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Zementgebundene Holzspanplatten 4.1

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Lignatec Innenbekleidungen

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Figur 49: Anordnung der Befestigungsmittel

A

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Figur 50: Einfache Plattenbefestigung mit sichtbarer Fuge

Figur 51: Stossverbindung mit Nut und Feder verleimt

Figur 53: Randabstände in Funktion der Plattendicken

Duripanel

4.1.1 Produkt Duripanel ist eine zementgebundene Holzspanplatte. Sie besteht aus etwa 65 Vol.-% Holzspänen und etwa 35 Vol.-% mineralischen Bindemitteln, hauptsächlich Zement. Dabei übernehmen die Holzspäne eine armierende Funktion. Durch Imprägnierung mit Mineralsalzen und die Ummantelung mit Zement werden die Holzspäne widerstandsfähig gegen klimatische und biogene Einflüsse sowie gegen Feuer geschützt. Duripanel ist verrottungsbeständig und eignet sich daher auch für Anwendungen in Nasszellen. Infolge Schwindens und Quellens muss mit einer Längenänderung von ± 2 mm/m1 gerechnet werden. Das bedingt bei grösseren Flächen Dilatationsfugen. 4.1.2 Lieferprogramm • Format: 2600 x 1250 mm, 3100 x 1250 mm • Dicken: 7 bis 40 mm Rohdichte  Feuchtigkeitsgehalt ab Werk w Wärmeleitfähigkeit  Diffusionswiderstandszahl μ Brandkennziffer nach VKF Figur 52: Bauphysikalische Kennwerte

1250 kg/m3 9 % ± 3% 0,26 W/mK 23 6q.3

4.1.3 Anwendungen • Sichtbare Wand- und Deckenbekleidungen (Figur 54) • Brandschutzbekleidungen F 30 bis F 90 • Bekleidungen in Nasszellen • Aussteifungsplatten • Bodenverlegeplatten • Akustikplatten 4.1.4 Verarbeitung Duripanel kann man sägen, fräsen, bohren, schleifen und mit handelsüblichen Hartmetallwerkzeugen bearbeiten. Die Firma Eternit (Schweiz) AG verfügt über moderne Zuschnittanlagen und über ein CNCgesteuertes Bohr- und Fräscenter. Verschiedenste Bearbeitungsaufträge und Zuschnitte werden kundenspezifisch erledigt.

Plattendicken

Figur 54: Grossflächige Deckenbekleidung

4.1.5 Montage und Befestigung Für eine fachgerechte Montage ist eine plane, solide und trockene Unterlage erforderlich (z. B. Lattenrost oder Holzrahmen). Die Platten sind vorzubohren und können mit Holz- oder Spanplattenschrauben, Schnellschrauben oder Holzbauschrauben befestigt werden (Abstände gemäss Figur 49 und 53). Es empfiehlt sich, rostfreie oder gegen Rost geschützte Befestigungsmittel zu wählen. Das Bohrloch ist etwa 1,5 mm grösser zu wählen als der Schraubenschaft. Verdeckte Befestigungen erfolgen mit einem Einhängesystem. Wichtig: Duripanelplatten dürfen nicht direkt mit keramischen Belägen belegt werden. Nur mit Trennlage, z. B. Wedi-Bauplatte verwenden. 4.1.6 Fugenausbildung Voraussetzungen für die fachgerechte Fugenausbildung sind eine einwandfreie Unterkonstruktion, die richtige Vorbehandlung sowie erprobte Dichtungsmittel (siehe Duripanel-Merkblätter). Hinterlegte offene Fugen sind etwa 7 bis 10 mm breit auszuführen. Die geschlossene Fugenausbildung erfolgt mit Nut und Feder oder mit Stufenfalz.

Randabstand A Maximale Befestigungsabstände Minimalabstand* Am Rand B* Im Feld C* 8–14 mm 30 mm 200–300 mm 400–500 mm 16–24 mm 30 mm 300–400 mm 500–600 mm über 24 mm 30 mm 400–500 mm 600–700 mm * Für aussteifende Konstruktionen sind die Randabstände um 50 % zu erhöhen.

Profile for Lignum

Innenbekleidungen  

Bei der Anwendung von Plattenmaterialien als Innenbekleidung geschehen häufig Fehler, oft in der Planung, vor allem aber bei der Verarbeitun...

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