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Weser Report - Mitte vom 08.10.2023

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Auflagenstärkste Anzeigenzeitung in Bremen und Umgebung

SONNTAG, 8. OKTOBER 2023

NR. 3672/53. JAHRGANG

Herbstferien

Ihre Gesundheit

Ischa Freimaak!

Urlaub rund ums Mittelmeer: Hier gibt es freie Hotelzimmer

Warum Videosprechstunden immer beliebter werden

Zuckerwatte, gebrannte Mandeln, Fahrgeschäfte und ein „Goldkehlchen“

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MIT TE

Tell und Helsner führen Grüne Die Grünen im Land Bremen wählten gestern ihr neues Führungsduo. Franziska Tell (28) ist neue Landesvorstandssprecherin mit 160 von 171 abgegebenen Stimmen. Die Mitglieder wählten zudem Marek Helsner (54) mit 163 von 168 Stimmen zum Landesvorstandssprecher. Es gab keine Gegenkandidaten. (rf)

Wissenschaft in der Kneipe Von Weltraumrobotik bis zur Frage, warum manche Menschen als fremd wahrgenommen werden, reichen die Themen der Reihe „Science goes public“. Die wissenschaftlichen Kneipenvorträge starten wieder am 12. Oktober. Programm unter sciencegoespublic.de (rl)

Prüfung soll Klarheit bringen Nach genauer Untersuchung der Fallakte gibt es laut Sozialsenatorin Claudia Schilling (SPD) keine Anhaltspunkte für Fehler des Jugendamtes im Vorfeld des gewaltsamen Todes eines Siebenjährigen im September. Endgültige Klarheit soll eine externe Prüfung bringen. (rl) Anzeige

988. BREMER FREIMARKT

ISCHA FREIMAAK!

13. BIS 29. OKTOBER 2023

Diese Nosferatu-Spinne ist eines von mehreren gefundenen Exemplaren in einer Wohnung im Viertel. Fliegengitter an Fenstern hindern die Spinnen am Eindringen in Häuser. Foto: Castens

Nichts für schwache Nerven Nosferatu-Spinne wird in Bremen derzeit häufiger gesichtet / Tiere können gemeldet werden RIKE FÜLLER Sie jagen ohne Netz und erreichen eine beachtliche Größe: Nosferatu-Spinnen sind nichts für schwache Nerven – dabei aber harmlos. Die etwas größeren Weibchen weisen Beinspannweiten bis zu 5 Zentimetern auf, ihre Körper werden bis zu 2 Zentimeter lang. Nun beginnt die Jahreszeit, in der die Tiere zudem warme Plätze suchen – und das führt sie auch in Wohnungen und Häuser. Gesichtet wurden die Spinnen bereits in fast allen Stadtteilen Bremens. Gut ein Jahr ist es her, dass der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) auch in Bremen dazu aufrief, gefundene Exemplare über eine Onlineplattform zu melden. Die Tiere sind ursprünglich im Mittelmeerraum heimisch, durch das mildere Klima inzwischen aber auch in Deutschland „bodenständig“, wie Biologen sagen. „Die Spinne pflanzt sich bei uns vielerorts offenbar sehr erfolgreich fort und breitet sich dadurch aus eigener Kraft aus, wie die bisherigen Beobachtungsmeldungen nahelegen“, erklärt Gaby Schule-

mann-Maier, Sprecherin von mit Vorsicht zu genießen“, gibt Nabu-naturgucker.de, der Online- Schulemann-Maier zu bedenken. Plattform des Nabu, auf der Tiere Ein Anstieg in den Beobachtungsund Pflanzen gemeldet werden zahlen sei demnach weniger auf eine extreme Vermehrung zurückkönnen. Der deutschlandweite Mel- zuführen als vielmehr darauf, dass deaufruf führte dazu, dass eine mehr Menschen auf die Anwesenimmens große Bilderdatensamm- heit der Spinne geachtet und sie lung zusammengetragen wurde, gemeldet haben, so die Sprechewelche Nosferatu-Spinnen in un- rin weiter. „Trotzdem ist die Anterschiedlichen Entwicklungssta- nahme zulässig, dass die Spinnendien und auch Eikokons zeigen. art seit 2020 ihr Verbreitungsgebiet innerhalb Für das gesamte Deutschlands verJahr 2020 sind auf Man sollte größert haben der Plattform dürfte und somit deutschlandweit vermeiden die die absolute Indi143 BeobachtunSpinnen anzufassen viduenzahl und gen dokumentiert, damit verbunden für den Raum Bremen eine. 2021 wurden bundes- auch die Anzahl der Sichtungen weit 171 Tiere gemeldet (Raum gestiegen sein dürfte.“ Die Nosferatu-Spinne ist deutBremen: keine). Für 2022 wurden deutschlandweit 28.611 Beobach- lich heller als die hier bekanntere tungen aufgezeichnet (Raum Bre- Hauswinkelspinne. Ihren Trivialmen: 56), im Jahr 2023 sind bisher namen hat sie von ihrer Zeichauf Nabu-naturgucker.de aus ganz nung, die an die Filmfigur NosfeDeutschland 7.530 Beobachtun- ratu erinnert. Sie ist nachtaktiv gen dokumentiert (Raum Bremen: und eine Besonderheit ist, dass die Tiere an glatten Flächen wie 28). Aber: „Weil es aus den Vorjah- Fliesen und Fenstern empor kletren keine entsprechenden Mel- tern können, wodurch sie auch in deaufrufe gibt, sind die Angaben höheren Stockwerken bereits ge-

sehen wurden. Grundsätzlich sind die Spinnen aber harmlos: „Von dieser Spinnenart geht für den Menschen keine Gefahr aus. Man sollte dennoch vermeiden, sie in die Hand zu nehmen oder aktiv zu bedrängen, da der Biss schmerzhaft sein kann“, sagt Ramona Schlee, Sprecherin des Umweltressorts. Die Giftklauen der Tiere können die menschliche Haut durchdringen, allerdings beißt sie nur, wenn die sich bedroht fühlt. „Unsere Empfehlung lautet, sie mit einem Hilfsmittel wie einem Trinkglas und einem Stück Papier einzufangen, wenn sie im Haus vorgefunden wird“, sagt Schulemann-Maier. So ließen sich die Tiere nach draußen bringen. „In den kommenden Wochen dürften vermutlich vermehrt Spinnen in Häuser eindringen, weil sie geschützte Überwinterungsplätze suchen. Insofern ist damit zu rechnen, dass im einen oder anderen Haus durchaus eine Nosferatu-Spinne auftauchen könnte“, so Schulemann-Maier weiter. Wer ein Tier sieht, kann es unter nabu-naturgucker.de/nosferatu melden.


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Weser Report - Mitte vom 08.10.2023 by Weser Wochenblatt Verlagsgesellschaft mbH - Issuu