverlust unter die Abgangstoleranz fällt oder die Flächen vom Folgebe­ wirtschafter gleich- oder hö­ herwertig weitergeführt wer­ den. Ist das nicht der Fall, ist ein Storno der Verlängerung zu erwägen.

IP-Prämienanpassungen Durch das sogenannte „Pflan­ zenschutzmittelpaket“ und das Wirksamwerden der allgemei­ nen Grundsätze für den integ­ rierten Pflanzenschutz im Rah­ men von Cross Compliance wurden Prämienanpassungen für das Antragsjahr 2014 erfor­ derlich. Die Prämie für die in­

tegrierte Produktion bestimm­ ter Ackerkulturen – Erdäp­ fel, Erdbeere, Gemüse, Rübe – wird um 25 Euro je Hektar reduziert. Die integrierte Pro­ duktion bei Wein, Obst und

Hopfen sowie IP-geschützter Anbau werden um 50 Euro je Hektar gekürzt. Es besteht die Möglichkeit, die Verlängerung dieser Maßnahmen bis zum 15. Mai 2014 zu stornieren.

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Neues bei der Photovoltaikförderung

ie Öpul 2007-Sonder­ richtlinie für das Ver­ längerungsjahr 2014 ist genehmigt. Sie ist auf den Homepages von AMA (www. ama.at) und Landwirtschafts­ ministerium (www.lebensmini­ sterium.at) abrufbar. Das AMA-Informationsblatt ist ebenfalls auf der AMA-Home­ page zu finden. Die wichtigsten Anpassungen betreffen die ver­ längerte Verpflichtungsdauer für das Jahr 2014 sowie die An­ erkennung von Pachtverträgen bei Flächenverlusten im Jahr 2014. Zudem gibt es keinen prämienfähigen Flächenzu­ gang in diesem Jahr und die Prämien bei den Maßnahmen der integrierten Produktion (IP) werden gesenkt.

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15. April 2014

Familie & Landjugend

Landwirtschaftliche Mitteilungen

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brennpunkt Andrea Schwarzmann Bundesbäuerin Raggal, Vorarlberg

enn wir hineinhören in die bäuerlichen Familien, welche Themen sie am meisten beschäftigen, sind es nicht nur die Fragen nach der Betriebswirtschaft, der Produktionsoptimierung, der Existenzsicherung und der Agrarpolitik, sondern viele bleiben auch an der Frage hängen „Welchen Stellenwert hat unsere Landwirtschaft mit ihren Produkten und Dienstleistungen?“ Wir erleben ein starkes Auseinanderklaffen vom Fremdbild und Eigenbild in Bezug auf unsere Landwirtschaft von heute. Wir spüren, wir reden oft aneinander vorbei und verstehen uns zuwenig. Und wo man sich nicht versteht, wächst Misstrauen. Diese vorhandene Vertrauenskrise stößt uns in der Arbeitsgemeinschaft der Bäuerinnen schon lange auf. Da-

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Gusti Maier, Martha Fuchs, Nicole Zöhrer, Andrea Schwarzmann (v.l.)

Auf Augenhöhe mit Konsumenten Österreichs Seminarbäuerinnen erreichen 130.000 Menschen jährlich Sie erklären wie ­Lebensmittel ­entstehen und ­entkräften so ­manchen Mythos. 20 Jahre Seminarbäuerinnen stehen für 20 Jahre Bildungsund Kurstätigkeit, Bewusst­ seinsbildung für die heimische Landwirtschaft sowie Verant­ wortung für unsere ländlichen Gebiete. In jährlich mehr als 5.000 Einsätzen werden öster­ reichweit über 130.000 Kurs­ teilnehmer von den Seminar­ bäuerinnen über den Wert von Lebensmitteln und eine gesun­ de Ernährung kompetent infor­

miert. Dieses Jubiläum wur­ de beim Bundesseminarbäue­ rinnentages in Graz gefeiert.

Botschafterinnen „Niemand kann authentischer Wissen über Lebensmittel und Ernährung kommunizieren, als die Bäuerinnen selbst. Sie tra­ gen so zu mehr Verständnis und Wertschätzung für die hei­ mische Landwirtschaft bei“, erklärt Bundesbäuerin Andrea Schwarzmann die Bedeutung der Arbeit der Seminarbäue­ rinnen. „Weiterhin ein realis­ tisches Bild von der Landwirt­ schaft kommunizieren und so das positive Image stärken“, wünscht sich Franz Titschen­

bacher, Präsident der stei­ rischen Kammer. Authentische und ehrliche Kommunikation mit dem Konsumenten über die heimische Landwirtschaft und ihre Produkte werden weiter­ hin im Programm der Seminar­ bäuerinnen stehen.

Falsche Ernährungstrends Einen Ausblick auf die zukünf­ tigen Herausforderungen der Landwirtschaft lieferte der Lei­ ter des Europäischen Instituts für Lebensmittel- und Ernäh­ rungswissenschaften Udo Pol­ lmer. Auf bekannt provokante Art und Weise stellte er aktu­ elle Ernährungstrends in Fra­ ge und rückte damit die Be­

deutung der heimischen Land­ wirtschaft ins rechte Licht. Am Nachmittag galt es, den Blick auf die eigene Persön­ lichkeit zu fokusieren. Elisa­ beth Motsch gab als Expertin für Stil und Etikette wertvolle Tipps für den perfekten Auf­ tritt. Unter dem Motto „Klei­ dung kommuniziert nonver­ bal“ erfuhren die Seminarbäu­ erinnen, wie sie ihre Botschaf­ ten durch das perfekte Outfit optimal unterstreichen können. Gestärkt durch diesen Tag freu­ en sich die österreichweit über 400 Seminarbäuerinnen auf ih­ re künftigen Aufgaben als Bot­ schafterinnen für die heimische Landwirtschaft.  Nicole Zöhrer

Vertrauen her heißt eine unserer Devisen: Wir gewinnen das Vertrauen der Konsumenten in unsere heimische Landwirtschaft zurück – in uns als bäuerliche Menschen, in unsere Wirtschaftsweise und unsere regionalen Lebensmittel und Dienstleistungen. Und genau in diesem Bereich leisten unsere Seminarbäuerinnen eine wertvolle, unbezahlbare Aufgabe, nämlich im direkten Kontakt mit den Konsumenten. Sie vermitteln bei verschiedensten Anlässen ihr Lebensmittelund Ernährungswissen und die damit verbundenen natürlichen Zusammenhänge einer Kreislaufwirtschaft. Sie machen diese erleb- und greifbar. So wächst Verständnis, Vertrauen, Wertschätzung und letztendlich auch Wertschöpfung.

Generation ohne Eigenschaften?

Jung & frech

Was hinter der Generation Y, die auch gern „Maybe“ genannt wird steckt ielleicht haben Sie schon von der Genera­ tion, die um die Jahr­ tausendwende Teenager waren, der nachgesagt wird, sie sei vor lauter Möglichkeiten unent­ schlossen, verwöhnt und nicht bereit, Verantwortung zu tragen gehört. Ist das so? Die Antwort lautet „jain“.

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Generation Maybe Es gibt viele junge Menschen, auf die der Steckbrief der Ge­ neration Maybe passt. Was sie im Leben erreichen wollen, wissen sie nicht, weil sie sich in der Vielzahl der offenstehen­ den Möglichkeiten verloren ha­ ben. Das Problem ist nicht die Angst davor, das Ziel nicht er­ reichen zu können, sondern die Angst davor, auf anderen Pfa­ den etwas zu versäumen. Des­ halb fällt es ihnen schwer, Ver­ antwortung im klassischen Sinn zu übernehmen, weil das auch immer bedeutet, einen Weg einzuschlagen. Sie verhar­ ren im Hier und Jetzt und wol­ len es sich dabei gut gehen las­ sen. Sie wollen nicht Karriere machen, weil sie mehr Zeit für sich, für Freunde und für Fami­ lie haben wollen. Dafür sind sie bereit, weniger zu verdienen. Das heißt aber nicht, dass sie faul sind. In der jüngsten Shell Jugendstudie aus Deutschland war die Leistungsbereitschaft

unter den 12- bis 25-Jährigen die höchste, die je gemessen wurde. Sie wollen in ihrer Ar­ beit aber einen Sinn sehen, für den es sich zu brennen lohnt.

Nur wenige sind so Aber nicht die gesamte Gene­ ration ist so. Es gibt unzähli­ ge Beispiele von jungen Ho­ fübernehmern und fleißigen Facharbeitern, die im „alten“ Wertesys­tem leben, wo Fleiß, Ansehen und Geld wichtig sind. Warum fürchten sich dann so viele Personalmanager vor

Mein Studium in drei Jahren beendet zu haben, in der Landjugend etwas zu bewirken, einen Beruf finden, der mir Spaß macht. Ich habe meine Ziele vor Augen, die in den nächsten Jahren darauf warten, erreicht zu werden.  Johanna Krenn, Bruck/Mur

der Generation Maybe? Weil gerade die akademisch ausge­ bildeten, die in großen Firmen und Konzernen die Führungs­ positionen übernehmen sollen, häufiger dazu zählen.

Die Welt verändern Unterstützt durch den Demo­ grafischen Wandel, der den Personalmanagern weniger Wahl lässt, wird die Generation Y durch ihr „neues“ Wertesys­ tem die Strukturen der Kon­ zerne verändern. Es liegt in der Natur des Menschen, dass er je­

Soziale Medien haben den Kreis der Personen, mit denen wir uns vergleichen, enorm erweitert. Wir nehmen täglich wahr, was andere erreichen und wollen diese Möglichkeiten selbst verwirklichen – oder uns zumindest offenhalten.  Peter Schneider, Murau

de Veränderung erstmal scheut. Die Jungen werden selbstbe­ wusst Forderungen stellen. Nicht nur, dass sie fixe Arbeits­ zeiten verabscheuen, sie wollen bei schönem Wetter nicht im Büro, sondern mit dem Laptop in der Sonne sitzen oder spon­ tan Zeitausgleich nehmen. Zeit und Ort der Arbeit werden fle­ xibler werden. Davon profitie­ ren auch ältere, die denselben Wunsch, aber nicht den Mut haben ihn einzufordern.

Macht bedeutet nichts Junge Leute wollen heute zwar Verantwortung übernehmen, aber eben anders. Viele sind an der Sache interessiert, aber nicht so sehr an der Macht. Sie wollen sich weiterhin als Ex­ perten in eine Materie vertie­ fen können, statt als Manager nur noch in Meetings zu sitzen. Sie haben kein Problem damit, die Macht auf ein Team aufzu­ teilen. Wenn ein Projekt abge­ schlossen ist, würden sie die Macht wieder abgeben, bis zum nächsten interessanten Projekt. Ob diese Art von Demokratie in Unternehmen funktionieren kann wird sich zeigen. Die in­ terne Kommunikation spielt dabei bestimmt eine gewich­ tige Rolle. Wem, außer den Smartphone-Junkies der Gene­ ration Y, wäre das zuzutrauen. Roman Musch 

Daniela Hofbauer Stellvertretende Bezirksleiterin Mürzzuschlag

eneration Maybe, wir Jugendliche wissen oft nicht, welche Ziele wir in unserem Leben anstreben, oder wie es auf der Karriereleiter weitergeht. Was aber durchaus nichts mit Faulheit, sondern eher mit der großen Anzahl an verschiedenen Möglichkeiten zu tun hat. Junge Leute wollen aber auch nichts im Leben versäumen und flexibel durch die Welt gehen können. Zeit, um Verantwortung zu

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Verantwortung übernehmen, bleibt da nicht viel. Aber warum auch? Solange wir in unserem Elternhaus leben können, liegt sie nicht ganz in unseren Händen. Diese Verantwortung abzugeben, fällt unseren Eltern sicher auch nicht leicht, denn die Weltanschauung von uns Jugendlichen hat sich im Vergleich zu früher verändert, was auch gewisse Zukunftsängste in unseren Eltern verursacht. Während das vielen Jugendlichen gar nicht bewusst ist, gibt es aber auch die Seite, welche sich schon früh darin übt, Verantwortung zu tragen. Welche mit viel Fleiß in ihrem Berufs- oder Schulleben vorankommen und auf eigenen Beinen stehen wollen. Das Ziel vieler ist es natürlich auch, eine Kombination von Karriere und Freiraum zu finden, was durch die richtige Organisation sicher auch machbar ist.


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Gastkommentar & Leser

Landwirtschaftliche Mitteilungen

bauernporträt

15. April 2014

Sichere Versorgung in Gefahr Gastkommentar: Horst Jauschnegg über Folgen der Klimazerstörung er Klimawandel findet täglich statt. Noch ist die Begrenzung des globalen Temperaturanstiegs in diesem Jahrhundert auf weni­ ger als zwei Grad möglich, wenn der Ausstieg aus dem fos­ silen Energiesystem rascher als bisher vorangetrieben wird. In keinem Teil der Welt ist man auf die schon jetzt nicht mehr abwendbaren Folgen des Kli­ mawandels ausreichend vorbe­ reitet. Bereits bei einem Grad Erwärmung werden die Erträge von wichtigen Grundnahrungs­ mitteln wie Weizen, Reis oder Mais in vielen Regionen der Welt zurückgehen. Derzeit steuern wir aber eher auf vier Grad oder mehr zu, wodurch die Risiken für die Versor­ gungssicherheit und die Was­ serversorgung ganz massiv zu­ nehmen.“ Das sind die zentra­ len Botschaften des Weltklima­ rates in seinem Ende März vor­ gelegten Bericht zu den Folgen des Klimawandels.

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Die ganze Familie zieht an einem Strang in Manager zu sein – darum kommt man ab einer gewissen Größe in der Landwirtschaft nicht herum, meint Christian Friedl, Österreichs Fleckvieh­ züchter des Jahres: „Bei Investitionen in Melkroboter und Stall muss alles gut laufen. Größer zu werden ohne besser zu werden, geht nach hinten los.“ Familie Friedl machte 2011 den letzten, großen Schritt, als sie ih­ ren Laufstall mit Melkroboter und Bauern­ hofcafé bauten. 75 Kühe sind derzeit am Hof. „Wir sind damit an der obersten Gren­ ze, aber wir wollen den derzeit guten Milch­ preis nutzen“, erklärt Friedl, der 2009 seine Meisterausbildung abschloss. Die Vermark­ tung von Zuchttieren wurde dafür zwi­ schenzeitlich gedrosselt. Die Tiere der Familie sind gefragt, was mit Embryotransfer intensiv genutzt wird. Ge­ meinsam mit seinem Bruder Josef, Haupt­ schullehrer, führt Friedl die Landwirt­ schaft. Schwägerin Anita führt das Bauern­ hofcafé. Christian selbst ist Praxislehrer an

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Managerqualitäten der Fachschule Hatzendorf, die nicht weit entfernt liegt. Die Feldarbeit wird, bis auf die Ernte von Gras, Mais und Getreide, in „Nachtschichten von mir und meinem Bru­ der erledigt“, schmunzelt Christian Friedl. Im Sommer werden zwei Praktikanten auf­ genommen. Ohne den Zusammenhalt der Familie, die geschlossen hinter dem Betrieb steht, würde das Werkl nicht so reibungslos funktionieren. Um Fleckviehzüchter des Jahres zu wer­ den, braucht es mehr als „nur“ ManagerQualitäten – man muss mit Herzblut dabei sein. Friedl interessierte sich schon immer für die Zucht. Richtig angefacht wurde sei­ ne Leidenschaft jedoch bei den Jungzüch­ tern: „2002 habe ich das erste Mal mitge­ macht und holte mir gleich den SteiermarkTypsieg. Das motiviert. Viel wichtiger war aber überregional Gleichgesinnte zu treffen, zu sehen, dass es noch andere gibt, die mit so viel Begeisterung dabei sind.“ Christian Friedl wurde schließlich Bundesobmann der Jungzüchter. Was sind Friedls Ziele? „Das wurde ich in letzter Zeit oft gefragt. Aber was will man noch mehr erreichen? Mein Ziel ist eine preiswerte Milchproduktion mit wenig Kos­ ten. Wichtig ist mir auch die Vitalität.“ Roman Musch  Betrieb & Zahlen: Familie Friedl Oberlamm 68, 8352 Unterlamm www.bauernhofcafe-friedl.at u Fleckviehzüchter des Jahres (Seite 12) mit 75 Milchkühen, mit einer Leistung von 11.892 Kilo, 4,15 Prozent Fett, 3,59 Prozent Eiweiß und einer Zwischenkalbezeit von 366 Tagen. u Die Fütterung erfolgt ganzjährig mit einer aufgewerteten Mischration mit Grasund Maissilage im Verhältnis 50:50. u 27 Hektar Eigenfläche, 60 Hektar in Pacht. Bis auf die Ernte werden die Felder selbst bearbeitet. u Neben der Milchproduktion ist die Zucht ein wichtiges Einkommen. Über 200 Embryonen wurden bereits aus der Herde gewonnen und 20 Prüfstiere verkauft. Eine 2010 errichtete Kapelle lockt Besucher, die im Bauernhofcafé bewirtet werden.

men trifft. In Europa werden die ökonomischen Schäden steigen und immer mehr Men­ schen von Hochwasser an Flüs­ sen und Küsten betroffen sein.

Starkregen und Dürren Gleichzeitig ist in Europa mit einer steigenden Nachfra­ ge nach Wasser für die land­ wirtschaftliche Bewässerung und den privaten Verbrauch zu rechnen. Offen ist, ob bei ei­ ner abnehmenden Wasserver­ fügbarkeit aus Flüssen und er­ neuerbaren Grundwasservor­ kommen dieser Wasserbedarf künftig gedeckt werden kann. Starkniederschläge, Hitze- oder Trockenperioden sowie Stürme werden voraussichtlich zuneh­ men. Davon sind Menschen in Ballungsräumen auf allen Kon­ tinenten direkt und auch die Land- und Forstwirtschaft so­ wie wichtige Infrastrukturein­

Hunger droht Der Klimawandel zeigt be­ reits negative Folgen. Starke Preissteigerungen bei Nah­ rungsmittel zeigen, dass die Märkte in Produktionszentren schon auf die derzeitigen Wit­ terungsextreme empfindlich reagieren. Die Risiken für die Nahrungsmittelproduk­tion und die Ernährungssicherheit sind in Afrika sowie Mittel- und Südamerika sehr hoch, was be­ sonders die Ärmsten der Ar­

LESER Erneuerbare Die Menschheit zockt um die Zukunft der Erde, als würde es kein Morgen geben. Das notwendige Spielmittel, die CO2Emissionszertifikate, gibt es aus wirtschaftlichem Interesse zum Nulltarif, was die fossil-atomaren Energien in ihrem Spiel bestärkt. Es ist daher nicht verwunderlich, dass die dreckigste Ener­ gie der Erde, die Kohle, ihre Wiederauferstehung feiert, während gleichzeitig der letzte Kubikmeter Erdgas mittels Giftcocktails an die Erdoberfläche befördert wird. Die Würfel für die nächsten Dekaden sind laut UN-Weltklimarat gefallen: Die Erderwärmung ist nicht mehr zu stoppen und die Auswirkungen sind bereits jetzt im verheerenden Ausmaße weltweit spürbar. Trotzdem ist es nicht zu spät, den Spieltisch zu verlassen, und mit Photovoltaik, Windenergie, Wasserkraft und Biomasse eine europaweite Energiewende herbeizuführen, die das Schlimmste verhindert. Dafür muss Österreich und insbesondere Europa, trotz geringen Anteils an den weltweiten Treibhausgas-Emissionen, eine Vorreiterrolle für den Klimaschutz einnehmen und andere Länder zum Mitmachen motivieren. Thomas Loibnegger, E-Mail 

richtungen, beispielsweise jene zur Wasser- und Energieversor­ gung, betroffen.

Tisch legen. Die EU muss da­ her vorher klare Beschlüsse fassen. Die bisherige Klimaund Energiepolitik der EU en­ Politik gefordert det de facto 2020. Um den dramatischen Folgen Darüber hinaus gibt es der­ des Klimawandels zu begeg­ zeit nur ein Bekenntnis zum nen, muss rasch der Abschied Einhalten des in Kopenhagen von fossilen beschlossenen Ener­gien durch­ Zwei-Gradgesetzt werden. Zieles. Das be­ Je länger Eu­ deutet, dass die Ohne Atomkraft­ ropa und Öster­ Treibhausgas­ weniger reich mit schär­ emissionen bis feren Maßnah­ Treibhausgase in 2050 in den In­ men zuwarten, dustriestaaten die Luft blasen! desto drastischer um 80 bis 95 werden sie aus­ Prozent ver­ Horst Jauschnegg, ­ fallen müssen. ringert werden Präsident Biomasseverband Die gesamte ös­ müssen. Die von terreichische der EU-Kom­ Bundesregierung mission vorge­ muss hier Druck schlagene Re­ auf die EU-Institutionen ausü­ duktion der Treibhausgasemis­ ben. Die EU muss als weltwei­ sionen um 40 Prozent und das ter Vorreiter mit ambitionierten für die Mitgliedsstaaten unver­ Klimazielen für die Zeit nach bindliche Ausbauziel für er­ 2020 vorangehen. Die Zeit neuerbare Energie in der Höhe drängt, denn im September sol­ von 27 Prozent sind deutlich zu len die Staaten beim UN-Gip­ wenig. Konkret braucht es drei fel konkrete Zusagen auf den verbindliche Ziele mit kon­ kreten Vorgaben für die einzel­ nen Mitgliedsländer. Der Ener­ gieverbrauch muss bis 2030 um 30 Prozent verringert wer­ den, die Treibhausgasemissi­ onen müssen um mindestens Horst Jauschnegg ist ­Energieexperte und Präsident 55 Prozent gesenkt werden, und der Anteil erneuerbarer des Österreichischen Energien muss auf 45 Prozent ­Biomasseverbandes. steigen. Nur so kann man den horst.jauschnegg@lk-stmk.at Klimawandel wirklich in den Griff kriegen, ohne die Atom­ Die Meinung des Gastautors muss sich nicht mit jener der Redaktion decken. energie zu fördern.

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gastautor

personelles

Großer Verbinder mit tiefen Wurzeln Präsident Franz Titschenbacher feierte Fünfziger und ist seit hundert Tagen im Amt 0 Jahre und 100 Tage Präsident: Dieses Ju­ biläum im Doppel­ pack beging kürzlich Landwirt­ schaftskammerpräsident Franz Titschenbacher. Anfang April feierte er seinen fünfzigsten Geburtstag, ein paar Tage da­ vor war er exakt hundert Tage im Amt. Sonnig, gelassen, stets freund­ lich und jugendlich. Und: Im­ mer um gute Lösungen und werthaltige Ergebnisse bemüht

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Franz Titschenbacher: Starker Verhandler Fischer

– so haben schon viele stei­ rische Bäuerinnen und Bau­ ern den neuen Präsidenten der Landwirtschaftskammer ken­ nengelernt. Die Schwere dieser verantwortungsvollen Funk­ tion meistert Titschenbacher mit gekonntem Verhandlungs­ geschick, großem Fachwissen und viel Fleiß. Diese Eigen­ schaften sowie sein politisches Gespür hat er bei den Detail­ verhandlungen zum neuen För­ derprogramm „Ländliche Ent­ wicklung“ voll in die Waag­ schale geworfen und so man­ che Schieflage rechtzeitig ausgemerzt. Titschenbacher profi­ liert sich auch als gro­ ßer Verbinder zwi­ schen den zahlreichen Sparten und Branchen in der Land- und Forst­ wirtschaft, zwischen den in der Kammer vertre­ tenen Parteien, zur Wirt­ schaft, Politik und Forschung. Und auch zur nichtbäuer­ lichen Be­ völkerung sowie zu den Konsu­ menten. Auf sie wirkt er glaub­

würdig, vertrauenserweckend und als Bauer mit einer starken Verwurzelung und Identität. Das lebt der ehemals jüngste Bürgermeister der Steiermark auch. Täglich steht er um halb fünf Uhr morgens mit Gattin Ulrike im Stall und betreut die Milchkühe und das Jungvieh, bevor es um halb sieben Uhr ab nach Graz zu entscheidenden Gesprächen, Verhandlungen oder zu Bauernversammlungen quer durch die Steiermark geht. Ein 14- bis 16-Stunden-Tag ist für Präsident Franz Titschen­ bacher mehr die Regel als die Ausnahme. Dass er trotzdem leistungsstark und voller Taten­ drang bleibt, liegt in allererster Linie an seiner Familie – sei­ ner Frau Ulrike und den drei Kindern – die ihm Kraft geben und den Rücken frei halten. 100 Tage im Amt bedeuten auch, dass die Schonfrist in der Öffentlichkeit verstrichen ist. Dass Franz Titschenbacher am glatten politischen und medi­ alen Parkett sicher auftritt, hat er aber schon in den ersten 100 Tagen bewiesen. Wir gratulieren sehr herzlich zum Fünfziger und wünschen beste Gesundheit, viel Freude an den bevorstehenden Aufga­ ben sowie viel Erfolg. Rosemarie Wilhelm


M a r k t & W i r t s c h a ft

15. April 2014

Landwirtschaftliche Mitteilungen

Die Betriebsführer haben ihren Erfolg nach wie vor selbst in der Hand Steirer

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Zitiert „Bildung, Beratung und Begleitung der Betriebe in ihrer Entwicklung ist ein großes Anliegen der Landwirtschaftskammer. Der Beratungskatalog zeigt die große Vielfalt des Angebotes und viele Bäuerinnen und Bauern nutzen die Informationen bereits.“ Franz Titschenbacher, Präsident Landwirtschaftskammer

„Die Berglandwirtschaft und die Almwirtschaft sind eng miteinander verbunden und es gilt, Synergien zu nutzen. Gealpte Tiere sind gefragt und dieser Mehrwert muss bei der Vermarktung und in der Gesellschaft mehr in den Vordergrund gerückt werden.“ Toni Hafellner, Obmann Almwirtschaftsverein

Berglandwirtschaft hat Zukunft Entwicklung auf dem Weltmarkt kommt Bergbauern entgegen Positives Image gezielt ­vermarkten, Handlungsraum der Betriebsführer ­ausnützen. Die Bergbauern sind ein we­ sentlicher Teil der steirischen Landwirtschaft. In der Stei­ ermark gibt es derzeit 11.700 Bergbauernbetriebe. Ein Groß­ teil davon ist auch Mitglied bei der Arbeitsgemeinschaft Stei­ rische Bergbauern mit ihren 17 örtlichen Vereinen. Für de­ ren Sprecher Johann Maderto­ ner ist das Motto „Bergland­ wirtschaft hat Zukunft“ mehr als bloße Floskel, wie er beim

Tag der Steirischen Bergbau­ ern in Graz erklärte: „Wir pro­ duzieren nicht nur hochwertige Lebensmittel wie Fleisch und Milch, sondern auch Holz, Bio­ energie und vieles mehr.“

Weltmarkt Leopold Kirner von der Uni­ versität für Bodenkultur un­ terstreicht dies: „Eine in den letzten Jahren ständig stei­ gende weltweite Nachfrage nach Milch und Rindfleisch bestätigt, dass die Bergland­ wirtschaft positiv in die Zu­ kunft blicken kann. Man soll sich nicht vor dem Weltmarkt fürchten – er ,arbeitet‘ eher für die Bergbauern!“ Aufgrund

der begrenzten Erweiterungs­ möglichkeit der Bergbauernbe­ triebe, vor allem der Betriebe in extremen Lagen, haben diese gegenüber den Gunstlagen je­ doch große Herausforderungen zu meistern: Kleine Strukturen verursachen höhere Kos­ ten. Bei steigenden Produktprei­ sen können die Vorteile da­ durch in geringerem Ausmaß genutzt werden. Die öffentli­ chen Gelder, die – vorbehalt­ lich der Genehmigung durch die EU – bis 2020 gesichert sind, sollen diesen Strukturun­ terschied zwischen Gunstlagen und Berggebieten ausgleichen. Trotzdem liegt der Schlüs­ sel zum Erfolg laut Kirner im­

mer bei der Unternehmensfüh­ rung. Die Bergbäuerinnen und Bergbauern müssen den eige­ nen Handlungsspielraum nut­ zen und für alle Möglichkeiten offen sein. Begeisterung für die Landwirtschaft zeichnet er­ folgreiche Betriebsführer aus. Und die lässt sich laut Landes­ rat Johann Seitinger auf die Ju­ gend übertragen, wenn sie nach der Schulausbildung eine eige­ ne Aufgabe am Betrieb über­ tragen bekommt. Die Preise für Produkte der Bergbauern kön­ nen dank des sehr guten Anse­ hens in der Öffentlichkeit hoch angesetzt werden. Darauf setzt auch Bergbauernsprecher Jo­ hann Madertoner. Stefan Steirer

„Die Tradition der Bergbauernförderung in Österreich wird mit der neuen Förderperiode fortgesetzt. Die Ausgleichszulage ist ein wirksames Instrument, die vorhandenen Mittel dorthin zu lenken, wo sie gebraucht werden. Wichtig ist die Zusage zur Ko­ finanzierung durch Bund und Länder.“ Ignaz Knöbl, Ministerium für ein lebenswertes Österreich

„Die Bergbauern sind in der Ausweitung der Produktion begrenzt. Daher ist es besonders wichtig, über die Grenzen des eigenen Betriebes zu blicken. Man muss sich fragen: ,Was kann ich gut, was mag ich?‘ Dann soll der Betrieb danach ausgerichtet werden.“ Claudia Sperl, Obfrau Murauer Bergbauern

„Meine Eltern bewirtschaften einen Bergbauernbetrieb der Zone 3 in Breitenau und bei uns Zuhause herrscht immer eine positive Stimmung. Die größte Motivation ist, dass ich bereits jetzt gestalterisch am elterlichen Hof mitwirken kann.“ Andreas Schoberer, Obmann Landjugend Steiermark

Große Unterschiede im Alpenraum In Frankreich und Italien haben mehr Betriebe aufgegeben als in Südtirol und Österreich ie Alpen umfassen ein Gebiet von Frankreich über Italien, die Schweiz, Deutschland und Ös­ terreich bis Slowenien. Thomas Streifeneder von der Europä­ ischen Akademie Bozen unter­ suchte die Entwicklung der Berglandwirtschaft zwischen 1980 und 2010. Dabei hat sich gezeigt, dass es in den einzel­ nen Staaten große Entwick­ lungsunterschiede gibt. Bei­ spielhaft dafür ist die Hofauf­ gaberate. Hier zeigte sich im 30-Jährigen Untersuchungs­

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zeitraum vor allem in den Westalpen (Frankreich und Ita­ lien) eine hohe Aufgaberate von teilweise über 80 Prozent. In Südtirol und Österreich ha­ ben hingegen nur rund ein Drit­ tel der Betriebe aufgegeben.

Untersuchung ebenfalls be­ stätigt. Die verbleibenden Be­ triebe haben sich in der bewirt­ schafteten Fläche vergrößert und auch die Viehdichte hat sich in einigen Gebieten stark erhöht.

Nebenerwerb stabiler

Schwache Strukturen

Interessant dabei ist vor allem, dass die Nebenerwerbsbe­ triebe, also Betriebe mit außer­ landwirtschaftlichem Einkom­ men, stabiler sind als Haupter­ werbsbetriebe. Der Struk­ turwandel hat sich durch die

Es gibt also im Alpenraum große Entwicklungsunter­ schiede mit Nord-Süd- und West-Ost-Gegensätzen. Die strukturschwachen Gebiete be­ finden sich vor allem in Italien, aber auch in Ostösterreich und

Teilen der Steiermark. Von der Konzentration der Landwirt­ schaft in Gunstlagen ist auch die Berglandwirtschaft nicht ausgenommen. Dort, wo grö­ ßere Betriebe entstehen, bleibt auch insgesamt die Produktion eher bestehen, als in Regionen, wo viele Betriebe aufgege­ ben haben. Und gerade dort ist auch der Tourismus stark. Die Bauern sorgen hier für eine an­ ziehende Kulturlandschaft und finden im Gegenzug Erwerbs­ möglichkeiten außerhalb der Landwirtschaft.  Stefan Steirer

Urlauber dürfen ihr Brot gerne selber backen Gäste von Urlaub am Bauernhof-Betrieben können miterleben, wie Kulinarik und Genuss entstehen und 542.600 Nächti­ gungen verbuchen alle bäuerlichen Vermieter der Steiermark pro Jahr. Von diesen etwa 1.500 Betrieben sind 460 Mitglied im Verein Urlaub am Bauernhof. Der Er­ folg wird durch die kontinuier­ liche Arbeit an den Qualitäts­ standards und der Marke „Ur­ laub am Bauernhof“ gesichert. Im Fahrwasser des guten Image profitieren alle bäuerlichen Vermieter. Obmann Hans Schwaiger und Geschäftsfüh­ rerin Astrid Schoberer-Németh

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präsentierten bei der General­ versammlung von Urlaub am Bauernhof in Riegersburg den Jahresschwerpunkt: „Das heu­ rige Jahr liegt ganz im Zeichen von Kulinarik und Genuss.“ Wie verschie­ dene Gästebe­ fragungen zei­ gen, legen Gäs­te ganz be­ sonderen Wert darauf, kulina­ risch bestens Astrid versorgt zu Schoberer-­ werden. Gera­ Németh

de auf den Bauernhöfen lässt sich dieser Anspruch verwirkli­ chen. Die Gäste können bei­ spielsweise beim Brotbacken über die Schulter schauen oder sogar mithelfen. Die Urlaub am BauernhofVermieter er­ hielten Schu­ lungen, wie man ein regio­ nales Früh­ stück best­ möglich prä­ Obmann sentiert. Die­ Hans sen Schwaiger

Marketingschwerpunkt be­ grüßte auch Erich Neuhold, der seit Jänner die Geschäfte des Steiermark Tourismus führt. Er versprach Unterstüt­ zung bei den Werbeaktivitäten. Landeshauptmann-Vize und Tourismusreferent Hermann Schützenhöfer hob besonders den Einsatz und die Leistungen der Vermieterinnen und Ver­ mieter hervor, die durch ihre herzliche Gastfreundschaft ei­ nen großen Beitrag zum Erfolg der Steiermark im Tourismus Roman Musch beitragen. 

Jetzt auf Hauptfeststellung vorbereiten geopho

Einheitswert Forst: Gruppenberatung! Für die Hauptfeststellung des forstlichen Ein­ heitswertes bietet die Forstabteilung der Kam­ mer ein umfangreiches Dienstleistungsange­ bot für Waldbesitzer mit mehr als zehn Hektar Waldfläche. Weil sehr viele Waldeigentümer be­ troffen sind und wegen der relativ kurzen Rück­ sendefrist an das zuständige Finanzamt, ist die Einzelberatung nur sehr eingeschränkt möglich. Um größtmögliche fachliche Unterstützung zu geben, bietet die Kammer ab sofort und noch vor Versand der Erklärungsformulare Gruppen­ beratungen an. Dabei werden mit 15 bis 20 Personen anhand vorbereiteter Kartenunterlagen der Waldbesit­ zungen die notwendigen Bestandesdaten er­ mittelt, Fragen beantwortet und ein Näherungs­ wert berechnet. Damit werden alle notwendigen Kenngrößen für eine plausible Einheitswerter­ klärung erarbeitet. Für die Gruppenberatung werden 40 Euro pro Person verrechnet. Die Anmeldung ist über die jeweilige Bezirks­ kammer möglich. Neben Name, Adresse, Te­ lefonnummer und Betriebsnummer sind unbe­ dingt Grundbuchsnummern und Einlagezahlen des Besitzes anzugeben.


pflanzenbautipp Harald Fragner Pflanzenschutzexperte Landeskammer

ie meisten Getreidebestände (so­ wohl Weizen als auch Gerste) be­ finden sich schon in der Schoss­ phase (EC 31 bis 32 und mehr), daher sollte die Unkrautbekämpfung schon abgeschlos­ sen sein. Sind Ehrenpreis, Stiefmütterchen, Vogelmiere und Taubnessel schon weit ent­ wickelt, sollte noch eine Bekämpfung an­ gestrebt werden (beispielsweise Express + Starane XL, Biathlon 4D, Sekator OD Power Set, …) Für bereits weit entwickelten Windhalm wären Spezialpräparate wie Axial 50 oder Puma extra in den meisten Ge­ treidearten einsetzbar. Die Kombination mit eventuellen Wachs­ tumsregulatoren (Moddus beziehungswei­ se Generika oder Medax Top) ist in den meisten Fällen möglich. Sollte aber auch bis EC 32 abgeschlossen sein. In Sommergetreide ist besonders auf das Unkrautmanagement (Hirsen und Gänse­ fuß) und auf den Blattlausbefall Acht zu geben. Kombinatinspräprate mit Wuchs­

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Getreide und Raps stoffen, wie beispielsweise Arrat + Dash oder Zooro Extra Pack würden sich bei der vorhandenen Wärme gut eignen. Raps-Schädlingsbekämpfung: Der Raps befindet sich großteils schon in der Blü­ te. Sind Bestände noch nicht aufgeblüht, können die Knospen noch vom Rapsglanz­ käfer geschädigt werden. Dann wäre eine Abschlussbehandlung mit beispielsweise Biscaya oder Mospilan 20 SG (beide bie­ nenungefährlich) anzustreben. Auch im In­ ternetportal www.warndienst.at kann das Auftreten der Schädlinge abgerufen und mit der eigenen Gelbschale verglichen wer­ den. Maiswurzelbohrer: Beim Anbau von Mais auf Mais ist jedenfalls eine Bekämp­ fung der Larven des Maiswurzelbohrers empfehlenswert. Nach dem Verbot der neo­ nicotinoiden Spezialbeizen stehen für heu­ er zwei Präparate zur Wahl: Einerseits das biologische Präparat Dianem mit Nemato­ den. Für die Ausbringung ist eine umgerüs­ tete Sämaschine und ein Spritztank für die Flüssigapplikation erforderlich. Anderer­ seits kann die Bekämpfung mit dem Insek­ tizidgranulat Belem 0,8 MG erfolgen. Hier ist für die Ausbringung ein Granulatstreuer am Sägerät erforderlich. Es ist bei der Aus­ bringung besonders auf die Anwendungs­ bestimmungen zu achten! So ist in jedem Fall ist eine unbehandelte Pufferzone von fünf Metern zu Oberflächengewässern einzuhalten. Zum Schutz von Oberflächen­ gewässern ist bei abtragsgefährdeten Flä­ chen (über zehn Prozent Hangneigung) auf den unteren 20 Metern ebenfalls eine unbe­ handelte Pufferzone einzurichten. Weitere Informationen dazu können dem Pflanzen­ schutzmittelregister der Agentur für Ge­ sundheit und Ernährungssicherheit Ages entnommen werden.

pichl-termine 22.-25.4.:Waldpädagogik Modul A für Einsteiger 25.4.:Energetischer Rohstoff Holz – quo vadis? 28.-30.4.:Holzschindelkurs 28.-30.4.:Waldpädagogik mit Jugendlichen 2.5.:Was pfeift von meinem Baum? 5.-16.5.:Traditioneller Blockhausbau 5.-9.5.:Praxismodul „Waldwirtschaft für Einsteiger“ 12.-13.5.:Gefahr von oben – Sicherheitsrisiko Baum 15.-16.5.: Von Quellsuche bis Holzbrunnenbau 17.5.:Wildkräuter des Waldes 21.5.:Produktionskapital Waldboden Info bei FAST Pichl, Tel. 03858/2201, helga.wochinz@lk-stmk.at www.fastpichl.at

termine

bauern-tv

Osterkonzerte 21. April, 16.06 Uhr: Eine Reise durch Iberia – von Portugal nach Spanien. 27. April, 16.06 Uhr: Venez souper à Sanssouci. Ort: Hotel Goldenes Kreuz, Mariazell. Kontakt unter 0676/9394121.

u hr Vorpommerns Auen. Mi., 16. April, 15.15. Uhr.

Tulpenfest 12. und 13. April in Edelsbach. www.tulpenfest.at.

u Servus-TV Wilde Herden. Bei Schafhirten in Afghanistan. Di., 22. April, 13.50 Uhr.

Bauerngartl in Anger Am 26. April wird zum „Mittelalterlichen Bauerngartl“ nach Anger bei Weiz geladen. Bauernmarkt und historische Musik umrahmen das Programm von 11 bis 19 Uhr.

Mittelalterlich feiernKK

Steirermost Jahrgangspräsentation der sieben Steirermost-Betriebe: 28. April, 19.30 Uhr, Forum Kloster in Gleisdorf. www.steirermost.at Ostermarkt Selbstgebasteltes der Fachschule Feistritz-St. Martin für Ostern: 11. April, 13 bis 15 Uhr, Schloss Feistritz. Kinderprogramm: Osternesterlsuchen um 14 Uhr. Kindertheater in Stübing Interaktives Kindertheater im Tal der Geschichte am 26. April, 13 bis 16 Uhr: Die NUs zu Besuch bei Fanny. Kosten: 20 Euro pro Kind, Erwachsene regulärer Eintritt. Anmeldung erforderlich unter: 03124/53700-13. Frühlingsball 26. April, 17 Uhr. Generalversammlung der Landjugend Bezirk. Anschließend wird zum Frühlingsball geladen (21 Uhr Polonaise), GH Bauernhofer, Brandlucken. Ostern im Märchenwald Osternspektakel am 20. April, 12 bis 15 Uhr, im Freizeitpark Märchenwald in St. Georgen ob Judenburg. Lamm und Bärlauch Spezialitäten im Buschenschank Tinnauer, Labitschberg/Gamlitz.

u Planet Die Macht der Elemente. Fr., 18. April, 20.15 Uhr.

u ORF 2 Erlebnis Österreich. Die Natur zum Greifen nah – Die Nationalparkwelten in Mittersill. So., 27. April, 16.30 Uhr.

NationalparkMittersill

kurzinfo Bauen mit Holz Das Holzmuseum Murau lädt zur Sonderausstellung „Holzbau Hani“ und zur Vernissage „Steirische Künstler“. Täglich geöffnet. www.holzmuseum.at Alte Bräuche neu erleben Neu erschienenes Buch im Leopold Stocker Verlag: „Alte Bräuche neu erleben – Fest- und Alltag im Rhytmus der Jahreszeiten“. Erhältlich im Buchhandel unter ISBN: 3-7020-1443-8. Rrratschen Praktisches Handbuch zu Ratschenbau und österlichem Ratschenbrauchtum. Preis: 25 Euro. 0316/90 8635 oder service@ steirisches-volksliedwerk.at. Geheimis Holz Ausstellung im Landwirtschaftsmuseum Schloss Stainz: Geheimnis Holz – vom Dachwerk zum Mountainbike. Energie: Photovoltaik Die Broschüre „Photovoltaik in der Landwirtschaft – Sonnenstrom für den Eigenbedarf“ ist im Referat Energie und Biomasse in der Landwirtschaftskammer zum Preis vom 15 Euro erhältlich. Tel. 0316/8050-1433.

Auf der Karte im AprilKK

Genuss auf steirisch Zum Nachschlagen auf www.stmk.lko.at it einer Auflage von 220.000 Stück gestaltet die Landwirt­ schaftskammer Steiermark die Beilage „Genuss auf steirisch“ in der Kleinen Zeitung. Sie informiert die Konsumenten über Kennzeichnung, Qualität und hervorragenden Ge­ schmack von heimischen Le­ bensmitteln und wo sie erhält­ lich sind. Inhalte der aktuellen Ausgabe: Tipps für Ostern und den Garten. Und wie man seine Küche mit dem Rezepte Ro­ cker auf den Kopf stellen kann. Einfach QR-Code scannen!

M

Tag der offen

Blumenschmuck-Gärtner laden am 2

Offene Tür Am letzten Aprilwochenende öffnen die Blumenschmuck-Gärtner ihre Türen. Nähere Infos auf www.blumenschmuck.at. Teilnehmende Betriebe: Stiftsgärtnerei, Admont; Garten ­Bayer, Hartberg; Blumenhof Bender, Bad Radkersburg; Edler Josef Gartenzentrum, Graz Liebenau; Gärtnerei Fassel – Blumen Birgit, St. Ruprecht/Raab; Familiengartencenter Fresner, Michaelerberg; Dekorativ grün Friedl, Graz; Gärtnerei & Blumenhaus Galla-Mayer, JudenburgMurdorf; Gärtnerei Gleichweit, Pöllau; Floristik u. Gartenbau Hammer, Wettmannstätten; Erlebnisgärten Höfler, Puch bei Weiz; Höller – Die Blütenmacher, St. Stefan ob Stainz; Gärtnerei Jogl, Kirchberg/ Raab; Gärtnerei u. Baumschule Kamaritsch, Pöls; Blumen Krammer, Deutschfeistritz; Pflanzenwelt Langer, Fürstenfeld; Leitners Gärtnerei, Raaba bei Graz; Blumen Lienhart, Graz Hautzendorf; EinkaufsgartenBaumschule-Gartengestaltung Loidl, Kaindorf; Pflanzenparadies Micko, Lieboch/Schadendorf; Blumen Gartenbau Nagl, St. Lorenzen i. M.; Blumen Oliva, Feldkirchen b. Graz; Gärtnerei Penger, Trofaiach; Blumen Plettig, Stallhofen; Blumen Posch, Mühldorf bei Feldbach; Gärtnerei Posch, Gratwein; Gärtnerei Prauser, St. Martin i. Sulmtal; Gärtnerei Reisinger, St. Michael; Blumen Renat-Köberl, Frohnleiten; Blumen Ruprecht, Gleisdorf; Blumen Stelzl, St. Johann i. Saggautal; Blumenhaus und Gartenbau Zötsch, Graz-Andritz; Blüten Flair & Bindekunst Zwanzger, Bärnbach/Voits-

berg

Weitere Informationen auf

blumenschmuck.at

echtzeitig zum Start in die Blumenhochsaison laden die Blumenschmuck Gärt­ ner am 26. April zum „Tag der of­ fenen Gärtnerei“ ein. Dabei kön­ nen die Besucher einen Blick hin­ ter die Kulissen werfen und sich Tipps und Tricks der Profi-Gärtner holen. Die Produktionsstätten wer­ den geöffnet und Einblick in mo­ derne Arbeitstechniken und Ar­ beitsweisen gewährt.

R

Blume des Jahres

Kaum hat man sich an den Früh­ ling gewöhnt, beginnt Mitte April für die Blumenschmuck Gärtner die Sommersaison. Dann blüht es in den Gärtnereien in allen For­ men und Farben und die mit gro­ ßer Sorgfalt produzierte Beet- und Balkonware steht zum Verkauf be­ reit. Die Blume des Jahres sowie das Gemüse des Jahres wird exklu­ siv beim Blumenschmuck Gärtner angeboten. Farbenfrohe und duftende Mun­ termacher aller Art stehen bereit. Die Blumenschmuck Gärtner sind


SERVICE

Mahlzeit

Die wichtigsten Termine und ­Hinweise für die ­steirischen Bäuerinnen und Bauern: www.stmk.lko.at, 0316/8050-1281, presse@lk-stmk.at

Engagierte Forstfrauen Kostenlose Exkursionen und Waldspaziergänge m Rahmen des Pro­ jektes „Wald in Frau­ enhänden“ finden re­ gelmäßig Veranstaltungen rund um den Wald für forstinteres­ sierte Damen statt. In diesem Jahr blickt das Projekt aus dem Wald heraus die Wertschöp­ fungskette entlang – vom Fuß­ boden bis hin zum ganzen Holzhaus. Nach den Betriebs­ besichtigungen gibt es einen kleinen, fachlichen Waldspa­ ziergang und eine Jause. Die Teilnahme ist kostenlos. Bitte zu allen Veranstaltungen wetterfeste Kleidung und ge­ eignetes Schuhwerk mitbrin­ gen. Anmeldung bis eine Wo­ che vor dem jeweiligen Ter­ min unter 03858/2201-7292 oder dagmar.karisch-gierer@ lk-stmk.at

I

Führung bei Almholz

almholz

u 23. April, 9 Uhr: Almholz, 8163 Fladnitz/Teichalm 117 u 28. April, 9 Uhr: Admonter Naturboden, Sägestraße 539, 8911 Admont u 29. April, 9 Uhr: Tischlerei Rosenkranz, Siedlungsstraße 1, 8755 St. Peter ob Judenburg u 6. Mai, 9.30 Uhr, Thoma, Sägestraße 4, 8632 Gußwerk

nen Gärtnerei

26. April zum Start in die Hochsaison auch erste Ansprechpartner in al­ len Fragen zur Auswahl, Standort und Pflege von Blumen und Pflan­ zen.

Mit der Natur Es ist noch nicht so lange her, als „Gartenarbeit“ für die meisten unzertrennlich mit systemischen Dünge- und Pflanzenschutzmitteln sowie der Ansicht, dass alles Na­ türliche aus dem Garten weichen müsse, verbunden war. Gott sei Dank hat sich das geän­ dert. Die Gärtner haben die Auf­ gabe, anstatt die Natur zu bekämp­ fen, mit ihr zusammen zu arbeiten und ihre Selbstregulierungsmecha­ nismen zu nutzen.

Frühes Gartenjahr

Heuer erfreuen wir uns über einen frühen Start in die Gartensaison und sind schon auf einen blüten­ reichen Sommer eingestimmt. Der Themenbogen in der Broschüre „Tipps und Trends zum Blumen­ schmuck“ spannt sich von Gar­ ten-, Gemüse- und Blumenartikeln

bis zu allen wichtigen Terminen im Blumenjahr und ist druckfrisch beim Blumenschmuck Gärtner er­ hältlich.

Steirisch erzogen

Die Pflanzen, die in der Steier­ mark aufgewachsen sind, werden ab heuer besonders gekennzeich­ net. Mit der naturnahen Produk­ tion von Pflanzen sowie der Aus­ bildung eigener Fachkräfte fördern die Mitgliedsbetriebe der Blumen­ schmuck Gärtner die ganze Region Steiermark. Regionalität ist längst nicht mehr nur ein Schlagwort bei Lebensmitteln. Regionale Kreis­ läufe machen auch in anderen Be­ reichen der Wirtschaft Sinn.

Tipps und Trends im Web

Viele Tipps und Trends sowie die wöchentlichen Gartentipp-Sen­ dungen in Steiermark Heute kön­ nen auf der neuen Homepage www.blumenschmuck.at nachge­ schlagen werden. Dort sind auch alle Kontakte und Veranstaltungen der Mitgliedsbetriebe zu finden.

Apfelhoheiten im Blütenmeer

mazelle

Zutaten für vier Krauthäuptel: 2 Salatherzen, gewaschen, trocken getupft, Ei, Mehl und Brösel zum Panieren, Öl zum Ausbacken Beef tartare: 200 Gramm Rindsfilet fein gehackt, 1 Teelöffel Kapern, 2 Sardellen, 1/2 Esslöffel Senf, 1/2 Esslöffel Ketchup, Salz, Cayennepfeffer, Worcestershiresauce, Tabasco, 1 Teelöffel Essiggurkerln fein gehackt, 1 Teelöffel Schalotten fein gehackt, 1 Esslöffel Olivenöl Frischkäsenockerln: 150 Gramm Frischkäse, 1 Esslöffel frisch gehackte Kräuter, Salz und Pfeffer Vinaigrette: 1/2 Paprikaschote, 1 kleine Zwiebel, Prise Zucker, Salz, Kernöl, Apfel­ essig Zubereitung Für das Beef tartare das gehackte Fleisch mit den restlichen Zutaten vermengen und

Krauthäuptel abschmecken. Für die Frischkäsenockerln den Käse mit den Kräutern verrühren, salzen und pfeffern. Die Salatherzen halbieren, mit Mehl, Ei und Brösel auf der Schnittstelle panieren und in einer Pfanne mit wenig Öl knusprig anbacken, umdrehen und kurz ziehen lassen. Für die Vinaigrette die Paprikaschote von Kernen und weißen Adern befreien, mit der Zwiebel fein hacken und mit den restlichen Zutaten zu einer Vinaigrette rühren. Die gebackenen Salatherzen auf der Vinaigrette mit der knusprigen Seite nach oben anrichten und je ein Nockerl Beef tartare und ein Nockerl Kräuterfrischkäse daraufsetzen, eventuell mit kurz blanchierten und mit Olivenöl beträufelten Spargelscheiben garnieren.

27. April, Apfeldorf Puch, mit Radiofrühschoppen ie steirische Apfelstra­ ße mit ihrem Zentrum im Apfeldorf Puch steht am 27. April ab 9 Uhr ganz im Zeichen der Apfelblü­ te. Nicht nur die Gasthöfe und Wirtshäuser der Region tischen Köstliches rund um den Apfel auf, auch die Bauern legen sich beim Apfel-Schmankerlkirtag kräftig ins Zeug. Wer die Blü­ tenpracht in Ruhe genießen will, geht am besten ab 9 Uhr bei der Apfelblütenwanderung mit. Die sechs Kilometer lange Route führt durch den größten,

D

blühenden Obstgarten Öster­ reichs. Wer Stimmung haben will, ist beim Frühschoppen mit der Musikkapelle ab 10 Uhr bestens beraten. Um 11 steigt ORF Radio Steiermark live ein. Um 14 Uhr treffen sich alle Apfelhoheiten seit 1985 am Festplatz am Hochgartl. Glücksritter dürfen nicht ver­ säumen, bei der Verlosung von Preisen im Gesamtwert von 4.000 Euro mitzumachen. Auch Kindern wird nicht fad werden. Infos: 03177/2222, www.apfelstrasse.at

m 12. April findet in der Oberlandhalle in Leoben eine Zucht­ schafversteigerung statt. Neben einem Angebot an Juraschafen aus ganz Österreich werden die Rassen Tiroler Bergschaf, Braunes Bergschaf, Merino­ landschaf, Schwarzkopf, Suf­ folk und Texel angeboten. Ins­ gesamt werden 80 Widder und 40 weibliche Tiere aufgetrie­ ben. Versteigerungsbeginn ist um 12 Uhr. Infos: 03842/253339 www.schafe-stmk-ziegen.at

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Landestermine 24.4.: Agrarkreis „Schaf und Ziege“, Steiermarkhof 28.-27.4.:  4x4, Reden, Präsentation, JUFA Pöllau 10.5.:  Forst Landesentscheid, St. Lambrecht (MU) 19.4.: Osterfeuer im ganzen Land

A

Juraschafe im Ring

Haubenküche für zu Hause 

landjugend-termine

12. April, Oberlandhalle Leoben

Tag der offe Gärtner nen ei

Haubenkoch Restaurant Schlossberk und El Gaucho

Apfelblütenfest

Schaf-Versteigerung 26. April 2014

Christof Widakovich

Bezirkstermine 20.4.: GUOstertanz, Grostübinger Stubn 20.4.: WZOsterschießen, Mitterbach 20.4.: WZOstertanz, Volksschule Arzberg 20.4.: KFOstertanz, Flatschach 21.4.: MUGV der LJ Zeutschach 21.4.: MUGV der LJ Kulm am Zirbitz 21.4.: WZTannenzweigrallye, Freizeitzentrum Passail 25.4.: JU Bezirks-Schnapsturnier, GH Neurad, Thaling 25.4.: MZTheater, Kulturhalle Stanz Mehr unter www.stmklandjugend.at baumann


10

M a r k t & W i r t s c h a ft

Landwirtschaftliche Mitteilungen

15. April 2014

Rindermarkt Marktvorschau 11. April bis 11. Mai

Zuchtrinder

17.4. St. Donat, 11 Uhr Nutzrinder/Kälber

15.4. 22.4. 23.4. 29.4. 6.5.

Greinbach, 11 Uhr Leoben, 11 Uhr Edelschrott, 9.30 Uhr Greinbach, 11 Uhr Leoben, 11 Uhr Zuchtschafe

12.4. Leoben, 11 Uhr EU-Marktpreise Jungstierfleisch R in Euro/100 kg, Schlachtgewicht, kalt, Woche bis: 30. März 2014

Tendenz/Woche

Dänemark Deutschland Spanien Frankreich Italien Portugal Niederlande Österreich Polen Tschechien Slowenien

394,20 376,97 390,52 382,69 389,86 377,21 339,94 371,11 303,50 315,36 329,28

– 0,11 – 2,69 – 0,84 – 1,00 – 3,63 +1,11 – 2,89 – 0,87 +3,20 +2,13 – 1,73

370,54

– 1,38

EU-27 Ø Quelle: Europäische Kommission

Schlachthof-Einstandspreise AMA, 24. – 30.3. Österreich

Stiere

Durchschnitt E Tendenz Durchschnitt U Tendenz Durchschnitt R Tendenz Durchschnitt O Tendenz Durchschnitt E-P Tendenz

3,89 +0,03 3,81 ±0,00 3,73 – 0,01 3,34 – 0,02 3,77 – 0,01

Kühe Kalbinnen

3,11 +0,02 3,01 +0,04 2,85 +0,01 2,56 +0,03 2,73 +0,03

3,91 +0,15 3,66 +0,01 3,56 +0,01 2,90 – 0,06 3,54 – 0,02

Silo­ballen sollten rasch nach dem ­Wickeln zum ­Lagerplatz gebracht werden. Positionsveränderungen während der Gährung sind schlecht

Trends in der SilageÜberbetriebliche Ernte mit Profi-Technik und neue Silofolien, Siliermittel brauchen gute ­Verteiltechnik. Bestes Heu kann nur mit Trocknung ­erreicht werden. Voraussetzung für gute Sila­ ge ist nach wie vor ein gut zu­ sammengesetzter Grünland­ bestand, der zum optimalen Zeitpunkt gemäht wird. Fut­ terqualität beginnt am Feld. Die beste Technik und Logis­ tik kann Qualität nur erhal­

ten, nicht erzeugen. Bei ange­ messener Futtermenge soll ei­ ne möglichst hohe Energie­ dichte erreicht werden. Neben dem Schnittzeitpunkt ist auf eine möglichst geringe Futter­ verschmutzung zu achten. Da­ bei geht es nicht nur um an­ organische Verschmutzungen wie Sand und Erde, son­ dern auch um organische Ver­ schmutzungen wie Mist- und Güllereste. Eine ausreichende Schnitthöhe von mindestens sieben Zentimeter sowie ei­

Ermittlung laut Viehmelde-VO BGBL.42/2008, der durchschnittlichen Schlachthof-Einstandspreise (inklusive ev. Zu- und Abschläge)

Rindernotierungen, 7. bis 12. April EZG Rind, Qualitätsklasse R, Fettklasse 2/3, in Euro je kg exklusive qualitätsbedingter Zu- und Abschläge

Kategorie/Basisgewicht kalt

von/bis

Stiere (310/470) 3,43/3,47 Kühe (300/420) 2,44/2,61 Kalbin (250/370) 3,22 Kalbin bis 24 Monate, EU2/3/4; R3/4 +0,15 Kalbin bis 24 Monate, R2 +0,05 Programmkalbin (245/323) 3,43 Schlachtkälber (80/105) 4,70 Bio-Zuschlag in Ct.: Kühe 40-45, Kalbin 50; AMA-Zuschlag in Ct.: Stier 18, Schlachtkälber 20

Bonsilage sichert Qualität

3,85 4,05 4,45

Europas Siliermittel Nr. 1

AMA-Preise Österreich frei Schlachthof, 24. bis 30. März

Kategorie

Schlachtkälber

Durchschnittspreis

Tendenz

5,25

– 0,14

Grenzen der Technik In der Mähtechnik geht der Trend hin zum Scheibenmäh­ werk. Durch die leichtere Bau­ weise sind größere Arbeits­ breiten möglich. Die Gefahr einer schlechten Bodenanpas­ sung nimmt aber mit der Brei­ te zu. Arbeitsbreiten von über drei Meter je Mäheinheit sind deshalb kritisch. Auch beim Kreiseln und Zetten wird die Hektarleistung ständig erhöht. Dabei darf die Leistung kei­ nesfalls über die Fahrgeschwin­ digkeit erhöht werden, weil da­ durch die Verschmutzung und die Verteilqualität verschlech­ tert werden. Nach wie vor sind niedrige Drehzahlen für eine schonende Futterbearbeitung notwendig.

Überbetrieblich erzeugt

Ochsen und Jungrinder

Bio-Ochsen (300/430) ALMO R3 (340/430), 20-36 Monate Styriabeef, R3 (185/260)

ne dichte Grünlandnarbe sind die Voraussetzungen, um Ver­ schmutzungen zu vermindern. Zunehmend zu einem Problem wird die Futterernte bei einem hohen Anteil an der Gemeinen Rispe im Bestand.

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Richtig ab geht’s erst bei Grün!

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Neue Folien kommen Die wichtigste Aufgabe beim Silieren, so sind sich die Exper­ ten einig, wird dem Walzfahrer zuteil. Das Siliergut muss in sehr kurzer Zeit ausreichend verdichtet werden, damit ei­ ne rasche Abdeckung erfolgen kann. Bei der Folienabdeckung gibt es Neuerungen. Folien kommen auf den Markt, bei de­ nen die Unterziehfolie der Si­ lofolie anhaftet. Erst mit dem Wasserdampf vom Siliergut lö­ sen sich beide Folien voneinan­ der. Mit dieser Technik soll der Arbeitsaufwand bei der Aus­ bringung vermindert werden. Besonders bei windigem Wet­ ter spielt dies eine große Rolle.

Trocknung für bestes Heu Die Heugewinnung ist beson­ ders bei unsicherem Wetter sehr schwierig. Zu hohe Feuch­ tigkeitsgehalte im Futter führen bei nicht ausreichender Belüf­ tung oder Trocknung innerhalb kurzer Zeit zum Verderb des Futters. Untersuchungen der letzten Jahre zeigen eindeutig, dass kurze Schönwetterperio­ den bei der Grundfutterernte nur mit entsprechenden Heu­ trocknungsanlagen ausgenützt werden können. Dadurch kön­

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Besonders in Gunstlagen nimmt der überbetriebliche Einsatz von Feldhäckslern zu. Dabei wird auch Technik ein­ gesetzt, mit der die Menge- und die Feuchtigkeit des Erntegutes erfasst werden können. Zudem sind diese Geräte häufig mit ei­ ner guten Dosiertechnik ausge­ stattet. Damit können Siliermit­ tel optimal verteilt werden. Si­ liermittel können nur dann den gewünschten Effekt bewirken, wenn die Wirkstoffgruppe für das Siliergut passt. Der Trend geht hier zur Verteilung gerin­ ger Mengen in flüssiger Form.

Nachdem der Witterungsver­ lauf zur Erntezeit selten vorher­ sehbar ist, kann bei der Ernte immer nur kurzfristig über das richtige Produkt entschieden werden. Um die Produktaus­ wahl zu erleichtern, werden für Siliermittel DLG-Gütezeichen vergeben. Diese können auf der Hompage der DLG (www. guetezeichen.de) kostenfrei ab­ gerufen werden.

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15. April 2014

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Landwirtschaftliche Mitteilungen

Rindermarkt Starke Nachfrage nach Zuchtrindern Greinbach, am 7. April 2014

Für gutes Futter ist die Verdichtung das Um und Auf. Gleichmäßige Verteilung und ausreichend Gewicht des Walzfahrzeuges sind ausschlaggebend Agrarfoto, Wurm, F. Kern

und Heuproduktion guter Grünlandbestand und Verdichtung für Qualität wichtig nen aufgrund von kurzen Feld­ phasen Bröckelverluste mini­ miert und das Risiko des Fut­ terverderbs deutlich vermindert werden. Für welche Trock­ nungsanlage sich die Betriebe entscheiden, hängt von den ört­ lichen und baulichen Gegeben­ heiten ab. Häufig werden aber Anlagen mit Unterdachabsau­ gung beziehungsweise Kom­ binationen mit Entfeuchtungs­ anlagen gebaut. Zum Teil wird die Luft aber auch durch Heiz­ anlagen, die mit Biomasse be­ feuert werden, erhitzt. 

Karl Wurm

TIPPS für die Grassilage-Ernte 1.

Richtiger Mähzeitpunkt: Grün­

2.

Hohes Mähen wichtig: Grün­

landbestände haben zu Beginn von Ähren- und Ris­ penschieben der bestandesbil­ denden Gräser das optimale Vegetationsstadium erreicht. In diesem Stadium ist die Energie­ dichte sehr hoch und das Futter hat ausreichend Masse und Struktur. landbestände vertragen keine tiefe Mahd. Wird zu tief

gemäht, erschöpfen sich die Reservestoffe – die wertvollen Futtergräser werden zurückge­ drängt. Hohes Mähen beugt zu­ dem einer Futterverschmut­ zung vor. Nicht nur Sand und Erde, auch Mist- und Gül­ lereste sind bei der Vergährung problematisch. Eine Mähhöhe von über sieben Zentimeter ist auf jeden Fall sinnvoll.

3.

Nur kurz anwelken: Mit dem

Anwelken wird der Zu­

ckergehalt in der Trockenmas­ se konzentriert beziehungswei­ se das Auftreten von Sickersäf­ ten vermieden. Optimal ist ein Trockenmassegehalt von 30 bis 40 Prozent. Dieser soll mög­ lichst innerhalb von 24 Stunden erreicht werden. Eine längere Anwelkdauer auf dem Feld führt zu einer zu ho­ hen Zuckerveratmung und da­ mit zu schlechteren Gärvoraus­ setzungen. Intensiv-Mähaufbe­ reiter können die Trocknungs­ zeit um rund zwei Stunden verkürzen.

4.

Futter zerkleinern: Kurz ge­

schnittenes Futter lässt sich besser verdichten. In der Folge kann der Gärprozess mit Milchsäure rasch starten. Die Futteraufnahme ist hoch und damit auch die Leistung. Opti­ mal sind Schnittlängen von zwei bis fünf Zentimeter. Je trockener das Futter ist, desto kürzer soll es sein.

5.

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Silagen gut verdichten: Es

muss zügig siliert und ausreichend verdichtet werden. Die Entladeschicht gut im Silo verteilen. Sie soll 40 Zentime­ ter nicht überschreiten. Schwe­ re Walzgeräte haben natürlich große Vorteile. Sie müssen mindestens soviel wiegen, wie ein Drittel der Bergeleistung je Stunde. Eine mangelhafte Ver­ dichtung führt schon während des Siliervorganges zu Fut­ tererwärmung, verursacht durch Hefen. Hohe Futterstock­ temperaturen von über 30 Grad Celsius können auch zu Butter­ säurebildung führen.

DIE SAAT Auslese

NATÜRLICH DIE SAAT 01.04.14 15:21

Silo rasch abdecken: Vor dem

Silieren eine Wandfolie (Altfolie aus dem Vorjahr) ein­ legen. Die Abdeckung erfolgt mit einer Überziehfolie und der Silofolie. Neue Folien kombi­ nieren beide Arten, die sich erst durch Wasserdampf aus dem Futter trennen. Es muss rasch abgedeckt werden, damit kein Sauerstoff mehr in den Silo eindringen kann. Spät in der Nacht sollte wenigstens provi­ sorisch abgedeckt werden. 

Die Nachfrage nach Zuchtrindern war bei der Aprilversteigerung in der Greinbachhalle sehr gut. Die Anwesenheit mehrerer slowenischer Züchter setzte neben den Ankäufen durch fünf Handelsfirmen vor allem bei den Kühen in Milch wichtige Akzente. In den nächsten Wochen starten die Exportankäufe ab Hof in die Türkei und werden somit zur weiteren Marktentlastung beitragen. Vier Herdebuchstiere wurden von Züchtern und Viehzuchtgenossenschaften angekauft. Von GENOSTAR wurden drei genetisch hervorragende Jungstiere eingestellt: Mit dem EVEREST-Sohn GS 1 (Züchter: Christian und Willibald Rechberger) steht einer der aktuell am höchsten zuchtwertgeschätzten Fleckviehstiere im künftigen Besamungseinsatz. GS WALCHER (V: GS WALCH) von Veronika und Alois Ninaus ist ein besonders fitnessstarker Jungstier aus der Linie WALDBRAND. Mit dem Braunviehstier GS PAYMAN aus dem Zuchtbetrieb Harald Strommer wechselte die Nummer 1 der PAYBOY-Söhne in den Besitz von GENOSTAR. Die Nachfrage nach Kühen in Milch war von der Ankaufstätigkeit mehrerer slowenischer Züchter geprägt. Auch die Kuh mit dem Tageshöchstpreis, eine extrem exterieurstarke GS RUBIKON-Tochter von Gottfried Schönbacher, ging in einen slowenischen Zuchtbetrieb und wird zukünftig im Zuchtprogramm des slowenischen Fleckviehzuchtverbandes genutzt. Das durchschnittliche Tagesgemelk der verkauften Kühe lag bei diesem Markt bei 30,8 kg. Der Absatz der trächtigen Kalbinnen gestaltete sich überwiegend über die Exportfirmen. Die Zielländer waren Italien und Nordafrika und in kleinen Mengen Slowenien. Eine typstarke WALDBRAND-Tochter aus dem Aufzuchtbetrieb Angela und Reinhard Pfleger wurde zum Tageshöchstpreis versteigert (Käufer: Franz Tieber). Die Nachfrage nach dem insgesamt großen Angebot an Zuchtkälbern und Jungkalbinnen war von den Aufzuchtbetrieben gegeben. Die Zuchtkälberpreise konnten sich leicht verbessern. Ein genotypisiertes Zuchtkalb von Karl Königshofer wechselte zum höchsten Preis des Tages in den Kärntner Zuchtbetrieb Johannes Weber. Gefragteste Jungkalbin war eine GS EGON-Tochter von Johann Berghofer (Käufer: Manfred Hochfellner). Die nächsten Zuchtrinderversteigerungen finden am 17. April in St. Donat, am 12. Mai in Leoben und am 5. Juni in St. Donat statt.  DI Peter Stückler

Karl Wurm

Versteigerung Greinbach 7. April 2014

Auftrieb Stiere

Verkauft Ø-Pr. nto

A

5

4

2.263

Summe

5

4

2.263

11 30

10 28

1.748 1.837

38

1.814

6 51

1.867 1.772

57

1.782

39

892

59

512

Kühe

Kühe Jungkühe Summe

41 Trächtige Kalbinnen

24 kg Milch 22 kg Milch Summe

6 51 57 Jungkalbinnen

II

42 Zuchtkälber

Fleckvieh

65

schweine Notierungen EZG Styriabrid, 4. bis 9. April Schweinehälften, in Euro je Kilo, ohne Zu- und Abschläge

Basispreis ab Hof Basispreis Zuchtsauen

1,52 1,29

ST-Ferkel, 7. bis 13. April in Euro je Kilo, bis 25 kg

ST- und System-Ferkel Übergewichtspreis ab 25 - 31 kg Übergewichtspreis ab 31 - 34 kg Impfzuschlag Mycoplasmen, je Stk. Impfzuschlag Circo-Virus, für ST, je Stk. Ab-Hof-Abholung durch Mäster, je Stk.

2,75 1,10 0,45 1,563 1,50 1,00

Marktpreise ohne Mehrwertsteuerangabe sind Nettobeträge


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M a r k t & W i r t s c h a ft

Landwirtschaftliche Mitteilungen

Siegreiche Züchter Braunes Bergschaf Josef Schmiedhofer, (vier GrS, GS Widder, Schafe), Öblarn Bianca-Maria Grießebner, (ein GrS), Trautenfels Jura Sonja Flacher, (drei GrS, GS Schafe), Stanz im Mürztal August Hölbling, (drei GrS, GS Widder), Stanz im Mürztal Elisabeth Steinbuch, (ein GrS), Koglhof Kärntner Brillenschaf Andrea Liebenberger, (zwei GrS), Fladnitz/Teichalm Georg Pesenhofer, (zwei GrS, GS Widder und Schafe), Hitzendorf Martin und Reinhard Dullnigg, (ein GrS), Murau Krainer Steinschaf Sabine Elmleitner, (zwei GrS, GS Schafe), Birkfeld E. und M. Schneider, (zwei GrS, GS Widder), Brodingberg Barbara Soritz, (zwei GrS), Schwanberg Merinolandschaf Roswitha Schaberrreiter, (zwei GrS, GS Widder), St.Katharein/H. Martina und Peter Gruber, (ein GrS, GS Schafe), Stattegg/G. Hildegard Kröll, (ein GrS), Öblarn Guldula Schrefler, (ein GrS), Trieben Ernst und Margareta Schaffer, (ein GrS), Kleinlobming Waldschaf Ernst und Margareta Schaffer, (zwei GrS, GS Widder und Schafe), Kleinlobming Schwarzkopf Peter Hofer, (fünf GrS, GS Widder und Schafe), Mönichwald Suffolk Peter und Maria Zierler, (drei GrS, GS Widder und Schafe), Mitterdorf/Raab Johann und Elisabeth Harrer, (ein GrS), Passail Texel Andrea und Josef Haberl, (ein GrS, GS Widder), St.Marein/K. Tiroler Bergschaf Ingrid und Siegfried Illmayer, (fünf GrS, GS Widder), Niklasdorf Susi und Oscar Truschnigg, (zwei GrS), Maria ­Lankowitz Barbara und Michael Zeiler, (zwei GrS, GS Schafe), Kleinsölk Bianca-Maria Grießebner, (zwei GrS), Trautenfels Thomas Kolb, (ein GrS) Kainach Gernot Maier, (ein GrS), St.Ruprecht/M. Bernd Schrottshammer, (ein GrS), Aich Tiroler Steinschaf Andreas Leitgab, (zwei GrS, GS Widder), Kleinsölk Franz Lackner, (ein GrS, GS Schafe), Klachau Jungzüchterbewerb Karl Zeiler, (Bambini bis 13 J.), Kleinsölk Iris Rohrer, Jungzüchter (ab 13 J.), Maria Lankowitz GrS = Gruppensieg; GS = Gesamtsieg

15. April 2014 Können sich auch international sehen lassen: Peter Hofer (Schwarzkopf), Josef Haberl (Texel) und Maria Zierler (Suffolk) (v.l.n.r.) Unten: Gesamtsieger männliche Bergschafrassen, männliche gefährdete Rassen, Mernio und Jura sowie die Vorführsieger der Jungzüchter (v.l.n.r.) Baumann (5)

Steirische Fleischschafe glänzen Spitzentiere zeigten beim Ennstaler Schafbauerntag höchstes Niveau Fünf Doppelsieger. Publikum erlebte ­neben züchterischen Höhepunkten auch kulinarische.

damenten und besten Eutern. Auch die Bemühungen der letzten Jahre, wieder mehr auf die Bemuskelung zu achten, waren deutlich erkennbar.

Nur alle fünf Jahre wird die steirische Landesschafschau ausgetragen. Knapp 400 Scha­ fe von 64 Züchtern stellten sich den Preisrichtern und dem be­ geisterten Publikum.

Die Rassen Jura- und Merino­ landschaf bestachen mit rah­ migen und sehr fleischbetonten Tieren, die absolut dem Wirt­ schaftstyp entsprechen. Insge­ samt war die Qualität in die­ sem Rassenbereich sehr aus­ geglichen, was ein Beweis für die hohe Dichte an ausgezeich­ neten Zuchttieren bei diesen Rassen ist. Der Fleischrassen­ bereich bestätigte einmal mehr, dass die Steiermark österrei­

Bergschafe Der Bergschafbereich über­ zeugte die Besucher mit bes­ tens gepflegten, typschönen, aber vor allem sehr funktio­ nellen Tieren mit guten Fun­

Hohes Niveau bei Fleisch

chweit führend ist und auch den internationalen Vergleich nicht zu scheuen braucht: Be­ stens ausgeprägte Keulen, lan­ ge breite Rücken gepaart mit bes­ten Fundamenten – die Spit­ zentiere repräsentierten höchs­ tes Niveau.

Gefährdete Rassen Der in der Steiermark sehr starke Züchterkreis der gefähr­ deten Schafrassen stellte ras­ setypische, dem Zuchtziel ent­ sprechende Tiere zur Schau. Ein Indiz für die gute Zucht­ arbeit in diesem Bereich war die Ausgeglichenheit der vor­ gestellten Gruppen. Die Preis­ richter aus Bayern und Tirol

schätzten die Qualität als hoch ein. Die vielen Besucher aus allen Bundesländern und darü­ ber hinaus lieferten den besten Beweis dafür, dass das Schaf­ zuchtland Steiermark einen hohen züchterischen Stellen­ wert genießt. Vor allem die in der Steiermark gebotene große Rassenvielfalt auf einem hohen Qualitätslevel ist beim Enns­ taler Schafbauerntag alljähr­ lich ein Anziehungspunkt für Fachbesucher aus nah und fern. Hinzu kommt der tolle Rah­ men, der am Freitagabend mit Spezialitäten des Genuss-Re­ gion Ennstal-Lamms und dem Jungzüchterbewerb lockte. Michael Zeiler 

Ausgezeichnet Leistungsstärkste Kühe SCHWALBE von Karl Hofbauer, Langenwang; JORA von Robert Herk, St. Marein/Kn.; DORNROSE von Christian Friedl, Unterlamm Auszeichnung 100.000-Kilo-Kühe, Braunvieh Roswitha Ableitner, St. Radegund; Ulrike und Josef Bischof, Maria Buch (2); Anton Bleikolm, Judenburg; Alois Bliem, Neuberg/Mürz; Friedrich Brandstätter, Rachau; Bernhard Buchmayer, St. Peter/Fr.; Günter Eggmayr, St. Martin/Grimming; Josef Grabmaier, Rachau; Alfred Hochfellner, Feistritz/Kn.; Vinzenz Kargl, Gaal; LFS Grottenhof Hardt, Thal bei Graz; Franz Mayr Melnhof, Frohnleiten; Sieglinde und Heribert Schlager, Rachau (2); Franz Seebacher, Gröbming; Heinrich Steinbrecher, Bad Mitterndorf; Maria Steiner, Pichl-Kainisch; Andrea Thaler, Thörl; Josef Tippl, Aigen/Ennstal (2); Regina und Herbert Waldauer, Bad Mitterndorf. Auszeichnung 100.000-Kilo-Kühe, Fleckvieh Johann Arzberger, Schachen; Johannes Bauer, Ratten; Sandra und Markus Brandtner, Krottendorf; Franz Derler, Koglhof; Johann Fasching, Oberhaag; Gertrude Glettler, Passail; Franz Grasser, Fohnsdorf; Andrea und Leopold Gremsl, Riegersberg; Monika und Josef Hochegger, Thannhausen; Monika und Franz Hornbacher, Lassing; Gertraud und Arnold Hübler, Seckau; Maria Kohlbacher, Langenwang; Herta und Karl Königshofer, Koglhof; Konvent der Barmherzigen Brüder, Kainbach; Johann Moitzi, Obdach; Martha Plank, Pürgg-Trautenfels; Peter Poier, Pusterwald; Hermann Putz, Schäffern; Jürgen Rosenmaier, Krieglach; Franz Schaffer, Fladnitz/T.; Maria und Bernhard Schirnhofer, Stambach; Adelheid Schwarzenegger, Langenwang; Johannes Schweighofer, Ratten; Josef Seitinger, Frauenberg; Matthäus Steiner, Ranten; Franz Stiegler, Haus; Monika und Andreas Täubl, Krieglach; Josef und Adelheid Winter, Fladnitz/T.; Dietmar Wöls, Etmissl. Auszeichnung 100.000-Kilo-Kühe, Holstein Sigrid und Johannes Grasser, St. Lorenzen/Kn.; Hermann Gruber, Nestelbach bei Graz; Helmut Huber, Aigen/Ennstal (4); Johann Kaltenegger, Apfelberg; Bernhard Leitner, St. Lorenzen/Kn.; Manfred Reissner, Dobl; Elisabeth Riegler, Langenwang (2); Helga und Bernhard Schautzer, Gamlitz; Anton Stabler, Leoben; Josef Streit, Spital/Semmering. Lebensleistung Fleischrinder Stefanie Berger, St. Jakob/W., Karl Egger, St. Marein/Kn.; Günter Eisl, Södingberg; Johann Fussi, Oberwölz; Johann Hochfellner, Kobenz; Ingrid Schrittwieser, Kapellen

Willibald Rechberger, Obmann der Rinderzucht Steiermark, zeichnete besondere betriebliche Erfolge des Vorjahres aus Baumann (2)

Zuchtmarkt nimmt Fahrt auf 24.000 Rinder im Vorjahr vermarktet. Baustart für Vermarktungszentrum Leoben rotz der Behinde­ rungen im internatio­ nalen Tierverkehr konnten im Vorjahr 24.000 Kälber, Zucht- und Nutzrinder über die Rinderzucht Steier­ mark vermarktet werden. Die Zuchtrindervermarktung hat im ersten Quartal 2014 an Schwung gewonnen. Mit dem Bau eines neuen Vermark­ tungszentrums in Leoben will Obmann Willibald Rechberger einen Impuls für die zentrale Vermarktung setzen und das Service für die Mitglieder ver­ bessern. Der Zuchtfortschritt bei den Milchrassen spricht ei­ ne eindeutige Sprache. Leis­ tung steht im Vordergrund, aber

T

der Fortschritt in der Fitness gewinnt immer mehr an Be­ deutung. Mittlerweile fließen bereits Gesundheitszuchtwerte in den Gesamtzuchtwert und somit in die Selektion ein.

gemeinschaft österreichischer Fleckviehzüchter vergeben und ging 2013 an die Familie Friedl aus Unterlamm (Bauernporträt auf Seite 6).

Erfolge gefeiert

Peter Schlagbauer aus Weiz erbrachte bereits zum zwei­ ten Mal die österreichweit höchste Herdenleistung der Rasse Fleckvieh. Karl Hofbau­ er, Langenwang, hat die stär­ kste steirische Holsteinherde. Josef Tippl, Aigen/E hat die stärkste steirische Braunvieh­ herde. In der Fleischrinder­ zucht ist vor allem bei den Ras­ sen Murbodner und Charolais eine Erhöhung der Kuhbestän­

Die Erfolge steirischer Züchter auf großen Schauen und Mes­ sen 2013 geben diesem Weg recht. Die züchterische Weiter­ entwicklung der Rinderpopula­ tionen ist das Rückgrat für die Erfolge der Zukunft. In diesem Bereich gibt die Steiermark den Ton in Österreich an. Der in der Fleckviehzucht begehr­ te Titel „Fleckviehzüchter des Jahres“ wird von der Arbeits­

Höchste Herdenleistung

de abzulesen. Steirische Flei­ schrinderzüchter konnten auf der Bundesschau 2013 in Ried drei Bundessiege für sich ver­ buchen. Die Generalversamm­ lung der Rinderzucht Steier­ mark verlieh Auszeichnungen für Betriebe mit hervorra­ genden Leistungen. Darunter gab es auch sechs Lebensleis­ tungsauszeichnungen für Flei­ schrinder-Betriebe, 88 Züch­ ter erhielten das Prädikat „Top Herde Steiermark“. Vorausset­ zung dafür sind hohe Herden­ leistungen bei exzellenter Eu­ tergesundheit und Fruchtbar­ keit. 65 Kühe durchbrachen im Vorjahr die 100.000-Kilo-Mar­ Peter Stückler ke. 


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15. April 2014

Landwirtschaftliche Mitteilungen

Eine tödliche Seuche

Meinung

Afrikanische Schweinepest ist anzeigepflichtig Viruserkrankung von Haus- und Wildschweinen. Für Menschen ­ungefährlich. Die afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine sehr gefähr­ liche, anzeigepflich­ tige, fieberhafte und meist tödlich verlau­ fende Erkrankung von Haus- und Wild­ schweinen. Andere Tiere und Menschen können nicht erkran­ ken. Der Erreger ist ein Virus. Das Wirts­ spektrum umfasst Schweine, also Wildund Hausschweine al­ ler Rassen und Altersstu­ fen. Die Diagnostik ist er­ schwert, da sich die afrika­ nische Schweinepest nicht

von der europäischen Schwei­ nepest unterscheidet. Als Dia­ gnosen kommen unter an­ derem auch die europäische Schweinepest (ESP), Schwei­ neinfluenza, Porcines Repro­ duktives und Respiratorisches Syndrom (PRRS), Bakterien und Parasiten infrage.

Widerstandsfähig Das ASP-Virus ist sehr wider­ standsfähig und hält sich mo­ natelang in unbehandeltem Fleisch und Fleischprodukten, Blut sowie in gepökelten oder geräucherten Waren. So sind die meisten Ausbrüche in eu­ ropäischen Ländern auf Ver­ schleppung des Virus in Speise­ abfällen im weltweiten Reiseverkehr zurückzuführen. Entsprechend gilt ein Verbrin­ gungsverbot von Schweinen und Waren aus Schweinefleisch aus Schweinepest-Regionen. Für den Menschen und für andere Haustierarten ist die Schweinepest nicht gefährlich. Selbst der Verzehr infizierten Schweinefleisches birgt kein gesundheitliches Risiko. Der wirtschaftliche Schaden kann indes beträchtlich sein.

Übertragung

Betriebsfremde sollten immer Schutzkleidung tragen

Übertragen wird die afrika­ nische Schweinepest durch direkten Kontakt von Tier zu Tier, da das Virus beispiels­ weise durch Speichel, Urin, Kot oder Sperma ausgeschie­ den wird. Direkte Kontakt­ möglichkeiten zwischen Wild-

Schmied

Vorsorgen Für Österreich würde eine anzeigepflichti­ ge Tierseuche ebenfalls sehr unangenehm werden. Der für uns immens wichtige Ex­ portmarkt Asien würde uns über Jahre hin­ weg ausfallen: bei Ausbruch der afrika­ nischen Schweinepest für drei Jahre, bei klassischer Schweinepest für zwei Jahre. Ein deutlicher Preisverfall wäre die Folge. Was ist zu tun? Es ist keine Panik ange­ bracht, sondern es muss versucht werden, zielstrebig Bewusstsein zu schaffen und entsprechende Biosicherheitsmaßnahmen zu ergreifen, die uns neben der Schwei­ nepest auch bei der Bewältigung anderer Krankheiten helfen können. Gemeinsam mit dem Bundesministeri­ um für Gesundheit arbeiten die Landwirt­ schaftskammer Österreich und die Verbän­ de an neuen, praktikablen Richtlinien, um die Produktionssicherheit zu erhöhen.

Symptome Je nach Virustyp unterschiedliche Ausprägung: u Plötzliche Todesfälle, ohne vorherige Anzeichen. u Akut: hohes Fieber, Lethargie, Hautrötungen, erhöhte Puls- und Atemfrequenz, Aborte, Durchfall; Tod innerhalb von sechs bis 13 Tagen; Mortalität bei bis zu 100 Prozent. u Chronisch: Gewichtsverlust, unregelmäßiges Fieber, Atemprobleme, Arthritis, chronische Hautulzera, Gelenksschwellung, Krankheitsverlauf mehr als zwei bis 15 Monate, geringe Mortalitätsrate.

Bekämpfung

Überträger Schwarzwild

M

Tanja Kreiner

tige Funde unbedingt der zu­ ständigen Behörde gemeldet werden. Eine Behandlung erkrankter Schweine ist gemäß Tierseu­ chengesetz verboten. Da kein Impfstoff gegen die ASP exi­ stiert, kann die Bekämpfung nur durch rasche Eindämmung der Seuche erfolgen. Auf be­ troffenen Betrieben müssen da­ her alle Schweine gekeult und die Stallungen desinfiziert wer­ Tanja Kreiner den.

it dem Auftreten der afrikanischen Schweinepest (ASP) in Litauen und Polen wurde der österreichi­ schen Schweinewirtschaft sehr deutlich vor Augen geführt, dass Tierseuchen zu mas­ siven Verwerfungen führen können. So ist derzeit die gesamte Europäische Uni­ on für den Export von Fleisch und leben­ den Tieren, hauptsächlich Zuchtmaterial, nach Russ­ land gesperrt. Bei einem EUAnteil von 28 Prozent am Weltexport kann man sich vorstellen, was diese Sperre be­ deutet. Bisher konnten vor allem Teilstücke wie Abschnitte, fettere Ware oder Kopff­ leisch in Russland gut vermarktet werden.

Indirekte Ansteckung

Empfehlungen für Tierhalter, Jäger und Tierärzte

T

Geschäftsführer Stellvertreter Styriabrid

Auch indirekt ist eine Anste­ ckung von Hausschweinen mit ASP möglich: Zum Beispiel durch den Kontakt mit virus­ behafteter Kleidung, Futter­ mitteln, Schlacht- und Spei­ seabfällen, Gülle und Mist oder kontaminierte Geräte. Be­ deutsam ist auch die Übertra­ gung durch Blut oder mit Blut kontaminierten Gegenständen (Jagd). Auch eine Übertragung durch Zecken spielt eine Rol­ le: Die Infektion kann mit dem Zeckenbiss starten und dann in der Schweinepopulation wei­ tergehen (Zecke - Schwein Zecke - Schwein - Schwein - Schwein etc.). In Europa ist dieser Übertragungsweg aller­ dings vernachlässigbar.

Behandlung ist verboten reten Symptome auf, die nicht klar einer Er­ krankung zugeordnet werden können, und insbeson­ dere auf Antibiotika nicht an­ sprechen, sollten geeignete Proben zur Abklärung einer möglichen Schweinepestinfek­ tion (ASP) an die zuständigen Untersuchungseinrichtungen der Länder weitergeleitet wer­ den. Das vermehrte Auftreten von Fallwild (Schwarzwild) kann ein erstes Anzeichen einer ASP-Infektion beim Schwarz­ wild sein. Daher sollten derar­

Hans-Peter Bäck

und Hausschweinen bestehen dabei vor allem bei offenen Haltungsformen! Eine strik­ te Unterbindung des direkten und indirekten Kontaktes von Haus- zu Wildschweinen ist somit eine absolute Notwen­ digkeit! Freilandhaltungen sind hier besonders gefährdet, aber auch konventionelle Betriebe müssen entsprechend vorsor­ gen: zum Beispiel durch wild­ schweinsichere Umzäunung des Betriebsgeländes und un­ zugängliche Lagerung von Fut­ termitteln und Einstreu. Auch Hobby-Schweinehalter sollten sich der Problematik bewusst sein und entsprechende Vor­ sichtsmaßnahmen ergreifen!



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Steirische Erzeugerpreise

Beginnende Zuversicht Langsam setzt sich die Zuversicht am EU-Schweinemarkt durch, die Tendenzen sind freundlich. Exportchancen und warmes Wetter treiben die Preise an, der Bedarf der Schlachtunternehmen ist in den Hauptproduktionsländern der EU hoch. So gehen die Notierungen teils bis zu acht Cent in die Höhe. Am Heimmarkt scheinen Angebot und Nachfrage ausgeglichen, obwohl am Fleischmarkt noch genug Lagerware den Absatz von Frischfleisch behindert. Im Sog der Schlachtschweine konnte auch die heimische Ferkelnotierung ein Plus erreichen.

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Landwirtschaftliche Mitteilungen

15. April 2014

weiterbildung STEIERMARK OBERLAND u Ernährung Steirische Strudelvielfalt – Frische KochSchule Leoben, 24.4, 17 Uhr, Anmeldung: lipp@leoben.lk-stmk.at Grundkochschule für Männer – Frische KochSchule Leoben, 25.4, 16 Uhr, Anmeldung: lipp@leoben.lk-stmk.at

Schleppschlauchverteiler (oben) und Verschlauchung mit in der Weststeiermark entwickeltem Gülleinjektor

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Gülle ohne Geruch und Verluste Ausbringung ohne Ammoniakverluste ist in der Praxis möglich

Steiermark Oberland

Güllegrubber und -injektor ­erhöhen die Nährstoffausbeute wesentlich. Zusätze verbessern Wirkung.

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Die perfekte Gülledüngung sieht so aus: Sie wird geruchlos ausgebracht, es entstehen keine Ammoniakverluste, der Gülle­ stickstoff wird hoch effizient von den Pflanzen verwertet und es gibt kaum Stickstoffverluste ins Grundwasser. In Versuchen, vor allem in Deutschland, ist diese Vision bereits Realität geworden. Optimale Ausnut­ zungsgrade bei Stickstoff und minimale Emissionen in die Luft und ins Grundwasser wer­ den durch eine Gülleunterfuß­ düngung bei Mais mit Zugabe von Nitrifikationshemmern er­ reicht. Die Unterfußdüngung oder Gülledepotdüngung wur­

Steiermark Mitte u Persönlichkeit und Kreativität Workshop Urbane Permakultur, 16.5, 9:30 Uhr, LFS Alt Grottenhof, Graz-Wetzelsdorf

Raupenbrenner mit hochlegiertem Guss Vielseitig und komfortabel: KWB Raupenbrenner

de mit Gülleinjektoren umge­ setzt. Nitrifikationshemmer sind Substanzen, die im Boden die Umwandlung von Ammo­ nium zu Nitrat über mehrere Wochen hinweg reduzieren. Da Ammonium fest an den TonHumuskomplex gebunden ist, besteht keine Auswaschungs­ gefahr für diese Stickstoffform. Ammoniak- und Lachgasver­ luste sind durch die Güllein­ jektion mit Zusätzen gering. Als zusätzliche ökonomische und organisatorische Vorteile könnten sich eine Aufhebung der Gabenteilungsverpflich­ tung und eine Lockerung der zeitlichen Ausbringungsver­ bote vor dem Anbau (drei bis zehn Tage) ergeben.

Steirische Versuche Die Umweltberatung hat in einem dreijährigen Maisver­ such eine Ertragssteigerung

von 15 Prozent oder 1,6 Tonnen Körnermais bei tiefer Güllein­ jektion von etwa zehn Zentime­ tern im Vergleich zur Ausbrin­ gung mit einem Breitverteiler festgestellt. In diesem Versuch wurde ein Gülleinjektor ver­ wendet, der von zwei weststei­ rischen Landwirten entwickelt wurde. Die speziell geformten Injektoren sind auf einer Art Ackerschleppe aufgebaut, so­ dass die Gülleausbringung und das Abschleppen in einem Ar­ beitsgang erledigt werden kön­ nen. Die Güllezufuhr zu die­ sen Injektoren wird in diesem Fall über eine Gülleverschlau­ chungsanlage umgesetzt (Bild). Aufgrund des niedrigen Ge­ wichts bei der Gülleausbrin­ gung können auch schwere, nasse Böden früher befahren und Bodenverdichtungen ver­ mieden werden. Dieses Injek­ torsystem wird auch überbe­

trieblich eingesetzt. An diesem Beispiel sieht man, dass die Umsetzung der Vision auf ei­ nigen steirischen Betrieben be­ reits Realität geworden ist. So sieht optimale Nährstoffeffizi­ enz bei möglichst geringer Bo­ den- und Umweltbelastung aus.

Gülleverteilsysteme Zwischen Breitverteiler und Gülleinjektor gibt es natürlich noch eine Vielzahl von Syste­ men, die die Gülle oberflächen­ nah ausbringen, oder mehr oder weniger tief in den Boden ein­ arbeiten. Je kürzer die Gülle an der Umgebungsluft und je in­ tensiver der Kontakt mit dem Boden ist, umso besser werden Ammoniakverluste und Geruch vermieden. Schleppschlauch­ verteiler reduzieren Ammo­ niakverluste um zehn bis 40 Prozent, verglichen mit Breit­ verteilern. Schleppschuh- oder Schlitzverteiler erzielen 40 bis 80 Prozent Reduktion. Gülle­ grubber und Gülleinjektoren produzieren durch die schnel­ le Bindung an den Ton-Humus­ komplex kaum Ammoniakver­ luste.

Güllezusätze Die Biomasseheizung

ereits vor 20 Jahren setzte KWB Maßstäbe beim Komfort mit der ersten automatischen Reinigung bei Holzheizungen. Heute leitet KWB mit dem Raupenbrenner die neue Heizungsgeneration für Biomasseheizungen ein. KWB startet heuer mit zwei neuen Heizungen in den Markt, wobei sich der KWB Multifire (Pellet- & Hackgutheizung 20 bis 120 kW) als BrennstoffAlleskönner und der KWB Pelletfire Plus (Pelletheizung 45 bis 135 kW) als Pelletheizung im großen Stil entpuppt.

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Der Raupenbrenner transportiert den Brennstoff gleichmäßig und langsam für eine saubere, ruhige sowie „stressfreie Verbrennung“. Die vollautomatische Brennstofferkennung Plus steuert in Abhängigkeit vom verwendeten Brennstoff die Rostgeschwindigkeit und die Luftzufuhr. Eine maximale Brennstoffausnutzung auch bei landwirtschaftlichen Reststoffen ist die Folge. Zwischen den Serviceintervallen fallen keine Wartungs- und Reinigungsarbeiten an. Auch der Raupenbrenner reinigt sich zu 100 Prozent automatisch. Ein neuer Meilenstein zu höchstem Komfort!

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Erleben Sie den KWB Raupenbrenner live beim Infotag zum Thema Biomasse in der Landwirtschaft, „Vom Feld ins Feuer“, am 5. Juni 2014, am Stammsitz in St. Margarethen/Raab. Das Unternehmen KWB – Kraft und Wärme aus Biomasse GmbH – aus St. Margarethen/Raab wurde 1994 gegründet und ist mit 439 Mitarbeitenden einer der größten Biomasse-Heizungshersteller in Europa. KWB hat eigene Gesellschaften und Niederlassungen in Deutschland, Frankreich, Italien, Slowenien und Vertriebs­partner in weiteren sechs europäischen Ländern sowie in Chile. KWB ist der Spezialist für Pellets-, Hackgut- und Stückholzheizungen im Leistungsbereich von 2,4 bis 300 kW, wobei jährlich rund zehn Prozent des Umsatzes in die eigene und größte private Biomasse-Forschung investiert www.kwb.at werden. 

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Die Zugabe von Güllezusät­ zen (Ammoniumbindung, An­ säuern der Gülle, Erhöhung der Fließfähigkeit, Nitrifikati­ onshemmer) kann die positive Umweltwirkung einiger Gül­ leausbringungssysteme zusätz­ lich verbessern. Eine Änderung der Gülleausbringung bedeu­ tet für die landwirtschaftlichen Betriebe mittelfris­ tige organi­ satorische und finanzielle Bela­ stungen. Diesen Aufwendungen stehen bessere Umweltverträg­ lichkeit der Güllewirtschaft, Kostenersparnis beim Dünge­ mittelzukauf, eine Förderung im Öpul und nicht zuletzt bes­ sere Akzeptanz in der Bevölke­ rung gegenüber. Die Anforde­ rungen an die Landwirtschaft hinsichtlich Luftreinhaltung, Oberflächengewässer-, Bodenund Klimaschutz werden in sehr naher Zukunft zusätzliche Herausforderungen für jeden einzelnen Betrieb bringen. Für die Gülleausbringung gibt es bereits eine Reihe von gesetz­ lichen Auflagen, die einzuhal­ ten sind: Verpflichtung zur Ein­ arbeitung der Gülle innerhalb von vier Stunden beziehungs­ weise einem Tag, Hanglagenund Gabenteilungsverpflich­ tungen, bundesweite und regi­ onale Verbotszeiträume für die Gülleausbringung seien hier als Beispiele angeführt.  Johannes Maßwohl


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Landwirtschaftliche Mitteilungen

Import-Eier in die Datenbank Forderung: Lebensmittel mit Ei-Anteil verpflichtend kennzeichnen! Legehennenhalter­ füttern teureres gentechnikfreies ­Donausoja. Umstellung war schwierig. Die heimischen Legehennen­ halter sind wieder einmal EUVorreiter: Nachdem die letz­ ten Produzenten im Jahr 2009 – drei Jahre früher als von der EU vorgeschrieben – auf al­ ternative Haltungsformen um­ gestellt haben, füttern sie seit November vergangenen Jahres heimisches Soja aus dem Do­ nauraum. „Das ist grundsätz­ lich ein guter Weg, sich von den Eiweißfuttermitteln aus Über­ see unabhängig zu machen“, sagt Anton Uitz, Obmann der steirischen Legehennenhalter. „Doch die Umstellung, die wir mittlerweile im Griff haben, ist für die Produzenten nicht ein­ fach und um einiges teurer“, so Uitz. Donausoja hat einen ge­ ringeren Rohproteingehalt, da­ her ist es notwendig, das Fut­ ter mit anderen Eiweißquellen aufzubessern. „Der Futterver­ brauch ist größer und in der Umstellungsphase hatten die Tiere teils gesundheitliche Pro­ bleme. Auch die Eier waren kleiner, der Mist flüssiger“, so Anton Koller, Geflügelexper­ te der Landwirtschaftskammer. „Doch diese Probleme konnten wir weitgehend lösen“, so der Experte.

terreich ist für die heimischen Produzenten ein deutlicher Wettbewerbsnachteil.

Wettbewerbsnachteil Andere europäische Länder produzieren wesentlich billi­ ger, weil sie auf gentechnik­ freies Futter verzichten. Erst im Februar 2014 hat Deutschland mit der gentechnikfreien Füt­ terung aufgehört, Frankreich, Dänemark und Großbritannien schon zuvor. Darüberhinaus sind auch die Tierschutzanfor­ derungen in Österreich deutlich höher, als teils in anderen EULändern oder in Übersee. „Un­ sere Produzenten stehen aber in direktem Wettbewerb mit diesen Ländern. Denn knapp ein Drittel der österreichischen Eier-Produktion wird in Form von Schaleneiern, Flüssigei oder Trockeneipulver impor­ tiert. „Umgerechnet sind das rund 630 Millionen Eier, die aus Drittländern oder anderen EU-Ländern kommen. Meist sind das Käfigeier“, so Koller.

In Eierdatenbank erfassen „Diese so importierten Eier sol­ len auch in der österreichischen Eierdatenbank erfasst wer­ den“, verlangt Uitz mit Nach­ druck. So werden die Importe nachvollziehbar, was Grund­ lage für eine korrekte Kenn­ zeichnung von Lebensmitteln mit Ei-Anteil wie Backwaren,

Nudeln oder Kuchen sowie für die in der Gastronomie verar­ beiteten Eier ist. Nur verein­ zelt sind auf Lebensmitteln mit Ei-Anteil – von der Mayonnai­ se über Kuchen bis hin zu Nu­

Donau-Soja ist viel teurer. Handel muss Mehrkosten abgelten! Anton Uitz, Obmann Steirische Eierproduzenten

deln – Herkunft und Haltungs­ form erkennbar. Die Land­ wirtschaftskammer fordert ei­ ne klare Kennzeichnung. Uitz: „Herkunft und Haltungsform müssen bei Lebensmitteln mit verarbeiteten Eiern für die Konsumenten erkennbar sein. Wir verlangen eine verpflich­ tende Kennzeichnung dieser Ei-Produkte“. Nachholbedarf gibt es auch bei der Gastrono­ mie. Uitz: „Auf der Speisekarte sollen Herkunft und Haltungs­ form verpflichtend angeführt werden“.

Trockeneiwerk Das einzige österreichische Trockeneiwerk Eivita in Gnas stellt jährlich aus rund 100

Millionen Eiern rund 4.000 Tonnen Trockeneipulver her. „Überschuss-Eier der absatz­ schwachen Sommermonate sowie zu kleine oder zu große Eier werden verpulvert. Das wirkt marktstabilisierend“, sagt Anton Koller. Verwen­ det wird österreichisches Ei­ pulver beispielsweise für Man­ ner-Schnitten, Teigwaren und Austria KG Fertig-Backmischungen. Und Obmann Uitz ergänzt: „Das Unternehmen führt das AMAGütesiegel, eine durchgängige Kennzeichnung von Ei-Pro­ dukten ist dadurch möglich“.

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Gegen Italien und Griechen­ land hat die EU jeweilsA UVer­ STRIA fahren wegen mangelnder Um­ setzung des seit 2012 EU-weit gültigen Käfighaltungsverbotes eingeleitet. Auch Ungarn, Spa­ nien, Polen, Frankreich und an­ 51 52 dere EU-Länder halten nach wie vor Legehennen in Kä­ figen. Uitz kritisiert scharf: „Das ist für die heimischen Produzenten wegen des hohen Importanteils von knapp einem Drittel der österreichischen Produktion wettbewerbsver­ zerrend. Die EU muss hier han­ deln“. Und er betont: „Nur eine österreichweit verpflichtende Kennzeichnung von Lebens­ mitteln mit Ei-Anteil öffnet auch den Konsumenten die Au­ Rosemarie Wilhelm gen“.

Heimisches Eipulver landet beispielsweise in Mannerschnitten und Inn­ viertler Teigwaren

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In Summe entstehen den Pro­ duzenten neben den Mehrko­ sten für Donausoja zusätzliche Aufwendungen. „Den 704 stei­ rischen Betriebe kostet allein der teurere Donausoja 3,1 Mil­ lionen Euro, den österreichi­ schen 5,6 Millionen Euro. Die Produktion ist nicht kostende­ ckend“, klagt Uitz. Der Ob­ mann verlangt daher, dass der Handel – wie in Aussicht ge­ stellt – diese Mehrkosten end­ lich vergütet. Der Handel wiederum argu­ mentiert, dass die Eierpreise europaweit gesunken seien, in Österreich hingegen seien sie aber gleich geblieben, we­ gen des Donausojas. Uitz lässt dieses Argument nicht gelten, „weil wir im Vertrauen auf hö­ here Erzeugerpreise umgestellt haben“. Die teurere Produktion in Ös­

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Impressum Herausgeber und Verleger: Landeskammer für Land- und Forstwirtschaft in Steiermark,  Hamerlinggasse 3, 8010 Graz, Tel. 0316/8050-0, E-Mail: tanja.kelemina@lk-stmk.at, DW 1281 Chefredakteurin: Mag.a ­Rosemarie Wilhelm, DW 1280, rosemarie.wilhelm@lk-stmk.at Redaktion: Roman Musch, DW 1368, roman.musch@lk-stmk.at Anzeigenleitung: Michaela Fritz, BSc DW 1342, michaela.fritz@lk-stmk.at Beilagen, Wortanzeigen und Verrechnung: Silvia Steiner, PMBA DW 1356, silvia.steiner@lk-stmk.at Layout und Produktion: Ronald Pfeiler, DW 1341, ronald.pfeiler@lk-stmk.at Druck: Styria GmbH & CoKG, 8042 Graz Die Landwirtschaftlichen Mitteilungen erscheinen 14-tägig; ­Jahresbezugspreis im Inland 44 Euro. Nachdruck und f­otomechanische ­Wiedergabe – auch auszugsweise – nur mit Genehmigung des ­Verlages, veröffentlichte Texte und Bilder gehen in das Eigentum des Verlages über.

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Josef ­Stiendl erklärte, wie aus Milch eine solche Vielfalt entstehen kann

Die 35 Leser der Landwirtschaftlichen Mitteilungen freuten sich vor dem Ätna über die von Agria perfekt organisierte Reise musch

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Käse kennen gelernt Es gibt mehr Käsesorten als Tage im Jahr. Wirklich kennen tun die meisten aber nur einen Bruchteil. Schüler der Fachschule Neudorf be­ kamen daher einen umfassenden Einblick über heimische Käsespezialitäten. Käsesommelier Josef Stiendl erklärte dabei den Schülern die verschiedenen Produktionstechniken, die unter­ schiedlichen Reifemethoden sowie die fachge­ rechte Lagerung. Bei der anschließenden Käse­ verkostung wurde auch genau erklärt, wie man nach Reifegrad einen Käseteller anrichtet.

Das Team Hirnsdorf steht in neuen Hallen bereit landring

„Heiße Nächte in Palermo“

Technik in Hirnsdorf Für 2,5 Millionen Euro wurde das Technik Zen­ trum des Landringes in Hirnsdorf ausgebaut. Obmann Johann Pretterhofer: „Die Almland eGen bekennt sich mit dem Neubau dieses zu­ kunftsweisenden Standortes wieder einmal zur Regionalität und zur Kundennähe.“ Geschäfts­ führer Johannes Weiß: „Wir glauben an die Wertschöpfung in der Region, an die Leistungsund Investitionskraft unserer Bauern und an ih­ ren Erfolg. Landtechnik kann hier gekauft und fachgerecht gewartet und repariert werden.

Sonja Ferstl zog das große Los: 5.000 Euro Einkaufsgutschein

n dieses Lied der EAV zu denken, war bei der Leserreise der Land­ wirtschaftlichen Mitteilungen unvermeidlich. Von 17. bis 22. März herrschte auf Sizilien Traumwetter mit bis zu 25 Grad. Am über 3.000 Meter ho­ hen Ätna, auf den die Höhen­ tour erst das dritte Mal dieses Jahr möglich war, genossen die 35 Reisenden eine atemberau­ bende Fernsicht, die auch die Bergführer nicht allzu oft erle­

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ben. Das Dampfen, Grummeln und Grollen des Berges und die glühenden Lavaströme, die nachts weithin zu sehen sind, werden allen unvergesslich bleiben. Aber auch die Land­ wirtschaft hinterließ Eindrü­ cke: Bis in steilste Lagen hi­ nauf, die selbst den mitgereis­ ten Bergbauern Respekt abver­ langten, wird Hartweizen angebaut. Sizilien ist die Korn­ kammer Italiens und landwirt­ schaftlich bedeutender als

Nord­italien. 70 Prozent der Zi­ trusfrüchte, 60 Prozent der Mandeln, ein Viertel der Wein­ trauben und ein Drittel des Ho­ nigs werden hier produziert. Die Reisenden überzeugten sich selbst von der Qualität, aßen Orangen und Mandarinen direkt vom Baum, kosteten Oli­ ven und deren Öl, testeten acht verschiedene Honigsorten, pro­ bierten Weine aus dem bis 800 Meter hohen Anbau und genos­ sen Fische und Meeresfrüchte

Hiebaum

Der Vulkan brodelte Feurig – also ganz im Sinne des Vulkanlandes – ging es in Studenzen her. Fesche Trachtenmo­ de und Vulkanland-Schmankerln in gemütlicher Runde – das war die Hiebaum Modenschau. Zum zehnjährigen Jubiläum der VulkanlandTracht hat sich Josef Schiffer von Hiebaum et­ was Besonderes einfallen lassen. Erstmals wur­ den die exklusiven Vulkanland-Parfums prä­ sentiert. Hunderte Besucher erlebten die Trach­ ten-Trends und auch Hochzeitsmode 2014. Der Laufsteg bebte und glühte.

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Die Verleihung der Sicherheits­ plaketten ist die Oscarverlei­ hung unter den sicheren Bau­ ernhöfen. 23 Betriebe wurden heuer von der Sozialversiche­ rung der Bauern SVB damit ausgezeichnet. „Die Unfallhäu­ figkeit ist auf landwirtschaft­ lichen Betrieben mit Sicher­ heitsplakette um ein Vielfaches geringer als auf anderen Betrie­ ben“, erläutert Paul Tschuffer, Leiter der SVB Steiermark.

Das große Los

Auch Hoch­ zeitsmode war am Laufsteg zu sehen

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Sicher ist sicher

wechselgau

Armin Assinger machte bei der Leistungs­ schau des Lagerhauses Wechselgau was er am besten kann: Er moderierte das Quiz am Sonn­ tag. Doch schon einen Tag zuvor nutzten viele die speziellen Angebote. An zwei Tagen ka­ men 15.000 Besucher nach Hartberg, um sich über Landtechnikneuheiten und vieles mehr zu infor­mieren. Für Musik sorgten die Edlseer und die Jungen Paldauer. Bei der großen Verlosung hatte Sonja Ferstl das Glück auf ihrer Seite und gewann einen 5.000 Euro Einkaufsgutschein.

aus dem Mittelmeer. Von Hand gewonnenes Meersalz aus Tra­ pani fand in jedem Koffer Platz. In Erinnerung bleiben auch die Menschen. Sizilien hat eine be­ wegte Geschichte und sah viele verschiedene Herrschervölker und Naturkatastrophen. Die Si­ zilianer haben einen interes­ santen Mix aus Fleiß und Le­ bensfreude entwickelt.

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23 Betriebe erhielten Sicherheitsplakette der Sozialversicherung der Bauern

svb

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Scharfe Wochen In voller Schärfe hat Kren jetzt Hochsaison. 30 Restaurants hatten in scharfen Wochen Kren-Gerichte auf der Kar­ te. Allen voran Dreihauben­ koch Didi Dorner und Zwei­ haubenkoch Hans-Peter Fink. Die perfekte Wurzn braucht viel Arbeit, weiß Martin Kern, Obmann der steirischen Kren­ bauern. Vizepräsidentin Maria Pein: „Kren ist nicht nur eine gesunde Würze zur Osterjause, sondern führt, veredelt in der Küche, zu Gaumenfreuden.“ Weitere Informationen auf

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Hans-Peter Fink, Martin Kern, Maria Pein und Didi Dorner (v.l.n.r.)

Steiner


Landwirtschaftliche Mitteilungen Nr. 8/2014