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Konferenz

Magazin

Lateinamerika-Tag 2011 in Hamburg 17. Oktober: Lateinamerika und Deutschland – Partner im Umweltbereich 18. Oktober: Wirtschaftstag Chile


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Inhaltsverzeichnis/Índice

Grußworte / Saludos…………………………………………………………………………………………………………………………   4 Hamburg Umwelthauptstadt Europas… ………………………………………………………………………………………………… 26 Germany Trade & Invest: Lateinamerika investiert in Wasser- und Abfallwirtschaft… ……………………………………………………………………………… 28 Siemens Stiftung: Unternehmerisches Denken für gesellschaftliche Entwicklung… ………………………………………………………………………… 30 The Economist: Carbon footprints – Following the footprints… …………………………………………………………………………………………… 34 DEG: Kapital für Investitionen in den Klimaschutz………………………………………………………………………………………………… 40 Germany Trade & Invest: Uruguay glänzt mit Wachstum und Stabilität… …………………………………………………………………………………………… 44 Euler Hermes: Exportkreditgarantien und Investitionsgarantien der Bundesrepublik Deutschland… ………………………………………………… 46 Germany Trade & Invest: Chile – Gegen internationale Turbulenzen gewappnet… ………………………………………………………………………………… 48 Deutsche Bank: Latin America and Germany: Environmental partners……………………………………………………………………………………… 50 Lateinamerika Verein: Latin America More Resilient… ……………………………………………………………………………………………………………… 54 Programm Konferenztag / Programa Día de Conferencia… ………………………………………………………………………… 56 Galadiner / Cena de Gala…………………………………………………………………………………………………………………… 61 Programm Wirtschaftstag Chile / Programa Día de Chile… ………………………………………………………………………… 62 Sponsoren / Patrocinadores………………………………………………………………………………………………………………… 68 Impressum / Pie de imprenta… …………………………………………………………………………………………………………… 69

Titelbild: © Botschaft der Republik Östlich des Uruguay in Berlin

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Grußwort des Vorsitzenden des Vorstandes des Lateinamerika Vereins e. V.

Bodo Liesenfeld

Meine sehr verehrten Damen und Herren, auch in diesem Jahr freue ich mich aufrichtig, Sie in Hamburg willkommen heißen zu dürfen. Hier wurde der Verein vor 95 Jahren gegründet, und von hier aus unterstützt er Unterneh­ men und Unternehmer in ganz Deutschland bei deren Inter­ essen in und an Lateinamerika. Hier wurde auch die Tradition des Lateinamerika-Tages ins Leben gerufen und hier findet der Lateinamerika-Tag jedes zweite Jahr statt. Hamburg ist nicht nur ein wichtiges Tor für den Export nach Lateinamerika und die umfangreichen Importe aus ­dieser Region. Viele Hamburger Handelshäuser, Logistik­ firmen und Industrieunternehmen verdeutlichen die engen wirtschaftlichen Verbindungen mit Lateinamerika. Mit dem ­Lateinamerika Verein verfügt Hamburg über einen ­bundesweit und branchenübergreifend aufgestellten Wirtschafts­verband. Die Hansestadt ist auch Sitz des 1962 vom ­Lateinamerika Verein gegründeten GIGA-Institut für ­Lateinamerika-Studien. Und zuletzt einigte sich im Januar 2011 der Rat der Hohen Beamten der EU und Lateinamerikas auf Hamburg als Sitz der neuen EU-Lateinamerika-Stiftung. Hamburg ist also ein anerkanntes Zentrum der Latein­ amerika-Kompetenz und damit ein geeigneter Ort für die Feier des Lateinamerika-Tages, der das bedeutendste, jähr­ lich in Deutschland stattfindende Ereignis der deutsch-la­ teinamerikanischen Wirtschaftsbeziehungen darstellt. Für den Lateinamerika Verein und seine Gäste ist es eine Ehre, dass der diesjährige Lateinamerika-Tag unter der Schirm­ herrschaft des Ersten Bürgermeisters der Freien und Hanse­ stadt Hamburg, Herrn Olaf Scholz, steht. Einmal mehr set­ zen wir die traditionell enge Zusammenarbeit mit der Handelskammer Hamburg fort, für deren freundschaftliche Unterstützung wir herzlich danken. Was wäre aber dieses Ereignis ohne die aktive Mitwirkung der vielen Unternehmen und Fachleute. Den Unternehmen, die die Ausrichtung des Lateinamerika-Tags in so großzügi­ ger Weise gefördert haben, gilt unser besonderer Dank. Ebenso dankbar sind wir den Referenten und Moderatoren aus Deutschland und Lateinamerika, deren tiefe Einblicke in das Wachstums- und Geschäftspotential der Region wir mit Spannung entgegensehen. Eine besondere Auszeichnung wird in diesem Jahr die Anwesenheit des Bundesministers für Wirtschaft und Technologie, Dr. Philipp Rösler, sein. Ganz ausdrücklich freuen wir uns auch, in diesem Jahr den Präsidenten der Republik Östlich des Uruguay, S.E. José Mujica, als Ehrengast und Hauptredner für das Galadiner

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begrüßen zu dürfen. Uruguay ist eine der ältesten und sta­ bilsten Demokratien Lateinamerikas, einer wesentlichen Vor­aussetzung für privatwirtschaftliche Aktivitäten. Gemes­ sen an der relativ niedrigen Bevölkerungszahl strömen aus­ ländische Direktinvestitionen in Rekordhöhe ins Land. Es gelang Uruguay, in relativ kurzer Zeit wettbewerbsfähige Zellstoff- und Kfz-Industrien aufzubauen. Die derzeitige Kri­ se der Industrieländer wird zwar nicht ohne Auswirkungen bleiben. In Uruguay gelten aber andere Maßstäbe als bei uns: Die Wachstumsprognose wurde verringert…. auf 7,2%! Die Erfolge bleiben nicht auf den Wirtschaftsbereich beschränkt. Bei der Südamerikanischen Fußballmeister­ schaft 2011 gewann Uruguays Mannschaft souverän zum 15. Mal den Meistertitel. Die Lateinamerika-Konferenz am 17. Oktober widmet sich den Technologien und der Nachhaltigkeit im Umweltbe­ reich, sowie der immer wichtigeren Frage des Umweltma­ nagements in Megacities. Wir freuen uns in diesem Zusam­ menhang auf die Umweltministerin von Mexiko-Stadt, Frau Martha Delgado Peralta, deren Erfahrungsbericht berei­ chernd sein wird. Die Konferenz wird Plattform für die Ent­ wicklung von Partnerschaften im Umweltbereich zwischen Lateinamerika und Deutschland sein. Im Übrigen gibt es auch hier einen Bezug zu Hamburg, das in diesem Jahr Um­ welthauptstadt Europas ist. Im Mittelpunkt der Länder-Konferenz am Folgetag, dem 18. Oktober, stehen die Technologie-Kooperation sowie Chancen für deutsche Aktivitäten im Energie- und Umwelt­ sektor Chiles. Mit der liberalsten Volkswirtschaft und dem niedrigsten Importzollniveau Lateinamerikas bleibt dieses Land für deutsche Unternehmen ein beliebtes Geschäftsziel. Trotz der derzeitigen Turbulenzen in der Weltwirtschaft erwarten wir, dass Lateinamerika 2011 das prognostizierte BIP-Wachstum von rund 4% erreicht. Grund ist das gute Abschneiden im 1. Halbjahr, der stark gewachsene Binnen­ markt und eine gestiegene Resistenz gegenüber externen Verwerfungen. Als eine der zentralen Networking-Aktivitä­ ten des Lateinamerika-Vereins soll der Lateinamerika-Tag dazu beitragen, Geschäftschancen in Lateinamerika zu er­ kennen und zu nutzen sowie Kontakte unter Mitgliedern und Freunden aus beiden Regionen herzustellen und zu vertiefen. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen, den Teilnehmern des Lateinamerika-Tags 2011, viele gute Anregungen, interes­ sante Begegnungen und konkrete Geschäftskontakte. Herzlichst Ihr

Bodo Liesenfeld


herrenknechT AG | uTILITy TunneLLInG | TrAFFIc TunneLLInG

DOMInIcAn rePuBLIc

FuLL rA n G e Tu n n e LLI n G SO LuTI On I n The cA r I BB eAn . The Dominican Republic is attempting to reduce its dependency on oil. Therefore, the Palomino Hydropower plant is being built in the southwest of the island state. From the end of 2011, the plant is expected to feed around 80 megawatts into the Dominican electricity network; then it will no longer be necessary to import 400,000 barrels of oil every year. Since August 2009, the Herrenknecht Double Shield TBM S-494 (Ă˜ 4,500mm) has been working its way through complex hard rock formations with overburdens of up to 525 meters. After a steep learning curve, the construction site team achieved weekly top performances of up to 280 meters. To achieve these outstanding values, the construction company Odebrecht relied on integrated solutions of the Herrenknecht Group: construction site services from UTS, highly-precise mould systems from Formwork, rail-bound transport systems from MSD and navigation technology from VMT. The tunnelling specialists together with the project’s representatives celebrated the successfull breakthrough on April 8, 2011. DOMInIcAn rePuBLIc P ROJEcT DATA

cONTRAcTOR

S-494 Double Shield TBM Diameter: 4,500mm Installed power: 1,400kW Tunnel length: 12,436m Geology: marl, sandstone, limestone

Construtora Norberto Odebrecht S.A.

Herrenknecht AG D-77963 Schwanau Phone + 49 7824 302-0 Fax + 49 7824 3403 marketing@herrenknecht.com www.herrenknecht.com


Grußwort des Präses der Handelskammer Hamburg

Name oderMelsheimer Fritz-Horst Überschrift

Meine sehr verehrten Damen und Herren, die Staaten Lateinamerikas und der Karibik haben im Laufe nur eines Jahres die Auswirkun­gen der schweren, von au­ ßen verursachten Wirtschaftskrise des Jahres 2009 über­ wunden. Die Region steht heute dank eines Wirtschafts­ wachstums von sechs Prozent in 2010 mehr denn je mit gestärktem Selbstbewusstsein auf der internationalen Büh­ ne. Ernstzunehmende Prognosen sagen voraus, dass der südamerikanische Staatenbund Mercosur schon in naher Zukunft zum bedeutendsten Nahrungsmittellieferanten der Welt werden wird. Wer sich rechtzeitig etabliert, wird an diesem Wachstum teilnehmen. Dieses gilt insbeson­dere für die deutsche Wirt­ schaft, denn die große Sympathie für Deutschland und deutsche Produkte ist bei jeder Reise in diesen faszinieren­ den Teil der Welt deutlich spürbar. Aber nicht nur als Han­ delspartner ist Lateinamerika für uns interessant: Deutsche Unternehmen bilden bereits heute die drittgrößte Gruppe ausländischer Investoren der Region. Die Hamburger Wirtschaft, seit weit über 100 Jahren aufs engste mit der Region verbunden, hat die beachtlichen Chancen in Lateinamerika sehr wohl wahrgenommen und darauf rea­giert. Ich freue mich deshalb besonders, Sie im Namen der Handelskammer Hamburg und unserer 163.000 Mitgliedsunternehmen gemeinsam mit unserem langjährigen Partner LAV zu unserem gemeinsamen Latein­ amerika-Tag 2011 hier in Hamburg begrüßen zu können! Unser Außenwirtschafts- und Lateinamerika-Kompetenz­ zentrum Hamburg wird dank Ihrer Teilnahme einmal mehr der Treffpunkt der deutschen Lateinamerikawirtschaft.

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Unsere Handelskammer Hamburg lädt nun schon zum vierten Mal als gleichberechtigter Partner des Lateinamerika Vereins LAV zu dieser herausragenden Konferenz ein. Ich freue mich über das erneut sehr große Teilnehmerinteresse von mehreren Hundert Entscheidern aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Diplomatie, wobei eine Zusage in beson­ derer Weise die Bedeutung des LAT für das Geschäft zwi­ schen Lateinamerika und Europa unter­streicht: Wir erwar­ ten den Präsidenten der Republik Östlich des Uruguay, S.E. José Mujica, als unseren Ehrengast, worüber wir alle uns sehr freuen. Ich wünsche allen Teilnehmern und Sprechern aus Latein­ amerika, aus der Karibik und aus Deutschland besonders in­ formative und erkenntnisreiche Tage beim LAT 2011. Ihr

Fritz-Horst Melsheimer Präses der Handelskammer Hamburg


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Grußwort des Ersten Bürgermeisters der Freien und Hansestadt Hamburg

Olaf Scholz

Hamburg führt in diesem Jahr den Titel „European Green Capital 2011“ und es passt deshalb hervorragend, dass auch der Lateinamerika-Tag diesmal einen Schwerpunkt im Bereich der Ökologie gewählt hat. Hamburg ist nicht nur die größte Industriestadt Deutschlands, die Hansestadt en­ gagiert sich auch – wie die Anerkennung durch die Kom­ mission der Europäischen Union belegt – in besonderer Weise für den Umweltschutz. Unter dem Motto „Klimaentwicklung verstehen – Klima­ wandel mindern – Klimafolgen bewältigen“ verfolgt die Stadt einen integrativen Ansatz, der viele Bereiche des ge­ sellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Handelns einbezieht. Innovative Förderprogramme für Wirtschaftsun­ ternehmen unterstreichen Hamburgs Ruf als Modellregion für Umweltschutz. Dabei beweist Hamburg mit vielen Pro­ jekten auf den Feldern Klimaschutz, Förderung erneuerba­ rer Energien und Nachhaltigkeit, dass Wirtschaftswachstum und Umweltschutz nicht unvereinbar miteinander sind, sondern dass die Entwicklung neuer Technologien im Um­ weltschutz ein wichtiger Wachstumsfaktor sein kann. Hamburg und Lateinamerika sind nicht nur historisch eng verbunden. Diese Verbindung begann Anfang des 17. Jahr­ hunderts und entwickelt sich bis heute positiv weiter. So freut es mich besonders, dass die EU-Lateinamerika/KaribikStiftung ihren Sitz in Hamburg haben wird. Die Stiftung wird als Katalysator für gemeinsame Strategien und ge­ meinsames Handeln dienen und die Partnerschaft zwischen Europa, Lateinamerika und der Karibik auf allen Ebenen in­ tensivieren. Der Lateinamerika Verein war bei dieser erfolg­ reichen Bewerbung Hamburgs ein wichtiger Partner. Hamburg unterstützt die Bundesregierung bei ihrem Be­ streben, ein Freihandelsabkommen zwischen Mercosur und der Europäischen Union voranzubringen. Wirtschaftlich

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wächst die Bedeutung Lateinamerikas für den Hamburger Hafen. Der Güterumschlag mit der Region hat sich in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt. Den engen Verbindungen tragen auch die Reedereien Rechnung. So hat die chilenische CSAV ihr Regional Office für Europa, Skandinavien und die Mittelmeerregion in Hamburg. Der Lateinamerika-Tag 2011 wird weitere zukunftsweisen­ de Anregungen zur Intensivierung der Zusammenarbeit ge­ ben. Ich wünsche allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen interessanten Tag und einen angenehmen Aufenthalt in Hamburg.

Erster Bürgermeister Olaf Scholz


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Grußwort des Bundesministers für Wirtschaft und Technologie

Dr. Philipp Rösler

In zeitlicher Nähe zum Kolumbus-Tag, dem 12. Oktober, richtet der Lateinamerika Verein jedes Jahr den Lateinameri­ ka-Tag aus. Während 1492 alles im Zeichen der Eroberung stand, geht es heute um Zusammenarbeit und Partnerschaft. Die Wirtschaftsbeziehungen zur Region Lateinamerika ha­ ben sich in den letzten 100 Jahren zu einer Erfolgsgeschich­ te entwickelt – und zwar in beide Richtungen. Made in Ger­ many hat einen guten Ruf von Mexiko bis Kap Hoorn. Umgekehrt ist Lateinamerika ein wichtiger Lieferant für deutsche Unternehmen und Konsumenten. Beispiele sind der Automobilsektor sowie der große Reichtum vor allem an mineralischen Rohstoffen. Und die besondere Wert­ schätzung der Deutschen für hochwertigen Kaffee bleibt unverändert groß. Erfreulich ist die neue Dynamik, die wir seit einigen Jahren in unseren Wirtschaftsbeziehungen verbuchen können. La­ teinamerika ist stärker denn je in den Weltmarkt integriert und nimmt seine politische Verantwortung für die Entwick­ lung der Weltwirtschaft wahr. Chile und Mexiko sind Mit­ glieder der OECD, Mexiko, Brasilien und Argentinien vertre­ ten die Interessen des Subkontinents im Rahmen der G20. Einen neuen Impuls erhoffen wir uns von der engeren Zu­ sammenarbeit der EU mit den Ländern Lateinamerikas. Mit Mexiko und Chile sowie den Ländern der Karibik bestehen schon seit Jahren Freihandelsvereinbarungen. Wir erwarten noch in diesem Jahr die Unterzeichung der Abkommen mit

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Zentralamerika sowie Kolumbien und Peru. Und hoffentlich gelingt es, auch bald die Verhandlungen der EU mit dem Mercosur abzuschließen. Hauptakteur der wirtschaftlichen Zusammenarbeit ist der Privatsektor. Von zentraler Bedeutung ist, dass dabei eine ausreichend große Zahl von mittelständischen Unterneh­ men beteiligt ist. Unter ihnen sind viele sogenannten Hidden Champions, also Marktführer in ihrer Branche. Mit diesem Pfund müs­ sen wir bei zunehmender Konkurrenz auf den Weltmärkten noch mehr wuchern. Auch bei dem Schwerpunktthema des Lateinamerika-Tages 2011, dem Umweltschutz, kann die deutsche Wirtschaft mit großer Expertise aufwarten. Ich wünsche allen Teilnehmern am Lateinamerika-Tag 2011 informative und erfolgreiche Konferenztage in Hamburg. Ihr

Philipp Rösler Bundesminister für Wirtschaft und Technologie


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Saludo del Ministro Federal de Economía y Tecnología

Dr. Philipp Rösler

Según se acerca el día 12 de octubre, Día de Cristóbal Co­ lón, la Asociación empresarial para América Latina celebra cada año el Día de América Latina. Mientras que en 1492 todo quedó caracterizado por el impacto de la conquista, hoy en día nos une la idea de cooperar y trabajar juntos para conseguir objetivos comunes. Las relaciones económicas de Alemania con los países de la región latinoamericana se han desarrollado a lo largo de los últimos 100 años de forma muy exitosa – en ambas di­ recciones. El “Hecho en Alemania” („made in Germany“) cuenta con una buena reputación desde México hasta Cabo de Hornos. Por otro lado, la región de América Latina es un suministrador muy importante para las empresas y consumidores alemanes. Se pueden citar como ejemplos el sector automovilístico y las grandes riquezas de materias primas minerales. Además, los alemanes seguimos siendo grandes aficionados al café de alta calidad que nos llega de América Latina. Resulta muy positivo, además el nuevo dinamismo que se percibe desde hace algunos años en nuestras relaciones económicas. Más que nunca, América Latina está fuerte­ mente integrada en los mercados mundiales y asume sus responsabilidades políticas para el desarrollo de la eco­ nomía mundial. Chile y México son miembros de la OCDE, México, Brasil y Argentina representan los intereses de América Latina en el marco del G20.

Confiamos firmemente en que la estrecha cooperación entre la UE y América Latina genere nuevos impulsos. Des­ de hace muchos años existen los acuerdos de libre comer­ cio con México, Chile y los países del Caribe. En el año en curso esperamos que se firmen los acuerdos correspondien­ tes con América Central así como con Colombia y Perú. Y ojalá consigamos además pronto concluir las negociaciones entre la UE y el Mercosur. El protagonista de la cooperación económica es el sector privado. Resulta muy importante que esté involucrado en es­ tas actividades un mayor número de pequeñas y medianas empresas. Entre ellas figuran muchas de las así llamadas „hidden champions“, o sea Pymes que son líderes en sus res­ pectivos sectores. Con estas empresas tenemos que ponten­ ciar nuestras ventajas para enfrentarnos a la creciente com­ petencia en los mercados mundiales. Con respecto al tema principal del Día de América Latina 2011, la protección me­ dioambiental, las empresas alemanas tienen muchas cosas que ofrecer y disponen de gran experiencia en el campo. Deseo a todos los participantes unas jornadas informati­ vas y exitosas en el marco del Día de América Latina que ce­ lebramos aquí en la ciudad de Hamburgo. Les saludo a ustedes con las expresiones de mi mayor consi­ deración

Philipp Rösler Ministro Federal de Economía y Tecnología

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Mensagem de saudação do Ministro Federal da Economia e Tecnologia

Dr. Philipp Rösler

Por volta do dia 12 de outubro – o „Columbus Day“ – a Associação Empresarial para América Latina organiza, todos os anos, o Dia da América Latina. Enquanto no ano de 1492 tudo esteve sob o signo da conquista, atualmente o que conta são a cooperação e a parceria. As relações econômicas com a região América Latina des­ envolveram-se, nos últimos 100 anos, a ponto de serem uma história de sucesso – e isso em ambas as direções. O „made in Germany“ goza de boa reputação do México até o Cabo Horn. Em sentido inverso, a América Latina é um importante fornecedor para as empresas e os consumidores alemães. Podemos citar como exemplos o setor automobilí­ stico bem como a grande riqueza sobretudo em matériasprimas de origem mineral. E os alemães continuam a man­ ter inalterado o seu gosto apurado por um café de alta qualidade. Motivo de regozijo é a nova dinâmica que podemos regi­ strar, há alguns anos, nas nossas relações econômicas. A América Latina está integrada, mais do que nunca, no merca­ do mundial e assume sua responsabilidade política pelo de­ senvolvimento da economia mundial. O Chile e o México são membros da OCDE; o México, o Brasil e a Argentina represen­ tam os interesses do subcontinente no quadro do G20. Esperamos que uma cooperação mais estreita entre a UE e os países da América Latina dê novos impulsos. Há anos já existem acordos de livre comércio com o México e o Chile

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bem como os países do Caribe. Esperamos que ainda este ano sejam firmados os acordos com a América Central, a Colômbia e o Peru. E oxalá também seja possível encerrar, em breve, as negociações da UE com o Mercosul. O ator principal da cooperação econômica é o setor pri­ vado. É de capital importância que um número suficiente­ mente grande de empresas médias participe desta coope­ ração. Fazem parte dessas empresas muitos dos assim chamados „hidden champions“, isto é, os líderes de merca­ do no respectivo ramo de atividade. Considerando a cre­ scente concorrência nos mercados mundiais, é desta vanta­ gem que ainda precisamos tirar maior proveito. Também o tema central do Dia da América Latina 2011, a proteção ambiental, poderá contar com a grande peritagem do setor econômico alemão. Desejo a todos os participantes do Dia da América Latina 2011 dias de conferência informativos e bem sucedidos em Hamburgo.

Philipp Rösler Ministro Federal da Economia e Tecnologia


Mensaje del Presidente de la República Oriental del Uruguay

S.E. José Alberto Mujica Cordano

Al saludar a los participantes del Día de América Latina que anualmente organiza la Lateinamerika Verein -una instituci­ ón que desde hace más de 60 años viene promoviendo los vínculos de Alemania con nuestra región- deseo expresar mi profunda satisfacción y agradecimiento por haber sido invitado este año como su huésped de honor. La República Oriental del Uruguay, fiel a su tradición y compromiso con el medio ambiente y el desarrollo sosteni­ ble, ratificó la Convención Marco de las Naciones Unidas sobre el Cambio Climático y el Protocolo de Kyoto en los años 1994 y 2000, respectivamente. Desde 1994 es la Unidad de Cambio Climático dependien­ te de la Dirección Nacional de Medio Ambiente del Ministe­ rio de Vivienda, Ordenamiento Territorial y Medio Ambiente, la entidad operativa responsable de atender los compromi­ sos de la Convención, coordinando con los restantes Ministe­ rios, la sociedad civil y los sectores privado y académico. Nuestro país tradicionalmente se ha destacado y es reco­ nocido por la comunidad internacional en relación a la pre­ paración y presentación de sus Comunicaciones Naciona­ les, resultado del compromiso mantenido durante 15 años de trabajo constante. Actualmente Uruguay se encuentra en proceso de elaboración de su cuarta Comunicación. Reforzando lo anterior, en marzo de 2009, desde la Presi­ dencia de la República, se incluyó el tema cambio climático como una prioridad en la agenda política nacional, subra­ yando la necesidad de desarrollar e implementar políticas de Estado en esta materia, consensuadas entre los diferen­ tes actores involucrados. En tal sentido, se creó el Sistema Nacional de Respuesta al Cambio Climático, encargado de la coordinación de todas las acciones nacionales relaciona­ das al tema, habiendo elaborado durante su primer año de trabajo un Plan Nacional de Respuesta al Cambio Climático.

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Buscar la forma de involucrar y comprometer al sector pri­ vado en invertir en tecnologías para la adaptación y mitiga­ ción del cambio climático, es parte importante del desafío que enfrentan los países latinoamericanos para permitir en­ caminar la adopción de un patrón de desarrollo con baja in­ tensidad de carbono. También es fundamental que los países desarrollados, que cuentan con tecnologías avanzadas para hacer frente al cambio climático, favorezcan su transferencia a los países en desarrollo. Precisamente en Uruguay, el escenario de crecimiento económico de los últimos años nos plantea el desafío de continuar creciendo en forma sostenible y ambientalmente amigable, siendo un objetivo central de nuestra gestión, tanto la mejora de la calidad de vida de la población y la equidad social, como la preservación de los recursos natu­ rales y la vigilancia de los riesgos ambientales. La definición de “Uruguay, país natural” implica una rela­ ción de la población y de los sistemas productivos de carác­ ter armónico con la naturaleza. No obstante lo cual, Uru­ guay también es un país vulnerable a los efectos adversos provocados por el cambio climático y la variabilidad climática. Es impactado – cada vez con mayor frecuencia – por eventos extremos tales como las sequías, inundaciones o tormentas severas, que afectan en particular el desarrollo de uno de los principales sectores de nuestra economía, el agropecuario. En consecuencia, se están realizando los mayores esfuer­ zos para atender los crecientes costos que requiere la adap­ tación a una nueva realidad, ya sea por la prevención o por las consecuencias de esos eventos extremos. Por consi­ guiente, hemos definido como prioridad la adaptación al cambio y la variabilidad climática.


Además del énfasis en las medidas de adaptación, en for­ ma unilateral, Uruguay ha venido adoptando voluntaria­ mente medidas de mitigación como forma de contribuir a la reducción de la emisión de gases de efecto invernadero, aún cuando la relación entre las emisiones y el secuestro de carbono es prácticamente equilibrada y consecuentemente el valor absoluto de las emisiones es irrelevante en el escenario mundial. En este sentido, el Gobierno Nacional ha decidido traba­ jar fuertemente en la modificación de la matriz energética, teniendo como meta para el 2015 alcanzar el 50 % de par­ ticipación de fuentes de generación de energías renovables (eólica, biomasa, solar). En nuestro país la generación de energía eléctrica por plantas nucleares está prohibida por ley desde hace ya casi diez años. Recientemente la revista “Neue Energie”, resalta las per­ spectivas y el potencial que ofrece el Uruguay como base para el desarrollo de las energías renovables, destacando en particular el hecho de que si se explotaran los recursos que ofrecen el viento, el sol y la biomasa, el país se consolidaría como ejemplo para el continente. Las amplias posibilidades

para el desarrollo energético sustentable en Uruguay, fue­ ron asimismo destacadas por el diario alemán “Handels­ blatt”, que se refirió a Uruguay como “la nueva perla del occidente” en materia de energías renovables y desarrollo sustentable. En conclusión, puedo afirmar que el compromiso con la protección del medio ambiente y con la lucha contra el cambio climático es política de Estado y forma parte de ­nuestra estrategia nacional para el desarrollo sostenible y en defensa de los derechos de los más pobres y vulnerables de nuestra población.

José Mujica Presidente de la República Oriental del Uruguay

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Grußwort des Botschafters der Republik Chile in Deutschland

S.E. Jorge O’Ryan Schütz

Deutschland und Chile als Partner im 21. Jahrhundert Dank seines offenen und stabilen Wirtschaftssystems und eines Wachstums von 5,2 % im Jahr 2010 stand Chile bezo­ gen auf seine Wettbewerbsfähigkeit auf dem ersten Platz in Lateinamerika und der Karibik. Dies zeigt der jüngste Be­ richt über die Weltweite Wettbewerbsfähigkeit, der vom Schweizer Institute for Management Development (IMD) veröffentlich wurde. Die bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und Chile haben eine lange und erfolgreiche Geschichte, die fast zeitgleich mit der Unabhängigkeit unseres Landes be­ gann. Gegen 1850 setzte der Prozess der deutschen Kolo­ nialisierung ein, der wirtschaftliche, soziale und kulturelle Auswirkungen und Einflüsse nach sich zog, die sich auch heute noch in bestimmten Regionen sowie verschiedenen nationalen Institutionen Chiles erkennen lassen. Das gilt ins­ besondere für die 22 Deutschen Schulen, die es im gesam­ ten Land gibt. Deutschland und Chile sind sich des Wertes dieser beson­ deren Beziehungen durch die Jahre stets bewusst gewesen. Beide Länder haben im Wechsel der Zeiten immer neue Ideen und Möglichkeiten des Austausches erschlossen, die sich auch im heutigen guten Verhältnis zueinander wider­ spiegelt. So misst die Regierung von Staatspräsident ­Sebastián Piñera den engen Beziehungen zu Deutschland ebenfalls hohe Priorität bei, für deren Gestaltung Koopera­ tion und Innovation zu beiderseitigem Nutzen zentrale Ele­ mente sind. Vor diesem Hintergrund kam der chilenische Staatspräsi­ dent, begleitet vom chilenischen Außenminister Alfredo Moreno, weiteren Ministern, Abgeordneten, Vertretern von Unternehmen sowie des staatlichen Exportförderungsbüros ProChile bereits im Oktober 2010 zu einem offiziellen Be­ such nach Berlin – zu einer Zeit, als Chile gerade die Fei­ erlichkeiten anlässlich seiner 200jährigen Unabgängigkeit beging. Einen wesentlichen Bestandteil der bilateralen Beziehun­ gen zwischen Deutschland und Chile stellt die Zusammen­ arbeit im wissenschaftlich-akademischen Bereich dar. Hier seien besonders das Exzellenzzentrum in Forschung und Lehre der Universität Heidelberg in Santiago sowie das erste Fraunhofer Institut für angewandte Forschung in Latein­

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amerika, das Anfang September in Chile eröffnet wurde, ­erwähnt. Das Institut soll künftig zur Förderung der For­ schung und wissenschaftlichen Innovation unter anderem auf den Gebieten der erneuerbaren Energien, der Agro-­ Industrie und der Aquakultur beitragen. Chile ist für Deutschland und deutsche Unternehmen ein sicherer Partner und eine stabile Ausgangsbasis für Investi­ tionen, die gute Möglichkeiten bietet, die wirtschaftlichen Verbindungen in andere Länder des Kontinentes auszu­ weiten. Dies belegt auch die Einschätzung der Economist Intelligence Unit (EIU), die Chile als besten Ausgangspunkt für Handel und Investitionen in Südamerika einstuft. So er­ schließt das Netzwerk der 21 Freihandels­abkommen und Handelsvereinbarungen, die Chile mit 58 weiteren Ländern unterhält, den Zugang zu einem Markt von mehr als 4,1 Milliarden Menschen und ermöglicht Chile eine Brücken­ funktion zwischen Amerika, Europa und Asien. Deutschland stellt einen bevorzugten Markt für Chile dar. Um die Handelsbeziehungen zwischen beiden Ländern zu stärken, hat die chilenische Wirtschafsförderungsagentur ProChile Niederlassungen in drei wichtigen deutschen Städten eingerichtet (Hamburg, Berlin und jüngst München). Der Anteil Deutschlands am Handelsaustausch Chiles mit der Europäischen Union lag im Jahr 2010 bei 18 % und die chilenischen Exporte nach Deutschland sind seit Inkrafttreten des Assoziierungsabkommens mit der EU im Jahr 2003 stetig angestiegen, so dass Deutschland mittler­ weile der wichtigste Handelspartner Chiles innerhalb der EU ist. Dieser Entwicklung wurde von der chilenischen Regier­ ung auch mit der jüngsten Einrichtung einer Niederlassung der Produktionsförderungsagentur CORFO in Hamburg ­Rechnung getragen. Neben dem Büro in Madrid ist dies die einzige Vertretung von CORFO in Europa. Die Ansiedlung und Vernetzung von innovativen deutschen Unternehmen in Chile wird nicht nur zur Vertiefung der wirtschaftlichen Beziehungen beitragen, sondern den Status unseres Landes als regional führenden Innovationsstandort weiter festigen. Das gleiche Ziel verfolgt die Einrichtung des Programms „Start-up Chile“, mit dem die Regierung einen weiteren An­ reiz zur Förderung von Ideen und Innovationspotenzial gibt, in dem sie jungen Unternehmen gute Startchancen und Entwicklungsmöglichkeiten in Chile bietet: Bis zum


Jahr 2014 soll die Ansiedlung von 1.000 High Potentials, jungen und innovativen Unternehmensgründern aus dem Ausland, durch Finanzierungshilfen in Höhe von 40.000 USDollar sowie der Bereitstellung von entsprechender Infra­ struktur und Netzwerken in Chile gefördert werden. Einen besonders wichtigen Investitionsbereich stellen die Erneuerbaren Energien und die Energieeffizienz in Chile dar. Dem Branchendienst Point Carbon zufolge ist Chile nach Indien und China Vorreiter in der Anwendung des Clean Development Mechanism (CDM). Die chilenische Regier­ ung hat über die entsprechenden Institutionen dazu aufge­ fordert, zukünftig mehr in diese Bereiche zu investieren. Ein Beispiel dafür ist die jüngst veröffentlichte Ausschreibung für Nutzungskonzessionen zum Ausbau des Geothermie­ sektors. Zudem wurde Chile im Jahr 2010 als 31. Mitgliedsstaat in die OECD aufgenommen und ist somit das erste südameri­ kanische Land in dieser Organisation, welche die fortschrit­ tlichsten Demokratien der Welt vereint. Für das Jahr 2011 erwartet die Wirtschaftskommission für Lateinamerika und Karibik (ECLAC) ein Wirtschaftswachstum von 6%, das Chile zum regionalen Vorreiter machen könnte.

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Wie die Zahlen belegen, liegen die Schlüssel zu diesem Er­ folg nicht zuletzt in einer stabilen makroökonomischen Poli­ tik, der engen Zusammenarbeit zwischen dem öffentlichen und dem privaten Sektor, transparenten Spielregeln, einem Staat, der den Handel erleichtert und deutlichen Verbesser­ ungen in der Wettbewerbsfähigkeit, sei es im Bereich der Infrastruktur, der Produktivität oder des Managements. All diese Faktoren ermöglichen uns, mit Optimismus in die Zukunft der chilenischen Wirtschaft zu blicken, die Un­ ternehmen dazu einzuladen, sich an den umfassenden Prozessen der Modernisierung zu beteiligen und dazu bei­ zutragen, dass Chile bis zum Ende des Jahrzehnts sein Ziel erreicht und den angestrebten Status eines Industrielandes erlangt. Ihr

Jorge O’Ryan Schütz Botschafter der Republik Chile in Deutschland


Grußwort der Präsidentin der Stiftung der Europäischen Union mit Lateinamerika und der Karibik

Dr. Benita Ferrero-Waldner

Es ist mir eine besondere Ehre und Freude, zum ersten Mal, in meiner Eigenschaft als 1. Präsidentin der neugegründe­ ten Stiftung der Europäischen Union mit Lateinamerika und der Karibik, „EU-LAC“, eingeladen zu sein, eine Grußbot­ schaft an den traditionellen „Lateinamerika-Tag“ des La­ teinamerika Vereines in Hamburg zu richten. Diese neue Stiftung, die während des letzten EU-LAC Gip­ fels in Madrid im Jahre 2010 beschlossen wurde und beim nächsten Gipfel der EU mit den LAC-Staaten in Santiago de Chile bereits ihre Existenz konkret zeigen soll, hat die Aufgabe, die Beziehungen politischer, wirtschaftlicher und kultureller Natur, die ich in meiner früheren Eigenschaft als EU-Kommissarin für Außenbeziehungen für die EU mit die­ sem Kontinent vorantreiben konnte, nunmehr auf der Ebene der Zivilgesellschaft, stark auszuweiten und sichtbar zu machen. Es ist mir ein Anliegen, zusammen mit dem derzeitigen peruanischen Botschafter Jorge Valdez, der seine neue Funk­tion ab 1. November 2011 in Hamburg als Exekutivdi­ rektor der Stiftung EU-LAC antreten wird, mit der europäi­ schen Privatwirtschaft im weitesten Sinne-, von den großen Unternehmen, die bereits über gute, diesbezügliche Ver­ bindungen verfügen, bis zu den Klein- und Mittelbetrieben, den großen Service-Leistern, wie Banken und Versicherun­ gen, einem Netzwerk der Universitäten und Institutionen, aber auch NGOs’ die Zusammenarbeit zwischen den bei­ den Kontinenten auf allen Ebenen zu fördern und diese In­ tensivierung der Kontakte, die im Interesse beider Konti­ nente ist, visibel darzustellen. Für mich ist das jetzt der richtige Zeitpunkt, denn, um mit dem Präsidenten der BID, der „interamerikanischen Ent­ wick­lungsbank“ zu sprechen, ist unsere Dekade „die Deka­ de Lateinamerikas“. Das vom Lateinamerikatag 2011 gewählte Thema: „Latein­amerika und Deutschland – Partner im Umweltbe­ reich“ sehe ich als einen wesentlichen Aspekt der generel­ len Frage der Zusammenarbeit der EU mit Lateinamerika und der Karibik in diesem Sektor an. Denn tatsächlich ist die Frage des Umgangs mit unserer Umwelt eine der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Vielleicht ist nicht allen bekannt, dass Lateinamerika ei­ gentlich zu den saubersten Energieproduzenten der Welt gehört. Denn 65% der Elektrizität auf dem lateinamerika­

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nischen Kontinent stammen aus Wasserkraft, wobei aller­ dings aufgrund der Trockenheit der letzten Jahre die Kapa­ zität der großen Stauseen nicht mehr voll genützt werden konnte. Deshalb ist es wichtig, Alternativenergiequellen zu entwickeln und deren Anwendung zu unterstützen und vor­anzutreiben, um eine nachhaltige Energieversorgung auf dem gesamten lateinamerikanischen Territorium zu er­ möglichen. Neben Wasser, Erdgas und Biomasse ist vor allem die Nutzung von Solar- und Windenergie geplant. Hier haben sowohl Europa insgesamt und Deutschland im Besonderen eine herausragende Stellung durch eine Industrie, die hochstehende Technologien entwickelt hat und durch In­ novation zu Effizienz- aber auch zu Technologietransfer beiträgt. Ein konkretes, interessantes Beispiel dafür ist die so genannte „Flex-Fuel“-Technik, die es ermöglicht, Automo­ bile mit Benzin oder Ethanol oder einer Mischung der bei­ den zu betreiben, und die heute eine der erfolgreichsten Beispiele für Technologietransfers zwischen Deutschland und Brasilien darstellt. Darüber hinaus verfügt der lateinamerikanische Kontinent über die größten Wasser-Ressourcen der Welt und die größ­ ten zusammenhängenden Tropenwälder, womit das Ama­ zonasgebiet die „Lunge“ der Welt darstellt. Nächstes Jahr wird Rio de Janeiro Schauplatz der großen Klimakonferenz „Rio + 20“ sein, auf der, so hoffe ich, ein bindender, globaler Kompromiss für die Reduzierung der Treibhausgase durch alle Staaten der Welt gefunden wer­ den kann, wobei „burden-sharing“ zwischen der industriali­ sierten Welt und den Schwellen- und Entwicklungsländern sicher die wesentlichste Frage zur Suche eines Konsenses sein wird. Auch dabei wird Lateinamerika einen großen Stellungswert haben.

Dr. Benita Ferrero-Waldner Präsidentin Stiftung der Europäischen Union mit Lateinamerika und der Karibik


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Grußwort des Vorsitzenden der Lateinamerika-Initiative der deutschen Wirtschaft (LAI)

Dr. Reinhold Festge

Meine sehr verehrten Damen und Herren, die weiterhin positive Entwicklung in Lateinamerika ist Anlass, noch intensiver über diesen Kontinent zu reden und nachzu­ denken, wie wir uns stärker engagieren können. Als Vorsitzen­ der der LAI ist es mir besonders wichtig, den Mittelstand auf dem Weg in diese Zukunftsregion zu begleiten. Wir sind als Deutsche besonders eingeladen, dieses Potential zu heben. Dies haben die deutschen Wirtschaftstage in Chile und Bra­ silien, die im September stattgefunden haben auf eindrucks­ volle Weise unter Beweis gestellt. Wir alle wissen um die gewachsenen, engen kulturellen Verbindungen Deutschlands zu Lateinamerika. Viele Unter­ nehmen können auf eine über 100-jährige Tradition zurück­ blicken. Deutsche Unternehmen genießen ein hohes Anse­ hen und sind mit ihren Produkten und Dienstleistungen überaus erfolgreich. Wir gelten als verlässliche Partner. Bei den bilateralen Wirtschaftstagen standen die klein- und mit­ telständischen Unternehmen in vielen Diskussionen im Mit­ telpunkt. Dies sollte uns Ansporn genug sein, mit konkreten Maßnahmen gerade diese Unternehmer weiter zu begleiten, die für ihr Auslandsengagement nicht immer die ausreichen­ den Ressourcen haben. Die 2014 und 2016 bevorstehenden Sportveranstaltungen in Brasilien bieten Chancen und setzen Punkte, an denen wir uns in den nächsten Jahren orientieren. Neben der Fußball­ weltmeisterschaft und den Olympischen Spielen müssen wir aber auch die Möglichkeiten in Ländern wie Argentinien, Chi­ le, Peru, Kolumbien und Mexiko, den zentralamerikanischen Ländern und der Andenregion im Blick behalten. Lateinameri­ ka bietet in nahezu allen Ländern Chancen für deutsche Unter­ nehmen. Nach den jüngsten Zeichen aus Kuba könnten auch dort interessante Entwicklungen beginnen. Lateinamerika hat sich schnell erholt. Wir erleben momen­ tan das Jahrzehnt dieses Subkontinentes. Die steigenden Rohstoffpreise und die wachsenden Exporte beflügeln die wirtschaftliche Entwicklung in vielen Ländern Lateinamerikas. Der wachsende Binnenmarkt wirkt sich positiv auf die deut­

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schen Exporte aus. Dennoch: Wo Sonne ist, da ist auch Schatten. Die Länder Lateinamerikas haben mit einer zuneh­ menden Inflation und der Stärkung ihrer Währung zu kämp­ fen. Eine Erhöhung der Zinsen wird jedoch die Konjunktur bremsen. Neben der Inflation und der starken Währung wer­ den aber auch strukturelle Defizite deutlich. Die Länder La­ teinamerikas müssen ihre Produktivität erhöhen. Der Schlüssel dazu liegt in der Bildung – und hier liegt auch eine große Chance für unser Engagement in Südamerika. So hat die Lateinamerika-Initiative der Deutschen Wirtschaft im Mai diesen Jahres auf ihrer Regionaltagung in São Paulo be­ schlossen, die nächste Lateinamerika-Konferenz der Deut­ schen Wirtschaft, die vom 18. – 20. April 2012 in Berlin statt­ finden wird, unter die Themenschwerpunkte Bildung und Innovation sowie Energie und Rohstoffe zu stellen. Denn ne­ ben den infrastrukturellen Defiziten fehlen in einigen Regio­ nen schon jetzt Fachkräfte. Hier können wir mit einem Ange­ bot, das auf Kooperation ausgerichtet ist sowohl für die Länder in Lateinamerika als auch für Deutschland einen wert­ vollen Beitrag leisten. Die wirtschaftliche Entwicklung ist be­ eindruckend. Brasilien wird 2011 um 4% wachsen und auch kleinere Länder wie Uruguay und Paraguay wachsen weit stärker als die Weltwirtschaft. Es darf an der positiven Ent­ wicklung und dem riesigen Potenzial keinen Zweifel geben. Partnerschaft und Kooperation stehen dabei im Mittel­ punkt. Von diesem Gedanken ist auch die Arbeit der Latein­ amerika-Initiative der Deutschen Wirtschaft geprägt. So or­ ganisieren wir zum Beispiel mit der KFW Bankengruppe am 30. November 2011 eine Konferenz in Berlin, um den Mittel­ stand über konkrete Instrumente der Finanzierung im Aus­ landsgeschäft zu informieren. Ich bin davon überzeugt, dass das Miteinander für eine er­ folgreiche wirtschaftliche Entwicklung im Vordergund steht. Nicht B to B, sondern P to P. Von Person zu Person, dies ist gerade für mittelständische Unternehmer das Erfolgsrezept. In diesem Sinn sind Begegnungen in einem vertrauensvollen Umfeld so wichtig und ich weiß, dass der Lateinamerika-Tag 2011 eben ein solches bietet. Ich wünsche dem Lateinameri­ ka Verein und Ihnen Erfolg und viele wertvolle Gespräche. Dr. Reinhold Festge Vorsitzender der Lateinamerika-Initiative der Deutschen Wirtschaft (LAI)


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Umwelthauptstadt

Hamburg Umwelthauptstadt Europas

Hamburg ist Umwelthauptstadt Europas 2011. Die Auszeichnung verleiht die Europäische Kommission an Metropolen, die den Umweltschutz vorbildlich vorantreiben. Hamburg trägt 2011 als zweite Stadt nach Stockholm den Titel als Umwelthauptstadt Europas. Die Auszeichnung ist das Ergebnis eines EU-Wettbewerbs. Eine unabhängige Jury beurteilte dabei 35 Bewerberstädte nach feststehenden Kri­ terien, darunter Städte wie Amsterdam, Kopenhagen und Oslo. Hamburg hat dabei in fast allen Umweltkategorien hohe Bewertungen erzielt. Das Fazit der EU-Jury: „Hamburg hat in den vergangenen Jahren und in der Gegenwart große Leistungen erbracht und exzellente Umweltstan­ dards erreicht. Die Stadt hat sehr ehrgeizige Pläne für die Zukunft, die zusätzliche Verbesserungen versprechen.“

Ganz Europa in einer Stadt Überzeugt haben unter anderem die Klimaziele der Hanse­ stadt. Hamburg wird weiterhin seinen Beitrag zur Errei­ chung der nationalen Klimaschutzziele leisten: Gegenüber 1990 soll bis 2020 eine Reduzierung des CO2-Ausstoßes um 40 Prozent erfolgen, bis 2050 sogar um 80 Prozent. Wie ­diese Ziele erreicht werden können, soll der Masterplan ­Klimaschutz zeigen. Ein wichtiges Instrument beim Klima­ schutz ist das Partnerschaftsprogramm „Unternehmen für Ressourcenschutz“, dessen Ziel es ist, Unternehmen zu ­motivieren, freiwillig in Maßnahmen für mehr Energie- und Ressourceneffizienz zu investieren. In der Summe vermei­ den die Unternehmen aktuell Emissionen im Umfang von 134 000 Tonnen CO2 pro Jahr.

ßenbäume beeindruckten die Jury. Bereits heute bedecken Wiesen, Wälder oder Parkanlagen rund 17 Prozent der Stadtfläche, rund acht Prozent davon sind Naturschutzge­ biete. Beim Wassermanagement hat sich in Hamburg der Pro-Kopf-Wasserverbrauch von 125 Litern im Jahr 1995 auf 110 Liter im Jahr 2007 reduziert. Der Wettbewerb zeigte auch, wo es für Hamburg noch Spielraum für Verbesserungen gibt, denn als traditioneller Industriestandort mit dem drittengrößten Hafen Europas mitten in der Stadt ist Hamburg keineswegs ein Ökopara­ dies, in dem alle Umweltprobleme bereits gelöst sind. Viel­ mehr zeigen sich in Hamburg die verschiedensten Facetten der europäischen Umweltpolitik vom Klimaschutz über die Luftqualität bis zum Naturschutz. Diese verschiedenen Vor­ gaben in einer Großstadt umzusetzen, ist eine Herausforde­ rung, der sich die großen Städte der EU stellen müssen. Die Herausforderungen finden zudem ihre Parallelen auch au­ ßerhalb der europäischen Grenzen, denn allein 75 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen werden in Städten produ­ ziert.

Programm und Aktionen in Hamburg Im Umwelthauptstadtjahr wird den Bürgern in Hamburg ein vielfältiges Programm geboten. Neben einem Infopavil­ lon am Hauptbahnhof, der eine interaktive Dauer- und wechselnde Themenausstellungen beherbergt, finden im Umwelthauptstadtjahr über 500 Veranstaltungen und etwa 80 Umwelttouren statt. Letztere reichen von der Unterneh­ mensbesichtigung über alternative Hafenrundfahrten bis zur GPS-Rallye. Angeboten werden die Touren von der Stadt selbst sowie von öffentlichen und privaten Unterneh­ men wie auch von Verbänden. Unter den Veranstaltungen finden sich Hamburgs erste Messe zum nachhaltigen Kon­ sum, ein Jugendumweltgipfel und verschiedene Umwelt­ hauptstadt-Dialoge, bei denen sich die Bürger mit Experten über zentrale Nachhaltigkeitsthemen der Stadt austauschen können.

Zug der Ideen © www.mediaserver.hamburg.de/B. Kuhn Auch beim öffentlichen Personennahverkehr konnte Hamburg punkten: Fast alle Hamburger leben innerhalb von 300 Metern Entfernung zu einer Bus- oder Bahnstation. Auch der hohe Anteil an Grünflächen und die vielen Stra­

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Das Umwelthauptstadtjahr soll auch als Chance dienen, um mit den Bürgern und anderen europäischen Städten in ei­ nen konstruktiven Dialog zu treten und von ihnen zu ler­ nen. Mit dem Zug der Ideen hat Hamburg eine rollende Ausstellung entwickelt, die im Jahr 2011 in 18 verschie­ denen europäischen Städten Halt macht, darunter Kopen­ hagen, Tallinn, Zürich, Wien und Paris. In sieben Contai­ nern zeigt die interaktive Ausstellung „Visionen für die


Umwelthauptstadt

Städte der Zukunft“ und stellt dabei auch verschiedenste best-practice Projekte aus den Tourstädten vor. Welche Pro­ jekte haben Hamburg zur Umwelthauptstadt gemacht? Wie gestalten andere europäische Metropolen ihr Stadtleben nachhaltig? Und was kann jeder selbst für eine bessere Zu­ kunft tun? Die interaktive Ausstellung beantwortet diese Fragen und stellt neue. Sie verändert dabei den Blickwinkel von der ganz persönlichen über die lokale bis hin zur globa­ len Perspektive: Es wird aufgezeigt, was jeder einzelne euro­ päische Bürger in Sachen Klima- und Umweltschutz tun kann, und ebenso aufgegriffen, welch große Verantwor­ tung die Städte im Bezug auf den Klimawandel besitzen und wie wichtig es dabei ist, sich untereinander zu vernet­ zen und zusammenzuarbeiten. Ende September kehrt der Zug der Ideen nach Hamburg zurück. Die Ausstellung steht dann vom 29. September bis 20. Oktober am Jungfernstieg (Reesendammbrücke). Der Zug wird täglich von 10.00 bis 20.00 Uhr geöffnet sein, der Eintritt ist kostenfrei.

FÜr reCHtsseitiGe PlAtzierUnG

Der Zug der Ideen bereist in 2011 18 Städte in 17 europäischen Ländern; Quelle: BSU http://www.train-of-ideas.net/ http://umwelthauptstadt.hamburg.de/ http://www.facebook.com/Hauptstadt.Hamburg

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Umwelt

Lateinamerika investiert in Wasser- und Abfallwirtschaft

In Lateinamerika werden 2025 voraussichtlich 85% der ­Bevölkerung und damit 570 Mio. Menschen in Städten ­leben. Um die Herausforderungen der Mega-Cities und der Städte mittlerer Größe zu bewältigen, werden um­ fangreiche Inves­titionen auf lokaler und regionaler Ebene erforderlich sein. Die größten Probleme bereitet der zu­ nehmende Wassermangel. Zersiedelung, Armut, anwachsende Müllhalden und Druck auf die Wasserver- und -entsorgung - das sind die Probleme, mit denen sich alle lateinamerikanischen Mega­ städte zunehmend auseinandersetzen müssen. Laut dem McKinsey Global Institute lebten 2007 circa 95 Mio. Perso­ nen in den zehn größten Städten der Region, die trotz der hohen sozialen Diskrepanz ein durchschnittliches Bruttoin­ landsprodukt (BIP) pro Kopf von rund 18.000 US$ erwirt­ schafteten. Gegen 2025 werden in 198 Großstädten schätzungs­ weise 315 Mio. „Latinos“ zu Hause sein. Bis dahin brauchen allein die fünf größten Städte Investitionen von 400 Mrd. US$ für Wasser, Kanalisation sowie Strom- und Gasversorgung. Für alle 198 Ballungszentren nannte das McKinsey Global Institute einen Bedarf von mindes­tens 3,0 Bill. US$. Bislang zählen in Lateinamerika lediglich Buenos Aires, Mexiko-Stadt, Rio de Janeiro und São Paulo zu den Me­ gastädten mit mehr als 10 Mio. Einwohnern. Bis 2020 kom­ men voraussichtlich Bogotá und Lima hinzu, die momentan bei 9 bis 10 Mio. Einwohnern liegen. Caracas und Santiago de Chile sind von dieser Marke weit entfernt. Doch auch dort ist eine umfangreiche Projekttätigkeit zu beobachten. In Mexiko-Stadt dürfte nach Presseberichten 2011 und 2012 die Instandsetzung von mindestens zehn Trinkwasser­ aufbereitungsanlagen und 20 km an Wasserleitungen aus­ geschrieben werden. Für weitere Anlagen sind Machbar­ keitsstudien geplant und etliche Gemeinden sollen Wasserzähler erhalten. Insgesamt sind für die Projekte 120 Mio. US$ vorgesehen. Die Kläranlage „El Caracol“ steht be­ reits vor der Ausschreibung. Vier weitere Wasseraufberei­ tungsanlagen mit einer Gesamtkapazität von etwa 10 qm/s benötigen Investitionen von etwa 384 Mio. US$. Die mexi­ kanische Wasserbehörde Conagua (Comisión Nacional del Agua) hat bis 2030 einen Investitionsbedarf von etwa 86 Mrd. US$ für die Wasserver- und -entsorgung festgestellt. Brasilien will im Rahmen des „Programa de Aceleração do Crecimento“ (PAC 2) bis 2014 etwa 16,6 Mrd. US$ in die Wasserversorgung investieren. Insbesondere Zonen mit ei­ ner vorwiegend ärmeren Bevölkerung sollen davon profitie­ ren. Im Zuge der Fußball-WM sollen knapp 8 Mrd. US$ in die Wasserwirtschaft der zwölf Austragungsorte fließen. Vor

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allem in Metropolen wie São Paulo oder Rio de Janeiro herrscht Wassermangel und die Gewässer sind stark ver­ schmutzt, wie die Weltbank feststellt. Für die Entsorgung des Festmülls benötigt Brasilien jedes Jahr durchschnittlich 550 Mio. US$. Damit finanziert das Land die bestehenden Deponien, Müllumschlagsplätze, Re­ cycling-Anlagen und sonstige Ausrüstungen. Bis 2015 sol­ len Beobachtern zufolge die vielen wilden Müllkippen ver­ schwinden. Pro Tag fallen landesweit 150.000 bis 160.000 t Müll an. Im Großraum Buenos Aires will das Unternehmen AySA 1,1 Mrd. US$ für den Ausbau der Wasserversorgung ausge­ ben. Weitere 1,6 Mrd. US$ sind für den Bau von Wasser­ fernleitungen vorgesehen. In Santiago de Chile investiert die dortige Aguas Andinas 2011 rund 250 Mio. US$, einen Großteil davon in den Bau der dritten Kläranlage für die Re­ gion Metropolitana. Im Lima beabsichtigt das peruanische Wasserwerk Servi­ cio de Agua Potable y Alcantarillado (Sedapal), für etwa 585 Mio. US$ die Infrastruktur in der Hafenstadt Callao so­ wie im Norden der Metropole zu modernisieren. Dabei wird Sedapal eine Vielzahl von Wasserzählern austauschen und das seit langem debattierte Projekt Marcapomacocha II in Angriff nehmen. Das geplante Trinkwassertunnelsystem soll gut 250 Mio. US$ kosten. Bis zur Jahresmitte 2011 ha­ ben sich zudem acht Konsortien um den Zuschlag für den Bau einer Meerwasserentsalzungsanlage im Süden von Lima beworben („Aguas de Lima Sur II“; 155 Mio. US$). Das Budget für die Wasser- und Abwasserwirtschaft in Bo­ gotá beläuft sich Rahmen des Entwicklungsplans 2008 bis 2012 auf insgesamt 830 Mio. US$. Im venezolanischen Ca­ racas sollen 2011 und 2012 etwa 380 Mio. US$ in die Ver­ besserung der Infrastruktur investiert werden. Laut Luis Alberto Moreno, Präsident der Interamerikani­ schen Entwicklungsbank (IADB), gibt es rund 500 Städte in Lateinamerika und der Karibik mit 0,1 Mio. bis 2,0 Mio. Ein­ wohnern. Von diesen wiesen 143 ein rapides Wachstum mit guten wirtschaftlichen Chancen und einer steigenden Zahl an Arbeitsplätzen auf. Diese Städte liegen meist in der Nähe regionaler Land­ wirtschafts-, Bergbau- und Industriestandorte oder gelten als Zentren für Dienstleistungsbranchen wie den Tourismus. In der Regel wachsen diese Städte nahezu dreimal so schnell wie die Megastädte. Alberto Moreno geht davon aus, dass sich die Expansion von Buenos Aires und Rio de Janeiro in der laufenden Dekade ihrem Ende nähere. Vor besonderen Herausforderungen stehen viele „aufstrebende Städte“ im Einzugsbereich der Anden. Das absehbare Ab­ schmelzen von Gletschern entzieht vielen Orten die Grund­


Umwelt

lage für die Wasserwirtschaft und den Betrieb von Wasser­ kraftwerken. Künftig soll ein neues IADB-Programm („Sustainable Emerging Cities“) Städten wie Santa Ana (El Salvador) oder Port of Spain (Trinidad und Tobago) helfen. Denn deren Be­ völkerung dürfte sich bis 2030 voraussichtlich verdoppeln. Ein weiteres Pilotprojekt wurde in dem peruanischen Trujillo gestartet. Die IADB-Initiative widmet sich ebenfalls der Ab­ fallbeseitigung. Siegfried Ellermann gtai, Santiago de Chile

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Die Siemens Stiftung versteht sich als Impulsgeber zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zur Stärkung sozialer Inno­ vation in Lateinamerika. Die Bundesregierung plädierte jüngst dafür, Unternehmen und Stiftungen verstärkt bei der Entwicklungszusammenarbeit zu beteiligen. Es braucht Investitionen in zukunftsträchtige Modelle für soziale Nachhaltigkeit statt sporadischer Kredite und Spenden, um gerade in Zeiten globaler, wirtschaftlicher Transformation den Schwellen- und Entwicklungsländern eine langfristige Perspektive zu geben. Angesichts der globalen He­ rausforderungen und der Wandlungsprozesse in der Weltwirt­ schaft ist offensichtlich geworden, dass die klassischen Formen der Entwicklungszusammenarbeit nur bis zu einem gewissen Grad in der Lage sind, zu einer effektiven Verbesserung der so­ zialen Strukturen und Lebensqualität in ärmeren Ländern zu führen. Unternehmerisches Denken kann durch innovative Lösungs­ ansätze soziale und wirtschaftliche Entwicklung vorantreiben. Nicht umsonst ruft das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in seiner neuen stra­ tegischen Ausrichtung dazu auf, die Innovationskultur in der internationalen Zusammenarbeit zu stärken. Vor allem in Län­ dern Lateinamerikas, in denen die Kluft zwischen arm und reich trotz wirtschaftlichem Aufschwung größer wird, entwi­ ckeln Sozialunternehmer Geschäftsmodelle, um gesellschaftli­ che Probleme zu lösen, und versetzen Menschen somit in die Lage, am wirtschaftlichen und sozialen Leben aktiver teilzu­ nehmen. So entstehen erfolgreiche Alternativen zur traditio­ nellen Entwicklungszusammenarbeit. Dies wird auch von den Wirtschaftsvertretern verschiedener Sektoren auch als Impulsgeber für eigene Innovation wahrge­ nommen. Wirtschaftliche Entwicklung und soziale Nachhaltig­ keit sollten nie voneinander losgelöst betrachtet werden. Ge­ rade für eine Unternehmensstiftung wie die Siemens Stiftung ist die Verbindung von Gemeinnützigkeit und unternehmeri­ schem Denken und Handeln besonders naheliegend. Daher haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, erfolgversprechende, nachhaltige und gemeinnützige Geschäftsmodelle von Sozial­ unternehmern zu identifizieren und gemeinsam mit Koopera­ tionspartnern weiterzuentwickeln und zu skalieren. Einen Schwerpunkt legen wir dabei auf die Schwellenländer Latein­ amerikas, in denen die Siemens AG im Kontext ihrer gesell­ schaftlichen Verantwortung in den letzten Jahren Stiftungen in Kolumbien, Argentinien und Brasilien gegründet hat. Wir verstehen uns als Impulsgeber zwischen Wirtschaft, Wis­ senschaft und Politik, sehen unseren Beitrag indes nicht allein in der Realisation gemeinnütziger Projekte, sondern wollen da­ rüber hinaus mit Kooperationspartnern weitreichendere struk­ turelle Veränderungen bewirken. Dabei ist zu beobachten, dass es häufig die unkonventionellen Ideen von Sozialunter­ nehmern sind, die Lösungswege für gesellschaftliche Proble­

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© Siemens Stiftung

Unternehmerisches Denken für gesellschaftliche Entwicklung

Ulrike Wahl, Geschäftsführender Vorstand, Siemens Stiftung me aufzeigen, die später vom Staat übernommen und von an­ deren Akteuren gefördert werden können. Darauf richten wir unser besonderes Augenmerk. Das Beispiel der Sozialunternehmerin Albina Ruiz aus Lima zeigt eindrucksvoll, wie eine Idee für eine solch tiefgreifende Transformation sorgen kann. Sie gründete das Sozialunterneh­ men „Ciudad Saludable“, das Abfallsammler bei der Bildung gemeinschaftlich geführter Müllentsorgungs- und RecyclingBetriebe unterstützt und ihnen damit die Möglichkeit auf ein regelmäßiges Einkommen und die Verbesserung ihres sozialen Status eröffnet. Aufgrund ihrer Initiative wurde ein Gesetz er­ lassen, das die Anerkennung und Weiterbildung der bis dato inoffiziellen Müllsammler landesweit regelt. Erst im August diesen Jahres wurde die Peruanerin für ihre Verdienste mit der renommierten „Albert Medal“ der englischen Royal Society for the Encouragement of the Arts, Manufactures & Commer­ ce (RSA) ausgezeichnet. Im Übrigen ist Albina Ruiz Mitglied der „Community Impact Development Group“ (CIDG), einer gemeinsamen Initiative der Siemens Stiftung und Ashoka, einer der größten internati­ onalen Organisationen zur Förderung von Social Entrepre­ neurs. CIDG ist ein Netzwerk, das unter dem Motto „Techno­ logy for Human Needs“ Sozialunternehmer aus Lateinamerika und Afrika zusammenbringt, die mit einfachen Technologien Produkte und Dienstleistungen entwickeln, um die Lebensbe­ dingungen in ihren Heimatländern zu verbessern. Dieses Jahr war Albina Ruiz bereits zum zweiten Mal als Teilnehmerin der CIDG-Konferenz in München, wo sie im Rahmen einer öffent­ lichen Podiumsdiskussion mit weiteren Experten über das The­


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ma „The Future of Social Entrepreneurship in Times of Global Economic Transformation“ sprach. Bei dieser Konferenz ging es einmal mehr auch um die Un­ terschiede zwischen einzelnen Regionen und Ländern hin­ sichtlich der erfolgreichen Umsetzung von Sozialunterneh­ men. Ein besonderes Anliegen der Siemens Stiftung ist es daher, den inter-regionalen Wissenstransfer zwischen Latein­ amerika und Afrika zu fördern. Dafür hat die Siemens Stiftung nicht zuletzt mit der Gründung des International Research Network for Social and Economic Empowerment „IRENE | SEE“ ein internationales Forschungsnetzwerk ins Leben geru­ fen, das über vier Jahre Anwendbarkeit, Nutzen und Grenzen sowie langfristige Wirkungen von Social Economic Empower­ ment-Projekten in ausgesuchten Ländern Lateinamerikas und Afrikas untersucht. Festzustellen ist, wie weit sich hierzu Mo­ delle und Diskussionen in den ersten Jahren in den sogenann­ ten Schwellenländern entwickelt haben werden. Als beispielhaft für die angestrebten Synergien zwischen Wirt­ schaft und Gemeinnützigkeit darf auch die Arbeit der Stiftung El Cinco in Kolumbien gelten. Ein Teil der Geber speist sich aus freiwilligen Beiträgen von „solidarischen Unternehmen“, darun­ ter auch solche aus dem Industrie- und Dienstleistungssektor. Bis zu 5% des Lohnes aller Angestellten werden für sozial Be­ nachteiligte gespendet, wobei der dabei zusammenkommende Gesamtbetrag anschließend vom Unternehmen verdoppelt wird. Das Geld fließt beispielsweise in Projekte wie „Fruqueña“, das sich der Entwicklung nachhaltiger Wertschöpfungsketten und der sozialen Strukturstärkung in konfliktexponierten Ge­ genden widmet. Das ganzheitliche Projekt mit Fokus auf verbes­ serter Fruchtanbau- und Vermarktung wurde im Jahr 2004 in ­einer Pilot-Gemeinde mit zunächst 25 Kleinbauerfamilien ins ­Leben gerufen. Die überaus positiven Ergebnisse von „Fruque­ ña“ regten daraufhin mehrere öffentliche wie private Institutio­ nen zu weiterer Finanzierung an, sodass schließlich 600 Famili­ en aus dem Bereich des Obstanbaus vom Aufbau von 13 und ebenso vielen Basisorganisationen profitierten. In einem nächsten Schritt, in dem sich die Siemens Stiftung engagieren wird, soll „Fruqueña“ als Geschäftsmodell zur wirt­ schaftlichen und sozialen Inklusion auch in anderen Regionen konsolidiert und erweitert werden. Ziel ist es unter anderem – unter Einbezug sozio-familiärer, technischer, aber auch organi­ satorisch-unternehmerischer Komponenten –, die nötigen Kompetenzen für die ökonomische und soziale Selbständig­ keit der Kleinerzeuger als ländliche Unternehmer zu entwi­ ckeln. Zu diesem Zweck unterstützt die Siemens Stiftung den Aufbau einer Fachschule zur Ausbildung der 2. Generation. 67 junge Menschen werden dort als Agrartechnische Berater und Sozialarbeiter ausgebildet, um in ihren Gemeinden die Struk­ turverbesserung zu erhalten und weiter voranzubringen. Deutsche Unternehmen setzen sich an den unterschiedlichs­ ten Orten für soziale Nachhaltigkeit in Lateinamerika ein. Die Siemens Stiftung versteht sich als Brückenbauer, der mit konkre­ ten Modell-Projekten und Handlungsempfehlungen den Dialog mit Wirtschaft, Politik und Wissenschaft zur Stärkung von Sozial­ unternehmern und gesellschaftlichen Transformationsprozes­ sen erweitern möchte. Mehr denn je bietet es sich an, Optionen zur Bündelung der vielfältigen Ressourcen von Unternehmen in

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© Ciudad Saludable

Siemens Stiftung

Sozialunternehmerin Albina Ruiz und ihr Projekt Ciudad Saludable, Lima, Peru Lateinamerika zu erwägen, um mitverantwortlich und als akti­ ver Teilnehmer in der Gesellschaft dieser Länder gemeinsame Projekte voranzutreiben. Nur ein dezidiert partnerschaftliches Wirken ermöglicht Skalierbarkeit und die Etablierung von selbst­ tragenden Initiativen. Deshalb freuen wir uns im Rahmen des Lateinamerika-Tags und darüber hinaus auf den Austausch mit engagierten Unternehmern, um durch sektorenübergreifende Kooperationen Synergien entstehen lassen, die den komplexen Herausforderungen in der Region gerecht werden. Ulrike Wahl, Geschäftsführender Vorstand der Siemens Stiftung

ENCOURAGE. empowering people Die Siemens Stiftung will Menschen in die Lage versetzen, sich aktiv gesellschaftlichen Herausforderungen zu stellen und be­ zieht sich dabei ideell auf die Werte von Werner von Siemens. Gemeinsam mit Kooperationspartnern konzipiert und realisiert sie lokale sowie internationale Projekte mit der Zielsetzung, Ei­ genverantwortung und Selbständigkeit zu fördern. Die Stiftung engagiert sich in den Bereichen Ausbau der Grund­ versorgung und Social Entrepreneurship, Förderung von Bildung sowie Stärkung von Kultur. Sie verfolgt einen ganzheitlichen An­ satz und steht für verantwortungsvolle, wirkungsorientierte und innovative Projektarbeit. Sie wurde 2008 gegründet und koope­ riert mit den ebenfalls vom Unternehmen gegründeten Siemens Stiftungen in Argentinien, Brasilien, Frankreich, Kolumbien und den USA. Die Projektarbeit der Stiftung konzentriert sich auf die Zielregionen Afrika, Lateinamerika und Deutschland/Europa. Webseite: www.siemens-stiftung.org


The Economist

Carbon footprints – Following the footprints Carbon-footprint labels, which indicate a product’s environmental impact, are quietly spreading. Consumers may not have noticed them yet, but there is a lot going on behind the scenes

DO YOU look for carbon-footprint labels on goods when shopping? If you do, you are in a small minority. The practi­ ce of adding labels to foods and other products, showing the quantity (in grams) of carbon-dioxide emissions associ­ ated with making and transporting them, began in 2007 when the world’s first such labels were applied to a handful of products sold in Britain. The idea was that carbon labels would let shoppers identify products with the smallest car­ bon footprints, just as other labels already indicate dolphinfriendly tuna, organic milk or Fairtrade coffee. Producers would compete to reduce the carbon footprints of their products, and consumers would be able to tell whether, for example, locally made goods really were greener than im­ ported ones. Carbon labels have yet to become as widely recognised by consumers as other eco-labels, however. A survey carried out in 2010 by Which?, a British consumer group, found that just a fifth of British shoppers recognised the carbon footprint label, compared with recognition rates of 82% for Fairtrade and 54% for organic labelling. This is understand­ able, because carbon labelling is a much more recent de­ velopment—organic labelling dates back to the 1970s, and Fairtrade to the late 1980s—and the right ways to do it are still being worked out. Adding a carbon label to a product is a complex and often costly process that involves tracing its ingredients back up their respective supply chains and through their manufacturing processes, to work out their associated emissions. According to 3M, an American indus­ trial giant that makes over 55,000 different products, this can cost $30,000 for a single product. To further confuse matters, different carbon footprinting and labelling stan­ dards have emerged in different countries, preventing di­ rect comparisons between the various types of label. Even so, proponents of carbon labels now see encoura­ ging signs of progress. In Britain, a pioneer in carbon label­ ling, nine out of ten households bought products with car­ bon labels last year, albeit mostly unwittingly, and total

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sales of such products exceeded £2 billion ($3.1 billion). This exceeded the total sales of organic products (£1.5 billi­ on) or Fairtrade products (£800m) and is largely due to the addition by Tesco, Britain’s biggest retailer, of carbon labels to more than 100 of its own-brand products, including pas­ ta, milk, orange juice and toilet paper. (Tesco said in 2007 that it would put carbon labels on every one of the 70,000 products it sells; so far it has managed to label 500 pro­ ducts.) “In the last 12 months, carbon footprinting has become common currency,” says Harry Morrison of the Carbon Trust, a consultancy funded by the British government which has footprinted more than 5,000 products worldwi­ de, from building materials to pharmaceuticals. Similar car­ bon-labelling initiatives have been launched in many coun­ tries, measurement techniques are gradually being formalised and a global standard is in the works. Although consumers have yet to embrace the idea, the quiet spread of carbon labels is being driven by companies, which have come to see the value of determining the carbon footprints of their products.

Footprinting’s first steps The earliest carbon-footprint labels, which appeared in 2007, indicated the promise of the idea but also highligh­ ted the complexity of making it work. Among the first pro­ ducts to have carbon labels applied were the cheese-andonion potato crisps made by Walkers, a brand owned by PepsiCo, which were found by the Carbon Trust to have a footprint of 75 grams per packet. This figure, printed on the packet with the Carbon Trust’s “black footprint” logo, in­ cluded the emissions associated with growing the potatoes, turning them into crisps, packaging them, delivering them to shops and disposing of the packaging after use. National averages were used to calculate the transport and disposal emissions. It is not so much the label itself that matters, but the pro­ cess that must be gone through to create it. Carbon labels need not just measure carbon-dioxide emissions. Where appropriate, emissions of other green­ house gases, such as nitrous-oxide from soils and methane emissions from animals, are also taken into account. These are turned into “carbon-dioxide equivalent” emissions using suitable conversion factors: 1g of methane is com­ monly taken to have the same global-warming potential as 21g of carbon dioxide, for example. The process of calculating the carbon footprint for Wal­ kers crisps revealed an unexpected opportunity to save energy. It turned out that because Walkers was buying its


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The Economist

potatoes by gross weight, farmers were keeping their pota­ toes in humidified sheds to increase the water content. Wal­ kers then had to fry the sliced potatoes for longer to drive out the extra moisture. By switching to buying potatoes by dry weight, Walkers could reduce frying time by 10% and farmers could avoid the cost of humidification. Both mea­ sures saved money and energy and reduced the carbon footprint of the final product. The value of carbon footprinting and labelling lies in iden­ tifying these sorts of savings, rather than informing consu­ mers or making companies look green. According to a re­ port issued in 2009 by the Tyndall Centre for Climate Change Research at the University of Manchester, in Eng­ land, “the main benefits of carbon labelling are likely to be incurred not via communication of emissions values to ­consumers, but upstream via manufacturers looking for additio­nal ways to reduce emissions.” It is not so much the label itself that matters, in other words, but the process that must be gone through to create it. Walkers has reduced the footprint of its crisps by 7% since the introduction of its first carbon labels. Indeed, to use the Carbon Trust’s label, com­ panies must do more than just measure the footprint of a product: they must commit themselves to reducing it. Another of the early products to receive a carbon label was a shampoo sold by Boots, a British pharmacy chain. Shampoo is an example of a product where the footprint associated with using the product—the so-called “use phase” emissions—can be comparable to, or even greater than, the manufacturing footprint. Initially, says Mr Morri­ son, the Carbon Trust’s carbon labels did not include usephase emis­sions, because these can vary enormously de­ pending on consumer behaviour. The emissions associated with a bottle of shampoo depend on how long you spend in the shower, how hot the water is and what sort of boiler you have. For many products, in short, the manufacturing footprint does not give the full picture. This is particularly true for electrical goods that are designed to use less energy. Impro­ ving energy-efficiency often involves more elaborate manu­ facturing processes that increase the product’s manufactu­ ring footprint. But in use, such products use less energy, so their overall footprint, considered over their entire life cycle, is smaller. A good example is flat-screen LCD televisions compared with old-style cathode-ray-tube models. “The energy consumption in use has got much better, but the manufacturing process has got more complicated,” says Mr Morrison. As a result, the Carbon Trust’s carbon labels now include use-phase emissions. These are estimated by ma­ king statistical assumptions about consumer behaviour.

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For some goods, customer behaviour can make a drama­ tic difference to the use-phase emissions. A life cycle analy­ sis carried out for Levi Strauss, an American maker of casual wear, found that 57% of the carbon footprint of its 501 jeans was due to the emissions associated with washing them—assuming, that is, that the jeans were washed in warm water and machine-dried. Washing them in cold wa­ ter and drying them on a line, however, reduces the usephase emissions by 90%. Adding this sort of information to product labels can encourage buyers to minimise the usephase emissions—but only if they actually read the label and act on its advice. Given such wide variations, so-called “product category” rules are needed to ensure comparability between carbon labels on similar products. Those product-category rules, in turn, must be harmonised between countries to ensure compatibility between carbon-labelling schemes, which are growing in number and diversity. In Japan the Ministry of Economy, Trade and Industry launched a calculation and labelling programme in 2008 which has signed up more than 300 retailers and manufac­ turers. As part of this scheme METI has established productcategory rules for 53 products. South Korea’s environment ministry has introduced a “CooL label”, now sported by over 220 products, including furniture, rice and consumer electronics. In Thailand the government is piloting labels on 65 products from T-shirts to ceramic tiles, and is developing product-category rules for rice, textiles and chicken. Other labels have been launched in America, Canada, Switzerland and Sweden. But the country that is now making the running is France. Casino, a French retail chain, introduced carbon labels on 100 of its own-brand products in 2008 and has since added labels to another 400 items. Its Carbon Index labels show the carbon footprint per 100g of final product (use-phase emissions are not included). E. Leclerc, another French re­ tailer, has pioneered two novel twists on carbon labelling in a handful of its stores. It has fixed labels to store shelves showing the carbon emissions per kilogram of produce next to the usual price tags showing cost per kilogram. And by roughly estimating the carbon footprints of 20,000 of its products (by dividing them into 600 generic categories) it can produce a total footprint for an entire trolley of goods that appears on the store receipt. Signs show consumers how their trolley’s footprint compares with the average.

The French exception These initiatives by French retailers are being backed by government action. A year-long experiment will begin in


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July, involving 168 firms in a range of industries, to apply carbon labels to products including clothing, furniture and cleaning products. An accompanying campaign will try to raise awareness of carbon labels among consumers. This is a prelude to the planned introduction of compulsory car­ bon-labelling rules, possibly as soon as 2012, which will ap­ ply to imported goods as well as those made in France. The new rules, devised by AFNOR, the French Standards Agen­ cy, require labels to show more than just the carbon foot­ print. Depending on the product category, they must also include other environmental data, such as the product’s water footprint and impact on biodiversity. Product-catego­ ry rules have already been drawn up by AFNOR and the French environment ministry for shoes, wood, furniture, shampoo and fabric chairs. The project is the result of Grenelle 2, a law passed in 2010 which marks the first time a government has tried to make environmental labelling mandatory. Engaging suppliers is vital. Many firms control only a small part of their products’ footprints. Other European countries will be watching the French ex­ periment closely, not least because their own exporters may soon have to adhere to the French rules. Inevitably this has led to calls for a European standard for carbon labelling. Last year the European Commission asked Ernst & Young, a consultancy, to evaluate and compare the various footprin­ ting schemes in use in Europe. It found wide variation be­ tween them. “We are definitely at the early stage,” says Eric Mugnier, E&Y’s director of environment and sustainability. Not all carbon-labelling schemes are verified by indepen­ dent third parties, for example, or include use-phase emis­ sions. The European Commission’s Institute for Environ­ ment and Sustainability is about to launch an analysis of footprinting methods. Meanwhile, efforts to refine and harmonise carbon foot­ printing and labelling at a global level are advancing. Britain’s standard, called PAS 2050, which was published in 2008, is highly regarded and has influenced standard-set­ ting elsewhere. In France, Casino is adjusting its footprin­ ting methodology to bring it into line with PAS 2050 by in­ cluding use-phase emissions, for example. The British standard has also helped shape the two global productfootprinting standards that are now in the works: ISO 14067, being drawn up by the International Organisation for Standardisation, based in Geneva, and the GHG Proto­ col, a project backed by two environmental groups, the World Resources Institute and the World Business Council for Sustainable Development. The ISO standard is expected to be finalised in 2012, and the GHG Protocol standards will be released in September.

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Co-operation between the two bodies should ensure that their standards are highly compatible. “The marketplace is asking for one standard—not different ways in different countries. Otherwise, it becomes a trade barrier,” says Pan­ kaj Bhatia, director of the GHG Protocol. There will still be details to fill in. But the movement towards a global set of standards is clear. That will be reassuring for companies worried about mul­ tiple sets of standards and a growing carbon-counting bu­ reaucracy. The difficult part remains, however: working with their networks of suppliers to determine, and then re­ duce, the carbon footprints of their products. This is a tricky area, says Mr Morrison, because suppliers may worry that revealing information about their processes for carbonmeasurement purposes “becomes a back door to a debate about price”. Yet engaging suppliers is vital, because many firms have direct control over only a small part of their pro­ ducts’ footprints. Gold’n Plump Poultry, a large American chicken producer, found that its own operations accounted for just 22% of the footprint of each chicken; 50% of the footprint came from the production of corn- and soyabased chicken feed. For some firms, such as food companies and retailers, the lion’s share of their emissions takes the form of these “indi­ rect” emissions produced elsewhere. Tesco, for example, reckons its supply chain produces ten times the emissions of its direct operations (heating and lighting stores and offi­ ces, and so forth), and that consumer emissions may be ten times as big again. Similarly, Walmart, the world’s largest retailer, estimates that 90% of its emissions emanate from its supply chain of over 120,000 companies. Only by working closely with suppliers, and encouraging them to collaborate and pool expertise, will it be possible to streamline the footprinting process and label hundreds or thousands of products, says David North, director of corpo­ rate affairs at Tesco. His firm is working with Unilever, Proc­ ter & Gamble, PepsiCo and Coca-Cola, under the auspices of the Consumer Goods Forum, an industry body, to make carbon measurement easier for suppliers. “The process has to be simplified for us and others to get to scale,” he says. Existing footprinting standards already allow for some sim­ plification. Emissions from building factories or manufactu­ ring capital equipment are not included, for example.“We have tried to strike a pragmatic balance, to do this in enough detail that you can find efficiencies and inform consumers, but not go to the extreme that this is so expensive that it can’t be deployed at scale,” says Mr Morrison. Dieter Helm, an energy-policy expert at the University of Oxford, proposes a colour-coded scheme that lets consu­


The Economist

mers see which products in a given category have biggerthan-average footprints, and which have smaller-than-ave­ rage footprints. Unlike precise figures in grams, this would be easier for consumers to understand and for companies to compile. And arguments between retailers and suppliers about whose products were greener would helpfully raise consumer awareness, he says.

Given the international nature of many supply chains, the process of working out products’ carbon footprints is also helping to change the way carbon emissions are reckoned. Rather than totting up national totals, it makes more sense to think about cross-border carbon flows. “This helps you understand our emissions are happening around the world,” says Mr Morrison. Between 1990 and 2008, for example, European Union countries reduced total carbon emissions in their own terri­ tories by 6%. But this improvement was almost exactly can­ celled out by the extra emissions associated with goods im­ ported into the EU from China, according to a recent study by Glen Peters at the Centre for International Climate and Environment Research, in Oslo, and his colleagues. Add in other imports of such “embodied” carbon emissions from other countries, and Europe’s overall carbon emissions ac­ tually increased by 6% over that period. By getting firms to assess and reduce the emissions of products with imported inputs, however, carbon footprin­ ting gives firms in the rich world a motive to cut emissions in the developing world, through efficiencies and invest­ ment in clean technologies. Carbon labels promise to make carbon footprints and carbon flows visible. But making them work on a large scale will involve striking the right ba­ lance between accuracy and practicality.

Jeder Einzelne kann zum Schutz der Umwelt und zu einer sinnvollen Nutzung der Ressourcen beitragen – mit den eigenen Händen und der eigenen Kreativität. Unser Ziel ist es, das Umweltbewusstsein zu stärken und den Wissens- und Technologietransfer zwischen Europa und Lateinamerika im Bereich Umwelt und Nachhaltigkeit zu fördern.

Mehr als 6.000 Schüler und Lehrer nehmen in Buenos Aires am Umweltbildungsprogramm “Usá la Basura” (Nutze den Müll) teil. Im Fokus des Projektes stehen das Thema “Müll als Wertstoff” sowie die dauerhafte Einrichtung eines Mülltrennungssystems an den Schulen. Mehr Informationen: www.usalabasura.org

Unterstützen Sie uns! Kontakt: Verena Böhme Fundación Manos Verdes por una mayor conciencia ambiental Sociedad Científica Argentina, IERA Av. Santa Fé 1145, Piso 4° C1059ABF Buenos Aires, Argentina eMail: info@manos-verdes.org Tel: ARG: 0054-11-3221 3037 Tel: D: 0049-40-20 93 42 60

© 2011 Fundación Manos Verdes

The power of the label

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DEG

Kapital für Investitionen in den Klimaschutz

Deutsche Umwelttechnologie hat mittlerweile einen festen Platz in den Erfolgsgeschichten der deutschen Exportindus­ trie. Interessante Absatz- und Investitionschancen bieten sich dabei für die Branche auch in den wachstumsstarken Zukunftsmärkten Lateinamerikas. Die Technologien und das Know-how deutscher Unternehmen machen sie zu be­ gehrten Partnern und sind ein Wettbewerbsvorteil bei der Erschließung neuer Märkte. Eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung setzt voraus, dass begrenzte Ressourcen effizient genutzt werden, Zugang zu sicherer und günstiger Energie besteht und wichtige Na­ turräume erhalten bleiben. Von besonderer Bedeutung ist dabei die Ressource Wasser. Bereits heute lebt die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten und bis 2030 werden es voraus­ sichtlich zwei Drittel sein. Diese Entwicklung verschärft die Lage im Hinblick auf die Trinkwasserversorgung und Abwas­ serentsorgung und erfordert es, mit dieser Ressource nach­ haltig umzugehen. Wasser ist darüber hinaus die wichtigste erneuerbare Energiequelle der Welt, da die Wasserkraftwerke mit der Landwirtschaft und anderen Nutzern konkurrieren. Betrachtet man das energieintensive Wachstum der Schwel­ len- und Entwicklungsländer, so wird die zunehmende Be­ deutung erneuerbarer Energien noch unterstrichen. Die für den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen not­ wendigen Technologien werden im Rahmen der Entwick­ lungszusammenarbeit gefördert, um die Schwellen- und Entwicklungsländer bei der Erreichung der weltweiten Kli­ maziele zu unterstützen. Ohne das Engagement des Privat­ sektors lassen sich diese Ziele nicht erreichen. Für innovati­ ve deutsche Unternehmen ergeben sich dadurch vielversprechende Möglichkeiten, neue Märkte zu erschlie­ ßen und Kunden zu gewinnen. Hier setzt die Arbeit der DEG – Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH an. Im Rahmen der unter­ nehmerischen Entwicklungszusammenarbeit finanziert und strukturiert sie seit fast 50 Jahren Investitionen privater Un­ ternehmen in Entwicklungs- und Schwellenländern. Die DEG stellt langfristiges Kapital in Form von Darlehen, Mez­ zanin-Finanzierungen und Beteiligungen zur Verfügung und berät in allen Projektphasen. Von der DEG finanzierte Investitionen müssen rentabel und entwicklungswirksam sein sowie zu nachhaltigem Wachstum und zur Verbesse­ rung der Lebensbedingungen der Menschen vor Ort beitra­ gen. Klimaschutz ist ein wichtiger Schwerpunkt im DEGGeschäft. Allein im Jahr 2010 hat sie rund 230 Millionen Euro für Klimaschutzinvestitionen in Entwicklungs- und Schwellenländern bereitgestellt. In Lateinamerika ist die DEG seit mehr als 40 Jahren tätig. Das aktuelle Portfolio dort beläuft sich auf rund 1,2 Milliar­

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Kai Buntrock, Senior Investment Manager Erneuerbare Energien in der DEG den Euro. Mit Büros in Brasilien, Mexiko und Peru ist die DEG auch vor Ort vertreten. Ein Beispiel für das Engagement der DEG in Lateinamerika ist die Unterstützung für den deutschen Windkraftentwick­ ler SoWiTec. Um den Windenergiesektor in Lateinamerika zu fördern, unterstützt die DEG das Unternehmen bei der Entwicklung von neun Windparks mit einer Gesamtkapazi­ tät von bis zu 1.000 Megawatt mit zwei langfristigen auf­ ein­ander aufbauenden beteiligungsähnlichen Darlehen in Höhe von sechs Millionen Euro. Das Geld ist für die Ent­ wicklung von Windprojekten in Argentinien, Brasilien, Chi­ le, Mexiko, Peru und Uruguay bestimmt. Diese Risikokapi­ tal-Investition bildet den Auftakt zu einem mehrstufigen Ansatz: Nach erfolgreicher Entwicklung der Projekte bietet sich die DEG als ko-finanzierender Eigenkapital- oder Fremdkapitalgeber an. Zudem bringt sie ihre Ländererfah­ rung und ihre Kontakte vor Ort ein. Ziel der Zusammenarbeit von DEG und SoWiTec ist die Er­ weiterung von Kapazitäten zur Stromerzeugung in den be­ treffenden Ländern und ein Beitrag zur Versorgungssicher­ heit. Gleichzeitig erhöht sich der Anteil regenerativ erzeugter Energie. Die Länder Lateinamerikas sowie deutsche Lieferan­ ten und Investoren können durch die Kooperation von den Standards der europäischen Projektentwicklung im Windbe­ reich profitieren. Neben Technologie- und Know-how-Trans­ fer zählen dazu auch die Bereiche Management, Betriebsor­ ganisation, Vertrieb und Finanzierung.


Unser Programm für die ZUkUnft:

internationale finanzierungen für entwicklung und ihre auslandsaktivitäten.

Die KfW Bankengruppe ist eine der führenden und erfahrensten Förderbanken der Welt. Besonders in der Export- und Projektfinanzierung sowie in der Zusammenarbeit mit Entwicklungsländern bietet sie seit vielen Jahren weltweit nachhaltige Finanzierungslösungen. Sie setzt sich aktiv dafür ein, die sozialen und ökologischen Lebensbedingungen zu verbessern und positive Wirtschaftsbedingungen für Unternehmen zu schaffen. Mehr Informationen über die KfW Bankengruppe erhalten Sie unter www.kfw.de


DEG

© ERDM SOLAR S.A. DE C.V. In Ergänzung zu ihren Finanzierungs- und Beratungsleis­ tungen bietet die DEG auch Förderprogramme an, die sich an private Unternehmen richten. Mit dem Programm develoPPP.de, das mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) durchgeführt wird, können Unter­ nehmen entwicklungspolitisch sinnvolle Maßnahmen in Entwicklungs- und Schwellenländern realisieren. Ein Beispiel für ein solches Vorhaben ist die Zusammenar­ beit der DEG mit der Renewables Academy (RENAC), einem deutschen Weiterbildungsunternehmen im Bereich erneu­ erbare Energien und Energieeffizienz, der ERDM SOLAR, ei­ nem deutsch-mexikanischen Produzenten von Photovolta­ ikmodulen sowie dem Technologiepartner Q-Cells. Im Energiemix Mexikos spielt Solarenergie bislang eine untergeordnete Rolle. Ursachen hierfür sind unter anderem die mangelnde Qualifikation von Planern und Technikern sowie das fehlende Grundlagenwissen von politischen Ent­ scheidungsträgern. Hier setzt das von der DEG geförderte Projekt an: ERDM und RENAC entwickeln gemeinsam ein umfassendes Ausbildungsprogramm, das sich an Ingenieu­ re, Techniker und Multiplikatoren richtet. Die Inhalte um­ fassen je nach Zielgruppe beispielsweise Anlagenplanung, Projektsteuerung, Kalkulation, Montage oder Reparatur, aber auch Grundlagenwissen zu finanziellen und rechtli­ chen Aspekten. Ziel des Vorhabens ist es, den Bau und Be­ trieb von Solaranlagen zu professionalisieren und Vorbehal­ te gegenüber der Nutzung von Solartechnik in Politik und Wirtschaft abzubauen. Machbarkeitsstudien mittelständischer Unternehmen, mit denen entwicklungspolitisch sinnvolle Investitionen vorbe­ reitet werden, können von der DEG ebenfalls aus Mitteln des BMZ mitfinanziert werden. Das Programm „Klimapartnerschaften mit der Wirtschaft“ des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Re­ aktorsicherheit (BMU) unterstützt Unternehmen dabei, kli­ mafreundliche Vorhaben in Entwicklungs- und Schwellen­ ländern umzusetzen. Aus Mitteln dieses Programms fördert die DEG beispielsweise die Verbreitung moderner deutscher Biogastechnologie in Brasilien. Da sich diese klimafreundli­ che Art der Energieerzeugung in Brasilien noch nicht durch­ setzen konnte, soll in der Region Santa Catarina eine De­

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monstrationsanlage gebaut werden, die aus Gülle Energie gewinnt. Privater Partner des Vorhabens ist die MVV decon GmbH, ein deutsches Beratungsunternehmen für Energie­ versorgung und -effizienz mit Sitz in Mannheim. Im brasilianischen Bundesland Santa Catarina leben viele Menschen von der Schweinezucht. Unkontrolliert entsorgte Gülle und hohe Methanemissionen belasten dort Umwelt und Klima. Hier setzt das Vorhaben an: Biogasanlagen ver­ wenden die nicht genutzte Biomasse, um Strom zu erzeu­ gen. So werden Umwelt und Klima geschont, die Mastbe­ triebe erhalten eine weitere Einkommensquelle und es entstehen neue Arbeitsplätze. Um die Vorteile für Umwelt und Menschen aufzuzeigen, untersucht MVV decon anhand einer Demonstrationsanlage die optimale Struktur für Pla­ nung und Betrieb einer wirtschaftlich arbeitenden Biogasan­ lage. Das gewonnene Know-how stellt MVV decon Verwal­ tung, Bildungsinstitutionen und der Wirtschaft Brasiliens zu Verfügung. Insbesondere Entscheidungsträger und poten­ zielle Geldgeber werden so für das Thema sensibilisiert. Ein weiteres Instrument im Umweltbereich ist der Wasser­ risikofilter, den die DEG zusammen mit dem World Wildlife Fund for Nature (WWF) entwickelt hat. Da das wirtschaftli­ che Handeln vieler Unternehmen mit der Verfügbarkeit und der Qualität von Wasser zusammenhängt, ist das Manage­ ment dieser Ressource auch für Finanzinstitute wie die DEG von hohem Wert. Mit dem Wasserrisikofilter können die Wasserrisiken eines Unternehmens ermittelt werden. Damit mögliche Wasserprobleme schon im Vorfeld vermieden werden können, wird für Kunden der DEG derzeit eine „Water Tool Box“ entwickelt, die dann Lösungsvorschläge im Wasserbereich anbieten soll. Kai Buntrock, Senior Investment Manager Erneuerbare Energien in der DEG


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Uruguay glänzt mit Wachstum und Stabilität

Die kleine uruguayische Volkswirtschaft ist in den ver­ gangenen Jahren groß rausgekommen. Seit acht Jahren liegt das Wirtschaftswachstum des 3,3-Mio.-EinwohnerLandes über dem Durchschnitt Lateinamerikas. 2010 er­ reichte das Wachstum eine Rate von 8,5%. Gerade auslän­ dische Investoren setzen auf das stabile Land im Herzen der Wirtschaftsunion Mercosur. Öffentlich-private Partner­ schaften sollen helfen, die Infrastruktur zu verbessern. Chancen bieten sich auch bei erneuerbaren Energien. Uruguay verzeichnet derzeit das beste Geschäftsklima in ganz Lateinamerika. Das ergab im Juli 2011 eine Umfrage des Münchner Ifo-Instituts und der brasilianischen For­ schungsstiftung FGV. Uruguays Bruttoinlandsprodukt wird 2011 real um 6,8% zunehmen, prognostiziert die UN-Wirt­ schaftskommission für Lateinamerika (Cepal). Das wären er­ neut mehr als die 4,7% im Mittel der Region. Selbst die Ge­ fahr einer neuen globalen Rezession nimmt man in Uruguay relativ gelassen. Schließlich war das BIP-Wachstum im Kri­ senjahr 2009 hierzulande mit fast 3% positiv geblieben. Die Direktinvestitionen aus dem Ausland stiegen 2010 auf den Rekordwert von 2,3 Mrd. US$, das entsprach fast 6% des BIP. Investitionen in große Zellstoffwerke, die Nah­ rungsmittelverarbeitung und kleinere Kfz-Montagelinien tragen dazu bei, Uruguays Produktionspalette zu diversifi­ zieren. Konzerne aus Brasilien und Argentinien übernah­ men große Teile der lokalen Agrarindustrie und stärkten so die Produktivität dieses Schlüsselsektors der uruguayischen Wirtschaft. Ausländische Investoren schätzen besonders die verlässli­ chen Rahmenbedingungen in Uruguay. Die Grundlinien der Wirtschaftspolitik sind über alle Regierungswechsel hin­ weg in den letzten zwei Jahrzehnten weitgehend gleich ge­ blieben. Auch der ehemalige Linksguerillero José Mujica, der heute als Staatspräsident die Geschicke des Landes steuert, hält an Stabilitätspolitik und sozialer Marktwirt­ schaft fest. Ratingagenturen loben die „vorsichtige und konsistente Wirtschaftspolitik“ Uruguays. Nach jüngsten Heraufstufungen seiner Bonität ist Uruguay nur noch eine Stufe davon entfernt, das begehrte Investment-Grade-Ra­ ting zurückzuerlangen, das in der Finanzkrise vor zehn Jah­ ren verlorengegangen war. Wie andere Länder Südamerikas profitiert Uruguay von den steigenden Rohstoffpreisen (vor allem für seine Agrar­ produkte) und von entsprechend verbesserten Terms of Trade - wenn auch längst nicht so sehr wie etwa Brasilien und Argentinien, die auch bei Erdöl Selbstversorger sind. Uruguay muss Erdöl und -gas teuer importieren. Besonders dynamisch entwickeln sich schon seit Jahren die Sektoren Transport, Lager und Kommunikation sowie

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Handel und Gastgewerbe. Der Tourismus floriert, und der kontinuierliche Ausbau seiner Freizonen und Freihäfen hat Uruguay zu einem bedeutenden Logistikzentrum für die Re­ gion werden lassen. Neben Logistikunternehmen haben sich vor allem Finanzdienstleister, Call-Center, SoftwareEntwickler und andere IT-Dienstleister dort angesiedelt. Um das hohe BIP-Wachstumstempo von rund 7% im Durchschnitt der vergangenen acht Jahre beibehalten zu können, wäre eine Erhöhung der immer noch recht niedri­ gen Investitionsquote von 20,5% des BIP erforderlich. Das zuletzt sehr dynamische Wachstum des Privatkonsums (2010: +11,4%), das von hohen Reallohn-Zuwächsen und einer Flut neuer Kredite angeheizt wurde, dürfte sich in die­ sem Tempo kaum halten lassen. Auch die konjunkturellen Impulse aus den großen Nachbarländern Argentinien und Brasilien, von denen Uruguays Wirtschaft stark beeinflusst wird, werden einstweilen schwächer ausfallen. Ab 2012 wird sich Uruguays BIP-Wachstum bei 4 bis 5% einpendeln, so die Prognosen. Ein neues Gesetz über öffentlich-private Partnerschaften (PPP) zum Bau und Betrieb von Infrastrukturanlagen, das im Juli 2011 in Kraft gesetzt wurde, soll helfen, die benötigten Häfen, Flughäfen und Transportwege für den weiteren Aus­ bau Uruguays als regionalen Logistik-Hub bereitzustellen. PPP-Projekte sollen ferner dazu beitragen, den dringenden Bedarf an zusätzlicher Energie sowie an sozialen Einrichtun­ gen wie Krankenhäusern, Schulen und Gefängnissen zu de­ cken. Auch neue private Großprojekte sind geplant. So projek­ tiert das Unternehmen Montes del Plata, ein Joint Venture der Zellstoffhersteller Arauco (Chile) und Stora Enso (Finn­ land-Schweden), den Bau eines weiteren Zellstoffwerks für rund 2 Mrd. US$, das mit 1,3 Mio. t pro Jahr die Kapazität der 2007 errichteten Anlage des Konzerns UPM (früher Bot­ nia) noch übertreffen soll. Das zu dem indischen Konzern Zamin Ferrous gehörende Bergbauunternehmen Minera Aratirí will rund 3 Mrd. US$ in die Ausbeutung der Eisenerz­ lagerstätte Valentines im Departament Treinta y Tres ste­ cken (sofern Dispute mit Umweltschützern und Landwirten beigelegt werden können). Auch andere Unternehmen in­ vestieren in den Bergbau, der in Uruguay bisher ein Schat­ tendasein führte. Uruguay profiliert sich in der Region überdies als Vorreiter bei der Nutzung erneuerbarer Energien. Allein das Staats­ unternehmen UTE will bis 2015 mehrere Windparks mit bis zu 300 MW Kapazität ans Netz bringen. Noch einmal so viel soll von privaten Unternehmen installiert werden. Ein Mangel an Fachkräften und das verbesserungsbedürf­ tige Bildungswesen gelten als noch zu überwindende


Uruguay

Schwachpunkte der uruguayischen Wirtschaft. Sorge berei­ tet auch die stark beschleunigte Inflation, die im Juli 2011 eine Jahresrate von 8,3% erreichte. Die Zentralbank ver­ sucht, durch Leitzinserhöhungen gegenzusteuern. Auch die Fiskalpolitik hat von einem expansiven Kurs (im Krisenjahr 2009) auf eine leichte Straffung umgeschwenkt (Zunahme des Primärüberschusses von 1% des BIP in 2010 auf zuletzt 1,5% des BIP). Doch vor allem die tendenzielle Aufwertung des uruguayischen Pesos gegenüber dem US-Dollar (um 3,5% seit Jahresbeginn 2011 und um 12,1% gegenüber dem Tiefstwert der letzten zwölf Monate) dürfte einen dämpfenden Effekt auf die Inflation ausüben.

An der kräftig expandierenden Wareneinfuhr (+34% in den zwölf Monaten bis Juni 2011) haben deutsche Lieferun­ gen nur einen Anteil von 2,3%. Deutsche Konzerne belie­ fern den uruguayischen Markt auch über ihre Tochtergesell­ schaften in Brasilien und Argentinien. Die beiden großen Nachbarländer liefern fast 40% der Gesamtimporte Urugu­ ays. Carl Moses gtai, Montevideo

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Euler Hermes

Exportkreditgarantien und Investitionsgarantien der Bundesrepublik Deutschland Attraktive Märkte in Lateinamerika Chancen nach der Finanzkrise nutzen Deutsche Exportgeschäfte nach Lateinamerika, aber auch Direktinvestitionen deutscher Unternehmen verzeichnen seit Jahren hohe Wachstumsraten, selbst der Rückgang durch die Finanz- und Wirtschaftskrise scheint inzwischen kompensiert. In vielen Bereichen besteht nach wie vor ho­ her Investitionsbedarf, vor allem im Infrastruktursektor – Straßenbau, ÖPNV, Transport, Telekommunikation.

Risikomanagement mit Exportkreditgarantien Die Exportkreditgarantien der Bundesrepublik Deutschland (Hermesdeckungen) sind eine Lösung, um verantwortungs­ voll mit den Risiken von Exportgeschäften umzugehen. Ver­ schiedene Produkte schützen passgenau vor einem Zah­ lungsausfall aus wirtschaftlichen (z.B. Zahlungsunfähigkeit) oder politischen (z.B. Devisenmangel) Gründen. Das Ma­ nagement der Exportkreditgarantien nimmt im Auftrag der Bundesregierung die Euler Hermes Kreditversicherungs-AG gemeinsam mit der PricewaterhouseCoopers AG WPG wahr. Die grundlegenden Entwicklungen in den einzelnen Län­ dern spiegeln sich in der Nachfrage nach Absicherungen mit Hermesdeckungen wider. Nach zwei Jahren rückläufi­ ger Entwicklung wuchs 2010 das Volumen der Exportkre­ ditgarantien für Lateinamerika und die Karibik deutlich um 78 % auf mehr als fünf Milliarden Euro. Der Anteil dieser Re­ gion am weltweiten Deckungsvolumen liegt weiterhin bei 13 %. In Relation zum gesamten deutschen Export in die Region legten die hermesgedeckter Aufträge auch in den zurücklegenden Perioden zu. Inzwischen beträgt der Anteil der gedeckten Exporte nach Lateinamerika und in die Kari­ bik an der Gesamtausfuhr fast 19 %.

Absicherung von Direktinvestitionen Die Investitionsgarantien der Bundesrepublik Deutschland begleiten deutsche Unternehmen bei ihren Auslandsaktivi­ täten und sichern ausländische Direktinvestitionen vor poli­ tischen Risiken ab. Hierzu schließt die Bundesregierung als Voraussetzung Investitions- und -schutzverträge ab. Für na­ hezu alle Länder der Region bestehen diese Verträge. Auf­ grund eines Schadensfalles können derzeit keine Garantien für Investitionen in Argentinien übernommen werden. Bisher wurden für Projekte in Lateinamerika Investitions­ garantien in Höhe von 6,67 Mrd. EUR übernommen. Der aktuelle Garantiebestand beträgt 0,6 Mrd. EUR. Die wich­ tigsten Länder sind Brasilien, Peru und Mexiko. Rund ein Viertel der Garantien wurde für Projekte im Bereich der

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Land- und Forstwirtschaft übernommen. Gleichauf liegen die Investitionen im Dienstleistungssektor. Mit einem Anteil von 15 % bildet die Energiewirtschaft den drittgrößten Be­ reich.

Ausblick Lateinamerika ist ein Markt, der für die Hermesdeckungen und Investitionsgarantien in den letzten Jahren an Gewicht gewonnen hat. Die Unternehmen fragen deutlich häufiger die Absicherungsmöglichkeiten nach und nutzen die Instru­ mente der Außenwirtschaftsförderung für ihr Cash- und Ri­ sikomanagement. Chancen ergeben sich aus dem hohen Investitionsbedarf beispielsweise im Infrastruktursektor. Eine Exportkreditgarantie verbunden mit einem attraktiven Fi­ nanzierungspaket entpuppt sich oftmals als Türöffner für Nachfolgegeschäfte. Besonders auf schwierigen Märkten flankieren Investitionsgarantien das Auslandsprojekt und tragen zur Stabilisierung bei. Das weitreichende Deckungs­ angebot steht allen deutschen Unternehmen und Banken zur Förderung ihrer Geschäfte in der Region zur Verfügung. Weitergehende Informationen und die Kontaktdaten Ihrer Ansprechpartner erhalten Sie im Internet unter www.aga­ portal.de. Dort können Sie auch den kostenlosen Newslet­ ter „AGA-Report“ abonnieren, der regelmäßig über aktuelle Entwicklungen informiert.


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Chile

Gegen internationale Turbulenzen gewappnet

Chile hat gute Aussichten, 2011 mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von circa 6,8% abzuschließen. Das Einfuhrgeschäft expandiert auch dank der Offenheit der chilenischen Volkswirtschaft. Die Devisenreserven des Landes befinden sich auf Rekordniveau. Die Projektpipeline ist gut gefüllt und sorgt für zusätzliche Impulse. Nachdem das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Chiles im 1. Halbjahr 2011 um 8,4% zugelegt hat, korrigieren Wirt­ schaftsexperten ihre Prognosen für das Gesamtjahr nach oben. Besonders stark gewachsen sind die Fischwirtschaft mit 22,3%, der Agrar- und Forstbereich mit 16,2%, das Kommunikationswesen mit 11,2% sowie die Industrie mit 10,3%. Starke Zuwächse verbuchten die Baustoffproduzen­ ten (30,4%), die Zellstoff- und Papierhersteller (17,6%) so­ wie die Holzverarbeitung (10,3%). Bankenanalysten rechnen damit, dass Chiles BIP pro Kopf schon 2011 die 16.000-Dollar-Marke überschreiten könnte. Die auf dem internationalen Dollar basierende Berechnung berücksichtigt die relative Kaufkraft des Landes. Damit ließe sich das von der Regierung gesetzte Ziel, gegen 2018 mit einem Pro-Kopf-Einkommen von rund 22.000 Dollar aufzu­ warten, schon früher erreichen. Zu Marktpreisen dürfte sich laut Banco de Chile das Pro-Kopf-Einkommen 2011 auf etwa 13.450 US$ belaufen. Der Internationale Währungs­ fonds nannte für 2009 und 2010 Werte von 9.516 bezie­ hungsweise 11.587 US$. Aufgrund der guten Wirtschaftslage hat sich der Absatz von Kfz, außer Lkw und Omnibussen, im 1. Halbjahr 2011 um 32,1% gegenüber der Vorjahresperiode auf 163.409 Einheiten erhöht. Die Branche ist auf einem guten Weg, im Gesamtjahr die vorhergesagte Rekordzahl von 325.000 Fahrzeugen zu erreichen, nach 289.280 Einheiten im Vor­ jahr. Die Nachfrage nach Luxusautomobilen hat dem Fach­ verband ANAC zufolge deutlich zugenommen. Porsche ver­ zeichnet ein Plus von 41,4% auf 140 Fahrzeuge. Mercedes Benz verkaufte 1.706 Einheiten und damit 58,7% mehr als im 1. Halbjahr 2010. Laufend werden neue Infrastrukturprojekte bekannt. So will die chinesische Hebei Wenfeng Industrial Group im Norden einen Großhafen für 250 Mio. US$ bauen. Darüber wird das Unternehmen die nordchilenischen Eisenerzvor­ kommen verschiffen. Das chilenische Unternehmen Besalco und die peruanische Graña y Montero planen ebenfalls im Norden eine 196 km lange Übertragungsleitung für 90 Mio. US$. Darüber hinaus will Besalco für schätzungsweise 456 Mio. US$ sechs kleinere Wasserkraftwerke in den südli­ chen Landesteilen errichten. Bis 2014 werden Investitionen von rund 27,5 Mrd. US$ in die chilenische Elektrizitätswirtschaft erwartet. Ferner beab­

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sichtigt die brasilianische Gerdau Aza, 240 Mio. US$ in den Ausbau ihrer Stahlerzeugung zu investieren. Die Metro von Santiago de Chile will 2012 den Erwerb von 222 Wagen für ihre neuen U-Bahnlinien 3 und 6 im Wert von voraussichtlich circa 265 Mio. US$ ausschreiben. Das gesamte Nahverkehrsvorhaben schlägt mit Investitio­ nen von 2.760 Mio. US$ zu Buche. An dem Ausbau der Me­ tro haben die Unternehmen Alstom, Ansaldo, Bombardier und Siemens Interesse gezeigt. Etwas konkreter wurden nun zwei Tunnelbauten zwischen Chile und Argentinien, die für den chilenischen Minister für Öffentliche Arbeiten Laurence Golborne Vorrang besitzen. Dabei handelt es sich um eine unterirdische Verbindung von Coquimbo (Chile) nach San Juán (Argentinien) mit vor­ aussichtlichen Kosten von 1 Mrd. US$. Die Strecke soll 2022 befahrbar sein. Wann der Korridor Los Libertadores in das argentinische Mendoza gebaut wird, ist noch offen. Die Kosten für das Projekt, zu dem auch eine Eisenbahnlinie ge­ hört, belaufen sich auf rund 6 Mrd. US$. Die Aussichten im Goldbergbau Chiles sind glänzend. In den sechs Minen von Pascua Lama, Casale, Lobo Marte, El Morro, Volcán und Caspiche schlummern rund 80 Mio. Un­ zen. Hier sind Investitionen von rund 15 Mrd. US$ im Ge­ spräch. Bergbaufachleute schätzen, dass sich die jährliche Goldproduktion bis 2020 von gegenwärtig 39 t auf 120 t steigern lässt. Dank der hohen Rohstoffpreise hat die Zentralbank ihre Devisenreserven bis zum Ende des 2. Quartals 2011 auf 34,9 Mrd. US$ erhöht, nachdem sie Ende 2010 bei 27,9 Mrd. US$ lagen. Damit hat Chile gute Aussichten im Exwie auch im Import 2011 mit einem Rekordergebnis abzu­ schließen. Die Risiken der Weltwirtschaft werden aber mög­ licherweise 2012 zu einer Verlangsamung des Wachstumstempos führen, geben lokale Beobachter zu be­ denken. Siegfried Ellermann gtai, Santiago de Chile


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Deutsche Bank

Latin America and Germany: Environmental partners

Economic growth is not only fundamental to our material prosperity, but can also damage the environment at the same time. The conflict between economic activity and ecological balance is particularly acute throughout the fastgrowing emerging markets. In addition, our economic acti­ vities are accelerating climate change on a global level. The burning of fossil fuels as well as agricultural land use and deforestation are the key reasons for this. Awareness about this potential conflict is growing around the world. As a response, many countries aim to enable sus­ tainable growth by using appropriate environmental and climate policy instruments (e.g. taxes, regulatory law). Some countries including Germany have environmental and climate protection policies that go back a long way. Other states, including some in Latin America, still have some catching-up to do. Germany and Latin America are ideally positioned to collaborate on environmental and cli­ mate protection matters. Such collaboration makes sense at both institutional and technological levels. In fact, they usu­ ally complement each other, because the institutional framework follows legal requirements for environmental standards. Collaboration on technology can then help to meet those standards. Institutional and regulatory require­ ments thus frequently stimulate demand for environmental and clean technologies. A basic distinction needs to be drawn between local envi­ ronmental problems (e.g. water and air pollution) and the global impact of climate change. Local issues have to be dealt with locally. The positive effect will then also be felt pri­ marily locally or regionally. Protection against climate change however, is a global challenge. It is irrelevant for the climate where greenhouse gas emissions occur or are abated. German companies are internationally leading in conven­ tional environmental technologies (e.g. filter systems for exhaust gases, wastewater treatment facilities, recycling plants). There is great demand for their expertise in Latin America. Chile, for instance, is looking to cut harmful emis­ sions from industrial facilities by introducing a pollution levy. Mexico plans to clean up soil that has been polluted by mining or industrial processes and is going to build 200 wastewater treatment plants in the coming years. Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) is involved in many environmental projects in Latin America: These projects include the installation of hot water collectors on residential buildings or plants for recycling re­ frigerators in Brazil, water projects in Peru or consultancy activities in waste management in El Salvador. These coun­ tries offer enormous market opportunities for German tech­ nology providers. We estimate the market size for environ­

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mental technologies and services in Latin America to exceed EUR 10 billion per year. Political partnerships (via the GIZ for instance) can help German companies to tap into this potential. After all, using these environmental technologies can deliver long-term benefits for both sides. Climate change mitigation and adjustment are also areas where it makes sense for Latin America and Germany to col­ laborate for mutual benefit. Fundamentally, it is the indus­ trial countries that bear special responsibility for climate protection. Their historical and present greenhouse gas emissions are higher than those of the aspiring economies, especially in terms of per-capita emissions. While Latin America’s share of energy-related global CO2 emissions is only 5%, the EU accounts for 13% with roughly the same population. Therefore, industrial nations are expected to accept this special responsibility in the international climate negotiations and developing countries to receive techno­ logical and financial support in the battle against climate change. The countries of Latin America have set themselves ambi­ tious abatement targets. Chile plans to cut its greenhouse gas emissions by 20% by 2020 compared with the busi­ ness-as-usual (BAU) scenario. Mexico is looking to achieve a reduction of 30%, and Brazil aims to cut emissions by up to 39% compared with the BAU scenario. This requires, among other things, investments in renewable energies and energy efficiency – another market worth billions of Eu­ ros where German companies are well positioned. Many Latin American countries have good prerequisites for using renewable energies. In Brazil hydropower and bio-energy (mainly ethanol) already play a major role with hydropower accounting for nearly 80% of power generation. In coun­ tries such as Chile or Mexico the climatic conditions are good for wind and solar power. Conventional power sta­ tions also possess huge improvement potential – for in­ stance via boosting their efficiency levels. Companies from Germany can generally benefit from in­ vestments in CO2 abatement projects in Latin America by counting emission reduction measures implemented there within the framework of the Clean Development Mecha­ nism (CDM) towards their own reduction target. The Ger­ man Environment Ministry is financing a CDM initiative in Brazil that is aimed at developing the local CDM market. In Brazil and Mexico respectively 200 and 129 CDM projects are already registered. The two countries thus rank third and fourth in the CDM statistics – albeit a long way behind China and India. The efficiency and effectiveness of such project-related climate protection instruments call for them to be reinforced at the upcoming UN climate negotiations.


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Deutsche Bank

They should ideally include forestry protection projects (socalled REDD projects; REDD = Reducing Emissions from De­ forestation and Degradation), since the conservation of tropical rainforests (the Amazon basin for instance) is an im­ portant instrument for combating climate change and also has positive effects on biodiversity or the local and global water cycle. For us as a financial institution, financing of these projects is critical. Financial support can come in different forms. Regulatory legislation is often a major driver of convention­ al environmental technologies: companies that emit pollu­ tants are compelled to reduce their emissions via command and control instruments. This stimulates the demand for the relevant technologies. By contrast, measures to boost energy efficiency often pay for themselves without govern­ ment involvement. Higher energy prices can provide suffi­ cient stimulus in such cases. Financing the above-men­ tioned technologies thus opens up business opportunities for banks. For CDM projects the international climate policy framework is key. If this framework has an investor-friendly structure, then funding is seldom the barrier for such projects. Deutsche Bank is involved in CDM projects in Latin Ameri­ ca. Some forms of renewable energy, by contrast are cur­ rently not yet competitive without government support. In Germany guaranteed feed-in tariffs for electricity generated from renewable sources have proven successful in order to expand the renewable share of power generation. Via the GET FiT programme (Global Energy Transfer Feed-in-Tariffs) Deutsche Bank is campaigning for this idea to be rolled out faster in emerging markets as well. Such guarantees also stimulate funding for the underlying technologies. The costs could be covered in some cases by international cli­ mate funds. Alternatively, Latin American and German fi­ nancial institutions could also team up to create suitable ve­ hicles for funding environmental and climate technologies.

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Lateinamerika

Latin America More Resilient

Latin America’s economies are still growing. But the ques­ tion is: How fast and for how long? The crisis in the north is bound to have repercussions for the region. Already now the rate of growth is slowing in many Latin American coun­ tries. But in 2011 the region as a whole will most likely grow at a rate of more than 4 percent. This means that the original forecasts might come true. The reason is stronger growth than predicted in the first half of the year. This might compensate growth deceleration in the second half. In any case, Latin America will grow faster than Europe. Global turmoil once again affects the economies of the world. And once again it is made in the North and not in Latin America. But there are significant differences. The ori­ gin of the financial crisis 2008/9 was the housing bubble in the United States that threatened the survival of the ban­ king sector. It was solved quickly by huge government bailouts for the banks. Today’s crisis is of a different nature. Indebtedness of the governments of the United States and Europe is so high that no fast solutions are possible. Deve­ loped countries are threatened by a long period of stagnati­ on. Already now their stock exchanges have infected stock markets all over the world. The recession in 2009 turned out to be just a short inter­ ruption of Latin America’s boom phase. How will this new crisis affect the region? Latin America’s resilience to global turmoil has grown considerably. Most Latin American coun­ tries have made good use of high export revenues and capi­ tal inflows of recent years. Altogether they reduced public debt to only 32% of GDP. They also lowered the debt servi­ cing burden, fiscal deficits and inflation rates. Private invest­ ment and consumption increased substantially. The total sales volume of Latin American bond issues rose to more than US$ 1.2 trillion. This reduced dependence on capital inflows. Foreign exchange reserves surpass US$ 600 billion. Today many Latin America states have more policy resour­ ces than the majority of the developed nations. Their cen­ tral banks raised interest rates to fight inflation and cool de­ mand. In case of need they can lower these rates to stimulate private consumption. Likewise many govern­ ments could increase investment, reduce taxes and support companies with voluminous credits because of low fiscal deficits. Latin American economies have become less de­ pendent on external stimuli. The consumption by Latin Americans themselves is now the main motor of growth. The second most important motor is the ever increasing Asian demand for South American mining products and foodstuff. China will soon become the most important tra­ ding and investment partner of the region. But not all Latin American countries show the same de­ gree of immunity against global contagion. Overall there is a need for higher savings as well as more structural reforms,

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investment and innovation. Apart from that, high export earnings, foreign direct investments and speculative capital inflows put revaluation pressure on Latin American curren­ cies. Stronger currencies have become a problem for local industries as their goods get more and more expensive on the world market. At the same time, imports get cheaper and hurt domestic producers. Also many German subsidia­ ry companies suffer by this development. Latin American governments try to fight revaluation by restricting hot mo­ ney inflows. But there is no rapid solution to this problem as the value of a currency also reflects the weight of an econo­ my and the significance of a country. Not all Latin American countries offer equally advantage­ ous conditions for entrepreneurs. Because of obvious rea­ sons (size, wealth of natural and agricultural resources, BRIC status, soccer world cup, Olympic Games etc.), Brazil re­ mains business partner number one. Mexico is interesting because of its large internal market and its function as a gateway to the U.S. market. Colombia and Peru have be­ come targets for entrepreneurial activities because of gro­ wing stability, liberal economies and interesting growth ­rates. Argentina offers relatively good conditions for indus­ trial and mining companies but less so for public utility ser­ vices and agriculture. Chile and Uruguay have the most ­liberalized and open economies of Latin America. German industrial companies occupy a strong position in Latin America, in third place only after indigenous and U.S. companies. But life in Latin America is getting tougher eve­ ry day. Competitors from China, South Korea or India are pushing into the markets of the region. And they offer un­ beatably cheap financing. This is certainly the main chal­ lenge for German companies in Latin America. Another challenge is to overcome the limitation of German entre­ preneurial activities in Latin America to the industrial sector. Up to now, about 90 percent of all German direct invest­ ment in the region is investment in industry. But the largest Latin American development projects in the oncoming ye­ ars are planned in infrastructure, energy, mining and agri­ culture. Today’s impressive resilience and excellent business opportunities will entice many German companies to ex­ pand their activities in Latin America. Their know-how of in­ novative new technologies should be welcome. Peter Rösler, Deputy General Manager, Lateinamerika Verein


Hasta que entendamos mejor lo que nos depara el futuro. Para un golfista profesional, el secreto del éxito está en la precisión. Lo que significa no pasar por alto ningún detalle. ¿De dónde sopla el viento? ¿Dónde están los desniveles en el green? En UBS sabemos prestar atención a los detalles. Investigación sin fin. Análisis sin parar. Compromiso inagotable. Sí, ofrecemos soluciones de inversión para cubrir sus necesidades. Ponemos a su disposición el conocimiento y los recursos de una compañía integrada y global. Pero sin nuestra casi obsesiva atención al detalle, comprenderá que todo esto no tendría sentido. Sonntag, 16. Oktober 2011 Empfang am Vorabend der Lateinamerika-Konferenz auf Einladung der UBS Deutschland AG um 19 Uhr im Hotel Atlantic Kempinski An der Alster 72–79, 20099 Hamburg

UBS Deutschland AG Andreas E. Meier Head Wealth Management Latin America Ballindamm 33, 20095 Hamburg Tel. +49-40-32 95 400 andreas-e.meier@ubs.com

No descansaremos www.ubs.com/deutschland UBS ist ein weltweit führender Finanzdienstleister. Zu unserem Angebot gehören: Wealth Management für Privatkunden, Asset Management und Investment Banking für Unternehmen und institutionelle Anleger. Mit Hauptsitz in der Schweiz ist UBS weltweit in über 50 Ländern und allen wichtigen Finanzzentren tätig. © UBS 2011. Alle Rechte vorbehalten.


Lateinamerika und Deutschland:  Partner im Umweltbereich 17. Oktober 2011, Atlantic Hotel Hamburg In Kooperation mit der Handelskammer Hamburg

Programm 08:30

Registrierung

09:00

Begrüßungen

Andreas Erren Geschäftsführer, Zech Umwelt GmbH, Bremen

Bodo Liesenfeld Vorsitzender des Vorstandes, Lateinamerika Verein e.V., Hamburg Prof. Dr. Hans-Jörg Schmidt-Trenz Hauptgeschäftsführer, Handelskammer Hamburg

Lutz Lütz Area Manager Latin America, Fichtner Gruppe, Stuttgart 11:30

Kaffeepause/Imbiss

Panel 2:

Umweltmanagement in Megacities

Senator Frank Horch Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, Hamburg 09:30

S.E. Tabaré Aguerre Landwirtschaftsminister der Republik Östlich des Uruguay

Panel 1: Technologien und Nachhaltigkeit im Umweltbereich Moderation: Justus Vitinius First Vice President Latin America, DEG (Deutsche Investitions- und Entwicklungs­ gesellschaft mbH), Köln 10:00

Luis Viana Mitglied des Vorstandes, Empresas Cofusa/Urufor, Montevideo

10:20

Johannes Laubach Manager International Climate Projects, EnBW (CarbonBW Colombia), Karlsruhe/Bogotá

10:40

Moderation: David Wilk Lead Climate Change Specialist, Sustainable Engery and Climate Change Unit, Inter-American Development Bank (IDB), Washington D.C. 12:00

Martha Delgado Peralta Umweltministerin, Regierung von Mexiko-Stadt

12:20

Dr. Wolfgang Schuster Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Stuttgart, Vorsitzender der „cities for mobility“-Initiative

12:40

Pedro Miranda Corporate Vice President, Head of Corporate Development Siemens One, Siemens AG, München

13:00

Podiumsdiskussion: Martha Delgado Peralta Umweltministerin, Regierung von Mexiko-Stadt

Podiumsdiskussion:

Dr. Wolfgang Schuster Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Stuttgart

S.E. Tabaré Aguerre Landwirtschaftsminister der Republik Östlich des Uruguay

Pedro Miranda Corporate Vice President, Siemens AG, München

S.E. Roberto Kreimerman Minister für Industrie, Energie und Bergbau der Republik Östlich des Uruguay

Carlos Olivo Area Manager Latin America, Passavant-Geiger GmbH, Aarbergen

Johannes Laubach Manager International Climate Projects, EnBW (CarbonBW Colombia), Karlsruhe/Bogotá Luis Viana Mitglied des Vorstandes, Empresas Cofusa/Urufor, Montevideo

Dr. Alexander Rochlitz Managing Director, German EcoTec GmbH, Hamburg 14:00

Mittagessen

Das Mittagessen erfolgt auf freundliche Einladung von

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Ab 15:30 Wirtschaftspräsentation und Diskussions­ runde mit Ministern und Unternehmern der Präsidentendelegation aus der Republik ­Östlich des Uruguay: S.E. Tabaré Aguerre Landwirtschaftsminister

Moderation: Thomas Krieger Senior Relationship Manager, Commerzbank AG, Frankfurt am Main 16:30

Veranstaltungsende

S.E. Roberto Kreimerman Minister für Industrie, Energie und Bergbau S.E. Fernando Lorenzo Minister für Wirtschaft und Finanzen Roberto Villamil Exekutivdirektor Uruguay XXI, Investitions- und Außenwirtschaftsförderung

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América Latina y Alemania:  Socios para el Medio Ambiente 17 de octubre de 2011, Hotel Atlantic Hamburgo En cooperación con la Cámara de Comercio de Hamburgo

Programa 08:30

Registro

09:00

Palabras de Bienvenida

Andreas Erren Gerente General, Zech Umwelt GmbH, Bremen

Bodo Liesenfeld Presidente de la Junta Directiva, Lateinamerika Verein e.V., Hamburgo Prof. Dr. Hans-Jörg Schmidt-Trenz Gerente General, Cámara de Comercio de Hamburgo

Lutz Lütz Gerente América Latina, Fichtner Gruppe, Stuttgart 11:30

Café

Panel 2:

Gerencia Ambiental en Megaciudades

Frank Horch Senador de Economía, Ciudad Libre y Hanseática de Hamburgo 09:30

S.E. Tabaré Aguerre Ministro de Agricultura de la República Oriental del Uruguay

Foro 1:

Tecnologías y Sustentabilidad para el Medio Ambiente Moderación: Justus Vitinius First Vice President Latin America, DEG (Deutsche Investitions- und Entwicklungs­ gesellschaft mbH), Colonia

Moderación: David Wilk Lead Climate Change Specialist, Sustainable Energy and Climate Change Unit, Inter-American Development Bank (IDB), Washington D.C. 12:00

Martha Delgado Peralta Secretaria del Medio Ambiente, Gobierno del Distritio Federal, Ciudad de México

12:20

Dr. Wolfgang Schuster Primer Alcalde de la Ciudad de Stuttgart y Gerente «Cities for Mobility»

12:40

Pedro Miranda Corporate Vice President, Dirección Siemens One, Siemens AG, Múnich

13:00

Panel de discusión:

10:00

Luis Viana Miembro de la Junta Directiva, Empresas Cofusa/Urufor, Montevideo

10:20

Johannes Laubach Manager International Climate Projects, EnBW (CarbonBW Colombia), Karlsruhe/Bogotá

Martha Delgado Peralta Secretaria del Medio Ambiente, Gobierno del Distritio Federal, Ciudad de México

10:40

Panel de discusión:

Dr. Wolfgang Schuster Primer Alcalde de la Ciudad de Stuttgart

S.E. Tabaré Aguerre Ministro de Agricultura de la República Oriental del Uruguay

Pedro Miranda Corporate Vice President, Siemens AG, Múnich

S.E. Roberto Kreimerman Ministro de Industria, Energía y Minería de la República Oriental del Uruguay

Carlos Olivo Area Manager Latin America, Passavant-Geiger GmbH, Aarbergen

Johannes Laubach Manager International Climate Projects, EnBW (CarbonBW Colombia), Karlsruhe/Bogotá

Dr. Alexander Rochlitz Managing Director, German EcoTec GmbH, Hamburgo

Luis Viana Miembro de la Junta Directiva, Empresas Cofusa/Urufor, Montevideo

14:00

Almuerzo

Almuerzo gracias a la invitación de

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A partir Presentación económica y rueda de discusión de 15:30 con la participación de ministros y empresarios de la delegación presidencial de la República Oriental del Uruguay:

Moderación: Thomas Krieger Senior Relationship Manager, Commerzbank AG, Fráncfort del Meno

S.E. Tabaré Aguerre Ministro de Ganadería, Agricultura y Pesca

16:30

Fin del evento

S.E. Roberto Kreimerman Ministro de Industria, Energía y Minería S.E. Fernando Lorenzo Ministro de Economía y Finanzas Roberto Villamil Director Ejecutivo de Uruguay XXI

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Galadiner

Cena de Gala

am Montag, den 17. Oktober 2011

Lunes, 17 de octubre de 2011

Börsensaal der Handelskammer Hamburg Adolphsplatz 1, 20457 Hamburg

Börsensaal, Cámara de Comercio de Hamburgo Adolphsplatz 1, 20457 Hamburgo

Empfang: 19 Uhr Galadiner: 20 Uhr

Recepción: 19 horas Cena: 20 horas

Redner: Fritz Horst Melsheimer Präses, Handelskammer Hamburg

Oradores: Fritz Horst Melsheimer Praeses, Cámara de Comercio de Hamburgo

Bodo Liesenfeld Vorsitzender des Vorstandes Lateinamerika Verein e.V., Hamburg

Bodo Liesenfeld Presidente de la Junta Directiva Lateinamerika Verein e.V., Hamburgo

Marcelo Guckenheimer Präsident, DHL Global Forwarding Argentina S.A.

Marcelo Guckenheimer Presidente, DHL Global Forwarding Argentina S.A.

Olaf Scholz Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg

Olaf Scholz Primer Alcalde de la Ciudad Libre e Hanseática Hamburgo

Dr. Philipp Rösler Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Berlin

Dr. Philipp Rösler Ministro Federal de Economía y Tecnología, Berlin

Ehrengast / Festredner:

Invitada de Honor / Oradora:

S.E. José Mujica Präsident der Republik Östlich des Uruguay

S.E. José Mujica Presidente de la República Oriental del Uruguay

Sektempfang auf Einladung der

Recepción por invitación de

Galadiner mit freundlicher Unterstützung der

Cena de Gala con el apoyo de

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Wirtschaftstag Chile 18. Oktober 2011, Hotel Atlantic Hamburg in Zusammenarbeit mit Handelskammer Hamburg, ProChile, Corfo und der AHK Chile

Programm 09:00

Registrierung

09.30

Begrüßung Bodo Liesenfeld Vorsitzender des Vorstandes, Lateinamerika Verein e.V., CEO, Liesenfeld International GmbH, Hamburg Prof. Dr. Hans-Jörg Schmidt-Trenz Hauptgeschäftsführer, Handelskammer Hamburg

09:45

Hernán Cheyre Valenzuela Executive Vice President, Corfo, Santiago de Chile

10.15

Norbert Steiner Chairman of the Board, K+S Aktiengesellschaft, Kassel

10.35

Dr. Nicola Borregaard Head Energy and Climate Change, Fundación Chile, Santiago de Chile

11:00

Kaffeepause

Panel 1:

Investitionsmöglichkeiten und Chancen für Technologiekooperationen Moderation: Cornelia Sonnenberg Hauptgeschäftsführerin, AHK Chile, Santiago de Chile

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11.20

Thomas Keller Vice President Administration and Finance, Codelco, Santiago de Chile

11:40

Podiumsdiskussion: Hernán Cheyre Valenzuela Executive Vice President, Corfo, Santiago de Chile Felipe Ernst Edwards Partner, Figueroa, Valenzuela & Cia, Abogados, Santiago de Chile Thomas Eifler Vice President – Stuctured Trade and Export Finance (STEF), Deutsche Bank AG, Frankfurt am Main Dr. Steffen Haber President, Chemetall – Sociedad Chilena de Litio, Frankfurt am Main Thomas Keller Vice President Administration and Finance, Codelco, Santiago de Chile


Ihre Ansprechpartner bei der UniCredit:

Pedro Philippsberg Senior Export Finance Manager Export Finance Latin America Structured Trade & Export Finance Global Transaction Banking UniCredit Bank AG Am Tucherpark 1, GTBE1 80538 München Telefon: +49 89 / 378 - 25 976 E-Mail: pedro.philippsberg@unicreditgroup.de

Kai Preugschat Head of International Origination Structured Trade & Export Finance Global Transaction Banking UniCredit Bank AG Am Tucherpark 1, GTB5 80538 München Telefon: +49 89 / 378 - 30 795 E-Mail: kai.preugschat@unicreditgroup.de

Inés Lüdke Head of Structured Trade & Export Finance Global Transaction Banking

UniCredit Bank AG Am Tucherpark 1, GTB5 80538 München Telefon: +49 89 / 378 - 30 814 E-Mail: ines.luedke@unicreditgroup.de


Panel 2:

Kooperation und Entwicklung im Energie-und Umweltsektor

Howard R. Barnes Geschäftsführer, Ferrostaal AG, Essen

Moderation: Andreas Ufer Senior Director and Global Head Power, Renewables, Water, KfW IPEX-Bank GmbH, Frankfurt am Main 12:20

Howard R. Barnes Geschäftsführer, Ferrostaal AG, Essen

12:40

Podiumsdiskussion:

Alejandro Pinto Ortega General Manager, Solener Ltda., Santiago de Chile Oliver Rotmann Hauptgeschäftführer/Vertriebsleiter Thermotechnik Chile, Robert Bosch S.A. Santiago de Chile

Rudolf Araneda (Impulsvortrag) General Manager, GasAtacama S.A. Santiago de Chile

13.30

Mittagessen

15:30

Veranstaltungsende

Das Mittagessen erfolgt auf freundliche Einladung von

002305-11-cim_001572-10-cim 23.08.11 15:36 Seite 1

Lateinamerika

++ One person can make a difference ++ Das Centrum für internationale Migration und Entwicklung (CIM) vermittelt seit über 30 Jahren hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte an Arbeitgeber in 80 Ländern der Welt. Auch in Lateinamerika stellt sich CIM im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit globalen Herausforderungen. Unser Engagement liegt stets im Interesse unserer Partner in den einzelnen Ländern. So unterstützen die Aktivitäten von CIM die nachhaltige Nutzung von erneuerbaren Energien, dienen dem Umweltund Klimaschutz und fördern den Aufbau der Zivilgesellschaft. Engagieren Sie sich ebenfalls in Lateinamerika und interessieren Sie sich für die vielfältigen Aktivitäten von CIM? Dann lassen Sie uns über eine mögliche Zusammenarbeit sprechen – und profitieren Sie von unserem Know-how als kompetentem Personalvermittler der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Lernen Sie uns kennen! ++ www.cimonline.de ++

Ihr Kontakt: Katrin Seifert · E-Mail: katrin.seifert@giz.de Telefon: +49 (0)69 719121-69 · Fax: +49 (0)69 719121-19 Centrum für internationale Migration und Entwicklung (CIM) Mendelssohnstraße 75–77 · 60325 Frankfurt am Main

Wege sam neue n i e m e G ionen ++ Kooperat – n e ß e erschli ++ namerika in Latei

Fotonachweis: GIZ/Thiess

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Día de Chile 18 de octubre 2011, Hotel Atlantic Hamburg en cooperación con Cámara de Comercio Hamburgo, ProChile, Corfo y AHK Chile

Programa 09:00

Registro

09.30

Palabras de Bienvenida Bodo Liesenfeld Presidente de la Junta Directiva, Lateinamerika Verein e.V., CEO, Liesenfeld International GmbH, Hamburgo Prof. Dr. Hans-Jörg Schmidt-Trenz Gerente General, Cámara de Comercio de Hamburgo

09:45

Hernán Cheyre Valenzuela Vicepresidente Ejecutivo, Corfo, Santiago de Chile

10.15

Norbert Steiner Presidente de la Ejecutiva, K+S Aktiengesellschaft, Kassel

10.35

Dr. Nicola Borregaard Gerente Energía y Cambio Climático, Fundación Chile, Santiago de Chile

11:00

Café

Foro 1:

Posibilidades de inversión y de cooperación tecnológica Moderación: Cornelia Sonnenberg Gerente General, Cámara Chileno-Alemana de Comercio e Industria, Santiago de Chile

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11.20

Thomas Keller Vicepresidente Administración y Finanzas, Codelco, Santiago de Chile

11:40

Panel de discusión: Hernán Cheyre Valenzuela Vicepresidente Ejecutivo, Corfo, Santiago de Chile Felipe Ernst Edwards Partner, Figueroa, Valenzuela & Cia, Abogados, Santiago de Chile Thomas Eifler Vice President – Stuctured Trade and Export Finance (STEF), Deutsche Bank AG, Fráncfort del Meno Dr. Steffen Haber Presidente, Chemetall – Sociedad Chilena de Litio, Fráncfort del Meno Thomas Keller Vicepresidente Administración y Finanzas, Codelco, Santiago de Chile


Foro 2:

Cooperación en desarrollo de los sectores energéticos y ambientales

Howard R. Barnes Gerente General, Ferrostaal AG, Essen

Moderación: Andreas Ufer Senior Director and Global Head Power, Renewables, Water, KfW IPEX-Bank GmbH, Fráncfort del Meno 12:20

Howard R. Barnes Gerente General, Ferrostaal AG, Essen

12:40

Panel de discusión:

Alejandro Pinto Ortega Gerente General, Solener Ltda., Santiago de Chile Oliver Rotmann Gerente General/Jefe de ventas Thermotechnik Chile, Robert Bosch S.A. Santiago de Chile

Rudolf Araneda (Comentario) Gerente General, GasAtacama S.A. Santiago de Chile

13.30

Almuerzo

15:30

Fin del evento

Almuerzo gracias a la invitación de

TRANSPORTES DE PROYECTOS PARA LAS AMERICAS

México – Guatemala – El Salvador – Nicaragua – Costa Rica – Panamá – Colombia – Perú – Chile – Ecuador – Argentina – República Dominicana

www.dakoworld.com 67


Thema Wir danken / Agradecemos

Veranstalter: Der Lateinamerika-Tag wird veranstaltet von LATEINAMERIKA VEREIN e. V. Raboisen 32 D-20095 Hamburg Tel. ++49 (0) 40 / 413 43 13 Fax ++49 (0) 40 / 45 79 60 www.lateinamerikaverein.de Info@lateinamerikaverein.de

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DELIUS


Wir danken / Agradecemos

Impressum: Print-Partner-Service Am Windm端hlenberg 21 29575 Altenmedingen Tel.: 05807 / 97 97 33 Fax: 05807 / 97 97 44 Mobil: 0172 400 07 52 E-Mail: pps-hh@t-online.de www.print-partner-service.de

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Embajada del Uruguay BerlĂ­n

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Die Stadt der Zukunft ist eine, die nichts auf morgen verschiebt. Deutschland geht neue Wege. Mit Antworten für nachhaltige Stadtentwicklung.

Städte sind die Impulsgeber unserer Gesellschaft. Doch auch beim Klimawandel liegen sie vorn: Auf Städte entfallen heute 75 % des weltweiten Energieverbrauchs und mehr als 80 % der CO 2 -Emissionen. Und die urbanen Zentren wachsen. Geht der Klimawandel heute vielfach von Städten aus, bieten sich genau hier auch zahlreiche Möglichkeiten, ihn zu bekämpfen. So lassen sich CO2 -Emissionen von Gebäuden mit energieeffizienter Technik um bis zu 50 % senken. Aber nicht nur die Zukunft des Klimas entscheidet sich in den Städten: Als Wirtschafts- und Lebenszentren, deren Bruttosozialprodukt dem ganzer Länder entsprechen kann, sind Städte auch Ausgangspunkt für nachhaltige Entwicklung überhaupt.

Berlin, Hamburg, München: Städte bringen Menschen, Wirtschaft und Klimaschutz gewinnbringend zusammen, indem sie konsequent auf zukunftsweisende Technologien setzen. Hamburg, zum Beispiel, ist deshalb „Umwelthauptstadt Europas 2011“. Und Hamburg ist nicht allein: Überall in Deutschland und auf der Welt arbeiten Planer und Entscheider daran, Konzepte für die Stadt von morgen in die Tat umzusetzen. Die Antworten für die Stadt der Zukunft sind da. Und die Zeit für neue Wege ist jetzt. Denn die Welt von morgen braucht unsere Antworten schon heute.

siemens.com /answers


LAT-Magazin 2011