Page 1

6 | 2010

KVBB-Vertreterversammlung: Aktuelle Honorarverteilung und neue Versorgungsstrukturen dfg-award 2010 an KVBB und AOK: Tolle Auszeichnung für die “Innovation des Jahres” Verhandelt und abgeschlossen: Impfvereinbarung Richtgrößen für Arznei- und Heilmittel


AUSGABE 6 / 2010


Editorial

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen Es gibt sie also doch noch - die Situationen, in denen man darin bestärkt wird, es nützt, zu verändern, zu verbessern, sich zu engagieren. Da greifen Mitstreiter Ideen auf, setzen diese um und entwickeln sie weiter. Da kommt bei unserem gemeinsamen Ärzteball mit der Landesärztekammer ein Kollege und schenkt uns einen Jubiläumswein ein, sagt danke für unsere Tätigkeit in den vergangenen Jahren. Dann erhält die Arbeitsgemeinschaft von KVBB und AOK vor Kurzem den „Oscar“ der Gesundheitsbranche, den dfg-award in der Kategorie „Innovation“. Und als ich diese Zeilen fertig geschrieben habe und sie bereits auf dem Weg in die Druckerei sind, kommt noch eine tolle Nachricht hinzu, die hier unbedingt noch eingebunden werden muss: Die Bundesnetzagentur hat dem KV-System den Zuschlag erteilt, die 116 117 für das große Projekt einer europaweit einheitlichen Bereitschaftsdienstnummer in Deutschland einzuführen. Was erst einmal recht unspektakulär klingt, ist jedoch alles andere als das. Seit Jahren arbeiten wir in Brüssel als Initiator dieser Idee an deren Umsetzung, haben uns dann mit der KBV einen starken Partner an unsere Seite geholt und nun, wie gesagt – das „go“ der Bundesnetzagentur, nachdem bereits die Europäische Kommission für unser Projekt grünes Licht gegeben hatte. Es macht schon stolz, dass sich ganz offensichtlich die viele Arbeit, das Engagement, die Zeit gelohnt haben. Ja, es geht noch etwas zu bewegen, zu verändern, voranzubringen, auch wenn man manchmal den Eindruck gewinnt, dass alles mehr oder weniger erstarre. Wir werden Sie in der Juli-Ausgabe von „KV-Intern“ detailliert über die jetzt anstehende konkrete Umsetzung dieses tollen Projektes informieren. Eines Projektes, von dem die Patienten gleichermaßen profitieren werden. Vielleicht fragen Sie sich, wozu ist das alles gut? Wem nutzt dies? Dann kann ich Ihnen sagen:. Wenn wir, die Sie vor sechs Jahren in diese verantwortungsvolle Funktion gewählt haben, unseren Job trotz widrigster Rahmenbedingungen offenbar doch so gut machen, dass das Ergebnis positive Würdigung erfährt, dann haben alle Ärzte in Brandenburg davon profitiert. Dies wird gewiss nicht immer gleich so deutlich – aber selbst die umstrittene Honorarreform des Jahres 2009 hat den Brandenburgern insgesamt zuvor nicht für realisierbar gehaltene Zuwächse beschert. Dafür lohnt es sich auch, weiter zu engagieren; es erfordert aber ebenso, dass Sie sich mit Ihren Möglichkeiten einbringen, mitmachen! Ihr Dr. med. Hans-Joachim Helming Vorsitzender des Vorstandes der KV Brandenburg AUSGABE 6 / 2010 | Seite 1


Inhaltsverzeichnis

Berufspolitik

Praxis aktuell

Seite 2 | AUSGABE 6 / 2010

4

Analysieren, handeln, beobachten Juni-Vertreterversammlung der KVBB

7

Neuer BDA-Vorstand gewählt

8

Quo vadis? - Diskurs zur Zukunft der medizinischen Versorgung

12

Tolle Auszeichnung für Innovation des Jahres Verleihung des dfg-awards an IGiB

14

Ärzte spenden 4.575,86 Euro für Therapiegeräte

16

Verteilungsfragen - BKK-Tag zur medizinischen Versorgung auf dem Land

18

Bajuwarisches Mengenproblem - Aus: dfg 22-10

20

Fundsache - Geschmökert in alten “KV-Intern”

21

Abgabetermine der Quartalsabrechnung II/2010

22

Impfvereinbarung unterzeichnet

23

Richtgrößen 2010 vereinbart

27

Neue Vereinbarungen zum Sprechstundenbedarf ab 1. Juli 2010

30

Verordnung von Hausbesuchen bei Heilmitteln

32

Neuvereinbarung zu Psychiatrischen Institutsambulanzen (PIA)

32

Kodierrichtlinien 2010 online

33

Laborparameter bei radiologischen Untersuchungen


Inhaltsverzeichnis

Praxis aktuell

Service

33

Labor - Begründungspflicht für “Ähnliche Untersuchungen”

34

Palliativversorgung - Bundesmantelverträge Anmerkung in Präambel beschlossen

35

KV-on mit vielfältigem Programm gestartet

35

“KV-Intern” als Flash-Version

36

Geprüftes Wissen in Arztbibliothek

36

Buchtipp: Praxisbewertung

37

Nachbesetzungen

39

Zulassungssperren

40

Niederlassungen im Mai 2010

41

Praxisbörse

44

Fortbildungen

49

KVBB erfolgreich am Ball Fuß- und Volleyballturnier der KVen

50

Glückwünsche

52

Impressum

AUSGABE 6 / 2010 | Seite 3


Berufspolitik

Analysieren, handeln, beobachten Juni-Vertreterversammlung der KVBB berät aktuelle Fragen der Honorarverteilung und der Versorgung Der Tagesordnungspunkt Honorarverteilung wurde eingeleitet mit einem Klick ins www. Unter KVon.de sind seit geraumer Zeit zu den unterschiedlichsten Themen Videocasts abgespeichert, in denen aktuelle Sachverhalte erläutert werden. So unter anderem auch zur Systematik der Honorarverteilung ab dem 1. Juli dieses Jahres, produziert von der KBV. In kurzer, verständlicher Form wird darin das Grundprinzip der neuen Vergütungswelt dargestellt. Doch wie meist, wenn es um komplizierte Sachverhalte geht, steckt der Teufel im Detail. So auch hier. Und so kam Dr. Noack, der seit Jahren als Vorstandsmitglied die Honorarverteilung maßgeblich entwickelt, dann auch zu dem Fazit: Die praktische Umsetzung der bundesweiten Vorgaben erweist sich eben doch als viel komplizierter. Damit bestätigen sich die Befürchtungen des Vorstandes. Die sicher im Kern richtige Prämisse, die Regelleistungsvolumen (RLV) zu stärken, indem die bisherigen sogenannten freien Leistungen, von denen sich ein Großteil jetzt in den QZV – den Qualitätsgebundenen Zusatz-Volumen –

Seite 4 | AUSGABE 6 / 2010

befindet, ebenfalls in der Menge begrenzt wurden, erwies sich so eindeutig nicht umsetzbar. Der Grund: Obwohl die Gesamtvergütung sich um 1,66 Prozent gegenüber 2009 erhöhen soll, wird dieses Mehr an Honorargeldern durch die Verringerung der Versichertenzahlen, den Anstieg der Fallzahlen um rund zwei Prozent und die Zahlungen im Rahmen des Fremdkassenzahlungsausgleichs – das waren beispielsweise im zweiten Halbjahr 2009 rund 31 Millionen Euro, die die KVBB zahlen musste – wieder „aufgefressen“.

VV-Splitter

Zahlen / Daten

Die Zahl der Hausärzte ist in III/2009 gegenüber III/2008 um 0,3 Prozent auf 1.685 gesunken. Demgegenüber stieg die Zahl der Fachärzte im Vergleichszeitraum um 0,6 Prozent auf 1.410. Das durchschnittliche Honorar der Hausärzte betrug in III/2009 52.417 Euro und lag damit um 11,1 Prozent über dem von III/2008. Der durchschnittliche Fallwert betrug 52,12 Euro. Bei den Fachärzten lag das durchschnittliche Honorar in III/2009 bei 52.045 Euro und sank gegenüber dem Vergleichszeitraum um 6,1 Prozent. Der Fallwert betrug 42,86 Euro.


Berufspolitik

Darüber hinaus erwies sich die Möglichkeit, mit den Krankenkassen auf Länderebene durchaus Vergütungen für freie Leistungen auch ab 1. Juli 2010 zu vereinbaren, als nicht realisierbar. Hier sagten die Kassen schlichtweg Nein. Angesichts dieser Probleme hatte der KV-Vorstand rechtzeitig und langfristig die Vertreter der Berufsverbände in die Diskussion über die neue Honorarverteilung einbezogen. Ob bei der Entwicklung der QZV, der Bildung von Arztgruppen – die Vorschläge der Fachgruppen wurden weitestgehend berücksichtigt in den Verhandlungen mit den Kassen. „Das war uns enorm wichtig“, stellte der KV-Vize fest.

angehört, noch im Aufbau befinde, habe sie bereits beachtliche Erfolge zu verzeichnen. „Das Interesse auch anderer Organisationen an einer Zusammenarbeit mit der IGiB ist groß“, resümierte er. Andere Kassen klopften an und wollten ebenfalls Mitglied werden. Auf einem guten Weg sei auch die Dienstleistungstochter der KVBB, die KV COMM. Dr. Helming verwies darauf, dass hier in nächster Zeit vor allem die elektronische Vernetzung eine große Rolle spielen werde. Entsprechende Angebote der KVBB würden derzeit entwickelt.

Jetzt komme es darauf an, nach der detaillierten Analyse, den getroffenen Entscheidungen nun die weitere Entwicklung genau zu beobachten, um bei auftretenden ungerechtfertigten Honorarverwerfungen oder Fehlentwicklungen rasch reagieren zu können.

Positiv bewertete Dr. Helming auch die Zusammenarbeit mit der Landesregierung. Es gebe eine „Menge Übereinstimmung“ bei grundlegenden Fragen, beispielsweise der Entwicklung neuer Versorgungskonzepte. Und jene seien dringender denn je, da mit den bisherigen Strukturen in den kommenden 15, 20 Jahren die medizinische Versorgung nicht weiter sichergestellt werden könne.

In seinem Bericht hatte der KV-Vorsitzende, Dr. Helming, insbesondere das Engagement der KV Brandenburg bei der Entwicklung neuer Versorgungsformen gewürdigt. Obwohl sich die „IGiB – Innovative Gesundheitsversorgung in Brandenburg“ als Arbeitsgemeinschaft von KVBB und AOK, der seit dem 1. Juni dieses Jahres auch die BARMER GEK

Bis 2030 werde sich die brandenburgische Bevölkerung um etwa 25 Prozent reduzieren, ganze ländliche Regionen geradezu ausdünnen. Dies hätten jüngste Studien ergeben. Es sei mit einem „dramatischen Anstieg der Morbidität und chronischer Krankheiten zu rechnen“, stellte Helming fest. Der Rückgang der Bevölkerung würde unweigerlich zu

AUSGABE 6 / 2010 | Seite 5


Berufspolitik

einer Reduzierung der Krankenhauskapazitäten führen. Deshalb komme es jetzt darauf an, die Weichen richtig zu stellen. „Und das bedeutet, die ambulante und stationäre Versorgung zu vernetzen, facharztübergreifende Zentren zu schaffen sowie teilstationäre Rehaeinrichtungen und eine vollkommen andere nichtärztliche Praxisassistentinnen-Struktur zu entwickeln. Ich nenne es einmal AGnES 2 – deren Aufgabengebiet jenes der Fallmanagerin ist. Damit erhält der Arzt in der Praxis mehr Freiräume für seine ureigene ärztliche Profession.“ Um all diese Herausforderungen auch meistern zu können, sei es entscheidend, auch weiterhin eine starke ärztliche Selbstverwaltungsstruktur zu haben. „Im Oktober sind die Wahlen zur Vertreterversammlung. Eine hohe Wahlbeteiligung ist die beste Legitimation für die gewählten Vertreter“, so der KV-Chef. Nur mit einem, die Interessen aller Ärzte und Psychotherapeuten vertretenden Ärzteparlament VV sei der künftige Vorstand in der Lage, seine Positionen auch gegenüber den Kassen und der Politik durchzusetzen. Der erste Schritt der Wahlen im Herbst sei erfolgreich getan, die Wählerlisten liegen zur Einsicht aus.

Seite 6 | AUSGABE 6 / 2010

VV-Splitter

Beschlüsse

„Die Vertreterversammlung der KVBB beschließt, dass die Förderung der Weiterbildung in der Allgemeinmedizin ab dem 1.7.2010 über eine Sonderumlage unter Beteiligung aller an der hausärztlichen Versorgung teilnehmenden Ärzte unter Ausschluss der Kinderärzte zu finanzieren ist. Die Sonderumlage beträgt 0,35 Prozent. Nicht verbrauchte Mittel werden zurück erstattet.“ In der Diskussion hatte Dr. Becker namens der Hausärzte einen ergänzenden Beschlussvorschlag unterbreitet. Er sah vor, dass „bei einer Bereinigungsgröße ab 5 Prozent infolge von Selektivverträgen nach § 73 b SGB V eine neue Regelung“ zur Finanzierung gefunden werden sollte. Dieser Antrag wurde an den Vorstand zur weiteren Bearbeitung überwiesen. Die Vertreterversammlung beschloss weiterhin Änderungen in der Satzung der KVBB sowie der Abrechnungsordnung. Beide Dokumente finden Sie auf der Website der KVBB unter www.kvbb.de. Nun komme es darauf an, die geeigneten Kandidaten zu finden, die aktiv und engagiert dann ab 2011 agieren würden. Ralf Herre


Berufspolitik

Getrennte Wege Die jüngsten Beschlüsse zur Finanzierung der Weiterbildung Allgemeinmedizin und des zu erwartenden Mehrbedarfs im Honorarfonds Psychotherapie stellen eine Zäsur dar: Wurden bislang beide Aufgaben von Haus- und Fachärzten gemeinsam finanziell geschultert, so ist dies ab dem 1. Juli 2010 nicht mehr der Fall. Man geht getrennte Wege. Die Hausärzte – ohne Kinderärzte! – finanzieren die Weiterbildung ihres fachlichen Nachwuchses, die Fachärzte den Mehrbedarf in der Psychotherapie. Nach der gesetzlich vorge-

schriebenen Trennung in haus- und fachärztliche Vergütungsanteile ist dies ein weiterer Schritt der Separierung unter dem Dach der KV. Inwieweit dies letztlich einer einheitlichen Interessenvertretung der Vertragsärzte dienlich oder doch eher abträglich ist, muss und wird die nächste Zeit zeigen. Im Kontext beispielsweise mit den Bestrebungen des Hausärzteverbandes auf Bundesebene ist es wohl eher als ein Schritt hin zur endgültigen Trennung zu sehen. Leider. -re

Neuer BDA-Vorstand: Herzlichen Glückwunsch Der Hausärzteverband Berlin-Brandenburg hat einen neuen Vorstand gewählt. Der neue Vorsitzende ist der Berliner Allgemeinmediziner Dr. Wolfgang Kreischer. Dem zehnköpfigen Gremium gehören auch fünf Brandenburger Hausärzte an. Dr. Johannes Becker aus Ruhland wurde von den Delegierten zum Stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Der Potsdamer Dr. Volkmar Skerra ist Stellvertretender Schriftführer, Dr. Hanjo Pohle aus Rathenow Stellvertretender Schatzmeister. Dr. Stephanie Lenke aus Senftenberg und Dr. Ralph Schürer aus Potsdam sind zweiter bzw. dritter Beisitzer. Den Gewählten herzlichen Glückwunsch und viel Erfolg für ihre Arbeit!

AUSGABE 6 / 2010 | Seite 7


Berufspolitik

Quo vadis? Diskurs zur Zukunft der medizinischen Versorgung Die brandenburgische CDU-Landtagsfraktion hatte ins Potsdamer Mercure Hotel geladen. Vom Konferenzraum in der 17. Etage konnte der Blick der rund 50 teilnehmenden Vertreter von Kassen, Parteien, aus der Ärzteschaft, der Industrie, den Apothekern und Zahnärzten hervorragend in die Ferne schweifen. Insofern passten erst einmal Ort und Thema der Veranstaltung – Quo vadis Gesundheitspolitik in Deutschland – sehr gut zueinander. Wer allerdings wirkliche Neuigkeiten erwartet hatte, sah sich wohl doch etwas getäuscht. Annette Widmann-Mauz, die Parlamentarische Staatssekretärin aus dem Bundesgesundheitsministerium, präsentierte sich als eloquente, mit viel Detailwissen ausgestattete Gesprächspartnerin, hielt sich jedoch in den entscheidenden Fragen sehr bedeckt. Beispielsweise, wie die künftige Finanzierung der GKV aussehen soll und ob die hinter vorgehaltener Hand heftig kolportierte sogenannte Autonomie der Krankenkassen tatsächlich be-schlossene Sache sei und wenn ja, was man denn darunter zu verstehen habe. Allerdings muss man ihr zugute halten, dass sie sich tatsächlich in einer Zwickmühle befand. Die für diesen

Seite 8 | AUSGABE 6 / 2010

20. Mai angesetzte Tagung der Regierungskommission zur Gesundheitspolitik war von Minister Rösler abgesetzt worden; die Vorschläge des BMG seien bereits so konkret, dass sie, um nicht zerredet zu werden, gleich mit den Spitzen der Regierungskoalition besprochen werden sollten. Und so konstatierte Frau WidmannMauz mit einem lakonischen „Ober schlägt Unter“, dass sie Minister Rösler nicht die Schau stehlen und deshalb hier in Potsdam keine Details ausplaudern könne. Dies hinderte sie jedoch nicht, immer wieder die Notwendigkeit von mehr Wettbewerb im Gesundheitssystem anzumahnen und darauf zu verweisen, dass nur so eine größere Effizienz erzielt werden könne. Sie lobte die ersten konkreten Maßnahmen der neuen Regierung zur Kosteneinsparung im Arzneimittelmarkt und versicherte zugleich, dass kein Bereich der Gesundheitswirtschaft von Spar- und Effizienzüberlegungen ausgenommen sei. Das betreffe eben nicht nur die Industrie, sondern auch die Krankenhäuser, die Ärzteschaft, die Kassen, die nichtärztlichen Heilberufe.


Berufspolitik

Breiten Raum in der Diskussion nahm die Sicherstellung der medizinischen Versorgung in den kommenden Jahren ein. Es gelte, die Alterspyramide der Bevölkerung, die sich verändernden familiären Strukturen, ein sich wandelndes Berufsverständnis der Ärzte und die finanziellen Möglichkeiten unter einen Hut zu bringen. Dies, so Frau WidmannMauz, gelänge nur mit freiheitlichen, wettbewerblichen Strukturen und unter Einbeziehung aller Akteure. Finanzielle Anreize, eine kleinräumige Bedarfsplanung unter Berücksichtigung sowohl der Krankenhäuser als auch der niedergelassenen Ärzte und nichtärztlicher Professionen, ein praxisnäheres Studium der Medizin und variablere Formen der Berufsausübung – all das gelte es in Zukunft stärker zu berücksichtigen. Dafür hätte, so die Frau Staatssekretärin, der Gesetzgeber die meisten Regelungen bereits getroffen. Jetzt käme es darauf an, diese auch auszuschöpfen und anzuwenden. Entscheidend aus ihrer Sicht: Die Kassen müssten wieder mehr regionalen Entscheidungsspielraum bekommen. Inwieweit ihr dabei die geographische Verbundenheit gewissermaßen die Gedanken führt – sie kommt aus Baden-Württemberg – sei einmal dahingestellt. Auf alle Fälle spürte man bei diesen Äußerungen die im Raum aufkommende Besorgnis. Denn: Mehr Regionalität der Kassen bedeutet immer

eine Benachteiligung der wirtschaftlich nicht so starken Regionen, sprich, des Ostens. Andererseits meinte sie auf eine entsprechende Frage, dass der jetzige Status quo nicht einfach wieder zurückgedreht werden könne. Warten wir es ab. Zurzeit, das bestätigte die Frau Staatssekretärin, gehe das Bundesgesundheitsministerium von einem finanziellen Defizit in 2011 von rund 10 Milliarden Euro aus. Damit habe die Unterdeckung des Gesundheitsfonds aber noch nicht die gesetzlich fixierten 95 Prozent erreicht, ab denen der Gesetzgeber mit der Festsetzung höherer Beitragssätze reagieren müsse. Ergo, hier seien die Kassen in der Pflicht, die fehlenden Einnahmen beispielsweise über Zusatzbeiträge zu kompensieren. Das entspreche nach ihrem Verständnis übrigens genau der von Kassen immer wieder geforderten Beitragsautonomie. Als gegen 21.30 Uhr die Veranstaltung beendet war, verfingen sich die Blicke aus dem 17. Stockwerk in einem verschwommenen Meer heller und weniger heller Lichter. Auch das war im gewissen Sinne symptomatisch für die gerade beendete Diskussion. R.H.

AUSGABE 6 / 2010 | Seite 9


Berufspolitik

Tohuwabohu Was für eine turbulente Zeit! Erst erklärt der hessische Landesvater Koch seinen sofortigen Ausstieg aus der Politik, dann schmeißt Deutschlands oberster Repräsentant, Bundespräsident Köhler, das Handtuch und erklärt mit sofortiger Wirkung seinen Rücktritt. Letzteres kam so überraschend, dass das öffentlich-rechtliche Fernsehen in ungewohnter Harmonie

Angemerkt mit dem privaten sich nicht in der Lage sah, eine Live-Berichterstattung aus Schloss Bellevue auf die Beine zu stellen … Doch damit nicht genug. Denn allen Beteuerungen zum Trotz, scheint das Gezänk in der schwarz-gelben Regierungskoalition kein Ende zu nehmen. Bestes Beispiel – die Gesundheitspolitik. Egal was Minister Rösler so von sich gibt, kommt prompt aus München – bestenfalls – ein Gegenvorschlag, meistens aber ein „mit uns nicht!“. Mal tönt’s der bajuwarische Ministerpräsident, mal sein Gesundheitsminister. Süffisant stichelt Söder gegen Rösler, dieser habe sich „wohl sehr verrannt“ und „scheine ein wenig trotzig zu reagieren“. Doch langsam aber

“Ich - bin - empört - Horst!” Zeichnung: A. Purwin Seite 10 | AUSGABE 6 / 2010


Berufspolitik

sicher scheint bei diesem die Geduld zu Ende zu sein. Scharf griff er den Regierungspartner CSU an und stellte fest: „Ich bin nicht beleidigt, ich bin empört darüber, dass eine Partei, die Teil der Regierung ist, nicht bereit ist, Verantwortung zu übernehmen.“ Und überhaupt sei er gespannt, was „diejenigen vorlegen werden, die Einsparungen fordern“. Richtig, es geht ums liebe Geld. Die Finanzierung der GKV auf stabile Füße zu stellen – damit ist der neue Gesundheitsminister angetreten. Im Moment sieht es so aus, als würde es bestenfalls eine gesichtswahrende Modifizierung des bestehenden Systems geben. Oder ehrlicher ausgedrückt: Eine neue Runde der reinen Kostendämpfung. Zumindest die Krankenkassen wollen das, und auch der kleinste Koalitionspartner CSU fühlt sich auf einmal partout als Rächer der Armen. Man scheint in München vergessen zu haben, dass es ein gewisser Horst Seehofer war, der die unseligen Budgets und damit die Rationierung medizinischer Leistungen einführte. Er war es übrigens auch, der den Wettbewerb als Quasi-Allheilmittel hoffähig machte …

Und ganz kann der Bayer aus Ingolstadt auch heute nicht von seiner heimlichen Liebe lassen; der Gesundheitspolitik. Auf die ihm eigene Art. Natürlich sei der Herr Rösler ein kompetenter Minister, den er persönlich sehr wertschätze, aber trotzdem, so Seehofer, könne er natürlich keine Politik mittragen, die er für falsch halte. Und deshalb, so legt er nach, sei die Kopfpauschale nach den Beratungen der Parteichefs „endgültig vom Tisch“, wie er in der Süddeutschen Zeitung genüsslich kundtat. Offenbahr steht Seehofer damit aber ziemlich allein da. Zumindest die Kanzlerin interpretiert die jüngsten Zusammenkünfte der Koalitionsspitzen anders. Sie ließ über ihren Regierungssprecher verkünden, dass „über die Ausgestaltung eines zukünftigen Sozialausgleichs noch keine Entscheidung getroffen ist“. Warten wir mal ab, wer oder was noch so alles in den kommenden Wochen interpretiert, sagt, schimpft oder vielleicht einfach mal (wieder) zurücktritt. R.H.

AUSGABE 6 / 2010 | Seite 11


Berufspolitik

Tolle Auszeichnung für Innovation des Jahres Verleihung des dfg-awards an die Arbeitsgemeinschaft „Innovative Gesundheitsversorgung in Brandenburg“ (IGiB) von KV Brandenburg und AOK Berlin-Brandenburg

Foto: v. l. n. r. Dr. med. Hans-Joachim Helming, Wolfgang G. Lange, Prof. Eberhard Wille, Frank Michalak

Super Stimmung bei den über 200 Teilnehmern (unter ihnen über 60 Vorstände und Geschäftsführer von Organisationen, Körperschaften und Unternehmen aus dem Gesundheitswesen) der Gala-Veranstaltung zur Verleihung des „dfg-award 2010” am 27. Mai im großen Festsaal der „Villa Kennedy” in Frankfurt/Main.

Seite 12 | AUSGABE 6 / 2010

Unter den Teilnehmern auch die für eine Auszeichnung Nominierten aus Brandenburg: der Vorstandsvorsitzende KVBB, Dr. Hans-Joachim Helming, und der Vorsitzende der AOK BerlinBrandenburg, Frank Michalak, für die Arbeitsgemeinschaft von KV und AOK „Innovative Gesundheitsversorgung in Brandenburg“, kurz IGiB.


Berufspolitik

Doch es blieb nicht bei der Nominierung, vielmehr gewann dieses Joint Venture den 1. Preis in der Kategorie „Innovation“ für „die Idee und Umsetzung einer bundesweit einzigartigen Partnerschaft von Leistungsanbieter und Kostenträger“, wie es in der Begründung der Jury heißt. Der vom Branchendienst „dfg Dienst für Gesellschaftspolitik“ initiierte Preis wurde in diesem Jahr zum zweiten Mal verliehen und ist auf dem sicheren Weg, sich zu einer echten Größe im Gesundheitswesen zu etablieren. Gewürdigt wurden in vier Kategorien herausragende Leistungen des Gesundheitswesens sowie das „Ärgernis des Gesundheitswesens“. Zudem wurde der Ehren-dfg-award verliehen, der an Eugen Münch (Vorstandschef Rhön-Klinikum) „für den visionären Aufbau eines erfolg-reichen Marktführers im Gesundheitswesen“ ging. Schon eine Nominierung ist ein Riesenerfolg, konkurriert man doch mit allen Organisationen, Körperschaften und Unternehmen aus dem Gesundheitswesen, d. h. mit Krankenkassen, Krankenhäusern, Kassenärztlichen Vereinigungen, Landesärztekammern, Ärztenetzen, Pharmafirmen usw. im gesamten Bundesgebiet. Aus den zahlreichen Bewerbungen wurden 25 Nominees von der hochrangig besetzten Jury ausgewählt. Die endgültige Entscheidung trafen dann aber die Leser des „dfg“-Blattes.

Die IGiB konkurrierte in der Kategorie „Innovation“ mit der Bayerischen Landeszahnärztekammer für die Idee und Umsetzung eines wegweisenden, IT-unterstützten Qualitätsmanagementsystems (QMS) für Zahnärzte, mit der HMM Deutschland GmbH, Moers für die Idee und Umsetzung einer wegweisenden Online-Hilfsmittel-managementplattform, mit der pronova BKK / Ford BKK, Ludwigshafen / Köln für die Idee und Umsetzung eines wegweisenden, telemedizinisch unterstützten Konzeptes zur Gewichtsreduktion Adipöser sowie mit der Versicherungsforen Leipzig GmbH für die Idee und Umsetzung eines privatwirtschaftlichen Dienstleisters für Krankenkassen. Dr. Helming und Frank Michalak drückten in ihrer Dankesrede die Freude über den Gewinn dieses Preises gerade in dieser Kategorie aus. Solche Projekte wie IGiB zeigten, dass das System noch verbesserungswürdig ist und es sich lohnt, sich dafür zu engagieren. Der Pokal für das „Ärgernis des Gesundheitswesens“ ging im Übrigen an die Christlich-Soziale Union in Bayern (CSU) „für das „gekonnte“ Einknicken vor einer Lobbygruppe im Gesundheitswesen“, für die Einführung des § 73 b SGB V im bayerischen Wahlkampf 2008. Horst Seehofer war – wenig erstaunlich - persönlich nicht anwesend an diesem Abend. D. Kuster

AUSGABE 6 / 2010 | Seite 13


Berufspolitik

Ärzte spenden 4.575,86 Euro für Therapiegeräte

Herrlichstes Sommerwetter an diesem Juni-Tag – gewissermaßen passend zum Anlass: Der Vorsitzende der KV Brandenburg, Dr. Helming, und der Präsident der Landesärztekammer Brandenburg, Dr. Wolter, überreichten der Geschäftsführerin der Kindernachsorgeklinik Berlin-Bran-

Seite 14 | AUSGABE 6 / 2010

denburg, Petra Bierwirth, eine Spende in Höhe von 4.575,86 Euro. Ein erkleckliches Sümmchen, das die Teilnehmer des diesjährigen gemeinsamen Ärzteballes von Kammer und KV aus Anlass des 20jährigen Bestehens beider ärztlicher Organisationen gespendet hatten und das nun die Möglichkeit schafft, dringend benötigte Therapiegeräte für die Nachsorgeklinik zu erwerben. Etwa 1.700 Kinder erkranken jährlich in Deutschland an Krebs und rund 7.000 kommen pro Jahr mit einem Herzfehler auf die Welt. Die Kindernachsorgeklinik in Bernau-Waldsiedlung ist eine von nur fünf Kliniken in Deutschland, die die sogenannte Familienorientierte Nachsorge für krebs- und herzkranke Kinder und Jugendliche anbietet. Ein hervorragendes Konzept, das neben der medizinischen auch die seelische Betreuung der Betroffenen und ihrer Familien beinhaltet. Die Bernauer Klinik ist übrigens die einzige ihrer Art in den neuen Bundesländern. Knapp 200 Kinder und Jugendliche erhielten in dem rund einjährigen Bestehen der Klinik eine hervorragende medizinisch-therapeutische Nachsorge; speziell abgestimmt auf den


Berufspolitik

Primärpatienten und die jeweiligen Familienmitglieder. Über vier Wochen erstreckt sich diese Nachsorge. Medizinische Betreuung, Physiotherapie, Schulunterricht, aktive Freizeitgestaltung – alles geht nahtlos ineinander über. Ein 20köpfiges Expertenteam aus Ärzten, Schwestern, Pädagogen und vielfältig spezialisierten Therapeuten umsorgt die Patienten und ihre Familie. Es gibt Sport- und Spielräume ebenso wie die traditionellen Therapieeinrichtungen. „Wir waren begeistert von diesem Rehakonzept und haben uns deshalb entschlossen, hierfür zu spenden“, so der KV-Vorsitzende Dr. Helming. Und der Bedarf an Spielzeug, Mobiliar oder beispielsweise Werkzeug für die geplante „Holz-Werkstatt“ ist groß. All das muss allein über Spenden finanziert werden. Von der Spende der brandenburgischen Ärzte werden nun eine Therapieschaukel sowie weitere Therapie-

geräte, vor allem für Kinder-Aquafitness, angeschafft, erklärt Petra Bierwirth. Und sollte noch etwas übrig bleiben, dann gibt es eine lange Liste von „Kleinigkeiten“, die noch dringend benötigt werden. Apropos. Wer beispielsweise Werkzeuge zur Holzverarbeitung oder gar eine Werkbank abzugeben hat, sollte sich bitte im Bereich Kommunikation der KVBB (Tel.: 0331/28 68-196) melden. Wir würden dies sehr gern an die Nachsorgeklinik vermitteln. R.H. Spendenkonto: Kindernachsorgeklinik Berlin-Brandenburg Berliner Volksbank eGK Konto: 2200002205 BLZ: 10090000

Kindernachsorgeklinik Berlin-Brandenburg gemeinnützige GmbH Bussardweg 1, 16321 Bernau-Waldsiedlung Tel.: 03338/90 80 20 www.knkbb.de

Fax: 03338 - 908039

info@knkbb.de

Fotos: Ralf Herre

AUSGABE 6 / 2010 | Seite 15


Berufspolitik

Verteilungsfragen BKK-Tag diskutierte Herausforderungen der medizinischen Versorgung auf dem Land „Deutschland – ein Land ohne Ärzte?“ – unter diesem Motto lud der BKK Landesverband Mitte am 9. Juni zum mittlerweile achten BKK-Tag nach Berlin ein. Das Fragezeichen in diesem Titel sei bewusst gesetzt worden, sagte der Vorsitzende des Verwaltungsrates des Gastgebers, Peter Götze, in seinen Grußworten. Denn trotz der allgegenwärtigen Diskussion um Ärztemangel sei es nicht von der Hand zu weisen, dass die Arztzahlen in den vergangenen Jahren ständig gestiegen seien. Der Vize-Chef des GKV-Spitzenverbandes Johann-Magnus von Stackelberg hatte sogleich auch die passenden Zahlen parat: Gab es im Jahr 1990 in Deutschland 92.289 ambulant tätige Ärzte, waren es 2008 138.330 – ein Zuwachs von rund 50 Prozent. Bei den Klinikärzten kletterte die Zahl um rund 30 Prozent – von 118.087 in 1990 auf 153.799 in 2008. „Wir haben nicht zu wenig Ärzte, sie sind nur falsch verteilt“, resümierte von Stackelberg. Und bemühte das Beispiel des Starnberger Sees, an dessen Ufer sich die Ärzte stapeln, während in den ländlichen Regionen der Eifel oder Mecklenburg-Vorpommerns die medizinische Versorgung gar dünn aussieht. Gründe für diese Entwicklung nannte Dr. John N. Weatherly von der

Seite 16 | AUSGABE 6 / 2010

Newstand Management Akademie. Betroffen seien davon vor allem finanziell unattraktive Arztgruppen, die mit einem hohen persönlichen Einsatz in wenig attraktiven, sprich ländlichen Regionen, tätig seien. Das hohe Engagement werde jedoch durch die pauschalen Entgelte nur wenig gewürdigt, was sich wiederum hemmend in Bezug auf Motivation und „Berufung“ des Arztes auswirke. Wie kann es aber gelingen, die medizinische Versorgung auf dem Land auch zukünftig sicherzustellen? Mit finanziellen Zuschüssen allein klappt es nicht, darüber waren sich die Diskutanten einig. Man könne einem Arzt noch so viel Geld geben, er werde dennoch nicht in eine Region gehen, in der „man nicht tot überm Zaun hängen möchte“, brachte es ein Krankenkassenvertreter aus Sachsen auf den Punkt. Vielmehr müsse auch eine gewisse Infrastruktur, müssten Schulen, Kindergärten, kulturelle Angebote vorhanden sein. Und dies, so unterstrich von Stackelberg, sei eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung. Er sprach sich zudem für eine Anpassung der Bedarfsplanung aus. Nach den Vorstellungen des GKV-Spitzenverbandes soll es demnach in Zukunft ein engmaschiges Netz an


Berufspolitik

Primärärzten – Hausärzte, Gynäkologen und Kinderärzte – für eine flächendeckende wohnortnahe Versorgung der Bevölkerung geben. In der allgemeinen fachärztlichen Versorgung plädierte von Stackelberg für eine größere Flexibilität durch ein weiter gespanntes Netz an Versorgungseinrichtungen. Für die spezialisierte fachärztliche Versorgung sei es unabdingbar, die Grenzen zwischen ambulant und stationär zu überwinden und eine sektorenübergreifende Bedarfsplanung zu realisieren. In unterversorgten Regionen sei die Einrichtung von Gesundheitszentren denkbar, in denen Ärzte tageweise Sprechstunden abhalten. Unterstüt-

zung könnten sie durch Gemeindeschwestern sowie den Einsatz von Telemedizin erhalten. Fazit des Veranstalters: Es gibt viel zu tun, um auch in Zukunft insbesondere die Menschen auf dem Land wohnortnah medizinisch zu versorgen. Und es darf nicht nur geredet, sondern es muss auch was getan werden – auch wenn es dem einen oder anderen Akteur im Gesundheitswesen hier und da wehtut. Denn: Im Gesundheitsbereich werde es niemals für alle Beteiligten eine Win-Win-Situation geben, sagte Dr. Weatherly. Einer werde immer Federn lassen müssen, insbesondere bei gedeckelten Budgets. ute

Anzeige

AUSGABE 6 / 2010 | Seite 17


Berufspolitik

Bajuwarisches Mengenproblem Aus: dfg 22-10 vom 3. Juni 2010 mit freundlicher Genehmigung der Redaktion Wem das finanzielle Wasser (der AOK Bayern, A.d.R.) angeblich so bis zum Halse steht, sucht auch beim „Erledigen“ von teuren Experimenten sein Heil. Dazu gehört z.B. der für die bayerischen Hausärzte so lukrative AOK-Hausarztvertrag mit dem Bayerischen Hausärzteverband (BHÄV) unter der Führung des ärztlichen Regionalfürsten Dr. med. Wolfgang Hoppenthaller (62). Bekanntlich wanderten die vom Glanz des versprochenen Geldes toll begeisterten beteiligten Mediziner so in die Menge ab, dass sich der HzVVertrag für die Körperschaft nicht mehr „rechnet“. Wie der dfg-Redaktion aus gewöhnlich gut informierten Kreisen zugetragen wurde, sei es in der Tat so, „dass die AOK mit Hoppenthaller im Gespräch ist, um die Pauschalen nach unten zu verhandeln“, heißt es. Im AOK-Vertrag seien momentan über 2,5 Mio. Versicherte eingeschrieben. Die AOK könne und wolle sich die 80 Euro Pauschale und die gleichzeitige Praxisgebührbefreiung für den HzV-Vertrag nicht mehr leisten. Man hoffe auf eine vertragliche und ein-

Seite 18 | AUSGABE 6 / 2010

vernehmliche Lösung mit dem Siegenburger Wadenbeißer. Wenn alle Mühe vergebens sei, sei man aber auch bereit, den Klageweg zu beschreiten. Schließlich habe man auch gegen das BVA vor dem Kölner Sozialgericht geklagt. Sollten die Erkenntnisse der bajuwarischen Whistleblower exakt stimmen, dann könnten weder die AOK noch der BHÄV eine wie auch immer geartete Einigung nicht als Erfolg verkaufen. Beide Seiten stecken in einer politischen wie argumentativen Zwickmühle. Vor allem für Hoppenthaller wurde sich ein Einknicken vor den Wünschen seines Muster-Vertragspartners als berufspolitisches Desaster entpuppen. Für die Mannschaft um AOK-Chef Dr. jur. Helmut Platzer (52) bedeutet ein Durchsetzen von Änderungswünschen, dass man sich eigentlich die üppigen Hausarzthonorare nicht mehr leisten kann und quasi darum betteln muss, weniger bezahlen zu dürfen, nur um das wegweisende Projekt nicht gänzlich durch frühzeitige Kündigung scheitern zu lassen.


Berufspolitik

Blanker Horror! Aufruf an alle: Fertigt Sammelbüchsen, stellt sie auf und rührt die Werbetrommel! In Nordrhein-Westfalen droht der Kollaps. Die Bürger können nicht mehr versorgt werden, weil die Ärzte abwandern. Sie wandern ab, weil so niedrige Honorare gezahlt werden. Und neue Ärzte zieht es just aus diesem Grund erst gar nicht in diese Gegend. War die Welt bis 2008 noch heil, so hat sich das mit Beginn 2009 dramatisch gewandelt. Schuld ist der Gesundheitsfonds, der mit seinem Geldverteilungsmechanismus die nordrhein-westfälischen Kollegen massiv benachteiligt. Stimmt nicht? Stimmt doch! Denn: Stellen die Kassen in Bremen und Berlin pro Versichertem ungeheuerliche 602 bzw. 541 Euronen zur Verfügung, sind es in Nordrhein lediglich magere 396. Und das, obwohl für 2009 sogar über 3 Milliarden Euronen mehr verteilt wurden. Dass davon nichts, naja, so gut wie nichts, den Weg an Rhein und Ruhr gefunden hat, ist eindeutig Schuld der KBV. Sie hat mit ihren weltfremden und unverantwortlichen Überlegungen und Beschlüssen einen neumodischen Verteilungsmechanismus verhackstückt, der zu dieser massiven Benachteiligung besagter Spezis geführt hat. Zahlen gefällig? Bitteschön: Honorarzuwächsen von schlappen 6,1 Prozent in Nordrhein und 7,2 Prozent in

Westfalen-Lippe stehen geradezu unverschämte, gigantische Erhöhungen in Niedersachsen und Thüringen von über 17 Prozent entgegen. Diese Aufteilungsungerechtigkeit ist nicht hinnehmbar. Nicht nur nicht für die dort leben und arbeiten müssenden Ärzte, nein, auch nicht für die Politik! So hat der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Laumann unüberhörbar verlauten lassen, dass er sich von der unfähigen ärztlichen Selbstverwaltung namens KBV nicht länger vorführen lasse. Recht so. Eine Haltung, die leider im Osten noch nicht Fuß gefasst hat. Denn obwohl die Kassenzuwendungen in Brandenburg bei lediglich 317 Euronen pro Versichertem liegen (erinnert sei noch einmal an oben genannten Betrag in Nordrhein von 396 Euro!), ist beispielsweise unserem Ministerpräsidenten noch nie solch ein zündender kritischer Gedanke gekommen. Warum auch. Schließlich ist dieses Hinterherhinken bei uns seit 20 Jahren trauriger Alltag. Und Alltag ist, so scheint‘s, immer normal. Ein Wunder, dass trotzdem Patienten versorgt und selbst junge Ärzte den Weg in die Mark finden. Aber wir können ja nun optimistisch in die Zukunft blicken: Die Landflucht in Nordrhein und Westfalen-Lippe wird uns eine wahre Ärzteschwemme bescheren. Vielleicht, meint Ihr ziemlich durcheinanderer … … specht AUSGABE 6 / 2010 | Seite 19


Fundsache

Fundsache Geschmökert in alten “KV-Intern” - und fündig geworden ... Nachzulesen in „KV-Intern“ 5/1994 auf Seite 18

Stärkere Verzahnung

„Eine stärkere Verzahnung der ambulanten und stationären Versorgung soll dem Patienten die Möglichkeit geben, sich aus der Vielfalt der Versorgungsformen diejenigen herauszusuchen, die am ehesten in der Lage ist, seine Probleme zu lösen. … Die KBV unterstreicht die Bedeutung einer gleichrangigen hausärztlichen und fachärztlichen Versorgung und spricht sich für ein hohes Niveau der hausärztlichen Versorgung aus, die nicht zu einer den Bürger verpflichtenden Durchgangsstation für die Inanspruchnahme fachärztlicher Versorgung werden dürfte. Deswegen müsse die Verantwortung für die Sicherstellung der ärztlichen Versorgung der Bevölkerung bei den Kassenärztlichen Vereinigungen bleiben, heißt es in dem Papier. Eine optimale Nutzung der finanziellen Ressourcen des Gesundheitssystems sei am besten in einem auf freiberuflicher Tätigkeit ausgerichteten System zu erreichen.“ Was meinen Sie, von welchem Papier ist hier die Rede? Stimmt, Sie müssen weit zurückdenken: Im Mai 1994 beschloss die KBV-Vertreterver-

Seite 20 | AUSGABE 6 / 2010

sammlung das gesundheitspolitische Programm der Kassenärzte. KBV-Vorsitzender war damals Dr. Schorre, Gesundheitsminister Horst Seehofer. Aus „KV-Intern“ – Sonderausgabe – vom 27. August 1994 im Editorial von Lothar Kropius

Schritt in die Eigenständigkeit

„Damit haben wir die Voraussetzungen geschaffen für einen … wichtigen Schritt in die Eigenständigkeit unserer KV: Die vollständige Übernahme der EDV-Abrechnung für alle über die KV Brandenburg abrechnenden Ärztinnen und Ärzte in eigene Regie. Sie wissen, dass bislang diese Abrechnung durch die Rechenstelle der KV Westfalen-Lippe erfolgte, wofür wir uns noch einmal herzlich bedanken. Doch wie das mit dem Erwachsenwerden so ist – irgendwann erfolgt einmal die Abnabelung. … Die Übernahme in die eigene Verantwortung ist ebenso ein Beleg dafür, dass sich die ärztliche Selbstverwaltung und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung in den zurückliegenden vier Jahren zu einer stabil arbeitenden Körperschaft entwickelt haben.“


Praxis aktuell

Abgabetermine der Quartalsabrechnung II/2010 1.7.2010

Donnerstag

7 bis 18 Uhr

2.7.2010

Freitag

7 bis 18 Uhr

5.7.2010

Montag

7 bis 18 Uhr

6.7.2010

Dienstag

7 bis 18 Uhr

7.7.2010

Mittwoch

7 bis 20 Uhr

Formularbestellung Zentrale Formularausgabe in Potsdam Fax: 01801/58 22 434* Tel.: 01801/58 22 435* * 3,9 Cent pro Minute aus dem deutschen Festnetz. Preise aus Mobilfunknetzen ggf. abweichend

• auch außerhalb der Annahmewoche • Angabe der Absenderadresse mit Betriebsstättennummer

Hotline An diesen Tagen sowie am 30.6.2010 8 bis 18 Uhr 01801/58 22 433* * 3,9 Cent pro Minute aus dem deutschen Festnetz; maximal 42 Cent pro Minute aus den Mobilfunknetzen.

Annahme der Abrechnung Potsdam-Center Servicestelle Cottbus Servicestelle Frankfurt/Oder Postweg KV Brandenburg Friedrich-Engels-Straße 103 14473 Potsdam

AUSGABE 6 / 2010 | Seite 21


Verträge

Impfvereinbarung unterzeichnet Wie bereits im Dezember 2008 informiert, gelten seit Januar des vergangenen Jahres höhere Vergütungen für Impfleistungen sowie die Symbolnummern der Schutzimpfungs-Richtlinie. Nach langwierigen Verhandlungen ist es nun gelungen, auch den Vereinbarungstext der für die Primär- und die Ersatzkassen gemeinsam geltenden Impfvereinbarung abzustimmen. Hauptsächlich die Verfahrensweise bei Einführung neuer Impfungen bzw. Impfstoffe war zwischen den Vertragspartnern lange Zeit strittig. Die Krankenkassen wollten hier eine automatische Übernahme der vorgesehenen Vergütungen auch für neue Impfungen erreichen. Dies war für die KVBB nicht akzeptabel, weil insbesondere der mit einer neuen Impfung verbundene Beratungsaufwand nicht einschätzbar ist. Nunmehr haben sich die Vertragspartner auf folgende Kompromisslösung verständigt: Die analoge Vergütungsregelung findet nur für eine angemessene Verhandlungszeit Anwendung, längstens jedoch für drei Monate nach Aufnahme einer neuen Impfung in die Schutzimpfungsrichtlinie.

Seite 22 | AUSGABE 6 / 2010

Ungeachtet der gemeinsamen Vereinbarung erfolgt die Verordnung von Impfstoffen wie bisher getrennt nach Primär- und Ersatzkassen wie Sprechstundenbedarf (Primärkassen zu Lasten AOK Berlin-Brandenburg; Ersatzkassen zu Lasten BARMER GEK). Die Vereinbarung stellt weiterhin klar, dass Grundimmunisierungen, die vor Vollendung des 18. Lebensjahres begonnen wurden, entsprechend dem vorgegebenen Zeitrahmen auch nach Vollendung des 18. Lebensjahres abgeschlossen werden können. Darüber hinaus wurde der Vereinbarungstext an die Schutzimpfungsrichtlinie angepasst. Der Vertragstext ist Bestandteil der nächstfolgenden Ergänzungslieferung zum Vertragsordner der KVBB. Ansprechpartner: Fachbereich Verträge Fachbereich Verordnungs- und Wirtschaftlichkeitsprüfung Abrechnungshotline 01801/58 22 433* * 3,9 Cent pro Minute aus dem Festnetz; maximal 42 Cent pro Minute aus den Mobilfunknetzen.


Praxis aktuell

Richtgrößen 2010 vereinbart Bereich Arznei- und Verbandmittel: Mit der nun vorliegenden Neuberechnung aller Richtgrößen konnten folgende Ziele erreicht werden: • Einberechnung des Steigerungsfaktors für das Ausgabenvolumen in Höhe von 5,86 Prozent • Bereinigung der Richtgrößen zusätzlich um Praxisbesonderheiten gem. Symbolnummer 99350 (Arzneimittel bei pulmonaler Hypertonie) sowie Arzneimittel bei seltenen Krankheiten im Rahmen der Symbolnummer 99310 • Anpassung der Arztgruppen an die Systematik des VertragsarztrechtsÄnderungsgesetzes. Damit wurden vor allem die Gruppe der fachärztlich tätigen Internisten aufgeteilt und für die vier wichtigsten Schwerpunktbezeichnungen zutreffende Richtgrößen berechnet. Im Zuge der Neuberechnung stellte sich heraus, dass sich bei vielen Arztgruppen die Gewichte zwischen den auf Praxisbesonderheiten und den auf übrige Arzneimittel entfallenden Verordnungssummen seit der letzten Neuberechnung verschoben hatten. Während die AM-Ausgaben für Praxisbesonderheiten deutlich anstiegen,

sanken die Kosten für Arzneimittel in der Grundversorgung bei Hausärzten, Chirurgen, Kinderärzten und Urologen. Daher waren einige Richtgrößen abzusenken, während es bei anderen Arztgruppen zu Anhebungen kam. Nach Prüfvereinbarung gilt jedoch, dass Überschreitungen des Richtgrößenvolumens von Amts wegen um die Praxisbesonderheiten bereinigt werden müssen, welche in der Anlage 2 der Prüfvereinbarung gelistet sind. Deshalb ist eine gute Dokumentation und eine Angabe der Symbolnummern für eben diese Praxisbesonderheiten dringend notwendig. Aufgrund der tatsächlichen Verordnungsweise waren auch die neuen Richtgrößen für Kardiologen und Gastroenterologen abzusenken, während Pneumologen und Nephrologen künftig höhere Richtgrößen zur Verfügung haben. Bereich Heilmittel Hier wurden mit der Neuberechnung der Richtgrößen folgende Ziele erreicht: • Einberechnung des Steigerungsfaktors für das Ausgabenvolumen in Höhe von 6,45 Prozent

AUSGABE 6 / 2010 | Seite 23


Praxis aktuell

• Bereinigung der Richtgrößen um die Praxisbesonderheiten gem. Symbolnummern 99372, 99373, 99374, 99375 und zusätzlich 99328 und 99329. Aus technischen Gründen wurden bei der Bereinigung der Richtgrößen die Praxisbesonderheiten gem. Symbolnummern 99371 (Heilmitteltherapie als Ersatz für Frühförderungen) und 99376 (Podologische Therapie im Rahmen von DMP Diabetes) nicht berücksichtigt.

Auswirkung der Festlegung von Richtgrößen nach Beginn des Kalenderjahres

• Anpassung der Arztgruppen an die Systematik des VertragsarztrechtsÄnderungsgesetzes. Damit wurden vor allem die Gruppe der fachärztlich tätigen Internisten aufgeteilt und für die zwei wichtigsten Schwerpunktbezeichnungen zutreffende Richtgrößen berechnet.

• Ist die neue Richtgröße niedriger als die bis dahin geltende, gilt die neue Richtgröße erst ab dem Zeitpunkt der Verkündung. Bis dahin gilt die höhere Richtgröße.

Im Zuge der Berechnung stellte sich heraus, dass die Berücksichtigung der Praxisbesonderheiten bei vielen Arztgruppen zu einer Absenkung der Richtgrößen führte. In einzelnen Arztgruppen waren die nach Abzug der Praxisbesonderheiten ermittelten Richtgrößen so gering, dass auf eine Festlegung verzichtet werden konnte.

Seite 24 | AUSGABE 6 / 2010

Der höchstrichterlichen Rechtsprechung folgend, bestimmt sich die Anwendung der Richtgrößen 2010 wie folgt: • Ist die neue Richtgröße höher als die bis dahin geltende (aus dem Jahr 2009) gilt die neue Richtgröße rückwirkend ab Jahresbeginn.

• Je Arztgruppe berechnet die Prüfungsstelle eine Mischrichtgröße. • Die Gruppe der Lungenärzte hatte in den Vorjahren keine Richtgrößen – damit treten die Richtgrößen 2010 ab Verkündung in Kraft.


Praxis aktuell

Neue Jahresrichtgrößen für Arznei- und Verbandmittel 2010 Arztgruppe

Richtgrößen für Arznei- und Verbandmittel einschließlich Sprechstundenbedarf (Brutto in Euro) Mitglieder/ Familienversicherte

Rentner

Allgemeinmediziner/Praktische Ärzte

38,98

126,49

Anästhesisten

32,43

43,28

Augenärzte

12,29

26,34

Chirurgen

16,80

26,15

Gynäkologen

14,80

28,22

HNO-Ärzte

11,15

6,33

Hautärzte

29,56

30,71

Internisten, hausärztlich

48,70

129,60

Internisten, fachärztlich ohne/sonstiger Schwerpunkt*

84,72

171,85

SP Kardiologie

21,71

34,79

SP Gastroenterologie

46,23

58,02

SP Pneumologie und Lungenärzte

97,92

148,76

111,09

223,73

SP Nephrologie Kinderärzte Nervenärzte/Neurologen Orthopäden Urologen

28,70

27,93

106,42

184,09

8,92

30,55

18,90

30,93

* sonstige Schwerpunkte: Angiologie, Endokrinologie und Diabetologie, Hämatologie und Onkologie, Rheumatologie, Geriatrie, Infektiologie

AUSGABE 6 / 2010 | Seite 25


Praxis aktuell

Richtgrößen für Heilmittel 2010 Richtgrößen für Heilmittel (Brutto in Euro)

Arztgruppe

Mitglieder Familienversicherte Allgemeinmediziner/Praktische Ärzte Chirurgen

Rentner

6,92

10,29

16,52

20,69

HNO-Ärzte

4,40

1,74

Internisten, hausärztlich

4,93

8,25

Internisten, fachärztlich ohne/sonstiger Schwerpunkt*

1,57

2,38

SP Kardiologie

2,02

2,20

SP Nephrologie

2,20

3,01

10,80

14,53

4,21

8,99

27,95

26,47

Kinderärzte Nervenärzte/Neurologen Orthopäden

* sonstige Schwerpunkte: Angiologie, Endokrinologie und Diabetologie, Hämatologie und Onkologie, Rheumatologie, Geriatrie, Infektiologie

Ansprechpartner: Beratende Apothekerinnen Fachbereich Verträge

Seite 26 | AUSGABE 6 / 2010


Praxis aktuell

Neue Vereinbarungen zum Sprechstundenbedarf ab 1. Juli 2010 Die Vertragsverhandlungen mit den Ersatz- und Primärkassen (wir berichteten von den gekündigten Alt-Vereinbarungen im Beileger „KV-Intern“ 12/2009) sind nun mit dem Ergebnis abgeschlossen worden, dass es wie bisher zwei Vereinbarungen (Verordnung zu Lasten der AOK bzw. der BARMER GEK) geben wird.

Die Anlage 1 der Sprechstundenbedarfsvereinbarungen über die verordnungsfähigen Mittel ist hinsichtlich des geltenden Leistungsrechts der gesetzlichen Krankenkassen angepasst worden und gilt nahezu deckungsgleich für die Primär- und Ersatzkassen. Anzeige


Praxis aktuell

Was wird sich ändern? Neuerungen: • Zu Beginn der vertragsärztlichen Tätigkeit ist die Bestellung des Sprechstundenbedarfes bereits im ersten Quartal möglich (bislang musste der Vertragsarzt die Erstausstattung für das I. Quartal selbst finanzieren). • Die Primärkassen bieten neben der herkömmlichen Vorgehensweise des Bezuges von Sprechstundenbedarf (Muster 16 – rosa Rezept) die Alternative des Vorabgenehmigungsverfahrens an. Optionales Vorabgenehmigungsverfahren der Primärkassen Das Vorabgenehmigungsverfahren der Primärkassen für apothekenpflichtige und nicht apothekenpflichtige Mittel (Anlage 2) wird als Option angeboten. Hierfür stellt die AOK das Formular (Muster 2a) für die apothekenpflichtigen Arzneimittel und das Formular (Muster 2b) für die nicht apothekenpflichtigen Mittel (Hilfsmittel, Verbandstoffe, Medizinprodukte) sowie entsprechende Freiumschläge für die Rücksendung zur Verfügung. Beide Bestellformulare bieten Platz für 20 Verordnungen, wobei die Produktwahl grundsätzlich möglich ist (dann Substitution ausschließen). Erklärt sich der Vertragsarzt mit der Substitution der Mittel einverstanden, wählt die AOK die entsprechenden Produkte aus. Spätestens zwölf

Seite 28 | AUSGABE 6 / 2010

Wochen nach dem Quartalsende erhalten die Arztpraxen eine Information über die veranlassten Kosten. Mit dem Vorabgenehmigungsverfahren entfällt für die Primärkassen die Prüfung der sachlich-rechnerischen Richtigstellung, wenn der Arzt die Substitution freigegeben hat. Die Wirtschaftlichkeitsprüfung gemäß Prüfvereinbarung bleibt erhalten. Die Entscheidung, nach welcher Verfahrensweise (Vorabgenehmigungsverfahren oder Direktbezug mittels Muster 16) der Sprechstundenbedarf bezogen wird, kann quartalsweise durch den Arzt getroffen werden. Die Erfahrungen hinsichtlich der zwei Möglichkeiten zum Bezug von Sprechstundenbedarf nehmen die Mitarbeiter der KVBB gern entgegen. Die Betäubungsmittel werden wie bisher aufgrund des beschränkenden Zeitfaktors auf einem BTM-Rezept verordnet und direkt von der Apotheke bezogen. Kontrastmittel sind wie bisher direkt über die AOK bzw. BARMERGEK zu beziehen. Der Impfstoffbezug für die Impfungen gemäß Impfvereinbarung bleibt unverändert. Bereits zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind detaillierte Angaben zur Organisation des Vorabgenehmigungsverfahrens, Lieferzeiten, Umgang mit Reklamationen, Bereit-


Praxis aktuell

stellung von Informationen der veranlassten Kosten, Formularwesen, einschließlich Erläuterungen zum Bestellvorgang (Anlage 2 der SSB-Vereinbarung), auf der Homepage der KVBB unter der Rubrik „Praxis“, Menüpunkt „Verordnungen“ veröffentlicht. Die Vertragsärzte können ab dem 1.7.2010 bei Frau Schenkle (AOK Berlin-Brandenburg) die Vordrucke für das Vorabgenehmigungsverfahren anfordern. Frau Schenkle ist unter der Telefonnummer 0331/27 72 32 494 erreichbar. Möchten Sie das Vorabgenehmigungsverfahren nicht in der Praxis anwenden, ist der SSB für die Primärund Ersatzkassen in gewohnter Weise zu beziehen. Einschränkungen: • Kurzzugbinden nur zur Erstanwendung bei Thrombose • Kompressen (Mullkompressen, Zellstoffkompressen, Saug-, Salben-, Hydrokolloid-, Alginatauflagen) zur Erstversorgung und einmaligen Anwendung bei Therapiewechsel • Hämostatika (zulasten der PK sind einfache lokale Hämostatika und zulasten der EK ist Gelaspon verordnungsfähig)

Streichungen: Armtragegurte, Augenklappen, Ohrenklappen und Anti-D-Immunglobulin zur Rhesusprophylaxe sind nicht mehr Bestandteil der Anlage 1. Anti-D-Immunglobulin ist nur noch über Einzelverordnungen zu beziehen. Mit der angepassten Anlage 1 zur Sprechstundenbedarfsvereinbarung sind die gesamten verordnungsfähigen Arzneimittel im Punkt 7, unterteilt in Arzneimittel für Notfälle, akute Krankheitszustände und sonstige Arzneimittel, zusammengefasst worden und daher nicht mehr vereinzelt in den verschiedenen Punkten der Anlage 1 zu finden. Der vollständige Vertragstext wird nach Abschluss des Unterschriftsverfahrens mit der nächsten Ergänzungslieferung für die „grünen“ Vertragsordner der KVBB versandt. Bei Redaktionsschluss stand die Unterzeichnung der Vereinbarung mit den Primärkassen noch aus. Ansprechpartner: Fachbereich Verordnungs- und Wirtschaftlichkeitsberatung/ Beschwerde Fachbereich Verträge

AUSGABE 6 / 2010 | Seite 29


Praxis aktuell

Eine Information der gemeinsamen Steuerungskommission Heilmittel von Krankenkassen und KVBB:

Verordnung von Hausbesuchen bei Heilmitteln Steigende Ausgaben und Anrufe von Versicherten, Therapeuten und Ärzten bei den Krankenkassen mit Fragen zur Verordnung von Heilmitteln lassen darauf schließen, dass Informationsbedarf zum Thema Hausbesuche und Heilmittelerbringung besteht. Die Ausgaben für Hausbesuche liegen derzeit laut GKV-Heilmittelstatistik (GKV-HIS) in Brandenburg, wie auch im Bundesdurchschnitt, in allen Heilmittelbereichen unter den 10 umsatzstärksten Leistungen. Der Kostenanteil der Hausbesuchs-Pauschale liegt in den einzelnen Bereichen der Heilmittelerbringung zwischen 10 und 20 Prozent. Die Ausgaben der AOK Brandenburg für Hausbesuche in der Podologie sind von 2007 nach 2008 um fast ein Viertel angestiegen. Die vom Gemeinsamen Bundesausschuss nach § 92 SGB V zum 1.7.2004 verabschiedeten Heilmittelrichtlinien regeln im Abschnitt II, Punkt 16.2 die Verordnung von Hausbesuchen. Danach ist die Verordnung von Heil-

Seite 30 | AUSGABE 6 / 2010

mitteln außerhalb der Praxis des Therapeuten nur dann zulässig, wenn der Patient aus medizinischen Gründen den Therapeuten nicht aufsuchen kann oder wenn der Hausbesuch aus medizinischen Gründen zwingend notwendig ist. Die Durchführung von Therapien in der Praxis des zugelassenen Heilmittelerbringers ist darin begründet, dass die Praxen von den Krankenkassen hinsichtlich der Eignung zur Leistungserbringung geprüft und zugelassen wurden. Dabei werden unter anderem die Größe der Praxis, die Ausstattung und die hygienischen Voraussetzungen einer gründlichen Prüfung unterzogen. Demzufolge stehen dem Therapeuten in der Praxis alle Therapiegeräte, technischen Gerätschaften und Materialien zur Verfügung, die im Einzelfall benötigt werden. Notfalls kann auch ein Kollege zur Therapie hinzugezogen werden. Aus Qualitätsgründen ist deshalb der Durchführung der Behandlung in der Praxis der Vorzug zu geben.


Praxis aktuell

Für die Verordnung eines Hausbesuches können zum Beispiel folgende Voraussetzungen vorliegen: • Immobilität des Versicherten (er ist – noch – nicht in der Lage die Praxis aufzusuchen) oder • therapeutisch zwingende Gründe. Letzteres kann insbesondere bei Maßnahmen der Ergotherapie in Betracht kommen und zwar dann, wenn der Versicherte die in der ergotherapeutischen Praxis erworbenen Fähigkeiten in seiner häuslichen Umgebung umsetzen soll. In dem Fall kann einmal pro Regelfall ein Hausbesuch erbracht werden. Die Verordnung eines Hausbesuches aus organisatorischen Gründen und bei Patienten, bei denen keine medizinischen Gründe für einen Hausbesuch vorliegen, ist im Sinne einer qualitativ hochwertigen und wirtschaftlichen Leistungserbringung nicht zulässig. Organisatorische Gründe können zum Beispiel • schlechte Verkehrsanbindungen, • die Verordnung einer Krankengymnastik im Bewegungsbad, wobei das Bewegungsbad außerhalb der Praxis des Therapeuten liegt, • eine nicht oder nur unzureichend behindertengerecht ausgestattete

Praxis des Therapeuten (hier sollte ein Praxiswechsel in Betracht gezogen werden) oder • die Durchführung der Behandlung in einer Einrichtung sein, wobei letzteres nach den geltenden Regelungen der Heilmittelrichtlinien generell nicht zulässig ist. Diese Aufzählung ist nicht abschließend. Jeder Einzelfall ist hinsichtlich der Beweggründe für die Verordnung eines Hausbesuches kritisch zu bewerten. Hausbesuche werden von den Krankenkassen zusätzlich zur Leistung vergütet, fließen in die Heilmittelausgaben der Krankenkassen ein und sind richtgrößen-relevant. Die Kosten für die Hausbesuche können den aktuellen Vergütungslisten entnommen werden (zum Beispiel einsehbar unter www.kvbb.de in der Rubrik „Praxis“). Im Fazit ist eine Verordnung von Hausbesuchen nur dann auszustellen, wenn in der Person des Patienten liegende medizinische Gründe dies zwingend erforderlich machen.

Quellen: GKV-HIS aktuelle Statistik Heilmittelrichtlinien Rundschreiben der GKV-Spitzenverbände vom 8.6.04 Zur Änderung der Heilmittelrichtlinien

AUSGABE 6 / 2010 | Seite 31


Praxis aktuell

Neuvereinbarung zu Psychiatrischen Institutsambulanzen (PIA) Die KBV teilte mit, dass eine Einigung über eine Neuvereinbarung zu PIA erzielt werden konnte. Diese tritt am 1. Juli 2010 in Kraft. Den bisherigen Vertrag hatte die KBV auf Grund von Klagen einzelner KVen und des Beratenden Fachausschusses für Psychotherapie gekündigt. Mit der neuen Vereinbarung wird die Gruppe psychisch kranker Patienten, für die wegen der Art, Schwere und Dauer ihrer Erkrankung eine Behandlung in der PIA indiziert ist, näher spezifiziert. Sie besteht jetzt neben dem Vertragstext aus einer detaillierten Anlage, die die Einschluss- und Ausschlusskriterien für die Behandlung in PIA aufführt.

So ist jetzt beispielsweise eine Behandlung in einer PIA ausgeschlossen, wenn gleichzeitig eine psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung durch einen Vertragsarzt oder Vertragspsychotherapeuten oder eine durch niedergelassene Fachärzte verordnete Soziotherapie stattfindet. Für den Bereich der Kinder- und Jugendlichenbehandlung erfolgt ebenfalls eine exaktere Definition der Behandlungsindikationen. Erstmals erfolgt auch ein Ausschluss eigeninitiativ-akquirierender Tätigkeit in Alten- und Pflegeheimen durch PIA. Die Vereinbarung finden Sie unter www.kvbb.de.

Kodierrichtlinien 2010 online Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat jetzt die Ambulanten Kodierrichtlinien (Version 2010) auf ihrer Internetseite veröffentlicht. Unter http://www.kbv.de/kodieren/25222.html können sie als Wordoder PDF-Dokument heruntergeladen werden. Die KBV weist jedoch darauf hin, dass ein Download aus formalen und rechtlichen Gründen an Nutzungsbedingungen geknüpft ist, denen die Anwender zustimmen müssen. Die Anwendung der Version 2010 der Ambulanten Kodierrichtlinien ist Seite 32 | AUSGABE 6 / 2010

laut KBV jedoch noch nicht verbindlich. Nach einem Praxistest in Bayern im dritten Quartal und unter Berücksichtigung der Ergebnisse eines Kommentierungsverfahrens wird die Version 2011 entwickelt. Diese, so die KBV, soll im Oktober beschlossen und zum 1. Januar 2011 flächendeckend eingeführt werden. Die KV Brandenburg wird im Herbst dieses Jahres spezielle Weiterbildungsveranstaltungen zu den Kodierrichtlinien anbieten.


Praxis aktuell

Laborparameter bei radiologischen Untersuchungen Werden diagnostische Maßnahmen mittels Überweisung von Fachärzten für Radiologie angefordert, ist eine zusätzliche Veranlassung einzelner Laborparameter nicht zwingend auszulösen, sofern diese zur eigenen Diagnosestellung nicht erforderlich sind. Benötigt der Facharzt für Radiologie bei speziellen Risikopatienten aktuelle spezifische Laborwerte, so kann er diese selbst entsprechend in Auftrag geben.

Für den Fall, dass solche noch aktuellen Laborwerte bereits dem Arzt vorliegen, der die radiologische Untersuchung veranlasst, muss er diese dem Radiologen zur Verfügung stellen. Ansprechpartner: Abrechnungshotline 01801/58 22 433* * 3,9 Cent pro Minute aus dem Festnetz; maximal 42 Cent pro Minute aus den Mobilfunknetzen.

Labor – Begründungspflicht für „Ähnliche Untersuchungen“ Mit Wirkung zum 1.7.2010 haben sich KBV und Kassen auf eine erweiterte Begründungspflicht für „Ähnliche Untersuchungen“ im Bereich Labor geeinigt. Dazu ist es notwendig, dass die Praxen bereits bei der Anforderung derartiger Laboruntersuchungen die medizinische Indikation angeben. Abweichend davon kann in besonderen Fällen (z. B. GNR 32361 „Anti-Müller-Hormon“) die Begründung entfallen. Diese spezifischen Ausnahmeregelungen sind in den Anmerkungen zu der jeweiligen GNR benannt. Zu

Einzelheiten verweisen wir auf die Veröffentlichung im Deutschen Ärzteblatt 14/2010. Bitte beachten Sie diese neue Verfahrensweise, sofern Sie „Ähnliche Untersuchungen“ im Labor anfordern.

Ansprechpartner: Abrechnungshotline 01801/58 22 433* * 3,9 Cent pro Minute aus dem Festnetz; maximal 42 Cent pro Minute aus den Mobilfunknetzen.

AUSGABE 6 / 2010 | Seite 33


Praxis aktuell

Palliativversorgung Bundesmantelverträge - Anmerkung in Präambel beschlossen Die Partner der Bundesmantelverträge haben mit Wirkung zum 1.7.2010 die Aufnahme einer Anmerkung in die Präambel 40.17, Punkt 2, beschlossen. Sie lautet: 2. Bei durchgängiger Behandlung im Sinne der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung sind gemäß der Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses nach § 37b SGB V nach Ablauf des Versorgungszeitraumes der Erstversorgung nur noch Folgeverordnungen auszustellen, auch wenn ein neues Quartal begonnen hat. Wird die Behandlung unterbrochen und zu einem späteren Zeitpunkt eine erneute Behandlungsbedürftigkeit festgestellt, ist erneut eine Erstverordnung auszustellen. Die Kostenpauschale 40860 wird wie folgt geändert:

Kostenpauschale zur Erstattung des besonderen Aufwandes im Rahmen der Erstverordnung der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung gemäß den Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses nach § 37b SGB V. Die Beschränkung der Abrechnung auf „einmal im Behandlungsfall“ entfällt. Der vollständige Beschluss wird in einer der nächsten Ausgaben des Deutschen Ärzteblattes veröffentlicht. Ansprechpartner: Abrechnungshotline 01801/58 22 433* * 3,9 Cent pro Minute aus dem Festnetz; maximal 42 Cent pro Minute aus den Mobilfunknetzen.

Patienteninfo Gebärmutterhalskrebs Zur Früherkennungsuntersuchung auf Gebärmutterhalskrebs hat der Gemeinsame Bundesausschuss eine aktuelle Patienteninformation herausgegeben. Sie ist auf der Homepage des G-BA unter www.g-ba.de einsehbar.

Seite 34 | AUSGABE 6 / 2010


Praxis aktuell

mit vielfältigem Programm gestartet Nach Ende der Testphase ist KV-on, das Web-TV der Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), seit 1. Juni offiziell am Start. Wie kodiere ich Diagnosen richtig? Was bedeutet für mich die Honorarreform? Warum ist der Kollektivvertrag so wichtig? Antworten auf diese und viele andere Fragen bietet KV-on. In zwei bis vier Minuten langen Filmbeiträgen, sogenannten Videocasts, werden Themen so aufbereitet, dass sie für den niedergelassenen Arzt oder Psychotherapeuten leicht verständlich sind und einen konkreten Mehrwert bieten. Von Servicethemen für den Praxisalltag über Erklärstücke, etwa zur Honorarreform, bis hin zu

politischen Stellungnahmen reicht die audio-visuelle Palette. Die KVen können die Filme um regionale Aspekte ergänzen. Künftig sollen auch die Zuschauer das Programm aktiv mitgestalten. So können Ärzte selbst vor der Kamera Fragen stellen, die dann als Thema der Woche bearbeitet werden. Technische Voraussetzung für das Betrachten der Filme ist lediglich ein aktueller Internetbrowser, eine DSLVerbindung und ein sogenannter Flash-Player. Verwender von Twitter können sich auch über dieses Medium (www.twitter.com/KVonTV) über neueste Beiträge auf KV-on informieren lassen. Die Adresse: www.kv-on.de

“KV-Intern” als Flash-Version Seit Kurzem bieten wir auf unserer Internetseite „KV-Intern“ nicht nur als PDF-Datei, sondern auch als interaktive Flash-Version an. So ist es komfortabler, „KV-Intern“ am Bildschirm zu lesen, da solche Funktionen wie Blät-

tern, Vergrößern, Suchen und viele weitere das Lesen erleichtern. „KV-Intern“ kann mit dieser Version übrigens auch unterwegs auf dem Handy gelesen werden.

AUSGABE 6 / 2010 | Seite 35


Praxis aktuell

Online-Service

Geprüftes Wissen in Arztbibliothek verbessert und weiterentwickelt und enthält nur geprüfte medizinische Themen.

Ein Jahr ist die Arztbibliothek unter www.arztbibliothek.de nun schon online. Das Internet-Wissensportal von KBV in Kooperation mit der Bundesärztekammer wird kontinuierlich

Niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten finden in der Arztbibliothek u. a. Behandlungsleitlinien, Praxishilfen, Patienteninformationen sowie über 2.000 Verweise auf Zusammenfassungen von aktuellen Cochrane Reviews. Ergänzt wird das Angebot zu Themen wie Arzneimittelsicherheit oder Qualität in der Medizin.

Buchtipp: Praxisbewertung Welchen Wert hat meine Praxis, und wie kann ich den zuverlässig ermitteln? Diese Fragen wird sich jeder Praxisinhaber sicher schon einmal gestellt haben. Ein neues Buch aus dem Deutschen Ärzteverlag widmet sich genau diesem Thema: „Praxisbewertung – Kompass zur Wertbestimmung ärztlicher und psychotherapeutischer Praxen“. Im Mittelpunkt steht laut Verlag die so genannte „modifizierte Ertragswertmethode“, die u. a. für die Bewertung von Arztpraxen geeignet sei. Unter Beachtung der jüngsten

Seite 36 | AUSGABE 6 / 2010

Rechtsprechung wird dieses Verfahren vorgestellt und die Übertragbarkeit auf Arzt- und Psychotherapeutenpraxen vermittelt. Inhaltliche Schwerpunkte sind u. a. Anlässe und Gründe der Praxisbewertung, die Ermittlung des individuellen Praxiswertes sowie rechtliche Fragen rund um Praxiskauf oder -verkauf. Doris Zur Mühlen / Axel Witte / Markus Rohner / Frank Boos: Praxisbewertung – Kompass zur Wertbestimmung ärztlicher und psychotherapeutischer Praxen, Deutscher Ärzte-Verlag, 2010, 177 Seiten, 49,95 Euro, ISBN 978-3-7691-3439-1


Sicherstellung

Öffentliche Ausschreibungen von Vertragsarztsitzen gemäß § 103 Abs. 4 SGB V In Gebieten, für die der Landesausschuss der Ärzte und Krankenkassen eine Zulassungssperre angeordnet hat, schreibt die KV Brandenburg gem. § 103 Abs. 4 SGB V nach Antragstellung folgende Vertragsarztsitze zur Nachbesetzung aus:

Bewerbungsfrist bis 9.8.2010 Kennziffer

Fachrichtung

Planungsbereich

Übergabetermin

44/2010

Frauenheilkunde

Teltow-Fläming

schnellstmöglich

45/2010

Frauenheilkunde

Potsdam/Stadt

schnellstmöglich

46/2010

Innere Medizin/HA

Frankfurt(Oder)/St./ Oder-Spree

schnellstmöglich

47/2010

Urologie

Oberhavel

schnellstmöglich

48/2010

Chirurgie

Potsdam/Stadt

schnellstmöglich

Nähere Auskünfte erhalten Sie beim: UB Qualitätssicherung/Sicherstellung der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg Ansprechpartnerinnen: Karin Rettkowski Tel.: 0331/23 09 320 Ingeborg Prößdorf Tel.: 0331/23 09 323

Weitere Informationen über Angebote für Praxisübernahmen können Sie unserer Homepage unter www.kvbb.de (Stichwort: Praxisbörse) entnehmen.

AUSGABE 6 / 2010 | Seite 37


Sicherstellung

Bewerbungsfrist bis 12.7.2010 Kennziffer

Fachrichtung

Planungsbereich

Übergabetermin

37/2010

Innere Medizin/HA

Potsdam/Stadt

1./2. Quartal 2011

38/2010

Allgemeinmedizin

Frankfurt(Oder)/St./ Oder-Spree

01.10.2010

39/2010

Innere Medizin/FA

Frankfurt(Oder)/St./ Oder-Spree

01.10.2010

40/2010

Radiologie

Havelland

01.07.2010

Havelland

01.07.2010

41/2010

Radiologie (1/2 Vertragsarztsitz)

42/2010

Psychotherapeutisch tätiger Arzt

Elbe-Elster

43/2010

Innere Medizin/HA

Potsdam/Stadt

• Die schriftliche Bewerbung für die ausgeschriebenen Vertragsarztsitze ist zwingend erforderlich. Sie muss die Bewerbungskennziffer, die Anschrift, die Telefonnummer, die Facharztanerkennung sowie Angaben zum möglichen Praxisübernahmezeitpunkt enthalten.

schnellstmöglich 01.10.2010

• Wir machen ausdrücklich darauf aufmerksam, dass in der Warteliste eingetragene Ärzte nicht automatisch als Bewerber für die ausgeschriebenen Vertragsarztpraxen gelten.

Unter dem Stichwort „Ausschreibung“ sind die Unterlagen bei der KV Brandenburg, Friedrich-Engels-Str. 103/104, 14473 Potsdam, einzureichen.

Seite 38 | AUSGABE 6 / 2010


Sicherstellung

Anästhesie

Augen

Chirurgie

Fachärztlich Internisten

Frauen

HNO

Hautkrankheiten

Kinder

Nerven

Orthopädie

Psychotherapie

Diagn. Radiologie

Urologie

Hausärzte

Übersicht der Entscheidungen des Landesausschusses der Ärzte und Krankenkassen des Landes Brandenburg zur Anordnung bzw. Aufhebung von Zulassungsbeschränkungen im Bereich der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg nach § 103 Abs. 1-3 SGB V i.V.m. § 16b Ärzte-ZV

Potsdam/Stadt

x

x

x

x

x

x

x

x

x

x

x3**

x

x

(1)

Brandenb./Havel/St. Potsdam-Mittelmark

x

x

x

x

x

x

x

x

x

x

x

x

x

Havelland

x

x

x

x

x

x

(1)

x

x

x

x

x

x

Oberhavel

x

x

x

x

x

x

x

x

x

x

x

x

x

Ostprignitz-Ruppin

x

x

x

x

x

x

x

x

x

x

x

x

x

Prignitz

x

x

x

x

x

x

(1)

x

x

x

x

x

x

Teltow-Fläming

x

x

x

x

x

x

x

x

x

x

x1**

x

x

Cottbus/Stadt

x

x

x

x

x

x

x

x

(1)

x

1* x3**

x

x

Dahme-Spreewald

x

x

x

x

x

x

x

x

x

x

x1**

x

x

Elbe-Elster

x

x

x

x

x

x

(1)

x

x

x

x1**

x

x

OberspreewaldLausitz

x

x

x

x

x

x

x

x

x

x

1* x1**

x

x

Spree-Neiße

x

x

x

x

x

x

(1)

x

x

x

2* x1**

x

x

Frankfurt/Stadt Oder-Spree

x

x

x

x

x

x

x

x

x

x

x

x

x

Barnim

x

x

x

x

x

x

x

x

x

x

x1**

x

x

Märkisch-Oderland

x

x

x

x

x

x

x

x

x

x

x

x

x

Uckermark

(1)

x

x

x

x

x

x

x

x

x

1* x

x

x

Planungsbereich

(7)

x

(1)

x

(18)

Die Übersicht enthält die Entscheidungen des Landesausschusses per 2.6.2010 für die Arztgruppen in den jeweiligen Planungsbereichen bis einschließlich der Beschlüsse Nr. 35/10 bis 39/10. In diesen Regionen werden Zulassungen gefördert. x

gesperrte Planungsbereiche

(1)

mögliche Zulassungen

* **

Zulassungsmöglichkeit für ärztliche Psychotherapeuten Zulassungsmöglichkeit für Psychotherapeuten, die ausschließlich Kinder und Jugendliche behandeln Info-Kasten zu Planungsbereichen auf Seite 40 AUSGABE 6 / 2010 | Seite 39


Sicherstellung

Niederlassungen im Mai 2010 Planungsbereich Frankfurt Stadt/Oder-Spree Dipl.-Psych. Susanne Deimling Psychologische Psychotherapeutin/ Verhaltenstherapie Schützenstr. 17a 15890 Eisenhüttenstadt Dr. med. Michael Pytlik FA für Psychiatrie und Psychotherapie Ernst-Thälmann-Str. 12b 15537 Erkner (Übernahme der Praxis von Dr. med. Karin Winkler)

Planungsbereich OstprignitzRuppin Dr. med. Michael Hohmann Fehrbelliner Str. 137 FA für Innere Medizin/Nephrologie 16816 Neuruppin (Übernahme der Praxis von Dr. med. Wolf-Dietrich Hohmann)

Info-Kasten zu Planungsbereichen auf Seite 39 Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass gemäß der Bedarfsplanungs-Richtlinie eine Überversorgung dann angezeigt ist, wenn durch einen Vergleich zwischen der für den Planungsbereich maßgeblichen allgemeinen Verhältniszahl für die Arztgruppe und der für den Planungsbereich ermittelten örtlichen Verhältniszahl eine Überschreitung von 10 v. H. festgestellt wird. Insofern ist nicht grundsätzlich davon auszugehen, dass für die in der Übersicht noch nicht gesperrten Planungsbereiche/Arztgruppen eine Unterversorgung angezeigt ist. Wir empfehlen daher dringend jedem niederlassungswilligen Arzt, sich vor der Antragstellung in der KV Brandenburg, Unternehmensbereich Qualitätssicherung/Sicherstellung, über die jeweilige Versorgungssituation zu informieren.

Seite 40 | AUSGABE 6 / 2010


Service

Praxisbörse Praxisangebot •Kleine, kostengünstige Allgemeinarztpraxis (70 qm, erweiterungsfähig) in zentraler Lage in Potsdam, vorsorgeorientiert, zum 1.10.2011 aus Altersgründen an Nachfolger abzugeben. Stabile Scheinzahl (ca. 400 bis 500 BHF/Quartal), eine freundliche Arzthelferin. Chiffre: 10/06/01 •Suche für meine langjährige (36 Jahre), gut gehende Hausarztpraxis (Einzelpraxis) mit stabiler Fallzahl (800-900 BHF/Quartal) aus Altersgründen Nachfolger/in. Die Praxis befindet sich im Zentrum Kleinmachnows im Süden von Berlin, Mietobjekt, 150 m² Raumfläche variabel nutzbar, gute Verkehrsanbindung, freie Parkplätze vorhanden. Chiffre: 10/06/02 •Suche für meine Landarztpraxis (AM) in der Prignitz (Altkreis Perleberg) altershalber zu Ende 2010/Anfang 2011 einen Nachfolger. Nach 36 Jahren am Ort möchte ich meinen Patientenstamm, stabile Fallzahlen (900-1000/Quartal), in neue Hände geben. Zum Praxiseinzugsbereich gehören 10 Orte und Ortsteile. Ausstattung mit moderner EDV, EKG, Spiro, ther. Sono/ET, Standard für Grundversorgung.

Auf einem Grundstück von 4000 m² mit reichem Baumbestand befinden sich Praxis (100m²) und Wohnung (140m²) in einer Villa. Vermietung möglich, späterer (auch sofortiger) Kauf wünschenswert. Verkehrsgünstige Lage, geplante Autobahnauffahrt 6 km entfernt. Ideal auch für Jagdfreunde. Chiffre: 10/06/03 •Hausärztliche Praxis in einer Kleinstadt im Norden von Brandenburg (beliebtes Urlaubergebiet), lediglich eine Autostunde von Berlin entfernt, sucht Nachfolger/in. Zwei Mitarbeiterinnen helfen gern bei der Einarbeitung. Unterstützung seitens der Kommune wurde zugesichert. Chiffre: 10/06/07 Praxisgesuch •Ich befinde mich am Ende des 5. Jahres in Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin und suche eine Praxis zur Übernahme in Potsdam ab 10/2011. Zusatzbezeichnungen Manuelle Therapie/ Chirotherapie, Reisemedizin und Medi-Tape sind vorhanden, Neuraltherapie wird angestrebt. Freue mich über Ihre Rückmeldung. e-mail: lipkur@web.de

AUSGABE 6 / 2010 | Seite 41


Service

•Erfahrene Hals-Nasen-Ohrenärztin mit Zusatzbezeichnung Naturheilverfahren, psychosomatische Grundversorgung, 42 Jahre, sucht Vertretungen. Bereits langjährige Tätigkeit in eigener Praxis in Süddeutschland. Gerne auch Zusammenarbeit mit Zukunftsperspektive. Chiffre: 10/06/04 •Internistin/ Diabetologin sucht EP, Einstieg in eine GP/PG in Potsdam. Ernsthafte Angebote bitte unter diabetologin@arcor.de Kooperationsgesuch •Anästhesist sucht Kooperation mit ambulant operierenden Kollegen. Chiffre: 10/06/05 •Praxis mit Schwerpunkt schulmedizinische und regulationsmedizinische Schmerztherapie sucht Facharzt für Physikalische-/Rehabilitationsmedizin und/oder interessierten Psychotherapeuten zur Assoziation. Chiffre: 10/06/06 Anstellungsangebot •Wir suchen zur Nachbesetzung unserer Praxen zum nächstmöglichen Zeitpunkt Fachärztinnen / Fachärzte für Innere- oder Allgemeinmedizin, Haut- und Geschlechtskrankheiten und Augenheilkunde in unserer Einrichtung in Guben. Wir bieten komplett vorhandene Pra-

Seite 42 | AUSGABE 6 / 2010

xen, motivierte Mitarbeiter, sowie eine betriebseigene Betreuung für Kinder bis zur Einschulung. Die individuelle Spezialisierung und Entwicklung unserer Mitarbeiter wird durch Flexibilisierung der Arbeitsbedingungen gefördert. Eine Teilzeitanstellung ist möglich. buero.meg@naemi-wilke-stift.de Weiterbildungsassistent gesucht •Bin Fachärztin für Allgemeinmedizin und Innere Medizin mit fallzahlstarker, langjähriger (seit 1982), etablierter Hausarztpraxis und suche einen WB-Assistenten/in zur Ausbildung und Mitarbeit mit Orientierung zur späteren Praxisübernahme. Eine WBErmächtigung für 2,5 Jahre liegt vor. Die Praxis verfügt über 4 Behandlungsräume, befindet sich ländlich, am Rand von Berlin und hat ein breites Leistungsprofil (Langzeit-Blutdruck, Spirographie, Schmerztherapie, DMP, etc.) Eine Einliegerwohnung steht zur Verfügung. Das Betriebsklima ist freundlich und kollegial. Kontakt: 033054/60211 •Mittlere Praxis für Allgemeinmedizin in Hohen Neuendorf (Landkreis Oberhavel) sucht ab sofort einen Weiterbildungsassistenten. Die Weiterbildungsbefugnis beträgt 2 Jahre. Die Praxis ist spezialisiert auf Naturheilverfahren und Akupunktur. Kontakt: 03303/402630


Service

Sonstiges •Biete "Aku Uni 4": Laserstimulator, Elektrostimulator und Punktsucher für Akupunktur. Interessenten wenden sich an: UB Qualitätssicherung/Sicherstellung der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg

Biete "FMR 10": UV-Bestrahlungsgerät mit 20 Stück Quarzküvetten. Preise nach Vereinbarung. email: dremasius@t-online.de

Internet: www.kvbb.de Ansprechpartnerin: Karin Rettkowski Tel.: 0331/23 09 320 Fax: 0331/23 09 383

Anzeige

AUSGABE 6 / 2010 | Seite 43


Fortbildung

Aktuelles Fortbildungsprogramm Seminare für Ärzte Termin | Ort

Thema | Referent | Punkte

Kosten

10.09.2010 14.00-19.00 Potsdam

Wichtige Elemente des Praxismarketings Herr T. Klatt-Braxein, Praxis- und Unternehmensentwicklung, Coach und Dozent

65 Euro

11.09.2010 09.00-15.00 Potsdam

Moderatorentraining für Qualitätszirkel Aufbauseminar Herr Dr. phil. W. Dalk, Sprachwissenschaftler 8 Fortbildungspunkte

15.09.2010 15.00-17.00 Potsdam

Praxisabgabe / Praxisveräußerung Herr Dipl.-Kfm. M. Wiebach, Betriebswirtschaftlicher Berater der KVBB

15.09.2010 14.00-19.00 17.09.2010 09.00-18.00 Potsdam

Behandlungs- und Schulungsprogramm für Patienten mit Hypertonie (ZI) Frau Dipl.-Med. M. Brun, FÄ f. Innere Medizin Fortbildungspunkte 5

200 Euro pro Team (2 Pers.)

17.09.2010 15.00-21.00 18.09.2010 08.30-16.30 Cottbus

QEP - Qualität und Entwicklung in Praxen (Einführungsseminar) Herr Dr. med. M. Buhl, lizenzierter QEP-Trainer der KBV Fortbildungspunkte 18

175 Euro inkl. Material

18.09.2010 09.00-18.00 22.09.2010 14.00-20.00 Frankfurt/O.

Strukturiertes Schulungsprogramm für nichtinsulinpflichtige Diabetiker (ZI) Herr Dr. med. A. Huth, FA f. Allgemeinmedizin 8 Fortbildungspunkte

Seite 44 | AUSGABE 6 / 2010

für KVBB kostenfrei

40 Euro

200 Euro pro Team (2 Pers.)


Fortbildung

Aktuelles Fortbildungsprogramm Seminare für Ärzte Termin | Ort

Thema | Referent | Punkte

Kosten

18.09.2010 09.30-15.00 BlankenfeldeMahlow

Kombinierte DMP-Fortbildungsveranstaltung KVBB & Partner Zertifizierung beantragt

85 Euro

22.09.2010 15.00-18.00 Potsdam

Patientenverfügung / Vorsorgevollmacht / Testament - Woran muss der Arzt in eigenen Notfällen denken? Frau E. Best, Fachanwältin für Medizinrecht

40 Euro

29.09.2010 15.00-18.00 Frankfurt/O.

Buchführung in der Arztpraxis Herr Dipl.-Kfm. M. Muthmann Wirtschaftsprüfer/Steuerberater

40 Euro

Aktuelles Fortbildungsprogramm Seminare für Praxispersonal Termin | Ort

Thema | Referent

Kosten

01.09.2010 15.00-17.00 Potsdam

Die neuen Arzneimittel-Richtlinien Beratende Apothekerinnen der KVBB

40 Euro

01.09.2010 15.00-17.00 Frankfurt/O.

Die GOÄ - Abrechnung leicht gemacht Frau U. Kallett, PVS

60 Euro

Ansprechpartner:

Frau Thiele Frau Döbel

Tel.: 0331/23 09 459 Fax: 0331/23 09 288 Tel.: 0331/23 09 426 AUSGABE 6 / 2010 | Seite 45


Fortbildung

Aktuelles Fortbildungsprogramm Seminare für Praxispersonal Termin | Ort

Thema | Referent

04.09.2010 09.00-16.00 Potsdam

Effektives Zeit- und Selbstmanagement für den Praxisalltag Frau Dr. B. Ritter-Mamczek, Kommunikationstrainerin Herr Dipl.-Phil. J. Hartmann, Personal- und Persönlichkeitsentwicklung

08.09.2010 15.00-17.00 Frankfurt/O.

Vernetzung & elektronische Kommunikation - Intranet “DatenNerv” / “KV-SafeNet” Dipl.-Informatiker S. Friedrich, Dipl.-Ing. K.-U. Krüger, Mitarbeiter des UB IT der KVBB

40 Euro

08.09.2010 15.00-17.00 Potsdam

Schutzimpfungs-Richtlinie - aktuelle Situation in Brandenburg Beratende Apothekerinnen der KVBB

40 Euro

15.09.2010 15.00-17.00 Frankfurt/O.

Die BG/GOÄ-Abrechnung Frau U. Kallett, PVS

60 Euro

17.09.2010 14.00-19.00 Potsdam

Telefontraining für das Praxispersonal Herr Dipl.-Phil. J. Hartmann, Personal- und Persönlichkeitsentwicklung

65 Euro

25.09.2010 09.00-16.00 Potsdam

Hygiene im Praxisalltag Herr MR Dr. med. L. Schulze, FA f. Hygiene

85 Euro

Ansprechpartner:

Seite 46 | AUSGABE 6 / 2010

Frau Thiele Frau Döbel

Kosten 100 Euro

Tel.: 0331/23 09 459 Fax: 0331/23 09 288 Tel.: 0331/23 09 426


Fortbildung

Externe Fortbildungsangebote für Ärzte und Psychotherapeuten Termin | Ort

Thema

11.09.2010 und 27.11.2010 10.00-18.00 Potsdam

Balintgruppe in Potsdam Für Ärzte, Psychotherapeuten u.a.

Anmeldung Dipl.-Psych. Dr. phil. Steffen Theilemann Balintgruppenleiter (DBG)

LÄK-Zertifizierung 4 Doppelstunden mit Mittagspause Ort/ Anmeldung: 60 Euro / 8 UE Praxis Dr. Theilemann, Fortbildungspunkte 10 Lennéstr. 13 A, 14469 Potsdam Tel. 0331/20 06 909 www.dr-theilemann.de

24./ 25.09.2010 3rd Heidelberg Deformity-Day International Congress for the Heidelberg Correction of Complex Foot-Deformities Hauptthemen: Klumpfuß und Knickplattfuß - Unterschiede in der Behandlung bei Erwachsenen und Kindern - Zugrundeliegende Pathologien (neurogen und idiopathisch) Kongresssprache: Englisch Veranstalter: Intercongress GmbH www.intercongress.de

Tagungsleitung/ wiss. Leitung: Dr. med. Wolfram Wenz, Heidelberg Dr. med. Tom Dreher, Heidelberg Anmeldung: www.deformity-day.de Ort: Orthopädische Universitätsklinik Heidelberg Schlierbacher Landstr. 200 a 69118 Heidelberg

AUSGABE 6 / 2010 | Seite 47


Fortbildung

Externe Fortbildungsangebote für Ärzte und Psychotherapeuten Termin | Ort

Thema

12.11.2010 14.30-20.30 13.11.2010 09.00-20.00

Anmeldung

Psychosomatik für medizinische Fachangestellte, medizinische und soziale Pflege- und Fachberufe Kurs-Nr. 010/ 10 20 Stunden Theorie, Folge-Termine 30 Stunden Trainingsprogramm/ Freitags Interventionsstrategien, 16.00-19.00 14 Stunden Körperselbsterfahrung, Samstags 30 Stunden Balintgruppenarbeit/ 09.00-19.00 Reflektierte Kasuistik 03./04.12.2010 Kosten: 500 Euro Auszubildende 250 Euro 07./08.01.2011 18./19.02.2011 Anmeldeschluss: 02.11.2010 04./05.03.2011 Bankverbindung: 01./2.04.2011 Ärzte- und Apothekerbank Potsdam PotsdamBLZ 300 60 601 KNR 000 581 373 5 Babelsberg

Institut für Psychotherapie und Psychosomatik, Potsdam-Babelsberg e.V.

12.11./13.11. 2010

Institut für Psychotherapie und Psychosomatik, Potsdam-Babelsberg e.V. Leitung: Dr. Wolfgang Loesch, Potsdam Ort/ Anmeldung: IPP, Großbeerenstr. 109, 14482 PotsdamBabelsberg, Tel. 0331-6013637, Fax: 0331-6013649 www.ipp-potsdam.de

PotsdamBabelsberg

Seite 48 | AUSGABE 6 / 2010

18. Potsdamer Balintstudientagung für medizinische und soziale Pflege- und Fachberufe in Zusammenarbeit mit der Deutschen Balintgesellschaft e.V. Kurs-Nr. 011/ 10 Kosten: 120 Euro Studenten / Auszubildende 60 Euro Programm: Siehe Website Anmeldeschluss: 02.11.2010

Leitung: Dr. Wolfgang Loesch, Potsdam Ort/ Anmeldung: IPP, Großbeerenstr. 109, 14482 PotsdamBabelsberg, Tel. 0331/6013637, Fax: 0331/6013649 www.ipp-potsdam.de


Glückwunsch

KVBB erfolgreich am Ball Mit einstelligen Platzierungen kehrten die Teams der KV Brandenburg vom diesjährigen Fuß- und Volleyballturnier der KVen am 29. Mai heim. Gekickt und gebaggert wurde im niedersächsischen Verden – Rasen bzw. Sand lagen den Brandenburgern sehr gut. Riesenfreude herrschte bei den KVBB-Fußballern, die nach tollen Spielen und einem spannenden Elfmeterschießen gegen die gemeinsame Elf von KBV und KV Berlin über den 7. Platz jubelten. Das beste Ergebnis seit Jahren – dazu herzlichen Glückwunsch!

Hitzig umkämpfte Sätze gab es beim Volleyball. Das Mix-Team der KVBB – jeweils Sieger des Wettbewerbs in den zurückliegenden zwei Jahren - war erneut wieder Gruppenerster nach der Vorrunde, musste sich aber im Halbfinale der KV Bayerns geschlagen geben. Im kleinen Finale gegen die KV Baden-Württemberg hatten die Brandenburger dann jedoch die Nase vorn und damit den 3. Platz – herzlichen Glückwunsch! ute

Fotos: R. Zimmerling

AUSGABE 6 / 2010 | Seite 49


Geburtstage

50

Herzliche Glückwünsche

Dr. med. Frank-Peter August, Kleinmachnow Dipl.-Med. Sabine Banda, Röderland Dipl.-Med. Udo Gärtner, Spremberg

Dipl.-Psych. Myriam Heine-Menz, Hoppegarten/OT Hönow Dipl.-Med. Kathrin Holz, Senftenberg Dipl.-Med. Sabine Kolbmüller, Stahnsdorf/OT Güterfelde Dr. med. Uta Krieg, Schönwalde-Glien/OT Schönwalde Dr. med. Annelie Möller, Velten Dipl.-Med. Sibylle Pohle, Rathenow Dipl.-Med. Andrea Sandmann, Rathenow Dr. med. Gudrun Schwerdfeger, Bad Belzig Dr. med. Andrea Speidel, Hennigsdorf Dipl.-Med. Roland Stöbe, Cottbus Dipl.-Med. Dietmar Wendlik, Großräschen Seite 50 | AUSGABE 6 / 2010

Dipl.-Med. Kerstin Wulf, Potsdam

Dr. med. Rainer Andree, Beeskow

60

Josef Boxberger, Potsdam Dr. med. Christiane Braunwarth-Köhler, Senftenberg MUDr. (CS) Pavel Grimm, Paulinenaue Dr. med. Günter Keune, Hennigsdorf Pawel Placzek-Kawan, Falkensee Dipl.-Psych. Christine Schalinski, Potsdam Dipl.-Med. Petra Sohr, Hoppegarten/Dahlwitz-Hoppegarten Dipl.-Med. Renate Wedl, Hoppegarten/Dahlwitz-Hoppegarten Luise Zeiner, Schulzendorf b. Eichwalde Dr. med. Karin Zettl, Schwedt/Oder Dietlinde Ader, Teltow

65


Geburtstage

Dr. med. Bernd Schenderlein, Potsdam

Dr. med. Hans-Peter Schulz, Herzberg (Elster)

Prof. Dr. med. habil. Ralf Widera, Schwedt/Oder

Dipl.-Psych. Karlheinz Wange, Frankfurt (Oder)

Dipl.-Med. Gudrun Ziethen, Eberswalde

66

67

Jürgen Fritzsche, Müllrose

68

Frank Hofmann, Brück

Dr. med. Karl-Ludwig von Klitzing, Frankfurt (Oder)

Dipl.-Med.-Päd. Erika Hübner-Radetzky, Panketal

Dr. med. Roswitha Perlwitz, Teltow

Dr. med. Karola Klim, Potsdam

MR Dr. med. Sigmar Scheerer, Steinhöfel/OT Heinersdorf

Dr. med. Ulrich Pfefferle, Märkisch Luch/OT Buschow

Dr. med. Detlev Trillhaase, Pritzwalk

Dr. med. Jörg Wollenberg, Wandlitz

Peter Wieser, Jüterbog

Dr. med. Heinz Friedrich, Oranienburg

OMR Dr. med. Hartmut Gläser, Frankfurt (Oder)

Dr. med. Felicitas Hilscher, Lenzen (Elbe)

OMR Doz. Dr. sc. med. Wolfgang Hoffmann, Cottbus

Hans-Joachim Pinke, Angermünde Dr. med. Hans-Joachim Ritz, Seelow Dr. med. Thomas Scheffel, Elsterwerda

69

Dr. med. Eckart Masius, Zeschdorf/OT Alt Zeschdorf Volker Mittenzwei, Königs Wusterhausen

AUSGABE 6 / 2010 | Seite 51


Geburtstage

Berward Willerding, Templin Dr. med. Bärbel Wudke, Schulzendorf

71

Dr. med. Manfred Krumbach, Roskow/OT Weseram

72

Dr. med. Jutta Möpert, Mittenwalde Dr. med. Elke-Antje Schelten, Bad Liebenwerda

73

Dr. med. Horst Kleiber, Finsterwalde

74

Bärbel Hickstein, Strausberg

77

Hans-Ulrich Keller, Groß Köris

Monatsschrift der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg Herausgeber: Landesgeschäftsstelle der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg Gregor-Mendel-Str. 10-11 14469 Potsdam Telefon: 0331/28 68 100 Telefax: 0331/28 68 175 Internet: http://www.kvbb.de Email: info@kvbb.de Redaktion: Dr. med. H. J. Helming (ViSP) MUDr./CS Peter Noack Dipl.-Med. Andreas Schwark Andreas Förster, Ralf Herre Redaktionsschluss: 16. Juni 2010 Satz und Layout: KV Brandenburg Bereich Kommunikation Telefon: 0331/28 68 196 Telefax: 0331/28 68 197 Druck: Druckerei Stein, Blomberger Weg 6a 13437 Berlin Telefon: 030/41 19 12 20 Telefax: 030/41 19 12 23 E-Mail: stein-print@t-online.de Anzeigenverwaltung: Druckerei Stein, Blomberger Weg 6a 13437 Berlin Telefon: 030/41 19 12 20 Telefax: 030/41 19 12 23 E-Mail: stein-print@t-online.de Anzeigenannahmeschluss: Jeder 5. des Monats Zur Zeit gilt die Preisliste vom 1. Januar 2010 Erscheinungsweise: Monatlich Auflage: 4.500 Exemplare

Seite 52 | AUSGABE 6 / 2010


Anzeige


Servicenummern der KV Brandenburg Zentrale Service-Einwahl

01801/58 22 43-0*

Informationsdienst

01801/58 22 43-1*

Fortbildung

01801/58 22 43-2*

Abrechnungsberatung

01801/58 22 43-3*

Formularbestellung

01801/58 22 43-5*

Formularbestellung Fax

01801/58 22 43-4*

Benutzerservice DatenNerv / KV-SafeNet

01801/58 22 43-6*

Betreuung Beir채te und neue Mitglieder

01801/58 22 43-7*

Bereitschaftsdienst-Management

01801/58 22 43-9*

Bereitschaftsdienst-Management Fax

01801/58 22 43-8*

Beratung zu Verordnungen und Wirtschaftlichkeitspr체fung

0331/23 09-602

Betriebswirtschaftliche Beratung

0331/23 09-280

Niederlassungsberatung

0331/23 09-320

Bereich Kommunikation

0331/28 68-196

*3,9 Cent pro Minute aus dem Festnetz; maximal 42 Cent pro Minute aus den Mobilfunknetzen.

KV-Intern 6/2010  

KV-Intern ist das monatliche Mitteilungsblatt der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg