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Woche 6

Samstag, 8. Februar 2020

Auflage: 23 805

n Herbolzheim

n Kenzingen

n Rust

Das Interesse an einem Dorftreff in Wagenstadt ist weiterhin groß, wie Ortsvorsteher Thomas Hofstetter feststellte. 110 Bürger kamen, um darüber zu beratschlagen. u Seite 3

Die erste Ausbildungsmesse »Job-Start-Börse« in Kenzingen ist gut angekommen. Zahlreiche Unternehmen nutzten die Gelegenheit, für Nachwuchs zu werben. u Seite 5

Zwischen der Bürgerinitiative »Jetzt langt’s« und der Gemeinde Rust sowie dem Europa-Park hat es ein erstes Gespräch gegeben. Die Parteien zeigten sich zufrieden. u Seite 7

Neues und Bewährtes vereint

Weinmesse | Ettenheimer Jungwinzer sorgen für frischen Wind / Japan im Vorfeld Thema

FASENTSFIGUREN Welche Geschichte steckt im Häs? (7) Bald startet die heiße Phase der Fasent. Vor allem vom Schmutzigen, 20. Februar, bis hin zum Aschermittwoch werden unzählige Umzüge veranstaltet. Tausende Bürger zieht es dann auf die Straßen, die sich die verschiedenen Figuren ansehen. Doch welche Geschichten stecken hinter den Häs? Der Kurier sich auf die Spuren der Sagen gemacht.

Welle-Bengel Kenzingen Dass bereits in früheren Jahrhunderten die Fasnet in Kenzingen ein fester Bestandteil im Jahresrythmus war, bezeugen Urkunden und Niederschriften, etwa aus dem Jahr 1483. Ein sicheres Zeugnis dafür, dass die Kenzinger Narrenzunft Welle-Bengel im Jahr 2024 ihr 200-Jähriges feiern kann, belegen Dokumente von 1824 wie Tanzgenehmigungen. Die Kenzinger Fasnet hat als Zentralfigur den »Welle Bengel«. Er ist keine Spukfigur, sondern eine Übername, die den Üsenbergstädtlern von den Nachbargemeinden angehängt wurde. Dem etwas düster dreinblickenden, robust anmutenden Welle-Bengel hat man 1962 eine etwas freundlichere Figur hinzugesellt. Es ist der immer fröhliche Fischerbuebe, dessen Häs und Maske man in Erinnerung an die vor mehreren hundert Jahren bestandene Fischerzunft in Kenzingen geschaffen hat. Auch der Brauch des »Schnurrens« ist in Kenzingen noch sehr lebendig, die »Schnurrwieber« oder »Alti« sind an jeder Fasnet von Wirtshaus zu Wirtshaus unterwegs. In ihren Weidekörben befinden sich Bibiliskäs, Speck, Brot und natürlich ein »Schnäpsli«. Falls Ihre Narrenfiguren auch im Kurier vorgestellt werden sollen, schreiben Sie uns bitte eine E-Mail an redaktion@ kurier-wochenzeitung.de. jg

Dass die Ettenheimer Weinmesse mit der Zeit geht, zeigt sich am neuen Design von Flyern und Plakaten, auf denen für die 22. Auflage am 24. und 25. April in der Stadthalle geworben wird. In bewährter Weise wird zuvor aufs Thema eingestimmt. n

Paare werden gesegnet

Von Klaus Schade

Ettenheim. Schnell werden die Besucher auch in der Stadthalle ein moderneres Outfit der Stände bemerken, sie werden in modischem Grau gehalten sein. Zudem werden neue Banner auf die Veranstaltung hinweisen. Was gleich bleibt, ist der zeitliche Ablauf der Messe: Sie findet am Freitag- und Samstagabend, 24. und 25. April, jeweils von 19 bis 23 Uhr statt. Die Weingüter Bieselin, Isele, Jäger und Weber sowie die WG Münchweier-WallburgSchmieheim werden den Weinliebhabern und jenen, die es über diese Messe möglicherweise werden, Kostproben ihrer Weine, Seccos und Sekte geben. Traditionsgemäß kommen vor allem die jüngeren Jahrgänge in die Gläser. Erneut wird es rund 80 verschiedene Tropfen geben. Bewährt haben sich auch die Themenrundgänge, mit denen sich die Messebesucher an ihre Favoriten herantasten können. So gibt es auch in diesem Jahr wieder die »Rotwein-Route«, die »BurgunderLinie«, die »Süße Route« und den Weinpfad der »Frühlingsund Sommerweine«, auf

Riechen, schmecken, genießen – so soll es auch bei der 22. Auflage der Ettenheimer Weinmesse ablaufen. Archivfoto: Decoux-Kone denen die beteiligten Weinbaubetriebe und auch die WG ihre Empfehlungen machen. Nach bereits 21 Messen dieser Art haben der städtischen Wirtschaftsförderer Wolfgang Spengler und Marina Betzle von der Tourist-Info der Stadt inzwischen Routine. Für 14 Euro gibt es Karten für die Weinmesse im Vorverkauf im Bürgerbüro und bei den beteiligten Winzern. An der

Wie das Logo soll auch die Weinmesse nun in modernem Gewand daherkommen. Grafik: Dominik Eschbach

Abendkasse kostet der Eintritt zwei Euro mehr. Im Preis sind alle Weinverkostungen inbegriffen. Alle Winzer wollen in der Messezeit auf Weinbestellungen wieder einen Rabatt anbieten. Bei der Bewirtung der Gäste werden die Winzer von der Familie Baral vom Gasthaus Lamm unterstützt. »Geflittert« wird in Ettenheim bereits vor der Messe. Die Vorab-Appetithäppchen werden in diesem Jahr bei einer Betriebsbesichtigung des Weinguts Weber im Offental (Donnerstag, 26. März) sowie beim bereits traditionellen Kochkurs im Ettenheimer Küchenstudio Hein (Freitag, 3. April) serviert, der diesmal »Mit Grüßen aus der japanischen Fischküche« winkt. Anmeldungen für die beiden Flitter-Veranstaltungen sind bei der Volkshochschule in Ettenheim, E-Mail vhs-ettenheim@lahr.de, möglich.

INFO

Nicht nur Roter Neues Logo, neue Flyer, neue Banner, zudem in trendigem Grau bedachte Weinstände – die Ettenheimer Weinmesse präsentiert sich zur 22. Auflage in neuem Gewand. Angestoßen haben diese Entwicklung die jungen Winzer, die die Ettenheimer Weinmesse und Veranstaltungen im Vorfeld mitgestalten. Bei der Stadt fanden sie Gehör. »Brav« stießen beim bisherigen Logo in realer Abbildung zwei Weingläser aneinander, eines mit weißem, eines mit rotem Wein gefüllt. Trotz dominierendem Rot auf dem neuen Logo aus der Feder von Grafiker Dominik Eschbach haben natürlich auch Weißweine bei den Winzerbetrieben einen hohen Stellenwert.

Herbolzheim (red/jg). Paare aller Konfessionen haben am Valentinstag wieder die Möglichkeit, sich in der Kirche segnen zu lassen. Am Donnerstag, 14. Februar, ab 19 Uhr wird es in der Herbolzheimer Kirche St. Alexius wieder einen ökumenischen Gottesdienst mit Paarsegnung geben. Anschließend gibt es noch einen Empfang im katholischen Gemeindesaal.

n Rheinhausen n Das

Altenwerk Oberhausen lädt die Senioren auf Mittwoch, 12. Februar, zur Fasentfeier in den Pfarrsaal ein. Beginn ist um 14.11 Uhr mit »Vorträgen, Tanz, Musik und Trallala«, so die Ankündigung. Für Essen und Trinken ist gesorgt.

n Haus

und Energie

n Unter

der Rubrik »Haus und Energie« stellen wir Sanierungsideen fürs Eigenheim vor. Wir bitten um Beachtung. u Seite 8 und 9

Anmeldungen zum Firmenlauf sind ab sofort möglich

Breitensport | Zweite Auflage am 17. Juli wieder im Lahrer Seepark / Wird 3000er-Marke geknackt? Lahr (jr). Sommer, Sonne, Firmenlauf. Rund 1800 Mitarbeiter von Unternehmen und Behörden gingen beim ersten Lahrer Firmenlauf im vergangenen Juli an den Start. In exakt 160 Tagen wird es nun eine Wiederholung geben. Der Startschuss fällt am Freitag, 17. Juli, um 18 Uhr auf dem LGSGelände. Veranstalter Ralf Niedermaier von der Agentur N-PlusSport war bereits von der Auftaktveranstaltung 2019 begeistert. Mit der zweiten Auflage möchte er nun die 2000er-Marke knacken. Und vielleicht sogar noch mehr, erzählt er im Gespräch mit unserer Zeitung. »Auch die 3000er-Marke ist möglich. Bereits jetzt haben ei-

Bei sommerlich-schwülen Temperaturen beteiligten sich 2019 rund 1800 Menschen beim ersten Lahrer Firmenlauf. 2020 dürften es laut dem Veranstalter mehr werden. Foto: N-Plus-Sport nige Firmen ihr Interesse bekundet«, so Niedermaier. Bereits seit einigen Jahren organisiert er Firmenläufe in ganz Deutschland. Es gäbe Städte, da hätte sich die Teilnehmerzahl beim zweiten Firmenlauf nahezu verdoppelt, erzählt er.

Neben vielen potenziellen neuen Läufern wartet noch etwas Neues auf die Teilnehmer: der sogenannte »Virtual Run«, auf deutsch »virtueller Lauf«. Dieser richtet sich an Mitarbeiter, die am Veranstaltungstag verhindert sind, heißt es in der

Ankündigung. Diese müssen am 17. Juli nicht anwesend sein, sondern können die fünf Kilometer lange Strecke an einem anderen Ort in der Veranstaltungswoche zwischen Mittwoch und Sonntag laufen und bleiben damit trotzdem

Teil ihres Teams. Ein Nachweis über die gelaufene Strecke erfolgt digital über Lauf-Apps, dieser muss bis Sonntag, 19. Juli, an die Mailadresse firmenlauf-lahr@nplussport.de geschickt werden. Über diese Adresse erfolgt auch die Anmeldung für den virtuellen Lauf. Alle anderen Läufer können sich bis Freitag, 26. Juni, unter www.firmenlauf-lahr.de anmelden. Die Startgebühr beträgt 15 Euro pro Läufer. Zum Ende des Laufs dürfen sich Teilnehmer wieder über Altbewährtes freuen. Geplant ist wieder eine After-Run-Party mit Musik, Leckereien und viel Spaß mit Kollegen. Getreu dem Motto: zusammen schwitzen, zusammen feiern.


ALLES AUF EINEN BLICK

Samstag, 8. Februar 2020

n Kontakt

n Termine

Redaktion: Julia Göpfert, Telefon 07821/2 78 31 43, Fax 07821/2 78 31 50, E-Mail: redaktion@ kurier-wochenzeitung.de

n Kino Lahr

Kleinanzeigen: Telefon 07821/2 78 31 0

n Notdienste Polizei: Telefon 110 Feuerwehr, Rettungsdienst: Telefon 112 DRK-Krankentransport: Telefon 0761/1 92 22

Notfall

Apotheken-Notdienste zum 14. Februar

aus der Region vom 8. bis 16. Februar

Bis zum 12. Februar

Geschäftsanzeigen: Telefon 07821/2 78 31 03, Fax 07821/2 78 31 90, E-Mail: anzeigen@ kurier-wochenzeitung.de

n Im

Kurier Seite 2

bis

n Samstag:

Apotheke im alten Rathaus, Hauptstraße 20, Malterdingen, Tel. 0 76 44/66 77; Apotheke Friesenheim, Friesenheimer Hauptstr. 5, Friesenheim, Telefon 0 78 21/ 9 64 90. n Sonntag:

Stadt-Apotheke, Hauptstraße 41, Endingen, Telefon 0 76 42/80 56; Schlüssel-Apotheke, Friedrichstraße 88, Lahr, Telefon 0 78 21/ 2 42 39. n Montag:

Apotheke im alten Rathaus, Hauptstraße 20, Malterdingen, Telefon 0 76 44/ 66 77; Die Engel-Apotheke, Friedrichstraße 1, Lahr, Telefon 0 78 21/2 27 49. n Dienstag:

Rathaus-Apotheke, Hauptstraße 13, Kenzingen, Telefon 0 76 44/304; Hirsch-Apotheke, Dinglinger Hauptstraße 105, Dinglingen, Telefon 0 78 21/4 17 95. n Mittwoch:

Stadt-Apotheke, Hauptstraße 41, Endingen, Telefon 0 76 42/80 56; MarienApotheke, Festungsstraße 1, Ettenheim, Tel. 07822/31 20; Alemannen-Apotheke, Friesenheimer Hauptstraße 40, Friesenheim, Telefon 0 78 21/ 6 17 88. n Donnerstag: St.

Blasius-Apotheke, Hauptstraße 16, Wyhl, Telefon 0 76 42/71 83; StadtApotheke, Schwarzwaldstraße 28, Lahr, Telefon 0 78 21/98 34 07. n Freitag:

Stadt-Apotheke, Fürstbischof-Galura-Straße 6, Herbolzheim, Tel. 0 76 43/336; Karls-Apotheke, Allmendstraße 14, Kippenheim, Telefon 0 78 25/8 44 60; Kloster-Apotheke, Hauptstraße 17 A, Seelbach, Tel. 0 78 23/9 62 75 75.

Verlag: Lahrer Zeitung GmbH Kreuzstraße 9 (Walpotenhaus), 77933 Lahr Telefon 07 82 1/27 83-160 Telefax 0 78 21/27 83-190 Geschäftsführung: Kirsten Wolf Anzeigenleitung: Kirsten Wolf Redaktion: Jörg Braun (Leitung; v.i.S.d.P.) Julia Göpfert Zustellservice: Medienlogistik Stuttgart GmbH, Plieninger Straße 150, 70567 Stuttgart, Telefon: 07721/9950-121, E-Mail: qualitaetwb@ medienlogistik-stuttgart.de Auflage: 23 805 Exemplare Satz: Lahrer Zeitung GmbH Druck: Druckzentrum Südwest GmbH, Villingen-Schwenningen Gültig ist die Anzeigen-Preisliste Nr. 75 vom 1. Januar 2020 und die lokale Anzeigenpreisliste vom 1. Januar 2020. Erscheint wöchentlich kostenlos in: Kenzingen, Bombach, Hecklingen, Nordweil, Herbolzheim, Bleichheim, Broggingen, Tutschfelden, Wagenstadt, Oberhausen, Niederhausen, Ringsheim, Rust, Kappel-Grafenhausen, Ettenheim, Altdorf, Ettenheimmünster, Ettenheimweiler, Münchweier, Wallburg, Mahlberg, Orschweier, Kippenheim, Schmieheim.

Forum Cinema: »Die fantastische Reise des Dr. Dolittle« (3D): täglich (außer Dienstag) 17.45 Uhr und täglich 19.45 Uhr. »Die fantastische Reise des Dr. Dolittle« (2D): täglich (außer Dienstag) 14.45 Uhr. »Enkel für Anfänger«: täglich (außer Dienstag) 15.15 und 17.45 Uhr sowie täglich 20.15 Uhr. »Birds of Prey«: täglich (außer Dienstag) 17.20 Uhr, täglich 20.30 Uhr und Samstag zusätzlich 23.15 Uhr. »Die Hochzeit«: täglich (außer Dienstag) 16.30 Uhr, täglich (außer Sonntag) 20.45 Uhr. »Countdown«: täglich 19 Uhr und am Samstag zusätzlich 23.15 Uhr. » Die Heinzels – Rückkehr der Heinzelmännchen«: Samstag 13 und 14.45 Uhr, Sonntag 13 Uhr, Montag 14.45 Uhr und Mittwoch 14.45 Uhr. »1917«: Samstag 17.15 Uhr, Sonntag 20.45 Uhr, Montag 17.15 Uhr sowie Mittwoch 17.15 Uhr. »Die Wolf-Gäng«: täglich (außer Dienstag) 15 Uhr. »Die Eiskönigin 2«: Samstag bis Montag 15.15 Uhr. »Bad Boys for Life«: Samstag 20 und 23 Uhr, Sonntag und Montag 20 Uhr. »Lindenbergh – Mach Dein Ding«: Samstag 22.30 Uhr. »Knives Out – Mord ist Familiensache«: Samstag 22.45 Uhr. »Das perfekte Geheimnis«: Samstag und Sonntag 12.45 Uhr. »Jumanji: The Next Level«: Samstag und Sonntag 12.45 Uhr. »Vier zauberhafte Schwestern«: Samstag und Sonntag 12.45 Uhr. »Spione Undercover – Eine wilde Verwandlung«: Samstag 12.45 Uhr. »Disney-Junior-Mitmachkino«: Sonntag 13.30 und 14.45 Uhr. »Das Zweite Leben des Monsieur Alain«: Mittwoch 15 Uhr. n Russische Originalversion: »Coma«: Sonntag 17 Uhr. n Sneak-Preview: Dienstag 20.30 Uhr. n Maidle-Abend: »Nightlife«: Mittwoch 20 Uhr.

Kenzingen

Löwen-Lichtspiele: »1917«: täglich 20 Uhr. »Lindenberg – Mach dein Ding«: Samstag, Dienstag und Mittwoch 17.15 Uhr sowie Sonntag 14.15 Uhr. »Pavarotti«: Mittwoch 17.30 Uhr. »Das größte Geschenk«: Sonntag 17 Uhr und Montag 18 Uhr. »Alles außer gewöhnlich«: Dienstag 20 Uhr. »Vier zauberhafte Schwestern«: Samstag und Sonntag 14.30 Uhr. »Knives Out – Mord ist Familiensache«: Samstag 20 Uhr und Sonntag 17.15 Uhr. »A Rainy Day in New York«: Samstag 17.15 Uhr und Montag 20 Uhr. »Spione Undercover – Eine wilde Verwandlung«: Samstag 14.30 Uhr. »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl«: Sonntag 20 Uhr. »Ein perfektes Geheimnis«: Sonntag 11 Uhr. n Regissuer-Besuch: »Der weiße Massai-Krieger«: Sonntag 11.30 Uhr. Im Anschluss Filmgespräch mit Regisseur und Hauptdarsteller Benjamin Eicher. Danach läuft der Film (ohne Regisseur-Gespräch) noch Montag und Dienstag 18 Uhr sowie am Mittwoch ab 20 Uhr.

n Musik Ettenheim

Große Jubiläumsfeier in der Amici-Bar: Samstag, 8. Februar, 21 Uhr, Einlass ab 19 Uhr. Konzert mit der Kinderband Kuntu: Sonntag, 9. Februar, 15 Uhr, Gallaghers Nest Münchweier.

Derzeit im Kino Lahr: »Die fantastische Reise des Dr. Dolittle« »Die fantastische Reise des Dr. Dolittle« läuft derzeit im Kino Lahr: Pünktlich zum 100-jährigen Bestehen der Kinderbuchvorlage von Hugh Lofting wird ein neuer Doktor Dolittle auf tierische Abenteuer entsendet. Robert Downey Jr. schlüpft in die Rolle Hardcore, Goth-Industrial und Hardrock mit »Cry blue Murder«, » Shardless« und »Transylvania«: Freitag, 14. Februar, 20 Uhr, Rockcafé Altdorf. »The Moonclaws« live: Freitag, 14. Februar, 21 Uhr Amici-Bar. Coverrock mit »Hard Reign«: Samstag, 15. Februar, 20 Uhr, Rockcafé Altdorf. »Jan Ullmann Band« on Tour: Samstag, 15. Februar, 20 Uhr Gallaghers Nest Münchweier.

Altenheim / Kippenheim

»Trotz alledem« – Konzert mit »Chorus Delicti« und Lorenz Stiegeler: Samstag, 8. Februar, 19 Uhr. Friedenskirche Altenheim sowie Sonntag, 9. Februar, 17 Uhr, ehemalige Synagoge Kippenheim.

n Fasent Ettenheim

Bunter Abend in Wieler: Samstag, 8. Februar, 19.11 Uhr, Vereinshaus Ettenheimweiler. Pfarrfasent im Pfarrsaal: Samstag, 8. Februar, 19 Uhr, Pfarrhofsaal Münchweier. Brauchtumsabend der Sendewelle: Samstage, 8. und 15. Februar, je 19.11 Uhr, Münchgrundhalle. Bunter Abend in Ettenheimmünster: Freitag und Samstag, 14. und 15. Februar, 20 Uhr, Turn- und Festhalle Ettenheimmünster. Narrenspiel der »Hoorig«: Freitag und Samstag, 14. und 15. Februar, je 19.30 Uhr, Stadthalle Ettenheim.

Herbolzheim

Preismaskenball der Narrenzunft Zynduss Bleichheim: Freitag, 14. Februar, 20.11 Uhr, Kirnburghalle Bleichheim. Prunk- und Narrensitzung der Herbolzheimer Karnvealsgesellschaft: Samstag, 15. Februar, 19.30 Uhr, Breisgauhalle.

Kappel-Grafenhausen

Zunftabend der Hexenzunft Grafenhausen: Samstag, 8. Februar. 19.11 Uhr, Halle Grafenhausen.

des exzentrischen Tierartzes mit großen Herzen und magischer Gabe. John Dolittle hat dank seiner besonderen Gabe, mit Tieren sprechen zu können, zur Veterinär-Medizin gewechselt. Gemeinsam mit seinem Assistenten Tommy Stubbins (Harry Col-

Frauenfasent der kfd: Sonntag, 16. Februar, 14 und 19.30 Uhr und Montag, 17. Februar, 19.30 Uhr, Pfarrheim Grafenhausen. Motto: »20er- Jahre – ein Hauch von Glanz und Glamour«.

Kenzingen

Hecklinger Seniorenfasnet: Donnerstag, 13. Februar, 15 Uhr, St. Andreas Haus.

Mahlberg

Umzug zum 60-jährigen Bestehen der »Hoorig« : Sonntag, 16. Februar, 14 Uhr, Orschweier.

Rheinhausen

Bunter Abend des SC Niederhausen: Samstag, 8. Februar, 19.28 Uhr, Bürgerhaus. Motto: »Dschungelcamp in Hüse – ich bin ein Star, holt mich hier raus«. Zunftsitzung der NZ Oberhausen: Samstag, 15. Februar, pünktlich ab 20.11 Uhr, Einlass um 19 Uhr, Bürgerhaus.

Rust

Jubiläumsumzug der Hanfrözi: Sonntag, 9. Februar, 13.30 Uhr. Start: Ludwigstraße am Narrenheim, zur Karl-Friedrich-Straße, Ritterstraße; Auflösung in der Kirchstraße/Hindenburgstraße.

lett) und dem weiblichen Papagei Polynesia (gesprochen von Emma Thompson) hilft er den Tieren und muss ein fantastisches Abenteuer bestehen. Dabei bekommt er es auch mit äußerst feindseligen Kreaturen zu tun. Foto: Verleih

Rust

Ausstellung von Evgeniya Scherer mit Collagen und Acrylbildern: Ausstellung bis zum 16. Februar im Saal »La Scala« des Europa-Park-Hotels Colosseo, wobei die Künstlerin jeweils sonntags von 11 bis 15 Uhr anwesend sein wird.

n Fest Herbolzheim

»Kaffee und Tratsch«: Dienstag, 11. Februar, ab 14.30 Uhr, Gemeinderaum Schloßbergstraße 6 Bleichheim.

n Sonstiges Ettenheim

Sonntagscafé »Runter vom Sofa«: Sonntag, 16. Februar, 11Uhr, Rohancafé. Um besser planen zu können, ist eine Anmeldung per E-Mail an sonntagscafe@gmx.de erforderlich. Vortrag »Erben und vererben«: Montag, 10. Februar, 18 Uhr, Bürgersaal im Rathaus Ettenheim. Seniorenrat lädt ein.

n Wanderung

Vortrag »Patientenrechte«: Donnerstag, 13. Februar, 19 Uhr im Seminarraum des Ortenauklinikum Ettenheim. Veranstalter: »Junge Frauen mit und nach Krebs«.

Kenzingen

Herbolzheim

Ausflug der Mittwochswanderer zum Thema »Fit wie ein Turnschuh – Fitness for Best-Agers«: Mittwoch, 12. Februar, Treff: um 15 Uhr beim Bewegungsparcours im Alten Grün in Kenzingen. Einkehr im Asia-Restaurant Stern.

n Kunst Ettenheim

Ausstellung »Wald erleben – Lebenswald«: bis Mai 2020 im Kulturraum Gallaghers Nest in Münchweier. Es werden Gemälde in Acryl, Öl und Mischtechnik von Nikola Johner aus Münchweier ausgestellt. Kunst im Rathaus: zu den üblichen Öffnungszeiten im Ettenheimer Rathaus zu sehen. Ausgestellt werden Werke von Marion Danner zum Thema »Abstrakt trifft gegenständlich«.

Ökumenischer Begegnungskreis für Senioren: Montag, 10. Februar, 14.30 Uhr, evangelisches Gemeindezentrum. Vortrag »Mein Kind mental stärken«: Mittwoch, 12. Februar, 19.30 Uhr, Torhaus. Ökumenischer Gottesdienst zum Valentinstag mit Paarsegnung: Freitag, 14. Februar, 19 uhr, Kirche St. Alexius Herbolzheim. Veranstalter: katholische und evangelische Kirchengemeinde. Gottesdienst zum5 0-jährigen Bestehen der kfd: Samstag, 15. Februar, 18.30 Uhr, Kirche St. Mauritius Wagenstadt.

Kappel-Grafenhausen

Pflanzaktion: Samstag, 8. Februar, ab 9 Uhr im Schollen. Veranstalter: Forstbetrieb der Gemeinde Kappel-Grafenhausen und Verein Wilde-WaldWeiden Taubergießen.

Kippenheim

»Zum Valentinstag: Liebe ist ...«: Freitag, 14. Februar, ab 19 Uhr, Bücherei Kippenheim.

Mahlberg

Frauenfrühstück: Samstag, 15. Februar, in der Fabrikantenvilla. Veranstalter: Förderkreis Oberrheinisches Tabakmuseum.

Rheinhausen

Skat-Turnier des FC Oberhausen: Freitag, 14. Februar, 18.30 Uhr im Sportheim des FC Oberhausen. Anmeldungen bis Donnerstag, 13. Februar an Josef Zängle, Telefon: 07643/ 41 14 oder 0160/24 89 42, EMail: Familie.Zaengle@web.de oder Klaus-Peter-Scholler, Telefon: 07643/4 00 91 oder 0171/7 83 07 91, E-Mail: KP.Scholler@t-online.de

n Wir

gratulieren

Dienstag, 11. Februar Ringsheim Marion Zimmermann, Neudorfstraße 9, 70 Jahre.

n Ärzte Ortenaukreis: Notfallpraxis am Ortenau-Klinikum, Ebertplatz 12. Für Erwachsene: Öffnungszeiten: Montag, Dienstag, Donnerstag 19 bis 22 Uhr; Mittwoch, Freitag 16 bis 22 Uhr; Samstag, Sonn- und Feiertag 8 bis 22 Uhr. – Für Kinder: Montag bis Freitag 19 bis 22 Uhr; Samstag, Sonnund Feiertag 9 bis 21 Uhr (jeweils ohne vorherige telefonische Anmeldung) Bundesweiter ärztlicher Bereitschaftsdienst: 116 117 Fahrdienst (ärztliche Hausbesuche): Telefon 0 18 05/19 29 24 60 Zahnärztlicher Notfalldienst Ortenaukreis: von Samstag 8 Uhr bis Montag 8 Uhr sowie an Feiertagen Auskunft über die DRK-Rettungsleitstelle Offenburg, Telefon 0 18 05/19 29 24 60 Zahnärztlicher Notfalldienst Kreis Emmendingen: Telefon 018 0/3 22 25 55 70 Tierärztlicher Notdienst Kreis Emmendingen: 0 76 84/9 08 90 und 0 76 41/5 46 36 Tierärztlicher Notdienst Ortenaukreis: 0 78 24/6 46 90 Krankenhäuser: Klinikum Lahr Telefon 0 78 21/93-0 Kreiskrankenhaus Ettenheim Telefon 0 78 22/430-0 Kreiskrankenhaus Emmendingen Telefon 0 76 41/45 40


HERBOLZHEIM

Samstag, 8. Februar 2020

Kurier Seite 3

»Kaffee und Tratsch« Bleichheim (red/jg). Der nächste »Kaffee und Tratsch« steht unter dem Einfluss der Vorfastnachtszeit. Er beginnt am Dienstag, 11. Februar, um 14.30 Uhr in den Räumen der Vereinsgemeinschaft Bleichheim in der Schlossbergstraße 6. Die Frauen von »Kaffee und Tratsch« freuen sich darauf, wieder alle mit Kaffee, leckeren, selbst gebackenen Torten und fastnächtlichen Gebäck oder auch einem Kaltgetränk verwöhnen zu dürfen, so die Ankündigung. Willkommen sind alle Gäste aus der Region. Das Interesse daran, was aus dem ZG-Raiffeisengebäude wird, war groß: 110 Bürger, unter denen auch Vertreter von Verwaltung, Gemeinderat und Ortschaftsrat waren, kamen zur Bürgerversammlung nach Wagenstadt, um sich zu informieren und Experten wie Heinz Frey (rechts) zuzuhören Foto: Göpfert

Interesse am Dorftreff bleibt riesig

Bürgerversammlung | 110 Bürger diskutieren in Wagenstadt über die Zukunft des ZG-Raiffeisen-Gebäudes In Wagenstadt will man die Chance nutzen, aus dem ehemaligen Gebäude der ZG Raiffeisen einen Dorftreff zu machen. Wie weit die Planungen vorangeschritten sind und was noch alles unternommen werden muss, war Thema einer Bürgerversammlung. n

Von Julia Göpfert

Wagenstadt. Auch nach mehr als einem Jahr ist das Interesse am ZG-Gebäude groß: 110 Teilnehmer waren zur Bürgerversammlung in Wagenstadt gekommen, wie Herbolzheims Bürgermeister Thomas Gedemer und Wagenstadts Ortsvorsteher Thomas Hofstetter erfreut feststellten. Gedemer lobte die Anwesenden für ihr Engagement. Es sei ihm wichtig, möglichst viele Bürger ins Boot zu holen, damit etwas Passgenaues, Bedarfsgerechtes für Wagenstadt und das Bleichtal entstehe, so dass aus dem »ZG« ein »GZ«, ein gemeinschaftliches Zentrum würde.

n Das wurde bisher erreicht: Die Stadt hat mit Zustimmung des Gemeinderats 2019 das ehemalige ZG-Gebäude samt Gelände erworben. Zudem konnten rund 15 000 Euro Fördergelder für den Dorftreff generiert werden. Friedhelm Marx, Leiter der Projektgruppe »Dorv«, berichtete, dass das achtköpfige Leitungsteam sich im vergangenen Jahr zahlreiche Dorftreffs und -läden angesehen hätte, um Ideen zu sammeln und aus den Fehlern anderer zu lernen. Insgesamt habe die Leitungsgruppe mehr als 20 Besprechungen gehabt und auch noch Veranstaltungen im Gebäude ausgerichtet, wie etwa den ersten Wagenstadter Flohmarkt oder das Traktorenrennen der Kindergartenkinder. Zudem habe man Beratungstermine mit den Förderverein »Spes« und der »Allianz für Beteiligungen« sowie anderen Einrichtungen gehabt. Letztendlich gebe es nun zwei Konzeptvorschläge, die auch schon im Ortschaftsrat präsentiert worden seien. Diese seien entweder einen Dorftreff mit Laden zu gründen oder das Gesamtgelände zu nutzen, etwa indem man noch zusätzlich Wohnraum etwa für Senioren (»Wohnen Plus«) schaffe. n So

Fridolin Koch vom Verein Spes stellte Berechnungen zur wirtschaftlichen Rentabilität eines Dorfzentrums an.

könnte das Dorfzentrum funktionieren: Heinz Frey vom Verein »Dorv« (Dienstleistung, ortsnah, RundumVersorgung) aus Jülich zeigte Beispiele von anderen Gemeinden, die erfolgreich einen Dorftreff etabliert hatten. Freys Vision ist dabei »wohnen, leben und arbeiten« zusammenzubringen. Dabei spiele eine multifunktionale Nahversorgung eine zentrale Rolle. Es gehe dabei nicht nur

In drei Runden diskutierten die Gäste in vier Gruppen über die Ideen zum ZG-Raiffeisengebäude und stimmten darüber ab, welche Vorschläge verwirklicht werden sollten. darum »drei Scheiben Wurst« zu verkaufen, sondern um eine passgenaue Bündelung von Angeboten in den fünf Bereichen Lebensmittel, Dienstleistungen, sozial-medizinische Versorgung, Kommunikation und Kulturangebote aufzubauen. Der Schwerpunkt solle dabei auf regionalen Produkten liegen, für die man auch auf die Integration und Kooperation der Betriebe aus dem Ort setzen müsste. n Gemeinsam agieren: Generell müssten private Wirtschaft, öffentliche Hand und Bürger zusammenarbeiten, um erfolgreich ein Dorfzentrum zu etablieren, erklärte Frey: Die Bürger, weil ihr Engagement notwendig sei, die Verwaltung zur Unterstützung und die Privatwirtschaft, weil auf Dauer nur ein Dorfzentrum überleben könne, das sich auch rechne. Auch die Themen online und Digitalisierung spielen für den Erhalt eines Zentrums eine große Rolle. Über das Portal »onleine« könnten etwa Artikel in den Dorfladen zur Abholung bestellt werden.

n Aktuell keine wirtschaftliche Rentabilität: »Dorv« arbeitet eng mit dem Förderverein »Spes« zusammen, dessen Vertreter Fridolin Koch die Rentabilität eines Dorftreffs durchgerechnet hatte – mit ernüchternder Bilanz: Bei 65 Kunden, die pro Tag fünf Euro umsetzten, würde der Dorfladen – ohne ehrenamtliche Unterstützung – ein Minus von fast 13 000 Euro pro Jahr bringen. Ein zusätzliches Café als Begegnungsort würde eine schwarze Null bringen, allerdings nur wenn dort noch zusätzlich etwa 60 Kunden pro Tag mindestens sieben Euro umsetzen würden. Eine Wirtschaftlichkeit sei infolgedessen nicht zu erwarten. Anders könnte es jedoch aussehen, würde man zusätzlich noch ein Konzept für »Wohnen Plus« nutzen, indem man etwa noch Wohnungen für Ältere oder Pflegebedürftige schaffe. n Das wollen die Bürger: Wie sich die Bürger ihr Dorfzentrum vorstellen, das konnten sie anschließend diskutieren. Das Ergebnis: Noch Plätze für

altersgerechtes Wohnen zu schaffen, konnten sich viele tatsächlich vorstellen. Was Kulturangebote angehe, wünsche man sich auch Angebote für Jugendliche. Zudem soll es im Dorfzentrum viele Kulturveranstaltungen wie Flohmärkte oder Thementage aber auch regelmäßige Veranstaltungen wie Singen, Tanzen oder Spielen geben. Ein Café soll dabei als Treff und als generationenübergreifendes Angebot entstehen. Was die Dienstleistungen angeht, standen vor allem Angebote von und für Senioren wie etwa ärztliche Sprechstunden oben auf der Liste. Aber auch eine organisierte Nachbarschaftshilfe, Post, Bringdienste für Essen und die Möglichkeit an Bargeld zu kommen, wurden gefordert. Angebote, die man im Bereich Bildung gerne hätte, waren ein Generationencafé, Räume für das Bildungswerk und die VHS, ein schwarzes Brett sowie die Möglichkeit für Theater, Film und Laienkunst.

INFO

So geht’s weiter Für die nächsten Schritte würden nun viele Helfer gebraucht, erklärte Herbolzheims Bürgermeister Thomas Gedemer. Zunächst müsse man aus der Fülle an Ideen und Themen die wichtigsten aussieben. Diese Schwerpunkte sollen bis zum Sommer festgelegt werden, damit dann bis Ende des Jahres konkrete Pläne entstehen und Partner gewonnen werden können. 2021 soll es dann mit der Verwirklichung des Dorftreffs losgehen,

»Pflüme« starten in die Fasent Wagenstadt (red/jg). Die Fasentgemeinschaft Wagestadter Pflüme gibt ihren Fasnetplan bekannt: Am Donnerstag, 20. Februar, ist um 10 Uhr die Schülerbefreiung im Kindergarten und der Grundschule Wagenstadt, um 18.31 Uhr folgt der Hemdklunkerumzug durchWagenstadt mit Fasenteröffnung und Verkündung der Narrenregeln. Danach wird im Imbisszelt, bei Kinderdisco, Oldie-Bar und Junghexenbar gefeiert. Die große Pflümesitzung in der Wagestadter Halle mit buntem, närrischem Programm ist am Samstag, 22. Februar, um 20.11 Uhr. Im Anschluss daran spielt die Tanzmusikabteilung des Musikvereins Wagenstadt zum Tanz und einen Stock tiefer gibt’s die Bar fürs Partyvolk. Am Montag, 24. Februar, folgt ab 13.31 Uhr der Narrenlauf durch Wagenstadt und anschließend ist Kinderfasent in der Halle mit Auftritten der jungen Narren. Ab 20.11 Uhr laden die Pflüme dann zu einer »Reise durch die Zeit« ein: Dazu werden viele Stände durch die Wagestadter Vereine in der Halle aufgebaut sein, zudem wird es Musik von der Tanzband Sommerwind DJ Andy geben. Am Dienstag, 25. Februar, gibt es ab 18.11 Uhr einen Trauerumzug durch das Dorf mit anschließender Fasentverbrennung. Danach ist eine Trauerfeier im Narrenkeller, so die Ankündigung.

n Herbolzheim n Sport

Saar veranstaltet für diesen Winter noch folgende Ski- und Snowboardkurse: am Wochenende, 8. und 9. Februar, an Fastnacht, 26. und 27. Februar (Mittwoch und Donnerstag) sowie am Wochenende 7. und 8. März. Bei allen Kursen sind noch Plätze frei. Informationen und Anmeldung unter Telefon 07643/49 11.

Pionierarbeit im 3D-Druck

Wirtschaft | Firma Konstruktion Baumann ausgezeichnet Herbolzheim (us). Bereits zum dritten Mal ist die Herbolzheimer Firma Konstruktion Baumann im bundesweiten Innovationswettbewerb als »Top-Innovator 2019« ausgezeichnet worden. Landrat Hanno Hurth und Thorsten Kille, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises Emmendingen (WFG), besuchten deshalb gemeinsam mit dem Herbolzheimer Bürgermeister Thomas Gedemer das mittelständische Unternehmen. Geschäftsführer Christian Baumann stellte den vor mehr als zwei Jahrzehnten von Se-

niorchef Albrecht Baumann gegründeten Familienbetrieb vor, der seine Wurzeln in der Medizintechnik hat und etwa Geräte für Blutanalysen, Kalibrierstationen oder zum Hautscreening herstellt. Zudem ist er auch im Maschinenbau tätig. Seit rund zehn Jahren leistet das Unternehmen auch Pionierarbeit im 3D-Druck. Die Erfolge und Erfahrungen bei diesem so genannten additiven Fertigungsverfahren waren der Grund für die erneute Auszeichnung als »Top Innovator 2019«. Die Herbolzheimer Firma trage als klassisches inhaber-

geführtes Familienunternehmen zur guten wirtschaftlichen Situation im Landkreis bei, lobte Landrat Hurth. Gemeinsam mit Wirtschaftsförderer Thorsten Kille stellte Hurth auch das Schülerforschungszentrum AluMINTzium für technisch interessierte junge Menschen in der Emmendinger Schwarzwaldstraße vor. Geschäftsführer Christian Baumann legt großen Wert auf die Zusammenarbeit mit der Hochschule in Offenburg. Er unterrichtet dort als Dozent und übernimmt die Betreuung von Bachelorarbeiten. Das Unternehmen bietet auch Schülerpraktika an.

Der Herbolzheimer Bürgermeister Thomas Gedemer (von links), Landrat Hanno Hurth, Geschäftsführer Christian Baumann, Vertriebs- und Projektleiterin Sybille Hopman, Seniorchef Albrecht Baumann sowie der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft WFG, Thorsten Kille vor der gerahmten Auszeichnung zum »Top-Innovator 2019« in den Räumen von Konstruktion Baumann OHG in Herbolzheim Foto: Landratsamt Emmendingen / Ullrich Spitzmüller


ETTENHEIM

Samstag, 8. Februar 2020

Kurier Seite 4

Neues Siegel bestätigt Inhaber

Vollsperrung ab 10. Februar

Auszeichnung | | Weingut Weber erhält »Wein und Architektur«-Preis / Einer von 21 Betrieben im Land Als einer von 21 Betrieben im Land und zwei in der Region hat das Weingut Weber die neue Auszeichnung »Wein und Architektur« erhalten. Isabella Vetter, Geschäftsführerin der Breisgauer Wein GmbH, übergab den Preis. n

Von Klaus Schade

Ettenheim. Es erfülle sie »mit Stolz«, den Eheleuten Michael und Annika Weber das neue Siegel der Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg und die der Architektenkammer Baden-Württemberg auszuhändigen, so Vetter. Weingüter, Vinotheken und Weinaussichtspunkte mit herausragenden weintouristischen Angeboten und ebensolch herausragender architektonischer Gestaltung würden mit dem Siegel bedacht. Vetter sieht diese Kriterien im Weingut Weber verwirklicht. »Innovative Eventideen, vielfältige Veranstaltungen und eine gemütliche Atmosphäre zum Wein-Kennenlernen, Verweilen und Genießen« seien für Weinliebhaber ebenso Anreize für einen Besuch wie »der gelungene, 2013 eröffnete Neubau«. Offene, lichtdurchflutete Räume, natürliche Materialien, klare Konturen und ein moderner, geradliniger Bau schafften, so die Geschäftsführerin der Breisgauer Wein GmbH, ein angenehmes Ambiente für den Besucher.

Weber blickt auf die 2008 gestartete Planungsphase zurück Michael Weber blickte zurück auf die 2008 gestartete Planungsphase mit dem Kehler Architekten Jürgen Grossmann. Nur ein Drittel des modernen, 10 000 Kubikmeter umfassenden Baus, insgesamt rund 260 Quadratmeter, seien sichtbar, der Rest liege im

Ettenheim (red/sad). Im Zuge der Kanalumbauarbeiten in der Straße Im Bienle kommt es ab Montag, 10. Februar, zu einer Vollsperrung. Diese betrifft die Einmündung der Stichstraße Im Bienle bis zur Einmündung in die Muschelgasse, informiert die Stadt Ettenheim. Kurzzeitig wird auch die Durchfahrt durch die Muschelgasse nicht möglich sein. Die Arbeiten zur Kanal- und Wasserleitungsverlegung Im Bienle sind bis auf die Herstellung der Hausanschlüsse abgeschlossen und werden in der Straße Im Bienle fortgeführt. Beide Straßenabschnitte sind während der Bauausführung für den Straßenverkehr nicht benutzbar. Die Stadt bittet Anwohner und Verkehrsteilnehmer um Beachtung.

Zusätzliche Teilsperrung

Auszeichnung für das Weingut Weber (von links): Isabella Vetter, Geschäftsführerin Weintourismus GmbH, die Inhaber Michael und Annika Weber sowie Ettenheims Wirtschaftsförderer Wolfgang Spengler Foto: Decoux-Kone Berg, was für ideale klimatische Bedingungen für den Ausbau und die Lagerung der Weine sorge. Man habe »bewusst keine reine Industriehalle« erstellen wollen, so Michael Weber, sondern man habe vielmehr das Bedürfnis verspürt, »ein Highlight mit Vorreiterfunktion für das Weinland Breisgau« sowie eine Symbiose aus Weinproduktion, Weinlounge und -Verkaufstheke in ansprechender Architektur zu schaffen. In diesem Jahr seien wieder mehr als zwei Dutzend Veranstaltungen unter der Federführung von Annika Weber im Weingut geplant. Eine stolze Zahl, wie Vetter herausstellte. »Wir sind riesig stolz, dass wir ein solches Weingut hier in Ettenheim haben«, würdig-

te der städtische Wirtschaftsförderer Wolfgang Spengler bei der Übergabe des neuen Siegels. Ettenheim habe sich das Prädikat »Weinbaustadt« auf die Fahnen geschrieben.

Kritik gibt’s an den gesetzlichen Auflagen beim Weinausschank Dabei übe das Weingut Weber mit seiner tollen Lage, den reizvollen Events, der modernen Architektur und natürlich der Güte seiner Weine eine »riesige Magnetwirkung« aus, ist sich Spengler sicher. Die Stadt Ettenheim tue dabei alles in ihrer Macht Stehende, den Winzern bei den teils einengenden gesetzlichen Auflagen einen möglichst großen Freiraum zu schaffen.

Dabei fielen durchaus auch kritische Worte: Wenn der Badische Weinradweg oder der Badische Weinwanderweg den Touristen bewusst zu den Weingütern führen, dann könne es nicht sein, dass gesetzliche Vorgaben von Bund oder Land einen Weinausschank dort erschweren. Spenglers Sichtweise pflichtete Isabella Vetter bei: »Wir haben da noch an vielen Stellschrauben zu drehen.« Das Ausloben dieser Auszeichnung gebe gleichzeitig auch Gelegenheit, in der Öffentlichkeit und bei der Landesverwaltung den Spot auf die Weinbetriebe zu richten, auf deren Bemühen, die Region und ihre Weine modern und innovativ darzustellen und ihr tägliches Engagement zu würdigen, so Vetter.

INFO

Einheitliche Kriterien Alle mit dem Siegel »Wein und Architektur« ausgezeichneten Bauwerke wurden nach festgelegten Kriterien bewertet. Neben einer zeitlosen und originären Formensprache wurden dabei auch Baumaterialien, Raumqualität oder der Bezug zum umgebenden Raum berücksichtigt, so die Tourismus Marketing GmbH. Darüber hinaus erfüllten alle Objekte ebenso touristische Kriterien wie regelmäßige Öffnungszeiten und Veranstaltungen, hohe Erlebnisqualität und einen Bezug zum regionalen Weinbau.

Ettenheim (red/sad). Eine Teilsperrung der Festungsstraße ab der Einfahrt Muschelgasse bis auf Höhe der Friedrichstraße ist neben der üblichen Wochenmarktsperrung an den Freitagen, im Zeitraum vom 7. Februar bis 6. März von 14 bis 18 Uhr, zusätzlich erforderlich. Von 11 Uhr bis 19 Uhr wird der Teil gesperrt werden, informiert die Stadt Ettenheim. Die betroffenen Anlieger können die Festungsstraße bis zu den Parkplätzen am Sparkassengebäude anfahren, heißt es abschließend.

n Ettenheim n Bei

den CDU-Senioren ist am Montag, 10. Februar, ab 16 Uhr Bürgermeister Bruno Metz zu Gast. Er spricht im Palais Rohan über aktuelle Entwicklungen in der Kommunalpolitik. n Für das Narrenspiel der Hoorig (14. und 15. Februar) gibt es ab Montag, 10. Februar, Karten im Bürgerbüro. Das Motto lautet »Der goldene Mucki – Hoorig Awards 2020.«

Stadtführer haben ein vielfältiges Programm

Musiker feiern 50.

Ettenheim (ks). Das Ettenheimer Stadtfest am 18. und 19. Juli lenkt den Fokus auf »Eine Stadt in Bewegung«. Das Motto passt auch für die Crew der Stadtführer, ist Ettenheims Geschichte doch selbst überaus »bewegt«. Einheimischen und Gästen soll die Stadtgeschichte in ansprechender Form aufgezeigt werden. Bei ihrer Zusammenkunft zu Jahresbeginn erstellten die Stadtführer unter Leitung von Marina Betzle von der Stadtverwaltung nicht nur den Plan der Freitagsführungen, die in diesem Jahr vom 22. Mai bis zum 25. September angeboten werden (Treffpunkt jeweils um 19 Uhr vor dem Rathaus).

Ettenheim (red/sad). Zu seinem beliebten Bunten Abend in die Turnhalle der Schule in Ettenheimmünster lädt am Freitag und Samstag, 14. und 15. Februar, der Musikverein Ettenheimmünster wieder ein. In diesem Jahr ist es für den Musikverein ein Jubiläum, denn seit 50 Jahren laden die Musiker zu ihrem über die Grenzen hinaus bekannten Bunten Abend ein, heißt es in der Ankündigung. Bereits im Jahr 1971 warteten die Musiker mit einem tollen Programm auf. In den Folgejahren gesellten sich immer mehr Gruppen hinzu und unterstützten die Musiker bei ihren Programmen.

Kultur | Angebot der Stadt Ettenheim vom 22. Mai bis zum 25. September

Kooperationen in Planung Vielmehr warfen sie ihren Blick bewusst auf die Vielzahl besonderer Veranstaltungen im Laufe des neu begonnenen Jahres: den Internationalen Museumstag beispielsweise (17. Mai), das Stadtfest und den Tag des Offenen Denkmals (13. September). Kooperationen bieten sich etwa an mit dem örtlichen Histori-

nungssitzung den Stadtführern mitteilte, in Form der interaktiven Plattform »Actionbound« prüfen, die Gästen per App auf dem Smartphone ermöglichen könnte, den »Barocken Rundweg« ohne Prospekt oder Führer zu gehen.

Von Kriminalfällen bis zu Adligen

Authentisch und wissenswert: Die Stadtführer wissen Ettenheim seit Jahren gut zu präsentieren. Archivfoto: Hiller schen Verein, der in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehens feiert, mit der Volkshochschule, beim Ferienprogramm der Stadt oder mit dem Museum. Präsent wollen die Stadtführer auch bei der ortenauweiten »Dort«-Aktion sein, bei der immer donnerstags stattfindende Veranstaltungen mit Kultur und Genuss großflächig beworben werden. Geplant sind dabei in Ettenheim eine Stadtführung mit Erlebnisweinprobe an historischen Plätzen (14. Mai;

Anmeldung bei der Volkshochschule) sowie zwei Nachtwächterführungen mit Glühwein und Zopf in der Östlichen Ringstraße (3. und 10. Dezember; Anmeldung im Bürgerbüro). Den Horizont weiten wollen die Stadtführer bei einem bereits vereinbarten Besuch des Stadtmuseums Lahr, möglicherweise auch mit dem Markgräfler Museum. Neue technische Möglichkeiten will die Tourist-Info der Stadt, wie Marina Betzle bei der Pla-

Die Freitagsführungen starten unter dem Motto »Ich sehe was, was du nicht siehst«. Es folgen unter anderem »Ettenheimer Krimigeschichten«, die »Entdeckertour in einer alten Stadt«, die Begegnung mit »Außergewöhnlichen Frauen« oder mit »Adligen und Aufständischen«. »Ettenheim im Wandel der Zeit« wird genauso näher gebracht wie »Ettenheim im Zeichen der Französischen Revolution», zudem kann man »Auf den Spuren der ehemaligen jüdischen Gemeinde« wandeln. Weitere Themen lautem »66 Stufen – sechs Gassen – ein Ausblick«, »5000 Jahre Geschichte Ettenheim«. Auch in diesem Jahr werden die Stadtführer, je nach dem jeweiligen Motto, wieder als mittelalterliche Magd, Hexe oder Nachtwächter unterwegs sein.

Bunter Abend | Jubiläum im Februar

Alles hat im Jahr 1980 angefangen In diesem Jahr mit dabei sind neben den Musikern auch die Wälle-Bengel, die ihre Geburtsstunde 1980 bei einem Maskenball des Musikvereins hatten. Damals trat eine Gruppe als Wälle-Bengel auf. Seit 1981 trägt sie beim Bunten Abend des Musikvereins zum Programm bei. Ebenfalls ein Garant für gute Stimmung der vergangenen

Jahre war der Ansager Robert Ohnemus, auch Dr. Brüsel genannt. »Dr. Brüsel« wird wieder humorvoll durch das Programm des 50. Bunten Abends führen, verspricht die Ankündigung. Für die musikalische Unterhaltung während und nach dem Programm sorgt in diesem Jahr die Partyband Querbeet. Die Aktiven des Musikvereins, Jungmusiker, Tanzgruppen und Wälle-Bengel haben nun wieder ein mehr als dreistündiges Programm vorbereitet, das beste Unterhaltung verspricht. Damit es möglichst viele Menschen miterleben können, wird der Bunte Abend zweimal aufgeführt: am Freitag und Samstag, 14. und 15.Februar, jeweils ab 20.11 Uhr in der Turnhalle der Schule. Der Einlass zum Bunten Abend ist ab 18.45 Uhr. Eintrittskarten sind erhältlich bei Hans Peter Eckert unter Telefon 07822/ 15 85, bei Ulrike Fischer unter Telefon 07822/ 20 61 oder bei Thomas Hummel unter Telefon 0162/ 9 39 83 31 jeweils ab 17 Uhr. Zusätzlich können Interessierte in der Klostermühle und im Internet unter www.musikverein Ettenheimmünster.de Tickets erwerben.


KENZINGEN

Samstag, 8. Februar 2020

Kurier Seite 5

Die »Job-Start-Börse« kommt gut an Beruf | Stadt Kenzingen mit erster Ausbildungsmesse zufrieden / 17 Unternehmen präsentieren sich Mit der ersten »Job-StartBörse« hat Kenzingen in der Alten Turn- und Festhalle versucht, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. 17 Unternehmen konnten auf sich aufmerksam machen. Bürgermeister Matthias Guderjan zeigte sich zufrieden. n

Von Seweryn Sadowski

Kenzingen. »Uns sind Spaß am Beruf sowie ein gutes Kollegenumfeld sehr wichtig«, berichten die beiden Jugendlichen Johanna Stempel und Pichit Saengsawang. Sie sind zum ersten Mal auf einer Ausbildungsmesse und Teil des Best-Projekts der Neuen Arbeit Lahr, das Jugendlichen den Berufseinstieg erleichtern soll. Seit Ende vergangenen Jahres suchen sie nach einem Ausbildungsplatz. Johanna möchte gerne etwas Kreatives machen oder ein Handwerk erlernen, Pichit sieht sich eher im kaufmännischen Bereich. Beide haben aber noch keine konkreteren Vorstellungen. Die Kenzinger »Job-Start-Börse« soll da ein wenig helfen. »Wir präsentieren ein breit gefächertes Angebot«, erklärte Elke Maurer-Post, stellvertretende Vorsitzende der Handels- und Gewerbevereinigung (HuG) Kenzingen. Sie ist die Haupt-Verantwortliche, die die Messe erst ermöglicht hat. Insgesamt kamen am Freitag vergangene Woche 17 Unternehmen. Von 12 bis 18 Uhr standen sie jungen Menschen Rede und Antwort. Kenzingens Bürgermeister Matthias Guderjan beein-

Freuten sich über die teilnehmenden Unternehmen: Tamara Ortmann (von links), Stadtmarketing und Tourismus, Bürgermeister Matthias Guderjan und Elke Maurer-Post, stellvertretende Vorsitzende der Handels- und Gewerbevereinigung. Fotos: Sadowski druckte das Firmenaufgebot. »Ich freue mich, dass die Resonanz so gut ist.« Er sei glücklich zu sehen, dass sich die Firmen der Aufgabe stellen, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

KFZ-Mechaniker ist weiterhin beliebt »Es kann niemand sagen, dass er nicht gewusst habe, dass die Job-Börse war«, sagte der Bürgermeister. Im Vorfeld hätten die Verantwortlichen viel Arbeit in die Öffentlichkeitsarbeit gesteckt, um sowohl die Unternehmen als auch die

Die Unternehmen präsentierten sich und informierten Jugendliche und Schüler über Berufsmöglichkeiten.

jungen Menschen ausreichend zu informieren. Vor diesem Hintergrund wurden auch Firmen von außerhalb eingeladen, »um sich nicht ausschließlich rein örtlich auf Kenzingen zu begrenzen«, so Guderjan. Zum ersten Mal überhaupt auf einer Job-Messe war die Zimmerei Heß. Bislang habe der Betrieb nicht aktiv nach Lehrlingen gesucht. Die hätten sich vielmehr selbst gemeldet, so Geschäftsführer Björn Hess. Aktuell sei er jedoch auf der Suche nach Fachpersonal. In seinem Betrieb arbeiten im Moment zwei Lehrlinge. Auch die Handwerkskammer Freiburg war auf der JobBörse zugegen. »Wir machen das öfters« erzählt Yannik Gerber. Man wolle dem Nachwuchs zeigen, dass es neben dem Studium weitere Alternativen gebe. Für jeden sei etwas dabei. Besonders beliebt sei dabei nach wie vor der Beruf des KFZ-Mechanikers. Dennoch leide auch dieses Berufsbild unter einem Nachwuchsproblem, so Gerber. Wichtig findet auch Ingo Müller, Geschäftsführer der

gleichnamigen Edeka-Märkte in Mahlberg und Kenzingen, generelle Ausbildungsmessen. In der Vergangenheit sei er schon für den Standort Mahlberg auf Azubi-Suche gewesen. Mit der »Job-Start-Börse« nun das erste Mal auch für Kenzingen. Er habe bereits mehrfach »Glück gehabt« und Auszubildende gefunden. »Mittlerweile arbeiten insgesamt zehn Azubis verteilt auf Mahlberg und Kenzingen in verantwortungsvollen Positionen«, berichtet Müller stolz. Dabei können Interessierte bei ihm in den Märkten in vielfältige Bereiche hineinschnuppern. Das Wichtigste sei »der Kundenkontakt«.

Wirtschaftskurs übt Verhandlungsgespräche Die Job-Börse muss aber nicht zwangsläufig nur etwas für Auszubildende sein, wie das Gymnasium Kenzingen zeigt: Der Wirtschaftskurs von Lehrerin Nina Pfreundschuh nutzte die Gelegenheit, um Kontakte mit Kleinbetrieben zu knüpfen. Die Schüler haben vor Kurzem ein Schüler-

Das beliebteste Ziel war die Diersburg

Wandern | Schwarzwaldverein Kenzingen blickt auf 2019 zurück / Vielwanderer geehrt n

Von Julia Göpfert

Kenzingen. Gesundheit und schöne Wandererlebnisse, das wünschte Vorsitzender Manfred Rein den Mitgliedern des Schwarzwaldvereins Kenzingen beim Jahresrückblick im Gasthaus Beller. Neun Wanderungen hatte der Verein 2019 unternommen, die eine Gesamtstrecke von 90 Kilometern umfasst hatten. Zwei weitere mussten wegen heftigen Regens abgesagt werden. Insgesamt hatten an allen Wanderungen 270 Personen teilgenommen, davon waren 89 Gäste gewesen, die nicht im Verein waren. Das entspricht einem Durchschnitt von 30 Personen pro Wanderung, was eine Steigerung zu 2018 war, wo es 25 Personen gewesen waren. Wanderwart Wolfgang Straube gab einen Rückblick auf 2019. Seine schönste Wanderung sei die im August auf dem Lautenbacher Hexensteig mit dem Einstieg beim Hexenhäuschen gewesen, verriet er. Am beliebtesten war

allerdings die Frühlingswanderung gewesen, bei der mit Reinhold Huber 45 Teilnehmern auf die Diersburg gewandert waren. Auch die erste Wanderung 2020 hat der Schwarzwaldverein schon absolviert. Bei der traditionellen Neujahrswanderung über den Hummelberg nach Nordweil hatten sich zwölf Wanderer auf den

Weg gemacht. Zusätzlich zu den monatlichen Wanderungen treffen sich die Mittwochswanderer jede Woche. Christel Benzin, die die Gruppe zusammen mit Walter Spindler leitet, blickte auf die Aktivitäten 2019 zurück. Dabei hob sie hervor, dass sowohl die Wetterkapriolen mit viel Sonne und Regen als auch der hohe Krankenstand

Manfred Rein (von links) zeichnete Jürgen Kaiser, Josef Temmer, Christa Temmer, Gerhard Schwarz und Rosemarie Hess aus, die 2019 nur einmal beim Wandern gefehlt hatten. Foto: jg

im Zusammenhang mit dem Alter der Mitglieder (68 bis 87 Jahre) die Gruppe vor Herausforderungen gestellt hatten. Die Teilnehmerzahl konnte sich jedoch sehen lassen: insgesamt 741 Personen bei 51 Veranstaltungen. Auch soziales Engagement hatten die Mittwochswanderer 2019 wieder gezeigt. So sammelten sie zum einen Spielsachen für kranke Kinder in den Kinderkrankenhäusern, Kinder- und Jugendeinrichtungen zwischen Offenburg und Zürich. Zum anderen kümmerten sie sich um den Klostergarten »Garten der Sinne«, um den dortigen Menschen in der Arbeiterwohlfahrt (Awo) eine kleine Freude zu bereiten. Zum Abschluss bedankte sich Rein noch bei den vielen Ehrenamtlichen im Verein und zeichnete die Vielwanderer aus. Dabei lobte er auch Magdalena Stief, die in ihrem ersten Jahr im Schwarzwaldverein nur zwei Mal gefehlt hatte – und dafür eine große Flasche Sekt bekam.

unternehmen gegründet und lernten auf der »Job-Start-Börse« vor allem, wie man Verkaufsgespräche führt. »Die Schüler haben sich schon darauf gefreut und waren sogar etwas aufgeregt«, sagt Pfreundschuh. Für die Zukunft wünsche sie sich jedoch einen früheren Termin und nicht die sechste Schulstunde. Dann wäre der Zuspruch voraussichtlich noch größer.

INFO

Die Firmen Diese 17 Unternehmen waren bei »Job-Start-Börse« in Kenzingen dabei: Stadt Kenzingen, Freyler, Sparkasse Freiburg, Schülerhilfe, Leichtmobile Aixam, Edeka Müller, Raum Weiss, Post Sanitär, Handwerkskammer Freiburg, Netze BW Rheinhausen, Kreisseniorenzentrum Maximilian Kolbe, Kalfany Süß Werbung, Streif Fensterbau, Heß Zimmerei, Zipse Ausbauchfachmärkte, Isotec-Abdichtungstechnik Sanitär Walzer und Simona.

Minister kommt nach Kenzingen Kenzingen (red/jg). Peter Hauk (CDU), Minister für den ländlichen Raum, kommt nach Kenzingen. Am Dienstag, 11. Februar, wird er ab 19.30 Uhr im Festsaal des Kreis-Pflegeheims St. Maximilian Kolbe über eine nachhaltige Landwirtschaft, die auch die gefährdete Biodiversität in der Landschaft schützt, diskutieren. Das Überleben der Landwirte hängt davon ab, welche Weichen die Agrarpolitik in der EU und im Land stellt, heißt es in der Ankündigung. Ab 2020 sollen die EUZuschüsse für die Landwirtschaft neu verteilt werden. In Baden-Württemberg verunsichere zudem das »EckpunktePapier« für mehr Insektenschutz die Landwirte. Damit die heimischen Landwirte mehr als den gesetzlichen Grundlohn erhalten, müssen auch Handel und Verbraucher umdenken, so die Ankündigung. Dazu gebe Otto Schwarz, Wonnentäler Bauernhof, einige Ideen dazu mit, was wichtig sei und was Verbraucher tun könnten.

Gymnasium öffnet Türen Kenzingen (red/jg). Das Gymnasium Kenzingen lädt alle Kinder mit ihren Eltern auf Samstag, 15. Februar, von 10 bis 14 Uhr zum Tag der offenen Tür ein. Schüler, Lehrer und die Schulleitung werden die Schule, ihre Arbeitsweise und ihre außerunterrichtlichen Angebote vorstellen. Ein Eltern-Vortrag und ein geführter Schüler-Rundgang finden um 10 und um 12 Uhr statt. Treffpunkt ist die Aula des Gymnasiums. Während die Eltern in der Aula über alles Wesentliche informiert werden, werden die Kinder dann in Gruppen auf eine Erkundungstour durchs Schulhaus geführt (von 10.30 bis 11.30 Uhr oder von 12.30 bis 13.30 Uhr). Gemeinsamer Treffpunkt für Eltern und Kinder ist danach um 11.30 beziehungsweise um 13.30 Uhr das Atrium. Die Türen der Schule stehen zudem von 10 bis14 Uhr für die individuelle Besichtigung offen. Das weitere Programm kann vorab unter www.gymnasium-kenzingen.de eingesehen werden.

INFO

Geplante Aktivitäten 2020 Der aktuelle Wanderplan des Schwarzwaldvereins Kenzingen liegt im Bürgerbüro sowie in den Kenzinger Geschäften aus und ist unter www.schwarzwaldverein-kenzingen.de abrufbar. Geplant sind folgende Aktivitäten: n Winterwanderung Sasbach – Burg Sponeck: Sonntag, 16. Februar, Treff: 13 Uhr, Haltestelle Rist n Frühlingswanderung Geroldseck – Seelbach: Sonntag, 22. März, Treff: 10 Uhr, Haltestelle Rist n Hauptversammlung: Freitag, 24. April, ab 19.30 Uhr, Gasthaus Beller n Hünersedel-Rundwanderung: Sonntag, 26. April, Treff: 10 Uhr, Haltestelle Rist n Wanderung St. Märgen – Himmelreich: Sonntag, 24. Mai, Treff: 10 Uhr, Haltestelle Rist n Wanderung Wutachschlucht: Sonntag, 21. Juni, Treff: 9 Uhr, Haltestelle Rist n Feldberger Hüttenwanderung: Sonntag, 19. Juli, Treff: 9 Uhr, Haltstelle Rist (bei dieser Wanderung gibt es keine

Einkehr zum Abschluss, sondern es wird sich bereits unterwegs versorgt) n Sasbacher Alde Gott-Wanderung: Sonntag, 16. August, Treff: 10 Uhr, Haltestelle Rist n Treffen mit den Wanderfreunden in Cernay/Elsaß: Sonntag, 13. September, Treff: 8 Uhr, Haltestelle Rist n Wiiwegli-Wanderung: Sonntag, 11. Oktober, Treff: 10 Uhr, Haltestelle Rist n Wanderung auf heimischer Flur: Sonntag, 8. November, Treff: 14 Uhr, Kindergarten Schnellbruck n Weihnachtsfeier: Samstag, 5. Dezember, um 18 Uhr Gasthaus Beller Zu den meisten Wanderungen werden auch Kurzwanderungen angeboten. Zudem treffen sich die Mittwochswanderer noch regelmäßig. Zu allen Veranstaltungen sind Gäste willkommen. Empfohlen für die Teilnahme werden festes Schuhwerk, Getränke, eventuell Rucksackverpflegung und eventuell Teleskopstöcke.


Samstag, 8. Februar 2020

KIPPENHEIM

Kurier Seite 6

Zusammenstehen für die Umfahrung

Initiative | | Rund 250 Kippenheimer demonstrieren für eine neue Kreisstraße / Ein Aufruf zu Solidarität unter Nachbarn

»Jetzt ist Zeit zu zeigen, dass wir nicht noch die nächsten 40 Jahre ruhig bleiben«: Rund 250 Kippenheimer waren vergangene Woche auf den Schulbuck gekommen, um für eine Umfahrung zu kämpfen. Es soll sich eine Bürgerinitiative bilden. n

Von Irene Bär

Kippenheim. Passender hätten Ort und Zeit nicht gewählt sein können. Denn während ein Banner an der Mauer der Schulauffahrt entrollt wurde, quälte sich der Berufsverkehr über die B 3. Silvia SchillingerTeschner von der Gruppe LQN (»Lebensqualität durch Nähe«), deren ehrenamtliche Mitglieder das Treffen initiiert hatten, war wie die anderen Redner froh um die technische Unterstützung des Bauhofs. Der hatte für ein Mikrofon gesorgt und das wiederum dafür, dass man die Leute trotz des lärmenden Verkehrs verstand. »Lebensqualität – so nicht, Umfahrung – Pflicht«, steht auf dem Plakat, auf dem auch Bilder der Blechlawine zu sehen sind, die jeden Tag durch Kippenheim rollt. Aktuell sind es rund 20 000 Fahrzeuge. Sogar bis zu 28 000 wenn eine Straße gesperrt, ein Stau auf der Autobahn ist oder die Bahn an den Gleisen arbeitet, berichtete Bürgermeister Matthias Gutbrod. »Das Nadelöhr wollen wir nicht mehr lange ertragen.« Dass sich Kippenheim jetzt mit Nachdruck für eine Umfahrung stark macht, liegt vor allem daran, dass Bewegung in die Sache gekommen ist, seit der Kreistag 2015 grünes Licht für die Planungen gab. Es ist nicht das erste Mal, dass über das Vorhaben gesprochen wird. Der frühere Gemeinderat Matthias Stulz erinnerte an die Aussage einer Nachbarin, dass schon in den 1930er-Jahren »rote Pflöcke« für eine Umfahrung Kippenheims im Boden gesteckt worden waren.

Auch der Regen konnte die Kippenheimer nicht schrecken. Auf dem Schulhof demonstrierten sie für den Bau der Ortsumfahrung. Im Bild hören sie die Rede von Silvia Schillinger-Teschner (links). Foto: Decoux-Kone

Wenn niemand genau hinschaut, bleiben alle blind.

Felix Bender, Redakteur

Eine Frage, bei der sich die Antwort erübrigt Gutbrod erinnerte an die Eröffnung des Planfeststellungsverfahrens 2002, das 2005 aber erst einmal eingestellt wurde, »weil die Bahn andere Pläne hatte«. 2018 dann ein einstimmiger Kreistagsbeschluss pro neuer Kreisstraße. Gutbrod weiß, »dass der

INFO

Unterstützer stehen Schlange Das Treffen verstand Silvia Schillinger-Teschner wie ihre sieben LQN-Mitstreiter als Auftaktveranstaltung zur Gründung einer Bürgerinitiative. Man wolle das Feuer entfachen und die Initialzündung geben, erklärte sie. Demnächst soll zu einer Infoveranstaltung eingeladen werden. Nach den Reden gab es Gelegenheit, sich als potenziell Interessierter in eine Unterschriftenliste einzutragen, die anwesenden Bürger standen Schlange. Kippenheims Bürgermeister Matthias Gutbrod versprach, »Sie über die weiteren Schritte auf dem Laufenden zu halten«.

Damit Sie klar sehen, schauen wir genauer hin.

Landrat hinter uns steht«. Es müssen und sollen mehr werden: Zum einen forderte der Bürgermeister die Unterstützung der Kreisräte, zum anderen rief er die »Nachbarn und die Region« zu Solidarität auf. Der Rathauschef machte wie seine Mitredner – neben Schillinger-Teschner und Stulz sprach Denis Hug als betroffener Anwohner – keinen Hehl daraus, dass die Umfahrung nicht unumstritten ist. Auf die (bekannten) Argumente von Landwirten, der Lahrer Ortsteile Kippenheimweiler und Langenwinkel sowie KappelGrafenhausens gingen sie nicht weiter ein. Wichtiger war ihnen zu betonen, dass Kippenheim die Last einer ganzen Region trage. »Das Schutzgut Mensch ist höher als ein paar Äckerle, die durchschnitten werden«, sagte Gutbrod. Stulz erinnerte an verschiedene Entlastungen für andere Gemeinden in der Ortenau, die in den vergangenen Jahren umgesetzt worden seien. »Was nützt es, im Ortsbild Grün zu schaffen, wenn man es nicht genießen kann, weil ständig Autos vorbeifahren?« fragte Schillinger-Teschner, freilich ohne eine Antwort zu erwarten.


Lokales

Woche 6

Samstag, 8. Februar 2020 Samstag, 8. Februar 2020

Woche 6

Seite 7 Seite 7

Europa-Park und BI nähern sich an

FASENTSFIGUREN

»Jetzt langt’s« | Positives Fazit nach erstem Gespräch / Gemeinde will künftig noch detaillierter informieren Zwischen der BI »Jetzt langt’s« auf der einen sowie Gemeinde und Europa-Park auf der anderen Seite hat es ein erstes Gespräch gegeben. Die Parteien zeigen sich danach positiv gestimmt – auch wenn es wenig Zählbares zu vermelden gibt. n

Bald startet die heiße Phase der Fasent. Vor allem vom Schmutzigen, 20. Februar, bis hin zum Aschermittwoch werden unzählige Umzüge veranstaltet. Doch welche Geschichten stecken hinter den Häs? Der Kurier hat sich auf die Spuren der Sagen gemacht.

Von Felix Bender

Rust. Was im Juni 2019 klein begann, zog schnell Kreise: Die Bürgerinitiative, die sich auf die Fahnen geschrieben hat, gegen die aus ihre Sicht überbordenden Folgen des Tourismus anzukämpfen, hat im Ort und darüber hinaus viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen – und Zuspruch erfahren (siehe Info). Das haben auch Gemeindeverwaltung und Europa-Park registriert, man nimmt die Vereinigung offensichtlich ernst. Ende Januar hat es im Hotel Colosseo einen ersten Gedankenaustausch zwischen den drei Parteien gegeben. Für die Gemeinde war Bürgermeister Kai-Achim Klare dabei, der Europa-Park war unter anderem durch Wasser-Park-Chef Michael Kreft von Byern und Justiziar Michael Thoma vertreten.

Die Entwicklung des Europa-Parks war eines der Themen beim ersten Treffen mit der Bürgerinitiative »Jetzt langt’s«. Der Europa-Park bezeichnet die Atmosphäre in einer Stellungnahme als »angenehm«, das Gespräch als »sachlich«.

Inhalte: Die Themen der BI reichen vom rollenden und ruhenden Verkehr über den Flächenverbrauch bis hin zur Lärmbelastung. »Auf manche unserer Anliegen wurde eingegangen, auf andere weniger«, resümiert Kohler-Bellemare. Klare drückt es Wir haben deutlich wie folgt aus: »Bei gemacht, wo wir zu manchem konnKompromissen bereit ten wir ins Detail sind und wo nicht.« gehen und zeigen, dass wir schon Sonja Kohler-Bellemare (BI) länger dran sind, wie beim Thema gung war schnell verflogen Verkehr.« Bekanntlich arbeiund wir hatten ausreichend ten Gemeinde und EuropaGelegenheit, unsere Stand- Park dazu an einer umfassenpunkte klarzumachen.« Rat- den Neuordnung. Die BI wishauschef Klare spricht von se, »dass vieles im Fluss ist«, einem »sehr konstruktiven ob alles Geplante auch umGespräch«. Er hatte von der BI setzbar sei, stehe auf einem im Vorfeld öffentlich »nicht anderen Blatt, sagt Kohler-Belnur Kritik, sondern auch Lö- lemare: »Das Ziel, 90 Prozent sungsvorschläge« gefordert. der Park-Besucher auf die n Die Atmosphäre: Das Gespräch sei »entspannt« verlaufen, berichtet Sonja KohlerBellemare als eine der BI-Vertreterinnen bei dem Treffen gegenüber unserer Zeitung. »Unsere erste leichte Aufre-

n Die

»

Schienen zu bringen, ist aus unserer Sicht utopisch, dafür sind die Zugverbindungen zu schlecht und die Leute zu bequem. 40 Prozent wären schon viel.«

n Das Fazit: »Wir haben deutlich gemacht, wo wir zu Kompromissen bereit sind und wo nicht«, sagt Kohler-Bellemare. So sei klar, dass es eine Seilbahn durch den Taubergießen – diese Pläne waren der Auslöser für die BI-Gründung – »mit uns definitiv nicht geben wird«. Grundsätzlich, betonen die Gesprächsteilnehmer, wolle man künftig stärker mit-

n Die Ergebnisse: Die Forderung der BI, »transparenter und kontinuierlicher« in künftige Projekte einbezogen zu werden, will die Gemeinde erfüllen: »Wir haben in der Vergangenheit viele BürIch denke, alle Seiten gerversammlunhaben gemerkt, dass sie gen veranstaltet. bei vielem gar nicht so Weil aber ein Abend bei kom- weit auseinander liegen.« plexen Sachverhalten mitunter Bürgermeister Kai-Achim Klare nicht ausreichen kann, werden wir nun noch einander statt über einander mehr über die Details infor- reden. Klares Einschätzung: mieren«, erklärt Klare. Der »Das erste Treffen war richtig Europa-Park sagte laut BI zu, und gut. Ich denke, alle Seiten eine Delegation speziell zum haben gemerkt, dass sie bei Thema Lärm zu empfangen. vielem grundsätzlich gar nicht Zudem wolle man Auskunft so weit auseinander liegen. zum Wasserverbrauch des Wir wollen in Kontakt bleiWasserparks und des dazuge- ben.« Die BI sieht das ähnlich, wie Kohler-Bellemare erklärt: hörigen Hotels geben.

»

Kirche | Stefan Meisert in Amt eingeführt Von Nina Ehrmann

Emmendingen. Eingerahmt in einen gut besuchten Gottesdienst wurde Pfarrer Stefan Meisert in sein neues Amt als Dekan eingeführt. Dieser bedeutende Anlass führte Bürger und Politiker aus dem ganzen Umkreis in die katholische Stadtkirche St. Bonifatius nach Emmendingen. Zu einem Lied der Gemeinde öffneten sich die Türen und Generalvikar Monsignore Axel Mehlmann, Stefan Meisert sowie Nelson Ribeiro von der Seelsorgeeinheit von der Glotter mit dem stellvertretendem Dekan und dem evangelische Dekan Rüdiger Schule schritten umringt von einer Gruppe junger Ministranten zum Altar.

Bereits am 23. November hatte Meisert die Nachfolge des bisherigen Amtsinhabers Dekan Hans-Jürgen Decker übernommen, nun wurde er in einer kirchlichen Zeremonie offiziell in sein Amt eingeführt. Meisert wurde 1972 in Baden-Baden geboren und im Mai 2004 vom Erzbischof Robert Zollitsch zum Priester geweiht. Er verbrachte seine Vikarszeit in den Altstadtpfarrereien Münster, St. Stephan und der Gemeinde HeiligDreifaltigkeit in Konstanz. Anschließend promovierte er an der Albert-Ludwig-Universität Freiburg als priesterlicher Mitarbeiter in der Seelsorgeeinheit St. Märgen/St. Peter wo er 2010 das Amt des Pfarradministrators über-

Archivfoto: EP

»Unterm Strich sind wir zufrieden mit dem Gespräch. Es ist aber wichtig, dass der Austausch fortgesetzt wird, wir werden auf jeden Fall weiterkämpfen.« Der Europa-Park betont in seiner Stellungnahme, dass ihm »ein offener Austausch mit den Bürgern der Region äußerst wichtig« sei. Deshalb wolle man »weiterhin im Dialog bleiben«.

INFO

Das ist die BI Die Bürgerinitiative »Jetzt langt’s« startete im Juni 2019 mit rund zwei Dutzend Anhängern. Mittlerweile ist die Zahl nach eigenen Angaben auf rund 150 angewachsen (Stand Dezember). Die Mitglieder, die nicht nur aus Rust, sondern aus der gesamten Region kommen, sind in fünf Arbeitsgruppen organisiert: Wasser, Verkehr, Licht, Lärm und Flächenverbrauch.

»de Erzklopfer un d’Stollehex« Ringsheim Nach dem Ersten Weltkrieg begann die Blütezeit des Eisenerzabbaus in Ringsheim. Diese dauerte in etwa 30 Jahre (von 1937 bis 1969) und hat die neuere Dorfgeschichte im Hinblick auf Bevölkerungszusammensetzung, Siedlungspolitik, Traditionen und Riten in Ringsheim maßgeblich mitbeeinflusst. Diese Historie war Anlass genug, die Narrenfiguren de Erzklopfer un d’Stollehex ins Leben zu rufen. Beide Figuren sind als Einheit anzusehen, denn während der Produktionsjahre bestand für die Bergleute neben der Gefahr eines Grubenunglücks auch ständig eine Bedrohung in Gestalt der Stollenhexe, die in der Grube ihr Unwesen getrieben hat. Was 2000 anfangs als lose Narrengruppe gegründet wurde, wird seit dem 4. April 2014 als eingetragener Verein geführt. Heute besteht »De Erzklopfer un d’Stollehex« aus 56 aktiven Mitgliedern und 20 Kindern. Falls Ihre Narrenfiguren auch im Kurier vorgestellt werden sollen, schreiben Sie uns bitte eine E-Mail an redaktion@ kurier-wochenzeitung.de. jg

n Ettenheim n Der

Kartenvorverkauf für das Narrenspiel der »Hoorig« »Der goldene Mucki – Hoorig Awards 2020« am 14. und 15. Februar startet am Montag, 10. Februar, im Bürgerbüro.

Wasservögel und Wirbelsäule

Als neuer Dekan willkommen geheißen n

Welche Geschichte steckt im Häs? (8)

Bildungswerk | Freie Plätze in zwei Kursen

Axel Mehlmann (links) übergab Stefan Meisert sein Amt als neuer Dekan von Endingen-Waldkirch. Foto: Ehrmann nahm. Seit 2015 leitet er die Kirchengemeinde Herbolzheim/Rheinhausen und nimmt nun überdies noch diözesane Aufgaben wahr. Mehlmann, rechte Hand von Erzbischof Stephan Burger, hielt eine besinnliche Ansprache und appellierte an die Menschen in Christus zu vertrauen. »Es kann nur mit der

Kraft des Heiligen Geistes weitergehen«, legte er den Besuchern nahe, ehe er das Amt des Dekans symbolisch und mit einer herzlichen Umarmung an Meisert übergab. Anschließend gab es im angrenzenden Pfarrhaus noch die Gelegenheit der persönlichen Gratulation und des Gesprächs.

Herbolzheim (red/jg). Das Bildungswerk hat noch freie Plätze in zwei Kursen: Zum einen bei der Vogelexkursion »Gefiederte Wintergäste im Taubergießen« am Dienstag, 11. Februar, von 9 bis 11.30 Uhr. Dabei beobachten die Teilnehmer Vögel im Naturschutzgebiet Taubergießen. Mehrere Tausend Gänse, Enten und andere Wasservögel machen dort alljährlich Station, so die Ankündigung. Mitzubringen sind ein Fernglas (wenn vorhanden), festes Schuhwerk, warme Kleidung und eventuell heißes Getränk. Treffpunkt ist bei der NabuNaturschutzstation Taubergießen, altes Zollhäusle, L 103, direkt an der Rheinfähre Kappel-Grafenhausen nach Rhinau.

Der Kurs »Alles wieder im Lot: Mit der Dorn-Methode zur Wirbelsäulenaufrichtung, Gelenkkorrektur und Beinlängenausgleich« findet ab Donnerstag, 13. Februar, ab 18.30 Uhr im Multifunktionsraum des Gemeindehauses Herbolzheim (Hauptstraße 95) statt. In vier Doppelstunden wird in einem theoretischen Teil die Vorgehensweise erläutert. Dann werden die Teilnehmer durch die Schritte einer Behandlung/Selbstbehandlung geleitet. Mitgebracht werden sollten zwei große Handtücher und bequeme Kleidung. Um Anmeldung für beide Kurse wird im Pfarrbüro unter Telefon 07643/21 59 80 oder per E-Mail an Bildungswerk.Herbolzheim@se-herrhein.de wird gebeten.


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Samstag, 8. Februar 2020

Kurier Seite 8

Photovoltaikanlage einfach versichern

Hausbesitzer, die selbst Strom herstellen, sollten sich umfangreich über den richtigen Schutz bei Schäden informieren

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er mit einer Photovoltaikanlage Strom erzeugt, kann sich gegen Schäden absichern. Dies ist mit einer Police oder als Zusatz zu einer bestehenden Wohngebäudeversicherung möglich. Die Zeitschrift «Öko-Test» hat 161 Tarife verglichen. Nur 18 erfüllen alle Kriterien. Die günstigste Wohngebäudeversicherung mit umfassendem Photovoltaikschutz können Private schon für 533 Euro im Jahr abschließen. Versichert werden sollte im Test ein Haus ohne Vorschä-

den, Baujahr 2010, mit 190 Quadratmeter Wohnfläche. Die Versicherung sollte mit einer »Allgefahrendeckung« alle Schäden an der Solaranlage abdecken, die nicht explizit ausgeschlossen sind. Zudem sollte die Police beim Stillstand der Anlage die entgangene Einspeisevergütung erstatten. Ein wichtiges Kriterium ist auch, dass die Versicherungssumme bei Schäden, die grob fahrlässig herbeigeführt wurden, voll ausgezahlt wird – etwa bei einem Brand wegen angeschaltetem Herd.

Zusätzlich sollten Haushalte, die Solarstrom herstellen, an eine entsprechende Haftpflicht denken. Nach «ÖkoTest»-Angaben umfassen viele Privathaftpflicht-Versicherungen den Betreiberschutz für Photovoltaikanlagen. Die Redakteure verglichen 83 Tarife, von denen 41 die Kriterien erfüllten. So soll etwa die Deckungssumme mindestens 50 Millionen Euro betragen und Schlüsselverlust und Internetnutzung versichert sein. Entsprechende Policen gibt es ab 73 Euro im Jahr. dpa/tmn

Wenn die Photovoltaikanlage kaputt ist, erstattet die richtige Versicherung die entgangene Einspeisevergütung. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn

Warmes Wohnen dank Expertise

Ofenbau Blum ist Spezialist für Ofenbau und Wassertechnik

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alte Räume bilden nicht gerade eine Wohlfühloase zum Wohnen. Deshalb muss ein vertrauensvoller Ofenbauer her und die sind bei Ofenbau Blum zu finden. Mit dem Unternehmen an der Seite kann sich jeder Kunde glücklich schätzen, denn auf den langjährigen Erfahrungsschatz und das umfassende Wissen kann gebaut werden. Ofenbau Blum stellt sich den Kundenwünschen und berät individuell in Hinblick auf Wärmeerzeugung mit einem handelsüblichen Brennstoff und die verschiedenen Möglichkeiten zur Frei-

Ein Wohntraum wird wahr: der Panorama-Speicherkamin von Contura Foto: Blum setzung dieser. Dabei berücksichtig das Team von Experten stets die unterschiedlichen Anforderungen, die ein Raum mit sich bringt. Auch an die

ökologische, kostengünstige sowie umweltschonende Energiegewinnung wird stets gedacht. Der Kachelofen mit integriertem Wasserwärmetauscher ist beispielsweise die perfekte Unterstützung und Ergänzung einer vorhandenen Heizung. Solange der Ofen dem Pufferspeicher Wärme zuführt, muss die Heizung nicht eingreifen. Das spart teures Heizöl oder Gas. Ofenbau Blum kennt die Tricks und kreiert so mit seiner Expertise und dem handwerklichen Geschick einen Wohntraum

Mit aller Energie dabei Günther Energie hat die Zukunft fest im Blick / Alternative Rohstoffe und Elektromobilität spielen immer wichtigere Rollen

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ünther Energie ist ohne Zweifel schon immer innovativ gewesen. Seit der frühere Brennstoffhandel im Jahr 1999 vom Alten Bahnhof auf das Flughafengelände umgezogen ist, hat sich viel getan. »Wir wollten mit der Zeit gehen und immer auf dem aktuellsten Stand sein«, beschreibt Geschäftsführer Harald Günther die Firmenphilosophie. »Die Energiewende ist auch beim Mittelstand angekommen. Wir glauben, dass wir mit grünen Themen schwarze Zahlen schreiben können.« Daher gab es von der Eröffnung im Jahr 2000 an alternative Kraftstoffe wie BioDiesel, Pflanzenöl, Erd- und Flüssiggas sowie E 85. Doch ein Ende ist noch lange nicht in Sicht: In den kommenden Jahren steht ein Generationenwechsel an. Neffe Niklas Günther soll in die großen Fußstapfen seines Onkels und auch seines Vaters – Artur Günther – treten. Aktuell schnuppert der potenzielle Nachfolger in sämtliche Abteilungen des Betriebs rein, um die vielfältigen Aufgabenbereiche bei Energie Günther kennenzulernen. In Zukunft wird er sich dann intensiv mit alternativen Kraftstoffen wie Wasserstoff, den synthetischen E-Fuels und natürlich auch der E-Mobilität auseinander setzen müssen. Auch die Eigenstromversorgung wird ein Thema

Haben die Zukunft fest im Blick (von links): Neffe Niklas und Geschäftsführer Harald Günther. Foto: Kroll werden. Man wolle zur rechten Zeit auf dem Markt aktiv werden, unüberlegte Frühschüsse werde es nicht geben. Damit der Fortschritt nicht gebremst wird, hat die Familie Günther bereits einen Antrag auf eine Flächenerweiterung gestellt. Dort sollen die zukünftigen Kraftstoffe dann den Kunden angeboten werden. »Wir brauchen den zusätzlichen Platz, weil wir den Kunden problemloses Tanken ohne lange Wartezeiten ermöglichen wollen«, erklärt Günther. Schließlich würden mehr Zapfsäulen benötigt, da modernes Tanken immer mehr Zeit beanspruche als ein herkömmlicher Tankvorgang.

Mit E-Schnelladesäulen soll diese Wartezeit aber soweit möglich verkürzt werden. Auch die Waschstraße wird eines der kommenden Projekte sein. Ziel sei »die Waschstraße der Zukunft« – ebenfalls auf dem neuen Areal. Günther weiß, dass seine Kunden den persönlichen Service in der jetzigen Waschstraße schätzen. Dort kümmert sich geschultes Personal um die Vorwäsche und gibt weitere Hilfestellungen. »Sicher ist, dass wir auch in Zukunft die Leute nicht im Regen stehen lassen«, scherzt Günther. Den hervorragenden persönlichen Service werde es also auch in Zukunft geben.


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Samstag, 8. Februar 2020

Kurier Seite 9

Mit Teamarbeit zum Erfolg

Bühler Fensterbau bildet regelmäßig junge Mitarbeiter aus

ühler Fensterbau vereint seit mehr als 120 Jahren Tradition und Moderne im Glaserhandwerk. Mit Leidenschaft und Hingabe stehen die Inhaber Alexandra BühlerFlorath und Frank Florath für Innovation im Fensterbau. Vom Privathaus bis zum Gewerbebau, der öffentlichen Hand oder in Sachen Denkmalschutz ist Bühler Fensterbau der kompetente Ansprechpartner und Lieferant. »Es gibt nichts, was wir nicht machen«, erklärt Frank Florath. Das Friesenheimer Unternehmen bleibt seinem Element Holz und der Holz-Alu-

den Erhalt des Handwerks in der Region. Aufgabenteilung funktioniert im Hause Bühler Fensterbau in der gesamten Belegschaft. Teamarbeit ist Trumpf – das zeigt sich überall im Betrieb. Zur UnternehDas Team von Bühler Fensterbau ist mensphilosophie gehört mit Leidenschaft und großem Ein- schon immer die Ausbilsatz bei der Sache. Foto: Bohnert-Seidel dung junger Nachwuchskräfte. »Darauf sind wir Bauweise treu. »Mehr Ökolo- ganz besonders stolz«, sagt Bühler-Florath. gie und Nachhaltigkeit geht im Alexandra Fensterbau nicht«, ist sich Flo- Nicht umsonst: So ist Sven rath sicher. Mit Leidenschaft Leimenstoll im Jahr 2019 und großem persönlichen Ein- Kammersieger im Glasersatz steht das Inhaber-Duo für handwerk geworden. cbs

Energie für Baden

ZG Raiffeisen Energie GmbH: traditionsbewusst mit neuen Ideen

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eit Jahrzehnten behauptet sich die ZG Raiffeisen Energie GmbH als konstante Größe im regionalen Brennund Kraftstoffgeschäft. Heizöl, Diesel, Tankstellen sind ihre drei Kernsegmente. »Hier sind wir stark, und hier erfinden wir uns immer auch wieder neu«, sagt Geschäftsführer Frank Maier. So ist es der ZG Raiffeisen Energie GmbH mit der Einführung von klimaneutralem Heizöl in diesem Jahr erneut gelungen, ein traditionelles Produkt in zeitgemäßer Form neu zu beleben. Neben dem Brennstoff selbst ließ sich auch gleich das

Unternehmen insgesamt als klimaneutral zertifizieren – für Maier die Grundvoraussetzung, um mit dem neuen Produkt glaubwürdig am Markt auftreten zu können. Über einen geringen Mehrpreis von einem Cent pro Liter finanziert das Unternehmen mehr Zertifikate für Klimaschutzprojekte, als es CO2-äquivalente Emissionen im täglichen Geschäftsbetrieb freisetzt. Neben dem Heizöl hat sich die ZG Raiffeisen Energie mit Premium-Dieselprodukten am Markt etabliert. Der Premium-Diesel ist ein reiner Diesel ohne Bioanteil. Parallel

wird das Tankstellennetz permanent erweitert. Die bestehende Niederlassungsstruktur erweist sich als Stärke, nicht nur in Lahr. Die ZG Raiffeisen Energie beliefert Privathaushalte, Landwirte, kommunale Einrichtungen, Gewerbe und Industrie in der ganzen Region mit Energie. Günstige Konditionen, Nähe zum Kunden, fachkundige Energieberatung sowie geschulte und qualifizierte Mitarbeiter zeichnen das Unternehmen als Energiehändler aus. Das Unternehmen ist also bestens aufgestellt, um Energie für Baden zu liefern.

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KIPPENHEIM

Kurier Seite 10

Neugart sichert sich Anteile an Tennishalle Betrieb in Kippenheim soll »wie gewohnt weitergehen« / Werk-Neubau liegt vorerst auf Eis

Neugart hat einen Teil der Kippenheimer Tennishalle gekauft. Dies bestätigte die Geschäftsführung gegenüber unserer Zeitung. Am gewohnten Betrieb soll sich erst mal nichts ändern. Derweil liegen die Neubaupläne des Unternehmens auf Eis. n

Von Felix Bender

Kippenheim. Die Verunsicherung in der lokalen Tennisszene war in den vergangenen Wochen groß. Die Frage, die viele hinter vorgehaltener Hand stellten: Wie lange können wir noch in Kippenheim aufschlagen? In der Tennishalle des Sportparks in der Keltenstraße stehen fünf Plätze (plus Badmintonfelder) zur Verfügung. Sie sind im Winter sehr gefragt und entsprechend gut gebucht. Viele Freizeitsportler und auch Trainer mit ihren Schützlingen frönen nach dem Ende der Freiluftsaison ihrer Leidenschaft unterm Dach. Nun machte

INFO

Boom ist vorbei Der Tennis(hallen)-Boom, der zu Zeiten der Ära Boris Becker und Steffi Graf entstand, ist auch in der Region längst abgeflacht. Hallen, die in den 1980ern- und -90ern gebaut wurden, werden vielfach anderweitig genutzt oder stehen leer. So wurden die Tennisplätze beim Sportpark in Lahr zu Indoor-Fußballfeldern umgebaut, die Anlage in Münchweier ist seit Jahren außer Betrieb. Überdacht aufschlagen kann man neben Kippenheim noch in Oberweier und in Kenzingen.

das Gerücht die Runde, die Firma Neugart habe die Halle vom Betreiber, der Unternehmensgruppe Van der Vliet und Kunz, gekauft. Die Angst ging um, das Spiel mit der gelben Filzkugel könnte bald vorbei sein. Firmenchef Bernd Neugart nahm am Dienstag gegenüber unserer Zeitung Stellung zu den Spekulationen. Diese entsprächen nur teilweise der Wahrheit: »Wir haben nicht die ganze Tennishalle, sondern einen Teil davon erworben.« Der Kauf sei Teil eines Deals über das Sportpark-Gelände hinter der Halle. Dort liegt eine seit Längerem wenig genutzte Außensportanlage, auf die es Neugart eigentlich abgesehen hat. Bekanntlich plant der Kippenheimer Getriebespezialist auf dem 2,1 Hektar großen Grundstück nördlich des Sportparks (Richtung Kippenheimweiler) den Bau eines weiteren Werks. Mit dem angrenzenden Sportareal will man sich die Möglichkeit offenhalten, bei Bedarf die Stellplatz-Kapazitäten zu erhöhen. Warum der Kauf der Freiluft-Plätze an einen Einstieg in die Tennishalle gekoppelt wurde, dazu wollte sich Bernd Neugart nicht näher äußern. Er könne die Freizeitsportler aber beruhigen: »Der Betrieb in der Halle wird noch für vie-

le Jahre wie gewohnt weitergehen.« Über den Kaufpreis und die Details des Geschäfts hüllte sich der Unternehmer in Schweigen. Naheliegendes

»

Nach der Erfahrung von 2008 werden wir nichts überstürzen.« Firmenchef Bernd Neugart über den geplanten Werk-Neubau

Szenario: Neugart beteiligt sich an künftigen Unterhaltungs- und Sanierungskosten der rund 25 Jahre alten Halle und wird im Gegenzug an den Einnahmen beteiligt. Sportpark-Chef Rüdiger van der Vliet wollte auf Anfrage unserer Zeitung nicht mehr sagen als sein Geschäftspartner. Derzeit nicht absehbar ist laut Bernd Neugart, wann der größte Kippenheimer Arbeitgeber seine Erweiterungspläne in die Tat umsetzt. Im Oktober hatte das Unternehmen den Bau eines weiteren 9000 Quadratmeter großen Werks

Nördlich des Sportparks in der Kippenheimer Keltenstraße soll einmal das Neugart-Werk-IV entstehen. Im Vordergrund: die Außensportanlage, die künftig zu Parkplätzen umfunktioniert werden könnten. Archivfoto: Bender

am Hauptsitz in Kippenheim angekündigt. Im Raum steht eine Investition von 20 Millionen Euro. »Die weltwirtschaftliche Lage ist weiterhin angespannt, das bekommen auch wir zu spüren«, sagt der Firmenchef. Zwar habe man die seit Monaten angeordnete Kurzarbeit wegen der »aktuell guten Auftragslage« (Neugart) im Februar ausgesetzt. Dennoch sei nicht die Zeit, an Expansion zu denken: »Dieses Jahr werden wir sicher nicht mit dem Bau beginnen und auch für kommendes Jahr ist es Stand heute eher unwahrscheinlich.« Neugart ist ein gebranntes Kind: Die Einweihung von Werk II im Jahr 2008 kollidierte voll mit der Weltwirtschaftskrise. »Nach dieser Erfahrung werden wir sicher nichts überstürzen«, sagt der Chef. Im Hintergrund laufen die Planungen freilich weiter – im Sommer soll der Bebauungsplan (»Oberhefte West«) in trockenen Tüchern sein. »So können wir reagieren, wenn wir es für richtig halten und dann auch zeitnah mit dem Bau beginnen.«

INFO

Das ist Neugart Das Familienunternehmen Neugart entwickelt, produziert und vertreibt Planetenund Sondergetriebe. Gegründet 1928 in Furtwangen, sitzt Neugart seit 1943 in Kippenheim. Weltweit beschäftigt das Unternehmen nach eigenen Angaben mehr als 700 Mitarbeiter, gut 600 am Stammsitz. Für das Jahr 2019 war ein Umsatz von rund 82 Millionen Euro prognostiziert, (davon 76 Millionen Euro in Kippenheim). Weitere Standorte sind in China und den USA.

Klärschlamm rechnet sich

Blockkraftheizwerk | 800 000 Kilowattstunden Strom erzeugt Südliche Ortenau (red/fx). Die Kläranlage des Abwasserzweckverbands Südliche Ortenau (AZV) hat im vergangenen Jahr mehr als die Hälfte des benötigten Stroms selbst erzeugt. Wie der Verband mitteilt, fällt bei der Abwasserreinigung Klärschlamm an und bei der sogenannten Ausfaulung dieses Schlamms entsteht Klärgas. Auf der Verbandskläranlage in Kappel wird ein Blockheizkraftwerk mit dem anfallenden Klär-

schlamm betrieben und so Strom erzeugt. Damit würden die Verbandsgemeinden Ettenheim, Kappel-Grafenhausen, Mahlberg, Rust, Kippenheim-Schmieheim und Ringsheim einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten .Wie der Technische Leiter des AZV Manfred Vogt berichtet, wurden im Jahr 2019 mehr als 800 000 Kilowattstunden Strom selbst erzeugt. Dies entspreche bei einem Gesamtjahresverbrauch von 1,47

Millionen Kilowattstunden rund 55 Prozent. Der selbst erzeugte Strom habe einen Gegenwert von rund 174 000 Euro. Dies wirke sich positiv auf die Wirtschaftlichkeit der Abwasserreinigung aus. Denn die Energiekosten machten im Durchschnitt etwa 30 bis 40 Prozent der Betriebskosten aus. Dies führe nicht zuletzt zu stabilen Abwassergebühren, so der Verbandsvorsitzende, Ettenheims Bürgermeister Bruno Metz.

Die Kläranlage des Abwasserzweckverbands Südliche Ortenau hat im vergangenen Jahr Strom im Wert von rund 174 000 Euro produziert. Foto: Verband


REGION

Samstag, 8. Februar 2020

Kurier Seite 11

»Der Austausch mit anderen hilft ungemein« Stillcafé | Junge Mütter treffen sich einmal im Monat zum Austausch im Herbolzheimer Torhaus / Betreuung durch Stillberaterin

Einmal im Monat gibt es in Herbolzheim ein Stillcafé. Frauen mit ihren Babys sind dann eingeladen, von 15 bis 17 Uhr im Torhaus zusammengekommen. Zwei Stillberaterinnen geben Tipps und ermöglichen den Müttern, sich auszutauschen. n

Von Julia Göpfert

Herbolzheim. Knapp ein Dutzend Mütter mit ihren Babys im Alter zwischen zwei Wochen und siebeneinhalb Monaten sitzen in einer entspannten Runde, lachen und reden miteinander, als der Kurier zu Besuch kommt. Das seien relativ viele, erklärt Kinderkrankenschwester und Stillberaterin Heidi Reinbold. Sie leitet zusammen mit Antje Bürkle, die die gleiche Qualifikation besitzt, das Stillcafé. Entstanden ist das Stillcafé bereits 2004 im Herbolzheimer Krankenhaus. Als Reinbold damals ihre Ausbildung zur Stillberaterin gemacht hatte, hatte sie auch das Stillcafé ins Leben gerufen. 2006 hatte sich Herbolzheim sogar zum babyfreundlichen Krankenhaus zertifiziert. Seit der Schließung des Krankenhauses darf das Stillcafé kostenlos im Torhaus stattfinden. Der Austausch tue den Müttern gut, man hört Tipps und

wird in dem was man tut, bestärkt. Denn die Tage mit einem stillenden Baby könnten anstrengend sein, erklärt Reinbold: »Stillen ist kein Reflex, der automatisch einsetzt. Auch das muss man erst lernen.« So komme es beispielsweise vor, dass die Babys am Anfang nicht richtig saugen. Auch beim Einschlafen könne es Probleme geben, etwa wenn die Kinder nicht richtig durchschlafen oder nur an der Brust schlafen wollten. »Oft ist es für die Mütter bereits hilfreich zu wissen, dass das ganz normal ist, dass es Probleme gibt – und dass schwierige Zeiten auch wieder vorbeigehen«, berichtet Reinbold »Der Austausch hier hilft einen ungemein und motiviert einen weiterzumachen«, bestätigt Natalia, die mit ihrem dritten Kind, Franziska, beim Café ist. Bereits vom ersten Kind an war sie dabei. »Ich habe hier stets viele hilfreiche Tipps bekommen, die es so weder vom Kinderarzt noch von der Hebamme gab.« Bei jedem Stillcafé haben die Mütter zunächst eine Stunde Gelegenheit, miteinander zu reden, dann gibt es einen Vortrag von Reinbold oder Bürkle, über den anschließend diskutiert werden kann. Themen sind etwa, wann man anfängt, den Kindern Beikost zu geben, welche Milch neben der Muttermilch für die Kinder geeignet ist oder was Mütter in der Stillzeit beachten

Stillen ist kein Reflex und kein Automatismus – im Herbolzheimer Torhaus haben junge Mütter Gelegenheit, sich auszutauschen, Tipps zu holen und sich gegenseitig weiterzuhelfen. müssen, um Kalziummangel und Osteoporose vorzubeugen. Als der Kurier da ist, wird darüber gesprochen, wie Kinder mit ihrer Umwelt bereits früh durch Laute, Mimik oder Bewegungen kommunizieren und warum Rituale so wichtig sind. Eva, die mit ihrer Tochter Victoria zum ersten Mal dabei war, war gleich begeistert. »Der Austausch ist wirklich klasse«, erklärt sie. »Als junge Mutter fühlt man sich oft allein gelassen mit dem Kind, aber im Stillcafé bekommt man Tipps und kann mit anderen über Probleme reden.«

Fünf Events zum Zehnjährigen

Geburtstag | Bücherei Kippenheim feiert / Start am 14. Februar Kippenheim (jg). Die Bücherei in Kippenheim wird zehn Jahre alt. »Wir sind in dieser Zeit alle als Gruppe zusammengewachsen«, erklärt Daniela Goth für das insgesamt achtköpfige Bücherei-Team. Man sei sehr stolz auf die eigene Arbeit und zugleich auch dankbar für die Unterstützung, die es von Seiten der Gemeinde in all dieser Zeit gab. Gefeiert werden soll der runde Geburtstag das ganze Jahr hindurch mit fünf Veranstaltungen. n Bei »Liebe ist ...« am Freitag, 14. Februar, wird die Bibliothek passend zum Valentinstag geschmückt, verrät Goth: » Wir starten bereits am Dienstag mit dem Dekorieren. Es wird überall üppig Herzchen

geben und sehr rotlastig werden.« Bei der Veranstaltung ab 19 Uhr stehen dann Liebespaare um Vordergrund – von »Romeo und Julia« bis hin zum Film »Titanic«. n Einen

Leseabend für Erwachsene gibt es am Freitag, 24. April, ab 19 Uhr in der Bücherei. Drei Leser werden dabei ihre Lieblingsbücher vorstellen. n »Wein

trifft Krimi« heißt es am Freitag, 19. Juni, ab 20 Uhr im Weinhof. Die Veranstaltung findet bereits zum fünften Mal statt. Die Besucher bekommen einen Secco und drei bis vier Weine zum Testen und dazu den passenden Krimi serviert. Mit dabei sein wird auch die ehemalige

Breisgauer Iris Mauch.

Weinprinzessin

n »10

Jahre Bücherei« wird dann am Freitag, 23. Oktober, ab 19 Uhr gefeiert. Die Bücherei wird allen offen stehen und es wird auch für das leibliche Wohl gesorgt werden. »Wir sind eine große Frauenschar, da wird es eine reichliche Auswahl an Kuchen und mehr geben, verspricht Goth augenzwinkernd. n Das Mundart-Duo Ulrike Derndinger und Heinz Siebold sorgt dann am Freitag, 13. November, ab 19 Uhr für einen Abschluss der Feierlichkeiten. Mehr wird noch nicht verraten, denn »ein wenig Überraschung muss ja auch dabei sein«, erklärt Goth.

Zahlreiche Zünfte gratulieren den »Hornig« zum 60. Nach ihrem erfolgreichen Bunten Abend füllte die Narrenzunft Hornig Orschweier am Wochenende ein weiteres Mal die Mehrzweckhalle. Anlässlich ihres 60-jährigen Bestehens hat die Zunft ein Hästrägertreffen organisiert. Das sollte freundschaftlichen Austausch benachbarter Südbezirks-Narrenzünfte ermöglichen, einmal ganz ohne Umzugs- oder Programmstress. Geschätzt

400 Narren kamen zum Gratulieren in die Mehrzweckhalle. Auch »private« Narren durften in Orschweier mitfeiern – allerdings kamen sie nur kostümiert in die Halle. Am Sonntag, 16. Februar, werden zum großen Straßenumzug in Orschweier abermals mehrere Tausend Teilnehmer und Zuschauer am Straßenrand erwartet. Ab 14 Uhr geht’s los. Text: Masson /Foto: Decoux-Kone

INFO

Der nächste Termin Das nächste Stillcafé ist am Dienstag, 11. Februar, von 15 bis 17 Uhr geöffnet. Alle interessierten stillenden Mütter und ihre Kinder sind unter der Leitung von Heidi Reinbold, und Antje Bürkle im Herbolzheimer Torhaus (hinterer Eingang vom Parkplatz) zum Gedankenaustausch eingeladen. Eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig.

STELLENANGEBOTE

Heidi Reinbold (rechts) hatte das Stillcafé 2004 ins Leben gerufen. Sie gibt jungen Müttern wie Eva und ihrer Tochter Victoria hilfreiche Tipps. Fotos: Göpfert


Samstag, 8. Februar 2020

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Kurier Seite 12

Profile for Lahrer Zeitung GmbH

Der Kurier vom 8. Februar  

Der neue Kurier hat folgende Themen: - Ettenheimer Jungwinzer sorgen für frischen Wind - Wagenstadt: Interesse am Dorftreff bleibt riesig -...

Der Kurier vom 8. Februar  

Der neue Kurier hat folgende Themen: - Ettenheimer Jungwinzer sorgen für frischen Wind - Wagenstadt: Interesse am Dorftreff bleibt riesig -...

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