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Fällen ist auch eine orale Einnahme möglich (Tabletten). Letztere können zuhause eingenommen werden und verursachen eher weniger Nebenwirkungen. Die Therapie wird in ca. sechs Zyklen verabreicht mit jeweils einer dreiwöchigen Pause zwischen den Zyklen. Dies ermöglicht den gesunden Zellen, sich wieder zu regenerieren. In gewissen Situationen kann die Chemotherapie auch lokal verabreicht werden. Dabei werden die Medikamente nicht intravenös verabreicht, sondern direkt in die Bauchhöhle gespritzt (Injektion). Man bezeichnet dies als intraperitoneale Chemotherapie (Peritoneum = Bauchfell). Häufigste unerwünschte Wirkungen > Veränderungen des Blutbildes, was das Infektionsoder Blutungsrisiko erhöhen und zu allgemeiner Erschöpfung (Fatigue) führen kann

> Übelkeit und Erbrechen, Schleimhautentzündung, v. a. im Mund, Geschmacksveränderungen > Haarausfall > allergische Reaktionen wie Atemnot, Schüttelfrost, HerzKreislauf-Störungen, Juckreiz, Hautausschlag > Nieren-/Harnwegsstörungen > Gelenk-/Muskelschmerzen, Kribbeln und andere Gefühlsstörungen, Hand-Fuss-Syndrom: eine zum Teil schmerzhafte Rötung und Schwellung der Haut an den Handinnenflächen und/oder Fusssohlen > Ohrgeräusche (Tinnitus)/ Schwerhörigkeit, Sehstörung > Beeinträchtigung der Fruchtbarkeit Welche dieser Nebenwirkungen beim einzelnen Menschen auftreten, wann und in welcher Stärke, hängt vom Medikamententyp bzw. von der Medikamentenkombination ab. Auch die Dosierung und die individuelle Empfindlichkeit spielen eine Rolle.

Platinhaltige Zytostatika und Taxane Die medikamentöse Kombinationstherapie, die bei Eierstockkrebs eingesetzt wird, besteht aus platinhaltigen Zytostatika; diese enthalten das Edelmetall Platin in Form von sogenannten Platinkomplexen. Taxane sind Zytostatika, die entweder aus der Baumrinde der pazifischen Eibe (Taxus brevifolia) gewonnen oder aber synthetisch hergestellt werden.

Eierstockkrebs

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