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Woche 12

Samstag, 21. März 2020

Auflage: 23 805

n Ettenheim

n Ringsheim

n Region

Wenn alles nach Plan läuft, können 2022 in Ettenheim die neuen Windräder in Betrieb genommen werden. Bürgermeister Bruno Metz hat das Projekt vorgestellt. u Seite 4

Große Freude bei Marion Gentges: Sie wurde im Bürgerhaus Ringsheim zur Landtagskandidatin der CDU im Wahlkreis Lahr-Kinzigtal gewählt. u Seite 7

Das Gottesdienst-Verbot stellt die Kirche vor Herausforderungen. Es gibt aber Ideen, wie es gelingen kann, Gläubigen beizustehen, erklärt etwa Dekan Stefan Meisert. u Seite 12

Nur wenig Notbetreuung nötig

Corona | Lage an Schulen und Kitas in den Gemeinden der Region ist entspannt

Nachgefragt »Wir machen keine Tests auf Wunsch« Wie laufen die Tests auf das neuartige Coronavirus ab? Drei Fragen an Kai Hockenjos (Bild), Pressesprecher des Landratsamts Ortenaukreis. Herr Hockenjos, wie werden die Tests auf das neue Coronavirus in der Ortenau koordiniert? Tests koordiniert das Ortenauer Gesundheitsamt. Nur

Hausärzte und das Gesundheitsamt können die Tests veranlassen. Angesichts knapper Laborkapazitäten machen wir keine Testung auf Wunsch – zumal sie auch keinen Sinn machen: Eine Ansteckung kann erst mit Beginn der Symptome sicher festgestellt werden. Wenn keine vorhanden sind, wird der Test mit sehr großer Wahrscheinlichkeit negativ ausfallen. Die Testung erfolgt an einem zentralen Ort im Ortenaukreis – nicht in den Kliniken. Welches diagnostische Verfahren wird hierbei angewandt? Für SARS-CoV-2 steht noch kein Vor-Ort-Schnelltest zur Verfügung, daher erfolgt die Diagnostik mittels molekularbiologischer Verfahren in dafür ausgestatteten Laboren. Die Coronavirus-Infektion betrifft vor allem die Atemwege. Daher werden Proben aus den Atemwegen entnommen. Was kann man tun, wenn man eine schnelle Entscheidung braucht, ob man betroffen ist? Die Hotline ist immer besetzt. Die Testung ist kein Notfall. Wer unsicher ist, bleibt zu Hause. Wer dringend Antworten braucht, bekommt auch auf unserem extra eingerichteten Chatbot »Ortena« rund um die Uhr Auskunft zu den wichtigsten Fragen. Die Corona-Version von Ortena ist auf der Startseite des Landratsamts verlinkt. sad/jg

Kindergärten und Schulen sind seit Dienstag auf Notbetreuung umgestellt. Die läuft überall im Kurier-Gebiet problemlos. Auch weil sich der Bedarf der Eltern noch in Grenzen hält. n

Von Felix Bender und Julia Göpfert

Region. Bis zum Ende der Osterferien haben die Kita-Kinder und Schüler im Land »coronafrei«. Nur der Nachwuchs von Menschen, die in sogenannten systemrelevanten Berufen arbeiten, darf in dieser Zeit von Erziehern und Lehrern betreut werden. Es zeigt sich: In der Region schicken nur wenige Ärzte, Apotheker, Polizisten und Co. ihre Kinder in die Notgruppen. Und: Die Eltern ohne Anspruch auf Betreuung reagieren mit Verständnis, berichten die Verwaltungen. Dementsprechend entspannt ist die Lage in den Städten und Gemeinden. n Ettenheim:

»Bei uns sind aktuell 15 Kita-Kinder und ein Dutzend Schüler in Betreuung«, berichtet Aline Köbele von der Ettenheimer Stadtverwaltung unserer Zeitung. Sie seien – wie von der Landesregierung vorgegeben – »überwiegend« in den regulären Einrichtungen untergebracht. Einige Eltern hätten mitgeteilt, dass sie für ihre Kinder erst zu einem späteren Zeitpunkt Betreuung bräuchten. »Aber auch das sind keine Massen«, so Köbele. »Im Gymnasium haben wir eine Sondersituation, weil dort die Schüler wegen der beiden Corona-Fälle noch in häuslicher Isolierung beziehungsweise unter Quarantäne sind«, sagt Schaub. Die Heimschule St. Landolin ist in der Trägerschaft der Erzdiözese Freiburg und müsste deshalb eine eigene Betreuung anbieten. »Aktuell gibt es aber keinen Bedarf bei uns«, sagt Oberstudiendirektor Eberhard Pfister. Von den Eltern der fünften und sechsten Klassen von Gymnasium und Realschule – zusammen rund 500 Schüler – habe es bislang lediglich eine »Vielleicht-Anmeldung für später« gegeben. n Kippenheim:

Laut Verwaltungsmitarbeiterin Alise Bing liegen in den beiden Grundschulen in Kippenheim und Schmieheim insgesamt fünf Anmeldungen für eine Notbetreuung vor. Auch in den Kitas sei die Nachfrage verhalten. »An den vier Standorten in der Gemeinde wird seit

n In

eigener Sache

»Kurier« pausiert ab der nächsten Woche

Verwaistes Klassenzimmer in Altdorf: Seit Dienstag haben Kita-Kinder und Schüler im Land »Corona-Ferien«. Foto: Ullrich Dienstag ein Kind betreut. Ein zweites soll am Donnerstag kommen, ein drittes nächste Woche. Insgesamt stehen vier Kinder auf unserer Liste«, berichtet Bing. Grundsätzlich sei angedacht, in jedem Kindergarten eine Notgruppe einzurichten. Eine Absage habe die Verwaltung erteilen müssen – an Eltern aus einem anderen Ort. Anmeldeformulare für die Notbetreuung könnten weiter auf der Homepage der Gemeinde heruntergeladen werden. n Mahlberg:

»Die Abfrage der Schule hat lediglich einen Bedarf ergeben«, erklärt Mahlbergs Bürgermeister Dietmar Benz. »Ein Vater, der in der Energiebranche arbeitet, hat grundsätzliches Interesse an der Betreuung für seine beiden Kinder angemeldet. Allerdings noch nicht für diese Woche, weil er aktuell im Home Office ist.« Bei den Kitas liegen laut Benz noch gar keine Anmeldungen vor. Auch wenn die Abfrage dort noch laufe, meint der Rathauschefs erkannt zu haben, »dass die Eltern trotz Anspruchs versuchen, die Betreuung in diesen Zeiten alleine zu regeln«. Drei Kita-Kinder und zwölf Schüler sind in Kappel-Grafenhausen in Notbetreuung. Alle in der Taubergießenschule in Kappel, »allerdings in getrennten Räumen«, betont Hauptamtsleiter Daniel Kunz. Nicht alle Eltern würden die volle Betreuungszeit in Anspruch nehmen, sondern ihre Kinder, je nach Bedarf, tageweise vorbeibringen.

eingerichtet, die derzeit von drei Kindern besucht wird. »In der Schule haben wir aktuell keine Notwendigkeit.« Es liefen noch Gespräche mit Eltern. Doch den »ganz großen Bedarf« sieht der Rathauschef im Ort nicht. n Rust:

»Diese Woche gibt es bei uns in Kitas und Schule keinen Betreuungsbedarf«, berichtet Gabriele Häcker von der Ruster Verwaltung. Für kommende Woche lägen vier Anmeldungen vor, wobei eine noch nicht sicher, eine auf Zuruf und zwei erst ab Donnerstag seien. »Weitere Anmeldungen nehmen wir jederzeit an«, sagt Häcker. n Rheinhausen: Zwischen zwei und vier Kindergartenkinder werden derzeit in Rheinhausen notbetreut. Bei den 300 Kindern der Gemeinde weniger als erwartet, erklärt Bürgermeister Jürgen Louis. Er rechnet aber damit, dass der Bedarf noch steigt. Am Montag kommen zudem noch vier Kinder der Grund-

schule dazu, die dann wieder freigegeben ist. n Herbolzheim:

14 Kindergartenkinder werden in verschiedenen Einrichtungen notbetreut. »Das ist ungefähr die Anzahl, mit der wir gerechnet haben«, erklärt Ansprechpartnerin Simone Bellgardt gegenüber unserer Zeitung. An der Bernhard-GaluraSchule werden sechs Kinder und an der Emil-Dörle-Schule zwei Kinder notbetreut – weniger als man erwartet hätte. n Kenzingen:

Drei Kindergartenkinder wurden diese Woche in Kenzingen notbetreut, nächste Woche werden es fünf sein. Dazu kommen noch sechs Schulkinder. Bürgermeister-Stellvertreter Karl Weiß ist mit den Zahlen zufrieden, geht aber davon aus, dass der Bedarf noch steigen könnte, je nach dem welche Maßnahmen das Land noch ergreift. Großes Lob hat er für die Verwaltungsmitarbieter, die »sich richtig gut einbringen«.

Info

Die Gemeinde Ringsheim hat laut Bürgermeister Pascal Weber im Kindergarten eine Notgruppe

n Absagen

& Co.

Bildungswerke setzen Kurse aus

Herbolzheim/Rheinhausen (red/jg). Aufgrund der aktuellen Gesundheitslage haben die Bildungswerke der Seelsorgeeinheit HerbolzheimRheinhausen alle bis Ende April geplanten Veranstaltungen auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Die Informationen zur neuen Terminierung werden über die Presse, die örtlichen Amtsblätter, die Homepage und das Pfarrblatt zu gegebener Zeit mitgeteilt. Laufende Kurse werden ausgesetzt. Aktuelle Informationen gibt es auf Homepage unter www.se-her-rhein.de.

Wanderungen abgesagt

n Kappel-Grafenhausen:

n Ringsheim:

Das Coronavirus hat auch das Verbreitungsgebiet des »Kurier« in der südlichen Ortenau und im Landkreis Emmendingen erfasst. Alle öffentlichen Veranstaltungen wurden zwischenzeitlich behördlich abgesagt, um eine Ausbreitung des Virus einzudämmen. Damit entfallen auch sehr viele Anlässe für die redaktionelle Berichterstattung in unserer Wochenzeitung. Aus diesem Grund wird der »Kurier« bis auf Weiteres in seiner Erscheinung pausieren. Wir bitten unsere geschätzten Leser und Anzeigenkunden um Verständnis.

Freie Bahn dank Schulschließung Etwas Positives hat die Schulschließung in Altdorf: Der Abriss der Münchgrundhalle kann ungehindert fortgeführt werden. Bislang mussten die Arbeiter Rücksicht auf die Schüler nehmen. Nun ist der Zugang zum Pausenhof für die nächsten Wochen nicht mehr eingeschränkt. Foto: Ullrich

Ettenheim/Herbolzheim (red/ jg). Der Schwarzwaldverein Ortsgruppe Ettenheim/Herbolzheim sagt die Wanderungen »Frühlingsboten Kaiserstuhl« (22. März) und »Hexentalrundweg« (19. April) zum Schutz der Gäste und Mitglieder gegen das Coronavirus ab. Das Tourismusbüro Herbolzheim sagt die für den 22. März geplante GewässerWanderung in Herbolzheim ebenfalls aus diesem Grund ab.


Service und Region

Samstag, 21. März 2020

Kurier Seite 2

Neue Regeln für den Einkauf bei der »Tafel«

n Kontakt Redaktion: Julia Göpfert, Telefon 07821/2 78 31 43, Fax 07821/2 78 31 50, E-Mail: redaktion@ kurier-wochenzeitung.de

Die Tafel Herbolzheim hat sich aufgrund der Coronakrise dazu entschlossen, den laufenden Betrieb nur noch eingeschränkt weiterzuführen.

Geschäftsanzeigen: Telefon 07821/2 78 31 03, Fax 07821/2 78 31 90, E-Mail: anzeigen@ kurier-wochenzeitung.de Kleinanzeigen: Telefon 07821/2 78 31 0

n Notdienste Polizei: Telefon 110 Feuerwehr, Rettungsdienst: Telefon 112 DRK-Krankentransport: Telefon 0761/1 92 22

n Apotheken Apotheken-Notdienste zum 27. März

bis

n Samstag: Stadt-Apotheke, Fürstbischof-Galura-Straße 6, Herbolzheim, Tel. 0 76 43/336; Zentral-Apotheke in der Arena, Alter Stadtbahnhof 1, Lahr, Tel. 0 78 21/3 79 46. n Sonntag:

Uesenberg-Apotheke, Eisenbahnstraße 45, Kenzingen, Tel. 0 76 44/61 78; Rohan-Apotheke, Friedrichstraße 52, Ettenheim, Telefon 0 78 22/52 10; Schwanau-Apotheke, Rathausstraße 9, Ottenheim, Telefon 0 78 24/21 32. n Montag:

Tulla-Apotheke, Kirchstraße 12, Rheinhausen, Telefon 0 76 43/65 11; LöwenApotheke, Marktstraße 19, Lahr, Telefon 0 78 21/9 17 20; Rhein-Apotheke, Hauptstraße 117, Grafenhausen, Telefon 0 78 22/65 40. n Dienstag:

Brunnen-Apotheke, Hauptstraße 72, Herbolzheim, Telefon 0 76 43/44 14; Lamm-Apotheke, Lammstraße 3, Lahr, Telefon 0 78 21/99 66 00.

Die Störche sind in Kenzingen zurück. Allerdings ist es ein neues Storchenpaar, das derzeit das Nest auf dem Kenzinger Narrenmuseum nutzt. Fotos: Wolfgang Hoffmann

Kenzingen hat wieder Störche Tierwelt | Auf dem Narrenmuseum brütet ein Paar, es ist jedoch nicht das Altbekannte Das dürfte viele Kenzinger freuen: In der Üsenbergerstadt brüten wieder Störche. Doch es ist nicht das altbekannte Storchenpaar, das sich aktuell auf dem Narrenmuseum niedergelassen hat. n

n Mittwoch:

Stadt-Apotheke, Hauptstraße 41, Endingen, Telefon 0 76 42/80 56; KarlsApotheke, Stauferstraße 1, Mahlberg, Tel. 0 78 25/27 00; Rohan-Apotheke im Schuttertal, Hauptstraße 30, Seelbach, Telefon 0 78 23/54 54. n Donnerstag:

Stadt-Apotheke, Eisenbahnstraße 12, Kenzingen, Telefon 0 76 44/205; Schloss-Apotheke, Schlossplatz 16, Lahr, Telefon 0 78 21/15 43. n Freitag:

Apotheke im alten Rathaus, Hauptstraße 20, Malterdingen, Tel. 0 76 44/66 77; Apotheke Friesenheim, Friesenheimer Hauptstraße 5, Friesenheim, Tel. 0 78 21/9 64 90.

Von Julia Göpfert

Kenzingen. Jahrelang hatten auf dem Fabrikschornstein des ehemaligen Coats-MEZGelände (»Kaiserhöfe«) Störche gebrütet. Unter dem malerischen Namen »Im Storchengarten«, mit dem die »Unmüssig Bauträgergesellschaft Baden« wirbt, sollen dort nun neue Wohnungen entstehen. Dafür musste allerdings der Schornstein samt Nest weichen, was aus Sicht vieler Kenzinger nicht ganz optimal abgelaufen ist. Eigentlich hatte die Stadt zur Auflage gemacht, dass dieser erst abgerissen werden dürfte, wenn ein Ersatzstandort in der Nähe aufgestellt worden wäre. Die Baugesellschaft hatte daraufhin jedoch beim Regierungspräsidium eine Ausnahmegenehmigung erwirkt. So war der Turm bereits Mitte September vergangenen Jahres abgerissen worden, das Ersatznest hatte jedoch erst bis Februar stehen müssen.

Beim Abriss waren bei vielen Kenzingern, vor allem bei den »Nachbarn der Störche«, die Emotionen hochgeschlagen, als sie gesehen hatten, wie »ihr« Storch zuerst mit Wasser vom Nest aufgescheucht worden war, bevor der Schornstein abgerissen wurde. Storchenexperte Wolfgang Hoffmann hatte jedoch damals schon beruhigt: Die Störche benötigten ihr Nest erst wieder im Frühjahr zur Aufzucht ihrer Jungen. Sollte bis dahin der Ersatzstandort stehen, wären die Chancen also gut, dass die Störche wieder kommen würden. Tatsächlich wurde den Störchen fristgerecht an anderer Stelle des Baugebiets ein Mast mit einer Konstruktion fürs Nest angeboten. Für diesen hatten einige örtliche Vogelschützer unter Leitung von Richard Krogull-Raub und Hoffmann eine Nisthilfe vorbereitet. Allerdings gingen die Meinungen, wie schön die neue Nisthilfe war, bei dem zurückgekehrten Storchenmännchen und seiner Partnerin offensichtlich auseinander. Seine Partnerin kam später an, als er, und schien mit der neuen Nisthilfe auch ganz zufrieden. Doch das Männchen, das in der Region überwintert hatte, hatte aber bei seinen Erkundungsflügen bereits einen

Verlag: Lahrer Zeitung GmbH Kreuzstraße 9 (Walpotenhaus), 77933 Lahr Telefon 07 82 1/27 83-160 Telefax 0 78 21/27 83-190

Das neue Weibchen ist mit einem grünen Ring gekennzeichnet Dann passierte es: Das Männchen landete am 9. März beim Sägewerk an der Bahnlinie auf einem Strommast mit nicht isolierten Leitungen, verursachte einen Kurzschluss und war tot. So eine Änderung wird von anderen Störchen sehr schnell bemerkt – und ein anderes Paar nutzte die Chance, das nun freie Nest auf dem Narrenmuseum zu besiedeln. Ein Storch mit grünem Ring

war schon Tage zuvor beobachtet worden. Am 13. März fotografierte der Ettenheimer Storchenbetreuer Wolfgang Hoffmann dann zwei Störche kopulierend auf dem Nest auf dem Narrenmuseum. Dabei konnte er auch die Ringnummern ablesen. Das Weibchen trägt einen französischen, grünen Ring. Es ist also ein neues Weibchen. Es sei das erste Mal, dass er einen solchen Ring sehe, erklärte Hoffmann im Gespräch mit unserer Zeitung. Zwar seien französische Störche in der Region keine Seltenheit. Die grünen Ringe würden jedoch ausschließlich von einer speziellen Gruppierung rund um Kinzheim verwendet. Zuletzt brütete das Weibchen vergangenes Jahr auf der Kirche in Riegel, auch im Jahr zuvor war es bereits in der Region gesichtet worden, wo genau es sich zuvor aufgehalten habe, sei aber ungeklärt. Das neue Männchen trägt einen schwarzen Ring, der es als 2015 in Legelshurst (OG) geschlüpft identifiziert. Was aus dem alten Weibchen geworden ist, ist unklar. Bislang hat es Hoffmann noch nicht wiedergesichtet. Er geht jedoch davon aus, dass es sich gerade auf Partnersuche befindet. Vielleicht wird man es also bald wieder sehen.

Info

Geschäftsführung: Kirsten Wolf

Auch in Lahr sind Störche zurück

Anzeigenleitung: Kirsten Wolf Redaktion: Jörg Braun (Leitung; v.i.S.d.P.) Julia Göpfert Zustellservice: Medienlogistik Stuttgart GmbH, Plieninger Straße 150, 70567 Stuttgart, Telefon: 07721/9950-121, E-Mail: qualitaetwb@ medienlogistik-stuttgart.de Auflage: 23 805 Exemplare Satz: Lahrer Zeitung GmbH Druck: Druckzentrum Südwest GmbH, Villingen-Schwenningen Gültig ist die Anzeigen-Preisliste Nr. 75 vom 1. Januar 2020 und die lokale Anzeigenpreisliste vom 1. Januar 2020. Erscheint wöchentlich kostenlos in: Kenzingen, Bombach, Hecklingen, Nordweil, Herbolzheim, Bleichheim, Broggingen, Tutschfelden, Wagenstadt, Oberhausen, Niederhausen, Ringsheim, Rust, Kappel-Grafenhausen, Ettenheim, Altdorf, Ettenheimmünster, Ettenheimweiler, Münchweier, Wallburg, Mahlberg, Orschweier, Kippenheim, Schmieheim.

neuen Standort ins Auge gefasst. Er hatte eine der höchsten Kuppeln der östlichen Altstadt als neues Zuhause auserkoren: den Dachfirst der Oberrheinischen Narrenschau. Nicht ganz unpassend, hatte die Welle-Bengel-Narrenzunft doch den Klapperstorch im diesjährigen Fastnachtsmotto »Dr’ Schtorch isch weg, welch böses Ome, jetz fehlt uns ball dr’ Narresome«, für ihre Nachwuchssorgen zur Verantwortung gezogen. Als der Storch dann auf dem Narrenmuseum zu bauen begann, war damit der StandortStreit zwischen den Storchenpartnern entschieden und die Partnerin zog mit.

Ihnen gefällt es offenbar in Lahr: Das Storchenpaar, das bereits 2019 auf dem Storchenturm gesiedelt hatte, ist wieder da.

Seit wenigen Wochen ist auch wieder ein Storchenpaar auf dem Lahrer Storchenturm zu beobachten – und zwar dasselbe wie im vergangenen Jahr. Storchenbetreuer Wolfgang Hoffmann aus Ettenheim hat die Gewissheit, dass zumindest das Männchen wiedergekommen ist, denn es trägt einen Identifizierungring mit der Nummer AY475, der ihm einst als Jungvogel in Griesheim (OG) angelegt wurde. Das Weibchen trug vergangenes wie auch dieses Jahr wieder keinen Ring;

trotzdem geht der Betreuer davon aus, dass auch das Weibchen dasselbe ist wie 2019. Denn die Fachleute sagen: Die Nestbindung ist stärker als die Partnerbindung. So finden die Partner wieder zusammen, auch wenn sie im Winter getrennte Wege geflogen sind. Hoffmann ist zur Zeit mit seiner Kamera und einem Teleobjektiv unterwegs, um alle Brutpaare und deren Ringnummern in seinem Betreuungsgebiet vom nördlichen Breisgau bis Lahr zu erfassen.

Herbolzheim/Ettenheim (red/ jg). Ab sofort kann bei der Tafel nur noch in Herbolzheim eingekauft werden, die Ausgabestellen Endingen und Ettenheim bleiben bis auf Weiteres geschlossen. Kunden von dort können jedoch ebenfalls in Herbolzheim (KonradAdenauer-Ring 1) einkaufen. Das Einkaufs-Prozedere wird wie folgt geändert: Die Kunden betreten nicht mehr den Laden. Am Eingang kann der Kunde den Mitarbeitern Einkaufswünsche mitteilen, die dann nach Möglichkeit zusammengestellt werden und nach draußen gereicht werden. Ferner werden die Kunden dazu angehalten, ausreichenden Abstand sowohl untereinander als auch zu den Tafelmitarbeitern einzuhalten. Die Tafel Herbolzheim versucht durch diese Maßnahmen, zumindest eine Notversorgung aufrecht zu erhalten. Ein Probelauf verlief erfolgreich. »Die Kunden waren friedlich und zeigten Verständnis. Sollte dies nicht mehr gewährleistet sein oder andere nicht zu bewältigende Probleme auftauchen, behält sich die Ladenleitung vor, die Tafel unverzüglich zu schließen. Alle Mitarbeiter wissen um die besondere Situation und sind freiwillig im Einsatz«, macht die Tafel in ihrer Pressemitteilung deutlich.

n Absagen

& Co.

n Das

Repair-Café von 48 Grad Süd, das für den heutigen Samstag, 21. März, im »Fairkauf« in Emmendingengeplant war, fällt aufgrund der Entwicklungen bezüglich des Covid-19-Virus aus.

n Wir

gratulieren

Dienstag, 24. März Ringsheim Gabriela Stulz, Kirchstraße 3, 70 Jahre.

n Ärzte Ortenaukreis: Notfallpraxis am Ortenau-Klinikum, Ebertplatz 12. Für Erwachsene: Öffnungszeiten: Montag, Dienstag, Donnerstag 19 bis 22 Uhr; Mittwoch, Freitag 16 bis 22 Uhr; Samstag, Sonn- und Feiertag 8 bis 22 Uhr. – Für Kinder: Montag bis Freitag 19 bis 22 Uhr; Samstag, Sonn- und Feiertag 9 bis 21 Uhr (jeweils ohne vorherige telefonische Anmeldung) Bundesweiter ärztlicher Bereitschaftsdienst: 116 117 Fahrdienst (ärztliche Hausbesuche): Telefon 0 18 05/19 29 24 60 Zahnärztlicher Notfalldienst Ortenaukreis: von Samstag 8 Uhr bis Montag 8 Uhr sowie an Feiertagen Auskunft über die DRK-Rettungsleitstelle Offenburg, Telefon 0 18 05/19 29 24 60 Zahnärztlicher Notfalldienst Kreis Emmendingen: Telefon 018 0/3 22 25 55 70 Tierärztlicher Notdienst Kreis Emmendingen: 0 76 81/49 49 36 und 0 76 82/290 Tierärztlicher Notdienst Ortenaukreis: 0 78 24/6 46 90 Krankenhäuser: Klinikum Lahr Telefon 0 78 21/93-0 Kreiskrankenhaus Ettenheim Telefon 0 78 22/430-0 Kreiskrankenhaus Emmendingen Telefon 0 76 41/45 40


Herbolzheim

Samstag, 21. März 2020

Kurier Seite 3

DRK hilft beim Einkaufen Herbolzheim (red/jg). Für Menschen, die im Zusammenhang mit dem Coronavirus unter häuslicher Quarantäne stehen und keine Unterstützung haben, bietet der DRKOrtsverein Herbolzheim zusammen mit der Gemeindeverwaltung einen Einkaufsservice an. Ehrenamtliche Mitarbeiter besorgen ein bis zwei Mal pro Woche Lebensmittel und Artikel des täglichen Bedarfs und liefern sie vor der Haus- oder Wohnungstür ab. Dabei warten sie – in angemessenem Abstand – bis die Einkäufe von der jeweiligen Person aufgenommen werden. Die Kosten werden vom DRK ausgelegt und können dann dem DRK-Ortsverein überwiesen werden. Die Bankdaten werden den Einkäufen zusammen mit dem Kassenbon beigelegt. »Ich bin dankbar für dieses Angebot, das deutlich macht: Wir lassen niemanden allein, der Hilfe braucht«, sagte Bürgermeister Thomas Gedemer. Bei Bedarf kann man sich beim Bürgerbüro unter Telefon 07643/9 17 70 oder per E-Mail unter buergerbuero@ stadt-herbolzheim.de melden.

n Absagen

Einkaufszettel richtig entsorgen: Schüler starten Plakataktion Eine Gruppe Kinder der Umwelt-AG der Grundschule Wagenstadt hatte sich letztens zu einer Müllwanderung aufgemacht. Dabei fiel ihnen auf, dass im Bereich der alten Schieble Brauerei am Radweg in Kenzingen neben anderem Unrat extrem viele Kassenzettel gefunden wurden. Sie führten dies auf das gegenüberliegende Einkaufs-

areal zurück. Das Umwelt-AG-Team beschloss im darauffolgenden Treffen, Leute darauf hinzuweisen, dass Kassenzettel nicht einfach im Einkaufswagen liegengelassen und schon gar nicht in die Natur geschmissen werden sollten. Dazu entschied man sich große Plakate zu malen und die Einkaufsmärkte Edeka, DM und Aldi zu bit-

ten, diese in den Einkaufswagenstationen aufhängen zu dürfen. Die Geschäftsführer waren von der Idee begeistert und so zieren seit einigen Wochen die Plakate der Kinder diese Stationen. Bei der Übergabe gab es von einem der Märkte sogar noch einen Präsentkorb, über den sich die Kinder freuten. Foto: Umwelt AG

& Co.

n Das geplante Charity-Konzert »Stairway to Heaven« am Samstag, 28. März in Tutschfelden wurde abgesagt. Ein Ersatztermin wird für Herbst geplant n Das Stillcafé, mit dem nächsten Termin am Dienstag, 24. März, findet vorläufig nicht mehr statt. n Der MC-Mopedli Wagenstadt verschiebt seine für den heutigen Samstag, 21. März, geplante Mitgliederversammlung auf den 19. September. n Der Turnverein Herbolzheim hat den kompletten Sportbetrieb aller Abteilungen vorerst bis zum 19. April eingestellt. n Der Musikverein Bleichheim hat die Hauptversammlung am heutigen Samstag und den Jungmusikervorspielnachmittag am morgigen Sonntag bis auf Weiteres verschoben. n Der Vorstand des VdK Herbolzheim hat beschlossen, die für den heutigen Samstag, 21. März, geplante Mitgliederversammlung um drei bis vier Monate zu verschieben. n Die Karten für die am 15. März abgesagte Theatervorstellung des SV Tutschfelden behalten ihre Gültigkeit. Der Verein prüft die Realisierung eines Ersaztermins.

Auch abseits großer Projekte viele Ideen

BUND | Amphibienschutz, streunende Katzen und Landschaftspflege stehen bei der Herbolzheimer Ortsgruppe im Fokus Drei große und langfristige Projekte stehen im Fokus der BUND-Gruppe Herbolzheim: die Landschaftsund Biotop-Pflege, das Katzenprojekt und der Amphibienschutz. Doch auch sonst hat die Gruppe viel geplant. Herbolzheim (red/jg). Der Jahresrückblick verdeutlichte zudem, dass die BUND-Gruppe Herbolzheim auch jenseits ihrer drei langfristigen Projekte thematisch breit vernetzt ist. n Landschafts-

und BiotopPflege: Bei den Arbeitseinsätzen wurden 2019 in mehr als 150 Arbeitsstunden verschiedene Flächen auf der Herbolzheimer Gemarkung bearbeitet. Die Pflege der für Herbolzheim so typischen Trockensteinmauern auf den Hüttenbühl-Terrassen zählten ebenso dazu wie die Wiesenmahd und der Gehölzschnitt. Gerade in diesem Bereich ist vergangenes Jahr die Helferzahl gestiegen, wodurch der Einsatz für die Ehrenamtlichen zeitlich flexibler wurde.

nur die Kommunikation gegenüber den Eigentümern und Bewirtschaftern und der Verlust der landwirtschaftlichen Flächen erzeugt noch Widerstand und Verzögerungen. Zusammenschluss mit Kenzingen: Richard Krogull-Raub kündigte an, die Kenzinger BUND-Gruppe wieder zu aktivieren und stellte deren Themen vor. Ressourcenschonung, Obsoleszenz und Müllvermeidung möchte man sich im Rahmen des städtischen Projekts »Globale Gerechtigkeit« die Gruppe um Jürgen Hauss mit einem geplanten Repair-Café widmen. Die Aussicht auf ein künftiges RepairCafé in Herbolzheim wurde begeistert aufgenommen. Allein fehlt es der BUNDGruppe an Zeit, sich einzubringen. Krogull-Raub sieht es mit Blick auf den Zusammenschluss und der Tatsache, dass er selbst bereits ein solches Unterfangen organisiert habe, als überschaubar an. n

Auch die Pflege der Hüttenbühl-Terrassen zählt zu den Aufgaben des BUND Herbolzheim. Foto: BUND Herbolzheim n Katzenprojekt:

Mit einem Investitionsvolumen von mehr als 25 000 Euro seit Beginn des Katzenprojekts vor 20 Jahren hat sich die BUND-Gruppe Herbolzheim an 649 Sterilisationen und Kastrationen, sowie an der Nachsorge und einer geordneten Katzenhaltung beteiligt. Insbesondere Streuner vermehren sich unkontrolliert und nehmen durch ihr Jagdverhalten erheblich Einfluss auf die Wildtierwelt. Die Unterstützung der Katzenauffangstationen 2020 soll wieder an belegbare Ausgaben ge-

koppelt und auf eine maximale Summe gedeckelt werden. n Amphibienschutz: Das

dritte große Projekt Amphibienschutz befindet sich mittlerweile im dritten Jahrzehnt. Jährlich wird während der Hauptwanderzeit ein Krötenzaun an der L 106 im Bleichtal aufgebaut. Mit dem 2019 gestarteten Planfeststellungsverfahren soll ein fest installiertes Amphibienleitsystem ermöglicht werden. Das Ziel, Amphibien zu schützen, unterstützen alle Beteiligten;

n Impulse für Neubaugebiet: Beim Bebauungsgebiet Herrengüter III-West nahm die BUND-Gruppe Stellung und

gab damit den Planern und Entscheidern Impulse, mit denen zusätzlich zur Kompensation im näheren Umfeld auch auf den Grundstücken so genannte Steinwüsten vermieden, Licht- und Lärmverschmutzung eingedämmt und heimische Gehölze im Gebiet Vorrang erhalten werden. Austausch: Ausgehend von der Herbolzheimer Agenda Natur im Torhaus während des Herbolzheimer Frühlings pflegt die BUND-Gruppe den regelmäßigen Austausch mit anderen Landschaftspflege- und Umweltschutzakteuren wie Landwirten, Nabu, Forst, Imkern, Jagd und Hegering. Initialzündung für den zusätzlichen »Stammtisch« war das Volksbegehren »Rettet die Bienen«.

cker, selbstgemacht« bot die BUND-Gruppe einen Zugang zum nachhaltigen Umgang bei der Nahrungszubereitung. Damit die Nachfrage in 2020 zumindest zur Hälfte bedient werden kann, soll das Ferienangebot an mehreren Terminen mit doppelter Helferzahl angeboten werden.

n Regelmäßiger

Vergangene und zukünftige Veranstaltungen: Beim Stadtradeln 2019 errang die BUND-Gruppe zwar keinen Platz auf dem Siegertreppchen, konnte jedoch mit der Platzierung im vorderen Mittelfeld ein Zeichen für eine Mobilitätswende setzen. Mit dem ausgebuchten Ferienspielevent »Lecker, schmen

Info

Weitere Helfer gesucht Ziel aller Bemühungen der BUND-Gruppe Herbolzheim ist es, die Artenvielfalt zu schützen und Menschen für dieses Themenspektrum zu sensibilisieren und zu begeistern. Dafür bedarf es Mitglieder, Förderer und Helfer, die einige wenige Stunden ihrer wertvollen Zeit spenden. Wer mitmachen und sich einbringen will, kann per E-Mail an peter.steiert@bund.net oder thomas.reitzel@bund.net Bescheid geben. Eine Mitgliedschaft wäre schön, ist aber nicht zwingend erforderlich, so die BUND-Gruppe.

»Brauchen so ein Herz wie deins« Kindergarten | Erzieherin Ulrike Lienhart geht in Ruhestand Herbolzheim. Abschied nach 25 Jahren: Ulrike Lienhart, Erzieherin im evangelischen Kindergarten Herbolzheim, wurde in der vergangen Woche in den Ruhestand verabschiedet. In einer Feierstunde wurde sie vom Träger, ihren Kolleginnen, den Kindern und Eltern für Ihre langjährigen Verdienste gebührend gefeiert. »Kinder brauchen so ein großes Herz wie deins«, hob Kindergartenleiterin Theresia Liebich in ihrer Ansprache hervor. Für Lienhart sei Erziehung, Bildung und Betreuung der Kinder nicht nur ein Beruf, sondern Berufung gewesen. Seit September 1995 prägte die Erzieherin die

Arbeit im evangelischen Kindergarten in Herbolzheim entscheidend mit, wie ihr sowohl von Theresia Liebich als auch von Pfarrer Oliver Wehrstein, als Träger, anerkennend bestätigt wurde. Vieles habe sie bewirkt und Spuren hinterlassen, besonders im Bereich Religionspädagogik. In diesem Erziehungsfeld setzte die scheidende Pädagogin mit viel Gespür für den Glauben ein und vermittelte den Verlauf des Kirchenjahres kindgerecht. »Sie ermöglichte den Kindern einen Zugang zu Werten, die verbinden«, wusste Liebich zu berichten. So war es etwa Lienhart gewesen, die den »Herzensort«, einen Ort für

kindliche Spiritualität, mit ihrer Handschrift sehr ästhetisch gestaltet habe. Auch der Eingangsbereich des Kindergartens wurde von ihr immer wieder neu und liebevoll dekoriert. Überhaupt zieht sich ihre Erziehung mit allen Sinnen wie ein roter Faden durch ihre Arbeit mit den Kindern. Lienharts Bildungsschwerpunkt lag bei der Sprachförderung und der Musik. An der pädagogischen Hochschule Freiburg hatte sie sich zur Fachkraft für vorschulische Sprachförderung ausbilden lassen. Darüber hinaus war sie die Kooperationserzieherin Grundschule. »Viele Kinder haben davon profitiert, weil sie sie im Übergang zur

Die Kinder sagen ihrer Erzieherin Ulrike Lienhardt (Mitte) auf Wiedersehen. Flankiert wird sie von Pfarrer Oliver Wehrstein und Kindergartenleiterin Theresia Liebich. Foto: Meier Schule kompetent begleitete«, erinnert sich Liebich. Im Team sei Lienhart eine überaus geschätzte Kollegin. »Wir sind dankbar und glück-

lich, dass wir so lange mit dir zusammenarbeiten durften«, hob Liebich stellvertretend für ihr Team und den Träger hervor. Auch die Kinder lies-

sen es sich nicht nehmen, ihrer Frau Lienhart »Lebe wohl« zu sagen – und zwar mit schöner Musik und Gesang.


Ettenheim

Samstag, 21. März 2020

Gold und Silber für Ettenheim Ettenheim (red/jg). Die Landesrundenwettkämpfe des Südbadischen Sportschützenverbands sind vorzeitig beendet. Insgesamt nahmen 31 Luftgewehr-Mannschaften teil. Die Ettenheimer Schützen traten mit zwei Mannschaften an. Sie erreichten den dritten Platz mit 4734,9 Ringen und den neunzehnten Platz mit 4664,8 Ringen. Auch in den Einzelplatzierungen sah es für die Ettenheimer gut aus. Martin Kriese schaffte es sich die Silbermedaille zu verdienen. Margot Furtwängler bei den Seniorinnen kam auf den ersten Platz. Weitere Ergebnisse gibt es unter www.schuetzenvereinettenheim.de.

n Absagen

& Co.

Keine Kurse bei der Volkshochschule

Ettenheim (red/jg). Die Vokshochschule Lahr mit ihren Außenstellen, unterbricht den Kurs- und Unterrichtsbetrieb bis auf Weiteres an allen Kursorten. Die VHS-Geschäftsstelle ist ebenfalls für den Besucherverkehr geschlossen. Unter Telefon 07821/91 80 und per E-Mail werden jedoch Fragen beantwortet.

Weinmesse ist abgesagt

Ettenheim (red/jg). Aufgrund der Coronavirus-Pandemie sagt die Stadt Ettenheim die Weinmesse am 24. und 25. April ab. Die Betriebsbesichtigung im Weingut Weber am 26. März und der Kochkurs im Küchenstudio Hein am 3. April sind ebenfalls abgesagt.

DRK verschiebt Haussammlung

Wallburg/Münchweier (red/ jg). Der DRK-Ortsverein Münchweier-Wallburg verschiebt die für den heutigen Samstag geplante Hauptversammlung auf unbestimmte Zeit. Auch die geplante Haussammlung vom 21. bis 28. März wird auf unbestimmte Zeit verschoben.

Anfang 2022 könnte gestartet werden Energie | Drei neue Windräder sollen in Ettenheim Stromertrag steigern / Kosten von fünf Millionen Euro Wenn alles nach Plan läuft, können 2022 in Ettenheim die neuen Windräder in Betrieb genommen werden. Die Bestehenden werden zurückgebaut. Das Projekt wurde nun der Öffentlichkeit vorgestellt. n

Von Sandra Decoux-Kone

Ettenheim. Es ist das große »Windpark-Repowering-Projekt« in der Ortenau, das die drei Projektpartner Ettenheimer Bürgerenergie, Enercon und Ökostrom derzeit auf den Weg bringen. Mit den Bürgermeistern Bruno Metz (Ettenheim) und Matthias Gutbrod (Kippenheim) wurde das ehrgeizige Projekt nun der Presse vorgestellt. Der neu geplante »Windpark Schnürbuck« wird deutlich mehr Strom produzieren können als die alten Windräder. Jörg Bold, Vorstand der Bürgerenergie, rechnet mit einer maximalen Leistung von 13,8 Megawatt (derzeit 7,9) und einem Stromertrag von mehr als 25 Millionen Kilowattstunden pro Jahr (derzeit sechs Millionen). Das enstpricht einem Strombedarf von insgesamt 8000 Haushalten – deutlich mehr als die fünf bisherigen. Möglich wird die Ertragssteigerung durch höhere Türme und einen größeren Rotordurchmesser. Neben mehr Windstrom bringt das Projekt noch andere Vorteile mit sich: Die neuen Anlagen werden in zweiter Reihe errichtet und haben zur Wohnbebauung in Wallburg, Ettenheimmünster und Münchweier einen Abstand von 2000 Metern – statt bisher 1000 Metern. Die Anlage der Genossenschaft wird etwa 550 Meter östlich der Altdorfer Hütte

Zeigten sich mit den Planungen zum neuen »Windpark Schnürbuck« im Rahmen des »Windpark-Repowering-Projekts« zufrieden (von links): Jörg Bold, Bruno Metz, Matthias Gutbrod und Andreas Markowsky. Foto: Decoux-Kone entstehen, eine weitere nochmals 600 Meter weiter in Richtung Osten. Die dritte Anlage soll nach dem Abbau der Kippenheimer Anlage fast am selben Standort errichtet werden.

Infrastruktur muss nicht erneuert werden Ein weiterer Vorteil ist die bestehende Infrastruktur: Die Erschließung erfolgt über den Brudergarten zur Altdorfer Hütte und verläuft genauso wie es beim Bürgerwindpark der Fall war. Es muss nirgendwo eine Wegstrecke verbreitert werden. Die Windräder werden auf einem 20 Meter

langen Alpingestell an den Standort gebracht. Beim Errichten kommt ein Kletterkran zum Einsatz, der mit dem Rad in die Höhe wächst. Somit ist auch eine Kranauslegefläche nicht erforderlich. Auch auf naturschutzrechtliche Aspekte wurde das Projekt geprüft. »Wir haben dieselbe Flora und Fauna wie vor 20 Jahren, als der erste Park gebaut wurde und auch dieselbe Häufigkeit von Tieren«, versicherte Andreas Markowsky, Geschäftsführer der Ökostromgruppe Freiburg. Auch der Rückbau solle kein Problem sein. In fünf Jahren wird lediglich der Aussichtsturm an den derzeitigen Windpark erinnern.

Ehrungen werden nachgeholt

Ettenheimmünster (he). Die für den heutigen Samstag, 21. März, vorgesehene Ehrungsveranstaltung des Musikvereins Ettenheimmünster ist abgesagt. Ein neuer Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben, teilt der Musikverein mit.

Kurier Seite 4

Sollte die Genehmigung für den Bau des Windparks wie erhofft Mitte 2021 vorliegen, könnte bereits Anfang 2022 mit dem Bau begonnen und die Anlagen noch im selben Jahr in Betrieb genommen werden. Bis dahin werden alle fünf Altanlagen zurückgebaut sein. Die Anlage der Genossenschaft wird etwa 500 Meter östlich der Altdorfer Hütte entstehen und mehr als fünf Millionen Euro kosten.

Info

Das sind die Beteiligten n Die Enercon GmbH ist der größte deutsche Hersteller von Windenergieanlagen. Am Stammsitz in Aurich (Ostfriesland) befindet sich auch das größte Produktionswerk. Weltweit beschäftigt der Enercon-Verbund rund 18 000 Menschen und hat über 30 000 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von mehr als 52 Gigawatt errichtet. n Die

Ein Vorteil des neuen Windparks ist die bereits vorhandene Infrastruktur in Ettenheim. Es muss somit nirgendwo eine Wegstrecke verbreitet werden. Foto: Ettenheimer Bürgerenergie

Es ist vorgesehen, dass jeder der drei Projektpartner eine Anlage betreibt. »Wenn Kommunen eine solche Fläche für Windkraft haben, sollte man die Chance auch wahrnehmen«, so Ettenheims Bürgermeister Bruno Metz. Die Chance hat auch die Gemeinde Kippenheim ergriffen. »Ettenheim war die treibende Kraft und wir durften uns anschließen«, so Bürgermeister Gutbrod.

Ettenheimer Bürgerenergie wurde 2011 gegründet und hat inzwischen mehr als 200 Mitglieder aus Ettenheim und der Region. Die Genossenschaft will dazu beitragen, die Nutzung erneuerba-

rer Energien in der Region auszubauen und die Energieeffizienz zu stärken. Sie hält ein Viertel der Anteile der Betreibergesellschaft des Bürgerwindparks Südliche Ortenau und betreibt einige Solarkraftwerke. Die Ökostromgruppe Freiburg hat in den vergangenen 20 Jahren zahlreiche Wind-, Wasser- und Solarprojekte in Baden-Württemberg entwickelt und ist für deren Betrieb verantwortlich. Eigentümer der Anlagen sind rund 2500 private Geldgeber, die sich über Kommanditgesellschaften an den Anlagen beteiligt haben. n

Aczepta plant Abriss und Neubauten in Ettenheimmünster

Pflegeeinrichtung | Nebengebäude sollen für Wohnungen und Multifunktionsräume weichen / Noch einige Fragen offen n

Von Michael Masson

Ettenheimmünster. Nebengebäude der stationären Pflegeeinrichtung Aczepta (Haus St. Landelin) in Ettenheimmünster sollen abgerissen und stattdessen zwei neue errichtet werden. Die Planungen dazu lagen nun kurzfristig dem Ortschaftsrat bei seiner Sitzung am Mittwoch vor, nachdem er das Thema auf der vorletzten hatte absetzen müssen. Das Fazit vorneweg: Das Vorhaben soll noch vom städtischem Bauamt und dem Vorhabensträger vorgestellt werden. Denn es gibt noch einige Fragen, wie sich bei der Sitzung zeigte. In der Aczepta-Pflegeeinrichtung für psychisch erkrankte Menschen soll die be-

stehende Eingliederungshilfe samt Funktionsflächen erweitert werden. Dazu soll nach Abbruch der bisherigen Nebengebäude auf der rückwärtigen Nordseite an deren Stelle ein zweistöckiges Haus gebaut werden, mit 27 Zimmern und zwei Wohnungen.

Infoveranstaltung soll Klarheit bringen Außerdem soll östlich des Geländes Richtung Rathausplatz ein neues eingeschossiges Funktionsgebäude errichtet werden, mit Büro-, Lager- und Besprechungsräumen. Dadurch würden viele Parkplätze der Pflegeeinrichtung wegfallen. Diverse Fachbehörden haben dem Vorhaben bereits

zugestimmt. Die Ettenheimer Baurechtsbehörde beabsichtigt erklärtermaßen zu empfehlen, die entsprechende Baugenehmigung zu erteilen. Grundsätzlich hatten die Ettenheimmünsterer Ortschaftsräte gegen das ErweiterungsVorhaben nichts einzuwenden, jedoch noch manche Fragen, die mangels Bauamtsund Aczepta-Vertretern am Mittwoch nicht beantwortet werden konnten. Da geht es etwa um künftige Wasserableitungen, Verbleib der bisherigen Therapie-Werkstätten und auch um die Optik des neuen Funktionsgebäudes, das den Rathausplatz quasi einrahmen wird. Michael Sterner (FWV) befürchtete: »Da wird dann ein schöner Trumm am Rathausplatz ste-

Diese Bauten im hinteren, von der Straße aus nicht einsehbaren Bereich des ehemaligen Kurhotels (links am Rand) sollen abgerissen werden, einschließlich dem alten Feuerwehrhaus. Hier soll das neue Wohngebäude entstehen. Foto: Masson

hen.« Sperren gegen neue Investitionen wolle er sich dennoch nicht. Nur sei nun eben erst einmal »im Nachgang« eine klärende Infoveranstaltung fällig. Auch darüber, wie Dortje Treiber (FLE) nachfragte, wo die bisherigen, abzureißenden Werkstätten künftig genau bleiben. Gewünscht wurde auch Aufklärung über Aufenthaltsplätze der Bewohner auf dem Aczepta-Gelände. Ortsvorsteherin Rita Ohnemus, selbst kurzfristig von den Aczepta-Vorlagen konfrontiert, versprach, für eine baldige Vorstellung des Erweiterungsprojekts durch Beteiligte sowohl im Ortschaftsrat als auch auf einer Info-Veranstaltung für Bürger zu sorgen.


Kenzingen

Samstag, 21. März 2020

Kurier Seite 5

Die Reben stehen bereits im Saft Weinbau | Frühes Wachstum beunruhigt Winzer

In den Weinbergen ist der Rebschnitt fast überall abgeschlossen. Die Winzer sind momentan beim Neigen und Binden der Ruten am Drahtrahmen. Die Vegetation ist ungefähr zehn Tage vor dem langjährigen Durchschnitt. Winzer fürchten den Spätfrost. n

Von Bernhard Thürling

Ortenau/Kenzingen. Ein früher Austrieb der Reben kündigt sich an. Georg Moosmann, Bereichsvorsitzender Breisgau, ist der Meinung, dass infolge der Witterung der letzten Wochen der Wasservorrat in den Weinbergen eine gute Grundlage für die Entwicklung der Reben bildet. »Die Reben stehen bereits im Saft«. Er rechnet damit, dass Anfang April deren Knospen aufgehen. Die Winzer sorgen sich selbstverständlich, dass Spätfröste die Triebe schädigen und den Ertrag mindern, wie es teilweise in den letzten Jahren geschehen ist. Die Frostgefahr ist jedoch in den Rebanlagen, die am Berghang liegen, etwas geringer als in der Ebene, wie beispielsweise in der

Frühlingserwachen in Kenzingen n Absagen

Foto: Hannelore Eisenbarth

& Co. in Kenzingen

n Die

Arbeitsgemeinschaft für Geschichte und Landeskunde will ihre Mitgliederversammlung am 23. März auf einen risikofreien Termin verschieben, der derzeit jedoch noch nicht absehbar sein kann. n Die katholische öffentliche Bücherei Kenzingen verschiebt ihren Tag der offenen Tür, der für Samstag, 29. März, geplant war. Aktuell steht noch kein neuer Termin fest.

n Der

VdK-Ortsverband sagt seine für Samstag, 28. März, geplante Hauptversammlung auf Grund der aktuellen Corona-Entwicklung ab. Damit will man Rücksicht auf die gesundheitlichen Gefahren für die Mitglieder nehmen. Ein neuer Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben. Der VdK-Vorstand bittet um Verständnis für diese Entscheidung, heißt es in der Pressemitteilung.

n Die Stadtverwaltung hat bis zum Ende der Osterferien am 19. April alle kommunalen Einrichtungen einschließlich der Ortsverwaltungen Bombach, Hecklingen und Nordweil geschlossen. Alle kommunalen Angebote und Veranstaltungen werden verschoben oder abgesagt, erklärt die Stadt. Auch das Museum »Oberrheinische Narrenschau« ist bis einschließlich 17. April geschlossen.

Augen an den Ruten der Reben werden bereits leicht wollig, was auf eine baldige Entwicklung der Knospen deutet.« Er hofft wie alle Winzer, dass Spätfröste nicht zu einem Ertragsverlust führen wie im Jahr 2017. Das Anlegen von Feuern in den Weinbergen zur Erhöhung der Nachttemperatur ist unabhängig vom Aufwand auch nicht überall möglich, um etwa Böschungen nicht zu gefährden oder zusätzlich Feinstaub zu erzeugen. Die Winzer haben in Ich hoffe nicht, dass diesem Jahr die späte Fröste zu Möglichkeit, eine Ertragsverlusten führen.« Mehrgefahrenversicherung gegen Winzer Markus Wöhrle Sturm, Starkregen und Frost abzuachtet das Klima und das Wet- schließen, die vom Lande geter sehr genau. »Momentan fördert wird. Dies haben bisentspricht es dem Verlauf des her nur wenige Winzer in AnWinters in 2007. Somit könne spruch genommen. Der Friesenheimer Winzer man einen frühen Lesebeginn im August prognostizieren.« Martin Erb sieht dies unter beDie genaue Beobachtung der triebswirtschaftlichem Aspekt. Witterung ist für ihn beson- So müsste die Anbaufläche des ders wichtig, da er umwelt- gesamten Betriebs versichert schonenden Weinbau be- werden – nicht nur einzelne frostgefährdete Lagen. Die treibt. Winzer Markus Wöhrle aus Kosten der Versicherung entLahr berichtete ebenfalls von spräche somit aus seiner Sicht der fortgeschrittenen Vegeta- nicht dem relativ geringen Rition in seinen Weinparzellen siko, einen Totalverlust zu eram Schutterlindenberg. »Erste leiden.

Pfalz. Moosmann schätzt, dass das größere Risiko im Hagelschaden besteht. Die Wahrscheinlichkeit eines Totalschadens nach Spätfrost ist bei den Winzern etwas geringer, die ihre Reben in verschiedenen Lagen anbauen. Verluste in einer Rebanlage könnten teilweise durch den Ertrag in anderen ausgeglichen werden. Dieser Auffassung ist der Winzer Bernhard Jägle aus Kenzingen. Er beob-

»

Info

Beheizte Reben Eine Neuerung zur Vermeidung von Frostschäden an den Reben wird gegenwärtig bereits in der Praxis erprobt. Mittels Strom können im Bedarfsfall einzelne Drähte der Rebanlagen beheizt werden. Damit soll die Temperatur unmittelbar an den Ruten und Trieben erhöht werden, so dass der Frost keinen Schaden anrichten kann. Erste Ergebnisse der Testversuche scheinen auch Anlass zur Hoffung zu geben, dass diese Methode funktionieren könnte.

Erste Frühblüher setzen Farbtupfen in den Rebanlagen. Ein früher Austrieb der Reben kündigt sich an. Foto: Thürling

»Kaiserhöfe«: Räte bemängeln unzureichende Information Technischer Ausschuss | Mitglieder wollen Gründe fürs Landratsamtsveto beim Coats-MEZ-Gelände wissen Kenzingen (ws). Über lediglich drei Bauanträge hatte der technische Ausschuss in seiner jüngsten Sitzung zu beraten. Diese sorgten jedoch für allerlei Zündstoff: Einige Ausschussmitglieder warfen der Verwaltung eine unzureichende Informationspolitik in Sachen Baugenehmigungen auf dem ehemaligen CoatsMEZ-Gelände und der Kläranlage vor. Sie kritisierten, dass Nachrichten nur verzögert und schleppend an sie weitergereicht würden. Sie wünschten sich von Rathauschef Matthias Guderjan gezielte Antworten auf ihre Fragen, doch dieser wurde von Karl Weiß vertreten, der seine erste Sitzung als Bürgermeister-Stellvertreter leitete. Als Erster meldete sich Dirk Schwier (ABL) zu Wort. Von einer Informationskultur könne keine Rede sein, bemängelt er hinsichtlich eines Bauantrags zu den »Kaiserhöfen«, dem ehemaligen Coats-MEZGelände. Bereits Ende Februar sei der Stadt eine Baugenehmigung durch das Landratsamt zugestellt worden. Zuvor wurde das Einverneh-

men in einer Gemeinderatssitzung einstimmig versagt. Schwier wollte die Gründe wissen, warum die Baurechtsbehörde hier ihr Veto einreichte. In die gleiche Kerbe schlug Armin Weiland (BVK/FW), der die Entscheidung der zuständigen Landkreisbehörde abwegig empfand. Wenn dort andere Kriterien zur Entscheidungsfindung herrschen, bräuchte man im Ausschuss nicht zu diskutieren, stellte er heraus. Achim Rehm (MiR) fand klare Worte: Es sei am Gemeinderat vorbeigewirkt

worden. Für ihn sei das ein Verfahrensfehler, weil zuerst eine zweite Vorlage im Rat diskutiert werden müsse, bevor das Landratsamt eine endgültige Entscheidung treffen dürfe. Statt einer weiteren Behandlung im Gremium fand eine Aussprache der Stadt mit der Baurechtsbehörde statt, wie Fachbereichsleiter Wolfram Müller versicherte. Er habe dem Sachbearbeiter versichert, dass das Gremium nach wie vor eine einvernehmliche Haltung einnimmt. Dass das Einvernehmen vom Land-

Der technische Ausschuss warf der Verwaltung Versäumnisse in Sachen Baugebiet Kaiserhöfe vor. Foto: Schnabl

kreis doch erteilt wurde, löste Befremden in allen Fraktionen aus. Die Ausschussmitglieder prangerten allgemein fehlende Informationen an. Beispielsweise fand ein Treffen der Rathauschefs aus Kenzingen und Herbolzheim statt, in dem Berührungspunkte bei der Kläranlage erörtert wurden. Hiervon erfuhren die Stadträte erst aus Presseveröffentlichungen.

Latentes Misstrauen während Diskussionen Norman Schuster (FDP) irritierte das latente Misstrauen während der Diskussionen. Man möge doch den Tonfall etwas herunterschrauben, so seine Empfehlung, während ihm Benjamin Kleinstück (BVK/FW) entgegnete: »Misstrauen ist unsere Kontrollfunktion«. Bei der Erteilung von Bauanträgen wegen Überschreitung von der Festsetzung der Bebauungspläne waren sich die Mitglieder hingegen einig. Dem Neubau eines Wohnhauses mit behindertenge-

rechten Pflegebereich im Herbolzheimer Pfad steht nichts mehr im Wege. Bei der Teilunterkellerung wurde eine 36Zentimeter-Abweichung der Gründungstiefe aus städtebaulicher Sicht als vertretbar angesehen. Auch die geringe Überschreitung der Traufhöhe von zehn Zentimetern ist dem Bauvorhaben nicht hinderlich. Im vereinfachten Verfahren hat der Ausschuss die Errichtung eines überdachten AutoStellplatzes im Wonnental gutgeheißen. Eine erste Zustimmung wurde bereits 2012 erteilt, doch in der gültigen Genehmigungszeit nicht realisiert. Der Wiedererteilung stand nichts im Wege, allerdings muss eine Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde bei der Antragstellung erfolgen. Im Ortsteil Hecklingen wird ein Einfamilienhaus in der Dorfstraße errichtet. Das Baugrundstück befindet sich in einem Gebiet ohne rechtskräftigen Bebauungsplan, aber im Zusammenhang bebauter Ortsteile. Der Ortschaftsrat hatte zuvor seine Zustimmung erteilt.

Busse fahren nach Ferienplan Freiburg (red/jg). Die aktuelle Entwicklung im Umgang mit dem neuartigen CoronaVirus sowie der Beschluss des Kultusministeriums BadenWürttemberg, bis nach Ostern sämtliche Schulen zu schließen, hat auch Auswirkungen auf den ÖPNV: Die Regionalbusunternehmen im Regio-Verkehrsverbund Freiburg (RVF) stellen ab sofort auf den »Ferien-Fahrplan« um, die Busse fahren also montags bis freitags wie in den Schulferien. Dies erfolgt in Abstimmung mit dem Landkreis Emmendingen und Breisgau-Hochschwarzwald, die Aufgabenträger für den Regionalbus sind, heißt es in der Pressemitteilung des RVF.

n Kenzingen n Der

Georgenmarkt in der Brotstraße findet am Dienstag, 28. April, zum letzten Mal statt. Interessenten können sich im Rathaus Kenzingen, Hauptstraße 15, 79341 Kenzingen, schriftlich bewerben. Fragen dazu beantwortet Manuela Kovacevic (Telefon 07644/90 01 13; E-Mail kovacevic@kenzingen.de).


RHeinhausen / Rust

Samstag, 21. März 2020

Kurier Seite 6

Gleich vier Mal Platz eins erturnt

Bestenkämpfe | TuS stolz auf Nachwuchs

Insgesamt starteten 29 Turner in sechs Teams bei den Turnerjugend-Bestenkämpfen im Geräteturnen in Waldkirch für den TuS Oberhausen. Foto: TuS Oberhausen

Oberhausen (red/jg). Vier Nachwuchsteams des TuS Oberhausen sind auf Siegertreppchen bei den Turnerjugend-Bestenkämpfen im Geräteturnen gekommen. Insgesamt starteten 29 Turner in sechs Teams für den TuS Oberhausen im Geräteturnen in Waldkirch. Dabei zeigten die jungen Athleten sehr gute Übungen an den Geräten, teilt der Verein mit. Gleich vier belegten den ersten Platz. Die TuS Trainer Cedric Maurer, Harald Enghauser, Dieter Früh, Armin Kunde, Josefine Kunzweiler-Nowak, Leon Stellmacher, Volker Bienmüller und die Turner waren mit ihren Teamleistungen zufrieden: Der TuS Oberhausen ist stolz auf die Leistungen der Nachwuchturner und dankt auch seinen Kampfrichtern Mario Stehlin, Dieter Früh und Sven Vetter.

Jahrgang 2011 und jünger: Elia Stehlin, Elias Kuri, Linus Dörle, Nils Nowak, Lorenz Früh (Platz eins); Niklas Wiek, Oskar Klomfass, Simon Huber, Vincent Früh, Mika Maurer (Platz fünf); Theo Klomfass, Adrian Engelhardt, Jonathan Zängle, Max Klomfass, Jonah Stehlin (Platz sechs); n

n Jahrgang 2009 und jünger: Til Bender, Max Schönstein, Maximilian Frank, Silas Maurer (Platz eins); n Jahrgang

2005 und jünger: Jacob Flamm, Paco Enghauser, Jonathan Rothenberger, Paul Nowak (Platz eins) n Bezirksklasse

Jahrgang 2005 und jünger: Max Bienmüller, Moritz Bienmüller, Mattis Kunde, Samuel Ankermann, Niklas Kunde (Platz eins);

Kein Aufschub für die Abiturienten Schulschließung | Schüler müssen an Prüfungen teilnehmen / Erste Unterrichtsstunden per App in Ettenheim abgehalten Trotz der Schulschließungen wegen des Coronavirus sollen in der Ortenau die Abiturprüfungen wie geplant stattfinden. Antworten zu Fragen rund um den Schulbetrieb hat das Landratsamt im Internet zusammengefasst. Offenburg (red/jpe). Neben der Sorge um die Gesundheit ihrer Kinder beschäftigt viele Eltern auch die Frage: »Was ist mit dem Abitur?«. Prüfungen, die in den Zeitraum der Schulschließung seit Montag, 16. März fallen, werden auf die Zeit nach den Osterferien verschoben, teilt das Landratsamt des Ortenaukreises mit. Dies gilt für die bislang auf den 2. April terminierten Deutschprüfungen an den Beruflichen Gymnasien und an

den Berufsoberschulen ebenso wie für einzelne Prüfungen des fachpraktischen Abiturs. Weitere Fragen beantwortet der Kreis folgendermaßen.

n

Schüler, die sich auf Abschluss- oder Abiturprüfungen vorbereiten, werden bei der Bearbeitung von Unterrichtsmaterialien von ihren Lehrkräften weiter unterstützt, möglich sind hier alle Kommunikationswege, analog und digital. Unter anderem können hierfür auch digitale Hilfsmittel herangezogen werden, um ortsunabhängig kommunizieren, lernen und arbeiten zu können. Die Schulen sind angehalten, zu prüfen, welche digitalen Möglichkeiten für ihre Schule geeignet sind, erklärt der Kreis.

n Wie können sich Schüler der Abschlussklassen auf ihre Prüfungen vorbereiten?

n Wie läuft das aktuell in der Praxis ab? »Es werden Aufgaben zur Verfügung gestellt, es gibt erste Unterrichtsstunden per App und die Lehrer haben die Kontakte zu den Schülern gut vernetzt, sodass sie ihnen wei-

Welche Schulen und Kindertageseinrichtungen sind von der Schließung betroffen? Die Schließung betrifft alle Schulen und Kindertageseinrichtungen in Baden-Württemberg unabhängig davon, ob es sich dabei um solche in freier oder öffentlicher Trägerschaft handelt. n

Finden die Abschlussprüfungen wie geplant statt? Ja, alle ab 21. April terminierten Abschlussprüfungen finden laut Ortenaukreis planmäßig statt.

In den Klassenzimmern sind jetzt die Stühle auf die Tische gestellt. Die Schüler müssen aber weiterhin lernen. Symbolfoto: Riedl terhin für Fragen zur Verfügung stehen. Das gilt besonders für die Abiturvorbereitungen. Die Kinder sind angeleitet, zu Hause ihre Vorbereitungen weiterzuführen und haben die Möglichkeit Rücksprache mit ihren Lehrern zu halten«, erklärt Frank Woitzik, Leiter des Städtischen Gymnasiums Ettenheim auf

Anfrage unserer Zeitung. An dieser Schule gibt es zwei bestätigte Corona-Fälle. Was ihn persönlich sehr gefreut hat, ist in diesem Zusammenhang die Tatsache, dass der Umgang der Schüler mit den vorgekommenen Corona-Fällen sehr verständig und emphatisch abgelaufen ist. Müssen Schüler an den Prüfungen teilnehmen? Ja, es gelten laut Kreis die normalen Bestimmungen zur Teilnahme an den Abschlussprüfungen. Das Kultusministerium und die Schulen werden darauf achten, dass alle Schüler an allen Schularten faire Bedingungen erhalten und niemand durch die Situation benachteiligt wird. n

Welche Regelung gilt für Sozialkontakte im außerschulischen Bereich? n

Die Schließung der Schulen und Kindertageseinrichtungen dient einer Eindämmung des Coronavirus. Alle Menschen in Baden-Württemberg sind dazu aufgefordert, soziale Kontakte auch außerhalb der Schule auf ein Minimum zu reduzieren. Damit das gelingt, sind alle auf ein solidarisches Miteinander angewiesen.

Info

Keine Praktika Auch Schüler- und Betriebspraktika entfallen in der Zeit der Schulschließung. Solange die Schulen geschlossen sind, finden auch keine außerunterrichtlichen Veranstaltungen wie »Boys‘ Day« und «Girls‘ Day« statt.

Größter Wunsch: mehr jüngere Mitglieder

Gesangsverein | Mitglieder sind zufrieden mit 2019 / Auszeichnung für Probenbesuch n

Von Katrin Meier

Rheinhausen. Kontinuität beim Männergesangsverein Sängerlust Oberhausen: Bei der Hauptversammlung im Haus der Vereine wurde der Vorsitzende Uwe Mehmen für eine weitere Amtszeit einstimmig wiedergewählt. In ihrem Amt bestätigt wurden auch Kassenwart Anton Kossmann und Notenwart Franz Weis. Franz Maurer kandidierte nicht mehr für den Posten als Beisitzer. Auf

ihn folgt Robin Krüger. Weiter als Beisitzer in der Vorstandschaft tätig ist und bleibt Josef Lang. Zu Kassenprüfern berufen wurden Herbert Stary und Jan David Maurer. Josef Lang kümmert sich auch weiterhin als Vereinswirt um die Bewirtung seiner Sängerfreunde. Schriftführerin Elisabeth Mehmen gab einen Rückblick auf die erfolgreichen Veranstaltungen des Gesangsvereins im vergangenen Jahr, zu denen das Doppelkonzert mit

den Sangesfreunden aus Rust, die Fasnachtsveranstaltung und zahlreiche andere Aktivitäten zählten, die die Kameradschaften stärkten.

Chorleiter bezeichnet Verein als sehr engagiert Kassenwart Anton Kossmann bescheinigten die Kassenprüfer eine vorbildlich geführte Kasse. Auch Sangwart Uwe Mehmen wusste viel Erfreuliches zu berichten. Großer

Wunsch des Vereines ist es, weiterhin mehr jüngere Mitglieder für das Singen im MGV zu begeistern und als Mitglieder gewinnen zu können. Das würde auch Chorleiter Zsolt Sandor freuen, der dem Verein bescheinigte, sehr engagiert zu sein. Nach den Tätigkeitsberichten wurde der Vorstand einstimmig entlastet. Für fleißige Probenbesuche konnten Zsolt Sandor, Uwe Mehmen, Herbert Stary, Günther Franz ausgezeichnet werden.

Info

Fr. 17. Juli | 18.00 Uhr SEEPARK 5 KM LAUF FÜR JEDERMANN Volksbank Lahr eG

Weitere Sänger gesucht

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Turmstr. 22 · 77933 Lahr · Tel. 0 78 21 / 90 99 86 60 w w w. s p o r t - s e r v i c e - l a h r. d e

Der wiedergewählte Vorstand des MGV mit Dirigent Zsolt Sandor (ganz links) und dem Vorsitzenden Uwe Mehmen (hintere Reihe, Zweiter von links) Foto: Meier

Der Männergesangsverein Sängerlust Rheinhausen freut sich über neue Mitglieder, die gerne singen, aktiv das Vereinsleben bereichern möchten und die Kameradschaft schätzen. Beim MGV ist jeder willkommen, egal ob Mann oder Frau. Die Probenzeiten des Gesangsvereins sind immer donnerstags von 20 bis 21.30 Uhr im Haus der Vereine.


Lokales

Woche 12

Samstag, 21. März 2020 Samstag, 21. März 2020

Woche 12

Seite 7 Seite 7

Brandserie: Beide Seiten legen Berufung ein

Der Sparkasse flattert das Geld nur so ins Haus

Im Fall der Herbolzheimer Scheunenbrandserie wurden jetzt sowohl von Verteidigung als auch Staatsanwaltschaft Rechtsmittel eingelegt.

Kundeneinlagen steigen stark und die Bilanzzahlen sind glänzend, doch die Coronakrise macht auch dem regionalen Geldhaus Sorgen für die Zukunft

Foto: Braun

Die Sparkasse OffenburgOrtenau wächst weiter sehr stark und glänzt mit sehr guten Bilanzzahlen. Wie es allerdings angesichts der Corona-Krise wirtschaftlich in der Region weitergeht, sei offen. Die Bank trifft auch Vorsorge wegen Corona. n

Von Jörg Braun

Lahr/Ettenheim/Offenburg. Das Geldhaus kratzt bald an der Fünf-Milliarden-Marke, was seine Bilanzsumme angeht. Um 272 Millionen wurde dieser Wert voriges Jahr auf nun 4,72 Milliarden gesteigert, verkündete die Sparkassenspitze bei der Bilanzpressekonferenz in Offenburg Die Details: n Geld

wie Heu: »Wir wissen nicht, wohin mit dem Geld«, fasste es Vorstandsvorsitzender Helmut Becker zusammen. Die Kunden, vor allem private, würden der Sparkasse ihr Geld in großen Mengen auf die Konten schieben. Die Kundeneinlagen seien massiv gestiegen, um fast 250 Millionen auf mehr als 3,5 Milliarden Euro. Es sei fast schon von eine Schwemme. Deutlich mehr Kredite: Das viele Geld, dass die Kunden bei der Sparkasse parken, n

anderem Vorstandsmitglied Jürgen Riexinger von der Bankzentrale in Offenburg nach Lahr in die SparkassenAußenstelle um. Für ihn kein Problem: Riexinger wohnt in Lahr. Das Unternehmen versuche, wichtige Abteilungen aufzugliedern, um im Fall des Falles durch mehrere Standorte handlungsfähig zu bleiben. Eine ganze Reihe von Offenburgern wird deshalb nach Lahr umziehen.

wurde voriges Jahr verstärkt als Kredite für Wirtschaft und Immobilienfinanzierungen wieder verliehen. Das Volumen der Kredite stieg auf nun mehr als drei Milliarden Euro. Privatkredite seien um 26 Prozent gestiegen, bei Firmen gar um 38 Prozent. Immobilienmarkt brummt: Stark gefragt sind weiterhin Immobilien. Der Umsatz bei der Sparkasse stieg in diesem Bereich um zwölf Prozent. Täglich gebe die Bank auch zehn Darlehen für Immobilienfinanzierungen. Der Druck auf Immobilien sei in der Ortenau weiterhin hoch. Ob die Preise weiter steigen würden, sei nicht abzusehen. n

Voller Sparstrumpf: Die Bank hat ihr Eigenkapital voriges Jahr weiter erhöht, auf fast eine halbe Milliarde Euro. Die Vorsorgereserven für schlechte Zeiten seien »nachhaltig gestärkt« worden. n

n Gewinn

stabil: Am Ende des Jahres blieb dem Geldhaus ein Gewinn von 6,6 Milliarden Euro übrig, etwa so viel wie im Jahr davor. n Negativzins für wenige: Firmenkunden und Kommunen müssen ab 500 000 Euro Spareinlagen einen Negativzins von derzeit 0,5 Prozent bezahlen. Neukunden beikommen im Privatbereich eine Freigrenze von 10 000 Euro

Sparkassen-Vorstandsmitglied Jürgen Riexinger zieht wegen Coronarisiko nach Lahr um. Foto: Sparkasse bei Spareinlagen und auf Girokonten von 25 000 Euro. Alles, was darüber liegt, kostet ebenfalls 0,5 Prozent Strafzinsen. Oder »Verwahrentgeld«, wie das offiziell heißt. Reiche Bestandskunden mit üppig Barem auf der hohen Kante könnten bald auch von Strafzinsen betroffen sein, wurde angedeutet. Das treffe aber nur jeden Hundertsten Kunden, beruhigte die Sparkasse. n Die meisten Girokonten: Kein Geldhaus betreut mehr Girokonten in der Region als die Sparkasse: 200 000 Stück. »Wir sind da der eindeutige Marktführer«, hieß es bei der Pressekonferenz.

n Neubau

in Ettenheim: Die Sparkasse plant einen Neubau der Geschäftsstelle Ettenheim, vor den Toren der Stadt. Einen Zeitplan dafür gebe es noch nicht, hieß es auf unsere Nachfrage. Auch die Kosten seien noch unklar. Die bisherige Sparkassenstelle mit SB-Automaten soll in den nächsten Tagen umgebaut werden. n Keine Schließungen: Für das Filialnetz sind laut Vorstandschef Becker keine Ausdünnungen geplant. Schließungen, wie in den vorigen Jahren, stünden nicht zur Diskussion. Derzeit hat die Bank 28 Geschäftsstellen und 23 Selbstbedienungsfilialen. 16 Bankstellen werden in Kooperation mit den Volksbanken der Region betrieben.

Mobile Kunden: Zwei von drei Girokonten der Sparkasse werden mittlerweile online geführt. Tendenz: weiter stei-

n

Vorstandchef zieht um: Um das Risiko einer Corona-Infektion zu senken, zieht unter n

gend. Die Zahl der Kunden, die ihre Bankgeschäfte direkt per Handy erledigen, ist voriges Jahr um 36 Prozent gestiegen, auf nun rund 51 000 Kunden. Personal stabil: 771 Menschen sind bei der Sparkasse beschäftigt, die Zahl blieb unverändert. Das sind umgerechnet 656 Vollzeitstellen. n

Mehr Aktien: Kunden setzten 20119 stärker auf Wertpapiere. Der Bestand nahm um 30 Prozent zu, auf einen Wert von 1,4 Milliarden.

n

n Keine Prognose: Wie 2020 laufen wird? Da will die Sparkasse angesichts der aktuellen Situation derzeit keine Vorhersage treffen, hieß es auf Nachfrage unserer Zeitung.

Info

Bargeld-Gefahr? Kann sich das Coronavirus gegenwärtig eigentlich auch über Bargeld verbreiten? Diese Leserfrage stellte unsere Redaktion beim Sparkassenbilanz-Gespräch dem Sparkassen-Vorstand. Doch die Bänker hatten keine konkrete Antwort: »Wir wissen das nicht«, hieß es. Es gebe da widersprüchliche Einschätzungen und man wolle sich da nicht festlegen.

Herbolzheim/Freiburg (sad). Vor zwei Wochen wurde ein 20-jähriger Herbolzheimer vor dem Freiburger Jugendschöffengericht zu einer Jugendstrafe von zweieinhalb Jahren verurteilt. Er hatte von Mai bis Juni vergangenen Jahres mehrere Scheunen angezündet und so einen Schaden von mehr als 1,6 Millionen Euro verursacht. Bereits im Anschluss an das Urteil hatte der Verteidiger des 20Jährigen angekündigt, in Berufung Rechtsmittel dagegen einzulegen. Das hat er nun getan. Und auch die Staatsanwaltschaft hat Berufung eingelegt, teilte Gerichtssprecher Arnd Rukopf auf Nachfrage unserer Zeitung mit. Weitere Details nannte er nicht. Auch wann es zu einer erneuten Gerichtsverhandlung kommen könnte, ist noch unklar.

Amtsinhaber liegt vorne Herbolzheim/Sisteron (red/ jg). In Herbolzheims französischer Partnerstadt Sisteron haben sich die 29 Gemeinderatssitze nach der Kommunalwahl am Sonntag wie folgt verteilt: n Liste Daniel Spagnou »Générationsisteron« (LDVD Divers droite): 1633 > 57,01 % > 24 Sitze n Liste Sylvain Jaffre »Osons ! Pour Sisteron« (LDVC Divers centre): 886 > 30,93 % > 4 Sitze n Liste Cyril Derdiche »Unisversisteron« (LUG Union de la gauche): 345 > 12,04 % > 1 Sitz Bei der Verteilung gilt, dass die Liste, die die absolute Mehrheit erreicht, von die Hälfte der Sitze erhält, die andere Hälfte wird nach dem prozentualen Wahlergebnis verteilt. An der Wiederwahl von Bürgermeister Daniel Spagnou ist folglich nicht zu zweifeln, teilt der Freundeskreis für Städtepartnerschaften mit. Die Wahlbeteiligung lag bei 52,53 Prozent, das sind 21 Prozent weniger als 2014.

Gentges fordert eine bessere Landarztquote

Nominierung | CDU-Mitglieder küren Kandidatin für Landtagswahl im Wahlkreis Lahr n

Von Adelbert Mutz

Ringsheim. In der Nominierungsversammlung des Wahlkreises Lahr im Bürgerhaus Ringsheim wählten die CDU-Mitglieder aus 22 Gemeinden der Region LahrKinzigtal Marion Gentges mit 91,8 Prozent der Stimmen erneut zur Kandidatin der Landtagswahl, die voraussichtlich am 14. März 2021 stattfinden wird. Zur Ersatzkandidatin wurde Ulrike Schmidt aus Ettenheim gewählt. Gegenkandidaten gab es nicht. Der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion Wolfgang Reinhart rief zum Aufbruch für eine neue starke CDU im Land und im Bund auf. Am Beginn begrüßte MdL Volker Schebesta, Kreisvorsitzender der CDU Ortenau und wie Gentges wieder Bewerber für den kommenden Landtag,

rund 80 CDU-Mitglieder. »Wir haben ein Jahr Zeit, um möglichst viele Menschen in der südlichen Ortenau und im Land von unserer Politik zu überzeugen«, begann die 49jährige Gentges ihre Antrittsrede. Das Zusammenwirken von Landwirtschaft und Naturschutz könne gelingen, das Ziel Volksbegehren »Rettet die Bienen« gefährde die Existenz von Landwirten, führte die Juristin aus.

Gentges: Klimadebatte spaltet Alt und Jung Die Klimadebatte führe zur Spaltung von Alt und Jung. Für die Sicherheit seien in Baden-Württemberg mit der CDU viele neue Stellen im Vollzug und in die Justiz geschaffen worden. Breiten Raum widmete Gentges der

Bildungspolitik. Der ländliche Raum müsse insgesamt mehr Beachtung finden, so auch eine bessere Landarztquote. Als zukünftige Herausforderung sieht Gentges die Wahrung der öffentlichen Sicherheit, den Bevölkerungsschutz und die Erhaltung der Wirtschaftskraft. Harsche Kritik übte Gentges an der AfD, in der antisemitische Radikalität, Fremdenfeindlichkeit und Respektlosigkeit vor dem Staatswesen ein unsägliches Vokabular seien. Seit 2016 sei es in vielen Bereichen gelungen, Politik im Interesse des Landes zu gestalten. »Unser Land ist mit der CDU wieder besser und stärker geworden«, meinte Gentges. Leicht wird es für die CDU im Land nicht werden angesichts der Umfragewerte des amtierenden grünen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann.

Gewohnt locker, bodenständig und geerdet stellte sich Ulrike Schmidt den Mitgliedern vor. Als Ersatzkandidatin bringt die Ettenheimerin langjährige kommunalpolitische Erfahrung mit. Seit 21 Jahren ist Schmidt Stadträtin in Ettenheim, derzeit auch stellvertretende Bürgermeisterin und Mitglied des Kreistags. »Wir müssen mehr und mehr auf die Mitmenschen achten«, so ihr Appell. Man benötige einen Aufbruch, um dem Ruf der Volkspartei der Mitte gerecht zu werden, betonte Gastredner MdL und Fraktionssprecher der CDU im Landtag Wolfgang Reinhart und wagte den Vergleich zu Ostern. Nach dem Fasten kommt die Auferstehung, dies gelte derzeit für die CDU, meinte Reinhart selbstkritisch.

Marion Gentges (rechts) wurde als Landtagskandidatin vom Wahlkreis Lahr-Kinzigtal der Nominierungsversammlung des Wahlkreises Lahr im Bürgerhaus Ringsheim gewählt. Ihre Ersatzkandidatin ist Ulrike Schmidt. Foto: Mutz


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Mobilität

Auto, Zweirad und mehr...

Tauglich? Fast alles eine Frage des Verdecks

Beim Kauf von gebrauchten Cabrios sind einige Besonderheiten zu beachten / Sonnenlicht spielt eine große Rolle für den Zustand Cabrios sind keine normalen Autos, nicht nur wegen des flexiblen Dachs. Sie rosten gerne mal von innen und sind speziell konstruiert, weshalb beim Gebrauchtkauf gilt: einmal Schrägstellen, bitte.

I

m Frühling stehen Cabrios wieder hoch im Kurs. Wer sich eines kaufen will, findet auch auf dem Gebrauchtwagenmarkt viele Angebote. Doch hierbei lauern einige Tücken. Im Fokus steht dabei das Verdeck. Es gibt allerdings noch mehr kritische Stellen. »Ich muss darauf achten, ob es einwandfrei funktioniert und sich leicht bedienen lässt«, erklärt Vincenzo Lucà vom Tüv Süd mit Blick auf das Verdeck. Für das Öffnen und Schließen dürfe man keinen großen Kraftaufwand benötigen, es müsse leicht gängig sein. Viele Fahrzeuge haben dafür eine Automatik eingebaut, diese sollte nicht ruckeln.

Vincenzo Lucà ist Auto-Experte beim Tüv Süd. Foto: Claus Uhlendorf/TÜV SÜD/dpa-tmn

Auch die Dichtungen seien Schwachstellen, warnt der Experte. Sie könnten einreißen, zum Beispiel durch falsche Handhabung, aber auch durch Alterung des Materials. Bei einer gerissenen Dichtung könne es zu Wassereinbruch kommen oder zu Pfeifgeräuschen durch den Fahrtwind. Daher empfiehlt Lucà, sich die Dichtungen entlang des Verdecks sowie die Anschlüsse am Scheibenrahmen anzusehen. Bei der Probefahrt sollte man außerdem genau auf Windgeräusche achten.

Bekannte Probleme bei einzelnen Marken Jörg Dilge arbeitete lange für den Autobauer Karmann. Heute ist er Besitzer des daraus hervorgegangenen Cabriozentrums Osnabrück und auf den Austausch von Verdecken spezialisiert. »Es gibt bekannte Probleme bei den einzelnen Marken«, sagt er. Bei älteren Modellen des Audi A4 Cabrio könne sich zum Beispiel die Scheibe lösen - und der 2003 gebaute VW Beetle habe öfter Probleme mit Scheuerstellen. Für die meisten Probleme gibt es aber Lösungen: »Wir haben Verdeckreiniger, beispielsweise für ein grün gewordenes Dach«, sagt Dilge. Natürlich könne man auch einen neuen Verdeckbezug montieren. Das ist dann eine Kalkulationsfrage: Lohnt sich der Kauf eines Cabrios mit beschädigtem Verdeck für den entsprechend günstigeren Preis noch, wenn man die Kosten für den Austausch dazurechnet?

Cabrios haben nicht nur Vorteile: Bei offenem Verdeck strahlt die Sonne direkt auf Armaturen und Sitze - und kann sie damit auf Dauer in Mitleidenschaft ziehen. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-tmn Auch das Material des Verdecks ist ein Faktor. »Stoffund Kunststoffverdecke können mit der Zeit altern und dort, wo sie gefaltet werden, auch brechen«, erklärt Vincenzo Lucà. Ein Wagen, der immer draußen steht, ist meist in einem anderen Zustand als ein Garagenfahrzeug: »Das Sonnenlicht spielt eine sehr große Rolle. Kunststoffe al-

tern, sie werden spröde und verlieren ihre Weichmacher«, betont Lucà. Das führe zu Brüchen. Auch kleine Löcher könnten entstehen, da müsse man als Käufer wirklich genau hinschauen.

Ein Cabrio ist niemals hundertprozentig dicht Ein Cabrio sei »im Prinzip nie hundertprozentig dicht«, betont der Tüv-Experte. Wasser kann in den Innenraum kriechen und für Rost am Boden sorgen. Das passiere dann aber, anders als bei geschlos-

senen Autos, von innen nach außen. »Man sollte auf jeden Fall den Teppich hochheben und unten auf die Bodenbleche schauen«, rät Lucà. Ein weiterer Prüfpunkt sind die Türen. Hartmut Adam von der Zeitschrift »Cabriolife« rät dazu, mit einem Rad auf dem Bordstein zu fahren, so dass der Wagen schräg steht. »So kann man gut prüfen, ob die Karosse noch stimmt.« Wichtig sei, dass man die Türen in dieser Stellung noch leicht öffnen und schließen kann und das Verdeck gut funktioniert. Die versteifenden Funktionen seien

anders als bei anderen Autos, sagt Adam. Das Schrägstellen sei daher ein wichtiger Prüftest, wie verwindungssteif die Karosse noch sei.

Immer direkt den Zustand der Bezüge prüfen Oft sind Cabrios Sommerautos und stehen im Winter in der Garage. Wer den Wagen dabei nicht aufbockt oder die Reifen stärker aufpumpt, riskiert platte Pneus und Unwuchten. Die spüre man, wenn man bei der Probefahrt langsam fährt, erklärt Adam. Und bei offenem Verdeck strahlt die Sonne nicht nur ungehindert auf die Insassen, sondern auch auf Sitze und Armaturen. Wichtig ist deshalb zu prüfen: Wie ist der Zustand der Bezüge? Ist das Material des Armaturenbretts porös? Außerdem sollten sich angehende Cabriobesitzer fragen, wo sie ihren Wagen eigentlich unterbringen wollen. Gibt es einen Stellplatz für den Winter? Das klärt man lieber bereits vor einem Kauf ab. Inga Stracke, dpa

Zuverlässiger Partner in der Nähe Die Profis von B3 Autoglas beheben Glasschäden in Windeseile

E

s kann ein Unfall sein, ein Einschlag, manchmal handelt es sich auch um Vandalismus: Wenn die Frontscheibe eines Automobils beschädigt ist, ist ans Weiterfahren nicht zu denken. B3 Autoglas mit Filialen in Schallstadt und Herbolzheim ist der erfahrene Partner bei Glasschäden an Fahrzeugen. »Steinschläge sollten umgehend von einem Profi angeschaut werden, da ein Scheibenwechsel in vielen Fällen vermieden werden kann«, weiß Geschäftsführer Johannes Benzel. Sein geschultes Personal begutachtet den

Werkstattbindung. Service steht im Vordergrund. Mit der praktischen Über-Nacht-Lieferung kann B3 Autoglas unschlagbar schnell helfen. Für die Dauer der Reparatur bleiben die B3 Autoglas kümmert sich zuverlässig bei Kunden mit einem Glasschäden an Fahrzeugen. Foto: B3 Autoglas kostenlosen Leihwagen mobil. Schaden sofort, unverbind- Außerdem gewährt das lich und natürlich kostenfrei. Unternehmen von Johannes Selbstverständlich überneh- Benzel 30 Jahre Garantie auf men die Profis auch die kom- die Haltbarkeit der Reparatur plette Abwicklung mit der und die Dichtigkeit der ScheiKaskoversicherung – auch bei be bei Neueinbau. tk


Mobilität

Auto, Zweirad und mehr...

Vorteile des Fahrrads in der Krise Markus Kollmer sieht Alternative zum motorisierten Verkehr

Trotz Ausbreitung von Corona muss man nicht zu Hause bleiben. Für gesunde Ablenkung kann eine ausgiebige Fahrradtour im Wald sorgen. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

D

as Coronavirus hat uns Menschen momentan voll im Griff, immer weiter entfernen wir uns vom normalen gesellschaftlichen Alltag. Wo wir auch hingehen – überall müssen wir damit rechnen, mit dem gefährlichen Krankheitserreger infiziert zu werden. Gerade, wo sich viele Leute auf relativ kleinem Raum tummeln, ist die Gefahr groß. Die Politik rät – nicht ohne Grund – dazu, größere Menschenansammlungen zu meiden und sogar soziale Kontakte aufs Nötigste zu beschränken. Natürlich leidet auch die Mobilität: In Bussen und Zügen ist es oft schwierig, den nötigen Mindestabstand ein-

zuhalten. Zum Glück gibt es noch Alternativen zum motorisierten Verkehr. Das gute alte Fahrrad ist ein hervorragendes Beispiel: Man kann damit alleine in die schöne Natur fahren, anstatt daheim auszuharren, bis Entwarnung gegeben wird – ganz ohne sich dem Ansteckungsrisiko, das besonders in dicht besiedelten Regionen besteht, auszusetzen.

Gesunder Sport als Quelle für Stressabbau Ein weiterer Vorteil: Sportliche Betätigung ist sehr gesund. Da momentan nahezu alle Vereinsaktivitäten stillste-

hen und gemeinschaftlicher Sport kaum zur Debatte steht, kann eine ausgiebige Fahrradtour sowohl für den Geist als auch für den Körper zur wahren Regenerationsquelle werden – die optimale Gelegenheit zum Stressabbau. Und ganz nebenbei wird auch die Umwelt geschont – ein Thema, das vor der Coronakrise die Medienlandschaft beherrschte. Denn Fahrräder kommen gänzlich ohne CO2Emissionen aus und sorgen dafür, dass die vollen Straßen entlastet werden. Es scheint tatsächlich, als könnte der Drahtesel in den kommenden Monaten wieder in aller Munde sein – und wieder zu einer ernst zu nehmenden Alternative zu den üblichen Verkehrsmitteln werden. Umso schlimmer fände es Markus Kollmer von Kollmer Bikes in der Breisgaustraße in Lahr, wenn er sein Geschäft aufgrund des Virus schließen müsste. Von Seiten der ZEG Zweirad-Einkaufs-Genossenschaft heißt es: »Wir sind der Meinung, dass gerade der persönliche Individualverkehr der Bevölkerung durch das Fahrrad in diesen Zeiten mehr als wichtig ist, denn mit jedem aktiven Fahrradfahrer werden Personenkonzentrationen in Bus, Bahn, S-, Uund Straßenbahnen geringer. Daher sind Fahrräder Teil der kritischen Infrastruktur und sorgen für Mobilität. Fahrräder müssen repariert und vertk kauft werden können.«

Sportlicher Auftritt, starke Präsenz Der Suzuki Swift 1.2 DUALJET Hybrid ist ein echter Allrounder

D

ynamik, Handlichkeit und einen sympathischen Auftritt verbindet der Swift mit geschärftem Design, geringem Gewicht und fortschrittlichen Sicherheitstechnologien. Für den Antrieb des Swift, der auf einer hochfesten Plattform basiert, stehen ein 1.0 BOOSTERJET TurboDreizylinder wahlweise mit Mild Hybrid System oder ein 1.2 DUALJET serienmäßig mit Mild Hybrid System zur Verfügung. Das Design unterstreicht den leichten und agilen Charakter des Fahrzeugs und verleiht dem Swift eine starke Präsenz. Für einen sportlichen Auftritt sorgen die Proportionen: Mit 3.840 mm Länge, 1.735 mm Breite und 1.480 mm Höhe (1.505 mm mit Allradantrieb) bietet der Swift kompakte Abmessungen. Das Design und die Abmessungen gehen nicht zu Lasten des Platzangebots. So fasst das Gepäckabteil 265 Liter Volumen. Durch die abgesenkte Sitzposition bietet der Swift, trotz der niedrigeren Fahrzeughöhe, eine hohe Kopffreiheit für Insassen. Der Swift ist ein Leichtgewicht und wiegt inklusive Fahrer lediglich 925 Kilogramm – damit schafft er die Voraussetzungen für ein begeisterndes Fahrerlebnis, das Fahrspaß auf kurvenreichen Strecken mit tadellosem Geradeauslauf und hoher Spurstabilität verbindet.

Echter Hingucker: der Suzuki Swift Der Suzuki Swift ist auch als 1.2 DUALJET Vierzylinder-Benzinmotor serienmäßig mit Mild Hybrid System verfügbar. Das leichte und kompakte Mild Hybrid System ermöglicht die Senkung des Kraftstoffverbrauchs. Eine weitere Besonderheit des Swift ist das innovative ALLGRIP AUTO Allradsystem, das optional in Verbindung mit dem 1.2 DUALJET Motor erhältlich ist. So ist ein sicheres Fahrverhalten auf allen Untergründen stets gewährleistet.

Sicherheit geht vor Zum starken Sicherheitsnetz zählen optional eine fortschrittliche Dual-Sensor gestützte aktive Bremsunterstützung oder eine radargestützte aktive Bremsunterstützung. Zusätzliche Sicherheitsfunktionen sind ein automatischer Notbremsassistent, ein Spurhaltewarnsystem, ein Fern-

Foto: Suzuki Deutschland GmbH

lichtassistent oder auch ein adaptiver Tempomat. Ebenfalls ab 60 km/h schreitet die Müdigkeitserkennung ein, wenn sie Anzeichen für ein unaufmerksames Fahrverhalten erkennt. Das System warnt den Fahrer dann optisch und akustisch. Der Fernlichtassistent wechselt ab 40 km/h in Abhängigkeit von der Umgebung und den Verkehrsverhältnissen automatisch zwischen Abblend- und Fernlicht. Darüber hinaus ist ein adaptiver Tempomat verfügbar, der mit Hilfe eines Millimeterwellenradars die Distanz zum vorausfahrenden Fahrzeug misst und automatisch den vom Fahrer gewählten Abstand hält. Komplettiert wird die umfangreiche Sicherheitsausstattung durch sechs Airbags, das elektronische Stabilitätsprogramm ESP, eine Reifendruckkontrolle, ein Notbremssignal und eine Berganfahrhilfe. red/tk

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Kenzingen / Ettenheim

Samstag, 21. März 2020

Unfall durch fliegendes Geld Herbolzheim (red/jg). Zu gefährlichen Situationen aufgrund fliegender Geldscheine ist es am Dienstagnachmittag auf der A 5 zwischen den Anschlussstellen Herbolzheim und Appenweier gekommen. Ein Motorradfahrer verlor zwischen 15.45 und 16.15 Uhr dort eine größere Menge Banknoten. Auf Grund dessen kam es um 16.15 Uhr aufgrund zu einem Auffahrunfall. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei hatten zwei Verkehrsteilnehmer auf dem linken Fahrstreifen kurz angehalten, um die Geldscheine aufzuheben. Ein ihnen nachfolgender Wagen konnte noch rechtzeitig abbremsen. Ein dahinter sich nähernder Autofahrer fuhr jedoch auf. Beide Fahrer blieben unverletzt. Es entstand ein Schaden von 10 000 Euro. Die »Geldaufsammler« fuhren einfach davon. Die Verkehrsgruppe Offenburg bittet die Geldaufsammler, das Fundgeld bei der nächsten Polizeidienststelle abzugeben. Zeugen des Unfalls sollen sich bei der Polizei unter Telefon 0781 21 42 00 melden.

n Absagen

& Co.

n Die Hexenzunft Grafenhausen sagt die geplante Hauptversammlung am Samstag, 28. März, ab: »Wir werden, sobald es die Lage zulässt, einen Ersatztermin festlegen. Die Ehrungen werden dann vorgenommen«, erklärt die Zunft. n Die Hauptversammlung des Schützenvereins Grafenhausen am 22. März wird verschoben. Ein neuer Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben. Außerdem bleibt das Schützenhaus bis auf weiteres komplett geschlossen. Wettkämpfe und Meisterschaften sind abgesagt.

Kurier Seite 10

Feuerwehr hat neue Führungsspitze

Versammlung | Florian Bühler ist nun Münchweierer Abteilungskommandant, Mike Brüggert Stellvertreter

Die Feuerwehrabteilung Münchweier, eine von sechs im Ettenheimer Stadtbereich, hat eine neue Führungsspitze. Florian Bühler wurde zum Abteilungskommandanten gewählt, Mike Brüggert zu seinem Stellvertreter. n

Von Michael Masson

Münchweier. Der bisherige Abteilungskommandant Armin Buser hatte schon vor längerer Zeit angekündigt, dass junge Kräfte ihre Chance auf Führungspositionen erhalten sollen. Deshalb wechselte er auf einen Beisitzerposten. Zu Busers Nachfolger wurde einstimmig sein bisheriger Stellvertreter Florian Bühler gewählt. Dessen Nachfolger ist Mike Brüggert. Kassierer Roland Burger und Schriftführer Stephan Hezel bleiben im Amt. Ausschussmitglieder sind neben Buser Werner Bühler, Roland Burger, Marco Busch, Stephan Hezel, Torsten Lemke, Felix Mandinger, Frank Spitznagel und Florian Wangler.

Kasse weist ein erfreuliches Plus auf Der scheidende Abteilungskommandant Buser hatte eingangs das Vorjahr als vergleichsweise einsatzarm charakterisiert. Neben sechs Routineeinsätzen der 27 Münchweierer aktiven Wehrmitglieder hob sich der große Wohnhaus- und Scheunenbrand in Altdorf hervor, der gemeinsam mit den anderen Abteilungen bewältigt worden war.

Ettenheims Gesamtkommandant Jürgen Rauer (von links) mit dem bisherigen Münchweierer Abteilungschef Armin Buser, dessen Nachfolger Florian Bühler sowie dem Stellvertreter Mike Brüggert Foto: Masson Neben 17 Proben gab es 2019 im Herbst eine Schauübung am Kirchberg und eine Nachtübung mit Drehleitern. Schriftführer Stephan Hezel ergänzte seinen Jahresrückblick mit Informationen über Aktivitäten wie Absicherungseinsätze bei der Fastnacht und dem selbst veranstalteten Kabarett-Auftritt mit »Fidelius Waldvogel« bei der Winzergenossenschaft. Dieser sei mit rund 400 Besuchern und dank der Unterstützung anderer örtlicher Vereine zu einem »super Erfolg« geraten. Auch am

Wichtiger Beitrag für Ökumene

Münchweierer Weihnachtsmarkt nahm die Feuerwehr wieder mit einem Stand teil.

Ortsvorsteherin lobt Kameradschaft Die von Roland Burger geführte Kameradschaftskasse wies wegen guter Festeinnahmen ein erfreuliches Plus auf. So konnten die Rücklagen erhöht werden. Burger kündigte nach 23 Amtsjahren zudem an, sein Amt in jüngere Hände übergeben zu wollen. Ein Nachfolger solle auch schon

bereitstehen. Die von Florian Wangler geführte Jugendfeuerwehr hat zehn Mitglieder, dazu kommen acht »Löschzwerge«. Sie meisterten 17 Proben und nahmen am Zeltlager der Ortenauer Feuerwehren teil. Ortsvorsteherin Charlotte Götz lobte nicht nur die vorbildliche Kameradschaft: »Für eine kleine Ortschaft haben wir eine große Wehr, leistungsstark, unverzichtbar und auch im Vereinsleben engagiert.« Dem schloss sich Jürgen Rauer als Ettenheims Gesamtkommandant gerne an.

Info

Beförderungen und Ehrungen Befördert wurden Mike Brüggert (Löschmeister), Daniel Ulrich, Felix Mundinger (Oberfeuerwehrmann), Philip Goldschmidt, Benedikt Rehm, Max Studer und Cedric Wünsch (alle Feuerwehrmann). Für 25 Jahre aktive Mitgliedschaft Jahre wurden Mike Brüggert und Armin Buser geehrt.

Von Gymnastik bis Skatspielen

Förderkreis | Kirchenmusik soll noch bekannter werden

Jahresprogramm | Seniorennetzwerk 50plus hat viel im Angebot

Kenzingen (red/jg). Elf Mitglieder des Ökumenischen Förderkreises der Kirchenmusik haben sich in Kenzingen zur Hauptversammlung getroffen. Im Jahresbericht blickte Matthias Franz auf die Konzerte 2019 zurück: Das Sommerkonzert der Kantorei war mit 165 Zuhörern ein voller Erfolg gewesen – trotz mehrerer Konzerte in der Nachbarschaft. Zum 25-jährigen Bestehen der Nordweiler Orgel konnten die Musiker des Posaunenquartetts Opus 4 aus Leipzig gewonnen werden, die ebenfalls ihr 25-jähriges Bestehen feierten und eines ihrer Jubiläumskonzerte in Kenzingen spielten. Das erste geplante Konzert im Jahr mit dem Duo De-bü (Cosima Büsing und Henrik Dewes) wurde krankheitsbedingt auf Oktober verschoben und stieß dann im Hecklinger Schloss auf viele Zuschauer und Begeisterung. Zur Adventsmusik bei Kerzenschein mit Rudolf Mahni an der Trompete und Carsten Klomp an der Orgel kamen mehr als 100 Zuhörer.

Kenzingen (ws). Von wegen geruhsamer Lebensabend: Beim Seniorennetzwerk 50 Plus findet im Durchschnitt jeden zweiten Tag eine Aktion statt. Das Jahresprogramm ist gespickt mit vielen abwechslungsreichen Aktionen, die auf immer größeres Interesse stoßen. Alle 14 Tage erscheint ein aktualisiertes Programm auf der Homepage. Auch BürgermeisterStellvertreter Karl Weiß war überrascht, »was alles beim Seniorennetzwerk so abgeht«. Der Rückblick verriet emsigen Einsatz und Hingabe. Sei es bei einer gepflegten Skatrunde, oder »Spielen und Musizieren«, »Fitgym50plus« mit Christa Berger und dem Gedächtnistraining »Sport für graue Zellen«, ein Ausflug nach Speyer oder der richtige Umgang mit dem Smartphone – das Angebot erfreute

Neues Programm vorgestellt Jakoba Marten-Büsing stellte das für 2020 geplante Programm vor, von dem das erste Konzert bereits im Januar stattgefunden hatte: ein Gedenkkonzert zu Ehren von Dietmar Ens, des vor 20 Jahren verstorbenen Gründers der Reihe Musica Serenata.

Die elf Mitglieder des Förderkreises Kirchenmusik waren mit den Veranstaltungen 2019 zufrieden und stellten die geplanten Aktivitäten für 2020 vor. Foto: Förderkreis Am Sonntag, 29. März, soll ein Orgelkonzert mit dem international renommierten Organisten Jean-Claude Zehnder stattfinden. Zehnder, der bis 2006 in Basel tätig war und an der Schola Cantorum Basiliensis eine äußerst vitale und erfolgreiche Orgelklasse leitete, wird ein Soloprogramm zur Passion spielen. In ökumenischer Verbundenheit ist die katholische Stadtkirche in diesem Jahr der Aufführungsort für das Sommerkonzert der Kantorei der Evangelischen Kirchengemeinde am 19. Juli unter dem Titel »Northern Lights«. Unter Mitwirkung eines Kammerorchesters (Konzertmeisterin Catherine Bottomley) erklingen Chor- und Orchesterwerke von Dieterich Buxtehude bis John Rutter. Am 20. September nimmt der Ausnahmegitarrist Maximilian Mangold mit auf eine »musikalische Zeitreise« vom

Renaissance-Komponisten John Dowland bis hin zu südamerikanischer Musik. Jakoba Marten-Büsing als künstlerische Leiterin und Vorsitzender Matthias Franz arbeiten seit vielen Jahren hervorragend zusammen. Dank guter Kontakte, persönlicher Verbindungen und hohem ehrenamtlichen Einsatz ist die Konzertreihe Musica Serenata über die Region hinaus bekannt. Alle Anwesenden der Versammlung waren sich einig, dass die Arbeit des Förderkreises einen wichtigen Beitrag zur Ökumene leistet. Um den Verein und die Konzertreihe noch bekannter zu machen, soll ein Flyer mit Logo, Anliegen des Vereins, kurzem Jahresprogramm und Kontaktadresse erstellt werden. Auch über die sozialen Medien soll die kirchenmusikalische Arbeit in Kenzingen vorgestellt werden.

sich großer Beliebtheit. Die Boule-Spielgruppe traf sich in der warmen Jahreszeit zweimal monatlich im Bürgerpark. Im Winter wurde zum Ausgleich gekegelt.

Sicherheitstraining für E-Bike-Fahrer Das Kontaktcafé ist ebenfalls stark nachgefragt. Die beliebtesten Wanderungen führten in eine Bio-Käserei und in das Freiämter Heimatmuseum. Wie jedes Jahr wurden beide Altenheime mit einer Spende bedacht. Die Arbeiterwohlfahrt bekam 1000 Euro, das Kreisseniorenzentrum 500 Euro. In den Schlagzeilen stand auch die Eröffnung des Bewegungsparks. Jeden zweiten Mittwochnachmittag bietet Christel Benzin Freilufttraining mit Bewegung und

Voll des Lobes über die Seniorenarbeit war Karl Weiß (von links), der Angelika Isele-Meyer, Eckhard Wett und Martin Buck zu ihrer weiteren Amtszeit gratulierte. Foto: Schnabl

Balance an. Die Gerätschaften hat der Verein nahezu allein finanziert. 9500 Euro wurden als Spenden bereitgestellt. Die Fahrradtouren fallen wegen zu geringer Nachfrage weg, bedauerte Isele-Meyer. Der Vorstand denkt aber über ein zweistündiges Sicherheitstraining für Senioren mit dem E-Bike nach. Im Frühjahr könnte auf dem ehemaligen Aldi-Parkplatz ein zweistündiger Kurs abgehalten werden. Zudem will der Vorstand auch in 2020 an bewährten Angeboten festhalten. Zehn Neumitglieder traten dem Seniorennetzwerk im Jahr 2019 bei. Aktuell sind 91 Personen registriert. Die Bilanz von Rechner Martin Buck wies einen Vermögensrückgang von 700 Euro auf, der aber von den Rücklagen aufgefangen wurde. Der einstimmig verabschiedete Haushaltsplan will 2020 etwa 850 Euro an Gewinn auswerfen. Bei den Wahlen wurde Angelika Isele-Mayer für weitere zwei Jahre als Vorsitzende bestätigt. Die Pressearbeit übernimmt Eckhard Wett, Kassenverwalter bleibt Martin Buck. Ursula Cicio-Disch und Walter Spindler sind Revisoren. Das Schlusswort kam vom stellvertretenden Vorsitzenden Georg Roser. »Wir sind motiviert, wollen aber immer besser werden.« Er hofft diesbezüglich auf Anregungen aus der Mitte der Mitglieder, um noch bedarfsgerechtere Alternativen zum bisherigen Programm anbieten zu können.


Rust / Kippenheim und Region

Samstag, 21. März 2020

Kurier Seite 11

Hilfe für Ältere und Kranke Rust (red/fx). Für ältere und vorerkrankte Menschen, für die der Coronavirus besonders gefährlich ist, will die Gemeinde Rust ein Helfernetzwerk koordinieren. Wer Einkäufe für andere übernehmen kann, wird gebeten, eine EMail mit seinen Kontaktdaten an hotline@rust.de zu senden. Wer Unterstützung bei Einkäufen braucht, kann dies ebenfalls an diese Mailadresse melden oder unter der extra eingerichteten Hotline der Gemeinde 07822/86 45 99 (zunächst Freitag bis 17 Uhr, Samstag von 9 bis 12 Uhr) tun. Außerdem weist die Gemeindeverwaltung darauf hin, dass die Apotheke, Telefon 07822/86 51 70, Medikamente auch nach Hause liefert.

Europa-Park verschiebt Start in die Saison wegen Corona-Krise Auch der Europa-Park bleibt wie die Wasserwelt Rulantica bis voraussichtlich 19. April wegen der dynamischen Entwicklung hinsichtlich der CoronavirusKrise geschlossen. Diese zwingende Maßnahme setzt die Inhaberfamilie

Mack schweren Herzens um, teilt der Europa-Park mit. Die Sicherheit und Gesundheit der Gäste und Mitarbeiter würden jedoch seit jeher höchste Priorität genießen. Das Unternehmen stehe im engen Austausch mit Experten, Be-

hörden und der Politik, um auch die Mitarbeiter und deren Familien zu unterstützen. Über aktuelle Entwicklungen informiert der Europa-Park im Internet unter www.europapark.de oder www.rulantica.de. Außerdem sei der

Europa-Park bereits jetzt vorbereitet, jederzeit öffnen zu können: die Showprogramme sind ausgearbeitet, die Attraktionen in Startposition und die Gartenanlagen zeigten sich bereits in voller Pracht. Foto: Europa-Park

n Absagen

& Co.

n Die

Schutzengilde Schmieheim hat ihre Hauptversammlung am Freitag, 27.März, abgesagt.

Veranstaltungen auf 50 Personen begrenzt

Corona | Zusammenkünfte in Ettenheim, Rust, Ringsheim und Mahlberg betroffen / Rathäuser geschlossen Zusammenkünfte ab 50 Personen sind in Ettenheim ab sofort verboten. Eine entsprechende Allgemeinverfügung hat die Stadtverwaltung aufgrund der Corona-Krise »nach intensiven Beratungen« erlassen. Auch andere Gemeinden haben reagiert. n

Von Felix Bender und Julia Göpfert

Südliche Ortenau. Betroffen sind sowohl öffentliche als auch private Veranstaltungen in der Kernstadt und den Ortsteilen, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Die Regelung gilt bis einschließlich Sonntag, 19. April. Auch andere Gemeinden haben eine Allgemeinverfügung erlassen, laut der öffentliche Veranstaltungen ab 50 Personen untersagt sind. In Kippenheim belässt man es bislang bei der »dringenden Empfehlung«, Treffen mit mehr als 50 Teilnehmern abzusagen. Überall im Kurier-Gebiet sind alle Rathäuser für den Publikumsverkehr geschlossen. Das gleiche gilt für die meisten öffentlichen Einrichtungen. Der Überblick zeigt, in welchen Gemeinden welche Regelungen gelten. n Ettenheim:

Die Dienststellen der Stadtverwaltung und

der Ortsteile sind für Besucher geschlossen. Die Stadt Ettenheim bittet darum, die Mitarbeiter per E-Mail oder telefonisch zu kontaktieren. In Fällen, in denen ein persönliches Erscheinen notwendig ist, wird um die Vereinbarung eines Termins gebeten. Bis einschließlich Sonntag, 19. April, sind alle kommunalen Einrichtungen, darunter die Stadtbücherei, sämtliche (Sport-)Hallen, das Jugendzentrum Ettenheim und der Jugendtreff in Wallburg sowie die Schulen (als Probeort) geschlossen. Alle kommunalen Angebote werden abgesagt. Die Vereine sollen alle Proben und Trainings umgehend canceln. Auch die Ferienbetreuung während der Osterferien wird abgesagt. n Kippenheim:

Alle kommunalen Einrichtungen für den Publikumsverkehr bis auf Weiteres geschlossen. Dies umfasst das Rathaus Kippenheim, die Ortsverwaltung Schmieheim, den Bauhof Kippenheim, das Jugendzentrum Kippenheim/Schmieheim sowie die Bücherei. Die Mitarbeiter des Rathauses sind wie gewohnt über E-Mail und Telefon zu den üblichen Zeiten erreichbar. Termine sind nur bei dringend notwendigen Anliegen nach Absprache möglich. Sport- und Mehrzweckhallen sowie Sportfreianlagen bleiben geöffnet. Die Verwaltung appelliert aber,

Trainings abzusagen. Veranstaltungen ab 50 Personen sind bis 19. April verboten. Die Ferienbetreuung der AWO für die Osterferien entfällt. Das Rathaus ist für den allgemeinen Publikumsverkehr geschlossen. Gleiches gilt für die Tourist-Information und das Naturzentrum. Alle Ämter und Dienststellen bleiben besetzt.. Die Gemeinde bittet darum, die Mitarbeiter per Mail oder telefonisch zu kontaktieren.

Die Rathäuser in der Region – hier Ettenheim – sind ab sofort für den Besucherverkehr geschlossen. Archivfoto: Ehrlich bei der Nutzung darauf zu achten, dass nicht mehr als 50 Personen auf engem Raum zusammenkommen. n Ringsheim:

Persönliche Termine in der Verwaltung werden auf dringende Angelegenheiten nach vorheriger Terminabsprache beschränkt. Dies ist unter Telefon 07822/8 93 90 oder per E-Mail an gemeinde@ringsheim.de möglich. Die öffentlichen Einrichtungen, etwa Sporthalle und Bürgerhaus, sind bis auf Weiteres geschlossen, teilt die Gemeinde mit. n Kappel-Grafenhausen:

Die Gemeinde bittet darum, Verwaltungsmitarbeiter per E-

Mail oder telefonisch zu kontaktieren. In Fällen, in denen ein persönliches Erscheinen notwendig ist, sollte zuvor unter Telefon 07822/86 30 ein Termin vereinbart werden. Die Gemeindehallen sowie alle Räumlichkeiten der Gemeinde sind für den Probenund Trainingsbetrieb geschlossen. n Rust:

Alle kommunalen Einrichtungen sind bis zum Ende der Osterferien geschlossen, darunter die Rheingießenhalle, das Jugendzentrum, das Naturzentrum und die Schule (als Probeort). Alle kommunalen Angebote werden abgesagt. Die Gemeinde bittet alle Vereine darum, Proben und

n Mahlberg: Alle städtischen Einrichtungen bleiben für den Publikumsverkehr bis auf Weiteres geschlossen. Dazu gehören das Rathaus, das Bürgerbüro, die Ortsverwaltung von Orschweier und das Jugendzentrum. Die städtischen Mitarbeiter sind wie gewohnt über E-Mail und Telefon zu den üblichen Zeiten erreichbar. Termine, um unaufschiebbare Angelegenheiten zu erledigen oder zu besprechen, sind nur nach vorheriger Absprache möglich. Zudem sind Veranstaltungen mit mehr als 50 Personen untersagt. n Herbolzheim: Rathaus und Ortsverwaltungen sind geschlossen, die Mitarbieter stehen jedoch per Telefon und EMail weiterhin zur Verfügung. Eine Terminabsprachen, falls persönliches Erscheinen nötig ist, sind unter der Telefon 07643/

Beim Sommerfest helfen sogar die Gäste mit

Versammlung | Kippenheimer Siedler erfahren großen Zulauf / Teichsanierung wird fortgesetzt Kippenheim (ae). Die Kippenheimer Siedlergemeinschaft bringt viel Herzblut in das Vereinsleben und die Gemeinschaftspflege ein. Mit ihren Veranstaltungen schaffe sie einen Mehrwert im Ort, sagte Bürgermeister-Stellvertreterin Carola Richter bei der Hauptversammlung. Die Veranstaltungen der Siedler seien bei Einheimischen und auswärtigen Gästen sehr beliebt, resümierte Gemeinschaftsleiter Günter Fuchs. Ein großer Publikumsmagnet ist das Sommerfest im Siedlerheim in der Hanfrözi.

Das war 2019 mehr als erfolgreich. »Die Besucher haben uns regelrecht überrannt«, sagte Fuchs, der gleich zweimal Essensnachschub besorgen musste. Um einen reibungslosen Ablauf im Service zu gewährleisten, boten sogar einige Gäste spontan Hilfe an. Eine feste Größe im Jahresprogramm der Siedler ist das Käsevesper im Herbst, das alljährlich großen Zuspruch findet. Darüber hinaus beteiligt sich der Verein regelmäßig am Ferienprogramm. Ein Helferfest mit Ausflug rundete das Kalenderjahr ab,

hinzu kommen Sitzungen, Jubiläen und Arbeitseinsätze rund um das Siedlerheim sowie die Pflege der Natur. In diesem Jahr lag der Fokus da-

schaffung eines neuen Klettergerüsts hat die Siedlergemeinschaft ins Schwarze getroffen, das wird neben dem Spielplatz von den Kindern gerne in Beschlag genommen. Wöchentliche Öffnungszeiten des Die Besucher haben Siedlerheims trauns regelrecht überrannt.« gen zum Gemeinschaftsgefühl bei, Vorsitzender Günter Fuchs die Gäste komüber das Sommerfest men gerne. Aufgrund einibei auf der Teichsanierung, ger Investitionen in die Anlasie soll in diesem Jahr fortge- ge machte der Verein zwar setzt werden. Mit der An- ein Minus, kann aber auf

»

einen soliden Kassenstand zurückblicken, wie Rechner Helmut Littmann berichten ließ. Bei Ergänzungswahlen wurden Carmen Killig und Norbert Zink zu neuen Beisitzerinnen gewählt, sie übernehmen das Amt von Lisa Schreiner. Der stellvertretende Gemeinschaftsleiter Roland Obergföll ehrte für 25 Jahre Mitgliedschaft Lothar Schäfer, Werner Störk, Brigitte Zehnle und Gunter Ochsenwadel. Aktuell zählt die Siedlergemeinschaft 112 Mitgliedsfamilien.

9 17 70 oder per E-Mail an buergerbuero@stadt-herbolzheim möglich. Tourismusbüro und Stadtbücherei im Torhaus bleiben ebenfalls geschlossen, sie sind telefonisch und per E-Mail zu den üblichen Öffnungszeiten erreichbar. Der Vorverkauf für das Freibad ist bis auf weiteres abgesagt. Rheinhausen: Das Rathaus bleibt bis zum 19. April geschlossen. Alle Ämter bleiben jedoch im Rahmen ihrer Möglichkeiten besetzt und sind per Telefon und E-Mail zu erreichen. Allgemeine Auskünfte gibt es per E-Mail an gemeinde@rheinhausen.de oder unter Telefon 07643/91 07 20. In Fällen, in denen ein persönliches Erscheinen notwendig ist, wird um die Vereinbarung eines Termins gebeten. n

n Kenzingen: Die Stadtverwaltung hat bis zum Ende der Osterferien am 19. April alle kommunalen Einrichtungen einschließlich der Ortsverwaltungen Bombach, Hecklingen und Nordweil geschlossen. Alle kommunalen Angebote und Veranstaltungen wurden verschoben oder abgesagt. Alle Ämter bleiben aber besetzt. Die Stadtverwaltung bittet darum, dieMitarbeiter per E-Mail unter post@kenzingen.de oder tunter Telefon 07644/90 00 zu kontaktieren.

Einkaufsdienst in Kippenheim Kippenheim (red/fx). Die Gemeinde Kippenheim will wegen der Corona-Krise einen Einkaufsdienst für Senioren und erkrankte Bürger aufbauen. Betroffene, die ihre Einkäufe nicht mehr selbst erledigen können, können sich unter Telefon 07825/9 03 29 bei der Gemeindeverwaltung melden. Dort werden die Kontaktdaten dann an ehrenamtliche Helfer weitergegeben, die sich daraufhin zur Absprache direkt bei den Betroffenen melden werden. heißt es in der Mitteilung der Gemeinde. Weitere Helfer sind übrigens willkommen.


Region

Samstag, 21. März 2020

Rathauschefs bitten Bürger zu Hause zu bleiben Die Bürgermeister im alten Landkreis Lahr bitten die Bürger, in der Corona-Krise daheim zu bleiben und Solidarität zu zeigen. Lahr (red/jg). Die Bürgermeister der Städte und Gemeinden im alten Landkreis Lahr haben sich über ein gemeinsames Verfahren bei der Bewältigung der Corona-Krise besprochen und einen gemeinsamen Appell an ihre Bürger verfasst. Das Hauptziel der aktuellen Maßnahmen sei und bleibe es, die Überlastung des Gesundheitswesens zu verhindern, hießt es darin. Covid-19 stelle insbesondere für Ältere und Vorerkrankte eine große Gefahr dar. Diese Gruppe muss nach der Infektion oft beatmetet werden. Deshalb bitten die Bürgermeister diese RisikoGruppe, die sozialen Kontakte auf ein absolutes Minimum zu reduzieren. »Verzichten Sie auf Stammtische, Familienfeiern und anderes. Verlassen Sie Ihr Wohnumfeld nur für dringend notwendige Besorgungen, wie Lebensmitteleinkäufe und Arztbesuche. Übernehmen Sie nach Möglichkeit keine Kinderbetreuung für die Enkel/Urenkel, auch wenn dies für Ihre Familien natürlich grundsätzlich naheliegend wäre. Lassen Sie sich bei Besorgungen helfen«, heißt es dort. Die jüngere und mittlere Generation hingegen wird gebeten Verantwortung zu übernehmen, indem sie ebenfalls auf soziale Kontakte im Freundes- und Bekanntenkreis, aber auch in der Familie verzichtet. Zugleich wird sie gebten, der älteren Generation bei Einkäufen und Erledigungen zu helfen; dabei aber direkten Kontakt zu vermeiden.

Kirchengemeinde bietet Hilfe an Mahlberg (red/fx). Die evangelische Kirchengemeinde Mahlberg/Kappel-Grafenhausen/Rust bietet Menschen im Gemeindegebiet, die zu einer vom Coronavirus betroffenen Risikogruppe (hohes Alter, Immunschwäche, Vorerkrankungen) gehören, Hilfe an. Etwa bei Einkäufen und kleinen Botengängen. Betroffene und Personen, die bereit sind, andere zu unterstützen, können sich im Pfarramt (Telefon 07825/93 82, E-Mail mahlberg@kbz.ekiba.de) melden.

Einkaufsservice für Ältere Ringsheim (red/jg). Für ältere, alleinstehende Menschen ohne Angehörige, Kranke ohne Angehörige und Menschen in behördlich angeordneter »häuslicher Quarantäne« ohne Angehörige (und nur für diesen Personenkreis) koordiniert die Gemeindeverwaltung Ringsheim einen Einkaufsservice. Wer diesen benötigt, soll sich bitte an Kerstin Handschuh wenden, entweder unter Telefon 07822/89 39 25 oder per EMail anhandschuh@ringsheim.de.

n Absagen n Der

& Co.

Nabu Ettenheim verschiebt seine für den 3. April geplante Hauptversammlung mit Vortrag zum Thema Agrarwende im Winefeldsaal auf einen noch unbestimmten Termin.

Kurier Seite 12

Wie geht Kirche ohne Gottesdienst?

Corona-Krise | Pfarreien der Region setzen auf online und kreative Lösungen, um Gläubigen Mut zu machen Die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus werden auch in der Kirche drastischer. Das katholische Dekanat Lahr sagte bis mindestens 19. April für die südliche Ortenau alle Gottesdienste ab. Im Kreis Emmendingen ist die Lage ähnlich. n

gen-Waldkirch, erklärt Dekan Stefan Meisert, der auch Pfarrer für die Kirchengemeinde Herbolzheim und Rheinhausen ist: »Unsere Herausforderung als Kirche wird darin bestehen, Seelsorge zu betreiben, ohne direkt mit den Menschen in Kontakt zu treten, weil wir das aufgrund von Corona nicht können. Wir versuchen gemeinsam im Dekanat und auch in der Ökumene kreative Lösungen zu finden, besonders um die älteren Gläubigen miteinzubinden.« Generell sei die Situation eine, die »unser Verständnis als Menschen übersteigt«. Es sei aber schön zu sehen, »wie viele kreative Ideen unterwegs sind und wie viel Solidarität jetzt gezeigt wird«. In Kenzingen tauscht man ebenfalls gerade Ideen aus, wie der katholische Pfarrer Klaus Fehrenbach erklärt: »Dabei sind feste Telefonsprechzeiten ebenso angedacht wie Impulse auf den Homepages, die Einladung zu gleichen Zeiten gemeinsam daheim zu beten oder etwa Vorschläge für gemeinsame Feiern in den Familien an den Sonntagen.« Des Weiteren gehöre für ihn zur Seelsorge auch dazu, »im Gebet und in der (leider nichtöffentlichen) Feier der Eucharistie die Menschen und ihre Nöte vor Gott zu tragen«.

Von Seweryn Sadowski und Julia Göpfert

Lahr. Es war die logische Konsequenz der jüngsten Entwicklungen. Die kirchlichen Vertreter sahen sich gezwungen, die Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus zu intensivieren. Nachdem in den vergangenen Wochen bereits das Weihwasser und der Friedensgruß abgeschafft worden waren, folgen nun weitreichendere Mittel. In einer am Dienstagmittag veröffentlichten Pressemitteilung des katholischen Dekanats Lahrs gelten seitdem in den Kirchengemeinden An der Schutter, Ettenheim, Friesenheim, Kippenheim Maria Frieden und Rust neue Regelungen. Auch im Kreis Emmendingen feilt man an neuen Lösungen. n Alle Veranstaltungen abgesagt: Sämtliche Gottesdienste entfallen bis einschließlich und mindestens 19. April, heißt es in der Mitteilung. Das betrifft ebenso die Erstkommunionfeiern, die nach dem 19. April terminiert waren. Diese sollen im Herbst nachgeholt werden. Davon betroffen sind auch Hochzeitsfeiern. Obwohl das Dekanat dafür keine Verbote aussprechen darf, empfehlen sie den Brautpaaren »eine Verlegung in den Spätsommer oder Herbst zu prüfen«. Unklar sei derzeit zudem, ob die Firmung im Dekanat wie geplant vom 10. bis 12. Juli stattfinden kann. Unter Einschränkungen und »nur im engsten Angehörigenkreis« können auch weiterhin Beerdigungen und Trauerfeiern abgehalten werden. Diese Regelung gilt auch für das Dekanat Endingen-Waldkirch, zu dem unter anderem Herbolzheim und Rheinhausen zählen. Dort wurden die Gottesdienste vor und an den Ostertagen abgesagt. Die Erstkommunionen können in diesem Jahr in der gewohnten Form laut dem

Info Trotz Gottesdienstverbot stehen die Kirchen, wie hier die Stiftskirche Lahr, den Gläubigen weiterhin offen, um dort zu Gott zu beten. Foto: Sadowski Erzbistum Freiburg stattfinden.

nicht

Kirche setzt noch mehr auf Online und Telefon: Zwar werde es in absehbarer Zeit keine Gottesdienste in BadenWürttemberg geben, dennoch bekämen Gläubige über das Internet im Livestream, am Fernsehgerät oder im Radio die Gelegenheit, die Gottesdienste zu verfolgen. Zudem stehen die Kirchen weiterhin für Gebete offen. Der Hauptfokus der Seelsorge werde sich aber auf Telefon, E-Mail und andere soziale Medien verlegen müssen, teilt das Dekanat mit. So plant etwa Pfarrer Oliver Wehrstein für die evangelische Kirchengemeinde Ringsheim-Herbolzheim ab nächster Woche einen Youtube-Kanal zu aktin

vieren, der geistliche Impulse setzen soll. Zudem wird eine Telefonseelsorge eingerichtet. Termine dazu werden zu den Dienstzeiten des Pfarramts vergeben. n Das

sagen die Pfarrer zum Maßnahmenkatalog: »Wir haben uns entschieden, diesen Weg zu gehen«, erklärt Steffen Jelic von der Seelsorgeeinheit Friesenheim zu den drastischeren Schritten, obwohl diese »womöglich auch zu früh sind«. Seine Kollegen und er wollen damit aber »Sicherheit für die Nächsten schaffen«. Mitgewirkt bei der Ausarbeitung der neuen Regelungen hat auch Pfarrer Michael Gartner von der Seelsorgeeinheit Rust. Seit Sonntag habe die Kirche bereits Veranstal-

Busse und Züge fahren weniger SWEG | Weitgehend gilt der Ferienfahrplan / Neue Regeln Region (red/jg). Die Südwestdeutsche Landesverkehrs-AG (SWEG) hat aufgrund der Corona-Krise ihre Leistungen eingeschränkt. Diese Einschränkungen gelten vorerst bis zum Ende der Osterferien am Sonntag, 19. April, – also so lange, wie das Land die Schließung der Schulen und Kindertagesstätten angeordnet hat, teilt die SWEG mit. Schienennahverkehr: Im Schienenpersonennahverkehr fahren alle Züge der SWEG weitgehend nach dem Schulferienfahrplan. Dadurch ergeben sich auf der ZollernAlb-Bahn und bei den Ringzügen weniger Fahrten. Auf den übrigen Strecken der SWEG hat dies zur Folge, dass die Züge gegebenenfalls mit weniger Fahrzeugen gefahren werden. n

n Busverkehr: Die Busse im Verkehrsgebiet der SWEG fahren aktuell nach dem Ferienfahrplan. Diese Regelung gilt jedoch nicht für die Busse im SWEG-Verkehrsbetrieb Hohenzollerische Landesbahn, die weiterhin nach dem Schulfahrplan fahren. Die Schließung der Grenze zur Schweiz führt im SWEG-Verkehrsbetrieb Weil am RheinLörrach zu Änderungen bei bestimmten Linien. So ist die Weiterführung der Linie 3 von Inzlingen nach Basel-Riehen nicht mehr möglich. Eine Durchfahrt durch Riehen gibt es bei der Linie 6 / 16 ebenfalls nicht mehr. n Einstiegsregeln:

Bei den Bussen ist nun die vordere Tür geschlossen und der Arbeitsplatz der Busfahrer abgesperrt. Zum Ein- und Aus-

stieg in die Busse müssen die hinteren Türen genutzt werden. Ein Fahrscheinkauf beim Busfahrer ist nicht mehr möglich. n Nur mit gültigem Fahrausweis: Die SWEG weist darauf hin, dass nur Fahrgäste mit einem gültigen Ticket in Bus und Zug einsteigen dürfen. Fahrscheine müssen vor Fahrtantritt erworben werden. Etwa über TicketingApps, Automaten oder die Verkaufsstellen. Darüber hinaus werden alle Fahrgäste gebeten, in den SWEG-Verkehrsmitteln den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts und der Gesundheitsbehörden des Landes und der Kommunen zu folgen und die notwendigen Hygienemaßnahmen unbedingt einzuhalten, so das Unternehmen.

tungen abgesagt – die bis dahin letzte war der Gottesdienst am Samstagabend. »Da herrschte ein sehr beklemmendes Gefühl«, beschreibt Gartner das Zusammenkommen. Er begrüße die neuen Maßnahmen, da er selbst »keine andere Lösung« sehe. Die Meisten hätten dafür auch Verständnis. Dennoch gibt es Vereinzelte, die erbost darüber sind, dass die Kirche in der schwierigen Zeit nicht wie gewohnt für die Leute da ist. Doch in solchen Zeiten sei es wie bei der Kommunion, also der Gemeinschaft, wichtig, zusammen zu stehen. Gartner freue sich auch deshalb über die sehr gute Zusammenarbeit mit dem Dekanat und den Kommunen. Auf Zusammenarbeit setzt man auch im Dekanat Endin-

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Wahlen Die Erzdiözese Freiburg hat beschlossen, dass die Fristen zur Wahl des Pfarrgemeinderats verlängert werden. Diese Entscheidung hat Erzbischof Stephan Burger getroffen, um den Zugang zur Wahl allen Wahlberechtigten in der neuen Situation zu ermöglichen. Ansonsten darf nämlich nicht persönlich, sondern nur per bis 12 Uhr am Sonntag perBrief oder online gewählt werden. Folgende Änderungen gibt es nun im Hinblick auf die Pfarrgemeinderatswahl: Die Wahl der Pfarrgemeinderäte in der Erzdiözese Freiburg wird vom 22. März auf den 5. April verschoben. Die Frist zur Vornahme der Online-Wahl verlängert sich somit bis zum 3. April. Briefwahlanträge können bis zum Ablauf des 1. April telefonisch oder per E-Mail über die Pfarrbüros gestellt werden.

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Der Kurier vom 21. März  

Der neue Kurier hat folgende Themen: - Notbetreuung: Lage an Schulen und Kitas in den Gemeinden der Region ist entspannt - Amphibienschutz,...

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