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Konferenz

Magazin

Lateinamerika-Tag 2010 in Hannover 6. Oktober: Wirtschaftstag Mexiko 7. Oktober: Technologiekooperation – Lateinamerika und Deutschland


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Inhaltsverzeichnis/Índice

Grußworte / Saludos…………………………………………………………………………………………………………………………   4 Germany Trade & Invest: Trotz verhaltenem Aufschwung bleibt Mexiko ein attraktiver Standort… ……………………………………………………………… 22 Deutsche Bank: Technologiekooperation: Lateinamerika und Deutschland bauen auf Zusammenarbeit… …………………………………………… 24 Germany Trade & Invest: Argentiniens Wirtschaft kommt kraftvoll aus der Krise… ………………………………………………………………………………… 30 UniCredit Bank: Perspektiven Mexikos, Panamas, Kolumbiens und Perus… ……………………………………………………………………………… 32 KfW Ipex-Bank: Technologiekooperation mit Lateinamerika am Beispiel der mexikanischen Automobilindustrie… ………………………………… 36 The Economist: The miracle of the cerrado… ………………………………………………………………………………………………………………… 42 Banco Interamericano de Desarrollo: ¿Viene la década de América Latina y Caribe?……………………………………………………………………………………………… 50 DEG: Exportnation Deutschland – Technologietransfer fördern………………………………………………………………………………… 54 Handelsblatt: Deutschland–Brasilien Technologie-Transfer… …………………………………………………………………………………………… 58 Germany Trade & Invest: Technologietransfer als Marktstrategie in Lateinamerika… ……………………………………………………………………………… 62 Lateinamerika Verein: The Growing Importance of Latin America… ……………………………………………………………………………………………… 66 Programm Wirtschaftstag Mexiko / Programa Día de México… …………………………………………………………………… 68 Programm Konferenztag / Programa Día de Conferencia… ………………………………………………………………………… 76 Galadiner / Cena de Gala…………………………………………………………………………………………………………………… 81 Sponsoren / Patrocinadores………………………………………………………………………………………………………………… 83 Impressum / Pie de imprenta… …………………………………………………………………………………………………………… 84

Titelbild: © Natascha Senftleben, überlassen durch die Deutsche Botschaft in Argentinien, Buenos Aires und die Siemens AG

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Grußwort des Vorsitzenden des Vorstandes des Lateinamerika Vereins e. V.

Bodo Liesenfeld

Meine sehr verehrten Damen und Herren, zum diesjährigen Lateinamerika-Tag heiße ich Sie wieder sehr herzlich willkommen. Erstmals findet unsere zweitägige Konferenz in der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover statt. Für Lateinamerika ist Hannover allerdings schon lange kein weißer Flecken mehr auf der Weltkarte: Die Messen dieser Stadt sind ein Magnet für Unternehmer aus der ganzen Welt, auch Lateinamerika. Und die Leibnitz Universität hat zahlreiche Kooperationen mit lateinamerikanischen Institutionen aufgebaut und innovative Lateinamerika-Projekte ins Leben gerufen. Es ist deshalb wohl überlegt, dass wir uns diesmal für Hannover entschieden haben. Mit dem NORD/LB Forum auf dem Messegelände Hannover und der Galerie in den Herrenhäuser Gärten bietet die niedersächsische Hauptstadt zwei sehr repräsentative Veranstaltungsorte. Danken möchte ich auch unserem Kooperationspartner Niedersachsen Global GmbH (NGlobal) für die exzellente Zusammenarbeit und die umfassende Unterstützung. Es ist für uns eine große Ehre, dass der Niedersächsische Ministerpräsident David McAllister die Schirmherrschaft des Lateinamerika-Tages übernommen hat. Wir freuen uns auf seine Anwesenheit anlässlich des Galadiners. In der heutigen Zeit sind Veranstaltungen wie der Lateinamerika-Tag ohne die großzügige Förderung durch Sponsoren nicht denkbar. Unseren besonderen Dank sprechen wir deshalb den vielen Unternehmen aus, die zum Erfolg dieses Ereignisses wesentlich beigetragen haben. Gleiches gilt auch für die große Zahl hochkarätiger Referenten aus Lateinamerika und Deutschland, die uns ihre konkreten Pers­pektiven über die Geschäftsmöglichkeiten in der BoomRegion vermitteln werden. Der Lateinamerika-Tag ist das bedeutendste, in Deutschland stattfindende Ereignis der deutsch-lateinamerikanischen Wirtschaftsbeziehungen und gleichzeitig die wichtigste jährliche Veranstaltung unserer Wirtschaftsvereinigung. In diesem Jahr ist er dem „Bicentenario“ gewidmet: Vor 200 Jahren begannen in der Region die Unabhängigkeitsbewegungen, die zur Loslösung von Spanien führten. Von der Wirtschaftskrise nach 6 Jahren stabilem und überdurchschnittlichem Wachstum gebremst, erwartet Lateinamerika in 2010 einen BIP-Zuwachs von 4 - 5%. Nach nur einem Jahr ist Lateinamerika wieder ganz vorn mit dabei. Eines der Länder mit besonders starkem Wachstum von vielleicht sogar 7% wird Argentinien sein. Wir freuen uns, in diesem Jahr die

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Präsidentin der Republik Argentinien, I.E. Dr. Cristina Fernández de Kirchner, als Ehrengast und Festrednerin begrüßen zu dürfen. Sie ist als brillante Rhetorikerin bekannt. Der Wirtschaftstag ist in diesem Jahr Mexiko gewidmet – ein Land, das in der letzten Zeit in der Öffentlichkeit häufig einseitig wahrgenommen wird. Dabei ist Mexiko nach einer tiefen Rezession im vergangenen Jahr wieder klar auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. Allgemein wird für 2010 ein BIP-Wachstum von 4,5% erwartet. Dies bedeutet, dass Mexiko sogar die USA übertreffen wird. Auf dem Wirtschaftstag möchte der Lateinamerika Verein die Bedeutung Mexikos als Industriestandort hervorheben und den aktuellen Stand der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen beleuchten. Die Lateinamerika-Konferenz steht unter dem Motto „Technologiekooperation - Lateinamerika und Deutschland“. Sie ist der technologischen Partnerschaft mit den Schwellenländern der Region gewidmet und wird branchenspezifische Kooperationswege aufzeigen. Neben Forschung und Entwicklung stehen Innovation und Standortwahl im Mittelpunkt der Vorträge und Diskussionen. Gerade die deutschen Unternehmen spielen beim Technologietransfer nach Lateinamerika eine Schlüsselrolle: Die Entwicklung des Flexfuel-Motors ist dafür eine Paradebeispiel. Die technologische Kooperation ist für viele Unternehmen eine strategisch wichtige und lukrative Grundlage für den Auf- und Ausbau von Geschäften in der Region. Lateinamerika bleibt Magnet für ausländische Investoren und Handelspartner. Gründe dafür sind der Reichtum der Region an Bodenschätzen, Energie- und Agrarressourcen sowie die wachsenden Binnenmärkte mit 560 Mio. immer zahlungskräftigeren Konsumenten. Der Lateinamerika Verein möchte mit dem Lateinamerika-Tag dazu beitragen, dieses Potential weiter bekannt zu machen und unsere Mitglieder und Freunde, sowie die gesamte deutsche Wirtschaft bei der Herstellung von Kontakten, dem Austausch von Informationen und der Stärkung der Geschäftsverbindungen mit der Region zu unterstützen. Allen Teilnehmern wünsche ich zwei interessante und erfolgreiche Tage.

Herzlichst, Ihr Bodo Liesenfeld


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Grußwort des Vorsitzenden des Aufsichtsrates der NGlobal GmbH

Walter Hirche

Meine sehr geehrten Damen und Herren, lange Jahre hat Lateinamerikas Wirtschaftsentwicklung kontinuierlich steigende Wachstumsraten bei niedriger Inflation und fallenden Risikobewertungen gezeigt. Die Boomjahre haben die Regierungen genutzt, um hohe Devisenreserven anzusammeln und die Staats- und Auslandsverschuldung zu verringern. Natürlich ist die weltweite wirtschaftliche Krise auch nicht an Lateinamerika spurlos vorbeigegangen, aber die Region war deutlich besser in der Lage, die Auswirkungen der Weltfinanzkrise abzuwehren. Zum Vergleich: Sank das BIP der lateinamerikanischen und karibischen Staaten 2009 lediglich um ca. 2,3 Prozent, so musste die Europäische Union dagegen ein Minus von 4 Prozent verkraften. Es ist daher auch zukünftig mit hohen Wachstumspotenzialen für die deutsche Exportwirtschaft in diesem Länderraum zu rechnen. Die Unternehmen aus Lateinamerika sind deshalb sehr wichtige Handelspartner für uns. Dieses Potenzial wollen wir auch für unsere niedersächsischen Unternehmen weiter ausbauen. Daher hat das Land Niedersachsen 2009 die neue Wirtschaftsfördergesellschaft Niedersachsen Global GmbH gegründet, deren Aufgaben Exportförderung, Investitionsberatung und Standortwerbung für Niedersachsen sind. Ich freue mich sehr, Sie im Namen von NGlobal zu unserem gemeinsamen Lateinamerika-Tag (LAT) hier in Hannover begrüßen zu können. Nach dem 6. Niedersächsischen Außenwirtschaftstag „Mercosur“, den NGlobal bereits erfolgreich mit dem Lateinamerika Verein e.V. (LAV) im Rahmen der Hannover Messe 2009 veranstaltet hat, ist der LAT nun schon die zweite große Veranstaltung innerhalb eines Jahres auf dem hannoverschen Messegelände, die sich mit den Wirtschaftschancen in Lateinamerika befasst.

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Einen besseren Ort für diese herausragende Konferenz kann ich mir kaum vorstellen, finden hier doch seit mehr als 60 Jahren die internationalen Leitmessen für wegweisende Technologien, Werkstoffe und Ideen statt. Auch der LAT – der ebenso lange vom LAV durchgeführt wird – gibt den Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und den Ländern Lateinamerikas immer wieder neue Impulse. Die allseits anerkannte Bedeutung dieser von mehreren hundert Multiplikatoren aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft sowohl aus den lateinamerikanischen Ländern als auch aus Deutschland besuchten Veranstaltung wird umso deutlicher, als I.E. Dr. Cristina Fernández de Kirchner, die Präsidentin der Republik Argentinien, als Ehrengast teilnehmen wird. Wir fühlen uns zweifach geehrt: einerseits über diesen Besuch, der der erste der argentinischen Präsidentin in Niedersachsen und unserer Landeshauptstadt Hannover ist, andererseits, dass der LAV NGlobal und das Land Niedersachsen als verlässlichen Partner für die Durchführung des LAT 2010 ausgesucht hat. Allen Teilnehmern und Vortragenden wünsche ich eine informative Zeit beim LAT 2010 und einen angenehmen Aufenthalt in Hannover.

Walter Hirche, Minister a.D. Vorsitzender des Aufsichtsrates, NGlobal GmbH, Hannover


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Grußwort des Niedersächsischen Ministerpräsidenten

David McAllister

Sehr geehrten Damen und Herren, Niedersachsen ist in der Regel zweimal im Jahr globaler Treffpunkt vieler Geschäftsleute und Besucher aus der internationalen Fachwelt – wenn die beiden großen Leitmessen CeBIT und HANNOVER MESSE in Hannover ihre Tore öffnen. In diesem Jahr dürfen wir darüber hinaus Gastgeber für den Lateinamerika-Tag 2010 sein. Es freut mich, dass die bedeutendste jährlich in Deutschland ausgerichtete Veranstaltung zu den deutsch-lateinamerikanischen Wirtschaftsbeziehungen in diesem Jahr in Hannover stattfindet. Dank der zentralen Lage ist Niedersachsen ein optimaler Standort, um Märkte, Kunden und Lieferanten innerhalb der erweiterten Europäischen Union und Osteuropas zu erreichen. Mit seinen Seehäfen und dem internationalen Flughafen bietet Niedersachsen zahlreiche Verbindungen nach Übersee, so auch zu den Staaten Lateinamerikas. Die Region ist für ganz Deutschland wichtiger Produktionsstandort und ein stetig wachsender Absatzmarkt. Eines unserer erfolgreichsten Unternehmen - die niedersächsische Volkswagen AG – schreibt seit den 60er Jahren Erfolgsgeschichte in Lateinamerika und ist dort mittlerweile in 26 Ländern vertreten. Brasilien ist inzwischen der drittgrößte Markt für VW nach China und Deutschland. Volkswagen treibt den Ausbau dieses Absatzmarktes voran und plant, bis 2014 die Fahrzeugverkäufe in Brasilien auf rund eine

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Million jährlich zu steigern. Ebenso soll die Produktion in Argentinien verstärkt werden. Das wird Arbeitsplätze in der Region sichern und neue Beschäftigungsmöglichkeiten schaffen. Dies zeigt in beeindruckender Weise, dass deutsche Qualität, Technologien und Investitionen in Lateinamerika gefragt sind. Gemeinsame Werte und eine historisch gewachsene, kulturelle Verbundenheit schaffen eine solide Grundlage für eine nachhaltige Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Lateinamerika. Diese wollen wir noch weiter ausbauen, indem wir uns weiterhin als dauerhaften, verlässlichen Partner für die Region empfehlen und unser Engagement an den aktuellen politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in Lateinamerika ausrichten. Der Lateinamerika-Tag 2010 wird ein guter Ideengeber für die zukünftige Entwicklung der deutsch-lateinamerikanischen Wirtschaftsbeziehungen sein. Dem Ausbau dieser Beziehungen räume ich eine hohe Priorität ein, damit von niedersächsischem Boden weitere Impulse für die Zusammenarbeit zwischen Lateinamerika und Deutschland ausgehen. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen einen interessanten und kurzweiligen Lateinamerika-Tag in Niedersachsen.

David McAllister Niedersächsischer Ministerpräsident


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Saludo de la Señora Presidente de la Nación Argentina

S.E. Dr. Cristina Fernández de Kirchner

Tengo el agrado de dirigirme a ustedes a fin de agradecerles el privilegio de haber sido invitada como huésped de honor en el “Día de América Latina“, organizado por la ­Lateinamerika Verein. Esta ocasión me permite entablar una comunicación directa con los lectores de la revista de esa organización empresarial, que tanto ha contribuido al estrechamiento de los lazos que nos unen con Alemania en nuestra identidad de argentinos y latinoamericanos. Se trata de un momento particularmente auspicioso para profundizar nuestra relación. EI Gobierno que tengo el ­honor de encabezar ha hecho importantes esfuerzos en los últimos años para poner a la Argentina en marcha y superar definitivamente las crisis del pasado, implementando políticas que promueven la dignidad de las personas y la inclusión de los sectores menos favorecidos. Hoy podemos felizmente exhibir una serie de logros económicos y políticos que nos muestran que estamos transitando el camino ­correcto hacia una sociedad más justa y equitativa. La relacion entre nuestros países es extensa y muy rica. Incluye desde los vínculos humanos generados por las ­corrientes inmigratorias que a lo largo del tiempo cruzaron el Atlántico, pasando por recíprocas influencias culturales, hasta el creciente intercambio comercial y las grandes ­inversiones alemanas en nuestro pais; todos vínculos de ­capital importancia que continúan dando cada vez más y mejores frutos. Actualmente la Argentina es el principal socio de la Unión Europea en América Latina para proyectos de investigación científica, desarrollo tecnológico e innovación productiva. En ese marco, y en cooperación con Alemania, el Ministerio de Ciencia, Tecnología e Innovación Productiva de la Argentina y la Sociedad Max Planck están desarrollando en Argentina un polo científico basado en la creación de un instituto de investigación biomédica donde trabajarán ­conjuntamente profesionales de ambos países. Se trata del primer emprendimiento encarado por esa Sociedad para establecer una asociación formal con un país latinoameri­ cano.

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Es de destacar que nuestros dos países se relacionan por intermedio de sus respectivos esquemas de integración ­regional. Tanto la Argentina desde el Mercosur, como Alemania desde la Unión Europea, somos activos protagonistas de las negociaciones actualmente en curso que, esperamos, concluyan a la brevedad con una asociación estratégica de carácter político, comercial y de cooperación, que incluirá un acuerdo de libre comercio de fundamental relevancia por la magnitud del comercio entre ambos bloques. A nivel global participamos activamente en el ambito del G-20, donde trabajamos en conjunto para coordinar medidas políticas para la recuperación de la economía ­internacional y el crecimiento sustentable y equilibrado a largo plazo. Coincidimos allí con vuestro país en la per­s­ pectiva de que la reducción de la pobreza y la brecha del desarrollo y el cumplimiento de las Metas de Desarrollo del Milenio para 2015 son esenciales para lograr un crecimiento global equilibrado del planeta. Finalmente, quisiera expresar un nuevo agradecimiento por el nombramiento de nuestro país como invitado de ­honor para la Feria del Libro de Frankfurt, precisamente en este año del Bicentenario de la Revolucion de Mayo en que celebramos dos siglos como nación. Hago votos para que esta nueva visita a Alemania contribuya a la profundización de los lazos que unen a nuestras naciones y a la continuación de los mismos a través del tiempo. Saludo a ustedes con las expresiones de mi mayor consideración.

Dr. Cristina Fernández de Kirchner Presidenta de la Nación Argentina


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Grußwort des Bundesministers für Wirtschaft und Technologie

Rainer Brüderle

Von Mexiko über Argentinien bis Chile feiern derzeit viele Länder Lateinamerikas den Bicentenario, den 200. Jahrestag des Beginns ihrer Unabhängigkeitsbestrebungen. Unsere wirtschaftlichen Bande zu Lateinamerika sind nicht ganz so alt. Allerdings können einige deutsche Unternehmen bereits auf eine über 100 Jahre lange und erfolgreiche Präsenz in der Region zurückblicken. Die deutsche Wirtschaft genießt auch in Lateinamerika einen guten Ruf. „Made in Germany“, das steht für gute Qualität, ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und Verlässlichkeit. In den letzten Jahren haben sich die deutsch-lateinamerikanischen Wirtschaftsbeziehungen positiv weiterentwickelt. Doch ein Blick auf die Zahlen zeigt noch Potenzial auf: Nur 2 ½ Prozent unseres Außenhandels werden bisher mit Lateinamerika abgewickelt. Lateinamerika stärker als bisher in den Fokus der Wirtschaft zu rücken, das ist eines der Ziele des kürzlich verabschiedeten Lateinamerika-Konzeptes der Bundesregierung. Eine ganz besondere Rolle spielt dabei die Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen. Denn im Exportgeschäft können mittelständische Unternehmen gegenüber Großunternehmen im Nachteil sein, zum Beispiel bei Ausschreibungen für große Projekte. Allerdings gilt auch: Nicht wenige deutsche mittelständische Unternehmen sind als Weltmarktführer mit spezialisierten Produkten im Export bereits höchst erfolgreich und zählen zu den so genannten „Hidden Champions“. Mit diesem Pfund müssen wir bei zunehmender Konkurrenz auf den Weltmärkten noch mehr wuchern.

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Der Lateinamerika-Tag bietet eine sehr gute Gelegenheit, die deutsch-lateinamerikanischen Geschäftsbeziehungen zu stärken. In diesem Jahr steht mit dem Schwerpunktthema Technologiekooperation ein zukunftweisendes Feld der Zusammenarbeit im Mittelpunkt, das mir auch persönlich am Herzen liegt. In diesem Sinne wünsche ich allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Lateinamerika-Tages interessante Kontakte und spannende Gespräche, die vielleicht sogar in eine erfolgreiche Geschäftsanbahnung oder gar Geschäftsabschlüsse münden. Ihr

Rainer Brüderle, MdB Bundesminister für Wirtschaft und Technologie


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Saludo del Ministro Federal de Economía y Tecnología

Rainer Brüderle

Desde México hasta Chile pasando por Argentina, muchos países latinoamericanos celebran este año con el Bicentenario el comienzo de su lucha por la independencia. Nuestros lazos económicos con América Latina no tienen tanta tradición. Sin embargo, son varias las empresas alemanas que pueden echar la vista atrás a más de 100 años de presencia exitosa en la región. Las empresas alemanas instaladas en América Latina gozan de una excelente reputación. El lema „made in Germany“-“hecho en Alemania“ es sinónimo de alto rendimiento, buena relación calidadprecio y fiabilidad. A lo largo de los últimos años las relaciones económicas entre Alemania y Latinoamérica se han desarrollado muy favorablemente. No obstante, el análisis de las cifras macroeconómicas permite detectar un gran potencial de crecimiento, ya que en la actualidad únicamente un 2,5 % de nuestro comercio exterior se desarrolla con América Latina. Uno de los objetivos de la estrategia, que el Gobierno alemán ha aprobado recientemente para Latinoamérica, es el fortalecimiento de las relaciones económicas con la re­ gión. Para este fin, tiene una importancia fundamental el apoyo a las Pequeñas y Medianas Empresas (PYMES), dada la desventaja competitiva en que estas empresas se pueden encontrar en relación con las grandes multinacionales a la hora de, por ejemplo, conseguir la adjudicación de grandes proyectos. Es cierto, no obstante, que no son pocas las em-

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presas alemanas medianas que se sitúan como líderes de mercado en la comercialización de productos especiali­ zados, los denominados „Hidden Champions“ o „campeones ocultos“. Debemos ser capaces de aprovechar estos grandes activos a la hora de enfrentarnos a la cada vez ­mayor competencia en los mercados mundiales. La celebración del Día de América Latina ofrece una muy buena oportunidad para el fortalecimiento de las relaciones empresariales entre Alemania y Latinoamérica. En 2010, uno de los puntos principales de nuestro trabajo conjunto en la región será la cooperación tecnológica, aspecto al que personalmente otorgo gran relevancia. En este sentido deseo a todos los participantes en esta Jornada que puedan entablar nuevos contactos y llevar a cabo conversaciones interesantes que puedan incluso conducir al nacimiento y desarrollo de nuevos proyectos empresariales. Cordialmente,

Rainer Brüderle, Diputado del Parlamento Federal y Ministro Federal de Economía y Tecnología


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Grußwort des Botschafters der Vereinigten Mexikanischen Staaten in Deutschland

S.E. Francisco N. González Díaz Sehr geehrte Teilnehmer am Lateinamerika-Tag 2010, es gehört schon längst zum guten Ton, im Herbst dem Ruf des Lateinamerika-Vereins (LAV) zu folgen und sich zum wichtigsten jährlichen Event der Lateinamerika affinen Unternehmerschaft in Deutschland, dem Lateinamerika-Tag, zusammenzufinden. Mexiko tut das dieses Mal besonders gern, ist doch der „Wirtschaftstag Mexiko“, auch in Würdigung des 200. Jahrestages unserer Unabhängigkeit, integraler Bestandteil des Lateinamerika-Tages. Er widmet sich zwei wichtigen Branchen der mexikanischen Volkswirtschaft, dem traditionellen Schlüsselzweig Automobilindus­ trie sowie der Luft- und Raumfahrtindustrie als zukunftsträchtigem Wachstumsbereich, beide mit hohem Innovationspotenzial und -bedarf. Eine wesentliche Voraussetzung für deren erfolgreiche Entwicklung ist die umfassende Anwendung moderner Technologien, die durch eine enge internationale Kooperation erheblich beschleunigt werden kann. Deshalb ist aus mexikanischer Sicht das Thema der diesjährigen Lateinamerika-Konferenz „Technologiekooperation - Lateinamerika und Deutschland“ außerordentlich zeitgemäß. Wie immer hat der LAV als Veranstalter mit genauem Blick für drängende aktuelle Probleme den Fokus auf eine der Kernfragen gerichtet, die auch in der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Mexiko einen herausragenden Stellenwert einnimmt. Die Zukunftsfähigkeit unserer Länder hängt erheblich vom schnellen Ausbau neuer Technologien ab. Wegen der immensen Entwicklungs- und Investitionskosten ist eine effektive Kooperation dringend geboten. Die technologische Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Mexiko basiert auf einem umfangreichen Geflecht vertraglicher Vereinbarungen und hat bereits ein hohes Niveau erreicht. Gemeinsam wurden wichtige Projekte in den Bereichen Geowissenschaften, Sozial- und Wirtschaftsforschung, Biotechnologie, Agrarwissenschaften, Ingenieurwesen, Medizin, Informatik und Materialforschung realisiert; zudem ist ein reger Austausch von Spezialisten im Gange. Zwischen 2001 und 2010 wurden 358 Projekte vereinbart, 954 Forscher ausgetauscht und über 1500 Stipendien vergeben. Als beispielhaftes Projekt möchte ich die Satellitendatenempfangsstation Chetumal herausgreifen, die seit 2007 gemeinsam vom Deutschen Zentrum für Luftund Raumfahrt (DLR) und dem Nationalen Rat für Wissenschaft und Technologie (CONACYT) betrieben wird. Präsident Calderon hat dieses Projekt als vorbildlich und die

Erd-Fernerkundung als unabdingbar für die nachhaltige Entwicklung Mexikos bewertet. Angesichts der in Hannover zusammenkommenden hochkarätigen Runde von Entscheidungsträgern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft bin ich überzeugt, dass es gelingen wird, die Lateinamerika und Mexiko betreffenden Themen in übergreifende Zusammenhänge einzuordnen. Damit könnten weltweite Anstrengungen unterstützt werden, noch im Jahr 2010 eine Wende zum Positiven einzuleiten, und zwar in zweierlei Hinsicht: – Zum einen, zu erreichen, dass 2010 zum Jahr der endgültigen Überwindung der Weltwirtschaftskrise wird, von der Deutschland und Mexiko besonders stark betroffen waren, ergo auch mit gravierenden Auswirkungen auf die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen. Es macht Sinn, die Förderung moderner Technologien mit der Bekämpfung der Krisenfolgen zu verbinden. Kluge Technologiekooperation kann maßgeblich zu Wirtschaftswachstum, zur Schaffung dauerhafter Arbeitsplätze und zur Milderung sozialer Probleme beitragen. – Des Weiteren, dafür zu sorgen, dass 2010 vom „Schicksalsjahr“ im Kampf gegen den Klimawandel zum Jahr des Durchbruchs der Vernunft wird. Die jüngste Häufung schwerwiegender Naturkatastrophen hat erneut zur Eile gemahnt. Die Eindämmung der negativen Folgen von Klimaveränderungen muss zentrales Anliegen bei allen wirtschaftlichen und politischen Entscheidungen sein. Mithin sollte auch die Technologiekooperation noch stärker der Abwendung der Gefahr einer weltweiten Klimakatastrophe dienen. Es gibt Hoffnung, dass Deutschland als Sitzstaat des Klimasekretariats der UNO und Mexiko als Gastgeber der nächsten UN-Klimakonferenz derzeit eng zusammenwirken, um der Umsetzung der UN-Klimaziele neue Impulse zu verleihen. Das wurde im Mai 2010 augenfällig, als Bundeskanzlerin Merkel und Präsident Calderón in Bonn zusammen den „Petersberger Klimadialog“ eröffneten. Entscheidend ist letztlich die Mobilisierung aller relevanten politischen, gesellschaftlichen und privaten Akteure. Der Wirtschaft kommt hier besondere Verantwortung zu. Es gilt, das Spannungsfeld zwischen Ökonomie und Ökologie durch nachhaltiges Wachstum zu überwinden. Deshalb legt Mexiko Wert darauf, Unternehmer aktiv in die Vorbereitung des Klima-Gipfels von Cancún einzubeziehen. Zunehmendes Engagement der Privatwirtschaft für Klimaschutz könnte zum Zünglein an der Waage in dieser Überlebensfrage für die Menschheit werden. Ich denke, dass in dieser Hinsicht auf dem LateinamerikaTag in Hannover positive Signale gesetzt werden können. Dabei wünsche ich dem LAV und uns allen viel Erfolg.

16 Francisco N. González Díaz Botschafter von Mexiko in Deutschland


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Saludo del Presidente del Grupo de Embajadores de América Latina y El Caribe en Berlin

S.E. Horacio Sevilla Borja

En mi calidad de Presidente del Grupo de Embajadores de América Latina y el Caribe acreditados en Alemania felicito a los países latinoamericanos que celebran este año el Bicentenario de su Independencia, acontecimiento histórico que cambió el mapa político del mundo a inicios del siglo XIX. Este Bicentenario constituye una oportunidad propicia para que asumamos la conciencia de nuestro pasado, sembremos sobre ella la comprensión de nuestro presente, y ofrezcamos nuestra identidad al mundo del futuro. Como bien señaló el Ministro Federal de Relaciones Exteriores de Alemania, Guido Westerwelle, “América Latina no es sólo una región en crecimiento con un gran potencial sino también una región vinculada a Europa por raíces y valores comunes”. Alemania “el país de las ideas”, se ha convertido en estos dos últimos siglos en un socio confiable, y con quien mantenemos una positiva experiencia de cooperación en los campos político, económico, cultural, científico-tecnológico. Juntos podemos avanzar en una agenda estratégica sobre temas prioritarios de la agenda internacional encaminados a fortalecer el multilateralismo, la protección de los derechos humanos y la democracia, el combate a la pobreza y la inequidad, la lucha contra el cambio climático, la cooperación en los campos de la ciencia y la tecnología, y el afianzamiento de una nueva arquitectura financiera internacional. La estrecha cooperación con Alemania también se refleja en el positivo trabajo que llevan adelante asociaciones y entidades privadas, entre ellas la Asociación Empresarial para América Latina (LAV) que, con profesionalismo y efi­ ciencia, busca fortalecer los lazos económicos y comerciales entre nuestros empresarios. Esto ha permitido que importantes empresas alemanas realicen inversiones estratégicas en América Latina en los últimos años, especialmente en el

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campo de energías renovables, facilitando la transferencia de conocimientos y tecnología y generando importantes fuentes de empleo que han permitido impulsar el desarrollo y mejorar las condiciones de vida de nuestros pueblos. El trabajo del LAV ha facilitado también el ingreso de nuestros productos al mercado alemán. América Latina ha salido fortalecida de la última grave crisis económica internacional gracias a la efectiva implementación de políticas públicas acompañadas del ascenso de la inversión extranjera directa, recuperación de las exporta­ ciones, aumento del consumo privado. El último estudio ­realizado por la Comisión Económica para América Latina y el Caribe (CEPAL) nos indica que este año América Latina crecerá aproximadamente un 5,2%, con un incremento del 3,7% en el PIB por habitante. A las condiciones económicas favorables antes mencionadas se suman la estabilidad política y la seguridad jurídica, por lo que invito a los empresarios alemanes a valorar el gran potencial que tiene América Latina y El Caribe, y no quedarse rezagados en las amplias posibilidades de realizar negocios para el beneficio común.

Horacio Sevilla Borja Embajador del Ecuador Presidente del Grupo de Embajadores de América Latina y El Caribe


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Grußwort des Vorsitzenden der Lateinamerika-Initiative der deutschen Wirtschaft (LAI)

Dr. Reinhold Festge

Meine sehr verehrten Damen und Herren, die jüngste positive Entwicklung in Lateinamerika ist Anlass, über diesen Kontinent so gut zu reden, wie er es verdient. Lateinamerika hat sich schneller als erwartet von dem weltweit schwierigen Jahr 2009 erholt. In den lateinamerikanischen Ländern stehen die Zeichen auf Wachstum. Als neugewählter Vorsitzender der LAI weiß ich zu schätzen, dass Sie sich mit Ihren Unternehmen in Lateinamerika engagieren. Im Rahmen der LAI möchte ich gemeinsam mit Ihnen weiter am Ausbau der wirtschaftlichen Beziehungen arbeiten und einen Beitrag dafür leisten, dass Lateinamerika, als Standort und Partner für deutsche Unternehmen, nicht unter Wert verkauft wird. Wir alle wissen um die gewachsenen, engen kulturellen Verbindungen Deutschlands zu Lateinamerika. Viele Unternehmen können auf eine über 100-jährige Tradition zurückblicken. Deutsche Unternehmen genießen ein hohes Ansehen und sind mit ihren Produkten überaus erfolgreich. Wir gelten als verlässliche Partner. Wie stark deutsche Unternehmen in Lateinamerika sind, zeigt das Beispiel São Paulo. Hier finden wir die außerhalb unseres Landes größte deutsche Industrieansiedlung der Welt mit über 900 Unternehmen. Deutsche Unternehmen sind für 10 Prozent der Industrieproduktion in Brasilien verantwortlich. Die 2014 und 2016 bevorstehenden Sportveranstaltungen in Brasilien bieten Chancen und setzen Punkte, an denen wir uns in den nächsten Jahren orientieren. Neben der Fußballweltmeisterschaft und den Olympischen Spielen müssen wir aber auch die Möglichkeiten in Ländern wie Argentinien, Chile, Kolumbien und Mexiko, den zentralamerikanischen Ländern und der Andenregion im Blick behalten. Lateinamerika bietet in nahezu allen Ländern Chancen für deutsche Unternehmen. Nach den jüngsten Zeichen aus Kuba könnten auch dort interessante Entwicklungen beginnen.

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Partnerschaft und Kooperation stehen dabei im Mittelpunkt. Von diesem Gedanken ist auch das Lateinamerikakonzept der Bundesregierung geprägt. Die Empfehlungen der LAI zu den deutsch-lateinamerikanischen Wirtschaftsbeziehungen finden sich in dem Konzept wieder. All dies gilt es entsprechend zu bewerten und die Chancen die sich daraus ergeben zu ergreifen. Die LAI ist das Sprachrohr der deutschen Wirtschaft gegenüber Politik und Öffentlichkeit. An diesem Anspruch müssen wir uns von Ihnen messen lassen. Dieser Aufgabe möchte ich mich gerne in den nächsten vier Jahren widmen. Es ist erfreulich, dass sich alle wichtigen Verbände in der LAI engagieren und alle gemeinsam ihre Beiträge leisten. Unter den beteiligten Trägerorganisa­ tionen, dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag e.V. DIHK), dem Bundesverband deutscher Banken (Bankenverband), dem Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. (BDI), dem Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V. (BGA) und dem Lateinamerika Verein e.V. (LAV), ist es Konsens, dass wir hier mit einer Stimme sprechen. Ich würde mich persönlich freuen, wenn Sie mich auf diesem Weg aktiv begleiten. Für den Lateinamerika-Tag 2011 wünsche ich dem Lateinamerika Verein und Ihnen Erfolg und eine gelungene Veranstaltung. Dr. Reinhold Festge Vorsitzender der Lateinamerika-Initiative der Deutschen Wirtschaft (LAI)


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Trade Fair Dates BIOTECHNICA, 5. – 7.10.2010

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DOMOTEX HANNOVER, 15. – 18.1.2011

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EMO Hannover, 19. – 24.9.2011

CeBIT, 1. – 5.3.2011

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World Fair for the Forestry and Wood Industries

The world of metalworking

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Mexiko

Trotz verhaltenem Aufschwung bleibt Mexiko ein attraktiver Standort

Mit dem Abklingen der Weltwirtschaftskrise treten die mittelfristigen Geschäftschancen in Mexiko wieder in den Vordergrund. Bei einer wachsenden und zunehmend kaufkräftigen Bevölkerung eröffnen sich auch für deutsche Unternehmen neue Märkte. Besonders gute Lieferchancen entstehen durch öffentliche Infrastrukturprojekte und ausländische Direktinvestitionen, die in den Aufbau von Exportfabriken für den US-Markt fließen. Der Aufschwung verläuft in Mexiko verhaltener als erhofft. Die Exportnachfrage aus den USA hatte der Konjunkturerholung zunächst einen starken Impuls versetzt, doch begann das US-Wachstum Mitte 2010 zu stocken. Auf dem mit Abstand wichtigsten Absatzmarkt für mexikanische Ausfuhren belasten die anhaltende Arbeitslosigkeit und der schwache Immobilienmarkt weiterhin die Binnennachfrage. In Mexiko schwächelt der Inlandskonsum ebenfalls. Die Beschäftigtenzahlen haben zwar das Vorkrisenniveau erreicht, allerdings entstanden im Aufschwung vor allem Jobs im Niedriglohnsektor, sodass die erhofften Konsumimpulse ausblieben. Trotz allem dürfte das Wirtschaftswachstum in Mexiko nach dem starken Einbruch 2009 um 6,5% immerhin 2010 rund 5% erreichen. Etwas schwächer dürfte das Wachstum 2011 mit etwa 3,5 bis 4% ausfallen. Obwohl Mexiko aufgrund der wenig dynamischen Konjunkturentwicklung nicht zur Liga der aufstrebenden BRICStaaten zählt, bieten sich den deutschen Unternehmen vor Ort ein bedeutender Konsummarkt sowie interessante Lieferchancen. Letztere hängen unter anderem mit öffentlichen Infrastrukturmaßnahmen und einem expandierenden und auf den US-Markt orientierten Exportsektor zusammen. Der Binnenkonsum erholt sich zögerlich. Dennoch weist die Bevölkerung von 108 Mio. je nach Produkt etwa 25 bis 35 Mio. zahlungskräftige Kunden auf. Bis 2020 dürfte die Bevölkerung nach Prognosen des Consejo Nacional de Población (Conapo) auf 116 Mio. und bis 2030 auf 121 Mio. anwachsen. Konsumgüter sowie Maschinen und Ausrüstungen zu deren Produktion werden in den kommenden Jahren starke Zuwächse verzeichnen. Der Nahrungsmittelkonsum soll bis 2012 um 25% steigen. Starkes Wachstum wird auch im Arzneimittelmarkt und in der Medizintechnik erwartet. Die Ausweitung der Sozialversicherung auf neue Bevölkerungsgruppen treibt den Arzneimittelbedarf sowie die Investitionen in öffentliche Krankenhäuser an. Die steigende Kaufkraft höherer Einkommensschichten und der Gesundheitstourismus aus den USA bedingen auch in der privaten Gesundheitsfürsorge eine Expansion. Wirtschaftsförderlich wird sich der umfangreiche Infrastrukturausbau auswirken, der sich aufgrund der Wirtschaftskrise 2009 verzögert hatte. Die Regierung unter Prä-

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sident Felipe Calderón will Mexiko bis 2030 unter den weltweit 20 Ländern mit der besten Infrastruktur sehen. Derzeit steht das Land laut Global Competitiveness Report des Weltwirtschaftsforums an 69. Stelle. Auf das hehre Ziel steuert seit 2007 ein nationales Infrastrukturprogramm zu. Etwa zwei Fünftel des Vorhabenkatalogs, der für den Zeitraum 2007 bis 2012 Investitionen im Wert von 234 Mrd. US$ vorsieht, war Anfang 2010 umgesetzt. Im Wassersektor sollen 2010 für Wasserleitungen und -aufbereitungsanlagen Ausschreibungen im Wert von 1 Mrd. US$ veröffentlicht werden. Ewa 200 neue Kläranlagen sind geplant. Im Energiesektor müssen in den kommenden 15 Jahren neue Kapazitäten mit einer Gesamtleistung von 32,1 GW in das nationale Stromnetz eingespeist werden, um den Verbrauchssteigerungen zu begegnen. Dafür sind nach Schätzungen des Staatsmonopolisten Comisión Federal de Electricidad (CFE) Investitionen in Höhe von 92 Mrd. US$ notwendig. Hier werden auch erneuerbare Energien und vornehmlich die Windkraft eine immer größere Rolle spielen. Bis 2012 sind Windparkkapazitäten von 2.500 MW geplant. Im Straßenbau sollen 2010 Projekte im Wert von 1,7 Mrd. US$ ausgeschrieben werden. Derzeit läuft das Tenderverfahren für einen neuen Flughafen südlich von Cancún mit geplanten Investitionen von 280 Mio. US$. Für 440 Mio. US$ soll in Lázaro Cárdenas ein neues Container-Terminal entstehen. Weitere 1,4 Mrd. US$ fließen in die Erweiterung des Hafens von Veracruz. Die Investitionen in die Hafeninfrastruktur gelten als essentieller Bestandteil der Exportstrategie des Landes. Mexiko will die einseitige Exportabhängigkeit von den USA (Zielland von fast 80% der Exporte) ablegen, sich aber gleichzeitig als Transferstandort für Importe in die USA etablieren. Die Nachbarschaft zum gewaltigen Konsummarkt USA ist Fluch und Segen zugleich. Die Drogennachfrage im Nachbarland hat Mexiko in eine Sicherheitskrise gestürzt, welche die Geschäftsbedingungen vor Ort erschwert und das Image des Landes bei ausländischen Investoren angekratzt hat. Der Nachfragesog aus den USA und der zollfreie Zugang lockt aber immer mehr Unternehmen nach Mexiko, die die günstigeren Standortkosten nutzen wollen, um den größten Konsummarkt der Welt zu bedienen. Mexiko ist beispielsweise ein wichtiger Baustein für das Bestreben der Volkswagen AG, bis 2018 der größte Kfz-Hersteller der Welt zu werden. Mitte 2010 hat das Unternehmen in Puebla für etwa 1 Mrd. US$ eine neue Fabrik geöffnet, die das Modell Jetta produziert. Ähnlich hohe Investitionen hat Volkswagen für eine neue Motorenfabrik angesetzt, die künftig die neue Volkswagen-Fabrik im USamerikanischen Bundesstaat Tennessee beliefern soll. Fiat,


Mexiko

Ford und GM setzen ebenfalls große Investitionsprojekte um. So könnte die Kfz-Produktion in Mexiko in den kommenden fünf Jahren um 20% zulegen. Der Trend im Kfz-Sektor hin zu lokalen Zulieferungen und Cluster-Bildung hat auch Mexiko erfasst. Volkswagen will seine Zukäufe von lokal angesiedelten Zulieferfirmen stark ausweiten. Bis 2012 soll der local content in den Fahrzeugen des inländischen Marktführers Nissan auf 90% steigen. Aber nicht allein seitens der Kfz-Industrie ist der Standort zunehmend gefragt. Mexiko will auch ein wichtiger Player in der Produktion von Teilen für den Flugzeugbau und die Raumfahrt werden. Hinsichtlich Medizintechnik und Elektronik haben sich im Norden des Landes bereits erfolgreiche Exportcluster gebildet. Außerdem will die lokale Arzneimittelindustrie in den USA einen Marktanteil von mindestens 5% erreichen. Mexikos Exportwirtschaft profitiert neben der Nähe zum weltweit attraktivsten Konsummarkt auch von naturgegeGTZ_ADV_RZ.qxd

20.08.2007

10:08 Uhr

benen Vorzügen des Standorts. Die steigende Nachfrage vor allem aus Asien - nach Rohstoffen und landwirtschaftlichen Erzeugnissen beschwingt die Investitionen im Bergbau sowie in der Nahrungsmittelindustrie. Bergbauunternehmen planen Rekordausgaben von 12 Mrd. US$, um neue Fundstellen zu erforschen und neue Minen zu eröffnen. Gut sind die Perspektiven auch in der Nahrungsmittelindustrie. Die Agrarexporte Mexikos sollen in den kommenden zehn Jahren jährlich um 8,5% zulegen. Peter Buerstedde, Germany Trade & Invest, Mexiko-Stadt

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Technologiekooperation: Lateinamerika und Deutschland bauen auf Zusammenarbeit

Die weltwirtschaftliche Entwicklung wurde in den letzten Jahren von der Finanz- und Wirtschaftskrise überschattet. Einige Volkswirtschaften sind dennoch gut durch die Krise gekommen: die größte Volkswirtschaft Lateinamerikas, Brasilien, dürfte 2010 mit ca. 7% wachsen. Argentinien und Mexiko sind ebenfalls wieder auf Wachstumskurs; allerdings brachte die Krise hier stärkere Rückschläge. Für Deutschland sind die aufstrebenden Nationen Lateinamerikas, allen voran Brasilien, wichtige Handelspartner und interessante Standorte für Direktinvestitionen (FDI) und gemeinsame Forschungsvorhaben. Deutschland hat dabei komparative Vorteile im Bereich der Hochtechnologie. Dies ist schon an den Schwerpunkten der deutschen Ausfuhren bspw. nach Brasilien abzulesen, die auf Maschinen, chemischen Erzeugnissen und Autos bzw. Autoteilen liegen. Die Importe aus Deutschland sind für Brasilien quantitativ bedeutend: Deutschland ist das wichtigste europäische Lieferland Brasiliens. Darüber hinaus spielen pharmazeutische Produkte, Datenverarbeitungsgeräte und elektrische Ausrüstungen für die Ausfuhren nach Lateinamerika eine große Rolle. Das Thema Technologie wird also bei den Außenhandelsbeziehungen großgeschrieben. Der Außenhandel erfasst aber nur einen Ausschnitt der Technologiekooperation der lateinamerikanischen Länder und Deutschlands. Ein großer Teil findet in Form von Direkt­ investitionen deutscher Unternehmen statt. Darüber hinaus haben Kooperationen im Bereich Forschung und Entwicklung (F&E) in den letzten Jahren Zulauf erfahren. Dies gilt sowohl bei staatlich geförderten bzw. universitären Forschungsprojekten als auch auf Unternehmensebene.

Internationalisierung schreitet voran In den letzten Jahren ist ein Trend hin zur Internationalisierung von F&E-Prozessen der Unternehmen zu beobachten. Dies gilt trotz der Finanz- und Wirtschaftskrise. Emerging Markets werden als Forschungsstandorte zunehmend interessant. In traditioneller Sichtweise hat sich F&E in Schwellenländern zumeist auf die Anpassung von Produkten an die Bedürfnisse der lokalen Märkte konzentriert oder die lokale Produktion von Gütern unterstützt. Diese Perspektive hat sich gewandelt: es geht mehr und mehr um die Verbindung des Wissens, das in Heimatmärkten gewonnen wurde, mit den technologischen bzw. F&E-Kompetenzen im Zielland. Triebkräfte sind immer schnellere Innovationszyklen, der Trend zur Multidisziplinarität in Entwicklungsprozessen sowie die breitere regionale Verteilung des Wissens. Erfolgreiche internationale Innovationsstrategien müssen außerdem zunehmend lokale Markt- und Technologietrends berück-

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Dr. Antje Stobbe, Leiterin Technologie und Innovation, Deutsche Bank Research sichtigen, so dass Unternehmen häufig die Entwicklung in oder nah an das Zielland platzieren. Dabei ist auch der Zugang zu sog. „strategischen Assets“ vor Ort wichtig, wie z.B. (relativ kostengünstige) Spezialisten in Hochschulen oder Forschungsinstituten oder Partner mit präzisem Wissen über den Markt und seine Teilnehmer. Vorteile eines international vernetzten Innovationsprozesses sind eine höhere Kosteneffizienz der F&E-Prozesse sowie eine schnellere Kommerzialisierung neuer Produkte. Auch kann das innovierende Unternehmen von Partnern lernen, um so seine eigene Innovationskraft mittelfristig zu stärken. Eine Untersuchung der Europäischen Kommission zeigt, dass die externen F&E-Ausgaben der deutschen Unternehmen von 10% der Gesamtausgaben im Jahr 1991 auf ca. 20% im Jahr 2007 gestiegen sind. Von den externen Ausgaben gingen ca. 60% an andere inländische Unternehmen, 20% an inländische Hochschulen oder Forschungseinrichtungen und weitere 20% an ausländische Partner. Auch die Zahlungsbilanzstatistik zeigt, dass die Vernetzung mit ausländischen Partnern in den letzten zwei Jahrzehnten stetig zugenommen hat: sowohl der Handel mit Patenten und Lizenzen als auch die Importe und Exporte von F&E-Dienst-


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leistungen sind in diesem Zeitraum angestiegen. Dabei sind für deutsche Unternehmen Partner aus anderen europäischen Ländern sowie den USA am Bedeutendsten. Unter den Emerging Markets haben in den letzten fünf Jahren (2004-2009) die Importe von F&E-Dienstleistungen aus China und Indien am stärksten zugenommen. Auch F&EImporte aus Lateinamerika haben seit 2004 wieder zugenommen, nachdem sie bereits um die Jahrtausendwende zwischenzeitlich stark gewachsen waren. Das wichtigste Ursprungsland ist Brasilien.

Direktinvestitionen spielen eine große Rolle Grundsätzlich findet ein großer Teil internationaler Technologiekooperation über Direktinvestitionen statt. Dabei spielen besonders die Aktivitäten Multinationaler Unternehmen (MNE) eine große Rolle. Auch hier gilt, dass der größte Anteil der F&E-Flüsse zwischen MNEs aus den EU15-Ländern, den USA und Japan stattfindet. Nach Lateinamerika sind in den Jahren 2006-2009 ca. 1-2% der deutschen Direktinves­ titionen geflossen. Dies können aber aus Sicht des Empfängerlandes durchaus relevante Größenordnungen sein: ca. 8% der ausländischen Direktinvestitionen in Brasilien stammen aus Deutschland. Für die insgesamt nicht sehr forschungsstarken lateinamerikanischen Länder, die überwiegend von staatlichen Forschungsanstrengungen geprägt sind, spielen die ausländischen F&E-Investitionen eine wichtige Rolle. Der Anteil ausländischer Unternehmen an den gesamten Ausgaben der Unternehmen für Forschung und Entwicklung machte in Brasilien ca. 50% aus, in Mexiko ca. ein Drittel und in Argentinien immerhin noch knapp ein Viertel (2002). Unabhängig von der aktuellen Dämpfung der ausländischen Direktinvestitionen infolge der Finanzmarktkrise dürfte das Interesse ausländischer Investoren an wachstumsstarken Märkten auch künftig zunehmen. Dies gilt besonders für die sog. BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China). Eine Umfrage der UNCTAD bei MNEs zu den wichtig­s­ ten Zielländern für Direktinvestitionen im Zeitraum 201012 sieht Brasilien auf Platz 3 (in 2009 Platz 4) nach China und Indien. Mexiko nimmt den Rang 6 ein (2009 Nr. 12). Von diesem Zustrom an Direktinvestitionen dürften auch F&E-Aktivitäten profitieren.

Aktivitäten der Wirtschaft mit Tradition Die Technologiekooperation zwischen Deutschland und Lateinamerika baut auf der langjährigen Präsenz zahlreicher bedeutender deutscher Unternehmen vor Ort auf. Investi­ tionen in bestehende Unternehmen oder neue Projekte sind dabei vielfach mit innovativen Verfahren und Technologien

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bzw. Technologieimport verbunden. Beispiele sind die Modernisierung der Energieerzeugung in Lateinamerika, die Entwicklung ethanolbasierter Technologien oder die Erschließung neuer Märkte im Bereich der Erneuerbaren Energien oder der Umwelttechnologien. Technologiekooperationen der privaten Wirtschaft orientieren sich einerseits an den komparativen Stärken der deutschen Unternehmen, z.B. im Maschinen- und Anlagenbau, in der Automobilindustrie, in der chemischen Industrie, im Energiesektor, in der Biotechnologie oder bei Infrastrukturprojekten. Andererseits spielen die Wachstumsbranchen in den lateinamerikanischen Ländern sowie deren zentrale Entwicklungsthemen, wie z.B. Infrastrukturprojekte oder Nachhaltigkeit, eine wichtige Rolle für die Schwerpunkte der Kooperation. Zahlreiche gemeinsame Forschungsvorhaben und Infrastrukturprojekte zeigen, dass die Zusammenarbeit spezialisierter deutscher Unternehmen mit ­lokalen Experten einen Beitrag zur Bearbeitung zukunftsweisender Fragestellungen in der Region und ­darüber hinaus leisten kann. So treiben die Forschungseinrichtungen in der Region Campinas in Brasilien u.a. die Entwicklung und Kommerzialisierung von Biokraftstoffen voran. Auch die Forschung im Bereich der Pflanzenbiotechnologie für die Agrarproduktion ist ein solches Beispiel.

Staatliche Forschungsförderung und -kooperation intensiviert Neben privatwirtschaftlichen Initiativen spielen in den ­immer noch stark durch staatliche Forschungsanstrengungen geprägten lateinamerikanischen Ländern auch ­Programme der öffentlichen Hand eine große Rolle. Zahlreiche latein­amerikanische Länder wollen die eigene ­Innovationsperformance mit Hilfe spezieller Programme stärken. Auch Partnerinitiativen mit Deutschland verfolgen u.a. dieses Ziel. Deutschland und Brasilien haben z.B. gemeinsam das Deutsch-Brasilianische Jahr der Wissenschaft, Technologie und Innovation 2010/11 unter dem Motto „nachhaltig:innovativ“ initiiert. Zentrale Fragestellungen sind die Stärkung der Spitzenforschung, die Nachhaltigkeit der Ressourcennutzung und die Verbesserung industrieller Produktionsprozesse durch Innovationen. Darüber hinaus hat die deutsche Forschungsförderung und die Forschungskooperation zwischen deutschen und lateinamerikanischen Forschungsinstituten im Rahmen der Wissenschaftlich-technischen Zusammenarbeit langjährige Tradition. Sie ist seit einigen Jahren auf Themen wie Biotechnologie, erneuerbare Energien, die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen sowie die Umweltforschung ausgerichtet. Laut der jüngst veröffentlichten Lateinameri-


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kastrategie der Bundesregierung ist es erklärtes Ziel, die Zusammenarbeit mit Lateinamerika in strategischen Forschungsbereichen zu intensivieren und neue, effiziente Formen der Forschungskooperation zu entwickeln. Dabei werden zum Beispiel zwei deutsch-lateinamerikanische Exzellenz-Zentren in Chile (Medizinische Physik, Informatik, Geo-/Umweltwissenschaften und Astronomie) und Kolumbien (Meereswissenschaften) eingerichtet. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Projekten im Bereich Umwelt-, Klimaund Artenschutz, da Lateinamerika vom Klimawandel besonders stark betroffen ist. Projekte bestehen in den Bereichen nachhaltige Landnutzung sowie Tropenwald in Ecuador. Über die rein staatliche Forschungskooperation hinaus geht es in zahlreichen Projekten auch um die Mobilisierung privaten Kapitals, z.B. für die Bereiche Energie, Wasser oder industrieller Umweltschutz.

Ausblick Die Technologiekooperation zwischen Deutschland und Lateinamerika baut auf einer langjährigen Tradition auf und steht auf soliden Füßen. Auf der Ebene der Unternehmen bilden vielfach die Direktinvestitionen großer Unternehmen bzw. die bereits bestehende Präsenz vor Ort eine Basis für Forschung und Entwicklung. Das dynamische Wachstum zahlreicher lateinamerikanischer Länder, insbesondere in Brasilien und Mexiko, macht sie auch für die kommenden Jahre als FDI-Standorte attraktiv. Die Aktivitäten der Unternehmen werden von den Kooperationsvorhaben auf der Ebene der staatlichen Forschungsförderung flankiert. Hier liegen die Schwerpunkte besonders auf Themen wie Nachhaltigkeit und Umweltwissenschaften. Dr. Antje Stobbe, Leiterin Technologie und Innovation, Deutsche Bank Research

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Argentiniens Wirtschaft kommt kraftvoll aus der Krise

Argentiniens Wirtschaft hat der globalen Krise gut standgehalten und rasch zu hohem Wachstum zurückgefunden. Die stärksten Impulse kommen von einer Rekord-Sojaernte, vom Nachfrageboom beim wichtigsten Handelspartner Brasilien und von der großen Ausgabenfreude der Konsumenten. Die Regierung sorgt mit kräftig steigenden Staatsausgaben für zusätzlichen Auftrieb. Investoren wagen sich dennoch nur langsam aus der Deckung. Getrübt werden die Aussichten durch eine starke Zunahme der Inflation. Als Argentiniens Ex-Präsident Néstor Kirchner Anfang 2010 ein Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) um 7% prophezeite, sahen die meisten Beobachter dies als politisches Wunschdenken im Hinblick auf die Präsidentschaftswahlen 2011. Ein hohes Wirtschaftswachstum wäre das beste Wahlkampfargument. Für viele Fachleute überraschend, gelten die 7% inzwischen als untere Grenze für das BIP-Wachstum 2010. Banken und Beratungsunternehmen halten sogar 8 bis 10% für möglich. Für 2011 erwartet Argentinien aber ein abgeschwächtes Wachstumstempo von 4 bis 6%. Mit einer Rekordernte von Sojabohnen von etwa 55 Mio. t hat die Agrarproduktion 2010 nach der verheerenden Dürreperiode des Vorjahres wieder ihre Rolle als Hauptmotor der argentinischen Wirtschaft übernommen. Die gute Ernte sorgt vor allem im Landesinneren für neuen Schwung. Steigende Weltmarktpreise für Argentiniens Agrarexportgüter erhöhen die Investitionsbereitschaft der Landwirte, auch wenn die Konflikte zwischen den Farmern und der Regierung über hohe Steuern und Hemmnisse für den Export weiter bremsend wirken. Starke Nachfrageimpulse aus dem boomenden Nachbarland Brasilien, dem mit Abstand wichtigsten Handelspartner Argentiniens, sorgen vor allem in der Kfz-Industrie für ein hohes Produktionswachstum. Der inländische Konsum floriert ebenso. In den Einkaufszentren von Buenos Aires stiegen die Umsätze angeführt von Elektronikwaren, Bekleidung und Kosmetik im 1. Halbjahr 2010 um 42%. Die Bauaktivität wächst mit zweistelligen Zuwachsraten. Neue Aufträge erwarten die Bauunternehmen vornehmlich von der öffentlichen Hand. Im aufstrebenden Bergbau stehen mehrere Großprojekte an, deren Investitionsvolumen sich auf bis zu 12 Mrd. US$ addieren könnte. Argentiniens Einfuhr legt im Sog der dynamischen Inlandsnachfrage besonders kräftig zu. Im 1. Halbjahr 2010 nahm der Importwert in US-Dollar um 43% gegenüber dem Vorjahreswert zu. Deutsche Anbieter haben ihre Marktpositionen in der Krise besser behaupten können als die Konkurrenz. So stieg Deutschlands Anteil an den Gesamtimporten 2009 auf 5,3% nach 4,4% im Vorjahr.

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Die bilateralen Beziehungen Argentiniens zu Deutschland sind entspannter als jene zu anderen EU-Ländern oder zu den USA. Denn anders als Spanier, Franzosen, Briten oder US-Amerikaner haben sich deutsche Investoren in den 90er Jahren kaum an den heute umstrittenen Privatisierungen in Argentinien beteiligt. Vielmehr passt das traditionell starke Engagement deutscher Unternehmen in der Automobilund der Chemieindustrie bestens zu den Prioritäten der Kirchner-Regierung, die eine Reindustrialisierung des Landes anstrebt. Großes Potenzial sehen Fachleute auch für eine stärkere Kooperation bei Forschung und Technologie, die durch private und öffentliche Initiativen bilateral gefördert wird. So richtet die Max-Planck-Gesellschaft in Buenos Aires ein Partner-Institut für Biomedizin ein. Zudem ist der Start einer binationalen Netzwerkuniversität geplant, die als virtuelle Hochschule Studierenden beider Länder akademische Doppelabschlüsse ermöglichen soll. Vor Ort tätige deutsche Unternehmen haben einen Förderverein zur Unterstützung der Zusammenarbeit in Forschung und Lehre gegründet. Scharfe Konkurrenz kommt zunehmend von der VR China. Die Volksrepublik baut in Argentinien - wie in anderen Ländern Lateinamerikas - ihre Position rapide aus. Längst ist die VR China nach Brasilien der wichtigste Handelspartner Argentiniens. Im Juli 2010 sagte die chinesische Regierung Kredite über 10 Mrd. US$ für die Modernisierung und den Ausbau des argentinischen Eisenbahnnetzes zu - für Lieferungen aus China. Der chinesische Ölkonzern CNOOC will für 3 Mrd. US$ bei der argentinischen Ölgesellschaft Bridas einsteigen. Trotz der starken Zunahme der Importe erzielt Argentinien im Außenhandel weiter stattliche Überschüsse. Der Positivsaldo der Leistungsbilanz dürfte sich 2010 bei 2% des BIP einpendeln. Gleichzeitig hat die in den vorangegangenen Jahren hohe Kapitalflucht deutlich nachgelassen. Steigende Devisenreserven schaffen Liquidität und fördern das Wirtschaftswachstum. Während der Konsum wieder boomt, werden die Investitionen 2010 bestenfalls den Einbruch des Krisenjahres 2009 ausgleichen. Der Nachholbedarf bleibt hoch, zumal die privaten Infrastrukturbetreiber schon seit vielen Jahren wenig investieren. Zunehmende staatliche Investitionen konnten dies nur teilweise ausgleichen. So sind in der Energieversorgung angesichts des kräftig steigenden Bedarfs neue Engpässe zu beobachten. Immerhin gab die Regierung mit dem Ausschreibungsprogramm Genren einen lange erwarteten Impuls für die Ausschöpfung des großen Potenzials an erneuerbaren Energien in Argentinien (vor allem Windkraft).


Argentinien

Die Kapazitäten der Industrie sind in vielen Sparten stark ausgelastet. Das Wachstum der Produktion konzentriert sich auf wenige Industriezweige. Die Branchen Kfz und Stahl erbrachten im 1. Halbjahr 2010 allein 87% des Gesamtwachstums der Industrieproduktion, errechnete das Beratungsunternehmen abeceb.com. Gerade in Konsumgüterindustrien mit hoher Auslastung werde zu wenig investiert. Das könne zu weiterem Preisauftrieb führen, warnen die Experten. Schon jetzt ist die Inflation nach privaten Schätzungen mindestens doppelt so hoch wie die amtlich ausgewiesene Rate. Mit geschätzten 20 bis 25% würde Argentiniens Preisanstieg 2010 in der Region nur Venezuela übertreffen. Die Investoren halten sich zurück, weil sie in Bezug auf die Nachhaltigkeit des argentinischen Wachstumsprozesses skeptisch sind. Als Hemmnisse werden vor allem mangelnde Klarheit über die langfristigen Rahmenbedingungen und eine generelle Rechtsunsicherheit genannt. Belastet wird das Investitionsklima durch häufige Interventionen der Re-

gierung in das Marktgeschehen. Ferner sind Ex- und Importe einer Vielzahl von Waren kontingentiert oder genehmigungspflichtig. Gemäß einer Umfrage des Münchner Ifo-Istituts unter lokalen Wirtschaftsexperten ist das „Fehlen von Vertrauen in die Wirtschaftspolitik der Regierung“ das größte Problem des Standorts. Große Sorge bereitet den Experten die zunehmende Inflation, die zusammen mit einem hohen Lohnanstieg die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Produktionsstandorts gefährdet. Carl Moses, Germany Trade & Invest, Buenos Aires

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Perspektiven Mexikos, Panamas, Kolumbiens und Perus Eindrücke einer Dienstreise im August/September 2010

Mexiko Die wirtschaftliche Entwicklung Mexikos hat unter der „Schweine-Grippe“ und der Finanzkrise stark gelitten. Nunmehr spüren die Unternehmen und Banken eine leichte wirtschaftliche Erholung. Das Finanzministerium und diverse Analystengruppen schätzen für 2010 ein Wirtschaftswachstum von 4,5%. Auch der Inlandskonsum hat wieder zugenommen. Durch seine strategische Lage bietet Mexiko für Investoren ein interessantes Potenzial. Die Nähe zu den Hauptwirtschaftszentren in Asien, Nordamerika, Lateinamerika und Europa spielt ebenfalls eine große Rolle bei Investitionsentscheidungen. Zu den interessantesten Wachstumsbranchen gehören derzeit: – Infrastruktur – Wasserwirtschaft – Medizintechnik – Erneuerbare Energien (wegen Reform des Energiesektors) – Dienstleistungen – IT-Systeme – Biotechnologie – Robotik – Biologie – Bergbau – Automobil-Industrie Sorgen bereiten allerdings die Kriminalität und das Drogenproblem, die inzwischen auch in Mexikos Industriezentrum Monterrey-Nuevo León wahrgenommen werden. Die Tourismusindustrie spürt ebenfalls bereits Auswirkungen dieser Entwicklung und manche Investoren halten ihre Entscheidungen vorerst zurück. Langfristig gesehen bleibt jedoch Mexiko ein hoch interessantes Investitionsland, was unter anderem durch seine junge Bevölkerung und seine Rolle als Zugangstor zur nordamerikanischen Freihandelszone NAFTA bedingt ist. Sein großer Binnenmarkt mit mehr als 110 Millionen potentiellen Konsumenten ist ein weiteres wichtiges Argument. Außerdem stehen den Investoren gut ausgebildete Fachkräfte zur Verfügung.

Panama Die Wirtschaftspresse Lateinamerikas bezeichnet Panama bereits als die „Schweiz Lateinamerikas“. Mit Hilfe von gut durchdachten Reformplänen konnte Panama sein Wirtschaftswachstum ständig erhöhen. Für 2010 rechnet das Land mit einem Wachstum von 5%. Panama hat auch von den wirtschaftspolitischen Strukturveränderungen linksgerichteter Regierungen in Venezuela,

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Ecuador und Nicaragua sowie von den äußerst strengen Kontrollen in den USA nach 9/11 profitiert. Viele Investoren aus diesen Ländern haben sich in Panama niedergelassen. Hervorzuheben ist, dass sich Panama zu einem der wichtigsten Drehkreuze für Flugverbindungen nach Zentralund Südamerika entwickelt hat. Auch der Ausbau des Panama-Kanals wird wesentlich das künftige Wirtschaftswachstum beeinflussen. Durch den Panama-Kanal und die strategische Lage des Landes hat sich Panama zu einem „logistischen Zentrum“ entwickelt. Diverse Projekte befinden sich bereits in Arbeit bzw. werden in naher Zukunft verwirklicht. Dazu gehören: – Ausbau des Panama- Kanals – Erweiterung von Häfen in Panama und andere Länder ­Lateinamerikas – Erweiterung des Flughafens – Einrichtung von Handelszentren – Ausbau von Flughäfen im Inland – Plan der Errichtung einer Gesamtbörse für Zentralamerika in Panama – Bau einer U- Bahn – Ausbau eines „Metro- Bus Systems“ – Div. Infrastrukturmaßnahmen (z.B. Bau von Autobahnen) – Medizintechnik – Energiebereich – Tourismusindustrie – Ausbildung Durch die Gründung von „PROINVEX“ will die Regierung verstärkt weitere Investoren ins Land holen.

Kolumbien Kolumbien ist ein Land im Aufwind! Im laufenden Jahr könnte das Wirtschaftswachstum ca. 5% betragen. Unter der Führung des bisherigen Präsidenten Uribe ist es dem Land gelungen, die Guerilla und das Drogenproblem bis zu einem bestimmten Grad unter Kontrolle zu bekommen. Allerdings ist die Gewalt in ihren verschiedenen Formen immer noch in einigen ländlichen Regionen präsent. Auch in den ärmeren Vierteln solcher Großstädte wie Bogotá, Medellín und Cali ist der Einfluss der Drogenkartelle weiterhin spürbar. Die neue Regierung unter Präsident Santos, die aus Experten mit langjährigen Erfahrungen besteht, will die Sicher­ heits- und Wirtschaftspolitik von Uribe im Wesentlichen weiterführen. Die bislang angespannte Lage zwischen Venezuela und Ecuador beginnt sich durch bilaterale Gespräche zwischen Santos und Chávez sowie Correa zu entspan-


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nen. Aufgrund der Wirtschaftspolitik der Regierung Venezuelas lassen sich immer mehr Investoren aus diesem Land in Kolumbien nieder. Wie aus diversen Finanzkreisen zu hören war, stehen internationale Ratingagenturen kurz vor der Entscheidung, Kolumbien ein „Investment grade“ zu erteilen. Derzeit verzeichnet das Land einen Bau-Boom im Bereich von Infrastrukturmaßnahmen und im privaten Immobiliensektor. Im kommerziellen Immobilienbereich besteht derzeit ein Überangebot. Sowohl die Regierung als auch private Unternehmen werden in den nächsten Jahren größere Investitionen in diversen Branchen vornehmen. Zu erwähnen wären folgende Bereiche: – Infrastruktur (Es ist eine große Autobahn geplant, die den Norden mit den Süden verbindet. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf ca. USD 3 Mrd.) – Ausbau von Häfen – Energiesektor (Elektrizitätswerk PORCE III mit einer Leistung von 660 MW - 87% der Gesamtinvestition ca. USD 1,33 Mrd. sind bereits investiert worden; Erweiterung des Elektrizitätswerkes PORCE IIII und PORCE IV mit einer Leistung von 400 MW. - Investitionskosten ca. USD 1,08 Mrd.) – Wasserwirtschaft (Anlage zur Wasserbehandlung- Projekt BELLO- Investitionskosten ca. USD 540 Mio.) – Lebensmittelindustrie – Agrarindustrie – Bergbau – Transport – Ausbildung – Medizintechnik

– Forstwirtschaft – Zementindustrie – Telekommunikation – Tourismusindustrie Kolumbien besitzt eine starke und sehr kompetitive Privatindustrie mit einem sehr gut ausgebildeten Management auf der Führungsebene. Auch die Fachkräfte sind sehr gut ausgebildet. Mit der Verwirklichung der anstehenden Projekte und durch die Zunahme der Auslandsinvestitionen werden neue Arbeitsplätze geschaffen. Eines der Ziele der Regierung ist es, eine Vergrößerung der Mittelschicht zu erreichen, um so die Armut zu bekämpfen.

Peru Peru erlebt derzeit eine dynamische Wirtschaftsentwicklung. Allein im Juni dieses Jahres sind die Exporte gegenüber dem gleichen Monat in 2009 um mehr als 40% gestiegen. Die Gesamtexporte für das erste Semester 2010 betrugen USD 15,8 Mrd., was einer Erhöhung um 37,3% gegenüber dem gleichen Zeitraum in 2009 bedeutet. Die Wirtschaftsministerin Mercedes Aráoz hat am 1.9.2010 verkündet, dass 2011 alleine die Privatwirtschaft mehr als USD 12 Mrd. anlegen will. In den nächsten vier Jahren sollen im Bergbau ca. USD 15 Mrd. investiert werden. Aus meinen diversen Gesprächen mit Banken, Unternehmen und der Deutsch-Peruanischen Industrie- und Handelskammer sind in den nächsten Jahren Investitionen in folgenden Bereichen vorgesehen: – Bergbau – Energie und erneuerbare Energien

Das Team der Structured Trade & Export Finance, UniCredit Bank:

Walter Rupprecht, Head of Structured Trade & Export Finance

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Martin Marsmann, Head of Foreign Trade

Gabriela Vetter, Head of Export Finance

Pedro Philippsberg, Director & Teamhead Export Finance Latin America


UniCredit Bank

– Infrastruktur – Agrarindustrie – Wasserwirtschaft – Tourismusindustrie – Medizintechnik – Elektrotechnik – Telekommunikation – Sicherheitstechnik – Transport – Ausbildung (es soll das duale deutsche System eingeführt werden) Mit der Unterzeichnung des Freihandelsabkommens mit der Europäischen Union und aufgrund der Vielzahl der anstehenden Projekte bietet Peru viele gute Geschäftsmöglichkeiten vor allem für kleine und mittelständische Investoren. Erwähnenswert ist, dass sich Deutschland zwischenzeitlich zum wichtigsten Handelspartner Perus entwickelt hat.

Pedro Philippsberg, UniCredit Bank AG, München

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Technologiekooperation mit Lateinamerika am Beispiel der mexikanischen Automobilindustrie – „Ein Motor des technologischen und ökologischen Fortschritts“

Die Automobilindustrie hat in Lateinamerika im Gegensatz zu anderen Schwellenregionen eine lange Tradition. Erste lokale Produktionsstätten wurden bereits kurz nach dem 1. Weltkrieg eröffnet. Heutzutage haben sich bedeutende Schwerpunkte der Automobilindustrie in Brasilien, Mexiko und Argentinien gebildet. Dabei sind sowohl der PKW- als auch der für den regionalen Gütertransport essentielle Nutzfahrzeugsektor stark vertreten. Hinzu kommt die für die Fahrzeugproduktion sehr wichtige Zulieferindustrie. Interessanterweise hat sich im Laufe der Zeit eine gewisse Arbeitsteilung zwischen den drei bedeutenden lateinamerikanischen Automobilnationen herausgebildet. Brasilien übernimmt dabei die Führungsrolle für die Belieferung der lateinamerikanischen Länder einschließlich Mexiko. Hier werden für die lokalen Märkte geeignete Produkte entwickelt und gebaut. Ein Teil der Produktion wird dabei auch in argentinische Werke ausgelagert. Die mexikanische Automobilindustrie hingegen hat sich im Laufe der Zeit auf den Export von hochwertigen Fahrzeugen in die technologisch fortgeschrittenen Märkte der Industrieländer spezialisiert. Im Jahre 2009 erreichte der Exportanteil bereits rund 80%. Ursache hierfür ist einerseits die Lage im NAFTA-Raum nahe an den Absatzmärkten und andererseits das Vorhandensein einer hoch qualifizierten lokalen Arbeitnehmerschaft mit gut ausgebildeten Facharbeitern und Ingenieuren. Die einzigartige Positionierung der mexikanischen Automobilindustrie am Übergang zwischen Industrie- und Schwellenland macht diesen Markt besonders interessant. Denn als im Jahr 1903 die ersten Automobile auf den Straßen von Mexiko City auftauchten, hätte sich wohl niemand deren große Bedeutung für die wirtschaftlich-technologische Entwicklung Mexikos im 21. Jahrhundert träumen lassen. Heute ist die Automobilindustrie mit mehr als 500.000 Beschäftigten der wichtigste mexikanische Industriezweig (knapp 20% der Industrieproduktion). Ob innovative Hybridtechnik, hoch wirksame Abgasreinigung oder sehr sparsame Motorentechnologie, all dies gibt es „Made in Mexico“. Solch technologische Spitzenleistungen sind untypisch für ein Schwellenland und kommen nicht von ungefähr: Dafür braucht es viele kluge Köpfe. Diesen Zusammenhang hat die Automobilbranche schon vor vielen Jahren verstanden und mit großem Engagement und nicht ganz uneigennützig die Ausbildung von mexikanischen Nachwuchskräften stark gefördert, oft überhaupt erst ermöglicht.

Bildung im Gepäck der Automobilindustrie Die Automobilindustrie benötigt eine Vielzahl von hoch qualifizierten Facharbeitern und Ingenieuren. In einem ursprünglich von der Landwirtschaft und Rohstoffindustrien

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Markus Scheer, Mitglied der Geschäftsführung, KfW IPEX-Bank geprägten Land bedeutete dies für die ab den 60er-Jahren aus dem Boden schießende Automobilbranche eine gewaltige Herausforderung. Viele tausend Mexikaner erhielten von der Industrie eine qualifizierte Berufsausbildung, teilweise nach deutschem Vorbild, bei der die Schulausbildung mit einer praktischen Lehre im Unternehmen verbunden wurde. Inzwischen gibt es eine Reihe gemeinsamer Studien­­ programme der Industrie in Kooperation mit mexikani­schen und internationalen Hochschulen. So gibt es Ingenieurstudiengänge in Zusammenarbeit mit renommierten deutschen Unternehmen vor Ort wie Volkswagen und Bosch und Berufsakademien in Baden-Württemberg. Dieses große Engagement in Bildung hält bis zum heutigen Tage an, da zum einen nach wie vor qualifizierter Nachwuchs gefragt ist, zum anderen der technologische Fortschritt eine ständige Weiterqualifizierung der Mitarbeiter erfordert. Inzwischen hat sich in Mexiko nicht zuletzt aufgrund der Anstrengungen der Automobilindustrie eine hoch qualifizierte Arbeitnehmerschaft herausgebildet. ­Diese macht nunmehr den einzigen Low-cost Standort innerhalb der NAFTA zusätzlich ­attraktiv, so dass Mexiko trotz des harten Standortwettbewerbs mit anderen Schwellenländern weiterhin konkurrenzfähig bleibt. Für den sozialen Fortschritt ist die Automobilindustrie ebenfalls wichtig. Dieser Industriezweig bietet oftmals eine qualifizierende Ausbildung und anspruchsvolle Jobs mit fairen Arbeitsbedingungen sowie guter Entlohnung. Elementar für die Mitarbeiter sind zudem soziale Absicherungen (z.B. medizinische Versorgung) sowie der Zugang zu Bildung für ihre Kinder. Abgeleitet von den Standards in den


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Industrieländern sind diese sozialen Errungenschaften bedeutsam für die langfristige Mitarbeiterbindung und dienen als positives Beispiel auch für andere Branchen.

Automobilindustrie hilft mit Zukunftstechnologien Mexiko steht wie viele andere Schwellenländer vor der großen Hausforderung, starkes Wachstum mit dem nachhaltigen Umgang mit Umwelt und Ressourcen zu verbinden. Gerade wichtige Themen der Automobilbranche sind dabei die gravierende Luftverschmutzung insbesondere in Mexiko-City, aber auch die Endlichkeit der einstmals reichen mexikanischen Ölvorkommen. Die gute Nachricht ist, dass die mexikanische Automobilindustrie diesen technologischen Herausforderungen gut gerüstet gegenüber steht – nicht zuletzt durch die Belieferung der anspruchsvollen Märkte Nordamerikas und Europas. Es gilt nun, moderne umweltfreundliche und energieeffiziente Technologien für den preissensitiven lokalen Automobilmarkt massentauglich zu machen. Die besten Entwicklungen sind vergeblich, wenn diese für einen durchschnittlichen mexikanischen Automobilkäufer nicht erschwinglich sind und somit die alten „Stinker“ auf unbestimmte Zeit weiter im Verkehr bleiben. Beispielhaft lassen sich einige neue Technologien nennen, die besonders für Schwellenländer viel versprechend erscheinen und zur Verbrauchs- bzw. Emissionsreduzierung beitragen: – Reduzierung des Treibstoffverbrauchs durch kleine, aber intelligente Motoren – Verringerung der notwendigen Antriebsenergie durch Leichtbau – Luftreinhaltung – insbesondere in den Großstädten – durch Katalysator und Filtertechnologie Die mexikanische Regierung kann durch die Incentivierung des Kaufs von umweltfreundlichen Fahrzeugen und der Nachrüstung von Altfahrzeugen mit einer (modernen) Abgasreinigung einen wichtigen Beitrag zum umweltverträglichen Umbau der lokalen Automobilflotte leisten. Auch eine (schärfere) Regulierung von Emission und Verbrauch unter Berücksichtigung der mexikanischen Rahmenbedingungen - könnte hilfreich sein. Konkrete Maßnahmen hierfür sind bereits in der Umsetzung: z.B. die Pflicht zur regelmäßigen technischen Kontrolle der Emissionswerte im Großraum Mexiko-City. Doch es muss weiter gehen. Die Automobilindustrie gilt in Sachen „umweltfreundliche Produktion“ als Vorreiter. Viele Werke erfüllen neben lokalen Umweltvorschriften die anspruchsvollen Standards von Industrieländern - häufig vom Sitz der eigenen Muttergesellschaft - und sind zudem umweltzertifiziert. Ein gutes Beispiel ist das VW-Werk in Puebla. Durch die Bereitstellung

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von modernster umweltfreundlicher und energieeffizienter Fertigungstechnologie liefert eine Vielzahl insbesondere deutscher Ausrüsterlieferanten einen wichtigen Beitrag zu den hohen Umweltstandards. Zusätzlich zu den beschriebenen direkten Ansätzen fördert die Automobilindustrie auch indirekt das Umweltbewusstsein vor Ort: Durch entsprechende Schulungen werden die lokalen Mitarbeiter für Umweltthemen sensibilisiert und profitieren vom internationalen Know-how der entsendeten Expatriates. Darüber hinaus steht das Fachwissen gerade bei umweltrelevanten Technologien durch eine Ausbildung über den Bedarf sowie durch Fluktuation anderen Industrien am Markt zur Verfügung und kann dort wichtige Impulse für umweltfreundlichere Produktion und Produkte in anderen Industriezweigen liefern. Das Beispiel Mexiko zeigt, welch wichtige Beiträge die Schlüsselindustrie Automobil für den wirtschaftlichen-technologischen aber auch sozialen Fortschritt eines Landes mit einer Brückenfunktion zwischen erster und zweiter Welt leisten kann. Hier ist die Branche auch weiterhin gefordert, zur Lösung der Herausforderungen der Zukunft beizutragen, zumal sie an bestimmten Herausforderungen wie. z. B. der Luftverschmutzung nicht ganz unschuldig ist.

Welchen Beitrag kann ein Spezialfinanzierer wie die KfW IPEX-Bank leisten? Die KfW-Bankengruppe, insbesondere ihre Tochter KfW IPEX-Bank, verfügt über langjährige Marktpräsenz und Erfahrung in Lateinamerika. Gemeinsam mit ihren Partnern aus dem Automobilsektor hat sie mit Brasilien, Mexiko und Argentinien erfolgreich Projekte in allen bedeutenden Automobilnationen Lateinamerikas durchgeführt. Dabei versteht sie sich als „Problemlöserin“, die durch ihre hohe Branchenkompetenz maßgeschneiderte mittel- und langfristige Investitionsfinanzierungen bereitstellt – mit direktem und indirektem Impuls für Beschäftigungssicherung, Technologiefortschritt sowie Umwelt- und Klimaschutz. In Mexiko hat die Bank für einen großen deutschen Automobilproduzenten eine langfristige Investitionsfinanzierung zur Modernisierung und Erweiterung seines Standorts arrangiert. Dies beinhaltete neben der Modernisierung eines Produktionswerkes für PKW der Kompaktklasse auch die Umrüstung eines Motorenwerkes zur Produktion von besonders schadstoffarmen Motoren. Einen Zulieferer von Achsen und Metallkomponenten unterstützte die KfW IPEXBank beim Ausbau seiner mexikanischen Produktionsstätte. In diesem Werk werden technologisch sehr anspruchsvolle hochfeste Stähle verwendet, die mittels Leichtbau eine Reduzierung des Energieverbrauchs erlauben.


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In Brasilien hat ein deutscher PKW-Hersteller Produktionsanlagen erweitert und modernisiert. Hergestellt werden dort speziell auf die Schwellenmärkte zugeschnittene Fahrzeuge. Die KfW IPEX-Bank hat durch einen langfristigen Investitionskredit zur Realisierung dieses Vorhabens beigetragen. Auch auf dem anspruchvollen Markt in Argentinien zeigt die KfW IPEX-Bank Flagge und begleitete einen deutschen Hersteller zunächst beim Aufbau und anschließend bei der Erweiterung eines der leistungsfähigsten Getriebewerke weltweit. Doch nicht nur mit Finanzierung von Auslandsinvestitionen führender deutscher Unternehmen kann die KfW IPEXBank die technologische und umweltbewusste Entwicklung in Lateinamerika fördern. Als Original unter den Exportbanken bietet sie – basierend auf ihrer jahrzehntelange Erfahrung – der deutschen und europäischen Exportwirtschaft und damit auch Ausrüstungslieferanten der Automobilindustrie vielfältige Lösungen für Exportfinanzierungen an – vom klassischen Exportkredit mit einer staatlichen Exportkreditdeckung bis hin zu strukturierten Lösungen unter Einbeziehung von Exportkreditversicherern. Die Automobilindustrie in Lateinamerika befindet sich weiterhin im Aufwind, viele neue Projekte sind geplant oder bereits in der Umsetzung. Die KfW IPEX-Bank wird auch zukünftig diese positive Entwicklung ganz im Sinne ihres Geschäftsfokus der Exportfinanzierung, Infrastrukturentwicklung sowie des Umwelt- und Klimaschutzes vor Ort unterstützen. Markus Scheer, Mitglied der Geschäftsführung der KfW IPEX-Bank GmbH

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The miracle of the cerrado Brazil has revolutionised its own farms. Can it do the same for others?

In a remote corner of Bahia state, in north-eastern Brazil, a vast new farm is springing out of the dry bush. Thirty years ago eucalyptus and pine were planted in this part of the cerrado (Brazil’s savannah). Native shrubs later reclaimed some of it. Now every field tells the story of a transforma­ tion. Some have been cut to a litter of tree stumps and scrub; on others, charcoal-makers have moved in to reduce the rootballs to fuel; next, other fields have been levelled and prepared with lime and fertiliser; and some have already been turned into white oceans of cotton. Next season this farm at Jatobá will plant and harvest cotton, soyabeans and maize on 24,000 hectares, 200 times the size of an average farm in Iowa. It will transform a poverty-stricken part of Brazil’s backlands. Three hundred miles north, in the state of Piauí, the transformation is already complete. Three years ago the Cremaq farm was a failed experiment in growing cashews. Its barns were falling down and the scrub was reasserting its grip. Now the farm—which, like Jatobá, is owned by ­BrasilAgro, a company that buys and modernises neglected fields—uses radio transmitters to keep track of the weather; runs SAP software; employs 300 people under a gaúcho from southern Brazil; has 200km (124 miles) of new roads criss-crossing the fields; and, at harvest time, resounds to the thunder of lorries which, day and night, carry maize and soya to distant ports. That all this is happening in Piauí – the Timbuktu of Brazil, a remote, somewhat lawless area where the nearest health clinic is half a day’s journey away and most people live off state welfare payments – is nothing short of miraculous. These two farms on the frontier of Brazilian farming are microcosms of a national change with global implications. In less than 30 years Brazil has turned itself from a food importer into one of the world’s great breadbaskets (see chart 1). It is the first country to have caught up with the traditional “big five” grain exporters (America, Canada, Australia, Argentina and the European Union). It is also the first tropical food-giant; the big five are all temperate producers.

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The increase in Brazil’s farm production has been stunning. Between 1996 and 2006 the total value of the country’s crops rose from 23 billion reais ($23 billion) to 108 billion reais, or 365%. Brazil increased its beef exports tenfold in a decade, overtaking Australia as the world’s largest exporter. It has the world’s largest cattle herd after India’s. It is also the world’s largest exporter of poultry, sugar cane and ethanol (see chart 2). Since 1990 its soyabean output has risen from barely 15m tonnes to over 60m. Brazil accounts for about a third of world soyabean exports, second only to America. In 1994 Brazil’s soyabean exports were one-seventh of America’s; now they are six-sevenths. Moreover, Brazil supplies a quarter of the world’s soyabean trade on just 6% of the country’s arable land. No less astonishingly, Brazil has done all this without much government subsidy. According to the Organisation for Economic Co-operation and Development (OECD), state support accounted for 5.7% of total farm income in Brazil during 2005-07. That compares with 12% in America, 26% for the OECD average and 29% in the European Union. And Brazil has done it without deforesting the Amazon (though that has happened for other reasons). The great expansion of farmland has taken place 1,000km from the jungle. How did the country manage this astonishing transformation? The answer to that matters not only to Brazil but also to the rest of the world.

An attractive Brazilian model Between now and 2050 the world’s population will rise from 7 billion to 9 billion. Its income is likely to rise by more than that and the total urban population will roughly double,


BRAZIL SUMMIT

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the rainforest to create its farms, but hardly any of this new land lies in Amazonia; most is cerrado. Brazil also has more water. According to the UN’s World Water Assessment Report of 2009, Brazil has more than 8,000 billion cubic kilometres of renewable water each year, easily more than any other country. Brazil alone (population: 190m) has as much renewable water as the whole of Asia (population: 4 billion). And again, this is not mainly because of the Amazon. Piauí is one of the country’s driest areas but still gets a third more water than America’s corn belt. Of course, having spare water and spare land is not much good if they are in different places (a problem in much of Africa). But according to BrasilAgro, Brazil has almost as much farmland with more than 975 millimetres of rain each year as the whole of Africa and more than a quarter of all such land in the world. Since 1996 Brazilian farmers have increased the amount of land under cultivation by a third, mostly in the cerrado. That is quite different from other big farm producers, whose amount of land under the plough has either been flat or (in Europe) falling. And it has increased production by ten times that amount. But the availability of farmland is in fact only a secondary reason for the extraordinary growth in Brazilian agriculture. If you want the primary reason in three words, they are Embrapa, Embrapa, Embrapa. changing diets as well as overall demand because city dwellers tend to eat more meat. The UN’s Food and Agriculture Organisation (FAO) reckons grain output will have to rise by around half but meat output will have to double by 2050. This will be hard to achieve because, in the past decade, the growth in agricultural yields has stalled and water has become a greater constraint. By one estimate, only 40% of the increase in world grain output now comes from rises in yields and 60% comes from taking more land under cultivation. In the 1960s just a quarter came from more land and three-quarters came from higher yields. So if you were asked to describe the sort of food producer that will matter most in the next 40 years, you would probably say something like this: one that has boosted output a lot and looks capable of continuing to do so; one with land and water in reserve; one able to sustain a large cattle herd (it does not necessarily have to be efficient, but cap­ able of improvement); one that is productive without ­massive state subsidies; and maybe one with lots of savannah, since the biggest single agricultural failure in the world during past decades has been tropical Africa, and anything that might help Africans grow more food would be especi­ ally valuable. In other words, you would describe Brazil. Brazil has more spare farmland than any other country (see chart 3). The FAO puts its total potential arable land at over 400m hectares; only 50m is being used. Brazilian official figures put the available land somewhat lower, at 300m hectares. Either way, it is a vast amount. On the FAO’s figures, Brazil has as much spare farmland as the next two countries together (Russia and America). It is often accused of levelling

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More food without deforestation Embrapa is short for Empresa Brasileira de Pesquisa Agropecuária, or the Brazilian Agricultural Research Corporation. It is a public company set up in 1973, in an unusual fit of farsightedness by the country’s then ruling generals. At the time the quadrupling of oil prices was making Brazil’s high levels of agricultural subsidy unaffordable. Mauro Lopes, who supervised the subsidy regime, says he urged the government to give $20 to Embrapa for every $50 it saved by cutting subsidies. It didn’t, but Embrapa did receive enough money to turn itself into the world’s leading tropical-research institution. It does everything from breeding new seeds and cattle, to creating ultra-thin edible wrapping paper for foodstuffs that changes colour when the food goes off, to running a nanotechnology laboratory creating biodegradable ultra-strong fabrics and wound dressings. Its main achievement, however, has been to turn the cerrado green. When Embrapa started, the cerrado was regarded as unfit for farming. Norman Borlaug, an American plant scientist often called the father of the Green Revolution, told the New York Times that “nobody thought these soils were ever going to be productive.” They seemed too acidic and too poor in nutrients. Embrapa did four things to change that. First, it poured industrial quantities of lime (pulverised limestone or chalk) onto the soil to reduce levels of acidity. In the late 1990s, 14m-16m tonnes of lime were being spread on Brazilian fields each year, rising to 25m tonnes in 2003 and 2004. This amounts to roughly five tonnes of lime a hec-


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tare, sometimes more. At the 20,000-hectare Cremaq farm, 5,000 hulking 30-tonne lorries have disgorged their contents on the fields in the past three years. Embrapa scientists also bred varieties of rhizobium, a bacterium that helps fix nitrogen in legumes and which works especially well in the soil of the cerrado, reducing the need for fertilisers. So although it is true Brazil has a lot of spare farmland, it did not just have it hanging around, waiting to be ploughed. Embrapa had to create the land, in a sense, or make it fit for farming. Today the cerrado accounts for 70% of Brazil’s farm output and has become the new Midwest. “We changed the paradigm,” says Silvio Crestana, a former head of Embrapa, proudly. Second, Embrapa went to Africa and brought back a grass called brachiaria. Patient crossbreeding created a variety, called braquiarinha in Brazil, which produced 20-25 tonnes of grass feed per hectare, many times what the na­tive cerrado grass produces and three times the yield in ­Africa. That meant parts of the cerrado could be turned into pasture, making possible the enormous expansion of Brazil’s beef herd. Thirty years ago it took Brazil four years to raise a bull for slaughter. Now the average time is 18-20 months. That is not the end of the story. Embrapa has recently begun experiments with genetically modifying brachiaria to produce a larger-leafed variety called braquiarão which promises even bigger increases in forage. This alone will not transform the livestock sector, which remains rather ineffi­ cient. Around one-third of improvement to livestock production comes from better breeding of the animals; onethird comes from improved resistance to disease; and only one-third from better feed. But it will clearly help.

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Third, and most important, Embrapa turned soyabeans into a tropical crop. Soyabeans are native to north-east Asia (Japan, the Korean peninsular and north-east China). They are a temperate-climate crop, sensitive to temperature changes and requiring four distinct seasons. All other big soyabean producers (notably America and Argentina) have temperate climates. Brazil itself still grows soya in its temperate southern states. But by old-fashioned crossbreeding, Embrapa worked out how to make it also grow in a tropical climate, on the rolling plains of Mato Grosso state and in Goiás on the baking cerrado. More recently, Brazil has also been importing genetically modified soya seeds and is now the world’s second-largest user of GM after the United States. This year Embrapa won approval for its first GM seed. Embrapa also created varieties of soya that are more tolerant than usual of acid soils (even after the vast application of lime, the cerrado is still somewhat acidic). And it speeded up the plants’ growing period, cutting between eight and 12 weeks off the usual life cycle. These “short cycle” plants have made it possible to grow two crops a year, revolutionising the operation of farms. Farmers used to plant their main crop in September and reap in May or June. Now they can harvest in February instead, leaving enough time for a full second crop before the September planting. This means the “second” crop (once small) has become as large as the first, accounting for a lot of the increases in yields. Such improvements are continuing. The Cremaq farm could hardly have existed until recently because soya would not grow on this hottest, most acidic of Brazilian backlands. The variety of soya now being planted there did not exist five years ago. Dr Crestana calls this “the genetic transformation of soya”.


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Lastly, Embrapa has pioneered and encouraged new operational farm techniques. Brazilian farmers pioneered “notill” agriculture, in which the soil is not ploughed nor the crop harvested at ground level. Rather, it is cut high on the stalk and the remains of the plant are left to rot into a mat of organic material. Next year’s crop is then planted directly into the mat, retaining more nutrients in the soil. In 1990 Brazilian farmers used no-till farming for 2.6% of their grains; today it is over 50%. Embrapa’s latest trick is something called forest, agriculture and livestock integration: the fields are used alternately for crops and livestock but threads of trees are also planted in between the fields, where cattle can forage. This, it turns out, is the best means yet devised for rescuing degraded pasture lands. Having spent years increasing production and acreage, Embrapa is now turning to ways of increasing the intensity of land use and of rotating crops and livestock so as to feed more people without cutting down the forest. Farmers everywhere gripe all the time and Brazilians, needless to say, are no exception. Their biggest complaint concerns transport. The fields of Mato Grosso are 2,000km from the main soyabean port at Paranaguá, which cannot take the largest, most modern ships. So Brazil transports a relatively low-value commodity using the most expensive means, lorries, which are then forced to wait for ages because the docks are clogged. Partly for that reason, Brazil is not the cheapest place in the world to grow soyabeans (Argentina is, followed by the American Midwest). But it is the cheapest place to plant the next acre. Expanding production in Argentina or America takes you into drier marginal lands which are much more expensive to farm. Expanding in Brazil, in contrast, takes you onto lands pretty much like the ones you just left.

Big is beautiful Like almost every large farming country, Brazil is divided ­be­tween productive giant operations and inefficient hobby farms. According to Mauro and Ignez Lopes of the Fundacão Getulio Vargas, a university in Rio de Janeiro, half the country’s 5m farms earn less than 10,000 reais a year and produce just 7% of total farm output; 1.6m are large commercial operations which produce 76% of output. Not all family farms are a drain on the economy: much of the poultry production is concentrated among them and they mop up a lot of rural underemployment. But the large farms are vastly more productive. From the point of view of the rest of the world, however, these faults in Brazilian agriculture do not matter much. The bigger question for them is: can the miracle of the cerrado be exported, especially to Africa, where the good intentions of outsiders have so often shrivelled and died? There are several reasons to think it can. Brazilian land is like Africa’s: tropical and nutrient-poor. The big difference is that the cerrado gets a decent amount of rain and most of Africa’s savannah does not (the exception is the swathe of southern Africa between Angola and Mozambique).

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Brazil imported some of its raw material from other tropical countries in the first place. Brachiaria grass came from Africa. The zebu that formed the basis of Brazil’s nelore ­cattle herd came from India. In both cases Embrapa’s knowhow improved them dramatically. Could they be taken back and improved again? Embrapa has started to do that, though it is early days and so far it is unclear whether the technology retransfer will work. A third reason for hope is that Embrapa has expertise which others in Africa simply do not have. It has research stations for cassava and sorghum, which are African staples. It also has experience not just in the cerrado but in more arid regions (called the sertão), in jungles and in the vast wetlands on the border with Paraguay and Bolivia. Africa also needs to make better use of similar lands. “Scientifically, it is not difficult to transfer the technology,” reckons Dr Crestana. And the technology transfer is happening at a time when African economies are starting to grow and massive Chinese aid is starting to improve the continent’s famously dire transport system. Still, a word of caution is in order. Brazil’s agricultural miracle did not happen through a simple technological fix. No magic bullet accounts for it—not even the tropical soyabean, which comes closest. Rather, Embrapa’s was a “system approach”, as its scientists call it: all the interventions worked together. Improving the soil and the new tropical soyabeans were both needed for farming the cerrado; the two together also made possible the changes in farm techniques which have boosted yields further. Systems are much harder to export than a simple fix. “We went to the US and brought back the whole package [of cutting-edge agriculture in the 1970s],” says Dr Crestana. “That didn’t work and it took us 30 years to create our own. Perhaps Africans will come to Brazil and take back the ­package from us. Africa is changing. Perhaps it won’t take them so long. We’ll see.” If we see anything like what happened in Brazil itself, feeding the world in 2050 will not look like the uphill struggle it appears to be now.


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¿Viene la década de América Latina y el Caribe?

Es con gran satisfacción que me dirijo a los participantes del Día de América Latina 2010, organizado por la Asociación Empresarial para América Latina en Alemania, entidad pionera en la promoción de los vínculos entre Alemania y los países donde trabaja el Banco Inter-Americano de Desarrollo. El fruto de estos vínculos es cada día más evidente. El comercio entre Alemania y América Latina y el Caribe creció en 16,32% entre 2005 y 2009, un ritmo casi cuatro veces más rápido que la expansión del comercio de Alemania con el resto del mundo durante el mismo período. Este fenómeno es testimonio de la reconocida calidad de los productos y la tecnología alemana. Pero también refleja el extraordinario desempeño de las economías de América Latina y el Caribe en la actualidad. Este año las economías de América Latina y el Caribe crecerán un promedio de 4,5 por ciento, el doble de la tasa pronosticada para los Estados Unidos y cuatro veces más que la eurozona. Los déficits fiscales de nuestra región alcanzarán un promedio de 2,3 por ciento del producto interno bruto, frente a 6,8 por ciento en la eurozona y 10,6 por ciento en los Estados Unidos. La deuda pública total latinoamericana, como porcentaje del PIB, está casi a la mitad del actual nivel de las deudas públicas de Europa y los Estados Unidos. Esta dramática reversión de roles no es accidental. En los últimos 20 años la región se ha transformado profundamente. El caso de Brasil, cuya economía crecerá más de 7 por ciento este año, es emblemático: se ha convertido en una potencia industrial y agrícola mundial, sacando a unas 30 millones de personas de la pobreza. Similar progreso se comprueba, en distintos grados, en muchos países vecinos. Los cimientos del desarrollo sostenido, particularmente la estabilidad política y la prudencia fiscal, se han consolidado en gran parte de la región. Superada la crisis financiera global, América Latina y el Caribe tienen una oportunidad histórica para concluir tareas pendientes y sumarse a los países asiáticos en la vanguardia de una recuperación mundial. Para lograr esa meta nuestros gobiernos deberán salirles al cruce a varios problemas postergados, como mejorar la calidad de la educación. América Latina puede enorgullecerse de la virtual erradicación del analfabetismo y la universalización del acceso a la escuela primaria. Sin embargo, en los exámenes internacionales de desempeño educativo nuestros niños figuran al fondo de la tabla de resultados. Para concluir la tarea, América Latina debe revolucionar la formación de maestros, adoptar programas de estudios de calidad mundial y lograr que los directores de escuelas asuman su cuota de responsabilidad por el rendimiento estudiantil.

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Luis Alberto Moreno, Presidente del Banco Interamericano de Desarrollo Casi todos nuestros países van rumbo a alcanzar el Objetivo de Desarrollo del Milenio sobre acceso al agua potable. Pero millones de hogares tienen agua apenas unas horas al día. En nuestras ciudades, casi 80 por ciento de las aguas residuales se vierten directamente en arroyos, ríos y lagos. Para concluir la tarea, los gobiernos deben asegurar el abastecimiento de agua potable 24 horas al día y el tratamiento de todo el caudal de aguas residuales. La telefonía celular ya es ubicua en América Latina y el Caribe, cuyas tasas de acceso a Internet también están entre las más altas del mundo en desarrollo. Pero nuestros deteriorados puertos, ferrocarriles y carreteras agregan costos al comercio exterior. Para concluir la tarea, América Latina debe ofrecer claros incentivos y garantías para atraer cientos de miles de millones de dólares en inversiones para modernizar su infraestructura de transporte. La matriz energética de América Latina es una de las más limpias del mundo. Además de ser un gran productor de biocombustibles sostenibles, más de 65 por ciento de su electricidad proviene de usinas hidroeléctricas. Pero en los últimos años, las cotas de sus grandes embalses bajaron peligrosamente debido a sequías. Para concluir la tarea, la región debe desarrollar fuentes de energía alternativas y lograr una integración que permita que el gas natural, por ejemplo, fluya por todo su territorio. Las exportaciones tradicionales como el cobre y la soja han impulsado el resurgimiento de América Latina. Pero la región agrega poco valor a sus materias primas y está muy por detrás de Asia en ciencia, tecnología e innovación. Para


IDB

competir, los gobiernos deberían duplicar sus inversiones en investigación y desarrollo y financiar grandes programas, como uno lanzado recientemente en mi país, Colombia, para vincular a las empresas con centros científicos. Uno de los mayores logros de América Latina en las últimas dos décadas ha sido la consolidación democrática, dejando atrás su legado de dictaduras. Sin embargo, la delincuencia hoy socava la estabilidad política y amenaza el progreso económico. Para concluir la tarea, los gobiernos deben reformar sus sistemas de justicia y seguridad. Pero también, atacar la abismal desigualdad y la angustiante escasez de oportunidades económicas. Cada uno de estos objetivos está a nuestro alcance. Los gobernadores del Banco Interamericano de Desarrollo, incluyendo el gobernador por Alemania, recientemente acordaron una histórica ampliación de nuestro capital para asegurar que la región cuente con una gran fuente de apoyo técnico y financiero para acometer estas tareas. Confío que las empresas y los inversores de Alemania seguirán haciendo su parte, contribuyendo ideas, servicios y tecnología. Juntos podemos hacer que este nuevo decenio sea la década de América Latina y el Caribe. Luis Alberto Moreno, Presidente del Banco Interamericano de Desarrollo

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Focus on Brazil Brazil is the ninth largest economy in the world and has remained largely unaffected by the recent financial crisis. It offers a number of opportunities for trade and investments with considerable potential for further growth. Many German companies already have a presence in Brazil. Trade between Brazil and Germany has continuously increased over the past years. Our Brazil Desk has more than 25 years’ experience in accompanying German companies to Brazil as well as on advising Brazilian companies doing business in Europe.

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DEG

Exportnation Deutschland – Technologietransfer fördern

Ohne Frage, Deutschland ist eine Exportnation. Wer denkt dabei nicht sofort an den Maschinenbau und die Autoindustrie? Doch für ein Land ohne substanzielle Rohstoffreserven ist es ebenso wichtig, Wissen, Kreativität und Fähigkeiten mit anderen Ländern auszutauschen, um das eigene Wohlstandsniveau zu erhalten. Betrachtet man auf der anderen Seite Lateinamerika, fehlen dort in einigen Regionen neben modernen Technologien oft auch ausgebildete Fachkräfte. Wissens- und Technologietransfer sind daher für deutsche Unternehmen oft der erste Schritt, um neue Absatzmärkte zu erschließen und so ihre Markteintrittschancen zu erhöhen.

Gegenseitiger Nutzen durch Fortschritt Technologischer Fortschritt und Innovation gehören zu den Schlüsseln für die ökonomische und soziale Entwicklung eines Landes. Im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit wird die Übertragung von modernen Technologien gezielt gefördert, um die Lücke zwischen Industrie- und Entwicklungsländern langfristig zu schließen. Dadurch bieten sich für innovative deutsche Unternehmen vielfältige Möglichkeiten, neue Kunden zu gewinnen. In dem Partnerland leistet die neue Technik einen Beitrag zum Wirtschaftswachstum, da sie die Produktivität ankurbelt. Der Technologietransfer fördert außerdem Innovationen im Zielland, da so neue technische Möglichkeiten, Kenntnisse und Ideen entstehen. Aber auch die Ursprungsländer profitieren vom Export der Technologien. Die deutsche Bundesregierung unterstützt technologieorientierte, forschende Unternehmen des deutschen Mittelstands dabei, Technik und Know-how in Entwicklungsländer zu übertragen. Denn hierdurch wird das Innovationspotential der Unternehmen vorangetrieben und damit ihre Wettbewerbsfähigkeit und ­Produktivität gesichert. Außerdem vereinfacht der Technologietransfer den späteren Markteintritt in den Partnerländern. Der Export deutscher Technologien etabliert zudem europä­ ische Standards auf dem internationalen Markt, was langfristig die regulatorischen und normativen Eintrittsbarrieren ­verringert. Lateinamerika bietet Erfolg versprechende Voraussetzungen hinsichtlich der Akzeptanz der Techniken und des enormen Potenzials. Allerdings reichen die technischen und finanziellen Mittel - speziell für Kooperationen im Bereich erneuerbare Energien und Energieeffizienz - nicht aus, um den wachsenden Energiebedarf in der Region mithilfe der neuen Technologien auch nur annähernd zu decken. Der benötigte Technologietransfer in diesem Bereich wird auf 70 Milliarden Euro jährlich geschätzt. Hier setzt die Arbeit der DEG – Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH an. Sie finanziert und struk-

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turiert seit über 40 Jahren Investitionen privater Unternehmen in Lateinamerika. Die DEG stellt ihnen langfristiges Investitionskapital in Form von Darlehen, Mezzanin-Finanzierungen und Beteilungen zur Verfügung und berät sie in allen Projektphasen. Wichtig ist, dass es sich um rentable, entwicklungswirksame Projekte handelt, die zu nachhaltigem Wachstum und zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen vor Ort beizutragen. Das aktuelle Lateinamerika-Portfolio beläuft sich auf rund 1,4 Milliarden Euro. Für ihre Kunden vor Ort unterhält die DEG Büros in Brasilien, Mexiko und Peru. Ein gutes Beispiel für eine langfristige Finanzierung durch die DEG, bei der besonders die Beschäftigungs-, Aus- und Fortbildungseffekte sowie Effekte aus Technologie- und Know-how Transfer hervorzuheben sind, ist ein Projekt der 1866 gegründeten Bizerba GmbH & Co. KG aus BadenWürttemberg. Bizerba ist ein Technologieunternehmen, das Hightech-Systemlösungen für die Wäge-, Informationsund Food Servicetechnik entwickelt und produziert. Abnehmer sind Handel, Handwerk und Gastronomie sowie die produzierende und verarbeitende Industrie. Im Jahr 2008 begleitete die DEG die Investition des Familienunternehmens in Mexiko mit einer fristenkongruenten, langfristigen Finanzierung. Im Rahmen des Projektes übernahm der deutsche Mittelständler eine bestehende lokale Produktionsstätte, eine Schneidemaschine und alle 50 Mitarbeiter. Anschließend modernisierte Bizerba die Anlagen und passte die Produktionsprozesse an. Zudem wurde der Betrieb mit einer modernen Produktionslinie für technisch hochwertige Schneidemaschinen erweitert und das Personal bis zur Vollproduktion 2010 um 100 Mitarbeiter aufgestockt. Bizerba schulte das lokale Management in Deutschland und bildete die Werksarbeiter durch deutsche Mitarbeiter in Mexiko aus. Auch nach Produktionsstart erhalten die Mitarbeiter regelmäßige Weiterbildungen.

Fachpartnerschaften – gemeinsam zum Ziel Neben langfristigen Finanzierungen fördert die DEG auch mit develoPPP.de, dem Programm für Entwicklungspartnerschaften des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Unternehmen, die in Entwicklungsländern tätig sind. Deutsche und andere europäische Unternehmen können das Programm nutzen, um entwicklungspolitisch sinnvolle Maßnahmen in Entwicklungs- und Schwellenländern zu realisieren. Ein Beispiel für einen erfolgreichen Transfer von Technologie und Wissen im Zuge eines Public Private Partnership Projekts ist das Konzept der bayrischen Firma Grünbeck zur Wasserversorgung in Minas Gerais in Brasilien. Im Jahr 2002


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DEG

hatten 76% der ländlichen Bevölkerung Brasiliens keinen Zugang zur öffentlichen Wasserversorgung, in Minais Gerais waren es sogar 86%. Da eine Anbindung an das Wassernetz aufgrund der geringen Bevölkerungsdichte und den enormen Entfernungen wirtschaftlich nicht darstellbar ist, musste die Versorgung dezentral erfolgen. Grünbeck entwickelte hierzu in Kooperation mit der Universität der Bundeswehr in München und der Dr. Krätzig Ingenieurgesellschaft modulare, transportable Container-Trinkwasser­ aufbereitungs­anlagen, die das Trinkwasser in unmittelbarer Nähe der Abnehmer erzeugen. Das deutsche Unternehmen stellt die benötigte Technologie und bildet lokale Arbeitskräfte für den Betrieb der Anlagen aus. Durch die Ausweitung des Projektes auf weitere Standorte soll die Technik innerhalb Brasiliens und schließlich in anderen Ländern Lateinamerikas verbreitetet werden. Grünbeck konnte durch das Projekt in den lateinamerikanischen Markt eintreten und damit neue Absatzpotenziale erschließen. Das von der DEG teilfinanzierte Projekt wurde aufgrund seiner nachhaltigen Entwicklungseffekte vom UmweltCluster Bayern als Leuchtturmprojekt 2009 ausgezeichnet. Damit der Technologietransfer die erhofften Wirkungen im Partnerland zeigt, reicht es oft nicht aus, nur entsprechende Produktionsanlagen zu installieren. Vielmehr muss durch Trainingsmaßnahmen für lokale Mitarbeiter auch das Wissen in das Land übertragen werden, um die Technologie zu nutzen. Vor Ort können diese Kenntnisse wiederum weitergegeben und verbreitet werden. Ein weiteres PPP-Beispiel für die gelungene Ausbildung von Fachkräften vor Ort

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ist die Kooperation der DEG mit der Clariant AG in Honduras. Im Rahmen des Projektes gründete das Schweizer Chemieunternehmen eine Berufsfachschule und baute nach Vorbild des deutschen dualen Ausbildungssystems die Schulungsgänge Textilbearbeitungs- und Bekleidungstechnik auf. Die Klassenräume und Laboratorien wurden mit modernen Technologien aus Europa ausgestattet, um bestmögliche Ausbildungsbedingungen zu garantieren. Die Schüler nutzen die regelmäßigen Praxisphasen während ihrer Ausbildung, um erste Erfahrungen im Berufsleben zu sammeln. Da die Textilindustrie eine der Schlüsselindustrien des Landes ist, verbessern die Ausbildungsgänge sowohl die berufliche Perspektive als auch das Einkommen der Absolventen. Das Modell soll nun auch auf andere Länder Mittelamerikas übertragen werden. Den Transfer von Wissen und Technik fördert die DEG in Schwellen- und Entwicklungsländern. So kann die unternehmerische Entwicklungszusammenarbeit dazu beitragen, dass Technologien und Know-how erfolgreich und nachhaltig exportiert werden.


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Handelsblatt

Deutschland–Brasilien Technologie-Transfer

„Man unterschätzt sich“ Der Technologie-Austausch zwischen Deutschland und Brasilien nimmt seit kurzem stark zu. Auch die deutsche Forschung kann von brasilianischem Know-how profitieren. Der Transfer ist keine Einbahnstraße vom Technologiestandort Deutschland zum Technologieempfänger Brasilien. Einer der erfolgreichsten deutsch-brasilianischen Technologie-Transfers kam nur stockend in Gang: Die Flex-Fuel Technik. Federführend entwickelt haben sie Ingenieure von Robert Bosch in Brasilien. Autofahrer können damit Benzin oder Ethanol pur tanken, aber auch in allen möglichen Mischungen – der Motor stellt sich automatisch darauf ein. Seit 2003 ist die Technik in Brasilien serienmäßig im Einsatz. Fast alle Neuwagen in Brasilien werden heute mit Flex-Fuel Motoren ausgestattet. Brasilien betreibt deshalb eine der Autoflotten mit der geringsten Belastung für das Klima. Es ist das einzige Land weltweit, in dem Biotreibstoffe im Tankstellennetz flächendeckend angeboten werden. Ethanol ist heute die zweitwichtigste Energiequelle des Amazonaslandes nach Öl geworden. In Großstädten wie São Paulo oder Rio de Janeiro hat sich durch den Einsatz von Ethanol statt Benzin die Luftverschmutzung spürbar verringert. Doch der technische Fortschritt beim Pkw-Antrieb hätte schon weit früher zum Einsatz kommen können. „Wir hatten die Flex-Fuel-Technik schon Anfang der 90er-Jahre fertig in der Schublade“, sagt Besaliel Soares Botelho, Vizepräsident von Bosch im brasilianischen Campinas. „Doch die Autokonzerne interessierten sich nicht dafür.“ Die langfristig planenden Autobauer misstrauten den Ethanollieferanten damals. Denn diese hatten sie schon einmal sitzen lassen: Statt Ethanol für den lokalen Markt zu produzieren, hatten die Produzenten wegen höherer Erlöse begonnen Zucker ins Ausland zu verkaufen. Eine Katastrophe für die Besitzer von Alkohol-Autos: Immer öfter standen sie mit ihren Schnapsautos vor Tankstellen, in denen nur Benzin ausgegeben wurde. Der Grund für den fehlenden Sprit: Die Regierung hatte den Ethanolproduzenten die Subventionen gestrichen. Erst zehn Jahre später garantierte die Branche den Autobauern, dass es künftig keine Versorgungsengpässe beim Ethanol geben würde. Diese Startschwierigkeiten des inzwischen erfolgreichsten Technologie-Transfer-Projektes zwischen Brasilien und Deutschland sind nicht untypisch. Denn einerseits findet der Austausch zwischen Forschung und Unternehmen aus Europa und Südamerika schon seit langem und erfolgreich statt: So baute Siemens in Brasilien bereits in den siebziger Jahren seine ersten Turbinen für Wasserkraftwerke wie Itaipú – heute liefert das Siemens Joint-Venture Voith Hydro von Brasilien aus Turbinen in alle Welt. Volkswagen hat in

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Brasilien eine ganze Lastwagen-Familie und auch Pkw wie den Fox entwickelt, die jetzt auch in anderen Weltregionen verkauft werden. BASF erforscht mit dem staatlichen AgrarForschungsinstitut Embrapa neue Saatgutsorten. Dennoch beschränkt sich der Technologie-Transfer bislang auf die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen: Die Regierungen haben erst seit kurzem begonnen, sich über Kooperationen und Rahmenabkommen auch auf staatlicher Ebene anzunähern – mit durchaus beachtlichen Engagement: Das diesjährige Deutsch-Brasilianische Wissenschaftsjahr, hochrangig besetzte Gremien zur wissenschaftlichtechnischen Zusammenarbeit, die Einrichtung eines Deutschen Wissenschafts- und Innovationshauses in São Paulo, einer von bald insgesamt vier Institutionen des Bundes weltweit (neben São Paulo auch in Moskau, New Delhi und Tokyo) um die deutsche Wissenschaftslandschaft im Ausland bekannt zu machen – all das zeigt das wachsende Interesse auf beiden Seiten an mehr Kooperation: „Bei der wissenschaftlich-technischen Zusammenarbeit ist Deutschland Wunschpartner Nummer 1 der Brasilianer“, sagt Bertram Heinze, Direktor des Deutschen Wissenschafts- und Innovationshaus (DWIH) in São Paulo. Auch Wilfried Grolig, deutscher Botschafter in Brasilien, beobachtet ein neues Interesse am Austausch in Brasilien. „Die Brasilianer suchen nach Alternativen zu ihrer Rolle als Rohstofflieferant für Fernost. Deutschland ist dafür als Partner perfekt geeignet.“ Dieses neue Interesse an Technologie aus Europa hat auch zu Veränderungen geführt in Brasilien, wo sich bisher eher wenig bewegte: So lockert Brasilien seit kurzem erstmals seine Bestimmungen für den Zuzug ausländischer Experten. Noch nie wurden so viele Arbeitsvisa für Akademiker ausgestellt wie in diesem Jahr. Vor allem in den Branchen Öl/Gas, Strom und Industrie sind ausländische Hochqualifizierte willkommen. Nach dem neuen Technologieförderungsgesetz („Lei do Bem“) werden Unternehmen steuerlich gefördert, die neue Technologien erforschen, anwenden oder weiterentwickeln. Die Fapesp (Fundação de Amparo à Pesquisa do Estado de São Paulo), die Stiftung zur Förderung der Wissenschaft im Bundesstaat São Paulo übernimmt die Hälfte der Mitarbeitervergütung, wenn ausländische Mitarbeiter in brasilianischen Unternehmen Forschungsleistungen erbringen. „Das ist ein attraktives Angebot gerade für die deutsche Wirtschaft in Brasilien“, sagt Heinze vom DWIH. „Die Unternehmen sollten es mehr nutzen.“ Problematisch ist jedoch weiterhin, die geringe Bereitschaft der brasilianischen Konzerne, in eigene Forschung zu investieren. „Kleine und mittelständische Unternehmen zögern, in eigene Technologie zu investieren“, sagt Fernando Reinach, Biochemiker und Venture-Capital-Pionier Brasili-


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Handelsblatt

ens. „Die schauen lieber, wo sie etwas kopieren können.“ Insgesamt haben die brasilianischen Konzerne zwar aufgeholt, doch liegen sie auf den weltweiten Ranglisten über Forschung und Entwicklung in der Wirtschaft weit abgeschlagen. „Ein Hindernis ist der gesetzliche Rahmen für den Technologie-Austausch“, beobachtet Edgar Horny, Präsident des VDI in Brasilien: Kaskadensteuern, durch die jede Investition mehrfach besteuert wird, bevor sie Ertrag abwirft. Oder Arbeitsgesetze, die Ausgründungen von HiTech-Abteilungen aus einem Gesamtkonzern verhindern. „Das Bewusstsein für das notwendige Umfeld von Technologie-Transfer ist auf politischer Eben nur vereinzelt vorhanden“, sagt Horny. Ein anderes großes Manko ist der immer noch fehlende Kontakt zwischen Universitäten und der Wirtschaft, sowie der Universitäten untereinander. Das ist ein Wettbewerbsnachteil für Brasilien, zumal die Forschung im Amazonasland immer besser wird: Nach einer Untersuchung von wissenschaftlichen Veröffentlichungen durch Thomson Reuters bewegt sich Brasiliens wissenschaftliche Produktion inzwischen auf dem Level von Indien, weit vor Russland, aber hinter China. Vor allem bei Forschung in Gesundheit, Life-Sciences, Agrar und Umweltschutz sind Brasiliens Forscher auf Weltniveau. Doch das Problem ist: Das Wissen der Universitäten findet immer noch schwer den Weg zu den Unternehmen. Die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und der Akademie wie in Deutschland vermittelt durch die große Vielzahl an Instituten gilt dabei in Brasilien als vorbildhaft. „Dieses Modell des Austauschs zwischen Unternehmen und Forschung ist interessant für Brasilien“, sagt Horny.

Doch auch beim Transfer zwischen den Universitäten hapert es: „Forscher in Brasilien neigen dazu, das Rad neu zu erfinden, statt auf Vorhandenem aufzubauen“, beobachtet Hans-Jörg Ulmer von absolut technologies, ein Unternehmen aus Salvador, das brasilianische Multis wie Petrobras und Vale mit virtuellen Forschungsräumen ausstattet. „Universitäten konkurrieren noch zu oft, statt zu kooperieren.“ Dennoch waren die Aussichten selten so gut für einen zunehmenden Technologie-Austausch wie derzeit: Denn Brasilien hat zahlreiche Großprojekte in der Pipeline, die ohne intensiven Austausch an Technologie nicht möglich sind: Etwa mit dem Hochgeschwindigkeitszug zwischen Rio und São Paulo. Der Weltmeisterschaft 2014 und Olympia 2016. Den Rüstungsaufträgen für künftige Entwicklungen von UBooten, Helikopter, Transportflugzeugen. Auch für die Erschließung der Ölvorkommen („Pre-Sal“) ist ein gewaltiger Transfer an Know-how notwendig. Auch wird die Kooperation keine Einbahnstraße vom Technologiestandort Deutschland zum Technologieempfänger Brasilien sein, sondern in beide Richtungen funktionieren: Denn wie Flex-Fuel-Technik und die anderen Eigenentwicklungen der Autokonzerne gezeigt haben, kann auch die deutsche Wirtschaft von brasilianischer Forschung profitieren. „Brasilianer sind durchaus weiter als wir, wenn es darum geht, mit geringeren Ressourcen clevere Lösungen auf den Markt zu bringen“, beobachtet Bertram Heinze. „Brasilien ist nicht zu wenig innovativ – ganz im Gegenteil. Man unterschätzt sich nur gerne selbst.“ Alexander Busch, São Paulo

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Analysen zu Börse und Finanzmärkten Einschätzungen über Unternehmen und Branchen 60

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Technologietransfer

Technologietransfer als Markteintrittsstrategie in Lateinamerika

Der Technologietransfer spielt in der Wirtschaftsbeziehung zwischen Deutschland und Lateinamerika eine bedeutende Rolle. Dabei beschränkt sich dieser nicht allein auf Hochschulen und Forschungseinrichtungen; gerade Unternehmen sind die Träger und Förderer dieses Austausches. Die deutsche Wirtschaft gilt in Lateinamerika als innovativ und kann für bedeutende Herausforderungen in puncto Umwelt und Energie technologische Lösungen anbieten. Von Technologietransfer ist die Rede, wenn immaterielles Know-how oder Technologiegüter so verbreitet werden, dass sie für Dritte wirtschaftlich nutzbar werden. Das passiert zwischen Hochschulen, Forschungseinrichtungen, innerhalb eines internationalen Unternehmens, zwischen ­verschiedenen Firmen oder Industrie- und Entwicklungs­ ländern. Mal kommt er als staatlich geförderte globale ­Mitverantwortung daher, mal in Form einer privaten Geschäftsvereinbarung. Kurzum: Technologietransfer ist ein vielschichtiger Begriff. Entsprechend vielschichtig ist die Technologiepartnerschaft zwischen Lateinamerika und Deutschland. Der jüngste Gipfel der Regierungschefs der EU, Lateinamerikas und der Karibik im Mai 2010 trug den Titel: „Hin zu einer neuen Phase der bi-regionalen Zusammenarbeit: Innovation und Technologie für nachhaltige Entwicklung und soziale Teilhabe“. Der Titel verdeutlicht vor allem, wa­ rum sich Lateinamerika für eine Technologiepartnerschaft mit Europa interessieren sollte. Die Länder sind auf technologischen Fortschritt angewiesen, um ihre wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern, die lokale Wertschöpfung zu erhöhen und drängende Probleme, wie Armut und fehlende Energiesicherheit, anzugehen. Europa – allen voran Deutschland – bietet passende technologische Lösungen und ausgereifte Innovationsnetzwerke. Das klingt stark nach Einbahnstraße. Tatsächlich ist gerade Deutschland als rohstoffarmes Land auf Metalle und Energieträger aus rohstoffreichen Regionen wie Lateinamerika angewiesen, kann dafür aber als High-Tech-Standort mit Know-how und Technologiegütern aufwarten. Oftmals wird vergessen, dass auch manches lateinamerikanische Land innovative Lösungen zu bieten hat, wie etwa Brasilien in puncto Flexfuel-Motorentechnik oder Kunststoffen auf Ethanolbasis (grünes Plastik). Ferner öffnet gerade der Technologietransfer die Pforten zu den Zukunftsmärkten Lateinamerikas, wie der Fall der Berlinwasser International AG zeigt. Der Berliner Serviceanbieter für Management und den Betrieb von Trinkwasserversorgungs- und Abwasserentsorgungssystemen gibt seit 2009 technisches Know-how an den brasilianischen Wasserversorger Copasa (www.copasa.

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com.br) weiter, um dessen Kläranlagen auf internationales Niveau zu heben. Zugleich analysiert Berlinwasser International zusammen mit der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) das Potenzial des brasilianischen Markts daraufhin, Biogas zu nutzen und Kläranlagen energieeffizient zu planen und auszurüsten. Im Zuge dieser privat-öffentlichen Partnerschaft (PPP, www.developpp.de) hat Copasa bereits 8 Mio. Euro in seine Kläranlagen investiert, Ausgaben von mehreren 100 Mio. Euro sind laut GTZ geplant. Durch das PPP-Projekt bekommt der brasilianische Wassersektor einen Vorreiter – bislang werden weniger als ein Drittel der häuslichen Abwässer geklärt – und die Berliner eine optimale Ausgangsposition im Wettbewerb um künftige Aufträge. Diese werden mit Sicherheit kommen: Das öffentliche Infrastrukturprogramm Brasiliens sieht hohe Investitionen vor, um die Mängel im Abwassersektor zu beseitigen. Nicht allein die Entwicklungszusammenarbeit fördert die Technologiepartnerschaft mit Lateinamerika. Politische Flankierung gibt es von allen Seiten. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) schickte im April 2010 einen mobilen Ausstellungspavillon der Exportinitiativen für Erneuerbare Energien und Energieeffizienz auf eine Reise durch die Region. Von São Paulo aus soll das „Casa Alemana“ (www.efficiency-from-germany.info) über 16 Monate lang durch 13 Länder Lateinamerikas reisen. Es zeigt damit einem breiten lateinamerikanischen Publikum die vielfältigen Möglichkeiten, wie Gebäude energieeffizient und nachhaltig gestaltet werden können, und verdeutlicht gleichzeitig das Know-how der deutschen Industrie für zukunftsfähige Bauweisen, speziell im Hinblick auf den energetischen Bereich. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ist dabei federführend, bilaterale wissenschaftlichtechnologische Zusammenarbeit voranzutreiben. Eine große Rolle spielt in diesem Zusammenhang das Internationale Büro, das die internationale Vernetzung deutscher Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen unterstützt, in dem es gemeinsame Forschungsprojekte, bilaterale Workshops sowie Gastaufenthalte von Wissenschaftlern und Forscherdelegationen anbahnt (www. kooperation-international.de). Das BMBF organisierte auch das Deutsch-Brasilianische Jahr der Wissenschaft, Technologie und Innovation 2010/11 (www.deutsch-brasilianischesjahr.de), das die bilaterale Zusammenarbeit in der Spitzenforschung und Hochschulbildung intensivieren soll. Konkrete Ansätze gibt es mit Brasilien schon seit Mai 2008, als das bilaterale Forschungsprogramm Bragecrim (Brazilian German Collaborative Research Initiative in Ma-


Technologietransfer

nufacturing Technology) startete. Darin bündeln 30 Forschungsinstitute ihr Wissen, um nachhaltige und innovative Produktionstechnologien zu entwickeln. Laut Bundesbildungsministerin Annette Schavan ist Brasilien die Forschungskooperation das Schlüsselland in Lateinamerika. Das spiegelt sich auch in der Zahl internationaler Kooperationen deutscher Hochschulen wieder: Laut Hochschulkompass (www.hochschulkompass.de) bestehen die engsten Verbindungen nach Brasilien (236), mit großem Abstand folgen Mexiko (147), Chile (122), Argentinien (88) und Kolumbien (66). Letztlich ist es vor allem die Privatwirtschaft, die die Technologiepartnerschaft durch den Export von Gütern und Dienstleistungen, vor allem aber durch Direktinvestitionen mit Leben erfüllt. Damit dieser Austausch reibungslos funktioniert und beide Seite davon profitieren, muss der Technologietransfer freiwillig ablaufen, folglich das geistige Eigentum der deutschen Unternehmen angemessen geschützt sein. Vielerorts bieten nationale Marken- und Patentgesetze umfangreiche Schutzmöglichkeiten, dennoch sind gerade kleine und mittelgroße Unternehmen gefordert, ihr betriebsinternes Schutzrechtmanagement zu ver-

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bessern und ihre Marken- oder Patentrechte vor dem Markteintritt in Lateinamerika zu sichern. Streng genommen verstoßen auch Local-Content-Auflagen, die etwa wegen hoher Qualitätsanforderungen an die Zulieferer einen Know-how-Transfer zwingend erfordern, gegen das Prinzip der Freiwilligkeit. Andererseits erreichen Entwicklungs- und Schwellenländer gerade dadurch den erwünschten Technologietransfer von lokalen Produktions­ standorten ausländischer Unternehmen auf einheimische Lieferanten. Auf diesem gegenseitigem Geben und Nehmen beruht schließlich jede funktionierende Partnerschaft. Julia Morgenstern, Referentin Amerika, Germany Trade and Invest, Köln


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DOMinicAn rePUBLic

FULL S erVi c e TU n n e LLi nG i n Th e cA r i BB eAn . The Dominican Republic is attempting to reduce its dependency on oil. Therefore, the Palomino hydropower plant is being built in the southwest of the island state. From the end of 2011, the plant is expected to feed around 80 megawatts into the Dominican electricity network; then it will no longer be necessary to import 400,000 barrels of oil every year. A Herrenknecht tunnel boring machine is being used for the first time in the Caribbean to build the 11.2 kilometer long intake tunnel to the hydropower plant. Since August 2009, the Double Shield TBM S-494 (Ă˜ 4,500mm) has been working its way through complex hard rock formations with overburdens of up to 525 meters. After a steep learning curve, the construction site team achieved weekly top performances of up to 280 meters. To achieve these outstanding values, the construction company Odebrecht relies on integrated solutions of the Herrenknecht Group: construction site services from UTS, highly-precise mould systems from Formwork, rail-bound transport systems from MSD and navigation technology from VMT. By mid-August 2010, 8.5 kilometers of the tunnelling route had been excavated and lined. DOMinicAn rePUBLic P ROJEcT DATA

cONTRAcTOR

S-494 Double Shield TBM Diameter: 4,500mm Installed power: 1,400kW Tunnel length: 11,200m Geology: marl, sandstone, limestone

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Lateinamerika

The Growing Importance of Latin America

Between 2004 and 2008 Latin America’s combined economy had grown by 33%. But in 2009 it shrank by 1.8%. This was mainly due to Mexico being drawn into the US maelstrom by its NAFTA membership. Altogether, the region managed to survive the global economic crisis at a considerably higher level than that of the boom year 2007. Latin American countries had gone into this crisis with unprecedented liquidity and solvency as well as much stronger domestic markets. Therefore, the contraction of their economies was much smaller than that of the industrialized countries. In the years 2010 and 2011 the region is sup­ posed to return to growth rates of more than 4% per year. The reason for the fast recovery of Latin America after only one year of recession can be found in the five years preceding the crisis. Most Latin American countries have made good use of the growing export revenues and capital inflows of recent years. They managed to reduce public debt, the debt servicing burden, fiscal deficits and inflation rates, while private investment and consumption, the savings ratio and flotations on the internal financial markets have increased. The total sales volume of Latin American bond issues rose to more than US$ 1.2 trillion. This means that dependence on capital inflows decreased. Foreign exchange reserves have reached US$ 550 billion. Compared with Asia, Latin American growth rates will probably remain at a lower level. Nevertheless, Latin America’s exporters of agricultural and mining commodities will, in particular, benefit from the rapidly growing Asian economies. Already in 2009 China became the most important export partner of a number of South American countries. As a further result of strong growth in trade with Asia, and of growing Asian investment, Latin America might be tempted to turn away from its traditional business partners in Europe and North America and to align itself closer with Asia. The winners of 2010 and 2011 will without any doubt be South America’s commodity exporters. Venezuela might become an exception as its economy is faced with two challenges: dependence on oil and growing state intervention. The speed of recovery of Mexico, Central America and the Caribbean will not least depend upon this years’ performance of the US economy. But Mexico is already now showing stronger growth than the US. Latin American stock indexes have returned to levels not far from historical peaks. But the stock markets of the re­ gion suffer from investor nervousness in international financial markets. Latin America’s private sector companies have weathered the crisis in good condition, in spite of the shortage of financing and the temporary devaluation of the na-

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tional currencies. Their earnings and their investments are once again increasing. Latin America’s financial system likewise turned out to be robust and has even gotten stronger as a result of mergers and acquisitions. The exceptions are countries that nationalize commercial banks. Latin America’s key problem remains the huge income disparity. Poverty and exclusion from democratic participation constitute the breeding ground for populism. Even though most governments of the region have become more socially responsible and to a certain extent leftleaning, only five Latin America governments openly reject free market economy and globalization. Together, all five make up approximately 13% of the combined GDP and the population of the region. Their state interventionist policies have resulted in a sharp drop of international investors’ confidence. Already in 2009, many Latin American governments adopted substantial countercyclical measures to fight the crisis and to overcome its most harmful effects. These mea­ sures included comprehensive infrastructure and social programs, increased government spending, the provision of abundant liquidity, as well as tax reductions for the stimulation of domestic consumption. Whereas the latter are being phased out step by step, both the infrastructure and the social programs continue. Brazil alone intends to spend nearly US$ 5 trillion in cooperation with the private sector on infrastructure by 2030. Latin America will continue to be a highly interesting trade and investment partner. The main reasons are its wealth of natural, agricultural and energy resources as well as its rapidly growing domestic markets. For example, in Brazil the percentage of the middle class rose from 34% to 49% in only four years, between 2005 and 2009. Altogether, Latin America is a middle income region with more than 560 million potential consumers. The region’s indus­ trial production is not only growing in quantity but also in quality. Latin America’s boom phase has not only augmented the weight of the region’s economies by a third. It has also increased the importance of the majority of Latin American countries as global trade and investment partners, and as players on the international political stage. Peter Rösler, Deputy General Manager, Lateinamerika Verein


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Wirtschaftstag Mexiko 6. Oktober 2010, NORD/LB-Forum, Messegelände Hannover

Programm 08:30

Registrierung

09.00

Begrüßung Bodo Liesenfeld Vorsitzender des Vorstandes, Lateinamerika Verein e.V., CEO, Liesenfeld International GmbH, Hamburg

09.30

10.00

Panel 1:

Hans-Ulrich Lindner Senior Vice President, Electrical/Electronics, Software and Interior, BMW Group, München

11:00

Kaffeepause

11:30

Podiumsdiskussion:

Dr. Wolfram von Fritsch Vorsitzender des Vorstands, Deutsche Messe AG, Hannover

Otto Lindner CEO, Volkswagen Mexiko, Puebla

Dr. Hannes Rehm Präsident, Industrie- und Handelskammer Hannover

Gerhard Peter Gross CEO, Daimler Nutzfahrzeuge Mexiko, México D.F.

Alonso García Tamés Generaldirektor, Banco Nacional de Obras y Servicios Públicos (Banobras), México D.F.

Hans-Ulrich Lindner Senior Vice President, BMW Group, München

Otto Lindner CEO, Volkswagen Mexiko, Puebla

Knut Bentin Geschäftsführer, Nemak Europe GmbH, Frankfurt/Main

Aktuelle Entwicklungen und Zukunftsstrategien in der Automobilindustrie Moderation: Prof. Dr. Bernd Gottschalk Geschäftsführender Gesellschafter, AutoValue GmbH, Frankfurt am Main Mitglied des Vorstandes, Lateinamerika Verein e.V., Ehemaliger Vorsitzender des Vorstandes des VDA, Frankfurt am Main

10.20

10:40

Walter Erke Direktor Zentrales Marketing, ZF Sachs AG, Schweinfurt Ernesto Warnholtz Senior Partner, Wamex Private Equity, México D.F. 12.30

Mittagessen

Gerhard Peter Gross CEO, Daimler Nutzfahrzeuge Mexiko, México D.F.

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Panel 2:

Infrastruktur und Aerospace

14:40

Moderation: Markus Scheer Mitglied der Geschäftsführung, KfW IPEX-Bank GmbH, Frankfurt am Main Mitglied des Präsidiums, Lateinamerika Verein e.V. 14:00

14:20

Podiumsdiskussion: Humberto Treviño Landois Staatssekretär im mexikanischen Verkehrsministerium (SCT), México D.F. Dr. Antonio Pita Director, ITESM, International Liaison Office, Fribourg

Humberto Treviño Landois Staatssekretär im mexikanischen Verkehrsministerium (SCT), México D.F.

Luis Zárate Rocha Vizepräsident der Fundación ICA (Ingenieros Civiles Asociados), México D.F.

Dr. Antonio Pita Director, ITESM (Instituto Tecnológico y de Estudios Superiores de Monterrey), International Liaison Office, Fribourg

Roberto Albisetti Country Manager Mexico, International Finance Corporation (IFC), México D.F. Erwin Feldhaus Direktor, ProMéxico Deutschland, Frankfurt/Main 15:40

Veranstaltungsende und Kaffee

19:00 Empfang auf Einladung der

Theaterstraße 11/12, 30159 Hannover

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Achieving more together


Día de México 6 de octubre 2010, NORD/LB Forum, Feria de Hanóver

Programa 08:30

Registro

09.00

Palabras de Bienvenida

10.20

Bodo Liesenfeld Presidente de la Junta Directiva, Lateinamerika Verein (LAV), CEO, Liesenfeld International GmbH, Hamburgo

Gerhard Peter Gross Presidente, Daimler Vehículos Comerciales México, México D.F.

10:40

Dr. Wolfram von Fritsch Presidente de la Junta Directiva, Deutsche Messe AG, Hanóver

Hans-Ulrich Lindner Senior Vice President, Electrical/Electronics, Software and Interior BMW Group, Múnich

11:00

Café

11:30

Panel de discusión:

Dr. Hannes Rehm Presidente, Cámara de Comercio e Industria de Hanóver (IHK Hannover)

Otto Lindner Presidente, Volkswagen de México, Puebla

09.30

Alonso García Tamés Director General, Banco Nacional de Obras y Servicios Públicos, México D.F.

Gerhard Peter Gross Presidente, Daimler Vehículos Comerciales México, México D.F.

10.00

Otto Lindner Presidente, Volkswagen de México, Puebla

Hans-Ulrich Lindner Senior Vice President, BMW Group, Múnich

Foro 1:

Situación actual y estrategias futuras en el sector automotriz

Knut Bentin Managing Director, Nemak Europe GmbH, Fráncfort del Meno

Moderación: Prof. Dr. Bernd Gottschalk Gerente General, AutoValue GmbH, Fráncfort del Meno Miembro de la Junta Directiva, Lateinamerika Verein e.V., Ex-Presidente del VDA, Fráncfort del Meno

Walter Erke Director Marketing, ZF Sachs AG, Schweinfurt Ernesto Warnholtz Senior Partner, Wamex Private Equity, México D.F. 12.30

Almuerzo

Almuerzo gracias a la invitación de

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Foro 2:

Infraestructura e Industria Aeroespacial

14:40

Moderación: Markus Scheer Miembro de la Junta Directiva, KfW IPEX-Bank GmbH, Fráncfort del Meno Miembro de la Junta Directiva, Lateinamerika Verein e.V.

Panel de discusión: Humberto Treviño Landois Subsecretario de Transporte, SCT, México D.F. Dr. Antonio Pita Director, ITESM, Oficina Internacional de Enlace, Fribourg

14:00

Humberto Treviño Landois Subsecretario de Transporte, Secretaría de Comunicaciones y Transporte (SCT), México D.F.

14:20

Dr. Antonio Pita Director, ITESM (Instituto Tecnológico y de Estudios Superiores de Monterrey), Oficina Internacional de Enlace, Fribourg

Luis Zárate Rocha Vicepresidente, Consejo Directivo de la Fundación ICA, México D.F. Roberto Albisetti Country Manager Mexico, International Finance Corporation (IFC), México D.F. Erwin Feldhaus Director, ProMéxico Alemania, Fráncfort del Meno 15:40

Fin del evento y café

19:00 Recepción por invitación de la Commerzbank AG

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Technologiekooperation – Lateinamerika und Deutschland 7. Oktober 2010, Nord/LB Forum auf dem Messegelände Hannover In Kooperation mit NGlobal

Programm 08:30

Registrierung

09:00

Begrüßungen Bodo Liesenfeld Vorsitzender des Vorstandes, Lateinamerika Verein e.V., CEO, Liesenfeld International GmbH, Hamburg Hans-Joachim Otto Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Berlin

10:20

Diego López Casanello Managing Director, Argentinien, Paraguay, Uruguay und Bolivien, BASF S.A., Buenos Aires

10:40

Andreas Nobis Präsident Robert Bosch Limitada, Campinas

11:00

Kaffeepause

11:30

Podiumsdiskussion:

Walter Hirche Minister a.D., Vorsitzender des Aufsichtsrates der NGlobal GmbH, Hannover

Impulsvortrag Dr. Kepler Euclides Filho Director R&D, EMBRAPA, Brasilia

Dr. Reinhold Festge Präsident der Lateinamerika Initiative der Deutschen Wirtschaft (LAI), Geschäftsführer Haver & Boecker – Drahtweberei und Maschinenfabrik, Oelde

Diego López Casanello Managing Director Argentinien, Paraguay, Uruguay und Bolivien, BASF S.A., Buenos Aires

09:30

Dr. Viktor Klima Präsident, Volkswagen, Buenos Aires

Andreas Nobis Präsident, Robert Bosch Limitada, Campinas

10:00

Cristóbal Undurraga Director Ejecutivo, InnovaChile – CORFO, Santiago de Chile

Cristóbal Undurraga Director Ejecutivo, InnovaChile – CORFO, Santiago de Chile

Panel 1:

Partner in Forschung und Entwicklung

Prof. em. Dr. Dieter Paul Fraunhofer Institut für Toxikologie und Experimentelle Medizin und Universität Hamburg

Moderation: Matthias Kleinhempel Profesor de Política de Empresa, IAE Business School, Universidad Austral, Buenos Aires

12:45

Mittagessen

Das Mittagessen erfolgt auf freundliche Einladung von

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Martin Redivo Project Manager, Oiltanking Vitória terminal

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14:15

Botschafter Luis María Kreckler Secretario de Comercio y Relaciones Económicas Internacionales, Ministerio de Relaciones Exteriores, Comercio International y Culto de la Argentina

Panel 2:

Innovation und Standortwahl

Dipl.-Ing. Knut Göppert Geschäftsführer, schlaich bergermann und partner - sbp gmbh, Stuttgart 15:10

Dr. Burkhard Ziegenhorn Head of Global Transaction Banking Brasil, Deutsche Bank, São Paulo

Moderation: Daniel Fernández CEO Austral-Andina, Siemens S.A., Bogotá Mitglied des Präsidiums des Lateinamerika Vereins e. V. 14:30

Dipl.-Ing. Hubert J. Nienhoff Partner, gmp Architekten von Gerkan, Marg und Partner, Berlin

Uwe Hadeler Director, CIB – Global Banking Deutsche Bank, Osnabrück

Dipl.-Ing. Knut Göppert Geschäftsführer, schlaich bergermann und partner - sbp gmbh, Stuttgart

Dr. Burkhard Ziegenhorn Head of Global Transaction Banking Brasil, Deutsche Bank, São Paulo 14:50

Podiumsdiskussion:

Marie Therese Huppertz Vice President Government Relations, SAP AG, Berlin

Dipl.-Ing. Hubert J. Nienhoff Partner, gmp Architekten von Gerkan, Marg und Partner, Berlin

Jacques Labrunie Partner, Gusmão & Labrunie, São Paulo 16:25

Veranstaltungsende und Kaffee

TRANSPORTES DE PROYECTOS PARA LAS AMERICAS

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Cooperación tecnológica – América Latina y Alemania 7 de octubre de 2010, Nord/LB Forum, Hanóver En cooperación con NGlobal

Programa 08:30

Registro

09:00

Palabras de Bienvenida Bodo Liesenfeld Presidente de la Junta Directiva, Lateinamerika Verein e.V., CEO, Liesenfeld International GmbH, Hamburgo Hans-Joachim Otto Secretario Parlamentario del Ministro Federal de Economía y Tecnología, Berlín

10:20

Diego Lopez Casanello Managing Director, Argentina, Paraguay, Uruguay y Bolivia, BASF S.A., Buenos Aires

10:40

Andreas Nobis Presidente, Robert Bosch Limitada, Campinas

11:00

Café

11:30

Rueda de discusión:

Walter Hirche Presidente del Consejo de Administración, NGlobal GmbH, Hanóver

Dr. Kepler Euclides Filho Director R&D, EMBRAPA, Brasilia

Dr. Reinhold Festge Presidente de la Iniciativa del Sector Privado Alemán para América Latina (LAI), Gerente Haver & Boecker – Drahtweberei und Maschinenfabrik, Oelde

Diego López Casanello Managing Director Argentina, Paraguay, Uruguay y Bolivia, BASF S.A., Buenos Aires

09:30

Dr. Viktor Klima Presidente, Volkswagen, Buenos Aires

Andreas Nobis Presidente, Robert Bosch Limitada, Campinas

10:00

Cristóbal Undurraga Director Ejecutivo, InnovaChile – CORFO, Santiago de Chile

Cristóbal Undurraga Director Ejecutivo, InnovaChile – CORFO, Santiago de Chile

Foro 1:

Socios en investigación y desarrollo

Prof. em. Dr. Dieter Paul Profesor Fraunhofer Instituto de Toxicología y Medicina Experimental y Universidad de Hamburgo

Moderación: Matthias Kleinhempel Profesor de Política de Empresa, IAE Business School, Universidad Austral, Buenos Aires

12:45

Almuerzo

Almuerzo gracias a la invitación de

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14:15

Embajador Luis María Kreckler Secretario de Comercio y Relaciones Económicas Internacionales, Ministerio de Relaciones Exteriores, Comercio International y Culto de la Argentina

Foro 2:

Innovación y el lugar de producción

Dipl.-Ing. Knut Göppert Gerente, schlaich bergermann und partner - sbp gmbh, Stuttgart 15:10

Dr. Burkhard Ziegenhorn Head of Global Transaction Banking Brasil, Deutsche Bank, São Paulo

Moderación: Daniel Fernández CEO Austral-Andina, Siemens S.A., Bogotá Miembro de la Presidencia, Lateinamerika Verein e. V. 14:30

Dipl.-Ing. Hubert J. Nienhoff Socio, gmp Architekten von Gerkan, Marg und Partner, Berlín

Uwe Hadeler Director, CIB – Global Banking Deutsche Bank, Osnabrück

Dipl.-Ing. Knut Göppert Gerente, schlaich bergermann und partner - sbp gmbh, Stuttgart

Dr. Burkhard Ziegenhorn Head of Global Transaction Banking Brasil, Deutsche Bank, São Paulo 14:50

Marie Therese Huppertz Vice President Government Relations, SAP AG, Berlín

Dipl.-Ing. Hubert J. Nienhoff Socio, gmp Architekten von Gerkan, Marg und Partner, Berlín

Jacques Labrunie Socio, Gusmão & Labrunie, São Paulo 16:25

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19.08.2010

Rueda de discusión:

10:34 Uhr

Fin del evento y café

Seite 1

Lateinamerika

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am Donnerstag, den 7. Oktober 2010 Galerie Herrenhäuser Gärten 30419 Hannover

Jueves, 7 de octubre de 2010 Galería Jardines de las casas señoriales 30419 Hanóver

Empfang: 19 Uhr Galadiner: 20 Uhr

Recepción: 19 horas Cena: 20 horas

Redner: Bodo Liesenfeld Vorsitzender des Vorstandes Lateinamerika Verein e.V., Hamburg

Oradores: Bodo Liesenfeld Presidente de la Junta Directiva Latein­amerika Verein e.V., ­Hamburgo

Henrik Homann Mitglied der Geschäftsführung, TUI Deutschland GmbH, Hannover

Henrik Homann CFO, TUI Deutschland GmbH, Hanóver

David McAllister Niedersächsischer Ministerpräsident

David McAllister Primer Ministro de Baja Sajonia

S.E. Horacio Hernán Sevilla Borja Präsident der Gruppe der Botschafter Lateinamerikas und der Karibik, Botschafter der Republik Ecuador, Berlin

S.E. Horacio Hernán Sevilla Borja Presidente del grupo de Embajadores de América Latina y El Caribe Embajador de la República de Ecuador, Berlin

Ehrengast / Festrednerin:

Invitada de Honor / Oradora:

I.E. Dr. Cristina Fernández de Kirchner Präsidentin der Republik Argentinien

S.E. Dr. Cristina Fernández de Kirchner Presidenta de la República de Argentina

– Smoking / Uniform / Abendkleid –

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LAT-Magazin 2010 LR