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gletscherspalten 2/2025

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Heimisches Gehölz: Traubeneichenwald

Ginster und Hainsternmiere neben Weidefläche

Pflanzen und ihre Lebensräume Botanische Wanderung in der Eifel

Normalerweise haben die Teilnehmenden von DAVWanderungen wenig Zeit, um am Wegesrand in aller Ruhe Wildblumen zu studieren. Hurtig geht es über Stock und Stein, der Blick ist stets nach vorne gerichtet: bloß nicht stolpern oder den Anschluss verlieren. Anders bei der botanischen Eifelwanderung der Naturerlebnisgruppe am 27. April unter der Leitung von Matthias Josko. Der Agrarwissenschaftler mit Schwerpunkt Naturschutz und Landschaftsökologie lenkte die Aufmerksamkeit der 16 Teilnehmenden immer wieder auf Pflanzen und verschiedene Biotope rechts und links des rund zehn Kilometer langen Weges. Dieser führte von Heimbach-Hausen über den Fichels- und Hahnenberg nach Heimbach – durch eine blühende Eifellandschaft im Frühling. Bei der vierstündigen Wanderung ging es nicht nur um Pflanzenbestimmung. Wir Teilnehmenden lernten vielmehr, die Pflanzen in ihrem Lebensraum zu betrachten und erfuhren Interessantes über regionalen Naturschutz. Von der Haltestelle der Rurtalbahn in Hausen liefen wir am Krefelder Eifelheim vorbei, als uns Matthias schon am Ortsausgang auf das erste Biotop hinwies: eine feuchte Wiese, in deren Senke sich Wasser sammelte. Als typische Pflanzen für die nasse Wiese konnten wir Wiesenschaumkraut, Ackerschachtelhalm und Sumpfhahnenfuß entdecken. Auch die weißblütige Hainsternmiere und der blau blühende Gundermann gediehen an dem Standort gut. Bei unserem zweiten Stopp hielten wir vor einem steilen Hang, auf dem Traubeneichen wuchsen. „Auf

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dem sauren Boden wachsen am Waldrand nur maximal fünf bis sechs Arten wie zum Beispiel das Habichtskraut und der Salbei-Gamander“, erklärte uns Matthias. Er wies darauf hin, dass die Wälder in der Eifel ursprünglich aus Traubeneichen und Rotbuchen bestanden. Erst im 19. Jahrhundert kamen durch Aufforstungen unter der preußischen Regierung Fichten- und Kiefernwälder hinzu. Heute überlässt man im Nationalpark Eifel Waldgebiete, die durch Borkenkäfer oder Stürme zerstört werden, der natürlichen Sukzession. So können sich die heimische Traubeneiche und Rotbuche nach dem Absterben des Pionierbaums Birke wieder durchsetzen. Die Strecke führte nun auf einem schattigen Weg das Exental hinauf. Am Wegrand entdeckten wir Scharbockskraut, Labkraut und Knoblauchrauke. Sie gedeihen besonders gut im Halbschatten, genauso wie der giftige Aaronstab, der an seinen pfeilförmigen Blättern und dem markanten Blütenkolben zu erkennen ist. Auf der Höhe angekommen standen wir vor einem ehemaligen Steinbruch. An dem sonnigen und trockenen Standort fühlten sich Primeln besonders wohl. Sie sind nach dem Bundesnaturschutzgesetz besonders geschützt und dienen Bienen und anderen Insekten als frühe Nahrungsquelle im Jahr. Und tatsächlich: Als wir den Höhenweg linker Hand weiterliefen, entdeckten wir an dem Astloch einer hohen Wildkirsche einen großen Schwarm Wildbienen auf der Suche nach einem neuen Zuhause. Ein scheinbar gut ausgewählter Ort zum Wohnen. Nach einer Wegkehre lag der Panoramaweg nun in der

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