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CHARTA DER DÄNISCHEN PRODUKTIONSSCHULEN Der Verband der dänischen Produktionsschulen proklamiert hiermit den folgenden Text als die Charta für die grundlegenden Prinzipien der dänischen Produktionsschule als selbständige Schulform


CHARTA DER DÄNISCHEN PRODUKTIONSSCHULEN

Vorwort Das übergeordnete bildungspolitische Ziel besteht in Dänemark darin, es allen Jugendlichen zu ermöglichen, eine anerkannte Ausbildung zu erwerben. Mit dieser Charta unterstützen die dänischen Produktionsschulen die nationalen Strategien”Bildung für alle” und”Lebenslanges Lernen” und sie arbeiten auf deren Grundlagen. Als Produktionsschulen wollen wir den Jugendlichen, die eine andere Lernweise als die schulische bevorzugen, einen zweiten Weg zu einer Ausbildung anbieten. Das traditionelle Bildungssystem ist hauptsächlich theoretisch fundiert und beruht in hohem Grad auf projektorientiertem und individualistischem Unterricht. Die Produktionsschulen bieten eine Alternative mit klaren und übersichtlichen Zielen und Rahmenbedingungen, die sich an die Jugendlichen wenden, die einen praxisnahen Bildungsverlauf brauchen oder wünschen.

Das zentrale Prinzip im Lernraum und in der Pädagogik der Produktionsschulen ist das Lernen durch praktische Arbeit und das Lösen von Aufgaben in einer Arbeitsgemeinschaft im Hinblick auf authentische Produktion und den Absatz von Waren und Dienstleistungen am Markt Das ist eine Lernmethode, die Praxiserfahrungen voraussetzt, mit dem Ziel, die fachlichen, sozialen und persönlichen Kompetenzen des Jugendlichen zu fördern und zu klären.

Diese Charta entspricht den Bestimmungen, welche im Gesetz über die dänischen Produktionsschulen beschrieben sind, und bestätigt zudem die Standpunkte, die in den bestehenden Publikationen des Verbands der dänischen Produktionsschulen dargelegt sind. Die Charta soll die gemeinsamen Werte und die Ideengrundlage der dänischen Produktionsschulen proklamieren um in der Folge dafür zu arbeiten, entsprechende gemeinsame Prinzipien für die europäischen Produktionsschulen in einer gesamteuropäischen Charta proklamieren zu können. Mit dieser Charta wollen wir die Prinzipien hervorheben, die wir in den dänischen Produktionsschulen gemeinsam haben und die wir präzisieren und verteidigen wollen. Der Verband der dänischen Produktionsschulen anerkennt hiermit die nachstehenden Prinzipien als besondere Kennzeichen für die dänischen Produktionsschulen. Juni 2010 VERBAND DER DÄNISCHEN PRODUKTIONSSCHULEN

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CHARTA DER DÄNISCHEN PRODUKTIONSSCHULEN

PRINZIPIEN FÜR DIE DÄNISCHEN PRODUKTIONSSCHULEN 1 Das grundlegende Merkmal der Produktionsschulen besteht in praktischer Arbeit und Produktion. 2 Das Lernen findet in einer verbindlichen Arbeitsgemeinschaft statt. Zweck ist die persönliche, soziale und fachliche Entwicklung des Jugendlichen. 3 Der theoretische Unterricht wird mit der praktischen Arbeit und der Produktion verbunden.

4 Die Teilnehmer gehören zu einer Werkstatt und einem Lehrer, der die Teilnehmer sowohl in die Produktion als auch in die übrigen Aktivitäten der Schule einbezieht.

5 Die Schulen bieten Werkstätten mit einer fachlichen Vielfalt und Qualität an, die den aktuellen Arbeitsmarkt widerspiegeln. 6 Die Schulen bieten den Teilnehmern Unterricht in schulischen Fächern, sowie in kultureller Bildung und Gesellschaftskunde an.

7 Die Teilnehmer werden von den Produktionsschulen individuell aufgenommen und wieder ausgeschleust. Beides geschieht laufend und mit Rücksicht auf die Bedürfnisse des einzelnen Teilnehmers. 8 Die Teilnehmer erhalten für ihr aktives Mitmachen eine Schulleistung.

9 Die Produktionsschulen unterstützen den einzelnen Teilnehmer bei der Formulierung realistischer Ziele und helfen ihm, diese Ziele im Verlaufe seines Schulaufenthaltes zu erreichen.

10 Die Kompetenzentwicklung der Jugendlichen wird in einem Produktionsschulzeugnis dokumentiert. 11 Die Schulen sind rechtsfähige und unabhängige Stiftungen.

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CHARTA DER DÄNISCHEN PRODUKTIONSSCHULEN

PRINZIPIEN FÜR DIE DÄNISCHEN PRODUKTIONSSCHULEN 1 Das grundlegende Merkmal der Produktionsschulen besteht in praktischer Arbeit und Produktion. Praktische Arbeit und Produktion stehen im Zentrum des Lernmilieus in den Produktionsschulen. Die Produkte und Dienstleistungen, welche die Teilnehmer produzieren, werden zu Marktbedingungen abgesetzt. Dies gibt dem Lehrer in der einzelnen Werkstatt die Möglichkeit, Arbeitsaufträge anzubieten, die in einer konkreten Situation einen unmittelbaren Wert und eine unmittelbare Funktion haben, sowohl für den Teilnehmer selbst, als auch für die Schule und für die Kunden.

Die Teilnehmer erkunden und sammeln Erfahrungen mit allen wichtigen Prozessen, die zur Arbeit und Produktion gehören – vom Entwurf über Beschluss, Planung, Ausführung und Wertschätzung bis zur Lieferung des fertigen Produktes.

Zum Selbstverständnis der Produktionsschulen gehört, dass Arbeit und Produktion gemeinsame Erlebnisse und Anerkennung erzeugen. Die Teilnehmer werden damit zu gemeinsamen, verbindlichen Zielen verpflichtet und erwerben einen definierten persönlichen Status und eine Identität; dies erfordert eine aktive Teilnahme, wodurch sich ihr Sinn für Zeitstruktur entwickelt. 2 Das Lernen findet in einer verbindlichen Arbeitsgemeinschaft statt. Zweck ist die persönliche, soziale und fachliche Entwicklung des Jugendlichen. In einer Produktionsschule ist die Produktionen nicht nur ein Zweck an sich, sondern das pädagogische Werkzeug, das die Grundlage für eine andere Form des Lernens bildet. Unter anderem. deshalb ist es wichtig, die Produktion als Ziel festzuhalten, damit sie als Mittel zum Zweck funktionieren kann.

Wenn die Teilnehmer einer Werkstattpraxis gegenüberstehen, wo die Dinge getan werden müssen, weil sie notwendig sind, dann werden bei der Ausführung der Aufgaben ihr Verantwortungsbewusstsein und ihre Kooperationsfähigkeit herausgefordert. Deshalb muss die Arbeit so organisiert werden, dass der Teilnehmer in eine Arbeitsgemeinschaft einbezogen wird; eine Gemeinschaft die auf realer Zusammenarbeit und Mitverantwortung beruht und gleichzeitig für jeden einzelnen sinnvoll ist.

Das Lernen vollzieht sich von daher in einer sozialen Praxis, welche die Jugendlichen fachlich, sozial und persönlich mit einbezieht und entwickelt, z. B. durch das Lernen von mehr erfahrenen Teilnehmer. Dies ist eine wertvolle Methode, um soziale, persönliche und fachspezifische Kompetenzen zu erzielen.

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CHARTA DER DÄNISCHEN PRODUKTIONSSCHULEN 3 Der theoretische Unterricht wird mit der praktischen Arbeit und der Produktion verbunden. Der theoretische Unterricht ist von bedeutendem Umfang und wird in der einzelnen Werkstatt in größtmöglichem Umfang mit der praktischen Arbeit und der Produktion verbunden.

Wenn die Teilnehmer Situationen ausgesetzt werden, die praktische Aufgabenlösungen mit dazugehöriger Theorie verbinden, wird das Interesse für die Theorie bei den Jugendlichen geweckt, und sie vertiefen dadurch ihre Kompetenzen auf dem entsprechenden Fachgebiet. 4 Die Teilnehmer sind einer Werkstatt und einem Lehrer zugeordnet, der die Teilnehmer sowohl in die Produktion als auch in die übrigen Aktivitäten der Schule mit einbezieht. Die Produktionsschulen beruhen auf der Idee, einen Bildungsraum für Jugendliche zu schaffen, die eine andere Form des Lernens brauchen als diejenige, die das ordinäre Bildungssystem kennzeichnet. Die Teilnehmer bringen die verschiedensten Erfahrungen und Erlebnisse aus dem traditionellen Schulsystem mit. Für viele gilt aber, dass sie oft Misserfolge und Niederlagen erlitten haben.

Um die Teilnehmer in einem weiterführenden Entwicklungsprozess festzuhalten, müssen die Produktionsschulen einer Reihe von Fürsorge- und Anknüpfungsbedürfnissen der einzelnen Teilnehmer entgegenkommen. Ein integrierendes Umfeld für die Teilnehmer zu schaffen, erfordert Präsenz und Engagement bei den Erwachsenen, die sowohl als Meister als auch als Mentoren agieren. Eine wesentliche Voraussetzung dafür besteht darin, dass die Anzahl der Teilnehmer pro Werkstattlehrer nie so hoch wird, dass man keine individuelle Rücksicht mehr nehmen kann. 5 Die Schulen bieten Werkstätten mit einer fachlichen Vielfalt und Qualität an, die den aktuellen Arbeitsmarkt widerspiegeln. Die Produktionsschulen haben mehrere Werkstätten, die verschiedene Fachgebiete wie z.B. Handwerk, Dienstleistung, Fürsorge, Medien, kreative Berufe vertreten.

Die Fachgebiete sollten sich jedoch vorrangig auf qualifizierende Jugendausbildungen beziehen, so dass die Teilnehmer die Möglichkeit haben, sich in mehreren Beschäftigungsgebieten zu orientieren.

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CHARTA DER DÄNISCHEN PRODUKTIONSSCHULEN 6 Die Schulen bieten den Teilnehmern Unterricht in schulischen Fächern, sowie in kultureller Bildung und Gesellschaftskunde an Die Produktionsschulen sorgen für den Unterricht von Teilnehmern, die ihre grundlegenden Kompetenzen in Fächern wie Dänisch, Mathematik und Informationstechnik (IT) verbessern sollten. Die Produktionsschulen sollten Unterrichtsformen anstreben, welche individuelles Lernen unter Rücksicht auf die Voraussetzungen und das Potenzial der Teilnehmer sichern. Der Unterricht sollte möglichst in direkter Verbindung mit oder im Anschluss an die praktische Arbeit in den Werkstätten stattfinden.

Es kann sich z. B. um kleinere Aufgaben, wie Aufzeichnungen, Kalkulationen und Buchführung in den Werkstätten handeln. Bei den Aufträgen können der Materialverbrauch und die Kosten berechnet werden, Auch der Verkauf und das Registrieren von Lohn und Lohnstunden sind wertvolle Lernobjekte. Diese sind Aufgaben, deren Bedeutung die Teilnehmer unmittelbar begreifen können, und die keine umfassenden Lese- und Rechenfertigkeiten erfordern, da sie gemeinsam mit den anderen Teilnehmern in der Werkstatt ausgeführt werden können.

Die Schulen bieten auch Unterricht in Gesellschaftskunde, Geschichte, Psychologie, Natur, Sport u.a.m. 7 Die Teilnehmer werden von den Produktionsschulen individuell aufgenommen und wieder ausgeschleust. Beides geschieht laufend und mit Rücksicht auf die Bedürfnisse des einzelnen Teilnehmers.

Die Jugendlichen können einzeln aufgenommen und ausgeschleust werden, entsprechend ihrer Bedürfnisse. , d.h. das ganze Jahr über.

Es gibt keine im Voraus festgelegte Grenze für die Dauer des Verlaufs für den einzelnen Teilnehmer. 8 Die Teilnehmer erhalten für ihr aktives Mitmachen eine Schulleistung. Die Teilnehmer erhalten eine Schulleistung, die steuerpflichtig ist.

Die Schulleistung wird für Teilnehmer im Verhältnis gekürzt, wenn sie zu spät kommen, nicht aktiv teilnehmen oder dem Unterricht ganz fernbleiben.

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CHARTA DER DÄNISCHEN PRODUKTIONSSCHULEN 9 Die Produktionsschulen unterstützen den einzelnen Teilnehmer bei der Formulierung realistischer Ziele und helfen ihm, diese Ziele im Verlauf seines Schulaufenthaltes zu erreichen. Die Produktionsschule sorgt für Beratung, um dem einzelnen Teilnehmer die Möglichkeit zu geben, seine persönlichen, sozialen und fachlichen Kompetenzen zu klären, entwickeln und perspektiveren.

Die Beratung soll den Teilnehmern helfen, Ziele mit realistischen Ausforderungen aufzustellen, und diese Ziele in ihrem Schulverlauf auch zu erreichen. Die Verantwortung für die tägliche Beratung und Betreuung, die ein Teil der sozialen und arbeitsmäßigen Prozesse sind, liegt bei dem einzelnen Lehrer.

Beratungsgespräche werden regelmäßig durchgeführt, um den Schulverlauf des einzelnen Teilnehmers zu evaluieren.

Viele Schulen haben mittlerweile eigentliche Berater, die sich besonders um die formale Studien- und Berufsberatung kümmern, auch zum Thema Sozial-und Arbeitsmarktgesetze u.a.m. 10 Die Kompetenzentwicklung der Jugendlichen wird in einem Produktionsschulzeugnis dokumentiert. Es ist von großer Bedeutung, dass die Kompetenzen, welche die Teilnehmer in der Produktionsschule erwerben, anerkannt werden, so dass der Jugendliche sich geschätzt fühlen kann.

Bei der Entlassung stellt die Produktionsschule ein Zeugnis aus, das die Kompetenzstufe des Teilnehmers in ausgewählten Bereichen dokumentiert, und das den vorwärts gerichteten Such- und Wahlprozess des Teilnehmers mit Hinblick auf weitere Ausbildung und Beschäftigung unterstützt. 11 Die Schulen sind rechtsfähige und unabhängige Stiftungen. Die Produktionsschulen sind als rechtsfähige Stiftungen organisiert, die eine Reihe von Forderungen erfüllen müssen, die im dänischen Gesetz zu den Produktionsschulen festgelegt sind. Es geht um Richtlinien für Stiftung und evtl. Auflösung, die Fassung der Satzung, die Zusammensetzung und Aufgaben des Vorstands, die pädagogische und verwaltungsmäßige Leitung, die Finanzierung der Schule, die Buchhaltung und die Buchprüfung samt Aufsicht des zuständigen nationalen Ressortministeriums. 7


CHARTA DER DÄNISCHEN PRODUKTIONSSCHULEN Mehre Information: Produktionsskoleforeningen (Verband der dänischen Produktionsschulen) Dæmningen 33, 2.tv. DK-7100 Vejle Tlf. (++45) 75 82 20 55 Fax. (++45) 75 82 14 12 E-mail: psf@psf.nu

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CHARTER FOR DE DANSKE PRODUKTIONSSKOLER Produktionsskoleforeningen proklamerer hermed følgende tekst som de danske produktionsskolers charter om grundlÌggende principper for produktionsskoleformen


CHARTER FOR DE DANSKE PRODUKTIONSSKOLER Forord Den overordnede uddannelsespolitiske målsætning i Danmark er, at alle unge skal have mulighed for at få en kompetencegivende uddannelse. Med dette charter anerkender og arbejder de danske produktionsskoler i forlængelse af de nationale strategier ”Uddannelse til alle” og ”Livslang læring”.

Som produktionsskoler ønsker vi at fungere som en anden start på en ungdomsuddannelse for de unge, der har behov for at lære på en anden måde, idet det traditionelle uddannelsessystem ofte er bogligt funderet og i høj grad tilgodeser projektorienteret og individualistisk undervisning. Produktionsskolerne er et tilbud med klare og overskuelige mål og rammer, der henvender sig til unge, der har behov for – eller selv ønsker – at læring og praksis er tæt forbundet. Det centrale i produktionsskolernes læringsmiljø og pædagogik er læring gennem praktisk arbejde og opgaveløsning i et arbejdsfællesskab med henblik på reel produktion og afsætning af varer og tjenesteydelser. Det er en læring, der er forbundet med og udspringer af praksiserfaringer, og som har som mål at afklare og træne den unges faglige, sociale og personlige kompetencer. Dette charter efterkommer de bestemmelser, der er beskrevet i lovgivningen om de danske produktionsskoler, ligesom det bekræfter de standpunkter, der tidligere er formuleret i publikationer udgivet af Produktionsskoleforeningen. Charteret skal tjene som proklamation af de danske produktionsskolers fælles værdier og idégrundlag med henblik på efterfølgende at arbejde for at kunne proklamere tilsvarende fælles principper for de europæiske produktionsskoler i et europæisk charter. Med dette charter ønsker vi i de danske produktionsskoler at fremhæve det, vi er fælles om, og som vi på samme tid vil præcisere og værne om. Produktionsskoleforeningen anerkender således nedenstående principper som kendetegnende for de danske produktionsskoler.

April 2010 PRODUKTIONSSKOLEFORENINGEN

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CHARTER FOR DE DANSKE PRODUKTIONSSKOLER

PRINCIPPER FOR DE DANSKE PRODUKTIONSSKOLER 1

Det grundlæggende kendetegn for produktionsskolerne er praktisk arbejde og produktion. 2

Læring foregår i et forpligtende arbejdsfællesskab. Formålet er den unges personlige, sociale og faglige udvikling.

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Den teoretiske undervisning integreres i det praktiske arbejde og i produktionen. 4

Deltagerne er tilknyttet ét værksted og én lærer, der inddrager deltagerne i såvel produktionen som i skolens øvrige aktiviteter. 5

Skolerne tilbyder værksteder med en faglig mangfoldighed og kvalitet, der afspejler det aktuelle arbejdsmarked. 6

Deltagere tilbydes undervisning i almene fag, samt kultur og samfundsforhold. 7

Produktionsskolerne optager og udskriver deltagerne enkeltvis. Det sker løbende og under hensyn til den enkelte deltagers behov. 8

Deltagerne får udbetalt løn i form af skoleydelse for deres aktive medvirken. 9

Produktionsskolerne støtter den enkelte deltager i at opstille realistiske mål og i at nå disse mål gennem forløbet på skolen. 10

De unges kompetenceudvikling dokumenteres i et produktionsskolebevis. 11

Skolerne er selvejende og uafhængige institutioner. 3


CHARTER FOR DE DANSKE PRODUKTIONSSKOLER

PRINCIPPER FOR DE DANSKE PRODUKTIONSSKOLER 1 Det grundlæggende kendetegn for produktionsskolerne er praktisk arbejde og produktion. Praktisk arbejde og produktion er centrum for læringsmiljøet på produktionsskolerne.

De varer og tjenesteydelser, som deltagerne producerer, afsættes på markedsvilkår, og det giver læreren på det enkelte værksted mulighed for at tilbyde arbejdsopgaver, der i en konkret situation har umiddelbar værdi og funktion, både for deltageren selv, skolen og kunderne.

Deltagerne opdager og får erfaringer med alle vigtige processer, der indgår i arbejdet og produktionen – fra idé over beslutning, planlægning, udførelse og værdsættelse til levering,

I produktionsskolernes opfattelse af deres virksomhed, ligger en forståelse af, at arbejde og produktion giver fælles oplevelser og anerkendelse. Deltagerne bliver herved bundet til nogle fælles mål, og får defineret personlig status og identitet, hvilket kræver deres aktive deltagelse og er med til at give dem tidsstruktur. 2 Læring foregår i et forpligtende arbejdsfællesskab. Formålet er den unges personlige, sociale og faglige udvikling. På en produktionsskole er produktionen ikke kun et formål i sig selv, men det pædagogiske redskab, der danner fundamentet i en anden måde at lære på. Blandt andet derfor er det vigtigt at fastholde produktionen som mål, for at den kan fungere som middel.

Når deltagerne møder en værkstedspraksis, hvor tingene skal gøres, fordi de er nødvendige, så bliver de udfordret på deres ansvarlighed og evne til at samarbejde for at færdiggøre en opgave. Arbejdet må derfor organiseres, så det inddrager deltageren i et arbejdsfællesskab, der bygger på reelt samarbejde og medansvar, og som samtidig giver mening for den enkelte.

Læring sker således i en social praksis, der involverer og udvikler de unge fagligt, socialt og personligt, f.eks. via sidemandsoplæring fra mere erfarne deltagere, der er en værdifuld måde til at fremme sociale, personlige og faglige mål.

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CHARTER FOR DE DANSKE PRODUKTIONSSKOLER 3 Den teoretiske undervisning integreres i det praktiske arbejde og i produktionen. Den teoretiske undervisning skal være af betydeligt omfang og skal så vidt muligt integreres med det praktiske arbejde og produktionen på det enkelte værksted. Når deltagerne møder situationer, der sammenknytter praktisk opgaveløsning med tilhørende teori, vækkes interessen for teorien hos de unge, der dermed får styrket deres indsigt i det pågældende fagområde. 4 Deltagerne er tilknyttet ét værksted og én lærer, der inddrager deltagerne i såvel produktion som i skolens øvrige aktiviteter Produktionsskolerne bygger på ideen om at skabe en uddannelsesramme for unge, der har brug for en anden måde at lære på end den, der kendetegner det ordinære uddannelsessystem. Deltagerne kommer med vidt forskellige erfaringer og oplevelser fra det traditionelle skolesystem, men fælles for mange af dem er, at de ofte har mødt modgang og nederlag, hvilket har bekræftet deres behov for en anden form for læring.

For at fastholde deltagerne i en fortsat udviklingsproces må produktionsskolerne imødekomme en række af de omsorgs- og tilknytningsbehov, som den enkelte deltager har.

At skabe et inkluderende miljø for deltagerne kræver nærvær og engagement hos de voksne, der både fungerer som mestre og mentorer. En væsentlig forudsætning herfor er, at antallet af deltagere pr. værkstedslærer aldrig bliver så højt, at der ikke kan tages individuelle hensyn.

5 Skolerne tilbyder værksteder med en faglig mangfoldighed og kvalitet, der stemmer overens med det aktuelle arbejdsmarked. Produktionsskolerne har flere værksteder, der repræsenterer forskellige fagområder inden for håndværk, service, omsorg, medie og kreativitet m.v. Fagområderne må dog fortrinsvis have relationer til erhvervskompetencegivende ungdomsuddannelser, således at deltagerne har mulighed for at orientere sig mellem flere beskæftigelsesområder. 5


CHARTER FOR DE DANSKE PRODUKTIONSSKOLER 6 Deltagere tilbydes undervisning i almene fag, samt kultur og samfundsforhold. Produktionsskolerne skal sørge for undervisning af deltagere, der har brug for at få forbedret deres grundlæggende færdigheder i almene fag som fx dansk, matematik og IT. Produktionsskolerne bør tilstræbe undervisningsformer, der sikrer individuel læring under hensyntagen til deltagernes forudsætninger og potentiale. Undervisningen bør så vidt muligt foregå i direkte tilknytning til eller i forlængelse af det praktiske arbejde på værkstederne.

Det kan f.eks. være mindre opgaver som registreringer, kalkulationer og bogføring på værkstederne, som vedrører ordrer og materialeforbrug, udgifter og salg samt indberetning af timer og løn. Det er opgaver, som deltagerne umiddelbart forstår betydningen af, og som ikke kræver større læse- og regnefærdigheder, da de vil kunne udføres i fællesskab med de andre deltagere på værkstedet Skolerne arrangerer en række andre undervisningsaktiviteter inden for samfundsforhold, historie, psykologi, natur, idræt m.m. 7 Produktionsskolerne optager og udskriver deltagerne enkeltvis. Det sker løbende og under hensyn til den enkelte deltagers behov. Unge kan optages og udskrives enkeltvis når de hver især har brug for det, dvs. hele året rundt.

Der er ikke på forhånd fastlagt nogen grænse for, hvor længe forløbet for den enkelte deltager skal være. 8 Deltagerne får udbetalt løn i form af skoleydelse for deres aktive medvirken. Deltagerne får udbetalt en skoleydelse, der er skattepligtig.

Skoleydelsen nedsættes forholdsmæssigt for deltagere, der kommer for sent til, ikke deltager aktivt i eller udebliver fra undervisningen.

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CHARTER FOR DE DANSKE PRODUKTIONSSKOLER 9 Produktionsskolerne støtter den enkelte deltager i at opstille realistiske mål og i at nå disse mål gennem forløbet på skolen. Produktionsskolen sørger for vejledning, der giver den enkelte deltager mulighed for afklaring, udvikling og perspektivering af sine personlige, sociale og faglige kompetencer.

Vejledningen skal støtte deltagerne i at opstille mål, der rummer realistiske udfordringer, og i at nå disse mål gennem forløbet på skolen. Ansvaret for den daglige vejledning og rådgivning, der foregår integreret i de sociale og arbejdsmæssige processer, ligger hos den enkelte lærer.

Med jævne mellemrum gennemføres vejledningssamtaler med henblik på en evaluering af den enkelte deltagers forløb på skolen.

Mange skoler har efterhånden ansat egentlige vejledere, der især tager sig af den mere formelt tilrettelagte uddannelses- og erhvervsvejledning, herunder vejledning om social- og arbejdsmarkedslovgivning mv. 10 De unges kompetenceudvikling dokumenteres i et produktionsskolebevis. Det er stor betydning, at de kompetencer, deltagerne erhverver sig på produktionsskolen, anerkendes, så de unge får mulighed for at føle sig værdsat. Ved udskrivningen udsteder produktionsskolen et bevis, der dokumenterer deltagernes kompetenceniveau på udvalgte kompetenceområder, og som understøtter deltagernes fremadrettede søge- og valgproces i forhold til videre uddannelse og beskæftigelse. 11 Skolerne er selvejende og uafhængige institutioner. Produktionsskolerne er organiseret som selvstændige institutioner, der skal leve op til en række krav, der følger af gældende dansk lovgivning om produktionsskoler.

Det drejer sig om retningslinjer for bl.a. produktionsskolens stiftelse og evt. ophør, vedtægternes udformning, bestyrelsens sammensætning og opgaver, den pædagogisk og administrative ledelse, skolens finansiering, regnskab og revision samt tilsyn fra det nationale ressortministerium. 7


CHARTER FOR DE DANSKE PRODUKTIONSSKOLER

Nærmere oplysninger: Produktionsskoleforeningen Dæmningen 33, 2.tv. 7100 Vejle Tlf. (++45) 75 82 20 55 Fax. (++45) 75 82 14 12 E-mail: psf@psf.nu

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5.2.1 Charter (DK)