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Konferenz

Magazin

Ehrengast und Festredner beim Galadiner des Lateinamerika Vereins e.V.: S. E. Martín Torrijos Espino, Präsident der Republik Panama

60 Jahre Lateinamerika-Tag 1. Dezember: Wirtschaftstag „Zentralamerika und Dominikanische Republik“ 2. Dezember: Konferenz „Lateinamerika – stabiler, globaler, stärker“


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Grußwort des Vorsitzenden des Vorstandes des Lateinamerika Vereins e.V.

Bodo Liesenfeld

Meine sehr verehrten Damen und Herren, zum 60. Lateinamerika-Tag nach dem 2. Weltkrieg heiße ich Sie sehr herzlich willkommen. Ich tue dies mit besonderer Freude, denn auch die Bundesrepublik Deutschland hat in diesem Jahr den 60. Jahrestag ihrer Gründung gefeiert. Wie Sie sehen, vergeudete der Lateinamerika Verein damals keine Zeit, um die deutsch-lateinamerikanischen Wirtschaftsbeziehungen wiederzubeleben. Der Lateinamerika-Tag ist das bedeutendste, jährlich in Deutschland stattfindende Ereignis der deutsch-lateinamerikanischen Wirtschaftsbeziehungen. Die diesjährige Veranstaltung findet wie vor 60 Jahren in Hamburg statt. Für den Lateinamerika Verein und seine Gäste ist es eine Ehre, dass sie unter der Schirmherrschaft des Ersten Bürgermeisters der Freien und Hansestadt Hamburg, Herrn Ole von Beust, steht. Gleichzeitig setzen wir damit die traditionell enge Zusammenarbeit mit der Handelskammer Hamburg fort, der wir für ihre Unterstützung herzlich danken. Unser besonderer Dank gilt auch den vielen Unternehmen, die die Ausrichtung des Lateinamerika-Tags in großzügiger Weise gefördert haben, sowie den vielen hochkarätigen Referenten und Moderatoren aus Deutschland und Lateinamerika. Sie werden uns tiefere Einblicke in das Geschäftspotential der Region vermitteln. Wir freuen uns sehr, dass in diesem Jahr der Präsident Brasiliens, Luiz Inácio Lula da Silva, als Ehrengast und Hauptredner für das Galadiner zugesagt hat*. Brasilien gehört zu den Ländern, die am schnellsten aus der weltweiten Wirtschaftskrise herauskommen werden. Als achtgrößte Volkswirtschaft der Erde, Mitglied der BRIC-Gruppe und G20Land spielt es mittlerweile in der wirtschaftlichen und politischen Oberliga mit. Riesige Erdölfunde vor seiner Küs­ te tragen zur weiteren Stärkung der globalen Position bei. Darüber hinaus wird Brasilien Austragungsland der Fußballweltmeisterschaft 2014 und der Olympischen Spiele 2016 sein. Dazu unseren herzlichen Glückwunsch! Der diesjährige Wirtschaftstag Zentralamerika und die Dominikanische Republik am 1. Dezember widmet sich einer Region, die zu Unrecht eher selten im Mittelpunkt steht. Die sieben Länder sind größer als Deutschland, haben über 50 Mio. Einwohner und – gemessen an der tatsächlichen Kaufkraft - ein Bruttoinlandsprodukt von US$ 330 Mrd. Sie bieten gerade mittelständischen Unternehmen interessante Geschäftschancen. S.E. Carlos Morales Troncoso, Außenmi-

nister der Dominikanischen Republik, sind wir dankbar, dass er den Wirtschaftstag eröffnen wird. Es ist ein besonderes Vergnügen, in diesem Jahr den neuen deutschen Wirtschaftsminister Rainer Brüderle in unserer Mitte zu begrüßen. Er schlägt eine Brücke zur Anwesenheit des Bundesministers für Wirtschaft Prof. Dr. Ludwig Erhard auf dem Lateinamerika-Tag im Jahre 1949. Wir vertrauen fest darauf, dass auch die neue Bundesregierung den Kurs der Stärkung in den Beziehungen zu Lateinamerika fortsetzen wird und sagen ihr unsere Unterstützung zu. Die Lateinamerika-Konferenz am 2. Dezember steht unter dem Motto „Lateinamerika – stabiler, globaler, stärker“. Diese Feststellung gilt, obwohl die Länder der Region in diesem Jahr deutlich geringere oder negative Wachstumsraten aufweisen. Im Vergleich zur industrialisierten Welt wird Lateinamerika dennoch besser abschneiden, denn die meisten Volkswirtschaften Lateinamerikas sind als Folge des Rohstoff-Booms der vergangenen Jahre resistenter gegen externe Verwerfungen. Gestiegene Binnenkonjunkturen führten zu wachsenden Absatzmärkten. Damit gewinnt die Region weiter an Attraktivität für die deutsche Wirtschaft. Dies schlägt sich im spürbar wachsenden Lateinamerika-Interesse auch solcher deutschen Unternehmen nieder, die noch nicht in der Region aktiv sind. Zu ausgewogenen Wirtschaftsbeziehungen gehören aber auch die lateinamerikanischen Exportinteressen, die Deutschland und die EU angemessen berücksichtigen sollten. Als eine der zentralen Networking-Aktivitäten des Lateinamerika-Vereins trägt der Lateinamerika-Tag im Interesse unserer Mitglieder und Freunde dazu bei, Kontakte herzustellen und zu vertiefen, Informationen auszutauschen und die Lateinamerika-Geschäftsverbindungen zu stärken. Den Teilnehmern des Lateinamerika-Tags 2009 wünsche ich in diesem Sinne informative Tage in Hamburg mit vielen Anregungen und interessanten Begegnungen. Herzlichst Ihr

Bodo Liesenfeld * Nach Redaktionsschluss wurde bekannt, dass der Präsident ­Brasiliens erst im Anschluss an den Lateinamerika-Tag nach ­Hamburg kommen kann. An seiner Stelle wird S.E. Botschafter Samuel Pinheiro Guimarães Neto, Staatsminister für Strategische ­Angelegenheiten im Präsidialamt der Förderativen Republik Brasilien, auf dem Galadiner reden.

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Grußwort von Frank Horch, Präses der Handelskammer Hamburg

Frank Horch

Meine sehr verehrten Damen und Herren, Lateinamerika und die Karibik sind nicht nur einer der wichtigsten Rohstofflieferanten für die deutsche Wirtschaft, sondern bieten für die weltweiten Aktivitäten deutscher Firmen auch zahlreiche Produktionsstandorte, durch die ein bedeutender Beitrag zur Sicherung deutscher Wettbewerbsfähigkeit geleistet wird. Genauso wichtig ist die Region für uns als Handels- und Kooperationspartner: Mit 550 Millionen Menschen, die ein Bruttoinlandsprodukt von 1,6 Billionen US Dollar erwirtschaften, ist Lateinamerika für uns als Markt und Bezugsquelle gleichermaßen attraktiv. Die Hamburger Wirtschaft, seit weit über 100 Jahren aufs Engste mit der Region verbunden, hat die beachtlichen Wachstumsraten in Lateinamerika sehr wohl wahrgenommen und darauf reagiert. Ich freue mich deshalb besonders, Sie im Namen der Handelskammer Hamburg und unseren 147.000 Mitgliedsunternehmen zu unserem gemeinsamen Lateinamerika-Tag 2009 (LAT) hier in Hamburg begrüßen zu können! Dank Ihrer Teilnahme wird unser Außenwirtschaftszentrum Hamburg einmal mehr der Treffpunkt der deutschen Lateinamerikawirtschaft. Unsere Handelskammer Hamburg ist zum dritten Mal Mitveranstalter dieser herausragenden Konferenz an der Seite des Lateinamerika Vereins (LAV), der dieses Mal ein ungleich beeindruckenderes Jubiläum feiert: In diesem Jahr ist es der 60. Lateinamerika-Tag seit dem Zweiten Weltkrieg in Folge, wozu wir unserem Partner LAV auf das Herzlichste gratulieren! Wir freuen uns über das erneut sehr große Teilnehmerinteresse von mehreren hundert Entscheidern aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Diplomatie, wobei eine Zusage in besonderer Weise die Bedeutung des LAT für das Geschäft

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zwischen Lateinamerika und Europa unterstreicht: Der Präsident der Föderativen Republik Brasilien, S.E. Luiz Inácio Lula da Silva, wird als Ehrengast erwartet, worüber ich mich persönlich ganz besonders freue. Der Besuch des Staatspräsidenten einer Wirtschaftsmacht, die zu den stärksten der Welt zählt, ist meines Erachtens das richtige Signal in dieser schwierigen Zeit, in der der Handel Lateinamerikas mit Deutschland rückläufig ist. Ich bin überzeugt, dass die diejenigen lateinamerikanischen Staaten mit einer am Wachstum orientierten stetigen Wirtschaftspolitik bestens gerüstet sind und schon bald ohne dauerhaften Schaden aus der Krise hervorgehen werden. Ich wünsche allen Teilnehmern und Sprechern besonders informative und erkenntnisreiche Tage beim LAT 2009. Ihr

Frank Horch Präses der Handelskammer Hamburg


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Grußwort von Ole von Beust, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg

Ole von Beust

Sehr geehrte Damen und Herren, Besucher des Rathauses sind immer wieder erstaunt, im Phönixsaal ausgerechnet eine überlebensgroße Büste des großen südamerikanischen Freiheitskämpfers Bolívar zu finden – ein Geschenk der Konsulate von Venezuela, Kolumbien, Ecuador, Peru, Bolivien und Panama an den Senat der Freien und Hansestadt Hamburg aus dem Jahre 1926. Denn viele verbinden mit uns seit den Zeiten der Hanse eine vorwiegend nordeuropäische Ausrichtung, im Zirkelschlag von London über Skandinavien bis Nordwestrussland und in der jüngeren Zeit natürlich eine starke Anbindung an den Asienhandel und an die Logistikketten bis tief hinein nach Mitteleuropa. Und doch hat die Bolívar-Büste nicht von ungefähr einen besonderen Platz im Hamburger Rathaus, denn Lateinamerika hat einen besonderen Platz in unserem Bewusstsein. Das mag traditionell zusammenhängen mit der Sehnsucht nach der Magie Süd- und Zentralamerikas, gegen die eine Welthafenstadt wie Hamburg mit fast sechs Monaten Dunkelheit, Nebel und Nieselregen nur schwer ankommt. Ein weiterer Grund sind sicherlich die bewährten, exzellenten Beziehungen vieler unserer Handelshäuser in diese Region. Aber es gibt auch noch einen zeitgeschichtlichen Grund, warum Hamburg mit besonderem Interesse nach Lateinamerika schaut: Die Antworten, welche die Staaten der Regi-

on auf die Herausforderungen der Globalisierung gefunden haben, müssen für uns von allergrößtem Interesse sein, von den gesellschaftspolitischen Transformationen in Chavez’ Venezuela und Lulas Brasilien bis zu den laufenden Verhandlungen vieler Staaten mit dem Ziel von EU-Freihandelsabkommen. Und was mich persönlich bei meiner letzten Reise nach Kolumbien und Mexiko im Herbst vergangenen Jahres besonders verblüfft und beeindruckt hat, ist die Jugendlichkeit dieser Länder, die ja schon im Straßenbild ins Auge springt: In Mexiko zum Beispiel fällt fast ein Drittel der Bevölkerung in die Altersgruppe 0-14 Jahre, während es in Deutschland lediglich 13 Prozent sind. Gleichzeitig sind in Mexiko nur sechs Prozent der Menschen 65 Jahre und älter, während es bei uns über ein Fünftel sind. Und damit schließt sich der Kreis zu Bolívar – denn Lateinamerika ist nicht nur große Geschichte, es ist für uns Hamburger und für uns Deutsche aufgrund seiner enormen Vielfalt und Vitalität auch große Zukunft. In diesem Sinne möchte ich Ihnen allen einen gelungenen und anregenden Lateinamerika-Tag wünschen und dem LAV ganz herzlich zu diesem besonderen 60. Jubiläum der Veranstaltung gratulieren.

Erster Bürgermeister Ole von Beust

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É com grande satisfação que me dirijo aos leitores da revista publicada pela Lateinamerika Verein, associação que em muito tem colaborado para a promoção dos vínculos da Alemanha com a América Latina e, em particular, com o Brasil. Gostaria de agradecer a honra de poder participar da edição especial que comemora os 60 anos do Dia da América Latina, promovido pela instituição. Nesses 60 anos, o mundo mudou substancialmente. Com o fim da guerra fria, a aceleração do processo de globalização e o advento de novos atores no cenário internacional, estamos presenciando uma alteração substancial na estrutura mundial de poder. Nesse início de século XXI, os países emergentes possuem cada vez mais voz e conquistam maior espaço no âmbito internacional. Nesse contexto, o Brasil e a América Latina ganham novo destaque como pólo de desenvolvimento e de novas oportunidades de negócios. O Brasil logrou nos últimos anos livrar-se das amarras do passado e projeta-se para o futuro como uma nação próspera e socialmente mais justa. Ao mesmo tempo em que conseguiu consolidar as conquistas de sua jovem democracia, dispondo de instituições democráticas robustas e estabilidade política, o país apresenta sólidos fundamentos econômicos e índices de crescimento sustentados. O Brasil foi um dos últimos países a ser afetado pela crise econômica mundial e já é um dos primeiros a recuperar-se. Nosso desenvolvimento apóia-se em uma das matrizes energéticas mais limpas do mundo, com uso intensivo de energias renováveis, como os biocombustíveis, sem representar ameaça ao meio ambiente. Sabemos, contudo, que não se pode seguir sozinho nesse caminho e, por isso, investimos fortemente no processo de integração com nossos vizinhos. Após séculos de distanciamento, os países da região finalmente unem-se em busca da prosperidade de suas sociedades. Diversos projetos de infra-estrutura estão sendo concretizados de modo a integrar um espaço que conta com cerca de 400 milhões de habitantes. Recentemente foi criada a União das Nações Sul-Americanas – UNASUL, primeira organização a congregar todos os países da América do Sul, com papel decisivo para a ampliação do diálogo político e para a construção da confiança entre os países da região.

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Os laços que unem Brasil e Alemanha são centenários. A Alemanha já foi um dos principais investidores diretos no Brasil e colaborou amplamente para o desenvolvimento industrial brasileiro. Atualmente, nossos países voltam a encontrar-se em momento especialmente propício para o incremento de nossas relações econômicas e comerciais. Com a descoberta de grandes jazidas petrolíferas na chamada camada pré-sal, os projetos de infra-estrutura do Plano de Aceleração do Crescimento – PAC, e a realização da Copa do Mundo, em 2014, e das Olimpíadas no Rio de Janeiro, em 2016, abrem-se novas janelas de oportunidade para elevar o relacionamento bilateral a seu pleno potencial. Espero que minha visita à Alemanha em dezembro possa ajudar a mostrar esse Brasil moderno e mais justo, bem como abra novas perspectivas para os vínculos entre a Alemanha e toda a América Latina. Luiz Inácio Lula da Silva Presidente da República Federativa do Brasil


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Thema

Grußwort des Präsidenten der Föderativen Republik Brasilien

S.E. Luis Ináclo Lula da Silva

Mit großer Freude wende ich mich an Sie, liebe Leserinnen und Leser des Konferenzmagazins des Lateinamerika Vereins, der in vielerlei Hinsicht zur Stärkung der Beziehungen Deutschlands zu Lateinamerika und insbesondere zu Brasilien beigetragen hat. Ich möchte mich an dieser Stelle für die Ehre bedanken, einen Beitrag zu dieser Veröffentlichung anlässlich des 60. Lateinamerika-Tages leisten zu dürfen. In den vergangenen 60 Jahren hat sich die Welt grundlegend verändert. Mit dem Ende des Kalten Krieges, der Beschleunigung des Globalisierungsprozesses und dem Aufstreben neuer Akteure auf dem internationalen Parkett erleben wir eine umfassende Veränderung des globalen Machtgefüges. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts nehmen die Schwellenländer eine immer gewichtigere Rolle ein und erweitern ihren internationalen Einfluss. Dabei erlangen Brasilien und Lateinamerika als Entwicklungs- und Handelsstandorte neue Bedeutung. Brasilien ist es in den letzten Jahren gelungen, sich von den Fesseln der Vergangenheit zu befreien, und rüstet sich für eine Zukunft als wohlhabendes und sozial gerechteres Land. Die Errungenschaften unserer noch jungen Demokratie zeigen sich anhand starker demokratischer Institutionen und politischer Stabilität. Heute weist das Land ein solides wirtschaftliches Fundament und anhaltendes Wachstum auf. Brasilien wurde als eines der letzten Länder von den Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise getroffen und ist eines der ersten, das sich wieder davon erholt. Unsere Entwicklung vollzieht sich auf Grundlage einer der saubersten Energiemixe der Welt, der einen hohen Anteil an erneuerbaren Energien, wie Biotreibstoffe, aufweist und die Umwelt nicht gefährdet. Wir sind uns jedoch darüber im Klaren, dass man diesen Weg nicht alleine beschreiten kann und verfolgen deshalb eine stärkere Integration mit unseren Nachbarn. Nach Jahrhunderten der Abgrenzung streben die Länder der Region nun endlich wieder gemeinsam nach mehr Wohlstand für ihre Bevölkerung. Zahlreiche Infrastrukturprojekte werden derzeit umgesetzt, um eine Region mit etwa 400 Millionen Einwohnern besser zu vernetzen. Kürzlich wurde die Union Südamerikanischer Nationen (UNASUL) geschaffen, die erste Organisation, die alle Länder Südamerikas vereint und eine entscheidende Rolle bei der Ausweitung des poli-

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tischen Dialogs und der Vertrauensbildung zwischen den Ländern der Region spielt. Die Beziehungen zwischen Deutschland und Brasilien währen seit Jahrhunderten. Deutschland war einer der wichtigsten Direktinvestoren in Brasilien und hat stark an der industriellen Entwicklung Brasiliens mitgewirkt. Der Zeitpunkt ist nun sehr günstig, um unsere Wirtschafts- und Handelsbeziehungen zu intensivieren. Mit dem Fund reicher Ölvorkommen vor der Küste Rio de Janeiros („présal“), den Infrastrukturprojekten im Zuge des Wachstumsbeschleunigungsprogramms (PAC) sowie der Fußballweltmeisterschaft im Jahr 2014 und der Olympischen Spiele im Jahr 2016 eröffnen sich neue Möglichkeiten, um das Potenzial der bilateralen Beziehungen voll auszuschöpfen. Ich hoffe, dass mein Deutschlandbesuch im Dezember einen Beitrag dazu leisten kann, dieses moderne und gerechtere Brasilien vorzustellen und neue Perspektiven für die Beziehungen zwischen Deutschland und ganz Lateinamerika zu eröffnen. Luiz Inácio Lula da Silva Präsident der Föderativen Republik Brasilien


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Saludo del Embajador de la República de El Salvador y Presidente del Grupo de Embajadores Latinoamericanos y Caribeños en Berlin S.E.Edgardo Suárez Mallagray

2009 es un año de importantes aniversarios culturales, internacionales e institucionales. En Alemania se celebran 250 años del nacimiento de Friedrich von Schiller y se conmemora la muerte de Georg Friedrich Händel. Igualmente, conmemoramos 150 años de la muerte de Alexander von Humboldt. La República Federal fue creada hace 60 años y hace 20, la desparación del muro de Berlín fue la antesala para la reunificación alemana. La Lateinamerika Verein de Hamburgo, motor de las relaciones económicas de Alemania con los países latinoamericanos y caribeños desde 1916-, creó, también en 1949, la Conferencia y el Día de América Latina, importante evento anual que llega ahora a sus 60 años de trayectoria. En nombre de los Embajadores de la región acreditados en Berlín, felicito a los directivos, miembros y funcionarios de la Institución por esta labor duradera y fructífera, y agradecemos su colaboración siempre dinámica y eficáz con las Embajadas. La Conferencia ha facilitado encuentros directos entre los actores políticos y económicos más representativos de ambas partes, contribuyendo así a la consolidación y notable crecimiento de las corrientes comerciales y de la inversión alemana en nuestros países. Esta importante reunión de aniversario se honra de manera muy significativa con la presencia del Excelentísimo Señor Presidente de Brasil, Luiz Inácio Lula da Silva, a quien saludamos de manera muy especial. Brasil constituye un ejemplo relevante de los logros macro-económicos y políticos de nuestros países en la década precedente, los cuales han sido recogidos con acierto en el título de la Conferencia: „América Latina: Más estable, global, fuerte“. La estabilidad política y reformas macroeconómicas, la apertura de los mercados, la diversificación de las exportaciones y la disciplina financiera, además, han sido acompañadas por un trabajo sostenido para reducir las disparidades económicas y sociales, profundizar la democracia, y fortalecer las liber­ tades ciudadanas y los derechos humanos, dentro de un marco amplio de equilibrio económico. El lustro 2003 a 2008 se caracterizó, con distintos acentos en cada país, por sólidas políticas fiscales y un perfil favorable de la deuda externa, disminución de la deuda pública y el déficit presupuestal, flexibilidad del tipo de cambio, y aumentos sin precedentes de las reservas, el comercio exterior, los términos de intercambio y el PIB per cápita, lo cual posibi-

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litó la disminución del desempleo y la pobreza en nuestros países. Aplaudimos que la Conferencia enfoque estas fortalezas justamente en la actual coyuntura de crisis global, pues son ellas las que, junto con las medidas anticíclicas que ha debido adoptar la región, han permitido amortiguar los efectos de la actual coyuntura en nuestras economías. En efecto, la crisis nos tomó mejor preparados que en otras coyunturas, y si bien interrumpió el crecimiento sostenido de seis años, podemos considerar que lo peor ya pasó. Cómo miramos el futuro? En la arena internacional es necesario evitar que se recrudezcan viejas formas de proteccionismo y que aparezcan nuevas, así como retomar con decisión las negociaciones de Doha y avanzar en el diseño de una nueva arquitectura financiera internacional, incluyendo nuevos sistemas de regulación seguros y transparentes. A nivel de la región, según un reciente informe de la CEPAL, la recuperación se consolidará en el 2010, con un crecimiento de 3.1% y serán necesarios esfuerzos para alcanzar la competitividad que permita una mayor inserción en la economía global y crecer con mayor cohesión social. El gran reto de nuestros países es no dar marcha atrás, manteniendo los logros alcanzados, para lo cual contamos con las fortalezas internas indispensables. Deberá mantenerse la tendencia a la mayor participación en la economía global, y las negociaciones bilaterales y multilaterales deberán fortalecer este proceso. Hay un hecho que cabe mencionar: La CEPAL, creada en 1948, la República Federal y esta Conferencia, por decirlo de alguna manera, tienen la misma edad, lo cual no es fortuito: Son realidades de la postguerra, hitos de un nuevo punto de partida para recomponer en la República Federal todas las esferas de la vida política, económica y social, todo lo que abarca el concepto de la reconstrucción, conducido con enorme voluntad, acierto y reconocidos logros, duraderos y estables. Nuestros países por su parte, acompañados por la CEPAL, iniciaron, casi simultáneamente, una nueva y auspiciosa etapa de su desarrollo económico, la cual, como todo proceso humano, inmerso en un devenir económico externo e interno dinámico, fue una etapa de luces y también de sombras. Hoy nuestros países son muy diferentes: No sólo se han consolidado como región, sino que han ganado un espacio real en la economía mundial, y han fortalecido sus sistemas democráticos.


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Pero lo que queremos poner de relieve es que, desde sus comienzos, la nueva Alemania enfocó las relaciones económicas y comerciales con América Latina y el Caribe, y en ese contexto surgió este „Día de América Latina“. Mirada desde la perspectiva del estado actual de las relaciones bilaterales, esta visión ha resultado muy fructífera y realista. En efecto, las relaciones con Alemania se han desarrollado dentro de un contexto de equilibrio, integralidad y dinamismo, captando las especifidades de cada país y abarcando las dimensiones económica, política, social, de cooperación y, más recientemente, la dimensión del medio ambiente. La participación de la Canciller Angela Merkel en la Cumbre América Latina-Unión Europea, realiazada el año pasado en Lima, Perú, fue sin duda un nuevo y importante paso en esa dirección. Podemos afirmar que existe actualmente una plataforma política muy auspiciosa para dar un nuevo impulso a las relaciones bilaterales. A ello deberán contribuir, igualmente, los indicadores recientes de superación de la crisis registrados en la República Federal. Este momento deberá ser aprovechado con creatividad por los operadores económicos de ambas partes, para lo cual la Conferencia de este año ofrece una privilegiada oportunidad.

S.E. Edgardo Suárez Mallagray Embajador de la República de El Salvador y Presidente del Grupo de Embajadores Latinoamericanos y Caribeños en Berlin

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Grußwort des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie

Der diesjährige Lateinamerika-Tag steht im Zeichen verschiedener Jubiläen. In diesen Tagen feiern wir in Deutschland das 20-jährige Jubiläum des Falls der Mauer und in Folge der Wiedervereinigung Deutschlands. Dieser Mauerfall war ein Glücksfall für unser Land. Friedlich und in Dankbarkeit wurden damals Träume und Hoffnungen in Deutschland wie auch in ganz Europa erfüllt. Viele Staaten Lateinamerikas feiern in den nächsten Jahren ihre 200-jährigen Jubiläen der Unabhängigkeit. Auch für sie waren es Zeiten des Neuanfangs und der Selbstbestimmung. Lateinamerika hat seinen Platz in der Welt gefunden und baut ihn in den letzten Jahren kontinuierlich aus. Schließlich feiert der Lateinamerika-Tag des Lateinamerika Vereins sein 60. Jubiläum nach Wiederaufnahme. Dieses fällt mit dem 60-jährigen Jubiläum der Bundesrepublik Deutschland zusammen, und so sei daran erinnert, dass Prof. Dr. Ludwig Erhard als damaliger Bundesminister für Wirtschaft die Ehre hatte, der erste Festredner zu sein. Man kann den Lateinamerika-Tag damit schon fast als „altehrwürdige“ Veranstaltung bezeichnen, doch ist er stets ein lebendiges Treffen, das gerade aktuelle Themen in den Mittelpunkt rückt. Immer wieder zeigt die Konferenz, welche vitale Tradition die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Lateinamerika besitzen.

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Es hat Deutschland immer ausgezeichnet, seine Partnerschaften nicht auf kurzfristigen Gewinn auszurichten, sondern sie nachhaltig, stabil und zum Nutzen aller Seiten anzulegen. In diesen Zeiten, in denen wir gerade eine wirt­schaftliche Krise erleben, sehen wir besonders klar, welche Bedeutung bestehende Beziehungen haben. Sie bieten nun Stabilität. Auch deshalb wird Deutschland seine Beziehungen zu Lateinamerika verstärken und weiterentwickeln. Dem Lateinamerika-Tag mit seinem spezifisch Zentralamerika gewidmeten Wirtschaftstag, der Konferenz und besonders natürlich der Veranstaltung mit dem Ehrengast, dem Präsidenten der Föderativen Republik Brasilien Luiz Inácio Lula da Silva wünscht das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie jeden Erfolg.


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Grußwort der Lateinamerika-Initiative der deutschen Wirtschaft

Sehr verehrte Damen und Herren, anlässlich des 60. Lateinamerika-Tages gratulieren die Träger der Lateinamerika-Initiative der deutschen Wirtschaft (LAI) dem Lateinamerika Verein e.V. herzlich. Es ist bemerkenswert, in welch langer Tradition der LAV es versteht, die Beziehungen zu Lateinamerika auf höchster politischer Ebene, sowie für und mit Unternehmern aus Hamburg, Deutschland und Lateinamerika zu pflegen. Als Gründungsmitglied der 1994 ins Leben gerufenen Lateinamerika-Initiative der deutschen Wirtschaft ist der LAV ein wichtiger Partner für die anderen Träger: Bundesverband deutscher Banken (BdB), Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. (BDI), Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V. (BGA), Deutscher Industrie- und Handelskammertag e.V. (DIHK). Seine profunde Sachkenntnis zu allen Ländern Zentral- und Südamerikas und sein hervorragendes Netzwerk machen den LAV zu einer wichtigen Säule innerhalb der Regionalinitiative. Ziel der LAI ist die Verbesserung der wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen für unternehmerisches Engagement auf dem Subkontinent. Hierdurch sollen der Ausbau und die langfristige Sicherung der deutschen Wirtschaft in Lateinamerika erreicht werden. Das besondere Augenmerk gilt dabei den mittelständischen Unternehmen. Gemeinsam arbeiten wir innerhalb der Regionalinitiative daran, die bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und den lateinamerikanischen Ländern zu intensivieren, setzen uns für die Stärkung von regionaler Wirtschaftsko­ operation und Integrationsprozessen ein und fordern die Verbesserung des Marktzugangs in einzelnen Ländern und regionalen Zusammenschlüssen. Lateinamerika hat als Wirtschaftsstandort für deutsche Unternehmen eine über 100-jährige Tradition und ist bedeutsamer, als es auf den ersten Blick erscheint. Bereits im 17. Jahrhundert siedelten Deutsche verstärkt in Lateinamerika und legten den Grundstein für einen regional teilweise sehr ausgeprägten deutschen Einfluss auf Wirtschaft und Gesellschaft vieler Länder zwischen dem Río Grande und dem Río de la Plata. Generationen von Lateinamerikanern sind groß geworden mit deutschen Produkten wie NiveaCreme, Faber-Buntstiften, Aspirin und dem VW-Käfer. Dies hat zu einem in ganz Lateinamerika verbreiteten nachhaltigen und positiven Image deutscher Erzeugnisse geführt:

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„Made in Germany“ steht für gute Qualität, hohe technische Standards, umweltgerechte und sozialverträgliche Produktion, Sicherheit, Zuverlässigkeit und Langlebigkeit. Zahlreiche deutsche Unternehmen feiern in diesem Jahrzehnt ihr 80-, 90- oder gar 100-jähriges Bestehen in Lateinamerika. Auch die derzeit bei den deutschen Auslandshandelskammern (AHKs) in der Region begangenen Jubiläen belegen die lange Tradition deutschen Unternehmertums und gesellschaftlichen Engagements in der Region. Deutsche Unternehmen gelten in Lateinamerika als „treue“ Partner, die auch in Krisenzeiten den Ländern nicht sogleich den Rücken kehren. Der krisengeschüttelte Kontinent wurde über Jahrzehnte gerne als „Kontinent der Zukunft“ betitelt. Dass die Zukunft für die meisten Volkswirtschaften der Region längst begonnen hat, spüren die rund 2.000 heute an vielen Standorten des Kontinents aktiven deutschen Unternehmen deutlich. Zwar machen sich die Auswirkungen der aktuellen weltweiten Wirtschaftskrise auch in Lateinamerika bemerkbar. Der Kontinent scheint aber im Vergleich zu anderen Weltregionen von tieferen konjunkturellen Einbrüchen verschont zu bleiben. Um das Potenzial an Wirtschaftswachstum stärker auszuschöpfen und nachhaltige Entwicklung zu erzielen, ist es unerlässlich, dass der von einigen Regierungen des Kontinents bereits eingeschlagene Weg weiter verfolgt wird: Erhöhung der Effektivität der Staatsapparate, Verbesserung der sozialen Sicherungssysteme und Umsetzung struktureller Reformen. Schon jetzt hat sich aber das Geschäftsumfeld vielerorts in Lateinamerika erheblich verbessert. Hiervon profitieren deutsche Unternehmen mittlerweile ebenso wie von der kulturellen Nähe zwischen Europa und Lateinamerika und von dem guten Namen der deutschen Wirtschaft auf dem gesamten Kontinent. Lassen Sie uns gemeinsam auf dem soliden Fundament der Beziehungen zwischen Deutschland und Lateinamerika aufbauen. Angesichts des vielerorts positiven wirtschaftlichen Panoramas in der Region sollten wir gemeinsam die Wirtschaftsbeziehungen zu den Ländern Lateinamerikas intensivieren. Den Teilnehmern am 60. Lateinamerika-Tag wünschen die LAI-Träger eine informative Konferenz und interessante Kontakte. Dem Lateinamerika Verein wünschen wir eine Fortführung seiner erfolgreichen Arbeit für die deutsch-lateinamerikanischen Interessen!


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Dominikanische Republik

La República Dominicana y Centroamérica en el contexto de la globalización

S.E. Carlos Morales Troncoso Nos sentimos muy complacidos por tener la oportunidad de hablar ante los miembros y los invitados de la Asociación Empresarial para América Latina, y de participar como orador invitado en el Día de Centroamérica y República Dominicana dentro de la celebración de este año del Día de América Latina. El hecho de que hable ante empresarios, me hace sentir en terreno familiar, porque aunque hace décadas que he estado dedicado al servicio público, durante buena parte de mi vida profesional, yo también he sido empresario. Los temas sobre los cuales venimos a compartir experiencias, informaciones y apreciaciones son de primera importancia para los intereses de nuestro país, la República Dominicana. Son los temas que, incluso, figuran entre los pilares de nuestra política exterior. Venimos a hablar de comercio. Venimos a hablar de inversión extranjera directa. Venimos a hablar de cooperación y de integración política y económica, y venimos a hablar de los efectos de los dos tratados de libre comercio que hemos concertado: el que junto con Centroamérica firmamos con los Estados Unidos de América, y el que hace poco suscribimos, junto con las 14 naciones del CARIFORO, con la Unión Europea. Hablemos primero de este acuerdo, que es el más reciente, y que no sólo refuerza las relaciones comerciales entre Unión Europea y la región del Caribe, sino que representa también un claro impulso a la integración regional. Es un acuerdo que valoramos tanto, hasta el punto de que ahora hemos escogido sus principales lineamientos y disposiciones como las referencias que guiarán las negociaciones de cualesquiera otros tratados de libre comercio. Lo hacemos, por el convencimiento de que es un acuerdo en el que está plasmada una visión europea que creemos justa: Fortalecer los lazos de integración con un mercado común del Caribe, reconocer las asimetrías en el desarrollo económico de los dos bloques de países y mantener la cooperación y las preferencias del Acuerdo de Cotonú con sus ex colonias organizadas en bloques regionales de Estados de África, el Caribe y el Pacífico. Es un acuerdo que ofrece acceso directo a los mercados de la Unión Europea a las exportaciones de nuestros países. Permite que nuestros mercados se abran gradualmente, a lo largo de 25 años, con las salvaguardias adecuadas para proteger el empleo local y los sectores sensibles. Liberaliza el comercio en el sector de los servicios para promover el creci-

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miento y las inversiones. Promueve la cooperación en programas innovadores. Protege las normas laborales y medioambientales en el Caribe. Y ayuda a nuestros exportadores a cumplir las normas internacionales y de la Unión Europea. Los efectos económicos han sido casi inmediatos. Lo firmamos en octubre del 2008, y ya en el primer semestre de este año, nuestras exportaciones no mineras hacia la Unión Europea habían crecido en un 10 por ciento con relación al año anterior. Las perspectivas son que las exportaciones dominicanas hacia la Unión Europea podrían superar los mil millones de dólares en los primeros dos años de la firma del acuerdo. Una cuestión relevante en esas cifras es que la mayor parte de esas exportaciones son de productos agrícolas, principalmente de banano, cacao y vegetales, que tienen la tendencia a un rápido crecimiento. Y a estas se le agregan las exportaciones de ron, un producto en el que los dominicanos tenemos competitividad y una reconocida calidad. Para nosotros ha sido una celebración el hecho de que después de más de tres décadas de ausencia, a través de este acuerdo nuestra industria azucarera ha vuelto a exportar su producto hacia el mercado europeo. Para el tabaco, un producto tradicional entre las exportaciones dominicanas, se logró flexibilizar las normas de origen para facilitar el cumplimiento de las exportaciones nacionales, y para los textiles se logró la acumulación de materia prima originaria de cualquiera de los países ACP y del mundo. Si tomamos en cuenta que por décadas nuestras naciones no figuraron en la agenda de prioridades, ni del comercio, ni de las inversiones de los países europeos, el Acuerdo de Cooperación Económica representa un salto monumental en las relaciones económicas y comerciales entre nuestras dos regiones. En lo que se refiere a la República Dominicana, creemos que este acuerdo se convertirá en el gran estímulo para alcanzar el propósito estratégico de articularnos económicamente con el resto de las naciones del Caribe, en un gran mercado de 25 a 30 millones de habitantes. Hace menos de dos décadas, éramos regiones casi divergentes en los intereses a los que asignábamos la mayor importancia. Mientras Europa se centraba en las cuestiones relativas a la relación política, el interés de nuestras naciones estaba principalmente puesto en las relaciones económicas – fuera el comercio, la atracción de inversión extranjera directa, o la cooperación.


Dominikanische Republik Ahora se ha abierto una mayor coincidencia. Nuestra impresión es que el contexto de la globalización y la apreciación generalizada de que el mundo enfrenta amenazas que son globales, ha conducido a un surgimiento dinámico de la cooperación. De la cooperación en todos los terrenos: en el político, en el económico, en el medioambiental, en el de la seguridad, en el de la migración y en el del combate a la pobreza y el fortalecimiento de la democracia. Los cambios se están produciendo con un gran dinamismo. Muchos trabajadores latinoamericanos y caribeños están emigrando hacia Europa. Los europeos están descubriendo de vuelta a nuestras naciones como destinos turísticos, como mercados para sus productos de exportación y como tierras de oportunidades para sus inversiones. El resultado ha sido dramático. Ya la Unión Europea y la América Latina no son regiones que se dan la espalda. Se han estado convirtiendo progresivamente en socios, en aliados estratégicos, en actores dinámicos con multiplicidad de coincidencias para la actuación concertada. Así lo revela la constante interrelación política de sus autoridades en diferentes foros en los que comparten preocupaciones, inquietudes y posiciones comunes. Ahora la Unión Europea es una de las principales fuentes de inversión y de cooperación económica en América Latina. Para la República Dominicana, la creciente inversión española, principalmente en el campo del turismo, es una muestra de ese crecimiento, como lo es igualmente su constante cooperación en proyectos nacionales vinculados con nuestro desarrollo. Políticamente, Europa y América Latina son, además, regiones en las que prevalecen los regímenes democráticos. Los latinoamericanos y caribeños somos un mercado potencial no desdeñable, de unos 600 millones de consumidores. Somos un conjunto de naciones que van desde las de territorio inmenso, como Brasil, en cuya geografía caben casi 24 Alemanias, hasta las de territorio minúsculo, como San Kits y Nevis, de sólo 269 kilómetros cuadrados y 47,000 habitantes. Ahora resulta alentador que la Unión Europea esté negociando un acuerdo de cooperación económica con los países de Centroamérica, siguiendo los mismos lineamientos y los mismos objetivos de vincular el comercio con la integración. La historia de las naciones centroamericanas es muy parecida a la de República Dominicana. Conquistado su territorio por España a principios del Siglo XVI, su colonización duró cerca de 300 años. Su independencia se produjo en 1821, y dos años después, siguiendo el modelo norteamericano, formaron Las Provincias Unidas de América Central. El experimento fue de corta duración, y ya en 1838 cada Provincia se había convertido en una República independiente. Pero en 1857 tuvieron que unirse en la lucha para sacar de su área al filibustero norteamericano William Walker, quien un año antes se había auto-proclamado Presidente de Nicaragua. Es relevante resaltar que el proceso de integración de las naciones de Centroamérica es el más antiguo del Continente. Los primeros esfuerzos datan de principios de los

años 50, y la creación del Banco Centroamericano de Integración Económica en 1960 fue uno de los puntos centrales derivados de la aprobación del Tratado General que acordó la formación del Mercado Común Centroamericano. En nuestra zona, mi país es, hasta este momento, la única nación con acuerdos de libre comercio con los dos mercados de consumidores más afluentes del mundo: los Estados Unidos de América y la Unión Europea. Y de los países de América Latina y el Caribe, la República Dominicana es el sexto más importante socio comercial de los Estados Unidos, con cerca de 10 mil millones de dólares de comercio bilateral. El tratado de libre comercio con Estados Unidos es un convenio que la República Dominicana negoció y firmó junto con las naciones de América Central. Es un acuerdo que permite el ingreso de prácticamente todos nuestros productos en el mercado norteamericano con un tratamiento arancelario preferencial. Es, también, un acuerdo que institucionaliza y profundiza reformas orientadas fundamentalmente a garantizar un marco de regulaciones favorable y estable para las empresas extranjeras. Entre las disposiciones de mayor trascendencia en ese orden figuran las siguientes: Prohíbe las regulaciones que discriminan contra las empresas en cualquiera de los países firmantes y que imponen estándares de conducta en áreas tales como el uso de productos intermedios locales y la transferencia de tecnología. Es un acuerdo que, en sus disposiciones, va más allá del régimen dispuesto por la Organización Mundial del Comercio en términos de inversión en materia comercial, dado que afecta a todas las empresas extranjeras y no solo a aquellas dedicadas al comercio de mercancías. Liberaliza prácticamente todos los servicios, incluyendo los financieros, los de telecomunicaciones, y, en el caso de Costa Rica, los sectores de seguros, y aumenta las protecciones a la propiedad intelectual. En realidad, el DR-CAFTA obliga a sus Estados miembros a firmar todos los acuerdos internacionales en esta área – incluyendo los relativos a la biodiversidad – y extiende la duración de las patentes y los derechos de propiedad, al igual que el período de confidencialidad de los datos obtenidos en las pruebas usadas para el desarrollo de medicamentos y productos químicos, y establece sistemas de contratación pública mucho más transparentes, que eliminan el derecho a discriminar a favor de las compañías nacionales, y la modernización del sistema comercial, incluyendo cambios en los procedimientos aduanales para la aplicación de las leyes que rigen en esa área. Abre el mercado norteamericano a la mayoría de los productos de exportación de los países firmantes, pero sus disposiciones responden más plenamente a la estrategia comercial y geopolítica regional de los Estados Unidos de América que a la de los demás socios en el acuerdo, para quienes las prohibiciones y las protecciones no figuraban entre sus prioridades políticas. Ciertamente, toma menos en cuenta las asimetrías existentes entre la gigantesca economía norteamericana – la más grande de las economías del mundo --, y las pequeñas economías de la República Dominicana y de las naciones centroamericanas firmantes. Además de que en él no

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Dominikanische Republik se consideraron fondos de compensación, ni se fijaron montos significativos de ayuda adicional. Aunque el peso impuesto por el acuerdo ha significado costo económico y costo político para nuestras naciones, es innegable que el DR-CAFTA ha servido para modernizar y para fortalecer un marco regulatorio ineficiente, y en el mediano plazo se ha constituido en la plataforma para convertirnos en destinos más confiables para la inversión extranjera directa. Mirando el contexto actual en el hemisferio, lo que creemos oportuno es conectar aún más los tratados de libre comercio, reducir las barreras al comercio y la inversión, mejorar las normas laborales y medioambientales y ejecutarlas, y ampliar la cooperación regional en el comercio y en la promoción del desarrollo. Sin embargo, cualquier iniciativa al respecto deberá proponer soluciones concretas de aplicación inmediata y urgente para mitigar los efectos que tienen en la región los altísimos costos del petróleo y el encarecimiento de los alimentos básicos. Deberá, además, buscar como fin último una economía regional que sea sostenible y socialmente balanceada, en la que se ponga al desarrollo social y laboral ambientalmente sostenible, el mismo énfasis prestado a la liberalización de la inversión y de los flujos financieros. Del mismo modo que sostenemos que el libre comercio incentiva el crecimiento económico, crea empleos, promueve la competitividad y mejora las perspectivas del sector productivos, creemos que ello requiere que las barreras que entorpecen el comercio y la inversión en ambas vías desaparezcan por igual. La verdad es que hasta ahora el camino hacia el libre comercio ha sido desventajoso, dejando a las partes menos desarrolladas crecientes déficits de cuenta corriente y elevados costos de ajuste, en un contexto inicialmente desigual. El libre comercio es ineludible en el contexto actual de la globalización de los mercados, pero conviene a naciones como las de Centroamérica y la nuestra priorizar el fortalecimiento de nuestros propios vínculos dentro de los esquemas de integración económica existentes, mayormente orientados a la meta del desarrollo. Tanto con las naciones del CARICOM como con los países centroamericanos, la República Dominicana está dedicando ingentes esfuerzos para anudar esos vínculos, un camino en el que ya lleva un importante trecho recorrido que vemos con optimismo. Desde el año 2005, nuestro país participa como Estado Asociado del Sistema de Integración Centroamericana, mejor conocido como SICA, que es el marco institucional con el que se consolidó, a partir de 1991, el proceso histórico de la integración de la región. Es un sistema que propicia un ordenamiento jurídico nuevo, con categorías y características propias, que crea un conjunto de subsistemas en las áreas de la economía, la seguridad, el medio ambiente, la integración social, el turismo, la política monetaria, la educación, la cultura, los recursos hídricos y la prevención de desastres. Nuestra pertenencia al SICA – es importante ponerlo de relieve – consolida nuestra relación geopolítica con la regi-

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ón de Centroamérica, fortalece nuestros lazos de amistad con sus países miembros, nos permite participar en proyectos de cooperación regional en numerosos campos, y nos ha llevado a obtener financiamientos, a través del Banco Centroamericano de Integración Económica para la ejecución de proyectos de desarrollo nacional. En el marco de la política exterior dominicana, vemos a nuestro país con un rol importante que jugar en la profundización del proceso de integración regional con el SICA, propiciando el fortalecimiento de los espacios de diálogo y de cooperación, así como de los programas y proyectos que se derivan de ellos. Vivimos en un mundo en el que menudean los problemas y los cambios. Nuestra convicción es que si no nos hacemos parte de los cambios, los cambios pueden realizarse en perjuicio de nuestros intereses nacionales. Si no buscamos aliados, si no nos envolvemos en políticas de intercambio de experiencias y de cooperación, corremos el riesgo de quedarnos solos. Hay demasiados preocupaciones, desafíos y amenazas que son globales. Ningún país puede defenderse aisladamente de ellos. Necesitamos ser parte de las soluciones globales. Si los problemas son globales, y sobre todo si los problemas son comunes, es entre todos como tendremos que enfrentarlos y resolverlos, de manera que las soluciones respondan a los intereses de todos. Finalmente, permítanme unas palabras extras sobre la República Dominicana. Nuestra nación tiene una posición geográfica estratégica para fines comerciales, y goza de estabilidad política y macroeconómica. Su economía se expandió un 5.3% en el 2008, y el promedio de los tres años anteriores fue de 9.5%. La nuestra, como puede apreciarse, es una economía con uno de los mayores niveles de crecimiento constante en América Latina y el Caribe. Cuenta con abundancia de mano de obra adiestrada y probadamente productiva. Nuestro sistema financiero es suficientemente desarrollado y sofisticado para satisfacer los requerimientos de toda la gama de los negocios internacionales, y nuestra infraestructura de telecomunicaciones tiene una eficiencia de clase mundial. Somos, como lo revelan los vínculos económicos, comerciales y políticos que hemos detallado, un puente para el Caribe y para América Central. Somos, igualmente, un gran mercado de nueve millones de personas, tenemos un sector turístico pujante, más de 40 parques industriales con más de 500 empresas de zonas francas, y oportunidades que sólo esperan las inversiones apropiadas en las áreas de la agroindustria, la minería y la energía. Están, pues, bien encaminados los empresarios alemanes al decidir dedicar cada año un día consagrado a América Latina. Es una magnífica oportunidad para descubrir no sólo nuevas oportunidades de negocios o para identificar nuevos socios, sino principalmente para evaluar, con mayor tiento, los pasos que tienen que dar para vincularse con aliados estratégicos que ya son, también, actores globales. Ing. Carlos Morales Troncoso Canciller de la República Dominicana.


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Es erstaunt immer noch: Ausgerechnet das chronische Krisenland Brasilien wird die Weltwirtschaftskrise weitgehend unbeschadet überstehen. Viel mehr als ein schwaches Wachstumsjahr wird die brasilianische Wirtschaft von der stärksten Wirtschaftskrise seit langem nicht abbekommen. Doch hinter dieser neuen Stabilität Brasiliens steckt weit mehr als eine vorübergehende Robustheit: Das nach Bevölkerung und Staatsfläche fünfgrößte Land der Welt setzt gerade zum Sprung an zur Weltwirtschaftsmacht. Viele bei uns haben das noch nicht mitbekommen und gestehen Brasilien bei der globalen Umwälzung in der Weltwirtschaft nicht viel mehr als eine bessere Nebenrolle zu, während wir China und Indien dagegen die Hauptrollen zutrauen. Doch damit unterschätzen wir Brasilien. Das ist ein Fehler. Gerade für uns Deutsche. Denn mit wenigen Staaten außerhalb Europas haben wir so enge wirtschaftliche und politische, historische und kulturelle Bindungen wie mit Brasilien. Die Wirtschaft bildet die Basis für Brasiliens neue Stärke. Die neuntgrößte Volkswirtschaft verfügt über Trümpfe, die während der Krise wichtig geworden sind, die aber auch in den nächsten Jahren für eine ganz eigene Dynamik in Süd­ amerika sorgen werden: •  Brasilien besitzt einen großen und wachsenden Binnenmarkt, der sich zunehmend auf den ganzen Kontinent erstreckt. •  Seine Unternehmen sind breit aufgestellt: Es existiert ein gesunder Mix aus Rohstoffkonzernen, Dienstleistern und verarbeitender Industrie - von Kleinstbetrieben, Mittelstand bis zu zwei Dutzend Weltkonzernen. Mit eigener Forschung, eigenen Produkten, eigenen Marken. •  Auch die Kontrolle über die Konzerne ist diversifiziert: Es gibt private und staatliche Konzerne, sowie brasilianische und ausländische Eigentümer. •  Das Bankensystem kam in der Krise nicht ins Schlingern – nicht eine Bank steckt in der Bredouille. Auch die Börse ist intakt. Zwei der größten Börsengänge weltweit dieses Jahr fanden in Brasilien statt. •  Während andernorts noch darüber nachgedacht wurde, wie sie die staatlichen Milliardenkredite zu den richtigen Unternehmen kanalisiert werden könnten, öffnete die brasilianische Regierung über die staatliche Entwicklungsbank BNDES und die zwei großen Staatsbanken den ­Kredithahn. •  Das ewige Schuldnerland Brasilien ist heute mit 220 Milliarden Dollar Devisenreserven einer der größeren Gläubiger der USA weltweit. Brasilien hat seine Kredite an den Internationalen Währungsfonds erhöht. •  Seine Agrar- und Rohstoffvorkommen machen das Land zu einem der wichtigen Zulieferer der Weltwirtschaft –

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Fotograf: Paulo Fridman

Warum wir uns auf den Aufstieg Brasiliens zur Weltmacht einstellen sollten

der von der anspringenden Weltwirtschaft bereits jetzt mitgezogen wird. Zudem sind Brasiliens Exporte gleichmäßig über alle Weltregionen verteilt. •  Sein Energiereichtum machen das Land in wenigen Jahren zum bedeutenden Exporteur von Energie, Ölderivate und Biotreibstoffen •  Und die Brasilianer sind krisenerfahren: Das Land hat in den letzten zehn Jahren zwei massive Wirtschafts- und Finanzkrisen erlebt, die es weit stärker durchschüttelten als die jetzige Weltwirtschaftkrise. Mit dem wirtschaftlichen Aufstieg Brasiliens der letzten fünf Jahre hat auch Brasiliens politisches Gewicht zugenommen: Zuerst im Welthandel, wo Brasilien als Wortführer des Südens die Doha-Runde stoppte und seitdem mit den Industrieländern als gleichwertiger Partner verhandelt. Seit der Weltwirtschaftskrise ist Brasilien auch aus der G20 nicht mehr wegzudenken. In der weltweiten Klimadiskussion hält Brasilien eine Schlüsselposition. Denn einerseits besitzt das Land wegen seiner Biotreibstoffe und Wasserkraftwerke eines der nachhaltigsten Energieproduktionen weltweit. Trotzdem ist Brasilien wegen des abbrennenden Amazonas der fünftgrößte Klimagasproduzent. Der Regenwald bietet aber auch eine Chance: Gelingt es Brasilien die Regenwaldrodung zu bremsen, dann kann das Land schnell und effizient mehr


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gegen die Erwärmung der Erde unternehmen, als die meisten Staaten. Doch unser Interesse an Brasilien reicht weiter: Denn Brasilien wird zu einem Testfall der Demokratie. Im größten Land Lateinamerikas entscheidet sich, wie sonst nur in Indien, ob einer großen, aufstrebenden Volkswirtschaft der Sprung zur Großmacht auch demokratisch gelingen wird. Das ist wichtig für die Zukunft unseres westlichen Gesellschaftsmodells: Denn im globalen Wettbewerb unter den Wirtschaftssystemen kommt das demokratische Staats- und Wirtschaftsmodell zunehmend unter Beschuss. Beweist der wirtschaftliche Erfolg Chinas nicht gerade, dass autoritäre Wirtschaftsmodelle der westlichen Marktwirtschaft mit ihren schwerfälligen Demokratieregeln überlegen sind? Brasilien tritt den Gegenbeweis an. Trotz seiner offensichtlichen Mängel ist Brasiliens politisches System auch einer der Gründe für Brasiliens Aufstieg zur Weltwirtschaftsmacht. Brasiliens demokratisches System erweist sich dabei als überraschend flexibles Instrument, um auf neue Herausforderungen zu reagieren. Denn nur so ist zu erklären, dass Brasilien mit einer progressiven Verteilungspolitik schon in den Boomzeiten vorgesorgt und die sozialen Spannungen entschärft hat. Diese sozialen Investitionen stabilisieren die Gesellschaft. Das ist angesichts der großen Einkommensgegensätze ein wichtiger Standortfaktor. Das ständige Aushandeln zwischen neuen und alten Politeliten wie in Brasilien macht Fortschritte in der Politik mühsam. Es hat aber auch Vorteile: Denn die entstehenden Kompromisse sind stabiler als in vielen anderen Staaten. Was die populistischen Linken wie Chávez, Morales, Correa und die Kirchners in Südamerika heute bei ihren Verstaatlichungen und der ständigen Machtausweitung machen, das haben eine Dekade zuvor die Neoliberalen Menem und Fujimori ähnlich radikal durchgeführt – nur eben privatisiert, statt verstaatlicht, geöffnet statt geschlossen. Aber auch sie haben ihre Macht autoritär genutzt wie die heutigen Führungscliquen. In Brasilien hat das alles so nicht stattgefunden: Weder waren in den neunziger Jahren die Privatisierungen unter Präsident Cardoso so radikal wie in Argentinien oder Peru. Noch nahm der Staatseinfluss oder die Machtfülle unter Lula so stark zu wie bei Chávez & Co. Obwohl Brasilien positiv überrascht, ist das Land noch nicht am sicherem Ufer: Die Nachfolger der erfolgreichen Präsidenten Cardoso und Lula werden sich ab 2011 nicht auf den bisherigen Erfolgen ausruhen können. Es bestehen krasse Defizite bei Bildung, öffentlicher Sicherheit, Korruption und Transparenz des Staates. Darum haben sich Brasiliens Regierungen der letzten 15 Jahre wenig gekümmert.

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Diese Reformen sind notwendig für ein anhaltendes Wachstum der Wirtschaft, aber auch um die weiterhin obszönen Eigentumsunterschiede zu reduzieren. Nur durch Sozialtransfers und allgemeines Wachstum reduzieren die sich zu langsam – und die in Arm und Reich geteilte brasilianische Gesellschaft ist damit latent instabil. Denn gespaltene Gesellschaften locken Populisten an. Das zeigen die Erfahrungen in Lateinamerika. Deren Politik ist wie ein Spiel mit der Streichholzschachtel vor einem Benzinfass. Dennoch bleibt die Frage, warum wir Brasiliens Aufstieg zur wirtschaftlichen und politischen Weltmacht wenig mitbekommen. Trauen wir das einem Land nicht zu, mit dem wir sonst vor allem Fußball, Samba und Karneval verbinden? Oder messen wir mit zweierlei Maß: Schrecken uns Raubbau an der Natur, Sklavenarbeit und die sozialen Gegensätze in Brasilien – aber ignorieren wir ähnliche Zustände in Asien oder Osteuropa? Es wäre gerade für Deutschland fatal, den Aufstieg Brasiliens zu ignorieren. Denn das Land bietet für unsere Wirtschaft eine große Chance. Nirgendwo sonst auf der Welt besitzen deutsche Unternehmen Schlüsselpositionen in der Industrie wie hier. Sie haben dort mehr investiert als in China. In Automobilbau, Chemie, Pharmazie, Elektrotechnik und Maschinenbau, jetzt auch Umwelttechnologie. São Paulo ist der größte deutsche Industriestandort außerhalb Deutschlands. Es gibt mehrere Millionen deutschsprachiger Brasilianer, oftmals mit überdurchschnittlicher Ausbildung. Es gibt kein Land der Welt mit dem Brasilien so viele Forschungsabkommen unterhält wie mit Deutschland. Auch ist Deutschland seit 20 Jahren der wichtigste ausländische Finanzier zum Schutz des brasilianischen Amazonas. Das größte Umweltschutzprojekt für den Regenwald, das PPG7 haben zwar die G7-Staaten gestartet – doch am Ende hat Deutschland zwei Drittel der rund 350 Millionen Euro finanziert. Die deutschen politischen Stiftungen sind gut vernetzt mit den brasilianischen politischen Akteuren. Auch abseits von Wirtschaft und Politik sind die Verbindungen zwischen Deutschland und Brasilien eng – so eng, dass es verwundert, warum die deutsche Politik das nicht viel mehr aufgreift: Von Sambaschulen bis Capoeira-Gruppen, von Amazonas- und Indio-Schützern, von Kirchengruppen bis zu Gewerkschaften hin zu Blaskapellen aus Bayern die jedes Jahr zum Oktoberfest nach Blumenau in Südbrasilien reisen – die ganze Zivilgesellschaft tauscht sich da aus. Doch die deutschen Regierungen nutzen die Achse Berlin-Brasília zu wenig, trotz der vielen Gemeinsamkeiten: Sowohl Schröder als auch Merkel zeigen kaum mehr als oberflächliches Interesse an Lateinamerika und Brasilien. So


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kommt es, dass der französische Präsident Sarkozy seit seiner Staatsvisite zum Jahreswechsel und angehängten Weihnachtsurlaub am Strand mit Gattin nun als Sprecher der Brasilianer in Europa auftritt – und kürzlich nebenbei milliardenschwere Rüstungsaufträge abschließen konnte. An Brasiliens Präferenz kann es nicht liegen: Präsident Lula fühlt sich Deutschland verbunden. Er mahnt: „Deutschlands Investoren sollten Brasilien noch einmal neu entdecken.“ Alexander Busch, Korrespondent von „Handelsblatt“ und „Wirtschaftswoche“ in Südamerika mit Sitz in São Paulo (hat gerade ein Buch über Brasilien veröffentlicht: „Wirtschaftsmacht Brasilien – Der grüne Riese erwacht“, HanserVerlag)

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Latin America – Resilience to the crisis has been proven; what next?

Latin American countries have weathered the global financial and economic crisis remarkably well. To be sure, most large economies in the region will exhibit negative growth in 2009, with Mexico being the hardest hit. Additionally, many of the effects of the crisis, for example on poverty indicators, will be probably slow to reverse. Difficult credit conditions and the lagging effects of recession will haunt smaller companies across Latin America for some time yet. Nevertheless, the resilience of most countries in the region to the historical financial and economic shock which started in mid-2008 and gained its full force after the Lehman collapse has been noteworthy. Most economies are growing again or at least have bottomed out. For this year we expect a 2.5% yoy fall in Latin America’s GDP (for the group of the seven largest economies), followed by a rebound of similar magnitude next year. Looking beyond 2010, the question arises whether the region can return to the “golden years” 2004-2007, when real GDP growth for Latam-7 countries exceeded 5% p.a. The answer is probably not. As Izquierdo (2008) has pointed out, the extraordinary tailwinds from the global economy in those years (low world interest rates, soaring capital flows to emerging markets, robust growth in the developed markets, high commodity prices) played a crucial role in explaining Latin America’s buoyant economic growth. This observation should not be interpreted as underestimating the improvements in economic fundamentals which have taken place in the region – without these, the impact of the crisis would have undoubtedly been several times larger! –, but it may help both to derive policy conclusions and to gauge medium-term growth prospects for Latin American countries. Commodity price dependence evidently diminishes the region’s room for manoeuvre. However, if one looks at countries like Chile, perhaps Peru, and also to industrial economies like Australia or Norway, it is not obvious that commodity dependence is always a “bad” thing. What it takes to generate sustainable growth in these cases is sophis­ticated macroeconomic management and institutions to smooth the commodity-driven economic cycles, including resisting political pressures to spend the windfall. The fact that the crisis vindicated Chile’s anti cyclical fiscal policy and made it a model pupil in the world’s eyes could encourage other countries to embark on that road. Dependence on foreign financing is another Latin American weakness. But here, Latin America is hardly alone, and has certainly not been the most affected emerging market region by the “sudden stop” in capital inflows. A key ingredient for Latin America’s resilience has been the de-dollari-

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zation process of recent years, which much reduced the impact of currency depreciation on countries’ balance sheet, especially on the government’ side. The best example is probably Brazil, where the government runs a “long dollar“ position, which means that the public debt position actually improves when the currency depreciates, a far cry from the FX vulnerability of only a few years back. Given that we do not expect the global economy to revert to the boom years of mid-decade, our medium-run forecasts for the region are relatively modest at roughly 3.5% on average for the largest economies. This is at the lower end of the emerging markets. How could Latin America fare better? One place to start would be productivity growth. At less than 1% p.a. since 1990, Latin America’s total factor productivity growth is the lowest among emerging regions (Izquierdo 2008). Worse, it has declined in recent years compared with the previous boom period at the beginning of the 1990s. A recent report by the IMF (Loko and Diouf 2009) gauges the contribution of different factors to an increase in total factor productivity in a country. The factors include macroeconomic stability, openness, level of education, strong institutions, female labor participation, attraction of FDI and


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reduced government size. With respect to macroeconomic stability (measured in the IMF paper by inflation) Latin America has improved dramatically in recent years, with the exception of Argentina and Venezuela among the bigger economies. But in just about all other indicators – and here admittedly we generalize - there is still a long way to go. To end with a positive note, despite the lack of substantial structural reforms and the unspectacular medium-term forecasts for Latin America, it is remarkable that no major political backlash has taken place in the region in the face of the crisis. For all the talk about the demise of the Washington Consensus and the surge of regional “alternatives”, the macroeconomic and development policies in countries like Brazil, Chile, Colombia, Mexico, Peru and Uruguay have remained prudent and stability-oriented regardless of the party or coalition in power. This increased political maturity should be cherished by Latin Americans and admired by other emerging markets. Maria Laura Lanzeni, Head of Emerging Markets, Deutsche Bank Research, Frankfurt References: Izquierdo, Alejandro (2008). All that Glitters may not be Gold: Assessing Latin America’s Recent Macroeconomic Performance, Inter-American Development Bank. Loko, B. and Mame Astou Diouf (2009). Revisiting the Determinants of Productivity Growth: What’s New? IMF Working Paper Nr. 225

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Valor Econômico

Brasil – óptimas perspectivas para crecer

La economía brasileña escapó rápidamente y sin graves secuelas de la crisis financiera internacional. Libre de la fuerte dependencia de recursos externos, que causó enormes daños en turbulencias anteriores, Brasil fue golpeado de forma superficial por el desplome en el comercio exterior y la interrupción de los flujos de crédito. En 2010, con una expansión del 4% al 5% según las proyecciones, la economía brasileña estará entre las que más crecen en el mundo. Hasta los rastros de la crisis desaparecen: 2009 será un año de crecimiento cero o levemente positivo y no de baja en el Producto Interno Bruto, como se había previsto. La política económica en vigor amortiguó bien los choques provenientes de la crisis, mientras que medidas fiscales y de estímulo a la producción y el consumo contribuyeron para diminuir sus impactos adversos. El cambio fluctuante, juntamente con el régimen de metas de inflación y los superávits primarios, impidieron que se repitiese el mecanismo típico de los choques anteriores: desconfianza sobre la capacidad de sustentación de la deuda pública, fuga de capitales, escasez de divisas para pago de compromisos y estrangulamiento financiero. El gobierno federal inyectó aproximadamente un 2% del Producto Interno Bruto en estímulos anticíclicos, como ­reducción de impuestos para ampliar ventas y corte del ­superávit primario para aumentar las inversiones dirigidas a grandes obras de infraestructura y vivienda. Una de las acciones de mayor impacto fue el fuerte aumento real del sueldo mínimo, decidido antes de la crisis, de la misma forma que la Bolsa Familia ya existía antes de ella y que mantuvo un nivel mínimo de ingresos para cerca de 11 millones de familias y dio importante apoyo al consumo. Sumados, los “estabilizadores automáticos” de programas sociales y jubilaciones alcanzaron el 9,1% del PIB. Los recursos para programas sociales tuvieron una evolución del 19,9% en el primer semestre, impulsados por la cobertura de seguro desempleo y recalificación de mano de obra que aumentaron 33%. La demanda interna impidió una recesión grave y permitió la rápida recuperación de la economía. Después de una breve caída del 1,4% del PIB en el último trimestre de 2008, el consumo de las familias volvió a crecer en los dos primeros trimestres de 2009. Las contrataciones del sector de servicios y de la construcción civil compensaron parcialmente los empleos diezmados en la industria, el sector más afectado. La tasa promedio de desempleo no se disparó como ocurre en las retracciones: fue del 8% en el trimestre terminado en julio de 2008 en comparación al 8,8% en abril. La tasa retrocedió para el 8,1% en agosto. Sin la fuerte presión del desempleo, los rendimientos no se desplomaron, realimentando la cadena del consumo. La

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masa salarial real creció el 3,5% en el trimestre terminado en julio. En al menos el 93% de los acuerdos salariales realizados hasta julio se aseguró un reajuste igual o superior a la inflación oficial (el INPC). El PIB, que había declinado el 3,4% en el último trimestre de 2008 y el 1% en el primero de 2009, volvió a ser positivo, presentando el 1,9% en el segundo trimestre. La recuperación sería más lenta si el sistema de crédito, que tuvo una brusca parada en octubre tras la quiebra de Lehman Brothers, no recibiese inyecciones de recursos. El Banco Central liberó R$ 100 mil millones en depósitos compulsorios de los bancos y dio incentivos para que las grandes instituciones transfiriesen recursos para las menores, asfixiadas por la falta de liquidez, por medio de la compra de carteras de crédito. Tras tres meses difíciles, los préstamos volvieron a fluir. En agosto, el crédito equivalía al 45,2% del PIB, ante el 36,7% de agosto de 2008. En 12 meses, avanzó el 19,5% (agosto), una cifra respetable, aunque inferior al 30% anual anterior a la crisis. El gobierno impulsó el crédito por medio de los bancos oficiales, mientras los bancos privados se retraían. En julio, la participación de los bancos públicos en la concesión de créditos fue del 39,9%. Para el mismo fin colaboró el avance del crédito dirigido, del 32,6%, impulsado por los créditos a la vivienda, que aumentaron el 42,8% en 12 meses, y las líneas del BNDES, banco oficial de desarrollo, que subieron el 66% en el período. De agosto de 2008 a agosto de 2009, los préstamos para personas físicas fueron un 19,7% superiores y, para empresas, un 12,8% superiores. La previsión para los próximos meses es que los grandes bancos intenten recuperar el 2,2% de participación perdida en la parte del crédito y amplíen la oferta. El BC, por otro lado, cortó la tasa básica de intereses en 5 puntos porcentuales, para el 8,75%, llevando el interés real del 4,6% al 5,1%, el menor en al menos una década. Las perspectivas de crecimiento volvieron a ser muy positivas. Las previsiones de 100 instituciones financieras y consultorías recogidas por el BC seãnlan un crecimiento del 4,5% del PIB en 2010, con inflación del 4,4%, inferior al centro de la meta de inflación, del 4,5%. La producción industrial debe crecer un 6%. La sustentación del crecimiento rápido dependerá del repunte de las inversiones. La formación bruta de capital fijo retrocedió el 9,1% en el último trimestre de 2008, sobre el trimestre anterior, y el 12,3% en el primer trimestre del año. La buena noticia es que paró de caer en el segundo trimestre y parece mostrar un repunte. Un avance efectivo de la tasa de inversión, que cayó del 19,3% del PIB para el 17% después de la crisis, está subordinado a la reducción


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Valor Econômico

de la capacidad ociosa de la industria, que debe ocurrir rápidamente. En agosto, la capacidad utilizada alcanzó el 81,3%, en comparación al 85,4% del tercer trimestre de 2008. La recuperación acelerada ya puso en alerta al BC, que señaló la posibilidad de aumentar los intereses en el segundo semestre de 2010. De acuerdo con sus proyecciones, la inflación será un poco superior al centro de la meta en los dos primeros trimestres de 2011, debido al aumento del consumo y de los incentivos fiscales del gobierno. Como era esperado, la crisis deterioró las cuentas públicas. Los ingresos cayeron el 6% en el año hasta agosto. El gobierno cortó impuestos y redujo la meta de supe­ rávit, acciones necesarias para relanzar la economía. Pero gran parte del aumento de gastos se produjo en rubros de difícil reversión. Hubo una buena recomposición salarial para el funcionalismo público y los aumentos muy superiores a la inflación para el sueldo mínimo, que aumentarán el déficit del sistema de previsión social. Los gastos con personal tuvieron variación real del 15,1% de enero a agosto. En el caso de los gastos con inversiones, subieron el 4,8%, descontada la inflación. En valores, los gastos con el funcionalismo aumentaron R$ 15.700 millones y el dinero para inversiones, R$ 17.300 millones. El déficit público nominal

Lateinamerika

en 12 meses hasta agosto aumentó en 2,4 puntos porcentuales del PIB, de R$ 15.000 millones para R$ 56.700 millones. La deuda mobiliaria federal alcanzó en julio el 46,3% del PIB, después de situarse en alrededor del 40% antes de la crisis. La proporción de la deuda en relación al PIB volverá a caer en 2010. Sin embargo, la capacidad para diminuir la carga tributaria, la más alta entre los países emergentes del mismo porte, quedó más limitada, y difícilmente los gastos con inversiones públicas alcanzarán el nivel suficiente para modernizar una infraestructura deteriorada. Hasta las elecciones presidenciales de octubre de 2010, las atenciones del Congreso y del gobierno se concentrarán en el nuevo marco regulatorio del petróleo, en función del descubrimiento de miles de millones de barriles en la capa del pre-sal en la costa brasileña. La agenda de reformas ya ha sido archivada por el actual gobierno. (La mayor parte de las estadísticas utilizadas sobre crédito, PIB e inflación constan en el Informe de Inflación del Banco Central, septiembre de 2009.) José Roberto Campos, periodista y editor ejecutivo de Valor Econômico, São Paulo

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Oiltanking

OILTANKING Unabhängiger Tanklager Service in Südamerika

Oiltanking gehört heute zu den weltweit führenden unabhängigen Betreibern von Tanklagern für Mineralöle, Chemikalien und Gase. Das Unternehmen, 1972 gegründet, hat seinen Hauptsitz in Hamburg, Deutschland, und ist eine Tochtergesellschaft der Marquard & Bahls AG. Eine ausgeprägte Kunden- und Serviceorientierung, hohe Professionalität sowie kreative Lösungen für Logistikprozesse, die weit über die traditionellen Lagerleistungen hinaus gehen, sind die Basis für Oiltankings weltweite Position als bevorzugter Partner für unsere Kunden. Oiltanking besitzt und betreibt 68 Tanklager in 21 Ländern in Europa, Nord- und Südamerika, dem Nahen Osten und Asien. Innerhalb Südamerikas ist Oiltanking in Argentinien, Brasilien, Kolumbien, Panama und Peru vertreten.

Argentinien Oiltanking Ebytems 480.000 cbm-Anlage in Puerto Rosales ist an die zwei wichtigsten Rohölpipelines Argentiniens angebunden. Damit wird zum einen eine Verbindung zu den Ölfeldern im Westen hergestellt und zum anderen der Anschluss an das Raffinerie-Zentrum in der Nähe von Buenos Aires gesichert. Zudem wurde kürzlich eine neue 40 km lange Pipeline von Oiltanking gebaut, die das Tanklager in Puerto Rosales mit der Petrobras-Raffinerie in Puerto Galvan verbindet. Große Tanker können im Tiefseewasserbereich vor der Küste über Monobouys be- und entladen werden.

später durch die im Besitz von Repsol YPF bestehende Pipeline Puerto Rosales-La Plata nach Brandsen geleitet. Im Brandsen-Tanklager kommt das Rohöl in drei externe 20.000 cbm Schwimmdachtanks und wird schließlich durch die 22 Inch und 166,5 km lange Pipeline zur EssoRaffinerie in Campana gepumpt.

Brasilien Brasilien ist einer der weltweit führenden und wettbewerbsfähigsten Produzenten von Ethanol. Companhia Vale do Rio Doce (CVRD) und Oiltanking haben zusammen eine neue Exportroute für die wachsenden Produktionszentren in den Staaten Goiás (GO), Minas Gerais (MG), und Espírito Santo (ES) entwickelt. Mit 35.000 cbm übernimmt das Oiltanking-Tanklager zudem die lokale Verteilung von Treibstoffen und chemischen Produkten. Oiltanking Vitória liegt im Verwaltungsbezirk von Vila Velha, im Hafen von Vitória, und ist an die zwei wichtigsten CVRD-Eisenbahnnetze angeschlossen: Vitória-Minas (905 km lang) und Centro-Atlântica (7.080 km lang).

Kolumbien

Das Brandsen-Tanklager beliefert zu 100 Prozent den Rohölbedarf der Esso Campana-Raffinerie im Bereich von Buenos Aires. Das Rohöl wird zuerst über Pipeline oder Schiff in das Tanklager in Puerto Rosales geliefert; dort wird es gelagert, in verschiedenen Füllmengen separiert und

Das Cartagena Seehafen-Tanklager ist ein weiterer Standort im Oiltanking Tanklager-Netzwerk von Südamerika und markiert damit den ersten Standort in Kolumbien. Die Anlage bietet eine Gesamtkapazität von 9.300 cbm, eine 8,8 m lange Schiffsanlegestelle mit 29 ft Wassertiefe und verfügt zudem über weitere Expansionsflächen. Das Tanklager liegt im Mamonal-Industriegebiet, Zentrum der Petrochemie und Mineralölwirtschaft von Cartagena. Oiltanking plant einen baldigen Ausbau der Anlage, um einer größeren An-

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Oiltanking

zahl von Kunden gerecht zu werden und weitere Produkte zur Lagerung anbieten zu können.

Peru Consorcio Terminales, ein Zusammenschluss aus Graña y Montero Petrolera und Oiltanking bietet Lieferanten, Händlern und Endverbrauchern sorgfältigen Lagerungsservice als Erweiterung des expandierenden peruanischen Marktes. Da es sich um 9 unabhängige Tanklager mit einer Gesamtkapazität von 371.000 cbm handelt, können eine Vielzahl verschiedener Unternehmen diese profitabel nutzen. Mit Schlüsselstandorten entlang der peruanischen Küste und strategisch wichtigen Standorten im Inland kann Consorcio Terminales ein weitreichendes Angebot für Lagerung und Transport von Flüssigprodukten wie Benzin, Flugzeugkraftstoffen, Diesel, Heizöl, Schweröl, Spezialflüssigprodukten und LPG anbieten. Die Transportmöglichkeiten beinhalten Lade- und Entladeanlagen für Tanker, Kesselwagen und TKWs. Das Betreiben sowie die Vermarktung der 9 Tanklager in Bezug auf Kohlenwasserstoffe wird exklusiv durch Consorcio Terminales, einem Zusammenschluss von Graña y Montero Petrolera S.A. und Oiltanking Peru S.A.C. betreut. Zusätzlich gibt es ein Chemietanklager für die Anlieferung, Lagerung und Abfertigung von Sodium Hydrosulfiden (NaHS), welches über die Firma Logística de Químicos del Sur S.A.C., ein Zusammenschluss von Oiltanking Andina S.A.C. und Santa Sofía Puertos S.A. abgewickelt wird.

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Panama Strategisch liegend im Pazifik, am Eingang zum Panama Kanal, Taboguilla Island, wurde der Platz für ein neues Oiltanking Tanklager gewählt. Mit Liegeplatzmöglichkeiten für Schiffe mit bis zu 120 DWT und zwei zusätzlichen Liegeplätzen für Barges wird dieses Tanklager in der Lage sein, 240.000 cbm Flüssigprodukt zu lagern. Oiltanking plant dieses Projekt mit lokalen Partnern und erwartet die Inbetriebnahme bis Ende 2011. Ob potenzieller Kunde oder angehender Geschäftspartner – Sie sollen wissen, wer wir sind und wie wir arbeiten. Die Zukunft unseres Unternehmens basiert auf jenen Stärken, die Oiltanking zu seiner aktuellen Position innerhalb der Branche verholfen haben und als Konstante gilt dabei unser außergewöhnlicher Kundenservice.


Martin Redivo Project Manager, Oiltanking Vitória terminal

We Can, We Care Project Manager Martin Redivo is responsible for super-

leading and most competitive producers of ethanol.

vising the construction of new Oiltanking terminals,

Whether he’s meeting with contractors, managing the

from the initial design phase right up to the recruitment

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The Economist

The dragon in the backyard

If all goes to plan, by 2012 the first shipments of copper from Toromocho, a mine in the Peruvian Andes, will be sent by train and truck to a new $70m wharf in the port of Callao. From there, they will be shipped across the Pacific to China. The mine is being developed at a cost of $2.2 billion by Chinalco, a Chinese metals giant. Both it and the wharf will be the most visible symbols of the burgeoning trade and investment that are fast turning China into a leading economic partner for Peru and many other Latin American countries. In the first six months of this year China became Brazil’s biggest single export market for the first time (partly because Brazil’s manufacturing exports fell sharply in the reces­ sion). During two days of talks in Beijing in May between Brazil’s president, Luiz Inácio Lula da Silva, and his Chinese counterpart, Hu Jintao, an agreement was signed under which the China Development Bank and Sinopec, a Chi­ nese oil company, will lend Brazil’s state-controlled oil company, Petrobras, $10 billion in return for up to 200,000 barrels a day (b/d) of crude oil for ten years from the country’s new deep-sea fields. Weeks earlier China offered Argentina a currency-swap arrangement involving use of yuan worth $10 billion, and lent cash-strapped Jamaica $138m to enable it to stave off a debt default. Chinese companies have bought stakes in oilfields in Ecuador and Venezuela, and are talking of building a refinery in Costa Rica. This week China National Petroleum Corporation and CNOOC, another oil firm, were reported to have bid at least $17 billion for the 84% stake in YPF, Argentina’s biggest oil company, held by Spain’s Repsol.

From galleons to satellites Economic ties between Latin America and Asia are not new. From the 1560s until 1815, a fleet of Spanish galleons made an annual epic voyage from the Mexican port of Acapulco to Manila in the Philippines, carrying silver and supplies and returning with Chinese silks and porcelain that were snapped up by the wealthy in colonial Mexico and Peru. In the 1970s Japan emerged as an important trader, investor and aid donor. But the suddenness and scale of the link with China (and to a much lesser extent India) are new. The first, and still the biggest, impact is indirect. Chinese and Indian demand for raw materials has driven world prices for commodities (of which South American countries are big producers) to unprecedented levels. This played an important role in accelerating the region’s rate of economic growth to an average of 5.5% from mid-2003 to mid-2008. Second, China’s trade with Latin America has grown at an annual average rate of some 40% since 2003—faster than

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its overall trade. China has now become a significant market for countries such as Brazil, Chile and Peru. The rise of China prompted much gloom in Latin America a decade ago. Since average wages in China are a fifth to two-fifths of those in Latin America, it was thought that much of the region’s labour-intensive manufacturing industry would be wiped out. That is why Latin American countries have tabled more anti-dumping actions against China at the WTO than has the United States. A decade on, some of those fears have been justified, but the picture is more positive. Researchers at the World Bank have found clear net gains for the region from the expan­ sion of China. That is largely because of the commodity effect, but also because Latin American exporters have benefited from other countries growing richer by trading with China. The bank also found no evidence that foreign direct investment was being displaced from Latin America to China. Although Latin America has a trade deficit with China, its imports are increasingly of cheap machinery, which helps it to compete in other markets. The pain has been focused in particular countries and specific industries. Although commodity exporters such as Chile, Peru and Brazil have clearly gained, Mexico and Central American countries have fared less well. For Mexico, one of the region’s most industrialised countries, China is a competitor, especially in the American market, in industries ranging from textiles to electronics. Between 2000 and 2005, China’s share of American clothing imports doubled, to 26%, while Mexico’s fell from 14% to 8%. But some Mexican textile producers have fought back, either by exploiting their greater closeness to the American market or by improving their quality. Nearly all Brazil’s shoemaking and toymaking has been wiped out, or has moved to China. “It’s impossible to compete against China in these sectors,” says Roberto Giannetti da Fonseca of São Paulo’s Federation of Industries. He cites Brazil’s high labour taxes and interest rates as self-inflicted handicaps. Nevertheless, South America’s new links to China have helped it to ride out the world recession relatively unscathed. Marcelo Carvalho of Morgan Stanley, an investment bank, points out that Chinese demand for commodities seems to have contributed significantly to faster economic growth, a stronger currency, and lower inflation and interest rates in Brazil. While trade has boomed, Chinese investment in Latin America has hitherto amounted to less than meets the eye. That is in contrast to India, whose trade with the region remains modest, but whose companies have begun to make significant investments in software, pharmaceuticals, business software and natural resources.


The Economist

Pumping Venezuela’s oil Chinese investment has so far been overwhelmingly concentrated in mining and oil. (An early and still unusual exception is a joint venture with Brazil, dating from the 1980s, to produce communications satellites, in which China provides 70% of the finance and the technology.) Toromocho is just one of three big investments in copper projects in Peru. Chinese companies have become the biggest foreign investors in Ecuador’s oil industry. But it is China’s stake in Hugo Chávez’s Venezuela that is potentially most contentious. The China Development Bank has lent two-thirds of the capital for a $12 billion joint fund which Chinese companies could tap for investment projects in Venezuela. Most of these are likely to be in oil: CNPC, a Chinese company, is operating several smallish oilfields and is investing in the Orinoco tar sands. The United States has long been the main foreign market for Venezuelan oil. Venezuela provides about 10% of American oil imports, and Petróleos de Venezuela (PDVSA), the state oil monopoly, owns Citgo, an American oil distributor which has several refineries specially adapted to process the country’s heavy and sulphurous crude. This mutual dependence has long been a discomfort to Mr Chávez, and he has repeatedly said that he wants to divert Venezuelan oil to China (though transport costs would be much higher). So far Venezuelan oil exports to China have risen from a negligible level to 398,000 b/d. But PDVSA has announced that it wants to increase the flow to 500,000 b/d by December. That could be done only by reducing shipments to the United States. In Africa, China’s much larger investments in oil and mining have brought accusations from some quarters that it has created neo-colonial enclaves. But in Latin America, a more developed region, China is just one of many foreign investors. After a shaky start, Chinese companies seem to have become more sensitive to local concerns. Take Peru. The first Chinese investment was by Shougang, which bought an iron-ore mine in 1992. It brought in 350 Chi­ nese staff, and acquired a bad reputation because of constant troubles with the Peruvian workforce. In contrast, points out Luis Chang, a former Peruvian ambassador in Beijing and a consultant to Chinese firms, Toromocho has just three Chinese managers and the CEO is a Canadian. Mr Chang is one of some 3m Peruvians who claim Chinese descent, the largest such community in Latin America. (Around 100,000 Chinese coolies were brought to Peru as labourers between 1849 and 1875, and integrated well.) Peru has become only the second Latin American country after Chile to sign a free-trade agreement with China. Mr

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García Belaunde hopes this will encourage further Chinese investment, especially in sorely needed transport infrastructure, such as at Callao and other ports. But the pattern of trade and investment so far reinforces the fear among some Latin Americans that China is causing the region to respecialise in commodities, as it did in the 19th century, to the detriment of industry. While China’s exports to the region span a wide range of manufactured goods, its imports are highly concentrated in a few commodities (see chart 2). Soyabeans and iron ore account for two-thirds of Brazil’s exports to China, and crude oil for a further 10%. (By contrast, Brazil’s exports to the United States are mainly manufactures.) This specialisation is not necessarily damaging in itself. But as many branches of Chinese manufacturing overtake their Latin American counterparts, Latin American governments may start to place more stress on improving the competitiveness of the region’s firms, partly through industrial policy.

Business and politics Chinese officials insist that their closer relations with Latin America are driven by two things: a shared diplomatic interest in a multipolar world, and mutually beneficial economic and business ties. “We’re not seeking special influence. We have reiterated [to the United States] that our relations with Latin America aren’t a threat to anyone,” says Qiu Xiaoqi, China’s ambassador in Brasília. It is also of interest to China that half of the 24 mainly small countries around the world that still recognise Taiwan rather than China are in Latin America and the Caribbean. Despite a flurry of presidential and ministerial visits in both directions, and mounting mutual curiosity, China and Latin America are hardly close. There are no direct flights between the two. Few Chinese are knowledgeable about the region (Mr Qiu speaks no Portuguese, though he is one of the relatively few Chinese diplomats who speak Spanish). But sooner or later China’s economic involvement in Latin America seems certain to have geopolitical ramifications, requiring it to make choices. That is because of political developments within Latin America, and in particular the rise of more or less anti-American governments in some countries. Excerpt from the article in The Economist print edition, Aug 13th 2009


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Lateinamerika trotz(t) der Krise!

Zum Ende des Jahres 2009 scheint es so, als ob die Weltwirtschaft die tiefste Krise in der jüngeren Geschichte überwunden hat oder zumindest eine Trendwende erreicht ist. Wichtige Frühindikatoren wie Börsenkurse und Auftragseingänge zeigen wieder nach oben. Obwohl das Rückschlagpotenzial nach wie vor erheblich ist, hellt sich die Stimmung in den meisten Regionen und Branchen wieder auf. Die Folgen der Krise und die Schlussfolgerungen daraus werden uns jedoch noch einige Zeit begleiten. Diese Weltwirtschaftskrise war jedoch nicht nur tiefer als viele vorhergehende, sondern sie verlief auch in einigen Bereichen offensichtlich nicht (mehr) nach den „vertrauten“ Mustern. Ein Erklärungsansatz für den Ausbruch der Krise ist, dass es in den „reifen“ Industrieländern kaum noch möglich ist, nachhaltig attraktive Renditen in der Realwirtschaft zu erzielen und daher Anlage suchendes Kapital in komplexe, „gehebelte“ Finanzprodukte investiert wurde, die sich schließlich vielfach als „toxische Wertpapiere“ herausstellten. Demgegenüber stand und steht das kontinuierliche und anhaltende Wachstum in vielen Entwicklungs- und Schwellenländern, deren Aufholbedarf – insbesondere in den BRIC-Ländern (Brasilien, Russland, Indien, China) längerfristig attraktive realwirtschaftliche Investitionsmöglichkeiten und Renditen verheißt. Zwar konnten sich die Entwicklungs- und Schwellenländer nicht komplett der Sogwirkung entziehen, die vom Absturz der Volkswirtschaften in Nordamerika und Europa ausging; jedoch waren die von früher bekannten Auswirkungen dieses mal viel geringer – es gab und gibt definitiv keine spezielle und zusätzliche Emerging Market Krise! Warum das so ist, lässt sich gut am Beispiel Lateinamerikas und einiger seiner großen Volkswirtschaften illustrieren: 1.) Wachstumstreiber Binnenmarkt: Obwohl für einige der lateinamerikanischen Länder der Export insbesondere industrieller und landwirtschaftlicher Rohstoffe eine wichtige Rolle spielt, hat er an Bedeutung für das Wohlergehen dieser Länder kontinuierlich verloren. Das Binnenwachstum wird vor allem von zwei Seiten getrieben. Zum einen steigen die Konsumwünsche und –erwartungen der einheimischen Bevölkerung. Überall dort, wo eine kluge und maßvolle Verteilung der Wachstumserfolge der letzten Jahre stattgefunden hat, ist die Binnenkaufkraft gestiegen und es sind neue, kaufkräftige Bevölkerungsschichten entstanden. Dies ist nicht nur ein ökonomischer, sondern auch sozialer Erfolg. Zum anderen hat der Aufschwung

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der letzten Jahre die bereits bestehenden und bekannten Engpässe in der Infrastruktur schonungslos offen gelegt. Wenn auch die umfangreichen nationalen Investitionsprogramme – z.B. in Brasilien unter den Namen PAC I und II – nicht über Nacht umgesetzt werden können, so ist doch klar, dass die Staaten Lateinamerikas viele Milliarden Euro in den Bau und Ausbau der Energieerzeugung und –verteilung, den Straßen- und Eisenbahnbau und die Errichtung und Erweiterung von Flug-, See- und Binnenhäfen investieren werden. 2.) Stabile Währungen, niedrigere Auslandsverschuldung und umfangreiche Währungsreserven: Zu den typischen Krisensymptomen in der Vergangenheit gehörten speziell in Lateinamerika extrem hohe Inflationsraten (Stichworte Hyperinflation und Währungsschnitt), geringe Währungsreserven und hohe – oft kurzfristig fällige und damit teilweise nicht mehr beherrschbare - Auslandsschulden. Hier scheinen die meisten Länder aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt zu haben. Mit den Überschüssen aus dem Außenhandel wurden umfangreiche Währungsreserven angelegt, der Außenwert der meisten Währungen konnte stabil gehalten werden, so dass importierte Inflation kaum noch eine Rolle spielt. Zwar setzten hohe und weiter steigende Wechselkurse die Exporteure Lateinamerikas international einem stärkeren Wettbewerbsdruck aus; jedoch wissen ja gerade wir Deutschen, dass dies durchaus auch positive Wirkungen entfalten und innovationsfördernd wirken kann. Auch der Binnenwert der meisten Währungen konnte durch eine weitsichtige


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Geldpolitik der Zentralbanken und eine ausgewogene Budgetpolitik vergleichsweise stabil gehalten werden. Daneben haben Reformen und Konsolidierungen im Bankensektor und die Entwicklung eigener Kapitalmärkte dazu beigetragen, die internen Finanzierungsmöglichkeiten für Unternehmen und Haushalte zu verbessern und so auch zu einer verringerten Abhängigkeit von Entwicklungen im Ausland beigetragen. Das vergleichsweise hohe Zinsniveau in einigen lateinamerikanischen Ländern machte riskante Investitionen – z.B. in Subprime-Wertpapiere – weniger verlockend und bot in der Krise eine gute Ausgangsbasis für maßvolle Zinssenkungsschritte zur Stützung der Binnennachfrage. 3.) Krisenerfahrung Wenn man dieser Tage mit Geschäftspartnern aus Lateinamerika zusammen trifft, hört man mitunter Aussagen wie: „Wir hatten schon so viele kleine und große Wirtschaftskrisen, dass wir auch mit dieser Krise fertig werden“. Auch wenn das meistens von einem Augenzwinkern begleitet wird, so kann man doch eine Grundhaltung heraus lesen, die wir häufiger in Schwellenländern vorfinden und die uns speziell in Europa manchmal fehlt: die Krise bietet auch Chancen für eine Neupositionierung und die Lehren aus einer Krise helfen, künftig bestimmte Fehler zu vermeiden. Eine differenzierte Betrachtung der derzeitigen Position Lateinamerikas in der Weltwirtschaft und ein Ausblick auf die Zeit nach der Krise zeigt: Von der Krise tendenziell am stärksten betroffen waren kleinere Volkswirtschaften, welche besonders abhängig von US-Konjunktur und/oder einzelnen Exportgütern (z.B. bestimmten Rohstoffen) sind. Wer in der Boomphase seine Hausaufgaben gemacht hat – und hiermit sind vor allem Strukturreformen sowie eine maßvolle Fiskal- und Geldpolitik gemeint – wird die Krise schneller überwinden und gestärkt aus ihr hervorgehen. Durch die relative Stabilität wichtiger Entwicklungs- und Schwellenländer bietet sich künftig vermehrt die Chance nicht nur für Exporte und Investitionen aus den etablierten Industrieländern, sondern es ist auch mit einem Anwachsen sogenannter „Süd-Süd“-Investitionen und Handelsbeziehungen zu rechnen, also dem Engagement z.B. von Brasilien in Afrika oder Chinas in Lateinamerika. Insgesamt dürfte das Gewicht der Schwellenländer in der Weltwirtschaft und –politik zunehmen. Die deutsche Wirtschaft war sich dieses Potenzials immer bewusst – wenn wir uns auch selbstkritisch fragen müssen, ob wir nicht unsere Aufmerksamkeit für Lateinamerika in der zurückliegenden Dekade hie und da vernachlässigt haben. Die entstandenen Lücken wurden durch asiatische

Länder – vorweg Japan und Korea, in den letzten fünf Jahren aber zunehmend durch China – erkannt und genutzt. Chancen für deutsche Exporteure und Investoren dürften sich nach unserer Einschätzung insbesondere durch die zunehmende Verlagerung von Wertschöpfungsstufen in die Emerging Markets (z.B. Bau von Chemiekomplexen oder Stahlwerken) ergeben. Die rohstoffreichen Staaten Lateinamerikas werden auch ihre energetischen Rohstoffvorkommen zunehmend nicht nur in der Energieerzeugung und für Transportzwecke einsetzen, sondern „intelligentere“ Einsatzmöglichkeiten z.B. in der Chemie und bei der Kunststofferzeugung fördern und nutzen. Parallel hierzu wird es eine Tendenz zur umweltfreundliche(re)n Energieerzeugung aus Wind, Sonne und Biokraftstoffen kommen. All dies sind klassische Felder, in denen deutsche Technologie und deutsches Knowhow vorhanden sind und nachgefragt werden. Gleiches gilt für den erforderlichen Ausbau der Infrastruktur. Deutsche Exporteure und Investoren sind in den meisten Staaten Lateinamerikas bereits vertreten. Aus der Tatsache, dass die Region auf Dauer kein low cost Standort (mehr) sein wird, entsteht ein Innovationsdruck, der ein breites Anwendungsfeld für High Tech Lösungen „made in Germany“ z.B. aus dem Maschinenbau, der Umwelttechnologie, der Antriebstechnik und der Sicherheitstechnik bietet. Hierzu zählen aber auch fortschrittliche und intelligente Verkehrslösungen von ÖPNV-Konzepten bis hin zu Mautsystemen. Die Finanzierungen für die anstehenden Investitionen werden auch in der Zukunft in der Regel auf 3 Säulen ruhen: Starken (privaten) lokalen Banken, lokalen, regionalen und multilateralen Entwicklungsbanken, sowie internationalen Banken zur Finanzierung von größeren Projekten, Investitionen und Ex- und Importen. Als KfW Bankengruppe und insbesondere als KfW IPEX-Bank GmbH verfügen wir über eine langjährige Marktpräsenz und umfangreiche Erfahrungen in den meisten Ländern Lateinamerikas sowie eine hohe Branchenkompetenz in den betreffenden Industrien. Mit Partnern aus Deutschland und Europa, vor allem aber mit unseren Kunden aus Lateinamerika selbst wollen wir auch in der Zukunft gemeinsam Finanzierungslösungen zum beidseitigen Nutzen entwickeln und bereit stellen. Holger Apel, KfW IPEX-Bank, Frankfurt

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Estratégia & Negocios

Centroamérica: el puente de las Américas pelea por un futuro sostenible

Seis países, 424.223 km2 de extensión, 41,17 millones de habitantes, un PIB total de US$133.272 millones y una inversión extranjera directa de US$7.532 millones. Esta es Centroamérica, una región que lucha contra la pobreza y la inequidad, en la cual, la mayoría de sus países aún no alcanza un modelo social basado en el estado de derecho, la democracia e institucionalidad, donde todos los ciudadanos cuenten con oportunidades de crecimiento y desarrollo. Una región compuesta por países con muchas similitudes pero, a la vez, con asimetrías que no les permiten avanzar de la mano hacia una integración regional. Todo en Centroamérica parecía estar cambiando: nu­ estros países y empresarios dejaban atrás las experiencias de exilio, secuestro y desconfianza; las guerras civiles que sufrimos en la década de los 80 terminaron en la región y fue brotando un empresariado dispuesto a invertir y apostar por su tierra, visionario, abierto e involucrado con su comunidad; surgieron también gobiernos y gobernantes con visiones de libertad, apertura, integración y democracia. Y así iniciamos el nuevo siglo, con una misión impostergable: ponernos al día. Atrás quedaron las tinieblas de la guerra, los desencuentros, las confrontaciones irreconciliables y comenzó un nuevo período de guerras, pero esta vez por la educación de nuestra gente, por la atracción de inversión extranjera directa, por la generación de empleo, por destronar a la pobreza, por la sana competencia y, también, por tener mejores dirigentes políticos y empresas más conscientes de sus comunidades. Las economías de nuestros países crecieron a ritmos importantes, las empresas se regionalizaron, llegaron jugadores internacionales, se incrementaron las exportaciones, se fortaleció la banca, se abrieron nuevos nichos de negocios. Todo eso que soñamos y aprendimos a construir, se fue haciendo realidad. Pero, a la vez que fuimos encaminando nuestros pasos hacia la estabilidad económica, una nueva amenaza comenzó a gestarse en nuestras sociedades, como consecuencia de problemas domésticos irresueltos como la falta de oportunidades, la pobreza, la inequidad y el impacto de fenómenos globales. Esa amenaza se fue tejiendo bajo la forma de delincuencia, corrupción, crimen organizado y narcotráfico. Hoy, nuevamente nuestras democracias peligran. Y el peligro no es menor por cuanto esa amenaza está golpeando a países con débiles instituciones, donde el estado de derecho no se cumple, lo cual entraña otro enorme y preocupante factor de vulnerabilidad para nuestras naciones, y limita sus esfuerzos para consolidarse en lo económico, madurar en lo político y prosperar equilibradamente en lo social.

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Hace falta promover el proceso integrador, con el auspicio de espacios de diálogo y consensos intersectoriales, redoblar esfuerzos, afinar aún más nuestra misión, comprometernos con mayor ahínco con nuestra sociedad. La inversión en educación es indispensable. Nuestros países invierten menos del 5% de su PIB en ese tema, cuando los niveles mínimos deberían estar arriba del 6% para lograr un impacto significativo. Un pueblo educado sabrá elegir a sus dirigentes honestos y competentes, estos a su vez seleccionarán a los mejores asesores. Un pueblo educado progresa incluso en las adversidades. Es la combinación de un sinnúmero de intervenciones que poseen un enorme impacto sobre el desarrollo y la miseria, lo que uno podría llamar “el arsenal contra la pobreza”, que incluye salud, atención médica, educación, vivienda, servicios básicos, agua, energía, servicios sanitarios y acceso a facilidades financieras. Es esa combinación, ese puñado de intervenciones las que poseen un impacto desproporcionado sobre la pobreza. La empresa privada y los gobiernos de la región tienen una responsabilidad grande en esto. En lo económico, si bien es cierto Centroamérica no se salva de la crisis, el impacto que esta ha tenido en nuestros países es menor que el que se ha visto en muchas otras regiones del mundo, gracias a que, como mencioné al principio, nuestras naciones estaban mejor preparadas que nunca. Probablemente el comercio intrarregional ha contribuido a amortiguar la caída de las exportaciones hacia terceros mercados durante el 2009. Sin embargo, los países que muestran una mayor dependencia externa (sobre todo de Estados Unidos), han sido los más afectados por la disminución en sus remesas y sus exportaciones. Pero, ¿qué es Centroamérica en relación con el resto de América y del mundo? Su PIB equivale al 0,21% del PIB mundial, su extensión corresponde a un 1% del continente americano, su población a un 6,72% de la población latinoamericana. El istmo representa el 0,04% del comercio total de la Unión Europea. Bajo estas premisas, solo tiene sentido hablar de la región como un solo bloque, con la única salvedad: aún existe una gran disparidad entre sus países tan­ to en lo económico como en lo social. Costa Rica y Panamá tienen realidades muy distintas a las del CA-4 en términos de PIB per cápita, distribución del ingreso, alfabetización e indicadores de salud. Por otro lado, algunos países del área están entre los más inequitativos de Latinoamérica, que a su vez es la región del mundo con la peor distribución del ingreso. La inequidad sigue siendo el principal reto de la región, por encima de las diferencias económicas y culturales. Centroamérica necesita consolidarse en lo económico, ma-


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Estratégia & Negocios

durar en lo político y prosperar equilibradamente en lo social. La superación de la inequidad en las sociedades centroamericanas pasa necesariamente por políticas de inversión social que incrementen las capacidades de la población. Vale la pena señalar que son grandes los esfuerzos que la Unión Europea está llevando a cabo para integrar nuestra región y firmar cuanto antes un Acuerdo de Asociación. Sin embargo, Europa no quiere suscribir un simple acuerdo comercial sino uno que incluya políticas y programas de co­ operación. El tratado pretende ampliar el diálogo político, intensificar la cooperación en una gran variedad de áreas así como facilitar el comercio y la inversión birregionales. Para Europa, es importante que Centroamérica resuelva sus déficits sociales, institucionales y democráticos para suscribir el convenio entre regiones donde existen asimetrías comerciales. ¿Qué esperar para los próximos años en nuestra región? Sin duda, el 2009 habrá de marcar un quiebre. Este año, la crisis terminó de impactar de lleno en nuestros gobiernos y empresas. Además, es en el 2009 cuando se está consumando un cambio geoestratégico global, con el surgimiento de nuevas potencias económicas, que están exportando capitales. Es de esperar entonces que, en el futuro, en Centroamérica comiencen a crecer nuevos capitales, posiblemente de origen chino y brasileño. Me parece que la apuesta de los países centroamericanos debería ser por el combate a la pobreza en lo social y por la regionalización en lo económico, para no depender de los ciclos que pueden sufrir nuestros países. Carmen Irene Alas, Directora Ejecutiva Revista Estratégia & Negocios

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DEG

Investitionskapital für Lateinamerika

Erster Auslandsstandort für die dy-pack GmbH: Der deutsche Mittelständler, der Papiersäcke für die Baustoff-, Chemie- und Nahrungsmittelindustrie herstellt, eröffnete im Frühjahr eine Produktionsniederlassung in Mexiko. Das Unternehmen war in den heimischen Produktionsstätten an die Kapazitätsgrenze gestoßen und entschied sich daher, eine Fabrik in der Nähe seines wichtigsten Exportlandes, den USA, zu bauen. Die DEG – Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH hat für dieses Vorhaben ein langfristiges Darlehen in Höhe von 8,6 Mio. US-Dollar bereitgestellt und damit unter anderem den Erwerb eines Grundstücks und einer Produktionslinie sowie den Bau einer Fertigungshalle mitfinanziert. Mit der dy-pack GmbH unterstützt die DEG ein Familienunternehmen, das erfolgreich auf dem Weltmarkt agiert und Fachwissen ebenso wie Erfahrung in der internationalen Vermarktung mitbringt. Der Gang ins Ausland ist heute für viele mittelständische Unternehmen das Rezept, um wettbewerbsfähig zu bleiben und neue Märkte zu erschließen. Gerade Schwellenländer wie China, Indien, Brasilien oder eben Mexiko können attraktive Ziele sein. Unternehmen, die dort investieren, müssen sich jedoch mit andersartigen Rahmenbedingungen auseinandersetzen und die Risiken sorgfältig abschätzen. Ein zentraler Punkt ist die Finanzierung des notwendigen Investitionskapitals. Das können Darlehensfinanzierungen wie die eingangs geschilderte sein. Die DEG-Darlehen haben in der Regel eine Laufzeit von vier bis zehn Jahren und sind in Euro oder US-Dollar, in bestimmten Fällen auch in Lokalwährung notiert. Ein weiterer Vorteil: Die Darlehen werden nach Möglichkeit im Anlagevermögen des Unternehmens im Investitionsland besichert und belasten daher den Kreditrahmen in Deutschland nicht. Die DEG ergänzt so das Angebot der lokalen Banken bzw. des Kapitalmarktes, da Darlehen mit entsprechender Langfristigkeit bzw. Struktur in den Zielländern nicht verfügbar sind. Doch für die Finanzierung des Investitionskapitals kommen nicht nur Darlehensfinanzierungen in Betracht. Auch wer nach Beteiligungs- und Mezzanin-Finanzierungen sucht, wird bei der DEG fündig. Bei einer Beteiligung erwirbt ein Investor Anteile am Unternehmen und ist damit an Gewinnen und Verlusten beteiligt. Die DEG engagiert sich grundsätzlich in Minderheitsbeteiligungen und bietet den Unternehmen Risikokapital auf partnerschaftlicher Basis. Zuvor prüft sie vor allem die Bonität des investierenden Unternehmens, die Wirtschaftlichkeit des Vorhabens sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen im Investitionsland. Erwartet werden angemessene Renditechancen sowie entsprechende Informations-, Kon-

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troll- und Mitspracherechte und eine realistische Perspektive, die Beteiligung nach Ablauf einer gewissen Zeit auch wieder zu veräußern. Das kann etwa eine Übernahmeverpflichtung des deutschen Partners sein, ein Börsengang oder eine Verkaufsoption mit anderen Gesellschaftern. Eine Beteiligungsfinanzierung der DEG ist für Unternehmen interessant, deren deutsche Gesellschafter den Eigenkapitalbedarf nicht allein darstellen wollen oder können, die die politische „Geländerfunktion“ der DEG als einem Unternehmen der KfW Bankengruppe nutzen oder die Risiken auf mehrere Schultern verteilen möchten. Eine DEG-Beteiligung kann den Unternehmen auch eine ausgewogene Gesellschafterstruktur ermöglichen, zum Beispiel bei Joint Ventures mit einem lokalen Unternehmen als Partner. Mezzanin-Finanzierungen wiederum können unterschiedlich gestaltet sein, etwa als Wandeldarlehen oder nachrangiges Darlehen mit Bezugsrechten. Unternehmen, die auf Mezzanin-Finanzierungen zurückgreifen, zahlen in der Regel dafür einen fixen Zinssatz und darüber hinaus einen weiteren Betrag, der vom Gewinn abhängt. Die Mezzanin-Finanzierung als kleiner Bruder der Beteiligung bietet einen zentralen Vorteil: Das Unternehmen kann sich nachrangig finanzieren und gleichzeitig die Eigenkapitalstruktur stabilisieren. Mezzanin-Finanzierungen können zum Beispiel dann interessant sein, wenn der Kapitalbedarf für ein Unternehmen keine Verwässerung der Gesellschafterstruktur nach sich ziehen soll oder wenn ein junges Unternehmen mit positivem Cash-flow, aber wenig Sicherheiten aussichtsreiche Geschäftsmöglichkeiten hat, von Banken jedoch keine Kredite erhalten würde. Deutsche Unternehmen sind seit Gründung der DEG im Jahr 1962 eine ihrer zentralen Zielgruppen. Ihr Leistungsangebot richtet sich aber auch an lokale Unternehmen in Entwicklungs- und Schwellenländern und an Joint Ventures. Im Jahr 2008 stellte die DEG deutschen und lokalen Unternehmen Investitionskapital in Form von Darlehen, Mezzanin-Finanzierungen und Beteiligungen in Höhe von insgesamt rund 1,22 Mrd. Euro Verfügung. Nach Asien war Lateinamerika im vergangenen Jahr die zweitwichtigste Investitionsregion: Dort investierte die DEG mit 342 Mio. Euro fast ein Drittel ihres Neugeschäftes. Und auch künftig wird Lateinamerika eine Schwerpunktregion für die DEG bleiben. Justus Vitinius, Leiter Neugeschäft Lateinamerika der DEG


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Argentinien

Argentiniens Wirtschaft kommt langsam wieder in Fahrt

Ein aktuelles Bild der wirtschaftlichen Lage Argentiniens ist nicht leicht zu zeichnen, da die amtlichen Daten zu Wachstum, Inflation und sozialer Entwicklung seit einiger Zeit nicht mehr als vertrauenswürdig gelten. Während Argentinien nach Angaben des Nationalen Statistikinstituts Indec 2009 trotz der globalen Krise eine Rezession vermeiden konnte, hat das Pampaland nach Einschätzung privater Beobachter sogar stärker gelitten als andere Länder der Region. Für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2009 reichen die Prognosen von einem leichten Wachstum um etwa 1% bis zu einem satten Minus von mehr als 5%. Einig sind sich amtliche und unabhängige Auguren indes darüber, dass für 2010 eine reale Zunahme des BIP um etwa 2 bis 3% zu erwarten ist. Dabei sollen sich vor allem die Exporte und die privaten Investitionen von den schmerzlichen Einbußen des laufenden Jahres erholen. Der private Konsum dürfte das Wachstum der Gesamtwirtschaft begleiten. Für die Warenimporte ist nach dem Einbruch 2009 (Wert: -39% bis August) für 2010 ein Anstieg um etwa 25% auf einen Wert von rund 50 Mrd. US$ zu erwarten. Deutsche Lieferungen hielten sich laut Daten des Indec im 1. Halbjahr 2009 mit einem Minus von -27% auf US$-Basis besser als die der Konkurrenz (-39%). So stärkte Siemens seine Position als klarer Marktführer bei Kraftwerkstechnik. Das Statis­ tische Bundesamt weist für das 1. Halbjahr 2009 allerdings einen Rückgang der deutschen Exporte um 43,6% auf US$Basis aus. Das private Finanzkapital zieht sich aus Argentinien zurück mit einem Nettoabfluss von 24 Mrd. US$ zwischen Januar 2007 und Juni 2009. Derweil haben die ausländischen Direktinvestitionen in den vergangenen Jahren kontinuierlich zugenommen (2008: 7,5 Mrd. US$ netto). Der Volkswagen-Konzern ist mit der Entwicklung eines neuen Pickup-Modells, das 2010 auf den Markt kommen soll, derzeit einer der größten ausländischen Investoren in Argentinien. Die starke Abwertung des Argentinischen Pesos (1 arg$ = 0,18 Euro) im Jahresverlauf 2009 - vor allem gegenüber dem Euro und den Währungen der Nachbarländer Brasilien und Chile - lässt Argentinien wieder wettbewerbsfähiger erscheinen. Als attraktiv gilt der Standort zum Beispiel für Softwareentwickler oder für Call Center und andere OffShore-Dienstleistungen. Ein neuer Entwicklungsschub ist im Bergbau zu erwarten, wo neben dem Baubeginn der Gold- und Silbermine Pascua Lama weitere Großprojekte geplant sind (Gesamtinvestitionen von 9 Mrd. US$ bis 2015). In der Landwirtschaft erwarten Fachleute nach Überwindung einer verheerenden Dürreperiode für 2010 eine Rekordernte von Sojabohnen (51 Mio. t). Davon dürften auch Zulieferbranchen wie

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Landtechnik, Agrarchemie und Logistik profitieren. Wenngleich die anhaltenden Konflikte zwischen der Regierung und den Landwirten über den Kurs der Agrarpolitik die Investitionsbereitschaft der Farmer vorerst dämpfen, wird die exportstarke Agroindustrie mittel- und langfristig die treibende Kraft der argentinischen Wirtschaft bleiben. Die rasche und kräftige Erholung der Konjunktur im Nachbarland Brasilien, dem wichtigsten Handelspartner Argentiniens, wird der argentinischen Kfz-Industrie, aber auch Branchen wie Textil, Nahrungsmittel, Kunststoff und Kautschuk helfen. Für private Bauaktivitäten wird ebenfalls eine Belebung erwartet, nachdem die Baukosten zuletzt gesunken sind und Sachwerte nach dem Krisenschock unter argentinischen Sparern mehr denn je als sichere Anlage gelten. Dagegen wird die öffentliche Hand ihre Aufträge wegen knapper Kassen kaum erhöhen. In der Chemieindustrie sind einige Zweige wie Pharma oder Körperpflegeund Reinigungsmittel auf Wachstumskurs geblieben; 2010 dürfte die Branche auf breiter Front wieder in Schwung kommen. Potenzial sehen Fachleute auch für eine stärkere Kooperation bei Forschung und Technologie, die durch private und öffentliche Initiativen bilateral gefördert wird. So wird 2010 die Max-Planck-Gesellschaft in Buenos Aires ein Partner-Institut für Biomedizin einrichten. Argentinien wird damit der erste Standort eines derartigen Instituts in Lateinamerika und weltweit der dritte neben den USA und der VR China. Vom argentinischen Staat sind 2010 weder beim Verbrauch noch bei den Investitionen bedeutende Wachstums­ impulse zu erwarten, da die Regierung ihren Spielraum zur Ausweitung der Staatsausgaben bereits vor den Parlamentswahlen zur Jahresmitte 2009 ausgeschöpft hat. Das Wachstum der Staatseinnahmen hält bestenfalls mit der Inflation Schritt, der Zugang zum freien Kapitalmarkt ist Argentinien aufgrund der seit Jahren verschleppten Schuldenrückstände weitgehend versperrt. In jüngster Zeit unternimmt die Regierung neue Anläufe zu einer Verständigung mit privaten und öffentlichen Altgläubigern. Auf diese Weise will sie neue Finanzierungsquellen für ihre ehrgeizigen Investitionsprojekte im Straßen-, Bahn- und Wohnungsbau, in der Wasser- und Energiewirtschaft sowie der Infrastruktur für Bildung und Gesundheit erschließen. Neue Impulse gibt es für die Nachfrage nach Wasser- und Umwelttechnik. Multilaterale Kreditgeber wie die Weltbank und die Interamerikanische Entwicklungsbank haben in jüngster Zeit frische Kredite für den Ausbau der Wasserversorgung und für die Sanierung des Riachuelo-Flussgebietes zugesagt.


Argentinien

Für die Erschließung des großen Potenzials erneuerbarer Energien in Argentinien gibt die Regierung durch eine Ausschreibung des Staatsunternehmens Enarsa einen wichtigen Anstoß. Der Energiekonzern beschloss den Kapazitätsankauf von insgesamt 1.015 MW elektrischer Energie aus erneuerbaren Quellen, wie Wind- und Sonnenenergie, Biomasse, Biogas, Erdwärme, Wasserkraft und thermische Kraftwerke, die mit Biobrennstoffen befeuert werden. Ein breiterer Aufschwung der privaten Investitionen in die Energieversorgung ist zu erwarten, wenn die Energiepreise näher an das international übliche Niveau herankommen. Carl Moses, Germany Trade & Invest, amerika@gtai.de

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Chile

Chile will Produktivität steigern

Rafael Guilisasti, der Vorsitzende des Wirtschaftsdachverbands Confederación de la Producción y el Comercio (CPC), hält eine Herausforderung bei der künftigen Wirtschaftsentwicklung Chiles für besonders dringend: die Steigerung der Produktivität. Den Grund, warum Chile in den zurückliegenden zehn Jahren nicht so stark gewachsen ist wie vor dem Millenniumswechsel, sieht Guilisasti darin, dass die Produktivität - vor allem die der Arbeitskraft - zurückgegangen ist. Infolgedessen ist eine Hauptaufgabe nach Ablauf der Weltwirtschaftskrise, ein hohes Wachstumstempo wiederzuerlangen. Die chilenische Regierung gab 2008 die Devise aus, bis 2015 den damaligen Lebensstandard von Portugal erreichen zu wollen. Dazu bedarf es vieler neuer qualitativ hochwertiger Arbeitsplätze und einer gesteigerten Produktivität aller Produktionsfaktoren. Angesichts einer nach wie vor relativ hohen Arbeitslosigkeit von durchschnittlich etwa 9% in der laufenden Dekade und einer Vielzahl von kleinen Unternehmen - darunter im informellen Sektor - braucht Chile einen starken Zufluss an Kapital und moderner Technologie. Neben einer besseren Ausbildung an Schulen und Universitäten streben die chilenischen Politiker eine Stärkung der internationalen Wettbewerbsposition an, was sie unter dem Schlagwort „Innovation“ zusammenfassen. Laut der staatlichen Wirtschaftsfördergesellschaft Corfo wurden 2009 gut 14.000 vorwiegend kleine Unternehmen durch staatliche Programme unterstützt, um ihre technologischen Voraussetzungen an zeitgemäße Anforderungen anzupassen. An die etwa 130.000 kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) im Land gerichtet, warnte der chilenische Wirtschaftsminister Hugo Lavados: Jegliches Unternehmen, das nicht wettbewerbsfähig sei, werde irgendwann verschwinden. Unter Konkurrenzgesichtspunkten sei es für KMU ein notwendiger Schritt, ihre Produktivität zu steigern. Dazu verfolgt die Regierung eine Clusterstrategie, die den Sektor der elektronischen Dienstleistungen, die Fisch- und Ernährungswirtschaft sowie den Fremdenverkehr unterstützen soll. Wie schon vor 100 Jahren liegen die Stärken des südamerikanischen Landes nach wie vor darin, die Rohstoffnachfrage anderer Nationen zu bedienen. Angesichts der natürlichen Ausstattung des Territoriums mit hochwertigen Erzen, wird es kaum überraschen, dass beispielsweise der Industriellenverband Sociedad de Fomento Fabril (Sofofa) zur Jahresmitte 2009 Bergbauprojekte mit einem Gesamtinvestitionsbedarf von circa 35 Mrd. US$ auswies. Dabei handelt es sich um insgesamt 105 Vorhaben. Sollten sich die Tendenzen zu einem umweltfreundlicheren Pkw-Verkehr

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global intensivieren, dürfte Chile eine Bonanza im LithiumGeschäft bevorstehen. Ähnlich wie Bolivien gilt Nordchile als aussichtsreiche Ablagerungsstätte für das Metall. Ein weiterer hoher Kapital- und Technologieaufwand ist in der Energieversorgung zu erwarten. Traditionell ist Chile auf erhebliche internationale Lieferungen von Primärenergieträgern angewiesen. Da ein steigender Lebensstandard und eine höhere Inlandsproduktion zusätzliche Energie erfordert, wird hier kräftig investiert. Berücksichtigt werden auch erneuerbare nicht-traditionelle Quellen wie Sonne, Wind, Meeresenergie und Miniwasserkraftwerke. Gemäß Sofofa beläuft sich das gegenwärtige Investitionsportfolio auf knapp 45 Mrd. US$. Offiziell gefördert wird zudem eine rationelle Verwendung von Energieträgern. Unterdessen denken viele Großinvestoren daran, Megaprojekte wieder aufzunehmen, die konjunkturell bedingt verschoben worden waren. Der chilenische Eisen- und Stahlhersteller CAP gab bekannt, erneut den Plan anzugehen, seine Produktions- und Bergbaukapazitäten mit Ausgaben von rund 2,0 Mrd. US$ zu erweitern. Die Bergbaugesellschaft Escondida (BHP Billiton) denkt an Kapitalanlagen von rund 6,8 Mrd. US$, um Meereswasser zu entsalzen und die fünfte Etappe ihres Kupfervorhabens zu starten. Das japanische Konsortium Pan Pacific Copper will abermals das Vorhaben Caserones anstoßen. Darüber hinaus kommen jedes Jahr etwa 40 chinesische Unterneh­ merdelegationen nach Chile, um nach geeigneten Investitionsmöglichkeiten zu suchen. Der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur bleibt ein wesentlicher Faktor bei der gesamtwirtschaftlichen Effizienzsteigerung. Private Vorschläge sind willkommen, da Chile seit drei Jahrzehnten auf den Privatsektor setzt, wenn es um die Erschließung von Versorgungsengpässen geht. Erst im September 2009 haben spanische Investoren angeregt, die Landeshauptstadt mit den Hafenstädten Valparaíso und Ventana in der V. Region durch einen Hochgeschwindigkeitszug zu verbinden. Investiert werden soll ein vorläufiger Betrag von 635 Mio. US$. Ebenfalls von privater Seite vorgeschlagen wurde, einen Schienenweg zwischen dem chilenischen Los Andes und dem argentinischen Mendoza zu verlegen, Kostenpunkt rund 3,0 Mrd. US$. Ferner muss sich der Personentransport in den Ballungszentren verbessern. Am Bau zusätzlicher Verkehrsinfrastruktur führt kein Weg vorbei. Zu zentralen Projekten zählen Straßenbahnen in den Hauptstadtteilen Las Condes und Vitacura sowie in Antofagasta, der Ausbau der U-Bahn von Santiago und des Eisenbahnsystems von und nach Santiago sowie eine Drahtseilbahn in Valparaíso. Hinzu kommen Ausschreibungen seitens des Ministeriums für öffentliche Ar-


Chile

beiten (Ministerio de Obras Públicas; MOP), das das Stadtautobahnnetz in der Región Metropolitana erweitern möchte. Da chilenische Großkonzerne und Unternehmensgruppen in der Vergangenheit viel Kapital erwirtschaftet haben, sehen sich diese im Ausland verstärkt nach zusätzlichen Renditemöglichkeiten um. Was die Direktinvestitionen betrifft, so hat der Holz-, Papier- und Pappe-Hersteller Manufacturera de Papeles y Cartones (CMPC, Matte-Gruppe) im September 2009 für rund 1,4 Mrd. US$ ein Werk des brasilianischen Unternehmens Aracurz Celulose e Papel übernommen. Die CMPC will für bis zu 1,5 Mrd. US$ die dort vorhandenen Produktionskapazitäten ausweiten. Zuvor übernahmen Antofagasta Minerals (Luksic Gruppe) für 400 Mio. US$ die australische Equatorial Mining, und der chilenische Forstwirtschaftsbetrieb Madeco kaufte sich für 375 Mio. US$ in die französische Gesellschaft Nexans ein (8,5% des Aktienkapitals). Ausländische Investitionsförderinstitute interessieren sich nun auch für die Anlage von chilenischem Kapital. Im September 2009 warben Vertreter des Department of Economic Development des US-Staates Georgia sowie der Handelskammer von Atlanta aktiv für ihren Investitionsstandort. Ebenso suchen die chilenischen Rentenversicherungen, die privaten Administradoras de Fondos de Pensiones (AFP),

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günstige Anlagemöglichkeiten im internationalen Rahmen. Wie es hieß, belief sich der ausstehende Saldo Ende Juni 2009 auf knapp 32 Mrd. US$. Ein Großteil dieser Gelder floss bisher in die USA (Anteil von 24,4%), danach folgten Brasilien (13,2%) und die VR China (7,6%). Auch nach Mexiko, Russland, Taiwan, Indien und Singapur flossen chilenische Vorsorgegelder. Generell sind die chilenischen Großunternehmen zurzeit recht liquide. Fachleute schätzen, dass im 3. Quartal 2009 unter Umständen 34 von den 40 börsennotierten Gesellschaften einen zusammengefassten Kassenbestand von rund 10 Mrd. US$ aufwiesen. Damit sind diese Unternehmen bestens gerüstet, weiterhin jenseits der Landesgrenzen mit Direkt- und Portfolio-Investitionen in Erscheinung zu treten. Siegfried Ellermann, Germany Trade & Invest, amerika@gtai.de


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Kolumbien

Kolumbien bleibt attraktiver Wirtschaftspartner

Sicherheit und Wirtschaftswachstum gehen in Kolumbien Hand in Hand. Obwohl die konsequente Bekämpfung der Guerilla durch die Regierung unter Präsident Álvaro Uribe international weiterhin umstritten ist, hat sich die Sicherheitslage in weiten Teilen des Landes stark verbessert. Dadurch wurde in den vergangenen fünf Jahren aus einer stark fragmentierten Volkswirtschaft mit wenigen beinahe getrennt voneinander existierenden Wirtschaftszentren wie Bogotá, der Kaffeeachse, Calí, Medellín und dem karibischen Küstenstreifen ein gemeinsamer Wirtschaftsraum. Dies hat der gesamten Wirtschaft, besonders der Industrie, dem Transportwesen, dem Finanzsektor und dem Handel starken Auftrieb gegeben. So ist das Bruttoinlandsprodukt zwischen 2004 und 2008 im Durchschnitt um 5,5% pro Jahr gewachsen. Auch deutsche Firmen haben von dem Aufschwung profitiert. Während die Gesamtimporte um 23% pro Jahr zugelegt haben, sind die Importe aus Deutschland immerhin um 20% pro Jahr gestiegen. Die Marktvolumina sind in vielen Bereichen bereits so interessant, dass deutsche Unternehmen zuletzt verstärkt dazu übergegangen sind, den kolumbianischen Markt mit eigenen Niederlassungen zu bearbeiten. Jüngstes Beispiel ist der Medizintechnikhersteller Dräger mit der Gründung einer eigenen Vertriebseinheit in Bogotá. Gute Geschäftschancen gibt es für deutsche Maschinen- und Anlagenbauer in vielen Industriebranchen. Hohe Investitionen fließen außerdem in den Erdöl- und Erdgassektor sowie in den Bergbau, wo neue Kohleminen eröffnet werden und die entsprechende Infrastruktur benö­ tigt wird. In der kolumbianischen Politik herrscht ein breiter wirtschaftsliberaler Konsens. Die Regierung will in den kommenden Jahren Freihandelsabkommen mit den USA und der Europäischen Union abschließen. Das Freihandelsabkommen mit den USA, das sich als starke Triebfeder für Auslandsinvestitionen in Kolumbien erweisen dürfte, ist von kolumbianischer Seite bereits ratifiziert. Allein von US-Seite fehlt noch die Zustimmung. Mit der Europäischen Union stehen die Verhandlungen über ein entsprechendes Freihandelsabkommen kurz vor dem Abschluss. Der konstante konjunkturelle Aufschwung der vergangenen Jahre hat durch die globale Finanz- und Wirtschaftskrise seit Ende 2008 einen Dämpfer erhalten. Allerdings hatten der Bankensektor und die Zentralbank aus der heimischen Finanzkrise Ende der 90er Jahre gelernt, vorsichtiger zu agieren. So wurde während der starken Wachstumsjahre bis 2008 eine Überhitzung der Wirtschaft vermieden. Auch in der derzeitigen Finanzkrise hat sich der kolumbianische Finanzsektor als sehr robust erwiesen. Ma-

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kroökonomisch weist das Land keine großen Ungleichgewichte auf. Daher dürfte der Aufschwung in Kolumbien einer besseren Konjunkturentwicklung im wichtigsten Partnerland USA auf dem Fuße folgen. Das starke Wirtschaftswachstum hat allerdings die Verkehrsinfrastruktur Kolumbiens bis an die Grenzen der Belastbarkeit geführt. Hier muss investiert werden, damit das Land seinen außenwirtschaftlichen Ambitionen gerecht werden kann. Die Straßen- und Schieneninfrastruktur des Landes soll in den kommenden Jahren ausgebaut werden. Zuletzt erhielten im September 2009 drei Konzessionsvorhaben im Autobahnbau staatliche Zusagen für 4,5 Mrd. US$ an Zuschüssen. Ähnlich ist die Lage im Energiesektor, in dem die Bedarfsprognosen durch Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum in die Höhe geschossen sind. Bis Ende 2009 und teilweise 2010 beginnen die Arbeiten an sechs Wasserkraftwerken mit Investitionskosten von 6,5 Mrd. US$. In den kommenden sechs Jahren werden etwa 47 Mrd. US$ an Investitionen in die Sektoren Energie, Erdöl, Erdgas und Bergbau fließen. Nicht allein Absatz- und Projektchancen ergeben sich in Kolumbien. Das Land hat in den zurückliegenden Jahren versucht, die Investitionsbedingungen für ausländische Unternehmen zu verbessern und auf diese Weise größere Zuflüsse an Direktinvestitionen anzulocken. In den Weltbankstudien zum Investitionsklima ist das Land stetig nach oben geklettert. Die Regierung hat außerdem das Regime der Freizonen ins Leben gerufen. In diesen Sonderwirtschaftszonen gelten ein niedriger Gewinnsteuersatz sowie die Vorteile einer Freihandelszone. Großinvestoren können außerdem mit der Regierung Verträge über Rechtsstabilität abschließen und sich damit für die Dauer der Investition vor Änderungen an Steuern und Abgaben absichern. Im bisherigen Jahresverlauf 2009 wurden bereits 19 derartige Verträge abgeschlossen. Kritisiert wird von Investoren weiterhin die lange Dauer von Gerichtsverfahren sowie das Arbeitsrecht und die Komplexität des Steuersystems. Aber die Erfolge der genannten Maßnahmen zur Investitionsförderung lassen sich sehen. Die Zuflüsse an Auslandsinvestitionen sind 2008 erneut auf mehr als 10 Mrd. US$ geklettert. Und trotz weltweiter Wirtschaftskrise werden auch 2009 rund 9 Mrd. US$ erwartet. Peter Buerstedde, Germany Trade & Invest, amerika@gtai.de


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Mexiko

In Mexiko geht die Krise und kommen neue Chancen

Das mexikanische Bruttoinlandsprodukt (BIP) wird 2009 laut dem Internationalen Währungsfonds stark schrumpfen. Die Rezession hat die Exportchancen für deutsche Unternehmen sichtlich eingetrübt: Mexiko importierte 2008 Waren und Dienstleistungen im Wert von rund 6,9 Mrd. Euro aus Deutschland. Im 1. Halbjahr 2009 sind die Ausfuhren des „Made in Germany“ im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode um rund 32% eingebrochen. In den Jahren zuvor hatten sich die Handelsbeziehungen zwischen den beiden Ländern intensiviert, nicht zuletzt aufgrund des seit 2000 geltenden Freihandelsabkommens zwischen Mexiko und den EU-Mitgliedsstaaten. Die Talsohle der Rezession dürfte nach Ansicht von Marktexperten durchschritten sein. Der US-Konjunkturmotor wird 2010 - so die Prognosen - wieder anspringen und wesentlich dazu beitragen, dass Mexiko im kommenden Jahr ein BIP-Wachstum zwischen 2,5 und 4,0% erzielen kann. Der wirtschaftliche Aufschwung des Landes ist eng mit einer Erholung der US-Wirtschaft verknüpft, schließlich nimmt der NAFTA-Partner rund 80% der mexikanischen Exporte ab. Mexikos Regierung wirkt der Wirtschaftskrise zudem mit Konjunkturprogrammen aktiv entgegen. Förderungen erhält besonders der Infrastrukturbereich. Der Silberstreif an Mexikos Konjunkturhimmel macht Hoffnung auf steigende Geschäftsmöglichkeiten deutscher Unternehmen. Maschinen und Anlagen sind Deutschlands Hauptexportgüter nach Mexiko. Da die mexikanische Maschinenbaubranche schwach entwickelt ist, besteht eine hohe Importabhängigkeit. Bedeutende Abnehmermärkte, wie die Kfz-Branche und die Metallindustrie, sind stark von der Krise betroffen, und so schlägt der Investitions- und Nachfrageausfall 2009 direkt auf die Einfuhren durch. Für 2010 rechnet die Fachwelt - dank einer deutlichen Konjunktur­ aufhellung - wieder mit steigenden Ausrüstungsinvestitionen. Angesichts staatlicher Fördermaßnahmen bieten sich den deutschen Maschinen- und Anlagenbauern für die Baubranche sowie den entsprechenden Ingenieurbüros und Zulieferern trotz Rezession weiterhin Geschäftschancen. Die Baubranche erhält durch staatliche Infrastruktur- und Wohnungsbauprogramme im Gesamtwert von rund 50 Mrd. US$ Impulse. Deutschland liefert in diesem Bereich vor allem Tunnelbohrmaschinen für den Bau von Verkehrs- und Abwassertunneln. Der Energiesektor Mexikos, der sich fast vollständig in staatlicher Hand befindet, dürfte für deutsche Exporteure weiter an Attraktivität gewinnen. Trotz Wirtschaftskrise werden einige Großprojekte angeschoben. Der staatliche Mi-

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neralölkonzern Petróleos Méxicanos (Pemex) plant beispielsweise den Bau einer Großraffinerie am Standort Tula (Bundesstaat Hidalgo) mit einem Projektwert von rund 9 Mrd. US$. Beschaffungen petrochemischer Ausrüstungen dürften zum Jahreswechsel 2009/10 ausgeschrieben werden. Mexikos Stromwirtschaft muss aufgrund einer steigenden Nachfrage seine Kapazitäten in den nächsten zehn Jahren um etwa 17.000 MW aufstocken. Hier dürften sich bei Anlagen und Ausrüstungen der Stromerzeugung und -übertragung „Made in Germany“ gute Lieferchancen bieten. Mexiko setzt beim Kapazitätsausbau auf eine Diversifizierung der zu nutzenden Energieträger. Profitieren könnten die erneuerbaren Energien. Die aufgrund günstiger klimatischer Bedingungen erheblichen Potenziale wurden bislang relativ wenig genutzt. Durch ein Ende 2008 verabschiedetes Gesetz zur Förderung erneuerbarer Energien, das die rechtlichen Rahmenbedingungen für private Inves­ titionen erheblich verbessert, könnte die Branche Auftrieb erhalten. Während die erneuerbaren Energien in Mexiko für deutsche Unternehmen ein Zukunftsmarkt sein dürften, hat Deutschland im Medizintechniksektor bereits eine starke Stellung. Etwa 95% der Nachfrage nach Medizintechnik wurde 2008 mangels inländischer Produktion durch Einfuhren gedeckt, und deutsche Lieferanten hielten den zweitgrößten Lieferanteil. Exportchancen bringt der hohe Modernisierungs- und Ausbaubedarf des öffentlichen Gesundheitssektors, der im Zuge des aufgestockten Budgets des Gesundheitsministeriums im Rahmen von Konjunkturprogrammen verstärkt realisiert werden könnte. Als Markt mit großem Wachstumspotenzial hat sich im Frühjahr 2009 die Labor- und Diagnosetechnik zur Verhinderung und Bekämpfung von Epidemien entwickelt. Die Einfuhr dieser Geräte dürfte kurz- bis mittelfristig stark steigen. Die sich 2009 in einer schweren Krise befindliche KfzBranche könnte schon im kommenden Konjunkturzyklus wieder positive Schlagzeilen vermelden. Die Automobilwerke müssen gezwungenermaßen auf neue, vor allem kleinere Fahrzeugtypen umstellen. Modifizierte Maschinenparks und Produktionslinien bieten Liefermöglichkeiten für Hersteller entsprechender Investitionsgüter, darunter aus Deutschland. Die Restrukturierung der Kfz-Branche erwirkt zudem auch eine Bewegung auf Seiten der Teilezulieferer. Geschäftschancen für deutsche Zulieferer mit Produktionsniederlassungen in Mexiko ergeben sich daraus, dass Unternehmen der Branche (unter anderem BMW), die in den USA produzieren, Teile und Komponenten aus Kostengründen zunehmend aus Mexiko beziehen.


Mexiko

Sobald Mexiko die Rezession überwunden hat, dürften auch die Standortvorteile der zweitgrößten Volkswirtschaft Lateinamerikas klarer zu erkennen sein. Bereits heute sind rund 1.000 deutsche Unternehmen in Mexiko tätig. Mexiko bietet ihnen aufgrund niedriger Löhne für manuelle Tätigkeiten eine attraktive Produktionsplattform in der Dol­ larzone und kann zudem - unter anderem aufgrund der nordamerikanischen Freihandelszone NAFTA - als Sprungbrett für Expansionen auf den US-Markt, aber auch nach Südamerika dienen. Christian Janetzke , Germany Trade & Invest, amerika@gtai.de

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09.09.2009

13:30 Uhr

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Peru

Peru setzt sich hohe Wachstumsziele

Präsident Alan García Pérez kündigte im Juli 2009 vor dem Kongress an, Peru werde den 200. Jahrestag seiner Unabhängigkeit 2021 als „ein Land der ersten Welt“ erreichen. Um zum gegenwärtigen Lebensstandard von Portugal aufzuschließen, müsste das Pro-Kopf-Inlandsprodukt bis dahin durchschnittlich circa 7 bis 8% im Jahr wachsen, das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um rund 10%. Angesichts dieser Herausforderung gilt es, in den nächsten Jahren einen umfangreichen Projektkatalog abzuarbeiten. Allein der Wert der bekannten Infrastrukturprojekte beläuft sich dem Verband Asociación para el Fomento de la Infraestructura zufolge auf 37 Mrd. US$. Hinzu kommen, so berichtete der Fachverband Sociedad Nacional de Minería, Petróleo y Energía (SNMPE), Bergbauvorhaben für weitere 30 Mrd. US$. Für den Bereich fossiler Energien nannte SNMPE einen Betrag von 8,3 Mrd. US$. In den für den Elektrizitätssektor angesetzten 3,4 Mrd. US$ sind die Pläne brasilianischer Investoren noch nicht enthalten, die in der peruanischen Amazonasregion Wasserkraftwerke im Gesamtwert von rund 6 Mrd. US$ errichten wollen. Gleichfalls unberücksichtigt sind mögliche Investitionen in die nicht-traditionellen erneuerbaren Energien. Peru hat laut dem Windatlas 2009 ein wirtschaftlich nutzbares Potenzial von gut 22 GW Windenergie. Dieses Inventar verteilt sich auf die „Departamentos“ (nachgeordnete Gebietskörperschaften) Ica (9,1 GW), Piura (7,6 GW), Cajamarca (3,5 GW), Arequipa (1,2 GW) und Lambayeque (0,6 GW). Das Ministerium für Bergbau und Energie hat im 3. Quartal 2009 die Installation von zusätzlichen 500 MW an Erzeugerkapazitäten ausgeschrieben. Eingeladen waren potenzielle Verwender von Solar-, Wind-, geothermischer und Meeresenergie sowie Betreiber von Miniwasserkraftwerken (weniger als 20 MW) und Nutzer von Biomasse. Weltbankvertreter schätzen, dass bis 2018 gut 30 Mrd. US$ in den Ausbau der Kapazitäten für die Gewinnung von Erdöl, Naturgas, Wasserkraft und Windenergien fließen könnten. Die Investitionsförderstelle ProInversión möchte noch Ende 2009 die Konzession für die Kohlevorkommen von Huaydar Ambara ausschreiben (circa 1,8 Mio. t). Im Wohnungsbau fehlen außerdem mindestens 1,5 Mio. Einheiten. Branchenvertreter weisen darauf hin, dass die vorhandenen Behausungen auch 2008 noch zu rund 50% aus Lehmziegeln oder ähnlichen Materialien bestanden. Werden alle Investitionspläne umgesetzt, müssten zahlreiche einheimische Lieferanten ebenfalls ihre Fertigung steigern. Wie die Zentralbank mitteilte, wollen allein die Zementhersteller bis 2016 insgesamt 1,1 Mrd. US$ ausgeben, um ihre Produktionskapazitäten um 86% auf knapp 18

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Mio. Jahrestonnen (jato) zu steigern. Die brasilianische Gerdau-Gruppe will 1,4 Mrd. US$ in ihr Stahlwerk Siderperú investieren. Die koreanische SK Energy hat Absichten für die Errichtung eines Petrochemie-Komplexes für 3,0 Mrd. US$ durchblicken lassen. Geplant ist die Produktion von Düngemitteln, Ethylen und Sprengstoffen. Traditionelle peruanische Exportbranchen sind Bergbau und Fischwirtschaft. In jüngerer Zeit hinzu gekommen ist die Agrarindustrie. Unterlagen des Ministeriums für Bergbau und Energie zufolge ist Peru zurzeit der größte Silberund Tellurproduzent weltweit, der zweitgrößte Hersteller von Zink, der drittgrößte Förderer von Zinn, Bismut und Kupfer, der viertwichtigste Anbieter von Blei und Molybdän sowie - zumindest noch 2008 - die Nummer Fünf im Goldabbau. Die Bedeutung des Bergbaus wird ferner durch den Umstand unterstrichen, dass die lokalen Produzenten gemäß SNMPE pro Jahr fast 6 Mrd. US$ für den Erwerb von Gütern und Dienstleistungen ausgeben. In der Fischerei stand Peru weltweit durchweg an zweiter Stelle, wobei dies zu einem großen Teil auf Anchovis-Fänge zurückzuführen ist. Anchovis werden vorwiegend zu Fischmehl verarbeitet. Die Ausfuhren der nicht-traditionellen Agrarindustrie (ohne Baumwolle und Kaffee) haben sich zuletzt mit Wachstumsraten von mindestens 20% pro Jahr erhöht und erreichten 2008 einen Wert von 1,9 Mrd. US$. Pressemeldungen zufolge hält der Investitionszufluss an. Trifft dies zu, so wäre nach einem konjunkturbedingten Einbruch 2009 mit weiteren Zuwachsraten zu rechnen. Die Importnachfrage dürfte ebenfalls von den Investitionsvorhaben profitieren. Im 1. Halbjahr 2009 war die Einfuhr zunächst rückläufig. Der Kapitalgüterimport ging um 18,4% auf 3,4 Mrd. US$ zurück, bei den Produktionsgütern sank der Importwert um 41,4% auf 4,4 Mrd. US$. In den beiden Vorjahren wurden wegen des Wirtschaftsbooms dagegen deutlich zweistellige Zuwachsraten verzeichnet. So wuchs beispielsweise die Kapitalgütereinfuhr 2008 um 57,0% auf 9,2 Mrd. US$ und der Import von Halbzeugen und Rohstoffen um 39,7% auf 14,6 Mrd. US$. Das BIP erhöhte sich zugleich um 9,8%. Laut Moody´s Analytics wird das Land auch künftig zu den starken Zugpferden der lateinamerikanischen Wirtschaft zählen. In- und ausländische Analysten gehen von einem Wachstumspotenzial von rund 5% pro Jahr aus. Siegfried Ellermann , Germany Trade & Invest, amerika@gtai.de


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Lateinamerika

Growing German Awareness of Latin America’s Potential

In the last few years Latin America has attracted more attention than usual from the German business community. Up to 2008 the reasons for this were obvious: more growth and less volatility. In 2009 we can see recession in some countries and little growth in others. However, the region as a whole will be considerably less affected by the crisis than the industrialized world. Because of the recent economic boom phase Latin America has not only become more resistant to external distortions. The internal volatility of the economies has decreased at the same time, partly in spite of complicated domestic policy conditions. Today in most Latin American countries stock indices have nearly reached pre-crisis levels. Latin American companies are in good shape and expanding both locally and internationally. The majority of Latin American banks likewise show strong performances. Other assets are high currency reserves and reduced debt burdens. Apart from that, Asia’s demand for agricultural and mining products is again on the rise. But it has never been more difficult to make general statements on the region than now. Latin America is deeply divided on economic-political lines: Most countries embrace market economy but a few try to revive socialist models. Some countries have a well-balanced economy (Brazil), others depend on few products, or even on just one (Venezuela). And whereas some countries enjoy a worldwide net of trade partners, others do most of their trade with only one country (Mexico). There is also a considerable difference of size and of the level of development. Only few Latin American countries can aspire to the status of a global player. As a whole, South America will weather the crisis a lot better than Mexico, Central America and the Caribbean. Brazil might in the end even gain some of the economic weight the United States is bound to lose as a result of the crisis. The region’s key problem remains the huge income disparity. The traditional elites in power up to a few years ago had utterly failed to tackle key issues such as poverty, the extreme income gap and democratic participation of the majority of the population. Today these failures constitute the breeding ground for anti-market politicians. But a substitution of the traditional elites was – and in some cases still is - inevitable and promises an improvement of general conditions. This is the reason why German companies are not unduly worried about the left-leaning tendencies of most of the present Latin American governments. Apart from that, Latin America has ceased to be the Cinderella of the world. Its wealth of natural and energy resources and agricultural potential plays an ever more important role for the region’s position within the world economy. To the same extent, the number of large Latin American corpora-

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tions acting on the world stage is growing. This is also true for Latin American foreign investments. And more than 550 million Latin Americans with average incomes on a medium level constitute an increasingly interesting market. The attractiveness of Latin America as a trade and investment partner continues to grow also for German companies. However, German-Latin American economic relations are often judged by the very small participation of trade with the region: In spite of rising import and export figures, the exchange of goods with Latin America accounts for only 2 percent of total German foreign trade. But Latin America is a lot more important for German companies as an industrial base rather than a simple trading partner. In Brazil, German companies produce 10 percent of the industrial GDP of the country. The total value of the production of goods and services by German daughter companies in Latin America quadruplicates the value of German exports into the region. Thus German exports account for only a fifth of German-Latin American economic relations. With stocks of more than US$ 70 billion, German investors take third place in Latin America behind the United States and Spain due to, among other factors, a high reinvestment level. The most striking example of a fresh investment is the huge new ThyssenKrupp steel mill near Rio de Janeiro, Brazil. But normally investment inflows like these account for only a small part of German direct investment in Latin America. Most of the companies with production activities in the region finance their investments above all from their local cash-flow. The largest part of all German direct investment in Latin America went to Brazil and Mexico, and is above all to be found in the industrial sector. Traditionally, German investments in Latin America concentrate on car manufacturing, the chemical and pharmaceutical sectors, electrical engineering and machine building. On the whole, manufacturing accounts for more than 90 percent of all German investment stocks in Latin America. In the industrial sector German companies occupy the second place after U.S. companies. As a region, Latin America is responsible for about 3-5 percent of the global turnover of large German companies. There is also some German investment in infrastructure, agriculture, tourism, mining, oil and gas production and the financial sector. Large German building companies have increased activities, among other countries, in Brazil, Chile and Panama. Further activities in non-traditional sectors are to be expected. Altogether, the confidence of the German business community into Latin America has returned. For the first time after nearly 20 years we can see new Latin American investment and trading projects also of small and mediumsized German companies hitherto not active in the region. Peter Rösler, Deputy General Manager, Lateinamerika Verein


Š Photos: Crown Copyright/MOD, www.photos.mod.uk, Bundeswehr/Piz Marine, Getty Images, Fotosearch

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60 Jahre Lateinamerika-Tag

Peter Knappertsbusch und Christoph G. Schmitt im Gespräch*

Mit Lateinamerika fühlt sich Peter Knappertsbusch stark verbunden. Seine erste Berührung mit der Region hatte er durch seine Arbeit bei der Stülcken-Werft. „Ich komme aus dem Schiffbau. Mein erster Kontakt mit Lateinamerikanern war in den fünfziger Jahren der Bau mehrerer Schiffe für die Flota Mercante Grancolombiana. Die Schiffstaufen und Schiffsübergaben waren mit tagelangen Feiern verbunden. Aus dieser Zeit stammt auch meine erste Verbindung mit dem Ibero-Amerika-Verein.“ Was denn seine erste Erinnerung an den LateinamerikaTag sei und was das Besondere der Veranstaltung war, möchte Christoph G. Schmitt gerne wissen. „Ursprünglich war der damals noch Ibero-Amerika-Tag genannte Abend ja eine reine Abendveranstaltung für Damen und Herren, auf denen sogar getanzt wurde und wo die Pflege persönlicher Beziehungen große Bedeutung hatte. Ich war immer erstaunt, wie viele Lateinamerikaner speziell nach Hamburg kamen, um netzwerkend das Tanzbein zu schwingen. Ehrengäste waren von Anbeginn Persönlichkeiten der deutschen Politik, zum Beispiel Ludwig Erhard, der mehrmals dabei war, Walter Scheel, ebenso der wortgewandte Professor Darendorf oder auch Richard von Weizäcker. Der erste Lateinamerikaner auf dem Ibero-Amerika-Tag war 1965 der charismatische Felipe Herrera, Präsident der Interamerikanischen Entwicklungsbank, der gemeinsam mit dem Präsidenten der Deutschen Bundesbank Karl Blessing sprach.“ Wie veränderte sich der Lateinamerika-Tag im Laufe der Jahre? „Als sich die wirtschaftlichen Beziehungen auch mit großen Direktinvestitionen deutscher Unternehmen, wie VW oder Bayer festigten, wurde der Ibero-Amerika-Tag in ein reines Herrenessen umgewandelt. Trotzdem kann man sagen, dass die damaligen Veranstaltungen den Charakter einer Abendgesellschaft hatten und die Treffen sehr persönlich waren. Der größte Aufwand war da wahrscheinlich die Tischordnung.“ Knappertsbusch lacht. Zeitgleich mit Peter Knappertsbusch wird Hans Singer, Vorstandsvorsitzender der Ferrostaal in Essen, Vorsitzender des Ibero-Amerika-Vereins. Beide kennen sich aus der Werftindustrie. Gemeinsam haben sie die Idee, die Arbeit des Vereins über die Grenzen Hamburgs hinaus bekannter zu machen. So kam der Ibero-Amerika-Tag in andere deutsche Großstädte. „Die guten Beziehungen unserer Mitglieder aus der Industrie halfen uns, unser Netzwerk bundesweit zu stärken. Aus den vielen persönlichen Gesprächen zwischen den Mitgliedern, Botschaftern und Institutionen ist ja überhaupt das Netzwerk des Ibero-Amerika-Vereins entstanden.“ Die Mitglieder berichteten dem Verein regelmäßig über ihre Reisen und gaben wichtige Hintergrundinformationen. Diese Informationsplattform war der Vorläufer der heute

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mit professioneller Recherche erstellten Wirtschaftlichen Mitteilungen, die der Lateinamerika Verein monatlich seinen Mitgliedern zur Verfügung stellt. Ab dieser Zeit kamen regelmäßig Staatchefs und hohe Politiker aus der Region.“ Ich erinnere Carlos Menem aus Buenos Aires oder Rudolf Hommes, Wirtschaftminister aus Bogota und Sohn deutscher Auswanderer, der mit seinem perfekten Deutsch glänzte“. Ab Mitte der neunziger Jahre gehörten die Fachtagungen dann zum festen Bestandteil des jährlich stattfindenden Ibero-Amerika-Tages. „Die Referenten kamen häufig aus den Mitgliedsfirmen, was sehr beliebt war, da somit immer Praktiker zu Wort kamen. Auch die Botschaften begannen Interesse zu haben, ihre Länder mit Minister oder Delegationen an diesen Wirtschaftstagen zu präsentieren.“ Die neunziger Jahre waren für viele Länder der Region Jahre des Umbruchs, aber auch Jahre wirtschaftlicher Unwägbarkeiten. „Trotz manch wirtschaftlichem Auf und Ab war das Interesse an Lateinamerika ungebrochen und der Ibero-Amerika-Tag stets gut besucht.“

*Peter Knappertsbusch, Jahrgang 1927, war von 1989 an zehn Jahre lang Geschäftsführender Vorstand des Ibero-Amerika-Vereins. Christoph G. Schmitt leitet seit fünf Jahren den Lateinamerika Verein.


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Zentralamerika und Dominikanische Republik: Perspektiven für eine Partnerschaft mit der EU 1. Dezember 2009, Handelskammer Hamburg Adolphsplatz 1, 20457 Hamburg (Simultan-Dolmetscher)

Programm 09.00

Begrüßung

Emmanuel Hess Hauptgeschäftsführer Procomer, San José

Frank Horch Präses der Handelskammer Hamburg Bodo Liesenfeld Vorsitzender des Vorstandes Lateinamerika Verein e.V. CEO, Liesenfeld International GmbH, Hamburg 09.30

S.E. Carlos Morales Troncoso Außenminister der Dominikanischen Republik

10.00

Dr. Nick Rischbieth Präsident der Zentralamerikanischen Bank für Wirtschaftsintegration (BCIE), Tegucigalpa

Panel 1:

Henning Koch Prokurist, August Töpfer & Co. KG, Hamburg 12.30

Mittagessen

Panel 2:

Energie, Infrastruktur, Handel Moderation: Arthur Darboven Geschäftsführer, Darboven Trading GmbH & Co. KG, Hamburg

14:00

Yolanda Mayora de Gavidia Generalsekretärin der Secretaría de Integración Económica Centroamericana (SIECA), Guatemala Stadt

14:20

S.E. Melitón Arrocha Vize-Außenminister der Republik Panama

14:40

Podiumsdiskussion:

Vorteile eines Assoziierungsabkommens Moderation: Botschafter Bernhard Graf von Waldersee Beauftragter für Lateinamerika- und Karibikpolitik, Auswärtiges Amt, Berlin

10.20

Dr. Juan Daniel Alemán Gurdián Generalsekretär des Sistema de la Integración Centroamericana (SICA), San Salvador

Simon Schulz (Impulsvortrag) Geschäftsführender Gesellschafter Red Fox C.A., San Salvador

10:40

Emmanuel Hess Hauptgeschäftsführer der Außenwirtschaftsförderungsagentur von Costa Rica (Procomer), San José

Yolanda Mayora de Gavidia Generalsekretärin der SIECA, Guatemala Stadt

11:00

Kaffeepause

11:30

Podiumsdiskussion:

S.E. Melitón Arrocha Vize-Außenminister der Republik Panama Holger Apel Senior Vice President KfW IPEX Bank GmbH, Frankfurt

Carmen Irene Alas (Impulsvortrag) CEO, Estrategia & Negocios-Gruppe, San Salvador

Jörn Severloh Mitglied der Geschäftsführung, Neumann Kaffee Gruppe, Hamburg

Dr. Juan Daniel Alemán Gurdián Generalsekretär des SICA, San Salvador Dr. Malte Hauschild Regierungsdirektor, Referat Lateinamerika Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Berlin

15:40

Veranstaltungsende und Kaffee

19:00 Empfang auf Einladung der Commerzbank AG Jungfernstieg 22, Eingang Große Bleichen 3, 20349 Hamburg

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Centroamérica y República Dominicana: Perspectivas de cooperación con la Unión Europea 1 de diciembre de 2009, Cámara de Comercio en Hamburgo Adolphsplatz 1, 20457 Hamburgo (Traductor simultáneo)

Programa 09.00

Palabras de Bienvenida

Emmanuel Hess Gerente General, Procomer, San José

Frank Horch Presidente, Cámara de Comercio Hamburgo Bodo Liesenfeld Presidente de la Junta Directiva Lateinamerika Verein (LAV), Hamburgo CEO, Liesenfeld International GmbH, Hamburgo 09.30

S.E. Carlos Morales Troncoso Canciller y Secretario de Relaciones Exteriores, República Dominicana

10.00

Dr. Nick Rischbieth Presidente Ejecutivo del Banco Centroamericano de Integración Económica (BCIE), Tegucigalpa

Foro 1:

Oportunidades a través de un acuerdo de asociación Moderación: Embajador Bernhard Graf von Waldersee Encargado de Asuntos Políticos de América Latina y el Caribe, Ministerio Federal de Relaciones Exteriores, Berlín

10.20

Dr. Juan Daniel Alemán Gurdián Secretario General del Sistema de la Integración Centroamericana (SICA), San Salvador

10:40

Emmanuel Hess Gerente General de la Promotora del Comercio Exterior de Costa Rica (Procomer), San José

11:00

Café

11:30

Panel de discusión:

Henning Koch Gerente, August Töpfer & Co. KG, Hamburgo 12.30

Almuerzo

Foro 2:

Energía, Infraestructura, Comercio Moderación: Arthur Darboven Gerente General, Darboven Trading GmbH & Co. KG, Hamburgo

14:00

Yolanda Mayora de Gavidia Secretaria General de la Secretaría de Inte­ gración Económica Centroamericana (SIECA), Ciudad de Guatemala

14:20

S.E. Melitón Arrocha Viceministro de Relaciones Exteriores República de Panamá

14:40

Panel de discusión: Simon Schulz (Introducción) Gerente, Red Fox C.A., San Salvador Yolanda Mayora de Gavidia Secretaria General de la SIECA, Ciudad de Guatemala S.E. Melitón Arrocha Viceministro de Relaciones Exteriores República de Panamá Holger Apel Senior Vice President KfW IPEX Bank GmbH, Fráncfort del Meno

Carmen Irene Alas (Introducción) Directora Ejecutiva, Grupo Estrategia y Negocios (E&N), San Salvador Dr. Juan Daniel Alemán Gurdián Secretario General, SICA, San Salvador Dr. Malte Hauschild Jefe Adjunto de la División de América Latina Ministerio Federal de Economía y Tecnología, Berlín

Jörn Severloh Miembro de la Junta Directiva Neumann Kaffee Gruppe, Hamburgo 15:40

Café y fin del evento

19:00 Recepción por invitación del Commerzbank AG Jungfernstieg 22, entrada Große Bleichen 3, 20349 Hamburgo

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Lateinamerika – stabiler, globaler, stärker 2. Dezember 2009, Hotel Atlantic Kempinski An der Alster 72 - 79, 20099 Hamburg (Simultan-Dolmetscher)

Programm 09:00

Begrüßung

Panel 2:

Bodo Liesenfeld Vorsitzender des Vorstandes Lateinamerika Verein e.V. CEO, Liesenfeld International GmbH, Hamburg

09:30

10:00

Panel 1:

Moderation: Maria Laura Lanzeni Head of Emerging Markets, Deutsche Bank Research, Frankfurt am Main

Frank Horch Präses der Handelskammer Hamburg

14:10

Hugo Sarmiento Kohlenberger CFO, Corporación Andina de Fomento (CAF), Caracas

Dr. Hugo Biolcati Präsident, Sociedad Rural Argentina, Buenos Aires

14:30

Weber Porto Präsident, Evonik Degussa Brasil Ltda., São Paulo

14:50

Podiumsdiskussion:

Osvaldo Rosales Villavicencio Director, Comisión Económica para América Latina y el Caribe (CEPAL), Santiago de Chile

Anton Börner Vorsitzender des Vorstands, Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V. (BGA), Berlin

Lateinamerikas Potential im globalen wirtschaftlichen Kontext Moderation: Hermann-Josef Knipper, Stellvertr. Chefredakteur, Handelsblatt GmbH, Düsseldorf

10:30

Ilan Goldfajn Chief Economist, Itaú Unibanco, São Paulo

11:10

Kaffeepause

11:40

Podiumsdiskussion: Hugo Sarmiento Kohlenberger CFO, CAF, Caracas Osvaldo Rosales Villavicencio Director CEPAL, Santiago de Chile Ilan Goldfajn Chief Economist, Itaú Unibanco, São Paulo Christian Daude Coordinator, OECD Development Centre, Paris

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Dr. Hugo Biolcati Präsident, Sociedad Rural Argentina, Buenos Aires Weber Porto Präsident, Evonik Degussa Brasil Ltda., São Paulo

Christian Daude Coordinator, Latin American Economic Outlook Americas Desk, OECD Development Centre, Paris

10:50

12:40

Handels- und Investitionschancen für die deutsche Wirtschaft

Mittagessen

Peter Willbrandt Member of the Executive Board, Aurubis AG, Hamburg 15:50

Veranstaltungsende und Kaffee


América Latina – más estable, global y fuerte 2 de diciembre de 2009, Hotel Atlantic Kempinski An der Alster 72 - 79, 20099 Hamburgo (Traductor simultáneo)

Programa 09:00

Palabras de Bienvenida

Foro 2:

Bodo Liesenfeld Presidente de la Junta Directiva, Lateinamerika Verein e.V. CEO, Liesenfeld International GmbH, Hamburgo

09:30

10:00

Foro 1:

Oportunidades de comercio e Inversión para la economía alemana Moderación: Maria Laura Lanzeni Head of Emerging Markets, Deutsche Bank Research, Francfort del Meno

Frank Horch Presidente de la Cámara de Comercio, Hamburgo

14:10

Hugo Sarmiento Kohlenberger CFO, Corporación Andina de Fomento (CAF), Caracas

Dr. Hugo Biolcati Presidente, Sociedad Rural Argentina, Buenos Aires

14:30

Weber Porto Presidente, Evonik Degussa Brasil Ltda., São Paulo

14:50

Rueda de discusión:

Osvaldo Rosales Villavicencio Director, Comisión Económica para América Latina y el Caribe (CEPAL), Santiago de Chile

Anton Börner Presidente de la Junta Directiva, Asociación alemana de mayoristas, comercio exterior y servicios (BGA), Berlín

El potencial de América Latina en el contexto económico global Moderación: Hermann-Josef Knipper, Subjefe de redacción, Handelsblatt GmbH, Düsseldorf

10:30

Christian Daude Coordinador, Latin American Economic Outlook, Americas Desk, OECD Development Centre, París

10:50

Ilan Goldfajn Chief Economist, Itaú Unibanco, São Paulo

11:10

Café

11:40

Rueda de discusión:

Dr. Hugo Biolcati Presidente, Sociedad Rural Argentina, Buenos Aires Weber Porto Presidente, Evonik Degussa Brasil Ltda., São Paulo Peter Willbrandt Member of the Executive Board, Aurubis AG, Hamburgo 15:50

Fin del evento y café

Hugo Sarmiento Kohlenberger CFO, CAF, Caracas Osvaldo Rosales Villavicencio Director CEPAL, Santiago de Chile Ilan Goldfajn Chief Economist, Itaú Unibanco, São Paulo Christian Daude Coordinator, OECD Development Centre, París 12:40

Almuerzo

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Galadiner

Cena de Gala

am Mittwoch, den 2. Dezember 2009 im Hamburger Rathaus (Großer Festsaal) Am Rathausmarkt 1 20095 Hamburg

Miércoles, 2 de diciembre de 2009 en al Ayuntamiento de Hamburgo Am Rathausmarkt 1 20095 Hamburgo

Empfang: 19 Uhr Galadiner: 20 Uhr

Recepción: 19 horas Cena: 20 horas

Redner: Bodo Liesenfeld Vorsitzender des Vorstandes Lateinamerika Verein e.V., Hamburg

Oradores: Bodo Liesenfeld Presidente de la Junta Directiva Latein­amerika Verein e.V., ­Hamburgo

Ole von Beust Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg

Ole von Beust Primer Alcalde de la Ciudad Libre y Hanseática de Hamburgo

Rainer Brüderle Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Berlin

Rainer Brüderle Ministro de Estado para Economía y Tecnología, Berlín

S.E. Edgardo Suárez Mallagray Präsident der Gruppe der Botschafter Lateinamerikas und der Karibik Botschafter der Republik El Salvador, Berlin

S.E. Edgardo Suárez Mallagray Presidente del Grupo de Embajadores Latinoamericanos y Caribeños Embajador de la República de El Salvador, Berlín

Ehrengast / Festredner:

Invitado y orador de honor:

S.E. Botschafter Samuel Pinheiro Guimarães Neto Staatsminister für Strategische Angelegenheiten im Präsidialamt der Förderativen Republik Brasilien

S.E. Embaixador Samuel Pinheiro Guimarães Neto Ministro de Estado Chefe da Secretaria de Assuntos Estratégicos da Presidência da República Federativa do Brasil

- Smoking / Uniform / Abendkleid -

- Smoking / uniforme / traje de noche -

Besuch des Staatspräsidenten der Förderativen Republik Brasilien S.E. Luiz Inácio Lula da Silva in Hamburg am 4. Dezember 2009 Im Anschluss an den Lateinamerika-Tag 2009 findet im Großen Festsaal des Hamburger Rathauses am Freitag, den 4. Dezember 2009 in Kooperation mit dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und der Regierung der Förderativen Republik Brasilien eine Präsentation „Brasilien-Deutschland: Zeit für eine neue Wirtschaftspartnerschaft“ statt. Die Veranstaltung schließt mit einer Rede von S.E. Luiz Inácio Lula da Silva. 74


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