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Garten

Forst

Mutterkühe

Veredelung

Bauerngarten.

Einheitswert.

Arbeitskreis.

Ideen.

Pflanzen für den ­modernen, ­typischen ­Bauerngarten.

Für Gruppenbe­ ratung anmelden: Näherungswerte werden ermittelt.

Ergebnisse zei­ gen: Wirtschaft­ lichkeit hat Luft nach oben.

Gute Ideen sind der wichtigste Rohstoff für den Erfolg.

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Mitteilungen

Seit 1852 die Zeitung der Landeskammer für Land- und Forstwirtschaft Steiermark

P.b.b. – GZ 02Z032405 M Erscheinungsort Graz, Verlagspostamt 8020 Graz

Ausgabe Nummer 9, Graz, 1. Mai 2014 Sie finden uns im Internet unter www.stmk.lko.at

Inhalt

meinung estellt und nicht abgeholt. So lässt sich das aktuell angespannte Verhältnis zwischen Waldbesitzern und Papier- sowie Zell­ stoffindustrie beschreiben. Eine kurze Rückblende: Vor rund einem Jahr hagelte es für die Forstwirte Vorwürfe, zu wenig Industrieholz anzubieten. Abwanderungsdrohgebärden und eine Negativ-Kampagne gegen die energetische Nutzung von Holz waren die Folge. Verbreitet wurde dies über mehrere Wellen sündteurer Zeitungsinserate. Der Groll war deshalb so groß, hatte man doch wegen der

B

Humusgehalt erhöhen

neubauer

Gesunder Boden Bodenfruchtbarkeit: Gute Böden speichen Wasser für Wachstum. Bodenbedeckungen sind wertvoll.  Seiten 2, 3

Fairnesspakt Hofbesuche und Interview mit Bundesminister Andrä Rupp­ rechter.  Seite 4

Taktiererei Auch am Steuer des Traktors fühlt sich der neue Minister aus Tirol sichtlich wohl

Rupprechter fordert Pakt mit Handel ein

Forst Schleppende Holzabfuhr: Prä­ sident Titschenbacher verlangt zusätzliche Lager.  Seite 8

Sicheres Bauen Wie Treppen, Durchgänge, Türen, Geländer sicher gebaut werden sollen. Seite 12

Stallhygiene Biosicherheit in Schweinestäl­ len: Was ist zu tun, um Erreger draußen zu lassen.  Seite 13

Milchkühe Grand Prix der Milchkühe: Steirer behaupteten ihre Pole­ position.  Seite 16

Terminkalender Wichtige Veranstaltungen, Kur­ se und Sprechtage.  Seiten 10, 11

Wilhelm

eine „Österreichtour“ star­ tete Landwirtschaftsmini­ ster Andrä Rupprechter in der Steiermark. Ob auf dem Milch­ viehbetrieb Karner in Krieglach, dem Ackerbaubetrieb von Mais­ spindelpionier Franz Tschiggerl in Halbenrain oder dem Direktver­ markterhof von Familie Neuhold in St. Nikolai ob Draßling: Der Mini­ ster legte Hand an – so betätigte er sich als Traktorfahrer und düngte ei­ nen Maisacker, fütterte Rinder oder schnitt köstliches Geselchtes auf. Auf 700 steirische Bäuerinnen und Bauern traf er in der Steinhalle in

S

Lannach und informierte über die neuen Programme der Ländlichen Entwicklung. „Den steirischen Hö­ fen stehen in den kommenden sie­ ben Jahren jährlich rund 170 Millio­ nen Euro für die ländlichen Ent­ wicklungsprogramme zur Verfü­ gung“, betonte der Minister. Damit sei es möglich, eine flächende­ ckende produzierende Landwirt­ schaft aufrechtzuerhalten und die Ökologisierung weiter zu forcieren. Rupprechter räumte ein, dass Acker­ bauern und intensive Rindermäster sowie Milchviehhalter bei den Di­ rektzahlungen der ersten Säule im

Endausbau Abschläge haben. Da­ her habe man versucht, in der zwei­ ten Säule, der Ländlichen Entwick­ lung, dagegenzusteuern. „Stärker als bisher unterstützt werden die Jungübernehmer, erhöht wurden die Mittel auch für die Investitionsför­ derung und den Biolandbau“, sagte Rupprechter. Für Bergbauern und Umweltmaßnahmen stehen künftig mehr als 60 Prozent der Ländlichen Entwicklungsgelder zur Verfügung. Vom Lebensmittelhandel verlangt Rupprechter einen „Fairness-Pakt“ für bessere Preise: „Daran arbeiten Seite 4 wir.“ 

Biomassenutzung das Exklusivrecht auf bestimmte Holzsortimente verloren. Jetzt hat sich das Blatt gewendet: Das vermehrt angebotene Industrieholz bleibt plötzlich in den Wäldern liegen. Die Waldbesitzer haben nämlich wunschgemäß mehr Holz geerntet, dazu kommt Schadholz durch Eisbruch (vor allem aus Slowenien!) und die folgenschwere Kesselexplosion in Pöls. Einiges deutet auf taktische Einkaufsspiele der Industrie hin: Bestehende Lager sind nachweislich noch nicht voll genutzt, neue nicht errichtet. Für solche Schachzüge, die nur auf Kosten des Forstschutzes gehen und eine drohende Borkenkäferplage provozieren, stehen die heimischen Waldbesitzer nicht zur Verfügung. Sie sehen sich bestätigt, verlässliche und innovative Verwertungschancen von Industrieholz zu erschließen. 

Rosemarie Wilhelm

Adengo_BI2014_LWMStmk_162x80_2014 23.04.14 10:54 Seite 1

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T o p -T h e m a

Landwirtschaftliche Mitteilungen

Gute Böden speichern

kritische ecke

Seichte Böden können Trockenzeiten schlechter abpuffern:

Humusreiche Böden sind besonders wertvoll. Während im Grünland der Humusgehalt zunimmt, nimmt er im steirischen Ackerland ab: u Sie sind weniger anfällig für Verschlämmung und Erosion. u Der Boden wird tragfähiger und somit die Verdichtungsempfindlichkeit vermindert. u Humus wirkt auch als Puffersubstanz: Er kann Schadstoffe, wie Aluminium, Schwermetalle und toxische Substanzen binden und entgiften. u Als pH-Puffer schützt er den Boden vor großen pH-Schwankungen. u Humus bindet das für die Klimaerwärmung mitverantwortliche Kohlendioxid.

Kultur/Maßnahme Silomais Körnermais Kartoffel Ölkürbis Käferbohne-Maisgemenge Grünland/Feldfutterbau Getreide Kalkdüngung Harnstoffdüngung organische Düngung Klärschlamm/-kompost

Südoststeiermark wird von 20 bis 25 Hitzetagen ausgegangen. Aber auch für das restliche Ös­ terreich tritt mit den häufigen Hitzetagen ein neues Phäno­ men ein.

Höherer Krankheitsdruck Zusätzlich kommen Stresssitu­ ationen für die landwirtschaft­ lichen Kulturen hinzu. Es ist davon auszugehen, dass sich der Krankheits- und Unkraut­ druck weiter erhöhen wird. Neue Pflanzenkrankheiten und Schädlinge werden in den Pflanzenschutzstrategien zu be­ rücksichtigen sein.

Frühjahrstrockenheit Die Jahresniederschläge und der zu bestimmten Vegetations­ perioden fallende Regen sind ganz entscheidend für die Er­ tragsbildung. Die meisten Kul­ turen reagieren auf Wasser­ mangel zur Blüte mit den größ­ ten Ertragseinbußen, da die Be­ fruchtung in dieser Zeit gestört wird. Vor allem das Sommerge­ treide ist anfällig auf Frühjahrs­ trockenheit. Bereits angelegte Ertragskomponenten werden hierbei wieder reduziert. Die Frühjahrstrockenheit ist aber auch für anderes Getreide ein Risiko.

Weniger Sommerregen Die kritischen Stadien bei Mais liegen hingegen im Frühsom­ mer. Die Steiermark ist nicht

++ positiv, + eher positiv, – eher negativ, –– negativ, o kein Einfluss Quelle: lk/Umweltberatung, J. Maßwohl

Äcker: Humuswerte gehen zurück Auf Grünland hingegen steigen die Humusgehalte tendenziell an er Humusgehalt im Boden ergibt sich aus allen abgestorbenen pflanzlichen und tierischen Stoffen und deren organischen Umwandlungsprodukten. Ge­ nerell haben Ackerböden nied­ rigere Humusgehalte als Grün­ landböden. Als humos wird ein Boden be­ zeichnet, wenn sein Humusge­ halt zwischen 2 und 4,5 Prozent liegt. Der optimale Humusge­ halt eines Ackerbodens steht auch in unmittelbarer Abhän­ gigkeit zur Bodenart. Je schwe­ rer ein Boden ist, also je mehr Ton er aufweist, desto höher sollte sein Humusgehalt sein. Für leichte Böden (unter 15 Prozent Ton) liegt dieser über zwei Prozent, bei mittleren Bö­ den über 2,5 Prozent und bei schweren Böden (über 25 Pro­ zent Ton) sollte der Humusge­ halt über 3 Prozent liegen.

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Bodenfruchtbarkeit Der Humus trägt wesentlich zur Bodenfruchtbarkeit bei. Humus kann ein Vielfaches seines Eigengewichtes an Was­ ser speichern. Dies ist im Hin­ blick auf den Klimawandel sehr wichtig. Er speichert aber auch Nährstoffe: Im Acker­ boden sind bis 95 Prozent des Stickstoffs, bis 90 Prozent des Schwefels und bis 50 Prozent des Phosphors organisch im

Humus gebunden. Der Humus schafft weiters eine Verbesse­ rung der Bodenstruktur durch die Erhöhung des Porenvolu­ mens. Dadurch wird der Bo­ den lockerer und besser durch­ lüftet. Huminstoffe sind eine wichtige Kittsubstanz im Bo­ den, sie schaffen Ton-HumusKomplexe und fördern so die Aggregatstabilität und die Krü­ melbildung.

Humusreicher Boden Humus ist aber auch Futter für das Bodenleben. Anerkannte

Experten gehen davon aus, dass mit dem Bewuchs an der Ober­ fläche etwa zwei GVE ernährt werden. Unterirdisch sind aber umgerechnet das Zehnfache an GVE in Form von Bodenlebe­ wesen zu ernähren. Ein hoher Humusgehalt hat so­ mit enorm viele Vorteile. Ein­ zige Ausnahme stellt das hohe Mineralisationspotenzial auf leichten Böden dar. Hier kön­ nen plötzliche Stickstofffrei­ setzungen im Boden zu einer schlechten Bestandesführung sowie zu Nitratausträgen ins

humusgehalt 1999 - 2012 7

Entwicklung des Humusgehalts (Nassoxidation ÖNORM L 1081) in den steirischen Acker- und Grünlandböden 1999 - 2012 (Anzahl der Proben Ackerland: 23.487 / Grünland: 1.096) Prozent Humus

6 5 4 3 2 1 0

1998

Grünland

2000

2002

Ackerland

2004

2006

2008

2010

2012

Grundwasser führen. Die Grafik zeigt die Entwick­ lung des Humusgehalts stei­ rischer Ackerböden von 1999 bis 2012. Dabei ist der abneh­ mende Trend deutlich erkenn­ bar. Der Mittelwert ist in den letzten Jahren stetig gesunken und liegt unter 2,5 Prozent. Ein völlig anderes Bild zeigen die Auswertungen auf Grün­ landböden. Mit einem Humus­ gehalt von 5 Prozent sind diese Böden stark humos. Außerdem zeigt die Trendberechnung hier über die letzten Jahre einen leichten Anstieg des Humusge­ halts.

Fazit

hoch

Humus ist wertvoll

Speicherkraft wichtig Wie stark die Bodenfruchtbar­ keit ist, wird besonders bei un­ günstigem Witterungsverlauf deutlich. Die Speicherkraft des Bodens wird umso wichtiger, je ungünstiger die Niederschlags­ verteilung ist. Vom Klimawandel und den zu erwartenden Folgen ist die Landwirtschaft besonders be­ troffen. 42 Prozent der öster­

Einflussfaktoren auf die Bodenfruchtbarkeit bei konventioneller Bewirtschaftung ohne entsprechende Gegenmaßnahmen

mittel

ist der Einforstungsverband. Hier sind 23 Einforstungsgenossenschaften zusammengefasst. Hauptaufgabe ist er für ein möglichst reibungsloses Zusammenleben zwischen Verpflichteten und Berechtigten zu sorgen. Im Verband werden 11.000 Berechtigte betreut. In der Steiermark gibt es sieben Genossenschaften und drei Interessentengemeinschaften mit 1752 Mitgliedern. Es ist sehr wichtig, dass es eine Interessensvertretung gibt weil es doch aufgrund der Tatsache – zwei Eigentümer auf einer Fläche – doch immer zu Auslegungsunterschieden kommt, welche gemeinsam positiv im Interesse der bäuerlichen Betriebe zu erledigen sind. Spannungsfeld ist beispielsweise die Neuausweisung von Natura 2000-Gebieten. Es ist für uns Eingeforstete nicht verständlich, dass Gebiete ausgewiesen werden, ohne uns vorher zu verständigen. Viele auf Bundesforstgebiet und anderen Großgrundbesitzern gelegene Weiderechte haben einen hohen Waldweideanteil mit den teuren Erfahrungen und Schwierigkeiten in der letzten Periode bei den Flächenberechnungen durch die AMA und andererseits noch keine Erschließung, welche durch weitere mögliche Einschränkungen oft zu einem unlösbaren Problem wird. Um diesem vorzubeugen, möchte ich die zuständigen Ämter anregen, sich doch im Vorfeld mit den Eingeforsteten abzusprechen, um für beide Seiten gute und lebbare Lösungen zu finden. Wir Eingeforsteten sind selbstverständlich zu Gesprächen bereit und wollen für die Zukunft unsere Mitarbeit auf Augenhöhe anbieten.

Die Sommertage mit mehr als 25 Grad Celsius verdoppeln sich. Das österreichische Pro­ jekt reclip:more prognostiziert für die Mitte des 21. Jahrhun­ derts (2041 bis 2050) einen klaren Temperaturanstieg über alle Jahreszeiten von 1,9 bis 2,7 Grad Celsius. Als Vergleichs­ zeitraum wurden die entspre­ chenden Daten von 1981 bis 1990 herangezogen. Die Nie­ derschläge zeigen hierbei ein

niedrig

Eingeforstete

Der Boden ist Lebensraum für sehr viele Kleinstlebewesen, Tiere und Pflanzenwurzeln. In einem fruchtbaren Boden set­ zen die Bodenlebewesen Dün­ ger effizient in Pflanzenerträge um. Humus wird aufgebaut. Um die Bodenfruchtbarkeit zu beurteilen, muss man Pflanzen, Bodenob­erfläche, Boden und Bewohner genauer beobach­ ten. Das braucht Zeit. Die Kul­ turpflanze ist immer die wich­ tigste Zeigerpflanze. Die Ta­ belle (rechs) zeigt, wodurch bei konventioneller Bewirt­ schaftung die Bodenfruchtbar­ keit beeinflusst wird, wenn kei­ ne entsprechenden Gegenmaß­ nahmen gesetzt werden. Neben der Kultur wurde dabei auch die Düngung mitbewertet.

Mehr Hitzetage

völlig anderes Bild. Während im Winter und Frühling mit ei­ ner Zunahme der Niederschlä­ ge von plus 1,4 beziehungs­ weise plus 8,5 Prozent gerech­ net wird, gehen im Sommer und Herbst die Niederschlä­ ge auf 12,2 beziehungsweise 13,8 Prozent zurück. Extrem­ ereignisse werden spürbar zu­ nehmen. Im Osten, Süd-Osten (Graz) und dem Süden (Kla­ genfurt) ist mit einem Anstieg der Sommertage auf bis zu 80 Tage zu rechnen. Die Anzahl der Hitzetage pro Jahr mit über 30 Grad Celsius wird sich im Osten vervierfachen. In der

Schadstoff/ Pestizide im Boden

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reichischen Landesfläche wer­ den landwirtschaftlich bewirt­ schaftet.

Verdichtung/ Bodengefüge

ie Einforstungsrechte sind weitgehend unbekannt. Strukturell erstreckt sich der Hauptteil der Einforstungsrechte über die Bundesländer Tirol, Salzburg, Oberösterreich und der Steiermark. Wobei hier die Obersteiermark hauptsächlich „einreguliert“ wurde. Es basiert jedes Recht auf einer „Regulierungsurkunde“, welche nach der Bauernbefreiung im Jahre 1853 durch ein kaiserliches Patent (Gesetz) ermöglicht wurde. In den Jahren 1858 bis 1889 wurden von eingesetzten Regulierungskommissionen die Holz-, Weide-, Streu- und sonstigen Nutzungsansprüche der Bauern gegenüber den belasteten Grundeigentümern nach Umfang, Art und Ausübung festgelegt und in Regulierungserkenntnissen, die bis heute den Rechtstitel der Einforstungsrechte bilden, urkundlich verbrieft. Diese Rechte können weder verjähren noch ersessen werden. Die Interessenvertretung

Wurzeln spielen große Rolle: Sie beeinflussen den ­Humusgehalt der Böden entscheidend.

Humusgehalt

Harald Nachbaugauer Landeskammerrat Johnsbach

1. Mai 2014

Erosion

2

2014

Quelle: lk/Pflanzenbau, H. holzner

Je höher der Humusgehalt des Bodens ist, desto mehr Kohlen­ stoff wird mittelfristig im Bo­ den gebunden und damit aus der Atmosphäre entfernt. Ein Boden mit hohem Humusge­ halt kann auch mehr Wasser speichern und damit die Kul­ turpflanzen unter trockenen Bedingungen besser versor­ gen, Starkregen besser infil­ trieren und Erosion vermin­ dern. Bodenspeicherung kann ein nennenswerter Beitrag zum Klimaschutz sein. Es ist daher wichtig, zu erkennen, wie sich der Humusgehalt in den Böden aufgrund der gewählten Be­ wirtschaftungsform verändert. 

Stefan Neubauer


T o p -T h e m a

1. Mai 2014

Landwirtschaftliche Mitteilungen

Wasser für das Wachstum

aus meiner sicht

Daher sollen Bodenbedeckungen die Verdunstung minimieren zuletzt aufgrund der klima­ tischen Voraussetzungen be­ stens für den Maisbau geeig­ net. Mit dem Rückgang der Sommer-Niederschläge wird es aber auch hier spürbare Er­ tragsrückgänge geben. Trotz­ dem: die Steiermark hat mit ihren Hauptkulturen Mais und Kürbis gute Chancen für die Zukunft.

Seichte Böden Auf leichten oder seichtgrün­ digen Böden ist hingegen ei­ ne Abpufferung von Trocken­ zeiten aus dem Bodenvorrat nur beschränkt möglich. Hier sind die produktive Nutzung der Niederschläge sowie die langfristige Verbesserung der Wasserspeicherkapazität von besonderer Bedeutung.

Wertvoller Boden

Bodenbedeckung

Bodenbedeckung verringert Erosion, fördert Humus und erhöht Wasserspeicherfähigkeit F. Auer

Wie Humusgehalt verbessern Bodenbearbeitung und Ackernutzung spielen große Rolle

Albert Bernsteiner

Wurzel Die Wurzeln können die Was­ sereffizienz wesentlich verbes­ sern. Gernot Bodner von der Universität für Bodenkultur be­ schreibt fünf Punkte, um die Wurzeln gezielt zu fördern: u Schaffung eines optima­ len Bodengefüges zur Förde­ rung der Durchwurzelung der Hauptfrucht über Zwischen­ früchte. u Schonung der natürlichen Porenbildung (Biomakropo­ ren) durch konservierende Bo­ denbearbeitung zur Verbesse­ rung der Regenverdaulichkeit und Erleichterung der Wurzel­ expansion in den Unterboden. u organische Düngung (Kom­ post), Ernterückstände und Zwichenfrüchte mit intensivem Wurzelwachstum zur Stabili­ sierung und Anhebung des Hu­ musgehaltes und damit Erhö­ hung der Wasserspeicherfähig­ keit des Bodens. u unbedingte Vermeidung von Bodenschadverdichtungen: Sie kosten Wasser und Nährstoffe durch Einengung des Wurzel­ raums. u verstärkte Anstrengungen zur Integration der Wurzelleistung in die Sortenbeschreibung und Züchtungsprogramme.

Vizepräsidentin Deutsch Goritz

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Das Wurzelsystem optimiert die Wassernutzungseffizienz. Entscheidend hierfür ist das Bodenmanagement. Gut spei­ cherfähige Böden können Feuchtigkeitsmengen aus dem Winter für die Vegetationszeit der Hauptfrucht ansparen.



Maria Pein

ie Landwirtschaft steht vor der Aufgabe, die wachsende Weltbevölkerung zu ernähren. Die Erschließung neuen Ackerlandes ist begrenzt. Durch die Verbauungen gehen der Landwirtschaft aber wertvolle Flächen verloren. Andererseits kann eine Intensivierung der Landwirtschaft zu Lasten der Umwelt gehen. Der Konflikt mit der nichtbäuerlichen Bevölkerung wird dadurch verschärft. Zurzeit stehen wir mitten in der Anbausaison. Die Gülleausbringung an den Wochenenden wird hier von vielen Anrainern kritisch gesehen. Neben der Geruchsbelästigung sind Gewässerverunreinigungen jene Themen, die die Landwirte in den Fokus der Öffentlichkeit rücken. Das vergangene Frühjahr hat uns wieder einmal das Problem des Ackerbaus in Hanglagen aufgezeigt. Starke Regenfälle, wenige Tage nach dem Maisanbau, haben unseren wertvollen Boden zusammen mit

Boden speichert Wasser

Eine rasche Bodenbedeckung ist entscheidend für die Mi­ nimierung der unproduktiven Verdunstung (Bodenevaporati­ on).Vor allem die Verringerung von Verlustgrößen, insbesonde­ re die Evaporation, gilt es näher zu betrachten. Hier bekommt das Wurzelsy­ stem eine besondere Rolle zu­ gewiesen. Die Wurzel beein­ flusst entscheidend die Boden­ struktur sowie den Humusge­ halt der Böden.

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m den Humusgehalt zu steigern, sollen mehr organische Stoffe zugeführt werden oder Maßnahmen gesetzt werden, die den Abbau im Boden ver­ langsamen.

U

Minimalbodenbearbeitung Ein großes Thema ist die Bo­ dendurchlüftung. So kann an­ stelle von konventioneller Bo­ denbearbeitung auf die Mini­ malbodenbearbeitung gesetzt werden. Je weniger der Boden bearbeitet wird, umso weniger Sauerstoff gelangt in den Bo­ den, wodurch der Humusab­ bau im Boden verringert wird. Beim Zwischenfruchtanbau ist darauf zu achten, dass die Pflanzen lange genug auf dem Feld stehen, damit sie auch ver­ stärkt Lignin einbauen. Damit wird erreicht, dass Humus auf­ gebaut wird. Eiweißreiche, fri­ sche, ligninarme Pflanzenmas­ se wird hingegen vom Boden­ leben sofort zersetzt und be­ deutet einen Humusabbau.

Feldfutter und Grünbrache Für die Verbesserung des Hu­ musgehaltes spielt auch die Form der Ackernutzung ei­ ne wichtige Rolle. So kann mit mehrjährem Feldfutterbau oder Grünbrachen der Humus­ gehalt gesteigert werden. Un­ terstützend für die Humusan­

reicherung wirkt neben den pflanzlichen Rückständen, die am Feld bleiben, auch der Ver­ zicht der Bodenbearbeitung. In diesem Fall wird auch die Bo­ dentemperatur durch eine ent­ sprechende Bodenbeschattung und geringe Durchlüftung ge­ senkt. Andere Ackerkulturen wie Wintergetreide, Winter­ raps oder Soja zeigen eine aus­ geglichene Humusbilanz. Auch Körnermais bilanziert ausge­ glichen, da durch das Mais­ stroh große Mengen an orga­ nischer Substanz am Feld ver­ bleiben. Silomais ist jedenfalls als humuszehrende Kultur ein­ zustufen.

Ölkürbis mit Untersaat Der in der Steiermark beliebte Ölkürbis wirkt sich leider sehr schlecht auf den Humusgehalt aus. Dies ergibt sich aus sei­ ner kurzen Vegetationsdauer, die häufige Bodenbearbeitung mittels Hacke und den gerin­ gen Ernterückständen. Um den Humusgehalt nicht nachhaltig zu reduzieren, sollte unbedingt eine Fruchtfolge eingehalten werden, oder andere ackerbau­ liche Maßnahmen gesetzt wer­ den. So kann bei Ölkürbis mit­ tels einer Kleegras­ untersaat, die kurz vor Reihenschluss im Juni eingesät wird, eine Ver­ besserung erreicht werden. Diese erleichtert nicht nur die

Ernte, sondern schützt den Bo­ den auch vor Verdichtungen. Die Kleegrasuntersaat bildet bis zur Folgekultur Grünmasse und reichert so den Humus an. Dabei ist aber darauf zu achten, dass die Herbizidanwendung in Bandspritzung erfolgt, weil ansonsten Restwirkungen der Vor­auflaufpräparate das Auf­ laufen der Untersaat verhin­ dern.

Mais und Begrünungen Aber auch nach Mais kann mit winterharten Begrünungen ein Humusaufbau erreicht wer­ den. Eine Begrünungsaussaat nach der Maisernte ist aber nur noch mit Getreide oder Winter­ rübsen sinnvoll. Der Umbruch dieser Begrünungen sollte im Frühjahr möglichst spät erfol­ gen.

Düngung spielt Rolle Eine weitere Maßnahme zur Humussteigerung ist die Dün­ gung. Der stärkste Humusauf­ bau kann mit Kompost erreicht werden. Auch mit aufberei­ tetem Stallmist wird sehr viel organische Substanz auf den Acker gebracht. Der Anteil an organischer Substanz ist in der Gülle geringer, dennoch wirkt auch Gülle positiv auf den Hu­ musgehalt. Jauche und Han­ delsdünger haben hier keine Stefan Neubauer Wirkung. 

Saatgut, Dünge- und Pflanzenschutzmittel einfach weggespült. Die Schäden blieben aber nicht nur beim Landwirt selbst, auch Straßen und Gräben wurden vermurt und mussten von Feuerwehren, Gemeinden und Straßenerhaltungsdienst aufwendig gesäubert werden. Hinzu kommen pflanzenbauliche Probleme, die die ganze Kraft der Bäuerinnen und Bauern erfordern. Das Spektrum der erlaubten Pflanzenschutzmittel ist sehr eingeschränkt und steht einem massiven Auftreten neuer Problemunkräuter und Schädlinge gegenüber. Vor allem die Bekämpfung des Maiswurzelbohrers braucht unsere ganze Anstrengung, um die Ernte zu sichern. Nach dem NeonicotinoidVerbot setzen wir auch Hoffnung in die Nematoden. Allerdings fehlen aber noch entsprechende steirische Praxis­ erfahrungen. Wir brauchen dringend Forschungsgelder, um gesicherte Erkenntnisse zu bekommen. Hart hat uns im Vorjahr auch die Trockenheit getroffen. In Klimaszenarien wird von einem Temperaturanstieg in den kommenden Jahrzehnten ausgegangen. Trockenperioden werden sich demnach deutlich verlängern. Vor allem der Wassermangel wird sich auf das Pflanzenwachstum im Sommer negativ auswirken. Eine gute Bodenfruchtbarkeit und eine nachhaltige Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Flächen müssen bewusst aufgegriffen werden. Damitb bekommt der Boden als Produktionsfaktor ein starkes Gewicht. Zu prüfen ist die Wahl des Standortes für bestimmte Kulturen. Mit der Bodenfruchtbarkeit eng verbunden ist das Wissen über den Humusgehalt der Äcker.

Bodenfruchtbarkeit verpflichtend erhalten Das steiermärkische landwirtschaftliche Bo­ denschutzgesetz verpflichtet die Bäuerinnen und Bauern, die Bodenfruchtbarkeit nachhal­ tig zu erhalten. Diese ist gegeben, wenn der Bo­ den über einen ausreichenden Humusgehalt und über eine entsprechende Bodenstruktur verfügt. Der Versorgungsgrad der Böden ist in geeig­ neten Zeitabständen festzustellen. Die Landesregierung hat zur Optimierung des Dünge- und Pflanzenschutzmitteleinsatzes im Hinblick auf eine nachhaltige Bodenfrucht­ barkeit entsprechende Versuche zu veranlas­ sen. Die Ergebnisse sind im Rahmen der land­ wirtschaftlichen Aus- und Weiterbildung sowie durch die Fachberatung, insbesondere durch Demonstrationsversuche, zu vermitteln.


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Agrarpolitik

Landwirtschaftliche Mitteilungen

1. Mai 2014

„Fairness-Pakt mit dem Handel“ Interview mit Bundesminister Andrä Rupprechter Für naturnahe ­Bekämpfung von Schädlingen kündigt­ Rupprechter Gelder für Forschung an.

Rupp­ rechter, Seitinger (r.) und Titschenbacher (o.) präsentierten die neue Ländliche Entwicklung

Bei Geprächen mit obersteirischen Bauern

Pein: „Lebenswert“Auszeichnung

Mit Bäuerin Christine Neuhold

In Halbenrain bei Familie Tschiggerl: Intensive Debatten über die alternative Maiswurzelbohrerbekämpfung (o. und r.) Wilhelm

Milchwirtschaft hat Zukunft Die Milchwirtschaft hat trotz Quotenende Zu­ kunft, wenn der internationale Absatz wei­ ter anhält. Das war der Sukkus der milchwirt­ schaftlichen Debatte von obersteirischen Bau­ ern und Funktionären mit Minister Rupprechter auf dem Hof von Jakob Karner, dem neuen Ob­ mann der Oberstei­ rischen Molkerei. Milch müsse als mo­ dernes Lebensmittel auf dem Markt bes­ ser platziert werden, so Karner. Hilfreich seien die Milch-Ar­ beitskreise, weil man Jakob Karner mit so die Zahlen erfahre. dem Minister Wilhelm

Welchen Eindruck haben Sie von der steirischen Landwirtschaft? Andrä Rupprechter: Einen sehr guten. Ich bin von der Vielfalt der Produkte – von der Milch über exzellenten Kä­ se, die steirischen Weine, das Kernöl, die hohen Maiserträ­ ge und die nachwachsende En­ ergieproduktion beeindruckt. Unübertreffbar ist die Steier­ mark auch bei der Qualitäts­ fleischproduktion. An der Pro­ duktvielfalt zeigt sich, dass die steirischen Bäuerinnen und Bauern sehr innovativ sind. Stichwort Mais. Der Maiswurzelbohrer bedroht die Ernte. Werden Sie Forschungsgelder für Praxisversuche zur Erprobung der neuen Mittel und neuer Fruchtfolgepartner zur Verfügung stellen? Rupprechter: Ja, dazu ste­ he ich zur Verfügung. Das ha­ be ich auch angekündigt, das wir in der Forschung und Ent­ wicklung von Schädlings­ maßnahmen, die naturnah und gleichzeitig effizient sind, ent­ sprechende Mittel aus der For­ schungsförderung bereitstel­ len. Hier werden wir sicher un­ seren Beitrag leisten. Ob es die geforderte Million ist, das ist offen. Wann könnte es soweit sein? Rupprechter: Für die heuri­ ge Saat sind die Fadenwürmer als Nützlinge und das Granulat Belem zugelassen. Man wird sich die Ergebnisse anschauen wie diese zwei Mittel wirken und dann Wege für das nächste Jahr finden. Wie stehen Sie generell zum Einsatz von Pflanzenschutzmitteln? Rupprechter: Wir müssen die Ökologisierung, die naturnahe Produktion und die produzie­ rende Landwirtschaft auf ei­ nen grünen Zweig bringen. Be­ zogen auf die Maiswurzelboh­ rerbekämpfung sehe ich, dass die steirischen Maisbauern die Fruchtfolge vorbildlich umset­ zen und auch Nematoden als Nützlinge einsetzen. Mir geht es darum, mit der Natur zu wirt­

schaften. Die Gentechnik und ausschließlich chemische Keu­ len sind nicht mein Weg. Al­ lerdings, wenn Pflanzen krank sind, brauchen sie auch Medi­ kamente. Für die Pflanzen sind solche Medikamente eben che­ mische Pflanzenschutzmittel. Ein großes Anliegen ist mir auch, dass wir von den soge­ nannten „Notfallszulassungen“ wegkommen. Was sagen Sie Bauern, die Streptomycin gegen Feuer-

Jungübernehmer ­ unterstützen wir künftig viel stärker als bisher. Andrä Rupprechter Landwirtschaftsminister

brand einsetzen? Rupprechter: Dieses Mittel ist zugelassen und wird ohne­ hin nur geringfügig im Rah­ men der Feuerbrand-Strategie 2020, die ich noch als Sekti­ onschef entwickelt habe, ver­ wendet. Grundsätzlich ste­ he ich bereit dafür, dass wir Krankheiten nach ihrer Schwe­ re bekämpfen müssen. Da der Feuerbrand für einen Obstbau­ betrieb existenzbedrohend ist, müssen wir auch starke Mittel zum Einsatz bringen. Ein Ver­ gleich: Wenn ich eine Lun­ genentzündung habe, wer­ de ich auch Antibiotika nehmen. Sie haben kürzlich vom Handel Prämien für die Bauern verlangt. Auf welche Resonanz ist diese Forderung gestoßen? Rupprechter: Al­ so gemeint ist hier nichts an­ deres als dass der Handel für nachhaltig ökologisch hergestellte Lebensmittel bessere Preise zahlen muss. Denn die Margen sind beträcht­ lich, daran sollen die Bau­ ern teilhaben können. Dazu gibt es ja schon gute Bei­ spiele, die der Handel vor­

exerziert. Ich habe bereits mit den Vorstandsvorsitzenden al­ ler in Österreich tätigen großen Handelsketten Gespräche ge­ führt, die etwa 90 Prozent des Handels abdecken. Wie haben sie auf Ihre Forder­ung reagiert? Rupprechter: Die Reaktionen waren eigentlich positiv. Al­ le haben gesagt, dass sie dies schon tun. Ich möchte jetzt für die Bauern einen Fairness-Pakt mit dem Lebensmittelhandel herbeiführen. Wann soll dieser auf die Beine kommen? Rupprechter: Wir haben mit den Vorstandsvorsitzenden der Handelsketten Einzelge­ spräche vereinbart. Eingebun­ den sind auch die Sozialpart­ ner. Da bin ich zuversichtlich, dass wir da mit guten Schritten vorankommen werden. Gleich wie die Landwirtschaftskammer haben Sie zu Ostern eine verpflichtende Kennzeichnung von Lebensmitteln mit Ei-Anteil verlangt. Wie geht es hier weiter? Rupp­ rechter: Hier sind wir in Wirk­

lichkeit am Beginn. Ich wer­ de beim EU-Rat eine entspre­ chende Initiative einbringen und von der nächsten Kommis­ sion verlangen, dass sie diese Problematik weiter vor­antreibt. Diese Initiative werde ich ge­ meinsam mit unserer EU-Par­ lamentarierin Elli Köstinger forcieren. Von nationalen Al­ leingängen bei der Kennzeich­ nung halte ich nichts. Was ist ihre Botschaft an die steirischen Bäuerinnen und Bauern? Rupprechter: Die Landwirt­ schaft hat Zukunft. Der Beruf Bauer beziehungsweise Bäu­ erin ist ein schöner und sinn­ voller Beruf. Mit dem neuen Programm der Ländlichen Ent­ wicklung haben wir für Jung­ übernehmer einen besonderen Schwerpunkt gesetzt: Es gibt eine Jungunternehmerförde­ rung, einen Meisterbonus bis 15.000 Euro und eine höhere Investförderung. Und bei der Betriebsprämie ein „top up“ für Jung­ bauern bis 43 Jahre. Interview: Rosemarie Wilhelm

Rupprechter: Bin vom Pioniergeist der steirischen Bauern beeindruckt Wilhelm (9)

„Müssen Versorger-Rolle ins Bewusstsein rücken“ Der Pioniergeist der steirischen Bäuerinnen und Bauern stieß bei Minister Rupprechter auf großes Interesse ichtlich beeindruckt war Landwirtschafts­ minister Andrä Rup­ prechter vom Pioniergeist der steirischen Bauern. Maisspin­ delpionier Franz Tschiggerl aus Halbenrain zeigte wie in einem Arbeitsgang Mais und Kolben geerntet werden.

S

Maisspindeln Er verwies darauf, dass mit Maisspindeln von einem Hek­ tar rund 700 bis 1.000 Liter Heizöl eingespart werden kön­ nen. Außerdem eignen sie sich

als vollbiologisches Isolierma­ terial für Mittelwände und Tü­ ren. Auf dem Hof von Franz Tschiggerl in Halbenrain setzte sich der Minister auf den Traktor und düngte den Mais­ acker mit Hühnermist, der mit effektiven Mikroorganismen versetzt ist. Franz Tschiggerl: „Die effektiven Mikroorganis­ men binden Ammoiak; Geruch wird so erheblich gemindert“. Zur Weiterentwicklung dieser Initiativen sagte Rupprechter seine Unterstützung zu. Styriabrid-Obmann Kurt

Tauschmann informierte den Minister über die großen Sor­ gen der steirischen Schweine­ bauern: Insbesondere über das jüngste OGH-Urteil, wonach genehmigte Ställe durch ein Zivilrechtsurteil wieder außer Betrieb gesetzt werden können.

Minister, dass er sich „dieser vielen Anliegen der Schwei­ nebauern annehmen werde“. Und er sehe es als seine Auf­ gabe, die „Rolle der Bauern als Lebensmittelversorger wieder verstärkt ins Bewußtsein der Bevölkerung zu rücken“.

Wert der Versorgung

Photovoltaik

Josef Kowald junior aus Al­ lerheiligen kritisierte, dass die Bauern als Versorger von der Bevölkerung nicht mehr wahr­ genommen werden. In diesem Zusammenhang versprach der

Auf großes Interesse stieß auch der Direktvermarktungsbetrieb von Christine und Josef Neuhold aus St. Nikolai ob Draß­ ling, die ihren Strom mit einer Photovoltaikanlage herstellen.


Familie & Landjugend

1. Mai 2014

Landwirtschaftliche Mitteilungen

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brennpunkt Auguste Maier Ein echter Bauerngarten ist dazu da, Gemüse und Kräuter sprießen zu lassen. Die Wirkung für Geist und Seele kommt an zweiter lk Stelle

Bauerngärten sind modern Wie er ausschauen soll, wird jetzt erkundet – Betriebe gesucht Die Gärten ­sollen typisch ­bäuerlich ­ mit ­Kräutern und ­allerlei Gemüse ­bepflanzt sein. Streng genommen hat ein Bau­ erngarten Wege in Kreuzform und ist ebenerdig bepflanzt. Strenge macht aber nicht im­ mer Spaß. Bäuerinnen haben auch Gärten mit Hochbeeten, Kräuterschnecken und Insek­ tenhotels. An den klassischen Bauerngarten erinnert noch Holz, das für Zaun und Beete verwendet wird und die Viel­ falt der Kräuter und Gemüse­ sorten, die von der Bäuerin ge­

nutzt werden. Es ist eine Gar­ tenform, die nicht allein der Er­ holung dient, aber auch nicht nur der Produktion. Was einen Bauerngarten von heute aus­ macht, will die Landeskammer diesen Sommer herausfinden.

Jetzt mit Garten bewerben Dafür braucht es Beispiele. Bis 12. Mai kann man sich mit sei­ nem Garten in der Bezirkskam­ mer bei der Beraterin für Er­ nährung und Erwerbskombina­ tion bewerben. Andrea Muster, Leiterin der Abteilung, erklärt das Ziel: „Am Ende wollen wir eine Broschüre herausbringen, mit Gestaltungsvorschlägen, typischen Kräutern, Gemüsen,

„Viele Jugendliche werden nicht zur Wahl gehen, weil sie glauben, dass die da oben sowieso tun, was sie wollen. Das können die aber nur, wenn wir sie lassen! Ich war selbst in Brüssel zu Besuch und hatte dort nicht den Eindruck, dass die EUPolitiker so weltfremd sind, wie sie bei uns gerne hingestellt werden. Das Ergebnis ihrer Politik ist aber oft nur der kleinste gemeinsame Nenner.“ Astrid Riegelnegg, 26

„Die großen Länder haben mehr Sitze im EU-Parlament als die kleinen. Ich habe daher nicht das Gefühl, dass ein kleines Land etwas ändern kann. Ich verstehe zwar, warum das so ist, und es wäre den großen Ländern gegenüber nicht fair, das zu ändern; glücklich bin ich damit aber nicht. Ich weiß noch nicht, ob ich wähle.“ Matthäus Edegger, 23

Blumen und natürlich Tipps, wie sie am besten gedeihen.“ Der klassische Bauerngarten gehört da genauso dazu, wie moderne, freie Interpretationen davon. Was es nicht sein soll, beschreibt Beraterin Johanna Huber: „Wir wollen uns schon von den Erlebnisgärten abhe­ ben, die jetzt überall entste­ hen. Ein Bauerngarten ist nicht nur zum Anschauen da, er soll auch mit Würze, Arzneien und Lebensmittel einen Nutzen ha­ ben.“

Offene Gartentüren Wer bereit ist, seinen Garten Führungen zu öffnen, und sich damit auch ein kleines Stand­

Ich gehe zur EU-Wahl Die Europawahl steht am 25. Mai vor der Tür. Für die österreich­ ischen Bäuerinnen und Bauern geht es um sehr viel. Ist die Landwirtschaft bislang doch der einzig wirklich vergemeinschaftete Bereich der EU-Politik. Es ist die erste E ­ uropawahl nach Aufwertung des EU-Parlaments. ­Eine Stimme hat also mehr ­Gewicht als je zuvor.

bein zu schaffen, hat die Chan­ ce, in der Broschüre genannt zu werden. Für Exkursionsgärten wird es ein Auswahlverfahren geben, versichert Muster: „Wir werden eine Vorauswahl tref­ fen und die engeren Favoriten persönlich besuchen und be­ werten. Wichtige Kriterien sind die Naturverbundenheit, Viel­ falt und der Einsatz von natür­ lichen Materialien.“

Mehrfach nützlich Der Garten kann auch ei­ nen Mehrwert für den Betrieb schaffen, ist Muster überzeugt. Beispielsweise für Urlaub am Bauernhof, Green Care oder Direktvermarkter.  R. Musch

„In den Medien kommt viel zu wenig herüber, was die EU und vor allem das Parlament wirklich macht. Ich bin mir sicher, dass sich die Mehrheit nicht über krumme Gurken den Kopf zerbricht. Leider erfährt man davon nur, wenn man sich auf eigene Faust informiert. Ich will mitbestimmen! Bei jeder Wahl! Wer nicht wählen geht, darf nachher nicht jammern, dass es in die falsche Richtung geht.“ Josef Sauseng, 22

Steirische Landesbäuerin Hart bei Graz

en typischen Bauerngarten gibt es nicht, aber spezifische Merkmale, die einen Bauerngarten ausmachen, wie ein Holzzaun, typische Nutz- und Zierpflanzen, bestimmte Dekorationselemente und so weiter. Im Gegensatz zum reinen Nutzgarten ist der Bauerngarten deshalb auch ein Ort, der auf alle menschlichen Sinne positiv wirkt und häufig eine Rückzugsmöglichkeit bietet. Bis heute unterliegen die Bauerngärten einem stetigen Wandel. Je nach Region, Klima- und Bodenverhältnissen und typischer Architektur finden sich Bauerngärten als umzäuntes Garten- oder Ackerland, aber auch als Vorgärten alter, traditioneller, liebevoll restaurierter Bauernhäuser. Das Gärtnern und die Versorgung mit eige-

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Projektstart nem frischem Gemüse erfreuen sich wieder steigender Beliebtheit und das Interesse an Informationen rund um den Garten wächst. Die Bäuerinnenorganisation Steiermark und die Abteilung Ernährung und Erwerbskombination der Landwirtschaftskammer Steiermark werden daher dieses Thema aufgreifen und für Bäuerinnen und Konsumentinnen Informationen im Rahmen eines Projektes zur Verfügung stellen. Deshalb suchen wir bäuerliche Betriebe, die ihre Gärten für Besucher öffnen wollen. Falls Sie daran Interesse haben, melden Sie sich bitte bis Montag, 12. Mai in Ihrer zuständigen Bezirkskammer bei der Fachberaterin für Ernährung und Erwerbskombination.

Jung & frech Andreas Schoberer Landjugend Landesobmann Breitenau

m 25. Mai wählt Europa sein neues Parlament. Bringt es mir überhaupt was, zur Wahl zu gehen? Kann ich tatsächlich etwas mitentscheiden durch meine Stimme? Warum sind bei der letzten EU-Wahl nur 46 Prozent der Stimmberechtigten zur Urne gegangen? Viele empfinden das EU-Parlament nur als „Scheinparlament“. Die Eurokrise hat auch noch dazu beigetragen, dass die EU

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EU-Wahl „Jede noch so kleine Stimme trägt dazu bei, Österreich Gewicht zu geben. Je höher die Wahlbeteiligung ist, desto ernster wird Österreich in der EU genommen werden. Ich versuche daher auch persönlich jeden zu überzeugen, zur Wahl zu gehen. Die EU ist wichtig für uns, wir sind tief in ihr verankert – ein Ausstieg ist für mich undenkbar.“ Bernhard Linzmeier, 24

eher einen fahlen Beigeschmack erzeugt und von vielen nicht als Gemeinschaft, sondern einfach als Belastung gesehen wird. Jedoch bringt uns diese große Einheit mehr, als wir es uns vielleicht eingestehen wollen. Das Bruttoinlandsprodukt ist seit dem EU-Beitritt um fast zehn Prozent gestiegen, 13.000 zusätzliche Arbeitsplätze entstanden jährlich, die Exporte konnten verdoppelt werden, und so weiter. Wir alle müssen über unseren Tellerrand hinausschauen und dürfen nicht immer nur das Negative in den Vordergrund stellen. Und eines ist ganz klar: Wer nicht zur Wahl geht, hat auch im Nachhinein kein Recht, sich über irgendwas zu beschweren. Es ist immens wichtig, die Stimme abzugeben um zumindest ein wenig mitzuentscheiden. Also: Gehst du zur Wahl?


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Gastkommentar & Leser

Landwirtschaftliche Mitteilungen

1. Mai 2014

Tisch oder Speisekarte?

bauernporträt

Gastkommentar: Elisabeth Köstinger über Zukunftsentscheidungen m 25. Mai wählen 400 Millionen EU-Bürger das neue Europa-Par­ lament – die direkt gewählte Bürgerkammer Europas, die Stimme der Bürger in EU-Ent­ scheidungen. Dies ist die erste Wahl nach dem Inkrafttreten des Lissabon-Vertrages, erst­ mals wird so ein einflussreiches Parlament gewählt.

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Tisch oder Speisekarte? Maria Zenz hegt und pflegt

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iner der schönsten Bauerngärten der Steiermark liegt am Hof der Fa­ milie Gollien-Zenz in Dörfla. Be­ sonders macht diesen Bauerngarten, dass er der Gemeinde gehört. Die siebzigjährige Maria Zenz betreut ihn seit vielen Jahren. Sie erklärt, wie es dazu kam: „Vor etwa zehn Jahren wollte die Gemeinde einen Ort für ihre Bürger anlegen, an dem man die Seele baumeln lassen kann. Sie haben die Fläche gepachtet.“ Rundherum gibt es ein Beet mit winterhar­ ten Blumen wie Pfingstrosen oder Ritter­ sporn für die Allgemeinheit. Ein typisches Wegekreuz teilt den Garten in vier Beete. Dort pflanzt Maria Zenz Gewürz- und Arz­ neikräuter sowie verschiedenste Gemüse­ sorten, die die Familie nutzen kann. Maria Zenz bietet auch Führungen durch den Gar­

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Gartenpracht ten an und gibt ihr Wissen weiter. Dass die Landwirtschaftskammer die Bau­ erngärten wieder belebt (Seite 5), freut Zenz, denn „zwischendurch war das Inte­ resse wieder etwas eingeschlafen.“ Doch am 10. Mai darf sie wieder ihr Wissen wei­ tergeben, wenn wieder ein Bus zu Besuch kommt. Nur das Wetter macht Maria Zenz derzeit Sorgen: „Wir hatten vor Ostern mi­ nus zwei Grad. Alles steht. Aber wenn die Sonne wieder da ist, geht es bestimmt wie­ der ganz schnell.“ Der Garten ist ihr Hob­ by, mit dem sie sich schon seit fast 50 Jah­ ren beschäftigt. Die Landwirtschaft betreibt schon die nächste Generation. Waltraud Gollien-Zenz und ihr Mann Jo­ hann haben sich auf die Direktvermarktung von Steirischem Kürbiskernöl g.g.A. spe­ zialisiert. Auf zwölf Hektar bauen sie heu­ er Kürbis an. Gepresst wird unweit in St. Martin im Sulmtal. Beim Verkauf gehen sie eigene Wege, erklärt Gollien-Zenz: „Wir fah­ren auf insgesamt 14 Bauernmärkte in Kärnten, Salzburg, Ober- und Niederöster­ reich. Auf jedem Markt sind wir einmal im Monat. Unsere Kunden warten schon auf uns.“ Die Herausforderung war, überall die Erlaubnis zu bekommen, einen Stand zu be­ treiben. Nur im Dezember, Jänner und Februar ruht die Marktfahrerei. „Damit uns nicht fad wird, mästen wir im Winter 100 Mast­ schweine“, scherzt Waltraud Gollien-Zenz. Denn sie gewinnen durch die Mast wert­ vollen Wirtschaftsdünger für ihre Äcker. Die Schweine bekommen Fertigfutter, der selbst erzeugte Körnermais wird verkauft. 

Roman Musch

Betrieb & Zahlen: Familie Gollien-Zenz Dörfla 9, 8543 St. Martin im Sulmtal Tel. 03465/2616 u Ackerbaubetrieb mit Kürbiskernöl-­ Direktvermarktung und einem der schönsten Bauerngärten des Landes. u 18 Hektar Acker, zwei Hektar Streuobst. u Direktvermarktung von Kernöl auf Bauernmärkten in Kärnten, Salzburg, Niederund Oberösterreich. u Im Winter wird eine Partie von 100 Mastschweinen gemästet.

Diese Wahl ist keine Denk­ zettelwahl für nationale Regie­ rungen, sondern eine Zukunfts­ entscheidung für den ganzen Kontinent. Die Frage ist: Wel­ che EU wollen wir? Eine, in der Nationalismus, Populismus und geschlossene Grenzen vorherrschen, oder eine, in der Mitverantwortung, Solidarität und Fortschritt dominieren? Bei der Wahl geht es da­ rum, welche Vertreter Öster­ reichs sich in Brüssel am be­ sten durchsetzen. Wir brauchen kompetente, engagierte und gut vernetzte Verantwortliche, die die österreichischen Interessen in Brüssel vertreten. Es geht darum, wer Österreichs Ge­ sicht in der EU wird. Die Fra­ ge ist: Sitzen wir in Europa am Tisch, oder stehen wir auf der Speisekarte? Daher sind die Bürgerinnen und Bürger gefor­ dert, zu handeln, mitzumachen, zu gestalten und ihre Stimme abzugeben. Wir haben in der vergange­ nen Legislaturperiode im Be­ reich der Landwirtschaft viel

erreicht. Die Landwirtschafts­ politik in der EU ist ein kom­ plett vergemeinschafteter Po­ litikbereich, dadurch werden fast 40 Prozent des EU-Haus­ halts hierfür eingesetzt. Es ist dem EU-Parlament nach zähen Verhandlungen mit den Regie­ rungen der EU-Mitgliedstaa­ ten gelungen, das Agrarbudget für die kommenden Jahre ab­ zusichern. Die Programme der Ländlichen Entwicklung sind dabei ein Herzstück. Davon profitieren auch die österreichi­ schen Betriebe.

Starke Stimme Seit meinem Amtsantritt im Juli 2009 kämpfe ich dafür, dass die bäuerlichen Familien­ betriebe ins Zentrum rücken. Die EU muss ihre Leistun­ gen honorieren. Eine qualita­ tiv hochwertige Lebensmittel­ versorgung in Europa hat ihren

Preis, und es braucht finanzi­ ökologischer zu machen. Al­ elle Sicherheitsnetze für unsere le Leis­ tungszahlungen an die Betriebe. Gerade die österrei­ Landwirte sind an Umweltchische Landwirtschaft besteht und Produktionsauflagen ge­ aus Familienbetrieben. Diese bunden und gewährleisten bei sind im EU-Vergleich klein, der Produktion von Lebens­ und mehr als die Hälfte davon mitteln höchste Qualitäts- und werden in benachteiligten Ge­ Tierschutzstandards. Das EUbieten bewirt­ Parlament er­ schaftet. reichte, dass Im Mittelpunkt durch die neue der vergange­ Die Landwirtschaft­ GAP die Erhal­ nen fünf Jahre tung der Kultur­ soll auch in stand die Reform landschaft in al­ der Gemein­ ­Zukunft in Europa len Gebieten, samen Europä­ auch im Berg­ wichtig sein! ischen Agrarpo­ gebiet, sicher­ litik (GAP). Als gestellt ist. Ich Elisabeth Köstinger, starke Stimme setze mich da­ ­EU-Parlamentarierin für die österrei­ für ein, dass die chischen Bäue­ Landwirtschaft rinnen und Bau­ auch in Zukunft ern war ich als einen hohen Chefverhandlerin der Europä­ Stellenwert in Europa hat. ischen Volkspartei für die Pro­ Sieg der Vernunft gramme der Ländlichen Ent­ Die von der EU-Kommissi­ wicklung maßgeblich an den Verhandlungen beteiligt. Es on vorgelegte Überarbeitung ist uns gelungen, die Reform­ der Saatgutverordnung wurde pläne trotz zusätzlicher Anfor­ vom EU-Parlament, auf meine derungen praxistauglicher und Initiative hin, abgelehnt. ­Dies war ein Sieg der Vernunft, weil durch die neuen Saatgutpläne Bürokratie und Kosten auf die heimischen Betriebe und Saat­ gutzüchter gehäuft worden wä­ ren und die die Saatgutvielfalt in Europa gefährdet worden Elisabeth Köstinger ist seit 2009 EU- wäre. Dies zeigt erneut, wie Abgeordnete. E-Mail: wichtig es ist, dass die Europä­ elisabeth.koestinger@ erinnen und Europäer zur Wahl ep.europa.eu des EU-Parlaments gehen und mitentscheiden, von wem sie in Die Meinung des Gastautors muss sich der EU vertreten sein wollen. nicht mit jener der Redaktion decken.

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gastautorin

LESERstimmen Eier Die österreichische Landwirtschaft produziert nach höchsten Umwelt- und Tierschutzstandards. Billigimporte aus Drittstaaten wie zum Beispiel Eier aus Käfighaltung gefährden unsere bäuerliche Landwirtschaft und sind nicht im Sinne der österreichischen Konsumentinnen und Konsumenten. Das hohe Produktions- und Tierschutzniveau in Öster­reich darf nicht untergraben werden. Die strengen Tierschutzgesetze, die wir in Österreich haben, haben letztendlich zu diesem hohen Produktionsniveau beigetragen. Nur eine transparente Kennzeichnung verhindert, dass Eier aus Käfighaltung unbemerkt auf dem Tisch der Konsumenten landen. Hans Mayerhofer,  

Ökosoziales Forum

Kennzeichnen Essen ist Heimat, Essen ist aber auch Vertrauen. Eine ehrliche Kennzeichnung schärft einerseits das Bewusstsein, verfestigt in der Folge aber auch das Vertrauen für Herkunft. Schön, wenn der Trend zum regionalen Produkt geht, aber das verpflichtet die Politik ganz besonders streng, auf Qualität

und Herkunft zu achten. Viele Konsumenten sind schon jetzt bereit, für die besonders tierschutzfreundliche heimische Qualität auch etwas mehr zu bezahlen. In Brüssel kämpfe ich seit Jahren für eine verbesserte Kennzeichnung, die verarbeitete Produkte miteinbezieht. Da liegt noch viel Arbeit vor uns, die wir unseren Konsumenten unbedingt schuldig sind.  Elisabeth Köstinger, EU-Abgeordnete

Donau-Soja 150 Millionen Eier gehen bei Spar österreichweit Jahr für Jahr über die Ladentische – die Eier der Eigenmarken Spar, Spar-Vital und SparNatur*pur stammen zu 100 Prozent aus österreichischer Landwirtschaft. Als Mitglied im Verein DonauSoja, der den Anbau von Gentechnik-freiem Soja in den Donau-Ländern forciert und Zertifizierungen unterstützt, verpflichtete Spar kürzlich seine

Eierbauern zur Umstellung auf Fütterung mit Soja aus der Donau-Region. Vorrangiges Ziel: die hohen CO2-Emissionen einzudämmen, die aufgrund der laufenden Abholzungen der Wälder in den Hauptanbaugebieten für Futter-Soja in Südamerika stattfinden. Für die 150 Millionen Eier, die SPAR jährlich verkauft, besteht ein Sojabedarf von ungefähr 6.000 Tonnen. Das entspricht einer CO2-Ersparnis von rund 30.000 Tonnen pro Jahr. Joachim Massani,  Spar Österreich

Herzliche Gratulation einen 91. Ge­ burtstag fei­ erte kürzlich Ökonomierat Sepp Wolfsberger, der von 1980 bis 1989 Kam­ mervizepräsident war. Besondere Verdienste erwarb sich Wolfsber­ ger als Forstvertreter und Obmann der Ober­ steirischen Molkerei. Als Gratulanten stell­ ten sich Präsident Franz Titschenbacher (r.), Fritz Grillitsch (2.v.r) und Matthias Kranz (1.v.r) ein.

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M a r k t & W i r t s c h a ft

1. Mai 2014

Landwirtschaftliche Mitteilungen

Pensionskonto: Eines für alle

Meine Bank

Heute

Erste Gutschrift selbst kontrollieren

it dem neuen Pensi­ onskonto werden die Pensionen für alle ab 1. Jänner 1955 geborenen Per­ sonen ausschließlich auf Basis eines einzigen Kontosystems berechnet. Die künftige Pensi­ onshöhe wird dadurch ver­ ständlicher, transparenter und nachvollziehbarer.

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Ein Pensionskonto

Einsicht ist online von zu Hause aus möglich

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Ab heuer gibt es nur mehr ein einziges Pensionskonto. Die staatliche Prämie ist auf einen Blick abfragbar. Und die Kon­ togutschriften ermöglichen die

Raiffeisen-Landesbank eröffnet Neues Headquarter in Graz-Raaba wurde in zwei Jahren erbaut ach zweijähriger Bau­ zeit eröffnete die Raiffeisen-Landes­ bank Steiermark AG ihr neues Headquarter in Graz-Raaba. Der neue Gebäudekomplex er­ möglicht eine Bündelung sämt­ licher RLB-Fachbereiche un­ ter einem Dach und ist Dreh­ scheibe für den steirischen Raiffeisenverbund. Das Gebäu­ de besticht durch die verkehrs­ günstige Lage, die Architektur, modernste Ausstattung und durch die ökologisch nachhal­ tige Bauweise. Besonderer

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Wert wurde auf eine ressour­ censchonende Bauweise und eine energieeffiziente, betriebs­ kostensparende Ausführung gelegt. Das Gebäude hat weitgehen­ den Passivhausstatus, eine Photovoltaik-Anlage, spezielle Regenwasseraufbereitung und Brunnenwassernutzung. Als führende Bankengruppe Süd­ österreichs findet Raiffeisen Steiermark optimale Rahmen­ bedingungen vor und hat öko­ nomische und ökologische An­ sprüche in Einklang gebracht.

Neue Drehscheibe

luttenberger

Alle Personen, die ab 1. Jän­ ner 1955 geboren sind und bis zum 31. Dezember 2004 min­ destens ein Versicherungsmo­ nat erworben haben, erhalten eine Kontoerstgutschrift: Die bis Ende 2013 erworbenen Ver­ sicherungsmonate werden zu­ sammengeführt und als Konto­ erstgutschrift ins neue Pensi­ onskonto übertragen. Seit 1. Jänner 2014 gibt es keine ande­ re Pensionsberechnung mehr.

Einsicht: Handy-Signatur Wer betroffen ist, bekommt im Laufe des Jahres 2014 die Pen­ sionskontomitteilung vom zu­ ständigen Pensionsversiche­ rungsträger zugeschickt. Die Einsichtnahme ins persönliche Pensionskonto ist jederzeit on­ line mit aktivierter Handy-Si­ gnatur möglich. In den Raiff­ eisenbanken können Kunden ihren persönlichen Online-Zu­ gang per Handy-Signatur frei­ schalten lassen. Damit sind bei­ spielsweise auch Online-Amts­ wege möglich, und der Steuer­ ausgleich über FinanzOnline wird wesentlich erleichtert. Viele Raiffeisen-Kundenbera­ ter sind „Registration Officer“.

So holt man sich Steuern wieder zurück Eine Arbeitnehmerveranlagung zu machen lohnt sich auch für Niedrigverdiener it der Arbeitnehmer­ veranlagung, auch als Lohnsteuerausgleich bekannt, lässt sich unter be­ stimmten Voraussetzungen ein Teil der bezahlten Steuern zu­ rückholen. Laut Finanzministe­ rium bringt dieses Vorgehen dem Einzelnen Durchschnitt­ lich 350 bis 400 Euro. Auch Niedrigverdiener können von der so genannten „Negativ­ steuer“ profitieren.

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Gutschrift In folgenden Fällen kann man auf eine Gutschrift durch das Finanzministerium hoffen:

u Wenn Freibeträge für Son­

derausgaben, Werbungskosten oder außergewöhnliche Bela­ stungen vorliegen, die während des Jahres noch nicht berück­ sichtigt wurden. u Wenn die Pendlerpauschale bei der Lohnverrechnung noch nicht berücksichtigt wurde. u Wenn man nicht durchge­ hend beschäftigt war. u Wenn während des Jahres unterschiedlich hohe Bezüge gewährt wurden und der Ar­ beitgeber keine Aufrollung ge­ macht hat. Aber auch, wenn nur gering­ fügige Einkünfte erzielt wur­

den, bei denen kein Lohnsteu­ erabzug vorgenommen wurde, sollte ein Lohnsteuerausgleich in Betracht gezogen werden.

Sonderausgaben Einen wesentlichen steuer­ reduzierenden Teil machen die Sonderausgaben aus. Da­ zu zählen etwa Versicherungs­ prämien, Ausgaben zur Wohn­ raumschaffung, Kirchenbeiträ­ ge oder Spenden.

Außergewöhnliches Als außergewöhnliche Bela­ stungen gelten Ausgaben wie etwa Krankheits-, Begräbnisund Kurkosten, Ausgaben im Falle einer Behinderung oder Kosten zur Beseitigung von Naturkatastrophen. Aber auch die Kosten für die Kinderbe­ treuung können unter diesem Titel abgesetzt werden.

Werbungskosten

400 Euro bringt der Lohnsteuerausgleich im Schnitt

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Werbungskosten werden jene Aufwendungen oder Ausgaben genannt, die direkt mit dem Be­ ruf in Zusammenhang stehen. Bestimmte Werbungskosten werden vom Dienstgeber auto­ matisch bei der Lohnverrech­ nung berücksichtigt. Ebenso ist ein Werbekostenpauschale von 132 Euro jährlich bereits in den Lohnsteuertabellen eingerech­ net. Darüber hinaus können Werbungskosten (etwa Fach­

Nachgefragt

Kontrolle darüber, ob die Bei­ tragsgrundlagen berücksichtigt wurden. So bewahrt man im­ mer den Überblick über das, was einem aus der gesetzlichen Pensionsversicherung zusteht.

Kontogutschrift

literatur, Betriebsratsumlage, Reisekosten, Arbeitszimmer, doppelte Haushaltsführung, Aus- und Fortbildung, …) bei der Arbeitnehmerveranlagung geltend gemacht werden. Die­ se werden nur dann steuerlich wirksam, wenn sie den Betrag von 132 Euro jährlich (Werbe­ kostenpauschale) übersteigen.

Pauschalierung Einzelne Berufsgruppen wie beispielsweise Forstarbeiter, Vertreter, Künstler, Mitglieder von Stadt-, Gemeinde- oder Ortsvertretungen erhalten ei­ ne Werbekostenpauschale zu­ gestanden, ohne einzelne Aus­ gaben nachweisen zu müssen. Diese Pauschalierung kann ebenfalls im Rahmen der Ar­ beitnehmerveranlagung gel­ tend gemacht werden.

Pendlerpauschale Auch die Pendlerpauschale zählt zu den Werbungskosten. Sollte es bei der Lohnverrech­ nung noch nicht berücksichtigt sein, kann das mit der Arbeit­ nehmerveranlagung nachge­ holt werden. Für steuerrecht­ liche Detailfragen sind die Steuerberater die richtigen An­ sprechpartner. Der Raiffeisen­ berater informiert gerne, wel­ che Veranlagungs- und Vorsor­ geprodukte welche steuerrecht­ lichen Möglichkeiten bieten.

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Rainer Stelzer Vorstandsdirektor Raiffeisen-Landesbank Stmk

arum empfehlen Sie eine private Pensionsvorsorge? Rainer Stelzer: Die Lücke zwi­ schen Letzteinkommen aus der Berufstä­ tigkeit und der staatlichen Pension wird immer größer. Wer seinen Lebensstandard aber auch Risiken auch nach dem Aus­ scheiden aus der aktiven Berufslaufbahn absichern möchte, ist gut beraten, voraus­ schauend vorzusorgen. Wichtig ist natür­ lich, die richtige Pensionsvorsorgestrategie für die Zusatzpension zu wählen. Wann sollte man mit der privaten Pensionsvorsorge beginnen? Stelzer: Auch wenn aktuell finanzielle Vorhaben anstehen, sollte man auch die fi­ nanzielle Zukunft rechtzeitig planen. Denn je früher man mit dem Aufbau einer pri­

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Pensionsvorsorge vaten Zusatzpension beginnt, umso höher wird die private Pension ausfallen. Wer früh startet, kann dadurch das Maximum ausschöpfen und bleibt flexibler. Großel­ tern und Eltern sorgen heute schon ab Ge­ burt ihrer Kinder für deren Zukunftssiche­ rung vor. Die Beträge müssen ja nicht groß sein und können später mit dem eigenen Einkommen mitwachsen. Wie kann die Privatpension gestaltet werden? Stelzer: Wir erarbeiten mit unseren Kun­ den maßgeschneiderte Pensions-Siche­ rungs-Strategien. Dabei können mehrere Instrumente zum nachhaltigen Vermögens­ aufbau und zur Absicherung miteinbezo­ gen werden. Die Bereiche Sparen, Wert­ papiere, Versicherungen und Immobilien stehen dabei im Vordergrund. Die konkrete Ausgestaltung ergibt sich individuell nach Lebensumfeld, Wünschen und Vorstel­ lungen des Kunden. Worauf sollte man bei der Auswahl besonders achten? Stelzer: Für den Vermögensaufbau sind vor allem die Parameter Streuung, Flexibi­ lität, Ertrag und Wertschwankungen zu be­ rücksichtigen. Außerdem sollte man auch die Themen Risikoabsicherung bei Be­ rufsunfähigkeit, Krankheit oder Ableben – Stichwort Hinterbliebenenvorsorge – und den Vorsorgecharakter von Immobilien im Auge haben.

clubtermine 10.6. 13.-15.6. 9.7. 11.7. 10.-12.7. 19.7. 1.-2.8. 16.8. 23.8.

Miley Cyrus Stadthalle Wien Nova RockBurgenland Metallica Wien, Krieau Nena Freiluftarena B Grazer Messe Electric Love FestivalSalzburg Avicii  Wien, Krieau Seerock FestivalSchwarzlsee Andreas GabalierSchwarzlsee Lake FestivalSchwarzlsee


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M a r k t & W i r t s c h a ft

Landwirtschaftliche Mitteilungen

Industrie drosselt Holzabfuhr

Unterstützung für Heizkesseltausch

Präsident Titschenbacher: Papierindustrie soll Lager errichten!

Der Klima- und Energiefonds fördert den Um­ stieg von fossilen auf erneuerbare Heizsysteme mit 1.400 Euro pro Kessel. Neu ist, dass auch der Tausch alter Holzkessel (mindestens 15 Jah­ re alt) mit 800 Euro gefördert wird. Insgesamt stehen 4,2 Millionen Euro an Fördermitteln zur Verfügung. Für die Errichtung eines Pelletoder Hackgutzentralheizungsgerätes können zusätzliche Fördermittel der Länder und Gemein­ den in Anspruch ge­ nommen werden. Die gleichzeitige Inanspruchnah­ me einer wei­ teren Bundes­ förderung ist nicht möglich. Einreichungen von Privatpersonen sind bis 1. Dezember 2014 möglich. Unter www.holzheizungen. klimafonds.gv.at können Interessierte ab sofort um eine Förderung ansuchen.

Terbuthylazin-Verbot in allen Schongebieten Das Anwendungsgebiet für Gardo Gold, Elumis Extra Pack, Clio Maxx, Laudis + Aspect Pro, Laudis Plus, Zintan Platin Pack und Calaris ist ab sofort kleiner. Das Terbuthylazin in diesen Mitteln ist nun in allen Wasserschutzund Wasserschongebieten verboten (Karte unten). Schongebiete, die zum Schutz von Tie­ fengrundwasservorkommen (artesische Brun­ nen, Heilquellen) ausgewiesen sind, waren bis­ her vom Terbuthylazin-Verbot ausgenommen. Die Pflanzenschutzmittel sind mit der Auf­ schrift „Keine Anwendung in Wasserschutzund schongebieten“ versehen. Wer nicht sicher ist, ob seine Flächen in einem solchen Gebiet liegen, erhält in der Bezirkskammer oder im Gemeindeamt Gewissheit durch das steirische Geo­informationssystem GIS-Steiermark.

Bruck an der Mur Leoben Hartberg Weiz

Voitsberg

Schleppende Industieholzabfrachtung provoziert Borkenkäferplage lk

Nutzungen mit ­viel Industrieholz­ stoppen, um ­zügigere Abfuhr zu ermöglichen. Die heimischen Forstbesitzer haben im vergangenen nie­ derschlagsarmen Winter die Marktsituation gut genutzt und mehr Holz als üblich geerntet. Damit wurde dem dringenden Wunsch der Säge-, Papier und Zellstoffindustrie entsprochen, mehr Holz auf den Markt zu bringen.

Abfrachtung stockt Jetzt stockt die Abfrachtung. Warum? Während die Steier­ mark nur regional betroffen war, hat der Eisregen im Fe­ Titschenbacher kritisiert die stockende Abfuhr

Graz

bruar dieses Jahres in Slowe­ nien und Teilen Kärntens einen hohen Bruchholzanfall verur­ sacht. In Slowenien rechnet man mit mehr als fünf Millio­ nen Festmeter Bruchholz. Zeit­ gleich wurden einige, für den heimischen Markt wichtige Abnehmerwerke stillgelegt, in denen mehrere 100.000 Fest­ meter Rundholz verarbeitet wurden. Und: Vor einigen Wo­ chen ist im Zellstoffwerk Pöls ein Laugenkessel explodiert. Dadurch werden monatlich rund 80.000 Festmeter weniger Industrieholz übernommen als im Normalbetrieb.

Schleppende Abfrachtung Die mangelnde Kommunika­ tion seitens der Holzindustrie und die zunehmenden Import­ mengen aus den angrenzenden Ländern verschärfen die Si­ tuation zunehmend. Ein massives Problem ist die schleppende Holzab­ frachtung aus den hei­ mischen Wäldern. Ne­ ben den damit verbun­ denen Qualitätseinbu­ ßen beim fri­

Leibnitz

Wasserschongebiete der Steiermark

schen Holz kann sich eine ra­ sante Vermehrung der Borken­ käfer fatal auf die Waldbestän­ de auswirken. Kammerpräsident Franz Tit­ schenbacher appelliert an die Holzindustrie, dringend zu­ sätzliche Holzlagerkapazitäten aufzubauen und das Holz zügig aus den Wäldern abzutranspor­ tieren. Dafür soll rasch eine Ar­ beitsgruppe von Vertretern der Forstwirtschaft und der Papier­ industrie eingerichtet werden.

Nur Schadholz An die Waldbesitzer ergeht nun der eindringliche Aufruf, Holz­ nutzungen mit großem Indus­ trieholzanfall zu stoppen be­ ziehungsweise zeitlich zu ver­ schieben. Damit sich die an­ gespannte Situation so schnell wie möglich normalisieren kann, sollen sich die Waldbe­ sitzer jetzt nur auf die Aufar­ beitung von Schadholz konzen­ trieren. Die aktuell gebremste Nachfrage nach frischem Sä­ gerundholz unterstreicht diesen Appell. Zusätzliche Holzmen­ gen würden den Markt nur un­ nötig überstrapazieren.

Transparente Steuerung Wie sich die weitere Marktlage während der Sommermonate entwickeln wird, kann noch nicht abgeschätzt werden. Ei­ ne transparente Mengensteue­ rung wird aber wesentlich zu einer Normalisierung der Lage beitragen. Nicht unterschätzt werden darf die Entwicklung der Fichtenborkenkäfer. Das Bruchholz aus dem Winter bie­

Feldbach

Deutschlandsberg

1. Mai 2014

stmk GV

tet sich als Brutmaterial an. Dazu kommt ein relativ hoher Käferbestand aus dem Vorjahr. Ganz wesentlich bei der Ab­ wicklung der Holzgeschäfte sind die Zahlungssicherheit der Abnehmer und die vertragliche Absicherung durch Schluss­ brief. Die umfangreiche Inseraten­ kampagne der Papierindustrie gegen eine energetische Ver­ wendung von Holz im vergan­ genen Jahr ist allen in Erinne­ rung. Die aktuelle Marktsitu­ ation unterstreicht nur allzu deutlich die große Bedeutung eines breiten Abnahmeportfo­ lios, sowohl für eine stoffliche als auch energetische Weiter­ verwendung. Stefan Zwettler

Schultes: Pellets statt Putin „Die erneuerbaren Energieträ­ ger sind das beste Schutzschild gegen politische Erpressungs­ versuche“, betonte Hermann Schultes, Präsident der Land­ wirtschaftskammer Österreich in einer Aussendung. Er for­ derte von der EU-Kommis­ sion ein Umdenken. Sie dür­ fe den Drohungen Putins, der EU den Gashahn abzudrehen, nicht länger tatenlos zusehen. Erst der Umstieg auf erneuer­ bare Energie mache Europa auf Dauer unabhängig von wankel­ mütigen Despoten, so Schultes. Die Erneuerbaren seien in Eu­ ropa unverzüglich auszubauen.

Geld für Ausrüstung

Pferde: Jahr der Erfolge

Neue Meisterausbildung

Für den Kauf von persönlicher Schutzausrü­ stung für den Forst im Wert von mindestens 110 Euro gewährt die Sozialversicherung der Bauern SVB einen Zuschuss von 60 Euro. Vo­ raussetzung ist, dass die Gemeinde oder die Be­ zirkskammer bestätigt, dass der Antragsteller Schneebruchschäden in seinem Wald hat. Das Formular ist in den Bezirkskammern erhält­ lich oder auf www.svb.at/formulare zu finden. Bis 30. Juni kann der Antrag zusammen mit den Originalrechnungen eingesendet werden. Den Zuschuss gibt es nur für Forstschutzausrüstung, die ab dem 1. Februar 2014 gekauft wurde und einmal pro Betrieb. Die SVB will damit das Verletzungsrisiko für Waldbauern verringern. Neben entsprechender Ausbildung ist die per­ sönliche Schutzausrüstung (Helm, Sicherheits­ hose, Schuhe, etc.) ein Sicherheitsfaktor.

Landespferdezuchtverband zeichnete Züchter aus

Arbeitsgemeinschaft der Meister zeichnet die Besten aus

illy Feuerle, Obmann des steirischen Lan­ despferdezuchtver­ bandes zog bei der Jahres­ hauptversammlung in Niklas­ dorf eine positive Jahresbilanz. 2013 war sowohl züchterisch, als auch sportlich ein Erfolg für die Mitglieder des Verbandes.

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Züchter ausgezeichnet Höhepunkt der Sitzung war die Ehrung verdienter Züchter. Ei­ ne Urkunde für Verbands- und Staatsprämienstuten erhielten die Züchter Franz Lenz, Karl­

heinz Gritsch, Gerhard Mar­ cher, Harald Zwanzger, Willy Feuerle, Franz Krienzer, Betti­ na Fasching, Harald Neukam, Viktor Spari und Jakob Hofer. Staatsehrenpreise in Bronze bekamen Gerhard Flacher und Harald Neukam, Silber gab es für Johann Wieser und Gold ging an Franz Kalhs. Die Auszeichnung „Erfolgs­ züchter des Jahres“ erhielt für die Rasse Warmblut Günter Schweighofer, für Haflinger Johann Wieser und für Noriker Hubert Gruber.

m kommenden Jahr werden neue Schwer­ punkte in der Mei­ sterausbildung gesetzt. Der Be­ reich „Betriebs- und Unterneh­ mensführung“ wird in der Un­ terrichtszeit um ein Drittel ausgeweitet werden. Obwohl die Details noch nicht festste­ hen, war dies das zweitwich­ tigste Thema bei der Jahres­ hauptversammlung der Ar­ beitsgemeinschaft der Meister in Graz. Höhepunkt war die Auszeichnung der sechs besten Meister der Ausbildungsjahre

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2013 und 2014 (Seite 20). Die Arge Meister ist eine Vereini­ gung aus geprüften Meiste­ rinnen und Meistern in sämt­ lichen landwirtschaftlichen Sparten. Zweck der Organisati­ on sind die Beratung, Betreu­ ung und die Weiterbildung der steirischen Meister-Betriebe. Die Arbeitsgemeinschaft zählt in der Steiermark aktuell 1.500 Mitglieder. Jährlich legen im landwirtschaftlichen Bereich durchschnittlich knapp 100 Facharbeiter erfolgreich die Meister-Prüfung ab.


M a r k t & W i r t s c h a ft

Landwirtschaftliche Mitteilungen

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fischer

1. Mai 2014

Langsames Wirtschaftswachstum erwartet

Konjunktur erholt sich langsam

Einheitswert: Beratung läuft Näherungswerte werden bei Gruppenberatung ermittelt m Forst ist die Ein­ heitsbewertung einzel­ betrieblich ausgerich­ tet. Da von jedem Betrieb eige­ ne Bestandesdaten notwendig sind und die Bewertung viel­ schichtig ist, können Erhebung und Erklärung sehr zeitaufwän­ dig sein. Die Forstabteilung der Kammer bietet in allen Bezir­ ken ein sechsstufiges

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Beratungs­angebot an: Informa­ tionen in Fachmedien, Vorträ­ ge, Ausfüllunterstützung (Gruppenberatung mit Anmel­ dung), Ausfüllunterstützung (Einzelberatung), Bescheidvor­ besprechungen sowie Unter­ stützung bei Berufungen. Die Gruppenberatungen für Waldbesitzer mit mehr als zehn Hektar Waldfläche finden ab

sofort mit 15 bis 20 Personen statt. Die Anmeldung erfolgt in der Bezirkskammer. Neben Name, Adresse, Telefonnum­ mer und Betriebsnummer sind unbedingt Grundbuchsnum­ mern und Einlagezahlen der Besitzer bekanntzugeben. Anhand vorbereiteter Karte­ nunterlagen und mit Unter­ stützung der Forstberater wer­

den die notwendigen Bestan­ desdaten gemeinsam ermittelt, auftretende Fragen beantwor­ tet und ein Näherungswert be­ rechnet. Damit erhalten die Waldbesitzer alle notwendigen forstlichen Kenngrößen für ei­ ne plausible Einheitswertwert­ erklärung. Kosten: 40 Euro pro Person. Gerhard Pelzmann 

Fragen und Antworten ZUm Einheitswert

1.

Welche Flächen gelten als „forstwirtschaftlich genutzt“? Grundsätzlich alle Flächen, die nach dem Forstgesetz Wald sind. Dazu gehören u Flächen, die mit Bäumen bewachsen sind, mindestens eine Fläche von 1.000 Quadratmeter und eine durchschnittliche Breite von zehn Metern haben u Kahlschläge und sonstige Flächen, auf denen vorübergehend keine Holzgewächse vorhanden sind u Nichtholzboden u Sonderbetriebsklassen: Latschen, Grünerlen, Schutzwald. Im Zweifel gilt eine Fläche als Wald, solange die Forstbehörde nicht festgestellt hat, dass es sich nicht um Wald handelt. Nichtholzboden? Flächen ohne Bäume, die in unmittelbarem räumlichen und forstbetrieblichen Zusammenhang mit dem Wald stehen und der Bewirtschaftung dienen. Beispiele: Forststraßen, Holzlagerplätze, Waldschnei-

2.

sen breiter als vier Meter. Wirtschaftswald? Jeder Wald, der überwiegend der Holzproduktion dient und in der Bewirtschaftung nicht eingeschränkt ist. In der Steiermark gibt es vorwiegend Wirtschaftswald-Hochwald. Dies ist Wald, bei dem die einzelnen Bäume entweder durch Saat, Pflanzung oder Naturverjüngung auf die betreffende Waldfläche gelangten. Das Alter der Bäume und die Baumhöhe spielen keine Rolle. Dazu gehören auch Blößen oder einjährige Kulturen. Was ist Schutzwald? Wälder, die eine besondere Behandlung brauchen. Es gibt Standort- und Objektschutzwald. Standortschutzwald ist ein Wald, dessen Standort durch die abtragenden Kräfte von Wind, Wasser oder Schwerkraft gefährdet ist. Objektschutzwald schützt menschliche Siedlungen, Bauten und Verkehrsanlagen vor Elementargefahren.

3.

4.

5.

Wie erfolgt die Abgrenzung von Wirtschaftshochwald zu Schutzwald? Zur Abgrenzung kann der Waldentwicklungsplan, der auf der Bezirksforstinspektion oder online einsehbar ist, als Orientierungshilfe dienen. Im Zweifelsfall ist ein Gutachten der Forstbehörde notwendig. In der Natur gilt als sehr steile Lage: u Hänge mit Rutschgefahr; „Stumme Zeugen“, wie beispielsweise Säbelwuchs, schief stehende Bäume, Flächenanbrüche, Blaiken u Hänge mit großer Steinschlag- oder Lawinengefahr u Bacheinhänge, Ränder von Muren und Lawinengängen, unbringbare Bestände u Standorte mit einer Mächtigkeit des Bodens von maximal 20 Zentimeter u Waldzone rund 100 bis 200 Seehöhenmeter unterhalb der oberen Waldgrenze Gilt die Bringungslage für den Gesamtbetrieb?

6.

Ja. Entscheidend ist die Fläche im Wirtschaftswald-Hochwald, die befahrbar ist und eine Holzrückung und Bringung mittels Traktor mit Anbau­ seilwinde oder Forstschlepper möglich ist. Die ökologische und ökonomische Grenze der Befahrbarkeit liegt bei 35 Prozent Neigung. Nicht zu berücksichtigen sind kurze Steilstücke wie Böschungen und der seitliche Zuzug im steileren Gelände entlang von Forstwegen. Wie ist ein naturverjüngter Bestand mit lichtem Altholzschirm zu bewerten? Der Flächenanteil der Altersgruppen ist abzuschätzen. Hat das Altholz zum Beispiel eine Grundfläche von 20 Prozent, so sind 20 Prozent dem Altholz, der Altersgruppe über 80 Jahre, zuzuordnen. 80 Prozent zählen zur Altersgruppe bis 40 Jahre. Beiden Flächen ist die entsprechende Baumartengruppe zuzuordnen. Gerhard Pelzmann 

7.

Eingeforstete tagten

Mehr Wildtierhalter

Bundesforste versicherten, weiter fairer Partner zu sein

Damwild bei 312 steirischen Betrieben am häufigsten

ie Erfüllung der Holz-, Streu- und Weidean­ sprüche gegenüber Einforstungsberechtigten läuft in der Praxis nicht immer rund“, berichtete Verbandsob­ mann Andreas Hofer bei der Jahrestagung in Grundlsee. Meinungsverschiedenheiten zwischen Waldbesitzern und Nutzungsberechtigten müssen nicht selten im Agrarverfahren geklärt werden. Auch gegen Nutzungsrechte schmälernde Naturschutzmaßnahmen muss­ ten sich die Eingeforsteten

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wehren. Insgesamt leistete die Verbandskanzlei im Vorjahr 252 Beratungen und 49 Mit­ gliedervertretungen in Verwal­ tungsverfahren. In Österreich gibt es insgesamt 600.000 Hek­ tar einforstungsbelastete Wald­ flächen. Die Bundesforste sind davon am stärksten betroffen. Bundesforste-Vorstand Georg Erlacher versicherte, weiter ein fairer und berechenbarer Part­ ner zu sein. 2013 betrug der Wert aller Einforstungsnut­ zungen auf Bundesforsteflä­ chen elf Millionen Euro.

ei der Mitgliederver­ sammlung konnte Ob­ mann Franz Münzer eine gute Bilanz vorlegen. In der Steiermark steigt die Zahl der landwirtschaftlichen Wild­ halter kontinuierlich und der­ zeit sind 312 Wildhalter im Verband organisiert. Im Vorjahr waren es nur 288. Die landwirt­ schaftliche Wildhaltung wird in der Zukunft besonders für klei­ nere und mittlere Flächen inte­ ressant werden, weil damit die Offenhaltung der Kulturland­ schaft gewährleistet werden

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kann. Besonderes Augenmerk legen die landwirtschaftlichen Wildhalter auf die Qualität des Fleisches. Im Vorjahr bildeten sich die Mitglieder fleißig wei­ ter. Der Sachkundekurs „Schie­ ßen im Gehege“ hatte 55 Teil­ nehmer, bei den Zerlegekursen machten 24 Personen mit. Die Hauptwildart ist Damwild, ge­ folgt von Rotwild. Für die Wildtierhaltung sei es wichtig, dass die gesetzlichen Rahmenbedingungen mit den anderen Ländern Europas ver­ gleichbar sind.

Mit hochkarätigen Referenten war das traditi­ onelle Konjunkturgespräch der Raiffeisenlan­ desbank besetzt. Neben dem Chef des Wirt­ schaftsforschungsinstituts Karl Aiginger und dem Chefökonomen der Industriellenvereini­ gung Christian Helmenstein, war es insbeson­ dere der ehemalige Fifa-Schiedsrichter und mehrfach ausgezeichnete Weltschiedsrichter Markus Merk aus Deutschland, der in einem mitreißenden und sehr spannungsgeladenen Vortrag das sogenannte kleine „EntscheidungsEin-mal-Elf“ erklärte. Die Kunst eines guten Schiedsrichters besteht darin, zum einen die Nichteinhaltung der vorgegebenen Regeln kon­ sequent und durch schnelle Entscheidungen zu ahnden, aber auch Spannungsfelder zu vermei­ den und zu lösen. Dazu gehört auch viel Mut, großes Verantwortungsbewusstsein, starker Wille und sehr gute Kommunikation mit den Spielern, aber auch eine sehr gute Zusammen­ arbeit mit den anderen Schiedsrichtern sowie eine gute Umweltbeobachtung.

Budgetkonsolidierung

Generaldirektor Martin Schaller berichtete über seine ersten beruflichen Erfahrungen im Trea­ sury-Bereich, welche Auswirkungen in den 90er Jahren Spekulationen gegen den Schil­ ling hatten und welch unvorstellbare Folgen ei­ ne solche Spekulation heute hätte, würde Öster­ reich aus dem Euro-Bereich ausscheren. Aiginger sieht das österreichische Erfolgsmo­ dell – immerhin gehört Österreich zu den fünf reichsten Ländern in Europa – in der MidlifeCrisis, da die Budgetkonsolidierung noch nicht auf Schiene ist, die Abgabenquote zu hoch ist, und insbesondere im Bildungsbereich massiver Handlungsbedarf gegeben ist. Helmenstein wiederum verwies darauf, dass verschiedene internationale Indexwerte auf eine Konjunkturerholung hinweisen; allerdings sieht er das langfristige Wirtschaftswachstum in Ös­ terreich mit 1,6 Prozent pro Jahr nicht allzu ro­ sig, weil dies für die Bekämpfung der Arbeits­ losigkeit zu wenig ist und dieser Entwicklung durch die Senkung von Abgaben entgegenge­ wirkt werden müsste. Der erfahrene Star-Schiedsrichter Martin Merk wurde von ORF-Moderator Rainer Pariasek na­ türlich auch zu seiner Einschätzung zum Aus­ gang der Fußball-WM in Brasilien gefragt. Es wird aufgrund der ungewohnten klimatischen Verhältnisse und anderer Umstände seiner Ein­ schätzung nach eher eine der starken südameri­ kanischen Mannschaften werden, Österreich je­ denfalls mit Sicherheit nicht. Dietmar Moser

Kastration: Derzeit keine Alternativen Zu dem in Österreich praktizierten System der Ferkelkastration mit Schmerzmittelverabrei­ chung gibt es weiterhin keine wirklich praktika­ ble Alternative, dies stellten Isabel Hennig-Pau­ ka, Leiterin der Schweineklinik an der Vetmed­ uni Wien, Johann Schlederer, Geschäftsführer der Österreichischen Schweinebörse, und Ru­ dolf Menzl, Bundesinnungsmeister der Flei­ scher, vor Journalisten fest. Die in Deutschland und der Schweiz forcierte Ebermast habe Nach­ teile. So weise ein gewisser Anteil des Eber­ fleisches einen sehr unangenehmen bis absto­ ßenden Geruch auf. Die Aussortierung dieser „Stinker“ sei sehr aufwendig und nicht zuver­ lässig. Damit riskiere man, dass der Schweine­ fleischverbrauch drastisch verringert wird.


rechtstipp Maria Wimmer-Kickmaier Rechtsexpertin Landeskammer

ie Zufahrt zur Wiese erfolgt über einen Servitutsweg. Was ist zu tun, wenn der Eigentümer des Weges die Ausübung des Wegerechtes stört, indem er zum Beispiel einen Zaun errichtet? Generell können Dienstbarkeiten durch ständigen Nichtgebrauch erlöschen. Wege­ rechte verjähren, wenn der Berechtigte sein Recht 30 Jahre hindurch nicht ausübt. Ju­ ristische Personen (beispielsweise Vereine, Kirche, Gemeinde) verlieren ihr Recht erst durch 40-jährige Nichtausübung. Freiheitsersitzung: Diese Fristen verkür­ zen sich auf drei Jahre, wenn sich der Ver­ pflichtete der Ausübung der Wegdienstbar­ keit widersetzt und der Berechtigte sein Recht nicht innerhalb dieser Zeit gericht­ lich geltend macht. Als verpflichtete und berechtigte Person sind nicht nur die Ei­ gentümer, sondern auch die Besitzer (Päch­ ter) der jeweiligen Grundstücke zu sehen. Widersetzungshandlungen sind beispiels­ weise das Errichten eines wahrnehmbaren

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Servitutswege Hindernisses, wie beispielsweise ein Zaun, Schranken, Pfosten oder eine Mauer. Das Hindernis muss nach der Rechtsprechung nicht unüberwindlich sein, sondern es ge­ nügt, wenn es die ungehinderte Benüt­ zung des Weges auf gewöhnliche und all­ gemeine Art unmöglich macht. Der Um­ stand, dass der Dienstbarkeitsberechtigte die Absperrung umgeht, indem er etwa rechtswidrig ein fremdes Grundstück be­ tritt oder durch eine Zaunlücke schlüpft, verhindert die Freiheitsersitzung nicht. Im Übrigen muss das Widersetzen nicht unbe­ dingt durch tatsächliche Hindernisse erfol­ gen. Es kann auch im Aufstellen einer Ver­ botstafel oder im Ausspruch eines Verbotes begründet sein, sofern der Berechtigte da­ raufhin die Dienstbarkeit tatsächlich nicht ausübt. Das bloße Leugnen eines fremden Rechtes reicht jedoch nicht. Ob ein Verbot den Tatbestand der Widersetzlichkeit er­ füllt, lässt sich allerdings nur von Fall zu Fall entscheiden. Einschränkung der Dienstbarkeit: Die Verjährung kann auch eine bloße Ein­ schränkung der Dienstbarkeit zur Folge ha­ ben. Die Einschränkung kann sich auf die räumlichen Grenzen, auf den sachlichen Umfang oder auf den Zeitraum der Aus­ übung beziehen. So führt etwa ein Wider­ setzen der Ausübung eines Gehrechtes an Samstagen, Sonn- und Feiertagen nach drei Jahren zum Erlöschen der Dienstbar­ keit nur an diesen Tagen. Ebenso kann ein Fahrrecht auf ein Gehrecht eingeschränkt werden. Wenn der Grund für die teilwei­ se Ausübung allerdings nicht im Widerset­ zen liegt, tritt keine Verjährung ein. Zu be­ achten ist, dass die Verjährung unabhängig davon eintritt, ob die Wegdienstbarkeit im Grundbuch einverleibt ist oder nicht.

termine

bauern-tv

Wald in Frauenhänden Wald und Holz ist Wohn- und Lebensraum. 6. Mai, 9.30 Uhr: Besichtigung der Säge Gußwerk, anschließend Waldspaziergang. Frühlingsball Die Landjugend Bezirk Weiz lädt am 26. April zur Generalversammlung, 17 Uhr, und zum Frühlingsball, 21 Uhr, ins Naturparkhotel Bauernhof, Brandlucken. Frühlingsklang Pflanzenfest und Frühlingsklang mit ORF Steiermark Frühschoppen zum Muttertag. 11. Mai, Freilichtmuseum Stübing.

Geöffnet 9 bis 16 Uhrstübing

Maitanz Maibaumaufstellen und Maitanz im Freichlichtmuseum Stübing: 1. Mai, 9 bis 16 Uhr. Wein Challenge 2. und 3. Mai: Publikumsverkostung, Regioneum Naturparkzentrum Grottenhof. Wein: Weststeiermark Wein und Wirtschaft: 13. Mai, Weststeiermark Prämierung, Kor­ almhalle. Grazer Frühjahrsmesse Die neuesten Trends rund um Garten, Bauen, Musik und Genuss & Stars sowie Kochshows mit Profis und kulinarische Höhenflüge: 1. bis 5. Mai. Bio-Hoffeste Bio-Pflanzenmarkt mit Hoffest beim Betrieb Scharler in Wetzawinkel bei Gleisdorf am 3. und 4. Mai, ab 9 Uhr. Bio-Weinkost unter dem Motto “Terroir erschmecken”: 10. Mai, ab 18 Uhr Frischehof Robier in Leibnitz. Jodeln lernen „Auf zum großen Lauschangriff!“ Jodeln lernen mit den Almhüttensängern. 10 Mai, ab 14 Uhr, GH Grabenmühle, Maria Lankowitz. Anmeldung: Tel. 0316/908635. www.steirisches-volksliedwerk.at

u ORF III Nachhaltige Landwirtschaft. Der Landhändler. Montag, 5. Mai, 10.55 Uhr. u arte Naturopolis. New York – Die grüne Revolution. Freitag, 9. Mai, 21.50 Uhr. u Servus TV Böse Saat – Gentechnik auf dem Vormarsch. Donnerstag, 15. Mai, 21.15 Uhr. u SWR Weizen. Von der Aussaat bis zur Ernte. Mittwoch, 14. Mai, 6.35 Uhr.

Getreide: WeizenKK

kurzinfo Sonderausstellung Grün Am 24. April, 19 Uhr, eröffnet das Diözesanmuseum Graz die diesjährige Sonderausstellung: Die Farben Grün: Natur – Hoffnung – Paradies. Kasermandl in Gold Österreichweite Prämierung von Käse und Milchprodukten. Zur Prämierung kann man sich noch bis 7. Mai bei der Messe Wieselburg anmelden. Infos und Anmeldung: 07416/502-0, www.messewieselburg.at. Commedia dell‘arte Ausstellung von Adolf A.Osterider in der Hofgalerie des Steiermarkhofs in Graz. 16. Mai bis 22. Juni, sonn- und feiertags nur auf Anfrage. Kontakt: 0316/8050-1705. Erholungswoche Bilden und erholen im Schloss St. Martin, 1. bis 6. Juni. Frauen können dabei langjähriges Wissen rund um Garten, Blumen und Kräuter austauchen. Weiters: Gartenrundfahrt zu ausgewählten Schaugärten. Information und Anmeldung unter: 0316/283655 oder st.martin-kurs@stmk.gv.at

Landwirt scha

Die Woche der Landwirtsch ie steirischen Bäuerinnen und Bauern sind Rekord­ halter in vielen Bereichen. In der Woche der Landwirtschaft von 27. April bis 4. Mai werden sie ans Licht gebracht. Möglich wer­ den diese Rekorde durch die bäu­ erliche Familienlandwirtschaft, die heuer auch von den Vereinten Nati­ onen geehrt wird. Zum Auftakt wurde in Graz ein neuer Rekord aufgestellt: Die längste Buschen­ schankjause aller Zeiten. Auch viele Bezirke stellen neue Rekorde auf, die sie der Presse präsentieren.

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mern ist die fristgerechte Abgabe vom Mehrfachantrag-Flächen noch bis spätestens Donnerstag, 15. Mai 2014 an den zugewiesenen Terminen möglich. In der Nachfrist (16. Mai bis 10. Juni) gibt es prozentuelle Kürzungen je verspätet eingebrachtem Werktag. Alm/Gemeinschaftsweide-Auftriebsliste 2014: Die Alm/Gemeinschaftsweide-Auftriebsliste ist bis spätestens 1. Juli 2014 bei der zuständigen Bezirkskammer abzugeben. Die Alm/Gemeinschaftsweide-Auftriebsliste ist bei Auftrieb auf Almen oder Gemeinschaftsweiden jedenfalls notwendig, auch wenn ausschließlich Rinder aufgetrieben werden. Die Alm/Weidemeldung Rinder sowie die Alm/Weidemeldung eines Ersatzrindes muss innerhalb von 15 Tagen nach dem Meldeereignis in der AMA eingelangt sein (Postweg!).

Wer hätte das gedacht! Die Steiermark hat die meisten Le­ gehennenbetriebe und noch dazu den höchsten Anteil an Freilandund Bio-Freiland-Betrieben. Auch bei Schafen ist die Steiermark in Österreich die Nummer 1, und ei­ ne Spezialität der Sparte, das En­ nstal Lamm, ist gleichzeitig das am höchsten produzierte Lebens­ mittel: Bis auf 2.500 Meter wei­

Frühstück für alle Bäuerinnen tischen steiermarkweit auf nfang Mai laden Bäue­ rinnen in Bruck-Mürz­ zuschlag, Graz-Umge­ bung und Leoben zu einem Frühstück mit regionalen Spe­ zialitäten. 3. Mai, 8 Uhr, Tankstelle Pit­ zer in Stanz/Mürztal; 10. Mai, 8 Uhr, Kunst- und Kulturkeller Judendorf-Straßengel; 10. Mai, 9 Uhr, Hauptplatz Leoben.

A

Steirisches Volksliedwerk

Bilden und erholenst.martin

EU-Aktuell Mehrfachantrag Flächen 2014: In den Bezirkskam-

Mehr dazu in der nächsten Ausga­ be der Landwirtschaftlichen Mit­ teilungen.

Ein g´scheites Frühstück

KK

Bester Rat aus erster Hand: die a Recht

Jeden Dienstag- und Freitagvormittag in der Landeskammer in Graz, telefonische Voranmeldung: Tel. 0316/80501247. Bezirkskammern: Anmeldung spätestens bis eine Woche vor dem Sprechtag, Tel. 0316/8050-1247. Obersteiermark: Mi., 7.5.; bitte voranmelden. Feldbach: Do., 15.5.; bitte voranmelden. Oststeiermark: Mo., 19.5.; bitte voranmelden. Murtal: Mi., 15.5.; bitte voranmelden. Liezen: Mo., 12.5.; bitte voranmelden. Murau: Do., 22.5.; bitte voranmelden. Radkersburg: Do., 8.5.; bitte voranmelden. Voitsberg: Mo., 5.5.; bitte voranmelden.

Soziales

Jeden Dienstag- und Freitagvormittag in der Landeskammer. Bezirkskammern: Anmeldung spätestens bis eine Woche vor dem Sprechtag, Tel. 0316/8050-1426.

Oststeiermark: Mo., 19.5., 9-11.30 Uhr. Liezen: Mo., 12.5., 9.30-11.30 Uhr.

Steuer

Jeden Di. und Fr.-vormittag in der Landeskammer, Voranmeldung: Tel. 0316/8050-1256. Bezirkskammern: Anmeldung spätestens bis eine Woche vorher. Obersteiermark: Mi., 7.5.; bitte voranmelden. Deutschlandsberg: Mo., 5.5.; bitte voranmelden. Feldbach: Mi.,14.5.; bitte voranmelden. Fürstenfeld: Do., 8.5.; bitte voranmelden. Hartberg: Do., 15.5.; bitte voranmelden. Murtal: Do., 8.5.; bitte voranmelden. Liezen: Mo., 12.5.; bitte voranmelden. Radkersburg: Do., 8.5.; bitte voranmelden. Voitsberg: Mi., 7.5.; bitte voranmelden.

Pflanzenbau

Die Sprechtage finden jeweils in den Bezirkskammern

statt. Vorsprachen sind generell nur nach Terminvereinbarung möglich. BK Deutschlandsberg: Terminvereinbarung unter 03462/2264. BK Südoststeiermark (Feldbach): Terminvereinbarung unter 03152/2766-4311 oder 0664/602596-4344. BK Graz: Terminvereinbarung 0664/602596-8048. BK Oststeiermark – Hartberg und Fürstenfeld: Terminvereinbarung unter 03332/62623-4611 oder 0664/602596-4642. BK Murtal (JB): Termin unter 0664/602596-4815. BK Leibnitz: Termin unter 0664/602 96-4923. BK Liezen: Terminvereinbarung unter 03612/22531. BK Südoststeiermark, Servicestelle Radkersburg (Bad Radkersburg): Terminvereinbarung unter 03476/2436-5411(Servicestelle) o. 0664/602596-4344. BK Voitsberg: Terminvereinbarung unter 03142/21565. BK Weiz: Terminvereinbarung unter 03172/2684.


SERVICE

Mahlzeit Eva Maria Lipp

Die wichtigsten Termine und ­Hinweise für die ­steirischen Bäuerinnen und Bauern: www.stmk.lko.at, 0316/8050-1281, presse@lk-stmk.at

Seminarbäuerin Leoben

Aus dem Dampfgarer

Tierschutzpreis Tierfreundliches Bauen wird belohnt er Preis „Musterbei­ spiele für besonders tierfreundliches Bauen im ländlichen Raum“ wird 2014 zum fünften Mal von der Tierschutzombudsstelle ausge­ schrieben. Von den eingereich­ ten Bauprojekten aller Nutz­ tierkategorien (Geflügel, Pferde, Rinder, Schafe, Schweine, Ziegen und son­ stige) werden zehn Betriebe von der Jury besichtigt.

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6.000 Euro Preisgeld

af(f)t Rekorde

Aus den nominierten Betrieben werden nach Beurteilung durch die Jury vier Betriebe prämiert. Als Anerkennungspreis gibt es jeweils 1.500 Euro. Unter den einreichenden Tierhaltern wird außerdem ein Sachpreis für das

beste Tierfoto im Wert von 300 Euro durch die Jury vergeben. Ziel ist es, besondere Leistun­ gen und gelungene Konzepte des tierfreundlichen Bauens vor den Vorhang zu holen. Sie sollen als Beispiel dienen.

Kammer hilft Die Bauabteilung der Landes­ kammer unterstützt interessier­ te Betriebe beim Zusammen­ stellen der notwendigen Unter­ lagen. Sie steht auch für unver­ bindliche Informationen bereit: walter.breininger@lk-stmk.at, Tel. 0664/602596-1313. Ein­ reichschluss (Poststempel) ist der 23. Mai 2014. Weitere Informationen auf

www.stmk.lko.at

haft lässt die Steirer staunen det es hinauf – der höchste Genuss also (vielleicht abgesehen von der Gamssuppe)! Ein durchschnittlicher Weinbau­ er hat über zehn Weine im Ange­ bot – diese Vielfalt sucht internati­ onal seinesgleichen. Bekannter ist hingegen, dass es das Waldreichste Bundesland ist. Weniger bekannt ist, dass der Wald für über 55.000 Arbeitsplätze sorgt und damit bei weitem der größte Arbeitgeber ist. Jeder weiß, dass die Steiermark Apfelland Nummer 1 ist, aber dass hier auch das weltweit größ­

te zusammenhängende Anbau­ gebiet von Holunder liegt, kann schon erstaunen. Oder man denke an die Fische! Unterbergla im Be­ zirk Deutschlandsberg hat mit 120 Teichen so viele wie keine andere Gemeinde in Österreich. Die Stei­ ermark hat insgesammt 400 Hek­ tar Teiche. Die Landwirtschaft lie­ fert auch Energie. 186.000 Haus­ halte werden hierzulande mit Bi­ omasse beheizt. Außerdem ist die Steiermark österreichweiter Spitzenreiter bei der installierten R. Musch Photovoltaik­leistung. 

Kammer unterstützt Betriebe bei den Einreichunterlagen

KK

Abferkelbuchten

100 Meisterbriefe am 10. Mai, Steiermarkhof

Baulehrschau am 21. Mai in St. Veit am Vogau

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tallbaufirmen zeigen ihre Produkte. Es wer­ den auch drei Abfer­ kelbuchten, die im Rahmen des Forschungsprojektes Pro-Sau getestet werden sollen, ausge­ stellt. Die Lehrschau findet am 21. Mai am Gelände der Styria­ brid in St. Veit am Vogau von 9 bis 15 Uhr statt. Bei Schlecht­ wetter am 23. Mai.

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Neue Abferkelbuchten

Deutschlandsberg: nach telefonischer Vereinbarung, 03462/2264-4261. Graz-Umgebung: nach telefonischer Vereinbarung, 0664/602596-4529. Leibnitz: Mi., 7.5., 14.5., 21.5. und 21.5., 8-12 Uhr, telefonische Voranmeldung unter 0664/602596-4926. Liezen: montags nach telefonischer Voranmeldung, 03612/22531. Murau: Do., 8.5., 8.30-12 Uhr. Murtal: nach telefonischer Vereinbarung, 0664/6025964529. Obersteiermark Bruck-Mürzzuschlag: kein Sprechtag im Mai. Südoststeiermark (Feldbach): Di., 6.5., 20.5. und 27.5., 8-12 Uhr, telefonische Voranmeldung unter 0664/602596-4926. Südoststeiermark – Servicestelle Radkersburg: Di., 13.5., 8-12 Uhr, telefonische Voranmeldung unter

Das Rezept stammt aus dem Buch „Menüs aus dem Dampfgarer“ von Eva Maria Lipp. Dampfgarer und Dampfbacköfen haben längst unsere Küchen erobert. Alle für dieses Buch exklusiv entwickelten Menüs lassen sich mit geringem Aufwand und ohne besondere Vorkenntnisse zubereiten. Das Buch zeigt, wie die schonende Zubereitung qualitativ hochwertiger Lebensmittel auch für eine größere Gästezahl mit einem Gerät im Handumdrehen gelingt. Erhältlich im Buchhandel für 24,90 Euro. ISBN 978-3-8404-7027-1

lK

landjugend-termine

aktuellen Sprechtage im MAI 2014 Direktvermarktung

Buchtipp

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Einlass: 18.30 Uhr

Zubereitung Fleisch in mundgerechte Stücke schneiden, Zwiebel hacken und beides in etwas Öl kurz rösten. In einen höheren Topf geben. Karotten und Knollensellerie in große Würfel schneiden. Mit den Gewürzen zum Fleisch und der Zwiebel geben und mit Rindsuppe aufgießen. Im Dampfgarer auf der Universalgarstufe (100 Grad) 20 Minuten mit Dampf garen. Stangensellerie und Paprika dazugeben und das Ragout fertig kochen. Währenddessen die Kartoffeln für das Püree schälen und im ungelochten Dampfeinsatz gleichzeitig mit dem Ragout 15 Minuten dämpfen. In einen höheren Topf geben und mit den restlichen Zutaten zu einem Püree stampfen. Maisstärke und Sahne miteinander vermischen. Das Ragout gut abschmecken und mit dem Maisstärke-Sahne-Gemisch leicht binden.

Eine neue Art zu kochen cadmos

Meisterball ie Bandbreite der Ab­ schlüsse ist heuer be­ sonders vielfältig und reicht von der Landwirtschaft über die Forstwirtschaft, das ländliche Betriebs- und Haus­ haltsmanagement bis hin zur Bienenwirtschaft. Landesrat Johann Seitinger und Präsident Franz Titschenbacher verleihen die Meisterbriefe.

Zutaten Ragout: 600 g Rinderschulter, 1 Zwiebel, 30 g Pflanzenöl, 150 g Karotten, 150 g Knollensellerie, 100 g Stangensellerie, je 1/2 rote und gelbe Paprika, 300 ml Rindsuppe, Lorbeerblatt, Salz, Pfeffer aus der Mühle, Thymian, Wacholderbeeren, 10 g Maisstärke, 50 ml Schlagsahne Kartoffelpüree: 600 g mehligkochende Kartoffeln, 1 Messerspitze frisch geriebene Muskatnuss, 50 g weiche Butter, ca. 200 ml heiße Milch, Salz

0664/602596-4926. Voitsberg: Di., 6.5., 13.5., 20.5., 27.5., gegen Voranmeldung, 0664/602596-5521. Weiz: kein Sprechtag im Mai.

Biozentrum Steiermark

Ackerbau, Schweine: Hr. Köstenbauer: 0676/842214401. Ackerbau, Geflügel: Wolfgang Kober: 0676/842214405. Grünland, Rinderhaltung: Martin Gosch: 0676/842214402 (auch Schafe und Ziegen) und Wolfgang Angeringer: 0676/842214413. Mur- und Mürztal: Georg Neumann: 0676/842214403. Bezirk Liezen: Hermann Trinker: 0664/6025965125.

Forst

Obersteiermark: jeden Di., 8-12 Uhr. Deutschlandsberg: jeden Fr., 8-12 Uhr. Feldbach: jeden Di., 8-12 Uhr. Fürstenfeld: Terminvereinbarung.

Graz-Umgebung: jeden Di. und Fr., 8-12 Uhr. Hartberg: jeden Di. und Fr., 8-12 Uhr. Murtal: jeden Fr., 8-12 Uhr. Knittelfeld: jeden dritten Do. im Monat, 8-12 Uhr. Leibnitz: jeden Fr. und Di., 8-12 Uhr. Liezen: jeden Mo., 8-12 Uhr. Murau: jeden Do., 8-12 Uhr. Radkersburg: Terminvereinbarung. Voitsberg: jeden Di. u. Fr., 8-12 Uhr. Weiz: jeden Di., 8-12 Uhr. Anfragen bezüglich Hofwegebau: jeden Montagvormittag, Forstabteilung der Landwirtschaftskammer, Hamerlinggasse 3, 8010 Graz, 0316/8050-1274. Für die Bezirke Bruck/Mur, Mürzzuschlag, Feldbach, Fürstenfeld, Radkersburg, Weiz und Hartberg unter DW 1425, für die Obersteiermark unter DW 1300 und für die Weststeiermark unter DW 1276.

Landestermine 10.5.: Forst Landesentscheid, St. Lambrecht 16.5.: Jugendratssitzung, GH Rainer, Kobenz Bezirkstermine 1.5.: DLMaibaumaufstellen der LJ Schwanberg 1.5.: WZ Bezirkswandertag Weiz, Teufelstein 3.5.: BMLandla Ball, Freizeitheim Thörl 3.5.: BMMaibaumaufstellen der LJ Oberaich 3.5.: JURede Bezirksentscheid, GH Eppensteinerhof 3.5.: DB, VO Forst Bezirksentscheid, Modriach 3.5.: WZGV der LJ Birkfeld, GH Grabenbauer, Piregg 4.5.: WZGV der LJ Miesenbach, GH Hirzabauer 9.5.: WZGV der LJ Pischelsdorf, GH Prem 11.5.: GUTraktor-Fahrrad-Mähbewerb, Hitzendorf 11.5.: WZTraktor-Fahrrad-Mähbewerb, Fladnitz Mehr unter www.stmklandjugend.at


12

M a r k t & W i r t s c h a ft

Landwirtschaftliche Mitteilungen

schweinemarkt Uneinheitlich Die negative Stimmung ausgehend von Deutschland trugen nicht alle Schweineerzeugerländer mit. Vor allem Spanien und Frankreich fanden infolge der US-Rekordschweinepreise vermehrt Absatz in Asien. Österreich nahm mit Minus drei Cent etwa die Mitte, da sich die deutsche Marktsituation rasch auf die heimischen Märkte übertragen hat. Allerdings sank die Kauflust prompt, auch wegen höherer Schlachtgewichte. Die Marktlage in Österreich scheint aber gut zu sein, das Pendel könnte bald wieder nach oben ausschlagen. Steirische Erzeugerpreise 10. bis 16. April

Ø-Preis Tendenz Ø-Preis Tendenz Ø-Preis Tendenz Ø-Preis Tendenz S-P Tendenz Ø-Preis Tendenz

S E U R Su Zucht

1,73 +0,04 1,61 +0,04 1,39 +0,06 1,31 +0,08 1,68 +0,04 1,28 ±0,00

inkl. ev. Zu- und Abschläge

Schweine tot (in Euro je Kilogramm)

2,0 2014

2013

2012

1,8

1,6 Klasse S-P 1,4

1. bis 52. Woche

getreide

Sicherheit beginnt beim Bauen Richtlinien haben ihren Sinn ft sind wichtige Richt­ linien dem Bauherren nicht oder nur wenig bekannt, obwohl sie nicht nur für den Planer wichtig sind. Im Falle eines Unfalles kann es rechtliche Probleme geben, wenn die Richtlinien nicht ein­ gehalten wurden.

O

Fußbodenoberfläche Hauseingänge, Gänge und Treppen müssen eben, be­ festigt, trittsicher und ausrei­ chend rutschhemmend sein. Im Verlauf von Gängen in allge­ mein zugänglichen Bereichen und bei Treppenpodesten darf es keine Einzelstufen oder sons­tige einzelne Niveausprün­ ge geben. Schwellen und Tür­ anschläge dürfen nicht höher als zwei Zentimeter sein. Aus­ nahmen gibt es für Balkon- und Terrassentüren oder Türen zu Technikräumen.

Treppen Die ideale Treppe hat eine Auf­ trittsbreite a von 29 Zentime­ tern und eine Stufenhöhe h von 17 Zentimetern. Sie erfüllt drei wichtige Formeln: u Schrittmaßregel 2h + a = 63 u Sicherheitsregel a + h = 46 u Komfortregel a – h = 12. Bei einer Treppe im Einfamili­ enhaus beträgt die Mindestauf­ trittsbreite 24 und die maxima­ le Stufenhöhe 20 Zentimeter, bei Nebentreppen gelten je­ weils 21 Zentimeter.

Erzeugerpreise Getreide in Euro je t, frei Erfassungslager, KW 16

Futtergerste mind. 62 hl

195,– bis 200,–

Futterweizen, mind. 72 hl

170,– bis 180,–

Mahlweizen, mind. 78 hl

185,– bis 200,–

Körnermais, ­interv.fähig

160,– bis 165,–

türzen und Fallen füh­ ren in der Unfallsta­ tistik der Land- und Forstwirtschaft seit Jahren. Sehr häufig ist bei diesen Fäl­ len die Nutzungssicherheit der Gebäude nur unzureichend. Oft beanstanden die Behörden nicht eingehaltene rechtliche Rahmenbedingungen.

S

Unfälle vermeiden Diese gesetzlichen Vorgaben haben einen einfachen Grund: So viele Unfälle wie möglich sollen vermieden werden. In österreichweiten Richtlinien

Sojaschrot 49 % lose

510,– bis 515,–

Rapsschrot 35 % lose, Juli

290,– bis 300,–

Sonnenbl.schrot 37% lose, August

280,– bis 290,–

Börsenpreise Getreide Notierungen der Börse für lw. Produkte in Wien, 16. April, in Euro je t, ab Raum Wien, Großhandelsabgabepreise

Mahlroggen

157,– bis 170,–

Futterroggen

153,– bis 155,–

Industriemais

171,– bis 174,–

Sojaschrot, 44%, GVO

455,– bis 465,–

Sojaschrot, 49%, GVO

465,– bis 475,–

Durchgänge Eine Wohnungs-Haupttreppe benötigt eine lichte (zwischen den Handläufen gemessene) Treppenlaufbreite von min­ destens 90 Zentimeter. Für ei­ ne zusätzliche Wendeltreppe in einer Wohnung kann die lich­ te Durchgangsbreite bis auf 60 Zentimeter reduziert werden. Für den Zugang zu nicht aus­ gebauten Dachböden sind auch einschiebbare Treppen oder Leitern zulässig. Die lichten Durchgangshöhen bei Trep­ pen, gemessen an der Stufen­ vorderkante sowie bei Rampen und Gängen müssen minde­ stens 210 Zentimeter betragen. Gänge in Ein- und Zweifami­ lienhäusern müssen eine lich­ te Gangbreite von min­destens 100 Zentimeter haben.

Absturzsicherung Die erforderliche Brüstungsoder Parapethöhe beträgt grundsätzlich 100 Zentimeter, kann aber in Ausnahmefällen auch verringert werden. Eine Höhe von 85 Zentimetern muss die Brüstung auf jeden Fall ha­ ben. Ab einer Absturzhöhe von zwölf Metern (gemessen vom

kk

Standniveau) muss die Ab­ sturzsicherung 110 Zentimeter hoch sein.

tiger körperlicher Beeinträchti­ gung die Treppe auch benützen können.

Geländer

Türen

Geländer bei Treppen im Einoder Zweifamilienhaus müssen 90 Zentimeter hoch sein, ge­ messen von der Stufenvorder­ kante. Im Bereich von 15 bis 60 Zentimeter Höhe dürfen keine erkletterbaren Stäbe angeord­ net werden. Die Öffnungsbrei­ te von senkrechten Stäben darf zwölf Zentimeter nicht über­ schreiten.

Türen müssen mindestens 80 Zentimeter breit sein. Beim Bauen den späteren Türstock mitbedenken! Türen im Ver­ lauf von Haupteingang bis ein­ schließlich der Wohnungstüren müssen mindestens 90 Zenti­ meter breit sein. Die minima­ le lichte Durchgangshöhe be­ trägt 200 Zentimeter. Bad-Tü­ ren dürfen nach innen öffnen, WC-Türen nur dann wenn der Raum mehr als 1,8 Quadratme­ ter groß ist.

Handlauf Bei Wohnungs- oder Neben­ treppen ist ein einseitiger Handlauf möglich. Grundsätz­ lich ist ein beidseitiger Hand­ lauf besser, damit beispielswei­ se alte Menschen mit einsei­

Beratung Dagmar Kreutzer ist in der Kammer Expertin zu diesem Thema, Tel. 0316/8050-1389.

werden Details geregelt. Wich­ tige Punkte daraus sind im obe­ ren Artikel ausgeführt.

Fremde Arbeitskräfte Werden Dienstnehmer auf einem land- und forstwirt­ schaftlichen Betrieb beschäf­ tigt (Saisonarbeitskräfte, Prak­ tikanten etc.), dann gilt zusätz­ lich die Landarbeitsordnung. Sie gilt auch für bauliche Ein­ richtungen. Neben den sanitären Vorkeh­ rungen der Arbeitsstätten wer­ den unter anderem die So­ zialeinrichtungen, spezielle

Wohnräume und Unterkünfte geregelt. Ebenso ist eine Arbeitsplatz­ evaluierung notwendig. Dabei werden Sicherheits- und Ge­ sundheitsrisiken am Betrieb er­ mittelt, beurteilt und im Regel­ fall schriftlich dokumentiert. Die Arbeitsplatzevaluierung ist im Bedarfsfall der Behörde (Land- und Forstwirtschafts­ inspektion) oder dem Gericht vorzulegen. Auf www.svb.at sind Informationen zur Evalu­ ierung unter „Vorsorge“, Un­ terpunkt „Sicherheit“ zu fin­ Andreas Strempfl den. 

Sicherheit für Arbeiter

mavric

„Sehr Gut“ für Schweinebesamung Gleisdorf

Detailhandelspreise beim steir. Landes­produktenhandel für die 16. Woche, ab Lager, in Euro je t

470,– bis 480,–

So ­bitte nicht: ­Geländer dürfen ­keine erkletterbaren Querstreben haben

Für einen sicheren Arbeitsplatz am Bauernhof gibt es zusätzliche Regeln in der Landarbeitsordnung

Futtermittelpreise Steiermark Sojaschrot 44 % lose

Stufen im Freien haben eine Mindest-Stufenauftrittsbrei­ te von 30 und eine maximale Stufenhöhe von 16 Zentime­ tern. Das Steigungsverhältnis der Stufen sollte im gesamten Treppenverlauf gleich sein.

Für Arbeiter zählt Sicherheit doppelt

Ukrainisches Getreide fließt gut ab Die ukrainische Ernte aus dem aktuellen Wirtschaftsjahr dürfte ungehindert abfließen, so man Berichten der dortigen Getreideagentur Glauben schenkt. Prognostiziert sei eine Rekordmenge von 34 Mio. Tonnen, davon sollten bereits 29 Mio. Tonnen verschifft worden sein. Allerdings stellt sich für 2014 die Frage, ob die ukrainischen Betriebe Finanzkraft haben und die Anbauflächen ähnlich gut bestellen können. Die heimischen Kassamärkte sehen unbeeindruckt zu, der Regen sorgte da und dort für etwas Entspannung.

1. Mai 2014

Deutsche Prüfer bestätigen internationales Spitzenniveau der Besamungsstation mit Bestnoten in allen Bereichen ualitätssicherung und hygienisches Arbeiten vom Stall bis zum La­ bor sind für alle Mitarbeiter der Besamungsstation Gleisdorf oberstes Gebot und sind für Kunden der Schlüssel zum (Besamungs)Erfolg. Die hohe Qualität wurde durch ein exter­ nes Monitoring, das in allen Bereichen die Note Sehr Gut ergab, bestätigt. Der Schwerpunkt der Kontrol­ le wurde dieses Mal auf Biosi­ cherheit, Absamung und Sper­ maverarbeitung gelegt. Zusätz­

q

lich wurden Samenportionen aus der laufenden Produkti­ on herausgenommen und hin­ sichtlich der wichtigsten Sper­ maqualitätskriterien laut dem Standard des Fördervereins für Biotechnologieforschung über­ prüft. Dazu gehören: Dichte, Vorwärtsbeweglichkeit, Sper­ mienmenge je Tube und Halt­ barkeit. Besonderes Augenmerk wur­ de heuer auch auf die Optimie­ rung der Abkühlungs- und Ver­ dünnungsschritte und die Hy­ giene im Labor gelegt, denn

diese Bereiche beeinflussen unmittelbar die Haltbarkeit der produzierten Samenportionen. Auch in den Jahren zuvor er­ hielt die Schweinebesamung Gleisdorf die Bestnote und liegt damit auf internationalem Spitzenniveau. Zum Erfolgsrezept gehört auch ein abgesicherter Tiergesund­ heitsstatus und Top-Zuchtlei­ stungen. Biosicherheit (Seite 13) wird groß geschrieben. In das TOPGenetik-Programm werden nur die besten Vererber aufgenommen.

Erneut ausgezeichnet

sbs


M a r k t & W i r t s c h a ft

1. Mai 2014

13

Landwirtschaftliche Mitteilungen

Kennzahlen

„Koralpe ndrucke

.H., rei“ Ges.m.b

Deutsch landsber

T R IE B

g

Wer seinen Betrieb vor Ansteckungen schützt, hilft sich selbst und der ganzen Branche. Schweinekrankheiten wie bei­ spielsweise die Afrikanische Schweinepest, Maul- und Klauenseuche oder Aujeszky­ sche Krankheit schaden nicht nur einzelnen Betrieben. Das Ausbrechen anzeigepflich­ tiger Infektionskrankheiten zieht auch lange Exportsperren nach sich und bedroht die gan­ ze Branche. Durch Biosecuri­ ty (zu Deutsch Biosicherheit) lässt sich verhindern, dass es

überhaupt so weit kommt (links unten). Damit sichert man sich gleichzeitig gegen nicht an­ zeigepflichtige Krankheiten, wie beispielsweise PRRS, In­ fluenza oder Leptospiren ab, die auch enormen finanziellen Schaden anrichten können.

Bestandstypische Keime Auch wenn der Bestand bestens abgeschottet ist, kann man nicht komplett verhindern, dass Infektionserreger im Stall zir­ kulieren. Jedoch bildet sich ge­ gen solche bestands­ typischen Keime oft eine belastbare Im­ munität aus. Alttiere können daher dem Erregerdruck über längere Zeit standhalten. Ge­

fährdet sind junge oder zuge­ kaufte Tiere, die noch keine ausreichende Immunität aus­ bilden konnten. Wenn sie krank werden, kann der Erregerdruck im Stall so stark ansteigen, dass auch Alttiere erkranken. Das lässt sich auf Dauer nur ver­ meiden, wenn man die Infek­ tionsketten im Betrieb unter­ bricht (rechts unten).

Ansteckung verhindern Wenn viele Tiere konzentriert gehalten werden, steigt die In­ fektionsgefahr. Die Gefahr steigt, wenn verschiedene Pro­ duktionsbereiche (Ferkelerzeu­ gung, Ferkelaufzucht, Schwei­ nemast) auf einem Betrieb ver­

Biosecurity: Erreger ­erfolgreich aussperren as Eindringen von Krankheitserregern in den Stall von au­ ßen wird durch verschiedene Maßnahmen verhindert. Viren und Bakterien sollen ausge­ sperrt werden. Vor allem an­ zeigepflichtige Krankheiten richten enormen Schaden an.

D

Einrichtung einer Hygieneschleuse oder eines stallnahen Umkleideraums mit Waschmöglichkeit. Anbringen von Tafeln an den Stalltüren „Wertvoller Tierbestand – Kein Zutritt“. Wenn Zutritt betriebsfremder Personen in den Stall, dann nur mit betriebseigener Kleidung oder mit Schutzbekleidung (Overall, Überschuhe, Handschuhe, Haube). Vor dem Anlegen der Schutzbekleidung sind Hände und Gesicht mit Wasser und Seife zu waschen. Vor den Stalleingängen sollten zusätzliche Wannen mit Desinfektionsmittel zur Stiefeldesinfektion bereitgestellt sein. Wenn vorhanden, dann Ausläufe so absichern, dass kein Tier-zuTier-Kontakt möglich ist (z.B. Hausschwein – Wildschwein). Zukaufstiere sind vor der Eingliederung in den Bestand mindestens

6 Wochen lang in Quarantäne zu halten, wobei der Quarantänestall möglichst weit vom Hauptstall entfernt sein sollte, um eine Verschleppung etwaiger Erreger zu verhindern. Zudem sollten nur Tiere aus bekannten Herkünften mit gesichertem Gesundheitsstatus zugekauft werden. Spermazukauf nur von Besamungsstationen mit abgesichertem Tiergesundheitsstatus. Konsequente Schadnager- und Ungezieferbekämpfung Zugang von Hunden, Katzen und auch Vögeln (z.B. Schwalben) in den Stall verhindern. Limitierung des Fahrzeugverkehrs am Betriebsgelände (Schranken vor der Hofeinfahrt, Zaun). Wildschweinsichere Futterund Einstreulagerung. Seuchensichere Kadaverlagerung (Abdeckung, fester Boden) möglichst abseits des Betriebsgeländes, damit ein Befahren des Hofes vermieden wird. Landwirte, die auch aktive Jäger sind: Teile von erlegten oder verendet aufgefundenen Wildschweinen sowie blutbehaftete Ausrüstung sind von schweinehaltenden Betrieben fernzuhalten!

Kurs am 22.4.

eint sind. Die Hygienemaß­ nahmen im Betrieb müssen in diesem Fall vor allem auf eines ausgerichtet sein: die Krank­ heitsübertragung von den äl­ teren auf die jüngeren Schwei­ ne zu verhindern.

Gesund ist erfolgreich Ein hoher Tiergesundheitssta­ tus ist Grundvoraussetzung für eine tiergerechte und wirt­ schaftliche Schweineprodukti­ on. Wer erfolgreich sein will, muss auf eine stabile Herden­ gesundheit achten. Alle da­ für notwendigen Maßnahmen sollten für jeden Betrieb – egal ob groß oder klein – oberste Priorität haben. Tanja Kreiner

Unterbrechung von Infektionsketten nnerhalb eines Be­ triebes gibt es be­ standstypische Keime, gegen die ältere Tiere bereits immun sind. Zuge­ kaufte und junge Tiere haben noch keine Immunabwehr ge­ gen diese Keime aufbauen können. Auch von Stall zu Stall gibt es Unterschiede. Wer zwischen den Bereichen wechselt, muss sich an fol­ gende Regeln halten, um eine Ansteckung untereinander zu verhindern.

i

Hygieneschleusen oder stallnahe Umkleideräume mit Waschmöglichkeit Stallarbeit so organisieren, dass zuerst Ställe mit den jüngeren (empfindlichen) Tieren betreten werden (Reihenfolge der Stallbetretung von jung nach alt, von gesund zu krank) Wechsel von Stiefeln und Overall zwischen den Produktionsbereichen (z.B. rote Stiefel und roter Overall in der Ferkelproduktion, blaue Stiefel und blauer Overall in der Ferkelaufzucht, gelbe Stiefel und gelber Overall in der Mast) Für jeden Produktionsbereich eigene Gerätschaften (auch hier farbliche Trennung möglich)

Desinfektionswannen vor den Abteilungen Konsequentes Rein-Raus-System in allen Produktionsbereichen; Tiere dürfen dabei nicht zurückgestallt werden. Konsequente und angepasste Reinigung und Desinfektion von Stallungen vor jeder Neubelegung, sowie von Gerätschaften (Treibwände, Besen, Schaufeln,…). Konsequente und angepasste Reinigung (und Desinfektion) von Futter- und Tränkwassersystemen Regelmäßiger Nadelwechsel und Klingenwechsel bei Impfungen oder Kastration. Zurückbleibende Tiere oder verletzte Tiere frühzeitig aus der Bucht herausnehmen und in Krankenbuchten unterbringen. Chronisch oder schwer erkrankte Tiere sollten alsbald einer tierschutzgerechten Tötung zugeführt werden! Waschen der Sauen vor dem Umstallen in die Abferkelbuchten. Schadnager- und Ungezieferbekämpfung sowie Fernhalten von Hunden, Katzen und Vögeln. Seuchensichere Kadaverlagerung (Abdeckung, fester Boden, abseits des Betriebsgeländes).

275,00 – 10,00 1,620 – 0,008

Zinsen für Kredite bestehender Antrag in %

Gefahr: Exportsperren durch anzeigepflichtige Infektionskrankheiten

– 3,00

Quelle: www.bankdirekt.at; www.agrarzeitung.de

sbs

Erreger sollen draußen bleiben

417,00

Kredite

bis 1 Jahr 1-5 Jahre über 5 Jahre Durchschnitt Überziehungskredite

Neuer Antrag in %

SBE M IT G L IE D

Biosecurity ist für kleine und große Betriebe unerlässlich, um erfolgreich zu sein

1,380 +0,009 109,71 +2,77 140,03 – 4,29 188,00 +2,75 389,88 +3,36

2,50 2,36 2,50 2,27 2,43 3,39 2,48 2,67 5,33 Referenzsätze

3-Monats-EURIBOR Sekundärmarktrendite

0,29 1,28

AIK Zinssatz (Brutto 1,625 %) gültig vom 1.1. bis 30.6. 2014

netto für Landwirt

Hofübernehmer, benachteiligtes Gebiet, bestehende Verträge Hofübernehmer sonstiges Gebiet (Anträge bis 31.12.2006) oder ­benachteiligtes Gebiet kein Hofübernehmer sonst. Geb.

0,406 0,812 1,04

Quelle: Österreichische Nationalbank

Agrarpreisindex land- und forstwirtschaftlicher Erzeugnisse und Betriebsmittel mit Investitionsgütern Agrarpreisindex 2010 = 100 %

2011

2011 2012

2012 2013

Einnahmen % zum Vorjahr

BETRETEN N! VERBOTE

Euro / US-$ Erdöl – Brent , US-$ je Barrel Mais CBoT Chicago, Mai, € je t Mais MATIF Paris, Juni, € je t Sojaschrot CBoT Chicago, Mai, €/t Sojaschrot, 44 %, frei LKW ­Hamburg, Kassa Großh., April, € je t Rapsschrot, frei LKW Hamburg, Kassa Großh., April, Euro je t Schweine Eurex, April, Euro je kg

Gesamt­ausgaben

T Wertvoller

Einnahmen mit öffentl. Geld

ierbestand

Variante 1

Tendenz seit 7.4.

Internationale Notierungen

106,0 107,2 105,1 105,6 106,1 107,9 108,8 110,4 112,7 110,4 111,2 111,8 108,0 110,6

106,1 107,6 106,9 107,2 106,9 109,4 111,5 112,0 113,8 111,7 114,7 114,4 113,3 112,5

+9,40 +9,62 +4,79 +3,33 +6,10 +1,79 +1,49 +5,04 +6,72 +4,05 +3,06 +2,76 – 2,17 – 1,86

1. Quartal 2. Quartal 3. Quartal 4. Quartal 1. Quartal 2. Quartal 3. Quartal 4. Quartal 1. Quartal 2. Quartal 3.Quartal* 4.Quartal*

*vorläufige Werte

schweinemarkt Notierungen EZG Styriabrid, 17. bis 23. April Schweinehälften, in Euro je Kilo, ohne Zu- und Abschläge

Basispreis ab Hof Basispreis Zuchtsauen

1,49 1,29

ST-Ferkel, 14. bis 20. April in Euro je Kilo, bis 25 kg

ST- und System-Ferkel Übergewichtspreis ab 25 - 31 kg Übergewichtspreis ab 31 - 34 kg Impfzuschlag Mycoplasmen, je Stk. Impfzuschlag Circo-Virus, für ST, je Stk. Ab-Hof-Abholung durch Mäster, je Stk.

2,75 1,10 0,45 1,563 1,50 1,00

Marktpreise ohne Mehrwertsteuerangabe sind Nettobeträge


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Rindermarkt Leoben: Kleineres ­ Angebot nach Ostern Beim Markt am 22. April in der Oberlandhalle Leoben wurde ein kleineres Angebot von 293 Kälbern und Nutzrindern vermarktet. Das Interesse der Käufer war etwas schwächer als zuletzt. Der Absatz der leichteren Stierkälber war stabil, der der schwereren Stierkälber leicht schleppend. Die Einsteller konnten den Preis des letzten Marktes nicht ganz halten, dafür zogen die Einstellkalbinnen etwas an. Die Kühe pendelten sich auf einem qualitätsorientierten Preis ein. Die extrem gute Nachfrage der letzten Märk­te war nicht mehr gegeben. Georg Steiner Nutzrindermarkt Leoben, 22. April Kategorie

M a r k t & W i r t s c h a ft

Landwirtschaftliche Mitteilungen

Ø-Gew.

Ø-Preis

Tend.*

711 370 366 129 147 133

1,32 1,93 2,10 3,37 2,74 3,24

23 38 34 162 30 192

Kühe Kalbinnen Einsteller Stierkälber Kuhkälber Kälber ges.

bei zentraler Vermarktung, inkl. Gebühren

Immer wieder geriet ausgehend vom deutschen Markt der Schlachtstierpreis in Österreich unter Druck, denn das deutsche Angebot überstieg weiter die Nachfrage. Das Ostergeschäft hat generell eher enttäuscht. Langsam nimmt das Angebot aber ab, gute Qualitäten können sich immer öfter behaupten. Daher konnte die Stierfleischnotierung in der Steiermark bereits gleich gehalten werden, weit genug war der räumliche Abstand in den Norden. Die weiblichen Schlachtrinder hielten sich weiter stabil, die angebotenen Stückzahlen waren überschaubar und ließen sich gut disponieren. Ochsen und Jungrinder Kategorie/Gew. warm

von/bis

Bio-Ochse (300/430) ALMO R3 (340/430), 20-36 M. Styriabeef R3 (185/260)

Mutterkühe: ­ Markt spielt künftig größere Rolle Neues Prämiensystem ab 2016 spürbar urch den Wegfall der gekoppelten Mutter­ kuhprämie wird der Druck auf die wirtschaftliche Führung dieses Betriebs­ zweiges zunehmen. Diese Än­ derung der Ausgleichszah­ lungen (siehe Kasten) muss aber nicht in jedem Fall eine Ertragseinbuße bedeuten. Aku­ ten Handlungsbedarf gibt es noch nicht. Erst 2015 sollten Anpassungen und Entschei­ dungen getroffen werden.

D

2014 ist Basis der Zukunft

Druck bei Stierfleisch nimmt ab

3,80 4,05 4,35

Interview

1. Mai 2014

Mutterkuhbetriebe werden mit der im Jahr 2014 gehaltenen Kuhzahl für die nächsten fünf Jahre eingestuft werden. Die Summe der Ausgleichszahlung für die Mutterkühe wird auf die förderfähige Fläche aufgeteilt werden. Diese Summe ist die Basis für die Übergangszeit der nächsten fünf Jahre und damit besonders wichtig. Bis 2019 wird es jährlich eine Annähe­ rung an die einheitliche Flä­ chenprämie geben.

Bedingungen einhalten Im heurigen Jahr müssen noch alle förderrelevanten Bedin­ gungen eingehalten werden (Haltefristen von sechs Mo­ naten, Abkalbequote von über 50 Prozent und die Haltedau­

er der geborenen Kälber); nur so bleibt der Anspruch auf die­ se Ausgleichszahlung für die nächsten fünf Jahre aufrecht.

Anzahl verliert 2015 Rolle Ab dem nächsten Jahr ist die Zahl der gehaltenen Mutterkü­ he für die Ausgleichszahlung nicht mehr relevant. Es wird ab 2015 keine Haltefristen und Abkalbequoten geben. Es kön­ nen auch Betriebsumstellungen erfolgen, ohne die Ausgleichs­ zahlung zu beeinflussen. Ab 2015 wird es für fünf Jahre unterschiedliche Prämien pro Hektar Grünland und Acker ge­ ben; ab 2019 wird es eine ein­ heitliche Ausgleichszahlung in der Höhe von (voraussichtlich) 284 Euro pro Hektar Grün- und Ackerland geben.

Änderung ab 2016 spürbar Intensiv geführte Betriebe mit mehr als einer Großviehein­ heit GVE pro Hektar werden diese Veränderung stärker spü­ ren. Hält derzeit jemand zwei Mutterkühe pro Hektar, kom­ men aus der Mutterkuhprämie 460 Euro. Dieser Betrag wird auf 284 Euro sinken. Extensive Betriebe mit weniger als einer Mutterkuh pro Hektar werden diese Systemänderung wenig bis gar nicht spüren. Wichtig

Die Mutterkuhhaltung wird nach dieser Systemumstel­ lung völlig neu gesehen wer­ den müssen. War bisher die

einzelne Mutterkuh prämien­ relevant, ist die Zahl der Mut­ terkühe in Zukunft nicht aus­ schlaggebend. Daher wird die Erzeugung von marktfähigen Produkten wichtiger. Kälberan­ zahl, Fütterung und Erlös müs­ sen optimiert werden (siehe Rudolf Grabner Kasten). 

Veränderung

optimieren

Seit über 30 Jahren gibt es die Ausgleichszahlung für Mutterkühe, die an die Kuh gekoppelt war. Ab 2015 wird dieses System durch eine einheitliche Flächenprämie ersetzt. Die nächsten fünf Jahre werden Übergangsjahre, in denen es eine Annäherung an die ab 2019 einheitliche Flächenprämie von rund 284 Euro pro Hektar Grünland und Acker geben wird. Alle bisherigen tierbezogenen und teilweise gekoppelten Prämien fließen in die Flächenprämie ein.

Drei Bereiche werden wichtiger: u Mehr Kälber müssen abgesetzt und verkauft werden (Verbesserung der Zwischenkalbezeit und weniger Kälberverluste). u Die Fütterung muss optimiert werden (über eine optimale Gewinnung und Fütterung des Grundfutters). u Verbesserung des Erlöses durch Mitarbeit in Markenprogrammen (wie beispielsweise Styria Beef oder Bio Jungrinder).

ist, dass massivere Änderungen erst ab dem Jahr 2016 spürbar sind.

Betriebsreserven nutzen

„Wetter-Minus“ mit Effizienz ausgleichen Das Lagerhaus Wechselgau liefert im fünfzigsten Jahr ein Topergebnis

Josef Haas Obmann, Wechselgau Greinbach

as war die größte Herausforderung des vergangenen Wirtschaftsjahres 2013? Josef Haas: Es gab gewaltige Ernteein­ bußen bei Mais und Obst. Obwohl nur ein Bruchteil angeliefert wurde, ist es dennoch gelungen die Kosten abzufangen. Gibt es Belastungen aus dem Vorjahr; was ist heuer zu tun? Haas: Die schlechte Ernte im Vorjahr drückt uns noch gewaltig. In den Planungen ist das berücksichtigt und ich hoffe, dass diese Folgekosten nicht zu stark durch­ schlagen werden. Wie wichtig ist das Landwirtschaftsgeschäft; wie hoch ist der Anteil? Haas: Wir sind top in der Beratung, ein verlässlicher Lieferant für alle Betriebsmit­ tel und der Partner im technischen Bereich. Gut ein Viertel entfällt auf den landwirt­ schaftlichen Bereich. Wofür steht das Lagerhaus Wechselgau im Jahr 2014? Haas: Wir bringen die Regionalität voran. Mit elf Standorten sind wir der Ansprech­ partner bei unseren Kunden. Was bringt die Erweiterung am Standort Hartberg? Haas: Für die Kunden wird der Einkauf im Haus- und Gartenmarkt einfacher und angenehmer. Die Chance der Erweiterung mussten wir einfach nutzen.

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Interview: Ulrich Ahamer

etterextreme im Vor­ jahr forderten das La­ gerhaus Wechselgau enorm: „Bei Obst betrug das Ernteminus rund die Hälfte, bei Mais fast drei Viertel. In Sum­ me sank der landwirtschaft­ liche Umsatz im Vorjahr ge­ genüber 2012 um drei Prozent auf 20,1 Millionen Euro“, sagte Geschäftsführer Andreas Pur­ karthofer bei der Generalver­ sammlung vergangene Woche in Hartberg.

w

Pellets vor Heizöl In der Sparte Energie gab es bemerkenswerte Verschie­ bungen. Nach einem enormen Schub von 20 Prozent bei Pel­ lets wurde Heizöl erstmals auf den zweiten Platz verdrängt. Insgesamt ist der Energiemarkt schwierig: Während Heizöl und Pellets noch ein gutes Ge­ schäft darstellen, bleibt beim Verkauf von Treibstoffen de facto nichts mehr übrig. Der Bereich Haus und Gar­ ten entwickelt sich weiter­ hin positiv. Am Standort Hart­ berg konnte ein angrenzendes Grundstück um 2,1 Millionen Euro ohne Fremdkapital erwor­ ben werden. Damit wurde die räumliche Basis für die künf­ tige „Lagerhaus Einkaufswelt“ geschaffen. Die Sparte Technik konnte leicht zulegen, der Umsatz be­

trug 12,6 Millionen Euro. Das Plus geht hier allein aufs Kon­ to der Landmaschinenwerk­ stätten.

Wechselgau macht Gewinn Mit enormer Anstrengung aller Beteiligten konnte trotz wid­ riger Umstände insgesamt ein gutes Ergebnis erzielt werden. Verbindlichkeiten und Lager­ bestände wurden stark zurück­ gefahren. Nach Rückstellungen weist die Bilanz einen Gewinn von 270.000 Euro aus. Landesrat Johann Seitinger

sorgte mit seinem Gastvor­ trag für nachdenkliche Mo­ mente. Die größten Herausfor­ derungen liegen seinen Aus­ führungen zufolge in den Be­ reichen Ernährungssicherheit, Energieversorgung und demo­ grafischer Wandel.

Wetterextreme nehmen zu Wetterextreme belasten die Landwirtschaft immer mehr, in den vergangenen zehn Jah­ ren wurden dadurch in der stei­ rischen Landwirtschaft Schä­ den im Wert von 1,7 Milliarden

Euro verursacht. Auch sind Le­ bensmittel weltweit nach wie vor ungleich verteilt. Und hin­ sichtlich der Kostenexplosion im Gesundheits- und Pflegebe­ reich gebe es „keine Alterna­ tiven zu mehr Selbstverantwor­ tung, Forcierung von Freiwil­ ligendiensten und Selbstbehal­ ten bei allen Versicherungen.“ Mit Stolz erfüllte den Vorstand der Wechselgau die Bestäti­ gung des Wirtschaftsnetzwerks „Leitbetriebe Austria“ auch für die nächsten Jahre dazuzuge­ Ulrich Ahamer hören. 

Aufsichtsrat Die Wechselgau Genossenschaft wählte einen neuen Aufsichtsrat: Vorsitzender: Hermann Seidl, Buch Stellvertretender Vorsitzender:

Franz Pittermann, Wenigzell Aufsichtsratsmitglieder:

Anton Fank, Vorau Manfred Kopper, Grafendorf Gerhard Popofsits, Neudau Anton Schantl, Hartberg Gerhard Schieder, Buch Josef Schirnhofer, Pöllau Konrad Schützenhöfer, St. Lorenzen Robert Spreitz, Schäffern Haas, Seitinger, Purkarthofer und Seidl (v.l.n.r.)

Aha


M a r k t & W i r t s c h a ft

1. Mai 2014

Landwirtschaftliche Mitteilungen

15

Rindermarkt Marktvorschau 25. April bis 25. Mai

Zuchtrinder

12.5. Leoben, BV 10 Uhr, HF 10.45 Uhr, FV 11 Uhr Nutzrinder/Kälber

29.4. 6.5. 13.5. 20.5. Die Mutterkuhhaltung bekommt neue Spielregeln. Arbeitskreise können ein wichtiges Instrument sein, um den Betrieb zu optimieren Grabner, kk

Arbeitskreise erweitern die Chancen In der Mutterkuhhaltung ist wirtschaftlich mehr herauszuholen ie Auswertungen der steirischen Mutterkuh­ arbeitskreise für das Jahr 2013 zeigen beim unteren Viertel der Betriebe eine Di­ rektkostenfreie Leistung von 294 Euro. Meist sind dies Ein­ stellererzeuger, die vor allem bei den weiblichen Einstellern geringe Verkaufserlöse erzie­ len. Das obere Viertel erreicht 992 Euro pro Mutterkuh und Jahr. Die sehr guten Leistungen sind gekennzeichnet durch u optimale Zwischenkalbezeit von weniger als 365 Tagen, u geringe Kälberverluste und u hohe Verkaufsleistungen, oft durch Markenprogramme. Alle Betriebe haben das Poten­ tial sich und damit die Wirt­ schaftlichkeit der Mutterkuh­ haltung zu verbessern. Beim

d

einen Betrieb sind es die Zwi­ schenkalbezeiten, die durch ei­ nen Zuchtstier oder durch ei­

ne optimierte Fütterung und Brunstbeobachtung verbessert werden können. Der andere

Arbeitskreis-ergebnisse Direktkostenfreie Leistung inkl. MUKU-Prämie 1000 900

in Euro

992

Das obere Viertel

erreicht eine Zwischenkalbezeit von weniger als 365 Tagen, hat geringe Kälberverluste und erzielt über Markenprogramme höhere Erlöse beim Verkauf.

800 700

677

600 500 400 300

294

200 100 0

Oberes Viertel

Durchschnitt

Unteres Viertel

Betrieb wird die Vermarktungs­ strategie ändern und versuchen, im Rahmen der starken Mar­ ken wie etwa Styria Beef zu vermarkten. Die Optimierung der Weideflächen und Mäh­ wiesen ist überall zu empfeh­ len, weil jede Verbesserung zu einer Leistungssteigerung oder einer Verringerung der Kosten für Kraftfutter führt.

Eigene Datengrundlage Die Auswertungen der Arbeits­ kreise basieren auf einer Erhe­ bung der Betriebsdaten. Ohne diese Daten ist jede Berech­ nung schwierig und ungenau. In der Steiermark werden etwa 60 Betriebe über die Arbeits­ kreise ausgewertet. Kontakt: hanspeter.stanzer@lk-stmk.at, RG Tel. 03172/2684-5634.

Kalbinnen zielsicher vermarkten Mit Qualitätsprogrammen erstklassiges Fleisch auf Markt platzieren n der Steiermark wer­ den jährlich 20.000 Kalbinnen geschlach­ tet, bisher werden nur wenige gezielt vermarktet – ein großes Potential. Die Qualität von Kalbinnenfleisch ist hervorra­ gend. Bei Marmorierung, Zart­ heit und Geschmack kommt kein anderes Fleisch mit. Diese gute Fleischqualität kommt da­ her, weil Kalbinnen eine feine Fleischfaser haben und Fett gut in den Muskel einlagern.

I

Jung schlachten Wenn Kalbinnen Knochen- und Muskelwachstum einstellen, ist die ideale Zeit zum Schlach­ ten gekommen. Bei intensiven Mastkalbinnen liegt das idea­ le Schlachtalter bei 15 bis 18 Monaten. Bei extensiver gehal­ tenen Kalbinnen bei 18 bis 22 Monaten. Damit ergeben sich aber auch geringere Schlacht­ gewichte, die im Bereich von 300 bis 350 Kilo liegen sollten.

Kalbinnen brauchen Preis Qualitätskalbinnen müssen mehr erlösen als Maststiere, um interessant zu sein. Durch ihren Hormonhaushalt haben sie eine schlechtere Futterverwertung als Stiere und sie wachsen auch bei gleich intensiver Fütterung langsamer. Qualitätskalbinnen müssen zumindest beim AMAGütesiegel-Stierpreis liegen.

Zur Erhöhung der Vermark­ tungschancen ist die Teilnah­ me am AMA-Gütesiegelpro­ gramm vorteilhaft. Neben ei­ nigen Schlachthöfen bewerben und vermarkten auch der Al­ mo-Verein und die EZG Stei­ risches Rind (Kontakt: Hans Christian Kollmann Tel. 0664 338 05 03) die Qualitätskalbin.

male Fetteinlagerung zeigen. Für die Schlachtgewichte um 320 bis 350 Kilo sind Fleckvieh x Limousin-Tiere ideal. Bei hö­ heren Schlachtgewichten zei­ gen Charolaiskreuzungen ihre Stärken. Für schwierige Stand­ orte oder in Trockengebieten können sich auch Anguskreu­ zungen gut bewähren.

Die ideale Qualitätskalbin

Aus dem Mutterkuhbetrieb

Als ideal erweisen sich Kreu­ zungskalbinnen, weil sie eine sehr gleichmäßige Muskelaus­ formung haben und eine opti­

In der Regel wachsen Kälber bei Mutterkühen sehr gut, sie haben beim Absetzen mit et­ wa neun Monaten ein Gewicht

Qualitätskalbinnen 700 600 500

Ideale Lebendgewichtsentwicklung Qualitätskalbin Lebendgewicht in Kilogramm

Qualitätskalbinnen sollen in 15 bis 18 Monaten

ein Lebendgewicht von 540 bis 600 Kilo ­erreichen. Das ergibt 320 bis 350 Kilo Fleisch in den Zielklassen U3 und R3.

400 300 200 100 0 1 Monat

5 Monate

9 Monate

15 Monate

18 Monate

von über 300 Kilo lebend und brauchen dann eine Phase der intensiven Fütterung, um im Alter von 15 bis 18 Monaten schlachtreif zu sein. Tageszu­ nahmen von über 1.100 Gramm sollten möglich sein. Bei Kreu­ zungskalbinnen ist die Fleisch­ klasse U anzustreben und eine Fettklasse von 3. In der Regel sind es Kreuzungskalbinnen, die von den Mutterkuhbetrie­ ben kommen.

Weidemast In der Regel reicht die Energie­ aufnahme aus Weidefutter nicht aus, um eine Kalbin optimal zu füttern. Es hat sich bewährt, wenn zur Weide zusätzlich ein energiereiches Kraftfutter an­ geboten wird. Die Menge rich­ tet sich nach der Mastintensität und der Futterqualität der Wei­ de (beziehungsweise von Gras­ silage und Heu). Kraftfutter­ mengen von ein bis drei Kilo pro Kalbin und Tag sind sinn­ voll. Diese Ergänzungsfütterung mit Kraftfutter ist bei al­ len mittel- bis großrahmigen Gebrauchskreuzungs­tieren notwendig, um eine optimale Schlachtkörperqualität zu er­ reichen. Voraussetzung für die­ se kombinierte Weidemast ist ein guter Weideaufwuchs mit einem sehr guten Bestand. Rudolf Grabner 

Greinbach, 11 Uhr Leoben, 11 Uhr Greinbach, 11 Uhr Leoben, 11 Uhr EU-Marktpreise Jungstierfleisch R in Euro/100 kg, Schlachtgewicht, kalt, Woche bis: 6. April 2014

Tendenz/Woche

Dänemark Belgien Deutschland Spanien Frankreich Italien Portugal Niederlande Österreich Polen Tschechien Slowenien Slowakei Rumänien

403,67 310,90 371,80 396,19 381,39 393,53 376,34 334,14 366,86 304,78 314,95 330,20 312,60 272,78

+9,47 +0,53 – 5,17 +5,67 – 1,30 +3,67 – 0,87 – 5,80 – 4,25 +1,28 – 0,41 +0,92 +15,24 +26,47

369,55

– 0,99

EU-27 Ø Quelle: Europäische Kommission

Schlachthof-Einstandspreise AMA, 7. bis 13.4. Österreich

Stiere

Durchschnitt E Tendenz Durchschnitt U Tendenz Durchschnitt R Tendenz Durchschnitt O Tendenz Durchschnitt E-P Tendenz

3,78 – 0,06 3,74 – 0,04 3,67 – 0,02 3,35 – 0,09 3,70 – 0,05

Kühe Kalbinnen

3,14 +0,07 3,02 +0,02 2,85 ±0,00 2,57 +0,03 2,73 +0,01

3,86 +0,08 3,65 +0,01 3,53 – 0,03 2,94 ±0,00 3,54 – 0,03

Ermittlung laut Viehmelde-VO BGBL.42/2008, der durchschnittlichen Schlachthof-Einstandspreise (inklusive ev. Zu- und Abschläge)

Rindernotierungen, 21. bis 26. April EZG Rind, Qualitätsklasse R, Fettklasse 2/3, in Euro je kg exklusive qualitätsbedingter Zu- und Abschläge

Kategorie/Basisgewicht kalt

von/bis

Stiere (310/470) 3,38/3,42 Kühe (300/420) 2,44/2,61 Kalbin (250/370) 3,17 Kalbin bis 24 Monate, EU2/3/4; R3/4 +0,15 Kalbin bis 24 Monate, R2 +0,05 Programmkalbin (245/323) 3,38 Schlachtkälber (80/105) 4,70 Bio-Zuschlag in Ct.: Kühe 40-45, Kalbin 50; AMA-Zuschlag in Ct.: Stier 18, Schlachtkälber 20 Ochsen und Jungrinder

Bio-Ochsen (300/430) ALMO R3 (340/430), 20-36 Monate Styriabeef, R3 (185/260)

3,80 4,05 4,35

Rindermarkt Steirische Erzeugerpreise Totvermarktung 14. bis 20. April

Klasse

Durchschnitt E Tendenz Durchschnitt U Tendenz Durchschnitt R Tendenz Durchschnitt O Tendenz E-P Su Tendenz

Stiere

3,50 – 0,22 3,48 – 0,11 3,36 – 0,13 3,06 – 0,22 3,42 – 0,12

Kühe Kalbinnen

– – 2,61 – 0,24 2,54 – 0,13 2,22 – 0,15 2,46 +0,05

– – 3,27 – 0,03 – – – – 3,27 ±0,00

Exklusive eventueller qualitätsbedingter Zu- und Abschläge


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Landwirtschaftliche Mitteilungen

1. Mai 2014

Holzmarkt Blochholz, frei Straße, März Fichte ABC, 2a+, FMO od. FOO

Preisbänder in Euro, nto.

Oststeiermark 96,0 – 100,0 Weststeiermark 96,0 – 100,0 Mur/Mürztal 97,0 – 102,0 Oberes Murtal 98,0 – 102,0 Ennstal u. Salzkammergut 100,0 – 103,0 Braunbloche, Cx, 2a+ 67,0 – 74,0 Schwachbloche, 1b 76,0 – 82,0 Zerspaner, 1a 50,0 – 54,0 Langholz, ABC 103,0–105,0 Sonstiges Nadelholz Lärche, ABC 2a+ 107,0 – 127,0 Kiefer, ABC 2a+ 72,0 – 77,0 Industrieholz, frei Straße, Jän. Fi/Ta-Schleifholz, FMM 46,0 – 50,0 Fi/Ta-Faserholz, FMM 34,0 – 40,0 Brennholz, hart, 1m, RM 51,0 – 62,0 Brennholz, weich,1m, RM 37,0 – 43,0 Hackgut, gem. 30 G, €/t 80,0 – 105,0 Hackgut, gem. 50 G, €/t 77,0 – 100,0 Energieholz-Index, IV.Qu.13 1,606

kk

Grand Prix der Milchkühe Steirische Züchter behaupten ihre Poleposition in Maishofen Jedes zweite Jahr gehen die besten Milchkühe Österreichs ins prestigeträchtige Rennen.

Rindermarkt Lebendvermarktung 14. bis 20. April

Kategorie

Ø-Gew.

Ø-Pr.

Tend.

Kühe Kalbinnen Einsteller Ochsen Stierkälber Kuhkälber Kälber ges.

736,5 398,8 325,0 – 126,6 133,2 127,9

1,49 1,83 2,25 – 3,61 2,81 3,45

+0,03 – 0,12 – 0,03 – – 0,05 +0,02 – 0,04

1,7

Thomas ­Riegler (links) führte Oklahoma zum Grand ChampionTitel

Kühe lebend (in Euro je Kilogramm)

Die beste Holstein-Kuh Öster­ reichs kommt aus der Steier­ mark und heißt Oklahoma. Die Velvet-Tochter aus dem Betrieb Elisabeth Riegler, Langen­ wang, stand letztendlich wegen ihrer ausgezeichneten Kombi­ nation aus Milchtyp und Stär­ ke und vor allem wegen ihres hervorragenden Euters unange­ fochten auf Platz 1 der fünf- bis sechsjährigen Kühe und wurde auch als beste Kuh ihrer Rasse

mit dem Grand Champion-Ti­ tel ausgezeichnet: in der sieb­ ten Auflage der sechste Sieg für die Steiermark. Oklahoma erhielt den obligatorischen Sie­ gerklaps vom Schweizer Preis­ richter Marc Henri Guilaume; Thomas Riegler, der die Kuh zum Sieg führte, erhielt die Trophäen.

Braunviehschau Auch bei Braunvieh zählen steirische Züchter zur absolu­ ten Spitze. Die WondermentTochter Alexis aus dem Be­ trieb Herk, St. Marein/K., wur­ de Junior-Champion und Ge­ samt-Reserve-Champion der Braunviehschau. Alexis setzte

sich wegen ihrer Vorzüge in der Größe, Länge und Breite, des ausgezeichneten Fundaments und wegen ihres hervorra­ genden Hintereuters gegen ihre Konkurrentinnen durch.

Dairy Grand Prix Im Rahmen der Dairy Grand Prix Gala erfolgte als besonde­ re Auszeichnung für Tiere, wel­ che die österreichische Rinder­ zucht in den vergangenen zwei Jahren erfolgreich auf Schauen vertreten haben, die Verleihung des Titels „All Dairy Austria“. Fünf Kandidatinnen der jewei­ ligen Rasse wurden dabei no­ miniert und von international anerkannten Preisrichtern ge­

reiht. Aus der Steiermark gin­ gen bei Braunvieh die AceTochter Laura, bei Fleckvieh die Rau-Tochter Zierde und bei den Holsteins die RegimentTochter Linde ins Rennen. Den drei aus der Steiermark no­ minierten Kühen wurde unter größter Zustimmung des anwe­ senden Fachpublikums der Ti­ tel „All Dairy Austria“ in der jeweiligen Rasse verliehen – drei Trümpfe in der Hand und alle stachen. Die steirischen Züchter wa­ ren mit sechs Braunviehkühen, zwei Jersey, zwölf Holsteinkü­ hen und vier Verkaufstieren, die ausgezeichnete Preise er­ zielten, vertreten.

„Freies Lieferrecht für die Bauern“

1,5

Generationswechsel bei der Obersteirischen Molkerei: Jakob Karner folgt Fritz Gruber

1,3 2014 1,1

2013

2012

gemüse & LAMM Gemüse Erhobene Gemüsepreise in Euro je kg ohne Ust. für die Woche vom 21. bis 27. April

Gr.Krauth., Stk. Häuptelsalat, Stk. Vogerlsalat Eichblattsalat, Stk. Lollo Rosso, Stk. Glash.gurke, Stk. Rispenparadeiser Spargel Radieschen, Bd.

Erzeugerpreis frei Rampe GH

Erz.pr. Gr. Großmkt.

0,36-0,44 0,20-0,22

1,00 0,60-0,70 8,00 0,60 0,60

0,33-0,39 1,10-1,20

2,50 6,50 0,60-0,80

Qualitätsprogramm Weizer Schafbauern Preisbasis für Schlachtkörper 18 – 23 kg warm, ohne Innereien, in Euro je kg, ohne Ust.

Klasse E2 5,90 Klasse E3 Klasse U2 5,50 Klasse U3 Klasse R2 5,10 Klasse R3 Klasse O2 4,70 Klasse O3 ZS für AMA-GS 45 Ct., Bio 60 Ct., Bio Ernteverband 80 Ct. Schafmilch, März Kitz, 8-12 kg SG, kalt

as nahe Ende der Milchquote stand im Zentrum der letzten Generalversammlung von Ob­ mann Fritz Gruber: „Die ge­ samte Milchmenge ist zu verar­ beiten. Die Genossenschaft macht keine Strukturpolitik, wir mischen uns nicht in die betriebswirtschaftlichen Ange­ legenheiten der einzelnen Be­ triebe ein.“ Zu seinem Nachfolger wur­ de der bisherige Chef des Auf­ sichtsrates, Jakob Karner, ge­ wählt. Neuer Chef des Auf­ sichtsrates ist Hans Peter Klee­ maier. Hinsichtlich zahlreicher Austritte wie auch Ausschlüs­ sen aus der Genossenschaft wurde den Mitgliedern der IGMilch eine Wiederaufnahme in die Genossenschaft „im Inte­ resse eines geschlossenen Lie­

D

1. bis 52. Woche

5,50 5,10 4,70 4,30

0,92 7,00

fergebietes“ angeboten. Bis­ lang war ein Wiedereintritt, abgesehen nach einer Hof­ übernahme, nicht möglich.

Wiedereintritt Fritz Gruber: „Die Burschen haben uns ziemlich sekkiert und manchen aus der Seele ge­ sprochen. Der Markt ist aber nicht so einfach gestrickt, wie viele glauben. Wer wieder zu­ rück will, zahlt einen Fixbetrag pro Kilo des Jahreskontingents an die Genossenschaft und dann ist die Sache erledigt.“

Gut gerüstet Für das Ende der Milchquo­ te im Jahr 2015 sieht man sich nach massiven Investitionen gut gerüstet, im kommenden Jahr wird mit der „Käseküche“ das Herzstück finalisiert. Ge­

schäftsführer Friedrich Ti­roch rechnet in den kommenden Jahren mit einer Mehranlie­ ferung von bis zu 15 Prozent. „Im Vorjahr wurde witterungs­ bedingt mit 140 Millionen Ki­ lo nach 143 Millionen Kilo im Jahr 2012 etwas weniger Milch verarbeitet“, so Tiroch.

Käseexport In Käse ausgedrückt wird die kommende Herausforderung besonders gut sichtbar. Pro Jahr werden von der Oberstei­ rischen Molkerei rund 5.000 Tonnen Käse produziert, rund die Hälfte geht in den Export. Wichtigste Märkte dafür sind Deutschland, Slowenien, Un­ garn und die Schweiz. Nor­ wegen, Schweden sowie Rus­ sland gewinnen zunehmend an Bedeutung. Aufgrund der Der scheidende Obmann Fritz Gruber, sein Nachfolger Jakob Karner, Geschäftsführer Friedrich Tiroch und LandforstGeschäftsführer Dieter Hölzl aha

prognostizierten Mehrmenge kommen in vier bis fünf Jahren weitere 1.500 bis 2.000 Tonnen Käse dazu, die verkauft werden müssen. „Ohne Export wäre es trostlos, denn der inländische Markt ist zu.“

Gold und Bronze Riesengroß ist die Freude über das gute Abschneiden bei der Käse-WM in Wisconsin. Beim „World Championship Cheese Contest“ erreichte der Hartkä­ se „Erzherzog Johann“ zwei Goldmedaillen, der „Steirische Bergkäse“ heimste zwei Bron­ zemedaillen ein.

Lagerhaus Die Nachwehen des langen Winters bekam auch die La­ gerhausgenossenschaft Land­ forst zu spüren. Der Umsatz ging von 146,5 Millionen Eu­ ro auf 143 Millionen Euro zu­ rück. Die Bereiche Energie, Baustoffe und Technik gaben nach, positiv hingegen entwi­ ckelten sich die Sparten Agrar, Bau & Garten sowie Lebens­ mittel. Die Genossenschaft be­ schäftigt 384 Mitarbeiter, 23 Lehrlinge werden ausgebildet. Recht positiv entwickelt sich das Forsttechnikunternehmen Öforst, das bei zwölf Mitar­ beitern einen Umsatz von 12,4 Millionen Euro erzielte. 

Ulrich Ahamer


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1. Mai 2014

Landwirtschaftliche Mitteilungen

Ideen sind der ­wichtigste Rohstoff

Blumen für Bienen und Schmetterlinge Im Sommer bieten Pflanzen in Gärten und öf­ fentlichem Grün wichtige Nahrung für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge. Nicht nur im Kräuter- und Gemüsegarten finden sich Nektar und Pollen für die nützlichen Insekten, sondern auch in bunten Staudenbeeten und blühendem Gehölz. Balkonkisterl und Tröge mit blühenden Pflanzen können mit der richtigen Bepflanzung ebenfalls zur Bienenweide werden. Pflanzen mit einfachen Blüten bieten Nektar und Pollen, gefüllte Blüten nicht. Wenn Schädlinge auftre­ ten, nicht bienengefährliche Pflanzenschutzmit­ Angelika Grienschgl tel einsetzen. 

Erst durch Veredelung werden sie auch wertvoll nnovationsmanager Michael Terler meinte bei der Wertschöp­ fungstagung der Landeskam­ mer in Graz, dass „unsere Zu­ kunft nicht im Billiger werden liegt, sondern darin, wie wir aus unseren Ideen Markter­ folge, also Innovationen ma­ chen können.“ Eine Idee ist erst dann innovativ, wenn sie wirt­ schaftlich erfolgreich umge­ setzt werden könne: als neues Produkt, neue Dienstleistung, Produktionsweise oder etwa als neue Organisationsform.

I

nelle Gruppen“ gebildet wer­ den, die sich nur aus Akteuren zusammensetzen, die für das Projekt unmittelbar notwendig sind. So sollen konkrete Ergeb­ nisse erreicht werden.

Bergerzeugnisse

Zu viele gute Ideen stranden im Agrarbereich, in der Lebens­ mittelwirtschaft, oder meist genau dazwischen, und finden den Weg zur Marktreife nicht. Oft fehlt nur eine Kooperati­ on, ein Partner, ein anderer Zu­ gang, ein anderer Blickwinkel, der einem die Tür zur Weiter­ entwicklung öffnet.

Aber auch die Maßnahmen der GAP und Ländlichen Entwick­ lung zur Weiterentwicklung der Wertschöpfungskette ver­ folgen das Ziel, durch Koope­ ration mehr Innovation und da­ durch mehr Wertschöpfung zu erreichen. Die neue Maßnahme für neue Qualitätsregelungen setzt neben Bio, DAC und den Herkunftskennzeichnungen zusätzlich bei Bergerzeugnis­ sen von Fleisch und Milch so­ wie Honig an. Neue Formen der Zusammenarbeit von Er­ zeugergemeinschaften sollen neue Projekte generieren, und die Vernetzung von Landwirt­ schaft mit dem Gewerbe soll erreicht werden.

EU fördert Innovation

Kurze Ketten

Diesen Aspekten tragen eine Reihe von neuen Initiativen in der Ländlichen Entwicklung 2020 Rechnung, allen voran das neue Modell der Förderung von Europäischen Innovations­ partnerschaften in der Landund Forstwirtschaft (EIP). Das Ziel ist, diese Innovations­lücke zwischen Wissenschaft und Praxis zu schließen. Es sollen dabei sogenannte „Operatio­

Einen deutlichen Schwerpunkt setzt die neue Ländliche Ent­ wicklung bei kurzen Versor­ gungsketten mit maximal einer Stufe zwischen Landwirt und Konsument, sowie bei lokalen Märkten mit einer Distanz von maximal 200 Kilometern zum Bauernhof. Auch die Diver­ sifizierung hin zu nicht land­ wirtschaftlichen Tätigkeiten ist vorgesehen.  Robert Schöttel

Wenn Ideen stranden

17

Dahlien bieten reichlich Pollen für die Bienen und Hummeln Grienschgl (4)

Innovation ist mehr als nur eine neue Idee zu haben

Prachtkerze beliebt bei Schmetterlingen und Taubenschwänzchen

musch

Projekt-Förderung u Für die neue Maßnahme in der Ländlichen Entwicklung „Verarbeitung und Vermarktung landwirtschaftlicher Erzeugnisse“ ist seit dem 8. April 2014 eine sogenannte fristwahrende Einreichung möglich. Mit dieser Investitionsmaßnahme sollen effizientere Strukturen aufgebaut und innovative Projekte gezielt gefördert werden. u Die Investitionsgrenze für Kooperationen liegt zwischen 20.000

Schneeprinzessin zieht Bienen, Schmetterlinge und Schweb­ fliegen an

und 300.000 Euro (Anträge per EMail-Anfrage an markt@lk-stmk.at, Infos unter Tel. 0316/8050-1411). u Ab 300.000 Euro kann die „große“ Maßnahme beantragt werden. Antragsunterlagen stehen auf www.awsg.at zum Download. u Die Bearbeitung der Anträge wird jedoch erst nach Vorliegen von Richtlinien und Auswahlkriterien erfolgen. Mit einer Genehmigung ist nicht vor 2015 zu rechnen.

Wandelröschen locken mit ihrer Farbe Wildbienen und Schmetterlinge an Ins. LOIDL 68x40mm_Ins. LOIDL 68x40mm 22.04.14 09:25

„Wenn du ein totes Pferd reitest, steig ab“

MAIKIRTAG 2014

DO. 01. bis SO. 04. MAI

Innovationsmanager Michael Terler erklärt, was eine gute Idee ist und wann man aufgeben sollte

I

924 Fi/Ta -

auch die Fähigkeit, die Ideen Den Unterschied können die Kunden sehen auch mal gern o.R. „zum Fliegen zu bringen“.Sägerundholz Das Eigenschaften von Produkten über kleine Fehler hinweg. 2bStmk (ohne Ust.) bedeutet Umsetzungskompe­ oder Services machen, die sich Wann sollte man Ideen auftenz und keine Angst vor Miss­ der Kunde nicht erwartet hat. geben? erfolgen zu haben. Warum ist Begeisterung altes Sprichwort 0 97 so 98Terler:99Ein 2000 2001 2002 Wann ist eine Idee gut? wichtig? sagt: „Wenn du ein totes Jän 73,04 70,71 77,69 77,61 78,12 74,49Pferd 72,67 Terler: Wenn Sie bei Terler: steig75,94 ab.“ Wann erken­ Feb 72,31Begeisterung 70,86 77,69reitest, 77,61 74,13 73,00 Kunden Begeisterung führt zu Kundenzufrie­ ne ich aber, dass Ideen nicht März 68,68 70,93 76,96 77,61 75,94 73,40 74,50 erzeugen kann. Um sich denheit – Zufrieden­ erfolgversprechend sind? Oft April 67,22zu 71,73 74,85 72,67 75,00 von den Mitbewerbern heit führt Kunden­76,31kann77,76 man das alleine gar nicht Mai 66,86 71,58 76,16 77,76 75,58 75,00 zu unterscheiden, reicht bindung und damit zum erkennen. Deshalb ist72,31 es wich­ Juni 66,13 71,58 79,94 77,76 75,58 72,31 75,00 es oft nicht mehr aus, wirtschaftlichen Erfolg. tig, andere Personen in seine Juli 66,86 71,58 77,76 75,58 72,31 75,00 R. Musch die grundsätzlichen Er­ Kunden werden immer76,45Ideen einzuweihen. Aug 67,95und72,45 wartungen der Konsu­ FH-Profeskritischer können76,31 78,12 75,22 71,95 75,00 ungekürzte Interview auf menten zu erfüllen; das sor Michael im Internet nach­76,45 Das 78,49 Sept 69,04 viel 73,04 75,22 72,67 77,00 www.stmk.lko.at wird sowieso erwartet. Terler Okt forschen. 69,77 Begeisterte 75,36 76,89 78,85 75,00 72,67 77,00 Nov Dez Jahresdurchschnitt

70,13 70,42

76,89 77,54

77,11 77,11

79,00 78,85

74,49 74,49

72,67 72,67

77,00 76,00

Holzmarkt Preisabschläge und stockende Holzabfuhr Während die Erhebungen der Holzpreise für März noch konstante Werte ergaben, zeigt der Trend im 2. Quartal deutlich nach unten. Der Grund liegt in einer geringeren Nachfrage, einerseits durch Werksschließungen im Bereich der Säge- sowie Plattenindustrie, und andererseits durch Produktionsstörungen durch Kesselschäden in der Papierindustrie sowie durch den Stillstand eines der größten Biomassekraftwerke Österreichs. Daneben besteht ein Überangebot an Rundholz aufgrund der günstigen Erntebedingungen im Winter sowie der anfangs unterschätzten Schadholzmen-

gen in Slowenien. Der Abtransport des Holzes läuft momentan sehr langsam, da die Abnehmerwerke bestens versorgt sind und zusätzliche Aufnahmekapazitäten kaum noch vorhanden sind. Die Verhandlungen mit der Sägeindustrie bringen für das 2. Quartal Preisrückgänge von 2 bis 3 Euro bei der Fichte und 2 bis 5 Euro bei der Kiefer. Auch beim Industrieholz wird ab April ein Rückgang von 2 bis 3 Euro zu verzeichnen sein. Derzeit empfiehlt es sich, die Ernteaktivitäten auf die Schadholzaufarbeitung zu konzentrieren, um den Markt nicht weiter zu beanspruchen.

Einkaufsgarten Baumschule Gartengestaltung

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2003 2004 2005 73,00 68,00 70,00 72,00 68,00 70,00 72,00 69,00 70,00 70,00 69,00 70,00 69,00 69,00 70,00 um 1. April übernimmt die deutsche PaX AG mit 68,00 69,00 70,00 Sitz in Ingelheim das operative Fenster- und Tü67,00 68,50 70,00 rengeschäft von Stabil Fenster und Türen in 67,00 68,50 70,50 Gabersdorf. Das Unternehmen Stabil, das 1978 von der 67,00 Familie69,00 Schmidt70,50 gegründet wurde und seit 2000 zur 67,00 69,00 deutschen Haas 71,00 Gruppe gehörte, bleibt damit auch zu67,00 künftig69,50 bei einem71,00 familiengeführten Investor mit langfri67,00 72,00 Über die Details der Transaktistigen 70,00 Entwicklungszielen. on wurde Stillschweigen zwischen den Parteien 70,42

Stabil Fenster: Neuer Eigentümer Z

vereinbart. Stabil produziert am Standort Gabersdorf hochwertige Fenster- und Haustüren in PVC, Holz und Aluminium und vertreibt diese über den Fach- und Baustoffhandel vorwiegend auf dem österreichischen Markt sowie ins angrenzende Ausland. Mit der Übernahme von Stabil gewinnt die PaX AG nicht nur eine alteingesessene Traditionsmarke und eine starke Vertriebsorganisation in Österreich, sondern auch das exzellente MitarbeiterKnow-how und die Produktionskapazität vor Ort. Stabil beschäftigt aktuell 213 Mitarbeiter am Standort Gabersdorf, die auch allesamt von der neuen PaX Stabil GmbH www.stabil.at übernommen werden. 

Fi/Ta Sägerundholz (o. Rinde 2a+)

100

98

96 2014

2013

2012

94 Steiermarkwerte; Q: Statistik Austria 92 Jän

Feb

März April

Mai

Juni

Juli

Aug

Sept

Okt

Nov

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er Grieskirchner Heizkesselspezialist Fröling blickt auf ein ereignisreiches und vor allem erfolgreiches Jahr 2013 zurück. Das Familienunternehmen punktete mit zahlreichen Innovationen, die vom Markt hervorragend angenommen wurden. Breit aufgestellt – Fröling entwickelt und produziert Biomasseheizkessel von 7 – 1000 kW – kann nahezu jeder Bedarf gedeckt werden, vom Niedrigenergiehaus bis zu Industrie-, Hotellerie- und Gewerbebetrieben. In Summe stellte Fröling über 30.000 Einheiten her und konnte so einen Umsatz von über 160 Millionen Euro erzielen. Seit 2011 konnte der Pelletkessel-Absatz unter anderem in einigen Hauptmärkten, darunter beispielsweise Deutschland oder Frankreich zum Teil mehr als verdoppelt werden. Firmen Chef Dr. Ernst Hutterer zeigt sich durchaus zufrieden: “Wir sind mit unseren 650 engagierten MitarbeiterInnen und der hohen Produktqualität gut aufgestellt. Außerdem verfügen wir über ein flächendeckendes Vertriebs- und Kundendienstnetz und können auf unsere verlässlichen und erfolgreichen Partner zählen“. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist für Hutterer die hauseigene Entwicklung und Produktion am Stammsitz in Grieskirchen. „Ich glaube, dass wir eines der größten und effizientesten Entwicklungsteams beschäftigen. Daher ist es uns auch in den letzten Jahren gelungen, unsere bewährten Produkte zu optimieren und neue zu entwickeln“, so Hutterer.

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ine besondere Auszeichnung für das Unternehmen Pioneer: Ende März besuchte die US-amerikanische Botschafterin, Alexa Wesner, den Standort in Parndorf und gab damit einem der größten Arbeitgeber in der Region die Gelegenheit, deren Erfolgsgeschichte in Theorie und Praxis zu präsentieren. Die Botschafterin zeigt sich von der Entwicklung der Firma beeindruckt. Insbesondere die intensive Forschung zur Verbesserung des produzierten Saatguts interessierte die ausgebildete Biologin Wesner. Die Experten des Unternehmens gaben gemeinsam mit Prokurist Ing. Paul Brunner eine kurze Einführung in die einzelnen Bereiche, angefangen von der Saatgutproduktion, der Qualitätsfeststellung im Labor über die Züchtung und Forschung bis hin zum Vertrieb in Österreich.

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„I bin a Steirerin“

Organisatoren der Diskussionsabende zogen ­Bilanz

lumenkönigin Lena I. ist es, Blume und Ge­ müse des Jahres sind es auch: Echte Steirerinnen! Sie werden in der Steiermark gesät, aufgezogen und exklusiv bei den Blu­ menschmuck Gärt­ nern verkauft. Bella Stella

B

kk

Essen für den Müll Das Brot, das in Österreich jährlich weggewor­ fen wird, entspricht der Ernte der Getreidean­ bauflächen des ehemaligen Bezirkes Feldbach: 20.000 Hektar! Eine furchterregende Zahl, aber leider nicht die einzige ihrer Art. Darauf mach­ ten die Bezirkskammer Südoststeiermark, zu­ sammen mit der Bäuerinnenorganisation und dem Abfallwirtschaftsverband Radkersburg bei zehn Diskussionsabenden aufmerksam. Dabei zeigten sie den Film „Taste the Wa­ ste“, der die Probleme aufzeigte.

Die schönsten Tulpenbeete wurden gekürt kk

Tulpenfest

Lena I. strahlt mit Bella Stella und dem Gemüse des Jahres um die Wette

Der Frühling war den Edelsbachern heuer gnä­ dig. Die Tulpen blühten für die 4.500 Besucher in voller Pracht, die schönsten Tulpenbeete, ge­ staltet von verschiedenen Vereinen und Grup­ pen, wurden gekürt. Das schönste hatte der Mu­ sikverein, die Wollgenuss-Schafbäuerinnen das zweitschönste. Zugunsten der Extremsportler Manfred Putz und Thomas Frühwirth, die das härteste Radrennen der Welt, das Race Across America bestreiten, versteigerten die Edelsba­ cher einen Heuhasen. Die Jury in Singapur kostete 400 Weine, drei Medaillen gingen in die Steierwsa mark

Steirerwein Singapur Sieben Medaillen gab es für Österreich bei der internationalen Wine Challenge in Singapur, der wichtigsten Fachmesse Asiens. Das Wein­ gut Skoff Original bekam dreimal Bronze für „Sauvignon Blanc Obegg 2011“, „Chardon­ nay Royal 2011“ und „Morillon Grassnitzberg 2011“. Alle anderen Medaillen gingen ins Bur­ genland: einmal Gold, zweimal Silber und noch eine weitere Bronzene. Aus der ganzen Welt nahmen 400 Weine an der Blindverkostung durch eine internationale Jury teil.

Zwei ­Tage ­brauchte Markus Hillebrand mit seinem 15er Steyr nach Wien, um den ­ersten Grazer Krauthäuptel zu liefern

Arbeitsgemeinschaft der Meister ­zeichnete die sechs besten Absolventen der vergangenen zwei Jahre aus

Nicole Kraft

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Krauthäuptelfahrt an muss von einem Medienereignis spre­ chen: Die Fahrt von Markus Hillebrand, Sprecher der Grazer Krauthäuptelbau­ ern, blieb keinem verborgen. Fernsehen, Radio, Zeitungen, Social Media – alle berichteten. „Wir hätten uns nie gedacht, dass das so ein Selbstläufer wird. Die Leute und Medien sind auf uns zugekommen, nicht wir auf sie“, freut sich Hillebrand. Die Idee war, den ersten Grazer Krauthäuptel der Saison persönlich zum Steier­ markfrühling in Wien zu brin­ gen. Bis auf ein, zwei Ausset­ zer kurz vor Wien lief auch der

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Fischer, Melbinger

15er Steyr rund. „Vor dem Wechsel hatte ich schon Be­ denken.“ Zwei Stunden früher als geplant kam Hillebrand an, keiner rechnete mit dem SteyrTraktor, doch unbemerkt blieb er nicht. Skistar Klaus Kröll war der erste, der das Gespann begrüßte. Minister Andrä Rupp­rechter ließ es sich nicht nehmen, eine Runde mit dem Oldtimer zu drehen. Und all das im Zeichen des Grazer Krauthäuptels. Um 13 Uhr übergaben die Krauthäuptel­ bauern den mitgebrachten er­ sten Salat der Saison an Hau­ benkoch Christof Widakovich, der etwas Gutes zauberte.

Die besten Meister ie Besten der Besten wurden bei der Jahres­ hauptversammlung der Arbeitsgemeinschaft der MeisterInnen Steiermark ge­ ehrt. Die Rede ist von den sechs besten Meisterinnen und Mei­ stern der Abschlussjahrgänge 2013 und 2014, die insgesamt 160 neue Meister hervor brach­ ten. Diese sechs zeichneten sich durch ihre Leistungen und ihr Engagement in der Ausbil­ dung besonders aus. Obstbaumeisterin Karin Lafer aus Feldbach führt seit dem Vorjahr einen Obstbau­ betrieb mit Schwerpunkt Ap­ fel. Weinbaumeister Gabriel

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Der Jahrgang 2013 hat enorm viel Frucht und soll gut lagerfähig sein

Oswald aus Großklein arbei­ tet nicht nur am eigenen Wein­ baubetrieb, sondern auch beim Weingut Schmölzer. Landwirt­ schaftsmeister Harald Handler aus Unterlungitz hat einen Be­ trieb mit Legehennen, Mastge­ flügel und Schweinemast. Be­ triebs- und Haushaltsmeiste­ rin Anita Hauptmann aus Bad Waltersdorf ist in der Direkt­ vermarktung von Fleisch und Obst tätig. Bienenwirtschafts­ meister Markus Stabler aus Kammern will Haupterwerbs­ imker werden und Landwirt­ schaftsmeister Markus Lanz aus Nestelbach ist vielfach prä­ mierter Brot-Direktvermarkter.

Tiere helfen der ­Menschenseele

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Steirerwein daheim 2.600 Besucher begrüßten den neuen Jahrgang in Graz. Weinbaudirektor Werner Luttenberger beschreibt den neuen Wein: „Die klassisch ausgebauten Sorten präsentierten sich mit en­ orm viel Frucht und zeigten die typischen stei­ rischen Vorzüge.“ Landesrat Johann Seitinger und Kammerpräsident Franz Titschenbacher konnten dem nur zustimmen. Insgesamt schenk­ ten 119 Winzer 1.000 verschiedene Weine aus. Der Steirerwein soll heuer übrigens gut lagerfä­ hig sein – also Platz im Keller schaffen!

wird die Blume genannt, die heuer diese Ehre hat. Nikolaus Leitner, Obmann der Blumen­ schmuck Gärtner weiß ge­ naueres: „Bei der Balkonblume des Jahres 2014 „Bella Stella“ handelt es sich eigentlich um Calibrachoa. Optisch gleichen sie Petunien mit einem kom­ pakteren Wuchs und vielen, kleineren Blüten.“ Der Petunie gegenüber haben Calibrachoa den großen Vor­ teil, dass sie weniger regenund windempfindlich sind. Al­ lerdings haben sie einen hohen Nährstoffbedarf. Sie gibt es in vielen verschiedenen Farben. In nur einer Farbe ist das Ge­ müse des Jahres zu bekommen – eine Snackgurke. Sie hat ei­ ne dünne Schale und bei ei­ ner Fruchtlänge zwischen zehn und 18 Zentimetern auch noch keine Kerne. Sie braucht wind­ geschützte wärmere Standorte, einen humusreichen nährstoff­ reichen Boden und eine gleich­ mäßige Wasserversorgung.

Ob Pferd oder Ziege: Bauernhoftiere haben ein besonderes Gespür für Menschen

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Hoftiere sind Balsam für die Seele von behinderten Men­ schen. Acht Bäuerinnen und Bauern haben den Zertifikats­ lehrgang „Tiergestützte Päda­ gogik, Therapie und soziale Ar­ beit am Bauernhof“ erfolgreich absolviert. Aus den Händen von Lisl Leitner, LFI-Vorsit­ zende, und Projektleiterin Kor­ nelia Zipper erhielten sie die Ausbildungszertifikate. Moni­ ka Egger, Carina Hoisel, Karl Neubauer, Jasmin Pöltl, Ma­ nuela Rauch, Theresia Schölnast, Anna Strahlhofer und Katharina Anna Wicher.

Landwirtschaftliche Mitteilungen Nr. 9/2014  

Agrarische Fachzeitung der steirischen Kammer für Land- und Forstwirtschaft.

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